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INFORMATION FÜR ANLEGER

104 / JÄNNER-FEBRUAR 2013

Chancen _Risken Was beeinflusst 2013 die Finanzmärkte?

Das neue Anlagejahr im Check

WERTPAPIERE


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INHALT

AKTUELL

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Jahresausblick 2013 - Aufhellung am Konjunkturhimmel Dir. Günter Stadlberger, Geschäftsleiter der RAIFFEISENBANK WELS, über die Einschätzungen für das Jahr 2013

MARKT

MARKT

Editorial Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, Vorschauen sind - außer wahrscheinlich im TV - eine durchaus komplizierte Angelegenheit. Schon Winston Churchill sagte: „Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen.“ Deshalb können wir Ihnen natürlich nicht genau vorhersagen, wo der ATX Ende 2013 stehen wird. Aber die Redakteure haben sich bemüht, potenzielle Einflussfaktoren zu berücksichtigen und ein möglichst realistisches Bild vom heurigen Jahr für Sie zu zeichnen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles Gute für 2013, eine aufschlussreiche Lektüre und auch im neuen Jahr viel Erfolg bei Ihren Veranlagungen! Ihr Redaktionsteam http://www.boerse-live.at boerse-live@rlbooe.at Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Europaplatz 1a, 4020 Linz Für die Redaktion: Uwe Hanghofer, Elisabeth Peer, Thomas Brunnmayr Layout, Gestaltung: Andrea Plank Druck: GDL Handels- und Dienstleistungs GmbH, Europaplatz 1a, 4020 Linz

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Aktienmärkte trotzen den schwierigen Rahmenbedingungen

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Ein Blick auf die Nordlichter und den Schweizer Franken

Freundliche Tendenz bleibt erhalten

„Safe-Haven“-Währungen und ihre Aussichten

AKTUELL

IM BLICKPUNKT

4 Wirtschaftsgeschehen kompakt Rundblick MARKT

8 Aktienauswahl Positive Einschätzungen von Raiffeisen RESEARCH

10 Niedrige Zinsen begleiten die Anleger noch auf absehbare Zeit Was geschieht an den Anleihenmärkten? DATEN & FAKTEN

18 Wirtschaftsbarometer Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

19 Anleihen Aktuelle Auswahl

20 Über- oder untergewichten? Aktuelle Einschätzung der Assetklassen

21 Fondskurse KEPLER-FONDS KAG, RCM

12 Öl und Gold - immer weiter Richtung Spitze? Die wichtigsten Rohstoffe von Raiffeisen RESEARCH analysiert

13 Auf der Suche nach mehr Rendite Vielversprechende Anlagekategorien für 2013

14 Der automatische Verlustausgleich - Nutzen für den Anleger Informationen zum automatischen Verlustausgleich im Rahmen der Kursgewinnbesteuerung

15 Anlage-Check 2013 - In Balance mehr Wert Lassen Sie Ihre Geldanlage überprüfen und optimieren

16 Anlagetipps, die zum Erfolg führen SERIE: Goldene Anlegerregeln

17 22,11 Prozent in acht Wochen - Spitzenperformance beim OÖN-Börsespiel Ennserin sicherte sich neuen Citroën DS3


AKTUELL

Direktor Günter Stadlberger, Geschäftsleiter der RAIFFEISENBANK WELS, über die Einschätzungen für das Jahr 2013

Jahresausblick 2013 – Aufhellung am Konjukturhimmel Wie sehen Sie die Veranlagungschancen im Jahr 2013?

Welche Vorsorgestrategie empfehlen Sie?

Die Wirtschaft bewegte sich im Jahr 2012 in Europa im Umfeld einer Rezession bzw. abgeschwächten Wachstum in den USA und in vielen Wachstumsländern. Für 2013 zeichnet sich bereits ein Hoffnungsschimmer ab: Die neuesten Konjunkturindikatoren zeigen wieder nach oben. Damit sollte speziell in Europa eine wirtschaftliche Bodenbildung unmittelbar bevorstehen und im Jahresverlauf ein leichter Aufschwung einsetzen.

Ich denke an den Raiffeisen Vermögensaufbau – mit Einzahlungen bereits ab 30 Euro kaufen Sie über mehrere Jahre hinweg je nach Wunsch entweder monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich Anteile eines Fonds Ihrer Wahl.

sonders günstig. Der richtige Anlagehorizont und die persönliche Risikobereitschaft sind dabei ausschlaggebend. Wertpapierfonds richtig einsetzen Aktienfonds sind eine gute Grundlage für einen langfristigen Vermögensaufbau mit regelmäßigen Beiträgen. Das Risiko wird geschmälert, indem man die Aktienfonds

Was bedeutet das für die Märkte? Die bereits 2012 ausgezeichnet gelaufenen Aktienmärkte haben weiteres Aufwärtspozential. Trotz der deutlichen Indexanstiege liefen die Bewertungen der Aktien nicht aus dem Ruder und die Dividendenrenditen sind im Vergleich zu den Renditen von Anleihen überaus attraktiv. Unterstützend wirken auch die die fallenden Staatsanleihenrenditen der Euro-Krisenländer sowie die scheinbar endlos zur Verfügung stehende Liquididät der Notenbanken. Speziell europäische Qualitätssaktien sollten hier bevorzugt werden. Die Zinsen werden auf niedrigem Niveau bleiben. Das begünstigt weiterhin den boomenden Bereich der Unternehmensanleihen. In diesem Anlagesegment ist mehr denn je auf die Bonität des Schuldners zu achten. Natürlich werden uns im Jahresverlauf gewisse Unsicherheiten wie z.B. weiterer Konjunkturverlauf, Schuldenkrise beschäftigen. Grundsätzlich empfehle ich eine breite Streuung des Portfolios, um die auftretenden Auf- und Abwärtsbewegungen an den Märkten abfedern zu können.

Profitieren von Preisschwankungen Je früher und regelmäßiger Sie einen Fixbetrag einzahlen, desto mehr profitieren sie vom Zinseszins-Effekt. Bei regelmäßiger Investition kaufen Sie bei niedrigen Preisen mehr und bei hohen Preisen weniger Fondsanteile. Somit erzielen Sie im Durchschnitt einen günstigeren Kaufpreis, was auch als Cost-Average-Effekt bezeichnet wird. Denn die höhere Schwankungsbreite bei Wertpapieren wird durch eine höhere Rendite ausgeglichen. Anleger verlieren in schwierigen Marktphasen jedoch oft das Vertrauen in Ertragserwartungen. Doch gerade in diesen Phasen ist der Einkauf be-

länger behält. Vor Ende der Ansparphase sollte der Anleihen-Anteil im Depot erhöht und das angesparte Kapital schrittweise in Misch- und Anleihenfonds umgeschichtet werden. Damit wird eine solide Basis für die Auszahlung der Anlage zum Beispiel in Form einer monatlichen Zusatzpension geschaffen. Beratung zahlt sich aus Der erste Schritt zur optimalen Vorsorge ist ein persönliches Gespräch mit den Experten der RAIFFEISENBANK WELS. Reden Sie mit uns über Ihre Zukunft, es zahlt sich aus!

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AKTUELL

Rundblick

Wirtschaftsgeschehen kompakt

USA

GROSSBRITANNIEN

DEUTSCHLAND

Vereinigte Staaten ziehen Schlussstrich

Der kranke Mann Europas?

Die Vereinigten Staaten wollen einen Schlussstrich unter die größte Rettungsaktion der Finanzkrise um den Versicherungsgiganten AIG ziehen. 2008 hatte die amerikanische Regierung den Versicherungskonzern AIG mit 182 Milliarden Dollar gerettet, um Schlimmeres zu verhindern. Die restlichen Aktien der AIG, die im Zuge der Krise verstaatlicht wurde, sollen verkauft werden. Der Verkauf würde der amerikanischen Regierung rund 7,6 Milliarden US-Dollar bringen.

Das Wall Street Journal hat Großbritannien zum neuen kranken Mann Europas ernannt. Seit die aktuelle Regierung im Mai 2010 die Geschäfte übernommen hat, ist die Wirtschaft um lediglich 0,9 Prozent gewachsen, bei ursprünglich prognostizierten 5,7 Prozent. Zudem musste Schatzkanzler Osborne zugeben, dass er bisher kaum Fortschritte beim Abbau des Haushaltsdefizits verzeichnen konnte. Und das ist mit geschätzten 7,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eines der größten in Europa.

Deutsche horten 8.000 Tonnen Gold

DOW JONES

FTSE 100

Stand 31.12.2012

13.104,10

Stand 14.01.2013

13.507,32

Veränderung in %

+ 3,08 %

Veränderung absolut

+ 403,22

Stand 31.12.2012

5.897,81

Veränderung in %

+ 3,56 %

Stand 14.01.2013

Veränderung absolut

6.107,86 + 210,05

Gold ist bei unseren deutschen Nachbarn sehr begehrt. Der Wert des Goldvermögens der Deutschen beträgt 393 Milliarden Euro. Die Zahl bezieht sich auf Gold in Form von physischen Anlagen, goldbezogene Wertpapiere sowie Schmuck und entspricht fast 8.000 Tonnen - also knapp fünf Prozent der weltweit geförderten Goldmenge. Die Hälfte der Anleger hortet das Edelmetall zuhause. Motiv sind vor allem die langfristige Geldanlage und die Absicherung gegen Krisen.

