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www.maschinenring.at

Ausgabe 112 November 2018

Neuigkeiten fĂźr Freunde der Vorarlberger Maschinenringe

Arbeitsplatz der Generationen

Wenn Familie, Job und Hof verschmelzen


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Maschinenring-Zeitung Vorarlberg

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Inhalt

Editorial

04 Laufend am Berg Michael Maier erobert die Bergwelt 06 Der Sommer auf der Alpe Maschinenring-Mitarbeiter erzählen von ihrem Sommer 08 Fragen rund um den Winterdienst Gut gerüstet in die Schneesaison 2018/2019 10 Spendenprojekt „Bauern für Bauern“ Rasche Hilfe genau dort, wo sie benötigt wird 11 Das Fernsehen zu Gast am Hof Vater und Tochter stellen ihren Arbeitsplatz vor 14 Heukranabseilkurs Für den Notfall vorbereitet sein 15 40 Jahre MR Oberland Die große Feier im Jubiläumsjahr 16 Maschinenring Bregenzerwald 17 Maschinenring Oberland

Konstant ist die Veränderung Ein außergewöhnlicher Sommer liegt hinter uns. Die lang anhaltenden Schönwetterperioden waren für viele in der Landwirtschaft eine Herausforderung. Manche Wasserquelle lechzt noch kräftig nach Wasser. Der wüchsige und trockene Herbst hat jedoch vielen Betrieben wohlgetan. Die Herbstsaaten sind gut aufgelaufen. Ein guter Start in das kommende Jahr. Trotzdem spüren auch wir die Folgen der diesjährigen Trockenheit in großen Gebieten Europas. Sie wirkt sich nämlich auch auf die Preise der landwirtschaftlichen Produkte aus. Man könnte auch sagen, die Preise passen sich dem Wetter an. So wie sich das Wetter in kurzer Zeit extrem ändern kann, können sich auch die Preise kurzfristig ändern. Mit diesen Schwankungen werden wir leben müssen. Ein zusätzliches Standbein über den Maschinenring – sei es im Agrarbereich, im Servicebereich oder als Mitarbeiter im Leasing – kann daher wesentlich zur Absicherung des notwendigen Einkommens auf einem Bauernhof beitragen. Der Maschinenring kann keine Produktpreise und auch keine Leistungsabgeltungen festlegen, aber er kann zusätzliches Einkommen ermöglichen. Also nutzt die Chancen, die sich in eurem Umfeld bieten. In diesem Sinne wünsche ich allen Mitgliedern und ihren Familien einen schönen Winter, besinnliche Feiertage und weiterhin ein erfolgreiches Zusammenarbeiten mit dem örtlichen Maschinenring.

18 Maschinenring Unterland 20 Afrikanische Welse aus Mäder Sich mit exotischen Fischen ein zweites Standbein aufbauen 24 Rückblick Bundestagung 2018

Landesobmann Ing. Armin Schwendinger

26 Maschinen richtig einwintern Tipps & Tricks

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S. 20 Maschinenring-Zeitung Vorarlberg

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Vom Berufssportler zum Maschinenring – seine Leidenschaft gehÜrt aber noch immer dem Berglauf.

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Für seine Ausdauer wird Michael regelmäßig belohnt: Nach jedem Lauf auf den Berg kann er am Gipfel die Aussicht und Ruhe genießen.

Laufend am Berg

Maschinenring-Mitarbeiter Michael Maier erobert die Bergwelt Am Berg zuhause, auf der Alpe daheim. Das ist Michael Maier, Mitarbeiter beim Maschinenring Unterland. Der ehemalige Berufssportler aus Hohenems ist heute begeisterter Bergläufer und beruflich beim Maschinenring Unterland als Installateur im Einsatz. Jährlich nimmt er sich von Juni bis September eine Auszeit, denn dann geht er als Hirte auf die Alpe.

möglichst kurzer Zeit zu bezwingen – dies macht ihm Spaß und motiviert ihn. Gerne erinnert sich der vielseitige Läufer an seinen ersten Berglauf-Bewerb zurück: Beim Ultratrail legte er 50 Kilometer und 3.000 Höhenmeter in unter sechs Stunden zurück. Dies damals geschafft zu haben, ist für ihn noch immer eines seiner schönsten Erlebnisse in seiner sportlichen Laufbahn. Vom Erfolg und Adrenalin angeheizt, absolvierte Michael bislang unzählige

Wettbewerbe im Berglauf im In- und Ausland. So holte er sich beim „Rüfi 9000“ den ersten Platz, nahm Silber beim Staufenlauf mit nach Hause und wurde bei der Europameisterschaft im Schirollen Vierter. Beachtlich ist nicht nur Michaels MedaillenSammlung, sondern auch die Anzahl an Höhenmeter, die er pro Jahr zurücklegt: So kommt er durchschnittlich auf 150.000– 200.000 Höhenmeter.

Im Weisstannental im Sarganserland (Schweiz) liegt die Alp Foo auf 1.900 bis 2.200 Metern. Michael kümmerte sich vergangenen Sommer um 243 Stück Rinder und 60 Ziegen. Eine willkommene Abwechslung zu seinem Job bei der Firma Fässler. Beim Maschinenring arbeitet er seit März 2016. Doch nicht nur im Sommer zieht es den 53-Jährigen in die Berge. Seit er denken kann, liebt er es zu laufen. Andere wandern und spazieren auf die Berge, nicht so Michael. Er erklimmt die grauen Riesen laufend. Dafür braucht es natürlich konsequentes Training. „Ich laufe so oft es die Zeit zulässt, beinahe täglich. Mit meinem Hausberg, der Hohe Kugel, habe ich eine Trainingsmöglichkeit ganz in der Nähe“, erzählt Michael“, erzählt Michael. Fit und humorvoll durchs Leben gehen bzw. laufen – das ist Michaels Motto. Am Berglauf reizt ihn vor allem, den Berg in

Bereits das zweite Jahr arbeitet der passionierte Läufer über den Maschinenring als Installateur.

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Bildgeschichten

MaschinenringMitarbeiter auf der Alpe Der Maschinenring macht’s möglich: Viele unserer Mitarbeiter sins im Nebenerwerb für den Maschinenring tätig, um so ihren Hof bewirtschaften zu können. Wie in Vorarlberg üblich, zog es viele von ihnen in den Sommermonaten wieder auf die Alpe. Wir haben einige unserer Mitarbeiter besucht und euch spannende Einblicke mitgebracht.

