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Nr. 11 November 2016

Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

3D-Druck – eine Alternative zur CNC-Bearbeitung? Weitere Informationen auf Seite 6.

INDUSTRIEMAGAZIN: ZUM THEMA Die Werkzeugmaschine wird digital

DOSSIER: KUNSTSTOFFE, VERBUNDSTOFFE

22

Infrarot-Wärme für neuartige Verbundwerkstoffe

DOSSIER: SCHWEISSEN, SCHNEIDEN

48

Laserschweissen von Glas ist praxisreif

57


IMPRESSUM

MASCHINENBAU EDITORIAL

45. Jahrgang Schweiz: ISSN 2297-0053 www.maschinenbau-schweiz.ch

Herausgeber

printed in Switzerland

Olympia-Verlag AG CH-8041 Zürich

Redaktion | Verlagsleitung Aboverwaltung Publica-Press Heiden AG Redaktion Maschinenbau Im Bad 8, Postfach 262 CH-9410 Heiden Telefon +41 (0)71 898 80 10 Fax +41 (0)71 898 80 19 maschinenbau@pph.ch

Keine Angst vor neuen Ideen Wie bei jedem Zukunftsprojekt sollte man sich auch bei «Industrie 4.0» nicht verrückt machen lassen. Vernetzte, sich selbst steuernde Geschäftsprozesse sind weder von heute auf morgen noch in einem Wurf realisierbar. Und wohl eher das Ergebnis vieler kleiner Schritte und eines langen Lernprozesses. Entsprechend pragmatisch sollten die Unternehmen bei der Digitalisierung vorgehen. Ob sich ein Fertigungsbetrieb dabei gleich das Urgestein Werkzeugmaschine vornehmen sollte, sei dahingestellt. Im Zum-ThemaBeitrag (ab Seite 22) zeigen wir jeden-

Redaktion: Thomas Brosch, brosch@pph.ch Peter Göldi, goeldi@pph.ch Edgar Grundler, kommedia@t-online.de

falls, wie sich das geschlossene System

Layout

ten in hoher Auflösung und in Echtzeit

Publica-Press Heiden AG

Anzeigenverwaltung Wincons AG Fischingerstrasse 66, Postfach CH-8370 Sirnach Telefon +41 (0)71 969 60 30 Fax +41 (0)71 969 60 31 maschinenbau@wincons.ch Verkauf: Manuel Keel, manuel.keel@wincons.ch Mario Keel, mario.keel@wincons.ch

Druck gdz AG Spindelstrasse 2 CH-8041 Zürich

Abonnementpreise (inkl. MwSt.) Jahresabonnement/Einzel-Nr. Inland CHF 75.–/ 8.– Ausland EUR 85,–/ 9,– Ausland EUR 100,–/ 10,– (Übersee)

Zerspanungsmaschine für die Vernetzung öffnen lässt. Die Nutzung von Prozessdasteht dabei im Zentrum. Sie kann helfen, Fehlerquoten in der Produktion, Kosten und Materialbedarf zu senken. Und an ihr kommt niemand vorbei, der über Schnittstellen die Werkzeugmaschine mit anderen Systemen wie Robotern verketten will. Wie «Industrie 4.0» eine Herausforderung für unsere Unternehmen ist, darüber berichten wir im 2. Teil unserer MB-Serie (ab Seite 26). Ohne kundenspezifische Lösungen bei hoher Qualität wird es schwer, im Wettbewerb zu bestehen. Dazu gehört auch, dass die Effizienz aller Geschäftsprozesse kontinuierlich gesteigert wird. «Industrie 4.0» macht deutlich: Ohne eine klare digitale Strategie lassen sich diese Ziele nicht erreichen. Aber es gibt kein festes Schema. Jeder kann die Aspekte aufgreifen, die zu ihm passen. Der Mut zum Einstieg über ein oder zwei Pilotprojekte trägt in jedem Fall Früchte.

Auflage Druckauflage: 7800 Ex. Erscheint monatlich zuzüglich eine Jahreshauptausgabe

Nachdruck | Sonderdruck Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und elektronische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für Sonderdrucke wenden Sie sich bitte an den Verlag.

n Anzeige

Ihr Thomas Brosch Chefredaktor

Halle 1.1 /

Stand K17

maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU 11/2016 I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

Z U M T I T E L B IL D

6

Proto Labs, Ltd.: Ist 3D-Druck die Alternative zur CNC-Bearbeitung?

SZENE NEWS

6

Brancheninfos in Kürze

MASCHINENBAU WÄLZFRÄSMASCHINE

INDUST RI EMA G A ZI N

D O S S I ER

ZUM THEMA

KUNSTSTOFFE, VERBUNDSTOFFE

22

Die Werkzeugmaschine wird digital Werkzeugmaschinen werden immer präziser, schneller, besser. Am Grundprinzip der Zerspanungsmaschinen ändert sich jedoch kaum etwas. Mehrere rotatorische und lineare Achsen werden in einem geschlossenen Gehäuse unterschiedlich kombiniert.

INDUSTRIE 4.0

23 in der Schweiz Status quo

ADDITIVE FERTIGUNG

24

Durchbruch in der Mikrofabrikation

8 Für unterschiedlichste EMAG K300:

Verzahnungsteile

SÄGEMASCHINE

9 Individualität von der Stange MEBAmat 330:

10 12

Wälzschälwerkzeug Modul 5: Wälzschälen erlebt einen neuen Frühling

Der feinstrukturierte Eiffelturm hat eine Gesamthöhe von gerade mal 2 mm.

MB-SERIE

26 für Unternehmen (Teil 2) Eine Herausforderung

30

ANWENDUNGSTECHNIK

31 Saubere Hallenluft ohne kosten- 34 intensive Verrohrung Wurzelbehandlung 36 ganz ohne Schmerzen Schneller – präziser – 38 trochoidal Breites Know-how 40 beim Fräsen und Kunststoffspritzen Premiere als Maschinenhersteller

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16

ISCAR MILLSHRED P290: Mit den Eigenschaften des grossen Bruders

17

Swiss Tools Feinbohrkopf: Kleinster digitaler Feinbohrkopf

SPINDEL

WERKZEUGWECHSLER

20 Einflussreicher und

MIKSCH Werkzeugwechsler:

bedeutender denn je

stehen aus Kunststoffen. Im täglichen Gebrauch müssen sie nicht nur aggressiven Medien standhalten, sondern auch hohe mechanische Lasten ertragen. Die Frage, wie beständig – und wie sicher – diese Kunststoffe dabei sind, untersucht das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF mit bildgebenden analytischen Techniken. Online-Plattform für die Kunststoffbranche

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Den grossen Unterschied machen die kleinen Details 3D-Kunststoffbearbeitung mit Laser Laserschweissen von Glas ist praxisreif Feinstaub-Gefahr beim Schweissen bannen

AUS- UND WEITERBILDUNG

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Erste Produktionstechnikerin HF Im letzten Jahr schlossen erfolgreich 22 Studenten den Studiengang Produktionstechnik HF ab. Zum ersten Mal dabei ist 2015 eine Frau. Nicole Boss von der Firma Fraisa AG schloss mit einem sehr guten Resultat ab.

MESSEN

62

VALVE WORLD EXPO: Für technologische Automatisierungsprozesse

64 Veranstaltungen

Messen | Tagungen |

Vom Emmental aus

R U B R I K EN

RUNDTISCH

Peiseler ATD 800: Kühlkonzept für permanenten Drehbetrieb

Wie altern Kunststoffe

42 in die ganze Welt

ANCA MicroPlus: Perfekter Rundlauf und erstklassige Werkzeugspannung

19

MB-REPORT

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50 Immer mehr Sicherheitsbauteile be-

SCHWEISSEN, SCHNEIDEN

Hat der Arbeitsplatz Schweiz noch Chancen?

Walter Titex DB133 Supreme: Bis zu fünf Mal höhere Standzeiten

Infrarot-Wärme für neuartige Verbundwerkstoffe Infrarot-Strahler helfen Prozesszeiten zu verkürzen. Flugzeuge und Automobile sollen leichter werden, um Kraftstoff zu sparen, für die Fahrgäste müssen sie jedoch genauso sicher bleiben. Rotorblätter von Windenergieanlagen sollen leicht, aber gleichzeitig sehr belastbar sein.

MB-INTERVIEW

Skizze einer Bearbeitungssituation beim Wälzschälen einer Innenverzahnung.

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WERKZEUGE

WTX UNI: Gibt Stahl keine Chance!

48

Metallbearbeitung damals 1970.

