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Radialog

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Das Patientenmagazin Ihrer Radiologiepraxis | 01/2013

Die Prostata: Mann sollte vorsorgen ab Seite 06 Michael und Uli Roth Seite 04

Geheimnisvolle Röntgenkunst

Seite 10

Mit moderner Technik dem Brustkrebs auf der Spur

Seite 12

Bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung

Radialog online unter www.radiologie.de


02 Einblick

Kompetenz im Netz Radiologie und Nuklearmedizin Franken – diese Praxis ist Teil eines medizinischen Kompetenznetzes, das seinen Patienten ein umfangreiches Leistungsspektrum auf höchstem Qualitätsniveau bietet.

Radiologienetz beteiligt sich die Radiologie Franken am Qualitätsprogramm RaDiagnostiX. Durch enge Kooperation mit urologischen Fachärzten sollen Diagnose und Therapie in Sachen Prostatakrebs verbessert werden. Mehr zu diesem Thema auf Seite 6.

Radiologische Kompetenz nun auch in Coburg

A

n mittlerweile 13 Praxisstandorten (5 x in Nürnberg, 2 x in Fürth, je 1 x in Coburg, in Scheßlitz, in Neustadt/Aisch, in Bad Windsheim, in Höchstadt/ Aisch und in Bayreuth) sorgen 21 Fachärzte mit ihren hochqualifizierten Teams für eine optimale Versorgung der Patienten. Mit langjähriger Erfahrung und unterschiedlichen Schwerpunkten sind die Spezialisten auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft und decken das gesamte Spektrum der diagnostischen Radiologie, Nuklearmedizin sowie Strahlentherapie ab.

Ausgezeichnete Praxen! Das Anliegen des Kompetenznetzes, den Patienten ein Höchstmaß an Kompetenz und Know-how zur Verfügung zu stellen, wurde durch gleich zwei Auszeichnungen bestätigt. Zum einen prüft und zertifiziert der TÜV Süd jährlich die Praxen der Radiologie und Nuklearmedizin Franken. Die Zertifizierung umfasst dabei die Durchführung von radiologischen und nuklearmedizinischen Untersuchungen und Therapien, die Weiterentwicklung des radiologischen und nuklearmedizinischen Spektrums der Praxis, die Aus- und Weiterbildung von Radiologen und Nuklearmedizinern sowie die des medizinischen Fachpersonals. Im Herbst 2010 und 2012 erhielt die Praxis im Bereich Mammographie das Gütesiegel „Ausgezeichnete Patientenversorgung“ der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns. Um den Patienten die bestmögliche Vorsorge zu bieten, wird das Programmangebot kontinuierlich erwei­ tert. Als eine der ersten Praxen im

Seit Januar ist die Radiologie Neustadt/Aisch auch mit einer Filiale in Coburg vertreten. Die Praxis befindet sich in der Mohrenstraße 3 im Herzen der Stadt, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. In den ausgelagerten Praxisräumen gegenüber (Mohrenstraße 8) steht ein strahlungsärmeres CT-Gerät zur Verfügung. Neben CT-Untersuchungen liegt ein weiterer Schwerpunkt in Coburg auf Screenings und nuklearmedizinischen Diagnosen.

Ihr Herz in den Händen von Experten – neues Cardioteam! Was sie sehen, kann Ihr Leben retten! Mit Oleg Cherevatyy und PD Dr. med. Sedat Alibek stehen innerhalb des Kompetenznetzes zwei sehr erfahrene Radiologen für Herzuntersuchungen den Patienten zur Seite. Bestens ausgebildete Ärzte führen Herz-CT- und Herz-MRT-Untersuchungen an drei Standorten in Nürnberg (OpenMRT im Deutschherrnkarree, Campus Nürnberg Ost und Sana Klinik, Adressen s. letzte Seite) sowie bei Dr. Siems in Bayreuth und bei Dr. Schreiter in Höchstadt/Aisch. Neu: Seit Januar wird diese Untersuchung auch an der Klinik Rothenburg ob der Tauber, Tel.: 09361/707360 durchgeführt. Komfortabel für die Patienten: die zentrale Terminvergabe unter der Rufnummer 0911/23993000. Hier gibt es bei Bedarf auch weitere Informationen.

Hochmoderne dosissparende Computertomographie Ebenfalls seit Januar steht den Patienten der Radio­ logie-Filiale Bad Windsheim der kürzlich installierte 16-Zeilen-Computertomograph für Untersuchungen zur Verfügung. Verschiedene Funktionen ermöglichen eine Reduzierung der Strahlendosis und erhöhen den Patientenkomfort, die Diagnosesicherheit sowie die Bildqualität. Die Patienten profitieren so von einer bestmöglichen diagnostischen Untersuchung. Zudem ist mit Dr. Wolfgang Stadler nun ein weiterer ausgezeichneter Facharzt und Mammographie-Experte an Bord.


