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140/ Juni 2014

Das lesbisch/schwule Österreichmagazin

We are unstoppable! Conchita Wurst & wie ein Bart die Welt verändert

S. 07-15 Ein Gemeinschaftsprojekt von

Preis 0,75 € | GZ 02Z031968 S | Österreichische Post AG | Sponsoring Post


Foto: ©leolumix (flickr.com)

PARKFEST GR AZ 20 14

21.Juni 2014 AB 13 UHR VOLKSGARTEN GRAZ

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Jimmy und die Stricherjungs Stroppy Kitten h Vera de Vienne Tina Anders h Martin Perović Julia Motz h voluMen h COY. u.v.m.

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Moderation: Alexandra Desmond

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DER POSTGARAGE

VVK 5 EUR AK 7 EUR


PRIDE

Editorial We are unstoppable!

„I

ch frage mich, warum die Gleichberechtigung noch nicht stattgefunden hat und was denn da so lange dauern kann“. Das fragt sich nicht nur Conchita Wurst im Interview „Im Journal zu Gast“ am Tag des Lifeball 2014, sondern wieder einmal das PRIDE–Redaktionsteam. Im Juni werden weltweit PRIDE-Demonstra­ tionen, CSD-Feste und Paraden abgehalten, und mit dem Sieg beim Songcontest wurde von Menschen in ganz Europa der Wunsch nach mehr Toleranz und Gleichberechtigung deutlich sichtbar. Der Alltag schaut natürlich anders aus, aber mit dem Hype um Conchita wird am Stammtisch, in der Straßenbahn oder im Pausenhof über Menschen gesprochen, diskutiert und Meinung gebildet, die „anders als die anderen“ oder einfach einmalig sind. Hier ist die Regierung, hier sind politische MeinungsbildnerInnen gefragt, endlich Schritte zu setzen, die „die komplette Gleichstellung beschließen, ohne Ausnahmen“ wie Mitstreiterin Miss Candy (Holger Thor) ebenfalls feststellt. Wie ein Bart die Welt verändert, das haben wir in der Titelgeschichte unter unterschiedlichen Aspekten zu analysieren versucht. Wir wer-

den in einem Jahr sehen, ob sich Österreich nicht nur tolerant zeigt, sondern bis dahin auch echte Gleichberechtigung für Lesben und Schwule umgesetzt hat. Damit wir beim 60. Song Contest 2015 wir sagen können: „Austria – 12 points!“ „Never Hide – Get Active“ ist da dann das logische Motto vom gemeinsamen Truck der lesbisch/schwulen Bundesländerorganisationen auf der Regenbogenparade in Wien. Never hide yourself – get active – it´s your life! n Das wünscht sich Gerhard Niederleuthner PS: Leider gab es bei der letzten Ausgabe technische Probleme mit den Adresszu­ stellungen. Wir haben das mit der Post und Druckerei abgeklärt und entschuldigen uns dafür.

SPENDENKONTO Kennwort: PRIDE UniCredit Bank Austria AG, BLZ 12 000, Konto-Nr: 04925603500; IBAN: AT69 1100 0049 2560 3500, BIC: BKAUATWW

IMPRESSUM Offenlegung laut §25 Mediengesetz: Medieninhaberin, Herausgeberin und Verlegerin: „Verein zur Förderung der Information über Schwule, Lesben und TransGender-Personen”, Gerstnerstraße 13, 4040 Linz (Vorstand: Vorsitzender: Hans-Peter Weingand, VorsitzenderStellvertreterin: Isolde Messerklinger, Schriftführer: Jürgen Preisegger, Finanzreferent: Gernot Wartner) ZVR: 993540699 Zulassungsnummer: GZ 02Z031968 S, „Sponsoring Post“. Die Beiträge geben die Meinung der Verfasserin bzw. des Verfassers wieder. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. LeserInnenzu-

schriften sind uns willkommen; bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzung vor. Private Kontaktanzeigen sind gratis. Redaktionsleitung OÖ: Gerhard Niederleuthner Redaktionsleitung Stmk.: HansPeter Weingand Redak­t ionsleitung Tirol: Markus Aigner Redaktionsanschrift: PRIDE, Gerstnerstr. 13, 4040 Linz; Belichtung und Druck: Der Druck Partner, Wels; Auflage: 7000 Stk. Redaktion: Web: www.pride.at, Mail: redaktion@pride.at, PRIDE, Gerstnerstr. 13, 4040 Linz; PRIDE Nr. 140/Juni 2014 Cover: Conchita Wurst (Foto: ORF/ Thomas Ramstorfer) Layout: Gerhard Niederleuthner, Isolde Messerklinger

Redaktion: Markus Aigner, Rainer Bartel, Thomas Koller, Isolde Messerklinger, Gerhard Nieder­leuthner, Heinz Schubert, Gernot Wartner, Hans-Peter Weingand MitarbeiterInnen: Markus Aigner, Rainer Bartel, Sandra EggerSchinnerl, Anita Inzinger, Thomas Koller, Mario R. Lackner, Isolde Messerklinger, Joe Niedermayer, Karin Pointner, Jürgen Preisegger, Gerhard Niederleuthner, Iris Rendel, Gernot Wartner, Hans-Peter Weingand, Kurt Zernig Redaktionsschluss: PRIDE Nr. 141/August 2014: Sa., 05.07.14 Spendenkonto: UniCredit Bank Austria AG; BLZ 12 000; Konto-Nr: 04925603500; IBAN: AT69 1100 0049 2560 3500, BIC; BKAUATWW;

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PRIDE

PRIDE Nr. 140/Juni 2014 Editorial & Impressum Vor 20 Jahren

Wien Never Hide – Get Active

03 05

Österreich Splitter 06

Titel: We are unstoppable! Liebe Leserinnen & Leser! 07 „Ich bin mit meinen Eltern wirklich privilegiert“ 07 Vorsintflutliches Weltbild 08 Song Contest in Graz 10 „Man muss mich nicht lieben“ 10 24h Conchitamania! 11 „Ekelhafte Transe abfackeln“ 12 Frau mit Bart am Kreuz 13 Das Problem mit dem Bart 14 Aufruhr in Nantes 15

Tirol Noch mehr Service 16 Transgendertreffen 16 Queerfamily 16 Queerattack! 17 Wir sind Familie 18 Termintipps & Service 20

PRIDE 04 140 Juni 2014

21

Oberösterreich Playboys & Goethe 51 & Rosa Stadl 22 Frigay-Love & IDAHO 23 Triff Ulrike 23 30 Jahre & Ich bin... 24 Song Contest Party 25 coffee4friends 25 Termintipps & Service 26 Salzburg & Wien Szene-Splitter 27

Steiermark Burzeltag & Stars IDAHO 2014 & Mein Kind Eier-Champ & Lendwirbel Zehn Jahre FC Ballaver Graz Uni kunterbunt Termintipps & Service

28 28 29 30 31 32

Gesellschaft Dekonstruktion 34 Kultur Splitter & Der junge König

36

Mixed Kontakte 37

FOTOS: ANDRES PUTTING (EBU), SPERRSTUNDE.AT, GERHARD NIEDERLEUTHNER, ROSALILA PANTHERINNEN

Inhalt


PRIDE

HTETE DARÜBER BERIC HREN... PRIDE VOR 20 JA RosaLila Buschtrommel 03/1994 Das Cover zierte Hildegard Knef, eine Reverenz an eine der letzten „Göttinnen des Olymp“: „Also legt Euch Hilde Knef auf den Plattenteller und entspannt Euch bei den tollen Texten und einer Instrumentie­ rung ihrer Chansons, die es heute eigent­ lich nicht mehr gibt.“ Musikalisches gab es auch vom „Grazer Schwulenchor“, der bereits über ein Jahr bestand. Nach dem Auftritt beim Schwulen- und Lesbenforum trafen sich die acht Stimmen jeden Samstag zur Probe. Eine weitere aktive Gruppe war das Forum Homosexualität und Glaube, mit der speziellen „Grazer Note“, dies nicht an die katholische Kirche zu binden. Ansonsten gab es Blicke über Österreichs Grenzen hinaus. Es wurde zu „Homosexual Research“ in der Ethnologie aufgerufen: „Es besteht die Angst vor Pro­ blemen mit der Professorenschaft und vor der negativen Beeinflussung der späteren Berufslaufbahn“. Große Beiträge befassten sich mit Homosexualität und Islam und mit der Situation in Saigon.

HOSI Info Nr. 20/Juni 1994

Heinz Schubert, seit März Vorsitzender der „Rosaroten Panther“, stellte die Pläne für den Verein vor. Da Österreich zu den letzten Ländern gehörte, in denen noch Sonderparagraphen für homosexuell L(i) ebende existierten, bedürfe es der Information und offensiven Auftretens in der Öffentlichkeit: „Auch die ÖVP, die sich (mit wenigen Ausnahmen) anläßlich der Straf­ rechtsreform wieder einmal vehement für die Beibehaltung des Schutzalters von 18 Jahren ausgesprochen hat, kann sich nicht länger in ihrem Elfenbeinturm der Scheinmoral verkriechen.“ Gefordert wurde ein eigenes Schwulen- und Lesbenzentrum, um dort den zweiten Schwerpunkt umsetzen zu können.

Zahlreiche Antworten auf einen Protestbrief zur weiteren Aufrechterhaltung der diskriminierenden Zwangsaltersgrenze (§ 209 StGB) wurden auch vorgestellt, darunter eine von FP-Klubobmann Jörg Haider, der sich darin gegen die unsachliche Altersgrenze aussprach. Und auch über den Beschluss der Generalsynode der Evangelischen Kirche in Österreich wurde berichtet. Diese hat nach langen Diskussionen in allen Pfarrgemeinden letztlich die Empfehlung des theologischen Ausschusses angenommen und beschloss, dass Homosexualität nicht krankhaft oder gar pervers sei, sondern eine Entwicklungsvariante und so auch Ausdrucks­form menschlichen Lebens. n

Neben den Renovierungsarbeiten in den ersten eigenen Vereinsräumlichkeiten der HOSI Linz wurde über die sonstigen Veränderungen berichtet. Der neu gewählte Vorstand hatte ja eine tiefgreifende Reform des Vereins binnen dreier Monate versprochen. Eine Außerordentliche Generalversammlung Ende Mai 1994 hatte dann ein völlig neues, basisdemokratisch ausgerichtetes Vereinsstatut, einen neuen Forderungskatalog, ein Leitbild und Leitlinien zu beschließen. Und auch das in ein neues Gesamtdesign eingebettete neue Logo wurde vorgestellt. Groß angekündigt wurde unter dem Titel „Stonewall“ auch die Eröffnungsparty des neuen Zentrums am 25. Juni und die Eröffnung der neuen Bar „Stone Wall“ einen Tag davor, die für fast 20 Jahre eine Institution in Linz werden sollte. Und so nebenbei: Es war das 25. Jubiläum der Unruhen in der New Yorker Christopher Street.

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Österreich Jubiläum WIEN. Zum Thema „Zehn Jahre er­ weitertes Gleichbehandlungsgesetz“ wurde am 20. Mai im Wiener Juridicum die Zukunft des Gleichbehandlungsrechts diskutiert. Der Wunsch der SPÖ nach einem „Levelling-up“, also der Erweiterung des Diskriminierungsschutzes, fand dabei großen Anklang. „Das ‚Levelling-up‘ ist uns so wichtig, weil es den Zugang der Menschen zum Recht vereinfacht“, erklärte Ingrid Nikolay-Leitner, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft.

