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42 | PULSTREIBER MAG WINTER 2016

REISEN

AT REISEN GmbH - Erlebnisse Weltweit! Helenenstraße 14 - 04279 Leipzig www.at-reisen.de glücklich über diese erste anstrengende, aber wunderschöne Wanderung bissen wir in die, von unserem Guide organisierten, frischen Melonen und stiegen in die Busse, um zum Gästehaus in Rudbarak zu fahren, wo wir die Nacht verbringen sollten. Am nächsten Tag machten wir uns per Kleinbus auf zum 4.850 m hohen Alam-Kuh, dem zweithöchsten Berg des Iran. Nach der Überfahrt durch eine tolle und abwechslungsreiche Landschaft erreichten wir unser Ziel am Fuße des Berges, warteten auf Muli-Lastentiere, die unser Gepäck tragen sollten und machten uns auf, unser »Basislager« am Fuße des AlamKuhs in malerischer Umgebung aufzuschlagen. Unser Guide und seine Frau überraschten uns an jedem der folgenden Tage, die wir im Zeltlager verbringen sollten, mit selbst zubereiteten kulinarischen Köstlichkeiten der persischen Küche. Gestärkt vom guten Essen und ausreichend an die Höhe akklimatisiert, machten wir uns am nächsten Tag schließlich auf, den zweithöchsten Gipfel Irans zu stürmen. Über traumhafte, duftende Wiesen und teils steile Hängen gelangten wir nach sieben Stunden auf den Gipfel und genossen die traumhafte Aussicht. Der Alam-Kuh steht in ca. 80 Kilometer Luftlinie entfernt zum Damavand – vom Gipfel des Alam-Kuhs aus kann man bei klarer Sicht den »König des Orients« deutlich erkennen. Nach den obligatorischen Gipfelfotos unserer zweiten Eroberung machten wir uns an den Abstieg und erreichten am Abend wieder völlig erschöpft, aber beseelt von den traumhaften Eindrücken unser Lager, wo bereits eine köstliche Mahlzeit zur Stärkung auf uns wartete. Nun hatten wir zwei Tage Pause bis zum nächsten Gipfelsturm. Nun war es erst einmal an der Zeit, eine Bade- und Erholungspause am Kaspischen Meer einzulegen, bevor wir den König des Orients in Angriff nahmen. Nach der Überfahrt übernachteten wir in einem gepflegten Gästehaus bei einer freundlichen iranischen Familie am Fuße des Damavands und brachen am nächsten Tag auf, um das erste Etappenziel, die Bargah-Sevon-Schutzhütte auf der Flanke des Damavands in 4.200 m Höhe zu erreichen. So langsam machte sich bei allen die Vorfreude und zugleich Anspannung breit. Mitten in der Nacht machten wir uns startklar. Mit Stirnlampen für die ersten

Stunden des Marsches, genügend Proviant und wahnsinniger Lust auf diesen Berg legten wir los. Die Aussicht während des Aufstiegs war grandios und wir stoppten von Zeit zu Zeit, um sie genießen und einen Happen zur Stärkung zu nehmen. Gegen 11 Uhr vormittags erreichten wir schließlich den Gipfel. Er kündigte sich bereits ein ganzes Stück unterhalb des Gipfels durch den charakteristischen Schwefel- »Duft« an. Für ca. eine halbe Stunde genossen wir das Gefühl, den König des Orients bezwungen zu haben, rasteten auf dem Gipfel und schossen so manches Erinnerungsfoto und gratulierten uns gegenseitig zum erreichten Erfolg. Mit dem Damavand endete unsere iranische »Berg-Trilogie« und wir freuten uns auf die bevorstehende Woche die ganz im Zeichen des persischen Kulturerbes sowie der Kunst und Kultur stehen sollte. Zurück in Teheran verabschiedeten wir uns von unserem engagierten Guide und flogen am nächsten Tag gemeinsam von Teheran nach Shiraz, der Kulturmetropole und Heimat der persischen Dichterikone Hafis. Wir wurden empfangen von unserem neuen Guide, der uns die persische Kulturgeschichte auf den Rundgängen und Besichtigungen während der nächsten Tage im Detail erklärte und näher bringen sollte. Die Stadt Shiraz liegt in einer grünen Oase und ist von Parks und Grünanlagen umgeben. Im iranischen Volksmund wird sie auch die »Stadt der Liebe, der Rosen und der Nachtigallen« genannt. Wir besichtigten die wunderschönen Gärten von Eram und Naranjestan, den Hauptbasar von Shiraz, diverse architektonisch sehr reizvolle Moschee-Bauten sowie die berühmte Zitadelle mit ihren mächtigen Wehrmauern und -türmen. Natürlich durften auch die Mausoleen der weltberühmten persischen Dichter, Hafez und Saadi nicht im Programm fehlen. Nach Shiraz ging es zur UNESCO-Weltkulturerbestätte nach Persepolis, der Residenz- und Hauptstadt des antiken Perserreichs - ein atemberaubender Ort an dem man die Geschichte förmlich atmet. Es war faszinierend, die Historie und Geschichte dieses bedeutenden Ortes von unserem versierten Guide aus »erster« Hand erläutert zu bekommen, denn viele Details, z.B. der Inschriften und Verzierungen, bleiben dem normalen Touristen verborgen, während man auf einer professionellen Führung diese genau erklärt bekommt und regelrecht »eintaucht« in eine Kultur, die zu ihrer Blütezeit die

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PULSTREIBER Leipzig Ausgabe 30 - Winter 2016  

Winter-Ausgabe des Leipziger Sportmagazins PULSTREIBER

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