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© punktgenau-media GmbH

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Ihre Hochzeit beginnt immer „Traumhaft“ bei uns! Ob im engsten Familienkreis oder mit bis zu 130 Gästen, bei uns finden sie immer den richtigen Rahmen, individuell für Sie zusammengestellt. Machen Sie den ersten Schritt... ...wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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EDITORIAL

Fotos: Heinz Gramann, Auf den Punkt gebracht, Jürgen Bansmann, Michael Schumacher

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Alles für Ihr großes Glück U

m eine Hochzeit zu planen, bedarf es einer Fülle an Informationen. Es beginnt mit der Anmeldung der Eheschließung oder der eingetragenen Lebenspartnerschaft bei Ihrem zuständigen Standesamt. Die erste Frage, die sich Ihnen stellt, ist die nach den erforderlichen Dokumenten. Ohne vollständige Unterlagen können Sie Ihre Hochzeit nicht anmelden. Die gleiche Frage stellt sich, wenn Sie zudem kirchlich heiraten möchten. Haben Sie diese erste Hürde gemeistert, halten Sie den Termin für Ihre Hochzeit schwarz auf weiß in Ihren Händen. Als Verlobte fiebern Sie fortan einer gemeinsamen Zukunft entgegen. Damit der Tag Ihrer Eheschließung bzw. der Tag Ihrer eingetragenen Lebenspartnerschaft auch für Sie der sprichwörtlich schönste Tag Ihres Lebens wird,

müssen Sie sich noch viele Fragen beantworten. Denn erst ganz am Ende steht die alles entscheidende Frage, auf die Ihre Antwort lautet: „Ja, ich will.” In welchem Ambiente wollen Sie getraut werden? Wie und wo soll die anschließende Hochzeitsfeier stattfinden? Träumen Sie von der romantischen Hochzeit mit weißen Tauben, einer Kutsche und einem Sektempfang im Schlossgarten, oder entschwinden Sie lieber gleich in die Flitterwochen? Wer nicht nur die Sektkorken knallen lassen möchte, der zündet ein Feuerwerk um Mitternacht. Mit diesem speziell für Ihre Stadt entwikkelten Hochzeitsmagazin kommen Sie Ihren persönlichen Vorstellungen und den vielfältigen Möglichkeiten, die Ihnen Ihre Stadt bietet, ganz gezielt ein Stückchen näher. Lassen

Sie sich während des Lesens inspirieren. Und Sie stellen fest: Es ist leicht, den schönsten Tag zu etwas ganz Besonderem werden zu lassen. Lernen Sie Ihr Standesamt kennen, informieren Sie sich über die Stadt, in der Sie leben, lieben und arbeiten, und lassen Sie sich überraschen von dem vielfältigen Angebot vor Ort. Das Hochzeitsmagazin Ihrer Stadt gibt gezielt Antworten und ist als Leitfaden für all jene gedacht, die ihre Hochzeit dort feiern möchten, wo sie zuhause sind. Die Erfahrung zeigt, man muss nicht um den gesamten Globus jetten, um ein kleines Stück vom großen Glück zu finden. Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Lesen, Entdecken und Planen und drücken Ihnen die Daumen für die traumhaft schöne n Hochzeit, die Sie sich wünschen.


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GRUSSWORT

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Grußwort des

Oberbürgermeisters Sehr geehrtes Brautpaar, ich freue mich, dass Sie sich entschlossen haben, Ihren zukünftigen Lebensweg gemeinsam als Ehepaar oder Lebenspartner zu beschreiten, und sich dafür im Standesamt der Stadt Braunschweig das Ja-Wort geben werden.

Familie und Freunden, vieles aber werden Sie ganz individuell nach Ihren eigenen Vorstellungen ausrichten wollen. Dieses Hochzeitsmagazin wird ein wertvoller Leitfaden sein, der Ihnen manche Entscheidung erleichtert und die Gewissheit gibt, an alles gedacht zu haben.

Unabhängig davon, für welchen Rahmen oder Ort Ihrer Trauung Sie sich entschieden haben – ob klassisch im Rathaus-Altbau, in romantischer Atmosphäre im Schloss Richmond, in der jakob-kemenate als modernem Kunst- und Kulturdenkmal oder in der nostalgischen Straßenbahn auf der „Hochzeitsstrecke“ durch Braunschweigs Innenstadt –, ich hoffe, dies wird einer der schönsten Momente Ihres gemeinsamen Lebens.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Gästen einen unvergesslichen Hochzeitstag sowie für Ihren gemeinsamen Lebensweg viel Glück und ein vertrauensvolles und harmonisches Miteinander. Mögen sich alle Ihre Wünsche und Träume erfüllen.

Nachdem Sie in unserem Rathaus einen Termin für Ihre Eheschließung beziehungsweise für die Begründung Ihrer Lebenspartnerschaft festgelegt haben, können Sie mit den Vorbereitungen für diesen einzigartigen Tag beginnen. Sicher erhalten Sie hilfreiche Anregungen und Ideen zur Gestaltung des Tages und Ihres Festes von

Dr. Hoffmann Oberbürgermeister


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Foto: zanaphotos

I N H A LT

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Das Standesamt Das Standesamt stellt sich vor So allerlei Wichtiges Trauzimmer im Überblick

08 18 19

Rechtliche Hinweise Anmeldung zur Eheschließung Sprechzeiten des Standesamtes Ansprechpartner zur Anmeldung Ehe-/Lebenspartnerschaftsurkunde Gebühren Trauzeugen Dolmetscher Namensführung Heiraten im Ausland Ansprechpartner – Nachbeurkundung

Im Gespräch Formalia nach der Trauung

20 20 20 22 22 22 22 24 26 26

28 96

Die Trauzimmer Rathaus jakob-kemenate Historische Straßenbahn Schloss Richmond

10 12 14 16

Kirchen in Braunschweig (eine Auswahl) Evangelische Kirchen und Gemeinden Katholische Kirchengemeinden Freikirchen und weitere Kirchen und Gemeinden

30 31 31

Die Trauung Evangelische Trauung Katholische Trauung Ökumenische Trauung Das Trauversprechen Trauung mit freien Theologen Trausprüche (eine Auswahl)

34 35 36 37 38 39


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I N H A LT

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EEinzigartige inzigartige Trauringe T rauringe aaus us reinem reinem

Gold Gold oder o der aaus us rreinem einem PPlatin latin oder o der aaus us PPalladium alladium Die Stadt: Typisch Braunschweig Braunschweig – Welfen, Hanse, helle Köpfe Das Braunschweiger Residenzschloss Ein Kleinod mit Charme – Riddagshausen

42 47 50

entworfen entworfen uund nd hhandgeschmiedet andgeschmiedet vvon on

JJOHANNES OHANNES BATKE BATKE

Die Planung der Feierlichkeiten Kostenrahmen Countdown bis zur Hochzeit Stundenplan für den Hochzeitstag Gästeliste Tischordnung Hochzeitstisch Danksagung Alben

52 55 63 64 66 92 94 95

Tipps Tipps zur Hochzeit von A – Z

72

Mit Symbolen Zeichen setzen

Grußwort Oberbürgermeister Inhalt Impressum Kontaktformular

68 70 88 91

04 06 97 98

Trauringanfertigung T rauringanfertigung aauch uch nnach ach IIhren hren iindividuellen ndividuellen Wünschen Wünschen JJohannes ohannes Batke Batke

SCHMUCK SCHMUCK DESIGN DESIGN und und

Edel, edel Sprache der Blumen Bräuche Hochzeitstage

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Foto: Auf den Punkt gebracht

STANDESAMT

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Von links nach rechts: Detlef Kaatz, Renate Dürbaum, Beate Lesnick, Sabine Henschel, Heidemarie Reisner, Marion Kerlen, Anne-Marie Kotschy-Meier, Karin Czerwinski, Claudia Anders, Heike Pohlai, Ursel Peineke, Marion Przybyla-Statnik, Adelheid Friedrich

Das Standesamt

stellt sich vor

Liebes Brautpaar, liebe Lebenspartnerinnen, liebe Lebenspartner, wir freuen uns, dass Sie mit dem Gedanken spielen, zu heiraten bzw. eine Lebenspartnerschaft zu gründen. Als Service des Standesamtes Braunschweig bieten wir dieses Hochzeitsmagazin an, das viele nützliche Tipps und Anregungen enthält. Neben den rechtlichen Hinweisen zur standesamtlichen Trauung oder Begründung einer Lebenspartnerschaft zeigen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der Namensführung auf und stellen Ihnen auch die verschiedenen Trauorte in Braunschweig vor. Die formelle Anmeldung der Eheschließung, früher Bestellung des Aufgebots genannt, oder Begründung der Lebenspartnerschaft kann

frühestens sechs Monate vor der standesamtlichen Trauung erfolgen. Wir bitten Sie daher, sich rechtzeitig telefonisch mit uns in Verbindung zu setzen um ggf. auch Ihren Wunschtermin zu erhalten. Leider spielt natürlich auch die Frage der Gebühren am schönsten Tag Ihres Lebens eine Rolle, genaue Informationen können Sie dem Magazin entnehmen. Wir wünschen Ihnen nun auf den folgenden Seiten beim Lesen und Schmökern viel Spaß! Ihr Standesamt Braunschweig


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Foto: Foto Heinz Gramann

TRAUZIMMER

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Rathaus

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ereits von weitem sichtbar weist der 61 m hohe fünfspitzige Turm an der Süd-West-Ecke des Braunschweiger Rathauses seinen Bürgerinnen und Bürgern den Weg. In dem Zeitraum zwischen 1894 und 1900 wurde das prächtige Rathaus der Stadt Braunschweig nach Plänen des Stadtbaurates Ludwig Winter im Stil der Hochgotik errichtet und am 27. Dezember 1900 eingeweiht. Das imposante dreistöckige Ge-

bäude ist das sichtbare Zeichen städtischer Selbstverwaltung, die urkundlich bereits anno 1253 erwähnt wurde. Neben der nach Süden ausgerichteten Hauptfassade des Gebäudes wurden die Innenräume im gotischen Stil gestaltet und neugotisch ausgestattet. Die Möbel entwarf Ludwig Winter selbst. Die vier, die großen Fenster umrahmenden, Figuren über dem Eingangsbereich stellen die Bereiche Wissenschaft, Kunst,

Handwerk und Handel dar. Auf einen repräsentativen Festsaal wurde verzichtet, da man dafür, damals wie heute, auf den des Altstadtrathauses zurückgreift. Das Gebäude befindet sich direkt gegenüber dem Braunschweiger Dom und grenzt, inklusive seiner zwischen 1968 und 1971 errichteten Anund Erweiterungsbauten, ebenfalls an die Münzstraße, den Domplatz, die Dankwardn straße und den Bohlweg.


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Foto: Auf den Punkt gebracht (2)

TRAUZIMMER

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D

ie beiden vor kurzem renovierten Trauzimmer im Rathaus-Altbau stehen für eine lange Tradition der Eheschließungen in Braunschweig.

Verfügung. Ein Anstoßen mit Sekt oder anderen Erfrischungsgetränken ist in den Räumen des Rathaus-Altbaus aus vielerlei Gründen nicht möglich.

Die beeindruckenden Kronleuchter strahlen auch für die Gäste, denen rd. 15-20 Plätze zur Verfügung stehen, einen festlichen Glanz aus. Technisches Equipment wie z. B. CD-Player steht in den Trauzimmern zur

Selbstverständlich kann das Ja-Wort der Brautleute während der Eheschließung fotografisch festgehalten werden, um eine dauerhafte Erinnerung an diesen wichtigen Aun genblick zu schaffen.

Rathaus Braunschweig Platz der Deutschen Einheit 1 38100 Braunschweig Tel.: (0531) 470 - 3722

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Foto: Jürgen Bansmann

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jakob-kemenate

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it über 750 Jahren gilt sie als das älteste weltliche Gebäude Braunschweigs. 1944 bei einem Luftangriff zerstört, erhebt sich die jakob-kemenate seit 2006, wie ein Phönix aus der Asche. Dieses Kleinod besticht durch den einzigartigen Dialog. Historie versus Moderne: Alte frühgotische Bauwerkskunst und moderne Industriearchitektur treten gekonnt ein in ein inspirierendes Spannungsfeld, bieten einen

Dialog puristisch klarer Formensprache, in dem Nutzung und Gestaltung auch atmosphärisch spürbar werden. Die jakob-kemenate, deren Baukörper Neubau und Kemenate durch ein gläsernes Foyer verbunden sind, verfügt über ca. 200 qm, aufgeteilt auf zwei Räume nebst Eingangsbereich mit Foyer und Galerie. Die beiden geschlossenen Räume sind 58 (UG) und

65 (OG) qm groß und separat nutzbar. Als Ort der Kunst & Kultur und der Begegnung beliebt, besteht die Möglichkeit zur privaten Nutzung. Seit März 2010 ist das Standesamt zu festgelegten Terminen gern gesehener Gast in der jakob-kemenate. Mit seinem markanten Raumprofil verleiht das Trauzimmer im Obergeschoß standesamtlichen Trauungen


Fotos: Auf den Punkt gebracht (1), JĂźrgen Bansmann (1)

TRAUZIMMER

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ein unvergessliches Flair. Der helle Raum, mit moderner Kunst ausgestattet, bietet bis zu 30 Gästen Sitzplätze. FĂźr Brautpaare bzw. Lebenspartner hat dieses Trauzimmer einen ganz besonderen Reiz. Eingebettet in ein StĂźck Stadtgeschichte fĂźgen die frisch Vermählten ein weiteres Puzzelteil hinzu. FĂźr den anschlieĂ&#x;enden Sektempfang empfiehlt sich der Raum im Erdgeschoss. Wer im Anschluss an die Trauung in der jakob-keme-

nate feiern mĂśchte, ist herzlich willkommen. Feste Cateringpartner sorgen fĂźr einen festlichen Rahmen.

Die Trautermine sind beim Standesamt zu erfragen: www.braunschweig.de Informationen zu jakob-kemenate gibt es unter www.jakobkemenate.de

jakob-kemenate Eiermarkt 1a, 38100 Braunschweig j.pruesse@t-online.de www.jakobkemenate.de

Traumhafte Hochzeitsphotos! Hochzeitsphotos!

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Fotos: Michael Schumacher (2), Braunschweiger Verkehrs-AG (1)

TRAUZIMMER

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Historische Straßenbahn

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b standesamtliche Trauung oder kirchlicher Segen, Trauzeremonien werden von Traditionen und Bräuchen begleitet. Sie sollen den Paaren auf ihrem Weg ins Eheleben als Glücksbringer dienen. Kaum ein anderes Ereignis verknüpft so gekonnt die Gegenwart und Moderne mit der Historie und Tradition. Einer Redewendung aus alter Zeit folgend, läuft das Brautpaar am Tag seiner Hochzeit in den Ehehafen ein. Nicht per Schiff, aber mit einer schönen historischen Tram können Braunschweiger Paare die Fahrt ins Eheglück stilvoll zelebrieren. Die Braunschweiger Verkehrs-AG ist Eigentümerin einer aufwändig restaurierten historischen Tram aus dem Jahre 1897. Dieses liebevoll gepflegte Schmuckstück mit dem schlichten Namen Tw103 verfügt über 20 Sitzplätze und bietet den Brautpaaren und ihren Gästen eine ganz spezielle Hochzeitsromantik während der Fahrt durch Braunschweigs City. Neben der kleinen, feinen, gelben Hochzeitstram, die Sie von April bis September mieten können, bietet die Verkehrs-AG auch die Möglichkeit ganzjährig im Oldie von 1940 – dem TW 113 – zu heiraten. Diese wetterfeste, komplett geschlossene Tram kann auch im Herbst oder Winter als gemütliches Trauzimmer genutzt werden.

Alles einsteigen heißt es im Tramdepot. Hier können die Hochzeitsgesellschaften auch ihr Auto stehen lassen, während sie mit der Tram unterwegs sind. Die Fahrtroute der Tram ist nicht zwingend auf einen Streckenabschnitt festgelegt, sondern kann nach den Wünschen des Brautpaares mit gestaltet werden. Wer nicht vom Tramdepot aus starten möchte und eine Haltestelle vor der eigenen Haustür hat, kann sich auch von dort abholen lassen. Für die standesamtliche Trauung stehen mehrere Endhaltestellen zur Verfügung, an denen die Tram für die Dauer der Trauungszeremonie stehen bleiben kann. Gemeinsam mit dem Brautpaar wird der passende Ort ausgewählt. Je nach persönlichem Gusto ist es auch möglich, im Anschluss an die Trauungszeremonie für die Gratulanten einen kleinen Empfang außerhalb der Tram zu geben. Oft nehmen die Paare direkt an der Tram Glückwünsche und Geschenke von Freunden, Verwandten und Kollegen entgegen. Zudem bietet sich hier die Gelegenheit, den Hochzeitsfotografen zum Lokaltermin zu bitten. So entstehen einzigartige Hochzeitsbilder mit dem seltenen Trammotiv als Hintergrund. Die beiden Fahrer der Tram warten geduldig, bis alle Fotos im Kasten sind und auch der letzte Gast gratuliert hat, um Sie und Ihre Gäste dann entweder zum Startpunkt oder zu einem von Ihnen ausgewähl-

ten Ausstiegsort zurück zu bringen – ganz nach Ihren Wünschen. Das Angebot in der Tram zu heiraten gibt es für 180 Euro. Selbstverständlich können Sie diese Oldietrams auch mieten, wenn Sie darin nicht heiraten möchten. Vielleicht verschenken Sie einfach mal einen Gutschein für eine Feier im Oldie zu einer Silberhochn zeit oder einem Geburtstag.

Braunschweiger Verkehrs-AG Claudia Oppermann Am Hauptgüterbahnhof 28 38126 Braunschweig Tel.: (0531) 383-2050 Fax: (0531) 383-3322 claudia.oppermann@verkehrs-ag.de


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TRAUZIMMER

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Schloss Richmond chloss Richmond gilt als hervorragendes Beispiel für die deutsche Schlossbaukunst in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Auftrag des Erbprinzen und späteren Herzog des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, Carl Wilhelm Ferdinand, wurde es 1768 für seine Gemahlin Prinzessin Augusta, gebaut. In Erinnerung an ihre Heimat gab die Herzogin, Tochter des Prinzen von Wales, ihrem Lieblingsschlösschen seinen englischen Namen. Im Jahre 1806 wurde Herzog Carl Wilhelm Ferdinand in der Schlacht bei Jena und Auerstedt tödlich verletzt. Seine Gemahlin floh nach London und hat Richmond nie wieder gesehen. Letzte adlige Bewohner Richmonds waren Herzog Ernst August und seine Gemahlin Herzogin Viktoria Luise. Die Herzogliche Familie verkaufte das Schloss 1935 mit dem gesamten

Anwesen an die Stadt Braunschweig. Mit dem Kauf waren die Bedingungen verbunden, das Schloss niemals baulich zu verändern und den Park nicht zu bebauen. Sanierung Was der Krieg und die Zeit an Schäden verursacht hatten, wurde in zwei Phasen 1956 und 1981 aufwändig saniert. Das malerische Dekor im klassizistischen Stil konnte anhand des erhaltenen Arabeskenfrieses unter dem Hauptgesims im großen Saal, der Bilder in den kreisrunden Medaillons sowie einzelner Stellen zwischen den Pilastern rekonstruiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Denkmalpflege wurden der zentrale Mittelsaal, der Rundsaal und die anderen Innenräume originalgetreu restauriert. Die Nachkriegsgestaltung wurde durch die Restauratoren entfernt, die historischen Oberflächen der Wände und der Balustrade freigelegt und teilweise nachgearbeitet. Die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Malereien in den Innenräumen sind heute ebenfalls in ihrer ursprünglichen Pracht zu sehen. Ca. 1,3 Millionen DM wurden aufgewendet, um das Kleinod Braunschweigischer Baukunst 1981 nach einer nahezu fünährigen Sanierung in seiner ursprünglichen Pracht wiedererstehen zu lassen. Heute dient das Schloss teilweise repräsentativen Zwecken. Der Grund-

riss des Gebäudes gleicht einem über Eck gestellten Quadrat. Da das Schloss privat bewohnt wird, sind nur die stilvollen Repräsentationsräume an der Diagonalen im Erdgeschoss der Öffentlichkeit zugänglich. Das Standesamt der Stadt Braunschweig bietet den Brautpaaren dieses Kleinod für standesamtliche Trauungen an. Ein Ambiente in dem Märchenhochzeiten wahr werden. Auch der weitläufige Schlosspark bietet den idealen Rahmen für romantische Hochzeitsfotos. n

Schloss Richmond Wolfenbütteler Straße 55 38100 Braunschweig

Fotos: Foto Heinz Gramann (3)

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Foto: Braunschweig Stadtmarketing / Kornath

STANDESAMT

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So allerlei Wichtiges

des Standesamtes Braunschweig

Liebes Brautpaar, neben der Vielfalt von Informationen, die Sie bereits von anderen und uns als Standesamt erhalten haben, haben wir noch einige wichtige Dinge anzusprechen. Bitte machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht die einzigen sind, die heiraten, sondern außer Ihrer Hochzeit noch weitere stattfinden. Bitten Sie Verwandte, Freunde und Bekannte, weder Reis oder Konfetti noch Blumen zu streuen, andere Besucher könnten durch das Gestreute stürzen.

Unter dem Hupkonzert nach der Eheschließung könnten andere Menschen, wie z. B. Kranke und Ältere, leiden oder sich gestört fühlen. Für den Tag Ihrer Eheschließung erhalten Sie für die Dauer von 2 Stunden eine Ausnahmegenehmigung für das Parken eines Fahrzeuges – des Brautfahrzeuges – auf dem Platz der Deutschen Einheit. Alle anderen Fahrzeuge müssen auf in der Nähe vorhandenen Parkplätzen oder in den angrenzenden Parkhäusern abgestellt werden. Leider

besteht nach der Trauung nicht die Möglichkeit sich direkt im Trauzimmer feiern zu lassen. Sie können sich aber im Rathauseingang, dem Foyer oder bei schönem Wetter draußen auf dem Rathausvorplatz feiern und n auch fotografieren lassen.

›› Sollten Sie noch Fragen hinsichtlich Ihrer Eheschließung haben, so sprechen Sie gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamtes an.


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STANDESAMT

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Trauzimmer

im Überblick

Trauort

Trautage

Zusatzkosten

Größe der Räume

Rathaus-Altbau

montags-freitags Donnerstagnachmittag an bestimmten Samstagen

samstags zusätzlich 80,– Euro

15 Sitzplätze bis 20 Gäste

jakob-kemenate

an bestimmten Donnerstagnachmittagen und Freitagen

80,– Euro

20 Sitzplätze bis 30 Gäste

Schloss Richmond

an bestimmten Samstagen im Sommer

300,– Euro

30 Sitzplätze

www.braunschweig.de


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Rechtliche Hinweise

Anmeldung zur Eheschließung / zur Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft Sprechzeiten des Standesamtes · Ansprechpartner

Foto: Amy Walters - Fotolia.com

STANDESAMT

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Anmeldung zur Eheschließung / zur Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft

Z

uständig für die Anmeldung der Eheschließung / der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist das Standesamt in dem Ort, in dem einer der Verlobten seinen gemeldeten Wohnsitz (Haupt- oder Nebenwohnung) hat. Bei einem gemeinsamen Wohnsitz ist dies das gemeinsame Standesamt, bei getrennten Wohnsitzen sollte das Standesamt gewählt werden, bei dem geheiratet werden soll.

Die Anmeldung zur Eheschließung / zur Lebenspartnerschaft kann frühestens sechs Monate vor der standesamtlichen Trauung erfolgen. Diese gilt dann exakt bis zum Eheschließungstermin. Ein Tipp: Wenn Sie an einem bestimmten Tag heiraten möchten, sollten Sie sich möglichst frühzeitig anmelden, eine Vorabreservierung des Wunschtermins ist nicht möglich. Kommt es Ihnen auf einen Wunschtermin nicht an, gibt es häufig auch noch kurzfristig freie Termine.

Das Paar sollte sich persönlich gemeinsam anmelden. Ist einer der beiden verhindert, sollte er dem Partner eine ausgefüllte

Vollmacht ausstellen. Den Vordruck finden Sie im Internet unter www.braunschweig.de auf den Seiten des Standesamtes. Welche Unterlagen bei der Anmeldung der Eheschließung oder der Begründung der Lebenspartnerschaft vorzulegen sind, hängt von den persönlichen Verhältnissen der Verlobten (Familienstand, Staatsangehörigkeit, Vorehen, usw.) ab. Bitte erkundigen Sie sich deshalb rechtzeitig vor der Anmeldung, welche Unterlagen Sie hierfür beschaffen müssen. Bei Eheschließungen mit Auslandsbeteiligung, d. h. einer der Verlobten oder beide besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit, empfiehlt sich in jedem Fall eine persönliche Vorsprache der Verlobten. Die Besonderheiten des Einzelfalles können so besser ausführlich besprochen werden.

Sprechzeiten des Standesamtes Nach Terminvereinbarung können die Paare montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9:00 bis 13:00 Uhr und zusätzlich donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr ihre Anmeldung bei den Standesbeamtinnen und Standesbeamten vornehmen.

Ansprechpartner für die Anmeldungen zur Eheschließung oder zur Begründung einer Lebenspartnerschaft Das Standesamt befindet sich im RathausAltbau, Platz der Deutschen Einheit 1, 38100 Braunschweig und ist telefonisch unter der Rufnummer (0531) 470 - 3722 zu erreichen. Folgende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen Ihnen dort zur Anmeldung zur Verfügung: - Karin Czerwinski Tel.: (0531) 470 - 2296 - Marion Kerlen Tel.: (0531) 470 - 3729 - Anne-Marie Kotschy-Meier Tel.: (0531) 470 - 3723 - Beate Lesnick Tel.: (0531) 470 - 2559 Internationale Beteiligung - Detlef Kaatz Tel.: (0531) 470 - 2278 - Heike Pohlai Tel.: (0531) 470 - 2291 - Marion Przybyla-Statnik Tel.: (0531) 470 - 3430


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Es gibt Momente im Leben, für die wünscht man sich was Besonderes… Zauberhafte Kleider, ein romantisches Ambiente und ein freundliches Team, laden Sie herzlich dazu ein, diesen außergewöhnlichen Tag in Ihrem Leben zu genießen. Denn so einzigartig wie Ihre Hochzeit sein wird sollten auch die Vorbereitung dazu, etwas ganz besonderes sein und Ihnen noch lange Zeit in einer schönen Erinnerung bleiben.

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Rechtliche Hinweise Ehe-/Lebenspartnerschaftsurkunde · Gebühren · Trauzeugen · Dolmetscher

Foto: pixyfoto

STANDESAMT

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Eheurkunde / Lebenspartnerschaftsurkunde

N

ach Ihrer Eheschließung oder Begründung Ihrer Lebenspartnerschaft erhalten Sie vom Standesamt eine Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde ggf. mit einem von Ihnen ausgewählten Stammbuch. Das Standesamt Braunschweig hält für Sie eine Auswahl verschiedener Stammbücher bereit, die käuflich erworben werden können. Sie können zu jeder Zeit beim Standesamt Ihrer Eheschließung oder der Begründung Ihrer Lebenspartnerschaft eine Ehe- oder Le-

benspartnerschaftsurkunde und beim Standesamt Ihrer Geburt eine beglaubigte Ablichtung Ihres Geburtenregistereintrages erhalten. Das Standesamt, das die Geburt eines Kindes beurkundet hat, erhält gesetzlich vorgeschriebene Mitteilungen, z.B. über die Eheschließung oder die Geburt eines Kindes und trägt diese Personenstandsdaten in das Geburtenregister ein. Sie können somit über einen jeweils aktuellen Nachweis des Personenstandes und der Namensführung für sich selbst verfügen.

