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Ausgabe Dezember/Januar/Februar 2016/2017

Wohnen mit Service Haus Westfalenmeer Wohnen mit Service Haus am See Franz Georg Müller e.K. Zum Weiher 7a / 7c 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810108 Fax: 02924/810333 www.haus-westfalenmeer.de

Möhnemobil Ambulanter Pflegedienst GmbH Zum Weiher 7c 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810309 Fax: 02924/810333 www.moehnemobil.de

Senioren- und Pflegeheim Haus Müller gGmbH Zum Weiher 7 59519 Möhnesee Tel.: 02924/810108 Fax: 02924/810333 www.pflegeheim-mueller.de


Inhaltsverzeichnis Seite 1. Herbstliche Modenschau ............................................................................ 3 2. Rehasport .................................................................................................. 5 3. Ewigkeitssonntag ....................................................................................... 5 4. Herbstspaziergang ...................................................................................... 7 5. Aufregung im Tierpark ............................................................................... 8 6. Gebratene Forelle ...................................................................................... 9 7. Mehr Flexibilität im Alltag mit dem Elektromobil .................................... 10 8. Von der Erfindung des Fahrrads – Teil 6.................................................... 11 9. Gedanken zum Luther Jahr ....................................................................... 13 10. Das neue Hüftgelenk ............................................................................. 17 11. Wer kann sich erinnern? ......................................................................... 21 12. 100ster Geburtstag im Haus Müller ....................................................... 22

Tier auf dem Titelbild: Nasenbär Mogli

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Herbstliche Modenschau Am 13. September fand die Modenschau zur Präsentation der aktuellen Herst- und Winterkollektion statt. Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde die Modenschau kurzerhand vom Foyer des Haus Müller ins Freie verlegt. Die Stühle wurden kurzerhand nach draußen gestellt und der Vorplatz wurde zum Laufsteg umfunktioniert. Wie auch schon bei den letzten Modenschauen waren die Models allesamt Bewohner des Haus Müller. Teilweise schon zum fünften mal stellten die Models die aktuelle Kollektion für alle Gäste und Besucher vor. Hierbei kamen sie diesmal allerdings bei den warmen Temperaturen teilweise schon ins Schwitzen. Präsentiert wurden schicke Hosen, sowie farbenfrohe Blusen, Hemden und TShirts. Für jeden Geschmak war wie immer etwas dabei. Im Anschluss an die Modenschau konnte in der großen Auswahl an Kleidung gestöbert und eingekauft werden.

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Rehasport Jeden Dienstag findet im Haus Müller Rehasport statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und hierzu anzusprechen. Neue Teilnehmer sind jederzeit gern willkommen. Auch Schnupperstunden sind selbstverständlich möglich. Sprechen Sie uns gern an!

Gedanken zum Ewigkeitssonntag ein Gedenktag der Evangelischen Kirche Der Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag, nimmt in allen Kulturen, Religionen und Konfessionen einen Wichtigen Platz ein. Er ist in den evangelischen Kirchen in Deutschland und auch in der Schweiz ein Gedenktag aller Verstorbenen. Er ist der immer der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Er kann nur auf Termine vom 20. bis zum 26. des Monats November fallen. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen ordnete 1816 an, jeweils am letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent, der Verstorbenen zu gedenken. 5


Bräuche am Totensonntag Am Ewigkeitssonntag besuchen die Menschen die Friedhöfe und schmücken die Gräber ihrer Angehörigen. Die Verstorbenen des ausgehenden Kirchenjahres werden namentlich in vielen Kirchen / Gottesdienst genannt und zusammen mit ihren Angehörigen in das Für Bittende Bebet mit aufgenommen. Der Dank für das Leben und der Trost für die Trauernden verbinden sich in der christlichen Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten. Was kommt? - Wer - Er kommt! An diesem Tag richtet sich der Blick auf das Ende der Zeit, mehr noch: auf die Ewigkeit. Aber was ist das? Wir Menschen sind zeitgebundene Wesen auf der Erde. Unser Leben hat einen konkreten Anfang, unsere Geburt, und ein Ende, unseren Tod. Was jenseits unserer Zeit ist, können wir uns nicht vorstellen. Im Evangelium wird dem glaubenden Menschen zugesagt, dass er in Gottes Ewigkeit kommt, wenn seine Zeit zu Ende ist. Er ist dann bei Gott, in der Ewigkeit. Ewigkeit aber ist keine endlos gedehnte Zeit, das ewige Leben ist kein zweites Leben. Ewigkeit ist Gemeinschaft mit Gott. Der Mensch darf „schauen, was er geglaubt hat", wie es oft in Todesanzeigen, angelehnt an die Bibel heißt. Der Christ stirbt sozusagen aus der Zeit heraus und stirbt zugleich in Gottes Ewigkeit hinein. Das Wort aus Psalm 90 ist keine Todesankündigung, (die Vergänglichkeit des Menschen) sondern ein Ruf zum bewussten Leben. Wir sollen unsere Lebenszeit nicht verplempern, sondern als Geschöpfe –Geschenk der Gottesliebe und Verantwortung für andere leben. Fragen wir uns doch, Was geschieht den bei unserem Sterben? Der aus Magdeburg stammende evgl. Theologe und Religionsphilosoph Eberhardt Jüngel umschreibt es mit dem Begriff „ Trennung“, Der Tod trennt uns vom elementaren Leben und allem, was darin schön ist; essen und trinken, feiern und arbeiten, lieben und lachen, küssen und umarmen. Er trennt uns von unseren Kindern und Freunden, von dem geliebten Menschen, der an unsere Seite, und uns sehr wichtig war. Doch auch von Gott?