Eine traumhafte Aussicht von der auf 1.350 Meter gelegenen Alpe Maiensäss im Gemeindegebiet Fraxern konnten Christof und Verena Fetz den Sommer über genießen. Bewirtschaftet wurde diese übrigens von Montag bis Sonntag.

Mitarbeiter Michael Wohlgenannt war als Hirte auf der Alpe Gravadura (Unteralpe von Bazora, Gemeinde Frastanz) im Einsatz. Nicht nur bei der Alpmesse im Juli konnten er und Lorena zahlreiche Besucher begrüßen. 6

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267 Rinder, 20 Kühe, einige Pferde, einen Esel und diverse Kleintiere hütete Christoph Rhomberg auf der Brazer Stafel (Gemeinde Dalaas).

Mäx und Susanne Wohlgenannt kümmerten sich im Sommer um die jüngste Alpe Dornbirns: die Alpe Büla. Sie liegt auf 922 Metern.


Natur pur genossen Simon Kaufmann und Border-Collie-Welpe Bella täglich auf der Gschwendtalpe am Westabgang zwischen Hochälplekopf und Gräsakopf auf 1.240 Metern (Gemeinde Dornbirn).

Mit der ganzen Familie und in Gesellschaft von 40 Kühen, fünf Kälbern, 25 Alpschweinen, einem Noriker, einem Pony, zwei Eseln und mit Hund und Katze produzierte Tobias Flatz auf der Alpe Unterer Hirschberg in Bizau Köstlichkeiten wie Bergkäse, Butter oder Joghurt.

Zum Gemeindegebiet Andelsbuch gehört die Alpe Hintere Niedere. Neben der Bergkäseproduktion kümmerte sich Matthias Giselbrecht um knapp 60 Kühe, mehrere Ziegen, Schweine und Hühner.

Im Weisstannental im Saganserland (Schweiz) liegt die Alp Foo auf 1.900-2.200 Meter Höhe. Dort kümmerte sich Michael Maier um 243 Rinder und 60 Ziegen.

Auf der Alpe Sarojen (Gemeinde Frastanz) hatte Roland Bauernhas nicht nur die Tiere, sondern auch die Alpausschank fest im Griff – und das bei einer beneidenswerten Aussicht auf 1.474 Metern.

Die Alpe Rauz (1629 m, Gemeinde Klösterle) liegt direkt an der Arlbergstraße neben der Valfagehrbahn. Helmut konnte mit den Tieren die Ruhe auf über 2.000 Metern genießen. Maschinenring-Zeitung Vorarlberg

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Bald geht sie wieder los – die Schneesaison. Die Maschinenring-Winterdienst-Mitarbeiter stehen bereits in den Startlöchern.

Fragen rund um den Winterdienst

Landwirte, die in den Wintermonaten Schnee räumen und Verkehrsflächen streuen, haben einiges zu beachten Der Winterdienst ist für viele Bauern im Land eine wichtige Einnahmequelle während der kalten Jahreszeit. Dabei müssen rechtliche Bestimmungen beachtet werden. Mit der Durchführung der Schneeräumung über den Maschinenring sind Landwirte auf der sicheren Seite. Schon vor dem ersten Schnee sollten offene Fragen geklärt werden.

dazu befugt, die Schneeräumung und den Streudienst auf Straßen oder Wegen durchzuführen, wenn diese hauptsächlich der Erschließung landwirtschaftlich genutzter Grundflächen dienen. Parkplätze, Zufahrten zu Firmen- und Privatgebäuden oder Durchzugsstraßen dürfen aus gewerberechtlicher Sicht im Rahmen der Landwirtschaft nicht betreut werden.

Auf welchen Flächen dürfen Bauern im Rahmen der Landwirtschaft Schnee räumen? Nach den geltenden Bestimmungen des Gewerberechts sind Landwirte nur

Welche Konsequenzen haben Landwirte bei Nichtbeachtung der gewerberechtlichen Regelungen im Zuge der Ausführung von Winterdienstarbeiten zu befürchten?

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Eine Missachtung der gewerberechtlichen Regelungen kann gleich mehrere unangenehme Auswirkungen haben: Die Einschränkung des Unfallversicherungsschutzes, Verwaltungsstrafen wegen unbefugter Gewerbeausübung oder finanzielle Konsequenzen infolge eines Schadens sind nur einige der möglichen Folgen. Zwar kann dieser Situation mit dem Erwerb einer Gewerbeberechtigung und einer damit verbundenen Versicherung begegnet werden, aufgrund der resultierenden Kosten rentiert sich dies im Regelfall aber erst bei einem entsprechend hohen Umsatzvolumen. Für die


Winterdienstfahrer des Maschinenring stellen sich diese Fragen allesamt kaum. Sie sind nicht nur aus gewerberechtlicher Sicht abgesichert, sondern auch im Falle von etwaigen Schäden. Welche Vorteile ergeben sich für Bauern aus der Ausübung des Winterdienstes über den Maschinenring? Die gewerbliche Maschinenring Personal und Service eGen verfügt als Unternehmen über alle notwendigen Berechtigungen und sichert seine Schneeräumer gleich in mehrfacher Hinsicht ab – auch mit einer entsprechenden Versicherung. Außerdem übernimmt der Maschinenring die Disposition der Aufträge und alle Dokumentations- und Abrechnungsaufgaben. Fragestellungen zu Gewerberecht, Haftung und Steuerrecht können beim Maschinenring ebenfalls beantwortet werden. Dem „Winterdienstler“ wird somit größtmögliche Sicherheit in Sachen Schneeräumung und Streuung zugesichert. Die Ansprechpartner der regionalen Maschinenringe beraten dich zu den winterlichen Einsatzmöglichkeiten. Einer von rund 200 Mitarbeitern, die

kommende Saison wieder für schnee- und eisfreie Straßen im Ländle sorgen, ist Anton Büchele aus Bregenz-Fluh. Für ihn bringt der Winterdienst über den Maschinenring schon seit 20 Jahren ein zuverlässiges Zusatzeinkommen. Anton räumt den Bahnhof in Bregenz sowie Forst- und Nebenstraßen der Gemeindegebiete Fluh und Langen. Im Sommer ist der Landwirt als Mitarbeiter in der Grünraumpflege tätig. Anton ist ein wahres „Maschinenring-Urgestein“, denn auch im Personalleasing-Bereich war er schon im Einsatz. „Für mich ist der Maschinenring die optimale Möglichkeit, etwas zusätzlich zur Landwirtschaft zu verdienen“, erzählt der 52-Jährige und freut sich schon auf die bevorstehende Schneesaison. Wir wünschen allen Winterdienstleistern eine erfolgreiche und unfallfreie Saison und bedanken uns schon jetzt für euren Einsatz!