03 Überblick Geheimnisvolle Röntgenkunst

Seite 04

Liebe Patientinnen, liebe Patienten

Blickpunkt Prostata: Mann sollte vorsorgen

ab Seite 06

E

r hat ein wenig gebraucht, sich gegen den zähen Winter durchzusetzen – doch jetzt ist der Frühling voll da und mit ihm die Frühjahrsausgabe des „Radialog“. Wenn wir uns jetzt also auf die warme Zeit des Jahres freuen, mit hoffentlich viel Sonnenschein und guter Laune, sollten wir allerdings nicht die wichtigen Krebsvorsorge-Termine aus den Augen verlieren. In unserer Titelgeschichte über die Prostata ab Seite 6 lesen Sie, warum der 50-jährige Hamburger Fotograf Martin S. einer solchen Vorsorgeuntersuchung sein Leben verdankt. Die Prostata ist reine Männersache – Brust­ krebsvorsorge hingegen betrifft vor allem Frauen. Medizintechnik und Radiologie haben bei der Mamma-Diagnostik in den vergange­ nen Jahren große Fortschritte gemacht. Wel­ che Untersuchungsmethoden es mittlerweile gibt und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen, haben wir Ihnen auf Seite 10 zusam­ mengestellt. Vorsorge – im wirtschaftlichen Sinne – ist natürlich auch ein Thema für Gesundheits­ einrichtungen. Krankenhäuser, ob in öffent­ licher oder privater Hand, müssen ihre Kosten effizient managen. Gerade die Radiologie mit den sehr teuren Großgeräten birgt hier große Herausforderungen. Darüber hinaus fordert die Politik eine stärkere Verzahnung von am­ bulanter und stationärer radiologischer Be­ handlung. Immer mehr Krankenhäuser entde­ cken dabei die Vorteile von Kooperationen mit niedergelassenen Radiologen. Unter welchen Umständen solche Kooperationen erfolgreich sein können und wie auch Sie als Patienten davon profitieren, beleuchtet unser Artikel ab Seite 12.

Impressum

Daneben finden Sie in diesem „Radialog“ wie gewohnt eine ganze Reihe interessanter Fakten und Neuigkeiten rund um die Radio­ logie. Das Magazin ist als Beitrag zur Verbes­ serung der Kommunikation zwischen Praxen und Patienten gedacht. Dafür wird es zweimal im Jahr vom Radiologienetz aufgelegt, einem bundesweiten Verbund aus 360 niedergelas­ senen Radiologen und Nuklearmedizinern in 100 Praxen und 70 Krankenhäusern. In den zumeist recht großen Praxen mit durchschnitt­ lich 40 Mitarbeitern möchten wir den persön­ lichen Kontakt zu unseren Patienten pflegen. Mit dem „Radialog“ haben wir daher einen ganz eigenen Weg gewählt, Ihnen verschie­ dene Themen rund um die Radiologie mög­ lichst verständlich zu präsentieren. Wir hoffen, dass uns das auch mit dieser Frühjahrsausga­ be gelungen ist, und freuen uns jederzeit auf Ihr Feedback, das Sie uns zum Beispiel mit der Postkarte auf der Rückseite übermitteln können.

Ihre Radiologen im Radiologienetz

Durchblick Mit moderner Technik dem Brustkrebs auf der Spur

Seite 10

Ausblick Eine bessere Ver­zahnung von ambulanter und stationärer Behandlung hilft allen Seite 12

Ein letzter Blick Iranisches Auberginenmus (Mirza Ghasemi)

Seite 14

Herausgeber: Radiologienetz Deutschland, Haus der Radiologie, Ringstraße 19 B, 69115 Heidelberg, Telefon 06221 5025-0, www.radiologienetz.de; Redaktion: Dr. M. Kreft (V. i. S. d. P.), Dr. J. Schmidt-Tophoff, L. Schwarzweller, J. Heinze, O. Nord; Fotos: Curagita AG, Fotolia; Grafik: Litho Art GmbH & Co. Druckvorlagen KG, Mannheim; Druck: Dietz Druck, Heidelberg.


04 Überblick

Den chirurgischen Bypass vermeiden Qualitätsreport zeigt: Patienten mit Schaufenster-Krankheit sind beim Radiologen in guten Händen

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ie gehört zu den am weitesten verbreiteten HerzKreislauf-Erkrankungen und hat einen sehr bild­ haften Namen: die Schaufenster-Krankheit. Sie heißt so wegen ihrer Symptome und der typischen Verhaltens­ weise der Patientinnen und Patienten. Nach einer gewis­ sen Zeit treten beim Gehen starke Wadenschmerzen auf und zwingen zum Anhalten. Viele Betroffene tun dann aus Scham so, als würden sie die Auslage in den Schau­ fenstern betrachten. Die medizinisch korrekte Bezeich­ nung ist „periphere arterielle Verschlusskrankheit“ oder kurz PAVK. Ursache ist zumeist Arteriosklerose: Kalkab­ lagerungen führen in den Blutgefäßen im Becken oder Oberschenkelbereich zu Verengungen oder gar zum kompletten Verschluss. Leichtere Formen der PAVK lassen sich durch Gehtraining therapieren. Reicht das nicht aus, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: ent­ weder ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein Bypass gelegt wird, oder der Besuch beim interventionellen Ra­dio­­­­­logen. Dieser kann die verengten oder sogar verschlossenen Blutgefäße mit Hilfe eines Ballonkatheters aufdehnen und bei Bedarf Gefäßstützen, so genannte Stents, einsetzen. So kann das Blut wieder ungehindert von der Haupt­ schlagader in Richtung Becken und Bein fließen und die Schmerzen sind in der Regel Vergangenheit.

Wie erfolgreich diese Methode ist, zeigt ein jetzt veröf­ fentlichter Qualitätsreport, den die Deutsche Gesell­ schaft für Interventionelle Radiologie in Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Bochum erstellt hat. Insgesamt wurden dabei die Daten von über 36.000 Patienten ausgewertet, die sich 2011 wegen einer PAVK zu einem interventionellen Radiologen in Behandlung begeben hatten. In mehr als 96 Prozent aller Fälle ge­ lang es demnach, die Gefäßengstelle aufzudehnen oder den Arterienverschluss zu beseitigen. Der Einsatz von Gefäßstützen war dabei wiederum nur in der Hälfte der Fälle notwendig. Diese technische Erfolgsquote ist als ausgesprochen hoch einzustufen.

Geheimnisvolle Röntgenkunst Die meisten haben bei der Gepäckkontrolle am Flughafen schon mal versucht, einen Blick darauf zu erhaschen: Wenn die Gepäckstücke per Röntgenstrahl durchleuchtet werden, entstehen auf den Computer-Bildschirmen interessante Bilder. Birgit Fischötter machte aus solchen Röntgenbildern echte Kunstwerke.

