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Das internationale Servicemagazin der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft | www.rlbooe.at

2013

Rio de Janeiro – Im zentrum des aufschwungs

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OMV: Wie Gerhard Roiss den Energiekonzern zum stabilen Global Player macht

NR. 1

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Katar: Der Mini-Staat am Golf rüstet sich für die Fußball-WM und eine Zukunft ohne Erdöl

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Unger Stahlbau: Wie eine kleine Unternehmensgruppe aus dem Burgenland die Welt erobert


Inhalt 24

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3 Vorwort

23 Rubble Master

Dr. Heinrich Schaller, Generaldirektor

Eine grüne Idee als Exportschlager

6 News

24 Der unterschätzte Riese

Aktuelles aus der Welt des Exports

Großbritannien bietet viele Exportchancen

8 Mister Vollgas

26 A.C.i.C.

OMV-CEO Gerhard Roiss im Interview

Die Lösung für Exportprobleme

12 Katar

27 Strama-MPS

Wo die Konjunktur keine Pause kennt

Erobern die Bayern jetzt Mexiko?

14 Unger Stahlbau

28 Region GUS

Ein Familienunternehmen erobert die Welt

16 Power Horse

Rekordjahr für den KMU-Exportfinanzierer

32 Freshfield

D ie Wachstumsstaaten Südamerikas auf dem Sprung zur ­Weltmacht

22 Gföllner

G US-Spezialist Andreas Lemp über Kasachstan

30 ExportFonds

Erfolgreich auch in schwierigen Märkten

18 Starker Süden

Rechtliche Fallen im Exportgeschäft

34 Termine

Mit Hightech an die Spitze

Impressum Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Europaplatz 1a, A-4020 Linz. Aktionäre der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft sind zu rund 98,57 Prozent die RLB Verbund registrierte Genossenschaft und zu rund 1,43 Prozent die RLB Holding registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung OÖ. Nähere Details sind im Internet unter www.rlbooe.at/impressum abrufbar • Vorstand: Dr. Heinrich Schaller, Dr. Mag. Hans Schilcher, Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner, Mag. Reinhard Schwendtbauer, Dr. Georg Starzer, Mag. Markus Vockenhuber • Konzept und Produktion: PG The Corporate ­Publishing Group GmbH (CPG), Zieglergasse 8, 1070 Wien, Tel.: +43/1/405 46 40-765 • Chefredaktion: Geschäftsbereich Auslands­geschäft/Raiffeisenlandesbank OÖ • Beratung: Mag. Stefan Schatz/ CPG • Autoren dieser Ausgabe: RA Dr. Erik Hödl, RA Dr. Florian Klimscha, LL.M., Mag. Beate Krapfenbauer, Mag. Stefan Schatz • Layout­konzept: CPG •

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­Artdirektion: ­Gerald Fröhlich/CPG • ­Lektorat: Mag. Paul Zöchbauer • Projektmanagement: Mag. Beate Krapfenbauer/ CPG • Geschäftsführung CPG: ­Markus Wagner, Tel.: +43/1/405 46 40-768 • Druck: GDL Handels- und Dienstleistungs GmbH Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, ­Europaplatz 1a, A-4020 Linz Grundlegende Richtung und Blattlinie: export ist das Service-Magazin der Raiffeisenlandesbank OÖ für Exporteure und am Export interessierte Unternehmen. Es ist politisch unabhängig und bekennt sich zur sozialen Marktwirtschaft und zur Integration in Europa. Im Sinne leichterer Lesbarkeit werden geschlechts­spezifische Bezeichnungen meist nur in ihrer männ­lichen Form angeführt. Satz- und Druckfehler vorbehalten.

