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magazin für digit@le und gedruckte kommunikation

p.b.b. verlagsort: 1120 wien, 12z039233 m

Oktober 2012 Folge 197 22. Jahrgang Euro 5,– issn 1018 8054

Ifra 2012: Medienwelten in Frankfurt CtP Trends: China auf dem Vormarsch Druckverbände: Österreich und Bayern kooperieren


gedruckt auf Carta Elega 230 g/m2

Während andere wie ein Stein im Magen liegen können, schwimmen Sie mit den Carta-Qualitäten immer oben auf. Durch die spezielle Leichtbau-Technologie, die von Metsä Board entwickelt wurde, können Sie nicht nur auf überflüssiges Gewicht verzichten sondern auch Geld sparen. Sie verarbeiten mit dem Karton aus der Carta-Serie Produkte, die ihre Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft (PEFC) beziehen. Sie und Ihre Kunden leisten damit selbst einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit. Denn, bei gleicher Leistung, verbrauchen Sie weniger Rohstoffe und damit weniger Gewicht. Für führende Unternehmen im Konsumgüterbereich ist Carta Bestandteil des Verpackungskonzeptes. Wenn Sie bis jetzt noch nicht die Gelegenheit hatten sich von den Vorteilen zu überzeugen, kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.

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editorial

Wahrer Mut… Was für aufregende Tage. Felix Baumgartner stürzt sich aus einer in 39 Kilometer Höhe schwebenden Kapsel im freien Fall Richtung Erde, überwindet die Schallgeschwindigkeit und erzielt noch andere Weltrekorde. Alleine der Blick der Kamera, als sich der Extremsportler in die Tiefe stürzt, bereitet Gänsehaut. Mit feinster Technologie und großer finanzieller Unterstützung gelingt ihm etwas, was bis jetzt noch niemand vor ihm geschafft hat und vermutlich auch so schnell nicht mehr machen wird. Der wissenschaftliche Nutzen des Projektes ist bis dato umstritten, der mediale seit dem Sprung wohl nicht mehr. Bewundern muss man eigentlich auch seinen Mentor und Betreuer Joe Kittinger, der ein ähnliches Projekt 1960 von geringerer Höhe aus durchgeführt hatte. Er war nicht weniger mutig, denn seine technische Ausrüstung lässt sich mit der von heute wohl kaum vergleichen. Dennoch ist er gesprungen und ist noch immer der, der den längsten freien Fall geschafft hat. Was sich wohl wissenschaftlich niederschlagen wird, ist der Kommunikationshype über sämtliche Social Media Kanäle, der Felix Baumgartner mit diesem Projekt an den Tag gelegt hat. Kommunikationswissenschafter in der ganzen Welt sind damit beschäftigt, diese Kommunikationswelle zu deuten und zu analysieren. Und Sponsor Red Bull hat ebenso bekommen, was es wollte: Weltweit ungeheure mediale Aufmerksamkeit mit einem millionenfachen Werbeeffekt. Österreich rückte mit der Person des Felix Baumgartner wieder in das internationale Rampenlicht. Wenn schon nicht politisch, dann eben sportlich… und wird hoffentlich nun etwas weniger mit Australien verwechselt. Mit diesem Sprung hat Baumgartner Grenzen überwunden – vergleichbar mit Neil Amstrongs Sprung aus der Raumkapsel auf den Mond? Mut zur Entscheidung hat auch das Nobelpreiskomitee dieses Jahr mit der Vergabe des Friedensnobelpreises bewiesen. Eine gereifte Vision, nämlich die der EU, hat heuer die begehrte Auszeichnung erhalten. Für viele überraschend, für bekennende Europäer die Auszeichnung schlechthin. Es ist bei aller Freude wieder typisch für die Politik, wenn nicht gleich eine Diskussion darüber entbrannt wäre, wer denn in der europäischen Hierarchie wohl den Preis entgegennehmen darf oder soll. Dennoch: die Entscheidung ist geschichtsträchtig. Das fünfköpfige Komitee hob in seiner Begründung die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg als herausragendes Ergebnis der europäischen Integration heraus. Beide Länder seien in drei Kriege gegeneinander verwickelt gewesen. »Heute ist ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich undenkbar«, hieß es weiter. Darüber hinaus seien die Förderung der demokratischen Entwicklungen in südeuropäischen Ländern, die Integration osteuropäischer Staaten nach dem Mauerfall 1989 und die Befriedung des Balkans hervorzuhebende Leistungen. Darüber ließe sich wohl intensiv diskutieren, denn der Balkankonflikt war wohl nicht gerade eine politische als auch militärische Meisterleistung der damals noch jungen EU. Welchen »Mut« wird Apple wohl in Zukunft unter Beweis stellen, wenn es darum geht, den sorgsam in einem Hedge Fonds gehorteten Pott von umgerechnet 130 Milliarden Dollar sinnvoll einzusetzen. Langwierige Gerichtsverfahren mit Samsung wird man sich damit allemal leisten können. Inhaber von Apple Aktien freut es weniger, die warten schon seit Jahren auf die Auszahlung einer Dividende. Interessant wird es allemal, wenn Apple beginnt sein Geld einzusetzen. Und die Apple Gemeinde hilft tagtäglich mit, dieses zu vermehren. Denn die Herstellkosten des neuen iPhone 5 betragen etwa 160 Euro bei einem Verkaufspreis von etwa 650 Euro.

Herzlichst Michael SEIDL m.seidl@printernet.at

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in diesem heft

Die CtP Trends der drupa 2012.

Als erstes Unternehmen in Deutschland investierte die Datev eG kürzlich in eine Océ ColorStream 3700.

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03 Wahrer Mut…

herausgeberbrief

06 Österreichische Medientage in Wien: Plädoyers für Wertigkeit des Journalismus

leute/events 08 09 09

agensketterl: Fest der Innovationen 14. Agfa Golfturnier im Murhof in der Steiermark Wechsel zu Durst: Verstärktes Vertriebs-Management Large Format

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Österreichisch-Bayrische Verbandsallianz Führungswechsel bei drupa und digi:media

messen 12 13 14 16 17 18 20 20 20 20 23 23

Ifra Expo & Conference: World Publishing Expo 2012 Enfocus: Die Vielfalt von Switch 11 MiniSert von Ferag: Für den Start ins maschinelle Einstecken Goss: »See things differently« für die Zeitung KBA: Moderne Technik und breites Serviceangebot Kodak: Mehrwert für die Zeitung Agfa: Neue Perspektiven für Print und Mobile Krause: Neue Version des LS Jet Müller Martini: Fit for Difference QuadTech: Neue Produktivitäts- und Qualitätsstandards Toray: Mehrwert für den Druck Wifag: Neue S-Line Baureihe

media/publishing

24 Acrobat XI mit neuen Features: Das Tool für umtriebige Information Worker

prepress

26 CtP Trends auf der drupa 2012: China auf dem Vormarsch

visual communication

30 viscom Frankfurt 2012: Vielfältige visuelle Kommunikation

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Agfa: Flexible Systemkonfiguration Epson: Anwendungen für Signage und PoS Esko: Digitale Weiterverarbeitung Mutoh: Digitaler Großformatdruck Roland DG: High Speed Qualitätsdruck Mimaki FJX500-2131: Neuer Drucker für UV-Flachbett Fünf neue imagePROGRAF mit optionalem Spektralphotometer für den Fine-Art-Markt Außenfassaden in neuem Glanz: Plotterfähige Farbfolie von Aslan

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Digitale Welt in Quebec: Gedankenaustausch zu neuesten Technologien Datev installiert erste Océ ColorStream 3700 in Deutschland

druck 42 44 47

Aus der Praxis eines Gutachters: Rotationssiebdruck und Passerabweichungen MEWA Textilmanagement in Österreich: Mit dem Putztuch groß geworden Die Stadtdrucker im 18. Bezirk

weiterverarbeitung

48 Müller Apparatebau und Ferag Österreich: Tradition und gebündelte Kompetenz

papier

49 Arctic Paper setzt auf Wasserenergie 49 DNS color print: Neues Digitaldruckpapier von Mondi

information/impressum 50 Info: Nächste Ausgabe 50 Impressum 50 Terminkalender

Der Umschlag dieser Ausgabe wurde gedruckt auf Carta Elega 230 g/m2, geliefert von Antalis Austria und hergestellt von MetsäBoard.

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Ab in den Wald. In die Heimat von G-Print. Die neue G-Print Broschüre soll Ihnen zeigen, wo unser Papier eigentlich herkommt: aus den Wäldern Nordskandinaviens. Und die sind eisig kalt und hart im Winter sowie imposant und voller lebendiger Farben in den übrigen Monaten. Hier kann G-Print seinen starken Charakter entwickeln – mit all den Eigenschaften, die es so unnachahmlich machen. Also machen Sie sich auf in den Wald und erfahren Sie mehr über G-Print. Wir wünschen Ihnen einen schönen Ausflug!

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herausgeberbrief

Österreichische Medientage in Wien

Plädoyers für Wertigkeit des Journalismus Jean Ziegler, Schweizer Politologe, Soziologe, Politiker sowie Sachbuchund Romanautor hat bei seiner Eröffnungsrede klar gemacht, dass es seiner Ansicht nach die Aufgabe der Presse sei, die »Utopie zu verwalten«: Utopie ist der Wunsch nach dem ganz anderen. Sie bezeichnet, was in unserem Leben fehlt. Sie umfasst die einklagbare Gerechtigkeit. Der Journalist, der Intellektuelle überhaupt, ist der Verwalter der Utopie, des Tagtraumes, des Willens und der Gerechtigkeit. Text Dr. Werner Sobotka

Die Weltwirtschaft sei so produktiv wie noch nie. Auch die Medienwirtschaft hat bereits Dimensionen erreicht, von denen man nur träumen konnte. Und doch befinden wir uns in der Krise. Immer mehr Druckereien gehen in Konkurs, immer mehr große Zulieferer beenden ihr Dasein und Zeitungen, vor allem in den USA, werden speziell im klassischen Print-Bereich immer weniger. Also scheint es, dass wir in unserer Analyse einfach gravierende Fehler machen um wirklich erfolgreich zu sein. In den meisten Fällen ist unsere Zustandsanalyse geschönt, sie beschäftigt sich mit dem Erhalt von bereits Erreichtem und denkt nicht wirklich daran neue Dimensionen zu entwickeln. Wir werden von den neuen Entwicklungen der Elektronik getrieben, und ist endlich eine Analyse fertig, ist sie bereits überholt und wird in vielen Fällen nicht mehr realisiert.

Leider scheint gerade im Fachmedienbereich dies zum Evangelium erhoben worden zu sein und alle Aktivitäten von Besuch von Werbeveranstaltungen und immer wiederkehrenden Messen scheint die Aktivitäten der Medienmacher voll auszulasten. Vor allem Agenturen haben festgestellt, dass es zurzeit ein sehr großes Inventar an Werbemöglichkeiten außerhalb der klassischen Medien gibt. Medienagenturen seien nur die Überbringer der schlechten Nachrichten, sie haben die neuen Medien nicht erfunden, können sie aber aus lauter Liebe für die klassischen Medien nicht ignorieren.

Jean Ziegler. Foto: Heiner Schmitt-Ringier S.A.

Medienmacher und Medienplaner Warum verstehen sich Medienmacher und Medienplaner denn so schlecht? Das war eine wichtige Frage bei den Medientagen. Einerseits seien Werbebuchungen viel zu datengetrieben, und es werde viel zu wenig Rücksicht auf das Umfeld gelegt, klagen vor allem die klassischen Medien. Es stellt sich daher die Frage, welchen Aufpreis ein klassisches Umfeld in der heutigen Zeit überhaupt noch rechtfertigt. Als Analyse wurde einfach klar postuliert, dass es nicht die primäre Aufgabe von Werbung sei ein Medium zu finanzieren.

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Die Österreichischen Medientage boten ein kontrastreiches Programm. Foto: C. Brunnbauer

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herausgeberbrief

Weg vom Wunschtütendenken Frank Thomsen vom Magazin Stern räumte ein, dass auch ein Magazinriese nicht mehr jene Wunschtüte darstelle, als die er früher gerne tituliert wurde. »Das ist heute das Internet«, so Thomson. Wie soll es nun weitergehen? Gibt es einen Plan, und wer hat diesen Plan wie die Medienlandschaft 2015 aussehen wird? Hat die Druckindustrie überhaupt über solche Pläne schon wirklich nachgedacht? Hat sie die entsprechenden Euro in die Hand genommen um Lösungen zu finden, oder beschränkt sie sich auf das Lamentieren und kleinliche regionale Projekte ohne wirkliche Bedeutung für die Branche? Man kann eben nicht mehr in Dezennien denken, man kann nur tasten. Langfristige Prognosen sind eigentlich kaum realisierbar. Vor sechs Jahren gab es Facebook nicht und Google war für klassische Zeitungsmacher ein belächeltes System. Die Medien müssen sich einfach rascher anpassen und Journalismus wird funktionieren, wir müssen nur rasch und ohne Vorurteile eine Antwort finden. Aber wie?

Alle Kanäle abdecken (können) Man muss alle Kanäle bespielen und die Segmentierungen der Leserinteressen bedienen. Journalismus ist nicht mehr an die Druckmedien gebunden, sondern hat sich immer stärker von ihnen gelöst und bedient sich jener Medien, die für seine ureigenen Aufgaben am effektivsten sind. Dazu kommt für die neue Medienlandschaft und Mediengeneration Social Media. Agenturen gehen dorthin, wo die Konsumenten sind. Social Media ist eine neue Werbeplattform geworden, die in ein gutes Kommunikationskonzept einer Zeitung oder eines Fachmagazins schnell und zielgenau integriert werden muss.

Die Mediaanalyse hat sicherlich in den letzten Jahren viel Know-how erarbeitet und entsprechende Consumer Insights generiert, doch viele dieser Ergebnisse sind leider auf die elektronischen Medien ausgerichtet und die analoge Welt trägt viel zu wenig zur Aufklärung ihrer Probleme dazu bei. Noch immer ist die Zeitungslandschaft in Österreich sehr regional orientiert und pocht auf eine gewisse Ausnahmestellung im Zeitungsmarkt. Aber wie lange noch wird sich dies halten, wenn die Grenzen so stark verschwinden? Es stellt sich die Frage, wer die Leader der Zukunft sind. Ist die Medienagentur wirklich der Dirigent, der die Spieler eines Orchesters einsetzt wie es Friederike Müller Wernhart von Mindshare bei den Medientagen behauptet hat oder wie Tom Krutt von Young&Rubicam meinte: »Am Anfang steht die Idee – sie ist der Direktor.« Ideen sind aber nicht mediengebunden, und die besten

Foto: C. Brunnbauer

Prof. Hans Jörgen Manstein eröffnete die diesjährigen Medientage mit klaren Worten und Kritik am derzeitigen Mediensystem. »Der guten Ordnung halber muss ich aber festhalten, dass wir – die Medienmacher – um nichts besser sind. Wir leben der Politik nicht vor, wie es besser gehen könnte. Das Gegenteil ist der Fall. Wir hecheln ihr nach. Denk‘ ich an die Medien, dann fallen mir anstatt von Visionen Schreibsklaven ein. Ein prominentes und nebenbei auch gut gehendes Magazin zahlt einem Journalisten für eine Geschichte, die vier Recherchetage, zwei Schreibtage und unzählige Stunden für die Ausstattung umfasst, sage und schreibe 1.000 Euro (zum besseren Verständnis: Eintausend Euro!). Das entspricht dem Stun-

professional news Fünf neue Canon imagePROGRAF mit optionalem Spektralphotometer für den Fine-Art-Markt Die neuen 24-Zoll (61,0 cm)- bis 60-Zoll (152,4 cm)-Drucker sind jeweils mit einem 8- oder 12-Farben-Pigmentintensystem und einer Vielzahl neuer Funktionen ausgestattet und bieten eine überragende Bildqualität, Produktivität und Bediener-freundlichkeit Die 24-Zoll-Modelle imagePROGRAF iPF6400 und iPF6450 mit 12-FarbenTintensystem ersetzen die Modelle iPF6300 und iPF6350. Das neue optionale Spektralphotometer des imagePROGRAF iPF6450 ermöglicht präzise, hochstabile und konsistente Farbe. Es verfügt über einen austauschbaren UV-Filter und eröffnet Anwendern so wesentlich mehr Flexibilität bei der Medienbandbreite. www.canon.at

Ideen werden auch in einer durch elektronische Medien dominierten Zeit in Zukunft überleben und Geld bringen; ob digital oder analog spielt dabei keine Rolle. Nur sollte man das Entwickeln von Ideen nicht Dritten überlassen, sondern selbst tätig werden. Mehr Agieren als Reagieren ist angesagt, vor allem in einer immer kleiner werdenden gedruckten Informationswelt der Zukunft.

denlohn eines Hilfsarbeiters. Und als solche werden Schreiberlinge auch betrachtet. Diese Summe gilt in der heutigen Medienrealität sogar noch als »gutes Honorar«. Es ist niederträchtig. Ein anderer Journalist, der ein ähnliches Angebot mit dem Hinweis, dass sich das Geschäft für ihn aus den genannten Gründen nicht rechnen würde, ablehnte, wurde vom Verlag mit dem Satz »aber Sie kriegen ja ohnehin auch noch die Mehrwertsteuer ausbezahlt« gleich zum Fiskal-Betrug aufgefordert. Soweit sind wir, sehr geehrte Damen und Herren, in der Entlohnung geistiger Leistung gekommen. Demgemäß müssten manche Politiker Straflohn bezahlen, um ihr Defizit auszugeben.« Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen…


leute/events

agensketterl

Fest der Innovationen »agensketterl«, die begeisternde Druckerei, lud am 13. September 2012 zum »Fest der Innovationen«. Trotz des kühlen und feuchten Wetters folgten rund 300 geladene Gäste der Einladung und machten sich bei beeindruckenden Vorführungen ein Bild von den neuesten Technologien. Nach dem Sektempfang im Festzelt und der Begrüßung durch »agensketterl« Geschäftsführer Dr. Dieter Simon präsentierte man stolz einen Maschinenpark, der wohl zu den modernsten in Österreich zählt. Den Auftakt zum Blick in die Zukunft des Druckens bildete die spektakuläre Glowshow der Mindspinners in der abgedunkelten Druckhalle. Die neue 8-Farben KBA Rapida 106 und die neue KBA Rapida 145, eine 4-Farben-Maschine + Dispersionslackwerk, zeigten bei einer einzigartigen Vorführung ihre unschlagbare Performance und brachten das Publikum buchstäblich zum Staunen. Beide Maschinen zählen weltweit zu den ersten ihrer Art und wurden in einer Technologiepartnerschaft mit KBA auf Höchstleistung getrimmt. Jürgen Veil, Marketingchef von KBA in Radebeul: »Beide Formate sind mit dem völlig neu konzipierten Direct Drive System ausgestattet und verkürzen dadurch die Rüstzeiten zwischen den einzelnen Jobwechseln deutlich. Sie erzielen auch die weltweit höchsten Maschinengeschwindigkeiten von 18.000 bzw. 17.000 Bogen pro Stunde, wobei in-line Farbregelsysteme die Qualität sicherstellen.« Durch das übergroße Druckformat von 100 x

Ins rechte Licht gerückt. Die neue 8-Farben Rapida 106 mit 18.000er Speed. Foto: agensketterl

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agensketterl Geschäftsführer Dr. Dieter Simon begrüßte die zahlreichen Gäste. Foto: agensketterl

Müller Martini Österreich Geschäftsführer Roland Henn erklärte den neuen Klebebinder. Foto: agensketterl

140 Zentimeter möchte »agensketterl« seine Präsenz im Marktsegment POS sowie im Displaybereich noch weiter ausbauen. In der Buchbinderei stellte Roland Henn, Geschäftsführer von Müller Martini Österreich, den neuen Klebebinder Acoro vor. Mit der Anlage ist es möglich, Produkte mit Hotmelt als auch PUR-Bindung zu fertigen. Der Klebebinder ist besonders flexibel umstellbar und setzt mit ASIR (Barcodeleser zur Bogenerkennung) neue Maßstäbe der Qualitätssicherung.

Anschließend sorgten die Legendary Daltons mit Rock'n'Roll für gute Stimmung. Im großen Festzelt wurde bei Spanferkel & Co. noch bis in die Nachtstunden bzw. frühen Morgenstunden gefachsimpelt und gefeiert. »agensketterl« konnte mit dem Fest der Innovationen tatsächlich begeistern. Warum? Glanzvolle Feste sind in der Druckindustrie eher rar geworden. Umso mehr freut es, dass Innovationen und neue Technologien dafür bei »agensketterl« den Anlass dazu gaben.

Die Mindspinners beeindruckten mit einer Lichtperformance. Foto: agensketterl

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leute/events

14. Agfa Golfturnier am Murhof in der Steiermark Tolle Stimmung und super Wetter Zum traditionellen Agfa Golfturnier lud Organisator Willy Nemec wieder eine begeisterte und vor allem internationale Runde zum 14. Mal ein. Und es war, wie schon in den Jahren zuvor, wieder Turnier bei traumhaften Wetterbedingungen. Voriges Jahr habe ich geschrieben, wenn die Engerl kommen, dann wird das schon passen. Der »Engerlfaktor« hat auch heuer wieder gezogen. Ein Turnier bei besten Bedingungen Der Jüngste setzte sich durch. Fabrizio Marzi (Mitte) bot eine Topleistung und und hervorragenden Leistungen. Den freute sich über den Siegerwein vom Turniersieg holte sich mit 29 Punkten Weingut Aumann. Fabrizio Marzi, der jüngste, jedoch nicht Foto: P&P minder golfbegeisterte Teilnehmer des Turniers. Platz zwei belegte Jamie Toms vor Kurt Schwaiger. Auch Michael Hansbauer war wieder einmal Sieger im Nettoergebnis der Gruppe A. Der Jagd nach dem kleinen weißen Ball konnten auch einige Starter frönen, die allesamt beim Üben des Abschlags, im Bunker und beim Putten ihre Freude hatten. Nach der Siegerehrung, die mit guten Weinen vom Weingut Aumann wieder aufgewertet wurde, ging´s dann zum feinen steirischen Essen und zum »Abtanzen« mit Musikbegleitung der Circles, der Band von Franz Vorraber. Agfa Graphics Regionschef Moritz Rogger hatte schon Recht, als er in seiner launigen Rede meinte: »Willy, super Stimmung, du bist der Kaiser hier.« Und das Turnier in Österreich macht inzwischen auch schon erfolgreich in der Schweiz und in Deutschland Schule.

Zum 14. Mal veranstaltete Agfa heuer sein Golfturnier bei besten Bedingungen am Murhof in der Steiermark. Foto: P&P

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25 to 27 October

neue perspektiven erleben. 25. bis 27. Oktober

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Wechsel zu Durst Verstärktes Vertriebs-Management Large Format Zum ersten Oktober übernahm Markus Gleissner die Position des Business Manager der Durst Phototechnik Group, LFP für die Region Osteuropa-AsienAfrika. Er löst in dieser Funktion Gerhard Gamper ab, der zum neuen International Sales Manager Textil berufen wurde. »Gleissner passt mit seiner Art des beratenden Verkaufs, der die Interessen der Kunden in den Vordergrund stellt und Foto: Durst Phototechnik AG nicht den schnellen Verkaufserfolg, perfekt in unsere Unternehmensphilosophie«, so Dr. Richard Piock, CEO der Durst Gruppe. Gleissner gilt als »Urgestein« der Digitaldrucktechnik. Er arbeitete längere Zeit bei Scitex, danach bei Spühl und war vor seinem Wechsel zu Durst bei HP für den Verkauf der Drucker in osteuropäischen Ländern verantwortlich. »Ich freue mich auf diese neue Aufgabe. Die Art der direkten Kommunikation ohne viel Hierarchie ist für mich eine phantastische Erfahrung«, meint Gleissner.