Die momentane Rechtslage sei verwirrend und unklar, eine Vereinheitlichung würde das verbessern: „Man muss nicht bei je­ der Klage erst überlegen, welchen Schutz man wo genießt.“ In der Arbeitswelt gilt bereits ein einheitlicher Schutz vor Diskriminierung. Dort verbietet das Gesetz eine Ungleichbehandlung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit, Geschlechts, Alters, sexueller Orientierung oder Behinderung. In anderen Lebensbereichen ist das Gleichbehandlungsgesetz jedoch noch nicht so weit. Bisher hat sich vor allem die ÖVP immer gegen ein „Levelling-up“ quergelegt. 

Karenz

WIEN. Bei Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) rennt Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) mit ihrem Wunsch nach einer Karenzmöglichkeit für homo­ sexuelle Pflegeeltern offene Türen ein: Eine Karenzmöglichkeit für alle Pflegeeltern stehe im zweiten Halbjahr auf dem Programm, hieß es dazu aus dem Büro Hundstorfers. Auch wurde darauf verwiesen, dass Pflegeeltern derzeit generell nicht in Karenz gehen können, außer mit Adoptionsabsicht. In der Praxis seien die Kinder aber kaum zur Adoption freigegeben. Deshalb soll für alle Pflegeeltern die Möglichkeit auf Karenz geschaffen werden, unabhängig von der sexuellen Orientierung, betonte ein Sprecher. n

Ausschluss WIEN. Der Verwaltungsgerichtshof hat den Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare von der Pflegeelternschaft im Bundesland Niederösterreich bestätigt. (Siehe Bericht in PRIDE NR.139/S. 12) Das Frauenpaar hätte kein Recht, sich gegen die Diskriminierung auf Grund ihrer sexuellen Orientierung zu beschweren. Was in allen anderen Bundesländern möglich ist, wird in Nieder­ österreich verboten. Miriam Bock und Barbara Huber, die eine diplomierte Sozial­pädagogin in der Kinder- und Jugendarbeit, die andere diplomierte Gesundheitsund Kinderkrankenschwester, sind seit Jahren ein Paar und würden gerne ein Pflegekind betreuen, wie dies (auch unverheirateten) Paaren gesetzlich möglich ist. Da die Adoption von Kindern als Paar ja verboten ist, haben sie daher im September 2010 die

PRIDE 06 6 140 Juni 2014

Aufnahme in die Vormerkliste für Pflegekinder beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, dass die beiden nicht gemeinsam biologische Eltern eine Kindes sein könnten. Beide Frauen betreuen beruflich Kinder in Einrichtungen des Landes Niederösterreich, das sie nun von der Pflegeelternschaft ausschließt. Die beiden Frauen haben mit Unterstützung des Rechtskomitees LAMBDA (RKL) den Weg zu den Höchstgerichten beschritten. Nun hat auch der Verwaltungsgerichtshof die Entscheidung bestätigt. „Wir sind em­ pört. Die Frauen werden nicht nur diskrimi­ niert sondern es wird ihnen auch noch so­ gar das Recht verwehrt, sich gegen ihre Dis­ kriminierung zu beschweren“, sagt der Präsident des RKL und Rechtsanwalt der beiden Frauen, Dr. Helmut Graupner, „Doch der Kampf ist nicht zu Ende. Auch dieser Fall geht nun nach Straßburg“. 


WE ARE UNSTOPPABLE!

PRIDE was das erste Magazin überhaupt, das mich auf einem Cover platzierte. Als Bad Mitterndorfer schwuler Jugendlicher, der einige Jahre später den Eurovision Song Contest gewinnen sollte, ist mir diese Basis bis heute wichtig. Da komme ich her, das ist meine Community! Bad Mitterndorf ist überall! Egal ob du ein schwuler Junge in einem Dorf, ein lesbisches Mädchen in der Vorstadt oder ein transidenter Mensch auf einem Bauernhof bist: Du hast das Leben verdient, das du willst, und du hast ein Recht darauf. Mit dieser Botschaft konnte ich Europa erreichen. Auch dank euch allen, die ihr so etwas Einfaches fordert: Ein glückliches Leben leben zu dürfen. Das lesbisch/schwule

FOTO: ORF/MILENKO BADZIC

LIEBE LESERINNEN & LESER VON PRIDE!

136/ Okt. 2013

Österreichmagazin

Glam!

Eure Conchita Wurst PRIDE Nr. 95/Dez. 06 & Nr. 136/Okt. 13

Von Conchita Wurst bis Liberace – die Angst vor dem Glam.

S. 30-32

Ein Gemeinschaftsprojekt

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stopaids.at

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136_pride_RZ.indd 1 11.10.2013 13:00:25

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n der ORF-Doku „Conchita - einfach persönlich“ gab es den ersten Besuch von Tom als Conchita bei seinen/ihren Eltern in Bad Mitterndorf. Dort machte Tom auch die üblichen Erfahrungen eines jungen Schwulen: „Bei meinem Coming-Out war ich 17 Jahre alt. Ein Coming-Out vor meinen Eltern und vor ganz Österreich. Das Problem meiner Eltern damals war, dass sie so abhängig waren von der Meinung anderer Leute. Meine Mutter sagte, ich habe kein Problem damit, dass du auf Männer stehst. Aber warum müssen das denn alle wissen? Ich erwiderte, Mama, es tut mir leid, so egoistisch zu sein, aber es ist egal. Es ist gleich­ gültig, was die Leute sagen. Ich will mich einfach keine

Sekunde in meinem Leben verstecken müs­ sen. Meine Familie brauchte Zeit, aber ich brauchte auch Zeit, um mir sagen zu kön­ nen, ich bin schwul.“ Dies ist mittlerweile längst kein Thema mehr und auch Toms Rolle als Conchita Wurst ist akzeptiert: „Die­ se Tatsache, dass sie stolz sind auf mich ist für mich überwältigend. Meine Mutter sagt sogar, sie hat von mir gelernt, dass die Mei­ nung von anderen nicht wichtig ist. Mir sagt das, meine Eltern haben auch einen Schritt in ihrer Entwicklung gemacht. Das macht mich stolz. Ich bin mit meinen Eltern wirklich privilegiert, weil das keine Selbstverständlichkeit ist, eine Familie, die mich zu 150 Prozent unterstützt.“ n Text: Hans-Peter Weingand

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FOTO: ORF/TALKTV

„Ich bin mit meinen Eltern wirklich privilegiert“


WE ARE UNSTOPPABLE!

Vorsintflutliches Weltbild Die Probleme der ÖVP mit Conchita Wurst

Faymann nutzte dann auch die Gunst der Stunde und empfing Conchita Wurst am darauffolgenden Sonntag im Bundeskanzleramt, inklusive Gratis-Konzert auf dem Ballhausplatz. Einen gemeinsamen Auftritt auf dem Balkon wie weiland Karl Schranz lehnte Conchita Wurst charmant-bescheiden ab. Für die ÖVP reichte schon der Em­ pfang, um von einer Instrumentalisierung Conchita Wursts durch die SPÖ zu warnen. Doch die SPÖ legte gleich noch nach: Es sei „überfällig“, gleichgeschlechtlichen Paaren das Adoptionsrecht einzuräumen, preschte SP-Klubchef Andreas Schieder vor. Ebenfalls beseitigen will die SPÖ Unterschiede zwischen Ehe und Eingetragener Partnerschaft. Überdies solle das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs, das Lesben das Recht auf künstliche

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Befruchtung zuspricht, schleunigst umgesetzt werden. Bis Sommer möchte Schieder diskutieren lassen, dann sollten die Pläne in Gesetze gegossen werden. Unter Zugzwang Damit setzte die SPÖ den Koalitionspartner unter Zugzwang. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hielt die Tradi­ tion erst einmal hoch, indem sie „ein klares Nein“ zur Adoption deponierte und Schieders Zeitplan für unrealistisch erklärte. Parteichef Michael Spindelegger bemühte sich um Situationselastizität. In der ÖVP laufe eine Gleichstellungsdebatte, sagte der Vizekanzler: „Wenn wir das bis Sommer disku­ tiert haben, wäre das okay.“ Ob es dabei ein No-Go gebe? „Ich habe hier keine Grenzen zu setzen“, so Spindelegger. Doch der Ton wird rauer. Von ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm kam prompt ein klares „Nein“ zu einer Angleichung – und damit Verbesserung – des Schutzes von Lesben und Schwuler und anderer Gruppen vor Diskriminierung. Daraufhin nahm sich Maria Graff, schwarze Frauensprecherin des ersten Wiener Gemeindebezirks, kein Blatt vor den Mund: FOTO: @Bundeskanzleramt/Hans Hofer

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ichael Spindelegger hat ein paar Probleme mit Conchita Wurst. Während Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in ihren Glückwunsch­ adressen Conchita Wurst direkt ansprachen, wünschte der Vizekanzler etwas verzwickt „Tom Neuwirth und seiner Figur Conchita Wurst weiterhin viel Erfolg“.


b Glaser FO TO: ÖVP/Jako

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Die Äußerung das nun auch manchen eiDorothea Schittengenen FunktionärInnen zu helms künde von bunt wird, ist ein gutes Zeieinem „vorsintflutchen für Österreich auf dem lichen Weltbild“, Weg zu einem Land gelebter Dorothea Schi ttenhelm (im H sagte sie. Weitere Diversität. intergr und) und Mic ÖVP-Frauen machhael Spindelegg er ten ihrer Kritik in den soInstrumentalisierung zialen Medien, etwa auf Facebook, Luft. „Ein Teil der Politik ist rückständiger als die Die Ausweitung des DiskriminierungsBevölkerung“, kommentierte Rechtsanwalt schutzes bei Dienstleistungen – das sogeund RKL-Präsident Helmut Graupner die nannte „Levelling-up“ – wäre gegen vorurpolitischen Verrenkungen der ÖVP. „Nicht teilsbedingtes Handeln längst überfällig. in Westeuropa angekommen“ sei die RepuDerzeit kann etwa ein Hausbesitzer Lesben blik, wenn es um das Zusammenleben von und Schwulen einen Mietvertrag mit der Schwulen und Lesben geht. Doch der Begründung verweigern, er möge eben keiConchita-Effekt lässt die ÖVP nicht los – und ne Homosexuellen. Laut österreichischem zumindest die Diskussion über die endgülGesetz ist er damit im Recht – für Betroffene tige rechtliche Gleichstellung von Lesben ein Zustand der Rechtlosigkeit. und Schwulen bringt die ÖVP nicht mehr an. Diese Diskussion ist überfällig und „unDiesen Zustand haben die beharrenden stoppable“, und damit hat Conchita Wurst Kräfte in der ÖVP, für die Schittenhelm steht, vermutlich eher die ÖVP instrumentalisiert, bisher zweimal erfolgreich verteidigt. 2010 als sie von der Politik instrumentalisiert und 2012 widersetzten sie sich im Gleichworden ist. Danke, Conchita! n schritt mit der Bischofskonferenz mit kruden Argumenten einer Novellierung. Dass Text: Gernot Wartner

WE NIG . U Z T S I Z N TO LE R A TA N Z P E Z K A T I M NUR DIG . N E B E L T L A WI R D VI E LF IN NE .AT ESSPRECHER  OO E. GR UE CHMAYR, LAND BU IA AR M . LT-ABG


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Song Contest in Graz

In Kommentaren in der „Kleinen Zeitung“ und in der „Krone“ gab es für Nagl allerdings Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit, habe er doch z.B. Lesben und Schwule erst nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofes in den Trauungssaal im Rathaus gelassen. Die Grüne Gemeinderätin Daniela Grabe stellte deshalb einen um-

fangreichen Zusatzantrag, der Graz zu konkreten positiven Beispielen und Zeichen verpflichtet hätte, so zur Unterstützung des Christopher Street Day oder zur Förderung der Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender Personen „in allen Lebensbereichen“. Dies ging der ÖVP zu weit und auf Initiative von Nagl beschloss der Gemeinderat schließlich (gegen die FPÖ und Sissi Potzinger vom Katholischen Familienverband) einen Kompromiss, in dem alle konkreten Maßnahmen und die „Gleichstellung“ in allen Lebensbereichen verschwunden sind. Nun gilt es nur mehr, Diskriminierung abzubauen und solche Menschen in allen Lebensbereichen zu fördern. Resümee: Bürgermeister Nagl hat Angst, dass der Homophobie der ÖVP die Verantwortung zugeschoben werden wird, bei der Bewerbung den Kürzeren zu ziehen. Diese Angst besteht zu Recht. n Text: Hans-Peter Weingand

FOTO: STADT GRAZ/FISCHER

I

m Jahr 2013 ließen die TouristInnen, die zum weltweit größten Musik­ event nach Malmö gepilgert waren, 18 Millionen Euro (ohne Eintrittsgelder!) im Land und bewirkten auf ein Jahr umgerechnet 130 Vollzeitarbeitsplätze. Somit nicht verwunderlich, dass sich ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl (Foto) für Graz als Austragungsort stark macht. Conchita Wurst habe „ein klares Zeichen in die Welt geschickt, nämlich Toleranz und Respekt“, und deshalb biete sich die „Menschenrechtsstadt Graz“ als logischer Austragungsort für 2015 an. Ein diesbezüglicher Bewerbungsantrag der SPÖ wurde im Gemeinderat auch nur gegen die Stimmen der KPÖ beschlossen.

