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reformiert Berichte und Bilder aus der Evangelisch-reformierten Kirche

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Foto: Jens Schulze

Seite 8: Tanzen und Beten beim KonfiCamp vor der Klosterkulisse. Seite 14: Laarer erzählen, warum es bei ihnen kirchlich gesehen rund läuft.

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Foto: Gerold Meppelink

Seite 4 Mein Bibelvers Seite 6 Da gehör ich hin Das Motto für 300 junge Menschen beim KonfiCamp Seite 8 Weil es um die Gemeinschaft geht KonfiCamp-Erleben im Kloster Möllenbeck

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Seite 16 Reformierter Reisetipp Mit Ulrich Zwingli durch das alte Zürich Seite 18 Personen / Aktuelles / Impressum Seite 20 Position 1. September 2019: 80 Jahre Zweiter Weltkrieg

Seite 11 Die Offene Kirche Basel

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Seite 12 Er hat den Weg zur Kirche zurück gefunden Oliver Maat wünscht sich mehr Angebote für seine Altersklasse Seite 14 Wir können Kirche Reformierte und altreformierte Gemeinde wachsen in besonderen Zeiten zusammen

Die Mitgliedszeitschrift ,reformiert’ wird an alle Haushalte der Evangelisch-reformierten Kirche kostenlos verteilt. Möchten Sie auch ,reformiert’ lesen? Tel. 0491 / 91 98 212, E-Mail: presse@reformiert.de Möchten Sie unsere Zeitschrift unterstützen? Spenden Sie auf folgendes Konto: Evangelisch-reformierte Kirche Stichwort: reformiert Sparkasse LeerWittmund IBAN: DE94 2855 0000 0000 9060 08 SWIFT-BIC: BRLADE21LER Spendenquittung wird zugesandt Titelfoto: Drei Konfirmandinnen vor ihrem Zelt beim KonfiCamp Foto: Jens Schulze


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Foto: Alfonso Smith

Foto: W-film / C-Films

Seite 16: Die Schweiz feiert Reformationsjubiläum mit einem Zwingli-Jahr. Seite 18: Ende Oktober kommt ein Film über den schweizerischen Reformator Ulrich Zwingli in die Kinos.

Liebe Leserin, lieber Leser, „Großartig ist genau das richtige Wort für das KonfiCamp“, meinte ein Pastor, der seine Konfirmandengruppe nach Möllenbeck begleitete. Und ein anderer: „Dass ich das noch kurz vor meiner Pensionierung erleben darf!“ Darum erzählen wir Ihnen in diesem Heft ausführlich vom ersten reformierten KonfiCamp, das Mitte August vor toller Klosterkulisse im Weserbergland stattfand - und zeigen viele Bilder.

Die Jugendlichen kamen dort unter dem Motto „Da gehör ich hin“ zusammen. Ich meine: Das Programm und der Ort waren für sie so ansprechend, dass es ihnen leicht fiel, das Motto auch anzunehmen. Nach den Berichten über das Camp lesen Sie dann noch Geschichten von anderen Menschen, die mit Überzeugung über ihre Kirche sagen: „Da gehör ich hin“. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

3 Ihr

Ulf Preuß

Pressesprecher der Evangelisch-reformierten Kirche

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Mein Bibelvers Die Konfis Magnus Räder, Lilli Lorch und Colin Tannen beim KonfiCamp

Magnus Räder, 13 Jahre aus Lünne, Lilli Lorch, 13 Jahre aus Borkum und Colin Tannen, 13 Jahre aus Gildehaus haben am Montag in ihren Workshops die biblische Erzählung vom barmherzigen Samariter unter der Überschrift Zukunft behandelt

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Magnus: Ich wünsche mir, dass es bei uns genauso ist, dass die Menschen helfen wie der Samariter. Viele helfen oft doch nicht. Hier im KonfiCamp habe ich den Eindruck, hilft man sich oft gegenseitig. Lilli: Die Geschichte stärkt uns für die Zukunft. Auch deswegen ist sie schon von Generation zu Generation weitergegeben worden. Ich wünsche mir, dass wir sie auch in die Zukunft weitergeben, damit unser Zusammenhalt gestärkt wird. Colin: Ich glaube, dass es Menschen gibt, die genauso helfen würden. Aber viele würden auch genauso vorbeigehen. Ich bin dafür zu helfen, weil man selber möchte, dass einem geholfen wird.


Die Geschichte vom barmherzigen Samariter Neues Testament, Evangelium von Lukas, Kapitel 10, Verse 25-37

Die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter zum Nachlesen: 25 Sieh doch: Da kam ein Schriftgelehrter und wollte Jesus auf die Probe stellen. Er fragte ihn: »Lehrer, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben bekomme?« 26 Jesus fragte zurück: »Was steht im Gesetz? Was liest du da?« 27 Der Schriftgelehrte antwortete: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Willen. Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.« 28 Jesus sagte zu ihm: »Du hast richtig geantwortet. Halte dich daran und du wirst leben.« Das Beispiel des barmherzigen Samariters 29 Aber der Schriftgelehrte wollte seine Frage rechtfertigen. Deshalb sagte er zu Jesus: »Wer ist denn mein Mitmensch?«

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30 Jesus erwiderte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Die nahmen ihm alles weg, auch seine Kleider, und schlugen ihn zusammen. Dann machten sie sich davon und ließen ihn halb tot liegen.

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31 Nun kam zufällig ein Priester denselben Weg herab. Er sah den Verwundeten und ging vorbei. 32 Genauso machte es ein Levit, als er zu der Stelle kam: Er sah den Verwundeten und ging vorbei. 33 Aber dann kam ein Reisender aus Samarien dorthin. Als er den Verwundeten sah, hatte er Mitleid mit ihm. 34 Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn in ein Gasthaus und pflegte ihn. 35 Am nächsten Tag holte er zwei Silberstücke hervor, gab sie dem Wirt und sagte: ›Pflege den Verwundeten! Wenn es mehr kostet, werde ich es dir geben, wenn ich wiederkomme.‹ 36 Was meinst du: Wer von den dreien ist dem Mann, der von den Räubern überfallen wurde, als Mitmensch begegnet?« 37 Der Schriftgelehrte antwortete: »Der Mitleid hatte und sich um ihn gekümmert hat.« Da sagte Jesus zu ihm: »Dann geh und mach es ebenso.« Foto: Jens Schulze


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Da gehör ich hin Das Motto für 300 junge Menschen beim KonfiCamp

Es hat bei Ihnen ein bisschen gedauert, bis sie sagen konnten: „Da gehör ich hin.“ Aber spätestens bei der Gottesdienst-Gala zum Abschluss ihres fünftägigen Camps hatte es die meisten der 300 KonfiCamp-Teilnehmer gepackt. Ein emotionaler Abend vor dem Abreisetag. „Lasst uns den Geist Gottes gemeinsam erleben“, sagte Landesjugendpastor Bernhard Schmeing in der Gottesdienst-Gala. Und wer dabei sein konnte, spürte: „Da gehör ich hin.“ Das Motto des KonfiCamps als Motto für ein ganzes Heft.

