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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin fĂźr Les-Bi- Schwul- Trans* & InTra*

Ausgabe 01/15

Diskriminierung im Ăśffentlichen Leben Seite 8

Adoptionsverbot auf der Kippe?

In Kooperation mit

Preis: 0,75 Euro

Foto: Creative-Commons, Manfred Werner

Seite 9


EDITORIAL Willkommen zur ersten Ausgabe von „rainbow UNITED“. Unser neues Magazin wird von der HOSI-Tirol herausgegeben und enthält neben Infos der HOSI und einem Österreichteil auch Beiträge der SOHO, Aids-Hilfe, AFLZ, Grüne Andersrum, Courage, InTra*, SMJG und in jeder zweiten Ausgabe einen Beitrag der evangelischen Kirche bzw. der Gleichbehandlungsanwaltschaft, einige stellen sich in dieser Ausgabe erst einmal vor und erklären was sie machen und welche Ziele sie verfolgen. Unser Leitartikel handelt von Diskriminierung Gleichgeschlechtlicher Paare im öf-

fentlichen Leben. Ausschlaggebend war der Vorfall im Cafe Prückel in Wien Mitte Jänner diesen Jahres, der ja bei weitem nicht der einzige in Österreich ist (siehe Österreichteil). Natürlich gibt es das Magazin auch als Onlineversion unter www.rainbowunited.at Ich möchte aber hier gar nicht zuviel schreiben und freue mich, wenn euch die erste und hoffentlich gelungene Ausgabe gefällt. Euer Nico

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Magdalena Klingenschmid Brigitte Fender Sarah Milena Rendel Mario Haas

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. April 2015 Erscheinung: 15. Mai 2015 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Markus Möller, Thomas Lechleitner, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Matthäus Recheis, Andrea Worsch, Mag.a Ramanie Ramalingam, InTra* München, Nicole Katsch, Pfarrer Mag. Lars Müller-Marienburg rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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www.rainbowunited.at


INHALT rainbow UNITED

AFLZ

Österreich Splitter 8-9 Diskriminierung im öffentlichen Leben Adoptionsverbot auf der Kippe? QueerAttack! 26 United Cooking 28-29 Stadtplan 30 Adressen 31 Termine 32-34 Rainbow Shop 36

Ein Begegnungsort Das Autonome Frauenlesben Zentrum Innsbruck

Hosi Tirol

Die COURAGE Innsbruck stellt sich vor

Die HOSI Tirol Was wir sind und was wir machen Gay Friday & Disco Abend QueerAttack - Night Life

14-15

GRÜNE Andersrum Tirol Andersrum Tirol stellen sich vor 16-17

Courage 18-19

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SoHo Tirol Die SoHo Tirol stellt sich vor 10-11 Es gibt eine bessere Zukunft für alle Menschen

AIDS Hilfe Tirol Märchen zu Safer Sex 12 „Hallo, darf ich dir etwas schenken?!“ 13 Schon gecheckt? 13

InTra München Im Gespräch bleiben! - InTra*

20-21

SMJG Innsbruck 50 Shades of what? 22-23 Die SMJG Innsbruck stellt sich vor

Evangelische Kirche Was macht die Kirche hier? Das Hohelied - Erotik in der Bibel Was wir wollen - und was nicht

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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WE &A B BO

Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

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Hosi Tirol

Die HOSI-Tirol

Was wir sind und was wir machen Vor 30 Jahren, genauer gesagt im Dezember 1983 wurde die Hosi von Michael Hallhuber als Verein angemeldet. Anfangs ohne eigenes Vereinlokal und später in eigenen Räumlichkeiten landete der Verein 2013 in einem eigenen barrierefreien Zentrum in der Kapuzinergasse 43. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, Büro, Bibliothek, Beratungsraum und nicht zuletzt auch ein Cafe mit Gastgarten.

Jeden Donnerstag ist die Hosi für alle die sie besuchen möchten geöffnet und bietet neben Beratungen auch regelmäßig Lesungen, Vorträge, Filmabende, und Diskussionsrunden an.

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Für alle Morgenmenschen gibt es jeden ersten Sonntag im Monat einen Brunch.

CK!

ATTA R E E U Q

Aber die Hosi organisiert auch Veranstaltungen außerhalb des Vereinszentrums. Da wäre zum einen eine monatliche Disco, die QUEERATTACK! im VAZ Hafen, die mit wechselnden Mottos und DJ´s nicht nur Leute aus Tirol sondern auch Menschen aus Bayern, Vorarlberg und Südtirol anlockt. www.rainbowunited.at


www.hositirol.at Über all den Veranstaltungen steht aber nimmer noch der Kampf um Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung, denn dafür steht das ehrenamtlich arbeitende Team der Hosi!

Und nicht zuletzt organisiert die Hosi gemeinsam mit anderen Vereinen auch den jährlichen CSD-Innsbruck, so wie ein Herbstfest, die In[n]love.

Texte: Jürgen Preisegger Fotos: Archiv HOSI-Tirol - Fotolia

Gay Friday

Disco Abend

Zusammen mit der Alpen IG und den Gayhütten Tirol hat die HOSI zwei neue Veranstaltungen mit ins Programm aufgenommen. Unter anderem den Gay Friday, der monatlich abgehalten wird. Viele Homosexuelle haben eine Hemmschwelle sich an einem offenen Abend unters Publikum zu mischen. Man sieht es auch an Beispielen, wo Szenekneipen sich dem Publikum öffneten, blieben viele Stammgäste fern. Aus diesem Grund kam die Überlegung einen reinen homosexuellen Männerabend zu organisieren mit Musik und Long Drinks.

Im November organisierte man in der HOSI den ersten 80er Schlagerabend, der für das erste Mal eine sehr großen Anklang fand. Gemütliches Zusammensein bei guter Musik war der Grundgedanke. Um jedoch allen Musikwünschen gerecht zu werden, wurde das Konzept überdacht und man will nun dreimonatlich einen Discoabend organisieren. Um dem Ganzen auch das gewisse Etwas zu verleihen, werden die Clubräumlichkeiten der HOSI mit Strahlern sogar zu einer richtigen Disco umgebaut.

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Hosi Tirol

0r! 3 Jah e

rol Hosi Ti

Guggamusig auf der Queer

Schneggah체sler Frastanz

Die Spannung steigt ...

NIG H LIF T E

Bunt gemischt

QUEERATTACK! Apres Ski Flair

Winterliche Stimmung

APRES SKI Atemlos ...

Gummi Gummi

Glamour im Mittelpunkt

Getanzt wurde bis in die Fr체h

Super Atmosph채re

Wir lassen es rocken

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www.rainbowunited.at


HOTEL garni - gay only -

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15 moderne, komfortable Zimmer

Blaiken 71 A-6351 Scheffau a. W. Kaiser www.hausromeo.info Telefon: 0043 5358 73062

Uwe & Stefan freuen sich auf Deinen Besuch!

Bei uns ist Man(n) unter sich! Direkt gegenüber der Talstation zu Österreichs größtem zusammenhängenden Skigebiet gelegen, sorgt das freundliche Team für Dein rund-um Wohlbefinden! Nach einem guten Frühstück, startest Du in Deinen Tag, mit vielen, abwechslungsreichen Möglichkeiten. Egal ob im Winter zum Skifahren, Rodeln, oder herrlichen Winterwanderungen, oder im Sommer, zum Bergsteigen, Baden, Mountainbiken, oder einfach nur zum Entspannen! Wir laden Dich ein in unseren neugestalteten und vergrößerten Wellness-Bereich mit Trockensauna, Dampfbad, Fitness-Geräten sowie Ruhebereiche mit angenehm, sanfter Musikuntermalung!

Am Abend treffen sich dann unsere Haus- und Tagesgäste an der Bar, zum netten Plaudern und Kennenlernen! Wer sich diskret mit seiner Bekanntschaft zurückziehen möchte oder neue Kontakte knüpfen, so empfehlen wir Dir den neuen Cruising-Bereich mit privaten Kabinen, Sling, Glory-Hole und Video-Lounge! rainbowUNITED Ausgabe 16.02.2015 SMUK -15/01 Haus Garni vom OG - Registernummer: FN 424844x - Reg. Gericht Innsbruck

