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Christian Tiefensee | Refugium



Christian Tiefensee | Refugium


05 ... Refugium

48 ... Hängungen

53 ... Anna Zika Kleine Fluchten 56 ... Anna Zika Little Flights 60 ... アナ・ ツィカ 62 ... Mindmap


64 ... Vita / Ausstellungen 66 ... Bildübersicht 70 ... Impressum


Als Kind kannte ich einen Ort, der mir Schutz und Geborgenheit gab. Hier konnte ich mich verhalten, wie es mir gefiel. Ich hatte keine Angst an diesem Ort. Mein Bruder und ich schliefen

in zwei kleinen Zimmern, die nebeneinander lagen, nur getrennt von einer Wand. In diese Zwischenwand konnte ich hineingehen und lief dann einen langen, hell erleuchteten Gang entlang, an dessen Ende sich die Wandseiten öffneten und einen Raum bildeten. Dieser Bereich war mein persönlicher Schutzraum und nur ich kannte ihn. |

When I was a child I knew a place that gave me protection and security. I could behave there just as I chose. I was never afraid in this place. My brother and I slept in two little rooms which were next to each other, separated by only a wall. I could enter this separating wall and go down a long lit up corridor with open walls at the ends making a room. This was my own personal safe space which only I knew about. |

子供の頃には、保護された安全な­場所を知っていて、そこでは自分の望むまま振舞うことができた。その場所に居ればなんの不安も なかった。兄と私はたった一枚の壁で仕切られた2つの小さな部屋で眠っていた。その壁の狭間にすっぽりと収まり、長く明るく輝く 道に沿って歩いていくと、その終わりの壁が開きある部屋が現れる。この領域こそ、私の安全地帯であった。私だけの知っている......



Mann mit Blütendolde, 2006 / 62 x 47 cm ☼ Ich schaue auf den Kosmos, will ihn verstehen, kann es aber nicht und werde ihn auch nie verstehen. In August Strindbergs Gespenster­ sonate antwortet der Student auf die Frage von Adele, ob er denn je das Askalonlauch hat blühen sehen: „Aber ja, gewiß! Seine Blüte bilden eine Dolde, eine Kugel, die dem mit weißen Sternen bestreuten Himmelsgewölbe gleicht-” | Man with a flowering umbel, 2006 / 62 x 47 cm ☼ I look at the cosmos, want to understand it but can’t and won’t. In August Strindberg’s Ghost sonata, the student answers Adele’s question as to whether he had seen the field garlic bluming with ”Certainly.. the flowers form an umbel, a ball which is similar to the white starred globe of the heavens.” | 男とs散形花序, 2006 / 62 x 47 cm ☼ 私は宇宙を眺め、それを理解したいのだけれど、それはできず、一生わかることもない だろう。8月のシュトリンドベルグ怪談で,、ある学生が貴族の「アスカロン葱の花が咲いたのを見たことがあるか」という問いに答え た。「そりゃ勿論!それは球状で、白い星のちりばめられた蒼穹にも値する。」 |



Paradiesparavent, 2006 / 75 x 107 cm ☼ Das weiße Etwas an der Seite ist leider nicht das Klosett von Duchamp, sondern nur ein Stuhl. Schade eigentlich. | Paradise screen, 2006 / 75 x 107 cm ☼ The white something on the side is only a chair and unfortunately not Duchamp’s closet. Shame really. | 極楽屏風, 2006 / 75 x 107 cm ☼ 画面左端に見えるのはデュシャンの便器ではなく、 ただの椅子だ。残念なことに。 |



Wäscheständer, 2006 / 45 x 65 cm ☼ Der graue Boden im Zusammenspiel mit der hellen Wand erinnert mich an die Arbeit „Seascapes”, von Hiroschi Sugimoto. Die Wäsche erinnert mich daran, dass ich jetzt wieder eine Ladung aus der Maschine holen muss. | Washstand, 2006 / 45 x 65 cm ☼ The grey floor playing against the pale wall reminded me of Hiroschi Sugimoto’s work ”Seascapes”. The underwear reminded me that I now had to take another load out of the washing machine. | 洗濯干し, 2006 / 45 x 65 cm ☼ 灰色の床と明るい壁のコントラストは 杉本博司の作品„Seascapes” を、そして 洗濯物は私になにか装置を機械から取りださなくてはいけないということを思い出させる。 |



| Ich am Strand, 2003 / 87 x 67 cm

| Me on the beach, 2003 / 87 x 67 cm

| 浜辺の私, 2003 / 87 x 67 cm


Jenny am Strand, 2003 / 89 x 69 cm ☼ Es gibt da so eine Utopie von Einfachheit und Neuanfang in meinem Kopf. |

Jenny on the beach, 2003 / 89 x 69 cm ☼ There is such a utopia there in my head of simplicity and a new beginning. |

浜辺のジェニー, 2003 / 89 x 69 cm ☼ そこにはなんとも簡易な理想郷があり、私の頭が更新される。 |


| Flugzeug im Wasser, 2006 / 75 x 106 cm ☼ Mir scheint es, als ob die Natur schon Zugriff nehmen möchte auf diese hilflos wie eine Fliege im Wasser liegende Maschine. Ihr Stillestehen lässt die sonst bewegte Welt merkwürdig konstruiert aussehen.

15 | Aeroplane in the water, 2006 / 75 x 106 cm ☼ It seems to me as if Nature wants to take over this aeroplane which lies as helpless as a fly in water. The stillness of the plane makes the otherwise moving world around it appear strangely contrived.

| 水上の飛行機, 2006 / 75 x 106 cm ☼ まるで自然が飛行 機に-このような救いようの無く水に浮く機械に-アクセス権を 要求したいかのようだ。この静止した状況はさもなければ常に動 いている世界の中で奇妙に見える。

| Provisorischer Kreisverkehr, 2007 / 64 x 46 cm

16 | Improvised roundabout, 2007 / 64 x 46 cm

| 仮説ロータリー, 2007 / 64 x 46 cm

| Radfahrer, 2006 / 46 x 63 cm ☼ Dieses Bild könnte eine Sequenz aus einem meiner früheren Träume sein. In diesem Fall würde ich auf dem Fahrrad sitzen und nicht von der Stelle kommen oder ich sehe eine endlose, ewiggleiche Strecke vor mir. | Bike rider, 2006 / 46 x 63 cm ☼ This picture could be a sequence out of one of my earlier dreams such as the one in which I would sit on a bike but not be able to move forwards at all or I would see an endless, unchanging track before me. | 自転車走者, 2006 / 46 x 63 cm ☼ この絵は昔見た夢の一場面かもしれない。この場合、自転車 にまたがった私はいつも目的にたどり着くことが無く、あるいは果てしなく永久に続く道程を私の前 に見ているのだ。


| Girl’s orchestra, 2006 / 65 x 45 cm

| 少女合唱団, 2006 / 65 x 45 cm

Dorfhäuser, 2006 / 107 x 75 cm ☼ Das war früher kein Traum, sondern bittere Realität. In diesem Bild bin ich meiner kulturellen Herkunft und ihrer dinglichen Manifestation in der Wirklichkeit auf der Spur. Manchmal stelle ich mir vor, die Häuser seien gar keine Häuser, sondern Bäume und auf einmal kann ich mich der Schönheit des Gesehenen nicht erwehren. Das Idyll ist tot, es lebe das Idyll! Vielleicht ist diese Aufnahme auch ein Portrait von Zeit. | Village houses, 2006 / 107 x 75 cm ☼ This wasn’t a dream in those days, but a bitter reality. In this picture I am in my place of origin on the trail of its physical reality. Sometimes I imagine that the houses aren’t houses at all but trees and all of a sudden I cant resist the beauty of the view. The idyll is dead, long live the idyll! Perhaps this picture is a portrait of time. | 村の家屋, 2006 / 107 x 75 cm ☼ これは昔の夢ではなく、苦々しい現実だった。この絵の中には私自身の文化的背景と現実の中の物質的分身の痕跡がある。ときに思うのだが、それらの家屋は実は家屋 などではなく、木々なのではないかと。そして、唐突に見ているものの美しさを実感できなくなる。牧歌は死に、生きながらえているのは牧歌的風景だ!もしかすると時間の肖像の記録といえるかもしれない。 |

| Mädchenorchester, 2006 / 65 x 45 cm




| Pfadfinder, 2006 / 39 x 53 cm ☼ Finde den Pfad.

| Path finder, 2006 / 39 x 53 cm ☼ Find the way.

