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50 Jahre

Nr. 2 / April 2020 50. Jahrgang Die Quartierzeitung von Hirzbrunnen, Bäumlihof, Rheinacker, Landauer, Schoren, Surinam, Rankhof und angrenzendes Riehen www.quarthirzbrunnen.ch Robi und Jugi

Tierpark Lange Erlen

Interview

Hirzbrunnen von oben

Leider ebenfalls geschlossen

Erste Jungtiere in diesem Jahr

Danke, Christophe Nidecker

Historische Luftaufnahmen

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«Alle Läden der Migros bleiben geöffnet»

ZVG

Der Satz ist nicht von mir. Ich habe ihn in der Migros-Zeitung vom 23. März gelesen. «In der ganzen Schweiz bleiben die Lebensmittelläden der Migros geöffnet». Als die Redaktion in Zürich das schrieb, wusste sie noch nichts von der Migros Eglisee. Wer am Morgen am Freitag, 20. März vor ihren vollen Regalen stand, fand am Samstag geschlossene Türen. (K)eine schöne Überraschung. Aber das doch noch im voraus: Der Einsatz des Personals und aller zuarbeitenden Betriebe im Lebensmittelhandel ist vorbildlich, und das gilt auch für alle Quartierläden, auch für die Migros Eglisee. Da gab es Über-

stunden, da gab es Ungewohntes. Dafür ein grosses Dankschön. Doch jetzt zur Schliessung der Migros Eglisee. Es gibt dazu verschiedene Aussagen, aber die helfen auch nicht weiter. Am Ende ist der Grund einfach: Sie hatte, wie viele andere Betriebe auch, zu wenig einwandfrei gesundes Personal. Nadine Kunz, Mediensprecherin der Migros, nimmt dazu klar Stellung. «Wir haben zurzeit viele Absenzen. Die Gründe sind unterschiedlich: Krankheit, Mitarbeitende, die zur Risikogruppe gehören, bleiben zu ihrem Schutz zu Hause, Mitarbeitende, welche Kinder haben, zum Teil auch, weil die Schulen geschlossen sind». Und: «Das Ziel war von Anfang an, die Filiale so schnell als möglich wieder zu öffnen.» Das geschah inzwischen auch. Die Migros sagt, alle verderblichen Waren seien noch am gleichen Tag in andere Filialen gebracht worden. Auf die Möglichkeit, in anderen Filialen einzukaufen, hat sie auch hingewiesen. Viel geholfen hat das leider nicht allen. Und noch etwas erklärt der Personalmangel der M-Eglisee: Im Coop Schoren stand bei der Türe eine Mitarbeiterin mit einem Händewasch-Sterilium. Man bekam eine Kontrollnummer. «Wir müssen die Kunden zählen» und «Bitte Abstand halten». – Bei einem Einkauf in der Migros Eglisee am Freitag zum ähnlichen Zeitpunkt war ausser einer unauffälligen SteriliumFlasche bei der Kasse von Vorsichsmassnahmen nichts zu spüren und nichts zu se-

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hen. Ab Samstag schien es andernorts dann zu klappen. Ich will nicht dramatisieren. Wir leben in einer ausserordentlichen Zeit. Die MigrosSchliessung dauerte – Stand bei Redaktionsschluss – 3 Arbeitstage. Dass der Personalbestand ein Problem ist, wird niemand bestreiten, und dass gefährdete Personen zu Haus bleiben müssen, auch. Natürlich bitten wir darum, uns wenn es geht möglichst frühzeitig zu informieren, damit wir nicht anrennen. Dass das diesmal und unter wohl einmaligen Umständen nicht der Fall war, Peter Meier können wir verstehen.  Q

50 Jahre Quart – wir feiern mit dem Quartier Sonntag, 16. August 2020, schon jetzt notieren! Angesicht der Corona-Krise haben wir die Vorabeiten für unser grosses JubiFest vorerst gestoppt. Aktuelle Informationen dazu gibt es zuerst auf facebook/ quarthirzbrunnen – also besuchen und liken! Auch auf www.quarthirzbrunnen.ch werden zu gegebener Zeit detaillierte Information zum Fest aufgeschaltet. Wir hoffen, Sie in der Quart-Ausgabe von Anfang Juni mit weiteren Informationen bedienen zu können!  Q

Bleiben Sie gesund!


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ZVG

Erneuerung Rauracherstrasse

Rauracherstrasse

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Regierung beantragt 3,4 Millionen Franken

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... und Buswendeschlaufe ­Habermatten Die Buswendeschlaufe bei der Haltestelle Habermatten wird so umgestaltet, dass sie sowohl den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes

Für die Erneuerung der Rauracherstrasse beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat rund 3,4 Mio. Franken. Die Gemeinde Riehen und die Industriellen Werke Basel (IWB) investieren zusammen ebenfalls beinahe 3 Mio. Franken in die Erneuerung ihrer Anlagen, unter anderem in eine neue öffentliche Beleuchtung. Die Bautätigkeiten werden sich voraussichtlich auf das Jahr 2022 konzentrieren.  Q

Christoph Benkler

ALLMENDFEST

5., 6. und 7. Juni CHRISTOPH BENKLER

Die Rauracherstrasse im benachbarten Riehen muss im Abschnitt Aeussere Basel­ strasse bis Kohlistieg saniert werden. Neben der notwendigen Erneuerung von Werkleitungen und Strassenbelägen sollen die Bushaltestellen «Bahnhof Niederholz» und «Habermatten» umgestaltet werden. Künftig können die Fahrgäste dann auch hier stufenlos ein- und aussteigen. Neue Bäume und Pflanzflächen sorgen auch für mehr A ­ ufenthaltsqualität. Zudem soll eine gedeckte Bike&Ride-Anlage mit Platz für 30 Velos entstehen. Für die Erneuerung beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Kredit von rund 3,4 Millionen F ­ ranken.

als auch jenen der Quartierentwicklungsplanung der Gemeinde Riehen entspricht. Das Umsteigen vom Tram auf den Bus und umgekehrt wird sicherer und komfortabler. Eine neue grosse Mittelinsel in der Rauracherstrasse dient als Querungshilfe und erhöht die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger. Auf dieser Mittelinsel entsteht zudem eine neue gedeckte Bike&RideAnlage, die Platz für 30 Velos bietet. Zusätzliche Bäume sowie sorgfältig gestaltete Pflanzflächen setzen am Eingang zum Quartier grüne Akzente, wie der Regierungsrat weiter mitteilt.