DAX

Stand 28.12.2012

7.612,39

Veränderung in %

+ 1,54 %

Stand 14.01.2013

Veränderung absolut

7.729,52

+ 117,13


AKTUELL

ÖSTERREICH

CHINA

WIFO: Österreichs Wirtschaft geht gestärkt aus Krise hervor

Die Leistung der österreichischen Wirtschaft zeigt nach oben. Laut einer Prognose des WIFO-Instituts wird die Wirtschaft 2013 und 2014 stärker wachsen als 2012. „Österreichs Wirtschaft ist breit aufgestellt und für Investitionen bereit, doch die Eurokrise ist noch nicht vorbei“, so WIFO-Chef Karl Aiginger im Rahmen der Wirtschaftsprognose für 2013/2014. Österreich performt mittlerweile das elfte Jahr in Folge besser als der europäische Wirtschaftsraum. Insbesondere der heimische Arbeitsmarkt zeigt sich im europäischen Vergleich von seiner besten Seite.

ATX

Stand 28.12.2012

2.401,21

Veränderung in %

+ 2,44 %

Stand 14.01.2013

Veränderung absolut

5

2.459,68 + 58,47

China stützt weiterhin die Wirtschaft

RUSSLAND Die verbündeten Autohersteller Renault und Nissan setzen in Russland zur Aufholjagd an und sichern sich die Mehrheit am russischen Autobauer AvtoVAZ. Die beiden Unternehmen investieren den Angaben nach dafür 23 Milliarden Rubel (rund 575 Millionen Euro). Russland gilt als Wachstumsmarkt. Viele Autobauer hoffen, durch eine starke Präsenz in solchen Ländern die Flaute in Europa ausgleichen zu können.

Zum ersten Mal seit rund einem Jahr ist die Industrieproduktion in China wieder gewachsen. Davon profitierten auch heimische Unternehmen, die mehr Aufträge aus China an Land zogen. Zudem kletterte der auf einer Umfrage basierende Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie um einen Punkt auf nun 50,5 Punkte. Überschreitet dieses Stimmungs-Barometer den wichtigen Schwellenwert von 50 Zählern, deutet dies auf eine zunehmende Wirtschaftsaktivität hin, Werte darunter auf eine schrumpfende.

RTS

HANG SENG

Renault und Nissan starten durch

Stand 28.12.2012

1.526,98

Stand 14.01.2013

1.590,21

Veränderung in %

+ 4,14 %

Veränderung absolut

+ 63,23

Stand 31.12.2012

22.656,90

Stand 14.01.2013

23.413,26

Veränderung in %

+ 3,34 %

Veränderung absolut

+ 756,36


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MARKT

Freundliche Tendenz bleibt erhalten

Aktienmärkte trotzen den schwierigen Rahmenbedingungen Trotz des holprigen Umfelds haben die Aktienmärkte 2012 zugelegt. Viele Konzerne waren auf die konjunkturelle Entwicklung gut vorbereitet und überzeugten mit ihren Daten. Auch 2013 könnte ein erfreuliches Jahr werden.

Mit Kursgewinnen sind die internationalen Aktienmärkte in das Börsenjahr 2012 gestartet. Die gute Stimmung an den Börsen währte jedoch nicht lange. Ab März dominierten die negativen Vorzeichen und die zuvor erzielten Gewinne schmolzen wie der Schnee in der stärker werdenden Frühlingssonne. Viele Aktienindizes fielen wieder auf die Niveaus vom Jahresbeginn zurück. Die anhaltende Staatsschuldenkrise in Europa, das Haushaltsdefizit in den USA und die enttäuschende globale Konjunkturentwicklung waren die Auslöser für die negativen Vorzeichen der Indizes. Ab dem dritten Quartal legten sie aber eine beeindruckende Aufwärtsbewegung hin. In der zweiten Jahreshälfte kletterte beispielsweise der deutsche Leitindex DAX auf den höchsten Stand seit fünf Jahren und präsentierte mit einem Plus von rund 30 Prozent eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre. Auch der heimische ATX legte kräftig zu und musste sich dem „großen Bruder“ Deutschland nur knapp geschlagen geben. Etwas schaumgebremster entwickelten sich die US-Aktienindizes, die speziell ab den Sommermonaten den europäischen Märkten nicht mehr das Wasser reichen konnten. Der chinesische Aktienmarkt konnte die hohen Erwartungen aber nicht erfüllen. Der Shanghai Composite Index, der rund 1.000 chinesische Unternehmen abbildet,

hat das Jahr 2012 nur mit einem geringen Plus abschliessen können. Automobilbranche in Europa unter den Top-Performern Viele Unternehmen haben im vergangenen Jahr rechtzeitig ihre Hausaufgaben gemacht und somit zeitgerecht auf die konjunkturelle Schwächephase reagiert. Speziell die Daten zum dritten Quartal konnten die Marktteilnehmer überzeugen. Dass viele Konzerne auf die Bremse gestiegen sind und ihre Prognosen für 2013 nach unten angepasst haben, konnte die Aktienmärkte in dieser Phase nicht nachhaltig beunruhigen. Zu den Top-Performern unter den europäischen Branchen zählten im Jahr 2012 die Automobilkonzerne. Hervorzuheben ist wieder einmal Volkswagen. Die im DAX

gelisteten VW-Vorzugsaktien konnten bis Ende Dezember rund 48 Prozent zulegen. Während wichtige Mitbewerber ihre Produktionen drosseln mussten, legten bei der VW-Gruppe alle Marken mit Ausnahme von Seat zu. Für Europas größten Autobauer rückt somit ein großes Ziel näher. Spätestens im Jahr 2018 wollen die Wolfsburger vor General Motors und Toyota die automobile Weltspitze anführen. Auch die Unternehmen der Finanzbranche konnten im zweiten Halbjahr 2012 eine beachtliche Aufwärtsbewegung hinlegen. Europäische Großbanken, wie etwa Société Générale oder BNP Paribas führten die Kursgewinner in großen Aktienindizes an. Im heimischen ATX dominierten ebenfalls die Bankaktien. Die Titel von Raiffeisen Bank International und Erste Group konnten mit ihrer Jahresperformance alle anderen Blue Chips in Wien in den Schatten stellen und legten kräftig zu.

ENTWICKLUNG INTERNATIONALER AKTIENINDIZES SEIT ANFANG 2012

Quelle: Bloomberg, 10.01.2013, Wertentwicklung in %. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen, gerade auch bezogen auf einen derart kurzen Zeitraum, keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.


MARKT

Neben positiven Highlights gab es im Börsenjahr 2012 aber auch Enttäuschungen. Kein anderer Börsengang hat 2012 so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie der von Facebook. Das Börsendebüt wurde aber zum Debakel. Bis zum Herbst rutscht der Aktienkurs deutlich unter 20 US-Dollar ab, erst in den letzten Wochen des vergangenen Jahres konnte der Kurs wieder etwas zulegen. Bis zum Emissionskurs von 38 USDollar hat die Aktie aber noch etwas Platz.

dings sind nach wie vor viele Probleme der vergangenen Jahre noch nicht endgültig bereinigt.

Ausblick 2013 – ein spannendes Jahr steht bevor

Bei den Unternehmen hat sich die schwächere wirtschaftliche Entwicklung bereits in zahlreichen Prognosesenkungen bemerkbar gemacht. Das nährt aber gleichzeitig die Hoffnung, dass die sehr niedrig angesetzten Ausblicke übertroffen werden können und somit für frischen Wind an den Börsen sorgen. Aus Bewertungssicht wer-

Die Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte bleiben auch im laufenden Jahr herausfordernd. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation an den internationalen Kapitalmärkten zwar stabilisiert. Aller-

Mittelfristig wird entscheidend sein, wie schnell bzw. in welchem Ausmaß die Volkswirtschaften in Europa und in den Vereinigten Staaten in Schwung kommen. Und langfristig wird die europäische Staatsschuldenkrise die Kapitalmärkte immer wieder beeinflussen.

Unternehmensergebnisse sollten auch 2013 für frischen Wind an den Börsen sorgen

den die aktuellen Niveaus mittel- und langfristig weiterhin als attraktiv eingestuft. Unser Fazit Mangels attraktiver Alternativen – die Geld- und Kapitalmarktzinsen werden auch in diesem Jahr auf niedrigen Niveaus verharren – wird auch im Jahr 2013 auf der Suche nach Renditen für den risikobewussten Anleger kein Weg an den Aktienmärkten vorbeiführen. Eine Einbahnstraße nach oben wird es für die Dividendenpapiere allerdings nicht werden. Aufgrund der weiterhin nicht gelösten Problemfälle wird das Marktgeschehen auch in den kommenden Monaten von Schwankungen geprägt sein. Der Ausblick ist aber tendenziell positiv. THOMAS BRUNNMAYR

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MARKT

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Aktienauswahl

Hinweis gem. § 48f Abs 9 Z 1 BörseG: Aufsichtsbehörde ist die FMA Österreichische Finanzmarktaufsicht

BMW investiert in eine florierende Zukunft Die Bayerische Motorenwerke AG (BMW) ist einer der renommiertesten Automobilund Motorradhersteller der Welt. Der Konzern kann zwar in Sachen Stückzahlen mit den ganz Großen der Branche nicht mithalten, was aber in erster Linie an der selbst gewählten Konzentration auf das automobile Premium-Segment (d. h. imageträchtige, luxuriöse Fahrzeuge) liegt. 2011 wurden 1,67 Millionen Automobile der Marken BMW, Rolls-Royce und Mini verkauft.

