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Aus dem Landkreis Dingolfing-Landau · Januar 2017 · kostenlose Ausgabe www.quellenhof-passbrunn.de

Jahresrückblick 2016 der Anja-Wojahn-Stiftung und des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e. V.

Bild: Mischlingsrüde Max © www.sb-fotografie.com


Sie haben eine Ausgabe unserer Zeitung „Tierisches“ verpasst? Kein Problem: Alle Ausgaben finden Sie auch auf unserer Webseite www.quellenhof-passbrunn.de in der Rubrik „Aktuelles“. Viel Spaß beim Schmökern!

www.expert.de/niederbayern

Straubinger Ausbildungspreis 2015 überreicht durch Erwin Huber (links), Herbert Wittl (2.v.links) und Oberbürgermeister Markus Pannermayr (rechts) an den Gewinner expert Straubing Feuchtgruber GmbH mit (von rechts) Personalreferentin Katharina Lehner und Assistentin Anna Haslbeck, expert-Marktleiter Sven Schubert, expert Personal-Entwickler Ercan Bozoglan sowie Geschäftsführer Josef Feuchtgruber.

Gewinner des Straubinger Ausbildungspreises Bei der Preisverleihung konnte das Mitglied des Landtages Erwin Huber zusammen mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Herbert Wittl (Vertreter der Freunde der Stadt Straubing) vier Unternehmen in drei Kategorien auszeichnen. Der 5. Straubinger Ausbildungspreis geht in der Kategorie II (Unternehmen mit 20-99 Beschäftigten) an das Familienunternehmen expert Straubing Feuchtgruber GmbH. „Darauf sind wir natürlich sehr stolz“, betont Josef Feuchtgruber, Geschäftsführer der expert Straubing Feuchtgruber GmbH. Er sieht sich

durch den Ausbildungspreis der Stadt Straubing gestärkt weiterhin junge Menschen in seinem Betrieb auszubilden. expert investiert beispielsweise in einen eigenen Personalentwickler, der sich dauerhaft um die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter kümmert, um die Beratungskompetenz konstant hoch zu halten. Aber nicht nur im Verkauf sondern auch in der eigenen Meisterwerkstatt, in der z.B. Haushaltsgeräte, Kaffeevollautomaten, Fernseher und Computer repariert werden, bildet expert aus. Auch für 2016 ist expert auf Suche nach Auszubildenden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.expert.de/niederbayern

STRAUBING expert Straubing Feuchtgruber GmbH • 94315 Straubing

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expert Feuchtgruber GmbH • 84130 Dingolfing

Oberer-Thor-Platz 3 Tel. 09421/18970-0

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Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:30 – 19:00 Uhr, Samstag 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9:30 – 19:00 Uhr

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Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, für uns ist das Jahr 2016 wie im Flug vergangen. Es war ein Jahr voller Herausforderungen. Während zur Weihnachtsfeier im Jahr 2015 resümiert wurde, dass ein ganz normales Tierheimjahr zu Ende ging, konnte in 2016 über Wochen von Normalität leider keine Rede sein. Nicht wenige Tierschutzfälle, von traurigen Einzelschicksalen über Fälle größerer Tierhaltungen bis zu Tiertransporten stellen wir in diesem Heft vor. Sie alle kosteten Kraft und Energie und fast immer gute Nerven. Denn vieles, was wir im tierischen Alltag erleben, geht auch psychisch an die Substanz und in den Gedanken nach Feierabend mit nach Hause. Dies galt es ebenso zu bewältigen wie die leider wieder aufgetretene Katzenschwemme. In den Sommermonaten wussten wir nicht mehr, wohin mit all den hoch trächtigen Katzen, den Katzenfamilien mit bis zu 6 Babys und auch die vielen verwaisten Flaschenkinder mussten betreut werden. Viel zusätzliche Arbeit ergab sich in Zusammenhang mit der Schließung des Tierheims Wangering Ende 2015 und der damit verbundenen vorübergehenden Aufnahme vieler Fund- und Abgabetiere aus unserem Nachbarlandkreis Deggendorf in diesem Jahr. An dieser Stelle ist es uns ein Herzensbedürfnis, all denen zu danken, die uns auch in diesem Jahr unterstützt und zur Seite gestanden haben: • • • • • • • •

dem Landratsamt und Herrn Landrat Heinrich Trapp den Amtstierärzten und Mitarbeitern im Veterinäramt unter Leitung von Frau Dr. Petra Loibl allen Tierärzten und besonders unserem Betreuungstierarzt, Herrn Attila Gaal den Bürgermeistern und Kommunen unseres Landkreises, insbesondere dem Markt Reisbach, Bürgermeister Herrn Rolf-Peter Holzleitner und dem Bauhof-Team dem Verkehrsamt und den Ordnungsämtern den Polizeiinspektionen Dingolfing und Landau den Vertretern von Presse, Radio und Fernsehen allen Sponsoren, Tierpaten, Vereinsmitgliedern für die finanzielle Unterstützung, ebenso wie für viele Sachspenden.

Vieles konnten wir nur durch die vielfältige Unterstützung durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer schaffen. Ihnen, ebenso wie allen, die einem Tier ein neues, liebevolles Zuhause gegeben haben, vielen herzlichen Dank. Ein riesengroßes, persönliches Dankeschön nach diesem sehr ereignis- und arbeitsreichen Jahr möchte ich unserem Tierheim-Team aussprechen. Der Beruf als Berufung, die Liebe zu den Tieren, verbunden mit Verantwortungsbewusstsein und einem hohen persönlichen Engagement stellten sie alle immer wieder unter Beweis. Die vielfältigen Herausforderungen haben leider dazu geführt, dass unser Jahresrückblick erst im Januar fertiggestellt werden kann. Wir bitten um Ihr Verständnis. Alles Gute für das Jahr 2017, Gesundheit, Erfolg und Glück. Möge es vor allem ein friedliches für Mensch und Tier werden. Mit den besten Wünschen Ihre Ilona Wojahn

Impressum Herausgeber: Anja Wojahn Stiftung Stieglitzhöhe 3 84130 Dingolfing info@anja-wojahn-stiftung.de Tierschutzverein ­Dingolfing-Landau e.V. Postfach 15 29 84126 Dingolfing Quellenhof Passbrunn Passbrunn 1 94419 Reisbach Tel.: 08734 - 937 261 info@quellenhof-passbrunn.de www.quellenhof-passbrunn.de Redaktion v.i.S.d.P.: Ilona Wojahn, Cordula Steiger Assistenz: Claudia Altmann, Monika Bergbauer, Sabine Blankenburg, Renate Ende, Susanne Kornacher, Stephan Wimmer Fotos: Hildegard Außerbauer-Seibl, Monika Bergbauer, Susanne Brunnmeier, Renate Ende, Christian Esposito, Dorothée Kreuzer-Kuttenhofer, Heinrich Kuttenhofer, Susanne Kornacher, Christa Machtl, Stephan Wimmer Druck: Wälischmiller Druck & Verlags GmbH Laaberstraße 2 84130 Dingolfing Tel.: 08731/703-21 Druckauflage: 3.000 Exemplare Erscheinungsweise: einmal jährlich Wir danken allen Inserenten, die den Druck dieser Zeitung ermöglichten.

www.quellenhof-passbrunn.de

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Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, auch 2016 durften wir neue Mitstreiter in unserem Verein begrüßen, dem nunmehr 685 Mitglieder angehören. Unsere Arbeit und Aufgaben sind vielfältig und wir sind alle ausschließlich ehrenamtlich tätig. Deshalb sind uns alle herzlich willkommen, die uns unterstützen. Gern würden wir die 700 „knacken“ und hoffen auf viele neue Beitrittserklärungen im Briefkasten. Aus den Mitgliedsbeiträgen wird ein großer Teil für die Kastration frei lebender Katzen verwendet. Die Verringerung des Katzenelends durch Verhinderung unkontrollierter Vermehrung ist uns ein großes Anliegen. Wichtig ist es uns, bereits Kinder und Jugendliche mit dem Tierschutzgedanken vertraut zu machen und ihnen zu vermitteln, dass Tiere ebenso Schmerzen und Leiden empfinden können. Kinder zu einem sorgsamen, respektvollen Miteinander von Mensch und Tier zu erziehen, ist unser Anliegen. Wir unterstützen die Aktivitäten unserer Tierschutz-Jugendgruppe und laden interessierte Kinder herzlich zum Mitmachen ein. Wir freuen uns über die Besuche von Schulklassen und Kindergruppen ebenso wie über das große Interesse am Kinderferienprogramm. Über 100 Kinder aus 6 Gemeinden verbrachten einen tierisch spannenden Feriennachmittag in Passbrunn. Wir würden uns über noch mehr aktive ehrenamtliche Helferinnen und Helfer freuen. Die Aufgaben sind vielfältig und umfangreich, von der aktiven Mithilfe im Tierheim, über Tierschutzfahrten, Vorund Nachkontrollen bei der Tiervermittlung, Unterstützung bei Kastrationsaktionen verwilderter Katzen, Mithilfe bei Veranstaltungen und vieles mehr. 2016 gab es einen Wechsel in der Vorstandschaft. Renate Ende wurde als Nachfolgerin von Claudia Gärtner zur Schriftführerin gewählt. Auch 2017 wird es sicher im Tierschutz viel zu tun geben. Es ist unser aller Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Tieren kein Leid geschieht. Wenn dazu jeder seinen kleinen Beitrag leistet, wird die Welt ein wenig besser.

Die Vorstandschaft des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e.V. v.l. Renate Ende (Schriftführerin), Rainer Rothenaicher (1. Vorstand), Cordula Steiger (3. Vorstand), Bettina Gabler (Schatzmeisterin), Nicht auf dem Bild: Ilona Wojahn (2. Vorstand)

Mit den besten Wünschen für ein gutes 2017 Rainer Rothenaicher 1. Vorstand Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V.

Marktplatz 24-26 • 94419 Reisbach Telefon: 08734/92130

www.sport-schwinghammer.de

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Tierisches 2016


Die Anja Wojahn Stiftung wurde 2007 gegründet und durch die Regierung von Niederbayern anerkannt. Im Andenken und zu Ehren von Anja Wojahn und in ihrem Sinne möchte die Stiftung durch Erfüllung der in der Satzung festgelegten Stiftungszwecke zur Förderung des Gemeinwohls beitragen. In der Satzung sind als Stiftungszwecke die Förderung der Bildung und Erziehung sowie Jugendhilfe und die Förderung des Tierschutzes verankert.

Der Quellenhof Passbrunn beherbergt seit Juni 2009 Hunde, Katzen und Kleintiere. Im Internet unter www.quellenhof-passbrunn.de finden Sie Informationen zu den betreuten Tieren, Hinweise zur Tierhaltung, Tiervermissten- und Fundtiermeldungen und Veranstaltungshinweise.

Anja Wojahn

Die Stiftung fördert im Rahmen ihrer Möglichkeiten gemeinnützige Organisationen, deren Tätigkeit und Projekte mit den Stiftungszwecken konform sind und setzt eigene Projekte um.

* 1979 t 2007

Der Tierschutzverein Dingolfing‑ Landau e.V. wurde 1989 gegründet und hat derzeit 685 Mitglieder. Die Tierschutzarbeit wird durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Fundtierpauschalen der Gemeinden finanziert. Alle Helfer des Tierschutzvereins arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Aktivitäten: • Verfolgung von Tierschutzfällen in Zusammenarbeit mit Behörden • Pflege und Verbreitung des Tierschutzgedankens • Kastration freilebender Katzen • Unterstützung des Tierheims Quellenhof Passbrunn, insbesondere Vor- und Nachkontrollen bei Tiervermittlung

Das Tierheim in Zahlen – Statistik Tieraufkommen 2016 2

Im Tierheim geboren 0

Gesamt 2016 126

Hunde

Übernahme aus 2015 15

Katzen

49

286

58

1

3

34

431

Nager

20

30

34

1

12

12

109

Ziervögel

5

6

6

429

1

0

447

Reptilien

0

5

0

0

0

0

5

Großtiere

0

1

0

0

0

0

1

Geflügel

0

0

0

16

0

0

16

Gesamt

89

408

119

455

18

46

1.135

Tierart

Fundtiere

Abgabe

Verwahrung

Amtshilfe

80

21

8

Von 64 Hunden, 41 Katzen, 3 Kleintieren, einer Ziege sowie 3 Vögeln konnten die Halter ermittelt und die Tiere an diese zurückgegeben werden. Seit der Eröffnung des Tierheims im Juni 2009 fanden über 4.400 Tiere vorübergehende Aufnahme, darunter über 700 Hunde, 2.400 Katzen und 800 Kleintiere.

So können Sie helfen: Der Tierheimbetrieb lässt sich trotz Schutzgebühr und Fundtierpauschalen nur mit Spenden aufrechterhalten. Sie können den Quellenhof durch Überweisung auf folgende Konten unterstützen: Anja Wojahn Stiftung IBAN DE15 7439 1300 0100 0922 23 BIC GENODEF1DGF Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing

IBAN DE72 7425 0000 0040 2705 55 BIC BYLADEM1SRG Sparkasse Niederbayern-Mitte

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Ihre Spende können Sie steuerlich geltend machen. Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Adresse an.

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Das Tierheim-Team

Danke Sepp! Josef Kastowsky war schon im Einsatz, als es in Passbrunn noch kein Tierheim gab und die Bauplanung gerade erst begann. Als Objektverwalter schaute er von der ersten Stunde an in Passbrunn nicht nur nach dem Rechten, sondern sorgte dafür, dass Ordnung und Sauberkeit herrschten. Gemeinsam mit Hausmeister Norbert Angermaier wurden die Außenanlagen stets vorbildlich gepflegt. Rasenmähen, Schnee räumen, Heu und Stroh für die Pferde besorgen. Das Aufgabenspektrum war vielseitig. Dank Sepp wurden Traktor und Rasenmäher immer vorbildlich gewartet. Sein handwerkliches Geschick und technisches Wissen waren bei so manchem Problem und mancher Reparatur Gold wert. Irgendwann ist es leider Zeit, Abschied zu nehmen, was uns nicht leicht fällt. Ein großes Dankeschön für all die geleistete Arbeit, lieber Sepp! Genieß Deinen verdienten Ruhestand, Deine Familie, vor allem die Enkel und das bei bester Gesundheit!

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v.l.: Norbert Angermaier, Josef Kastowsky, Ilona Wojahn, Alexander Reinwald, Nicole Oberländer, Mandy Kruschel, Steffi Kraus, Carina Perstorfer Unten im Bild außerdem: Sabine Blankenburg, Sabine Baumgärtner, Stefanie Süß Der „harte Kern“, d.h. die langjährigen Tierheimmitarbeiter erhielten in diesem Jahr Verstärkung. Mandy Kruschel, gelernte Tierpflegerin für Tierheim und Tierpension, arbeitete bis Ende 2015 im Tierheim Wangering im Landkreis Deggendorf. Nach dessen Schließung kam Mandy für ein Jahr an den Quellenhof. Hier sammelte sie Erfahrungen in den Arbeitsabläufen eines Tierheims, mit denen sie nunmehr die Arbeit im

neuen Tierheim Plattling startete. Nicole Oberländer ist von Beruf Zootierpflegerin und hatte bisher eher mit größeren Tieren zu tun. Seit Juli ist sie im Quellenhof angestellt und wird 2017 ebenfalls ins Tierheim Plattling wechseln. Alexander Reinwald, ausgebildeter Tierpfleger der Fachrichtung Forschung und Klinik, und Carina Perstorfer, Zootierpflegerin, verstärken seit Herbst das Quellenhof-Team.

Daniel Süß ist nicht nur eine große Hilfe im Pferdestall und auf der Koppel, sondern auch ehrenamtlich bei Arbeitseinsätzen oft dabei.

„Unser Annerl“ Angermaier steht nicht nur vor Veranstaltungen tagelang in der Küche, um viele, viele leckere Kuchen und Torten für das Tierheim zu backen. Als fleißige Näherin zaubert sie wunderschöne, kuschelige Tierkissen und Schaukeln für die Katzen. Tierisches 2016


Langjährige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer standen uns auch 2016 treu zur Seite. Wir freuen uns sehr, dass neue Tierfreunde den Weg zu uns fanden und uns unterstützen. Ohne die Hilfe vieler könnten wir das umfangreiche Arbeitspensum nicht bewältigen. Allen Helferinnen und Helfern ein riesengroßes Dankeschön! Die Hilfe hat viele Facetten. Stellvertretend für alle Ehrenamtlichen möchten wir einige von ihnen in dieser Zeitung vorstellen. Yvonne Hatzmannsberger ist besonders bei Nachkontrollen vermittelter Tiere engagiert und wenn Not am Mann ist, hilft sie gern im Katzenhaus.

Bettina Gabler und ihre Eltern kochen Unmengen von Marmeladen, stellen leckere Liköre und Sirups, Pralinen und allerlei Handarbeiten her, deren Erlös den Tieren zugute kommt. Mario Weißhart hilft beim Verkauf.

Christian Meinzinger und Isabell Hemmrich scheuen auch einen weiteren Anfahrtsweg nicht und helfen gern bei den Katzen und Kleintieren mit.

Wenn besonders viel zu tun ist, genügt ein Anruf bei Heike Vornehm und sie ist zur Stelle.

Die wichtigsten Menschen für unsere Hunde sind treue Gassigeher. Helga und Wolfgang Hendrych scheuen weder Wind und Wetter und erhielten dafür zur Weihnachtsfeier ein kleines Präsent.

Regelmäßig „opfern“ Yvonne Schweininger und Caroline Schneider ihre freien Sonntage, um sich den Stubentigern im Tierheim zu widmen.

Kaninchen und Wildtierkinder, die besondere Pflege brauchen, sind bei Conny Weinhold in den besten Händen.

Wenn handwerkliche Hilfe gebraucht wird, beim Gassigehen und Veranstaltungen: Fritz Brenneis ist immer zur Stelle.

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Bei Infoständen zur Unterstützung des Vorstandes gern dabei und immer zur Stelle, wenn Tiere in Not sind: Brigitte Mac Ilvaine

Günter Blankenburg kann man in Notfällen auch morgens um 4.00 Uhr anrufen. Er ist ein wahres Organisationstalent und verlässlicher Helfer in vielen kniffeligen Situationen.

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Hunde suchen ein Zuhause

Frodo Koala

Frodo hat im Dezember 2016 seinen 2. Geburtstag gefeiert. Der Prager Rattler-Chihuahua-Mix stammt aus einer Zuchtauflösung. Leider hat er dort in seinem kurzen Leben noch nicht viel gelernt und ist anfangs sehr schreckhaft. Wenn man sich allerdings etwas Zeit nimmt, merkt man schnell, dass er neugierig, freundlich und lernbegierig ist. Rassetypisch hat er einen Jagdtrieb. Frodo braucht Menschen, die mit dem Energiebündel umgehen können und ihn dementsprechend beschäftigen und auslasten. Der Besuch einer guten Hundeschule ist angeraten. Frodo wird nicht in eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt.

Alle Vermittlungstiere finden Sie im Internet unter www.quellenhof-passbrunn.de Besuche sind während der Öffnungszeiten Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 14 - 17 Uhr möglich. An Sonn- und Feiertagen ist das Tierheim für Besucher geschlossen. Telefonische Auskunft unter 08734 / 937 261

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vorher ...

... und nachher

Völlig verwahrlost, ausgehungert und mit eitriger Ohrenentzündung, die bestimmt sehr schmerzhaft war, irrte der nicht mehr ganz junge Westhighland Terrier Koala tagelang im Umkreis von 2 - 3 Kilometern um das Tierheim umher. Er war jedoch so ängstlich und rannte davon, sobald man sich mehr als zwei Meter näherte. Zum Glück konnte er mit Futter angelockt und nach etwa 10 Tagen endlich total erschöpft eingefangen werden. Seine anfängliche Scheu hat sich schnell gelegt. Nach dem Bad, entfilzt und mit modischer Kurzhaarfrisur erhielt er von den Tierpflegerinnen spontan seinen neuen Namen. Koala ist bei unbekannten Menschen nach wie vor anfangs zurückhaltend, taut aber schnell auf und ist dann auch sehr anhänglich. Mit Hündinnen ist er verträglich, bei Rüden muss die Sympathie getestet werden. Im letzten Jahr suchten wir ein Zuhause für Tinka, Mischko und Benno. Tinka konnte kürzlich vermittelt werden. Wer jedoch gibt endlich den beiden liebenswerten Rüden ein Zuhause?

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K-9 Suchhunde zu Besuch

Minna Minna aus der großen Tierhaltung sucht noch ein Zuhause. Sie gehörte zu den ängstlichsten Hunden des riesigen Rudels, die am schwierigsten zu fangen und überhaupt nicht sozialisiert waren. Die kleine Minna (ca. 6-8 Jahre alt) ist sehr zutraulich, neugierig, hat aber im Leben auch noch nicht viel gelernt. Für Minna werden besonders geduldige Zweibeiner gesucht. Sie ist sehr verspielt, neugierig und will alles lernen, was ihr bisher gefehlt hat. Minna ist verträglich mit anderen Hunden und würde sich über einen souveränen Ersthund als Spielkameraden im neuen Zuhause sehr freuen. Die kleine Hündin ist sehr klug und wird das Hundeeinmaleins schnell lernen. Sie ist ein Rohdiamant, der sich in einem liebevollen Zuhause zu einem richtigen Schatz entwickeln wird. Sie läuft bereits gut an der Leine, aber leider nur, wenn sie Lust dazu hat. Oft muss sie zum Gassigehen regelrecht überredet werden. Minna ist kastriert.