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business

Verband Druck & Medientechnik bündelt Kräfte gegen Druckereikrise

Österreichisch-Bayrische Verbandsallianz DieInteressensallianz Österreich-Bayern steht seit kurzem und damit die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden Druck & Medientechnik in Österreich und Bayern. Die Verbände setzen damit gerade in der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Druckbranche ein positives Signal. Der Vorteil: Länderübergreifendes Know-how und Dienstleistung zu einem besseren Preis für die Mitglieder.

Die Druckbranche befindet sich nach wie vor im gewaltigen Umbruch. 2011 machten die österreichischen Druckereien gemeinsam einen Umsatz von etwas über 1,7 Milliarden Euro. Das ist um 2,5 Prozent weniger als noch im Jahr 2010. Die Zahl der Insolvenzen lag bei 25 Betrieben. »Alleine in den letzten drei Jahren hat die Druckbranche in Österreich mehr als 25 Prozent der Dienstnehmer und 15 Prozent der Betriebe verloren«, meint Mag. Werner Neudorfer, Geschäftsführer des Verbandes Druck & Medientechnik. Rund 10.000 Beschäftigte hat die Branche derzeit in etwa 610 Betrieben. Zum Vergleich: In Bayern sind aktuell etwa 30.000 Beschäftigte in 2.200 Betrieben tätig. Das Jahr 2012 startete ebenfalls schlecht. Das erste Quartal lag mit einem Umsatz von 370 Millionen Euro noch weitere 4 Prozent unter dem Vorjahr. Im zweiten Quartal scheint sich aber die Lage stabilisiert zu haben. »So wie es aussieht, dürfte die Talfahrt für’s Erste gestoppt sein«, sagte Präsident Ing. Rudolf A. Cuturi.

EU-Schlusslicht Österreich Ein Blick über die Grenzen zeigt jedoch, dass es noch viel zu tun gibt. Österreichs Druckereien haben nach wie vor Schwächen im Export. Seit vielen Jahren ist Österreich in der EUAußenhandelsstatistik für Druckerzeugnisse an letzter Stelle. Im Jahr 2010 haben Österreichs Druckereien Aufträge im Wert von mehr als 404 Millionen Euro ans Ausland verloren. Exportkaiser sind aber nicht Billigländer, sondern Deutschland (plus 2,45 Milliarden Euro),

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Österreich und Bayern arbeiten nun auf Verbandsebene zusammen. v.l.n.r.: erste Reihe: Reiner Niebauer (Vorstandsvorsitzender vdmb), Ing. Rudolf A. Cuturi (Präsident Verband Druck & Medientechnik Österreich), zweite Reihe: Jens Meyer (Geschäftsführer printxmedia Süd GmbH), Holger Busch (Geschäftsführer vdmb), Mag. Werner Neudorfer (Geschäftsführer Verband Druck & Medientechnik Österreich).

Großbritannien (plus 1,3 Milliarden Euro) und Italien (plus 774 Millionen Euro). »Die Gründe dafür sind zum Teil in der unterschiedlichen Kostenstruktur zu sehen, und das zeigt, dass weitere Reformschritte im Kollektivvertrag sicher notwendig sind«, meint Werner Neudorfer. »Auf der anderen Seite zeigen die Analysen der Zahlen, dass es auch in dieser Phase der europaweiten Umstrukturierung möglich ist, als Druckerei erfolgreich zu sein. Naturgemäß herrscht in einer solchen Phase ein hoher Informations- und Beratungs-

bedarf, auch über die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle. Aus Sicht des Verbandes sehen wir diejenigen Druckereien als erfolgreich an, die sich konsequent den Herausforderungen stellen und die auf Qualifikation und Kooperation setzen.« Ein Grund mehr also, auch als Verband über die Grenzen zu sehen und Kooperationen zu suchen.

Kooperation mit Bayern »Bayern und Österreich verbindet eine lange gemeinsame Geschichte und Tradition. Dies print+publishing 197|12


business gilt auch für die Zusammenarbeit der beiden Druck- und Medienverbände. Seit Jahren findet ein intensiver und kontinuierlicher Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Branchenorganisationen statt. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir die Zusammenarbeit nun auch auf eine gemeinsame Beratungsgesellschaft für Druckereiunternehmen, die PrintXMedia Süd GmbH, ausdehnen«, sagt Reiner Niebauer, Präsident des Verbandes Druck und Medientechnik Bayern, kurz vdmb. Von dieser Zusammenarbeit sollen beide Seiten profitieren. »Die deutschen Verbände haben seit vielen Jahren ein breit aufgestelltes Dienstleistungsangebot, um ihre Mitgliedsbetriebe gezielt zu unterstützen, umgekehrt bieten wir vom österreichischen Verband Know-how bei Klein- und mittelständischen Unternehmen und können diese Erfahrung

einbringen«, erklärt Werner Neudorfer, Geschäftsführer des österreichischen Verbandes.

Serviceleistungen zu Mitgliedskonditionen

Modulare Laminiermaschinen Dokument-Logistik in allen Leistungsklassen

Alle Dienstleistungen der PrintXMedia stehen ab sofort für österreichische Verbandsmitglieder zur Verfügung. »Damit haben nun auch alle Mitgliedsunternehmen des österreichischen Verbandes die Möglichkeit, auf das komplette Serviceangebot unserer Beratungsgesellschaft zu ermäßigten Mitgliedskonditionen zuzugreifen«, sagt vdmb Geschäftsführer Holger Busch. Konkret heißt das: Künftig können österreichische Druckereien auch für die Öffentlichkeit gesperrte Leistungen buchen oder erhalten einen Mitgliedsrabatt von bis zu 50 Prozent. Vorausgesetzt, sie sind Mitglied im Verband Druck & Medientechnik Österreich.

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PrintXMedia GmbH – neutrales Beratungsunternehmen der Verbände Die PrintXMedia GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Verbände Druck und Medien und ein neutrales Beratungsunternehmen, das speziell abgestimmte Angebote für die Unternehmen der Druck und Medienbranche bietet. Ein Team von mehr als zehn Experten bietet Beratung und Unterstützung für folgende Bereiche: Controlling, Druckvorstufe, Druck, Umwelt, Management, Digitaldruck, ProzessStandard Offset und Digitaldruck, Maschinenabnahme und Qualitätsmanagement. Die Serviceleistungen reichen dabei von Betriebsberatung über Unterstützung bei der Implementierung etwa bei Web-to-Print-Produkten oder ProzessStandards bis hin zur Projektbegleitung und -evaluierung. Darüber hinaus sammelt die PrintXMedia Branchendaten und erstellt jährlich den Bilanzkennzahlenvergleich.

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Führungswechsel bei drupa und digi:media Manuel Mataré übergibt schrittweise an Sabine Geldermann Aus persönlichen Gründen zieht sich Manuel Mataré, Director der drupa und digi:media, mit Beginn des kommenden Jahres schrittweise aus dem operativen Geschäft zurück. Gleichzeitig wird er seiner Nachfolgerin Sabine Geldermann sukzessive die Projekte übergeben, so dass Kontinuität gewährleistet ist. Bis Ende des zweiten Quartals wird diese Übergangsphase dauern, danach steht Mataré den drupa- und digi:media-Teams weiter beratend zur Seite. »So schwer mir dieser Schritt auch fällt, muss ich angesichts meiner gesundheitlichen Situation etwas kürzer treten«, begründet Mataré, der im kommenden Jahr seinen 60-sten Geburtstag feiert, diese Entscheidung. »Ich bin überzeugt, dass diese Lösung für alle Beteiligten die beste ist und eine weitere erfolgreiche Entwicklung von drupa und digi:media gewährleisten wird.« Seit 25 Jahren arbeitet Manuel Mataré als Projektleiter und Director bei der Messe Düsseldorf und hat in dieser Zeit unter anderem die hogatec (Internationale Messe für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftverpflegung) und die Wire/Tube (Internationale Fachmesse für Draht, Kabel, Herstellung und Verarbeitung) verantwortlich betreut. Mit Sabine Geldermann setzt die Messe Düsseldorf

auf ausgesprochene Messe- und Branchenkompetenz. So hat die 46-jährige bei Blenheim International (Deutschland), einem weltweit operierenden britischen Messeveranstalter, als Projektleiterin die europäische Leitmesse für Werbeartikel (PSI) sowie die Internationale Franchise Messe verantwortet. Sie erlebte sowohl die Fusion von Blenheim International mit Miller Freeman 1996 als auch die Übernahme durch Reed Exhibitions, dem weltweit größten privaten Messeveranstalter. Im Jahr 2000 war sie zudem für die viscom (Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design) und die Pro Sign (Internationale Fachmesse für Werbetechnik und Digitaldruck) zuständig. Seit 2009 ist sie Mitglied der Bereichsleitung im VDI (Verein Deutscher Ingenieure) mit nahezu 150.000 Mitgliedern und ist dort für Vertrieb, Marketing sowie die Gewinnung strategischer Partner zuständig.

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messen

Ifra Expo & Conference

World Publishing Expo 2012 Der WAN-IFRA, Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien, hält die diesjährige World Publishing Expo nicht wie ursprünglich geplant in Madrid, sondern in Frankfurt ab. Vielseitig ist das Programm, das die Besucher vom 29. – 31. Oktober auf der Ifra Expo & Conference erwartet. & App Summit statt. Mehr und mehr Traffic kommt von mobilen Geräten. Auf der Konferenz informieren Experten über die neuesten Produktentwicklungen und Geschäftsstrategien. Unter anderem bietet die New York Times Einblicke in ihren Umgang mit mobilen Produkten. Der Stern zieht ein Resümee über die ersten zwei Jahre der Tablet-Version des Magazins.

Advertising Summit 2012 Die letztjährige Expo in Wien zog 8.000 Besucher aus mehr als 90 Ländern sowie 306 Aussteller, darunter Druckmaschinenhersteller, Lösungsanbieter für Redaktions- und Anzeigensysteme, Anbieter im Bereich neue Medien sowie andere Zulieferer der Zeitungsbranche, an. Heuer findet die größte internationale Fachmesse der Zeitungs- und Medienindustrie auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt. Der Ortswechsel von Madrid nach Frankfurt erfolgte auf Wunsch der Aussteller, die in Hinblick auf ihre Kunden um einen an zentralerer Stelle in Europa gelegenen Messestandort gebeten hatten. »Zahlreiche Aussteller und Mitglieder haben uns um eine Verlegung gebeten um ihre Reisekosten senken und das Event bequemer erreichen zu können. Als Verband sind wir darum bemüht auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen«, so WAN-IFRA-Präsident Jacob Mathew. Die Ifra Expo wird heuer von den Focus Sessions, dem Media Port, dem 5. Tablet & App Summit sowie dem Advertising Summit begleitet.

Focus Sessions Auch heuer werden im Rahmen der Focus Sessions Fachkollegen und Branchenexperten über ihre Erfahrungen berichten und BestPractice-Beispiele aus dem Bereich Zeitungsproduktion vorstellen. Jede der täglichen Fo-

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cus Sessions dauert zirka zweieinhalb Stunden. • Innovationen im Zeitungsdruck (Montag, 29. Oktober, 14.00 Uhr) • Die Zeitungsdruckerei vermarkten (Dienstag, 30. Oktober, 10.00 Uhr) • Retrofit: fast wie neu! (Mittwoch, 31. Oktober, 10.00 Uhr)

Der am 31. Oktober stattfindende Advertising Summit richtet sich auch heuer wieder an Führungskräfte, Geschäftsführer, Werbeleiter und jene, die mehr über die Werbemöglichkeiten der Zukunft sowie das Erschließen neuer Einnahmequellen erfahren möchten. Dabei wird auch die Frage nach den Wünschen des Kunden aufgeworfen oder nach dem zielgerichteten Einsatz von Augmented Reality.

Media Port Der Media Port dient als zentrale Präsentationsplattform für Fallstudien, Technologietrends und Beispiele aus der ganzen Welt. Die Teilnahme an sämtlichen Sessions ist für Besucher und Aussteller der Ifra Expo kostenfrei. • Tablet- und Mobile-Trends I Montag, 29. Oktober 2012, 10.30 Uhr • Innovatives Anzeigengeschäft Montag, 29.Oktober, 14.00 Uhr • Digitale Innovationen Dienstag, 30 Oktober, 10.30 Uhr • Social-Media-Fallstudien Dienstag, 30. Oktober 2012, 14.00 Uhr • Tablet- und Mobile-Trends II Mittwoch, 31 Oktober, 10.30 Uhr • Excellence in Printing Mittwoch, 31 Oktober, 14.00 Uhr

Tablet & App Summit Am 30. Oktober findet parallel der 5. Tablet

WAN-IFRA unter neuer Leitung Anfang Oktober gab WAN-IFRA Präsident Jacob Mathew die Ernennung von Vincent Peyrègne (44) zum neuen Chief Executive Officer der Organisation bekannt. Zu den Hauptaufgaben des CEOs, der 25 Jahre Erfahrung aus dem Zeitungs- und Mediensektor mitbringt, wird es gehören, neue Strategien und Konzepte für den Verband zu entwickeln. In seiner beruflichen Laufbahn war er in Frankreich, Deutschland und der Schweiz für mehrere regionale und überregionale Verlage, nationale und internationale Branchenverbände sowie die französische Regierung tätig. In dieser Zeit hatte er unterschiedliche Positionen in den Bereichen Anzeigen/Werbung, Vertrieb und Technologie, Marketingforschung, Consumer Insight und Innovation inne. print+publishing 197|12


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Enfocus Die Vielfalt von Switch 11 Enfocus stellt gemeinsam mit Impressed GmbH, seinem Distributor für Deutschland, Österreich und die Schweiz die wichtigsten Neuerungen der Automatisierungslösung Switch 11 und PitStop Server 11 für die PDF-Prüfung und -Korrektur in den Mittelpunkt. Crossroads, die Community rund um Enfocus Switch, will der Zeitungsbranche zeigen, wie sich dynamische Automatisierungsroutinen in bestehende Systeme integrieren lassen. Die weiteren Crossroads Anwendungspartner vorort sind axaio, callas, CHILI Publish, Elpical und seit kurzem auch Esko. Enfocus Switch ist eine leistungsfähige und äußerst flexible Lösung für die Automatisierung von Produktions-Arbeitsschritten. Neben dem Datenempfang und Datenversand bietet Switch einzigartige Funktionen zum Filtern, Sortieren und Routen von Daten einschließlich der Unterstützung von Metadaten wie JDF und XML. Switch

bildet somit das ideale Bindeglied zwischen MIS-, Auftragsbzw. JobPlanungsSystemen, Web-Portalen, Datenbanken und DruckvorstufenWorkflowsystemen oder Ausgabe-RIPs. Switch automatisiert viele der heute noch manuell ausgeführten Arbeitsschritte und hilft dabei, den gesamten Produktionsprozess zu standardisieren und zu beschleunigen sowie Fehlerquellen zu reduzieren. Eine der Stärken von Switch ist die direkte Anbindung einer Vielzahl bekannter Standard-Applikationen für die automatisierte Verarbeitung von Daten wie etwa PitStop Server 11 für den dynamischen PDF-Preflight. Die vor kurzem freigegebene neue Version von Switch 11 Update 1 unterstützt alle aktuell in PitStop Server 11 eingeführten dynamischen Preflight- und Korrektur-Funktionen. Auf Basis der leistungsstarken Switch-Variablen geben diese intelligenten Preflight- und Korrektur-Funktionen (»Smart Preflight & Correction«) den Anwendern von Switch und PitStop Server die Möglichkeit, die Einstellungen für die Preflight-Prüfung und die automatische Korrektur noch dynamischer und präziser einzusetzen. Diese Version verfügt nun auch über eine direkte Verknüpfung zur Automation Engine von Esko.


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MiniSert von Ferag

Für den Start ins maschinelle Einstecken Zur drupa präsentierte Ferag heuer mit MiniSert ein Konzept für den einfachen und kostengünstigen Einstieg in den maschinellen Einsteckprozess. Nur vier Monate später zeigte man diese Weltpremiere in (Schweiz) nun erstmals als serienfertige Lösung im Produktionseinsatz. Die erste Anlage wird im Jänner 2013 zu einem Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeliefert. MiniSert richtet sich an jene Zeitungsmärkte, in denen bislang manuell eingesteckt wird, das Beilagenvolumen aber den Wechsel zum maschinellen Einsteckprozess rechtfertigen würde. Ferag adressiert damit die aufstrebenden jungen Märkte in Asien, Afrika oder Südamerika. Mit dem System haben Zeitungsdrucker jetzt die Möglichkeit, diesen Wechsel mit dem Einsatz geringer finanzieller Mittel umzusetzen. Der Einsteckprozess kann bei vergleichsweise tiefen Betriebskosten und einer ungleich höheren Produktionssicherheit auf ein neues Leistungsniveau gebracht werden. MiniSert ist modular aufgebaut. Die Hauptkomponenten sind die Anlegergruppe, das Einsteckmodul und die Paketauslage. Nach nur einwöchiger Montage- und Schulungsphase ist das System produktionsbereit. Bei der Präsentation betonte Ferag CEO Jürg Möckli mit ungewohnt direkten Worten, dass es sich hier um eine echte und innovative Neuigkeit handelt und nicht um eine Kopie oder veraltetete Technologie, die etwas modernisiert wurde. An diesem klaren Wink an den Wettbewerb konnte man bemerken, dass der Wettbewerbsdruck auch im Weiterverarbeitungsbereich vehement zugenommen hat. »Innovation ist die Antwort von Ferag«, so Jörg Möckli und zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass es gelungen sei, das neue System so schnell zu entwickeln.

Kompakt und schnell MiniSert produziert mit bis zu 20.000 Endprodukten pro Stunde. Der Einsteckvorgang arbeitet nach dem bewährten rotativen Prinzip. Das sichert eine hohe Prozessstabilität bei ruhigen Bewegungsabläufen bis in die oberen Geschwindigkeitsbereiche. Die Hauptprodukte werden synchron zur rotativen Be-

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MiniSert richtet sich an jene Zeitungsmärkte, in denen bislang manuell eingesteckt wird, das Beilagenvolumen aber den Wechsel zum maschinellen Einsteckprozess rechtfertigen würde. Foto: PP Europe

wegung über einen Vorfalzöffner geöffnet. Eine integrierte Fehlbogenkontrolle stellt sicher, dass nur vollständige Endprodukte in den Vertrieb gehen. Die fertigen Pakete werden der Auslage entnommen und im Nearline-Verfahren manuell umreift. Mit Zweiermodulen ist der Anlegerbereich schrittweise von zwei auf vier und auf sechs Einsteckprodukte ausbaubar. Die bequem und einfach zu bedienenden Anleger InterHopper zeichnen sich wie die gesamte Einstecklinie durch eine ausgezeichnete Ergonomie und ihr völlig unkritisches Verhalten gegenüber einem breiten Format- und Produktspektrum aus. Die einsetzbaren Formate

sind A4 bis A3 und es können Lagen mit einer Dicke von 125 Millimeter verarbeitet werden. Apropos kompakt: MiniSert wurde so konzipiert, dass die Anlage gut in einen 20 Fuß-Standardcontainer passt und kann so bequem versandt bzw. transportiert werden.

Neu: Unicover 40 Als Weltneuheit präsentierte Ferag nun auch den UniCover40. Der Umschlaganleger produziert mit doppelter Geschwindigkeit bekannter Lösungen und erlaubt es, Zeitschriftenumschläge im Planobogenformat ohne vorgängigen Falzprozess inline auf der UniDrum zu verarbeiten. Von diesen Hochgeschwindigprint+publishing 197|12


ifra 2012 keitssystemen sind weltweit derzeit 120 Anlagen im Einsatz. Bekannte Umschlaganleger erreichen ihre Leistungsgrenzen spätestens bei 20.000 Exemplaren pro Stunde. Der neue UniCover40 durchbricht erstmals diese Mauer. Mit bislang unerreichten 40.000 gefalzten Bogen pro Stunde arbeitet der neu entwickelte und als Weltneuheit vorgestellte Umschlaganleger mit der doppelten Geschwindigkeit herkömmlicher Lösungen. Damit kann der UniCover40 direkt an die Hochleistungssammelhefttrommel UniDrum angebunden werden. Für die Praxis heißt das: Die Inline-Verarbeitung von Zeitschriftenumschlägen ist jetzt als Planobogen direkt vom Bogenoffset herkommend auf der Sammelhefttrommel möglich, wobei Papiere mit Grammaturen von 80 bis 170 Gramm pro Quadratmeter verarbeitet werden können. Der zeit- und kostenintensive Zwischenschritt auf einer Falzmaschine entfällt. Zeitschriftenproduzenten bringen mit dem UniCover40 mehr Leistung und Wertschöpfung ins eigene Haus und haben die volle Kontrolle über die Verarbeitungsqualität.

Userpark: Training am echten Objekt Die Weiterverarbeitungssysteme von Ferag sind auf hochindustrielle Prozesse ausgelegt. Um das Leistungspotenzial voll zu nutzen, bedarf es eines Bedienungsteams, das sein Handwerk und die Technik beherrscht. Ferag schafft schon seit geraumer Zeit mit dem Userpark eine Ausbildungsplattform, die es Berufsleuten ermöglicht, ihre Schulung auf Hochleistungstechnik in praxisgerechter Produktionsumgebung und unter professioneller Betreuung zu absolvieren. Im Userpark setzen sich die Kursteilnehmer mit echten Alltagssituationen auseinander, wie sie ihnen im eigenen Betrieb begegnen. Von erfahrenen Instruktoren erfahren die Teilnehmer aus erster Hand, wie sie mit Ferag-Technik auch unter erschwerten Bedingungen (relativer Luftfeuchtigkeit, Papierqualität, komplexer Produktaufbau mit Warenmustern, Beilagen etc.) Höchstleistungen erzielen. Der Userpark nutzt die Infrastruktur der PMC Print Media Corporation in Oetwil am See, rund 12 Kilometer vom Ferag-Hauptsitz in Hinwil entfernt. Hier stehen Sammelheft-, Schneid- und Einstecksysteme im Einsatz, die stets dem neusten Stand der Technik entsprechen. Täglich werden reale Aufträge für den Markt produziert. Sie reichen vom einfach aufgebauten Standardprodukt bis zum anspruchsvollen und komplexen Spezialerzeugnis.

Ausbildungsqualität bestimmt den Erfolg Von den Grundeinstellungen über Formatänderungen bei Auftragswechsel bis zur Feinjus197|12 print+publishing

Mit dem UniCover40 ist die Inline-Verarbeitung von Zeitschriftenumschlägen als Planobogen direkt vom Bogenoffset herkommend auf der Sammelhefttrommel möglich. Foto: Ferag

tierung werden sämtliche Aspekte der Bedienung intensiv behandelt und mehrfach trainiert. Im Interesse des maximalen Lerneffekts steht den Teilnehmern eine separate Sammelhefter Linie »Trainings Unidrum« für die intensive Schulung zur Verfügung. Sowie besteht die Möglichkeit mit Kundenprodukten an der realen Produktionsanlage ihr erworbenes Wissen umzusetzen. Spezielle Module für Maschinen- und Linienführer, für Produktionsleiter und Sachbearbeiter sowie für Mechanik- und Elektronikspezialisten ergänzen das Angebot. Neben den offen ausgeschriebenen Schulungen können im Rahmen von »Workshops« maßgeschneiderte Intensivprogramme zusammengestellt werden, die sich am spezifischen Bedarf eines Kunden orientieren. Unter der Leitung von Spezialisten der Ferag AG und der PMC Print Media Corporation wird in

Gruppen mit drei bis fünf Teilnehmern gearbeitet. Fragestellungen können so im Detail ausführlich diskutiert und spezielle Aufgaben an der Technik direkt trainiert werden. Eine Nachschulung zur Festigung und Vertiefung der Kenntnisse, die 6 bis zwölf Monate nach dem Grundkurs erfolgen sollte, kann in Absprache mit den Bedürfnissen des Kunden in der PMC oder beim Kunden erfolgen. Die korrekte Einstellung und Bedienung bestimmt weitgehend die einwandfreie Produktion auf den Weiterverarbeitungssystemen von Ferag. Die Erfahrung zeigt, dass die erzielten Nettoleistungen mit der Qualität der Mitarbeiterausbildung steigen. Eine Schulung im Userpark wirkt sich nachhaltig auf die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit aus und leistet einen entscheidenden Beitrag in Bezug auf die hohe Zufriedenheit des Bedienungsteams bei der Arbeit mit dem eigenen System.