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ÖSTERREICH Splitter

TITELSTORY

Diskriminierung im öffentlichen Leben Man glaubt wir leben mittlerweile in einer toleranten Gesellschaft, zwischen Leuten die aufgeschlossen gegenüber Menschen sind, die anders lieben, andere Religionen oder Hautfarben haben... Ja das glaubt man, aber es ist nicht so. Fast täglich liest man von neuen Fällen in denen meistens homosexuelle Paare angegriffen und beschimpft werden.Ganz deutlich zeigt das der Fall im Café Prückel in dem ein sich küssendes lesbisches Pärchen von der (ich nehme an homophoben) Geschäftsführerin Christl Sedlar wegen „Zurschaustellung von Andersartigkeiten“ aus dem Lokal verwiesen wurde. Auch eine „Entschuldigung“ aus dem Café a la Nudelfabrikant Barilla wird nichts daran ändern. Aber man hat reagiert und für den Tag einer geplanten Protestkundgebung „Küssen im Prückel“ nach vielen Jahren den ersten Ruhetag eingelegt, schon deshalb ist so eine Entschuldigung nicht ernst zu nehmen. Und den Aufruf einer gewissen Partei, man solle aufhören gegen das Prückel zu hetzen kann man eigentlich nicht ernst nehmen, wie leider so vieles was aus dieser Ecke kommt... Aber nicht nur in traditionellen Kaffeehäusern, nein auch in ganz normalen öffentlichen Verkehrsmitteln sind Übergriffe auf Homosexuelle keine Seltenheit. Ein Kuß von einem gleichgeschlechtlichen Paar führt öfters als man glaubt dazu, daß die anderen Fahrgäste zu schimpfen beginnen und lösen mehr als ein-

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mal Debatten aus, ob Schwulsein normal ist oder nicht. Eine europaweite Studie im Jahr 2013 mit über 90.000 Befragten Homosexuellen besagt, daß zwei von drei Befragten ihre Sexualität in der Schule verheimlichen. Mindestes 60% sind in Schulen einem homophoben Klima ausgesetzt. Aber Ausgrenzung und Verspottung gehen auch nach der Schulzeit weiter, denn fast 20% gaben an, daß sie sich auch am Arbeitsplatz oder bei der Stellensuche diskriminiert fühlen. Es ist also an der Zeit, daß die österreichische Gesetzgebung ihre Verantwortung im Bereich des Diskriminierungsschutzes ernst nimmt und endlich aktiv wird, aber die Scheibchentechnik, die unsere Regierung anwendet um zu verhindern was dringend notwendig ist, nämlich endlich ein Gesetz zu schaffen, das Homosexuellen die gleichen Rechte gibt wie allen anderen trägt nicht gerade zum Erfolg bei. Die EU klagt und unsere Politiker geben wieder einen Millimeter nach und das geht immer so weiter. Dabei gäbe es viele Lösungen - Mein Vorschlag: Man nimmt einfach alle Kosten für Klagen, Nationalratssitzungen usw. die durch dieses hin und her und sich weigern der Regierung entstehen und zieht sie von den Gehältern der quertreibendnen Politiker ab was zur Folge hätte das (ein Großteil) unserer Nationalratsabgeordneten in den nächsten Jahrzehnten keinen Cent verdienen würde. Ich bin mir fast sicher, daß dann etwas vorangehen würde! Text: Jürgen Preisegger - Fotos: Archiv HOSI-Tirol

www.rainbowunited.at


ÖSTERREICH Splitter TITELSTORY

VfgH kippt Adoptionsverbot für Homosexuelle Paare Dies ist ein historisches Urteil und wir haben allen Grund uns zu freuen. Am 14. Jänner 2015 hat der Verfassungsgerichtshof endlich das Kindeswohl und nicht die sexuelle Orientierung der Eltern in den Vordergrund gerückt. Viele haben lange dafür gekämpft, allen voran Dr. Helmut Graupner, ihm gilt unser besonderer Dank. Er meint: „Eine sachliche Rechtfertigung Lesben, Schwulen und Transgender-Personen die gleichen Rechte wie Heterosexuellen bei der Adoption zu verweigern gibt es nicht“. Bis 31. Dezember 2015 hat die Bundesregierung Zeit das Gesetz zu reparieren. Voraussetzung Eingetragene Partnerschaft? Nach dem VfgH-Urteil besetzt Österreich europaweit die einmalig lächerliche Position, gleichgeschlechtlichen Paaren volle Adoptionsrechte zu gewähren, aber die Ehe zu verweigern. Die Gleichgeschlechtliche Partnerschaft unterscheidet sich noch immer in 40 Punkten von der Ehe. „Alle Staaten, die diese vollen Adoptionsrechte für gleichgeschlechtliche Paare haben, haben auch die Eheschließungsmöglichkeit. Nun geht es auch gar nicht mehr darum, dass Verpartnerungen […] am Standesamt stattfinden, ab sofort geht es um die völlige Gleichstellung“ so Graupner. Ob eine Eingetragene Partnerschaft Voraussetzung für die Adoption von Kindern sein wird, ist noch offen. Alles außer Gleichstellung ist Diskriminierung Große Freude über das Urteil äußern GRÜNE, SPÖ und NEOS. Justizminister Brandstätter (ÖVP) bekräftigt, das Adoptionsrecht „fristgerecht umzusetzen“. Offiziell setzt man aber „weiter auf die traditionelle Familie mit Vater, Mutter und Kind“. Familienministerin Karmasin (ÖVP) teilt den Behörden medial mit, “dass bei der praktischen Vollziehung des rainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

VfGH-Erkenntnisses keine Änderung passieren soll“. Sie und weitere Parteimitglieder sind, wie das Team Stronach und die FPÖ, dem Urteil gegenüber offensichtlich negativ eingestellt. Nächster Schritt, Ehe öffnen Es läge jetzt dringend in der Verantwortung der Regierungsparteien ÖVP und SPÖ, die immer noch bestehenden Diskriminierungen endlich zu beenden. Beispielsweise die Ehe für alle und die Eingetragene Partnerschaft für verschiedengeschlechtliche Paare zu öffnen sowie ein vollumfassendes Anti-Diskriminierungsgesetz zu verwirklichen.

Ein empfohlener Artikel zum Thema von Mag. Dr. Lehenbauer-Baum: www.selbstsicherheit.at/wissenschaftliche_ fakten_adoption_durch_gleichgeschlechtliche_paare Sein Fazit lautet, dass „es aus wissenschaftlicher (und damit sachlicher) Perspektive keinerlei Einwände gegen die Adoption gleichgeschlechtlicher Paare gibt“.

Text: Thomas Lechleitner Fotos: Grüne Andersrum Tirol

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SoHo Tirol

Die SoHo Tirol stellt sich vor Es gibt eine bessere Zukunft für alle Menschen Es mag politisches Kalkül mitgespielt haben, dass vor nunmehr etwa 15 Jahren die Arbeitsgruppe für die Belange der Homosexuellen innerhalb der SPÖ in Tirol platziert wurde. Heute jedenfalls hat sich die Idee nicht nur innerhalb der Partei einen wichtigen Stellenwert erworben, sondern ist auch aus dem gesellschaftspolitischen Alltag der meisten Parteien und NGO-Gruppierungen nicht mehr weg zu denken. Schon damals handelte es sich bei der SoHo Tirol um eine kleine Gruppe sozialdemokratisch denkender Menschen, die innerhalb des großen Parteiapparates der SPÖ versuchten, durch kritische Betrachtung der Gesellschaft und ihren Umgang mit dem Thema Homosexualität die Partei für dieses Thema zu sensibilisieren. Es hat sich viel getan in den letzten 15 Jahren. Die Aufhebung des § 209, die Umsetzung des Gesetzes zur eingetragenen PartnerInnenschaft, die Stiefkindadoption und zuletzt der Zugang zu künstlicher Befruchtung auch für lesbische Frauen konnten gesetzlich verankert werden. Am Ende

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soll die uneingeschränkte Öffnung der Ehe, inklusive der Anpassung des Adoptionsrechts, für alle homosexuellen Menschen stehen, wofür sich die SoHo Tirol, und auch die SoHo österreichweit einsetzten wird. Außerdem gibt es jetzt endlich diverse gesetzliche Erleichterungen für Transgenderpersonen. Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Es ist uns allen klar, dass Nachbesserungen notwendig sind. Also – wir werden am Ball bleiben. Genauso turbulent wie in der Politik gestalteten sich die ersten Jahre der SoHo Tirol, die inzwischen von einer Arbeitsgemeinschaft in einen Verein umstrukturiert wurde. An der Spitze waren mit einer Ausnahme bisher immer nur Männer. Zwischen 2002 und 2006 zeichnete Gabi Schiffer für die SoHo Tirol verantwortlich. Sie ist fast vom ersten Tag an dabei, und steht immer noch mit Begeisterung hinter der Sache. Nach dem überraschenden Rücktritt des letzten Vorsitzenden Mitte 2014 hat sie interimistisch den Vorsitz bis zur Generalversammlung übernommen. Tatkräftig unterstützt wird sie von ihrer „eingetragewww.rainbowunited.at


www.soho.or.at

nen Partnerin“ Connie Hilber, vom Kassier Gerhard Georgi und Martin Buchauer – allesamt ebenfalls echte „Veteranen“. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Ansprechpartner im Bereich der LSBTI Agenden innerhalb der SPÖ zu sein. Mittlerweile steht die SoHo Tirol innerhalb des SPÖ Parteigefüges als eigenständige Organisation gut da. Die Gesprächsbasis mit diversen Mandatarinnen und Mandataren aus allen politischen Gremien ist ausgezeichnet, und trotz manch kleinerer Meinungsverschiedenheiten steht die SPÖ hinter der SoHo und die SoHo hinter der SPÖ. Dadurch ist es selbstverständlich auch möglich, mit anderen Organisationen, und auch diversen NGO´s, einen freundschaftlichen Umgang zu pflegen. Aus diesem Grund hat uns die Einladung, bei „Rainbow United“ mitzumachen, sehr gefreut, da die Vernetzung der LSBTI Organisationen wichtig ist, um letztendlich ans Ziel zu gelangen. In den nächsten Monaten steht der SoHo Tirol noch großes bevor. Nach der Generalversammlung, die noch diesen Winter stattfinden wird, plant der Vorstand, sich noch aktiver um die Belange der LSBTI Personen zu anzunehmen. Hierzu werden wir innerparteilich eine tirolweite Informations-

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kampagne starten. Sehr wichtig ist uns auch, wie in den letzten Jahren, den CSD Innsbruck und die In[n]love mitzugestalten, und dort vor Ort zu sein.