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Reges Interesse am Tag der offenen Tür erfuhr der Stand von den K-9 Suchhundezentren Niederbayern. Bei zwei kleinen Vorführungen wurde gezeigt, was sich hinter dem Begriff Mantrailing (Aus dem Englischen: eine menschliche Spur verfolgen) verbirgt. Dazu wurde von einer Person ein Suchartikel berührt und ausgelegt. Mit ganzem Einsatz machte sich der ausgebildete Hund daran, besagte Person zu finden. Dieser Geruch ist für den Hund sogar länger als 24 Stunden spürbar. Dabei sind es die chemischen und biologischen Abbauprodukte eines menschlichen Körpers wie Hormone, Schweiß und Parfum, die sich zum Individualgeruch zusammensetzen, die sozusagen diese Spur legen. Im Ernstfall sind beim Suchhund immer zwei Personen dabei. In Passbrunn stellte „Buddy“ seine Arbeit vor. Er ist bereits ausgebildeter Flächensuchhund und absolvierte jetzt die Mantrail-Ausbildung. In der Regel zeigen die Hunde durch Sitzen an, wenn sie die Person gefunden haben. Das Team um Dr. Leila Badry, Zentrumsleiterin der K-9 Suchhunde Niederbayern beantwortete gern die vielfältigen Fragen der Zuschauer zu diesem Thema. Vielleicht hat dadurch so mancher tierische Besucher

inzwischen den Weg zu den Suchhunden gefunden, denn fast alle Hunde sind dafür geeignet. Es bedeutet nicht, dass jeder Hund damit gleich zum Rettungs- oder Suchhund ausgebildet werden muss, sondern kann einfach artgerechte Beschäftigung und Auslastung der Tiere bedeuten. Während immer noch die Suche nach Menschen im Vordergrund der Ausbildung steht, gibt es glücklicherweise inzwischen auch einsatzfähig geprüfte Tiersuchhunde. Wir drücken die Daumen, dass damit viele verlorene Vierbeiner wieder zu ihren Herrchen und Frauchen finden. Vielleicht hätte ein Tiersuchhund im Mai 2013 auch unseren Tierheimchef Salou wiedergefunden? Leider gab es damals noch kein solches Angebot. Wer mehr über die K-9 Suchhunde wissen möchte, kann sich gern informieren: www.suchhunde-niederbayern.de

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Hundetraining und Tierschutzgesetz Gewalt beginnt, wo Wissen endet…

§3 Abs. 5 Tierschutzgesetz (TierSchG): „Es ist verboten, ein Tier auszubilden oder zu trainieren, sofern damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind“ Eigentlich möchte man meinen, dass dieser Paragraph des Tierschutzgesetzes ausreicht, um sämtliche Erziehungsmethoden, die auf Starkzwangmaßnahmen und -hilfsmitteln beruhen, aus dem Hundetraining zu verbannen. Dass dem in der Praxis leider nicht so ist, dafür gibt es Gründe… Tierschutzwidrige Hilfsmittel Es ist heutzutage problemlos möglich, sämtliches, sogar tierschutzrelevantes Zubehör zur Hundeerziehung zu erwerben. Viele Käufer glauben, mit dem Erwerb wäre in jedem Fall auch die Anwendung erlaubt. Das ist allerdings nicht zutreffend! Selbst ein per Gesetz in der Anwendung verbotenes Stromreizgerät (Teletakt) ist legal in Deutschland zu erwerben – aber eben nicht zu verwenden! § 3 Abs.11 TierSchG: „Es ist verboten, ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist“ 1) „Vorbilder“ im TV und Internet Trotz vehementer Kritik namhafter Wissenschaftler, kynologischer Verbände, Tierschutzverbänden und sonstiger Fachleute können selbsternannte „Hundeflüsterer“ seit Jahren ihr Unwesen im TV und Internet treiben, obwohl sie in ihren Darbietungen teilweise gegen deutsches Tierschutzgesetz verstoßen. Viele Zuschauer sehen in den entsprechend geschnittenen Filmen nur die vermeintlichen Erfolge dieser Art des Umgangs mit dem Hund und nicht die massiven psychischen und physischen Gewalteinwirkungen auf den Hund. Gerne wird damit argumentiert, dass

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bestimmten Hunden nur derart begegnet werden kann, was allerdings nicht der Realität entspricht. Gerade aggressionsbereite Hunde müssen mit viel Know-How und Fingerspitzengefühl und keineswegs mit brachialer Gewalt therapiert werden. Leider wird nicht erkannt, dass das einzige Ziel dieser Sendungen ist, hohe Einschaltquoten zu erreichen – dies gelingt paradoxerweise umso mehr, je spektakulärer und gewalttätiger der Umgang mit dem Lebewesen Hund ist. „Erhebliche“ Schmerzen, Leiden oder Schäden Hier handelt es sich zwar um einen sehr dehnbaren Begriff, allerdings existieren Gerichtsurteile, die diese Aussage konkretisieren. Die Verwendung von Stachel- oder Würgehalsbändern wurden als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz mit entsprechendem Strafmaß geahndet. Sogar das „Erziehungshalsband“ (Sprühhalsband) findet bereits eine Würdigung in einem Gerichtsurteil. 2) Der Gesetzgeber fasst die Verwendung von Stachelhalsbändern unter den §3 Abs. 5, auch wenn sie nicht wie z. B. in unserem Nachbarland Österreich namentlich als verboten im TierSchG erwähnt werden. Auf die konkrete Nennung von Stachelhalsbändern wurde in Deutschland mit der Begründung verzichtet, dass ein Verbot lediglich zum „Erfinden von Alternativen zu den aufgeführten Methoden“ führen würde. 3) Dominanz und Rangordnung Uralte, längst mehrfach wissenschaftlich widerlegte Theorien vom dominanten Alphawolf, den der Mensch als Rudelführer dem Hund gegenüber nachahmen müsse, kursieren leider immer noch in vielen Köpfen. In o.g. TV-Sendungen bilden diese Thesen die Grundlage für brutales Verhalten Hunden gegenüber. Stoßen, Treten, Schlagen und massives Einschüchtern, hinterlässt beim Hund nicht den Eindruck eines souveränen Teamleiters – im Gegenteil. Der Hund erlebt den Menschen bei einem derartigen Umgang als unzuverlässigen und

„Behandle dein Haustier so, dass du im nächsten Leben ohne Probleme mit vertauschten Rollen klar kommst.“ © Pascal Lachenmeier (*1973), Schweizer Jurist

ängstigenden Sozialpartner, dem er nicht vertrauen kann. Es gibt mittlerweile umfangreiche Forschungen zum Thema Verhalten und Lernen des Hundes, die eindeutige Anhaltspunkte bieten, dass effektives und vor allem auch freudiges Lernen (unabhängig vom ethischen Standpunkt) niemals unter Androhung von Gewalt stattfinden kann. Hundetrainer und der § 11 TierSchG §11 Abs.1 Nr.8 (f) „Wer für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.“ Mit der Ergänzung des TierSchG im Jahr 2013 um den §11 Abs.1 Nr.8 (f) sollte das Ende von tierschutzrelevanten Erziehungsmethoden im Hundetraining erreicht und zudem ein Mindestmaß an Sachkunde von Hundetrainern gewährleistet werden. Diese Gesetzesergänzung hat sich in der Praxis leider als Farce erwiesen. Erfolgreiche Lobbyarbeit, zu viele Schlupf­löcher und Ausnahmeregelungen haben die ursprünglich gute Idee so stark verwässert, dass nicht mehr viel vom ursprünglichen Gedanken vorhanden ist. Tierisches 2016


Allerdings setzen sehr viele Veterinärämter, die für die Erlaubniserteilung zuständig sind, bundesweit klare Vorgaben, was im Training mit Hunden zukünftig nicht mehr erlaubt ist. Mit der beispielhaften Auflistung von Hilfsmitteln wie Elektroreizgeräten, Stachelhalsbändern, Würgehalsbändern ohne Zugstopp, Erziehungsgeschirren mit Zugwirkung unter den Achselhöhlen, Erziehungshalsbändern (Sprühhalsbänder) mit automatischem Auslöser und unsichtbaren Zäunen, werden die Vorgaben des §3 Abs.5 TierSchG: „Es ist verboten, ein Tier auszubilden oder zu trainieren, sofern damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind“ konkretisiert. Trainern, die derartige Hilfsmittel verwenden, kann vom zuständigen Veterinäramt die Erlaubnis entzogen werden, Hundehalter und Trainer können nach dem TierSchG belangt werden. „Erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden“ können Hunden, wie erwähnt, auch ohne zusätzliche Hilfsmittel zugefügt werden; auch dabei greift selbstverständlich das TierSchG. Allerdings gilt auch hier, wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens „wo kein Kläger, da kein Richter“. Solange Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aus Desinteresse oder mangelnder Zivilcourage hingenommen werden, werden unsere Hunde weiterhin, trotz besseren Wissens, vermeidbare Schmerzen und viel Leid erfahren.

FAZIT: Machen Sie sich kundig über die Körpersprache und das Ausdrucksverhalten Ihres Hundes. Sie werden überrascht sein, mit welch feinen Signalen Hunde kommunizieren. Lange bevor sie über offensichtliche Angst- und Schmerzäußerungen wie Schreien, Winseln, Jaulen, Zittern, Hecheln, Urinieren etc. ihren Gefühlszustand preisgeben, zeigen Hunde über eine Vielzahl an körpersprachlichen Signalen an, dass es ihnen nicht gut geht. Hier sollten Sie bereits einschreiten und Ihrem Hund Hilfestellung geben. Bringen Sie sich auf den aktuellen Stand der Forschung zum Thema „Hund“. Hierzu empfiehlt sich z. B. der Bestseller „Hundeverstand“ von John Bradshaw (Kynos-Verlag 2013). Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, auch wenn „Hundeexperten“, seien es Trainer, Nachbarn, oder andere Hundehalter, Sie in Ihrem freundlichen Umgang mit dem Hund kritisieren und Ihnen Lösungen anbieten, die auf Gewalt und Unterdrückung beruhen. Grenzen Sie sich ab und holen Sie sich fachkundigen Rat von Trainern, die auf aktuellem wissenschaftlichen Stand arbeiten, individuell auf jeden einzelnen Hund und seinen Halter eingehen und über Empathie für Sie und Ihren Hund verfügen. Vergessen Sie nicht: Die Anwendung von Gewalt verändert nicht nur das Verhalten des Hundes, sondern auch

den Charakter des Menschen - und zwar zum negativen. Als erwachsene Menschen besitzen wir so viel geistige Reife, dass wir zur Problemlösung unseren Verstand einsetzen sollten, anstatt einfach nur „drauf zuhauen“. Lassen Sie sich nicht in die Irre führen, wenn Hundetrainer ihre Erlaubnis nach §11 mit Begriffen wie „staatlich geprüft“, „zertifiziert“ o.ä. bewerben. Auch sie besitzen lediglich die für alle gewerblich tätigen Hundetrainer gesetzlich vorgeschriebene Erlaubnis, die zu keiner zusätzlichen Werbung berechtigt und deshalb sogar kostenpflichtig abgemahnt werden kann. Leben Sie schlicht und ergreifend nach dem immer noch gültigen Spruch: „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andren zu“ Susanne Kornacher 1) die mögliche Zulässigkeit bezieht sich ausschließlich auf elektrische Weidezäune für Nutztiere im Rahmen der Gefahrenabwehr 2) OLG Hamm, Urteil vom 27.02.1985; AG Ebersberg, Urteil vom April 2016 ; VG Würzburg, Urteil vom 08.08.2012 3) P. Bleser, parl. Staatssekretär im Petitionsausschuss des Dt. Bundestags, Nov.2012

Wo lernen Freude macht!

Ganzheitliches

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Wenn Tierliebe zu Tierleid führt Im Herbst letzten Jahres ging eine Meldung mit der Bitte ein, nach einer Hundehaltung und nach einem kranken Pferd zu schauen. Aufgrund zeitweise massiven Gebells wurde vermutet, dass es sich um 10 - 15 Hunde handeln könnte. Das Bild, das sich vor Ort bot, kann man so schnell nicht vergessen:

Unzählige kleine und mittelgroße Mischlingshunde wuselten auf dem Gelände eines Vierseithofes umher. Einige zutraulich-aufgeweckt und Aufmerksamkeit suchend, andere ängstlich-zurückhaltend, einige sehr dünn, junge, alte... Die ersten Tiere, ehemalige Laborhunde, sollen vor etwa 20 Jahren von einer Tierschutz­ organisation aus Spanien aufgenommen worden sein. Fehlende Kastrationen und Rudelhaltung führten zu unkontrollierter Vermehrung und nach Aussage des Halters zu einem Bestand von etwa 70 Hunden. Trotz dieser immensen Zahl an Hunden, machte das Anwesen auf den ersten Blick einen ordentlichen und sauberen Eindruck. Das beanstandete Pferd war alt und hatte am Hof sein Gnadenbrot. Die Tiere wurden von einem Rentner­ ehepaar betreut, das aber mit der Vielzahl an Hunden offensichtlich personell und finanziell überfordert war. Das sofort unterbreitete Hilfsangebot, mit Futterspenden und Unterstützung bei der Vermittlung der Tiere zu helfen, wurde leider nicht angenommen.

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Die Einschaltung des Veterinäramtes, organisiert und koordiniert. Bereits das über Wochen den Hundebestand, nach kurzer Zeit und der Verladung der ersten Hunde stellte sich jedoch Fütterungs- und Haltebedingungen heraus, dass es sich um mehr als die gründlicher untersuchte, Auflagen doppelte Anzahl Hunde handelte. erteilte und intensive Gespräche mit den Haltern führte, ergab nicht we- Frisch geborene Welpen wurden genige tierschutzrelevante Miss­stände. funden, sowie Hunde, die zahlreiche Bei den Haltern, die eigentlich ur- Verstecke nutzten. Das Fangen und sprünglich aus Tierliebe gehandelt Verladen war keineswegs bei allen einfach und auch Bissverletzungen hatten und mit bei den Helfern blieben leider nicht steigender Anzahl aus. Es war den Haltern also nicht der Tiere einfach überfordert waren, einmal bekannt, wie viele Hunde am Hof lebten. Wie soll da jemals ausreihatte sich wohl im Laufe der Jah- chend Futter zur Verfügung gestanre eine „Betriebs- den haben? blindheit“ entwi- Da statt der angekündigten 65 in ckelt, denn es war diesem Einsatz 145 Hunde der aus­ ihnen nicht be- geuferten Haltung aufgenommen werden mussten, wurden noch im wusst, dass viele der Tiere Schmer- Laufe des Abends drei weitere Tierheime in die Verteilung aufgezen ertragen und leiden mussten. nommen. In mehreren Tierheimen kamen Welpen trächtig aufgenomStatt Einsicht in eigenes Fehlver- mener Hündinnen zur Welt. halten suchten sie die Fehler statt- Da sich der Hof in ländlicher Alleindessen bei den Tierschützern und re- lage befindet, ist vermutlich bis auf das ab und zu auffällige Gebell niecherchierten nach den anonymen mand aufmerksam geworden. Aber Meldern. Die umfangreichen Auflagen des Ve- wie ist es über Jahre möglich, dass sich solche Zustände entwickeln terinäramts führten letztendlich zu und niemand einschreitet oder Hilder Bereitschaft der Halter, einen Teil der Hunde freiwillig abzugeben und auf Bitte des Veterinäramts wurden unsererseits Plätze für ca. 65 Hunde gesucht und gefunden. Da die Quarantänestationen der bayerischen Tierheime durch die illegalen Welpentransporte bereits stark ausgelastet waren, wurde auch um Unterstützung in benachbarten Bundesländern Ein Hund unmittelbar nach der Abgabe. angefragt. In einer gut organisierfe holt? Warum unternahmen Famiten logistischen Aktion kamen Ende lienangehörige oder Freunde nichts? Januar Vertreter von zunächst acht Tierheimen aus Bayern und Ba- Hat sich nie ein Post- oder Paketbote über die vielen Tiere gewundert? den-Württemberg, um die ca. 65 Die Untersuchung und Einschätzung Hunde aufzunehmen. Die Aktion wurde vom Bayerischen Landesver- der Tiere in den jeweiligen Tierheimen ergab ein fast einheitliches Bild: band und vom Tierheim Quellenhof Tierisches 2016


sehr viele ängstliche Hunde, keine Leinenführigkeit und Stubenreinheit, nicht sozialisiert, Verhaltensstörungen wie Kotfressen, was bei manchen Hunden auch bei normaler Fütterung nicht endete. Alle Hunde mussten medizinisch grundversorgt (Parasitenbekämpfung, Impfungen) werden. Viele Hunde hatten ältere, aber auch frische Bissverletzungen. Es sind nicht wenige Hunde mit Augenproblemen, zum Teil völlige Blindheit dabei. Es könnte sich um Gendefekte infolge Inzucht handeln. Viele Hunde dürften lange Schmerzen wegen katastrophaler Zustände der Zähne gehabt haben. Die Abgabe der 145 Hunde erfolgte durch die Halter freiwillig. Leider verblieben 11 der ältesten Hunde vor Ort, deren Herausgabe die Halter ablehnten. Der Tierschutzverein hatte gefordert, dass Anzeige gegen die Halter wegen vielfacher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und Tierschutz-Hundeverordnung mit dem Ziel eines generellen Hundehalteverbots erfolgt und dass die Hundehaltung vollständig aufgelöst wird. Leider wurden diese Forderungen nur zum Teil erfüllt. Es fand eine öffentliche Gerichtsverhandlung zu diesem Fall statt. Beide Ehepartner wurden zu einer Freiheitsstraße von einem Jahr verurteilt (ausgesetzt zur Bewährung) wie der Presse zu entnehmen war: http://bit.ly/2hbdzKE

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Zu viele Fragen und ein bitterer Beigeschmack bleiben offen. Für die Dauer von fünf Jahren ist es dem Ehepaar verboten, weitere Hunde aufzunehmen. Und danach? Ist das eine gerechte und ausreichende Strafe für langjährige, wenn auch unbewusste, Tierquälerei in über 100 Fällen? Eine Bewährungsstrafe fordert doch eigentlich nur Wohlverhalten im Bewährungszeitraum. Warum dürfen weiterhin Tiere gehalten werden, anstatt ein generelles Tierhalteverbot auszusprechen? Werden weiterhin regelmäßige Kontrollen sicherstellen, dass die verbliebenen Tiere ordentlich gefüttert, gepflegt und tierärztlich versorgt werden? Die Aufnahme der Tiere war für die beteiligten Tierheime mit hohen Kosten verbunden. Der Deutsche Tierschutzbund hat unbürokratisch eine Soforthilfe in Höhe von 200 € pro Hund, d.h. 29.000 € aus dem Feuerwehrfonds bewilligt, die den Tierheimen für die immensen Tierarzt- und Betreuungskosten zugutekamen. Außerdem wurde beim Landrats­amt eine finanzielle Unterstützung für die beteiligten Tierheime beantragt. Es handelte sich zwar um keine Beschlagnahmung der Hunde, jedoch erfolgte der Einsatz aller Tierheime auf Bitte des Veterinäramtes, dessen Pflicht es ist, in diesem Tierschutzfall aktiv zu werden. Aufgrund der Herkunft der Hunde und der Entwicklung dieses großen Hundebestandes ist dieser Animal Hoarding Fall sicher ein besonderer, weil er mit keinerlei Gewinnabsicht verbunden war. Gerade in den ländlichen Regionen sind niederbayerische Tierschützer jedoch immer wieder mit der Auflösung ausgeuferter sogenannter Hobbyzuchten konfrontiert. So mussten nicht sozialisierte Eurasiermischlinge Aufnahme finden oder eine Prager Rattler-Zucht aufgelöst werden. In einem besonders krassen Fall mussten vor einigen Jahren ca. 50 Malamute untergebracht werden. Leider ist es keine Ausnahme, dass Tierschutzfälle auf dem Weg der freiwilligen Abgabe „gelöst werden“. Wenn hingegen eine Beschlagnahmung der Tiere erfolgt, müssen die

Ämter gegenüber den helfenden Tierschutzorganisationen in Vorleistung gehen und die entstandenen Kosten bei den Verursachern einklagen. Das ist oft langwierig und wegen deren Finanzlage auch nicht immer erfolgreich, so dass die Ämter auf den Kosten sitzen blieben.

Hier bedarf es dringend einer generellen staatlichen Lösung und Ausstattung der Veterinärämter mit Mitteln für den Tierschutz. Es kann nicht sein, dass Tierschutzvereine zusätzlich zu der immensen Arbeit und Hilfsbereitschaft auch noch die Kosten tragen müssen. Hier wird ausgenutzt, dass Tierschützer nicht zuerst um Kostenübernahme und Finanzierung diskutieren, wenn es darum geht, Tieren in Not schnellstmöglich zu helfen. Ein herzliches Dankeschön an alle Tierschutzkolleginnen und –kollegen, die uns unterstützt haben. Bis auf wenige Ausnahmen konnten die meisten Hunde bereits vermittelt werden und haben ein neues Zuhause gefunden. Unser Dank gilt allen Tierheimen, bei denen die Hunde vorübergehende Aufnahme und liebevolle Betreuung fanden: Garmisch-Partenkirchen, Cham, Hof, Feucht, Reutlingen, München, Roth, Regen, Regensburg, Starnberg und Straubing.

Happy-End: Zeus in seinem neuen Zuhause.

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Sally Im Tierschutz wird man mit viel Leid konfrontiert, muss man viele schreckliche Bilder verarbeiten. Den Anblick, der sich uns an jenem Abend des 23. März bot, wird wohl keiner von uns je vergessen. Spaziergänger hatten am späten Nachmittag in einem Waldstück bei Schaufling eine extrem abgemagerte, total erschöpfte Hündin gefunden. Aus ihrem Darm hing ein Textilfetzen, den sie vermutlich irgendwann vor Hunger gefressen hatte. Der Hund der Finder, die zweimal täglich in der Nähe des Fundortes mit ihm spazieren gehen, hatte das Häufchen Elend aufgespürt. Man verständigte Polizei und Tierrettung, die die Hündin zum Tierarzt brachte. Sally (den Namen bekam sie erst später) war an diesem Abend und in den folgenden Tagen dem Tod näher als dem Leben. Sie war so entkräftet, dass sie nicht einmal den Kopf heben und selbständig fressen konnte. Was muss das arme Tier durchlitten haben, bis es in einem solchen Extremzustand im Wald ausgesetzt wurde?! Denn es bestehen keine Zweifel, dass sie einfach zum qualvollen Sterben in den Wald gelegt wurde. Sie selbst konnte sich nicht an diese Stelle geschleppt haben und hätte sie schon länger dort gelegen, wäre sie vom Hund der Finder aufgespürt worden. Als wir fassungslos das abgemagerte Häufchen Elend mit den traurigen Augen vor uns liegen sahen, waren wir uns einig in dem Entschluss: Wir wollen gut machen, was andere der armen Hündin angetan hatten und um ihr Leben kämpfen. Auch sie hat ein Recht auf Leben. Es begann ein wochenlanger Kampf, dessen Ausgang keiner wusste. Infusionen, Aufbaumittel, Windeln, Tag und Nacht Betreuung, Umlagern, damit keine Schwielen entstehen, über Wochen Futter kochen, pürieren, Massagen, Physio…. und Sally kämpfte sich zurück ins Leben. Als sie das erste Mal ihr Köpfchen in die Futterschüssel halten konnte, als sie das erste Mal wieder auf wackeligen Beinen stand, ist so manche Freu-

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denträne geflossen. Viele Menschen haben Anteil an Sallys Schicksal genommen, natürlich wurde geholfen und für Futter und immer saubere Decken gesorgt. Aber vor allem dem unglaublichen Einsatz von Judit und Attila Gaal ist es zu verdanken, dass Sally heute lebt, es ihr gut geht und sie wieder eine lebenslustige Hündin sein darf. Es gab mehrere Interessenten, die Sally ein liebevolles Zuhause geben wollten, auch die tierliebe Polizistin, die zum Fundort gerufen worden war und Sally oft besuchte. Aber Sally hatte ihr Zuhause bereits gefunden, sie durfte bei den Menschen bleiben, die ihr das Leben zurückgegeben haben. DANKE! Wie sagte doch Johann Wolfgang von Goethe: “ Wenn ein Wunder auf der Welt geschieht, geschieht’s durch liebevolle, treue Herzen.“

Bild oben links: Sally kurz nachdem sie gefunden wurde; Bild rechts: Sally wurde mühsam wieder aufgepäppelt

Sally heute :-)

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Tierheimhunde – Wundertüten auf vier Pfoten Im Februar fanden sich mehr als 40 Interessierte zu einem Vortrag ein, welcher sich an potenzielle Adoptanten eines Tierheimhundes richtete. Referent Heinrich Kuttenhofer, langjähriges Vereinsmitglied und ehrenamtlicher Gassigeher hatte in einer ausführlichen Präsentation seine Erfahrungen und viele Aspekte zusammengetragen, die es bei der Anschaffung eines Hundes zu überlegen gilt. Als Gassigeher war er regelmäßig mit dem Tierheimhund Teddy, einem altdeutschen Hütehund, unterwegs, verlor sein Herz an ihn und nahm ihn schließlich bei sich auf. Da er bis dahin keinen Hund hatte, ergaben sich zahlreiche Konsequenzen aus dem Einzug von Teddy - alle Erfahrungen verarbeitete Heinrich Kuttenhofer in seiner Power-Point-Präsentation, um dies an Menschen weiter zu geben, die sich für einen Hund aus dem Tierheim interessieren oder ganz allgemein den Wunsch haben, einen Hund zu sich zu nehmen. Grundsätzlich empfahl der Referent, dass man

sich über die Rasse seines Hundes und wofür er gezüchtet wurde, informieren sollte; Weiterbildung durch Bücher, Fachzeitschriften und Kurse seien ebenso empfehlenswert. Viele verschiedene Themen sprach er im Lauf des Nachmittags an, dazu gehörten unter anderem, wie sich der Alltag durch einen Hund verändert und welche Auswirkungen der Hund auf die Urlaubsplanung hat; dass ein Hund viel Zeit beansprucht, zum Beispiel mit dem Gassigehen;

dass sich im Haus, Garten und Auto Veränderungen ergeben können; dass es Versicherungen und Hundesteuer gibt; dass vielerlei Kosten anfallen, zum Beispiel bei der Erstausstattung; dass Tierarzt, Hundefriseur, Hundeschule und Hundephysiotherapeut Unterstützung bieten; dass Hunde unterschiedlich ernährt werden können. Und noch vieles mehr. Da er im Bereich Ernährung auch die Firma Alsa Hundewelt erwähnte, hatte es sich die Firma nicht nehmen lassen, dem Tierheim eine umfangreiche Futterspende für die Tierheimhunde zukommen zu lassen. In der Vortragspause gab es Kaffee und selbst gebackene Kuchen für die Besucher. Die Spenden des Nachmittags kamen, wie bei allen Veranstaltungen, dem Tierheim zugute.