Betrieb von Anton Büchele - Mutterkuhhaltung: 11 Kühe mit Kälbern (Ennstaler Bergschecken) - 6 Bienenstöcke - Forellenteich - 10 Hühner - Im Sommer 3 Schweine und 6 Schafe

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Schnell, leise und ohne Gegenleistung – Geld für in Not geratene Familien

Unser „Bauern für Bauern“ Spendenprojekt für alle Landwirte Willst auch du helfen? Spendenkonto: Bauern für Bauern IBAN: AT36 3400 0000 0268 0700 BIC: RZOOAT2L Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Neu: Ab Anfang Dezember kannst du auf www.bauernfuerbauern.at auch online spenden. Spenden an „Bauern für Bauern“ sind steuerlich absetzbar!

Rasche Hilfe: Markus Nußbaumer, Christian Marte und German Nigsch setzen sich über "Bauern für Bauern" für in Not geratene Vorarlberger Familien ein.

Sie ist wieder da: die Adventszeit. Eine stille und besinnliche Zeit soll es werden, doch es wird oftmals laut und hektisch. Die schönste Zeit des Jahres wird gerne zum Anlass genommen, um auch die Geldbörse weit zu öffnen: Nicht nur Geschenke für die Liebsten, nein alle sollen es gut haben. Und los geht die Werbemaschinerie der Spendenorganisationen. Die Medien stürzen sich auf Schicksalsschläge und Dramen. Ein Gesicht dazu, viele Tränen und die Zuschauer spenden.

tisch“, weiß German Nigsch, Geschäftsführer Maschinenring Oberland.

„Bauern für Bauern“ ohne medial aufgebauschte Einzelgeschichten Das Maschinenring-Spendenprojekt „Bauern für Bauern“ läuft still, leise und ohne Gegenleistung ab. Wir verzichten bewusst auf die Ausschlachtung der Schicksalsschläge. In Not geratene Landwirte unterstützen wir finanziell mit Soforthilfen, ohne dass diese ein Medientraining absolvieren müssen, ohne Gegenleistung und Scheckübergabe-Foto. „Wir wollen schnell helfen und nach einem schweren Schicksalsschlag sind Geldspenden unbürokra-

„Eine Mitgliedschaft beim Maschinenring ist nicht Voraussetzung“, erklärt Ing. Christian Marte, Geschäftsführer Maschinenring Unterland: „Der Verein unterstützt bäuerliche Familien in akuten Notsituationen mit Zuwendungen von 500 bis 6.000 Euro. Auslöser kann zum Beispiel ein Unfall oder der Todesfall sein, wenn ein Elternteil plötzlich alleine dasteht und die Kinderbetreuung neben der Arbeit am Hof organisieren muss. Auch die Folgekosten von schweren Krankheiten können Bauernfamilien an die finanziellen

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Unabhängig von einer MaschinenringMitgliedschaft Bei der Vergabe der Spendengelder arbeiten die Landwirtschaftskammer, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern und die regionalen Maschinenring-Büros Hand in Hand. Jede Bauernfamilie, die Unterstützung benötigt, kann einen Antrag in einer der 83 Maschinenring-Geschäftsstellen stellen.

Grenzen bringen – hier springt ,Bauern für Bauern‘ dann ein.“ Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2007 konnte 178 Familien mit insgesamt 652.589 Euro (Stand 31.12.2017) geholfen werden. „Auch Familien in Vorarlberg wurde geholfen. Seit 2007 wurden bereits 35.000 Euro an Unterstützungsleistungen ausbezahlt“, so Marte. Rasche Hilfe sichern Auch Markus Nußbaumer, Geschäftsführer des Maschinenring Bregenzerwald, unterstützt die Hilfesuchenden wo er nur kann: „Der lokale MaschinenringGeschäftsführer füllt den Antrag mit dem Antragsteller gemeinsam aus und übermittelt diesen an ,Bauern für Bauern‘. Anschließend gibt die Landwirtschaftskammer ihre Stellungnahme zum Fall ab, ehe alle Unterlagen an das Vergabegremium übermittelt werden. Diese sieben Personen entscheiden, ob Hilfestellung im Rahmen der Statuten geleistet werden kann sowie welcher Betrag zur Auszahlung gelangt. Dabei wird schnellstmöglich vorgegangen, um im Notfall rasch zu helfen.“


Beruflich sowie privat ein tolles Gespann: Vater Hubert Both und Tochter Nadine bewirtschaften gemeinsam den Hof der Familie und arbeiten beim Biomasse-Heizkraftwerk „Naturwärme Montafon“.

... und Action!

Am Arbeitsplatz direkt vor der Haustüre Maschinenring-Zeitung Vorarlberg

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MR als Arbeitgeber Wusstest du, dass … … beim Maschinenring jährlich mehr als 30.000 Mitarbeiter im Einsatz sind? Für das Format „Land und Leute“ schaute der ORF erst kürzlich der Familie Both bei ihrer Arbeit über die Schulter.

In Schruns liegt der Bauernhof der Familie Both, umgeben von Bergen, Wiesen und Wäldern und dem Biomasse-Heizkraftwerk „Naturwärme Montafon“. Diese beiden Schauplätze waren im Oktober Drehorte für einen ORF-Beitrag in „Land und Leute“. Die letzten Nebelschwaden haben sich aufgelöst und der Hof der Familie Both erstrahlt in der herbstlichen Morgensonne – so auch die Hauptdarsteller für heute: Hubert Both und seine Tochter Nadine. Sie warten bereits auf der Sonnenbank vor dem Stall auf Reporter und Kamerateam. Heute haben die beiden einen ganz besonderen Arbeitstag vor sich, ist doch der ORF zu Gast, um eine Reportage über die beiden engagierten MaschinenringMitarbeiter zu drehen. Übers Feld zur Arbeit Landwirt Hubert ist bereits seit zehn Jahren im nahegelegenen Biomasse-Heizkraftwerk über Maschinenring Personalleasing im Einsatz. „Bis vor zehn Jahren hatten wir einen Vollerwerbsbetrieb. Das 12

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ist heute anders. Ich bin Nebenerwerbsbauer und Vollzeit beim Maschinenring angestellt“, erzählt der Milchbauer. Das Praktische für den 58-Jährigen am Maschinenring-Job ist, dass er sich in der Früh und nach Dienstschluss ganz seinem

Mit Leib und Seele ist Nadine Both Landwirtin und mit Begeisterung Maschinenring-Mitarbeiterin.

