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William Nonog und das Ph채nomen der Geistchirurgie

Basler Psi Verein


Inhaltsverzeichnis 1. 2.

Was ist Geistheilung? 1.1 Geistheilung auf den Philippinen 1.2 Verschiedene Formen von Eingriffen 1.3 Das Verhältnis der Heiler zur Schulmedizin

3.

Die Heiler und ihre Weltanschauung 3.1 Notwendigkeit von blutigen Operationen? 3.2 Magischer Ort Philippinen

4.

Erklärungsversuche

5.

Einige Beispiele von Geistchirurgen 5.1 Juan Blance 5.2 Josephine Sison 5.3 Juanito Flores

Geschichte der Logurgie 2.1 Leben von Eleuterio Tertes

6. Der philippinische Heiler William Nonog 6.1 Behandlungen in der Schweiz 6.2 Behandlungen auf den Philippinen 6.3 William’s Mantra und Gebet 6.4 Rückmeldungen von Patienten 6.4.1 Maiko 6.4.2 Aldo Bonato 7. 8.

Gesundheit und Glücklichsein Quellen


1. Was ist Geistheilung? Das Geistige Heilen steht im Spannungsfeld von sensationsheischender Berichterstattung über

“Wunderheiler” in Boulevard-Medien einerseits und pauschaler Ablehnung und Verurteilung von Seiten gewisser medizinischer und wissenschaftlicher Kreise anderseits. Generell lässt sich aber bei uns in der Schweiz feststellen, dass das Interesse an geistigen Heilweisen zunimmt; sowohl in der breiten Öffentlichkeit wie auch in medizinischen und kirchlichen Kreisen. Geistiges Heilen ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Verfahren, bei denen keinerlei therapeutische Mittel eingesetzt werden, die nach gegenwärtigem medizinischem Erkenntnisstand wirksam sein könnten. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist dieses Phänomen bisher nicht erklärbar. Geistheiler gehen, ganz allgemein ausgedrückt, in der Regel von einem Konzept aus, das „Kranksein“ als einen Zustand der Disharmonie von Körper, Seele und Geist betrachtet. Ihre Bemühungen richten sich darauf, den Leidenden zu helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Es gibt ein grosses Spektrum an verschiedenen Heilmethoden. Die älteste und bis heute verbreitetste Form ist das Handauflegen. Dabei bringt der Heiler seine geöffneten Hände in unmittelbare Nähe des Behandelten. Einige Heiler berühren dabei ihre Patienten, andere halten sie in einer gewissen Distanz und gleiten in mehreren Zentimetern Abstand über den Körper ihrer Patienten. Manche Heiler erklären, damit würden sie „Heilenergien“ in den Körper leiten; andere sagen, sie befreien auf diese Weise den gestörten „Energiefluss“ des Patienten von „Blockaden“; wieder andere behaupten, dass sie dadurch „krank machende Energien“ aus dem Körper „herausziehen“ können. In gewissen Traditionen, wie im britischen Spiritualismus, bitten die Heiler Gott oder ihre geistigen Helfer, als Kanal für göttliche Energie dienen zu dürfen und lassen ihre Hände einfach auf den Schultern oder am Rücken des Patienten ruhen. Es gibt auch einige aktivere Formen des Handauflegens, die wir als energetische Verfahren bezeichnen können. Dazu gehören Reiki, Qi Gong und viele weitere mehr. Weit verbreitet ist auch die Fernheilung, bei der Heiler und Patient räumlich voneinander getrennt sind. Es scheint dabei keine Rolle zu spielen, ob die Entfernung nur ein paar Meter oder Tausende von Kilometern beträgt. Um solche Behandlungen durchzuführen, genügen den meisten Fernheilern der Name des Kranken oder ein Foto von ihm. Eine weitere Heilmethode ist das sogenannte Gebetsheilen oder Gesundbeten. Die meisten Geistheiler verstehen sich als Werkzeuge Gottes. Durch die Kraft des religiösen Glaubens, dank göttlicher Gnade und Allmacht, sollen Kranke genesen können.


In schamanischen Traditionen versetzt sich der Heiler in einen ekstatischen Bewusstseinszustand, in dem seine Seele den Körper verlässt und in andere Welten reist - oder von „Geistern“ in Besitz genommen werden kann. Aus deren Informationen und Hinweisen schöpft er angeblich die Kraft, Erkrankungen zu erkennen und zu beseitigen. Schamanische Heilrituale beinhalten eine Vielfalt von Methoden: der Einsatz des Gebets und der Anrufung, Orakeltechniken und symbolischen Handlungen. Viele Heiler verstehen sich als „Medium“, das heisst als Mittler zwischen dem Diesseits und der geistigen Welt. Sie überlassen sich in Trance oder Halbtrance geistigen Helfern oder Führern, von deren Wissen und Kräften sie sich geführt wähnen. Die spektakulärste Form der mediuminen Trance ist die sogenannte Trancechirurgie, die vor allem in Brasilien und in anderer Form auf den Philippinen vorkommt. In Brasilien nehmen die Heiler, fast immer medizinische Laien, regelrechte Operationen vor. Diese sind durch unzählige Filmaufnahmen dokumentiert. Die Patienten bleiben gewöhnlich bei vollem Bewusstsein und empfinden trotzdem meist keine oder bloss leichte Schmerzen, obwohl weder Anästhetika noch Hypnose eingesetzt werden. Die philippinische Ausformung dieses spektakulären und umstrittenen Phänomens wird oft Logurgie genannt. In dieser Dokumentation beschränken wir uns auf die philippinischen Heiler und im Speziellen auf William Nonog, den wir mittlerweilen seit 14 Jahren kennen und der regelmässig bei uns in Basel arbeitet.


1.1 Geistheilung auf den Philippinen

Auf den Philippinen kommen unter anderem folgende Heilmethoden zum Einsatz, die oft kombiniert und durch naturheilkundliche Verfahren, wie der Verschreibung von Heilkräutern, ergänzt werden:

Mentale Heilung: Bei der mentalen Heilung erfolgt die Heilung alleine durch die Gedankenkraft. Durch bestimmte mentale Techniken, wie zum Beispiel Visualisierung, können die Heiler sogar über eine räumliche Distanz hinweg Heilkräfte übertragen. Pranaheilung: Eine weitere Form ist die Pranaheilung, die auch magnetisches oder bioenergetisches Heilen genannt wird. Dabei überträgt der Heiler durch das Auflegen seiner Hände magnetische Energie auf die betroffenen Stellen des Patienten. Bei beiden vorgenannten Heilungsmethoden kommt die Kraft vom Heiler selbst. In fast allen kirchlichen Gemeinden auf den Philippinen behandeln Nonnen und Priester in Heilgottesdiensten ihre Mitglieder ganz offiziell. In Garagen und Hinterhöfen werden Behandlungen von kirchlich unabhängigen Heilern durchgeführt. Die Gebetsheilung gehört zum Alltag ihrer christlichen Tradition. Sie ist eine tief in der Religion verwurzelte Gabe, die die Heiler selbstlos ausführen, um anderen zu helfen. Sehr selten verlangen die Heiler Geld, denn üblicherweise arbeiten sie auf Spendenbasis. Diese Dokumentation widmet sich der spektakulärsten Form des Geistheilens oder Spirituellen Heilens, die Geistchirugie oder Logurgie genannt wird und die nur auf den Philippinen vorkommt. Der Begriff Logurgie wurde vom griechischen „Logos“ abgeleitet. Er soll die Beziehung des Heilers und des Heilvorgangs zum Geist ausdrücken. Die Öffnung des Körpers entsteht anscheinend durch knetende oder wühlende Bewegungen der Hände. Selbst bei tiefgreifenden Eingriffen erhält der Patient keinerlei Narkose und verspürt meistens keine Schmerzen. Es erfolgt ebenso keine Desinfektion, dennoch führen diese Eingriffe zu keinen Infektionen. Dem Patienten werden Stücke von Organen oder Blutgerinnsel entnommen, zum Teil mit und zum Teil ohne Hilfsmittel. Nach der Behandlung schliesst sich die Wunde sofort wieder wie durch „Geisterhand“ und es bleibt keine Narbe zurück. Eine besonders spektakuläre Form dieser Heilung führten die Heiler Oligane und Blance durch. Sie öffneten den Körper nicht mit knetenden


Bewegungen, sondern führten etwa 30 cm vom Körper entfernt eine Schneidbewegung durch, worauf dem Patienten eine wenige Millimeter tiefe und nur etwa 2-3 cm lange Wunde aufplatzte. Aus dieser drückten sie Eiter und Geschwülste heraus (mehr dazu unter 5.1). In den frühen 1970er Jahren wurden den Patienten oft Münzen, Pflanzen, Plastik oder ähnliche Gegenstände aus dem Körper geholt. Dies erklärten die Heiler damit, dass sie negative Energien oder die Krankheit verdichteten und in einen Gegenstand hinein materialisieren würden - diese Gegenstände enthielten nach ihrer Auffassung die Essenz der Krankheit. Solche Eingriffe liessen sich vor allem in ländlichen Gegenden beobachten, in denen die Geistchirurgen keinerlei Ahnung von der Anatomie des Menschen hatten. Doch mit zunehmendem Wissen der Heiler verschwand diese Behandlungsform wieder. Bald erfuhr die westliche Welt von diesen Eingriffen. Dies hatte zur Folge, dass in den 1970er Jahren gemäss der Angabe von Prof. Alex Schneider jährlich etwa 10’000 Ärzte auf die Philippinen reisten und die Heiler und deren Behandlungsmethoden kritisch beobachteten.