Der polnische Oppositionsführer Jaros­law Kaczynski bezeichnete den Sieg von Conchita Wurst als „Beweis für den Verfall des modernen Europas“. Und der russische Abgeordnete der rechtsnationalistischen Partei LDPR Wladimir Schirinowski soll sich entrüstet haben: „Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas. Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern statt­ dessen ein Es“.

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Auf die Frage von Steffen Hallaschka im Studiogespräch bei stern TV, wie sie mit solchen Äußerungen umgehe, gab es eine überraschende Antwort: „Ich habe noch nie ein größeres Kompliment gehört. Wenn eine ganze Nation Angst davor hat, dass ein junger schwuler Mann in Da­ menklamotten mit Bart so meinungsbildend ist, dass er eine ganze Ge­ sellschaft zum Bersten bringt, kann ich das nur als Kompliment sehen.“ n

FOTO: STERN TV/MONIKA SANDEL

„Man muss mich nicht lieben“


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24h Conchitamania! Persönliche Eindrücke vom Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Text: Mario R. Lackner und Karin Pointner

FOTO: GRAND FINAL LIVE FROM ARENA © ANDRES PUTTING (EBU)

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lughafen Wien-Schwechat, 10. Mai, 7 Uhr früh. Eine Maschine hebt ab in Richtung Kopenhagen. An Bord auch ORF-Generaldirektor Wrabetz und Fernsehdirektorin Zechner. Sie fliegen nicht routinemäßig zu den KollegInnen des Dänischen Rundfunks. Seit dem 2. Semifinale des Eurovision Song Contests (ESC) zwei Tage zuvor herrscht nicht nur ORF-intern Gewissheit: Heute Abend geht’s bei der finalen Show um die Wurst!

Spirituell und höchst (gesellschafts-)politisch alleine schon durch ihre Präsenz, setzt sie dem Ganzen noch die Krone auf, indem sie im tränenaufgelösten Siegestaumel nach Mitternacht eine große, wahrhaftige Botschaft an die zig Millionen von den Azoren bis Sibirien sendet: „Diese Nacht ist all ­jenen gewidmet, die an eine Zukunft in Frieden und Freiheit glauben. Ihr wisst, wer ihr seid, wir sind eins und wir sind nicht aufzu­ halten!“

Conchita Wurst sind seit phänomenalen Proben, unzähligen Interviews und der fulminanten Semifinal-Performance nicht nur die Hardcore-Fans des ESC verfallen, sondern auch die internationalen JournalistIn­ nen. Was fasziniert, ist Conchitas Authentizität. Unter den märchenhaften Roben, der Echthaar-Perücke, den falschen Wimpern und dem mit Schminke akzentuierten Bart glitzert ein charismatisches Wesen hervor, das sich unverstellt der Welt mitteilt: echt, intelligent, mit offenem Herzen und mit einer Shirley Basseyesken Hymne in der Handtasche, der zur allerletzten Deadline im März dank Conchis Ex-Bandkollegen Johnny Palmer von der Budapester Philharmonie eingespielt worden war, wie er uns in einem Exklusiv-Interview berichtet. Song-Retter Palmer wagt es nur wenige Stunden vor dem Finale nicht zu träumen, doch dann, als gegen Mitternacht die Jurys und Televotings einen Zwölfer nach dem anderen vergeben, sprechen 37 Nationen eine gemeinsame Sprache und sie heißt: Conchita Wurst.

Das ist kein 08/15 Sieg. Das ist der Anfang von etwas, für das uns selbst nach einigen Tagen immer noch die Worte fehlen. Dieses massenmediale Zeichen für Liebe und Toleranz wird noch verstärkt durch den Liedtext von „Rise Like A Phoenix“, den Conchita bei der Reprise so abwandelte, dass kein Zweifel mehr besteht, dass sie an jenem besonderen Abend im Mai für alle Unterdrückten unserer Welt gewonnen hat: „You throw us down, but we gonna fly! – Und werft ihr uns auch nieder, wir werden fliegen!“ Das ging jedem in der Halle durch und durch. Fremde Menschen lagen sich in den Armen. Das die Botschaft transnational ankommt, zeigen die Download-Charts vom orthodox dominierten Russland, über das mehrheitlich muslimische Indonesien, bis hin zum christlich geprägten Nord- und Südamerika. Was WIR hier und jetzt damit anfangen, liegt nicht mehr an Conchita oder der Eurovision. Wissen wir, wer wir sind, realisieren wir, dass wir eins sind. Dann sind wir wahrhaftig – unstoppable! n


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„Ekelhafte Transe abfackeln“ Nicht allen gefällt Conchita Wurst.

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er enge Putin-Vertraute und Chef der russischen Staatsbahn, Wladimir Jakunin, sieht den Sieg Conchita Wursts beim Eurovision Song Contest als Ausdruck des moralischen Verfalls im Westen. „Die antike Definition der Demokratie hatte nichts mit bärtigen Frauen zu tun, sondern die Demokratie ist die Herrschaft des Volkes.“ Jene Russen, die beim TV-Voting für Wurst stimmten, hätten eine „abnormale Psychologie“, so Jakunin in einer Rede in Berlin am 15. Mai. Jakunin verteidigte vehement das umstrittene russische Gesetz zum Schutz Jugendlicher vor Homosexualität. Zur Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe meinte Jakunin: „Das glau­ be ich erst, wenn ich einen schwangeren Mann sehe.“

Weg unserer Gesellschaft. Wir sollten da­ rüber nachdenken, ob dieser Weg der rich­ tige ist, ob es ‚normal‘ ist, was da vor sich geht, und ob es in der Natur des Menschen liegt.“ Aber nicht nur russische Politiker und montenegrinische Kirchenfürsten wüten gegen den Sieg der Conchita Wursts beim Eurovision Song Contest. Auch bei Facebook verbreiten UserInnen homophobe Hassbotschaften. Auf der Seite des Rappers Sido tobten sich nach der Entscheidung in Kopenhagen die KommentatorInnen aus. Weder der Rapper noch Facebook selbst unternahmen etwas dagegen. Sido war Teil der deutschen ESC-Jury und rechtfertigte sich auf seiner Facebook-Fanseite für seine schlechte Wertung von Conchita Wurst, die zusammen mit den ähnlichen Wertungen seiner Jurykollegen Kritik hervorgerufen hatte.

„Verantwortlich für Flut-Katastrophe“ Eher skurril hingegen die Meinung des 76-jährigen höchsten kirchlichen Würdenträgers Montenegros, des Metropoliten Amfilohije, der in einem TV-Interview Conchita Wurst für die Flut-Katastrophe am Balkan verantwortlich machte. Der Sieg von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest habe den Herrn erzürnt. Als Zeichen, wieder auf den rechten Weg zurückzukehren, habe er die Wassermassen auf den Balkan gesandt. „Wurst führt sich auf wie Jesus“, wetterte er: „Dieser Un­ glücksvogel – ich weiß nicht einmal, wie er heißt – ist beispielhaft für den verirrten

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Während er die Künstlerin abwertend „Herr Wurst“ nannte, erklärte er, dass es um Musik, Komposition, Stimme und Performance ging und nichts anderes in seine Wertung eingeflossen sei. Dass er die Sängerin einst in einem Interview heftig beleidigte, scheint er vergessen zu haben, und für viele seiner mehr als 1,3 Millionen Facebook-Fans ist das Posting eine Steilvorlage. Einige nehmen ihn in Schutz, manche bekunden deutlich ihren Unmut über den Sieg von Conchita Wurst. Und unter den mehr als 2.000 Kommentaren waren viele, die die Grenze der Meinungsfreiheit deutlich überschritten.


NG QUELLE : POSTI

S FB -ACCOUNT

SIDO

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„Diese wurst drecks perverser husoo gehört in die Gaskammer“, schrieb ein gewisser Brasko und war erschreckenderweise nicht der einzige damit. „Scheiß auf diese ekelhafte transe alter direkt abfackeln“, befand Ugur A., und Melanie M. wusste „Vor ein paar Jahren hätte man sowas erschos­ sen“. Oliver H. forderte gar gleich: „Erschießt sie mal einer bitte!“ Und diese Postings gefielen wiederum zahlreichen anderen Facebook-UserInnen. Hassbotschaften Ein deutscher User hat sich daraufhin alle diese Kommentare angesehen und sechs davon an Facebook gemeldet. Er bezog sich dabei auf die von Facebook aufgestellten „Gemeinschaftsstandards“. Dort heißt es etwa, „Facebook erlaubt keine Hassbotschaften“, man gestatte es nicht, „andere aufgrund ihrer Rasse, Volkszugehörigkeit, nationalen Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Behinderung, ihres Gesundheitszustands

oder Geschlechts anzugreifen“. Ein klarer Fall, könnte man jetzt meinen. Doch lediglich ein Kommentar, in dem sich ein User „Adolf“ zurückwünschte, wurde anderntags von Facebook gelöscht. Alle anderen verstießen nicht gegen die Gemeinschaftsstandards, erklärte das Unternehmen, wollte aber den erwähnten Fällen noch einmal nachgehen. Sido wiederum scheint seine Facebook-Fanseite nur als Sprachrohr nutzen zu wollen. Rechtlich ist er nicht verpflichtet, die Kommentare auf seiner Seite zu moderieren oder zu kontrollieren. Erst, wenn er Kenntnis von einem rechtsverletzenden Kommentar auf seiner Seite hat, kann er verantwortlich gemacht werden. Ebenso wie Facebook selbst. Doch die benannten Kommentare sind auf jeden Fall strafrechtlich relevant. Allerdings argumentiert das US-Unternehmen seit Jahren, dass es US-amerikanischem Recht unterliege, nicht europäischem. Damit Facebook die Communitystandards gefährdet sieht, reicht „Gaskammern“ und „erschlagt sie“ offenbar nicht aus. Hätte einE UserIn dagegen eine nackte weibliche Brust gepostet oder einen Penis, der Beitrag wäre wohl innerhalb kurzer Zeit gelöscht worden. Einmal mehr zeigt sich also, wie notwendig und berechtigt die Botschaft Conchita Wursts ist. n Text: Gernot Wartner

Die „Heilige“ Kümmernis oder auch Wilgifortis ist zwar keine Heilige, wird aber als Heilige im Volksglauben verehrt. In Museen und einigen Kirchen findet man die skurrile Darstellung, die eigentlich aus einem Missverständnis entstand, da im Mittelalter Christusfiguren am Kreuz mit einem besonders prunkvollen Triumphkleid dargestellt wurden. Daraus entwickelte sich die Legende einer heidnischen Frau, die sich katholisch taufen ließ. Sie wehrte sich gegen die vom Vater erzwungene Heirat – um ihre Gunst bei Männern zu schmälern, wurden ihre Gebete erhört und ihr wuchs ein Bart. Der Legende nach wurde sie dann vom eigenen Vater gekreuzigt… Mehr dazu: dioezesanmuseum.at

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FOTO: DIÖZESANMUSEUM GRAZ

Frau mit Bart am Kreuz


WE ARE UNSTOPPABLE!

