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AUSGABE 5 Fahr radsaison 201 5

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ZUM MITNE HME N

Fahr rad d e st i nat i o n Fu schl am S e e

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Rad ln A nd e rswo – Ku ba S chräge Fahr räd e r

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ein Erlebnis

M-net pr채sentiert die 6. M체nchner Radlnacht am 08. August auf dem Odeonsplatz. HighspeedInternet, Festnetz und Mobilfunk

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INHALT


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VORWORT

RING-RING Wie sehr ich das Radfahren geniesse und wie sehr es zu meiner Lebensqualität beiträgt, habe ich in diesem Jahr gemerkt, als ich in diesem Jahr zeitweise auf die U-Bahn angewiesen war. Mich dem Diktat eines Fahrplans auszusetzen und die überfüllten Wägen zu Stoßzeiten fand ich stressig und freiheitsbeschränkend. Oft wird das Fahrrad als „zu langsam“ empfunden. Es kostet mehr Zeit, als die anderen, vermeintlich schnelleren Verkehrsmittel. Dazu ein Zitat: „Wer das Erlebnis Leben in seiner ganzen Fülle und nicht nur im beruflichen Alltag sucht, für den sind Radfahrstunden eindeutig ein Gewinn. Sie gehen nicht als „lästiger, aber nötiger Ausgleichssport“ von der Freizeit ab, sie sind erfüllte Freizeit. Mehr noch: Mancher, der den täglichen Weg zu Arbeitsplatz regungslos im vollen Autobus oder im eigenen Wagen sitzend zurücklegt und sich dabei – innerlich verspannt – mit dem vierrädrigen Gefährt im Fahrradtempo lärmend und stinkend von Ampel zu Ampel tastet, könnte seine Freizeit mit Gewinn verlängern, wenn er diese Wege radelnd bewältigte.“ Das Zitat stammt aus dem Buch „Mit dem Rad durch zwei Jahrhunderte“ von 1979. Nach 36 Jahren hat es an Aktualität nichts eingebüsst. Ich möchte jeden dazu einladen, das Fahrrad öfter zu nutzen. Zeit für sich und mehr Bewegung bringen Lebensfreude in den Alltag - Unbezahlbar! Tatjana

PS: Danke an alle, die an dieser Ausgabe mitgearbeitet haben – allen voran den Graphikerinnen-Duo Nina und Chrissy - und vor allem den Inserenten, Sponsoren und Verteilstellen, die die Finanzierung ermöglicht haben – Ihr seid spitze!

Bild: Colin Stewart http://www.colinstewartphotography.com


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FAHRRADKALENDER 2016 In diesem Kalender sind besonders außergewöhnliche und schöne Fahrräder zu sehen und werden nicht nur historisch interessierte Fahrradfans, sondern alle, die jemals auf einem Zweirad unterwegs waren, begeistern!

http://bit.ly/1SdiCom

RENNRAD IST LANGWEILIG? Wer bis jetzt der Meinung war, Rennrad ist etwas für Langeweiler, der schaue sich den Clip des italienischen Meisterfahrers Vittorio Brumotti an. Vor einer hervorragenden Kulisse zeigt er, was er mit seinem Fahrrad alles kann!

http://bikeyface.com/store/

http://www.calvendo.de/galerie/ klassische-fahrraeder/?s=tag:fahrrad&

https://youtu.be/BM0oQIRIyrs

MEDIENECKE

HERR POTZER WILL´S WISSEN Mein persönlicher Favorit des Radlfilmwettbewerbes ist die Geschichte vom frustrierten Autofahrer Herrn Potzer, der auf seinem Weg durch die Stadt von der Kamera begleitet wird.

BIKEYFACE Bekka hat irgendwann mal in ihrer Stadt in Amerika angefangen, mit dem Rad zu fahren. Ihre Entwicklung vom Anfänger zum Rad-Enthusiasten und was sie alles auf ihrem Weg in die Arbeit erlebt, hält sie in Comics fest. Daraus hat sich ein wunderbares Blog entwickelt. Ihr Buch „Bike There“ ist ein kleiner Führer, wie man am besten durch die Stadt kommt.


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MÜNCHEN SPEZIAL – RADSHUTTLE

Viele Radpendler kennen die Situation: benutzungspflichtige und viel zu enge Radwege, Ampeln die deutlich früher auf rot schalten, als die Straßenampeln, gefährliche Ausfahrten – flottes Vorankommen ins Büro: Fehlanzeige! Nun hat die Umweltorganisation Green City eine Idee aufgegriffen, die so neu nicht ist: Man muss bloß mehr als 16 Gleichgesinnte für den Arbeitsweg finden. Dann ist man nach § 27 der StVO ein „geschlossener Verband“. Dabei dürfen die RadlerInnen auf der Straße und nebeneinander fahren und der Verband darf in einem Zug über die Ampel fahren.

Bild: Michaila Kühnemann

Unter der Woche trifft man sich um 08.30 am Stemmerhof, um auf einer Autofahrspur zum Sendlinger Tor zu Radeln. Täglich nehmen zwischen dreißig und vierzig RadlerInnen teil. Schuster erklärt: „Laufend stoßen neue Münchnerinnen und Münchner dazu. Andere nutzen täglich die Möglichkeit und man kennt sich mittlerweile.“ Alle eint die Begeisterung, sich nicht mehr mit FußgängerInnen einen viel zu schmalen Raum zu teilen und an den Einmündungen auf abbiegende Autofahrer achten zu müssen. Besonders freut Schuster, dass auch die AutofahrerInnen das Radl-Shuttle gelassen aufnehmen: „Da wir auf der rechten Spur fahren, können Autos problemlos überholen. Damit haben wir eines unserer Ziele erreicht: Keine anderen Verkehrsteilnehmer zu blockieren, sondern Teil des fließenden Verkehrs zu sein.

Tipps zur Organisation gibt die Organisation auf ihrer Homepage unter: www.greencity.de

Das sagt eine Teilnehmerin: „Das hat Spaß gebracht. Und mit mehr Platz auf der Straße ist das Radeln viel entspannter!“

Green City e.V. würde sich freuen, wenn das Beispiel Schule macht und sich auf allen gefährlichen Straßenabschnitten RadlerInnen zu einem Radl-Shuttle zusammenschließen. Der „Radl-Shuttle“ ist eine Aktion der Kampagne #MucOhneMief, mit der sich Green City e.V. für eine neue Verkehrskultur in München einsetzt.


MÜNCHEN SPEZIAL – LASTENRAD-PROJEKT Raphael und Thomas sind Lastenrad-Fans. Vor einigen Jahren haben sie das Projekt „Kasimir – Dein Lastenrad“ in Köln kennengelernt. Dort kann man sich bei Bedarf ein Lastenrad ausleihen. Prima, haben Sie sich gedacht, das machen wir in München auch und haben mit dem ADFC als Partner den Daniel angeschafft. Jetzt wollen die beiden einen Schritt weitergehen. Ziel ist es, in allen Stadtvierteln der Landeshauptstadt kostenlose Lastenräder anzubieten, damit auch der Umstieg beim großen Wochenendeinkauf auf das Fahrrad leichter fällt.