Tag des Hundes Anfang Juni wurde in Pfeffenhausen zum 5. Mal der Tag des Hundes begangen. Es wurden über 50 verschiedene Hunderassen vorgestellt und verschiedene Vorführungen gezeigt. An verschiedenen Anbieterständen mit Artikeln rund um den Hund konnten Besucher für ihre eigenen Vierbeiner fündig werden. Zur Veranstaltung war auch unser Tierheim erneut der Einladung von Organisatorin Agathe Rank gefolgt

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und mit einem Infostand vertreten. Der Infostand dokumentierte unsere Tierschutzsicht auf Hundezucht und Tierhandel. Außerdem stellten wir die Kampagne zur Rettung der Tierheime vor und wiesen auf die Finanznot vieler Tierheime hin, die gerade für Hunde immense Leistungen vollbringen. Außerdem wurden unsere Tierheimhunde vorgestellt, die zwar oft keine reinrassigen Hunde, dafür als Mischlinge umso liebenswerter

sind. Im Ergebnis der Veranstaltung wurde dem Quellenhof wiederum eine große Spende an hochwertigem Hundefutter und Chips zur Tierkennzeichnung übergeben.

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Hunde im Glück Viele Hunde konnten 2016 das Tierheim verlassen und zu ihren Menschen ziehen. Wir wünschen allen, dass sie das beste Zuhause für immer gefunden haben. Hallo Quellenhofteam, es sind nun schon einige Wochen vergangen, seit ich in meinem neuen zu Hause bin. In dieser Zeit habe ich schon ganz viel Neues kennengelernt. Also langweilig ist es hier in der Familie nicht, aber ich bekomme trotzdem ganz viel Ruhe und Schlaf ab. Ich glaube, die haben mich alle richtig lieb. Auf jeden Fall sagt Frauchen, dass ich eine Bereicherung für die Familie bin und allen sehr viel Freude bereite. Manchmal sagt sie auch so im Spaß, na der hat uns gerade noch gefehlt. Ja das Gefühl habe ich auch, dass ich dort noch gut reingepasst habe.

Kalle

Viele Grüße auch an meine Artgenossen und Kumpels. Euer Kalle

Hopsi hat sehr lange im Tierheim auf seine Chance gewartet. Es ist toll, dass er sie in seiner neuen Familie bei Enya bekommen hat. Hopsi war in diesem Jahr sehr, sehr krank und wir sind froh, dass es ihm wieder gut geht. Seine Familie schreibt: „Wir glauben, sie sind glücklich, und wir sind es auch. Um nichts in der Welt würden wir sie wieder hergeben. Wir hatten schon so viele schöne Erlebnisse mit beiden und können gar nicht verstehen, dass niemand dem Hopsi eine Chance gegeben hatte. Er ist wirklich eine kleine Schmusebacke. Kann aber auch zeigen, wenn er etwas nicht will. Man muss halt auf seine Befindlichkeiten achten und darauf eingehen, dann ist er echt der liebste Hund, der keiner Fliege was zu Leide tut.“

Hopsi und Enya

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Snoopy im Glück – ein kleines Wunder

Am 11. September, natürlich wie so oft an Sonntagen, ging ein Anruf der Polizei auf unserem Notfallhandy ein. In der Gemeinde Pilsting sein ein Hund zugelaufen. Er befinde sich noch bei den Findern, die aber Bedenken haben, ihn über Nacht zu behalten, da er schon mehrfach geknurrt hat. So wurde er von Tierheimmitarbeiterinnen in Weihern abgeholt und ins Tierheim gebracht. Die erste Einschätzung: Gut genährt, leider nicht gechipt oder tätowiert. Aber mit Flohhalsband und in gutem Pflege- und Ernährungszustand, der wird bestimmt vermisst. Darin waren sich die Tierpflegerinnen einig. Wie sehr er jedoch vermisst wurde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Wie üblich wurde eine Fundtiermeldung an die Gemeinde geschickt, der Hund auf die Webseite des Tierheims und bei Facebook eingestellt. Bei Facebook gibt es viele Gruppen, in denen vermisste und gefundene Tiere eingestellt werden. Wer soll die alle

kennen und abgleichen können?! Aber die Meldung verbreitete sich sehr schnell. Am Montag ging der erste Hinweis ein, dass in Bad Birnbach ein solcher Hund seit fast einem Jahr vermisst wird. Der Kontakt zu den vermeintlichen Besitzern war schnell hergestellt und am Dienstag, 13. September, kam es nach 343 Tagen voller Unsicherheit über SNOOPYS Schicksal zum lang ersehnten Wiedersehen. Die Freude war auf allen Seiten riesig und auch die Tierpflegerinnen wischten sich verstohlen ein paar Freudentränen aus den Augen. Leider kann Snoopy selbst nicht erzählen, was er in den 11 Monaten zwischen Verschwinden und Rückkehr nach Hause erlebt hat, wo er gelebt und wer ihn versorgt hat. Wie kam er von Bad Birnbach nach Pilsting? Wer kennt Snoopy, wer hat ihn in den letzten Monaten gesehen oder gar betreut? Wer Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden,

über Snoopys Aufenthalt von Herbst 2015 bis 2016 geben kann, der möge sich bitte ans Tierheim wenden Tel.: 08734/937 261.

Fotogrüße aus ihrem neuen Zuhause schickten auch Gismo, Lola und Ceno und Monty.

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Hunde im Regenbogenland Das Schicksal meinte es gut, als Paula ein neues Leben beginnen durfte. Nach vielen Jahren im Zwinger durfte sie endlich frei leben. Wir hätten ihr so sehr gewünscht, dass sie dieses Glück länger dauert und die Nachricht, dass sie gehen musste, stimmt uns traurig. Liebevolle Abschiedsworte gab ihr ihre neue Familie mit den Weg: „Liebe Paula! Leider hattest du bereits einen langen Leidensweg in einem engen Zwinger hinter dir, bis wir dich endlich gefunden hatten - es war Liebe auf den ersten Blick. Unser gemeinsamer Weg betrug dann zwar nur noch knapp 2 Jahre, aber wir sind stolz und dankbar, dass wir sie mit dir verbringen durften - du warst ein echtes Geschenk. Mach's gut, Prinzessin, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit dir!“

Benni

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Paula

Als sein Frauchen starb, kam Benni zu uns. Wohl keiner von uns hätte mit einem so plötzlichen Abschied gerechnet. Als du nicht mehr fressen wolltest, ahnten wir nicht, dass du so schwer krank bist. Gleich mehrere größere Probleme hattest du vor uns geheim gehalten und es gab keine Chance, dir zu helfen. Du warst ein ganz besonderer Hund, voller Überraschungen, mit eigenem Charakter und manchmal auch ein ziemlicher Sturschädel. Wie sehr haben wir uns gefreut, dass sich ein neues Zuhause für dich abzeichnete, weil wir dich nur in sehr erfahrene Hände geben konnten. Aber das Schicksal wollte es nicht zulassen. Es sollte nicht mehr sein, das machte es besonders traurig. Wir hoffen, dass du dein Frauchen wiedergefunden hast. Ein besonderer Freund hat dir noch diesen Abschiedsgruß mit auf den Weg gegeben: Lieber Benni, du bist auf diese Welt gekommen, um einen Auftrag zu erfüllen - Schafe schützen und behüten. Und zusammen mit meinem Hund wäret ihr ein tolles Team gewesen. Leider waren wir Menschen nicht in der Lage, dir diese Arbeit zu ermöglichen und auch ich konnte dich nicht bei mir aufnehmen, um dir ein hundewürdiges Leben zu ermöglichen. Doch die wenigen Male, wo wir gemeinsam etwas unternehmen konnten, werde ich nie vergessen und auch du hattest eine tierische Freude daran. Wenn wir uns im Tierheim trafen, ging für uns die Sonne auf und auch an dem Tag, als du dich von dieser Welt verabschieden musstest, war es uns beiden noch einmal vergönnt, einige Momente der Gemeinsamkeit zu verbringen. Das Schicksal hat es nicht gut mit dir gemeint und du musstest viel zu früh den Weg zur Regenbogenbrücke antreten. Aber ich bin sicher, wenn die Zeit gekommen ist, werden wir uns dort wiedersehen. Bis dahin mach es gut. Farewell and run free! Die Mamminger Pfotenbande Tierisches 2016


Hundeopa Oskar war aus einem Tierschutzfall zu uns gekommen. Trotz seines hohen Hundealters fand er noch ein schönes Zuhause und wurde viele Monate verwöhnt, ehe seine Zeit gekommen war. R.I.P.

Oskar

Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten. (Thomas Mann)

Maxl

Maxl tat uns unendlich leid, weil er aufgrund einer familiären Notsituation im Alter von 15 Jahren ins Tierheim kam. Maxl verstand die Welt nicht mehr. Zum Glück fand sich ganz schnell eine Pflegestelle, auf der er fürsorglich betreut und verwöhnt wurde. Leider verließen ihn dennoch die Kräfte und der Lebenswille, sich im neuen Zuhause einzuleben. R.I.P., Maxl.

Spock

Leider erhielten wir auch die traurige Nachricht, dass Spock über die Regenbogenbrücke gegangen ist. www.quellenhof-passbrunn.de

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Katzen suchen ein Zuhause Sandr a

Susi Minna Minna und Sandra wurden im Frühjahr 2016 geboren und längere Zeit von Erntehelfern betreut. Als die Erntesaison vorüber war, war niemand mehr bereit, sich um die Tiere zu kümmern. Die beiden sind anfangs sehr scheu und ängstlich, fauchen ab und zu, aber man kann sie bereits anfassen. Sie sind neugierig auf den Kontakt zu Menschen, müssen aber noch etwas mehr Vertrauen fassen. Es wäre schön, wenn die beiden gemeinsam in ein neues Zuhause ziehen dürften. Dieses sollte aber unbedingt Freigang haben

Rober t Rober ta Robert und Roberta kamen gemeinsam als Fundtiere ins Tierheim. Das Katzenpärchen ist etwa im Mai 2016 geboren. Sie sind sehr schüchtern, beide Stubentiger lassen sich aber durchaus anfassen und zu Streicheleinheiten überreden. Ideal wäre ein ruhiges Zuhause bei Zweibeinern mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen. Robert und Roberta hängen sehr aneinander, deswegen sollen die beiden nicht getrennt und nur gemeinsam vermittelt werden. Das Katzenduo sollte ein Zuhause mit Freigang bekommen.

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Die im Mai 2008 geborene Katzendame Susi kam mit drei weiteren Katzen ins Tierheim, weil die Besitzerin leider verstorben ist. Während die drei anderen bereits ein Zuhause gefunden haben, wartet Susi noch immer auf die richtigen Menschen, zu denen sie passt. Susi ist gegenüber Menschen zunächst sehr zurückhaltend. Susi lebte bisher in reiner Wohnungshaltung, würde sich aber auch über ein Zuhause mit Freigang freuen.

Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten. Daniel Defoe (1660 - 1731)

Tierarztpraxis Gaal Kleintiersprechstunde nach tel. Terminvereinbarung Mo. bis Fr. 9 00 – 1200 u. 1400 – 18 30 Sa. 9 00 – 1200 und nach Absprache

94419 Reisbach · von Imhof Str. 5 Fax: 08734 – 93 125

Tel.: 08734 – 76 76 Tierisches 2016


Fünf Notfellchen im Quellenhof Hallo, wir sind Dieter, Dominik, Dorothea, Detlef und Muckel. Wir stammen aus einer – wie ihr Menschen sagt – suboptimalen Haltung. Unsere Dosenöffner waren mit unserer Betreuung überfordert und hatten auch nicht genügend Geld für den Tierarzt. So kamen wir fünf ins Tierheim. Hier wurden wir gründlich untersucht und dabei stellte sich leider heraus, dass wir Leukose positiv sind. Wir sind alle noch jung, zwischen 1 und 4 Jahren und haben doch unser ganzes Katzenleben noch vor uns und das kann und wird hoffentlich - trotz des FeLV-Virus - lange sein. Ob und wann die Krankheit ausbricht, kann man nicht vorhersagen. Wir sind Virusträger und Ausscheider, somit ansteckend für Artgenossen, aber nicht gegenüber Menschen und anderen Tieren! Deshalb suchen wir ein Zuhause, wo keine weiteren Katzen oder bereits Katzen, die ebenfalls Leukose positv sind, leben und sich noch ein Plätzchen für uns findet. Denn wir möchten so gerne am Leben teilhaben und das noch möglichst viele Jahre. Ein Haus oder Wohnung mit gesichertem Garten oder Balkon wäre toll, denn wir lieben frische Luft und genießen es, wenn uns die Sonne aufs Fell scheint. Wir möchten jedoch keine anderen Katzen gefährden. Aber wir möchten auch die Hoffnung nicht verlieren!

Detlef

Dieter Dominik

Dorothea Muckel

Katzenleukose wird durch das Katzenleukämievirus, kurz FeLV hervorgerufen, welches sich von Katze zu Katze übertragen kann. Es gibt Tiere, die zwar den Virus in sich tragen, aber selbst nie erkranken. Allerdings können sie andere Katzen anstecken. Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch können Jahre vergehen. Leukose kann leider mit sehr vielen verschiedenen Krankheitsbildern einhergehen: Lustlosigkeit, Fieber, Abmagern, Anämie, Zahnfleischentzündungen etc. Die größte Gefahr ist jedoch die Schwächung des Immunsystems.

Sie möchten einem Tier aus dem Quellenhof Passbrunn ein Zuhause geben? Alle Vermittlungstiere finden Sie im Internet unter www.quellenhof-passbrunn.de Besuche sind während der Öff nungszeiten Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 14 - 17 Uhr möglich. An Sonn- und Feiertagen ist das Tierheim für Besucher geschlossen. Telefonische Auskunft unter 08734 / 937 261

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Katzenjammer Der Katzenjammer begleitete uns im Tierheim konstant das ganze Jahr über. Im Vergleich zu anderen Jahren mussten wir sehr viele hoch trächtige Katzenmütter und verwaiste Katzenbabys aufnehmen. Die so genannten Frühjahrs- oder Herbstkatzen gibt es schon lange nicht mehr. Selbst im Dezember wurden noch Katzenbabys ins Tierheim gebracht. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle „Katzenmamas“, die auf Pflegestellen Katzenbabys päppelten.

Wir möchten noch einmal eindringlich an Katzenhalter appellieren, ihre Katzen und Kater kastrieren zu lassen. Bereits seit 2010 bieten wir Katzenhaltern mit geringem Einkommen oder großen Populationen Zuschüsse zu den Kastrationskosten an. Wir übernehmen außerdem die Kastration verwilderter und herrenloser Katzen. Nähere Informationen und Gutscheine erhalten Sie zu den Öffnungszeiten im Tierheim.

2016 wurden auf Kosten des Vereins über 200 Katzen und Kater kastriert. Wir freuen uns über die finanzielle Unterstützung des Bayerischen Landesverbandes des Deutschen Tierschutzbundes und der Brunnhuber Sozialstiftung. Alle 15 Städte und Gemeinden des Landkreises Dingolfing-Landau stellten zudem jeweils 350 € für diesen Zweck zur Verfügung.

Aktion zur Eindämmung des Katzenelends Die Kastration von Freigängerkatzen verhindert unkontrollierte Vermehrung und damit neues Katzenelend. Der Tierschutzverein Dingolfing­ Landau e.V. bietet weiterhin Zuschüsse für die Katzenkastration in Form von Gutscheinen an:

Allein in Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße, in Hinterhöfen oder in stillgelegten Industriegebäuden. Diese Katzen sind meist sehr scheu und führen tagein, tagaus einen harten Kampf ums Überleben – im Verborgenen. Alle Straßenkatzen, auch genannt frei lebende Katzen, stammen ursprünglich von Hauskatzen ab, die nicht kastriert wurden. Mit der Kampagne möchte der Deutsche Tierschutzbund ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig es ist, dass jeder seine eigene Katze kastrieren lässt vor allem wenn diese Zugang ins Freie hat. Denn nur so kann die dramatische Anzahl der Katzen ohne ein liebevolles Zuhause langfristig reduziert werden. Kastration beugt dem Elend der Straßenkatzen vor Im Vergleich zum Leid der Straßentiere ist die Kastration ein relativ harmloser medizinischer Routineeingriff. Neben der Unfruchtbarmachung birgt die Kastration weitere positive Effekte: Durch den verringerten Fortpflanzungsdrang sind Streitigkeiten, Verletzungen und Krankheitsübertragungen seltener. Auch die Gefahr, bei der Suche nach Paarungspartnern und den teils weiten Streifzügen im Straßenverkehr zu verunglücken, sinkt. Bei weiblichen Katzen können gesundheitliche Risiken im Alter, wie Tumore oder Entzündungen, reduziert werden. Quelle: Deutscher Tierschutzbund

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Der Zuschuss richtet sich an bedürftige Katzenbesitzer aus dem Landkreis, besonders auch an Höfe mit großem Katzenbestand. Wir prüfen den jeweiligen Antrag und stellen dann einen Gutschein zur Vorlage beim Tierarzt aus. Mehr Infos im Tierheim unter Telefon 08734 / 937 261 Bitte unterstützen Sie unsere Katzenkastrationsaktionen durch Ihre Spende: IBAN:

DE86 7425 0000 0000 5650 02 BIC:

BYLADEM1SRG

Sparkasse Niederbayern-Mitte Verwendungszweck „Kastrationsaktion“. Vielen Dank!

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Die chronische Niereninsuffizienz der Katze Wer die Vermittlungstiere auf unserer Homepage verfolgt, wird feststellen, dass es immer wieder Sorgenkinder gibt, die an einer chronischen Niereninsuffizienz (kurz CNI) leiden. Für Tiere mit einer bereits bekannten Erkrankung ist es leider immer schwer, ein neues Zuhause zu finden. Doch was bedeutet die Diagnose CNI für die Katze und den Halter eigentlich genau? Die CNI ist eine schleichend fortschreitende Erkrankung der Niere, die nicht geheilt werden kann. Rund ein Drittel aller älteren Katzen erkrankt an einer CNI. Da sich allerdings erst Krankheitssymptome zeigen, wenn bereits ein Großteil des Nierengewebes zerstört ist, bleibt die Erkrankung oft lange Zeit unbemerkt. Aus diesem Grund lassen wir bei älteren Neuzugängen grundsätzlich ein Blutbild machen, denn früh erkannt, sind die Therapiemöglichkeiten noch relativ gut, wenn auch eine Heilung nicht möglich ist. Krankheitszeichen für eine bestehende CNI können vermehrtes Trinken, vermehrter Urinabsatz (bei Katzen auch oft einhergehend mit plötzlicher Unsauberkeit), Lethargie, Gewichtsverlust, Zahn-/Zahnfleischerkrankungen, ein „steifes“ Gangwerk, häufigeres Erbrechen oder sogar Erblinden (Die Niere regelt auch das

Blutdrucksystem, weshalb Bluthochdruck entsteht). Welche Maßnahmen für die Therapie bei einer CNI erforderlich sind, ist abhängig vom Zustand der Katze. Ist sie bereits dehydriert, sind Infusionen erforderlich. In jedem Fall sollte die Ernährung der Katze umgestellt werden. Es empfiehlt sich, Trockenfutter gänzlich abzuschaffen und nur noch Nassfutter zu geben. Da viele Katzen allerdings sehr heikel sind, was das Thema Fressen anbelangt, sollte man nichts „hauruck“ erzwingen und sich zur Not auch etwas Zeit für die Futterumstellung nehmen. Es gibt zig verschiedene Diätfutter-Sorten, die speziell für Katzen mit chronischer Niereninsuffizienz entwickelt wurden. Das große Problem an diesen Futtersorten ist allerdings, dass die Katzen diese meist verschmähen und dann lieber in den Hungerstreik treten. Außerdem bestehen diese Futtersorten zu einem Großteil aus Getreide, was bei einem reinen Fleischfresser, wie einer Katze, eher sinnfrei ist. Grundsätzlich gilt: was bringt das teuerste und beste Spezialfutter, wenn die (ohnehin schon kranke) Katze es dann nicht frisst? Im Tierheim versuchen wir, unseren nierenkranken Samtpfoten ein hochwertiges, getreidefreies, gesundes

Nassfutter schmackhaft zu machen, da wir der Meinung sind, dass dies bei einem ohnehin schon kranken Tier das Sinnvollste ist. So hat man auch in einem „Mehrkatzenhaushalt“ nicht das Problem mit getrennter Fütterung, denn ein „normales“ hochwertiges Katzenfutter können alle fressen. Zusätzlich gibt es verschiedene Ergänzungsfuttermittel, die entweder direkt ins Maul, oder über das Futter eingegeben werden. Natürlich kann man trotz all dieser Maßnahmen die erkrankte Katze leider nicht mehr heilen. Allerdings muss eine diagnostizierte CNI nicht das sofortige Todesurteil bedeuten und man kann mit relativ einfachen Mitteln dem Tier noch eine schöne Zeit mit Lebensqualität verschaffen. Im Idealfall natürlich in einem liebevollen Zuhause und nicht im Tierheim. Sollten Sie übrigens Interesse an der Adoption eines unserer Sorgenkinder haben, so beraten Sie unsere Tierpfleger gerne und ausführlich zu dem Thema und stehen auch nach einer Übernahme mit Rat und Tat zur Seite. Zahlreiche Informationen über CNI finden Sie im Internet unter: www.felinecrf.info

