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Nr.

34 LEIPZIG

Winter 2017/18 Kostenfrei zur Mitnahme!

REISEBERICHT

UGANDA

EVENTSPECIAL

LEICHTATHLETIK EM in BERLIN AUSFLUGSTIPP

SKI-REGION OBERWIESENTHAL SZENE

BUSHCRAFTING VEREINS-PORTRAITS

SV FORTUNA LEIPZIG 02 RINGEN BEIM KFC leipzig

INTERVIEW

Extrem-Schwimmerin

CONNY PRASSER


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PULSTREIBER MAG WINTER 2017/18

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INHALT

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15 PULSTREIBER #34 / 2017 4-7 Sportcuts 8-9 Sportgymnasium 10-13 Vereins-Portraits 15-19 Interview

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20-29 Produktecke 30-33 Szene 34-35 Ausflugstipp 36-39 Reisen 40-43 PS-Welt 44-49 Termine

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50 Impressum

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Der Team-Tipp von Sachsenlotto Ob Freundeskreis, Bürogemeinschaft, Verein oder Lauftreff - sie und alle anderen Teams können nun einfach und schnell im Team LOTTO 6aus49 und Eurojackpot spielen. Möglich macht dies der neue Sachsenlotto-Service TeamTipp.

Mitspielen einfach gemacht Und so funktioniert es: Das Team füllt einen Spielschein aus und jeder kann dabei »seine« Glückszahlen benennen und ankreuzen. Anschließend wird auf dem Spielschein »Team-Tipp« markiert. Bei der Abgabe in der SachsenlottoAnnahmestelle wird dann gefragt, wie groß das Team ist und es werden entsprechend der Teamgröße Spielquittungen

für diesen Team-Tipp erstellt. Maximal zwölf Mitspieler sind dabei möglich. Für jedes TeamMitglied wird eine Quittung erstellt. So kann jeder seine Quittung in einer SachsenlottoAnnahmestelle unabhängig von den anderen Spielquittungen prüfen lassen und seinen persönlichen Gewinn einlösen, wenn Fortuna ihm hold war. So können Teams ohne viel Aufwand und Buchführung gemeinsam spielen und gemeinsam gewinnen.

Fotos: Sächsische Lotto-GmbH

Gemeinsam trainieren, gemeinsam gewinnen

Streitigkeiten adé Die Vorteile für die Tippgemeinschaften liegen auf der Hand, da beim Team-Tipp mögliche Streitigkeiten von vorneherein ausgeschlossen sind, da jeder Spieler seine eigene Quittung erhält. Bei herkömmlichen Tippgemeinschaften nahm bisher nur eine Person die

Spielvarianten Quittung in Vertretung aller entgegen, was zu Ärger führen konnte, wenn der Besitzer den Gewinn nicht teilen wollte oder weil er (angeblich?) die Quittung verbummelt hatte. Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf und sollte es schließlich nicht enden.

Ein Team-Tipp ist bei LOTTO 6aus49 und Eurojackpot im Normal und Systemspiel möglich. Spielteilnahme ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen, also auch hier mit Verstand und Verantwortung spielen.

www.entdecke-sachsenlotto.de

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Fotos: Calisthenics Movement

SPORTCUTS LEIPZIG

Modernisierter Fitnessparcours im Clara-Zetkin-Park eröffnet I

m Clara-Zetkin-Park gibt es seit Herbst einen modernen Fitness- und Bewegungsparcours für Streetworkout bzw. Calisthenics. Die Anlage zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, dass Anfänger wie Fortgeschrittene Klimmzüge, Liegestütze und Kniebeugen in vielfältiger Weise trainieren können. Kernstück ist ein stabiles Gerüst mit in sich verbundenen Stangen und Griffen für vielfältige Kraft- und Balancierübungen. Einige Geräte aus dem Bestand der bereits 2008 vor Ort errichteten Anlage wurden am Standort belassen,

andere wurden umgesetzt oder entfernt. Mit dem Bau des rund 30.000 Euro teuren Parcours im Stadtgrün reagiert die Stadt auf Bedürfnisse, die sich bei der Erstellung des »Sportprogramms 2024« herausgestellt haben. Konzipiert wurde der Parcours durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer und das Amt für Sport in Kooperation mit »Calisthenics Movement Leipzig«, dessen Akteure PULSTREIBER-Lesern sicherlich bekannt sind. Realisiert wurde das Projekt durch die Firma »Playparc

Allwetter-Freizeitanlagenbau GmbH« und die »Kupsch GmbH Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau«. Weitere Anlagen für turnerische Kraft- und Körperübungen sind im Stadtbezirk Ost (Stadtteilpark Rabet) wie auch im Stadtbezirk West (Grünau) für die Zukunft vorgesehen. Mehr über Calisthenics in Leipzig:

www.cali-move.de

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SPORTCUTS LEIPZIG

Fotos: Annett Sorgenfrei

Barfußlaufen mit Vivobarefoot

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er neue Leipziger Concept Store von »Vivobarefoot« ist nach Dresden und Düsseldorf der dritte in Deutschland, in dem das eindrucksvolle Living Nature Design umgesetzt wurde. Das Konzept vereint die Naturelemente Holz, Beton und Grünpflanzen, die eine ganze Wand zieren. Vivobarefoot hat sich als Vorreiter im Bereich

Barfußschuhe seit 2003 einen Namen gemacht. Galahad Clark aus der Clarks‘ Schuhdynastie gründete das Label vor über 14 Jahren in London, um Schuhe für ein möglichst natürliches Gehen zu entwickeln. VivobarefootSchuhe zeichnen sich durch ihre patentierte Barfußsohle aus, die nur 3mm dünn, flexibel und durchstichfest ist. Im Bereich Sport und

Training, aber auch im Freizeitschuhbereich sind Barfußschuhe aktuell sehr gefragt, da sie aussehen wie herkömmliche Schuhe, aber gezielt das natürliche Gehen ermöglichen. Zudem legt das Unternehmen hohen Wert auf eine nachhaltige Produktion und verwendet beispielsweise Kleber auf Wasserbasis sowie recycelte Materialien. Der ein oder andere Leser wird sich vielleicht noch an den Test eines Wanderschuhs von Vivobarefoot (Winterausgabe 2016) erinnern, der von uns ebenfalls gute Noten bekam. Ab Februar 2018 bietet das Leipziger Team um StoreManagerin Annett Sorgenfrei spezielle Barfuß-Laufkurse an. Diese werden von Personal Trainer und Paleo-Coach Carsten Wölffling begleitet und organisiert. In diesem

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Rahmen wird es auch Vorträge und Workshops zum Thema Fußgesundheit geben, die darauf eingehen, wie man Fehlstellungen des Fußes entgegen wirken kann und wie vor allem Kinder an ein natürliches, gesundes Laufen herangeführt werden können. Vivobarefoot Concept Store Karl-Liebknecht-Straße 8, 04107 Leipzig www.vivobarefoot-leipzig.de


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SPORTCUTS LEIPZIG

Neues von concept4sports zuversichtlich, für alle Sportler in und um Leipzig künftig eine wichtige Adresse zu werden«, erklärt Spoorth-Geschäftsführer Gerd Klinksiek die Entscheidung für den zweiten Standort. Auf mehr als 500 m² bieten die Chemnitzer ihr innovatives, wissenschaftliches Konzept mit den Bereichen SPOrt, ORthopädie und THerapie direkt im Stadtzentrum (Eisenbahnstr. 3).

Foto: Jörg Richter

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s gibt wieder Neues vom Sport- und Vereinsnetzwerk »concept4sports«. Neben Veranstaltungen und Workshops gibt es auch einen neuen Partner aus dem Bereich der Sportmedizin und auch der Vereinsvorstand Karsten Tornow machte mit einem neuen Projekt auf sich aufmerksam.

Spoorth in Leipzig www.spoorth.de »Spoorth«, das Zentrum für Bewegungsanalyse und Leistungsdiagnostik, welches es bereits in Chemnitz gibt, präsentiert sein Leistungsspektrum nun auch in der Messestadt. »Der Sprung nach Leipzig ist für uns sicher eine Herausforderung. Mit unserem Partner MediPlus Praxisklinik und der Erfahrung von Sportmediziner Dr. Göran Wild, bis 2015 unter anderem Mannschaftsarzt von RB Leipzig, sind wir sehr

Mehr Sonne für den Sport Concept4sports-Vorstand Karsten Tornow widmete sich unlängst der Frage: »Wann, wenn nicht jetzt, ist der richtige Zeitpunkt, um einen neuen Weg einzuschlagen?«. Daraus entstand der Ratgeber »Sonnenstrahleffekt«, der in

einer großen Buchpremiere Ende Oktober im CineStar präsentiert wurde. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Katharina Witt und Steffen Freund, die beide auch im Buch zu Wort kommen. Der Titel richtet sich an alle, die beruflich oder privat neue Herausforderungen suchen. Karsten Tornow gibt in seinem Werk Anleitungen dafür, wie man sich über seine persönliche Situation klar wird und seine Ziele entdeckt.

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Er benennt aber auch die elf Freunde, die bei der Umsetzung helfen, und zeigt auf, wie sich die Digitalisierung zum eigenen Vorteil nutzen lässt. Der »Sonnenstrahleffekt« ist als E-Book für 9,90 Euro oder Hardcover (ISBN 978-3-96014349-9) für 19,90 Euro bei Amazon oder direkt beim Verlag »Winterwork« erhältlich.

www.karstentornow.com


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SPORTGYMNASIUM

Auf diesen Seiten wird Schülern des Landesgymnasiums für Sport Leipzig von PULSTREIBER die Chance gegeben, ihre journalistischen Fähigkeiten zu testen und über ihre Sportart, Wettkämpfe und Erfolge, ihren Alltag zwischen Schule und Leistungssport, etc. zu berichten, wofür wir Danke sagen und viel Spaß beim Lesen wünschen. Weitere Infos zum Sportgymnasium auf: www.spogyma.de

Neue Streitschlichterinnen für das Sportgymnasium

Fotos: Sportgymnasium

zielführendes Miteinander. Die Streitenden sollen während des Gesprächsverlaufes selbst dazu angeregt werden, eine passende Lösung für beide Seiten zu finden. Wenn dies gelingt, haben wir unsere Aufgabe gut gemacht.

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om 27. bis 29. September 2017 nahmen die zwei Sportschülerinnen Seraphina Ackermann und Felicitas Grollmisch an einem Streitschlichter-Seminar (Schüler-Mediation) in der Sächsischen Schweiz teil. In diesen drei Tagen lernten die Fechterinnen den richtigen Umgang mit Streithähnen. Was sie dabei erlebt haben und wie sie das Projekt an der Schule fest installieren wollen, verraten die Beiden im Interview! Ihr seid nun also die neuen Streitschlichterinnen am Landesgymnasium für Sport Leipzig. Was kann man sich eigentlich unter Schüler-Mediation vorstellen? Felicitas: Die Schülermediation ist ein Verfahren zur Konfliktlösung. Mit Hilfe verschiedener Herangehensweisen soll diese helfen, bei Konflikten unter Mitschülern friedlich zu vermitteln. Die Erfahrung an anderen Schulen hat gezeigt, dass es oft einfacher ist, wenn Schüler anderen Schülern dabei helfen, als wenn ein Lehrer eingeschaltet wird. Seraphina: Dabei begleiten und moderieren wir das Gespräch, achten auf den respektvollen Umgangston und ein

Mit Schule und Sport ist euer Alltag ja ziemlich vollgepackt. Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen, an diesem Seminar teilzunehmen? Seraphina: Die Beratungslehrerin der Schule, Frau Strotzer, hat uns gefragt und unser Interesse war sofort geweckt. Wir fanden es sehr interessant, waren auf den Ablauf vor Ort gespannt und wollten gerne neue Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Nachdem wir die Freigabe unseres Trainers erhalten hatten, sagten wir zu. Wie lief das Seminar dann vor Ort ab? Felicitas: Nach der Begrüßung durch den Veranstalter wurden wir in kleine Arbeitsgruppen eingeteilt, mit denen wir die nächsten drei Tage verbrachten. In einem Bungalow lernten wir die anderen Gruppenteilnehmer kennen, ehe unsere Kursleiterin uns das Wissen mit Rollenspielen, praktischen Übungen, viel Theorie aber auch jeder Menge Spaß vermittelte. Zum Ausgleich gab es noch eine schöne Wanderung und jeden Abend ein Lagerfeuer, wo man gut mit anderen Schülern ins Gespräch kommen und viele Freundschaften schließen konnte. Seraphina: Wir haben viel Neues gelernt und jede Menge nützliche Ideen mitgenommen. Wir wissen nun, wie man mit Konflikten umgeht, wie man sie friedlich lösen kann und wie man mit den Streitenden umgehen muss. Ich denke, auch uns persönlich haben diese Tage weitergebracht.

Wie wollt ihr das Gelernte an eurer Schule anbringen? Felicitas: Zunächst ist es wichtig, dass die Schüler wissen, dass es uns gibt und was wir tun. Dafür wollen wir uns vorstellen und den Schülerrat sowie die Klassenleiter mit ins Boot holen. Wir erhalten eine eigene Mail-Adresse und eine Sprechstunde, diese Kontaktdaten können die Schüler nutzen, um eine Verbindung herzustellen. Gerne möchten wir immer erreichbar und ansprechbar sein für die Schüler, die unsere Hilfe wollen. Freut ihr euch auf die Aufgabe und euren ersten Streit? Seraphina: Wir sind stolz auf die neue Verantwortung, aber natürlich ist es auch schön, wenn so wenig wie möglich Konflikte aufkommen. Allerdings erleben wir im Schulalltag immer wieder kleine Brandherde. Und wir freuen uns darauf, diese schnell zu löschen, ehe das Feuer sich richtig entfacht. Was können eure Mitschüler von euch erwarten? Seraphina: Ich denke, am Wichtigsten ist es für die Mitschüler zu wissen, dass sie uns vertrauen können. Nur wenn eine Straftat vorliegt, müssen wir diese melden. Ansonsten werden wir alle Probleme vertrauensvoll unter uns klären und nicht nach außen tragen. Wir wollen gerne helfen, aber unsere Hilfe muss auch gewollt werden! Dann sind wir natürlich da und werden ganz bestimmt eine gemeinsame Lösung finden! Könnt ihr Streitenden einen hilfreichen Tipp geben? Vielleicht auch, wie sich ein Konflikt schon im Vorfeld vermeiden lässt? Felicitas: Wichtig ist immer miteinander zu


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reden, so lassen sich kleine Missverständnisse frühzeitig aus der Welt schaffen, ehe sie eskalieren. Man sollte sich immer in die Position des anderen versetzen und versuchen, seine Meinung zu verstehen. Manchmal ändert sich der Blick auf die Dinge, wenn man die Hintergründe erfährt. Deswegen lautet unser Tipp: Sprecht miteinander, nicht übereinander!

