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PULSTREIBER MAG Frühjahr 2017

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INTERVIEW

Videodreh in Argentinien: Die verlassene Stadt Epecuen bietet ein spektakuläres Ambiente.

habe, ist meist auch schon ein Konzept da und ich habe manchmal auch schon den passenden Soundtrack parat. Mein Team hilft mir dann dabei, daraus ein Drehbuch und einen Ablaufplan zu generieren. Was ist deine Erfolgsformel? Aufs Rad bezogen: Üben, üben und nochmals üben. Ich habe mehr als zwei Jahrzehnte auf dem Bike verbracht, um dort

zu stehen, wo ich heute bin. Ich trainiere jedoch nicht im herkömmlichen Sinne. Ich versuche nur, so viel wie möglich zu fahren. In Bezug auf meine Videos, versuche ich immer, mir Szenen einfallen zu lassen, mit denen sich jeder identifizieren kann. In »Wee Day Out«, meinem zuletzt veröffentlichten Clip, gibt es eine Szene, in der ich durch einen tiefen Tümpel fahre. Als Kinder haben wir doch alle oft vor einer Pfütze

gestanden und wollten hineinspringen, ohne zu wissen, wie tief sie eigentlich ist. Diese freudige Erwartung vor dem Sprung kann jeder nachvollziehen. Nur in meinem Fall verschluckt mich der Tümpel, da er wirklich ungewöhnlich tief ist! In meinen Augen sind das Konzept und die Story der Schlüssel zum Erfolg jedes Videos. Aber auch die Musik spielt eine wichtige Rolle. Und natürlich der »Banger«, also der spektakulärste Stunt in jedem Video. Was ist die Botschaft hinter deiner Arbeit? Ich möchte meine Ideen zum Ausdruck bringen und den Zuschauern die Welt aus einer anderen Perspektive zeigen. Wie findest du die passende Location für deine Projekte? Jedes Projekt führt mich auf die Suche nach einen neuen Ort. Ich halte Augen und Ohren immer offen und betrachte mir die Umgebung in Hinblick auf mögliche Tricks, die dort möglich sind. Ich liebe es, an einzigartigen Orten zu drehen. Zum Beispiel 2014 in »Epecuen« in Argentien.

PULSTREIBER Dresden Ausgabe 39 - Frühling 2017  

Frühlings-Ausgabe des Dresdner Sportmagazins PULSTREIBER

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