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Versorgerin 102 A | August 2014 | Österreichische Post AG | Sponsoring Post | GZZ 022033621 S | Retouren: Radio FRO, Kirchengasse 4, 4040 Linz

Programmheft August – Dezember 2014

Radio FRO  n°15 Das Freie Radio in Linz hat gscheidwaschln lieb ON AIR 105.0 MHZ · www.fro.at

Schwerpunkt: Zugang zu Wissen // Programm // Neue Sendungen // Radio FRO macht Schule // Lorlis Schlagerparade // Herbstprojekte // So sieht Wachstum bei uns aus


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Editorial

Herzlich willkommen! Um was es geht Viele, die sich mit den Diskussionen rund um das Urheberinnenrecht auseinandersetzen, sind schon leicht genervt. Am liebsten würde man die Ohren eindrehen, wenn einem Begriffe wie Festplattenabgabe, Privatkopie oder Transaktionskosten um die selbigen fliegen. Das Ohreneindrehen hat die Evolution aber nicht ausgebildet. Das hat der Spezies Mensch wahrscheinlich das Überleben gesichert und ist noch heute ein Vorteil, den das Radio gegenüber dem Fernsehen und dem Internet hat! :-) Aber selbst wenn es ginge, wäre das Ohreneindrehen für uns Radiomenschen unverantwortlich. Zu wichtig sind die Belange des Urheber*innenrechts für unsere tägliche Arbeit. Bei all den kleinlichen Auseinandersetzungen und der aggressiven Besitzstandswahrung verliert man nicht nur schnell den Überblick, sondern auch die Lust, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Daher stellen wir in dieser Ausgabe unserer Programmzeitung die Frage, um was es da eigentlich geht. Die Antwort darauf mag manche*n überraschen oder gar großspurig erscheinen: Es geht um nichts weniger als den Zugang zu Wissen und darum, wie wir unsere Gesellschaft organisieren wollen. Die Neuen Medien haben unseren Alltag, unsere Politik und den Informationsaustausch bereits massiv verändert und werden dies noch weiter tun. Wir haben Magdalena Reiter, Harald Wildfellner und Joachim Losehand eingeladen, sich der Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln anzunähern. Losehand führt uns in einem historischen Längsschnitt durch die Geschichte der Wissensteilhabe seit Prometheus das Feuer vom Olymp stahl. Harald Wildfellner legt dar, welche Überlegungen bei der Gründung der Volkshochschule Linz (1947) Pate standen, und Magdalena Reiter beleuchtet das Themenfeld aus Sicht einer Designerin, die sich für die Schaffung digitaler Gemeingüter einsetzt. Vor allem Reiter ruft in Erinnerung, dass wir Zeitgenoss*innen einer radikalen Umgestaltung vieler Lebensbereiche sind. Diese Umgestaltung fällt aber nicht vom Himmel, sondern ist von uns (mit)gestaltbar. Darum veranstaltet Radio FRO diesen Herbst bereits zum zweiten Mal die internationale Konferenz ARCHIVIA, die sich um die rechtliche Situation von Online-Archiven, Mediatheken und Repositorien annimmt (www.archivia.at). Die ARCHIVIA 14 findet am 6. und 7. September im Wissensturm in Linz statt. Im Programmteil dieser Ausgabe liest du ein Sendungsfeature über eine unserer längstgedienten Sendungsmacherinnen, Lorli Jisa. Veronika Moser hat Lorli an ihren Küchentisch gebeten und bei Tee und Keksen Hintergründiges erfahren. Philippa Plochberger berichtet über unsere Schulworkshops und darüber, warum wir uns das eigentlich antun. Wie immer gibt es eine runderneuerte Sendungsübersicht und Informationen über unsere Herbstprojekte. Last but not least lernst du unsere neue Programmkoordinatorin Dorota Trepczyk und unseren Lehrling Manuel Dicketmüller kennen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Andi Wahl

Andi Wahl ist Geschäftsführer von Radio FRO.

°15 Inhalt

Editorial Cover

Schwerpunkt: Zugang zu Wissen

Für die Zukunft unseres kulturellen Erbes Volkshochschule Linz als Ort demokratiepolitischer Bildung Demokratisierung durch Teilhabe

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Verstärker

Programmübersicht Sendungsfeature "Lorlis Schlagerparade" Hello darling! Neue Sendungen So sieht Wachstum bei uns aus! Radio FRO macht Schule Herbstprojekte von Radio FRO

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Cover

Mathias Haunschmidt ließ sich nicht lumpen, als es am 30. Juni „Betteln für den Landtag“ hieß. Erschien der Großkapitalist doch glatt im Anzug, um „Almosen für die Herzlosen“ zu sammeln! Mit den Herzlosen sind die Landtagsabgeordneten von SPÖ, FPÖ und ÖVP gemeint, die im Juli eine weitere Verschärfung des Bettelverbotes beschlossen haben. Dafür stellten ihnen Radio FRO und seine Freund*innen ein Armutszeugnis aus und sammelten auf der Linzer Landstraße milde Spenden, um den Abgeordneten ein Herzensbildungs- und Sensibilisierungstraining in Sachen Umgang mit Armut und Menschenrechte finanzieren zu können. Immerhin, 264,62 Euro wurden lukriert, davon 4,73 Euronen von Bettelkaiser Mathias Haunschmidt. Er ist ein Frischgefangener bei Radio FRO: Vom - Zitat - „begeisterten FRO-Hörer“ entwickelte er sich im zarten Alter von 23 Jahren zum engagierten Radioaktivisten. Nach erfolgreicher Absolvierung des Basisworkshops (mit ausgezeichnetem Erfolg) nimmt er nun an der Lehrredaktion von Radio FRO 105.0 teil. Und wenn diese Feuerprobe geschafft ist, steht auch der gemeinsamen Radiosendung mit Lehrredakteurin Lisa Baumgartner nichts mehr im Wege: „Geschichten aus dem Nudeltopf“ soll sie heißen.


Schwerpunkt

Für die Zukunft unseres kulturellen Erbes von Joachim Losehand

Am Anfang war das Feuer. Prometheus stahl es den olympischen Göttern, brachte es den Menschen und lehrte sie, es zu beherrschen und zu verwenden. Jede Generation vermittelte diese und alle anderen neu hinzugekommenen Fertigkeiten der nachfolgenden und gab wortwörtlich die Fackel des praktischen Wissens weiter. Auch die Geschichten der Ursprünge der Menschen wurden von Mund zu Ohr verbreitet, ausgeschmückt und transformiert: Fahrendes Volk unterhielt mykenische Höfe mit den fantastischen Taten von Frauen und Männern, deren Leben, Sterben und bisweilen Apotheose ein warnendes oder aufforderndes Vorbild für die Lebenden war. Diese flüchtigen Erzählungen wurden erst episodisch im Bildwerk festgehalten und dienten, nachdem sich die Schrift auch für anderes als endlose Listen der Bürokratie tauglich erwiesen hat, den Mächtigen zu ihrer eigenen Darstellung und zur emotionalen Selbstvergewisserung der Gemeinwesen. Des Schreibens Kundige fixierten die bislang nur mündlichen Traditionen und schafften Sinn- und Identitätsangebote. Die Zukunft der Menschen liegt in ihrer Herkunft. Ob national oder geographisch, religiös oder kulturell, die Vermittlung und Aneignung der Erlebnisse, Kenntnisse und des Wissens der Generationen vor uns verstummt, wenn die vermittelnden Menschen am Ende ihre Lebens verstummen und niemand ihr Zeugnis festgehalten hat.

samen Rechtsnormen unserer Tradition und – wenn auch gilt: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ – dieses Gesetz muss öffentlich gemacht worden sein, um in Kraft zu sein. Der öffentliche Zugang zu Wissen und Information ist bereits Grundlage der vormodernen aristokratischen und plutokratischen Gesellschaften, trotzdem die angesprochenen Gruppen die „Freien“ waren, also vor allem die finanziell unabhängigen und mit den allgemeinen Rechten der „Polis“ ausgestatteten Männer. Umso mehr ist in unseren Gesellschaften, in denen alle Menschen gleich an Rechten und Pflichten in Bezug auf das Gemeinwesen sind (oder sein sollen), der Zugang zu Information, Wissen und Bildung die Voraussetzung für ein funktionierendes, stabiles und prosperierendes Staatswesen. Die spätestens seit dem Hellenismus bestehenden Einrichtungen öffentlicher Staatsarchive und Bibliotheken dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Institutionen trotz eines hohen Alphabetisierungsgrads der antiken Menschen keine „Volksbildungswerke“ waren. Gleichwohl allen Bevölkerungsgruppen und -schichten in der Regel öffentlich zugänglich, war ihre Aufgabe vor allem die Sammlung und Bewahrung von Wissen, nicht aber die, die Menschen aktiv mit Wissen zu versorgen. Zielgruppe war vor allem die städtische Elite, die es sich finanziell leisten konnte und wollte, Zeit in die eigene Bildung zu investieren.