1.2 Verschiedene Formen von Eingriffen

Es gibt zwei verschiedene Formen von Eingriffen: Die ‚normalen’ Eingriffe, die mit einer Operation verglichen werden können. Der Heiler fasst in den Körper des Patienten und entnimmt das allfällig schädliche oder geschädigte Gewebe, wie z.B. einen Tumor. Diese sogenannten ‚normalen‘ Eingriffe unterscheiden sich: Bei den meisten Eingriffen wird die Haut nicht durchdrungen, sondern es wird lediglich an der Oberfläche des Körpers operiert. Bei einigen anderen Operationen operiert der Heiler nicht nur an der Oberfläche, sondern dringt mit seinen Händen in den Körper des Patienten, wobei sie teilweise sogar bis zum Handgelenk im Körper verschwinden. Tony Agpaoa bei der Behandlung eines Patienten. Der Nacken ist nicht geöffnet, sondern unter den Händen des Heilers hat sich vorübergehend eine glänzende, rot geflammte, gallertartige Auflage gebildet.


Bei der zweiten Art der Eingriffe materalisiert der Heiler mit der Kraft seiner Gedanken die Krankheit, um diese dann in Form eines Gegenstands aus dem Körper zu entfernen. Die Materialisation ist in diesem Fall eine Manifestation der Vorstellung des Heilers. So kann es sein, dass bei eher ungebildeten Heilern (wie z.B. Juanito Flores oder Josephine Sison) Münzen, Blätter, Nägel oder Plastikteile zuerst materialisiert und dann aus dem Körper entfernt wurden. Ein grobes und verallgemeinertes Modell der Wechselwirkung zwischen der Energieübertragung eines Heilers und dem körperlichen Zustand ist kurzgefasst folgendes: Der Mensch ist ein System von verschiedenen Körpern. Unser physischer Körper ist umgeben von mehreren zunehmend subtileren Energiekörpern oder -feldern, die einander durchdringen. Diese Felder steuern physiologische Lebensvorgänge und speichern zusätzlich Erinnerungen. Disharmonie oder Krankheit ist zuerst im energetischen oder feinstofflichen Bereich vorhanden, bevor sie sich körperlich manifestiert. Bei der Heilbehandlung wirkt der Heiler auf diese Energiefelder ein, überträgt das Bild oder die Information einer harmonischen Ordnung und kann die Energiefelder dadurch wieder ins Gleichgewicht führen, worauf sich der physische Körper nach dem neuen harmonisierten Bild ausrichtet. Also wird der Astralleib geheilt und der physische Körper gleicht sich erst anschliessend dem geheilten Astralleib an. So sollten bei einem Patienten einer deutschen Forschungsgruppe die Nierensteine entfernt werden. Allerdings holte der Heiler nicht die Steine aus dem Körper, sondern eine undefinierbare gewebeartige Masse. Das Röntgenbild unmittelbar nach der Operation zeigte die Nierensteine unverändert. Bei einer erneuten Aufnahme, die etwa eine Woche später erfolgte, waren diese jedoch spurlos verschwunden. Die Heiler erklären, dass sie nicht wie die westlich geprägte Schulmedizin nur die Symptome der Krankheit beheben. Sie suchen nach den Ursachen und versuchen diese zu beseitigen. Für die westliche Medizin hingegen ist es zum Beispiel völlig unsinnig und unverständlich, dass jemand mit Nackenschmerzen am Bauch operiert wird.


1.3 Das Verhältnis der Heiler zur Schulmedizin

Die philippinischen Heiler erheben nicht den Anspruch alle Krankheiten heilen zu

können. Viele empfehlen bei Notfällen, wie zum Beispiel bei Blinddarmentzündungen oder Unfällen, einen Arzt aufzusuchen. Da sich viele Philippinos solche Besuche in Krankenhäusern nicht leisten können, müssen sie auf die meist auf Spenderbasis arbeitenden Heiler zurückgreifen. Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose oder Bluthochdruck und einigen Arten von Krebs, für die es bis heute noch keine Medikamente gibt, wirkt Geistheilung oft lidernd oder heilsam. Es macht keinen Sinn, die traditionelle Schulmedizin und die Logurgie gegeneinander auszuspielen. Wünschenswert wäre, dass beide Ansätze in Koexistenz arbeiten und die entstehenden Synergien genutzt werden.


2. Geschichte der Logurgie Bereits vor der Entdeckung der Philippinen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts berichtete

der bekannte Arzt Paracelsus, der unter anderem an der Basler Universität lehrte, über Eingriffe von Geistheilern, folgendes: „Der, welcher in einen Menschen greifen kann, ohne Verletzungen desselbigen, das heisst, ohne Öffnung, wie einer, der in ein Wasser greift und nimmt heraus einen Fisch, und das Wasser bekommt kein Loch. Oder er legt etwas hinein ins Wasser, wodurch kein Loch im Wasser entsteht. Wer solchermassen in den Leib hineingreifen kann, der übt die vierte Spezies der Nigromantie aus, dass ist, er mag in den Leib greifen und herausnehmen, hineingreifen und etwas hineinlegen. Das nennen wir Clausura nigromantica.“ Die ersten Berichte über diese Art der Heilung auf den Philippinen finden sich in mehreren Einträgen im Logbuch des Weltumseglers Ferdinand Magellan (1480-1521 n. Chr.). Viele Philippinos sind der Meinung, dass diese Tradition des Heilens in den Bergen bereits seit hunderten von Jahren existiert. Der erste Heiler, von dem blutige Eingriffe gut dokumentiert sind, warEleuterio Terte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den 1970er Jahren wurde das Phänomen in Europa bekannt. Es entstand ein richtiggehender Hype um diese Heiler, worauf tausende todkranker Westler auf die Philippinen reisten und auf eine Wunderheilung hofften. In den 1980er Jahren wurden auf den Philippinen zwischen 100 bis 150 Heiler gezählt. Heute liegt die Zahl noch ungefähr zwischen 30 und 50. Es reisen immer noch jedes Jahr tausende von Patienten aus aller Welt auf die Philippinen, um sich behandeln zu lassen.


2.1 Leben von Eleuterio Terte Die besondere Bedeutung des Heilers Eleuterio Terte liegt in dem Umstand, dass er als Begründer jener

Heilmethode mit blutigen Eingriffen angesehen wird, die weltweit bekannt geworden ist. Terte wurde im Jahre 1905 in der kleinen Ortschaft St. Fabian auf der Insel Luzon geboren. Seine Eltern besassen ein kleines Gehöft und lebten vom Anbau von Reis, Mais, Zucker und Tabak. Der junge Eleuterio wuchs mit den anderen Kindern seines Dorfes auf und es gab keine Anzeichen, die auf einen künftigen Heiler hätten schliessen lassen. Als Zwanzigjähriger heiratete er Estela Bacungan, ein Mitglied einer spiritistischen Bewegung, die in Barrio Kosait in Pangasinan angesiedelt war. Obwohl sein Vater Oberhaupt dieser spiritistischen Bewegung war, fühlte Eleuterio sich nicht dazugehörig und war auch nicht Mitglied. Er besuchte zwar gelegentlich Gottesdienste, blieb aber in religiösen Belangen ohne besondere Anteilnahme. Während einer schweren Erkrankung, die in Fieberträumen und Halluzinationen gipfelte, erschienen ihm zwei Engel. Sie versicherten ihm, er werde genesen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass er selbst ein Heiler werde. Terte verbachte daraufhin eine schlaflose Nacht, und als der Morgen dämmerte, hatte er sich zu dem Entschluss durchgerungen, dem Auftrag zu folgen und Heiler zu werden. Körperlich gesund, aber noch zu schwach zum Gehen, bat er einige Nachbarn, ihn in die Kapelle zu tragen. Dort wurde er von den Mitgliedern der spiritistischen Bewegung empfangen, deren Medium inzwischen vom Heiligen Geist den Auftrag erhalten hatte, die Taufe Tertes und seine Aufnahme in die Bewegung vorzubereiten. Am folgenden Sonntag wurde er in der Kapelle zu St. Fabian getauft. Gleichzeitig wurde durch das Medium verkündet, dass Terte die Kraft zum Heilen empfangen habe. Damals beschränkte sich das Heilen auf Handauflegen und Magnetheilen. An Tertes erstem Behandlungstag trafen dutzende Kranke in der Kapelle ein, und es wird gesagt, dass nahezu alle Anwesenden geheilt worden waren.