Automobilbranche + Der globale Fahrzeugabsatz steigt aufgrund der Emerging Markets an. - Kaufanreizprogramme und milliardenschwere Investitionen in umweltfreundlichere Antriebstechnologien sorgen für Belastungen.

BMW Konzern: + Im dritten Quartal hat der Konzern den Absatz um 9,0 % erhöht, der Umsatz ist

dabei sogar um 13,7 % auf EUR 18,8 Mrd. gestiegen. Das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis) ist trotz gestiegener Investitionen in Zukunftstechnologien, der zunehmenden Wettbewerbsintensität sowie höherer Personalkosten um 13,8 % auf EUR 2,0 Mrd. gestiegen. Beide Kenngrößen lagen deutlich über den Erwartungen. + In den ersten neun Monaten hat BMW eine EBIT-Marge im Autogeschäft von 10,9 % erreicht, deutlich über den langfristig angestrebten 8 % – 10 %. + Durch die globale Marktpräsenz werden die Schwächen des europäischen Marktes mehr als wettgemacht. + BMW sollte auch in den kommenden Jahren eine sehr starke Free-Cashflow Generierung zeigen. ο Für 2013 kann man konzernweit von einem weiteren Umsatz- und Absatzwachstum ausgehen, auch wenn es geringer als 2012 ausfallen dürfte. Aufgrund steigender Investitionen in Zukunftstechnologien, dem Ausbau der Kapazitäten sowie des schärfer werdenden Wettbewerbs dürfte der Gewinn allerdings nur ähnlich wie 2012 ausfallen.

Fazit: BMW verfolgt schon seit Jahren eine sehr klare und nachhaltige Philosophie, die sich in erfolgreichen Produkten und einem hervorragenden Markenimage niederschlägt. Das Management antizipiert wichtige Marktentwicklungen rechtzeitig (z.B. strengere Emissionswerte, flexiblere Produktion und Produktentwicklung) und investiert dementsprechend. Somit genießt BMW auch ein viel höheres Vertrauen seitens der Investoren als so mancher Wettbewerber (Daimler). Nichtsdestotrotz ist die Aktie erst rund 40 % über dem Vorkrisenhöchststand, obwohl sich der operative Gewinn im gleichen Zeitraum verdoppelt hat, sich viel mehr Geld in der Kriegskasse befindet und sich wichtige Märkte (Asien, Nordamerika) weiterhin im Aufwind befinden. Das Unternehmen – wie auch die Aktie – bietet noch langfristiges Wachstum, auch wenn 2013 gewinnseitig ein Jahr des Verschnaufens sein wird. „Kauf-Einschätzung“. Analyst: Richard Malzer, Raiffeisen RESEARCH Datum Erstellung und Erstveröffentlichung: 19. Dezember 2012

Aktieninfo BMW Einschätzung: Kauf (auf Sicht 12 Monate) Kurs 18.12.2012, 17:35 MEZ ISIN: Hauptbörse: Homepage: Marktkapitalisierung (EUR Mio.): Umsatz (EUR Mio.): Verschuldungsgrad: Anzahl Mitarbeiter: Indexgewichtung im DAX:

72 Euro DE0005190003 Frankfurt www.bmwgroup.com 45.861 68.821 70,9 % 100.306 3,50 %

Quelle: Bloomberg, 14.01.2013, Wertentwicklung in %. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

KGV Gewinn/Aktie Gewinnwachstum Kurs/Umsatz Kurs/Buchwert Dividendenrendite Dividende/Aktie

2011

9,6 7,45 51,70 % 0,67 1,74 3,20 % 2,30

2012e

9,3 7,73 3,80 % 0,61 1,50 3,60 % 2,61

2013f

9,2 7,81 1,00 % 0,58 1,36 3,80 % 2,76

Quelle: IBES Konsensusschätzungen von Thomson Reuters

Diese Berichte wurden von Raiffeisen RESEARCH ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesen Berichten enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen ba in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Texttei enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen. Im Wesentlichen werden folgende Quellen verwendet: Thomson Reuters, Factiva, Bloomberg, Value LIn und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Raiffeisen RESEARCH stützen. Diese Berichte sind unverbindlich und stellen weder ein Angebot zum Kauf der ge


MARKT

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Positive Einschätzungen von Raiffeisen Research. Die Einschätzungen geben einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate.

Eine Zulassung jagt die nächste Der größte Arzneimittelhersteller der Welt ist schwerpunktmäßig im Pharmageschäft tätig und liegt international mit seinen verschreibungspflichtigen Präparaten auf Platz eins. Die wichtigsten Umsatzträger sind Lipitor (Cholesterinsenker), Enbrel (rheumatoide Arthritis), Lyrica (Epilepsie) und Prevnar (Lungenentzündung).

Pharma & Biotechnologie + Zunehmende Alterung der Bevölkerung. + Starkes Wachstum in den Emerging Markets. - Bedrohung noch laufender Patente durch Generika und Patentausläufe. Pfizer ο Der US-Konzern musste im Q3 im Jahresvergleich einen operativen Umsatz-

Aktieninfo Pfizer Einschätzung: Kauf (auf Sicht 12 Monate)

rückgang von 12 % auf USD 14,0 Mrd. in Kauf nehmen und verfehlte damit die Konsensschätzungen von USD 14,7 Mrd. Hauptverantwortlich hierfür zeigt sich der Patentverlust von Lipitor, dessen Umsätze am US-Heimatmarkt um 86,9 % und international um 50,8 % einbrachen. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf USD 0,53 und lag im Rahmen der Markterwartungen. ο Neben den Einbußen beim Blockbuster Lipitor wurde auch mit dem Arzneimittel Prevnar um 14 % weniger umgesetzt als noch im Jahr zuvor. Dagegen konnten die Umsätze anderer Verkaufsschlager deutlich zulegen. Enbrel, Lyrica und Celebrex erwirtschafteten operativ um 4 %, 14 % bzw. 7 % mehr. + Die US-amerikanischen Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA gab nun früher als erwartet grünes Licht für den Wirkstoff Tofacitinib zur Behandlung von Gelenkrheumatismus. In erster Instanz wurde jedoch „nur“ die schwächere 5mg Dosis zugelassen. Für die 10 mg Dosis benötigt die FDA noch genauere Daten von Pfizer. Beide Dosierungen zusammen sollten laut Analysten dem Pharmariesen einen Jahresumsatz von bis zu USD 2,5 Mrd. im Jahr 2020 bescheren. + Nach dem nun abgeschlossenen Verkauf der Babynahrungssparte an Nestlé kündigte der Konzern eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogrammes an. Neben den noch ausstehenden USD 4,1 Mrd. wurde ein neues Paket in Höhe von weiteren USD 10 Mrd. bewilligt.

Kurs 04.12.2012, 02:04 MEZ ISIN: Hauptbörse: Homepage: Marktkapitalisierung (EUR Mio.): Umsatz (EUR Mio.): Verschuldungsgrad: Anzahl Mitarbeiter: Indexgewichtung im DJIA:

Fazit:

Quelle: Bloomberg, 14.01.2013, Wertentwicklung in %. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

Der eingeschlagene Weg zur Kostenoptimierung wird weiter vorangetrieben und machte sich im abgelaufenen Quartal mit einer Reduktion der Gesamtkosten in Höhe von 13 % auf USD 8,2 Mrd. deutlich bemerkbar. Zwar belasten Patentverluste – allen voran Lipitor – den Konzern nach wie vor, allerdings warten in der Pipeline vielversprechende Wirkstoffe. So hat die europäische Regulierungsbehörde vor kurzem den neuen Blutgerinnungshemmer Eliquis für die Prävention von Schlaganfällen und gefährlichen Blutgerinnseln im Kreislaufsystem genehmigt. Es ist die nach Mai 2011 zweite EU-Genehmigung für das Medikament und lässt nun seinen Gebrauch bei weit mehr Patienten zu. Bis Mitte März 2013 erwartet der Konzern diesbezüglich auch positive Signale der US-amerikanischen ArzneimittelZulassungsbehörde FDA. „Kauf-Einschätzung“. Analysten: Connie Schümann, Christine Nowak, Raiffeisen RESEARCH Datum Erstellung und Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2012

KGV Gewinn/Aktie Gewinnwachstum Kurs/Umsatz Kurs/Buchwert Dividendenrendite Dividende/Aktie

2011

10,9 2,31 3,6 % 2,74 2,31 3,30 % 0,82

25,09 USD US7170811035 New York www.pfizer.de 141.315 51.580 32,0 % 103.700 1,50 %

2012e

11,6 2,16 -6,5 % 3,16 2,31 3,50 % 0,88

Quelle: IBES Konsensusschätzungen von Thomson Reuters

asieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieser Berichte betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Raiffeisen RESEARCH behält sich ilen dieser Berichte ist ausdrücklich untersagt. Raiffeisen RESEARCH übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der in den Berichten ne, Hoppenstedt, Hoovers Handbook. Diese Berichte richten sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen enannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar. Ausführlicher Disclaimer sowie Offenlegung gemäß § 48f Börsegesetz: http://www.raiffeisenresearch.at -> “Disclaimer”.

2013f

11,0 2,29 6,0 % 3,20 2,17 3,70 % 0,94


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MARKT

Was geschieht an den Anleihenmärkten?