Aufwertung Quartierzentrum ... Das Quartierzentrum beim Bahnhof Niederholz erhält ein neues Gesicht. Die Bushaltestelle Fahrtrichtung Otto Wenk-Platz wird um wenige Meter, vor den kürzlich erstellten Neubau «Zentrum Niederholz», verschoben; diejenige Fahrtrichtung Habermatten verbleibt vor dem Rauracherzentrum. Die neuen bepflanzten Mittelinseln an diesen Bushaltestellen tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei, genauso wie die verbesserten Wuchsbedingungen für die Bäume südlich der Bahnüberführung. Die Anwohnerschaft sowie Besucherinnen und Besucher profitieren von sicheren Fusswegverbindungen und von langsamer fahrenden Autos. Dank des stufenlosen Einstiegs wird die Benutzung der Busse auch für Rollstuhlfahrende oder Personen, die mit Kinderwagen oder Rollatoren unterwegs sind, bequem möglich.

Strassenkunst. Es wird langsam Frühling, auch in diesen ungemütlichen Zeiten. Die Schulen sind geschlossen, die Kinder zuhause. Aber langweilig wird es ihnen offensichtlich nicht. So entstehen kleine Kunstwerke, leider vergängliche. Aber geniessen wir den Moment.


3 Baubeginn Tiefgarage Eisenbahnweg Im vergangenen November hat die Bauherrschaft des Neubauprojektes Areal Eisenbahnweg/Grenzacherstrasse, die Rimmobas Anlagestiftung, die Baugenehmigung für die viergeschossige, unterirdische Autoeinstellhalle erhalten. Per Ende Dezember wurde auch der «Bebauungsplan Eisenbahnweg» rechtskräftig. Dies ermöglichte Ende Februar 2020 das Baubegehren für das über der Autoeinstellhalle vorgesehene Wohngebäude einzureichen, wie die Bauherrschaft mit einem Schreiben die Anwohnenden am Eisenbahnweg informiert.

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Baumfällungen und Aushubarbeiten Ende Februar wurden die notwendigen Baumfällungen und Rodungsarbeiten auf der Bauparzelle vorgenommen. Die eigentlichen Bauarbeiten haben in den ersten Märzwochen mit dem Aushub für die 463 Parkplätze aufweisende Autoeinstellhalle begonnen. Letzterer wird voraussichtlich acht Monate in Anspruch nehmen. Laut Plan soll der Rohbau des Wohnhauses Mitte 2022 abgeschlossen sein, wie die Rimmobas Anlagestiftung weiter mitteilt.  Q

Christoph Benkler

ARTSTÜBLI GALERIE, BASEL

Urbane Kunst vermehrt sich Seit geraumer Zeit lassen die Industriellen Werke Basel nach und nach stadtweit ihre grauen KabelverteilKästen bemalen, um diese vor wilden, unschönen Sprayereien besser zu schützen. Nebst den drei in unserem Quartier bereits seit Jahren bemalten Kästen sind in jüngerer Zeit zwei weitere dazugekommen: An der Käferholzstrasse 82 und an der Ecke Paracelsusstrasse/Im Heimatland. Gemäss Auskunft des von den IWB für diese Arbeiten beauftragten Atelier Artstübli GmbH werden weitere Bemalungen folgen. Die bebilderte Liste aller stadtweit bereits bemalten Kabelverteil-Kästen können Interessierte beim Unterzeichnenden gerne anfordern: christoph.benkler@bluewin.ch.  Q

Christoph Benkler

Schorenhäuser aktuell

Aus aktuellem Anlass werden Sie diese Ausgabe von Quart das erste Mal nur online und nicht als gedruckte Zeitung lesen können. Auch wir, das Quart-Team, müssen die Weisungen des Bundesrates befolgen und unsere Verträgerinnen und Verträger, die mehrheitlich im Pensionsalter sind, nicht einem Risiko aussetzen und sie mit dem Verteilen der Zeitung auf die Strasse zu schicken. Wie Sie dieser Zeitung entnehmen, sind wir an der Vorbereitung unseres «50 Jahre Quart»-Festes. Ich kann Ihnen momentan aber nicht versprechen, dass das Fest genau so abgehalten werden kann, wie vorgesehen. Ich hoffe es sehr, doch kann in der jetzigen Situation niemand wissen, wie sich alles entwickeln wird. Wir haben auch beschlossen, nicht weiter auf das Corona-Virus einzugehen, da dies in der Tagespresse aktueller dargestellt werden kann. Einzig freue ich mich, dass in der Zeit von «sozialer Distanz» die Nähe und Verbundenheit mit all diesen wunderbaren, spontanen Hilfeleistungen so spürbar ist. Bleiben wir also über alle «sicheren» Kanäle miteinander verbunden und vergessen unsere Nachbarn nicht. Herzlichen Dank auch dafür, dass Sie unsere Internetadresse weitergeben, und damit alle Ihre Bekannten über unsere Online-Zeitung informieren! Ich hoffe, dass Sie die nächste Quart-Ausgabe wieder in den Händen halten können und verbleibe mit dem grossen Wunsch, dass Sie alle gesund bleiben.  Q

 Die Credit Suisse hat den Einwohnern der Liegenschaften Schorenweg 20/22 ein neues Angebot gemacht: Aufschub bis max. 28. Februar 2021, Mietzinsreduktion für 12 Monate 50%, dann für max. 14 Monate ins hintere Haus 30/32 mit normaler Miete, dann Wiedereinzug zu noch unbekannten Mietpreisen. Anlässlich einer Mieterversammlung hat sich von den gut 20 Anwesenden niemand für diesen Vorschlag erwärmen können, denn was auf den ersten Blick schön tönt, bedeutet praktisch zweimal einen Um-

zug ohne die spätere Miete zu kennen. Inzwischen führt der Mieterverband nochmals eine Umfrage durch. Bei Redaktionsschluss ist das Ergebnis noch nicht bekannt. Zur Erinnerung: Im Juni 2018 hat eine grosse Mehrheit der Basler Bevölkerung für mehr Mieterschutz gestimmt. Immer noch fehlt die nötige Gesetzesgrundlage; die Vorlage liegt beim Grossen Rat. Eine «Moratoriumsinitiative» verlangt, dass Kündigungen ausgesetzt werden, bis das erwähnte Gesetz

Ihre Fränzi Zuber, Präsidentin Quart Hirzbrunnen

in Kraft tritt. Diese Initiative hat die Regierung für ungültig erklärt. Über sie wird nun ein Gericht entscheiden. Bei der kürzlichen Volksabstimmung über den Wohnschutz hat die Schweizer Bevölkerung zwar mehrheitlich Nein gesagt, aber 9 der 10 grössten Städte sagten Ja, Basel mit 63% der Stimmen.  Q  Peter Meier


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ROBI ALLMEND ZVD

Ob geplante Veranstaltungen des Robi Allmend stattfinden können, ist bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Bitte informiert Euch unter www.robi-spiel-aktionen.ch.