»Erst mit und in Folge der

Glaubens-Reformation und der Aufklärungsbewegung

wurde aus Kenntnis und

Wissen auch Bildung.«

Verfügbarkeit von Wissen als Grundlage für Entwicklung Schriften in der Hand einfacher Menschen galten als gefährlich Wir Menschen sind dazu geboren, bereits Erlebtes wieder neu zu leben, bereits Gedachtes immer wieder neu zu denken und bereits Entdecktes neu zu entdecken. Aber nicht nur der Austausch zwischen der Vergangenheit und ihrer Zukunft, auch das Gespräch in der Gegenwart, die Kommunikation des zeitgenössischen Wissens, verlangt nach Strukturen des Bewahrens und des Zugänglichmachens. Die Verfügbarkeit und der Austausch von Kenntnissen und Wissen ist die Grundlage für den kulturellen Fortschritt der Menschheit, das Wissen um die Regeln des Zusammenlebens steht für den sozialen Fortschritt der Menschen. Der Bedarf der Schriftlichkeit Der öffentliche Aushang und die Gültigkeit von Dekreten und Entscheiden durch ihre Veröffentlichung, wie sie beispielhaft in den Zwölftafelgesetzen der frühen Römischen Republik war, schafft den Bezugspunkt, auf den sich eine Gesellschaft selbst verpflichtet. „Keine Strafe ohne Gesetz“ gehört zu den gemein-

Bis zum Buchdruck mussten Exemplare zwischen Privaten oder Institutionen getauscht und verliehen werden, um eine Vervielfältigung durch Abschreiben zu ermöglichen. Im hellenistischen Alexandria, das neben dem Leuchtturm von Pharos auch den Leuchtturm der größten Bibliothek seiner Zeit besaß, sollen Angestellte alle in den Hafen einlaufenden Schiffe durchsucht haben. Gefundene Bücher sollen in die Schreibstuben der Bibliothek gebracht worden sein, wo in kurzer Zeit Kopien dieser „ausgeliehenen“ Vorlagen erstellt und damit der Bestand bereichert wurde. In mittelalterlichen Stiftsbibliotheken wurden auf ähnliche Weise die Regale gefüllt, es wurde aber auch ein reger Handel mit wichtiger und nachgefragter theologischer und philosophischer Literatur betrieben. Hatte man in der Antike noch keine Vorbehalte gegen Laien-Bildung, galten im Mittelalter Schriften in den Händen einfacher Menschen außerhalb der kirchlichen Hierarchie als gefährlich und darum verboten. Das Bekehrungserlebnis des antiken Kirchenvaters Augustinus von Hippo war noch ein „Nimm und lies!“, dem mittelalterlichen Menschen war sehr oft Lesen und der Besitz der Heiligen Schriften untersagt.

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Schwerpunkt

Erst mit und in Folge der Glaubens-Reformation und der Aufklärungsbewegung wurde aus Kenntnis und Wissen auch Bildung. Immanuel Kant nannte es programmatisch „die Herausführung des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Sprach die Aufklärung anfangs nur die bildungsbürgerlichen Schichten an, brachten ab dem Ende des 18. Jahrhunderts moderne Prometheus‘ die Fackel der Bildung zu immer mehr Menschen. Die durch Landflucht und Elend der neoabsolutistischen Industrialisierungsepoche in Gang gesetzte soziale Revolution forderte und förderte die aktive Zugänglichmachung von Wissen für alle Menschen aller Schichten. Von der Selbstorganisation fast schon „lesewütiger“ Zirkel hin zur Institutionalisierung in Dorf-, Bauernund städtischen Volksbüchereien war es, menschheitsgeschichtlich gesehen, nur noch ein kleiner Schritt. Parallel verlaufende Entwicklungen Die technische und dann die digitale Revolution seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts hat die Bewahrung, die Organisation und den Zugang zu Wissen, Bildung und Kultur auf eine neue, ungeahnte Ebene gehoben.

Speicherung, Organisation und Zugänglichmachung liegt vor allem in den Händen privater Unternehmen und Institutionen, die damit direkt oder indirekt großen Einfluss auf unser Wissen und unser Selbstverständnis als Gesellschaft nehmen können. Ist die Bewahrung des kulturellen Erbes und des Menschheitswissens sehr früh schon als öffentliche, gemeinnützige Aufgabe erkannt worden, müssen wir heute vor allem das Augenmerk auf deren Organisation und öffentliche Zugänglichmachung legen. Die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für gemeinnützige Archive, Bibliotheken und Mediatheken ist eine wichtige Anforderung kulturpolitischen Handelns in den nächsten Jahren. Mit der am 6. und 7. September 2014 in Linz stattfindenden 2. ARCHIVIA-Konferenz schafft Radio FRO erneut eine Plattform, um die Zukunft unserer kulturellen Vergangenheit immer gegenwärtig bleiben zu lassen.

Joachim Losehand ist Kulturhistoriker und organisiert für Radio FRO die ARCHIVIA 2014, die am 6. und 7. September 2014 im Wissensturm in Linz stattfindet.

Zwei Entwicklungen liefen in den Anfängen parallel und vereinigten sich an der Schwelle des 21. Jahrhunderts: Einerseits die so genannte Digitalisierung, die technische Möglichkeit, gegenständliche Medien in Kombinationsketten von „Null“ und „Eins“ zu verwandeln, abzuspeichern und gegen jeden Verfall durch Gebrauch zu schützen. Denn jeder Zugriff auf historische Dokumente, Papyri, Codices und Inkunabeln, Akten, Briefe, Bilder und Filme ist ein aggressiver Angriff. Oftmals musste die Zugänglichkeit hinter der konservatorisch bedeutsameren Bewahrung zurückstehen. Mit der Digitalisierung von Objekten können ihre digitalen Zwillinge prinzipiell unendlich oft angesehen und studiert werden, ohne die Originale dadurch in Mitleidenschaft zu ziehen. Auch die vertiefte Erschließung der Objekte wurde ermöglicht: Ganze Bestände lassen sich frei über die Volltextsuche befragen und können Auskunft geben, wo ihnen früher nur handgefertigte Stichwortkataloge eine Stimme gaben. Parallel dazu: das Internet. Hatten sich in den Anfängen der modernen Naturwissenschaften Leibniz, Newton und andere noch auf dem Weg der öffentlichen Briefe und der kursierenden Journale ausgetauscht, wurde am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung in der Schweiz, Anm. d. Red.) mit dem HTTProtokoll für eine neue, elektronische Plattform der Kommunikation unter Gleichen („peers“) eine neue Ära eingeleitet.

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Gleichberechtigter Zugang zu Information für alle wissenschaftlich Tätigen (zuerst am und um das CERN herum) war die Motivation für dessen Entwicklung; mit dem Öffentlichmachen des Codes wurden Wissensorganisation und -zugang für die gesamte Menschheit neu definiert. Organisation der Zugänglichmachung Der überwiegende Teil der Menschen kann heute prinzipiell von jedem Ort der Welt aus das Kommunikationsnetz Internet und die darin zugänglichen Inhalte nutzen. Dieser zentrale und beinahe barrierefreie Zugang zum „gesamten Wissen der Menschheit“ birgt natürlich auch große Gefahren, denn die

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Schwerpunkt

Die Volkshochschule Linz als Ort demokratiepolitischer Bildung von Harald Wildfellner

Die Volkshochschule Linz ist eine der wichtigsten außerschulischen Bildungseinrichtungen der Stadt. Das Angebot der VHS reicht von Alphabetisierung bis hin zu wissenschaftlichen Vortragsreihen. Harald Wildfellner erinnert in seinem Beitrag an den antifaschistischen Auftrag der VHS und an die Hoffnungen, die bereits im 19. Jahrhundert in eine breite Volksbildung gesetzt wurden. Wesentlich dabei war immer der freie Zugang zu Wissen. Daher stand die VHS Linz auch mit an der Wiege von Radio FRO und setzt sich für einen offenen Zugang zu Archiven als Vorbedingung demokratischer Entwicklungen ein. Die Volkshochschulen in Österreich haben ihre Wurzeln im Wesentlichen in der bürgerlichen Volksbildungsbewegung und den Arbeiter*innen-Bildungsvereinen, die in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Die Volkshochschule Linz, auf die hier fokussiert wird, ist eine der erfolgreichsten Neugründungen nach 1945. Sie knüpft an die Geschichte des Oberösterreichischen Volksbildungsvereines (gegründet 1872) und des Kommunalstatistischen Amtes an – dem Vorläufer des Kulturamtes der Stadt Linz, nunmehr „Linz Kultur“. Während im vorvorigen Jahrhundert die Stoßrichtung stark antiklerikal und aufklärerisch war – verknüpft mit Parolen wie „Wissen ist Macht“ und „Bildung macht frei“ – sind die politischen Bildungsinitiativen der städtischen Erwachsenenbildung des 20. Jahrhunderts ausdrücklich mit einer antifaschistischen Ausrichtung verbunden. 1947 wurde die VHS Linz als erste kommunale Volkshochschule Österreichs ins Leben gerufen. Der Gründungsauftrag war, den Aufbau einer offenen, demokratischen Gesellschaft zu unterstützen. Die VHS Linz avancierte innerhalb weniger Jahre zur größten Volkshochschule Österreichs (Wien war bezirksweise organisiert). Den „Hitlerismus“ überwinden Während 1885 im Organ „Der Volksbote“ des OÖ Volksbildungsvereines verkündet wurde, dass „die echte Volksbildung nicht danach strebt, aus dem gemeinen Mann einen Gelehrten zu machen, sondern ihm Mittel und Wege zu eröffnen, der bürgerlichen Freiheit theilhaftig zu werden“, hieß es in einer Schrift des Linzer Bürgermeisters Koref zu Beginn der 2. Republik, dass der jahrelangen nationalsozialistischen Indoktrinierung ein demokratisches, kulturelles Gegengewicht gegenübergestellt werden solle. Der städtischen Volkshochschule kam die Aufgabe zu, „Demokratie zu lehren“ und damit den „Hitlerismus“ zu überwinden. Angesichts der „schrecklichen Folgen der vergangenen Jahre brutalster Unterdrückung“, so meinte 1947 der erste Direktor der VHS Linz, Herbert Grau, sollte die Erwachsenenbildung einen aufgeklärten, toleranten und der friedlichen demokratischen Verständigung dienenden Dialog ermöglichen – gegen den „Hass und die Selbstüberheblichkeit des Nationalsozialismus“ und die „geistige Uniformierung“ gerichtet. Überzeugt von der Bedeutung politischer Bildung für ein demokratisches Gemeinwesen sprach er sich vehement gegen die „politische Apathie“ der Nachkriegsjahre aus.

