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04.2010

das magazin f端r moderne personaldienstleister

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PQ - Editoral Erfolgsfaktoren für mehr Vertriebsleistung Wer morgen im Vertrieb erfolgreicher sein will, muss heute handeln. Eine exzellente Sales Performance ist nur dann erreichbar, wenn einzelne Erfolgsfaktoren, wie Kundenorientierung, Effizienz und Umsetzungsenergie, in einer idealen Kombination zusammenwirken. Investitionen als Erfolgstreiber im Unternehmen Arbeitgeber schauen Stress und Mobbing weitestgehend zu Obschon über drei Viertel der Unternehmen in Europa die Reduzierung von arbeitsbedingten Stress als wichtiges Thema bewerten, geht einer EU-weiten Arbeitschutz-Studie zufolge nur eine Minderheit der Arbeitgeber dagegen systematisch vor. Laut Studie liegt der Anteil der Unternehmen, die systematisch gegen Stress am Arbeitsplatz vorgehen, in Schweden um mehr als das Vierfache höher als in Deutschland. Jobwechsel Mehr als die Hälfte der deutschen Führungskräfte ist für einen Jobwechsel bereit. So eine aktuelle Umfrage der Innofact AG. 57,5 Prozent der Befragten gaben an, in nächster Zeit auf jeden Fall ihre Position wechseln zu wollen oder die Augen offen zu halten. Dabei sind mehr weibliche als männliche Führungskräfte auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen. 66,7 Prozent der Frauen, aber nur 56 Prozent der Männer interessieren sich für eine andere Position. PQ-Chefredaktion Mitglied

P Q - I mpressum Verlag: global images publishing, PQ-Magazin Inh. Udo J. Hopfenmüller, Kanalstr. 5, 95444 Bayreuth, Telefon +49 (0) 921.50 70 98 41, Fax +49 (0) 921.50 70 98 43, e-mail: kontakt@pq-magazin.de, www.pq-magazin.de Chefredaktion: Udo J. Hopfenmüller (V.i.S.d.P.) Layout&Design: Global Images Media

Die einzelnen Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Gesamtredaktion wieder. Der Herausgeber behält sich das Recht vor, Artikel und Kommentare in gekürzter Form zu veröffentlichen. Für eingesandte Manuskripte, Fotos, etc. wird keine Haftung übernommen. Photos: aboutpixel.de, pixelio.de PQ erscheint im 6 Wochen-Turnus. Redaktiosschluss ist 14 Tage vor Erscheinungsdatum. Nächste Online-Ausgabe September 2010. Alle Urheberrechte für Anzeigenentwürfe, Vorlagen, Redaktion und die gesamte Gestaltung liegen beim Herausgeber. Nachdruck oder Übernahme in jeglicher Form sind nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt. Kein Gewähr für unverlangt eingesandtes Material. Es gilt die aktuelle Anzeigenpreisliste Juni 2010. Alle redaktionellen Beiträge sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt worden, jedoch übernehmen wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit sowie keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit eigener Beiträge und Dritter.

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PQ - Themen & Inhalte

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Top-Speakers „Menschen begeistern –

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Unternehmen aktivieren“

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Durchblick

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Recht & Steuern Versicherung gegen Unternehmensinsolvenz

Karriere Jobwechsel

Weiterbildung - Ohne Lerntransfer kein Return on Investment

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Finanzen

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Wissen

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PQ

Marketing & Vertreb Erfolgsfaktoren für mehr Vertriebsleistung

Wie Sie vermeiden, dass Ihr Alligator anspringt

PQ PQ

Wachstumsstrategien

Sanierungsberatung zum halben Preis

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Strategie & Management

Karriere Unternehmensreputation 2.0 – online an Charme gewinnen

Trend

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„Unternehmerisches Engagement zählt – und zahlt sich aus“

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Revolutionäre Alternative zur konventionellenTelefonanlage

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Körper, Geist & Seele Gelassenheit und Vitalität in Beruf und Alltag aus der Kraft des Atems Teil 2

PQ 23

Medien Buch- und Webtipps

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„Menschen begeistern – Unternehmen aktivieren“

Das Leben zum Abenteuer machen

PQ - Top Speakers

Autor: PQ- Magazin

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ie renommierte und unabhängige Weiterbildungsagentur Speakers Excellence veranstaltet in mehreren deutschen Städten Wissensforen und erzielt mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung außerordentliche Erfolge. Das größte Wissensforum findet am 8. Oktober 2010 in Stuttgart mit hochkarätigen Gästen und Referenten statt und ist mit 3.000 Teilnehmern das erfolgreichste seiner Art. Im letzten Jahr begeisterte das 8. Stuttgarter Wissensforum ca. 2.500 Teilnehmer. In der Porsche Arena traten acht der besten Referenten Deutschlands aus den Bereichen Wirtschaft, Marketing, Sport und Gesundheit auf, wie z. B. Urs Meier, Klaus J. Fink und Dieter Lange. Im Rahmen der Veranstaltung begegneten sich Teilnehmer wie Unternehmer aus der regionalen Wirtschaft, Mitarbeiter, Medien, Agenturen und viele weitere Gäste, um sich auszutauschen und miteinander im Dialog zu verweilen. Parallel zum Wissensforum fand 2009 zum ersten Mal die Møtivation, die 2-tägige Fachmesse für Motivation, Incentives und professionelle Anreizsysteme in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt, die gleich neben der Porsche Arena liegt. Auch 2010 wird die Møtivation am 7. und 8. Oktober mit ihrem einzigartigen Ausstellerspektrum eine ideale Ergänzung zum 9. Stuttgarter Wissensforum bilden. 9. Stuttgarter Wissensforum Auch in diesem Jahr liefert Speakers Excellence aufgrund der großen Nachfrage wieder einen emotionalen Marktplatz. „Das Stuttgarter Wissensforum hat sich zu dem größten derartigen Seminar-Event in Deutschland entwickelt und findet nun bereits das neunte Jahr in Folge statt“, sagte Gerd Kulhavy, Geschäftsführer der Refe-

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rentenagentur Speakers Excellence. Für die geplanten 3.000 Teilnehmer ist der Schauplatz des diesjährigen Stuttgarter Wissensforums abermals die Porsche Arena. „Die Porsche-Arena bietet die besten Voraussetzungen um ein Event dieser Größe mit Emotionen und Inspirationen umsetzen zu können“, betonte Kulhavy. Acht Top-Referentinnen und Referenten präsentieren in ihren Vorträgen wegweisende Impulse in punkto Management, Motivation, Marketing, Verkauf, Persönlichkeit und Gesundheit.

Die Entscheidungsträger der Wirtschaft, aus den Bereichen Personalentwicklung, Marketing, Verkauf und Event, lassen sich in diesem Jahr von führenden Experten inspirieren. Interview mit Gerd Kulhavy „Es ist das Ziel. Die Leute zum Handeln zu bringen und zu sagen: Pack es an!“ Eine Idee ist nichts wert, wenn sie nicht umgesetzt wird, meint Gerd Kulhavy. Der Geschäftsführer der renommierten und unabhängigen Weiterbildungsagentur Speakers Excellence sucht für seine Kunden deshalb Redner, die mit Impulsvorträgen Kunden oder Mitarbeiter begeistern und den Stein für ein neues Projekt oder

eine neue Strategie ins Rollen bringen. Eine perfekte Gelegenheit, um acht Top Referenten live zu erleben ist das 9. Stuttgarter Wissensforum in der Porsche Arena am 8. Oktober 2010. Herr Kulhavy, gemeinsam mit verschiedensten Partnern veranstalten Sie im Herbst bereits zum 9. Mal das Stuttgarter Wissensforum. Welche Impulse können Sie den Unternehmen mit Ihren Bildungsevents geben? Egal ob Unternehmer, Führungskraft oder Mitarbeiter: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, Expertenwissen über die Branche oder den Markt aus erster Hand zu erfahren. Denn die Redner fungieren in vielen Unternehmen auch als Berater und haben so einen großen Überblick über die aktuellen Entwicklungen. Mit Beispielen aus verschiedenen Ländern oder anderen Firmen regen sie dazu an, Business von einer anderen Seite zu hinterfragen und zu überdenken und machen somit auch auf den einen oder anderen Trend aufmerksam, der sonst vielleicht an den Unternehmen vorbei geht. Reichen die wenigen Stunden eines Impulsvortrages? Natürlich nicht, deswegen heißt es ja Impulsvortrag. Ein Speaker kann nur etwas anregen oder auslösen. Die Nachhaltigkeit muss natürlich später durch firmeninterne oder offene Trainings, Seminare und Coachings erzielt werden. Was bringen Impulsvorträge den Unternehmen langfristig? Die Unternehmen, die Impulsvorträge buchen oder die Wissensforen besuchen, wollen den Kunden oder Mitarbeitern etwas Besonderes bieten. Aber sie wollen auch irgendwas anstossen. Es ist das Ziel,


PQ - Top Speakers die Leute zu bewegen, ins Handeln zu kommen, ihnen zu sagen: Pack es an. Denn eine Idee ist nichts wert, wenn sie nicht umgesetzt wird. Nehmen Sie zum Beispiel Obama: Der verkauft Visionen und darum geht es.

Natürlich ist der Impuls dabei immer nur der erste Schritt, Mitarbeiter, Kunden oder sich selbst zu begeistern. Erst der Trainer oder Coach, der später in kleineren Gruppen trainiert und qualifiziert, sorgt für die Nachhaltigkeit. Ein Trainer hat auch ganz andere Kompetenzen: Sozialkompetenz, Methodenkompetenz… Ihre Stuttgarter Veranstaltung, sozusagen das „Original“ unter den Wissensforen, ist seit 2009 noch größer geworden. Sie haben eine richtige Fachmesse angedockt, die das Bildungsevent noch attraktiver macht. Was genau steckt dahinter? Wie im Jahr 2009 wird das 9. Stuttgarter Wissensforum parallel zur Møtivation stattfinden, der Fachmesse für Motivation, Incentives und professionelle Anreizsysteme. Die Messe öffnet bereits am 7. Oktober 2010 in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle seine Türen. Das Wissensforum findet dann am zweiten Messetag direkt nebenan in der Porsche-Arena statt. Zusammen mit den Fachleuten der spring Messe Management GmbH, die neben der Zukunft Personal verschiedene andere namhafte Personalmessen veranstaltet, bieten wir ein einzigartiges Referenten- und Ausstellerspektrum. Es geht um Training und Wei-

Autor: PQ- Magazin terbildung, um Anreizsysteme in Verkauf und Marketing, um Customer Relationship Management und Incentives. Auch auf der Messe selbst werden namhafte Experten auftreten. In zwei frei zugänglichen Praxisforen liefern Fach-Referenten BestPractice-Vorträge, die den Bogen zwischen Theorie und Praxis schlagen sollen. Darüber hinaus haben wir einige Koryphäen für Keynote-Vorträge engagiert. Welche Namen von Top-Referenten können Sie uns für das 9. Stuttgarter Wissensforum und die Møtivation nennen? Für das Wissensforum haben wir mit Reiner Calmund, Jolly Kunjappu, Dr. Dr. Cay von Fournier, Andreas Buhr, Anne M. Schüller, Roger Rankel, Dr. Marco Freiherr von Münchhausen und Dr. Alex Witasek insgesamt acht Top-Referenten. Auf den Messe-Keynotes werden Experten wie z. B. Sami Sokkar, Markus Daniel Weber und Rainer Niermeyer die Zuhörer begeistern. Erleben Sie die Top-Referenten des 9. Stuttgarter Wissensforums live und buchen Sie unter www.stuttgarter-wissensforum. de Ihre persönliche Eintrittskarte. Und als besonderes Bonbon erhalten Sie zusätzlich ein kostenfreies Jahresabo des Magazins „Wissen+Karriere“. Geben Sie einfach folgenden Code bei Ihrer Bestellung ein: WissenKarriere Speakers Excellence e.K. Medienhaus Stuttgart Adlerstraße 4, 70199 Stuttgart Tel.: +49 (0)711 75 85 84 0 E-mail: info@speakers-excellence.de www.speakers-excellence.de

So schützen Sie Ihren guten Ruf im Web Mit der zunehmenden Bedeutung des Internets wächst die Angst von Unternehmen vor negativen Kommentaren und Bewertungen. Suchen Sie sich regelmäßig selbst Viele Kunden informieren sich vor einem Kauf im Internet über einen Anbieter. Sie sollten ebenfalls wissen, was dort über Sie zu finden ist – um darauf gegebenenfalls reagieren zu können. Suchen Sie nicht nur auf öffentlichen Seiten, sondern auch in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder wer-kennt-wen sowie auf Geschäftsplattformen wie MyHammer. Reagieren Sie besonnen Verhalten Sie sich professionell, wenn Sie einen kritischen Eintrag über sich finden: Überlegen Sie in Ruhe, ob und wie Sie darauf reagieren. Denn wenn ein Streit im Netz eskaliert, fällt das negativ auf Sie zurück. Suchen Sie lieber den direkten Kontakt mit Ihrem Kritiker und klären Sie die Vorwürfe sachlich in einem persönlichen Gespräch. Halten Sie Ihren Webauftritt aktuell Ihre Homepage ist Ihre Visitenkarte im Netz. Zeigen Sie sich dort von Ihrer besten Seite – und bieten Sie Kunden immer die aktuellsten Informationen und Kontaktdaten. Das gilt auch für Ihre Profile bei Xing und anderen Netzwerken. Nutzen Sie das Netz für PR-Arbeit Präsentieren Sie sich potenziellen Kunden im Netz als kompetenter Ansprechpartner – etwa über ein Blog und Experten-Tipps aus Ihrer täglichen Arbeit. Erstellen Sie ein Online-Portfolio mit erfolgreichen Projekten und lassen Sie auf Ihrer Website zufriedene Kunden zu Wort kommen. Suchen Sie den Dialog mit Kunden und Interessenten – etwa über Twitter und Facebook. So zeigen Sie, dass Sie an einem offenen Austausch interessiert sind – und verringern die Gefahr, dass unzufriedene Kunden sich anonym über Sie beschweren.