Rückblick UNO Turnier Auch dieses Jahr war das UNO Turnier an Spannung kaum zu überbieten! Es gab mehrere Runden zu spielen. So waren nicht nur eine gute Taktik und gute Nerven nötig, sondern auch eine gehörige Portion an Aus­ dauer. Gewonnen hat das Turnier Lina, der zweite Platz belegte Albion, gefolgt von Egino. Herzliche Gratulation! Herzlichen Dank auch an alle anderen Kinder, die teilgenommen haben!  Q

Bis auf weiteres bleiben alle Angebote der ­Robi-Spiel-Aktionen aufgrund der momentanen Situation leider geschlossen.

Wir werden sobald wie möglich wieder für Euch dasein: Patrick, Sara, Syria, Flo & Samira

JUGENDZENTRUM EGLISEE Jugi Eglisee trotz Virus online erreichbar Der Beschluss des Bundes bringt, wie bei so vielen anderen Betrieben, auch bei uns einschneidende Einschränkungen mit sich, weshalb wir bis voraussichtlich 30. April den Offenen Treff sowie alle weiteren Angebote mit direktem Kontakt von Jugendlichen pausieren müssen. Auch wir sind uns unserer Verantwortung den Risikogruppen gegenüber bewusst und versuchen, die Jugendlichen dahingehend zu sensibilisieren und auf die Verhaltensregeln aufmerksam zu machen. Um weiterhin für die Jugendlichen im Quartier da zu sein, um aktuelle Fragen zu klären oder einfach als Kontaktaufnahme sind wir während den ausgeschriebenen Zeiten telefonisch erreichbar. Ausserdem verstärken wir unseren Online Auftritt auf den Sozialen Medien und sind auf den bekannten Plattformen (Links unter eglisee.ch) unterwegs, wo wir Tipps und Tricks geben,

wie die eingeschränkte Freizeit auch noch gestaltet werden kann, gesund und fit durch die Zeit des Coronavirus zu kommen, oder wir zeigen, was wir im Jugi alles so machen. Schaut vorbei, wenn es euch mal langweilig ist!  Q

Neues Gesicht im Jugi Eglisee Seit Februar 2020 absolviere ich, Theresa Zeisberger, im Jugendzentrum Eglisee das zweite Praktikum in meinem Studium zur Sozialarbeiterin. Ich begann mein Studium an einer Fachhochschule in Berlin und wechselte nach zwei Jahren Studium zur Fachhochschule Nordwestschweiz. Nach zweijähriger Babypause möchte ich nun mein Studium abschliessen, wofür mir noch mein zweites Praktikum fehlt. Ich habe schon Arbeitserfahrungen im Bereich der sonderpädagogischen Schule, in der Sozialpsychiatrie, Betreuung und Begleitung von Kindern in der Familienhilfe gesammelt. Die meiste Erfahrung sammelte ich in der Arbeit im Zwangskontext, weshalb mich die freiwillige Zusammenarbeit wie hier im Jugi als eine neue Herausforderung noch besonders reizt. Ich finde es spannend, mich mit aktuellen Jugendthemen auseinander zu setzen und freue mich darauf, meinen professionellen Habitus zu erweitern und die Jugendlichen des Quartiers kennen zu Theresa Zeisberger lernen!  Q 

Veranstaltungen in der Bibliothek Bibliothek Hirzbrunnen, Bäumlihofstrasse 152, www.stadtbibliothekbasel.ch

Die GGG Stadtbibliotheken Basel bleiben bis am 19. April 2020 ­geschlossen. Alle Veranstaltungen bis und mit 19. April sind abgesagt. Die Rückgabekästen werden weiterhin geleert. Die Ausleihfristen für alle physischen Medien werden automatisch bis am 20. April ver­ längert.


ERLEN VEREIN

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TIERPARK LANGE ERLEN

SCHMUTTERMAIER

Neues Geweih für den Rothirsch Erste Jungtiere in diesem Jahr im Tierpark

Tierpark Lange Erlen, im Moment nur online zugänglich: www.erlen-verein.ch

Am 1. Februar sind im Tierpark sechs junge Wollschweine auf die Welt gekommen, zwei überlebten leider nicht, doch die anderen drei Weibchen und ein Jüngling sind putzmunter. Die beiden Wollschweinsauen sind seit dem letzten Jahr in der Lange Erlen und sind beide im September 2018 geboren. Die grau-schwarz gestreiften Ferkel sind anfänglich noch im Stall unter der Wärmelampe und warten dort aneinander gekuschelt auf ihre Mutter, die fürsorglich auf sie schaut. Mit ihrer Streifung sieht man deutlich die genetische Verwandtschaft zur Wildsau, nur sind diese Frischlinge braun-beige gestreift.

Nicht erschrecken, es ist Hornig

Längere Zucht­tradition im Tierpark

auch wenn Sie einen blutigen Hirsch im Gehege sehen. Das fertige Geweih ist anfänglich noch weiss, bekommt aber bald durch Pflanzensäfte und Schmutzpartikel seine typische braune Farbe. Und noch etwas: Die Endenzahl des Geweihs stellt nicht das Alter des Hirsches dar, sondern sein Wohlbefinden! Ein schönes Geweih zeigt, dass es dem Hirsch gut geht, er hat genug Nahrung, keinen Stress und ist gesund. Sein Geweih ist sein Statussymbol, denn die Damen lesen den Vater ihrer Kinder nach Fränzi Zuber dem Geweih aus!  Q

Schon seit 2007 besteht die Wollschweinezucht, als der Tierpark die Schweinehaltung von den Hängebauchschweinen zu der alten Rasse wechselte. Wenn möglich werden die Jungtiere lebend weiter verkauft und tragen so zur Weiterzucht und der Rassenerhaltung bei. Das zweite Wollschweinweibchen sollte nach Möglichkeit im Herbst noch Junge werfen. Warten wir es ab und schauen Sie im Tierpark nach, denn die Kleinen werden jeden Tag mutiger und abenteuerlustiger und beleben so das Gehege mit ihren Erkundigungen und Fränzi Zuber Neuentdeckungen.  Q STEFAN TSCHOPP

Der Februar wird auch Hornig genannt, weil der Rothirsch in diesem Monat sein Geweih abwirft. Durch eine alljährliche hormonelle Veränderung stirbt die Bindehaut zwischen dem Knochenzapfen (Rosenstock) und dem Geweih (Stange) ab und so kann die letztjährige Stange abgeworfen werden. Das sieht manchmal etwas blutig aus, ist aber für den Hirsch gefahrlos. Beim Abwurf des Geweihs, das aus nichtbelebtem Knochen, also Kalk und Eiweiss besteht, werden Blutgefässe freigelegt. Die offene Stelle schliesst sich schnell mit der sogenannten Basthaut, die wie ein samtartiger Überzug über dem Knochen liegt.