In diesem Zusammenhang ist auch anzumerken, dass von der Besatzungsmacht politische Aktivitäten eher untersagt als gefördert wurden. Trotzdem war im Programm der VHS Linz von Anbeginn als Schwerpunkt „Weltanschauung, Politische Bildung und Staatsbürgerkunde“ verankert. 1954 trat als Partner und zweite Trägerin der Volkshochschule Linz die Arbeiterkammer OÖ hinzu, die ein Gebäude zur Verfügung stellte, das mit einer internationalen Tagung zu „Demokratie und Erwachsenenbildung“ eröffnet wurde. Konsequenterweise ist der rote Faden durch die fast 70 Jahresprogramme der VHS Linz die Zeitgeschichte, insbesondere die Periode des Ständestaates und des Nationalsozialismus sowie der Entwicklungspfad zu diesen autoritären und totalitären Diktaturen. Zugang zu Bildung und Wissen Doch auch die weitere politische Entwicklung hatte ihren programmatischen Niederschlag. Die VHS Linz war Teil oder sogar Ausgangspunkt für eine Reihe von politischen und sozialen Initiativen in Linz, wie der Friedensbewegung, der emanzipatorischfeministischen Frauenbewegung und der Männerbewegung im Geist der Protestbewegungen der 60er Jahre. Die VHS Linz ist auch verbunden mit ökologischen Ideen, mit Gleichstellungsbestrebungen von Menschen mit Behinderungen, mit globalisierungskritischen Bewegungen, mit dem Sozialforum. Nicht zuletzt werden in Veranstaltungen entwicklungspolitische „Nord-SüdFragen“ sowie zunehmende Ökonomisierung, Marktradikalismus oder Neoliberalismus thematisiert. Auch die Mediendemokratisierung im Gefolge der Liberalisierung der 1990er Jahre war ein Anliegen der VHS Linz. Das Konzept für ein Freies Radio in Linz/Oberösterreich (heute Radio FRO) entstand in der VHS. Hier wurde auch das erste Bürger*innenfernsehen Österreichs im Rahmen der Medienwerkstatt Linz etabliert. Teilhabe und Partizipation zu schaffen und so demokratische Strukturen zu festigen und zu befördern, ist weiterhin das Bestreben der Einrichtung, die nunmehr im Linzer Wissensturm untergebracht ist. Der Zugang zu Bildung wird als Voraussetzung für Demokratie angesehen. Damit verknüpfen sich auch Forderungen beziehungsweise Angebote und Veranstaltungen zum freien Internetzugang sowie Zugang zu Wissen und Online-Archiven. In den sogenannten „Profilen“ für die Einrichtungen im Wissensturm ist auch ausdrücklich die Politische Bildung verankert. Damit wird die lange Tradition der Aufklärung und des Wirkens im Sinne demokratischer Bewusstseinsbildung unterstrichen.

Harald Wildfellner ist seit 1990 Leiter des Fachbereiches Politik und Gesellschaft an der VHS Linz und seit 2004 Geschäftsführer der Medienwerkstatt Linz. Außerdem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der entwicklungspolitischen NGO Südwind OÖ.

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Schwerpunkt

Demokratisierung durch Teilhabe Urheber*innenrecht und Freiheit im Netz von Magdalena Reiter

Archimedische Schraube d: Kernrohrdurchmesser

H_1: Wasserspiegeldifferenz

S: Steigung

H_2: erforderliche

1: Tastpunkt

D: Schneckendurchmesser

hydraulische Förderhöhe

2: Füllpunkt

β: Aufstellwinkel

H_3: maximale Förderhöhe

3: Sturzpunkt

H_0: konstruktive

J: Gangzahl (hier 4)

4: Übersturzpunkt

Förderhöhe

L: beschaufelte Länge

5: Staupunkt

Einer der Leitsätze der Aufklärung war „Wissen ist Macht“ (Francis Bacon). Geteiltes Wissen ist somit geteilte Macht. „Man nennt diesen Prozess auch Demokratisierung“, meint Magdalena Reiter in ihrem Versuch, den zeitgenössischen Diskurs um Urheber*innenrecht und Freiheit im Netz zu charakterisieren. Dabei müsse digitalen Gütern aufgrund ihrer leichten Teilbarkeit ein besonderer Stellenwert zugemessen werden. Das Wort Gemeinfreiheit ist zugegeben etwas sperrig, aber doch, wie ich meine, ein unglaublich interessantes Wort dieser Tage. Und weil es wohl vielen anderen genauso geht wie mir, setzt sich nicht mehr nur ein Kreis Eingeweihter – nämlich Jurist*innen – mit der Gemeinfreiheit auseinander, sondern ebenso immer häufiger Menschen, die Amateur*innen in Sachen Recht sind und sich aus unterschiedlichen Berufssparten zusammenfinden. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Gemeinfreiheit betrifft uns alle: Sie beschreibt jenen Zustand, den geistige und kreative Schöpfungen haben, wenn sie keinen Schutzrechten wie beispielsweise dem Urheber*innenrecht, einem Patent oder dem Markenrecht unterliegen. Solche gemeinfreien Inhalte, wie etwa Melodien oder Samples, Textausschnitte oder gar ganze Bücher, Fotografien oder Gemälde dürfen ohne die Klärung von Rechten und ohne finanzielle Vergütung verwendet werden. Kurz zusammengefasst: Sind Inhalte gemeinfrei, sind sie Gemeingüter, die von allen benützt werden dürfen – sei es für private oder berufliche, für kommerzielle oder nicht-kommerzielle Projekte. Bis 70 Jahre nach dem Tod Vielleicht ist es noch notwendig an dieser Stelle zu sagen, dass all jene geistigen Güter, die eine gewisse Schöpfungshöhe nicht

erreichen, also eine Schwelle an Individualität oder Originalität nicht überschreiten, automatisch gemeinfrei sind. Man kann solche Güter weder urheber*innenrechtlich schützen noch ein Patent dafür erwerben. (Unter gewissen Umständen könnte man aber ein Markenrecht daraus machen, wie der angebissene Apfel als Logo eines bekannten Elektronikherstellers aus Kalifornien zeigt.) Jene geistigen Güter, die diese Schöpfungshöhe aber erreichen oder eine Innovation darstellen, können für eine gewisse Zeit einen Schutz vor der Verwendung und Verwertung durch Mitbewerber*innen oder Privatpersonen erlangen. Dieser Schutz ist begrenzt, wobei das Urheber*innenrecht den wohl längsten Schutz darstellt: er gilt bis zum Tod der Autor*innen und 70 Jahre darüber hinaus. Irgendwann aber werden alle Werke gemeinfrei, denn das haben wir uns als Gesellschaft so ausgemacht. Lediglich wenn sich die Schöpfer*innen der Werke entschließen, diese schon vor Ablauf der genannten Frist als Gemeingut teilbar zu machen, ist eine Ausnahme möglich. Wir schöpfen aus dem Pool unserer Vorgänger*innen Dass es solche gemeinfreien Inhalte gibt, ist unerlässlich für die Weiterentwicklung von technischen, kulturellen oder künstlerischen Gütern – sei es für jene, die wir aus Freude in unserer Freizeit generieren, oder für jene, die später urheber*innen-, patent-, oder markenrechtlich geschützt sind. Nehmen wir die archimedische Schraube als Beispiel: Sie wurde vor rund 2300 Jahren entwickelt, also in einer Zeit, in der wir solche Schutzrechte wie heute noch gar nicht kannten. Sie darf nachgebaut werden und für die Entwicklung neuer Geräte problemlos Verwendung finden –


Schwerpunkt

und das tut sie auch, zum Beispiel bei Bewässerungsanlagen oder in abgewandelter Form als Schiffspropeller. Viele Gegenstände, Ideen, Techniken, Entwicklungen oder Prozesse sind in einem Pool, den unsere Vorgänger*innen und auch Zeitgenoss*innen gefüllt haben. Wir schöpfen bewusst oder unbewusst daraus, wenn wir selbst Dinge (neu) gestalten und erfinden. Dieser Pool dient als Fundament für unsere Entwicklungen, so wie auch unsere Entwicklungen irgendwann Fundament für Nachkommendes sein werden. Digitale Gemeingüter Nun ist es so, dass in den letzten 15 Jahren die digitalen Gemeingüter einen besonderen Stellenwert eingenommen haben. Digital erstellt oder nach der Erstellung digitalisiert, können Inhalte beliebig oft übers Netz geteilt werden. Außerhalb der Erstellungskosten entstehen bei dieser Form der Distribution nur geringe Mehrkosten, was die Verbreitung gegenüber bis dato üblicher Distributionsmedien wie zum Beispiel dem Buch, der CD, der Videokassette oder der DVD überaus effektiv und massentauglich macht. Weil alle Menschen, die Zugang zu einem digitalen Gemeingut brauchen, diesen allein mit Hilfe eines Internetanschlusses erhalten können, ohne dass dabei jemand einen zusätzlichen Mehraufwand hätte oder das Gemeingut wie ein physisches Gut teilen müsste, sind digitale Gemeingüter gerade für große Gemeinschaften wie Städte, Länder aber auch transnationale Verbünde von unglaublich hohem Wert. Gerade die digitalen Güter sind es aber auch, die in den letzten Jahren die Diskussion rund um den Schutz unserer geistigen Schöpfungen um einiges hitziger gemacht haben. Weil geschütztes Material technisch ebenso einfach geteilt werden kann wie gemeinfreies, passiert es nicht selten, dass in der Diskussion offener, freier Zugang und missbräuchliche Verwendung in einen Topf geworfen werden. Selbstverständlich sollen die Rechte von Urheber*innen eingehalten werden. Es macht aber wenig Sinn, aus diesem Grund die Bestrebungen in Richtung Gemeinfreiheit als „Gratiskultur“ zu diskreditieren. Denn wir brauchen diesen Pool an gemeinfreien Werken, um unsere Kultur, Technik und Wirtschaft lebendig zu halten.