„D

as Geheimnis der grünen Schachtel“ nannte die Künstlerin Fischötter ihre Bilderserie und das hatte natürlich einen Grund. Als Grundlage dienten näm­ lich nicht Handkoffer, Rucksack oder Fototasche. Fischötter ließ vielmehr Objekte des Frankfurter Museums für angewandte Kunst in den Röntgenapparaten am


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Bildgesteuerte Rückenschmerztherapie bald nur noch für Privatpatienten? Der Zugang zu einem zuverlässigen und zielsicheren Therapieverfahren gegen Rückenschmerzen wird ab April 2013 für Kassenpatienten voraussichtlich deutlich schwieriger.

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RT – die drei Buchstaben ste­ hen für „Periradikuläre Thera­ pie“. Hinter dem Fachbegriff ver­ birgt sich eine seit vielen Jahren bewährte Methode zur Bekämp­ fung akuter Rückenschmerzen, wie sie beispielsweise bei Bandschei­ benvorfällen auftreten: Der Arzt in­ jiziert die lindernden Medikamente direkt in die den Schmerz verursa­ chende Nervenwurzel im Rücken. Dieses zielgerichtete Verfahren ist nur mit einer direkten Bildkontrolle möglich – üblicherweise wird hier­ für ein Computertomograph einge­ setzt. Daher wird die PRT bislang zumeist durch Radiologen durch­ geführt. Jeder Haus- oder auch Facharzt kann den Patienten zum Radiologen überweisen. Vielen tau­ send Schmerzpatienten konnte so in den radiologischen Praxen und Zentren der Republik zuverlässig geholfen werden.

Ein Beschluss des Bewertungsaus­ schusses (BA), eines zentralen Or­ gans der Selbstverwaltung im Ge­ sundheitswesen, stellt diese Praxis nun in Frage. Der BA hat dabei in erster Linie im Sinn, die Richtlinien für niedergelassene Ärzte an die Anforderungen für die ambulante PRT-Behandlung in Krankenhäu­ sern anzupassen. Dies soll da­ durch gewährleistet werden, dass künftig entweder der überweisende Arzt oder der die PRT ausführende Fachmediziner eine spezielle Aus­ bildung zum Schmerztherapeuten vorweisen muss. Die Kassenärzt­ lichen Vereinigungen mussten den Beschluss des BA umsetzen, so dass die neue Regelung bereits zum 1. April 2013 für gesetzlich Versicherte in Kraft trat. Was da­­­bei zu wenig bedacht wurde: Mediziner mit der Zusatzausbildung „Spezielle Schmerztherapie“ sind rar gesät.

Rhein-Main-Airport durchleuchten. Dabei handelte es sich beispielsweise um Objekte aus frühchristlicher Zeit, aber auch um Figuren, Behältnisse und Gebrauchsgegenstän­ de aus dem Mittelalter, dem Barock oder Biedermeier. Die teilweise empfindlichen Gegenstände wurden in einer grü­ nen klimatisierten Box vom Museum zum Flughafen trans­ portiert – so kam es zu dem Titel. Auf transparenten Folien, die sie über die Röntgenbilder legte, gestaltete Fischötter ihre eigene Interpretation der Gegenstände und bereicherte sie somit um eine weitere Dimension. Heraus kamen ausdrucksstarke Bilder, die zu­ nächst im Museum für Angewandte Kunst selbst zu sehen waren. Im vergangenen Jahr begeisterten die Bilder die Besucher des Radiologentags in Heidelberg. Neben den hier abgedruckten Beispielen sind weitere Motive auch auf der Webseite der Künstlerin zu sehen: www.fischötter.de

Durch die überraschende Entschei­ dung des BA war es nicht möglich, rechtzeitig Strukturen zu schaffen, die dieses Defizit mildern oder gar beheben. Für Kassenpatienten, die eine PRT wünschen, ist es daher wichtig, sich gut zu informieren. Die radiologischen Praxen im Radiolo­ gienetz Deutschland halten hierfür aktuelle Patientenblätter bereit und sind auch dabei behilflich, vor der Behandlung einen Kostenerstat­ tungsantrag an die Krankenkasse zu richten. Zudem versucht das Radiologienetz einerseits mit den Krankenkassen zufriedenstellende Regelungen zu finden und ande­ rerseits die Weiterbildung der Mit­ gliedsradiologen zu Schmerzthe­ rapeuten voranzutreiben. Oberstes Ziel ist es dabei, die Versorgungs­ qualität für alle Patientinnen und Patienten sicherzustellen.


06 Blickpunkt

Die Prostata: Mann sollte vorsorgen Kleine Drüse, große Wirkung: Ein Viertel aller Krebserkrankungen bei Männern betrifft die Prostata und rund ein Viertel aller über 50-Jährigen leidet an behandlungsbedürftigen Prostatabeschwerden. Je früher erkannt und je eindeutiger diagnostiziert, desto besser stehen die Behandlungschancen bei gut- und bösartigen Prostataerkrankungen.

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eschwerden hatte er keine, aber einen Kalender, der ihn an die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Urologen erinnerte. Diesem Kalender verdankt Martin S. sein Leben. Im Rahmen des gesetzlichen Früherken­ nungsprogramms entdeckte der Arzt bei dem seiner­ zeit knapp 50-jährigen Hamburger ein Prostatakarzi­ nom so rechtzeitig, dass ihm nach der Operation eine Strahlen-, Hormon- oder Chemotherapie erspart blieb. Inzwischen, acht Jahre später, gilt der gelernte Fotograf als geheilt und freut sich alljährlich über seine beruhi­ genden Ergebnisse bei den regelmäßigen Kontrollunter­ suchungen – von denen er keine vergisst!