Von nun an kamen hunderte von Kranken nach St. Fabian, und Terte wurde in die entlegensten Gebiete der Insel eingeladen, um seine Behandlungen durchzuführen. Diese Tätigkeit wurde erst durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beendet. Terte war von den Grausamkeiten, die durch japanische Soldaten an den Philippinos begangen wurden, so erschüttert, dass er sich ausserstande sah, sich auf seine Berufung als Heiler zu konzentrieren. Stattdessen schloss er sich der Widerstandsbewegung an. Er war für den Nachschub verantwortlich. Die grossen Verluste dieser Bewegung und die Aussichtslosigkeit der Lage veranlassten ihn, eine eigene Einheit zu bilden, die er „Guerilla Unit of Northeast Pangasinan“ nannte. Als Anführer der Einheit hatte er 14’375 Männer unter seinem Kommando. Vierzehn Mal wurde er von den Japanern gefangen genommen und eingekerkert. Zahlreiche gefährliche Situationen machten ihn härter, aber auch gläubiger, denn er fühlte, dass seine Spiritualität in neue Dimensionen vorzudringen begann. Nach dem Krieg erkrankte Terte wieder an derselben Krankheit, die ihn zum Heiler gemacht hatte. Wieder erschienen die beiden Engel und befahlen ihm, als Heiler weiter zu arbeiten. Gleichzeitig versprachen sie, ihn eine neue Heilmethode zu lehren: die Operation. Am folgenden Tag operierte Terte zum ersten Mal in der Kapelle in St. Fabian. Er benutzte ein Messer, der Patient verspürte aber, wie auch bei späteren Eingriffen, die alleine mit den Händen durchgeführt wurden, keinen Schmerz. Als sich diese Begebenheit herumgesprochen hatte, wurde er von der Ärztekammer angezeigt. In der Verhandlung vor Gericht wurde er aber für nicht schuldig befunden. Später operierte er nur noch mit den Händen. Bald wurde er sehr bekannt und ausser den Philippinos kamen auch immer mehr Patienten aus dem Ausland zu ihm und baten um seine Hilfe. Es folgten Publikationen in verschiedenen Zeitschriften und Büchern. Im Jahre 1966 gründete Eleuterio Terte eine Organisation, die er „The Christian Spiritists of the Philippines“ nannte. Diese Bewegung zählt inzwischen mehr als 50’000 Mitglieder. Etliche Heiler, von Terte geschult, gingen aus ihr hervor. Über 500 Kapellen wurden auf der Insel gebaut. Als Zielsetzung wurde eine Reihe humanitärer Anliegen formuliert. Unter anderem nennen die Schriften der Christian Spiritists folgende Ziele: „Die Errichtung einer von Religion ungebundenen Brüderschaft der Menschheit für die Menscheit, begründet auf der Liebe zu den Menschen. Die Errichtung von Missionen in unserem Land und, wenn notwendig und möglich, auch im Ausland. Es sollen die Lehren Jesu Christi verbreitet, die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen gelehrt und eine moralische Erneuerung der Menschheit angestrebt werden. Alle Krankheiten sollen im Namen Jesu Christi geheilt werden, alle bösen Geister, in welcher Form auch immer sie erscheinen, sollen vertrieben und die Wissenschaft des Spiritismus verbreitet werden.“ Eleuterio Terte war nie der Meinung, dass Konfessionsgebundenheit Voraussetzung für das Erlernen oder Ausüben der Geistheilung sei. Das Heilen solle dem Wohl der Menschheit dienen und nicht der Selbstverherrlichung. Terte selbst war der Ansicht, dass Heiler nicht bezahlt werden dürften: sie hätten kein Recht, Fähigkeiten, die ihnen geschenkt worden sind, kommerziell zu verwerten.


Nach den Vorschriften der CSP, wie sich die Organisation kurz nannte, hat der Heiler-Anwärter seinen Wunsch, das Heilen zu erlernen, schriftlich zu äussern. Nach positivem Entschluss kann er Mitglied werden, aber nur unter der Voraussetzung, dass er das Heilen zum Wohl der Menschheit ausübt. Terte hat mehr als zwanzig Schülern das Heilen gelehrt. Der prominenteste unter ihnen ist Tony Agpaoa. Von ihm behauptete sein Lehrer später, er hätte seine Kraft missbraucht und dieser Missbrauch sei der Grund für sein Versagen als Heiler. Um Spiritist zu sein, sagte Terte, muss man die Bescheidenheit Jesu Christi in sich tragen und von allen Lastern frei sein. Hier einige Ausschnitte von Bibelstellen, welche er als besonders wichtig empfand. Denn laut seiner Auffassung steht in der Bibel alles, was über Geistheilung gesagt werden kann:

Markus 16, 18: „Wenn sie Schlangen aufheben und wenn sie etwas tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen, und diese werden gesund werden.“ Jakobus 5, 14: „Ist unter euch jemand krank, so ruf er die Presbyter der Gemeinde, die sollen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.“ Lukas 7, 7: „Deshalb hielt ich mich auch selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen, doch spricht nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund.“ 1. Korinther 12, 6: „Es gibt Verschiedenheiten unter den wirkenden Kräften, doch ist es derselbe Gott, der alles in allem wirkt.“


3. Die Heiler und ihre Weltanschauung Alle Geistchirurgen sagen, dass es nicht sie selbst sind, die die Operationen durchführen. Stets sind es

geistige Wesen, die die Heiler als Medium benutzen. Während den Eingriffen sind die Heiler in Trance. Viele können sich danach nicht mehr an die Operationen erinnern, denn sie befinden sich zu diesem Zeitpunkt in einem veränderten Bewusstseinszustand. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung einiger Gemeinsamkeiten der philippinischen Geistheiler: Charakterzüge Die meisten der Heiler sind extrovertierte und lebensfrohe Persönlichkeiten. Religionszugehörigkeit Fast alle Heiler der Philippinen gehören der Union Espiritista Cristiana an. Sie glauben, dass Jesus Christus letztlich Heilung bringt. Diese Geistchirurgen sind tief religiös und betonen immer wieder, dass nicht sie es sind, die heilen, sondern das Göttliche. Alle haben einen christlich-spiritistischen Glauben, in dem die Konzepte von Karma und Reinkarnation ihren Platz haben. Union Espiritista Cristiana Diese Union wurde nach der Religionsfreiheit 1905 gegründet. Sie hat die grösste Anhängerschaft auf den Philippinen. Sie sehen Gott als Vater, die Erde als Mutter. Der Papst wird von ihnen nicht anerkannt. Religiöse Funktion Praktisch alle Heiler sind zusätzlich Priester und betreiben eigene Kirchen und Kapellen. Konzentrationsfähigkeit Es ist eine tiefe Konzentration nötig für die blutigen Eingriffe. Oft meditieren die Heiler stundenlang bevor sie ihre Patienten behandeln. Geistige Hygiene und Heilkräfte Alle Heiler geben an, dass sie eine regelmässige Geisthygiene durchführen müssen. Sie ziehen sich dann in die Berge oder auf eine einsame Insel zurück und meditieren tagelang, bis ihre Batterien wieder aufgeladen und sie wieder bei vollen Kräften sind. Wohltätigkeitsgedanke Viele verstehen ihre Heilkraft als Gabe und verlangen kein Geld für Behandlungen. Sie arbeiten nur auf Spendenbasis. Ebenfalls wird die oft sehr arme Bergbevölkerung durch viele Heiler unterstützt. Einige betreiben auch Waisenhäuser.


