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GOOD TIMES

GT

Test Ride ER-6f

Kawasaki Online Magazin | Ausgabe 1| 2012

Test Ride ZZR1400

History Z650


Nicht minder spannend sind die Vorbereitungen zum 40-jährigen Z-Jubiläum der Marke, deren Höhepunkt die INTERMOT in Köln vom 3. bis 7. Oktober 2012 sein wird. Was sich genau hinter diesen Aktivitäten verbirgt, wird noch nicht verraten. Aber machen Sie sich auf etwas Aufregendes gefasst. Kawasaki ist weiterhin klar auf dem Vormarsch. Viele tolle Frühlingskilometer und die nötige Besonnenheit bei den ersten Ausfahrten wünscht Ihnen

Andi Seiler Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Inhalt INFORMATION Vorwort Newsletter Gewinnspiel Impressum

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Entspannungs-Tour Test Ride Kawasaki ER-6f Power mit Grips Test Ride Kawasaki ZZR1400

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Der Herausforderer History: Kawasaki Z650

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2012 dürfte ein ganz besonderes Jahr für uns Kawasaki-Fans werden. Zum einen brennen viele von uns darauf, die neuen Modelle ER-6n/f, Versys 1000 oder ZZR1400 Probe zu fahren. Das Wetter im März war bislang erfreulich mild und wartete schon mit einigen warmen Sonnentagen auf. Da passt das traditionelle Drachenfest bei allen teilnehmenden Kawasaki-Händlern am 24. März 2012 perfekt in die Planung. Nutzen Sie die Gelegenheit, um die neuen Bikes zu sehen und einen Termin für ihre eigene Testfahrt auszumachen. GTonline hat die Motorräder schon gefahren und berichtet in dieser Ausgabe über seine Eindrücke von ER-6f und ZZR1400.

Vorwort & Inhalt

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kawasaki GTonline Magazin

JUBELJAHR


European Rally am Edersee 40 Jahre Z „New York Steak“ war der Codename für die Mutter aller Kawasaki-Z-Modelle, die 900Z1. 40 Jahre ist es nun her, dass dieses Motorrad mit seinen damals sensationellen Performance-Daten (79 PS, über 200 km/h Topspeed) die Motorradwelt in Erstaunen versetzte. Da ist ’ne Feier fällig – schließlich nehmen Kawas Zs bis heute eine Sonderstellung im Motorradmarkt ein. Wenn vom 6. bis 8. Juli 2012 am Edersee die europäische Fete zum 40-jährigen Z-Jubiläum steigt, wird die Luft brennen. Denn Zettler können feiern. Die Einladung zu dieser wirklich einmaligen Party kommt vom Z-Club-Germany e.V. (c/o Peter Krauss, Haugweg 24, 71711 Murr, Telefon 07144/8099-20). Veranstalter sind die erfahrenen Gaststättenbetriebe

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40 Jahre begeistert die Z1 mit ihren Nachfolgemodellen Z900, Z1000, Z1-R, Z1000 MKII und ST nun schon ihre treue Fangemeinde. Zu diesem runden Geburtstag bietet Gisbert Schmidt aus dem westfälischen Bergkamen einen exklusiv in Handarbeit erstellen Buchband an. Die drei Bände werden in Einzelanfertigung gebunden, dabei stehen verschiedene Einbanddekore und -schriftfarben zur Auswahl. Die Jubiläumsausgabe enthält die in GTnews 1/2011 vorgestellten Werkstattleitfäden. In Ihnen stellt Gisbert Schmidt die einzelnen Modelle dar, nennt dazu Motor- und Rahmennummern und beschreibt die Grundzüge der Wartung im Detail. Dazu gibt es eine kleine Materialkunde über Schrauben, Drehmomente, Lager, Simmerringe, O-Ringe sowie die technischen Daten der Motorräder. Viel Platz wird in der Jubiläumsbandausgabe dem Herzstück der Z, dem Motor, eingeräumt. Unterlegt mit mehr als 5000 Bildern wird das Aggregat Stück für Stück in seine Einzelteile zerlegt, vermessen und wieder „step by step“ zusammengesetzt. Neben den Werksschnittzeichnungen sind die einzelnen Baugruppen des Motors detailliert dargestellt und jede Ersatzteilnummer aufgeführt. Alle Verschleißmaße werden genannt, Problembereiche dargelegt sowie technische Lösungen und Verbesserungen aufgezeigt. Zudem zeigt der Autor Veränderungen in den Bauteilen unterschiedlicher Baujahre auf. Die Bücher fassen Erfahrungen und Tipps der Z-Gemeinde aus fast 40 Jahren zusammen und geben sie anschaulich wieder. Damit sind sie nicht nur für langjährige Z-Eigner, sondern auch für Neueinsteiger in die historische Materie interessant, die sich Ihren Traum

von einer Z1, Z900, Z1000, Z1-R, Z1000 MKII oder dem Kardantourer Z1000ST erst jetzt erfüllen können. Die Jubiläumsausgabe umfasst rund 1550 Seiten und zirka 7500 – meist farbige – Bilder und Zeichnungen. Wie gewohnt sind die Leitfäden auch als DVD erhältlich. Nähere Auskunft gibt’s bei Gisbert Schmidt unter oder der Telefonnummer (02307) 67440.

Newsletter

Philip Weber hat es erneut getan. Er hat gewonnen. Nach dem Erfolg als Bayerischer Landessieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2011 im Ausbildungsberuf Zweiradmechaniker, Fachrichtung Motorradtechnik (siehe GTonline 2/2011), hat der Mitarbeiter von Kawasaki-­ Händler Herold in Nürnberg nun einen weiteren Top-Auftritt hingelegt. Er nahm vom 12. bis 14. Januar 2012 in Wien beim Lehrlingswettbewerb Europacup der Zweiradmechaniker (Sparte Motorrad) teil und wurde Europameister. Gratulation und Riesenlob an Philip und seine Ausbilder in Nürnberg! Kawasaki ist stolz auch Euch.

40 Jahre Z1 Schmidt-Jubiläumsband

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Kawasaki-Top-Mechaniker Europacup-Sieg


Kawasaki-Hochzeit Ja-Wort in Grün

Als Andreas Hentschel am 16. Dezember des vergangenen Jahres bei Rosi Schadenberg von Kawasaki-Händler Motorradsport Schadenberg in Magdeburg aufschlägt, braucht er „ein schickes neues Hemd für einen festlichen Anlass“, in den KawasakiFarben natürlich. Auf die Frage, um welchen Anlass es sich handele, entgegnet er: „Ich heirate morgen!“ Was er denn auch tut. Am 17. Dezember 2011 geben sich Andreas und seine Silke beim Standesamt das Ja-Wort, Andreas natürlich gekleidet in seinen Lieblingsfarben Schwarz und Grün. Wir gratulieren im Namen von Kawasaki Motors Europe N.V., Niederlassung Deutschland, in Friedrichsdorf. Andreas ist seit vielen Jahren treuer KawaKunde, fuhr lange Zeit eine orange Z750, ehe er sich seine aktuelle KLX450R zulegte. Mit

ihr nimmt er an Cross- und Enduro-Rennen teil. Viele glückliche Jahre und jede Menge Spaß beim Kawa-Fahren wünscht GTonline!