Wir sind davon überzeugt, dass eine bessere Zukunft für alle Menschen durch Aufklärung erreicht werden kann. Nur dadurch können wir Diskriminierungen in den Köpfen und im Sprachgebrauch verhindern. Weiters haben wir es uns zum Ziel gesetzt, solange politisch aktiv zu sein, bis die SoHo aufgelöst werden kann, da sie nicht mehr gebraucht wird, weil alle Forderungen erfüllt wurden. Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber Fotos: Gabi Schiffer

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AIDS Hilfe Tirol

Märchen zu Safer Sex

Wie stark sind Schwule und Bisexuelle wirklich betroffen von sexuell übertragbaren Infektionen? Worauf sollte man achten? „Junge vögeln völlig sorglos!“ Stimmt nicht. Auch viele junge Schwule und Bisexuelle, die Analverkehr praktizieren, verwenden dabei ein Kondom und Gleitmittel. Obwohl es natürlich schwierig sein kann, im Rausch der Sinne an Safer Sex zu denken. Häufiger praktizieren junge Männer allerdings Oralverkehr. Ein gesellschaftliches Problem: Burschen erhalten in der Schule zu wenig wertschätzende Sexualaufklärung und Unterstützung für ihre Form der Liebe. Wer im Coming Out Unterstützung von seinem sozialen Umfeld erfährt, schafft es im Durchschnitt besser, gut auf sich zu achten. „Junge haben keine ansteckenden Krankheiten!“ Jeder 10. junge Schwule oder Bisexuelle hat eine sexuell übertragbare Infektion ohne davon zu wissen. Zu diesem Ergebnis kam die AIDS-Hilfe Salzburg in einer Befragung. Auch junge Männer können HIVpositiv sein oder Syphilis haben. In Tirol leben Burschen, die sich sehr jung - zum Beispiel mit 16 Jahren - mit HIV infiziert haben oder bereits einmal Syphilis hatten. In Deutschland nehmen die Syphilisinfektionen bei Männern, die Sex mit Männern

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haben, stark zu. In dieser Gruppe werden vier von fünf Neuinfektionen mit Syphilis entdeckt. Feigwarzen treten an der Eichel oder im Analbereich zum ersten Mal gerne im Alter zwischen 20 – 30 Jahren auf. „Ein Bodybuilder ist sicher gesund!“ Eine HIV-Infektion sieht man jemandem nicht an. Wer frisch infiziert ist, kann andere besonders leicht anstecken. Dies ist vor allem in Partnerschaften ein unterschätztes Risiko. Heilige Schwüre von ewiger sexueller Treue halten häufig der menschlichen Realität nicht stand. Wer allerdings in wirksamer HIV-Therapie ist und dessen Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze liegt, der kann auch bei ungeschütztem Sex kaum den Virus weitergeben. „Ich bin aktiv. Mir kann nichts passieren!“ Beim ungeschützten Analverkehr kann sich auch der aktive Teil mit HIV, Syphilis, Tripper und Co infizieren. Ein Kondom schützt gut vor HIV und verringert deutlich das Risiko für andere Geschlechtskrankheiten. Bei einer Kondompanne oder nach einem ungeschützten Analverkehr sollte auch an die Möglichkeit einer PEP (Postexpositionsprophylaxe) gedacht werden. Dabei www.rainbowunited.at


www.aidshilfe-tirol.at werden ein Monat lang bestimmte HIV-Medikamente verabreicht, um ein mögliches HIV-Übertragungsrisiko abzusenken. Idealerweise sollte man sich innerhalb

der ersten Stunden nach der Risikosituation an die HIV-Ambulanz an der Klinik in Innsbruck wenden. Telefon: 504 24847.

„Hallo, darf ich dir etwas schenken?!“ Pearl und Rachel diese zwei Dragqueens sind als Botschafterinnen der AIDS-Hilfe Tirol für Lust, Liebe und Safer Sex unterwegs. Lass dir Gummis und Gleitmittel schenken…

Schon gecheckt? Tests und Beratung in der AIDS-Hilfe Tirol Fit for Love–Check: Anonyme und kostenlose Syphilis- und HIV-Testung. Der Befund kann 2-3 Tage später abgeholt werden. Der Check ist auch ohne Symptome für Burschen und Männer, die Sex mit Männern haben, einmal im Jahr zur Vorsorge zu empfehlen. Extra: HIV-Schnelltest – Befund innerhalb von 30 Minuten. Kosten: 30 Euro. Zum Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor Ende der Testzeit kommen. Testzeiten: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 -15 Uhr. Weitere Informationen unter www.aidshilfe-tirol.at. Persönliche Beratungstermine können außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden: 0512/563621. Fit for Love Beratung zu Fragen der sexuellen Gesundheit und Risikomanagement. Beratung für HIV-Positive, deren Freunde, Partner und Angehörige. Unterstützung für

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HIV-Positive bei finanziellen Problemen, bei Wohnungssuche, bei Diskriminierung...

Text: Matthäus Recheis Foto: Florian Lechner

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Frauenzentrum AFLZ

Ein Begegnungsort

Das Autonome Frauenlesben Zentrum Innsbruck Mitten in Wilten, nicht besonders schwer zu finden und eigentlich zentral gelegen. Licht schimmert durch eine große Fensterfront und leise Musik ist bereits vor dem Eingang hörbar. Es ist Freitag Abend und das Cafe Anchorage hat geöffnet. Einlass, women only. Beim hineingehen besticht ein stilvoll gestalteter Raum mit einer großzügigen Bar die Besucherin. Erstmal ankommen, mit der Barfrau reden sich informieren, das ist so das Erste wenn man Neu ist. Sich umschauen und mit den anderen Besucherinnen kontakten. Herausfinden was das Besondere am Autonomen Frauenlesben Zentrum ist. Ein Begegnungsort zum Wohlfühlen von Frauen für Frauen jenseits des heteronormativen Umfelds in dem Frau sich sonst

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befindet. Und dann gibt es eine lange vielseitige und vielschichtige Geschichte zu diesem Zentrum und viele Geschichten zu und von den Frauenlesben die in diesem Zentrum mitgestaltet, gearbeitet, diskutiert, gesungen, getanzt, sich verliebt und entliebt haben und sich über viele Jahre hier beheimatet fühlten und fühlen. Über das Alter des AFLZ lässt es sich streiten, aber es wird davon ausgegangen, dass es heuer 32 Jahre sein werden. Begonnen hat eigentlich alles 1982 als Wegbereiterinnen des AFLZ´s das Cafe Laufmasche in der Höttinger Gasse eröffneten und sich mit den Themen der damaligen Autonomen Frauenbewegung auseinandersetzten. Das war dann auch 1983 im Autonomen Frauenzentrum in der Michael Gaismairstrasse ein zentraler Schwerpunkt. Politischer www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at Aktionismus, im Sinne von Aufzeigen, war immer ein großer Schwerpunkt der Szene. Ungerechtigkeiten durch patriarchale Strukturen aufzuzeigen und zu bekämpfen, waren und sind Inhalte von vielen Demonstrationen, Performances, Theaterstücken bis hin zu Lesungen und Veröffentlichungen, die in diesen Räumlichkeiten entstanden sind.

Frauen aus den Nachbarländern extra angereist sind, oder das AFLZ Geburtstagsfest, Walpurgi und natürlich CSD Innsbruck und In[n]love nicht zu vergessen. In all den Jahren, hat sich auch politisch viel getan. Es gibt Verpartnerungen, Regenbogenfamilien, eine queere Bewegung der LGBT´s und es scheint vieles problemloser geworden zu sein. Und hier liegt die Betonung auf scheint. Das finanzielle Überleben war schon immer ein Kampf, der Höhepunkt war jedoch 2010, als die Politik uns durch die Streichung der Subventionen zum Schließen bewegen wollte. Mit dem Argument, solche Orte brauche es nicht mehr, und das Wort Lesbe sei auch nicht förderlich - es war klar, dass feministische Themen immer noch anecken und ungemütlich sind.