Jedes Jahr ein neuer Kopfschmuck Nun geht es etwa 150 Tage bis das neue Geweih, umschlossen von dieser mit Blutgefäs­ sen durchwebten Basthaut, die das wachsende Geweih mit Nahrung versorgt, fertig ist. Nach Erreichen der vollständigen Grösse stirbt diese Basthaut ab, was beim Hirsch zu Juckreiz führt und so fegt er diese nun überflüssige Haut ab. Auch dann kann es aus noch übrigen Gefässen leicht bluten.

Machen Sie sich keine Sorgen ... ... beim Entdecken dieses Geweihwechsels,

Aktuelle Tierpark-Werbung am Parkhaus Badischer Bahnhof.


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QTP H

Spielgruppe Paladuk: Neue Leiterin

ZVG

QUARTIERTREFFPUNKT HIRZBRUNNEN

Gesucht: Gärtner und Gärtnerinnen für unseren Quartiergarten Seit gut einem Jahr gedeiht unser Quartiergarten im Rheinacker 15. Unsere fleissigen Helferinnen Hildi, Veronika, Bexheije und der Mädchen- und Bubentreff kümmern sich liebevoll um unseren Garten und wir durften das ganze Jahr frisches und saisonales Gemüse ernten. Schon bald beginnt wieder die neue Saatzeit und wir suchen noch weitere interessierte QuartierbewohnerInnen, welche sich gerne im Quartiergarten miteinbringen möchten. Vorkenntnisse sind nicht nötig, die Freude an der gemeinsamen Gartenpflege reicht völlig aus. Bei Interesse melden Sie sich bei uns unter 061 601 50 30 oder kommen Sie vorbei – wir Marcia Marti freuen uns über neue Gesichter und helfende Hände!  Q 

Neuer Bubentreffleiter Mein Name ist Dimitri Hafen, ich leite seit November 2019 den «Bubentreff» vom Quartiertreffpunkt Hirzbrunnen. Ich bin 27 Jahre alt und studiere soziokulturelle Animation an der Hochschule Luzern. Ich habe viele Hobbys und Interessen wie Sport, Kunst, Fotographie, Schauspiel, Film, Gamen, KoZur Zeit ist der Quartiertreffpunkt geschlossen und wir öffnen voraussichtlich erst wieder nach den Osterferien. Bis dahin sind wir weiterhin bemüht, die QuartierbewohnerInnen bei ihren Anliegen zu unterstützen. www.qtp-basel.ch/hirzbrunnen/

chen, Spiele spielen oder einfach kreatives Arbeiten im Allgemeinen. Im «Bubentreff» können sich Jungen ab der ersten Primar treffen und einfach spielen oder kleinere Projekte verfolgen. Im Treff kann jeder kommen und gehen wie er will. Die Leitung unterstützt die Kinder bei ihren Vorhaben und hilft Ressourcen zu erschlies­ sen. Spass, Kreativität, Bewegung, Mitbestimmung und informelle Bildung sind wichtige Elemente des Treffs. Die Arbeit mit den Kindern verläuft Anhand ihrer Interessen. Der Bubentreffpunkt ist jeden Mittwoch von 17.30 – 20 Uhr geöffnet. Für zwei Franken gibt es ausserdem Dimitri Hafen noch ein Z’Nacht.  Q 

Mein Name ist Anja Brogle, ich leite ab August 2020 die Spielgruppe Paladuk im Quartiertreffpunkt Hirzbrunnen. Ich habe die 3-jährige Ausbildung Fa c h p e r s o n Betreuung Kind sowie das 3-jährige Studium zur Erzieherin HF abgeschlossen. Seit 10 Jahren arbeite ich im Kinderbetreuungsbereich. Ich sehe Kinder wie Pflanzen, sie brauchen viel Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit und den richtigen «Dünger» um wachsen und gedeihen zu können. Jedes Kind ist ein Individuum und benötigt unterschiedliche Fürsorge. Durch spielerisches Lernen können Kinder das Neuerworbene besser abspeichern. Durch das Knüpfen von Sozialkontakten werden die Kinder in ihrer Sozialkompetenz gefördert. Mit meinem Zertifikat für die frühe Deutschförderung bin ich befähigt, mit Ihrem Kind die deutsche Sprache zu erlernen und das Gelernte zu vertiefen. Die Entwicklung wird ganzheitlich gefördert durch verschiedene Angebote wie Rollenspiele, Ausflüge, Kreativaktivitäten, Backen, Singen und Vielem mehr. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit. Die Spielgruppe Paladuk findet wie folgt statt: Gruppe 1: Montag und Dienstag 8.30-11.30 h Gruppe 2: Montag 14-17 h und Donnerstag 8.3011.30 h Der Spielgruppenalltag eignet sich für Kinder ab 2½ Jahren bis zum Kindergarteneintritt. Besuchen Sie die Internetseite oder schreiben Sie mir.  Q Anja Christina Brogle 079 385 08 87 www.spielgruppe-paladuk.ch info@spielgruppe-paladuk.ch


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NEUTRALER QUARTIERVEREIN HIRZBRUNNEN

Neue Beleuchtung und gefährliche Verkehrssituation

CHRISTOPH BENKLER

Ende Januar montierten die IWB auf Initiative des Neutralen Quartiervereins Hirzbrunnen (NQVH) sowie auf Wunsch einiger NQVH-Mitglieder eine neue Beleuchtung für eine bessere Ausleuchtung der Tramhaltestelle Eglisee. Die aktuelle, deutlich hellere Beleuchtung befindet sich vorerst in einer Testphase. Der NQVH-Vorstand erachtet die neue Beleuchtung schon heute als eine klare Verbesserung. Damit haben vor allem auch die älteren Bewohner unseres Quartiers bessere Sicht und ein deutlich besseres Sicherheitsgefühl – vor allem in den dunklen Wintermonaten. Im Laufe des Frühjahrs werden Vertreter des NQVH zusammen mit den IWB die neue Beleuchtung bei einer Begehung besichtigen. Der NQVH wird bei dieser Gelegenheit darauf hinwirken, dass die Beleuchtung