Hygienebedingungen Es schockiert viele westliche Forscher, dass die Behandlungen nicht unter sterilen Bedingungen stattfinden. Die Heiler behandeln einen Patienten nach dem anderen blutig und waschen sich die Hände nur mit Wasser. Bis heute sind keine Fälle von Infektionen durch solche Eingriffe bekannt. Dreifaltigkeit des Menschen Ärzte konzentrieren sich auf den Körper des Menschen. Psychologen und Psychiater konzentrieren sich auf Emotionen. Heiler konzentrieren sich auf den Menschen als Ganzes. Sie betrachten den Menschen als Dreifaltigkeit von Körper, Geist und Seele. Diese drei Aspekte sollten im Einklang miteinander sein. Der Heiler sieht die Ursachen von Krankheiten in einer Disharmonie innerhalb dieses Dreiecks. Bei den Behandlungen versucht er, diese drei Bereiche wieder in Einklang zu bringen. Krankheitsursachen und Schicksal Alle Heiler betonen, dass sie das Schicksal des Patienten nicht verändern können. Nur wenn es für den Patienten vorbestimmt ist, geheilt zu werden, geschieht dies auch. Der Heiler Anthony Vivero machte dazu folgende Aussage: „Wenn die Lebensuhr abgelaufen ist, kann der Heiler auch nichts mehr ausrichten“. Dan Acierto, ebenfalls ein bekannter Geistchirurg, erklärte seine Operationen so: „Jede Krankheit kann geheilt werden. Aber nicht jeder Patient kann geheilt werden. Warum? Aufgrund dessen Karma, Einstellung und Charakters.“

3.1 Notwendigkeit von blutigen Operationen?

Viele glauben, dass die Zahl der Operationen und der Heiler zunahmen, als viele Menschen aus Europa und Amerika in Scharen auf die Philippinen pilgerten. Da die westliche Denkweise mehrheitlich durch eine naturwissenschaftliche Weltanschauung geprägt ist, benötigen die „Westler“ mehr Beweise für die Fähigkeiten eines Heilers. Die „Westler“ bedürfen der blutigen Eingriffe, damit ein „heilender Schock“ stattfinden kann. Die Hoffnung und der Glaube an Heilung werden durch diese Eingriffe mas-


siv gesteigert, was wiederum den Heilerfolg begünstigt. Viele Philippinos hingegen wollen wenn möglich nicht blutig operiert werden. Oft tragen Sie den tiefen Glauben an die Möglichkeit der Heilung in sich, so dass solche Eingriffe nicht nötig sind. Es gibt einige Heiler, die sich heute ganz von blutigen Operationen abgewendet haben, da diese enorme Aufmerksamkeit erregen. Die Wirksamkeit der Heilbehandlungen sei ohne Operation gleich gross. Es gibt auch viele Heiler, die mit zunehmenden Bekanntheitsgrad und Erfahrungsschatz auf den „bloody work“ verzichten.

3.2 Magischer Ort Philippinen Einige

Heiler sind überzeugt nur auf den Philippinen heilen zu können, da dort spezielle Kräfte wirkten. Doch gibt es auch Heiler, die jahrelang im Ausland gearbeitet haben und ihre Heilkräfte nicht verloren haben. Wie lässt sich dann erklären, dass diese magischen Operationen nur auf den Philippinen vorkommen? Der Schweizer Radiästhet und Erdstrahlenforscher Max Häberli bestätigt, dass auf den Philippinen und besonders in Luzon, der grössten Insel der Philippinen, einzigartige Mineralien vorkommen. Ob dies die Ursache für das unglaubliche Phänomen ist, ist zweifelhaft. Fakt ist, dass die Mehrzahl der Heiler zwischen Manila und Baguio arbeiten. Dazwischen verläuft auch die grösste Linie der Mineralader, hält Max Häberli fest. Viele Europäer versuchten bei den philippinischen Geistchirurgen deren Wissen und Fähigkeiten zu erlernen. Einigen gelang es sogar, im Umfeld der Heiler zu „operieren“. Sobald sie einige Wochen von ihrem Lehrmeister getrennt waren, verloren sie alle erlernte Fähigkeiten wieder.


4. Erklärungsversuche Der philippinische Journalist und Parapsychologe Jaime T. Licauco erläutert das Phänomen folgender-

massen: “Wenn man den Geist nicht in die Erklärung mit einbezieht, kann man die Geistchirurgie durch den Prozess der Einpoligkeit erklären. Durch die von den Händen ausgehende Energie, können die Heiler eine Einpoligkeit auf der zellularen oder subatomaren Ebene des physikalischen Körpers einer Person erzeugen. Durch die entstehende Energie werden die Zellen oder Moleküle getrennt. So kann der Heiler mit seinen Händen durch die Haut in den Körper eindringen und die Krankheit so herausholen. Diese Erklärung ist vielleicht für das westliche Verständnis akzeptabel. Ich habe auch mal so gedacht. Aber jetzt denke ich, dass sie nicht ausreichend ist, da sie das Phänomen nur auf der physikalischen Ebene erklärt. Ich glaube, dass diese Menschen fähig sind, Wesen aus anderen Dimensionen zu kontaktieren. Mit ihrer Hilfe können sie eigentlich physikalisch unmögliche Dinge tun. Natürlich ist dies schwer zu überprüfen und für die westliche Welt keine wasserdichte Erklärung. Aber wir müssen uns daran erinnern, dass diese Menschen nur in Trance heilen können. Wenn sie sich in Trance versetzen, fallen sie zu Boden, sind gelähmt. Es ist der Geist, der ihre Hände führt. Mit der Zeit lernen sie, ihren Trancezustand zu kontrollieren. Sie können ihre Augen öffnen und sich frei bewegen, als wären sie bei vollem Bewusstsein - aber das sind sie nicht.” Der ehemalige Physikprofessor Prof. Alex Schneider aus St. Gallen hatte sich lange Jahre mit dem Phänomen befasst und sich selbst auf den Philippinen operieren lassen. Auf die Frage nach einer Erklärung meinte er: „Es ist fast unmöglich, sich dies rational zu erklären. Am ehesten kommt die Erklärung von Friedrich Zöllner (Professor der physikalischen Astronomie an der Universität Leipzig) und der 4. Dimension in Frage. Man kann sich das so vorstellen, dass es mehrere verschiedene Realitäten gibt. Die Operationen geschehen so, dass aus einer anderen Realität jemand in unsere Realität eingreift.“ Die Geschichte des „Flat Land“ dient zu einer weiteren Illustration: Zwei Dreiecke als zweidimensionale Wesen entschliessen sich eine Party zu organisieren und laden dabei noch den Kreis ein. Als dieser zur Party erscheint, verändert sich seine Grösse vorzu, was sie nicht verstehen können. In Wirklichkeit handelt es sich nicht um einen Kreis, sondern eine Kugel, die sie aus ihrer begrenzten zweidimensionalen Sichtweise heraus nicht wahrnehmen können.


5. Einige Beispiele von Geistchirurgen 5.1 Juan Blance

Juan Blance ist der erste Heiler, der der westlichen Welt in einem

Film vorgestellt wurde. Zur Zeit der Filmaufnahmen im Jahr 1973 war er 44 Jahre alt. Juan Blance verstarb 1986. Er lebte nahe von Manila und verdiente sein Geld mit einem kleinen Laden. Die Operationen führte er unentgeltlich durch. Das paranormale an seinen Behandlungen war, dass er die Haut des Patienten nicht mit einem Messer öffnete, sondern mit einer symbolischen Schneidbewegung etwa 30 cm vom Körper entfernt. Die Haut platzte daraufhin in einer Länge von ca. 2 bis 3 cm auf. Diese Wunden schlossen sich nach etwa sieben Tagen ohne sich zu entzünden. Es wurden Tests durchgeführt, bei denen dem Patienten an der vorgesehenen Stelle der Operation eine Plastikfolie aufgesetzt wurde. Dadurch sollte ausgeschlossen werden, dass mit Rasierklingen oder sonstigen Hilfsmitteln getrickst wurde. Juan führte wie gewohnt die Öffnung mit der symbolischen Bewegung des Zeigefingers durch und die Wunde platzte auf. Die Plastikfolie wurde anschliessend untersucht und war unversehrt.

Die ohne Messer durch Heiler Juan Blance erzeugte „Schnittwunde“.


Heiler Juan Blance massiert das Auge des Patienten mit einem zentralen Gesichtsfeldausfall und drückt unter dem Augenlid eine bohnengrosse, teigige Masse heraus.

Die bohnengrosse Masse ist völlig freigelegt, hat sich anschliessend in Formalinlösung weitgehend aufgelöst und konnte daher nicht weiter untersucht werden.