Ferag schafft mit dem Userpark eine Ausbildungsplattform für die professionelle Schulung in einer praxisgerechten Produktionsumgebung. Foto: Ferag

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Goss

»See things differently« für die Zeitung Goss greift die bereits auf der drupa verkündete Aufforderung »See Things Differently« wieder auf und veranschaulicht, wie aus dieser Unternehmensphilosophie heraus neue Lösungsansätze für eine größere Produktivität und mehr Geschäftschancen bereitgestellt werden. Aktuelle Installationsprojekte über die unterschiedlichsten Verlagsbereiche hinweg weisen darauf hin, dass Goss Technologien nach wie vor als Impulsgeber für die Druckproduktion in kleineren, mittleren und großen Verlagshäusern in aller Welt dienen. Diese Projekte erstrecken sich von der weltweit ersten Colorliner CPS doppeltbreiten Kompaktrotation bis zur jüngsten Folge von Maschinenaufträgen für die neueste Goss Community Maschinengeneration in Afrika und im Mittleren Osten. Das jüngste Produktangebot von Goss für den volumenstarken Markt ist das Goss Colorliner CPS Kompaktdruckmaschinensystem. Diese Maschine wurde anlässlich der Ifra Expo im vergangenen Jahr am Markt vorgestellt, und die erste Installation läuft zurzeit bei der Druckerei DC Thomson in Dundee, Schottland. Das Colorliner CPS System führt bewährte Technologien in einer kompakten Konfiguration zusammen, deren Hauptaugenmerk auf Vorteilen für den Anwender, wie etwa höhere Druckqualität, geringer Personalbedarf und eine verbesserte CO2-Bilanz, liegt. Die Druckeinheiten sind zwar in konventioneller ungeteilter Bauweise konstruiert, aber die hochinnovative Zylinder- und Farbwerkskonfiguration gewährleistet einen kürzest möglichen Druckabstand. Die dadurch auf nur 2,7 Meter verkürzte Bahnlänge zwischen der ersten und der vierten Druckwerksebene führt zur Reduzierung des Fanout-Effekts und damit zur Steigerung der Registergenauigkeit. Die Colorliner CPS macht sich ein spezielles Luftführungssystem zunutze, das durch natürliche Luftzirkulation eine optimale Wärmeableitung ermöglicht und somit einen Wärmestau im Druckturm vermeidet. In Verbindung mit einer erheblichen Senkung der Strom- und Energiekosten sowie einer geringen Makulatur beim Auftragswechsel trägt dies insgesamt zu einer Senkung der CO2-Bilanz und der Betriebskosten bei.

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Magnum HPS Rotation Für den einfachbreiten Markt heißt die jüngste Ergänzung der Goss Zeitungsrotationen Magnum HPS. Dieses bereits auf der drupa 2012 ausgestellte Maschinenmodell wurde schon an zwei Standorten in China installiert, wo sie aufgrund ihrer geringen Kosten pro Seite ausgewählt wurde. Mit Fortdruckgeschwindigkeiten von bis zu 70.000 Exemplaren in der Stunde baut diese Rotation auf den Stärken der bewährten Goss Zeitungs- und Semicommercial-Rotationen auf und sichert so ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis bei der Produktion von zwei Zeitungsseiten pro Bahn. Neu an diesem Modell ist unter anderem eine ergonomische H-Druckwerkskonstruktion, die den Zugang beim Plattenwechsel deutlich erleichtert und damit den Auftragswechsel beschleunigt. Weitere leistungssteigernde Funktionsmerkmale der Magnum HPS sind synchronisierte wellenlose Antriebe an den Ein- und Auszugswerken und an den Drucktürmen zur optimalen Bahnspannungsregelung sowie die zentrale Steuerung aller wesentlichen Druckmaschinenfunktionen.

Life time support Daneben wird auf das Goss Lifetime Support Team Ersatzteil-, Service- und Maschinenerweiterungsprogramme präsentieren, die gezielt entwickelt wurden, um die Lebensdauer der Druckmaschinensysteme zu verlängern

Bereits auf der drupa 2012 ausgestellt, ist das Magnum HPS Maschinenmodell die jüngste Ergänzung der Goss Zeitungsrotationen für den einfachbreiten Markt. Foto: Goss

und die Produktivität insgesamt zu verbessern. Projekte wie etwa die Installationen bei The Star Publications (Malaysia), DC Thomson, MNA (UK) und Newsday (USA) unterstreichen das besondere fachliche Know-how, die Ressourcen und die ProjektmanagementKompetenzen von Goss über alle Anforderungsbereiche hinweg bei der Überholung, Umsiedlung, Nachrüstung, Erweiterung und Wartung von Druckmaschinen. print+publishing 197|12


ifra 2012

KBA

Moderne Technik und breites Serviceangebot Nachdem in den letzten Jahren die am Markt erfolgreichen Hightech-Kompaktanlagen Commander CT und Cortina den KBA-Messeauftritt dominierten, soll in diesem Jahr auch die vor zwölf Monaten auf der Ifra Expo in Wien neu vorgestellte Commander CL (CL = CLassic) das Interesse investitionswilliger Zeitungshäuser finden. Diese Achterturmrotation mit H-Druckeinheiten ist beim Druckturm fast so kompakt wie die High-End-Maschinen Commander CT und Cortina und für die jeweiligen Anwenderbedürfnisse modular automatisierbar, z. B. auch nachträglich beim Plattenwechsel. Entsprechend erfolgreich war der Start der Commander CL. In den zwölf Monaten seit ihrer Einführung wurden bereits fünf Rotationen mit insgesamt 152 Druckstellen von Zeitungsbetrieben in Deutschland und den USA bestellt, zuletzt von der Fränkischen Landeszeitung in Ansbach. Die beiden ersten Maschinen dieser jüngsten KBA-Baureihe werden kurz nach der WPE beim Zeitungsverlag Oberbayern in Penzberg und beim Oberbayerischen Volksblatt in Rosenheim in Betrieb gehen. Daneben sind in den letzten 12 Monaten in Deutschland, England, Österreich, Schweden und Italien zwölf weitere, zum Teil sehr große Commander CT-Anlagen in doppelt- und dreifachbreiter Ausführung in Produktion gegangen bzw. kurz davor. Bei Gulf News in Dubai ist Anfang Juni eine KBA Cortina mit 12 Drucktürmen und vier HeatsetTrocknern angelaufen. KBA Colora- und Comet-Anlagen wurden nach Kanada, China und den Nahen Osten verkauft. Im mit den online-Medien unter Druck stehenden Zeitungsdruck wird also doch noch investiert, allerdings deutlich weniger als vor der Finanzkrise.

beit mit den Automatisierungsexperten von EAE in Ahrensburg bei den am Markt zunehmend gefragten Retrofits für ältere Rotationsanlagen bekannt gegeben. Mit M. DuMont Schauberg in Köln hat sich ein weiterer langjähriger KBA-Kunde entschieden, für die technische Betreuung seiner Rotationsanlagen vor Ort auch erfahrenes Fachpersonal der neu gegründeten KBA-Tochter PrintHouse Service GmbH (PHS) einzusetzen. Neben klassischen Service- und Wartungsleistungen bieten die Fachleute von KBA verstärkt Upgrades an, um die Produktionsflexibilität bestehender Anlagen für neue Werbeformen zu erweitern. Hier sind z. B. Nachrüstungen mit Skip Slitter, 3. Falz, Zip’n’Buy, geleimtem Pflugfalz für Superpanorama, Lagen- und Stranghefter zu nennen.

Der Aufstieg von KBA zur Nummer 1 unter den Lieferanten im Zeitungsdruck basierte wesentlich auf der am Markt sehr erfolgreichen, hoch automatisierten Kompaktplattform mit Commander CT und Cortina. Hier der Blick vom Leitstand auf die vor einigen Monaten in Betrieb gegangene Commander CT 6/2 bei den Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe. Foto: KBA

Retrofits, Upgrades und Spezialisten Den Marktveränderungen hat KBA Rechnung getragen. Neben technischen Neuentwicklungen im Druckbereich hat der Erfinder der Rotationsdruckmaschine sein Service-Portfolio für die Branche konsequent ausgebaut. So wurde erst kürzlich eine enge Zusammenar197|12 print+publishing

Die neue, flexibel automatisierbare KBA Commander CL-Achterturmrotation findet bei den Zeitungsdruckern eine hohe Akzeptanz. Hier der optional nachrüstbare automatische Plattenwechsler. Foto: KBA

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Kodak

Mehrwert für die Zeitung Wie lässt sich die gedruckte Zeitung für Leser, Werbetreibende und folglich auch für Verlage attraktiver machen? Eine Frage, die am 25. September 2012 zahlreiche Führungskräfte aus der Zeitungsbranche in der Offsetdruckerei Ahrensburg der Axel Springer AG zusammenführte und auf die in technischer Hinsicht Kodak die Antwort liefert.

Denn eine der sechs Colorman-Rotationen der großen Zeitungsdruckerei beherrscht durch ein integriertes Kodak Prosper S30 Eindrucksystem den Hybriddruck. Statische Inhalte werden im Offsetdruck gedruckt und variable Informationen per Inkjet-Digitaldruck ergänzt. Damit verfügt der Standort Ahrensburg als weltweiter Pilotanwender über die Lösung, die eine digitale Individualisierung von Zeitungsexemplaren bei voller Produktionsgeschwindigkeit und in bester Qualität er-

laubt. Das System ermöglicht den Hybriddruck bei sehr hohen Papierbahngeschwindigkeiten von bis zu 914 Meter pro Minute (15 Meter pro Sekunde).

Crossmediale Anwendungen Die Eindrucklösung erlaubt so die Versionierung oder Individualisierung von Werbekampagnen durch die Anreicherung statischer Werbeinhalte mit variablen Informationen

Thomas Drensek, Werkleiter der Offsetdruckerei Ahrensburg der Axel Springer AG (links), mit Doug Edwards, President, Digital Printing & Enterprise and Vice President, Eastman Kodak Company.

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ifra 2012 und Bildkomponenten. Neben einfacheren Möglichkeiten für lokale Werbung ohne Druckplattenwechsel werden so bessere Voraussetzungen geschaffen, um Druckerzeugnisse in crossmediales Marketing einzubinden und Brücken zwischen der Online- und Offline-Welt zu schlagen. So können fortlaufende Gewinnnummern, variable QR-Codes, Text- und Bildinformationen sowie wechselnde URLs oder Grafiken dafür sorgen, dass sich Werbeanzeigen von Zeitungsexemplar zu Zeitungsexemplar unterscheiden und im Rahmen von Multichannel-Kampagnen zentrale Anreizfunktionen übernehmen. Zudem bekommen Verlage mit dem variablen Druck ein Instrument in die Hand, mit dem sie in ihren Titeln attraktive Gewinnspiele veranstalten können. Dies mit dem Ziel den Verkauf und die Leser-Blatt-Bindung zu fördern. Selbstverständlich lässt sich das Inkjet-Eindrucken auch für redaktionelle Zwecke nutzen, etwa um Zeitungen während der Produktion fortlaufend mit neuesten Nachrichten zu aktualisieren oder nach Zielgruppen getrennte Inhalte einzudrucken.

Impulse für die Zukunft Exakt solche Anwendungen sind es, denen Prof. Karl Malik, Unternehmensberater und Fachpublizist, in seinen Ausführungen eine

entscheidende Funktion dafür beimaß, dass auch in Zukunft der Schluss gezogen werden kann, dass die gedruckte Zeitung lebt. Wichtig für den Erfolg sei das Angebot von Mehrwerten in und mit der Zeitung sowie eine konsequente Weiterentwicklung von Print. Diese solle sich nahe an den Medienkonsum-Gewohnheiten der Menschen orientieren. Was dies betrifft, ist die Axel Springer AG mit ihren Zeitungsobjekten ganz offensichtlich erfolgreich unterwegs – auch durch die Realisierung kreativer Marketingideen unter Einsatz des Prosper Systems. Wenn die technische Klaviatur schon zur Verfügung steht, sollte man auch darauf spielen. Wie virtuos das gehen kann, verdeutlichte Tobias Kuhn, General Manager für BILD Ost und verantwortlich für zentrale Projekte in der Verlagsgeschäftsführung. Die traditionell wichtige Unterhaltungs- und Leserbindungsfunktion von Gewinnspielen in BILD wurde mit den Möglichkeiten des Hybriddrucks auf ein neues Niveau geführt. Der Manager erläuterte dies am Beispiel des »Cash Million«Spiels, das über sechs Wochen in BILD Hamburg lief. Jeweils in den Montagsausgaben erschienen individuelle Spielscheine mit per Inkjet variabel eingedruckten Glückszahlen. Diese mussten die Leser mit den in den Folge-

tagen in der Zeitung täglich veröffentlichten Gewinnzahlen vergleichen und konnten bei entsprechenden mehrfachen Treffern hohe Geldsummen und andere attraktive Preise gewinnen. Ein klarer Gewinner damit aber auch BILD: aufgrund positiver Annahme des Spiels in der Zielgruppe sowie in punkto ZeitungsVerkauf.

Erfolgreich umgesetztes Projekt Was Thomas Drensek, Werkleiter der Offsetdruckerei Ahrensburg und Leiter des Axel Springer Projekts Kundenbindung, seinen Kollegen aus der Zeitungswelt präsentieren konnte, war das Resultat eines Projekts, bei dem ein engagiertes, von Holger Benthack, Produktionsmanagement Druck, und Frank Kominek, Produktionsleiter Rotation, angeführtes Team der Druckerei mit Experten von Kodak und manroland web systems zusammenarbeitete. Der Augsburger Druckmaschinenhersteller übernahm dabei die Integration des Prosper S30 Systems in das Automatisierungskonzept der Rotation. Von der erfolgreichen Zusammenarbeit der Projektpartner zeigte sich Doug Edwards, President, Digital Printing & Enterprise and Vice President, Eastman Kodak Company, in seiner Grußadresse an die Gastgeber und Teilnehmer der Veranstaltung sehr beeindruckt.

ferag… MiniSert – das neue Einstecken

Der erste Schritt vom manuellen zum mechanisierten Einstecken. Kostengünstig, einfach bedienbar, zwei bis sechs Anleger, 20 000 Ex./h, kurze Montagezeit, schnelle Inbetriebnahme.

Ferag AG Zürichstrasse 74 CH-8340 Hinwil Telefon +41 44 938 60 00 Fax +41 44 938 60 60

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Agfa Neue Perspektiven für Print und Mobile Die Zeitungsindustrie von heute sucht nach neuen Möglichkeiten, um ihre Produktionsumgebung zu optimieren und dabei ein ausgewogenes und profitables Verhältnis zwischen ihrer konventionellen Druckproduktion und dem digitalen Publishing zu realisieren. Agfa Graphics kann auf langjährige Erfahrung in der Automatisierung druckbezogener Produktionsabläufe zurückblicken und bringt diesen industriellen Ansatz jetzt auch in das mobile Publishing mit :Arkitex Eversify und anderen Diensten in der Cloud ein. Die neu eingeführten Dienstleistungen, basierend auf einer speziellen CloudInfrastruktur, erlauben es Verlagen ihre Produktionsabläufe für Druckerzeugnisse auf Papier, aber auch für mobile Geräte zu optimieren. :Arkitex Cloud ist ein solcher Service. Er stellt die komplette Software und Hardware für die Druckvorstufe in der Cloud bereit, um so die Betriebskosten und die ITInfrastruktur zu minimieren. Zudem automatisiert :Arkitex Eversify das mobile Publishing von Inhalten unter Verwendung von SaaS-Technologie (Software as

a Service) in der Cloud. Beide Systemlösungen eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten und eine Optimierung der Automatisierung, während gleichzeitig die Betriebskosten reduziert und nachhaltige Produktionsumgebungen geschaffen werden. Darüber hinaus wird man auch VeriPress for :Arkitex, eine Proofing-Lösung für den Druckmaschinensaal in einer Druckproduktionsumgebung, und den neuen schnellen Plattenbelichter :Advantage N HS für Zeitungsdruckereien mit hohem Produktionsvolumen zeigen, die beide auf der letzten drupa ankündigt worden waren. Als weitere Neuigkeit zur Verbesserung der Druckqualität auf älteren Druckmaschinen wird :Arkitex PressRegister vorgestellt. Druckbetriebe, die ältere Druckmaschinen verwenden, die mechanische Registerungenauigkeiten aufzeigen, können durch die automatische Korrektur der TIFF-Belichtungsdaten mit :Arkitex PressRegister qualitativ hochwertige Druckprodukte herstellen und somit Kosten und Produktionszeiten reduzieren. Nicht zuletzt hat Agfa Graphics in den bekannten violetten chemiefreien Lösungen zusätzliche ökologische Vorteile realisiert, die allen Zeitungskunden den Weg zu geringerer Umweltbelastung, weiteren Kosteneinsparungen und

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Krause Neue Version des LS Jet Krause wird eine neue Version des meistverkauften HighSpeed- Belichters LS Jet vorstellen, der mit einem Trolley mit bis zu 1.000 Druckplatten im Zugriff eine günstige Alternative zum LS Jet Multiformat darstellt, aber bei Bedarf vor Ort hochgerüstet werden kann. Beide LS Jet Varianten verfügen jetzt über eine

Ausgabegeschwindigkeit von bis zu 400 Druckplatten pro Stunde und zählen damit weltweit zu den leistungsfähigsten CtP Belichtern. »Die neue Flexibilität des LS Jet und LS Jet Multiformat erlaubt uns, sehr effektiv auf geänderte Anforderungen des Marktes zu reagieren. Ein Einstieg mit geringerer Geschwindigkeit und einfacher Ausstattung der Maschinen ist möglich, aber bei Bedarf kann der LS Jet zum Multiformatbelichter mit höchster Leistung und dem PowerLoader mit 6.000 Druckplatten im Zugriff für überragende Automatisierung aufgerüstet werden. Die BlueFin Entwicklungsmaschinen sind für diese Zukunftsszenarien bereits vorbereitet und bieten so die optimale Basis für die Zeitungsdruckplattenproduktion heute und morgen«, so Stefan BekeBramkamp, Verkaufs- und Marketingleiter bei Krause-Biagosch. Im JetNet Workflow wird das neue Modul JetNet Web-Portal zur Einbindung der externen Verlagskunden in die Workflow- und Produktionsumgebung zur Planung und Freigabe ihrer Aufträge sowie weitere Detailverbesserungen zur einfachen Einbindung und Nutzung des Workflows in unterschiedlichen Produktionsumgebungen gezeigt.

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Müller Martini Fit for Difference Der FlexLiner möchte mit dem Konzept der selektiven Hauptprodukt-Zuführung überzeugen. Mit neuen Ideen für Added Value bietet er Zeitungs- und MailingProduzenten die Gelegenheit, sich vom Mitbewerb abzuheben. Die Möglichkeiten des FlexAd-Konzepts für Mehrwert im Versandraum werden mit einer weiteren Premiere am Messestand in Frankfurt demonstriert. Neues Paketbildungssystem FlexPack Das ebenfalls präsentierte Paketbildungssystem FlexPack zeichnet sich durch optimale Platzausnützung und eine erstklassige Paketqualität aus. Vor allem bei der Verarbeitung von beilagenintensiven, stark regionalisierten Produkten spielt es seine Stärken aus. Sämtliche Abläufe wie Stapeln, Zuführen des Unterbogens, Unterbogen-Beschriftung, Deckblatt-Druck und -Auflage sowie Paketumreifung sind in der kompakten Maschine vereint. Der FlexPack kann ideal mit den Einstecksystemen FlexLiner und ProLiner von Müller Martini kombiniert werden. Flexibles Versandraumkonzept Mit smarten Prozesslösungen, wie dem Heften und Schneiden, wird der Mehrwert im Versandraum gesteigert. Auch mit der Integration eines Sammelhefters

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zur Veredelung von Beilagen mittels Falzen und Heften inklusive Glanzumschlag oder zusätzlich eingehefteter Beilagen können neue Erlösquellen erschlossen werden. Das spannende Marktsegment von im Digitaldruck hergestellter Zeitungen wird ebenfalls Thema am Messestand sein. Müller Martini gibt gerne Auskunft über die heutigen Möglichkeiten. Mit MMServices den Versandraum optimieren Gerade in der heutigen Zeit zwingt der Preisdruck viele grafische Betriebe, anstelle einer Neuinvestition die Produktivität bestehender Anlagen mit einem geringen Kostenaufwand zu verbessern. Müller Martini zeigt, wie Kunden mit dem sieben Module umfassenden Serviceportfolio MMServices die Ertragskraft ihres bestehenden Versandraums optimieren können.

FlexAd-Konzepts zeigt Müller Martini am neuen Einstecksystem FlexLiner, wie im Versandraum zusätzlicher Mehrwert generiert werden kann.

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Die führende Technologie-Messe für Lösungen rund um das Publizieren auf Tablet-Computern, Mobiltelefonen, in gedruckter Form und online.

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QuadTech

Neue Produktivitätsund Qualitätsstandards Das durch eine Wasserregelungsfunktion erweiterte automatische Farbregelungs- und Bahninspektionssystem mit AccuCam definiert bei großen Zeitungsdruckbetrieben in aller Welt, darunter bei Newsprinters Knowsley (GB), der Sankei Shimbun Printing Co. (Osaka, Japan), der Herold Druck und Verlag AG (Wien, Österreich) und The Chicago Tribune (Chicago, USA), neue Produktivitäts- und Qualitätsstandards.

Das System bietet nicht nur eine fortgeschrittene bildbasierte Farbregelung, sondern auch zuverlässige Warnungen vor einer Vielzahl typischer Druckfehler wie Tonen, Knitterfalten, transponierten Druckplatten, Plattenrissen und Plattenkanten. Die Bahninspektionsfunktion des Systems erkennt Defekte gewöhnlich nach spätestens 170 Exemplaren und dann laufend während des gesamten Drucklaufs. Es werden weder Graustreifen noch Farbmessstreifen benötigt; AccuCam erstellt L*a*b*-Sollwerte anhand von DruckvorstufenBilddateien. Sein Sechskanal-Spektralsensor misst die bedruckte Bahn und berechnet die L*a*b*-Werte des ganzen Bildes; dann wird das gedruckte Bild mit den spezifizierten L*a*b*-Sollwerten in Einklang gebracht, und die Farbwerte werden während des gesamten Drucklaufs automatisch aufrechterhalten. Das QuadTech-Registerregelungssystem mit MultiCam ist ein automatisches Farbpasser-Regelungssystem, das zusammen mit anderen QuadTech-Produkten, wie etwa dem Strangregelungssystem mit MultiCam, auf der integrierten ICONTM Plattform eingesetzt werden kann. Das MultiCam-Design ist deshalb einzigartig, weil es den gesamten Bahnrapport absuchen und Marken bis zu einer Größe von gerade einmal 0,36 Millimeter erkennen kann. Es ist in der Lage, die erzeugten großen Datenmengen zu verarbeiten, indem es unter Verwendung einer einmaligen, FPGAbasierten Hardware auf textintensiven Zeitungsseiten nach Passermarken sucht. Die MultiCam-Systeme nehmen Anpassungen bei Druckmaschinengeschwindigkeiten von bis zu 17,8 Meter pro Sekunde. Außerdem besticht das Registerregelungssystem durch eine

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wahlweise erhältliche Fan-Out-Regelungsfunktion. Das System erfasst selbst die kleinsten Veränderungen der Seitenregisterposition und nimmt über eine Schnittstelle mit den Bildbahnreglern sofort automatische Korrekturen vor. Die QuadTech-Druckmaschinenregelungen können mit der integrierten ICONPlattform vernetzt werden, was eine EchtzeitDruckmaschinenregelung über eine einzige Steuerung ermöglicht. Das mit dem IT-System des Verlags vernetzte Data Central Reporting erzeugt und speichert Leistungsdaten der Druckmaschine. Somit wird die Qualitätskontrolle zur Entlastung der Bediener optimiert, die dann Produktivitätsvergleiche mit früheren und aktuellen Druckläufen vornehmen und entsprechende Strategieentscheidungen treffen können.