über die aktuelle Testphase hinaus bestehen bleibt und entlang der Riehenstrasse bis zur Tramhaltestelle Hirzbrunnen/Claraspital weitergeführt wird. Ende Februar kam es bei dieser Haltestelle zu einer Kollision zwischen einem Velofahrer und einem Tram. Dabei hat sich der Velofahrer verletzt. In der Folge erreichten den NQVH-Vorstand verschiedene Meldungen von Quartierbewohnern, die an der Kreuzung Im Surinam/Riehenstrasse immer wieder gefährliche Situationen erleben und schon mehrere Unfälle registriert haben. Für viele Verkehrsteilnehmer ist die Situation an dieser Kreuzung unklar. Kommt hinzu, dass gerade in diesem sensiblen Bereich viele – insbesondere auch ältere und quartierfremde – Verkehrsteilnehmer vom Claraspital her den Fussgängerstreifen und die Tramgeleise überqueren.

Der NQVH-Vorstand hat mit den zuständigen Behörden Kontakt aufgenommen und wird darauf hinwirken, die unklare und unsichere Verkehrssituation im Sinne der Quartierbewohner und -besucher zu verbessern. Der NQVH wird am Allmendfest am Samstag, 6. Juni 2020, von 18 bis 21 Uhr den Service übernehmen. Erfreulicherweise haben sich bereits einige Helfer beim Vorstand gemeldet. Vielen Dank für die Unterstützung! Wir brauchen noch weitere Helfer, der NQVH-Vorstand freut sich über Ihre Anmeldung per E-Mail an info@nqv-hirzbrunnen. ch. Weitere Informationen zum NQVH finden Sie unter www.nqv-hirzbrunnen.ch oder auf der Facebook-Seite www.facebook. com/nqvHirzbrunnen  Q  Vorstand NQV Hirzbrunnen

ACHTUNG: Die Mitgliederversammlung des NQVH vom 5. Mai 2020 ist aufgrund des Corona-Virus abgesagt und wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. NQVH-Mitglieder werden rechtzeitig über das neue Datum informiert.


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Über 15 000 Patienten jährlich «Wir sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und behandeln pro Jahr rund 15 000 Patientinnen und Patienten auf unserer Notfallstation», bilanziert Dr. Stephan Steuer. «Wir kommen damit an unsere Kapazitätsgrenzen und freuen uns auf den Bezug des Neubaus», so der Chefarzt der

Notfallstation. Ab Sommer dieses Jahres wird der Notfall im Neubau Hirzbrunnen platziert sein und nach Abschluss der Bauprojekte im 2022 auch über eine eigene Zufahrt verfügen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sorgt das Claraspital vor. Unter anderem ist ein räumlicher Ausbau der Notfallstation in Vorbereitung. Die neue Station hat in den Köpfen der Verantwortlichen schon ein klar erkennbares Gesicht: Neben einer moderneren Infrastruktur und Ausstattung mit hellen freundlichen Räumen soll es auch mehr Platz geben. Heute seien es 13 Patientenräume, inskünftig 15 sowie der Möglichkeit einer Erweiterung von fünf weiteren Plätzen. «Zusätzlich kommt ein sogenannter Multifunktionsraum, in dem auch schwerer Erkrankte versorgt und kleine Eingriffe gemacht werden können», gibt Stephan Steuer bekannt. ZVG

Die Notfallzahlen in der Schweiz steigen und steigen: Diesem Trend will auch das Claraspital mit dem Ausbau seiner NotfallStation im Neubau Rechnung tragen. Patientinnen und Patienten suchen bei einem gesundheitlichen Problem in vermehrten Mass die Notfallstation eines Spitals auf. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist dies bereits bei mehr als einem Viertel der ambulanten Behandlungen in der Schweiz der Fall. Auch das Claraspital spürt diese Entwicklung. Vielfältige politische Bemühungen in der Nordwestschweiz, diese Tendenz aus Kostenüberlegungen zu bremsen und Patienten zuerst zum Besuch ihres Hausarztes zu veranlassen, scheinen bislang nicht von gros­ sem Erfolg gekrönt zu sein. Das dürfte auch daran liegen, dass Termine bei Hausärzten nicht so leicht zu bekommen sind.

Neues Patienten-ManagementSystem Neben einem räumlichen Ausbau tut sich auch einiges in Sachen Prozessautomatisierung. Ein neues Patienten-ManagementSystem im Claraspital sorgt dafür, dass Notfallprozesse konsequent elektronisch

Brunnen im Hirzbrunnen In der ersten Quart-Ausgabe dieses Jahres haben wir den Landauer-Brunnen ganz im Osten des Hirzbrunnenquartiers vorgestellt. In dieser Ausgabe steht ein Brunnen ganz im Norden unseres Quartiers im Vordergrund:

Schliesse-Brunnen Dieser steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Restaurant Schliessi am linksseitigen Ufer der Wiese in den Langen Erlen. Er fristet dort ein eher stiefmütterliches Dasein im Schatten der ihn umgebenden Bäume. Der Brunnen hat einen rötlichen Trog und einen Wasserspeier. Viel mehr gibt es zu diesem Wasserspender nicht zu berichten; zum am Brunnen vorbeiführenden Wildschutzweg hingegen schon: Der Name «Wildschutzweg» hat nichts mit Wild zu tun. Es bedeutet «Rück-Schuss-Weg» und bezieht sich auf den Rückfluss (von «wilder Schuss») von überschüssigem Wasser aus dem dort abgeleiteten Riehenteich in die Wiese. Dieses Flüsschen fliesst neben dem Brunnen Christoph Benkler durch. «Schuss» hiess früher in der Dialektform auch «Schutz».  Q

abgebildet werden. Das ist unumgänglich, denn der Dokumentationsaufwand für Ärzte und Pflegepersonal wächst ebenfalls ständig. Parallel dazu erhöht sich der Anspruch an die Leistungsfähigkeit und Digitalisierung der klinischen Dokumentation. Im Sommer des letzten Jahres wurde ein abteilungsübergreifendes Projekt zwischen Anästhesie, Notfallabteilung sowie Intensivstation lanciert und ein paar Monate später auch im interdisziplinären Notfall eingeführt. Dank des elektronischen Patientendossiers sei man nun viel besser im Haus vernetzt und könne sich einen schnelleren Überblick über den gesamten Behandlungsablauf verschaffen. «Mehr Behandlungsqualität, mehr Patientensicherheit, mehr Zeit und mehr Transparenz», schwärmt Stephan Steuer.

