Page 1

Ausgabe 01/2010

PRAXIS

Journal Unbeschwerter Badegenuss, Seite 2

Therapie gegen Schuppenflechte, Seite 3

Stress für sensible Haut, Seite 4

Allergien auf dem Vormarsch djd/frei

Allergien sind vererbbar Während bei echten Allergien auch im Allergietest eine krank machende Steigerung von natürlichen Immunfunktionen nachzuweisen ist, gibt es immer mehr Menschen, die über Unverträglichkeiten klagen, ohne dass der Test eine allergieauslösende Substanz identifiziert.

Laut einer aktuellen Umfrage des frei HautforschungsInstituts klagt in Deutschland fast jede zweite Frau über Unverträglichkeiten.

Laut einer aktuellen Umfrage des frei HautforschungsInstituts klagt in Deutschland fast jede zweite Frau über Unverträglichkeiten. An der Spitze der „Hitliste“ steht mit 20,7 Prozent der Nennungen die Pollenallergie mit Heuschnupfen und anderen Folgen wie Reizungen der Bindehaut des Auges. Bereits an zweiter Stelle steht mit 16,1 Prozent die Unverträglichkeit von Inhaltsstoffen von Hautpflegeprodukten, gefolgt von der Nickelallergie mit 14,7 Prozent. Die Duftstoffallergie war in dieser repräsentativen Umfrage unter 1.000 Frauen ab 14 Jahren mit 9,7 Prozent im Vergleich zu anderen Auslösern wie Hausstaub oder Tierhaaren relativ selten

(djd/pt).

Echte Allergien liegen oft in der Familie, denn die Veranlagung dazu ist vererbbar. Das höchste Risiko besteht, wenn beide Eltern Allergiker sind, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit 60 Prozent, dass auch das Kind eine Allergie entwickeln wird. Ist eines der Geschwister allergisch, liegt das Risiko bei 25 bis 35 Prozent. Sind innerhalb der Familie keine Allergien bekannt und gibt es auch keine Anzeichen auf allergische Reaktionen in der persönlichen Krankengeschichte, liegt die Wahrscheinlichkeit, eine Allergie zu entwickeln, immerhin noch bei fünf bis 15 Prozent.

Mit der Zahl der Inhaltsstoffe steigt das Risiko

Was ist eigentlich eine Allergie?

Aufgrund der Häufung allergischer Reaktionen gerade im Bereich der Hautpflege werden die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und die überschaubare Verwendung von Inhaltsstoffen immer wichtiger, da das Allergierisiko mit der Anzahl der unterschiedlichen Inhaltsstoffe steigt. Hautpflegeprodukte mit bewährten Inhalts- und nur wenigen Duftstoffen, wie beispielsweise frei AugenCreme und frei FeuchtigkeitsCreme aus der Apotheke, sind deshalb auch für empfindliche Haut gut geeignet.

Unter einer Allergie versteht man eine überschießende, häufig auch sehr heftige Reaktion des Immunsystems auf zumeist harmlose Stoffe. Fast jeder Stoff - etwa Blütenpollen, Hausstaub, Nahrungsmittel, Tierhaare oder Kosmetika - kann als Allergen wirken und beispielsweise Niesattacken, Juckreiz, Bindehautentzündungen oder sogar Asthmaanfälle in verschiedenen Schweregraden auslösen.


Bild: djd/tetesept

Ob Öl-, Schaum-Öl- oder Cremebad: Badezusätze sollten immer auf den individuellen Hauttyp abgestimmt werden.

Unbeschwerter Badegenuss Es klingt zwar nicht logisch, aber es stimmt: Kontakt mit purem Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit und trocknet sie aus, denn das Wasser löst den dünnen Säureschutzmantel und weicht die obersten Hornschichten auf. Die in der Haut gespeicherte Feuchtigkeit kann so nach außen dringen. Dabei gilt: Je wärmer das Wasser, desto schneller läuft dieser Austrocknungsprozess ab.

(rgz).

Bild: djd/tetesept

Gesunde Haut regeneriert sich zwar von selbst, so dass die Schutzfunktion nach ein bis zwei Stunden wieder aufgebaut ist, „dennoch sollten gerade beim Baden rückfettende Zusätze verwendet werden“, rät Dr. Stefan Henke, Leiter Forschung und Entwicklung bei tetesept. „So lässt sich ein entspannendes Wannenbad in vollen Zügen genießen, ohne die Haut zu belasten.“ Beim Einkauf sollte deshalb besonders darauf geachtet werden, dass die Badezusätze einen hohen Anteil pflegender Essenzen und pflanzlicher Öle enthalten. „Dank ihrer hautverwandten Struktur spenden etwa Badezusätze mit patentierten Bade-Liposomen der Haut sogar nachhaltig Feuchtigkeit und intensive Pflege. Wichtig ist zudem“, so Dr. Henke, „nicht zu heiß und nicht zu lange zu baden und sich anschließend gut abzutrocknen.“ Geeignete Badezusätze - wie Öl-, Schaum-Öl- und Cremebäder mit besonderen Rückfettern - gibt es in Drogerien, Verbrauchermärkten und Apotheken. Mit den richtigen Badezusätzen muss der Haut zuliebe nicht auf die wohltuende Entspannung eines Vollbades verzichtet werden.