sorgen. Wie wir das schaffen können? Der erste Schritt ist wohl, dafür zu sorgen, unsere aktuellen Kulturtechniken zu respektieren und nicht zu diskreditieren. Umgesetzt werden kann das etwa durch Schrankenregelungen, die den nicht-kommerziellen Bereich eindeutig aus der Illegalität führen. Wenn beispielsweise jemand ein Handyvideo eines Geburtstagsfestes auf YouTube hochlädt und im Hintergrund geschützte Musik läuft, oder wenn eine Gruppe Schüler*innen im Kunstunterricht ein Video mit Schnipseln aus alten Serien macht und auf der Schulwebsite veröffentlicht, dann muss dies unter eine Bagatellgrenze fallen. Aber auch, wenn der nicht-kommerzielle Bereich überschritten wird, brauchen wir die Möglichkeit, Werke zu schaffen, zu veröffentlichen und zu verwerten, die auf den Arbeiten anderer aufbauen. Dafür sollten vertragliche Lizenzen ohne große Mühe erhältlich sein, für die selbstverständlich eine adäquate finanzielle Entschädigung fließen muss. In einer vernetzten Welt, in der tagtäglich eine Vielzahl an Bildern, Texten und Tönen auf uns einprasselt, sollte der aktive Umgang damit nicht maßgeregelt, sondern legitimiert werden. Es braucht ein reformiertes Urheber*innenrecht, das sowohl unsere moderne Medienrealität berücksichtigt als auch die Ansprüche der unterschiedlichen Teilnehmer*innen unseres gesellschaftlichen Lebens – das sind Urheber*innen genauso wie Konsument*innen oder Verwerter*innen. Dafür existieren mittlerweile genügend Lösungsvorschläge. Die Herausforderung besteht darin, nicht nur jenen Gehör zu verschaffen, die die Vorteile der momentanen Lage genießen und dadurch ihre Monopolstellung ausbauen können, sondern zuvorderst eine Rechtslage zu schaffen, die allen nützt.

Magdalena Reiter arbeitet als Designerin an der Schnittstelle zu Kunst und Architektur. Ihr besonderes Interesse gilt Open Design und kollaborativem Arbeiten. Sie ist für unterschiedliche Initiativen tätig, die sich für kreative, digitale Gemeingüter einsetzen.

Teilhabe muss aktiv verstanden werden Wir können dementsprechend in der Diskussion nicht für ein Entweder-oder eintreten, sondern müssen beiden Bereichen eine Berechtigung einräumen und für ein ausgewogenes Verhältnis

online-Archive für kulturelle vielfalt in europa!

ARCHIVIA 14

6. und 7. September 2014, Wissensturm Vorträge, Diskussionen und Workshops – an der Schnittstelle von Urheberrecht und öffentlichem Interesse am freien Zugang zu Wissen und Information im digitalen Zeitalter.

Internationale Konferenz der Archive, Bibliotheken und Mediatheken in Linz

Anmeldung an office@archivia.at

www.archivia.at

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Mon tag

Di e n s tag

M i t t wo ch

D on n e r s tag

FROzine WH

FROzine WH

FROzine WH

FROzine WH

FROmat am Morgen Musik zum Kaffeetrinken und Zähneputzen

FROmat am Morgen Musik zum Kaffeetrinken und Zähneputzen

Radio 50+ Beiträge aus Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur und Technik

FROmat am Morgen Musik zum Kaffeetrinken

Kultur und Bildung spezial WH

1 Bücher-Wahl Neuerscheinungen, Belletristik, 2 Rauchzeichen Tabakfabrik Linz on Air WH Radio KUPF Kulturplattform OÖ informiert WH

1 afo-architekturforum o

Kultur und Bildung spezial WH

1 Arbeiterkammer on Air WH Theater Phönix on Air WH (unregelmäßig) U music@posthof WH

Musik für Junggebliebene Schlager und Oldies

Radio Wienerlied Die Wienerlied-Rundfunkreportage

Musik für Junggebliebene Unterhaltungsmusik und Operette

Musik für Junggebliebe Ouvertüren, Chorwerke

Radio für SeniorInnen Schlager und Interessantes, auch Klatsch und Tratsch über „Promis“, am 1. Montag im Montag die Wunschsendung von Hilde und Sylvia ab 8:30 Uhr

Radio für SeniorInnen Volksmusik, Mundartgedichte, Texte und der Radiodoktor

Radio für SeniorInnen Plauderstunde, aber auch Literatur, klassische Musik und Humor

Radio für SeniorInnen Kultur, Tourismus, Vorsc des Linzer Landestheate interessante Persönlichk religiöse Themen

Polnisches Radio OÖ WH

G Literarische Matinée um 10 Ein Blick hinter die Kulissen des Schreibens

Radio Dispositiv NEU Gespräche zu Themen aus dem Spannungsfeld Kunst, Wissenschaft und Politik

1 kulturportal99 Kultur 2 dérive Radio für Stadt 3 Erzähl mir Märchen hu 4 Neues aus der Welt de

FROmat

1 Anstifter WH

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1 Willys Würschtlbude Revolution im Kleinen 2 Russischer Kanal Neuigkeiten auf Russisch 3 FROmat 4 Eigenklang Volksmusikforschung on Air

Radio Polonia WH

Anukis ein Weg ins Bewusst Sein - eine Inspiration

Hungaro Studio WH

12

Open Space Freier Sendeplatz für alle und alles

Open Space Für Experimente, Aktion oder Playlist

Open Space Für deine ersten Radioerfahrungen

Open Space Hilfestellung holen unte

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FROzine WH Das Infomagazin von Radio FRO

FROzine WH Das Infomagazin von Radio FRO

FROzine WH Das Infomagazin von Radio FRO

FROzine WH Das Infomagazin von Ra

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1,3,4,5 SPACEfemFM WH 2 Pentagrama Latina WH

1 Telex Servus FM WH 2 Amnesty informiert WH 3 Werkstattradio WH 4 52radiominuten WH

1 Liebe, Sex und Zärtlichkeit WH 2,4 Radiabled WH 3,5 Wegstrecken WH

1 Philosophische Brock 2 Summerau, 96 WH 3 Music meets Lyric WH 4 Kupfermuckn WH

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Rocking Fifties Hillbilly, Rockabilly, Rock‘n‘Roll, Rhythm & Blues, Jive, Western Swing und Country von Erik van der Meerakker

Neues aus Freistadt aktuelle Themen des Freien Radios Freistadt auch in Linz zu hören

1,3,5 Poison FM einziges Linzer Mittelschulradio 2 FROmat 4 Radijojo - Das Kinderradio Bringt alles, was Kinder interessiert

1 Rockrevolution 2 Begegnungen auf Ra 3 Revolution Radio 4 Vokalspuren durch die

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Groovin‘ Blues , Soul & Funk sind die Schwerpunkte Jazziges & Rockiges lassen manchmal grüßen...

Biancinas Musikprogramm Musik für Kinder

Radio Frech SchülerInnen des MRG Fadingerstraße machen Radio

Unisounds Informationen, Berichte, Rezensionen und natürli der Anton Bruckner Priv

1 afo-architekturforum oö

1 Landestheater on Air

1 Arbeiterkammer on Air Theater Phönix on Air (unregelmäßig)

Biancina Geschichten für Kinder: mal lustig, mal traurig, mal ganz abenteuerlich 1 Bücher-Wahl ein literarischer Gemüsegarten 2 Rauchzeichen Tabakfabrik Linz on Air

U music@posthof

Radio KUPF Kulturplattform OÖ informiert

1 Anstifter Das Stifterhaus Linz on Air

1 Wissensturm aktuell, L Lentos/Nordico aktuel

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FROzine Das Infomagazin von Radio FRO Montags mit dem Politikschwerpunkt

FROzine Das Infomagazin von Radio FRO Dienstags mit dem Kommentar der Woche

FROzine Das Infomagazin von Radio FRO

FROzine Das Infomagazin von Ra Donnerstags Gegenentw

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1 Telex Servus FM Digitale Selbstverteidigung 2 Amnesty informiert über Menschenrechte 3 Werkstattradio über Politik, Krieg & Frieden 4 52radiominuten Mit feministischen Grüßen

1 Liebe, Sex und Zärtlichkeit Senia enthindert Sex 1 Philosophische Brocken Debatten und Vorträge 2,4 Radiabled Barrierefreiheit und Kultur 2 Summerau, 96 Literatur, oft unveröffentlicht 3,5 Wegstrecken Verkehrsmagazin 3 Music meets Lyric Lesungen und Interviews 4 Kupfermuckn Die ARGE Obdachlose on Air

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1 updateFM Social Media, Internet und Apps 2 Kapu 9000 präsentiert „Wer ist hier der Boss“ 3,5 sound.check Über die lokale Musikszene 4 Frau Nowaks Transoriental. Musikexpress Beats und Melodien fernab aller Orientklischees Rumble Musik aus dem nicht kommerziellen Bereich: Surf, Instro, Garage, Sixties, Punk, Rock‘n‘Roll, Hardcore

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1 no handicap Barrierefr 2 Stallgeflüster Sendun 3 Die Sendung mit beso satirisch, informativ, par 4 Pensée Sauvage - Das 1,2,4 FROmat 1 Literatur und So Geschriebenes aus der Region 1 Wunderbare Jahre NEU 2 Café Despresso Satire 3 BlauCrowd FM Blau-Weiß ohne Rassismus 2 FRO Probesendung für deine erste Sendung 3 Potluck der Rock/Pop 5 Nachspann eine persönliche Stunde oder 3 ann and pat radioshow Musik für junge Leute in englischer und deutsc die Verlängerung der Wegstrecken 4 Radio Nowhere Arcade Fire bis ZZ-Top 4 New Noise Frischer Kr 1,3 FROmat 1,4 FROmat 1 Unusual4 ist dort, wo e 2 Szenenwechsel Lokale Sounds aus d. Freien Radios 2 FRO krebst auf! FRO am DJ Pult des Krebsen konkret passiert 4 Jazzchronik Jazzgeschichte von einst bis heute 3 ann and pat radioshow Musik für junge Leute 2,3,4,5 E-Verteiler Tech 5 Nachspann Live DJ-Sets, Interviews

