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16 | PULSTREIBER MAG WINTER 2016

INTERVIEW

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ls Schwimmerin war sie ein Ass und konnte bei zwei paralympischen Spielen eine Medaille erringen. Danach sollte eigentlich Schluss sein, aber die gebürtige Dresdnerin wollte es noch einmal wissen und begann eine neue leistungssportliche Karriere auf dem Handbike. Im aktuellen PULSTREIBER-Interview verrät sie uns, wie sie diese Umstellung schaffen konnte, wie sie Olympiasiegerin wurde, welche Anforderungen ihr Sport stellt, was die Spiele ihr bedeuten und auf welche skurrile Weise ihre hart erkämpfte Goldmedaille in fremde Hände geriet.

Durch einen bösartigen Nerventumor hast du als Fünfjährige dein rechtes Bein verloren. Hast du das in diesem Alter als Behinderung empfunden oder dich schnell in die neue Welt eingefunden? Ich kam von Anfang an sehr gut mit meiner Behinderung klar. Meine Freunde und Familie standen immer hinter mir. Ich denke, dass ich auch schon von Kindesbein an ein positiv denkender Mensch war und immer versucht habe, das Beste aus allem zu machen. Außerdem bin ich der Meinung, dass man immer an das denken sollte, was man kann und

Fotos: Privat, Sunrise Medical, Roger Günther, Imago

Bis zum Hals in Eiswürfeln: Wim Hof bei einem spektakulären Rekordversuch.

nicht, was man nicht mehr kann! Konntest du danach überhaupt Sport treiben? Warum hast du dich später nicht für etwas interessiert, bei dem körperliche Einschränkungen keine Rolle spielen wie z.B. Schach? Im Schulsport konnte ich einige Dinge mitmachen, andere nicht. Teilweise wurde ich freigestellt, um zum Schwimmtraining gehen zu können. Die Trainer dort haben mich dann bewertet. Warum sollte man es davon abhängig machen, ob man eine Behinderung hat,

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PULSTREIBER Leipzig Ausgabe 30 - Winter 2016  

Winter-Ausgabe des Leipziger Sportmagazins PULSTREIBER

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