Fotograf und blinder Junge, 2003 / 74 x 58 cm ☼ Dieses Bild habe ich während meiner Studienzeit in Bielefeld gemacht. Ich begleitete meinen Kommilitonen Carsten Nolte bei Aufnahmen in einer Blindenschule. Während ich assistierte, fand ich glücklicherweise noch genügend Zeit, um diese intime Situation festhalten zu können. | Photographer and blind boy, 2003 / 74 x 58 cm ☼ I made this picture during the time I was studying in Bielefeld. I accompanied my fellow student Carsten Nolte when he was making photos in a school for the blind. While i was helping him I luckily found enough time to capture this intimate situation. | 写真家と盲目の少年, 2003 / 74 x 58 cm ☼ この写真は、ビーレフェルトの学生時代に撮影した。私の学友カーステン・ノルテ (CarstenNolte)の撮影に付き添ってある盲学校を訪ねた時の事だ。彼をアシスタントする間、幸運にも、このなんとも情の深いシチ ュエーションをカメラに収めるのに充分な時間があった。 |


Konserviertes Schwein, 2003 / 32 x 25 cm ☼ Diesen Schweinefötus fand ich auf einer niederländischen Insel in einem Kuriositätenkabinett. Ich weiß aber nicht mehr, was an diesem Tier so absonderlich war. | Conserved pig, 2003 / 32 x 25 cm ☼ I found this pig on a Dutch island in a cabinet of curiosities. I dont know any more what was so curious about this pig. | :瓶詰めの子豚, 2003 / 32 x 25 cm ☼ この子豚をあるオラ ンダの離島にある奇態展示館で見つけた。この動物のなにが珍 奇だったのかもう覚えていない。 |

| ボーイスカウト, 2006 / 39 x 53 cm ☼ 小道を見つける


Fahrstuhl, 2004 / 75 x 106 cm ☼ Eine meiner Lieblingsgeschichten hat den Titel „Der Tunnel.” (Friedrich Dürrenmatt). Sie erzählt von einem Studenten, der in einem Zug unaufhaltsam in Richtung des Erdinneren rast. Während ich diese Innenansicht des Aufzugs eines Krankenhauses fotografierte, musste ich an den Teil der Erzählung denken, in welchem sich der Zug bereits im freien Fall befindet. | Lift, 2004 / 75 x 106 cm ☼ One of my favourite stories has the title: ”The tunnel” (Friedrich Dürrenmatt). It tells of a student who is inexorably racing towards the center of the world in a train. When I took this interior view of a hospital lift I remembered the part of the story in which the train is falling uncontrollably. | エレベーター, 2004 / 75 x 106 cm ☼ ある私の一番好きな話は、「トンネル」という題名を持つ、停車することなく地球の内側に向かって走る超特急列車に乗車した学生によって語られる、という ものだ。(Friedrich Dürrenmatt著)。とある病院のエレベーターの中で撮影した際、私はその話のある一部について考えずにはいられなかった、そのいつまでも落下し続けていく列車のことを。 |





Wichsvorlage, 2006 / 49 x 34 cm ☼ Dieses Aufnahme ist kurz nachdem ich auf das Bild ejakuliert hatte entstanden. Die Frage „Was mache ich hier eigentlich?”, schob sich in meine Gehirnwindung, als sich das Papier langsam zu wellen begann. | Wank sample, 2006 / 49 x 34 cm ☼ I created this picture shortly after I had ejaculated on the picture. The question ”What am I actually doing here” thrust itself into my mind as the paper slowly started to corrugate. | オナニー, 2006 / 49 x 34 cm ☼ この写真は私がこの写真の上に射精した後に撮影されたものだ。„一体自分 はここでなにをしているんだ?”と問いながら、紙が次第に波打っていくなかで、私の脳の回転は鈍っていった。 |

Schwarzes Fenster, 2007 / 49 x 34 cm ☼ Dunkle schwarze Glasscheiben faszinieren mich. | Black window, 2007 / 49 x 34 cm ☼ The dark black sheets of glass fascinated me. | 黒い窓, 2007 / 49 x 34 cm ☼ まっ黒な ガラスの破片は 私を虜にする。 |

Frachtschiff „Sudanline”, 2006 / 75 x 105 cm ☼ Von einem Leben als Pirat, mit Wein, Weib, Gesang und Gold, wie man es im Kino serviert bekommt, träume ich oft während des Einschlafens. Michel Foucault bezeichnet das Schiff als Heterotopie schlechthin. Ein Containerschiff hingegen gleicht vielleicht eher einer tatsächlich realisierten Dystopie, aber um das wirklich beurteilen zu können, muss man sich vermutlich erst einmal selbst in den Bauch des Wahlfisches begeben. | Freight ship ”Sudanline”, 2006 / 75 x 105 cm ☼ As I fall asleep I often dream of a life as a pirate with wine, women, song and gold just like we see it in the cinema. Michel Foucault described ships as the ultimate in heterotopia. In contrast a container ship is indeed the realisation of a dystopia. But to really be able to judge this one would presumably have to repair to the stomach of a whale. | 貨物船 „スーダンライン”, 2006 / 75 x 105 cm ☼ 映画館から配給されるワイン、女、歌と金という海賊の人生を眠りに就くつかの間の夢で見ることがまれにある。ミシェル・フーコーは海賊船を無造 作にヘテロトピー(Heterotopie、理想郷ユートピアの正反対の社会)と称した。それに対し、貨物船こそより実際的で現実的なディスとピア(Dystopie、アンチユートピアとも呼ばれ、これもユートピアの 正反対の社会)といえるのかもしれない。しかし事の真実を判断するには、たぶん一度クジラのおなかの中に入ってみなければならない 。 |





Hausecke weiß, 2007 / 76 x 105 cm ☼ Mir gefällt hier vor allem der Gedanke, dass sich die helle Hauswand gerade in einem Auflösungsprozess befindet, während die Kamera an der linken Hauswand nichts davon mitbekommt. | Corner of a house, 2007 / 76 x 105 cm ☼ Above all I like the thought here that this pale wall of a house is at this moment in the process of disintegrating while the camera on the left wall of the house is not looking. | 家の角 白, 2007 / 76 x 105 cm ☼ この絵の中で、正面の明るい家の壁がちょうど溶解のプロセスにあ る中、左側面の壁の監視カメラがそれにまったく気づいていない、ということが特に気に入っている。 |



| Beleuchteter Eingang, 2005 / 76 x 97 cm ☼ Als ich diese Aufnahme machte, war ich auf der Suche nach geeigneten Orten für eine größer angelegte Inszenierte Fotografie. Ein paar Tage später existierte der Ort in dieser Form nicht mehr, da ein Friseur sich in dem linken und ein türkischer Händler in dem rechten Ladenlokal eingerichtet hatten. | Lit up entrance, 2005 / 76 x 97 cm ☼ When I made this picture I was looking for suitable places for a large photography installation. A couple of days later this place didn't exist any more because a hairdresser and a turkish shop keeper had started business in the shops. | 照らされた入り口, 2005 / 76 x 97 cm ☼ これを撮影した際、ちょうど撮影用の舞台装置に適した大きいスペースを探して いた。数日後、この場はすでに無くなっていた。というのも、左には床屋が、右にはトルコ人の商売人が店を開いていたので。


Lichtbusch, 2006 / 34 x 43 cm ☼ Diese Szenerie hat für mich etwas aus einem Science Fiktion Film. Der Busch scheint ein unnatürliches Eigenleben zu haben und sich auf magische Weise Richtung Licht zu bewegen. | Light bush, 2006 / 34 x 43 cm ☼ This scenery reminds me of something from a science fiction film. The bush seems to have an unnatural life of its own and seems to move towards the light in a magical way. | 光の茂み, 2006 / 34 x 43 cm ☼ この景観は私にとってサイエンスフィ クション映画の一シーンだ。この茂みはあたかも不自然な生命体で、妖艶に光 のあるほうへ進んでいくかのようだ。