44 Werkzeuge und mehr Blitzschnell, präzise 46 und innovativ

Schleifkompetenz für

3 Impressum 21/47/53/ News & Trends | Advertorials 59/63/66 61 Kurse, Aus- und Weiterbildung 67 Kapazitäten | Occasionen | Verschiedenes 68 Sachregister | Bezugsquellen 74 Inserentenverzeichnis 74 Vorschau Nr. 12 | Dezember 2016

maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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S Z E NE NE WS

IN KÜRZE

ZUM TITELBILD

Generalvertretung

Ist 3D-Druck die Alternative zur CNC-Bearbeitung? Proto Labs zeigt, wie einfach man mit dem Metall-3D-Druck komplexe Designs realisiert und die CNC-Bearbeitung kombiniert. Im gezeigten Beispiel zwei Radträger (links und rechts) aus dem Motorsport vor und nach der CNC-Bearbeitung. Gefertigt im DMLS-Verfahren aus Aluminium. Die Möglichkeiten der

schnellen und kostengünstigen Fertigung durch den 3D-Druck werden oftmals noch ausser Acht gelassen, wenn es um Einzelteile zur Fertigung von Bauteilen geht. Das gezeigte Beispiel kann online auf Basis der 3D-Daten auf die Produktionsplattform geladen und in Echtzeit berechnet werden. Die Fertigung der Teile nimmt weniger als 36 Std. in Anspruch – wobei ein Grossteil der Produktionszeit auf den automatisierten Druckprozess entfällt. Interessierte können kostenlos und unverbindlich das System von Proto Labs unter www.protolabs.ch testen.

Der ExoMars-Rover ist während des letzten Jahres von maxon Lernenden komplett nachgebaut worden.

Space-Ausstellung n Das Verkehrshaus der Schweiz zieht jährlich mehr als eine halbe Million Besucher an. In der interaktiven Ausstellung befinden sich Transportmittel aller Art: Autos, Züge, Flugzeuge oder Schiffe. Jetzt erneuert das Museum in CH-6006 Luzern seine Space-Ausstellung und maxon motor leistet einen Beitrag dazu. Welches Thema könnte sich da besser eignen als der Mars? Schliesslich hat maxon durch die Beteiligung an den Nasa-Rover-Missionen weltweit Bekanntheit erlangt. Der Antriebsspezialist gestaltet nun eine Marslandschaft, durch die sich die Besucher bewegen können. In dieser Landschaft befinden sich 1:1-Modelle der Mars-Rover Pathfinder, Opportunity und ExoMars. Infos: www.maxonmotor.ch

Schweizer Markt n Seit 2005 vertreibt die Gimatic Vertrieb GmbH in D-72379 Hechingen die pneumatischen und mechatronischen Greifer- und Handhabungs-Komponenten der italienischen Gimatic S.r.l. in Deutschland. Zum 1. Oktober hat sich der Wirkungskreis für den Vertrieb des Gimatic-Portfolios um die Region Schweiz erweitert und wird fortan direkt von der deutschen Niederlassung aus erfolgen. Neben dem Vertrieb der Standardprodukte sollen auch Systemlösungen für Greifer, speziell für die KunststoffspritzgussIndustrie für den schweizerischen Markt in Deutschland konstruiert, gebaut und geliefert werden. Die Technische Beratung und Betreuung für die Schweiz erfolgt durch Simon Fontana von Liechtenstein aus. Infos: www.gimaticvertrieb.de

Partner I N FOS | KONTAKT Proto Labs, Ltd. Alte-Neckarelzer-Strasse 24 D-74821 Mosbach Telefon +49 (0)6261 643 69 47 www.protolabs.de customerservice@protolabs.de

6 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

n Um Kunden zukünftig in einer automatisierten und vernetzten Fertigungswelt mit herausragenden Prozesslösungen zu unterstützen, arbeiten Bystronic und Lantek ab sofort als Innovationspartner an neuen Visionen. Ein erstes wichtiges Ziel dieser Partnerschaft ist die Entwicklung einer MESLösung. Diese Lösung wird Kunden dabei helfen, Automation und digitale Prozesse optimal in ihre Fertigung einzubeziehen. Infos: www.bystronic.com

n Intool hat die Generalvertretung von  der Firma GMG Technology Srl, Codroipo (UD) Italien für die Schweiz und das Fürstentum Lichtenstein übernommen. GMG Technology  ist spezialisierter Hersteller von Geräten  wie Manipulatoren/Positionierer für die Montage sowie Kipper und selbstnivellierende Trolleys fürs Materialhandling. Infos: www.intool.ch

Bezogen

n Im September hat GOM den neuen Hauptsitz in D-38122 Braunschweig bezogen. Mit dem Umzug reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Systemen im Bereich 3D-Messtechnik und 3D-Testing. Infos: www.gom.com

Gewonnen 1

n Eine Hochdruckpumpe mit Servoantrieb, die wesentlich weniger Strom verbraucht als herkömmliche Hochdruckpumpen – für diese wegweisende Entwicklung wurde die Perndorfer Maschinenbau KG am 19. Oktober mit dem 3. Platz beim OÖ. Landespreis für Innovation ausgezeichnet. Infos: www.perndorfer.at

Gewonnen 2

n In der Kategorie «Saubere Technologien» hat die KEMPER GmbH den Wettbewerb «Die nächste Generation der Blechbearbeitung» der EuroBLECH gewonnen. Mit dem Luftüberwachungs- und Steuerungssystem AirWatch setzte sich der Hersteller von Absauganlagen und Filtersystemen durch. «Mit AirWatch schaffen wir ein Bewusstsein für das Gefahrenpotenzial von Feinstaub und führen zugleich den Arbeitsschutz in ein vernetztes Zeitalter», sagte KEMPER-Geschäftsführer AirWatch misst Partikel im Bereich von 100 Nm bis 16 Mikrometern und steuert automatisch Raumlüftungssysteme und Absauganlagen. Infos: www.kemper.eu

Zusammenarbeit

n Der Ausbau der Innovationsführerschaft in der automatisierten Schweisstechnik – das ist das Ziel der Zusammenarbeit der Unternehmen Cloos und Baumüller. Durch die Verbindung der Kernkompetenzen bietet Cloos am Markt das Beste aus zwei Welten in einem Komplettpaket: Hochspezialisiertes, verfahrenstechnisches Know-how gepaart mit zukunftsweisenden Automatisierungslösungen. Infos: www.cloos.de, www. baumueller.de

Übernommen 1

n Die Dätwyler Gruppe hat den Spritzgusstechniker Ott übernommen. Durch die Übernahme erwirbt Dätwyler im Konzernbereich Sealing Solutions neue Technologie- und Materialkompetenz. Die Spritzgusstechnik mit Thermoplast und Flüssigsilikon ergänzt die bestehenden Technologien ideal und bietet Dätwyler die Chance, die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und neue Marktnischen zu erschliessen. Infos: www.daetwyler.com


SZENE NEWS

Abgeschlossen Personelles 1

n WEG hat Klaus Sirrenberg zum Geschäftsführer seiner Tochterunternehmen Watt Drive Antriebstechnik GmbH in AT-2753 Markt Piesting, der Watt Drive GmbH in D-59423 Unna und der Württembergischen Elektromotoren GmbH in D-72336 Balingen ernannt. Infos: www.weg.net

Personelles 2

n Heinz Loosli hat per 1. September nach sieben Jahren das Amt des CEO der Feintool AG an seinen designierten Nachfolger Bruno Malinek übergeben. Infos: www.feintool.com

Personelles 3

n Im Rahmen einer geordneten Nachfolge hat Adrian Zwirner den langjährigen Inhaber Max Maurer als Geschäftsführer der Maprox GmbH zum 1. September abgelöst. Infos: www.maprox.ch

Personelles 4

n Jürgen von Hollen ist mit sofortiger Wirkung der neue Präsident von Universal Robots A/S (UR). Er tritt damit die Nachfolge von Enrico Krog Iversen an. Infos: www.universal-robots.com

Übertroffen

n Die AM Expo ging nach zwei Tagen sehr erfolgreich zu Ende. Die erste Fachmesse für professionellen 3D-Druck in der Schweiz zeigte anschaulich, was heute mit additiver Fertigung realisiert werden kann und leistete einen einzigartigen Wissenstransfer. Dies überzeugte die Aussteller und Besuchenden gleichermassen. Infos: www.am-expo.ch

Ausgebaut

n BIBUS AG übernimmt sämtliche Aktivitäten der HS-Antriebssysteme AG. Mit dieser Übernahme wird die BIBUS AG offizieller Distributor der WEG SA und kann damit ihre Position im Markt als Komplettanbieter im Bereich der Antriebstechnik nachhaltig ausbauen. Alle Mitarbeitenden der HS-Antriebsysteme AG wurden in die BIBUS AG integriert. Infos: www.bibus.ch

Übernommen 2

n Bystronic unterstützt ihre Kunden in Zukunft noch stärker mit automatischen Fertigungskonzepten. Mit der Übernahme der Schweizer Firma FMG – Spezialist für Lager, Handling und Sortiersysteme – erweitert Bystronic sein bestehendes Angebot nun um integrierte Hochregallager und Handlingsysteme. Infos: www.bystronic.com

Julia Ehrhardt, Mitglied der ROEMHELD-Geschäftsführung, Konstrukteur Frank Grosche mit Euroblech-Award und Andreas Reich, Produktbereichsleiter Werkzeugspanntechnik/Magnet-Spannsysteme.

