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CULINARIUM

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ie ukrainische Pâtissière fusioniert die Architektur mit der Backkunst. Süsse Verführungen im Innern, minimalistische und geometrische Formen aussen. Was als Hobby begann, ist schon längst zu Berufung geworden. Mittlerweile gibt die gerade einmal 29-Jährige Kurse rund um den Globus und kann sich vor Aufträgen kaum retten. PRESTIGE: Dinara, ursprünglich hast du Architektur und Möbeldesign studiert. Was war der Grund für den Wechsel von «Beton zu Gebäck»? DINARA KASKO: Vor etwa drei Jahren hatte ich damit begonnen, nach der Arbeit zu backen und verschiedene Kurse zu belegen. Nach einiger Zeit wurde mir bewusst, dass mich das Backen viel mehr interessierte als die Architektur. Die Zeit vergeht so schnell, wenn ich in der Küche bin und über Kuchen, Formen und Rezepte nachdenke. Ich habe gerade erst begonnen, das zu tun, was ich liebe.

«Süsse» Fusion von Architektur und Backkunst

Was fasziniert dich daran, Desserts und Kuchen statt Gebäude oder Möbel zu entwerfen? Ich mag es, etwas zu kreieren, das wir anfassen und nicht nur auf dem Computer ansehen können. Natürlich wurden die Projekte in meinem vorherigen Beruf auch zum Leben erweckt, aber das dauerte immer sehr lang. Kuchen können wir schnell machen und essen. Auf welche Weise hat diese Entscheidung dein Leben verändert? Mein Leben hat sich drastisch verändert. Vorher ging ich wie die meisten Leute jeden Tag zur Arbeit, und niemand wusste etwas über mich. Mittlerweile reise ich viel, gebe Kurse und habe keinen Chef mehr wie früher. Aber natürlich trage ich jetzt auch viel mehr Verantwortung. Deine Kreationen begeistern durch ihr minimalistisches und geometrisches Äusseres und überraschen im ­Inneren mit einer zarten Füllung …

The luxurious way of life I 189

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PRESTIGE Germany Volume 13  

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