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Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken – Ausgabe 02/2011

die themen dieser ausgabe

Gekommen, um zu bleiben Raiffeisen punktet als attraktiver Arbeitgeber

Oh, du schöne Urlaubszeit Gut beraten von Dr. Siegfried Kratzer

Schwerpunkt Förderungen Mit Marktführer Raiffeisen zu den Fördermitteln

Natur ohne Kompromisse Vision eines nachhaltigen Designhotels verwirklicht © michael rathmayr

Social Media & Crowdsourcing Gastkommentar von Hyve AG-CEO Johann Füller

theALPS gibt dem Alpentourismus neue Impulse Erfolgreich gestartet ist die neuartige Tourismus-Messe-, Netzwerk- und Geschäfts-Veranstaltung theALPS in Innsbruck. Die Tirol Werbung hatte dabei starke Partner an der Hand – darunter die Tiroler Raiffeisenbanken.

© michael riedler

T

heALPs ist ein Messe- und Netzwerkformat, das es in dieser Form noch nirgends gegeben hat. Umrahmt von einem hochkarätigen Symposium, trafen sich hier absolute Top-Leute im internationalen Tourismusgeschäft, um auch konkrete Reisegeschäfte abzuschließen. Vertreter von touristischen Qualitätsangeboten (wie z. B. die Area 47) traten in Kontakt mit den Entscheidern bei den internationalen Reise­ veranstaltern und Buchungsplattformen, die riesige Tourismusströme bewegen können. Mit dabei waren Spitzenvertreter u. a. von Ameropa Reisen, Dertour, Ascent Travel (Russland), Continental Journeys (USA), TUI Polen, TUI UK, Galeasso Tours (Italien) und viele mehr. Was das Besondere dabei war: Alles fand in ganz neuartiger Form statt. Nicht tonnenschwere Stöße von Prospekten und Katalogen prägten die touristischen Geschäfte. Stattdessen arbeiteten die Käufer und Verkäufer mit iPads. Und nach einer gewissen Einarbeitungszeit, in der auch die Technik noch Macken machte, lief das Ganze bestens. theALPS war ein toller Impuls für den gesamten Alpentourismus. Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, resümiert: Die Organisation sei bravourös gewesen, die Teilnahme von absoluten Spitzenvertretern des Tourismus sehr erfreulich: „Es ist uns gelungen, viel Aufmerksamkeit für einen modernen, fortschreitenden Alpentourismus zu wecken.“

Raiffeisen engagiert sich. Mitgeholfen dabei hat Raiffeisen durch die tatkräftige Unterstützung der Veranstaltung: Was waren die Überlegungen bei Raiffeisen dabei? Firmenkundendirektorin Christine Weixler begründet: „Die Raiffeisen-Bankengruppe Tirol steht stark zum Tourismus. Wir sind hier auch Marktführer. In Tirol spielt der Tourismus eine herausragende Rolle. Raiffeisen steht dabei für Langfristigkeit und Nachhaltigkeit, aber auch für Nähe. Das passt gut zu theALPS, denn die Veranstaltung steht unter dem Motto der Qualität, und das geht konform mit unseren Bemühungen bei Raiffeisen, die Tourismusqualität zu forcieren.“ Die Kooperation theALPS kann wertvolle Dienste leisten auf dem Weg zur Qualität. Diese Zusammenarbeit praktisch aller wichtigen Alpenregionen (vom französischen Rhône-Alpes über Graubünden, das Trentino bis zur Steiermark) umfasst zwei Drittel aller Gästebetten im Alpenraum. Arbeiteten die Touristiker in den Alpenländern bisher

Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken

als Konkurrenten hauptsächlich gegeneinander, wird jetzt kooperiert, um in Zukunft mehr Marketingkraft im internationalen Reisegeschäft zu entwickeln und sich stärker gegenüber den Strand- oder Städtetourismusangeboten zu profilieren. In die Zukunft gedacht wurde auch beim hochkarätig besetzten Symposium „Future Mountain – presented by Raiffeisen“, an dem Touristiker aus dem gesamten Alpenraum teilnahmen. Die zentrale Frage dabei: Wie inszenieren wir die Alpen, und welche Werte spielen dabei eine Rolle, um authentisch zu bleiben? Weitere wichtige Impulse lieferten im Rahmen von theALPS unter anderem Google-Austria-Chef Karl Pall, Altbischof Reinhold Stecher oder Prof. Hansruedi Müller, Direktor des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus an der Universität Bern. Positive Resonanz. Die Veranstaltung erntete viel positive Resonanz bei Einkäufern und Anbietern. Das Organisationsteam unter Projektleiterin Helene Forcher hat ganze Arbeit geleistet und in unglaublich kurzer Zeit ein Event auf Schiene gebracht, das es künftig alljährlich geben wird. Margreiter: „Auch wenn eine Premiere immer auch Verbesserungspotenziale aufweist, so ist die Resonanz sowohl bei den Einkäufern wie auch den Anbietern überwältigend.“ Diesen positiven Rückenwind gelte es nun zu nützen, um theALPS als zentrales Netzwerkformat der alpinen Tourismuswirtschaft in den kommenden Jahren zu manifestieren.

Editorial von

Dr. Hannes Schmid Sprecher der RaiffeisenBankengruppe Tirol

Gute Partner im „Förderdschungel“

U

nternehmensförderungen sind ein unverzichtbares Fina nzier ungsinstr ument . Viele sagen, dass es „geschenktes Geld“ ist! Wer kann Unternehmensförderungen bekommen? Gewerblich geführte Betriebe und Betriebe, welche Investitionen in Umweltschutz oder auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätigen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer wird es zunehmend schwerer, sich im „Förderdschungel“ zurechtzufinden. Man braucht kompetente, erfahrene Partner, die begleiten, denen man vertraut, die das Maximum ausschöpfen. Diese Partner sind in Ihrer Nähe: die Beraterinnen und Berater der Tiroler Raiffeisenbanken! 2010 wurde fast jede zweite durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) genehmigte Förderung für Tiroler Unternehmer durch Raiffeisen abgewickelt. Und die Österreichische Hotel und Tourismusbank ÖHT schüttete für – durch Raiffeisen betreute – Tiroler Betriebe knapp 1,4 Millionen Euro an Barzuschüssen aus. An dieser Stelle ein Tipp: Reden Sie bitte so früh wie möglich mit Ihrer Raiffeisenbank!  Ihr Dr. Hannes Schmid

Raiffeisen kompakt 02/2011


natur ohne Kompromisse

InteR/natIonal

Gekommen, um zu bleiben

irene und edmund auer haben mit dem naturhotel Waldklause in Längenfeld ihre Vision eines nachhaltigen, naturverbundenen designhotels verwirklicht. dieser tage wird der nach derselben Philosophie gestaltete anbau fertiggestellt.

raiffeisen ist ein besonders attraktiver arbeitgeber. die Mitarbeiterinnen haben aufstiegsund Karrierechancen. Und sie bleiben überdurchschnittlich lang im Unternehmen.

