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NEWS US EM HUUS QDZ K端nzle-Heim und Huus Emmersberg

Ausgabe Nr. 11 / September 2013

Angebot Notruf SRK R端ckblick Multi Kulti Fest Bewohnerportrait Josefine Ammann


EDITORIAL Grüezi!

Unser Lernender hat mit Erfolg diesen Sommer seine Lehrabschlussprüfung geschafft, worüber ich mich natürlich auch persönlich sehr freue.

Stellen Sie sich vor, eine Zeitreise zurück zu Ihrer Lehrzeit:

Es ist immer wieder spannend, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Welche Berufslaufbahn wählen Lernende der beruflichen Grundbildung als Fachfrau bzw. Fachmann Gesundheit (FaGe) nach Ausbildungsschluss? Werden Sie als ausgelernte FaGe tätig sein - und wenn ja, wie lange, oder werden sie direkt nach Abschluss in eine weiterführende Ausbildung gehen? Wer trifft welche Karriereentscheidung - und warum?

In welchem Jahr waren Sie 16-jährig? An welches Ereignis erinnern Sie sich noch aus diesem Jahr - in der Welt? - in Ihrer näheren Umgebung? Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden? Wie haben Sie Ihre Lehrstelle erhalten? Wer hat Sie unterstützt? Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag als Lernende/r?

Diese Fragen sind in den vergangenen Jahren in Bezug auf den prognostizierten Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen vielfach aufgeworfen und diskutiert worden.

Erinnern Sie sich noch an Ihre Berufsbildnerin/Ihren Berufsbildner? Wer waren Ihre beruflichen Vorbilder? Warum waren sie Vorbilder?

Wertvorstellungen zu halten ist das wichtigste Gut: Darum, beim wichtigsten Wert „meine Arbeit gibt mir das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun“ entsprechen die hohen Erwartungen auch der Realität. „Die eigenen Fähigkeiten voll einsetzen können“ wird zwar ähnlich angetroffen wie erwartet, allerdings in deutlich geringerem Umfang als das Gefühl, bei der Arbeit etwas Sinnvolles zu tun.

Konnten Sie sich erinnern?

Liebe Leserin, lieber Leser, ich hoffe, ich konnte Sie etwas zum Nachdenken anregen. Ich wünsche Ihnen eine schöne Herbstzeit.

Seit gut einem Jahr arbeite ich nun im QDZ Künzle-Heim, Station 1, als Fachfrau Pflege und Betreuung und als Berufsbildnerin.

Karin Zurflüh, Fachfrau Pflege und Betreuung, Station 1 QDZ Künzle-Heim

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ROTKREUZ-NOTRUF Zuhause und unterwegs Unabhängigkeit und Sicherheit geniessen, das wünschen sich viele Menschen. Der Rotkreuz-Notruf erfüllt diesen Wunsch - und noch viel mehr.

sieren Hilfe und bleiben mit Ihnen in Sprechkontakt, bis die Hilfe eingetroffen ist. Das „Nemo“ kann zuhause und unterwegs genutzt werden.

Rotkreuz-Notruf Nemo Die Limmex-Notruf-Uhr ist das neuste Produkt in unserem Sortiment. Eine elegante Schweizer Uhr, die als Sender genutzt wird um einen Notruf per Knopfdruck auszulösen. Über das integrierte Telefon kann mit der Notrufzentrale gesprochen werden. Die Limmex-Notruf-Uhr gibt es in diversen Designs.

Ist es Ihnen wichtig, selbstbestimmend in den eigenen vier Wänden zu wohnen? Dann ist der Rotkreuz-Notruf Casa genau das Richtige für Sie. Durch ihn können Sie jederzeit, rund um die Uhr, Hilfe anfordern. Nicht nur Sie selbst haben ein gutes Gefühl, auch die Angehörigen wissen, dass Sie mit dem Rotkreuz-Notruf gut und sicher unterwegs sind – der Schutzengel ist immer dabei. Ein Druck auf die Alarmtaste am Handgelenk und die Notrufzentrale meldet sich sofort über die Freisprechanlage in der Wohnung und organisiert die richtige Hilfe.