… der Maschinenring Jobs in mehr als 250 Berufen anbietet? … du beim Maschinenring zwischen geringfügigen, Teil- und VollzeitJobs wählen kannst? … du beim Maschinenring einen Job in deiner Region bekommst und dadurch nicht lange pendeln musst?


Naturwärme Montafon Seit Inbetriebnahme im Herbst 2009 werden 320 Objekte im gemeindeübergreifenden Versorgungsgebiet von Schruns, Tschagguns und Bartholomäberg mit Fernwärme versorgt beziehungsweise auch gekühlt. Jährlich werden dadurch bis zu 2,5 Millionen Liter Heizöl und 8.000 Tonnen CO2 eingespart. Zudem werden pro Jahr etwa drei Millionen Kilowattstunden 100-prozentiger Ökostrom (entspricht etwa dem durchschnittlichen Strombedarf von 950 Haushalten) produziert. Nähere Infos gibt’s hier: www.naturwaerme-montafon.at

Maschinenring-Oberland-Geschäftsführer German Nigsch steht dem ORF im Interview Rede und Antwort.

Hof widmen kann. Gibt es zuhause einen Notfall, ist der Familienvater in Reichweite, denn das Heizwerk ist vom Hof nur durch ein schmales Feldstück getrennt. Das gilt auch umgekehrt: Ist im Werk einmal Not am Mann, kann Hubert schnell helfen. Mutter, Landwirtin, MaschinenringMitarbeiterin Dass der Papa den Arbeitsplatz zu Fuß erreicht, war für Tochter Nadine ausschlaggebend, sich auch beim Maschinenring zu bewerben. „Seit sechs Jahren arbeite ich Teilzeit im Heizwerk, im Schnitt rund 30 bis 40 Stunden im Monat“, erzählt die 28-Jährige. Nadine kann sich so hauptsächlich um ihre zweijährige Tochter kümmern, und dennoch hat sie eine fixe Arbeit. Auch die Mitarbeit am elterlichen Betrieb kommt dabei für die ausgebildete Landwirtin nicht zu kurz. „Die ganze Familie hilft am Hof zusammen, ansonsten wäre es nicht möglich, dass Papa nebenbei noch 40 Stunden arbeiten geht“, so Nadine. In Zukunft will sich die Familie Both mit der Vermietung von Zimmern am Hof ein weiteres Standbein aufbauen.

Beim Verladen der Hackschnitzel im nahegelegenen Biomasse-Heizwerk ist Hubert Both ganz in seinem Element.

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Christian Marte vom Maschinenring Unterland machts’ vor: So seilt man sich im Notfall richtig ab.

Heukranabseilkurs

Hoch hinaus – und sicher wieder runter Am Freitag, 15. September organisierte der Maschinenring Unterland zum ersten Mal einen Heukranabseilkurs für Mitglieder. Hier ein paar nützliche Tipps, wie du dich im Notfall sicher abseilen kannst:

7. In den Gurt setzen und nochmal kontrollieren, ob alles gut sitzt 8. Abseilen: Beim Abseilen mit einer Hand das Abseilgerät halten und mit der anderen dem Seil langsam nachgeben

1. Bei Gefahr, z. B. durch Feuer, oder bei technischem Defekt, erst mal Ruhe bewahren Weitere Tipps: - Manche Hersteller liefern unpassende Abseilgurte. Wichtig ist ein Gurt, der um die Beine geht, um ein Abrutschen zu 3. Seil einhängen und runterwerfen – verge- verhindern wissere dich, dass das Seil nicht verknotet und lange genug ist (im Falle eines Knotens - Teste Abseilgerät und -gurt in Ruhe, im Seil, bleibst du im Seil hängen, durch damit du dich im Notfall rasch und sicher die Abseilgurte wird die Blutzufuhr zu den abseilen kannst Füßen verhindert, was zur Bewusstlosigkeit führen kann) - Ausstiegsmöglichkeiten in den Belüftungsboxen vorsehen 4. Gurt anlegen und dabei Ruhe bewahren (kann unter Zeitdruck in der engen Kabine - Kontrolliere regelmäßig deine Abseileine Herausforderung sein) technik am Kran, ob alles vorhanden und funktionsfähig ist 5. Gurt im Abseilgerät einhängen - Ein Abseilachter ist für Ungeübte absolut 6. Türe öffnen und alle Karabiner sowie ungeeignet, diesen bitte durch ein AbseilAbseilgerät kontrollieren gerät mit Panikfunktion ersetzen 2. Als Nächstes Abseilgerät auspacken und Überblick verschaffen

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Hast du Fragen oder möchtest du an einem weiteren Kurs teilnehmen, melde dich beim Maschinenring Unterland.


40 gute Gründe zum Feiern

Maschinenring Oberland feiert Jubiläum Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres veranstaltete der Maschinenring Oberland Anfang September ein großes Jubiläumsfest. Die Feierlichkeit wurde auf dem Betrieb der Familie Elsensohn in Thüringen abgehalten. Der Maschinenring konnte ein attraktives Rahmenprogramm für die ganze Familie bieten: Besonders Anklang

fand die Ausstellung „Technik einst und jetzt“, in der die Entwicklung der Landmaschinen über die Jahre präsentiert wurde. „Wir konnten an diesem Tag sehr viele Mitglieder mit ihren Familien begrüßen und interessante Gespräche führen“, freut sich Geschäftsführer German Nigsch über das Interesse der geladenen Gäste. „Unserer

Einladung gefolgt sind ehemalige Funktionäre und Mitarbeiter sowie zahlreiche Ehrengäste. Der Tag war ein großes Fest für die Maschinenring-Familie. Besonderer Dank gilt der Familie Elsensohn, dafür dass wir auf ihrem Hof zu Gast sein durften.“

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Maschinenring Bregenzerwald Hof 400, 6866 Andelsbuch T 059060 801, E bregenzerwald@maschinenring.at, www.maschinenring.at/maschinenring-bregenzerwald