Niedrige Zinsen begleiten die Anleger noch auf absehbare Zeit Die Europäische Zentralbank (EZB) hat deutlich an Aufgaben dazugewonnen. Durch zahlreiche Maßnahmen musste und muss sie weiterhin die Märkte stabilisieren. Auch die US-Notenbank mobilisiert ihre Kräfte. Die Maßnahmen zeigen Erfolg - im Kampf gegen die Schuldenkrise zeichnet sich Besserung ab.

In fast allen Industrienationen der Welt verfolgen die jeweiligen Zentralbanken seit 2009 eine lockere Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur. Die Bank of England hält mittlerweile englische Staatsanleihen im Volumen von 25 Prozent des BIP in ihrer Bilanz. Die Bank of Japan 20 Prozent, die US-Notenbank Fed zehn und die Europäische Zentralbank fünf Prozent. Staatsanleihenkäufe durch die Zentralbanken sollen die Konjunktur ankurbeln und die Refinanzierungskosten der Staatsschulden niedrig halten. Positive Effekte der EZB-Maßnahmen Im Jahr 2012 kam der permanente EuroRettungsschirm (ESM) zum Einsatz. Zusätzlich kündigte die Europäische Zentralbank an, unter bestimmten Bedingungen unbeschränkt Staatsanleihen zu kaufen. Dies führte zu einer leichten Erholung am Markt. Durch die Niedrigzinspolitik soll Liquidität in den Markt fließen. Doch bisweilen kam diese in den vergangenen Jahren kaum in der Realwirtschaft an. Daher wurde bei der EZB-Sitzung im Dezember 2012 über eine Änderung des Leitzinssatzes (derzeit 0,75 Prozent) sowie über eine Reduktion des Hauptrefinanzierungssatzes (Senkung des Einlagesatzes auf unter null Prozent) im ersten Quartal 2013 diskutiert.

Eine konjunkturelle Erholung für die Eurozone wird für die zweite Jahreshälfte 2013 prognostiziert, sodass die niedrigen Zinsen noch erhalten bleiben. Die deutsche Wirtschaft sollte beispielsweise nach einer kräftigen Delle im Winter 2012 ab Sommer 2013 in puncto privatem Konsum und bei den Investitionen spürbar zulegen können. US-Notenbank stützt Konjunktur weiter Neben der europäischen Schuldenkrise belastete auch die gebremste Dynamik in den USA sowie den Emerging Markets die Weltwirtschaft. Aufgrund der sehr niedrigen Zinsen wurde vermehrt in Sachwerte veranlagt. Der niedrige US-Leitzins von 0-0,25 Prozent sowie der Ankauf der USNotenbank von lang laufenden Staatsanleihen („Operation Twist“), wirkte sich im letzten Jahr vor allem stabilisierend auf den US-Immobilienmarkt aus. Bei der letzten Notenbanksitzung wurde entschieden, die expansive Geldpolitik fortzusetzen, solange die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent liegt (derzeit 7,7 Prozent). Für das Jahr 2013 hat die Fed beschlossen, monatlich Staatsanleihen mit einem Volumen von 45 Milliarden US-Dollar zu kaufen und damit die auslaufende „Operation Twist“ abzulösen. MICHAELA SCHAUMBURG-LIPPE

Die Notenbanken schaufeln weiter Liquidität in die Märkte


MARKT

«Safe-Haven»-Währungen und ihre Aussichten

Ein Blick auf die Nordlichter und den Schweizer Franken Norwegische Krone / NOK

Schwedische Krone / SEK

Schweizer Franken / CHF

Die norwegische Krone hat im Sommer 2012 zum Euro den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht und notierte zum Jahreswechsel nur geringfügig schwächer.

Auch die Schweden-Krone hat im Sommer 2012 zum Euro den höchsten Stand seit 2001 erreicht, hat sich aber mittlerweile wieder abgeschwächt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist im September 2011 der stetigen Aufwertung des Frankens und der damit verbundenen Probleme im Exportbereich mit der Einführung einer Wechselkursuntergrenze bei EUR/ CHF entgegengetreten. Dieser EuroMindestkurs konnte bisher erfolgreich verteidigt werden. Anfangs war an den Märkten ein gewisses Maß an Skepsis vorhanden, denn bereits zuvor hatte die Notenbank mittels direkter Devisenmarktinterventionen versucht, den Höhenflug des Franken zu stoppen.

Ursachen: _ Probleme der Eurozone führten zu Kapitalzuflüssen. _ Hoher Ölpreis: Norwegen gehört weltweit zu den zehn größten Erdölexporteuren, bei Erdgasexporten liegt es sogar auf Platz zwei. _ Geringe Staatsverschuldung _ Hohe Leistungsbilanzüberschüsse _ Hohes Wirtschaftswachstum _ Niedrige Arbeitslosenraten _ Positive Zinsdifferenz zu Eurozone Probleme: _ Überhitzung des Immobilienmarktes: Der Immobilienmarkt gilt als extrem überteuert. Der IWF warnt sogar vor einer Immobilienblase. _ Die Notenbank hat daher durchklingen lassen, die Zinsen erstmalig wieder erhöhen zu wollen. Dies könnte aber die Norwegische Krone noch attraktiver machen – eine weitere Aufwertung ist jedoch nicht gewünscht. Fazit: Die norwegische Krone sollte mittelfristig ihr Niveau zumindest halten können.

Probleme: _ Abschwächung der Konjunktur: Nachfragerückgang aus dem Ausland hat das schwedische Wachstumstempo fast auf Null gedrückt. _ Mit der schwächeren Konjunktur hat sich auch die Beschäftigungslage verschlechtert. Fazit: Das etwas schwierige Umfeld eröffnet Spielraum für Zinsschritte. Die Märkte erwarten eine Zinssenkung noch im ersten Quartal 2013. Dadurch könnte sich der leichte Abwärtstrend der Krone in den vergangenen Monaten noch etwas fortsetzen.

Seit Sommer 2012 hat der CHF-Aufwertungsdruck sichtbar nachgelassen. Im Dezember wurden die Maßnahmen der SNB noch zusätzlich durch die Entscheidung der Schweizer Großbanken gestützt, mit Negativzinsen und Gebühren Geldzuflüsse auf Schweizer Konten in Grenzen zu halten. Dies macht den Franken, der ohnehin keine Renditen bringt, noch unattraktiver. Fazit: Entgegen der in jüngster Zeit vielfach geäußerten Erwartungen, dass das mit Interventionen verteidigte Limit für die Euro-Franken-Parität geändert oder sogar aufgegeben wird, hält die SNB bisher eindeutig an der eingeführten Begrenzung bei 1,20 fest. Wir sehen aktuell auch keine Hinweise für eine Änderung dieser Politik.

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IM BLICKPUNKT

Die wichtigsten Rohstoffe von Raiffeisen RESEARCH analysiert

Öl und Gold - immer weiter Richtung Spitze? Öl und Gold sind äußerst wichtige Rohstoffe - sowohl für die Wirtschaft, als auch für Anleger. Wie sind die Aussichten für das Edelmetall und das schwarze Gold? Ölpreis weiter über 100 Dollar - Wahrscheinlichkeit für Rückgang steigt Die Anhängerschaft derer, die mittel- bis langfristig einen fallenden Ölpreis prognostizieren, hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Als eines der Hauptargumente für fallende Ölpreise werden dabei die großen Schieferölvorkommen in den USA (aber auch in Ländern wie Argentinien) angeführt. Die Internationale Energieagentur IEA nährt diese Ansicht durch ihren im November 2012 veröffentlichten langfristigen Ölmarktausblick. Demnach sollen die USA bereits im Jahr 2017 Saudi-Arabien als größten Ölproduzenten der Welt ablösen. Wir sehen die Aussagen der IEA allerdings als zu optimistisch an, wenngleich der Importbedarf von Rohöl für die USA in den nächsten Jahren weiter zurückgehen wird. Denn zum einen sind die Produktionssteigerungen im globalen Kontext zu gering, zum anderen wurden viele der attraktivsten Ölschieferfelder bereits in den vergangenen Jahren gefördert, sodass ein lineares Hochrechnen der vergangenen Produktionssteigerungen wenig sinnvoll erscheint.

Für 2013 rechnen wir – mit Ausnahme der USA – mit keiner nennenswerten Angebotsausweitung der Nicht-OPEC-Länder. Der Ölpreis sollte daher im Jahresschnitt 2013 weiterhin über USD 100 pro Fass Brent notieren. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit eines fallenden Ölpreises angesichts einer nach wie vor unterdurchschnittlich wachsenden globalen Ölnachfrage gestiegen. Und gerade in einem Aufflammen der Wachstumsängste sehen wir auch das größte Risiko. Ein derzeit vergleichsweise „schwaches“ Wachstum in China gepaart mit teilweise enttäuschenden Wachstumszahlen in den USA und Europa stellen daher ein nicht unerhebliches Risiko für den Ölpreis dar. Goldpreis weiterhin im Aufwind Die zuletzt relativ schwache Entwicklung des Goldpreises ist insofern überraschend, als die Geldpolitik der US-Notenbank Fed weiterhin als positiv in Bezug auf den Goldpreis einzustufen ist: Sowohl das extrem niedrige Leitzinsniveau (0-0,25 Prozent) als auch die Ausweitung der Geldmenge

(aktuell zusätzlich Anleihekäufe von USD 85 Milliarden monatlich) stützen den Goldpreis. Wir gehen daher davon aus, dass es sich bei der im vierten Quartal 2012 vollzogenen Abwärtsentwicklung beim Goldpreis nur um eine kurzfristige Korrektur handelte und bereits im ersten Quartal 2013 wieder das Aufwärtsmoment überwiegen wird. Für mittel- bis langfristige Investoren ist die Attraktivität eines Goldinvestments jedenfalls ungebrochen: Laut Bloomberg befinden sich die Goldbestände der 14 größten ETF-Goldfonds mit 2.630 Tonnen auf Rekordniveau. Auch die Notenbanken, insbesondere aus den Schwellenländern, nützen weiterhin die Gelegenheit für Zukäufe: In sechs der vergangenen sieben Quartale wurden durchschnittlich 100 Tonnen Goldreserven je Quartal zugekauft. Wir sehen den Goldpreis daher weiterhin im Aufwärtstrend, vor allem das erste Quartal 2013 bietet sehr gute Voraussetzungen für das Überschreiten der bisherigen Widerstandsmarke von USD 1.800 je Feinunze. Auf Jahressicht erwarten wir einen Goldpreis von USD 1.850 je Feinunze. ÖL: HANNES LOACKER GOLD: MANUEL SCHUSTER


IM BLICKPUNKT

Vielversprechende Anlagekategorien für 2013

Auf der Suche nach mehr Rendite Die Geld- und Kapitalmarktzinsen verharren weiter auf historisch niedrigen Niveaus. Auf der Suche nach Rendite weichen immer mehr Anleger auf Alternativen aus. Diese sind oft mit höherem Risiko verbunden, das sich durch Streuung der Anlagekategorien aber eindämmen lässt.