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1,2,3 FROmat 4 Eat Flowers selten Gespieltes aus Blues/ Bluesrock, Hardrock, Progressive, Psychedelic Sounds und Pebbles/Nuggets Klängen

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FROmat

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FROmat in der Nacht Ausgewählte Musik zum Punken und Rocken

FROmat in der Nacht Ausgewählte Musik zur Reinigung der Gehirnwindungen

1. 2. 3. 4. 5. Wochentag im Monat WH Wiederholung

U / G un-/ gerade Kalenderwoche L letzter im Monat

1 Fadimat 105 elektronische Experimentalmusik 2 Final Transmission Experimentelles v.Jazz bis Noise 3 ghostradio Radiokunst 4 Oldies but Goodies Musik der 50er-80er Jahre 5 kawumm kabumm Radioexperimente 1 Fadimat 105 elektronische Experimentalmusik 2 Final Transmission Experimentelles v.Jazz bis Noise 3 ghostradio 4 FROmat

1 Veranstaltungsdezernat / Radio-RoSTWeST NEU Abwechselnd Veranstaltungstermine oder aktuelle Projekte der STWST 2 FRO krebst auf! FRO am DJ Pult des Krebsen 3,4 FROmat 1,3,5 FROmat 2,4 Kapu Radio Show Alles rund um die KAPU mit Konzertankündigungen, Infos, Berichten, Stories und guter Musik

Another Nice Mess 0-2 DJ Marcelle surft von Am Dubstep, Worldmusik, D Electronica, Cumbia, Te und vieles mehr.

 Informantin - Infokanal  Kultur- & Bildungskanal


F r e i tag

S a ms tag

FROzine WH

FROmat FROmat ausgewählte Musik, zusammengestellt von der Musikredaktion mit Schwerpunkt auf alternative Genres. Bevorzugt Musik von Frauen und österreichische Produktionen, mit Fokus auf Linz und Oberösterreich. Musikprogramm - Letscho Ungarischer Musikmix, zusammengestellt von der ungarischen Redaktion Hungaro Studio

n und Zähneputzen

FROmat am Morgen Musik zum Kaffeetrinken und Zähneputzen

oö WH

Kultur- und Bildungskanal WH

1 Wissensturm aktuell WH 3 Landesgalerie on Air WH, L Lentos/Nordico WH ene Aus der Musikszene zeit- und grenzenlose Musik: und Konzertstücke Biographien, Interviews und Hörenswertes aus der Unterhaltungsmusik diverser Musikchau auf Veranstaltungen richtungen sowie Oldies ers, Diskussionen, keiten, soziale und

und Kritik tforschung umorvolle Gespräche er Medizin (-10:30)

er programm@fro.at

adio FRO

ken WH

H

dio FRO Gespräche

3 Landesgalerie on Air lle Ausstellungen

adio FRO würfe & Alternativen

reiheit und Interviews ng über Landwirtschaft onderen Bedürfnissen radigmenwechselnd s wilde Denken U 90er Jahre Musik emagazin Überraschungstopf cher Sprache rach, Indie bis Hardcore elektronische Musik

hno, House and Breaks s und Studiogespräche

6 7 8

2 Russischer Kanal WH

Radio 50+ WH G Literarische Matinée WH Ein Blick hinter die Kulissen des Schreibens U FROmat

1 Momente Musik zum Entspannen und Träumen 2,3,4 Hungaro Studio Aktuelle Berichte aus Kultur und Gesellschaft auf Ungarisch und Deutsch

9

1 Radio Bulgaria Aktivitäten der bulgarischen Gemeinschaft in Oberösterreich 2,3,4 Radio Stimme politisches Journal zu Minderheiten, Mehrheiten, Machtverhältnissen

1,5 Libretto über Oper und Operette 2 Jazzchronik WH 3 Atelier für Neue Musik Musik und Kunst 4 Radioreisen Reisen, Musik und Texte

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1 Ketani Kultur und Sprache der Roma und Sinti 1,3,4,5 SPACEfemFM WH 2,4 FROmat 2 Listen To The Female Hits 3 Bioneers Revolution from the Heart of Nature Das Schaffen von Frauen im Musikbereich steht hier im Mittelpunkt

Medienwerkstatt Radiococktail Die Radiosendung der Medienwerkstatt Linz

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Artarium livedialogisches Experimentierlabor zwischen Genres und Generationen

1 FROmat 2 viva la eñe spanischsprachige Kultursendung 3,4,5 Radio Hamraz Migration, Identität uvm. für Farsi-sprachige MigrantInnen

Polnisches Radio OÖ Sendungen in polnischer Sprache mit (außer)gewöhnlichen Persönlichkeiten, aktuellen Problemen und Veranstaltungen

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FROzine WH Das Infomagazin von Radio FRO

1,4 Herzblut Menschen und was sie gerne tun PoloNews Die Sendung soll die Brücke zwischen den 2 radio% attac für soziale Gerechtigkeit 3 Gegenargumente Kritik der herrschenden Politik Nationen bauen - auf Polnisch und Deutsch

1 no handicap WH 2 Stallgeflüster WH 3 Die Sendung mit besonderen Bedürfnissen WH 4 Pensée Sauvage WH

1 Radio FROheim Die Redaktion im Außenstudio in Ottensheim berichtet über aktuelle Entwicklungen, Kunst und Kultur in Ottensheim und Umgebung. 2,3,4, 5 Aus'm STROM Die Donnerstags-DJ-Lines "Digging mit DJ Hooray und "It's On mit Rapha L."

Radio Netwatcher Magazin über Netzthemen, Wissenschaft, IT, Presse- und Meinungsfreiheit, Privatsphäre, Netzkultur und Technikfolgenabschätzung

Medienwerkstatt Radiococktail Die Radiosendung der Medienwerkstatt Linz

e Welt der Chormusik

, Interviews, Essays, ich viel Musik von vatuniversität

S on n tag

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Radio Polonia Infos aus dem Vereinsleben, Interviews, Musik, Beiträge über polnische Kultur und Literatur in polnischer Sprache

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One Luv Radio Show Eine Musiksendung voll Hip-Hop, RnB und Hiplife.

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Smart Art Kulturzentrum HOF und MRG Fadingerstraße. Das Magazin richtet sich vorrangig an die Interessen und Belange Jugendlicher.

FROmat

Kultur und Bildung spezial Lesungen oder Diskussionsrunden, Veranstaltungsberichte oder Vorträge - das aktuelle Linzer Kultur- & Bildungsgeschehen

Freshly Squeezed Music New and recent Electro 1 Radio Bulgaria WH Swing and vintage sounds remixed, rediscovered 2,3,4 FROmat Der Sender mit den härtesten Übergängen or rewound

Open Space Workshopsendungen/Experiment

FROzine Das Infomagazin von Radio FRO

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Jadran-Cro

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1,3,4,5 SPACEfemFM vielfältige Themen der Radiofrauen, u.a. Politik & Kultur 2 FROmat

Islam im Gespräch Themen aus dem Alltag, der Politik und aktuelle Ereignisse in Bezug zum Islam

Aus der Musikszene WH

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1,3 La Vista Kulturszene, Talk, Musik 2 Kanal Banal Humor, Satire, Poesie 4 Multisound FM mit schwungvollen Songs und Hits ins Wochenende

Voice of Africa Kultur, Musik, Politik und Bildung in englischer und französischer Sprache für die afrikanische Community und Jugend in Linz

1 Sin Fronteras Tu Radio Amiga 2 Literadio Lesungen und Interviews 3 FROmat 4 Newcomer FM MusikerInnennachwuchsszene

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Sorry it's not you, it's HOUSE hochwertige House Beats von Nick und Chris

U Voice of Africa G Geräuschkulisse - Ton mit Phrasen Magazin für Jugendverständnis, Folklore und Selbstironie

1,3 Hörbildner Sprach- und Geräuschexperiment 2 Momente Musik zum Träumen 4 Newcomer FM MusikerInnennachwuchsszene

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FRO Live Liveübertragungen von Konzerten, Lesungen und Diskussionsveranstaltungen und aktuelle Konzertinfos

1,4 FROmat 2 Another Nice Mess DJ Marcelle 3 Pozdrav Jajč anima für Menschen aus Jajce 4 Transmission 22-1 Uhr Trance, Dance, Hardstyle und Techno, Ausflüge zu Chill-Out, Hardtechno, Hardcore und House - mit News und Infos aus der Szene

U Pura Vida Sounds Beleuchtet essentielle Perioden der Independent Musikgeschichte G FROmat

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1,3 Jazz von A-Z 2,4 India meets Classic Zur indischen Musikkultur mit indischer Klassik aus Nord- und Südindien

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1,2 FROmat 3 Pozdrav Jajč anima 4 Transmission 22-1 Uhr

FROmat in der Nacht mit Jazz, Soul & Funk in den Montag

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2 Club Ibiza 1-3 Uhr 4 Transmission 22-1 Uhr

 Kinder & Jugendliche  Musik & Talk

Uhr msterdam aus, durch Drum ‚n‘ Bass, echno, HipHop, Punk

 Kunst, Kultur & Literatur  Politik & Gesellschaft


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Sendungsfeature

Lorlis Schlagerparade von Veronika Moser

In der Radioarbeit finden Lorlis Leidenschaften und Talente ihren Platz: die 75-jährige Linzerin ist nämlich eine große Musikliebhaberin, wie sie selber sagt: „Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, und da wurde immer viel gesungen! Ich bin mit Jodel- und Volksmusik aufgewachsen.“ Lorli Jisa singt leidenschaftlich gerne, ob am Berg oder im Chor. Sie schreibt auch Gedichte. Diese bringt sie nicht nur in ihren Radiosendungen zu Gehör, sondern auch bei feierlichen Anlässen wie dem jährlichen Radio FRO Fest... Die Waschrumpel-Lorli