Besonderes Sondermodell W800 ltd 50

Der Frühling ist da! Für Motorradfahrer ist damit ein Ereignis jedes Jahr ganz eng verbunden: das Kawasaki Drachenfest! Auch 2012 ist das genau die richtige Party zum Saisonauftakt. Am 24. März kann man mitfeiern. Alle teilnehmenden Kawasaki-Vertragspartner erwarten alte Bekannte und neue

Endspurt bei den Modellen 2011 Noch gibt‘s 10 % auf alle! Schnäppchenjäger aufgepasst: Noch sind Kawasaki-Straßenmotorräder des Modelljahres 2011 zu Sonderkonditionen verfüg­ bar, Von der KLX125 bis zur VN1700 Voyager (sofern verfügbar) ziehen die Kawasaki-Partner automatisch 10 % vom Kaufpreis ab.

Hier einige Beispiele: - VN1700 Voyager: Ersparnis 1.959,50 €* - Ninja ZX-10R ABS: Ersparnis 1.649,50 €* - Z1000SX: Ersparnis 1.259,50 €* - ER-6n: Ersparnis 699,50 €* Und bei ausgewählten Modellen älterer Baujahre ist sogar noch ein zusätzlicher Sonderrabatt drin. Selbstverständlich halten die teilnehmenden Kawasaki-Vertragspartner für alle Modelle auch günstige Finanzierungsangebote bereit. Also, zuschlagen: Wenn nicht jetzt, wann dann? * 10 % auf die unverbindliche Preisempfehlung, gültig für den Modelljahrgang 2011, zuzüglich Fracht und Nebenkosten, alle Preise sind Barpreise, keine Kumulierung mit anderen Aktionen möglich, nur solange der Vorrat reicht.

Jetzt steigt die Party Drachenfest am 24. März

Kaum ein anderes Motorrad eignet sich besser für individuelle Umbaumaßnahmen als die W800. Jetzt kann man den Königswellen-Twin in einer auf 50 Exemplaren limitierten Sonderedition direkt mit „Werkstuning“ ordern: Die Basis für die W800 Ltd 50 ist die W800 Special Edition, die schon serienmäßig mit goldenen Felgen, schwarzen Akzenten am Motor und einer stilvollen Tankgestaltung glänzt. Durch den Einzelsitz und die Bikini-Verkleidung aus dem Kawasaki-Zubehörregal erinnert die W800 Ltd 50 schon sehr deutlich an ein Race-Bike aus den wilden Sechzigern. Ein optisches und akustisches Ausrufezeichen setzt die limitierte W durch die schwarze Auspuffanlage im Taper-Shape-Style, die auch beim W800-Cup in der Schweiz eingesetzt wurde. Diese Anlage sieht nicht nur extrem gut aus, sie liefert auch einen standesgemäßen Sound und gute Leistungswerte. Die W800 Ltd 50 ist momentan noch bei allen Kawasaki-Vertragspartnern zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 9.995 €. erhältlich. Am besten schnell zuschlagen, bevor die limitierte Auflage weg ist.

Gäste zu einer entspannten Party – zum ersten Mal im Rahmen des „START 2 RIDE DAY“, einer gemeinsamen Initiative verschiedener Motorradmarken und des IVM (IndustrieVerband Motorrad Deutschland e. V.). Beim Kawasaki Drachenfest trifft man sich, trinkt zusammen einen Kaffee und kann die neuen KawasakiModelle für 2012 live erleben. Zum Beispiel das neue Crossover-Bike Versys 1000. Oder das Power-Flaggschiff ZZR1400. Oder die neue ER-6n und ihre vollverkleidete Schwester, die ER-6f. Dazu kommt ein actionreiches Programm, bei dem jeder Vertragspartner seine eigenen Akzente setzt. Auf jeden Fall können alle

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Stephan und Ulrike Brede (Albert-EinsteinStraße 22, 34225 Baunatal, Telefon 0163/ 5690168, E-Mail: ), hier können Details vor Ort erfragt werden. Also auf zum Edersee, wo neben dem großen Jubiläums-Event auch tolle Motorradstrecken locken. Wer diesen Termin verpasst, ist selber schuld!


Gäste an einem großen Gewinnspiel teilnehmen, bei dem es hochwertige Preise von Kawasaki, Bridgestone und elf zu gewinnen gibt. Einfach die beim Kawasaki-Vertragspartner ausliegende Gewinnspielkarte aus­­­­ fül­ len und vor Ort abgeben oder per Post an Kawasaki Motors Europe N.V., Nieder­ lassung Deutschland, Postfach 1280 in 61363 Friedrichsdorf senden. Schon nehmen Sie an der Verlosung teil. Es lohnt sich also, am 24. März (bei manchen Vertragspartnern auch noch am 25. März) dabei zu sein. Die teilnehmenden Kawasaki-Vertragspartner in Ihrer Nähe finden Sie unter www.kawasaki.de.

Führerschein-Neulinge aufgepasst STARTER-BONUS absahnen

ccm! Wer also z. B. als Direkteinsteiger (ab 25 Jahre) eine Versys 1000 kauft und folgende Anforderungen erfüllt, der kann 1.000 € sparen: : - Wunsch-Motorrad aus den STARTER Modellen 2012 auswählen - Nach dem Erwerb des Führerscheins der Klassen A oder A1 (ausgestellt vom 2.1. bis 31.12.2012) Kauf des Motorrads beim teilnehmenden Kawasaki-Vertrags partner und Zulassung in 2012 - Die Vorlage des Führerscheins ist für die Gewährung des STARTER-BONUS notwendig - Die Anzahl der Motorräder ist begrenzt – also gilt: Nur solange der Vorrat reicht. Ein weiterer Vorteil: Jedes STARTERMODELL kann auch zu günstigen Konditionen finanziert werden (z. B. über das E2B-Programm). Wenn das keine gute Starthilfe ist?