D

ie „klassischen“ Raiffeisenwerte Sicherheit, Nähe und Vertrauen spiegeln sich bei den 82 selbstständigen Tiroler Raiffeisenbanken mit 262 Bankstellen wider: Selbst zum Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise blieb die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich. Mit rund 2.800 Arbeitsplätzen ist die RaiffeisenBankengruppe Tirol hierzulande einer der größten und wohl auch attraktivsten Arbeitgeber. Allein das Spitzeninstitut RLB Tirol AG beschäftigte 2010 im Schnitt 473 Mitarbeiter. Die Fluktuation ist extrem niedrig. RaiffeisenMitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bleiben lange. Bei der RLB Tirol AG sind sie durchschnittlich schon 13,7 Jahre im Unternehmen.

Die hoteliers irene und edmund auer in der lounge des naturhotels Waldklause

© Raiffeisen

„Bei Raiffeisen spüren die Mitarbeiter, dass der Mensch im Mittelpunkt steht!“ Dr. Christoph Spöck

Leiter der RLB-Personalabteilung

folgreichsten Bankengruppe zu arbeiten. Andererseits die vielfältigen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Schulungssystem von Raiffeisen besteht nach der Fachausbildung im Bundesland jede Möglichkeit zur Weiterbildung bei der Raiffeisenakademie in Wien. „In jedem Fall stellen wir von Raiffeisen die Arbeit mit den Menschen in den Mittelpunkt“, erklärt Dr. Christoph Spöck, Personalchef der RLB Tirol AG. „Wenn man bei Raiffeisen ist, gibt es viele Möglichkeiten“, so Spöck weiter. „Die Philosophie lautet: für jeden den individuellen Pfad zu bieten.“ Das kann die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Marktgebiet der Raiffeisen Bankengruppe Österreich ebenso sein wie ein Berufsweg mit „Mehr an Bewegung“, also Richtung Osten, bei einer Niederlassung der Raiffeisen Bank International (RBI). Verantwortung als Unternehmenskultur. Das allein gibt aber nicht den Ausschlag für eine Karriere bei Raiffeisen: Gelebte soziale Verantwortung bedeutet, so Spöck, „dass mich der Arbeitgeber auch bei Krankheit unterstützt. Arbeitnehmer spüren, ,dass sie keine Nummer‘ sind, sondern wertvolle Mitglieder des Unternehmens.“ Die RLB Tirol AG wurde als erste Bank Westösterreichs mit dem Österreichischen Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet. Das kommt nicht von ungefähr. Ein Beispiel: „RLB Vital – wir bewegen uns“ ist ein breites – und gut genutztes – Angebot der ganzheitlichen Gesundheitsförderung als Teil der gelebten Unternehmenskultur. www.raiffeisen-tirol.at, Menüpunkt Karriere

baustellenimpressionen des neuen spa-bereichs

U

nter keinen Umständen, sagt Edmund Auer, sollten diese etwa 50 Jahre alten Fichten da drüben dem Zubau geopfert werden. Der Chef des Naturhotels Waldklause steht auf der Terrasse des künftigen Spa-Bereichs und deutet in Richtung einer Baumreihe. Hölzerne Baustellengerüste winden sich um die Bäume. Was man von den verschiedenen Becken und Ruhezonen schon erkennen kann, macht deutlich, dass der Architekt um die Fichten herum geplant hat. Als die Baufirma meinte, die Bäume müssten weg, man könne so nicht arbeiten, setzte sich Edmund Auer mit dem Polier zusammen und blieb hartnäckig, bis eine Lösung gefunden war. Was bitte wäre die Waldklause ohne Bäume, fragt der Hotelchef, während er sich den Weg durch die Baustelle bahnt. Jeder Baum zählt, Punkt. Und wer auf die Terrasse einer der Suiten im dritten Stock des Hotels tritt, versteht auch, warum. Es ist der Wald, der dem unorthodoxen Hotel die außergewöhnliche Atmosphäre verleiht. Anbau in Rekordzeit. Ein paar Meter weiter herrscht Hochbetrieb an diesem Vormittag Anfang Juni. Etwa 70 Arbeiter werken parallel auf der Baustelle, damit der Zubau wie geplant Ende des Monats fertig wird. Für rund 4,5 Millionen Euro errichtet das Hotelierspaar Irene und Edmund Auer in Rekordzeit einen neuen Spa-Bereich mit Pool, Sauna, Ruhe- und Anwendungsräumen sowie sechs Suiten und einer Tiefgarage. Die Finanzierung erfolgt über die Raiffeisenbank Längenfeld und die RLB Tirol AG. Der Bau fügt sich ein in den Baumbestand. Es gibt fast keine rechten Winkel,

Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken

runde Formen dominieren. Die Wände – Spezialkonstruktionen einer Südtiroler Firma – sind komplett aus Holz gefertigt. Keine Schrauben, kein Leim, keine Kompromisse. Auch sonst werden wie schon beim Hotelbau selbst, wo immer möglich, Naturmaterialien verwendet. „Als wir das Hotel vor sieben Jahren geplant haben, war Nachhaltigkeit oder die CO2 -Bilanz noch kein großes Thema“, erinnert sich Irene Auer. Gegen so manchen gut gemeinten Rat verwirklichte das Unternehmer-Paar, das zuvor am selben Standort lange Jahre sehr erfolgreich das gleichnamige Restaurant betrieben hatte, seine Vision und baute nicht das hundertste Sporthotel zwischen Umhausen und Obergurgl, sondern das erste Naturhotel Tirols. „Wir haben versucht, im Ötztal eine Marktnische zu besetzen, und haben uns ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen“, erzählt die Hotelchefin. Mit Erfolg. Ganzjahresbetrieb. Die Jahresauslastung liegt bei über 90 Prozent, sagt Edmund Auer, starke Schwankungen zwischen Sommer und Winter gibt es nicht – auch preislich. „Unsere Gäste gönnen sich ein paar Tage Entspannung und sind dafür Sommer wie Winter auch bereit Geld auszugeben, wenn das Angebot passt.“ Drei Mal schon wurde das VierSterne-superior-Haus von „GEO Saison“ zum schönsten Öko-Hotel Europas gekürt. Der „Focus“ wählte die Waldklause unter die 550 besten Hotels der Welt. Eine Reihe von weiteren Auszeichnungen weist auf die innovative Holzbauweise des Hotels und den hohen ökologischen Standard. Der Großteil der Gäste kommt aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum. Den

Trend, dass heute öfter, dafür aber kürzer in Urlaub gefahren wird, kann auch Familie Auer – die zwei Söhne sind ebenfalls im Hotel tätig – bestätigen. Wer sich in München oder Zürich ins Auto setzt und nach Längenfeld kommt, will für ein verlängertes Wochenende einfach einmal abschalten. Ruhe und Entspannung würden dabei aber nicht nur ältere Semester suchen, sondern auch erstaunlich viele junge Menschen, berichtet Edmund Auer. Mit der Erweiterung bauen die Auers das Angebot nun aus und reagieren auf die Ansprüche der Gäste. „Heute wird von einem Hotel mit Wellness-Angebot einfach ein eigenes Schwimmbad erwartet“, sagt Irene Auer. Gäste der Waldklause können ab Juli auch im Hotel selbst im Wasser relaxen, die Kooperation mit dem nahen Aqua Dome, der auf einem Pfad zu erreichen ist, wird aber weitergeführt. Manch einem wird aber schon reichen, was es hier im alpinen Spa der Waldklause im Überfluss gibt: Stille und den Blick auf Wald und Berge.