Rotkreuz-Notruf Limmex

Der Rotkreuz-Notruf Mobil ist der Schutzengel für unterwegs. Denn Mobilität und Aktivität schliessen das Bedürfnis nach Sicherheit und der Gewissheit, im Notfall schnelle Hilfe zu bekommen, nicht aus.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann rufen Sie uns an, gerne beraten wir Sie und beantworten Ihnen Ihre Fragen über den Rotkreuz-Notruf: Tel. 052 630 20 30.

Mit dem Rotkreuz-Notruf Nemo haben Sie ein handliches, leichtes Gerät mit GPSOrtung und der Alarmtaste am Handgelenk. Wie bei allen Rotkreuz-Notrufgeräten wird auch hier auf Knopfdruck der Kontakt zur Notrufzentrale hergestellt, die rund um die Uhr erreichbar ist. Dort melden sich geschulte Mitarbeiter/innen – sie organi-

Kontakt: Rotes Kreuz Schaffhausen Andrea Epprecht Tel. direkt 052 630 20 33 andrea.epprecht@roteskreuz-sh.ch Mo-Do, vormittags 8.30 -11.30 Uhr 3


MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER Herzlich willkommen!

Simge Erkut

Praktikantin Pflege

Juli 2013 Noemi Okoye

Mitarbeiterin Pflege und Betreuung

Ramon Huber

Pflegeassistent

Samira Pellaton

Auszubildende Kรถchin

Claudius Keller

Mitarbeiter Betriebsdienst (Stiftung Impuls) Michaela Rombach

Mitarbeiterin Hauswirtschaft

Tenzin Wangmo Lhadong

Praktikantin Pflege

August 2013 Vlora Bunjaku

Patricia Penelas

Auszubildende AGS

Auszubildende Hauswirtschaftspraktikerin

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Hurra, Nachwuchs! Wir freuen uns mit… …

Rebekka Schmid

Auszubildende Köchin

Madeleine Dreher, Fachfrau Pflege und Betreuung Spitex-Team, über die Geburt von Nevio am 7. Juni 2013!

Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss! Dimitri Aeschlimann

Auszubildender Koch Ramona Heierli

Roswitha Wagner

Auszubildende Fachfrau Gesundheit, Spitex-Team

Mitarbeiterin Hauswirtschaft & Pflege, Spitex-Team

Gaurav Kapoor

Auszubildender Fachmann Gesundheit Martina Meier

Auszubildende Kauffrau Vivien Ziegler

Auszubildende Fachfrau Hauswirtschaft Mona Waldvogel

Auszubildende Fachfrau Gesundheit, Spitex-Team

Adieu und alles Gute! Dimitri Aeschlimann

Auszubildender Koch Stefanie Bucher

Fachfrau Pflege und Betreuung Cindy Ferri

Fachfrau Pflege und Betreuung Sonan Gyamtso

Nasser Zafi

Mitarbeiter Pflege und Betreuung

Auszubildender Kaufmann

Ramona Heierli

Auszubildende Fachfrau Gesundheit, Spitex-Team Marianne Huber

Mitarbeiterin Hauswirtschaft und Pflege, Spitex-Team Gaurav Kapoor

Auszubildender Fachmann Gesundheit Martina Meier

Alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

Auszubildende Kauffrau Marcia Peixoto

Folgende Mitarbeitenden haben geheiratet:

Praktikantin Hauswirtschaft

Rahel Müller (Kunz),

Andrina Wanner

Fachfrau Pflege und Betreuung

Mitarbeiterin Hauswirtschaft

Stefanie Pfaff (Ehmann),

Edith Widmer

Mitarbeiterin Pflege und Betreuung

Mitarbeiterin Hauswirtschaft

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MITARBEITERPORTRAIT RUZICA SILOV Es ist mir eine Freude, Ihnen unsere langjährige Mitarbeiterin Ruzica Silov vorzustellen.

