Issuu on Google+

Prüfstelle Die

für Brandschutztechnik AUSGABE

7/2012

Feuerwehr Die Österreichische

im Heft 9/2012

Foto: Brandschutztechnik BST GmbH

Nachrichten der Prüfstelle des Östereichischen Bundesfeuerwehrverbandes

Neuerungen bei den Technischen Richtlinien Vorbeugender Brandschutz

TRVB 128 NEU Für den Inhalt dieses Heftes verantwortlich: Prüfstelle für Brandschutztechnik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes GesmbH

FW_2012_25-25_PBST.indd 1

17.09.12 17:15


WANDHYDRANTEN LÖSCHWASSERTECHNIK UND

VON

BRANDSCHUTZTECHNIK

Ihr One-Stop-Shop auf dem Weg zur sicheren und zugelassenen Löschwasseranlage: Sparen Sie Zeit und Geld, beziehen Sie kompetente Beratung und komplette Ausstattung aus einer Hand.

• •

Beratung und Lieferplanung über hundert reguläre Varianten für alle Anwendungen: Löschwasserleitungen nass, nass/trocken, trocken

• • • • •

Sonderanfertigungen nach Maß Schaumhydranten, Feuerlöscherschutzschränke Feuerlöscher von Gloria, Zubehör, Rohrbrandmanschetten Druckerhöhungsanlagen, Füll- und Entleerungsstationen Sicherungseinrichtungen gemäß EN 1717: kompakte Systemtrenner und Vorlagebehälter gemäß TRVB 128

Tel 05223-41 411 Fax 05223-46 411 Gewerbepark 32, 6068 Mils E-Mail: info@bst.at – Web: http://www.bst.at/

FW_2012_26-32_PBST.indd 26

17.09.12 17:15


K

e

trvb 128 s 3

Die Prüfstelle für Brandschutztechnik 7/2012

Neuauflage der TRVB 128 S: Ortsfeste Löschwasseranlagen nass und trocken Löschwasseranlagen reduzieren den Zeitbedarf vom Eintreffen der Feuerwehr beim Brandobjekt bis zum Beginn der wirksamen Löschmaßnahmen erheblich. Durch das vorhandene Löschwasserleitungssystem muss ein Großteil der sonst notwendigen Schlauchleitungen nicht vorgetragen werden. Besonders bei komplexen Gebäuden ist eine Löschwasseranlage unverzichtbar, da die Entfernungen von einem Gebäudezugang mit einem Fahrzeugaufstellplatz weit mehr als 100 m betragen können. Nasse Löschwasseranlagen können für die Erste und Erweiterte Löschhilfe eingesetzt werden. Ing. Martin Mittnecker

D

ie Ausgabe der TRVB 128 S (Ausgabe 2012) ist eine Neuausarbeitung der Anforderungen an ortsfeste Löschanlagen nass und trocken.

Folgende Ausführungsvarianten wurden vorgesehen:

Ausführung 0 trockene Löschwasseranlage mit Schlauchanschlüssen (für die Feuerwehr) Ausführung 1a nasse Löschwasseranlage mit Wandhydranten (60 l/min. Systemleistung) ausgestattet mit formstabilem D-Druckschlauch (keine Anschlussmöglichkeit, C-Festkupplung für die Feuerwehr) Ausführung 1b Kombination aus nasser Löschwasseranlage mit Wandhydranten ausgestattet mit formstabilem D-Druckschlauch (Ausführung 1a) und trockener Löschwasseranlage (Ausführung 0) Ausführung 2a nasse Löschwasseranlage mit Wandhydranten ausgestattet mit formstabilem D-Druckschlauch mit Anschluss (C-Festkupplung) für die Feuerwehr (300 l/min. Systemleitung, keine gleichzeitige Verwendung mehrerer Wandhydranten, für Gebäude mit einer zellenartigen Struktur, wie Büros, Krankenanstalten, Pflegeheime, Beherbergungsbetriebe, Wohngebäude) Ausführung 2b nasse Löschwasseranlage mit Wandhydranten ausgestattet mit formstabilem D-Druckschlauch mit Anschluss (C-Festkupplung) für die Feuerwehr (600 l/min. Systemleitung, gleichzeitige Verwendung von zwei Wandhydranten, für Gebäude mit einer hallenartiger Struktur, wie Betriebsgebäude, Einkaufszentrum) Ausführung 3 nasse Löschwasseranlage mit Wandhydranten, ausgestattet mit faltbaren C-Druckschläuchen Erfordernisse nach OIB