4 „Sorgenkinder“ aus dem Tierheim Im April machten wir Damen der Familie einen Besuch im Tierheim Quellenhof, weil wir überlegten, eine Katze (oder zwei) aufzunehmen. Wir verliebten uns in ein Pärchen, brauchten aber für die Überzeugungsarbeit zu Hause bei den restlichen Familienmitgliedern zu lange. Beim nächsten Besuch waren die beiden Katzen bereits vorreserviert. Stattdessen wurden uns Julchen, Lucy, Valentin

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und Valencia vorgestellt. Julchen war eine ältere Schmusekatze, aber gesundheitlich stark belastet: Sie leidet an chronischem Schnupfen, Ataxie, Verdauungsproblemen, Wassereinlagerungen, erhöhtem Corona-Titer. Eine schwerkrankes Sorgenkind also. Wir zögerten lange, ob wir sie zu uns nehmen sollten. Alleine? Konnten und wollten wir der Katze das antun? Unbeaufsichtigter Freigang

wäre für sie zu gefährlich. Welche der anderen Katzen sollten wir dazu nehmen? Lucy, ebenfalls krank und extrem scheu? Auch sie war eine Problemkatze, braucht Nierendiätfutter. Und dann war da noch das Geschwisterpärchen Valentin und Valencia, im Tierheim geboren, extrem ängstlich und scheu, schon ein Jahr alt und noch nicht vermittelt. 2, 3 oder 4 Katzen? Letztlich entschieTierisches 2016


den wir uns, alle vier zu nehmen. Die vier maunzten kläglich auf der Fahrt in ihr neues Zuhause. Kaum freigelassen verkrochen sich alle fauchend in irgendwelche Ecken. Nach ein paar Stunden lag lediglich Julchen auf dem Sofa und ließ sich streicheln, als wäre sie schon immer da. Mit Hilfe von Futter und Leckerli fassten die Katzen allmählich Vertrauen – nun ja, sie mussten schnell sein, denn Julchen machte vor keinem Futternapf Halt. Valentin war der erste, der sich sehen ließ, wild durchs Wohnzimmer tobte, auf die Aquarienabdeckung sprang, von dort auf den Schrank und vom Schrank wieder herunter. Am zweiten Abend kam auch Lucy aus ihrem Versteck und ließ sich zu unserer großen Verblüffung streicheln. Sie war ja genauso verschmust wie Julchen! Am liebsten ließ sie sich am Bauch kraulen, es war unglaublich, das hätten wir nie erwartet. Julchen passte das überhaupt nicht. Sie fauchte mich und Lucy an, die sich fortan nur noch streicheln ließ, wenn Julchen außer Sicht war. Valencia kam in unserer Abwesenheit heraus und setzte sich aufs Sofa. Es dauerte einige Fernsehabende, bis sie sich in einer weit entfernten Ecke niederließ. Sobald jedoch jemand aufstand, verschwand sie panisch. Bald hatten die Tiere bestimmte Vorlieben: den Kater zog es ins Zimmer meines Sohnes und er versteckte sich unter dem Kopfkissen oder auf der Fensterbank. Pflanzen wurden mit Vorliebe angeknabbert oder runtergefegt. Valencia und Lucy hingegen bevorzugten einen abgelegenen, dunklen Raum. Im Haus ließ sich Lucy kaum

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noch streicheln. Es bildeten sich zwei Paare: Julchen und Valentin gehörten zusammen, ebenso Valencia und Lucy. Nach ein paar Tagen kam völlig überraschen Lucy, sprang auf die Eckbank, maunzte und schaute mich aufmerksam an. Ich streichelte sie, dann zog sie wieder ab. An diesem Abend fehlte sie beim Füttern. Später kam sie aus einem Nebengebäude, aber sobald sie einen von uns erblickte, verschwand sie sofort. Also fütterten wir von nun an auch draußen. Im Nachhinein denke ich, dass sie sich von mir verabschieden wollte und wieder ihre Freiheit gesucht hat. Nach vier Wochen war aus unserem Katzenquartett ein Trio geworden. Valencia war immer noch schüchtern, ließ sich nicht anfassen, auch das Füttern mit Leckerli war schwer, da ihr Bruder Valentin immer schneller war und sich das Leckerli einfach vor ihr schnappte. Valencia fasste mehr und mehr Vertrauen zu uns, nahm dann irgendwann sogar das Leckerli aus meiner Hand. Zwei Monate, nachdem wir sie aus dem Tierheim geholt hatten, ließ sie sich zum ersten Mal kurz von mir streicheln. Nach vier Monaten wurden aus den dreien ausgeprägte Schmusekatzen, den ersten Tierarztbesuch haben wir auch hinter uns. Julchen ist die Chefin im Ring, die die beiden Grauen auch schon mal mit ein paar Tatzenhieben zurechtweist. Ansonsten ist sie topfit und setzt stets ihren Kopf durch, verlangt, dass verschlossene Zimmertüren geöffnet werden. Wenn sie ein Ziel hat, erreicht sie das mit erstaunlicher Geschwindigkeit. Ihre Hobbys: gestrei-

Julchen und Valentin

Valencia

Lucy chelt werden, auf Bett oder Sofa liegen, seit neuestem auch auf meinem Stuhl, achja und Fressen. Valentin ist unser vorwitziger Kater, der in warmen Sommernächten lieber draußen auf Pirsch geht als ins Haus zu kommen, um später vormittags an Julchen gekuschelt im Haus zu schlafen, nachdem er uns zum Frühstück frische Maus gebracht hat. Valencia ist die kommunikativste der Katzen. Sie kümmert sich um alle. Wenn versehentlich eine Katze ein- oder ausgesperrt wurde – Valencia sorgt mit ihrem Maunzen dafür, dass wir das merken. Wenn Valentin abends nicht hereinkommt, geht sie ihn suchen. Wenn er nicht mit ihr reinkommt, kommt sie maunzend zurück. Fazit: Problematisch sind die Sorgenkinder schon lange nicht mehr, sondern – wie es scheint – glückliche Freilaufkatzen und der Mittelpunkt unserer Familie. Karin H.

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Katzen im Glück Der kleine Sonnenschein hat sich bestens eingelebt, sowohl mit der Umgebung in dem großen Haus, als auch mit unserem ersten Kater! Die Beiden schmusen schön miteinander, der Große putzt den Kleinen, aber sie "raufen" auch mal, wobei der Kleine keinesfalls automatisch der Verlierer ist - ganz im Gegenteil. Mit unserer Tochter versteht sich der kleine Kater auch super und abends genießen unsere beiden Vierbeiner dann die Kuscheleinheiten auf der Couch!

Luna

Carlo

Lilly und Leo Carl

Luna hat sich schon das ganze Haus (und die Herzen ihrer Halter) erobert. Immer seltener bringt sie sich unter dem Sofa in Sicherheit und dass eine schwarze Katze auf hellem Untergrund besonders gut zur Geltung kommt, weiß sie auch schon. Sie ist genau die liebe Katze, die ich mir gewünscht habe, sehr verschmust, ordentlich beim Fressen und Toilette-Gehen und bisher hat sie sich noch kein bisschen eigensinnig gezeigt. Da hatte ich schon andere Erfahrungen gemacht. Mir ist wirklich unbegreiflich, wie man so eine Katze weggeben kann. Carlo fühlt sich bei uns schon pudelwohl. Haben sehr viel Freude mit ihm, er ist total lieb und verschmust, er ist ab dem 6. Tag schon Freigänger. Er kommt aber immer, wenn ich ihn rufe. Vielen herzlichen Dank !!!!

Liebes Quellenhofteam, jetzt ist es schon über ein Jahr her, dass ich in mein neues Zuhause umgezogen bin. Ihr hattet mir den Namen Rachel gegeben. Mein Frauchen und Herrchen konnten sich damit aber nicht richtig anfreunden und haben lange hin und her überlegt. Erst sollte ich Luna heißen. Schließlich haben sie sich auf Fienchen geeinigt. Hören tue ich darauf natürlich nicht wirklich, ich höre halt nur dann, wenn ich will. Es ist auch nicht so einfach für mich, schließlich haben sie viele andere Namen für mich, so schallt es immer wieder mal Hopsi Mopsi oder auch Knattermaus durch das Haus. Wenn das Anspielungen auf meine Figur und oder auf meine Art zu Maunzen sein sollen, finde ich das ziemlich unverschämt… Alles in Allem fühle ich mich sehr wohl in meinem neuen Zuhause und weiß gar nicht mehr, warum ich mich bei Euch so gewehrt habe, als ich umziehen sollte und Ihr sogar ein Handtuch zur Hilfe nehmen musstet. Liebe Grüße Euer Fienchen (ehemals Rachel)

Fienchen

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Lilly und Leo (ehemals Fipsy und Kevin) entwickeln sich prächtig.

Wick und Vapo Die beiden waren extrem scheue Katzen, richtige Fauchis. Mit ganz viel Geduld wurden sie zutraulich und wir haben uns riesig über folgende Zeilen gefreut: „Aus Wick dem Kämpfer und Menschenverachter wird Wick der Kampfschmuser. Lang hat‘s gedauert. Aber nach genau nem halben Jahr war er nicht mehr wiederzuerkennen. Er schnurrt, lässt sich tragen und kommt regelmäßig zum Schmusen vorbei. Vapo ist nach wie vor ängstlich, lässt sich aber auch schon streicheln .“

Tierisches 2016


Sissy

Wahre Lachanfälle rufen die kurzen Berichte von Paulines Familie bei uns hervor. Dankeschön! „Liebes Quellenhof-Team,

Vielleicht kennen Sie ja das Sprichwort „Stille Wasser sind tief“. Dieses trifft voll auf die kleine Sissy (ehemals Rosemarie) zu. Sie brauchte gerade mal 4-5 Tage, dann war sie angekommen und seitdem bringt sie meinen ganzen Haushalt total durcheinander. Die kleine Sissy ist nicht wieder zu erkennen. Sie ist eine wilde Hummel, ein Wildfang, der kaum zur Ruhe zu bringen ist.

Minka Minka (ehemals Sonja) hat sich super eingelebt. Der sanfte Riese und sie verstehen sich prima. Es ist einfach schön zu sehen wie dankbar sie ist. Sie bereitet uns sehr viel Freude.

Übrigens haben

ich dachte mir, vielleicht möchtet ihr anfangs über Pauline auf dem Laufenden gehalten werden. Sie ist rundum glücklich und zufrieden und hat das Kommando bereits übernommen. Die ersten Regeln für's Ehebett hat sie bereits aufgestellt, und besteht auf der Einhaltung. 1. Mir reicht zukünftig ein Drittel ihres Kissens. 2. Und wenn mir der Arm noch so einschläft, hab ich ihn ihr als Matratze zur Verfügung zu stellen. Sollte er demnächst abfaulen, nimmt sie alternativ auch den zweiten. 3. Und wenn ich morgens tennisballgroße Haarknäuel hochwürge - ihr Gesicht schläft auf meinem. Punkt.

Pauline

Zu meiner Freude hat sie sich auch bereits mit dem Kater Ramses angefreundet. Immerhin stammt er ja aus derselben höheren Spezies. Die niedere Kreatur namens Hund findet sie dagegen noch ziemlich (sorry) Scheiße. Die Blicke, die sie ihm zuwirft, ähneln denen von "Ahmed, the dead terrorist". Falls noch nicht gesehen, unbedingt mal nachholen. Ich sag nur „Silence! I kill you“. Die bisherigen Küchenregeln hat sie vorerst außer Kraft gesetzt. Auf mein energisches „Fräulein, runter vom Tisch!“ reagiert sie mit einem freundlichen Blinzeln und verliebten Schnurren. Schelte erkennt sie nicht an, weswegen ich wohl andere Saiten aufziehen muss. Eventuell weniger Dominanz im Tonfall, und mehr Kniefall. Mal schauen... Viele liebe Grüße von der überglücklichen Familie K.“

Gismo

Gismo bei seiner Lieblingsbeschäftigung ...

Glücklich in ihrem neuen Zuhause sind auch Scholli, Joker, Pee Wee

Pee Wee

alle Katzen aus

Tierisches 2015 ein Zuhause gefunden.

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Scholli

Joker 27


Katzen im Regenbogenland Die beiden dreibeinigen Kater Pelki und Cäsar hatten bei der Tierheimchefin ein Zuhause gefunden: „Innerhalb kurzer Zeit hieß es für uns, gleich von zwei besonderen Familienmitgliedern Abschied nehmen zu müssen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie Cäsar schwer verletzt, ängstlich und fauchend unter einem Holzstapel in Gottfriedingerschwaige saß. Nur mit Mühe gelang es, ihn zu bergen. Er musste irgendwo festgehangen, vielleicht sogar in eine Falle geraten sein und sein Bein selbst freigebissen haben. Sein Pfötchen, ein blutiger Stumpf, musste amputiert werden. Während der Operation erbrach er seine eigenen Krallen. Mit Trichter nach der OP hinter der letzten Ecke der Couch verkrochen, das war unser Start. Allmählich vergingen die Schmerzen, heilte die Wunde und begann Cäsar mit seiner Behinderung zurecht zu kommen. Allmählich begriff er auch, dass er Vertrauen haben konnte und begann seinen neuen Garten zu erkunden, sein neues Leben zu genießen. Aus dem verängstigten kleinen Kater wurde der anhänglichste Schmuser, den man sich nur wünschen kann. Pelki kam als Fundkater ins Tierheim, dünn, mit vereiterten Zähnen, in katastrophalem Pflegezustand. Der Katzenopa, dem ebenfalls ein Bein fehlte, erholte sich nach der Zahnsanierung schnell. Seine Besitzer zogen es vor, ihn nicht wieder aus dem Tierheim abzuholen… Die beiden wurden zu Kumpels, putzten sich gegenseitig, kuschelten miteinander. Irgendwann ließen Pelkis Kräfte nach und nach einem Schlaganfall hieß es, Abschied zu nehmen. Bei einem 17-18 jährigen Kater muss man leider damit rechnen, dass dieser Tag irgendwann kommt. Unvorbereitet traf uns jedoch Cäsars plötzliche schwere Krankheit. Wir haben unseren letzten gemeinsamen Tag genossen, ehe ich ihm schweren Herzens den letzten Liebesdienst erweisen konnte. Es war jeden Tag aufs Neue beeindruckend, wie die beiden mit ihren Behinderungen zurechtkamen und voller Lebensfreude waren. Cäsi, du kleine Frohnatur und Pelki, du sanfter Katzenopa mit den wunderschönen Augen, ihr wart zwei ganz besondere Kater und ich hoffe, dass Cäsi auch im Regenbogenland weiterhin so ausdauernd und liebevoll die Ohren seines Freundes putzt.“

Pelki und Cäsar

Kater Zorro hat das Herz von Tierpflegern Steffi erobert. Leider war er schwer krank und es gab keine Hilfe mehr. Von rührenden Abschiedsworten begleitet, ging er über die Regenbogenbrücke: „Lieber Zorro, wir haben uns vor zwei Jahren im Tierheim mit deinem Kumpel Sugar kennengelernt. Da warst du schon krank und niemand wollte dich haben! Aber du hast mit deiner ruhigen und einfühlsamen Art sofort mein Herz erobert! Leider haben wir deinen Kampf verloren und du musstest deinen letzten Weg über die Regenbogenbrücke gehen! Danke, dass ich zu deinem Leben gehören durfte und du mit deinem Schnurren oft ein Lichtblick warst. Wir vermissen und lieben dich. Deine Steffi und Sugar“

Tommy

Zorro

Tommy alias Schrotti hatte sehr viel Glück - eine große Tierfreundin hatte dem kranken, alten Katzenopa noch ein schönes Zuhause geschenkt. Leider war sein Glück zeitlich begrenzt. Liebe Abschiedsworte seines Frauchens: „Ein bösartiger Kiefertumor hat unsere gemeinsame Zeit viel zu früh beendet. Er hat gekämpft und war bis zum Schluss noch so anhänglich und verschmust, wie Sie ihn kennen. Sein Tod schmerzt sehr. War er doch ein sehr außergewöhnlicher Kater. Ich vermisse Dich mein kleiner, grauer Kater. Ich danke Dir für die wundervolle Zeit, die wir gemeinsam verbringen durften. Und doch war diese viel zu kurz. Du wirst für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Ruhe in Frieden.“

Für den kleinen Thilo brennt hier eine Kerze, die all den Katzenbabys gewidmet ist, die es nicht schaffen. Als ungewollter Nachwuchs nicht kastrierter Elterntiere, oft krank, von Parasiten befallen, geschwächt und ohne Abwehrkräfte verlieren viele den Kampf ums Überleben. Thilo wurde mit seinen Geschwistern in einem Karton an einer Bushaltestelle ausgesetzt. Er wurde keine 8 Wochen alt.

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Tierisches 2016


Nemo

„Nun haben wir die Kraft euch wie versprochen ein paar Bilder von Nemo zu senden. Wir hatten das Privileg, 6 Jahre lang einen wundervollen Begleiter an unserer Seite zu haben – vielen Dank dafür. Wir können uns heute noch so gut daran erinnern, als wir unsere beiden Fellmäuse von euch abgeholt haben und sie dann mit verknoteten Schwänzen ihre neue Heimat inspiziert haben. Die anfängliche Scheu wich sehr schnell der Neugier und bald darauf fühlten sie sich pudelwohl. Nemos Alltag konnte man mit vier Worten beschreiben: schmusen, spielen, fressen und schlafen. Wir vermissen ihn so sehr. Sein Tod hat eine riesige Lücke hinterlassen aber jetzt kann er sich in den ewigen Mäusejagdgründen austoben.“ Den fünf Senioren Pury, Robby, Augustus, Bazi und Theo war das Glück leider nicht vergönnt. Oft werden sie zu spät, mit fortgeschrittener Krankheit ins Tierheim gebracht. Wir erleben gerade bei älteren, kranken Tieren oft eine besondere Ruhe und Dankbarkeit, als spürten sie, dass man ihnen helfen möchte. Sie sind anhänglich, genießen jede Zuwendung und Streicheleinheit. Wie gern hätten wir euch allen noch einmal Menschen gewünscht, die nur für euch da sind. Leider ging dieser Wunsch nicht mehr in Erfüllung und so konnten wir euch nur auf eurem letzten Weg begleiten und bis zum Schluss für euch da sein.

Fürst war ein krankes Häufchen Elend, als er gefunden wurde. Wie sehr haben wir uns für ihn gefreut, als er mit Zimmergenosse Grumpy in ein Katzenparadies ziehen durfte, einen Hof mitten in der Natur, fernab von viel befahrenen Straßen. Die beiden blühten auf, eroberten ihr neues Zuhause und genossen es. Leider war das Nierenleiden des stolzen, stattlichen Katers schon zu weit fortgeschritten und ihm nur wenige Monate des neuen Glücks vergönnt. Leb wohl, du besonderer Kater.

Elisabeth

Oft nehmen wir alte, kranke Katzen auf, für die das Tierheim der letzte Lebensabschnitt, die letzte Station ist. Umso schöner ist es, wenn sich Tierfreunde bereit erklären, solchen Tieren für die letzten Tage und Wochen ein Zuhause und Wärme und Geborgenheit zu geben. Elisabeth hatte dieses Glück und obwohl es nur von kurzer Dauer war, durfte sie in einem liebevollen Zuhause ihren letzten Weg gehen. Danke.

Taddy war ein immer kränkelndes Sorgenkind. Sie fand ein wundervolles Zuhause bei sehr geduldigen Katzenfreunden. Bei gesundheitlichen Rückschlägen war es oft schwierig, denn sie ließ sich nicht gern behandeln. Taddy wurde keine drei Jahre alt und wurde von ihrer Familie liebevoll bis an die Regenbogenbrücke begleitet.

Sabio

Taddy

Es war wie der berühmte Sechser im Lotto, als Sabio ein Zuhause fand. Der liebe, verschmuste und quirlige Kater war schwer verletzt gefunden worden, in einer Not-OP musste ihm ein Stück Darm entfernt werden und er schaffte es dadurch nicht immer rechtzeitig aufs Katzenklo. Das tat der Liebe seiner neuen Familie zu ihm keinen Abbruch. Umso unfassbarer, dass er sich beim Toben und Klettern so schwer verletzte, dass es keine Rettung gab. Leb wohl, kleiner, lebenslustiger Kerl, dem leider keine sieben Katzenleben vergönnt waren.

Uns erreichte folgende traurige Nachricht: „Am 07.10.16 um 15:57 Uhr mussten wir leider unsere Kiara einschläfern lassen. Sie hatte Leukose und leider war es schon zu spät für sie. Sie war nicht allein. Ich blieb bei ihr bis zum letzten Atemzug. Leb wohl kleine Kiara. Du bist jetzt an einem besseren Ort. Kiara durfte nur 7 Jahre alt werden und ich hatte sie 2009 von euch geholt. Trotzdem waren es 7 wunderschöne Jahre mit ihr. Sie hatte ein glückliches Leben.“

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Fürst

Kiara

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Die Haltung von Chinchillas

Leider mussten wir feststellen, dass sich die Fälle von ausgesetzten Chinchillas massiv gehäuft haben. So haben wir alleine 2016 zwölf Chinchillas bei uns am Quellenhof betreut bzw. betreuen einen Teil der Tiere immer noch. Zugegeben – absolut possierlich sehen sie aus, diese flauschigen, springenden Nager mit dem seidig weichen Fell. Doch die Anschaffung von Chinchillas will gut überlegt sein, denn sie sind bestimmt keine Haustiere für Jedermann. Chinchillas sind definitiv keine Haustiere für Kinder oder für Erwachsene, die gerne Tiere haben möchten, die regelmäßig ihre Schmuseeinheiten einfordern. Die dämmerungs– und nachtaktiven Tiere sind nur selten zum Schmusen oder Interagieren mit ihren Zweibeinern aufgelegt. Wer sich allerdings damit zufrieden gibt, den Tieren beim Springen, Toben und Verstecken zuzusehen und Freude daran hat, ihr Domizil immer wieder abwechslungsreich einzurichten, ist mit Chinchillas durchaus gut beraten. Chinchillas sind sehr bewegungsfreudige Tiere und brauchen viel Platz. Sie springen, klettern und toben gerne und viel. Die handelsüblichen Käfige sind in den meisten Fällen nicht geeignet für die Haltung von Chinchillas, deshalb ist es sinnvoller, selbst einen Käfig zu bauen. Im Internet sind dazu viele

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tolle Ideen und Anleitungen zu finden. Für die Haltung von zwei Chinchillas sollte der Käfig mindestens 1 m² Grundfläche und eine Höhe von 1,5 m haben. Dies ist allerdings das Mindestmaß, also das Minimum an Platz, was man den Tieren zur Verfügung stellen muss. Grundsätzlich gilt (wie bei jedem Käfigtier) – je größer, desto besser! Man darf nicht vergessen, dass die Tiere den Großteil ihres Lebens in dem Käfig verbringen, also sollte hier wirklich nicht gespart werden. Der tollste Käfig ersetzt natürlich nicht den täglichen Auslauf, den die Tiere unbedingt erhalten sollten, denn nur so können sich die agilen Tiere entsprechend austoben. Wer sich für die Anschaffung von Chinchillas entscheidet, muss bedenken, dass die Lebenserwartung bei bis zu 22 Jahren liegt. Das ist eine lan-

ge Zeit, in der täglich der Käfig ausgemistet werden muss, die Tiere Dreck machen, beschäftigt werden wollen und ihren täglichen Auslauf einfordern. Beim Auslauf der Tiere muss bedacht werden, dass die kleinen Nager gerne alles anknabbern, was ihnen in die Quere kommt. So kann schon einmal der Teppich, die Tapete oder ein Möbelstück den kleinen Kobolden zum Opfer fallen. Bei einer Lebenserwartung von zwei Jahrzehnten muss man sich auch gründlich Gedanken darüber machen, wer die Tiere bei Abwesenheit bzw. Urlaub betreuen könnte. Auch anfallende Tierarztkosten müssen mit einkalkuliert werden und sollten nicht außer Acht gelassen werden. So können z.B. bei einer Zahnfehlstellung schnell regelmäßige Tierarztkosten entstehen.