Eva und Laura Opatija ist bekannt für das Klima. Durch die herrlich milden Winter und die vielen Sonnenstunden wurde die Stadt schon bald als Kurort bekannt. In Kroatien bedeutet es eine Zustimmung… ….wenn zu einer Diskussion zweier Personen eine dritte Person niest.

Dieses Jahr ist sie bereits 15 Jahre im QDZ Künzle-Heim tätig, wozu wir schon mal gratulieren möchten. Doch was führte die gebürtige Kroatin nach Schaffhausen?

Ältere Menschen kroatischer Abstammung sind sehr abergläubisch.

Bis zum 27. Lebensjahr lebte Ruzi (wie sie von den Mitarbeitern gerufen wird) in Požega, das im Osten Kroatiens, im Gebiet Slawonien liegt. Im Jahr 1995 herrschte in der Region Krieg. Nicht der Krieg, sondern die Liebe war der Grund, dass sie das Land verlassen hat. Sie zog zu ihrem damaligen Ehemann. Zu Beginn arbeitete Ruzi in Gottmadingen als Küchenhilfe und später nahm sie die Stelle als Mitarbeiterin Hauswirtschaft im Künzle-Heim an.

Heute zählt die Stadt, mit architektonischem Flair aus der Zeit der Donaumonarchie, knapp 12'000 Einwohner. Das Gedeihen der Stadt ist dem Tourismus zu verdanken. Leider knickte dieser nach 1945 ein, als die Stadt zu Jugoslawien gehörte. Die heutige Vielzahl an Hotels und Restaurants zeigt auf, dass sich die Stadt wieder erholt hat.

Inzwischen ist Ruzi stolze Mutter der beiden Töchter Eva und Laura. Die Töchter sind Ruzis grösstes Hobby. Weiter liebt sie Schlager. Wenn immer möglich geht sie auf Schlagerparties. Shoppingtouren, mit Freundinnen Kaffee trinken und ausgiebige Spaziergänge füllen die noch verbleibende Freizeit aus. Diesen Sommer hat sie sich mit den beiden Töchtern Urlaub in ihrer Heimat gegönnt, nicht in ihrem Geburtsort, sondern in Opatija. Die Busfahrt dahin dauerte 16 Stunden. Doch die lange Reise hatte sich gelohnt. Erfahren Sie mehr über diesen schönen Ort!

Auch machen Sportveranstaltungen, internationale Konferenzen und eine grosse Palette von Unterhaltung den Ort sehr attraktiv.

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Die Lage an der Meeresküste und die gute Ausstattung zog und zieht heute wiederum prominente Gäste an. Opatija wird deshalb auch oft als adriatisches Nizza bezeichnet.

Auch die Küche lässt keine Wünsche offen. Durch die verschiedenen historischen und geografischen Wurzeln ist sie herrlich vielfältig. Ruzi und ihre beiden Töchter sind vom Ort hell begeistert. Sie wünschen sich, dass noch viele reisefreudige Menschen den Ort besuchen.

Fotos von oben nach unten: Gefüllte Paprika, Sarma, Statue "das Mädchen mit der Möve", die beiden Töchter vor dem Hafen, dessen innerer Hafenteil vor allen Winden geschützt ist

Das Mädchen mit der Möve Seit 1956 steht auf einer kleinen Halbinsel vor dem ehemaligen Friedhof die Statue des Mädchens, auf dessen ausgestrecktem Arm die Möwe sitzt. Die Statue ist ein Werk des Bildhauers Zvonko Car und zählt zu den Symbolen von Opatija. An ihrer Stelle stand früher, bevor sie durch einen Sturm beschädigt wurde, die „Madonna del Mare“ des Grazer Bildhauers Hans Rathausky. Die Madonna sollte über die Seele des Grafen Arthur Kesselstadt wachen, der unweit von dieser Stelle mit seiner Gattin 1891 ertrank, nur sein Sohn Georg wurde gerettet. Die Skulptur hatte ursprünglich einen Fisch im Schnabel der Möwe, der mit der Zeit verschwand.