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Steckbrief Felicitas Grollmisch

Steckbrief Seraphina Ackermann

Geburtsdatum: 8.5.2002 Sportart: Fechten Größte Erfolge: Landesmeisterschaften 2012: 3. Platz Mitteld. Meisterschaften 2012: 3.Platz Landesmeisterschaften 2014: 3. Platz DM 2015: 5. Platz DM 2016: 6. Platz Landesmeisterschaften 2017: 1. Platz sportliche Ziele: WM, EM

Geburtsdatum: 7.8.2001 Sportart: Turnen, Wasserspringen und seit 2014 Fechten Größte Erfolge: beim Wasserspringen: Sachsenmeisterin, Deutsche Meisterschaften: Vizemeisterin im Synchronspringen Ziele: Ich mache meine Sportart erst seit drei Jahren und möchte einfach weiter nach vorne kommen, besser werden und bei vielen großen Wettkämpfen mitmachen (Traum: EM)

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Nach dem Abitur möchte ich: als Au-Pair ein Auslandsjahr in England verbringen.

9. SGL BOWL-A-THON

A

m 18. Oktober 2017 wurde mal wieder das Können der Schüler des Landesgymnasiums für Sport auf einem ganz ungewohnten Terrain in Frage gestellt. Auf allen 20 Bahnen (!) der Bimmel-Bowlingbahn in Markkleeberg traten sie gegen oder zusammen mit den Eltern, Lehrern und Trainern an. Insgesamt waren es rund 120 Teilnehmer und somit herrschte an diesem Abend ein buntes Treiben aus Bowling, Gesprächen und nettem Beisammensein.

Um 17 Uhr fiel der Startschuss und auf allen Bahnen rollten die Kugeln. Es hatten sich Teams wie die Super Bowls (Klasse 7), die Volleybowler (Klasse 10/11) oder die Lebensexperten (Klasse 5/6) gebildet, die alle um die ersten Plätze in der Einzel- und Gesamtwertung bowlten. Der Förderverein hatte wieder attraktive Preise zur Verfügung gestellt. Für die beiden neuen 5. Klassen, die nahezu vollzählig angetreten waren, ging es an diesem Abend um einen ganz besonderen Gewinn: 100€ für die Klassenkasse. So

feuerten sich die Schüler und Schülerinnen gegenseitig an und bekamen tatkräftige Unterstützung von ihren Eltern! Nach zwei gespielten Runden war die Spannung bei der anschließenden Siegerehrung groß: Welches Team hatte am Ende die Nase vorne? Schulleiter Herr Rädler führte die Ehrung durch und überreichte der Klasse 5-1 und ihrer Klassenleiterin Frau Großmann den 100 Euro-Gutschein! Die Klasse 5-2 musste sich mit einem Pin als Trostpreis zufrieden geben. Patrick Arlt/Anne Schöne

Klasse 5-1 mit ihrer Klassenleiterin Frau Großmann freuen sich über 100 Euro für die Klassenkasse.

Beste Schüler 1. Lorenz Deutloff 2. Benjamin Schumann 3. Paul Handschuh

323 289 276

Beste Erwachsene 1. Herr Peter 2. Frau Kühne 3. Herr Rädler

315 300 288

Beste Mannschaft ( Schüler ) 1. Die Volleybowler 249,6 2. Super Bowl 202,8 3. 10 Pins für ein Halleluja 194,3


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VEREINS-PORTRAITS

SV Fortuna Leipzig 02

New Headz on the Block

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eadis? Vereinfacht ausgedrückt kann man es auch »Kopfballtischtennis« nennen. Die Regeln ähneln dem des Tischtennis, jedoch spielt man hier den ca. 100 Gramm schweren Gummiball nur mit dem Kopf und darf mit dem gesamten Körper die Platte berühren. Headis verbindet das Kopfballspiel des Fußballs mit der körperlichen Belastung des Tischtennis bzw. Badminton. Beim Headis steht man von Kopf bis Fuß unter Strom. Geringe Anforderungen beim Einstieg, aber umso höhere Ansprüche auf Spitzenniveau werden an die Sportler gestellt. So ist die Trendsportart für fast jedes Alter und jede sportliche Motivation eine reizvolle Alternative zu bekannten Sportarten. 2017 konnte ein weiterer Meilenstein erreicht werden und das Masters Turnier wurde auf ran.de per Livestream übertragen. Jedes Jahr finden

mittlerweile Weltcupturniere, Europa- und Weltmeisterschaften statt. Auch in Leipzig kann man Headis spielen. Dies geht auf eine Handvoll Leipziger zurück, die diesen Sport erstmal im Fernsehen in der TV Show »Schlag den Raab« gesehen haben und es danach unbedingt selbst ausprobieren mussten. Zu Beginn trafen sich die Spieler an öffentlichen Betonplatten, jedoch waren diese oft belegt und das Wetter spielte auch nicht immer mit. Die Lösung lag auf der Hand: Es brauchte einen Ort, an dem man ungestört spielen kann. Der Verein SV Fortuna Leipzig zeigt von Anfang an Interesse und sah das Potenzial der Trendsportart. Die jetzige Abteilung zählt neun Mitglieder, von denen die meisten auch an Weltcupturnieren teilnehmen, um in der Weltrangliste nach oben zu rutschen.


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Fotos: André Lehmann, Tobias Gruhne

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Zum Spiel trifft man sich jeden Donnerstag ab 18:30 Uhr in der Riesaerstraße 48. Das »Training« läuft dabei äußerst entspannt ab. Es läuft laute Musik, es wird wild drauf losgespielt und am Ende gibt es auch mal ein Bierchen. Um die Sportart bekannter zu machen, hat sich die Abteilung auch schon bei den Paulaner Beach Days, dem Grünauer Sommerfest und dem Midnight Cup in der Soccerworld präsentiert. Ziel ist es weiterhin, Verein und Sportart in Mitteldeutschland noch bekannter zu machen und jedem die Chance zu geben, den Sport auszuprobieren. Leipzig ist

mittlerweile in der Headis-Szene bekannt, jedoch liegen die Hochburgen immer noch im Westen Deutschlands. Aber dies soll sich bald ändern.

den anderen an der Platte besiegen. Mehr Infos zum Verein finden sich auf deren Internet- bzw. Facebook-Seite (facebook.de/ newheadzontheblock).

Headis ist auf alle Fälle ein Sport mit einem hohen Spaßfaktor abseits von Leistungsdruck und Hektik. Auf Turnieren herrscht ein ganz besonderes Flair, die Atmosphäre und der Spaß stehen im Vordergrund. Nicht umsonst verkleiden sich die Spieler um den »best dress contest« zu gewinnen. An sportlichem Ehrgeiz mangelt es aber nicht, denn jeder will

Vereinsfakten SV Fortuna Leipzig 02 e.V. Abteilung Headis Riesaer Straße 48 04328 Leipzig Tel.: 0341- 2519582 headis@fortuna02.de www.fortuna02.de

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VEREINS-PORTRAITS

KFC Leipzig

Ringen von klein auf Kinder greifen die Techniken und das Bewegungsgefühl dieser Sport schnell auf und betreiben gleichzeitig auch ein sehr ausgewogenes Training, welches Körper und Charakter stärkt. Auch Späteinsteiger werden beim Ringen viel Freude haben, da man die Grundzüge dieser Sportart schnell lernt und anfangs auch ohne großes Können

Marcus Demmler und Uwe Hemmann

Im Ligabetrieb finden in der Zeit

von September bis Ende des Jahres Mannschaftskämpfe statt. Wer auf packende Kämpfe, ausgefeilte Techniken und knallharte Athletik steht, der sollte sich unbedingt einen Mannschaftskampf anschauen. Noch mehr Spaß macht es allerdings, selbst zu ringen. Idealerweise bereits im Kindesalter, denn gerade

Fotos: Eric Kemnitz & Stadtsportbund (Kinderringen); Privat,

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ingen ist eine Kampfkunst, die bereits in der Antike betrieben wurde und zu den begründenden Sportarten der Olympischen Spiele zählte. Im Ringen unterscheidet man zwischen Freistil und Griechisch-römisch. Während im Freistil der ganze Körper eingesetzt und attackiert werden darf, sind im griechisch-römischen Ringkampf nur Angriffe oberhalb der Hüfte erlaubt. Gekämpft wird auf einer kreisförmig abgegrenzten Matte in zwei Runden á 3 Minuten, die von 30 Sekunden Pause unterbrochen werden. Für das zu Boden bringen, werfen oder drehen des Gegners am Boden gibt es Punkte, die über den Kampfausgang entscheiden. Ausnahme ist ein »Schultersieg«, bei dem der Gegner für etwas mehr als eine Sekunde mit beiden Schulterblättern auf dem Boden gehalten wird. Hier ist der Kampf sofort entschieden.


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mit Spaß auf der Matte »rumkugeln« kann. Der »Kampfsport- und Fitness-Club Leipzig« (KFC) ist als Nachfolger des »Sportclub Leipzig Abteilung Ringen« seit 1993 tätig. Er ist ein Mehrspartenverein mit knapp 500 Mitgliedern. Zu den Abteilungen gehören Ringen, Karate und Fitness. Traditionell stellen die Ringer die stärkste Abteilung

des Vereins, der zugleich Trägerverein des Landesstützpunktes Sachsens im Ringen ist. Der überwiegende Teil der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Besonders stolz ist der KFC auf seine Nachwuchsarbeit. Bereits Fünfjährige erkunden auf der Matte ihre ersten ringerischen Fähigkeiten. Dieses erste Erkunden wird gefestigt und stabilisiert, sodass die Option des Leistungssports an einer sportbetonten Schule geschaffen werden kann. Im diesen Jahr wurde die gute Nachwuchsarbeit mit dem Deutschen Meisterschaftstitel von Karamjeet Holstein in der B Jugend gekrönt. Ebenso konnte das Nachwuchsteam in der Jugendliga den Meistertitel einholen. Mittlerweile steht ein funktionierendes Leistungssportsystem, welches sich besonders durch seine duale Karriere im Bereich Schule, Ausbildung, Studium und Beruf kennzeichnet. Ergänzt wird der Breiten- und Leistungssport durch das Ringen im Ligasystem. Hier stellt der KFC Leipzig eine Jugendligamannschaft sowie eine 1. und 2. Männermannschaft. Bis letztes Jahr kämpfte die erste Männermannschaft über viele Jahre in der 2. Bundesliga.

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Aufgrund von Strukturänderungen im Verband ringen die KFC-Athleten seit diesem Jahr erfolgreich in der Regionalliga Mitteldeutschland. Aber Ringen ist nicht nur was für Männer. So hält Anastasia Blayvas die Fahnen für den KFC Leipzig international ganz weit hoch. Sie erkämpfte dieses Jahr bei der Weltmeisterschaft der Kadetten eine Bronzemedaille. Neben den jungen Sportlern kämpfen auch die »Oldies« des KFC um nationale und internationale Medaillen. Hier sind es Marcus Demmler und Uwe Hemmann, welche sich jährlich dieser Herausforderung stellen. So konnte Hemmann dieses Jahr das sechste Mal eine Bronzemedaille zur Veteranen-WM erkämpfen.

Vereinsfakten Kampfsport- und FitnessClub Leipzig e.V Leplaystraße 11 04103 Leipzig www.kfc-leipzig.de


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INTERVIEW

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onny Prasser ist ein perfektes Beispiel dafür, was Wille und Begeisterung entfachen können. Vom Zuschauen inspiriert, versuchte sie sich als Spätstarterin im Triathlon und entdeckte dabei ihre Leidenschaft fürs Schwimmen. In weniger als zehn Jahren schaffte sie es, zur deutschen Spitze der Ultraschwimmer aufzusteigen und legte dabei Distanzen zurück, die so mancher nicht einmal zu Fuß bewältigt. Auf der Suche nach einer weiteren Herausforderung begann die Moritzburgerin 2015 mit dem Eisschwimmen und stellte in ihrer Altersklasse sogar den Weltrekord auf. Im Interview erzählt sie uns mehr über ihren Sport, die Vereinbarkeit von Job und Training und wie man sich auch als Laie an das Schwimmen in eisigen Temperaturen herantasten kann.

Conny Prasser mag es eisig. Das Wasser ist so kalt, dass es gefroren ist. Sie stört das nicht, solange sie ihre Bahnen schwimmen kann.

Was ist beim Langstreckenschwimmen die besondere Herausforderung? Das Schwimmen von Langdistanzen erfordert nicht nur körperliche Fitness, sondern vor allem mentale Stärke. Ab einem gewissen Punkt entscheidet nur noch der Wille. Im Freiwasser, vor allem auf dem offenen Meer, kommen noch die Strömung, der Wind und das Wetter hinzu, sodass mitunter aus einer geplanten Strecke von 40 Kilometern auch mal 50 und mehr werden können. Außerdem ist

untze.com

Conny Prasser

Was kann man unter dem Begriff »Ultraschwimmer« verstehen? »Ultra« bedeutet in meinem Fall »besonders lang« bzw. »besonders kalt« (oder beides in Kombination). Was für den Läufer eine Distanz von mehr als 42,195 km ist und als Ultramarathon bezeichnet wird, ist für den Schwimmer eine Strecke von mehr als 10 km und wird offiziell als Langstreckenschwimmen bezeichnet. Das Eisschwimmen zählt sicher auch zum Ultra- bzw. Extremschwimmen.

Foto: Kerstin Kuntze www.kk

Extremschwimmerin


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INTERVIEW

Name: Conny Prasser Geboren: 7. Dezember 1975 Sportart: Ultraschwimmen, Eisschwimmen Trainer: Björn Hauptmann Größte Erfolge (Auszug): • Altersklassen-Weltrekord 1.000 m Eisschwimmen (16:56 min) • Vize-Weltmeisterin 1.000 m Eisschwimmen • Gewinnerin Ice-Cup • 1. Platz Neuruppiner Langstreckenschwimmen (5 km) • 1. Platz Zürichsee-Schwimmen (26 km) • 1. Platz Weserschwimmen (40 km) • Doppelte Bodenseebreitenquerung (22 km in 7:29 h) www.connyprasser.de www.facebook.com/ ConnyUltraSwimmer

es beim Freiwasserschwimmen eine große Herausforderung, während des Wettkampfs im Wasser nicht zu stark auszukühlen. Nicht zuletzt können Schiffsverkehr und Meerestiere (z.B. Quallen) den Schwimmer behindern oder zum Scheitern zwingen.

Fotos: privat

Kurzbiografie

Großes Bild: Conny Prasser empfindet das Schwimmen über lange Distanzen keinesfalls als eintönig.

Hast du dich schon immer für Extreme begeistert? Eigentlich überhaupt nicht. Ich bin über den Triathlon, wozu ich mich als Zuschauer beim Moritzburger Triathlon »anstecken« lassen habe, zum Langstreckenschwimmen gekommen.

nicht kraulen konnte, habe ich mir dies erstmal selbst beigebracht und darüber hinaus Schwimmcamps und Seminare besucht. Schwimmen war jedoch von Beginn an meine Lieblingsdisziplin. Laufen fiel mir dagegen schon immer recht schwer. Nachdem ich meinen zweiten Langdistanz-Triathlon 2015 ins Ziel gebracht habe, konzentrierte ich mich auf das, was mir am meisten Spaß macht – das Schwimmen.