Im Österreichischen Baurecht ist durch die OIB Richtlinien (gültig in Vorarlberg, Tirol, Steiermark, Wien und Burgenland; in Vorbereitung in Kärnten und Oberösterreich) das Erfordernis von Wandhydranten angeführt bzw. kann aus folgenden Punkten abgeleitet werden.

FW_2012_26-32_PBST.indd 3

OIB RL 2 - Brandschutz

• P  unkt 3.10.2 – Erste und Erweiterte Löschhilfe „In Gebäuden der Gebäudeklasse 5 mit mehr als sechs oberirdischen Geschoßen müssen in jedem Geschoß Wandhydranten mit formbeständigem D-Schlauch und geeigneter Anschlussmöglichkeit für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vorhanden sein. Abweichend davon genügt bei Gebäuden, die ausschließlich Wohnzwecken dienen, eine trockene Löschleitung mit geeigneter Anschlussmöglichkeit für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung in jedem Geschoß.“ • Punkt 6.1 – Zugänglichkeit für die Feuerwehr „ .... Bei Gebäuden, bei denen die Zugänglichkeit für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung nicht ausreichend gegeben ist, können zusätzliche brandschutztechnische Maßnahmen erforderlich werden.“ • Punkt 7.3.11 – Beherbergungsstätten, Studentenheime sowie andere Gebäude mit vergleichbarer Nutzung „In Beherbergungsstätten mit mehr als 100 Gästebetten müssen in jedem Geschoß Wandhydranten mit formbeständigem DSchlauch und geeigneter Anschlussmöglichkeit für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vorhanden sein.“ • Punkt 7.4.3 – Verkaufsstätten „ .... das Erfordernis von Geräten der Erweiterten Löschhilfe im Einvernehmen mit der Feuerwehr unter Berücksichtigung der

17.09.12 17:15


4 trvb 128s

Die Prüfstelle für Brandschutztechnik 7/2012

Brandlasten sowie der technischen Brandschutzeinrichtungen festzulegen und bereitzustellen.“ OIB RL 2.1 – Brandschutz bei Betriebsbauten

• Punkt 3.11.1 – Sonstige Brandschutzmaßnahmen „Abhängig von der Art bzw. Nutzung des Betriebes müssen in Betriebsbauten geeignete Mittel der Ersten Löschhilfe und in Produktions- oder Lagerräumen mit einer Netto-Grundfläche je Geschoß von mehr als 1.800 m² Wandhydranten in ausreichender Zahl vorhanden sowie gut sichtbar und leicht zugänglich angeordnet sein.“ OIB RL 2.2 – Brandschutz bei Garagen, überdachten Stellplätzen und Parkdecks

• Punkt 5.8.2 – Erste und Erweiterte Löschhilfe „Für die Erweiterte Löschhilfe müssen (a) in Garagen mit einer Nutzfläche von mehr als 1.600 m², (b) in Garagen mit mehr als zwei unterirdischen sowie (c) in Garagen mit mehr als drei oberirdischen Geschoßen Wandhydranten mit formbeständigem D-Schlauch und geeigneter Anschlussmöglichkeit für die Feuer-