© Cover: Thinkstock, WB/WirtschaftsBlatt/picturedesk.com, Unger Stahlbau, Thinkstock (2)

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Starker Süden

© Thinkstock

Die Wachstumsstaaten Südamerikas auf dem Sprung zur ­Weltmacht: Im Schatten von Brasiliens ­imposantem Aufschwung wachsen auch ­andere Länder Südamerikas rasant. Und bieten ­österreichischen ­Exporteuren hervorragende Chancen abseits des ­China-Hypes.

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Südamerika

»Im Jahr 2012 hat Österreich

bei den Exporten pro Kopf nach Brasilien erstmals sogar die Handelsgroßmacht Deutschland überholt.

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I 

nvestmentbanker lieben leicht vermarktbare Begriffe. In den 80er- und 90er-Jahren war es der Tiger, der die Kraft und ­Vitalität von Unternehmen und Wertpapieren in südostasiatischen Schwellenländern verkörperte. Anfang des Jahr­ tausends kürzte man Brasilien, Russland, Indien und China zur Erfolgsformel BRIC – und jetzt entdeckt man gerade die PumaStaaten neu. Gemeint ist damit nicht die Raubkatze aus den ­Bergen, die in beiden amerikanischen Kontinenten zu Hause ist, sondern ein Bündel an Staaten Süd- und Mittelamerikas, das mit beeindruckenden Wirtschaftsdaten nachhaltigen Aufschwung verspricht.

Österreichs Unternehmen sind bereits auf den Zug aufgesprungen und verzeichneten 2012 einen neuen Rekord von Exporten in das Mutterland von Samba und Karnevalsparaden. Etwas mehr als 1,15 Milliarden Euro an Waren „made in Austria“ haben Brasilianer im abgelaufenen Jahr gekauft. Damit exportiert Österreich pro Einwohner erstmals sogar mehr nach Brasilien als Deutschland – und der westliche Nachbar ist auch in Brasilien eine Handelsgroßmacht. Verantwortlich dafür zeichnen Unternehmen wie der weltweit tätige Hydraulik- und Mechatronikspezialist aus Unterweitersdorf, Dorninger Hytronics. Auch der Rohstoff- und Mining-Spezialist DCM Decometal ist in Brasilien tätig, ebenso wie der Weltmarktführer für Druckgasbehälter, die iSi Gruppe. GASPO wiederum ist mit Gartenmöbeln und Sportartikeln aus heimischen Hölzern in Südamerika erfolgreich. „Am meisten zugelegt haben die österreichischen Liefe­rungen von Stahlblechen, Schienen, Arzneimitteln, Transportgeräten und Kunststoffmaschinen. Leichte Rückgänge hingegen waren bei Pkw-Getrieben, Radladern, Energy-Drinks und Stahlwerksausrüstungen zu verzeichnen, die sich aber alle nach wie vor auf hohem Niveau befinden“, analysiert die österreichische Wirtschaftsdelegation in São Paolo unter der Leitung von Ingomar Lochschmidt. Die Handelsexperten vor Ort raten zur Investition in die Wachstums­ sektoren Öl- und Gasförderung, Petrochemie, Pipelines, Werften, Häfen und Flughäfen. Über Geldmangel braucht man sich unter dem Zuckerhut nicht zu sorgen: „Im Zeitraum von 2012 bis 2014 wird alleine der Bundesstaat Rio de Janeiro eine Gesamtsumme von zirka 120 Milliarden US-Dollar an Investitionen erhalten“, vermeldet die österreichische Wirtschaftsdelegation aus Rio. Und weiter: „Dies ist um 99 Prozent mehr, als in Rio de Janeiro im Zeitraum 2010 bis 2012 investiert wurde.“