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INFO Fast 200 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus 27 Kirchengemeinden haben vom 9. bis 13. August am ersten großen KonfiCamp der Evangelisch-reformierten Kirche teilgenommen. Das Motto lautete: „Da gehör ich hin“. Fünf Tage lang zelteten die Jugendlichen aus 27 Kirchengemeinden vor dem Kloster. Sie feierten, beteten, erfuhren mehr über ihre Kirche im Kloster. Etwa 100 Teamer gestalten zusammen mit den Jugendreferen-

tinnen und Jugendreferenten und Landesjugendpastor Bernhard Schmeing das Programm. Dabei knüpfte das KonfiCamp an die guten Erfahrungen aus dem Reformationsjubiläumsjahr 2017 an, als 325 Jugendliche am KonfiCamp in Wittenberg teilnahmen. Jetzt gab es das erste selbstorganisierte Großcamp – und für 2020 und 2021 ist das Kloster in Möllenbeck schon gebucht.


D a gehĂśr ich hin

GroĂ&#x;es Foto: Auf dem Weg vom Zeltplatz zum Mittagessen. Kleine Fotos: Aus der Gottesdienst-Gala in der Klosterkirche am letzten Abend.

Fotos: Jens Schulze


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Weil es um die KonfiCamp-Erleben im Kloster Möllenbeck Was für lange, ungewöhnliche Tage, die fast 200 Konfirmanden aus ganz Norddeutschland im Kloster Möllenbeck bei Rinteln erleben! Das erste KonfiCamp der Evangelisch-reformierten Kirche ist für Geist, Körper und Seele eine echte Herausforderung, die morgens um 7 beginnt und für die meisten erst gegen um 24 Uhr in der Zeltstadt zu Ende geht. Gemeinsames Frühstück im alten Klosterrefektorium, wo früher die Pilger versorgt wurden, dann ein Gottesdienst mit Live-Band-Musik im großen Innenhof: Und schon verteilen sich alle in den einzelnen, immer irgendwie geheimnisvollen Räumen des Klosters zu Vormittags-Gruppenarbeiten, in denen es darum geht, ob und wie man Trost und Zukunftsvertrauen braucht und findet - und einen Weg zu Christus. Nachmittags können die Konfis mit dem Bogen schießen oder über die weltweite Kinderarmut diskutieren, eine Niedrigseilbahn aufbauen, eigenhändig südafrikanische Slum-Holzhütten zusammenzimmern oder über ein gerechtes Wirtschaftssystem nachdenken. Wer dann noch auf dem „Marktplatz“ Sport, Theater, Zirkus oder Nägeleinschlagen mitgemacht, abends mit der Band

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gesungen und den Nachtgottesdienst gefeiert hat, ist oft so erfüllt vom Geschehen, dass noch lange in den vier Zeltdörfern geredet und gekichert wird. Das volle Programm verdankt sich der fast anderthalb Jahre langen Vorbereitung des CampTeams rund um Landesjugendpastor Bernhard Schmeing, Pastor Helmuth Bruns, Jugendreferentin Maren Brenner und Diakonin Susanne Stamer. Zu ihnen stießen dann etwa 40 weitere junge Camp-Teamer. Sie wurden extra für die Aufgabe geschult, den Konfirmandinnen und Konfirmanden das Camp-Motto „Da gehör ich hin“ nahezubringen. „Ich habe selbst als Jugendliche in der Kirche erfahren, wie sehr einen solche Erlebnisse mit den anderen und auch mit dem Glauben verbinden“, sagt Maren Brenner. „Das hat mich stark motiviert, beim KonfiCamp mitzumachen, und ich glaube, den anderen, die hier mithelfen, geht es so ähnlich.“ „Möllenbeck - Da gehör ich hin“ - die meisten Konfirmanden wissen im ersten Moment nicht wirklich, was genau sie mit dem Motto anfangen sollen, abgesehen vielleicht von den Jugendlichen aus der Umgebung, die das Kloster natürlich kennen. „Es bedeutet wohl, dass wir hier zusammen Spaß haben“, sagt Jonas, der aus der Nähe von

„Nach dem KonfiCamp in Wittenberg, im Jahr des Reformationsjubiläums 2017, entstand ein Traum. Und heute ist er Wirklichkeit!“ Martin Heimbucher, Kirchenpräsident

Im Innenhof des Klosters war die große Bühne aufgebaut. Mehrmals täglich versammelten sich hier die Konfis. Im Kloster wurde gegessen, hier fanden Workshops statt. Auf einer Wiese hinter dem Kloster waren die Zelte aufgebaut. Der benachbarte Sportplatz war die Spiel- und Freizeitfläche.


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Gemeinschaft geht Leer kommt. „Ja“, sagt sein Freund, „und zwar wir alle zusammen.“ Johannes meint: „Es ist doch einfach nur ein Camp“, und Adrian: „Na ja, das Motto klingt zuerst etwas übertrieben, aber - eigentlich doch nicht, weil es ja um die Gemeinschaft geht.“ Den drei Mädchen von der Jakobi-Kirche in Rinteln, die gerade in ihrem Zelt eine Nachmittagspause machen, fällt da noch mehr ein: „Ich finde, das Motto passt sehr gut“, meint Marthe. „Unsere Gruppe hält cool zusammen, und wir lernen die Leute aus den anderen ‚Dörfern‘ kennen. Die gehören alle auch zur unserer Kirche.“ So ähnlich sieht es auch Marie: „Manche Konfigruppen sind sehr klein, grad mal fünf oder sieben Leute - die sehen jetzt, wie viele wir in Wirklichkeit sind.“ Tatsache ist - überall herrscht gute Laune, selbst in der „Feuer-Gruppe“, wo ein paar Konfirmanden den ziemlich vergeblich erscheinenden Versuch machen, mit Eisenring und Feuerstein Funken im Zunder aufzufangen, während der Wind in ihrer Ecke am Kloster kleine Blätterwirbel verursacht. Auf dem Sportplatz neben dem Kloster gibt es eine riesige Hüpfburg, eine ebenfalls riesige Luftschlange und vor allem den verrückten