FW_2012_26-32_PBST.indd 4

17.09.12 17:15


Die Prüfstelle für Brandschutztechnik 7/2012

trvb 128s 5

wehr zur Brandbekämpfung vorhanden sein und so verteilt werden, dass jede Stelle der Garage mit Löschwasser erreicht wird.“ • Tabelle 3 – Anforderungen an Parkdecks, Zeile 10 – Erste und Erweiterte Löschhilfe „ .... mehr als 3 Stellplatzebenen: trockene Steigleitungen im Bereich der Zugänge zu den Stellplatzebenen“ OIB RL 2.3 – Brandschutz bei Gebäuden mit einem Fluchtniveau von mehr als 22 m

• Pkt 2.10.2 und 2.10.3 – Erste und Erweiterte Löschhilfe „Es müssen in jedem Geschoß Wandhydranten mit formbeständigem DSchlauch und zusätzlicher geeigneter Anschlussmöglichkeit für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung vorhanden sein. Die Anzahl und Anordnung der Wandhydranten ist so festzulegen, dass mit dem formbeständigem D-Schlauch jeder Punkt eines Brandabschnittes erreicht werden kann, wobei jedenfalls in unmittelbarer Nähe jedes Sicherheitstreppenhauses ein Wandhydrant vorhanden sein muss. Abweichend von Punkt 2.10.2 ist in Gebäuden mit einem Fluchtniveau von nicht mehr als 32 m mit ausschließlicher Wohnnutzung die Errichtung einer trockenen Steigleitung ausreichend.“ In der TRVB wurden auch die Anordnung und die Einbaulage der Wandhydranten genau festgelegt. Aufgrund der Bestimmungen der ÖNORM EN 671-1 darf die maximale Schlauchlänge nur 30 m betragen. Sonderausführungen Es wurden auch Sonderausführungen, wie die Schmalhydranten in den Ausführungen „SF“ Schlauchhaspel am Auszug (nur für Wartungszwecke ausziehbar) fix montiert und Ausführung „SD“ Schlauchhaspel am Auszug drehbar montiert, aufgenommen. Schmalhydranten haben in der Ansichtsfläche eine Breite von mindestens nur 240 mm und eine Höhe von mindestens 950 mm, dafür aber eine Tiefe von 700 mm. Die Ausführung „SF“ darf nur angewendet werden, wenn der Schlauch annähernd im rechten Winkel zur Haspelachse abgezogen werden kann. Bei den Schaumhydranten wurden drei Ausführungsvarianten in die TRVB aufgenommen: S  chaumhydrant Ausführung „K“ Enthält zusätzlich zum Strahlrohr eine

FW_2012_26-32_PBST.indd 5

Schaumpistole mit mindestens 2 l Schaummittelbehälter, kann ergänzend zu den Wandhydranten, Ausführung 1a, 1b, 2a und 2b verwendet werden.  Schaumhydrant Ausführung „M“ Ist mit einem Injektionszumischer zwischen Ventil und Haspel sowie einem DSchaumrohr oder einem Schaumaufsatz zum D-Hohlstahlrohr oder Kombischaumrohr, ausgestattet. Es werden

mindestens 20 l Schaummittel bevorratet, kann ergänzend zu den Wandhydranten, Ausführung 1a, 1b, 2a und 2b verwendet werden. Schaumhydrant Ausführung „G“ Ist mit einem Injektionszumischer zwischen Ventil und Haspel (20 m C-Druckschlauch faltbar) sowie einem CSchaumrohr oder einem Schaumaufsatz zum C-Hohlstahlrohr oder Kombi-

17.09.12 17:15


6 trvb 128s

schaumrohr (S2 oder S4 bzw. M2 oder M4), ausgestattet. Es werden mindestens 40 l Schaummittel bevorratet, kann ergänzend zu den Wandhydranten, Ausführung 3 verwendet werden. Der unmittelbare (direkte) Anschluss von Schaumhydranten an Trinkwasserleitungssysteme ist nicht zulässig.