auf einen Blick Naturhotel Waldklause, Längenfeld • 4 Sterne superior • erstes Naturhotel Tirols • 108 Betten • im Jahresschnitt 40–50 Mitarbeiter • ausgezeichnet mit dem Österreichischen und dem Europäischen Umweltzeichen, zahlreiche Preise www.waldklause.at

Raiffeisen kompakt 02/2011

© michael RathmayR (5)

Warum zu Raiffeisen? Was bewegt Menschen, den Karriere- und Berufsweg bei Raiffeisen zu suchen? Einerseits gewiss die Sicherheit, bei der größten und er-


„mach dich als Unternehmer nur mit einem fachkundigen Guide auf den Weg durch den Dschungel“ Wie kommen tirols Unternehmer an geschenktes geld? es wird zwar aufgrund häufiger Änderungen von richtlinien immer noch schwieriger, an Fördergelder zu kommen. trotzdem – es gibt sie, die Wege zu den lukrativen Fördermitteln. auf den Weg durch den Dschungel. Auf eigene Faust ist das oft schwierig.“ Nur wer über laufende Änderungen im Bilde ist und Fachwissen hat, könne sich in der Regel auch über die Zuteilung von Fördergeldern freuen. Dass sich Förderrichtlinien heute schneller ändern als früher – oftmals auch innerhalb eines Jahres –, sieht der Raiffeisen-Experte nicht als Problem: „Dafür sind

Wussten Sie, ...

... dass die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) seit heuer „Gebrauchte Wirtschaftsgüter“ auch bei Jungunternehmern nicht mehr fördert? … dass die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (ÖHT) heuer neue Mindestprojektkosten eingeführt hat? … dass die thermische Gebäudesanierung für Betriebe im Rahmen der Sanierungsoffensive 2011 mit 30. September ausläuft? schaftsförderung finanziert sich so zu einem guten Teil selbst. Und deswegen gibt es sie. Allerdings: Unternehmer haben keinen automatischen Rechtsanspruch auf Fördergelder. Auch dann nicht, wenn ein Firmenprojekt den Förderrichtlinien entspricht. Die Vergabe von Förderungen ist oft einfach davon abhängig, ob in den Fördertöpfen noch genug Geld ist. Weil die Nachfrage nach Förderungen steigt und weil gleichzeitig auch die Förderstellen ihre Gelder effizienter einsetzen müssen. Die Folge: Es wird immer noch schwieriger, Gelder zu holen.

wir ja da. Up-to-date zu sein gehört zum Geschäft. So gelingt es uns, für unsere Kunden erfolgreich zu sein.“ Am besten mit den Besten. Tirols Raiffeisenbanken sind klarer Marktführer, wenn es darum geht, Fördergelder für ihre unternehmerischen Kunden an Land zu ziehen. So haben die Raiffeisenbanken mit 53,3 Prozent deutlich über die Hälfte aller Förderzuschüsse, die über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank nach Tirol geflossen sind, für Tirols Freizeitund Tourismusbetriebe in die Betriebe ge-

„Tirols Raiffeisenbanken sind klarer Marktführer beim Thema Unternehmensförderungen.“

© GeRhaRd beRGeR

Mag. Roman Sautner Experte für Unternehmensförderungen, RLB Tirol AG

„Wurde früher etwa bei gewissen Förderstellen ein Großteil der Förderanträge positiv erledigt, hat sich die Anzahl der Ablehnungen im letzten Jahr dramatisch erhöht“, weiß Mag. Roman Sautner, Wirtschaftsförderungsexperte in der RaiffeisenLandesbank Tirol AG. Betroffen seien davon freilich in erster Linie Unternehmer, die ohne profunde Sachkenntnis bzw. professionelle Hilfe von Experten um Förderungen ansuchen. Nicht ohne meinen Experten. Förderrrichtlinien ähneln für so manchen Unternehmer einem schwer durchschaubaren „Förderdschungel“. Fehlt es am Knowhow, verläuft man sich schnell, oder, noch schlimmer, man findet den Weg zum Fördertopf nicht. Die simple Empfehlung von Sautner lautet daher: „Mach dich als Unternehmer nur mit einem fachkundigen ,Guide‘

holt. Auch bei den Fördergeldern der Austria Wirtschaftsservice für Jungunternehmer ist Raiffeisen besonders stark: 48,3 Prozent aller Gelder, die in diesem Zusammenhang nach Tirol gingen, wurden von den Raiffeisenbanken vermittelt und organisiert. 4,34 Millionen Euro an verlorenen Zuschüssen (also nicht zurückzuzahlenden Geldern) haben die Tiroler Raiffeisenbanken allein im Jahr 2010 für ihre kleinund mittelständischen Firmenkunden beschaff t. „Durchschnittlich 82.000 Euro pro Woche hat Raiffeisen für seine Kunden an Fördermitteln lukriert. Darauf sind wir bei Raiffeisen sehr stolz“, sagt Christine Weixler, Firmenkundendirektorin der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG. Das bestätige die Ausnahmestellung von Raiffeisen auf diesem Gebiet, da zu diesen Fördergeldern noch Haftungen, ERP-Kredite, Landesförderungen und andere Hilfen dazukämen.

Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken

Förderpakete mit Maximalnutzen. Ausschlaggebend für die Erfolge und die Effizienz bei Förderungen ist aber auch die Tatsache, dass Raiffeisen ein effizientes Informationssystem und Netzwerk besitzt. „Unternehmerische Projekte, die oft prägend für einen Betrieb sind, können im Zusammenspiel mit der Raiffeisenbank und mit den Möglichkeiten auf Bundes- und Landesebene so sinnvoll gestaltet werden, dass sich der Unternehmer dann auch traut, seine Investition zu tätigen“, betont Christine Weixler. Es können sinnvolle Pakete geschnürt werden, mit denen alle Bedürfnisse abgedeckt werden. „Nicht nur mit Zuschüssen, sondern auch mit Haftungen und anderen Fördermaßnahmen, Pakete, die langfristig und nachhaltig begleitend wirken“, sagt Weixler. Sind intelligente Kombinationen von Förderaktionen möglich, können Förderpakete mit Maximalnutzen geschnürt werden. Dann kann es etwa sinnvoll sein, zur thermischen Sanierung eines Gebäudes auch noch weitere passende Umweltinvestitionen zu tätigen und so eine höhere Förderquote zu erreichen. Solche und ähnliche Möglichkeiten gäbe es viele. Kostenloses Service. Letztlich ist es der Unternehmer, der für sein Investitionsprojekt die Verantwortung trägt und die Fördertauglichkeit des Projekts sicherstellt. Doch die Information rund um die Fördersituation, die Details der Abwicklung und der zeitlichen Auszahlungsstaffelung sind Bereiche, für welche die Profis in der Hausbank unersetzliche Hilfestellungen leisten können. Förderungen sind keine Geschenke, sondern öffentliche Zusatzimpulse, um betriebliche Existenzen, neue Jobs und funktionierende, regionale Wirtschaftskreisläufe aufzubauen und abzusichern. Und in einigen Fällen ist die öffentliche Förderung – etwa in Form von Haftungen – auch für die finanzierenden Banken ein sehr gewichtiges Argument, ein Projekt zu unterstützen. „Fördergelder erhöhen die Sicherheit für die Bank und damit ihre Möglichkeit, Projekte langfristig zu finanzieren“, betont Christine Weixler. Und weiter: „Liquidität ist für die Banken immer wichtiger. Umso entscheidender ist es, dass alle Möglichkeiten genützt werden, die die Bank bei der Finanzierung unterstützen: Förderungen, Haftungen, oder Hilfen über die Europäische Investitionsbank (EIB)“.