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Schon im Vorfeld die Basis für den Lernerfolg schaffen

Weiterbildung Ohne Lerntransfer kein Return on Investment

PQ - Durchblick

Autor: Michael Wittmann

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ie Komplexität der Wirtschaft nimmt zu, die Halbwertszeit des Wissens sinkt kontinuierlich, Jobdesigns werden immer anspruchsvoller. Argumente für Weiterbildung gibt es reichlich. Doch selbst das beste Training nützt wenig, wenn das Gelernte im Betriebsalltag nicht umgesetzt wird beziehungsweise nicht umgesetzt werden kann.

Für den Trainer ist es wichtig zu erfahren, welchen Erfahrungshintergrund seine Teilnehmer haben und wie der aktuelle Arbeitskontext der Mitarbeiter ist. Besprochen werden sollte ebenfalls, was das Unternehmen tut, um den Lerntransfer sicher zu stellen, und mit welchen Maßnahmen der Trainer diesen Umsetzungsprozess unterstützt.

Über Lerntransfer wird zwar viel geredet, aber nur selten legen Unternehmen und Trainer gemeinsam fest, welche Ziele mit einer Weiterbildungsmaßnahme erreicht werden sollen. Und auch, wie Teilnehmer später unterstützt werden, damit es ihnen gelingt, ihr neues Wissen im Betriebsalltag umzusetzen.

Im Sinne des Lerntransfers ist es wünschenswert, dass der Trainer im Vorfeld beispielsweise per Fragebogen den aktuellen Wissensstand, die Motivation und die Ziele seiner späteren Teilnehmer erhebt, Interviews mit dem Vorgesetzten und den Mitarbeitern führt und einen halben Tag

Dabei kostet die Qualifizierung der Mitarbeiter viel Geld - für Trainer, Hotel, Reisekosten und Ausfallzeiten. Ohne Lerntransfer aber kein Return on Investment (ROI). Dabei kann es sich wohl kaum ein Unternehmen leisten, Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Es lohnt sich daher für alle Beteiligten, intensiver darüber nachzudenken, wie es gelingt, einen nachhaltigen Lerntransfer sicherzustellen. Schon im Vorfeld die Basis für den Lernerfolg schaffen Bereits das Auftragsgespräch zwischen dem Personalverantwortlichen und dem Trainer sollte als Teil des Transferprozesses verstanden werden. Je gründlicher gleich zu Beginn erörtert wird, welche Ziele mit der Qualifizierungsmaßnahme erreicht werden sollen, desto leichter lässt sich bestimmen, welches Instrument - Training, Coaching oder Praxisbegleitung - am sinnvollsten und effizientesten ist.

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verhindert, dass die Teilnehmer später im Seminar eine Konsumentenhaltung an den Tag legen, die sonst in Trainings weit verbreitet ist. Das Training auf die Belange der Teilnehmer zuschneiden Der Trainer erarbeitet nun ein auf die Ziele der Maßnahme zugeschnittenes Konzept. Es sollte nur so viel Theorie wie nötig, aber so viele Übungsphasen wie möglich vorsehen, um die Teilnehmer während des gesamten Trainings aktiv einzubinden und zu fordern. Da der Trainer durch seine Stippvisite das Unternehmen und die Aufgaben der Mitarbeiter kennt, kann er die Übungen sehr präzise auf die Belange der Teilnehmer zuschneiden. Nach jeder Übung ist ausgiebig zu reflektieren, welche Erfahrungen gemacht wurden, wie das Erleben war und so weiter. Bewährt hat es sich, die Erkenntnisse der Teilnehmer zu visualisieren und als „Lernplakate“ festzuhalten. Am Ende des Trainings formuliert jeder Teilnehmer seinen persönlichen Transferplan, welche Hindernisse er bei der Umsetzung des Gelernten möglicherweise erwartet und welche Unterstützung er sich daher wünscht.

im Betrieb hospitiert, um den Arbeitsalltag der Mitarbeiter kennenzulernen.

Unterstützung nach dem Training

Ebenfalls vor Beginn des Trainings sollte der Vorgesetzte mit jedem seiner Mitarbeiter individuelle Seminarziele festlegen, damit diese wissen, worauf sie sich im Training fokussieren müssen. Dieser Lernkontrakt zwischen Führungskraft und Mitarbeiter sollte verbindliche Absprachen beinhalten. Nur dann übernehmen beide später die Verantwortung für den Lernprozess. Und es wird im Vorfeld bereits

Die Erfahrung zeigt, dass insbesondere der Vorgesetzte eine wesentliche Rolle innehat, wenn es um diese Unterstützung geht. Doch auch der Trainer sollte über ein reichhaltiges begleitendes Transferrepertoire verfügen. Dazu gehören etwa das On-the-Job-Coaching, eine Hotline oder Online-Support auf der Trainer-Website, auch zwischen den Teilnehmern. Für die meisten sind der Erfahrungsaustausch und praxis-


PQ - Durchblick relevante Informationen just in time besonders wichtig. Auch Fotoprotokolle eignen sich. Beispielsweise, um die Seminarziele, die im Alltag womöglich vergessen wurden, wieder wachzurufen. Die Bilder sind zudem ein guter Anknüpfungspunkt für ein Gespräch zwischen dem Teilnehmer und seinem Chef. Auch diese Weise erfährt der Vorgesetzte, was im Seminar vor sich ging, und er entwickelt mehr Verständnis für seinen Mitarbeiter, wenn dieser etwas ändern und Neuerungen erführen will. Als Vorgesetzter sollte man den Teilnehmer zum Beispiel fragen, welche Unterstützung er sich wünscht, auch seitens der Kollegen und Mitarbeiter, und welche Ressourcen benötigt werden. Sehr häufig stehen nämlich Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeiter neuen Ideen skeptisch gegenüber. Umso wichtiger ist es, von Beginn an das Umfeld der Teilnehmer einzubeziehen. Sonst passiert es mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass diese nicht „mitziehen”. Transfererfolge werden dadurch sehr oft verhindert. Es kommt nicht allein auf die individuelle Transferunterstützung an; alle müssen an einem Strang ziehen. Um es nochmals deutlich zu sagen: Die Vorgesetzten haben im Transferprozess eine Schlüsselrolle. Denn sie müssen für die richtige Einstellung in der Abteilung sorgen und ein Klima schaffen, in dem es den Seminaristen möglich ist, ihre Erfahrungen aus dem Training umzusetzen. Erfolgsfaktoren in der Nachbetreuungsphase In der Nachbetreuungsphase werden Trainer zu Prozessbegleitern. Wie intensiv diese Nachbetreuung ist, sollte, wie erwähnt,

Autor: Michael Wittmann bereits im Auftragsgespräch festgelegt werden. Als Sparringspartner vor Ort, per e-mail oder per Web-Coaching kann der Trainer mit seinen Teilnehmern besprechen, welche Umsetzungshindernisse es gibt und welche Möglichkeiten es gibt, diese erfolgreich zu überwinden. Derartige Austauschmöglichkeiten - auch zwischen den Teilnehmern und mit dem Vorgesetzten - erweisen sich immer wieder als zentrale Erfolgsfaktoren beim Lerntransfer. Schließlich wirken sie dem „Back-HomeEffekt“ entgegen. Außerdem wird so verhindert, dass der Teilnehmer in der Alltagshektik vergisst, was ihm im Seminar noch als erstrebenswert erschien. Die Crux ist jedoch: Maßnahmen wie Transfer-Workshops und Evaluationstreffen mit dem Trainer, Arbeitsplatz-Coachings durch den Trainer oder die Vorortbegleitung des Teilnehmers bedeuten einen besonderen Aufwand. Und für diesen Aufwand muss der Auftraggeber nicht nur den nötigen Rahmen schaffen – er muss ihn auch extra bezahlen. Nicht immer ist dazu die Bereitschaft der Firmen vorhanden, auch auf die Gefahr hin, dass die Trainingseffekte dann gleich Null sind. Als Trainer kann man versuchen, dies dem Auftraggeber bewusst zu machen. Zumindest bei denen, die Weiterbildung nicht als „Schönwettermaßnahme“, sondern als ein Instrument verstehen, das die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärkt, trifft man auf offene Ohren und starkes Interesse. Transferprozess und mente im Überblick

Transferinstru-

Phase 1: Vor dem Training Auftragsklärung, Bedarfsanalyse, Zieldefinition

• schriftliche Teilnehmerbefragung • Interviews mit Auftraggeber und Teilnehmern • On-the-Job-Analyse • Firmenbesuch • Ermittlung und Definition der Lernin halte und –ziele Phase 2: Im Training Praxisnahe Wissensvermittlung und Einüben • Zielabgleich mit Betroffenen • Seminar mit Übungen, Praxis-/ Fallbeispielen • Entwicklung individueller Transferpläne • Lernplakate zur Ergebnissicherung • Visualisierung der Transfermaßnahmen • Transferstrategie • Ressourcenplan zur Umsetzung Phase 3: Nach dem Training Nachbereitung und Praxisbegleitung • Transfercontrolling • Zwischenbilanzen • Supervision • Fotoprotokoll • Trainer-Hotline • Transfer-Befragung • On-the-Job-Coaching • Ergebnisworkshop • Transfertag • Evaluation • Abschlussbericht Michael Wittmann Steinbeis Beratung GmbH Kirchenweg 41 83026 Rosenheim Tel.: 08031 - 232 920- 0 Email: info@steinbeis-beratung.de Internet: www.steinbeis-beratung.de

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Sanierungsberatung zum halben Preis

Beratungsförderung

PQ - Finanzen

Autor: Mittelstanddirekt.de

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lötzlich in den roten Zahlen: Unbemerkt schlittert manches Unternehmen in die Krise. In dieser Situation scheint guter Rat teuer. Doch es geht auch günstig – zum Beispiel mit Beratungszuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen

Das geförderte Unternehmen bezahlt nur • die Mehrwertsteuer auf das Netto-Honorar des Beraters • die Fahrtkosten in Höhe der gesetzlichen Fahrtkostenpauschale für Dienstreisen.

Die wichtigsten Förderprogramme für Beratungen stammen von der KfW Mittelstandsbank: die „Turn Around Beratung“ und der „Runde Tisch“. Pünktlich zum Beginn der Rezession hat die KfW die entsprechenden Fördertöpfe aufgefüllt. Beide Programme für sanierungsbedürftige Betriebe greifen ineinander über.

Beim „Runden Tisch“ suchen alle involvierten Partner gemeinsam nach einer Krisenbewältigung – also Unternehmer, Kammer, Unternehmensberater, eventuell die Hausbank und andere wichtige Gläubiger.

KfW Gründercoaching

Das Unternehmen beauftragt einen von der KfW gelisteten Berater mit einer Schwachstellenanalyse („UnternehmensCheck“). Die Analyse dauert höchstens zehn Tage und verrät, ob das Unternehmen Chancen auf eine erfolgreiche Umstrukturierung („Turn around“) hat. Der Berater unterbreitet Lösungsvorschläge und stimmt das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten ab.