Die Notenbanken werden die Zinsen zumindest noch im heurigen Jahr niedrig halten, um die Wirtschaft zu stützen. Vor allem im Sparbuchbereich als auch bei bonitätsmäßig besser gestellten Anleihen ist daher weiterhin mit negativen Realzinsen zu rechnen. Der Begriff Realzins bezeichnet in der Wirtschaft den Zinssatz, der die Verzinsung bzw. Wertveränderung eines Vermögenswertes unter Berücksichtigung der Inflationsrate angibt. Unternehmensanleihen – eine stark nachgefragte Anlagevariante Viele Konzerne haben im vergangenen Jahr Unternehmensanleihen – sogenannte Corporate Bonds – auf den Markt gebracht. Die Nachfrage nach diesen Produkten war oft deutlich höher als das Angebot. Das war auch einer der Gründe dafür, dass die Kurse dieser Anleihen am Sekundärmarkt kräftig zugelegt haben. Unternehmensanleihen aus dem HighGrade-Bereich – das sind Emittenten, die von den Ratingagenturen besser eingestuft werden – sind im Jahr 2012 im Schnitt um zehn Prozent gestiegen, die risikoreicher eingestuften High-Yield-Papiere verbesserten sich sogar um rund 25 Prozent. Aufgrund dieses bereits erzielten Kursanstieges und des Einzeltitelrisikos wäre es sinnvoll, in Zukunft in ausgewählte Unternehmens-

anleihenfonds zu investieren. Hier treffen die Fondsmanager bereits die Vorauswahl der Anleihen. Aktien – gute Performance in schwierigen Zeiten Die Aktienmärkte haben im vergangenen Jahr eine überzeugende Performance hingelegt. Für den risikobewussten Investor stellen die Dividendentitel weiterhin eine interessante Anlagealternative dar. Die Konzerne haben sich gut gegen die konjunkturelle Delle gewappnet. Dividendenstarke Aktien und Titel von Unternehmen, die global aufgestellt sind und über eine innovative Produktpalette verfügen, werden 2013 zu den Favoriten zählen. Auch in dieser Ausgabe stellen wir zwei interessante Titel in der Aktienauswahl vor, die Details finden Sie auf den Seiten 8 und 9. Ähnlich wie bei den Corporate Bonds ist aber auch in dieser Anlageklasse das Einzeltitelrisiko zu beachten. Wer nicht in Einzelaktien investieren will, sollte auf ausgewählte Aktienfonds setzen. Zertifikate – wirklich interessante Beimischung am Wertpapierdepot In einem breit aufgestellten Kundenportfolio sollten Zertifikate nicht fehlen. Zertifikate ermöglichen, je nach Risikoneigung und Anlagehorizont des Anlegers, an der Wertentwicklung zugrunde liegender Basiswerte wie Indizes, Rohstoffe oder Wäh-

rungen zu partizipieren und sind auch aufgrund ihrer Flexibilität für den langfristigen Aufbau von Vermögen optimal geeignet. Da es unterschiedlichste Zertifikate am Markt gibt, haben wir auf boerse-live.at unter dem Punkt Zertifikate eine Auswahl zusammengestellt. Hier scheinen beispielsweise Bonuszertifikate mit kurzer Restlaufzeit, einer tief angesetzten Barriere und einer attraktiven Renditechance auf.

Unser Fazit Obwohl die Geld- und Kapitalmarktzinsen auch im laufenden Jahr auf historisch niedrigen Niveaus verharren werden, bieten die Kapitalmärkte interessante Anlageformen. Auf der Suche nach Rendite ist es jedoch entscheidend, diese Varianten mit der eigenen Risikoneigung und dem eigenen Anlagehorizont abzustimmen. THOMAS BRUNNMAYR

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IM BLICKPUNKT

Informationen zum automatischen Verlustausgleich im Rahmen der Kursgewinnbesteuerung

Der automatische Verlustausgleich – Nutzen für den Anleger Seit 1. April 2012 wird bei Verkäufen von Wertpapieren automatisch die Kapitalertragsteuer von 25 Prozent von den erzielten Kursgewinnen abgezogen. Im Budgetbegleitgesetz 2012 ist weiters geregelt, dass die erzielten Kursgewinne und Erträge aus Wertpapieren mit den innerhalb eines Kalenderjahres realisierten Kursverlusten gegengerechnet werden können. Der Verlustausgleich wird unter Berücksichtigung der unten angeführten Voraussetzungen/Details seit 1. Jänner 2013 automatisch bei jeder Wertpapierabrechnung von der depotführenden Bank durchgeführt. Für das Jahr 2012 (Zeitraum 1. April bis 31. Dezember) erfolgt der Verlustausgleich nachträglich mittels einer einmaligen Aufrollung. Ziel ist es, die bei Gewinnen und Erträgen abgezogene Kapitalertragsteuer mit dem Verlust aus anderen Wertpapiergeschäften wieder zu reduzieren. Die Details: _ Der automatische Verlustausgleich ist nur im Privatvermögen möglich. _ Gemeinschaftsdepots, betriebliche Depots und treuhändig gehaltene Depots sind vom automatischen Verlustausgleich durch die Bank ausgeschlossen. _ In den automatischen Verlustausgleich werden alle Einzeldepots bei einer Bank einbezogen. Ein bankübergreifender Verlustausgleich ist nicht erlaubt. _ Falls Depots bei verschiedenen Banken geführt werden oder mehrere Depotinhaber vorhanden sind, ist ein Verlustausgleich nur über das jeweilige Finanzamt möglich.

_ Ein Verlustausgleich ist ausschließlich mit positiven Einkünften aus Kapitalvermögen innerhalb des selben Kalenderjahres möglich. Ein Verlustvortrag in andere Kalenderjahre ist nicht möglich. _ Im Verlustausgleich berücksichtigt werden: Kursgewinne aus Neubestand, Dividenden, Zinsen und Fondsausschüttungen aus Neubestand, Dividenden und Fondsausschüttungen aus Altbestand _Vom Verlustausgleich ausgeschlossen sind: Zinsen aus Anleihen-Altbestand, Kursgewinne aus Altbestand, Zinserträge aus Geldeinlagen (Sparbuch, Girokonto). _ Eine jährliche Bescheinigung über diese Verlustverrechnung wird erstellt.

Zu Neubestand zählen: _ Aktien und Fondsanteile, die ab dem 1. Jänner 2011 erworben wurden und ab dem 1. April 2012 veräußert werden und _ Forderungswertpapiere und Derivate, die ab dem 1. April 2012 erworben wurden und wieder veräußert werden. Zu Altbestand zählen: _ Aktien und Fondsanteile, die vor dem 1. Jänner 2011, sowie Anleihen und Derivate (z.B. Zertifikate), die vor dem 1. April 2012 erworben wurden. Ihr Berater oder Ihre Beraterin hilft Ihnen gerne weiter! THOMAS UNDESSER

Funktion und Beispielrechnung ab 1. Jänner 2013 (laufender automatischer Verlustausgleich) Ein KESt-Abzug (25 %) bei positiven Wertpapiereinkünften kann mit 25 % der entstandenen Verluste aus Wertpapiergeschäften im selben Kalenderjahr ausgeglichen werden. Es wird maximal die bereits abgeführte KESt erstattet. Die Buchungen der KESt-Gutschriften finden laufend im Rahmen der Wertpapierabrechnung statt. 15. Februar 02. Mai 09. Juli 16. Oktober

750 Euro Zinsertrag aus Anleihe Neubestand KESt-Belastung 187,50 Euro 1.000 Euro Dividendenertrag KESt-Belastung 250 Euro 1.000 Euro Gewinn aus Verkauf Aktie KESt-Belastung 250 Euro 2.500 Euro Verlust aus Verkauf Aktie KESt-Gutschrift 625 Euro

Für den Anleger ergeben sich in diesem Veranlagungsjahr 687,50 Euro zu zahlende KESt aus Wertpapiererträgen. Der Kunde erhält eine Gutschrift von 625 Euro beim Verkauf der Aktie mit Verlust. Durch den realisierten Verlust vom 16. Oktober reduziert sich die zu zahlende KESt in diesem Kalenderjahr somit auf 62,50 Euro.