Einsame Spitze! Motorrad 2/2012: „Auf nassen Straßen ist der S 20 mit satter Haftung eine Bank. Sowohl beim Beschleunigen aus Kurven als auch beim starken Verzögern liegt der neue Bridgestone Sportreifen deutlich vor der Konkurrenz und Vorgänger BT-016 Pro.“ PS 2/2012: „Was der neue Bridgestone-HypersportStraßenreifen namens S20 im nassen abzieht, ist eine fette Show. Der nachfolger des schon vor einem Jahr stark verbesserten BT 016 Pro kommt in Sachen Seitenhaftung bei nässe dicht an einen Intermediate-Rennreifen heran. Auch auf dem WetHandling-Kurs, einer dauerbewässerten nassteststrecke, kann er voll überzeugen. Zielgenauigkeit, Handlichkeit, Lenkpräzision und sein Verhalten im grenzbereich sind den Mitwettbewerbern zum Teil deutlich überlegen.“

Bereits im letzten Jahr wurde der STARTER-­ BONUS von vielen neuen Motorradfahrern und -fahrerinnen genutzt. Aufgrund dieses großen Erfolges bietet Kawasaki den STARTER-BONUS auch 2012 an. Für alle, die kürzlich ihren Motorradführerschein gemacht haben (oder gerade dabei sind), haben wir ein besonderes Angebot: Beim Kauf eines STARTER-­Modells gibt‘s einen STARTER-BONUS von 1 € pro

Der neue BRIDgeSTOne Hypersport Reifen Battlax S20 beeindruckt die Tester des Motorrad Test Centers nachhaltig. Auf einem trockenen Testkurs zeigte der S20 seine Überlegenheit im Vergleich mit den Reifen drei weiterer Hersteller. Für alle, deren Ansprüche genau so hoch sind wie die des Motorrad Test Centers, gibt es nur eine Wahl.

Xavier Boog, einer der Stars des Kawasaki Racing Teams in der Motocross-Weltmeister­ schaft, hat sich für die ADAC MX MastersSerie 2012 eingeschrieben. Er wird betreut von Harald Pfeil und seinem Kawasaki Team. Mit dieser Einschreibung wird die ohnehin

Testergebnis: 1. Bridgestone S20 2. Dunlop Sportmax Sportsmart 3. Pirelli Diablo Rosso II

4. Bridgestone Battlax BT-016 PRO 5. Michelin Pilot Power 2CT 6. Michelin Power Pure

getestet: november 2011, Test-Bike: BMW S1000RR, Test-Reifen: 120/70ZR17, 190/55ZR17, Teststrecke - Bridgestone europe Proving ground, Italien, Prüforganisation: MotorradTestCenter, Stuttgart, Deutschland Bridgestone im Internet Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.bridgestone-mc.de

www.bridgestone.eu/S20-test

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ADAC MX Masters-Serie 2012 WM-Star Boog geht auf Titeljagd


Supersport- und Superbike-WM: Sofuoglu siegt, Sykes wird Dritter

Der Weltmeisterschaftsauftakt in Phillip Island verlief äußerst erfolgreich für Kawasaki. Der erste Platz von Kenan Sofuoglu und der zweite seines Teamkollegen Fabien Foret auf Ninja ZX-6R verspricht einiges für die Saison 2012. Gleich in seinem ersten Rennen für die Grünen legte der türkische 600er-Pilot eine

beeindruckende Vorstellung aufs Parkett. In nur einer Runde überholte Sofuoglu die drei im Rennen vor ihm liegenden Fahrer und gab die Führung danach nicht mehr ab. Das ist gleichzeitig der 18. WorldSupersport-Rennsieg für Sofuoglu. „Ich weiß jetzt, dass meine Entscheidung, in die WSS mit Kawasaki zurückzukehren, die richtige war. Denn ich habe ein wirklich gutes Motorrad. Ich glaube, dass mich dieses Bike wieder zum Weltmeister machen kann.“ Teammate Sheridan Morais wurde hervorragender Sechster. Markenkollege Fabien Foret vom Team Kawasaki Intermoto Step Racing profitierte offensichtlich ebenfalls von der Vorarbeit der LorenziniPiloten: „Kenan und Sheridan haben gute Arbeit geleistet, und offensichtlich haben wir von ihnen einige Teile bekommen. Das Bike funktioniert richtig gut.“ Auch in der World Superbike hatte Kawasaki Grund zum Jubeln. Der schon bei den ersten Tests und im Training überzeugende Brite Tom Sykes zeigte auch im Rennen eine tolle Leistung. Platz vier im ersten und Platz drei im zweiten Lauf zeigen, dass sein Team in den letzten Monaten in die richtige Richtung gearbeitet hat. Teamkollege Joan Lascorz hatte Abstimmungsprobleme in Lauf eins, im zweiten Durchgang lief es aber zunächst deutlich besser. Er rangierte direkt hinter Sykes auf dem vierten Platz, ehe ihm in Runde elf das Vorderrad wegrutschte. Dennoch ist auch Lascorz auf dem Weg nach vorn. Kawasaki blickt somit nicht ohne Grund zuversichtlich in die Saison 2012 und auf die kommenden Rennen. Die nächste Veranstaltung findet am 1. April im italienischen Imola statt.

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stark besetzte Masters-Serie nochmals deutlich aufgewertet. Xavier Boog konnte auf seiner KX450F bereits zweimal in der MX 1-Klasse der Weltmeisterschaft einen hervorragenden siebten Gesamtplatz erringen. 2010 wurde er als WM-Newcomer sogar als „Rookie of the Year“ ausgezeichnet. Darüber hinaus stehen schon zwei französische Meistertitel auf seiner Erfolgsliste. Der 24-jährige MX-Profi aus Meyenheim im Elsass war bereits 2011 beim ADAC MX Masters-Event in Holzgerlingen angetreten und hatte beide Läufe souverän für sich entschieden. Das verspricht für die Masters-Rennen 2012 viele spannende Fights mit der Konkurrenz, zum Beispiel mit WM-Pilot Max Nagl, der ebenfalls für die Serie gemeldet hat.


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ENTSPANNUNGS-TOUR

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NEU - Test Ride Kawasaki ER-6f


Die ER-6f erfuhr für 2012 eine komplette Überarbeitung mit vielen Neuerungen. Damit wird die Maschine zum perfekten Allrounder für Leute, die auf schnittige Optik, hohe Alltagstauglichkeit und gute Tourenqualitäten stehen.