ÖHT-Fälle (Projekte kleiner als 1 Mio. Euro)

53,3% Raiffeisenbanken

46,7%

andere Banken

Mehr als die Hälfte aller nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse, die von der Österr. Hotel- und Tourismusbank GmbH an Tiroler Tourismusbetriebe flossen, haben im Vorjahr die Tiroler Raiffeisenbanken vermittelt und initiiert. AWS-Förderfälle (Zuschüsse & Haftungen) Leasinggesellschaften Hypo Tirol Bank

22 39

17

109

Sonstige

39

Raiffeisenbanken

Volksbanken

74

Sparkassen Raiffeisen ist klarer Marktführer, wenn es darum geht, Basisförderungen der Austria Wirtschaftsservice für heimische Betriebe an Land zu ziehen.

Das Fördergelder-Service der Tiroler Raiffeisenbanken ist für die Kunden kostenlos und berücksichtigt die jeweiligen Rahmenbedingungen sehr umfassend. Alle Möglichkeiten werden umfassend ausgeschöpft: „Wir sind eine Bankengruppe, die zum Beispiel langfristige Zinsstützungen der EIB auch an ihre Kunden weitergibt. Das kann aktuell bis zu 35 Basispunkte pro Jahr für den Kunden ausmachen“, berichtet Weixler. Das schätzen Unternehmer, die die Leistungen mehrerer Banken miteinander vergleichen. So wie jener Tiroler Unternehmer, der viel Geld in einen Hallenneubau investierte. Er prüfte das Förderservice mehrerer Banken und entschied sich schließlich für Raiffeisen, weil er dabei – im Unterschied zu den anderen Instituten – noch ein besonderes EIB-Förderzuckerl vermittelt bekam.

Förderstellen Wichtige Förderstellen, bei denen Tiroler Unternehmer um Unterstützungen ansuchen, sind: • Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) in Wien: Sie fördert Projekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Ihr Ziel ist die Stärkung des Innovationspotenzials bei den kleinund mittelbetrieblichen Unternehmen. Die AWS hilft auch Firmengründern. • Die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (ÖHT): Sie unterstützt Projekte von Unternehmen aus der Freizeitwirtschaft und dem Tourismus. • Die Kommunalkredit Public Consulting (KPC): Über diese Stelle ist die Förderung von Umweltschutzmaßnahmen möglich. • Das Amt der Tiroler Landesregierung, Sachgebiet Wirtschaftsförderung: Wichtigste Anlaufstelle für Wirtschaftsförderungen des Landes. Die 82 Tiroler Raiffeisenbanken geben umfassende Beratung über Fördermöglichkeiten: www.raiffeisen-tirol.at

Raiffeisen kompakt 02/2011

QUelle: ÖsteRR. hotel- Und toURismUsbanK Ges.m.b.h., aUstRia WiRtschaftsseRvice Gmbh

W

ir tscha f tsf ördergelder machen in jeder Hinsicht Sinn. Sie helfen bei der Umsetzung unternehmerischer Vorhaben, sie schaffen Arbeitsplätze und sichern diese ab. Sie kurbeln das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand im Land an und beleben so auch die Steuereinnahmen. Auf den Punkt gebracht: Wirt-


Gut beraten von

Dr. Siegfried Kratzer

Best practice

Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Mittleres Unterinntal

Rundumservice half bei Zukunfts­ projekt

Oh, du schöne Urlaubszeit

Wertvolle Hilfe für einen Klein­ betrieb: Der Zillertaler Tischler Johann Klammer traute sich über ein Projekt, das für sein Unternehmen eine ganz erhebliche Herausforderung darstellte.

J

Tischler Johann Klammer (links) und Martin Sporer, Chef der Raiffeisenbank Buch-Gallzein-Strass

ohann Klammer erwarb ein Grundstück im neuen Gewerbegebiet der Gemeinde Strass und errichtete eine Werkshalle für die Tischlerei sowie zwei Wohneinheiten. In der neuen Halle kann Klammer vor allem den Bereich Niedrig-, Niedrigst- sowie Passivfenster und -türen ausbauen und Drechslerarbeiten für umliegende Betriebe ausführen. Klammer legt größten Wert auf die Verwendung von hochwertigen heimischen Hölzern im Innenausbau. Zur Beheizung des Objekts hat er eine umweltschonende Stückholzheizung eingerichtet. Bei der Umsetzung des Projekts half die Raiffeisenbank Buch-Gallzein-Strass nicht nur mit einer maßgeschneiderten Finanzierung, sondern auch mit viel Engagement beim Organisieren von Fördermitteln: So konnte das Vorhaben mit Geldern aus der Tiroler Kleinunternehmensförderung unterstützt werden. Zudem wurden Gelder von der Austria Wirtschaftsservice (AWS) im Rahmen ihrer KMU-Innovationsförderung „Unternehmensdynamik“ an Land gezogen. Für die Biomasseeinzelanlage wurde eine Umweltförderung des Bundes (über die Kommunalkredit Public Consulting GmbH) vermittelt – ein Paket, das Klammer zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt, und eine wertvolle Hilfe für einen heimischen Kleinbetrieb im Wettbewerb mit internationalen Großkonkurrenten. Martin Sporer, Geschäftsleiter der Raiff­ eisenbank Buch-Gallzein-Strass: „Insgesamt konnten wir eine

schöne Summe an Förderungen für den Tischlereibetrieb beschaffen. Was in diesem Fall ganz besonders wichtig war. Klammer ist sehr frühzeitig mit seinem Vorhaben zu uns gekommen.“ „Genug andere Dinge zu erledigen“. Es war zwar nicht leicht, sich durch den Bürokratiedschungel durchzukämpfen und die Fördergelder bei den Förderstellen abzurufen, aber es gelang letztlich. „Unsere Betreuerin Erika Hechenleitner hat viele, viele Telefonate geführt, damit alles klappt“, lobt Ehefrau Renate Klammer. „Ohne die Bank wäre es nie und nimmer gelungen, an die Fördergelder zu kommen“, sagt Johann Klammer. „Ohne unsere Bank – das kann man vergessen. Man hat ja auch genug andere Dinge zu erledigen.“ Klammer ist ein Tischler, der seine Kunden im unmittelbaren Umkreis in der Region hat. Vertrauen und persönlicher Kontakt zählen für ihn viel: „Wir sind ein richtiger Nahversorger“, sagt er. Daher war es logisch, dass er mit der Raiffeisenbank Buch-Gallzein-Strass zusammenarbeitete. „Im Prinzip ist das ein Lebenswerk“, beschreibt Johann Klammer seine Investition. Wichtig sei ihm gewesen, dass dabei alles auf Anhieb passt. Das betrifft nicht nur die Bauausführung, sondern eben auch die Finanzierung und Absicherung durch Förderungen, die für einen Kleinbetrieb eine wertvolle Zusatzhilfe darstellen.