Gewonnen 3 n Der Spanntechnikspezialist ROEMHELD hat auf der diesjährigen Euroblech den gleichnamigen Award in der Kategorie «Automation & Handling» gewonnen. Prämiert wurde auf der Messe in Hannover eine neuentwickelte Greiferschienenkupplung, die auf der Leistungsschau der europäischen Branche für Blechbearbeitung Premiere feierte. Das Schnellspannsystem ist nicht nur besonders kompakt und leicht, es arbeitet vor allem ohne eigenen Antrieb. Mit ihm überzeugte ROEMHELD die Jury und setzte sich gegenüber zahlreichen Wettbewerbern durch. Infos: www.roemheld-gruppe.de

Premiere n Am 12. und 13. Oktober fand im Festspielhaus in AT-6900 Bregenz die Premiere der Meusburger Werkzeug- und Formenbautage statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem VDWF und der FORM+Werkzeug durchgeführt. Pro Tag konnten 200 Besucher spannenden Vorträgen lauschen und sich in den Pausen über aktuelle Themen aus dem Werkzeug- und Formenbau unterhalten. Eine Hausausstellung begleitete den ausverkauften Branchentreff im 4-Länder-Eck an beiden Tagen. Infos: www.meusburger.com

Feingefühl n Die kürzlich vorgestellte Alfa Romeo Giulia aus dem Hause FCA wird von SKF mit modernen HBU3-Radlagereinheiten ausgestattet. Da SKF die Lagervorspannung schon während der Fertigung der HBU3-Radlagereinheiten optimal einstellt, lassen sich damit aussergewöhnliche Fahreigenschaften erzielen. Das äussert sich unter anderem in niedrigen Geräusch- und Schwingungspegeln und sorgt nicht nur für eine besonders hohe Zuverlässigkeit Infos: www.skf.com

n CETA hat sich in Kanada und in der EU durchgesetzt. Damit verringern sich die Vorteile der Schweiz im Handel mit Kanada – unser Land hat bereits 2009 ein Freihandelsabkommen mit dem nordamerikanischen Partner abgeschlossen. Handel Schweiz fordert von der Politik, sich auf die Chancen des Freihandels zu konzentrieren und innenpolitisch protektionistische Bollwerke zu «schleifen» – allen voran in der Agrarpolitik. Nun ist das Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU unter Dach und Fach. Nachdem auch Belgien zugestimmt hat, sind die letzten Hürden beseitigt. Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz, begrüsst den Entscheid: «Das ist die einzig richtige Lösung. Eine groteske Situation fand ihr gutes Ende. Es kann ja nicht angehen, dass eine verschwindende Minderheit einen ganzen Kontinent lahmlegt.» Nach Ansicht von Handel Schweiz ist CETA als weiteres Mosaiksteinchen im Gesamtbild des Freihandels für Europa wichtig. Denn der Freihandel kommt immer mehr unter Druck. Infos: www.handel-schweiz.com

Workshop n Anfang Oktober veranstaltete Swissphotonics bei TRUMPF in CH-7214 Grüsch einen Workshop zur Vorstellung und Diskussion rund um das Thema «Industrie 4.0 – Chancen für die Photonik» für Mitgliedsfirmen sowie interessierten Gästen. Robert Rudolph, Präsident Initiative Industrie 2025 und Mitglied der Geschäftsleitung SWISSMEM, berichtete über die Historie und Definition des Begriffes «Industrie 4.0» und ging auf die verschiedenen Handlungsfelder ein, die die SWISSMEM in der Schweiz sieht, insbesondere die Vernetzung der beteiligten Partner in der Schweiz sowie die Unterstützung bei den Themen Innovation und Technologie. Gemäss einer Studie glaubt die grosse Mehrheit der Schweizer Industrieunternehmen an einen Nutzen von «Industrie 4.0», wobei die Schwerpunkte in den Bereichen Produktivitätssteigerung und der Gewinnung von neuen Kunden gesehen wird. Dr. Daniel Senff, stellvertretender Leiter der «Plattform Industrie 4.0» in Berlin, ergänzte den Vortrag mit konkreten Beispielen und erklärte anschliessend die Fokusthemen, mit denen sich die Plattform beschäftigt. Infos: ch.trumpf.com maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU WÄLZFRÄSMASCHINE

Für unterschiedlichste Verzahnungsteile D

as Zahnrad gehört zu den ältesten Maschinenelementen der Menschheitsgeschichte. Vor allem der moderne Verkehr wäre ohne Zahnräder undenkbar. Im Antriebsstrang, in der Lenkung, aber auch bei der Umsetzung moderner Bordelektronik, wie die Verstellung der Sitzergonomie, spielen Verzahnungsteile eine zentrale Rolle und kommen in vielfältiger Form zum Einsatz. Diese Vielfalt in Form und Materialien stellen viele Hersteller vor die Frage, wie sie die Produktion in Hinsicht auf Wirtschaftlichkeit und Qualität umsetzen können. Diese Gedanken haben sich auch die Ingenieure von EMAG KOEPFER gemacht und präsentieren mit der Wälzfräsmaschine K 300 eine Universallösung für die Zahnradproduktion. «Wir haben eine Anlage konstruiert, die eine vollwertige Universallösung darstellt. Anhand vieler Ausstattungsvarianten und Optionen lässt sich die K 300 in unterschiedlichen Bereichen der Verzahnungsproduktion nutzen», erklärt Jörg Lohmann, Vertriebsleiter der EMAG-Tochter KOEPFER. Von der Ritzelwelle mit Modul 1 bis zum Schrägstirnrad mit Modul 4 lässt sich ein breites Werkstückspektrum mit der K 300 bearbeiten (verzahnen).

Qualität mit eingebaut Der gesamte Aufbau der K 300 ist konsequent auf höchste Qualität getrimmt. Das Maschinenbett aus Polymerbeton in Kombination mit der «Closed-Box-Bauweise», bei der Spindel- und Reitstockkasten mittels eines Jochs in einem geschlossenen Rahmen verbunden sind, sorgt für höchste Steifigkeit und damit für höchste Präzision während des Verzahnungsprozesses. Der Wälzfräskopf, der um 45° geneigt wurde, ermöglicht einen optimalen Spänefall und trägt damit zu

zu den Positionen der Automatisierung durch «Teach-in-Funktionen» im NC-Programm abgelegt. Bei der K 300 sind bis zu 15 NC-gesteuerte Achsen im Einsatz, die für entsprechend kurze Rüstzeiten sorgen. Ergänzt werden diese durch die schnelle KOEPFER Ladeeinrichtung mit V-Greifer, die standardmässig für Werkstücke bis 10 kg geeignet ist. Dazu stehen Rohteil- und Fertigteilmagazine (zum Beispiel Schwerkraft- und Kettenmagazine), Umlaufspeicher und Werkstück-Ablagesysteme (zum Beispiel Stollenbandablagen) zur Verfügung.

Universell einsetzbar

Nahezu jedes Zahnrad lässt sich mit der flexiblen und universellen Wälzfräsmaschine K 300 verzahnen. Ihr schwingungsarmes Polymerbetonbett in Verbindung mit der geschlossenen Rahmenbauweise sowie ihr thermosymmetrischer Aufbau sorgen für effiziente Prozesse.

höchster Bauteilqualität bei. Gleichzeitig wird eine gute Zugänglichkeit zum Rüsten gewährleistet. Grundsätzlich können unterschiedliche Verzahnungstechnologien, wie zum Beispiel Hochleistungs-Wälzfräsen im Nass- wie auch im Trockenschnitt, Schälwälzfräsen und Hartfräsen von zylindrischen Verzahnungen sowie das Tauch- und Tangentialwälzfräsen von Schneckenrädern, zum Einsatz kommen. Darüber hinaus können geradeverzahnte Kegelräder im Teilverfahren mit Formfräsern oder im Conikronverfahren verzahnt werden, und sogar Unrundverzahnungen sind herstellbar. Wassergekühlte Di-

rektantriebe an den prozessrelevanten Achsen sorgen für einen schnellen Bearbeitungsprozess und bieten zudem beste Bearbeitungsqualität, da das «Spiel» mechanischer Transmissionselemente eliminiert wurde. Zusätzliche Aufgaben übernehmen die NCAchsen der Hilfswerkzeuge, wie zum Beispiel zum Entgraten, Bürsten oder zur Aufnahme von Sensoren, um die Verzahnung präzise zu Markierungen, Bohrungen, anderen Verzahnungen, Nocken oder sonstigen Merkmalen zu orientieren. Abgerundet wird der durchdachte Aufbau der K 300 durch die Position des Schaltschranks, der hinter der Maschine angeordnet ist, sowie die optimale Masseverteilung von Hauptspindel und Reitstock.

Bei der Ausstattung der Maschine kann auf ein breites Technologiespektrum zurückgegriffen werden. Zur Verfügung stehen Absaugeinrichtungen zum Trockenfräsen, Ölnebel-Absaug-Einrichtungen für die Nassbearbeitung, verschiedene Entgratsysteme, Schwingungsdämpfer für die Wellenbearbeitung, Sensoren zum automatischen Orientieren oder zum Schälwälzfräsen und vieles mehr. Diese flexiblen Einsatzmöglichkeiten der K 300 werden noch deutlicher, wenn man die derzeitigen Anwendungsbereiche betrachtet. Natürlich findet die Maschine ihren Einsatz bei Zulieferern des eingangs erwähnten Automobilbaus, doch bei weitem nicht nur hier: Insbesondere Lohnverzahner, Reduktionsgetriebehersteller, Hersteller von Hydraulikkomponenten und Produktionsstätten in der AerospaceSupply-Chain nutzen die Hightech-Lösung. Ob Getriebeteile in Grossserie oder Kunststoffzahnräder in Kleinserie – die Maschine wird individuell an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst.