Die Prüfstelle für Brandschutztechnik 7/2012

Details und weitere Neuerungen

In der TRVB werden detaillierte Anforderungen an Druckerhöhungsanlagen (Energieversorgung, Pumpenleistung, Vorlagebehälter, Zwischenbehälter) NassTrocken-Anlagen, Rohr- und Systemtrenner, Druckminderer, Steinfänger und die Sprinkleranlage (wenn sie die Löschwasseranlage versorgt) gestellt.

Neu aufgenommen wurden Bestimmungen über eine Trinkwasserabschottung, um große Wasserverluste über das Trinkwassernetz im Brandfall zu verhindern. Bei der Dimensionierung der Löschwasseranlagen wurde als Strahlrohr für die Feuerwehr nicht mehr das C-Mehrzweckstrahlrohr angenommen, sondern ein C-Hohlstrahlrohr. Die Ausführungen 0, 1b, 2b und 3 erlauben die gleichzeitige Verwendung von 2 C-Hohlstrahlrohren. Die mögliche Verwendung von C-Hohlstrahlrohren hatte auch zur Folge, dass der Mindestdruck am hydraulisch ungünstigst gelegenen Wandhydranten auf 4 bar (0,4 MPa) erhöht. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu erhöhen, wurde prinzipiell bei Druckerhöhungsanlagen eine Redundanz der Pumpen gefordert, wobei jedoch die Leistung je Pumpe nur 50% der Systemleitung beträgt. Das Durchspülen der Löschwasseranlagen durch andere Verbraucher (WC) führt zu keiner Verbesserung der Trinkwasserhygiene. Trotz dieser Durchspülung muss man mit Stagnationswasser in der Löschwasseranlage rechnen. Das Durchspülen hat sich sogar als eher negativ erwiesen. Die­s e Durchspülung ist daher nicht mehr auszuführen. Bei der Planung von Löschwasseranlagen (ausgenommen Ausführung 0) sind daher die Bestimmungen der ÖNORM EN 1717 unter Berücksichtigung der W 77 (ÖVGW Ausgabe 2012) anzuwenden. 5-jährige Revision erforderlich

Löschwasseranlagen sind einer Abschlussprüfung und einer Revision (5 Jahre) zu unterziehen. Die Abschlussprüfungen und die Revisionen von Löscherwasseranlagen haben durch eine Person zu erfolgen, welche über die erforderliche Fachkenntnis, Prüfpraxis sowie die erforderlichen Messgeräte verfügt. Die Abschlussprüfung des eigenen Gewerkes ist nicht zulässig. Die erforderlichen Fachkenntnisse sind durch eine Prüfung bei der Anerkennungskommission des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes und der österreichischen Brandverhütungsstellen nachzuweisen.

Durch den Betreiber sind Löschwasseranlagen einer vierteljährlichen und einer jährlichen Prüfung zu unterziehen. Es ist ein Kontrollbuch zu führen. Löschwasseranlagen sind nach den Grundsätzen der ÖNORM F 30 durch konzessionierte Unternehmen in Stand zu halten.

FW_2012_26-32_PBST.indd 6

17.09.12 17:15

Promotion

Eigenkontrolle und Dokumentation


Die Prüfstelle für Brandschutztechnik 7/2012

honeywell 7

Überwachung und Steuerung von raumlufttechnischen Anlagen Honeywell Life Safety Austria und G&P AIR SYSTEMS haben in Zusammenarbeit die Überwachung und Ansteuerung von Brandschutzklappen und Brandrauchsteuerklappen revolutioniert.

D

abei werden moderne Brandmeldeanlagen mit dem Einsatz spezieller Feldbusmodule zur optimalen Schaltzentrale für das Gewerk Raumlufttechnik, welches bisher einer separaten Verkabelung, Zentrale und Visualisierung bedurfte. Durch diese Zusammenlegung können Errichter und Endkunden viel Geld sparen. Und das Beste daran: Die Lösung entspricht nicht nur aktuellen Normen, sondern bringt neben der Kosteneinsparung auch ein erhöhtes Maß an Sicherheit. Schon immer war es notwendig Brandschutzklappen und Brandrauchsteuerklappen im Brandfall in die sichere Position zu bringen. Daher war traditionell die