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Nein der Tod trennt uns von unserem irdischen Leben, aber nicht von Gott. Ich als Christ glaube es, dass Jesus, der Sohn und bevollmächtigte Gottes ist, und alles mit in sein Sterben hineingenommen hat, was uns von trennen könnte. Ich möchte mich bei meinem Sterben in die Arme Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes legen. Diese biblische Darstellung behalte ich und habe fest die Hoffnung dass es auch so kommen wird. - In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten besinnlichen und gelungenen Ewigkeitssonntag - Totengedenktag. Ihr Herbert Votava Freier Mitarbeiter im Haus Müller

Herbstspaziergang Die letzten Sonnenstrahlen wurden von den Bewohner bei einem ausgiebigen Herbstspaziergang ausgenutzt. Bei kalter Luft und den wärmenden Strahlen der herbstlichen Sonne genossen die Spaziergänger die grüne Farbenpracht auf dem Weg zur Sperrmauer.

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Aufregung im Tierpark Alles begann mit einem Anruf des Ordnungsamtes der Stadt Warstein. Dort war von Jägern im Wald ein Tier entdeckt worden. Erst hielten es die Jäger für einen Waschbären, dann stellte sich allerdings heraus, dass es sich um einen Nasenbären handelte. Dieser wurde kurzerhand von den Jägern eingefangen, da ein Nasenbär nichts in der freien Natur zu suchen hat. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe für den Nasenbär stießen die Mitarbeiter des Ordnungsamts schon bald auf das Haus Müller. Hier sollte der Nasenbär sein neues Zuhause finden. All dies bekam ein zufällig anwensendes Kamera-team des WDR mit und wollte die Ankunft des neuen Tierparkbewohners bildlich festhalten. Beim Umsetzen von der Transportbox in das Gehege entwischte der kleine Kerl allerdings vor laufenden Kameras und war daraufhin erstmal verschwunden.

Noch am selben Abend konnte man diese Geschichte im WDR-Fernsehen verfolgen. Einige Tage später wurde er in Brüningsen bei einer Schafwiese gesichtet wo er es sich anscheinend bequem gemacht hatte. Mit Futter ließ sich der Nasenbär anlocken und konnte dort wieder eingefangen werden. Zwischenzeitlich hatten viele Zuschauer des WDR schon Namensvorschläge für den kleinen Ausreisserkönig geschickt. Aus den Dutzenden Vorschlägen entschieden sich die Bewohner des Haus Müller in einer Abstimmung für den Namen Mogli.

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Gebratene Forelle Die Geschichte zu diesem Lieblingsgericht: Gefragt nach ihrem Lieblingsgericht fällt Frau B. sofort die gebratene Forelle ein, die es immer in ihrer Kindheit gab. Frau B. ist aufgewachsen in dem Dorf Elpe im Sauerland. Dort fließt auch der gleichnamige Fluss Elpe. Dort hat Frau B. zusammen mit ihren sechs Geschwistern oft selbst die Forellen geangelt. Von allen Geschwistern war Frau B. die geschickteste Forellenfängerin. Ihre Mutter hat dann für die ganze Familie diese Forellen auf klassische Weise zubereitet: Forellen unter fließendem Wasser säubern, abspülen, trockentupfen und innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben und in Mehl wenden. Öl in der Pfanne erhitzen und die Forellen von beiden Seiten darin anbraten. Die Forellen, je nach Größe, 5- 8 Min. braten. Dazu Bratkartoffeln und Salat oder Gemüse je nach Jahreszeit.

Guten Appetit!

Frau B. ist aus Werl-Westönnen zu uns gezogen.

Das Rezept stammt von Frau Anna B.

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Mehr Flexibilität im Alltag mit dem Elektromobil Eine Behinderung oder auch nur eine individuelle Funktionsstörung verändert das Leben eines Menschen drastisch und setzt neue Maßstäbe an das Verständnis von Normalität. Der Alltag wird zu einer Belastung. Das Einfache wird immer schwerer zu erreichen. Mit den geeigneten Hilfsmitteln können Sie Ihre Lebenssituation verbessern und erlangen wieder mehr Lebensqualität. Die Teilnahme am sozialen und gesellschaftlichen Leben wird leichter und die Rehabilitation entscheidend gefördert.

Dass Informationsbedarf in dieser Hinsicht besteht, steht außer Frage: Unsere Gesellschaft wird immer älter. Körperliche Begleiterscheinungen bleiben dabei bei vielen Senioren nicht aus, auch wenn der Geist nach wie vor fit bleibt. Insbesondere die Gehfähigkeit nimmt mit steigendem Alter stetig ab. Diese körperliche Einschränkung kann zu einem echten Problem werden: Die alltäglichen Wege lassen sich oft nur noch mit Mühe bewältigen. Die körperlichen Einschränkungen führen dabei mitunter zu einer empfindlichen Beschneidung der Lebensqualität und zu einem schnellen Verlust der eigenen Unabhängigkeit. Natürlich beschäftigt sich eine Gesellschaft, die immer älter wird, aber auch damit, wie man Probleme dieser Art beseitigen oder zumindest lindern kann. Aus diesem Grund gibt es bereits ein breites Angebot an unterschiedlichen Hilfsmitteln, die ältere und gehandicapte Personen in ihrem Alltag wirkungsvoll unterstützen können. Hierzu gehört auch das sogenannte Elektromobil. Ein Elektromobil dient dabei in erster Linie der Überbrückung von kürzeren bis langen Wegstrecken: Einkäufe, Arztbesuche und viele andere Unternehmungen mehr lassen sich mit einem Elektromobil einfach erledigen. Unsere Serviceleistungen, auf die Sie Vertrauen können • kompetente Beratung und Vorführung vor Ort • schnelle Bearbeitung Ihrer Anfragen • Abrechnung mit den Kostenträgern • Reparatur-/Wartungsservice für die gelieferten Artikel u.v.m. Es gibt verschiedene Elektromobil - Modelle. Allesamt können von Ihrer Krankenkasse bezuschusst werden, sofern Sie eine ärztliche Verordnung vom behandelnden Arzt oder Ihrem Hausarzt bekommen. Sprechen Sie uns einfach an.