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Bild: Fabian Norden

Das dafür benötigte Kapital haben sie bei der Crowdfunding Plattform Startnext eingesammelt. Dabei sind über Achttausend Euro zusammengekommen. Mit dem Geld werden dann zehn unterschiedlich ausgestattete Lastenräder angeschafft, die ab Sommer 2015 von allen Münchnerinnen und Münchnern für ein, zwei oder drei Tage kostenlos ausgeliehen werden können. Ziel ist es, ein eigenes Lastenrad-Ausleih-Netz von festen und wechselnden Stationen wie Nachbarschaftstreffs, Läden und engagierten Einrichtungen zu schaffen, so dass 90% aller Münchnerinnen und Münchener maximal 5 bis 10 Minuten von ihrem nächsten kostenlosen Lastenrad entfernt wohnen.

„Weil wir es wollen. Weil wir den Leuten vertrauen, dass das schon laufen wird. Weil unser Vorbild "Kasimir - Dein Lastenrad" aus Köln es seit zwei Jahren so macht und wir deren Modell lieben und toll finden. Die Menschen sollen ein Lastenrad einfach einmal ausprobieren können und es als Alternative zum Auto wahrnehmen. Viele werden erkennen: Eigentlich brauche ich kein Auto. Für den Transport der Getränkekisten und der Fahrt zum Wertstoffhof leihe ich mir die vier, fünf Mal im Jahr dann einfach ein Lastenrad aus. Fertig ist die Welt. Schön ist das Leben : )“

Wer mehr über „die Lastenradler“ wissen will oder auch einmal eins ausprobieren möchte, schaut nach unter: http://www.lastenradler.de

WARUM WIRD DAS LASTENRAD KOSTENLOS VERLEIHEN?


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MÜNCHEN SPEZIAL – HILFE ZUR SELBSTHILFE – FLICKS DIR!

„Letztens“, erzählt Bärbel von der Bikekitchen „kam ein Mädel an mit einem halben Lenker an, der andere Teil ist abgebrochen.“ Die Bikekitchen ist ein Verein zur Förderung der Fahrradkultur. Jeden zweiten Donnerstag im Monat trifft man sich in der Regel in der Werkbox am Ostbahnhof zum gemeinsamen Schrauben und Reparieren, oft in Verbindung mit einem Event, beispielsweise ein Konzert oder die Aktion wird kurzerhand an die Isar verlegt zur „Isargrillschraubstation“. Verschiedene Kurse zu Themen wie Fahrtechnik, einfache Wartungsarbeiten, Beleuchtung und Pannenhilfe runden das Angebot ab. Die Grundidee kommt aus Portland und hat einen sozialen Gedanken: Radfahren soll für alle mög- lich sein. Gute Räder sind aber teuer. Gute ältere Räder werden im Fahrradgeschäft manchmal nicht mehr repariert, weil das zu teuer kommt. Genau da setzt die Bikekitchen an. Hier kannst du dein Rad unter Anleitung der Helfer reparieren. Es spielt keinerlei Rolle, welche Art von Rad du hast, ob du technisch versiert bist, wie alt oder jung du bist, wie gut du deutsch sprichst, welches Geschlecht du hast und was du sonst kannst oder nicht kannst. Das Einzige, was du brauchst ist ein Fahrrad und Lust, das Rad mit oder ohne Hilfe zu reparieren. Das Bikekitchen-Team besteht aus freiwilligen FahrradschrauberInnen, denen die Idee der Selbsthilfe und der Weitergabe von Wissen gefällt. Es werden auch immer wieder Helfer gesucht, die müssen auch nicht viel können, sondern Spaß dran haben. Der Rest ergibt sich von selbst.

Dem Mädel mit dem halben Lenker konnte natürlich geholfen werden. Nach Hause gefahren ist sie mit einem frisch reparierten Teil.

Weitere Informationen unter: https://bikekitchen.de

Der Verein lebt von den Spenden der Teilnehmer und von den Mitgliedern. Für 15 Euro (ermässigt), bzw. 30 Euro kann man als aktives Mitglied die Bikekitchen unterstützen und kostenfrei an internen Fortbildungen teilnehmen.


MÜNCHEN SPEZIAL – MVG RAD Über 120 Stationen werden für die MVG Leihräder aufgebaut. Die Stationen verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet und entstehen vor allem an Bahnhöfen und Haltestellen. Die Flotte umfasst 1.200 Fahrräder, die robust und mit acht Gängen und Gepäckträgern ausgestattet sind. Der Minutenpreis soll bei 8 Cent liegen. Ein Jahrespaket kostet 48 Euro, dabei sind 30 Freiminuten täglich inklusive. Das Bike darf im MVG Radgebiet überall im öffentlichen Straßenraum abgestellt werden. Wer es an einer Station zurückgibt, erhält 10 Freiminuten. Zur Nutzung von MVG Rad ist die App „MVG more“ notwendig, die ab dem Systemstart zur Verfügung steht. Über die App können Räder gefunden, ausgeliehen und bezahlt werden.

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MÜNCHEN SPEZIAL – RADLHAUPTSTADT MÜNCHEN

1. RADLTUTORIAL-WETTBEWERB Reifen flicken, Bremse nachziehen oder den passenden Helm finden – all das sind Themen, die 80 Prozent der Münchnerinnen und Münchner – so viele besitzen ein Rad – beschäftigen. Mit dem Projekt Radltutorials bietet die Radlhauptstadt München ab Herbst 2015 Münchner Fahrrad-Werkstätten, -Händlern, - Vereinen und -Initiativen auf www.radlhauptsadt-muenchen.de eine Plattform, um Ihr Fachwissen rund ums Radl in kurzen Videoanleitungen zum Selbermachen, so genannten Tutorials, zu präsentieren. Die Radlhauptstadt München lädt Euch ein, Euch bis 31. Oktober mit Euren Radltutorials auf www.radlhauptstadmuenchen.de zu registrieren. Alle Radltutorials, die den Teilnahmebedingungen entsprechen, werden auf www. radlhaupststadt-muenchen.de und auf dem FacebookKanal der Radlhauptstadt München veröffentlicht. Damit nehmen sie automatisch am 1. Radltutorial-Wettbewerb der Radlhauptstadt München teil. Als Dankeschön winken Preise im Wert von 1.000 Euro. Die Teilnahmebedingungen findet Ihr unter www.radlhauptstadt.de. RADELN IN ALLEN LEBENSLAGEN Erstmals richtet sich die Radlhauptstadt München dieses Jahr außerdem mit einem Projekt speziell an SeniorInnen: Es heißt „Radeln in allen Lebenslagen“ und genau das möchte die Radlhauptstadt München ermöglichen. Deshalb veranstaltet sie von August bis Oktober gleichnamige Kurse. Zunächst informiert ein Vertreter der Verkehrspolizeiinspektion München in Theorie darüber, wie sich Radfahrer sicher im Straßenverkehr bewegen. Anschließend gibt ein Ergo- oder Physiotherapeut Tipps, wie man (wieder) fit fürs Fahrrad wird. Abschließend stellt ein Fahrrad-Anbieter verschiedene Typen von altersgerechten Rädern und Pedelecs vor, damit Jede und Jeder selbst die verschiedenen Varianten ausprobieren kann. Informationen zur Anmeldung gibt es unter www.radlhauptstadt.de. SAVE THE DATE: RADL & FASHION SHOW Mode und Fahrrad gehören zusammen! Das zeigt die jährliche Radl&Fashion Show, zu der die Radlhauptstadt München am 17. September 2015 zum fünften Mal in die Muffathalle einlädt. Wer dort typische Fahrradmode erwartet, wird jedoch überrascht sein. Vielmehr treffen exklusive Designs auf elegante Fahrräder. Tickets gibt’s ab Anfang August auf www.radlhauptstadt.de.