Kaum ein anderes Motorrad fährt sich so unkompliziert wie die ER-6f beziehungsweise ihre beiden Schwestern ER-6n/Versys und macht dabei so viel Spaß. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich unterm Helm jubele, obwohl die Kälte den Körper eigentlich in eine Starre verfallen lassen müsste. Ich treffe mich heute mit Freunden, um endlich noch mal gemeinsam ein paar Kurven unter die Räder zu nehmen. Zielregion sind Hinterland, Wittgensteiner Land und Hessisches Bergland. Schon die Namen verraten es, alles am A… der Welt. Aber bestens ge-

eignet zum Kurvenswingen! Und das ist doch das, was zählt – für einen Motorradfahrer! Am vereinbarten Treffpunkt kommen vom rasanten Supersportler bis hin zur komfortablen Reise-Enduro fast alle Bike-Kategorien oberhalb von 750 Kubikzentimetern zusammen. Die Jungs und Mädels sind allesamt alte Hasen und wissen, wo der Gasgriff ist. Oft genug sind wir in dieser Konstellation schon auf Tour gegangen. Auch auf längere Trips wie Gardasee, Dolomiten, französische Seealpen. Hier und jetzt ist aber erst mal Hinterland angesagt, wobei der Name wirklich Programm ist. Und das ist gut so. Hier findet man noch kleine und kleinste Nebenstrecken, die auch sonntags blechleer sind, stattdessen enge und schnelle Kurven sowie stets wechselnden Fahrbahnbelag. Schnell findet man sich hier auf endurotauglichem Belag wieder. Zum Glück kenne ich den Einstieg in die kurze, aber knackige Serpentinenstrecke. Kurz darauf geht’s steil bergauf, mit Asphalt, der die Gabeln und Federbeine bis zum Anschlag fordert. Meine ER-6f macht keine Mucken, federt und dämpft alles raus. Okay, viel schlimmer dürft’s jetzt nicht mehr werden. Aber hier reden wir fast schon von „Offroad-Asphalt“, so schlimm sind die Verwerfungen. An den jeweiligen Bremspunkten macht sich das vergleichsweise niedrige Gewicht bezahlt. Die Bremsanlage verzögert souverän –

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Verdammt! Ist doch noch mal richtig kalt geworden. Minusgrade. Und ich habe letzte Nacht die Küchenkräuter draußen stehen gelassen. Zumindest das Basilikum ist hin. Statt strahlendgrün steht es nun in fahlem Gelb da. Und die ER-6f stand ebenfalls draußen im Hof, weil ich heute in den frühen Morgenstunden losfahren wollte und das alte knatschende Scheunentor sonst die Nachbarn geweckt hätte. Auch am Bike ist das Grün einem anderen Farbton gewichen: weiß, alles weiß. Schon beim bloßen Anblick der „rauhreifen“ Sitzbank friert man. Also die Thermokombi übergestreift und jeden Reißverschluss peinlichst genau geschlossen. Zündschlüssel gedreht und den Starterknopf betätigt. Sie läuft an Anhieb. Also raus auf die Landstraße, dabei immer ein waches Auge auf die Fahrbahnoberfläche, falls es doch noch mal glatt werden sollte.


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Am nächsten Stopp wird viel diskutiert. Über die geile Strecke, aber auch über die Motorräder. „Wieviel PS hat die ER-6f?“, ist eine viel gestellte Frage. „Was, nur 72 PS? Und das is’ ’ne 650er? Echt stark!“ So oder so ähnlich beginnen und enden die Gespräche um meine Begleiterin. Zum Protzen am Motorradtreff sind andere Bikes mit Sicherheit geeigneter, aber ich persönlich bevorzuge Fahrmaschinen. Und zwar solche, die Spaß machen. Zudem passt mir das Underdog-Image viel besser unter die Motorradkombi. Aus Hinterland wird Wittgensteiner Land mit den Hausstrecken früherer Tage. Ist wohl klar, dass ER-6f und ich hier kaum zu halten sind. Das 2012erModell ist noch rasanter gestylt und scheint sich auch motor- wie klangtypisch an dieses Image zu halten. Mit schönem Hämmern aus den seitlichen Luftkanälen, die zur Airbox führen, zieht sie sich und dich immer wieder aus den Kurven heraus. Die serienmäßigen Dunlop-Reifen Roadsmart II unterstützen mit hervorragendem Grip und toller Eigendämpfung – nicht zu unter-

schätzen auf solch forderndem Belag. Tja, hier sind die Strecken eben noch mehr auf die Fahrzeuge für Ackerbau und Viehzucht zugeschnitten. Hier sind noch echte Kerle und Mädels gefordert. Hier sind Weicheier – und das gilt auch für Motorräder – fehl am Platz! Allmählich richten wir die Bikes gen Ost/ Südost aus. Das südwestliche Hessische Bergland soll uns zurück gen Marburg und Gießen bringen. Manche meiner Mitstreiter brauchen nun ein paar Pausen mehr als ich – zum einen, weil ich nicht mehr qualme, zum anderen, weil ich Zeit und Raum vergesse. Die ER-6f bereitet zu viel Fahrspaß, um seine Gedanken an so was wie Pausen zu verschwenden. Beim letzten Break kurz vor dem Endpunkt unserer gemeinsamen Tour nutze ich die Zeit und lasse noch einmal völlig relaxt meinen Blick über die Details der Neuen schweifen. Da hat sich Kawasaki echt ins Zeug gelegt, baut einen komplett neuen Perimeter-Rahmen mit zwei parallel verlaufenden Hauptrohren und eine Doppelrohrschwinge mit Bananenknick rechts, um Platz für den schärfer angestellten Endschalldämpfer zu schaffen. Der Fahrersitzbereich ist dank neuem Backbone-Heckrahmenteil schmaler, ebenso wie das nun 50 Millimeter engere Fußrasten-Arrangement. Hinzu kommen ein neu geformter Tank und der neue Lenker. Dieses modifizierte Ergonomiepaket spürt man – während des Fahrens, aber auch am Ende eines langen Tages, wenn der eigene Gang normalerweise eher John-Wayne-ähnliche Züge annimmt. Der ER-6f-Pilot ist nach solchen Fahraktionen immer noch entspannt, wenn andere längst die rettende Couch oder gleich das Bett anvisieren. Schön abzulesen und anzuschauen das Multifunktionsinstru-

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mit dem Sicherheitspolster eines ABS im Rücken. Beim Rausbeschleunigen erfreut der Zweizylinder mit sanftem Ansprechverhalten und spritzigem Temperament. Nach der Bergsektion folgen Kilometer mit schnelleren Kurven und gutem Belag. Hier kann die f ihre Stärken noch besser ausspielen und macht das Hubraumdefizit locker wett. Wendig, mit leichtem Zug am Lenker sticht sie in die Radien, lässt sich in verzwickten Bögen auch mal zur flotten Korrektur mit den Schenkeln drücken. Die entspannte Sitzposition und der ausreichend breite Lenker gewähren gute Übersicht und erlauben schnelle Richtungswechsel, ohne die Maschine nervös wirken zu lassen.


ment mit analogem Drehzahlmesser. Die Scheinwerferfront wirkt nun moderner, die sauber ins Heckteil eingefasste Heckleuchte bietet LED-Technologie.