Trauzeugen

Dolmetscher

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F

ür Ihre standesamtliche Eheschließung oder Begründung der Lebenspartnerschaft können Sie einen oder zwei Trauzeugen benennen, die bei der Trauung mitwirken und den Heiratseintrag auch mit unterschreiben. Die Trauzeugen müssen volljährig sein und sollen sich am Tag der Eheschließung oder Begründung der Lebenspartnerschaft durch Personalausweis oder Reisepass ausweisen.

alls einer der Verlobten oder der Trauzeugen die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrscht, so ist bei der Anmeldung zur Eheschließung und/oder bei der Eheschließung bzw. bei der Begründung einer Lebenspartnerschaft ein Dolmetscher hinzuzuziehen. Der Dolmetscher muss durch seine Unterschrift bestätigen, dass er alles gewissenhaft und vollständig übersetzt hat. Kosten, die ggf. für die Beteiligung des Dolmetschers anfallen, sind vom Brautpaar zu tragen.

Gebühren Anmeldung der Eheschließung / Lebenspartnerschaft - national - international

40,– € 80,– €

Eheschließung / Begründung der Lebenspartnerschaft außerhalb der Öffnungszeit 80,– € Zusätzliche Gebühr für Eheschließungen im Schloss Richmond 220,– € in der jakob-kemenate 80,– €

Eheurkunde / Lebenspartnerschaftsurkunde Geburtsurkunde Beglaubigte Abschrift des Geburtenregisters

10,– €

Aufenthaltsbescheinigung zum Zwecke der Eheschließung

4,80 €

Eidesstattliche Versicherung

25,– €

10,– €


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Rechtliche Hinweise Namensführung in der Ehe / Lebenspartnerschaft

Foto: Foto Artmann

STANDESAMT

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Namensführung in der Ehe / Lebenspartnerschaft Das Namensrecht ist in der Bundesrepublik in den letzten Jahren mehrfach reformiert worden. Die zurzeit bestehenden Möglichkeiten sollen nachfolgend beispielhaft wiedergegeben werden. Frau / Lebenspartner 1 Vor der Eheschließung/ Begründung der Lebenspartnerschaft

Mann / Lebenspartner 2

Holz

Rosen

1. die Eheleute / Lebenspartner behalten ihre Namen

Holz

Rosen

2. die Eheleute/Lebenspartner bestimmen einen Ehenamen / Lebenspartnerschaftsnamen

Holz

Holz geb. Rosen

Rosen, geb. Holz

Rosen

a) Holz b) Holz c) Rosen-Holz, geb. Holz d) Holz-Rosen, geb. Holz

a) Holz-Rosen, geb. Rosen b) Rosen-Holz, geb. Rosen c) Rosen d) Rosen

Nach der Eheschließung/ Begründung der Lebenspartnerschaft

oder 3. Durch die Bestimmung eines Ehenamens/ Lebenspartnerschaftsnamen ergibt sich für den Ehegatten / Lebenspartner, dessen Name nicht Ehename / Lebenspartnerschaftsname geworden ist, die Möglichkeit, seinen Geburtsnamen dem Ehenamen / Lebenspartnerschaftsnamen voranzustellen oder anzufügen. (siehe a-d)

Weiterführende Fragen zum Namensrecht beantwortet gerne Ihr zuständiges Standesamt.


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HOCHZEITEN · BÄLLE · FESTLICHE ANLÄSSE

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Rechtliche Hinweise Ansprechpartner/innen für die Nachbeurkundung auf Antrag

Foto: Fotolia.com

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Heiraten im Ausland

I

m Film sieht es ganz einfach aus: Da steigen zwei frisch Verliebte in den nächsten Flieger und lassen sich fern ab der Konventionen in Los Angeles oder Las Vegas auf die Schnelle trauen. Als rechtmäßig verbundene Eheleute und glücklich wieder in der Heimat zu sein, landen sie kurze Zeit später erneut im Schoße der strahlenden Familie. In der Realität sind die Vorbereitungen für eine Heirat im Ausland weit weniger romantisch, dafür aber mit einem erhöhten Maß an Organisationsaufwand versehen. Auch wenn es vielerorts wesentlich unbürokratischer zugeht als hierzulande, benötigen Sie eine Anzahl von Dokumenten, Papieren und Urkunden, die Sie mitunter einige Zeit, bevor Sie abreisen, anfordern, teilweise auch übersetzen lassen müssen. Dabei unterscheiden sich die rechtlichen Bestimmungen oft erheblich, weshalb Sie sich frühzeitig, am besten einige Monate vor der Abreise, sehr genau informieren sollten, in erster Linie bei den zuständigen Stellen des Landes in dem Sie heiraten möchten. Die meisten ausländischen Staaten fordern ein so genanntes Ehefähigkeitszeugnis, um ausländischen Staatsangehörigen in

ihrem Land die Eheschließung ermöglichen zu können. Das Ehefähigkeitszeugnis ist eine Bescheinigung Ihres Standesamtes, mit der bestätigt wird, dass seitens beider Verlobter keine Ehehindernisse vorliegen. Das Ehefähigkeitszeugnis erhalten Sie beim Standesamt Ihres Wohnsitzes oder – falls Sie als Deutsche(r) nicht mehr in Deutschland wohnen, beim Standesamt Ihres letzten Wohnsitzes. Das Standesamt Braunschweig informiert Sie gerne, welche Unterlagen Sie zur Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses vorlegen müssen. Im Wesentlichen sind das die gleichen Unterlagen, die auch zur Anmeldung einer inländischen Eheschließung benötigt werden. Grundsätzlich ist eine im Ausland geschlossene Ehe auch aus deutscher Sicht gültig, wenn sie nach den am Ort der Eheschließung geltenden Vorschriften geschlossen worden ist und beide Ehegatten nach dem Recht des Staates, dem sie angehören, die Ehe eingehen durften. Nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland haben Sie die Möglichkeit, Ihre Eheschließung auf Antrag im Eheregister beurkunden zu lassen. Dieser Antrag auf Nachbeurkun-

dung ist beim Standesamt des Wohnortes zu stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass zumindest ein Beteiligter Deutscher ist bzw. Staatenloser, heimatloser Ausländer, Asylberechtigter oder ausländischer Flüchtling mit Aufenthalt in Deutschland. Im Rahmen der Nachbeurkundung haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Namensführung nach der Eheschließung zu klären bzw. zu bestimmen. Durch die Nachbeurkundung verfügen Sie über eine deutsche Personenstandsurkunde, die im deutschen Rechtsbereich allgemein als Nachweis Ihres Personenstandes und Ihrer Namensführung dient. n

Ansprechpartner/innen für die Nachbeurkundung auf Antrag Detlef Kaatz Tel. (0531) 470 - 2278 Heike Pohlai Tel. (0531) 470 - 2291 Marion Przybyla-Statnik Tel. (0531) 470 - 3430 Broschüren zum Thema Heiraten im Ausland erhalten Sie bei allen Beratungsstellen des Bundesverwaltungsamtes.


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Ihre Feier bei uns... ...garantiert ein Highlight! Sie planen eine Familienfeier, Firmenveranstaltungen oder Party? Dann treffen Sie mit unserem Eventservice genau die richtige Wahl. Lassen Sie sich beeindrucken von einem architektonisch faszinierendem Restaurant und Veranstaltungszentrum mit moderner und stilvoller Inneneinrichtung. Lofttypische tragende Säulen, freigelegtes Mauerwerk und riesige Panoramafenster bestimmen das elegant-moderne Ambiente des Gastwerks. Bei uns können Sie festliche Banketts mit bis zu 300 Personen veranstalten. Die aus Holz angelegte Terrasse direkt neben der Eingangstür bietet zudem ausreichend Platz, um das schöne Sommerwetter zu genießen. Individuelle Buffets und Menues, ansprechende Dekorationen, Beamer mit Leinwand, ausreichend Parkplätze und Übernachtungsmöglichkeiten im benachbarten Advance Hotel komplettieren unseren professionellen Eventservice.

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Foto: Auf den Punkt gebracht

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Ein Tag

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wie kein anderer

Die Redaktion des Hochzeitsmagazins sprach mit Ursel Peineke, Leiterin des Standesamtes Braunschweig über logistische Herausforderungen, die Trauzimmer und über unvergessliche, gefühlvolle Momente.

Braunschweig hat vier unterschiedliche Trauorte. In Filmen erfolgen romantische Eheschließungen an außergewöhnlichen Orten oder unter freiem Himmel. Was erwartet die Brautpaare? In Braunschweig bieten wir Eheschließungen in den beiden Trauzimmern des traditionsreichen Rathaus-Altbaus an, in dem im Grünen gelegenen Schloss Richmond, in der jakob-kemenate als ältestem weltlichem Gebäude Braunschweigs und der historischen Straßenbahn als mobilem Trauort. Eheschließungen unter freiem Himmel sind grundsätzlich in Niedersachsen nur möglich, wenn diese in unmittelbarer Nähe zu einem gewidmeten Trauzimmer stattfinden können. Es muss sichergestellt sein, dass die Amtshandlung –auch bei plötzlich auftretenden schlechten Witterungsverhältnissennicht gestört wird. Stellt man sich eine Zeremonie z. B. bei einsetzendem Platzregen vor, dürfte diese Vorgabe gut nachvollziehbar sein. In Braunschweig sind leider Eheschließungen unter freiem Himmel nicht möglich, da wir über keine sich an das gewidmete Trauzimmer anschließende Gärten, Terrassen, Innenhöfe oder Parkanlagen verfügen.

rischen Straßenbahn haben Sie diesem Bedürfnis Rechnung getragen. Wie hoch ist der zusätzliche Aufwand für Sie und Ihr Team? Gibt es logistische Probleme? Der zusätzliche Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Die Räumlichkeiten, vor allem das Schloss Richmond, sind herzurichten, An- und Abfahrtszeiten sind einzuplanen und vor allem stehen die für die Eheschließungen eingesetzten Kolleginnen für andere Tätigkeiten innerhalb der Sprechzeiten für die Bürgerinnen und Bürger nicht zur Verfügung. Logistische Probleme können entstehen, wenn speziell in den Sommermonaten an mehreren Trauorten gleichzeitig zahlreiche Eheschließungen stattfinden, die Sprechzeiten einzuhalten sind und urlaubs- oder krankheitsbedingt nicht alle Standesbeamtinnen eingesetzt werden können. Der Beruf als Standesbeamtin umfasst vielfältige Aufgaben. Sicher gehört es zu den schönen Aspekten Ihrer Arbeit verliebte Paare zu verehelichen oder zu verpartnern. Wie sieht eine typische Woche bei Ihnen aus?

Tatsächlich ist die Nachfrage nach dem besonderen Erlebnis eben auch in Räumen außerhalb des Rathauses steigend. In der Vergangenheit haben die meisten Paare nach der standesamtlichen Eheschließung auch noch kirchlich geheiratet. Während im Standesamt der rein rechtliche Teil im Vordergrund stand, kamen in der Kirche die romantischen gefühlsbetonten Aspekte zum Tragen. Durch den Rückgang der kirchlichen Trauungen entsteht nunmehr verstärkt der Wunsch der Paare auch bei der standesamtlichen Trauung eine individuelle und emotionale Zeremonie zu erleben. Dies ist natürlich auch in den Trauzimmern des Rathauses möglich, wird aber in besonderen Räumlichkeiten noch intensiver erlebt.

In einem Standesamt der Größe Braunschweig haben nicht alle Standesbeamtinnen und –beamten die gleichen Aufgaben zu erledigen. Neben den Eheschließungen, die einen deutlich geringeren Anteil der Arbeitszeit ausmachen, als man denkt, sind die Anmeldungen für die Eheschließungen und Lebenspartnerschaften aufzunehmen, Geburten und Sterbefälle zu beurkunden, Namenserklärungen aufzunehmen, Kirchenaustritte per Niederschrift erklären zu lassen und Urkunden und Auskünfte aus den Personenstandsregistern für vielerlei unterschiedliche Zwecke zu erteilen und noch einiges mehr. Das Sommerhalbjahr ist geprägt von deutlich mehr Eheschließungen und Begründungen von Lebenspartnerschaften als das Winterhalbjahr mit Ausnahme des Monats Dezember. Speziell der Freitag ist der Tag der Eheschließungen, was auch Außenstehende durch den Trubel und das bunte Treiben auf dem Platz der Deutschen Einheit vor dem Rathaus wahrnehmen.

Mit den zusätzlichen Trauorten jakobkemenate, Schloss Richmond und der histo-

Beruf oder Berufung: Seit fast 5 Jahren arbeiten Sie in Braunschweig als Standes-

Warum ist die Nachfrage nach Eheschließungen außerhalb des Rathauses Ihrer Meinung nach so groß, obwohl hier zusätzliche Gebühren entstehen?

beamtin, kennen alle Höhen und Tiefen Ihres Berufes. Sie verhelfen den Brautpaaren zu ganz persönlichen Momenten auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft. Wie groß ist die Verantwortung? Die größte Verantwortung tragen natürlich die Brautpaare oder zukünftigen Lebenspartner selbst, in dem sie heiraten oder eine Lebenspartnerschaft begründen. Als Standesbeamtin habe ich den Anspruch zum einen die rechtliche Tragweite und Bedeutung einer Eheschließung oder Begründung einer Lebenspartnerschaft deutlich zu machen aber zum anderen natürlich auch möglichst eine schöne und individuelle Zeremonie stattfinden zu lassen, an die sich die Paare gerne erinnern. Dies gelingt mal mehr und mal weniger, da die Erwartungen und Wünsche der Paare und die Paare selbst doch äußerst unterschiedlich sind.

Sie erleben die Paare in einem sehr persönlichen Moment. An diesen Tag werden oft hohe Erwartungen geknüpft. Denken Sie manchmal darüber nach, ob die eine oder andere Ehe eine Zukunft hat? Manchmal geht mir schon durch den Kopf, wie die Zukunft der Paare wohl sein wird. Aber da sich ja Gegensätze anziehen und gleich und gleich sich gerne gesellt, ist alles und nichts möglich und nicht vorherzusagen. Gibt es eine Trauzeremonie, die Ihnen für immer unvergesslich bleiben wird? Für mich ist es immer wieder faszinierend, dass gestandene Männer, die sonst – angeblich – wenig erschüttern kann, feuchte Augen bekommen und mit zittrigen Fingern unterschreiben. Heiratslustig oder ehemüde: Wie halten es die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger derzeit mit der Hochzeit? Die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger sind so heiratslustig wie vor ein paar Jahren, bevorzugt an Freitagen und Samstagen im Sommer. Wir bedanken uns für dieses Gespräch.

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Foto: Corinna Mannstein

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KIRCHEN

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Kreuzkirche

Martin Chemnitz

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ie Kreuzkirche in Braunschweig Alt- Lehndorf ist eine mittelalterliche Dorfkirche, die Anfang des 20. Jahrhunderts in außerordentlicher Weise umgestaltet wurde. Dabei fand die Formensprache der Zeit - der Jugendstil - Verwendung. Gleichzeitig wurden frühchristliche Überzeugungen und Hoffnungsinhalte in der Kirchenausmalung und -ausgestaltung zu einer beeindruckenden Gesamtaussage verdichtet. Die Kreuzkirche eignet sich aufgrund ihrer Größe besonders für kleinere Hochzeitsgesellschaften, n bietet aber auch Platz für bis zu 150 Gottesdienstteilnehmer.

Evangelische Kirchen und Gemeinden

Ev.-luth. Kreuzkirche Alt-Lehndorf, Pfarrer Klaus Meyer Große Str. 13, 38116 Braunschweig, Fon: (0531) 5 53 66 Mail: klaus.meyer@kreuzgemeinde.com Internet: www.kreuzgemeinde.com Auferstehungskirche Süntelstraße 1, 38122 Braunschweig Tel. (05 31) 2 87 21 80 Bartholomäuskirche (ev.-ref.) Schützenstraße 5 a 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 4 54 36 Bugenhagenkirche Gliesmarode An der Bugenhagenkirche 4 38104 Braunschweig Tel. (05 31) 37 28 82 Christuskirche Am Schwarzen Berge 18 38112 Braunschweig Tel. (05 31) 32 39 24 Dankeskirche Tostmannplatz 8 38108 Braunschweig Tel. (05 31) 35 05 51 Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Görlitzstraße 17, 38124 Braunschweig Tel: (05 31) 60 31 67

ie ev.-luth. Martin Chemnitz Kirche liegt am Möncheweg im Stadtteil Lindenberg und ist ein 1959 errichtetes Gotteshaus. Es dürfte vielleicht Hochzeitspaare interessieren, die in gewisser Weise gegen den üblichen Trend eingestellt sind. Denn aufgrund der Architektur jener Jahre gibt es keine Gewölbe, keine alte Ausstattung, nichts Verschnörkeltes. Strenge Sachlichkeit, gepaart mit Zeugnissen moderner Kunst zeichnen den Raum aus, der eine Holzdecke aufweist. Nach Corbusier gestaltete Farbfenster in der Südwand lassen unter Mittag einen interessanten Lichteinfall entstehen. Kunstlicht ist trotzdem zusätzlich notwendig. Es wird davon ausgegangen, dass Mitglieder der christlichen Kirchen um eine Traun ung nachsuchen. Pastor Wolfgang A.Jünke, Fon: (05 31) 69 18 96 Mail: MChemnitzGemeinde@web.de

Kirche Geitelde Geiteldestraße 39 38122 Braunschweig Tel. (0 53 00) 3 72

Martin-Chemnitz-Kirche Möncheweg 56 38126 Braunschweig Tel. (05 31) 69 18 96

St. Johannes Baptista Im Winkel 4 - 5 38110 Braunschweig-Wenden Tel. (0 53 07) 22 53

St. Pauli Jasperallee 14 38102 Braunschweig Tel. (05 31) 33 82 42

Kirche Mascherode Schulgasse 1, 38126 Braunschweig

Martin-Luther-Kirche Zuckerbergweg 26 38124 Braunschweig Tel. (05 31) 69 12 77

St. Johannis Kapellenstraße 14 38102 Braunschweig Tel. (05 31) 7 01 78 30

St. Peter & Paul Grasseler Straße 88 38110 Braunschweig Tel. (0 53 07) 57 65

Mühlenkirche Veltenhof (ev.-ref.) Pfälzerstraße 38112 Braunschweig

St. Jürgen Kirchbergstraße 2, 38114 Braunschweig Tel. (05 31) 5 27 11

St. Petri Lange Straße 33, 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 4 56 81

Paul-Gerhardt-Kirche Dresdenstraße 8 38124 Braunschweig Tel. (05 31) 6 41 65

St. Katharinen An der Katharinenkirche 4 38100 Braunschweig Tel. Gemeindebüro (05 31) 4 46 69

St. Petri Rüningen Thiedestraße 28 38122 Braunschweig Tel. (05 31) 87 39 08

St. Ägidien Rautheim Zum Ackerberg 16 38126 Braunschweig Tel. (05 31) 69 14 34

St. Lukas-Kirche Bevenroder Straße 118 38108 Braunschweig Tel. (05 31) 37 11 77

St. Petri-Johannis Feuerbrunnen 38110 Braunschweig Tel. (0 53 07) 57 65

St. Andreas An der Andreaskirche 1 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 4 43 58

St. Magni Hinter der Magnikirche 7 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 4 68 04

St. Thomas im Heidberg Bautzenstraße 26 a 38124 Braunschweig Tel. (05 31) 69 10 55

St. Andreas II Hasenwinkel 3 38114 Braunschweig Tel.: (05 31) 33 12 12

St. Marien Frankenstraße 28, 38116 Braunschweig Tel. (05 31) 5 10 43

St. Trinitatis Am Wendenturm 1, 38112 Braunschweig Tel. (05 31) 31 15 26

St. Markus Heidehöhe 28, 38126 Braunschweig Tel. (05 31) 69 14 53

St. Ulrici-Brüdern Alter Zeughof 3 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 4 42 23, 1 23 28 04

Kirche Stiddien Stiddienstraße 11 38122 Braunschweig Kirche Stöckheim Kirchenbrink 3 38124 Braunschweig Tel. (05 31) 61 12 72 Kirche Timmerlah Kirchstraße 12 38120 Braunschweig Tel. (05 31) 84 22 08 Kirche Völkenrode Kirchgang 7 38112 Braunschweig Tel. (05 31) 51 12 02

Dom St. Blasii Domplatz 5, 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 2 43 35-0

Kirche Volkmarode Kirchgasse 38104 Braunschweig Tel. (05 31) 36 00 11

Emmauskirche Muldeweg 5, 38120 Braunschweig Tel. (05 31) 84 18 80

Kirche Watenbüttel Schulberg, 38112 Braunschweig Tel. (05 31) 51 12 02

Evangelisch-methodistische Kirche Kreuzstraße 110 / 111 38118 Braunschweig Tel. (05 31) 50 29 39

Kirchengemeinde Wichern Sulzbacher Straße 41 38116 Braunschweig Tel. (05 31) 5 45 94

Hauptfriedhof-Kapelle Helmstedter Straße 38 38126 Braunschweig Tel. (05 31) 27 37 00

Klosterkirche Riddagshausen Klostergang 65 38104 Braunschweig Tel. (05 31) 37 28 00

Kirche Bienrode Dammwiese 8 a, 38110 Braunschweig Tel. (0 53 07) 57 72

Kreuzkirche Große Straße 13, 38116 Braunschweig Tel. (05 31) 5 53 66

St. Jakobi Goslarsche Straße 31 38118 Braunschweig Tel. (05 31) 57 77 45

Kirche Broitzem Große Grubestraße/An der Kirche 38122 Braunschweig Tel. (05 31) 87 57 56

Landeskirchliche Gemeinschaft Braunschweig Karlstraße 95, 38106 Braunschweig Tel. (05 31) 33 20 95

St. Johannes Johannesweg 2 38108 Braunschweig Tel.: (0 53 09) 51 43

St. Christophorus Fischerbrücke / Vor der Kirche 38124 Braunschweig Tel. (0 53 00) 3 72 St. Georg Donnerburgweg 36 38106 Braunschweig Tel.: (05 31) 32 02 12

St. Martini Eiermarkt, 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 8 28 34 St. Matthäus Herzogin-Elisabeth-Straße 80 a 38104 Braunschweig Tel. (05 31) 34 13 44 St. Michaelis Echternstraße 12 38100 Braunschweig Tel. (05 31) 4 26 63 St. Nicolai Kirchplatz , 38124 Braunschweig Tel. (05 31) 60 31 67

Theodor-Fliedner-Kirche Helmstedter Straße 35 38102 Braunschweig Tel. (05 31) 70 11-3 04 Trinitatiskirche Schapen Trinitatisweg 4 38104 Braunschweig Tel. (05 31) 3 66 33 Wichernhaus - Gemeindehaus der Kirchengemeinde Wichern David-Mansfeld-Weg 8 38116 Braunschweig Tel. (05 31) 5 17 62


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KIRCHEN

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St. Petri

Freikirchen & weitere Kirchen und Gemeinden

Der schön gestaltete Gartenbereichs des Innenhofes wird von Brautpaaren gern für einen an die Trauung anschließenden kleinen Empfang genutzt. Auch die Verbindung von Trauung und Taufe eines Kindes ist in St. Petri willkommen. Kunsthistorisch interessant sind die mittelalterlichen und barocken Ausstattungselemente der Kirche. Die reich gestalteten Kirchenfenster tragen entscheidend mit zu der besonderen, von warmen Farben geprägten Atmosphäre bei. Pfarrerin Kristina Kühnbaum-Schmidt berät Brautpaare gern bei der Gestaltung ihres individuellen und persönlichen Traugottesdienstes. Auf der Homepage der Gemeinde unter www.petri-braunAdventgemeinde der S. T. Adventisten Bültenweg 14 38106 Braunschweig

Gemeinschaft Christi Teichstraße 1 a 38116 Braunschweig Tel.: (05 31) 60 29 25

Braunschweiger Friedenskirche Kälberwiese 1 38118 Braunschweig Tel.: (05 31) 2 56 87-0

Stephanus-Gemeinde Halberstadtstraße 9 38124 Braunschweig Tel.: (05 31) 69 23 60

Christliche Versammlungen Husarenstraße 67 38102 Braunschweig Tel.: (0 53 04) 93 02 53 Christuszentrum Braunschweig e. V. Am Alten Bahnhof 15 38122 Braunschweig Tel.: (05 31) 89 50 71 Ecclesia Gemeinde Braunschweig e. V. Boeselager Straße 15 38108 Braunschweig Tel.: (05 31) 23 69 90 Evangelische Freikirche Querum Westfalenplatz 8 - 9 38108 Braunschweig Tel.: (05 31) 37 25 84 EvangelischeMethodistische Kirche Kreuzstraße 110 - 111 38118 Braunschweig Tel.: (05 31) 50 29 39 Freichristliche Gemeinde Parkstraße 5 38102 Braunschweig

Apostolische Sendungskirche Reichsstraße 35 - 36 38100 Braunschweig Die Christengemeinschaft Leonhardstraße 41 38102 Braunschweig Tel.: (05 31) 7 24 54 Erste Kirche Christi, Wissenschaftler Rennelbergstraße 9 38114 Braunschweig Tel.: (05 31) 4 48 93 Kirche Jesu Christi der Heiligen Letzten Tage Triftweg 55 38118 Braunschweig Tel.: (05 31) 5 53 22 Neuapostolische Gemeinden Braunschweig-Ost Körnerstraße 25 38102 Braunschweig Tel.: (05 31) 7 71 46 Neuapostolische Gemeinden Braunschweig-West Goslarsche Straße 84 38118 Braunschweig Tel.: (05 31) 87 17 72

schweig.de finden sich auf der Seite Amtshandlungen erste grundlegende Informationen zu Trauungen in St. Petri und zahlreiche Bilder n der Kirche.

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri Pfarrerin Kristina Kühnbaum-Schmidt An der Petrikirche 5 38100 Braunschweig Fon: (0531) 4 56 81 Mail: gemeindebuero@petri-bs.de Internet: www.petri-braunschweig.de

Heilig Geist Lehndorf St.-Ingbert-Straße 90 38116 Braunschweig Tel.: (05 31) 5 22 25

St. Hedwig Am Westerberge 27 38122 Braunschweig Tel.: (05 31) 87 39 84

Hl. Dreifaltigkeit Leipziger Straße 216 38124 Braunschweig Tel.: (05 31) 61 14 17

St. Heinrich Nietzschestraße 1 a 38126 Braunschweig Tel.: (05 31) 69 19 19

St. Aegidien Aegidienmarkt 10 38100 Braunschweig Tel.: (05 31) 2 44 90-0

St. Joseph Goslarsche Straße 7 38118 Braunschweig Tel.: (05 31) 24 49 00

St. Albertus Magnus Brucknerstraße 6 38106 Braunschweig Tel.: (05 31) 2 38 85-0

St. Laurentius Hinter der Masch 18 38114 Braunschweig Tel.: (05 31) 2 56 60-0

St. Bernward Stettinstraße 2 a 38124 Braunschweig Tel.: (05 31) 69 18 51

St. Marien Querum Köterei 3, 38108 Braunschweig Tel.: (05 31) 2 14 19 28

St. Christophorus Hesterkamp 6 a 38112 Braunschweig Tel.: (05 31) 31 14 16 St. Cyriakus Donaustraße 12 38120 Braunschweig Tel.: (05 31) 6 80 39 40 Hl. Kreuz Wasserweg 2b 38173 Veltheim St. Theresia Hauptstraße 14 38162 Cremlingen St. Bonifatius Ahornallee 1 38162 Cremlingen

St. Christophorus Hesterkamp 6 a 38112 Braunschweig Tel.: (05 31) 31 14 16 St. Gereon Wahler Weg 4, 38159 Velchede Tel.: (0 53 02) 10 08 Don-Bosco Kapelle Hegerdortstraße 46 38108 Braunschweig St. Elisabeth Pastor-Derks-Weg 2 38176 Wendeburg Tel.: (0 53 03) 22 51 St. Martin Am Dettmersberg 20 38165 Lehre Tel.: (0 53 09) 84 03

Foto: Alexey Klementiev - Fotolia.com

ie Pfarrkirche St. Petri wurde von Heinrich dem Löwen gegründet. Sie ist eine der kleineren mittelalterlichen Innenstadtkirchen und bietet sich mit ihrer einladenden Atmosphäre besonders für Gottesdienste zu Hochzeiten an.