Dann kam das Sichtbarmachen der sexuellen Orientierung als wichtiges Thema dazu und es kam zur Umbenennung. Lesben kamen jetzt im Namen vor. Es gab Coming out Gruppen, Gruppen für lesbische Mütter, Wen Do als Selbstverteidigung von Frauen für Frauen, Frauenlesben Vernetzung und neue Räumlichkeiten in der Liebeneggstrasse. Das AFLZ ist einzigartig in West-Österreich und darüber hinaus. Ein Raum für Entwicklung, ein Raum des Austausches und des Genießens. Ein Raum mit Ecken und Kanten, Diskussionen und Streitgesprächen. Ein Frauenraum. Öffnungszeiten: Dienstag 18.00 - 23.00 Freitag 20.30 - 24.00 Neben all der politischen Arbeit, die viel zur Sensibilisierung in der Öffentlichkeit beigetragen hat ist das AFLZ auch bekannt für legendäre Feste und Disco`s. Die Frauenlesbendisco mit ihren DJ´innen, zu denen

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www.frauenlesbenzentrum.at Text: Andrea Worsch Fotos: Gerti Eder, Michaela Fessel

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GRÜNE Andersrum Tirol

ANDERSRUM TIROL STELLEN SICH VOR Wer wir sind, was mir machen, wo du uns findest und wie du uns erreichst! Wir ANDERSRUM TIROL sind an grüner Politik interessierte Menschen, die sich gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, bi- und trans- sowie intersexuellen Personen einsetzen und auf bestehende Benachteiligungen aufmerksam machen. Wir stehen für die Sichtbarkeit von LGBTX-Personen sowie ihrer Anliegen. Wir setzen uns dafür ein, dass Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität nicht unter den gesellschaftlichen oder politischen Teppich gekehrt werden. Die Grünen sind die einzige Partei, die diese Themen von Anfang an und vorbehaltlos fest in ihrem Grundsatzprogramm verankert hat. Wir sagen, nur so kann ernsthaft und glaubwürdig Politik für und vor allem mit LGBTX-Personen gemacht werden. Wir bieten allen interessierten Menschen gerne eine politische Heimat und Wahlalternative, eine Plattform sich einzubringen und einen Ort, an dem man zwanglos mit anderen LBGTX’s ins Gespräch kommen kann. Dazu treffen wir uns alle zwei Monate im Landesbüro der TIROLER GRÜNEN in der Museumstraße 11 in Innsbruck. Das Plenum startet immer um 19:30. Wir diskutieren über laufende und zukünftige Projekte, aktuelle Ereignisse und Neuigkeiten, Allfälliges und sprechen über persönliche Erfahrungen und Eindrücke.

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Wir sind bestens vernetzt und tauschen uns vorbehaltlos mit allen in dem Bereich engagierten Gruppen aus, landes-, bundes- und europaweit. Besonders hilfreich ist die Tatsache, dass wir auf sämtlichen Ebene über Kontakte verfügen, welche ganz offen mit dem Thema LGBTX umgehen bzw. offen dazu stehen und uns sowohl mit Informationen versorgen, als auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sei es Ulrike Lunacek im Europaparlament, Marco Schreuder im Bundesrat oder Gebi Mair in der Tiroler Landesregierung, um nur einige bekannte Beispiele zu nennen. Sie und viele weitere vertreten unser aller Anliegen nach bestem Wissen und Gewissen in den verschiedensten Bereichen. Gemeinsam sind wir für DICH und DEINE Anliegen im Einsatz.

Nächstes Plenum: 1. April 2015 www.tirol-andersrum.at tirol-andersrum@gruene.at www.rainbowunited.at


www.tirol-andersrum.at

Stets voll motiviert dabei sind wir mit einem Stand bei LGBTX-Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Christopher Street Day und der In[n]love. Mit im Gepäck haben wir immer einen Haufen Giveaways, Informationsmaterial und wir organisieren mit großer Freude jedes Jahr die Tombola. Ganz im Sinne der Gemeinschaft unterstützen wir natürlich auch andere LGBTX-Organisation mit Know-How, engagierten Helfern und Helferinnen sowie kleinen und größeren Finanzspritzen.

Auf Facebook (facebook.com/andersrumtirol) und Twitter ( twitter.com/tirolandersrum) versorgen wir euch mit aktuellen Nachrichten, Artikeln über LGBTX-Themen, Infos zu rechtlichen Fortschritten und kommenden Veranstaltungen. Auf unserem YouTube-Kanal (youtube.com/grueneandersrumtirol) findet ihr unsere bisher veröffentlichten Videos zu den verschiedensten Themen. Besonders beliebt sind die Coming-Out-Videos einiger unserer Mitglieder sowie Veranstaltungsvideos und Rosis Buchtipps. Wir freuen uns immer über LIKES, neue FOLLOWER und ABOS

Bei über das ganze Jahr verteilten Aktionen sind wir in Innsbruck und darüber hinaus unterwegs. Beispielsweise haben wir im Frühjahr Grüne Kondome auf der HauptUni sowie der SOWI verteilt, die RegenbogenZebrastreifen, welche rund um die Russlandproteste entstanden sind, unterstützt, und offiziell als ANDERSRUM TIROL beim Nightskate teilgenommen. Hier wurden und werden wir fleißig von Vanessa Community und Sindy Sinful unterstützt. Zudem veranstalten wir in regelmäßigen Abständen Filmabende im LEOKINO. Wir besorgen 150 Freikarten und DU bist unser Gast. rainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

Text: Thomas Lechleitner - Fotos: Grüne Andersrum Tirol

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Courage

Die COURAGE Innsbruck stellt sich vor

Wir bieten professionelle Beratung und Hilfe für Menschen aller „Lebens- und Liebensarten“. Wir leben noch immer in einer Gesellschaft mit massiven Vorurteilen gegenüber Menschen, die nicht dem gängigen heterosexuellen Weltbild oder den tradierten Geschlechter- und Rollenbildern entsprechen. Auch wenn die Toleranz in der Gesellschaft gewachsen ist, stoßen gleichgeschlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen, TransGender- und Inter-Personen oft noch immer auf Ablehnung. Viele sind in einem hohen Maß offener oder verdeckter Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. Manchmal sind es „nur harmlose Witze“, die trotzdem sehr verletzend sein können, aber manchmal eben auch direkte Konfrontation mit unhaltbaren Vorurteilen und Zerrbildern, Beschimpfungen, Mobbing bis hin zu Drohungen und körperlicher Gewalt. „Diese Lebensumstände können zu erheblichen psychischen und sozialen Belastungen führen“, so Mag. Johannes Wahala, Gründer und Leiter der Beratungsstellen COURAGE die es mittlerweile nicht nur in Wien, sondern seit 2009 auch in Innsbruck und Graz gibt. Die COURAGE Wien hat als erste vom Bund im Sinne des Familienberatungsförderungsgesetz anerkannte und geförderte Schwerpunkt-Beratungsstelle für gleichgeschlechtlich empfindende und l(i)ebende Menschen

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und TransGender-Personen sowie deren Angehörige Beratung und Betreuung bei psychischen, sozialen, sexuellen und rechtlichen Problemen angeboten. Seit nunmehr fünf Jahren tun es ihr die COURAGE in Innsbruck und die in Graz gleich. Im Mittelpunkt steht die Würde des Menschen, die Wertschätzung jeder einzelnen Person und die Wahrung der Privat- und Intimsphäre, unabhängig von der sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität. Auch für heterosexuell orientierte Menschen ist die COURAGE eine wichtige Anlaufstelle geworden, denn professionelle Sexualberatung ist leider noch immer nicht so selbstverständlich, wie sie sein sollte, damit Jede und Jeder ein erfülltes und angstfreies Sexualleben entwickeln und leben kann. Als Sexualberatungsstelle steht COURAGE in Themenbereichen wie sexuelle Aufklärung und Bildung, selbstbestimmte Sexualität, sexuelle Probleme und Störungen, Verhütung, Schwangerschaft, Kinderwunsch, weibliche, männliche und selbst definierte Sexualitäten und Identitäten, Geschlechtsrollen und Beziehungen, sexuelle Kulturen, Erotik und Sexualität bei Menschen mit Be-

www.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at hinderung, Sexualität im Alter, Störungen der Sexualpräferenz bis hin zu Erfahrungen mit sexueller Gewalt, allen Menschen offen. Wir beraten Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen, denn wir verstehen Sexualität als Kommunikationsform und Beziehungssprache, die für Menschen ihr gesamtes Leben lang von Bedeutung ist und sich nicht auf Biologie oder Genitalität reduzieren oder gar normieren lässt. Die COURAGE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind professionell geschulte Fachkräfte und haben besondere Kenntnisse im Bereich gleichgeschlechtlicher, bisexueller und transGender Lebensweisen – sowohl vom heutigen Stand der Sexual- und Humanwissenschaften her, als auch über die besonderen Lebensbedingungen und die daraus resultierenden Lebensstile. Sie verfügen über fundiertes Wissen im Bereich der biologisch-sexuellen, der erotischen und der sozialen Bedingungen menschlicher Intimbeziehungen und können auch in rechtlichen

