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Software & Hardware dem Netz der Sozialen Medien, wird von Sensoren und anderen Geräten erzeugt und als Bild, Film, Ton, OfficeDokumente oder in anderen Formaten gespeichert. Speziell an diesen Daten ist, dass sie in immer grösserer Geschwindigkeit erzeugt werden, in immer grösserer Vielfalt vorliegen und dass sie nicht immer zu 100 Prozent verifizierbar sind, beispielsweise im Falle von fehlenden, falschen oder doppeldeutigen Daten. Neue Analyseverfahren sollen es erlauben, aus dem Datenmeer Informationen zu gewinnen, die Unternehmen helfen, den Kunden und den Markt besser zu verstehen, Produkte und Services schneller und gezielter zu platzieren, Kosten zu sparen, Umsätze zu steigern und Wettbewerbsvorteile auszubauen – also schlicht und einfach, die unternehmerischen Ziele rascher zu erreichen. Von Big Data zu Data Science Die schlechte Nachricht zuerst: «Daten bleiben scheu und grausam. Es ist schwierig, aus ihnen zu lernen, und noch schwieriger, das Gelernte umzusetzen», sagte der Data-Mining-Pionier Nicolas

Bissantz bereits vor zwei Jahren im Wissensmagazin des Gottlieb-DuttweilerInstituts. Konkret bedeutet dies, dass nicht aus jeder technisch ableitbaren Wechselbeziehung auch eine wirtschaftlich relevante Ursache abgeleitet werden kann. Die Auswertung von Daten ist und bleibt eine aufwändige Arbeit und erfordert grosses Fachwissen. Aus diesem Grund hat sich ein neuer multidisziplinärer Ansatz für die Aufbereitung, die Bereitstellung und den Zugang zu Daten, Analysen und Auswertungen entwickelt, der sich «Data Science» nennt. Viele Unternehmen ergänzen bereits heute ihre Analyseteams mit Data-ScienceSpezialisten, um aus dem Rohstoff Daten möglichst schnell hochwertige Informationen zu gewinnen. Grössere Unternehmen setzen sogar auf ganze Data-Science-Teams. Doch es gibt zum Glück auch gute Nachrichten, selbst wenn die Entwicklung erst in den Anfängen steckt. Auf den ersten Blick kann Big Data vor allem eines: interne mit externen Daten umfassend und schnell kombinieren. Also beispielsweise interne Informationen über Kun-

den wie Adresse, Alter oder gekaufte Produkte mit externen Informationen wie Such- und Navigationsverhalten im Netz oder momentanen Aufenthalt zusammenführen. Die individuelle und gut auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Bewerbung und Platzierung von Angeboten sind bereits heute die sichtbaren Resultate einer solchen Kombination. Weitere Beispiele sind im Bereich Risiko- und Chancenauswertung zu finden. So können beispielsweise Portfolio-Risiken und -Chancen durch das Korrelieren von internen Bankdaten mit Bewegungen am externen Aktienmarkt rechtzeitig erkannt werden. Damit kann eine Bank oder ein anderer institutioneller Anleger sehr viel effektiver wirtschaften. Immenses Potenzial Kundendaten und Marktdaten sind bei Weitem nicht die einzige Kombination, die sich lohnt. So verarbeitet die Flotten­management-Plattform TomTom WebFleet der Firma TomTom Telematics bereits heute mehr als 500 Millionen Nachrichten, die von 400’000 Fahrzeugen, die mehr als 65 Mio. Kilometer zurückgelegt haben, erzeugt werden.

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kmuRUNDSCHAU 02/2015  
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