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PULSTREIBER MAG Frühjahr 2017

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TRAINING

Mit dem Isokinator lassen sich unterschiedliche Muskelgruppen effektiv trainieren.

vor dem Körper von oben nach unten und wieder zurück bewegt. Dies erlaubt eine wesentlich umfassendere Kontraktion der Muskelfasern als eine rein statische Übung in festgelegter Position. maßgeblich. Ohne Messbarkeit wäre dies, wie wenn man mit einer Hantel trainiert, deren Gewicht man nicht kennt. Nach sechs Trainingseinheiten mit dem Isokinator war ich von der Wirkung recht angetan. Bizeps und Brustmuskulatur reagierten mit mehr Härte und Definition auf das Training. Nicht spektakulär, aber doch spürbar. Spürbar war die Belastung ebenso in anderen Bereichen, hauptsächlich auch durch die ungewohnte Belastung. Mit schweren Kniebeugen und Klimmzügen kann das isometrische Training jedoch nicht ganz mithalten, aber diese Übungen sind auch nicht jedermanns Sache. Gefallen hat mir vor allem, dass die Übungen nicht komplett statisch sind, sondern meist nur ein Bereich unter Spannung gehalten wird, während ein anderer Teil sich bewegt. Im Beispiel der Brustübung werden z.B. die Arme unter Zug überkreuzt (also maximale Spannung in der Brustmitte) und dann

Vor- und Nachteile Da der Isokinator sehr kompakt ist, kann man ihn überall mit hinnehmen und recht schnell eine Trainingseinheit absolvieren. Das Prinzip des isometrischen Trainings setzt er sehr gut um. Für die Kräftigung und den Muskelaufbau ist er geeignet. Die vorgestellten Übungen sind gut gewählt und vermeiden muskuläre Dysbalancen. Das Training ist gelenkschonend, eine Überlastung von Sehnen und Muskulatur ist schwer möglich. Daher kann der Isokinator von Jung und Alt, Mann und Frau, unabhängig des Trainingstandes benutzt werden. Auch nach Verletzungen ist er eine gute Wahl bzw. eine Option, wenn bestimmte Übungen aufgrund von Beschwerden eine Zeitlang nicht ausgeübt werden können (z.B. kein Bankdrücken bei

Ellenbogenschmerzen). Eins sollte man jedoch nicht vergessen: Kraft ist immer an eine bestimmte Bewegung gebunden. Ein kräftiger Muskel nützt nichts, wenn er nicht in der auszuübenden Bewegung stark ist. Hier spielen auch die Übertragung von Reizen und die Motorik bzw. Koordination eine Rolle. Dazu muss ich aber die entsprechenden Bewegungen ausüben und den Muskel über seinen kompletten Bewegungsspielraum dynamisch belasten. Nur so entsteht eine funktionelle Kraft. Für das Muskelwachstum ist dies zwar irrelevant, aber schöne Muskeln sollten nicht vor Beweglichkeit und Mobilität stehen. Trotzdem ist der Isokinator ein nicht zu verachtendes Trainingsgerät und besonders für Vertreter von Ausdauerund Geschicklichkeitssportarten ein sehr nützliches Instrument zur allgemeinen Kräftigung, die bei der eigentlichen Sportart zu kurz kommt. Wer bereits Kraftsport betreibt, kann das isometrische Training als Abwechslung nutzen und so Bereiche trainieren, die beim Hanteltraining so nicht direkt angesprochen werden und damit für neue Wachstumsreize sorgen. In Verbindung mit einem allgemeinen, abwechslungsreichen Sportprogramm entfaltet der Isokinator seine beste Wirkung – dies gilt für Anfänger wie auch Fortgeschrittene. Stefan Mothes

Produkthinweis Der Isokinator wird von der KoelbelTrainingsforschung produziert und ist in mehreren Ausführungen erhältlich, die sich hauptsächlich in dem maximal möglichen Widerstand unterscheidet. In der ClassicVersion kostet er 175 Euro. Der Hersteller bietet 30 Tage eine Geld-Zurück-Garantie an.

www.isokinator.com

PULSTREIBER Dresden Ausgabe 39 - Frühling 2017  

Frühlings-Ausgabe des Dresdner Sportmagazins PULSTREIBER

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