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INNSBRUCKER PROMENADENKONZERTE INNSBRUCK PROMENADE CONCERTS CONCERTI PROMENADE DI INNSBRUCK

DOKUMENTATIONSMAPPE 18. INNSBRUCKER PROMENADENKONZERTE 4. Juli bis 29. Juli 2012


18. Innsbrucker Promenadenkonzerte

Musik aus Altösterreich vom 04. bis 29. Juli 2012 www.promenadenkonzerte.at im Innenhof der Kaiserlichen Hofburg Dokumentation

Zusammenstellung der Dokumentationsmappe Heiner Jeller Fotografien Erich Wolf Texte Alois Schöpf / David Nagiller

Gründer und Künstlerischer Leiter: Alois Schöpf, Oberes Feld 175, A-6072 Lans Tel.+Fax: 0512-583281, e-mail: alois.schoepf@aon.at Geschäftsleitung und Vereinssitz: Veronika Schmid, Bleichenweg 52 A A-6020 Innsbruck, Tel: 0043 (0)512-36 17 94, Handy: 0664 423 6157 e-mail: v.schmid@tirol.com

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Klassik für Bläser Die Innsbrucker Promenadenkonzerte 2012 wurden noch europäischer und verfügen über ein wetterresistentes Publikum

„Das Niveau war durchgehend hervorragend, das Wetter extrem nervig und das Publikum bewundernswert!“ So bilanziert der künstlerische Leiter der Innsbrucker Promenadenkonzerte Alois Schöpf die Innsbrucker Promenadenkonzerte 2012.

Die altösterreichische Tradition, einem breiten Publikum die Werke der Klassik und der Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts in Bläserfassungen näher zu bringen, erwies sich auch dieses Jahr wieder als erfolgsträchtiges Konzept. So platzte der Innenhof der kaiserlichen Hofburg in Innsbruck aus allen Nähten, wenn der Regen ausblieb, und etwa eine Sächsische Bläserphilharmonie unter Thomas Clamor den Bolero von Maurice Ravel darbot. Oder wenn das Orchester der Burgwache Prag die schönsten Melodien von Smetana bis Julius Fucik zum Besten gab. Aber auch die heimischen Blasorchester und Bläserensembles wie die Brass Band Fröschl Hall, die Stadtmusikkapelle Wilten oder die Musikkapelle Hatting konnten an das Können der internationalen Konkurrenz anschließen und vor allem durch typisch österreichische Musikalität punkten.

Als kompetent und begeistert erwies sich dabei immer wieder ein Publikum, das sich bei Solostellen absolut leise verhielt, konzentriert zuhörte, begeistert applaudierte und auch bei Wolkenbrüchen nicht davon lief. Denn selbst bei jenen Konzerten, die buchstäblich ins Wasser fielen, wie jenes des Carl Michael Ziehrer-Orchesters aus Wien, das mit drei wunderbaren Sängern der Wiener Volksoper und vielen Ziehrer-Raritäten angereist war, kamen Hunderte in den Burghof und ließen sich die Liebe zur Musik nicht nehmen. Der Chefdirigent des Französischen Luftwaffenorchesters aus Bordeaux Patrice Auneau meinte dazu: „Bei uns in Frankreich wäre das undenkbar, da sind die Leute weg, wenn die ersten Regentropfen fallen. Hier packen sie ihre Regenschirme und Regenmäntel aus und bleiben.“

„Man wird bei einer solchen Freiluftveranstaltung zum Buddhisten!“ – so Schöpf. „Man übersteht die Wetterkapriolen nur, wenn man nüchtern akzeptiert, dass die Dinge sind, wie sie sind.“ Dennoch durfte das Team der Innsbrucker Promenadenkonzerte zuletzt doch noch aufatmen. Der Sommer kehrte gegen Ende Juli zurück und schuf beste Bedingungen, die von Tausenden von Musikfreunden genutzt wurden. So überzeugte das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm unter der Leitung des ebenso witzig moderierenden wie musikantisch musizierenden Matthias Johannes Prock in gleicher Weise wie die Musikkapellen St. Ulrich 3


aus dem Grödental und aus Villnöss, die beide mit einem klug abgestimmten Programm antraten. Aber auch das auf höchstem professionellem Niveau agierende Bundespolizeiorchester München unter Stefan Weber zeigte nach dem Ulmern erneut, was Blasorchester heute zu leisten imstande sind. Endgültig beängstigend wurde der Publikumszustrom sodann beim Auftritt der legendären Altmatreier Tanzmusik und der anschließenden Multimediashow der Musikkapelle Kals aus Osttirol. Spitzenorchester aus dem Aostatal, aus Innsbrucks Partnerstadt Freiburg und aus Südtirol beschlossen zuletzt einen Konzertreigen, der mit Orchestern aus sieben europäischen Staaten und unzähligen Werken der klassischen Musik erneut an europäischem Format zulegte.