Kind, 2006 / 35 x 46 cm ☼ Kinder sind Außerirdische. | Child, 2006 / 35 x 46 cm ☼ Children are from another planet. | 子供, 2006 / 35 x 46 cm ☼ 子供達は.異星人だ。

Parkplatz und Universität Bielefeld, 2006 / 64 x 88 cm ☼ Dieses Bild zeigt den Parkplatz vor der Universität in Bielefeld. Wenn ich mich in den Hallen dieses Gebäudes aufhielt, kam es mir vor, als ob ich mich in einem autarken, sich ständig verändernden Organismus befände. Ich selbst habe den Parkplatz nie in einem annährend so leeren Zustand zu Gesicht bekommen, wie er sich auf dieser etwas älteren Aufnahme zeigt. | Carpark and Bielefeld University, 2006 / 64 x 88 cm ☼ This picture shows the carpark in front of the University in Bielefeld. When I spent time in the hall of this building, it felt as if I was in an autarkic, constantly changing organism. I myself had never before seen the carpark as empty as it was on this rather elderly photo. | 駐車場とビーレフェルト大学, 2006 / 64 x 88 cm ☼ これはビーレフェルド大学の前の駐車場を撮影したものだ。この建物の中に入り込むと、まるで自己本位に常に 変化し続ける生命体になったような気持ちになる。それにしても、この少し古い写真が見せるような、空っぽな状態を目の当たりにしたことは無かった。 |





Reflextapete, 2005 / 46 x 63 cm ☼ Das sind die Überreste einer Performance von Jenny Rosenberg. | Reflective paper, 2005 / 46 x 63 cm ☼ These are the remains of a performance by Jenny Rosenberg. | 反射した壁紙, 2005 / 80 x 62 cm ☼ これらはジェニー・ローゼンベルグのパフォーマンス後の残り跡だ。 |

| Bett, 2005 / 80 x 62 cm ☼ Eine Art, meinen Unwillen gegenüber dem Leben mit seinen Unwägbarkeiten Ausdruck zu verleihen ist, einfach morgens im Bett zu bleiben. Einem Ort, in dem geboren, geliebt und gestorben wird. Es ist nur schade, dass mein stiller Protest diejenigen, welche diesem Ereignis beiwohnen können, dazu einlädt, diesen allzu leichtfertig falsch zu deuten und er so oft einer Fehlinterpretation zum Opfer fällt. | Bed, 2005 / 80 x 62 cm ☼ One way to comunicate my essential reluctance to Life with all its imponderableness, is to simply stay in bed in the morning. A place where people are born, loved and die. It is just a bit of a shame that my silent protest is so often misunderstood by those who witness it. | ベット, 2005 / 80 x 62 cm ☼ 私の不可避な人生に対するなんともいえない不機嫌さを示すひとつの方法は、朝ベ ッドに留まることだ。その生れ、生きながらえ、そして死に行く場所。ただひとつ残念なことといえば、この私の静かな抗議 も、度を越して むやみにやたらに使うと誤解されるという犠牲を払わなくてはいけなくなる。



Ferienanlage, 2006 / 75 x 105 cm ☼ Was ist eigentlich Urlaub? Urlaub ist die Zeit, die ein arbeitsfähiger Arbeitnehmer, Beamter oder auch Selbständiger von seinem Arbeitsplatz berechtigt fernbleibt, obwohl nach Tages- und Wochenzeit eigentlich Arbeitsleistungen zu erbringen wären. Der Begriff leitet sich vom alt- bzw. mittelhochdeutschen Wort für „erlauben” her. So fragten im Hochmittelalter Ritter ihren Lehnsherren um urloup, also „Urlaub”, um in eine Schlacht zu ziehen. (Quelle: Wikipedia) | Holiday Camp, 2006 / 75 x 105 cm ☼ What is holiday exactly? Holiday (Urlaub) is the time when a person able to work or a civil servant or self employed person legitimately spends time away from their work although after a period of days or weeks work should actually be being done. The term derives from the old German word to allow (erlauben). Thus the knights in the late middle ages have requested permission (urloup.. that is to say Urlaub), from their lieges to go to battle. (source: wikipedia) | 避暑地, 2006 / 75 x 105 cm ☼ 一体、休暇とはなんなのか。休暇とは労働可能な有職者、役人、あるいは自営業者が仕事場 から正当に遠のくことで、とはいうものの結局は数日から数週間後に復帰する労働のための充足期間といえるだろう。この概念は ドイツ語の古語„erlauben(許可する)”に由来する。昔の騎士は君主にurloup,つまり„Urlaub(休暇)を、と、戦場から離れる 際申し立てたのだ。(Wikipediaより) |

| Bergbach, 2006 / 20 x 30 cm ☼ So habe ich die Urlaube in den Bergen mit meinen Eltern in Erinnerung, und ich bin der festen Überzeugung, dass die hier gezeigten Farben sich in keiner Weise von denen, die ich damals gesehen habe, unterscheiden. | Mountain stream, 2006 / 20 x 30 cm ☼ This is how I remember holidays in the mountains with my parents and I am completely convinced that the colours shown here are absolutely identical to the colours I saw then. | 山腹, 2006 / 20 x 30 cm ☼ このように私は両親と山登 りした休暇の数々を思い出す。決してここで見られる色彩がそ の当時見たものではないこと、区別できるということを確信 し ている。



| Anuschka, 2004 / 43 x 35 cm ☼ Anuschka lernte ich zu Beginn meines Studiums kennen. Die Morgensonne weckte zunächst ihren Freund „Lefty”, der auf dem Bild gerade dabei ist, sie zum Aufstehen zu bewegen. Eine Zeit lang machte ich nach durchzechten Nächten Aufnahmen meiner Kommilitonen, die verstreut in meiner damaligen WG herumlagen und schliefen. | Anuschka, 2004 / 43 x 35 cm ☼ I met Anuschka at the start of my studies. The morning sun first woke ”Lefty” up who on this picture is about to move her to wake her up. For a while after boozy nights I would take photos of my fellow students who lay around sleeping in my shared flat. | アニューシュカ, 2004 / 43 x 35 cm ☼ アニューシュカと知り合ったのは私の学生生活の始めだった。朝日はとりあえず彼女の彼氏 レフティを起こし、ちょうどこの写真では彼女を起こそうとしているところだ。何晩も飲み明かした後、私の住まいのあちこちで横たわり眠 っている学友達をしばしの間フィルムに焼き付けた。


Goldenes Eckschaufenster, 2005 / 44 x 34 cm ☼ Dieses liebevolle Arrangement war lange Zeit Bestandteil meines Fußweges zum Lebensmittelhändler. | The golden corner window, 2005 / 44 x 34 cm ☼ This lovingly made arrangement was a part of my journey to the grocers’ for a long time. | 金縁ショーウィンドウ, 2005 / 44 x 34 cm ☼ このかわいら しいアレンジは長い間、私の生活用品店に行く道すがらの要素 を成していた。 |

| Ufowolke, 2006 / 75 x 107 cm ☼ In dieser Ufowolke wohnt Gott. Er wollte nicht, dass ich ihn fotografiere. | UFO cloud, 2006 / 75 x 107 cm ☼ God lives in this UFO cloud. He didn't want me to photograph him. | UFO雲, 2006 / 75 x 107 cm ☼ このUFO雲に神は住んでいる。私が彼を撮影することを望まなかった。

44 Hase, 2005 / 55 x 41 cm | Hare, 2005 / 55 x 41 cm | ウサギ, 2005 / 55 x 41 cm |



| Schneefenster, 2006 / 46 x 62 cm ☼ Eine helle De­ cke löst die Welt auf und hält mir die Ohren zu.

47 | Snow window, 2006 / 46 x 62 cm ☼ A pale blanket makes the world vanish and muffles my ears.

| 雪の窓, 2006 / 46 x 62 cm ☼ 明るい敷布団が世界を解かし、私の 耳をふさぐ。





Deichtorhallen Hamburg, Haus der Photographie, 2008


Anna Zika

Das 20. Jahrhundert schuf schließlich mit dem Exil verfolgter Intellektueller aus

totalitären Ländern neue Formen von Flucht-

punkten, während die innere Emigration zum

Refugium derjenigen wurde, die daheim resigKleine Fluchten Als Gegenmotiv zum höfischen System der

Repräsentation, das auf öffentliche Darstellung feudaler Macht im Zeremoniell angelegt

war, entwickelte sich im 18. Jahrhundert das Prinzip der Privatheit. Seinerzeit entstand eine zunächst bürgerliche Gefühlskultur.