Das Problem mit dem Bart

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onchita Wurst hat den Euro­ vision Song Contest 2014 gewonnen, und ganz Österreich ist im Freudentaumel. Die gehässigen und kritischen Stimmen auf den LeserInnenbrief-Seiten der Boulevardpresse sind von einem zum anderen Tag fast völlig verstummt. Sogar der ungekrönte König des Polit-Raps auf Sido-Niveau, HC Strache, gratuliert plötzlich Frau Wurst und freut sich über den Sieg. Noch am 1. Mai klang das ganz anders. Männer, die Männer lieben? Frauen, die partnerschaftlich ein Kind großziehen? Ein Mann, der nicht aussieht wie ein Mann? Eine Frau, die einen dichten Vollbart trägt?

3.

NSCHEN

G

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FOTO: PRIVAT

„Der Sieg von Conchita Wurst brachte neue Bewegung in die Diskussion um Homosexuellenrechte. Vor allem Regenbogenfamilien, also Homosexuelle mit Kindern, erleben noch immer nicht dieselbe Wertschätzung und Gleichberechtigung wie Familien mit heterosexuellen Eltern, das schadet aber vor allem den betroffenen Kindern, da muss dringend etwas passieren.“ Martina Weixler RosaLila PantherInnen

FOTO: PETER OSWALD

NEUE BEWEGUN

HERZEN DER ME

Dr. Helmut Graupner Rechtskomitee Lambda

FOTOS: 1. PRIDE-ARCHIV // 2. MARIA LACKNER // 3. GERHARD NIEDERLEUTHNER

2.

1. Bart in der Kunst: „Sainte Affligée“ Pierre & Gilles , 1992 // 2. Bart gestrickt: Fans in Kopenhagen // 3. Bart gemalt: Song Contest Party in Linz

„Das was Conchita Wurst jetzt erreicht hat, ist, dass sie komplettieren kann, das was die Bürgerrechtsbewegung der Homosexuellen in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Wir als Bürgerrechtsbewegung, wir können die Köpfe erreichen mit unserer Arbeit. Was sie erreicht hat und noch weiter erreichen kann, sind die Herzen der Menschen. Und das ist ganz wichtig und das wird einen ganz wesentlichen Schub geben.“

1.


FOT O: G. NIEDERLEUTH NER

WE ARE UNSTOPPABLE!

Das geht überhaupt nicht. Das ist wider die Natur. HC Strache lief zur populistischen Höchstform auf.

Text: Gernot Wartner

MENSCHEN SIND

WEITER

„Conchita Wurst hat mit ihrem Erfolg der Vielfalt und Toleranz eine starke Stimme in Europa gegeben. Langfristig werden sich die Sehnsucht nach einer toleranten Gesellschaft und der Wunsch nach selbstbestimmten Leben und individueller Freiheit nicht aufhalten lassen. Die Menschen in Europa sind weiter – das zeigt der Sieg Conchita Wursts jedenfalls.“ Dr. Rainer Bartel Homosexuelle Initiative Linz

Aufruhr in Nantes

U

FOTO: JENNIFER COSMAO

m die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen zu thematisieren und das Bewusstsein für sexistische Stereotypen zu schärfen, griff die Schulakademie eine Idee von Schülern auf. Mit der Aktion „Welche Fragen der Rock aufwirft“ wurden alle Schülerinnen und Schüler der 27 Oberschulen von Nantes aufgerufen, einem Tag lang Röcke zu tragen. Diese Aktion sorgte in Kombination mit dem SongcontestSieg von Conchita für heftige Reaktionen:

„Die Jungen im Rock – sollen die Mädchen mit Bart erschei­ nen?“, wetterte Frigide Barjot, die 2012 und 2013 Demonstrationen der Konservativen gegen die Homo-Ehe in Frankreich mitorganisiert hatte. Traditiona­ listInnen und Kirchenvertre­ terInnen stürmten die Stadt, die Polizei musste sich zwischen die Fronten stellen, um Übergriffe zu verhindern. Mit Unterstützung der Elternvereine wurde indes in den Schulen mit hunderten Burschen im Rock zum Thema Sexismus diskutiert. n Text: Hans-Peter Weingand

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FOTO: PRIVAT

Obwohl Tom Neuwirth als Conchita Wurst nie ein Hehl daraus gemacht hat, dass er ein schwuler Mann ist, hat er es geschafft, mit seiner Kunstfigur Verwirrung in der öffentlichen Diskussion zu stiften. In den Reaktionen auf die Erscheinung von Conchita Wurst steht immer wieder der Bart im Fokus der Diskussion. Conchita ohne Bart, das wäre eine richtige Frau. Der Bart ist nach traditionellem Geschlechterverständnis männlich konnotiert und durchbricht radikal die als natürlich empfundene Weiblichkeit der Erscheinung. Dass aber in diesem Fall eine Rasur die natürliche Weiblichkeit nicht herstellen kann, könnten alle wissen. Es ist ein offenes Geheimnis. Damit ist Tom Neuwirth die Darstellung dessen gelungen, was in der Genderforschung schon lange behauptet wird, nämlich dass Geschlecht künstlich konstruiert wird. n


NOCH MEHR SERVICE Damit man nicht mehr auf Umwegen zur Beratung kommt, bietet die HOSI Tirol seit neuem eine direkte Verbindung an. Das Beratungstelefon ist direkt erreichbar unter der Telefonnummer 0664 / 313 78 57.

Weiters ist das HOSI-Infofon unter der Telefonnummer 0676 / 44 22 934 erreichbar. Hier sind alle Informationen rund um die HOSI oder alles über Lokalitäten, Anlauf­ stellen usw. in Innsbruck zu erfahren.

TRANSGENDERTREFFEN Die Termine der Transgendertreffen wurden von der Gruppe neu festgelegt. Somit finden die Treffen ab sofort jeden 2. Freitag ab 20:00 Uhr statt.

Die Gruppe für Regenbogen­ familien & LGBTs mit Kinderwunsch macht Sommerpause! Das letzte Treffen findet am Mittwoch, den 25. Juni zwischen 18:00 und 21:00 Uhr statt. Im September startet das Treffen unter neuem Termin, nämlich jeden letzten Freitag ab 18:00 Uhr. Das Treffen dient nicht nur dem Austausch der Eltern, auch Kinder sind herzlich willkommen und können so andere Kinder in ähnlicher Situation kennen lernen und eventuell davon profitieren. Weiters veranstaltet die Gruppe Sonntagsbrunche. Die Termine dazu sind auf der Hosi Tirol Website zu finden.

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E-ARCHIV FO TO: PRID

QUEERFAMILY


TIROL

QUEERATTACK!

FOTOS: SPERRSTUNDE.AT

Fotoimpressionen von der Queerattack! „The 80s“ am 3. Mai 2014

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TIROL

Wir sind Familie Das diesmalige Motto des diözesane Begegnungstags hieß „Unsere Tochter/unser Sohn ist so und nicht anders …”. Neben Diskussionen und Erläuterungen erzählte eine Familie aus ihrem Leben.

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inmal jährlich findet in Innsbruck der diözesane Begegnungstag der Arbeitsgruppe DAHOP (Diözesaner Arbeitskreis Homosexuellen­p astoral) statt, auf dem sich homosexuelle Männer und Frauen, deren Angehörige und FreundInnen und Interessierte zum Austausch treffen. Eine persönliche Rückschau Etwas nervös nähere ich mich den Stufen des Saals im Haus der Begegnung, wo der diesjährige Begegnungstag der Diözese stattfindet. Wie viele Menschen werden da sein, was wird da überhaupt gemacht? Auch gebetet? Das ist nicht so ganz meine Sache. Wenigstens hat Kerstin, eine Mutter aus der Elterngruppe der HOSI, gesagt, sie würde kommen, da kenne ich wenigstens eine Person.

ARBEITSKREIS Der DAHOP in Innsbruck ist ein Arbeitskreis der Diözese, der die Belange von homosexuellen Menschen in der Kirche und generell als Thema hat. Es gibt ihn seit 1997 und er setzt sich aus SeelsorgerIn­nen, VertreterInnen der Frauen- und Männerpastoral und Engagierten zusammen, es sind sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Frauen und Männer dabei.

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W www.dahop.at E dahop@dibk.at

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Erstaunt sehe ich, dass an die fünfzig Menschen dort schon im Kreis sitzen, junge, ältere, ungefähr gleich viele Männer wie Frauen. Ich bin erfreut, dass ich doch die eine oder den anderen kenne. Kerstin ist auch schon da. „Ich bin recht angespannt,“ sagt auch sie. Aber die Nervosität verzieht sich schnell, denn die Leiter der DAHOP kommen bald zu einigen Auflockerungsübungen: Wir sollen aufstehen, herumgehen und uns zwei Gesprächspartner suchen, mit denen wir für ein paar Minuten über eine Frage reden sollen: „Wie ist dein Name und was weißt du über ihn?“ Aha, denk ich, gute pädagogische Maßnahmen, um die Scheu zu überwinden. Und es klappt. Schon bald sieht man im Saal rege diskutierende Dreiergruppen und spätestens nach der dritten Frage, bei der man in der nächsten Gruppe gelandet ist, ist eine allgemeine Stimmung bemerkbar, dass alle am liebsten den ganzen Tag so weitermachen würden, so spannend sind die Geschichten und die Menschen, mit denen man jetzt in Kontakt steht. Doch es geht, nach Musikeinlage, weiter: Eine Familie, Vater, Mutter, Tochter und Sohn und Schwiegersohn, berichtet von dem Coming Out des Sohnes, von ihren Gefühlen rund um das Thema, von den Reaktionen der übrigen Familie, im Freundeskreis. Es ist mucksmäuschenstill im Saal. Die Mutter fängt an zu reden. Uff, das ist gewaltig. Ich hol die Taschentücher aus meiner Handtasche, auch Kerstin reibt sich die Augen. Es geht an Herz, wie sie über ihre Ängste und Sorgen sprechen, ihre Freuden, ihre Auseinandersetzungen, ihr Zu-