Schneller Produktionsstart

Wälzfräsen eines Globoid-Schneckenrads aus Kunststoff für ein EPS-Lenksystem eines Autos.

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Der ergonomische Maschinenaufbau ermöglicht einen leichten Zugang zu allen relevanten Komponenten der Maschine. So lässt sich mithilfe von Schnellspannsystemen für Hauptspindel, Reitstock und Fräser die Maschine in weniger als 20 Minuten auf ein völlig neues Bauteil einrichten. Dabei werden sämtliche Einstellungen von der Reitstockspannkraft bis

I N F OS | KON TAKT EMAG Gruppen-Vertriebs- und Service GmbH Austrasse 24 D-73084 Salach Telefon +49 (0)7162 170 www.emag.com info@salach.emag.com


MASCHINENBAU SÄGEMASCHINE

Individualität von der Stange

rialauflage in geschlossenem Rollengang. Sie hat eine enge Rollenteilung von acht Rollen auf 1050 mm, ausgelegt auf eine Belastung von 650 kg/m und Vollmaterial mit Ø 330 mm.

Hohe Wirtschaftlichkeit garantiert

D

er MEBAmat ist ausgerichtet auf den rationellen Produktionseinsatz in Industrie und Stahlhandel. Vollmaterialien, auch aus schwer zerspanbaren Werkstoffen, trennt der 90°-Automat mühelos.

Mit optimiertem Sägebandverdrehwinkel Der Sägerahmen des neuen hartmetalltauglichen Automaten mit Sägebandabmessungen von 34x 1,1x4900 verfügt über eine 3°-Sägebandschrägstellung und einen optimierten Sägebandverdrehwinkel. Der Sägebandwechsel kann beim MEBAmat 330 unkompliziert von einer Person durchgeführt werden dank der Sägebandauflagehilfe. Die lineargeführte Sägebandspannung garantiert Leichtgängigkeit, Stabilität und Spielfreiheit. Gleichzeitig führt sie zu Langlebigkeit und Wartungsarmut. Auf dieselben Ziele ausgerichtet ist der Einsatz des lineargeführten Führungsarms sehr nahe am Material und automatisch auf Materialbreite verstellbar. Der MEBAmat 330 verfügt über eine hydraulisch vorgespannte seitliche Hartmetallrollenführung. Sie passt sich Sägebandtoleranzen oder Abweichungen an der Schweissstelle an. Beim Entspannen der Bandspannung öffnet sie sich, was wiederum der Bedienerfreundlichkeit, wie dem einfachen Sägebandwechsel, zugute kommt. Die Dämpfung von Vibrationen erfolgt über zusätzliche gehärtete Dämpfungsrollen. Insgesamt sorgen diese Features für schlichtweg exaktes Sägen. Die Rollenrückenführung macht darüber hinaus hohe Schnittdruckkräfte möglich und schont den Sägebandrücken. Durchgängige Kugelumlaufführungen an Materialeinschub und Sägevorschub haben sich in der Praxis als grosse Stärke des MEBAmat bewährt: Sie machen

Der MEBAmat 330 ist durchgängig busvernetzt.

den Prozess leichtgängig, wartungsarm und spielfrei. Auch der neue MEBAmat 330 ist mit dieser Technik ausgestattet. Zusätzlich generiert ein muskulöser Servoantrieb für den Sägerahmenvorschub Geschwindigkeit für den schnellen, präzisen Schnitt. Die Bandgeschwindigkeit ist stufenlos verstellbar von 15 bis 200 m/min. Dabei ist die Getriebelagerung komplett von Bandspannung und Sägeantrieb abgekoppelt und beidseitig stabil gelagert. Ein wertvolles neues Feature beim MEBAmat 330 ist die angetriebene Spänebürste, die selbstnachstellend und synchron zum Bandlauf arbeitet. Die Doppelbürste mit jeweils einem Durchmesser von 85 mm unterstützt damit die Wirtschaftlichkeit und trägt erheblich zur Schonung des Sägebandes bei.

Sehr geringe Reststück­ einbussen Die Materialspannung ist ein bedeutender Faktor für qualitativ hochwertige Sägeergebnisse. Die ohnehin sehr smarte Materialspannung des MEBAmat hat sich deutlich weiterentwickelt und

zeigt sich mit erhöhter Spannkraft im Haupt- sowie Einschubspannstock. Der Materialtransport erfolgt damit auf eine sehr sichere Art und Weise. Zudem ermöglicht sie die Materialpositionierung auch von schwerem Material. Ein bedeutender Mehrwert dieser klugen Materialspannung ist die extrem geringe Reststücklänge: Sie liegt bei gerade mal 20 mm, was ohne Frage ein Spitzenwert ist. Neuartig beim MEBAmat 330 ist das Spannprinzip: Der Hauptspannstock agiert ausschliesslich abfuhrseitig, während der Einschubspannstock bis an das Sägeband fährt. Dem Kunden steht ausserdem die Option der Mehrstangen-Spanneinrichtung für horizontales Niederspannen mit einer Mindestbreite von zirka 140 mm offen. Damit der Sägeprozess sauber abläuft, ist der MEBAmat 330 mit einer Abschnittrutsche ausgestattet. Optional kommt ein gross dimensionierter Abfuhrtisch zum Einsatz. Beide Ausführungen verfügen über eine Kühlmittelrückführung. Die sichere Auflage des Materials, auch von kurzen Materialstangen, garantiert die Mate­

Intelligente, vernetzte Sägekonzepte finden immer mehr den Weg in die Realität. Gerade das neueste Mitglied der MEBAmatFamilie untermauert diese Entwicklung. Ein Beispiel dafür ist die Materialdatenbank. Über eine Suchfunktion kann der Werkstoff ausgewählt werden – Länge, Breite und Dimension. Automatisch erscheint daraufhin die Empfehlung des passenden Sägebands mit optimalen Schnittwerten. Aus der Datenbank werden auch die Materialabmessungen übernommen. Via Memory-Taste kann der 0-Punkt gespeichert werden. Die laserüberwachte Höhenerkennung ist optional verfügbar. Als weitere Option bietet die Materialbreitenerkennung einen sicheren Sägeprozess mit Kollisions­ erkennung bei Bedienfehlern. Der MEBAmat 330 ist durchgängig busvernetzt. Durch das schnelle Ether-Cat-Bussystem findet eine Kommunikation zwischen Antrieben, Reglern und Steuerung statt. Genauso werden alle wichtigen Komponenten überwacht und Einschränkungen oder Störungen frühzeitig erkannt. Die sich daraus ergebende hohe Systemverfügbarkeit treibt die Wirtschaftlichkeit des MEBAmat weiter voran und ist der Garant für präzise Sägeergebnisse. Darüber hinaus wird dieser Faktor von der durchgängigen Fernwartung mit Servicerouter auf alle Komponenten unterstützt. Spezialisten bei MEBA können aus der Distanz Fehler eingrenzen und schnell Massnahmen zu deren Behebung einleiten.

I N F OS | KON TAKT Arthur Bründler AG Ronstrasse 1 CH-6031 Ebikon Telefon +41 (0)41 445 01 20 www.bruendler.ch info@bruendler.ch www.meba-saw.de

maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU WERKZEUGE

Gibt Stahl keine Chance! M

it der einzigartigen Beschichtungstechnologie DRAGONSKIN wurde ein bis dato unerreichtes Leistungsniveau bei Fräsund Drehsystemen erreicht. Nun sollen auch Bohrer die extrem harte und beinahe unzerstörbare Oberflächenbeschichtung erhalten. Die Drachenhaut-Premiere feiert der WTX-Uni, einer der beliebtesten Universalbohrer im WNT-Produktsortiment. WNTProduktmanager Wolfgang Schneider freut sich über die Einführung: «Mit der speziellen Beschichtung wird der WTX-Uni noch leistungsfähiger und kann mit einer deutlich höheren Schnittgeschwindigkeit gefahren werden. Wir haben den Bohrer im hauseigenen Technical Center auf Herz und Nieren getestet und festgestellt, dass sich die Standzeiten um bis zu 40 Prozent erhöht

Vergrösserung: 4000x

Vergrösserung: 15 000x

gonskin-Beschichtung, Hartmetallsubstrat und Geometrie deutlich, die für die enorme Widerstandsfähigkeit und Verschleissbeständigkeit verantwortlich sind. Anwendungen, die besonders schnell und prozesssicher gefahren werden müssen und bei denen lange Standzeiten unverzichtbar sind, kommen an diesem Bohrer nicht vorbei. Eine weitere Stärke spielt der WTX-Uni auch mit seinen universellen Einsatzmöglichkeiten aus. Er kommt im Ø 3 bis 25 mm zum Einsatz und wird ausserdem mit allen drei Schafttypen (HA, HB, HE) angeboten. Mit diesen Eigenschaften ist der Allrounder eine flexible Einsatzwaffe, die auch schwierigsten Anforderungen gewachsen ist.

Fazit

Nanolayer-Schicht DPX74S Hartmetall Das Zusammenspiel aus Dragonskin-Beschichtung, Hartmetallsubstrat und seiner Geometrie macht den neuen «WTX UNI» besonders verschleissbeständig und sorgt für eine Standzeiterhöhung von bis zu 40 Prozent.