Das Portrait von Ruzica Silov für die News us em Huus verfasst hat Sonja Schibli, Assistentin Heimleitung 7


RÜCKBLICK MULTI KULTI FEST In der ganzen Welt zu Hause Das Multi-Kulti-Fest bot den zahlreich erschienenen Besuchern ein kunterbuntes Programm voller Entdeckungen und neuer Eindrücke für alle Sinne. Das sich zeitweise von seiner weniger schönen Seite zeigende Wetter tat der Stimmung absolut keine Abbruch, denn gegen Petrus’ Kapriolen war man bestens gewappnet.

Internationaler Gaumenschmaus Dass der Name des Festes Programm ist, zeigt sich eindrücklich entlang der ‚Essensmeile’ auf der Terrasse, wo die internationale Belegschaft des Heims für kulinarische Vielfalt sorgt und ihre Lieblingsspeisen aus der Küche ihres jeweiligen Heimatlandes präsentiert. Die verführerischen Düfte aus den Töpfen fremder Kulturen bieten den hungrigen Besucher die Gelegenheit, sich Bissen für Bissen um die ganze Welt zu probieren. Die Spezialitäten aus allen Teilen der Welt wurden im Vorfeld von den Mitarbeitern mit professioneller Unterstützung der Küchen-Crew zubereitet, die in aller Herrgottsfrühe in der Küche stand, wenn normalerweise nur ihre backenden Berufskollegen schon die Teigkellen schwingen. Küchenchef Andreas Feurer ist dementsprechend stolz auf die Leistung seines Teams: „Es lief alles wie am Schnürchen und war perfekt organisiert.“ Der multikulturelle ‚Spirit’ sei deshalb auch bereits im Vorfeld zu spüren gewesen und entfalte sich in der lockeren Festatmosphäre natürlich umso mehr.

Begrüsst werden die Besucher am Haupteingang von den beiden ‚Glücksfeen’ am Empfang, die ihren Arbeitsplatz zum Tombolastand umfunktioniert haben. Dieser lockt mit attraktiven Preisen und schnell sind die farbigen Lösli unter die Leute gebracht, die ihr Glück oder den Zufall herausfordern wollen. So findet auch der grosse Teddybär, der imposant mitten in den schön arrangierten Preisen thront, gegen Ende eine glückliche neue Besitzerin.

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Zeit zum ‚Chrömle’ Wegen des unsicheren Wetters sind die Marktstände in den Gängen des Erdgeschosses untergebracht, wo sie zwar etwas versteckt, aber dennoch gut besucht werden. Der Platz sei leider nicht optimal, bedauert Heimleiter Werner Gasser, der Vorplatz des Heims hätte sich natürlich perfekt als Marktplatz geeignet. Aber auch unter dem schützenden Dach ist die Marktatmosphäre spürbar, zu verdanken auch dem vielfältigen Angebot an kunsthandwerklichen Waren der rund zehn Aussteller, von denen die meisten in den umliegenden Quartieren ansässig sind. Den Abschluss der ‚Marktstrasse’ bildet ein Flohmarkt, der im Bewegungsraum zum Stöbern einlädt.

Die Sonne im Herzen Das Motto des Tages spiegelt sich auch im Festprogramm wider und so sorgt das Duo „Silberhorn“ für das erste Programmhighlight. Das Können der beiden Musiker zeigt sich dabei vor allem in der Leichtigkeit, mit welcher sie zwischen Posaune/Fagott und Alphorn wechseln. Das Kontrastprogramm zu den doch eher volkstümlichen Klängen bietet Rapper und Slampoet Patrick Portmann alias Sympaddic und so tönen bald – in dieser Umgebung wohl eher selten gehörte – rhythmische HipHop-Beats aus den Boxen. Den grauen Regenwolken, die sich draussen schliesslich doch zusammenziehen, halten die „Munot Pans“ ihre sommerlich-sonnigen Klänge entgegen und übermitteln ab den ersten Tönen KaribikStimmung pur. Die Gelegenheit, ein ‚Souvenir’ mit nach Hause zu nehmen, bietet ein Stand mit hausgemachten Spezialitäten. Bei Kaffee und einer grossen Auswahl an hausgemachten Kuchen und anderem Gebäck klingt das Fest gemütlich aus.