Eindrucksvolle Zahlen, professionelles Know-how Was für Privatkunden gilt, besitzt auch für Firmenkunden Gültigkeit: Seit über 120 Jahren sind die Tiroler Raiffeisenbanken untrennbar mit den Regionen, den Menschen und der Wirtschaft unseres Landes verbunden.

R

aiffeisen steht für Sicherheit, Nähe und Vertrauen. Jeder zweite Erwachsene ist Kunde einer Tiroler Raiffeisenbank, bei der Jugend ist dieser Anteil sogar noch höher. Gleichzeitig sind die Tiroler Raiff­ eisenbanken ein wichtiger Auftraggeber für die heimische Wirtschaft – etwa bei Umbauten und Neubauten: Aufträge werden grundsätzlich an heimische bzw. regionale Unternehmen vergeben. Raiffeisen nutzt für seine Kunden das gesamte zur Verfügung stehende Know-how und weltweite Netzwerk der mit Abstand größten und erfolgreichsten Bankengruppe Österreichs. Kunden profitieren von vielen Synergieeffekten, sodass neben professioneller Beratung ein umfassendes Leistungsspektrum in höchster Qualität angeboten werden kann. Denn die Tiroler Raiffeisenbanken greifen für ihre Kunden auch auf das spezialisierte Angebot der Tochter- und Beteiligungsunternehmen zurück. Neben der RLB Tirol AG zählen hierzu unter anderem die Wertpapierfonds-

Gesellschaft Raiffeisen Ca­pital Management, die Raiffeisen Versicherung, die RaiffeisenLeasing und die Raiffeisen Bausparkasse. Erfolg in Zahlen. Die Tiroler Raiffeisenbanken befinden sich im Besitz von 118.384 Mitgliedern in den Regionen. Diese fungieren als Miteigentümer und besitzen ein Stimmrecht bei den Generalversammlungen. Nachhaltiges Wirtschaften steht im Vordergrund. Der Erfolg lässt sich anhand von Zahlen gut dokumentieren. Mit 81 selbstständigen örtlichen Raiffeisenbanken, dem Spitzeninstitut Raiffeisen-Landesbank Tirol AG und insgesamt 262 Bankstellen bilden die Tiroler Raiffeisenbanken die mit Abstand größte und leistungsfähigste Bankengruppe unseres Landes. Mit rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Raiffeisen einer der größten privaten Arbeitgeber und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor des Landes. Die konsolidierte Bilanzsumme der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol (ohne RLB Tirol AG) betrug 10,2

Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken

Mrd. Euro zum Stichtag 31.12.2010. Zum selben Zeitpunkt verwalteten die Tiroler Raiffeisenbanken Ersteinlagen, bestehend aus Sicht-, Termin- und Spareinlagen, in der Höhe von 7,1 Mrd. Euro. Bei Privat- und Firmenkunden sind die Tiroler Raiffeisenbanken als Finanzierungspartner ebenfalls führend. Die Summe der Ausleihungen belief sich zum Stichtag (31.12.2010) auf 6,3 Mrd. Euro. Mit dem Raiffeisen Club Tirol begleitet Raiffeisen junge Menschen in ihrer finanziellen Entwicklung. Der größte Freizeitverein Westösterreichs bietet 91.000 Raiffeisen Club-Mitgliedern attraktive Vergünstigungen in der Bank, bei Konzerten, Sport- und Kulturevents sowie bei rund 400 Kooperationspartnern. 15 Millionen Euro. Allein in den vergangenen drei Jahren haben die Tiroler Raiffeisenbanken rund 15 Millionen Euro zur Förderung von Sport, Kultur, Bildung und für den Sozialbereich zur Verfügung gestellt.

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ie naht wieder, die schöne Urlaubszeit, in der wir mit unseren Kindern am Strand spielen, mit unseren Partnern oder Partnerinnen nach der Gipfeltour in der Abendsonne auf der Alm sitzen, auf dem Motorrad mit Freunden die Küstenstraße entlangcruisen – kurzum: uns körperlich und mental frischen und stärken können! Damit dieser Urlaub so wird, wie Sie sich das vorstellen, sind auch in finanziellen Dingen ein paar Vorkehrungen zu treffen: Im Privatbereich: • Wenn Sie nicht schon eine haben: Besorgen Sie sich eine Kreditkarte – gerade für die Urlaubszeit bieten zahlreiche Raiffeisenbanken Gratiskarten für ein Jahr an! Wenn Sie schon eine besitzen, prüfen Sie bitte die Laufzeit (Aufdruck auf der Vorderseite). • Denken Sie an Ihre persönliche Absicherung bei Krankheit und Unfall: Einerseits bieten hier die Kreditkarten einen (inkludierten) Versicherungsschutz an, andererseits sollte für Spezialsituationen noch eine eigene Urlaubsversicherung abgeschlossen werden – die Raiffeisen Versicherung hat das passende Produkt für Sie. • Für Ihre Kinder, die nicht mehr mit Ihnen mitfahren, bieten sich sogenannte „Prepaid-Kreditkarten“ an – das sind Kreditkarten, die Sie mit dem gewünschten Betrag aufladen können. • Und wenn Sie keinen privaten Safe haben: Ihre Raiffeisenbank bietet Ihnen mit den Safes eine sichere und kostengünstige Möglichkeit an, Ihre wichtigsten Dokumente und Wertsachen aufzubewahren. (Beachten Sie bitte dabei auch die jeweiligen Versicherungssummen!) Für den geschäftlichen Bereich: • Stellen Sie den reibungslosen Ablauf des Zahlungsverkehrs sicher. (Denken Sie auch hier an die Möglichkeit von Terminüberweisungen in ELBA-Internet sowie die Durchführung von Kontotransaktionen vom Ausland aus über mobile TANs.) • Eine einfache Liquiditätsübersicht für die Zeit Ihrer Abwesenheit hilft Ihren Mitarbeitern im Betrieb, schafft Sicherheit bei Ihren Lieferanten und Ihrer Hausbank und kann unnötige „Improvisationen“ im Urlaub vermeiden! • Gerade jetzt – in Zeiten schwankender Währungskurse – beachten Sie, ob zu einem allfälligen vorhandenen Fremdwährungskredit Absicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäft, Kurslimits) angebracht sind. Zu all diesen Themen bietet sich ein rechtzeitiges Gespräch mit Ihrem Raiffeisenberater an, in dem Sie sich fachliche Sicherheit holen und Arbeit abnehmen lassen können – damit Sie anschließend beruhigt in den Urlaub fah­ ren. Und Sie kennen das ja wahrscheinlich: Ein geordneter Urlaubsantritt erleichtert den Arbeitsantritt ganz erheblich, weil es in der Regel – vor allem bei längeren Urlauben – einige Tage dauert, bis man wieder den ganzen Überblick gewonnen hat.Raiffeisen wünscht Ihnen einen wunderschönen Urlaub! Raiffeisen kompakt 02/2011


Social Media und Crowdsourcing sind in aller Munde und haben das Potenzial, unser Verhalten im Freizeit- wie im Unternehmenskontext nachhaltig zu ändern.