IM BLICKPUNKT

Lassen Sie Ihre Geldanlage überprüfen und optimieren

Anlage-Check 2013 – In Balance mehr Wert Angst um den Euro, Sorgen vor steigender Inflation? Wie gut ist mein Portfolio aufgestellt? Diese Fragen stellen sich derzeit viele Menschen. Der Raiffeisen Anlage-Check hilft dabei, Ihre Fragen individuell zu beantworten. Der Jahreswechsel eignet sich sehr gut, um Geschehenes Revue passieren zu lassen und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Ihrem Berater Ihre Geldanlagen persönlich zu besprechen und gegebenenfalls an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Lassen Sie Ihre Geldanlage vom Finanzexperten überprüfen und optimieren.

Alleine durch einen guten Veranlagungsmix lassen sich Risiken weitgehend reduzieren und Renditeaussichten verbessern. Der erste Schritt bei der Überlegung einer geeigneten Anlagestrategie ist die Festlegung der Anlageziele, des Anlagehorizontes und der Risikobereitschaft. Diese Eckpfeiler bestimmen je nach Gewichtung und Ausrichtung, welche Anlageformen für Sie am besten geeignet sind. Genau hier setzt der Raiffeisen AnlageCheck an. Mit diesen fünf Schritten gelangen Sie zu einer zielgerichteten und ertragsorientierten Veranlagung:

_Erstellung des persönlichen Anlegerprofils _Ganzheitlicher Blick über alle bestehenden Veranlagungen _Genaue Analyse Ihres Wertpapierdepots _Festlegung einer nachhaltigen Anlagestrategie _Vorschläge zur Umsetzung Jetzt ist die Zeit für einen Check Ihrer Geldanlagen. Ihr Berater hilft Ihnen dabei. Mit dem kostenlosen Anlage-Check sorgen wir gemeinsam für die Balance Ihrer Veranlagungen. ELISABETH PEER

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IM BLICKPUNKT

SERIE: Goldene Anlegerregeln

Anlagetipps, die zum Erfolg führen Wer sich mit Veranlagung beschäftigt, wird nach dem richtigen Rezept für die Zusammenstellung seines Depots suchen. Vermeintliche Börseweisheiten wie „Hin und her macht Taschen leer“ oder „sell in may and go away“ reden zwar dem Anleger ins Gewissen, stellen aber keine langfristige

Anlagestrategie dar. Womit auch schon das Zauberwort für den persönlichen Börseerfolg gefallen ist: Strategie. Anleger, die für sich selber klare Richtlinien formulieren, können mit zwischenzeitlichem Auf und Ab an den Märkten besser umgehen. Chancen_Risken erinnert daher an die wichtigs-

1. Nichts dem Zufall überlassen

ten Regeln für Anleger. Natürlich bieten auch sie keine 100-prozentige Garantie auf künftige Gewinne. Doch wer sie befolgt, erreicht seine persönliche Wohlfühlbalance zwischen Ertrag und Risiko. ANDREA KLAMMER k Chec lagen A : ! TIPP chführen dur

„Ziele definieren, finanzielle Möglichkeiten und Risikotoleranz prüfen und dann eine passende Strategie entwickeln“, raten Anlageexperten. Eine gute Struktur, die regelmäßig angepasst wird, bringt langfristig mehr, als immer wieder dem neuesten Anlagetrend oder Aktien-Schnäppchen hinterherzulaufen. Wer auf „Rendite komm raus“ umschichtet, ist am Ende schon oft mit leeren Taschen heimgegangen. Wobei die Ansprüche an das eigene Depot nicht immer auf kurzfristige Gewinnmaximierung hinauslaufen müssen. Worin und wie lange will ich mein Geld veranlagen? Spielen ethische Gedanken dabei eine Rolle? Welche Anlageregionen sind mir sympathisch? Welche Branchen will ich stärken? Die persönliche Veranlagung kann durchaus ein gesellschaftliches Statement darstellen. Klärt man diese Fragen für sich ab, hat man die Grundpfeiler für ein strategisch ausgerichtetes Depot gesetzt. Wer dennoch kurzfristig unterwegs ist, sollte die Kursrisiken stärker im Blick behalten: Verlustgrenze definieren, E-Mail oder SMS-Info bei Erreichen eines gesetzten Kurses einrichten oder Risiken mit Limits begrenzen.

2. Emotionen im Griff haben

ei ber b r darü pril h e :M A TIPP invest ab & n ren! lear erfah 2013

Erfahrene Börsenpsychologen sind sich einig: Den stets rational handelnden Menschen, den man sich bei finanziellen Angelegenheiten erwartet, gibt es nicht. Botenstoffe regieren das Gehirn, verursachen impulsives Handeln und sorgen für Panik und Gier. Auch die Wahrnehmung wird verzerrt, wenn Emotionen die Steuerung übernehmen. Kaufen, halten, verkaufen? Besonders in turbulenten Börsezeiten zehrt das an den Nerven. In der Unsicherheit klammert sich der Mensch an Informationen, die das eigene Handeln bestätigen. So greifen viele Anleger erst dann zu, wenn die Aktiengewinne schon auf Seite eins der diversen Printmedien gefeiert werden und die Hausse schon fast vorüber ist. Hier spricht man vom prozyklischen Handeln. Sinken die Kurse, sendet der Bauch dagegen Signale à la „wird schon wieder“. Erst wenn der Kurs am Boden liegt, wird in Panik verkauft. Wer langfristig investieren möchte, kann seine eigene Emotionalität mit Ansparplänen überlisten. Hier bleiben die Ansparraten konstant und bei fallenden Kursen werden mehr Fondsanteile gekauft. Damit handelt man antizyklisch und kann die Renditeaussichten langfristig erhöhen.


IM BLICKPUNKT

Ennserin sicherte sich neuen Citroën DS3

22,11 Prozent in acht Wochen Spitzenperformance beim OÖN-Börsespiel Eine sehr aktive Investorin sicherte sich den Sieg beim elften OÖNBörsespiel. Mit 56 Transaktionen steigerte Anita Haidinger aus Enns den Wert ihres Depots in acht Wochen um 22,11 Prozent. Zum Sieg verhalfen ihr vor allem Bankentitel. In ihrem Depot fand sich aber auch eine unbekannte Aktie, die während des Börsespiels um sage und schreibe 55,2 Prozent zulegte. Green Mountain Coffee Roasters, Inc.: Dieser unbekannte Titel verhalf vielen Teilnehmern zu Auftrieb. Das US-amerikanische Unternehmen bezeichnet sich selbst als führend in der Spezial-Kaffee-Industrie. Der Konzern aus Vermont, der vor über 20 Jahren als kleines Cafe startete, ist heute ein Großhandelsbetrieb. Ende November hat Green Mountain Coffee Roasters mit seinen Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen - sowohl Gewinn als auch Umsätze überzeugten. Der Ausblick auf das heurige Jahr ist ebenfalls positiv. Das hatte eine enorme Kurssteigerung zur Folge, von der viele der Bestplatzierten profitieren konnten. Die zweitgrößte Wertsteigerung verzeichnete interessanterweise Research in Motion (RIM). Der angeschlagene BlackberryHersteller wurde von Goldman Sachs von „Hold“ auf „Buy“ gestuft und vollzog daraufhin ein wahres Kursfeuerwerk. Knapp 42 Prozent im Spielverlauf - wobei das Niveau freilich im Vergleich zu den Glanzjahren sehr niedrig bleibt. Diese beiden Titel waren auch unter den meistgehandelten Aktien des OÖN-Bör-

sespiels 2012 zu finden. Ebenfalls heiß begehrt: Raiffeisen Bank International und der Stahlkonzern voestalpine. Tolle Ergebnisse auch bei den Schülern Bei den Schülern landete Manuel Kastler aus der 5c der HAK & HAS Perg auf dem ersten Platz. Er hatte zwar auch einige der vorhin erwähnten Titel im Depot, verfolgte im Gegensatz zur Gewinnerin der Einzelwertung eine völlig andere Strategie. Mit nur sechs Transaktionen, also dem klassischen „Buy and Hold“, erzielte er in nur acht Wochen 17,30 Prozent an Wertzuwachs und setzte sich damit an die Spitze. Äußerst fleißig handelte die 8r des BG & BRG Khevenhüllerstraße. Das Team kaufte sowohl Aktien als auch Zertifikate und führte 43 Transaktionen durch. Die 8r setzte sich gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich mit 11,68 Prozent den Sieg in der Klassenwertung. Die Preise wurden an die Gewinner bei der großen Abschlussveranstaltung am 16. Jänner 2013 übergeben. Für Börsenfüchse sicherlich interessant war der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Cocca von der JKU, der sich intensiv mit der Psychologie der Finanzmärkte beschäftigt und den ein oder anderen Tipp für die Anleger im Gepäck hatte. Wir gratulieren den Gewinnern herzlich und wünschen viel Spaß mit den tollen Preisen. Wir freuen uns schon auf den Herbst, wenn das nächste OÖN-Börsespiel an den Start geht und tausende Teilnehmer wieder vom Börsefieber gepackt werden! ANDREA PLANK

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DATEN &FAKTEN

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

Wirtschaftsbarometer KONJUNKTUR ARBEITSLOSENRATE in Prozent

BIP-WACHSTUM in Prozent

ÖFFENTLICHES DEFIZIT in Prozent des BIP

INFLATION in Prozent

Quelle: WIFO, OECD, Statistik Austria, EU-Kommission, 10. Jänner 2013

ROHSTOFFE Öl / Barrel

GOLD / Feinunze

Quelle: Bloomberg, 10. Jänner 2013, Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.


