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Europa, das zukünftige China der Wolfram-Produktion? Das aus vielen Bereichen stark nachgefragte Wolfram kommt zwar zum Großteil aus China, doch auch in einigen europäischen Ländern wird fieberhaft an einer vermehrten Wolfram-Produktion gearbeitet. Größter Produzent mit rund 85 Prozent ist China, daneben Österreich, Bolivien, Kanada, Peru, Portugal, Russland, Thailand und teilweise Afrika. Doch China schränkt Exporte ein und das Land der Mitte muss bereits zusätzliches Wolfram importieren. Da der Preis für Wolfram in den letzten Jahren stark angezogen hat, wird über die Wiedereröffnung einiger in den letzten Jahrzehnten in Australien, Südkorea und in den USA stillgelegter Minen nachgedacht. Eine der größten Wolfram-Minen der Welt befindet sich übrigens in Österreich in der Nähe von Salzburg. Am Standort Mittersill entstand 1975 die Wolfram Bergbau- und Hüttengesellschaft (heute Wolfram Bergbau und Hütten AG, „WBH“). Neben dem Wolfram-Abbau bestehen umfangreiche Möglichkeiten zum Recycling. 430.000 Tonnen Erz werden dort jährlich gefördert. Im Südwesten Englands befinden sich Englands größtes Wolfram-Vorkommen. Wolf Minerals ist dort in der Hemerdon-Mine aktiv. Die iberische Halbinsel ist ein weiterer Focus für zukünftige Wolfram-Produktion. Portugal besitzt mit der Panasqueira Mine eine der größten Wolfram-Minen der Welt. Blackheath Resources, ein kanadisches Unternehmen, will ebenfalls in Portugal die historische Covas Wolfram-Mine wieder zur Produktion bringen. Joint Venture Partner ist Avrupa Minerals. Im Januar konnte Blackheath eine Finanzierung über 1,25 Millionen Can Dollar abschließen. Dadurch kann das Diamantbohrprogramm auf Covas zu Ende geführt werden. Daneben sind die Kanadier in der Lage Bohrprogramme auf zwei anderen Wolfram-Lagerstätten (Bejanca und Borrolha) zu starten, die jeweils zu 100 Prozent im Eigenbesitz sind. Die Akquisition weiterer aussichtsreicher Lagerstätten seien, so die Gesellschaft, in Planung. Commodity-TV Interview, Rohstoffmesse München: http://bit.ly/1khpeTj Auch an neuen Projekten wird mit Nachdruck gearbeitet, um den Bedarf an dem strategischen Metall zu decken. Experten rechnen für die kommenden Jahre mit einem steigenden Defizit. Abgebaut werden weltweit etwa 73.000 Tonnen Wolfram. Dies erfolgt in der Regel unterirdisch, Tagebau ist eher selten. Um Transportkosten einzusparen, befinden sich Aufbereitungsanlagen immer in der Nähe der Minen. Das Erz wird zerkleinert und gemahlen, um die Wolfram-Kristalle herauszufiltern. Ein wichtiger Faktor ist das Recycling, denn ungefähr 35 Prozent können wieder verwertet werden.


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