W

as versteckt sich hinter den Begriffen Social Media und Crowdsourcing? Es sind gängige Ausdrücke der Web-2.0-Generation, die für die (R)evolution des Internets stehen. Während das Internet der ersten Generation einer kommunikativen Einbahnstraße glich, wird heute multidirektional kommuniziert und der User sowohl zum passiven Stöbern als auch aktiven Mitmachen aufgefordert. Social Media ist der Sammelbegriff für Informations- und Kommunikationstechnologien, die schier ungeahnte Interaktionsund Kollaborationsmöglichkeiten bieten. Dazu zählt zum Beispiel auch das Crowdsourcing – das Bewältigen bestimmter Aufgabenstellungen durch die Intelligenz und Arbeitskraft der Masse. Eine Schar von weit über den Globus verstreuten Internetnutzern ist plötzlich in der Lage, komplexe Aufgaben oder Probleme zu lösen und sich aktiv an der Wertschöpfung zu beteiligen, aber auch massiven Widerstand gegen Unternehmen zu leisten, wenn sie mit deren Entscheidungen nicht einverstanden sind. Soziale Netzwerke als Auslöser. Auslöser und Treiber dieser Entwicklung sind soziale Netzwerke wie etwa das 2004 ins Leben gerufene Facebook, das bereits mehr als 600 Millionen Mitglieder zählt. Der Zustrom an Mitgliedern und somit der Erfolg von sozialen Netzwerken fundiert in den grundsätzlichen sozialen Bedürfnissen von Menschen, aber auch im Drang zur digitalen Selbstinszenierung und der Möglichkeit, mediale Inhalte alleine oder in Kolla-

boration mit anderen zu gestalten und sich untereinander auszutauschen. Das Web 2.0 hat sich längst zum Selbstläufer entwickelt und Unternehmen merken, dass die Social-Media-Welt zunehmend wichtiger für die Wahrnehmung und den Erfolg der eigenen Marke ist. Ob ein Unternehmen will oder nicht, Konsumenten treffen sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace und Co., wo sie sich über Meinungen, Eindrücke

wäre Jeff Jarvis wahrscheinlich nichts anderes gewesen als einer von vielen unzufriedenen Konsumenten. Innerhalb von nur wenigen Tagen reagierten auf seinen Eintrag unzählige andere Dell-Kunden und berichteten ebenfalls von negativen Erfahrungen mit dem Kundenservice. Ein Dutzend andere Blogger griffen die „Dell Hell“-Story auf, was dazu führte, dass sich ein regelrechter Hype entwickelte und es teilweise mehr als 500

„Da man Erfahrungen nur selber sammeln kann, bleibt nur zu sagen: Wer später einsteigt, fängt auch später an zu lernen!“ und Erfahrungen zu bestimmten Produkten und Marken austauschen. Zu früheren Zeiten hatten die Firmen das Image ihrer Marke selbst in der Hand. Heute findet ein Großteil der Markenbildung in sozialen Netzwerken statt, wo die Nutzer über gut oder schlecht, Ja oder Nein, also den Erfolg oder Misserfolg einer Marke entscheiden. Was dies bedeutet, musste der US-amerikanische Hersteller von Computer-Hardware Dell im Juni 2005 am eigenen Leib erfahren, als der ehemalige Journalist Jeff Jarvis auf seinem privaten Blog den Artikel „Dell Hell“ publizierte und darin seinen Unmut über den Service von Dell quasi als offenen Brief an den Gründer und CEO Michael Dell sowie den Marketing-Chef Michael George äußerte. Vor der Social-Media-Revolution

Kommentare zu den einzelnen Beiträgen gab. Letztendlich führte diese Eigendynamik dazu, dass Dells Umsatz massiv einbrach. Produkteinführung mit Social Media. Swarovski Optik setzt seit diesem Jahr verstärkt auf Social Media zur Einbindung seiner Kunden. Im Rahmen der Einführung eines neuen Fernglases konnten Interessierte und Fans an insgesamt vier spannenden Aufgaben auf der Facebook-Fanpage teilnehmen, an deren Ende die Besten mit je einem Exemplar des neuen Produktes ausgezeichnet wurden. Dies war jedoch nur der Auftakt der Produkteinführungskampagne. In einem zweiten Schritt bewerben sich derzeit zahlreiche Anhänger und Nutzer, das neue Fernglas ein halbes Jahr lang zu testen

Gastkommentar von

DR. johann füller CEO der HYVE AG, München

© hyve

Social Media und Crowdsourcing – Vom geschlossenen Unternehmen zur offenen Dialogplattform

und ihre Einschätzungen und Bewertungen direkt an Swarovski weiterzugeben. Aber nicht nur die globalen Player können von einem Social-Media-Engagement profitieren, wie es die Kelterei Walther aus Sachsen erfolgreich unter Beweis stellt. Kirs­tin Walther, die Geschäftsführerin und Inhaberin, initiierte im Jahr 2006 den „Saftblog“ (www.walthers.de/saftblog). Dieser direkte Austausch mit den Konsumenten führte schnell dazu, dass die Kelterei über die regionalen Grenzen hinaus bekannt wurde und weitere nationale Märkte erschlossen werden konnten. Das neue Paradigma heißt: (1) Konsumenten vertrauen Konsumenten, (2) Konsumenten sind vermehrt resistent gegen die klassische Ein-Weg-Kommunikation der Konzerne und (3) Konsumenten entwickeln sich von passiven Mediennutzern hin zu aktiven Produzenten, die bloggen, Videos ins Netz stellen und Kaufempfehlungen abgeben. Unumstritten ist die Tatsache, dass sich über kurz oder lang kein Unternehmen dem Social-Web verschließen kann. Der Einstieg in die Social-Media-Welt wird von vielen Unternehmen immer noch hinausgezögert, weil zunächst das Beobachten im Vordergrund steht. Dass Social Media keine Eintagsfliege ist, hat sich jedoch längst herausgestellt und sollte den Unternehmen bewusst sein. Da man Erfahrungen nur selber sammeln kann, bleibt nur zu sagen: Wer später einsteigt, fängt auch später an zu lernen! Gerade für mittelständische und kleine Unternehmen ergeben sich viele neue Möglichkeiten durch den Einsatz von Social Media und Crowdsourcing. 

