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Das Magazin für kompetente & innovative Unternehmen

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ISSN 1662-9256

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Juni / Juli 2010 CHF 8.90, EUR 5.90

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Mit vereinten Kräften nach vorn MEETING

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r E s Tau r a N T

Human Resource

Management / Marketing

IT / Technik

Telearbeit – eine neue Arbeitsform, die in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. S. 24

„Mein Kollege, mein Kunde“ – Interne Überzeugungsarbeit braucht Verkaufskonzepte S. 28

Den Grossen zu sperrig, den Kleinen zu teuer S. 38

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Editorial

Liebe Leserinnen Liebe Leser

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ie allmähliche Erholung der europäischen Wirtschaft wurde in den letzten Wochen vor allem durch den Zusammenbruch Griechenlands getrübt, der den Euro auf eine tiefe Talfahrt brachte. Doch nun ist das milliardenschwere Rettungspaket von den Finanzministern der Euro-Gruppe beschlossen, wodurch ein Staatsbankrott und eine weitere Krise vorerst verhindert werden konnte. In der Schweiz sieht die Wirtschafslage dagegen sehr positiv aus. Man kann nun endlich davon ausgehen, dass alle Regionen der Schweiz in diesem Jahr aus der Rezession herausfinden werden, wenngleich durch die Branchenfokussierung in den verschiedenen Regionen mit einem unterschiedlich starken Wachstum gerechnet wird.

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len Erholung weiter zunehmen. Im Zusammenhang mit der wieder rückläufigen Kurzarbeit und der Zunahme offener Stellen könnte eine erste Trendwende am Schweizer Arbeitsmarkt aber bereits ziemlich bald einsetzen. Lassen Sie sich von diesen ersten positiven Entwicklungen stärken und sehen Sie dem lang erwarteten Sommer zuversichtlich entgegen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen und viele anregende Momente!

Von den besseren Aussichten im Finanzsektor wie auch bei den Unternehmensdienstleistungen profitieren vor allem die Regionen um Zürich und Aarau wie das Bassin Lémanique. Die Region Basel erzielt Gewinne von der stabilen chemischpharmazeutischen Industrie und die Zentralschweiz von ihrer Ausgewogenheit, guten Standortbedingungen und Sondereffekten. Die Perspektiven für die Süd- und Ostschweiz wie das Espace Mittelland, die von der Tourismuswirtschaft und dem Baugewerbe geprägt sind, bleiben zur Zeit jedoch noch eher verhalten. Durch den starken Schweizer Franken lässt sich seitens der europäischen Nachbarländer eine anhaltend rückläufige Tourismusfrage erwarten und es kann noch nicht genau beurteilt werden, wie sich dies konkret in den bevorstehenden Sommermonaten bemerkbar macht. Das schwungvolle Schlussquartal 2009 bot bereits eine gute Basis für dieses Jahr und die aufwärts gerichteten Auslandsnachfragen, staatliche Impulse und robuste private Konsumausgaben haben den Aufwärtstrend unterstützt und der Schweizer Wirtschaft ein positives Wachstum verzeichnet. Jedoch könnte der stimulierende Einfluss dieser temporären Faktoren allmählich nachlassen und den Aufwärtstrend über den Sommer erst einmal etwas abflachen lassen.

Chefredaktor Adriano Sibilia

Daher bleibt auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt eher angespannt. Insbesondere das ungünstige Investitionsumfeld bietet ein hohes Belastungspotenzial und der Kostendruck wird aufgrund immer noch stark unterausgelasteten Kapazitäten und einer langsamer voranschreitenden konjunkturel-

interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010

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Inhaltsverzeichnis

i interview inhalt Human Resource

Management / Marketing IT / Technik

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Telearbeit – eine neue Arbeitsform, die in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dabei müssen die Mitarbeitenden nicht jeden Tag an ihrem festen Arbeitsplatz erscheinen, sondern können auch von zu Hause aus arbeiten und ihre Arbeitsergebnisse mittels Computer, Fax und Telefon an ihren Arbeitgeber übermitteln. Doch welche Arten von Telearbeit gibt es überhaupt? Und worin liegen die Vor- und Nachteile für Arbeitgeber und -nehmer? Dr. Peter Meier erklärt uns, wie das Home Office funktioniert

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Es gibt einige Abteilungen eines Unternehmens wie z.B. Controlling, Personalentwicklung und Projektabteilungen, die nicht direkt in den Produktionsprozess eingebunden sind, nur widerwillig akzeptiert werden und vor allem Geld kosten. Aber auch sie tragen zum Unternehmenserfolg bei und sind ein wichtiger Stützpfeiler. Wie diese Abteilungen besser integriert werden und wie die gesamte Belegschaft von ihrer Notwendigkeit überzeugt werden kann, verdeutlicht Unternehmensberater Helmut König.

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Die betrieblichen IT-Strategien werden in ihrer Bedeutung meist unterschätzt. Dabei werden sie gerade in kleineren Unternehmen nicht optimal eingesetzt und bieten erhebliches Verbesserungspotenzial. Was ist das technisch wirklich Sinnvolle für ein kleineres Unternehmen? Mit welchen Problemen sehen sich KMU konfrontiert und was bedeutet dies für die Unternehmen wie auch für die IT-Anbieter? Diese Fragen beantwortet uns Herr Prof. Dr. Jörn-Axel Meyer vom Deutschen Institut für kleine und mittlere Unternehmen.


Inhaltsverzeichnis

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Editorial............................................................................ 3 Wirtschaft / Recht

Wenn Goodwill mehr als „guter Wille“ wert ist...............................6 Grenzüberschreitender Warenkauf: Bedeutung des Wiener Kaufrechts..........................................................................10 Aus der Krise lernen.......................................................................14

Human Resource

Vom kontroversen zum parallelen Denken....................................16 Engagement am Arbeitsplatz auf niedrigem Stand – Gewinne durch Einstellung und Anerkennung?............................................20 Telearbeit....................................................................................... 24

Management / Marketing

„Mein Kollege, mein Kunde“ – Interne Überzeugungsarbeit braucht Verkaufskonzepte..............................................................28 UeSP statt USP: Ist Ihre Positionierung emotional genug?............30 STADE DE SUISSE – Wo Emotionen gelebt und Geschichten geschrieben werden.......................................................................34 Nichts ist überzeugender als eine Empfehlung.............................36

Gesundheit

IT / Technik

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In vielen Unternehmen steht die Arbeit im Vordergrund und die Mitarbeitenden haben während ihren Arbeitszeiten nur selten die Gelegenheit für Ruhe und Entspannung. Dabei wirken wenige Minuten des Rückzugs wahre Wunder – zum Beispiel in Form eines Powernaps. Doch was genau bewirkt er? Und was gilt es beim Powernapping zu beachten? Die Vorteile sowie die Rahmenbedingungen eines gelungenen Powernaps erläutert Gesundheitscoach Claude Weill.

Den Grossen zu sperrig, den Kleinen zu teuer..............................38 Verlust von Kredit-, Debit- und Kundenkarten? – SECURICARD hilft weiter...............................................................42 Effizienter und kostensparender Brandschutz mit Aerosolen........44 Die Antwort der Océ Schweiz auf die Anforderungen der Schweizer KMU..............................................................................46 Effizientes Arbeiten durch den Einsatz von ELOprofessional........48 Nutzen und Trends von ERPLösungen für KMU.............................50

Gesundheit

Eine Lanze für den Powernap........................................................52 Corporate Health...........................................................................54 Bewegung im Berufsalltag – Leistung, Kreativität & Erfolg...........58 Sitz-Marathon in der Bürowelt.......................................................62

Medientipps................................................................... 64 Abo / Impressum............................................................ 66

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Wirtschaft / Recht

Wenn Goodwill mehr als „guter Wille“ wert ist

Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) bezeichnet die Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis für ein Unternehmen und der zu aktuellen Werten bewerteten Unternehmenssubstanz. Die Finanzverantwortlichen müssen dabei genau wissen, um was es sich im Einzelnen handelt und welche Überlegungen sie hierzu anstellen können.

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Wirtschaft / Recht

Ein profitorientiertes Unternehmen setzt sich zum Ziel, mit seiner Tätigkeit Gewinne zu erwirtschaften und zu wachsen. Dabei stösst es manchmal an Leistungsgrenzen, die häufig mittels Erwerb eines anderen Unternehmens überwunden werden sollen. Der Wert des zu übernehmenden Geschäfts wird geschätzt – das bildet die Basis für die Aushandlung des Preises mit dem bisherigen Eigentümer. Dieser Preis kann entweder in bar oder mittels eigenen oder eigens zu schaffenden Aktien des erwerbenden Unternehmens bezahlt werden. Oft müssen zusätzlich Rechts-, Steuer- oder Wirtschaftsberater eingesetzt werden; deren Honorare fliessen in die Bestimmung des Kaufpreises des erworbenen Unternehmens ein.

Unterschiede Der Kaufpreis steht der Substanz des erworbenen Unternehmens gegenüber. In aller Regel ist die Substanz tiefer als der Kaufpreis, was zu einem positiven Unterschiedsbetrag führt. Nun muss die Rechnungslegung diesen Unterschiedsbetrag auf die einzelnen Vermögenswerte oder Schulden des übernommenen Unternehmens zuteilen. Die Vermögenswerte und Schulden müssen zu ihren aktuellen Werten bewertet sein. Diese weichen von den vormaligen Buchwerten vor allem deshalb ab, weil das übernommene Unternehmen vor der Akquisition die Jahresrechnung auf

der Basis von Fortführungswerten erstellt hat. Für die meisten Vermögenswerte sind das die historischen Anschaffungsoder Herstellungskosten und für die Schulden sind es die historischen oder im Falle von Rückstellungen die geschätzten Werte. Beim Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden aber so zu bewerten, wie wenn sie einzeln und nicht im Rahmen des Unternehmenserwerbs erworben würden. Deshalb muss jedem Vermögenswert oder jeder Schuld der aktuelle Wert zugeordnet werden. Weil die Buchwerte verändert werden, aber der Ertragssteuerwert gleich bleibt, ergeben sich auf den Aufwertungen in der Zukunft zu bezahlende Steuern, die als latente Steuerschuld zurück zu stellen sind. Dadurch wird pro Saldo das Eigenkapital aufgewertet. Nun wird der Kaufpreis mit dem neuen Wert der erworbenen Substanz verglichen. Ist der Kaufpreis höher als die Substanz, wird die Differenz als Goodwill bezeichnet. Im umgekehrten Fall spricht die Rechnungslegung von negativem Goodwill (Badwill oder „ungünstigem Erwerb“).

Behandlung in Jahresrechnung Nach den Swiss GAAP FER wird der Goodwill als Vermögenswert erfasst und über seine geschätzte Lebensdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen fünf und maximal 20 Jahren und hängt von der Art des erworbenen Geschäfts ab. Sofern Anzeichen für eine Wertbeeinträchtigung bestehen, muss

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überprüft werden, ob der Buchwert des Goodwills weiterhin werthaltig ist (Wertbeeinträchtigungstest). Alternativ zur Erfassung als Vermögenswert darf Goodwill nach den Swiss GAAP FER sofort beim Erwerb mit dem Eigenkapital verrechnet werden. In diesem Fall muss das erwerbende Unternehmen alle Akquisitionen gleich behandeln. Zudem wird im Anhang offen gelegt, wie sich die Positionen Goodwill, Eigenkapital und Jahresergebnis präsentieren würden, wenn der Goodwill als Vermögenswert erfasst worden wäre. Ebenso muss gegebenenfalls ein Wertbeeinträchtigungstest durchgeführt und darüber Bericht erstattet werden. Im Falle des negativen Goodwills besteht keine Regelung der Swiss GAAP FER. Im Sinne einer true & fair view ist es, wenn im Falle eines durch glückliche Umstände zu gering ausgefallenen Erwerbspreises der negative Goodwill als Kapitalreserve erfasst wird. Sofern der Kaufpreis wegen einer bevorstehenden Reorganisation oder aufgrund von Verlusten tief ist, kann der negative Goodwill als Rückstellung erfasst und später, bei Anfall der Kosten, erfolgswirksam aufgelöst werden. In gewissen Fällen ist es auch denkbar, den negativen Goodwill direkt und sofort vollständig erfolgswirksam zu erfassen.

KMU als Beispiel Zur Illustration der Vorgehensweise dient der Erwerb eines mittelständischen Unternehmens mit 200 Mitarbeitenden. Der Erwerber bezahlt für das Unternehmen mit einem Nettoerlös von rund 60 Millionen CHF einen Preis von 10 Millionen CHF. Für den Erwerb wurden Berater

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Wirtschaft / Recht

beauftragt, eine sorgfältige Prüfung des zu erwerbenden Unternehmens (Due Diligence) durchzuführen und eine steuerlich optimale Struktur für die Übernahme vorzuschlagen. Eine Anwaltskanzlei hat bei der Erstellung der Verträge mitgeholfen. Die Beratungshonorare von 0.2 Millionen CHF erhöhen die Anschaffungskosten für diese neue Beteiligung.

Abbildung 1: Bilanz vor Übernahme zu Buchwerten Position

Betrag in CHF Position

Flüssige Mittel

600’000 Verbindlichkeiten

Forderungen

3.4 Mio. Finanzschulden

2 Mio.

Vorräte

4.2 Mio. Rückstellungen

1.2 Mio.

Umlaufvermögen

8.2 Mio. Fremdkapital

7 Mio.

3 Mio. Aktienkapital

250’000

Sachanlagen

Zum Zeitpunkt der Übernahme präsentiert sich die Bilanz des erworbenen Unternehmens mit einem Eigenkapital von 5 Millionen CHF (vgl. Abbildung 1). Den Buchwerten der Vermögenswerte von 12 Millionen CHF steht ein aktueller

Betrag in CHF

Finanzanlagen

800’000 Reserven

Anlagevermögen

3.8 Mio. Eigenkapital

Aktiven

12 Mio. Passiven

3.8 Mio

4.75 Mio. 5 Mio. 12 Mio.

Abbildung 2: Bilanz nach Übernahme zu aktuellen Werten Position

Buchwert

Differenz

Aktueller Wert

Position

Buchwert

Differenz

in CHF Flüssige Mittel

600’000

in CHF 600’000 Verbindlichkeiten

3.8 Mio.

Forderungen

3.4 Mio.

50’000

3.45 Mio. Finanzschulden

2 Mio.

Vorräte

4.2 Mio.

250’000

4.45 Mio. Rückstellungen

1.2 Mio.

Sachanlagen

8.2 Mio.

300’000

8.5 Mio. Fremdkapital

3 Mio.

700’000

3.7 Mio. Aktienkapital

Finanzanlagen

800’000

800’000 Reserven

Anlagevermögen

3.8 Mio.

700’000

Aktiven

12 Mio.

1 Mio.

Wert von 13 Millionen CHF gegenüber. Im Fremdkapital von 7 Millionen CHF sind nicht betriebsnotwendige Rückstellungen von 0.5 Millionen CHF enthalten. Insgesamt bestehen somit 1.5 Millionen CHF Wertunterschiede zwischen den Buch- und den aktuellen Werten. Da diese Mehrwerte irgendwann in der Zukunft besteuert werden, ist eine Rückstellung für latente Ertragssteuerschuld von 0.3 Millionen CHF (20 % auf den Wertunterschieden) zu erfassen. Damit beläuft sich das Eigenkapital zu aktuellen Werten auf 6.2 Millionen CHF (Buchwerte von 5 Millionen CHF plus Wertunterschiede von 1.5 Millionen CHF abzüglich latente Steuern von 0.3 Millionen CHF, vgl. Abbildung 2).

4.5 Mio. Eigenkapital 13 Mio. Passiven

2 Mio. 700’000

300’000

300’000

-200’000

6.8 Mio.

4.75 Mio.

1.2 Mio.

5.95 Mio.

5 Mio.

1.2 Mio.

6.2 Mio.

12 Mio.

1 Mio.

13 Mio.

7 Mio. 250’000

250’000

nalressourcen zurück zu führen ist, schätzt der Erwerber die Nutzungsdauer auf fünf Jahre und schreibt deshalb diesen immateriellen Wert um jährlich 0.8 Millionen CHF ab. In der Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER wird Goodwill als immaterieller Vermögenswert erfasst und abgeschrieben oder direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Goodwill stellt, allgemein gesprochen, eine Zahlung für künftige Gewinne des erworbenen Unternehmens dar, die über die aktuell ausgewiesene Substanz hinausgeht. Neben der regelmässigen Abschreibung muss Goodwill auch auf Wertbeeinträchtigung hin überprüft werden, wenn Anzeichen dafür bestehen.

Der Goodwill beträgt 4 Millionen CHF, nämlich 10.2 Millionen CHF Anschaffungskosten abzüglich 6.2 Millionen CHF Eigenkapital zu aktuellen Werten. Da der Goodwill im Wesentlichen auf die Perso-

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3.8 Mio. -500’000

Latente Steuern Umlaufvermögen

Aktueller Wert

interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010

Kontakt Dr. Daniel Suter dipl. Wirtschaftsprüfer und Partner Wirtschaftsprüfung PricewaterhouseCoopers AG St. Jakobs-Strasse 25 CH-4002 Basel Tel.

+41 (0)58 792 51 00

daniel.suter@ch.pwc.com www.pwc.ch


24. juni 2010

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Wirtschaft / Recht

Grenzüberschreitender Warenkauf: Bedeutung des Wiener Kaufrechts

Beim grenzüberschreitenden Warenhandel stellt sich unter anderem die Frage, welches Gericht bei allfälligen Streitigkeiten unter den Vertragsparteien anzurufen und welches Recht anwendbar ist. Für Letzteres ist das Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (kurz: Wiener Kaufrecht) oder englisch CISG (United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods) von zentraler Bedeutung. Im nachfolgenden Beitrag werden die Grundzüge des Wiener Kaufrechts erläutert.

Das Wiener Kaufrecht wurde am 11. April 1980 in Wien abgeschlossen. Es erlangt Geltung in denjenigen Staaten, die dem Wiener Kaufrecht beigetreten sind. Für die Schweiz gilt es seit dem 01. März 1991. Mittlerweile haben mehr als 70 Staaten diesen völkerrechtlichen Vertrag unterzeichnet. Darunter befinden sich auch die wichtigsten Handelspartner der Schweiz, wie beispielsweise Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich oder die USA. Grossbritannien allerdings ist nicht Vertragsstaat. Das Wiener Kaufrecht ist somit der weltweit bedeutendste Staatsvertrag und gerade für die exportorientierte Schweiz von

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besonderer Wichtigkeit. Bei Ratifizierung wird das Wiener Kaufrecht Bestandteil des nationalen Rechts und gilt im internationalen Warenkauf automatisch, wenn Schweizer Recht zur Anwendung kommt und das Wiener Kaufrecht nicht explizit ausgeschlossen wird.

Hintergrund der Entstehung Bei der Ausarbeitung des Wiener Kaufrechts versuchte man, einen Kompromiss zwischen verschiedenen Rechtssystemen zu schaffen. Es galt, das kontinentaleuropäische Civil Law und das angelsächsische Common Law unter einen Hut zu

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bringen. Schliesslich sollte ein Regelwerk geschaffen werden, das von allen Verhandlungsparteien akzeptiert und anerkannt wird. Ziel war es, insbesondere eine internationale Rechtsvereinheitlichung im grenzüberschreitenden Warenhandel herbeizuführen. Und um den Vertragspartnern im Sinne der Waffengleichheit zu ermöglichen, eine Rechtsmaterie anzuwenden, über welche beide Parteien den gleichen Kenntnisstand haben.

Anwendungsbereich Das Wiener Kaufrecht findet Anwendung auf internationale Warenkauf-


Wirtschaft / Recht

verträge, wenn Verkäufer und Käufer ihre Niederlassungen in verschiedenen Staaten haben, sofern beide Staaten das Wiener Kaufrecht unterzeichnet haben. Danach ist das Wiener Kaufrecht beispielsweise auf einen Kaufvertrag anwendbar, den ein in der Schweiz und ein in Deutschland ansässiges Unternehmen miteinander abschliessen. Aber selbst wenn keine oder nur eine der beiden Parteien ihren Sitz in einem Vertragsstaat des Wiener Kaufrechts haben, kann Wiener Kaufrecht Anwendung finden. Voraussetzung hierfür ist, dass das Kollisionsrecht am Ort des beurteilenden Gerichts auf die Rechtsordnung eines Vertragsstaates verweist. (Das Kollisionsrecht als Teil des nationalen Rechts regelt, welches Recht inländische Behörden und Gerichte auf einen Sachverhalt mit Auslandsberührung anzuwenden haben).

Sachlicher Geltungsbereich Das Wiener Kaufrecht findet Anwendung auf grenzüberschreitende Warenlieferungen (Kauf- oder Werkliefervertrag) über bewegliche Sachen: „Den Kaufverträgen stehen gemäss Wiener Kaufrecht Verträge über die Lieferung herzustellender oder zu erzeugender Waren gleich, es sei denn, dass der Besteller einen wesentlichen Teil der für die Herstellung oder Erzeugung notwendigen Stoffe selbst zu liefern hat.“ Keine Anwendung findet das Wiener Kaufrecht auf Verträge, bei denen

der überwiegende Teil der Pflichten der Partei, welche die Ware liefert, in der Ausführung von Arbeiten oder anderen Dienstleistungen besteht. Das Wiener Kaufrecht findet weiter in folgenden Fällen keine Anwendung: •

• • • • •

Konsumentenkauf (Waren für den persönlichen, familiären und häuslichen Bereich); Versteigerungen; Veräusserung auf dem Weg der Zwangsvollstreckung; Verkauf von Wertpapieren oder Zahlungsmitteln; Verkauf von See- und Binnenschiffen, Luftkissen- oder Luftfahrzeugen; Verkauf von elektrischer Energie.