Der Termin der Innsbruck Promenadenkonzerte 2013 steht übrigens auch schon fest: die Konzertreihe wird am 3. Juli 2013 beginnen und bis zum 28. Juli dauern. Nähere Informationen zur abgelaufenen Saison und zahlreiche Fotos finden sich unter

www.promenadenkonzerte.at

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Impressionen 2012

Sehr geehrter Herr Schöpf, Es war ein echtes Erlebnis vier Konzerte in Innsbruck miterleben zu können. Wir haben zuletzt den Multimediashow von H. Gratz, die Ästethik und die Botschaft, ganz besonders geschätzt. Ich will davon meinem Sohn Claude berichten und ihm den CD mit der Aufnahme von FFF überreichen. Wie ich es mit Ihnen habe erwähnen können, dirigiert er zwei "Harmonien" im Elsass. Vielleicht liesse sich eine Beteiligung an einer Konzertreihe organisieren. Mit sehr freundlichen Grüssen und besten Wünsche für die Fortsetzung Ihres Wirkens; E..... W......

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Vorerst einmal Glückwunsch zu den hervorragenden Orchestern und Musikkapellen, die die Innsbrucker Promenadenkonzerte bestreiten. Es ist wirklich ein Genuss, die Konzerte zu hören. Ich habe natürlich nicht alle, doch schon einige Aufführungen besucht. Soviel zum Positiven. Leider muss ich auch eine massive Kritik anbringen, was die Aufführungen an den Sonntag Vormittagen anbelangt. Es ist einfach unzumutbar, wenn mitten in einer Darbietung die Glocken des benachbarten Domes laut die Aufführung stören. Es müsste doch möglich sein, mit den zuständigen Domherren eine Vereinbarung zu treffen, dieses penetrante Gebimmel während der Zeit eines Konzertes zu unterlassen. Für heuer ist es leider schon zu spät, aber vielleicht könnte man über ein solches Übereinkommen für das nächste Jahr nachdenken oder die Sonntagsaufführungen so anzusetzen, dass keine Störung durch Kirchenglocken befürchtet werden muss. Schade, dass eine so hervorragende Veranstaltung durch mangelnde Kooperation(??) kaputt gemacht wird. G……. S…… S…… 6


eine reihe wunderbarer konzerte von musikalischer intensität und spannung, auf absolut hohem niveau (Kober,Aquaviva,Laube,Prock,die Freiburger...) und das alles umgeben von barocker pracht-die reine freude für herz und seele. ein grosses danke dem "schöpf'er" der promenadenkonzerte herzlich mag. i..... w...... p.s.musik ist eine heilige kunst-dieses zitat von hugo von hofmannstal ist schön und wahr. pp.s.kleine kritik am rande:bei der matreier tanzmusik und den Kalsern wurde zuviel "gequatscht"

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Guten abend, seit einigen Jahren bin ich treuer Besucher der Innsbrucker Promenadenkonzerte. Ich gehe sogar jedes Mahl im Sommer speziell nach Innsbruck wegen diesen Konzerten und verbleibe dann immer im Haus Marillac in Innsbruck. Heute habe ich gesprochen mit einem Kollegen, der mich erzählte dass er Vorsitzender ist einer Musikverein, hier aus der Umgebung. Es ist ein sehr guter Kapelle wovon ich denke dass es sehr gut passen würde in den Innsbrucker Promenadenkonzerte. Deswegen möchte ich fragen ob es möglich ist um dieser Kapelle in Kontakt zu bringen mit der Organisation der > Innsbrucker Promenadenkonzerte. Diese weblinks geven ein Idee von der Edelweiskapelle aus Bergeijk: http://www.dieedelweisskapelle.nl/ http://www.youtube.com/watch?v=SeJqyiYDrPM Mit freundlichen Grussen, G..... G.....

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Servus Alois, am Ende meiner Sommerferien, ist es mir ein großes Bedürfnis, dir für die großartigen Promenadenkonzerte in diesem Sommer aufrichtig Danke zu sagen. Ich hatte die Gelegenheit, einige Konzerte zu besuchen und sie gaben mir den nötigen motivatorischen Schub für meine Herbstarbeit mit der MK Mariatal/Kramsach. Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deinen Projekten und freue mich schon auf die Konzertsaison 2013. Viele Grüße R..... (H.....)

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Sehr geehrter Herr Schöpf! Darf ich mich kurz vorstellen – ich war 12 Jahre bei Hannes Buchegger Sekretärin und bin nun seit 3 Jahren in Pension, hatte daher in meinem Berufsleben viel mit Musik zu tun. Die heurigen Promenadenkonzerte waren die besten die ich je gehört habe, ich fuhr von Hall 10 Mal nach Innsbruck!!! So viele Ausnahmekapellen mit ihren Dirigenten, besonders Thomas Clamor hat es mir angetan. Angefangen hat es mit der Tschechei und dem letztem Vortragsstück „Säbeltanz“, dann „der Traum eines Reservisten“ mit dem Film der Heimatbühne Prutz, der faszinierende „Bolero“, „der große Zapfenstreich des österreichischen Bundesheeres“, der „Glocknerjodler“ mit Multimediashow und meinem ehemaligen Kollegen Isabella Kurz und Peter Girstmair und als Abschluss „Nessun Dorma“ – selten war ich so berührt. Nun möchte ich mich ganz herzlich für diese zu Herzen gehenden Abende bedanken , Sie und Ihr Team leisten den besten Beitrag für den Innsbrucker Sommer und das alles zu freiem Eintritt und in jahrelanger gleich bleibender Qualität. Mit der Zeit habe ich mich auch Promenadentauglich ausgerüstet: ich besitze einen Hocker und ein Regencape!!! Ich wünsche Ihnen nun gute Erholung, viel Schaffenskraft für neue Projekte und freue mich schon jetzt auf 2013 Ihre E….. G…….