Im Rampenlicht Förderoffensive 2011

U

nter dem Motto „Konjunkturlok auf Schiene?“ luden die Raiffeisenbanken des Bezirkes Schwaz zu einem Infoabend mit Top-Referenten in den Stollen der ÖBB-Unterinntaltrasse. DI Johann Herdina, Leiter des Geschäftsbereiches Unterinntal der ÖBB-Infrastruktur AG, präsentierte eines der bisher größten Bauprojekte in der Geschichte Tirols. Mag. Peter Brezinschek, Chefanalyst der Raiffeisen Bank International und Mitglied im Staatsschuldenausschuss, analysierte, warum die „Konjunkturlok Europas“ auf Schiene ist. Im Bild von links Geschäftsleiter Otto Prantl (Raiffeisenkasse Vomp) – er moderierte den Abend, Mag. Peter Brezinschek, Geschäftsleiter Martin Sporer (Raiffeisenbank Buch-Gallzein-Strass), Mag. Martin Pellizari (Pressereferent der ÖBB Infrastruktur AG) sowie DI Johann Herdina. Brezinschek: „Für die europäische Konjunktur gibt es gute Aussichten. Deutschland ist hierfür ein ,Hochgeschwindigkeitszug‘, Griechenland der ,Bummelzug‘!“

Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken

© Raiffeisen/Eberharter

Konjunktur ist auf Schiene

Österreichischer Gemeindetag in Kitzbühel

Ö © Raiffeisen/forcher

© Raiffeisen

B

und und Land stellen für Maßnahmen zur Energieoptimierung von betrieblich genutzten Gebäuden attraktive Förderungen zur Verfügung. Aus diesem Anlass luden die Tiroler Raiffeisenbanken zur Informationsveranstaltung „Förderoffensive 2011 – Ener­ gieoptimierung von Betrieben“ in die Ursulinensäle in Innsbruck. Ing. Richard Stöckl von der Wirtschaftskammer Tirol und Mag. Brigitte Tassenbacher von der Tassenbacher & Hinterseer GmbH informierten die zahlreichen Gäste über die aktuellen Förderprogramme. Im Bild von links Mag. Brigitte Tassenbacher, Markus Tollinger (RLB Tirol AG) und Ing. Richard Stöckl.

sterreichs und Tirols Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen für die Zukunft. Raiffeisen unterstützte als ein Hauptsponsor den Österreichischen Gemeindetag in Kitzbühel. Als starker Partner begleiten die Tiroler Raiffeisenbanken über die Raiffeisen-Kommunal Betreuung Tirol Gemeinden z. B. bei infrastrukturellen Maßnahmen. Im Bild von links der Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes, Bgm. Mag. Ernst Schöpf, der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Bgm. Helmut Mödlhammer, Kitzbühels Bürgermeister Dr. Klaus Winkler, Mag. Heinrich Kranebitter, Raiffeisen-Kommunal Betreuung Tirol, und zünftige Ortsbäuerinnen an einem „Marktstandl“.

Raiffeisen kompakt 02/2011


wirtschafts- & währungsdaten im 3-Monats-Fokus 3-monats-euribor

5,0

D

4,5

ie Schuldenkrise (v. a. um Griechenland) beschäftigt Europa nach wie vor. Hinter verschlossenen Türen wird heftig verhandelt, wie man einen griechischen Staatskonkurs verhindern kann, vom anstehenden ECOFIN-Rat erwartet man sich endlich Nägel mit Köpfen. Die EZB sieht in ihrer Inflationsprognose bereits ein Nachlassen des Preisauftriebs, dementsprechend könnte sich nach der bereits angekündigten Leitzinserhöhung im Juli die Notwendigkeit weiterer Erhöhungen im heurigen Jahr auch erübrigen. Vorausgesetzt, die Schuldenkrise wird gelöst und die zarten Konjunkturpflänzchen im EuroLand erblühen, sollte in der zweiten Jahreshälfte eine EUR/USD-Seitwärtsbewegung stattfinden.

4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

0,0

2010

1,6000 1,5500 1,5000 1,4500 1,4000

CDS

Zahl/Index

unselb. Beschäftigte (Vers.)

Junk Bonds

Änd. in % **)

Zahl/Index 296.597

1,2 %

Arbeitslose

22.071

2,1 %

19.154

-5,2 %

offene Stellen

3.022

9,5 %

2.221

28,7 %

Arbeitslosenquote (AMS)

7,0 %

-

5,9 %

0,4 %

Lehrstellensuchende

302

-7,9 %

457

-9,6 %

offene Lehrstellen

518

-5,8 %

519

17,5 %

2009

2008

Verbraucherpreisindex

3,3 %

1,9 %

0,5 %

Großhandelspreisindex

8,1 %

5,0 %

-7,5 %

6,4 %

Baukosten (Wohnbau)

1,9 %

3,2 %

0,6 %

5,2 %

Tariflöhne (gesamt)

1,9 %

1,6 %

3,4 %

3,2 %

1,6500

2009

2010

170,0000 160,0000

*) jeweils neuester verfügbarer Monatswert **) Veränderung gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres in Prozent 1,5500

Agenda

1,5000

140,0000

1,4500

130,0000

1,3000 1,2500 2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

1,4000

120,0000

1,3500

110,0000 2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

1,2500 2008 2009 2010 13.07.2011 Gründerworkshop der WK Tirol

29.–31. 07.2011 11. Kunstmesse „art bodensee“

26.–28.08.2011 Tracht & Country Herbst

02.–04.09.2011 Creativ Salzburg

12.–15.09. 2011 fafga Innsbruck

05.–09.10.2011 Innsbrucker Herbstmesse

Herbstmesse mit den Schwerpunkten Wohnlust – Wohnen und Einrichten, Aqua Life – die Faszination Bad, Messeshopping, Dolce Vita – vermittelt italienisches Lebensgefühl. NEU: 1. Design- und Erfindermesse. Innsbrucker Messe, www.herbstmesse.info

Fachmesse für Wohnambiente, Tischkultur und Lebensart, auf der sich das Who is Who der deutschen und europäischen Einkäufer für Wohnen, Dekorieren und Schenken trifft. Messe München, www.trendset.de

EUR/jPY

120,0000 110,0000

1,3500

1,3000

2007

150,0000

1,4000

D

Weltweit größter Trachten- und wichtigster Order­ event für Österreich und Deutschland. Über 170 nationale und internationale Hersteller. Messezentrum Salzburg, www.hb.trachtsalzburg.at

2008

3,1 %

närer Risiken gewertet. Gold gilt in diesem Zusammenhang als Iner Goldpreis hat im Mai 2011 einen neuen Rekordwert flationsschutz. Die Preissteigerungen des Goldpreises basieren aber von USD 1.500 je Feinunze erreicht. Der jüngste Preisnicht ausschließlich auf Sentiment- bzw. Spekulationsmotiven. sprung ist in erster Linie durch eine Zunahme der glo Allen voran hat sich aus den bereits erwähnten Gründen Gold balen wirtschaftlichen Unsicherheiten und den damit als eigene Anlageklasse wieder selbst ins Leben gerufen, nachdem verbundenen Anstieg der Risikowahrnehmung der internationalen es bis zum Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise nur am Investoren erklärbar. Rande Beachtung fand. Große institutionelle Investoren sind jetzt Den Ausschlag dafür hat das Eingeständnis Portugals gegeben, wieder bereit, einen bestimmten Prozentsatz ihres Portfolios in sich nach Griechenland und Irland ebenfalls unter den EU-RetGoldinvestitionen umzuschichten. Hält dieser Trend an, ist in den tungsschirm begeben zu müssen. Damit hat die Verschuldungskrise nächsten Jahren mit einem kräftigen Nachfrageschub zu rechnen. peripherer Eurozonenländer eine neue Dimension erreicht und die UnsiVolatilität an den Finanzmärkten erhöht. Gold gilt in diesem Zusam- 1,6500 Aufgrund der derzeitigen globalen wirtschaftlichen 170,0000 anhält. Die menhang als „sichere Anlageklasse“ bzw. „Währung“. Den Nähr- 1,6000cherheiten spricht einiges dafür, dass die Goldhausse160,0000 politische Krise im arabischen Raum spricht ebenso für Gold. boden für die gegenwärtige Goldhausse hat aber in erster Linie die 150,0000 1,5500 Ein deutlicher Preisverfall noch vor Jahresmitte erscheint unultralockere Zinspolitik der G7-Länder bereitet. Die Ankündigung 140,0000 1,5000 wahrscheinlich. Allerdings nehmen die Risiken im zweiten der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzinssatz um 25 BP zu 130,0000 erhöhen, wurde von den Märkten als Indiz aufkommender inflatio- 1,4500Halbjahr 2011 zu.