Globale Unterstützung QuadTech unterstreicht sein Engagement für einen globalen Kunden-Support mit Service Advantage mit Proactive Care. Mittels dieser Initiative wählen Kunden das Service-Niveau, das ihren Anwendungs-, Geschäfts- und Budgetanforderungen am besten entspricht. Das Programm beinhaltet ein breites Servicespektrum wie Proactive Care - eine Fernüberwachung ihres ICON-Systems durch ausgebildete Fachtechniker rund um die Uhr - sowie vorbeugende Wartung, Schulungen, technische Unterstützung und mehr. Der Vorteil für den Verlag besteht in einer optimalen Wartung und Geräteleistung, sodass negative, das Budget belastende Überraschungen und Stillstandszeiten auf ein Minimum reduziert werden.

MultiCam von QuadTech ist die meistverkaufte Registerregelungskamera der Welt. Foto: QuadTech

Die Performance Proven Garantie ist das Versprechen, dass die Kunden des Unternehmens aufgrund ihrer Investitionen in den Genuss von Leistungsverbesserungen auf einem Level gelangen, der von QuadTech garantiert wird. Wenn ein Auftrag erteilt wird, einigen sich Spezialisten von QuadTech mit dem Kunden auf den nach der Installation erwarteten Grad an Performance-Verbesserungen. Die Performance wird anhand von Berichten überwacht. Kunden, denen nicht der zugesagte Level an weiteren Verbesserungen geboten wird, sind nach Ablauf einer festgelegten Frist zu einer vollen Rückerstattung der Ausrüstungskosten berechtigt. print+publishing 197|12


ifra 2012

Toray

Mehrwert für den Druck Seit ihrer Markteinführung im April berichten die Kunden, die mit der MX10 Druckplatte arbeiten, von einer bis zu 40 Prozent längeren Laufzeit auf der Druckmaschine. Die Platten können von zertifizierten Plattenbelichtern, wie Trendsetter News 100/200, Generation News V-X-Z oder Xjet Waterless, mit einer Auflösung von bis zu 175 lpi bebildert werden. Sie erreichen Auflagenhöhen von 250.000 und 400.000 Exemplaren auf ungestrichenem bzw. gestrichenem Papier. Die wasserlose Plattenentwicklung kommt mit einem Bruchteil der von konventionellen Platten benötigten Chemikalien aus und minimiert damit die Umweltbelastung. Toray wird Druckmuster führender preisgekrönter Zeitungsdruckereien aus ganz Europa präsentieren, die mit wasserlosen Platten arbeiten. Zu den Höhepunkten zählen Muster von beschichteten Coldset-Drucken in einer bemerkenswerten Qualität von Freiburger Druck. Junichi Ishii,

Sales Manager bei Toray International Europe GmbH, erklärt: »Dieses hohe Niveau der Druckqualität gilt bei einer Zeitungsdruckmaschine im konventionellen OffsetVerfahren als unerreichbar. Möglich ist sie jedoch mit der Druckmaschine KBA Cortina und den wasserlosen Druckplatten von Toray.« Weitere Coldset-Beispiele beinhalten faszinierende Mode-Anzeigen, die von Eco Print Center, Belgien, auf verbessertem Papier gedruckt wurden. Ishii ergänzt: »In der heutigen Welt mit den kleineren Zeitungsausgaben und den niedrigeren Auflagenhöhen wirkt sich die geringere Anlaufmakulatur der wasserlosen Druckplatten positiv auf das Betriebsergebnis aus. Die Platten von Toray können im Coldset- und Heatset-Verfahren in herausragender Qualität auf einer breiten Palette von Papieren sowie auf der gleichen Zeitungsdruckmaschine drucken, ohne dass die Druckfarbe gewechselt werden muss. Sie bieten den Zeitungsdruckereien, die ihr Semi-Commercial-Produktportfolio ausbauen und ihren Gewinn erhöhen möchten, eine beispiellose Vielseitigkeit«.

Neues Werk in Tschechien Kürzlich hat Toray den Bau seines neuen Druckplattenwerks in der Tschechischen Republik angekündigt. Die 72 Millionen US-Dollar teure Einrichtung wird wahrscheinlich An-

Toray wird Druckmuster namhafter preisgekrönter Zeitungsdruckereien aus ganz Europa präsentieren, die mit wasserlosen Platten arbeiten. Foto: Toray

fang 2014 die Produktion aufnehmen und Anlagen zum Beschichten und Weiterverarbeiten von Druckplatten umfassen, um den Bedarf von Druckereien in Europa, im mittleren Osten und in Nordamerika zu erfüllen. Das Werk wird den Prozess der Plattenherstellung und die Logistik optimieren sowie den technischen Service für die Anwender der wasserlosen Technologie erweitern.

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Wifag Neue S-Line Baureihe Wifag präsentiert »Competitive Printing Solutions«. Nach der Integration des Know-how und der Technik-Teams von Solna und Wifag am Standort Fribourg stellt das Unternehmen in Frankfurt die neue Maschinen-Baureihe »S-Line« dem Fachpublikum vor. Eine wichtige Rolle spielen hier die Wifag-eigenen Automationslösungen, die ein völlig neues Preis-/Leistungsverhältnis bei bewährter Schweizer Qualität erlauben. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Retrofit-

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Lösungen, die man gemeinsam mit einem sehr erfahrenen Partner künftig weltweit anbieten wird. Unter den Marken Wifag und Solna bietet der Schweizer Druckmaschinenhersteller die komplette Palette von Druckmaschinenlösungen in unterschiedlichem Automatisierungsgrad für alle Märkte weltweit an – von der einfachbreiten 2/1-Maschine bis zur High-Speed-Press in 4/2-Konfiguration.

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Acrobat XI mit neuen Features

Das Tool für umtriebige Information Worker Adobe kündigte an, dass Acrobat XI Pro, Acrobat XI Standard, Adobe Reader XI sowie die integrierten Dokumenten-Services AdobeFormsCentral und Adobe EchoSign künftig mit Cloud Services verfügbar sein werden. Die einfache Bereitstellung und Anwendungsvirtualisierung sowie die Applikationssicherheit der neuen Version soll dabei helfen die Gesamtkosten niedrig zu halten.

Die industrieweite PDF-Standardsoftware bietet jetzt die Möglichkeit zur vollständigen PDF-Editierung, den Export in Microsoft PowerPoint sowie Touch-Funktionen auf Tablets. Neu integrierte Online-Dienste umfassen ein hochentwickeltes Web Contracting mit Adobe EchoSign sowie die Formularerstellung, Datensammlung und -analyse mit Adobe FormsCentral. Acrobat XI unterstützt zudem IT-Abteilungen durch die nahtlose Integration mit Microsoft Office und SharePoint. »Die Komplexität in der Arbeitswelt war nie größer als heute. Die wachsende Anzahl mobiler Geräte sowie die verstärkte Nutzung von Cloud Services erfordern es, dass sogenannte Information Worker in die Lage versetzt werden, überall und auf jedem Gerät möglichst effektiv arbeiten zu können«, erklärt Melissa Webster, Program Vice President bei IDC. »Sie benötigen eine Lösung für die Zusammenarbeit mit anderen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Firewall. Gleichzeitig müssen sowohl IT-Anforderungen als auch organisatorische Bedingungen hinsichtlich einer optimalen Verwaltung, Anwendungssicherheit sowie einer sicheren Informationsweitergabe erfüllt werden.« Ineffiziente Prozesse rund um die Arbeit mit Dokumenten verursachen hohe Kosten, was eine neue weltweite IDC-Studie belegt. Die Umfrage zeigt, dass Information Worker in Westeuropa hierbei Zeit verschwenden, die Unternehmen pro Information Worker jährlich etwa 14.500 Euro kostet und die Gesamtproduktivität um 19,5 Prozent verringert. »Heute werden mehr Informationen denn je in Dokumenten er-

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zeugt, geteilt und genutzt«, sagt Kevin M. Lynch, Senior Vice President und General Manager für Acrobat und Document Services bei Adobe. »Die Arbeit mit Online-Formularen sowie die gemeinschaftliche Prüfung und Unterzeichnung von PDFs gehören zum Alltag von Business Professionals, die früher lediglich Inhalte erstellt haben. IT-Abteilungen müssen diese Veränderungen unterstützen und gleichzeitig den Nutzen der bestehenden IT-Infrastruktur und Systeme beibehalten beziehungsweise maximieren. Zudem stehen sie vor der Herausforderung, Support und Services bereitzustellen, die ihre Organisation befähigen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen, Ergebnisse zu verbessern, die Gesamtkosten zu senken und ROI zu erzielen.« Die neuen Funktionen der Standardsoftware soll Unternehmen dabei unterstützen. Acrobat XI und die einzelnen Produkte werden ab Anfang November verfügbar sein. Acrobat XI Standard wird voraussichtlich 349 Euro kosten (165 Euro für das Upgrade), Acrobat XI Pro voraussichtlich 559 Euro (239 Euro für das Upgrade).

Foto: Adobe

Foto: Adobe

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KBA Zeitungstechnologie

Print braucht Innovationen Zeitungstechnik vom Marktführer

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Zeitungen werden edler und flexibler, moderne Druckmaschinen ebenso. Als Marktführer im Zeitungsdruck gibt KBA mit der Commander CT, Commander CL und der Cortina die Richtung vor. Konventionell oder wasserlos, ohne oder mit Trockner, hoch automatisiert, für optimale Bedienung mit weniger Wartung, für mehr Qualität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit im Druck, für schnelle Jobwechsel, für visionäre Verleger und zufriedene Drucker. Der Markterfolg spricht für sich. KBA-Mödling AG Tel. 02236 8090-0, md-verkauf@kba.com, www.kba.com

Besuchen Sie uns auf der World Publishing Expo in Frankfurt am Main Halle 8/Stand 240

Koenig & Bauer AG


prepress

CtP Trends der drupa 2012

China auf dem Vormarsch Dass CtP heute nicht mehr im Mittelpunkt steht, ist 12 Jahre nach dem Durchbruch der digitalen Plattenbebilderung naturgegeben. Aber weil Platten für den Druck immer noch so lebensnotwendig sind, wie der Druck selbst, lohnt es sich ein Auge darauf zu halten, was sich in Sachen CtP verändert und bewegt. Das kann man nirgends besser als auf der drupa, und dort hat sich unser Autor für uns umgesehen, mit einigen erstaunlichen Entdeckungen. Text Michael Mittelhaus

Bei den Druckplatten scheint es keine allzu großen (Neu-)Entwicklungen mehr zu geben, insbesondere auf der drupa war dazu nicht allzu viel zu sehen und zu hören. Fein- und Weiterwicklungen prägten das Messebild, dazu gehören mehr thermische Platten, die speziell für höhere Auflagen gedacht sind, mit und ohne UV-Farben. So die Ipagsa Universe HCR, die auch UV- und Metallicfarben ohne Einbrennen verdruckt. Die Spanier waren mit einer DOP-Platte (Klasse NPN3) und einer »Low-Chem« Platte Innova LCN, sowie einer schnelleren thermischen Standardplatte Arte SF25 tatsächlich der Materialanbieter mit den meisten Neuheiten zur Messe. Sie weisen nun – bis auf Violett – ein recht vollständiges Plattenportfolio auf. Bei IBF Brasilien war zu vernehmen, dass man thermisch ohne Entwicklung mit der Direct T zukünftig auf DOP statt »Azura« Prinzip setzen will und es eine solche Platte (irgendwann) auch violett geben soll. Presstek könnte nun endlich mit einer höher auflagigen Pearl Dry Blue (eigentlich für DI-Druckmaschinen gedacht) ein zweiter Anbieter im Trockenoffset werden, was auch die kleine israelische Firma VIM versucht. Die sagt, sie hat neue Platten für DI-Druckmaschinen, ohne Patentstress mit Presstek. Die Plattentypen, die ohne chemische Naßentwicklungen auskommen, fälschlich immer wieder als »prozesslos« bezeichnet, entwickeln sich zu höheren Auflagen, weniger Kratzempfindlichkeit und geringeren Energiebedarf. Auch diese Entwicklungen, die schon seit mehreren Jahren vonstattengehen, wie bei Kodaks TNPP und der PF-N (Zeitungen, nun auch in Europa), Agfas :Azura TS bzw. VCF und Fujis Brillia HD Pro-T3. Neu war bei Fuji eine thermische hochauflagige Platte na-

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Die Gemeinschaftsentwicklung von Lüscher und Heidelberg, hier auf dem Lüscher Stand als Lüscher Xpose! Xdrum, zeigt den starken Trend zu UV-CtP. Foto: Michael Mittelhaus

mens HD-PXE, Auflagen 500.000/ 1.000.000, die auch in der ZAC-Prozessorreihe verarbeitet werden kann, also auch Richtung »Low-Chem« geht. Die ZAC-Prozessoren werden durch ein Chemieaufbereitungssystem XR1200F ergänzt, womit das Abfallvolumen um 80 bis 90 Prozent reduziert werden. Die drupa zeigte also insgesamt im Plattenmarkt überwiegend Ausentwicklung und Demonstrationen des Bestehenden, bzw. Reformulierung bekannter Technologien, aber wenig echte Neuheiten; das war eher den Produzenten aus China überlassen, worauf ich in einem speziellen Abschnitt eingehe.

Die Belichterkür Bei den Belichtern gab es einige wenige Neuheiten, so ECRMs »Nautilus«, ein neuer, effektvoll in Szene gesetzter Violettbelichter für das Format 70x100. Mit der Innentrommelbauweise verlässt der US-Hersteller seine bisherige Flachbetttechnologie ein Stück, hochwertige Akzidenzen können so mit höherer Präzision und Qualität mit bis zu 2.540 dpi und im 80er Raster oder besser bebildert werden. Bei einem Durchsatz von maximal 18 Platten pro Stunde und manuellem bzw. semiauomatischen Betrieb zielt der Nautilus außer auf die BRIC-Märkte auch auf kleinere hiesige print+publishing 197|12


prepress Druckereien, die bei einem »Kampfpreis« von rund 55.000 Euro inkl. Stanze aufhorchen könnten. Auf einer ganz anderen Ebene liegen die beiden neuen Zeitungsbelichter der Marktführer Agfa und Krause. Agfa steigert seinen bisherigen Spitzendurchsatz 300 Platten pro Stunde deutlich auf 350 Platten pro Stunde und präsentiert mit dem :Advantage N PL HS eine clevere Lösung für die immer beliebteren Palettenlader, bei der sich gut zwischen Einzel- und Panoramaplatten wechseln lässt. Ebenso mit Palettenlader ausgestattet und trotzdem einem anderen und ebenso spannenden Konzept kommt Krauses Spitzenmodell, der LS Jet Multiformat (300 Platten pro Stunde), der auf dem Palettenlader bis zu 2x3.000 Platten online halten, genau wie das Agfa-Pendant, sowie Paletten- und Kassettenbeladung kombinieren kann. Die Krone des schnellsten Zeitungsbelichters verbleibt bei Dotlines Vmax mit 400 Platten pro Stunde, der via ECRM bzw. dessen Chinapartner Huaguang auch in den USA und China bzw. Asien vertrieben wird. Deutlich schnellere Köpfe und eine verbesserte Ladeautomatik der VLF Systeme gab es bei Xeikons BasysPrint und damit kommen wir zu einem weiteren Thema: UV-CtP:

Effektvoll in Szene setzte der US-amerikanische Anbieter ECMR seinen neuen 70x100 violetten Innentrommelbelichter Nautilus. Foto: Michael Mittelhaus

Der Trend zu UV-CtP mit konventionellen Platten Seit BasysPrint 1997 einen Plattenbelichter herausbrachte, der mit konventionellen UVempfindlichen Platten bestückt wird und CtP mit digitaler Präzision und Qualität ermöglicht, stellte sich die Fachwelt lange die Frage: Ist das ein Nischenprodukt, das mit fallenden Preisen der CtP Platten möglicherweise ausstirbt? Eine erste Antwort, dass dem nicht so sein könnte, war von der Schweizer Lüscher AG gegeben, die 2008 mit ihren Xpose! conventional als zweiter Anbieter auf das UV-CtP Pferd setzte und insbesondere bei großen (Rollen-)Druckereien damit eindrucksvolle Erfolge erzielte. Was wiederum die Firma Agfa bewegte, speziell für UV-CtP geeignete schnelle Positiv- und Negativplatten herauszubringen, die :Aluva-Serie, die sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut. Die drupa 2012 hat nun die Eingangsfrage deutlich beantwortet: UV-CtP mit konventionellen Platten ist kein Nischenprodukt mehr und schon gar nicht vom Aussterben bedroht. Den größten Anteil an dieser Antwort hat Heidelberg gegeben. Die brachten nämlich mit dem Suprasetter 106 UV als dritter großer Anbieter ein UV-CtP System heraus. Und das Besondere daran ist, dass dieser Suprasetter eine Gemeinschaftsentwicklung mit der Schweizer 197|12 print+publishing

Huaguang (2nd Film Factory Lucky Group) ist der größte und wichtigste Anbieter von Druckplatten aus China. Huaguang hat auch die breiteste Angebotspalette an Platten, wie man hier sieht. Foto: Michael Mittelhaus

Lüscher AG ist, wo es den gleichen Belichter als Xpose! Xdrum zu kaufen gibt. Der ist 25 Platten pro Stunde schnell, es gibt ihn manuell, als Semiautomat oder mit einer DCL-Automatik mit zwei Plattenkassetten. Eine Gemeinschaftsentwicklung (Kopf von Lüscher, Chassis von Heidelberg, Montage in Wiesloch), statt das Rad neu zu erfinden, das klingt in Zeiten der schrumpfenden Branche und ihrer Margen sehr vernünftig. Entscheidend ist aber, dass Heidelberg als weltgrößter Druckmaschinenhersteller sich für diese Entwicklung entschied, weil das Unternehmen in einer Reihe von Märkten einen deutlichen Bedarf dafür sah, wie mir Produktmanager Hartmut Wiese auf der

Messe im Interview sagte: Verpacker, Kunden mit hohem Plattenbedarf, regionale Märkte wie Türkei, Naher Osten, Afrika, Latein-Amerika und Asien. Da rechnet es sich, wenn man für den Belichter (einmalig) 20 bis 25 Prozent mehr bezahlt, bei den Platten aber jedes Jahr 25 bis 40 Prozent im Einkauf spart. So groß ist weiterhin das Delta zwischen thermischen/ violetten Platten und den konventionellen Platten, die sich auch noch durch höhere Auflagen und Robustheit sowie umweltfreundliche Chemie auszeichnen. Es gibt noch einen zweiten Grund, und der kommt aus China: Mittlerweile fünf Hersteller aus China bieten UV-CtP Belichter

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prepress

Die UV- und Thermobelichter des chinesischen Herstellers Amsky gibt es in Europa als GPS Imagine von Wifac-International aus den Niederlanden. Im Bild die manuelle 70x100 UV-CTP Maschine UV8-64 mit 64 Laserstrahlen. Foto: Michael Mittelhaus

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auch auf den hiesigen Märkten an. Diese hohe Zahl war erstmals auf der drupa zu sehen, stellt ein absolutes Novum dar. Man bedenke: Bei (inkl. Chinesen) rund 18 CtP Belichter-Produzenten weltweit bieten davon mittlerweile acht, UV-CtP an, also fast die Hälfte. Das ist deutlich, und die Gretchenfrage ist mit der drupa 2012 entschieden, UV-CtP ist gemeinsam mit Violett und Thermo eine der drei maßgeblichen Technologien zur digitalen Plattenbelichtung.

China: Zukünftig Marktführer in CtP? Diese Frage sollte man sich schon einmal stellen, denn die Flut an CtP Produkten und Lieferanten, die nun seit fünf bis sechs Jahren aus Asien heranbrandet, wird immer eindrucksvoller. Und die drupa brachte gleich drei neue Rekorde: Noch nie gab es eine so große Anzahl an Ausstellern aus China überhaupt, noch nie gab es gleich sechs Anbieter von Plattenbelichtern aus Fernost, sechs auf der drupa 2012 gegenüber bisher einem! Und noch nie gab es eine so große Zahl an Anbietern von Druckplatten aus China. 21 in diesem Jahr ist gegenüber 12 Austellern auf der drupa 2012 ebenfalls ein eindrucksvoller Rekord. Zumal wenn man weiß, dass es insgesamt deutlich über 30 Unternehmen gibt, die in China Offsetplatten produzieren: Gegenüber den restlichen sieben Unternehmen der »westlichen Welt«. Und Chinas Anteil am Weltmarkt an Platten wird mittlerweile auf rund 40 Prozent geschätzt. Es führt zu weit, hier auf alle 21 oder mehr chinesische Hersteller einzugehen, über die Webseite www.mittelhaus.com kann man über sämtliche Chinaproduzenten genauere Informationen bekommen. Zu den wichtigsten darunter zählen die Firmen Huaguang, Longma, Konita, PNE, Sensinp, Strong oder Xingraphics; man findet deren Produkte über europäische

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Der spanische Druckplattenhersteller Ipagsa hat sein Produktportfolio zur drupa deutlich erweitert. Foto: Michael Mittelhaus

Distributoren wie Atéce (NL), Wifac-International (NL) oder abezeta (ES), aber auch bei vielen nationalen grafischen Fachhändlern. Es sind die wichtigsten, weil sie mit Produktionskapazitäten von 20 Millionen Quadratmeter oder mehr sich deutlich von den vielen kleineren abheben und z.T. seit Jahren bereits im Export engagiert sind. Interessanterweise zeigen nahezu alle Plattenanbieter aus China einen »Dreier-Mix«, d.h. bei ihnen gibt es konventionelle, thermische und Platten für UV-CtP. Dies schon deswegen, weil die konventionellen Platten in China Marktanteile von deutlich über 50 Prozent haben. Ein neuer Trend ist es, auch spezielle hochauflagige thermische Platten anzubieten, so von Huafeng, Huaguang (Huaguang TP-U ) und Konita. Es gibt wenige Firmen, die violette Platten im Produktspektrum haben, so z.B. Bridgehead und Huaguang, aber auch Ronsein. Die haben auf der drupa sogar eine noch namenlose »Low-Chem« Platte gezeigt, die nach der Belichtung nur ausgewaschen werden muss. Auch thermische Platten ohne chemische Entwicklung, aka »prozesslos«, gibt es nur wenige aus China, Ausnahmen sind etwa Blackwoods HTP-U und wiederum Huaguang mit der Huaguang Processless Thermal Plate, bei der trotz DOP-Prinzip ein Auswaschen vor dem Einspannen in der Maschine empfohlen wird. Im Gegensatz dazu präsentierte die Firma Blackwood die bisher weltweit einzige UV-Platte ohne Chemie, nur ausgewaschen werden muss sie noch. Kleiner Wermutstropfen bei so viel Innovation: Es ist sehr schwer verlässliche Aussagen zu bekommen, in welchem Stadium diese Platten sind, ist es eine Laborentwicklung, ist sie im Beta- oder im Feldtest oder sogar schon kommerziell freigegeben? Da verlässt man sich am besten auf hiesige Distributoren, also europäische Unternehmen, die für den Import der preisgünstigen Platten sorgen, eine konstante Quali-

tät durch eigene Kontrollen garantieren, über die notwendige Logistik und den technischen Support vor Ort verfügen – Plattenprobleme kann man nicht via E-Mail aus China lösen. Dass dies Erfolg hat, zeigt der Vormarsch der Platten auch in Europa, so unlängst auch bei einer großen deutschen Internetdruckerei. Übrigens selbst Silberplatten gibt es in China noch und als Besonderheit (von Top High) eine durch Fluten mit UV Licht gehärtete Thermoplatte für höhere Auflagen. Ein Konzept, das auch Fuji eine Weile verfolgt, dann aber fallengelassen hat.