Tierarztpraxis Dr. Heuberger Reptilien • Amphibien • Fische

Galgweiser Straße 13 94501 Aldersbach/Gainstorf Telefon: 08547 / 91 42 86 heuberger@reptilienpraxis-niederbayern.com www.reptilienpraxis-niederbayern.com

Sprechzeiten 2016: Mo, Mi und Fr von 16 - 19 Uhr Sprechzeiten 2017: Mo, Mi und Fr von 13 - 16 Uhr

Wir behandeln auch Wildtiere!

Tierisches 2016


Kleintiere im Glück Eine ganze 6-köpfige Chinchillafamilie zog gemeinsam in ihr Traumzuhause! „Liebes Passbrunn-Team, wir haben uns mittlerweile sehr gut eingelebt. Unsere neuen "Eltern" bauen ständig an unserem neuen Haus rum, um es uns so schön wie möglich zu machen. Selbstverständlich ist uns die Eingewöhnung leicht gefallen und mittlerweile halten wir unsere neuen "Eltern" bei dem täglichen Auslauf fit.... Uns geht es hier sehr gut und wir sind froh, dass unsere neuen Eltern einfach mal so ins TH geschaut und uns entdeckt haben. Es grüßen euch ganz, ganz herzlich Flecki, Blacky, Zenze, Rese, Kiki und Coco mit ihren Eltern“

Selten haben wir ein Kaninchen erlebt, was so dominant und unverträglich mit Artgenossen war. Selbst die Tierpflegerinnen wurden attackiert, wenn Casanova schlecht gelaunt war. Umso mehr freuen wir uns, dass er doch ein Zuhause gefunden hat, wo er sich zu unserer und zur Freude seiner neuen Familie recht brav verhält.

Mia und Tia

Die beiden Wüstenrennmäuse Mia und Tia, welche wir in „Tierisches 2015“ vorgestellt haben, konnten vermittelt werden und sind gut im neuen Zuhause angekommen.

Casanova

Für dieses Fundkaninchen kam jede Hilfe zu spät. Es konnte nur noch erlöst werden.

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145 Meerschweinchen Im Juli wurde der Tierschutzverein Deggendorf über eine Meerschweinchenhaltung informiert, bei der nicht alles in Ordnung sei. Aufgrund des fehlenden Tierheims im Nachbarlandkreis bat man uns um Hilfe, da es sich um ca. 30 - 40 Tiere handeln sollte. Vorsichtshalber haben wir uns mit Transportboxen bewaffnet und gleich die Kollegen vom Straubinger Tierheim gebeten, mitzukommen. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Haltung einfach aus dem Ruder gelaufen war. Eine ältere Dame, deren Mann sich bis zu seinem Tod immer um die Tiere gekümmert hatte, war einfach überfordert. Zugegeben, die Haltung war vermutlich nie artgerecht und optimal. Aber die Besitzerin hatte sich bemüht, die Käfige sauber zu halten, es waren frisches Gemüse, Heu und Wasser vorhanden. Aber die fehlende Geschlechtertrennung bei den extrem vermehrungsfreudigen Tieren hatte in kurzer Zeit zu einem Bestand von 145 Tieren geführt. Viele der Tiere mussten tierärztlich behandelt werden: Abszesse durch Bissverletzungen, Haut- und Fellprobleme und natürlich mussten die Böcke kastriert werden. Ein beachtlicher Teil der Meerschweinda-

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men war bereits wieder trächtig, so dass insgesamt noch über 40 Meerschweinbabys zur Welt kamen. In unserem Fall nahm die Halterin dankbar die angebotene Hilfe an und gab die Tiere freiwillig ab. Dank der guten Vernetzung der Tierheime im Bayerischen Landesverband wurden innerhalb von zwei Tagen alle Meerschweinchen auf insgesamt 12 Tierheime und Pflegestellen verteilt, wo sie tierärztlich behandelt, gesund gepflegt und in vielen Fällen bereits vermittelt werden konnten. Ein Dankeschön an alle Tierheime für die schnelle, unbürokratische Hilfe! Bitte schauen Sie nicht weg, wenn Menschen Tiere halten und mit deren Betreuung vielleicht nicht mehr zurechtkommen! Vielleicht sind die Halter über ein Hilfsangebot dankbar? Zögern Sie bitte auch nicht, die Behörden zu informieren, wenn Sie einen älteren, alleinstehenden Nach-

barn, der eventuell auch Tiere hat, schon lange nicht mehr gesehen haben. Er und seine Tiere könnten Hilfe brauchen!

Zum Glück war unser Student der Veterinärmedizin, Marius Kußmaul, gerade in den Ferien zu Hause und leistete tatkräftige Hilfe.

Tierisches 2016


Wir suchen ein Zuhause Angorakaninchen Snow sucht ein Zuhause bei Artgenossen und mit viel Platz zum Toben. Bei Snow ist es besonders wichtig, sein Fell zu pflegen und es auch regelmäßig nach Parasiten abzusuchen. Snow ist kastriert und gegen RHD und Myxomatose geimpft. Wir vermitteln Kleintiere generell nicht in Einzelhaltung und nur in artgerechte Haltung, d.h. keine Käfighaltung.

Zwei Chinchillagruppen warten im Tierheim darauf, bald in ihr neues Zuhause ziehen zu dürfen. Fips lebt mit Gipsy gemeinsam in einer Chinchilla WG. Die beiden Tiere werden nur zusammen in artgerechte Haltung zu Haltern mit Chinchillaerfahrung vermittelt. Fips ist kastriert und hat leider eine verkrüppelte Hinterpfote, die ihn allerdings nicht beim Klettern beeinträchtigt. Auch Bounty und Flip bewohnen zusammen eine WG-Voliere und möchten nicht getrennt werden.

Bounty Fips

Flip

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Gipsy

Im Tierheim warten einige Meerschweinchen darauf, von ihren Menschen gefunden zu werden. Es handelt sich um Glatthaarmeeris, die jüngsten kamen im September zur Welt. Die Böcke werden prinzipiell nur kastriert vermittelt. Meerschweinchen sind Gruppentiere und brauchen Artgenossen zum Glücklichsein. Eine gemeinsame Haltung mit Kaninchen sollte auf keinen Fall erfolgen. Leider ist die Haltung von jeweils einem Kaninchen und einem Meerschweinchen immer noch sehr verbreitet. Aber Kaninchen und Meerschweinchen brauchen dringend den Sozialkontakt zu Ihresgleichen. Sie vereinsamen sonst und leiden.

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Manege frei, aber ohne Wildtiere im Zirkus Wildtiere stellen besonders hohe An- erhöhte Sterblichkeit. Allein in den sprüche an ihre Haltung und Un- letzten zehn Jahren sind über 20 Eleterbringung. In einem Zirkusunter- fanten im Zirkus vorzeitig verstorben. nehmen ist eine verantwortbare Haltung von Wildtieren grundsätzlich nicht möglich. Dennoch sind in vielen der über 300 in Deutschland umherreisenden Zirkusbetriebe weiterhin Tiere wildlebender Arten zu sehen: Tiger, Löwen, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Seelöwen oder Affen – die Palette an mitgeführten Tierarten ist groß. Deshalb fordern wir schon seit Jahren ein Wildtierverbot im Zirkus – bisher leider ohne Erfolg. Wildtiere leiden im Zirkus Sie leiden massiv darunter, • dass sie Kunststücke vorführen müssen, für die sie oft mit Gewalt dressiert werden, • dass sie im Schnitt 50-mal im Jahr den Auftritts-Ort wechseln müssen, • dass sie die überwiegende Zeit in kleinen Käfigen, unzureichenden Gehegen oder im Trans- Aktuelle Situation Auch die Änderung des Tierschutzportwagen verbringen, gesetzes (TierSchG) im Juli 2013 hat • dass wesentliche artspezifische Verhaltensweisen wie Sozialkon- keine Verbesserung für die Tiere gebracht. Zwar wurde eine Ermächtitakte oder Bewegung erheblich eingeschränkt oder völlig un- gung zur Einschränkung der Wildtierhaltung im Zirkus neu eingefügt, möglich gemacht werden, • dass sie kaum Abwechslung oder doch eingegriffen werden soll künftig erst, wenn Haltung und Transport Beschäftigung haben, • dass sie oft nicht artgerecht ge- "nur unter erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden" möglich sind. füttert und gepflegt werden, Gegenüber den bis dato auch für • dass eine tierärztliche Kontrolle oder Versorgung oft mangelhaft Wildtiere im Wanderzirkus geltenden Schutzbestimmungen - wie sie ist, da es bundesweit nur wenig spezialisierte Tierärzte für Wild- etwa in § 2 TierSchG zum Ausdruck kommen - ist dies ein deutlicher tiere gibt oder sich der Zirkus die Behandlung finanziell nicht leis- Rückschritt und mithin ein Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot ten kann bzw. will, • dass den Zirkusbetreibern in vie- des Staatziels Tierschutz. len Fällen die notwendige Sach- Der Bundesrat sah dies genauso und legte seinerseits in einer Stellungkunde fehlt, nahme eine veränderte Formulie• dass in der spielfreien Zeit kein rung vor. Dies lehnte die Bundesrefestes Winterquartier vorhanden ist. Nur etwa jedes zehnte Unter- gierung jedoch ab, der Absatz wurde nehmen kann ein Winterquar- unverändert im überarbeiteten Tierschutzgesetz verankert. Seitens des tier sein Eigen nennen. Bundesministeriums Die Folgen für die Tiere sind fa- zuständigen tal: Massive Gesundheitsschäden, heißt es nach wie vor lapidar "man prüfe weiter ein mögliches Verbot schwere Verhaltensstörungen und

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bestimmter Wildtiere" ohne Taten folgen zu lassen. Ein Wildtierverbot rückt damit in weite Ferne. Bereits 2003 und 2011 hatte der Bundesrat eine Forderung nach einem entsprechenden Verbot formuliert. Am 18. März 2016 hat der Bundesrat erneut einem Antrag, diesmal von Hessen, für ein Wildtierverbot im Zirkus zugestimmt. Nun muss die Bundesregierung eine Stellungnahme erarbeiten und zu dem vom Bundesrat geforderten Verbot Stellung beziehen. Diese steht allerdings noch aus. Die Erfahrung zeigt, dass selbst die kontrollierenden Veterinärbehörden an dem Leid der Tiere wenig ändern können. Dies liegt daran, dass die Beschlagnahmung eines Wildtieres aus schlechter Zirkushaltung rechtlich kaum möglich und eine Vermittlung in Auffangstationen, in denen die Tiere untergebracht werden könnten, zeit- und kostenaufwendig ist. Außerdem wechseln Zirkusse häufig auch unangemeldet - ihren Standort, was mit einem Wechsel in den behördlichen Zuständigkeiten verbunden ist. Ein effektiver Vollzug ist so erheblich erschwert. Darüber hinaus sind die Haltungsvorgaben für Tiere im Zirkus erschreckend gering, so dass auch die Veterinärbehörden keine strengeren Anforderungen vorschreiben können. Denn außer den allgemeinen Regelungen des Tierschutzgesetzes gibt es in Deutschland keine rechtlich verbindlichen Vorgaben für die Tierhaltung in Zirkusbetrieben. Die "Zirkusleitlinien", die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums veröffentlicht wurden, konkretisieren zwar die Haltungsanforderungen für bestimmte Tierarten, sind aber nicht rechtsverbindlich. Vor allem können sie jedoch die Grundbedürfnisse der Tiere sicherstellen, zumal diese Minimalvorgaben in der Praxis oft nicht hinreichend umgesetzt werden. Quelle: Deutscher Tierschutzbund Bild: www.manegefreivontieren.de Tierisches 2016


Schmutziger Handel auf Kosten der Tiere Fast wöchentlich wird in den Medien über internationale Tiertransporte berichtet, die an Deutschlands Außengrenzen gestoppt werden. Viele davon sind illegal. Viel zu junge Hundewelpen aus süd- und osteuropäischen Ländern, Katzenbabys, Schildkröten und andere Exoten. Das Spektrum der Ware Tier ist ein breites. Der Handel nimmt immer skurrilere Ausmaße an. In Wien wurde 2016 ein Transport mit 1.200 Ziervögeln gestoppt. Von den Niederlanden kommend sollen die Tiere in Bulgarien verkauft werden. Im Oktober wird an der bayerischen Grenze ein Transport mit insgesamt ca. 600 Ziervögeln und Tauben gestoppt. Die Tiere aus dem aus Italien kommenden Transport, der wohl auch in der Slowakei noch Vögel aufnahm, sind für den Handel in Belgien bestimmt. Bundespolizei und Zoll stellen die Tiere sicher. Verstöße gegen das Artenschutzgesetz stellen sich ebenso heraus wie Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. In den Transportpapieren stimmen weder die angegebenen Zahlen, es fehlen Herkunftsnachweise. Die Ziervögel werden im Quellenhof untergebracht, das Tierheim München nimmt über 130 Tauben auf. Eigentlich war dies nur als Zwischenlösung vorgesehen und die Tiere sollten auf mehrere bayerische Tierheime verteilt werden. Es stellt sich jedoch heraus, dass die beim Transport mitgeführte Gesundheitsbescheinigung

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nicht einmal das Papier wert ist, auf dem sie ausgestellt ist. Viele der Vögel sind krank, nicht wenige sterben. Ansteckende Krankheitserreger und multiresistente Keime werden nachgewiesen und alle Vögel unter Quarantäne gestellt. Der größte Teil wird gesund und stabil, bleibt aber Keimausscheider und damit ein Risiko für Artgenossen. Eine normale Vermittlung der Tiere wird so nicht möglich sein, sondern es müssen Bestände gefunden werden, wo Vögel leben, die ebenfalls diese Erreger tragen. In den beiden Tierheimen herrscht seitdem Ausnahmezustand und es werden Tierpfleger nur für die Betreuung der vielen Vögel benötigt. Eine Verteilung auf andere Tierheime ist nunmehr ausgeschlossen, damit die Erreger nicht weiter verbreitet werden. Die ursprünglich für kurze Zeit vorgesehene Betreuung wird zu einem Dauerzustand, Volieren müssen organisiert werden, Tageslicht- und Rotlichtlampen, Futter, Unmengen an Vogelfutter, Tierarzt, Medikamente. Die Händler fordern die kranken Tie-

re zurück, wohl, um sie doch noch zu verkaufen. Ein Nichtzuständigkeitsgerangel der verschiedenen eigentlich doch zuständigen Behörden um Entscheidungen und die Klärung der Kostenfrage kommen zur Sorge um die Tiere hinzu. Die zufällig gestoppten Transporte sind sicher nur die Spitze des Eisberges. Man darf nicht darüber nachdenken, wie viele Tiere vermutlich tatsächlich unter unsäglichen Transportbedingungen durch Europa gekarrt werden. Und wie viele dies nicht überleben! Das wird leider so lange so bleiben, bis auch der letzte Käufer begriffen hat, dass auch er die Mitschuld für das Tierleid trägt, indem er billige Tiere kaufen möchte. Geiz ist niemals geil und auf keinen Fall, wenn es um Lebewesen geht. Dank gilt vor allen den Polizisten und Zollbeamten, die nicht wegschauen und Tiere sicherstellen, wenn gegen Gesetze verstoßen wird.

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Können Veganer die Welt retten? Unter diesem provokanten Mot- sich zehn Mrd. Menschen satt essen. Laut Statistik verzehre ein Mensch in to stand die Einladung in den seinem Leben 1.094 Tiere, davon 945 Quellenhof anlässlich des Hühner und 46 Schweine. Welttierschutztages. durchleuchteReferent Albert Buchmeier ist Gast- Schwerpunktmäßig ronom, Heilpraktiker und überzeug- te der Redner den Tierschutzaspekt. ter Veganer. Er war im Tierheim Quel- Nicht nur, dass die Masttiere oft in lenhof zu Gast, um eine Lanze für den Ställen ein jämmerliches Dasein diese Ernährungsweise zu brechen, führen, vor allem in den Schlachthöwozu er deren Vorzüge deutlich he- fen, in denen im Akkord geschlachtet werden müsse, sei es unmöglich, so raus stellte. Verschiedene vegane Kostproben in Form von belegten Ba- zu arbeiten, wie es das Tierschutzgesetz vorschreibe, verbunden mit groguettes sowie ein Kichererbsencurry gaben Einblicke, was unter dem Be- ßem Tierleid. So landen beispielsweigriff „vegan“ alles aus der Küche „ge- se ca. 30 bis 40 Prozent der Schweine (entspricht jedem 100. Schwein) lezaubert“ werden kann. bendig im kochenden Wasser zum Tierheimleiterin Ilona Wojahn wies bei der Begrüßung der Gäste darauf Abbrühen. Kühe werden bei der Fütterung zu Kannibalen gemacht und hin, wie wichtig das Thema Umgang die Behauptung, dass dies zum Wahnmit den Mitgeschöpfen ist. Deshalb sinn führe, bewahrheitete sich im wählte man im Quellenhof bewusst dieses Thema, das ebenfalls eng mit „Rinderwahnsinn“. Jeden Tag werden dem Tierschutz zusammen hänge, weltweit 750 Mio. Tiere geschlachtet, wobei sie zum Einstieg einen Teller wobei ein Viertel der Kühe trächtig seien. Die konventionell gehaltenen veganer Schokolade zum Probieren Tiere sehen zwei Mal in ihrem Leben durch die Reihen reichen ließ. Die Zahlen und Bilder, die der Refe- die Sonne, nämlich beim Transport rent zeigte, waren teilweise erschre- vom Erzeuger zum Mäster und beim ckend. Fünf Gründe stellte der Be- Transport zum Schlachthof. Die Massentierhaltung verursache 51 Prozent treiber des Flugplatzrestaurants Wallmühle heraus, sich für vega- der klimaschädlichen Treibhausgase; ne Ernährung zu entscheiden: Mas- mehr als Auto-, Schiff-, Bahnverkehr und Kohlekraftwerke zusammen. sentierhaltung und Tierquälerei, die Letztlich profitiere aber jeder ganz pereigene Gesundheit, der Gedanke sönlich gesundheitlich von der vegades Umweltschutzes, der ethische nen Ernährungsweise. Viele HochAspekt. leistungssportler und Rekordhalter Für ein Kilo Fleisch brauche man im machen es vor und seien bekennenSchnitt ca. zehn Kilo Getreide. Diese Verschwendung führe zum Welthun- de Veganer, u. a. Tennis-Spielerin Seger. Nachdem das benötigte Getrei- rena Williams und der stärkste Mann Deutschlands de nicht allein in Europa produziert Patrik Baboumian. werden könne, werde es in anderen Ländern billig angebaut. So werden Antibiotika, Wachsaus diesen Ländern Hungerländer. tumshormone und Während dort die Menschen verhun- anderes, das den Tieren zu schnellem gern, schmeißen wir die Erzeugnisse den Tieren zum Fraß vor. Jeden Tag Wachstum verhelverhungern weltweit 50.000 Kinder, fe, lande auf dem insgesamt hungern eine Mrd. Men- Teller des Endverschen. Besonders paradox: 80 Pro- brauchers. Widerlegt wurde die Bezent der hungernden Kinder leben hauptung von der in Ländern, die Nahrungsüberschuss gesunden Milch. produzieren. Zurzeit könne man drei Kuhmilch sei den Mrd. Menschen ernähren. Würden Ernährungsbedürfsich alle vegan ernähren, könnten

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nissen von Kälbern angepasst und für den menschlichen Organismus ein Fremdstoff. Oftmals wehre er sich dagegen mit Allergien u. a. Die Tatsache, dass gerade in Ländern, in denen am meisten Milch konsumiert werde, auch die höchsten Raten für Osteoporose herrschen, zeige, dass man auch als Kalziumlieferant darauf verzichten könne. Studien belegen, dass das Risiko einer Krebserkrankung mit einer pflanzlichen Ernährung um bis zu 40 Prozent gesenkt werden könne. Fleisch, Eier und Milchprodukte sind reich an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren. Diese Substanzen verstopfen die Innenseite der Arterien, Folge können Herzkrankheiten sein. Nach den Ausführungen war jeder zum Probieren der veganen Speisen eingeladen, wobei die Aussagen des Referenten ausreichend Anstoß zu Nachdenklichkeit und Diskussionen gaben.

Tierisches 2016


Geflügeltransport gestoppt Unser Rezept-Tipp von Albert Buchmeier Ohne tierische Zutaten Denn (Tier)Liebe geht durch den Magen

KichererbsenGemüse-Curry Zutaten für 4 Personen: 500 g Kichererbsen 500 g Tomatenwürfel 100 g Ananasstücke 2 EL Curry 200 ml Kokosnussmilch 1/8 Liter süßer Weißwein 1 Gemüsezwiebel, gewürfelt Zubereitung: Gemüsezwiebelwürfel in Olivenöl andünsten, Kichererbsen und 2 EL Curry dazugeben, kurz anbraten und mit Weißwein ablöschen. Tomatenwürfel, Kokosmilch und Ananas dazugeben und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Chilli würzen, eventuell noch Orangensaft dazugeben.