2 newsletter


Bild: djd/Tomesa

Schuppenflechte Therapien gegen das „Rheuma der Haut“

Baden im Solewasser kann die Symptome lindern.

Wege zu einer geeigneten Therapie (djd/pt). Rote juckende Stellen, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind - allein in Deutschland leiden etwa zwei bis drei Millionen Menschen unter Schuppenflechte. Die Anlage für die chronische Hautkrankheit wird vererbt. Auslöser können Stress, Infektionen, Sonnenbrand oder Hautreizungen sein. Fest steht: Die Haut reagiert übersensibel auf äußere Reize, die Hautzellen teilen sich in rasendem Tempo und sterben genauso schnell wieder ab. Es bilden sich verkrustete, entzündete Stellen am Kopf, an Armen oder Beinen, von denen Schuppen rieseln.

Mit einer Kopfdusche mit Thermalwasser kann eine Kopfpsoriasis behandelt werden.

Chronische Entzündung Lange Zeit galt die Erkrankung zwar als lästig, aber nicht gefährlich. Doch wissenschaftliche Studien zeigen, dass die chronische Entzündung sich nicht nur auf die Haut beschränkt, sondern den gesamten Körper in Mitleidenschaft zieht. Heute spricht man vom „Rheuma der Haut“, weil auch hier chronische Entzündungsprozesse ablaufen. Die Folge: Bestimmte Krankheiten treten bei Psoriatikern viel häufiger auf als bei Hautgesunden. Fast doppelt so viele Patienten wie durchschnittlich leiden an Bluthochdruck, Herz-KreislaufErkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes. Etwa 20 Prozent erkranken zusätzlich an Psoriasis Arthritis, einer schmerzhaften Gelenkentzündung.

Eigeninitiative gefragt Viele Betroffene haben sich mit ihrer Erkrankung abgefunden oder lassen sich nur während eines akuten Schubs therapieren. Doch es ist ratsam, nicht zu früh aufzugeben. Es gibt eine breite Palette von Therapiemöglichkeiten, die individuell auf die Patienten zugeschnitten werden können. Patentrezepte gibt es nicht, Rat können Hilfesuchende aber beim Deutschen Psoriasis Bund e.V. finden. Die Selbsthilfeorganisation gibt eine Übersicht über alle Behandlungsmöglichkeiten als „Patientenleitlinie“ heraus. Erhältlich ist sie gegen einen mit 1,45 Euro frankierten Umschlag. Adresse: Deutscher Psoriasis Bund, Seewartenstraße 10, 20459 Hamburg (www. psoriasis-bund.de). Ein kostenloser Newsletter ist unter info@psoriasisbund.de abonnierbar.

Beratung und Information

Bild: djd/Avene

Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. ist die Interessenvertretung der Menschen mit Schuppenflechte in Deutschland. Er ist bundesweit mit über 30 Regionalgruppen ehrenamtlicher Mitarbeiter vertreten. Mitglieder bekommen kostenlose medizinische Beratung und Rechtsberatung. Sechsmal jährlich erscheint die Mitgliederzeitschrift „Pso Magazin“ mit neuesten Informationen.

Die Regionalgruppen dienen dem regelmäßigen Austausch der Mitglieder untereinander. Sie organisieren Treffen, Stammtische und Vorträge. Die Regionalgruppenleiter werden regelmäßig wissenschaftlich fortgebildet und geben ihren Wissensstand an die Mitglieder weiter.


Stress für sensible Haut Temperaturschwankungen

Winterpflege für sensible Haut

Wenn es draußen klirrend kalt und drinnen wohlig warm ist, sind es nicht nur die heftigen Temperaturschwankungen, die der Haut zu schaffen machen. Selbst ein normaler Hauttyp braucht jetzt besondere Pflege, um die Auswirkungen trockener Heizungsluft immer wieder auszugleichen.

(djd/pt).

Neigt die Haut durch individuelle Veranlagung oder den natürlichen Alterungsprozess ohnehin schon zur Trockenheit, benötigt sie besonders viel Unterstützung, um die Herausforderungen des Winters unbeschadet zu überstehen. Zur Wiederherstellung der Hautschutzbarriere und zur Versorgung mit feuchtigkeitsbindenden Substanzen im Körper- und Gesichtsbereich hat sich beispielsweise preval Lipol (erhältlich in Apotheken) bewährt.