Vorsorge rettet Leben Auch in anderer Hinsicht hatte Martin S. Glück. Tast­ untersuchung, PSA-Wert und Stanzprobe (siehe Ka­ sten 1) ergaben einen eindeutigen Befund. Das klappt jedoch leider nicht immer so lehrbuchmäßig: Tastunter­

suchungen allein reichen manchmal nicht für eine zu­ verlässige Diagnose, und auch der PSA-Wert schlägt durchaus mal Fehlalarm oder reagiert nicht auf kleins­ te bösartige Veränderungen. Gewebeproben bringen schließlich nur dann ein exaktes Ergebnis, wenn sie – mehr oder weniger zufällig  – an genau der richtigen Stelle entnommen werden.

Sicherheit schützt Moderne bildgebende Verfahren wie die multiparame­ trische Kernspintomographie (mpMRT) tragen dazu bei, diese Lücken zu schließen. Dafür sorgt seit Anfang des Jahres auch eine Kooperation zwischen Urologen und Radiologen, das Qualitätsprogramm RaDiagnos­ tiX, initiiert vom Radiologienetz Deutschland. Bei dieser Kooperation arbeiten Urologen und Radiologen Hand in Hand, um den Patienten künftig eine noch bessere Versorgung bieten zu können.


07 Prostata auf dem Prüfstand Folgende Untersuchungen bringen Klarheit darüber, ob es Ihrer Prostata gut geht: Tasten Über den Enddarm ertastet der Urologe die Prostata sowie die Lymphknoten in der Leiste und damit eventuell krankhafte Veränderungen wie Verhärtungen oder Vergrößerungen (rektale Untersuchung). Sehr kleine Tumoren fallen dabei allerdings mitunter nicht auf. Messen Per Blutuntersuchung lässt sich der so genannte PSA-Wert bestimmen (PSA = prostataspezifisches Antigen). Meist veranlasst der Arzt diese Laborkontrolle bei verdächtigem Tastbefund. Erhöhte Werte über 4 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) signalisie-

ren häufig eine bösartige Erkrankung, treten aber auch bei gutartiger Pros­ tatavergrößerung oder bei Gesunden auf. Umgekehrt steigt der PSA-Wert bei Prostatakrebs auch nicht immer an. Als alleinige Vorsorgeuntersuchung eignet sich der Test daher keinesfalls, lediglich als Ergänzung.

biniert, bietet sie eine sehr hohe diagnostische Sicherheit. Im Rahmen des Qualitätsprogramms RaDiagnos­tiX bie­ ten die Radiologen im Radiologienetz Deutschland diese Untersuchung als Wunschleistung an. Weitere aktuelle Informationen zu RaDiagnostiX finden Sie online auf www.radiologie.de.

Schauen Mit der strahlungsfreien mpMRT (multiparametrische Kernspin­tomo­gra­ phie) steht ein sehr modernes bildge­ bendes Verfahren zur Verfügung, das insbesondere bei der Prostatadiagnostik seine Vorteile entfaltet. Da die mpMRT mehrere sich ergänzende Untersuchungen in einer Sitzung kom­

Proben nehmen Bei auffälligen Befunden wie beispielsweise tastbaren Knoten oder Krebsverdacht entnimmt der Arzt mit einer Hohlnadel mehrere kleine Gewebeproben aus der Prostata – meist über den Enddarm. Solch eine Pros­ tataStanzbiopsie findet üblicher­weise ambulant und ohne Vollnarkose statt.

Die moderne ergänzende Prostata­ diagnostik per mpMRT komplettiert dabei wirkungsvoll die klassischen Untersuchungen beim Urologen. Falsch negative Befunde aufgrund einer ungenauen Stanzbiopsie ge­ hören damit ebenso der Vergan­ genheit an wie Unsicherheiten bei erhöhtem PSA-Wert und gleichzei­ tig negativer Biopsie. Zudem sind

Aussagen über die Aggressivität von Tumoren möglich und die Not­ wendigkeit belastender Therapien kann besser eingeschätzt werden.

Reines Männerproblem Bereits die alten Griechen kannten die Prostata – und damit den „wun­ den Punkt“ vieler Männer. Gut- und

bösartige Prostataerkrankungen zäh­len neben Herz-Kreislauf-Krank­ heiten heutzutage zu den häu­ figsten Erkrankungen beim „starken Geschlecht“ im höheren Lebensal­ ter. Laut aktuellen Zahlen erkranken hierzulande jährlich rund 68.000 Männer an Prostatakrebs, und ab dem 75. Lebensjahr leidet nahe­ zu jeder Mann an einer gut­artigen  


08 Blickpunkt Was die kleine Drüse alles kann Die rund 20 Gramm schwere und ungefähr kastaniengroße Prostata (auch Vorsteherdrüse genannt) gehört zu den inneren männlichen Geschlechtsorganen und befindet sich im kleinen Becken am Übergang der Harnröhre zur Harnblase. Mehr oder weniger Wand an Wand wohnt sie mit dem Mastdarm – daher kann der Urologe die Drüse bei der Vorsorgeuntersuchung so gut über den Darm abtasten. Erst während der Pubertät nimmt die Prostata ihre Arbeit auf und produziert dann ein milchig-trübes Sekret, das beim Samenerguss den größten Flüssigkeitsanteil ausmacht. Dieses Sekret hält die Samenzellen beweglich – ohne Prostata ist „Mann“ daher nicht zeugungsfähig. Darüber hinaus regelt die Vorsteherdrüse den Verkehr quasi von innen. Zusammen mit dem Blasenschließmuskel sorgt sie dafür, dass das Sperma beim Samenerguss nicht in die Blase fließt, sondern über den Penis den Weg nach außen nimmt. Und umgekehrt verhindert die Vorsteherdrüse wie ein Ventil, dass beim Wasserlassen Urin in die Samenwege gerät.