Der WTX UNI ist ein Allrounder, der selbst schwierigsten Anforderungen gewachsen ist und seinem Vorgänger in Sachen Standzeiten und Vorschub deutlich überlegen ist. n Anzeige

10 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

haben. Das hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen», freut sich der Produktmanager über den erfolgreichen Test.

Mit dem WTX-Uni präsentiert die Firma WNT ihren ersten Bohrer mit DRAGONSKIN-Beschichtung, der in Sachen Standzeit und Vorschub im Vergleich zum Vorgänger nochmal deutlich nachgelegt hat. Wer bei diesen vielen Vorteilen nun höhere Anschaffungskosten vermutet, liegt falsch. Während sich Lebensdauer, Performance und Prozesssicherheit erhöht haben, ist der Preis für den WTX-Uni gleich geblieben.

Geringer Verschleiss Aber nicht nur bei den Technikern der WNT hinterliess der WTX-Uni einen bleibenden und durchwegs positiven Eindruck. Auch bei einem gemeinsamen Firmenevent zusammen mit dem WNT-Partner DMG MORI konnten sich Firmenkunden bei einer Vorführung des WTX-Uni von der einzigartigen Performance des Bohrers persönlich überzeugen und waren restlos begeistert. Bereits auf den ersten Blick lassen sich Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger ausmachen. So wurde exklusiv für WNT das Schneidteil mit einer goldenen Beschichtung veredelt, um die Hochwertigkeit des Bohrers optisch zu zeigen. Aber auch hinter seiner Goldschicht weiss der Bohrer zu glänzend, wie ein Blick durchs Mikroskop verrät. Hier wird das Zusammenspiel aus Dra-

I N F OS | KON TAKT WNT Deutschland GmbH Daimlerstrasse 70 D-87437 Kempten Telefon +49 (0)831 57010-0 www.wnt.com wnt-de@wnt.com


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Bilder: Ingersoll Werkzeuge GmbH

Wälzschälen erlebt einen neuen Frühling

Skizze einer Bearbeitungssituation beim Wälzschälen einer Innenverzahnung.

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ie Entwicklung des Wälzschälens geht schon auf den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Das neue Verfahren zur Herstellung von Verzahnungen wurde dann auch im Jahre 1910 durch Wilhelm von Pittler zum Patent angemeldet. Obwohl das Wälzschälen hohes Potenzial in Bezug auf Produktivität und Flexibilität versprach, konnte es sich in der Praxis nicht durchsetzen und geriet in Vergessenheit. Durch enorme Fortschritte, sowohl bei den Werkzeugmaschinen und Steuerungen als auch bei den Werkzeugen durch moderne Schneidstoffe und Beschichtungen, ist das Wälzschälen mittlerweile für serielle Einsätze geeignet und verspricht eine interessante Alternative zu den etablierten Verfahren wie Wälzfräsen und Wälzstossen zu werden. Die INGERSOLL Werkzeuge GmbH hat vor zirka zwei Jahren beschlossen, das alte Verfahren des Wälz-

schälens mit neuen, modernen Werkzeugen zu beleben. Das Wälzschälen ist ein kontinuierlich spanabhebendes Verfahren zur Herstellung von sogenannten rotationssymmetrischen, periodischen Strukturen – in erster Linie Verzahnungen. Im Vergleich zu anderen bekannten Verzahnverfahren, bietet das Wälzschälen sowohl hohe Produktivität wie auch eine enorme Flexibilität. Es ist sowohl in der Lage, wälzfräsbare Verzahnungen herzustellen als auch einen weiten Teilbereich des Wälzstossens abzudecken. Vereinfacht gesehen, kann man das Wälzschälen als eine Kombination des Wälzfräsens und Stossens betrachten, wobei es einige Vorteile der genannten Verfahren in sich vereint. In erster Linie sind dies die Produktivität des Wälzfräsens und die Flexibilität des Wälzstossens. Besonders bei der Innenverzahnung im Wettbewerb zum Wälzstossen kann das Wälzschäl-

n Anzeige

12 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

verfahren durch wesentlich höhere Produktivität punkten. Die Bearbeitungszeiten liegen beim Wälzschälen etwa bei 30 bis 50 Prozent im Vergleich zum Wälzstossverfahren. Das Wälzschälen benötigt, im Gegensatz zum Wälzstossen, durch die Schrägstellung des Werkzeuges gegenüber dem Werkstück (Achskreuzwinkel) jedoch einen Bearbeitungsweg, der etwas grösser ist als die Breite der zu erzeugenden Verzahnung. Diese Zusatzwege bezeichnet man als Ein- und Überlaufwege. Sie nehmen mit steigendem Achskreuzwinkel zu. Durch diese notwendigen Ein- und Überlaufwege hat das Wälzschälen gegenüber dem Stossen geringe Einschränkungen bei sehr engen Innenverzahnungen und Störkonturen. Für die Mehrzahl der Anwendungsfälle, die bisher dem Wälzstossen vorbehalten waren, ist jedoch das Wälzschälen eine wesentlich produkti-

Wälzschälwerkzeug für Testbearbeitung Modul 5.

vere und wirtschaftlichere Bearbeitungsmethode.

Das Wälzschälverfahren – Bearbeitungsablauf Im Gegensatz zum Wälzfräsen, das auf der Kinematik des Schneckengetriebes basiert, ist das Prinzip des Wälzschälens mit einem Schraubenradgetriebe vergleichbar. Kennzeichnend beim Wälzschälverfahren ist die windschiefe Anordnung der Achsen von Werkstück und Werkzeug. Die Spanbildung wird einerseits durch den Axialvorschub des Werkzeuges und andererseits durch die Wälzbewegung erzeugt. Durch die gekreuzte Achsenanordnung entsteht eine Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück, die bei dieser Bearbeitung die Schnittbewegung darstellt. Die Hauptschnittrichtung ergibt sich entlang der Zahnlücke des Werkstückes. Die Grösse des Achskreuzwinkels und die Drehzahl der Bearbeitungsspindel beeinflussen somit die Schnittgeschwindigkeit.

Werkzeuge zum Wälzschälen Die INGERSOLL Werkzeuge GmbH hat eine lange Tradition in der Herstellung besonders leistungsfähiger Hartmetall-Wendeschneidplatten-Werkzeuge für die Verzahnung. So sind INGERSOLLWälzfräser, Schälwälzfräser und auch Einzelteilfräser in Wendeschneidplattenausführung schon seit mehr als 50 Jahren auf dem Markt. Aber auch mit neu entwickelten Wälzstosswerkzeugen hat INGERSOLL vor einigen Jahren das Wälzstossen wirtschaftlicher gemacht. Basierend auf den Erfahrungen mit diesen Wälzstosswerkzeugen sind die neuen Wendeschneidplatten-Wälzschälwerkzeuge entwickelt worden. Das Grundprinzip der Wälzstosswerk-


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schinen und Steuerungen die Idee des Wälzschälens wieder aufleben. Die Entwicklungen bei den Werkzeugmaschinenherstellern sind dabei durchaus unterschiedlich. Traditionelle Hersteller von Maschinen für die Verzahnung bieten auch für das Wälzschälen speziell auf diese Bearbeitung ausgelegte Bearbeitungsmaschinen an. Hersteller von universalen CNC-Drehbearbeitungszentren oder Drehfräszentren setzen demgegenüber meist auf ihre Standardmaschinen, die durch zusätzliche Software auf die neue Aufgabe «Wälzschälen» aufgerüstet werden können. Es gibt sicherlich Gründe und Vorteile für beide Wege.

Wälzschälwerkzeug mit innerer Kühlmittelzufuhr.

zeuge wurde auch für die neuen Wälzschälwerkzeuge übernommen, lediglich die Wendeschneidplattensitze mussten in der durch den Achskreuzwinkel resultierenden Schräge eingebracht werden. Die Werkzeugkörper sind aber wie gewohnt aus hochvergütetem Stahl hergestellt. Die Plattensitze weisen, wie bei den Stosswerkzeugen, einen Formschluss auf und sind hochgenau gefräst. Der formschlüssige Wendeschneidplattensitz garantiert eine exakte Positionierung und einen stabilen Sitz der Wendeschneidplatte. Auch alle anderen Vorteile der Wendeschneidplatten-Werkzeuge im Vergleich zu nachschleifbaren Werkzeuge kommen n Anzeige

bei den neuen Wälzschälwerkzeugen zum Tragen: – Kein Nachschleifen notwendig – Kein Nachbeschichten erforderlich – Gleichbleibende Genauigkeit und Leistung nach dem Wechsel der Wendeschneidplatten – Wendeschneidplatten mit zwei Schneidkanten Weiterhin ist erwähnenswert, dass die neuen INGERSOLLWälzschälwerkzeuge optional mit innerer Kühlmittelzufuhr lieferbar sind.

Wälzschälbearbeitung in der Praxis Wie schon erwähnt, lassen die Fortschritte bei den Werkzeugma-

Testbearbeitung mit dem Werkzeug Modul 5. Deutlich ist der Achskreuzwinkel zwischen Werkstück und Werkzeug erkennbar.

Eingriff-Situation des Wälzschälwerkzeuges Modul 5 beim Testeinsatz.