Schon seit 15 Jahren auf 105.0 Megahertz zu hören und längst stadtbekannt ist das Radio für Senior*innen. Eine, die seit der ersten Stunde mit dabei ist, ist Lorli Jisa. Jeden zweiten Montag im Monat geht sie mit „Lorlis Schlagerparade“ auf Sendung und ist auch Tagesverantwortliche für den Montag. Als solche weiß sie viel zu erzählen... Die Redaktionsmitglieder des Linzer „Radio für Senior*innen“ sind meistens die ersten, die wochentags das Studio von Radio FRO in der Stadtwerkstatt betreten. Gegen 8 Uhr morgens trudeln sie im Studio ein, machen das Fenster auf und lüften mal gut durch, bevor ein neuer Tag im Studio beginnen kann. Montags bis freitags produziert ein 30-köpfiges Redaktionsteam von 9-10 Uhr stets abwechslungsreiches Programm, und das fast immer live. An einzelnen Wochentagen geht es sogar schon um 8:30 Uhr los – mit „Musik für Junggebliebene“: „Da spielen wir eine halbe Stunde vor Sendungsbeginn schon die dementsprechende Musik, damit die Hörerinnen und Hörer sich drauf einstellen können und den Sender besser finden“, erklärt Lorli Jisa. Musikalisch geht es im Senior*innenradio jeden Tag anders zu: Montags werden Schlager gespielt, dienstags gibt’s Volksmusik und Mundart um die Ohren, mittwochs servieren die Moderator*innen eher Plauscherl, klassische Musik, Hörspiele oder Literatur, donnerstags steht Kultur & Theater am Programm, und am Freitag wird stets Neues aus der Musikszene präsentiert: zeit- und grenzenlose Unterhaltungsmusik diverser Musikrichtungen. „Es heißt immer, man soll etwas Sinnvolles machen in der Pension...“ … und Lorli Jisa hat da nicht lange gezögert. Kurz nach ihrer Pensionierung als Mitarbeiterin bei der Chemie Linz wurde sie 1998 Moderatorin im Linzer Senior*innenradio. „Ich war die erste, die sich gemeldet hat, als Dr. Schicho nach Redakteur*innen gesucht hat!“

„Mir ist ja nichts zu blöd“, sagt sie, die Lorli, und ist bereitwillig dabei, wenn dem Radio FRO-Team mit wechselnden Personal wieder mal abgefahrene Projekte einfallen und die Community zur Projektbeteiligung aufgerufen wird: „Die oide Tschesn is immer do“, bemerkt sie selbstironisch, und in der Tat: auf Lorli ist Verlass. Beim Projekt „ätherrauschen“ im Jahr 1999 etwa machte Lorli Jisa bei akustischen Expeditionen in die Grenzregionen Oberösterreichs mit. Manch eine*r wird sie auch schon auf der Stadtwerkstatt-Bühne zu Gesicht bekommen haben – ob als Vortragende von Geburtstagsständchen oder auch als Mitglied im Freien Rundfunk Orchester. Dieses offene FRO-Orchester zelebriert Klangkunst mit Alltagsgegenständen, wie elektrischen Zahnbürsten, Haarföhns, Bierflaschen oder Weingläsern. Lorli Jisa brachte stets ihre Waschrumpel mit und gab - ratsch-ratschratsch-ratsch - den Viervierteltakt an. Und so kam sie zu ihrem Kosenamen, den sie mit Stolz trägt, die Waschrumpel-Lorli. „Meine Lieblingsmoderatorin im Seniorenradio...“ Solche Komplimente bekommt die langjährige Radiomacherin mitunter zu hören, obiges von niemand geringerem als dem Pfarrer aus ihrer Gemeinde. Lorli Jisas Radiostimme ist bekannt, spricht sie doch die Stimme im Sendungs-Jingle. Bei einer Senior*innenfahrt nach Griechenland ist es ihr einmal passiert, dass sie sich mit einer Mitreisenden unterhalten hat, welche nach kurzer Zeit ausrief: „Aber ich kenne Sie doch!“ Wurde Lorli Jisa doch glatt an ihrer Stimme wiedererkannt. An Resonanz und Feedback zu ihrer Sendung mangelt es Lorli Jisa nicht. Oft bekommt sie Postkarten mit Musikwünschen, viele Hörer*innen rufen während der Sendung an, manche nachher: „Mein Gott na, das hab ich ja schon soo lang nimmer gehört“, sagen sie. Denn Lorli spielt in ihrer Sendung vorzugsweise Schlager der 70er und 80er Jahre, von Musiker*innen wie Horst Winter, Caterina Valente, Bruce Low, Rex Gildo oder Vico Torriani. „Früher haben wir noch mit Tonbändern gearbeitet, jetzt verwenden wir CDs. Ich habe mittlerweile schon so viele CDs zu Hause, dass ich schon gar nicht mehr weiß, wohin damit!“ Nun ja, in Lorlis Schlagerparade ist die Musik jedenfalls bestens aufgehoben.

Veronika Moser hat gemeinsam mit Waschrumpel-Lorli schon im Freien Rundfunk Orchester musiziert und freut sich immer recht, wenn die lieben Senior*innen morgens Kuchen mit ins Büro bringen. Der schmeckt nämlich meist besonders lecker.


verstärker

Hello Darling! Neue Sendungen auf Radio FRO 105.0

Arcobaleno Radio
 Der Linzer Verein Arcobaleno hat Kontakt zu Menschen aus aller Welt, die im internationalen Begegnungszentrum Deutschkurse besuchen. In dieser Sendung werden ihre Geschichten und Kompetenzen hörbar gemacht. In jeder Sendung spricht eine*r der Besucher*innen über Heimat, den Weg nach Österreich und über Alltags- und Lebenserfahrungen. Bei Bedarf wird ein*e Dolmetscher*in dazugeladen. Die Musik in der Sendung wird von den Studiogästen mitgebracht. Ab und an werden auch Veranstaltungsberichte aus dem Arcobaleno gesendet. jeden 2. Dienstag, 20-21 Uhr von Anja Krohmer Aus‘m Strom Die Donnerstags-DJ-Lines „Digging mit DJ Hooray“ und „It‘s On mit Rapha.L“ aus dem Café Strom verfeinern den samstäglichen Musiknachmittag auf Radio FRO 105. jeden 2. und 3. Samstag, 14-16 Uhr von Felix Vierlinger Contrast Musik ist ein Abenteuer, welches wir täglich genießen können! In seiner monatlichen Musiksendung bietet Christian Aichmayr Hörerlebnisse an, die bei den Hörer*innen Emotionen auslösen und unterschiedlichste Assoziationen wecken können. Eine wirklich gelungene Musiknummer zeichnet sich seiner Meinung nach dadurch aus, dass man sich ihrem speziellen Sound nicht entziehen kann. Dies wiederum hinterlässt Spuren im Leben, welches sich damit verändert und bereichert. Nachher wird es nie wieder so sein wie vorher! jeden 1. Dienstag, 21-22 Uhr von Christian Aichmayr Das wilde Denken - Pensée Sauvage In dieser Sendung hören wir kulturanthropologische Gespräche junger Wissenschafter*innen vom Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Uni Graz. Die Kulturanthropologie erforscht kulturelle Prozesse mit einem Fokus auf die Perspektive der Akteurinnen und Akteure. Unter Kultur versteht sie „the whole way of life“, sie erforscht die Lebensweise von Menschen und ergründet Bedeutungen und Zusammenhänge. Diskutiert werden Kulturanalysen zwischen Facebook und Ich-AG, Swingerclub und Wartezimmer, Prekarisierung und Selbstverwirklichung. Eine Sendungsübernahme von Radio Helsinki. jeden 4. Donnerstag, 19-20 Uhr von Ruth Eggel und Robin Klengel ghostradio Ghostradio is a physical mechanism that generates random numbers by chance. This unit works on the boundaries of the causal world and beyond. We are publishing this random numbers datastream for cryptographic key generation. This will release the public from the current state of surveillance. The name ghostradio originates from the ghost-hunters. They try using technical equipment to receive voices and images from beyond the grave.

Ghostradio Installation in Riga, Ausstellung "fields", 2014

Radiokunst und Experiment im Äther auf Radio FRO 105.0. jeden 3. Dienstag, 22-24 Uhr von Franz Xaver, Pamela Neuwirth und Markus Decker Oldies but Goodies Eine Musiksendung der besonderen Art: Willi Schaden alias Rocking Willi gräbt für die Hörer*innen in seiner umfangreichen Plattensammlung und präsentiert musikalische Gustostücke der 50er bis 80er Jahre. jeden 4. Dienstag, 22-23 Uhr von Willi Schaden Rockrevolution In dieser Musikshow werden jeden Monat die großen Namen des Rock & Pop vorgestellt. Dazu hört ihr die Hits von gestern und heute sowie spannende Geschichten über die Größen des Rock & Pop! Eine Sendung mit Musik, die niemals alt wird. jeden 1. Donnerstag, 15-16 Uhr von Fritz Pötzelberger

Auf Aus

dem

Wiederhören und Danke! Programm verabschieden sich:

herzFROanders Mit Herz einfach voll anders! Anders denkend, anders betrachtet, Bettina Klopf lud dazu ein, alte Wege zu verlassen und Neues auszuprobieren. Musikalisch und inhaltlich standen Lebensfreude und verschiedenste Themen wie Musicals, Klimawandel oder Mut im Mittelpunkt. Wir danken Bettina Klopf ganz herzlich für die charmant moderierten Sendungen. Nachhören: cba.fro.at/series/herzfroanders Pentagrama Latina Jeden zweiten Freitag im Monat konnte man ab 19:00 Uhr auf Radio FRO Nachrichten und Interessantes aus Lateinamerika hören. Die Sendung, für die Sendungsmacherin Vargas Noa de Grasser Melania ein bis zweimal jährlich Süd- und Mittelamerika bereist, wandte sich sowohl an die Lateinamerikanische Community als auch an Österreicher*innen die Interesse an Kultur, Küche, Politik und Traditionen diese Weltgegend haben. Die schlechte Nachricht ist, dass diese Sendung ab jetzt nicht mehr die hören sein wird. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: In einem Jahr kommt sie wieder. Hurra!