Kath. Kirchengemeinden

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Foto: Dr. Björn Benken

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Klosterkirche Riddagshausen

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ie frühmittelalterliche Kirche mit ihren großen, reich gewordenen Klöstern und ihren mächtigen Kathedralen zeigte sich immer punkvoller. Eine Gegenbewegung setzte im 12. Jahrhundert ein. Ausgehend von Burgund suchten Zisterziensermönche die Rückbesinnung auf das orientalische Wüstenmönchtum in abgelegenen Gegenden. Die Lebensweise der Mönche war auffallend einfach in Kleidung und Nahrung. Schmucklos, kahl und ohne Türme sollten auch ihre Klöster sein. Im Jahre 1145 ließ sich der erste kleine Konvent, von seinem Mutterkloster Amelungsborn ausgesandt, östlich von Braunschweig in Riddagshausen nieder. Dort war von dem welfischen Ministerialen Ludolf von Wenden ein Gut gestiftet, durch Herzog Heinrich den Löwen vermehrt und durch Papst Eugen III. bestätigt worden. Nach arbeitsreichem Beginn erlebte das Kloster im 13. Jahrhundert seine Blütezeit,

einer Epoche unvergleichlicher Bautätigkeit. Die Klosterkirche erhebt sich als Basilika mit kreuzförmigem Grundriss mit dreischiffigem Langhaus, Querhaus und Chor, 86 m in der Länge, 30 m breit. Einen Kirchturm hat sie, den Regeln des Ordens entsprechend, nicht. Das Geläut birgt der Dachreiter, auch Wahrzeichen der Zisterzienser. Die architektonische Konzeption folgte zunächst dem verbindlichen Prinzip asketischer Strenge. Der Schmuckreichtum anderer zeitgenössischer Bauten wurde nicht kopiert. Erst als begonnen wurde, das Mittelschiff einzuwölben, hatte sich in der Architektur der klassisch-gotische Stil durchgesetzt, so dass im weiteren Verlauf zunehmend von der Idee einer puristischen Zisterzienserkirche abgewichen wurde. Nach gut 60-jähriger Bauzeit wurde die Klosterkirche 1275 geweiht. Seit der Reformation ist diese Kirche nun schon evangelische Gemeindekirche, aber mit ihrem n Namen „Klosterkirche Riddagshausen“.

Mascherode

St. Jakobi

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ie Wehrkirche Mascherode ist im 13. Jahrhundert gebaut worden. Sie steht auf einer kleinen Anhöhe im Norden des alten Dorfes. Der Turm ist fast so erhalten, wie er vor 800 Jahren erbaut worden ist. Nur die ursprüngliche Tür wurde zugemauert und eine neue Tür in den Turm eingebaut. Im Turm befinden sich heute drei Glocken. Wenn man das Kirchenschiff genauer betrachtet, kann man noch die Umrisse der alten Fenster aus der Renaissancezeit sehen, die im 18. Jahrhundert durch neue Fenster ersetzt wurden. Der Innenraum der Kirche entspricht heute nicht mehr dem Originalzustand. Altar, Beichtstuhl und Taufstein wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört und später ersetzt. Die Kirche hat heute Sitzplätze für 160 Personen. Die Orgel wurde 2008 renoviert und konnte am 13. Juli 2008 wieder eingeweiht werden. n

ie St. Jakobikirche feiert im Jahr 2011 ihre 100-jährige Einweihung. Einladend empfängt die Kirche mit ihrem Vorplatz die Besucher. Der Vorplatz lädt zum Verweilen ein und ist auch für einen Sektempfang nach der Trauung geeignet. In den Gottesdienstraum gelangt man durch die sogenannte Brauthalle, den Vorraum der Kirche. Dieser Name rührt daher, dass von hier aus traditionell die Braut bei der Hochzeit zum Altar geführt wurde. Heute jedoch ist der gemeinsame Einzug von Braut und Bräutigam die übliche n Form. Die Kirche selber bietet Platz für 400 bis 600 Gäste. Pfarrbüro in der Goslarschen Str. 31, Tel. (0531) 5 80 80 70


Nicolai-Kirche

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ie Nicolai-Kirche in Braunschweig/Melverode ist eine der ältesten Kirchen Braunschweigs. Im Jahre 1237 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Gebaut wurde sie wahrscheinlich im 12. Jahrhundert. Sie zeigt eine erweiterte Form der damals üblichen Dorfkirchen. Bei einem Rundgang fällt das romanische Eingangsportal auf, welches von zwei geschmückten Halbsäulen umrahmt ist. An der Nordseite ist das Nonnentor angedeutet, durch das im Mittelalter die Nonnen ungesehen die Empore betraten. Beim Betreten der Kirche fällt das Ungewöhnliche der Bauweise auf. Eine dreischiffige Basilika mit einer gewölbten Decke ist für eine Dorfkirche unüblich. Normal sind in dieser Region für Dorfkirchen Flachdecken. Der Turmraum ist in den Innenraum ohne Abgrenzung einbezogen, so dass sich ein großzügiger Gesamteindruck ergibt, obwohl die Kirche eigentlich recht klein ist. Zwei quadratische, reichverzierte

Pfeilerpaare teilen das Innere in drei Schiffe. Zwei breite, runde Gurtbögen spannen sich jeweils vom südlichen zum nördlichen Pfeiler. Den Abschluss der Decke bilden über dem Mittelschiff Kreuzgewölbe, deren Quertonnen über die Seitenschiffe hinweg bis zu den Außenmauern laufen. Die reiche Ausstattung des Chorraumes und der Apsis mit Bildern nach der Legende des Nikolaus und aus dem Leben Jesu wird mit einer Darstellung des himmlischen Jerusalems, mit vier Toren und den vier Paradiesströmen, gekrönt, die den Horizont gleichsam in den Himmel erweitern. Die Malereien sind Ende des 19. Jahrhunderts aufgedeckt und dem originalen Bildern entsprechend restauriert worden. n

St. Markus

St. Thomas

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Foto: Rolf Großjohann

Ev.-luth. Dietrich Bonhoeffer-Kirchengemeinde Pfarrer Dr. Manfred Korn, Görlitzstr. 17, 38124 Braunschweig Tel.: 0531-2611880. Mail: manfred-korn@t-online.de

ie ev.-luth. St.-Markus-Kirche in der Südstadt wurde erst 1999 ihrer Bestimmung übergeben. Dieser lichthelle Kirchneubau wurde gemäß dem theologischen Leitgedanken „Gott ist in der Mitte“ von der Mitte her auf die Mitte hin konzipiert. Brautpaare, denen in dieser Kirche der Segen Gottes zugesprochen wird, sitzen von der Festgemeinde umgeben vor dem Altar und dem Lichtkreuz in der Mitte. Alle miteinander treten vor Gott, um den n Segen zu erbitten, der ihr Miteinander gelingen lassen möge. Pastor Hans-Jürgen Kopkow Fon: (05 31) 69 1453 Mail: info@markus-bs.de

t. omas ist die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Braunschweiger Stadtteil Heidberg. Obwohl die Gemeinde schon seit über 40 Jahren besteht, ist die 20 Jahre alte Kirche Braunschweigs zweitjüngster Kirchbau. In ihrem modernen, weißen Gewand und mit ihrer schlichten, aber stimmungsvollen Einrichtung eignet sie sich sehr für eine Trauung. Der Kirchraum ist erweiterbar, wodurch bis zu 350 Leute in der Kirche Platz finden, sich kleinere Gruppen aber auch nicht verloren fühlen. Voraussetzung für eine Trauung ist, dass mindestens ein Ehepartner Mitglied unserer Kirchengemeinde ist. Der Termin sollte möglichst mehrere Monate im Voraus abgesprochen werden. Bei Bedarf können auch Teile des Gemeindehauses für die anschließende Feier angemietet werden. n

033 KIRCHEN

Foto: Dr. Manfred Korn

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Evangelische

Trauung

Von jetzt an, bis in alle Ewigkeit

Foto: Bork Foto+Videobegleitung

TRAUUNG

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B

ei der evangelischen Trauung hat das Brautpaar die Wahl, ob es sich in der Gemeinde der Braut oder des Bräutigams zur kirchlichen Trauung anmelden möchte. Sie können auch die Gemeinde als Trauort nehmen, in der beide künftig wohnen werden. Wer in einer ganz anderen Kirche heiraten möchte, benötigt einen Entlassungsschein von der zuständigen Gemeinde. In der Regel wird der Trautermin gleich bei der Anmeldung zur Trauung festgelegt. Die meisten Brautpaare rufen den Pfarrer, von dem sie getraut werden wollen, direkt an, um den Termin festzulegen. Bei dieser Gelegenheit klären oftmals die Pfarrer/ Pfarrerinnen schon alle kirchenrechtlichen Fragen, so dass nach dem Telefonat alle Beteiligten von einer festen Verabredung ausgehen können. Vor der Trauung haben Sie außerdem Gelegenheit zu mindestens einem ausführlichen Traugespräch mit Ihrem Pfarrer/ Ihrer Pfarrerin. Für das Gespräch gibt es kein Schema. In der Regel geht es darum, sich kennen zu lernen und den Gottesdienst zu planen. Plaudern Sie ruhig ein wenig aus dem Nähkästchen. So ergeben sich leichter Anknüpfungspunkte für das, was der Pfarrer Ihnen später predigen möchte. Benennen Sie auch Ihre Wünsche und Erwartungen an die Gestaltung des Gottesdienstes. Halten Sie nicht hinter dem Berg, wenn es in Ihrer persönlichen Situation etwas zu beachten gibt! Sie

haben gemeinsam mit dem Pfarrer/ der Pfarrerin die Möglichkeit, Ihre kirchliche Trauung sehr individuell zu gestalten. Beispielsweise ist es für Paare, die bereits Nachwuchs haben, möglich, die eigene Trauung mit der Taufe des gemeinsamen Kindes zusammen zu legen. Normalerweise wirken bei einer kirchlichen Trauung der Pfarrer / die Pfarrerin, der Küster und der Organist mit. Natürlich können Sie und Ihre Familie ebenfalls aktiv an dem Traugottesdienst mitwirken. Für Verwandte und Freunde ist es oft eine besondere Ehre, beispielsweise mit Lesungen, Gebeten oder musikalischen Darbietungen, die kirchliche Trauung zu begleiten. Wünschen Sie weitere Beteiligte z.B. besondere Musiker oder Sänger, sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer darüber. Für den Fall, dass Sie sich in einer anderen als der Gemeindekirche trauen lassen möchten, sollten Sie frühzeitig mit dem Pfarrer der ausgewählten Kirche Kontakt aufnehmen. Nicht immer übernimmt dieser auch automatisch die Trauung. Unter Umständen stellt er nur seine Kirche zur Verfügung. Es stellt sich dann die Frage, ob der zuständige Gemeindepfarrer bereit ist, einen Außentermin wahrzunehmen, d.h. in einer anderen Kirche als der seinen die Trauung vorzunehmen. n ›› Das zuständige Pfarramt erteilt Ihnen gern Auskunft.


034-041_trauung_hochzeitsmagazin 08.08.12 16:05 Seite 035

Katholische Was Gott zusammengefĂźhrt hat, das soll der Mensch nicht scheiden

Torten zum Verlieben

Foto: Foto Artmann

Trauung

TRAUUNG

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enn Paare sich entscheiden, miteinander dauerhaft eine Lebensgemeinschaft einzugehen, dann steht fĂźr christliche Paare nicht nur die Frage nach der standesamtlichen Hochzeit an. FĂźr die katholische Kirche ist die Ehe unter Getauften ein Sakrament, das heiĂ&#x;t ein wichtiges und wirkungsvolles Zeichen der Liebe Gottes. Dies wird in der kirchlichen Trauung sichtbar zum Ausdruck gebracht und gefeiert. Die kirchliche Hochzeit wird Ăźblicherweise in der eigenen Pfarrkirche gefeiert, also in der Kirchengemeinde, in der das Paar oder einer der beiden Partner lebt. Dazu meldet sich das Paar frĂźhzeitig (am besten vor allen anderen Planungen) im Pfarramt, damit der Termin fĂźr die Hochzeit abgestimmt und in den Pfarrkalender eingetragen werden kann. Der Pfarrer wird dann einen Termin fĂźr das Ehevorbereitungsgespräch vereinbaren, zu dem Braut und Bräutigam jeweils eine „Taufbescheinigung zum Zwecke der EheschlieĂ&#x;ung“ mitbringen. Diese sind im Pfarramt der Kirchengemeinde erhältlich, in der die eigene Taufe gespendet wurde (eine Kopie aus dem Stammbuch reicht nicht aus).

Die Pfarrämter geben auch Auskunft Ăźber die Ehevorbereitungskurse des Dekanates. Hier haben die Paare Gelegenheit, mit anderen Paaren, die auch kirchlich heiraten wollen, Ăźber christlich gelebte Partnerschaft, die Bedeutung des Ehesakramentes sowie den Ablauf der kirchlichen Feier zu sprechen. Erfahrene Ehepaare und ein pastoraler Mitarbeiter (Priester, Diakon oder Gemeindereferent/in) begleiten die Kurse, die in der Bildungsstätte des Dekanates stattfinden. Der Priester oder der Diakon, der der Trauung vorstehen soll, bespricht in einer weiteren Zusammenkunft mit dem Brautpaar den konkreten Ablauf der Feier und die GestaltungsmĂśglichkeiten. Paare, die ihre Trauung in einer anderen Kirche auĂ&#x;erhalb der Wohnortpfarrei feiern wollen, klären am gewĂźnschten Ort, ob dort eine Trauung mĂśglich ist. FĂźr die kirchenrechtlichen Fragen (das Ehevorbereitungsgespräch) bleibt aber dennoch der Pfarrer des n eigenen Wohnortes zuständig. ›› Weitere Informationen: www.kirchlich-heiraten.info

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Ökumenische

Trauung

Vor Gott und der Gemeinde

Foto: Bork Foto+Videobegleitung

TRAUUNG

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G

ehören beide Partner verschiedenen Konfessionen an, ist es heute nicht mehr notwendig, dass einer der Partner konvertiert (also seine Kirche verlässt und sich dem anderen Bekenntnis anschließt). Die Partner müssen sich aber entscheiden, in welcher Form sie kirchlich heiraten wollen: Neben der rein katholischen Trauung und der rein evangelischen Trauung ist eine weitere Form möglich, die ökumenische (gemeinsame) Trauung. Dabei handelt es sich aber nicht um eine dritte Alternative, sondern um eine katholische Trauung mit Beteiligung eines evangelischen Pfarrers oder einer evangelischen Pfarrerin bzw. um eine evangelische Trauung mit Beteiligung eines katholischen Priesters. Die gemeinsame Trauung gilt kirchenrechtlich als katholische Trauung, wenn sie in einer katholischen Kirche unter katholischer Leitung vollzogen wird, und entsprechend als evangelische Trauung, wenn die Feier in einer evangelischen Kirche unter

evangelischer Leitung stattfindet. Paare, die eine ökumenische Trauung wünschen, wenden sich zuerst an den Pfarrer, in dessen Kirche sie heiraten möchten. Er hat die Hauptverantwortung für die Trauung und wird in Absprache mit dem Paar den Geistlichen der anderen Konfession einbeziehen. Wer sich für eine katholische Trauung entscheidet, benötigt keine zusätzlichen Papiere. Der katholische Christ, der in einer evangelischen Kirche heiraten möchte, benötigt dazu eine spezielle Genehmigung seines Bischofs (Dispens). Dazu wendet er sich an den Pfarrer seiner Wohnortgemeinde. Die „Gemeinsame kirchliche Trauung“ ist deutschlandweit durch eine Vereinbarung zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in n Deutschland geregelt. ›› Weitere Informationen: www.kirchlich-heiraten.info


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Das

Individuell und sehr persönlich

Foto: Anne-Sophie Fotografie

Trauversprechen

I

m Trauversprechen bekennen sich Braut und Bräutigam zueinander. Oftmals wählen die Brautleute die erste, bekannte Form, bei der sie lediglich kurz auf die Frage des Pfarrers antworten. Viele Pfarrer sind aber auch offen für individuelle und persönliche Textvorschläge. Die drei hier gewählten Varianten dienen der Anregung. Erste Form: Pfarrer/Pfarrerin: „Mit diesen Worten bezeugt die Heilige Schrift, dass die Ehe eine gute Gabe Gottes ist. Auch Eure Ehe will Gott schützen und segnen. So frage ich Euch vor Gott und dieser Gemeinde: Max, willst Du Monika, die Gott Dir anvertraut, als Deine Ehefrau lieben und ehren und die Ehe mit ihr nach Gottes Gebot und Verheißung führen in guten und in schlechten Zeiten, bis der Tod Euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.“ Bräutigam: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Pfarrer/Pfarrerin: „Ebenso frage ich Dich, Monika, willst Du Max, den Gott Dir anvertraut, als Deinen Ehemann lieben und ehren und die Ehe mit ihm nach Gottes Gebot und Verheißung führen in guten und in schlechten Zeiten, bis der Tod Euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.“ Braut: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Zweite Form: Lernen Sie das Trauversprechen auswendig. Frei vorgetragen klingt dieses Versprechen am schönsten. Um vor lauter Nervosität dann nicht alles zu vergessen, können Sie

mit Ihrem Pfarrer verabreden, dass er Ihnen den auswendig gelernten Text zur Sicherheit gut lesbar hinhält. Bräutigam: „Monika, ich nehme Dich als meine Ehefrau aus Gottes Hand. Ich will Dich lieben und achten, Dir vertrauen und treu sein. Ich will Dir helfen und für Dich sorgen, will Dir vergeben, wie Gott uns vergibt. Ich will zusammen mit Dir Gott und den Menschen dienen. Solange wir leben. Dazu helfe mir Gott.“ Braut: „Max, ich nehme Dich als meinen Ehemann aus Gottes Hand. Ich will Dich lieben und achten, Dir vertrauen und treu sein. Ich will Dir helfen und für Dich sorgen, will Dir vergeben, wie Gott uns vergibt. Ich will zusammen mit Dir Gott und den Menschen dienen. Solange wir leben. Dazu verhelfe mir Gott.“ Dritte Form: Das Brautpaar spricht das Versprechen gemeinsam oder abwechselnd Pfarrer/Pfarrerin: „Gott vertraut Euch einander an. Aus den Worten der Heiligen Schrift habt Ihr gehört, wie Gott Euch in Eurer Ehe leiten und segnen will. Bekennt Euch nun dazu vor Gott und dieser Gemeinde.“ Brautpaar: „Wir wollen in unserer Ehe nach Gottes Willen leben und auf seine Güte vertrauen. Wir wollen in Freud und Leid zusammenhalten unser Leben lang. Wir wollen gemeinsam für andere da sein und tun, was dem Frieden dient. Dazu verhelfe n uns Gott.“

TRAUUNG

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Trauungen mit freien

Theologen

Individualität ist Trumpf

Foto: Bork Foto+Videobegleitung

TRAUUNG

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B

rautpaare, die sich über die standesamtliche Trauung hinaus eine individuelle Zeremonie wünschen, eine kirchliche Trauung jedoch nicht möchten, können sich in einer Trauzeremonie von einem freien eologen oder Festredner trauen lassen. Dieses Zeremoniell zeichnet sich nicht selten durch die Umsetzung unverwechselbarer, sehr persönlicher Träume und Wünsche des jeweiligen Brautpaares aus. Für diese Trauzeremonien ist es unwichtig, welcher Konfession Braut oder Bräutigam angehören oder ob sie aus der Kirche ausgetreten sind. Wer eine Zeremonie außerhalb der Kirche wünscht, kann viele Konventionen unbeachtet lassen und auch ungewöhnliche Ideen in das Zeremoniell einbinden. Es gibt keine institutionellen Vorgaben, die einzuhalten sind. In den persönlichen Vorgesprächen mit dem freien eologen bekommen Sie viele Anregungen für Ihre ganz persönliche Trau-

ung. Wichtig ist jedoch, dass die Feierlichkeit auch zum Brautpaar passt. Hören Sie sich möglichst viele Vorschläge an und lassen Sie sich umfassend beraten. Auf eines sei am Rande noch hingewiesen. Das Berufsbild des freien eologen lässt sich nicht einheitlich darstellen. Ein Grund dafür ist sicherlich der unterschiedliche konfessionelle Kontext, aus dem der Einzelne stammt. Die meisten freien eologen haben das Studium der eologie abgeschlossen und Zusatzqualifikationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erworben. Da das Trauzeremoniell nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, sondern überall stattfinden kann, muss sich das künftige Brautpaar um den traumhaften Park oder einen originellen Ort auf jeden Fall selber kümmern. Für diese Art der Trauung müssen in der Regel auch keine Dokumente vorn gelegt werden.

Hier eine Auswahl freier Theologen in Deutschland Volker Gundlach · Duisburg · Tel: (0203) 463992 · www.worte-und-rituale.de Jochen Jülicher · Bonn · Tel: (0228) 265726 · www.anders-heiraten.de Pater Norbert · Köln · Tel: (0221) 317129 Klaus Bechner · Hamburg · Tel: (040) 445383 Peter Anhalt · Berlin · Tel: (030) 41719526 · www.theologischepraxis.de Astrid Wutke · Darmstadt · Tel: (06151) 953223 · www.praxisfuerseelsorge.de Herman Beyer · Stuttgart · Tel: (0711) 556811 · www.lebenscafe.de Ewald Baus · München · Tel: (089) 67907911 · www.freie-trauung.de Bernd Marz · Bonn · Tel: (0171) 8387212 · www.hochzeitsritus.de Martin Plaga · Bielefeld · Tel: (0157) 74978160 · www.derfaehrmann.com Marion Klose · Dülmen · Tel: (02594) 846671 · www.lebensfeiern.de Susanne Frieters · Münster · Tel: (0251) 866572 · www.theologin.de Jost Weber · Gevelsberg · Tel: (02332) 554741 · www.wort-und-wert.de


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Trau sprüche

Foto: Foto Artmann

Wählen Sie Ihr persönliches Bibelzitat

Lasset uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit 1. Johannes 3,18

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Psalm 36,6

Der Herr spricht: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 1. Mose 8,22

Denn bei dir, Herr, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Psalm 36,10

Der Herr spricht: Ich sende einen Engel vor dir her, der dich auf deinem Weg behütet. 2. Mose 23,20

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s richtig machen. Psalm 37,5

Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; ebne vor mir deinen Weg!

Der Herr hat seinen Engeln befohlen, daß sie dich beschützen auf allen Wegen.

Psalm 5,9

Psalm 91,11

Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Psalm 68,20

Psalm 16,11

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.

Dies ist der Tag, den der Herr macht; laßt uns freuen und fröhlich an ihm sein. Psalm 118,24

Psalm 19,1

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23,1

Weise mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte. Psalm 86,11

Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Psalm 27,1

Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht wanken lassen.

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Psalm 55,23

Psalm 34,2

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke,

TRAUUNG

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TRAUUNG

040 eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Psalm 46,2

Eines jeden Wege liegen offen vor dem Herrn, und er hat acht auf aller Menschen Gänge. Sprüche 5,21

Herr, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Psalm 90,1

Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.

Der Herr ist treu; er wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.

Jesaja 40,31

Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Der Herr spricht: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.

1. Joh. 4,16b

Jesaja 43,1

Ja, ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ich will es tun, ich will heben und tragen und erretten. Jesaja 46, 4

Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen. Psalm 145,18

Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil. Jesaja 12,2

Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt. Sprüche 16,9

Jesus Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11,28 Jesus Christus spricht: Liebt eure Feinde; tut Gutes denen, die euch hassen, segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Lukas 6,27

Verlaß dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlaß dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.

Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, der wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, der wird nie mehr Durst haben.

Sprüche 3,5+6

Johannes 6,35

2. Thess. 3,3

Jesus Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst; aber seid zuversichtlich, ich habe die Welt überwunden. Johannes 16, 33b

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 1. Korinther 13,13

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge laßt in der Liebe geschehen! 1. Korinther 16,13

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Epheser 2,8+9

Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Epheser 4,15

Lehre mich tun, wie es dir gefällt, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe


034-041_trauung_hochzeitsmagazin 08.08.12 16:05 Seite 041

Euch vergeben hat in Christus. Epheser 4, 32

Psalm 143,10

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

Johannes 15,1,2

1. Korintherbrief 13,7

Seht zu, daß keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander.

Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge.

1. Thess. 5,15

1. Petrusbrief 4, 8

Einer trage den anderen (Ertrag einer den andern) in Liebe, und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Epheserbrief 4, 2b-3

TRAUUNG

041 mich auf gerader Bahn!

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 1. Timotheusbrief, 1, 7

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20

Prüft aber alles, und das Gute behaltet! 1. Thess. 5,21

Die Frucht des Geistes ist Liebe, ist Freude, Friede, Geduld, ist Freundlichkeit, Güte und Treue. Galater 5 , 22

Foto: Bobby Earle - Fotolia.com

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Ruth 1,16

Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Matthäus 6, 21

Seid miteinander freundlich, herzlich, vergebt einer dem anderen, gleich wie Gott

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DIE STADT

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Typisch Braunschweig Braunschweig – Welfen, Hanse, helle Köpfe!