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Von der Erfindung des Fahrrads – Teil 6 Es werde Licht Mit den 1890er Jahren wurde das Fahrrad zunehmend „alltagstauglich“. Das Beherrschen eines Hochrades wurde ja insbesondere als Sport- und Freizeitvergnügen betrachtet. Es war ein nicht billiges „Vergnügen“, denn der Preis für ein solches Fahrrad entsprach durchaus dem Jahreseinkommen eines Fabrikarbeiters. Des Weiteren musste der gut betuchte aber vielleicht weniger sportlich begabte Radler oft den schmerzhaften Preis an Knochenbrüchen hinzurechnen. Mit den neuen Konstruktionen des Niederrades und den einhergehenden Innovationen, wie der Luftbreifung, wurde nicht nur die Fallhöhe deutlich reduziert, sondern auch der Umgang mit dem Sicherheits-Fahrrad für den mittelständischen „Otto Normalverbraucher“ am Ende des vorletzten Jahrhunderts möglich. So langsam (aber sicher) erkannte man jetzt weltweit die Verwendung eines Fahrrades als Verkehrsmittel. Der Nutzwert der Velos wurde also um einen weiteren wichtigen Faktor ergänzt. Viele Fabriken, die sich bereits mit der Produktion von Nähmaschinen beschäftigten – wie Anker, Dürkopp und Opel - weiteten Ihr Sortiment um das Produkt Fahrrad aus. Die Produzenten mussten sich dabei nicht nur gegenüber den heimischen Konkurrenten behaupten, sondern schon damals gab es einen regen Außenhandel, der den Teilnehmern sehr viel Wettbewerbsfähigkeit abverlangte. Zum einen konnten Hersteller durch neuere Fertigungstechniken dem gewachsenen Preiswettbewerb standhalten, so dass Fahrräder preislich erschwinglicher wurden, und zum anderen widmeten sie sich dem großen Potential technischer Entwicklungen. Erfindungen und Konstruktionen der wirtschaftlichen Pionierjahre des Zweiradbaus sind bis in die heutige Zeit grundlegend für die Fahrradtechnologie. So setzte sich beispielsweise schon frühzeitig der sogenannte Diamant- bzw. Trapez-Fahrradrahmen durch, der auch heute, nach über 120 Jahren, die typische Grundform eines Fahrrades darstellt. Der technische Fortschritt löste seinerzeit quasi einen Fahrradboom aus. Durch das Fahrrad und der neuen elektrisch betriebenen Straßenbahnen nahm in den Städten die Anzahl der Pferde deutlich ab. Die verschiedenen Straßenverkehrsteilnehmer mussten sich schon so arrangieren, dass sie sich nicht gegenseitig gefährdeten. Und das nicht nur am helllichten Tage, sondern insbesondere auch bei Nacht und Nebel. Polizeiverordnungen für das Straßenverkehrswesen wurden von Beginn an strikt eingehalten, denn bereits bei geringeren Zuwiderhandlungen wurden sie durchaus auch mit mehrtägigen Gefängnisstrafen geahndet. Die Vorschriften und Verbote richteten sich insbesondere auch an die Radfahrer, die als neue Verkehrsteilnehmer von vielen sehr skeptisch unter Beobachtung standen. So hieß es unter anderem, dass „ von Beginn der Dunkelheit an das Rad mit einer hell erleuchteten Laterne zu versehen ist“.

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Schon bei den Hochrädern nutze man daher Laternen, die zunächst als Handleuchten am Fahrradlenker und später auch in der Vorderradnabe befestigt wurden. Als Leuchtquelle dienten zunächst Kerzen, kleine Ölund Petroleumlampen. Ab 1896 erwiesen sich für Fahrräder insbesondere die nunmehr industriell hergestellten Karbid- oder Acetylenlampen als sehr praktisch. Das Prinzip dieser Lampen beruht auf einem Prozess, bei dem das Acetylengas aus einer chemischen Reaktion durch Wasser und Karbid entsteht. Der Reflektor hinter dem Brenner, durch den das Gas verbrannt wurde, sorgte für eine ausreichende Leuchtkraft. Da diese Fahrradlaterne aufgrund des noch schlechten Straßenbelags obligatorisch größeren Stößen ausgesetzt war, wurde sie durch eine Halterung mit einer Trapetzfeder am Fahrrad bzw. Lenker befestigt. Ebenfalls vor der Jahrhundertwende versuchten Konstrukteure, eine Lichtanlage auf elektronischer Basis zu entwickeln. Zunächst mit Akkumulatoren, also dem Prinzip, auf dem die heutigen sogenannten Steckbeleuchtungen basieren. Der aus Leipzig stammende Elektrotechniker Richard Weber widmete sich 1887 hingegen der Konstruktion einer Fahrrad-Lichtanlage mit dynamo-elektrischem Prinzip. Seine patentierte Vorrichtung, das dem heutigen Seitenläufer-Dynamo entspricht, ließ sich an jedem Fahrrad nachrüsten; erwies sich aber für die meisten Radler gegenüber den alternativen Möglichkeiten als zu teuer. Es dauerte noch etwa 20 Jahre, bis Webers Prinzip allmählich die Öl-, Kerzen- und vor allem die Karbidbeleuchtung ablöste.