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So sieht Wachstum bei uns aus! Unsere Wirtschaftsordnung geht von ständigem Wachstum aus. Nur dann funktioniert der Laden und nur dann kann sich auch die politische Kaste halten - glaubt sie zumindest. Daher kommt auch der „Lernwiderstand der Eliten in einer großen Krise“ (Stephan Schulmeister). Wachstum muss aber nicht Ausbeutung des Globus bis zum Gehtnichtmehr heißen. Wir bei Radio FRO bohren keine noch größeren und tieferen Löcher in die Mutter Erde, sondern setzen auf menschliches Wachstum.

Die magische Kiste ist Medizin für mein Heimweh

Radio hat mich schon immer begleitet: ob als Wecker in der Früh, als ständiger Begleiter durch die grenzenlose Welt der Musik oder auch als Vorleser von vielen Büchern und ihren Facetten... eine magische Kiste eben. Zu Zeiten meiner Jugend in Polen, die von Streikwellen, Gründung der Solidarność, dem Ausnahmezustand 1981 und politischen Verfolgungen gezeichnet war, hat mich Radio Free Europe / Radio Liberty geprägt. „Das Fenster in die mentale Freiheit“, wie ich es gerne nenne, war für die Förderung von demokratischen Werten und die Verbreitung von Fakten und Ideen verantwortlich. Der Inhalt passte nicht zu dem manipulierten Nachrichtenfluss der Sowjetunion und wurde deshalb als Bedrohung angesehen. Deshalb wurden starke Störsender in Betrieb genommen, um die Empfangsqualität zu verschlechtern. Die Reise nach Österreich war geplant, der lange Aufenthalt nicht. Damals, als Studentin, wollte ich die unbekannte Welt kennenlernen. Endlich konnte ich das Gefühl und die Sehnsucht nach dem Fremden ausleben. Aus dem geplanten ein- bis zweijährigen Abenteuer wurden mittlerweile 25 Jahre ernstes Leben. Pożegnanie

So folgt nun Dorota Trepczyk unserer lieben Kerstin Horner als Programmkoordinatorin nach. Zudem (und hier beginnt unser sanftes Wachstum) hat Radio FRO mit Manuel - Diggi - Dicketmüller seinen ersten Lehrling. Hier stellen sich die beiden vor: Durch Linz gurken

Ich bin Manuel Dicketmüller – 25 – und werde oft auch liebevoll „Diggi“ genannt. Ich habe die Ehre, hier bei Radio FRO die Lehre zum Medienfachmann mit Schwerpunkt Medientechnik nachzuholen. Unter anderem war ich für Radio FRO bereits am Open Air Ottensheim unterwegs, um eine Live-Sendung zu gestalten. Ehrenamtlich bin ich beim Kulturverein Baraka in Micheldorf tätig. Dort organisiere ich regelmäßig Konzerte. Außerdem bin ich Plakatierer für die Stadtwerkstatt und helfe gerne mit, wo‘s geht. Kann also leicht mal passieren, dass ihr mich auf meinem alten Puch-Rad und mit ein paar Plakatrollen im Rucksack durch Linz gurken seht. Da die Ausbildung zum Medienfachmann sehr vielseitig ist, gehören Workshops schon fast zu meinen Hobbies: Animationsfilm, Videoschnitt, Siebdruck,... Im Winter bin ich gern am Berg. Im Sommer untertags gern am See oder am Fluss und nachts gern im Zelt und auf kleinen/feinen Festivals. Das ganze Jahr über auf verschiedensten Konzerten. Wenn ich am Berg bin, dann meistens mit dem Snowboard. Wenn ich im See bin, dann meistens mit der Badehose, und im Zelt meistens im Schlafsack. Wenn ich auf einem Konzert bin, dann jetzt immer öfter mit dem Aufnahmegerät. Wir sehen uns!


Nie, ja na pewno ciebie nie zapomnę. I chmury nad Warszawą moje są , I obłoki idące ponad polskim krajem, I cień ruchomy na kurzawie zbóż. (...) Nie, ja na pewno ciebie nie zapomnę Chyba że serce mi pęknie. Żyć z tobą w szczęściu nie było mi dano Zgodziłem się wejść w pustkę tą straszliwą bramą Dlatego, że kochałem I słów nie dosyć było, ułożonych pięknie. Czesław Miłosz, Auszug aus „Pożegnanie” Eines Tages wurde ich gefragt, ob ich Sendungen über Polen bei Radio FRO machen möchte… Ja! Das war die Medizin für mein Heimweh. Seit damals reise ich on Air nach Polen, interviewe Leute, die auf irgendeine Art und Weise mit Polen verbunden sind, rede über wichtige Themen für Polen, spiele polnische Musik, spreche Polnisch... das erfüllt mich! Es erfüllt mich, weil ich zwei Heimatländer in meinem Herzen trage. Durch die Sendungen kann ich der einen über die andere Kultur berichten. Das Fernweh hat mich in die Ferne gezogen, aber die Sehnsucht nach der Heimat hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Przyjemne z pożytecznym Mittlerweile wurde das Radio zu meinem Arbeitsplatz. Seit ich als Programmkoordinatorin bei Radio FRO arbeite, gelingt es mir, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden – das ist der Grund, warum ich tue, was ich tue. Do zobaczenia w studiu Radia FRO! Dorota Trepczyk


verstärker

Radio FRO macht Schule von Philippa Plochberger

Radio Ott0, v.l.n.r.: Luljeta Seljimi, Nuran Mersal und Havva Gürsal, Schülerinnen der Otto-Glöckel-Schule in Linz, bei einer vielsprachigen Live-Sendung im Studio von Radio FRO 105.0.

Radio FRO hat im ersten Halbjahr 2014 eine Vielzahl von Workshops mit Schüler*innen gestaltet. Unsere Ausbildungsleiterin Philippa Plochberger war der Pulsschlag hinter diesen Schulworkshops. Hier legt sie dar, was wir uns eigentlich dabei denken, so viel Zeit in die Bildungsinstitution Schule zu investieren. Im Frühjahr dieses Jahres führten wir ein Radioprojekt mit der Otto-Glöckel-Schule (NMS 5 - Linz) durch. Schwerpunkt der insgesamt vier Radiosendungen war Mehrsprachigkeit. Ein weiteres, ebenfalls mehrteiliges Projekt fand mit der HTL Leonding statt. Die Schüler*innen der beiden ersten Klassen des neu eröffneten Medientechnikzweiges produzierten insgesamt sechs einstündige Radiosendungen. Auch mit dem BRG Solarcity, der HLW Auwiesen und den Kindern des Zentrums für Hör- und Sehbildung der Caritas Oberösterreich wurden Radioworkshops abgehalten. Ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass es nicht zu unseren Hauptaufgaben gehört Schulworkshops abzuhalten. Radio FRO investiert hier Arbeitskraft, weil uns neben der Weitergabe der Freude am Radiomachen auch viel an der Vermittlung von Medienkompetenz liegt. Das meint im Wesentlichen die Fähigkeit, mit Medien und ihren Inhalten umzugehen und sie für die eigenen Bedürfnisse zu nutzen. Aber unter den Überbegriff Medienkompetenz fallen auch Schlagworte wie Medienkritikfähigkeit, Medienkunde und –nutzung sowie Mediengestaltung. Gerade die Fähigkeit zur Medienkritik ist wichtig und genau da versteht sich Radio FRO als Vermittler*in, damit Kinder und Jugendliche erkennen, dass sie einerseits selbst Medien machen können, und dass andererseits Medien von Menschen gemacht werden, die ihre Ansichten und Meinungen mittransportieren. Daher dürfen und sollen Medien auch kritisiert und hinterfragt werden.

Wenn das rote Licht angeht, dann gilts! Radioproduktionen mit Schüler*innen erfordern auch Sprachkompetenz, und zwar nicht in dem Sinne, perfekt sprechen zu können. Es geht vielmehr um das Hör- und Leseverständnis. Einen Text so zu verstehen und mit eigenen Worten zusammenzufassen, dass die Hörer*innen auf Anhieb folgen können, verlangt den jungen Radiomacher*innen einiges ab! Radiomachen fördert den kreativen Umgang mit Sprache, Sprachgewandtheit und – auch wenn im Radio niemand zuschauen kann – Auftrittskompetenz. Wenn das rote Licht angeht, dann gilts! Alles, was im Studio gesagt und getan wird, geht 1:1 raus und alle hören mit. Eine Radiosendung ist immer eine Produktion des ganzen Schüler*innenteams. Ähnlich wie beim Bergsteigen ist das Gesamtergebnis nur dann optimal, wenn alle mitmachen und gemeinsam ans Ziel kommen. Immer mit den Möglichkeiten und Begabungen, die jede*r mitbringt. Radiomachen fordert den Schüler*innen viele Kompetenzen ab: Wertschätzung von Andersartigkeit, Respekt zu geben und zu bekommen, zuzuhören und sich Gehör zu verschaffen . Die Schüler*innen sind die Macher*innen und Hörer*innen von morgen und lernen auf diese Weise das Freie Radio als coolen und offenen Platz für Partizipation und Meinungsfreiheit kennen. Sie sind die Multiplikator*innen von Freien Radios und gerade deshalb darf und soll die Produktion von Radiosendungen Spaß machen! Und dafür wenden wir gerne unsere Energie auf.