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Es gibt nichts, was man im Tierschutz nicht erlebt. Im Juni wurde auf der Autobahn ein rumänischer PKW gestoppt. Die Polizisten und auch der hinzugezogene Amtstierarzt staunten nicht schlecht über die tierische Fracht. Unter katastrophalen Transportbedingungen bei sommerlichen Temperaturen sollten Hühner, Trauerschwäne, Brautenten und Rostgänse, insgesamt 16 Tiere von Belgien und den Niederlanden nach Rumänien verbracht werden. Sie waren als Geschenk bestimmt. Die Tiere waren kupiert, werden also nie wieder flugfähig sein, was einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt. Die Schwäne in Säcke eingebunden, das andere Geflügel in viel zu kleinen Kartons und Transportboxen, waren die Tiere schon viele Stunden unterwegs und sehr erschöpft, als sie endlich aus ihren Transportgefängnissen heraus kamen. Ein Huhn überlebte die Strapazen nicht. Nachdem alle Tiere einige Zeit unter Quarantäne gestellt waren, tierärztlich untersucht und Laborbefunde eingeholt wurden und auch am verstorbenen Huhn keine gefährlichen Krankheitskeime nachgewiesen wurden, galt es, Plätze für alle zu finden. Den Schwänen und Enten stand noch einmal ein zweistündiger Transport bevor, ehe sie in ein privates Wasservogelparadies im Norden Bayerns ziehen durften. Für die Gänse fand sich ein traumhafter Platz in einem Münchener Tierschutzprojekt, wo extra ein kleiner Weiher für sie angelegt wurde. Die Orpington-Hühner leben jetzt als glückliches Hofgeflügel in Niederbayern und hoffen, dass die Stallpflicht wegen Vogelgrippe bald wieder aufgehoben wird.

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Alpakas und Lamas Die Kamele aus den Anden

Alpakas und Lamas werden immer beliebter, doch kaum jemand weiß etwas über diese Tiere, die Ihre natürliche Heimat in den südamerikanischen Anden haben. Alpakas und Lamas aus der Gattung der Neuweltkameliden sind sehr eng miteinander verwandt und gehören wie auch die noch immer lebenden Vorfahren, die Vikunjas und Guanakos, zur Familie der Kamele. Während jedoch die uns heute bekannten Kamele (Altweltkamele) schon bei der letzten Eiszeit über Nordamerika nach Asien und letztendlich bis nach Afrika auswanderten, blieben die Vorfahren unserer heute bekannten Alpakas und Lamas in Südamerika. Hier entwickelten sich die Neuweltkameliden perfekt angepasst an die harten und auch teils extremen Anforderungen die sie in der Region rund um die Anden vorfanden. Schon früh erkannten die Inka den Nutzen der Tiere und domestizierten diese schon vor über 7000 Jahren. Während jedoch die Lamas aufgrund der Größe und Stärke als Lastentiere ihren Einsatz fanden, wurden Alpakas aufgrund ihrer einzigartig feinen Wolle zur Wollgewinnung gezüchtet. Alpakawolle galt bei den Inka als Statussymbol, das sich nur Priester oder hochrangige Personen leisten konnten und auch tragen durften. Der König hingegen durfte das Fell eines Vikunjas (Vorfahre des Alpakas) tragen. Als die europäischen Entdecker in Südamerika landeten, endete die Ära der Alpakas und Lamas sehr

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schnell. Als einheimische Tiere standen diese im Stellenwert deutlich unter den mitgebrachten Tieren wie Schafe und Pferd. Das war dann auch der Grund, warum der Bestand an Alpakas deutlich zurückging Dies ist jedoch glücklicherweise schon seit vielen Jahren bedeutend besser geworden. scheinungen zeigt, wird diese Wolle Die einzigartige Wolle der Alpakas aufgrund des Tragekomforts immer wurde wieder entdeckt und erfreut beliebter. Alle typischen Wollprosich einer steigende Nachfrage. Aufgrund des extremen Tempera- dukte wie Socken, Pullover, Mützen, Handschuhe u.v.m werden zwischenturunterschiedes zwischen Tag und zeitlich aus Alpakawolle hergestellt. Nacht in den Anden entwickelte die Natur hier eine einzigartige Me- Aber nicht nur Bekleidung wird aus der Wolle Hergestellt, auch Bettdethode, dies für die Tiere erträglich cken mit Füllung aus Alpakawolle auszugleichen. sind aufgrund der atmungsaktiven Im Gegensatz zur Schafwolle ist die Alpakawolle frei von Lanolin (Woll- und antiallergischen Eigenschaften gefragt. Außerdem werden Seifen fett), nur halb so dick, sehr dicht mit Alpakawolle verstärkt produziert. im Wachstum und gedreht wie ein Ein weiteres gefragtes Produkt der Korkenzieher. Diese Eigenschaften sorgen bei den Alpakas ist der Dung der Tiere, welTieren für eine optimale Klimati- cher auch Alpakagold oder Green sierung gegen Hitze und Kälte, ver- Beans genannt wird. Die Hinterlasgleichbar mit einem Vollwärme- senschaften sind sehr nährstoffreich und zugleich schonend. Besonders schutz bei einem Haus. Für uns Menschen ist die Wolle vor für empfindliche Pflanzen wie Roallem aufgrund ihrer weichen Fa- sen, Kürbisse usw. ist der Dünger bestens geeignet und wird in gemahleser sehr beliebt, welche einerseits sehr stark wärmt und zugleich an- ner Form auch für Zimmerpflanzen angeboten. genehm atmungsaktiv ist. Auch gilt Alpakawolle als antiallergisch und Was jedoch sicher den Hype um diewird daher von Allergikern immer se Tiere vorangetrieben hat, ist deren öfter als Alternative zu Kunstfasern Ausstrahlung. Ein alter Spruch lautet „Schaue einem Alpaka nicht zu tief in verwendet. die Augen, du wirst dich unsterblich Auch wenn verlieben“ und genau dies passiert Alpakawolle kürzere Fa- derzeit immer öfter und wird auch sern als Schaf- gezielt therapeutisch genutzt. wolle besitzt Alpakas sind sehr neugierig, aber als und daher Fluchttier auch sehr vorsichtig. bei Extrem- Genau diese Eigenschaften und das kuschelige Aussehen wird eingesetzt. beanspruDa es kaum möglich ist ein Alpaka chung wie in freiem Gelände zu berühren, gez.B. Socken schneller Ab- schweige denn streicheln zu können, muss man sich der Vertrauen der TienutzungserTierisches 2016


re erst verdienen und auch innerlich ruhiger werden, was therapeutisch besonders bei ADHS Syndrom oder Burnout hervorragende Ergebnisse erzielt hat. Aber auch Senioren, behinderte Menschen und Kinder reagieren auf diese Tiere besonders positiv und zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen. Man hat regelrecht das Gefühl, dass die Tiere auch die Gebrechen der Menschen spüren und sich besonders darauf einlassen, weshalb z.B. auch Besuche in Senioreneinrichtungen oder Behinderteneinrichtungen deutlich mehr gewünscht werden. Modern ist derzeit auch das Wandern oder Spazierengehen mit Alpakas. Während bei Lamas durch die Konditionierung der Inka über Jahrtausende genau das angewohnt wurde, am Halfter zu gehen bedarf es bei den Alpakas deutlich mehr Training und Arbeit. Daher bieten nicht alle Alpaka­züchter dieses auch an. Das kuschelige Wandererlebnis ist jedoch unvergleichbar.

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Dies ist lediglich ein kleiner Auszug aus den so vielseitigen Eigenschaften, der für uns in Europa noch relativ ungewohnten Tiere. Wer aber mehr erfahren möchte kann dieses in Bücher

nachlesen oder gerne auch mit einer Wanderung z.B. bei den Wolfachtal Alpakas in Ortenburg verbinden und sich hier informieren. Stephan Wimmer

Kuscheln und Wandern mit den Wolfachtal Alpakas Ihr ganz persönliches Wohlfühlerlebnis

Wolfachtal Alpaka, Unterthannet 6, 94496 Ortenburg www.wolfachtal-alpaka.de / info@wolfachtal-alpaka.de Terminvereinbarung unter Telefon: 0171 / 3654341

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Von Bienen und Blumen Äpfel, Birnen, Kirschen, Mandeln, Tomaten und Gurken sind nur eine kleine Auswahl der Früchte, die viele gerne essen . Doch nur wenn diese Pflanzen bestäubt werden, gibt es etwas zu ernten . Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Wespen übernehmen nebenbei auf der Suche nach Nektar diese Aufgabe. Rund 80 % aller Nutzpflanzen werden so bestäubt . Doch den Bienen geht es schlecht! Etwa 30 % aller Bienenvölker in Deutschland starben in den letzten Jahren. Ein großes Problem für die Insekten ist der Nahrungsmangel. So mancher Imker muss seine Bienen im Hochsommer füttern, da sie selbst nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Das Wachstum der Monokulturen in der Landwirtschaft schreitet stetig voran. Wiesen mit ganzjähriger Blütenpracht und Wildhecken zwischen den Feldern gibt es kaum noch . Nach der Obstbaum- und Rapsblüte finden die Tiere oft keine Nahrung mehr, da auf den Äckern überwiegend Mais und Getreide wachsen, welche kaum Nektar spenden. Ist das Wetter langanhaltend kalt

und regnerisch, verstärkt sich das Problem . Eine weitere bei Honigbienen sehr bekannte Bedrohung ist die Varroa­ milbe, ein in den 70er-Jahren vom Menschen eingeschleppter Parasit, welcher die Biene schwächt und Krankheiten übertragen kann. Jedes Jahr versuchen Imker, die Zahl der Milben durch verschieden Maßnahmen zu reduzieren, um ihre Völker gesund zu erhalten. Viele Pestizide, die in Landwirtschaft und Obstbau ausgebracht werden, töten oder schädigen Bienen und deren Brut zusätzlich . Während der Imker bei Bedarf helfend eingreift, verschwinden viele der wildlebenden Arten, die mit den selben Problemen zu kämpfen haben. So stehen bereits 52 % der deutschen Wildbienenarten auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten . Nicht nur Felder, auch private Gärten werden zunehmend insektenfeindlich. Viel Stein und Grünpflanzen wie Buchs, Palmen, Thujen etc. sind zu finden .Der Rasen ist kurz gemäht und mit Unkrautvernichter wird jeder unbeliebte Halm beseitigt . Der moderne Garten ist pflegeleicht, macht wenig Arbeit und ist absolut

Dr. Beisl Dr. Gassner prakt. Tierärzte Schulstraße 20 84160 Frontenhausen Tel.: 08732 / 93 00 93

Gemeinschaftspraxis

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Kleintiersprechstunde: Mo. - Fr. 15:00 - 16:30 Uhr und nach tel. Vereinbarung

24 Stunden

Bereitschaft

nutzlos für die Tiere. Sie finden im Sommer keine Nahrung und im Winter keinen Unterschlupf . Wir sind so sehr auf sie angewiesen und machen ihnen das Leben so schwer ! Gäbe es keine Bienen - was würden wir wohl essen ? Aber jeder kann helfen: • Kaufen Sie Honig aus der Region! Honig aus dem Supermarkt kommt meist aus fernen Ländern wodurch auch Bienenkrankheiten eingeschleppt werden. Die weiten Transportwege schaden ebenfalls der Umwelt! • Kaufen Sie Bio- Produkte! Damit unterstützen Sie die ökologische Landwirtschaft, die auf Pestizidund Insektizideinsatz verzichtet! • Pflanzen Sie Blumen im Garten! Besonders Wildblumen und Kräuter sind wichtige Nahrungsquellen. Bienenweiden sehen auch in Kübeln und Balkonkästen schön aus. • Lassen Sie wilde, unaufgeräumte Ecken und Totholz im Garten. Besonders darin fühlen sich allerlei Insekten wohl! • Verzichten Sie auf Laubsauger, die jedes Blatt und jedes Kleintier entfernen - auch die weitere Tierwelt dankt es Ihnen. • Stellen Sie Insektenhotels im Garten auf. • Werden Sie selbst Imker/in ! Genießen Sie die Zeit im Garten zwischen blühenden Blumen und summenden Bienen und freuen Sie sich auf die Früchte, die das rege Treiben der vielen kleinen fleißigen Helfer hervorbringen wird . Tierisches 2016


Spaß auf Kosten der Tiere? „Ponykarussells haben auf Volksfesten lange Tradition und die Kinder haben Spaß.“ Mit diesem Argument wurde auch 2016 auf dem Dingolfinger Kirta die Genehmigung für das Ponyreiten erteilt. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins wurde an alle Bürgermeister des Landkreises und den Landrat appelliert, keine Genehmigungen für Ponykarussels auf unseren Volksfesten mehr zu erteilen. Aus Tierschutzsicht lehnen wir diese Form des Ponyreitens klar und deutlich ab. Fahrende Schausteller können ihren Tieren kaum Haltungsbedingungen ermöglichen, die deren Bedürfnissen gerecht werden. Während ihres mehrstündigen Einsatzes sind die Ponys oft mit Ausbindern ausgestattet, die am Zaumzeug verschnallt sind und die den Kopf Richtung Brust halten. Dadurch können die Halsmuskeln nicht entspannt werden. Dies führt zu Verkrampfungen der Halsmuskulatur und ist Tierquälerei. Auch das stupide Im-Kreis-Laufen führt zur einseitigen Belastung der Beine und Hufe, die Folge sind oft Fehlstellungen. Die Pferde laufen oft stundenlang

ohne längere Pausen, immer in der gleichen Richtung ohne Futter und Trinken im Rondell. Von artgerechter Bewegung kann daher also nicht die Rede sein! Die Pferde können aufgrund der räumlichen Enge im Rondell keine Individualdistanz zueinander halten, sind auch dadurch permanentem Stress ausgesetzt.

Auch der häufige Wechsel der Kinder, die ihren Spaß haben sollen, ist eine Belastung für die Rücken der Pferde. Die Tiere sind zudem ununterbroche-

nem Lärm von den Fahrgeschäften, Lichteffekten und Musik sowie durch die sie ringsum umgebenden Menschentrauben permanentem Stress ausgesetzt. Die „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind über 15 Jahre alt. Ihnen zufolge wird den Ponys nur alle vier Stunden eine Pause zugestanden. Kein Veterinäramt dürfte die Kapazitäten haben, um Amtstierärzte für vier und mehr Stunden mit solchen zeitaufwändigen Kontrollen zur Einhaltung dieser Auflagen zu beauftragen. Auch hier ist letztlich der Kunde gefragt. Den Kindern wird auf dem Kirta ein völlig falsches Bild artgerechten Umgangs mit den Pferden vermittelt. Wer seinen Kindern das Erlebnis des Reitens bieten möchte, sollte dies bei erfahrenen Reitlehrern tun, denen ihre Pferde am Herzen liegen. Viele Reiterhöfe bieten heutzutage auch Schnupperstunden an. Auch ohne Ponykarussel dürfte den Kindern auf Volksfesten ausreichend Spaß geboten werden.

Helfen Sie mit, Ponykarussells in die Geschichtsbücher zu verbannen: Bitten Sie die Veranstalter von Volksfesten, künftig keine Ponykarussells mehr zuzulassen. Appellieren Sie an die Parteien im Stadt- oder Gemeinderat, Ponykarussells per Antrag im Stadtrat von Festen zu verbannen. Informieren Sie unverzüglich die örtliche Veterinärbehörde, wenn Sie erschöpfte, kranke oder leidende Ponys in einem Karussell beobachten. Organisieren Sie eine Protestaktion, um Volksfestbesucher aufzuklären.

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Dr. Sandra Messerer Hauptstraße 39 84130 Höfen Sprechzeiten: Montag 09 - 11 Uhr Dienstag OP-Vormittag Mittwoch Donnerstag 09 - 11 Uhr Freitag OP-Vormittag Samstag 09 - 11 Uhr

Telefon: 08731 - 324 07 88 www.tierarztpraxismesserer.de 15 - 17 Uhr 16 - 19 Uhr 15 - 17 Uhr Außenpraxis 15 - 17 Uhr

Termine außerhalb der Sprechzeiten sowie OP-Termine nach Vereinbarung. Notfälle nach telefonischer Voranmeldung.

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Menü der Telefonansage einer Tierschutzeinrichtung: „Hallo, Sie haben die Nummer 0123-456789 erreicht, Tierschutz für Herzen mit Schmerzen. Auf Grund der hohen Anzahl der eingehenden Anrufe möchten wir Sie bitten, die folgenden Weiterwahloptionen aus dem vorgelesenen Menü auszuwählen, die dem Grund Ihres Anrufes am nächsten kommt“, bitte wählen Sie:

1 ...wenn Sie denken, dass wir eine

Tierklinik sind und Sie eine kostenfreie Beratung wünschen.

2 ...wenn Sie wissen, dass wir eine Tierschutzorganisation sind, aber Geld sparen wollen und trotzdem unqualifizierte und kostenlose Auskunft zu tiermedizinischen Fragen wünschen.

3

...wenn Sie im Jahr EUR 200.000 verdienen, aber trotzdem möchten, dass wir die Ihnen vor einem Jahr zugelaufene Katze, die Sie immerhin füttern, auf unsere Kosten kastrieren lassen sollen.

4 ...wenn Sie einen 10 Jahre alten

Hund haben und Ihr 15 Jahre alter Sohn plötzlich gegen diesen Hund allergisch geworden ist und Sie SOFORT ein neues Zuhause brauchen. Für den Hund, nicht für den Sohn...

5 ...falls Sie drei Hunde haben und

ein Baby und die Hunde jetzt sofort wegmüssen, weil Sie die einzige Person in der Welt sind, die gleichzeitig ein Baby und mehrere Hunde hat.

6

...falls Sie einen kranken Hund zu Hause haben, der eigentlich einen Tierarzt braucht, Sie aber das Geld dringender für einen Urlaub benötigen.

7 ...falls Sie gerade einen Welpen gekauft haben und Ihr alter Hund nicht mit ihm zurecht kommt und Sie den alten SOFORT loswerden wollen.

nen, weil der Käufer kein Interesse an den dort lebenden Katzen hat. Und Sie natürlich auch nicht und auch kein Geld aus dem Erbe für die Tiere verschwenden wollen.

11 ...falls Sie heute noch umziehen 18 und SOFORT Ihren 150 Pfund schweren, 8 Jahre alten Hund loswerden müssen, der natürlich abzuholen ist.

12 ...um eine anonyme, kaum hörbare Nachricht zu hinterlassen und uns so mitteilen wollen, dass Sie am vorletzten Wochenende einen Hund ausgesetzt haben, was besser ist als den Hund nur auszusetzen ohne uns zu sagen wo.

13 ...wenn Sie uns erpressen und

drohen wollen, dass Sie Ihre 10 Jahre alte Katze aussetzen, weil diese jetzt unsauber ist und Sie nicht bereit sind, die Ursache beim Tierarzt abzuklären.

14 ...falls Sie ein Problem mit unseren freiwilligen Helfern haben und wir Ihnen keinen persönlichen Assistenten zur Seite stellen können.

15 ... falls Sie eine Bestellung für einen reinrassigen Welpen aufgeben wollen, falls wir welche bekommen, da diese beim Züchter zu teuer sind.

16 ...falls Sie möchten, dass wir Ih-

ren Hund aufnehmen, der ein klitzekleines Aggressionsproblem hat, also z.B. nur ein paar Leute gebissen und nicht mehr als 2 Katzen gekillt hat.

8 ...falls Ihr kleiner Welpe groß ge- 17

worden und nicht länger klein und niedlich ist und sofort weg muss, damit ein neuer, kleiner und niedlicher Welpe angeschafft werden kann.

9 ...falls Sie alt und gebrechlich sind

und gerne einen niedlichen Welpen adoptieren möchten, der nicht wirklich viel Action fordert und Sie mit Sicherheit überlebt.

10 ...falls Sie einen Hof geerbt ha-

ben und diesen nicht verkaufen kön-

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haben, auch wenn Sie morgen in den Urlaub fliegen, Sie aber gedacht haben, dass eine andere Mitarbeiterin Ihnen diesmal eine andere Auskunft geben würde.

...falls Sie schon einmal angerufen haben und Ihnen gesagt worden ist, dass wir keinen Platz für Ihren Hund in der Tierpension frei

...falls Sie Heiligabend 16 Uhr noch schnell vorbeikommen möchten und ein Hündchen als Weihnachtsgeschenk für die dreijährige Enkelin mitnehmen möchten, natürlich festlich verpackt mit Schleife.

19 ...falls Sie Ihren Kindern Ostern ein Hasenbaby gekauft haben, das jetzt nicht mehr klein und niedlich ist.

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...falls Ihr 2 Jahre alter Kater überall im Haus markiert, Sie aber bislang keine Zeit hatten, ihn kastrieren zu lassen.

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... falls Sie nachfragen wollen, ob wir eine Katze haben, die farblich besser zu Ihrer neuen flaschengrünen Couch passt als die bisherige, bereits 15 Jahre alte, stark haarende und die Katze gern tauschen möchten.

22 ... falls für den Grund Ihres An-

rufes keine der oben genannten Möglichkeiten zutrifft. Sie werden dann SOFORT mit einer unserer Tierpflegerinnen verbunden, die gerade tränenüberströmt einen alten, todkranken Hund in ihren Armen hält, der gerade von unserem Tierarzt erlöst wird, weil er von seinen Besitzern ausgesetzt wurde, wohl um die Tierarztkosten zu sparen.

Tierisches 2016


Tierheime helfen. Helft Tierheimen! Der Welttierschutztag 2016 stand unter dem Motto "Tierheime helfen. Helft Tierheimen!". Viele Menschen scheuen einen Besuch im Tierheim. Zu schmerzlich erscheint der Anblick trauriger Tieraugen hinter Gittern. Hinzu kommt das hartnäckige Gerücht des "gestörten" Tierheimtieres, welches leider immer wieder dazu führt, dass Interessenten sich eher an Züchter wenden oder Zeitungsanzeigen nachgehen. Mit seiner Kampagne will der Deutsche Tierschutzbund auf die Arbeit der Tierheime aufmerksam machen. Denn Tierheime leisten Großartiges und sind ein wichtiger Bestand-

teil unserer Gesellschaft. Sie geben jedem Tier eine warme und trockene Unterkunft, füttern es und zeigen ihm, was eine liebevolle und aufmerksame Zuwendung ist. Dabei kennen sie keine Sonn- und Feiertage. Kein Tier wird auf der Straße sitzen gelassen. Sie kümmern sich um Fund- und Abgabetiere jeder Art, füttern und kastrieren frei lebende Katzen, nehmen kurzfristig Hunde aus dem illegalen Welpenhandel auf, managen Hochwasser-Katastrophen… Tierheime helfen – und das, obwohl sie vom Staat keine ausreichende, kostendeckende Unterstützung bekommen. Quelle: www.tierschutzbund.de

Lachen ist gesund! Treffen sich zwei Hunde. Sagt der eine: “Ich bin adelig. Ich heiße ‘Hasso von Herrenhausen’!” Sagt der andere: “Ich bin auch adelig. Ich heiße ‘Runter vom Sofa’!” Eine Dame kauft einen Trinknapf für ihren Hund. Der Verkäufer fragt, ob sie eine Aufschrift wünsche: ,Für den Hund´. Dame: „Nicht nötig, mein Mann trinkt kein Wasser, und der Hund kann nicht lesen.“ Ein Gärtner sammelt von der Straße Pferdeäpfel auf. Passant: „Was machen Sie mit den Pferdeäpfeln?“ Gärtner: „Die streue ich auf die Erdbeeren.“ Passant: „Komisch, wir nehmen immer Zucker!“

„Hallo,ist dort der Tierschutzverein? Kommen Sie sofort her? Bei mir sitzt ein unverschämter Briefträger auf dem Baum und bedroht meine Dogge!“ Ein Mann will die Katze seiner Frau heimlich loswerden und beschließt, sie auszusetzen. Er nimmt sie mit ins Auto, fährt 20 Häuser weit, setzt die Katze aus und fährt heim. Zehn Minuten später ist die Katze auch wieder da. „Na gut“, denkt sich der Mann, „war vielleicht ein wenig zu kurz die Strecke“. Setzt sich wieder

mit der Katze ins Auto, fährt 5 Kilometer weit und setzt sie aus. Zwanzig Minuten später ist die Katze wieder zu Hause. „Jetzt reichts!“ denkt sich der Mann, nimmt die Katze mit ins Auto und fährt 20 Kilometer, dann durch den Wald, über eine Brücke, rechts, links und setzt die Katze dann schließlich mitten im Wald auf einer Lichtung aus. Eine halbe Stunde später ruft der Mann zu Hause an. „Ist die Katze da?“ fragt er seine Frau. „Ja, warum?“ „Hol sie mal ans Telefon, ich habe mich verfahren.“

Kommen 2 Flöhe aus dem Kino. Es regnet fürchterlich. Sagt der eine Floh zum anderen: „Sollen wir durch den Regen laufen oder warten wir auf einen Hund?“

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Pferde, Hunde und Wald – Medizin für die Seele Lautes Kinderlachen hallt durch den Wald. Dazu hin und wieder ein kurzes Kläffen eines aufgeweckten kleinen Zwergpudels: Paula. 10 Kinder und zwei Hunde toben ausgelassen im „Hügelwald“ - so nennen die Kinder die kleine Waldlichtung, zu der sie hin und wieder spazieren gehen dürfen. An den Leinen die braven Begleithündinnen. Die Spaziergänge sind ein kleiner Teil der tiergestützten Therapie, die viermal wöchentlich in Passbrunn stattfindet. Ermöglicht und finanziert durch die Anja-Wojahn-Stiftung fahren inzwischen 6 Gruppen der Lebenshilfe Dingolfing-Landau e.V. zu den Therapieeinheiten nach Passbrunn. „Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd“, so heißt die Therapieform nach der gearbeitet wird.