„Astronautentrainer“, in dem man, festgeschnallt, sich so rasend in alle Richtungen dreht, dass man einfach Vertrauen in die Helfer haben muss. Am 13. August machen sich alle wieder auf in ihre Heimat, die Konfirmanden und ihre insgesamt 60 überwiegend ehrenamtlichen Helfer aus den ein-

50% der Evangelischen, die sich ihrer Kirche verbunden fühlen, beten mindestens einmal pro Woche. Sozialwissenschaftliches Institut der EKD, 2015

zelnen Gemeinden. In einem knappen Jahr wird Konfirmation gefeiert. Und noch ein Jahr später werden einige der Jugendlichen bereits 16 Jahre alt sein. Und dann, wenn sie wollen, können sie 2021 selbst als Teamer im bereits geplanten dritten Camp „Möllenbeck - Da gehör ich hin“ dabei sein. Von Cornelia Kurth

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Fotos: Jens Schulze


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Sommergedanken Beim Sonnenaufgang am Meer - du gehst an meiner Seite. Beim Vogelkonzert frühmorgens im Wald - du gehst an meiner Seite. Beim Anblick von Mohn- und Kornblumen im Feld - du gehst an meiner Seite. Ich danke dir, Gott, für deine Gegenwart. Foto: Thomas Raape

Lore Wachsmuth, 72 Jahre, Hamburg

„Personen sind das Gesicht der Kirche. Kenntnis von Personen und Kontakte zu ihnen sind zentrale Faktoren für die Bindung der Kirchenmitglieder an ihre Kirche und die Ortsgemeinde.“

Ich treffe ...

Foto: Stephanie Engel

Fenja Hanneken, 15 Jahre, Teamerin beim KonfiCamp, Weener-Holthusen

... tolerante, weltoffene, ehrliche, einfühlsame, kommunikative, verlässliche, respektvolle, hilfsbereite und fröhliche Menschen. Gott sagt uns, dass diese Eigenschaften richtig sind. Er sagt, dass diese für ein glückliches Zusammensein sorgen. Ich bin stolz, an Gott zu glauben.

Hilke Rebenstorf, Sozialwissenschaftliches Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland

Da gehör ich hin!

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Offen und optimistisch habe ich als junge Frau begonnen, meinen Glauben zu leben. Ich wurde mir sicher: Ich kann frei leben, denn Gottes Segen ist immer bei mir. In diesem Vertrauen auf Gott konnte und wollte ich auch in der DDR mein Christsein offen zeigen. So wurde der sonntägliche Gang meiner Familie in den Gottesdienst für manch einen unserer Beobachter zur Normalität. In besonders schweren Lebenssituationen beginne ich dennoch, zu zweifeln, bin verunsichert, suchend und fragend. Da hilft mir mein kindliches Vertrauen. Gott ist bei mir. Ich bin so sehr dankbar für alles, was ich habe. Foto: privat

Gudrun Lidzba, 62 Jahre, Bützow


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Die Offene Kirche Basel Die „Offene Kirche Elisabethen“ in Basel ist an sieben Tagen in der Woche und neun Stunden am Tag für Jung und Alt geöffnet. Alle Menschen sind willkommen. Einzige Bedingung ist, dass die Gäste die Toleranz und Akzeptanz teilen, die die Citykirche gegenüber allen anderen hat. Ein selbstständiger Verein trägt das Projekt, und die evangelisch-reformierte, die katholische sowie die christkatholische Kirche Basel-Stadt unterstützen es. Fragen an den Leiter der Offenen Kirche, Frank Lorenz. Warum gehören Sie zur Basler Offenen Kirche? Weil hier alle so schön normal anders sind. Warum fühlen Sie sich in dieser Kirche zu Hause? Ich wurde in ihr ordiniert und ich darf sie heute mit meiner römisch-katholischen Kollegin zusammen leiten. Auch weil sie schlicht ein schönes Gebäude ist: Der graugrüne Sandstein erinnert mich immer an französische Kathedralen. Und sie ist ein guter Ort, der birgt und schützt und an dem viel Gutes stattfindet: Segen und Tanz, Tränen und Musik, Diskussionen und Kunst, Festessen und Gebete.

Was bedeuten die Menschen, die in dieser Kirche sind, für Sie? Verschiedenes: Die Freiwilligen, die die Kirche offenhalten von 10 bis 19 Uhr, bedeuten für mich Verlässlichkeit. Die Gottesdienstfeiernden bedeuten für mich fast etwas wie Familie. Die Handauflegerinnen bedeuten für mich Weisheit und Zuwendung. Die Techniker unserer Equipe bedeuten Sorgfalt für das Haus, das mir wichtig ist. Wenn Sie einen Menschen überzeugen müssten, zu Ihnen zu kommen, was würden Sie ihm sagen? Ich würde ihm sagen, hier kannst du beten und tanzen. Du musst dich nicht verstellen. Du darfst sein, der/die du bist und kannst vielleicht – hoffentlich – entdecken, dass du wertvoll und geliebt bist, dass die uralte jüdisch-christliche Botschaft der Freiheit und der Ewigkeit für dich stimmt. Bei und mit uns und durch uns, aber vor allem durch den Ewigen, die Liebende, die wir hier verehren, könntest du zu einem zärtlicheren und liebevolleren Menschen werden, der/die die Welt ein wenig besser macht.