Philippa Plochberger ist passionierte Medientrainerin für alle und jede*n und macht sogar bei ihrem Hund keine Ausnahme! Sie ist ständig auf der Suche nach neuen Trainingsmethoden für die sichere Verbreitung des Radiovirus.

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Herbstprojekte von Radio FRO 105.0 MHz

Seekarten von Lampedusa mit Windrichtungen, Meereshöhen und Seezeichen // cc OpenSeaMap // OpenSeaMap ist eine freie, digitale Seekarte für Navigation, die – im Wikipedia-Prinzip – von Nutzer*innen kartografiert wird.

Fluchtpunkte

Eine Straßenaktion zum „Langen Tag der Flucht“ Freitag, 26. September, 13-18 Uhr, Martin-Luther-Platz, Linz Live-Übertragung 15-17 Uhr, auf 105.0 MHz. Was heißt es eigentlich, Flüchtling zu sein? Wie verläuft der Weg und warum ist das Ziel nicht immer dort, wo man landet? Welche Hintergründe können am Anfang eines Fluchtprojekts stehen? Wie ist es, in einem Flüchtlingslager zu leben, in einem Erstaufnahmezentrum, in einer Grundversorgungs-Unterbringung? Was genau bedeutet eigentlich Asyl, und was bedeutet es, mit dem Stempel „Asylwerber“ durch den Alltag zu gehen? Was versteckt sich hinter Begriffen wie „Dublin II“ oder „Eurosur“ und was ist humanitäres Bleiberecht? Wo fängt Exklusion an und wo hört Inklusion auf?

Diesen und weiteren Fragen wird am 26. September, dem von UNHCR ausgerufenen „Langen Tag der Flucht“, nachgegangen. Rund 16 Organisationen in Linz haben sich zusammengeschlossen, um rund um das Thema Asylpolitik zu informieren und mögliche Stationen einer Flucht symbolisch nachzustellen und nachvollziehbar zu machen. Radio FRO beteiligt sich u.a. mit einer 2-stündigen DiskussionsSendung live vom Martin-Luther-Platz. Wichtig ist uns dabei, nicht zusätzlich zur Exotisierung und Stigmatisierung von Asylsuchenden beizutragen. Es geht vielmehr darum, die Ohren aufzumachen, Erfahrungen zu lauschen, Geschichten anzuhören, von Menschen, die was zu sagen haben. Rechtliches wird genauso besprochen wie Unrechtes, und wir werden auch im Asylbereich tätige Initiativen in Linz vorstellen.

FRO Fest am 31. Oktober

Wie genau, das wissen wir noch nicht, aber eines ist sicher: am 31. Oktober wird wieder gefeiert! Radio FRO wird Sweet Sixteen und daher schmeißen wir wieder eine große Party in der Stadtwerkstatt. Die AG FRO Fest ist soeben dabei, sich zu formieren, und ist offen für Vorschläge aller Art. Du möchtest deine Musik anstatt in der Radiosendung mal auf der Bühne auflegen?

Mit deiner Band auftreten? Ein Orchester oder einen Protestchor einberufen? Deine Lieblingsmusikerin im Line-Up sehen? Die Live-Übertragung im Radio moderieren? Volxküche kochen? Möbel To Go zur Verfügung stellen? Das ist deine Chance. Save the date und melde dich bei uns... programm@fro.at


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Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Kennst du das auch? Plötzlich schmeißt dir eine*r einen rassistischen Allgemeinplatz vor die Füße und du bist so baff, dass du gar nicht weißt, wie du darauf reagieren sollst. Im Nachhinein weißt du zwar, was du hättest sagen können, aber dann ist es zu spät. Dagegen wollen wir etwas tun! Im Herbst startet Radio FRO ein zehnteiliges Radio-Argumentationstraining gegen Stammtischparolen. Wir werden uns ansehen, was hinter solchen Parolen steckt, warum sie so gut funktionieren und welche Gegenstrategien entwickelt werden können. Es ist nämlich nicht so, dass man nur Recht haben muss. Man muss Argumente entwickeln und diese auch einzusetzen wissen. Und genau das werden wir trainieren. Und damit das Ganze eine kurzweilige Sache wird, sind wir gerade am Songschreiben und am Vorurteilesammeln. Ab Oktober geht es dann los mit der ersten Kurz-Sendung. Wenn du diese verpasst, ist es auch kein Beinbruch, weil du alles in unserem Online-Archiv (cba.fro.at) nachhören kannst. Das schafft den Alltagsrassismus natürlich nicht ab. Aber er wird sich warm anziehen müssen!

Früher hatten die Schildkröten einen feinen, glatten Panzer. Aber jetzt schaut er aus wie zerbrochen und zusammengeklebt. Warum?

Das erfahren wir im November, wenn der Erzählband „Geschichten aus aller Welt - mehrsprachig erzählt in der Friedensstadt Linz“ erscheint. Bei Radio FRO wird gerade das Hörbuch dazu produziert, damit den vielsprachigen Geschichten auch dauerhaft gelauscht werden kann. Die Geschichte mit den Schildkröten etwa stammt von Dickson Wiredu. Er hat sie bei einem sogenannten „Erzählzelt“ auf Deutsch und Akán erzählt: Kane no na akyekyedeε akyi bena no yε trom-trom trom. Nea enti a akyire yi yε hu no sε nea abubu na ya atoatoa … Aber worum geht es überhaupt bei diesem Projekt? „Der Band dokumentiert die Ergebnisse von zwei „Linzer Erzählzelten“. Ein neues Veranstaltungsformat, bei dem Menschen mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund nach vorangegangenem Erzähltraining überlieferte Geschichten aus aller Welt erzählen. Mündlich tradierte Geschichten werden dabei zuerst auf Hochdeutsch und dann noch einmal in einer anderen Sprache oder Dialekt

NEUE Gibling-EDITION VON Deborah Sengl

erzählt. Auch den sprachunkundigen Zuhörer*innen erklärt sich dabei der Inhalt über die Körpersprache. Das Erzählen, Zuhören und Verstehen stellt ein außerordentliches Vergnügen und einen ganz neuen Zugang zu anderen (Erzähl-)Kulturen dar“, erklärt Reiner Steinweg. Er ist Friedens- und Konfliktforscher sowie Erzählpädagoge. Gemeinsam mit Reinhard Leonhardsberger vom Verein Land der Menschen – AUFEINANDER ZUGEHEN OÖ gibt er den Erzählband heraus. Es ist ein ganzer Schatz an Erzählungen und Sprachen, der hier festgehalten wird. Wir freuen uns auf die Veröffentlichung im Herbst und bedanken uns jetzt schon für die großartige Mitwirkung der Erzähler*innen, Sprecher*innen und Musiker an diesem Hörbuch. Außerdem bedanken wir uns bei der Rundfunkbehörde RTR für die finanzielle Unterstützung. Ach ja, und Radiosendungen wird’s dazu natürlich auch geben, eh klar. Bei denen man es sich während der grauen Herbstzeit gemütlich machen kann zu Hause vorm Radio.

Die Community Währung · punkaustria.at

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Radio FRO hören im Großraum Linz auf 105.0 MHz im Liwest- & WAG-Kabel auf 95.6 MHz weltweit via Livestream auf www.fro.at on Demand und Download auf cba.fro.at

Radio selber machen Egal, welche Vorstellung du von Radio hast, hier findest du deinen Sendeplatz. Oder du schließt dich der offenen Redaktion unseres Infomagazins FROzine an und kommst zum nächsten Redaktionstreffen! Interesse? programm@fro.at

FRO Live Jeden Freitag ab 22 Uhr geht Radio FRO 105.0 auf Konzerte, Lesungen oder Festivals in Linz und Umgebung. Aktuelle Termine unter www.fro.at/frolive.

Für dich.

Das Schönste, was es gibt Werde Radio FRO Freund*in und unterstütze dein Freies Radio! Als Mitglied im Radio FRO Freundeskreis unterstützt du ein nicht-kommerzielles Radio, das unabhängig von Quotendruck und den Zwängen der Werbewirtschaft senden kann. Ab 30 Euro jährlich bist du dabei. Dein Beitritt unter www.fro.at/freundeskreis

Feed me Das Programmheft schicken wir dir kostenfrei zu. Mail einfach deine Adresse an programm@fro.at. Unseren Newsletter mit wöchentlichen Programmtipps und FRO-Botschaften kannst du unter presse@fro.at abonnieren.

Impressum Programmheft Radio FRO 105.0 MHz · Ausgabe No 15 · Versorgerin 102 A Herausgeberin Freier Rundfunk Oberösterreich GmbH · Kirchengasse 4 · 4040 Linz Tel [43] 732 71 72 77-100 Fax [43] 732 71 72 77-155 · www.fro.at · E-Mail fro@fro.at Auflage 3.000 · Redaktion Veronika Moser, Andi Wahl · Autoren und Autorinnen Manuel Dicketmüller, Joachim Losehand, Veronika Moser, Philippa Plochberger, Magdalena Reiter, Dorota Trepczyk, Andi Wahl, Harald Wildfellner · Lektorat Veronika Moser · Coverfoto Gregor Kraftschik Bildnachweis S.6 cc WvBraun, S. 10,12,13 Veronika Moser, S.11 ghostradio, S.15 Christian Diabl Gestaltung www.silkemüller.de · Druck direkta · Der Umwelt zuliebe auf Recyclingpapier gedruckt.

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Programmheft N°15  

Schwerpunkt: Zugang zu Wissen Viele, die sich mit den Diskussionen rund um das Urheber- innenrecht auseinandersetzen, sind schon leicht ge...

Programmheft N°15  

Schwerpunkt: Zugang zu Wissen Viele, die sich mit den Diskussionen rund um das Urheber- innenrecht auseinandersetzen, sind schon leicht ge...

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