Viele Triathlon-Späteinsteiger haben mit dem Schwimmen Probleme. Wie konntest du mit 33 Jahren in diesem Bereich aufholen? Da ich zu Beginn meiner Laufbahn

Gibt es beim Langstreckenschwimmen offizielle Wettkämpfe? Offizielle Wettkämpfe gibt es durchaus zahlreiche. Mein längster Wettkampf war das Zürichsee-

Schwimmen über 26,4 km. Solche extrem langen Strecken werden jedoch für Wettkämpfe nur selten angeboten, Schwimmen bis 15 km gibt es dagegen recht häufig. Daneben werden bestimmte Querungen von Veranstaltern angeboten, die man als Einzelkämpfer buchen kann (z.B. Bodensee-, Fehmarnbeltoder Ärmelkanalquerung). Was waren die längsten Distanzen, die du jemals geschwommen bist? Mein längstes erfolgreich beendetes


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INTERVIEW

Langstreckenschwimmen war das Zürichsee-Schwimmen mit 26,4 km. Den Bodensee habe ich im Juni 2017 in der Breite doppelt gequert, was 22 km ausmachten. Im August 2017 hatte ich dann versucht, den Fehmarnbelt doppelt zu queren, was ca. 50 km gewesen wären. Leider musste ich nach 28 km aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Im Becken nehme ich darüber hinaus auch an 24h- oder 48h-Schwimmen teil, wobei meine persönliche Bestleistung

binnen 24 Stunden bei 45 km und binnen 48 Stunden bei 61 km liegt. Wo kommt die Motivation für diese sicherlich eintönige Quälerei her? Eigentlich ist es gar nicht eintönig. Im Freiwasserwettkampf und im Becken hat man ja die Konkurrenz ständig vor Augen, mit der man sich misst. Da zählt der Wettkampfgedanke, so dass man so schnell wie möglich bzw. so lange wie

möglich schwimmen will. Wenn ich allein an Querungen teilnehme, dann habe ich das Begleitboot mit Crew neben mir, die mich aller 30 Minuten verpflegt und auch sonst motiviert. Darüber hinaus konzentriere ich mich auf meine Technik. Allzu sehr sollte man seine Gedanken nicht abgleiten lassen, das verlangsamt das Schwimmen. Außerdem gibt’s auch beim Schwimmen viel zu sehen, was Abwechslung bringt (andere Schiffe, Wassertiere und


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INTERVIEW

Foto: Jana Wersch Jund

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ure.com

Wie finanzierst du größere Projekte? Die Schwimmen, die man allein bestreitet (Fehmarnbelt, Bodensee) kosten jeweils mehrere tausend Euro, da vor allem das Begleitboot inklusive Crew sehr teuer ist. Sponsoren, die mich finanziell dabei unterstützen, habe ich bislang noch nicht. Sehr dankbar bin ich jedoch über materielle Unterstützung durch HEAD Swimming, die mich mit Bekleidung und Ausrüstung rund ums Schwimmen ausstatten. In Sachen Sporternährung setze ich auf Herbalife24, wobei mich der VitalTreff-Fitclub-Hoyerswerda dankenswerterweise unterstützt.

aus in einer Flasche zugeworfen werden. natürlich auch das vorbeiziehende Ufer). Langeweile kommt da eigentlich nie auf. Wie kommst du beim Schwimmen auf die nötige Zufuhr an Flüssigkeit und Kalorien? Bei Freiwasserwettkämpfen gibt es entweder aller drei bis fünf Kilometer Verpflegungsstationen oder man wird vom Begleitboot aus versorgt. Bei Binnengewässern mit guter Wasserqualität kann man auch gern mal ein paar Schlucke aus dem See nehmen. Da braucht man nur paar Gels im Schwimmanzug mit sich zu führen, die man dann zu gegebener Zeit verspeist. Ansonsten ernähre ich mich ausschließlich flüssig mit Kohlenhydratgetränken, die mir vom Boot

Der Trainingsaufwand für die großen Distanzen muss sicherlich enorm sein, oder? Das stimmt. Für meinen Fehrmarnbeltversuch habe ich pro Woche bis zu 60 km trainiert, wobei ich die meisten Kilometer ab Frühjahr im See geschwommen bin. Da die Ostsee nur 17 Grad warm war, musste ich mich darauf vorbereiten und möglichst viel im kalten Wasser trainieren. Dazu kommt mehrmaliges Techniktraining pro Woche im Pool sowie Athletiktraining an Land. Die langen Trainingseinheiten (bis zu 8 Stunden) muss ich natürlich aufs Wochenende legen oder dafür Urlaub nehmen. Anders wäre das mit einem 40-Stunden-Job nicht zu vereinbaren.

Seit 2015 bist du auch als Eisschwimmerin unterwegs. Kannst du uns etwas darüber erzählen? Eisschwimmen bedeutet wettkampfmäßiges (schnelles) Schwimmen in kaltem Wasser, das max. fünf Grad warm sein darf. Neoprensachen sind dabei verboten. Geschwommen wird lediglich in Schwimmanzug, -kappe und -brille. Ich bin durch ein Video im Internet über die »1. Ice Swimming German Open« aufs Eisschwimmen aufmerksam geworden und wollte dies unbedingt auch mal probieren. Ab Herbst 2015 habe ich dann für die nächsten German Open trainiert. Ist das noch gesund? Für Menschen, die ein gesundes Herz und keinen Bluthochdruck haben, ist es grundsätzlich nicht ungesund. Natürlich

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INTERVIEW

Stunden Training im warmen Pool. Hast du dabei auch regelmäßig Trainingspartner? Zum Glück habe ich zwei ständige Trainingspartner (Kathrin Döring und René Berge), mit denen ich wöchentlich im See trainiere. Seit letzter Saison konnte ich weitere Neulinge zum regelmäßigen Training animieren. Und auch weitere Interessierte kommen hin und wieder mit. Wer es einmal probiert hat, will es immer wieder machen! Ich würde mich riesig freuen, wenn unsere Eisschwimmgemeinde noch weiter wachsen würde. Wer es mal testen will, kann mich gern darauf ansprechen. sollte man zunächst mit wenigen Minuten beginnen, am besten schon im Herbst, wenn die Seen langsam kälter werden. Bis fünf Minuten ist das alles kein Problem, das schafft jeder, auch wenn zu Beginn eventuell die Luft wegbleibt. Dann sollte man sich auf die Atmung konzentrieren und ruhig weiter atmen. Natürlich fühlt sich die Haut an, als ob sie mit tausend Nadelstichen traktiert wird. Das ist normal und tritt auch nach jahrelangem Training auf. Nach paar Minuten schmerzen die Hände und Füße extrem, aber auch dies ist aushaltbar. Im Laufe des Schwimmens ziehen sich dann zudem die Muskeln zusammen, so dass das Schwimmen immer schwerer fällt und man immer langsamer wird. Spätestens wenn Schwindel, Orientierungs- oder Konzentrationsprobleme dazu kommen, sollte man schnellstmöglich das Wasser verlassen. Im Wettkampf wird man insoweit von außen durch Observer und Rettungstaucher überwacht, die die Schwimmer im schlimmsten Fall aus dem

Wasser holen. Aus diesem Grund sollte man auch niemals allein ins kalte Wasser gehen, zumindest sollte man sich immer von jemandem an Land beaufsichtigen lassen. Das ist die oberste EisschwimmRegel. Außerdem sollte man immer eine Schwimmboje dabei haben für den Fall, dass man Krämpfe bekommt und sich daran festhalten kann. Völlig normal ist auch, dass man nach dem Schwimmen oft bis zu 30 Minuten lang wie Espenlaub zittert. Das mag für Neulinge das erste Mal sehr beängstigend wirken, aber dadurch erzeugt der Körper Wärme. Wie kann man sich hier das Training vorstellen? Ich trainiere drei- bis viermal wöchentlich Technik und Schnelligkeit im warmen Wasser. Zwei- bis dreimal pro Woche versuche ich in den See zu gehen. Je nach Wassertemperatur schwimme ich dort jedoch nur 10 bis 15 Minuten. Das ist dann genauso anstrengend wie zwei

Für welche kommende Herausforderung können wir dir die Daumen drücken? Anfang Januar finden die »4. Ice Swimming German Open« in Veitsbronn bei Nürnberg statt, wo ich über Strecken von 50 m bis 1.000 m an den Start gehe. Darüber hinaus werde ich noch ein/zwei weitere Eisschwimmwettkämpfe bestreiten. Im Sommer bin ich dann wieder auf der Langstrecke im Freiwasser unterwegs. Langfristige Ziele gibt es natürlich auch. Die doppelte Fehmarnbeltquerung werde ich noch einmal versuchen, den Bodensee möchte ich der Länge nach durchschwimmen und vieles andere mehr. Interview: Stefan Mothes

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Aus dem

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2018

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diese und weitere Bildungsangeb ote finden sie auf der internetseite des Bildungswerke s oder im programmheft, welches kostenfrei angefordert werden kann.


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PRODUKTECKE

n i e r ü f r e l l e p o r P r Vie

Aufbau Auf den ersten Blick freut man sich über die kompakten Maße, aber wie soll dieser rechteckige Kasten eigentlich fliegen? Die Antwort: In dem man die Propellerarme ausklappt! Außerhalb des Flugbetriebes lässt sich die Drohne so ganz leicht verstauen, ohne dass die Propeller Schaden nehmen. Mit 870 Gramm ist sie moderat schwer. In ausgeklapptem Zustand ist sie 25 cm breit, 27 cm lang und 11 cm dick. Ein eigenes Display hat sie nicht, aber die Fernbedienung besitzt eine SmartphoneHalterung. Über das Smartphone kann man den Kameraflug in Echtzeit aus Sicht der Drohne sehen und Sensor- und Flugdaten abrufen sowie Zusatzfunktionen bedienen. Die Kamera selbst ist an einem »Gimbal«

montiert. Ein Gimbal ist ein Bildstabilisierungssystem, welches für wackelfreie Bilder sorgt, indem es Flug, Eigen- und Windbewegungen ausgleicht.

Technik & Funktionen Die Kamera der Walkera Vitus kann Videos in 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. In Full-HD sind es 60 Bilder pro Sekunde. Der Aufnahmewinkel beträgt 85 Grad. Foto schießt sie mit 12 Megapixel Auflösung. Neben dem normalen GPS zur Ortung nutzt die Drohne auch das alternative System »Glonass«. Dies ist ein globales Satellitennavigationssystem, welches vom russischen Verteidigungsministerium betrieben wird. Beide Systeme ermöglichen es, dass die Walkera Vitus auf der Stelle

schweben und Höhe sowie Position selbstständig halten kann. Ein optisches

Positionierungssystem erlaubt es, auch ohne GPS die Position zu halten. Neben der Navigation über die Handsteuerung kann die Drohne auch markierten Objekten bzw. Subjekten selbstständig folgen. Automatischer Start, Landung und Rückkehr zum Start sind ebenfalls Standard. Zudem lässt es sich einstellen, dass die Drohne automatisch eine Runde um ein Objekt dreht, während die Kamera immer auf das Objekt gerichtet ist. Mit voll aufgeladenem Akku beträgt die Flugdauer von rund 25 Minuten sorgen. Die Flugweite beträgt laut Hersteller 1,5 km, was aber in der Praxis kaum interessant ist, da in Deutschland ohne Sichtkontakt zur Drohne nicht geflogen werden darf. Interessant ist jedoch der Sportmodus, der sie bis auf 40 km/h beschleunigen kann.

Fotos: Stefan Mothes

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as vor Jahren Science Fiction war, ist heute Realität. Fliegende Kameras, die sich aus der Ferne steuern lassen und mittlerweile gute bis sehr gute Bildqualität liefern. Dazu gehört auch die neue Drohne »Walkera Vitus«, die in diesem Jahr erstmals auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas präsentiert wurde. Dieser Quadrocopter ist mit technischen Spielereien nur so vollgepackt und kann überall da zum Einsatz kommen, wo man nicht selbst Kameramann bzw. Fotograf sein möchte, wenn Hindernisse überwunden werden sollen oder wenn ungewöhnliche Perspektiven gewünscht sind.


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! a j u l e l l a H

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PRODUKTECKE

Abgehoben: Schöne Bilder aus ungewöhnlicher Perspektive liefert die Walkera Vitus, wenn sie in der Luft ist.

Modellinfo Ab in die Lüfte Bevor es losgeht, muss die App für die Steuerung heruntergeladen werden. Funktioniert ab iOS 9.0 bzw. Android 5.0. Nach Einschalten von Drohne und Fernsteuerung kann man sich via WLAN mit ihr verbinden. Wichtig ist, die automatische Displayabschaltung beim Handy auf maximale Dauer zu verlängern. Sonst wird der Bildschirm schwarz und man muss sich wieder neu verbinden, um steuern zu können. Die Drohne startet mit einem Geräusch wie ein wilder Bienenschwarm und reagiert sehr schnell auf Lenkbewegungen. Trotz aller technischen Finessen braucht es für Anfänger einige Zeit, bis man mit der Steuerung auch umgehen kann. Es ist eben nicht

so wie bei einem Auto oder Fahrrad. Hier bewegt man sich dreidimensional und was aus eigener Sicht vorne ist, kann bei der Drohne eine ganz andere Richtung sein, wenn die Kamera nicht auch nach vorne zeigt. Dies muss man trainieren, sonst passiert es schnell, dass man unter Stress falsch navigiert. Für den Anfang empfiehlt sich ein windstiller Tag und eine weite Fläche ohne Menschen und Hindernisse. Die Walkera Vitus ist kein Spielzeug, auch wenn das Fliegen einen Heidenspaß macht. Für den reinen Flugsport gibt es Bausätze bzw. Modelle mit weniger Ausstattung. Die Walkera Vitus ist hauptsächliche eine Empfehlung für Hobbyfilmer und Fotografen, die auf gute Bildqualität und leicht kontrollierbares Flugverhalten Wert legen.