Inhalt des Wiener Kaufrechts im Überblick Das Wiener Kaufrecht regelt Rechte und Pflichten von Verkäufer und Käufer. Das Wiener Kaufrecht geht – u.a. und anders als das Schweizer Obligationenrecht – von einem einheitlichen, verschuldensunabhängigen Tatbestand der Vertragsverletzung aus. Es wird also nicht unterschieden zwischen dem Verzug (zeitliche Schlechterfüllung), der Nichterfüllung (Ausbleiben der Lieferung) und der Schlechterfüllung (Mängel). Wenn eine wesentliche Vertragsverletzung vorliegt, hat die verletzte Partei das Recht, den Vertrag aufzuheben

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oder (seitens des Käufers) eine Nachlieferung zu verlangen. In den Fällen einer unwesentlichen Vertragsverletzung stehen andere Rechtsbehelfe zur Verfügung. Entsprechend der Schweizer Regelung muss der Käufer auch im Geltungsbereich des Wiener Kaufrechts die gelieferte Ware bei Erhalt prüfen und Mängel rügen. Liegen Mängel vor, so kann er bei schwerwiegenden Mängeln die Vertragsauflösung oder Ersatzlieferung verlangen, bei weniger gravierenden Mängeln steht ihm der Anspruch auf Nachbesserung zu (den es im Kaufrecht des Schweizer Obligationenrechtes nicht gibt, obwohl dies oft derjenige Behelf ist, der Käufer und Verkäufer am meisten dient). Zudem gibt es auch im Wiener Kaufrecht einen Schadenersatzanspruch, wenn eine Partei den Vertrag verletzt. Details sind dann teils anders als im Schweizer Obligationenrecht geregelt.

Keine umfassende Regelung Das Wiener Kaufrecht regelt den Kaufvertrag nicht umfassend. Eine Reihe von Rechtsfragen, die sich bei einem Kaufvertrag stellen, wird vom Wiener Kaufrecht nicht erfasst. So enthält das Wiener Kaufrecht zwar Regelungen über das Zustandekommen des Vertrages und die hieraus entstehenden Rechte und Pflichten. Es fehlen dem Übereinkommen jedoch Normen in Bezug auf die Frage der Gültigkeit des Vertrages (z.B. im Zusammenhang mit der Vertretungsbefugnis und

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Wirtschaft / Recht

Handlungsfähigkeit der Parteien). Weiter wurde die Anfechtung aufgrund Willensmängel (z.B. absichtliche Täuschung) nicht geregelt. Im Übrigen wird explizit die Anwendbarkeit des Übereinkommens für die Fragen des Eigentumsübergangs und die Produkthaftung für Personenschäden ausgeschlossen. Diese vom Wiener Kaufrecht nicht geregelten Fragen richten sich dann nach dem auf den Vertrag ansonsten anwendbaren nationalen Recht.

Automatische Anwendung Sind die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit des Wiener Kaufrechts erfüllt, gilt es grundsätzlich automatisch. Grund dafür ist, dass das Wiener Kaufrecht durch die Anerkennung eines Staates Teil des nationalen Rechts wird. Dies bedeutet, dass die Anwendbarkeit des Wiener Kaufrechts nicht explizit im Ver-

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trag festgehalten werden muss. Aufgrund dieser umfassenden und weiten Geltung des Wiener Kaufrechts ist daher bei Vertragsschluss Vorsicht geboten.

Dispositive Natur Die Parteien können die Geltung des Wiener Kaufrechts ausschliessen oder dessen Regelungen umgestalten. Dies kann in AGB oder in individuellen Vereinbarungen zwischen den Parteien erfolgen. Wie die nachfolgenden Beispiele aufzeigen werden, gilt es, bei der Formulierung der entsprechenden Vertragsklauseln Vorsicht walten zu lassen.

Beispiele •

Ein französisches Unternehmen verkauft an ein Schweizer Unternehmen Verpackungsmaschinen. Ihr Vertrag

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enthält die Klausel, wonach Schweizer Recht anwendbar sein soll. Wenn die Parteien, welche beide ihren Sitz jeweils in einem Vertragsstaat des Wiener Kaufrechts haben, der Meinung waren, mit dieser Klausel das Wiener Kaufrecht ausgeschlossen zu haben, so haben sie sich geirrt. Eine Vertragsklausel, welche die Anwendung von Schweizer Recht vorsieht, schliesst damit nicht das Wiener Kaufrecht aus. Dies hat damit zu tun, dass das Wiener Kaufrecht wie nationales Recht angewendet wird. Wollen die Parteien, dass für ihren Vertrag das Wiener Kaufrecht nicht gelten soll, müssen die Parteien folgende Formulierung wählen: „Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts.“ Die Beweislast für den Ausschluss des Wiener Kaufrechts trägt derjenige, der ihn behauptet.


Wirtschaft / Recht

Ein Schweizer Unternehmen kauft Gartentische von einem Unternehmen mit Sitz in Grossbritannien. Ihr Kaufvertrag enthält keine Rechtswahl.

Auch der vorliegende Kaufvertrag ist internationaler Natur. Die Parteien haben keine Rechtswahl getroffen. Grossbritannien hat bislang das Wiener Kaufrecht nicht unterzeichnet. Unter der Voraussetzung, dass ein Schweizer Richter zuständig ist, müsste er das anwendbare Recht anhand des Schweizer Kollisionsrechts (IPRG) bestimmen. •

Ein Schweizer Unternehmen produziert Gasflaschen für den Grill und verkauft diese an ein Unternehmen mit Sitz in Italien. Einige Gasflaschen explodieren und führen u.a. zu einem Personenschaden. Ihr Kaufvertrag enthält keine Rechtswahl.

Im vorliegenden Beispiel geht es um die Haftung für Personenschäden. Da nebst der Schweiz auch Italien das Wiener Übereinkommen unterzeichnet hat, findet das Wiener Kaufrecht in diesem Fall grundsätzlich Anwendung. Jedoch fallen Personenschäden nicht unter den Regelungsbereich des Wiener Kaufrechts. Ausgehend von einer Zuständigkeit des italienischen Richters müsste dieser das anwendbare Recht aufgrund des Italienischen Kollisionsrechts bestimmen.

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Fazit Das Wiener Kaufrechts ermöglicht eine gemeinsame Rechtsgrundlage in der Vertragsbeziehung zwischen den Vertragsparteien. Dennoch wird in der Praxis das Wiener Kaufrecht üblicherweise ausgeschlossen, wobei sich die Parteien nicht immer über die Tragweite des Ausschlusses bewusst sind. Wird das Wiener Kaufrecht ausgeschlossen, kommt eine nationale Rechtsordnung zur Anwendung, die eine der Parteien möglicherweise nicht kennt. Selbst wenn man gewisse Regelungen des Wiener Kaufrechts als nicht vorteilhaft erachtet, rechtfertigt sich unter Umständen nur ein Teilausschluss. Im Übrigen muss man sich bewusst sein, dass das Wiener Kaufrecht nicht auf alle Rechtsfragen Anwendung findet. Nicht geregelt sind z.B. die Frage der Gültigkeit des Vertrages und die Frage der Verjährung der Ansprüche aus dem Kaufvertrag. Für diese Fragestellungen ist das auf den Vertrag anwendbare nationale Recht zu konsultieren. Die bereits mehrfach erwähnte automatische Anwendung des Wiener Kaufrechts führt dazu, dass Importeure und Exporteure bei Vertragsverhandlungen hierauf ein Augenmerk haben sollten. Von Vorteil werden die Regelungen des nationalen Rechts und des Wiener Kaufrechts mit juristischer Unterstützung miteinander verglichen, um bei Vertragsabschluss – soweit voraussehbar – die optimalste Lösung zu finden.

Kontakt Silvia Jenni MLaw ∙ Rechtsanwältin silvia.jenni@krlaw.ch

Barbara Klett LL.M ∙ Rechtsanwältin/ Avvocato Fachanwältin SAV Haftpflicht- und Versicherungsrecht barbara.klett@krlaw.ch

Kaufmann Rüedi Rechtsanwälte AG Zürichstrasse 12 CH-6004 Luzern Tel.

+41 (0)41 417 10 70

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Wirtschaft / Recht

Aus der Krise lernen

Wurden Sie von den scharfen Kursrückgängen an den Börsen Anfang Mai überrascht? Viele Anleger sagen ja oft im Nachhinein: „Eigentlich habe ich es kommen sehen. Diese hohen Schulden Griechenlands und anderer südeuropäischer Staaten – das konnte ja nicht gut gehen!“ Doch dieses Gefühl „Ich habe es kommen sehen“ ist meist Illusion. Hellseher sind wir ja alle nicht. Und wie die Börse tatsächlich reagiert, ist auch ungewiss. Die US-Hypothekenkrise beispielsweise war Mitte 2007 durchaus bekannt. Trotzdem blieben die Kurse noch bis Ende Dezember 2007 auf ihrem hohen Niveau. Auch die Situation Griechenlands war der Börse spätestens seit Jahresanfang 2010 klar. „Die Börse hat immer Recht“ sagen viele Kommentatoren. Wenn das so wäre, hätte es den Kurseinbruch von Anfang Mai sehr viel eher geben müssen. Aber „die Börse“ ist eben auch unsicher, tastet und sucht und irrt sich ständig. Deshalb sind auch so extreme Schwankungen im Index von fünf Prozent und mehr an einem Tag durchaus keine Seltenheit.

es nicht immer, die ersten Verluste seien die erträglichsten? Natürlich stimmt das, aber nur dann, wenn es tatsächlich weiter abwärts geht. Aber das weiss man an Paniktagen noch nicht und sollte deshalb keine vorschnellen Entscheidungen treffen. Denn fast auf alle Panik-Verkäufe folgten auch wieder Panik-Käufe! Wer ständig den Übertreibungen der Börse folgt und in der Herde mitrennt, der tut es dann auch, wenn es kurzfristig aufwärts geht. Denn jede Börsenbewegung wird ja von entsprechenden Meldungen in den Medien begleitet. Wer dann wie gebannt stündlich das Börsengeschehen verfolgt, wird ständig den Eindruck haben, es sei jetzt höchste Zeit zum Handeln, sowohl wenn es abwärts geht, als auch, wenn es aufwärts geht. Und das Hin und Her wird sehr teuer!

Was können Anleger nun tun, wenn es zu solchen heftigen Schwankungen kommt?

Erinnern Sie sich noch an die Börsenpanik im Oktober 2008? Vom Donnerstag 23.10. bis Montag 27.10. gab es drei Paniktage hintereinander. Ein Verkauf am Montag, den 27.10. wäre jedoch ein

Grundregel Nr. 1: Lassen Sie sich nicht von Stimmungen beeinflussen, sondern handeln Sie nach System! Das ist leichter gesagt als getan. Denn wer stündlich Börsennachrichten hört oder das Börsenfernsehen laufend verfolgt, bekommt ständig den Eindruck, es sei höchste Zeit zum Handeln. Aber es wäre in jeder Krisensituation falsch gewesen, an Paniktagen noch schnell den fallenden Kursen hinterher zu rennen und zu verkaufen. Das glauben Sie nicht? Heisst

interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010

Riesenfehler gewesen, denn eine Woche später, am 5.November wieder zu gut 20% höheren Kursen eine viel bessere Verkaufsgelegenheit gehabt! Deshalb ist es wichtig, dass Sie nach System und nicht nach Stimmungen handeln. Als Sie Ihre Aktien kauften, hatten Sie ja Gründe und Vorstellungen davon, unter welchen Bedingungen Sie wieder verkaufen würden. Denn ich nehme nicht an, dass Sie zu den Daueranlegern gehören, die ihre Aktien durch alle Kursstürze hindurch halten und nur Zukäufe tätigen. Wenn Sie mit System kaufen und verkaufen, bekommen Sie Signale, wenn es Zeit ist zu handeln. Ob Sie nun „technischen Analysen“ wie Charts oder vom Computer ermittelten Trends vertrauen oder fundamentalen Daten: Wichtig ist, dass Sie Ihrem System treu bleiben, das Sie ja oft genug getestet haben.


Wirtschaft / Recht

Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie folgen den „fundamentalen Daten“ und kaufen immer dann Aktien, wenn sie eine bessere Gewinnrendite aufweisen als Obligationen, dann dürften Sie sich von der Griechenland-Krise nicht beeindrucken lassen. Denn bereits die durchschnittliche Dividendenrendite wichtiger Standardaktien liegt momentan höher als die Rendite der Obligationen. Und die ausbezahlte Dividende umfasst ja höchstens die Hälfte des tatsächlichen Unternehmensgewinns.

Grundregel Nr. 2: Keine Stoppkurse setzen! Um nicht von unvermuteten Kursstürzen überrascht zu werden, halten es sehr viele Anleger und ihre Berater für selbstverständlich, so genannte „Stopps“ zu setzen, bei deren Unterschreitung die betreffenden Aktien automatisch verkauft werden. Davor habe ich jedoch schon immer gewarnt, und die Ereignisse am Mittwoch, den 5.Mai, in New York haben mir das erneut bestätigt. Aus heiterem Himmel büsste der amerikanische S&P 500–Index im Verlauf 10% seines Kurswertes ein, erholte sich dann aber wieder kräftig und schloss mit nur noch einem Tagesminus von rund 2%. Mir taten die armen Anleger leid, deren Aktien nach beispielsweise 8% Verlust verkauft wurden und die dann nicht mehr dabei waren, als es wieder aufwärts ging. Stopps, wenn sie von vielen Anlegern gesetzt werden, wirken ja wie ein Domino-Effekt: Kursverluste lösen Stopps aus, diese führen zu weiteren Kursrückgängen, die weitere Stopps auslösen. So kann sich das eine ganze Weile fortsetzen. Auch sollte man sich beim Setzen von Stopps nicht der Illusion hingeben, dass die Aktien dann tatsächlich zu diesen Kursen verkauft werden. Das Erreichen eines Stoppkurses bedeutet nur, dass ein Verkaufssignal ausgelöst wird. Realisiert wird es aber erst bei der nächsten Kursfeststellung. Die aber kann an Paniktagen durchaus 10% tiefer liegen als der Stoppkurs. Daher ein Rat: Legen Sie Stoppkurse nur dann in die Aktien Ihres Depots, wenn Sie in Urlaub fahren und einige Wochen das Börsengeschehen nicht mehr verfolgen können. Vermeiden Sie dann auch glatte

Zahlen als Stoppkurs. Denn das tun sehr viele Anleger. Bleiben Sie lieber etwas darüber, also zum Beispiel bei 51 CHF statt bei 50 CHF als Stoppkurs.

Grundregel Nr. 3: Neun-Monats-Tiefs als Sicherheitsseil Sie müssen aber deshalb nicht auf ein „Sicherheitsseil“ verzichten. Viele meiner Leser haben mir mitgeteilt, dass sie grundsätzlich dann eine Aktie verkaufen, wenn sie um 10% unter ihren Einstandskurs gefallen ist. Denn sie gehen dann davon aus, dass die Voraussetzungen und Erwartungen, unter denen sie einst gekauft hatten, nicht mehr stimmen. Nun, das ist auch ein „System“, aber kein besonders gutes. Denn was hat ein Aktienkurs mit ihrem zufälligen Kaufkurs zu tun? Mein Vorschlag ist: Verkaufen Sie jede Aktie, die, gemessen an ihrem Wochenschlusskurs, ein Neun-Monats-Tief meldet! Meiner Erfahrung nach ist so eine Aktie tatsächlich schwach und erreicht bald darauf weitere Neun-Monats-Tiefs. Freilich ist das mit einer gewissen Arbeit verbunden. Denn Sie müssen sich jeden Samstag die Kurse Ihrer Aktien aufschreiben, um zu wissen, ob sie ein NeunMonats-Tief erreicht haben. Oder Sie beziehen eine Zeitschrift oder einen Börsenbrief, der Ihnen diese Arbeit abnimmt. Wer im Jahr 2008 von der Baisse überrascht wurde, aber konsequent und regelmässig die Aktien bei Neun-Monats-Tief verkaufte, sobald diese erreicht waren und während dieses Jahres auch keine neuen Aktien kaufte, hatte am Jahresende statt 40% Verlust wie beim SMI-Index nur rund 15% Verlust gemacht, weil durch die ständigen Verkäufe das Depot immer kleiner wurde. Bei einem Börsenseminar wurde ich einmal gefragt: „Meinen Sie denn wirklich, dass ich neun Monate warten soll, bis ich bei einer Kursschwäche meiner Aktien diese endlich verkaufen darf?“ Nein, denn so läuft das ja gar nicht. Aktien fallen ja nicht nach einem historischen Hoch anschliessend kontinuierlich neun Monate. Nach einem Hoch gibt es erst einmal Korrekturen, die noch nicht schlimm sind. Dann wird das Hoch noch

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einmal oder mehrmals getestet. Dann folgt eine längere Seitwärtsbewegung. Und irgendwann wird einmal an einem Wochenschluss ein Kurs erreicht, der niedriger liegt als die Wochenschlusskurse der vergangenen neun Monate. Dann ist es Zeit, die Aktie zu verkaufen, falls Ihr System, nach dem Sie sich richten, Ihnen nicht schon vorher ein Signal zum allgemeinen Ausstieg aus Aktien gegeben hat. Ich selbst beobachte unter diesem Gesichtspunkt wöchentlich 700 Aktienkurse aus aller Welt. Und es ist für mich ein Alarmsignal, wenn mehr Aktien ein neues Neun-Monats-Tief melden als es Aktien mit einem neuen Neun-MonatsHoch gibt. Das war zum Beispiel im Jahr 2007 am 26.Oktober der Fall. Wer hier ausstieg, konnte die gesamte Baisse 2008 vermeiden. Denn erst am 17.April 2009 meldeten wieder mehr Aktien ein Neun-Monats-Hoch als es Neun-MonatsTiefs gab. Freilich gibt auch diese Trend-Methode ab und zu ein Fehlsignal. Ehe man ihr mit massiven Verkäufen (oder im umgekehrten Fall mit Käufen) folgt, sollte man vielleicht lieber noch eine weitere Woche abwarten. Aber es bleibt dabei, dass grundsätzlich und in jedem Fall eine Aktie bei Erreichen eines Neun-Monats-Tiefs verkauft werden sollte.

Kontakt Uwe Lang SWISSINVEST Redaktion Börsensignale Institut für angewandte Finanzmarktanalysen Hertensteinstrasse 77 CH-6353 Luzern-Weggis Tel.

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Vom kontroversen zum parallelen Denken

Six Thinking Hats – eine Methode für kreativere Meetings. Unsere traditionellen Denkmethoden der Logik und Argumentation haben sich über die Jahrhunderte kaum verändert. Während diese Methoden in einer relativ stabilen Welt ausgezeichnet geeignet waren, sind sie für eine Welt des rapiden Wandels, wie wir sie heute erleben, kaum noch passend. Neue Konzepte und Ideen werden dringend benötigt.

Dem Niedergang des Römischen Reiches in Europa folgten dunkle Jahrhunderte, in denen barbarische Horden über die einstmals griechische und römische Zivilisation hinweg fegten. Lesen, Schreiben und Denken fand nur noch in den grossen Kirchenklöstern statt. Diese Aktivitäten drehten sich um die Theologie und die Aufrechterhaltung des christlichen Glaubens. In der Renaissance schliesslich wurden die klassischen griechischen Denkmethoden, Logik und Argumentation, wieder entdeckt.

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Die drei Philosophen Der bekannte Denkforscher Edward de Bono beschreibt die bekannten Philosophen Sokrates, Platon und Aristoteles als die Urheber der Veränderungen des Denkverhaltens der westlichen Kultur. Zuerst erklärte Sokrates das Argument als das hauptsächliche Denkwerkzeug und innerhalb des Arguments lehrte er das kritische Denken. Kritisches Denken fragte danach: „Warum sagst Du das?“ und „Was meinst Du?“ Von Platon lernen wir,

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dass es eine Wahrheit gibt und wir nach ihr suchen müssen. Um sie zu finden, wurde das Unwahre mithilfe des kritischen Denkens attackiert. Aristoteles lehrte, dass alle Dinge in Kategorien zu passen haben: Beispielsweise kann ein Gegenstand nicht gleichzeitig ein Stuhl und kein Stuhl sein — entweder das eine oder das andere. In anderen Worten: Es gibt nur die eine richtige Wahl. Diese neue Art des Denkens wurde vor allem von denjenigen begrüsst, die keinerlei Bindungen zur Kirche hatten, weil es ihnen die Möglichkeit


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gab, die Kirche herauszufordern. Kurz darauf beriefen sich allerdings auch die Kirchengelehrten darauf, weil sie mit diesen Methoden Häretiker dingfest machen konnten. Tatsächlich übernahm so das gesamte westliche Denken diese klassischen griechischen Denktraditionen.

Folgen der Argumentation Bis auf den heutigen Tag beruht unsere westliche Kultur auf dieser Art des Denkens, dem „Ich habe recht und Du hast unrecht.“ Jede Seite versucht der anderen Seite durch Logik und Begründung nachzuweisen, dass sie im Recht ist. Obwohl diese Argumentation durchaus sinnvoll sein kann, ist sie doch nicht ausreichend. Ihr fehlt die konstruktive Energie, der Wille zum Entwerfen und zur Kreativität. Heute brauchen wir neue Möglichkeiten statt nur zwischen zwei Alternativen hin und her zu diskutieren.

Fehler herauszustellen mag zu einigen Verbesserungen führen, aber es entwirft nicht automatisch etwas Neues. Um etwas Neues zu entwerfen, brauchen wir das parallele Denken. Jeder Beteiligte entwickelt Gedanken parallel zu den Gedanken anderer ohne zu bewerten oder zu attackieren. Die Methode der Six Thinking Hats ist eine praktikable Art und Weise, dieses parallele Denken zu erreichen. Sie erlaubt kooperative Exploration statt kontroverser Konfrontation.