FOTO: PRIDE-ARCHIV

TIROL

sammengerücktsein. Fast halten die Menschen im Saal den Atem an, wo mit solcher Offenheit und Ehrlichkeit die schweren Themen ausgesprochen werden, die uns hier ja alle immer wieder beschäftigen. Wir durchleben Zweifel und Zorn, Angst und Unverständnis, Sorgen und Glück mit dieser Familie, in der jeder durch eine Phase gehen musste, durch die wohl jeder homosexuelle Mensch und seine Angehörigen durchmüssen. Bei dieser Familie sieht alles heute eher locker und leicht aus, aber wir haben gelernt, dass sie alle gekämpft haben. Und seit einigen Jahren einen entspannten Zustand erreicht haben. Vor sieben Jahren hat der Sohn seinen damaligen Freund geheiratet und die beiden leben jetzt zusammen in Bayern. Voller Gefühle gehen wir alle dann zum Mittagessen. Doch die Pause währt nicht lange, der nächste Programmpunkt heißt: Aufteilung in Kleingruppen, von denen jede von einem anderen Familienmitglied geleitet wird. Ich geh zum Vater, Katrin aus der Elterngruppe, die etwas später zu Veranstaltung gekommen ist, kommt auch mit. „Es kommt einem vor, als würden die Väter sich schwerer mit der Homosexualität ihrer Kinder tun als die Mütter, warum ist dies so“, lautet eine der Fragen, über die dis-

kutiert wird, eine weitere: „Ich sehe meine Eltern selten, sie wohnen weiter weg. Sie wissen von meinem Schwulsein, aber wir reden nie darüber. Soll ich es mal ansprechen?“ Wieder könnten wir stundenlang diskutieren, aber bald ist das Treffen zu Ende. Im Saal im großen Kreis wird dann noch gemeinsam ein Lied gesungen und – ja! – gebetet. Dann erfolgt ein Abschlussritual, bei dem ich wieder die Taschentücher zücken muss. Wir bekommen alle eine kleine Figur aus Papier, auf die wir schreiben sollen, was wir vom heutigen Tag mitnehmen. Dann sollen wir einzeln aufstehen und die Figu­ ren zu einem Tuch in der Mitte legen, wo nun viele Kerzen leuchten. Wir können das schweigend machen oder sagen, was wir auf das Figürchen geschrieben haben. „Danke“, klingt es durch den Saal, „ich fühle mich angenommen“, „danke, Herr, dass du auch für mich da bist“. „Es ist Platz für jede und jeden.“ Es ist dunkel geworden, die Kerzen flackern. Der Begegnungstag ist zu Ende. Nachdenklich und berührt gehen wir die Stufen herauf dem Ausgang zu. „Das hat jetzt sehr gut getan, diese Menschen zu treffen, die das gleiche bewegt wie mich“, sagt Kerstin und wir versichern uns, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Wir beide, so haben wir später festgestellt, haben noch lange über diesen Tag nachgedacht. So ein Begegnungstag ist ein Meilenstein auf dem Weg, auf dem wir uns befinden.  Text: Iris Rendel

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Tirol Termintipps Juni 2014 Di., 17.06.2014/19:00 Jugendgruppentreffen Do.,19.06.2014/20:00 Offener Abend

Do., 03.07.2014/20:00 Vortrag am Offenem Abend Das 1x1 der Arbeitnehmerveranlagung (Steuerausgleich) mit Mag.a Iris Schlichtherle So., 06.07.2014/11:00 Sonntagsbrunch

Mi., 25.06.2014/18:00-21:00 Queerfamily-Treff Juli - August: Sommerpause; ab September NEU: jeden letzten Freitag im Monat; Kinder willkommen!

Fr., 11.07.2014/20:00-22:00 Elterngruppentreffen in der Selbsthilfe Tirol

Do., 26.06.2014/20:00 Offener Abend

Fr., 11.07.2014/20:00 Transgendergruppentreff

Juli 2014

Di., 15.07.2014/19:00 Jugendgruppe

Di., 01.07.2014/19:00 Jugendgruppentreffen

HOSI-TIRgOneuLe Adresse! Achtun

Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck T/F 0512 / 587 586 E office@hositirol.at W www.hositirol.at NEU: Beratungstelefon T 0664 / 313 78 57 NEU: Hosi-Infofon werktags 11:00-21:00 T 0676 / 44 22 934

Do., 10.07.2014/20:00 Offener Abend

Do., 17.07.2014/20:00 Vortrag mit Diskussion am Offenen Abend Herbalife-Vortrag: „Gesunde Ernährung!“ mit Helga MaussNocker Do., 24.07.2014/20:00 Offener Abend

Jugendgruppe Jeden 1. & 3. Dienstag ab 19:00 für Jugendliche bis 25. Ab 20:30 keine Altersgrenze mehr E jugend@hositirol.at Queerfamily-Gruppe für Regenbogenfamilien & LGBTs mit Kinderwunsch Kinder herzlich willkommen! Jeden letzten Mittwoch, 18:00 Juli-August: Sommerpause Ab September NEU: jeden letzen Freitag, 18:00 E office@hositirol.at

Offener Abend Jeden Donnerstag ab 20:00 Gemischter Abend, bei dem jede(r) Sonntagsbrunch aufs Herzlichste willkommen ist! Jeden 1. Sonntag ab 11:00

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Do., 31.07.2014/20:00 Offener Abend

August 2014 Sa., 02.08.2014/18:00 Grill&Chill – das Hosi-Grillen Achtung diesmal im Gastgarten der HOSI Tirol! So., 03.08.2014/11:00 Sonntagsbrunch Di., 05.08.2014/19:00 Jugendgruppentreffen Do., 07.08.2014/20:00 Offener Abend Fr., 08.08.2014/20:00-22:00 Elterngruppentreffen in der Selbsthilfe Tirol Fr., 08.08.2014/20:00 Transgendergruppentreff Do., 14.08.2014/20:00 Offener Abend Di., 19.08.2014/19:00 Jugendgruppentreffen

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Transgendergruppe Jeden 2. Freitag ab 20:00 Die Selbsthilfegruppe von und für Transgender-Personen. Möglichkeiten zum „Umziehen“ vorhanden! E transgender@hositirol.at Elterngruppe Jeden 2. Freitag 20:00-22:00 Für Eltern homosexueller Kinder Anmeldung/Infos unter: T 0681 / 81785891 (Iris Rendel) E Elterngruppe@hositirol.at Ort: Selbsthilfe Tirol, Innrain 43 Sportgruppe E sport@hositirol.at


WIEN

Never Hide – Get Active Anlässlich des Christopher-Street-Day findet die 19. Regenbogenparade am 14. Juni am Wiener Ring statt. Vienna PRIDE Die Vienna Pride, das Programm rund um die Parade von 11. bis 15. Juni am Wiener Rathausplatz, steht unter dem Motto „Proud by Choice“ und will einmal im Jahr ein offenes und einladendes Bild der LGBT-Community abgeben. Vienna PRIDE bietet ein vielfältiges Programm mit Diskussionen, Festen, Infoveranstaltungen, kulinarischen Köstlichkeiten und Partys.

Regenbogenparade: 14.6. Die Parade startet auch heuer um 14:00 Uhr und umrundet die gesamte Ringstraße gegen die Fahrtrichtung. Um 17:00 Uhr bleibt beim Moment des Gedenkens der gesamte Paradenzug für eine Minute still, in der an die Menschen erinnert wird, die an den Folgen von AIDS verstorben sind oder die Opfer von Hassverbrechen wurden. Um 19:00 Uhr findet im Pride Village vor dem Wiener Rathaus die Kundgebung zur Regenbogenparade statt: PolitikerInnen werden zu Wort kommen, die Prämierung der besten Beiträge wird stattfinden und dazwischen sorgen Denice Bourbon / ME and JANE DOE und Al Axy für Stimmung. Anschließend kann noch im Pride Village

i

 regenbogenparade.at  viennapride.at  hosiwien.at  hositirol.at  hosilinz.at  homo.at  hosi.or.at

zu den Beats von Viel Lieb gefeiert werden oder bei einer der zahlreichen Pride-Partys und Clubbings wie zum Beispiel die „Girls Pride Night Vienna“ hosted by Las Chicas, die „Pride Night“ im Why Not, bei „EN goes BARBIE“, Camera Club oder bei „Paradebeispiel“ hosted by HEAVEN Vienna.

Bundesländerwagen Mit dem Wagen-Motto „Never Hide – Get Active“ hosten die LesBiSchwulTrans Bundesländerorganisationen mit Support der HOSI Wien einen Truck mit Fußgruppe bei der Regenbogenparade! Für guten Sound sorgen DJane S.Stereo, DJ iMat und Fox&Moster. Für eine ausreichende Versorgung mit Mineralwasser wird für die TeilnehmerInnen gesorgt. Die Bundesländerorganisationen HOSI Linz, HOSI Salzburg, HOSI Tirol und RosaLila PantherInnen rufen zum Mitmachen auf: „Wir fordern Les­ ben, Schwule, Bisexuelle und TransGender Personen auf, weiterhin selbstbewusst zu dem zu stehen, wie sie sind und wie sie lie­ ben. Wir möchten sie bestärken, durch die ei­ gene Sichtbarkeit in der Gesellschaft einen wichtigen und eigenen Beitrag zur weiteren Steigerung der Akzeptanz zu leisten („Get Active“). Never hide @ work– Never hide @ school – Never hide @ university – Never hide @ family – Never hide your feelings Never hide your love – Never hide yourself – Get active – it´s your life!“ n

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PLAYBOYS

GOETHE 51

Am Ostersonntag ging POPOlär mit dem Thema „Playboys” in der BAR|Schneiderei an den Start. DJ Mark Neo sorgte für fetten Sound bei vollem Haus und langen Warteschlagen beim Entree. Gesichtet wurden viele Playboys oder die es noch werden wollten und ein paar lustige Häschen. So geht Partymachen!

Gut eingespielt haben sich die Club­ abende der HOSI Linz jeden Freitag und Samstag ab 21 Uhr: Feine Kräuter aus dem Garten machen „Horst“ zu einem echten Highlight, Newcomer DJs wie zum Beispiel DJ Chaos sorgten für guten Sound, oder es wird bei einem kühlen Bier gemütlich mit FreundInnen geplaudert. Und gelegentlich gibt es dann Partys für jeden Geschmack.

Mit Brezeln, einer Maß und Lederhosen war das Oktoberfest zu Besuch in Linz. Beim Rosa Stadl am 27. April am Urfahraner Markt gab es knackige Wadeln, Musik zum Schunkeln und Tanzen und sogar eine ausgelassene Polonaise. Linz hat wieder einmal gezeigt, dass es auf neue Partyformate mit viel Lebensfreude und Spaß am Feiern reagiert. So viele queere Partystimmung gab‘s am Urfix noch nie. Wir freuen uns auf mehr.

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FOTOS: GERHARD NIEDERLEUTHNER

ROSA STADL


OBERÖSTERREICH

FRIGAY-LOVE Erstmals fand am 18.April im Sugarfree in Wels die FriGAY-Love Party statt. Heiße Tänzer, Tamara Mascara und DJ Dommy Dean an den Turntables und Disco Caine & Friends sorgten für eine ausgefallene Party mit bunt gemischtem Publikum.

FOTOS: GERHARD NIEDERLEUTHNER (2), JUNGE GRÜNE (1), HUBERT BUCHBERGER (4)

IDAHO Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo­phobie und Transphobie (IDAHO) haben die Jungen Grünen gemeinsam mit Interessierten und PassantIn­nen Luftballons steigen lassen, um auf die zahlreichen Diskriminierungen in diesem Bereich hinzuweisen. Die Botschaft „No one is illegal“ nahm besonders auf die schwierige Situation von Lesben, Schwulen und TransGender Personen, die verfolgt werden und in Österreich Asyl suchen, Bezug.

TRIFF ULRIKE Die Abgeordnete zum Europäischen Parlament und Vizepräsidentin der Grünen/EFA-Fraktion im EP Ulrike Lunacek berichtet am 8. Mai in den gut besuchten Räumen der HOSI Linz über ihre Arbeit in Brüssel und über die Menschenrechtslage für LGBTs in Europa. Ausführlich wurde die EU-Roadmap gegen Homophobie und

gegen Diskriminierung auf Basis der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität diskutiert, die Lunacek im Europäischen Parlament nach heftigen Diskussionen und Hackerangriffen erfolgreich durchsetzen konnte. Die vielfältigen Fragen der Anwesenden wurden gerne und ausführlich beantwortet.