Die »Walkera Vitus 320« wird vom Hersteller für 899 Euro angeboten. Über unseren Kooperationspartner aktuell zum Aktionspreis von 749 Euro. In weiteren Ausführungen gibt es die Drohne mit Night-Vision-Kamera, Zusatz-Akkus und Tragekoffer. In der Basisausstattung wird die Drohne mit Kamera, Fernsteuerung, Speicherkarte, Akku und Ladegerät geliefert. Das benötigte Smartphone sollte der Käufer bereits besitzen.

www.walkera.com

Kooperationspartner Das Testmodell wurde uns freundlicherweise von der Firma »XciteRC Modellbau GmbH & Co. KG« zur Verfügung gestellt. Das 2013 gegründete Unternehmen aus Göppingen produziert ferngesteuerte Modelle wie Hubschrauber, Multicopter, Fahrzeuge, Boote sowie Zubehör- und Ersatzteile. Außerdem werden mit »XciteRC active« Hobby- und Freizeitartikel für die aktive oder kreative Freizeitgestaltung angeboten. Dazu zählen z.B. Action-Cams, Scooter, Spielwaren und andere Produkte ohne Fernsteuerung. XciteRC ist zudem Distributor für hochwertige Kamera-Multikopter und Zubehör der Hersteller Walkera, DJI und Hubsan für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein Klick auf die Webseite lohnt sich.

www.xciterc.com


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PRODUKTECKE Bekleidung

Softshelljacke »Terra Metro Jacket« von The North Face

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er gerne läuft, der tut dies bei Wind und Wetter. Passende Kleidung vorausgesetzt. Eine sehr schicke Laufjacke, die auch beim Radfahren eingesetzt werden kann, kommt von den Outdoor-Experten »The North Face«. Optisch überzeugt sie bereits auf den ersten Blick mit einem körperbetonten, dynamischen Design. Das Material (dreilagiges Polyester mit Vier-Wege-Stretch) fühlt sich angenehm an, ist sehr atmungsaktiv und vor allem wasserdicht. Klar, dass dazu auch eine Kapuze gehört, die sich anpassen lässt. Außentaschen (mit Reißverschluss) gibt es nur zwei, diese sind aber sehr groß und bieten den Händen ein bequemes Zuhause. Im Brustbereich gibt es noch eine Innentasche. Der Rückenbereich ist unten länger geschnitten und auch die Arme sind verlängert. Besonders auf dem Rad oder beim Skilanglauf ist dies

sehr nützlich. Die verstellbaren Bündchen sind elastisch, so dass auch eine größere Pulsuhr darunter getragen werden kann. Überzeugend sind vor allem das abriebfeste und atmungsaktive Material, der Schnitt und die exzellente Verarbeitung. Die Jacke trägt sich fast wie eine zweite Haut und kann im Frühjahr, Herbst und Winter getragen werden. Athletischere Käufer sollten eine Nummer größer als gewohnt wählen, sonst wird es doch etwas eng. Ärgerlich ist nur, dass man sich beim Kauf dieses tollen Kleidungsstücks von zwei grünen Scheinen trennen muss. Hier hat die Perfektion leider ein Ende. Ansonsten spricht alles für und nichts gegen das neue Modell aus der Trainfree-Kollektion von The North Face. Stefan Mothes Preis: 200 Euro www.thenorthface.de

Schuhe

Freizeit- und Laufschuh »Merino Runners«

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er schon einmal Unterwäsche aus Merinowolle getragen hat, kennt die Vorteile dieses Naturproduktes. Es wirkt wärmeregulierend, kratzt nicht, wärmt auch in feuchtem Zustand noch und das Faserprotein in der Wolle baut geruchsverursachende Bakterien ab. Dies macht Merinowolle auch als Material für Schuhe interessant. Ein entsprechender Lauf- bzw. Freizeitschuh kommt aus Österreich von der Firma Giesswein und nennt sich »Merino

Runners«. Obermaterial und Fußbett sind zu 100 Prozent aus Merinowolle und garantieren ein einzigartiges Fußklima. Durch die eingeschlossene Luft zwischen den Wollfasern wird der Wärmeaustausch im Material verhindert und eine Isolationsschicht geschaffen, die bei Kälte warm hält und bei steigenden Temperaturen der Hitze entgegen wirkt. Schweißfüße bekommt man in diesen Schuhen nicht und kann sie jederzeit auch ohne Socken tragen. Ein Auslüften reicht aus, um die Schuhe

wieder aufzufrischen. Schmutz von außen lässt sich leicht herausbürsten. Aufgrund der minimalistischen Sohle und dem dehnbaren Material vermisst man bei den Merino Runners anfangs etwas Stabilität, freut sich jedoch schnell über das natürliche Laufgefühl. Da sich die Wolle der Fußform anpasst, fühlen sich auch »Problemfüße« schnell wohl. Als reiner Laufschuh sind sie eher für den Freizeitläufer geeignet. Als schicker Freizeitschuh sind sie wirklich eine sehr reizvolle Schuhvariante. Erhältlich sind sie sowohl in dezenten Tönen als auch knalligen Farben. Hinweis: Durch die Elastizität der Wolle fühlen sich die Schuhe schnell zu groß an, daher lieber eine Nummer kleiner bestellen. Stefan Mothes Preis: 99 Euro www.giesswein.com


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PRODUKTECKE

Fotos: Stefan Mothes,

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erade in der kälteren Jahreszeit macht ein guter Wanderschuh Freude und garantiert warme, trockene Füße und einen sicheren Tritt bei Streifzügen durch die Natur. Neben dem klassischen Wanderschuh gibt es jedoch auch Modelle, die mit speziellen Eigenschaften um die Gunst der Käufer buhlen. Um herauszufinden, ob und für wen sich alternative Konzepte eignen, haben wir zwei »Exoten« einem traditionellen Schuh gegenüber gestellt.

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PRODUKTECKE

Der Exot Hersteller: Hoka One One Modell: Tor Ultra Hi WP

Kurzbeschreibung: Mischung aus Wander- und Trailrunning-Schuh Die Firma Hoka One One hat sich in der Laufszene in den letzten Jahren einen guten Namen gemacht und ist mittlerweile besonders bei internationalen Triathlonveranstaltungen eine der meist gelaufenen Schuhmarken. Markant sind die Schuhe durch ihre dicke Sohlenkonstruktion und charakteristische Dämpfung. Der »Tor Ultra« ist einer von vier Modellen, die in Stiefelform auch den Wander- und Bergsportfreund ansprechen. Neben der weichen Dämpfung ist besonders das geringe Gewicht dieses Schuhs eine

Besonderheit. Dies macht ihn besonders für Käufer interessant, denen herkömmliche Trekkingstiefel zu schwer sind. Auch wenn der Tor Ultra sehr bullig wirkt, läuft er sich leicht und überzeugt durch eine weich abrollende Vibram-Sohle. Diese bietet einen guten Grip, ist jedoch in anspruchsvollerem Gelände aufgrund ihrer fehlenden Härte gewöhnungsbedürftig. Dafür kann man

mit diesem Schuh aber problemlos Laufeinheiten absolvieren, wofür normale Bergschuhe nicht geeignet sind. Der Schuh ist wasserdicht durch Verwendung einer eVent® Membran. Das Obermaterial aus Nubuk- bzw. Wildleder macht einen guten Eindruck, der jedoch durch die mittelmäßig verarbeiteten Nähte getrübt wird. Besonders im Zehenbereich sind die Schnürsenkel-Laschen so konzipiert, dass die dünnen Nähte relativ schnell aufgehen, dazu bedarf es keiner starken Fremdeinwirkung. Als Wanderschuh mit Laufeigenschaften (und umgekehrt) stellt er ein interessantes Konzept vor, der Preis dafür ist jedoch grenzwertig. Preis: 220 Euro www.hokaoneone.eu

Der Spezielle Hersteller: Icebug Modell: Detour BUGrip® GTX

Kurzbeschreibung: Trekkingstiefel mit Spikes Die schwedische Firma Icebug bietet eine breit gefächerte Palette an Outdoor-Schuhen, ist jedoch besonders durch ihre, mit Spikes ausgerüsteten, Winterstiefel bekannt geworden. Das Modell »Detour« stellt einen schnörkellosen, mittelhohen Stiefel dar, der neben den Spikes auch durch sein

Schnellschnürsystem auffällt. Dadurch lässt sich der Schuh schnell und gleichmäßig straffen und es gibt keine Schnürsenkel,

die herumbaumeln. Der Schuh trägt sich sehr angenehm und wer breitere Füße hat, wird sich über mehr Platz im Vorderfußbereich freuen. Die Abrolleigenschaften sind gut und ein vernünftiger Kompromiss zwischen Steifigkeit und Flexibilität. Schutz vor Regen, Matsch und Schnee bietet bei diesem Schuh die Gore-Tex Membran. Die Verarbeitung ist gut, allerdings birgt die Verwendung des Schnellschnürsystems unter Umständen die Gefahr der mechanischen Abnutzung bzw. der Beschädigung durch Fremdeinwirkung.


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PRODUKTECKE

Ein Austausch ist dann nicht so einfach wie der Kauf eines neuen Schnürsenkels. Die Spikes aus Hartmetall sind langlebiger als jede Sohle, hier muss man sich keine Gedanken machen. Auf Eis bieten sie bestmöglichen Grip und Sicherheit. Auf normalem Waldboden sind sie nicht spürbar und der Schuh läuft sich hier genauso gut wie »ohne«. Auf Asphalt verursachen

die Spikes jedoch Geräusche wie eine Frauengruppe mit Pfennigabsätzen. Das Modell von Icebug zielt auf die Winterzeit und Personen ab, die es sich nicht aussuchen können, ob sie bei rutschigen Bodenverhältnissen zu Hause bleiben. Dies kann berufsbedingt sein, aber auch dem Hund zu Liebe oder beim Schneeräumen. Preiswert ist der Schuh nicht, aber für die

Zielgruppe macht die Anschaffung Sinn. Ansonsten gibt es den Detour ohne Spikes für 50 Euro weniger. Preis: 229,95 Euro www.icebug.com

Der Klassiker Hersteller: Scarpa Modell: Kailash Trek GTX

Kurzbeschreibung: Klassischer Trekkingschuh aus Leder Was 1938 als kleine Schuhmanufaktur in einem idyllischen Bergort in NordItalien begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einer international geschätzten Outdoor-Marke entwickelt. Heute steht Scarpa nicht nur für Berg- und Kletterschuhe, sondern auch für Skistiefel, Lauf- und Freizeitschuhe. Scarpas »Kailash Trek« sieht auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so »traditionell« aus wie ein Bergstiefel aus einfarbigem braunem Leder, überzeugt aber mit seinen Eigenschaften auf ganzer Linie. Der Tragekomfort ist

überragend, genauso wie die Verarbeitung. Dies gilt für die Schnürung, die Nähte und die Verklebungen. Die verwendete VibramSohle besitzt die übliche Steifigkeit eines Bergschuhs, rollt aber trotzdem gut ab. Im Vorderfußbereich gibt es eine verstärkte Hartgummi-Ummantelung, falls man mit den Zehen irgendwo aneckt. Seine

wasserdichte Gore-Tex Membran hält den Kailash Trek trocken und bietet ein gutes Fußklima. Eine Verstärkung im Fersenbereich sorgt für guten Sitz, ohne auf die Achillessehne zu drücken. Sowohl im Flachland als auch im Gebirge macht der Schuh eine sehr gute Figur und bietet ein breites Einsatzspektrum. Für einen robusten Trekkingstiefel besitzt er ein moderates Gewicht. Für rund 200 Euro ist dieser technisch anspruchsvolle Schuh jeden Cent wert und verspricht eine Anschaffung, an der man viele Jahre Freude hat. Preis: 199,90 Euro www.scarpa-schuhe.de


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PRODUKTECKE

»Mann aus dem Eis«-Schauspieler Jürgen Vogel unterwegs auf dem COBOC ONE Berlin

E-Bike mit Tarnkappe Ästhetischer Minimalismus

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-Bikes bzw. Pedelecs sieht man mittlerweile an jeder Straßenecke. Wer Zweifel hat, ob die rüstige Rentnerin wirklich durch reine Muskelkraft so mühelos an einem vorbeizieht, braucht normalerweise nur einen kurzen Blick, um zu erkennen, was Sache ist. Ein überdimensioniertes Tretlager, auffällige Schalteinheiten am

Lenker und kastenförmige Akkus lassen schnell erkennen, um was für ein Bike es sich handelt. Dies stimmt jedoch nur bedingt. Mittlerweile gibt es auch puristische E-Bikes, die nicht nur wesentlich leichter sind, sondern ihre elektrische Verstärkung auch geschickt zu verbergen wissen. Hier geht es nicht nur um die Optik, sondern auch um den Nutzwert im Alltag. Dies erkennt jeder, der schon einmal sein E-Bike die S-BahnTreppen heraufgeschleppt hat oder sein Rad ohne Aufzug in die Wohnung im vierten Stock befördern wollte. Fünf bis acht Kilogramm können da schon kriegsentscheidend sein.

Für die Zielgruppe des urbanen Radfahrers, der auf edle, aber puristische Ästhetik steht, entwickelt das 2011 gegründete Unternehmen »Coboc« äußerst schicke E-Bikes mit einem gänzlich anderen Konzept. Hier steckt der Akku nicht in einem externen »Kasten«, sondern ist komplett im Unterrohr versteckt. Dies hat natürlich einen etwas größeren Umfang, ist jedoch immer noch dezent und unauffällig. Der Motor befindet sich bei Cobocs Modellen auch nicht im vorderen Tretlager, sondern in der Hinterachse, ähnlich einer Nabenschaltung. Sämtliche Kabel sind zumeist im Rahmen integriert und kaum sichtbar. Auch die notwendigen Bedienelemente sind – an der Unterseite des Oberrohrs

platziert – kaum sichtbar. Ein E-Bike mit Tarnkappe, welches noch dazu ein Fliegengewicht ist.

Antriebssystem Auch technisch haben die Bikes von Coboc eine Menge zu bieten. Mithilfe eines im Tretlager verbauten Innenlager-Sensors werden Kurbelbewegungen und das vom Fahrer aufgebrachte Drehmoment gemessen. Der Coboc-Controller wertet diese aus und steuert den elektrischen Nabenmotor entsprechend dieser Impulse an. Die Auswahlmöglichkeit von festgelegten Unterstützungsstufen wird somit fast überflüssig. Dennoch wird es laut Hersteller ab Frühjahr 2018 möglich sein, das Ansprechverhalten des Motors über eine App individuell


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PRODUKTECKE SEVEN Villette

ONE Brooklyn

und nach eigenen Vorzügen anzupassen. Die angebotenen Motoren sind für eine Durchschnittsleistung von 250 bzw. 500 Watt gut.

Akku Der Lithium Ionen Akku besteht aus Rundzellen von LG, wie sie z.B. auch in Tesla Elektroautos eingesetzt werden. Er hat eine Spannung von 36 Volt und eine Kapazität von 9,6 Ampere-Stunden. Er ist mit nur 2,7 kg einer der Leichtesten auf dem Markt. Außerdem hat er einen integrierten Freilauf, der dafür sorgt, dass der Motor nicht permanent mit dreht, was als Bremse wirken würde. Dadurch fährt sich das Bike im ausgeschalteten Zustand oder bei leerem Akku angenehm leichtgängig. Von der Kapazität her reicht er für

ONE Soho

rund 80 Kilometer. Versteckt im Unterrohr, ist der Akku vor jeder Witterung und Diebstahl geschützt. Zum Laden muss der Akku nicht herausgenommen werden. Allerdings heißt dies auch, dass das gesamte Fahrrad zur Ladestelle gebracht werden muss. Rad im Keller abstellen und Akku im Wohnzimmer aufladen ist somit nicht möglich. Ein kompletter Ladevorgang des Akkus von 0 auf 100 Prozent dauert rund zweieinhalb Stunden. Über die LED-Anzeige am Oberrohr lässt sich jederzeit der Ladestand ablesen.