Was ist COURAGE? – COURAGE: • ist eine PartnerInnen-, Familien- und Sexualberatungsstelle und steht in den Themenbereichen Beziehungen und Sexualität ,
sowie Gewalt und sexuelle Übergriffe allen Rat- und Hilfesuchenden kostenlos und anonym zur Verfügung • hat zusätzlich eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich gleichgeschlechtliche und transGender Lebensweisen
und den damit verbundenen Themen, Unsicherheiten, Ängsten und Konflikten • sie berät Jugendliche, Erwachsene, Paare, Familien und (Jugend-)Gruppen • selbstverständlich sind Verschwiegenheit, Überparteilichkeit und Überkonfessionalität

COURAGE bietet: • Unterstützung in Krisensituationen • Begleitung in schwierigen Lebensumständen rainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

und medizinischen Belangen als erste Ansprechpersonen behilflich sein. Damit wird der Komplexität und der Ernsthaftigkeit der Beratungsarbeit sowie dem Respekt gegenüber den Klientinnen und Klienten Rechnung getragen, die ein erfahrenes, belastbares und verantwortungsvolles Beratungsteam benötigen. Über sehr lange Zeit war das Angebot der COURAGE auf Wien beschränkt und viele Menschen mussten oft lange Anfahrtszeiten nach Wien in Kauf nehmen oder ganz auf Beratung verzichten. Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist mit der COURAGE Innsbruck eine Anlaufstelle für Westösterreich zu bieten. Unser langfristiges Ziel ist es ein bundesweit flächendeckendes Angebot in den Schwerpunktbereichen von COURAGE für alle Rat- und Hilfesuchenden zu ermöglichen, wo sie qualifizierte, anonyme und kostenlose Beratung erhalten. Text: Mag.a Ramanie Ramalingam

• Aussprache und Anregung • Hilfe zur Selbsthilfe/ Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten • Informationen zur Gesundheitsvorsorge, -förderung • Gewaltprävention • Weitergabe von Informationen und Wissen • b. Bed. Vermittlung an die jeweils erforderlichen (Hilfs-)Einrichtungen

KONTAKT: Beratungsstelle COURAGE Innsbruck Bozner Platz 1 / 4. Stock A6020 Innsbruck Termine nur nach Voranmeldung! Mo bis Do 9°°-15°° Uhr unter Tel.: +43(0)699/166 166 63 oder unter: innsbruck@courage-beratung.at WEB: www.courage-beratung.at www.homophobie.at

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InTra München

Im Gespräch bleiben! - InTra*

... ist eine private Initiative und ein Projekt zur Unterstützung von Menschen, die sich mit den Themen Trans* und Inter* auseinandersetzen wollen oder müssen. Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits viele Institutionen, die als Anlaufstelle dienen. Insbesondere wird Hilfe durch Selbsthilfegruppen und Vereine angeboten. Hier steht meist der Austausch mit Menschen im Vordergrund, die ähnliche oder gleiche Erfahrungen sammeln oder gesammelt haben. Diese Arbeit unterstützt InTra* selbstverständlich auch, denn es bedarf einfach auch Schutzräume, in denen sich mal ohne äußere Zwänge ausgetauscht werden kann! In diesen Einrichtungen wird bereits heute Beratung und Begleitung angeboten. Bisher fehlte leider (nach unserer Beobachtung) eine Möglichkeit, über die SHG-en hinaus, sozial-beratend in (fortlaufenden) Einzel-Gesprächen mit einer*m Berater*in in Kontakt zu treten, welche*r jedoch außerhalb des therapeutisch-medizinischrechtlichen Bereiches steht. Diese Vertrauens-Person sollte für all die Belange und Fragen ansprechbar sein, die in der Gruppe nicht gestellt werden kön-

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nen oder durch den betroffene Mensch nicht gestellt werden möchte. Daher ist eine grundsätzliche Voraussetzung für die Arbeit bei InTra*, dass die hier tätigen Menschen für und mit Menschen arbeiten können. Wichtig ist uns dabei: • eine ausgeprägte Empathie, • ein sehr gutes Krisenmanagement, • eine enge Teamzusammenarbeit, • ein hohes Maß an sozialem Engagement, • eine Aus- oder Weiterbildung im Beratungssektor oder ein Studium in der Sozialen/psychologischen Arbeit • ein steter Wille, sich in den Thematiken weiterzubilden. Wir wollen Dir/Ihnen einfach sehr gute (semi-)professionelle Berater*innen zur Seite stellen, denn Du bist/Sie sind die Hauptperson! Um einigen Befürchtungen bereits einmal vorzubauen: Wir sehen die Arbeit, die bereits heute von vielen Menschen im Bereich Trans*/

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www.intra-beratung.org Inter* und queerem Leben geleistet wird, als besonders wichtig an! InTra* will diese Mitstreiter*innen unterstützen und in keinster Weise in Konkurrenz zu diesen treten! Wir sehen uns als Ergänzung des sozialen Angebotes und nicht als losgelöst davon! Außerdem sind wir in der Beratung darauf angewiesen, dass es sehr aktive Menschen gibt, die sich besonders politisch und gesellschaftlich für UNS stark machen. Nur auf einer solch guten Basis können wir überhaupt erst gut agieren. Dafür schon einmal an EUCH unser Dank! Wir unterstützen ganz besonders Trans* / Inter* und Queer lebende Menschen: • bei der Selbstfindung und dem persönlichen Annehmen, also dem „Coming-Out“, • bei dem Schritt des „Going-Public“, in dem das Umfeld in den neuen Lebensabschnitt mit einbezogen wird, • in der Situation als Partner*in, da sich viele Veränderungen ergeben werden und • Ihr/Sie Euch/sich plötzlich in einer sonst unsichtbaren „Randgruppe“ wiederfindet/n Im Bereich Trans* während der Zeit der „Transition“ = Übergang • im sog. Alltagstest (welchen wir unabhängig von einem medizinischen oder zeitlich einzuhaltenden Zwang sehen) • Findung einer psych. Begleitung, • über Fragen zu Hormonen, • medizinischen Schritten, • Hilfsmitteln, • Krankenkassen, • bis hin zur rechtlichen Anerkennung von Vornamen und Personenstand Im Bereich Inter* • Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und Menschen, die sich für Dich/Sie stark machen. • In der Krisenintervention bei der Suche nach Angeboten zur Trauma-Behandlung • Als Mitstreiter*innen und Begleiter*innen

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bei Ämtergängen • Soziale Beratung für Dich/Sie und Deine/ Ihre Angehörigen sowie Dein/Ihr Lebensumfeld. Im Bereich Queer • Soziale Begleitung und Unterstützung, auf Deinem/Ihrem Lebensweg • Hilfe und Beratung bei der Suche nach dem „Platz“ außerhalb der heteronormativen und zweigeschlechtlichen Welt. • Queeres Familienleben unter dem Regenbogenunterstützen wir zusammen mit den bestehenden Beratungsstellen und stellen für Dich/Sie gerne Kontakte her. Unsere Allgemeinen Angebote: Wir sind natürlich auch ansprechbar im Umgang mit alltäglichen Fragestellungen, z.B.: • Wie sage ich es …? • Welchen Vornamen verwende ich …? • Welche Anrede wünsche ich? • Welche Umkleide/WC „darf“ ich aufsuchen? • Wie kann ich mein Going-Public für mich gestalten? Ebenso in Fragen in Bezug auf: • Ausweis und Pass, • Sozialversicherung(-snummer), • Umschreibung aller Urkunden, • Arbeits- und Bewerbungsunterlagen. Kontakt InTra* www.intra-beratung.org info@intra-beratung.org

Text: InTra* München Foto: InTra* München

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SMJG Innsbruck

50 Shades of what?

Kratzen, beißen, Kätzchen spielen… Vertrauen, Respekt, Aufgefangen werden… Spätestens seit dem Bestseller 50 Shades of Grey ist BDSM wieder groß in die Schlagzeilen gekommen. Doch wir haben unsere Art der Sexualität schon früher entdeckt. Wir? Der SMJG Innsbruck (Sadomasochistische Jugendgruppe) trifft sich seit mehreren Jahren einmal im Monat um über Gott und die Welt zu reden, gemeinsam Sachen zu unternehmen oder aber auch mit Rat und Tat bei Problemen und Fragen zur Seite zu stehen. Abseits jeglichem Klischee sind wir alles normale Menschen zwischen 18 und 28 Jahren. Nicht ein entweder/oder der verschiedenen Formen von Sexualität sondern das gemeinsame Einsetzen für mehr Toleranz in der Gesellschaft ist unser Ziel. Darum sind wir auch jetzt im neuerschienenen Rainbow United vertreten. Der SMJG Innsbruck ist ein Teil des SMJG e.V. mit Hauptsitz in Deutschland. Dessen Hauptaugenmerk liegt in der Aufklärung und als Anlaufstelle für Jugendliche SMlern zwischen 14 und 28 Jahren. Wir unterstützen Jugendliche Online und auf unseren regionalen Stammtischen dabei, ihre persönlichen Neigungen zu verstehen, akzeptieren und Ihnen Anlaufstellen