Wälzschälen ist ein sehr dynamischer Prozess, bei dem die Abläufe äusserst genau synchronisiert sein müssen. Hier kann eine speziell auf diese Kinematik abgestimmte Maschine durchaus Zeitvorteile ausspielen. Auf der anderen Seite bieten Kombibearbeitungen wie Drehen und Verzahnen ohne Umspannen sowie Schrupp- und Schlichtbearbeitung in einer Aufspannung, wie bei Universalmaschinen möglich, hohe Vorteile in der Bearbeitungszeit wie auch in der Genauigkeit. Für INGERSOLL als Werkzeughersteller stellt sich diese Frage – Spezialmaschine oder Universalmaschine – nicht, die neu


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Fertig bearbeitetes Testwerkstück. Bearbeitungsdauer: zirka 5 Minuten.

Bearbeitete Testwerkstücke mit Innen- und Aussenverzahnung.

entwickelten Werkzeuge erreichen auf beiden Werkzeugmaschinenausführungen hervorragende Ergebnisse. Das erste von INGERSOLL vor etwa zwei Jahren hergestellte Wälzschälwerkzeug wurde im eigenen Hause an einem Testwerkstück erfolgreich mit folgenden Parametern eingesetzt: – Modul 5 – Zähnezahl Werkzeug: 14 – Zähnezahl Werkstück: 24 – Anzahl Schnitte: 13 – Bearbeitungszeit: zirka 5 min. Werkzeug und Werkstück waren mit Bedacht gewählt, denn das Werkzeug konnte nach dem erfolgreichen Test im eigenen Hause auch zu einem Versuch bei einem Kunden auf einem universalen Drehfräszentrum eingesetzt werden, und zwar zur Herstellung von Getriebebauteilen für Grossbaumaschinen. Diese Getriebebauteile können nun durch das neue Bearbeitungsverfahren in weniger Aufspannungen wirtschaftlicher produziert werden. Bei den ausgiebigen Tests im eigenen Hause hat man bei INGERSOLL sowohl Innen- wie auch Aussenverzahnungen hergestellt. Auch sind Werkzeuge mit unterschiedlichen Achskreuzwinkeln zwischen 15 und 30° in Modul 3 hergestellt und getestet worden. Durch die intensiven Versuche im eigenen Haus hat man bei INGERSOLL schon fundierte Erfahrungen, konstruktiv wie auch anwendungsspezifisch, sammeln können. Inzwischen sind Wälzschälwerkzeuge für die Erstausrüstung nicht nur nach Europa, sondern auch nach USA, Japan und Australien geliefert worden. Besonders für Steckverzahnungen ist die beim Wälzschälen erreichte Qualität ohne Nachbearbeitung ausreichend. Bei INGERSOLL sind schon Werkzeuge von Modul 2 bis 8 realisiert worden, sie sind aber durchaus bis Modul 11 denkbar.

len wird. Bei der Aussenverzahnung muss das Verfahren von der Technologie her mit dem äusserst effektiven Wälzfräsen konkurrieren. Aber auch hier ist, durch die Bearbeitungsmöglichkeit auf Standardmaschinen, nun für mittlere Unternehmen mit kleineren Losgrössen die Möglichkeit gegeben, Zahnräder in der eigenen Fertigung zu produzieren, was bisher nicht möglich war. Interessierte Anwender können sowohl bei der INGERSOLL Werkzeuge GmbH als auch bei MAZAK Informationen über die Möglichkeit der Verzahnungsbearbeitung im eigenen Hause einholen.

Wälzschälen hat Potenzial Die Frage, wo das Wälzschälen in Zukunft einzugruppieren ist, kann man sicher nicht in einem Satz beantworten. Fest steht aber sicherlich, dass das Wälzschälen als kontinuierliches, hochproduktives Bearbeitungsverfahren bei der Innenverzahnung eine wichtige Rolle spie-

14 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

I N F OS | KON TAKT Schnegg-Tools AG Keltenstrasse 35 CH-2563 Ipsach Telefon +41 (0)32 333 70 33 www.schnegg-tools.ch info@schnegg-tools.ch www.ingersoll-imc.de


Bis zu fünf Mal höhere Standzeiten D

ie neuen VHM-Micro-Spiralbohrer Walter Titex DB133 Supreme stehen für präzises, prozesssicheres Arbeiten und erheblich höhere Standzeiten. Die von Walter eigens entwickelten Sorten WJ30EL und WJ30ER speziell für Micro-Bohrer gewährleisten höchsten Verschleissschutz. Zudem ermöglicht eine neue Schneidengeometrie eine erhöhte Prozesssicherheit. Und optimierte Baumasse geben selbst bei kleinsten Abmessungen maximale Stabilität.

Höchste Prozesssicherheit bei kleinsten Abmessungen Für beste Oberflächenqualität am Bauteil sorgt die sehr gleichmäsn Anzeige

sige Schneidkanten-Präparation am Bohrer mit extrem engen Toleranzen. Durch eine spezielle SpannutForm werden die Späne auch ohne Innenkühlung sicher abtransportiert. So sind Bohrtiefen bis zu 8xDc möglich. Die neuen VHM-Micro-Spiralbohrer mit 140° Spitzengeometrie sind auf vielen unterschiedlichen Materialien der Werkstoffgruppen P, K und N universell einsetzbar. Der Durchmesserbereich reicht von 0,5 bis 2,95 mm. Als Kühlmittel kann mit Öl oder Emulsion gearbeitet werden. Profitieren werden vor allem Anwender im Allgemeinen Maschi-

nenbau, im Werkzeug- und Formenbau sowie in der Energieund Automobilindustrie, aber auch in anderen Branchen.

Produktinnovationen im Bohren Höchste Präzision und Prozesssicherheit kennzeichnen alle Werkzeuge von Walter. Ein echter Mehrwert entsteht, wenn Sie für jeden Anspruch ein exakt abgestimmtes Programm finden. In der Supreme-Linie finden Sie Werkzeuge mit besonderen Qualifikationen im Highend-Bereich. Sie sind immer erste Wahl, wenn hohe Schnittgeschwindigkeiten und lange Standzeiten bei hohen

Bild: Walter AG

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Sie bieten höchste Prozesssicherheit bei kleinsten Abmessungen: Die neuen VHM-Micro-Spiralbohrer Walter Titex DB133 Supreme.

Losgrössen gefragt sind. Die Supreme-Werkzeuge sind für die Zerspanung sehr spezifischer Materialgruppen konzipiert und übertreffen vergleichbare Werkzeuge oft bei Weitem.

I N F OS | KON TAKT Walter (Schweiz) AG Hunnenweg 2 CH-4501 Solothurn Telefon +41 (0)32 617 40 72 www.walter-tools.com service.ch@walter-tools.com


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Bilder: ISCAR Germany GmbH

Mit den Eigenschaften des grossen Bruders

Hochleistungsfräser MILLSHRED P290 bietet ISCAR nun auch für kleinere Wendeschneidplatten mit 12 mm Kantenlänge an.

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SCAR hat mit dem Fräswerkzeug P290 MILLSHRED ein System im Programm, das mit seiner segmentierten Schneide für die Schruppzerspanung von Titan und Superlegierungen konzipiert ist. Dieses Werkzeug kann zudem Wendeschneidplatten mit gerader Hauptschneide für die Schlichtbearbeitung aufnehmen. Für eine verbesserte Oberflächengüte lassen sich die Plattensitze in der Höhe verstellen. Die Kühlmittelzufuhr erfolgt punktgenau von innen. ISCAR bietet diese Reihe nicht mehr nur für Wendeschneidplatten mit Kantenlänge 18, sondern nun auch für 12 mm an.

Für kleinere Wendeschneidplatten Das hocheffiziente Werkzeugkonzept der neuen Fräserserie erlaubt damit auch an kleineren Maschinen mit niedrigerer Leistung ein hohes Zerspanergebnis. Die neu-

en Fräswerkzeuge sind als Schaftfräser oder Fräsköpfe in den Ø 20, 25 und 32 mm erhältlich, als Wendelschaftfräser mit Ø von 25 und 32 mm, als Aufsteckfräser mit 32 und 40 sowie als Planeckfräser mit 32, 40 und 50 mm. Die Schneidplatten sind aus SUMO TEC-Schneidstoffen hergestellt. Diese basieren auf Hartmetall und wurden entwickelt, um sich den Herausforderungen der Metallzerspanung nach höheren Schnittgeschwindigkeiten, längeren Standzeiten und neuer Werkstückstoffe zu stellen. Die segmentierte Beschichtung bietet für den Anwender verschiedene Vorteile. Es sind zum Beispiel geringere Schnittkräfte erforderlich als mit vergleichbaren Werkzeugen, die radiale Auslenkung reduziert sich und bei der Verarbeitung entstehen kurze, leichte Späne. Beim Fräsvorgang entstehen weniger Vibrationen und Wärme. Damit können die An-

Schaftfräser für grosse Auskraglängen für Wendeschneidplatten mit 12 und 18 mm Hauptschneidenlänge.

Wendelschaftfräser für Wendeschneidplatten mit 12 mm Hauptschneidenlänge.

wender die Produktivität deutlich steigern. Zum Einsatz kommt dieses Frässystem zum Beispiel, wenn hohe Werkzeugauskraglängen gefordert sind, Anwender tiefe Kavitäten bearbeiten oder auch Bauteile aus Titan schruppen müssen.