5.2 Josephine Sison

J

osephine Sison arbeitete im Flachland nahe der Stadt Urdaneta. Wie bei fast allen Heilern war ihr Behandlungsraum bescheiden eingerichtet. Nur einige Darstellungen Jesus Christus schmückten die Wände. Im Wartesaal fanden sich Patienten aus der ganzen Welt - davon etwa die Hälfte aus dem Inland. Sie hielt sich teilweise während der Behandlung mit einer Hand an einer Fahne fest, auf der Jesus abgebildet war. Es wurde bei mehreren Heilern beobachtet, dass sie mit einer Hand die Bibel, eine Statue oder Fahne berühren, während sie mit der anderen Hand arbeiten. Die Verbindung zum Göttlichen sei so einfacher herzustellen, erklärte Josephine Sison. Sie operierte in einem unglaublichen Tempo. Eine spezielle Form ihrer Behandlung war, dass sie den Patienten Wattebäusche in den Körper einführte, welche sich dort materialisierten. Sie war überzeugt, diese Wattebehandlungen hätten eine reinigende Wirkung. Diese unglaublichen Materialisationen und Dematerialisationen wurden von einem Schweizer Forschungsteam bestätigt. Sie hatten einem Patienten radioaktive Watte einmassieren lassen. Mittels eines Geigerzählers wurde daraufhin die Position im Körper bestimmt. In einigen Fällen holte die Heilerin ein paar Tage nach der Behandlung diese Wattebäuschchen wieder heraus. Das Einführen geschah meist durch massierende Bewegungen im Bauchbereich. Diese wurden durch Filmaufnahmen festgehalten, so dass irgendwelche betrügerischen Hintergründe ausgeschlossen werden konnten. Bei einer Ablaufgeschwindigkeit von 1/25 Bildern pro Sekunde zeigte sich ganz klar: Die Watte begann sich von aussen her aufzulösen.


Bild 1 Josephine Sison schiebt am 5. März 1973 dem Schweizer Arzt Dr. med. Hans Naegeli-Osjord aus Zürich zu Heilungszwecken Watte in den Körper. Tatsächlich löst sich die Watte zwischen den Händen der Heilerin über dem Leib des „Patienten“ auf; sie dematerialisiert sich.

Bild 2 Dematerialisation von Watte 1,5 Sekunden nach Bild Nr. 1. Teile der Watte haben sich bereits dematerialisiert.

Bild 3 Dematerialisation von Watte 0,5 Sekunden nach Bild Nr. 2. Der grösste Teil der Watte ist bereits dematerialisiert.

Bild 4 Wiederum 0,5 Sekunden nach dem vorherigen Bild hat sich die Watte schon fast gänzlich aufgelöst und ist nicht etwa mechanisch in den Körper hineingeschoben worden. Eine weitere halbe Sekunde später ist von der Watte nichts mehr zu sehen.


5.3 Juanito Flores

Er gilt als einer der erfolgreichsten und interessantesten philippinischen Heiler. Leider hatte er eine

schwierige Persönlichkeit und eine grosse Ablehnung gegen jegliche Art von Werbung und Kameras. Er arbeitete auf einem Podest, hinter dem eine Fahne hing. Durch diese Fahne zog sich ein silbernen Faden, der gemäss seiner Aussage die Energie zur Behandlung enthielt. Er schien während der Behandlungen in tiefer Trance zu sein. Den Patienten verabreichte er „spirituelle Injektionen“, durch die sie die nötige Heilenergie erhalten sollten. Dabei hielt er Zeigfinger und Daumen an den Ort der Injektion, mit der anderen schlug er sanft auf den Patienten. Zum Teil platzte die Haut am Ort der Injektion auf und der Patient verspürte ein leichtes Brennen. Hier eine Beschreibung des Schweizer Zahnarzts Dr. Walter Früh, der sich eine Behandlung bei Flores unterzog: „Im Beisein meiner Bekannten, Fräulein M. D. aus Zürich, des Dr. chem. ETH N. G. sowie meines philippinischen Chauffeurs legte ich mich auf den Behandlungstisch. Ich bekam auf Verlangen einen Spiegel in die linke Hand, den ich hinter das „Operationsfeld“ hielt, um selber die Vorgänge beobachten zu können. Eine Kopfunterlage ermöglichte das Sehen in spitzen Winkel. Nach nochmaligem Betasten der schmerzhaften Stelle schräg links oberhalb des Nabels ging Flores auf die übliche Weise in mein Abdomen hinein und zog nach einigen Augenblicken ein Stück meines Dünndarms in die Höhe, tastete mit Zeigfinger und Daumen das Darmstück ab und fragte mich, ob ich “Bones“ gegessen hätte. Er spürte ein Knochenstückchen in meinem Darm und zeigte mir die Umgebung dieses Abschnittes, die eine gräulich-gelbe Farbe aufwies. Dann riss er, das Darmstück leicht spannend, die Stelle entzwei, presste Eiter aus den Enden, hielt mir seinen rechten Zeigefinger mit dem Eiter unter die Nase und zeigte ihn auch den Umstehenden. Nun strich er mit dem Daumen und Zeigefinger das harte Gebilde heraus und übergab es mir (Grösse: 6/4/2 mm). Anschliessend reinigte er gemütlich mit Finger und Watte die stark ausgefransten Enden des Darmes. Mit seiner rechten Hand hielt er das linke Darmende, während die Helferin mit der Pinzette das rechte Ende zum Linken führte. Mit der linken Hand vollzog er die kreisende Bewegung über der Stelle, die wieder zusammengefügt werden sollte und blies aus ca. 30 cm Distanz leicht darauf. Die Darmstücke hielten nicht zusammen. Nun wiederholte sich das gleiche Spiel, und wieder klappte es nicht. Lachend und plaudernd zupfte er die gröbsten Fransen weg, fügte die Enden wie vorher zusammen, kreisende Handbewegung, kurzes Blasen und geschlossen war der Darm! Mit der Pinzette auf der Unterseite des Darmstückes hin und her fahrend, demonstrierte er nun lachend die erfolgreiche Zusammenfügung. Langsam liess er das Darmstück ins Abdomen zurückgleiten, wiederum die kreisende Handbewegung und das kurze Blasen: die Bauchdecke war geschlossen. Anschliessend erfolgte eine kurze Reinigung der Oberfläche mit Watte und ich konnte aufstehen.


Meine Bekannte M. D. war schon im Vorjahr von Juanito Flores wegen Niereninsuffizienz erfolgreich behandelt worden. Aus verschiedenen Gründen und besonders wegen Beschwerden in der Leber und Magengegend suchte sie ihn wieder auf und hatte vor der Behandlung zu Flores geäussert, dass sie seit mehreren Wochen einen merkwürdigen Metallgeschmack im Munde verspüre. Flores lachte hell auf und behauptete, sie hätte „Geld“ im Bauch. Seine anschliessende Intervention führte zu einer runden, gallertig glänzenden „Auraöffnung“ von ca. 5 cm Durchmesser auf der rechten Bauchseite, etwa zwischen Magenausgang und Blinddarm. Nach längerem „Stochern“ in der Wunde sahen wir plötzlich zwei graue, aufeinanderliegende, mondsichelförmige Bänder. Allmählich wuchsen sie zur Halb- und Vollmondform und dann lag eine Münze im Abdomen. Flores klaubte sie weg, zeigte sie Frl. D. und übereichte sie dann mir. Mit etwas Mühe entfernte er die zweite Münze und übergab sie Dr. G.. Nach ca. einer Minute wiederholte sich dieser Vorgang mit noch einer Münze, die erheblich schwieriger und für die Patientin schmerzhafter zu entfernen war. Es handelte sich um ¼ Dollarstücke mit den Jahreszahlen 1965, 1967 und 1970. Frau D. verspürte während dieser Intervention immer leichte Schmerzen, besonders während der Entfernung der Münzen. Flores fragte Frl. D., ob der Metallgeschmack verschwunden sei, worauf sie entgegnete, er sei wohl schwächer geworden, aber noch nicht ganz weg. Flores sagte, dass sie offenbar noch mehr „Money“ in sich trage. Er arbeitete nun weiter in der Wunde, und plötzlich sahen wir am magenseitigen Rand noch zwei „staples“, bald war eine Dritte da, und deren Entfernung schmerzte Frl. D. sehr, da sie an beiden abgewinkelten Enden verbogen war. In der Folge kamen noch weitere 17, also insgesamt 20 dieser Klammern zum Vorschein. Danach wurde die Wunde in der für Flores üblichen Weise narbenlos geschlossen.“