Plattenbelichter aus China Seit rund zwei Jahren weiß man, dass auch aus Fernost brauchbare Plattenbelichter kommen: die Produkte der Firma Cron begannen sich zu verbreiten. Auch hier setzte die drupa einen Paukenschlag, denn nicht weniger als sechs (!) fernöstliche Hersteller von Plattenbelichtern betraten den internationalen Markt. Fünf aus China und einer aus Korea, die Firma Ajuhitek. Die bringen UV- und Thermo-CtP im 70x100 Format, manuell und automatisch. Hangzhou Wide Laser konzentriert sich auf VLF und hat dort zwei Maschinen im Angebot, auch Cron ist erstmals in VLF eingestiegen, auch mit zwei Modellen. Für die 6up und 8up großen Cron-Maschinen wurde ein Autoloader eingeführt; alle Belichter gibt es als Thermo- oder UV-CtP Maschinen. Das gilt auch für die Eastsetter von East Space Light, die es nur manuell im 70x100 Format gibt. Ebenso für die 4up und 8up Belichter von Amsky, die neuerdings aber auch halb- und vollautomatisch verfügbar werden. Die UVCtP Modelle von Amsky kann man seit 2011 auch in Europa durch die Distribution der niederländischen Wifac-International sehen. Huaruijingyi konzentriert sich als einziger Anbieter nur auf Thermobelichter, die TR-600 (4up) und TR-800 (8up) werden in Europa print+publishing 197|12


prepress von der britischen Eurographique angeboten. Die Belichter gibt es manuell und als Halbautomaten, 8up auch als Vollautomat. Es wurden nicht nur deutlich mehr Anbieter, sondern auch das Angebot hat sich erheblich ausgeweitet. Im Großformat (VLF) gibt es nun zwei Anbieter, Cron und Wide Laser. UV-CtP spielt eine große Rolle, denn 5 von 6 Anbietern aus Fernost haben UV-Plattenbelichter im Programm. Dagegen zeigen die Asiaten an Violettbelichtern bisher gar kein Interesse, und auch spezielle schnelle Zeitungsbelichter gibt es dort bisher nicht, was nicht so bleiben muss. Die angebotenen Systeme sind teilweise nur manuell oder als Halbautomaten verfügbar, einfache Automatisierungen nehmen aber zu. Bei einer geschätzten Produktionskapazi-

tät von bis zu 2.000 Anlagen pro Jahr, sieht es so aus, als würde Asien auch hier bald die Hälfte des Weltmarkts bestellen. Nimmt man hinzu, dass Marktführer Screen und Kodak ihre Produktion größtenteils in China abwickeln, stimmt der Schluß bereits heute: Der CtP Belichtermarkt wird von den Asiaten beherrscht. Am Rande sollte man erwähnen, dass es noch eine ganze Reihe von asiatischen Firmen gibt, die sowohl Filme als auch Filmbelichter produzieren und herstellen; die Zeiten sind dort noch etwas anders.

Spezialmärkte: Polyester und Inkjet Im Kleinoffset und manch anderen Märkten haben Belichter mit Polyesterplatten, geliefert von der Firma Mitsubishi, einen guten

Stand. Die präsentierte nun auf der drupa das lang angekündigte chemiefreie System Violet Digiplater VDP-CF 3070, Plattenformat bis 680x780 Millimeter, bis zu 20 Platten pro Stunde, Preis liegt bei zirka 60.000 Euro. Dazu kommt die neuartigen Platte Violet Digiplate, die – so könnte man sagen – nach dem :Azura Prinzip arbeitet, nach dem Belichten also nur ausgewaschen wird. Mit einem optionalen Recycling System sinkt der Wasserverbrauch nahe Null. In ähnliche Märkte zielt Inkjet CtP und hier hat sich die dänische Glunz & Jensen zum absoluten Marktführer gemausert, zumal man von einstigen Wettbewerbern nichts mehr hört. Die indische Technova, die einst Inkjet CtP auf Polyester- und Metallplatten ankündigte, war zur drupa 2012 gar nicht mehr erschienen; man konzentriert sich auf den asiatischen Raum. Am Markt sind noch Systeme basierend auf dem Material der israelischen Firma VIM, die aber qualitativ und in der Auflage Glunz & Jensen nicht annähernd das Wasser reichen können. Die Dänen präsentieren praktisch mit jedem neuen Epson-Drucker (auf dem sie ja aufbauen) eine Qualitätsverbesserung, so dass sie heute bis zum »unteren« 60er Raster heranreichen. Das ermutigte sie nun auch ein 70x100 großes System herauszubringen, der Platewriter 8000 mit dem maximalen Plattenformat von 1.090x1.130 Millimeter), mit 5 bis 6 Platten pro Stunde, für knapp unter 30.000 Euro. Die Platewriter haben Preise zwischen 20.000 und 30.000 Euro und sind mit Durchsätzen bis zu 8 Platten pro Stunde für Unternehmen mit geringem Plattenbedarf interessant. Wer es noch günstiger (und einfacher) möchte, könnte sich z.B. bei Colorgate umschauen, die mit den Platten von VIM auf Basis von Epson-Druckern die CG IJ Printbox CtP Anlagen anbieten.

Der Offset lebt – und mit ihm CtP

Die neue DI-Platte von Presstek, PearlDry Blue, könnte ein echter Wettbewerber zu den bisher einzigen Trockenoffsetplatten von Toray werden. Foto: Presstek

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Im Marketing läuft der Digitaldruck dem Offset den Rang seit Jahren ab, im Alltag sieht es genauso andersherum aus, das Meiste wird weiterhin analog gedruckt. Und ebenso wichtig ist die digitale Druckformherstellung dafür geblieben. Die hat zur drupa vier Dinge gezeigt: Fein- und Ausentwicklung bekannter Technologien und einen starken Trend zu UV-CtP, das sich damit endgültig neben Thermo und Violett als »dritte Kraft« in CtP etabliert hat. Auch in Spezialmärkten gibt es mit Inkjet-CtP und Polyesterplatten interessante Weiterentwicklungen. Die CtP Zukunft gehört aber ganz offensichtlich den Asiaten und speziell den Anbietern aus China, deren Auftritte immer vehementer nicht nur das Messebild bestimmen. Es wird Zeit sich darauf einzustellen…

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visual communication

viscom frankfurt 2012

Vielfältige visuelle Kommunikation Rund 300 Aussteller, die zur viscom in diesem Jahr erwartet werden, zeigen das Potenzial der visuellen Kommunikation, seien es Druckmaschinen der neuesten Generation, innovative Materialien, Weiterentwicklungen in der LED-Technik, digitale und interaktive Lösungen für den Point of Sale oder die Außenwerbung. Aus 32 Ländern kommen die Unternehmen zur Internationalen Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design, die vom 25. bis 27. Oktober in Frankfurt stattfindet. Die internationalen Aussteller machen auf der Messe über ein Drittel aus. »Besonders die neue Display PoS Expo und die Digital Signage World sind momentan stark nachgefragt«, so viscom Event Director Petra Lassahn. Beide Bereiche gehören inzwischen fest zum Portfolio der Messe. Aber auch die klassischen Kernfelder der viscom Werbetechnik, Lichtwerbung und Digitaldruck sind sehr gut vertreten. Die führenden Digitaldruckmaschinenhersteller sind vor Ort, wie zum Beispiel Agfa Graphics, Canon / Océ, Fujifilm Sericol, Hewlett-Packard, Mimaki, Mutoh Deutschland oder Seiko Instruments. Im Bereich Werbetechnik stellen unter anderem Consystec, Gröner, Signnovation, Sign-Ware und die Eickel-Industrievertretung aus. Der Bereich Lichtwerbung wird zum Beispiel von Osram, Malux Rosen Lichtwerbung, Hansen-Neon und OshinoLamps vertreten.

Mit dabei sind bekannte Unternehmen der Branche wie zum Beispiel Ellerhold, idee DISPLAY, Ultima Displays Deutschland, Oechsle Display Systeme, werbe print und display, Kersten Technic oder Tiedemann. Teil der Display PoS Expo ist wieder der renommierte Superstar Wettbewerb, der durch den display Verlag in Kooperation mit Reed Exhibitions, dem Veranstalter der viscom, im Rahmen der Messe vergeben wird. Eine Premiere feiert in Frankfurt dann auch die umfangreiche und abwechslungsreiche Sonderfläche viscom World of Inspiration. Hier gibt es jede Menge Anregungen aus der Praxis, Wissen zu allen Bereichen der visuellen Kommunikation und die Demonstration von Anwendungen vor Ort – sei es Außenwerbung,

Digitaldruck, PoS oder Digital Signage. Bestandteile der viscom World of Inspiration sind zum Beispiel die Materialschauen »Individualdesign meets Materials« und »Paper Heroes«. In Zusammenarbeit mit der Materialagentur raumPROBE zeigt die viscom bereits zum sechsten Mal bedruckte Materialien aller Art. Ergänzt wird das Angebot durch »Paper Heroes«, eine »Fühlbar« für Plattenmaterial und Digitaldruck-Papiere. Präsentiert werden zum Beispiel Wabenplatten aus Papier für Shopdesign, Messe-, Ausstellungs- und Displaybau oder Papiersortimente für den Digitaldruck. Auch Vorträge, Wissensaustausch und Networking gehören zur viscom World of Inspiration. Platz dafür bietet die Inspiration-

Neu: viscom World of Inspiration, Display PoS Expo Zwei Neuerungen, die besonders im Fokus der viscom 2012 stehen, sind die viscom World of Inspiration und die Display PoS Expo. Letztere wird erstmals als »Messe in der Messe« eine eigene Marke auf der viscom abbilden und so gezielt Marketingentscheider aus Handel und Industrie, Markenartikler, Werbeagenturen, Instore Management, Laden- und Displaybau, Storedesign, Innenarchitektur oder Visual Merchandising ansprechen. Auf der Display PoS Expo präsentieren sich Hersteller und Zulieferer von Display-, PoS- und Verpackungslösungen. Bereits jetzt haben 23 Aussteller ihre Teilnahme zugesagt – schon knapp ein Viertel mehr als in Frankfurt vor zwei Jahren.

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Car Wrap Wettbewerbe zählen immer zu den Höhepunkten einer Messe. Foto: viscom

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viscom frankfurt Lounge. Hier werden tägliche Lunch & Learns angeboten. Frei nach dem Motto »Eine Frage, eine Stunde, ein Tisch« können die Besucher einen Aussteller-Experten zu einem Fachthema treffen. In der Speakers Corner gibt es rund um die Uhr Vorträge zum Beispiel zu Druckthemen, Werbetechnik, Digital Signage oder Multichannel-Communication.

Vorreiter: »Der Supermarkt der Zukunft« Herzstück der viscom World of Inspiration ist ein Supermarkt, der die neuesten Trends im Storedesign veranschaulicht. Zusammen mit der Wanzl Metallwarenfabrik, dem größten Hersteller von Einkaufswagen weltweit und Anbieter von einer breiten Produktpalette für den Point of Sale, realisiert die viscom solch ein Projekt in diesem Jahr zum ersten Mal. »Das passt wie der Deckel auf den Topf«, so Messe-Chefin Petra Lassahn. »In eine anwenderorientierte Messe, die wir schon immer waren, gehören Beispiele aus der Praxis. So freuen wir uns ungemein auf dieses Projekt. Für unsere Aussteller ist das eine wunderbare Gelegenheit ihre neuen Produkte und Ideen in einer lebensechten Umgebung zu präsentieren.« Der Supermarkt wird auf der viscom thematisch in vier Bereiche gegliedert, um sich mit ihren jeweiligen Herausforderungen gezielt auseinanderzusetzen. Die Retail-Bereiche vor Ort sind Frische, Drogerie, Café und Heimwerken DYI (Do-it-yourself). Die Besucher bekommen so einen speziellen Eindruck davon, wie Warenträger, Display- und Ladenbausysteme heute gestaltet und angeordnet sein sollten, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen.

Experten: Das Rahmenprogramm Das diesjährige Rahmenprogramm der viscom steht unter dem Thema »Visuelle

Den Besuchern der viscom in Frankfurt wird ein umfassendes Angebot an Neuigkeiten geboten werden. Foto: viscom

Kommunikation in einer vernetzten Welt«. Im offenen Auditorium in der »World of Inspiration« wird es hierzu drei spannende Vortragstage geben, und auch das diesjährige Programm vom »Lunch & Learn« greift die Thematik auf. Dabei geht es um Fragen, wie klassische und neue Medien Botschaften effizient, intelligent und effektvoll transportieren, wie die Anforderungen der Kunden sind, und was technisch eigentlich machbar ist. Vorträge gibt es unter anderem zu den Themen Digital Signage, Customer Service Leitsysteme, Markenarchitektur im Handel, Multichannel Communication, OnlineServices im Druckbereich, den Programmen Adobe und Corel sowie viele Neuheiten und Best Practices der Aussteller zum Beispiel im Large Format Printing, im Digital- und Textildruck und in der LED Technik. Der branchenübergreifende Trend auf der viscom in diesem Jahr ist das Thema »Eco Future«. Herausforderungen und Chancen in der nachhaltigen Medienproduktion beschäftigen viele Aussteller und Besucher, nicht zuletzt auch unter wettbewerbstechnischen

Digitale Präsentationsmöglichkeiten erfreuen werden heute intensiv eingesetzt. Foto: viscom

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Gesichtspunkten. Auf der Messe wird es dazu eine Sonderpräsentation geben, in der sich Unternehmen mit ihren Konzepten, Strategien und Visionen zeigen können. Zudem wird es am Freitag von 10.30 bis 15 Uhr den Eco Future Workshop geben.

Gewinner: Diese Awards vergibt die viscom Sie stehen besonders im Interesse der Besucher: Die Nominierten und Gewinner der Awards werden auf der Messe einem breiten Fachpublikum präsentiert. Zu sehen sind noch einmal die Siegerdesigns des zweiten designmaker-Wettbewerbs mit dem Thema »Visual Hero«, und wie diese auf den unterschiedlichsten Werbeträgern umgesetzt wurden. Im Fokus steht dann sicher der MINI mit dem Siegerdesign von Anna Elisa Kern, das Willy Brand in den Mittelpunkt stellt. Auch die nominierten Projekte des Digital Signage Best Practice Awards werden auf der Messe den Besuchern vorgestellt. Die Auszeichnung wird 2012 bereits zum sechsten Mal von der viscom in Zusammenarbeit mit Dockter Marketing veranstaltet. Gesucht werden besonders effizient geplante, kreativ umgesetzte, innovative und erfolgreiche Digital Signage Projekte in fünf Kategorien: Retail Signage, Guiding Signage, Information Signage, Interactive Signage und Multichannel. Die Preisverleihung findet 2012 am 26. Oktober im Rahmen der viscom night statt. Und auch die Gewinner des viscom Best of Awards 2012 zeigen auf der Messe ihre Produktneuheiten. Der viscom Best of Award ist ein eigens für die Aussteller konzipierter Preis. Ziel ist es ihre Glanzstücke unter den auf der Messe vorgestellten Produktneuheiten ganz besonders in den Fokus der rund 11.000 erwarteten Besucher zu rücken. Bewerben konnten sich die Aussteller in den Kategorien Signmaking, Großformatdruck/LFP, Lichtwerbung, Textilveredelung und Software. www.viscom-messe.com www.viscomblog.com

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Agfa Graphics Flexible Systemkonfiguration Agfa Graphics demonstriert anhand der :Jeti 3020 Titan in der Konfiguration mit 36 Druckköpfen die Einsatzmöglichkeiten des UV-härtenden InkJet-Drucksystems. Dank verschiedener Druckkopfkonfigurationen, beginnend mit 16 Druckköpfen, kann das System jederzeit nachträglich bis zur vollen Systemkonfiguration von 48 Druckköpfen (CMYK Lc Lm oder CMYK Weiß Orange) ausgebaut werden. Somit lässt es sich dem InkJet-Druck in unterschiedlichsten Umgebungen anpassen. In der gezeigten Version ist das System mit acht Sätzen CMYK und 4 Sätzen Weiß-Tinte für starre Medien ausgestattet. Die maximale Druckbreite von drei mal zwei Metern in der Flachbettkonfiguration lässt sich durch die FTR-Option (»flat to roll« – Flachbett zu Rolle) vor Ort so umrüsten, dass auch Rollenmaterialien bedruckt werden können. Mit den PiezoDruckköpfen vom Typ Ricoh Gen 4 schafft er eine echte Auflösung von 1200 dpi in Verbindung mit einer hohen Produktionsgeschwindigkeit. Zusätzlich wird Agfa Graphics in Verbindung mit dem :Jeti 3020 Titan ein digitales Schneidsystem aus der Reihe Aristomat GL demonstrieren. Der für den Dauereinsatz entwickelte Hochgeschwindigkeitscutter verfügt über einen schlupffreien

Foto: Agfa Graphics

Antrieb und ein effizientes Matrix-Vakuum. Mit der :Anapurna M2050 zeigt Igepa am Stand nebenan einen großformatigen, hybriden UV-Drucker für die professionelle Produktion von High-End-Drucken in Siebdruckereien, Digitalund Crossmedia-Druckereien. Das Gerät bietet hohe Druckqualität auf einer Vielzahl von Innen- und Außenmedien, auf unbeschichteten starren Medien sowie Rollenmedien.

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Epson Anwendungen für Signage und PoS Im Mittelpunkt steht bei Epson die Präsentation der neuen Large-FormatSysteme Epson SureColor SC-S. Die Baureihe zeichnet sich durch eine variable Tintenkonfiguration aus. Neben dem Vier-Farb-System Epson SureColor SC-S30600 präsentiert das Unternehmen die Epson SureColor SC-S50600, ebenfalls ein Vier-Farb-Drucker, der allerdings zwei Tintensets parallel nutzt und optional in einer Konfiguration mit Weiß als fünfter Farbe erhältlich ist. Der SureColor SC-S70600 liefert den größten Farbraum aller Epson SureColor SC-S Drucker. Grund hierfür ist sein UltraChrome GSX Tintenset, das entweder in der Standardkonfiguration mit den Farben CMYK, Light Magenta, Light Cyan, Light Black, Orange oder alternativ mit zusätzlich Weiß und einer Metallic-Tinte als 10-Farbset verfügbar ist. Alle auf der viscom gezeigten SureColor SC-S Modelle nutzen die neue UltraChrome GS2/GSX-Tinte von Epson. Die Tinte ist geruchslos und nickelfrei sowie frei von PFOS- und PFOA-Lösemitteln. Dadurch ist beim Druck und in der Aufstellung keine spezielle Belüftung notwendig, sodass Plakate und Banner auch für Innenräume geeignet sind. Die 64-Zoll-Geräte werden in realen Lösungsszenarien für Verkaufsräume

Foto: Epson

und Außenwerbung gezeigt. Daneben stellen auch Partnerfirmen Epson Technologie im Zusammenspiel mit eigenen Entwicklungen für die Printwerbung vor.

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Esko Digitale Weiterverarbeitung Esko zeigt seine neuesten Lösungen für die digitale Weiterverarbeitung von Schildern, Displays, Großformatdrucken und anderen visuellen Kommunikationsmitteln. Im Mittelpunkt stehen dabei die neue Weiterverarbeitungsanlage Kongsberg XN24, die 3-kW-Hochleisstungsfrässpindel MultiCUT HP und die Automatisierungssoftware i-cut Automate 12. Anhand von zwei Demostationen erläutern Esko-Experten die Vorzüge der Software, um Schneide- und Fräsaufträgen optimal und platzsparend zu konfigurieren. Die Kongsberg XN ist eines der vielseitigsten und leistungsstärksten Weiterverarbeitungssystem, das derzeit im mittleren Marktsegment angeboten wird. Erhältlich in verschiedenen Größen, kann die Kongsberg XN mit einer leistungsstärkeren Frässpindel, der neuen MultiCUT-HP, ausgestattet werden. Die 3-kW-Frässpindel erhöht die Arbeitsleistung der Weiterverarbeitungsanlage um bis das Dreifache. Auch bei anspruchsvollen Materialien behält die Kongsberg ihre hohe Geschwindigkeit

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bei. Dank der stromsparenden variablen Vakuumansaugung ist der Energieverbrauch jedoch geringer. Die Software i-cut Automate ist ausdrücklich für die Anforderungen von LFP-Druckverarbeitern und WerbetechnikFoto: Esko betrieben ausgelegt. Sie erreichen mit Hilfe der Workflowautomatisierungen und Optimierungen der Schnittkonturen, selbst bei unregelmäßig geformten Layouts, Materialeinsparungen von mehr als 20 Prozent. Dank i-cut Automate 12 laufen das Erstellen von Schnittpfaden, das Hinzufügen von Anschnitten sowie das Konfigurieren von Verschachtelungsparametern automatisch ab.

print+publishing 197|12


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Mutoh Digitaler Großformatdruck Auf 140 Quadratmetern präsentiert Mutoh sein derzeitiges Produktportfolio im Bereich des digitalen Großformatdrucks. Die bereits auf der letzten Messe vorgestellten Eco-Solventdrucker ValueJet 1324 als Einsteigermodell (Druckbreite 1.361 Millimeter) und ValueJet 1624 (Druckbreite 1.615 Millimeter) mit optional erhältlichem Spektralphotometer als Aufsatz auf dem Kopfwagen verfügen über Mutohs intelligente Wellendrucktechnik i2 zur Vermeidung von Streifenbildung. Die Druckköpfe (8 Farbkanäle sowie verschiedene kombinierbare Tropfengrößen) sorgen für verbesserte Druckgeschwindigkeiten. Der Hochleistungsdrucker ValueJet 1638 erreicht mit versetzt angeordneten doppelten Druckköpfen Produktionsgeschwindigkeiten bis 36 Quadratmetern pro Stunde. Als Ergänzung zu dieser Modellreihe kommt nun der Eco-Solvent-Drucker ValueJet 2638 mit einer Breite von 2,60 Meter. Auch er verfügt über versetzte doppelte Druckköpfe, deren neue Technologie die Ansteuerung vier unterschiedlicher Tropfenfamilien von 3,5 bis 35 pl ermöglicht. Er erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 48 Quadratmetern pro Stunde. In den Bereichen Textildirektdruck und Sublimationsverfahren präsentiert Mutoh die Modelle ValueJet 1628TD und ValueJet 2628TD (Druckbreiten 160 Zentimeter bzw. 260 Zentimeter). Diese liefern überzeugende Ergebnisse im Transferdruck wie auch im Direktdruckverfahren bei Geschwindigkeiten bis 28 Quadratmeter pro Stunde. Ausgelegt sind sie für den Druck auf offene und geschlossene Polyestergewebe, wie etwa Fahnenstoff, Banner, Displays oder Leuchtkästen.