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DIE STADT

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eit der Gründung durch Heinrich den Löwen wurde Braunschweig über die Jahrhunderte durch die Welfen und die Hanse geprägt. Heute ist Braunschweig mit rund 250.000 Einwohnern die größte Stadt zwischen Hannover und Berlin: Sie überzeugt als attraktive Einkaufsstadt, lebendige Kulturstadt und als Zentrum der forschungsintensivsten Region Europas. Das Mittelalter wird hier in den verwinkelten Gassen des Magniviertels mit kleinen Fachwerkhäusern oder auf dem Burgplatz mit seinen historischen Gebäuden ebenso erlebbar wie das urbane Lebensgefühl in der pulsierenden Einkaufsstadt. Auf kurzen Wegen ist alles zu erreichen, was eine Großstadt ausmacht – genauso wie die herrlichen Parkund Naturlandschaften, die entlang des Flusses Oker mitten in der Innenstadt für Ruhe und Ausgleich sorgen. Residenz- und Kaiserstadt der Welfen In der Stadt Heinrichs des Löwen ist das Mittelalter auch heute gegenwärtig. Der bronzene Löwe, den der Welfenherzog als erste freistehende Plastik nördlich der Alpen auf dem Burgplatz errichten ließ, ist bis

heute das Wappentier der Stadt. Die Burg Dankwarderode, der Dom St. Blasii und die alten Wallanlagen erinnern noch heute an die Herrschaft Heinrichs des Löwen und seines Sohns Otto IV. Beide Welfen wählten Braunschweig als Residenz und bauten die Stadt als mächtiges Handelszentrum aus. Nachdem Otto IV. 1209 in Rom zum Kaiser gekrönt wurde, rückte Braunschweig als Kaiserstadt, als „urbs regia“, in den Blickpunkt Europas. Bis ins 20. Jahrhundert blieb die Stadt mit einer Unterbrechung Residenz der Welfenherzöge. Sie förderten zahlreiche Innovationen in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft und trugen so zur prosperierenden Entwicklung der Stadt bei. Durch die Hanse bis in alle Welt bekannt Als wichtige Handelsstadt war Braunschweig Gründungsmitglied der Hanse. Weitgereiste Händler und die hier angesiedelten Kaufleute gestalteten nachhaltig das Stadtbild. Vom Reichtum der Löwenstadt während der Hansezeit zeugen noch heute einige Gebäude, zum Beispiel das Ensemble am Altstadtmarkt mit dem gotischen Altstadtrathaus, der ersten bürgerlichen Kirche

St. Martini sowie dem Gewandhaus der Tuchhändler. Zu einiger Berühmtheit brachte es die Braunschweiger Mumme, damals je nach Brauart ein schwach bis stark alkoholhaltiges Bier. Aufgrund ihrer stärkenden Wirkung und langen Haltbarkeit wurde die Mumme als Proviant für die langen See- und Entdeckungsreisen des 15. und 16. Jahrhunderts verwendet und über den Seeweg sogar bis in „beide Indien“ verschifft. Heute ist die Braunschweiger Mumme ein dickflüssiges alkoholfreies Getränk, mit dem Speisen und Getränke verfeinert werden. 1.000 Jahre Architektur Von der lebhaften Historie Braunschweigs zeugen auch die malerischen Fachwerkbauten, wie sie zum Beispiel rund um die St. Magni Kirche zu finden sind. Den Gegensatz zur mittelalterlichen Bauweise bildet das außergewöhnliche Rizzi-Haus mit seinen bunten Farben und Formen. Die Jakob-Kemenate, die 2008 mit dem „if communication design award“ ausgezeichnet wurde, vereint zeitgenössische mit mittelalterlicher Architektur. Das Residenzschloss war ein repräsentativer Bau des 19. Jahrhunderts, dessen Gebäude wieder aufgebaut und dessen Fassade unter Einbeziehung von erhaltenen Originalteilen rekonstruiert wurde. Die Besucherplattform der größten Quadriga Europas erlaubt einen Blick über die gesamte Innenstadt. Braunschweig – Stadt der hellen Köpfe Welfen und Hanse prägten die Stadt und mit ihnen über die Jahrhunderte viele helle Köpfe wie Lessing, Gauß, Spohr, Raabe, Dedekind und Büssing. Vor 80 Jahren erhielt Agnes Pockels für ihre Forschungen in der Oberflächenchemie die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Braunschweig – als erste Frau in Deutschland überhaupt. Heute sind die Löwenstadt und die Region mit ihren enormen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an international renommierten Instituten weltweit Spitze, 2007 wurde Braunschweig zur „Stadt der Wissenschaft“ gekürt. Wissenschaft aus Braunschweig begegnet Ihnen übrigens zu jeder Zeit, denn die Atomuhr der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) bestimmt deutschlandweit die Zeit. 2012 feiert die PTB Geburtstag: Seit 125 Jahren definiert sie Fundamental- und Naturkonstanten und forscht an neuen Technologien zur Verbesserung von Messtechniken. Hochgeschätzte Kunst und Kultur Als ältestes Museum Kontinentaleuropas mit rund 170.000 Kunstwerken aus fast


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Typisch Braunschweig Braunschweig – Welfen, Hanse, helle KÜpfe!

Foto: Braunschweig Stadtmarketing / Gramann /okerland-archiv / Bormann

DIE STADT

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3.000 Jahren Kunstgeschichte bereichert das Herzog Anton Ulrich-Museum seit 1754 das Leben von Generationen von Menschen. Ebenso bedeutend ist die umfangreiche Sammlung des Städtischen Museums, das zu den größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands gehört. Dazu gesellen sich in Braunschweig zahlreiche kleine Museen und Galerien, die hervorragende nationale und internationale Gegenwartskunst zeigen. Seit über 150 Jahren erfindet sich das Staatstheater Braunschweig mit bewegenden Inszenierungen beständig neu, ebenso überraschen zahlreiche private Bühnen mit Stükken auf hohem Niveau. Einzigartige Veranstaltungen wie das Burgplatz Open Air, die Feste alter Musik „Soli Deo Gloria“, das internationale Festival „eaterformen“ und das Internationale „filmfest Braunschweig“ bieten attraktive Kulturerlebnisse zu jeder Jahreszeit. Leidenschaft für den Sport Braunschweiger sind leidenschaftliche Sportler – sowohl in der Ausübung als auch

als Fans. Neben dem Fußballzweitligisten Eintracht Braunschweig, der sich absoluten Kultstatus’ erfreut, begeistern beispielsweise der Braunschweiger Tanz-Sport-Club, mehrfacher Weltmeister im Formationstanz, die Footballer der New Yorker Lions und die Erstliga-Basketballer der New Yorker Phantoms ihre Fans. Regelmäßig richtet Braunschweig nationale wie internationale Meisterschaften in diversen Disziplinen aus. Ein spezieller Sport ist den Braunschweigern der Schoduvel: Der größte Karnevalszug Norddeutschlands blickt auf eine über 700-jährige Geschichte zurück. Schöner einkaufen... schöner Braunschweig Niedersachsens Einkaufsstadt Nummer eins verbindet auf attraktive Weise Tradition mit Moderne: inhabergeführte Geschäfte, kleine Boutiquen und ansprechende Filialen bieten ein lückenloses Angebot. In der Fußgängerzone fügen sich zwischen historischen Gebäuden lichtdurchflutete, überdachte Passagen und moderne Geschäftshäuser. An-

sprechende Einkaufsmöglichkeiten und eine vielfältige Gastronomieszene laden zum Innenstadtbummel ein. Im Sommer lassen sich Sonne und Löwenstadt vor den Cafés, Bars und Restaurants auf einladenden Plätzen genießen, während in der Adventszeit der schönste Weihnachtsmarkt Norddeutschlands in die Löwenstadt einlädt. Startpunkt für Ausflüge in die Region In Braunschweig gibt es viele grüne Oasen. Weil sich die Oker wie ein Ring um die Innenstadt legt, sind Parks und Naturlandschaften in der Löwenstadt auch von der Innenstadt schnell zu erreichen. Stadtnahe Seen und das europäische Vogelschutzgebiet in Riddagshausen sind für die Braunschweiger reizvolle Naherholungsmöglichkeiten. Mit der günstigen Lage zum Harz und zur Lüneburger Heide ist die Löwenstadt auch idealer Ausgangsort für Ausflüge in eine ben merkenswerte Kulturregion. Quelle: Braunschweig Stadtmarketing GmbH


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Typisch Braunschweig Das Braunschweiger Residenzschloss im Spiegel der Zeit

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ie ersten Planungen zum Bau einer herzoglichen Residenz gehen in die Zeit um 1715 zurück. Bei ihren Besuchen in der Stadt Braunschweig bezogen die Herzöge meist Quartier im städtischen Hof der Zisterzienser von Riddagshausen am Bohlweg, der im Laufe der Zeit die Bezeichnung „Grauer Hof“ erhielt, abgeleitet von den Kutten der Mönche. Auf diesem Areal begann 1718 der Landbaumeister Hermann Korb den Bau der Residenz. Während der Regierungszeit von Herzog August Wilhelm wurden 1724 die inneren Flügel mit Kapelle errichtet, 1730 der Mittelbau begonnen sowie im weiteren Verlauf der dreißiger Jahre der äußere Südflügelfertig gestellt. Die Pläne des 1735 verstorbenen Hermann Korb bildeten in den Jahren 1752/54 die Grundlage für die durch den Baumeister Martin Peltier de Belfort errichteten äußeren Nordflügel. Weitere Baumaßnahmenerfolgten unter der Regierung von Herzog Karl Wilhelm Ferdinand durch den Architekten und Hofbaumeister Christian Gottlob Langwagen, unter dessen Leitung der Mittelbau vollendet wurde. Während der französischen Besatzungszeit war das aufgelöste Herzogtum Braunschweig nur noch Teil des Okerdepartements im kurzlebigen Königreich Westfalen (1806 bis 1813). Der „Graue Hof“ wurde für den König Jérôme Bonaparte, den Bruder Napoléons I., zum Königsschloss im Empirestil durch den Baumeister Peter Joseph Krahe umgebaut, ohne dass Jérome hier einmal residiert hätte. Unter Herzog Karl II. erlebte der „Graue Hof“ seine Blütezeit, allerdings führten Konflikte des Herzogs mit den braunschweigischen Landständen zu einem Volksaufstand, in dessen Verlauf Karl II. am 7. September 1830 von einer wütenden Volksmenge aus Braunschweig vertrieben und das Schloss in Brand gesetzt wurde. Bereits am 15. Mai 1831, ein dreiviertel Jahr nach Beginn der Regierungszeit von Herzog Wilhelm, erfolgte die Annahme der Pläne von Hofbaumeister Carl eodor Ottmer zum neuen Schlossbau, am 23. Juni der erste Spatenstich und knapp zwei Jahre später, am 26. März 1833, die Grundsteinlegung für das neue Residenz-Schloss, das als dreiflügeliger Bau auf U-förmigen Grundriss

errichtet wurde. Der Nordflügel mit den herzoglichen Privatgemächern wurde im Dezember 1837 fertig gestellt, der Ausbau der Repräsentationsräume im Haupt- und Südflügelerfolgte zwischen 1838 und 1840. Mit einem im Schlosstheater aufgeführten Lustspiel feierte die Hofgesellschaft am 27. März1841 die endgültige Fertigstellung des Residenzschlosses. Einem erneuten Brand, diesmal allerdings ausgelöst durch ein defektes Heizungs- bzw. Ofenrohr, fielen am 23. Februar 1865 der gesamte Nordtrakt und der Nordabschnitt des Hauptflügels zum Opfer. Dabei wurde auch die 1855/56 von Bildhauer Ernst Rietschel entworfene und auf dem Mitteltrakt 1863 aufgestellte Quadriga fast völlig zerstört. Die aus Kupferplatten gefertigte Plastik stellte die Stadtgöttin Brunonia auf einem Wagen mit Vierergespann dar. Der Wiederaufbau des Schlosses begann mit der Trümmerräumung. Anno 1866 begannen die Arbeiten, die 1868 abgeschlossen waren. An deren Ende fand die inzwischen in leicht verkleinerter Form wiederhergestellte Quadriga erneut ihren Platz auf dem Mitteltrakt. Das Schloss und seine Quadriga bilden seit dem ersten Schlossentwurf durch den Hofbaumeister Carl eodor Ottmer eine Einheit. Nach dem Tod Herzog Wilhelms im Jahr 1884 residierten mit Albrecht von Preußen und Johann Albrecht von MecklenburgSchwerin bis 1913 zwei nichtwelfische Herzogsregenten im Schloss. Mit der Heirat zwischen dem Welfenherzog Ernst August und Viktoria Luise von Preußen, der einzigen Tochter von Kaiser Wilhelm II., kam es zur Aussöhnung zwischen den Häusern Hohenzollern und Welfen, so dass am 1. November1913 wieder ein Welfe als Herzog in das Schloss einzog und dort bis zur Abdankung am 9. November 1918 residierte. Nach Ende des Ersten Weltkrieges und der Abdankung von Herzog Ernst August diente das Schloss nun nicht mehr der herzoglichen Familie als Regentschaftssitz, sondern wurde für andere Zwecke genutzt, wobei ein Schlossmuseum, Institute für Geschichte und Philosophie der damaligen Technischen Hochschule (TH) Braunschweig, das Kleine Haus des Staatstheaters, das Naturhistorische Museum, die öffentliche Bücherei, die Landessteuerdirek-

tion und die Luftverkehrsstelle Aufnahme in den Räumlichkeiten fanden. Während der Zeit des Nationalsozialismus dienten die Schlossräume u.a. ab dem 29. Juni 1935 der sogenannten SS-Junkerschule als Ausbildungsstätte. In den Jahren 1944/45 kam es im Verlauf der zahlreichen Luftangriffe zu schweren Beschädigungen des Gebäudes. Der Wiederaufbau in den 50er Jahren scheiterte. Das neu gegründete Land Niedersachsen hatte 1955 als Rechtsnachfolger des bis 1946 bestehenden Landes Braunschweig die Verantwortung für die Frage und das Grundstück samt Schloss an die Stadt Braunschweig abgegeben und sie vor die Wahl gestellt, das Schloss innerhalb von fünf Jahren entweder wieder aufzubauen oder abzureißen. Der Ruinenzustand wurde in den Gutachten positiv beurteilt, selbst ein negatives Gutachten wurde 1960 wiederzurückgezogen. Allgemein wurden rund 66 Prozent des Baubestandes für aufbaubar gehalten; ohnehin wären nur der West- und der Südflügel wiedererstanden. An eine komplette Rekonstruktion des Schlosses dachte niemand, immer wäre ein in den 1950er Jahren aufgebautes Schloss eine Fassade mit inneren Entkernungen für kommerzielle Nutzungen gewesen (Hotels, Stadthalle, Kino etc.). Die damalige Oberbürgermeisterin Martha Fuchs und die Ratsmehrheit befürworteten jedoch den Neubaueiner Stadthalle in Bahnhofsnähe und einen„autogerechten“ Ausbau der heutigen Georg-Eckert-Straße. Trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung beschloss der Rat der Stadt am 21. Dezember 1959 mit zwei Stimmen Mehrheit den Abbruch des Schlosses und die Anlage eines Parks. Der Abbruch begann am 18. März 1960 und war am 26.Juli 1960 offiziell abgeschlossen, die Trümmerbeseitigung dauerte bis Ende August an. Der neu errichtete Schlosspark wurde 1963 der Öffentlichkeit übergeben und 1973/74 nach Entwürfen des Architekten H. Bofinger umgestaltet sowie bis zur Friesenstraße erweitert. Anfang 2002 kam der auf dem Gebiet der Shopping-Center führende Großinvestor ECE auf die Stadt zu, auf dem Gelände des Schlossparks eine großflächige Einkaufsgalerie zu errichten. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann ließ sich auf die Idee unter


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Typisch Braunschweig Das Braunschweiger Residenzschloss im Spiegel der Zeit

Bereits am 13. Juli 2005 kam es zum ersten Spatenstich für das Vorhaben. Anfang September 2003 hatten das ECE Projektmanagement und die Stadt Braunschweig gemeinsam international arbeitende Architekten zu einem Wettbewerb eingeladen. Die Auslobung des hochkarätig besetzten Architektenwettbewerbs bezog sich auf die Gestaltung des Einkaufscenters, des baulichen Nachbarn des in Originaltreue und unter Verwendung von erhaltenen Originalsteinen zu rekonstruierenden Schloßbaukörpers. Als Sieger aus dem Wettbewerb ging das Architekturbüro Grazioli und Muthesius (Zürich, Berlin) hervor. Der gesamte Mitteltrakt des neuen Schlosses mit seiner Vorder- und Rückfassade besteht zu 95 Prozent aus Altsteinen, ferner die vorderen Säulenreihen der Eckteile, sowie zu 20 Prozent die südöstliche Fassade, das sind rund 15 Prozent der gesamten Menge der Neufassadenfläche. Die Bauleistung von 2005/2007 stellt einen getreu den alten Plänen der 1830er Jahre entsprechenden Neubau und in Teilen einen Wiederaufbau mit Altsteinmaterial dar. Sie zeigt die drei Hauptflügel oberhalb der Kauffläche in der vollen Flügeltiefe samt der historischen Dachlandschaft. Die heutige Fassade ist wie die alte, eine sich zum Teil selbsttragende Natursteinfassade. In einer Rekordbauzeit von nur 20 Monaten wurde das Bauwerk im März 2007 fertig gestellt. Der krönende Abschluss gelang mit der dritten Version der Quadriga auf Grundlage eines Originalmodells Rietschels, das im Maßstab 1:3 in Dresden erhalten geblieben war. Die Firma Richard Borek stiftete den

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Das Schloss bleibt vornehmlich für Kulturinstitutionen bzw. für die kulturelle Nutzung vorbehalten. Auf rund 13.000 Quadratmetern Fläche sind das Kulturinstitut, das Stadtarchiv, die Städtische Bibliothek und ein Veranstaltungssaal mit insgesamt 110 Mitarbeitern eingezogen. Für den Umzug mussten 600.000 Medien (Bücher, CDs, DVDs) aus den Bibliotheken und 15 laufende Kilometer Aktenmaterial aus dem Stadtarchiv in das Schloss transportiert werden. Außerdem wurde auch ein Schlossmuseum im linken Schlossflügel eingerichtet, dessen Innenausbau sich am historischen Original orientiert. In den SchlossArkaden sind auf rund 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche auf drei Ebenen etwa 150 Geschäfte, Restaurants, Cafés, Lebensmittelund Delikatessläden und Servicebetriebe. Es

wurden hierfür zwischen 900 und 1.000 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze geschaffen. Durch eine Bürgerinitiative wurden Spenden gesammelt, um die Herstellung der Sockel nach historischem Vorbild und den Umzug der Reiterstandbilder Herzog Friedrich Wilhelm v. Braunschweig – Lüneburg und Carl Wilhelm Ferdinand von der Kurt-Schumacher-Straße an ihren ursprünglichen Platz vor das Schloss zu finanzieren. Die Reiterstandbilder wurden einst im Jahre 1874 eingeweiht und vor dem Schloss auf vier Meter hohen Sockeln aufgestellt. Bereits damals wurde die Aufstellung der Denkmäler zu einem großen Teil durch Spendengelder aus der Braunn schweiger Bürgerschaft finanziert. d

Nachguss. Aufgestellt wurde die Quadriga am 23. Oktober 2008 auf dem Mittelteil des Gebäudes.

Literatur: Bernd Wedemeyer: Das ehemalige Residenzschloß zu Braunschweig. Eine Dokumentation über das Gebäude und seinen Abbruch im Jahre 1960. 3. Aufl., Braunschweig 1993.

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der Bedingung ein, dass ECE die Schlossfassaden auf eigene Kosten originalgetreu rekonstruieren und für das Gesamtvorhaben einem qualifizierten Architektenwettbewerb mit freier Entscheidung für ein renommiertes Preisgericht zustimmen würde. Zugleich entstand die Idee, 13.000 Quadratmeter im Schloss von ECE anzumieten, um an zentraler Stelle die städtischen Kultureinrichtungen Bibliothek, Stadtarchiv und Kulturverwaltung unterzubringen, die bisher verstreut im Innenstadtgebiet unter wenig optimalen Bedingungen arbeiteten. Als Gegenleistung für die Überlassung des mittlerweile städtischen Grundstückes wurden ECE ferner die Neugestaltung des Bohlweges, der Umbau von Straßen und Plätzen in der Innenstadt, Maßnahmen für das Innenstadtmarketing und als Ausgleichsmaßnahme ein neuer Stadtpark in der Weststadt auferlegt. Am 5. Juli 2004 stimmte der Rat der Stadt dem Vorhaben zu.

Wedemeyer, Bernd: Braunschweiger Hofkultur […], 2001, Residenzschloß, in: Ottmerkatalog […] 2000.

Foto: Foto Heinz Gramann

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Residenzschloss Das Residenzschloss, ein repräsentativer Bau des 19. Jahrhunderts, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1960 vollständig abgetragen. Von 2005 bis 2007 wurde das Gebäude an gleicher Stelle wiederaufgebaut und dessen Schlossfassade unter Einbeziehung von erhaltenen Originalteilen rekonstruiert. Vor das Schloss kehrten die beiden alten Reiterstandbilder zurück, auf dem Portikus wurde im Jahr 2008 die nach einem Originalmodell rekonstruierte Quadriga enthüllt. Sie ist über eine Besucherterrasse zu besichtigen. In dem Gebäude sind die städtische Bibliothek, das Stadtarchiv, das Kulturinstitut sowie die Kulturverwaltung der Stadt untergebracht. Daneben befindet sich in den Räumlichkeiten ein Museum, das die Geschichte des Schlosses illustriert.


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Typisch Braunschweig Ein Kleinod mit Charme - Riddagshausen

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m östlichen Stadtrand Braunschweigs liegt der Stadtteil Riddagshausen, auch bekannt durch ein artenreiches Naturschutzgebiet. Seit den dreißiger Jahren avanciert dieses innig gepflegte Kleinod mit den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und der imposanten Klosterkirche, zu einem Synonym für Erholung, Beschaulichkeit, Natur und Naturschutz, Geschichte und Baudenkmäler. Besonderer Anziehungspunkt ist das alte Klostergelände mit der Kirche. Mittelpunkt des kirchlichen Lebens in Riddagshausen und beliebt bei jungen Paaren, die einen angemessenen Rahmen für eine Hochzeit suchen. Als die Zisterziensermönche ab 1145 darangingen, die Sumpfniederung am Rande der Wabe zwischen Nußberg und Buchhorst urbar zu machen und Fischteiche anlegten, fanden sie hier keine menschenleere Einöde vor, sondern eine schon bestehende dörfliche Siedlung, welche ihnen Herzog Heinrich der Löwe 1146 als „villam qui dicitus Ritdageshvsen“, wohl benannt nach dem Grundherren Rikdag, mit allem Zubehör zur Erstausstattung mit Landbesitz und Arbeitskräften schenkte. Mit dem Besitz des Ortes nahm das Kloster auch dessen Namen

an. Die ausgedehnte Teichlandschaft diente der Versorgung des Klosters. Von den ehemals 28 Teichen existieren heute noch 11, wovon der Schapenbruchteich, der Mittelteich und der Kreuzteich die größten sind, mit einer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt. Viele seltene Vogelarten leben hier. Bereits 1936 zum Naturschutzgebiet erklärt, wurde ein weiteres Heranrücken der städtischen Bebauung an die Teiche auf diese Weise Einhalt geboten. Anfang des 14. Jahrhunderts entstand außerhalb der Klosteranlage das Dorf Neuhof, das den heutigen Ortskern bildet. 1822 kam die Gemeinde „Riddagshausen-Neuhof“ hinzu. Am 1. April 1934 wurde Riddagshausen eingemeindet. Heute strahlt der Ort mit seinen kleinen Straßen, Spazierwegen und den Fachwerkhäusern mit den gepflegten Gärten Ruhe und dörfliche Beschaulichkeit aus. Damit dieses idyllische Kleinod bewahrt werden konnte, ist seit jeher das Engagement der Bürger gefragt. Seit 1968 engagiert sich die „Bürgerschaft Riddagshausen mit Freundeskreis e.V.“(zunächst geleitet vom Unternehmer Richard Borek, später von dessen Sohn Henning) für den Erhalt und die Ver-

schönerung des Ortsbildes. Insbesondere galt es, die vom Einsturz bedrohte Klosterkirche zu sanieren und im Torbogenhaus des Klosters ein Zisterziensermuseum einzurichten. Aufgrund der Privatinitiative konnten mehrere alte Bauernhäuser aus dem Braunschweiger Land in dem Bereich zwischen den Bächen Mittelriede und Wabe versetzt werden. Besonders imposant wirkt das Warbsenhaus aus dem Jahr 1588. Daneben steht das Lewe-Haus aus dem Ort Lewe bei Liebenburg. Das Parsau-Haus wurde durch Zwischenbauten mit dem Wendeburg-Haus verbunden. Die Häuser aus Bergfeld und Hohnebostel runden das Ensemble ab. Im September 1979 fand die feierliche Einweihung der von Remlingen auf die Lünischhöhe umgesetzten Bockwindmühle statt. Sie erhielt nach der letzten Braunschweiger Herzogin den Namen „Victoria Luise“. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Riddagshausens gehören das Waldforum, das Arborethum, der Wildpark und das familiengeführte Fischgut Lübbe. Frisch gefangen und geräuchert gibt es hier Forelle, Karpfen n und Lachs direkt vom Hersteller.

Fotos: Dr. Björn Benken

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Foto: Anne-Sophie Fotografie

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Kostenpunkt Accessoires der Braut Brautkleid Kleidung für das Standesamt Kopfschmuck / Schleier / Hut Schuhe / Tasche Dessous Brautfrisur Make-Up Accessoires des Bräutigams Hochzeitsanzug / Smoking Hemd Weste Krawatte / Plastron Schuhe Blumendekoration Brautstrauß Anstecker Bräutigam Blumen für Trauzeugen und Co. Kirchendekoration Streublumen und Korb Autodekoration Tischdekoration

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Kostenpunkt Drucksachen Einladung und Danksagung Portokosten Tisch- und Menükarten Gebühren Gebühren Standesamt Urkunden und Dokumente Gebühren kirchliche Trauung Feierlichkeiten Trauringe Kutsche / Auto Hochzeitstorte Fotograf Videofilmer Künstler Polterabend Menü & Getränke Party-Service Live-Musik / DJ Gästetransport Hotelübernachtung (Gäste) Sonstiges

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Foto: zanaphotos

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Countdown bis zur Hochzeit Werk| 2 www.werkzwei.info

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enn Sie den Termin für Ihre Hochzeit gefunden haben, beginnt der Countdown. Wie immer sieht es zunächst danach aus, als hätten Sie bis zum großen Tag noch alle Zeit der Welt. Doch je mehr Sie planen, umso schneller vergeht die Zeit, so scheint es. Ein gut durchdachtes Zeitmanagement hilft, an alles zu denken

und nicht vorzeitig in Stress zu geraten. Bevor Sie anfangen, Ihre Hochzeit liebevoll im Detail zu planen, sollten Sie sich gemeinsam über grundsätzliche Fragen Gedanken machen. Wie stellen Sie sich Ihre Hochzeit vor? Ihr gemeinsamer Stil, ob romantisch, klassisch oder modern, sollte sich in der späteren Pla-

nung widerspiegeln. Wie viele Hochzeitsgäste möchten Sie einladen? Von dieser Frage ist abhängig, nach welcher Location Sie Ausschau halten. Was darf die Hochzeit kosten? Der finanzielle Rahmen, in dem Sie sich bewegen, wird letztlich vieles entscheiden und sollte auf jeden Fall sorgsam durchdacht werden.


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12 Monate bis zur Hochzeit DOKUMENTE Überprüfen Sie die Gültigkeit von Personalausweis und Pass. Ob Sie im Einzelfall Dokumente aus dem Ausland benötigen, beantwortet Ihnen Ihr Standesamt. Kümmern Sie sich schon jetzt darum. Die Korrespondenz mit dem Ausland ist zeitaufwendig. GÄSTELISTE Stellen Sie eine erste, noch vorläufige Gästeliste zusammen. Nach der Anzahl der Gäste richtet sich die Größe der Location. LOCATION Die Location trägt einen großen Teil zur Atmosphäre Ihrer Hochzeitsfeier bei. Besichtigen Sie Hotels, Restaurants und Deelen. Auch manche Tanzschulen stellen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Selbst wenn

Sie sich noch nicht 100 % sicher sind, optionieren Sie bereits den Termin. Gehen Sie dort mindestens auch einmal Probeessen. Dieses Ambiente eignet sich hervorragend, um weitere Pläne für die Hochzeit zu schmieden. HOCHZEITS-SERVICE Wenn Sie nicht im Lokal feiern möchten: Holen Sie Angebote von einem Hochzeits-, Party- oder Veranstaltungs-Service ein. KIRCHLICHE TRAUUNG Besichtigen Sie Kirchen! Sowie das Herz für eine schlägt, sollten Sie mit dem zuständigen Pfarrer über mögliche freie Termine sprechen. Doch Vorsicht: Gehört die Kirche nicht zu Ihrem Pfarrbezirk, in dem Sie gemeldet sind, ist es von der Zustimmung des Pfarrers abhängig, ob er die Trauung in seiner Kirche vornimmt.