Reportage

Neue Weltordnung Wer jetzt aller zu diesem erfolgsversprechenden Konglomerat höchst unterschiedlicher Nationen gehört, ist umstritten – und für österreichische Exporteure eigentlich zweitrangig. Außer Diskussion steht jedenfalls Brasilien, der Wachstumsmotor Südamerikas, eine zukünftige WirtschaftsWeltmacht, die zumindest laut Prognosen auch die USA überholen wird. Ein unvorstellbares Szenario? Keineswegs: Brasilien ist jetzt schon der zweitgrößte Eisenerzproduzent der Welt, der achtgrößte Stahlerzeuger, drittgrößter Flugzeugproduzent und viertgrößter Automobilhersteller. Die Infrastruktur ist mit mehr als zwei Millionen Kilometern Autobahnen und Schnellstraßen und fast 300 Flughäfen hervorragend ausgebaut. Die weltgrößten Offshore-Vorkommen von Öl und Gas sorgen dafür, dass sich das Land auch in den nächsten Jahrzehnten über Deviseneinnahmen keine Sorgen machen muss, zusätzlich geht im Agrarbereich noch einiges. Analysten erwarten, dass Brasilien in wenigen Jahren der größte Lebensmittelproduzent der Welt sein wird. Und als wäre das nicht alles schon mehr als genug, heizen jetzt die beiden sportlichen Großereignisse von globaler Bedeutung – die Fußball-WM 2014 in zwölf brasilianischen Städten und die olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro zwei Jahre ­später – den Investitionsboom weiter an. So sollen alleine in den Ausbau und die Modernisierung des Autobahn- und Schienennetzes rund 50 Milliarden Euro investiert werden. Die Ausschreibungen dafür laufen in diesem Jahr an, ausländische Unternehmen sind bei den via Public-Private-Partnership finanzierten Projekten hochwillkommen.

Olympische Spiele sorgen für Investment-Boom Etwa die Hälfte der Investitionen kommt aus dem Bereich Erdölund Erdgas, fast fünf Milliarden US-Dollar werden wegen der Olympischen Spiele 2016 aufgebracht. Da die Investitionen in São Paulo sogar noch höher liegen, hat Rio jetzt eine Offensive gestartet, um endlich die Nummer eins zu werden: Ansiedelungswillige Unternehmen aus dem Ausland dürfen sich über ­finanzielle Beihilfen, Steueranreize oder Unterstützung beim

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Südamerika

Landkauf freuen. Auch kleinere Gemeinden sind längst vom ­Investitionsboom erfasst. Staats­präsidentin Dilma Rousseff gab 2,7 Milliarden Euro frei, die in die Infrastruktur von 270 Regionalflughäfen fließen werden. Die Ausschreibungen für die dafür benötigten Leistungen sollten zeitnah starten. Umwelttechnik mit Potenzial Ein guter Zeitpunkt also, um die Fühler nach Brasilien auszu­ strecken, zumal auch im Umweltbereich hohe Potenziale für die „Umwelttechnik-Großmacht“ Österreich geortet wurden. Dass nicht nur große Unternehmen wie Siemens VAI Metals Technologies oder Borealis von der Copacabana landeinwärts gute Geschäftschancen vorfinden, zeigt das Engagement von immer mehr spezialisierten Mittelständlern wie Linsinger Maschinenbau, der Scheuch GmbH oder des Rohstoff-Großhändler Carbones, die bereits erfolgreich vor Ort tätig sind. Allerdings ebenso wie die internationale Konkurrenz, vor allem aus den USA und China. Wer am Boom in Brasilien mitnaschen will, muss genau suchen, um seine perfekte Nische zu finden und potenzielle Geschäftspartner mit einzigartigen Lösungen überzeugen zu können. Leichter gelingt dieser Einstieg in anderen Puma-Staaten, deren Chancenpotenzial es trotz hervorragender Konjunkturwerte noch nicht auf die Titelseiten der internationalen Wirtschaftspresse geschafft hat. Peru ist das beste Beispiel: Der Andenstaat ist das einzige Land Südamerikas, das selbst im schwierigsten Jahr der globalen Krise – 2009 – Wirtschaftswachstum aufwies. 2010 setzte ein Boom mit mehr als zehn Prozent plus ein, der sich zwar auf etwa sechs Prozent abschwächte, aber weiter deutlichen Aufschwung indiziert, wie etwa das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in seinen „Wintergrundlinien 2013“ schätzt: „In Peru und Chile bleibt die wirtschaftliche Entwicklung dank einer kräftigen Binnennachfrage dynamisch. Auch hier stützt in erster Linie die Geldpolitik die Konjunktur. Im Verlauf dieses Jahres werden die Zentralbanken wohl einen etwas restriktiveren Kurs in den beiden Ländern einschlagen, um den steigenden Inflationsrisiken zu