Bilder: Andreas Schebesta

Was es sonst noch für Neuigkeiten in diesem Jahr gibt, lest Ihr im Newsletter unter www.radlhauptstadt.de, auf www.facebook.com/radlhauptstadt und www.twitter.com/radlhauptstadt.

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LUDUS DEORUM – DIE BAHN DER GÖTTER

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Andreas Bach ist aktiver Bahnradfahrer. Um den Sport einem breiten Publikum nahezubringen hat er ein Mini Drome gebaut. Eine kleine, zerlegbare Radbahn aus Holz. Eine Runde ist 26 Meter lang und hat eine Kurvenüberhöhung von 58 Grad. Sie besteht aus Matten, die schnell zerlegt und wieder zusammengebaut werden können. Die Mindestgeschwindigkeit beträgt 5-10 Km/h und maximal kann man 30 Km/h darauf fahren. Die Bahn wurde mit einer Firma zusammen entwickelt, die sich auf spezielle Holzkonstruktionen fokussiert hat. Die große Herausforderung bei der Bahn ist die Versteifung, denn da darf sich nichts verschieben.

Auf der Bahn geht es dann auch nicht um die Kraft, sondern um die Technik. Damit alles klappt, gibt es ein Warm Up, um die Gegebenheiten kennenzulernen, denn laut Andreas Bach ist das Fahren auf der Bahn für 99,9 Prozent absolutes Neuland. Nach zehn Runden ist dann erstmal eine Pause angesagt. Dafür hat Andreas einen launigen Spruch: „Du brauchst kein Korn und kein Bier, den Drehwurm kriegst bei mir.“ Für Mini Drome Bahn hat er all seine Kohle zusammengekratzt und überlegt, damit eine deutschlandweite Serie aufzulegen. Für München plant er einen Event im November.

www.ludus-deorum-events.com

Andreas Bach veranstaltet außergewöhnliche Sportevents. Seine Radbahn hat er im Kaisersaal in Erfurt aufgebaut. Den Kontrast zwischen Opernhausambiente und tätowierten Fixiefahrern findet er gut – ein Radrennen in dieser Lokation ist einzigartig.


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SHOPPING

http://www.juicy-fashion.de/Shirt-Fahrrad

http://www.bertine.de/sassandbelle-bueroklammern-fahrrad

AB GEHT DIE POST Büroarbeit kann ganz schön langweilig werden. Für ein bisschen mehr Spaß an der Arbeit sorgen kleine Accessoires wie diese Büroklammern von Sass & Belle. Mit der witzigen Fahrrad-Form sind sie ein echter Hingucker und verschönern die Akten für 2,90 Euro.

STATEMENT Für kleine Fahrradfreunde gibt es von DUNS ein fesches T-Shirt aus GOTSzertifizierter Baumwolle für 25,95 Euro.


http://werking.cc/en/3d-mount/

13 MULTIFUNKTIONALER FAHRRADCOMPUTERHALTER Werking cycles ist eine italienische Fahrradfirma aus dem Trentino. Nun haben sie eine Halterung entwickelt, die im 3D Druckverfahren gefertigt wird. Die Halterung ist mit Dutzenden von Radcomputermarken kompatibel ist (u.a. Garmin, Polar, GoPro). Erreicht wird das durch 3D gedruckte Einsätze. Die Halterung gibt es in verschiedenen Farben und kann personalisiert werden. Die Halterung ist noch nicht auf dem Markt und muss über eine Vororder für 32 Euro auf der Webseite bestellt werden.

http://etsy.com

FAHRRADMOBILE Eine Hommage an die besten BikeEntwürfe in der jüngsten Geschichte. Das Bike-Mobile kostet 33,39 Euro und ist aus lasergerschnittenen Hartpappe. Ein schönes Geschenk für alle Rad-Enthusiasten.


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IM PORTRAIT: ADAM BELL – Herausgeber des Fahrradwörterbuches „das Fahrrad“

Adam Bell ist Kommunikationsdesigner in München. Und er mag Fahrräder. Die Idee zu einem Fahrradwörterbuch kam ihm, als er sich mit seinem französischen Rennrad beschäftigt hat und im italienischen Ebay nach einem Lenkerband suchte. Eine bebilderte Liste für Fahrradteile in unterschiedlichen Sprachen wäre praktisch - in 2014 hat er sein Projekt gestartet und ein Jahr daran gearbeitet. Jetzt ist es fertig: das ultimative Fahrrad-Wörterbuch! Es deckt die Sprachen Deutsch, englisch, französisch, italienisch und japanisch ab. Die Zeichnungen hat er selbst gemacht und bei den Übersetzungen hat er viel Unterstützung erfahren. ERZÄHLE DOCH KURZ ETWAS ÜBER DICH UND DEINE FAHRRADLEIDENSCHAFT: Ich bin Jahrgang 1972, war hier in München bei der Olympiade im Bauch meiner Mama (die aus dem Westend stammt) dabei, geboren wurde ich dann in Landsberg am Lech und bin dort in der Nähe auf dem Dorf aufgewachsen. Ganz normale Jugend mit einem schwarzen Bonanza-Rad und später einem BMX und Kettler-Alurad für die „weiten“ Strecken. Ich bin in Landsberg aufs Gymnasium gegangen, habe danach meinen Zivildienst im Landkreis gemacht und wollte dann schon „irgendetwas mit Grafik“ studieren. Nach einer gewissen Wartezeit hat es dann mit dem Studienplatz geklappt, und ich bin nach Würzburg gezogen, um dort an der FH mein Kommunikationsdesign-Studium durchzuziehen. Dort habe ich dann auch meine jetzigen Kollegen kennengelernt und als wir alle mit dem Studium fertig waren (zeitversetzt) sind wir gemeinsam hierher gezogen und haben das Umwerk eröffnet. Was die Leidenschaft fürs Fahrrad betrifft, bin ich ein Spätberufener: auch hier in München war ich jahrelang noch ein ganz normaler „User“ und habe nur so kleine Arbeiten wie Reifenwechsel oder Bremsbelag-Tausch selbst gemacht. Eine Arbeitskollegin bei einem Nebenjob hat dann mal ihr altes Rennrad aus dem Keller gezogen, weil sie es verkaufen wollte, und als ich es gesehen habe, dachte ich „das will ich haben!“. Ich habe es dann auch zu einem guten Preis bekommen, aber weil es zu groß war, ist es erst einmal ein paar Jahre in der Garage gestanden. Parallel dazu hat mich eine japanische Freundin gefragt, ob ich wüsste, wo man günstige Fahrräder kaufen kann,