Paralleles Denken mit den Six Thinking Hats Normalerweise versuchen wir, zu viel auf einmal zu erreichen. Wir beschäftigen uns beispielsweise mit Informationen, bewerten diese gleichzeitig und suchen auch noch nach neuen Ideen. Die Six Thinking Hats ermöglichen, das Denken zu entwirren und die einzelnen Aspekte zu separieren. Mit den Six Thinking Hats wird man gebeten, beispielsweise mit dem gelben Hut Nutzen und Werte zu finden, unabhängig davon, ob man die Idee mag oder nicht. Aber auch die euphorischen Befürworter

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einer Idee werden unter dem schwarzen Hut über Gefahren und Schwierigkeiten befragt. Wenn Sie jemandem sagen: Seien Sie doch nicht so negativ, dann mag derjenige sich angegriffen fühlen. Wenn Sie jedoch sagen können: „Was denken Sie unter dem gelben Hut?“, dann steht das Thema im Vordergrund und nicht die persönliche Ansicht. Dieses parallele Denken fokussiert alle Beteiligten in die gleiche Denkrichtung zur gleichen Zeit. Wenn man ein Thema gründlich durchdenken möchte, dann ist diese Vorgehensweise viel effektiver als die übliche kontroverse Argumentation. Normalerweise werden bei Argumentationen nämlich bestimmte Punkte von den Personen nicht genannt, die damit ihren eigenen Standpunkt schwächen würden. Im parallelen Denken ist das Ziel jedoch, so viele Punkte wie möglich unter jedem Hut zu finden. Das bringt eine Gruppe dazu, alle ihre Ideen mitzuteilen statt einzelne Standpunkte zu verteidigen.

Nutzen der Methode Die Six Hats stellen ein System zur Verfügung, mit dem


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Es gibt sechs verschiedenfarbige symbolische Hüte. Jeder dieser Hüte steht für eine bestimmte Art des Denkens. Wenn Sie einen dieser Hüte „aufsetzen“ dann denken Sie bzw. die ganze Gruppe ausschliesslich in dieser Denkrichtung. Wenn Sie den Hut wechseln, wechseln Sie gleichzeitig die Denkrichtung. Blauer Hut: Weisser Hut: Gelber Hut: Schwarzer Hut: Roter Hut: Grüner Hut:

Moderator (Teilnehmer tragen diesen Hut normalerweise nicht) Sammeln von Informationen und Fakten zum Thema Vorteile, Chancen und Nutzen einer Idee Nachteile, Gefahren und Risiken einer Idee Persönliche Meinungen und Intuition Denken in Alternativen, Kreativität

Vom kontroversen

zum parallelen Denken

verschiedene Denkrichtungen beschrieben werden. Dadurch kann allen Beteiligten klar werden, wenn sie nur in der einen oder anderen Richtung denken. Jemand kann dann sagen: „Mir scheint, wir haben zu dem Thema bisher nur den roten Hut aufgehabt.“ Das hilft, um von einer Denkrichtung in eine andere zu wechseln. Am Ende steht eine gut durchdachte Entscheidung. Die Six Hats verändern Verhalten, ohne die Personen zu attackieren. Die Methode ist einfach zu lernen und zu implementieren und produziert sofort Resultate. Sie reduziert Konflikte, verstärkt die Kooperation auf allen Ebenen und gibt Individuen und Teams mehr Durchsetzungsfähigkeit. Die Six Hats ändern das Denken und mit einer Veränderung des Denkens öffnen sich neue Möglichkeiten und Chancen.

Warum Hüte?

Verknüpfung zwischen „Denken“ und „Hut“. So heisst zum Beispiel „Put on your thinking cap“ etwa soviel wie „scharf nachdenken“.

Eine leistungsfähige Methode Es gibt viele Gründe, eine Besprechung oder Diskussion mit den Six Thinking Hats durchzuführen: •

Die sechs Hüte des Denkens stellen eine bequeme und praktische Art dar, paralleles Denken zu erreichen. Die Hüte und die Farben sind dazu entworfen worden, paralleles Denken zu einem praktikablen Mittel zu machen, das leicht erlernt und genutzt werden kann. „Lasst uns alle einmal den gelben Hut aufsetzen und nach dem Nutzen dieser Idee schauen.“ Es gibt im Englischen eine traditionelle

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Wenn Sie Golf spielen, dann tragen Sie verschiedene Schläger in Ihrer Tasche. Sie haben einen „Driver“ für die Schläge über eine grosse Distanz und einen „Putter“, um den Ball einzulochen. Genau so verhält es sich mit den Hüten, jeder hat eine bestimmte Funktion und Sie wählen wie beim Golfspielen jetzt den passenden Hut für die jeweilige Fragestellung.

• • •

Verwirrungen werden verringert und das Denken wird sortiert, so dass eins nach dem anderen getan werden kann. Man kann andere darum bitten, von einer Denkrichtung in eine andere zu wechseln. Das Ego wird von dem Thema getrennt, das heisst das Thema und nicht die Person steht im Vordergrund. Man kann signalisieren, welches Denken wir als nächstes tun werden. Das eindimensionale wird zum vollständigen, vollfarbigen Denken. Themen werden parallel durchdacht. Für kreative neue Ideen wird eine spezifische Zeit zur Verfügung gestellt. Die Sitzungszeit kann bis zu 50% reduziert werden.

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Kontakt Chris Brügger Partner der Denkmotor GmbH

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Denkmotor GmbH Militärstrasse 90 CH-8004 Zürich Tel.

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Engagement am Arbeitsplatz auf niedrigem Stand – Gewinne durch Einstellung und Anerkennung?

Nach der neuen Gallup-Studie ist nur einer von 10 Mitarbeitern engagiert im Job. Das gibt zu Spekulationen Anlass, wie sich diese Tatsache auf Schweizer Unternehmen auswirkt und welche Massnahmen wirksam einsetzbar sind. Nach Brockhaus ist Kompetenz die Bezeichnung für die Fähigkeit einer Person, Anforderungen in einem bestimmten Bereich gewachsen zu sein. Beruflich kompetent ist also ein Mensch, der den Anforderungen des Berufsalltags gewachsen ist. Die Qualität der Arbeit und das Engagement ist ein Teil dieser Kompetenz. Nach der neuen Gallup-Studie über das Engagement am Arbeitsplatz (ein Teil der beruflichen Kompetenz), ist zumindest in Deutschland zu vermerken, dass nahezu neun von zehn Arbeitnehmern keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit haben. 66% der Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift, 23% haben die innere Kündigung bereits vollzogen. Damit bleibt der Anteil der Beschäftigten, bei denen sich nur eine geringe oder keine emotionale Bindung im Job ausmachen lässt, gegenüber der letztjährigen Studie auf hohem Niveau stabil. Lediglich 11% der Mitarbeiter in Deutschland weisen eine hohe emotionale Bindung auf. Frankreich liegt mit Deutschland, was den Anteil der ArbeitnehmerInnen mit einer hohen emotionalen Bindung angeht, gleich auf. Demotivation und mangelnde Führungskompetenz sind die spannenden Gründe, die für dieses Verhalten verantwortlich gemacht werden, fanden die Befrager heraus. Selbst wenn wir in der Schweiz 100% anders sind, so ergeben sich rein spekulativ und rechnerisch immer noch nur 30% aller Mitarbeiter als „aktiv im Job engagiert“. Je 35% würden nach


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dieser Spekulation eine „unengagierte“ und/oder „aktiv unengagierte“ Tätigkeit ausüben. Auf der Grundlage der Berechnungen von Gallup GmbH würde der wirtschaftliche Gewinn eines Schweizer Unternehmens mit 1000 Mitarbeitern enorm steigen, wenn die Gruppe der „aktiv unengagierten“ Mitarbeiter um lächerliche 5% in engagierte Firmenangehörige wandeln könnte. Unter den von Gallup angegebenen Fakten um rund Fr 390´000.- pro Jahr! Anders ausgedrückt werden in diesem fiktiven Betrieb u.a. durch Demotivation und mangelnde Führung fast eine viertel Million Franken vernichtet. Es steht auch ausser Zweifel, dass aufgestellte motivierte Mitarbeiter maximal produktiv sind. Unter der Bezeichnung Motivationen sind die Kräfte zu verstehen, die einen Menschen dazu bringen, zielgerichtet etwas ganz Bestimmtes zu tun. Diese Motivationskräfte sind es, die zum Profit des Unternehmens beitragen. „Unser Potential sind unsere Mitarbeiter …“, ist auf fast bei jedem Betriebsanlass und besonders an den stimmungsvollen Weihnachtsfeiern zu hören. Über Eigenverantwortung und Wertschätzung kann Führung und Management nicht bestimmen, sondern nur durch Handeln diese Werte fördern. Führung und Management tragen sicherlich wesentlich zum Engagement eines Mitarbeiters bei. Es sind die Mitarbeiter und Kollegen, die spüren und erleben, wie Stärken und Kompetenzen eingesetzt werden d.h. letztlich die eigene Arbeit Früchte trägt. Unstrittig ist auch die Tatsache, dass trotz wandelnder Arbeitssituationen durch gekonnte Aus- und Weiterbildung in den Betrieben ein Motivationsschub erreicht und Kunden sowie Beschäftigten Weitblick signalisiert wird. Immer wieder werden Trainer und Berater erst dann herangezogen, wenn schwierige Situationen in den verschiedensten Unternehmensbereichen auftreten. Dann soll und kann bei Seminaren auf Tischen getanzt werden, sich gegenseitig bescheinigt werden „doch die Grössten zu sein“ und am Ende liegen sich himmelhochjauchzende Menschen

in den Armen und verlassen singend und tanzend das Seminar: „Alles wird wieder gut!?“ Doch der Schein trügt. Spätestens am zweiten Arbeitstag nach Seminarerleuchtung kommt die Erkenntnis: „Alles wird anders! Alles wandelt sich, schnell, scharf und oft unerbittlich!“ Der komplexe Markt verlangt, dass die Menschen für erfolgreichere Lösungen mit neuartigen Einfällen und originellen Ideen aufwarten; also immer noch kreativer denken und handeln. Eine gute Idee ist oft besser als eine Strategie, bei der nur alter Wein in neue Schläuche gefüllt wird. Der Aspekt des schnellen, veränderten und produktiven Denkens kommt zum Tragen. Nebenbei sind Problemlöser auch noch engagierter im Job als nur „Erfüllungsgehilfen“, die gerne Neues im Ansatz schon zum Scheitern verurteilen. Die Förderung der Kreativität ist somit ein zentrales Tuningprogramm mit positiven Auswirkungen in alle Tätigkeiten, in denen zielgerichtet und flexibel erfolgreichere Einfälle und originellere

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Denn welcher der zwei Manager beim Überlebenstraining war optimal eingestellt? Die zwei Teilnehmer waren abends am Lagerfeuer eingeschlafen. Plötzlich hörten sie ein Knacken aus dem nahen Unterholz und sahen, wie ein grosser Braun-Bär den Hügel herunter sich in raschem Lauf näherte. Da begann der eine von beiden in Windeseile seine Laufschuhe zu schnüren.

Lösungen den erwünschten Markterfolg sichern. Teilnehmende von Seminaren bestätigen darüber hinaus auch noch einen grossen persönlichen Nutzen, der sich automatisch in gesteigertem Engagement im Beruf auszahlt. Egal von welcher Seite die Motivation im Betrieb gesteigert wird, Kreativität ist eine Schlüsselqualifikation für eine bessere Zukunft. Sinngemäss sagte das der weitblickende Unternehmer Nobert Stoffel bereits 1931: „Kreativität ist die Eintrittskarte für die Zukunft!“ Jetzt, 2010, also 79 Jahre später, sind „Kreative Ideen und Produkte“ gefragter denn je. Wer mit nur einem kreativen Impuls, schneller eine bessere Idee generiert, verschafft sich offensichtlich Vorteile. Der erste Schritt zu mehr Erfolg ist die Erkenntnis, dass für Kreativität ausreichend Platz ist und bewusst gefördert wird. Ähnlich der körperlichen Fitness bedarf auch die Kreativität kontinuierlichem Tuning, um die „kreativen Muskeln“ zu Höchstleistungen anzuspornen. Beim A&E Institut Theo H. Koch, Gottlieben entstehen deshalb Konzepte und Impulstage, die dauerhaft wirksame Veränderungsprozesse in Gang setzen. Die Kunden schätzen, wie einfach praktizier-

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bare Methoden wirkungsvoll eingesetzt werden. Neu und nützlich müssen sie sein, die kreativen Ideen und Produkte für den Wandel.

„Warum schnürst du deine Schuhe?“ jammerte der andere im Weglaufen, „wir haben ja doch keine Chance, dem Bären davonzulaufen.“ „Ich will gar nicht dem Bären davonlaufen“, gab ihm dieser gehetzt zur Antwort, „ich will nur schneller sein als du!“

Wenn der Markt nur kompliziert wäre, könnten wir lernen wie er funktioniert und wie sich Konsumenten verhalten. Tatsache ist, dass wir einer Komplexität ausgeliefert sind, bei der uns nur eine gute Idee weiterhelfen oder gar retten kann. Eine weitere Tatsache, vor der wir die Augen verschliessen, ist, dass der Druck vom Markt grösstenteils vom Mitbewerber kommt, der einfach etwas noch besser kann als man selbst. Das Wissen und Können der Mitarbeiter verleiht jedem Unternehmen erst den entscheidenden Marktvorteil. Wenn erkannt wird, woher der Druck vom Markt kommt kann ich ihm ausweichen. Mit einer Einstellung „Ich muss besser sein als die Mitbewerber, etwas noch besser machen, dann bin ich derjenige, der Druck ausübt“, ändern sich die Ergebnisse. Die Konkurrenz ist oft nur einen Mausklick entfernt. Chef und Mannschaft können optimal eingestellt dafür sorgen, dass das so bleibt. Mit bestgetunten Tools starten sie im veränderten Wettbewerb immer von der ersten Startreihe.

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Kontakt Theo H. Koch

Inhaber A&E Institut CH-8274 Gottlieben Tel.

+41 (0)78 851 04 59

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Telearbeit

Bundesrat Moritz Leuenberger rief in den letzten Tagen zu Home Office auf. Damit schone man die Umwelt, gewinne an Lebensqualität und könne Kosten sparen. Was sind die Chancen dieser neuen Arbeitsform, was die Risiken? Steigendes Interesse an Telearbeit

Verschiedene Formen der Telearbeit

In einer Untersuchung in den grösseren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurden 7.700 Personen aus der Bevölkerung (älter als 15 Jahre) zur Entwicklung von Telearbeit befragt. Ergebnis: In Deutschland sind überdurchschnittlich viele Menschen an Telearbeit interessiert. Allerdings eignet sich nicht jeder heutige Arbeitsplatz für Telearbeit; das Telearbeitspotenzial liegt in den untersuchten Ländern zwischen 6,6% und 8,2% der Arbeitsplätze. In Deutschland würde nach dieser Berechnung ein Potenzial für Telearbeit von ca. 2,5 Mio. Arbeitsplätzen bestehen. Die Verhältnisse in der Schweiz sind vermutlich ähnlich.

Heimbasierte Telearbeit

Was ist Telearbeit? Telearbeit ist jede auf Informations- und Kommunikationstechnik gestützte Tätigkeit, die ausschliesslich oder zeitweise an einem ausserhalb der zentralen Betriebsstätte liegenden Arbeitsplatz verrichtet wird. Dieser Arbeitsplatz ist mit der zentralen Betriebsstätte durch elektronische Kommunikationsmittel verbunden.

Der Begriff der heimbasierten Telearbeit bezeichnet alle Formen der Telearbeit am häuslichen Arbeitsplatz des Mitarbeiters. Telearbeit ausschliesslich zu Hause: Bei dieser Tätigkeitsform steht dem Telearbeiter kein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber zur Verfügung. Stattdessen erfolgt die Arbeitsverrichtung ausschliesslich in der Wohnung des Mitarbeiters. Hier hat der Mitarbeiter einen Arbeitsbereich mit PC und entspre-

chender Vernetzung. Somit kann er mit seinem Arbeitgeber auf dem Weg des elektronischen Dokumententransfers, E-Mail, Videokonferenz oder auch per Telefon in Kontakt treten. Auch werden Arbeitsergebnisse über diesen Weg ausgetauscht. Der Telearbeiter hat häufig keinen direkten Kontakt zu seinen Kollegen und tritt mit seinem Vorgesetzten nur selten in persönlichen Kontakt. Alternierende Telearbeit: Bei dieser Form der Telearbeit arbeitet der Arbeitnehmer sowohl an seinem Arbeitsplatz beim Arbeitgeber als auch in seiner Wohnung, wobei er zwischen diesen Arbeitsplätzen hinund herwechselt. Um diese Formen der


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sozialen Bindung auch bei der Ausübung von Telearbeit in unverändertem Mass beizubehalten, wird die alternierende Telearbeit in der Regel an nicht mehr als maximal drei Wochentagen ausgeübt. Um neben der sozialen Bindung nicht auch die persönliche Kommunikation einzuschränken, sollten nicht mehr als zwei Telearbeitstage aufeinander folgen. Die alternierende Telearbeit wird nicht nur in privatwirtschaftlichen Unternehmen eingesetzt, sondern hat sich auch in Pilotversuchen der öffentlichen Verwaltung bewährt.

sächlich von Aussendienstmitarbeitern oder Servicetechnikern genutzt wird.

Mobile Telearbeit

chen Bedingungen wie bei der Telearbeit zu Hause. Gründe für die Nutzung eines Satellitenbüros können z.B. sein: fehlender Platz für ein Büro zu Hause, besseres Büroequipment im Satellitenbüro oder fehlende Kommunikation am einzelnen Telearbeitsplatz zu Hause.

Mobile Telearbeit bezeichnet das ortsunabhängige Arbeiten mit mobiler Kommunikationstechnik. Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik erlaubt es, sich online in den Zentralrechner eines Unternehmens einzuwählen, Daten abzurufen sowie Ergebnisse, Termine und andere Daten zu übertragen. Fahrten zur Unternehmenszentrale werden somit überflüssig. Als typische Erscheinungsform der mobilen Telearbeit hat sich das mobile Büro herausgebildet, das haupt-

Telearbeit im Telecenter Telearbeit kann auch in Telecentren praktiziert werden. Satellitenbüro: Bei einem Satellitenbüro handelt es sich um Büroräume einer Unternehmung, die sich in der Regel in der Nähe der Wohnorte der Mitarbeiter befinden und von diesen für Telearbeit genutzt werden. Im Prinzip gelten die glei-

Nachbarschaftsbüro: Nachbarschaftsbüros befinden sich wie Satellitenbüros in räumlicher Nähe zu den Wohnorten der Mitarbeiter. Im Gegensatz zu Satellitenbüros werden sie jedoch von Mitarbeitern mehrerer Unternehmen genutzt.

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On-Site-Telearbeit Für zahlreiche Berufe gehört es schon heute zur tagtäglichen Praxis, „vor Ort“ beim Kunden oder Lieferanten zu arbeiten und dennoch über Telemedien mit der eigenen Organisation stets in enger Verbindung zu stehen. So befinden sich die physischen Arbeitsplätze von Unternehmensberatern ebenso wie die vieler Softwareentwickler oder Systemspezialisten häufig jeweils projektbezogen am Kundenstandort. On-Site-Telearbeit bezeichnet die Ausführung von Telearbeit

am Ort des Wertschöpfungspartners oder -prozesses, wobei die Telearbeitsplätze stationär eingerichtet sind.

Vorteile für Telearbeiter • •

bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit erhöhte Eigenverantwortung und Selbstständigkeit bei der Erfüllung betrieblicher Aufgaben höhere Kreativität und höheres Leistungspotenzial durch ruhigere Arbeitsatmosphäre zu Hause

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• •

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grössere Flexibilität und Zeitsouveränität höhere Arbeitszufriedenheit Umsetzung guter Einfälle auch ausserhalb der regulären Arbeitszeit Erleichterung der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben für bestimmte Gruppen (Beschäftigte mit Familie, Alleinerziehende, behinderte Menschen) Zeit- und Kostenersparnis durch Reduzierung der Pendelfahrten Verlagerung der Fahrtzeiten ausserhalb der Spitzenzeiten

Vorteile für Arbeitgeber • • • • • • •

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Vorteile für die Gesellschaft •

• • •

höhere Attraktivität als Arbeitgeber Produktivitätssteigerung/ Kostenreduktion Einsparung von Büroraum und -equipment geringere Fehlzeiten der Telearbeiter Produktivitätssteigerung Reduzierung der Personalfluktuation bessere Kapazitätsauslastung durch eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung

Einsparung von Sozialleistungen (Essenszuschuss, Fahrgeldzuschuss) Einsparung von Parkplatzflächen, Energie etc. Einsparung von Umzugskosten

• •

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Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, z.B. durch erweiterte Formen der Teilzeitarbeit Sicherung bestehender Arbeitsplätze Integration von im Erwerbsleben benachteiligten Gruppen Investitionsschub und Beschäftigungsimpulse durch Einrichtung von Telearbeitsplätzen Verbesserung der Kommunikationsinfrastruktur zusätzliche Entwicklungschancen für ländliche/strukturschwache Räume Schonung der Umwelt; Einsparung nicht regenerativer Energieressourcen Entzerrung von Verkehrsspitzen Entschärfung der Wohnsituation in Ballungsräumen Entlastung der Verkehrswege

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Denkbare Probleme durch Telearbeit Mögliche soziale Isolation Die Gefahr sozialer Isolation bei der Arbeit zu Hause war zu Beginn der 90er Jahre eine oft genannte Befürchtung, die bei der ausschliesslichen Arbeit in den heimischen vier Wänden sicherlich berechtigt war und ist. Die alternierende Telearbeit vermeidet diese Gefahr, weil bei ihr durch regelmässige Arbeit im Büro soziale und aufgabenbezogene Kommunikation gewährleistet ist. In der Praxis hat sich die Einführung von Mitarbeitersitzungen als geeignetes Mittel zur Unterstützung sozialer Kommunikation erwiesen. Aber auch durch die Nutzung einer leistungsfähigen Telekommunikationstechnik kann Isolationstendenzen entgegengewirkt werden. In Ergänzung zu E-Mail und Telefon können Videokonferenzsysteme den Kontakt zu Kollegen wesentlich persönlicher gestalten. Schlechtere Karrieremöglichkeiten Oft werden Qualifikation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter nach


The better way to play!

deren Anwesenheitszeit am Arbeitsplatz beurteilt. Hier hätte Telearbeit fatale Folgen. Messen Vorgesetzte hingegen ihre Mitarbeiter daran, ob und wie diese gesteckte Ziele erreichen, sind derartige Befürchtungen kaum begründet. Die Einführung von Telearbeit sollte daher auch die Weiterbildung der Vorgesetzten beinhalten. Damit die Mitarbeiter nicht „aus dem Gesichtsfeld gelangen“, sollte bei Telearbeit auf eine regelmässige Kommunikation mit dem Vorgesetzten geachtet werden. Sie ergibt sich allerdings schon durch die verstärkte Notwendigkeit von Zielabsprachen und der Abstimmung von Tätigkeiten. So ist z.B. nicht selten zu beobachten, dass Vorgesetzter und Telearbeiter teilweise sogar besser kommunizieren als zuvor. Gerade alternierende Telearbeit beugt diesem Problem weitest gehend vor. Als durchweg positiv wird zudem die Erleichterung des Wiedereinstiegs in den Beruf nach einer Kinderpause gesehen. Des Weiteren ermöglicht Telearbeit die Bewahrung beruflichen Wissens während des Schwangerschaftsurlaubs, um eventuell im Anschluss danach problemlos wieder eine Vollzeitstelle im Betrieb einzunehmen.