MUSIK Machen Sie sich Gedanken, wie die musikalische Untermalung Ihres Festes aussehen soll. Mit der Wahl des Interpreten setzen Sie Akzente. Überlegen Sie, ob eher DJ, Band oder jemand aus dem Freundeskreis geeignet ist. Besonders schön sind musikalische Akzente auch im Rahmen der kirchlichen Trauung. Möchten Sie, dass eine Sopranistin in der Kirche singt oder lieber ein Chor? Sprechen Sie mit Ihrem Pastor. KOSTEN Besprechen Sie mit Ihrem Partner den ungefähren Kostenrahmen für die Feierlichkeiten. Kalkulieren Sie ca. 10% bis 15% Ihres Budgets als Sicherheitspolster ein. Manche Kosten lassen sich im Vorfeld nicht exakt bestimmen.


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6 Monate bis zur Hochzeit STANDESAMT Jetzt können Sie sich verbindlich mit Termin und Uhrzeit beim Standesamt anmelden, vorausgesetzt, dass die benötigten Unterlagen vollständig sind. Dabei ist das persönliche Erscheinen beider Partner erforderlich. Wenn Sie besondere Wünsche für die Trauzeremonie haben, können Sie diese mit einbringen. TRAUZEUGEN Wählen Sie Ihre Trauzeugen aus und sprechen Sie mit Ihnen. Sie sind zwar nicht mehr obligatorisch, aber es ist ein angenehmes Gefühl „begleitet“ zu werden. Auch Trauzeugen brauchen am Tag der standesamtlichen Trauung einen gültigen Personalausweis. KIRCHLICHE TRAUUNG Sobald Sie sich verbindlich beim Standesamt angemeldet haben, sollten Sie auch den Termin der kirchlichen Trauung im Pa-

storat bestätigen. Dazu benötigen Sie einen Taufschein mit Ledigkeitsnachweis (erhältlich beim Taufpfarramt Ihrer Gemeinde) und den Personalausweis. FESTORGANISATION Suchen Sie im Freundes-, Bekanntenund Familienkreis nach freiwilligen Helfern oder beauftragen Sie alternativ einen Hochzeits-Service.

merkt haben. Sicher ist sicher und die Kosten sind minimal. Teuer wird nur ein Nachdruck. BRAUTKLEID Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit der Suche nach dem Brautkleid zu beginnen. Oftmals muss das Brautkleid in der richtigen Größe erst bestellt werden. Kalkulieren Sie genügend Zeit für eventuelle Lieferund/oder Änderungszeiten ein.

ZEREMONIENMEISTER Betrauen Sie zudem eine Person aus Ihrem Freundeskreis mit der Betreuung und Überwachung des Festablaufs. Hier sollten alle Fäden zusammenlaufen.

GÄSTELISTE Werfen Sie erneut einen Blick auf Ihre bis dato vorläufige Gästeliste. Haben Sie wirklich niemanden vergessen?

DRUCKSACHEN Holen Sie Preisangebote von Druckereien für Einladungskarten, Vermählungsanzeigen, Tisch- und Menükarten ein. Bestellen Sie auf jeden Fall ein paar Karten mehr, als Sie auf Ihrer Einladungsliste ver-

MUSIK Buchen Sie die musikalische Untermalung für Ihr Fest. Hören Sie sich Ihre gewünschte Live-Band vorher einmal an! Manche Bands haben Demobänder früherer Auftritte. Fragen Sie danach.

Kosten für Nachbestellungen. Hier gibt es oftmals Preisunterschiede. Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, buchen Sie.

FLITTERWOCHEN Beantragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber Urlaub und lassen Sie sich den Sonderurlaub für die Hochzeit genehmigen (2-3 Tage sind üblich). Die Hochzeitsreise kann nun geplant und gebucht werden.

4 Monate bis zur Hochzeit EINLADUNGSKARTEN Jetzt ist es an der Zeit, die Einladungskarten zu verschicken. Geben Sie einen Termin für die Rückantwort an und evtl. Adressen von Kontaktpersonen für die Geschenkliste. Informieren Sie die Gäste bereits über den Dresscode. Führen Sie parallel eine Liste der Zu- und Absagen, damit Sie den Überblick behalten. HOCHZEITSANZUG Nun kommt der Bräutigam an die Reihe: Besorgen Sie den Anzug, die Schuhe und passende Accessoires. Der Anzug sollte im Stil und Farbe mit dem Brautkleid harmonieren. UNTERHALTUNG Holen Sie Angebote von Zauberkünstlern, Feuerwerkern und Alleinunterhaltern ein und reservieren Sie unverbindlich schon mal Ihren Wunschtermin. FOTOGRAF Holen Sie sich Kostenvoranschläge von mehreren Fotografen ein, lassen Sie sich Probearbeiten zeigen und besprechen Sie Ihre Wünsche. Fragen Sie auch nach den

KOSTEN Überprüfen Sie Ihre Kosten und Angebote. Bleiben Sie noch im Rahmen? RAHMENPROGRAMM Legen Sie im Groben fest, wie der Ablauf der Feierlichkeiten aussehen soll und wie die ,,Lücken“ geschlossen werden. Besprechen Sie Ihre Vorstellungen auf jeden Fall mit Ihrem Zeremonienmeister. GESCHENKLISTE Stellen Sie Ihre Geschenkliste und/oder den Hochzeitstisch im Fachgeschäft zusammen. Sie können zum Beispiel ein ,,Geschenkheft“ anlegen, das im Gästekreis die Runde macht. HOCHZEITSFAHRZEUG Reservieren Sie Ihr Wunschfahrzeug für die Fahrt zur Kirche und/oder zum Standesamt. Denken Sie daran, dass eine Kutsche nur 8 bis 10 km in der Stunde zurücklegen kann.

KIRCHLICHE TRAUUNG Legen Sie die musikalische Untermalung der Feier fest und engagieren Sie die Kirchenmusiker. POLTERABEND Überlegen Sie sich, ob, wann und wo Sie einen Polterabend veranstalten möchten. In der Regel wird der Polterabend sehr zwanglos gestaltet. Machen Sie sich auf Überraschungen aus dem Freundeskreis gefasst. RESTAURANT Gehen Sie nochmals in dem Restaurant Ihrer Wahl Testessen und lassen Sie sich Ihre Reservierung nochmals bestätigen. Machen Sie sich auch Gedanken über Tischdekoration und Menükarten. Besprechen Sie Ihre Wünsche mit dem Restaurantleiter. Manche Restaurants bieten die Menükarten als besonderen Service bereits mit an.


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3 Monate bis zur Hochzeit TRAURINGE Ein besonderer Moment: Die Auswahl und Gravur der Trauringe. Besorgen Sie sich ein schönes Ringkissen für die kirchliche Trauung oder machen Sie eines selber. STANDESAMT-KLEIDUNG Überlegen Sie sich, was Sie zur standesamtlichen Trauung tragen möchten. BRAUTACCESSOIRES Besorgen Sie in Ruhe die Accessoires zu Ihrem Brautkleid: Strümpfe, Schleier, Dessous. Wie wäre es mit einer Federboa oder Strassschmuck? Auf jeden Fall sollte eine Handtasche nicht fehlen. BLUMENDEKORATION Holen Sie Angebote und Ideen von verschiedenen Floristen ein, sprechen Sie über Ihre persönlichen Wünsche und lassen Sie sich Fotos von vergangenen Arbeiten zeigen. Denken Sie daran, dass Sie unter Umständen zwei Brautsträuße brauchen: Einen

Kleinen zum ,,Werfen“ und einen Größeren zum Aufbewahren. BLUMENKINDER Wählen Sie die Blumenkinder aus und sprechen Sie Kleidung und Haarschmuck ab. Wenn viele Kinder auf der Feier sind, lohnt sich eventuell ein Babysitter. BRAUTSCHUHE Kaufen Sie die Brautschuhe passend zum Brautkleid und laufen Sie diese in den nächsten Wochen zuhause ein. Dieser Tipp gilt natürlich auch für den Bräutigam. HOCHZEITSTORTE Bestellen Sie die Hochzeitstorte und vergessen Sie nicht, die Lieferadresse anzugeben. Fragen Sie auch nach einer NotfallHandynummer. PROGRAMM Legen Sie den Ablauf der Hochzeitsfeier incl. Unterhaltungsprogramm endgültig fest und buchen Sie die entsprechenden Künst-

ler. Gestalten Sie Ihr Programm aber nicht zu dicht, denn Ihre Gäste haben sicher noch einige Überraschungen für Sie parat. VIDEO Wählen Sie einen Videografen aus und besprechen Sie alle wichtigen Punkte. Der ,,schönste Tag“ geht meistens viel zu schnell vorbei, und ein Videofilm ist eine bleibende Erinnerung. HOTEL-RESERVIERUNGEN Bestellen Sie für auswärtige Gäste, die eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen, Hotelzimmer. Handeln Sie einen Gesamtpreis aus. TRANSPORT Wie wird der Transport der Gäste zu Standesamt/Kirche und zum Ort der Feier organisiert? Weisen Sie auf mögliche Fahrgemeinschaften hin oder reservieren Sie ggf. Großraum-Taxen oder Kleinbusse. Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten. Für auswärtige Gäste ist eine Wegbeschreibung hilfreich.


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6 Wochen bis zur Hochzeit RESTAURANT Besprechen Sie das Menü, die Weine und eventuell Sonderwünsche mit dem Küchenchef. Gibt es ein Extra-Menü für Kinder oder sind Vegetarier unter Ihren Gästen? GÄSTELISTE Überprüfen Sie die Zu- und Absagen auf Ihrer Gästeliste. Wer kommt zum Kaffeetrinken, zum Empfang und zum Hochzeitsdinner?

Foto: pixyfoto

HOCHZEITSREISE Sind Impfungen für die Hochzeitsreise notwendig? Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker eine Reiseapotheke zusammenstellen. Flugtickets sollten Sie noch unter Ihrem alten Namen buchen. Schließlich sind Ihre Papiere am Tag nach der Hochzeit noch nicht

umgeschrieben. Es sei denn, Sie haben bereits vor der Hochzeit den neuen Ausweis auf Ihren neuen Namen beantragt. Dieser wird Ihnen durch den Standesbeamten am Trautag ausgehändigt. DRUCKSACHEN Erstellen Sie jetzt die Tisch- und Menükarten. So bleibt Ihnen noch genügend Zeit. Planen Sie lieber ein paar Karten mehr ein. Sicher ist sicher. TANZKURS Wie sicher sind Ihre Walzerkenntnisse? Ein Schnellkurs hilft Ihnen und macht Spaß! Vielleicht wollen die Trauzeugen und Brauteltern ja auch mitmachen. POLTERABEND Besprechen Sie noch einmal den Rahmen und organisieren Sie viele Helfer für

diesen Abend. Neben Besen und Schaufel sollten Sie auch diverse Vasen und Faltboxen für die Geschenke griffbereit halten. Erfahrungsgemäß ist es schwer zu kalkulieren, wie viele Gäste kommen. Vereinbaren Sie mit dem Getränkeservice auf jeden Fall für alle ungeöffneten Getränke eine Rücknahmegarantie. GEMEINSAMER ABEND Laden Sie Ihre Trauzeugen, den Zeremonienmeister und weitere fleißige Helfer, die Ihnen am Tag Ihrer Hochzeit sprichwörtlich den Rücken freihalten werden, zu einer gemeinsamen Lagebesprechung in gemütlicher Runde ein und gehen Sie den Ablauf in Ruhe durch. Gibt es Ungereimtheiten im zeitlichen Ablauf, weiß jeder, woran er an diesem Tag zu denken hat? Noch ist genügend Zeit, um für den reibungslosen Ablauf der Feier zu sorgen.


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Countdown

bis zur Hochzeit

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4 Wochen bis zur Hochzeit KIRCHLICHE TRAUUNG Nun erfolgt das Traugespräch. Überlegen Sie gemeinsam mit dem Pfarrer, ob noch Details des Ablaufs der Trauung fehlen. Das Timing ist am Hochzeitstag entscheidend. Dazu gehören auch Überlegungen zu den musikalischen Beiträgen, der Blumenschmuck, der Trauspruch und die Fürbitten. Fragen Sie nach, ob der Fotograf auch während der Trauung fotografieren darf. Mancher Pfarrer hat das nicht gerne. Machen Sie sich auch Gedanken über den Verwendungszweck der Kollekte und teilen Sie diesen dem Pfarrer mit. TRAURINGE Die Trauringe können abgeholt werden. Vergessen Sie nicht, die Passform zu kontrollieren. Ringe enger oder weiter zu machen ist für einen guten Juwelier kein Problem. PROGRAMMHEFT Immer beliebter werden selbst gestaltete Programmhefte zur Trauung. Diese nette Idee sorgt für bleibende Erinnerungen auch bei Ihren Gästen. Lassen Sie das Programmheft für die kirchliche Trauung drucken oder erstellen Sie es selbst am PC. Enthalten sein sollten auf jeden Fall neben dem Trauspruch,

den Fürbitten und dem Segensgebet die Texte der Lieder, die während Ihrer Hochzeit gesungen werden. Auf diese Weise brauchen Sie keine zusätzlichen Liederbücher verteilen. Je umfassender Sie dieses Programmheft gestalten, umso schöner ist es. FRISEUR Vereinbaren Sie bei Ihrem Friseur einen Termin für eine Probefrisur. Auch der Bräutigam sollte sich vor der Hochzeit noch einmal einen Termin geben lassen. Möchten Sie auf „Nummer Sicher“ gehen, vereinbaren Sie einen zweiten Termin ca. zwei Wochen vor der Trauung. BLUMENSCHMUCK Bestellen Sie die Blumen für die Hochzeitsfeier, die Kirche und das Auto sowie den Brautstrauß, den Anstecker für den Bräutigam, die Handsträußchen der Brautführerinnen, die Anstecker der Brautführer und die Streublumen für die Blumenkinder. Die Körbchen für die Streublumen können Sie bei Ihrem Floristen meistens leihen. Einem alten Brauch folgend bestellt der Bräutigam den Brautstrauß separat und überreicht diesen der Braut als Morgengabe am Tag der Trauung. Doch dieser Brauch

hat seine Tücken. Immerhin sollte der Brautstrauß in seiner Art zur Braut und zum Brautkleid passen. Da aber der Bräutigam das Brautkleid nicht kennt, sollte die Braut ihren Brautstrauß selber aussuchen. FOTOGRAF und VIDEOGRAF Lassen Sie sich den Termin nochmals bestätigen und besprechen Sie den detaillierten Ablauf der Hochzeitfeier sowie Ihre Sonderwünsche. HOCHZEITSGARDEROBE Probieren Sie das Brautkleid, die Schuhe und dazugehörige Accessoires an. Eventuell nötige Änderungen können noch vorgenommen werden. Diese Generalprobe gilt auch für den Bräutigam: Passt das Hemd, ist die Hose lang genug? HOCHZEITSKONVOI Legen Sie die Route fest und besprechen Sie diese mit den jeweiligen Fahrern der Autos. Gibt es irgendwo Parkplatzprobleme? Teilweise muss die Parkerlaubnis direkt vor der Kirche als Sondergenehmigung bei der Stadt beantragt werden. Denken Sie an genügend weiße Schleifen für die Autoantennen.


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2 Wochen bis zur Hochzeit FLITTERWOCHEN Sind alle Unterlagen und die Tickets bereits eingegangen? BLUMENDEKORATION Lassen Sie sich den Termin und die Lieferadresse zur Anlieferung der Blumen bestätigen. Denken Sie auch daran, zuvor die genaue Uhrzeit zur Anlieferung des Blumenschmucks für die Kirche beim Pastor oder Küster zu erfragen. Ist vor Ihrer Trauung noch eine Trauung angesetzt, kann die Floristin nicht beliebig früh kommen, um die Kirchenbänke und den Altarraum zu schmücken. FESTORGANISATION Gehen Sie den Ablauf Ihrer Hochzeit noch einmal Punkt für Punkt durch. Eventuelle Hilfeleistungen können Sie an Freunde und Familie abgeben. GÄSTEBUCH Suchen Sie sich ein schönes Gästebuch aus, das am Tag Ihrer Hochzeit unter den Gästen herumgereicht wird, um sich mit Glückwünschen zu verewigen. So behalten

Sie Ihre Gäste immer in guter Erinnerung. Verzieren Sie später das Gästebuch mit entsprechenden Fotos von Ihren Gästen. Eventuell kann auch ein Freund die eintreffenden Gäste bei der Überbringung der Glückwünsche fotografieren. So haben Sie auf jeden Fall alle einmal im Bild. GÄSTELISTE Kontaktieren Sie die geladenen Gäste, die nicht geantwortet haben und vermerken Sie die endgültige Zahl. Geben Sie diese auch an das Restaurant oder den Caterer weiter. Überzählige Essen können jetzt noch problemlos abbestellt werden. HOCHZEITSFRISUR FÜR SIE & IHN Proben Sie mir Ihrem Friseur Ihre Hochzeitsfrisur. Diese sollte sich auch nach der Wahl Ihres Kopfschmucks richten. Werden Sie an diesem Tag einen Hut oder einen Schleier tragen, sollten Sie diesen auch auf jeden Fall mitbringen. Stoppen Sie möglicherweise die Zeit, damit Sie am Hochzeitsmorgen genügend Zeit für Ihren Friseurtermin einplanen können. Fragen Sie gegebenenfalls auch, ob ein Profi Sie ne-

benbei schminkt. Das spart Zeit und schont Ihre Nerven. Auch der Bräutigam sollte jetzt daran denken, den Friseur seines Vertrauens noch einmal aufzusuchen. HOCHZEITSTORTE Lassen Sie sich die Anlieferung und Uhrzeit nochmals bestätigen. KIRCHLICHE TRAUUNG Laden Sie den Pfarrer persönlich zur Hochzeitsfeier ein. KOSMETIKERIN Lassen Sie sich noch einmal richtig verwöhnen. POLTERABEND Gehen Sie nochmals alle Einzelheiten durch. Wenn zuhause gefeiert wird, informieren Sie Ihre Nachbarn oder laden Sie diese gleich mit ein. SITZORDNUNG Die Tischordnung kann jetzt endgültig festgelegt, die Tischkarten geschrieben und der Sitzplan gezeichnet werden.

1 Woche bis zur Hochzeit AUFMERKSAMKEITEN Besorgen Sie kleine Aufmerksamkeiten für Ihre Blumenkinder und für die anderen kleinen Gäste. BLUMENKINDER Machen Sie eine kleine Generalprobe mit den Blumenkindern. Wichtig ist, sich viel Zeit zu nehmen und den Kleinen Vertrauen zu schenken. BRAUTKLEID Ziehen Sie das Brautkleid mit allen Accessoires noch einmal an und überlegen Sie sich, welchen Schmuck Sie dazu tragen werden. Fühlen sich die Brautschuhe bequem an? HOCHZEITSTISCH Falls Sie einen Hochzeitstisch in einem Fachgeschäft haben, informieren Sie dort Ihren Ansprechpartner über die Lieferadresse für die Geschenke. Denn oftmals bieten diese Fachgeschäfte als besonderen Ser-

vice die Anlieferung der Geschenke an. Gäste, die von außerhalb kommen und das Geschenk beispielsweise telefonisch bestellt haben, nehmen diesen Service gerne in Anspruch. FESTORGANISATION Laden Sie Ihre Trauzeugen und Helfer auf ein Gläschen Wein ein und gleichen Sie Ihre Listen ein letztes Mal mit allen Beteiligten ab. Das beruhigt die Nerven. Und ist ein nettes Dankeschön vorab. HOCHZEITSREISE Packen Sie ruhig schon jetzt Ihre Koffer, später wird es stressig. LISTE Führen Sie eine Liste über die bereits eintreffenden Geschenke und Glückwunschkarten. In der Woche nach der Hochzeit können Sie diese Liste natürlich gut weiterführen. Das erleichtert es Ihnen, den Über-

blick für die späteren Danksagungen zu behalten. RESTAURANT Sprechen Sie alle Details noch einmal ab, gleichen Sie Uhrzeiten ab, wann wird der Saal geschmückt, wann treffen die Gäste ein etc. Übergeben Sie die Sitzordnung dem Restaurantleiter. Auch sollte Ihr Zeremonienmeister mit dem Restaurantleiter besprechen, wann Tischreden sinnvoll eingeschoben werden sollten, ohne dass das Essen kalt wird. ROUTE Bitten Sie einen Ihrer Trauzeugen, die Route vom Standesamt zur Location noch einmal abzufahren. Eventuell sind dort hinderliche Baustellen entstanden. VERMÄHLUNGSANZEIGE Geben Sie Ihre Vermählungsanzeige in der Tageszeitung auf.


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Foto: pixyfoto

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Countdown bis zur Hochzeit Auch wenn Sie nervös sind: Vergessen Sie nicht zu frühstücken!

piere bereit. Der Bräutigam holt den Brautstrauß ab. Ist das Auto geschmückt?

Gehen Sie mit Ihrer besten Freundin oder Ihrer Mutter zum Friseur.

In Ihrer Handtasche sollten Kopfschmerztabletten und etwas Make-up nicht fehlen.

Legen Sie die Ringe und die nötigen Pa-

Deponieren Sie Ersatzstrümpfe und Acces-

soires in der Handtasche Ihrer Trauzeugin. Bleiben Sie ruhig! Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen eine traumhafte und unvergessliche Hochzeit!


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Stundenplan

f端r den Hochzeitstag

06.00 Uhr

07.00 Uhr

08.00 Uhr

09.00 Uhr

10.00 Uhr

11.00 Uhr

12.00 Uhr

13.00 Uhr

14.00 Uhr

15.00 Uhr

16.00 Uhr

17.00 Uhr

18.00 Uhr

19.00 Uhr

20.00 Uhr

21.00 Uhr

22.00 Uhr

23.00 Uhr

24.00 Uhr

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Gäste liste

Kopieren Sie diese Seite mehrmals, entsprechend der Anzahl Ihrer Gäste. Auf einer Seite haben 20 Namen Platz. Nummerieren Sie die Liste durch, damit Sie immer den Überblick über die Gästezahl behalten.

Nr.

Name / Begleitung

Anzahl der Kinder

Einladung verschickt am

Z=Zusage A=Absage

Hotelübern. Ja/ Nein

Danksagung verschickt am


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Foto: Michael Kempf - Fotolia.com

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Tisch ordnung Wer wo sitzt, entscheiden an diesem Tage Sie!

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achdem alle Hochzeitsgäste eingeladen sind und sich hoffentlich auch rechtzeitig zurückgemeldet haben, ist eine Frage von zentraler Bedeutung: Wer sitzt wo? Die Antwort auf diese Frage hängt zum einen davon ab, welche Möglichkeiten der Raum, in dem Sie feiern werden, bietet und zum anderen sollten Vorlieben und Abneigungen unter den Gästen berücksichtigt werden. Leicht ist dagegen die Frage zu beantworten, wer am Hochzeitstisch sitzt. Links neben der Braut sitzt der Bräutigam. Neben ihm sitzen die Mutter und der Brautvater. Zur Rechten der Braut sitzen der Vater des Bräutigams und die Schwiegermutter. Außerdem gehören die Trauzeugen und,

wenn vorhanden, die Brautführer jeweils mit Partner ebenfalls mit dazu. Ist genügend Platz vorhanden, sollten auch die Großeltern und Geschwister hinzugenommen werden. Etwas schwerer wird diese Frage zu beantworten sein, wenn einzelne Paare aus verschiedenen Freundeskreisen und verschiedenen Sportvereinen eingeladen sind. Hier sollte das Brautpaar darauf achten, nicht ein einzelnes Pärchen an einen Tisch einer ansonsten homogenen Gruppe zu setzen. Dieses Paar wird sich leicht als Außenseiter fühlen. In so einem Falle bietet es sich an, einen Tisch zu haben, an dem mehrere Einzelpaare sitzen. So kommen die Gäste schneller ins Gespräch. Interessante Gesprächsthemen ergeben sich von selbst. Achten Sie aus optischen Gründen darauf, dass an jedem Tisch ungefähr gleich viele

Personen sitzen. Der Gesamteindruck wird oft gestört, wenn an einem Tisch nur vier, an einem anderen Tisch jedoch zwölf Personen n sitzen.

Die klassische U-Form:

Lange Tischreihen in Sternform:

Große runde Einzeltische:

Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass alle Gäste den Brauttisch und die anderen Gäste gut im Blick haben. Jedoch wird der Platz zum Tanzen dadurch oft sehr eingeschränkt.

Hierbei wird die Tanzfläche oft ins Innere verlagert. Zwar kann jeder Gast die Tanzfläche gut überblicken, aber das Sitzen mitten im Geschehen ist nicht jedermanns Sache. Besonders dann nicht, wenn man sich auch einmal unterhalten möchte.

Runde Tische sind kommunikativ. Einzeltische lassen sich zwangloser im Raum stellen. Nachteil kann dabei sein, dass der Raum nicht über genügend Platz verfügt. Auch hat nicht jedes Restaurant genügend runde Tische. (Plätze für 8 bis 10 Personen)

Beispiele

Die nachstehenden Fragen sollen helfen, eine passende Tischanordnung zu finden: · Welche Möglichkeiten bietet die Location? · Wo soll die Tanzfläche sein? · Wo steht der Geschenktisch? · Wo befindet sich das Büfett? · Wo steht die Musik? · Wie viele Personen können an einem Tisch Platz nehmen? · Welche Tischart bietet sich in den Räumlichkeiten an?