Grimmige Löwen und leuchtende Schmetterlinge Für die Jüngeren legen sich die Teenies der JuBla Schaffhausen (Jungwacht und Blauring) ins Zeug und zaubern beim Kinderschminken wahre Kunstwerke auf die Gesichter der Kleinen. Die etwas Grösseren können sich im Jonglieren üben.

Andrina Wanner

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LUSTIGE ERINNERUNG Früher war ich oft mit ein paar Freundinnen als Gruppe unterwegs. Meine Freundin Hedy brachte den Vorschlag, sie wolle einmal den Ort sehen, an dem ich aufgewachsen war.

„sonst hätte ich es ja bemerkt." „Wo steigen Sie denn aus?", fragte der Kontrolleur. „In Schwarzenburg", antwortete Hedy. Nach einem kurzen hin und her mussten wir alle nach der Ankunft in Schwarzenburg mit dem Kontrolleur zum Bahnhofsvorstand. Als wir sein Büro betraten, stand dieser angesichts der vier Damen ganz verlegen und mit wackligen Beinen hinter seinem Pult auf und schaute uns an. Die Sache war zum Glück schnell geregelt, das Halbtax musste nur verlängert werden. Hedy fragte den Vorstand nach der Adresse des Kontrolleurs. Dieser antwortete: ,,Ich weiss sie nicht. Da draussen steht er, fragen Sie ihn doch selber." So gingen wir nach draussen zum Kontrolleur, der ebenfalls ganz verlegen und mit wackligen Beinen dastand und nach kurzem hin und her den Damen seine Adresse nannte. Wir bedankten uns, stiegen ins Postauto und setzten unsere Reise fort.

So vereinbarten wir ein Datum und machten uns zu viert auf den Weg nach Guggisberg. Nachdem wir die Fahrkarten gelöst hatten, stiegen wir in Schaffhausen in den Zug nach Zürich ein. Schon nach kurzer Zeit kam der Kontrolleur und als er alle Fahrkarten angeschaut hatte, zog er zufrieden weiter. In Zürich mussten wir dann umsteigen in den Zug nach Bern. Dies verlief alles reibungslos. Auch in diesem Zug kam relativ bald der Kontrolleur vorbei. Er konnte aber keine Probleme feststellen. Als der Kontrolleur ausser Sichtweite war, schaute Hedy ihr Halbtax an und bemerkte, dass dieses seit zwei Monaten abgelaufen war. Beide Kontrolleure hatten das gar nicht bemerkt! „Was soll ich jetzt machen?", fragte sie erschrocken. Ich meinte dann: „Auf der Strecke von Bern nach Schwarzenburg machen sie nur selten Kontrolle - und sonst tust du einfach so, als hättest du es nicht bemerkt."

Zurück in Schaffhausen, kaufte Hedy in der Konditorei Rohr Mandelschnitten und schickte diese dem Kontrolleur, mit der Beischrift "von den verrückten Schaffhauserinnen". So hat die Geschichte ein gutes Ende genommen und Hedy nie eine Busse erhalten.