Prostatavergrößerung – viele allerdings schon lange vorher. Um diese Erkrankungen rechtzeitig aufzuspüren, bieten die gesetzlichen Krankenkassen allen Männern über 45 Jahre eine jährliche Tastuntersuchung der Pro­ stata an. Einen PSA-Test, Ultraschalluntersuchungen oder eine MR-Spektroskopie im Rahmen dieser Früh­ erkennungsuntersuchungen müssen Kassenpatienten derzeit jedoch in der Regel aus eigener Tasche bezah­ len. Viele Privatversicherungen hingegen übernehmen die Kosten dafür – nachfragen lohnt!

Tabuthema Prostatakrebs Doch die Kosten sind wohl nicht der Grund, warum viele Männer den Gang zur jährlichen Kontrolluntersu­ chung scheuen. Inkontinenz und Impotenz – die mög­ lichen Folgeschäden von Prostatakrebs sind keine ge­ suchten Gesprächsthemen unter Männern. Prominente Vorbilder, die mit ihrer Krankheit offensiv an die Öffent­ lichkeit gehen, können hier Veränderungen bewirken. Allen voran sind hier die Zwillingsbrüder Uli und Michael Roth zu nennen, die 2009 fast zeitgleich an Prostata­ krebs erkrankten und sich seither für die Enttabuisie­ rung der Krankheit stark machen. In ihrem Buch „Un­ ser Leben – unsere Krankheit“ beschreiben die beiden ehemaligen Weltklasse-Handballer ihren Umgang mit dem Prostatakrebs und rufen dazu auf, die Vorsorgeun­ tersuchungen wahrzunehmen. Das ist auch bitter nö­ tig: Nur jeder vierte Über-45-Jährige hat die Vorsorge, so wie unser Hamburger Fotograf Martin S., fest im Terminplan.


09 Neue Entwicklungen Große Radiofrequenzspule

Magnetspule

Mobile Radiofrequenzspule Bedienelement

Hauptmagnetspule Radiofrequenzspule Patiententisch

MRT – innovativ und sicher Die MRT (auch Kernspintomographie genannt) ist ein strahlenfreies, innovatives und sich rasant weiterentwickelndes Diagnoseverfahren in der Radiologie.

Die Technik Die MRT ist ein Hightech-Verfahren, bei dem starke Magnetfelder und Radiowellen zum Einsatz kommen. Mit Hilfe der MRT lassen sich in kur­ zer Zeit eindrucksvolle Schichtauf­ nahmen nahezu jeder Körperregion anfertigen. Besonders gut sind Ge­ hirn und Rückenmark sowie innere Organe (mit Ausnahme der Lunge), aber auch Muskeln oder Gelenke zu erkennen. Mittlerweile können so­ gar Organbewegungen, etwa das schlagende Herz, bildlich dargestellt werden. Die Untersuchung läuft im Wesentlichen in drei Schritten ab: 1.  Der Kernspintomograph erzeugt ein Magnetfeld, das etwa 10.000 bis 30.000 Mal stärker ist als das der Erde. Die Wasserstoffatom­ kerne im Körper richten sich im Magnetfeld aus. 2. Das Gerät gibt ein Radiosignal ab, die Wasserstoffatome geraten in Schwingung. Wird das Signal ab­

geschaltet, kehren die Atomkerne in ihre Ausgangslage zurück und hinterlassen dabei elektrische Im­ pulse (Kernresonanz). 3. Antennenähnliche Empfangs­spu­ len messen die abgegebene En­ ergie. Da sich die Atome unter­ schiedlich verhalten, je nachdem, in welchem Gewebe sie sich befinden, kann ein Computer diese Informationen in detaillierte Schnittbilder umsetzen, auf dem die inneren Organe und etwaige krankhafte oder auch gutartige Organveränderungen für das ge­ schulte Radiologenauge zu er­ kennen sind.

Das Gerät Das Herz des Kernspintomogra­ phen bildet ein tonnenschwerer Elektromagnet. An der Innenwand des Geräts sind die Spulen einge­ baut. Je nach untersuchter Körper­ region werden weitere Spulen zu­ geschaltet.

Seit einigen Jahren bieten Geräte­ hersteller MRT-Geräte mit einer offenen Bauweise an, die ohne die sonst typische Tunnelröhre aus­ kommt. Dadurch sind offene MRT besonders für Untersuchungen bei Patienten mit Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen), bei Überge­ wicht oder für Kinder zu empfehlen. Der leichtere Zugang zum Patienten ermöglicht aber auch Operationen unter Kernspin-Kontrolle oder Un­ tersuchungen von Gelenken in be­ sonderen Stellungen. Daneben gibt es neuerdings so genannte Up­ right-MRT-Geräte, die Funktions­ aufnahmen in stehender Position unter natürlicher Körperbelastung ermöglichen.

Vorteile, Risiken und Nebenwirkungen Die MRT ist ein schonendes, prak­ tisch risikoloses Untersuchungsver­ fahren. Da keine Röntgenstrahlen verwendet werden, können auch Kinder und Schwangere untersucht werden. Auch in der MRT werden Kontrastmittel eingesetzt. Diese ent­halten jedoch, anders als bei vie­ len Röntgen-Kontrastmitteln, kein Jod, sondern meist Gadolinium, was in der Regel besser vertragen wird. Computertomographie, Röntgen, Ultraschall oder Magnetresonanz­ tomographie – alle Diagnosever­ fahren der Radiologie haben ihren eigenen Stellenwert. Gemeinsam mit dem Patienten entscheiden Arzt und Radiologe über das am besten geeignete Verfahren. Die zu klären­ de Fragestellung, die zu untersu­ chende Körperregion sowie spezi­ elle Voraussetzungen des Patienten sind für die Auswahl entscheidend. Die MRT ermöglicht es in der Regel, Fragen zu beantworten, die weder durch eine „normale“ Röntgenun­ tersuchung noch durch die Com­ putertomographie geklärt werden können.