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Sportlicheres Design & druckvollerer Motor & stabilerer Rahmen & optimiertes Handling & rauchiger Klang & mehr Tourentauglichkeit = Die richtige Partnerin für alle Tage

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Zufriedener als ich kann man nach einem langen Fahrtag wohl nicht zurückkehren. Völlig entspannt und zufrieden steige ich vom Motorrad. Denke schon über die nächste Urlaubstour mit Gepäck nach. Auch hier hat die f wie die ER-6n zugelegt. 200 Kilogramm Zuladung sind hervorragend. Zumal Kawasaki nun ein hochwertiges Koffersystem anbietet, das aus der Allrounderin f auch eine perfekte MittelklasseTouren­ maschine macht. Da muss ich doch gleich mal ein paar mögliche Termine im Kalender checken …


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Weitere Informationen zur neuen ER-6f (Wallpaper/Technische Daten) >

• bewährter Reihentwin (starr montiert) mit noch mehr Power bis 7000/min • Edelstahl-Krümmeranlage mit Inter­­ferenzrohr für mehr Drehmoment • seitliche Luftführungen für kühle Ansaugluft und sonoren Klang • neuer Papierluftfilter • neuer Kupplungszug für weniger Handkraft • steiler angestellter Schalldämpfer mit vergrößertem Volumen • neuer Doppelrohrrahmen aus hochfestem Stahl mit höherer Zuladung (200 kg) • Backbone-Heckrahmen für schmaleren Sitzbereich und sicheren Stand • Montage von Kofferset oder Topcase nun möglich • mehr Federweg (5 mm vorn und hinten) • Fahrerfußrasten je Seite 50 mm näher zur Mittelachse • 10 mm breiterer Lenker • komfortablere Sitzpolsterung • gut zugängliches Monofederbein rechts • Doppelrohrschwinge in Bananenform rechts und mit Prismen-Kettenspannern • Ninja-Design mit markanter Vollverkleidung und kürzerer, sportlicher Heckpartie • einstellbares Windschild (3 Positionen) • stärker ausgelegte Vorderradfelge • höher gezogener Kraftstofftank • kompaktere Batterie • neue Instrumente mit analogem Drehzahlmesser und Digital-Display • Zündschloss direkt vorm Tank platziert • optimierte ABS-Einheit

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ER-6f, Modelljahr 2012


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NEU - Test Ride Kawasaki ZZR1400

Nachbrenner

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POWER MIT GRIPS

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NEU - Test Ride Kawasaki ZZR1400


Die neue ZZR1400 stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten, keine Frage. Bei einer ersten Testfahrt offenbart sie aber neben schierer Motor-Performance noch ganz andere Qualitäten.

Die ZZR bläht förmlich ihre dicke Ram-AirNüster an der Frontschale auf und holt tief Luft. Wer ab 270 km/h noch Zweifel an der Effizienz eines Ram-Air-Systems hat, der wird schlussendlich hier von den grünen Erfindern eines Besseren belehrt. Ich bin froh, dass die 1400er bei knapp 300 km/h von der Elektronik abgeriegelt wird. Denn sie lässt keinen Zweifel daran, dass das Treiben noch weiter gehen würde. Mir reicht’s aber. Auf öffentlichen Autobahnen ist dieses Tempo eh nur mit einem gehörigen

Risikozuschlag umzusetzen. Doch die Leistungsfähigkeit der ZZR treibt auf normalen Straßen ganz andere, alltagsorientierte Blüten. Ortswechsel: Landstraße. Anfang März, die ersten warmen Sonnenstrahlen, trockene Straßen, ein freier Tag, und unter mir die dicke Grüne! Wo soll’s denn hingehen? Auf die Landstraße natürlich. Dort, wo die ZZR klar macht, was sonst noch geht. Schon in den ersten Kurven überzeugt sie mit einem besonnenen Handling, nicht hypernervös und zappelig wie mancher Supersportler, aber auch nicht so träge wie die meisten großkalibrigen Tourer. Ruhig und berechnend surft der Raumgleiter durchs Kurven-Eldorado. Hier belohnt die etwas straffere Abstimmung der Federelemente mit hervorragendem Feedback, ohne dabei das Thema Komfort zu vernachlässigen. Auch der 20 Millimeter längere Radstand wirkt sich eher positiv aufs Handling aus. Ich genieße förmlich die Dominanz, die von diesem Motorrad ausgeht. Das gilt auch für den Motor, der sich mit angenehm leichter Gasgriffbetätigung zu Leistungsschüben auffordern lässt und dabei stets gelassen wirkt. Ein bis in die kleinste Muskelfaser gestählter Bodybuilder mit sympathischem Understatement. Kompliziertere Kurvenkombis lassen sich getrost auch im

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Freie Bahn. Wahnsinn! Der Kawasaki-Testfahrer vor mir wird allmählich immer kleiner, er gibt Gas. Das Kommando zum Durchladen. Diese Strecke ist ein echter „Teufelskreis“: Nardo, im Süden Italiens, in der Nähe von Brindisi. Eine Kreisbahn von 12,6 Kilometern Länge, durchweg leicht überhöht. In der Sprache der Carrera-Bahn-Anhänger eine nicht endende Steilkurve. Wenn man irgendwo richtig Gas geben kann, dann hier. Also den Hahn komplett gespannt! Aus dem Cruising-Speed von 200 km/h werden schnell galaktische 250, 260, 270. Und es geht noch weiter. Da macht man sich freiwillig schön klein hinter der Vollschale. Erst recht wegen der süditalienischuntypischen Temperaturen von gerade mal vier bis fünf Grad Celsius.


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NEU - Test Ride Kawasaki ZZR1400

Windgesicht

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Dabei darf man auch die direkte wie indirekte mentale Unterstützung nicht unterschätzen: Mit dem Wissen, eine gut funktionierende dreistufige Traktionskontrolle an Bord zu haben, die bei widrigen Witterungs- wie Straßenverhältnissen unterstützend eingreift, fährt es sich gleich viel entspannter. Getoppt wird das Ganze durch zwei Power Modes (Mode „Low“ mit 75 Prozent der Leistung), ein vorzüglich agierendes ABS und eine in der Sporttourerklasse einmalige Rutschkupplung namens Back-torque-Limiter, die beim schnellen Runtersteppen der Gangstufen wirkungsvoll das Stempeln des Hinterrads verhindert. Gerade auf feuchtem Geläuf alles beruhigende Begleiter, wenn eine Kurve mal schneller als erwartet heranfliegt. Wie schon gesagt, die ZZR bleibt völlig cool. Es ist ihr völlig überzeugender Auftritt, der nicht nur Sicherheit ausstrahlt, sondern sie auch de facto bietet. Die wohl gewählten Fahrwerks- und Motordaten führen hier zu einem Gesamtergebnis, das bei aller Leistungseuphorie vor allem eines ist: entspannend. Fernab der Hektik des Motorradwettbewerbs schaffen 1441 Kubikzentimeter Hubraum und 268 Kilogramm Fahrzeugmasse eine solide Basis, um im Alltag unnötigen