DATEN &FAKTEN

AKTUELLE AUSWAHL

Anleihen Emissionen der Raiffeisenlandesbank OÖ EUR EUR EUR

EUR EUR

1,75 % FixZins Anlage 1,50 - 2,25 % StufenZins Anlage 1,50 %/1,75 %/2,00 %/2,25 % 2,50 % VarioZins Anlage 2,50 % p.a. fix im ersten Jahr, danach vierteljährliche Anpassung an den 3-Monats-Euribor. Mindestverzinsung 1,75 % p.a., Maximalverzinsung 4,00 % p.a. ab dem zweiten Jahr. 2,00 - 3,50 % StufenZins Anlage 2,00 %/2,00 %/2,50 %/2,50 %/ 3,00 %/3,50 % 2,500 % FixZins Anlage (monatl. Zinszahlung)

Staatsanleihen EUR

Primärmarkt

Kurs

Nach-KESt Rendite pa

ISIN

13-31.01.2016

100,00

1,75

1,31

AT0000A0Z769

12-07.01.2017

100,95

1,66

1,25

AT0000A0X9F7

12-09.10.2017

100,75

12-06.07.2018

103,15

2,01

1,47

AT0000A0VT64

12-23.11.2019

101,10

2,38

1,74

AT0000A0XN50

Sekundärmarkt

3,400 % Republik Österreich

Rendite pa

Kurs 12-22.11.2022

115,20

Quelle: Raiffeisenlandesbank OÖ, 15. Jänner 2013. Die Kurse sind generell freibleibend und unterliegen den Marktschwankungen.

AT0000A0X9G5

Rendite pa 1,71

Nach-KESt Rendite pa

ISIN

0,99

AT0000A0U3T4

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Aktuelle Einschätzung der Assetklassen

Über- oder untergewichten? Die richtige Vermögensaufteilung ist entscheidend für den Veranlagungserfolg. Chancen_Risken stellt für Sie die aktuelle Markteinschätzung der KEPLER-FONDS KAG und die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen dar.

Dank „Super-Mario“ war das Börsenjahr 2012 ein gutes. Die angekündigte Strategie von EZB-Chef Mario Draghi, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von angeschlagenen Euro-Ländern aufzukaufen, zeigte Wirkung. Die meisten Aktienbörsen schafften zweistellige Wertzuwächse. Auch Unternehmensanleihen und Schuldtitel aus den Emerging Markets erzielten beeindruckende Ergebnisse. Ist damit alles eitel Wonne an den Finanzmärkten? Nicht ganz. Denn der Abbau der Staatsdefizite geht nicht von heute auf morgen. Vielmehr stehen viele europäische Industrieländer, aber auch die USA und Japan erst am Anfang des Weges. Starke kon-

junkturelle Impulse setzen eine Reform der Arbeitsmärkte, eine Sanierung notleidender Banken (z.B. Spanien), ausgeglichene Leistungsbilanzen und Primärüberschüsse in den Haushalten voraus. Somit gibt es im neuen Jahr jede Menge Arbeit für die politisch Verantwortlichen. Die Zinsen verharren angesichts der verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung weiter auf tiefen Niveaus. Gleichzeitig notieren die globalen Aktienbörsen auf Jahreshöchstständen. In diesem Marktumfeld steuern wir unser Modell-Portfolio mit einer neutralen Gewichtung von Aktien und Anleihen und einer Beimischung von Wandelanleihen.

KEPLER MUSTERPORTFOLIO: AKTUELLE POSITIONIERUNG IN PROZENT

Quelle: KEPLER-FONDS KAG, 03.01.2013

Gewichtungen im Portfolio: Der Geldmarkt rentiert weiter extrem tief. Wir halten rund vier Prozent in diesem Segment, um auftretende Marktchancen jederzeit nutzen zu können. Auch in den Euro-Kernländern liegen die Renditen zu niedrig, um die bestehende Untergewichtung aufzuheben. Bei Anleihen aus der Euro-Peripherie sanken durch die Maßnahmen der EZB die Renditen zuletzt zwar deutlich, viele strukturelle Probleme bleiben jedoch bestehen. Die Untergewichtung wird deshalb auch hier beibehalten. Ein Blick auf die Inflation: Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Erwartungen liegen unter der maßgebenden Zwei-Prozent-Marke. Die Austerität auf beiden Seiten des Atlantiks hat einen klar negativen Einfluss auf die Teuerungsraten. Inflationsgeschützte Anleihen spielen daher im Gesamtportfolio aktuell nur eine geringe Rolle. Im Gegensatz zu Unternehmensanleihen, die wir in unserer Diversifikationsstrategie weiter attraktiv sehen. Der solide High Grade Bereich ist übergewichtet, das High Yield Segment mit Ratings unter BBB ist neutral bewertet. Treiber der globalen Wirtschaft sind die Emerging Markets. Sowohl Aktien als auch Anleihen aus den Schwellenländern lieferten im abgelaufenen Jahr attraktive Renditen. Im Modell-Portfolio bleiben sie im Anleihen- und Aktiensegment neutral gewichtet. Insgesamt sind die internationalen Aktienmärkte immer noch fair bewertet, sodass wir an unserer neutralen Grundausrichtung festhalten.


DATEN &FAKTEN

AKTUELLE AUSWAHL

KEPLER-Fonds Fondsbezeichnung

Anlageschwerpunkt

Fondskategorie: für den sicherheitsorientierten Anleger KEPLER Liquid Rentenfonds KEPLER Vorsorge Rentenfonds KEPLER Europa Rentenfonds KEPLER Life Exklusivfonds

KEPLER Ethik Rentenfonds

KEPLER High Grade Corporate Rentenfonds

KEPLER Optima Rentenfonds KEPLER Mix Solide

Geldmarktnahe Euro-Anleihen Mündelsichere Anleihen österreichischer Emittenten Schwerpunkt Euro-Anleihen Mischfonds mit Wertsicherungsgrenze

Anleihen internationaler Emittenten

Internationale Unternehmensanleihen

Mix internationaler Rentenkategorien ca. 80 % Anleihenfonds ca. 20 % Aktienfonds

www.kepler.at

ISIN-A ISIN-T

Währung

AGA in %

Auflagedatum

Performance in % pa 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

www.kepler.at

A T

AT0000754668 AT0000722632

EUR

1,00

02.03.2000

4,39

1,64

2,69

A T

AT0000799861 AT0000722566

EUR

2,50

21.04.1998

10,93

6,83

6,70

A T

AT0000799846 AT0000722673

EUR

2,50

21.04.1998

13,72

6,14

5,95

T

AT0000618913

EUR

3,00

21.09.2004

5,40

1,50

1,14

A T

AT0000815006 AT0000642632

EUR

3,00

05.05.2003

7,18

5,57

4,76

EUR

3,00

12.07.2003

11,20

5,44

4,15

EUR

2,50

18.09.2007

10,18

4,21

4,89

EUR

3,00

15.01.1999

9,85

5,08

3,84

EUR

3,00

27.11.1995

16,30

6,64

3,20

EUR

3,50

15.01.1999

9,27

4,54

1,48

EUR

3,00

05.03.2001

11,90

9,49

7,07

EUR

3,00

17.07.2000

14,45

9,14

7,24

EUR

4,00

15.01.1999

8,91

4,23

-1,08

EUR

4,00

09.03.2011

4,94

-

-

EUR

4,00

23.04.2003

26,67

0,83

-7,97

EUR

4,00

20.08.1998

13,53

2,46

-4,73

EUR

4,00

01.07.2002

1,90

2,85

-2,76

EUR

4,50

17.02.2003

10,40

7,71

0,96

A T A T A T

AT0000653688 AT0000653696

AT0000A066K2 AT0000A066L0 AT0000825468 AT0000722582

Fondskategorie: für den ertragsorientierten Anleger KEPLER Vorsorge Mixfonds KEPLER Mix Ausgewogen

KEPLER Emerging Markets Rentenfonds

KEPLER High Yield Corporate Rentenfonds

ca. 60 % Euro-Anleihen ca. 40 % internat. Aktien ca. 50 % Anleihenfonds ca. 50 % Aktienfonds

Emerging Markets Anleihen Eurolandwährung Internationale Unternehmensanleihen

A T A T A T A T

AT0000969787 AT0000722640 AT0000825476 AT0000722590 AT0000718580 AT0000718598

AT0000737085 AT0000722541

Fondskategorie: für den wachstumsorientierten Anleger KEPLER Mix Dynamisch KEPLER Risk Select KEPLER Österreich Aktienfonds KEPLER Europa Aktienfonds KEPLER Ethik Aktienfonds

KEPLER Small Cap Aktienfonds

ca. 20 % Anleihenfonds ca. 80 % Aktienfonds Risikoreduzierter Managementansatz Aktien österreichischer Unternehmen Liquide europäische Aktien Berücksichtigung ethischer Kriterien