Turn Around Beratung: 6.000-Euro-Zuschuss für Beratungskosten

Nicht gefördert werden Unternehmen, • die bereits einen Insolvenzantrag gestellt haben • die aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Situation bereits verpflichtet sind, Insolvenz anzumelden.

Nach der Analyse wird gearbeitet: Unternehmen mit einer positiven Fortführungsprognose können einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro erhalten, wenn sie einen geeigneten Unternehmensberater einsetzen. Das maximal förderfähige Tageshonorar

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Höhere Zuschüsse in Ostdeutschland Die Unternehmen erhalten folgende Zuschüsse: • 75 Prozent in den neuen Bundesländern bzw. in den „Phasing Out“-Regionen Halle, Leipzig, Südwestbrandenburg und Lüneburg • 50 Prozent in den alten Bundesländern einschließlich Berlin (außer „Phasing Out“Region Lüneburg). Unternehmen müssen die Anträge vor dem Abschluss eines Beratervertrages über die Regionalpartner stellen – zum Beispiel die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer.

Gemeinsame Krisenbewältigung beim „Runden Tisch“

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(netto) beträgt 800 Euro. Ein Tagewerk umfasst acht Stunden. Insgesamt werden höchstens 8.000 Euro gefördert.

Beim Gründercoaching begleitet ein qualifizierter Unternehmensberater ein junges Unternehmen. Jung heißt: nicht älter als fünf Jahre. Maximal werden 800 Euro Berater-Honorar täglich gefördert, wobei ein Tagewerk acht Stunden umfasst. Insgesamt werden höchstens 6.000 Euro gefördert. Die Unternehmen erhalten – wie bei der Turn Around Beratung – folgende Zuschüsse: • 75 Prozent in den neuen Bundesländern bzw. in den „Phasing Out“-Regionen Halle, Leipzig, Südwestbrandenburg und Lüneburg • 50 Prozent in den alten Bundesländern einschließlich Berlin (außer „Phasing Out“Region Lüneburg). Auch für diese Förderung wenden Sie sich an einen Regionalpartner der KfW unter http://www.rp-suche.de/rpsuche/TAB.


PQ - Finanzen KfW entscheidet über Förderung Dort wird geprüft, ob die Voraussetzungen für die Förderung im Gründercoaching gegeben sind. Der Regionalpartner sendet den Antrag zusammen mit seinem positiven Votum an die KfW. Die KfW entscheidet auf Basis des Votums und sendet Ihnen die Zusage. Jetzt können Sie einen Gründercoach auswählen. Der Coach muss in der KfWBeraterbörse gelistet und für das Gründercoaching Deutschland freigeschaltet sein. Sie schließen mit Ihrem Coach einen schriftlichen Vertrag ab. Darin werden die Inhalte des Coachings, die Höhe des Tageshonorars und die Dauer des Coachings geregelt. Den Vertrag senden Sie an den Regionalpartner. Die KfW prüft den Coachingvertrag und teilt Ihnen das Ergebnis mit. Unterlagen an den Regionalpartner Nach dem Abschluss des Gründercoachings reichen Sie folgende Unterlagen im Original oder als bestätigte Kopie beim Regionalpartner ein: • Gesamtrechnung des Gründercoachs • Coachingbericht (den Bericht erstellt der Gründercoach) • Kontoauszug als Zahlungsbeleg für Ihren Eigenanteil. Dann zahlt die KfW den Beratungszuschuss an Sie aus. Beratungsförderung für KMU und Freiberufler Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) fördert ebenfalls Unternehmensberatungen. Es gelten drei Besonderheiten: Die Zuschüsse sind niedriger. • Es dürfen auch Berater außerhalb der

Autor: Mittelstanddirekt.de KfW-Beraterbörse beraten. • Erst wird beraten, dann die Förderung beantragt. Die Bafa fördert Betriebe mit höchstens 250 Mitarbeitern und einem maximalen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro bzw. einer maximalen Jahresbilanzsumme von bis zu 43 Millionen Euro. Gefördert werden alle Unternehmensberatungen rund um den betrieblichen Alltag – auch die anstehende Sanierung eines Unternehmens.

Höhere Förderung in Ostdeutschland Unternehmen und Freiberufler erhalten in den alten Bundesländern (einschließlich Berlin) 50 Prozent der Beratungskosten, jedoch maximal 1.500 Euro. In den neuen Bundesländern und in Lüneburg sind es 75 Prozent und ebenfalls höchstens 1.500 Euro. Beraten darf jeder selbständige Berater, der seinen überwiegenden Umsatz aus der entgeltlichen Unternehmensberatung bzw. Schulung erzielt, also mindestens 50 Prozent. Laut Bafa müssen sie über die erforderlichen Fähigkeiten für den Beratungsauftrag verfügen und zuverlässig sein. Antrag nach der Beratung Die Unternehmen oder der Berater können die Förderung beantragen – unter www.beratungsfoerderung.net. Dem Antrag müssen folgende Unterlagen beigefügt werden: • Beratungsbericht • Beraterrechnung • entsprechender Konto-Auszug des Antragstellers als Zahlungsnachweis Unternehmer oder Berater sollten den Antrag innerhalb von drei Monaten nach dem Begleichen der Rechnung einreichen. Weitere Informationen zur Bafa-Beratungsförderung erhalten Sie unter einer Hotline 06196 / 908 570 oder per E-Mail: foerderung@bafa.bund.de. unique relations GmbH Georgenstraße 35 10117 Berlin Tel.: 030 - 343 374 - 77 Email: info@unique-relations.de Internet: www.unique-relations.de

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Immer „cool“ bleiben, ist leichter gesagt, als getan

PQ - Wissen

Wie Sie vermeiden, dass Ihr Alligator anspringt

Autoren: Christine Lehner und Sabine Weihe

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eikle Gesprächssituationen souverän zu meistern und mit intelligenter Schlagfertigkeit zu brillieren, gelingt nur demjenigen, der es versteht, die kognitiven und emotionalen Abläufe im Gehirn optimal in Einklang zu bringen. Wie Sie Souveränität in allen Lebenslagen erreichen.

rück. Hintergrund ist, dass die eigentliche Machtzentrale in unserem Bewusstsein nicht, wie lange Zeit angenommen, das vernünftige Großhirn (der Neokortex) ist, sondern eine entwicklungsgeschichtlich weit ältere Gehirnregion - das so genannte limbische System.

Souveränes Handeln setzt voraus, sich die eigenen „roten Knöpfe“ bewusst zu machen und zu wissen, wie man sie „deaktiviert“.

Dieses limbische System verfolgt nur ein Ziel: überleben – egal, wie. Um überleben zu können, sind blitzschnelle Entscheidungen nötig, über die wir nicht vernünftig nachdenken können, ja oft nicht einmal dürfen. Diese Gehirnregion kontrolliert daher unsere Gefühle, unsere Körperhaltung und letztendlich jede Entscheidung. Wenn wir merken, was da schon wieder passiert, ist die Möglichkeit, anders zu handeln, meistens schon vorbei. Oft mit negativen Folgen. Doch die Erkenntnisse der Gehirnforschung und Psychologie machen es möglich, auch in schwierigen, konfliktträchtigen Business-Situationen souverän zu handeln.

Kommunikation: Wie Sie vermeiden, dass Ihr Alligator anspringt Souveränes Handeln setzt voraus, sich die eigenen „roten Knöpfe“ bewusst zu machen und zu wissen, wie man sie „deaktiviert“. Heikle Gesprächssituationen souverän zu meistern und mit intelligenter Schlagfertigkeit zu brillieren, gelingt nur demjenigen, der es versteht, die kognitiven und emotionalen Abläufe im Gehirn optimal in Einklang zu bringen. Wie Sie Souveränität in allen Lebenslagen erreichen.

Den Autopiloten abschalten

Wohl jeder hat es schon erlebt. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel fühlt man sich massiv kritisiert und persönlich attackiert. Dann passiert es selbst gestandenen Persönlichkeiten, dass sie einen Blackout haben oder ihre gute Kinderstube vergessen, die Fassung verlieren und ausrasten. In der Regel ist das für alle Beteiligten höchst unangenehm.

Wissenschaftler haben nämlich auch herausgefunden, dass wir unsere ursprünglichen automatisierten Verhaltensweisen ausschalten und durch neue ersetzen können. Der erste Schritt dabei ist, sich seiner eingeschliffenen Verhaltensmuster und unbewussten mentalen Einstellungen bewusst zu werden. Dies bedeutet etwa, sich selbst seine „Ausrastpunkte“, „roten Knöpfe“, „dünnen Stellen“ bewusst zu machen.

Doch: Immer „cool“ bleiben, ist leichter gesagt, als getan. Denn unser Gehirn – das ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen – greift in Stresssituationen ungeachtet guter Vorsätze auf eingefahrene, oft wenig konstruktive Verhaltensmuster zu-

Mit hinreichend innerer Achtsamkeit erkennt man sehr schnell, in welchen Situationen die eigenen Reaktionen immer gleich sind. Fragen wie etwa „Was geht jetzt in mir vor?“ „Wie verhalte ich mich?“ „Wie wirkt dieses Verhalten nach außen?“ er-

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leichtern es, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und wahrzunehmen, welche Gefühle gerade dominieren. Rechtzeitig zu merken, „jetzt springt der Alligator in mir an“, kann also nachhaltigen Schaden verhindern. Der innere Beobachter meldet dann: „Ah, das nehme ich persönlich. Da ist jemand über meine Grenzen gegangen.“ Der innere Mind-Manager kann dann Distanz zum Geschehen schaffen. Zwei „Strategien der Weisheit“ haben sich dabei besonders bewährt: Erstens, die Vorbild-Strategie: Überlegen Sie, wie würde etwa der Dalai-Lama oder ein anderer von Ihnen geschätzter weiser Mensch reagieren? Oder zweitens, Sie überlegen, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben? Beide Strategien helfen, die eigene innere Gelassenheit zu aktivieren, die Verstrickung in der Situation soweit zu lösen, dass sich der „Tunnelblick“ wieder weitet und man selbst wieder ruhiger agieren kann. Diese innere Distanzierung ist Voraussetzung dafür, dass eine Wahlfreiheit hinsichtlich des eigenen Handelns entsteht. Das bedeutet: Sie können zum Beispiel bei Ärger lospoltern, sie müssen es aber nicht. Denn weil die typische, automatisierte Reaktion bewusst ist, können Sie entscheiden, wie Sie alternativ handeln. Alte, eingeschliffene Verhaltensweisen können somit durch neue ersetzen werden, die, Übung vorausgesetzt, bald ebenso in Fleisch und Blut übergehen wie die alten Muster. Das wiederholte Anwenden der neuen Verhaltensweisen verändert nämlich die Struktur des Nervensystems – und damit auch Gewohnheiten. Wir sind unbewussten Verhaltensweisen also keineswegs hilflos ausgeliefert. Wir können lernen, den Autopiloten abzuschalten und selbst das Steuer in die Hand zu nehmen.