In Bern angekommen, mussten wir umsteigen und erreichten noch knapp den Zug nach Schwarzenburg, wo wir uns ins 2. Klasse - Abteil setzten. Kaum war der Zug angefahren öffnete sich die Tür und der Kontrolleur trat ein. Ich raunte schnell zu meiner Kollegin Hedy: „Tu einfach so, als hättest du nichts gemerkt." Der Kontrolleur nahm das Billett entgegen und schaute dieses rätselnd an. Er stellte sich breitbeinig vor's Abteil. Hedy fragte ihn mit charmantem Augenaufschlag und unschuldiger Stimme: „Ist etwas nicht in Ordnung?" „Ob etwas nicht in Ordnung ist, meine liebe Dame? Ihr Halbtax ist seit zwei Monaten abgelaufen! Sind Sie denn nie gefahren?" „Nein", erwiderte Hedy,

Elise Schweizer, Bewohnerin Alterswohnungen QDZ Künzle-Heim 10


BEWOHNERINNEN UND BEWOHNER Herzliche Gratulation zum runden Geburtstag!

Wir nehmen Abschied

Juni 2013 3. Juni 1923

Zahner Ferdinand 01.08.1922 - 13.06.2013

Scheffmacher Hedy

Frey Anita 22.04.1919 - 02.07.2013

August 2013 23. August 1913

Ammann Josefine

Bai Gertrud 11.06.1914 - 30.07.2013 Brunner Frieda 23.03.1919 - 10.08.2013 Ganter Olga 12.12.1918 - 25.08.2013

Keiner wird gefragt wann es ihm recht ist Abschied zu nehmen. Irgendwann plötzlich heisst es damit umzugehen. Ihn aushalten annehmen diesen Abschied diesen Schmerz dieses Zusammenbrechen

Herzlich willkommen im Künzle-Heim und Huus Emmersberg! Neueintritte

um neu aufzubrechen.

Hänni Werner, QDZ Künzle-Heim Knoblauch Verena, Huus Emmersberg Mamié Madeleine, Alterswohnungen Wertli Charlotte, Alterswohnungen Feriengäste QDZ Künzle-Heim Arbenz Alice Klaus Lotti

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BEWOHNERPORTRAIT FRAU AMMANN Am 23. August 1913 kam ich in Zürich zur Welt als Drittälteste von vierzehn Kindern. Wir waren sieben Mädchen und sieben Buben. Bei einer so grossen Familie gab es für die Eltern immer viel zu tun. Ich half der Mutter viel im Haushalt. Meine Aufgabe war es, jeden Tag die vielen Paar Schuhe der Geschwister zu putzen. Der Lehrer hatte damals grossen Wert auf frisch geputzte Schuhe gelegt. Die Brüder mussten unserem Vater im Stall helfen, weil die beiden Kühe, welche die Eltern besassen, von ihnen gefüttert und gemolken wurden. So reichte die Milch für die grosse Kinderschar aus. Für mich war es selbstverständlich, bei den verschiedenen Arbeiten fest mit anzupacken. Wir hatten strenge, aber gute Eltern.

wollte auch ich dorthin gehen. Doch meine Eltern waren anderer Meinung. So blieb ich noch eine Zeit lang in Zürich, um Geld zu verdienen. Mit meinem Verdienst unterstützte ich auch meine Familie. Als ich dann etwas später nach Neuhausen zog, arbeitete ich einige Jahre als Köchin im Restaurant Centralhof. Mit grosser Freude kochte ich für die Gäste. Ich ging der Wirtin auch im Service zur Hand. So war ich den ganzen Tag mit verschiedenen Arbeiten im Restaurant ausgefüllt. Erst als ich dort weg ging, entschied sich die Wirtin zwei Frauen für alle diese Arbeiten einzustellen. Während dieser Zeit hatte ich meinen Mann Ernst kennengelernt. Wir heirateten 1937 in Neuhausen.

als junge Frau, 1936

Hochzeit 1937

Die Schulzeit verbrachte ich in Birmensdorf im Kanton Zürich. Gleich nach der Schule fand ich Arbeit im Service in einem Restaurant in der Stadt Zürich. Als dann zu dieser Zeit die beiden Mädchen der Wirtsleute nach England zogen,