15 ihres sei kaputt gegangen. Es lag noch so eine altes Damenrad meiner Schwester bei einem Kollegen im Keller und ich habe vorgeschlagen, dass ich das doch wieder herrichten könnte. Das habe ich dann auch getan, es war mehr Arbeit, als ich dachte, hat aber auch viel Spaß gemacht und ich habe einiges dabei gelernt. Das große Rennrad wurde an einen Freund verkauft, vom Erlös ein passendes gekauft und aufgemotzt, die nächste Fahrrad-Leiche aus dem Hof reaktiviert, Werkzeug angeschafft und Wissen angelesen, noch ein altes Rennrad gekauft und hergerichtet und so weiter … Arbeiten muss ich aus Platzmangel in der Küche, wenn das Wetter es nicht im Hof zulässt - das nervt irgendwann, mit dem ganzen Dreck und so, dann muss mal wieder komplett aufgeräumt werden, aber wenn nicht spätestens nach ein paar Wochen das nächste Projekt ansteht, werde ich irgendwie nervös … Also, ich bin eher ein Schrauber, als ein Radler - wobei alles was geschraubt wurde, dann auch gefahren werden muss, je besser die Fahrräder, desto weiter die Ausfahrten und hier in der Stadt sowieso alle Strecken mit dem Radl, es sei denn das Wetter ist echt schlimm, dann habe ich auch keine Lust ,-) Noch was kurzes zum Schrauben: ich finde es super, dass man mit etwas Wissen aus Büchern und dem Internet, dem richtigen Werkzeug und ein wenig handwerklichem Geschick alles selber machen kann. Manchmal muss man auch hartnäckig dranbleiben, wenn man es dann endlich geschafft hat, ist das eine große Befriedigung!

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16 WIE BIST DU AUF DIE IDEE MIT DEM FAHRRADWÖRTERBUCH GEKOMMEN? In 2013 reparierte ich ein „Gitane, Tour de l’Avenir“ von 1974: auf den ersten Blick nur Kosmetikarbeit, auf den zweiten Blick so einiges völlig verhunzt und verbastelt. Ich weiß nicht mehr genau, was es war, aber irgendetwas war im Argen, ich wusste nicht mehr weiter und musste recherchieren. Vierzig Jahre alte französische Technik! Zum Glück findet man im Internet so gut wie alles und auch für mein Problem habe ich die passende Erklärung gefunden: auf „mytenspeeds.com“. Die wird von einem Kanadier betrieben, der massenweise alte Rennräder restauriert und verkauft und das alles toll dokumentiert hat. Die Seite habe ich komplett durchgeackert und da alles auf englisch ist, habe ich quasi en passant die ganzen englischen (technischen) Spezialbegriffe gelernt. Kurze Zeit später war ich im italienischen e-bay auf der Suche nach Lenkerband unterwegs und habe dabei auch andere Dinge und deren (tolle) italienische Namen entdeckt (la corona = das Kettenblatt) - da habe ich mir gedacht, es wäre schön, so eine Liste mit den ganzen Fahrradteilen in verschiedenen Sprachen zu haben, falls ich mal wieder ein besonderes Teil suche. Im Internet gab es nur eine unvollständige Liste in seltsamen Sprachen und umständlich sortiert. Da habe ich mir überlegt, man bräuchte noch Bilder dazu, dann könnte man das unabhängig von einer Sprache anhand der Bauteile sortieren und somit ganz leicht finden. Das alles ist mir dann eine Zeit lang im Kopf herum gegangen, bis ich mir schließlich gedacht habe „das mache ich jetzt einfach!“. Dann habe ich es gleich den Kollegen erzählt, damit es auch ja kein Verschieben und Verschleppen und dann doch nicht machen gibt und Anfang 2014 mit der Arbeit begonnen. WO HAST DU DIE ÜBERSETZER GEFUNDEN? Das war viel Arbeit, das hätte ich im Nachhinein betrachtet schlauer machen können, aber so wie es gelaufen ist, war es letztendlich sehr gut. Für professionelle Übersetzung war natürlich keine Kohle da. Meine Idee war es, Fahrradmechaniker, oder Fahrrad-Freaks in den entsprechenden Muttersprachen zu finden - die müssen sich die entsprechenden Bilder nur kurz anschauen und benennen, dann wäre das ruck-zuck erledigt. Ein ganz


17 „normaler“ Italiener, Deutscher oder Japaner tut sich schwer mit Begriffen wie: Speichen-Nippel, Steuersatz, Kettenleitrolle etc. Deutsch und englisch mache ich selber, für italienisch fragte ich die, bei denen ich das Lenkerband gekauft habe, japanisch finde ich jemanden über meine Bekannte, französisch wird schwierig - dachte ich. Die Italiener war sehr freundlich und interessiert, aber als es zur Sache ging, ist der E-Mail Kontakt kollabiert und es kam kein Piep mehr, ich weiß bis heute nicht, was da los war Für das japanische habe ich mir einen Aushang und Flyer von meiner Bekannten übersetzen lassen und bin damit zum deutsch/japanischen Stammtisch, zum japanischen Supermarkt und in die japanische Kneipe gegangen. DEN oder DIE eine Übersetzer(in) habe ich damit nicht gefunden, es wurde eher eine Koproduktion: Takeuchi, der Chef der J-Bar in der Maistraße hat sich als Radl-Liebhaber erwiesen und selbst etwas geholfen, Genya hat mich aufgrund des Aushangs angerufen und einiges übersetzt, ich habe selbst noch etwas mit Hilfe des Internets gemacht und schließlich beim Stammtisch Ayako kennengelernt, die zusammen mit ihrem Freund Tomohiro Korrekturen beigesteuert hat. Das war kompliziert aber Horizont erweiternd! Meine Bedenken wegen des französischen haben sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten schnell verflüchtigt, da Tobi, der Freund meiner Nachbarin Linda, in Kanada einen Fahrradrahmen bei Jean-Michel Cauvin gekauft hatte und mir seine Mail-Adresse gegeben hat. Jean-Michel hat seine Hilfe zugesagt und super schnell die ersten 100 Begriffe übersetzt, für den Rest hat er dann auch nicht mehr lange gebraucht. Ein Glücksfall. Beim italienischen stand ich nun etwas auf dem Schlauch, doch dann hat sich herausgestellt, dass eine langjährige Bekannte - Federica - eine Ausbildung als Übersetzerin für Italienisch und Deutsch (noch dazu Spezialgebiet Technik) gemacht hat. Das wusste ich die ganze Zeit davor nicht, war also eine tolle Überraschung. Jean-Michel hat auch noch Lorenzo, einen italienischen Freund, aus dem Hut gezaubert und gemeinsam haben dieser und Feder