Konfrontationen aus dem Wege zu gehen und die vielmehr wahren Qualitäten eines solchen Donnerbolzens zu erfahren. Die ZZR ist dein starker Kumpel, auf den du dich auch in schwierigen Situationen verlassen kannst. Es ist spät geworden bei der Suche nach inneren Werten meiner Begleiterin. Die Sonne steht schon tief und deutet mit orange-rotem Licht auf das Ende eines Fahrtages hin. Wir beide müssen aber zurück in die Heimat. Also Autobahn-Anschlussstelle angepeilt und dann die 44er-Drosselklappengehäuse geflutet. Die Autobahn ist wie leergefegt. Im Nu stehen 200 auf der Uhr, ein Pappenstiel für die ZZR. Lässig und relaxt spulen wir die Restkilometer ab. Auf dem heimischen Hof angekommen, werden schnell noch die Mückengeschwader abgewaschen, die sich mit uns an diesem Tage angelegt und eine vernichtende Niederlage eingesteckt haben. Dann strahlt die in Grellgrünmetallic lackierte Wundermaschine wieder. Eine letzte Gelegenheit, sich nochmals von den schönen Details vereinnahmen zu lassen. Schön, dass die ZZR auch in diesem Punkt ihrem Flaggschiffstatus gerecht wird. Hochwertige Instrumente, Hebeleien und Einstellvorrichtungen, kleine Spaltmaße, glatte Oberflächen mit wenigen sichtbaren Schraubverbindungen, die nötige Portion Kanten, Sicken und Lüftungsschlitze, um das Ganze nicht grobschlächtig wirken zu lassen, filigrane Gussspeichenräder (insgesamt 1,39 Kilogramm leichter), hochwertiges Gunfighter-Sitzpolster etc. Mein Lieblingsbauteil ist die Lenkkopfrohrmutter, stilvoll aus dem Vollen gefräst und stets im Blickfeld des Piloten. Ob die wohl auch an eine meiner Kawas passt? Kurzum, auch optisch bleibt die ZZR1400 nichts schuldig. Und wer hier noch Potenzial zur Verfeinerung sieht, findet auf der Kawa-

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Vierten oder Fünften durchrollen. In solchen Momenten kommt dann auch niemand mehr auf die Frage zu sprechen, ob soviel Leistung denn sein muss. Im Gegenteil, man möchte sie nicht mehr missen. Die schiere Performance ist nur eine Seite der 1400er, die stoische Ruhe und Gelassenheit im Fahralltag die andere. Und wer nach einem prallen Sporttourer sucht, mit dem er auch mal zu zweit tiefer ins Zickzacklabyrinth der Landstraße eintauchen kann, ohne hier die Fassung zu verlieren, liegt mit der ZZR goldrichtig. Taunus, Spessart, Odelwald oder auch die Alpenregionen – alles geht, nein, es macht tierischen Spaß mit diesem Bike.


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Sportlicheres Design & bärenstarker Motor & stabilerer Rahmen & leichteres Handling & höherer Komfort & geringerer Benzinverbrauch = Power-Bike mit Alltagsmanieren

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saki-Homepage (www.kawasaki.de) beim motorradspezifischen Zubehör einige stilechte Zutaten. Neben all den sensationsgeladenen Details, die bei einem Motorrad dieses Kalibers zunächst einmal in aller Munde sind, bietet die große Kawa vor allem Sicherheit und Gelassenheit. Die drei magischen Buchstaben ZZR stehen für deinen besten Kumpel, der neben strammem Bizeps auch das nötige Quentchen Grips und Einfühlungsvermögen mitbringt.


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Weitere Informationen zur neuen ZZR1400 (Wallpaper/Videos/Technische Daten) >

• bärenstarker Reihenvierzylinder mit mehr Hubraum (1441 statt 1352 cm3) • Hochleistungs-Schmiedekolben und stärkere Kurbelwelle/Pleuel • leistungssteigernde Nockenwellen • vergrößerte Bypass-Öffnungen zwischen den Zylindern für geringere Pumpverluste • gut verwaltbares Leistungsangebot dank dreistufiger Traktionskontrolle und zweier Power Modi • Back-torque Limiter (Anti-Hopping-Rutschkupplung) • verstärktes Getriebe • konisch zulaufende Krümmerrohre • automatisch regelndes ISC-Leerlaufventil • neuer Aluminium-Monocoque-Rahmen • neue, 10 mm längere Schwinge • sportlich-straffe Abstimmung der Federelemente • leichtere Gussräder (minus 1,39 kg) • sportlich-kantigeres Design • hochwertiges Cockpit mit viel Liebe zum Detail • optimierte ABS-Abstimmung • komfortableres Sitzarrangement mit Gunfighter-Sitzpolster • neues Design der Seitenverkleidungen mit ausgeprägten Kühlschlitzen • zweiter Lüftermotor für den Kühler • Multifunktionstaste an der linken Lenkerarmatur

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ZZR1400, Modelljahr 2012


Seventies Style

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HISTORY - Kawasaki Z400 (Prototyp) | Download Wallpaper


DER HERAUSFORDERER

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History - Kawasaki Z650


Nur vier Jahre nach dem Erscheinen der legendären 900Z1 Super Four holt Kawasaki zum zweiten Schlag auf die Viertaktwelt aus. Zur IFMA 1976 präsentiert man die Z650 – der Startpunkt für eine neue Modellreihe. richtig gemacht, auch in den USA sind die Leute wie besessen von diesem Bike. In Deutschland wächst der Marktanteil Kawasakis erstmals auf rund fünf Prozent. Der Viertaktzug ist ins Rollen gekommen.

Noch im Herbst 1973 bläst Kawasaki in den USA zur zweiten Attacke. Parallel zum Superbike-Image der Z1 will man ein alltagstaugliches Konzept mit deutlich weniger Hubraum und Leistung, stattdessen geringerem Kraftstoffverbrauch und einfacherer Bedienbarkeit lancieren: die Z400 (D). In den US-Zeitschriften werden Anzeigen geschaltet, die zwei Herren im Anzug mit Aktenkoffern auf der Z400 beim Pendeln zur Arbeit (Commuting) zeigen und dabei gerade einen voll besetzten Linienbus überholen. „More Smiles per Gallon“ (mehr Lächeln pro Gallone/3,8 Liter) heißt der Slogan, die Leute im Bus und auch die beiden Fahrer haben ein breites Grinsen im Gesicht. Dieses Bike ist erst