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bei Fragen zu vermitteln. Auch bieten wir immer wieder spezielle Workshops für unsere Besucher zu den verschiedensten

Themen an. Dabei waren schon ein Theaterworkshop und ein Achtsamkeitstraining, Bondage und Spanking Workshops sowie immer wieder ein Einsteigerabend für Neulinge in der bunten Welt des BDSM. Die Einsteigerabende dienen dazu einen respektvollen, vorsichtigen und achtsamen Umgang mit der Thematik SM zu vermitteln. Safer Sex und Safe Play sind ebenso Inhalte wie Covern, erste Dates

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www.smjg.org/innsbruck oder die Verwendung von Schlaginstrumenten und Seilen zur Fixierung. BDSM soll Lust und Freude sein! 50 Shades of Grey hat eine so große Welle der Entrüstung aber auch der Begeisterung hervorgebracht, dass wir gerne in unserem ersten Beitrag für Rainbow United darauf eingehen möchten. 50 Shades of Grey hat nach unserer Vorstellung nach nichts mit einer gesunden und verantwortungsbewussten BDSM Beziehung zu tun. Oberster Stellenwert innerhalb einer solchen Beziehung ist Ehrlichkeit und Vertrauen ebenso wie das Einstimmen des passiven Parts in Praktiken. Ehrlicherweise muss man gestehen, dass viele Ansätze gar nicht so schlecht waren. Anastasia bekommt erklärt was Safe Wörter sind, welche Werkzeuge benutzt werden können oder auch das es Grenzen und Tabus gibt. Es gibt jedoch viele Geheimnisse die Christian gegenüber Ana hat, manchmal ist die Grenze zwischen psychischer Gewalt, Stalking und unverantwortlichen Praktiken (z.B. Fesseln mit Seidenkrawatten, Bademantelgürteln,….) fließend. Der lustvolle Umgang mit BDSM sollte jedoch im beiderseitigen Konsens liegen und nicht reinen psychischen Schüben geschuldet sein. Wer kann vorbei kommen? Jeder der Interesse an BDSM hat oder uns gerne vorurteilsfrei kennenlernen möchte. Uns ist es egal ob du männlich, weiblich, intra- oder transsexuell bist oder ob du homo-, hetero-, pan- a- oder bisexuell bist. Bedenke jedoch, dass wir keine Singlebörse sind und auf den Treffen des SMJG ein Spielverbot herrscht. Um mit uns in Kontakt zu treten schreib einfach eine E-Mail an etienne@smjg.org damit wir euch zu unserem nächsten Treffen einladen können. Bitte bedenkt, dass die Altersgrenze von 28 Jahre eingehalten werden muss. Sollte dein Partner oder deine Partnerin

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Älter sein, halte einfach Rücksprache mit den Orgas ob dies in Ordnung geht.

Was passiert bei so einem Treffen? Was passiert, wenn Ihr einen netten Abend mit Freunden verbringt? Es wird geplaudert, etwas getrunken, hin und wieder Pizza bestellt, aber auch bei Bedarf über unsere Art der Sexualität geredet. Erfahrungen werden ausgetauscht, Fragen können gestellt werden und wer möchte, kann auch in einem Einzelgespräch mit einem Orga oder einem erfahrenem Stammiteilnehmer reden. Alles, was wir in dieser Runde besprechen, soll selbstverständlich unter uns bleiben. Deshalb legen wir auf Diskretion auch großen Wert! Fühlst du dich angesprochen? Wir freuen uns immer sehr über neue Gesichter und die Geschichten dazu! Trau dich und schick eine Mail an etienne@smjg.org oder sprich uns bei einer der Hosi Veranstaltungen an.

Text: Nicole Katsch - Foto: SMJG - Innsbruck

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Evangelische Kirche

Was macht die Kirche hier?

Eine Kirche schreibt in einem Szenemagazin? Vielleicht ist es ungewohnt. Wir finden: Es ist notwendig. Warum? Das lest ihr hier. Seit es die christlichen Kirche(n) gibt, haben sie in der Frage der sexuellen Orientierung und Identität fast alles falsch gemacht, was es falsch zu machen gibt. Die Bibel wurde als Grundlage verwendet, um gnadenlos über LGBT zu urteilen. Menschen wurde Gewalt angetan – auch körperlich. Sie wurden gezwungen, ihre Gefühle und ihre Identität aufzugeben. Sie wurden aus der religiösen Gemeinschaft ausgeschlossen. Und bis in unsere Tage wird an vielen Orten Hass auf LGBT gepredigt und gelebt. Viele LGBT haben deshalb den Kirchen den Rücken gekehrt. Und viele tun es weiterhin. Das ist zugleich mehr als verständlich und sehr bedauerlich. Erst seit wenigen Jahrzehnten wird in verschiedenen Kirchen zwar heftig aber dafür nun endlich offen über das Thema Homosexualität debattiert. (Andere LGBT-Themen wurden bisher erst ganz am Rand gestreift.) In manchen Kirchen ist es dadurch zu guten Entwicklungen gekommen, die Mut machen. Die Evangelische Kirche in Österreich ist nicht die liberalste Kirche auf der Welt. Andere Kirchen sind weiter als wir. Da dürfen z.B. Partnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern auch offiziell „Ehe“ heißen. Bei uns müssen manche Fragen

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noch geklärt werden. Aber immerhin: Unsere Kirche ermutigt LGBT, ihren Weg mit Gott zu gehen. Gleichgeschlechtliche Paare können ihre Partnerschaften segnen lassen. Schwule und Lesben dürfen PfarrerInnen werden und mit ihren PartnerInnen im Pfarrhaus leben. Und vor allem scheinen an den meisten Orten die Hasstiraden auf LGBT endlich vorbei zu sein. Immerhin: So weit haben wir es schon mal geschafft. Nun hoffen wir auf weitere Schritte. Die Seiten der evangelischen Kirche in Rainbow United sollen ein Zeichen sein: Kirchen haben nicht nur eine Verantwortung für sich selbst und ihre Mitglieder sondern für die gesamte Gesellschaft. Zu vielen anderen Themen melden sich Kirchen und Religionsgemeinschaften selbstverständlich zu Wort (z.B. Soziale Gerechtigkeit, Flüchtlinge). Es ist an der Zeit, dass Kirchen auch zu LGBTThemen das Wort für mehr Toleranz, Akzeptanz und Gleichberechtigung ergreifen. Darum soll es an dieser Stelle in jeder zweiten Ausgabe von Rainbow United Informationen und Impulse zu (nicht nur evangelischen) Sichtweisen geben. Lars Müller-Marienburg ist offen schwuler Pfarrer der evangelischen Auferstehungskirche Innsbruck. www.rainbowunited.at


www.sichtbar-evangelisch.at

Das Hohelied - Erotik in der Bibel Wenn es um Sexualität geht, wird in religiösen Kreisen gern darüber gestritten, ob bestimmte Handlungen (auch heterosexuelle!) nun erlaubt sind oder nicht. Weil Menschen die Bibel und ihre Vorschriften sehr unterschiedlich lesen, wird es hier vermutlich noch lange keine Einigung geben. Zum Glück enthält die Bibel aber mehr zu Erotik als religiöse Gesetze. Mitten in der Bibel findet sich ein wunderschönes, langes, detailliertes erotisches Gedicht, das „Hohelied“. Es ist umfangreicher als die Sexualvorschriften der Mosebücher. Ein junges Paar besingt seine Liebe. Und Erotik kommt selbstverständlich vor. Sexualität ist in diesem Text ein Bestandteil des menschlichen Lebens, ganz unabhängig von einem moralischen Urteil über Gefühle und Handlungen. Es ist bemerkenswert, dass ein erotisches Gedicht Teil der Heiligen Schrift ist. Zwar wurden immer wieder ‚geistliche‘ Deutun-

gen vorgeschlagen, die aus den beiden Liebenden des Hohelieds Gott und das Volk Israel bzw. Christus und die Kirche machten. Wahrscheinlich steht die Schamhaftigkeit der Auslegern hinter dieser Deutung. Die moderne Bibelwissenschaft ist sich ziemlich sicher: Das Hohelied ist genau das als was es vor uns liegt: ein erotisches Gedicht, gesungen von zwei jungen Menschen, die sich lieben – emotional und körperlich. Und es ist bemerkenswert, dass es in der Bibel ein ganzes Buch gibt, das Sexualität als ganz normalen Bestandteil des Menschseins behandelt und sie nicht von Anfang mit moralischen Fragen verknüpft oder sie gar als dunkel, schlecht oder schmutzig aburteilt. Der Gegenteil ist die Botschaft des Buches Hohelied: Erotik ist ein Teil des Lebens. Sie darf Spaß machen - und sie darf offen zur Sprache kommen. Texte & Foto: Pfarrer Mag. Lars Müller-Marienburg

Was wir wollen - und was nicht Gegen häufige Missverständnisse Es geht um euch – nicht um uns. Unsere Botschaft: Glaube passt mit jeder sexuellen Orientierung und Identität zusammen – so lange keine Gewalt ausgeübt wird. Jede Person, kann als diejenige mit Gott leben, die sie eben ist. Aber: Niemand muss evangelisch werden, um mit Gott zu leben...

sieren. Darum ist es gut, eure Meinung zu hören. Auch Fragen und Themenwünsche sind willkommen. Ebenso kannst du Kontakt aufnehmen, wenn du ein persönliches Gespräch wünschst. Auch zu VertreterInnen anderer Religionsgemeinschaften kann ein Kontakt hergestellt werden.