Modelle & Preise Insgesamt acht Modelle bietet das Heidelberger Unternehmen an. Das leichteste und gleichzeitig auch minimalistischste Modell nennt sich »ONE Soho« und ist ein

13,7 kg leichtes Singlespeed im Retro-Look. Weniger spartanisch präsentieren sich hingegen Modelle wie das »SEVEN Vesterbro«, welches in diesem Fall komplett gemäß StVZO als Citybike ausgestattet ist. Mit 15,6 kg zählt es immer noch zu den E-Bike-Leichtgewichten. Preislich rangieren die Räder von 3.999 Euro bis 4.599 Euro. Die Coboc App ist kostenfrei. www.coboc.biz

Händlerübersicht im PULSTREIBERErscheinungsgebiet Tretmühle (Dresden & Radebeul) www.tretmuehle.de

Bringmeinrad (Leipzig) www.bringmeinrad.de

RadMitte (Magdeburg) www.radmitte.de

Rotor Bikes (Leipzig) www.rotorbikes.com

Fotos: Coboc GmbH & Co. KG

SEVEN Montreal


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PRODUKTECKE Bücher

Siege oder lerne

D

er Ire Conor McGregor ist nicht erst seit seinem Kampf gegen Floyd Mayweather der zurzeit bekannteste Kampfsportler der Welt. Der MMA-Kämpfer polarisiert durch sein Charisma und seine kämpferischen Fähigkeiten die Szene wie einstmals Muhammad Ali als Boxer. In »Siege oder lerne« erzählt sein Trainer & Mentor John Kavanagh über McGregors Anfänge, seine Trainingsphilosophie und seine Entwicklung zum Superstar. Das Ergebnis ist eine Mischung aus der Biographie zweier Personen (Kavanagh und McGregor) gewürzt mit einem Einblick in die Psyche eines Kämpfers und der Arbeit eines Trainers. Das Ganze ist

durchaus lesenswert, aber insgesamt weder Fisch noch Fleisch. Zu viele Fragen bleiben offen und keinem der beiden Teilbereiche (Lehrbuch, Biografie) kann der Titel gerecht werden. Obwohl die deutsche Übersetzung im Oktober 2017 erschienen ist, endet das Buch mit dem vorletzten MMA-Fight am 5. März 2016. Kein Nachwort. Keine Erwähnung des gewonnenen Rückkampfes gegen Nate Diaz. Keine Erwähnung des Mega-Fights gegen Floyd Mayweather, der fast eine Milliarde Dollar umgesetzt hat. Nichts. Zudem merkt man deutlich, dass die Übersetzer keine Ahnung von der Thematik hatten und sehr

lieblos zu Werke gegangen sind. Mal werden Kampftechniken im Englischen belassen, mal ins Deutsche übersetzt. Kampfbörsen werden falsch addiert und Gewichtsklassen falsch benannt. So geht das Federgewicht bis 666kg, »grappling skills« werden zu »Grifftechniken« und (die Krönung) ein »arm triangle choke« wird zum »ArmDreieckswürg«. Diese peinlichen Stilblüten sind eine Beleidigung für jeden Leser, ob Kampfsportler oder Fan. Das kann und hätte besser werden müssen. In der Form kann man das Buch trotz des großen Namens und vielversprechendem Titels nicht ernst nehmen. Stefan Mothes Siege oder lerne - Wie ich Conor McGregor zum MMA-Champion machte Autor: John Kavanagh Verlag: Riva Verlag ISBN: 978-3-7423-0464-3 Preis: 16,99 Euro

Ultimative Ausdauer

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hrer Ausdauer rennen (wortwörtlich) viele Sportler hinterher. Was aber, wenn trotz intensiver Trainingseinheiten die Erfolge ausbleiben? Damit beschäftigt sich das Buch »Ultimative Ausdauer«, indem es herkömmlich Ansätze hinterfragt und ein Konzept vorstellt, das Leistungssteigerungen wieder möglich macht und gleichzeitig sicher stellt, dass Überlastungserscheinungen vermieden werden. Das Konzept baut vom Training und der Ernährung darauf auf, den Körper dahingehend umzupolen, seine Energie

nicht mehr aus Kohlehydraten, sondern aus Fett zu beziehen. Dadurch ist der Sportler in der Lage eine weitaus ergiebigere Energiequelle zu nutzen und reduziert zudem auch seinen Körperfettanteil, was der Leistungsfähigkeit ebenfalls zuträglich ist. Sowohl der Ernährungsals auch der Trainingsteil sind verständlich und logisch erklärt. Auch gehen die Autoren auf das – bei Ausdauersportlern – oft vernachlässigte Krafttraining ein. Die Inhalte bahnbrechend zu nennen, wäre übertrieben, allerdings enthält der Titel sehr viel Wissenswertes und

liefert nützliche Denkanstöße. Die Verknüpfung von Ernährungsratgeber und Trainingsleitfaden ist dabei gut gelungen. Störend sind die vielen, farblich abgesetzten Infofelder, die sich teilweise über mehrere Seiten erstrecken und den Haupttext ohne Absatz unterbrechen. Zumeist wird hier bereits Erwähntes wiederholt oder es werden Erfolgsberichte bekannter Athleten aufgeführt. Über den Nutzwert dessen kann man streiten, das Buch als Ganzes ist jedoch ein gelungener Ratgeber, der sich wohlwollend aus der Masse der üblichen, standardisierten Trainingspläne abhebt. Stefan Mothes Ultimative Ausdauer Autoren: Mark Sisson, Brad Kearns Verlag: Narayana Verlag ISBN: 978-3-9465-6662-5 Preis: 29,80 Euro


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SZENE

Bushcrafting Ich bin draußen!

Fotos und Illustration: Stefan brock

den letzten Jahren eine Szene entwickelt, die immer weiter anwächst. Nicht zuletzt auch durch viele YouTube-Kanäle und TV-Sendungen, die sich mit dem Thema Bushcraft und Survival beschäftigen.

S

eine visuelle Handschrift prägt seit Beginn das Layout des Sportmagazins PULSTREIBER. Der freie Art Direktor Stefan Brock gestaltet seit 2008 unser Magazin, was mittlerweile in fünf Städten erscheint. Wenn er nicht gerade Bilder bearbeitet oder vor Grafikprogrammen sitzt, findet man ihn häufig in der Natur. Als Ausgleich zu seinem Job vor dem Bildschirm betreibt der gebürtige Dresdner ein Hobby, was sich möglichst weit weg von der digitalen Welt unserer Zeit entfernt – Bushcrafting. Wir

sprachen mit ihm und wollten mehr darüber wissen. Stefan, erzähl uns doch bitte mal, was man unter Bushcraft überhaupt versteht. Der Begriff an sich kommt aus dem englischen Sprachraum und bezeichnet weitestehend Wildnisfertigkeiten wie ein Feuer zu entfachen, sich eine Notunterkunft bauen zu können, Fährtenlesen, Pflanzenkunde bis hin zum Jagen, Fischen und Schnitzen. In unseren Breiten hat sich in

Geschnitzte Löffel und Kuksa-Tassen

Also heißt Bushcraft grob übersetzt Überleben in der Natur? Nein, nicht ganz. Wie alle Begriffe, die eine Szene umschreiben, gibt es auch hier dehnbare Definitionen. Aber das »Überleben in der Natur« trifft eher auf Survival zu, wo es darum geht aus einer Notsituation heraus mit entsprechenden Kenntnissen und wenigen Mitteln möglichst schnell wieder zurück in die Zivilisation zu finden und diese Fertigkeiten zu trainieren. Altmeister Rüdiger Nehberg, den wir ja auch schon im PULSTREIBER mit einem großen Interview zu Gast hatten, ist hierfür einer der bekanntesten Experten. Beim Bushcraften geht es dagegen darum, mit und in der Natur zu leben und es sich dabei so angenehm wie möglich zu machen. Und dies

Holz-Haken sind vielseitig verwendbar

bei jedem Wetter. Ich freue mich jedesmal wie ein Kind, wenn eine Tour oder ein mehrtätiges Camp ansteht und Schnee vorrausgesagt wird. Ob ich dafür nun teure Ausrüstung im Expeditionsstil besitze oder mit einfachen Mitteln Spaß habe, ist eigentlich ganz egal. Es gibt auch hier Anhänger beider Fraktionen. Die einen schlafen im neuesten 300-EuroSchlafsack und die anderen laufen in ihrer zehn Jahre alten Bundeswehrausrüstung herum und beschränken sich auf wenige Dinge, die sie mitnehmen. Die Liebe zur Natur und zum Draußensein zählt. Das wollte ich gerade sagen. Gab es das nicht alles schon einmal? Im Grunde genommen ist alles was zum Bushcraften gehört, Wissen, was sich der Mensch seit Jahrtausenden an Techniken in der Natur angeeignet hat, jedoch in der heutigen Zivilisation kaum noch praktiziert wird. Die Wenigsten entzünden Feuer mit dem Feuerstahl, dem Schlageisen oder dem Feuerbohrer. Wer schnitzt sich denn heute noch

Pfannenwender


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SZENE

Schlafplatz unter einem Tarp seine Kochlöffel selbst? Die Natur ist reich an essbaren Kräutern, Pilzen und Früchten. Gesündere Nahrung bekommt man in keinem Supermarkt. Diese Sachen baut man sich gern in seinen Speiseplan ein. Wer in das Thema Bushcraften eintaucht, wird recht schnell den intensiven Kontakt zur Natur schätzen und lieben. Die Achtsamkeit und der Blickwinkel auf viele Dinge ändern sich. Wir sind so verwöhnt in unserem trockenen Zuhause. Warmes Wasser aus der Wand und Strom in jedem Raum, Heizung und bequemes Bett, täglicher Konsum und eine unendliche Informationsflut, die über uns wegrollt wie ein Tsunami - für uns alles selbstverständlich. Besonders letzteres kann sehr belastend werden. Der besondere Reiz besteht darin, sich eine Auszeit von unserer »Zuvielisation« zu nehmen,

Aus einem Stück Birkenholz wird...

Eine schwedische Nacht in der Hängematte.

sich an einfachen Dingen zu erfreuen. Draußen geht es nur noch um Feuer machen, Essen zubereiten, Beschäftigung und Schlafen. Herrlich! Außerdem schmeckt es draußen sowieso am besten! (lacht) Gehört Wandern oder Bergsteigen auch dazu? Ein Wanderer oder ein Kletterer ist nicht automatisch gleich ein Bushcrafter, aber Bushcrafter wandern häufig, manche klettern auch. Kommt es dem Wanderer mehr auf die Strecke und die Kilometer an, fokussiert sich der Bushcrafter eher auf die ausgiebige Rast und das Lagern. Er zelebriert das regelrecht. Aber egal wie man es auch bezeichnen möchte - Waldläufer, Naturbursche, Outdoorfreak - es geht um das Draußensein, das manchmal nur ein paar Stunden, aber auch mal längere Zeit dauern kann, und darum seine

...der neue Stiel für eine Axt.

Fertigkeiten dort auszubauen und auszuleben. Was fasziniert dich daran? Es bilden sich wie in jeder Szene Freundschaften und Communities, heute natürlich viel schneller als es früher möglich war. Damals war man einfach mit dem Kumpel draußen, hat sich Limo und etwas zu essen mitgenommen, wenn man was erleben oder angeln gehen wollte. Es gibt das Sprichwort »Glück ist nur echt, wenn man es teilt«. In der heutigen Zeit treten Gleichgesinnte von überall her in Kontakt, tauschen sich aus und lernen dazu. Ich habe in den letzten Jahren wunderbare Menschen kennen gelernt, denen ich ohne Bushcraft nie begegnet wäre und die ticken alle ähnlich wie ich, lieben die Natur und das Draußensein. Da spürt man über

die gemeinsamen Interessen eine tiefe Verbindung, die von gegenseitigem Respekt und Freundschaft geprägt ist. Aber auch allein lässt sich das Hobby hervorragend betreiben. Eine Nacht unter freiem Himmel, in der Hängematte oder unter dem Tarp können so gut tun. Man genießt es, am Feuer zu sitzen, zu schnitzen, sich etwas zu kochen, Tiere zu beobachten und die umliegende Natur kennenzulernen. Meine Aufmerksamkeit hat sich sehr verändert. Wenn ich heute in den Wald gehe, wandere ich nicht nur meinen Weg, sondern schaue links und rechts nach allen möglichen Dingen. Ich bleibe stehen und lausche den Vögeln, sammle mit meiner Frau Wildkräuter und beobachte, was alles so am Waldboden oder auf der Wiese wächst. Ich ernte Kienspan als Zunder oder nehme auch mal ein Stück Holz

Ein alter verrosteter Axtkopf wurde geschliffen und aufbereitet.