Autor: Ralf Bachtenkirch (www.radleben.com)

Auflösung Preisrätsel In der letzten Hauszeitung haben sich

8 Vogelscheuchen versteckt. Eine Waffel im Restaurant Lago hat Herr Werner F. gewonnen. Wir wünschen guten Appetit!

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Gedanken zum Luther Jahr 2016 / 2017 Auch im Haus Müller am Möhnesee in Günne wird an das Luther Jahr gedacht, welches am Reformationssonntag am Sonntag den 31.11.2016 der 500 Jahre Reformation in vielen evangelischen Kirchen bei Gottesdiensten und diversen Sonderveranstaltungen feierlich eröffnet wurde. Bei internen Veranstaltungen im Haus wird über des Leben und Wirken von Martin Luther gesprochen mit regen Diskussionsbeiträgen. Kurzbiographie 1483 wurde Martin Luther in einer aus bäuerlichen Verhältnissen stammenden Bergarbeiterfamilie in Eisleben geboren. Ab 1488 besuchte er die Mansfelder Lateinschule. In Magdeburg und später in Eisenach setzte er seine Schulzeit fort. Und seit 1501 studierte er weiter in Erfurt, mit dem von ihm gesetzten Ziel, Jurist zu werden. Luther brach jedoch 1505 radikal aus der vorgezeichneten Bahn aus, um in das Erfurter Augustiner-Kloster einzutreten. Diese Entscheidung, die von der Suche nach einem gnädigen Gott und seinem Willen geprägt wurde, bestimmte sein weiteres Leben. Damit begann die Entwicklung zum Kirchenreformator. Eigene negative Erfahrungen mit den kirchlichen Gnadenmitteln bewirkten neben wachsender Kritik an kirchlichen Missständen vor allem eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen gängigen praktizierten Theologie. Vor 500 Jahren, am 31.10.1517 hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Jedes Jahr gedenken unsere evangelische Christen an diesem Tag insbesondere 2016 wird der Start in das „Luther Jahr feierlich eröffnet. Da war/ist, hat die Geburtsstunde des Protestantismus durch Dr. Martin Luther begonnen.

Im Jahr 2016 ist der Name Luther in aller Mund. – Wer war Martin Luther? Hier einiges tiefer beleuchtet und aus seinem Leben heraus gegriffen. Luther und das Geld in der Kirche Viel von uns kennen noch den Ausspruch von ihm. “Wenn das Geld im Kasten klingt die Seele in den Himmel springt“. Gemeint ist der Ablasshandel zur Zeit Luthers. Ein Obolus der an die kath. gezahlt werden musste, und man konnte sich von den Sünden freikaufen. Die harsche Kritik Luthers an die „Schacher um die menschliche Seele“ bildet den Nukleus für seinen Kampf gegen die katholische Kirche. „Der Papst kann nicht irgendeine schuld erlassen“, urteilte Luther 1517 in seinen 95 Thesen, die eine Abrechnung mit dem Ablasshandel darstellen. Das Volk werde durch die Amtskirche „betrogen“. Der versprochene Sündenerlass – So Luther „alles nur Lug und Trug“. Dem Papst empfiehlt Luther stattdessen „den Verkauf der Basilika des hl. Petrus“. Das ist der Frontangriff auf die Autorität des Papstes.

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Luther und der Papst Das Papsttum zu Luthers Zeiten – das ist kein Ruhmesblatt für die katholische Kirche. Im Vatikan herrschen Korruption und Vetternwirtschaft, Prunksucht und Machtgier. Mancher Mittelalter-Papst schreckt vor Mordkomplotten nicht zurück. Und da kommt dieser junge Mönch aus dem Norden, der ihnen ans Geld will. Mehr noch als in seinen 95 Thesen gibt Luther 1520 in seiner Schrift. “An den christlichen Adel deutscher Nationen von des christlichen Standes Besserung“ dem weitverbreiteten Unmut über die Kirchen ein Ventil. Rigoros listet der die Missstände auf – vom Ablass angefangen bis hin Priesterzölibat und Trunksucht des Päpste. Doch es geht Luther um noch mehr. Er rüttelt an den Grundfesten des katholischen Glaubens. Der Glaube Luther, oder Luther und sein Glaube Der Mensch kann nicht durch seine guten Werke bestehen, sondern allein aus seinem Glauben (sola fide – reformatorische Rechtfertigung vom Glauben) Dieser Gedanke wird zum Kernstück von Luthers Theorie, ja der gesamten Reformation. Gott nicht als den strafenden Richter über das Seelenheil des Menschen und seine frommen guten Taten, sondern als den gnädigen Retter derer, die fest im Glauben sind. Das steht im Widerspruch zur geltenden Lehre der Katholischen KirchePapstkirche. Damit nicht genug. Luther will auch die sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Priesterweihe, Ehe, und Krankensalbung - eine weitere zentrale Position der Amtskirche- auf zwei zusammenstreichen. Und noch mehr: Für Luther steht der einzelne Gläubige in einer direkten Beziehung zu Gott, der Gläubige sei somit Priester. Damit verliert die Kirche ihre Funktion als Mittlerin zwischen beiden. Luther stellt folglich die Funktion des Priesters und letztlich die Stellung der Kirche infrage.