INFO Frank Lorenz ist Journalist, evangelisch-reformierter Theologe und Betriebswirt. Er leitet mit seiner römisch-katholischen Kollegin Monika Hungerbühler die Offene Kirche Elisabethen, die in diesem Jahr 25 Jahre alt wurde. Die Offene Kirche Elisabethen versteht sich als postkonfessionelle Kirche. Sie ist zu 70 Prozent finanziell selbstständig und wird inhaltlich von den beiden Theologen und einem ehrenamtlichen Vorstand verantwortet. Aus den Grundsätzen der Offenen Kirche Elisabethen: „Die Offene Kirche Elisabethen engagiert sich für Themen im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereich und setzt sich für die Nachhaltigkeit ein. Die Fülle des Lebens beschränkt sich nicht auf das Jetzt. Die Offene Kirche Elisabethen hält Ausschau nach dem, was kommt, was wichtig ist. Sie setzt sich ein für die Welt und für die Würde der Menschen und ihre Rechte, insbesondere auch für die Gleichberechtigung von Mann und Frau.“ Es ist auch möglich, die Kirche für eine Familienfeier zu mieten. Foto: Juri Junkow


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Er hat den Weg zur Kirche zurück Oliver Maat wünscht sich mehr Angebote für seine Altersklasse

Mit dem Glauben war Oliver Maat immer eng verbunden – nur das Ausleben war dem 45-Jährigen nicht immer ganz nah. Heute hat er wieder zur Kirche zurückgefunden, auch wenn es oft nicht einfach ist, in einem vollen Alltag mit Beruf und Familie ausreichend Zeit freizuhalten, um zum Beispiel einen Gottesdienst zu besuchen.

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Der Vertriebsmanager stammt aus Nordhorn in Niedersachsen. „Meine Familie und ich waren dort früher stark in der reformierten Gemeinde engagiert“, sagt er. Maat war als Jugendlicher beispielsweise im CVJM aktiv, dem Christlichen Verein Junger Menschen. Dort verbrachte er seine Zeit und fuhr mit dem Jugendkreis auf Freizeiten. „Wichtig war mir immer die Gemeinschaft“, sagt der 45-Jährige. Die jungen Menschen planten nicht nur Aktivitäten, sondern setzten sich vor allem intensiv mit ihrem Glauben auseinander. „Ich war dort fest verwurzelt“, erzählt Maat. Seinen Zivildienst absolvierte er in der reformierten Gemeinde in der Altenpflege. Als er 21 Jahre alt war, hatte der Nordhorner allerdings das dringende Gefühl, auch einmal et-

was anderes sehen zu müssen. Da hatte er gerade eine kaufmännische Ausbildung beendet und bewarb sich auch außerhalb von Niedersachen. „Es hat dann relativ schnell mit einem Job als Sachbearbeiter in der Logistikbranche in Frankfurt geklappt“, sagt er. Maat zögerte nicht lange, sondern zog gemeinsam mit seiner Freundin aus Nordhorn nach Frankfurt. Dort sollte er insgesamt zwölf Jahre lang wohnen. Das Leben in Frankfurt nahm seinen Lauf. Maat interessierte sich zunehmend für IT und entwickelte seine Fähigkeiten in diesem Bereich weiter. Seinen Glauben trug er zwar in sich, betete gemeinsam mit seiner Freundin, aber er lebte ihn nach außen nicht weiter aus. „Das ist damals ziemlich eingeschlafen“, berichtet er. „Ich habe irgendwie einfach nicht die richtige Gemeinde gefunden.“ So richtig intensiv suchte er damals allerdings auch gar nicht. „Ich habe im Nachhinein das Gefühl, dass ich zu dieser Zeit erst einmal meinen eigenen Weg finden musste“, sagt er. Maat stammt aus einer streng gläubigen Familie. „Ich glaube, dass ich mir erst einmal ein ganz eigenes Bild vom Glauben machen musste.“


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gefunden

Auch bei Konfessionslosen und Ausgetretenen stößst das soziale Engagement der Kirche auf Zustimmung. Kirchlich eng Verbundenen ist es sehr wichtig. Sozialwissenschaftliches Institut der EKD, 2015

Foto: Andrea Appel-Fischer

Als der Oliver Maat 33 Jahre alt war, ging die Beziehung in die Brüche. Er wollte weg aus Frankfurt und zog schließlich in die Nähe von Ingolstadt. Heute arbeitet er dort bei Siemens als Vertriebsmanager und hat zwei Kinder. Seine Tochter Charlotte ist fünf Jahre alt. Das jüngste Kind, Sohn Jonathan, wurde im April geboren. „Auch wenn ich nie sehr aktiv war, ich bin nie aus der Kirche ausgetreten“, sagt er. „Mit den Kindern kam bei mir dann das Bedürfnis auf, mich wieder intensiver mit dem Glauben zu beschäftigen.“ Ihre Tochter ließ die Familie im Westerwald taufen. Nun steht die Taufe von Jonathan an. „Ich habe dann über das Internet festgestellt, dass ein Pastor, den ich noch aus Nordhorn kenne, ganz in der Nähe eine Gemeinde hat“, erzählt Maat. Kurzerhand schrieb er Herbert Sperber aus der Gemeinde Marienheim, 30 km von Ingolstadt entfernt, an. Maat fragte ihn, ob er sich noch an ihn erinnere – und ob er bereit sei, seinen Sohn zu taufen. „Es kam eine sehr positive Antwort zurück. Herbert konnte sich gut an mich erinnern und wir haben uns verabredet“, sagt Maat. „Wir

hatten ein wirklich gutes Gespräch, und nun wird er unseren Sohn taufen.“ Der 45-Jährige möchte sich nun stärker in der Gemeinde einbringen. „Mein großer Wunsch ist es, häufiger zum Gottesdienst zu gehen“, sagt der Nordhorner. Manchmal ist das zwischen Familie und Job aber gar nicht so einfach. „Ich bin durch meine Arbeit viel unterwegs“, sagt Maat. „Da möchte ich am Wochenende natürlich möglichst viel Zeit zu Hause bei der Familie verbringen.“ Das heißt aber entweder, dass seine Frau während des Gottesdienstes alleine mit den Kindern zu Hause bleibt oder dass sie eine Kinderbetreuung brauchen. „Noch mehr würde ich mir eine Gruppe für Erwachsene wünschen, in der man über den Glauben spricht“, sagt Maat. Es gebe viele Angebote für Menschen unter 30 und dann wiederum für ältere Menschen. „Meine Altersklasse fällt dabei hier aber bislang etwas durchs Raster“, sagt er. „Das würde ich gerne ändern.“ Von Maria Berentzen

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Wir können Kirche Reformierte und altreformierte Gemeinde wachsen in besonderen Zeiten zusammen Zwei Kirchen und kein Pastor – das war bis Anfang September der Stand in dem kleinen Ort Laar. Doch wer meint, damit wäre das aktive Kirchenleben zum Erliegen gekommen, kennt die Laarer nicht. In der Gemeinde nahe der niederländischen Grenze sorgen viele Ehrenamtliche dafür, dass das kirchliche Angebot hier allen Widrigkeiten zum Trotz mit Leben gefüllt wird. Wie genau das funktioniert, erzählen Reformierte und Altreformierte aus dem 2100-Einwohner-Dorf.