Es ist sowohl die Beeinträchtigung des Privatlebens durch berufliche Einflüsse als auch der umgekehrte Fall zu beobachten. Durch die geringe räumliche Trennung zwischen heimischem Arbeitsplatz und dem familiären Geschehen kann die Gefahr der Selbstausbeutung bestehen. Auch die mentale Bewältigung der beruflichen Aufgaben kann stärker in das Privatleben eindringen.

Faites vos jeux...

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Kontakt Dr. Peter Meier

AWA / Arbeitsbedingungen Neumühlequai 10

Fehlende Trennung von Beruf und Privatleben Ein grosser Vorteil von Telearbeit liegt in der besseren Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben. Hierin liegt aber auch die Gefahr einer zu engen Verflechtung von beruflichem und privatem Bereich.

CH-8090 Zürich Tel.

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AGM AGMÜLLER CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Telefon 052 674 03 30 Telefax 052 674 03 40 info@agm.ch | www.agm.ch Freigestellte Bilder auf: http://picasaweb.google.com/produktebilder


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Management / Marketing

„Mein Kollege, mein Kunde“ – Interne Überzeugungsarbeit braucht Verkaufskonzepte

Viele Abteilungen, die nicht direkt in den Produktionsprozess eines Unternehmens eingebunden sind, haben immer wieder ein Problem, das Unternehmen viel Geld kostet. Sie werden in ihrer täglichen Arbeit nur widerwillig vom Betrieb akzeptiert. Aber sie tragen zum Unternehmenserfolg bei.

Controlling, Personalentwicklung, Qualitäts- oder Energiemanagement und besonders Projektabteilungen sind die scheinbare Last eines Unternehmens, weil sie den täglichen Arbeitsablauf stören. Dabei sind sie doch so wichtig, denn sie sichern den zukünftigen Unternehmenserfolg. Erfolg deshalb, weil sie das Unternehmen mit ihrer Arbeit für die Zukunft

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fitmachen. Viele diese Abteilungen machen es sich aber auch zu leicht, indem sie ihre Forderungen und Ergebnisse im Unternehmen per Anordnung und nicht durch Überzeugungskraft vermitteln. Anordnen ist scheinbar leichter als Überzeugen, aber auch weniger effektiv. Es fehlt zu oft an interner Überzeugungsarbeit oder internen Vertriebskonzepten.

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Projekte kosten Zeit und Geld Wenn heute Projekte in Unternehmen durchgeführt werden, sind sie vor allem zielorientiert. Diese Arbeit wird in der Regel von speziellen Abteilungen durchgeführt, die normalerweise kaum ins Tagesgeschäft eingebunden sind. Sie arbeiten in anderen zeitlichen Abläufen


Management / Marketing

als der normale Betrieb und sind dadurch ein permanenter Störfaktor. Während der Grossteil eines Unternehmens im täglichen Auftrags-, Produktions- und Rechnungsrhythmus schwingt, arbeiten die Sonderabteilungen und Projekte mit anderen Massgaben und Zielsetzungen. Da sie aber den „normalen“ Betrieb für ihre Arbeit brauchen, kommt es immer wieder zu Reibungen, was den Projekten und dem Tagesgeschäft gleichermassen schadet.

Überzeugte Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter Mitarbeiter müssen und wollen über Projekte informiert und von ihnen überzeugt werden. Während das mit der Information noch ganz gut klappt, ist Überzeugungsarbeit eher selten zu finden. Gerade aber überzeugte Mitarbeiter würden dem Prozess nützen und aktiv dafür sorgen, dass Reibungen soweit wie möglich vermieden werden. So etwas bedeutet aber, dass die Unternehmensleitung, das Projektteam oder die betreffende Abteilung von ihrer Sinnhaftigkeit überzeugt ist und zusammen mit

der Abteilung Vorteile für die gesamte Belegschaft erarbeitet. Wer das schon mal z.B. zusammen mit einer Controllingoder Qualitätsabteilung versucht hat, weiss, dass das gar nicht so einfach ist.

Überzeugungsarbeit durch Vertriebskonzepte Vertriebskonzepte bieten eine sinnvolle Technik, um zu solchen Lösungen zu kommen. Beginnt man mit dem strategischen Bereich, so werden Ziele und Zielgruppen festgelegt und dafür Argumente und Alternativlösungen zusammengetragen. Anschliessend werden im operativen Bereich die Marketinginstrumente bestimmt oder entwickelt, wie die Mitarbeiter informiert, überzeugt und betreut werden. Die Mitglieder der entsprechenden Stabsstellen müssen auch über das fachliche und kommunikative Rüstzeug verfügen, um den Kollegen persönlich in Überzeugungsgesprächen Rede und Antwort stehen zu können.

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Erfolg eines Projektes zu vergrössern oder sicherzustellen. Es wird auch der Nebeneffekt eintreten, dass durch die intensive Beschäftigung mit dem Projekt oder durch Feedback aus dem Betrieb die eigene Arbeit optimiert wird (Wer weiss, wie oft z.B. nicht mehr benötigte Auswertungen erstellt werden, kann hier ein Lied von singen). Man braucht natürlich eine offene Kommunikation im Unternehmen, denn Überzeugung fängt im Kopf an, also in der Unternehmensleitung. Sätze wie „Hier ist das Projekt, da sind die Mittel, jetzt mach mal schön und gibt nicht soviel Geld aus“, sind nicht geeignet, Interesse im Unternehmen zu wecken und den Erfolg eines Projektes zu stärken; Projekte, die mit der Gewinnentwicklung der Shareholder zu tun haben und dabei die langfristige Entwicklung eines Unternehmens vernachlässigen, natürlich auch nicht. Alle anderen können von solchen Konzepten nur profitieren und werden dadurch zumeist ein Stück voraus sein.

Überzeugung fängt im Kopf an Es ist also gar nicht so schwer, solche Dinge zu beherzigen, um den

Kontakt Helmut König KÖNIGSKONZEPT Mittelstrasse 19 D-35516 Münzenberg Tel.

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Management / Marketing

UeSP statt USP: Ist Ihre Positionierung emotional genug? Menschen kaufen keine Produkte, sondern Problemlösungen und gute Gefühle. Sie kaufen keine 'Hardfacts', sondern die Erfüllung von Hoffnungen, Wünschen und Träumen. Sozusagen: Ein kleines Stück vom grossen Glück. Die Positionierung von Unternehmen und ihren Marken, Produkten und Services muss also nicht nur eine faktische, sondern auch eine emotionalisierende sein. Das heisst: Unternehmen brauchen vor allem eine UeSP: eine emotionalisierende Unique Selling Proposition.

schen mehr verdienen und auch schneller Karriere machen. Bei einer Untersuchung von Gerichtsakten kam sogar heraus, dass gut aussehende Angeklagte zu leichteren Strafen verurteilt wurden. Andere Studien brachten zutage, dass schöne Menschen eher Hilfe erhalten, wenn sie in Not geraten. All das, weil

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der modernen Hirnforschung lautet: Menschen entscheiden emotional und begründen diese Entscheidungen dann rational – übrigens auch im BtoB-Geschäft. Emotionen sind nicht nur in allen Entscheidungen vorhanden, sie sind sogar deren treibende Kraft. Dabei lauten die drei Grundregeln: • • •

Die Menschen suchen aktiv nach guten Gefühlen. Die Menschen meiden negative Gefühle. Emotionales hat für unser Hirn Vorrang.

schöne Menschen unser Hirn erfreuen.

Zum Beispiel: Schönheit darf kosten Wir entscheiden uns erst wirklich für das Habenwollen, wenn unser cerebrales Belohnungszentrum aktiviert wird. Dieses – und nicht die Ratio - legt am Ende ‚den Hebel um‘ und entscheidet final über Ja oder Nein. Das, was uns zu einer Entscheidung bewegt, mag je nach Menschentyp, Geschlecht und Alter verschieden sein, doch ohne Emotionen gibt es keine einzige Entscheidung.

Emotionale Erfolgsgeheimnisse Sales & Marketing haben also die Aufgabe, das emotionale Erfolgsgeheimnis zu finden, das tief im Kern unserer Produkte schlummert. Zum Beispiel: Autos sind die modernen Reittiere des Mannes. Die Krawatte ist seine Keule und

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die zugeknöpfte Weste sein Panzer. Grosse Damenhandtaschen sind Ersatz für den männlichen Begleitschutz. Das Deo Axe verspricht einem nicht nur, gut zu riechen, sondern auch Vorteile beim Paarungsspiel. Beim Zahnarzt ‚kauft‘ man ein strahlendes Lächeln und damit Hoffnung auf beruflichen und privaten Erfolg – also letztlich die Aussicht auf Liebe. Durch Studien ist hinlänglich bewiesen, dass schöne Men-

interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010

Schon kleine Babys wenden sich eher schönen Gesichtern zu. Und jeder Schönheitschirurg kann davon berichten, wie Menschen auf einen Urlaub verzichten, um im nächsten dann, ein wenig umgebaut, ganz gross herauszukommen. Hirnforscher erklären das so: Wenn wir in den Spiegel schauen, und uns schöner finden als zuvor (intrinsische Motivation), und dafür auch noch Komplimente bekommen (extrinsische Motivation), dann haben wir ein gutes Gefühl. Das nimmt dann schliesslich Suchtcharakter an. So sind wir bereit, für Schönheit tief in die Tasche zu greifen. Wohlgeformte Produkte und ästhetisches Design funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Das vielleicht beste Beispiel dafür? Apple! Apple will


Management / Marketing

Produkte bauen, die so sexy sind, dass sich die Leute darin verlieben. Nur so konnte es gelingen, dass ein Heer von Apple-Fans die ganze Kommunikationsarbeit für das Unternehmen übernimmt. Und das Ergebnis? Apple hat zum Beispiel acht Prozent Anteil am Markt der Smartphones, aber 32 Prozent der Gewinne (Werben & Verkaufen 49/2009).

Und so sieht die Positionierung einer emotionalisierenden Marke aus: • • • •

„Man darf Dinge nicht nur als Objekte betrachten, die man formt, sondern muss sich hineinfühlen in den Menschen, der sie benutzt. Produkte sollen einen echten Nutzen haben und auch Freude bereiten. Form follows emotion.“ Das sagt Hartmut Esslinger, einer der einflussreichsten Produktdesigner der Welt. Er hat das weisse Apple-Design geschaffen.

• • • • •

Aspekte einer UeSP Je stärker die emotionale Positionierung, desto stärker ist auch die Marke. Emotion schlägt Funktion. Und starke Emotionen schlagen schwache. So wird Audi – zumindest, solange Marketingleute das Sagen haben - BMW wohl schon bald überholen. Denn Vorsprung (durch Technik) ist für unser Hirn ein ‚must have‘, Freude (am Fahren) hingegen nur ein ‚nice to have‘. Mit emotionalisierenden Schlagworten und Slogans werden übrigens nicht nur die Hirne der Kunden, sondern auch die Hirne der Mitarbeiter geeicht. So heisst die Unternehmensvision von Audi: Taking the Lead.

• •

Eine starke Marke ist einfach zu verstehen. Sie ist glasklar positioniert und unverwechselbar. Sie bietet einen rationalen Nutzen (Value). Sie hat einen hohen emotionalen Mehrwert. Sie erbringt die angebotenen Leistungen in Top-Qualität. Sie ist glaubwürdig und hält ihre Versprechen ein. Sie ist eine sympathische Persönlichkeit mit Charisma. Sie inszeniert faszinierende Geschichten. Sie ist kontinuierlich und lautstark präsent. Sie aktualisiert sich und überrascht immer wieder. Sie hat eine Brand Community (Markengemeinschaft).

Ein konkretes Beispiel? Die Automarke Mini – teuer und erfolgreich im Kleinwagensegment. ‚Is it love?‘ fragte wunderbar die Einführungskampagne. Mini-Aktionen sind so konzipiert, dass sie auf das Konto ‚Liebe‘ einzahlen. So erzählte mir eine Bekannte folgendes: Zurück aus der Werkstatt nach einer Inspektion gewahrte sie auf dem Lenkradschoner folgende

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Botschaft: ‚Ich habe Dich vermisst‘. Ganz klar: Diese Werkstatt hat die Marke verstanden - und ausserdem für Loyalität und jede Menge Mundpropaganda gesorgt. Denn so eine Aktion spricht sich wie ein Lauffeuer herum.

Wenn unser Hirn sich freut, sitzt das Geld locker Wenn ein Unternehmen nichts Aussergewöhnliches zu bieten hat, wenn seine Produkte austauschbar sind und der Service alles andere als begeistert, entscheidet immer der Preis. Dann soll es wenigstens billig sein. So trösten wir uns (Trostpreis!) mit Billigpreisen oder Rabatten über emotionale Mängel bzw. Enttäuschungen hinweg. Gute Gefühle hingegen dürfen kosten. Wenn wir in guter Stimmung sind, sitzt das Geld locker. Das kennen wir alle aus dem Urlaub. Und auch, wenn wir es nicht wahrhaben wollen: Blendwerk funktioniert. ‚Schöne Worte sind wie Edelsteine‘ sagt der Schmeichler und strahlt. Denn er weiss: Wir können uns der Magie eines Kompliments nicht einmal dann entziehen, wenn wir wissen, dass damit Hintergedanken verbunden sind. Einer meiner Kollegen versendet seine Angebote in einer goldenen Schatulle – und kann so teurer an Firmen verkaufen. Und weiter: Süsses macht süchtig, deshalb sind Fertigprodukte so süss. Die Einnahme von Süssem verändert sogar das Preisempfinden beim Konsumenten. In einem Experiment konnten Wissenschaftler der Zeppelin University Friedrichshafen zeigen, dass nach der Einnahme

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von Zuckerwasser höhere Preise eher als fair akzeptiert werden. Ein Industrie-Verkäufer erzählte mir einmal, er praktiziere beim Neukunden-Gespräch den SchokoEinstieg, und der geht so: „Wissen Sie eigentlich, wer mein liebster Kunde ist? Die Schokoladenfirma xx! Probieren Sie mal!“

Menschenversteher gefragt Kundenversteher statt Produktverkäufer sind fortan dringend vonnöten. Denn es gilt zu verstehen, was Menschen in Wirklichkeit kaufen: ein Vertrauensverhältnis ohne Enttäuschungsgefahr, sichtbarer Erfolg im Business, Sorglosigkeit, Lebensqualität und Seelenfrieden. Wer hektische Zwölf-Stunden-Tage abstrampelt, der kauft sich Ruhe und Raum. Zeit ist für viele der grösste Luxus. Durch Zeit und nicht durch Geld erkauft man sich Freiheit, Selbstbestimmung und Vergnüglichkeit. Wer sich solche Dinge kaufen kann und will, der schaut nicht aufs Preisschild. Bei der kaufstarken und loyalitätsaffinen 50plus-Generation und auch bei vielen jungen Menschen ist heutzutage die Sinnfrage angesagt. Haltung und Stil statt ‚Bling-Bling‘ sind zunehmend gefragt. Und manche stellen dabei sogar

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fest: All die guten Gefühle, die man mit Geld erkaufen kann, sind nichts gehen das gute Gefühl, das man spürt, wenn man anderen Menschen helfen konnte. Wenn aber nun ein Produkt trivial und austauschbar ist? Dann sucht man nach einer Problemlösung. So berichtet der Marketingexperte Don Peppers von dem niederländischen Energieversorger Eneco, der die Betreiber von Treibhäusern mit individualisierten Regulierungssystemen versorgte, so dass jede Pflanzenart unter optimalen klimatischen Bedingungen wachsen konnte.

Problemlösungen und gute Gefühle Menschen kaufen keine Produkte, sondern Problemlösungen und gute Gefühle. Niemand interessiert sich dafür, was ein Produkt kann, uns interessiert vielmehr, was es für uns tut. Doch immer wieder drängen sich während eines Verkaufsgesprächs die Produkteigenschaften in den Vordergrund. Bei vielen Präsentationen geht das eine halbe Stunde lang so: Wir sind… Wir haben… Wir können… Wir bieten… ! Mit anderen Worten: Ich erzähle Ihnen jetzt mal, wie toll wir sind.

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Deshalb rate ich Verkäufern: Erstellen Sie zunächst eine Liste der Produktmerkmale und schreiben Sie daneben in zwei getrennte Spalten, welche Zielsituation durch eine kundenfokussierte Problemlösung angestrebt wird und welche guten Gefühle dies dem Kunden dann bringt. So kommen Sie vom ‚was‘ zum ‚wie‘ und ‚warum‘– und begeben sich gedanklich auf die Kundenseite. Ein Paradebeispiel für solches Vorgehen? Der Schraubenhersteller Würth. Das Kundenproblem? Immer dann, wenn es besonders dringlich ist, gehen notwendige Schrauben aus – oder sie sind unauffindbar. Und das bedeutet: Ärger! So entstand das Lagermanagementsystem ORSY. Durch Lösungen wie diese wurde Würth Weltmarktführer mit Low-InterestProdukten, die genormt, billig und – mit Verlaub – völlig unsexy sind.

Relevanz entscheidet Sie wissen genau, was Ihre Kunden brauchen? Wir alle neigen gerne dazu, zu glauben, andere sähen die Welt ein wenig wie wir. Und sind dann völlig erstaunt, wie jemand eine ganz andere Sicht der Dinge haben kann. Doch so wie jedes Gesicht


Management / Marketing

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Buch zum Thema

Anne M. Schüller Erfolgreich verhandeln – erfolgreich verkaufen

einzigartig ist, so ist auch das Gehirn bei jedem Individuum anders gebaut. Also gilt es, die Kaufmotive aufzuspüren und dann die Botschaften zu senden, die für den jeweiligen Kunden relevant sind und damit sein Belohnungssystem zum Jubeln bringen.

grünen Tisch, nicht durch Studien und Statistiken, sondern durchs Eintauchen in die Kundenwelt und regelmässige, vertrauensvolle, offene Dialoge! Wir können den Menschen nur vor die Stirn schauen! Kundenfokussiert verhandeln heisst: Nicht glauben, zu wissen, was der Kunde nötig hat und nützlich findet, sondern beobachten und fragen. So gibt Ihnen dann ein klitzekleines Wissensdetail den Vorsprung, den Sie brauchen, um Ihrer Konkurrenz meilenweit voraus zu sein.

Wie Sie Menschen gewinnen

und

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BusinessVillage 2009 224 Seiten ISBN-13: 978-3-938358-95-5 24,80 Euro [D] 25,60 Euro [A] 37.90 CHF

Die Schlüsselfragen, die deshalb vor jedem Verkaufsgespräch zu stellen sind, lauten: • Welcher ‚Typ‘ ist der Kunde? Und wie ‚tickt’ er emotional? • Was will und braucht er wirklich? • Was hält er von unserer Leistung? Und was fängt er damit an? • Wie können wir unsere Kunden erfolgreich und damit glücklich machen? Und wie erfahren Sie all das? Nicht am

Kontakt Anne M. Schüller ManagementConsultant Diplom-Betriebswirtin Expertin für Loyalitätsmarketing

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Wer sagt, dass nur junge Leute spielen? Mit 40 haben wir noch immer den Enthusiasmus eines Kleinkindes. AGM AGMüller. Faites vos jeux! Bahnhofstrasse 21 8212 Neuhausen am Rheinfall/SH Tel. 052-674 03 30 - Fax 052-674 03 40 www.agm.ch


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STADE DE SUISSE – Wo Emotionen gelebt und Geschichten geschrieben werden Das STADE DE SUISSE – Arena für Sport, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft – zeichnet sich durch seine hohe Multifunktionalität aus. Das moderne Nationalstadion im Herzen der Hauptstadt lebt und bewegt, auf und neben dem Platz. In seiner jungen Geschichte konnte das STADE DE SUISSE bereits zahlreiche Akzente setzen – auch dank des stadioneigenen Event- und Kongresszentrums. Werbung und Hospitality Das STADE DE SUISSE Wankdorf Bern und der BSC Young Boys bieten Firmen jeder Grösse die perfekte Plattform für ihre Kommunikationsbedürfnisse. Die spektakuläre, sportlich-elegante Location, die emotionale Atmosphäre und das professionelle Umfeld überzeugen. Während den Heimspielen der Berner wird das STADE DE SUISSE zum Treffpunkt von Persönlichkeiten aus Sport, Gesellschaft, Kultur und Politik. Das moderne Stadion ist eine einmalige Location für anspruchsvolle Gastgeber und eine ideale Plattform für ungezwungenes Kontakteknüpfen. Bei Fussballspielen und Kulturevents bietet das STADE DE SUISSE ein mehrstufiges VIP-Angebot, welches sämtliche Bedürfnisse abdeckt. Vom Stehimbiss in der sportlichen Atmosphäre der Future

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Lounge über das exquisite Mehrgangbuffet in der beeindruckenden Champions Lounge bis hin zum servierten Menu in der edlen Sky Lounge und den Logen mit gediegenem Blick über das Stadion bleibt im VIP-Bereich kein Wunsch unerfüllt.