PQ - Wissen Den Mind-Manager einschalten Um das persönliche SelbstmanagementPotenzial optimal auszuschöpfen, gilt es daher, ein passendes und konstruktives Verhaltensmuster für verschiedene Situationen einzuüben. Dies gelingt am besten, wenn man bewusst innere Dialoge führt. Zum Beispiel empfiehlt es sich, sich einen Schlüsselsatz für heikle Situationen zuzulegen, etwa: „Erst einmal ruhig bleiben.“ Oder: „Zähle langsam bis drei!“, „Es gibt für jedes Problem eine Lösung.“ Das klingt zwar banal, doch eine derartige Selbstinstruktion ermöglicht es, sich zu sammeln und sich von einer Situation zu distanzieren. Dadurch wird der Autopilot abgeschaltet. Mit Hilfe der so genannten Attraktoren, dies sind „Kanäle“, die direkt mit dem limbischen System verbunden sind und somit unmittelbaren Einfluss auf unser Befinden und Verhalten haben, kann dann das Verhalten „umgeschaltet“ werden, selbst bei sehr alten Gewohnheiten. Diese Attraktoren ermöglichen Zugänge zu Gehirn, über die wir unmittelbar auf unser Verhalten einwirken können. Dazu gehören die Körperhaltung, die Atmung und innere Bilder. Da sich die Körperhaltung unmittelbar darauf auswirkt, wie sich jemand fühlt und auch eine Wirkung auf das Umfeld hat, empfiehlt es sich, eine optimale Körperhaltung zu modellieren, um etwa gelassen, entschlossen oder fröhlich wirken. Der Erfolg ist umso größer, wenn eine bestimmte Körperhaltung mit entsprechenden inneren Bildern, Sätzen oder früheren Erfolgserlebnissen verknüpft wird. Zum Beispiel kann dies folgendes Bild sein: „Ich fühle mich wie ein Adler, der gelassen in der Luft schwebt.“ Wie bei jeder Form von Verhaltensmodifikation gilt jedoch zu guter Letzt die Devise: üben, üben, üben – das, was

Autoren: Christine Lehner und Sabine Weihe Sie tun. Schließlich macht nur Übung den Meister! Checkliste: So finden Sie Zugang zu Ihren inneren Ressourcen und Kraftquellen 1. Verankern Sie sich selbst in dem Gefühl, bedingungslos wertvoll zu sein. Wenn Ihnen das schwer fällt, suchen Sie sich professionelle Hilfe, zum Beispiel durch ein Coaching. 2. Verankern Sie Bilder in Ihrem Inneren, die mit einer Situation verknüpft sind, in der Sie dieses Gefühl schon einmal hatten. 3. Suchen Sie Ihre persönlichen Sicherheitsinseln und halten Sie sich regelmäßig dort auf. 4. Üben Sie durch Achtsamkeit, jenseits der Ereignisse des Alltags in sich selbst zu ruhen 5. Starke Selbstachtung entsteht aus einem sicheren Selbstbild. Machen Sie sich Ihre Stärken und Schwächen bewusst, lassen Sie sich regelmäßig Feedback geben und gleichen Sie es mit Ihrem Selbstbild ab. 6. Pflegen und stärken Sie Ihre Ressourcen: Welche Kraftquellen haben Sie? Wie tanken Sie Ihre Batterien auf? 7. Überprüfen Sie Ihre Selbstgespräche: Wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie sich selbst beschimpfen, abwerten und niedermachen, so stellen Sie ein imaginäres Stoppschild auf. Denken Sie statt: „Ich Idiot, wie konnte mir das nur wieder passieren?“ lieber „Ich habe einen Fehler gemacht, nächstes Mal passe ich besser auf.“

Selbständige dürfen nicht länger als 60 Stunden pro Woche arbeiten Das EU-Parlament hat bekräftigt, dass Selbständige nicht länger als 60 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) hat das Parlament damit einen Antrag der Europäischen Kommission abgelehnt, Selbständige von der allgemeinen Regelung auszunehmen. Das EU-Parlament habe seine Entscheidung mit zahlreichen Unfällen von Selbständigen aufgrund von Überlastungen begründet. Im Durchschnitt 48 Stunden pro Woche erlaubt Somit dürften Selbständige durchschnittlich nicht länger als 48 Stunden je Woche innerhalb von vier Monaten arbeiten. Nachts liege die Grenze bei zehn Stunden. Der F.A.Z. zufolge müssen sich künftig auch selbständige Lastwagenfahrer an die strengen Arbeitszeitregeln von Arbeitnehmern halten. Für sie hätten bis Ende 2009 nur die gesetzlichen Regeln für Lenk- und Ruhezeiten gegolten, nach denen sie nicht länger als 56 Stunden pro Woche am Lenkrad eines Lkws oder eines Busses sitzen durften. Ihnen sei auch überlassen geblieben, wie viel Zeit sie darüber hinaus arbeiten, etwa für die Buchhaltung.

Ammerthaler Institut Am Spitzberg 9a 92260 Ammerthal Tel.: 096 28 - 91 48 80 Internet: www.ammerthaler-institut.de

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Interview mit Maik Schulze, Mitgeschäftsführer der BS -Partner Services-, Köln

„Unternehmerisches Engagement zählt – und zahlt sich aus“

PQ - Trend

Autor: PQ- Magazin

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aik Schulze hat mit seinen Beiträgen im PQ-Magazin die Diskussion über die Entwicklung der Personaldienstleistung immer wieder bereichert. Im Interview bezieht er nun Stellung zur aktuellen Situation in der Branche und zu den Einkommensund Zukunftsaussichten von Existenzgründern in diesem Wirtschaftsbereich. PQ: Herr Schulze, 2009, im Jahr der Finanzkrise, musste der Personaldienstleistungssektor schwere Einbrüche hinnehmen. Bereits für 2010 rechnen Branchenkenner jedoch wieder mit einem kräftigen Aufschwung. Teilen Sie diese Einschätzung? Schulze: Ja – sofern nicht unnötige staatliche Eingriffe und Regulierungen die positiven Trends, die sich bereits abzeichnen, behindern oder gar ausbremsen. Es war 2009 ja so, dass sich viele Unternehmen zuerst von den überlassenen Arbeitskräften getrennt haben, dann von Stammpersonal, wenn es sein musste. Viele Firmen haben danach eine Zeitlang mit extrener knapper Personaldecke gewirtschaftet. Jetzt füllen sich die Auftragsbücher wieder und die Unternehmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Oft scheuen sie allerdings davor zurück, neue Mitarbeiter schon fest anzustellen. Die Zeiten sind dafür – Stichwort Euro-Probleme – noch zu unsicher. Viele Firmen setzen auf maximale Flexibilität – und die kann ihnen nur die Personaldienstleistung bieten. PQ: Gilt das generell, also für alle Segmente und Unternehmen in der Personaldienstleistung? Schulze: Es gibt optimistische Prognosen von den großen Zeitarbeitsfirmen. Ich möchte allerdings hier nur für meinen

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Bereich sprechen, das heißt für die Fachkräftevermittlung und das qualifizierte Personalleasing. Und hier zieht die Nachfrage schon seit Monaten wieder an. Zahlreiche Unternehmen mussten in der Krise auch Fachleute entlassen, die sie nun dringend suchen. Dabei zeigt sich genau das, was viele Experten schon vor Monaten gesagt haben: Der letzte Tag der Krise ist der erste Tag des Fachkräftemangels. Die Unternehmen sind wieder auf der Suche, nach der erfahrenen Lohnbuchhalterin ebenso wie nach dem spezialisierten Maschineneinrichter.

rekt gefragt: Was springt für einen Existenzgründer selbst dabei heraus, wenn er in der Personalbranche aktiv wird?

PQ: Und die suchen sie über Personaldienstleister …

PQ: Ist eine solche Einkommensprognose nicht doch ein wenig hoch gegriffen?

Schulze: Ja, jedenfalls zu einem sehr beachtlichen Teil. Dabei spielt die Scheu vor Festanstellungen angesichts der Währungsunsicherheiten natürlich eine wichtige Rolle. Nun ist es allerdings so, dass die Finanzkrise auch den Markt für Personaldienstleistungen bereinigt hat. Der steigenden Nachfrage steht insofern vielerorts ein geschrumpftes Angebot gegenüber.

Schulze: Keinesfalls. Die Zahl beruht auf Erfahrungen aus der BS-Gruppe. Natürlich: Ein solcher Erfolg kommt nicht von selbst und er setzt viel Engagement und Knowhow voraus. Weitere Erfolgskomponenten sind die richtige Strategie und ihre professionelle operative Umsetzung – und natürlich ein wenig Eigenkapital.

PQ: Aus Ihrer Sicht gehen die Personaldienstleister, die sich im Markt behauptet haben, also guten Zeiten entgegen? Schulze: Mehr noch: Neben den etablierten Anbietern haben auch Existenzgründer in unserer Branche beste Aussichten. Die Startbedingungen sind – gerade wenn es um qualifizierte Kräfte geht – momentan und sicherlich auch in der nächsten Zeit sehr gut. PQ: Nun sind für potenzielle Unternehmensgründer die positiven Marktentwicklungen das Eine, die persönlichen Aussichten das Andere. Einmal ganz di-

Schulze: Darauf antworte ich ebenso direkt: Wer erfolgreich agiert, kann es bereits nach drei, vier Jahren seiner Geschäftstätigkeit auf ein Jahreseinkommen von mehreren hunderttausend Euro bringen. Ein solches Einkommen setzt sich zusammen aus dem Geschäftsführergehalt und dem Firmengewinn. Ich bin überzeugt davon: In unserer Branche zählt unternehmerisches Engagement – und es zahlt sich aus.

PQ: Wem trauen Sie denn überhaupt zu, mit Personaldienstleistungen derart erfolgreich im Markt Fuß zu fassen? Schulze: Wichtig ist eine tiefe Vertrautheit mit allen Aspekten des Personalwesens und des Personalleasings beziehungsweise der Arbeitnehmerüberlassung. Ideale Kandidaten für den Weg in die Selbstständigkeit sind vertriebsorientierte, erfolgreiche Leiter von Niederlassungen großer Zeitarbeitsunternehmen. Sie kennen die Kundenanforderungen, sie wissen, wie das Recruiting funktioniert, sie bringen den erforderlichen betriebswirtschaftlichen und auch arbeitsrechtlichen Sachverstand mit.


PQ - Trend PQ: Was aber alles nicht ausreicht, wenn die passende Geschäftsidee fehlt. Schulze: Zweifellos reicht es nicht, auf eigene Faust das zu wiederholen, was man schon immer getan hat. Ich weiß, dass viele Niederlassungsleiter gute Ideen für ihre Region haben, diese aber im Rahmen der Vorgaben und Möglichkeiten ihres Unternehmens nicht umsetzen können. Wenn dort etwa das Geschäft mit Hilfskräften im Vordergrund steht, dann ist es fast unmöglich, auch noch den Fachkräftemarkt gezielt zu bedienen. PQ: Neben der Umsetzung seiner Geschäftsidee muss sich der Selbstständige auf zahlreichen Gebieten selbst organisieren – von der Büroeinrichtung über die IT bis hin zur Buchhaltung. Empfiehlt es sich da nicht, in ein FranchisingSystem einzusteigen? Schulze: Es mag verlockend sein, in ein bewährtes Modell einzusteigen und zahlreiche Dienste und Leistungen einfach nutzen zu können. Allerdings ist der Existenzgründer in einem sehr hohen Maß an die Strategie und die Vorgaben seines Franchisegebers gebunden. Da fehlt es dann doch an der unternehmerischen Freiheit, eine eigene Idee wirklich zu realisieren oder auch ganz flexibel auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren. PQ: Dann bleibt es beim Wagnis völliger Selbstständigkeit? Schulze: Nicht ganz. Als Alternative bietet sich der Einstieg in einen Verbund selbstständiger Personaldienstleister wie der BS-Gruppe. In unserem Modell verantwortet der Existenzgründer die Strategie und das operative Geschäft seines Unter-

Autor: PQ- magazin nehmens. Unsere BS Partner Services stellen ihm dazu eine breite Palette von Leistungen zur Verfügung. Sie ermöglichen es Existenzgründern, vom ersten Tag an professionelle, qualitativ hochwertige Personaldienstleistungen zu bieten. Zu unseren Leistungen zählen die Beratung rund um die Unternehmensgründung, die Einrichtung und Administration der IT-Infrastruktur mit leistungsstarker Bewerberdatenbank und CRM, die Durchführung bei der Lohn- und Finanzbuchhaltung und vieles mehr. Diese Dienstleistungen entlasten den Existenzgründer in der Personalbranche von Aufgaben, die gerade zum Start anfallen, von vielen Routinetätigkeiten, die sehr zeitaufwändig sind. Mit unseren Services kann er sich ganz auf seine Strategie, seine Kunden und Märkte konzentrieren. PQ: Nun kann ja Ihre Gruppe die Services nicht kostenlos bereitstellen. Das heißt, Ihr Partner profitiert zwar von der Flankierung, aber das Ziel, wesentlich mehr zu verdienen als ein Niederlassungsleiter in der Branche, ist um so schwerer erreichbar. Schulze: Dem widerspreche ich ganz klar. Bei uns gibt es keine Aufnahmekosten und die Gebühren für unsere Leistungen berechnen sich aus dem Deckungsbeitrag 1. Sie sind damit gerade in den Anfangsmonaten sehr niedrig. Und das bleiben sie auch später, wenn der Umsatz des Partners Größenordnungen von einer oder mehrere Millionen Euro erreicht. Da unsere Gebühr zu einem Großteil gedeckelt ist, sinkt sie dann sogar rechnerisch auf wenige Prozent vom Umsatz. Die Partnerschaft in der BS Gruppe ist praktisch durchweg günstiger als das Franchising, bei dem in der Regel acht bis zwölf Prozent des Umsatzes an den Franchisegeber gehen.