Je stärker sich die Menschen nicht mit der Kirche verbunden fühlen, desto mehr lehnen sie politische Äußerungen der Kirche ab. Sozialwissenschaftliches Institut der EKD, 2015

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Ein entscheidender Schritt war die bis noch vor einigen Jahren für viele undenkbare Kooperation zwischen reformierter und altreformierter Gemeinde. „Schließlich sind wir in erster Linie Laarer und erst dann reformiert oder altreformiert“, bringt es Jan Hindrik Ekenhorst, Kirchenratsvorsitzender der altreformierten Gemeinde, auf den Punkt. Mit diesem Pragmatismus haben die Laarer viel erreicht – auch wenn mancher eher konservative Protestant da zwischendurch schlucken musste, weil nicht alles sofort in sein Weltbild passte. Doch der Erfolg gibt den Machern recht: Die Gottesdienste sind gut besucht, mehr als 50 Prozent Wahlbeteiligung bei den Gemeindewahlen, Angebote wie Seniorenkreise, Frauentreff oder Kindergottesdienste können weitergeführt werden. Berthold Trüün, Leiter des übergemeindlichen Posaunenchors, schwärmt geradezu von den gemeinsamen Gottesdiensten. „Wenn da alle

gemeinsam singen, das ist toll. Da geht man mit Freude im Herzen nach Hause.“ Vor elf Jahren begann die intensive Zusammenarbeit zwischen beiden Gemeinden. Als der damalige Pastor Friedrich Aißlinger in den Ruhestand ging, war klar, dass die reformierte Gemeinde keinen eigenen Pastor mehr bekommen würde. Der Kirchenrat entschloss sich, der altreformierten Gemeinde den Vorschlag zur Kooperation zu machen. Konkrete Vorstellungen, wie diese aussehen könnte, hatte man noch nicht. Eines aber stand fest: „Beide, altreformierte und reformierte Gemeinde in Laar, legten Wert darauf, eigenständig zu bleiben - mit einem Pastor vor Ort. Darauf haben wir hingearbeitet“, erklärt Steven Lambers. Mit Erfolg: Ab 1. August 2009 regelt ein offizieller Vertrag die Zusammenarbeit. Seither hat sich eine Verbindung entwickelt, auf die wohl anfangs kaum jemand zu hoffen wagte. Gemeinsame Kindergottesdienste und Konfirmationsunterricht, eine konfessionsübergreifende Jungschar – gerade für die junge Generation scheint die Zusammenlegung kein Problem. „Schließlich hören Freundschaften ja nicht an Gemeindegrenzen auf“, betont Lianne Zwaferink-Wemmenhove. „Im Konfirmanden-Unterricht wird nicht thematisiert, wer altreformiert und wer reformiert ist; das spielt keine große Rolle“, erzählt Inga Roelofs. Die 17-Jährige ist die einzige in der Runde, die den überkonfessionellen Konfirmandenunterricht aktiv erlebt hat. Doch gerade das Beispiel Konfirmandenunterricht zeigt, wie wichtig es ist, immer wieder auszuloten, wo die Grenze des Kompromisses erreicht ist. Die reformierte Konfirmation und das altreformierte Glaubensbekenntnis werden getrennt gefeiert. „Gemeinsam ist man stärker als allein. Aber manchmal muss man Unterschiede behalten“, macht der reformierte Kirchenratsvorsitzende Jan Meyer deutlich. Es sei durchaus ein Lernprozess gewesen, zusammenarbeiten zu können, ohne das eigene Profil zu verlieren. Seit der altreformierte Pastor Gerrit Jan Beuker 2017 in den Ruhestand getreten ist, haben die Gemeinden ihr Kirchenleben weitgehend allein gestaltet. Mit Lektoren und Pastoren für besondere Gottesdienste hat man die zwei Jahre überbrückt. Jetzt bekommen sie mit Eva-Maria


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Franke eine neue Theologin. Sie hat in den vergangenen Jahren eine Gemeinde in Österreich betreut, zu der neben reformierten Christen auch Lutheraner gehörten. Über den konfessionellen Tellerrand zu gucken ist ihr also nicht fremd. Offiziell ist sie in der altreformierten Gemeinde angestellt, die reformierte Kirche aber zahlt fünfzig Prozent ihrer Bezüge. Die gesamte Ortsgemeinde habe von der Kooperation profitiert, ist die Runde überzeugt. „Das Gemeindeleben ist harmonischer gewor-

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den, man weiß mehr voneinander“, beschreibt es Ekenhorst. „Viele Ältere mussten zwar erst lernen, mit dieser Umstellung klarzukommen. Aber Bremser in dieser Entwicklung sind sie nicht“, ergänzt Lambers. Gelungen sei diese Zusammenarbeit aber auch deshalb, weil sie mit Gottes Segen geschehe, ist Lianne Zwaferink-Wemmenhove überzeugt. „Das ist nicht alles Menschenwerk, da müssen wir mal auf dem Teppich bleiben.“ Von Anke Brockmeyer

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Fotos: Gerold Meppelink

Lianne Zwaferink-Wemmenhove (1), die derzeit eine Ausbildung zur Ältestenpredigerin in der altreformierten Gemeinde absolviert und der Kirchenratsvorsitzende der altreformierten Gemeinde Jan Hindrik Ekenhorst (2), Jan Meyer (3), Vorsitzender des Kirchenrates der reformierten Gemeinde, Lektor Steven Lambers (4), sowie der Organist Berthold Trüün (5) und das reformierte Gemeindemitglied Inga Roelofs (6).