begegnen.“ Dass Peru bei staatlichen Investitionen ein lockeres Händchen besitzt und trotzdem eine niedrige Staatsverschuldung hat, ist der ungebrochenen Nach­frage nach Rohstoffen zu verdanken, die vor allem chinesische Einkäufer in alle Welt ausschwärmen lässt. Peru nützt ebenso wie Brasilien die Gunst der Stunde: Die hohen Einnahmen werden zur Armutsbekämpfung und zur Ausbildung ­einer neuen Mittelschicht investiert. Die so geschaffene Inlandsnachfrage wiederum sorgt für politische und wirtschaftliche Stabilität – und weltweite Akzeptanz. Österreich ist derzeit sehr intensiv darum bemüht, die ­Beziehungen zu den Wachstumsländern in Südamerika auszubauen. Bundespräsident Heinz Fischer bereiste einzelne Länder der Region im Vorjahr ebenso wie WKO-Präsident Christoph Leitl und EU-Delegationen mit ­österreichischen Abgeordneten. Meist waren auch hochrangige Wirtschaftskapitäne mit dabei. Völlig zurecht, wie etwa Josef Hofer, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Buenos Aires, anlässlich des ­Besuchs von Kammerpräsident Leitl in der Region anmerkte: „Die AWO-Wirtschaftsmission fand genau zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Land statt“, ließ er österreichischen Journalisten ausrichten: „Richtiger Zeitpunkt, weil in Peru derzeit noch nicht die gesamte Weltkonkurrenz tätig ist, und richtiges Land, weil die bereits in Peru tätigen österreichischen Unternehmen durchwegs auf Erfolgsstorys verweisen ­können.“

Reportage

Die unterschätzten Riesen Gföllner, spezialisiert auf Fahrzeug- und Spezialcontainerbau, bestätigt diese Aussagen: „Wir verzeichnen derzeit eine sehr hohe Nachfrage aus Chile und Peru“, so Geschäftsführer Karl Pühretmair. Auch der Spezialmaschinenbauer EMCO Maier und der Nahrungsmittelgroßhändler Imgro können über gute Geschäfte mit peruanischen Partnern berichten. Bald sollten es sogar deutlich mehr sein: Das Freihandelsabkommen von Peru und Kolumbien mit der EU sieht die Zollfreiheit von 80 Prozent aller In­ dustrieprodukte vor. „Durch ein ähnliches Abkommen der EU mit Chile konnte Österreich seine Ausfuhren in diesen Raum

Auch wenn Luftfeuchtigkeit und Temperatur zu schaffen machen: Südamerikaner können im Geschäftsleben allzu legerer Kleidung sehr wenig abgewinnen. Ohne Sakko und Krawatte wird man nicht ernst genommen. Und Pünktlichkeit ist eine ­allgemein verbreitete Tugend. Alle Puma-Staaten sind mittlerweile sehr selbstbewusst, die Bürger sind stolz auf ihr Land. Entsprechend positiv wird vermerkt, wenn der ausländische Geschäftspartner die Schönheit und die Leistungskraft des Landes lobt. In Brasilien sollten die Nationalfarben Grün und Gelb nur sehr behutsam zu Werbezwecken eingesetzt werden.

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Tipps für Südamerika


Das rohstoffreiche Chile bleibt auf der Überholspur. Die Regierung investiert die wachsenden Einnahmen in Infrastruktur- und Umweltprojekte.