Mehr Produkte, mehr Dienstleistungen, mehr Wert durch kreatives Finishing mit Trotec Lasersystemen. Halle 3.0 Stand C23

Foto: Mutoh

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Roland DG High Speed Qualitätsdruck Roland DG zeigt den XR-640, der speziell für die Produktion größerer Volumen entwickelt wurde. Durch die serielle Verknüpfung der beiden Druckköpfe werden im „High Speed“-Modus Geschwindigkeiten von 21,6 Quadratmeter pro Stunde erzielt. Der XR-640 verwendet Eco-Sol Max2. Diese neue Tinte ist in neun Farben erhältlich: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK), Hellcyan (Lc), Hellmagenta (Lm), Weiß (Wh), Silbermetallic (Mt) sowie in der neuen Farbe Hellschwarz (Lk). Hellschwarz sorgt für gleichmäßige Grauabstufungen und verbessert die Stabilität „Dies ist ein sehr interessantes Gerät für Werbetechniker. Das Gerät ist zudem auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten, die bereits seit Jahren mit einem XC-540 arbeiten“, so Marketing Manager Timo Keersmaekers. Neben dem XR-640 wird Roland DG verschiedene UV-Geräte ausstellen, bei denen die Tinte sofort trocknet und die Druckerzeugnisse direkt verarbeitet werden können. Außerdem werden der RE-640 Eco-Solvent-Drucker sowie Geräte vorgestellt, die kombiniertes Drucken und Schneiden ermöglichen. Die VS-Serie ist jetzt auch in einer Konfiguration mit Doppelweiß erhältlich. Das doppelte Weiß verbessert die Weißdichte und erhöht die Druckgeschwindigkeit (von Entwürfen, in denen Weiß verarbeitet ist). Foto: Roland DG

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www.troteclaser.com Formvollendet: Digitales Finishing von bedruckten Materialien wie Acryl, Papier, Karton, MDF u.v.m. Beeindruckend: Egal ob filigranste Papierformen, Logos oder Bilder, die Ergebnisse begeistern mit unglaublicher Detailtreue, Präzision und Qualität. Glänzend: Keine Materialnachbearbeitung notwendig. Der Trotec Laserschnitt produziert glasklare Schnittkanten und Innenkonturen, das Kamerasystem i-cut macht aufwändiges Positionieren überflüssig.

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visual communication

Mimaki JFX500-2131

Neuer Drucker für UV-Flachbett Mimaki hat seinen neuen, breiten UV-Flachbettdrucker mit LED-Härtung und mehreren Tintenoptionen angekündigt. Dieser Drucker soll neue Standards bei Geschwindigkeit, Flexibilität, Druckqualität sowie bei nachhaltiger Produktion setzen. Mit seiner Druckgeschwindigkeit von 60 Quadratmetern pro Stunde ist er rund 2,5 mal schneller als bereits auf dem Markt befindliche Modelle der JFX-Reihe. Damit eröffnet diese Maschine in den Märkten für Werbetechnik, Grafik und Großformat eine ganz neue Dimension von Effizienz, Qualität und Preis-/ Leistungs-Verhältnis. Der JFX500-2131 arbeitet mit einem neuen Druckkopf und verbesserter LED-Härtung. Die fortschrittliche Positionskontrolle des Kopfes ermöglicht eine Bildqualität mit besonders hoher Auflösung, Schriften sind bis zu einer Versalhöhe von zwei Punkt lesbar. Im Gerät wurden sechs neu entwickelte Druckköpfe jeweils paarweise versetzt hintereinander angeordnet. So werden mit 1.280 Düsen pro Kopf, also 7.680 insgesamt, Geschwindigkeiten von bis zu 60 Quadratmeter pro Stunde im Vierfarbdruck, beim Druck mit Prozessfarben und Weiß bis zu 45 Quadratmeter pro Stunde erreicht.

Mehrere Tintensätze Die neue LUS-150-Tinte wurde speziell für UV-LED Drucker, die hohe Geschwindigkeiten erreichen, entwickelt. Sie trocknet schneller, womit das bekannte Phänomen der etwas klebrigen Oberfläche nach dem Druck der Vergangenheit angehört. Die Tinte lässt außerdem eine Verformbarkeit bis ca. 150 Prozent zu. Durch die verbesserte Elastizität und Biegsamkeit kann die Maschine auf einer breiten Anzahl von Medien und Substraten arbeiten, ohne dass die Druckoberfläche bei der Weiterverarbeitung, beim Schneiden oder anderen Veredelungsarbeiten springt oder abblättert. Der JFX500-2131 kann jedoch alternativ auch mit vierfarbigen LH-100-Tinten befüllt werden. Diese Tinten bieten auf harten Oberflächen jedoch mehr Haftung. Zusätzlich lassen sich im JFX500-2131 auch die flexiblen

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Foto: Mimaki

Mimaki LF-140-Tinten einsetzen. Sie sind in sechs Farben erhältlich. Für alle Sorten gibt es jeweils auch eine passende weiße Tinte.

LED Härtung Die neue UV LED-Einheit wurde ganz auf Effizienz bei der Aushärtung getrimmt. Der Drucker bietet alle Vorteile der LED-Technologie, beispielsweise lange Betriebsdauer der Lampen, geringerer Energieverbrauch und noch weniger Abstrahltemperatur. Dadurch kann der Anwender auch dünne, kostengünstigere und hitzeempfindliche Drucksubstrate einsetzen, die sich auf konventionellen UVSystemen bislang nicht verarbeiten ließen. Das Mimaki Advanced Pass System (MAPS) verringert zudem das Auftreten von Streifenbildung (Banding) im Multi-Pass Mode. Mit dieser Option erfolgt die UV-Härtung schrittweise, wodurch die Streifenbildung deutlich vermindert wird.

Fortschrittlicher Weißdruck Mimakis Tintenzirkulation (Mimaki Circulation Technology, MCT) stellt sicher, das auch beim Drucken mit Weiß besonders produktiv gearbeitet wird. Als Standard mitgeliefert, stellt diese Technologie sofort nach dem Hochfah-

ren der Maschine eine stabile Druckausgabe sicher. Dazu wird Weiß regelmäßig umgewälzt, so dass sich in der Tintenzuführung keine Pigmente absetzen können. Die MCT-Technologie vermindert Tintenabfälle, was dazu beiträgt, die Umwelt etwas zu entlasten. Zusätzlich zu den bereits genannten ökologischen Vorteilen kommt hinzu, dass der UVDruck den Ausstoß von leicht flüchtigen organischen Lösemitteln (VOCs) stark vermindert. Die neu entwickelte UV-LED-Einheit härtet die Tinten besonders rationell, was nicht nur den Stromverbrauch niedrig hält, sondern auch die Lebenszeit der Lampen erhöht. Alle UV-Tinten werden in Zwei-Liter-Gebinden ausgeliefert.

Druckmedien exakt positionieren Die Positionierung der Druckmedien wird durch eine durchdachte Konstruktion des Arbeitstisches, im Vergleich mit anderen Flachbettdruckern, wesentlich vereinfacht. Durch die vielzähligen Möglichkeiten Positionierungsanschläge anzubringen, oder auch einfach nur mit Anlegelinealen zu arbeiten, wird die Arbeit des Anwenders um ein vielfaches leichter. Durch die hohe Genauigkeit der Maschine ist ein randloser Druck ohne Probleme möglich. print+publishing 197|12


visual communication

Fünf neue imagePROGRAF mit optionalem Spektralphotometer für den Fine-Art-Markt

Außenfassaden in neuem Glanz Plotterfähige Farbfolie von Aslan

Canon hat fünf neue Großformatdrucker für grafische Anwendungen vorgestellt. Die neuen 24-Zoll (61,0 Zentimeter) bis 60-Zoll (152,4 Zentimeter) Drucker sind jeweils mit einem 8- oder 12-Farben-Pigmentintensystem und einer Vielzahl neuer Funktionen ausgestattet und bieten eine überragende Bildqualität, Produktivität und Bedienerfreundlichkeit. Alle neuen Modelle verwenden Lucia EX Tinten. Damit ist Canon der einzige Anbieter, der ein einzelnes Tintensystem und die »Hot Swap«-Technologie über ein gesamtes Großformatdrucker-Sortiment hinweg verwendet. Das Tintensystem bietet einen größeren Farbumfang, ausdrucksstärkere Schwarztöne, höhere Kratzfestigkeit und stabilere Farben und gewährleistet so eine optimale Bildqualität und absolute Konsistenz zwischen den Druckern. Die »Hot Swap«-Technologie bietet die Möglichkeit, Tintentanks während des Druckens auszutauschen und sorgt so für eine unterbrechungsfreie Produktion und geringere Ausfallzeiten. Die 24-Zoll-Modelle imagePROGRAF iPF6400 und iPF6450 mit 12-Farben-Tintensystem ersetzen die Modelle iPF6300 und iPF6350. Das neue optionale Spektralphotometer des imagePROGRAF iPF6450 ermöglicht präzise, hochstabile und konsistente Farbe. Es verfügt über einen austauschbaren

Mit der Aslan CF 128 wird ein neues Medium für die Dekoration von Außenwänden auf den Markt gebracht. Die farbige, mit wasserfestem Kleber beschichtete Plotterfolie hält auch auf rauen Fassaden, Backsteinwänden oder Betonflächen im Außenbereich. Sie bietet damit eine kostensparende Alternative zu Schildern oder gemalten Schriften, wobei sie sich für permanente und temporäre Ladenbeschriftungen, Wandtattoos, Verkaufsaktionen Foto: Aslan, Schwarz oder Events eignet. Innerhalb von sechs GmbH & Co. KG Monaten ist sie rückstandsfrei entfernbar, die prinzipielle Außenhaltbarkeit liegt bei fünf Jahren. Die polymere Folie wird in sieben glänzenden Farben in Rollen von 25 mal 1,25 Meter angeboten. Durch die hohe Opazität hat sie auch auf dunklen oder bunten Wänden eine gute Deckkraft.

Foto: Canon

UV-Filter und eröffnet Anwendern so wesentlich mehr Flexibilität bei der Medienbandbreite. Mit dem Calibration Link bietet das Spektralphotometer eine einheitliche Lösung für die neuen Großformatdrucker mit 12-Farben-Tintensystem. Wird es an einem Standort bei nur einem iPF6450 mit Spektralphotometer installiert, lässt sich das Farbmanagement von mehreren imagePROGRAF Systemen an anderen Standorten zentral steuern. So kann der Output optimiert und die Einheitlichkeit der Farben sichergestellt werden. Das imagePROGRAF Sortiment wird zusätzlich verstärkt durch den 44-Zoll (111,8 Zentimeter) imagePROGRAF iPF8400. Der 12-Farben-Drucker ersetzt den iPF8300 und verfügt über eine größere 250-GB-Festplatte sowie einen höheren Durchsatz. Ebenfalls eingeführt werden der 60-Zoll imagePROGRAF iPF9400 und der iPF9400S mit 12- und 8-Farben- Pigmenttintensystem. Durch die Verwendung von LUCIA-EX Farben, die einen rund 20 Prozent größeren Farbumfang bieten, wird die gesamte Bildqualität verbessert. Von der hohen Druckgeschwindigkeit profitieren vor allem Anwender in den Bereichen Fotografie und Fine-Art sowie im Inhouse-Schilderdruck. Die technischen Verbesserungen des iPF9400S bewirken, dass im schnellen Auflagendruck (ca. 1,5 Mal schneller als der Vorgänger iPF9000S) weniger Druckdurchgänge notwendig sind. Zu den Merkmalen des iPF9400S zählen eine leuchtende Farbwiedergabe und eine aktualisierte Reihenfolge des Farbauftrags durch den Druckkopf. Sie ermöglicht dem Drucker das Tempo während des Druckens zu erhöhen und schafft so beste Bedingungen für die Poster-Produktion.

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digitaldruck

Digitale Welt in Quebec

Gedankenaustausch zu neuesten Technologien Jedes Jahr treffen sich Experten aus 20 Nationen bei der International Conference on Digital Printing Technologies und Digital Fabrication, um sich über die neuesten Entwicklungen der Digitaldruckforschung und der digitalen Fertigung, sprich Electronic Printing, zu unterhalten und die neusten Ergebnisse auszutauschen. Es waren diesmal 226 Vertreter aus den USA, 91 aus Japan, 33 aus Deutschland, 25 aus England, 14 aus Kanada, 10 aus Korea, 10 aus China, 8 aus Holland, 5 aus Israel und auch 2 Vertreter aus Österreich dabei. Text Dr. Werner Sobotka

Alleine aus der Verteilung der Teilnehmer, sieht man von den USA und Kanada als lokale Veranstalter ab, kann man die Forschungsschwerpunkte im Digitaldruck klar erkennen. Diesmal auch besonders interessant durch die Anwesenheit des Chefentwicklers von Benny Landa, Gilad Tzori, der in seinem Vortrag über den neuen nanografischen Prozess von Benny Landa mehr Licht in dieses Verfahren bringen sollte. Die einzige Aussage bei einem persönlichen Gespräch mit ihm war, dass produktionsreife Modelle vor 2014 nicht am Markt erscheinen werden. Seine Ausführungen über die neue Übertragungstechnologie des Nano Printing Systems lieferten wenig neue Aspekte. Er beschrieb es als ein indirektes Inkjetsystem, bei dem vor allem einige Parameter des klassischen Inkjets verbessert werden konnten. Die Angaben waren auch in Quebec eher noch sehr hypotetisch und kaum technologisch wirklich klar untermauert. Die wichtigsten Parameter sind: 1. Weniger Energiebedarf durch nicht direktes Eindringen der Farbe ins Papier. 2. Bessere und punktschärfere Übertragung der Farbe vom Trägerband, dessen Beschaffenheit das wohl noch größte Geheimnis der neuen Nano Technologie darstellt. 3. Schärfere Rasterpunkte und dadurch natürlich größere Farbumfänge als im Offsetdruck. Auch die Vorstellung der Fuji Jet Press 720i Sheetfed Digital Inkjetpress, konstruiert für Flüssigtinten mit einer entsprechenden Primer Technologie vor dem Druck, zeigt, wohin die Reise geht. Die auf der drupa gezeigte Anlage arbeitet wie eine klassische Offsetmaschine in Bezug auf den Durchlauf des Papiers durch die Maschine und erreicht Geschwindigkeiten von 2.000 Bogen pro Stunde, jedoch mit allen Eigenschaften einer Digitaldruckmaschine. Die gezeigten Druckergebnisse sind dem Offsetdruck sowohl in Punktschärfe als auch Farbumfang

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weit überlegen und können durch die neue Primer Technologie für alle normalen Papiersorten angewendet werden. Zusätzlich sind die Druckprodukte auch völlig normal deinkbar. Hidetoshii Shinada, Vizepräsident von Fujifilm Dimatix, sieht in dieser Entwicklung einen weiteren wichtigen Schritt zur Entwicklung des Inkjets als die Zukunftstechnologie von Print. Als letzten großen Bereich, der auch in Zukunft der analogen Drucktechnologie noch zum größten Teil vorbehalten bleibt, wird von allen Experten der Verpackungsdruck genannt. Aber auch dort gibt es hohe Zuwächse bei digital, vor allem im Bereich der Spezialisierung und Personalisierung. Vor allem interessant ist, dass sich die großen Digitaldruckkonzerne bereits mit »Paperless -Research« als eigene Abteilungen in ihren Forschungslaboratorien beschäftigen.

Einige Fragen an Experten Bei der Konferenz konnte ich einige der führenden Experten im Bereich des Digitaldrucks über ihre Einstellung zu der Weiterentwicklung befragen: Eric Hanson, HP Research Labs Palo Alto: Der Digitaldruck ist sicherlich der wichtigste Wachstumsbereich im Printbusiness der Zukunft und wird sich in den nächsten Jahren stetig weiterentwickeln. Man darf jedoch keinerlei Sprünge erwarten, und die klassischen analogen Verfahren werden noch lange im Markt vorhanden sein. Vor allem der Zeitungsdruck, der ja in den USA stark rückgängig ist, wird durch digitalen Druck ersetzt werden. Vor allem im Verpackungsdruck sieht er die größten Chancen der Druckindustrie der Zukunft. Es gibt mehr digitale Information als je zuvor, und der digitale Content explodiert und wird vor allem auch die Druckindustrie und vor allem den Digitaldruck pushen. Neue Anwendungen werden kommen und vor allem auch der für den Short-Run-Buchmarkt. print+publishing 197|12


digitaldruck Werner Zapka, Xaarjet AB: Der Analogdruck wird langsam aber sicher immer geringer werden, wobei der Inkjet in vielen Bereichen völlig neue Märkte erschließen wird, vorallem die Nanografie und die Anwendungen auf allen nur denkbaren Substraten. Xaar beschäftigt sich eigentlich mit der Entwicklung von völlig neuen Druckköpfen für den Druck der Zukunft.

Für Druckereien mit Sinn für Qualität:

HP Indigo Digital Press

Rita Hoffmann, Ilford Imaging Schweiz: Der Digitaldruck ist die einzige Chance der Druckindustrie, um die Herausforderungen der elektronischen Medien Paroli bieten zu können. Deswegen wird auch der Digitaldruck enorm gegenüber den analogen Druckverfahren wachsen und weitere Marktanteile an sich ziehen. Vorallem hat sich auch die Haltbarkeit im Fotodruck durch neue Inkjettechnologien so geändert, dass Fotobücher ein völlig neuer und zur Zeit noch am stärksten wachsender Markt sind. Prof. Reinhard Baumann, Frauenhofer Einrichtung für Electronic Nano Systems, ENAS, Deutschland: Vor allem im Electronic Printing werden völlig neue Technologien entwickelt werden, und der Inkjet ist das gegebene Verfahren. Vorallem in der Medizin werden für diagnostische Systeme Prüfstreifen produziert werden, die weltweit in den Entwicklungsländern zu einer Schnelldiagnose eingesetzt werden können und daher in millionenfacher Auflage produziert werden müssen. Auch E-Paper stellt eine neue Herausforderung dar und ist ein Metier des digitalen Drucks. Die Entwicklungen im E-Paper-Bereich, sprich E-Reader, stehen erst am Anfang. Die Situation im Bereich der Lesegewohnheiten ist in Amerika doch sehr verschieden zu der in Europa. Doch der Niedergang der Zeitungsinserate in den USA und Kanada um mehr als 300 Prozent sollten auch uns Europäern zu denken geben.

Digitaldruckzukunft nicht aus Europa

¬ digitaler Offsetdruck ¬ Deckweiss und Mattlackeffekte ¬ «On demand»-Druck – praktisch ohne Materialeinschränkung ¬ problemlose Einbindung in ein gängiges Workflow-Umfeld ¬ wirtschaftliches Drucken kleiner bis mittlerer Auflagen ohne Zwischenschritte ¬ 97% des Pantone-Farbumfangs ¬ Druckveredelung ¬ Sicherheitsdruck ¬ Proof auf Original-Bedruckstoff

Die Zukunft des Drucks, vorallem des Digitaldrucks, wird nicht von den großen Druckmaschinenherstellern in Europa vorangetrieben, sondern sie kommt - wenn überhaupt - von den Digitaldruckgiganten wie Fuji, Xerox, Canon, Konica Minolta, Ricoh und HP - um einige der Player zu nennen. Wie wird nun die Zukunft von Experten von HP, Fuji, Xerox und anderen interpretiert: Der wohl wichtigste Grundsatz, der drastisch von der traditionellen Sichtweise der Printmedien abweicht, lautet: Verwende Papier nicht als Speichermedium, also das Aufbewahren von Papierprodukten bleibt den Bibliotheken vorallem für wertvolle Büche vorbehalten. Auch diese nutzen schon die Technologien der modernen digitalen Speichermedien. Papier ist ein Medium für den täglichen Gebrauch, und dabei hat es noch immer enorme Vorteile gegenüber den digitalen Medien. Papier muss in der richtigen Form verwendet und bedruckt werden. DerGrundsatz: »Papier in der richtigen Form zur richtigen Zeit am richtigen Platz eingesetzt« ist noch immer unschlagbar und wird es auch in Zukunft bleiben. 197|12 print+publishing

www.chromos-austria.at


digitaldruck

Datev installiert erste Océ ColorStream 3700 in Deutschland

Inkjetdruck für Vollfarbe und Automatisierung Als erstes Unternehmen in Deutschland investierte die Datev eG kürzlich in eine Océ ColorStream 3700. Das hochproduktive Vollfarb-Inkjet-Drucksystem soll im Nürnberger Druck-, Logistik- und Servicezentrum der Datev die überwiegend tonerbasierten Endlos- und Einzelblattsysteme teilweise ablösen, den Wechsel zwischen monochromen und Farbauflagen vereinfachen, Prozessschritte einsparen, Kosten senken und die Anwendungsvielfalt erhöhen. Die Datev eG mit Sitz in Nürnberg ist Softwarehaus und IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren zumeist mittelständische Mandanten. Über den Kreis der Mitglieder hinaus zählen auch Unternehmen, Kommunen, Vereine und Institutionen zu den Kunden. Das Leistungsspektrum umfasst vor allem die Bereiche Rechnungswesen, Personalwirtschaft, betriebswirtschaftliche Beratung, Steuern, Enterprise Resource Planning (ERP), IT-Sicherheit sowie Organisation und Planung. Mit nahezu 40.000 Mitgliedern, rund 6.300 Mitarbeitern und einem Umsatz von 731 Millionen Euro im Jahr 2011 zählt die 1966 gegründete Datev zu den größten Informationsdienstleistern und Softwarehäusern in Europa. So belegt das Unternehmen beispielsweise im bekannten Lünendonk-Ranking Platz vier in der Kategorie Softwarehäuser (gelistet nach Umsatz in Deutschland). »Mit der Investition verfolgen wir zwei zentrale Ziele: Vollfarbe und weitere Automatisierung«, sagt Uwe Hammann, Leiter Druckund Versandtechnik der Datev eG. »Das betrifft sowohl unser Kerngeschäft, den Transaktionsdruck für Kanzleien und Steuerberatungsgesellschaften, als auch den Dokumenten-Druck für Banken, Versicherungen und Behörden.« Die Océ ColorStream 3700 führt die bisher getrennten Ausgabeschritte zusammen: Ob Simplex- und Duplex-Listen, Schwarzweiß- oder Farbdokumente – all das gibt die Datev künftig auf einem System aus. Damit entfallen der Offset-Vordruck für diese Formulare und Überweisungsträger, die manuelle Kommissionierung von Druckjobs, das aufwendige Zusammentragen der Dokumente und die kostenintensive Lagerhaltung.