REFORMIERTES REISEZIEL

Mit Ulrich Zwingli durch das Zürich ist nicht nur die größte Stadt der Schweiz, sie ist auch das globale Zentrum der Bank- und Finanzwirtschaft und liegt am Nordende des Zürichsees im Norden der Schweiz. Bedeutend war es auch schon vor 500 Jahren, als ein gewisser Huldrych Zwingli 1519 zum Pfarrer oder wie es damals hieß, zum „Leutpriester“ an das Großmünster berufen wurde. Mit ihm beginnt die Schweizer Reformation, darum feiert die Schweiz zurzeit 500 Jahre Reformation. Nach einer überstandenen Pesterkrankung - 7.000 Menschen, ein Viertel der Einwohner Zürichs, starben in diesem Jahr - kommt Ulrich Zwingli endgültig zur Überzeugung, dass allein Gottes Gnade den Menschen erlösen kann. Zwingli predigte gegen alles in seinen Augen Nichtbiblische: Verehrung von Bildern, Reliquien und Heilige. Viele der Tatorte der Zwinglischen Reformation sind erhalten geblieben und können bei einem Besuch erkundet werden. Führen lassen kann man sich dabei entweder ganz klassisch mit einem Flyer in der Hand, den die reformierte Kirche herausgegeben hat, oder mit einer App auf dem Smartphone, die die Tourismusabteilung der Stadt entworfen hat.

Die klassische Tour mit dem Flyer in der Hand geht über zwölf Stationen. Sie beginnt an der Wasserkirche, vor der das einzige Denkmal Zwinglis steht, und endet am Zürcher Hauptbahnhof. Dazwischen warten unter anderem das Großmünster, die Helferei und Haus zur Sul, das Zwingli-Portal am Nordportal des Grossmünsters, die Froscheraugasse und das Rathaus. Das Grossmünster wurde zum großen Teil zwischen 1100 und 1250 erbaut. Zur Zeit Zwinglis war es zugleich Chorherrenstift und Gemeindekirche. Hier begann Ulrich Zwingli (er nannte sich selber Huldrych) im Jahr 1519 mit seiner Auslegung des Matthäusevangeliums. Anders als bisher sollte nun Christus allein im Zentrum des Gottesdienstes stehen. Im Haus zur Sul (Kirchgasse 22/Ecke Neustadtgasse) wohnte Ulrich Zwingli zuerst; danach wurde das heutige Kulturhaus Helferei seine Amtswohnung, in der er zusammen mit seiner Frau Anna Reinhard und vier Kindern lebte. Ihre Heirat 1524 gehörte zu den ersten Pfarrerhochzeiten nach der Aufhebung des Zölibats. Die App der Stadt Zürich führt die Besucher nicht nur an die verschiedenen Orte, sondern bezieht die damaligen Ereignisse auf die Gegenwart. Es ist also nicht nur eine Zeitreise in die Jahre 1519 bis 1531, als Zwingli eine Stadt

Blick vom Grossmünster auf die Stadt

Grossmünster in Zürich

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Foto: Alfonso Smith, Ref. Kirche Zürich

Foto: Geatan Bally, © Zürich Tourismus


das alte Z ürich

alte Zürich und ihren Glauben durch seine kritischen und innovativen Ideen nachhaltig verändert hat. Beeindruckend an dieser Tour sind die aktuellen Bezüge zur Gegenwart, die den Hörer nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln auffordern. Gestartet wird am Ort der Druckerei von Christoph Froschauer. Er war enger Verbündeter Zwinglis, druckte nicht nur die reformatorischen Schriften, sondern auch die Zürcher Bibel, die Zwingli und seine Partner ins Schweizerdeutsch übersetzt hatten. Im Hause des Druckers fand auch das Fastenbrechen statt, zu dem Zwingli 1522 seine erste reformatorische Schrift „Von Erkiesen und Freiheit der Speisen“ veröffentlichte. Danach geht es zum Ratssaal der Stadt. Zwingli hatte gute Kontakte zur Politik und auch großen Einfluss auf die damaligen Politiker. Seine Almosenordnung begründete eine Frühform des Sozialwesens. Arme und Bedürftige erhielten gegen Arbeiten für das Gemeinwesen einen „Mushafen“, einem „Breitopf“. Die Tour dauert 90 Minuten. Kopfhörer sowie bequeme Schuhe werden augenzwinkernd empfohlen.

an

INFO Tourist Service Im Hauptbahnhof, 8001 Zürich Tel. +41 44 215 40 00 touristservice@zuerich.com www.zuerich.com/de/besuchen/reformation Hier findet sich auch der Hinweis auf die App. Reformierte Kirche Zürich www.zhref.ch/themen/reformationsjubilaeum Hier findet sich auch ein Shop mit dem kostenlosen Flyer sowie einem Faltblatt mit den Essentials zur Zürcher Reformation. Alles auch als Download verfügbar.

Reformierte in Deutschland.

Die

Stadtrundgang aus dem Flyer der Reformierten Kirche Zürich

Stadtplan Stadtplan Zürich

Die Reform

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PERSONEN

[1] Hinnerk Schröder, ehemaliger Präses der Gesamtsynode, ist am 29. Juli 80 Jahre alt geworden. 1977 wählte ihn die Synode in das Amt des Kirchenpräsidenten, das er später als Präses der Gesamtsynode bis 1999 weiterführte. Schröder lebte heute in Nordhorn, nahe seiner ersten Pfarrstelle in Uelsen. Bis heute ist Schröder als Prediger aktiv. [2]

Hans-Gerhard Billker, Pastor der Kirchengemeinde Baccum bei Lingen (Emsland), ist Ende Juli in den Ruhestand gegangen. Seine Gemeinde verabschiedete den 65-Jährigen zusammen mit der katholischen Nachbargemeinde im Rahmen eines ökumenischen Sommerfestes. Billker war fast 35 Jahre in Baccum, viele Jahre betreute er das Jugendfreizeithaus Baccumer Mühle mit.

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Anne Mirjam Walter ist neue Pastorin der Evangelisch-reformierten Gemeinde Hameln - Bad Pyrmont. Die Gemeinde wählte die 34-jährige Theologin im Mai. Sie ist dort Nachfolgerin von Sophia Sander, die im Herbst 2018 nach Großwolde (Ostfriesland) gewechselt war. Die gebürtige Ostfriesin aus Bunde war zuvor als Pastorin in Neuenkirchen und Rekum tätig. [4]

Michael Beintker, ehemaliger Theologieprofessor aus Münster, erhält 2020 den Karl-Barth-Preis der Union Evangelischer Kirchen (UEK). Der mit 10.000 Euro dotierte Preis erinnert an den herausragenden und streitbaren Schweizer Theologen Karl Barth (1886–1968) und geht jedes Jahr an einen Theologen, der sich um das Werk Barths verdient gemacht hat. Beintker war viele Jahre Inhaber des reformierten Lehrstuhls an der Universität Münster, er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Johannes a Lasco Bibliothek.