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SYMBOLIK

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Edel, edel

Symbolik und Geschichte der Edelmetalle und Edelsteine

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aum eine Geste symbolisiert den Wunsch nach fortwährender Liebe und Zusammengehörigkeit eindrucksvoller, als das Überreichen eines Ringes. Als in sich geschlossen ist er ebenso endlos wie die Herzensangelegenheit. Einen Ring zu verschenken, gilt als besondere Geste der Zuneigung und der Verbundenheit. Selbigen anzunehmen, assoziiert Zustimmung und die Bereitschaft zur Bindung. Dadurch, dass beide Eheleute den gleichen Ring tragen, geben sie zu erkennen, dass und mit wem sie verheiratet sind. Im Volksglauben vieler Völker ist der Ring Sinnbild für ein bindendes Gelübde und ewig währende Freundschaft. In der Gestaltung der Ringe wird zu Symbolen gegriffen, die die Bedeutung der Unauflösbarkeit und Verbundenheit noch unterstreichen. Edle Metalle zieren Ein schon in der Klassik bekannter, damals jedoch für einen Vertragsabschluss stehender Ringtyp, der im Mittelalter in weiten Teilen Europas als Vermählungs- und Liebesring große Verbreitung fand (und bis heute findet), ist der so genannte ‘Fede-Ring’ (von ital. ‘mani in fede’, Hände im Glauben), dessen Ringschiene in zwei sich fassende Hände übergeht. Andere besondere Ringformen für Eheringe sind die bereits seit dem Mittelalter bekannten Gimelringe, zwei ineinander grei-

fende Ringe, die symbolisch für die Unauflösbarkeit des Ehebandes stehen, sowie die seit Mitte des 19. Jahrhunderts beliebten Harlekinringe (mit aus Edelsteinen geformten Worten oder Namen) oder auch die Ewigkeitsringe, die rundum mit Edelsteinen besetzt sind. Im 16. und 17. Jahrhundert war es übrigens nicht ungewöhnlich, Verlobungs- und Eheringe mit Symbolen der damals beliebten Memento-Mori-Ringe zu verzieren. So gelangten z.B. Särge, Totenköpfe und Skelette auf die Eheringe. Sehr kunstvolle und oft mit komplexen Aufbauten versehene jüdische Trauringe sind ebenfalls seit dem späten Mittelalter bekannt. Manche dieser Ringe bilden ein kleines Haus (als Symbol des salomonischen Tempels), das aufgeklappt einen Raum mit Tisch und Stühlen als Sinnbild ihres neuen Hausstandes sichtbar werden lässt. Fast so alt wie die Tradition des Ringes ist die Tradition, diesen meist mit sehr sentimentalen Inschriften zu verzieren, wie z.B. im Mittelalter: ‘Ihr habt mein Herz’, ‘Nie Trennung’, ‘Ich bin ein Liebespfand, gib mich nicht weg!’ oder einfach nur ein Stoßgebet wie ‘Gott hilf!’. In jüdischen Trauringen findet sich oft in hebräischer Schrift die Abkürzung ‘MT’ für ‘Masel Tow’ (viel Glück). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Verlobungs- und Trauringe dann schlich-


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ter, allerdings waren sentimentale Inschriften weiterhin beliebt. Durch weiterentwikkelte Techniken, vor allem nach dem 2. Weltkrieg, änderten sich auch die verwendeten Materialien und Legierungstechniken. Edle Ringe schmücken Seither werden Ringe hochwertiger, ausgefallener und vielfältiger. Auch die Auswahl und das Design der Trauringe, ob aus Gelbgold, Rotgold und Weißgold oder aus dem kostbaren, aber sehr haltbaren Platin, wird immer umfangreicher. An ihrer Symbolkraft haben diese edlen Schmuckstücke auch in der heutigen Zeit nichts verloren. Grundsätzlich gilt für alle Ringe: Ihre Wertigkeit, ob sie nun aus Gold oder Platin gefertigt wurden, richtet sich nach ihrer Legierung. Die Legierung gibt Auskunft darüber, wie hoch der Feingehalt einer Metalllegierung (Mischung) im Verhältnis 1:1000 ist. Mittels Punzen und Hammer wird dieser in das Schmuckstück gestempelt. So besteht ein 585er Goldring zu 58,5% aus Gold, während ein 750er zu 75% aus Gold gefertigt wurde. Üblicherweise werden zur Legierung Silber und Kupfer verwandt. Je höher der Goldgehalt in einem Ring ist, desto besser ist sein Tragekomfort. Auch eine höhere Belastbarkeit des Ringes wird so erreicht. Da pures Gold an sich ein sehr weiches

Metall ist, wird der optimale Härtegrad für Trauringe durch das Legieren und auch durch eine mechanische Verformung wie das Schmieden erzielt. Ohne jede weitere Bearbeitung ist 585 Gold die härteste Legierung. Die Farbe des Goldes wird ebenfalls über die Beimischung von anderen Metallen bestimmt. Gelbgold erhält man, wenn dem reinen Feingold zu gleichen Teilen Silber, Kupfer und Zink beigemischt wird. Rotgold enthält im Vergleich dazu deutlich mehr Kupfer. Den weißen Schimmer des Weißgoldes erzielt man durch die Beimischung von Palladium und Rhodium. Platin ist ein eigenständiges Metall. Die Gewinnung und Verarbeitung von Platin ist um ein Vielfaches schwieriger als die von Gold. So müssen für die Gewinnung von einer Unze Platin zehn Tonnen Gestein abgebaut werden. Platin wird ausschließlich in 950er Feingehalt zu Schmuck verarbeitet. Der höhere Feingehalt sowie der höhere Metallpreis und nicht zuletzt die schwierigere Verarbeitung dieses Edelmetalls lassen schnell den Preis verdoppeln. Platinringe bestechen neben ihrer schlichten Eleganz durch einen außergewöhnlich guten Tragekomfort. Der besonders geringe Abrieb ist ebenfalls eine positive Eigenschaft. Auch Allergikern seien n Platinringe empfohlen.

Die Bedeutung der Edelsteine Die Wertigkeit eines Edelsteins misst sich in Karat und bezeichnet dessen Gewicht. Ein Karat entspricht dem Gewicht eines Kernes der Frucht des Johannisbrotbaumes. Der Kern dieser Frucht wiegt exakt 0,20 Gramm. Früher verwandte man diese Kerne als Gegengewichte auf den Waagen. Die Genauigkeit des Gewichts eines solchen Kernes ist verblüffend. Aquamarin: Er ist nach seiner Farbe benannt, blau wie Meerwasser. Der Sage nach stammt er aus dem Schatz von Meerjungfrauen. Er macht seinen Besitzer reich und verhilft zu einer glücklichen Heirat. Diamant: Der harte Diamant gilt als mächtigster Stein. Im Mittelalter trug man ihn am Herzen, um sich vor bösen Träumen zu be-

wahren. Er symbolisiert die Unzerstörbarkeit von Liebe und Ehe. Rubin: Der kostbarste der Edelsteine ist sprichwörtlich rot. Er wehrt Streit und Kummer ab und bewahrt seinen Besitzer vor Demütigungen. Saphir: Er ist blau wie die Treue. Kein Wunder, dass er als Beschützer der ehelichen Tugend gilt. Zwar gibt es ihn in fast allen Farben, aber ohne Farbangabe ist immer der himmelblaue Stein gemeint. Smaragd: Mit seiner dunkel- bis blaugrünen Tönung erinnert der Smaragd an die Farbe des Frühlings. Seine Wirkungskraft beinhaltet Festigung der Treue und die Förderung von Ehrgeiz und Leidenschaft.


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Sprache der Blumen Blumen sagen mehr als 1.000 Worte

D

er Brautstrauß hat eine junge Geschichte – erst Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde er erstmals gesichtet. Blumen selbst werden aber schon seit Jahrtausenden als Festschmuck verwendet. In der Antike trugen Braut und Bräutigam Kränze aus Myrthe, eine Pflanze, die der Liebesgöttin Aphrodite geweiht war. Später entwickelten sich aus der schlichten Kranzform Blumendiadem und Krone. Das Streuen von Blumen und Blüten ist ein heidnischer Brauch, um die Fruchtbarkeitsgöttin anzulocken. Der Brautstrauß ist neben Kleid und Schleier der entscheidende Blickfang und

sollte mit Bedacht gewählt werden. Es ist Tradition, dass der Bräutigam den Strauß besorgt. Da der Brautstrauß aber auf das Brautkleid abgestimmt sein sollte und es ebenfalls Tradition ist, dass der Bräutigam das Kleid vor der Hochzeit nicht sieht, lässt sich optimalerweise zunächst die Braut vom Floristen beraten. Die Wahl des Brautstraußes sollte einerseits zum Hauttyp der Braut und andererseits zum ausgewählten Brautkleid passen. Um den Brauch zu wahren, holt der Bräutigam dann den Brautstrauß am Morgen der Trauung ab und übergibt diesen im Elternhaus der Braut.

Für den Bräutigam wird passend zum Brautstrauß ein Blumenanstecker gefertigt, den er am Revers seines Anzugs befestigt. n

Lasst Blumen sprechen Weiße Lilien Wicken Efeu Orangenblüten Maiglöckchen Rose Orchideen Sonnenblume Veilchen

Reinheit, Unschuld Vergnügen Treue Keuschheit, Reinheit Glück und Tugend die Blume der Liebe Verführung Freude, Stolz Bescheidenheit

Blumen für den Brautstrauß Frühjahr Calla Flieder Gerbera Ginster Glockenblume Iris Jasmin Maiglöckchen Mohn Pfingstrose Ranunkeln Rose Schneeball Veilchen Vergiß-mein-nicht

weiß lila, weiß, rosa alle Farben gelb blau, purpur gelb, blau, weiß weiß, stark duftend weiß rot weiß, rosa, dunkelrot gelb, rot alle Farben weiß/hellgrün blau, gelb blau, rosa

Sommer Fuchsie Gerbera Glockenblume Hortensie Klatschmohn Kornblume Lilie Löwenmaul Margarite

rot alle Farben blau, purpur blau, weiß, rosa rot blau weiß, orange, rosa gelb, rot, orange, weiß weiß mit gelber Mitte

Pfingstrose Rose Sonnenblume

weiß, rosa, dunkelrot alle Farben gelb

Herbst Aster Efeu Gerbera Hortensie Johanniskrautbeere Orchidee Rose Sonnenblume

gelb, orange dunkelgrün alle Farben blau, weiß, rosa rot/braun weiß, rosa, lila alle Farben gelb

Winter Calla Christrose Efeu Eucharis Gerbera Jasmin Orchideen Proteen Weihnachtsstern

weiß weiß grün weiß alle Farben weiß weiß, rosa, rot rosa töne rot

Akazienblüte, Vertrauen · Alpenveilchen, Bescheidenheit, Schüchternheit · Amaryl-

lis, Stolz · Bandgrass, Kuss · Bartnelke, Galanterie · Calla, Schönheit, Attraktivität · Christrose, Leidenschaft · Dahlie, Geduld · Edelweiß, Schönheit · Efeu, Treue · Ehrenpreis, Weibliche Treue · Feuerlilie, Glühende Liebe · Flieder, Beginnende Liebe · Gänseblümchen, Bescheidenheit, Unschuld · Granatapfel, Fruchtbarkeit, Verführung · Hyazinthe, Fest, Hochzeit · Immergrün, Unvergängliche Liebe · Iris, Neuigkeit, Beredsamkeit · Jasmin, Freundschaft, Eleganz · Klatschmohn, Erinnerung, Liebe, Passion · Kornblume, Zärtlichkeit · Lilie, Reinheit · Maiglöckchen, Liebe, Glück · Myrthe, Blume der Braut, Schönheit · Nelke, Aphrodisische Wirkung, Verlöbnis · Orchidee, Verführerische Schönheit · Passionsblume, Paradies · Primel, Freude, Zufriedenheit · Quittenblüte, Anbetung · Ringelblume, Verknüpft die Schicksale Liebender · Rose, Königin der Blumen, Liebe, Jugend · Rosmarin, Treue · Sonnenblume, Freude, Stolz · Stiefmütterchen, Heiß entbrannte Liebe · Tulpe, Liebeserklärung, Glück · Veilchen, Unschuldige Liebe · Vergissmeinnicht, Wahre Liebe · Weiße Chrysantheme, Wahrheit · Zitrone, Unschuld, Tugend

Foto: Norbert Pellier - Fotolia.com

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M

ärchenhafte Traumhochzeit oder stylisches Event. Sie haben Ihre Hochzeit individuell geplant, auf jedes Detail geachtet. Nun fehlt Ihnen nur noch ein ganz persönliches Hochzeitsgeschenk. Eines wie kein Zweites. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihre besondere Liebe, Ihre schönsten oder spannendsten Momente in Worte zu fassen, zu einer Geschichte werden zu lassen, die Sie ihrem Liebsten vortragen? In unseren Kurzgeschichten werden Sie zum Hauptdarsteller einer auf Sie zugeschnittenen Geschichte, die wir exklusiv nach Ihren Vorstellungen schreiben. Personalisierte Geschichten sind Geschenkideen für ganz besondere Anlässe. Als Team von Journalisten und kreativen Köpfen lassen wir Sie zu König und Königin werden oder machen mit Ihnen eine Zeitreise in die Zukunft. Ob Liebesgeschichte oder Science-Fiction, als Krimi oder als Prosa. Sie haben die Wahl.

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Tipps zur Hochzeit von A-Z

Foto: PDóri O’connell - Fotolia.com

Allgemeines ganz am Anfang Unser Tipp: Nehmen Sie sich am Anfang viel Zeit für Grundsätzliches. Umso leichter lassen sich später liebevolle Details ergänzen. Auf einem ausgedehnten Spaziergang oder bei einem guten Glas Wein können Sie gemeinsam erste Überlegungen anstellen. Wann möchten Sie heiraten? Wo sollen die Feierlichkeiten stattfinden?

Wen möchten Sie einladen? Welchen Stil bevorzugen Sie? Welchen Kostenrahmen haben Sie sich gesteckt? Alle Aspekte Ihrer Hochzeit, die für Sie eine große Bedeutung haben, schreiben Sie auf eine erste Liste. Diese Art des Brainstorming schafft Klarheit und Sicherheit. Sobald Sie diese grundsätzlichen Fragen geklärt haben, begeben Sie sich auf Streifzug und lassen sich inspirieren. Accessoires Ob Stola aus Organza oder Samt, ob Handschuhe, Handtasche, Hut oder Schleier: Oft sind es die Kleinigkeiten, die dem Outfit die besondere persönliche Note verleihen. Nehmen Sie sich auf jeden Fall genügend Zeit, um alles einmal auszuprobieren. Alles rund ums Auto Die Wahl des Fahrzeugs hängt vom persönlichen Geschmack und dem Stil der Hochzeit ab. Zu einer Hochzeit auf dem Lande passen vielleicht eher Traktor, Kutsche oder Heuwagen. Ein Oldtimer oder eine Li-


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Foto: zanaphotos

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mousine eignen sich hervorragend für romantische Hochzeiten. Viele Autovermietungen erheben für die ersten 3 bis 4 Stunden einen Pauschalpreis. Jede weitere Stunde wird einzeln abgerechnet. Diese Preise sind gerade bei Oldtimern und Kutschen inklusive Chauffeur. Legt das Brautpaar den Weg zur Trauung gemeinsam zurück, sitzen die Elternpaare im ersten Fahrzeug, im zweiten Fahrzeug mit Chauffeur sitzt dann das Brautpaar im Fond. In den anschließenden Fahrzeugen folgen Trauzeugen, die Familie und Freunde. Tra-

ditionell sitzt der Bräutigam links neben der Braut. Blumenschmuck Neben dem Brautstrauß und den Handsträußchen für die Brautführerinnen werden klassischerweise auch Anstecker für den Bräutigam und die Brautführer von der Floristin im Stil des Brautstraußes gefertigt. Der Blumenschmuck für die Kirche umfasst ein Gesteck für den Altar und die Dekoration der Kirchenbänke. Manchmal sind die Sitzplätze des Brautpaares besonders ge-

schmückt. Wer Blumenkinder hat, braucht außerdem Streublumen. Die Körbchen gibt es leihweise dazu. Wird das Hochzeitsgefährt, ob als Kutsche mit einem PS oder als Oldtimer mit 60 PS, nicht schon vom Eigentümer geschmückt, übernimmt auch das der Florist. Der Blumenschmuck für Limousinen wird einfach mit Saugnäpfen auf der Motorhaube befestigt, ohne Lackschäden zu verursachen. Für die anschließende Feier benötigen Sie Blumen in Form von Tischdekorationen, wobei der Brauttisch immer besonders geschmückt ist.

Als Wedding-Agentur wissen wir worauf es ankommt! Gerne organisieren wir den perfekten Rahmen für den schönsten Tag in Ihrem Leben. Sie wählen – wir organisieren. Ob Junggesellenabschied, Kränzen, Standesamtliche oder Kirchliche Trauung, Hochzeitsfeier oder Hochzeitsreise. Mit diesem umfassenden Baukasten-System können Sie alle Elemente zusammen stellen, die wir für Sie mit allen Details organisieren!

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Tipps zur Hochzeit von A-Z

Brautstrauß Um den Brautstrauß ranken sich Legenden und Aberglaube. Wenn eine der Blumen welkt, bevor das Paar die Kirche verlässt, bringt es Unglück. Wird der Brautstrauß in Wasser gestellt, ist die Ehe kurz. Wird der Brautstrauß den weiblichen, ledigen Hochzeitsgästen nach der Trauung zugeworfen, heiratet diejenige, die den Blumenstrauß auffängt, als Nächste. Wird der Strauß auf das Grab eines nahe stehenden Verwandten gelegt, wird dieser das Brautpaar beschützen. Die Braut trägt den Brautstrauß nicht nur bei der Trauung, sondern auch beim Hochzeitswalzer in der Hand, dies bringt eine glückliche Verbindung. Catering Wenn Sie sich entschieden haben, Ihre Hochzeit im Grünen zu feiern, nur einen Raum ohne angeschlossene Restauration gebucht haben oder aber zuhause den Gastgeber spielen möchten, dann empfiehlt es sich, Hilfe von einem professionellen Cateringservice in Anspruch zu nehmen. Überlegen Sie sich zusammen mit den Profis, ob eher ein Menü oder ein Buffet zum Rahmen Ihrer Hochzeit passt. So wird Ihre Hochzeit auch zum kulinarischen Genuss. Champagnerempfang Eine besondere exklusive Note verleihen Sie Ihrer standesamtlichen oder kirchlichen Trauung mit einer mobilen Champagnerbar im Anschluss an die Trauzeremonie. Anders als bei einem selbst organisierten Sektempfang haben Sie hier die Möglichkeit, sich und Ihre Gäste stressfrei von dem geschulten Personal verwöhnen zu lassen. Der Champagnerbar Mietservice ist in minutenschnelle an jedem beliebigen Ort aufgebaut. Die Profis bringen alles mit und räumen auch alles wieder ab: Von den stilechten Gläsern und Servietten bis hin zu den edlen Tropfen. Ob Prosecco, Sekt oder Champagner. Auf Wunsch können hier auch Canapés gereicht werden. Chor Immer mehr Paare wünschen sich im Rahmen der Trauzeremonie eine besondere musikalische Untermalung. Neben guten Kirchenchören gibt es Posaunen- oder Gospelchöre, die dem Anlass entsprechend gebucht werden können. Auch Saxophonisten sind sehr beliebt. Wer infrage kommt, das wissen auf jeden Fall Pastor und Küster. Checkliste Bei der Planung einer Hochzeit gibt es vieles zu bedenken. Manche Dinge fallen einem

ganz plötzlich ein. Um dann auch wirklich nichts zu vergessen, ist es ratsam, eine Checkliste zu erstellen, die immer wieder problemlos ergänzt werden kann. Alle zu erledigenden Arbeiten und Besorgungen sollten hier aufgeführt sein. Was erledigt ist, wird farblich markiert oder ausgestrichen. Ebenfalls die wichtigsten Telefonnummern sollten hier eingetragen werden. Wer diese Checkliste als Kladde immer bei sich hat, der kann Gedanken und Überlegungen sofort festhalten. Danksagungen Zu den Hochzeitsvorbereitungen gehört es auch, sich Gedanken über das „Danach“ zu machen. Sie werden zu Ihrer Hochzeit viele Geschenke und Glückwünsche entgegen nehmen. Um sich stilvoll bei allen zu bedanken, hat es sich bewährt, ein offizielles Hochzeitsfoto zusammen mit einer Karte als Danksagung für Geschenke und Glückwünsche zu verschicken. Als eine besondere persönliche Geste werden handgeschriebene Danksagungen empfunden. Dekoration Eine persönliche Note verleihen Sie Ihrer Hochzeit durch individuelle Dekorationen. Das Schmücken des Mittelgangs der Kirche, der Stühle, auf denen Sie als Brautpaar Platz nehmen und des Altars, sorgt bei Ihrer kirchlichen Trauung für festliche Akzente. Ein Highlight sollte auch die Tischdekoration am Abend der Feier sein. So sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Gäste von Anfang an wohl fühlen. Beispiele für gelungene Dekorationen gibt es viele. Lieben Sie ein Meer aus Blumen, bekommen Sie hilfreiche Tipps von Ihrem Floristen. Möchten Sie Ihre Hochzeit unter ein besonderes Motto stellen, hilft der Weddingplaner oder ein Dekorateur. Viele Brautpaare empfinden es als hilfreich, eine Kladde anzulegen, in der sie alle Ideen zunächst sammeln. Egal, für welche Dekoration Sie sich entscheiden, ob klassisch, verspielt oder schlicht und elegant, achten Sie auf einen einheitlichen Stil! Den gibt die Braut mit der Wahl des Brautkleides vor. Dessous Das, was Sie drunter tragen, ist mindestens so wichtig, wie das, was Sie drüber tragen. Gute Wäschegeschäfte führen extra Kollektionen in Abstimmung mit den Brautmoden. Das Drunter trägt entscheidend zum optimalen Sitz des Hochzeitsoutfits bei. Eine gute fachliche Beratung kann in diesem Falle recht hilfreich sein.

DJ Ein DJ ist nicht so individuell wie eine Band, zeichnet sich aber durch diverse andere Vorteile aus. Er ist in der Musikauswahl sehr flexibel und hat ein sehr breites Musikspektrum. Es gibt keine Pausen und die Musiklautstärke kann individuell angepasst werden. Das Brautpaar bestimmt, wann die Feier zu Ende ist. Ein professioneller DJ überzeugt außerdem durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Er versteht es die Gäste zu motivieren, vergisst dabei jedoch nicht, dass an diesem Abend das Brautpaar im Vordergrund steht. Einladungen Bei den Einladungskarten gibt es im Handel und in Druckereien ganze Kataloge mit Mustern vorgefertigter Einladungskarten. Sie unterscheiden sich in Farbe, Stil und Ausführung. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Manche sind schlicht und elegant, andere bestechen durch eine raffinierte Aufmachung oder sind romantisch verspielt. Im selben Stil gibt es oft ergänzend auch Tischkärtchen, Menükarten und Danksagungskarten. Wer dennoch seine ganz persönliche Einladungskarte verschicken möchte, kann sich auch von einer Werbeagentur beraten lassen. Insbesondere, wenn die Hochzeit unter einem besonderen Motto steht, können Werbeagenturen bei der Umsetzung der Ideen hilfreich sein. Eine gute Gelegenheit, kreativ zu werden, bietet sich dem, der die Einladungskarten in Eigenleistung erstellen möchte. Doch sei gewarnt. Mehrere dutzend Karten zu gestalten ist sehr zeitintensiv. Wenn auf der Gästeliste neben der Familie und den Freunden auch Geschäftspartner und Vereinsmitglieder stehen, sollte die Wahl der Einladungskarte mit Bedacht getroffen werden. Ehevertrag Wer heiratet, ohne einen Ehevertrag aufsetzen zu lassen, der lebt laut Gesetzgeber in der Form der Zugewinngemeinschaft. Paare, die dies nicht möchten, lassen sich vor der Eheschließung oder auch im Nachhinein von einem Notar einen Ehevertrag ausarbeiten. Was der Ehevertrag im Einzelnen regelt, das bestimmt das Ehepaar individuell. Inhalt der Eheverträge können Güterstandsregelungen, Trennungsvereinbarungen, unterhaltsrechtliche Regelungen und auch Vermächtnisanordnungen sein. Es gibt auch Klauseln, die von der Rechtsprechung mittlerweile untersagt werden, das heißt, bestimmte Dinge lassen sich vertraglich nicht mehr ausschließen. Welche das sind und


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Foto: Foto Gramann

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wie so ein Vertrag formuliert sein könnte, darüber erteilen Rechtsanwälte und Notare ausführlich Auskunft. Ehrenplatz Natürlich gebührt dem Brautpaar ein Ehrenplatz an der Festtafel. Und so findet sich an diesen beiden Plätzen auch das Herzstück der Dekoration, ganz egal, ob diese aus Blumen, Kerzen oder Herzen besteht. Eine schöne Idee ist es auch, die Stuhllehnen der beiden Stühle mit Blumengirlanden zu schmücken. Oder befestigen Sie doch an der Rückenlehne große in schwarz/weiß aufgenommene Portraitaufnahmen der Frischvermählten aus Jugendzeiten. Um für diese Idee das passende Foto zu finden, sind bestimmt die Eltern behilflich. Feuerwerk Wer seine Gäste während der Feier mit Unvergesslichem überraschen möchte, der lässt sich anlässlich seiner Hochzeit von einem Pyrotechniker ein Feuerwerk maßschneidern. Hierfür einen Profi zu engagieren ist nicht nur ratsam, sondern Pflicht. Richtige Feuerwerke sind genehmigungspflichtig. Je dunkler der Himmel, umso leuchtender erscheinen die Farben. Das mitternächtliche Feuerwerk ist etwas Besonderes. Wer um Null Uhr die Hochzeitstorte anschneiden möchte, der bittet seine Gäste kurz vorher nach draußen. So fügt sich das Feuerwerk als harmonische Einheit in das

Festprogramm ein und eine gelungene Feier wird nicht unnötig oft unterbrochen. Friseur Auf einen Termin für das Probefrisieren gut eine Woche vor der Hochzeit sollte keine Braut verzichten. Ganz egal, wie gut Sie Ihren Friseur kennen und der wiederum Ihre Haare. Eine ausgefallene Frisur für diesen Tag verändert auf jeden Fall Ihr Erscheinungsbild. Ob Ihnen das steht, sollten Sie nicht erst testen, wenn keine Zeit für Korrekturen bleibt. Falls Sie zur Hochzeit einen Schleier oder einen Hut tragen werden, nehmen Sie diesen zum Probefrisieren mit. Schön sind auch Perlen oder kleine Röschen, die ins Haar eingearbeitet werden. Die können beim Friseur oder in Brautmodengeschäften bestellt werden. Fotograf Lassen Sie sich von verschiedenen Fotografen die Alben zeigen, bevor Sie einen bestimmten Fotografen bitten, Ihre Hochzeitsfotos zu machen. Wählen Sie den aus, dessen Bilder Ihnen vom Stil her am besten gefallen haben. Sprechen Sie Ihre Wünsche vorher ganz gezielt mit dem Fotografen durch. Möchten Sie lieber Außenaufnahmen mit viel Natur im Hintergrund oder sind Sie der künstlerisch kreative Typ, der unkonventionelle Fotos schätzt. Fragen Sie ihn, ob er eventuell zur Kirche oder anschließend zum Ort der Feier kom-

men kann. Das erspart Ihnen lange Anfahrtszeiten und Sie sind nicht so lange von ihrer Hochzeitsgesellschaft getrennt. Das Wichtigste ist aber: Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Fotos. Flitterwochen In den USA ist es üblich, den Start in die Flitterwochen zu einem Höhepunkt des Festes werden zu lassen. Noch während die Party in vollem Gange ist, starten die frisch Vermählten unter dem Beifall der Gäste in den Honeymoon. Bei uns beginnen die Flitterwochen meist erst im Anschluss an das große Fest. Besonders schön ist es, wenn die Koffer schon gepackt sind und der Flieger bereits wartet. Flugtickets sollten Sie für diesen Fall noch unter Ihrem alten Namen buchen. Schließlich sind Ihre Papiere am Tag nach der Hochzeit noch nicht umgeschrieben. Gästeliste Eine Gästeliste hilft dabei, den Überblick zu behalten. Alle Namen der eingeladenen Gäste werden mit dem Vermerk der Zuoder Absage aufgeführt. So vergessen Sie niemanden. Schreiben Sie auch dazu, ob Ihre Gäste Kinder mitbringen und ob für die Kleinsten Hochstühle benötigt werden. Sie sehen so auf einen Blick, wie viele Essen bestellt werden müssen und wie viele Platzkarten zu schreiben sind. Eine vollständige Gästeliste hilft beim späteren Erstellen der


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Sitzordnung. Auch Besonderheiten können hier als Gedankenstütze aufgeführt werden. Muss beispielsweise der eine oder andere Gast vom Flughafen abgeholt werden und wer hat um die Reservierung eines Hotelzimmers gebeten. Sind Vegetarier oder Allergiker unter den Gästen, sollte auch das vermerkt sein. Gastgeschenke Ein alter Brauch ist es, den Gästen zum Abschied ein kleines, nett verpacktes Souvenir mitzugeben. In Südeuropa sind das oft fünf Bonbons oder fünf mit Zucker überzogene Mandeln, die für Glück, Liebe, Treue, Erfolg und Kindersegen stehen. In England und Kanada bekommen die Gäste ein Stück des Hochzeitskuchens mit auf den Weg. Geisterstunde Mitternacht ist ein guter Zeitpunkt für symbolische Gesten: Strumpfbandversteigerung, Torte anzuschneiden, Schleiertanz, Brautstraußwurf, Mitternachtssuppe und vieles mehr sind sehr beliebt. So kommt auch in eine vielleicht schon etwas ermüdete Gästeschar wieder Leben. Einige dieser Programmpunkte werden gerne von den Brautführern und Trauzeugen organisiert. Wichtig ist es, den DJ oder die