10 Durchblick

Mit moderner Technik dem Brustkrebs auf der Spur Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rund 72.000 Frauen an Brustkrebs, jede achte bis zehnte Frau ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Bei der frühzeitigen Erkennung und Klärung von Tumoren spielen die bildgebenden Diagnoseverfahren der Radiologie eine entscheidende Rolle. Von der digitalen Mammo­ graphie über Ultraschall bis hin zur Kernspintomographie der Brust – die Medizintechnik hat in diesem Bereich große Fortschritte gemacht und innovative radiologische Verfahren ermöglicht.

Mammographie Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. Sie kommt einerseits bei Vorsorgeuntersuchungen, dem so genannten Mam­ mographie-Screening, zum Einsatz. Hierzu werden in Deutschland alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren im Zweijahres-Rhythmus ein­ geladen, da in dieser Altersgruppe das Brustkrebsrisiko besonders hoch ist. Andererseits wird die Mammographie zur Abklärung genutzt, wenn es ein äußeres Anzeichen gibt, beispielsweise eine Verhärtung in der Brust oder Lymphknoten in den Achselhöhlen. Nahezu alle radiologischen Pra­ xen verfügen über moderne digitale Mammographie-Geräte.

Ultraschall (Sonografie) Die Sonographie der Brust kann die Mammographie nicht komplett er­ setzen, ist in vielen Fällen aber eine gute Ergänzung. Insbesondere für Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe kann die unkomplizierte und strah­ lungsfreie Untersuchung wichtige Erkenntnisse liefern. Bei Frauen unter 35 Jahren, schwangeren oder stillenden Frauen wird die Sonographie oft ei­ ner Mammographie vorangestellt, da gutartige Zysten bei der UltraschallUntersuchung deutlich von anderen Gewebeveränderungen abgegrenzt werden können. Die Sonographie setzt Schallwellen ein, die über einen Schallkopf versendet und wieder empfangen werden; je nach Gewebeart werden die Schallwellen unterschiedlich zurückgeworfen, so entsteht ein detailliertes Bildschirmbild des Brustinneren. Ultraschall-Geräte der neu­ esten Generation zeichnen sich durch besonders hohe Bildauflösung aus.


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Magnetresonanztomographie der Brust (Mamma-MRT) Da eine Mamma-MRT zeit- und kostenintensiv ist, wird sie seltener ange­ wendet, auch wenn sie unbestritten die höchste Nachweis-Genauigkeit bei Brustkrebs hat. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmefällen, die privaten Kassen nur dann, wenn Mammographie und Sonographie keine ausreichenden Ergebnisse liefern. Großer Vorteil dieses Verfahrens: Der Kernspintomograph arbeitet mit Magnetwellen, die Untersu­ chung ist daher strahlenfrei. Die Patientin liegt bei der Untersuchung auf dem MRT-Tisch, die Brüste befinden sich in einer Vertiefung. Dadurch werden sie kaum verformt, was für eine präzise Ortsbestimmung eines etwaigen Krebs­ herds hilfreich ist. Zudem liefert eine MRT den besten Gesamt­überblick, weil sie als einziges Verfahren das Brustgewebe vollständig bis hinter die Brust­ wand und vordere Achsel erfasst. Die Untersuchung selbst dauert 15 bis 20 Minuten. Nach der Untersuchung werden die Bilder berechnet, dokumentiert und vom Radiologen ausgewertet. Gerade hier sind Expertise und Erfahrung gefragt, damit falsch positive Befunde vermieden werden.

Minimal-invasive Biopsie (Gewebeprobe) Um eine bei den beschriebenen Verfahren entdeckte Auffälligkeit endgültig zu klären, muss eine Gewebeprobe entnommen werden. Auch hier ist der Radiologe beteiligt, denn die Biopsie wird unter Sichtkontrolle durchge­ führt, also wiederum mit Hilfe von Ultraschall, Röntgengerät oder MRT. Ähnlich wie bei einer Blutentnahme wird eine dünne Hohlnadel durch die Haut zu der auffälligen Stelle in der Brust gelegt. Durch die Nadel werden dann mehrere winzige Gewebezylinder entnommen – in den allermeisten Fällen ein einfacher und komplikationsloser Eingriff. Das entnommene Ge­ webematerial wird anschließend an einen speziell geschulten Pathologen zur Begutachtung geschickt.


12 Ausblick

In Berlin gefordert – im Radiologienetz umgesetzt Die bessere Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung ist politisch gewollt und nutzt eigentlich allen – zumindest in der Theorie.

W

er Jürgen Witt, niedergelassener Facharzt in der Radiologie Franken-Hohenlohe, persönlich tref­ fen möchte, muss genau nachfragen, um nicht am fal­ schen Ort zu landen. Denn neben dem Stammsitz in Neckarsulm versorgt seine Praxis auch die Kranken­ häuser in Öhringen, Künzelsau, Weinsberg und Lö­ wenstein – allesamt Niederlassungen, die er nicht nur ärztlich betreut, sondern auch managt. „Die Zeiten, in denen sich jedes Kreiskrankenhaus einen eigenen radiologischen Chefarzt geleistet hat, sind längst vorbei“, berichtet Witt. „Die Großgeräte, das hochspezialisierte Fachpersonal, die Infrastruktur – das alles für ein halbes Dutzend Patienten am Tag vorzuhalten, ist wirtschaftlich nicht vertretbar.“ Deshalb stellen sich viele Krankenhäu­ ser die Frage: Wie können wir Kosten sparen, ohne auf die hochmoderne Diagnostik zu verzichten?

Historische Hürden Dabei steht den Krankenhausmanagern oft eine Rege­ lung im Weg, die auf eine Notverordnung des Deutschen Reiches „zum Schutz des inneren Friedens“ zurück­ geht: Am 8. Dezember 1931 wurde den Krankenhäu­

sern verboten, ambulante Behandlungen anzubieten. Dies war – neben der Gründung der Kassenärzt­lichen Vereinigungen – das wichtigste Zugeständnis, mit dem Reichspräsident Hindenburg einen Generalstreik der niedergelassenen Ärzte abwendete. Heute beklagen Politiker aller Parteien, dass diese historisch gewach­ sene Sektorengrenze zu Inef­ fizienz und unnötigen Ko­ sten führt, und fordern von den Ärzten mehr Kooperation.