Individuelle Nutzung Wenn der Ball ruht, wird der gesamte VIPBereich zum multifunktionalen Event- und Kongresszentrum. Auf drei Etagen bieten verschiedenste Räume den idealen Ort für Seminare, Konzerte, Ausstellungen, Galadinners oder private Festlichkeiten. Vom luxuriösen Bankettsaal für tausend über modernste Konferenzzimmer für zehn Gäste bis zur Business Lounge mit Barbetrieb – im Event- und Kongresszentrum des STADE DE SUISSE findet sich für jeden Anlass der geeignete Rahmen.

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Das unvergleichliche emotionale Ambiente und die einzigartige Sicht ins Innere des Nationalstadions ziehen Kunden und Besucher dabei in ihren Bann und lassen jeden Event im STADE DE SUISSE zum unvergesslichen Erlebnis werden. Und selbst das ganz grosse Fest ist im Nationalstadion willkommen: Spielfeld und Zuschauertribünen bieten genügend Raum für mehrere tausend Gäste.

Rund um den Event Die STADE DE SUISSE Gastro verwöhnt die Gäste mit einem Catering, welches genau auf den Anlass zugeschnitten wird. Pausenkaffee, Stehlunch, Buffet oder Galadinner – den Wünschen sind keine Grenzen gesetzt. Auch kulturell ist der Rahmen weit und reicht von asiatischem Fingerfood über italienische Spezialitä-


Management / Marketing

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ten bis hin zur klassischen YB-Wurst – die Chefköche erfüllen jeden Wunsch. Ein abgestimmtes Rahmenprogramm sorgt bei jedem Event für das besondere Etwas. Ein Wettbewerb im Torwandschiessen, ein Fussballspiel auf dem Kunstrasen oder ein Tischfussballturnier sind eine willkommene sportliche Abwechslung, garantieren Action und gute Stimmung. Die Führung durch das STADE DE SUISSE gewährt einen Blick hinter die Kulissen der modernen Fussballarena und lässt den Mythos Wankdorf aufleben. Aber auch Privatkonzerte, Filmpräsentationen, Modeshows, Ausstellungen sowie die Animation der Gäste gehören zu den unzähligen Möglichkeiten.

Konzerte Nicht nur mit Fussball und privaten Anlässen kann das STADE DE SUISSE seine Kunden begeistern. Auch internationale Musikgrössen locken regelmässig zahlreiche Besucher ins Nationalstadion. Namen wie Robbie Williams, John Bon Jovi, Herbert Grönemeyer, Bruce Springsteen oder Coldplay zieren bereits die Seiten des Gästebuchs – im Sommer 2010 werden sie ergänzt durch Pink, Muse und AC/ DC. 40‘000 Zuschauer erleben die Konzerte live im Stadion, VIP-Konzertgäste

kommen zudem in den Genuss eines kulinarisch erlesenen Buffets vor dem Act in den Lounges des Event- und Kongresszentrums und haben reservierte und überdachte Sitzplätze.

Verkehrsmitteln in wenigen Minuten erreichbar. Die Autobahnausfahrt BernWankdorf liegt nur wenige Minuten entfernt und gestaltet auch die Anfahrt mit dem Privatfahrzeug bequem.

Lage Das STADE DE SUISSE liegt im Nordosten der Hauptstadt, im Berner Breitenrainquartier. Es ist vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn sowie mit den städtischen

Kontakt STADE DE SUISSE Wankdorf Nationalstadion AG Papiermühlestrasse 71 CH-3014 Bern Tel.

+41 (0)31 344 88 88

Fax

+41 (0)31 344 88 89

info@stadedesuisse.ch www.stadedesuisse.ch

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Management / Marketing

Nichts ist überzeugender als eine Empfehlung Kunden wollen den richtigen Lieferanten finden und Lieferanten die richtigen Kunden. Potenzielle Kunden stehen vor der Herausforderung, aus der Fülle von Anbietern den passenden auszuwählen – Verkäufer möchten ihre Akquisitionszeit am liebsten dort einsetzen, wo die Chance am grössten ist, dass es tatsächlich zu einem Verkaufsabschluss kommt. Empfehlungsmarketing kann hier für eine Win-Win-Situation sorgen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen stehen Kunden wie Verkäufer vor einer besonderen Herausforderung: Für die Verkäufer ist es entscheidend, neue Kunden zu gewinnen, um den Umsatzrückgang mit den bestehenden Kunden wettzumachen. Das heisst, sie müssen ihre Akquisitionsanstrengungen verstärken. Für die Kunden ist es entscheidend, ihr knapper gewordenes Budget noch besser einzusetzen. Sie können sich weniger denn je eine Fehlinvestition leisten. Für beide Seiten, Käufer und Verkäufer, gibt es ein Instrument, das ihnen diese Herausforderung vereinfacht: Das Empfehlungsmarketing.

Kunden überzeugen Kunden Empfehlungsmarketing bedeutet, dass ein bestehender Kunde den Lieferanten an einen anderen potenziellen Kunden weiterempfiehlt. Der Vorteil für den Lieferanten liegt dabei auf der Hand. Statt über den mühseligen Weg der Kaltakquisition gehen zu müssen, der gepflastert ist mit Absagen, kommt er an „heisse Adressen“. Eine heisse Adresse ist ein potenzieller Kunde, der bereits darauf wartet, vom Verkäufer kontaktiert zu werden. Die Empfehlung durch einen bestehenden Kunden ist das beste Argument für ein Angebot und einen daraus resultierenden

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Auftrag. Kein Argument eines Verkäufers kann überzeugender sein.

richtig eingesetzt sind zielführend. Es gibt nur eins: Ich muss es einfach tun.

Dass der Verkäufer nur Gutes über die Produkte und Dienstleistungen seines Unternehmens spricht, ist für den Kunden logisch. Aussagen eines Bekannten oder Kollegen, der bereits gute Erfahrungen mit einem Lieferanten, seinem Leistungspaket und dem Verkäufer gemacht hat, werden ganz anders eingeschätzt. Was er sagt, wirkt glaubwürdig, da er ja keine verkäuferische Absicht hat. Die moralische Verpflichtung der Empfehlung ist auch nicht zu unterschätzen. Wenn die erwartete Leistung ungenügend ist, fällt die Unzufriedenheit nicht nur auf den Lieferanten, sondern auch auf den Empfehlungsgeber zurück. Empfehlungen werden folglich nur gegeben, wenn der bestehende Kunde selber von der Leistung begeistert ist und das Angebot für die andere Person nutzbringend ist.

Haben Sie den Mut, es zu tun

Zwei Möglichkeiten der Empfehlung Erstens die, bei der mein Kunde selber den ersten Kontakt beim potenziellen Kunden herstellt und mir die Tür aufmacht. Zweitens die, wo ich mich mit der Empfehlung im Rucksack direkt selber melde. Beide situativ

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Nutzen Sie die guten Beziehungen zu Ihren bestehenden Kunden, um neue Kunden zu gewinnen. Ist Ihnen diese Vorstellung unangenehm? Dann fragen Sie sich selbst, ob Sie wirklich überzeugt sind, dass es für Ihre Kunden von Vorteil ist, Ihre Kunden zu sein. Ja? Warum dann nicht weiteren Menschen die Chance geben, bald zu Ihren glücklichen Kunden zu gehören? Nein? Dann wird es höchste Zeit sich selbst zu hinterfragen, was Sie Ihren Kunden verkaufen… Stellen Sie sich vor, welches Potenzial Sie ausschöpfen können! Gibt es noch etwas, dass Sie daran hindern kann, es zu tun?

Vier Schritte beim Empfehlungsmarketing Schritt 1: Ich spure vor Top-Verkäufer haben für jeden Kontakt das Ziel, am Ende eine oder mehrere Adressen potenzieller Neukunden mitzunehmen. Sie kündigen die Frage nach der Referenz schon zu einem frühen Zeitpunkt


im Gespräch an. Ebenso deklarieren sie, warum sie es tun. „Herr Meier, ich habe mich auf dieses Standortbestimmungsgespräch mit Ihnen gefreut, bei dem wir unsere gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr beleuchten und festlegen, wie es in der Zukunft weitergeht. Gute Zusammenarbeit ist für mich auch ein Stichwort, auf das ich am Ende des Gesprächs nochmals im Zusammenhang mit einer Frage an Sie zurückkommen möchte.“ Oder: „Frau Sander, am Schluss unseres heutigen Treffens, habe ich noch etwas in eigener Sache, das ich gerne mit Ihnen besprechen möchte. Es geht um Empfehlungen aus Ihrem Bekanntenkreis, die ich zur Ausweitung meiner Aktivitäten gerne nutze, wenn das für Sie auch stimmt.“ Oder: „Herr Mahler, wenn Sie im Verlaufe des heutigen Kontakts zum Schluss kommen, dass die von mir angebotene Leistung für Sie die richtige ist, darf ich Sie dann nach ein zwei Referenzadressen fragen?“

generieren. Gibt es jemanden in Ihrer Umgebung, wo Sie glauben, dass er auch von meiner Dienstleistung profitieren könnte?“ Sagt der Kunde ja, ist wichtig, dass ich mich mit ihm abstimme, wie ich vorgehe und was ich beim potenziellen Kunden über die bestehende Geschäftsbeziehung sagen darf. Durch meine Kontaktaufnahme entsteht ein Dreieckverhältnis. Diese sind immer etwas delikat. Selbst wenn zwischen meinem Kunden und der heissen Adresse eine gute Beziehung besteht, ist die Adressvermittlung und die darauf folgende Kontaktaufnahme ein Akt der Vertraulichkeit. Schritt 3: Ich mach’s! Hab ich die Adresse, warte ich nicht zu, sondern nehme das Telefon in die Hand und kontaktiere umgehend den potenziellen Kunden. Die Geschichte, die hinter der Empfehlung steht, wirkt glaubwürdiger, wenn sie noch ganz frisch ist. Ich telefoniere strukturiert und bin wie ein Sportler mit meinem vorbereiteten roten Faden mental top auf den neuen Kontakt eingestimmt.

Schritt 2: Ich frage Schritt 4: Ich melde zurück Wenn ich vorgespurt habe, muss ich auch den Mut haben den Weg weiterzugehen. Ich frage selbstsicher und charmant: „Herr Meier, wie ich Ihnen ja anfangs angekündigt habe, habe ich noch eine besondere Frage an Sie: Sie arbeiten nun schon einige Zeit gerne und gut mit uns zusammen und schätzen uns als zuverlässigen und qualitätsbewussten Partner. Wen kennen Sie, für den unser Angebot möglicherweise genauso nutzbringend ist? Ich setze mich gerne mit den entsprechenden Personen in Verbindung, um sie für die Zusammenarbeit mit uns zu begeistern.“ Oder: „Frau Sander, ich komme jetzt, wie anfangs erwähnt, auf das Thema Empfehlungen zurück. Wie in Ihrem Geschäft ist die Neukundengewinnung auch für mich von grosser Bedeutung. Empfehlungen öffnen Türen für ein erstes unverbindliches Gespräch. Fallen Ihnen spontan ein zwei Namen ein, bei denen Sie mich weiterempfehlen können und ich mich dann persönlich melden darf?“ Oder: „Herr Mahler, ich lebe davon, Umsatz durch neue zufriedene Kunden zu

Nach erfolgtem Kontakt melde ich mich nochmals beim bestehenden Kunden. Ich melde ihm kurz zurück, was aus seiner Empfehlung geworden ist. Wichtig ist, dass ich mich auch mit dem potenziellen neuen Kunden wieder abstimme, was ich sage. Und jetzt, lieber Leser, überlegen Sie sich 10 Kunden, die Sie in dieser Woche nach Referenzen fragen!

Kontakt Angelika Rinner Dipl.-Psych. Werner Berger & Partner AG Grundstrasse 10 CH-6343 Rotkreuz Tel.

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IT / Technik

Den Grossen zu sperrig, den Kleinen zu teuer

IT-Strategien in Zeiten der Krise – Verkennt der deutsche Mittelstand seine Chance? Gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise müssen Unternehmen nicht nur ihre Finanzierung überdenken und um den Erhalt ihrer Marktanteile und Umsätze kämpfen. Sie müssen zudem kritisch in ihr eigenes Unternehmen hinein schauen, um Kosten zu sparen, Prozesse zu optimieren und bisherige Lösungen in jedem Bereich des Betriebes zu hinterfragen.

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interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010


IT / Technik

Verbesserung der IT – Chance in Krisenzeiten? Die betriebliche EDV – die Informationstechnik (IT) – ist dabei zwar nur einer der Bereiche im Unternehmen, dafür aber ein sehr wichtiger. Denn in vielen, gerade kleinen Betrieben kann die IT noch erheblich verbessert werden. Gerade hier bietet sie noch viel Potential. Aber erkennen die deutschen Unternehmen auch diese Chance? Den mittelständischen Betrieben stehen die IT-Anbieter gegenüber, die ihre Technologien anpreisen – jedoch viel zu oft das technisch maximal Mögliche und nicht das für den jeweiligen Betrieb Sinnvolle und Notwendige. Erfolgt dies zudem mit einer IT-spezifischen Fachsprache und von vielen Anglizismen unterlegt, werden die Unternehmer abgeschreckt, insbesondere dann, wenn diese – wie häufig – keine IT-Spezialisten besitzen. Ablehnung und Verharren im Bestehendem sind die Folge, frei nach dem Motto: Never change a running system! Doch welche Probleme beschäftigen die Unternehmen tatsächlich – gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland? Erkennen diese, wo ihre IT welches Verbesserungspotential zeigt? Und welche Anlässe führen in den Unternehmen dazu, dass der Handlungsbedarf erkannt wird?

Antworten auf diese Fragen müssen die IT-Berater und IT-Anbieter interessieren – schliesslich sollten sie die Probleme der Unternehmen lösen. Aber auch für jeden Unternehmer ist es wichtig zu wissen, wo er bei seiner IT genauer hinsehen muss, wo Potentiale für Verbesserungen bestehen. Die Antworten darauf gibt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für kleine und mittlere Unternehmen. Begleitet von der IBM Deutschland, die die IT-Fachkompetenz in das Projekt einbrachte, wurden im Frühjahr 2009 etwa 500 KMU telefonisch befragt (mehr dazu siehe Info-Kasten).

Viele sehen keinen Verbesserungsbedarf – Chance verkannt? Die Studie zeigt dabei sogleich eine Überraschung: Die Hälfte der befragten Unternehmen meinen, sie besässen gar keinen Handlungsbedarf für ihre EDV. Doch sind solche Antworten glaubwürdig? Zweifel sind angebracht: Zum einen verdrängen viele Unternehmen den Handlungsbedarf, aus Angst vor zusätzlichen Kosten, vor Anlaufproblemen mit neuer Technik oder auch vor Problemen bei der Eingewöhnung der Mitarbeiter in neue Systeme. Und vielfach ist es auch nur Unwissenheit der Unternehmen, die nicht erkennen, was verbessert werden kann und muss. Aber die vielen und dezidierten Antworten derjenigen Unternehmen, die in der Befragung offen Verbesserungsbedarf zugaben, weisen darauf hin, dass sich tatsächlich in mehr Unternehmen an der IT-Anwendung etwas ändern muss als die Befragten zugeben mochten.

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Die Verbesserungspotentiale – der Mittestand ist zweigeteilt Die Agenda dieser Problemfelder dominiert die Kosten der IT, die es zu senken gilt. Die meisten befragten Unternehmen sehen hier Handlungsbedarf, sei es bei der Anschaffung (was z. B. eine Frage der Miete oder des Kaufs von IT ist) oder bei den laufenden Kosten, d. h. beim Energieverbrauch sowie der Erneuerung, Pflege und Wartung. Ähnlich wichtig wird von den Unternehmen die Anpassung der IT ans Unternehmenswachstum und die Kompatibilität mit anderen IT-Systemen – z. B. im und bei kooperierenden anderen Unternehmen – gesehen. Es sind insbesondere die grösseren Mittelständler, die hier Probleme und Bedarf melden. Diese Unternehmen sehen zudem Handlungsbedarf bei der Datensicherheit, z. B. bei der Steuerung des Zugriffs auf die IT durch Mitarbeiter und durch Externe (Identity-Management) sowie bei der Erfassung und dem Vorhalten von sensiblen Daten, z. B. über Mitarbeiter. Kleinere Unternehmen dagegen sehen ihren Verbesserungs- und Handlungsbedarf vermehrt beim Datenhandling, insbesondere der – entweder zu vielen oder zu wenigen, aber selten richtigen – Informationen aus dem Internet sowie beim Umgang mit Datenfriedhöfen. Eng damit verbunden ist auch deren Forderung nach besserer Nutzerfreundlichkeit ihrer IT-Systeme. Handlungsbedarf bei Energieverbrauch und Umweltverträglichkeit der IT sowie an den Schnittstellen zu Behörden (EGoverment) scheinen im Mittelstand hingegen eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Es mag sein, dass diese Verbesserungspotentiale im Schatten der aktuellen Wirtschaftskrise in Vergessenheit geraten sind. Ein schlichter Mangel an Problemkenntnis und -sensibilisierung kann hier aber auch der wirkliche Grund sein. Neben vielen Details zeigt die Studie zur IT in kleinen und mittleren Unternehmen jedoch eines deutlich: Der Mittelstand ist zweigeteilt.

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IT / Technik

Problem- und Handlungsfelder

dazu finden sich überproportional mehr … • • •

grössere Unternehmen Untenehmen aus der Industrie wenn eine IT-Abteilung oder ein IT-Beauftragter vorhanden sind

IT-Sicherheit

• • •

grössere Unternehmen Unternehmen aus der Industrie, aber auch bei Freiberuflern wenn eine IT-Abteilung oder ein IT-Beauftragter vorhanden sind

Energie- und Umwelt

• • •

grössere Unternehmen Untenehmen aus der Industrie bei IT-Leitern

Vorgaben der Behörden

• •

kleine Unternehmen Unternehmen aus dem Handwerk

Datenhandling

• • • •

kleine Unternehmen Unternehmen aus Handwerk, Handel, Dienstleistung auch bei Freiberuflern wenn keine IT-Abteilung vorhanden ist

Unterstützung / Hilfe bei der Nutzung

• • •

kleine Unternehmen Unternehmen aus Handwerk, Handel, Dienstleistung wenn keine IT-Abteilung vorhanden ist

Kosten

• • •

kleine Unternehmen Unternehmen aus Handwerk, Handel, Dienstleistung wenn keine IT-Abteilung vorhanden ist

Probleme der „Grossen“

Wachstum und Kompatibilität

Welche Problem- und Handlungsfelder wurden überproportional von welchen Unternehmen benannt? Die grösseren Unternehmen quälen Probleme der Anpassung der IT an das Unternehmenswachstum und die Kompatibilität mit fremden IT-Systemen von Kooperationspartnern, Lieferanten und Kunden sowie die Sicherheit ihrer IT nach Innen und nach Aussen. Entsprechend sind die Anlässe, zu denen über Verbesserungen der IT nachgedacht bzw. gehandelt wird: Schnelles Wachstum, Kooperationen, Internationalisierung und Druck von Aussen (Sicherheit). Die kleinen Unternehmen sehen primär in den Kosten der IT ihre Probleme und die Anlässe zu verbessern und zu handeln. Druck dazu wird auch durch Wettbewerber verspürt (was vielfach auch Kostendruck bedeutet) und durch Beklagen der Mitarbeiter, die IT sei nutzerunfreundlich und helfe nicht weiter, wenn Datenfriedhöfe entstehen oder im Internet nach Informationen gesucht wird.

Was tun? Hinweise für Unternehmen und IT-Anbieter Wie die Probleme und Verbesserungsbedürfnisse, so sind auch die Handlungshinweise für die Unternehmen wie für die

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IT-Anbieter nach grösseren und kleineren Unternehmen zu unterscheiden: Für die grösseren Mittelständler sollten IT-Sicherheit und Identity-Management sowie Service Orientierte Applikation (SOA) Priorität besitzen. Weiterhin kommt Transparenz-Management als Aufgabe auf die Unternehmen zu, auf der Seite der IT-Anbieter die Schaffung von internationalen Standards für ihre Technologien. Für die kleinen sind es nutzerfreundliche, kostengünstige und leicht zu aktualisierende Software sowie Hilfen bei Internet und Datenhandling, die diese suchen und einsetzen sollten, gegebenenfalls Energie sparende Technologien. Die Aufgabe der IT-Anbieter – in Richtung auf die kleinen Unternehmen – ist dabei offensichtlich: Sie müssen mehr als bisher die Sprache ihrer mittelständischen Kunden sprechen. Sie dürfen die Kunden nicht mit IT-Fachbegriffen und Abkürzungen erschlagen, sondern müssen mit kostengünstigen und einfachen Lösungen verständlich vermitteln: statt das technisch Maximale besser nur das betrieblich Notwendige. Also besser „doing the right things“ denn „doing things rightly“, wie die Amerikaner sagen würden.

interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010

Kontakt Prof. Dr. Jörn-Axel Meyer Vorstandsvorsitzender und wiss. Direktor des Deutschen Instituts für kleine und mittlere Unternehmen Deutsches Institut für kleine und mittlere Unternehmen Knesebeckstr. 33 10623 Berlin Tel.