Biolapis – die ersten (Erfolgs-)Berichte Anfang des Sommers 2018 wurde das erste Mal der biologische Schwefeldünger Biolapis in Vorarlberg ausgebracht. Der Maschinenring Bregenzerwald als Generalimporteur startete mit einigen innovativen Landwirten einen Feldversuch, um anderen von der Wirkung des Schwefeldüngers berichten zu können. Die Felder wurden nicht zur Gänze, sondern nur zum Teil mit Biolapis bestreut, um einen Vergleichswert von Flächen mit und ohne Biolapis zu erhalten.

er auf dem Feld ausgebracht. Pro Hektar kosten Traktor mit Streuer und Fahrer so umgerechnet ca. € 110,00. Biolapis ist ausschließlich beim Maschinenring Bregenzerwald erhältlich und bestellbar. Weitere Informationen und Vorbestellungen gibt es im Andelsbucher Maschinenring-Büro. T 059060 801 Vergleich links und rechts: Mit Biolapis ca. 20–30% mehr Bodengras erwirtschaften.

Die Ergebnisse konnten sich wortwörtlich sehen lassen. Es konnte in allen Fällen ein dichterer Bestand vom Bodengras nachgewiesen werden, zudem war bei einer Beweidung einer Fläche, welche von den Tieren nicht so gerne angenommen wurde, eine deutlich bessere Beweidung erkennbar. Der gesamte Biolapis-Vorrat von 40 Tonnen wurde in diesem Jahr bereits aufgebraucht und die Resonanz von allen Landwirten war durchaus positiv. Vorbestellungen für 2019 sind aufgrund der vielen Anfragen jetzt schon möglich und auch erwünscht. Die ersten Auslieferungen 2019 wird es voraussichtlich im Frühjahr geben. In BigBags direkt zum Einrühren in die Güllegrube sowie lose wird das Biolapis mit dem Streu-

Viehsalz aus den Karpaten Das neu eingeführte Bio-KarpatenViehsalz fand reißenden Absatz, deshalb haben wir uns entschlossen, diese Lecksteine das ganze Jahr über anzubieten. Bei größeren Bestellmengen bitte vorher im Büro anfragen, da wir nur begrenzte Lagermöglichkeiten haben. Ebenso das ganze Jahr über erhältlich sind wie gewohnt der Hygiene-Einstreukalk Dekamix, Steinmehl Biolit sowie eine große Auswahl an Arbeitsbekleidung. Eine Analyse am Bundesamt für Agrarbiologie in Linz ergab, dass dieses Lecksalz den Richtlinien der Bio-Austria-Garantie entspricht. 16

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Nur für Mitglieder

Weihnachtsaktion auf alle Computer Für jeden beim Maschinenring Bregenzerwald bestellten Computer oder Notebook gibt es € 50,00 Rabatt! Die Aktion ist gültig für alle Geräte, die vom 1. bis einschließlich zum 15. Dezember 2018 bestellt werden. Infos wie immer in deinem MR-Büro! T 059060 801


Maschinenring Oberland Walgaustraße 50 / Pool 50, 6719 Bludesch-Gais T 059060 804, E oberland@maschinenring.at, www.maschinenring.at/maschinenring-oberland

Osttirol-Ausflug

Ein Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Betriebe Bei herrlichem Wetter fuhren wir mit dem Arlberg Express am 12. und 13. Oktober nach Osttirol. Das Interesse für diese Fahrt war groß, es waren knapp 50 Mitglieder an Bord. Am Freitag besuchten wir im Villgratental den Familienbetrieb Villgrater Natur. Hier werden aus Schafwolle verschiedene Produkte erzeugt wie Schlafsysteme, Bekleidung, Dämmstoffe usw. Im schön gestalteten Verkaufsraum wurden weitere landwirtschaftliche Produkte aus dem Villgratental vorgestellt und angeboten. Im Anschluss statteten wir der Naturbrennerei Kuenz in Dölsach einen Besuch ab. Die Brennerei ist ebenfalls ein Familienbetrieb und hat sich auf diesem Markt sehr gut etabliert. Der Betrieb ist mit einer topmodernen Brennerei ausgestattet, neben verschiedenen Schnäpsen wird auch Whisky und Gin gebrannt. Im Schnapsgarten konnten wir dann die

verschiedenen Köstlichkeiten probieren. Danach ging es ins Hotel Goldener Fisch in Lienz, wo wir unser Quartier bezogen. Nach ausgiebigem Frühstück ging es am Samstag zum Lohnunternehmer und MRObmann Hans Gumpitsch. Hier besichtigten wir seinen Betrieb, der auf Landwirtschaft und Lohnunternehmen aufgebaut ist. Anschließend fuhren wir ins Defereggental: In St. Veit besuch-

ten wir die Familie Stemberger. Die sympathische Bergbauernfamilie bewirtschaftet ihren Milchviehbetrieb auf 1.490 Meter Seehöhe. Bei herrlichem Wetter wurden wir von der Familie Stemberger verwöhnt, und wir konnten bleibende Eindrücke aus dem einfachen Leben im Defereggental mitnehmen. Nach zwei wunderschönen Tagen in Osttirol ging es wieder ins Ländle zurück.

Neu im Mietpark

Vakutec Schleppschuhfass Der Vorstand des MR Oberland hat sich intensiv mit dem Thema bodennahe Gülleausbringung beschäftigt, da diese Technik einige Vorteile bringt und auch Zukunft hat. Somit haben wir uns entschlossen, ein Vakutec Güllefass 10.000 Liter mit Schleppschuh anzuschaffen. Das Fass steht ab März 2019 zur Verfügung. Als Stationsleiter konnten wir Landwirt Erich Sonderegger aus Schlins gewinnen. Technische Daten: - Vakutec Güllefass 10.000 Liter - Obenanhängung - Boogieaggregat Tandem mit Lenkachse - Bereifung 710/50 R 26.5 - Stützfuß hydraulisch - Farmland Fix Schleppschuh Verteiler 10 m - Automatischer Hangausgleich Die Vorteile liegen klar auf der Hand: - Geringe Geruchsbelastung

- 60 % weniger Nährstoffverluste gegenüber dem Prallteller - Keine Verschmutzung des Pflanzen bestandes - Sehr gute Verteilergenauigkeit - Mehr Flexibilität beim Ausbringungs zeitpunkt Voraussetzung für diese Ausbringung ist eine verdünnte Gülle! Für Auskünfte steht unser Agrarbetreuer Alexander Moser gerne zur Verfügung: T 0664 88961667

Kleinanzeigen Verkaufe Maisballen, Biedermann Werner Feldkirch Tel. 0664 2532849

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Maschinenring Unterland Am Ermenbach 3, 6845 Hohenems T 059060 805, E unterland@maschinenring.at, www.maschinenring.at/maschinenring-unterland

Neues Datennetz für Maschinenring Der Maschinenring Österreich hat aus strategischen Gründen ein eigenes Datennetz aufgebaut, und mit Anfang November wurde dies bei uns in Betrieb genommen. In den letzten Jahren nutzten wir das Netz und den Support der Landwirtschaftskammer Vorarlberg. Eine höchst professionelle Betreuung durften wir von Elmar Einsle über die Jahre erfahren. Herzlichen Dank dafür!