PQ: Stimmt bei den niedrigen Kosten auch Ihre Leistung? Kann der Existenzgründer wirklich auf Ihre Services bauen? Schulze: Unbedingt. Wir erbringen die meisten Leistungen durch sorgfältig ausgesuchte Dienstleister. Diese bieten TopQualität in ihrem jeweiligen Metier und davon profitieren unsere Partner. Mehr noch: Wir steuern die Beauftragung der Dienstleister je nach Marktlage und geschäftlicher Entwicklung der Gruppe. Damit haben wir die Kosten flexibel im Griff. Wir können sämtliche Leistungen, die ein Personaldienstleister braucht, zeitgerecht und zuverlässig auf einem Spitzenniveau bereitstellen – und sind doch günstiger als etwa Franchise-Systeme. PQ: Aus Ihrer Sicht gibt es also gute Gründe und gute Möglichkeiten, sich gerade jetzt als Personaldienstleister selbstständig zu machen? Schulze: Wer sich – etwa als erfolgreicher Niederlassungsleiter – in unserer Branche auskennt, sollte sich in der Tat überlegen, ob er nicht das Geschäft selbst in die Hand nehmen und als eigenständiger Personaldienstleister durchstarten möchte. Die Voraussetzungen sind dafür momentan viel günstiger als man auf den ersten Blick meinen mag. Wir leben in interessanten Zeiten!

Weitere Informationen erhalten Sie beim BleckmannSchulze GmbH, Maik Schulze Tel.: 0221/45443-00, E-Mail: maik.schulze@bleckmannschulze.de www.bleckmannschulze.de

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Versicherung gegen Unternehmensinsolvenz

Hilfe im Krisenfall

PQ - Recht & Steuern

Autor: Perspektive Mittelstand.de

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u keinem Zeitpunkt ist eine professionelle Management- und Rechtsberatung für Unternehmen wichtiger als im Falle einer drohenden Unternehmensinsolvenz. Gerade dann sind aber Mehrausgaben (bspw. für Berater) häufig nicht mehr möglich und abseits dessen rechtlich äußerst problematisch. Ein neuer Versicherungsschutz soll es Unternehmen nun ermöglichen, für einen solchen Ernstfall vorzusorgen. Wenn eine Unternehmensinsolvenz droht, sind Unternehmer oft auf sich allein gestellt - und das, obwohl Sie gerade dann professionelle Unterstützung bräuchten. Selbst gesunde Unternehmen können unversehens in Zahlungsschwierigkeiten geraten und untergehen. Das Hauptproblem laut Versicherungsspezialist Hendricks & Co. im Falle einer drohenden Unternehmensinsolvenz: Aus Angst ihre Reputation zu gefährden und mangelndem Wissen um die Möglichkeiten des Insolvenzrechts reagierten Manager oft viel zu spät auf drohende Zahlungsschwierigkeiten und nutzten nicht das Instrumentarium, das die Insolvenzordnung zulässt. Deshalb soll jetzt ein neuer Versicherungsschutz betroffenen Unternehmern und Managern in dieser schwierigen Situation den Zugang zu einer Rechtsberatung erleichtern. „Die Police übernimmt für Unternehmen, die von Zahlungsunfähigkeit bedroht sind, die Kosten für eine Rechtsschutz- und Sanierungsberatung inklusive Situationsanalyse im Umfang bis zu 200.000 Euro“, so Adrian von Borcke, Rechtsanwalt und Berater bei Hendricks & Co., der die Beratungspolice zur Zukunftssicherung von Unternehmen entwickelt hat. Gerade einmal ein Prozent der von Zah-

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lungsunfähigkeit bedrohten Unternehmen setzt auf das so genannte Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung, bei der das alte Management unter Aufsicht eines Sachwalters weiter am Ruder bleibt. Und das, obwohl sich das Insolvenzplanverfahren in den vergangenen zehn Jahren seiner Existenz in Deutschland als erfolgreich erwiesen hat. Knapp die Hälfte der Unternehmen, die dieses Verfahren nutzten, konnte nach Angaben von Creditreform gerettet werden. Und 60 Prozent der Jobs blieben erhalten, hat das Institut für Mittelstandsforschung ermittelt. Deshalb will auch die Bundesregierung unter Federführung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Insolvenzordnung reformieren. Das Ziel: Kriselnde Betriebe sollen schneller einen Insolvenzantrag stellen – bevor die letzte Masse verbraucht ist und kein Geld mehr für einen noch so guten Insolvenzplan vorhanden ist. Diesem Risiko, einen tragfähigen Insolvenzplan am fehlenden Kapital scheitern zu lassen, trägt die Beratungspolice zur Zukunftssicherung von Unternehmen durch einen dreistufigen Versicherungsschutz Rechnung. • Stufe 1 deckt die Kosten für eine Rechtsberatung der Manager, wenn dem Unternehmen die Insolvenz droht. • Stufe 2 finanziert die Unternehmensanalyse und die Erarbeitung eines Sanierungsplans durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer. • Stufe 3 übernimmt schließlich die Kosten für die Erstellung eines Insolvenzplans. „Diese Versicherungsinnovation ist ein wichtiger Meilenstein für die Durchsetzung

des Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung und ermöglicht es sogar, die Insolvenz abzuwenden, weil der entscheidende Sanierungsprozess schon vor Eintritt der Zahlungsunfähigkeit eingeleitet werden kann“, betont Jens Weber, Rechtsanwalt und Leiter der Abteilung Sanierungsberatung bei der Rechtsanwalts- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schultze & Braun. Zugleich werde damit die Angst, dass Manager die Kontrolle an einen Insolvenzverwalter verlieren, ebenso gebannt wie die Gefahr, sich der Insolvenzverschleppung schuldig zu machen oder wegen mangelhaften Risikomanagements persönlich haften zu müssen. Um das persönliche Haftungsrisiko der Manager zu begrenzen, wird die neue Beratungspolice zur Zukunftssicherung von Unternehmen stets in Kombination mit einer sogenannten D&OVersicherung (Abkürzung für „Directors & Officers) bzw. Manager-Haftpflichtversicherung angeboten. „Die Kombination mit einem D&O-Schutz trägt auch dazu bei, die psychologische Hemmschwelle in den Unternehmen zu überwinden, sich mit dem Thema Krise und Insolvenz auseinanderzusetzen“, sagt Versicherungsexperte Adrian von Borcke.

Mehr Informationen erhalten Sie bei novo per motio KG An der Halde 5L 86807 Buchloe Tel.: 08241- 911 99 31 Email: info@perspektive-mittelstand.de Internet: www.perspektive-mittelstand.de


Jobwechsel

Deutsche Führungskräfte auf Jobsuche

PQ - Karriere

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ehr als die Hälfte der deutschen Führungskräfte ist für einen Jobwechsel bereit. So eine aktuelle Umfrage der Innofact AG. 57,5 Prozent der Befragten gaben an, in nächster Zeit auf jeden Fall ihre Position wechseln zu wollen oder die Augen offen zu halten. Dabei sind mehr weibliche als männliche Führungskräfte auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen. 66,7 Prozent der Frauen, aber nur 56 Prozent der Männer interessieren sich für eine andere Position. Die Größe des Unternehmens beeinflusst die Tendenz zur Wechselbereitschaft. In großen mittelständischen Unternehmen und bei Konzernen halten Manager vermehrt Ausschau nach neuen Positionen. Durchschnittlich 68,1 Prozent der Be-

Autor: business-wissen.de motiviert. 87,2 Prozent führen einen Karriereschritt als Grund für einen Wechsel auf. „Die Umfrage zeigt, dass Fach- und Führungskräfte nach den unsicheren letzten Monaten wieder aktiv nach neuen Positionen suchen. Unternehmen sind deshalb aufgefordert, ihre Kompetenzträger an sich zu binden“, erläutert Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin bei von Rundstedt HR Partners. „Persönliche Wertschätzung der Mitarbeiter und ihrer Leistung sind Grundvoraussetzung. Zudem sollten Arbeitgeber jetzt den offenen Dialog mit ihren Mitarbeitern suchen, um die gegenseitigen Erwartungen bezüglich Anforderungen und Zielen zu bestimmen. Im Anschluss können gezielte Fortbildungsmaßnahmen und Coachings die Weiterentwicklung vorantreiben.“

Suchbegriffe passen meistens nicht zur Google-Anzeige Bei der Suchmaschinenwerbung von Unternehmen via Google AdWords harmonieren Textanzeige und Suchanfrage nur bei 57 Prozent der Anzeigen. Demnach schneiden große Anbieter bei der Suchmaschinenwerbung (SEM) besser ab als kleine: Bei großen Unternehmen seien Suchbegriff und Textanzeige in 79 Prozent der Fälle aufeinander abgestimmt. Gute Anzeigen bei allgemeinen Begriffen Bei allgemeinen Begriffen wie etwa „Toaster“ treffe das sogar auf 87 Prozent zu. Bei Markenbegriffen wie „Braun Toaster“ noch auf 69 Prozent.

Wo Führungskräfte wechseln möchten:

Mit elf Prozent sei der Anteil der zu allgemeinen Anzeigen sehr gering, beispielsweise bei Anzeigen für Küchengeräte, wenn nach „Toaster“ gesucht wurde.

Unter 100 Mitarbeiter: 41,8 Prozent 100 - 500 Mitarbeiter: 65,3 Prozent 500 - 2.500 Mitarbeiter: 73,5Prozent Mehr als 2.500 Mitarbeiter: 65,5 Prozent

Bei sechs Prozent der untersuchten Anzeigen sei dagegen zu spezielle Werbung angezeigt worden. Dazu zählten Texte für konkrete Produkte oder Markenprodukte, wenn nur nach einer allgemeinen Produktkategorie gesucht wurde.

Zur Studie fragten, die für Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern tätig sind, wollen wechseln. In kleinen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern sind nur vier von zehn an einer neuen Tätigkeit interessiert (41,8 Prozent).

Die Innofact AG führte im Auftrag von von Rundstedt HR Partners die Umfrage unter rund 500 Topmanagern und Führungskräften durch.

Die große Mehrheit gibt als Hauptmotiv für die geplante oder erhoffte berufliche Neuorientierung den Wunsch nach einer besseren Position beziehungsweise einer Gehaltsverbesserung an (75,9 Prozent). Besonders die Führungskräfte der Großkonzerne sind hierdurch zu Veränderungen

Business Wissen Information Service Stephanienstraße 20 76133 Karlsruhe Tel.: 0721 - 18 39 70 E-Mail: redaktion@business-wissen.de Internet: www.business-wissen.de

Quelle: Rundstedt HR Partners

Bei drei Prozent passe der Text nur halb, in zwei Prozent der Fälle seien die Anzeigen vollkommen unpassend gewesen. Unpassende Suchbegriffe bei kleineren Werbetreibenden Bei kleinen Werbetreibenden sei der Anteil der passenden Anzeigen sehr viel geringer: Nur 46 Prozent der Textanzeigen passten zur Suchanfrage. Bei allgemeinen Begriffen treffe dies auf 48 Prozent der Fälle zu, bei Markenbegriffen auf 43 Prozent. Zu allgemein seien die Beschreibungen in 16 Prozent der untersuchten Anzeigen, zu speziell in 15 Prozent. Bei sechs Prozent passe der Text nur halb und bei fünf Prozent überhaupt nicht.