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IT / Technik Sicherheit

Verlust von Kredit-, Debit- und Kundenkarten? – SECURICARD hilft weiter

Sie begleiten uns täglich in unserem Portemonnaie, ohne sie könnten wir den Alltag kaum noch meistern – Kreditkarten, ID-Ausweise, Versicherungsnachweise und viele andere dieser kleinen Plastikkarten mit Kredit-, Debit- oder Kundenkartenfunktionen. Aber was passiert nun, wenn das Portemonnaie mit all diesen Karten verloren geht oder gestohlen wird? Plastikkarten ermöglichen uns mit Hilfe von Chips, Magnetbändern und Speicherkarten eine Fülle von Möglichkeiten, auf die wir im Alltag gerne zurückgreifen. Sie sind handlich, stabil und können problemlos benutzt werden, sodass sie in vielen Fällen gegenüber Bargeld bevorzugt werden.

besitzer in einem solchen Moment kaum abschätzbar sind. Viele wissen im ersten Augenblick gar nicht, was zu tun ist. Dabei ist das oberste Gebot bei einem Schadensfall immer die sofortige Sperrung der Karten, damit ein Missbrauch ausgeschlossen und Schlimmeres verhindert werden kann.

Bei einem plötzlichen Verlust der kleinen Karten folgen jedoch weitreichende Konsequenzen, die von den meisten Karten-

Bei der Fülle der Kärtchen muss jedoch zuerst einmal genau überlegt werden, welche Karten nun abhanden gekommen

sind. Oft ist es dann schwierig und aufwändig, die Nummern der Sperrzentralen herauszufinden und alle einzeln zu kontaktieren, die Situation zu erklären, die alte Karte sperren zu lassen und eine neue zu beantragen. Es ist eine unangenehme Situation, die mit viel Mühe, Kosten und Ärger verbunden ist. In solchen Fällen leisten Kartensperr-Services wie beispielsweise SECURICARD eine enorme Hilfe. Ein einziger Anruf genügt und SECURICARD führt in Minutenschnelle alle Kartensperrauf-


IT / Technik Sicherheit

träge durch, bestellt Ersatzkarten und vergütet anfallende Kosten bis zu CHF 175 nach dem Schadensfall. Es kann eine unbegrenzte Anzahl in der Schweiz ausgestellter Karten registriert werden, von Kreditkarten, Bankkarten, Kundenkarten über ID-Karten und Mitgliedskarten bis hin zu SIM-Karten. SECURICARD garantiert höchst möglichen Datenschutz und verfügt über ein breit gefächertes Know-How im Kartenbusiness. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet und ist von allen Kartenherausgebern anerkannt. Mit einem kundenfreundlichen Preis von nur CHF 29 pro Jahr amortisiert sich der Service schon beim Verlust einer einzigen Karte.

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SECURICARD rundum Sicherheit und wird unter anderem auch von der Polizei im Zuge vorbeugender Massnahmen bei Diebstahl und Verlust empfohlen. Versichern Sie sich für den Fall der Fälle und ersparen Sie sich die Mühe, die Kosten und den Ärger. SECURICARD bietet Ihnen einen umfassenden Service, der Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung steht und alles für Sie regelt.

Der Kartensperr-Service funktioniert im In- wie auch im Ausland zu 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. Die Kundenbetreuung ist auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt und legt sehr viel Wert auf eine hohe Qualität und kompetente Mitarbeiter. Damit bietet

interview Magazin, Ausgabe Juni / Juli 2010

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IT / Technik Sicherheit

Effizienter und kostensparender Brandschutz mit Aerosolen

Ein gut funktionierender Brandschutz ist für alle Infrastruktur-Anwendungen aus Gewerbe, Industrie, dem Dienstleitungssektor und dem öffentlichen Dienst besonders wichtig. Mit modularen Aerosol-Löschsystemen auf Basis umweltfreundlicher und unschädlicher Aerosole ist es nun möglich, Brände in kürzester Zeit zu bekämpfen und die sonst üblichen Folgeschäden zu vermeiden. Im KMU-Bereich wird aus Kostengründen häufig auf eine effektive Löschanlage verzichtet und der Schutz vor Bränden auf einfache Brandmeldeanlagen beschränkt. Aber gerade in KMU ist eine einwandfrei funktionierende Infrastruktur besonders wichtig und diese sollte daher in einem Brandfall möglichst wenig Schaden erfahren und möglichst schnell wieder funktionsfähig sein.

Investitionskosten im Vergleich zu herkömmlichen Systemen geringer sind, die Wartung nicht viel Zeit beansprucht und die durch den Brand betroffene Infrastruktur durch das Ausbleiben von Folgeschäden schon nach kurzer Zeit wieder in Betrieb genommen werden kann. Teure Leitungsinstallationen, Pumpen, Behälter und bauliche Massnahmen sind bei Aerosol-Löschsystemen überflüssig.

Wirkungsvoller und kostengünstiger Brandschutz

Weitere Vorteile dieser Systeme liegen in der kompakten Bauweise, die einen einfachen Transport problemlos erlaubt, in der schnellen Installation ohne lange und kostspielige Unterbrechungen des laufenden Betriebs durch das Anschliessen an bereits vorhandene konventio-

Einen wirkungsvollen Brandschutz, der für jedermann erschwinglich ist, bieten Aerosol-Löschanlagen. Sie sind für KMU sehr wirtschaftlich, da die Initial- und

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nelle Feuermelde-, Aktivierungs- oder Alarmanlagen. Besonders wertvoll ist auch, dass ein Unternehmen nach einem mit Aerosol-Löschmittel bekämpften Brand keinen oder einen wesentlich kürzeren Betriebsausfall erleidet und für Kunden und Geschäftspartner erreichbar bleibt.

Einfache Löschung auf molekularem Niveau Die speziellen Löschsysteme mit Aerosolen, die in jahrelangen Forschungsarbeiten entwickelt wurden, sind ein raumfüllendes, nebelförmiges Brandbekämpfungsmittel, welches das Löschen beschleunigt und vereinfacht.


IT / Technik Sicherheit

Klopapier teurer als IT-Sicherheit

Kompaktes, umweltfreundliches und wirtschaftliches Löschsystem • • • • • •

Erschwingliches Brandschutzmittel Löschen durch Reaktion auf molekularem Niveau Unschädlich für Mensch, Tier und Umwelt Keine Folgeschäden Akkreditiert und zertifiziert nach strengen Normen Keinen bzw. sehr kurzen Betriebsausfall nach dem Brand

Anstatt Feuer mit Wasser durch Kühlung oder mit CO2 durch Sauerstoffentzug zu löschen, bedient sich das Aerosol-Löschsystem der antikatalytischen Wirkung von Kalium. Das Löschen des Brandes geschieht also auf molekularem Niveau, da die beim Brand in der Flamme auftretenden freien Radikale vom Kalium eingefangen und in eine stabile Form übergeführt werden, wodurch die bestehende Kettenreaktion abgebrochen und die Flamme gelöscht wird. Dadurch ist das Löschsystem eine sehr umweltfreundliche Technologie, da das Löschmittel weder die Ozonschicht belastet, noch dem Umfeld Sauerstoff entzieht. Es ist für Mensch, Tier und Umwelt unschädlich und verursacht keine Folgeschäden.

Anerkannte Zertifizierung Die Aerosol-Löschsysteme sind in vielen Ländern in international anerkannten

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Im Durchschnitt investieren Unternehmen laut einer Erhebung des IT-Unternehmen Retarus mehr Geld für Klopapier als für ihre IT-Sicherheit, denn Schweizer Firmen geben durchschnittlich für Klopapier im Monat 4.60 CHF pro Mitarbeiter aus, nur 2.70 CHF dagegen für die minimale E-Mail-Sicherheit. technologischen Instituten getestet, wobei die Stat-X® Systeme die einzigen Aerosol-Löschsysteme sind, die nach UL 2775, UL 2127 und NFPA 2010 UL-und ULC zertifiziert sind und die CEN/TR 15276-1 und CEN/TR 15276-2 erfüllen. Geeignet ist das Löschmittel vor allem für den Raum- und Objektschutz, wobei die Produktpalette so entwickelt wurde, dass sogar einzelne Steuerungen, Regelund Schaltschränke oder 19‘‘-Schränke wie auch komplette Rechenzentren, technische Räume und Archive geschützt werden können. Weiterhin finden die Löschsysteme in der Logistik nicht nur zum Schutz von Lagerräumen, sondern auch von Fahrzeugen, Schiffen und Zügen Anwendung. Da sie Behälter nicht unter Druck stehen, können sie in verschiedenen Infrastrukturschränken und –orten wie auch in Räumen, in denen sich Menschen aufhalten, aufgestellt werden.

Laut einer von Aero-X durchgeführten Fallstudie ist das Aerosol-Löschsystem bei einem Unternehmen von 50 Mitarbeitern und einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren sogar schon ab monatlich 1.50 CHF pro Mitarbeiter erhältlich.

Je nach Umgebung beträgt die Lebensdauer der Aerosol-Löschgeräte bis zu 15 Jahren und es können Brände der Klassen A, B, C, E (getestet bis 40‘000 Volt) und F in der ersten Brandphase äusserst wirkungsvoll bekämpft und dadurch weitere Schäden verhindert werden.

Kontakt Paul van Trigt Geschäftsführer

Aero-X AG Wettingerstrasse 19 CH-5400 Baden Tel.

+41 (0)43 521 25 50

Fax

+41 (0)43 521 25 59

www.aero-x.ch

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IT / Technik Dokumentenmanagement

Die Antwort der Océ Schweiz auf die Anforderungen der Schweizer KMU

Im Jahr 2006 führte Océ ein speziell kreiertes Programm namens „my officé“, in welchem sich die Kleineren und Mittleren Unternehmen besonders angesprochen fühlen, ein. Zwischenzeitlich darf von einer erfolgreichen Etablierung als Lösungsanbieter im OfficeMarkt gesprochen werden. Was beinhaltet „my officé“? Das Programm besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: einer langfristigen Partnerschaft und Beratung seitens von Océ, aus neuester Technologie sowie aus Services für KMU: • • •

multifunktionalen Geräte von Océ decken jedes Bedürfnis im Bereich DokumentenManagement ab. Sollte eine Lösung nicht mit Océ Software-Komponenten ergänzt werden können, dann arbeitet Océ mit den richtigen externen Partnern zusammen. Services – Océ Service Mitarbeiter behandeln alle Kunden mit der gleichen Professionalität und Engagement, egal ob KMU oder Grosskunde. Aber Service ist nicht nur Service an der Maschine, sondern Kundenunterstützung durch Dienstleistungen die zum Ziel haben, dem Kunden zu einer besseren und effizienteren Kommunikation (intern wie extern) zu verhelfen. Damit soll der Kunde Zeit für wichtigere Dinge gewinnen... dank Océ!

Partnerschaft Technologie Services

Das Office Programm der Océ Schweiz für KMU’s, welches sicherstellt, dass jeder Kunde die für ihn richtige Bürolösung zum fairen Preis erhält.

Emissionen vermindert sowie auch Strom massiv eingespart. Das schont die Umwelt, aber auch das Portemonnaie des Kunden! my officé stellt sicher, dass jeder Kunde die für ihn richtige Bürolösung erhält!

Weiterentwicklung my officé Im vergangenen Jahr wurde das my officé Programm um einen wichtigen Aspekt erweitert: • Partnerschaft – Der menschliche Aspekt zwischen Océ-Berater (oder ServiceMitarbeiter) und Kunde ist das wichtigste Element von my officé. Océ distanziert sich vom so genannten „me too“- Ansatz. Océ ist anders. Nur eine gemeinsame Partnerschaft kann eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit bewirken. D.h. beide Parteien erarbeiten die Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam und setzen sie danach um. Technologie – Die aktuelle Officepalette kann sich sehen lassen: Egal ob Schwarzweiss- oder Farbsysteme, die

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Ecologic

Der Umgang mit der Umwelt ist nicht erst heute wichtig, aber der Mensch räumt diesem Thema inzwischen viel mehr Platz ein und leistet einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände bei. Als einziges europäisches Unternehmen in der Branche, setzt Océ seit über 130 Jahren auf eine nachhaltige Produktentwicklung, von der Forschung und Herstellung, Einführung bis zur Wiederverwertbarkeit als Second Life System. Umweltlabels wie der Blaue Engel oder Energy Star sind bei Océ-Systemen Standard. Durch die neuesten Technologien werden Co2-

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Kontakt Mircko F. Yuste Leitung Marketing

Océ (Schweiz) AG Sägereistrasse 10 CH-8152 Glattbrugg Tel.

+41 (0)44 829 11 11

info@oce.ch www.oce.ch


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IT / Technik Dokumentenmanagement

Effizientes Arbeiten durch den Einsatz von ELOprofessional Die Brückner-Gruppe verkürzt mit ELOprofessional ihre Durchlaufzeiten und sorgt dafür, dass bei der Folienherstellung alles glatt läuft. Die Brückner-Gruppe mit Sitz im oberbayerischen Siegsdorf ist eine international tätige Unternehmensgruppe im Maschinen- und Anlagenbau mit rund 1.400 Beschäftigten. Brückner Maschinenbau ist seit 1960 Pionier der FolienRecktechnologie und Weltmarktführer bei Folien-Reckanlagen mit über 50% Marktanteil. Gereckte Folien werden vor allem als hochwertiges Verpackungsmaterial und in technischen Anwendungsbereichen (z.B. Kondensator- und High-TechBildschirmfolien) eingesetzt. Derzeit sind 600 Brückner-Reckanlagen in der ganzen Welt in Betrieb. Brückner Formtec ist weltweiter Lieferant für Anlagen zur Produktion von Folien, die zu Schalen und Bechern weiter verarbeitet werden. Brückner Servtec erfüllt die wachsenden Service-Anforderungen der Kunden. Seit 2006 beschäftigt sich Brückner Biotec mit der schlüsselfertigen Errichtung von Biogas-Anlagen. Kiefel und Kiefel Extrusion sind weltweit führende Hersteller von Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen für die Automobil- und Medizintechnik und die Verpackungsindustrie.

Leistung braucht Ordnung Das umfassende Leistungsspektrum von Brückner zieht eine Menge an Ver-

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waltung, Papier und Archiv-Lagerfläche nach sich. Besonders im Rahmen einer Projekt-Realisierung haben sich die Defizite beim Arbeiten mit Papier aufgezeigt. Oft werden Dokumente benötigt, die über eine Gesamtlaufzeit von 30 Jahren verfügbar sein müssen. Die Suche nach relevanten Dokumenten gestaltete sich immer sehr langwierig. Brückner beschloss daher ein Dokumenten Management System (DMS) einzuführen. Nach einer gründlichen Evaluierung von DMS Herstellern entschloss sich die Brückner Gruppe für ELOprofessional.

Maßgeschneiderte Lösung Dokumente liegen jetzt im ELO-Archiv und sind jederzeit verfügbar. Die Daten der „lebenden“ Vorgänge, wie Bestelldaten, liegen im SAPSystem. Über die ELO ArchivLink-Schnittstelle wird auch hier ein direkter Zugriff auf die Dokumente aus SAP ermöglicht. Das Papier-Archiv gehört nun der Vergangenheit an. Darüber hinaus passt sich die flexible Struktur von ELOprofessional den Prozessen und Wünschen des Unternehmens an. Mitarbeiter können über komfortable Scripte die Software weiter programmieren und für sich maßgeschneiderte Anpassungen vornehmen.

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Schnelles Finden statt langem Suchen Der Wunsch, bei neuen Projekten festzustellen, ob es bereits ähnliche Fälle gegeben hat, wurde durch eine schwierige Suche oft wieder verworfen. Das Projektziel war ganz klar: Schnelles Finden statt langem Suchen. Mit der Einführung von ELOprofessional im März 2003 wurde zuerst die Rechnungsprüfung ins Visier genommen. Hierzu gehörten Aufgaben wie das frühe Erfassen der Eingangsrechnungen und die Workflow-Anbindung an SAP. Der Workflow steuert und überwacht neben der Rechnungsprüfung auch die Prüfung in der Fachabteilung. Heute erfolgt die Anzeige der Dokumente immer in ELO – alles läuft über die ArchiveLinkSchnittstelle. Im Work-Item und im Rechnungsbeleg selbst befindet sich der Link, über den die Anzeige der Rechnung erfolgt. Das führende System ist SAP. Es wäre umständlich, wenn die vollständige Verschlagwortung noch einmal in ELO gemacht werden müsste, deshalb werden alle Infos, die aus SAP kommen, sofort nach ELO übernommen. Alle 10 Minuten werden beispielsweise die Bestellungen in die ELO Struktur eingeordnet. Es werden Bestellmappen erzeugt, so dass der


IT / Technik Dokumentenmanagement

Benutzer nur noch die zum Bestellvorgang gehörenden Dokumente zuordnet. Auch das Tochterunternehmen Brückner ServTec erhält für die Wartung der Anlagen Zugang zu den nötigen Unterlagen, da alle Dokumente der Projektordner und Anlagedokumentationen über die gesamte Laufzeit aufbewahrt werden.

Projektbezogene E-Mail-Archivierung Eine weitere Optimierung mit ELOprofessional betrifft die projektbezogene E-Mail-Archivierung. Kurz vor der Ablage der E-Mail werden die Schlagworte automatisch aus dem Projektordner mit zur E-Mail übernommen. Dazu die Projektleiterin Elfi Mittermeier: „Denn wenn die Mitarbeiter mit hunderten von E-Mails von den Baustellen zurückkommen, kann man ihnen nicht zumuten, jede E-Mail eigens zu verschlagworten“. Für jedes Projekt gibt es einen öffentlichen Ordner in Outlook. Die gleichen Ordner wurden

äquivalent in ELO erstellt, so dass die Übernahme voll automatisch erfolgen kann. Die direkte Anbindung auf den Baustellen erfolgt über Citrix.

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Entscheidung für ELO - auch rückwirkend betrachtet -eine gute Wahl.“ so Elfie Mittermeier abschließend.

Der Blick nach vorne „Wir haben noch einiges vor uns“, sagt Elfi Mittermeier. Der nächste große Schritt betrifft die Ausweitung der EMail-Archivierung (ca. 5.000 Mails pro Projekt) auf alle operativen Abteilungen des Unternehmens. Dieses Projekt hat für die Mitarbeiter nur Vorteile, denn sie selbst haben keine zusätzliche Arbeit, da die Projektzuordnung automatisch erfolgt, aber jeder Mitarbeiter erzielt sofort schnelle Rechercheerfolge. Gleichzeitig erfüllen wir damit die nötigen gesetzlichen Vorgaben. Danach kümmern wir uns um die elektronische Übernahme von MSObjekten, wie Word-Dokumente, Berichte, Excel-Auswertungen etc.. Upgrades laufen unproblematisch, obwohl viele individuelle Anpassungen zu berücksichtigen sind. Aus der heutigen Sicht war die

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IT / Technik Software

Nutzen und Trends von ERPLösungen für KMU

ERP-Software ist in einem konkurrenzfähigen Unternehmen kaum noch wegzudenken, da sie die vorhandenen Ressourcen möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einsetzt und die Steuerung der Geschäftsprozesse dadurch optimiert. Dabei ist kein Unternehmen wie das andere, wodurch die Suche nach einer passenden ERP-Software eine echte Herausforderung sein kann. Durch ERP-Software wird ein Unternehmen leistungsfähig und kann auch unter schwierigen Wirtschaftsbedingungen optimal funktionieren. Sie ist für KMU ein Thema, mit dem sie ständig zu tun haben, da die Software Kommunikationswege öffnet, Transparenz und Kontrolle von Informationen innerhalb der Lieferkette bietet und zentralen Entscheidungsträgern ermöglicht, auf die aktuellsten und genausten Unternehmensdaten zugreifen zu können. Das Bedürfnis nach einer neuen Business-Software entsteht oft, wenn eine Organisation nicht mehr wie gewünscht funktioniert, wenn die vorhandene Software veraltet ist oder wenn gewisse Strukturveränderungen im Unternehmen nach einer neuen Software verlangen.

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Die Investition in ein geeignetes ERP-System ist dabei oft eine Herausforderung. Unternehmen können sehr unterschiedlich sein und diese verschiedenen Funktionsabläufe müssen auch in der betrieblichen Software berücksichtigt werden. Es gibt zwar eine Vielfalt von Anbietern und Lösungen auf dem Markt, jedoch erweist es sich als äusserst schwierig, einen groben Überblick über die Produkte und Dienstleistungen zu bekommen und sich schliesslich für ein Produkt zu entscheiden. Bei der Suche nach einer passenden ERP-Software und den geeigneten Implementationspartnern ist vor allem ein strukturiertes Vorgehen wichtig. So vielfältig die Unternehmen sind, so vielfältig ist auch der Schweizer Business-Software

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Markt von über 300 Anbietern. Es ist wichtig, dass das Unternehmen nicht an die Software, sondern die Software an das Unternehmen angepasst wird und daher müssen alle innerbetrieblichen Prozesse und Abläufe genau unter die Lupe genommen werden und die Software nach der Frage „Wie kann ein System diese Prozesse unterstützen?“ ausgesucht werden. Da die Innovationszyklen in der Informatik nach wie vor ausgesprochen kurz sind, werden immer wieder neue Technologien lanciert. Hier stellt sich aber die Frage, ob die neuste Technik ein Muss oder ein Kann ist, wobei für viele Unternehmen ein modernes und flexibles System ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann.