Unsere erste Wohnung bezogen wir dann in Feuerthalen, die uns sehr gefiel. Mit unseren vier Kindern erlebten wir viel Gutes und Schönes. Für einige Jahre wohnten wir mit der Familie in einem Haus in Lohn. Der grosse Blumen- und Gemüse12


garten war mein ganzer Stolz. Leider musste mein Mann mit dem Velo einen langen Arbeitsweg zur +GF+ bewältigen. Deshalb kamen wir nach reiflicher Überlegung zum Schluss, nach Schaffhausen umzuziehen. In Buchthalen fanden wir glücklicherweise ein Haus, das wir kaufen konnten. Am neuen Ort fühlten wir uns wohl über viele Jahre. Die Aufgaben innerhalb und ausserhalb der Familie brachten mir grosse Befriedigung. Beim Textilwarengeschäft Mayr an der Neustadt half ich oft beim Verkauf der Hemden und Berufskleider. Der Kundenkontakt bereitete mir viel Freude. Den Sonntag widmete ich besonders der Familie. Wir unternahmen Ausflüge in der nahen und etwas weiteren Umgebung. Es war eine schöne Zeit. Und wir freuten uns auch, als alle unsere Kinder eine Berufsausbildung abschliessen konnten. Eins nach dem Anderen heiratete. Und es kamen Enkelkinder, insgesamt acht, die mich immer wieder Wunderbares erfahren liessen. Die grosse Familie hatte mich so auch immer wieder durch die freudigen und schweren Zeiten begleitet.

Den Morgenkaffee zum Frühstück schätze ich ganz besonders. Ich spaziere gerne im Garten und im schönen Munotpark. Das Lesen ist noch heute mein Zeitvertreib. Zum Glück machen die Augen noch mit. Die nachbarschaftlichen Gespräche der Mitbewohnerinnen bereiten mir viel Freude. Meine ehemalige Nachbarin von früher wohnt nun gleich neben mir, so können wir uns austauschen. Mein Lebensmotto ist bis heute, jeden Tag so anzunehmen wie er kommt.

„Das aber ist des Alters Schöne, Dass es die Saiten reiner stimmt, Dass es der Lust die grellen Töne, Dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt." Ferdinand von Saar

Nun ist es soweit und ich darf meinen 100. Geburtstag erleben. Ich freue mich auf die Feier im Familienkreis mit den Töchtern, Schwiegersöhnen, Enkeln und Urenkeln.

Anstossen zum 100. Geburtstag

2003 mit Enkelkindern Seit drei Jahrzehnten bin ich schon Witfrau. Und jetzt lebe ich schon fünf Jahre im Huus Emmersberg. Ich bin dankbar, noch bei recht guter Gesundheit meinen Lebensabschnitt hier geniessen zu können.

Das Portrait von Frau Ammann für die News us em Huus zu Papier gebracht hat Marlies Knobel, Fachfrau Pflege und Betreuung, Huus Emmersberg 13


TREFFPUNKT QDZ Zum gemütlichen Zusammensitzen, bei Spiel und Spass, treffen sich die Besucher/innen im Treffpunkt QDZ.

Der Treffpunkt QDZ findet jeweils am Freitag Nachmittag von 14.00 - 16.00 Uhr im Mehrzweckraum 1 QDZ KünzleHeim, Bürgerstrasse 36, statt.

Sie können (hauptsächlich) spielen, sich unterhalten und austauschen, Menschen begegnen und Kontakte pflegen. Sie können aber auch Ihre persönlichen Wünsche und Interessen einbringen - Ideen zum Programm sind herzlich willkommen (zum Beispiel Filmvorführungen, Diskussionsrunden oder Vorträge)!

Der Fahrdienst ist kostenlos. Sie werden ab 13.30 Uhr abgeholt und nach Ihrem Besuch wieder nach Hause gebracht. Wenn Sie Interesse daran haben, melden Sie sich bitte mindestens drei Tage vorher beim Sekretariat QDZ Künzle-Heim (Tel. 052 630 46 00). Falls Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bei mir. Ich freue mich, Sie kennenzulernen!