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Anfang der Siebzigerjahre ist die Motorradwelt komplett in Aufruhr. Motorräder sind wieder absolut in, Zweitakt-Motoren hingegen allmählich out – von einigen standfesten Vertretern dieser Motorengattung mal abgesehen. Auch Kawasaki befindet sich im Umbruch. Wenn auch das Zweizylinder-Viertaktmodell W1 nebst Nachfolgern Ende der Sechziger nur wenig erfolgreich war, startet man trotzdem durch. Mit der zur IFMA 1972 präsentierten 900 Z1 (Super Four) beschreitet man neue Wege, und das nicht nur motorentechnisch. In den USA etwa wird ein komplett neues Vertriebsnetz mit großen Zentralen an der Ost- wie Westküste installiert, der Budgetaufwand für Vertrieb und Marketing übersteigt alles bislang Dagewesene auf dem Motorradmarkt. Kein Wunder bei einem Land, das allein aufgrund seiner Größe und der sehr unterschiedlichen Besiedelung für jeden Vertrieb eine besondere Herausforderung darstellt. Die Weltpremiere zur IFMA in Köln 1972 wird zur Supershow, das Bike ist stets dicht umlagert. Der Aufwand, den Kawasaki weltweit betreibt, wird belohnt. Auf den großen Märkten in Europa und in Nordamerika wird die Z1 zum riesigen Verkaufserfolg. Der damalige Deutschland-Importeur Detlev Louis kann schon im ersten Jahr (1973) rund 2500 Einheiten absetzen, und das zu einem Preis von 7200 DM. Die Nachfolgemodelle Z1A (1974) und Z1B (1975) toppen das Ganze noch mal mit rund 1000 Stück mehr, trotz des um 1300 DM gestiegenen Kaufpreises. Kawasaki hat alles


HISTORY - Kawasaki Z400 B1, Modelljahr 1978 | Download Wallpaper

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Seitenableger

der Anfang, parallel zu der sportlichen auch eine alltagstaugliche Modellschiene bei Kawasaki zu inplantieren. Die Nachwirkungen des Kultfilms „On any Sunday“ (für den Oscar nominierter Dokumentarfilm über die Motorradszene in den USA mit Steve McQueen) zeigen klare Auswirkungen. Die Öffentlichkeit in den USA steht zu diesem Zeitpunkt dem Thema Motorrad wesentlich aufgeschlossener gegenüber als etwa in Deutschland, wo man das Rocker- und Rebellen-Image noch nicht ad acta gelegt hat. Die Z400D2 ist 1975 auch das erste Bike, das im neuen Kawasaki-Werk in Lincoln/Nebraska vom Band läuft. Szenenwechsel. Deutschland, ein Jahr später. Motorräder sind weiterhin auf Erfolgskurs. Kawasaki hat eine eigene deutsche Niederlassung, die Kawasaki Motoren GmbH, in der Berner Straße 40-44 in Frankfurt gegründet. Präsident ist der schon ins Projekt Z1 eingebundene Verkaufs- und Vertriebsspezialist Osamu Sam Tanegashima. Zur IFMA in Köln wird die zweite große Entwicklungsstufe des großen Vierzylinders gezündet, die Z1000. Nicht weit davon entfernt steht ein sehr leicht wirkendes neues Vierzylinder-Viertaktmotorrad, die Z650. Auf den ersten Blick die Bonsai-Ausgabe des großen Reihenvierers, entpuppt sich die 650er schnell als komplette Neuentwicklung. Kein Geringerer als Z1-Ingenieur Gyoichi Ben Inamura hat auch hier Hand angelegt und ein weiteres epochales Motorrad auf die Räder gestellt. Wichtigster Unterschied beim Motor ist die gleitgelagerte Kurbelwelle, die geringere Geräuschentwicklung, mehr Standfestigkeit, längere Lebensdauer und niedrigere Produktionskosten garantiert. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Primärtrieb, der hier über


Zeitlose Eleganz

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HISTORY - Kawasaki Z650 F2, Modelljahr 1981 | Download Wallpaper


Das ist auch wichtig, denn Drehzahlen sind ein Rezept, um der meist hubraumstärkeren Konkurrenz ein Schnippchen zu schlagen. Vor allem auf kurvenreicher Strecke macht die handliche, rund 220 Kilogramm (vollgetankt) leichte Z650 (B1) dem Markennamen Kawasaki alle Ehre. Bereits ab 3000/min bietet die kurz übersetzte Maschine ordentlich Leistung, ab 6000/min wird dann noch mal richtig nachgeladen bis zum roten Bereich, der bei 9000/min beginnt. 66 Vollblutpferde werden bei 8500/min in den strammen Galopp geschickt, 193 km/h Spitze sind möglich. In nur 5,2 Sekunden beschleunigt die kleine Z aus dem Stand auf die magischen 100 km/h. Die meist 30 bis 40 Kilogramm schwereren 750er haben da ihre Mühe zu folgen, vor allem auf kurvigem Geläuf wirken deren Rösser eher wie müde Arbeitspferde. Die Federelemente mit 140 Millimetern Federweg vorn und 70 Millimetern hinten gelten unter Fachjournalisten als komfortabel. Nur die Bremsanlage mit einer Scheibe vorn fordert bei sportlicher Fahrweise ein hohes Maß an Schmalz im Ärmel. Die Dosierbarkeit wird dadurch nicht besser. Kawasaki bessert 1978 beim Folgemodell B2 für Deutschland nach und stattet die kleine Z mit zweiter Bremsscheibe aus. Die Bremszangen sitzen nun hinter statt vor den Tauchrohren, um die Trägheitsmomente um die Lenkachse zu

reduzieren. Die Schwinge ist nun in hochwertigen Nadellagern statt verschleißanfälliger Kunststoffbuchsen geführt. Parallel zur B2 wird das Modell C2 vorgestellt, ursprünglich nur für den US-Markt vorgesehen. EnkeiGusräder mit sieben Speichen, eine Scheiben- statt einer Trommelbemse hinten sowie die gefällige Lackierung in Metallic Stardust Silver (wie die Z1-R) sind die wichtigsten Neuerungen. Außerdem vertreibt Kawasaki 1978 in Deutschland eine auf 200 Exemplare limitierte Sonderserie namens Z650LTD, mit der in Deutschland ein Markencup ausgefahren wird, allerdings nur für ein Jahr. Populärer in Deutschland wird 1979 die C3 mit gelochten Bremsscheiben und Sintermetallbelägen. Denn damit waren gut dosierte Bremsmanöver bei nassen Bedingungen kein Hexenwerk mehr. Noch mehr auf Show machte aber im gleichen Modelljahr die Z650SR mit 14,3Liter-Tropfentank, etwas längerer, ein Grad flacher angestellter Gabel, Highway-Lenker, 130er-Hinterradreifen mit 16 Zoll Durchmesser und schön verschlungener Krümmeranlage à la Boa Constrictor. Ausgerechnet diese Krümmerrohre scheinen für die nicht ganz so füllige Leistungskurve zwischen 4000 und 6500/min verantwortlich zu sein. Das kann dem Erfolg der SR aber keinen Abbruch tun, schon nach einem Verkaufsmonat rollt rund ein Drittel des Jahreskontingents von 900 Maschinen auf Deutschlands Highways. Der Softchopper trifft den Nerv der Zeit, cooler Auftritt zählt mehr als echte Muckis. 1981, im letzten Jahr für die SR, kommt die Z650F (Version F2) auf den Markt. Die kontaktlose Zündanlage und eine zuverlässigere Zahnkette zum Nockenwellenantrieb stammen von der neuen Z750E. Mit 67 PS liegt sie genau 10 Pferdestärken unter der größeren Schwester. Mit dem Modell F3 anno 1982 halten dann auch die mittlerweile obligatorischen Gleichdruckvergaser Einzug ins 650er-Fahrwerk – zur gleichmä-