18 dann für die italienische Übersetzung gesorgt. Allen meinen Übersetzern bin ich sehr dankbar, ich hätte es ohne sie nicht geschafft! WAS WAR BESONDERS SCHWIERIG/SCHÖN/…? Ein Buch zum Druck fertig machen ist für mich als Grafiker ja eigentlich Routine, als besonders schwierig habe ich aber all das empfunden, was ich dabei vorher noch nicht gemacht hatte. Also die ganze redaktionelle Arbeit, sich überlegen, welche Begriffe rein sollen, welche nicht, und überhaupt die ganzen Fragen rund um die Veröffentlichung: Braucht man einen Verlag? Wie finanziert man das? Mit Sponsoren? Crowdfunding? Selber stemmen? Braucht man eine ISBN Nummer? Und die ganzen Inhalte und Übersetzungen heranschaffen, natürlich. Besonders viel Spaß hat mir das Kolorieren der Zeichnungen gemacht, das ist so ein bisschen wie ein Malbuch für Kinder, auch wenn es bei Objekten mit vielen glänzenden Stellen manchmal etwas nervig wird, ist es insgesamt doch fast schon eine meditative Tätigkeit. Figuren anmalen ist am lustigsten :-) Ein sehr schöner Moment war auch, als ich zum ersten Mal neben dem bereits vorhandenen deutschen und englischen Text etwas französisches, italienisches und japanisches einfügen konnte, da hat man irgendwie gemerkt, wie das Buch zum Leben erweckt wird!

Zu kaufen gibt es das Fahrrad-Wörterbuch unter: www.umwerk.de Zusatzinfos zum Buch und lokale Verkaufsstellen: bikebook.belldorado.de Die Seite von Adam Bell: www.belldorado.de

LIEBER ADAM - DANKE FÜR DEINE GESCHICHTE EIN TOLLES WERK!


WAS IST BIKEYOGA?

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Bike Yoga bedeutet, Stretching- und Gleichgewichtsübungen mit dem Fahrrad zu absolvieren. Die meisten Übungen kann man sogar während des Fahrens machen. Bilder: http://bikeyoga.org

Marianne bietet Bike Yoga Workshops an: http://bikeyoga.org

Die meisten Leute bauen ihre Muskeln beim Fahrradfahren auf, dehnen sie aber nie. Dehnung hilft dem Körper flexibel zu sein und stärkt das Körper-Bewusstsein. Man sagt, Yoga sei nichts anderes als eine Synergie von Bewegung und Atmung – das ist beim Radfahren nicht anders. Zum Start der Bike Yoga Sitzung sing dreimal das Wort VELO, um Dich mit dem universellen Fahrrad-Geist zu verbinden.


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SCHRÄGE RÄDER

DAS SCOO-PED Als die Briten anfingen, die Fahrräder gegen Autos zu tauschen, entstand das Elswick-Hopper Scoo-ped. Das Design war von italienischen Motorrollern inspiriert. Maurice Moss wollte das Fahrrad an Menschen vermarkten, die Angst davor hatten, nass und schmutzig zu werden. Aber die Öffentlichkeit war nicht überzeugt – und nur drei Dutzend Scoo-Peds wurden gefertigt.

Bild: Arnfried Schmitz

Bild: Nigel Land

TORPEDO RAD Der Ingenieur Étienne Bunau-Varilla gestaltete diese Zeppelin-ähnliche Verkleidung und nannte es Vélo Torpille (Torpedo Rad) Im Jahr 1913 stellte der französischen Rennfahrer Marcel Berthet einen neuen Weltrekord auf, in dem er fünf Kilometer in einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 53,11 Km/h zurücklegte. Darauf hat der Renndachverband das Design wegen Verschaffung eines unfairen Vorteils verboten.


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Bild: Jeremy Garnet

Die Fahrräder stammen aus dem Buch: Bicycle Design: An Illustrated History von Tony Hadland und Hans-Erhard Lessing. The MIT Press, ISBN: 978-0-262-02675-8

ITERA – DER KUNSTSTOFFTRAUM Das itera wurde von einem Team von Volvo entwickelt. Die Idee war Fahrrad für alle zu bauen, das wartungsarm und haltbar ist. Es stellte sich leider heraus, dass Kunststoff nicht das beste Material für einen Rahmen ist. Der Mangel an Steifigkeit kostete dem Fahrer Energie und die Lenker neigten dazu, abzuknicken. Aufgrund einer riesigen Werbeaktion wurden rund 30.000 Räder verkauft, bevor Volvo das Design begraben hat.


https://urbancommuter.wordpress.com

22 RADELN ANDERSWO


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– KUBA

KUBA – LAND DER RADFAHRER Fahrräder spielen in Kuba eine große Rolle. In der schweren Energiekrise in den neunziger Jahren, hat die ehemalige Sowjetunion die Erdöllieferungen von dreizehn auf vier Millionen Tonnen Erdöl jährlich reduziert. Der Mangel an Erdöl führt zu einem Fahrradboom.

Bilder: Hans Moor

Hunderttausende robuste und nahezu unverwüstliche Fahrräder, die allgegenwärtigen „Flying Pigeons“ wurden aus China importiert und bald hatte Kuba seine eigene Fahrradfabrik. Innerhalb weniger Jahre waren Millionen Kubaner auf zwei Rädern unterwegs. Notgedrungen war es vielleicht die schnellste Veränderung im Verkehrssystem eines Landes. Die meisten Familien erledigen die täglichen Einkäufe und Strecken mit dem Fahrrad – erstaunlich wie viel damit transportiert werden kann. Die Wirtschaft wird mit den neuesten politischen Entwicklungen bestimmt anziehen und die Autos und Lastwägen werden mehr auf den Straßen. Jeder, der heute Autofahrer ist, war gestern noch ein Radfahrer. Das erklärt auch die große Geduld der Autofahrer, sie sind sehr höflich und rücksichtsvoll gegenüber den Radfahrern. Die kommenden Jahre werden in Anbetracht der politischen Veränderungen sicher viele Bereiche in Kuba beeinflussen. Hier ist zu hoffen, dass verkehrsplanerisch die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden, um die Fehler anderer Nationen zu vermeiden.


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CYCLING CARTOON


WORLD BICYCLE RELIEF

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World Bicycle Relief ist eine gemeinnützige Organisation, die durch "The Power of Bicycles" die Lebenssituation der Menschen, die nicht viel haben, ein Stück besser machen möchte. World Bicycle Relief hat bisher über 900 Mechaniker ausgebildet und Katastrophenopfer, Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Schüler und Kleinstunternehmer mit über 180.000 speziell entworfenen und vor Ort montierten Fahrrädern ausgestattet.