Luther auf der Kanzel

Luther und die Katholiken Zwischen 1517 und 1521 muss sich Luther mehrmals vor Fürsten, Reichsständen und Gesandten des Papstes verantworten. Als er den Widerruf verweigert, wird er im Januar 1521 von Papst Leo X. exkommuniziert. Vorausgegangen war, das Papst Julius II. (1503-1513) nichts zu teuer für den Neubau des Petersdoms war. Das Geld beschafften sich die Würdenträger auch mit dem einträglichen Ablasshandel. Martin Luther war 1510 so entsetzt, dass er Rom als Hort des Antichristentums beschimpfte. Papst Leo X. exkommunizierte den Augustinermönch daraufhin. Denn am Papst Hof – wo beispielsweise der Vorgänger von Julius II. – Pontifex Alexander VI. – sechs Kinder hatte, regierte das Motto: „Gott gab uns die Papstwürde, genießen wir sie.“ So sprach Leo X., der Luther dann exkommunizierte. Papst Leo der X. mit seinen Cousins, den Kardinälen Giulio de Medici (li) und Luigi de Rossi (re), 1517-18

Kurz darauf verhängt Kaiser Karl der V. die Reichsacht (Ächtung) über ihn - Luther ist nun vogelfrei. Der Bruch war nicht mehr zu kitten, stattdessen führten Luthers 14


Lehren zur Spaltung der Christenheit, die bis heute immer noch dauert. Luther und die Machtfrage Luthers Reformation ist keine weltliche Revolution. Seine Revolte ist religiös begründetnicht politisch. Er will kein Aufbegehren gegen die weltliche Obrigkeit. Als 1524 die Bauern gegen soziale Missstände revoltieren, grenzt sich Luther von ihnen ab und nennt sie räuberische und mörderische Rotten“ Gleichwohl wurde die Idee der Erneuerung der Kirche alsbald zum Spielball politischer Interessen. Knapp ein halbes Jahr nach dem Tod Luthers 1546 gibt es die erste kriegerische Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten. Luther und die Juden Es ist das dunkelste Kapitel der Luther Geschichte.1543 veröffentlichte er seine Hetzschrift „Von den Juden und ihren Lügen“ in der er den Fürsten Ratschläge erteilt, wie sie „mit diesen verworfenen verdammten Volk der Juden“ umspringen sollten. Nämlich: ihre Synagogen anzünden, ihre Häuser einreißen und die Juden selbst „wie die Zigeuner“ in Lager verbannen. Luther schließt sich damit dem damals weit verbreiteten Judenhass an. 400 Jahre später haben sich die Nazis auf Luther bezogen- siehe Holocaust – Völkermord 1933 – 1942. Julius Streicher Herausgeber des NS Hetzblattes „der Stürmer“, beruft sich bei den Nürnberger Prozessen auf Luthers Erbe.

Männer vor dem Schaukasten 1933 – des antisemitischen Hetzblatts „Der Stürmer“

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sieht sich Ende 2015. Also schon weit vor dem Lutherjahr 2016/2017 veranlasst, eine „notwendige Erinnerung“ zu veröffentlichen. Darin heißt es, die EKD verschließe „die Augen nicht vor den Fehlern und Schuldverstrickungen der Reformatoren“. Luther und die „volksnahe“ Sprache Es ist sehr ungemütlich auf der Wartburg, zugig und kalt. Doch trotz der einhergehenden Widrigkeiten erschafft Luther in den zehn Monaten, die er 1521 in den Gemäuern in Eisenach verbring, sein eigentliches Opus Magnum- größtes Werk

Binnen elf Wochen übersetzt Luther das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche - und treibt damit die Schaffung einer Einheitlichen deutschen Schriftsprache voran. Vier Jahrhunderte später hat der Schriftsteller Thomas Mann geurteilt, Luther habe “durch seine gewaltige BibelübersetWartburg in Thüringen – Eisenach zung die deutsche Sprache erst recht geschaffen und für alle lesbar und verständlicher gemacht. Luther kam auch die revolutionäre Buchdrucktechnik Gutenbergs zu Gute. So erreicht das Buch für die damalige Zeit sensationelle Auflagen. Und: Durch die verständliche Volksspra15


che Luthers verliert die Amtskirche die Deutungshoheit über die Bibel. Das des Griechischen und Lateinischen unkundige Volk kann nun selbst die Texte der Heiligen Schrift nachlesen – und für sich selbst auslegen. Ich wünsche, das Sie den Text mit großen Interesse gelesen haben und einen Luther erkannt haben, der zwar als sehr Kirchenkritisch gilt, aber ihn als den erkennen, der ein großer Werk geschaffen hat mit der Übersetzung des Neuen Testamentes und auch nicht die Spaltung der Kirche gewollt hat. Sondern mit seinem progressiven Denken uns auffordert mit der offenen Debatte weiter zu machen und die notwendigen Strukturen im Glauben der ökumenischen Auseinandersetzung vorantreiben sollen, bis hin zu einer einheitlichen Kirche. Lassen sich auf die reformatorische Spurensuche vor Ort in Ihrer Kirche am Möhnesee und auch überall woanders in den Gemeinden darauf ein. Nur dann wird man irgendwann von einer großen einheitlichen Kirche sprechen. Ich aber glaube fest daran. Herbert Votava Freier Mitarbeiter im Haus Müller

Informationen zum Text: zusammengetragen von mehreren Veranstaltungen zu diesem Thema in Gevelsberg ökumenische Treffen der Kirchengemeinden – aktuelles aus den Bistumsblättern des Erzbistum Paderborn und des Bistum Essen sowie der Tageszeitung aus dem Soester Anzeiger, der westfälischen Rundschau und Westfalenpost in Gevelsberg.

Rätsel Dieses Kleeblatt hat sich in der ganzen Hauszeitung versteckt. Bitte zählen Sie alle Kleeblätter und tragen Sie die richtige Anzahl in das Kästchen ein. Dieses Kleeblatt zählt nicht mit. Die richtige Lösung kann wie immer in den „Anregung, Lob und Kritik-Kasten“ im Haus Müller geworfen werden. Kunden des ambulanten Pflegedienstes Möhnemobil, können ihre Lösungen den Mitarbeitern mitgeben. Den Gewinner erwartet eine Waffel im Restaurant Lago.