Mut machen – nicht schlecht machen. Endlich trauen sich manche Teile der evangelischen Kirche, für LGBT das Wort zu ergreifen. Wir möchten andere Kirchen und Religionsgemeinschaften ermutigen, das auch zu tun. Aber: Wir sind nicht besser oder schlechter als die, die es bisher noch nicht tun. Hören – nicht zutexten. In zwei Ausgaben pro Jahr wird es in Rainbow United „evangelische“ Seiten geben. Nicht alles wird euch gefallen oder interesrainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

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QUEERATTACK!

get(-ting) the party startet

QUEERATTACK!© – die les-bi-schwule Clubnacht Tirols Ein kleiner Einblick hinter die Kulissen und auf die Finger der ehrenamtlichen Partymacher Innsbruck - Hafen - 22.00 Uhr - Einlass. An der Kasse werden die ersten Leute begrüßt und Welcomedrinks verteilt. Der Wachdienst steht bereit. Die Garderobe nimmt Jacken entgegen, „Servus, lang´ nit g´sechn“ – erste Gespräche. Freudige Erwartung liegt in der Luft. Vom Dancefloor tönt Musik. Dem Motto entsprechend ist dekoriert, Scheinwerfer blinken. Noch ist wenig los, aber das wird sich mit der Zeit ändern! Wer schon auf der „Queer“ war kennt das. Doch es ist ein langer Weg bis zu diesem Zeitpunkt. Ein Jahr davor oder früher werden Termine mit dem VAZ Hafen vereinbart. Vergnügungssteuer anmelden und Mottosuche stehen an. Zwei Monate im Voraus müssen Plakate erstellt, gedruckt und verteilt werden damit Du über die jeweils nächste „Queer“ informiert bleibst. Der Wachdienst wird beauftragt. Die Betreuung der Garderobe und jemand passendes zum Auflegen werden engagiert. Licht- und Tontechnik müssen natürlich ebenfalls gebucht werden, sonst macht das Ganze keinen Sinn. Ach Ja: für ein wenig Ambiente sollte auch gesorgt sein. Also wird meist bis direkt zum Einlass daran gebastelt. Während der Party steht dann noch jemand hinter dem Lichtpult um für Dich auf Stimmung und Musik einzugehen. Das Auge feiert mit. „Danke, alles gut und schön, nur– wer zahlt das ganze eigentlich?“ DU machst es erst möglich! Mit deinen € 7,00 Eintritt/Person (Mitglieder der Hosi Tirol € 2,00) werden: Technik, DJ, Wachdienst, Garderobe, Steuer, Versicherung, Werbung, Welcomedrinks, zu Weihnachten Sternspritzer usw. gezahlt. DU bist also ein wichtiger Teil jeder „QUEERATTACK!“ Die Deko ist übrigens in der Regel eine Non-

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Budget Angelegenheit und braucht daher extra Ideenreichtum und Einsatz (Spenden und Sponsoren sind immer willkommen!). Alle Einnahmen der Bar bleiben beim VAZ Hafen, für anfallende Kosten wie: Barpersonal, Heizung, Strom, Wasser, Sanitäranlagen, Reinigung, Bühne, usw. Sonstige Arbeiten vor, während und nach der Party übernehmen die Ehrenamtlichen der Hosi. Einmal pro Monat –zehnmal im Jahr. Die Party ist in vollem Gange Tanzen, Trinken, Alltag loslassen. Bis jeweils um 4.00 Uhr dann ist es soweit: Dekoration, Infomaterial, usw. abbauen und verräumen. Gegen 7.00 Uhr nach 13-14 Std. darf das HOSI-Team heim. Ausschlafen. In den kommenden Tagen rechnen Kassier und Obmann ab. „Ging sich´s aus?“. Wechselgeld besorgen und Vergnügungssteuer überweisen. Plakate erstellen, Dekoration bauen. Nach der „Queer“ ist vor der „Queer“. Wir sehen uns bei der nächsten, wo Du Dich mit (neuen) Freunden eine Nacht lang sicher, ungestört und ausgelassen unterhalten, amüsieren UND KÜSSEN kannst ;) Dein Markus M. Ehrenamtliche Wiederholungstätige: Jürgen Preisegger und Markus Aigner: Organisation/ Koordination, Werbung, Amtswege, Aufbau, z.T. Dekoration, Kasse, Buchhaltung, Einkauf Markus Möller: Dekoration, Auf-/abbau, z.T.Lichtsteuerung Nico Siegismund: Lichtsteuerung Iris Rendel und Gerhard Schaur: Kasse Carina Moizi: Fotos Gerd Staffler: Plakate Und andere Text: Markus Möller

www.rainbowunited.at


presents

DIE LES-BI-SCHWULE CLUBNACHT TIROLS ÖSTERREICH Splitter

04. 04.

03. 14.

2015

05. 09. 2015

r e w o y l p F p a H Easter! Power

2015

Spring Time

DJ HENRIK

DJ

ROSSO

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jeweils von 22.00 bis 04.00 Uhr Limited Welcome Drinks

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Eintritt Vorverkauf HOSI-Tirol Mitglieder

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QUEERATTACK! © Homosexuelle Initiative (HOSI) Tirol

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UNITED Cooking

In die s „Geric er Rubrik fi ndet hte m Ih aufge it schrie ihrer Ges r ab heute chich der er ben v te“ on sten A usgab mir für E – uc e geh t’s um h. In die ...

Tiroler Speckknödl

Ihr werdet zwar mit der Zeit feststellen, dass die Tiroler Küche sehr abwechslungsreich ist, aber der Knödl zählt doch zu den beliebtesten und berühmtesten Gerichten und ist unerreicht. Es wäre wirklich sehr merkwürdig, wenn in den Sagen über Tirol nicht auch die Knödl vorkommen würden, zumindest, was ihre Entstehung betrifft. Man erzählt, dass vor langer Zeit sieben Landsknechte in einem Gasthaus ein sättigendes Essen verlangten. Der Wirt hatte aber nur Brot, Butter, Eier, Speck und Milch im Haus. Daraus zauberte die Wirtin ein ganz neues Gericht „lauter Kugeln“. Den Knechten schmeckte es und sie zogen satt und zufrieden weiter. Ein Tiroler Knödl muss mit viel Liebe geschaffen werden! Er muss kugelrund sein, rogl (locker), nicht zu latschelet (weich), nicht zu hart, darf nicht raß (versalzen) und nicht lobelet (salzarm) sein. Und noch wichtiger als Rosinen in einem Guglhupf ist der Speck im Knödl, echter Speck in den Tiroler Farben weiß und rot. Er ist es, der einen Knödl erst zum „Tiroler Knödl“ macht.

Und jetzt zum Rezept. Ich muss Euch aber sagen, dass die „Knödlkocherei“ nicht so einfach ist, denn unter Umständen findet man

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einen Brei oder kleine Kanonenkugeln im Wasser. Man nimmt 6 ¼ 3 150g 30 g ½

trockene Semmeln Liter Milch Eier Speck, Butter Zwiebel Petersil etwa 3 Esslöffel (60 bis 80 g) Mehl gesalzene Fleischsuppe oder Salzwasser Die Semmeln werden kleinwürfelig geschnitten, die Milch mit den Eiern versprudelt, über die Brotwürfel gegossen und zugedeckt. Eine halbe Stunde ziehen lassen. Den würfelig geschnittenen Speck ausbraten und über das Brot geben, ebenso die würfelig geschnittene, in Butter angeröstete Zwiebel, reichlich

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UNITED Cooking Feingehackten Petersil und Salz. Das Mehl drüberstreuen und mit dem Kochlöffel gut zusammenmengen und zusammendrücken. Die Masse soll eher fest sein, aber nicht schmieren. Mit nassen Händen werden etwa 8 gleich große Knödl fest geformt und rund gedreht. Wenn alle Knödl fertig geformt sind, gibt man einen Probeknödl in die leicht kochende Suppe oder in das Salzwasser und lässt ihn etwa 12 Minuten kochen. Der Probeknödl soll außen glatt sein und innen eine lockere Masse aufweisen. Ist der Knödl zu weich, gibt man etwas Mehl dazu und drückt beim Runden etwas fester an. Erst dann kocht man die restlichen Knödl.