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Sehr geehrter Herr Schöpf, liebes Team der Promenadenkonzerte! Seit vielen Jahren bin ich ein treuer Besucher der jährlichen Promenaden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen um einfach Danke zu sagen, für die Organisation dieser wunderbaren Konzerte. So viele Sternstunden durfte ich miterleben, es würde viel zu lange dauern, alle aufzuzählen, vielleicht doch ein paar, Alpensymphonie mit SBO Ried, Pini di Roma mit der Brass Band, die Leipziger, mit allem, was sie spielten, das Konzert der Algunder bei strömendem Regen, heuer dann die Holländer mit dem schönsten Piano, das ich beim Mars de Medici von Tenören je hörte, die Schweizer mit dem wunderbaren Kontrastprogramm, gestern dann die Hattinger mit dem referenzmäßig gespielten Graf Zeppelin; und fast jeden Abend fahre ich in dem festen Glauben nach Hause, dass eine Steigerung jetzt nicht mehr möglich sei, und dann der heutige Abend: Unglaublich, als gelernter Trompeter und Tubist, einfach nur schön. Copland – was für eine Wucht, 3x Händel – eines schöner als das andere (mit einem Augenzwinkern habe ich vernommen, dass bei Königin Saba auch die strammsten Damen u. Herren nicht mehr ganz locker sind), Tannhäuser – es waren heute mindestens 2 Wagner-Fans im Publikum ☺, seit der Aufnahme mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks steht der Pilgerchor bei mir ganz weit oben, und dann auch noch der Ritt der Walküren! Festmusik der Stadt Wien gestern sehr gut, heute überragend, und dann noch Amerika mit Gershwin und Bernstein. Als Krönung habe ich dann noch die multilingualen Ansagen empfunden, großartig! Der langen Worte kurzer Sinn: es war zum Weinen schön! Vielen Dank und beste Grüße aus dem Unterland C…….. S…….

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INNSBRUCKER PROMENADENKONZERTE 2012 Mittwoch 4. Juli, 20.30 Uhr – Festkonzert Blechbläserensemble und Sinfonisches Blasorchester des Tiroler Landeskonservatoriums Musikalische Leitung: Thomas Ludescher Der wesentliche Erfolg dieses Abends bestand schon allein darin, dass es Thomas Ludescher und Nikolaus Duregger gelungen ist, ein Konservatoriumsblasorchester überhaupt ins Leben zu rufen. Zudem beeindruckte der junge Klangkörper im Rahmen des Eröffnungskonzerts mit einem Programm, das einen gelungenen Einstieg in den Schwerpunkt der Promenadenkonzerte 2012 – von der Volksmusik zur symphonischen Bläsermusik – darstellte. Donnerstag 5. Juli, 19.30 Uhr Musik der Burgwache und Polizei der Tschechischen Republik

Musikalische Leitung: Václav Blahunek Jiří Kubík Der langjährige Wunsch der Initiatoren der Innsbrucker Promenadenkonzerte, dieses Orchester nach Innsbruck zu engagieren, ging heuer endlich in Erfüllung. Und das Bemühen hat sich gelohnt, beeindruckte die Musik der Burgwache doch mit einem sehr professionellen kompakten Klangbild und einem umfangreichen und schwierigen Programm, das alle Klassiker der ernsten und unterhaltenden tschechischen Musik beinhaltete.

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Freitag 6. Juli, 19.30 Uhr Brassband Fröschl Hall Musikalische Leitung: Hannes Buchegger Ein gut einstudiertes Repertoire mit einem interessanten Schwerpunkt – diesmal: Imperiale Musik aus England – bot einmal mehr die Brassband Fröschl Hall. Dass sich bewährte Qualität auszahlt bewies auch diesmal, bei guten Wetterbedingungen, der exzellente Publikumszuspruch.

Samstag 7. Juli, 19.30 Uhr Brass Connection Tirol Musikalische Leitung: Otto Hornek Den niveauvollen Einstieg in einen sehr ansprechenden Samstagabend bot das Konzert der Brass Connection Tirol dar, welches mit der Ouvertüre zu „Dardanus“ auch eine Hommage an die Kaiserliche Hofburg enthielt – diese Idee, den Ort des Geschehens musikalisch zu würdigen, sollte künftig auch anderen Orchestern eine programmatische Überlegung wert sein.

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Samstag 7. Juli, 20.45 Uhr Musikkapelle Prutz Musikalische Leitung: Rudi Pascher Neben der hohen musikalischen Qualität, die das Spitzenorchester aus dem Oberland einmal mehr bot, gefiel hier insbesondere die kritische filmische Aufarbeitung des Themas Krieg, Nostalgie und Monarchie im Zusammenhang mit der Aufführung des „Traum eines österreichischen Reservisten“.