Die Fahrräder werden an Kleinstunternehmer, Pflegekräfte und Schüler in den ländlichen Regionen Afrikas vergeben. Durch so genannte „work-to-own" und „study-to-own" Programme gehen sie in den Besitz der Teilnehmer über. Außerdem werden Mechaniker vor Ort ausgebildet, um eine nachhaltige Infrastruktur für Fahrräder zu schaffen und den Zugang zu Wartung und Ersatzteilen sicherzustellen.

Neun Tage Abenteuer – gemeinsam mit ortsansässigen Monteuren baut man sein eigenes Fahrrad zusammen und fährt anschließend gemeinsam mit Schülern, Pflegekräften und Unternehmern auf ihren täglichen Wegen zur Schule, zu Patienten oder zur Arbeit. So erfährt man die Lebensgeschichten und Probleme, aber auch die Veränderungen durch ein Fahrrad im Leben der Menschen aus erster Hand - Man überzeugt sich selbst von der Wirkung der Arbeit. Die Reise könnte auch Dein Leben verändern...

http://www.worldbicyclerelief.org

Damit man sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen kann, bietet die Organisation „African Rides“ an, eine exklusive Möglichkeit, Kontakt mit den Fahrradnutzern zu knüpfen und die Hoffnung und Veränderung zu erfahren, die ein Fahrrad mit sich bringt.


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EDDY MERCKX CLASSIC 2015

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EDDY MERCKX CLASSIC 2015 AM 13. SEPTEMBER 2015 Der Jedermann-Radmarathon startet erstmals in Fuschl am See. Eine neu adaptierte Streckenführung in drei Varianten (169km, 106km, 63km) führt durch die Fuschlseeregion im einzigartigen Salzkammergut. Das Festgelände mit Start- & Zielbereich liegt direkt am smaragdgrünen Fuschlsee und schafft eine unvergessliche Rennatmosphäre. Das vielfältige Rahmenprogramm rundet das sportliche Wochenende im Salzburger Land perfekt ab!

KONTAKT: TOURISMUSVERBAND FUSCHL AM SEE DORFPLATZ 1, 5330 FUSCHL AM SEE +43 (0) 6226 / 8250 FUSCHL@FUSCHLSEEREGION.COM

Bild: Erwin Haiden

13. SEPTEMBER – FUSCHL AM SEE

EDDY MERCKX CLASSIC 2015 SALZBURGERLAND – SALZKAMMERGUT


– FUSCHL AM SEE

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In der Casa Bicicletta in Fuschl kann man sich ideal auf die Eddy Merckx Classic vorbereiten. Auf geführten Rennrad-Ausfahrten mit erfahrenen Guides entdeckt man das herrliche Salzkammergut mit seinen Seen und Bergen. Dieses Angebot steht allen Aktiv-Urlaubern – vom Einsteiger zum sportlich Ambitionierten - während der gesamten Saison vom Frühjahr bis in den späten Herbst zur Verfügung. Abgerundet wird das Angebot mit speziellen Vorbereitungswochen zu den regionalen RadsportVeranstaltungen, wie der Eddy Merckx Classic. Harry G. Kantsperger, der Inhaber der Casa Bicicletta hat vor einiger Zeit seinen Bürostuhl aufgegeben und widmet sich seither ganz seiner Leidenschaft, dem Rennradfahren. Die Wünsche und Bedürfnisse seiner Gäste kennt er ganz genau. Er war selbst in seiner Jugend Lizenzfahrer und nimmt an unterschiedlichsten Triathlon-Wettkämpfen teil. Daher bietet die Casa Bicicletta ein rundum sorglos Paket an: ein Kennenlernabend, individuelle Tourenplanung und -begleitung, ein tägliches Energy-Paket, freier Eintritt im Fuschlseebad und -auf Wunsch – Carbon-Leihräder. Wer sportlich „mehr“ möchte, kann sich auch am Canyoning, Raften, Tauchen, Paragliden und Klettern versuchen. Gemeinsam mit den Partnerhotels wird das Urlaubspaket maßgeschneidert, egal ob für ein paar Tage oder eine ganze Woche. Die Guides kennen das paradiesische Salzkammergut in- und auswendig und wo es den besten Kaiserschmarrn nach der Tour gibt sowieso.

Kontakt: www.cycleaustria.com info@cycleaustria.com

„Ich möchte, dass meine Gäste einen einmaligen Urlaub auf der Casa Bicicletta verbringen. Dazu gehören nicht nur schöne Touren, sondern auch die persönliche Betreuung und eine gute Atmosphäre. Wir fahren als Gruppe los und kommen auch gemeinsam wieder an.“


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UPPERBIKE – VERLEIH‘ DEIN FAHRRAD

Felix Möller hat vor Kurzem die Online-Plattform Upperbike gegründet. Das ist ein Marktplatz, der sich auf die Vermietung von Fahrrädern spezialisiert hat.

Interessenten können mithilfe einer intelligenten Suchfunktion an ihrem direkten Standort nach einem gewünschten Fahrrad suchen und sich daraufhin die Ergebnisse direkt anzeigen lassen. Bei Interesse für ein bestimmtes Rad stellt der potentielle Mieter eine Reservierungsanfrage an den Verleiher, die von diesem bestätigt werden muss. Nach erfolgter Bestätigung kann der Interessent dann direkt Kontakt mit dem Verleiher aufnehmen.

https://www.upperbike.com

Interessant ist die Idee für Touristen, aber auch für Leute, die Spezialfahrräder im Keller stehen haben und diese damit der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.


3D FAHRRAD

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FIX3D - DAS FAHRRAD AUS DEM DRUCKER James Novak bezeichnet sich selbst als lebenslangen Lerner. Ein Faible von ihm ist der 3D Druck. An seiner Uni beschäftigt er sich mit der additiven Fertigung von Sportprodukten. Es gibt ihm die Möglichkeit „zu spielen, mit all diesen Spielzeugen“, wie er es selbst ausdrückt. Als Material wird Polyamid verwendet. Rund 150 Stunden verbrachte James damit, den Prototypen zu modellieren und herzufinden, wie viel von dem was er tun wollte, tatsächlich durchführbar war. Vier Monate dauerte es, bis er in der Lage war, etwas Brauchbares zu schaffen.

https://edditiveblog.wordpress.com

Das große Potential des 3D Drucks besteht darin, Produkte zu schaffen, die exakt den Bedürfnissen angepasst sind. Gedruckt wurden drei Segmente, die nach dem Druck miteinander verklebt werden. Derzeit ist das Fahrrad noch zu instabil, um es zu fahren. Es wird noch einige Jahre dauern, bis Faserverbundstoff-Drucker in der Lage sind, dies in einem Stück zu drucken. Aber es wird spannend sein, wenn es passiert!