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Weiter sinkende Mitgliederzahlen Die Evangelisch-reformierte Kirche hat ihre Jahresstatistik für 2018 veröffentlicht. Danach hat sie im vergangenen Jahr rund 2.300 Mitglieder verloren. Zum Ende des Jahres 2018 zählte sie 170.987 Christinnen und Christen in den 145 Kirchengemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu. Ein Jahr zuvor waren es 173.305. Damit hat die Kirche 2018 rund 600 Mitglieder mehr verloren als 2017. Schon im Mai hatte Vizepräsident Helge Johr seine Kirche auf weiterhin sinkende Mitgliederzahlen eingestellt. So habe eine wissenschaftliche Studie der Universität Freiburg bis 2060 einen Mitgliederrückgang um 42 Prozent prognostiziert, sollte sich die Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen. Johr hatte aber auch deutlich gemacht, dass die Kirche bei den Kirchenaustritten und Taufen Handlungsspielräume habe. Gäbe es im Durchschnitt der Gemeinden jährlich nur eine einzige Taufe mehr und einen einzigen Austritt weniger, bedeute das bis 2060 etwa 10.000 Mitglieder mehr. Wesentlich für den aktuellen Mitgliederrückgang ist nach wie vor der demografische Wandel, der sich 2018 noch verstärkte. Verstarben 2017 noch 2.209 Kirchenmitglieder, so waren es im vergangenen Jahr 2.581. Den Verstorbenen stehen nur rund 1.120 Taufen gegenüber. Im Jahr 2018 traten mit rund 1.400 Menschen etwa 300 mehr aus der Evangelisch-reformierten Kirche aus als 2017. 320 Menschen traten in die Kirche ein. [1]

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Foto: Ulf Preuß

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Foto: Maria Berentzen

Foto: Cathrin Eisenstein

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Foto: Ulf Preuß

Minister besucht Obdachlosenhaus Mit 326.000 Euro fördert das Land Niedersachsen die Sanierung und den Umbau des Tagesaufenthaltes für Wohnungslose in Emden. Bau- und Umweltminister Olaf Lies übergab bei seinem Besuch im Juli der Stadt Emden und dem Synodalverband der Evangelisch-reformierten Kirche einen Förderbescheid. Mit Hilfe der Landesförderung soll die Einrichtung in der Hansastraße für insgesamt 400.000 Euro nun umfassend saniert und barrierefrei umgebaut werden. Florian Müller-Goldenstedt, Leiter der Einrichtung, hofft, dass mit Hilfe der Förderung auch der eine oder andere Wunsch der Mitarbeiter verwirklicht werden könne. Eine Idee sei die Einrichtung einer Werkstatt im Hof. Minister Lies betonte, dass die „Investition in Steine“ in Wirklichkeit eine soziale Investition sei. Das Thema Wohnungslosigkeit finde oft nur schwer öffentliches Interesse. Träger des Tagesaufenthaltes ist der Synodalverband Nördliches Ostfriesland, der sich an den Baukosten wie auch die Stadt Emden mit rund 35.000 Euro beteiligt. Dessen Präses, Frank Wessels, Pastor in Suurhusen, bedankte sich für die Förderung. Dass Minister Lies den Förderbe-


A ktuelles

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Foto: Ulf Preuß

Foto: VEM

Foto: W-Film / C-Films

BU: Minister Olaf Lies (links) im Gespräch mit dem Besucher des Tagesaufenthaltes Ossi Gossler (rechts), dazwischen Präses Frank Wessels.

Noch immer leben in Südafrika Millionen von Menschen in den einst während der Apartheid errichteten Townships. Im größten, Soweto bei Johannesburg, geschätzt 1,4 Millionen Menschen. Das Foto zeigt ein Township in der Nähe von Kapstadt.

Max Simonischek als Ulrich Zwingli

scheid persönlich übergebe, sei auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Mitarbeiter und die Besucher des Tagesaufenthaltes. Mit den Bauarbeiten solle im Jahr 2020 begonnen werden. Jeden Tag kommen 60 bis 65 Obdachlose oder von Wohnungslosigkeit Betroffene in den Tagesaufenthalt, vor 20 Jahren waren es noch 30 pro Tag, so Müller-Goldenstedt. Sein Haus biete den Menschen soziale und psychosoziale Beratung, Hilfestellung bei behördlichen Angelegenheiten sowie zwei Mahlzeiten am Tag. Einmal pro Woche leistet die im Haus untergebrachte Praxis „Akut“ medizinische Hilfe. Generell habe sich die Arbeit mit Obdachlosen gewandelt, so MüllerGoldenstedt. Heute kämen immer jüngere Menschen und immer mehr Frauen.

Um diese Trennung zu überwinden, müsste die deutliche Mehrheit der „weißen“ Gemeinden dem „Bekenntnis von Belhar“ (1986) zustimmen, und damit zugleich eine Mitverantwortung für die unchristliche Menschenverachtung des ApartheidRegimes übernehmen. „Es ist ein Skandal, dass diese Vereinigung immer noch nicht umgesetzt werden konnte“, meinte dazu Dietmar Arends, Landessuperintendent in der Lippischen Landeskirche. 1986 hatte die URCSA dieses Bekenntnis als verbindlich erklärt und damit die Apartheid für unvereinbar mit dem christlichen Glauben erklärt. In Möllenbeck vereinbarten die Partner, ihre zukünftigen Beziehungen weniger auf finanzielle Hilfen zu gründen. Leepo Modise, Moderator der URCSA, betonte die Bedeutung von gegenseitigen theologischen Konsultationen. Aktuell gehe es bei den südafrikanischen Reformierten um das Thema Homosexualität und Kirche, so der reformierte Ökumenepastor Thomas Fender. Die URCSA, insgesamt eher progressiv eingestellt, habe es nicht leicht, alle Gemeindemitglieder für eine 2018 beschlossene Erlaubnis gleichgeschlechtlicher Eheschließungen und offen gelebter homosexuellen Partnerschaften im Amt zu erwärmen.

Tapferes“ in die Geschichtsbücher. Der Film sei „ein eindrucksvolles und bildgewaltiges Historiendrama über den Kampf um eine neue Weltordnung“, heißt es in der Ankündigung. Den Film sahen in der Schweiz bereits mehr als 240.000 Zuschauer.