Sonntag 8. Juli, 10.30 Uhr – Matinee Stadtharmonie Zürich Oerlikon-Seebach Musikalische Leitung: Carlo Balmelli Carlo Balmelli bewies mit diesem Konzert nicht nur seine persönliche Klasse und jene seines Orchesters, das sich jedenfalls für ein Abendkonzert empfahl, er stellte zudem auch einige Perlen der schweizerischen Blasorchester-Literatur vor, wie etwa „Berglicht“ von Oliver Waespi.

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Sonntag 8. Juli, 19.30 Uhr Sächsische Bläserphilharmonie Musikalische Leitung: Thomas Clamor Dramaturgisch klug begann das Konzert der Sächsischen Bläserphilharmonie mit eher sperriger Literatur, um schließlich mit dem – alleine schon dynamisch – hervorragend gespielten und weltbekannten Bolero zu enden. Dass es 15 Minuten danach hagelte, war jedenfalls keineswegs eine negative Reaktion der himmlischen Mächte auf das einmal mehr brillante Konzert.

Montag 9. Juli, 19.30 Uhr Speckbacher Stadtmusik Hall Musikalische Leitung: Stefan Laube Mit einem durchgängigen k.u.k.-Programm bewies die Stadtmusik Hall einerseits, wie wertvoll diese Literatur ist, andererseits, wie sehr diese Art von Musik mit der heimischen Mentalität und Musikalität harmoniert. So wurde der Abend zum reinen Vergnügen. 16


Dienstag 10. Juli, 19.30 Uhr Militärmusik Oberösterreich Musikalische Leitung: Harald Haselmayr Der Regen war beständig, doch konnte er dem musikalischen Genuss, den die leistungsstarke Militärmusik Oberösterreich bot, keinen Abbruch tun. Die Gäste aus der führenden Blasmusikregion Österreichs überzeugten bereits mit der Interpretation der ersten beiden Stücke, Mozarts Ouvertüre zur „Zauberflöte“ und dem Hornkonzert von Franz Strauss. Mittwoch 11. Juli, 19.30 Uhr Koninklijke Harmonie „Sainte Cécile“ Eijsden Musikalische Leitung: Jan Cober Das niederländische Orchester beeindruckte nicht nur durch seine Größe von ca. 120 Musikern, sondern auch durch sein Niveau, mit dem es in der europäischen Spitzenklasse mithalten kann. Mit einem so großen Klangkörper so transparent zu musizieren, erfordert neben einer baureihengleichen Instrumentierung vor allem viel Disziplin und Können jedes Einzelnen. Und es erfordert, wie bei Cober nicht anders zu erwarten, einen Spitzendirigenten.

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Donnerstag 12. Juli, 19.30 Uhr Musikkapelle Oberhofen Musikalische Leitung: Stefan Köhle Das bemerkenswerte Engagement von Kapellmeister Stefan Köhle und der Leistungshunger seiner Musikanten haben die Musikkapelle Oberhofen zu einem der führenden Blasorchester Tirols gemacht. Auch dieses Jahr bewies das Orchester mit einem anspruchsvollen und interessanten Programm seine Klasse, zumal viele Schlachtenbummler aus dem Oberland zum Konzert ihres Orchesters anreisten. Freitag 13. Juli, 19.30 Uhr Sinfonisches Blasorchester Bern Musikalische Leitung: Rolf Schumacher Auch dieses Orchester aus der Schweiz überzeugte durch seine feine Art des Musizierens sowie die gelungene Auseinandersetzung mit der überlieferten Volksmusik. Zudem wurden auch Klassiker wie die Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ oder der „Earl of Oxford´s March“ bravourös dargeboten.

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Samstag 14. Juli, 19.30 Uhr Stadtmusikkapelle Wilten

Musikalische Leitung: Peter Kostner Schönes Wetter war dem Konzert einer sich auf üblich hohem Niveau präsentierenden Stadtmusikkapelle Wilten vergönnt – in der Saison 2012 durchaus ein Luxus. Für musikalisches „Schönwetter“ sorgte das Orchester selbst, u.a. mit Ohrwürmern wie dem Triumphmarsch aus „Aida“ oder „Geschichten aus dem Wienerwald“ mit dem bekannten Peter Moser als Solisten an der Zither. Sonntag 15. Juli, 10.30 Uhr – Matinee Musikverein Lohnsburg, Oberösterreich Musikalische Leitung: Gottfried Reisegger Diese Kapelle empfahl sich mit einer herausragenden Leistung für ein Abendkonzert. Insbesondere das Zusammenspiel der 4 (!) Solisten im 3. Satz von Webers Es-DurKlarinettenkonzert und die Interpretation von Bernsteins „Candide“ waren besonders beeindruckend. 19


Sonntag 15. Juli, 19.30 Uhr Orchestra di Fiati „Liceo Antonio Rosmini“ Musikalische Leitung: Andrea Loss Einmal mehr verregnete es bedauerlicherweise das Konzert des beliebten Orchesters aus Rovereto, das sich diesmal mit einem besonders interessanten Programm einstellte. So wurden mehrere wenig gespielte Kostbarkeiten wie etwa „Eindrücke aus Sardinien“ von Lao Silesu dargeboten.