Brandmeldeanlage eines Gebäudes mit Steuerkontakten an die raumlufttechnische Steuerzentrale angeschlossen, sodass Alarme eines Brandmelders die vordefinierten Klappen in die richtige Position bringen konnten. Dabei wurden alle Klappen von einem separaten System inkl. eigener Verkabelung, Zentrale und Visualisierung überwacht und angesteuert. Durch die Zusammenarbeit des RaumluftSpezialisten G&P AIR SYSTEMS mit dem renommierten Hersteller Honeywell Life Safety wurden die Esser by Honeywell Brandmeldeanlagen so optimiert und weiterentwickelt, dass sie den Anforderungen einer solchen Überwachung und Steuerung gerecht werden. In aufwendigen Tests wurde sowohl die Brandbeständigkeit als auch die Funktionalität der weiterentwickelten Brandmeldeanlage gemäß ÖNORM F 3001, ÖNORM EN 1366-2 (ÖNORM H 6025) und gemäß ÖNORM EN 1366-10 (ÖNORM H 6029) positiv geprüft. Damit wurde sowohl die Funktionalität bei erhöhter Raumtemperatur als auch jene unter Brandlast wie in der ÖNORM F 3001 gefordert nachgewiesen. Somit können Errichter und Endkunden nun ein und dasselbe System sowohl als Brandmeldean-

Promotion

Status quo: getrennte Systeme, doppelter Kabelaufwand, eingeschränkte Möglichkeiten.

Zukunftsorientierte Lösung: ein Komplettsystem für Brandmeldung und Brandschutzklappensteuerung/ -überwachung. www.hls-austria.at, www.gp-airsystems.com

FW_2012_26-32_PBST.indd 7

lage als auch als Überwachungs- und Steueranlage für raumlufttechnische Klappen einsetzen. Dies spart Kosten bei der Installation und Instandhaltung. Bis zu 127 der neuen Busmodule von Esser by Honeywell, sogenannte FCT-Koppler, können auf einer redundanten Ringleitung installiert werden. Sollte irgendwo ein Kurzschluss oder Drahtbruch auftreten, können alle Module ohne Einschränkungen weiter arbeiten und der Leitungsfehler wird an der Brandfallsteuerzentrale IQ8Control gemeldet. Die Module können einzeln konfiguriert werden, sodass Fail-Safe Positionen, z.B bei Ausfall der Stromversorgung der Klappe, sowie Laufzeiten individuell an die jeweilige Klappe angepasst werden können. Systemintegration mit vielen Vorteilen

Das neue Ringbus-System von Esser by Honeywell bietet zahlreiche Vorteile: • Weltweit bewährte und zertifizierte BusTechnologie mit individuell abschaltbaren und konfigurierbaren Modulen ermöglichen eine kurzschluss- und unterbrechungssichere Technologie und bieten somit ein Höchstmaß an Sicherheit. • Reduzierung der Brandlast in einem Gebäude durch Verringerung der Kabelmenge. Es ist nur mehr ein Buskabel für Datenverkehr der Brandmelde-, Klappenüberwachungs- und Steueranlage und ein Spannungsversorgungskabel zur Energieversorgung der Klappenantriebsmotore notwendig. • Kosten- und Platzeinsparungen, da Kabeltrassen entfallen können und noch weniger Verrohrungen und Verkabelungen notwendig werden. • Flexible Zuordnung von Brandschutzklappen, Entrauchungsklappen und Steuer- bzw. Meldekontakten auf unterschiedlichen bzw. geänderten Brandabschnitten. • Zertifiziert nach höchsten Standards im In- und Ausland. • Jährliche Produktions und QualtitätsAudits durch unabhängige, akkreditierte Stellen.