Deren Betonung innerer Werte und Tugenden

wie Liebe, Treue oder Genügsamkeit fand ih-

ren sinnfälligen Ausdruck in einem Rückzug aus der Öffentlichkeit in die Sphäre der eigenen vier Wände sowie empfindsamer Vorstellungen

und Ideen. Diese „Flucht” nach innen und ihre bauliche Verkörperung durch Architekturen von


Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begannen vor allem jüngere Menschen den Rückzug in die

Fluchtburgen der Behaglichkeit, um den Zumutungen und Andringungen des Alltags und der Datenvielfalt wenigstens stundenweise aus­

zuweichen. Für diese leistungssportgestählte, privat rentenversicherte und im virtuellen

Nirwana gut orientierte Zielgruppe hielt das Lifestyle-Design des Cocooning embryonale

Kuschelecken und diverse Homezone-Technologien bereit, die den Kontakt mit unliebsamer Außenwelt auf variantenreiche Telekommunika­ tion beschränkte.

ausgesprochen privaten Gepräge bezeichnet man

Alternative Refugien eröffneten sich etwa

In diesem Zusammenhang erhielt ansonsten das

sie ebenfalls bereits im 18. Jahrhundert vor-

mit dem lateinisch-stämmigen Begriff Refugium. innige Zwiegespräch mit Gott (dieu, mon

refuge) weitere Bedeutung.

Solche Tendenzen griffen sehr bald auch die Fürsten selbst auf. Ihrer Repräsentations-

pflichten überdrüssig suchten sie Erholung in den kleineren Parkbauten ihrer Landschafts­ gärten, denen sie so sprechende Namen wie Monrepos (mein Rückzug), Monbijou (mein

Schatz), Eremitage (Einsiedelei), oder Solitude (Einsamkeit) und sich selbst den Anschein von Bescheidenheit gaben.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wandelten

sich bürgerliche Refugien bis zur biedermeierlichen Selbstbeschränkung in „guter Stube” und Gartenlaube („Anna’s Ruh”). Die unpolitische

Gedankenwelt des Wolkenkuckucksheims erklärte

nach Heinrich Heine den Verzicht auf Beteiligung am Expansionsgeschehen des imperialisti­ schen Zeitalters.


durch örtliche und zeitliche Exotismen, wie

geprägt waren: zu den ersten zählt die Fernreise an außereuropäische Orte (z.B. nach

Indien oder den afrikanischen Kontinent), während sich der Wunsch einer anderen Epoche als der eigenen anzugehören z.B. als Schwelgen in Erinnerungen, als Imaginieren einer wie immer

gearteten Zukunft oder gleich als Re-Enactment (leibhaftiges Rollenspiel in historisierenden Gewändern und Umgebungen) äußert.

Schlichtere Gemüter vertrauen sich der hallu-

zinogenen (oder sedierenden) Wirkung von Drogen an oder geben sich rauschhaften Zuständen beim Einkaufen, Spielen oder Kopulieren hin, um sich von sich selbst und dem Alltag

abzulenken. Diese Ablenkung scheint – so der Fotograf Christian Tiefensee – Teil eines

unvermeidlichen Kreislaufs zu sein, denn der menschliche Geist erschafft fremde Welten,

die ihm zugleich Angst einflößen, Angst, vor der es zu entkommen gilt – und sei es im

Gelächter: beispielsweise hatten nach den

Gräueln des Ersten Weltkriegs die Dadaisten

ihren Daseinsschrecken in Ästhetiken des

Adam und Eva, mit dessen exemplarischer Bio-

Absurden und Grotesken verkehrt.

graphie sich Entstehen und Vergehen mensch-

Die verschiedenen Formen von Refugien haben

Selbst­ überschätzung und Verzweiflung, Be-

gemeinsam, dass sie zeitlich und/oder örtlich

begrenzt sind. Umso intensiver wird der Wunsch erlebt, sie immer erneut aufzusuchen, bzw. immer neue aufzuspüren.

Bilder für diesen tief im Menschlichen

ver­ ankerten Wunsch suchte und gestaltete

Christian Tiefensee in seinem Werkensemble Refugium.

Sein visuelles Material stellte er aus eige­ nen neu angefertigten sowie älteren fotografischen Arbeiten und found footage, das er in Form

anonymer Dias in Second-Hand-Läden erworben

hatte, zusammen. Der Verzicht auf eine ein-

deutig zuschreibbare Autorenschaft bestätigt

gleichsam den Anspruch auf Allgemeingültigkeit der Frage(n) nach Leben und Sterblichkeit,

lichen Lebens, Arbeit und Wissensdrang,

sitzgier und Liebessehnsucht als anthropo-

logische Konstanten nachzeichnen lassen. Die Geschlechtlichkeit der beiden Nackten deutet

auf das Verlangen, in der Vereinigung mit der geliebten Person die Grenzen des eigenen

Körpers zu überwinden und im jeweils anderen den Zufluchtsort erreichen zu können. Sexu-

alität und Erotik spielen denn auf einigen

der Fotografien eine Rolle, sei es in Gestalt einer lockend auf der Bettkante posierenden jungen Frau, der verführerischen Skulptur

des knabenhaften Dornausziehers, des triebigen Hasens (ausgestopft) oder als sichtbare Spur des Geschlechtsaktes bzw. der Masturbation. Das Sonnenuntergangsszenario erfüllt als

gängiges Urlaubsparadies Ansprüche an ein

„schönes” Refugium par excellence. Die Ver-

Glauben, Lieben und Hoffen, Grenzen und Mög-

gänglichkeit dieses paradiesischen Aufent-

nierungen in der Gesellschaft. Überdies werden

angelegt und aktualisiert in nuce die arche­

lichkeiten der Kommunikation, Selbstpositiodie fremden, gefundenen Bilder zu „eigenen”

durch An-Eignung: „Das Fremde und das Eigene

läuft zusammen zu Bildreigen, Erzählungen aus einem möglichen Alltag, einer möglichen Vergangenheit” (Chr. Tiefensee).

haltes ist in der Begrenztheit eines Urlaubs typische Traumatisierung einer Vertreibung aus dem Paradies, wie sie das erste Menschenpaar – selbstverschuldet – erlitt. Zugleich entsteht

die Sehnsucht nach der Rückkehr an den glücksspendenden Ort. Die Domestizierung der an

Ein Versuch erster Annäherung an die Arbeit

sich unbegreifbaren Natur zum locus amoenus☼ ist eine Methode des Menschen, Angst vor den

aus je einem männlichen und einem weibli­ chen

wird dies an der großformatigen arkadischen

besteht in der Betrachtung des Bildpaares, das Akt am Strand besteht – Bildnisse des Foto-

grafen und der Frau, die er liebt. Der ei­­ gene Körper erscheint als ursprünglichstes Refu­ gium im Sinne eines – hier durch die Haut – be­ grenz­ ten (Schutz-)Ortes für Gedanken und

Empfindungen. In der antiken Vorstellung vom

Leib als corpus quasi vas, nämlich als Behälter für die Seele, wird wohl bereits die Idee angelegt, sich in den eigenen Körper zurückziehen zu können.

Unvermeidlich scheint die ikonographische

Anspielung auf das archaische Ureltern-Paar 54

Urkräften zu überwinden: besonders sinnfällig Landschaftsmalerei, die wie ein Paravent in

einen sonst schmucklosen Altbau hineingestellt ist – Bodenkacheln und Deckenweiß sterilisieren gleichsam das exotische Idyll und lassen

es konsumierbar werden; andere Schutzmechanismen bestehen in der Miniaturisierung etwa des Dschungels zur exotischen Topfpflanze und des

Meeres zum Pool oder der „Frau” zum stimulierenden Pin-up.