Anzahl:

Name: ___________________ Sektempfang an Neujahr

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Das neue Hüftgelenk Wenn wir älter werden, ist dies nicht nur äußerlich sichtbar (Falten, graue Haare etc.), sondern auch in unserem Inneren wird es nicht schöner. Die Alterungsprozesse an der Innenseite, insbesondere die an den Gelenken nennen wir gerne Verschleiß, aber dieser Name ist nicht ganz angebracht. Die Ursachen für Arthrose sind wahrscheinlich nicht auf eine Ursache zurück zu führen, aber es gibt deutliche Hinweise dass mehr Bewegung nicht zu mehr Verschleiß führt. Röntgenuntersuchungen an Läufern mit einer Läuferkarriere von mehr als 30 Jahren haben gezeigt dass diese genauso viel Arthrose (im Röntgenbild) haben wie gleichaltrige ohne Laufkarriere. Auch Zwillingsuntersuchungen haben gezeigt dass es wahrscheinlich eher die Genetik ist, welche das Ausmaß an Arthrose bestimmt. Dies ist übrigens auch der Fall bei grauen Haaren und Falten! Wie äußert sich Arthrose an den Gelenken? Wahrscheinlich denken die Meisten bei Arthrose an ein reiner Schaden an dem eigentlichen Gelenk (Knochen und Knorpel). Aber ein Gelenk besteht nicht nur aus Knochen und Knorpel sondern aus den dazu gehörenden Bändern, Kapseln, Nerven, Sehnen und Muskeln. Einer schmerzhaften Arthrose gehen häufig Beschwerden in diesen Strukturen voraus. Zum Beispiel sieht man bei Hüftarthrose häufig Beschwerden in der Pobacke, welche häufig zurück zu führen sind auf Verletzungen der kleine und große Hüftmuskeln und Sehnen. Auch das so genannte Labrum, welches einen Kragen auf die Hüftpfanne setzt um diese zu vertiefen, zeigt häufig schon längst bevor die eigentliche Hüftarthrose deutlich wird Symptome. Im Röntgenbild sieht man bei eine Hüftarthrose in der Regel die folgenden drei klassischen Kennzeichen: • Schmälerung des Gelenksspalts (der Knorpel ist weg) • Eine Verdichtung im Knochen oberhalb vom Gelenksspalt (der Knochen reagiert auf den fehlenden Knorpel) • Randwucherungen an der Pfanne Das Interessante ist, dass all diese Symptome bei einen Patient im Röntgenbild anwesend sein können, und der Patient trotzdem keine Beschwerden hat. Es ist dann auch nicht das Röntgenbild dass die Entscheidung zur operative Therapie bestimmt sondern der Patient selber. Wenn die Beschwerden eine solches Ausmaß erreichen dass sie nicht mehr beherrscht werden können mit den üblichen Schmerzmitteln, und die Lebensqualität deutlich leidet, ist einen Gelenkersatz zu empfehlen. Die typische Beschwerden und Symptomen bei eine Hüftarthrose sind folgende: • Schmerzen in der Leiste, welche nicht selten bis vorne in das Knie ausstrahlen • Schmerzen in der Pobacke • Steifheit im Gelenk, zum Beispiel eine Unfähigkeit das Bein über das Andere zu kreuzen • Humpeln Meistens kann eine Beschwerdelinderung erreicht werden durch das Benutzen eines Gehstocks an der gesunden Seite. Wenn sich Patient und Arzt jetzt doch für ein neues Hüftgelenk entschieden haben, gibt es einige Informationen die für den Patient wichtig sind. Da es sich in der Regel um eine geplante Operation handelt, kann der Patient sich vorbereiten. Nach der Operation muss der 17


Patient meistens spätestens am zweiten Tag schon mit Gehhilfen gehen (mit Voll-, oder Teilbelastung, was später noch erklärt wird). Das Gehen mit Gehhilfen ist aber längst nicht für jeden einfach zu lernen, schon gar nicht wenn die Hüfte weh tut und die Nachwirkungen von der Narkose vielleicht noch das Lernvermögen einschränken. Daher macht es Sinn mit einem Therapeut schon mal dies vor der Operation zu üben, am besten bekommt man die Gehhilfen schon 2 Wochen vor der Operation und kann es zuhause mehrfach üben. In der Regel bleibt man nach der Operation 10 Tagen im Krankenhaus. Nach dem Krankenhausaufenthalt geht es meistens direkt weiter in eine Reha-Klinik, wo man weitere 3 Wochen verbringt. Es gibt verschiedene Typen Hüftendoprothesen. Wir werden hier die wichtigsten vorstellen. Als erstes machen wir den Unterschied zwischen zementierten und nicht-zementierten Hüftgelenken. Für zementierte Hüftgelenke kommen in der Regel Patienten in Frage die schon deutlich älter sind und wo die Chance dass noch mal ein neues Hüftgelenk benötigt wird nicht besonders groß ist (Ein künstliches Hüftgelenk hält durchschnittlich 15 Jahren). Der Vorteil von ein zementiertes Hüftgelenk ist, dass der Patient meistens sofort „voll“ belasten darf. Das heißt nicht dass der Patient ohne Gehhilfen gehen darf, aber er nützt sie mehr als