Montag 16. Juli, 19.30 Uhr – Konzert mit „Großem Österreichischem Zapfenstreich“ MK Hatting / Bundesmusikkapelle St. Margarethen Musikalische Leitung: Raimund Walder / Markus Oberladstätter In einem Kurzprogramm, das u.a. Suppés Ouvertüre zu „Dichter und Bauer“ sowie die „Festmusik der Stadt Wien“ von Richard Strauss enthielt, bewies die Musikkapelle Hatting, dass sie durchaus mit den besten Kapellen der Innsbrucker Promenadenkonzerte mithalten konnte. Anschließend wurde stimmungsvoll der Große Zapfenstreich des österreichischen Bundesheeres gemeinsam mit der BMK St. Margarethen und den Hattinger Schützen aufgeführt.

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Dienstag 17. Juli, 19.30 Uhr Großes Europäisches Blechbläserensemble Musikalische Leitung: Thomas Clamor Nicht nur als Dirigent, auch als Lehrmeister einer neuen Blechbläserszene in Europa engagiert sich Thomas Clamor mit großem Erfolg. Mit dem Ziel, die Blechbläserschulung in Europa zu forcieren, wird seit 2010 über 40 jungen Musikern die Möglichkeit zum gemeinsamen Musizieren unter professionellen Rahmenbedingungen geboten. Dieser europäische Gedanke verbindet sich hervorragend mit der altösterreichischen Kultur-Tradition, die ja ebenfalls von europäischer Tragweite war. Im Mittelpunkt der vom Musikhaus Schagerl unterstützten Initiative stehen der Austausch der Kulturen, gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau und die Vermittlung von Wissen über die Kammermusik für Blechblasinstrumente. Vorbild ist das venezolanische Projekt El Sistema, in dem Prof. Clamor seit Jahren an führender Stelle mitarbeitet. Der Abend des klangstarken Ensembles, der mit Barockmusik begann und mit Jazz-Highlights endete, riss das Publikum zu Standing Ovations hin und überzeugte den hinreißend dirigierenden Thomas Clamor von der Richtigkeit seines Engagements. Donnerstag 19. Juli, 19.30 Uhr Musique des Forces Aériennes de Bordeaux Musikalische Leitung: Patrice Auneau Ein klassisches Militärorchester mit dem typisch hellen Klangbild französischer Blasorchester, aber auch mit viel Transparenz und professioneller Routine– so präsentierten sich die Gäste aus Bordeaux. Insbesondere bei den „Fêtes“ von Debussy kamen die Stärken des Klangkörpers hervorragend zum Tragen. Die Bemühungen, nach Frankreich, der Wiege der Blasorchestermusik, die Beziehungen zu verstärken, haben sich jedenfalls gelohnt. 21


Freitag 20. Juli, 19.30 Uhr Carl Michael Ziehrer Orchester Wien Musikalische Leitung: Hans Schadenbauer Völlig unbeeindruckt von Regen und Temperaturen zeigten sich Hans Schadenbauer und sein Ziehrer Orchester. Mit zahlreichen noch nicht so bekannten Kostbarkeiten aus dem Schaffen von Carl Michael Ziehrer sowie zwei exzellenten Gesangssolisten der Volksoper wurde dieser Abend zum Vergnügen unter ziemlich harten Klimabedingungen. Samstag 21. Juli, 19.30 Uhr Orchestra Fiati Filarmonica Mousiké, Gazzaniga Musikalische Leitung: Savino Acquaviva Einmal mehr konnte das – ohnehin erstklassige – Orchester aus Gazzaniga sein Niveau steigern und sich mit einem abwechslungsreichen und hervorragend dargebotenen Programm in die Herzen des Publikums spielen. Auch die Dramaturgie von Dirigent Acquaviva überzeugte einmal mehr, so auch der Abschluss mit der mitreißenden Ouvertüre zur „Diebischen Elster“.

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Sonntag 22. Juli, 10.30 Uhr – Matinee Stadtkapelle Bad Griesbach Musikalische Leitung: Hans Killingseder Viel Publikum lockte die Matinee des bayerischen Orchesters, welches in seinem Konzert die Begegnung zwischenklassischer mitteleuropäischer Blasmusik und Swing gekonnt umsetzte. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich das Klarinettenkonzert von Artie Shaw. Sonntag 22. Juli, 19.30 Uhr Heeresmusikkorps 10 Ulm Musikalische Leitung: Matthias Johannes Prock Ein beeindruckendes Konzert bot diese deutsche Militärkapelle dar, so wurde insbesondere die anspruchsvolle „Akademische Festouvertüre“ von Brahms hervorragend gespielt, was nicht zuletzt der schönen Interpretation durch Dirigent Matthias Prock zu verdanken war. Eine besonders erfreuliche Geste war es, dem Publikum noch drei berühmte Märsche wie „Alte Kameraden“ als Zugabe zu vergönnen.