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OBERÖSTERREICH

30 JAHRE Die jährliche Gedenkfeier zur Befreiung des ehemal. KZ Mauthausen am 11. Mai stand heuer unter einem besonderen Zeichen: Das 30-jährige Jubiläum des Gedenksteins für die homosexuellen Opfer, der der erste in Europa war. Trotz des extrem schlechten und kalten Wetters fanden sich AktivistInnen aus Wien, Salzburg, Linz zur Feier ein, deren Gestaltung die HOSI Wien übernommen hatte. Die Nazi-Parolen, die einige Tage vor der Feier auf eine der Außenmauern des KZ gesprayt worden waren, machten umso deutlicher, wie wichtig ein Blick in der Vergangenheit und ein aktives Auftreten gegen

radikale Kräfte in der Gegenwart sind. Die HOSI Linz stellte dazu im Geiste von Conchita Wursts Song Contest-Siegs fest: „Die als gesellschaftspoli­ tischer Rückschritt erscheinenden Tendenzen, Natio­ nalismus, Rassismus und Homophobie, Ausgrenzung und Stigmatisierung von Minderheiten, poli­ tisch wie religiös motivierter Fanatismus und Populis­ mus, werden keine Zukunft haben. Die Menschen in Europa sind weiter.“

Für die Finanzierung der neuen HOSIRäumlichkeiten konnten über Spenden und die Crowdfunding-Aktion „Lebe dein Leben“ mehr als 5000 Euro erzielt werden. Die SupporterInnen übernahmen damit die Patenschaft für je einen Gegenstand. Am 9. Mai wurden in der HOSI den anwesenden SpenderInnen die Dankespakete überreicht – Gemälde von Elio Seidl oder Sonja Raab, handgemachte Regenbogenmützen oder ein T-Shirt – und die Namenschilder angebracht: In Zukunft kann man auf „Gerhard“ oder „Erik“ gemütlich Platz nehmen, sich im Spiegel „Ewald“ ansehen oder sich von „Martina“ anleuchten lassen. Ohne diese Unterstützungen hätte sich die neue HOSI nie so schnell zu einem gemütlichen, viel­fältigen und kommunikativen Ort entwickeln können. Wir sagen danke!

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FOTOS: GERHARD NIEDERLEUTHNER

ICH BIN…


OBERÖSTERREICH

SONG CONTEST PARTY

FOTOS: GERHARD NIEDERLEUTHNER

Was für eine Party – beim Public-Viewing des Song Contest organisiert von Queer Move und HOSI Linz kippte bei den ersten „twelf Points“ für Conchita die Stimmung von ausgelassener Party in fassungslose Hysterie. So viel Gekreische, Freudentränen und triumphierende Hände gab‘s in der HOSI noch nie. Da waren sich alle einige – ja wir waren live dabei an diesem historischen Tag. Nachdem Dominik Klinger den Gewinnern des Votings die Preise überreicht hat, wurde noch lange und ausgiebig gefeiert.

COFFEE4FRIENDS Essen, trinken und FreundInnen treffen ist das Motto von coffee4friends, dem neuen monatlichen Angebot ab Juni in der HOSI Linz. Beim abwechslungsreichen Angebot an Kuchen- und Mehlspeisen soll am 2. Sonntag im Monat (13:30-16:30 Uhr) eine schöne Möglichkeit geboten werden, in einer ruhigen Atmosphäre andere,

neue Leute kennen zu lernen. Auch NichtMitglieder sind herzlich willkommen. Das Angebot versteht sich vor allem auch als Freiraum für Nicht­raucherInnen. coffee4friends @ HOSI Linz, Goethestraße 51, 4020 Linz, am 2. Sonntag im Monat jeweils ab 13:30 Uhr

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OÖ Termintipps Prisma

Stammtisch#Ried / am 2. Sa. Der Treffpunkt für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender ab 20:00 im Gasthof Sethaler, Hochstraß 61, 4312 Ried in der Riedmark; Nächsten Termine: Sa., 14.06. & Sa., 12.07.2014

NEU: coffee4friends

Das kleine und gemütliche Café in der HOSI Linz am 2. So im Monat, 13:30 – 16:30 (siehe Infos auf Seite 25) Abwechslungsreiches Angebot an Kuchen- und Mehlspeisen Ein Angebot für NichtraucherInnen! Nächsten Termine: So., 08.06, So., 13.07. und So., 10.08.2014

Mehr Termine: hosilinz.at/termine

HOSI-TREFF Der gemütliche HOSITreff jeden 2. Freitag ab 19:00 in der HOSI Linz Die nächsten Termine: Fr., 06.06., Fr., 20.06.2014 Fr., 04.07., Fr., 18.07.2014 Fr., 01.08., Fr., 15.08.2014

RegenbogenParade 2014

Sa.,14.06.2014/ab 14:00 Truck der Bundesländerorganisationen HOSI Linz, HOSI Salzburg, HOSI Tirol und die RosaLila PantherInnen hosten einen Truck auf der Wiener Regenbogenparade Motto: „Never Hide Get Active“

 regenbogenparade.at  viennapride.at

HOSI LINZ Die Lesben- & Schwulenbewegung in OÖ Goethestraße 51, 4020 Linz Jeden Fr. und Sa. ab 21:00 W hosilinz.at T 0732/60 98 98 E ooe@hosilinz.at facebook.com/hosilinz Beratung Telefonisch & per Mail: T 0732/60 98 98-4 E beratung@hosilinz.at W hosilinz.at/beratung Mo, Do 20:00 – 22:00

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HOSI-Treff Der gemütliche Treff ab 19:00, jeden 2. Fr. HOSI Linz Coffee4friends Der gemütliche Kaffee in der HOSI Linz am 2. So im Monat 13:30 – 16:30 Uhr Lesbentreff „Lesbresso – what schall‘s“ am 1. Fr. / Eine Kooperation von aFZ Linz & HOSI Linz W hosilinz.at/frauen Prisma – Stammtisch in Ried am 2. Sa. im Monat ab 20:00 Gasthof Sethaler, Hochstraß 61, 4312 Ried in der Riedmark

YOUnited Treffen jeden 1. und 3. Fr. im Monat für bis 25-Jährige W hosilinz.at/younited Regenbogenstammtisch Jeden Do. 20:00 im Restaurant Zur Brücke, Vorstadt 18, 4840 Vöcklabruck W hosilinz.at/voecklabruck Spendenkonto bei der VKB Bank Kto.-Nr. 10711174 / BLZ: 18600 IBAN: AT761860000010711174 BIC: VKBLAT2L lautend auf HOSI Linz


Splitter

SALZBURG & ÖSTERREICH

PRIDE BOAT PRIDE Boat 2014 Eine Seefahrt,die ist lustig, eine Seefahrt die ist heiß. Das Pride Boat ist die queere Party der HOSI Salzburg mitten auf dem Mondsee. Termin: 05. Juli 2014 n Genaue Infos gibt’s auf:

FOTO: HOSI SALZBURG

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www.hosi.or.at

Mit dem Wagen-Motto „Never Hide – Get Active“ hosten die LesBiSchwulTrans Bundesländerorganisationen mit Support der HOSI Wien einen Truck mit Fußgruppe bei der Regenbogenparade am 14. Juni 2014! „Wir fordern Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgenderpersonen auf, weiterhin selbstbewusst zu dem zu stehen, wie sie sind und wie sie lieben. Jetzt mitmachen!“ n HOSI Linz, HOSI Salzburg, HOSI Tirol und RosaLila PantherInnen


Da das berühmte Pepi‘s Club-Beisl am Griesplatz doch schon einige Jährchen besteht, gratuliert PRIDE der legendären Szenegröße erneut zum 29. Geburtstag. Wir hoffen, dass dies auch Anlass ist, dass noch weitere Autogramme Pepis „Promiwand“ zieren. Nur wo ist da für gute Wünsche noch Platz? Wohl in den Herzen aller Stammkunden. n

FOTO: JUNGE GRUENE STMK.

IDAHO 2014 Unterstützt von EU-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek machten die Jungen Grünen am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHO), mit einer Luftballon-Aktion in der Grazer Innenstadt auf die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung als Asylgrund aufmerksam. Auch die SoHo und der VSStÖ setzten am Montag darauf mit dem queeren Kinoabend „Die Liebe und das Auskommen mit ihr“ an der Uni mit acht amüsierenden, bewegenden bzw. berührenden Kurzfilmen ein Zeichen. n

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MEIN KIND Familienlandesrat Michael Schickhofer (SPÖ) lud am 27. Mai im Rahmen des „ZWEI UND MEHR – TALK“ zu einem Infoabend zum Thema „Mein Kind liebt anders“. Moderiert von Wolfgang Pfeifer vom Kinderbüro gaben Sozialarbeiter Michael Kurzmann, Rosalila PantherInnen-Vor­sitzende Martina Weixler, die evangelische Pfarrerin Manuela Tokatli sowie eine Mutter mit einem schwulen Sohn einen breiten Einblick in die vielfältigen Erfahrungen, die sich in Familien im Rahmen des Coming-Out-Prozesses ergeben können. Die Veranstaltung erreichte offenbar direkt das Zielpublikum, die meisten ZuhörerInnen waren (betroffene) Eltern. n

FOTO: ROSALILA PANTHERiNNEN

F: ANDREAS EYMANNSBERGER

BURZELTAG

Ein neues Sternchen blinkt am Grazer Szenehimmel und schlug ein wie ein Meteor. Alfred & Franz haben mit dem STARS in der Schönaugasse 9 ein neues stilvolles Café geschaffen, welches in den späteren Abendstunden in Barstimmung übergeht. Stars zieren auch die Wände und die Gäste werden so behandelt, dass sie sich auch als solche fühlen können. Schon bei der Er­ öffnung wurde allen ein Herz geschenkt. n

FOTO: THOMAS KOLLER / FOTOMA

STARS


STEIERMARK

1.Grazer CSD-ParaDe TREffpunkT: TummELpLATZ 21/06/2014 // um 13:00 uhR

Komm mit und zeig‘ deinen Stolz! GRAZ LIEBT ALLE

EIER-CHAMP Beim Oster-Männerstammtisch der RosaLila PantherInnen im La Meskla wurden mit Stiften, Papier, Dekomaterialien und viel Phantasie rund 30 Eier phantasievoll gestaltet. Das Voting kürte Anton zum Eier-Champ, und zur Belohnung gab es einen Orden sowie eine Flasche Amorosa.

VERLOSUNG PRIDE verlost 2x2 Karten für TheFAGtory am 21. Juni in der Postgarage in Graz:  pride.at/verlosungen

LENDWIRBEL FOTOS: ROSALILA PANTHER/INNEN

In Kooperation mit dem Frauen­ service beteiligten sich die Rosalila PantherIn­nen Anfang Mai bei dem jährlich stattfindenden Event. Das FrauenZimmer-Café verlagerte sich in einen Regen­ bogengarten mit Musik, Speisen und Getränken, Chill-out-Area und vielen informations­bedürftigen Menschen. n

PRIDE 29

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STEIERMARK

Zehn Jahre FC Ballaver Graz Als Grete Rath vor zehn Jahren den ersten Schritt für die Gründung von FC Ballaver gemacht hat, waren für sie zwei Gründe ausschlaggebend.

1. 2.

Sie hatte Freude am Fußballspielen – und dazu hatte sie als Frau bis dahin kaum Gelegenheit gehabt. Sie hatte den Wunsch, regelmäßig Zeit mit lesbischen Frauen zu verbringen und sich über Themen auszutauschen, die das lesbische Leben betreffen.