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20 Jahre Partner mit Südafrika Vor 20 Jahren haben einerseits die Evangelisch-reformierten Kirche, die Lippische Landeskirche und der Reformierte Bund sowie andererseits die „Vereinigende Reformierte Kirche in Südafrika“ (URCSA) ihre Partnerschaft mit einem Vertrag besiegelt. Ende Juni trafen sich Kirchenvertreter im Kloster Möllenbeck im Weserbergland zu einem Rückblick auf die vielfältige Projektarbeit und mehr noch, um über zukünftige Zusammenarbeit und theologischen Austausch auf Augenhöhe zu sprechen. Die URCSA ist eine Kirche mit bewegter politischer Geschichte. Gegründet nach dem offiziellen Ende der Apartheid im Jahr 1994 sind ihre Mitglieder überwiegend schwarze und farbige Menschen, die nicht umsonst das aktive „Vereinigende“ im Namen gewählt haben. Immer noch besteht neben der URCSA die „weiße“ Niederländisch-reformierte Kirche in Südafrika, mit der eine Vereinigung bisher nicht möglich ist.

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Tut um Gottes willen etwas Tapferes Der Spielfilm „Zwingli – Der Reformator“ startet zum Reformationstag am 31. Oktober in den deutschen Kinos. Mit Martin Luther zählt Zwingli zu den wichtigsten Reformatoren der Kirche und begründete zusammen mit Johannes Calvin, dem Genfer Reformator, den evangelisch-reformierten Zweig der Reformation. Regisseur Stefan Haupt bringt damit erstmals die Geschichte von Ulrich Zwingli einem breiten Publikum nahe. Zwingli gelangte auch mit dem Satz „Tut um Gottes willen etwas

Filmszene am Zürchsee

Einer trage des anderen Last Die nächste Jahreskonferenz des Diakonischen Werks der Evangelisch-reformierten Kirche beschäftigt sich mit der Arbeit Ehrenamtlicher. Hauptreferentin ist die ehemalige Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Cornelia Coenen-Marx. Sie spricht über Freiwillige als Stützen der Gemeindearbeit. Zu der Konferenz am 26. Oktober werden mehr als 100 Ehren- und Hauptamtliche aus der Diakonie im Kloster Frenswegen erwartet.

IMPRESSUM Reformiert: ,reformiert’ ist die Mitgliedszeitschrift der Evangelischreformierten Kirche. Herausgeberin: Evangelisch-reformierte Kirche, Saarstraße 6, 26789 Leer, www.reformiert.de Redaktion: Ulf Preuß (verantwortlich), Pressesprecher, Tel. 0491 / 91 98-212, E-Mail: presse@reformiert.de Redaktionsbeirat: Andre Berends, Klaus Bröhenhorst, Antje Donker, Andreas Flick, Matthias Lefers, Günter Plawer, Steffi Sander, Herbert Sperber, Burkhart Vietzke Konzeption, Gestaltung und Layout: dpp - Designagentur projektpartner, 26789 Leer, www.dpp-leer.de Druck und Vertrieb: SKN Druck und Verlag, Norden, www.skn-druck.de Auflage: 125.000 Exemplare

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Evangelisch-reformierte Kirche Landeskirchenamt - Saarstraße 6 - 26789 Leer Postvertrieb DPAG Entgelt bezahlt

Foto: Traute Schilling

Kirchenpräsident Martin Heimbucher

1. September 2019 – Vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg Vor 80 Jahren, am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Der größte militärische Konflikt der Menschheitsgeschichte. Fragen an Kirchenpräsident Martin Heimbucher.

POSITION

Wofür steht für Sie der 1. September 1939? An diesem Tag begann Hitler einen Revanchekrieg, mit dem er die deutsche Niederlage von 1918 umkehren und ein Nazi-Imperium in Europa aufrichten wollte. Mit seinem Größenwahn hat er viele Millionen Menschen in den Tod gerissen. Der Krieg war von Anfang an ein Verbrechen. Durch den systematischen Völkermord an den europäischen Juden, aber auch an Polen, Russen und anderen Völkern, wurde er zu einem beispiellosen Extrem gesteigert - und schlug am Ende auf unser eigenes Land zurück. Müssen wir Deutsche mit Blick auf unsere Vergangenheit anders über Krieg und Vernichtung sprechen, als andere Völker? Die verheerende Niederlage, die Zerstörung vieler Städte und die Vertreibung aus dem Osten hat die Menschen in unserem Land traumatisiert. Dieses Trauma prägte nicht nur die Generation derer, die den Krieg miterlebt hatten. Das Trauma prägte auch noch die Generation der Nachkriegskinder, zu der mein Jahrgang 1955 gehört. Die Verletzungen an Leib und Seele wirkten noch bohrender dadurch, dass mit der Zeit die Erkenntnis unausweichlich wurde: Es war unser Land, es waren unsere Väter und Mütter, die für diese Katastrophe mitverantwortlich waren. Davon können wir in unserem Reden nicht absehen.

Wie lässt sich denn 80 Jahre später eine Haltung aufrechterhalten, die heißt: „Wir lernen aus der Geschichte“? Die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen muss uns heilig sein. Politisch müssen wir entschiedene Demokraten sein, für ein System der Gewaltenteilung eintreten und die Freiheitsrechte eines jeden Menschen verteidigen. Jede Generation muss neu Zivilcourage lernen und einüben. Wir müssen es begreifen und leben, dass das Gelingen unseres Zusammenlebens davon abhängt, dass wir alle dafür Verantwortung übernehmen: „die Regierenden und die Regierten“, wie es die Barmer Theologische Erklärung formuliert. Spüren Sie als Kirchenmann, da die Kirchen in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes überwiegend auch ein unrühmliche Rolle spielten, eine besondere Verantwortung? Die Kirche muss immer wieder befreit werden von einer Beschränkung ihres Horizonts durch nationale oder ideologische Scheuklappen. Nie wieder darf die Christenheit ihre Verwurzelung im Judentum verleugnen. Es muss deutlich werden, dass wir um unseres Glaubens willen niemals gemeinsame Sache machen mit diktatorischen Regimes. Sondern dass wir mit den Bedrängten und Ausgegrenzten solidarisch sind.

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4 reformiert 2019  

„Großartig ist genau das richtige Wort für das KonfiCamp“, meinte ein Pastor, der seine Konfirmandengruppe nach Möllenbeck begleitete. Und e...

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