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Montag 23. Juli, 19.30 Uhr Musikverein St. Ulrich im Grödental

Musikalische Leitung: Egon Lardschneider Eine schöne Tracht, ein ausgeklügeltes Programm, eine tolle Sängerin und ein hervorragendes Oboen-Konzert – mit diesen Zutaten ist es auch für eine Amateurmusik möglich, neben europäischen Spitzenorchestern zu bestehen. Mittwoch 25. Juli, 19.30 Uhr Bundespolizeiorchester München Musikalische Leitung: Stefan Weber Ein Konzert der Spitzenklasse bot auch das Bundespolizeiorchester München, wobei insbesondere Mendelssohns „Ouvertüre für Blasorchester“ und das interessante moderne Werk „Aerodynamics“ von Gillingham beeindruckten. Auch über das Euphonium-Solo „Zigeunerweisen“ konnte man nur staunen. 24


Donnerstag 26. Juli, 19.30 Uhr Musikkapelle Villnöß Musikalische Leitung: Toni und Sonya Profanter Bei bestem Wetterpräsentierte einmal mehr die Musikkapelle Villnöß ihr umfassendes Können. Dass dabei die Familie Profanter eine herausragende Rolle spielt, zeigte sich auch durch die tragende Funktion, die Sonya, der Tochter des Kapellmeisters, als Kapellmeisterin, sowie dessen Bruder Hansjörg als Solist an der Posaune zugedacht war. Freitag 27. Juli, 19.30 Uhr Alt Matreier Tanzmusik Musikalische Leitung: Hans Klaunzer Überragender Publikumsbesuch kennzeichnete das Konzert der Alt Matreier, die unter ihrem Leiter Hans Klaunzer, einem Original mit eigenem Charisma, einen eindrucksvolle Auftritt darbot. Die Einladung zu einer Matinee im kommenden Jahr ist für diese interessanteste aller Volksmusikbandas selbstverständlich.

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Freitag 27. Juli, 20.45 Uhr – Konzert mit Multimediashow Friede.Freiheit.Fairness Trachtenmusikkapelle Kals / Iseltaler Blechbläserensemble Musikalische Leitung: Martin Gratz Mit ihrer innovativen und durchdachten Show hat es die Kalser Kapelle geschafft, große Emotionen und Momente der Rührung im Publikum zu bewirken, wie es in dieser Form allein durch eine musikalische Darbietung kaum zu erreichen ist. Viele Zuhörer und Zuseher verließen mit Tränen in den Augen den Innenhof der kaiserlichen Hofburg. Ein besonderer Dank der Veranstalter nach Kals! Samstag 28. Juli, 19.30 Uhr Orchestre d’Harmonie du Val d’Aoste Musikalische Leitung: Lino Blanchod Gerüchte über die Klasse dieses Orchesters gab es viele, allein: man kannte es hierzulande noch nicht. Nun hat sich das Hören-Sagen allerdings als Tatsache herausgestellt – ob Verdi, Rossini oder Nino Rota, das Orchester aus dem Aosta-Tal überzeugte in jeder Weise und Maestro Blanchod erwies sich als sparsam agierender, nüchterner und konsequenter Könner, der von seinem Orchester bekommt, was er will. 26


Sonntag 29. Juli, 10.30 Uhr – Matinee Freiburger Blasorchester Musikalische Leitung: Stefan Grefig Bei schlechtem Wetter präsentierte sich das Freiburger Blasorchester dennoch in Hochform. Immerhin ergänzte der schwere Regen die apokalyptische Stimmung, die das Werk „Danse Funambulesque“ von Jules Strens ausstrahlte. Dennoch wäre es den Gästen aus Innsbrucks Partnerstadt zu wünschen, dass sie in Innsbruck endlich einmal bessere Konzertbedingungen vorfinden. Sonntag 29. Juli, 19.30 Uhr Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg Musikalische Leitung: Josef Feichter Sowohl durch ihre positive Ausstrahlung als auch durch ihr hervorragendes Spiel gewannen Josef Feichter und seine Pfeffersberger einmal mehr das Publikum für sich. Besonders die beiden zeitgenössischen Stücke, „Ålm“ von Armin Kofler und das Finale aus der 2. Symphonie von Barnes, überzeugten, wobei die Hingabe, mit der die klassische österreichische Literatur gespielt wurde, dem in nichts nachstand.

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Heeresmusikkorps Ulm, Matthias Prock und der Regen Geschrieben am 24.07.2012 von Marion http://blog.blasmusik360.de/heeresmusikkorps-ulm-matthias-prock/

Tosender Applaus, vier Zugaben und ein trotz Regenschauern bis zum Schluss restlos gefüllter Innenhof der Hofburg – mit diesen Attributen lässt sich der Auftritt des Heeresmusikkorps 10 aus Ulm bei den diesjährigen Innsbrucker Promenadenkonzerten kurz und treffend beschreiben. Wie lautet die Langfassung und welche Zutaten ist diese Bewertung zu verdanken? An erster Stelle muss ganz klar Dirigent Matthias Johannes Prock genannt werden, der schon mit seiner ersten Moderation die Brücke zwischen seinen Musikern und dem Publikum bauen konnte. Auch wenn das Heeresmusikkorps als Repräsentant der deutschen Militärmusik vorgestellt wurde, gab es keine militärische Strenge, sondern einfach Freude an der Musik. Petrus machte es den Musikern allerdings nicht leicht. Noch ohne Böses zu ahnen, begaben sie sich zur Annasäule und starteten den Marsch Richtung Goldenes Dachl, um dort 3 Märsche zu spielen. Kurz vor dem Ziel fielen die ersten Regentropfen, die natürlich gestandenen Soldatinnen und Soldaten nichts ausmachen dürften. Schnell wurde der Regen aber dichter, und so war es mehr als sympathisch, dass der Dirigent seine Musiker unter die Arkaden winkte. Warum sollten sie sich nass regnen lassen und die Holzblasinstrumente gefährden? Schließlich wurde das Marschkonzert abgeblasen und schnell der Rückweg zur Hofburg angetreten, wo die Musiker auf der überdachten Bühne Platz nehmen konnten. Ganz brav lieferte das Heeresmusikkorps den York’schen Marsch, den sie vor dem Goldenen Dachl hätten spielen wollen, als Eröffnungsstück des Konzerts nach. Die Wolke hatte sich bis dahin schon leer geregnet, und die Erleichterung auf der Bühne war groß, als sich der Zuschauerbereich noch immer bestens gefüllt zeigte. Dann 42