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SZENE

Selbst hergestelltes Char Cloth aus Baumwollstoff mit aufgefangenen Funken zum Schnitzen mit. Vielleicht wird daraus mein neuer Axtstiel. Wo bist du denn da unterwegs? Das Schöne daran ist, dass man nicht weit weg fahren muss. Kanada, Patagonien und Alaska sind zwar ein Traum, aber auch vor der eigenen Haustür kann ich meine kleinen Abenteuer erleben. Sicher fehlt bei uns in Deutschland die vergleichbare Weite und Wildnis, aber im Harz, im Thüringer Wald, im Erzgebirge oder der Sächsischen Schweiz haben wir sensationelle Wälder ganz in der Nähe. Selbst im Stadtwald um die Ecke kann

Dreibeiniger Küchenplatz

Entspannung am Feuer...

man entspannen. Solange man sich an die Regeln hält, gibt es auch keinen Ärger. Du sprichst es an, hierzulande gibt es strenge Gesetze was Feuermachen und Zelten angeht? Das stimmt. Auf der einen Seite ist das auch gut so, denn sonst würden viele Wälder vermüllt werden und es käme öfter zu Waldbränden. Gerade uns geht es ja auch darum, die Natur zu erhalten und so schonend wie möglich zu nutzen. Da nehme ich auch schon mal fremden Müll aus dem Wald mit und

...und bei einer Tasse Kaffee

bin teilweise entsetzt, wie manche Leute mit der Natur umgehen. Nach dem letzten Himmelfahrtwochenende habe ich auf einem Gipfel in der Sächsischen Schweiz einen dreibeinigen Rundgrill vorgefunden. Unglaublich. Bushcrafter sind das mit Sicherheit nicht gewesen. Hier gilt die Regel: Hinterlasse alles so wie du es vorgefunden hast. Bushcraft-Treffen finden meist auf privatem Gelände statt, auf denen es Feuerstellen gibt. Wenn man unterwegs ist, macht man sich sein Wasser für den Kaffee mit dem Gaskocher heiß oder nutzt öffentliche

Kochen und Braten ist immer ein Thema

Grillstellen. Gerade beim Thema Feuer kann man nicht vorsichtig genug sein und sollte die Gesetze beachten. Das Übernachten ist eine gesetzliche Grauzone, die immer weiter aufweicht. Wildes Zelten ist verboten, eine Nacht im Freien wird aber vielerorts geduldet. Nicht zuletzt entstehen auch immer mehr öffentliche Biwakstellen und Hütten in den hiesigen Wandergebieten. Im Internet findet man allein zu diesem Thema einige hilfreiche Informationen. Und womit beschäftigt man sich draußen? Jeder entspannt oder beschäftigt sich anders. Das richtet sich nach den Interessen und Neigungen. Wem das Schnitzen nicht liegt, fertigt vielleicht andere Sachen an. Ich kenne viele Leute, die ihre Kleidung selbst nähen oder Taschen, Beutel und Behältnisse herstellen. Manche bauen sich Sitzgelegenheiten oder fertigen ihr eigenes Werkzeug wie Messer und Äxte. Ich persönlich zeichne viel, aber das ist schon sehr speziell. Darüber hinaus werden diese Dinge natürlich auch daheim weiter gelebt. Dann stellen Leute mit gesammelter Rinde und Harz Birkenpech her, das als wasserfester Kleber und Dichtmittel genutzt wird, schleifen ihre Werkzeuge,


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SZENE

Info Stefan Brock Stefan Brock arbeitet seit dem Jahr 2000 als selbstständiger Grafikdesigner, Art Director und Illustrator. Der Dresdner ist dabei besonders auf die Sportbranche spezialisiert und ist unter anderem verantwortlich für das Erscheinungsbild und Layout des Sportmagazins PULSTREIBER. Als Ausgleich

Auf Spurensuche im Wolfsgebiet

Der Tag im Camp neigt sich dem Ende, natürlich am Lagerfeuer.

bereiten mit Bienenwachs und Paraffin Imprägnierwachs selbst zu oder dörren Fleisch als Proviant für die nächste Tour. Wo bekommt man noch mehr Infos her, wenn man sich dafür interessiert? Mittlerweile gibt es zum Thema Bushcraft einige Literatur. Im Internet und in den Sozialen Netzwerken finden sich unzählige Informationen, einfach mal bei YouTube schauen. Zum anderen bieten Wildnispädagogen Kurse an, in denen man Feuermachen, Unterkunft bauen, Tierspuren lesen usw. erlernen kann. Leider hat sich unsere Gesellschaft immer weiter von der Natur entfernt. Als Kind war ich fast täglich draußen an der frischen Luft, obwohl ich in der Stadt aufgewachsen bin. Heute hocken doch die meisten Kids nur noch zu Hause vor ihrem Smartphone. Gerade sie

müsste man für die Natur und Mutter Erde wieder begeistern. Da werden 14 Tage Schwedenurlaub in einer einsamen Hütte ohne WLAN zur echten Herausforderung für Kinder und Eltern. Wer dann die nötigen Bushcraft-Fertigkeiten besitzt und seine Sprösslinge damit begeistern kann, hat gute Karten zu überleben und das ist dann schon fast Survival. (lacht) Interview Carolin Mühle

Behältnisse und Anhänger

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widmet er sich der Kunst mit Stift und Pinsel. Inspiriert von Natur und Bushcrafting bringt er seine Leidenschaft für die Wildnis aufs Papier. Mehr davon findet sich auf:

www.instagram.com/stefan_dt_brock www.da-ko-ma.com


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AUSFLUGSTIPP Anzeige

Auspowern am Fichtelberg

M

it 1.215 Metern ist der Fichtelberg, direkt an der Grenze zur Karlsbader Region gelegen, die höchste Erhebung in Sachsen Sachsen. Gemeinsam mit dem nahe gelegenen Klínovec (Keilberg) auf tschechischer Seite bildet der Fichtelberg das bedeutendste Wintersportzentrum des Erzgebirges. Das Skigebiet am Fichtelberg bietet Wintersportfreunden zahlreiche freizeitsportliche Aktivitäten.

Egal ob Anfänger oder Profi, Groß oder Klein. Die Pisten sind dafür in vier Schwierigkeitsgrade unterteilt. Für die Beförderung stehen

Skigebiet verfügt auch über eine Flutlichtpiste für Nachtski. Schneesicherheit und Pistenqualität werden durch moderne Beschneiungsanlagen

Alpine Pisten Auf 15,5 Kilometern finden Skiliebhaber am Fichtelberg alles, was das Herz begehrt.

ausdrucken oder auf einem mobilen Endgerät abspeichern. An den Kassen kann man es dann gegen einen gültigen Skipass einlösen. Dank der Zusammenarbeit von »Native Snowsports« und der Fichtelberg Schwebebahn gibt es in dieser Saison erstmals auch einen der größten Snowparks in Deutschland. Dieser bietet für Skifahrer und Snowboarder zahlreiche Hindernisse, Boxen, Schanzen und Rails.

Eis- & Sportarena eine Seilschwebebahn, eine Vierersesselbahn und vier Schlepplifte zur Verfügung. Das zentral bei Oberwiesenthal gelegene

und Pistenfahrzeuge garantiert. Wer seine Zeit nicht mit Anstehen vergeuden möchte, der kann mit dem „1215Pass“ online einen Skipass buchen und Treuepunkte sammeln. Das Onlineticket kann man entweder

Die ehemalige Natureisbahn am Fuße des Fichtelberges wurde bereits 2016 von Natureis auf Kunsteis umgerüstet. Was im Sommer ein Fußball- & Volleyballfeld, ist im Winter eine Kunsteisbahn mit einer Fläche von 30 x 30 m. Schlittschuhe können natürlich vor Ort ausgeliehen werden und auch für


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Fotos: Fichtelberg Schwebebahn Kurort Oberwiesenthal FSB GmbH

AUSFLUGSTIPP

Speise und Trank ist gesorgt. Unter Flutlicht kann zur Eisdisco bis 21 Uhr gelaufen werden.

Rodelstrecken Die Naturrodelstrecke am Fichtelberg hat eine Länge von 1.740 Metern. Sie kann mit der Schwebebahn, dem Vierersessellift oder mit dem Auto erreicht werden. Der Start dieser wunderbaren Rodelstrecke befindet sich direkt auf dem Fichtelbergplateau hinter dem Fichtelberghaus. Hinab geht es durch den dichten Fichtenbestand des Fichtelberggebietes mit flachen und auch steilen Kurven. Für die etwas kleineren Urlaubsgäste kann der Rodelhang unterhalb der »Panorama Hotels« mit einer Länge von 160m genutzt werden.

Loipen Rund um den Fichtelberg wird auch Skilanglauf

großgeschrieben. Hierfür stehen den Besuchern über 75 Kilometer an Loipen sowie verschiedene Ski- & Winterwanderwege bereit. Die Loipen werden unterteilt in Langlaufloipen, die klassisch oder im Freistil präpariert werden sowie in Skiwanderwege. Manche Loipen wie z. B. die Höhenloipen können bis Anfang April genutzt werden. Die Eliteloipe in der Ski Arena wird sogar maschinell beschneit, um bis ins Frühjahr optimale Bedingungen zu bieten.

Besucherinfos Fichtelberg Schwebebahn Kurort Oberwiesenthal FSB GmbH Vierenstraße 10, 09484 Kurort Oberwiesenthal Tel.: 037348 – 12761 Der Skibetrieb geht täglich von 9 bis 16:30 Uhr, Nachtski am Haupthang von 16:30 bis 21 Uhr. Die Fichtelberg Schwebebahn fährt täglich von 9 bis 17 Uhr zu jeder vollen viertel Stunde oder nach Bedarf. Letzter Skitag ist der 1. April 2018.

www.fichtelberg-ski.de www.1215pass.de


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REISEN

Fotos: Peter Kiefer, AT-Reisen

Uganda


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REISEN Anzeige

AT REISEN GmbH - Erlebnisse Weltweit! Helenenstraße 14 - 04279 Leipzig www.at-reisen.de

Zu Besuch bei »Regenmacher« Ruwenzori

Ein Reisebericht von Peter Kiefer

N

ach einer kurzen Nacht sitze ich im Auto und fahre durch eine wunderschöne grüne Landschaft, immer dem Westen entgegen. Ich passiere viele kleine Ortschaften, die mit ihren freundlichen Bewohnern und den zahlreichen Obst- und Gemüseständen zum Schlendern einladen. Die Temperatur liegt bei angenehmen 28°C. Bis zu meiner Unterkunft in Fort Portal ist es noch ein ganzes Stück zu fahren. Ein Lächeln breitet sich über mein Gesicht aus, ich freue mich auf die kommenden Tage. Mein geliebtes Afrika hat mich wieder… Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von abenteuerlustigen Reisenden wollen wir in den nächsten Tagen eine Trekkingtour im Ruwenzori Gebirge unternehmen und dabei den dritthöchsten Berg Afrikas, die Margherita Spitze, besteigen. Bereits zum zweiten Mal nehme ich den Gipfel in Angriff. Im Jahr 2005 durfte ich schon einmal den Berg über den wunderschönen Central Circuit erklimmen. Dieses Mal soll es über eine andere, recht neue Route, den Kilembe Trail, zur Spitze gehen. Die Route ist angeblich noch schöner – ich bin gespannt. Am frühen Morgen geht es auf in das kleine Örtchen Kilembe. Hier treffen wir unsere Trekkingmannschaft bestehend aus Trägern, Köchen und Guides, die uns die kommenden neun Tage begleiten werden. Wir erhalten eine ausführliche Einweisung und können es kaum erwarten, endlich zu starten. Den Berg haben wir bis dahin leider noch nicht gesehen. Er ist im starken Dunst und hinter Wolken verborgen. Nicht umsonst wird das Ruwenzori Gebirge auch als »Der Regenmacher« bezeichnet.

Das Trekkingabenteuer beginnt Nun geht es endlich los. Von Beginn an ist die Landschaft eine Augenweide. Wir bewegen uns durch dichten Regenwald, überqueren reißende Flüsse sowie Hängebrücken und durchwandern eine Landschaft wie aus dem Film »Tarzan«. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die Anstrengung beim Anstieg kommt man gerade auf der ersten Etappe ziemlich ins Schwitzen. Der Körper stellt sich aber schnell auf Bewegung um und das tut gut. Nach ca. 800 Höhenmetern erreichen wir die erste Hütte – Sine Camp auf 2.580 m. Alle Hütten sind mit Doppelstockbetten ausgestattet und bieten einen angenehmen Komfort. Wie auch bei anderen Trekkingtouren kocht das Team für uns und serviert neben einer leckeren Suppe auch eine köstliche warme Mahlzeit. Bevor wir alle ab 20:30 Uhr die Bettruhe genießen, bekommen wir beim abendlichen Briefing die Anweisung, ab dem nächsten Tag nur noch Gummistiefel zu tragen. Dies ist auch unbedingt nötig, denn dort, wo es fast täglich regnet und kein Asphalt vorhanden ist, sind die Wege demensprechend nass und schlammig. Aber nur aufgrund der Nässe und Feuchtigkeit konnte sich die traumhaft üppige Vegetation entwickeln. Dies ist auch einer der Gründe dafür, eine Tour im Ruwenzori Gebirge zu unternehmen. Nur ca. 900 Gäste bereisen jährlich diesen Park, den Gipfel erklimmen jedes Jahr etwa 400 Gäste.


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REISEN

festzuhalten. Unsere Pausen müssen wir im Stehen verbringen, da man sich aufgrund der Nässe nicht hinsetzen kann, auch wenn das Gras noch so grün und weich aussieht. Neben der »Schlammtechnik« müssen wir uns auch noch auf die stetig wachsende Höhe einstellen und unser Tempo gleichmäßig langsam regulieren. Ziel ist es, so wenig wie möglich Kraft zu verlieren und nicht Höhenkrank zu werden.

AT REISEN GmbH - Erlebnisse Weltweit! Helenenstraße 14 - 04279 Leipzig www.at-reisen.de Matsch, Gummistiefel & mystische Märchenlandschaft Ab jetzt müssen wir uns stetig auf den Weg konzentrieren. Unsere Guides gehen vornweg. Bei ihnen sieht alles ganz leicht aus, sie scheinen regelrecht über den Schlamm »zu fliegen«. Wir dagegen sinken immer tiefer in den Matsch ein. Zwischendurch balancieren wir über Bretter und Äste, die teilweise sehr glitschig sind. Hat man das Pech, sich auf dem Holz nicht mehr halten zu können, versinkt man wadentief im Schlamm. Und dort wird der Gummistiefel förmlich angesaugt und man muss etwas kämpfen, um den Fuß mit dem Stiefel wieder heraus zu bekommen. Um uns herum baut sich ein Märchenwald auf und dicke Moospolster ummanteln die Äste wie flauschige Kissen. Lange Bartflechten schaukeln im Wind und Nebelschwaden ziehen vorbei. Kleine Regenschauer begleiten uns täglich. Nach weiteren 900 Höhenmetern und einer Wanderung von ca. sieben Stunden erreichen wir das zweite Camp Mutinda. Auch hier erwarten uns neue Hütten. Den Folgetag meistern wir ebenfalls gut, werden wir doch nun immer besser im »Schlammlaufen«. Auch die überall wachsenden Elefanten-Grasbüschel, die den Namen ihrer mächtigen Größe verdanken, werden von uns mit guter Balance in die Wegführung einbezogen. Wir laufen nun durch einen Garten von Lobelien und Senezien, die als Solitärpflanzen aus dem Sumpf bis zu fünf Meter hoch wachsen. Es ist ein Traum! Ich bleibe oft stehen, genieße die traumhafte Landschaft und versuche mit meiner Kamera alles in Bildern

Über Pässe, durch Täler und Senezien Wälder Das Bugata Camp erwartet uns auf etwas über 4.000 m Höhe inmitten einer grandiosen Felslandschaft. Zu unserer freudigen Überraschung gibt es hier oben sogar einen kleinen Ofen. Auch wenn das feuchte Holz nicht so gut brennt, ist die Wärme eine Wohltat und trocknet zudem unsere nasse Kleidung. Dazu bekommen wir wieder ein leckeres Essen und einen warmen Tee. Gestärkt geht es nun über den Bamwanjara Pass auf 4.450 m Höhe. Regen und dichte Wolken hüllen uns am Pass ein und wir steigen zügig durch einen Senezien Wald in ein wunderschönes Tal ab. Hier kommt auch wieder die Sonne etwas heraus. Wir sind jetzt auf der Westseite des Gebirges und können bis zu den Siedlungen im Kongo schauen. Vom Kongo aus wäre eine Besteigung ebenfalls möglich, allerdings ist hier die politische Lage etwas schwieriger. Trotz dessen ist Kongo für uns der Sinnbegriff für das schwarze und mystische Afrika. Endlich erreichen wir das Camp 4, Butawa, traumhaft gelegen mit Blick ins Tal und zum Mt. Baker sowie zum Stanley Massiv. Abends wird es nun richtig kalt – wir sind alle froh, ganz schnell in unsere Schlafsäcke zu kommen. Nach einer erholsamen Nacht mit etwa zehn Stunden Schlaf, gehen unsere Blicke nun öfters zu den ab und an herauslugenden Spitzen des Stanley Massivs. Doch wir müssen uns noch etwas in Geduld üben. Beim Marsch zum Kitandara See wird es nochmals richtig schlammig. Dafür liegt der See in einer traumhaften Landschaft. Ab hier kenne ich den Weg, denn am See kreuzt der Central Rundweg unsere Kilembe Route. Es geht weiter stetig bergauf bis zum Scott Elliot Pass, unterwegs teilweise durch undurchdringlichen Senezien Bestand. Am Pass werden wir von dichtem Nebel und einer absoluten Stille eingehüllt. Die gebotene Langsamkeit lässt den Gedanken freien Lauf. Am Nachmittag erreichen wir das in den Felsen gelegene Margherita Camp auf 4.485 m Höhe. Nun frischt der Wind auf und es schneit. Auch das ist Afrika, nicht nur glühende Hitze und Wildtiere in der Savanne. Es ist der letzte Abend vor dem Gipfelanstieg. Kurz vor dem Abendessen bekommen wir nochmals eine kleine Anleitung für die Benutzung der Fixseile. Unsere Guides checken zudem die Bergausrüstung. Die ganze Gruppe ist aufgeregt und ich bin sehr gespannt, wie weit der Gletscher im Vergleich zu meiner ersten Tour zurückgegangen ist und welche Strecke morgen zum Gipfel genommen wird.