IT / Technik Software

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Der neuste Trend der InformatikTechnologien ist die Software als Service (SaaS), wobei die Software nicht mehr vom Anbieter selbst betrieben werden muss, sondern vom Internet bezogen werden kann. Die Anwendungen und Daten eines Unternehmens befinden sich dabei nicht mehr auf dem eigenen Rechner, sondern im Internet. Vor allem für kleinere KMU bietet diese Lösung wesentliche Vorteile, da sich niemand mehr mit dem aufwändigen Betrieb und der Wartung der Software wie der dazugehörigen Hardware auseinandersetzen muss. Trotz vieler weiterer Vorteile hat diese Idee den Durchbruch jedoch noch nicht geschafft und die Mehrheit der KMU behalten ihre Daten lieber im Unternehmen statt sie Providern anzuvertrauen, wenngleich Studien gezeigt haben, dass Daten beim Spezialisten in der Regel viel sicherer aufgehoben sind.

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Gesundheit

Eine Lanze für den Powernap

Ungeachtet der Ergebnisse aus der Schlafforschung verzichten die meisten Unternehmen, ihren Mitarbeitenden während der Arbeit Gelegenheit für Ruhe und Entspannung einzuräumen. Dabei bewirkt ein kurzer Powernap wahre Wunder. Vor 50 Jahren hatten unsere Väter bzw. dessen Väter noch zwei Stunden Mittagszeit. Die Arbeitswege waren kürzer und der „Ernährer“ kam über Mittag nach Hause. Nach dem Mittagessen legte er sich, während die Mutter den Abwasch machte, für zwanzig Minuten aufs Ohr. Niemand zweifelte daran, dass der kurze Mittagsschlaf (bei aller Ungerechtigkeit gegenüber der abwaschenden Mutter) dem Vater gut tat.

Nutzen wissenschaftlich belegt Heute belegen zahlreiche Untersuchungen aus der Schlafforschung, dass der

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zum „Powernap“ beförderte Mittagsschlaf müde Männer und Frauen für den Nachmittag tatsächlich wieder munter macht. Die Erholung braucht es, weil bei den meisten Menschen um 12 und 15 Uhr die Leistungskurve absinkt. „Ein Kurzschlaf von 10 bis 20 Minuten Dauer bewirkt eine Reduktion der Schläfrigkeit, regeneriert Körper und Geist und verbessert die Leistungs-, Konzentrations- und Merkfähigkeit“, zitiert Corinne Päper von der Klinik für Schlafmedizin in Zurzach die wichtigsten Ergebnisse aus der Forschung. Wer „nappt“, ist psychisch ausgeglichener. Seine und ihre Eigenmotivation und Zufriedenheit steigen.

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Ausgeruht weniger Fehler Die kurze Ruhepause senkt auch die Fehlerquote. Eine Studie der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigt, dass Piloten, die zwischendurch kurz schlafen, die besseren Piloten sind: Ihre Reaktionszeit ist um 16 Prozent kürzer als die ihrer Kollegen. Seither verordnet die Nasa ihren Piloten mittags ein Schläfchen. Arbeitgeber wären also gut beraten, auf das Ruhebedürfnis ihrer Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen. Ein 14 - 20 m 2 grosser Ruheraum mit einigen Liegen oder aufrollbaren Matten genügt vollauf. Wenn der Platz für einen separaten


Gesundheit

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Was man beim Powernappen beachten sollte Ruheraum fehlt, haben doch die meisten Unternehmen ein Konferenzzimmer, das nicht ständig belegt ist. Wichtig ist nur, dass man beim Powernappen nicht gestört wird.

Sorgfältige Einführung wichtig Die Erfahrung zeigt allerdings, dass „Powernappen“ in Betrieben sorgfältig eingeführt werden will. Zu zeigen, dass man müde ist und eine Pause braucht, statt mit den anderen Essen zu gehen, erfordert mitunter Mut. Niemand will von den Arbeitskollegen und von seinen Vorgesetzten als „Weichei“ eingestuft werden. Damit das Angebot zum Powernappen im Betrieb genutzt wird, muss es Teil der Unternehmenskultur sein. An der Unternehmensleitung ist es, zu signalisieren: „Ein Kurzschlaf über Mittag ist etwas Gutes. Uns liegt viel an ausgeruhten, leistungsbereiten Mitarbeitenden.“ Weshalb also als CEO nicht mit gutem Beispiel vorangehen und sich über Mittag 15 Minuten hinlegen - es muss ja nicht im öffentlichen Ruheraum sein. Wichtig ist nur, dass alle den Powernap des Chefs mitbekommen!

1. Falls Sie Ihren Mittagsschlaf nicht im firmeneigenen Ruheraum machen können, achten Sie darauf, dass Sie nicht gestört werden. Türe abschliessen, Telefon, Handy und Signalton Ihres E-MailEingangs deaktivieren. 2. Wenn Sie können, dunkeln Sie Ihr Büro etwas ab oder benutzen Sie eine Augenbinde. 3. Wenn Sie kein Bett, Sofa oder eine Liege zur Verfügung haben, tut es auch eine Matte. Powernapping funktioniert auch mit zwei Stühlen. Auf einem sitzen Sie, auf den anderen legen Sie Ihre Beine. Den Kopf senken Sie auf Ihre Brust. Sie können aber auch einfach die Arme auf dem Schreibtisch verschränken und den Kopf seitlich darauf legen. 4. Sie sollten nicht länger als 20 Minuten nappen, sonst riskieren Sie, in Tiefschlaf zu verfallen. Beim Aufwachen fühlen Sie sich dann müder als vorher! 5. Der Erholungseffekt stellt sich auch dann ein, wenn Sie nicht

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richtig schlafen, sondern sich nur im Halbschlaf befinden. Dabei können Gedankenfetzen oder Bilder aufsteigen. Es gibt auch Personen, die nach ganz kurzer Schlafdauer schlecht aufwachen. Im Fachjargon heisst das Schlafträgheit. Sie können von einem Kurzschlaf nicht profitieren. Schlafforscher raten diesen Personen sich gleichwohl hinzulegen ohne zu schlafen. Meist stellt sich auch ohne Einschlafen ein Erholungseffekt ein. Überlegen Sie sich eine gute Weckstrategie. Albert Einstein, ein bekennender Nickerer, soll stets einen Schlüsselbund in die Hand genommen haben, der nach einiger Zeit herunterfiel und ihn so wieder weckte. Sie können aber auch den Alarm an Ihrem Handy stellen. Schalten Sie zusätzlich zum Powernap während Ihres Arbeitstages immer wieder Mikropausen ein. Das sind Pausen von wenigen Sekunden bis ein paar Minuten. Schliessen Sie die Augen, atmen Sie tief durch und nehmen Sie innerlich einen Moment Abstand von Ihrem Tun. Ein Kurzschlaf am Tag ist kein Ersatz für den Schlaf in der Nacht. Die meisten Menschen brauchen sieben bis acht Stunden. Bestehende Schlafstörungen soll man behandeln.

Kontakt Claude Weill Inhaber

Weillbalance Coaching Zypressenstr. 76 CH-8004 Zürich Tel.

+41 (0)44 242 37 23

info@weillbalance.ch www.weillbalance.ch

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Gesundheit

Corporate Health

Gesunde, leistungsfähige und motivierte Mitarbeitende sind der Erfolgsfaktor für Unternehmen in Zeiten der Globalisierung. Soweit sind alle einverstanden, doch was sind die Aufgaben der Unternehmen? Lohnt es sich, in Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeitenden zu investieren? Viele Untersuchungen zeigen, es lohnt sich, in die genannten Faktoren zu investieren und die notwendigen, im Begriff Corporate Health zusammengefassten Strategien zu entwickeln und umzusetzen. 26% oft bis sehr oft gestresst sind, ist absehbar, dass ein hohes Leistungspotential verloren geht. Eine andere Herausforderung bietet der demografische Wandel, welcher dazu führt, dass das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden in den nächsten Jahren steigt. Ältere Mitarbeitende unterscheiden sich betreffend ihrer physischen und sensorischen Leistungsfähigkeit von den jüngeren Arbeitnehmenden. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Arbeitsorganisation und die Arbeitsplätze.

Laut einer Umfrage über Arbeitsbedingungen und Beschwerden in der europäischen Union empfinden 60% der Erwerbstätigen ihre Gesundheit durch die Arbeit gefährdet. Beschwerden sind laut dieser Umfrage weit verbreitet: Rückenschmerzen, Muskelschmerzen in Nacken und Schultern, Stress und Burnout kommen stark gehäuft vor. Die Konsequenzen spüren am meisten die Betriebe. Insgesamt bieten sich für die Unternehmen drei Hauptprobleme: •

Leistungsfähigkeit: Die Arbeitsbedingungen beeinflussen die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden stark. So ist bekannt, dass Stress dazu führt, dass komplexe Situationen nicht mehr umfassend wahrgenommen werden, Fehler sich häufen und die Leistung massiv zurückgeht. Berücksichtigt man dabei, dass gemäss einer repräsentativen Umfrage des SECO bei 900 Mitarbeitenden nur 18% sich nie gestresst fühlen, aber über

Fehlzeiten: Gemäss der Arbeitsvolumenstatistik des Bundesamtes für Statistik fehlten die Mitarbeitenden der

Schweiz 2004 im Durchschnitt mehr als 52 Stunden auf Grund von gesundheitlichen Beschwerden und Unfallfolgen. Im Betrieb hat dies grosse Konsequenzen und wirkt sich wirtschaftlich aus. Gemäss Berechnungen der Suva fallen pro Ausfalltag Kosten in der Höhe von 2.5 x den Lohnkosten an. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein relevanter Teil der Gesundheitsprobleme mit der Arbeit zusammen hängt, gemäss einer dänischen Studie liegt der Anteil dieser arbeitsassoziierten Gesundheitsprobleme bei über 30%. Typische Beispiele


Gesundheit

i Arbeitsmedizin Case Management • •

Individualbetreuung:

Gesundheitsverhalten •

Ressourcenförderung:

Ergonomie Arbeitsorganisation • •

Arbeitsgestaltung:

Corporate Health

Strategie und Fehlzeitenmanagement

nahmen vertritt AEH ein ganzheitliches Konzept mit einer strategischen Ebene und 3 Säulen im Bereich der operativen Umsetzung.

Strategische Ebene Ziel einer Einbindung von Corporate Health auf der strategischen Ebene ist es, mit einem beschränkten Mitteleinsatz eine hohe Effektivität und Nachhaltigkeit zu erreichen. Dabei sind die folgenden Punkte wichtig:

sind hier Rückenschmerzen bei Pflegenden, Nacken- und Schultergürtelbeschwerden bei Bildschirmarbeit oder das Eintreten eines Burnout-Syndroms. •

Vorzeitige Berentungen: Betrachtet man die Fehlzeiten detailliert, so sind insbesondere Abwesenheiten mit einer Dauer von über 20 Arbeitstagen problematisch, diese 10% der Arbeitsausfälle verursachen 60% der Fehlzeiten. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Rückkehrwahrscheinlichkeit mit zunehmender Fehlzeitendauer massiv abnimmt – nach 6 Monaten beträgt die Wahrscheinlichkeit unter 50% - zeichnen sich in vielen Fällen vorzeitige gesundheitsbe-

dingte Berentungen ab. Diese sind nicht nur für die Direktbetroffenen problematisch, auch betriebs- und volkswirtschaftlich fallen grosse Kosten an. Dabei sei neben der zur Zeit geführten Diskussion über die Sanierung der IV insbesondere auch auf die Kosten bei den Pensionskassen und BVG-Sammelstiftungen hingewiesen. Die entsprechenden Kosten tragen zur einen Hälfte alle Mitarbeitenden und zur andern Hälfte die Betriebe über die Risikoprämien.

Corporate Health Basierend auf langjähriger Erfahrung und Studien zur Evidenz von Präventions- und Gesundheitsförderungsmass-

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Commitment und Zielausrichtung: Wie bei allen Belangen gilt für Corporate Health, dass eine nachhaltige Wirkung nur erreicht werden kann, wenn die Geschäftsführung dahinter steht. Dabei ist es wichtig, dass eine Systematik eingebracht wird, bewährt hat sich ein Vorgehen analog des aus dem Qualitätsmanagement bekannten PDCA-Zyklus mit den Aspekten: Ziele setzen – Situation analysieren – Massnahmen treffen – Erfolg kontrollieren.

Know-how: Neben den Ressourcen ist es wichtig, auch ein ausreichendes Know-how in den Bereich Corporate Health zu bringen. Dabei besteht teilweise die Meinung, dass das Fördern von Leistungsfähigkeit und Gesundheit eine Aufgabe sei, die allein mit gesundem Menschenverstand

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Gesundheit

bewältigt werden kann. Bei genauerem Hinsehen muss jedoch erkannt werden, dass es grosser Kenntnisse der physiologischen und kognitiven Bedürfnisse der Mitarbeitenden bedarf, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und gesundheitsrelevante Verhaltensänderungen bei den Mitarbeitenden zu bewirken. •

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Ganzheitlichkeit: Eine ganzheitliche Betrachtungsweise unter Berücksichtigung der Arbeitsverhältnisse und der Arbeitnehmenden ist wichtig. So kann immer wieder beobachtet werden, dass ein einseitiger Mitteleinsatz nicht lohnend ist. So konnte im Rahmen von Beratungsprojekten festgestellt werden, dass bei einem Finanzdienstleister qualitativ hochwertige höhenverstellbare Tische angeschafft wurden. Da jedoch keine Instruktion der Mitarbeitenden stattfand, wurden alle Tische auf der Auslieferungshöhe von 75 cm belassen, was bei einem grossen Teil der Mitarbeitenden zu Beschwerden im Schulter-Nacken bereich führte.

Partizipation: Eine Studie zur Qualität von Büros zeigt, dass ein attraktives Büro den grössten Einfluss auf das Wohlbefinden ausübt. Dabei zeigt es sich häufig, dass die Mitarbeitenden bei Aspekten wie der Gestaltung der Arbeitsumgebung und anderer relevanter Faktoren nur unzureichend beigezogen werden und somit Umgebungen, Abläufe, aber auch Gesundheitsförderungsangebote geschaffen werden, die an den Bedürfnissen vorbeigehen und somit verpuffen.

Bei der Umsetzung von Corporate Health ist die Mitarbeiterführung nicht zu vernachlässigen. Die Art der Führung und die Unterstützung, die Mitarbeitende durch die Vorgesetzten erfahren, prägen die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation sehr stark. Dies illustriert eine Studie, in der sich gezeigt hat, dass Vorgesetzte bei einer Versetzung den Krankenstand ihrer Abteilung in den neuen Bereich mitnehmen. In weiteren Beiträgen werden die einzelnen Aspekte von Corporate Health näher vertieft und mit Praxisaspekten beleuchtet.

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Der Schlagmann (Geschäftsführer) weist das Ziel. Er stellt eine gute Umgebung (Boot resp. Arbeitsplatz) zur Verfügung und fördert die Ressourcen der Ruderer (Training, Verhaltensprävention). Wenn die Leistungsfähigkeit vorhanden ist und die Motivation stimmt, steht nichts dem grossen Unternehmenserfolg entgegen.

Kontakt Andreas Martens AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG Militärstrasse 76 CH-8004 Zürich Tel.

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Gesundheit

Bewegung im Berufsalltag – Leistung, Kreativität & Erfolg Wie wäre es, wenn wir eine Pille zur Verfügung hätten, die viele unserer täglichen Probleme im Business auf einfache Art lösen würde? Eine Pille, die den berühmten kreativen Funken einfach so auslöst, Unmut und Ärger beseitigt und lästige Körpersignale wie Kopfschmerzen und Verspannungen auflöst. Diese Pille gibt es – sie heisst Bewegung.

Häufig sind wir derart in unserem akuten Problemkreis verstrickt, dass wir die einfachen Lösungen ausserhalb unseres bisherigen Erfahrungshorizontes nicht erkennen. Wir drehen dann einfach schneller am Rad der uns bekannten Managementtools und wundern uns häufig, dass sich der gewünschte Effekt (Markterfolg, Teamerfolg, finanzieller Erfolg) nicht einstellt. So ist dann „operative Hektik“ häufig ein Zeichen „geistiger Windstille“. Mit dem Kopf alleine bringen wir die Lösung nicht herbei, daher bietet sich gezielte Bewegung auch am Arbeitsplatz an, um den eigenen geistigen Wind etwas „aufzufrischen“. Wenn Sie ein moderates Bewegungsprogramm in Ihren Arbeitsalltag integrieren, können Sie folgende Vorteile für sich verbuchen: •

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Durch gezieltes HerzkreislaufTraining wird die Sauerstoffzufuhr Ihres Gehirnes verbessert und Sie können dadurch die Kapazitäten Ihres „Werkzeuges“ Gehirn besser ausnutzen. Durch die regelmässige und

moderate Bewegung im Fettstoffwechselbereich werden die Risikofaktoren für Herzkreislauf-Krankheiten erheblich gesenkt und wenn Sie das wünschen, dazu noch Fett abgebaut. Ein gezieltes Herzkreislauf-Training wirkt nicht nur vorbeugend, sondern hilft unserem Organismus, andere Belastungen wie z.B. die Stressoren des Arbeitsalltages besser zu verkraften und aufgestauten

Stress abzubauen.

Arbeitsplatz = Sitzplatz? Wir alle hegen den Traum vom fitten und erfolgreichen Menschen, aber die Zeit ist knapp und im gestressten Tagesprogramm lässt sich kein Freiraum für ein Fitnessprogramm entdecken, welches aus einem fettleibigen „Schreibtischtäter“ einen drahtigen und schlanken Marathonläufer machen würde. Unsere heutige Arbeitswelt ist eher weniger förderlich, um unseren Wunsch nach einem gesunden und attraktiven Körper zu erfüllen. Surfen im Internet, der Cursor rennt über den PCSchirm, aber wir sitzen, sitzen und sitzen nochmals. Im Auto, im Bürostuhl, in Meetings, im Flieger und daheim auf der Couch. Wir sind zu „Sitztieren“ geworden. So wundert es kaum, dass Bewegungsmangel in der Schweiz zur Volkskrankheit Nr. 1 aufgestiegen ist. Das letzte Bewegungssurvey der Schweiz spricht eine deutliche Sprache: Nur ein Drittel der Bevölkerung bewegt sich in einem ausreichenden Masse, ein Drittel bewegt sich aber dennoch zu wenig und ein Drittel bewegt sich gar nicht, von diesem Drittel hat die Mehrheit der „Bewegungsmuffel“ jedoch die Meinung, sie bewege sich genug.

Gute Gründe für Bewegung Dabei gibt es mehr als nur einfache und gut gemeinte Parolen zu verbreiten, denn

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das Wissen um die gesundheitliche Wirkung von Bewegung ist seit Jahrhunderten vorhanden. „Sich regen bringt Segen“ heisst es im Volksmund und es ist in der Tat so. Zitieren wir den griechischen Arzt Hippokrates, ca. 400 v. Christus: „Alle Teile des Körpers neigen zur Krankheit, wachsen fehlerhaft und altern schnell, wenn sie nicht benutzt werden.“ Nun, auch ein paar Jahrhunderte später, kommt man zur selben Erkenntnis: „Der Trieb zur körperlichen Bewegung ist dem Menschen ebenso natürlich wie der Trieb zum Essen und Trinken. Man sehe ein Kind an, stille Sitzen ist ihm die grösste Pein. Und gewiss, die Gabe, Tage lang zu sitzen und nicht den geringsten Trieb zur Bewegung zu fühlen, ist schon ein wahrhaft unnatürlicher und kranker Zustand.“ (Christian W. Hufeland aus „Die Kunst das menschliche Leben zu verlängern“, Jena 1796.) Dies ist heute treffender denn je, denn wir sind durch die Errungenschaften unserer modernen Welt geradewegs in die Bewegungsarmut und Fettleibigkeit „geschlittert“. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beziffert im Jahre 2000 zum ersten Mal die Zahl der Übergewichtigen gleich gross wie die der Unterernährten.


Gesundheit

Bewegung konkret – das Minimalprogramm Bewegen Sie sich zweimal pro Woche (mit mindestens 1 Tag Abstand) für mindestens 40 Minuten, konstant, ruhig und gleichmässig in Ihrem „grünen“ Pulsbereich. Sie können spazieren, walken, leicht jogVon den 6 Milliarden Erdenbürger sind eine Milliarde zu fett, Tendenz stark steigend. In den Zeiten, in denen der Homo sapiens als Jäger und Sammler unterwegs war, musste er sich für die Beschaffung seiner Nahrung täglich mehrere Stunden bewegen. Heutzutage ist unsere „Nahrungssuche“ kaum noch mit Bewegung verbunden.

gen oder Rad fahren. Wichtig: Der Puls muss stimmen. Dass langsam besser ist als keuchend durch die Gegend zu rennen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Ihren „grünen“ Pulsbereich lassen Sie sich am besten durch einen geeigneten Herzkreislauf-Test oder bei einem Check-up ermitteln. Nur so kann der optimale Bereich exakt bestimmt werden. Näherungswerte unter Einbezug von Alter und maximaler Herzfrequenz sind unzuverlässig. Die alte Trainingsregel Puls gleich 180 minus Lebensalter ist absurd und meist nicht zutreffend. Wir haben ja auch nicht alle Schuhgrösse 45. Auch die alte Pauschalempfehlung „man sollte sich noch unterhalten können“ ist sehr trügerisch und verleitet zum Training mit zu hoher Intensität. Wenn Sie Ihr Bewegungsprogramm nüchtern durchführen, dann können Sie sogar gezielt Ihr Körperfett dauerhaft reduzieren. Gehen, Walking oder Jogging? Grundsätzlich spielt es keine Rolle, wie Sie Ihren „grünen“ Puls bei der Bewegung erreichen. Für viele Anfänger und Wiedereinsteiger ist ein Joggen zunächst nicht möglich, da der Puls selbst beim leichten „Traben“ über den grünen Bereich hinaufschnellt. Somit ist zunächst zügiges Gehen bzw. Walking das geeignete Mittel.