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Die Datev eG mit Sitz in Nürnberg ist Softwarehaus und IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Foto: Datev

»Zugleich wollen wir unser Druckgeschäft ausbauen und mit dem Inkjet-Farbdruck zusätzliche Anreize bieten – beispielsweise im Bereich TransPromo und Beilagenpersonalisierung«, erklärt Peter Wild, Leiter des Datev Druckzentrums. »Das Feedback unserer Kunden ist schon jetzt sehr positiv.« Zu den Kunden zählen Banken, Versicherungen, Kommunen und künftig auch E-Postbrief-Geschäftskunden der Deutschen Post, die großen Wert auf Datenschutz und Vertraulichkeit legen. Für die Verarbeitung vertraulicher Informationen qualifiziert sich das Datev Druck-, Logistik- und Versandzentrum insbesondere durch sein außerordentlich hohes Sicherheitsniveau. »Wir freuen uns, die Datev bei der Neuausrichtung ihrer Dokumenten-Produktion unterstützen zu können«, sagt Michael Krebs,

Mitglied der Geschäftsleitung der OcéDeutschland GmbH und verantwortlich für den Geschäftsbereich Production Printing. »Ich bin überzeugt davon, dass die innovative Inkjet-Technologie unserer ColorStream 3000 Serie die Anforderungen an den hochproduktiven, flexiblen und wirtschaftlichen Vollfarbdruck in jeder Hinsicht erfüllen wird.«

Océ erweiterte sein Inkjet-Portfolio Océ hat die neuen Vollfarb-Inkjet-Drucksysteme Océ ColorStream 3200 und Océ ColorStream 3900 im Frühjahr dem Markt präsentiert und ermöglicht so Druckdienstleistern und Rechenzentren problemlos den Übergang zum digitalen Vollfarbdruck. Mittlerweile besteht die ColorStream Familie aus mehreren print+publishing 197|12


digitaldruck Mitgliedern, womit die Anwender das Übergangstempo selbst bestimmen können. Das umfassende Drucksystemportfolio bietet Anwendern jetzt eine größere Wahlmöglichkeit und erleichtert ihnen dadurch den Wechsel von tonerbasierten Systemen, anderen InkjetPlattformen oder dem Offsetdruck zum digitalen Hochgeschwindigkeitsdruck unter Berücksichtigung ihrer Produktivitätsanforderungen. Die Inkjet-Drucksysteme der ColorStream 3000 Serie sind modular aufgebaut und in verschiedenen Single- und Twin-Konfigurationen mit vier verschiedenen Druckgeschwindigkeiten von 48 bis 127 Metern pro Minute erhältlich. Ein Vollfarbsystem der Océ ColorStream 3000 Serie kann bei Bedarf auch als reines Monochrom-System konfiguriert werden. Die Systeme bieten Produktivität und Flexibilität für Hochleistungsproduktionen in den Bereichen Transaktionsdruck, TransPromo, Direktmailing sowie Buch- und ManualHerstellung. Die Produktions- und Materialflexibilität trägt zu einem zukunftssicheren System bei, das den Übergang von Anwendungen und Geschäftsapplikationen zu hochwertigeren Dokumenten mit intelligenterer Kommunikation in Farbe vereinfacht. Die neuen Systeme ergänzen nun das Inkjet-Portfolio als Basis- und Top-Modelle in der ColorStream 3000 Serie. Nur ein Jahr nach der weltweiten Einführung dieser wichtigen Entwicklung eroberte sich die ColorStream 3000 Serie durch die ColorStream 3500 insbesondere in Datenzentren und bei Druckdienstleistern eine führende Position auf dem Markt. Zudem erweitern die neuen Modelle die Einsatzmöglichkeiten der ColorStream 3000 Serie als Lösung für Druckdienstleister, Hausdruckereien und OffsetDruckdienstleister, die auf der Suche nach flexiblen und effizienten Hochleistungsdrucklösungen sind. Die Kombination von hoher Inkjet-Produktivität auf der Grundlage der Océ DigiDot Technologie mit der bewährten Océ Flexibilität und Effizienz ist jetzt in vier vor Ort aufrüstbaren Geschwindigkeitsvarianten die umfassende Lösung für alle Umgebungen und Anforderungen.

Attraktiv für Einsteiger Mit dem neuen Basismodell ColorStream 3200 senkt man insbesondere für Transaktionsdienstleister die Einstiegsschwelle zu wirtschaftlichem Inkjet-Druckbetrieb. Kunden, die lediglich eine Druckbreite von etwa 432 Millimeter benötigen und nicht über ein Druckvolumen verfügen, das die Investition in aktuell angebotene Inkjetsysteme rechtfertigen würde, haben jetzt eine wirtschaftliche Alternative. Sie können mit einer niedrigen Geschwindigkeit von 48 Metern pro Minute (324 197|12 print+publishing

Die Datev wirbt an markanten Plätzen in Deutschland wie hier am Hauptbahnhof in Berlin. Foto: Datev

DIN-A4-Seiten mit einem Single bzw. 648 DIN-A4-Seiten in der Twin-Konfiguration) beginnen und bei Bedarf auf das nächst schnellere System der ColorStream 3000 Serie wechseln. Insbesondere Druckdienstleister auf der Suche nach einer effizienten VollfarbInkjet-Drucklösung können jetzt tonerbasierte Endlosdrucksysteme vergleichbarer Geschwindigkeit austauschen. Ein Großteil der installierten tonerbasierten Systeme benötigt nur die Druckbreite von 17 Zoll (DIN A4 im Doppelnutzen) und befindet sich in einem Produktivitätssegment von bis zu rund 20 Millionen Seiten im Monat, die die ColorStream 3200 liefern kann.

Mehr Druckjobs in engeren Produktionszeitfenstern Die ColorStream 3900 ist mit einer Prozessgeschwindigkeit von 127 Metern pro Minute das neue Top-Speed-Modell. Das sind umgerechnet in einer Single-Konfiguration 857 Seiten im DIN-A4-Format pro Minute bzw. 1.714 Druckseiten im DIN-A4-Format pro Minute bei der Twin-Konfiguration. Möglich ist ein Monatsvolumen von bis zu 56 Millionen DINA4-Seiten. Die Anlage bietet zwei Produktionsmodi. Für Druckjobs mit engem Produktionszeitfenster und engem Kostenrahmen kann sie im Performance-Modus mit 127 Metern pro Minute und einer Auflösung von 600 x 480 dpi mit Multi-Level-Punkt-Modulation arbeiten und erzielt dabei eine ausgezeichnete Qualität bei höchster Geschwindigkeit. Bei höheren Qualitätsanforderungen lässt sich im Premium-Modus mit einer Druckgeschwindig-

keit von 100 Metern pro Minute oder 1.350 DIN-A4-Seiten eine wahrgenommene Druckqualität von 1.200 dpi erzielen. Enge Termine und hohe Spitzenbelastung sind häufig typische Merkmale für Transaktionsanwendungen, Direktmailing oder Zeitungen in kleinen Auflagen. Genau hier zeigt die ColorStream 3900 ihre Stärken und wirtschaftlichen Vorteile.

Anpassung in punkto Geschwindigkeit und Druckbreite Neben den verschiedenen Geschwindigkeitsoptionen bietet Océ darüber hinaus die kundenspezifische Anpassung des Systems, falls die mögliche Druckbreite der ColorStream 3000 nicht benötigt wird. Neben der klassischen Druckbreite von 540 Millimeter sind alle Systeme jetzt auch in einer preisgünstigen Version mit einer Druckbreite von 432 Millimeter erhältlich. Dies ist exakt die zur Produktion von DIN-A4-Doppelnutzen benötigte Breite, die man häufig in Transaktionsdruckumgebungen vorfindet. In dieser Umgebung druckt ein Großteil der Anwender tonerbasierter Endlosdrucksysteme mit einer Druckbreite von zirka 17 Zoll auf 18 Zoll mit Perforation. Die ColorStream 3200 und ColorStream 3900 verfügen unabhängig von Geschwindigkeit und Druckbreite über sämtliche Effizienz- und Flexibilitätsmerkmale der ColorStream 3500. Sie erlauben sowohl den direkten Einstieg als auch den reibungslosen und allmählichen Übergang auf Vollfarb-Ink-

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digitaldruck

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jetdruck. Viele nützliche Funktionen wie HeadSafe, Qualitätsdrucke ab Seite 1 oder Druckpause ohne Makulatur erhöhen die nachhaltige Produktivität der ColorStream 3000 Serie. Neben eingesparten, nicht verschwendeten Ressourcen wird eine signifikante Verbesserung des gesamten Produktionsablaufs und der Wertschöpfungskette erzielt, da bei den Nachverarbeitungsschritten keine unbedruckten, weißen Seiten anfallen. »Die Océ ColorStream 3000 Serie unterstreicht unser Engagement bei der Entwicklung von bedarfsgerechten Lösungen für Druckdienstleis-ter. Mit der Océ ColorStream 3900 bringen wir die Geschwindigkeit der Océ ColorStream 3000 Serie für Druckdienstleister mit hohen Druckvolumen in eine neue Dimension«, so Michael Krebs, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich Production Printing Océ-Deutschland GmbH. »Uns ist klar geworden, dass neben hoher Geschwindigkeit im Inkjet-Druckbereich der Bedarf nach einem Basismodell mit niedriger Geschwindigkeit besteht. Mit der neuen Océ ColorStream 3200 und der reduzierten Druckbreite bieten wir eine Einstiegslösung für zahlreiche Druckdienstleister mit niedrigerem Druckvolumen und geringeren Anforderungen an die Druckbreite. Die Océ ColorStream 3000 Serie stellt damit eine Universallösung dar, die idealerweise praktisch alle Druckformate von Druckdienstleis-

Freuen sich über die erste ColorStream 3700 in Deutschland (v.l.n.r.): Uwe Hammann, Leiter Druckund Versandtechnik Datev eG; Manfred Pallmer, Projektmanager Océ-Deutschland GmbH und Norbert Hain, Key-Account Manager Océ-Deutschland GmbH.

tern unterstützt und einen notwendigen Wechsel vom offset- oder tonerbasierten Drucken zum Hochgeschwindigkeits-Inkjetdruck erleichtert.«

Ein Blick in die Druckproduktion der Datev. Foto: Datev

Fiducia installiert 6. Océ JetStream Erweiterung des Inkjet-Park für Transaktions- und Akzidenzdruck Die Fiducia IT AG, IT-Dienstleister der Volksund Raiffeisenbanken, hat ihren Druckerpark um eine zusätzliche Océ JetStream 1000 erweitert. Mit der Installation baut das Unternehmen die digitale Vollfarbproduktion von Kontoauszügen, Scheckformularen, Gehaltsabrechnungen, Wertpapierinformationen und Werbebeilagen weiter aus. Insgesamt arbeitet die Fiducia jetzt mit sechs Systemen der Océ JetStream Familie: drei Océ JetStream 1000 und einer Océ JetStream 1500 am Firmensitz in Karlsruhe sowie zwei Océ JetStream 1000 im Druckzentrum Berlin. »Der Ausbau des Inkjetdruck an unseren Standorten hat mehrere Gründe«, erklärt Christian Kempf, Leiter des Druck- und Kuvertierzentrums der Fiducia. »Erstens wollen wir die Prozesse verschlanken und zum Beispiel auf den Offsetvordruck von Formularen verzichten, was für uns zugleich weniger Kosten für die Lagerhaltung bedeutet. Zweitens wollen wir das Spektrum farbiger Dokumente erweitern: Unser

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Mailing-Angebot mit individuellen Dokumenten in Vollfarbe wird stetig ausgebaut, gut angenommen und von zunehmend mehr Kunden genutzt.« Zu den Kunden der Fiducia zählen 760 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken, Unternehmen in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, öffentliche Verwaltungen und Industrieunternehmen in ganz Deutschland. Aktuell werden in den Druckzentren in Karlsruhe und Berlin jährlich über 500 Millionen DIN-A4-Seiten gedruckt und mehr als 150 Millionen Sendungen kuvertiert. »Um das steigende Volumen, das sich zudem nicht gleichmäßig über alle Tage und Monate verteilt, jederzeit bewältigen zu können, sind wir auf schnelle und zuverlässige Drucksysteme angewiesen«, sagt Christian Kempf. »Die neue Océ JetStream 1000 wird uns dabei helfen, Belastungsspitzen abzufangen und das Angebot vollfarbiger Transaktionsund Akzidenzdokumente für unsere Kunden sukzessive zu erweitern.«

Die Océ JetStream 1000 ist eines der flexibelsten Vollfarbdrucksysteme im Endlosbereich für Transaktionsdruck sowie Direct-Mailingund TransPromo-Anwendungen. Das System arbeitet mit einer Prozessgeschwindigkeit von 75 Metern (bzw. 1.010 DIN-A4-Seiten) pro Minute und ist für monatliche Druckvolumen von 6 bis 8 Millionen Seiten – mit Produktionsspitzen bis 30 Millionen Seiten – ausgelegt. Die Océ JetStream 1000 ist das erste VollfarbInkjetdrucksystem seiner Klasse, das Schönund Widerdruck über die gesamte Druckbreite in einem sehr kompakten Druckwerk ermöglicht. Darüber hinaus kann das System schrittweise im Feld von 1/0-Druck über Vollfarbe bis hin zu 6/6-Farb-Anwendungen aufgerüstet werden. print+publishing 197|12


Besuchen Sie uns in Halle 3 Stand E 91

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Aus der Praxis eines Gutachters

Rotationssiebdruck und Passerabweichungen Ein Hersteller von Sicherheitsetiketten hatte mit dem Hersteller und Lieferanten von Rotationssiebdruckmaschinen in einem Pflichtenheft viele Maschineneigenschaften definiert, jedoch über die Genauigkeit der Passersteuerung und Passerregelung dieser zweifarbigen Siebdruckrotation nichts Weiteres im Vorfeld der Bestellung vereinbart. Text Dr. Colin Sailer

Dr. Colin Sailer ist von der Industrieund Handelskammer für München und Oberbayern öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bogenund Rollendruckmaschinen, Offset- und Tiefdruckverfahren. Er zeichnet für eine Vielzahl von Bewertungen und Expertisen verantwortlich. www.print-und-maschinenbau.de

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Da die serienmäßig gelieferte Passersteuerung nach Ansicht der Druckerei nicht die gewünschten Genauigkeiten beim Umfangs- und Seitenpasser brachte. Nachdem Nachbesserungen des Maschinenherstellers erfolglos waren, entschied man sich zum Internationalen Schiedsgericht zu gehen. Von diesem wurde ein Rechtsanwalt als Schiedsrichter beauftragt. Da es sich in diesem Fall um umfangreichen technischen Klärungsbedarf handelte, hat der Schiedsrichter unseren Sachverständigen mit der Klärung des technischen Sachverhalts beauftragt. Es sollte die serienmäßig installierte Passersteuerung im Betrieb der Maschine bewertet werden, außerdem sollte nach Einbau einer alternativen Passersteuerung wiederum die Genauigkeit bewertet werden. Dies hatte alles unter realistischen Produktionsbedingungen zu erfolgen. Letztendlich war noch die Frage zu beantworten, wie hoch die maximalen Abweichungen vom Umfangpasser und Seitenpasser sein dürfen, wenn vertraglich nichts anderes vereinbart war.

Maschine den Anforderungen und dem Stand der Technik genügt.

Rüsten der Maschine Die Maschine wurde mit neuen Rotationssieben, versehen mit den auszuwertenden Sicherheitsetiketten, für den zweifarbigen Siebdruck gerüstet. Es wurden die kontrastreichen Farben rot und blau eingesetzt. Bei den Siebdruckfarben handelt es sich um lösemittelbasierende Farben, so dass mit Zwischen- und Endtrocknung produziert werden musste. Weitere Maschinenparameter, wie Bahnspannung, Trocknungsleistung und Kühlleistung vor der Bahnaufwicklung wurden nach dem Bedienungshandbuch des Maschinenherstellers eingestellt.

Die Druckproduktion Insgesamt wurden mit zwei unterschiedlichen Papiersorten und einer Foliensorte die Hochfahrrampe von 20 Meter pro Minute über 50 Meter pro Minute bis 70 Meter pro Minute, dann zirka

Die Rotationssiebdruckmaschine Bei der Rotationssiebdruckmaschine handelt es sich um eine zweifarbige Druckmaschine mit Zwischentrocknung nach dem ersten Druckwerk und Endtrocknung nach dem zweiten Druckwerk. Für die praxisgerechten Auswertungen der Passersteuerungen wurde zunächst die komplette Rotationssiebdruckmaschine begutachtet und deren technischer Stand dokumentiert. Dies ist grundsätzlich von großer Bedeutung, um die technischen Voraussetzungen für die später erfolgten und ausgewerteten Passertoleranzen offenzulegen. Vor allen Dingen ist hierbei die Frage zu beantworten, inwieweit der technische Stand der

Zweifarbige Rotationssiebdruckmaschine Bei der zu prüfenden Anlage handelt es sich um eine zweifarbige Rotationssiebdruckmaschine mit Zwischentrocknung nach dem ersten Druckwerk und Endtrockung nach dem zweiten Druckwerk.

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druck 10 Minuten im stationären Betrieb und dann die Runterfahrrampe von 70 Meter pro Minute über 50 Meter pro Minute bis 20 Meter pro Minute produziert. Dabei wurde jeder Geschwindigkeitsschritt in der Aufwicklung der Bahn für die spätere reproduzierbare Auswertung markiert.

Passertoleranzen und Auswertungen Mit Hilfe der digitalen Bildauswertung wurden im Labor unseres Sachverständigen alle relevanten Bahnen hinsichtlich Umfangpasser und Seitenpasser ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass nur die direkt vom Passersensor erfassten Marken ausgewertet werden dürfen, da in Querrichtung zur Bahn aufgrund der Restfeuchte in der Papierbahn erhebliche Schrumpfungen auftreten. Dieser Schrumpfungsprozess in Querrichtung ist mit anderen Methoden, wie Vortrockung vor dem ersten Druckwerk oder Anpassung der zweiten Siebdruckform entgegenzuwirken. Da keine Spezifikationen zu den maximalen Passertoleranzen erfolgt sind, hat sich unser Sachverständiger an die ISO-Norm ISO 12647-2, Part 5, angelehnt. Dort heißt es zusammengefasst, dass zwischen zwei Bildzentren, also zwischen erster und zweiter Farbe, nicht mehr als maximal 0,02 Prozent

Rüsten einer Siebdruckform Für den Drucktest wurden die kontrastreichen Farben rot und blau eingesetzt.

Abweichungen bezogen auf die Diagonale der Druckform auftreten dürfen. Als Diagonale der Druckform wurde in diesem Fall die Diagonale der rechnerisch abgewickelten Rotationsiebdruckform hergenommen, da bei dieser ISONorm nicht zwischen Rotationssiebdruck und planem Siebdruck unterschieden wird. Die Auswertungen aller Drucke ergab, dass nur mit dem schnellen und genauen alternativen Passermess- und -regelsystem eines Zulieferers diese Genauigkeiten bei den gefahrenen Geschwindigkeiten eingehalten werden können.

Fazit Mit großem technischen und wirtschaftlichen Aufwand konnte letztendlich herausgefunden werden, dass in diesem Fall nur das alternative Passermess- und -regelsystem eines Zulieferers das Passerproblem nachhaltig lösen kann. Hätte man im Vorfeld bei der Vertragsverhandlung schon diese technischen Punkte erörtert und schriftlich fixiert, dann wären der Druckerei und dem Maschinenhersteller großer Aufwand und Ärger erspart geblieben.

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MEWA Textilmanagement in Österreich

Mit dem Putztuch groß geworden Es gibt kaum einen Druck- oder Verpackungsbetrieb, der sie nicht kennt: die MEWA Putztücher. Diese werden nach dem Reinigen von Farbwerken oder Maschinenteilen in die MEWA Tonne geworfen, die dann im Zuge eines gesamten Reinigungskreislaufes abgeholt wird. Die verschmutzten Putztücher werden gereinigt und die sauberen wieder in den Betrieb gebracht. Ein System, das seit 1908 erfolgreich funktioniert. Text Michael Seidl

Die MEWA Textil-Service AG & Co. mit Sitz in Wiesbaden ist wohl einer der führenden europäischen Dienstleister im Segment TextilManagement. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 4.300 Mitarbeiter an 42 Standorten in Deutschland, Österreich, Italien, Belgien, Frankreich, Spanien, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei, Polen, den Niederlanden und Ungarn. 2011 erzielte die Unternehmensgruppe mit Berufs- und Schutzkleidung, Maschinenputztüchern, Ölauffangmatten im Full-Service und Artikeln für Arbeitsschutz einen Umsatz von rund 489 Millionen Euro.

Wie es begann Deutschland im Jahr 1908: Die industrielle Produktion boomt. Neue technische Entwicklungen ermöglichen schnellere, präzisere Herstellungsverfahren. In der Eisen- und Stahlindustrie, vor allem in den technologisch orientierten Branchen Chemie, Elektro- und Automobiltechnik steht Deutschland an der Spitze des Fortschritts. Technik »Made in Germany« ist im Begriff die Weltmärkte zu erobern. Das bringt Hermann Gebauer, Unternehmer im sächsischen Ostritz- Altstadt, auf eine einfache, aber geniale Geschäftsidee:

Das moderne Mewa Werk in Schwechat-Rannersdorf wurde im Jahr 2009 weiter ausgebaut und ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Putztücher für die Reinigung von Maschinen - im Full-Service. Damit gründet Hermann Gebauer am 1. August 1908 die Mechanische Weberei Altstadt, kurz: MEWA. Bereits wenige

Der Putztuchzyklus

Nach ihrem Einsatz werden die verschmutzten Tücher beim Kunden abgeholt.

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Die Tücher werden in dem eigenentwickelten Safety Container Mewa SaCon gesammelt, transportiert und gelagert. Der Container ist eine UN-geprüfte Verpackung zur Beförderung gefährlicher Güter.

MEWA wäscht umweltschonend. Dafür sorgt eine Prozess- und Umwelttechnik, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Alle Anlagen in den Putztuchbetrieben, wie Waschstraßen, Trockner, Qualitätsprüfstrecken, Abwasseranlagen und für die thermische Wiederverwertung von Altöl, sind Eigenentwicklungen.

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service Jahre später stehen Firmen wie Siemens, AEG und Bayer auf der Kundenliste des jungen Unternehmens. Europa 104 Jahre später: Aus dem Putztuchsystem »Weben, waschen und ersetzen« des sächsischen Unternehmens mit zwanzig Mitarbeitern ist ein komplexes Textil-Management für Industrie- und Gewerbebetriebe erwachsen. Den Service, mit dem alles begann, bietet die Unternehmensgruppe nach wie vor. Doch Tuch, Dienstleistung und Produktion haben sich in Quantität wie in Qualität verändert. 822 Millionen Tücher werden mittlerweile jährlich in den Betrieben der Gruppe gewaschen. Insgesamt zirka 313 Tonnen Textilien täglich. Zum Vergleich: Eine vierköpfige Familie wäscht in ihrer Haushaltswaschmaschine etwa eine Tonne Wäsche pro Jahr. Pro Sekunde entstehen fünf neue Tücher in der eigenen Weberei am Standort Immenhausen, nahe Kassel. Bei Berufs- und Schutzkleidung gehört das Unternehmen zu den Innovationsführern der Branche.

900.000 Mitarbeiter in Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Handel tragen MEWA Kleidung. Angeboten werden branchenbezogene Lösungen, die durch Komfort, Design und Funktionalität bzw. hohe und differenzierte Schutzfunktionen überzeugen.

Starke Traditionen gepaart mit modernem Denken Diese Innovationskraft wird unterstützt durch familiäre Strukturen und die traditionellen Werte eines inhabergeführten Unternehmens: An der Vorstandsspitze stehen die Enkelin des Unternehmensgründers Gabriele Gebauer und ihr Mann Rolf Beisse. Als sie 1980 die Führung übernahmen, lautete ihr Ziel: für die Gruppe die internationale Qualitätsführerschaft im Segment TextilManagement zu erreichen. Die Umsetzung war erfolgreich: MEWA führte 1992 als erstes Unternehmen der Branche ein auf ISO 9001 basierendes Qualitätsmanagement ein und erhielt – ebenfalls als Branchenerster –

1997 das Umweltzertifikat nach ISO 14001. Zu diesen ökonomischen Erfolgen trägt das nachhaltige sowie konsequent ökologische Denken, Planen und Handeln innerhalb der Unternehmensgruppe bei. 2011 investierte man rund 28,5 Millionen Euro in betriebliche Innovationen inkl. Umwelttechnik. Zudem führte man als erster Textildienstleister in Europa das RABC-System ein und gehört damit zu den Pionieren dieses neuen Qualitätsstandards. MEWA Servicebetriebe arbeiten entsprechend der Norm 14065.