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eine Mehrfachzahnkette mit Vorgelegewelle statt über geradverzahnte Zahnräder erfolgt. Hinzu kommt eine Änderung am Ventiltrieb: Die 650er hat die Einstellplättchen (Shims) zur Justierung des Ventilspiels nicht mehr wie bei 900er und 1000er zwischen Tassenstößel und Nockenwelle, sondern zwischen Tassenstößel und Ventilschaft platziert. Somit geraten die Shims deutlich leichter, sitzen besser fixiert im Tassenstößel und versprechen so mehr Drehzahlfestigkeit.


ßigeren Leistungsentfaltung. Die Kotflügel sind inzwischen nicht mehr verchromt, sondern lackiert. 1983 folgt dann die letzte Version der erfolgreichen 650er, die F4. Doch die Tage der luftgekühlten Z sind bereits gezählt, die neue R-Generation der GPZ-Modelle mit wassergekühlten Triebwerken steht bereits vor der Tür.

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Rasantes Design & leistungsfreudiger Reihenmotor & handliches Fahrwerk = Das richtige Rezept zur Jagd auf 750er

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Mit dem Abverkauf von F4-Restbeständen in 1984 endet die Ära der Z650 – eines Motorrads, das zwar immer ein wenig im Schatten der großen Z1 gestanden, in technischer Hinsicht aber schon eine modernere Generation von Reihenvierzylindern eingeläutet hat. Gleitgelagerte Kurbelwellen oder Einstellshims zwischen Nockenwelle und Ventilschaft sind bis heute aktuell geblieben. Sie ist ohne Frage ebenfalls eine Legende. Eine, die nicht dem Streben nach mehr Hubraum gefolgt ist, sondern durch ein überzeugendes Leistungspaket die Horde der 750er aufgemischt hat. Kein Wunder, dass Kawasaki zur IFMA 1990 das Thema erneut aufgreift und mit der Zephyr 750 – dem legitimen Nachfolger der Z650 – noch mal für einige Jahre erfolgreich durchstartet.


Highhlliigghhttss Z650 (B1), Modelljahr 1977 • Völlig neu konstruierter Reihenvierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen • gleitgelagerte Kurbelwelle • Einstellshims für die Justierung des Ventilspiels zwischen Tassenstößel und Ventilschaft • Primärtrieb über Mehrfachzahnkette • Super-Leistungsgewicht: 66 PS bei 220 kg Leergewicht (vollgetankt); 3,3 kg pro PS oder 0,3 PS pro kg • handliches Fahrwerk mit gutem Komfort • hochwertiges Design, angelehnt an die 900Z1

2012 jährt sich das Geburtsjahr der Z-Modelle zum 40. Mal. 1972 brachte Kawasaki sein erstes großes VierzylinderViertaktmotorrad mit dem Modellkürzel Z – die 900 Z1. Ihr folgten zahlreiche ZBaureihen bis hin zu den kleinen Ein- und Zweizylindern. Zwischendurch griffen die Zephyr-Modelle das Thema luftgekühlter Vierzylinder wieder auf. Ein absoluter Neubeginn war die Ära der modernen wassergekühlten Zs ab dem Modell Z1000 (2003) und Z750 (2004), die mit den aktuellen Z750, Z750R und Z1000 in der Gegenwart angelangt ist. Kawasaki hat einige Dinge bis zur INTERMOT 2012 in petto, verraten wird aber noch nichts. Schauen Sie auch mal in die News unter „Z-Treffen“!

Weitere Informationen zur Z650 (Wallpaper/Videos/Technische Daten) >

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40 Jahre Z - Großes Jubiläum


IMPRESSUM

Auf der GTonline-Website wartet ein großes Gewinnspiel mit aufregenden Preisen!

1. Preis: Ein Wochenende zum MX-Masters-Finale in Holzgerlingen Gewinnen Sie ein Wochenende für 2 Personen zum MX-Masters in Holzgerlingen vom 15.-16. September 2012. Besuchen Sie mit Kawasaki das Finale der MX-Masters-Serie. Der hier verloste Gewinn beinhaltet folgende Leistungen (genauere Modalitäten nach Absprache mit der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit): • • •

2 Eintrittskarten für Samstag und Sonntag Besuch des Kawasaki Team Pfeil mit Betreuung durch Kawasaki-Mitarbeiter 2 Übernachtungen/Frühstück für 2 Personen im nahe gelegenen Hotel

Fotografie: Daniel Geiger (Vorwort, 900Z1, Z650), Kawasaki (alle Modellberichte), Werksbilder Autoren: Andi Seiler, Andreas Manzato Verantwortlich für den Inhalt: Andi Seiler

2.-3. Preis: Jeweils ein Kawasaki Racing Team-Bademantel Ein gelungenes Wochenende, die Temperaturen perfekt, die gewählte Motorradstrecke grandios, und hinterher nur noch entspannen im Kawasaki Bademantel mit Wohlfühlfaktor ...

4.-10. Jeweils ein „MX Bär Schlüsselanhänger“ Jedem sein Bärchen! Das ideale Anhängsel für den Schlüsselbund

Jetzt mitmachen und gewinnen! Alle Details und Gewinner der letzten Ausgabe finden Sie hier > Einsendeschluss: 25.05.2012 | Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Leider können wir die Preise nicht in bar auszahlen.

Redaktion: Andi Seiler, Christiane Urban, Andreas Manzato Layout: Netplan Medienservice GmbH Michael Kossowski www.netplan-online.de Wir freuen uns über jede Zuschrift, können jedoch für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder keine Haftung übernehmen.

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Gewinnspiel

Herausgeber : Kawasaki Motors Europe N.V. Niederlassung Deutschland Max-Planck-Straße 26 61381 Friedrichsdorf Telefon (06172) 734-0 Telefax (06172) 734-185 E-Mail: info@kawasaki.de


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