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KUNSTSTÜCKE


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CHAIN SCULPTURES

Über seine Arbeit sagt er: „Wir leben in komplizierten Verbindungen mit unendlich vielen Informationen. Für mich sind die Kettenverbindungen wie die Schaltkreise im Gehirn. Inmitten dieser unzähligen Verbindungen sind wir überwältigt von unserer Pflicht, Entscheidungen zu treffen. Wir leiden Qualen, weil wir nicht wissen, wohin wir gehen sollen. Meine Arbeit ist ein Ausdruck des ruhelosen Lebens der Menschen, die in dieser hochtechnologisierten Welt leben.“

http://youngdeok.com/

Es braucht schon einen zweiten Blick, um festzustellen woraus die Skulpturen des Koreaners Young-Deok Seo sind. Aus Fahrrad- und Rollerketten gestaltet er Figuren und Gesichter. Die Arbeit mit Kettengliedern ist schwierig und zeitintensiv und erfordert Geschick und Geduld.


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BIKE CAMPER

Der Designer und Künstler Kevin Cyr erforscht die Idee von Zufluchtsorten in Verbindung mit Mobilität und geschützten Bereichen. Dafür hat er den „Little Tag Along“ gestaltet. Einen kleinen Campinganhänger, der vom Fahrrad gezogen wird. Neben den Ablageflächen gibt es einen klappbaren Tisch und ein Bett.

http://www.kevincyr.net

Bild: Kevin Cyr


WIR FAHREN RAD MIT ROLAND

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Roland fährt gerne mit dem Fahrrad – er hat sich aber auf das liegende Fahren spezialisiert. Da gibt es zum einen sein Velomobil – das sieht aus wie eine Zigarre. Velomobile haben laut Definition eine geschlossene Verkleidung und in der Regel drei Räder und sind als Liegerad konzipiert. Mit seinem Velomobil fährt der Roland schon mal von Karlsruhe nach München – die Strecke ist 330 Kilometer lang. Dafür braucht er zwischen neun und zehn Stunden. Die Fahrzeit ist der guten Aerodynamik geschuldet. Sein zweites Steckenpferd sind Trike-Liegeräder. Als erprobter Langstreckenfahrer und Heilpraktiker weiß er um die Anforderungen an Rad und Komponenten. Er ist an der Entwicklung des leichtesten (14 kg) vollgefederten Serientrikes weltweit beteiligt (velomo.eu) und hat kurzerhand eigene Zubehörteile für Trikes konzipiert: „Meine Entwicklungen sind nicht am Reißbrett oder im Computer, sondern im und aus dem Alltag entstanden. Tausende von Kilometern zu allen Jahreszeiten, genaue Beobachtung unter verschiedensten Bedingungen, Analyse der auftretenden Probleme und die Entwicklung hierfür passender Lösungen waren notwendig.“

Bilder: Roland Kauke, avisio-muenchen.de

Daher sind seine Frontverkleidung, die Schutzbleche und der Schalensitz gut durchdachte Zubehörteile, die bei den Liegeradfahrern Anklang finden. An einem neuen Heckkoffer arbeitet er aktuell. Der soll nicht nur praktisch, sondern auch optisch ansprechend sein. Neben den schon bestehenden Flächen soll er für eine gute Sichtbarkeit im Verkehr sorgen.

„Der Bequemlichkeitsfaktor ist geschätzt 500% höher als beim Aufrechtrad - kein Po, der nach 50 km schmerzt, kein verspannter Schulter-Nacken-Bereich, entspannt die Landschaft betrachten, Trinken und Essen während des Fahrens, Stürzen ist quasi unmöglich - was will man mehr. :)“

Mehr zu Roland Kauke unter: http://www.fahrradverkleidung.de

WARUM ER GERNE IM LIEGEN FÄHRT?


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#MITHELM GEGEN #BESSEROBENOHNE

Das Bundesministerium für Verkehr (BMVI) hat gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat die Kampagne „Runter vom Gas“ für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen gestartet. Dabei geht es darum, alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Leider wurden der Bereich Fahrrad auf das Helmtragen reduziert. Darth Vader mit Vorbildfunktion wurde in deutschen Großstädten plakatiert: „Die Saga geht weiter: Dank Helm“.

Bild: BMVI/DPA

Schade nur, dass die Kampagne für Radfahrer am Ziel vorbeigeht. Die beiden Hauptrisiken für Fahrradfahrer im Verkehr sind ab- und einbiegende Fahrzeuge und das Fahren mit dem Fahrrad gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung (Geisterradler). NUN, UM ES GLEICH VORWEG ZU NEHMEN: IST EINE HELMPFLICHT SINNVOLL ODER NICHT? Man weiß es nicht. „Methodisch gesehen brauchen wir um die Wirksamkeit von Radhelmen im realen Unfallgeschehen belegen zu können, ausreichend große Vergleichsgruppen von verunfallten Helmträgern und Nicht-Helmträgern. Die kann es aber angesichts einer je nach Stadt und Region um die 10 Prozent schwankenden Helmtragequote nicht geben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Polizei nur einen Teil des Unfallgeschehens erfasst. Von Alleinunfällen und Kollisionen von Radfahrern untereinander erfährt die Polizei in der Regel nichts, jedenfalls solange dabei keine Person schwer verletzt wird.“ schreibt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV) in seinem Blog.1


35 Nachdem dieser Punkt geklärt ist, kommen wir zu den Reaktionen auf die Kampagne, die in der Radszene umstritten ist. Schon bei der Enthüllung der Plakate entstand es das erste Bild von Aktivisten, die „Dank Helm“ ihr bestes Stück schützten und „Besser Oben Ohne“ fordern. „Wenn man es ernst meint und Kopfverletzungen reduzieren will, dann bitte Werbe- und Politik-Kampagnen starten, damit Auto- und LKW-Fahrer langsamer fahren, die Geschwindigkeiten häufiger kontrolliert und die zugelassenen Höchstgeschwindigkeiten abgesenkt werden“, so Heinrich Strößenreuther von der Initiative clevere Städte. „Dass jetzt aus „Runter vom Gas“ eine Werbung für das Tragen des Fahrradhelm wird, dreht die Zusammenhänge um“.2 In einigen Städten haben Rebellen den dankbaren Text kurzerhand umformuliert: „Ich habe Schuppen. Dank Helm“ oder „Gilt in jeder Galaxie. Und beim Treppensteigen“. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter entbrennt eine Schlacht zwischen #dankhelm und #besserobenohne.