I N F OS | KON TAKT ISCAR HARTMETALL AG Wespenstrasse 14 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 08 50 www.iscar.ch office@iscar.ch


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Kleinster digitaler Feinbohrkopf D

Bilder: SWISSTOOLS

en kleinsten digitalen Feinbohrkopf der Welt präsentiert Swiss Tools Systems AG. Das neu entwickelte Werkzeug kann für Bohrungen ab Ø 0,3 mm eingesetzt werden. Der Feinbohrkopf ist extrem schlank mit geringsten Störkonturen. Ein Clou ist die andockbare externe Einstellanzeige mit einer Genauigkeit von 0,001 mm im Durchmesser. Und das digitale Display kann noch viel mehr. «Wir haben das digitale Messen quasi outgesourct, indem wir es aus dem Werkzeugkörper herausgelöst haben. Das bringt dem Anwender viele Vorteile», verspricht Peter Heinemann, Technischer Leiter der Swiss Tool Systems AG. Der wichtigste: Mit dem kleinsten digitalen Feinbohrkopf der Welt lassen sich Bohrungen mit Ø 0,3 mm fertigen. Der Hersteller hat die Auswerteelektronik und die Batterie nicht im Werkzeug verbaut, sondern zusammen mit einem Display in ein externes Gerät ausgelagert. Das lässt sich durch Magnetkraft an die Schnittstelle des Bohrkopfes

Der kleinste digitale Feinbohrkopf der Welt für Bohrungen ab Ø 0,3 mm. Das digitale Messsystem ist ausgelagert und lässt sich mit Magnetkraft andocken.

andocken und zeigt die Werte der Verstellung mit einer Genauigkeit von 0,001 mm an.

Ein Display für alle Bohrköpfe Das externe Display lässt sich sehr einfach bedienen. So können es Rechts- und Linkshänder gleichermassen verwenden. Denn die Anzeige kehrt sich um, ähnlich wie bei Tablet und Smartphone und kann immer richtig stehend abgelesen werden. Es lässt sich auch zwischen mm und inch umschalten. Die Einstellung des Bohrwerkzeugs geschieht weiterhin mit einem entsprechenden Schlüssel. Gemessen wird die Verstellung inkremental mit einem direkten Wegmesssystem, das heisst, «es gibt kein Umkehrspiel», betont Heinemann. Die Stromversorgung übernimmt eine handelsübliche Standard AAA-Batterie. Eine weitere Besonderheit: Das externe, aufsetzbare Display lässt sich für alle Feinbohrköpfe der Serie von Swiss Tool Systems verwenden. Davon gibt es nämlich insgesamt vier Baureihen, die einen Bearbeitungsdurchmesser von eben 0,3 bis 2205 mm abdecken können. Deckt der kleinste einen Bereich von 0,3 bis 19,1 mm ab, reichen die der weiteren drei Baureihen von 3,0 bis 88,1, 23,9 bis 203,1 sowie von 150,0 bis 2205 mm.

INFO S | K O NTAKT SWISS TOOL SYSTEMS AG Wydenstrasse 28 CH-8575 Bürglen Zusammen mit weiteren drei Feinbohrköpfen kann ein Bearbeitungsdurchmesser von insgesamt 0,3 bis 2205 mm abgedeckt werden.

Telefon +41 (0)71 634 85 20 www.swisstools.org info@swisstools.org maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU SPINDEL

Perfekter Rundlauf und erstklassige Werkzeugspannung B

eim Werkzeugschleifen zählt jedes µm für eine hohe Qualität der gefertigten Werkzeuge. Ein entscheidender Faktor für die Rundlaufgenauigkeit sind die Spannmittel. Deswegen hat der Schleifmaschinenhersteller ANCA Spannsysteme entwickelt, die genau auf Anforderungen beim Werkzeugschleifen abgestimmt sind. Um hervorragenden Rundlauf zu erzielen, hat das Unternehmen zwei alternative Lösungen im Programm: die bewährten Premier Zangenadapter und das innovative Werkzeugspann- und Abstützsystem MicroPlus. Der Wunsch nach immer höherer Präzision stellt Werkzeugschleifer vor neue Herausforderungen. Gleichmässiger Materialabtrag, hohe Wiederhol- und Rundlaufgenauigkeit bei der Fertigung von Werkzeugen sind hier entscheidend für eine konstant gute Qualität. Mit dem Premier Zangenadapter oder dem Werkzeugspann- und Abstützsystem MicroPlus erhalten Anwender perfekt auf ANCA-Schleifmaschinen abgestimmte Spannmittel, die ihnen ein Plus an Präzision bieten.

Premier Zangenadapter für konstant hohe Qualität Für hervorragenden Rundlauf beim Schleifen bietet ANCA seinen Kunden zum Beispiel die Premier Zangenadapter in verschiedenen Grössen. Die erstklassige Werkstückspannung setzt einen neuen patentierten Spannmechanismus ein. Das Federpaket im Inneren sorgt für die Spannkraft und wirkt einer Fehlausrichtung der Zentrumslinien von Zugstange und Zangenadapter entgegen. Der interne Spannmechanismus dient nur noch dem Öffnen der Zange. Beim Anzug entsteht eine Lücke zwischen Zugstange und

nicht ein. Zudem bleibt ein einfacher Wechsel der Spannzange möglich. Es ist ideal für die Produktion von Werkzeugen mit Schaftdurchmessern von 1 bis 13 mm und eignet sich sowohl für manuelles und als auch automatisches Werkzeugladen.

Eine perfekte Einheit: OTC und Flexi-Spannfutter Das innovative Werkzeugspann- und Abstützsystem MicroPlus von ANCA sorgt für eine Rundlaufgenauigkeit von kleiner 3 µm beim Werkzeugschleifen.

dem Zangenadapter. Rundlauffehler durch Fehlstellungen werden somit verhindert. Der Prozess wird stabilisiert und eine gleichbleibende Geometrie geschliffen. So werden Abweichungen von Werkzeug zu Werkzeug reduziert. Bereits die Standardausführung sorgt für guten Rundlauf, doch wer noch eine weiteren Schritt in Richtung Präzision gehen will, ist mit der Präzisionszangeneinheit (Precision Collet Assembly = PCA) auf der sicheren Seite. Die PCA-Modelle kontrollieren den Rundlauf noch besser. Denn der Anwender kann bei Bedarf die Zange mittels Einstellschraube zur Optimierung des Taumelschlages einstellen und damit die Werkzeugqualität weiter steigern.

Glanzstück MicroPlus Mit dem MicroPlus-System wurde eine ausgezeichnete Möglichkeit geschaffen, die Präzision beim Werkzeugschleifen signifikant zu erhöhen. Es eliminiert zuverlässig radialen und axialen Unrundlauf. Gemessen 50 mm von der Spannzangenstirn aus, sorgt MicroPlus für eine Rundlaufgenauigkeit von kleiner 3 µm. Dabei schränkt das System den Arbeitsbereich der Maschine

18 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Das MicroPlus-System besteht aus zwei separaten Komponenten: dem Overhead-Spannsystem (Overhead Top Clamp = OTC) und dem Flexi-Spannfutter. Das Overhead-Spannsystem ist für die Werkzeugführung zuständig und sorgt damit für genauen Rundlauf und Ausrichtung des Werkzeugs. Die Einheit ist auf einem stabilen Lünettenbett montiert und besteht aus einem V-Block und dem Overhead-Spannfinger. Der V-Block – ein winkeloptimiertes Prisma – kann einfach auf verschiedene Schaftdurchmesser eingestellt werden und sorgt für höchstmögliche Wiederholgenauigkeit. Der Schaft des Werkzeuges wird durch den Spannfinger in den V-Block gespannt. Eine Acetalauflage daran schützt beim Drehen während des Schleifvorgangs den Werkzeugschaft vor Beschädigungen. Über den pneumatischen Spanndruck des Fingers lässt sich der OTC auch an unterschiedliche Werkzeugtypen und -grössen anpassen. Das Flexi-Spannfutter, eine Werkzeughalterung ohne Zugstange, sorgt für einen effektiven und zuverlässigen Werkzeugantrieb sowie die sichere axiale Positionierung. Tellerfedern im Inneren der unabhängigen Spanneinheit erzeugen die Spannkraft. Da die Spannzange und die internen Komponenten für die Betätigung frei beweglich sind, werden Fehlausrichtungen zum OTC ver-

Die bewährten Premier-Zangenadapter von ANCA setzen einen neuen patentierten Spannmechanismus ein, der Rundlauffehler durch Fehlstellungen verhindert.

hindert. Somit kann das Overhead-Spannsystem das Werkzeug führen, ohne dass das FlexiSpannfutter die genaue Ausrichtung des Werkzeugs beeinträchtigt. Ungenauigkeit der Spannzange, ungleichmässige Zangenspannung und durch das Laden der Werkzeuge verursachte Fehlausrichtungen sind so ausgeschlossen.

Hohe Präzision In Systemen mit Zugstange kommt es bei fehlerhafter Ausrichtung von Werkzeug und Zugstange zu voneinander abweichenden Zentrumslinien. Die Zugstange kann das Werkzeug in eine andere Richtung ziehen und Rundlauffehler verursachen. Da das MicroPlus-System ohne Zugstange auskommt, entfallen diese negativen Auswirkungen völlig. Die innovative ToolRoomSoftware von ANCA, die zu jeder Schleifmaschine dazu gehört, ermöglicht zudem eine schnelle und einfache Einstellung des MicroPlus-Systems. Der Bediener kann damit das Koordinatensystem der Maschine relativ zur Zentrumslinie des OTC anpassen – in senkrechter und horizontaler Ebene.