17.09.12 17:15


32 hoyer

Feuerwehr 9/2012

Brandschutzkonzept Es bleibt immer noch die Hoffnung, von einem Brandfall nicht betroffen zu sein. Das ist eine Variante. Die weitaus vernünftigere ist, Vorsorge zu treffen, um Personen, Sach- und Objektwerte zu schützen und nichts und niemanden unnötig in Gefahr zu bringen. Ein erster Schritt ist die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes, in dem sämtliche Maßnahmen konzeptionell erfasst werden, um die Ziele für das angestrebte Schutzniveau zu erreichen.

D

iese Schutzziele können selbst definiert werden. Auf jeden Fall sind folgende Schutzziele in den Bauordnungen definiert, deren Einhaltung somit zur gesetzlichen Verpflichtung wird: Die Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch muss innerhalb des Bauwerks begrenzt werden. Die Ausbreitung von Feuer auf benachbarte Bauwerke muss begrenzt werden. Die Bewohner müssen das Gebäude unverletzt verlassen oder durch andere Maßnahmen gerettet werden können. Die Sicherheit der Rettungsmannschaften muss berücksichtigt werden und wirksame Löscharbeiten möglich sein. Die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes ist grundsätzlich nicht vorgeschrieben, da bei strikter Anwendung der entsprechenden Gesetze, Verordnungen, Normen und Richtlinien die Erfüllung der genannten Schutzziele gewährleistet ist. Brandschutzkonzepte sind jedoch dann erforderlich, wenn ein Bauvorhaben von den Anforderungen der Bauordnung abweicht, sowie bei bestimmten Gebäudetypen wie zum Beispiel Versammlungsstätten für mehr als 1.000 Personen, Krankenhäuser, Altersund Pflegeheime, Parkdecks, Betriebsgebäude oder andere Sondergebäude. Das Konzept ist die Nachweisführung, dass die Schutzziele der Bauordnung trotz Abweichungen gleichwertig erfüllt werden. Beschreibende und nachweisführende Brandschutzkonzepte

Wir unterscheiden zwei Arten von Brandschutzkonzepten. Standard-Brandschutzkonzepte sind vollständige Beschreibungen der baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutzmaßnahmen auf Basis der gesetzlichen und normativen Regelwerke ohne Verwendung von Methoden des Brandschutzingenieurwesens. Auch hier können Abweichungen beschrieben werden. Die Nachweisführung der gleichwertigen Schutzzielerreichung erfolgt argumentativ, wobei schlüssig begründet werden muss, dass die Gleichwertigkeit mit anderen, kompensierenden Maßnahmen ebenso erreicht wird. Wesentlich komplexer ist die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes unter Verwendung von Methoden des Brandschutzingenieurwesens. Hier werden zum Beispiel Simulationsberechnungen für Brandszenarien, Verrauchungsszenarien, Personenströme bei Flucht und Evakuierung erstellt. Rechnerisch lässt sich das Brandverhalten von Bauteilen und Tragwerken beurteilen. Und auch reale Brand- und Rauchversuche können in Einzelfällen durchgeführt werden um für spezielle Problemstellungen konkrete Aussagen zum Brandschutz treffen zu können.

Konzeptersteller auch während der Errichtung zur Seite, um Klarheit in der Ausführung, bei der Verwendung von Bauteilen, bei der Abnahme von Brandschutzmaßnahmen, kurz bei sämtlichen Fragen zum Thema Brandschutz zu schaffen. Die Qualität der Arbeit im vorbeugenden Brandschutz und zur Erstellung von Brandschutzkonzepten steht und fällt mit dem richten Wissen dazu. Dieses Wissen bieten Ihnen die speziell ausgebildeten Brandschutz-Fachplaner. www.hoyer-brandschutz.at

Die rechtzeitige Konzeptionierung des Brandschutzes garantiert Planungssicherheit bis zur Genehmigung, sowohl bauordnungsrechtlich wie auch gewerberechtlich. Darüber hinaus steht der

FW_2012_26-32_PBST.indd 32

Promotion

Brandschutzkonzept als Planungsgrundlage

17.09.12 17:15


Die Prüfstelle - Ausgabe 7/2012