Bild: Andi Stückl

„Wir kämpfen um bessere Bedingungen, weil wir überall wie Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse behandelt werden. Und weil wir jeden Tag mehr werden ― in einem Raum, in dem die Autos jeden Tag größer werden. Möglichkeiten zur Verbesserung der Lage gibt es viele. Amsterdam und Kopenhagen machen es vor, und wahrscheinlich könnten wir eine beliebige Maßnahme von den Dänen und Niederländern kopieren und komplett durchziehen und würden die Sicherheit für Radfahrer immens erhöhen. Eine Plakat-Kampagne, die uns Radfahrer einseitig die Schuld in die Schuhe schiebt, tut das eben nicht. Warum wir uns so über „Dank Helm“ aufregen? Wir haben die Bevormundung, die in der Kampagne mitschwingt, satt.“ bringt es André Wendt auf den Punkt.3

Und so werden munter kreative Erzeugnisse in Umlauf gebracht, die die andere Seite der Macht zeigen: für bessere Infrastruktur, Sicherheitsabstände und Tempo 30 und damit für mehr Sicherheit für Radfahrer. 1 http://udv.de/de/blog/helmpflicht-fuer-radfahrer 2 http://www.clevere-staedte.de/DankHelm-blank-ziehen-gegen-Helmpflicht 3 https://medium.com/@awendt/liebe-dorobaer-wir-müssen-reden-f1497b63c0f2

Bild: Jochen


36 MÜNCHEN UND UMGEBUNG RADLHAUPTSTADT VERANSTALTUNGEN Termine sh. Webseite http://www.radlhauptstadt.muenchen.de WERKSTATT R18 – FAHRRADSERVICE Wallensteinplatz 2 Rgb. 80807 München www.werkstattR18.de SAMSTAG RAD Fahrrad Klassiker - edel restauriert Gotzinger Str. 8 - Impact HUB München 81371 München www.samstag-rad.de FAHRRADLADEN PRINZENSTRASSE Prinzenstraße 83 80639 München www.fahrradladen-prinzenstrasse.de BIKEKITCHEN MÜNCHEN @ WERKBOX Grafinger Straße 6 81671 München www.bikekitchen.de RADWERK Dachauer Straße 161 80636 München www.radwerk-muenchen.de LUFTPUMPE Planeggerstraße 9a 81241 München Pasing www.luftpumpe-pasing.de

VERTEILSTELLEN GREEN CITY Goethestraße 34 80336 München www.greencity.de DYNAMO FAHRRADSERVICE Haager Straße 11 81671 München www.dynamo-muenchen.de BIKEKITCHEN AUGSBURG Heilig-Kreuz-Straße 30 86152 Augsburg bikekitchenaugsburg.wordpress.com OUTSIDE1ST Zehntfeldstraße 272a 81825 München Www.outsidefirst.de VELO KLUG Tisinstraße 56a 82041 Oberhaching www.klug-velomobil.de

ÜBERREGIONAL RADSPANNEREI GBR Kottbusser Str. 8 10999 Berlin www.rad-spannerei.de SCHICKE MÜTZE Talstr. 22-24 Hinterhaus 40217 Düsseldorf www.schickemuetze.de

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SPONSOREN

HVB CLUB Am Eisbach 5 80538 München www.hvbclub.de ADFC MÜNCHEN Platenstraße 4 80336 München www.adfc-muenchen.de

Elektroinstallation Rossmanith Peter Rossmanith Nymphenburger Straße 134 80636 München http://www.elektro-rossmanith.de


IMPRESSUM REDAKTION Tatjana Elssenwenger (V.i.S.d.P.) Schultheißstraße 16 81477 München tatjana@radl-wadl.de // www.radl-wadl.de GESTALTUNG Christin Büttner // www.christinbuettner.de Nina Bachmann // www.ninabachmann.de Titelbild: martiin // istockphoto COPYRIGHT Der Schutz des geistigen Eigentums ist uns wichtig! Wir achten sehr darauf. Sollten wir ein Recht verletzt haben, bitten wir um Mitteilung! Namentlich gekennzeichnete Redaktionsbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeberin wieder. Für Nachdruck bitte anfragen. VERTEILUNG Im Raum München erfolgt die Verteilung an ausgewählte Verteilstellen mittels Fahrradkurier. RAPID KURIERDIENSTE KG Volkartstr. 59 80636 München www.rapid.de

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG DER RADLHAUPTSTADT MÜNCHEN

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LETZTE SEITE – WIE MAN DAS RADFAHREN DÄMONISIERT

In Heidelberg muss es schlimm bestellt sein um die Radfahrer, denn die Überschriften eines Artikels von „morgenweb – dem Nachrichtenportal von RheinNeckar” lauten wie folgt:

Das größte Problem sei, dass Radfahrer häufig im komplexen Verkehrsgeschehen übersehen werden, sagt [Polizeidirektor Dieter] Schäfer Halten wir also fest: Wenn es in Heidelberg einen Unfall gibt, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Radfahrer beteiligt ist. Aber wenn ein Radfahrer beteiligt war, dann deswegen, dass Radfahrer übersehen werden. Deswegen startet das Polizeipräsidium Mannheim jetzt eine groß angelegte Kampagne, in der die Auto-, LKW- und Busfahrer dahingehend sensibilisiert werden, aufmerksamer, wacher, konzentrierter, defensiver und vor allen Dingen langsamer zu fahren, so dass in Zukunft weniger Radfahrer übersehen werden. Ach nein, stimmt gar nicht, muss ich wohl geträumt haben. Denn stattdessen werden: ▶ die Radfahrer als Sorgenkinder deklariert ▶ plädiert [die Polizei] für Neon-Westen und Tages-LEDBeleuchtung ▶ führt die Polizei großangelegte Kontrollaktionen der Radfahrer durch Abgesehen von den sicherlich richtigen Kontrollen bezüglich Alkohol, Geisterradeln und Rotlichtverstößen, wäre es vielleicht doch mal eine schlaue Idee, den Autofahrern in groß angelegten Kontrollaktionen auf die Gasfüße zu schauen?

Der Artikel erschien auf der Webseite https://presserad.wordpress.com/ einer Initiative, die die Presseberichterstattung über Fahrradunfälle kommentiert. Das Motto: Der Radfahrer in der Presse: gerne übersehen, oft touchiert, ohne Helm längst tot, und gegen Verkehrsregeln verstoßend, die niemand korrekt erklären kann.

RADFAHRER BLEIBEN SORGENKINDER, HOHES VERLETZUNGSRISIKO, ZU STOSSZEITEN VIELE UNFÄLLE Erstaunliche Erkenntnis: Wenn die meisten Radfahrer unterwegs sind, gibt es auch die meisten Unfälle. Erschreckend! Aber wie stellen sich diese Zahlen eigentlich genau dar? 4.860 Unfälle hat die Polizei Heidelberg 2013 aufgenommen. Bei 309 Unfällen gab es eine Radfahrer-Beteiligung, bei 245 dieser Unfälle wurde jemand verletzt, davon wiederum jeder fünfte schwer. Laut Adam Riese wurden also bei 5% der Unfälle Radfahrer verletzt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass in 95% der (Un-) Fälle keine Radfahrer verletzt wurden.


Mehr 端ber das Bikeyface und weitere Comics auf: www.bikeyface.com


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Radl-Wadl Radmagazin Ausgabe 5 (2015)  

Inhalte (unter anderem): Ausgabe 5: Erstes Fahrradwörterbuch erschienen Im Portrait: Adam Bell - seine Idee und die Schwierigkeiten bei de...

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