Serviert werden die Knödl entweder in Rindsuppe oder mit Sauerkraut. Für die klassische Rindsuppe zunächst ½ Kilo Rindfleisch waschen, trocken tupfen, grobwürfelig schneiden und in 2 Liter kaltes Wasser einlegen. 1 Zwiebel in einer Pfanne an der Schnittfläche ohne Fett braun braten. 1 - 2 kalt gewaschene Rindsknochen, 1 Bund Suppengrün und die vorgebräunte Zwiebel zum Fleisch geben. Wasser aufkochen und ca. 2 Stunden lang köcheln lassen. Suppe abkühlen lassen und überschüssiges Fett abschöpfen. 2 Eiklar mit ¼ Liter kaltem Wasser verschlagen und langsam in die Suppe rühren. Suppe weiterköcheln lassen, bis sie klar ist. Die Rindsuppe anschließend durch ein Küchentuch abseihen und mit Salz abschmecken. Die Knödel in der Suppe anrichten und mit fein gehacktem Schnittlauch bestreuen und noch heiß servieren.

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Für das Sauerkraut zunächst eine Zwiebel sowie 2 Knoblauchzehen schälen und sehr fein hacken. 10 dag. Speck würfelig schneiden. Das Sauerkraut waschen. In einem Topf 2 Eßlöffel Butterschmalz oder Öl erhitzen, die Zwiebeln und den Knoblauch anbraten, nach kurzer Zeit den Speck und 2 Eßlöffel Zucker hinzugeben. Wenn der Speck kross gebraten ist und die Zwiebeln glasig sind, mit 2-3 Eßlöffel Mehl stauben, durchrühren und dann nach und nach das Kraut einrühren. Mit ca. 1 Liter Rindsuppe aufgießen, die 2 Lorbeerblätter, einige Wacholderbeeren und etwas Kümmel hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Kraut ca. 1 1/2 Stunden dünsten, bis es eine weiche Konsistenz hat. Währenddessen stets umrühren, damit sich das Kraut nicht am Topfboden festlegt. Egal wie es ausgeht, ich wünsche auf jeden Fall: Guten Appetit! Euer Nico

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Stadtplan 1 16

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© OpenStreetMap

GRUPPEN 1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at 1 Redaktion Rainbow UNITED Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at

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1 Verein CSD-Innsbruck Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 Mail: gabriele.schiffer@chello.at www.soho.or.at

3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

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Adressen 10 Psychologische Beratungsstelle für NEU Studierende 5 Beratungsstelle 01.03 ab .201 Schöpfstraße 3 5 Courage 6020 Innsbruck Salurnerstraße 15, 2. Stock www.studentenberatung.at 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 GESUNDHEIT innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 11 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6 Männerberatung 6020 Innsbruck Mannsbilder Tel/Fax: 0512/563 621 Anichstraße 11 tirol@aidshilfen.at 6020 Innsbruck www.aidshilfe-tirol.at Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at 12 Dr. med. Petra Lugger www.mannsbilder.at Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesund7 Psychotherapiepraxis heitswissenschaftlerin Dr. Ulrike Paul MEDICENT Innsbruck Neuhauserstraße 13a Innrain 143 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 Tel: 0512/90 10 50 40 praxis@ulrikepaul.at mail: chirurgie@dr-lugger.at www.ulrikepaul.at www.dr-lugger.at

BERATUNG

8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at

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13 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 9 GleichbehandlungsFax: 0512/58 11 65 anwaltschaft, Regionalbüro office@ra-sporrer.at Tirol, Salzburg, Vorarlberg www.ra-sporrer.at Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck LOKALE Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 14 Treffpunkt ARCAD ibk.gaw@bka.gv.at Innstraße 2 www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at 6020 Innsbruck info@treffpunkt-arcad.com www.treffpunkt-arcad.com

rainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

15 Dom Café-Bar Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at 16 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 17 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck

CLUBBING 18 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at 19 Bacchus Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck www.bacchus-tirol.at

UNTERKUNFT Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

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Termine FEBRUAR 2015 Dienstag 17.02.2015 ab 18:00 Uhr

FASCHINGSDIENSTAG UND KARAOKE

Donnerstag 05.03.2015 19:00 bis 20:00 Uhr

VORTRAG 1X1 DES STEUERAUSGLEICHS

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

mit Magistra Iris Schlichtherle Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag 19.02.2015 ab 20:00 Uhr

Donnerstag 05.03.2015 ab 20:00 Uhr

(zum Essen gibt es Pußtakotelett) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

(zum Essen gibt es Wiener Schnitzel) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

OFFENER ABEND

OFFENER ABEND

Samstag 21.02.2015 ab 17:00 Uhr

Samstag 07.03.2015 15:00 bis 19:00 Uhr

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

JuB aktiv

Mittwoch 25.02.2015 ab 19:30 Uhr

SPORTGRUPPE IN AKTION

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag 26.02.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

(zum Essen gibt es Fleischstrudel) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag 27.02.2015 ab 20.00 Uhr

LESUNG „BRONKO, MEINE MUTTER UND ICH“ AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

femStreetArt WORKSHOP Sonntag 08.03.2015 ab 11:00 Uhr

FRAUENKAMPTAGSBRUNCH

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck Sonntag 08.03.2015 ab 20:00 Uhr

AFLZ meets kinovi(sie)on

Leokino 1, Anichstraße 36, Innsbruck Donnerstag 12.03.2015 19:00 bis 20:00 Uhr

GENERALVERSAMMLUNG der HOSI-Tirol

ACHTUNG: Zutritt nur für Mitglieder Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag 12.03.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

MÄRZ 2015 Sonntag 01.03.2015 ab 11:00 Uhr

SONNTAGSBRUNCH

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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(zum Essen gibt es Fleischlaibchen) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag 13.03.2015 ab 20:00 Uhr

TRANSGENDERTREFF

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

www.rainbowunited.at


Termine Freitag 13.03.2015 20:00 bis 22:00 Uhr

Donnerstag 02.04.2015 ab 20:00 Uhr

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck

(zum Essen gibt es Röstkartoffen, Spinat und Spiegelei) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

ELTERNGRUPPENTREFF Samstag 14.03.2015 ab 22:00 Uhr

QUEERATTACK!

VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag 19.03.2015 ab 20.00 Uhr

OFFENER ABEND

(zum Essen gibt es Lasagne) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag 20.03.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

Samstag 04.04.2015 ab 22:00 Uhr

QUEERATTACK!

VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Sonntag 05.04.2015 ab 11:00 Uhr

SONNTAGSBRUNCH

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

GAY FRIDAY (MEN only)

Donnerstag 09.04.2015 ab 20:00 Uhr

Samstag 21.03.2015 ab 17:00 Uhr

(zum Essen gibt es Putenrahmgeschnetzeltes) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag 10.04.2015 ab 20:00 Uhr

Mittwoch 25.03.2015 ab 19:30 Uhr

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

JuB aktiv

SPORTGRUPPE IN AKTION

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag 26.03.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

(zum Essen gibt es Naturschnitzel) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

OFFENER ABEND

TRANSGENDERTREFF Freitag 10.04.2015 20:00 bis 22:00 Uhr

ELTERNGRUPPENTREFF

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck Freitag 10.04.2015

ab 20:30 Uhr LESUNG mit Barbara Hundegger und Gommringer AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck

APRIL 2015 Mittwoch 01.04.2015 ab 19:30 Uhr

Donnerstag 16.04.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

(zum Essen gibt es Hirtenmaccaroni) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Plenum Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11, Innsbruck

rainbowUNITED Ausgabe 15/01 vom 16.02.2015

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Termine Freitag 17.04.2015 ab 20:00 Uhr

Freitag 08.05.2015 ab 20:00 Uhr

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

GAY FRIDAY (MEN only) Freitag 17.04.2015 ab 20:30 Uhr

AFLZ Generalversammlung

AFLZ, Liebeneggstraße 15, Innsbruck Samstag 18.04.2015 ab 17:00 Uhr

JuB aktiv

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag 23.04.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

(zum Essen gibt es Moussakas) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Mittwoch 29.04.2015 ab 19:30 Uhr

SPORTGRUPPE IN AKTION

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag 30.04.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

(zum Essen gibt es Wiener Schnitzel) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

MAI 2015

Freitag 08.05.2015 20:00 bis 22:00 Uhr

ELTERNGRUPPENTREFF

Selbsthilfe Tirol, Innrain 43, Innsbruck Samstag 09.05.2015 ab 22:00 Uhr

QUEERATTACK!

VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag 14.05.2015 ab 20:00 Uhr

OFFENER ABEND

(Wir Grillen) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag 15.05.2015 ab 20:00 Uhr

GAY FRIDAY (MEN only)

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag 16.05.2015 ab 17:00 Uhr

JuB aktiv

(Jugendgruppe der HOSI - bis Mitte 20) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

LEGENDE HOSI Tirol

Sonntag 03.05.2015 ab 11:00 Uhr

SoHo Tirol

Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AFLZ

Donnerstag 07.05.2015 ab 20:00 Uhr

Courage

SONNTAGSBRUNCH

OFFENER ABEND

(Eröffnung der Grillsaison) Hosi, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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TRANSGENDERTREFF

AIDS Hilfe Tirol GRÜNE Andersrum Tirol InTra* München SMJG Innsbruck Evangelische Kirche www.rainbowunited.at


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rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...