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Wachstumsstrategien

Die Weichen neu auf Wachstum stellen

PQ - Strategie & Managment

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enn der eigene Zielmarkt immer enger, der Preiskampf immer härter und die Unterschiede zur Konkurrenz immer geringer werden, ist es für Unternehmen höchste Zeit, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und die Weichen neu auf Wachstumskurs zu stellen. Hierbei bieten sich drei Möglichkeiten an. Innovationen, Erweiterung der Zielmärkte, horizontaler oder vertikaler Ausbau der Angebotsspektrums – um wachsen zu können, muss sich ein Unternehmen immer wieder neu erfinden. In vielen Branchen treffen wir auf folgende Situation: Die Differenzierung im Wettbewerb gelingt immer weniger Unternehmen. Die Leistungen sind austauschbar, die Qualität überall in etwa gleich und der Wettbewerb findet nur noch über den Preis statt. Zusätzlich wird die ehemals persönliche und auch anspruchsvolle Beratung mehr und mehr durch intelligente Dialogsysteme im Internet ersetzt, die Daten werden online oder per Datei übermittelt. Ein vormals zeitintensiver Prozess ist mit ein paar Klicks erledigt und der anschließende Auftrag wird tadellos ausgeführt. Daneben gibt es Unternehmen, die einen Markt bereits in hohem Maße erfolgreich abdecken und für die jeder weitere Prozentpunkt im Marktanteil nur mit überdurchschnittlichem Aufwand zu erzielen und damit meist unwirtschaftlich ist. Genau für diese Situationen passt das Instrument des Aktionsradius und es lohnt sich, sich mit den drei Möglichkeiten der Aktionsradius-Vergrößerung zu beschäftigen: 1. mit der horizontalen Erweiterung 2. mit der vertikalen Erweiterung und 3. mit der geografischen Erweiterung

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Autor: Christian Kalkbrenner Hierzu bietet zunächst die „Anteil am …“-Frage wertvolle Orientierung. Sie setzt allerdings voraus, dass Unternehmen ihren Geschäftsprozess in wenigen Worten auf den Punkt bringen können. Doch sobald diese Formulierung steht, findet das Unternehmen jede Menge sinnvolle Alternativen, sich entlang seines bisherigen Werdeganges weiterzuentwickeln. Die beeindruckende Wirkung dieser Denkweise lässt sich mit einem Beispiel sehr anschaulich verdeutlichen. Als Roberto Goizueta Mitte der 80-er Jahre die Aufgabe des CEO bei Coca-Cola übernahm, war Coca-Cola ein erfolgreiches und dennoch auf einem hohen Niveau stagnierendes Unternehmen mit einem Softdrink-Marktanteil von rund 60%. Er vergrößerte nun den Aktionsradius und betrachtete als seinen Markt nicht mehr nur den Markt der Softdrinks, sondern den Gesamtmarkt der Getränke. Hierzu fasste er den Geschäftsprozess in einem Satz zusammen und stellte die Frage: „Was ist unser Anteil am Durst der Welt?“ Dabei kam er zu der Erkenntnis, dass dieser Marktanteil nur ein knappes Prozent ausmachte. Die Mitbewerber waren nun ganz andere Getränke wie Tee, Kaffee, Wein, Bier und Wasser. Und er schwor sein Team darauf ein, den Anteil, den Coca-Cola am Durst der Welt halte, in 10 Jahren zu verdoppeln. Diese neue Sichtweise löste Blockaden, legte den Grundstein für neue Produkte wie CocaCola light und machte deutlich, mit welchen Getränken mittelfristig das Portfolio zu ergänzen sei. Mit dieser Erkenntnis und dem Gewinnen des Teams für diesen Weg begann eine neue überdurchschnittliche Wachstumsära der Firma, bei der der ewige Rivale Pepsi das Nachsehen hatte.

Der horizontale Aktionsradius Mit der „Anteil am …“-Frage können Sie den horizontalen Aktionsradius gezielt vergrößern. Sobald Sie Ihren Geschäftsprozess in einem Satz zusammenfassen können, können Sie die „Anteil am …“-Frage stellen und Ihre Leistungen sinnvoll ausweiten. Ein CRM-Software-Unternehmen ermittelt als seine Kernaufgabe die Effizienz der vertrieblichen Abläufe seiner Kunden zu steigern. Nun formuliert es die Frage „Was ist unser Anteil an der vertrieblichen Effizienz-Steigerung unserer Kunden?“ Die Beantwortung dieser Frage ermöglicht dem Unternehmen nicht nur eine deutlich wahrnehmbare und für die Kunden attraktive Spezialisierung, sondern damit einhergehend einer Erweiterung des Dienstleistungsportfolios um Consulting- und Weiterbildungsleistungen. Darüber hinaus sollten Sie untersuchen, ob es Entwicklungen technischer, gesellschaftlicher, rechtlicher oder ökologischer Art gibt, die dazu geeignet sind, das heutige Geschäft ganz oder teilweise zu ersetzen. Durch das frühzeitige Auseinandersetzen mit dieser Frage können Sie Ihr Geschäftsmodell rechtzeitig um neue Leistungen erweitern und auch Beteiligungen planen, um neue Entwicklungen nicht zu übersehen. Polaroid und Agfa hatten die Bedeutung der digitalen Medien unterschätzt. Die Automobilindustrie in Deutschland hat die Entwicklung und Einführung hybrider Technologien fast übersehen. Der neue iPad von Apple kann den Wandel vom haptischen Druckmedium hin zum virtuellen Lesen dramatisch beschleunigen – mit allen nachfragebedingten Folgewirkungen für Papierhersteller, Druckereien und Druckmaschinenhersteller.


PQ - Strategie & Managment

Autor: Christian Kalkbrenner

Der vertikale Aktionsradius

liebte, Verlobte und Verheiratete verführen dazu, das Hotel häufiger zu besuchen. Und Um den Aktionsradius vertikal auszuwei- auch dieses Angebot wäre noch unvollstänten, sollten Sie die Prozesse Ihrer Kunden dig, gäbe es nicht ein spezielles Angebot für analysieren. Was passiert beim Kunden Schwangere. zeitlich alles bevor, während und nachdem die eigene Leistung erbracht wird Der geografische Aktionsradius bzw. erbracht worden ist? Können Sie hier ebenfalls noch Aufgaben übernehmen? Ge- Dieser Begriff bezeichnet die räumliche lingt es, dem Kunden unrentable Arbeits- Ausdehnung eines Unternehmens in andeschritte abzunehmen und diese für ihn wirt- re Regionen, Länder und Kontinente. Dies schaftlicher und kompetenter anzubieten? kann erfolgen, weil der heimische Markt Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist die durchdrungen und gesättigt ist, weil die „verlängerte Werkbank“, bei der Automo- bestehenden Kunden das „Mitreisen“ ihbilzulieferer ihren Teil am Automobil selbst rer Lieferanten erwarten und auch, weil an der Produktionsstraße des Kunden mit Wachstumsmärkte wie Südamerika, Ineigenen Mitarbeitern einbauen. Aus ver- dien oder China einem Unternehmen neue trieblicher Sicht bietet diese Vorgehens- Chancen bieten. Erfahrungsgemäß macht weise noch eine Besonderheit: Sobald es der kosten- und ressourcenintensive Weg gelingt, eine Leistung anzubieten, die deut- in die Fläche häufig erst dann Sinn, wenn lich früher zu greifen beginnt als es bisher die beiden anderen Varianten, den Aktionsder Fall ist, wird die Gefahr der ungeliebten radius zu erweitern, ausgenutzt sind. Ausschreibung reduziert, weil es keinen Der in Hamburg ansässige Outdoor-Ausvergleichbaren Anbieter gibt. rüster Globetrotter hat sich in den letzten 30 Jahren mit Hilfe des Internets vom Ein Messebauer übernimmt für die Unter- Kataloganbieter zum größten Outdoornehmensleitung auch das Messe-Control- Versandhändler Europas gewandelt und ist ling und gibt damit generell Empfehlungen nun dabei, sich mit großzügig gestalteten für die Auswahl der richtigen Messen und Warengeschäften in ausgewählten Großdie Standgröße auf der nächsten Messe. städten Deutschlands zusätzlich zu präEinem Hersteller von Schweißmaterialien sentieren, um greifbarer zu werden und gelingt es, bereits zum Zeitpunkt der Pro- besucht werden zu können. totypen-Planung im Anlagenbau am Tisch der Kunden zu sitzen. Ein auf Wellness spezialisierter Hotelier hat sein Angebot sehr differenziert auf die Lebensphasen einer jungen Kundengruppe zwischen 20 und 40 Jahren abgestimmt: Junge Menschen lernen das Hotel zumeist während eines Tagungsaufenthaltes kennen und kommen dann mit ihrem Partner zu einem ersten Wellness-Wochenende wieder. Spezielle Arrangements für Ver-

Mehr Informationen erhalten Sie bei: KALKBRENNER Unternehmensberatung Gstäudweg 72, 88131 Lindau Telefon: + 49 - 8382 - 40 93 01 www.ub-kalkbrenner.de

Wieder mehr Gründungen von Unternehmen jeder Größe Im ersten Quartal 2010 wurden 79.000 Kleinunternehmen gegründet – 5,5 Prozent mehr als Anfang 2009. Auch Gründungen im Nebenerwerb und von größeren Unternehmen wurden häufiger verzeichnet. Demnach ist die Zahl der Gründungen von größeren Betrieben im selben Zeitraum um 1,8 Prozent gestiegen: Insgesamt seien 41.000 Unternehmen im ersten Quartal 2010 gegründet worden, deren Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lasse. Mehr größere Betriebe gegründet Im gesamten Jahr 2009 sei die Zahl der Gründungen größerer Betriebe noch um 3,0 Prozent gegenüber 2008 gestiegen. Die Zahl der Gründungen im Nebenerwerb sei Anfang 2010 sogar um 9,5 Prozent gestiegen. Sie liege bei mehr als 72.000. Insgesamt hat destatis außerdem 233.000 Gewerbeanmeldungen im ersten Quartal 2010 registriert – ein Anstieg um 4,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009. Weniger Betriebsaufgaben Anfang 2010 Rund 36.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung hätten ihr Gewerbe im ersten Quartal 2010 aufgeben müssen – 2,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Um 7,1 Prozent niedriger lag sogar die Zahl der Kleinunternehmen (80.000), die laut destatis Anfang 2010 aufgeben mussten. Mit rund 39.000 Betriebsschließungen seien 4,2 Prozent weniger Nebenerwerbsbetriebe aufgegeben worden als im ersten Quartal 2009. Insgesamt sei die Zahl der Gewerbeabmeldungen im ersten Quartal 2010 um 4,6 gesunken – auf fast 196.000. Bei dieser Zahl handele es sich aber nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen und Fortzüge.

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Kundenorientierung, Effizienz und Umsetzungsenergie für Berater

PQ - Marketing & Vertrieb

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er morgen im Vertrieb erfolgreicher sein will, muss heute handeln. Eine exzellente Sales Performance ist nur dann erreichbar, wenn einzelne Erfolgsfaktoren, wie Kundenorientierung, Effizienz und Umsetzungsenergie, in einer idealen Kombination zusammenwirken. Haben die Berater das entsprechende Know how, steigt nicht nur der Beitrag des Vertriebs an der Gesamtleistung der Organisation, sondern es entsteht auch in anderen Geschäftsbereichen eine ganzheitlichere Sicht auf kundenorientierte Prozesse im Unternehmen. Im ersten Schritt geht es geht darum, eine Vision, ein Bild davon zu entwickeln, wie Kunden-Fokussierung wirklich aussieht. Die wichtigste Aussage kennzeichnet konsequent die Rolle des Unternehmers: Ja, ich bin der oberste DienstLeister und ServicePartner für unsere Kunden! Meine Aufgabe ist es, das Unternehmen vom Markt her zu führen, weil wir nur so Produkte, Prozesse und Persönlichkeiten entwickeln, die in der Lage sind, die Kunden-Erwartungen konsequent und immer wieder neu zu übertreffen. Ob Papierflieger, Segelflugzeug, Jumbojet oder Düsenjäger – es ist immer das Ziel, das den Kurs bestimmt. Klares Ziel im Vertrieb ist es, profitablen Umsatz zu machen. Natürlich spielen dabei viele Faktoren eine Rolle: Der Markt und der Bedarf ebenso wie die ganz individuellen Bedürfnisse des Kunden sowie die Bereitschaft des Unternehmens, den Kundenwünschen mit speziellen Angeboten gerecht zu werden. Herkömmliche Service-Delivery-Prozesse müssen ständig hinterfragt werden. Sind Dienstleistungen katalogisiert und stehen in Modulen zur Verfügung, können diese schneller und leichter nach den individuellen Bedürfnissen der Kunden zusammengestellt werden. Um Consultative Selling konsequent

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Erfolgsfaktoren für mehr Vertriebsleistung

Autoren: Dr. Dirk Volker Seeling & Stefan Kalle umzusetzen, ist eine klare Strategie notwendig: Zum einen kann über Value-Selling der Zusatznutzen für den Kunden erhöht; zum anderen über Wallet-Share mehr Umsatz beim einzelnen Kunden generiert werden. Egal welche der genannten Vertriebsstrategien im Unternehmen verfolgt werden, immer stellt sich das Vertriebsteam der Herausforderung, diese tatsächlich und nachhaltig umzusetzen.