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i­nnerhalb von sechs Jahren verdreifachen!“, blickt Hofer optimistisch in die Zukunft. Freilich müssen Neueinsteiger am Markt auch mit Korruption kämpfen, die aber mit dem zunehmenden Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten zurückgeht. In diversen Indizes, die über die Wettbewerbs­fähigkeit eines Landes Auskunft geben, macht Peru seit Jahren Plätze gut. Höchste Zeit also für Exporteure, die Chancen zu nutzen: Die Bauwirtschaft bleibt ein Motor der Wirtschaft, und in den Bergbau will die peruanische Regierung bis Ende 2013 16,2 Milliarden US-Dollar investieren. Auch die Medizin- und die Umwelttechnik sind im Hoch, vor ­allem Wasserbau und -aufbereitung werden dringend benötigt. Stabiles Wachstum Die beiden anderen Puma-Staaten im konjunkturellen Sonnenschein sind Uruguay und Chile. Beide sind keine Geheimtipps mehr. Chile ist nach Brasilien Österreichs zweitwichtigster Wirtschaftspartner in Südamerika. Das Wachstum bremste sich in den vergangenen Monaten etwas ein. Die Prognosen der einzelnen Institute schwanken stark, liegen aber stabil zwischen 4,0 und 5,5 Prozent – inflationsbereinigt, wohlgemerkt! Entsprechend profitieren Österreichs Unternehmen, die sich am Markt bereits einen Namen gemacht haben. Die Starzinger Getränkegruppe, die hierzulande unter anderem mit der Schartner Bombe für Erfrischung sorgt, hat in Chile ebenfalls zahlreiche Abnehmer gefunden. Greiner Extrusion bearbeitet den Markt von der Niederlassung in den USA aus. Groß im chilenischen Geschäft ist auch das Maschinen- und Anlagenbauunternehmen Fill. Die

­ irma aus Gurten erhielt 2011 einen umfangreichen Auftrag von F Paneles Arauco, einer chilenischen Großmacht in der Sperrholzproduktion von globaler Bedeutung. Die Südamerikaner haben bereits Folgeaufträge in Aussicht gestellt – und die Nachbarn ­beobachten die Tätigkeit der Österreicher vor Ort bereits sehr aufmerksam. Immer wieder hat die Region versucht, durch Bündnisse alte Feindschaften zu beenden und die wirtschaft­liche Integration voranzutreiben. Tatsächlich hat das wichtigste Bündnis, Mercosur, deutliche Integrationsschritte bewirkt. Die engere Vernetzung der südamerikanischen Wirtschaft verleiht erfolg­ reichen Kooperationen mit österreichischen Unter­nehmen zusätzliche Strahlkraft. So wird etwa die Gugler Water Turbines GmbH, ein technologisch weltweit führender Turbinen-Erzeuger, von Land zu Land empfohlen, auch in Chile wurden bereits Projekte erfolgreich umgesetzt. So gesehen ist es fast zweitrangig, in welchen Puma-Boomstaat man als Erstes einsteigt. Uruguay etwa gilt durch seine politische Stabilität nicht umsonst als die „Schweiz Südamerikas“ und bietet sich trotz der Kleinheit des Markts für all jene Exporteure an, die das „Abenteuer Südamerika“ vorsichtig angehen wollen. ­Österreichische Unternehmen wie Pfeifer Holzindustrie oder KRESTA industries haben mit erfolgreichen Geschäftskontakten schon dafür gesorgt, dass „Made in Austria“ im kleinen Nachbarn von Argentinien einen hervorragenden Ruf genießt. Ausbaufähig sind die Wirtschaftsbeziehungen aber allemal – damit Boommärkte wie Chile oder Peru nicht weiter nur auf Plätzen jenseits der 50er in der österreichischen Exportbilanz zu finden sind. ••

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