6. Der philippinische Heiler William Nonog W

illiam wurde 1960 als siebtes von zehn Kindern eines Goldminenarbeiters in den Bergen in der Nähe von Baguio auf der Insel Luzon geboren. Als Kind war er oft mit seiner Grossmutter unterwegs, einer bekannten kräuterkundigen Heilerin. William erinnert sich, wie er das erste Mal Zeuge eines blutigen Eingriffes wurde: seinem Bruder war eine Fischgräte im Hals steckengeblieben und er drohte daran zu ersticken. Seine Grossmutter fasste seinem Bruder von aussen durch die Haut in den Hals und zog die Gräte heraus. Danach wandte sie sich ab, als ob nichts geschehen wäre. Die Grossmutter war Williams einzige Lehrmeisterin; kurz nach ihrem Tod erschien sie ihm und übergab ihm den Auftrag, ihre Arbeit weiterzuführen. Sie erzählte ihm unter anderem, dass sie sich wieder auf der physischen Ebene antreffen würden. William konnte als Kind nicht alles verstehen, was die Grossmutter ihm zu erklären versuchte, trotzdem blieben ihre Worte in seinem Gedächtnis haften. Erst zehn Jahre alt, konnte William nicht ahnen, welche Folgen diese neue Aufgabe nach sich ziehen würde. In vielen Träumen wurde er auf die blutigen Eingriffe vorbereitet und mit etwa zwölf Jahren führte er erstmals selbst eine blutige Operation durch. Während er eine Frau behandelte, realisierte er plötzlich, dass seine Hände sich in ihrem Körper bewegten. Er bemühte sich die Behandlung wie in seinen Träumen weiterzuführen und zog dann seine Hände zurück. Zu seiner grossen Erleichterung verschloss sich der Körper seiner Patientin augenblicklich. Viele Kranke begannen ihn aufzusuchen, und er fühlte sich durch deren Erwartungen bedrängt. Damals versteckte er sich öfters im Wald um seine Ruhe zu haben. Wenn er sah, dass niemand mehr auf ihn wartete, kehrte er mit einem Bündel Holz für die heimische Feuerstelle zurück. Die Berufung zum Heiler bedeutete für ihn eine dermassen schwere Last, dass er mit vierzehn Jahren fast daran zerbrach: Er versuchte sich umzubringen. Auf der Ebene des Bewusstseins klärte sich während seiner Ohnmacht in einem unermesslich langen Kampf Vieles, und fand er wieder in seinen Körper zurück, bereit, seine Lebensaufgabe anzunehmen. Schon zwei Jahre später reiste er mit sechzehn Jahren zum ersten Mal in die Schweiz. An den seltsamsten Orten führte er seine blutigen Eingriffe durch: an Autobahnraststätten, in abgelegenen


Scheunen oder inmitten von Maisfeldern. Er ahnte nicht, dass in der Schweiz seine Art zu heilen verboten ist. Auch wusste er nicht, dass seine Gastgeber seine Dienste deshalb versteckt anbieten mussten. Plötzlich erreichte ihn die Nachricht, dass zwei andere philippinische Heiler, die gleichzeitig mit ihm in der Schweiz arbeiteten, verhaftet wurden. Er verliess die Schweiz fluchtartig und kam erst 1998 auf Einladung der Basler Psi-Tage dank der Vermittlung von Dieter Wehrli in die Schweiz zurück. Seit mittlerweile 14 Jahren reist William auf Einladung des Basler Psi-Vereins regelmässig in die Schweiz. Zu Hause auf den Philippinen hat William sich am Rand von Baguio ein eigenes Haus erbaut. Er wird vor allem in den Wintermonaten von Hilfesuchenden und Interessierten aus aller Welt aufgesucht. Für sie hat er neben seinem Haus noch einige Zimmer errichtet. Am Dienstag- und Freitagmorgen bietet er in einem kleinen Raum mit zwei Liegen Heilbehandlungen an. Schon früh am Morgen treffen die ersten Einheimischen ein. Sie erhalten eine Nummer und warten geduldig, bis sie an der Reihe sind. In der Regel behandelt William rund 200 bis 300 Personen pro Tag. Die Stimmung im Behandlungszimmer ist rund um den scherzenden William entspannt und locker.


Am 26. Dezember 2000 kam der vierter Sohn der Familie Nonog in Baguio zur Welt. Nachdem William seine Frau Shirley ins Spital gebracht hatte, fühlte er sich während ihrer Wehen seltsam kraftlos und sank in einen tiefen Schlaf. Als seine Frau aus dem Kreissaal in ihr Zimmer zurückgebracht wurde, weckte sie ihn und teilte ihm mit, sie habe einen Sohn geboren. Sie bat ihn, am Schalter der Station den Neugeborenen mit dem Namen Emmanuel anzumelden. Als Shirley diesen Namen aussprach, fühlte William eine Kraft aus seinem Körper strömen. Völlig ausgelaugt meldete er seinen Sohn an und zog sich in die Spitalkapelle zurück, um zu meditieren. In tiefer Versunkenheit erkannte er, dass der Geist seiner Grossmutter in sein Leben zurückgekehrt war, so wie sie ihm angekündigt hatte. William erzählte, dass der Geist seiner Grossmutter ihn bei der Geburt von Emmanuel verliess und sich in seinem vierten Sohn wieder inkarniert hat. Der Spirit von William, der sich bei seinem Selbstmordversuch entfernt hatte, kehrte in seinen Körper zurück. Interessanterweise lautet der Name seiner Grossmutter Emmanuella (was Shirley nicht wusste) und ihr Todestag war der 26. Dezember!

6.1 Behandlungen in der Schweiz

Behandlungen bei William können nur über den Basler Psi-Verein und telefonisch vereinbart

werden. Die Termine sind sehr begehrt und oft bereits nach wenigen Tagen komplett ausgebucht. Pro Tag behandelt er zwischen 30 und 40 Personen. Der Klient kommt in den Raum und legt sich auf den Behandlungstisch auf den Rücken. Durch seine warme und fröhliche Art gewinnt William in Sekunden das Vertrauen der Menschen. William nimmt den menschlichen Leib als verdichtetes Gefäss wahr, in den sieben Geistkörper einmünden. Er sieht, welche karmischen Energien auf den Menschen einwirken und schwächt wo immer möglich schwierige Einflüsse ab. Den Zustand der Organe, Knochen und des Blutbildes erkennt er, indem er ein weisses Tuch über dem Körper ausbreitet. Er benutzt dieses Tuch als „Röntgengerät“. Seine Heilbehandlungen beinhalten unter anderem Massage, Aura-Stärkung und Gebet. Dann dreht sich der Klient um und es finden weitere kleinere Rituale wie Massieren und Bewegungen mit den Händen statt. Je nach Krankheit oder Grund des Besuches geht er noch spezifisch auf Schwachstellen ein. William stellt mit allen Klienten eine geistige Verbindung her, durch die er sie auch zu einem späteren Zeitpunkt aus der Distanz behandeln kann. Er sagt, er habe bei uns Europäern grössere Schwierigkeiten, zu unserem Wesenskern vorzudringen, um erfolgreich mit uns zu arbeiten. Unser Verstand und unsere Blockaden stünden uns oft bei der Heilung im Weg.


Am Schluss setzt sich der Klient auf einen Stuhl und William legt seine Hände auf dessen Kopf, überträgt noch einmal seine Heilenergie und baut ein Schutzschild auf. Die Behandlungen laufen sehr fröhlich ab und es wird viel gelacht. Die erste Behandlung dauert in der Regel etwas länger, zwischen 10 und 15 Minuten. Jede Weitere fällt mit ungefähr 5-10 Minuten also etwas kürzer aus. Abschliessend können Fragen gestellt werden. Oft wird William gefragt, ob eine vollständige Genesung nach der Behandlung möglich ist. William verspricht nichts, gibt aber bei jeder Behandlung 101%. Er sagt, falls der Klient die ganzen 100% nicht annehmen kann, bleibt trotzdem noch 1% übrig - wie ein Samenkorn, aus dem Heilung entstehen kann. Er gibt niemanden auf!


6.2 Behandlungen auf den Philippinen

William wohnt etwas ausserhalb der Stadt Baguio, einer Stadt von ähnlicher Grösse wie Basel mit