überzeugender gestaltet und präsentiert, Kundenbeziehungen ausgebaut und genutzt, Talente eingebunden und entwickelt werden sowie alle im Vertriebsprozess einfach effizienter zusammenarbeiten. Leichter gesagt als getan bei der Fülle an mög-

Aktuelle Trends und ihre Folgen Erkennen Unternehmen Trends rechtzeitig oder schaffen es, diese sogar schon vorab zu erahnen, bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte, um die Vertriebsleistung zu erhöhen. Wer auf der anderen Seite Trends verschläft, darf sich nicht wundern, wenn Sales Performance ausbleibt. Folgende beispielhafte Trends zeigen Unternehmen Veränderungsmöglichkeiten auf und bieten deutliche Entwicklungschancen: Auf Kundenseite liegen z. B. im Trend der Wunsch nach Entlastungen („alles aus einer Hand“), das Bedürfnis nach Transparenz und Vertrauen, die Frage nach schnellen Innovationen oder individuellen, bedarfsgerechten Lösungen bei einer gleichzeitigen Kostenreduzierung. Neben Technologietrends (Mobiles Internet, IT-Sicherheit u. a.) sind es vor allem auch Wettbewerbstrends, die Unternehmen zum Handeln zwingen, wie z. B. Fusionen und Konglomerate, Modularisierung bzw. Standardisierung, die Evolution vom Abwickler zum Innovator, d. h., dass nicht mehr länger nur Technik, sondern auch Zusatznutzen angeboten wird.

lichen Ansatzpunkten. Neben unzähligen Einzelmaßnahmen sowie Aktivitäten, um die Vertriebsleistung zu erhöhen, haben sich entsprechend den Trends jedoch drei zentrale Treiber herauskristallisiert: 1. Kundenorientierung • Kundenbedarf identifizieren • Lösungen entwickeln • Kundennutzen darstellen

Treiber für mehr Vertriebsleistung

2. Effizienz • Schnittstellen und Rollen klären • Tools einsetzen • Standards leben

Mehr Vertriebsleistung lässt sich u. a. dadurch erzielen, indem technische Berater vertriebsorientierter agieren, Führungskräfte konsequenter führen, Angebote

3. Umsetzungsenergie • Identifikation und Begeisterung für das Konzept • Führung / Vorleben


PQ - Marketing & Vertrieb • Verbindliche Umsetzung sichern • Potenzialträger (ein-)binden Mehr Auftragseingang durch integrierte Maßnahmen Werden nur Maßnahmen in einzelnen Bereichen durchgeführt, kann nicht das bestmögliche Ergebnis erzielt werden. Nur eine integrierte Maßnahmenpalette rund um die Vertriebsleistung mit den drei definierten Bereichen Stärken-/Schwächenanalyse, Umsetzungsbarriere beseitigen sowie Führungskräfte und Mitarbeiter befähigen, garantiert mehr Auftragseingang und eine höhere Performance. In der Stärken-/Schwächenanalyse sind dies z. B. die IST-Analyse des Sales-Prozesses, die Identifikation individueller Potenziale und Entwicklungsfelder sowie die Prozesssteuerung und Erfolgskontrolle. Der Bereich Barrieren abbauen umfasst ein gemeinsames Geschäfts- und Strategieverständnis im Sales-Prozess, die Teamentwicklung im Sellingbereich, Entwicklung der Schnittstellen sowie Standards im SalesProzess, Performance Management und Umsetzungs-Coaching sowie der Klärung eines verbindlichen Tooleinsatzes. Schließlich die Befähigung der Mitarbeiter durch die Qualifizierung der Vertriebsmitarbeiter (Persönlichkeitsentwicklung und Selbstmanagement, Produkt- und Methodenwissen, Sales- und Consultingskills, Rollen und Anforderungen im Sales Prozess) sowie der Führungskräfte im Vertrieb zum Thema Leadershipqualität. Beraterqualifizierung mit System und individueller Strategie Bei einer Qualifizierung der Mitarbeiter im Vertrieb macht die Umsetzung den Unterschied. Transfersicherung beginnt bereits bei der Konzeption. Erst die Integration

Autoren: Dr. Dirk Volker Seeling & Stefan Kalle unterschiedlicher Perspektiven, sowohl hierarchie- wie bereichsübergreifend als auch methodisch (Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Personaldiagnostik), sichert eine nachhaltige Wirkung. Nur wenn die Menschen im Unternehmen begeistert und befähigt werden, ist eine Veränderungsbereitschaft langfristig im Unternehmen verankert. Erfolgt die Ausrichtung an operativen Ergebniszielen, sprich an der Vertriebsleistung, dient eine Qualifizierung der Mitarbeiter im Vertrieb im Rahmen einer Personal- und Organisationsentwicklung nicht als Selbstzweck. Durch die Vernetzung der Berater- mit einer Führungskräftequalifizierung sowie mit weiteren internen Partnern werden nachhaltig Auftragseingang und Ertrag verbessert. Konzeption, Maßnahmen und Anwendung garantieren so eine rundum gelungene Qualifizierung für eine optimale Sales Performance. Unternehmen, die zielgerichtet in eine Entwicklung der Organisation investieren und dadurch erreichen, dass die Kundenorientierung, Effizienz und Umsetzungsenergie bei allen beteiligten Menschen im Mittelpunkt des Denkens und Handelns stehen, werden die Vertriebsleistung steigern können. Mehr Vertriebsleistung = höhere Unternehmens Performance = begeisterte Mitarbeiter, Partner und – last but not least – Kunden = wachsender Spaß und Erfolg für alle Beteiligten!

personal-point GmbH Personal- und Unternehmensberatung Bachstraße 6 53115 Bonn Tel.: 02 28/62 96 969 Email: office@personal-point.de Internet: www.personal-point.de

Mittelständler sind optimistischer geworden Die mittelständischen Industrieunternehmen schätzen ihre Wirtschaftslage durchweg positiver ein als im Herbst 2009. Demnach stehen die Zeichen im Mittelstand auch für den weiteren Jahresverlauf auf Erholung. Von einer eindeutig positiven Entwicklung könne aber noch nicht gesprochen werden. Langsame Erholung erwartet Jedoch stabilisiere sich der konjunkturelle Aufschwung: Nach teilweise hohen zweistelligen Umsatzeinbrüchen im Jahr 2009 erwarteten 42 Prozent der Industrieunternehmen 2010 steigende Umsätze – allerdings meist im einstelligen Bereich. Laut Frank Wallau vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn werden sich die Renditen auf breiter Front langsam erholen. Die Unternehmen seien aber durch ihre Innovationsfähigkeit international gut aufgestellt. Politik erfüllt Erwartungen nicht Laut Umfrage konnte die Bundesregierung die Erwartungen des Mittelstandes bisher noch nicht erfüllen: 90 Prozent gingen davon aus, dass in naher Zukunft keine wesentlichen wirtschaftspolitischen Verbesserungen umgesetzt werden. 83 Prozent der Befragten befürworteten eine Kürzung der Staatsausgaben. Mehr als die Hälfte seien der Meinung, dass investive Ausgaben des Staates geeignet sind, um die Wirtschaft zu stimulieren. Finanzielle Lage verbessert Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Der Zugang zu Investitionskrediten habe sich etwas verbessert. Außerdem verfügten viele Firmen durch ihren Sparkurs über erhebliche Liquiditätspolster, auf die sie nun zurückgreifen könnten. Das wirke sich positiv auf die Bonität der Unternehmen aus.

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Die Atembewegung hält Sie in Schwung

Gelassenheit und Vitalität in Beruf und Alltag aus der Kraft des Atems Teil 2 Autorin: Barbara Riedinger

PQ - Körper, Geist & Seele

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aben Sie sich schon kleine Atempausen gegönnt und erste Erfahrungen mit Ihrem Atem sammeln können? Haben Sie sich schon kleine Atempausen gegönnt und erste Erfahrungen mit Ihrem Atem sammeln können?Was war anders, wenn Sie 3 Mal tief durchgeatmete haben vor einer spannungsreichen, ungewissen Situation? Heute gehen wir einen Schritt weiter. Wie kommt die sauerstoffreiche Luft ihn uns hinein? Der Atemvorgang geschieht durch Muskeltätigkeit, und dadurch entstehende Druck- und Sogverhältnisse. Die Impulse für die Atemmuskulatur kommen aus dem Atemzentrum im Hirnstamm. Es liegt eingebettet in ein Nervennetzwerk, das es mit einer Fülle von Informationen aus dem ganzen Körper versorgt. Aus ihnen ermittelt das Atemzentrum in Windeseile den momentanen Sauerstoffbedarf des Organismus und impulsiert entsprechend die Muskulatur. Der zentrale Atemmuskel ist das Zwerchfell. Es wird von einigem Atemhilfsmuskeln unterstützt. Doch seine Tätigkeit allein sorgt für die Durchlüftung von 60% und mehr der Lunge. Das Zwerchfell ist eine kuppelförmige Muskel-Sehnen-Platte, die quer im unteren Rippenbereich verläuft und den Brustraum vom Bauchraum trennt. Kommt nun der Impuls zur Einatmung, ziehen sich die Muskelfasern des Zwerchfells zusammen und es senkt sich in Richtung Bauchraum ab. Dadurch wird das im Brustraum aufgespannte Lungengewebe auseinander gezogen und geweitet. Der Innenraum vergrößert sich und durch den so entstandenen Unterdruck wird die Außenluft in die Lunge gesaugt bis hin zu den

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vielen Lungenbläschen, an denen der Gasaustausch stattfindet. Beim Ausatmen entspannt sich die Zwerchfellmuskulatur, das Zwerchfell schwingt nach oben zurück, die Lunge zieht sich zusammen und drückt die mit Kohlendioxid angereicherte Luft nach draußen. Vielfältige Wirkungen der Atembewegung. Spannend ist, worauf sich diese Zwerchfellbewegung, die Atembewegung, sonst noch auswirkt .Im Brustraum und vor allem im Bauchraum befinden sich in der Nähe des Zwerchfells viele Organe. Wenn die Senkung des Zwerchfells in der Einatmung die Lunge auseinander zieht, dehnt es auch gleichzeitig das Herz mit nach unten, unterstützt also die Herztätigkeit. Zusätzlich wird durch den Unterdruck das venöse Blut aus Brustraum, Armen und Kopf und ebenso aus Bauchraum, Becken und Beinen zum Herzen angesogen. Unterhalb des Zwerchfells befinden sich unsere Verdauungs- und Stoffwechselorgane. Sie werden beim Einatmen durch die Zwerchfellbewegung gedrückt und dadurch massiert und aktiviert. Auch ihre Durchblutung wird durch die wechselnden Druck- und Sogverhältnisse gefördert. Also regt die Atembewegung auch die Darmtätigkeit an, ist förderlich für Verdauung und Stoffwechsel und für Durchblutung und Kreislauftätigkeit. Jetzt haben Sie einen Eindruck davon bekommen, welche umfassende aktivierende und unterstützende Wirkung die Atembewegung auf den gesamten Organismus hat. Sie hält ihn wahrhaftig in Schwung. Tatsache ist, dass auch unser emotionaler Zustand die Atmung beeinflusst und

umgekehrt bewusstes Atmen sich positiv auf unsere Emotionen auswirkt. Denken Sie nur daran, wie Lachen oder Schluchzen das Zwerchfell erschüttern, dadurch der Organismus in Bewegung kommt und so Spannungen gelöst werden. Indem Sie zulassen, dass die Atembewegung sich in Ihrem Körper ausbreitet, geschieht schon eine Menge für Ihre Gesundheit und Ausgeglichenheit. Nehmen Sie sich jetzt einen Moment Zeit, um diese Atembewegung, die so viel in Bewegung bringt, selbst zu erfahren. Setzen Sie sich aufrecht an den Rand der Sitzfläche Ihres Stuhles. Wenn Sie können, ziehen Sie ihre Schuhe aus und warme Socken oder weiche Hausschuhe an, damit Ihre Füße ganz auf dem Boden aufliegen. Die Füße stehen dabei etwa hüftbreit parallel zueinander. Legen Sie Ihre Handflächen weich übereinander auf Ihren Oberbauch oberhalb des Bauchnabels auf. Schließen Sie jetzt die Augen und gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit dahin, wo Ihre Hand die Bauchdecke berührt. Ihre Hand ist jetzt Ihr vorrangiges Wahrnehmungsorgan. Was spüren Sie unter Ihrer Hand? Die Bewegung Ihrer Bauchdecke. Normalerweise dehnt sie sich beim Einatmen nach vorne aus und schwingt wieder zurück, wenn Sie ausatmen. Lassen Sie den Atem einfach kommen und gehen und spüren Sie seine Bewegung unter Ihren Händen. Genießen Sie diese sanfte Wellenbewegung, auf der Ihre Hände mitschaukeln. Lösen Sie dann Ihre Hände von der Bauchdecke und legen Sie sie locker auf Ihre Oberschenkel. Spüren Sie mit geschlossenen Augen noch einen Moment in sich hinein. Wie fühlen Sie sich jetzt? Sind Sie ruhiger ge-


PQ - Körper, Geist & Seele worden? Sind Sie bei sich angekommen? Oder etwas anderes? Nicht immer läuft unsere Atmung gut ab. Vielleicht verhindern Stress und Anspannung, dass Sie gelöst ein- und ausatmen. Dann spüren Sie wenig bis nichts unter Ihren Händen, weil der Atem oberflächlich bleibt und hauptsächlich im Brustraum stattfindet. Dann können Sie Ihr Zwerchfell folgendermaßen anregen:

• Sitzen Sie wie zuvor. Machen Sie eine Schnute und atmen sie auf SCH ein und aus. Atmen Sie wie zuvor, weder schneller noch langsamer. Legen Sie, nachdem Sie so ca. 1 Minute lang geatmet haben, wieder Ihre Hände auf den Oberbauch. Wie ist die Atembewegung unter Ihren Händen jetzt zu spüren? Was hat sich verändert?