Mostobst Unsere Mitarbeiter Ludwig und Josef nützen das schöne Herbstwetter und lesen maschinell Mostobst auf.

Grader zum Mieten Der Grader wird zum Ebnen von Forst- und Schotterstraßen wie auch von Alp- und Güterwegen eingesetzt. Ebenso als Böschungshobel ist dieser verwendbar. Alle Funktionen werden durch ein Joystickmodul gesteuert, das ganz einfach ohne Werkzeug in jeder Traktorkabine montiert werden kann. Gezogen werden kann der Grader ab ca. 50 PS. Nähere Infos dazu gibt es im Büro des MR Unterland!

Sägespaltvollautomat von Binderberger verfügbar Im Maschinenring Unterland steht seit kurzem ein Sägespaltvollautomat von Binderberger zur Verfügung. Mit einer Spaltkraft von 40 t und einer Schneidlänge bis 100 cm mit bis zu 90 cm Durchmesser ist der SSG 750 ideal für die Brennholzerzeugung. Er ist mobil und auch direkt bei dir vor Ort einsetzbar.

Winterdienstleister Auch heuer erhielt wieder jeder Winterdienstleister bei Abholung der Winterdienstlieferscheine im Maschinenring-Büro in Hohenems als Dankeschön eine Jacke. Wir wünschen allen Dienstleistern gute Fahrt! 18

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Not kennt keine Saison

Der Maschinenring Österreich bittet wieder um Ihre Unterstützung, um in Not geratenen Bauernfamilien zu helfen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Foto: © JackF/Fotolia.com

Seit Beginn der Aktion „Bauern für Bauern“ im Jahr 2007 konnte mehr als 180 notleidenden bäuerlichen Familien mit insgesamt fast 650.000 Euro geholfen werden, z. B.: - bei Ausfall des Betriebsführers im Krankheits- oder Todesfall, - bei Rehabilitationsmaßnahmen nach Unfällen, - bei der psychologischen Begleitung in Krisensituationen, - beim Aufbau von Infrastruktur nach Brand oder Naturkatastrophen, - bei der Sicherung der Ausbildung der Kinder

Konto: Bauern für Bauern | IBAN AT363400000002680700 | Raiffeisenlandesbank Oberösterreich | BIC: RZOOAT2L Ein Antrag auf Unterstützung kann von jeder Bäuerin bzw. jedem Bauern aus Österreich gestellt werden. Die Mitgliedschaft beim Maschinenring ist dafür NICHT Voraussetzung.

Die Fachzeitschrift für die bäuerliche Familie

www.landwirt.com

Ihre Spende an „Bauern für Bauern“ ist steuerlich absetzbar. Maschinenring-Zeitung Vorarlberg 19 Geben Sie dafür unter „Verwendungszweck“ Ihren Vornamen,

Raiffeisen Landesbank Oberösterreich

Nachnamen und Ihr Geburtsdatum (laut Meldezettel) an. www.bigpoint.cc


Exotische Fische sind auch im Ländle zu finden – die Qualität überzeugt sogar Haubenköche.

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Afrikanische Welse aus Mäder

Indoor Fischzucht als zusätzliches Standbein


Stadlerhof - 24 Milchkühe - Aufzucht und Direktvermarktung von Freilandputen - Aufzucht und Direktvermarktung von Afrikanischen Welsen Täglich überzeugt sich Josef davon, dass es seinen Fischen gut geht. Gefüttert werden sie darüber hinaus vom Landwirt höchst persönlich.

Afrikanische Welse aus Vorarlberg? Zugegeben, klingt exotisch, doch seit einem Jahr sind die Süßwasserfische heimisch am Stadlerhof in Mäder. Neben seinem Milchviehbetrieb setzt Landwirt und Maschinenring-Unterland-Mitglied Josef Stadler damit auf ein zweites Standbein. In Mäder sind wir heute zu Gast am Stadlerhof. Dort wartet bereits der Chef des Hauses, Josef Stadler, auf uns. Von außen lässt sich noch nicht erahnen, was sich hinter dem Stall abspielt, doch wir wissen es – und genau deshalb sind wir heute hier: Wir wollen die Afrikanischen Welse sehen, die der Landwirt seit rund einem Jahr auf seinem Hof mit viel Passion züchtet. Nochmal tief durchatmen, bevor wir den Raum betreten, indem sich die Fischbecken befinden: Die Luft ist feucht und warm. Kein Wunder, benötigen die Welse eine Wassertemperatur von 27 Grad. Rund 250 bis 300 Fische leben bis zu acht Monate in einem Becken, bevor sie verarbeitet werden. Josef füttert die Tiere händisch: „Ich möchte meine Fische täglich sehen, damit ich weiß, ob es ihnen gut geht. Deshalb habe ich keinen Futterautomaten, sondern mache es selbst.“ 22

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Professionelle Aquakultur will gelernt sein Fasziniert und interessiert haben ihn Aquakulturen schon lange. „Als leidenschaftlicher Fischesser war die Entscheidung für eine professionelle Fischzucht nur eine logische Schlussfolgerung für mich.“ Das Wissen dafür eignete sich der Vorarlberger in Deutschland und den Niederlanden an. Drei Jahre lang war er unterwegs, um bei den Profis der Szene über Beckenheizung, Wasseraufbereitung, biologische Mikroorganismen und allem, was zum komplexen Thema der Aquakultur zählt, zu lernen. Zudem absolvierte der 46-Jährige bei der Landwirtschaftskammer in Niederösterreich eine Ausbildung zum Warmwasserkreislaufanlagenbetreiber. Spezialisierung auf Direktvermarktung Ende 2017 hat sich Josefs Traum von der eigenen Fischproduktion verwirklicht. Seither werden immer dienstags die bis zu 2,5 Kilogramm schweren und 70 Zentimeter großen Tiere vom Landwirt direkt am Hof geschlachtet. Am Mittwoch werden sie geräuchert und am Donnerstag ab Hof verkauft. Freitag und Samstag können die Fischspezialitäten vom