Corina Möckli, Aktivierungstherapeutin QDZ Künzle-Heim Tel. direkt: 052 630 46 55

Gesucht: Jasserinnen und Jasser

Die Treffen werden von mir begleitet und für Ihr leibliches Wohl werden Sie vom Restaurantpersonal bedient.

Für eine zusätzliche Jassgruppe fehlen uns zur Zeit im Treffpunkt QDZ noch Spielpartner/innen. Deshalb sind wir auf der Suche nach Besuchern, die gerne und möglichst regelmässig einen "Schieber" machen möchten.

Dieses Angebot ist kostenlos und öffentlich. Es sind also auch alle Interessierten aus dem Quartier herzlich eingeladen. Für auswärtige Besucher/innen bieten wir einen Fahrdienst an.

Fühlen Sie sich angesprochen? Dann melden Sie sich bei Corina Möckli, Aktivierungstherapeutin QDZ Künzle-Heim Tel. direkt: 052 630 46 55 Wir freuen uns! 14


VERANSTALTUNGEN September 2013

Kunstausstellungen öffentliche Kunstausstellungen im QDZ Künzle-Heim

Pflanztag Herbst mit Blumengeschäft Lindenblüte

Freitag, 20. September 2013, 09.00 - 11.30 / 13.30 - 16.00 Uhr Vorplatz QDZ Künzle-Heim

Kunst von Brigitte Rubli 30. August - 6. Oktober 2013 HDR Fotografie von Pascal Piguet 1. November - 1. Dezember 2013

Oktober 2013 Stubete

öffentliche Vortragsreihe "rund ums Alter"

Freitag, 11. Oktober 2013, 15.00 Uhr im QDZ Künzle-Heim

Vortrag "Schmerztherapie"

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 19.00 Uhr im QDZ Künzle-Heim

Dia-Vortrag "Alpen" mit Jörg Schuler

Vortrag "Das Leben ist schön"

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 19.00 Uhr im QDZ Künzle-Heim

Mittwoch, 6. November 2013, 19.00 Uhr im QDZ Künzle-Heim

November 2013 Degustation Wein und Rauchfleisch Winzerkeller Strasser, Uhwiesen Rubli, Dachsen

KONTAKT

Samstag, 2. November 2013, im QDZ Künzle-Heim

QDZ Künzle-Heim & Huus Emmersberg Bürgerstrasse 36 8200 Schaffhausen

Wilhelm Busch - Gedichte in Ton und Musik Désirée Senn und Ingrid Wettstein

Mittwoch, 13. November 2013, 15.00 Uhr im Huus Emmersberg

www.qdz.ch

Modeschau Modeservice Modrow

Mittwoch, 20. November 2013, 15.00 Uhr im QDZ Künzle-Heim

Zentrale

Diese Veranstaltungen sind öffentlich - Gäste sind herzlich willkommen!

Tel. 052 630 46 00 Fax 052 630 46 01

Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Dezember 2013 Redaktionsschluss: 15. November 2013 Redaktionsteam: Werner Gasser, Marlies Knobel, Marianne Lutz, Annette Schaffner, Sonja Schibli Auflage: 620 Exemplare Druck: Copy + Print AG, Schaffhausen 15


Herbstbepflanzung Pflanztag mit Blumengeschäft Lindenblüte auf dem Vorplatz des QDZ Künzle-Heim Freitag, 20. September 2013 9.00 – 11.30 / 13.30 - 16.00 Uhr Wir bepflanzen Ihre mitgebrachten Schalen und Töpfe mit den gewünschten Blumen. Zum Verkauf stehen auch stimmige Pflanzenschalen und Blumengrüsse. Ein saisonales Gebäck stimmt auf die neue Jahreszeit ein. Haben Sie einen speziellen Wunsch? Bitte melden Sie diesen bis 16.09.2013 am Empfang des QDZ. Wir geben unser Bestes, Ihrem Wunsch zu entsprechen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! &

QDZ Künzle-Heim

Hauszeitung September 2013  

Hauszeitung QDZ Künzle-Heim

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