Vom Motiv des erhabenen Ur-Paares aus schei­ nen die weiteren Bilder des Werkensembles –

unter­ teilbar in thematische Felder – Wege

samkeiten der Konsumenten in einer Weise, dass

Wissenschaft und Kunst bieten scheinbare

kamen – ebenso wie ihre Fähigkeit zu wirk-

zum gedanklichen Heil zu eröffnen: „Religion, Lösungen an” (Chr. Tiefensee). Den „Letzten Dingen” vermag man dabei selbst im Profanen zu begegnen: so erinnert die zum Trocknen

aufgehängte fleckige Wäsche an das legendäre Turiner Grabtuch, das angeblich den Körperabdruck des darin eingewickelten Jesus von Nazareth barg.

Ein Rentner im Anorak trifft an einem Parkweg auf fünf mannshohe Blumen mit purpur­ farbenen

kugeligen Blütenköpfen – sie scheinen ihm wie die Transsubstantiationen seiner Ahnen oder

denen ihre eigenen Leben immer mehr abhanden lich intensiver Wahrnehmung. An die Stelle

der An-Schauung im Sinne verstehenden Sehens

trat – zumal bei Reisenden als Refugiensuchern par excellence – das „Knipsen”: der aneignende

touristische Blick wurde dem „Objektiv” anvertraut und überlassen; die dabei entstehenden

„Bilder” dienten als (einziger) Beleg, am Ort

bzw. eigentlich unterwegs gewesen zu sein. Wer keine Kamera dabei hat, scheint vom Schauen

gar befreit – so etwa die uniformiert wirkende Jungschar, die im ge­ ordneten Laufschritt an

einer sakralen Sehenswürdigkeit am See vorbei-

seiner Verflossenen entgegenzutreten.

eilt – um ins nächste Refugium zu hetzen?

Zu weiteren wiederkehrenden visuellen Leit­

neuen Refugien und deren Grenzen „nahe unserer

figuren des Ensembles Refugium gehören z.B. das „Bild im Bild” – etwa als gemalte bzw.

Umso mehr gilt Tiefensees Suche nach möglichen alltäglichen Realität”.

fotografierte Naturszenerie in Innenräumen –

Verschiedene Aufnahmen zeigen dabei das

z.B. Fahrstuhlkabine, Flugzeug und Flughafen.

Fensterblicke aus Zimmern ins „Freie” lassen

oder die Darstellung transitorischer Orte wie Derartige Passagenräume konstituieren – so

Tiefensee – die „moderne Ortlosigkeit”: Tele­ kommunikationsmedien und für beinahe jeden

erschwingliche Verkehrsmittel lassen die Welt

Verhältnis von Innen- und Außenraum; begrenzte sich ihrerseits als Bild im Bild wahrnehmen

(und zitieren wie nebenbei das bislang älteste er­ haltene Lichtbild der Fotografiegeschichte: 1826 hatte der ehemalige Offizier Joseph

scheinbar kleiner werden und ver­ fälschen da-

Nicephore Nièpce eine Camera Obscura aus

Jene Größen drohen beliebig zu werden und

auf die Dächer seiner Nachbarschaft gerichtet

durch unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit.

damit die Selbstverortung in ihnen – die Erfordernis körperlicher Anwesenheit (wo auch

dem Fenster seines Arbeitszimmers in Le Gras und dabei auf speziell beschichtetem Papier

eine haltbare Heliographie – wörtlich: Sonnen­

immer) scheint in „hyperrealen Räumen” bzw.

schrift – zustande gebracht). Galten die

darin die Gefahr einer fortschreitenden „Ent-

der Seele, so wurden in historischen Architek-

im „Cyber-Space” aufgehoben. Tiefensee sieht sinnlichung der Umwelt”, die eine „gefühlte Einsamkeit” oder gar Realitätsverlust zur Folge habe. Solche Entwicklungen scheinen

(menschlichen) Augen seit alters als Fenster

turtheorien die Fenster als Augen eines Hauses interpretiert, zumal die Schauseite einer Architektur als Fassade (ital. Facciata, abge-

allerdings vor dem Hintergrund der Medien­

leitet von Faccia = Gesicht) bezeichnet wurde.

Jahrzehnten brachte das „Pantoffelkino” (bei

Umgekehrt lässt das Spähen durch eine Keller­ -

kleinbürgerlichen Nutzer in die Sessel zwang,

menschlichen Erkenntnisdrang (s. Adam und

geschichte geradezu unvermeidbar; bereits seit Tiefensee als Farb-TV), das allabandlich seine die Welt ins Haus. Gemeinsam bestaunte „Sendungen” ließen am Bewusstsein ihrer Urheber

keinen Zweifel und absorbierten die Aufmerk55

öffnung als neugieriger Forscherblick den Eva!) erleben.

Auf Selbst-Erkenntnis spielen die Motive

spiegelnder, meist dunkler Flächen als Räume

der Selbstreflexion an, die aber auch als

Anna Zika

Durchgänge zu unbekannten Welten („hinter

den Spiegeln”) oder als Eintritte ins „Nichts” verstanden werden können. Dort lässt der Fotograf Geheimnisse vermuten – „unsagbar schön oder ebenso schrecklich”.

Den Spiegelflächen formal verwandt sind die

Little Flights

tung, die sich in die Bilder hineinfressen:

In the 18th century a new doctrine of privacy

weißen Stellen ist für mich auch eine Kapi-

of representation which aimed at public demon­

Welt: niemals werde ich alles wahrnehmen kön-

time a middle class culture of sensibility was

– Kapitulation also vor den eigenen zeitli­

laid emphasis on inner values such as love,

tulation außerdem vor dem Chaos alltäglicher

them­ selves both in a retreat from the public

Auf einigen Bildern sind jene amorphen Spuren

and also in sentimental images and ideas. The

wuchernde Wurzel, deren zwanghaft zu wiederho-

character of architecture that embodied this

des sagenhaften Steinewälzers Sisyphos werden

this con­ text the intimate conversation with

„weißen Löcher”, entstanden durch Überbelich„Das Hereinbrechen des Nichts in Form der

developed, in contrast to the courtly system

tulation vor der Vielfalt der mich umgebenden

stration via rituals of feudal power. At that

nen, niemals alles verstehen” (Chr. Tiefensee)

coming into being for the first time. This

chen, räumlichen und geistigen Grenzen. Kapi-

fideli-ty and frugality which manifested

Unordnung (das manchen Fluchtwunsch auslöst!):

eye into the sphere of ones’ own four walls

von „Leben” zu erkennen, z.B. Staub, Schlamm,

flight inwards and the particularly private

lende Beseitigung den Menschen zu einem Bruder

is descri­ bed by the Latin term: Refugium. In

lässt. Allerdings haben wir uns ausgerechnet

God (dieu, mon refüge) gains another layer of

ihn – nach Albert Camus, dessen Schriften

(zumal über das Absurde) den Fotografen durch


die Entstehung der Arbeit begleiteten – als

Such tendencies very soon took hold even of

möglicherweise finden wir ihn, Sisyphos, ab-

they sought revival in the little buildings

einen glücklichen Menschen vorzustellen. Und

the princes. Weary of their public duties

gebildet in der Gestalt einer Person, die sich

in their landscape gardens whose very names

augenscheinlich doch nicht von der Stelle zu

(My rest), Monbijou (My treasure), Eremitage

Wer sich in solchem existenzialistischen Glück

In the course of the 19th Century the middle

bleiben und weiterhin Refugien suchen.

meier self-restraint of the ”parlour” and

intellectual world of Cloud-cuckoo-land was

emsig in die Pedale ihres Fahrrads wirft – um kommen.

and appearance pretend to modesty: Monrepos (Hermitage) and Solitude (Reclusiveness).

nicht einzurichten weiß, wird auf der Flucht

class refuge was transformed into the Bieder­

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

”bower” (”Anna’s Peace”). The unpolitical

Lat. „angenehmer Ort”

explained by Heinrich Heine as the renuncia­ tion of the imperialistic expansion events of the period. Finally in the 20th century through the Exile of persecuted intellectuals from totalitarian countries new patterns of flight were created. At the same time an inner emigration became


the Refugium for those who resigned themselves

Christian Tiefensee searches for and arranges

to the situation at home.

pictures for this deeply anchored human desire

Towards the end of the 20th century, above all

in his collated work: Refugium.

young people began the retreat into the moun-

He has put together visual material from

tains of cosiness to escape at least for a few

his own new work, older photographic work

hours from the impertinences and pressures of

and found footage that he acquired in the

daily life and information overload. The life-

form of anonymous slides from second hand

style ”Cocooning” contains embryonic cuddle

shops. Relinquishing the clear attribution

corners and diverse home entertainment techno-

of an author confirms at the same time the

logy for this target audience who live in a

entitlement to the universality of questions

virtual Nirvana with contact to the nasty out-

about life, mortality, hope, limits, possibi­

side world kept under control by technology.

lities of communication and ones’ own position in society.