Warum Afrikanische Welse? - Mildes Fleisch - Angenehm feste Struktur - Überdurchschnittlich hoher Gehalt an Omega-3- und Omega-6Fettsäuren - Fettgehalt unter 5 Prozent

Stadlerhof auch auf den Wochenmärkten in Bregenz, Wolfurt und Dornbirn gekauft werden. „Ich bin überrascht, dass es so gut läuft, und freue mich natürlich über die vielen positiven Rückmeldungen, die ich bekomme.“ Haubenköche schätzen Fischspezialitäten Die Spezialitäten vom Stadlerhof, darunter geräucherte Fische oder Verhackertes vom Räucherfisch, haben sich nicht nur bei Privatkunden herumgesprochen, mittlerweile beziehen auch Haubenlokale den Afrikanischen Wels aus Mäder. „Die Qualität steht für mich an oberster Stelle, darauf können sich meine Kunden verlassen“, ist der Fischzüchter überzeugt. Nachhaltig in die Zukunft Für die kommenden Jahre ist Josef bestens gerüstet. Schon bald wird er ein neues System mit Doppelsteghohlwandbecken in Betrieb nehmen.


Gebratenes Welsfilet auf Paprikagemüse REZEPT TIPP!

Zutaten: 600 g Welsfilets 3 EL Olivenöl 1 Knoblauchzehe 250 ml Schlagobers 3 Paprika

1 Zwiebel Thymian Salz, Pfeffer Mehl

Zubereitung: Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Paprika waschen und in Streifen schneiden. Beides in Öl anschwitzen und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken. Das Welsfilet vierteln und in Mehl wenden. Anschließend den Fisch in heißem Öl beidseitig goldbraun braten. Anschließend den Fisch aus der Pfanne nehmen und darin den Schlagobers kurz aufkochen. Die Soße nun mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss den Wels auf dem Gemüse anrichten und mit der Soße servieren. Mahlzeit!

Vom leidenschaftlichen Fischesser zum Fischzüchter: Josef lebt seine Leidenschaft.

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Top-Referenten und beste Stimmung in St. Johann im Pongau

Das war die Bundestagung 2018

„Ein inhaltlich hochwertiges und dichtes Programm, viel Raum fürs Networking bei ausgezeichneter Verpflegung und traumhaftem Herbstwetter“, so lautete das Feedback der ca. 500 Teilnehmer der heurigen Bundestagung, die von 26. – 28. September im Kongresshaus St. Johann im Pongau über die Bühne ging. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Themas „Mitarbeiter gewinnen und binden“. Nach einem sehr interessanten Impulsreferat gab es Best-Practice–Beispiele der Privatbrauerei Stiegl sowie von Lidl Österreich. Das Ausbildungsprogramm zur Wirtschafts- und Agrarfachkraft zeigte

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ein Beispiel, wie der Maschinenring dem Fachkräftemangel entgegentritt. Der Gala-Abend wurde von Servus-TVModeratorin Cornelia Bürgler charmant moderiert, die Eschenauer Tanzlmusi und die Alpin Drums sorgten für beste Unterhaltung. Nach der Generalversammlung am Donnerstag Vormittag folgte mit dem Referat der Innovationsexpertin Dr. Gertraud Leimüller ein weiterer Höhepunkt. Dieses leitete eine aktuelle Innovationsschau außergewöhnlicher Maschinenring-Projekte der Bundesländer bzw. des Clusters ein. Landesobmann Thomas Ließ und Geschäftsführer Martin Krispler übergaben die Bundestagung schließlich an die Vorarlberger Kollegen, die im kommenden Jahr die Tagung in Lech am Arlberg ausrichten werden. Das erste Maschinenring-Clubbing auf der Oberforsthofalm bildete einen geselligen Abschluss der Tagung. Zahlreiche Tagungsteilnehmer nützten am Freitag vor der Heimreise noch die Gelegenheit zu einer Besichtigung des mehrfach prämierten Gebäudes der Landesgeschäftsstelle in St. Johann. Bundesobmann Johann Bösendorfer und Bundesgeschäftsführer Franz Sturmlechner lobten die Programmgestaltung und perfekte Abwicklung durch das Salzburger Organisationsteam.

Auch über die Teilnahme politischer Prominenz am festlichen Gala-Abend freuten sich die Veranstalter: Landesrätin Maria Hutter (li.) sowie Landesrat Dr. Josef Schwaiger (re.) gaben sich die Ehre. Mit am Tisch v.l. Leonhard Ost (Präsident der deutschen u. europäischen Maschinenringe), Landesobmann Thomas Ließ, Gerhard Rieß (Vorstandsvorsitzender Maschinenring Personal), Bundesobmann Johann Bösendorfer, Martin Krispler (Geschäftsführer MR Salzburg) und Lisa Schnedl (GF Junge Wirtschaft Salzburg).

Großen Zuspruch gab es bei der Milchpause der SalzburgMilch, bei der die Produktlinie „Reine Lungau“ verkostet werden konnte, dem Salzburger InnovationsBeitrag.


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Franz Sturmlechner stellte sich mit Esprit als neuer Bundesgeschäftsführer vor, Gerhard Rieß präsentierte die 20-jährige Erfolgsgeschichte von MR Pers onal. Zwischendurch begeister te der 11—jährige Seppi als Akkordeonvirtuose. Personalleite rin Andrea Auer erklärte das Mita rbeiter-Bindungsprogramm der Privatbrauerei Stiegl, der neue Onlin e-Shop EUTA.at wurde von Mich ael Harm vorgestellt und schließlich nahmen Armin Schwendinger und Leonhard Salzgeber den „Bundest agungs-Rucksack“ mit nach Vorarlber g.