Der Gipfel ruft Wir starten noch in der Nacht um 4 Uhr. Die Bedingungen sind alles andere als optimal, denn der Fels ist mit einer dünnen


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REISEN

Eisschicht überzogen und das Laufen wird zum Balanceakt. Nach ca. zwei Stunden und 40 Minuten erreichen wir die Gletscherzunge. Diese hatten wir damals bereits nach eineinhalb Stunden erreicht. Man merkt auch hier: die Gletscher schrumpfen rapide. Wir legen die Steigeisen an und steigen steil in drei Seilschaften über diesen ersten Gletscher. Danach folgt ein Ab- und Aufstieg über eine Felskante, ehe es auf das obere Gletscherfeld geht, welches uns in Richtig Gipfel führt. Links schaut nun aus den Wolkenfetzen die Alexandra Spitze heraus, rechts sind einmalig schöne Eisformationen zu sehen, welche vom Wind geformt worden sind. Ein letztes Felsstück und dann ist es geschafft. Erschöpft stehen wir auf der tief vereisten Margherita Spitze auf 5.109 m!

Boden ist hier fast trocken und gibt unseren normalen Laufstil frei. Nach dem Austragen aus dem Parkbuch wandern wir durch den Ort Kilembe, vorbei an Schulen und am Fußballplatz mit Kühen zum Trekkers Hostel. Hier erwartet uns nicht nur unser Fahrer, sondern auch ein kühles Bier. Bei der gemeinsamen Abschlussfeier mit unseren Trägern, Köchen und Guides werden die Urkunden an die Gäste überreicht. Als perfekten Abschluss dieser Uganda Reise lockt nun noch eine individuelle Safari durch die Nationalparks Ugandas, wo Gorillas, Schimpansen oder auch die typisch Ostafrikanische Savanne mit einmaligen Tierbegegnungen lockt. Mein Fazit zum Ende der Reise: eine anstrengende, aber traumhaft schöne Bergtour abseits des Massentourismus. Der Kilembe Trail ist dabei für mich eine etwas schönere Alternative zum bekannten Central Circuit. Mit einer guten konditionellen Vorbereitung kann ich dieses einmalige Gebirge mit der extremen Pflanzenvielfalt einfach nur wärmstens empfehlen.

Glücklich und erschöpft zurück ins Tal www.at-reisen.de Es ist ziemlich kalt und so machen wir uns schnell auf den Rückweg. Auch der Abstieg erfordert höchste Konzentration. Der Nebel ist nun aufgerissen und wir sehen unsere Wegstrecke. In unserer Schlafhütte stärken wir uns kurz, bevor wir direkt weiter bis zum Butawa Camp absteigen. Eigentlich sind alle hundemüde und möchten nur noch schlafen. Aber es ist wichtig weiter abzusteigen, da man sich in geringerer Höhe besser erholt. Endlich im Butawa Camp eingetroffen, brennt bereits der Ofen, um uns zu wärmen, bevor wir in einen tiefen Schlaf fallen. Mit frischen Kräften steigen wir nun weiter über eine neue Strecke ab. Auch diese ist wieder sehr schlammig, aber die Landschaft ringsherum entschädigt für alles. Via dem Kopello und dem Bugata Seen geht es weiter zum Bugata Camp. Auch hier fängt es wieder an zu regnen. Der weitere Abstieg führt nun über den Olive Pass am Mt. Weissmann vorbei sowie an kleinen Flüssen, Felssteilwänden und Wasserfällen entlang. Nun wird es langsam wieder wärmer, ab und an hören wir Sunbird Vögel zwitschern. Wir passieren das Kiharo Camp im Bergregenwald und der Weg ist nur zu erahnen. Wir springen und hüpfen, taumeln, rutschen und wanken – der Schlamm raubt einem manchmal die Nerven. Trotzdem, die Landschaft ringsherum ist mystisch und wunderschön. Die Kamera steht bei mir seit Beginn der Tour nicht still, denn so eine traumhafte Landschaft sieht man nur hier. Erschöpft erreichen wir am Nachmittag das Samalira Camp auf 3.170 m. Bunte Turaco Vögel fliegen um uns herum und die Wolkenschauspiele sind beeindruckend. So beschließen wir den letzten Abend am Berg und freuen uns auf die Zivilisation.

Abschlussfeier und Fazit Der restliche Abstieg über ca. drei Stunden ist zwar steil, aber der


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PS-WELT

VW Iltis

Der Wegbereiter VW Iltis (Zivilausführung) Motor: 4-Zylinder Ottomotor Leistung: 75 PS Hubraum: 1.714 ccm Maximales Drehmoment: 135 Nm Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 22,1 Sek. Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h Antrieb: Zuschaltbarer Allrad Leergewicht: 1.409 kg Damaliger Verkaufspreis: rund 37.000 Mark


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PS-WELT

Die Ära des VW Iltis begann in den späten 60er Jahren. Zu dieser Zeit war die Bundeswehr auf der Suche nach einem geländegängigen Nachfolger für den damaligen »Munga« (»MehrzweckUNiversal-Geländewagen mit Allradantrieb«), der von der damaligen Auto Union produziert wurde. Volkswagen, bis dahin unerfahren in der Produktion

von Geländewagen, wollte sich diesen Prestige-Auftrag nicht entgehen lassen und entwickelte die ersten Prototypen, die letzten Endes das Militär überzeugten. 1978 begann unter Ägide der VolkswagenTochter Audi in Ingolstadt die Produktion des kantigen Geländewagens, der bis 1988 vom Band lief. Interessanterweise diente der VW Iltis als Inspiration für die Entwicklung der Quattro-Antriebe von Audi, die mittlerweile Markenzeichen des Automobilbauers sind. Rund 9.000 Stück des Iltis wurden für das Militär gebaut, im zivilen Bereich konnte der Iltis mit gerade einmal 600 verkauften Modellen jedoch kaum punkten. Immerhin kostete das spartanische Gefährt fast genauso viel wie drei VW Golf. Verbrauch und Leistung waren auch in jener Zeit für Privatkunden nicht ganz zeitgemäß. Angeboten wurde der Iltis in zwei Motorvarianten, dem 75 PS Benziner und dem 70 PS Turbodiesel. Beide Modelle verfügten über Hinterradantrieb, der Vorderradantrieb war zuschaltbar. Die Differentialsperre konnte manuell eingeschalten, die vordere Achse jedoch nur bei eingeschaltetem Allradantrieb gesperrt werden. Der Iltis verfügte über vier Vorwärtsgänge sowie je einen Rückwärtsund Geländevorwärtsgang. Dieser konnte nur bei zugeschaltetem Vorderachsantrieb (also Allradantrieb) eingelegt werden.

In der Praxis empfahl sich zumeist der Allradantrieb, da das recht hochbeinige Fahrzeug bei reinem Heckantrieb in Kurven doch sehr instabil war. Spritzig war Volkswagens erster Geländewagen nie, auch der Benzinverbrauch entsprach kaum den Fahrleistungen. Dafür war und ist der Iltis robust und geländegängig wie kein Zweiter. Ungewöhnlich für ein Fahrzeug mit Motor im Frontbereich war übrigens, dass der Iltis mehr Gewicht auf der Vorder- als auf der Hinterachse hatte (vorne 689 kg, hinten 720 kg). Zivil- und Militärversion unterschieden sich neben kleinen Dingen vor allem durch das Material der Seitenscheiben (Zivil: Glas, Militär: Plastik) und die Betriebsspannung des Bordnetzes (Zivil: 12 Volt, Militär: 24 Volt). Über Schönheit kann man streiten. Selbst für einen Offroader sieht der olivgrüne Iltis mit seiner markant langen Schnauze sehr martialisch aus. Bildlich gesprochen wie eine Kreuzung aus Radpanzer und Krokodil. Neben Karosserieform und Farbe deuten auch das Reserverad und der Benzinkanister am Heck auf seine militärische Herkunft hin. Mit heruntergeklapptem Verdeck und ausgebauten Seitentüren wird er im Handumdrehen zum »Cabrio«. Zudem lässt sich auch die Frontscheibe herunterklappen, dann gibt es jedoch auch bei geringen Geschwindigkeiten ordentlich Gegenwind.

Fotos: Stefan Mothes

W

aren es in der Vergangenheit stets Fahrzeuge, die mit viel PS und Hubraum glänzten, widmet sich der aktuelle Fahrbericht diesmal einem Modell, welches durchaus ein Wegbereiter im Bereich geländegängiger Zivilfahrzeuge ist und zu Recht ein wenig Kultstatus genießt.


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PS-WELT

Auch der Überrollbügel und die Türkette (bei ausgebauten Seitentüren) untermauern Herkunft und Einsatzweck. Spartanisch geht es auch im Innenraum zu. Ein großes Lenkrad, ein knüppelartiger Schaltknauf, Tacho, die notwendigsten Schalter, das war´s. Als kleines Zugeständnis besitzt der Iltis ein Handschuhfach und ein Radio (bzw. einen Radioschacht). Kopfstützen und Gurte sind ebenfalls vorhanden. Zeit, dem Iltis im Fahrbetrieb auf den Zahn zu fühlen. Der kleine, wassergekühlte Vierzylinder macht Lärm wie ein Großer,

braucht aber ordentlich Drehzahl, um in die Gänge zu kommen. Die Werksangabe von 135 km/h traut man ihm kaum zu. Schließlich sorgt die robuste Bauweise von rund 1,4 Tonnen für ordentliches Gewicht und windschnittig ist er wie eine Schrankwand. Ein üppiger Verbrauch von 12 bis 15 Litern ist das Resultat. Das Tankvolumen von 80 Litern garantiert zumindest eine gute Reichweite, weitere 20 Liter fasst der Reservekanister, der am Heck angebracht ist. Den eckigen Blechkübel zu fahren, ist nichts für Schwächlinge. Alleine die Lenkung erfordert ordentlich

Kraft in den Armen und auch die Federung ist alles andere als komfortabel. So wird man im Gelände auf den Sitzen (Modell Omas alter Fernsehsessel) ordentlich durchgeschüttelt. Einen Bremskraftverstärker für die Trommelbremsen sucht man ebenfalls vergeblich. Aufgrund der hochbeinigen Bauweise sollte man mit dem Wagen nicht zu schnell in die Kurven gehen oder hohe Steigungen quer zum Hang befahren. Wer dies missachtet, wird den »Elchtest« nicht bestehen. Trotzdem ist der VW Iltis im Gelände eine Macht. Wo moderne SUVs die Hufe strecken, pflügt der Iltis munter durch


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PS-WELT

die Pampa und macht auch vor kleinen Bächen, Schneewehen, steilen Hängen und ebenso steilen Abfahren nicht halt. Durch die zuschaltbaren Differenzialsperren, den kurzen Radstand und die hohe Bodenfreiheit ist das urwüchsige Monstrum ein Geländewagen, der seinen Namen wirklich verdient und gerne auch mal auf nur drei Rädern ein Hindernis überwindet. Gewöhnungsbedürftig ist das Fahren auf alle Fälle. Für Anfänger ist der Wagen definitiv kein Spaß. Wer sich heute noch einen VW Iltis

anschaffen möchte, wird dies sicherlich nicht tun, um im Sommer im »Cabrio-Modus« aufzufallen (auch wenn dies natürlich seinen Reiz hat). Jäger, Waldbesitzer und erfahrene Schrauber werden in ihm eher ein robustes Nutzfahrzeug, gleichermaßen auch Männerspielzeug, sehen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Auswahl überschaubar und um die 10.000 Euro sind für ein gut gepflegtes Modell fällig. Auch für unter 5.000 Euro lassen sich Schnäppchen machen, aber dieselbe Summe kann man noch einmal einplanen, um den Iltis ordentlich in Schuss zu bringen. Aufgrund

des Alters ist zumindest die Anmeldung als Oldtimer etwas, was die laufenden Kosten drückt. Stefan Mothes

Mehr aus der Serie: www.pulstreiber.de unter Menüpunkt »Unterwegs« / »Fahrberichte« Chevrolet Camaro

Jaguar F-Type S AWD Coupè

Mansory Carbonado Apertos

Dodge Viper SRT

Corvette C1

Nissan GT-R

Porsche 911 GT3 Cup

Bentley Continental Supersports


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TERMINE

Fr

Motorrad Messe Leipzig Dennis Jansen auf dem Driftrike

Foto: TWIN Veranstaltungs GmbH

Messe Hightech auf zwei Rädern, ein sportbegeistertes Publikum und das moderne Leipziger Messegelände - diese Mischung gibt der führenden ostdeutschen Motorradmesse das unverwechselbare Flair. Über 200 Aussteller und bis zu 50.000 Besucher werden zur 23. Internationalen Leipziger Motorradmesse erwartet. Sie bekommen einen großen Überblick der neuesten Motorradmodelle der führenden Hersteller. Aber auch Zubehör und Bekleidung in großer Auswahl wartet auf die Zweiradfans. Zum Saisonstart 2018 wird das attraktive Showprogramm, das mehrmals täglich gezeigt wird, weiter aufgewertet. Die atemberaubende Monster-Trial-Show hat ihre Premiere mit einem neuen Programm und neuer Besetzung. Der »Globe of Speed« verspricht ebenfalls eine Überraschung. Im Außenbereich wird es neben den SuperMoto Rennvorführungen (jetzt auch schon ab Freitag) ganz neu die fette Drift & Stunt Show von Dennis Janssen geben. Auf der großen Bühne zeigen attraktive Modelle bei der Modenschau die neusten Bekleidungstrends und Sport-Stars stehen Rede und Antwort. Besonderes Highlight: Live-Vorführungen von Radwechseln bei

einem Endurance-Motorrad. Eine neue Präsentation der »Cafe-Racer« schafft mehr Platz und mehr Übersicht für die heißesten Umbauten der Saison.

werden. Kinder & Jugendliche (unter 16) erhalten freien Eintritt. Motorrad Messe Leipzig Freitag, 2. bis Sonntag, 4. Februar 2018

Unverändert bleiben 2018 die Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr, auch die Eintrittspreise bleiben stabil. Im Vorverkauf können Tickets online zum ermäßigten Preis gebucht

täglich von 9 bis 18 Uhr Leipziger Messe, Messeallee 1, 04356 Leipzig www.zweiradmessen.de

So

4

Februar

Foto: Shutterstock

Football, Fußball, LiveActs und leckere Burger Sportsbar Du bist ein anspruchsvoller Sportfan und möchtest dir die spannendsten Spiele am liebsten in der passenden Atmosphäre ansehen? Im »Champions – The American Sportsbar« flimmern alle wichtigen Fußballspiele und Sportevents bestens sichtbar über 19 Bildschirme. Mit oder auch ohne Fußball gibt es hier zudem die besten Burger der Stadt. Neben den Bratklopskreationen, die sich regulär auf der Karte finden, wird zudem regelmäßig der »Burger des Monats« ausgerufen. Unter dem Motto »Make Some Noise« treten jeden zweiten Samstag Livebands aus Leipzig auf. Sportliches Highlight zum Jahresanfang ist die große Superbowlparty. Am Sonntag, den 4. Februar überträgt die Sportsbar eines der größten Sportevents weltweit. Für alle American-Football-Fans werden weiterhin immer sonntags die aktuellen Spiele der NFL live übertragen. Die Champions Bar befindet sich direkt in der Leipziger Innenstadt und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Haltestelle Leipzig Hauptbahnhof) oder mit dem Auto (Tiefgarage Leipzig Marriott Hotel) erreichbar.