Alternative refuges open up through the typical geographical and temporal exoticism

Through this the alien, found pictures be­ come

of the 18th century: amongst the first were

one’s own through usurpation. ”The alien and

long voyages outside Europe (e.g.: to India or

the personal merge together to form a pic-

Africa), during which the longing to belong

ture cycle, tales from a possible every day

to another era than one’s own is expressed

existence and a possible past” (Chr.Tiefensee).

e.g.: as an indulgence in memories, as a fantasy about an, as usual different future

One first way to approach the work might be

or immediately as a re-enactment (living role

through an examination of the pair of pictures

play in historical costume and setting).

consisting of a female and male nude on a beach, portraits of the photographer himself

Simpler souls rely on the hallucinogenic

and the woman he loves. His own body appears

(or sedative) effect of drugs or intoxicate

as the primal refuge in the sense of a (here

themselves with shopping, games or copulation

limited through the skin) protected place for

to gain distraction from themselves and

thoughts and feelings. In antiquity the image

everyday life. This distraction seems to the

of the body as corpus quasi vas, namely a

photographer Christian Tiefensee to be part of

vessel for the soul was already conceived as

an unavoidable cycle because the human mind

being able to withdraw into ones own body.

creates foreign worlds for itself which at the

The iconographic allusion to the archaic

same time fill him with fear, fear from which

ancestral couple Adam and Eve, with their

it is important to escape... perhaps through

exemplary biography of the coming into

laughter: for example like the Dadaists who

existence and passing of the human life, work

after the atrocities of the first world war

and thirst for knowledge, the overestimation

communicated their horror of existence in the

of ones’ own capabilities, desperation,

aesthetic of the absurd and the grotesque.

greed and yearning for love which trace anthropological constants, seem unavoidable.

The various forms of refuge have in common

The sexuality of the two naked people points

that they are temporally and geographically

towards the longing which through the joining

limited. All the more intensively will desire

with the body of the beloved, one is able to

to find them or to hunt for them anew be

break beyond the limits of ones’ own body and


each reaches a refuge in the other. Sexuality and eroticism play a role in several of the photos whether in the form of


a beckoning young woman posed on the edge of a

him with the transubstantiation of his

bed or a seductive sculpture of a boy removing

forebears or his lost ones.

a thorn or the libidinous hare (stuffed) or the visible trace of sexual intercourse or

”Bild in Bild” belongs to visual leitmotivs


that occur in the collection, it being a painted or photographed natural scene indoors.

The sunset series perfectly fulfils the

Likewise the representation of transient pla-

pretension to a beautiful Refugium par

ces such as a lift, a plane or an airport.

excellence in the form of a conventional

Such passage rooms constitute according to

holiday paradise... The transience of this

Tiefensee the ”modern sense of displacement”.

heavenly sojourn is the contained in the

Telecommunications media and nearly every

limits of the holiday and updates in short

affordable form of transport make the world

the archetypal traumatisation of a banishment

feel apparently smaller and deceives our per-

from paradise, which the first pair of humans

ception of place and time. That size threatens ­­

suffered as a result of their own sins. At

to become arbitrary and likewise the location

the same time there is a longing for a return

of self within it- the requisite bodily pre-

to the happy place. The domestication of the

sence (regardless where) seems to be kept in

intangible and incomprehensible Nature into

”hyper real” or in ”cyberspace”. Tiefensee

a pleasant place is a method of Mankind to

sees in this the danger of a progressive

overcome fear of the elementary powers. This

”desensualising of the environment”, of a

is particularly obvious in the large format

”felt loneliness” or even a loss of a sense

landscape painting, such as on a screen,

of reality. Such developments seem in the

which is placed in an otherwise plain, old

context of media history indeed unavoidable,

building. Floor tiles and a white ceiling

the ”slipper-cinema” having been introduced

sterilise equally the exotic idyll and make

years before (represented by an old colour

it consumable. Other protective mechanisms

TV), bringing the world every evening into

consist of the miniaturising of a jungle to

the home of the narrow minded user chained

exotic pot plants, the sea to a pool and a

to his armchair.

woman to a stimulating ”pin-up”.

Mutually gazed at ”programmes” leave in the consciousness of their author no doubts and

Moving on from the motive of the exulted

absorb the attention of the consumers in such

original couple the other pictures in the

a way that they lose track of their own lives

collection of photos, which are divisible

and likewise their ability to perceive inten-

into thematic groups, seem to open up ways

sely. Instead of looking at something in terms

towards theoretical healing. ”Religion,

of seeing it with understanding (particularly

Science and Art offer apparent solutions”

tourists as refuge seekers par excellence -

(Chr. Tiefensee). In the ”Last Things” one

snapping pictures), the appropriative tourist

might encounter one­ self in the profane: thus

eye becomes familiar with and abandons itself

the not spottless washing hung out to dry

to the lens and the resulting pictures serve

reminds one of the legendary Turin shroud

as the (only) record of the place or of the

which ostensibly bore the imprint of the

actual journey. If someone doesn’t have a

body of Jesus of Nazareth.

camera it seems as if they are even free from having to look – thus the uniformed, effective

A pensioner in an anorak meets five human-

”Jungschar” (Catholic Scout) who in an orderly

sized flowers on a park path with round

fashion hurries to the sacred tourist sight

scarlet flower heads - they seem to confront

- (perhaps afterwards to hurry on to the next


Refugium)? So Tiefensee’s search for new

these rather like Sisyphos the legendary stone

possible refuges whose limits are ”near our

pusher. However according to Albert Camus,

daily reality”, applies even more.

(whose writings, particularly about the absurd

Various photos show the relationship between

have accompanied the photographer during the

indoors and outdoors: limited views from win-

creation of this work), we should regard

dows out of rooms into the world permit them­

Sisyphos of all people particularly as a happy

selves likewise to be perceived as a picture

person. And perhaps we find him indeed here,

within a picture (and quote by the way the

presented in the form of a person who pedals

so far oldest photo in photographic history:

furiously but seems not to move from the spot.

in 1826 the officer Joseph Nicephore Nièpce pointed a Camera Obscura out of the window of

Those who do not know how to adapt themselves

his study in Le Gras at the rooftops of his

to such existential happiness, will remain in

neighbourhood and thus on especially coated

flight and continue to seek refuge.

paper created a durable heliography – lite­ -

rally Sun writing). If the human eye is regar­ ded of old as the window of the soul, similarly are windows in historical architectural theory regarded as the eyes of a house, the more so as the front of a house is described architecturally as the façade (ital. Facciata, deriving from Faccia = face). Conversely the spy holes into a cellar can be interpreted as permitting the curious searching gaze of a human’s desire for knowledge (perhaps Adam and Eve’s!). Motives play with self recognition in reflective, usually dark surfaces which also serve as passageways into unknown worlds (”behind the looking glass”) or as an entrance into ”nothing”. There the photographer allows us to guess at secrets ”unutterably beautiful but equally awful” - Formally related to the mirrored surfaces are ”white holes” resulting from overexposure which eat into the pictures. ”The breaking in of nothing in the form of the white parts is for me a capitulation to the multiplicity of the world around me: I will never perceive everything and I will never understand everything” (Chr. Tiefensee) – Capitulation also to ones’ own temporal, spatial and mental limits. Capitulation also to the chaos of daily order (that provokes quite some desires to flee!): On some pic­ tures the amorphous marks of ”life” can be recognised e.g.: dust, mud, shooting roots. Repeatedly man tries obsessively to remove 59

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

translation: Rosamund Cole

アナ ツィカ

活の退屈を紛らわせるために幻覚剤の興奮(鎮圧)作用を当て にすることや、買い物、ゲーム、あるいは性交に熱狂するといっ た傾向もある。この紛らわす・慰めるという行為は、写真家クリス ティアン・ティーフェンゼーによると、「笑う」という行為にも同様 に見出せるように、恐怖を与えかねない未知の世界を受け入れ る際、避けられないサイクルの一部である。第一次大戦の惨事