Zusammenarbeit mit Unispital Sehen sich das Claraspital und das Universitätsspital Basel, welche als einzige Spitäler über eine Notfallstation in Basel verfügen, eigentlich als Konkurrenten – oder gibt es eine Art Arbeitsteilung für bestimmte Fälle? «Wir kümmern uns gemeinsam um alle Notfallpatienten, denn nur gemeinsam können wir die Nachfrage nach der Notfallversorgung decken», ist der Chefarzt der Claraspital-Notfallstation überzeugt. Seine kleine Wohnung im Kleinbasel, wo er sich sehr wohl fühle, liegt quasi zwischen diesen beiden Spitälern. Sein Hauptwohnsitz befindet sich dagegen immer noch in Zürich, sagt der Wochenaufenthalter und Familienvater von drei adoleszenten TöchMarkus Sutter tern.  Q

CHRISTOPH BENKLER

Bald Platz für noch mehr Notfälle


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ZVG

ZVG

Danke, Christophe Nidecker! Es gibt Leute, die prägen unser Quartier. Einer davon ist zweifellos Christophe Nidecker. Dass unsere Quartierkirchen gegenüber allen, auch Nichtchristen, so offen sind, ist nicht zuletzt sein Verdienst – Grund genug für Quart, mit ihm ein Gespräch zu führen.

Christophe, du sagst, Kirche sei immer ‚mitten in meinem Leben‘ gewesen. Das stimmt und hat mit meinem Grossvater zu tun. Aber trotzdem, ich machte einen Umweg über Anthropologie, also der Lehre vom Menschen, in Richtung Sozialpädagogik. Darum war ich Heimerzieher, Gruppenleiter und Coach, zuletzt im inzwischen geschlossenen Basler Schulheim auf dem Chaumont.

Und dann kam 1986 die Anfrage der Kirchgemeinde St. Markus? Ja, und die reizte mich. Ich habe zugesagt und es nie bereut!

wie die Offenheit gegenüber Menschen, die keinen Bezug zu Kirche und Religion haben. Christentum muss offen sein, und Sozialarbeit macht da keine Unterschiede. Und ich habe ja auch noch andere Sachen gemacht.

Hat das mit deinem Grossvater zu tun? Ja, sehr. Schon meine Mutter hat mich kirchlich geprägt. Mein Grossvater war pensionierter Kleinbasler Pfarrer und nahm mich an viele diakonische Anlässe mit. Er erzählte mir spannende biblische Geschichten und ich durfte in seinem Studierzimmer in seinen Büchern blättern. Faszinierend fand ich besonders die Bilder aus dem alten Palästina.

Du warst nun 34 Jahre vor allem im Hirzbrunnen tätig. Eine lange Zeit. Heute ist das ja nicht mehr üblich, aber die Arbeit war nie statisch. Sie war verbunden mit Jugend- und Sozialarbeit, mit Unterricht, mit der Begleitung von Praktikanten, der Koordination kirchlicher Jugendarbeit, mit der Entstehung des Kinderbüros, mit vielen Jugendkulturfestivals und anderem, und immer standen die Menschen im Mittelpunkt.

Du hast auch viele Senioren-, Gemeinde­ ferien und Jugendlager organisiert. Besonders beeindruckt hat mich aber schon dein Beitrag zur Oekumene. Für mich war das immer klar, genau gleich

Erzähle! Ich war Fährimann in der Schulzeit, Pfadi und Schnitzelbänggler. Heute singen wir als ‚Marble-Bags‘ oder ‚Hit-Piraten‘. Viele Melodien klauten wir aus Irland und texten neu, meist auf ‚baseldytsch‘. Ich war auch schon Bühnenbildner, habe unterstützt, getextet und in Theatern mitgewirkt. Anm. PM. zuletzt im Marionettentheater, mit grossem Erfolg.

Da muss ich deine Frau Pirkko ins Spiel ­bringen… Ohne sie wäre vieles nicht möglich gewesen, gar nicht zu reden von meiner Familie. Anm. PM. Die Frau von Christophe Nidecker, hätte einen eigenen Abschnitt verdient. Sie wollte, dass wir hier bei Christophe bleiben. Wenigstens das: Nideckers haben 4 Kinder und 2 Pflegekinder gross gezogen, und gleichzeitig hat Pirkko viele Initiativen entwickelt und Anlässe mitgestaltet.

Eine Frage zum Schluss: Hast du Pläne? Ich werde etwas Abenteuerliches anpacken! Ich gehe den ganzen Sommer nach Finnland, unserer zweiten Heimat. Pirkko

kommt in den Schulferien nach. Dort haben wir ein kleines Haus. Wir machen einen Anbau, sodass wir Besucher besser empfangen können. Die Pläne habe ich selbst gezeichnet und einen Pickel habe ich zum Abschied vom Diakoniekapitel auch bereits erhalten. Ich freue mich riesig. Im Herbst bin ich wieder zurück. Das möchte ich noch anfügen: Ich schaue dankbar zurück auf viele hier mit guten Menschen erlebte Wegstrecken, auf Menschlichkeit und Wärme. Danke für alles!  Q

Interview: Peter Meier

Nachtrag Am 29. März, genau richtig zum Beginn der Sommerzeit, hätte Christophe Nidecker in der Theodorskirche würdig verabschiedet werden sollen. Aber auch hier hatte Corona etwas dagegen. Die Nachfolge von Christophe ist bei Kathrin Knoepfli in guten Händen. Ihr Arbeitsplatz ist zwar an der Rebgasse, aber sie kümmert sich trotzdem um unser Quartier. Ähnlich steht es bei Luca Pontillo, der für St. Michael/St.Clara tätig ist. Er hat die Nachfolge von Hermann Wey angetreten, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann. Auch ihm danken wir und wünschen ihm alles Gute, vor allem P.M. gute Besserung!


ZVG

10 serer Kunden ein. Im Frühling darf man uns Blumenkistlein bringen. Diese bepflanzen wir mit Blumen nach Wahl und freuen uns, wenn zufriedene Kunden im nächsten Jahr wieder kommen. Im Herbst holen wir Kübelpflanzen bei unseren Kunden ab. Diese überwintern wir in der Gärtnerei und bringen sie im Frühling wieder zurück. Und immer wieder freue ich mich, wenn sich mit Menschen, denen ich begegne, interessante Gespräche ergeben.» Soweit die Ausführungen von Thomas Meyer.