Band rechtzeitig einzuweihen, damit der große Moment auch angemessen angekündigt wird. Handy Der feierliche Rahmen der Eheschließung wird empfindlich gestört, wenn plötzlich eine Handymelodie ertönt. Denken Sie daran, Ihre Handys auszuschalten, bevor Sie das Trauzimmer betreten. Hochzeitsplaner In Amerika werden stilechte Hochzeiten bei einem renommierten Wedding Planer in Auftrag gegeben. Es gehört dort zum guten Ton und lässt eine Hochzeit zum Event werden. In Deutschland setzt sich dieser Trend nach und nach ebenfalls durch. Aufwendige Hochzeiten bedürfen genauester Planung und Organisation. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, keine leichte Aufgabe, wenn beide Partner berufstätig sind. Und was die wenigsten bedenken, gute Hochzeitsplaner helfen, durch gezielten Preisvergleich Geld zu sparen. Hochzeitshomepage Hier haben alle wichtigen Eckdaten der bevorstehenden Hochzeit Platz. Ein Foto der Location löst bei vielen Gästen schon die


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Foto: Foto Jonscher

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Frage nach der Kleiderwahl. Wer die Geschenkliste immer aktualisiert ins Netz stellt, erspart den Gästen Zeit und unnötige Telefonate. Die Anfahrtsskizze zum problemlosen Downloaden und Ausdrucken löst bei vielen Gästen garantierte Seufzer der Erleichterung aus. Wer weiß denn noch, wo die Wegbeschreibung, die vor zwei Monaten zusammen mit der Einladung per Post kam, geblieben ist. Die Anmeldung zur Hochzeit per Mail geht viel schneller und wird ebenfalls immer beliebter. Im Anschluss an die Hochzeitsfeier können Sie die schönsten Bilder ebenfalls auf diesem Wege veröffentlichen. Ideensammlung Sinnvoll ist es, schon früh einen Ordner anzulegen, in dem Sie alles sammeln, was Ihnen zum ema Hochzeit an Ideen und Fragen durch den Sinn geht. So bringen Sie Ordnung in Ihre Gedanken und behalten die Übersicht. Auf die erste Seite Ihres Ordners gehören sämtliche wichtige Telefonnummern, die mit diesem Ereignis zusammenhängen. Lassen Sie sich vom Caterer, Floristen und Konditor eine Notfallhandynummer geben. Stellen Sie sich vor, es ist der Tag Ihrer Feier und die Hochzeitstorte fehlt. Junior Club Wenn viele Kinder zu den Gästen gehören, bietet es sich an, einen Babysitter zu beauftragen. Das kann ein Professioneller sein, den Sie über eine Agentur erreichen oder jemand aus dem Bekanntenkreis, der sich

diese verantwortungsvolle Aufgabe zutraut. So erleben auch die Kleinen eine auf sie zugeschnittene Feier mit Spiel und Spaß. Zufriedene Kinder halten auf Feiern länger durch. Steht ein Nebenraum zur Verfügung, kann hier mit selbst mitgebrachten Kuscheldecken und Luftmatratzen ein Ruhelager entstehen. Gutenachtgeschichten hören alle Kinder gerne. Ist der Babysitter nicht für die ganze Zeit gebucht, sind Kinderhörspielkassetten der beste Ersatz. Juwelier Hochzeit + Juwelier = Trauringe. Diese Gleichung geht immer auf. Natürlich gibt es bei den Meistern des edlen Schmucks noch vieles zu entdecken, was Akzente setzt, sich als Morgengabe eignet oder als besonderes Hochzeitsgeschenk für immer in Erinnerung bleibt. Haben Sie die passende Kette oder das entsprechende Collier zum Dekolleté? Der Schnitt des Brautkleides ist dabei entscheidend. Es wäre doch schade, wenn ein Teil des Schmucks unter dem Brautkleid verschwindet. Unterstreichen die Ohrringe, die Sie ausgesucht haben, Ihre Hochzeitsfrisur? Passen sie zum Schleier oder Hut? Auch der Bräutigam braucht nicht schmucklos vor den Altar zu treten. Krawattennadel und Manschettenknöpfe sind glanzvolle Accessoires, die jedes Outfit veredeln. Eine Taschenuhr mit passender Uhrkette ist das i-Tüpfelchen für den Smoking. Ein Portemonnaie trägt in der Anzugtasche oftmals auf. Wie wäre es stattdessen mit einer silbernen Scheinklammer mit Monogramm?


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Kosmetikerin Gönnen Sie sich vor Ihrem großen Tag ein bisschen Wellness. So viel Zeit muss sein. Nicht nur, dass Sie beim Ringtausch perfekt manikürte Fingernägel vorzeigen können, die äußerliche Pflege tut auch Ihrer Seele gut. Durch die angenehme und entspannende Schönheitsbehandlung bei einer Kosmetikerin werden Sie sich in Ihrer eigenen Haut pudelwohl und deutlich entspannter fühlen. Und weil das wirklich so gut tut, wie es sich anhört, ist so ein Tag für Sie genauso schön wie für Ihn. Warum fangen Sie nicht mit einem Sektfrühstück an und genießen diese Schönheitspflege bei der Kosmetikerin dann zu Zweit. Krawattenknoten

Kutsche Ganz traditionell und sehr romantisch lässt sich die Braut mit einer Kutsche aus ihrem Elternhaus abholen und zur Kirche bringen, wo sie der Bräutigam erwartet. Nach der Zeremonie wird das Brautpaar in der Kutsche zur Feier gefahren. Diese romantische Art zu reisen braucht Zeit. Daran sollten Sie bei der Planung auf jeden Fall denken. Eine Kutschfahrt sollte nicht länger als eine Stunde dauern, sonst werden die Gäste unruhig. In dieser Zeit schafft eine Kutsche maximal eine Distanz von zehn Kilometern. Weiter darf der Ort der Feierlichkeiten also nicht entfernt sein. Location Eine der schwersten Aufgaben muss das Paar gleich zu Anfang meistern. Die richtige Location für die Hochzeitsfeier zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Oft treffen gerade in diesem Punkt unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Haben Sie einen geeigneten Ort zum Feiern gefunden, lassen Sie sich diesen sofort reservieren. Sicher ist sicher. Festhalten und weitersuchen ist hier die Devise. Ist eine Restauration angeschlossen, vereinbaren Sie auf jeden Fall einen Termin zum Probeessen. Vom Küchenchef ausgesprochene Empfehlungen können recht hilfreich sein.

Lagerfeuer Um ein gelungenes Fest ausklingen zu lassen, ist das so genannte Lagerfeuer sehr beliebt. Dazu werden Teelichter, nett dekoriert, in der Mitte der Tanzfläche angezündet. Die Gäste setzen sich im Kreis darum und bitten die Band, zum Abschluss noch ein paar langsame Lieder zu spielen. Wer mag, kann dazu Wunderkerzen entzünden und das Brautpaar reicht einen letzten Schluck. Männermode Die Wahl der Garderobe des Bräutigams richtet sich sowohl nach dem Stil des Brautkleides als auch nach der Art und dem Rahmen der Feier. Der Frack, der eleganteste unter den Anzügen, eignet sich besonders zu hochoffiziellen Anlässen und wird nur am Abend getragen. Der Smoking steht dem Frack in Punkto Festlichkeit in Nichts nach, jedoch ist er nicht so förmlich und daher perfekt für einen festlichen privaten Rahmen. Wie der Frack ist der Smoking ein klassischer Abendanzug. Der Cut in Schwarz oder Grau ist der klassische Anzug für Hochzeiten. Ansonsten trägt man ihn zu Empfängen am Morgen bis maximal 15.00 Uhr. Weniger offiziell, aber top modern, wirken festliche Anzüge in diversen, gedeckten Farben. Sie lassen sich gut mit weißen Hemden, eisgrauer Weste mit passendem Plastron und Einstecktuch kombinieren. Manschettenknöpfe Manschettenknöpfe eignen sich wunderbar als Morgengabe für den Bräutigam. Warum soll an diesem Tage nur die Braut beschenkt werden?

Morgengabe Eine liebevolle Geste ist es, wenn der Bräutigam am Ende des Polterabends oder vor dem Gang zum Standesamt oder zur Kirche seine Braut mit einem Schmuckstück überrascht. Das kann ein Armreif, eine Brosche aber auch eine Kette sein. Die Kette beispielsweise symbolisiert einen magischen Kreis, der die Braut vor Unheil schützt. Musik Engagieren Sie lieber einen DJ oder eine ganze Live-Band? Die Wahl der Musik beeinflusst die Stimmung der Feier entscheidend und sollte deshalb sorgsam auf Ort und Art des feierlichen Rahmens abgestimmt sein. Besprechen Sie mit den Musikern rechtzeitig, welche Musikrichtung Sie und Ihre Gäste bevorzugen. Gibt es Lieblingslieder, die auf jeden Fall dabei sein müssen? Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, sich den oder die Musiker vorher einmal anzuhören. Einige Bands verfügen über Demobänder, die Sie zuhause in Ruhe anhören können. Notfallset Das bewährte Set für kleine Pannen sollten Sie an diesem Tag auf jeden Fall dabei haben. Enthalten sollte es eine Ersatzstrumpfhose oder eine zweite Garnitur Strümpfe, Nähzeug, Sicherheitsnadeln, Kopfschmerztabletten und Pflaster. Auch wichtige Telefonnummern für diesen Tag und die der nächsten Taxizentrale sollten enthalten sein. Geben Sie dieses Notfallset einem der Trauzeugen oder Brautführer. In die Handtasche der Braut gehören neben Puder, Lippenstift und einem kleinen Spiegel, Taschentücher und Kleingeld für die Kollekte bei kirchlichen Hochzeiten.

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Oldtimer Solche Schätzchen sollten so früh wie möglich gebucht werden. Schauen Sie sich den Wagen, bevor Sie ihn für diesen Anlass buchen, einmal an. Das erspart unliebsame Überraschungen am Hochzeitstag. Planen Sie genügend Fahrtzeit ein. Schließlich wollen Sie die Fahrt zur Feier ausreichend genießen.

derzeit die eine oder andere Karte ergänzen. Oder Sie gestalten Ihre Platzkarten von Anfang an selber. Wie wäre es, große flache Kiesel mit Goldstift zu beschriften. Es reicht der Vorname des Gastes. Sie können auch eine Platzkarte je Tisch mit allen Namen erstellen. Diese lässt sich in die Blumendekoration einarbeiten oder auf einer kleinen Staffelei am Kopf des Tisches platzieren.

Olivenbaum Eine andere gemeinsame Aufgabe für das jung vermählte Brautpaar, als einen Holzstamm zu zersägen, ist das Pflanzen eines Olivenbaumes. Dazu benötigen Sie ein Olivenbäumchen, einen Topf aus Terrakotta in ausreichender Größe, Mulch oder Kiesel für die Drainage und Blumenerde. Falls Sie mit dem Brautpaar auch danach noch befreundet bleiben wollen, binden Sie ihnen eine Schürze um und sorgen Sie für Einweghandschuhe für die Braut. Das Olivenbäumchen in Terrakotta ist später ein toller Blickfang auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Es wächst und gedeiht wie die Liebe.

Quitten Eine eindrückliche Art, den jungen Mädchen die Natur des Ehelebens zu erläutern, hatten die alten Griechen: Dem damaligen Brauch nach musste die Braut vor der Hochzeit eine Quitte essen, um einen Vorgeschmack auf die Süße und die Bitterkeit des zukünftigen Lebens zu erhalten.

Partyservice Ob Stehtische für den Polterabend oder Geschirr und Stühle für das Scheunenfest, bei einem Partyservice können Sie alles leihweise bekommen. Viele von ihnen sorgen auch für die gewünschte Dekoration. Wer im eigenen Garten feiern möchte, kann hier auch Partyzelte vermittelt bekommen. Haben Sie außerdem einen Caterer engagiert, sprechen Sie mit ihm ab, was Sie beim Partyservice noch besorgen müssen. Manche Caterer bringen beispielsweise das Geschirr selber mit. Pralinen Eine schöne Überraschung für die Gäste sind eigens für die Hochzeit entworfene Pralinen, die mit dem Hochzeitsdatum oder den Initialen des Brautpaares versehen, als besonderer Blickfang des Mitternachtsbuffets oder als Willkommensgruß auf dem Platzteller gelten. Platzkarten Platzkarten gibt es natürlich auch als Drucksache im Layout auf die Einladungskarten abgestimmt. Bei dieser Variante haben Sie zunächst wenig Arbeit. Doch gedruckte Platzkarten bergen einen hohen Unsicherheitsfaktor in sich. Meldet sich ein Gast zu spät an, ist es schwer oder sehr teuer, Karten nachdrucken zu lassen. Leichter ist es, die Karten kurz vor der Feier mit der Hand zu beschriften. Dann können Sie je-

Rechnung Das A und O der Hochzeitsplanung sind konsequente Kostenvoranschläge der einzelnen Serviceanbieter. Fragen Sie gezielt nach und vergleichen Sie die Angebote genau. Wichtig ist es, den einmal gesteckten Rahmen nicht beliebig zu erweitern. Wenn beispielsweise die Kosten für die Bekleidung doch höher ausfallen als ursprünglich geplant, dann streichen Sie lieber einen anderen nicht so wichtigen Kostenfaktor. Zwar mögen die Einzelkosten für sich genommen nicht so hoch sein, aber in der Gesamtkostenabrechnung kommt das große Erwachen. Planen Sie vor ihrer Hochzeit auf jeden Fall ihren Kostenrahmen und kalkulieren Sie ein Polster von 10% bis 15% für den Notfall mit ein. Reis streuen Auch wenn Reis streuen Glück und gute Wünsche für das Brautpaar symbolisieren soll, ist es aus ethischen Gründen angebracht, darauf zu verzichten. Eine schöne Alternative sind Seifenblasen, die Ihnen Ihre Gäste zupusten, während Sie durch das Spalier gehen. Ringschale oder Ringkissen Ein Ringkissen selber herzustellen ist nicht sehr schwer. Sie benötigen ein schönes Stück Tüll, Samt oder Satin. Außerdem benötigen Sie dazu passend ein Band, das nicht zu breit sein darf und etwas Füllwatte. Aus dem Stoff nähen Sie einen kleinen viereckigen Kissenbezug, den Sie mit der Watte füllen. Das Band knüpfen Sie zu einer schönen Schleife und befestigen es mit einigen Stichen in der Mitte des Kissens. Später werden damit die Ringe gehalten. Die weitere Dekoration des Kissens ist ganz Ihrer Fanta-


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sie überlassen. Eine ganz andere Idee stammt von den Floristen. Hier können Sie sich Ihr Ringkissen aus Rosenköpfen stecken lassen. In die Mitte werden ebenfalls Bänder eingearbeitet, die dann die Ringe halten werden. Oder wurde Ihnen von Ihrer Lieblingstante vielleicht eine tolle Schmuckdose vererbt, die Sie zum Einsatz bringen möchten. Auch diese lässt sich innen mit etwas Schaumstoff auspolstern und mit Satin beziehen. So wird aus einem Erbstück ebenfalls eine sehr individuelle Ringschale. Rosenkavalier Wer seiner Herzdame vor der Hochzeit noch einmal so richtig imponieren möchte, der stellt ihr eine Woche vor der Hochzeit jeden morgen eine Rose auf das Frühstücks-

tablett. Am Tage der Hochzeit dürfen es dann auch mehr sein. Sitzordnung Wer wo sitzt ist oft auch abhängig von der Raumaufteilung. Nähere Infos dazu finden Sie bei uns auf Seite 66. Schuhe Sobald Sie den Stoff für Ihr Hochzeitsoutfit kennen, kaufen Sie die passenden Schuhe und tragen Sie diese zuhause ein. Das gilt für sie und ihn gleichermaßen. Nichts ist schlimmer, als mit Blasen an den Füßen die Nacht zu durchtanzen. Nehmen Sie sich bequeme Schuhe zum Wechseln mit. Zu fortgeschrittener Stunde merkt den Schuhtausch kaum jemand und wenn, dann haben alle dafür Verständnis.


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Tagebuch Führen Sie ein Hochzeitstagebuch während der gesamten Zeit der Vorbereitungen. Denn all diese Vorbereitungen sind, ganz egal wie stressig es zugeht, auch Ausdruck der Vorfreude auf den schönsten Tag. Hier können Sie Ihren Gedanken und Gefühlen freien Raum lassen. Den Wert eines solchen Tagebuches erkennt man manchmal erst nach Jahren. Tanzkurs Wer noch nie einen Tanzkurs gemacht hat, für den erscheint der Eröffnungstanz als eine schier unlösbare Aufgabe. Insbesondre dann, wenn dies vor so vielen Zuschauern passiert. Tanzschulen bieten für diesen Ernstfall extra Hochzeitstanzkurse an. Daran können natürlich auch Trauzeugen und Brautführer teilnehmen. Wer sich allerdings erst in letzter Sekunde für einen Crashkurs entscheidet, der sollte besser Einzelstunden nehmen. Einige Tanzschulen bieten diese Einzelstunden an, nur Sie, Ihr Tanzpartner und der Tanzlehrer und keine Möglichkeit, zu fliehen. Tauben Unverbesserliche Romantiker lassen nach der kirchlichen Trauung weiße Tauben als

Symbol der Liebe und des Friedens in den Himmel aufsteigen. Nicht jede Taube ist dazu geeignet. Nur ausgebildete Brieftauben finden anschließend auch den Weg zurück. Hochzeitsagenturen wissen, wo es sie gibt. Torte Die Hochzeitstorte wird traditionell um Mitternacht angeschnitten und ist der Höhepunkt des Mitternachtsbuffets. Die klassische Hochzeitstorte ist dabei meist drei bis fünfstöckig und trägt so manche Verzierung. Das ist auch der Grund, warum viele dieser Torten mit Marzipan ummantelt sind. Marzipan gilt bei den Konditoren als Trägermaterial. Gemeint ist, dass schwere Verzierungen ohne den Marzipanmantel in die Torte einsinken oder von der Torte herunterrutschen. Woraus sich die Torten ansonsten zusammensetzen, ist genauso individuell wie das Hochzeitspaar. Ebenfalls sehr beliebt sind so genannte Bildmotivtorten. Hier werden Fotos als Vorlage vom Konditor eingescannt und dann auf die Torte gebracht. Auch hier wird Marzipan als Trägermasse verwandt. Wer gänzlich auf Marzipan verzichten möchte, dem sei ein riesiges Erdbeerherz empfohlen.

Diese köstlichen Früchtetorten können Sie, je nach Anzahl der Gäste, in allen Größen bestellen. Ein Herz besteht aus einem Mürbeteigboden, Biskuit, Vanillecreme und Mandelblättern und natürlich jeder Menge Erdbeeren. Ab Ende Mai haben diese leckeren roten Früchte Saison. Unerwartet Ihre Planung in allen Ehren, aber lassen Sie auch Raum für Überraschungen. Trauen Sie Ihren Trauzeugen ruhig etwas Organisationstalent zu. Sie haben sie schließlich auch ausgewählt, um Ihnen hilfreich unter die Arme zu greifen. Unterhaltung Wenn Sie professionelle Darbietungen für Ihre Gäste planen, sollten Sie den Faktor Zeit immer im Auge behalten. Denn auf so einem Fest soll natürlich auch viel und ausgiebig getanzt werden. Entertainer, wie Pantomimen oder Zauberkünstler, die von Person zu Person oder von Tisch zu Tisch gehen, eignen sich gut als Pausenfüller, um Leerläufe gekonnt zu überbrücken. Kabarettisten oder Feuerschlucker und Feuerwerker bedürfen jedoch der ungeteilten Aufmerk-


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samkeit des Publikums und sollten im Zeitmanagement berücksichtigt werden. Urkunden Wer kirchlich heiraten möchte, sollte nicht vergessen, bestimmte Urkunden im Pfarramt

vorzulegen. Dazu gehören sowohl für evangelische als auch für katholische Paare die Personalausweise beider, die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung sowie Tauf- und Konfirmationsurkunden für die evangelische Trauung oder Taufscheine und

Firmungszeugnisse für die katholische Trauung. Um die kirchliche Trauung eintragen zu lassen, sollten Sie auch Ihr Stammbuch, welches Ihnen nach der standesamtlichen Trauung von dem zuständigen Standesbeamten überreicht wurde, vorlegen.


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Tipps zur Hochzeit von A-Z

Videographen Sie möchten Ihre Hochzeit in bewegten Bildern auch später noch erleben, aber misstrauen dem langweiligen Standardfilmchen? Dann engagieren Sie einen professionellen Videographen, der Sie während der gesamtem Feier mit der Videokamera begleitet und Ihnen anschließend aus dem gesamten Filmmaterial einen 15 bis 20 Minuten Best-of-Hochzeitsfilm zusammen schneidet und vertont. Versteigerung Immer häufiger übernehmen wir auch amerikanische Bräuche. Die Versteigerung des Strumpfbandes gehört ebenfalls dazu. Der Zeremonienmeister sollte einen Hut oder ähnliches bereithalten, um das Geld darin zu sammeln. Der Erlös kann entweder für eine Aufbesserung der Brautpaarkasse gedacht sein oder geht als Spende an das unermüdliche Servicepersonal oder die Band, die zum glanzvollen Gelingen des Abends beigetragen hat. Wer sich entschließt, das Geld zu spenden, kann das auch vorher ankündigen, vielleicht kommt so eine höhere Spendensumme zusammen. Wegbeschreibung Wie die Hochzeitsgesellschaft vom Standesamt zur Kirche oder zum Ort der Feierlichkeiten gelangt, bedarf wohlüberlegter Organisation und Planung. Da ist es hilfreich, wenn das Brautpaar mit der Einladung zugleich Wegbeschreibungen zu den einzelnen Orten anfertigt und mitschickt. Oder das Brautpaar organisiert von der Kirche zur Feier einen Bustransfer. In diesem Falle wäre es sinnvoll, dies der Hochzeitsgesellschaft schon in der Einladung mitzuteilen. Auch sollten die Gäste das Auto am Ort der Feier abstellen. Meist stehen dort wesentlich mehr Parkplätze zur Verfügung, als direkt vor der Kirche. Der Transfer muss dann natürlich in beide Richtungen erfolgen. Weinkeller und Kochbuch Ein ganz persönliches Geschenk für das Brautpaar ist ein selbst gemachtes Kochbuch, das von Freunden und Verwandten zusammengestellt wird. Jeder gestaltet eine Seite mit seinem Lieblingsrezept, das mit Bildern, Zeichnungen oder Fotos zusätzlich verziert wird. Um für eine ansprechende Ordnung zu sorgen, sollte das Format im Vorfeld festgelegt werden. Für eine schöne Gestaltung eignet sich A4 als Format. Perfektionieren lässt sich dieses Geschenk mit der passenden Weinempfehlung zu dem mitgebrachten Rezept. Vergessen Sie nicht, Ihren Namen unter das Rezept zu schreiben

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und falls Sie die ausgesprochene Weinempfehlung gleich mitgebracht haben, sollten Sie sich ebenfalls auf dem Etikett verewigen. So hat das beschenkte Brautpaar eine dauerhafte Erinnerung an diesen wunderbaren Tag, an Freunde und Familie. Zauberkünstler Engagieren Sie doch einen Zauberkünstler, der Ihre Gäste unterhält, während Sie beim Fotografen sind. So brauchen Sie sich keine Sorgen über die Stimmung zu machen und den wartenden Gästen wird bei Sekt, Canapés und Zaubertricks bestimmt nicht langweilig. Zeltverleih Ob Polterabend oder Hochzeitszeremonie, die Feierlichkeiten in den eigenen Garten zu verlegen, hat so manche Vorteile. Die entscheidende Frage, die sich stellt, ist: Wird das Wetter mitspielen. Um auch bei unbeständigem Wetter nicht auf dieses Vergnü-

gen verzichten zu müssen, gibt es die Möglichkeit, große, dem Anlass entsprechende, Zelte zu mieten. Von der Bestuhlung bis hin zur eke und Tanzboden ist auf Wunsch alles dabei. Zeremonienmeister Haben Sie ein Organisationstalent in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis, das Sie bitten können, das Amt des Zeremonienmeisters zu übernehmen und so die Trauzeugen und Brautführer etwas zu entlasten? Der Zeremonienmeister führt auf unterhaltsame Weise durch den Abend, stellt die Gäste einander vor und kündigt die verschiedenen Höhepunkte des Abends an. Wichtig ist dabei, dass er über alles schon im Vorfeld informiert ist. So kann er Zeitabläufe besser koordinieren. Notfalls muss er zu Gunsten der harmonischen Feier auch n mal ein Machtwort sprechen können.


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HOCHZEITSHAUS

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B BRAUTSTUDIO MARIO STEINBERG

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Bräuche

Aus aller Welt und zur Nachahmung empfohlen

Brautwagen aufhalten In manchen Gegenden ist es Brauch, den Weg, den das Brautpaar nach der Trauung nimmt, mit einem Seil zu versperren. Dieses Seil soll den Brautwagen aufhalten und das frisch vermählte Paar muss sich bei den „Zöllnern” freikaufen. Damit soll gemeint sein: Den Dämonen wird der Weg versperrt und das Zahlen des Wegezolls ist der Dank der Brautleute an die Zöllner, die die bösen Geister fernhalten und den Weg frei für das zukünftige Glück machen. Häufig ist dieser Brauch ein großer Spaß für die Nachbarskinder, die dann mit etwas Süßem bezahlt werden. Hochzeit bei zunehmendem Mond Ein alter Aberglaube besagt, dass die glückliche Braut bei zunehmendem Mond heiraten soll. Dies bringt nicht nur der Ehe Glück, sondern garantiert auch den gewünschten Nachwuchs. Vier Dinge für die Braut Dieser Brauch stammt aus England und erfreut sich auch bei uns großer Beliebtheit: Something old, something new, something borrowed, something blue. Die Braut sollte an ihrem Hochzeitstag etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes

und etwas Blaues tragen. So kann das “Alte” ein vererbter Schleier oder die passende Handtasche zum Brautkleid sein. Das “Neue” sind meistens das Brautkleid und die Schuhe, etwas “Geliehenes” können die Ohrringe der besten Freundin sein oder die Perlenkette der Großmutter. Als etwas “Blaues” wird meistens ein blaues Strumpfband gewählt. Die Symbolik dabei ist, dass das Alte für den ledigen Abschnitt der Frau steht, das Neue steht für das vor ihr liegende Leben. Das Geliehene steht für die Freundschaft und das Blaue für die Treue. Eine kleine Morgengabe Eine liebevolle Geste ist es, wenn der Bräutigam am Ende des Polterabends oder vor dem Gang zum Standesamt oder zur Kirche seiner Braut eine Kette um den Hals legt. Die Kette symbolisiert einen magischen Kreis, der die Braut vor Unheil schützt. Brautschleier Er soll vor Geistern schützen und die Braut verstecken, nach der die Geister suchen. Um Null Uhr ist dann der Spuk vorüber. Der Braut wird dann der Schleier abgenommen. Oft schließt sich daran der Schleiertanz an. Dazu steigen die Brautführer auf einen Stuhl und halten den ausgebreiteten Schleier hoch über die Köpfe der Braut und des Bräutigams. Jeder, der mit

dem Paar tanzen möchte, wirft dann etwas Kleingeld in den Schleier und darf so lange mit der Braut oder dem Bräutigam tanzen, bis der nächste Geld in den Schleier wirft und den Tänzer ablöst. Nach Beendigung des Tanzes kann jeder Gast sich ein Stückchen des Schleiers abreißen und das Glück auf diese Weise mit nach Hause nehmen. Brautstrauß werfen Mit dem Werfen des Brautstraußes wird die nächste Braut ausfindig gemacht. Den Strauß wirft die Braut entweder nach der kirchlichen Trauung, nach dem Eröffnungstanz oder um Mitternacht über ihre Schulter in die versammelte Menge lediger Damen. Welche den Strauß fängt, wird innerhalb des nächsten Jahres selber zur Braut. Dosen am Auto Dieser Brauch stammt aus Amerika. Dabei werden scheppernde Dosen an die Stoßstange des Brautautos gebunden. In Amerika ist es Brauch, dass die frisch Vermählten noch in derselben Nacht in die Flitterwochen starten. Durch das Getöse der Dosen werden dann auch die letzten Geister vertrieben. Anschneiden der Hochzeitstorte Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte durch Braut und Bräutigam


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ist ein Höhepunkt des Festes. Oft wird die Hochzeitstorte deshalb um Mitternacht kredenzt. Sie bildet so automatisch den Mittelpunkt des Mitternachtsbuffets. Doch bei der Hochzeitstorte heißt es aufgepasst: Wessen Hand auf dem Messergriff oben liegt, wird auch in der Ehe den Ton angeben. Die Braut darf sich auf keinen Fall am Backen des Hochzeitskuchens beteiligen. Sonst hat sie ein Eheleben voller Mühe und Plackerei. Holzstammsägen Als erste gemeinsame Aufgabe des frisch vermählten Ehepaares hat es das Holzstammsägen zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Jedoch sind auch andere kleine Aufgaben genauso beliebt. Beispielsweise wird dem Brautpaar ein Schössling eines Obstbaumes geschenkt, den das Brautpaar dann in einen Terrakotta Topf pflanzen muss. So lässt sich der Brauch mit dieser tollen Geschenkidee kombinieren. Statt einem Schössling bietet sich auch wilder Wein oder ein Rosenbusch an.

