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Abbildungen (von oben nach unten): 1: Langschüttquelle: Eselswand in Friesenheim (Ortennaukreis 2: Karstquelle: Blautopf in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) 3: Kluftquelle: Große Wiesenquelle in Gernsbach (Landkreis Rastatt) 4: Langschüttquelle: Rothausenhof in Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis) 5: Schichtquelle: Rösslequelle in Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis)

Mit der Einführung des qualitativ betonten Quellmessnetzes 1993 wurden die damaligen Quellschüttungsmessstellen auf ihre Eignung als Beschaffenheitsmessstellen überprüft. Einige Messorte wurden dabei aufgegeben, insbesondere in Gebieten mit hoher Messstellendichte. Das rückläufige Messstellenkontingent seit etwa 2006 hat seine Ursache im Wesentlichen in der zunehmend angespannten Finanzlage der Kommunen und der Verschärfung der Arbeitsschutzbestimmungen. Immer häufiger wurde aus Kostengründen auf die regelmäßige, z.T. freiwillige und kostenfreie Beobachtung von sporadisch eingespeisten oder ungenutzten Quellen durch Eigenpersonal verzichtet. Zur Weiterführung der historischen Zeitreihen musste das Land Dritte mit der Schüttungsmessung beauftragen und die Vorschriften des Arbeitsschutzes berücksichtigen. Wegen unverhältnismäßig hoher Aufwendungen werden besonders gefährliche Quellen nach und nach aufgegeben, weshalb die Messstellenzahl sich noch etwas verringern wird.

Aufgabengebiet der LUBW

Die Quellschüttungsmessstellen werden im Regelfall auch in Beschaffenheitsmessnetzen geführt und sind daher fast ausschließlich in der Zuständigkeit der LUBW. Acht Quellen werden für zeitnahe Aussagen über den Ist-Zustand und zur Bewertung der kurzfristigen Entwicklungstendenzen der übergebietlichen quantitativen Grundwasserverhältnisse herangezogen. Die Schüttungen werden meistens von den örtlichen Wassermeistern gemessen, per Beobachtungsbeleg an die LUBW übermittelt und zeitnah erfasst.

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30 Jahre Monitoring 51

LUBW 30 Jahre Grundwassermonitoring  
LUBW 30 Jahre Grundwassermonitoring  
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