etwa 200’000 Einwohnern. Baguio liegt in den Bergen in 1’500 Metern Höhe und wird oft von Naturkatastrophen wie Erdrutschen und Taifunen heimgesucht. Wiliam lebt an einem Berghang etwas ausserhalb der Stadt an der Kennon Road. Bereits frühmorgens reisen dutzende Philippinos mit „Jeepneys“ zu seinem Haus. Jeepneys bestehen aus drei alten amerikanischen Jeeps, welche zusammengeschweisst wurden und nun das übliche öffentliche Transportmittel für Kurzstrecken sind. Von aussen ist nicht zu erkennen, dass hier ein Heiler seine Dienste anbietet - keine Anschrift und auch sonst kein Hinweis. Er hat einen betonierten, kleinen, überdachten Vorplatz auf dem die Patienten warten. Sein Behandlungsraum ist nur etwa 10 Quadratmeter gross mit zwei Liegen, sowie einigen Jesusbildern und Statuen. Die Patienten organisieren den Ablauf selbst, in dem jeder ankommende jeweils eine Nummer erhält, damit die Reihenfolge eingehalten wird. Es sind in der Regel zwischen 200 bis 300 Patienten pro Tag. Der grösste Teil sind Einheimische, darunter befinden sich auch einige „Westler“. Er behandelt alle, die ihn aufsuchen. Normalerweise beginnt er zwischen 5 und 6 Uhr morgens, offiziell nur dienstags und freitags. Im Minutentakt werden die Patienten auf den Liegen behandelt. Oft holt er einige Blutgerinnsel oder sonstige kleine Verunreinigungen hervor. Nicht alle werden blutig operiert. Die Philippinos haben grossen Respekt vor diesen blutigen Eingriffen und wünschen sich, dass eine Heilung ohne Operation möglich ist. Doch kommen die Europäer meist gerade wegen diesen Operationen. Die Eingriffe dauern von einigen Sekunden bis zu wenigen Minuten. Im Raum befindet sich ein Spendentopf; jeder gibt, was er kann und möchte. Nun noch zu einigen speziellen Behandlungsformen, die William auf den Philippinen bei spezifischen Leiden durchführt: Wenn jemand wegen grauem Star Behandlung sucht, sagt er ihm, er solle einen Hahn mitbringen. Dem mitgebrachten Hahn wird eine Feder gezupft und mit dieser Feder an der obersten Schicht der Augen gekrazt. Diese Behandlungsmethode scheint schmerzhaft, doch die Patienten versichern, sie empfänden keinerlei Schmerz. Wenn jemand Polypen in der Nase hat, so nimmt er eine Limone und ein Wattestäbchen. Er beträufelt das Wattestäbchen mit Limonensaft und führt dieses dem Patienten bis zum Anschlag in die Nase.


Es kommen viele Frauen zu ihm, die nicht schwanger werden wollen. Diese operiert er mit blossen Händen am Unterleib, nimmt anschliessend die Schere zu Hilfe und durchtrennt irgendetwas. Da die Philippinos sehr religiös sind und keine Verhütungsmittel benützen dürfen, ist das die einzige wirksame Methode, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Diesen kleinen Eingriff nimmt er sehr oft vor. Falls die Patientin wieder schwanger werden will, muss sie William noch einmal aufsuchen, um diesen durchtrennten Teil wieder zusammenfügen zu lassen. Am Schluss führt er sogenannte “Egg Readings” durch. Meistens sind es 30 bis 60 Personen, hauptsächlich Frauen, die mit einem eigenen Ei kommen. William schlägt dieses in einem Wasserglas auf und die Person stellt eine Frage. Danach liest William die Antwort aus dem aufgeschlagenen Ei.


6.3 William’s Mantra und Gebet

William Nonog gibt Patienten häufig sein Mantra und Gebet mit auf den Weg. Sie sollen es je

nach Bedarf in Gedanken aufsagen:

Mantra: Bedeutung: Ich verzeihe mir

Alte Energien loslassen

Ich liebe mich Physische Ebene: Selbstheilung Geistige Ebene: erhöhte Schwingungsebene des Geistes Ich vertraue mir

Verbindung zur Quelle-Gott wird gestärkt

Ich glaub an mich

Die Erdung wird gestärkt

Gebet:

I Am One with the Light and

The Light is One with Me I Am the Light and I Am the Love I Am the Love and I Am the Power I Am the Power and I Am the Master of Myself I Am the Master of Myself and I Am who I Am I Am who I Am One with the Light

Ich bin Eins mit dem Licht und

Das Licht ins Eins mit mir Ich bin das Licht und Ich bin die Liebe Ich bin die Liebe und Ich bin die Kraft Ich bin die Kraft und Ich bin der Meister meines Selbst Ich bin der Meister meines Selbst und Ich bin der ich bin Ich bin der ich bin Eins mit dem Licht


6.4 Rückmeldungen von Patienten

Über die Jahre haben wir einige Rückmeldungen von Patienten erhalten, die von William behandelt

wurden. Auf der Internetseite des Basler Psi-Vereins (www.bpv.ch) finden sich momentan über 50 Rückmeldungen, von denen wir diese zwei ausgesucht haben:

6.4.1 Maiko

„I

m Februar 2006 wurde bei unserem damals 2-jährigen Sohn Maiko ein Lymphangiom festgestellt. In seinem Fall bedeutete das: In seinem Brust- und Bauchbereich wurden mehrere, miteinander verbundene, gutartige Tumore gefüllt mit Lymphflüssigkeit, entdeckt. Der Grösste davon im Bauch mit 850 ml. Natürlich standen wir unter Schock. Die Prognose eines Spezialisten war zu diesem Zeitpunkt: Mindestens 3 bis 4 Monate Aufenthalt in einer Uniklinik mit mehreren grossen und kleineren Operationen, bei denen der gesamte Oberkörper geöffnet werden müsste. Dazwischen stünden Behandlungen mit Medikamenten aus der Krebsmedizin an. Kein Arzt konnte uns sagen, welche Nebenwirkungen kurz- und langfristig auftreten könnten. Die einzelnen Tumore konnten aber auch jederzeit schnell oder langsam grösser werden und Organe beeinträchtigen, zum Beispiel die Speise- oder Luftröhre zu verschliessen.


Erfahrungen anderer Betroffener zeigten leider ebenfalls: Diese Krankheit ist nicht heilbar, die Lymphangiome kommen immer wieder aufs Neue. Wir hatten sehr grosse Angst, waren aber auch offen für alles. Und wir hatten das grosse Glück, dass es unserem Sohn immer so gut ging, dass wir nicht unter Druck standen, sofort handeln zu müssen. William hatte uns alle nie zuvor gesehen oder gar von uns gehört. Nach der Untersuchung von Maiko hat er uns die Lage der einzelnen Tumore aufgezeigt. Wir kannten die Lage von den Aufnahmen der Kernspintomographie, aber er sah sie „nur“ durch sein weisses Tuch. Dies allein war schon eine sehr beeindruckende Tatsache. Er hat sehr schnell gesagt, dass er auf keinen Fall operieren lassen würde. Eine grosse Verantwortung für uns! Maiko selbst hatte bereits nach wenigen Minuten grosses Vertrauen zu William gefasst, das sich in den drei Jahren seither zu einer Freundschaft vertieft hat. Für uns war das anfangs erstaunlich, da unser Sohn fremden Personen gegenüber eher vorsichtig war. William sprach auch mich als Mutter an, dass er bei mir sehr starke Blockaden der Angst spüre, die zwar verständlich wären, jedoch Maiko eher behindern würden im Heilungsprozess. Er behandelte mich also auch und ich spürte für viele Monate eine tiefe, innere Ruhe und eine nicht gekannte Kraft und Glaube, die ich auf meine Familie übertragen konnte. Natürlich stand unser Sohn die ganze Zeit unter schulmedizinischer Aufsicht, es wurden regelmässig Ultraschallaufnahmen gemacht. Doch bis jetzt wurde er nicht operiert und wird es auch nicht mehr werden. Alle Tumore sind entweder gänzlich verschwunden oder sind auf ein Minimum zurückgegangen. Der grösste Tumor mit 850 ml ist heute noch 40 ml „klein“. Unser Sohn hat sich wunderbar entwickelt, ist sehr gesund, agil und liebenswert. Wir fahren bis heute 1 bis 2 Mal pro Jahr zu William, weil wir alles eliminieren wollen und spüren, dass William uns einfach sehr gut tut. Wir werden William ewig dankbar sein, dass er unserem Sohn diese Operationen erspart hat.“