Foto: zanaphotos

Pfennig im Schuh Wenn die Braut einen Pfennig in ihrem Brautschuh versteckt, soll das garantieren, dass das Brautpaar nie Geldsorgen hat. Was sich bei diesem Brauch garantiert einstellen wird, sind Blasen an den Füßen. Deshalb

sind viele Bräute dazu übergegangen, ihre Brautschuhe lieber mit den Pfennigen (jetzt Cent), die sie Jahr für Jahr gesammelt haben, zu bezahlen. Brautjungfern und Brautführer Damit die bösen Geister das Brautpaar auf ihrem Weg zum Altar nicht entdecken, schreiten Braut und Bräutigam jeweils begleitet von Brautjungfern und Brautführern zum Altar. Die Brautjungfern tragen in Form und Farbe einheitliche Kleider. Das soll die Geister verwirren. So bleibt die Braut unentdeckt. Durch das Herz gehen Viel Glück bringen soll, wenn das Brautpaar gemeinsam durch ein Herz geht. Dazu müssen sie erst gemeinsam aus einem vorbereiteten Bettlaken das aufgezeichnete Herz ausschneiden, das nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung zwei möglichst große Männer zu diesem Zwecke hochhalten. Die Braut über die Schwelle tragen Dieser sehr romantische Brauch symbolisiert einen neuen Lebensabschnitt. Der Bräutigam trägt seine Angetraute nach der Hochzeitsfeier über die Schwelle der Wohnungstür oder des Hotelzimmers. Denn natürlich lauern auch hier wieder böse Geister, vor denen die Braut zu retten ist.


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Ein Autogramm bitte In der Türkei ist es Tradition, dass die ledigen weiblichen Gäste während des frühen Abends zu der Braut gehen und auf den Schuhsohlen der Brautschuhe unterschreiben. Die ledigen Männer unterschreiben auf den Schuhsohlen des Bräutigams. Wessen Name sich nach durchtanzter Nacht am stärksten abgerieben hat, ist der und die Nächste. Ob aber gerade diese beiden Ledigen zueinander finden werden, ist nicht überliefert.* Heiratsantrag Traditionell hält der Bräutigam um die Hand der Liebsten an. In Italien ist es beispielsweise beliebt, den Antrag als so genannte „serenata”, ein Abendständchen vor dem Fenster der Auserwählten, vorzutragen. Zeigt sich die Herzdame am geöffneten Fenster, ist der Antrag angenommen. Ein Leben lang Scharfe rote Chili- und Pfefferschoten sind die perfekte Würze für das Hochzeitsmahl. Ihnen wird eine treuefördernde Wirkung nachgesagt. Schmuggelt eine Braut ihrem frisch Angetrauten das Gemüse heimlich unter das Kopfkissen, kann sie sich seiner Liebe und Treue ein Leben lang sicher sein. Kindersegen Aus dem asiatischen Raum stammt die Sitte, frisch Vermählte mit Reiskörnern zu bewerfen. Auf der Insel Bali benutzen die Einwohner für Reis und Leben denselben Begriff. Durch das Reiswerfen sollen dem Brautpaar Kinderreichtum und Fruchtbarkeit garantiert werden. Da Reis aber ein Lebensmittel ist, wird dieser Brauch hierzulande oft durch Blütenblätter oder Konfetti ersetzt.

wie Rasenmähen, Schuhe putzen oder Autowaschen notieren. Ausreichend frankiert und mit der Adresse des Brautpaares versehen sollen die Postkarten später den Weg zurückfinden, indem Finder sie in den Postkasten werfen. Die, die beim Brautpaar ankommen, werden beim Aussteller eingelöst. Das gibt dem relativ jungen Brauch die nötige Würze. Versteigerung Der Brauch des Rocklüftens stammt aus Frankreich. Beim Rocklüften bieten die männlichen Gäste einen bestimmten Betrag für jeden Zentimeter, den der Saum des Hochzeitskleides höher rutscht, um einen Blick auf das Strumpfband zu erhaschen. Klar, dass die weiblichen Gäste dagegen halten, um den Rocksaum wieder züchtig zu senken. Zu guter Letzt kommt das Strumpfband natürlich doch zum Vorschein und wird an den Meistbietenden übergeben. Mit dem ersteigerten Geld wurde früher der Schneider der Brautrobe bezahlt. Hochzeitssuppe In einigen Regionen Deutschlands wurde einst dem Brautpaar die so genannte Morgensuppe serviert: Eine mit kleinen Holzstückchen und Viehfutter verfeinerte Mahlzeit. Braut und Bräutigam mussten dieses Frühstück gemeinsam auslöffeln. Das sollte ihre Zufriedenheit im künftigen Leben sichern und die Ehefrau in spe durch die delikaten Suppeneinlagen an Stall und Küche binden.

Traditionell und modern Sage und schreibe dreimal muss sich eine japanische Braut bei ihrem Hochzeitsfest umziehen. Während der Trauzeremonie ist sie in einen weißen Kimono mit seidener Haube gehüllt. Dieser symbolisiert Reinheit sowie die Bereitschaft der Frau, die Lebensweise ihres neuen Zuhauses anzunehmen. Wenn das Fest beginnt, tauscht die Braut den Kimono gegen ein westliches Brautkleid mit Schleier. Im Verlauf der Feier zieht sie schließlich einen bunten Kimono oder ein Abendkleid an, als Symbol für ihren Eintritt in das alltägliche Eheleben. Drei Punkte zum Glück Drei große weiße Punkte werden Braut und Bräutigam in ailand auf die Stirn gemalt. Diese sollen ihnen das Glück in der Ehe sichern. Während der Trauzeremonie werden dort übrigens weder das Jawort ausgesprochen noch Eheringe getauscht. Stattdessen wird die Ehe durch zwei miteinander verbundene Stoffkränze beschlossen, die dem Brautpaar aufgesetzt werden. Viele schöne Hochzeitsbräuche, über den Globus verteilt, finden sich auch im Intern net. www.abenteuer-hochzeit.de

* Siehe auch “Alte und Neue Hochzeitsbräuche”, Susan Lippe, Falken 2002

Ballonwettbewerb Ein geradezu himmlischer Anblick sind heliumgefüllte Luftballons, die an langen Nylonschnüren brennende Wunderkerzen in den Nachthimmel tragen. Auch gibt es die Variante, dass an den Heliumballons Glückwunschkarten befestigt werden, auf denen die Gäste ihren Namen und kleine Gefälligkeiten

Foto: Esther Hildebrandt - Fotolia.com

Opfergaben Opfergaben bringen hinduistische Brautpaare in Indien dar: Sie werfen Reis und Butteröl ins Feuer. Anschließend schreiten beide in verknoteter Kleidung siebenmal um die Flammen, um ihren Übergang vom ledigen zum verheirateten Status zu symbolisieren. Von dem Hindupriester geloben sich Braut und Bräutigam das so genante „Kama”, den Spaß am Sex.


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Hochzeits tage Es ist so schön zu feiern

Eheschließung 1 Jahr 2 Jahre 3 Jahre 5 Jahre (mit Kind/Kinder) 5 Jahre (ohne Kind) 7 Jahre

Weiße oder grüne Hochzeit Papierhochzeit Baumwollene Hochzeit Lederne Hochzeit Hölzerne oder Fleißhochzeit Ochsen- oder Gummihochzeit Kupferne Hochzeit

Weiß steht für den Anfang und das Reine, grün symbolisiert die Hoffnung Die Ehe ist noch papierdünn. Baumwolle ist weich und wärmt, genau wie die junge Ehe. Die Ehe ist „reißfest“ wie Leder geworden. Die Ehe scheint Bestand zu haben, klopfen wir auf Holz! Scherzhafte Bezeichnung. Wie beim Kupfer ist auch der Eheglanz nicht mehr so strahlend und hat Patina – Beständigkeit – angesetzt.

8 Jahre 10 Jahre

Blecherne Hochzeit Rosenhochzeit

Die Ehe hat ihren alltäglichen, nutzbringenden Weg gefunden. Keine Rose ohne Dornen, keine Ehe ohne Sorgen! Die Ehe steht nun in voller Blüte und ist jetzt richtig rund.

12 ½ Jahre 13 Jahre 15 Jahre

Petersilienhochzeit Die Ehe soll grün, würzig und frisch bleiben. Veilchenhochzeit Das Veilchen soll zur Bescheidenheit und Verständnis ermahnen. Kristall-/Gläserne Hochzeit Das Glas ist ein Hinweis auf die Zerbrechlichkeit des Glücks und auf die Klarheit die in der Beziehung zwischen den Eheleuten sein soll.

20 Jahre

Porzellanhochzeit

25 Jahre

Silberhochzeit

Porzellan – weißes Gold – hier muss man aufpassen, dass es keine Sprünge bekommt, denn dann geht es zu Bruch. Die Ehe, die nun ein viertel Jahrhundert dauert, hat ihren bleibenden Wert unter Beweis gestellt.

30 Jahre 35 Jahre

Perlenhochzeit Leinene Hochzeit

Wie Perlen reihen sich die Ehejahren aneinander. Nach so vielen Jahren ist die Aussteuer aufgebraucht und verschlissen, man schenkt neue Bettwäsche, Handtücher, Tischdecken...

40 Jahre 50 Jahre

Rubinhochzeit Goldene Hochzeit

Das Feuer der Liebe ist nach vier Jahrzehnten Ehe noch nicht erloschen. Wie das Gold, das allem standhält, so hat auch diese Ehe allen Schwierigkeiten erfolgreich widerstanden.

55 Jahre 60 Jahre

Platinhochzeit Diamantene Hochzeit

Fest und kostbar wie Platin ist auch die Ehe. Unvergänglich wie ein Diamant ist die Liebe des Ehepaares und nichts kann die Ehe mehr angreifen.

65 Jahre

Eiserne Hochzeit

Fast ein ganzes Menschenleben hält nun diese Ehe. Das Eisen steht für den „eisernen Willen“, die Ehe über Höhen und Tiefen in Liebe zu erhalten.

70 Jahre 72. ½ Jahre

Gnadenhochzeit Juwelenhochzeit

Ein Tag der Dankbarkeit und Gnade, so viele gemeinsame Jahre erlebt zu haben. Ein langes gemeinsames Leben mit vielen Mühen und Freuden wird gebührend gefeiert. Es war ein Eheleben, das kostbarste Juwelen wertmäßig weit übertrifft.

75 Jahre

Kronjuwelenhochzeit

Die Krönung eines langen, erfüllten Ehelebens wird an diesem Tag mit allen Verwandten und Freunden gebührend gefeiert.

80 Jahre 85 Jahre 100 Jahre

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Eichenhochzeit Engelshochzeit Himmelshochzeit

Wird zum Andenken an das Brautpaar gefeiert. Wird zum Andenken an das Brautpaar gefeiert.

ie Bezeichnung der Jubiläen kann regional sehr unterschiedlich sein. So wird die Hölzerne Hochzeit im Süden Deutschlands nach fünf, im Norden nach zehn Jahren gefeiert. Die Leinenhochzeit wird entweder nach 4, 12 oder 35 Jahren begangen. In den Fällen, in denen sie Plünnen- oder Lumpenhochzeit genannt wird, begeht man sie nach 15 oder 35 Jahren. Auch die Veilchen- und die Kristallhochzeit die einander ablösen, werden regional entweder nach 13 oder 15 Jahren zelebriert. Mit eisernen Willen: Entsprechend spät folgt die Eiserne n Hochzeit, je nach Region am 60., 65., 70. oder 75. Hochzeitstag. Ähnliches gilt für die Steinerne Hochzeit.

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Hochzeits tisch Auch das Schenken will organisiert sein

lassischerweise wird in einem Einrichtungshaus, einem Küchenstudio oder bei einem Porzellanfachgeschäft ein Hochzeitstisch auf den Namen des Brautpaares eingedeckt. Hier finden die Gäste in allen Preislagen die Geschenkideen, die sich das Brautpaar tatsächlich auch wünscht. Problematisch sind solche Lösungen dann, wenn weite Fahrtwege diesem speziellen Einkaufsbummel entgegenstehen. Deshalb wird heute der altbewährte

Brauch wieder belebt, den Brauteltern und Schwiegereltern eine Liste mit möglichen Wünschen zu überreichen. Hier können sich die Gäste informieren und das Paar läuft nicht Gefahr, Geschenke doppelt zu bekommen. Auch Geldgeschenke sind mittlerweile salonfähig geworden. Die kreativen Geschenkverpackungen sind dann oft viel zu schade, um sie zu zerstören. Schöne Fotos bewahren die Erinnerung. Manche Geschenkidee, insbesondere,

wenn das Brautpaar einen Gutschein für etwas erhält, lässt sich gut mit einem kurzen Spiel verbinden. So kann es Aufgabe des Brautpaares sein, Fragen zu beantworten, um mit Hilfe des Lösungswortes das Geschenk zu erraten. Oder das Brautpaar erhält für jede richtige Antwort ein Puzzleteil. Erst beim Zusammenfügen der Einzelteile lässt sich erkennen, dass das Brautpaar beispielsweise einen Reisen gutschein geschenkt bekommt.

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Foto: artpost - fotolia.com

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Sagen Sie Ja! ... und werden Sie kreativ mit dem GALERIA Hochzeitstisch! • Wählen Sie Ihre Wunschgeschenke in einer unserer Filialen aus und machen Sie aus Ihrem Hochzeitstisch online ein ganz individuelles Erlebnis. • Erstellen Sie mit viel Spaß eigene Bilder und Kommentare zu Ihren Geschenken. • Gestalten Sie eine persönliche Begrüßungsseite mit Nachrichten an Ihre Gäste, einem Video, Bildergalerie und Gästebuch. • Ihre Gäste können die Geschenke bequem online und in über 100 Filialen erwerben.

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Foto: Tomasz Wojnarowicz - Fotolia.com

PLANUNG

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Dank sagung Das Schönste zum Schluss

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ie Familie, Freunde, Bekannte, Verwandte, Nachbarn und Geschäftspartner haben mit Geschenken und Glückwunschkarten an Ihre Hochzeit gedacht und gratuliert. Mit ein paar persönlichen Zeilen und einem beigefügten Hochzeitsfoto können Sie sich bei diesen lieben Menschen adäquat bedanken. Immer beliebter werden auch Danksagungen via CD-ROM. So können Sie gleich eine ganze Auswahl der schönsten Hochzeitsbilder kostengünstig verschicken. Falls Sie dieses Medium nutzen, beachten Sie, dass nicht jeder über einen DVD-Spieler oder PC verfügt. Anbei haben wir für Sie Mustertexte für Danksagungskarten abgedruckt. Auf jeden Fall enthalten sein sollte der vollständige Name des Brautpaares, Ort und Ausstellungsdatum und eventuell noch einmal der n Tag der Hochzeit.

Muster für Dankesanzeigen Für immer und unvergesslich! Wir haben uns über die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung sehr gefreut und sagen, auch im Namen unserer Eltern, Herzlichen Dank. Vor- und Zuname des Brautpaares, Ort und Datum

Der Himmel auf Erden war für uns der Tag der Hochzeit! Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Verwandten, Bekannten und Freunden für die Glückwünsche, Blumen und Geschenke ganz herzlich bedanken. Ein Besonderer Dank gilt denen, die durch ihr besonderes Engagement diesen Tag für uns unvergesslich gemacht haben. Vor- und Zuname des Brautpaares, Ort und Datum

Vielen Dank, es war traumhaft! Für die vielen Glückwünsche, Blumen, Geschenke und Überraschungen anlässlich unserer Hochzeit möchten wir uns, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich bedanken. Dank Euch allen wurden Polterabend und Hochzeitsfeier für uns zu unvergesslich schönen Stunden. Vor- und Zuname des Brautpaares, Ort und Datum


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Foto: jeff Metzger - Fotolia.com

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Alben

Erinnerung an schönste Momente

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ie sehr man sich auch bemüht, den Tag der eigenen Hochzeit intensiv zu erleben, jedes Detail wahrzunehmen, um es für immer im Gedächtnis zu behalten, einmal wird dieser Tag zu Ende gehen. Es bleiben Erinnerungen an die schönsten Momente. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte und hilft so manchem Gedächtnis auch nach Jahren wieder auf die Sprünge. Fotografen wie Videografen werden gebeten, diesen besonderen Tag in stilvollen Bildern festzuhalten. Auch die Freunde und Familie lassen es sich nicht nehmen. Nicht selten wundern sich Brautpaare später über den einen oder anderen Schnappschuss ihrer illustren Gäste. Unser Tipp: Geben Sie ihren Bildern einen würdigen Rahmen. Die Zeit, die Sie in die Vorberei-

tungen Ihrer Hochzeit gesteckt haben, sollten Sie sich auch für ein persönliches, individuell gestaltetes Hochzeitsalbum nehmen. Fotos helfen Erinnerungen lebendig zu erhalten. Schön gestaltete Alben sind der krönende Abschluss eines besonderen Festes. Kombinieren Sie doch die professionellen Fotos mit den Schnappschüssen. Ergänzen Sie diese mit anderen netten Details Ihrer Hochzeit. Ob Einladungskarte, Menükarte oder Teile aus der Deko bis hin zu getrockneten Blüten aus dem Brautstrauß, vieles ist geeignet, um in dem persönlich gestalteten Album die Geschichte Ihrer Traumhochzeit zu erzählen. Neu ist die Idee des Hochzeitsbuches. Fotografen und unabhängige Fotobuch-Agenturen bieten diesen Service im Internet an. Dazu müssen Sie im ersten

Schritt die Software des Fotobuchanbieters auf Ihren PC herunterladen. In den meisten Fällen wird diese kostenlos angeboten. Die einfache Handhabung der Gestaltungssoftware und nützliche Tipps ermöglichen es jedem zu Hause am PC in wenigen Schritten sein persönliches Fotobuch zu gestalten. Dabei können je nach Anbieter verschiedene Cover und Bindungen ausgewählt werden. Schritt für Schritt füllt sich so Seite für Seite. Schicken Sie danach Ihren selbst gestalteten Bildband als Datei ganz einfach auf CD-ROM oder über das Internet an den Anbieter zurück. Innerhalb weniger Tage werden Ihre Fotos als echtes Buch gedruckt und Ihnen zugesendet. Eine echt bleibende Erinnerung nicht nur für Sie - auch Ihre Freunde werden sich über dieses dauerhafte Fotoalbum n freuen!


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Foto: Bork Foto + Videobegleitung

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Formalia nach der Trauung Und wenn der Trubel dann vorbei ist...

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er denkt, dass nachdem die letzten Akkorde der Musiker verklungen sind, das ema Hochzeit nun der Vergangenheit angehöre, der irrt. Viele kleinere und größere Aufgaben sind zu Beginn des Ehelebens gemeinsam zu bewältigen. Anhand der folgenden Checkliste wird es Ihnen leichter fallen, nichts zu vergessen: 1. Notieren Sie Geschenke und Glückwünsche Bevor Sie daran gehen alle Geschenke auszupacken, sollten Sie zu Stift und Papier greifen. Machen Sie eine Liste mit den Namen derer, die an Ihre Hochzeit gedacht haben. Schreiben Sie auf, von wem Sie welches Geschenk und von wem Sie welche Glückwünsche erhalten haben. So kommen Sie nicht in die Verlegenheit, sich bei Tante Lieschen für die tolle Obstschale zu bedanken, obwohl sie Ihnen tatsächlich das Teeservice geschenkt hat.

2. Rechnungen Sobald die Feierlichkeiten vorüber sind, werden die ersten Rechnungen eintreffen. Überprüfen Sie die Kostenaufstellung des Dienstleisters auf jeden Fall eingehend mit Ihren im Vorfeld gemachten Notizen bzw., falls vorhanden, dem Kostenvoranschlag. Wurden vereinbarte Sonderkonditionen berücksichtigt? Haken Sie bei unklaren Rechnungen noch einmal nach, bevor Sie diese begleichen. 3. Namens-/Adressänderungen Hat einer der Eheleute den Namen des Ehepartners angenommen und/ oder haben sie den Wohnsitz gewechselt, müssen verschiedene Institutionen davon in Kenntnis gesetzt werden. Dazu müssen Sie in einigen Fällen die Bescheinigung über die Eheschließung vorle-

gen, aus der die Namensänderung hervorgeht. Dazu gehören: • • • • • • • • •

Arbeitgeber Geldinstitute Kreditkartengesellschaften Telefongesellschaften Versicherungen Finanzamt Krankenkasse Verlage von Zeitschriften und Zeitungen Gas- und Elektrizitätswerk

Das Standesamt informiert die Meldebehörde über die Eheschließung und eine mögliche Namensänderung. Wenn sich Ihre Anschrift ändert, sollten Sie sich innerhalb einer Woche bei der Abteilung Bürgerangelegenheiten an- oder ummelden. Durch die Eheschließung kann sich melderechtlich die zu erfassende Hauptwohnung ändern. Über


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4. Änderung folgender Papiere Haben Sie den Namen ihres Ehepartners angenommen, müssen Sie folgende Dokumente auf den aktuellen Stand bringen lassen: • Personalausweis und Reisepass: bei der Abteilung Bürgerangelegenheiten der Stadt • laufende Verträge: beim jeweiligen Vertragspartner • empfehlenswert: Neuer Führerschein bei der Straßenverkehrsabteilung Die Angaben in den Zulassungsbescheinigungen (Teil I Fahrzeugschein, Teil II Fahrzeugbrief ) müssen immer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Das bedeutet, dass der durch Eheschließung angenommene Familienname in den Fahrzeugpapieren gegebenenfalls geändert werden muss. Für die Umschreibung der Fahrzeugpapiere ist die Straßenverkehrsabteilung zuständig. 5. Versicherungen überprüfen Wird aus zwei Haushalten plötzlich einer, sollten Sie Ihre Versicherungspolicen überprüfen. Eventuell ist die eine oder andere Ver-

sicherung nun doppelt vorhanden oder Sie hatten als Begünstigten bisher eine andere Person eingetragen und möchten das jetzt zu Gunsten Ihres Ehepartners ändern. Hier die wichtigsten Verträge, die Sie überprüfen sollten: • • • •

Unfallversicherung Hausratversicherung Private Haftpflichtversicherung Rechtschutz

6. Neue Steuerklasse Nach der Eheschließung sollte der Steuerklassenwechsel für Ehegatten unter Vorlage einer Eheurkunde beim zuständigen Finanzamt beantragt werden. Für Arbeitnehmer kann dies eine nicht unbeachtliche Steuerersparnis bedeuten. Ab dem Tag der Eheschließung können Sie wählen, ob Sie die Steuerklassenkombination III und V oder die Kombination IV und IV möchten. Dieser Antrag kann jedoch nur bis zum 30.11. des laufenden Jahres gestellt werden. Als Faustformel gilt: Die Steuerklasse III ist dann am günstigsten, wenn nur einer der beiden Partner Arbeitslohn oder Gehalt bezieht. Die Steuerklasse IV wird meistens empfohlen, wenn beide Partner ungefähr das gleiche Einkommen haben. Verdienen beide Partner unterschiedlich viel, so ist es ratsam, dass derjenige mit dem höheren Einkommen die Steuerklasse III und der Partner mit dem niedrigeren Einkommen die Steuerklasse V wählt. Fragen zu diesem Thema beantworten Finanzämter und n Steuerberater.

Hochzeitsmagazin für Braunschweig Herausgeber: punktgenau-media GmbH Auf der Hufe 5 33613 Bielefeld Fon: 0521 / 9 89 20 31 Fax: 0521 / 9 89 11 689 info@punktgenau-media.de HRB: 39067; Ust-Nr.: 305-5864-1739 Chefredaktion: Ina- Alexandra Dünkeloh, duenkeloh@punktgenau-media.de Fon: 0521 / 9892033, mobil: 0175 – 542 68 42 Anzeigenleitung: Bernd Trautmann, Trautmann@punktgenau-media.de Mobil: 0162/7633763 Anzeigengestaltung, Satz und Layout: Marcel Börs, punktgenau-media GmbH In Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Standesamt der Stadt Braunschweig unter der Leitung von Ursel Peineke.

3. Jahrgang 2012/2013

Weitere Autoren dieser Ausgabe: Standesamt Braunschweig Typisch Braunschweig: Braunschweig Stadtmarketing GmbH Kirchentexte: Pfarrer Klaus Meyer, Pastor Wolfgang A. Jünke, Pfarrerin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Dr. Björn Benken, Pfarrer Dr. Manfred Korn, Pastor Hans-Jürgen Kopkow sowie die Mitarbeiter der Pfarrbüros: Mascherode, St. Jakobi und St. Thomas

Bildredaktion: Titelbild: © zanaphotos Bilder Standesamt: Heinz Gramann, Auf den Punkt gebracht, Jürgen Bansmann Bilder historische Tram: Michael Schumacher (MAX FIELDS - Communication Agency) Kirchenansichten: Corinna Mannstein, Dr. Björn Benken, Dr. Manfred Korn, Rolf Großjohann sowie aus den Pfarrbüros: Ev.-luth. Kreuzkirche Alt-Lehndorf, Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Petri, Mascherode und St. Thomas Typisch Braunschweig: Braunschweig Stadtmarketing GmbH: Bormann/Gramann/Taylor/okerland-archiv, Rothe, Staatstheater/Koch Fotos Riddagshausen: Dr. Björn Benken

Externe Datenquellen wurden separat gekennzeichnet. Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeber gestattet. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingegangene Texte zu bearbeiten. Die Urheberrechte für die von Format Design konzipierten Anzeigen liegen ebenda. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.

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097 Einzelheiten informiert Sie die zuständige Abteilung Bürgerangelegenheiten. Ob Sie jemanden vergessen haben zu benachrichtigen, sehen Sie spätestens, wenn Sie das nächste Mal Post bekommen. Legen Sie die Briefe und Rechnungen, die im Adressfeld noch Ihren früheren Namen enthalten, auf einen extra Stapel, als Gedankenstütze, wer noch über die Namensänderung informiert werden muss.


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Hochzeitsmagazin für Braunschweig