Gleichgewichtshilfen, und nicht um das Gelenk zu entlasten. Der Nachteil ist, dass bei einem neuen Eingriff durch die Zementierung größere Stücke von dem eigenen Knochen ausbrechen können beim Entfernen von dem alten Gelenk. Bei einem nicht zementierten Gelenk betrifft es häufig den jüngeren Patient. Dieser darf dann meistens eine gewisse Zeit nur „teil“ belasten und muss die Gehhilfen viel intensiver nützen um sich ab zu stützen. Das am häufigsten genützte Hüftgelenk ist das was jeder mehr oder weniger kennt. Es besteht aus einem langen Stiel in dem Oberschenkel mit einer Kugel darauf, welche in einer Pfanne die am Becken befestigt wird platziert wird. Eine weitere wichtige Entscheidung, welche aber mehr im Ermessen des Chirurgen liegt ist, welche Paarung benutzt wird. Von Paarung spricht man in diesem Fall bei der Verwendung der Materialien für Kopf und Pfanne. Der Kopf kann z.B. aus Keramik oder Metall bestehen. Die Pfanne aus Metall oder Polyethylen (Kunststoff). In diesem Bereich gibt es immer noch viele Entwicklungen und die beste Paarung ist immer noch nicht klar.

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Um zum Hüftgelenk zu kommen, kann der Chirurg aus verschiedenen „Fenstern“ wählen. Je nach dem welchen operativen Zugang er wählt werden andere Strukturen verletzt. Man unterscheidet zwischen einem hinteren-, seitlichen-, oder vorderen Zugang in der Tabelle stellen wir da welche Vor-, und Nachteile die Zugänge haben.

Hinterer Zugang

Seitlicher Zugang

Vorderer Zugang

Vorteile Wenig Chance auf Nervenschäden Die wichtigsten Hüftabspreizer werden nicht geschädigt Das Risiko des Ausrenkens ist deutlich kleiner

Wenig Weichteilverletzung Geringes Risiko zum Ausrenken Die Hüftabspreizer bleiben intakt

Nachteile Die hintere Kapsel und Muskeln werden abgelöst, was postoperativ das Risiko auf ein Ausrenken nach hintern erhöht. Die Hüftabspreizer werden hierbei geschädigt und diese sind für die Hüftfunktion sehr wichtig. Eventuell wird der Nerv geschädigt welche gerade diese Muskulatur ansteuert. Beides führt zu einen Watschel-Gang. Erhöhtes Risiko auf eine Nervenverletzung die dazu führen kann das die Beinstrecker oder die Hüftabspreizer gelähmt werden.

In letzter Zeit wird häufiger mit einer so genannten minimal invasiven Operation gearbeitet. Bei dieser wird das operative Fenster so gewählt das so gut wie keine Muskeln verletzt werden. Obwohl sich das natürlich sehr gut anhört, gibt es noch wenig Langzeitstudien die die Vorteile dieser Methode bestätigen (Jewiit & Collis, 2011) (Verschiedene, 2011) Komplikationen Das Einsetzen einer neuen Hüfte bleibt in all seinen Formen eine große Operation und hat dementsprechend auch Risiken welche wir hier noch mal kurz darstellen wollen. •

Thrombose Durch die Operation und dadurch dass man sich nach der Operation noch nicht zu viel bewegt, kann es in den tiefen Beinvenen zu einer Thrombose (verstopfendes Blutgerinnsel) kommen. Wenn dieses Gerinnsel sich löst, kann es zu eine Lungenembolie (Verstopfung der Lungenarterie) kommen, was eine sehr ernsthafte Komplikation darstellt. Um dies vor zu beugen wird man postoperativ mit Heparin und Thrombosestrümpfen versorgt und es zeigt Ihnen der Therapeut Übungen die helfen dies vorzubeugen. Selber können Sie dies unterstützten um nach der Operation so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen.

Infektion Diese selten vorkommende Komplikation entsteht durch Bakterien die entweder schon während der Operation, oder viel später über einen anderen Herd die operierte Hüfte infizieren. Dies führt leider häufiger dazu das die neue Hüfte entfernt werden 19


muss und es ist nicht immer möglich ist eine andere Hüfte ein zu setzen. Es entsteht eine so genannte Girdlestone-Situation, wobei der Patient meistens in der Lage ist mit zwei Gehhilfen zu gehen, aber leider nicht mehr freihändig. Um eine operative Infektion vor zu beugen, kann man präoperativ mit Antibiotika behandeln. •

Lähmung Je nach dem welcher Operationseingang genommen wird, kann es sein dass die da entlang verlaufenden Nerven geschädigt werden. Auch dies ist eine durchaus seltene Komplikation. Manchmal kann der Nerv sich wieder regenerieren und die Muskelfunktion kommt wieder ganz zurück.

Ausrenken Eine Komplikation die häufiger vorkommt, ist die Luxation (Ausrenken) des künstlichen Gelenkes. Das Luxationsrisiko ist unter Anderem abhängig davon welcher Operationszugang gewählt wird und welche Größe der Prothesenkopf hat. Ein größerer Kopf hat weniger Luxationsrisiko, zeigt aber einen höheren Verschleiß. In der Rehabilitation bekommt man gezeigt wie man als Patient das Luxationsrisiko deutlich senken kann. Wir werden das in Teil II besprechen.

Verkalkungen (Myositis Ossifikans) Postoperativ entstehen in der Muskulatur häufiger Verkalkungen. Die können dann Beschwerden geben, aber dies muss nicht sein. Im schlimmsten Fall müssen diese dann operativ entfernt werden. Man versucht dem Entstehen von dieser Verkalkung dadurch entgegen zu wirken postoperativ Entzündungshemmer (NSAR) zu verabreichen.

Beinlängenunterschiede Da es sich bei den implantierten Prothesen um Standardmodelle handelt, mit eine eingeschränkte Varianz, kann es sein dass ein operiertes Bein nach der Operation kürzer oder länger ist. Dies sind in der Regel keine sehr großen Unterschiede und können häufig mit eine Schuheinlage kompensiert werden. Ist der Unterschied mehr als 1 cm, wird meistens der Schuh von unten erhöht. Unterlässt man dies, kommt es häufig an dem längeren Bein zu Beschwerden an die Außenseite der Hüfte.