Hierzu leben in den Stallungen des Quellenhof vier Therapiepferde: Jacko (Quarter-Mix), Muckerl (Reitpony), Liesje und Charly (Minishetty). Besonders zu bemerken ist, dass die beiden Letzteren vor dem sicheren Tod durch den Schlachter vor 7 Jahren gerettet wurden. Zu dieser Zeit startete auch das Heilpädagogische Begleiten mit dem Pferd (HBP) auf dem Quellenhof in Passbrunn. Damals noch mit nur einer Gruppe: sieben Kinder mit geistiger Behinderung oder Entwicklungsverzögerung. Die heutigen sechs Gruppen bestehen aus Kindern der Schulvorbereitenden Einrichtungen (SVE) der Lebenshilfe-Schule in Landau und der SVE´s für Sprache und Verhalten aus Landau und Dingolfing. Jede dieser Gruppen fährt hierzu einmal wöchentlich (bzw. alle zwei Wochen) einen ganzen Vormittag nach Passbrunn, um in Kleingruppen mit den Tieren zu arbeiten. „Schau mal! Hier!! Unser Schatzkartenbaum!“

Der kleine Junge deutet aufgeregt auf einen Baum, der vom Landwirt mit Farbe markiert wurde. Diesen Weg entlang nutzten wir zum Abschluss des vergangenen Jahres, um einen „vergrabenen Schatz“ zu finden. Benjamin (Name geändert) erinnerte sich noch genau daran und begann vom vergangenen Jahr zu erzählen. Ohne dabei zu bemerken, dass dies positiv zur Förderung seiner Entwicklung, seiner kognitiven Fähigkeiten, der sozialen Kompetenzen und vielem mehr, beiträgt. HBP ist ein ganzheitlicher Ansatz. Die tiergestützte Therapie läuft in erster Linie mit viel Freude und Spaß ab. Die Förderung und der Aufbau eines tiefen Bezuges zu den Pferden steht dabei im Vordergrund. Dabei wird in unterschiedlichen Bereichen in Passbrunn gearbeitet. Zum einen finden Einheiten auf dem Reitplatz statt. Hier werden in erster Linie Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem kognitiven Bereich gefördert. Beispiele hierzu sind Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeitsspanne, Merkfähigkeit, Aufgabenverständnis sowie Farben, Formen, Zahlen erkennen und vieles mehr. Ebenso soziale Kompetenzen wie Frustrationstoleranz, Empathiefähigkeit und Teamfähigkeit. Hinzu kommen noch die Förderung verschiedener Bereiche der Koordination, wie Raumkoordination, Auge-Hand-Ko-

Claudia Altmann

Heilpraktikerin für Psychotherapie Tiergestützte Therapie / Tiergestützte Heilpädagogik Psychologische Beratung /Coaching Entspannungspädagogin / NLP-Practitioner Fachkraft psychosoziale Kinder- und Jugendarbeit

www.tiergestuetzte-heilpaedagogik-hbp.de 44

Tierisches 2016


von Grobmotorik, Körperbewusst- und Kooperation dar. Die Kinder fühordination, Körperkoordination und len sich angenommen, erleben ein sein, Balance, wie auch Aufbau von vieles mehr. Gefühl des Getragenseins und öffWährend Benjamin auf dem sehr Körpertonus. nen sich aus sich heraus, durch die achtsamen und geduldigen Mu- „Schau mal, was ich kann!“ Benjamin ckerl sitzend einen Ball in den farb- zeigt voller Stolz, wie er sich traut, Nähe und Wärme dieser wundervollich dazu passenden Behälter bugs- mit einer Hand loszulassen. Und das, len Tiere. obwohl der Weg uneben nach un- „Machen wir bald wieder eine Schatziert, darf sein Kompagnon mit dem zweiten Ball beweisen, wie treffsi- ten führt. „Schau, wie mutig ich bin!“ suche?“ fragt Benjamin mit leuchtenden Augen und einem breiten Grincher er schießen kann. Dabei hat er Benjamin ist sichtlich stolz auf sich. Durch das HBP werden sehr wichti- sen im verschwitzten Gesicht. aber nicht mit Paula gerechnet... sie stibitzt den Ball und beide Kinder la- ge Komponenten in der kindlichen „Ja, als Abschluss im nächsten Jahr chen lauthals über diesen Schaber- Entwicklung gefördert: Seelenhygi- wieder. Dann gucken wir mal, was ene, emotionale Nachnährung, fin- diesmal in der Schatztruhe sein wird.“ nack. Anstatt ärgerlich über einen vermeintlichen Misserfolg zu reagie- den von innerer Ruhe und Selbstsi- „Aber Paula darf es nicht stibitzen!“ cherheit sowie Selbstvertrauen und Auch tief wirkende Therapie kann ren, zeigen sie Humor. Eine deutlich unheimlich Freude bereiten. Selbstwertgefühl. bessere Variante als Konfliktlösung wurde entwickelt und fast unmerk- Zum Ende der Einheit hin darf sich lich trug ein kleiner frecher Hund zu- Benjamin noch auf den Rücken des Um möglichst vielen Kindern HBP starken, warmen Tieres legen. Er sammen mit einem stattlichen Pferd anbieten zu können, bitten wir um liegt ganz still und genießt eine kurin diesem Moment zu Förderung von Ihre Spende. Empathie, Gelassenheit und Teamfä- ze Massage mit unserem Noppenball. Muskelentspannung, auch lösen higkeit bei. Anja Wojahn Stiftung Ebenso werden durch begleitetes Be- eventueller Spasmen, TiefensensiIBAN: bilität, Sinnesschulung sind nur weobachten des Verhaltens von Tieren DE15 7439 1300 0100 0922 23 das Erkennen von Grenzen gefördert, nige Schlagwörter der Zielsetzung BIC: GENODEF1DGF Regeln akzeptieren trainiert und För- dieser Entspannungsmethode. Und Volksbank-Raiffeisenbank wieder bemerkt Benjamin nicht, dass derung im Sozialverhalten geschult. Dingolfing er hier eigentlich zur Therapie ist. Andere Einheiten wiederum finden im freien Gelände statt. Die herrli- Dies macht das große Plus der tierBitte geben Sie Ihre Adresse gestützten Therapie allgemein, aber che Lage des Quellenhofs lädt dazu an und wir senden Ihnen eine ein, Wald- und Wiesenwege für un- auch speziell beim HBP aus: Spendenquittung, die Sie steusere Therapie zu nutzen. Hier bie- Entfernt von klassischer Therapieerlich geltend machen können. situation in festen Räumen bietet ten sich naturnahe Gelegenheiten sich hier Raum für neue Motivation zur Sinnesschulung und Förderung

Gleich zwei Mitglieder des Stiftungsrates feierten in diesem Jahr besondere Geburtstage: Josef Wenninger, Lengthal, beging im großem Familienund Freundeskreis seinen 50. Geburtstag. Sein Wunsch an die Gäste war es, statt Geschenken eine Spende an die Anja Wojahn Stiftung zu überweisen. Das daraufhin gesammelte, beachtliche Geburtstagsgeschenk wird auf Wunsch des Geburtstagskindes für das Heilpädagogische Begleiten mit dem Pferd eingesetzt und kommt damit den Kindern zugute. Bei einem Besuch am Quellenhof konnten sich Josef Wenninger und Gattin Carmen einen Eindruck verschaffen, wie wichtig die Arbeit mit den Kindern ist, wieviel Freude diese am Umgang mit den Pferden haben und welche Entwicklungsfortschritte damit erzielt werden können. www.quellenhof-passbrunn.de

Auch Udo Egleder aus Dingolfing feierte einen besonderen Geburtstag. Er hatte sich im Vorfeld sowohl Spenden für die Stiftung sowie für die Lebenshilfe Dingolfing-Landau e.V. erbeten, deren Vorsitzender er ist. Udo Egleder freut sich über die gute Zusammenarbeit der beiden Organisationen zum Wohl der Kinder.

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Stiftungsrat zu Besuch am Quellenhof Neben dem intensiven Engagement im Tierschutz vor allem durch den Betrieb des Tierheims Quellenhof liegt der zweite Schwerpunkt der Arbeit der Anja Wojahn Stiftung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, darunter vor allem auch die Förderung von kranken, behinderten und entwicklungsverzögerten Kindern. Natürlich möchte sich auch der Stiftungsrat ein Bild über die Aktivitäten machen und so finden nicht nur jährlich Stiftungsratssitzungen statt, sondern die Stiftungsratsmitglieder Udo Egleder, gleichzeitig Vorsitzender der Lebenshilfe Kreisvereinigung Dingolfing-Landau e.V., Josef Wenninger und Peter Wojahn besuchten auch das HBP zum „Anschauungsunterricht“, um sich von der positiven Wirkung auf die Kinder zu überzeugen. Nachdem die Stiftung die nötigen Mittel bereit stellt, können 60 bis 70 Kinder pro Halbjahr im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt, die die Lebenshilfe Landau besuchen, einmal wöchentlich oder im Zwei-Wochen-Turnus einen Vormittag in Passbrunn verbringen. Insgesamt sind es sechs Gruppen aus Landau und Dingolfing. Manche Kinder sind geistig behindert, andere besuchen eine Sprachheilgruppe. Die Stiftung stellt den Raum, die Therapiepferde und die Therapeutin Claudia Altmann. Claudia Altmann holt die Buben und Mädchen jeweils für eine halbe Stunde in den Stall oder auf den Reitplatz. Die positiven Auswirkungen bestätigen dieses Angebot. Die Kinder werden ruhiger, sie entwickeln einen größeren Bezug zu Tieren, für die sie mehr Verständnis zeigen, die Sensibilität wird geweckt und sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Was so spielerisch aussieht, hat einen tiefen Hintergrund. Claudia Altmann erstellt für jedes Kind einen Therapieplan und dokumentiert auch die Fortschritte, über die sie der Lebenshilfe und Stiftung regelmäßig berichtet. Die positive Entwicklung bezieht sich nicht nur auf den Umgang mit den Vierbeinern, sondern ist auch allgemein zu sehen. In erster Linie werden

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die Sozialkompetenzen gefördert, ebenso die Empathie. Dahinter steckt die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen; ihre Grundlage ist die Selbstwahrnehmung. Udo Egleder brachte die Dankbarkeit der Lebenshilfe Kreisvereinigung gegenüber der Stiftung zum Ausdruck. Die Zusammenarbeit sei seit Jahren sehr konstruktiv und man sehe, dass die Therapie den Kindern gut tue und sie gerne in diesem schönen Umfeld ihre Zeit verbringen. Er hob hervor, wie wichtig es für die Lebenshilfe Kreisvereinigung sei, dass dieses Angebot auch von den pädagogisch Verantwortlichen sowie von den Eltern sehr gut mitgetragen werde. Die Kinder fühlen sich im Umgang mit den Tieren richtig wohl. Sie haben eine spezielle Ausbildung als Therapiepferde absolviert und müssen absolut zuverlässig sein, doch die Therapeutin kann sich auf ihre „Arbeitskollegen” verlassen. Sie werden von den Buben und Mädchen geputzt, mit Farbe bemalt, gestreichelt, fühlen sich wohl auf ihrem Rücken, werden im Gelände spazieren geführt oder übernehmen auf dem Auch uns liegt das Reitplatz kleine Aufgaben mit den Pferden. Und wenn dann noch die beiden HunWohlergehen von de Paula und Cisca ins Spiel kommen, macht Mensch und Tier die Therapiestunde doppelt Spaß. Quellenhof Passbrunn Die Stiftungsratsmitglieder überzeugten sich vor Ort, dass sich die Kinder auf dem sehr am Herzen. Quellenhof wohl fühlen. Während die einen den regulären Gruppenablauf mit Spielzeit, Pause und pädagogischem Angebot erleben, dürfen immer zwei bis drei Kinder mit Angela Prechtl e.K Claudia Altmann zu den Pferden. Wer so Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie eine Einheit nahe an den Vierbeinern miterund Ernährungsberatung lebt, weiß, warum die Kinderaugen strahlen, Kräuterpädagogin wenn sie an der Reihe sind. Einig war man sich deshalb im Stiftungsrat, Marktplatz 41 94419 Reisbach Tel. 08734/1588 Fax 08734/4002 diese Förderung auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Tierisches 2016


HBP wird großzügig unterstützt Die Anja-Wojahn-Stiftung hat sich in ihrem sozialen Engagement zwei Stiftungszwecken verschrieben: der Förderung von Kindern und Jugendlichen und dem Tierschutz. Ein Schwerpunkt sind dabei tiergestützte Therapien für Kinder mit besonderem Förderungsbedarf.

Das BMW Group Werk Dingolfing unterstützt Anja Wojahn Stiftung Der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bernhard Schneider, konnte sich bei einem Besuch am Quellenhof-Passbrunn überzeugen, dass die großzügige Spende des BMW Group Werkes Dingolfing über 2.500 Euro einem guten Zweck dient. Therapeutin Claudia Altmann erläuterte dabei, wie Förderung individuell für jedes Kind erarbeitet und umgesetzt wird. Es war unschwer zu erkennen, dass die eigentlich harte Arbeit mit Lieblingspferd Jacko und seinen vierbeinigen Arbeitskollegen den Kindern großen Spaß macht. Bei einer anschließenden kleinen Führung stellte Stiftungsvorstand und Tierheimleiterin Ilona Wojahn das Tierheim vor, gab einen Überblick über das jährliche Tieraufkommen und schilderte die insbesondere bei Tierschutzfällen nicht immer leichte Arbeit des Tierheimpersonals.

Mit Flaschenpfand Gutes getan Das ganze Jahr über sammelt die Belegschaft des Bereiches Technik der Lufthansa CityLine GmbH das Pfand der Getränke aus den Getränkeautomaten im Betrieb für einen wohltätigen Zweck. Vor einigen Jahren wurde diese Aktion ins Leben gerufen mit dem Ziel, damit zum Jahresende eine Einrichtung zu unterstützen, die Kinder fördert. Bereits zum 3. Mal entschied nun der Betriebsrat, damit die tiergestützten Therapien der Kinder am Quellenhof Passbrunn zu unterstützen. Das gesammelte Pfandgeld von 750 Euro wurde von Stationsleiter Marc Riemhofer um weitere 250 € aufgestockt, so dass Betriebsratsmitglied Gregor Aigner den runden Betrag von 1.000 Euro an Ilona Wojahn übergeben konnte.

Gruppenraum ausgestattet Der Wunsch nach einem gemütlicheren Gruppenraum für die am HBP teilnehmenden Lebenshilfekinder stieß beim Vorstand der VR-Bank Dingolfing auf offene Ohren. Dank einer großzügigen Spende konnten bunte Regale und weiche Spielteppiche mit Tiermotiven angeschafft werden, die von den Kindern begeistert genutzt werden. Die Spendenübergabe erfolgte durch Vorstand Josef Wenninger und die Leiterin der Marketingabteilung, Simone Knöpfle.

www.quellenhof-passbrunn.de

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Junge Tierschützer Seit September 2012 ist unsere Jugendgruppe „Wilde Wölfe“ unter der Leitung von Margarete Kobel, Renate Ende und Claudia Huber aktiv. Auch in 2016 stellten die jungen Tierschützer einiges auf die Beine.

Das Ferienprogramm ist seit Jahren fester Bestandteil der Tierheimveranstaltungen und war erwartungsgemäß auch in diesem Jahr ausgebucht. Insgesamt fünf Gemeinden aus dem Landkreis statteten dem Quellenhof einen Besuch ab. Zwischen 15 und 30 Kinder pro Gruppe wurden von Margarete Kobel durch den Nachmittag begleitet. Unterstützt wurde sie dabei abwechselnd von Mitgliedern der Tierschutzjugend, Tierschutzlehrerin Renate Ende und Claudia Huber. Nach einer ausführlichen Tierheimführung und einer kleinen Stärkung ging es an die Arbeit: Aus Ästen, Äpfeln, Karotten und Gurken wurden Futtergirlanden für die Kleintiere gebastelt. Für die geplanten Spiele blieb nicht immer Zeit, denn die jungen Tierfreunde waren oft sehr wissbegierig und wollten alles über die Tierheimbewohner erfahren. So vergingen die Nachmittage wie im Flug.

Pferde spielen bei der Tierschutz-Jugendgruppe immer eine große Rolle. Umso begeisterter waren sie vom Besuch des Pferdehofes von Claudia Altmann. Die Pferde Trigger, Sabrina, Rosi und die Hunde Ciska und Paula helfen hier als „tierische Therapeuten“. Nach dem Putzen der Vierbeiner machte man sich bei strahlendem Herbstwetter zu einem Spaziergang auf, bei dem die Kinder abwechselnd reiten und führen durften. Der kurzweilige Nachmittag endete mit einer kleinen Stärkung für die „Wölfe“ und Pferde. Abschließend bedankten sich die Gäste mit einem kleinen Geschenk bei den Therapeuten .

Claudia Huber aus Pilsting ist seit Anfang der Jugendgruppe aktives Mitglied und immer dabei, wenn es darum geht Tieren zu helfen . Zur Zeit macht sie eine Berufsausbildung zur Erzieherin und in ihrer Freizeit kümmert sie sich gerne um Pflegepferd Pia . Seit Anfang 2016 gehört sie zur Leitung der „Wilden Wölfe“. Wir freuen uns über diese tatkräftige junge Unterstützung .

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Wie fühlen sich die Tiere im Zoo?

Nutztiere...

Im Rahmen der Aktion „Tierschutzdetektive“ der Bayerischen Tierschutzjugend wurde zu diesem Zweck im April ein Tierpark in Bayern besucht. Mit dabei waren auch Mitglieder der Jugendgruppe „Wilde Pfoten“ des Münchener Tierheims. Die Kinder erkundeten mit Arbeitsblättern den Zoo. Sie sollten Tiere und Unterbringung unter die Lupe nehmen. Der Tag verging wie im Flug und am Ende waren die Ergebnisse leider recht ernüchternd. Der Großteil der - teilweise neu gebauten - Gehege, wurde von den Kindern als zu klein, die Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere als zu wenig und die Tiere selbst oft als traurig bewertet. Zoos sind ein beliebtes Ausflugsziel für viele Familien und immer wieder wird auf den hohen Wert des „Artenschutzes“ solcher Einrichtungen hingewiesen. Allerdings sollte sich jeder die Frage stellen, wie wertvoll es sein kann, wilde Tiere fernab ihres natürlichen Lebensraums in enge Gehege zu sperren und zur Schau zu stellen . Zum echten Erhalt einer Tierart müsste darauf geachtet werden, ihre ursprünglichen Lebensräume zu schützen. Kinder sollten lernen, dass ein Löwe eigentlich ein afrikanisches Wildtier und kein heimisches „Zoo-Tier“ ist.

... oder besser gesagt Tiere, die der Mensch als solche bezeichnet. Warum sind Nutztiere entstanden wie unterscheiden sich die heutigen Schweine, Kühe, Hühner usw. von den Ursprungsrassen? Die „Produktivität“ durch Zucht hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Besonders bei Rindern und Hühnern. Rinder geben heute entweder Milch oder liefern Fleisch, Hühner legen entweder viele Eier oder werden für die Mast auf hohen Fleischansatz gezüchtet. Diese Selektion hat große Auswirkungen auf das Wohl der Tiere. Viele Rassen sind stark überzüchtet. Sie sind krankheitsanfällig oder werden oft schon nach kurzer Zeit, sobald die Leistung nachlässt, „ausgetauscht„. In diesem Rahmen wurde die Nutztierarche von Hannelore Zech im Mienbacher Waldgarten besucht. Hier findet man vor allem alte, noch robuste Hühnerrassen, die heute als gefährdet eingestuft werden. Auch Angorakaninchen und Deutsche Pekingenten sind hier zu Hause, beides ebenfalls selten gewordene Rassen. Nutztier-Arche - was ist denn das? Eine Nutztier-Arche ist eine Zuchtstätte für vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, in der eine oder mehrere bedrohte Nutztierrassen gehalten und gezüchtet werden. Nutztier-Archen sind fast in ganz Europa anzutreffen. Täglich sterben weltweit Nutztierrassen aus und gehen damit als genetische Reserve und Kulturdenkmal unwiederbringlich verloren! Dieser Entwicklung sollen die Nutztier-Archen entgegen wirken. Alte gefährdete Nutztierrassen sollen wieder bekannt werden und vor allen Dingen müssen deren Produkte wieder nachgefragt werden. Nur wenn - wie es der Name schon sagt - Nutztiere „genutzt“ werden, können sie vor dem Aussterben gerettet werden.

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Tel./Fax 08734 / 214

Möchtest Du mitmachen? Die Termine unserer Jugendgruppe findest Du auf der Webseite www.quellenhof-passbrunn.de

Mehr Informationen gibt es bei Margarete Kobel unter der Telefonnummer 08734 / 22 49 39

www.quellenhof-passbrunn.de

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Herzlichen Dank Die Anlässe und Ideen, Spenden zugunsten der Tierheimtiere zu sammeln, sind vielfältig, oft auch sehr originell. Ein herzliches Dankeschön allen Sponsoren, die uns durch Geld- und Sachspenden unterstützten. Stellvertretend für noch viele andere seien hier einige genannt.