13 Win-win-Situation Die naheliegende Lösung: Nie­ dergelassene Radiologen vor Ort übernehmen die Versorgung am Krankenhaus – und beide Seiten profitieren. Denn Krankenhäuser müssen ihre Leistungen im Ver­ gleich unter deutlich ungünstigeren Bedingungen erbringen. Durch die geringe Zahl von Patienten werden die Geräte und das Personal kaum ausgelastet – die Kosten pro Pati­ ent sind enorm hoch. Durch das Vergütungssystem spiegelt sich der Nutzen radiologischer Leistungen kaum in den Einnahmen der Kran­ kenhäuser wider. Deshalb rechnet es sich, die Leistungen von den Praxen einzukaufen. Das wiede­ rum ist interessant für die Praxen: Die Pauschale der Krankenhäu­ ser ist meistens höher als das zu niedrige Honorar der gesetzlichen Krankenkassen. Zudem sinken die Materialeinkaufspreise der Praxis durch höhere Mengen. Diese Zu­ sammenarbeit entlastet die Kassen, nützt aber vor allem den Patienten: Gemeinsam können Praxis und Krankenhaus eine moderne Gerä­ teausstattung mit allen Modalitäten gewährleisten. Und die Patienten freuen sich über kürzere Wege und geringere Wartezeiten.

Auf die Umsetzung kommt es an So weit die Theorie. In der Umset­ zung gibt es dennoch Hürden zu überwinden. Deshalb greift Jürgen Witt auf die professionelle Unterstüt­ zung im Radiologienetz zurück. In dem genossenschaftlichen Verbund sind 100 Praxen niedergelassener Radiologen organisiert, die insge­ samt bereits 70 Krankenhausabtei­ lungen betreuen. Eine für das Radio­ logienetz erstellte Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: „Kleine und mittlere Krankenhäuser bis etwa 600 Betten können eine Radiologie normalerweise nicht kostendeckend betreiben. Hier wäre Outsourcing an Praxen eindeutig der richtige Weg“, erklärt Dr. Schmidt-Tophoff, Aufsichtsrat der Curagita AG, der zentralen Beratungs- und Dienstlei­ stungsgesellschaft des Radiologie­ netz. Aber auch für größere Häuser bietet die Kooperation Kostenvor­ teile. Dennoch ist das Erfolgsmodell Krankenhauskooperation außerhalb des Radiologienetz noch nicht über­ all angekommen. Etwas mehr als die Hälfte aller deutschen Kranken­ häuser mit Radiologie betreiben die­ se noch komplett in Eigenregie. Aus Sicht von Dr. Schmidt-Tophoff un­ verständlich. „Selbst wenn man Uni­

versitätskliniken sowie Forschung und Lehre an akademischen Lehr­ krankenhäusern ausklammert, re­ den wir von einem ungenutzten Ein­ sparpotenzial von fast 800 Millionen Euro. Dieses Geld könnte viel bes­ ser für eine nachhaltige Patienten­ versorgung eingesetzt werden und damit allen Patienten zugute kom­ men.“

Das Radiologienetz ist der Diskussion voraus Die Radiologie Franken-Hohenlohe hat dies frühzeitig erkannt und ist von den Krankenhäusern der Re­ gion mittlerweile als verlässlicher Partner anerkannt. Jürgen Witt weiß, dass dies nicht selbstver­ ständlich ist: „Wir niedergelassenen Ärzte sind eigentlich die Chefs eines mittelständischen Radiologieunter­ nehmens – und die Krankenhäuser sind unsere Kunden, die rund um die Uhr die optimale Versorgung ihrer Patienten erwarten. Dieser Herausforderung stellen wir uns täglich“. Über die politischen Dis­ kussionen in Berlin kann er nur lächeln: „Ich lade jeden, der ambu­ lant-stationäre Verzahnung fordert, herzlich ein, meine Kollegen und mich zu besuchen: Hier wird sie täglich gelebt.“


14 Ein letzter Blick

Iranisches Auberginenmus (Mirza Ghasemi) Zutaten: (für 4–6 Personen) 2 Auberginen 1 Zwiebel 2 bis 3 Knoblauchzehen 1 Dose gewürfelte Tomaten 4 EL Olivenöl Salz Pfeffer 1 Prise Zucker gekörnte Gemüsebrühe ½ Zitrone ½ Bund fein geschnittene Petersilie

Zubereitungszeit: 45 Minuten

Auberginen der Länge nach halbie­ ren, wieder zusammenlegen und mit der Haut bei 160 Grad ca. 25 Minuten im Backofen garen (Auber­ gine muss innen weich gegart sein). Zwiebel und Knoblauch würfeln und im Olivenöl anschwitzen. Das Innere der gegarten Auberginen mit einem Esslöffel in die Pfanne zu den Zwie­ beln geben und leicht anbraten. Danach die gewürfelten Tomaten zugeben und ca. 10 Minuten unter ständigem Rühren leicht einkochen. Mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe nach Geschmack würzen. Zum

Schluss mit Zucker und Zitrone ab­ schmecken, leicht pürieren und ab­ kühlen lassen. Das Ganze auf einer Platte anrich­ ten und mit der Petersilie bestreuen.

Hat es Ihnen geschmeckt? Sie haben Kritik oder Anregungen? Vielleicht wollen Sie uns auch ein eigenes Rezept für die nächste Aus­ gabe vorschlagen? Dann freuen wir uns über Ihr Feedback per E-Mail an kochrezepte@radiologienetz.de

Passt gut zu Baguette oder Fleisch.