2006

2007

1,6000

Stand: Juni 2011, bereitgestellt von der Wirtschaftskammer Tirol

Goldpreis erreicht Rekordhoch

2005

2006

er Schweizer Franken setzt seine Aufwertung fort und hat am 13. Juni ein neues Allzeithoch bei EUR/CHF 1,2004 markiert. Der CHF profitiert einerseits von seiner Funktion als sicherer Hafen, andererseits häufen sich die Meldungen über Kapitaltransfers aus den Peripheriestaaten (Griechenland, Portugal, Irland, Spanien), wohl zur vorbeugenden Veranlagung in Fremdwährung bei drohendem eigenem Staatsbankrott. Diese Eskalationsszenarien erscheinen aber stark übertrieben und obwohl die europäische Schuldenkrise schwer zu lösen sein wird, führt daran kein Weg vorbei. Solange der CHF aber so gefragt bleibt, hat die SNB keine Notwendigkeit, ihren eingeschlagenen Kurs zu ändern.

Jahresmittel 2010

Raiffeisen research

2004

2005

D

Änd. in % **)

1,9 %

aktueller Monatswert **)

Die WK Tirol lädt potenzielle Unternehmensgründer zu einer kostenlosen Infoveranstaltung zum Thema Selbstständigkeit. Wirtschaftskammer Tirol, Anmeldung: wko.at/tirol/gruenderservice

Int. Fachmesse für Geschenkideen, Wohnaccessoires, Design- & Lifestyleartikel, Papier- & Schreibwaren, Floristik, Bastelbedarf, Kunsthandwerk, Souvenirs etc. Messezentrum Salzburg, www.hb.creativsalzburg.at

Die „art bodensee“ hat sich in den letzten Jahren ihres Bestehens beständig weiterentwickelt und ist zu einem wichtigen Treff der Kunstszene geworden. Messe Dornbirn, www.messedornbirn.at

Bedeutendste Fachmesse Westösterreichs für Hotel, Gastronomie und Tourismus. Schwerpunkt auf der Vielfalt von Tiroler Markenqualität und Kreativität. Innsbrucker Messe, www.fafga.at

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2004

2010

japanischer yen

N

ach der Dreifach-Katastrophe wird sich das BIP in Japan auf Jahressicht im negativen Bereich bewegen. Für die Währungshüter scheint USD/JPY seinen Umkehrpunkt nahe 80 JPY gefunden zu haben, was zurzeit im EUR etwa 116 JPY entspricht. Der Wiederaufbau in der zweiten Jahreshälfte, der insbesondere von vermehrten Investitionen getragen werden wird, und die weiterhin expansive Geldpolitik dürften den JPY zum Jahresende hin wieder etwas schwächen.

1,6000

EUR/USD

1,5000 1,4000 1,3000 1,2000

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

us-dollar

D

ie amerikanische Konjunktur schwächelt und es wird bereits über weitere mögliche Hilfsmaßnahmen der FED spekuliert. Die Arbeitslosenrate sinkt nicht substantiell und der Verbleib in der Arbeitslosigkeit erreicht noch immer Nachkriegsrekorde. Der wirtschaftliche Ausblick der USA wird von Ratingagenturen auf negativ eingestuft, der gesetzliche Budgetrahmen droht gesprengt zu werden, wenn sich die beteiligten Parteien nicht auf Kompromisse einigen können. Vor diesem Hintergrund dürfte eine Leitzinserhöhung in den USA nicht vor dem 2. Quartal 2012 anstehen und der USD zum EUR sich nur seitwärts bewegen können.

Impressum • Medieninhaber und Herausgeber: Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, Adamgasse 1-7, 6021 Innsbruck, Tel. +43/512/5305 • Produktion und Layout: Zielgruppen Verlag – target group publishing GmbH Innsbruck Druck: Alpina Druck Innsbruck • Chefredakteur und mit der Produktion beauftragt: Michael Weiss, Leitung Presse- & Medienbetreuung der RLB Tirol AG • Redaktion: Mag. (FH) Josef Martiner, Stv. CR Mag. Wolfgang Weninger (beide RLB Tirol AG), Dir. Peter Grassl (Raiffeisen Regionalbank Hall), Dir. Martina Leitner (Raiffeisenbank Vorderes Zillertal) • Fotos: Raiffeisen/Christian Forcher, Gerhard Berger, fotowerk.at • Offenlegung gem. § 25 Abs 4 des Mediengesetzes: Mehrmals jährlich erscheinende, fachspezifische Information für Kommerzkunden der Tiroler Raiffeisenbanken. Alle Informationen basieren auf Quellen, die wir für zuverlässig halten. Für ihre Richtigkeit kann keine Gewähr übernommen werden. Inhalte dürfen nicht als Verkaufsangebote verstanden werden. Die Meinung unserer Gastautoren muss sich nicht immer mit der Meinung der Redaktion decken. Nachdruck und Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol. Kostenloses Exemplar, nicht für den Verkauf bestimmt • Drucklegung: Juni 2011

Wirtschaftsinformation der Tiroler Raiffeisenbanken

2004

1,2500 2004

Jahresmittel 2010

292.000

Preise und Löhne Veränderungen in %

Der Begriff Junk Bond ist eine abwertende Bezeichnung für Anleihen mit hoher Verzinsung und hohem Risiko, also Anleihen, die im High-Yield-Bereich angesiedelt sind. Diese sogenannten „Schund-Anleihen“ werden von Schuldnern mit schlechter Bonität begeben und stellen somit das Gegenstück zu InvestmentGrade-Anleihen dar, die ein Rating zwischen AAA und BBB aufweisen und als sichere Anlage mit einer geringen Ausfallswahrscheinlichkeit gelten.

1,3000

schweizer franken

aktueller Monatswert *)

Kennwerte Arbeitsmarkt

Credit Default Swaps sind Kontrakte, die eine Absicherung gegen das Ausfallsrisiko eines Referenzschuldners bieten. Der Käufer zahlt dabei jährlich eine Art Versicherungsprämie und erhält im Gegenzug einen Ausgleich für den Verlust aus seiner Anleihe, wenn es zu einem Credit Event (Zahlungsausfall des Schuldners) kommt. CDS werden aber auch zur Spekulation auf den Ausfall bzw. die Bonitätsverschlechterung eines Schuldners – etwa eines Staates – benützt.

1,3500

EUR/CHF

Aktuelle Tiroler Wirtschaftsdaten

Wirtschafts-ABC

09.–11.07.2011 TrendSet

1,6500

Raiffeisen kompakt 02/2011

2


Raiffeisen kompakt