Vorsicht, Wasserverlust Wie der gesamte Organismus, besteht auch die Haut zu einem großen Teil aus Wasser. In der oberen Hautschicht, der Epidermis, liegt der Wasseranteil bei 40 bis 60 Prozent. In der darunterliegenden Schicht ist er mit bis zu 80 Prozent sogar noch höher. Die Haut gibt beständig Feuchtigkeit nach außen ab. Man spricht dabei vom transepidermalen Wasserverlust.

Das aus reinen Lipiden bestehende Hautöl enthält neben hochwertigen Isoparaffinen natürlicher Herkunft auch das für die Haut so wertvolle kaltgepresste Jojobaöl. Aufgrund seiner dem Hautfett verwandten Struktur dringt es leicht in tiefere Hautschichten ein. Ohne einen Fettfilm zu hinterlassen, legt es sich gleichzeitig schützend auf die Haut und verringert so den Feuchtigkeitsverlust.

Damit die Haut dennoch nicht zu viel Feuchtigkeit verliert, sorgen normalerweise natürliche Feuchthaltefaktoren und bestimmte Hautfette (Lipide) für eine Schutzbarriere. Ist die Barrierefunktion allerdings durch ständige Temperaturumschwünge, trockene Luft oder eine zu intensive Reinigung geschwächt, erhöht sich der transepidermale Wasserverlust, so dass die Haut immer trockener wird.

Mit einem hohen Gehalt an Vitamin E, Mineralstoffen und natürlichen Nährund Pflegestoffen kann preval Lipol selbst extrem trockene Haut wieder zart und geschmeidig machen. Das Öl ist sparsam in der Anwendung und eignet sich auch sehr gut zum sanften Entfernen von Make-up.

Bild: djd/preval Dermatica GmbH

PRAXISNEWS ··· PRAXISNEWS ··· PRAXISNEWS ··· PRAXISNEWS ··· PRAXISNEWS RICHTIGER UMGANG MIT DER SONNE: wichtig ist, auf keinen Fall in die Nähe eines Sonnenbrandes zu kommen - was je nach Hautempfindlichkeit mit mehr oder weniger Anstrenung möglich ist. Textiler Sonnenschutz (Hut, Kleidung) ist besser als Sonnencremes (LSF 15-50+), die für ungeschützte Haut wichtig ist. TIPP: lassen Sie aber möglichst täglich auch 5-10 Minuten Sonne an Ihre ungeschützte Haut, möglichst an sonst wenig sonnenbestrahlte Stellen, damit die Haut genügend Vitamin D produzieren kann. WIR SIND ZERTIFIZIERT! Nach 3 Jahren Implemetierung eines anspruchsvollen Qualitätsmanagementsystems ist unsere Praxis jetzt gemäß DIN EN ISO 9001zertifiziert.

4 newsletter

HAUTKREBS-BEHANDLUNG MIT LICHT ANSTATT MIT DEM SKALPELL: bestimmte Hautkrebsformen und vor allem die häufigen Hautkrebsvorstufen („aktinische Keratosen“) behandeln wir mit der photodynamischen Therapie (ohne Operation). Die neusten Leitlinien empfehlen diese Behandlung - insbesondere aufgrund ihrer guten Wirksamkeit und dem hervorragenden Ergebnis ohne Narben. KRAMPFADERN SCHONEND BEHANDELN: Wir bieten seit 2006 als eine der ersten Praxen in Stuttgart die ENDOVENÖSE LASERTHERAPIE von Krampfadern an. Vorteile gegenüber der herkömmlichen Operation („Stripping“): kurzer ambulanter Eingriff, keine Narben, keine Vollnarkose, kaum Aus

ster Hans Mu elefon! T für Sie am

fallzeit, sehr geringe Risiken. Seit 2008 bieten wir als eine von ganz wenigen Praxen in Deutschland alle drei neuen endovenöse Verfahren - die Lasertherapie, die Radiowellentherapie und VNUS ClosureFast - an. So können wir das für Sie persönlich beste Verfahren auswählen. HAUT-CHECK: Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft empfiehlt: lassen Sie Ihre Haut einmal im Jahr von einem Hautarzt untersuchen. Keine Vorsorgeuntersuchung ist so einfach, schnell und sicher wie die Hautkrebsvorsorge.

Praxis-Journal Hautarzt  

Mit dem Praxis-Journal in Ihrem eigenen Corporate Design stärken Sie die Bindung Ihrer Patienten an Ihre Praxis und präsentieren sich neuen...