MEWA in Österreich Das Unternehmen wird hierzulande von Bernd Feketeföldi und Stefan Janzen geführt und erwirtschaftet mit 207 Mitarbeitern an drei Standorten einen Umsatz von 32,1 Millionen Euro. Man arbeitet mit 9.100 Kunden zusammen und um wieder beim Putztuch zu bleiben, reinigt man pro Monat 5,2 Millionen Putztücher. Daneben 290.000 Teile Berufskleidung,7.200 Fußmatten und 2.500 Handtuchrollen.

red dot award für Imagefilm Der Unternehmensfilm »Die textile Idee für Mensch und Umwelt« wurde heuer mit dem international renommierten Designpreis »red dot award communication design 2012« in der Kategorie »Corporate Films« für seine hohe Designqualität ausgezeichnet. Er zählt damit zu den 574 Arbeiten, die von einer 15-köpfigen Jury unter insgesamt 6.823 Einreichungen aus 43 Ländern ausgewählt und prämiert wurden. Zu den Auswahlkriterien gehörten Wiederkennungswert, gesellschaftliche Relevanz sowie zielgruppengerechte Ansprache und

Ästhetik. »Die textile Idee für Mensch und Umwelt« zeigt, dass es auch möglich ist, faktenorientierte B2B-Information emotional zu kommunizieren. Anstatt Maschinen, Anlagen oder Gebäudekomplexe zu filmen, wurde auf moderne Trickeffekte gesetzt. Reale Darstellungen wandeln sich fließend in fantasievoll gezeichnete Sequenzen und halten den Spannungsbogen hoch. International im Einsatz, wird der Film in zehn Sprachen publiziert. Das modulare Konzept erlaubt die Aufteilung des Films in einzelne Kapitel.

Vier in sich abgeschlossene Geschichten informieren über unterschiedliche Unternehmensbereiche. Ob Putztücher, Engagement für die Umwelt oder Schutzkleidung – jedes Kapitel zieht den Betrachter mit stimmigen Bildern in seinen Bann. Entwickelt und realisiert wurde der Film in Zusammenarbeit mit der Interactive- und DialogAgentur G2 und dem Berliner Design- und Animationsstudio dyrdee Media. Zu sehen ist der Film auf der Unternehmenswebsite und auf dem MEWA YouTube Channel www.youtube.com/user/mewade.

Mit biologisch abbaubaren Wasch- und Waschhilfsmitteln, die in geringstmöglicher Dosierung eingesetzt werden, erzielt man einen hohen Sauberkeitsgrad.

Nach dem Waschen wird die Feuchtigkeit aus den Tüchern gepresst.

Anschließend werden die Tücher voneinander getrennt.

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» Umweltmanagement eine wichtige Säule

Wer jährlich bis zu 7 Millionen Liter Heizöl durch Wärmerückgewinnung einspart und den eigenen Energiebedarf zu einem großen Teil aus den ausgewaschenen Schmutzstoffen deckt, der hat bereits länger über einen sorgfältigen Einsatz von Energie nachgedacht. »Das kann man wohl sagen«, bestätigt Stefan Janzen, technischer Geschäftsführer der MEWA Textil-Service GmbH beim Rundgang in Wien Schwechat. »Wir beschäftigen uns intensiv damit, wie wir möglichst ressourcenschonend, d.h. mit möglichst wenig Energie-, Wasser- und Waschmitteleinsatz ein bestmögliches Ergebnis erzielen.« Mit Erfolg, denn durch eigene technische Entwicklungen in der Abwasseraufbereitung und Abluftreinigung hat MEWA daran mitgewirkt den Stand der Technik kontinuierlich zu verbessern. Längst ist es im Unternehmen eine leichte Übung mit Ölen, Fetten, Farben und Lösemitteln belastetes Schmutzwasser in Wasser mit einem Reinigungsgrad von 99,8 Prozent zu verwandeln. Das ist sauberer, als die kommunalen Auflagen es verlangen. In der chemisch-physikalischen Vorbehandlung des Abwassers werden die Schmutz- bzw. Schadstoffe weitestgehend vom Wasser abgetrennt. In der biologischen Reinigungsstufe zersetzen Bakterien die im Wasser verbleibende gelöste Schmutzfracht. Durch die kontinuierliche Optimierung der Prozess- und Umwelttechnik wird die Belastung der Umwelt ständig weiter reduziert. Bereits 1975 wurde die erste in Eigenregie konzipierte Anlage zur Abwasseraufbereitung installiert. Als in Deutschland zu Beginn der achtziger Jahre ein Umdenken begann und sich zunehmendes Umweltbewusstsein entfaltete, hatte man bei MEWA längst die Hausaufgaben gemacht. »Umweltinvestitionen sind gleichberechtigt zu

Nach dem Waschen und Trocknen durchlaufen alle Tücher eine strenge Qualitätskontrolle, bevor sie wieder ausgeliefert werden.

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Expansionsinvestitionen« lautete die Devise der Unternehmensleitung. Entsprechend schnell und intensiv entwickelte sich das interne technische Know-how: Die meisten Prozess- und Umweltanlagen in den Betrieben, wie Waschstraßen, Trockner, Qualitätsprüfstrecken, Abwasseranlagen und Altölverbrennung, sind entweder Eigenentwicklungen oder mit MEWA Know-how weiterentwickelte Anlagen bekannter Anlagenbauer.

So wenig wie möglich Waschmittel Gewaschen wird mit biologisch abbaubaren Wasch- und Waschhilfsmitteln in einer möglichst geringen Dosierung. »Alle unsere Anlagen arbeiten mit automatischen Prozesssteuerungen. Wir überlassen die Zusammensetzung und die Menge der Waschmittel, die notwendig sind, um optimale Reinheit zu erreichen, nicht dem Zufall. Wir arbeiten mit geprüften und dokumentierten Erfahrungswerten«, so Janzen. Gegenüber traditionellen Waschverfahren bedeutet das eine bis zu 85 Prozent geringere Belastung der Umwelt. Eine mehrstufige Rückgewinnung der Wärme aus den Wasch- und Trocknungsanlagen mittels Wärmetauschern senkt den Energieverbrauch für das Aufheizen von Wasser und Betriebsräumen erheblich. Im Jahr spart man dadurch erhebliche Mengen an Heizöl. Durch die thermische Verwertung ausgewaschener Schmutzstoffe – vorwiegend Altöle aus Putztüchern – deckt MEWA bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs für Trockner- und Waschstraßen bei der Bearbeitung von Putztüchern. Die dazu notwendigen Dampfkesselanlagen sind aus Umweltschutzgründen mit Hochtemperatur-Brennkammern und Rauchgaswäschern ausgestattet. Die Abluft wird erst nach gründlicher Säuberung abgeleitet. Diese thermische Verwertung von Altöl spart Primärenergie.

In der visuellen Prüfung werden Tücher, die den Qualitätsstandard nicht erfüllen, aussortiert. Diese sorgfältige Kontrolle garantiert in Verbindung mit dem automatischen Verschleißersatz den gleichbleibend hohen Qualitätsstandard der Putztücher.

Mehrwegtextilien entlasten die Umwelt Diese positive Einstellung gegenüber der Umwelt hat so eine lange Tradition. Sie beginnt letztlich mit dem seit 104 Jahren eingesetzten Traditionsprodukt von MEWA: dem Putztuch. Stefan Janzen: »Unsere Tücher können bis zu 50 mal gewaschen und wieder verwendet werden. Papiertücher oder textile Lappen landen dagegen nach einmaliger Benutzung im Abfall.« Gäbe es das MEWA Tuchsystem nicht, und kämen nur Einwegmaterialien zum Einsatz, würden erhebliche Mengen mehr an gefährlichem Abfall anfallen.

Austria's Leading Companies MEWA auf 3 in Niederösterreich Im Rahmen des jährlich stattfindenen Wettbewerbs »Austria‘s Leading Companies« konnte die MEWA Textil-Service GmbH den dritten Platz als eines der erfolgreichsten Wirtschaftsunternehmen in Niederösterreich belegen. Austria's Leading Companies (ALC) ist ein österreichischer Wirtschaftswettbewerb, der vom WirtschaftsBlatt, von PricewaterhouseCoopers und dem Kreditschutzverband von 1870 seit 1997 durchgeführt wird. Es werden jeweils neun Landessieger gekürt. Teilnahmeberechtigt ist jedes österreichische Wirtschaftsunternehmen. Bei Austria's Leading Companies zählen ausschließlich Fakten wie Umsatz, Ergebniswachstum der vergangenen drei Jahre, Liquidität und Eigenkapitalquote. Ein gewichtetes Kennzahlensystem, das spezielle Zahlenexperten für den Wettbewerb entwickelt haben, garantiert ein objektives Ergebnis in alle Richtungen.

Sind die sauberen Container mit sauberen Tüchern gefüllt, werden sie wieder den Kunden zugestellt.

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Mehr konsolidierter Druck für Wien

Die Stadtdrucker im 18. Bezirk Seit Oktober 2012 bündeln unter der Dachmarke »Stadtdrucker« die Unternehmen Druckwerker, Edelbacher sowie die zur Ueberreuter Druckgruppe gehörende Print Advice ihre Aktivitäten im Bereich des Digital- und Kleinoffsetdrucks. Durch die Zusammenführung der Produktionskapazitäten der drei Unternehmen entsteht ein auf Digital- und Kleinoffsetdruck spezialisiertes Druckunternehmen. Für die Kunden der Stadtdrucker ergeben sich neben der klaren Ausrichtung handfeste Vorteile aus der zentralen und verkehrsgünstigen Lage im 18. Bezirk. Der Standort in der Eduardgasse 6-8 verfügt über ausreichend Parkplätze und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad gut zu erreichen. Die lokale Produktion und die damit verbundenen kurzen Transportwege tragen auch dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren. »Die Stadtdrucker verfügen über ein umfassendes Know-how auf allen Gebieten der gedruckten Kommunikation und sind im Gegensatz zu Onlinedruckern für ihre Kunden greifbar und auch ansprechbar«, versichert Manfred Schmid, Geschäftsführer der Stadtdrucker. Das Unternehmen verstehe sich durch seine Beratungskompetenz nicht nur als reine Druckerei, sondern man sei bemüht, die Kommunikation mit seinen Kunden nachhaltig zu verbessern. Dabei will man in Zukunft neben Großunternehmen auch verstärkt kleinere und mittlere Unternehmen direkt ansprechen und sich mit auch über den Druck hinausgehenden Lösungen als Dienstleister etablieren.

Miteinander statt gegeneinander Die Stadtdrucker konzentrieren sich bewusst auf das Viertel- und Halbbogenformat im Offsetdruck und auf den Digitaldruck, der durch den digitalen Großformatdruck ergänzt wird. »Die Kombination aus Fachpersonal und modernster Technologie am Standort in der Eduardgasse eröffnet uns ein enorm breites Produktspektrum und ermöglicht uns eine effiziente Bearbeitung des Marktes«, erklärt Manfred Edelbacher jun., der die Druckakti197|12 print+publishing

Sorgen für mehr gemeinsamen Druck in der Stadt: (v.l.) Manfred Edelbacher jun., Hannes Fischer und Manfred Schmid.

vitäten der Edelbacher Druck GmbH in die Stadtdrucker eingebracht hat. In dasselbe Horn bläst auch Hannes Fischer, der mit seiner Druckwerker Brand den digitalen Beriech in der Gruppierung abdeckt und auf lange Erfahrung zum Thema verweisen kann. Darüber hinaus mache die Kombination von Offset- und Digitaldruck mit einer leistungsfähigen Weiterverarbeitung und zahlreichen Veredelungsmöglichkeiten aus dem Ganzen mehr als die Summe seiner Einzelteile. Produkte, die kostengünstiger im Ganzbogenformat hergestellt werden können, werden von der Ueberreuter Print GmbH einem Schwesterunternehmen der Stadtdrucker in Korneuburg produziert. »In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es notwendig, gemeinsam zu agieren, um gegenüber aggressiven Mitbewerbern geschlossen auftreten zu können. Bei den Stadtdruckern gibt es kein Gegeneinander, sondern wir konzentrieren uns auf den gemeinsamen Erfolg«, so die Philosophie der Stadtdrucker. Mit 20 bis 25 Mitarbeiter(inne)n peilt das Unternehmen 2013 einen Gesamtumsatz von mehr als 7 Millionen Euro an.


weiterverarbeitung

Müller Apparatebau und Ferag Österreich

Tradition und gebündelte Kompetenz Moderne Dokumentenverarbeitung fordert heute eine Vielfalt verschiedenster Arbeitsgänge. Müller Apparatebau fertigt Systeme rund ums Schneiden, Sammeln, Falzen, Stapeln, Heften, Sortieren als auch Kuvertieren und bietet Kunden die Möglichkeit einer maßgeschneiderten Konfiguration. Während heute oft in der Entwicklung und Produktion gespart wird, sparen Müller Anlagen Kunden deren wertvolle Zeit – denn maximale Präzision verhindert Ausfallzeiten. Entgegen dem heutigen Trend wird konsequent nach höchsten deutschen Qualitätsstandards und im eigenen Land produziert. Von der Mechanik und Elektronik bis hin zur Software – alles »Made in Germany«. Das schätzen auch die vielen internationalen Kunden. Alle Müller Module sind nach der gleichen Bauweise gefertigt und untereinander 100 Prozent kompatibel, zudem sind alle Komponenten der Systeme untereinander austauschbar. Hierdurch werden Bedienung, Wartung und Service vereinfacht, Zeit und Kosten werden reduziert. In komplexen Systemen gibt die langsamste Komponente die Geschwindigkeit vor. Deshalb arbeiten alle Müller-Systeme im gleichen Takt. Das spart wertvolle Zeit und natürlich auch Kosten. Durch die einfache, für alle Module standardisierte Bedienung sind Müller-Systeme ohne lange Einarbeitungszeit sofort einsatzbereit. Fehlerquellen werden durch permanente Überwachung der Arbeitsprozesse zuverlässig minimiert. Natürlich sind die Anlagen auch mit gängigen Postmanagement-Systemen kompatibel.

maßgeschneidertes und gleichzeitig flexibles System mit Potenzial für nachträgliche Erweiterung ohne Komplett-Neukauf sowie eine verlässliche Infrastruktur für den sicheren langfristigen Betrieb inklusive. Über 40 Jahre Innovation, über 40 Jahre Erfahrung – das bedeutet für Müller Apparatebau-Anwender ein Maximum an Produktionssicherheit. Versicherungen, Banken, der Versandhandel, Druckereien und Lettershops sind nur einige Beispiele, welche die speziellen Müller-Branchenlösungen nutzen.

Print Fair live Entsprechend dem Motto »Mehr bieten als erwartet« wird auf dem Stand der Ferag auf der Print Fair 12 auch in diesem Jahr wieder eine interessante Produktionslösung präsentiert werden. Heuer wird eine Müller Appa-

ratebau Kuvertiermaschine Modell 8012, für bis zu 12.000 Takte und für die Verarbeitung von DIN lang und C5 Jobs auf dieser Messe in Betrieb stehen und für Interesse sorgen. Ergänzt wird der diesjährige MailingSchwerpunkt durch ein Open House vom 7. bis 9. November im Firmengebäude der Ferag Ges.m.b.H., Kolpingstrasse 11, Wien 23, das ebenfalls im Zeichen der Müller Apparatebau Dokument-Logistik-Systeme stehen wird. Hier werden ergänzend zu den schon auf der Print Fair präsentierten Kuvertiermaschinen noch Systeme für die Karten-Applikation (z.B. von Kreditkarte über Mitgliedskarten bis hin zu Kundenkarten etc. inklusive der notwendigen Sicherheitsapplikationen, Überprüfung und Matching) sowie Abwickeln von der Rolle mit Schneidelösungen auf Bogen gezeigt werden. Überraschungen sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Ferag Österreich und Müller Die Vertretung für Österreich wird seit vergangenem Jahr von der Ferag Ges.m.b.H. wahrgenommen. Neben der Projektberatung und dem Verkauf stellt man mit Servicetechnikern auch die Ersatzteilversorgung und technische Betreuung der Anlagen im Vertretungsgebiet sicher. Nach Analyse der Anwendungssituation bieten Müller Apparatebau und Ferag ein

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Die Stärke von Müller Apparatebau ist das Konzept der modularen Bauweise. Foto: Ferag Austria

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papier

Schritt in die Unabhängigkeit Arctic Paper setzt auf Wasserenergie Arctic Paper Munkedals AB erwarb Anfang Oktober 50 Prozent des Wasserenergieunternehmens Kalltorp Kraft HB, das über zwei Wasserkraftwerke im westlichen Schweden verfügt. Zeitgleich erwartet Arctic Paper auch einen erhöhten Output des derzeitigen Wasserkraftwerks in der Nähe der Papierfabrik. Derzeit liegt dieser bei ca. 11 bis 12 GWh pro Jahr, durch neue Generatoren und Turbinen soll er künftig auf 22 GWh gesteigert werden. Die Genehmigung der schwedischen Behörden wird für Mitte November erwartet; das Projekt soll dann innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden. Sowohl

die Akquisition von Kalltorp als auch die Erweiterung des Wasserkraftwerks der Papierfabrik Munkedal soll zu einer größeren Energieunabhängigkeit des Unternehmens führen. Künftig möchte man weitgehend Energie aus eigener und umweltfreundlicher Produktion beziehen. Deswegen unterhält Arctic Paper Grycksbo bereits ein eigenes Biogas-Kraftwerk, während Arctic Paper Kostrzyn auf eine gasbetriebene Heizkraftanlage mit Effizienzwerten bei 93 Prozent setzt. »Die neuen Maßnahmen machen uns weniger abhängig von fossilen Brennstoffen und geben uns bessere Kontrolle über unsere Energieversorgung – das entspricht genau unserer Unternehmensstrategie«, erklärt Michal Jarczyński, CEO Arctic Paper SA.

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DNS color print Neues Digitaldruckpapier von Mondi Mondis Marke DNS wurde jüngst um das Farb-Digitaldruckpapier DNS color print erweitert. Das neue Papier bietet einen hohen Weißegrad (170 CIE) und eine besonders glatte Oberfläche. Gemeinsam mit der hohen Opazität des Papiers wird so der Vollfarb-Duplexdruck ermöglicht. DNS color print wurde in Hinblick auf eine Fülle von Druckanwendungen, insbesondere für Digitalfarbdrucke auf Laserdruckern, Kopiergeräten und Digitalfarbdruckmaschinen entwickelt. »Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für DNS color print fanden in der österreichischen Papierfabrik Mondi Neusiedler statt, wo das Papier auch hergestellt wird«, erklärt Johannes Klumpp, Marketing- und Verkaufsleiter von Mondi Uncoated Fine Paper. Auch DNS color print wird mit

der ColorLok Technology hergestellt, einer Klasse von Papierzusätzen, die die Druckqualität von Tintenstrahldokumenten verbessern und gleichzeitig kürzere Trocknungszeiten ermöglichen sollen. Das Papier ist in GrammaFoto: Mondi turen von 80 bis 300 Gramm pro Quadratmeter im Format A4, A3 (SB/BB) und SRA3 erhältlich. DNS color print ist Teil der Green Range von Mond, FSC-zertifiziert und mit dem EU Ecolabel ausgezeichnet.

Grüne Druckproduktion in Österreich 2012 Die komplette Übersicht aller mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten Betriebe der grafischen Industrie (Produzenten, grafische Papiere, Wiederaufbereitung von Farbträgern, Digitaldruck-Geräte) Jetzt Bestellen! Zum Preis von 4,– Euro (inklusive USt. und Versand) Mail an: office@printernet.at Gedruckt auf Mondis NAUTILUS® SuperWhite CO2 neutral.


information/impressum

Die nächsten Ausgaben und deren Schwerpunkte

PRINT & PUBLISHING 198 Special: Papier, Karton, Medien und Bedruckstoffe Erscheinungstermin: 09. November 2012 Redaktions- und Anzeigenschluss: 25. Oktober 2012

PRINT & PUBLISHING 199 Special: Visuelle Kommunikation - Large- und Wide Format Druck Erscheinungstermin

Herausgeber Chefredakteur Geschäfts-/ Verlagsleitung Verlagsassistenz/ Produktion Autoren Layout Druck

EMGroup GmbH Rotenmühlgasse 11/10/7, A-1120 Wien Telefon +43(0)1/983 06 40 Fax +43(0)1/983 06 40-18 Administration E-Mail office@printernet.at Redaktion E-Mail edit@printernet.at Internet: www.printernet.at (e.h.) Prof. Dr. Werner Sobotka Michael Seidl Michael Seidl Rainer Gruber Michael Seidl, Rainer Gruber, Prof. Dr. Werner Sobotka, Mag. Izabela Kwiatkowska, Stefanie Hermann, Michael Mittelhaus, Dr. Colin Sailer Projekt11 »agensketterl« Druckerei GmbH, 3001 Mauerbach

07. Dezember 2012 Redaktions- und Anzeigenschluss 23. November 2012

PRINT & PUBLISHING erscheint in den jeweiligen Landessprachen in Österreich, Polen sowie Ungarn und unterhält Medienkooperationen in der Tschechischen Republik, Slowakei, Russland und Indien. Internationale Koordination EMGroup GmbH, Rotenmühlgasse 11/10, A-1120 Wien, Telefon +43(0)1/983 06 40, Fax +43(0)1/983 06 40-18, E-Mail office@printernet.at

Terminkalender Datum

Veranstaltung

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Internet

23.10. - 24.10.

print fair 12

Wien, Österreich

www.printfair.at

25.10. – 27.10.

viscom Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design

Frankfurt, Deutschland

www.viscom-messe.de

29.10. – 31.10.

IfraExpo 2012 Annual event of the newspaper industry

Frankfurt, Deutschland

www.ifraexpo.com

Kosign The 20th Korea International Sign & Design Show

Seoul, Korea

www.kosignshow.co.kr

20.01. - 22.01.

Sign & Graphic Imaging 2013

Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

www.signmiddleeast.com

26.01. - 29.01.

Paperworld The World of Office and Paper Products

Frankfurt, Deutschland

www.paperworld.de

Hunkeler Innovationdays 2013

Luzern, Schweiz

www.innovationdays.hunkeler.ch

01.03. - 04.03.

Sign China 2013

Guangzhou, China

www.signchina-gz.com

13.03. - 16.03.

Digital Image & Print

Sao Paulo, Brasilien

www.digitalimaging.com.br

14.03. - 17.03.

Leipziger Buchmesse Erlebnis Buch

Leipzig, Deutschland

www.leipziger-buchmesse.de

Usetec 2013 Weltmesse für Gebraucht-Technik

Köln, Deutschland

www.usetec.com

07.05. - 11.05.

Grafitalia Graphic Arts, Print Meida and Communication

Mailand, Italien

www.grafitalia.biz

07.05. - 11.05.

Converflex Package Printing and Converting

Mailand, Italien

www.converflex.biz

Oktober 2012

November 2011 22.11. - 25.11. Jänner 2013

Februar 2013 11.02. - 15.02. März 2013

April 2013 22.04. - 24.04. Mai 2013

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September 2012 Folge 196 22. Jahrgang Euro 5,– issn 1018 8054

Ifra 2012: Me dienwelten in Frankfurt CtP Trends: Chi na auf dem Vor marsch Druckverbänd e: Österreich und Bayern koo perieren

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Print & Publishing 197  

Magazin für digitale und gedruckte Kommunikation

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