Sie können es daher drehen und wenden wie Sie wollen – um ein Mindestmass an Bewegung kommt auch der moderne Homo sapiens nicht aus. Über eben dieses Mindestmass sind sich die Präventivmediziner und die Fachleute der Gesundheitsförderung weitgehend einig:

Empfehlungen 2-3x45min. moderates Ausdauertraining

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Sport

2xKraft & Beweglichkeit

Auch ist ein Abwechseln zwischen leichtem Joggen und Gehen durchaus möglich. Wechseln Sie zunächst alle zwei Minuten und steigern Sie den Joggingteil bis auf fünf Minuten. Oft kommt es auch vor, dass man eine Zeit lang genau zwischen Walking und leichtem Joggen liegt. Beim Joggen ist der Puls etwas zu hoch und beim Walken etwas zu niedrig. Wählen Sie die Gangart, die Ihnen vom Gefühl her am besten liegt. Meine Empfehlung: Für die Arbeitstage das Walken und am Wochenende eine Alternative nach Lust und Laune. Rahmenbedingungen im Unternehmen

Täglich 30min. Bewegung in Form von Alltagsaktivitäten

Als eine der einfachsten Massnahmen sind die sanitären Einrichtungen im Betrieb so auszulegen, dass die Ausübung eines Bewegungstrainings auch in den

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Arbeitspausen, z.B. mittags, möglich ist. Hierzu gehören Duschen, Umkleideraum und abschliessbare Kleiderschränke. Einher geht damit auch die Regelung der Arbeitszeiten. Ein flexibles Gleitzeit-Reglement ermöglicht längere Mittagspausen und somit auch die Bewegung ohne Hektik und Zeitdruck.

Konzentration Problemzone

Nahrungszufuhr Ø- Gesamtbedarf

Kalorienbedarf

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Gesundheit

Ihr „return on investment“

Kohlenhydrate

Keine Bewegung = Kaum Fettstoffwechsel = Konzentrationsmangel

Fette

Die grössten Vorteile des Walking mit dem Pulsmesser sind:

• • •

Sie sind hinterher weder erschöpft noch ausgepowert Sie belasten nicht Ihren Körper, sondern entlasten ihn gezielt Sie nehmen eine kurze Auszeit in einem langen Arbeitstag Sie entlasten Ihre Psyche und lösen „gedankliche“ Verspannungen

Ø- Gesamtbedarf

Kohlenhydrate Kalorienbedarf

Zeit

Bewegung = Guter Fettstoffwechsel = Konzentration & Leistung

Fette

2h

4h

6h

8h

10h

Zeit

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Krawatten-Puls Anwender dieser moderaten Methode haben den Begriff „Krawatten-Puls“ kreiert. Bei dem zügigen Gehen mit dem grünen Puls kommen die meisten Personen nicht gross ins Schwitzen. Einige führen ihr Walking sogar im Geschäftsanzug durch.

Bewegung während Meetings und Seminaren

Bewegung im Unternehmen Bewegung in der Mittagspause - Das Business-Walking Sie sind ein Morgenmuffel oder Sie haben einen langen Arbeitstag von 12 oder 14 Stunden vor sich? Dann ist die Mittagspause die ideale Zeit für Sie, um die stetige Entladung Ihrer Batterien zu verhindern und sicherzustellen, dass Sie am Abend noch etwas Energie zur Verfügung haben. Meine Empfehlung: Machen Sie an extrem langen Arbeitstagen einen rechten „Break“ mit einem Walking wie oben beschrieben. Sie werden in der zweiten Tageshälfte wesentlich leistungsfähiger und kreativer sein, als wenn Sie sich eine ermüdende Mahlzeit in der Kantine oder beim Restaurant um die Ecke gönnen. Denken Sie daran: Sie können Ihr Leistungsniveau ohne eine sinnvolle Pause mit Bewegung, frischer Luft und in der

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Natur unmöglich über 10-14 Stunden auf 90-100% halten. Machen Sie einen gezielten Break in der Mitte und aus 12h non-stop werden 2x6h, wobei die zweiten sechs Stunden sicher effektiver sind als diejenigen ohne Pause.

Nachhaltiger Wandel passiert nicht allein im Kopf, er kann effektiver erreicht werden, wenn der Körper mit einbezogen wird. Ein Business-Walking können Sie nicht nur für Ihre eigene Gesundheit und Entspannung nutzen, sondern es eignet sich hervorragend zur Teambildung und für kreative Prozesse. Die meisten Meetings finden in künstlich beleuchteten und schlecht belüfteten Räumen statt und verdienen eher das Prädikat „Müding“ anstelle von Meeting. In der Regel finden sich die Teilnehmer kurz vorher bzw. mit der üblichen Verspätung ein und sind in Gedanken noch bei den gerade unterbrochenen Arbeitsvorgängen. Dazu gesellt sich hier und da noch schlechte Vorbereitung – Themen, Ablauf und Zielsetzung bzw. gewünschtes Ergebnis sind unklar oder nicht definiert. Alles denkbar schlechteste Voraussetzungen für gute, harmonische Stimmung und kreative Denkprozesse.

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Möchten Sie wirklich an einem Prozess arbeiten, dann empfehlen wir Ihnen folgende Vorgehensweise:


Gesundheit

Den Teilnehmern werden einige Tage vorher die Thematik, Aufgabenstellung und Zielsetzung mitgeteilt. Zum betreffenden Termin (ideal ist der späte Vormittag) finden sich alle im Sitzungszimmer ein, die Aufgabenstellung, Pläne und Skizzen werden nochmals kurz vom Moderator bzw. Meetingleiter erläutert. Danach begeben sich alle auf den „Meeting-Walk“. Die ersten 20 Minuten wird nichts zur Thematik ausgetauscht, danach in lockerer Form die restlichen 20 Minuten zum Thema diskutiert. Die wichtigsten Stichpunkte, Ideen und Gedankengänge können auch per Diktiergerät festgehalten werden. Der dritte Teil findet wieder im Sitzungsraum statt und beinhaltet Zusammenfassung, Aufgabenverteilung sowie Protokoll. Mit etwas Übung werden Sie feststellen, dass die Gedankenprozesse in körperlich und gedanklich entspannter Atmosphäre wesentlich besser funktionieren. Nicht wenige Anwender berichten, dass ihnen beim zügigen Walking

an der frischen Luft die besten Ideen kommen. Bewegung für persönliche Gespräche Auch für Jahres- und Qualifikationsgespräche zu zweit ist diese Technik zu empfehlen. Beim gemeinsamen Walking lassen sich Barrieren abbauen und es spricht sich wesentlich einfacher und effektiver als am „grünen Tisch“ oder mit dem Rotwein zum Dinner. Nicht, dass wir falsch verstanden werden: Das Ritual des Geschäftsessens gehört sicher nach wie vor zum Business. Bewegung und Geschäftsreisen Während meiner Tätigkeit als Exportleiter lernte ich viele europäische und amerikanische Städte beim „Morgen-Jogg“ kennen und hatte für meine Geschäftspartner ausreichend Gesprächsstoff neben des reinen Business. Seit dieser Zeit sind Joggingschuhe und Pulsmesser immer im Reisegepäck – viel Platz nehmen die „Laufsachen“ nicht in Anspruch.

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Bewegung per Verordnung? Nicht immer kann man die Eigenverantwortung der Mitarbeiter in Sachen Gesundheit voraussetzen. Manchmal muss zum Glück des Homo sapiens etwas nachgeholfen werden. Sie kennen sicher genügend Beispiele aus Ihrem eigenen Leben: Am Anfang waren Sie mehr als ablehnend und nachdem man Sie überredet hatte, zeigten Sie später wahre Begeisterung für z.B. ein Hobby, eine Sportart oder Ähnliches. Hierzu ein Praxisbeispiel: Eine von uns betreute kleinere Privatbank hat nahezu alle Drucker an den einzelnen Arbeitsplätzen entfernt und in einem abgelegenen Teil des Gebäudes zwei Hochleistungsdrucker installiert. Weiterhin wurden die Lifte (ausser dem Lastenlift) „lahmgelegt“. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, die Gewohnheit zu ändern, gaben nun die Mehrheit der Belegschaft in der anonymen Mitarbeiterbefragung an, sie seien froh um die Extraportion Bewegung und es ginge Ihnen körperlich besser. Vielleicht reicht es ja erst einmal, wenn Sie als Kollege, Chef oder Führungskraft mit gutem Beispiel vorangehen – ich wünsche Ihnen ein „bewegtes Business“.

Kontakt Ole Petersen Geschäftsführer Seminarleiter, Referent fit im job AG Römer-Strasse 176 CH-8404 Winterthur Tel.

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ole.petersen@fitimjob.ch www.fitimjob.ch

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Gesundheit

Sitz-Marathon in der Bürowelt

Bewegungsarmut, starres statisches Sitzen und falsche Höheneinstellungen unseres Arbeitsplatzes sind häufig die Ursache von Rückenproblemen, Körperfehlhaltungen und Nackenschmerzen! Wie steht es um Ihren Rücken? Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihre Rückenschmerzen mit Ihrem Arbeitsplatz zusammenhängen? Ich empfehle Ihnen dringend, das zu prüfen!

Bewegungslos Unser Tagesablauf wird vom Sitzen dominiert. Viele jammern, wenn sie vom Stuhl aufstehen und einige Meter zum Drucker gehen müssen. Langes, angespanntes Sitzen mit wenig möglichen Haltungsveränderungen schwächt unsere Muskulatur. Unsere Wirbelsäule und Gelenke werden nicht mehr richtig gestützt und dadurch belastet. Unser Körper ist absolut von Bewegung abhängig, ohne sie verliert er die Kraft, sämtliche Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

tung. Oft sind sich die Personen ihrer belastenden Körperhaltung gar nicht bewusst und wissen darum nicht, dass sie täglich ihre Gesundheit auf’s Spiel setzen! Viele Menschen leiden unter Schäden am Bewegungsapparat, welche auf einen unpassenden Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Ständige Verspannungen, Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Hexenschuss, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und Augenbeschwerden sind Beispiele aus der Praxis. Für Betroffene stellen diese Gesundheitsprobleme oft eine grosse Herausforderung dar. Sie nehmen ständig Medikamente ein oder sind wiederholt in therapeutischer oder ärztlicher Behandlung. Daraus resultieren häufig IV-Fälle. Ein ergonomischer Arbeitsplatz kann Ihr Leben massiv erleichtern!

Gesundheitsförderung

Ergonomie Viele sprechen davon, selten weiss jemand darüber wirklich Bescheid. Ein ergonomischer Arbeitsplatz ermöglicht menschengerechtes Arbeiten in körpergerechter Haltung! Kleider und Schuhe kaufen Sie ja auch nach Körper- und Fussgrösse. Da ist es doch absolut logisch, dass eine Person von 160cm Körpergrösse nicht auf derselben Höhe arbeiten kann wie jemand der 190cm gross ist. Umgekehrt ebenso!! Tisch, Stuhl und Bildschirm müssen individuell auf Ihre Körpergrösse eingestellt werden. Dementsprechend müssen Arbeitswerkzeuge wie Maus und Tastatur platziert werden. Sie sollen Ihre Aufgabe am Arbeitsplatz effizient und konzentiert erfüllen können, ohne einen überflüssigen Gesundheitsschaden in Kauf zu nehmen. Es gilt diese Regel als Grundbedürfnis ins Zentrum zu stellen und für Ihre Gesundheit umzusetzen!

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Ist gleichermassen ein Thema für Vorgesetzte sowie für jeden Mitarbeitenden. Für gesundes Arbeiten braucht es Strategien, die Mitarbeiter in dieses Thema miteinzubeziehen und zu sensibilisieren. Eigenverantwortliche und motivierte Menschen tragen aktiv dazu bei, die Gesundheit zu verbessern und steigern nachhaltig ihre Arbeitsleistung. Dazu braucht jeder die nötigen Informationen, Anregungen sowie die individuelle Unterstützung! Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten! Bei Arbeitsplatz-Beratungen stellen wir fest, dass Mitarbeitende sehr unsicher sind, ihren Arbeitsplatz anhand einer Informationsbroschüre selbst richtig einzustellen. Die richtige Einstellung zu finden ist gar nicht so einfach. Was ist richtig?

Fünf Fragen zum gesunden Arbeiten •

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Kennen Sie alle Einstellmöglichkeiten und Funktionen Ihres Bürostuhles? Lässt sich Ihr Arbeitstisch in der Höhe verstellen? Ist Ihr Monitor auf der optimalen Sichthöhe der Augen? Platzieren Sie Ihre Tastatur und Maus richtig? Nutzen Sie Ihre Arbeitsmittel körpergerecht?

Vielfach erreicht man mit kleinen Veränderungen schon eine spürbare Verbesserung.

Die Körperhaltung ist entscheidend

Kosten sparen

Das eigene Körpergefühl entspricht nicht immer einer gesunden Körperhal-

Fatalerweise finden Mitarbeiter oft nicht den Mut, ihre Arbeitssituation mit

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Gesundheit dem Arbeitgeber zu verbessern. Man möchte nicht auffallen, kein Spezialfall sein, denn die Angst um den Arbeitsplatz ist gross. Vielfach sind viele Arbeitgeber nicht bereit, Veränderungen vorzunehmen, da sie hohe Kosten vermuten. Zu Unrecht! Denn durch eine ArbeitsplatzOptimierung sind Mitarbeiter leistungsund konzentrationsfähiger, fehlen am Arbeitsplatz weniger und das wiederum sorgt für ein positiveres Arbeitsklima. Das ist das grösste Potenzial in einer Firma, Kosten zu sparen! Gesunde, gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter sind für jeden Betrieb die wertvollste Ressource. Einige Firmen haben diese

Erkenntnis festgehalten und setzen sie erfolgreich in der Praxis um. Es ist fehl am Platz, dieses Thema zu ignorieren, denn es belastet das Gesundheitswesen massiv und unsere Wirtschaft laut Seco (Studie 09/2009) mit 4 Milliarden jährlich! Wollen wir nicht alle gesund und schmerzfrei unsere Aufgaben erfüllen und das Leben geniessen?

Kontakt Gabriela Leemann dipl. ShiatsuPraktikerin Rückenzentrum ErgoPoint Schaffhauserstrasse 403 CH-8050 Zürich-Oerlikon Tel.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Entscheiden Sie sich ab sofort, bewusst für Ihre Gesundheit!

+41 (0)44 305 30 80

leemann@sitz.ch www.sitz.ch

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Medientipps

Medientipps Wie Werbung wirkt. Erkenntnisse des Neuromarketing – Dirk Held und Christian Scheier

Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben – Timothy Ferriss

Jährlich stecken Unternehmen mehrere Milliarden Euro in Werbung, aber keiner wusste bisher so recht, inwiefern Werbung überhaupt wirksam ist. Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung sowie den Human- und Kulturwissenschaften sollen nun erklären, wie man die Bedürfnisse des Kunden schneller ermitteln und sein Kaufverhalten beeinflussen oder manipulieren kann – mit Hilfe des Neuro-Marketing. Sicher ist, dass es unbewusste Abläufe in unserem Gehirn sind, die uns in die Konsumtempel treiben. Das Gehirn speichert alles ab, am einfachsten in Form von Geschichten, von denen uns jedoch die meisten unbewusst sind. Daraus resultiert, dass Werbung, wenn sie erfolgreich sein will, am besten mit Symbolen, impliziten Bedeutungen und allem, was unsere Sinne stimuliert, handelt. Des Weiteren hat unser Gehirn einen extremen Drang nach Vereinfachung und Bestätigung. Werbung und Markenkommunikation passieren unbewusst und beeinflussen Entscheidungen, ohne dass wir es konkret merken. Daher müssen die Unternehmen ihre Kunden mit Geschichten füttern statt sie mit Informationen zu überfrachten. Weniger Sprache zu Gunsten von Bildern transportieren Gefühle und Werbebotschaften in die Köpfe der Kunden. Die beiden als Industrieberater tätigen Psychologen Christian Scheier und Dirk Held beschreiben auf Basis der neusten Erkenntnisse der Hirnforschung und der Psychologie systematisch einen Weg vom Produkt in die Köpfe der Kunden. Sie erläutern die Gründe, welche das Verhalten der Kunden antreibt, und zeigen Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Markenkommunikation auf. Eine faszinierende Reise durch das Neuro-Marketing.

Vielen Menschen bietet die 40-Stunden-Woche nicht genügend Zeit, um all die anfälligen Arbeiten ordnungsgemäss zu erledigen. Sie arbeiten frei nach dem Motto: Je länger man im Büro rumhängt, desto wichtiger ist man. Timothy Ferriss dagegen ist überzeugt: Jeder sollte und kann sich im Job rar machen – und wird dadurch freier, reicher und glücklicher. Mit viel Humor, provokativen Denkanstössen und erprobten Tipps zeigt Ferriss einen möglichen Weg in die 4-Stunden-Woche auf. Lesen Sie nur noch einmal die Woche Ihre E-Mails und machen Sie eine Informationsdiät. Auch Outsourcing, Delegieren und das konsequente Aussitzen von Problemen sind erste Schritte in die persönliche Freiheit. Ferriss öffnet mit diesem Buch einen Blick auf einen völlig anderen Lifestyle – ein Dasein mit mehr Zeit, mehr Geld und mehr Leben. Er beschreibt Methoden, wie man mit wenig Zeitaufwand viel Arbeit erledigen und sich damit einen angenehmen Wohlstand schaffen kann. Er zeigt, wie man die Arbeitszeit soweit verringert, dass Miniruhestände ins Arbeitsleben eingebaut werden können. Timothy Ferriss ist Unternehmer und Lifestyle-Entrepreneur. Nach seinem Abschluss an der Princeton University gründete er 2001 seine eigene Firma und arbeitete als Workaholic. Als er 2004 fünfzehn Monate lang durch die Welt reiste, merkte er, dass er seine Firma nebenbei in vier Wochenstunden führen kann. Seitdem praktiziert er Management of Absence und berührt damit ein langjähriges Tabu.

Mai 2006 Haufe-Lexware ISBN-10: 3-4480-7251-6 Gebunden 195 Seiten CHF 37.90

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März 2008 Econ ISBN-10: 3-4302-0051-2 Broschiert 320 Seiten CHF 29.90


Medientipps

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slide:ology: Oder die Kunst, brilliante Präsentationen zu entwickeln – Nancy Duarte

Handbuch IT-Management. Konzepte, Methoden, Lösungen und Arbeitshilfen für die Praxis – Ernst Tiemeyer

Wer Ideen hat, will sie seinen Mitmenschen vorstellen. Im privaten Umfeld geschieht dies meist in einfachen Gesprächen, im geschäftlichen Umfeld meist mit Präsentationen. Aber gerade bei den allseits so beliebten Power-PointPräsentationen wird allzu oft das mögliche Potential nicht ausgeschöpft und die Kommunikation erstickt schon im Keim. Nancy Duarte holt mit ihrem Präsentationsbuch slide:ology das Präsentieren wieder auf den Boden der Kommunikation zurück und vermittelt in ihrem klaren und praxisorientierten Buch die Grundlagen der Präsentation. Das Buch ist ein sehr gutes Grundsatz- und Arbeitsbuch mit guten Fallstudien und einer grundsätzlichen Herangehensweise, die leicht umgesetzt werden können. slide:ology zeigt dem Leser unter anderem, wie er sein Publikum gezielt anspricht, seine Ideen auf den Punkt bringt und ein stimmiges Design dazu entwickelt, seine Aussagen mit Farben, Bildern und prägnantem Text unterstützt und Grafiken erstellt, die den Zuhörern das Verständnis erleichtern. Die Autorin Nancy Duarte ist Geschäftsführerin von Duarte Design, einer Design-Agentur mit Sitz im Silicon Valley. Zu ihren Kunden gehören u.a. Adobe, Cisco, Google und Hewlett-Packard. In slide:ology präsentiert sie ihr umfangreiches Wissen als Designerin und bringt dem Leser anhand von Fallstudien die Visualisierungsstrategien der erfolgreichsten Unternehmen der Welt nahe.

Dieses Handbuch ist ein umfassendes Kompendium zum IT-Management, das die Methoden und Techniken für ein erfolgreiches IT-Management aufzeigt. Es präsentiert aktuelles Wissen und gibt praktische Tipps für den Berufsalltag. IT-Management hat als Thema mittlerweile fast alle Geschäftsbereiche durchdrungen und kann für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidend sein. Deshalb werden IT-Manager immer wichtiger und sollten mit umfassendem, aktuellem und in der Praxis unverzichtbarem Wissen aus allen Bereichen gewappnet sein. Das Handbuch IT-Management vermittelt den Lesern die Fähigkeit zur Entwicklung von IT-Strategien und zur Planung von IT-Architekturen sowie ein umfangreiches Wissen zu den unterschiedlichsten Managementthemen. Es werden die einzelnen Spezialgebiete umfassend und präzise dargestellt, wobei die theoretischen Ausführungen mit konkreten Hinweisen aus der Praxis ergänzt werden, wodurch das Handbuch ein solides Fachwissen über das gesamte Spektrum des IT-Managements anbietet. Der Autor Dipl.-Handelslehrer Ernst Tiemeyer ist seit mehr als 20 Jahren in leitenden Projektfunktionen sowie als ITConsultant im Bildungsbereich bzw. Managementtraining tätig. Er befasst sich vor allem mit Projektmanagement, strategischem IT-Management, IT-Architekturmanagement, IT-Gouvernance, IT-Controlling sowie prozessorientierten IT-Anwendungen.

August 2009 O‘Reilly ISBN-10: 3-8972-1939-5 Broschiert 274 Seiten CHF 42.30

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Mai 2009 Hanser Fachbuch ISBN-10: 3-4464-1842-3 Gebunden 739 Seiten CHF 98.00

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