aber erlaubte sich Petrus einigen Schabernack mit dem Dirigenten. Gerade hatte er eine Programmänderung auf seine Kappe genommen und statt der „Erinnerungen an ein Ballereignis“ die Geschichte vom „Einzug der Gäste auf die Wartburg“ begonnen, startete der nächste Regenschauer. Ein wenig schelmisch bedauerte er zunächst die Zuschauer, beeilte sich dann aber doch mit seiner Moderation, um der Musik Raum zu geben. Und tatsächlich konnte sie den Regen vertreiben, der allerdings bei seiner nächsten Moderation erneut einsetzte. Nun wuchs seine Sorge, dass er der Regenmacher sein könnte. Sie zeigte glücklicherweise unbegründet, und es wäre schade gewesen, wenn er seine Moderation eingestellt hätte, da sie wirklich sehr nett und interessant gemacht waren. Nur ein kleiner Spickzettel gab ihm Stichworte oder ein Zitat aus dem Duden, mit dem er das Stück „Der Harlekin“ beschrieb. Alles andere war frei vorgetragen, mit strahlenden Augen und Begeisterung, die auf das Publikum übersprang. Beim Blick auf die für den Abend vorgesehenen Komponisten kam mir kurzzeitig die Sorge, ob ich das richtige Konzert gewählt hatte. Brahms und Richard Strauß klangen nach schwerer Kost und nicht nach beschwingten Wiener Walzerklängen. Aber weit gefehlt, Humor und Schwung waren in allen Stücken zu finden. Ich hatte nicht geahnt, dass Studentenlieder oder die Charakterisierung eines Harlekins die Grundlage für klassische Musik sein könnten. Damit wurde die Anforderung des Veranstalters, Musik aus Deutschland von vor 1920 zu präsentieren, ebenso erfüllt wie die Erwartung, dass Militärorchester einige Märsche spielen. Das Innsbrucker Publikum wurde Juror für das Walzer-Dirigier-Debuts von Matthias Johannes Prock und sollte entscheiden, ob er es auch zukünftig wagen könne, Walzer zu dirigieren. Natürlich bestand er mit Bravour, was sich sicher sowohl auf die Auswahl des Walzers an sich als auch auf die Ausführung bezog. Auch das schönste Konzert muss irgendwann zu Ende gehen. Den Namen Matthias Johannes Prock solle man sich merken, denn er habe das Herz am rechten Fleck, so Alois Schöpf in seinen Schlussworten. Das Publikum unterstrich die Richtigkeit dieser Aussage mit wirklich tosendem, lang anhaltendem Applaus. Sein Dank ging noch an die deutsche Bundeswehr, den deutschen Staat und seine Steuerzahler, die das Konzert ermöglicht hatten. Ja wenn das so ist, zahlt man doch sogar mal gerne Steuern. Was sie denn als Zugabe spielen sollen, die zwei restlichen Märsche vom Goldenen Dachl oder das Stück, das sie eigentlich als Zugabe vorgesehen hatten, so fragte Prock. Die klare Antwort lautete „alle drei Stücke“. Die Ulmer nahmen das darin enthaltene Kompliment auf und lieferten tatsächlich 3 Märsche ab. Aber die Zuschauer wollten trotzdem noch nicht nach Hause gehen, applaudierten noch fester und erhoben sich zum Teil von ihren Sitzen. Also gab es sogar noch eine vierte Zugabe, bevor das Heeresmusikkorps den wohlverdienten Feierabend einläuten durfte. Es war ein tolles Konzert, und vom Heeresmusikkorps Ulm ist unter seinem Dirigenten Matthias Johannes Prock, der ja erst seit Jahresanfang dort ist, in Zukunft sicher noch mehr zu erwarten.

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18. Auflage der Innsbrucker Promenadenkonzerte (Stefan Niederegger VSM-Blasmusikreferent) Das Blasmusikfestival ist volljährig Als kleine Idee im Garten der Siebererschule geboren und später in die Hofburg übersiedelt, sind die Innsbrucker Promenadenkonzerte mittlerweile zu musikalischer Tradition geworden und gehören zu den wichtigsten Blasmusikfestivals. Breiteren Bevölkerungsschichten die Werke der Kunstmusik näher zu bringen, war schon immer eine zentrale Aufgabe der altösterreichischen Blasmusikkultur. Diese Tradition wollen die Promenadenkonzerte fortsetzen, die heuer zum 18. Mal vom 4. bis zum 29. Juli im Innenhof der kaiserlichen Hofburg in Innsbruck abgehalten wurden - mit dreißig Konzerten und Orchestern aus Österreich, Italien, Tschechien, Deutschland, Schweiz und Holland. Das Programmheft ließt sich wiederum wie das „Who is who“ der internationalen Blasmusikszene. Zum Jubiläum ist es dem Veranstalter zudem erstmals gelungen, mit der Luftwaffenmusik Bordeaux auch Gäste aus Frankreich einzuladen. Damit schließt sich der Kreis der illustren Gäste, gilt doch Frankreich als die Wiege der Bläsermusik und die französische Revolution als der Ursprung des Blasorchesters. Die jahrzehntelange Holzbläsertradition machen den Auftritt eines französischen Blasorchesters zu einem ganz besonderen Hörerlebnis.