の後、馬鹿げた事やグロテスクにこそ美意識を見出したダダイ ズムのように。

宮廷の封建制度が、貴族階級による公式な場での社交辞令制度 を確立していたのに対立するように、プライベートという概念が 異なった形式の逃避の中にも、時間・空間的に制約されていると 18世紀に発達した。当時、まず市民階級的な感情文化が芽生え、 いう共通点がある。ある願望が満たされるとそれはより過激にな その後今日プライベートという言葉が強調するような、内面的な り、また新たな欲求に駆り立てられる。 価値観、愛のような人徳、忠誠心あるいは謙虚さといったものが 次第に公式の場から感傷的な概念や考えといった隔離された自




た。この自己の内面への「逃避」、あるいは物理的空間に具体化 された明瞭な位置づけは、ラテン語に由来するRefugium(避難

彼自身の過去の作品と、古道具屋から収集した匿名のスライド 所)で表現される。それに付随し、内面における神(dieu, mon を組み合わせることで、個性を放棄し、それによって、生と死、信 refuge)との対話、というさらなる意味も包括することになる。 仰、愛と希望、コミュニケーションの限界と可能性、社会的位置づ






(私の休息), Monbijou (私の宝物), Eremitage (隠れ家),




Solitude (孤独)などと名づけた庭園や風景庭に、自らみせか

立っている一対の作品の中で彼の主題は繰り返される。「体」は 19世紀の中で市民階級に置けるRefugienは、「よい応接間」か あたかも皮膚によって限定・保護された最も原始的な「思考・意 ら庭の木陰での(「アンナの庵」)といった特定の意味合いに変 識・感覚」の避難場所として存在すると同時に、精神の器として、 わっていった。「雲カッコウの家」という非政治的思想はハインリ


ヒ・ハイネによると帝国主義的な時代の拡大事業への参加の放 棄と解釈される。20世紀になるとついには、全体主義国家に追














ム・エンターテインメント技術を満喫し、自宅の安全地帯で仮想 を抜く少年のなまめかしい彫刻、本能的なウサギの剥製、性的行 の涅槃に住む新しいライフスタイルを意味する。 為・マスターベーションの視覚的な痕跡といった、一連の作品の 中で、セクシュアリティとエロチシズムという主題は彼の作品の 避難所という選択肢はすでに18世紀に見られる場所・時間的な


異国情緒趣味にも見られる。まず 、長距離航海時代のヨーロッ パ外進出(例えばインド・アフリカ大陸へ)にはじまり、他の時代 日没のシリーズは従来の休暇天国に求められる「なにか美し に属す切望(歴史的な服装や状況の設定)、あるいは幻想に耽る い」という避難場所を充たしている。休暇の滞在という限定さ 道楽、異なった未来図の構築、今日ではすぐリセット可能なロー れた状況で、浮世のはかなさといった第一の人間のカップル ルプレイング・ゲームにも反映されている。他にも自己と日常生 が自身の罪の結果天国から追放されるという原型的トラウマ






物の栽培植物化することで人類はその脅威を克服してきた。こ れは特に、なんの飾り気もない古屋に立掛けられたより大き







Nicephore Nièpce旧将校は、彼の仕事部屋の窓から近所の

ャングルを外国産の鉢植えに、海をプールに、女性の興奮作用 をハイヒールに見出すといった小型化等が挙げられる。

屋根の上に、特別にコーティングされた紙の上にObscuraカメ ラを設置し、Heliographie(太陽の筆跡)という方法を考案し

た。)昔から人間にとって眼は心の窓といい、このことから建築史 大喜びしている元祖カップルの題材からさらなる写真の収集と

では窓は建物の眼だと解釈され、殊に建築上、家の正面がファッ その後のテーマ別分類により、理論的な救済の道が示される。「 サーデ(イタリア語;Facciata,Facciaに由来し、「顔」の意味。 宗教、科学、および芸術は見せかけの解決策を提供する。」(クリ )といわれるようになった。 スティアン・ティーフェンゼー)“最後のもの”として人間は神聖を 汚すものとして相続される。そのことから、洗濯干しに掛けられ それとは逆に、地下貯蔵室の扉を開けたいという強い好奇心と たしわくちゃの乾いた洗濯物は、ナザレの山でイエズスの体を 探求心(これもアダムとイブから)が人間にはある。恐らく、自己 包んだという伝説の棺衣を連想させる。

認識において映し出された事象は鏡のような作用を持ち、通常、 その映し出される空間より暗い表面をもつ鏡は、地下貯蔵室へ















ティーフェンゼーによると、そのような通路部屋は「近代的な場 は、決してすべてを知覚できるとも、理解したいとも思わない。」 所喪失」を構成する。テレコミュニケーションメディアやありとあ (クリスティアン・ティーフェンゼー)。自己の時間的、空間的、精神 らゆる手頃な輸送形態が、明らかに世界をより小さいものに感

的な境界の前の降伏。カオスという日常繰り広げられる混乱の じさせ、私たちの時間と場所の認知を歪曲する。そのサイズが脅 前の降伏。(幾つもの逃避願望の引き金となる!)いくつかの写真 迫的な意向を持ち、そのことによって、自己の位置付けに必要な の中には“生きる”ことの跡が見受けられる。例えば埃や、泥、増殖 身体の存在を「超リアル空間」あるいは「サイバースペース」で保



(ギリシア神話・Kornthの王;狡猾で死神をも騙したため、地獄 巻く環境の中での感覚喪失」という危険が進行し、「包まれた孤 で大岩を山頂に押し上げる刑罰を科せられたが、あと一息の所 独」あるいはリアリティーの消失が顕れるという。そのような発 でその岩が転がり落ちるので同じ仕事を永久に繰り返さなけれ 達は今日のメディア史において避けがたく、すでに何十年間に


わたり、「Pantoffelkino (スリッパシネマ:カラーテレビ)」は



当初からその仕事を伴ってきた幸福な人間として描かれてい してきた。驚くべき番組の数々は、視聴者に製作者の意図になん る。それと同時に我々自身、たゆみなく自転車のペダルをこぎは の疑いもたせること無く消費に没頭させ、現実感を消失させ、そ するものの、しかし明らかにそこには辿り着けない一人の人間と の知覚影響力をより徹底させてきた。「見る」ことは物事を理解 して描き出されたシシュフォスを見出すことも可能である。 するという意味でよく眺める、ということであるのに対し、避難所 探求者としての観光客のスナップ写真を撮るという行為には、旅 そのような生きていく営みの中に幸福を設定できない者は、 行者が「対象」を見るのではなく、その場所にいた、あるいは旅行 いつまでも逃避したまま更なる避難場所を探し続けるだろう。 していたことの証明にすぎない。カメラを持ってない者ほど、見 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - る行為に束縛されない自由を手に入れる。このように、ティーフ Übersetzung: Maki Shimizu 61

Lohnt es sich, dass das Leben gelebt wird? . . . \


Mythos von Sisyphos . . . \ (Sisyphoskampf zwischen Absurdem \ und Sinnstiftendem) Albert Camus . . . \ / \ Subjekt-Objekt-Beziehung . . . / \