Markt am 1. Mai entfällt

Eine Gärtnerei im Quartier

Vom Lehenmatt ins Hirzbrunnen und nach Riehen Thomas Meyer erzählt: «1956 ist mein Grossvater mit der Gärtnerei von der Lehenmattstrasse hier an die Allmendstrasse gezogen. Zum Betrieb gehört auch der Blumenladen vis-à-vis vom Friedhof Hörnli. Die Meyer Söhne AG ist ein Familienbetrieb. Ich leite die Gärtnerei, mein Bruder den Blumenladen in Riehen. Wenn wir Hilfe brauchen, arbeiten meine Eltern immer noch mit, mein Vater in der Gärtnerei und meine Mutter im Blumengeschäft.» Aufgewachsen ist Thomas Meyer an der Hörnliallee über dem Blumenladen. Nach der Lehre zum Zierpflanzengärtner stieg er vor 31 Jahren in den Familienbetrieb ein. Bis vor sechs Jahren wohnte Meyer in Riehen und war dort zeitweise im Einwohner- und Gemeinderat tätig. Heute lebt er mit seiner Frau auf dem Areal der Gärtnerei und schätzt das Leben im Hirzbrunnen sehr.

möglichst umweltfreundlich. Im Moment wird der Sommerflor in kleine Töpfe gepflanzt und im beheizten Glashaus gehegt und gepflegt und später ans Leben im Freien gewöhnt. Schon bald wird alles ab Hof und im Blumenladen an der Hörnliallee in Riehen zum Verkauf stehen.

Dienst am Kunden «Ein grosser Teil unserer Pflanzen brauchen wir für die Bepflanzung von Gräbern auf dem Hörnli, dem Wolf-Gottsacker und in den Friedhöfen der näheren Umgebung. Vier Mal im Jahr gestalten wir die Gräber neu und gehen auf spezielle Wünsche un-

Das Gewächshaus In der Gärtnerei arbeiten zwei Angestellte und eine Lernende. Im Gewächshaus werden saisonale Topfpflanzen produziert, dies

Leider entfällt in diesem Jahr der beliebte Anlass, das Coronavirus hat auch der Gärtnerei Meyer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Ladenlokal bleibt bis auf weiteres geschlossen. Über www.meyer-soehne.ch können jedoch Blumen bestellt werden.

STEFAN TSCHOPP

Eines der ältesten Gebäude im Quartier steht versteckt an der Allmendstrasse 160. Es ist ein alter Bauernhof mit Ökonomiegebäuden aus dem Jahr 1880. Heute ist die Gärtnerei Meyer Söhne AG darin untergebracht, ein Familienbetrieb. Das Land gehört der Einwohnergemeinde Basel. Die Gärtnerei hat einen Teil des alten Bauerngutes gemietet, den andern gepachtet und die Gewächshäuser stehen auf Land im Baurecht.

Höhepunkt des Jahres ist jeweils der Tag der offenen Tür am 1. Mai. Dann lädt Meyer die Quartierbevölkerung zu einem bunten Markt ein. Am Morgen gibt es Kaffee und Apéro, am Mittag Leckerein vom Grill, Cüplibar, Kaffee und Kuchen. Auf der Showbühne laufen diverse Darbietungen, Musik und Gesang, aber auch handwerkliche Vorführungen. Auf dem grossen Hofgelände wird an zahlreichen Marktständen Kunsthandwerk angeboten und verkauft. Und natürlich kann man sich in der Gärtnerei mit Blumen- und Gemüsesetzlingen eindecken. Q  Ruth Scholer Messer

Frühlingserwachen an der Kleinriehenstrasse


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† Ernst-Ulrich Katzenstein ZVG

bin ich froh, dass das Bäumlihofprojekt – nach neuen Erkenntnissen und einer zweiten Volksabstimmung – nie ausgeführt wurde, und dass Katzenstein trotzdem Pfarrer in St. Markus blieb. Nur nebenbei: In dieser Phase der Unsicherheit wurde auch ein ‚Pfarreiheim St. Michael‘ geplant, zuerst noch ohne Saal. Heute ist es das Allmendhaus, und ohne die Offenheit des damaligen kath. Pfarrers Christian Feer und Ernst-Ulrich Katzenstein wäre das kaum möglich gewesen. Das gilt übrigens auch für das gleichzeitig entstandene «Quart».

18 Jahre lang Pfarrer ins St. Markus Ernst-Ulrich Katzenstein hat etwa 700 Kinder getauft, 900 Konfirmanden unterrichtet, 550 Trauungen vorgenommen und 3200 Men-

Historische Luftbilder vom Hirzbrunnen Hier sehen wir eine wunderbare Flugaufnahme aus dem Jahr 1924. In der Bildmitte das im Jahr 1882 für die Basler Trinkwassergewinnung in Betrieb genommene Pumpwerk Lange Erlen. Dieses musste – nach der kurzzeitigen Nutzung als Skater-Halle – vor wenigen Jahren einem Neubau weichen. Links davon die Exerziermatte – in der Umgangssprache

«Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler» 1971 wurde Katzenstein nach Basel berufen, nach St. Markus. Natürlich brauchte man dort einen Pfarrer, aber es ging noch um mehr. Es brauchte damals einen sehr offenen Menschen, denn in dieser Zeit war die Bäumlihofüberbauung geplant. Sie wurde sogar in einer ersten Volksabstimmung genehmigt. Etwa 4000 Leute sollten neu ins Quartier einziehen. Aufgrund einer Stiftung und der Initiative der evang.-ref. Kirche sollte darum im Gebiet Allmendstrasse/Bäumlihofstrasse ein grosses Quartierzentrum mit Läden, Saal, öffentlichen Räumen, Alterswohnungen usw. entstehen. Ernst-Ulrich wollte mich damals als Zentrumsleiter gewinnen. Nachträglich

Peter Meier

«Exi» genannt – wo in Reih und Glied Rekruten der Sanitäts-Rekrutenschule, die in der Kaserne Basel beheimatet war, bei ihrer körperlichen Ertüchtigung. Am Waldrand sind noch die Hindernisse der sog. Kampfbahn zu erkennen, welche bis zu deren Verschwinden in den 70er-Jahren auch den Kindern als TurnJean Kessler und Spielgeräte dienten.  Q WALTER MITTELHOLZER/ZENTRALE BILDDATENBANK ETH ZÜRICH