Die Narbe Je nach Operationszugang kann die Größe und die Lokalisation der Narbe unterschiedlich sein. Normalerweise gibt sie keine Probleme, aber die Haut auf und unterhalb der Narbe kann taub sein. Dies ist die Folge des Durchtrennens von kleinen Hautnerven, welche man nicht umgehen kann. Es ist möglich das das Gefühl wieder zurück kommt, aber eine Garantie gibt es da nicht. Manchmal entsteht an der Narbe eine Delle im Gewebe. Dies ist ästhetisch nicht optimal, hat aber für die Funktion der Hüfte keine Konsequenzen.

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Welche Vorbereitung genau ratsam ist vor eine neue Hüfte und wie die Nachbehandlung aussieht, erfahren Sie in Teil II in der nächsten Ausgabe.

Quellen: Jewiit, B. A., & Collis, D. K. (2011). High complication rate with anterior total hip arthroplasties on a fracture table. Clin Orthop Relat Res. Van Nugteren, K., & Winkel, D. (2015). Kunstgewrichten: de heup. Houten: Bohn Stafleu Loghem. Verschiedene. (2011). richtlijn heupprothese. ´s Hertogenbosch: Nederlandse orthopaedische vereniging.

Geert Jeuring Praxis für Physiotherapie Brüningserstrasse 1 59519 Möhnesee - Günne Tel. 02924 - 974 65 89 Fax. 02924 - 878 19 07 www.physiotherapie-jeuring.de

Wer kann sich erinnern? Auf Wunsch vieler BewohnerInnen wird die Serie alphabetisch „Wer kann sich erinnern?“ aus Heft Juni – August 2016 fortgesetzt Arme Socke 1) Früher Steckte man seinen Monatslohn in die Socke, war die Socke leergeblieben, war man eine arme Socke Dann werde ich wohl bis zum Lebensende eine arme Socke bleiben, denn ich bekomme keinen Lohn mehr, bin ein Frührentner mit entsprechend geringer Rente... Ärpel, Ääpel ; Erdäpfel – Kartoffeln Anbölken; lautes schimpfen, anschreien, „Hat der alte mal wieder geschimpft“ Ääs, Äase; Arsch auch im Äase – es ist kaputt Blagen; sind Kinder bedeutet; Umgangssprachliche Bezeichnung für nervende Kinder.„Sag den Blagen mal, sollen nicht solch einen Lärm machen“. Bömsken; etwas Süßes, Bonbon Balken; Dachboden, Speicher – Hänge die Schützenfahne aussem Balken Beömmeln; sich über jemanden lustig machen Berch;

Berg, Wald - Ich gen über den Berch in den nächste Ort

Bütterkes: „ Ich geb dir ein Bütterkes mit in die Schule“ – Butterbrot – Kniffte - Stulle Bums; kräftiger Schusskraft beim Fußball „ Der Stürmer hatte heut strake Riesenbums aufen Schlappen

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Bürseln: Wenn im Wald die Wildschweine durch den Dreck oder Wiese buddeln, oder im Garten etwas ausgraben – „der burselt da herum“. Döselig; 1) Ab und zu ist er allerdings etwas döselig und muss dann sehr genaue Anweisungen erhalten, ... Aber so weit war es bei meinen Einsätzen noch nie gekommen. 2) Er vergisst sehr viel, fährt beim Autofahren über Rot, ist generell ziemlich döselig dabei

Ihr Herbert Votava Freier Mitarbeiter im Haus Müller

100ster Geburtstag im Haus Müller Am 04.10.2016 feierte Herr Paul R. seinen 100 Geburtstag. Ein solches Ereignis kommt auch im Haus Müller nur höchst selten vor. Darum hatten die übrigen Bewohner schon Tage vorher angefangen ein Lied zu üben, um angemessen die Gratulationen zu überbringen. Gesungen wurde für Herrn R. nach dem Frühstück im Foyer. Auch seine Tochter und der Schwiegersohn waren an diesem Ehrentag anwesend. Außerdem war die Zeitung eigens für ein Interview und einen Fototermin mit Hr. R. erschienen. Mit einem Augenzwinkern wurde Herrn R. von den Mitarbeitern ein selbstgebackener Kuchen überreicht. Dieser sorgte für einiges Schmunzeln, denn er war in Form eines Aschenbechers mit zwei Zigarren. Herr R. ist nämlich leidenschaftlicher Zigarrenraucher und geht diesem „Laster“ auch heute noch täglich nach.

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Wir gedenken unserer Verstorbenen Frau Monika H. *1945 2016

Frau Theresia R. *1937 2016

Frau Elisabeth B. *1932 2016

Frau Christine E. *1934 2016

Frau Meta L. *1930 2016

Herr Paul B. *1939 2016

Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile. Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen .

20. Dezember Weihnachtsfeier im Haus Müller

Aktuelle Veranstaltungen Da wir gern flexibel planen um unsere Angebote an die aktuellen Wünsche und Bedürfnisse anzupassen beachten Sie bitte: • •

die aktuellen Aushänge mit dem jeweiligen Monatsprogramm und die Aushänge mit dem Wochenprogramm im Haus Müller.

Die Aushänge finden Sie auf jedem Wohnbereich in den Gemeinschaftsräumen. 23


Eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senioren- & Pflegeheim Haus Müller, des Wohnen mit Service Haus Westfalenmeer und Haus am See, des ambulanten Pflegedienstes Möhnemobil und der Müller Gastronomie. 24

Hauszeitung40  
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