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FOT OS: PRIDE-ARCHIV

ngefangen hat alles im Stadtpark, wo sich wöchentlich ein paar Frauen getroffen haben, um miteinander Fußball zu spielen. Die Feldbegrenzungen bestanden aus Schuhen und Tore wurden mit Flaschen markiert. Es war viel Geduld und Ausdauer nötig, da anfangs nur sehr wenige Frauen bei den Treffen dabei waren. Aber es hat sich gelohnt! Durch Mundpropa-

PRIDE 30 139 April 2014

ganda kamen dann im Laufe der Zeit immer mehr lesbische und fußballbegeisterte Frauen dazu. Im ersten Winter wurde dann privat (teilweise auf eigene Kosten) die erste Halle gemietet, um das Fußballspielen auch bei kalten Temperaturen fortsetzen zu können. Ab dem nächsten Sommer wurde dann sogar schon auf einem richtigen Fußballplatz (bei Don Bosco) gespielt, und zirka ein Jahr später wurde FC Ballaver in den Verein Frauenservice eingegliedert. Zu diesem Zeitpunkt ist auch bei einer Feier im Café Palaver unser Name „FC Ballaver“ entstanden. Seit dem Bestehen unseres Fußballteams war es immer ein Wunsch, einmal an Gaygames/Eurogames teilnehmen zu können. Dieser Wunsch war am Anfang aber noch zu weit weg, um jemals Realität zu werden. Doch durch ein paar Neuzugänge und etwas finanzielle Unterstützung durch Sponsoren saßen wir dann plötzlich im Sommer 2007 im Flugzeug nach Antwerpen, um dort als FC Ballaver Graz an den Euro­games teilzunehmen. Bei solchen Games geht es nicht nur um das Fußballspielen, sondern um Vieles mehr. Man lernt lesbische Frauen aus anderen Ländern kennen, freundet sich vielleicht mit einigen an, spielt gemeinsam Fußball und feiert auch gemeinsam. Es geht aber auch um ein politisches Statement: Gegen Homophobie im Sport, für mehr Toleranz und Menschlichkeit und für gleiches Recht für gleich viel Liebe. Die Euro­ games in Antwerpen 2007 waren unser erstes großes Highlight, und seitdem waren


STEIERMARK

Seit letztem Jahr ist FC Ballaver Graz sogar ein eigenständiger, eingetragener Verein, und heuer feiern wir unser zehnjähriges Bestehen. Am 31.5.2014 veranstalten wir anlässlich unseres Jubiläums ein kleines Turnier am USI-Sportplatz, und anschließend gibt es eine Feier im La Meskla. Wir freuen uns über Fans und eventuell zukünftige Spielerinnen!

UNI KUNTERBUNT „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“ Ganz im Zeichen von Pippi Langstrumpf stand am 9. Mai das Queer Unifest im Hauptgebäude der KF-Universität. Neben einer Travestie-Show der GRAZien gab‘s Musik von DJane S. Stereo. An der Shotbar gabs auch Sparstrumpf-Hour und auch die Liebespost-BotInnen waren wieder fleißig unterwegs. Alles sehr lustig und top besucht!

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei unseren Gründerinnen bedanken, die mittlerweile zwar nicht mehr aktiv spielen, aber natürlich immer noch zu UNS gehören. Außerdem gilt ein DANKE auch allen anderen, die sich im Laufe der Jahre für unser Team eingesetzt und mitgearbeitet haben oder uns in jeglicher Form unterstützt haben. Wir freuen uns auch immer über neue Spielerinnen – egal ob Anfängerin oder nicht – das einzige Kriterium ist, lesbisch zu sein.  Text: Sandra Egger-Schinnerl

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Kontakt: fcballaver@gmail.com

Eurogames Antwerpen 2007

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FOTOS: THOMAS KOLLER/FOTOMA

wir fast jedes Jahr in einem anderen Land zu Gast bei den Euro- oder Gaygames. Ob mit Flugzeug, Auto, Zug oder Bus – in Barcelona, Budapest oder Rotterdam, egal wie und wo –, Hauptsache wir sind dabei. Dieses Jahr nimmt FC Ballaver Graz übrigens an den PanGames in Kopenhagen teil.


Stmk Termine Juni 2014 Fr., 13.06.2014/ab 21:00 Uschis Birthday Bash Rush-Graz (fb.com/rushgraz) Sa., 14.06.2014/10:30 Bus zur Wiener Regenbogenparade Infos zur Abfahrt und An­ meldung unter fb.com/qrgraz Sa., 14.06.2014/ab 14:00 Truck der Bundesländer­ organisationen HOSI Linz, HOSI Salzburg, HOSI Tirol und die Rosa Lila PantherInnen hosten einen Truck auf der Wiener Regenbogenparade Sa., 14.06.2014/ab 22:00 Homotechnik Postgarage (homotechnik.com) So., 15.06.2014/09:00-15:30 L-Ways Lesbenwanderung Treffpunkt: 09:00 Ausseer Lebzelterei (Bad Aussee), Ziel: Sandling – Ausseerland, Infos und Anmeldung: l-ways@gmx.at

Mi., 18.06.2014/ab 20:00 Männerstammtisch STARS (Schönaugasse 9, 8010 Graz) gemütliches Beisammensein, Informationsaustausch uvm. (homo.at/stammtisch) Fr., 20.06.2014/15:00-17:00 CSD Infotram Zwischen Jakominiplatz und Laudongasse (fb.com/CSDtramGraz)

Sa., 21.06.2014/ab 13:00 Grazer CSD 13:00 Start der Parade vom Tummelplatz zum Volksgarten Ab 13:00 CSD Parkfest im Volksgarten Ab 20:00 Rainbow Speed­dating im Postgaragencafe (blitzdating.info) Ab 21:00 CSDance im Rush Graz Ab 22:00 The FAGtory Club, Postgarage

Beratung (nach Vereinbarung) T 0316/366601 E beratung@homo.at

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Juli 2014

Mo., 14.07.2014/19:30 HuG: Sommer AbschlussPicknick am Schlossberg Treffpunkt: Schlossbergplatz (bei Schlechtwetter: „FeelFree“) Mi., 16.07.2014/20:00 Männerstammtisch fb.com/Maennerstammtisch

August 2014 Sa., 02.08.2014/ab 13:00 Welle Royal Beachvolleyball + Party @ Murbeach

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RosaLila PantherInnen Gruppentreffen „FeelFree“ Annenstr.26, 8020 Graz im „FeelFree“

Öffnungszeiten Montag 15:00 – 18:00 Mittwoch 15:00 – 18:00 Freitag 13:00 – 16:00

Mo., 30.06.2014/ab 19:00 PolyTisch Stammtisch für Polyamorie u. alternative Beziehungsformen im Cafe Harrach (Harrachg. 26, 8010 Graz, im hinteren Raum)

Do., 03.07.2014/ab 15:00 Queer Student „Picknick im Stadtpark“, Infos unter fb.com/qrgraz

NE ROSALILA PANTHERIN Kontakt T 0316/366601 E info@homo.at W www.homo.at

Mo., 23.06.2014/ab 19:30 Treffen der HuG im „FeelFree“

Alle weiteren Veranstaltungen der Jugendgruppe „ausufern“, vom „FrauenZIMMER“ , vom RLP-Teambesprechung „Männerstammtisch“, von Jeden 1. und 3. Montag im Monat den „Queer-Referaten“, von um 19:00 – JedeR ist willkommen unserer Migrationsgruppe, von mitzuarbeiten! „Stop­AIDS“, dem SchulworkTransgender-Selbsthilfegruppe shopteam „Liebeist.org“, der Elternberatung und alle Immer am 2. Sonntag im Monat steirischen LGBT-Events um 17:00 Uhr findest du auf Homoseualität & Glaube (HuG) Jeden 2. und 3. Montag im Monat um 19:30

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Gesellschaft Dekonstruktion Queer als Philosophie und Lebenseinstellung

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GASTKOMMENTA

Text: Anita Inzinger

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ch habe weder Gender und/oder Queer Studies absolviert noch das Werk von Judith Butler, die oft als Begründerin der Queer-Theorie gehandelt wird, lückenlos studiert. Als ich in der Dezember 2013-Ausgabe des PRIDE die Polemik „queerSCHLÄGE“ und den Kommentar „Hauptsache queer“ gelesen habe, wusste ich dennoch, dass auf Seiten der beiden Autoren ein essentielles Missverständnis der QueerTheorie vorliegt. Ich war darüber sehr wütend, vor allem weil mich die Art des Schreibens an den populistischen Argumentationsstil diskriminierender und faschistischer Gruppierungen erinnerte. Unreflektiertes, aber systematisches Schlechtreden durch Falschaussagen. Dem möchte ich nun Folgendes ent­ gegenstellen: Allgemeines zur Queer-Theorie Queer-Theorie ist eine philosophische Strömung, deren VordenkerInnen u.a. Magnus Hirschfeld, Margaret Mead, Michel Foucault und Judith Butler waren. Das bevorzugte methodische Werkzeug der Queer-Theorie ist die Dekonstruktion[1]. Die Queer-Theorie geht davon aus, dass soziale Rollen und damit auch die Geschlechterrollen konstruiert sind und das Individuum dadurch von sich selbst entfremdet wird, weil die Beschränkt-

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heit einer sozialen Rolle in keinem Verhältnis steht zu den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten eines einzelnen Menschen. Hannah Arendt (1906-1975; politische Theo­ retikerin, Journalistin und Autorin) beispielsweise war der Ansicht, dass das (eigenständige und aktive) Denken den Menschen ausmacht und zum Individuum macht, und dass (bewusstes oder unbewusstes) NichtDenken die Verweigerung und/oder Unfähigkeit ist, ein Individuum zu sein, und dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass eine nicht-denkende Person von einem politischen System instrumentalisiert wird und Befehle völlig unhinterfragt, automatisiert, ritualisiert und ohne Gewissen ausführt. Der Soziologe Robert Merton (1910-2003) hat in seiner Anomietheorie den Begriff Ritualismus wie folgt definiert: Kulturelle Ziele werden akzeptiert, aber individuelle werden reduziert, damit die legalen Mittel zu ihrer Erreichung genügen[2]. Zentrales Anliegen der Queer-Theorie ist die Bewusstmachung der kulturellen Konstruktion von Identität und damit auch von Sexualität. Die Queer-Theorie ermutigt zur Selbstdefinition und drängt auf (sprachliche) Genauigkeit und Differenzierung. Und so sollte auch der Begriff „queer“ auch im Sinne der Queer-Theorie verwendet werden und nicht wieder zu einem Schimpfwort verkommen. Erste und zweite Falschaussage „Was nicht den herkömmlichen Rollen entspricht, wird unter ‚queer’ zusammen­ gefasst.“


GESELLSCHAFT

„Als Beweis der gewaltvollen Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit ist es in den letzten Jahren auch zu einer Eingliederung der Intersexuellen in die queere Abkürzungswurst ge[kommen].“ Diese Abkürzungswurst gründet nicht in der Queer-Theorie. Dass sich die Schwulen- und Lesbenbewegung anmaßt, für anderen Personengruppen wie transidente, intersexuelle, bisexuelle, ... Menschen zu sprechen, kann wohl nur schwer einer Theorie und deren VertreterInnen angelastet werden. Da muss der/die AnwenderIn zur Verantwortung gezogen werden. Dritte Falschaussage: „Und so freut die jüngste Ablehnung der Homo-Ehe in Kroatien zwei Gruppen: die katholische Kirche, [...]. Und Queer-TheoretikerInnen, [...].“

nen wiederum Spielregeln, Orientierung und Vereinfachung? Um weniger denken zu müssen. Ist das im Sinne des Individuums und der Queer-Theorie? Nein. Queer ist mehr als eine Theorie. Queer ist eine (gewaltfreie) Lebenseinstellung. Queer ist nicht lesbisch, hetero oder schwul. Queer denken und leben bedeutet, die gesellschaftlichen sowie die eigenen Werte und Normen des alltäglichen und politischen Handelns zu hinterfragen, gegenüberzu­ stellen und neu zu definieren. We are born naked, the rest is D.R.A.G. [3] (Sookee; geb.1983; Rapperin).  [1] Die Queer-Theorie geht davon aus, dass die ge­ schlechtliche und die sexuelle Identität nicht „naturgegeben“ sind, sondern erst in sozialen und kulturellen Prozessen konstruiert werden. http://de.wikipedia.org/wiki/ Queer-Theorie 15.05.2014 01:20 [2] http://de.wikipedia.org/wiki/ Robert_K._Merton 15.05.2014 01:20 [3] http://www.sookee.de/material/lesen/ rap-lyrics/ 15.05.2014 01:20