Klein- und mittelkapitalisierte Aktien

A T A T A T A T A T A T

AT0000825500 AT0000722608

AT0000A0NUV7 AT0000A0NUW5

AT0000647680 AT0000647698 AT0000817788 AT0000722681 AT0000675657 AT0000675665

AT0000653662 AT0000653670

Quelle: KEPLER-FONDS KAG, 9. Jänner 2013, Performanceberechnung auf EURO-Basis nach max. AGA Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-EuroVeranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Die Wertentwicklung wird entsprechend der OeKB-Methode ermittelt basierend auf Daten der Depotbank. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann.Der aktuelle Verkaufsprospekt sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID) liegen in deutscher bzw. englischer Sprache bei der jeweiligen KAG, der Zahlstelle oder beim steuerlichen Vertreter in Österreich auf. Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.boerse-live.at/Disclaimer; Offenlegung gemäß § 48 f Börsegesetz unter www.boerse-live.at/Offenlegung

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DATEN &FAKTEN

AKTUELLE AUSWAHL

Raiffeisen-Fonds Fondsbezeichnung

Anlageschwerpunkt

ISIN-A ISIN-T

Performance in % pa

Währung

AGA in %

Auflagedatum

EUR

1,00

04.05.1987

1,78

1,66

2,48

EUR

2,50

18.05.1987

7,32

4,81

5,27

EUR

2,50

16.12.1996

8,34

5,05

5,36

EUR

3,00

20.06.1988

-0,37

5,88

5,64

EUR

2,50

17.12.1985

7,73

4,92

4,27

EUR

3,00

22.06.1998

3,66

3,56

2,42

EUR

3,00

14.05.2001

6,68

4,87

5,45

EUR

3,00

03.05.2000

18,04

6,56

5,35

EUR

3,50

01.07.1998

2,76

3,55

0,90

EUR

3,00

25.08.1986

3,41

5,34

3,03

EUR

4,00

22.06.1998

2,89

-0,35

-1,13

EUR

4,00

16.10.1989

30,22

1,08

-7,14

EUR

4,00

17.06.1996

13,12

1,21

-4,44

EUR

4,00

15.11.1999

8,25

10,40

2,72

EUR

4,00

15.11.1999

6,18

7,16

-0,91

EUR

5,00

02.05.2000

11,51

4,05

-4,55

EUR

5,00

21.02.1994

19,33

4,02

-5,67

EUR

5,00

12.05.1999

9,66

3,96

2,86

1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre

Fondskategorie: für den sicherheitsorientierten Anleger Raiffeisen Euro-Short Term Rent RaiffeisenÖsterreich-Rent RaiffeisenEuro-Rent RaiffeisenGlobal-Rent RaiffeisenEuroPlus-Rent RaiffeisenfondsSicherheit

Geldmarktnahe Euro-Anleihen Anleihen österreichischer Schuldner Euro-Anleihen Globale Anleihen Euro-Anleihen, bis 30 % Fremdwährungen ca. 80 % Anleihenfonds ca. 20 % Aktienfonds

A T A T A T A T A T A T

AT0000859541 AT0000822614 AT0000859533 AT0000805171 AT0000996681 AT0000805452 AT0000859582 AT0000805494 AT0000859509 AT0000805239 AT0000811633 AT0000822630

Fondskategorie: für den ertragsorientierten Anleger RaiffeisenEuro-Corporates RaiffeisenOsteuropa-Rent RaiffeisenfondsErtrag RaiffeisenGlobal-Mix

vorwiegend europäische Unternehmensanleihen Anleihen der Reformstaaten Osteuropas ca. 50 % Anleihenfonds ca. 50 % Aktienfonds Globale Anleihen und Aktien

A T A T A T A T

AT0000712518 AT0000712559 AT0000740642 AT0000740659 AT0000818919 AT0000822648 AT0000859517 AT0000805379

Fondskategorie: für den wachstumsorientierten Anleger RaiffeisenfondsWachstum RaiffeisenÖsterreich-Aktien RaiffeisenEuropa-Aktien RaiffeisenUS-Aktien RaiffeisenPazifik-Aktien RaiffeisenEurasien-Aktien RaiffeisenOsteuropa-Aktien Raiffeisen-EmergingMarkets-Aktien

ca. 20 % Anleihenfonds ca. 80 % Aktienfonds Aktien österreichischer Unternehmen Europäische Aktien US-amerikanische Aktien Südostasiatische Aktien, Schwerpunkt Japan Aktien der Reformstaaten Asiens Aktien der Reformstaaten Osteuropas Aktien aus Schwellenländern weltweit

A T A T A T A T A T A T A T A T

AT0000811609 AT0000822622 AT0000859293 AT0000805197 AT0000986377 AT0000805395 AT0000764741 AT0000764782 AT0000764154 AT0000764196 AT0000745856 AT0000745898 AT0000936513 AT0000805478 AT0000796404 AT0000796438

Quelle: Raiffeisen Capital Management, 9. Jänner 2013; Performanceberechnung auf EURO-Basis nach max. AGA Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-EuroVeranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Die Wertentwicklung wird entsprechend der OeKB-Methode ermittelt basierend auf Daten der Depotbank. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Der aktuelle Verkaufsprospekt sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID) liegen in deutscher bzw. englischer Sprache bei der jeweiligen KAG, der Zahlstelle oder beim steuerlichen Vertreter in Österreich auf. Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.boerse-live.at/Disclaimer; Offenlegung gemäß § 48 f Börsegesetz unter www.boerse-live.at/Offenlegung


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Raiffeisen Centrobank: Index Bond 2 Mit dem Index Bond 2 erzielen Anleger zum Laufzeitende (Februar 2019) eine Gesamtrendite von 31 %, wenn jeder einzelne der vier zugrundeliegenden Indizes während des Beobachtungszeitraums immer oberhalb der Barriere von 60 % notiert. Das Investment ist am Laufzeitende zu 100 % kapitalgarantiert. Das Garantie-Zertifikat Index Bond basiert auf: ATX®, EURO STOXX 50®, S&P 500® und S&P BRIC 40®. Chancen: _Vier bedeutende Indizes dienen als Basiswerte. _Attraktive Rendite auch in seitwärts tendierenden bzw. bedingt fallenden Märkten. _40 % Sicherheitspuffer (Barriere bei 60 % jedes einzelnen Index) _Chance auf einen überdurchschnittlichen Ertrag von 31 % in sechs Jahren. _Der Index Bond 2 ist zu 100 % kapitalgarantiert, d.h. am Laufzeitende erhält der Anleger zumindest den Nominalbetrag. Risiken: _Der Index Bond 2 ist ohne laufende Verzinsung ausgestattet. _Wenn einer der zugrundeliegenden Indizes während des Beobachtungszeitraums zumindest 40 % im Vergleich zum Startwert verliert, erlischt die Chance auf Rendite – die Kapitalgarantie bleibt bestehen. _Im schlechtesten Fall erhält der Anleger beim Index Bond 2 am Laufzeitende den Nominalbetrag ausbezahlt. _Während der Laufzeit kann der Kurs des Zertifikats unter 100 % fallen, die Kapitalgarantie gilt ausschließlich zum Laufzeitende. _Die Rückzahlung ist abhängig von der Bonität und Liquidität der Raiffeisen Centrobank (Emittentenrisiko). Im Falle einer Insolvenz des Emittenten kann es zu einem Totalverlust der Forderungen des Anlegers kommen. Veröffentlichter Prospekt sowie allfällige Nachträge sind bei der RLB OÖ und der Emittentin erhältlich. Die Zustimmung zur Prospektnutzung wurde von der Emittentin erteilt.

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Chancen _Risken Chancen_Risken 104 / 2012 / 09Z038090F / P.b.b. Verteilzentrum 4000 Linz / Erscheinungsort 4020 Linz

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, welche von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG ausschließlich zu Informationszwecken erstellt wurde. Sie wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Da jede Anlageentscheidung einer individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Die Wertentwicklung wird entsprechend der OeKB-Methode, basierend auf Daten der Depotbank, ermittelt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Zusammensetzung des Fondsvermögens in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ändern kann. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Bei Steuerausländern beinhaltet die Steuerfreiheit in Österreich keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Prospekte sowie allfällige Nachträge von Emissionen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, welche auf Grund des KMG aufzulegen sind, liegen bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG auf. Im Falle von anderen Emissionen liegt der Prospekt samt allfälligen Nachträgen beim jeweiligen Emittenten auf. Im Rahmen der Anlagestrategie von Investmentfonds kann überwiegend in Investmentfonds, Bankeinlagen und Derivate investiert oder die Nachbildung eines Index angestrebt werden. Fonds können erhöhte Wertschwankungen (Volatilität) aufweisen. In durch die FMA bewilligten Fondsbestimmungen können Emittenten angegeben sein, die zu mehr als 35 % im Fondsvermögen gewichtet sein können. Der aktuelle Verkaufsprospekt sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen – Kundeninformationsdokument (KID) liegen in deutscher bzw. englischer Sprache bei der jeweiligen KAG, der Zahlstelle oder beim steuerlichen Vertreter in Österreich auf. Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.boerse-live.at/Disclaimer; Offenlegung gemäß § 48 f Börsegesetz unter www. boerse-live.at/Offenlegung Medieninhaber und Herausgeber: Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Europaplatz 1a, 4020 Linz. Aktionäre der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft sind zu rund zu 98,57% die RLB Verbund registrierte Genossenschaft und zu rund 1,43 % die RLB Holding registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung OÖ. Nähere Details sind im Internet unter www.boerse-live.at/ impressum abrufbar Vorstand Schaller Heinrich, Dr.; Schilcher Hans, Mag. Dr.; Keplinger-Mitterlehner Michaela, Mag.; Schwendtbauer Reinhard, Mag.; Starzer Georg, Dr.; Vockenhuber Markus, Mag

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