Viele Leute hätten einen Nachruf verdient. Quart ist damit sehr zurückhaltend, aber Ernst-Ulrich Katzenstein hat so vielen Leuten im Quartier so viel bedeutet, dass wir eine Ausnahme machen. Am Schluss lebte er wieder bei uns im Quartier, im Elisabethenheim. Am 28. Januar ist er 83-jährig gestorben, wenige Monate nach seiner Frau Sabine. Schon Katzensteins Vater war Pastor in Berlin, in der Hitler-Zeit ständig von der Geheimen Staatspolizei Gestapo überwacht und immer wieder vorgeladen. In DDR-Zeiten ging das genau gleich weiter. 18-jährig floh Ernst-Ulrich in den Westen. Einen Teil seines Studiums absolvierte er in Basel beim inzwischen führenden Theologen Karl Barth. Seine erste Stelle war in Berlin. Er heiratete Sabine. Ihre Ehe dauerte fast 53 Jahre. Er konnte schmunzelnd erzählen, dass seine 5 Kinder mit Katholiken, Freikirchlern und Konfessionslosen verheiratet seien, Zeugnis für seine Offenheit und insbesondere Oekumene.

schen auf ihrem letzten Weg begleitet, darunter manche, die mit Kirche und Religion wenig am Hut hatten. Das war seine Einstellung: Er wollte ganz einfach für alle Menschen da sein. 1989 wurde er zum Chefredaktor des Kirchenboten berufen. Inzwischen war er, der seine Berliner Herkunft nie verleugnete, auch Schweizer und in Basel Grossrat und Bürgergemeinderat geworden. Eine seiner Stärken war, pointiert Stellung zu nehmen, ohne zu verletzen. Kein Wunder, wählte ihn der Grosse Rat 2002 zu seinem Präsidenten. Unvergesslich die Diskussionen mit ihm bei einem guten Glas Wein. Wie schon erwähnt: Auch die Gründung von ‚Quart‘ hat Ernst-Ulrich Katzenstein nachdrücklich unterstützt. Gemeinsam mit vielen andern haben wir ihm viel zu verdanken. Seinen Kindern und Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.  Q

Pumpwerk Lange Erlen mit Exerziermatte 1924


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QUARTIERRAUM SCHOREN

Wer letztes Jahr dabei war, freut sich bereits auf die nächste Ausgabe des Schorenfestes am 13. Juni 2020, 15 bis 22 Uhr. «Die Kinder hatten so viel Spass», sagt Anwohner Emmanuel Oertlé, «und auch die Erwachsenen konnten entspannt zusammen feiern. Wir freuen uns bereits wieder auf die vielen Aktivitäten, das gute Essen und viele freundschaftliche Begegnungen.» Zum zweiten Mal findet das Fest nicht mehr auf der Strasse sondern auf dem neuen Dreiecksplatz, auch «Dorfplatz» genannt, und auf dem Weg zwischen Schulhaus und Café Tante statt. Die Organisatorinnen vom Verein «Quartierraum Schoren» zeigen sich sehr zufrieden mit dieser Situation. Die Vorbereitungen seien wesentlich einfacher, wenn nicht die Strasse gesperrt werden müsse und wenn Strom und Wasser leicht zugänglich seien. So können sie sich vermehrt auf die vielen Kinderaktivitäten konzentrieren. Es gibt natürlich auch Stände mit verlockenden Speisen und Getränken. Dazu suchen die Organisatorinnen viele Helferinnen und Helfer: für den Auf- und Abbau, Grillmeister, flinke Hände an den Essensständen und der Bar. Wer Zeit und Lust zum Mitmachen hat oder gerne etwas zum Salat- oder Kuchenbuffet beitragen möchte, meldet sich bitte (Kontakt siehe unten).

Informationen und Kontakt Informationen zu weiteren Veranstaltungen, Kursangeboten und den Mietkonditionen für die Räumlichkeiten finden Sie auf der Website des Quartierraums: www.quartierraum-schoren.ch  Q Bis 19. April bleibt das Café wie alle anderen Gastronomien in der Schweiz sicher geschlossen. 

Herausgeber: Quart Hirzbrunnen 4000 Basel redaktion@quarthirzbrunnen.ch Postkonto 40-31076-5 www.quarthirzbrunnen.ch Zuschriften: an obige Adresse Auflage: 6500, erscheint 5-mal jährlich

ZVG

Schorenfest am 13. Juni 2020

ELTERNCENTRUM HIRZBRUNNEN ELCH bis auf Weiteres geschlossen Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus sind wir verpflichtet jeweils kurzfristig die geltenden Massnahmen der Behörden umzusetzen respektive zu befolgen. Es sind einschneidende Massnahmen in schwierigen Zeiten und es liegt jetzt an uns allen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit die Spitäler entlastet und Leben gerettet werden können.

Wir informieren euch jeweils so zeitnah wie möglich über unsere Homepage unter www.qtp-basel.ch/elch, Facebook oder Instagram. Per E-Mail elch@qtp-basel.ch sind wir weiterhin erreichbar. Wir haben viel Herzblut, Energie und Zeit in unsere Veranstaltungen gesteckt, um euch

Redaktionsmitglieder: Fränzi Zuber-Serena, Präsidentin, Evi Benkler, Christoph Benkler, Madeleine Joubert, Haiggi Leimbacher, Peter Meier, Ruth Scholer, Markus Sutter Endredaktion: Haiggi Leimbacher, 061 691 43 34 redaktion@quarthirzbrunnen.ch

tolle Angebote ermöglichen zu können. Deshalb tut der Entscheid auch weh. Die Gesundheit geht jedoch vor. Wir hoffen, dass es euch allen und euren Liebsten soweit gut geht. Sorgt euch um die Familie und Freunde und um euch selbst, schützt und unterstützt ältere und erkrankte Menschen in der Nachbarschaft, bleibt zu Hause, wascht euch regelmässig die Hände. Es bleibt nichts anderes übrig, als das Beste aus der ungewohnten Situation zu machen und abzuwarten, wie sich das Ganze entwickelt. Bitte passt auf euch selbst und aufeinander auf. Bleibt gesund!  Q Euer ELCH-Team 



Corinne Vischer

Zustellung und Abonnemente: Evi Benkler, 061 601 40 07 evi.benkler@bluewin.ch Inserate: Madeleine Joubert, 076 365 39 63 inserate@quarthirzbrunnen.ch Gestaltung: www.qbasel.ch Druck: Werner Druck & Medien AG

Quart-Daten 2020 Nr. Red.-schluss 3 19. Mai 4 18. August 5 20. Oktober

Verteilung 3. Juni 2. September 4. November

Profile for Quart Hirzbrunnen

Quart 2/2020  

Die Quartierzeitung von Hirzbrunnen, Bäumlihof, Rheinacker, Landauer, Schoren, Surinam, Rankhof und angrenzendes Riehen

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