FO T O :

AL E MICH SABIN

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Jemand, der/die den Umstand der Ablehnung der Homo-Ehe durch eine gesetzgebende Instanz queertheoretisch betrachtet, würde sich niemals darüber freuen. Jemand, der/die queertheoretisch denkt, würde aber auch niemals die Kopie einer heteronormativen Instanz wie die Ehe es ist, für gleichgeschlechtliche Paare anstreben, „We are born naked, weil das Gesetz und die the rest is D.R.A.G.“ Institution der Ehe geSookee nerell einen zu stark normierenden Charakter haben – das ist der queer­ theoretische Hauptkritikpunkt. VertreterInnen der Queer-Theorie fragen konsequent: Wozu dient ein Gesetz bzw. eine Norm? Die Antworten könnten lauten: Damit alle Menschen nach den gleichen Spielregeln handeln. Orientierung. Zur Vereinfachung des Alltags und des Zusammenlebens. Wozu die-

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Splitter David LaChapelle

Boschs „Der Garten der Lüste“ (um 1500) entlehnt. Seine Bildwelt inspiriert sich dabei an unterschiedlichsten Quellen wie Popkultur, Barock, Kino, Pornographie und an der Bibel. In seiner Version eines surrealen paradiesischen Gartens inszeniert LaChapelle das Transgender-Modell Carmen Carrera und betont damit, dass Liebe keine Geschlechtergrenzen kenne. Weiters ist LaChapelles wohl persönlichstes Werk „Self Portrait As House” im OstLicht zum ersten Mal in Europa ausgestellt. Eine Aus­stellung, die einen vielfältigen, humorvollen, glamourösen und natürlich auch unkon­ ventionellen Künstler zeigt. Fünf Prozent des Nettoverkaufserlöses der Werke von David LaChapelle kommen AIDS LIFE zu Gute. n

i Crossing Europe 2014

Special Mention: „Performance“

Die 11. Ausgabe des Filmfestivals Crossing Europe ging erfolgreich über die Leinwand. Neben ästhetisch spannenden Filmprojekten, die so manche Erwartungshaltung überrascht haben, waren es informative Tage mit cinematographischen Leckerbissen und feinem Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen FilmemacherInnen und Publikum. Unter anderem erhielt der Kurzfilm PER­ FORMANCE eine „Special Mention“. Der Film von Kor­ nelia Kugler und

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OstLicht. Galerie für Fotografie Absberggasse 27, 1100 Wien www.ostlicht.at

Hanna Bergfors lief in der Rubrik Local Artists, da oberösterreichische Wurzeln einer der Regiseurinnen vorhanden sind. Die spannende Frage, ob ein Leben außerhalb von gesellschaftlichen Normen auch lebbar ist oder nur eine „Seifenblase“ in einem geschützten Freiraum darstellt, versucht der Film anzureißen. Auch wenn die Vielfalt einer Stadt wie Berlin sicherlich nicht vergleichbar mit einer Kleinstadt wie Linz ist, die lebensnotwendigen Rahmenbedingungen, wie ausreichend Geld zu verdienen oder im besonderen Fall die Frage der Aufenthaltsgenehmigung für einen schwulen Tänzer aus Bra­ silien, sind überall die gleichen. n Darsteller Rodrigo Garcia Alves und die zwei Regisseurinnen

FOTO: G. NIEDERLEUTHNER

Ausstellung in der Galerie OstLicht in Wien bis 14.09.2014 David LaChapelle ist kein Photograph im herkömmlichen Sinn, er ist ein Bildermacher, ein Geschichtenerzähler. Das vieldiskutierte Plakat zum Life Ball 2014 ist nur eine seiner neuen Arbeiten, die unter dem Motto „Once in the Garden“ stehen. Seine Arbeiten haben einen starken Bezug zur Kunstgeschichte. Motive wie der rosafarbene Lebensbrunnen und der liegende Jüngling mit fantastischem Kopf sind aus Hieronymus

FOTOS: DAVID LACHAPELLE ONCE IN THE GARDEN (1), 2014 © DAVID LACHAPELLE; DAVID LACHAPELLE SELF-PORTRAIT AS HOUSE, 2013 © DAVID LACHAPELLE; PORTRAIT DAVID LACHAPELLE

„Once in the Garden“


Kontakte

KONTAKTE

PRIDE bietet gratis eine Möglichkeit, Leute kennen zu lernen. Er sucht ihn Linz/OÖ: Bist du so wie ich interessiert an einer dauerhaften Partnerschaft? Dann wäre es nett, dich, einen lieben Er, kennenzulernen. Heiße Martin, 44 Jahre, ca. 1,60 m groß, gehbehindert. Meine Hobbies: Kurze Spaziergänge, Essengehen, Musikhören und interessante

Gespräche. Du solltest zwischen 25 und 50 Jahre alt sein. Falls du dich jetzt angesprochen fühlst, wäre ein netter Anruf von dir schön. Tel.: 0732/714405 Burghausen/Bayern: Lieber Er, 42/180, naturverbunden, sucht in Öster­reich einen liebevollen, ehrlichen Lebens­ partner für eine gemein-

same Zukunft, im Alter von 48-65 Jahre. Für „Werte“ wie Freundschaft, Vertrauen und Treue. Ich suche „Dich“ für Liebe, Wärme und Geborgenheit. Gerne mag ich Wandern und Natur usw. Bei Interesse: 0049 (0) 151/52043086. 39J mann sportl. schlank 176/62kg kurze haare aus oö sucht mann für beziehung. wenn du es ernst meinst und aus oö salzburg gutausehend sportl bist dann melde dich!lg mario Chiffre: 0356 

FOTOS: MÄNNERSCHWARMVERLAG

DER JUNGE KÖNIG Bei Ralf König denkt jeder an Knollennasen. Die ersten frühen Comics des begnadeten Zeichners unter dem Titel „Schwulcomix“ waren aber noch stark von Robert Crumb oder Gerhard Seyfried beeinflusst. Sein direkter, daher auch „böser“ und hinterhältige Blick war schon hier klar sichtbar. Wie wild draufloszeichnend tobt sich der junge König aus und beweist in sehr unterschiedlichen Formaten wie Märchen, Science Fiction oder Pornofantasien sein großartiges Talent. Ein echter Leckerbissen zum Wiederentdecken. Der erste Band enthält den unter Fans schon legendären, seit Jahrzehnten nicht mehr erhältlichen Band Schwul­ comix 1 aus dem Jahr 1980 sowie den Folgeband Schwul­comix 2 aus dem Jahr 1984. Diese Neuausgabe wird ergänzt durch Zeitschriftenveröffentlichungen und Aus­züge aus dem „Sensationellen ComicBook“. Der zweite Band im Herbst 2015 wird Schwulcomix 3 und 4 sowie weitere Arbeiten aus dem Zeitraum 1985 - 1989 enthalten. n

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Ralf König: „Der junge König“ Die frühen Comix Band 1: 1980 - 1984 Mit einem Vorwort von Ralf König Hardcover 176 S., Männerschwarm Verlag; ISBN: 978-3-86300-170-4

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KONTAKTE

 Salzburger, Wassermann, 56/172, herzeigbar, alltagstaugl., durch OP Spur zugenommen, sucht lieben vollschlanken, unbehaarten, langhaarigen, IHN bis 25 (? Scater) f. gemeinsame Freizeit, coole Gespräche, Liebe zur Natur, um Sportlichkeit u. freshness und Wärme wieder zu finden. Diskretion und kein Klammern 100%. Chiffre: 4286

Sie sucht sie Ich suche auf diesem Weg, in Raum Linz Umgebung eine nette Freundin zum gernhaben, für eine Beziehung mit Freiräume. Bin 49 Jahre Femi-

nin, dunkler Typ Unternehmungslustig, auch Sportlich, Romantisch, Naturverbunden, Treu. Chiffre: 1371

Diverses Frauenpaar (35 + 30), lebensbejahend, wohnhaft in Wien, glücklich trotz einer langjährigen Beziehung, ist auf der Suche nach einem Mann der für eine Samenspende zu haben ist, bzw. der sich zeitweise auch als nicht nur biologischer Vater einbringen möchte. Erwünscht: flexibel, humorvoll, mehrsprachig, Tabus: radikal, kleinkariert, komplexbeladen. Chiffre: 0422

ANTWORT Die Anonymität der InserentInnen der kostenlosen Kleinanzeigen wird auf Wunsch gewahrt; für Herkunft, Inhalt, Qualität und Wahrheitsgehalt der in den Anzeigen angebotenen, nicht kommerziellen Waren, Dienstleistungen oder Mitteilungen bzw. für die direkten und indirekten Folgen ist die Redaktion nicht verantwortlich. Inserate, die ausschließlich oder überwiegend kommerzielle Zwecke verfolgen, können wir nicht kostenlos abdrucken. Auf Anfrage übersenden wir aber gerne unsere aktuelle Anzeigenpreisliste. 0900-Nummern sind kostenpflichtig. Bei gewünschter Veröffentlichung der Telefonnummer muss der Redaktion eine Kopie der letzten Telefonrechnung vorliegen, bei Veröffentlichung der Adresse ist eine Kopie des Personalausweises/Reisepasses notwendig (per FAX: 0732/70 04 74-4 oder per Post: PRIDE, Gerstnerstraße 13, 4040 Linz, Kennwort: „Kontakte“). Die Redaktion behält sich vor, die Veröffentlichung von Anzeigen ohne Angabe von Gründen

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HINWEIS Die Redaktion behält sich vor, die Veröffentlichung von Anzeigen (z.B. mit unsafem oder rassistischem Inhalt) ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Die Texte der Anzeigen werden in der Form veröffentlicht, wie sie an die Redaktion geschickt werden. Es werden keine inhaltlichen oder grammatikalischen Änderungen vorgenommen.

Neue Anzeigen: online eintragen: www.pride.at/ kontaktanzeigen/

abzulehnen sowie Kontakt­a nzeigen zu kürzen oder bei Platz­mangel in der folgenden Ausgabe zu veröffentlichen. Pro Person und Ausgabe wird nur eine Kontaktanzeige geschaltet. So antwortest Du auf ChiffreKleinanzeigen: 1. Antwortbrief in ein Kuvert stecken, zukleben und entsprechend frankieren. (Unterschiedliche Gebühren bei In- und Ausland!). Die Chiffre-Nummer mit Bleistift auf das Kuvert schreiben. 2. Das Kuvert steckst du nun in ein 2. Kuvert, klebst es ebenfalls zu, frankierst es und adressierst es an die Redaktion: PRIDE, Gerstnerstraße 13, 4040 Linz Und nicht vergessen: Chiffre-Nummer unbedingt draufschreiben und Brief ausreichend frankieren! Nicht ausreichend frankierte Antwortbriefe können nicht weitergeleitet werden! Bei Zusendungen im Ausland höhere Portogebühren beachten!


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PRIDE Nr. 140/Juni 2014