Berichte von der Bundestagung und viele weitere Fotos:

www.mr-bundestagung.at

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Nach der Saison ist vor der Saison

Landwirtschaftliche Maschinen richtig einwintern Die Betriebsanleitung deiner landwirtschaftlichen Maschinen beschreibt exakt die Erläuterungen vor dem Einwintern. Nichtsdestotrotz gibt es hier ein paar allgemeine Tipps, wie du die Lebensdauer durch richtiges Einwintern verlängern kannst. Mähdrescher, Pflug, Ladewagen, Saatmaschine und Traktor dürfen zum Winterschlaf in die Maschinenhalle, und damit diese auch nach dem Winter wieder aus der Halle kommen, gibt es einiges zu beachten: Reinigung Bevor es in die Maschinenhalle geht, sollte die Maschine sauber sein. Mit Wasserdusche oder Kompressor geht es dem Dreck an den Kragen. Welche Reinigungsmöglichkeit besser ist, hängt von der Maschine ab. Hier gegebenenfalls nochmals in die Betriebsanleitung schauen. Anschließend Zeit zum Trocknen einplanen und nochmals kurz den Leerlaufbetrieb aktivieren. Check und Reparatur Wenn die Maschine sauber ist, lohnt sich ein Check aller Verschleißteile, die möglicherweise ersetzt werden müssen. 26

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Pflege „Der Lack ist ab“, heißt es ohne Schutzfilm. Um Rost zu vermeiden müssen die sauberen und trockenen Maschinen ordentlich abgeschmiert werden. Verschiedene Öle und Wachse stehen dazu im Fachhandel bereit. Hydraulikleitungen, Kunststoffe und Reifen dürfen nicht mit Öl besprüht werden. Da Diesel-Öl-Gemische nicht umweltverträglich sind, sollten sie sparsam verwendet werden. Abstellen Frostschutzmittel gehört in den Kühlerkreislauf sowie in die Scheibenwischanlage. Anschließend den Motor nochmals

warm laufen lassen. Dann Keilriemen lockern, Batterien abklemmen. Standplatten lassen sich durch einen erhöhten Reifendruck vermeiden. Durch Aufbocken an allen Achsen werden Reifen ebenfalls entlastet. Elektronische Bedienerterminals abstecken und an einem frostsicheren Ort aufbewahren. Zwischendurch im Winter Ab und an die Klimaanlage anstellen, damit die Dichtungen geschmiert und nicht brüchig werden. Zu guter Letzt zählt allerdings das, was die Hersteller empfehlen!


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Winterset gewinnen Die Temperaturen sinken und bald kündigt sich der erste Schnee an. Damit du warm und sicher durch den Winter kommst, kannst du eine wärmende Jacke samt reflektierender Haube gewinnen. Beantworte dazu folgende Frage: Welchen besonderen Fisch züchtet Josef Stadler in Mäder? Sende bis zum 31. Dezember die richtige Antwort samt deinem Namen, deiner Adresse und deiner Kleidergröße per WhatsApp an 0664/9606403 oder per E-Mail an mein@maschinenring.at. Viel Glück!

Neuer Landesgeschäftsführer

Alexander Gstrein übernimmt Agenden Nach vielen Jahren als erfolgreicher Landesgeschäftsführer des Maschinenring Vorarlbergs verabschiedete sich Günter Wohlgenannt erst kürzlich in seinen wohlverdienten Ruhestand. Seine Nachfolge trat Alexander Gstrein, vorheriger Geschäftsführer-Stellvertreter des Maschinenring Oberland sowie Vertriebsleiter der Sparte Personal, an. Von 2004 bis 2012 sowie im Jahr 2015 war Günter Wohlgenannt als Geschäftsführer für Maschinenring Service Vorarlberg tätig. Aufgrund seiner Weitsicht und seinem Engagement wurde er ebenfalls zum Landesgeschäftsführer ernannt und übt diese Funktion seit 2009 mit einer kurzen Unterbrechung bis heute aus. Der gelernte Elektriker und Fernmeldemonteur Alexan-

der Gstrein (48) lebt mit seiner Familie in Ludesch und war mehrere Jahre bei der Telekom Austria im Verkauf und Vertrieb tätig, bevor er 2009 zum Maschinenring wechselte. Seit mittlerweile acht Jahren ist er nun Geschäftsführer-Stellvertreter beim Maschinenring Oberland und hat die Sparte Personal als Vertriebsleiter über. Für Alexander Gstrein bedeutet der Maschinenring vor allem ein faires Miteinander. Dieses Miteinander will er auch in Zukunft pflegen. Günter Wohlgenannt wird sich jetzt vermehrt seiner Landwirtschaft, seinem Wald und vor allem seinen fünf Enkelkindern widmen. Der Maschinenring wünscht für den neuen Lebensabschnitt alles Gute!

Advent, Advent Weihnachten steht schon wieder vor der Tür. Im Zuge dessen möchten wir uns bei allen Mitgliedern und Mitarbeitern für ihr Engagement im Jahr 2018 bedanken. Wir wünschen eine besinnliche Adventzeit, ein schönes Weihnachtsfest und einen beschwingten Rutsch ins neue Jahr! Die Maschinenringe Vorarlberg Maschinenring-Zeitung Vorarlberg

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Infos zum Datenschutz für unsere Bewerber, Mitarbeiter und Mitglieder findest du unter www.maschinenring.at/datenschutz.

Redaktion: Carina Panholzer, BA, Mag. Sabrina Wohlschlager Mitarbeit: Ing. Armin Schwendinger, Günter Wohlgenannt, German Nigsch, Ing. Christian Marte, DI (FH) Markus Nußbaumer, Alexander Gstrein, Alexander Moser, Sabrina Nardin, Heike Stöckl, Mag. Anja Bröcker Layout & Satz: Nina Gast Druck: TRAUNER DRUCK GmbH & Co KG, gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, UW-Nr. 962 Fotos: Wenn nicht anders angegeben: Maschinenring Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in dieser Zeitung auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Personenbezeichnungen ­gelten ­gleichermaßen für Frauen und Männer. Trotz sorgfältiger Erstellung und Kontrolle k ­ önnen ­Rechen-, Übermittlungs-, Satz- und Druckfehler nicht ausgeschlossen werden. Änderungen v ­ orbehalten.

Impressum: Zeitung des Maschinenring Vorarlberg Maschinenring Vorarlberg Am Ermenbach 3, 6845 Hohenems T 059060 800 Obmann: Ing. Armin Schwendinger Geschäftsführer: Alexander Gstrein

Maschinenring Zeitung Vorarlberg November 2018  
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