\ \ \ Ekel . . . \ Französischer \ \ Existentialismus . . . \ Aufbruch in die Freiheit - Das Sein und das Nichts . . . Jean-Paul Sartre . . . / \ / (Heidegger) / Existenz (9) Gebundenheit in Situationen . . . / / / | / / | / Descartes . . . / | Das Urerlebnis des Absurden . . . Subjekt als . . . . Merleau-Ponty . . . / / | entsteht gar nicht erst. primäres Erlebnis (Husserl) / Kant . . . / | / / | Glaubenssprung . . . Gabriel Marce (Kierkegaard) . . . / Nietzsche . . . / | / | Schestow . . . / | / | Leibniz . . . / | / | Vollendung der Existenz in der Kommunikation . . . Jaspers . . . / | | | | | What else is there? . . . Röyksopp Video . . . \ \ \ Angriff auf die Wohlstandsgesellschaft . . . Weekend . . . Jean-Luc Godard . . . \ Inspiration (8) - - - - - - - - Sucht das Glück . . . Signor Rossi . . . / / Machen sich über das Tragische am Leben . . . \ / / der menschlichen Existenz lustig. \ / | Monty Python . . . / | / | Ist der Sinn des Lebens ein gutes Gespräch? . . . / Sexualität . . . \ | \ | Kultur/Natur . . . Ich . . . (7) / Beziehungen . . . / / | | | | Einsamkeitsbewußtsein und | Solidaritätsverlangen bilden einen . . . Einsame Individualität . . . Die Anderen (6) unlösbaren absurden Konflikt Körper . . . \ Menschlicher Verstand . . . Geist . . Keim-Jugend-Alter-Zerfall . . . Zeitgenosse . . . Zeit . Uausweichlich . . . Tod Weltall . . . Technische Hierarchie . . . Soziale . Sinnliche Wahrnehmung . . . Ästhetik . . Tiefsee . . . 62

/ | . \ | \ | . . \ | \ | . . . \ | Grenzen – Frustration (5) . . . / / . . / / . / / / \

PC (Internet) /

/ . . . Mattscheiben


\ Fernseher


/ / . . . Handy (Keine festen Verabredungen)

/ / . . . Bilder als gefrorene Zeit (Nostalgie)

\\\\\\\\\\\\\\\\\\ ////////////////// \\\\\\\\\\\\\\\\\\ /////Refugium///// \\\\\\\\\\\\\\\\\\ ////////////////// \\\\\\\\\\\\\\\\\\

(1) Kommunikation . . . Zeit ersetzt Raum | \ . . . | \ | \ . . | \ | \ . | | | / | / | / . | / . . . Bewegung ersetzt Bleibe / / \ . (2) Mobilität \ | \ \ | \ . . . Von A nach B | | | /

Globale Vernetzung . Kabel . . Satellitenschüssel

. . . Auto . . Zug . . Flugzeug . . . Fahrrad


| | | | / . . . Marc Augé | / (3) Raumtheorie . . . Brian O'Doherty (Inside the white cube) \ \ . . . Black Box - Der Schwarzraum in der Kunst \

| | | | | | | | | | | | | | | / . . . | / | / (4) Orte \ \ \ \ \ . . \ \ . \ \ 63


/ / . . . Relationaler Ort (Heimat) / \








Durchgangsorte / / . . . Flughafen / \ / Gebrauchsorte

/ / / Stadt/Dorf . . . Nicht-Orte nach Marc Augé Übergangsräume \ \ \ \ . . . Supermarkt \ \ \ \ . . . Mc Donald's \ \ . . . Historische Orte (Völkerschlachtdenkmal) . Imaginäre Räume / Traumwelten . . Heterotopien z.B. das Schiff . . . Insel

Christian Tiefensee

Vita - Geboren 1977 1997-2000

- Fotografenlehre in Würzburg

Ausstellungen (Auszug) 2008

= Bielefelder Kunstverein = gute aussichten

- junge deutsche fotografie 2007/2008 „Refugium”


- Martin Gropius Bau in Kooperation mit dem

Fachhochschule Bielefeld

- Kunstraum / Potsdam


- Haus der Fotografie / Burghausen

- Studium Fotografie und Medien an der

- Diplom bei den Professorinnen Anna Zika und Suse Wiegand

Museum für Fotografie / Berlin

- Goethe Institut / Washington DC

- Haus der Photographie / Deichtorhallen, Hamburg 2007

= gute aussichten – junge deutsche fotografie 2007/2008 „Refugium”

- Forum für Fotografie / Köln

- Gemeinschaftspräsentation / Internationale Frankfurter Buchmesse / Frankfurt 2006

= Rahmenleerstellen / VOIDS - Ästhetische Leerräume / Ästhetisches Zentrum der Universität Bielefeld

= Habemus mamam! / Video Installation mit

Jenny Rosenberg / Bauhausuniversität Weimar und Fachhochschule Bielefeld





Paradise screen

Cellar window



2006 / 75 x 107 cm

2004 / 32 x 44 cm

Seite 8.9


Provisorischer Kreisverkehr


Improvised roundabout



2006 / 45 x 65 cm

2007 / 64 x 46 cm

Seite 10.11

Seite 16

Ich am Strand


Me on the beach

Bike rider



2003 / 87 x 67 cm

2006 / 46 x 63 cm

Seite 12

Seite 17

Jenny am Strand

Ecke in Atelier

Jenny on the beach

Corner in an attic



2003 / 89 x 69 cm

2007 / 61 x 47 cm

Seite 13

Flugzeug im Wasser


Aeroplane in the water

Village houses



2006 / 75 x 106 cm

2006 / 107 x 75 cm

Seite 14.15

Seite 19

Blaues Handtuch auf Terrasse


Blue towel on the terrace

Girl’s orchestra



2006 / 76 x 57 cm

2006 / 65 x 45 cm Seite 18


Der Dornauszieher


The thorn remover



2006 / 74 x 56 cm

2007 / 46 x 36 cm

Fotograf und blinder Junge


Photographer and blind boy




2003 / 74 x 58 cm

2004 / 75 x 106 cm

Seite 22

Seite 24.25


Frachtschiff „Sudanline”


Freight ship ”Sudanline”


貨物船 „スーダンライン“

2005 / 55 x 41 cm

2006 / 75 x 105 cm

Seite 45

Seite 28.29


Pflanze Krankenhaus

Wank sample

Plant hospital



2006 / 49 x 34 cm

2004 / 46 x 34 cm

Seite 26

Schwarzes Fenster


Black window



2007 / 49 x 34 cm

2006 / 48 x 63 cm

Seite 27

Konserviertes Schwein


Conserved pig



2003 / 32 x 25 cm

2006 / 65 x 49 cm

Seite 23




Path finder

Holiday Camp



2006 / 39 x 53 cm

2006 / 75 x 105 cm

Seite 20

Seite 41







2006 / 39 x 53 cm

2004 / 43 x 35 cm Seite 42


Goldenes Eckschaufenster


The golden corner window



2005 / 80 x 62 cm

2005 / 44 x 34 cm

Seite 38

Seite 43


Dunkles Schaufenster

Reflective paper

Darkened shop window



2005 / 46 x 63 cm

2005 / 35 x 48 cm

Seite 39



Beleuchteter Eingang

Mountain stream

Lit up entrance



2006 / 20 x 30 cm

2005 / 76 x 97 cm

Seite 40

Seite 32.33

Hausecke weiß


Corner of a house


家の角 白


2007 / 76 x 105 cm

2004 / 25 x 38 cm

Seite 30.31



Light bush

Roman Statue



2006 / 34 x 43 cm

2006 / 107 x 73 cm

Seite 34


Der Weg


The path



2006 / 35 x 46 cm

2006 / 34 x 47 cm

Seite 35


Parkplatz Bielefeld


Carpark Bielefeld

UFO cloud



2006 / 64 x 88 cm

2006 / 75 x 107 cm

Seite 36.37

Seite 44

Mann mit Blütendolde


Man with a flowering umbel

Snow window



2006 / 62 x 47 cm

2006 / 46 x 62 cm

Seite 7

Seite 46.47

Impressum -

Published by / the Republik of Sisyphos-Island


Concept / Christian Tiefensee, Andreas Töpfer


Designed by / Andreas Töpfer www.andreastöpfer.de


Texts / Prof. Dr. Anna Zika, Christian Tiefensee


Translation English / Rosamund Cole translatingfactory@yahoo.de


Translation Japanese / Maki Shimizu www.makishimizu.de


Consultant and lectorship / Jenny Rosenberg


Scans / Christian Tiefensee


Typeface Courier New and Kozuka Gothic


Paper / Munken Print White 15 150 g/m²,


Igepa Caribic flieder 90 g/m² Printed and bound by / Steinmeier, Nördlingen


Slipcase / Seidel Verpackungen GmbH


Silk-screen print on slipcase / Ralph Uwe Lange www.buchkinder.de


Printed in Germany


Print run 1000


All rights reserved. All works copyright by Christian Tiefensee Copyright for the text Prof. Dr. Anna Zika Courtesy Rita and Edmund Zipf www.sisyphos-island.com




Profile for Christian Tiefensee


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