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Sie können mit dem SCH auch spielerisch umgehen, indem Sie langsamer und schneller werden wie eine anfahrende Dampflokomotive zum Beispiel. Achten Sie aber darauf, dass sich das Zwerchfell nicht verspannt. Damit haben Sie nichts gewonnen. Üben Sie immer nur kurz und dafür öfter, sonst wird Ihnen vom ungewohnt vielen Sauerstoff womöglich schwindelig. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um mal wieder herzhaft zu lachen. Und wenn sich keine bietet, schaffen Sie sich selbst eine. Tierischer Ernst kann urkomisch sein und es schadet nicht, wenn man über sich selbst lachen kann. Ihr Zwerchfell und alle von ihm in Bewegung gebrachten Organe danken es Ihnen.

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Revolutionäre Alternative zur konventionellenTelefonanlage

OnePhone baut Mobilfunknetze für Firmenkunden

PQ - Trends

Autor: Marc Mauermann

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oint Venture von KPN Niederlande und OnePhone Schweden startet in Deutschland mit neuartigem Angebot für Geschäftskunden Mit einem in Deutschland völlig neuartigen Angebot ruft das Telekommunikationsunternehmen OnePhone heute das Ende der klassischen Telefonanlagen aus: OnePhone installiert nach schwedischem Vorbild für Firmenkunden eigene, interne Mobilfunknetze und macht durch eine virtuelle TKAnlage die herkömmliche Telefonanlage überfl��ssig. Statt Nebenstellenapparat und Mobiltelefon braucht jeder Mitarbeiter künftig nur noch ein Telefon: sein Handy. Als zentrales Kommunikationsgerät vereint es alle Festnetz und Mobilfunkfunktionen. Bereits seit 2003 feiert das schwedische Unternehmen OnePhone mit der Idee, die Telefonanlage durch eigene Mobilfunknetze für Firmen zu ersetzen, große Erfolge. In Form eines Joint Ventures der niederländischen KPN Mobile International B.V. mit der OnePhone Holding aus Schweden wird diese Lösung nun auch hierzulande angeboten. Die Idee ist so genial wie einfach. Denn anstelle eines Tischtelefons im Büro, einem Handy, ggf. einem weiteren Gerät für die mobile Datennutzung und einem Autotelefon benötigen die Mitarbeiter der OnePhone Kunden nur noch ein Gerät. Alle Anrufe, egal ob über die Nebenstellen Nummer oder durch Eingabe der Mobilfunknummer, landen nur noch auf einem Telefon. Der Wegfall der konventionellen Telefonanlage bedeutet: doch nicht den Verzicht auf deren Funktionen. Alle Nebenstellenfunktionalitäten wie Rufweiterleitung, Sammelanschluss, Hunt-Group, Konferenzen, Gruppen- Schaltungen sowie programmierte „Follow me“ Einstellungen

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lassen sich dank einer einfachen Administrationsoberfläche auf dem ComputerBildschirm von jedem Mitarbeiter künftig ebenso nutzen wie bisher mit der althergebrachten Anlage. So wird der Nutzer durch ein Pop up Fenster am PC Bildschirm informiert, wenn z.B. beim Kollegen im Nachbarbüro das Telefon klingelt, und kann den Ruf annehmen. Auf dem Firmengelände nutzen die Mobilfunktelefone der Mitarbeiter automatisch das eigene OnePhone Netz. Verlässt der Mitarbeiter das eigene Mobilfunknetz, übernimmt das nationale OnePhone‐Netz diese Funktion. Ganz gleich, wo sich ein Nutzer aufhält, er hat sein Festnetztelefon immer dabei: Die Funktionalitäten sind jederzeit komplett verfügbar und der Nutzer ist sowohl unter seiner Festnetz‐, Mobilfunknummer als auch jeder anderen Nummer erreichbar, falls noch weitere Telefonnummern einem Mitarbeiter zugeordnet werden sollen. OnePhone CEO Marc Mauermann erklärt: „Unternehmen können ihre Marktpositionen erheblich verbessern, indem sie ihre Geschäftsprozesse durch innovative Lösungen optimieren. Genau hier setzen wir mit OnePhone an und unterstützen unsere Kunden ihre Kommunikation deutlich effizienter zu gestalten. Mit der OnePhone Lösung ist es uns gelungen die komplette Telefonie, bestehend aus Festnetz, Mobilfunk und Telefonanlage in einer Lösung zusammen zu fassen. Hierbei setzen wir auf zuverlässige Mobilfunktechnologie in Kombination mit einer virtuellen TK Anlage und verzichten auf den Einsatz komplexer IP Technologie beim Endkunden. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass herkömmliche TK Anlagen den unterschiedlichen Kundenanforderungen an

mehr Flexibilität und individuellen Lösungen nicht mehr gerecht werden. Mit OnePhone bieten wir unseren Kunden eine evolutionäre Lösung, die sich den unterschiedlichen Bedürfnissen individuell anpasst und ohne große Aufwendungen beliebig erweitern lässt. Zugleich sorgen wir mit der Einrichtung eines eigenen Mobilfunknetzes am jeweiligen Kundenstandort für eine optimale Netzabdeckung auf dem gesamten Firmengelände und steigern damit die Erreichbarkeit jedes Mitarbeiters unserer Kunden.“ erklärt Mauermann. Brian Stout, CEO der KPN Belgium, erklärt: „Die OnePhone Lösung folgt der KPN Strategie der Fixed Mobile Substitution und bietet KPN eine neue und einmalige Gelegenheit, als Herausforderer im deutschen Geschäftskundenmarkt anzutreten.“ Anders Björkman, CEO der OnePhone Holding, ergänzt: „ Der deutsche Markt hat bereits überaus positiv auf das OnePhone Angebot reagiert. Die Zusammenarbeit mit KPN erfüllt alle unsere Erwartungen in technologischer wie in wirtschaftlicher Sicht und bietet somit beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Marktstart und einen nachhaltigen Erfolg der OnePhone Deutschland.“

OnePhone Deutschland GmbH Marc Mauermann Düsseldorfer Strasse 16 40699 Erkrath, Germany Tel.: 02 11 - 54 23 51 00 Email: presse@onephone.de


PQ - Medien

Crash-Kommunikation Autor: PETER KLAUS BRANDL Erschienen im GABAL Verlag Wie kommt es trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen immer wieder zu katastrophalen Flugzeugunglücken? Ebenso gut kann man fragen: Wie ist es möglich, dass eine Bank 320 Millionen an eine insolvente USBank verschenkt? Crash-Kommunikation zieht verblüffende Parallelen zwischen Luftfahrt und Unternehmen und zeigt, dass der Faktor „menschliches Versagen“ einer fatalen Logik folgt. Eine spannende Lektüre, die Managern und Führungskräften zeigt, wann im „Unternehmenscockpit“ die Warnlämpchen angehen sollten.

Buch & webtipps

Willkommen bei Zeitarbeit-Nachrichten.de Bei uns finden Sie immer die aktuellsten Nachrichten und Informationen aus den Bereichen Zeitarbeit und Personaldienstleistung. Kompakt und übersichtlich finden Sie die News der letzten 3 Tage direkt auf der Startseite. Alle Nachrichten finden Sie im detaillierten Nachrichten-Archiv. Nutzen Sie auch die innovative Volltextsuche oben rechts, um nach Stichwörtern zu suchen.

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Führen unter neuen Bedingungen Autoren: STEPHEN R. COVEY / BOB WHITMAN Erschienen im GABAL Verlag Wie können Unternehmen in den aktuellen Turbulenzen sicher und erfolgreich durch die wirtschaftlichen Stromschnellen gelangen? Unternehmen sehen sich in schwierigen Zeiten vier großen Gefahren gegenüber: Misserfolg bei der Umsetzung, Vertrauenskrise, Verlust der Fokussierung und Angst. Um diese Gefahren zu bannen, bietet Covey vier pragmatische Strategien. Bezugsquelle: www. amazon.de

Klartext schreiben im Business Autorin: MICHAELA MUSCHITZ Erschienen im GABAL Verlag

Wie müssen Texte aufgebaut sein, damit sie gerne gelesen werden? Was muss man bei unterschiedlichen Textsorten beachten – vom Angebot über ein Mailing bis hin zur Website? Michaela Muschitz verknüpft ihr Knowhow als Marketingexpertin mit ihrer Erfahrung als Schreibprofi und verrät Ihnen ihre Textertricks. Bezugsquelle: www. amazon.de

Netzwerk Arbeit Ziel des Netzwerk Arbeit ist der gemeinsame Austausch und die Zusammenarbeit rund um das Thema Arbeit also auch Arbeitsvermittlung, Bewerbung, Personalbeschaffung, Zeitarbeit. Dabei gilt das Leitbild „Netzwerken ist: Lose Vernetzung mit Verbindlichkeit“. In unser Netzwerk sind eingeladen: Arbeitsuchende, Arbeitgeber, Mitarbeiter der Arbeitsagentur und ARGE, gewerbliche Arbeitsvermittler, Zeitarbeitsunternehmen und alle, die zum Thema Arbeit etwas zu sagen haben. Mit diesen Kompetenzen können wir allen Mitglieder mit Verständnis, Aufklärung und bereichsübergreifenden Rat zur Seite stehen.

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brainGuide - DAS EXPERTENPORTAL, führt Sie zum Wissen der klügsten Köpfe Wer Wissen sucht, wird Experten finden... • brainGuide schafft den Zugang zu ausgewiesenen Experten aus hochqualifizierten Wissensmärkten. Dabei bietet brainGuide einen einzigartigen und kostenfreien Überblick über die Kompetenz und die Expertise jedes einzelnen Experten, aber auch der Organisationen und Unternehmen, in denen die Experten arbeiten. • brainGuide zeigt, wer Experte ist und auf welchem Gebiet. •Unsere Vision ist es, brainGuide zu einem weltumspannenden Expertenportal für die arbeitsteilige, globalisierte Wissensgesellschaft auszubauen.

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Wie manche Personaldienstleister in der Krise gewonnen haben!? Wieso haben manche Personaldienstleister in der vergangenen Krise einen Zuwachs erreichen können und andere sind insolvent? Viele Führungskräfte und Manager verstehen es leider nicht, in ihrem Unternehmen zwischen Symptom und Ursache zu unterscheiden. Deshalb sind 50% aller Managementmaßnahmen umsonst, weil sie nur an den Symptomen arbeiten. Leider wissen viele Manager nicht, welche 50% es sind. Eine bewährte und individuelle Analysemöglichkeit und ein spezieller Managementblickwinkel lassen uns nun zwischen Symptom und Ursache unterscheiden. Hierin sind die Chancen für ein dauerhaftes und dynamisches Wachstum einer Organisation begründet. Und so gewinnen sie die Sicherheit, die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit einzuleiten. Sie erkennen eine klare Ordnung der einzelnen Managementfelder in ihrem Personaldienstleistungsunternehmen. Dadurch lassen sich Fehlinvestitionen bei Managemententscheidungen vermeiden und die Dynamik des Marktes weiter positiv nutzen, auch in schwierigsten Phasen.

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PQ- Magazin 04/2010