Ernie, Bert und Co. geben Aufschluss über das menschliche Gehirn Britische Forscher nutzen die berühmte Kindersendung „Sesamstraße“, um die Entwicklung des menschlichen Ge­ hirns zu verstehen. In einer wissenschaftlichen Studie be­ obachteten die Wissenschaftler der Universität Rochester die Gehirne von Erwachsenen und Kindern mittels funk­ tioneller Kernspintomographie (fMRT) – während diese die „Sesamstraße“ schauten. Die Methode soll eine bessere Diagnose bei Kindern mit einer Lernschwäche ermöglichen. Anhand der so erstellten neuronalen Landkarten konnten die Forscher Rückschlüsse auf die generelle Intelligenz der Pro­

banden ziehen. Zudem erhielten sie Hinweise, ob ein Kind eher sprachlich oder mathema­ tisch begabt ist, so die Universität. Wie es um die mathematische Bega­ bung von Ernie und Bert bestellt ist, war hingegen offensichtlich nicht Gegen­ stand der Untersuchung.

Rätsel

Zubereitung:


15

Rätseln und gewinnen Lösen Sie unser „Schwedenrätsel“ und gewinnen Sie einen iPod Shuffle.

So nehmen Sie teil: Haben Sie das Lösungswort gefunden? Dann schreiben Sie es auf die Postkarte und senden Sie uns diese bis zum 30. September 2013 zu. Ein guter und vertrauter Kontakt zu unseren Patienten ist uns wichtig – Ihre Meinung ebenfalls! Daher freuen wir uns, wenn Sie uns auf der Karte auch Ihre Meinung zu unserer Praxis und dem „Radialog“ mitteilen. So helfen Sie uns, unsere Leistungen weiter zu optimieren. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und viel Erfolg!

NRI113

Lösungswort:

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In welcher Praxis waren Sie? Was könnte die Praxis besser machen?

Ihre Meinung zur Zeitschrift „Radialog“:

Ich möchte folgendes Material kostenlos bestellen: Individuellen Röntgenpass zur Dokumentation radiologischer Untersuchungen

Das Lösungswort:

Radiologie-Wörterbuch für Einsteiger Meinen persönlichen Radiologienetz-Allergie-Pass 1. Die Teilnahme von Gewinnspielvermittlern oder sonstigen juristischen oder natürlichen Personen, die selbst automatisierte und/oder massenhafte Anmeldung von Gewinnspielteilnehmern vornehmen, vornehmen lassen oder vermitteln, ist ausgeschlossen. 2. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Medizinisches Kompetenznetz

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MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Fürth

OPEN MRT Offenes Kernspin Nürnberg • Scheßlitz

Standort 1 Sana Klinik Weiltinger Straße 11/13 90449 Nürnberg Telefon 09 11 / 6 88 77 00 ausgelagerte Praxis Habichtweg 1 90522 Oberasbach Telefon 09 11 / 6 60 17 00 Standort 2 Campus Nürnberg Ost Äußere Sulzbacher Str. 124 a 90491 Nürnberg Telefon 09 11 / 6 88 77 00 MVZ Radiologie und Strahlentherapie Weiltinger Straße 11 90449 Nürnberg Telefon 09 11 / 25 57 70

Benno-Strauß-Str. 1 · 90763 Fürth Telefon 09 11 / 97 90-304

Deutschherrnstraße 15-19 90429 Nürnberg Telefon 09 11 / 23 99 30 00

Tel. 08 00 / 6 16 66 68

MVZ-Filiale Bahnhofplatz 6 · 90762 Fürth Telefon 09 11 / 50 72 07 60

Oberend 29 96110 Scheßlitz Telefon 0 95 42 / 779-269

Radiologie Paracelsusstraße 30-36 91413 Neustadt/Aisch Telefon 0 91 61 / 70-25 86 Radiologie-Filiale Erkenbrechtallee 45 A 91438 Bad Windsheim Telefon 0 98 41 / 99 148 Radiologie-Filiale Mohrenstraße 3/8 · 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 730-13

Herzuntersuchungen Telefon 09 11 / 23 99 30 00

Radiologie-Filiale Spitalstraße 3 91315 Höchstadt a. d. Aisch Telefon: 09193 / 508 15-0

Medizinisches Kompetenznetz Radiologie und Nuklearmedizin unsere Ärzte: PD Dr. med. Sedat Alibek Dr. med. Christian Angerstein Oleg Cherevatyy Dr. med. Angela Erras Dr. med. Klaus Gentes Dr. med. Hubertus Gloger Prof. Dr. med. Markus Grunewald Dr. med. Erhard Imschweiler Dr. med. Erhard Müller Dr. med. Hans-Jochen Reumuth Margarete Schmitt Olena Schubert PD Dr. med. univ. Siegfried Schwab Wolfgang Spall Dr. med. Wolfgang Stadler Dr. med. Walfried Wiss Dr. med. Anita Zajdler in überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaft mit Dr. med. Hans-Heiner Siems Dr. med. Almut Einert in Bayreuth Dr. med. Thomas Schreiter in Höchstadt/Aisch Dr. med. Holger Bolland in Fürth

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Sagen Sie uns, was Sie denken! Ihre Meinung zählt! Helfen Sie uns, unseren Service zu verbessern, indem Sie die Fragen auf der Postkarte beantworten und diese einfach in den Briefkasten werfen. Das Porto übernehmen wir für Sie! Der „Radialog“ soll als Brücke zwischen Patienten und Radiologen dienen. Sehen Sie das Heft als Anregung, mit uns über die Inhalte zu reden. Vermissen Sie ein bestimmtes Thema? Wie gefallen Ihnen die Themen? Zögern Sie nicht, uns Ihre Meinung zu sagen!

Radialog 1/2013 - Ausgabe Medizinisches Kompetenznetz Franken  

Die Radiologienetz-Patientenzeitschrift für das Medizinische Kompetenznetz Franken

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