Anlässlich seines Ausscheidens aus dem Berufsleben hatte Ernst Krickl aus Dingolfing die Idee, Gutes zu tun. Die gesamte Familie war davon begeistert und man entschloss sich, an drei wohltätige Organisationen in unserem Landkreis zu spenden. Die tierliebe Familie, zu der auch der 9 Jahre alte Dackel-Yorkshire Terrier Timmi gehört, wählte dafür auch den Quellenhof aus. So besuchte Ernst Krickl gemeinsam mit Tochter Lorena das Tierheim und überbrachte die großzügige Spende von 2.000 €.

Es war eine außergewöhnliche Idee, die Familie Rieger zugunsten des Tierheimes Quellenhof umsetzte. Denn die Betreiber des Hotels-Gasthofes Postbräu in Dingolfing stellten ein Schweinchen für all jene bereit, die die Toiletten des Hauses benutzen, aber keine Gäste sind. Dabei blieb der Hinweis auch nicht aus, dass das Geld, das auf diese Weise gesammelt wird, dem Tierheim zugutekommen soll. So kam es, dass so manch klingende Münze das Schwein innerhalb des vergangenen Jahres „fütterte“, wobei das Motiv dahinter von zahlreichen Gebern für gut befunden wurde. Insgesamt kamen beim „schlachten“ 60 Euro zum Vorschein, die von den Gastronomen verdoppelt wurden.

Caroline Haupt, Medienberaterin beim Dingolfinger Anzeiger, übergab in Vertretung des Verlages eine Spende in Höhe von 300 Euro für das Tierheim.

Zu den treuen Unterstützern des Quellenhofs gehört seit Jahren der Partyservice Esterl & Kaiser aus Niederreisbach. Sie unterstützen nicht nur unsere Veranstaltungen mit leckeren, vorwiegend vegetarischen Speisen, sondern manche Geldspende wurde ebenfalls für das Tierheim übergeben.

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Einen runden Geburtstag feiert man gern im Kreise von Familie, Freunden oder Kollegen. Viele Jubilare sind eigentlich „wunschlos glücklich“ und so stand auf mancher Geburtstagseinladung im vergangenen Jahr der Wunsch, statt Blumen, Wein oder Pralinen eine Spende für unser Tierheim zu schenken. Wir sagen allen Geburtstagskindern für diese Idee und den Geburtstagsgästen für die Erfüllung dieses Wunsches von Herzen DANKE! Nicht alle möchten öffentlich genannt werden, was wir natürlich respektieren. Wir freuten uns über die Geburtstagsspenden von:

In der Praxis von Tierärztin Dr. Ines Fennewald, Wörth a.d. Isar, steht ein Spendenhäuschen, welches das ganze Jahr über fleißig mit Spenden von Herrchen und Frauchen der vierbeinigen Patienten zugunsten der Tierheimschützlinge gefüllt wird. Den somit angesammelten beachtlichen Betrag ergänzte die dem Tierschutz sehr verbundene Tierärztin durch einen großzügigen Betrag aus eigener Tasche und übergab die Gesamtspende an das Tierheim.

Ebenfalls schon seit vielen Jahren vergisst Tierfreundin Angela Prechtl von der Brunnen-Apotheke Reisbach in der Weihnachtszeit unsere Schützlinge nicht. Vielen Dank dafür!

www.quellenhof-passbrunn.de

Siegfried Bindl, Dingolfing

Elisabeth Staudinger, Loiching

Günther Sandner, Dingolfing

Daniela Rieder, Wallersdorf

Einen großen Erfolg konnte die zweitägige Benefizveranstaltung des Teams der Firma Stuckenberger Handel-Beratung-Demontagen in Frontenhausen erzielen. Das Festival di Primavera auf dem Firmengelände, natürlich unter Nutzung der von Marco Stuckenberger betriebenen Oldtimer-Vinothek betrieben, lockte die Besucher nicht nur mit italienischen Köstlichkeiten, sondern auch mit einer großen Tombola, deren Hauptpreis ein Oldtimer war. Aus dem Gesamterlös der Veranstaltung wurden jeweils 1500 Euro an Robin Hood e.V., die Kinderkrebshilfe Dingolfing-Landau-Landshut und das Tierheim Quellenhof Passbrunn übergeben. Bildquelle: H. Außerbauer-Seibl

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Herzlichen Dank Gleich einen doppelt guten Zweck erfüllte die von der VR-Bank Landau initiierte Blutspendeaktion „Helfer mit Herz“. Vereine konnten sich mit einem Projektvorschlag an der Aktion beteiligen, um Spenden dafür zu erhalten. Unser Tierschutzverein kam mit dem Projekt “Kastration von Katzen, ein Beitrag zum Tierschutz“ unter die ersten zehn gewählten Vereine und damit in die 2. Runde. Zur Spendenübergabe Ende November konnte die stolze Bilanz gezogen werden: Über 700 Personen nahmen an der Aktion teil und es kam eine Spendensumme von insgesamt 6.805 € zusammen, von denen unser Verein 745 € für unser Projekt im Empfang nehmen konnte. Herzlichen Dank!

Auch Tiere haben Wünsche und in der Vorweihnachtszeit verraten sie diese den Tierpflegerinnen. Eine kuschelige Höhle und Spielmäuse für die Samtpfoten, Kratzbäume, neue Hundebetten, ein neues Brustgeschirr für die Spaziergänge, das leckere Lieblingsfutter und vieles mehr stand auf den Wunschzetteln der Tiere, die im Fressnapf und Futterhaus in Dingolfing sowie im Tierheim an weihnachtlich dekorierten Christbäumen aufgehängt wurden. Viele Kunden „pflückten“ die Wunschzettel und erfüllten die Wünsche unserer Schützlinge, die nach der Bescherung am 3. Advent voller Freude ihre Weihnachtsgeschenke in Beschlag nahmen.

Bilder oben: Zahlreiche Tierfreunde fanden sich kurz vor Weihnachten im Tierheim ein, um unsere Schützlinge zu beschenken. Herzlichen Dank!

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Besonders freut es uns, wenn sich Kinder für Tiere engagieren oder auch unsere Arbeit mit Kindern im Heilpädagogischen Begleiten mit dem Pferd unterstützen: Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Dingolfing haben schon öfter mit Spendenaktionen bewiesen, dass sie ein Herz für Tiere haben. In der Adventszeit wurden in der Schule die Pausen vorweihnachtlich gestaltet. Liebevoll vorbereitete Kuchen, Snacks und andere Leckereien wurden ebenso wie weihnachtliche Basteleien in der Schule zum Verkauf angeboten. Sechs Klassen verschiedener Jahrgangsstufen hatten dabei beschlossen, ihren Verkaufserlös für die Tierheimtiere im Tierheim Quellenhof Passbrunn zu spenden. Im Auftrag aller beteiligten Klassen überbrachten drei Schülerinnen der Klasse 10 aM beachtliche 255,- Euro als Spende für die Tierheimtiere.

Sportlich und voller Ehrgeiz gingen die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule Arnstorf an den Start. Zum Sponsorenlauf, organisiert von Sportlehrer Paul Weinzierl, der von Kollegen, Schülern und dem Elternbeirat Unterstützung erhielt, absolvierten die Schülerinnen und Schüler viele Runden. Die über 700 Teilnehmer hatten im Vorfeld in der Familie, bei Bekannten und Firmen Sponsoren gesucht, die jede gelaufene Runde mit einem vereinbarten Betrag honorierten. So kamen mehr als 10.000 € zusammen, die während des Sommerfestes an gemeinnützige Projekte und Familien mit kranken Kindern übergeben wurden. Die Anja Wojahn Stiftung durfte sich über die stolze Summe von 3.500 € freuen. Bildquelle: Christa Machtl

Auch im Gymnasium Dingolfing wurde ein großer Sponsorenlauf organisiert, an dem nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch einige Lehrer teilnahmen. Auf insgesamt über 7.000 Kilometern wurden über 11.500 Euro erlaufen. Die Kinder wollten sich mit dem Lauf für Kinder einsetzen, denen es selbst nicht so gut geht. Die Veranstaltung wurde vom Projekt-Seminar Sport unter der Leitung von Hannelore Nachreiner organisiert, unterstützt auch von der Fachschaft Sport, dem Elternbeirat und dem Förderverein Unterstützung. Der Gesamterlös wurde an mehrere gemeinnützige Einrichtungen und Projekte verteilt, von denen die Anja Wojahn Stiftung beachtliche 5.000 € erhielt. www.quellenhof-passbrunn.de

Fleißig ihr Taschengeld gespart sowie bei Familie und Bekannten um Unterstützung gebeten hat Schülerin Laura Wieberneit aus Kröning. Lauras Familie hat selbst eine Reihe tierischer Familienmitglieder, die liebevoll betreut werden. Da es nicht allen Tieren so gut geht, entschloss sich die kleine Tierfreundin mit dem großen Herz für Tiere, zu dieser Sammelaktion und konnte den stolzen Betrag von 215 € sowie einen Korb voller Leckereien für die Tierheimschützlinge an Tierheimleiterin Ilona Wojahn übergeben.

Tu soviel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. Charles Dickens (1812 - 1870)

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Veranstaltungen

lichen Dank allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die immer wieder dafür sorgen, dass unsere Veran­ staltungen zu einem gelungenen Erlebnis werden.

Traditionell ist das erste größere Fest im Jahr, an dem das Tierheim seine Pforten für alle großen und kleinen Tierliebhaber öffnet, der Karsamstag. So lud das Tierheimteam gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e.V. zum Osterspaziergang ein. Erfreulicherweise fanden sich viele Spaziergänger ein, die den Tieren einen Besuch abstatteten, wobei natürlich an diesem Tag die „Osterhasen“ im Kleintierbereich am beliebtesten waren. Munter hoppelten sie durch's Heu, suchten dann und wann den Weg nach draußen und blieben trotz der Aufmerksamkeit, die sie erfuhren, relativ gelassen. In einem der Seminarräume fand man sich gerne zur Kaffeepause ein und hatte die Qual der Wahl aus den vielen verlockenden Kuchen und Torten, die dem Tierheim zum Verkauf gespendet worden waren. Während Eltern und Großeltern den Kaffee genossen, konnten die jüngeren Besucher Osterkörbchen basteln oder sich auf Suche begeben, denn der Osterhase war an diesem Nachmittag in Passbrunn besonders fleißig. An zwei Sonntagen im Jahr herrschte in Passbrunn traditionell auch 2016 Hochbetrieb: am Tag der offenen Tür im Juni und zur Waldweihnacht am 1. Advent. Die ehrenamtlichen Kräfte und das Tierheimteam hatten jeweils ein umfangreiches und buntes Programm für große und kleine Besucher vorbereitet.Eine leckere Auswahl deftiger Köstlichkeiten, angeboten vom Partyservice Esterl & Kaiser aus Niederreisbach und ein immenses Kuchen- und Tortenbuffet aus Spenden vieler ehrenamtlicher Bäcker und Bäckerinnen ließen keine Wünsche offen. Der Tierschutzverein weckte an den Infoständen mit aktuellen Tierschutzthemen das Interesse der Gäste. Er klärte zu aktuellen Themen auf und bat um Unterschriften für Tierschutzpetitionen. Während im Sommer „Nickis Duo“ die Zuhörer begeisterte und zur guten Stimmung beitrug, sorgte zur Waldweihnacht der Nikolaus für Vorweihnachtsfreude. Bei Kaffee und Kuchen genossen die Zuschauer die rhythmischen und farbenfrohen Darbietungen der Sparten Line Dance und russische Folklore des TSV Rot-Weiß Casino Dingolfing. Zu beiden Veranstaltungen war für die kleinen Besucher viel geboten: Auf dem Reitplatz konnten die Kinder auf den Rücken der Pferde einen Parcours mit kleinen Aufgaben zu meistern, während Therapeutin Claudia Altmann ein wachsames Auge auf den Ablauf hatte. Während im Sommer Zauberclown Rudolpho mit vielen Späßen und Zaubertricks die jungen Gäste begeisterte, zog sie zur Waldweihnacht Aisha mit wunderschönen Geschichten in ihrem romantischen Märchenzelt in ihren Bann. Beliebte Anlaufstelle zu jeder Veranstaltung ist Ginas Bastelecke, wo die Kinder ihr tierisches Mitbringsel vom Quellenhof basteln können. Auch unsere „Wilden Wölfe“ von der Jugendgruppe waren wieder aktiv. Ein umfangreicher Flohmarkt mit gut erhaltenem Spielzeug und Büchern wartete auf Kunden.

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Zusätzlich standen Infotafeln zum Thema Zootiere bereit. Zur Waldweihnacht wurden liebevoll gebastelte weihnachtliche Dekorationen verkauft. Viele Besucher wurden von den liebevoll gestalteten Verkaufsständen angelockt, von leckeren Marmeladen, Lebkuchen und Likören, über bunte Kuschelkissen für die Tiere, aparte Halsbänder und Geschirre, weihnachtliche Deko und Flohmarktartikel war wohl für jeden etwas dabei. Bei allen Programmpunkten standen natürlich die Tierheimschützlinge im Vordergrund. Sämtliche Vierbeiner, die derzeit in Quellenhof eine Bleibe haben, konnten besucht bzw. Informationen über sie eingeholt werden und so mancher Schützling fand nach den Veranstaltungen sein Zuhause fürs Leben. Das ist wohl das schönste Ergebnis einer solchen Veranstaltung.

Viele fleißige Hände helfen bei unseren Veranstaltungen: v.l. Maria Hirtreiter, Dorothée Kreuzer-Kuttenhofer, Irene Egleder, Mario Tux, Barbara Blankenburg Tierisches 2016


Über das Internet lassen sich Informationen schnell und vor allem kostengünstig verbreiten. Wir nutzen daher auch die Plattform „Facebook“, um über unsere Tiere und aktuelle Themen aus dem Tierschutz zu berichten. Besuchen Sie uns unter

www.facebook.com/QuellenhofPassbrunn www.quellenhof-passbrunn.de

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Bitte füllen Sie die folgenden Felder vollständig aus und geben Sie das Formular im Tierheim ab oder senden Sie uns den Patenschaftsantrag per Post oder per Fax (08734 / 939 173). Vielen Dank!

Ich möchte gerne die Patenschaft für einen Hund

den Hund ______________________________

eine Katze

die Katze

______________________________

übernehmen und monatlich ___________ EUR bezahlen (mindestens 5 EUR).

Tierheim der Anja Wojahn Stiftung Quellenhof Passbrunn Passbrunn 1 • D-94419 Reisbach Tel.: 08734 / 937 261 Fax: 08734 / 939 173 info@quellenhof-passbrunn.de www.quellenhof-passbrunn.de

Sollte mein Patentier vermittelt werden, geht die Patenschaft auf ein anderes Tier über, das ich selbst bestimme. Ich kann meine Patenschaft jederzeit wieder kündigen.

Meine persönlichen Daten: Vor- und Nachname

Geburtsdatum

Straße, Hausnummer

PLZ, Wohnort

E-mail (damit wir Sie schnell und kostengünstig informieren können)

Datum

Unterschrift

Telefon

Ihre Daten werden in einem internen EDV-System gespeichert. Die personenbezogenen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen vor der Kenntnisnahme Dritter geschützt.

Ich richte einen Dauerauftrag zugunsten der Anja Wojahn Stiftung ein: Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing, IBAN: DE15 7439 1300 0100 0922 23, BIC: GENODEF1DGF Ich/wir ermächtige(n) Sie, den Betrag von folgendem Konto einzuziehen. Diese Ermächtigung kann jederzeit widerrufen werden.

SEPA-Lastschriftmandat für wiederkehrende Lastschriften Ich ermächtige die Anja Wojahn Stiftung, o.g. Betrag von meinem Konto mittels SEPA-Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der Anja Wojahn Stiftung auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

Gläubiger-Identifikationsnummer DE47ZZZ00000976107 Mandatsreferenz*__________________

* Wird von der Stiftung ausgefüllt. Die Mandatsreferenz-Nr wird dem Kontoinhaber mit einer separaten Ankündigung über den erstmaligen Einzug des Lastschriftsbetrages mitgeteilt.

Vor- und Nachname des Kontoinhabers

IBAN

DE

Ort, Datum

BIC Kreditinstitut

Unterschrift Kontoinhaber

Anschrift des Kontoinhabers

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wie oben. Falls abweichend, bitte ergänzen:

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Sportstudio

Tierpatenschaft, wie funktioniert das?

Mit dem Abschluss einer Tierpatenschaft erklärt der Pate oder die Patin die Bereitschaft, mit einer regelmäßigen monatlichen Spende sein Patentier zu unterstützen. Dabei geht es vor allem um unsere Sorgenkinder, die nicht so leicht vermittelbar sind, die vielleicht Medikamente benötigen oder Spezialfutter. Viele Paten suchen sich „ihr“ Patentier selbst aus oder folgen den Empfehlungen der Tierpflegerinnen. Andere mögen sich nicht festlegen und übernehmen eine allgemeine Patenschaft, zum Beispiel für Hunde. Natürlich können die Paten die Höhe des monatlichen Beitrages selbst wählen, der Mindestbetrag beträgt 5 Euro. Alle Paten erhalten eine Patenschaftsurkunde und natürlich Informationen über ihren Schützling. Am liebsten informieren wir dabei, wenn das Patentier ein neues Zuhause gefunden hat und freuen uns, wenn die Patenschaft auf ein anderes Sorgenkind übergeht. Einige Paten sind dabei regelrechte Glücksbringer. Einmal jährlich sind alle Paten zu unserem Patentreffen bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Patenschaftsbeiträge sind wie alle Spenden steuerlich absetzbar. Im Jahr 2016 haben 53 Paten unsere Arbeit unterstützt, vielen herzlichen Dank dafür. Vielleicht dürfen wir auch Sie bald als neue Paten begrüßen? Gerne können Sie nebenstehendes Formular nutzen.

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Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V.

Beitrittserklärung

Mitglied im Deutschen Tierschutzbund e.V.

Bitte die komplett ausgefüllte und unterschriebene Beitrittserklärung in einem ausreichend frankierten Umschlag an untenstehende Adresse senden oder im Tierheim Quellenhof Passbrunn abgeben.

Spendenkonto: IBAN: DE86 7425 0000 0000 5650 02 BIC: BYLADEM1SRG Sparkasse Niederbayern-Mitte

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zum

Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V. Postfach 15 29

Der Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Beiträge und Spenden können steuerlich geltend gemacht werden!

84126 Dingolfing

Ich leiste meinen Mitgliedsbeitrag als Einzelperson Familie mit

Ich möchte freiwillig

18,00 EUR/Jahr

50,00 EUR/Jahr zahlen

Personen 25,00 EUR/Jahr

100,00 EUR/Jahr zahlen

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EUR/Jahr zahlen

Rentner/Schüler Mitgliedsdaten: Vor- und Nachname

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E-mail (damit wir Sie schnell und kostengünstig informieren können)

Datum

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SEPA-Lastschriftmandat für wiederkehrende Lastschriften Ich ermächtige den Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels SEPA-Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V. auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.

Telefon Ihre Daten werden in dem vereinseigenen EDV-System gespeichert. Die personenbezogenen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen vor der Kenntnisnahme Dritter geschützt.

Gläubiger-Identifikationsnummer DE9500100000319426 Mandatsreferenz*____________________ * Wird vom Verein ausgefüllt. Die Mandatsreferenz-Nummer wird dem Kontoinhaber mit einer separaten Ankündigung über den erstmaligen Einzug des Lastschriftsbetrages mitgeteilt.

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Buchtipps für Tierfreunde Glückskatze Laura

Doris Meissner erzählt in ihrem Buch, wie die Glückskatze Laura eines Tages ganz unvermittelt vor ihrer Terrassentür auftaucht, wie sie das Vertrauen der äußerst scheuen Katze schließlich erlangt und diese fortan ihr Leben bereichert. Als ihr Ehemann eines Tages für ein paar Monate geschäftlich nach China beordert wird, geschieht, was geschehen muss: Die Samtpfote erwidert die Annäherungsversuche. Aber wie bringt sie es ihrem Ehemann bei? Bei einem Ferngespräch berichtet der Gatte von widrigen Arbeitsbedingungen in Fernost gebeutelt, klagt über Heimweh. Die Autorin greift zu einer List und erzählt, sie habe sich unsterblich verliebt. Sie lässt ihren Mann am Telefon ziemlich lange schmoren, bis sie mit der Wahrheit herausrückt, dass es kein männliches, sondern ein weibliches Wesen ist - und zwar eines mit vier Pfoten. Das Buch erzählt einzigartige, lustige, skurrile und emotionale, aber vor allem wahre Geschichten aus dem Leben der Autorin und ihres Ehemannes. Von jedem verkauften Exemplar wird 1 € an den Deutschen Tierschutzbund gespendet.

Ich bin Purzel

und ich habe eine Ataxie, das heißt ich bin ein Wackel-Kater =) Was das genau bedeutet fragst du dich? Das kannst du in meinem schönen Buch ausführlich selber nachlesen. Außerdem erzähle ich dir, was ich trotz meiner Krankheit so Lustiges anstelle. Purzel wurde vor einigen Jahren aus dem Tierheim Quellenhof an die Autorin, Marina Trinkl, vermittelt. Sie ist nicht nur ehrenamtliche Helferin im Tierheim, sondern Purzels Krankheit und die Suche nach Hilfe hat auch dazu geführt, dass sie die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin absolvierte. Das liebenswert geschriebene Büchlein ist im Tierheim erhältlich (6,99 €)

Das stille Gift

Auch Landluft kann tödlich sein. Ein Teil einer künstlichen Hüfte, das zwei Touristen aus einem Güllefass wie ein Katapult um die Ohren fliegt, ist der Auslöser für die Suche nach einem lange verschwundenen Mann. Irmi Mangold und Kathi Reindl finden heraus, zu wem die Hüfte gehörte. Die Geschichte des Bauern ist ein Albtraum. Erst kommt sein behinderter Sohn ums Leben, dann verenden all seine Kühe an einer rätselhaften, schleichenden Krankheit, und schließlich gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm selbst. Alles deutet auf einen Giftskandal hin, der mehr Lügen und Verdächtige hervorbringt als das Garmischer Land Kuhfladen. Wie fast alle Krimis von Nicola Förg hat auch dieses erfrischend geschriebene, spannende Buch einen Bezug zum Tierschutz. Die viel gelesene Autorin hat darin dem Tierheim Quellenhof sogar eine kleine Nebenrolle gegeben. ISBN: 978-3-86612-345-8

Geschenkideen für Tierfreunde: Unser jährlich erscheinender Bildkalender oder unsere Motivtassen. Beides erhalten Sie im Tierheim. Der Erlös kommt den Schützlingen im Quellenhof Passbrunn zugute.


“Mein bester Freund.”

Was auch immer Sie antreibt, wir helfen Ihnen, Ihre Wünsche und Ziele zu erreichen. Das ist unser Grundprinzip, unsere Verpflichtung als Genossenschaftsbank. Dazu zählt auch, dass unsere Mitglieder aktiv über unseren Kurs mitbestimmen können. Und dass wir natürlich vor Ort immer für Sie da sind. Überzeugen Sie sich am besten selbst. Beim persönlichen Gespräch, am Telefon oder online unter

Tierisches 2016  

Jahresrückblick 2016 der Anja Wojahn Stiftung und des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e. V.

Tierisches 2016  

Jahresrückblick 2016 der Anja Wojahn Stiftung und des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e. V.

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