Musique des Forces Aériennes de Bordeaux – Die Luftwaffenmusik aus Bordeaux unter der Leitung von Patrice Auneau war ein besonderer Gast bei den heurigen Innsbrucker Promenadenkonzerten

Jeweils um 19.30 Uhr bei Abendkonzerten und an Sonntagen um 10.30 Uhr bei Matineen sind 33 Orchester und Ensembles mit über 1.500 Musikern aufgetreten. Als Gäste aus Südtirol waren heuer am 23. Juli die Musikkapelle St. Ulrich unter der Leitung von Kapellmeister Egon Lardschneider, am 26. Juli die Musikkapelle Villnöß (Kpm. Toni Profanter) und zum Abschluss am 29. Juli die 51


Musikkapelle

Peter

Mayr

Pfeffersberg

(Kpm.

Josef

Feichter)

in

Innsbruck

zu

Gast.

Die Südtiroler Gäste bei den heurigen Innsbrucker Promenadenkonzerten

Egon Lardschneider war mit der MK St. Ulrich zum ersten Mal in der Innsbrucker Hofburg zu Gast und überzeugte mit einem

gepflegten

Auftritt

und

einem

unterhaltsam

gewählten Programm.

Die MK Villnöß ist ein gern gesehener Gast in Innsbruck und hatte heuer zudem das Glück, das Konzert – als eine der wenigen - bei herrlichem Wetter zu spielen

Die MK Peter Mayr Pfeffersberg hat mit ihrem grandiosen Auftritt

für

den

krönenden Abschluss

der

heurigen

Konzertreihe gesorgt (im Bild beim Konzertauftakt vor dem Goldenen Dachl)

Seit einigen Jahren werden die Programme aus Kompositionen des 18. und 19. Jahrhunderts mit besonderem Augenmerk auf die mittel- und osteuropäische Unterhaltungsmusik durch je ein Werk der klassischen Moderne und ein neues Werk des 21. Jahrhunderts ergänzt. „Damit soll die Veranstaltung vor einer zu gefälligen Musealisierung bewahrt bleiben“, unterstreicht der künstlerische Leiter Alois Schöpf. Wegen des verregneten Julis war es heuer zwar Glück, ein „trockenes“ Konzert zu erleben, aber das Publikum ließ sich davon kaum beirren und wurde allemal belohnt! Der fast immer vollbesetzte Innenhof der Hofburg bei freiem (!) Eintritt ist wohl der beste Beweis dafür. Die Blasmusik wird allmählich gesellschaftsfähig! „Wir müssen uns nur gedulden, denn die Generation, die glaubt, Kultur finde nur im Opernhaus statt, wird langsam aussterben!“

Alois Schöpf 52


Die zwitschernden Schwalben, das klappernde Rad eines Kinderwagens, das Öffnen und Schließen der Regenschirme, das Rascheln der Regenmäntel, ein schreiendes Baby, das Düsengeräusch des über die Innsbrucker Altstadt hinweg startenden Fliegers, das Kommen und Gehen der Passanten – all das gehört mit zum Flair der Promenadenkonzerte und macht diese Freiluftkonzerte in diesem wunderbaren Ambiente zu einem besonderen Erlebnis.

Das Bundespolizeiorchester München unter der Leitung von Stefan Weber war als Vertreter des Freistaats Bayern zu Gast und beeindruckte bei seinem Auftritt in Innsbruck den Zuhörer trotz Regens mit seiner Klangvielfalt und musikalische Flexibilität. Wer einmal dort war, der kommt wieder – und wer noch nicht da war, sollte sich jedenfalls den Termin fürs nächste Jahre bereits heute vormerken. Jedenfalls darf die Südtiroler Blasmusik stolz sein, dass sie mittlerweile zu den fixen Gästen in Innsbruck und damit zum internationalen Niveau der Blasmusikszene zählt. Stephan Niederegger VSM-Pressereferent

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WEBSTATISTIK www.promenadenkonzerte.at

1,3 Millionen Anfragen im Monat Juli 2012. J채hrlich ca. 3,5 Millionen Anfragen. 250 Mitglieder bei Facebook.

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Programmfolder 2012 – Auflage 100 000

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Programmbuch 2012 – Auflage 2100 Stßck

Bericht bei Tirol heute und Radio Tirol

Merchandising: Schirm und Kappe

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Inhaltsverzeichnis

Rückblick/Vorwort Impressionen Orchester 2012 Presseberichte Webstatistik Werbemittel, Sponsoren

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Dokumentation 2012  

18. Innsbrucker Promenadenkonzerte

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