2

Februar

Champions - The American Sports Bar Brühl 33, 04109 Leipzig

Öffnungszeiten:

Tel.: 0341 – 9653800

Montag bis Freitag 18 bis 1 Uhr

www.leipzigmarriott.de

Samstag und Sonntag 15 bis 1 Uhr


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Die Sparkassen-Challenge 2018 Ein Rückblick Nach insgesamt 18 spannenden Wettkampfstationen standen im November die Sieger(innen) der SparkassenChallenge 2017 fest. Erstmals konnte dabei eine sehr sportliche Familie in allen vier Wertungsklassen Podiumsplätze und attraktive Deka-Fondsprämien in Höhe von 750, 500 und 250 Euro für die jeweils drei Erstplatzierten abräumen. Wie zu erwarten führte auch 2017 kein Weg an Kathrin Bogen vorbei. Mit einer Durchschnittsplatzierung von 1,25 aus den acht Wertungswettkämpfen war die ChallengeSeriensiegerin in der Wertungsklasse Frauen Masters (ab 36 Jahre) erneut das Maß aller Dinge. Aber auch Tochter Bianca Bogen zeigte herausragende Leistungen und dominierte ganz im Stil der Mama mit dem Traumwert von 1,25 die Wertungsklasse Frauen Elite (bis 35 Jahre). Newcomer Rico Bogen stürmte in seiner Premierensaison auf Platz 2 der Männer Elite. Papa Gregor Bogen schließlich komplettierte das Erfolgsquartett mit Platz 3 bei den Männern Masters. Garant für Topplatzierungen bei der SparkassenChallenge war erneut auch Anja-Regina Sing. Mit einer Durchschnittsplatzierung von 1,88 wiederholte sie in ihrer Premierensaison bei den Frauen Masters ihren zweiten Platz aus der Elite-Wertung (bis 35 Jahre) des Vorjahres und bewies dabei große Vielseitigkeit. Bis auf die 7-Seen-Wanderung und die Sparkassen-CrossLights war die Athletin bei allen Wettkämpfen am Start. Die Vorjahreszweite Leila Künzel sicherte sich Platz 3. Bei den Frauen Elite erkämpfte Maja Kaminski, die im vergangenen Jahr bei zwei Wettkämpfen erstmals Challenge-Luft geschnuppert hatte, hinter Bianca Bogen Platz 2. Sina Ströher, im Vorjahr noch auf Platz 5 der Gesamtwertung, gelang mit Platz 3 ebenfalls der Sprung auf das Podium. Hochspannung herrschte über das gesamte Jahr in der Wertungsklasse Männer Masters, wo gleich neun Athleten die Höchstzahl von acht Wettkämpfen in die Jahreswertung einbrachten. Die Leistungsdichte

ist in dieser Wertungsklasse enorm. Mit Marc Werner (Gold), Henri Leuschner (Silber) und Gregor Bogen (Bronze) Sparkassen-Challenge entsprach das Siegerpodest am Ende aber exakt dem Vorjahr. Topakteur bei der Männer Elite war erneut Alexander Martin. Der erneut stark auftrumpfende Robin Espenhayn belegte hinter Rico Bogen Platz 3. Die Siegerehrung zur Sparkassen-Challenge 2017 findet traditionell wieder am 27. Januar 2018 beim 27. Ball des Sports im großen Saal des Congress Centers Leipzig statt. Mit der Challenge ins neue Jahr Mit dem 43. Sparkassen-Neujahrslauf starteten die Leipzigerinnen und Leipziger am 1. Januar wieder sportlich ins neue Jahr. Der Neujahrslauf ist zugleich Auftakt für die Sparkassen-Challenge 2018. Erstmals um Wertungspunkte geht es dann am 11. März 2018 bei der siebten Auflage des Cross-Duathlons „Sparkassen-bike & run“ am Auensee. „Viel Gelände“ gibt es zwei Wochen später auch beim 23. Sparkassen-Handicaplauf an der Leipziger Mühlwiese. Bei diesem Frühjahrs-Crosslauf ermitteln die Veranstalter aus den Faktoren Alter, Größe, Gewicht und Geschlecht ein persönliches Zeithandicap, das für spannende Aufholjagden rund um den Rosentalhügel sorgt. Registrieren können sich Interessierte auf der Homepage der Sparkassen-Challenge. Wer an möglichst vielen Challenge-Wettkämpfen teilnimmt, hat die Chance, zum Champion aufzusteigen. Seine Ergebnisse kann jeder Teilnehmer online verfolgen. Am Ende werden die acht besten Platzierungen aus den einzelnen Wettbewerben addiert und die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler jeder Wertungsklasse ermittelt. www.sparkassen-challenge.de

Die Events der Sparkassen Challenge 2018 im Überblick Sparkassen-Neujahrslauf 1. Januar 2018 www.sparkassen-neujahrslauf.de Sparkassen-Handicaplauf 25. März 2018 www.sparkassen-handicaplauf.de 7-Seen-Wanderung presented by Sparkasse 4. - 6. Mai 2018 www.7seen-wanderung.de Sparkassen-Rolandlauf 27. Mai 2018 www.sparkassen-rolandlauf.de Sparkassen-Seelauf 3. Juni 2018 www.sparkassen-seelauf.de Sparkassen-Triathlon am Störmthaler See 17. Juni 2018 www.sparkassen-triday.de Sparkassen-Sonnenwendlauf 22. Juni 2018 www.sparkassen-sonnenwendlauf.de Sparkassen-swim & run 8. Juli 2018 www.sparkassen-swim-run.de Sparkassen-TNT Schildau 28. Juli 2018 www.sparkassen-tnt.de Sparkassen-Tauchscher Stadtlauf 24. August 2018 www.sparkassen-tauchscher-stadtlauf.de Sparkassen-Kriterium 2. September 2018 www.sparkassen-kriterium.de Sparkassen-HeideRadCup 16. September 2018 www.sparkassen-heideradcup.de Sparkassen-neuseen mountainbike cup 23. September 2018 www.sparkassen-nmc.de Sparkassen-CROSS DE LUXE 29. - 30. September 2018 www.sparkassen-crossdeluxe.de Sparkassen-paddle & run 3. Oktober 2018 www.sparkassen-paddle-run.de Sparkassen-Teichelauf 7. Oktober 2018 www.sparkassen-teichelauf.de Sparkassen-Leipziger Südraum-Marathon 20. Oktober 2018 www.sparkassen-leipziger-suedraummarathon.de

Foto: Larasch.de

Sparkassen-CrossLights Oktober 2018 (genauer Termin noch offen) www.sparkassen-crosslights.de Sparkassen-Treppensprint 10. November 2018 www.sparkassen-treppensprint.de

Der Sparkassen-Duathlon BIKE & RUN 2017

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TERMINE

Die Leichtathletik-EM in Berlin Deutschlands größte Leichtathletik Mit Riesenschritten und unaufhaltsam nähert sich die größte Sportveranstaltung Deutschlands im Jahre 2018. Die Vorbereitungen auf die 24. Leichtathletik-Europameisterschaften, die vom 7. bis 12. August im Berliner Olympiastadion und auf den Straßen der Hauptstadt stattfinden, laufen auf Hochtouren. Schon jetzt ist bei allen Beteiligten die Vorfreude zu spüren. Vor allem die deutschen Athletinnen und Athleten fiebern »ihrer« Heim-EM entgegen. Insgesamt

1.600 Teilnehmer aus über 50 Nationen kämpfen in 48 Disziplinen um Gold, Silber oder Bronze. Berlin 2018 erwartet jeden Abend mindestens 50.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion. Eingebettet sind die Leichtathletik-Europameisterschaften in die European Championships, einem neuen MultiSport-Event, das alle vier Jahre die bereits bestehenden und größten kontinentalen Europameisterschaften zusammenbringt. Vom 2. bis 12. August 2018 werden die European Championships im schottischen Glasgow ausgetragen. In den Sportarten Schwimmen, Radsport,

Kunstturnen, Rudern, Golf und Triathlon werden dort die europäischen Champions ermittelt. In Deutschland sind die European Championships in ARD und ZDF zu sehen. Die Wettkämpfe im Berliner Olympiastadion werden zur Prime Time von 18.30 bis 22 Uhr übertragen.

Interaktiver Zeitplan In der Vorbereitung der LeichtathletikEuropameisterschaften wurden neue Wege beschritten: Damit Besucher und Medien den Durchblick behalten, entwickelte Berlin 2018 einen interaktiven Zeitplan, der es ermöglicht, sich intuitiv und spielerisch einen perfekten Überblick über Tag »Q« und die sechs Wettkampftage


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TERMINE Di

August

Fotos: Berlin Leichtathletik-EM 2018 GmbH

Sportveranstaltung 2018

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Eine tolle Kulisse ist im Berliner Olympiastadion garantiert.

mit den jeweiligen Disziplinen zu verschaffen. Die Besonderheit beim Qualifikationstag »Q« ist, dass der Eintritt ins Berliner Olympiastadion frei ist. Zuschauer können ab 16.05 Uhr die Qualifikationen im Hammerwurf (Männer) und Weitsprung (Männer) sowie die ersten Qualifikationsrunden im 100 Meter-Lauf (Männer und Frauen) und 400 Meter Hürden (Männer) live erleben und sich auf die folgenden sechs Wettkampftage einstimmen.

Europäische Meile Auf dem Breitscheidplatz im Herzen Berlins soll mit dem Sport-Kultur-Entertainment-Programm »Europäische Meile« die Leichtathletik aus dem Stadion direkt in die Stadt getragen werden. Für sieben Tage entsteht in der Berliner City-West eine einzigartige, architektonische Landschaft, in der sich Start und Ziel der Straßenwettbewerbe befinden. Highlight ist eine Kultur-Arena für knapp 3.000 Zuschauer mit einer großen Showbühne, auf der am Abend die Medaillenzeremonie abgehalten werden soll.

Gruppenangebote und Tickets Berlin 2018, die Leichtathletik-EM, lässt sich mit der gesamten Familie, Freunden, Kollegen oder im Kreise der Vereinskameraden erleben. Auf der VeranstaltungsWebseite finden sich alle relevanten Informationen für die Vorbereitung des Aufenthalts in der pulsierenden Sportmetropole Berlin. Der Veranstalter unterstützt zudem Busreiseveranstalter, Schulen und weitere Institutionen bei der Reiseplanung und Kataloggestaltung. Tickets sind online erhältlich, telefonisch unter 01806 - 9990002018 (20 Cent pro Verbindung aus dem Festnetz, max. 60 Cent für Verbindung aus dem Mobilfunknetz) sowie an allen Ticketmaster-Vorverkaufsstellen. Erhältlich sind Einzeltickets, Mehrkampftickets sowie Dauerkarten. Ermäßigte Tickets sind erhältlich für Einzel- und Kombitickets. Diese gelten für Schüler, Studenten, Azubis, Menschen mit Behinderung, ALGII-Empfänger, Rentner sowie Kampfrichter und Übungsleiter des Deutschen Leichtathletik Verbandes. Kinder bis einschließlich 6 Jahre erhalten freien Einlass ohne Sitzplatzberechtigung.

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Leichtathletik-Europameisterschaft 2018 7. bis 12. August 2018 Olympiastadion, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin Tickethotline: 01806 – 9990002018 (kostenpflichtig) www.berlin2018.info


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WOHNUNGEN

TERMINE

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ARKE T S R Ü F TYPEN

www.wg-unitas.de www.facebook.com/wgunitas

kostenlose Servicenummer:

0800 94 86 482


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IMPRESSUM

IMPRESSUM PULSTREIBER Leipzig & Umland Herausgeber Stefan Mothes Herausgebender Verlag von Schellbach & Mothes - Agentur und Verlag Inhaber: Stefan Mothes Boderitzer Straße 91, 01217 Dresden Tel.: 0351 - 44039895 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, Übernahme in elektronische Datenverarbeitungsanlagen, Verwendung zu Werbezwecken sowie Benutzung der Eintragungen für gewerbliche Adressveräußerungen sind untersagt. Für unverlangt eingesandte Produktmuster, Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Erscheinungsweise PULSTREIBER erscheint kostenfrei im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter in Leipzig & Umland. Auflage 20.000 Exemplare pro Ausgabe Chefredaktion Stefan Mothes (V.i.S.d.P.), Tel.: 0351 - 44039895, leipzig@pulstreiber.de Anzeigen Stefan Mothes, Tel.: 0351 - 44039895 Art Direction Stefan Brock | der treibstoff - Designstudio Boderitzer Straße 91, 01217 Dresden Tel.: 0351 - 4764770 www.dertreibstoff.de Verteilung Gangart Werbung GmbH Erich-Zeigner-Allee 64, 04229 Leipzig Tel.: 0341 - 46346140 www.gangart-werbung.de Druck siblog – Gesellschaft für Dialogmarketing, Fulfillment & Lettershop mbH Großenhainer Str. 99, 01127 Dresden www.siblog.de Fotos Namentlich nicht aufgeführte Fotos wurden vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Pulstreiber im Web www.pulstreiber.de www.facebook.com/pulstreiber


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PULSTREIBER Leipzig Ausgabe 34 - Winter 2017  

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