6.4.2 Aldo Bonato

„I

ch fühlte mich zu dieser Zeit oft schläfrig und müde. Jedoch hatte die Schulmedizin nach mehreren Untersuchungen nichts gefunden, was mich beruhigte. Lucius Werthmüller, ein alter Freund, empfiehl mir daraufhin zu William Nonog zu kommen, der zu dieser Zeit gerade beim Psi-Verein arbeitete. Ich nahm diese Möglichkeit gerne wahr. Als William sein Röntgentuch über micht legte meinte er, dass ein Organ nicht richtig arbeite und sagte wörtlich „it is producing deadly poison“. Auf die Frage was ich dagegen machen solle, antwortete er: „Pray and meditate.“ Er könne mich gerne weiterbehandeln, ich solle aber auf jeden Fall sofort zu einem Doktor gehen. Ausserdem soll ich meine Lebensgewohnheiten sofort ändern. Er könne mir nicht einfach auf die Schnelle helfen. Da ich aber bereits vor einer Woche mehrere Untersuchungen mit mir machen liess, hielt ich es für sinnlos nochmals zu einem Arzt zu gehen. Das Einzige, was ich von diesem Tage an änderte, war, dass ich von einem auf den anderen Tag mit dem masslosen Kaffeekonsum aufhörte. Die Zeit verging und ich traf William noch einmal zufällig auf der Strasse. Er fragte mich, was der Doktor gesagt hatte. Ich musste natürlich eingestehen, dass ich keinen besucht hatte. Er bestand darauf, dass ich unbedingt einen Arzt aufsuchen solle. Die Müdigkeit wurde immer schlimmer. Es war mittlerweile so schlimm, dass ich teilweise nach dem Mittagessen am Tisch eingeschlafen bin. Und wenn ich morgends aufwachte, war mein Bett so verschwitzt, dass ich das Kopfkissen ausringen konnte. Für meine Lebenspartnerin war das nun genug, sie zwang mich zu weiteren Untersuchungen. Weitere Blutentnahmen und Röntgenbilder wurden gemacht, jedoch wurde nichts auffäliges gefungen. Mein Hausarzt schickte mich zu Spezialisten, da er meinte, die Symptome weisen auf etwas Schlimmeres hin. Die Diagnose bei einer späteren Computertomografie war ernüchternd: ein riesiges Nierenkarzinom (Nierenkrebs) mit 40 Ablegern auf der Lunge. Das Nierenkarzinom, welches bereits die Grösse einer Grapefruit hatte, wurde in letzter Sekunde entfernt. Normalerweise platzen diese bereits bei der Grösse einer Faust, was tödliche Folgen hat. Diese Operation bewahrte mich vor dem Tod. Das Ärtzteteam sagte, es gäbe folgende drei Möglichkeiten: 1. Ableger stagnieren, häufiger Fall 2. Ableger gehen zurück 3. Ableger wachsen und explodieren


Bei mir traf der schlimmste aller Fälle ein: fünf der 40 Ableger wucherten stark und wuchsen auf die Grösse einer Baumnuss. Die Ärzte teilten mir mit, dass mir nicht mehr als 2 bis 3 Monate blieben und ich alle meine Dinge auf der Erde erledigen solle, die ich vor meinem Ableben noch erledigen wolle. Natürlich verstand ich in der Zwischenzeit viel besser was William gemeint hatte mit dem Organ, welches mich vergiften würde. Bei einem weiteren Treffen teilte er mir mit, dass er mir in der Schweiz nicht weiterhelfen könne, ich solle ihn auf den Philippinen besuchen. Es war zu dieser Zeit bereits Frühsommer und William sagte mir, ich solle ihn wegen der Regenzeit erst im Herbst besuchen. Ich stellte mich daraufhin zur Verfügung bei einem Medikamentenversuch. Dieser bestand aus einer ambulanten Chemotherapie, bei welcher nur eine Pille pro Tag genommen werden musste. Diese Therapie hatte etliche Nebenwirkungen und ich musste vertraglich zusichern, dass ich diese Pharmafirma nicht belangen werde und deren Namen auch nicht nennen werde. Das Medikament hat nun alle Hürden genommen und ist zurzeit auf dem Markt erhältlich. Eine solche Therapie kostet über 100’000 CHF. Die Wirkung des Medikaments verhilft zu einer verlängerten Lebenserwartung, kann die Krankheit selbst nicht heilen. Jedoch beschloss ich wegen der wirklich sehr unangenehmen Nebenwirkungen, die Chemotherapie vor der Reise auf die Philippinen abzubrechen. Als ich endlich auf den Philippinen angekommen war und auch William anwesend war, liess ich mich die ersten Male blutig operieren. Ich hielt diese blutigen Operationen für einen „Fake“, da ich das Phänomen bereits aus Büchern der 1970er Jahre kannte. Jedoch wusste ich, dass mir seine Besuche in Basel gut getan hatten und er mir schliesslich als Erster die richtige Diagnose stellte. Ich dachte, William und die anderen Heiler betrügen, um die Westler an die Wirksamkeit der Behandlung glauben zu lassen, da wir es sonst nicht glauben würden, dass eine solche Art der Heilung möglich ist. Ich dachte mir, er mache das durch Hypnose oder Suggestion und habe einfach geschickte Finger. Das wichtigste für mich war jedoch, dass ich mich nach seinen Behandlungen besser fühlte, das wie war mir egal. Nach einigen Tagen kam der Schock, als ich merkte, dass es sich um echte Operationen handelte. Ich habe einen sehr stark behaarten Bauch und er operierte mich im Monat meines Aufenthalts bei ihm zweimal täglich. Nach etwa einer Woche stellte ich fest, dass an der Stelle, an der er mich am Morgen blutig operiert hatte, ein Büschel Haare an den Haaransätzen wieder zurück in den Bauch wuchs. Ich konnte nur einige Haare wieder herausziehen, dies war sehr schmerzhaft. Beim Schliessen der Wunde muss also dieser Busch Haare stecken geblieben sein. Von diesem Moment an glaubte ich an seine Behandlungen. Als er mir dann bei späteren Operationen die Hand bis übers Handgelenk in den Bauch steckte, war auch der letzte Zweifel verschwunden. Von Tag zu Tag fühlte ich mich besser. Zurück in der Schweiz bei weiteren Untersuchungen meinten die Ärzte, es sei unglaublich, die fünf baumnussgrossen Ableger seien verschwunden. Im Verlauf des Jahres besuchte ich William noch einige Male und in der Zwischenzeit sind alle Ableger verschwunden. Ich bin William unendlich dankbar.“


7. Gesundheit und Glücklichsein Auch wenn das Phänomen „Geistheilung“ noch nicht erklärt werden kann, ist es doch für tausende

schwer kranker Menschen wichtig, dass dieses existiert. Meistens sind die philippinischen Heiler die letzte Hoffnung und die erzielten Erfolge bei vielen Klienten sind zweifelsfrei. Bei diversen Studien lagen Heilerfolge bei ca. 30-40 % der Patienten. Bei etwa 2 bis 3 % traten Spontanheilungen ein. Der grösste Teil der Besserungen erfolgte in einem Zeitraum zwischen zwei bis sechs Wochen nach der Behandlung. Wir hören immer wieder, dass sich viele von Williams Patienten auf der psychischen Ebene besser fühlen. Solange die Erfolge da sind, ist die Frage nach dem Wie für uns zweitrangig. Wir sollten das Phänomen als solches akzeptieren, auch wenn es sich im Rahmen der heute bekannten Naturgesetze nicht erklären lässt. Der Kirchenvater Augustinus (354-430 n. Chr.) sagte zu diesem Thema: “Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, wohl aber zu dem was wir von der Natur wissen.” Um sich vor Krankheit zu schützen, hat William ein Rezept:

Don’t worry, be happy!


8. Impressum & Quellen D

iese Dokumentation wurde für die Fachhochschule Nordwestschweiz von Pablo Sütterlin im Jahre 2010 verfasst. Inhaltlich wurde sie von Sabin Sütterlin und Lucius Werthmüller überarbeitet; das Design wurde von Dominic Schneider erstellt.

Titelbild: Mysteries Magazin Quellen: Interview mit Prof. Alex Schneider Interview und Besuch bei William Nonog auf den Philippinen Interview mit diversen Patienten von William Nonog Literaturverzeichnis: Psi Info Nr. 15: „Der philippinische Heiler WIlliam Nonog“ von Sabin Sütterlin Broschüre der SVPP: „Anmerkungen zum Geistigen Heilen der Philippinos“ „Die Logurgie auf den Philippinen“ von Dr. med. Hans Naegeli-Osjord „Psi Heilung“ von Dr. Alfred Stelter „Heilung beginnt im Unsichtbaren“ von Janine Fontaine „Geistheiler auf den Philippinen“ von Gert Chesi Filmverzeichnis: „Grenzgebiet Spiritual Healing – Begegnungen mit den philippinischen Heilern“ von Lisei Caspers „Les Guerisseurs de la Foi-Chirurgie psychique aux Philippines“ von Jean-Dominique Michel „Paranormale Heilmethoden auf den Philippinen” Teil 1 + 2 von Prof. W. Schiebeler „Der Heilende Schock - Wunderheiler auf den Philippinen“ von Theo Ott Diverse Filme von Freunden, Bekannten und mir, die William auf den Philippinen besucht haben.


Basler Psi Verein

Von alten Traditionen über das Hier und Jetzt zu neuen Dimensionen

Das Team des Basler Psi-Vereins (v.l.): Pascal Schneitter, Therese Hartmann, Dominic Schneider, Rebecca Staub, Lucius Werthmüller, Sabin Sütterlin, Robin Sütterlin, Pablo Sütterlin


Wenn Sie Interesse an Terminen bei William Nonog haben, besuchen Sie unsere Website oder rufen Sie uns an.

Basler Psi Verein

Basler Psi-Verein Neuweilerstrasse 15 CH-4054 Basel

0041 (0)61 383 97 20 info@bpv.ch

www.bpv.ch

William Nonog- Geistchirurgie  

Arbeit über Geistchirurgie und William Nonog

William Nonog- Geistchirurgie  

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