I N F OS | KON TAKT Springmann AG Staatsstrasse 10 CH-9246 Niederbüren Telefon +41 (0)71 424 26 00 niederburen@springmann.ch Route des Falaises 110 CH-2008 Neuchâtel Telefon +41 (0)32 729 11 22 neuchatel@springmann.ch www.springmann.com www.anca.com


MASCHINENBAU RUNDTISCH

Kühlkonzept für permanenten Drehbetrieb it der Entwicklung eines völlig neuen Kühlkonzepts präsentiert Peiseler erstmals Rundtische, die mit 100 Prozent Einschaltdauer im vollen Drehbetrieb laufen. Das zu den weltweit führenden Herstellern von Teilgeräten zählende Unternehmen aus Remscheid macht es damit möglich, dass Rundtische im Schwerlastbetrieb sowohl für das Fräsen als auch das Drehen dauerhaft und thermisch stabil zu nutzen sind. «Mit dem permanenten Antrieb bringen wir die Verschmelzung von Dreh- und Fräsmaschine in einem Bearbeitungszentrum deutlich voran», betont Dr. Benedict Korischem, neben seinem Partner Lothar Schwarzlose Geschäftsführender Gesellschafter von Peiseler.

Dauerhafter Antrieb Die neue Kühltechnologie kommt zunächst auf einigen Typen der ATD-Tischbaureihe zum Einsatz: dem ATD 320 mit einer Zuladung von 300 kg und einer Drehzahl von 1000 min–1, ATD 400 (500 kg n Anzeige

Bild: Peiseler GmbH & Co. KG

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Der ATD 800 ist einer von zunächst fünf Rundtischen, die Peiseler mit einem neuen Kühlkonzept ausstattet. Diese Neuentwicklung ermöglicht einen permanenten Drehbetrieb. Damit ist dieses Teilgerät dauerhaft und thermisch stabil sowohl für das Fräsen als auch das Drehen zu nutzen.

und 800 min–1), ATD 520 (800 kg und 800 min–1), ATD 630 (1400 kg und 600 min–1) sowie dem ATD 800 (2300 kg und 500 min–1). Allen gemein ist, dass sie mit konstanter Belastung im S1Betrieb laufen. Möglich macht das eine Kühlung am Lager, die dessen Vorspannung nicht negativ beeinflusst. Während bei bisherigen Anlagen die Lager wegen der sehr hohen Reibung und da-

mit entstehenden Wärme naturgemäss stark belastet wurden, ermöglicht die neue Lösung nun einen dauerhaften Antrieb.

Bearbeitungszentren vielfältiger nutzbar Diese Weiterentwicklung von Peiseler trägt zu einer flexibleren Nutzung von Bearbeitungszentren massgeblich bei. «Zwar gibt es bereits Anlagen, die sowohl das Frä-

sen als auch Drehen ermöglichen», erklärt Benedict Korischem, «doch sind die erforderlichen hohen Drehzahlen über einen längeren Zeitraum häufig ein Handicap.» Der nun präsentierte dauerhafte Drehbetrieb löse dieses Problem und führe dazu, dass das Spektrum von Bearbeitungszentren deutlich umfangreicher wird. «Mir ist bislang kein Wettbewerber bekannt, der dafür Rundtische mit einer einhundertprozentigen Einschaltdauer anbieten kann», unterstreicht Benedict Korischem. Das innovative Kühlkonzept ist die jüngste Entwicklung des Anbieters von Wendern, Tischen, Zweiachs-Schwenkeinrichtungen, Schwenkköpfen und Werkstückwechseltischen. Inzwischen hat Peiseler bereits mehr als 40’000 dieser Teilgeräte auf den Markt gebracht. Diese kommen in Werkzeugmaschinen zum Einsatz, die insbesondere im Automobilbau, der Energie- und Luftfahrttechnik, in der Präzisionsfertigung und Medizintechnik sowie dem Formenbau und der Werkzeugfertigung benötigt werden.

I N F OS | KON TAKT Peiseler GmbH & Co. KG Morsbachtalstrasse 1 u. 3 D-42855 Remscheid Telefon +49 (0)2191 913-0 www.peiseler.de peiseler.rs@peiseler.de


MASCHINENBAU WERKZEUGWECHSLER

Einflussreicher und bedeutender denn je Schnell – genau – wartungsarm Dies sind die bekannten Vorteile von Kurven und Kurvengetrieben und das eigentliche Geheimnis im Inneren eines MIKSCH Werkzeugwechslers. Denn durch den Einsatz von Kurvengetrieben ist stets eine hohe Prozesssicherheit gewährleistet. Sie bestechen durch ihre Robustheit und ihre Inbetriebnahmefreundlichkeit und besitzen eine hohe Lebensdauer. Zudem sind sie wartungsarm und im Vergleich zur Servotechnik deutlich günstiger. Abhängig vom Werkzeuggewicht und vom Greifarmradius sind Wechselzeiten unter 0,5 s möglich.

Spezialist oder Allroundtalent

Wechselzeiten unter 0,5 s und universelle Einbaulagen.

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utomatisches Einwechseln von Werkzeugen oder prozessbedingten Hilfsmitteln wie Messtaster, Fräs- und Bohrwerkzeuge oder Messdornen usw. in Bearbeitungszentren ist mittlerweile Standard in der Fertigungsindustrie. Dabei steigen stets die Anforderungen an die Wechselzeiten, da diese direkten Einfluss auf die Span-zu-Span-Zeiten des Fertigungszentrums haben, welche unweigerlich zu den Nebenzeiten der Bearbeitung gehören. Ein Mass für die Schnelligkeit eines Werkzeugwechslers ist somit die Werkzeugwechselzeit. Hier bietet die MIKSCH GmbH eine umfangreiche Produktpalette an Werkzeugwechslern an. Mit MIKSCH Werkzeugwechslern lassen sich Werkzeuge, aus dem Werkzeugmagazin in die Bearbeitungsspindel und umgekehrt, problemlos und schnell wechseln. Der Wechselvorgang erfolgt mit Einfach- oder Doppelgreifern. Die Werkzeuge können dabei in einem Scheibenmagazin oder einem Kettenmagazin, welche ebenfalls im Portfolio von MIKSCH erhältlich sind, direkt im Bearbeitungszentrum gelagert werden. Durch das Know-how von MIKSCH und dem hauseigenen Engineering von Kurven und Kurvengetrieben, besitzt MIKSCH eine grosse Artenvielfalt von Werkzeugwechslern. So ist MIKSCH einer der führenden Hersteller von Werkzeugwechslern mit über 30-jähriger Erfahrung. Ein Argument, das für sich spricht.

20 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Das Angebot ist breit gefächert und der Auswahl fast keine Grenzen gesetzt. MIKSCHWerkzeugwechsler sind für den Einbau in Horizontal- und Vertikalmaschinen sowie zum Einbau neben und gegenüber der Spindel geeignet. Selbst die Anordnung von mitfahrenden MIKSCH Werkzeugwechslern, zum Beispiel auf einer Lineareinheit, sind eine gängige Applikation aus dem Hause MIKSCH. Zudem sind alle MIKSCH Werkzeugwechsler in gespiegelter Version lieferbar.

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Für die mobile Automation gerüstet

n Kübler ist im Bereich der mobilen Automation schon seit Jahren einer der führenden Hersteller für Positions- und Bewegungssensorik. Das Portfolio für diese Branche wird jetzt mit einem neu entwickelten Neigungssensor abgerundet. Die Anforderungen an Sensorik in dieser Branche sind stets dieselben: Genau, robust und langlebig. Daraus sind die neuen Kübler Neigungssensoren entstanden. Robust und langlebig: Für den einwandfreien Ausseneinsatz sorgen die hohe Schutzart IP67 und IP69k, der weite Temperaturbereich von –40 bis +85 °C bei sowie die hohe Schockfestigkeit bis 100 g und Vibrationsfestigkeit bis 10 g. Bestens geeignet für die mobile Automation und für einen zuverlässigen und langlebigen Einsatz.

Genau: 2-dimensionale Neigungen im Messbereich von ±85° oder eindimensionale Neigungen bis 360° sind mit den neuen Neigungssensoren messbar. Die Auflösung beträgt 0,01° und bei einer Temperatur von 25 °C ist eine absolute Genauigkeit von ±0,4° möglich. Das Messprinzip ist kapazitiv beziehungsweise MEMS. Durch individuell über CANopen parametrierbare Filtereinstellungen können die Neigungssensoren an die jeweilige Applikation problemlos angepasst werden. Die Neigungssensoren sind mit der Schnittstelle CANopen ausgestattet, die zu den gängigen Schnittstellen in der mobilen Automation zählt.

sps ipc drives, Nürnberg Halle 7A, Stand 506 INFO S | K O NTA K T Fritz Kübler GmbH Am Seeacker 8 D-93326 Abensberg Telefon +49 (0)9443 9186926 www.kuebler.com bernhard.preissler@kuebler.com

Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten

n Mit dem Prüfsystem Fame 3 von Phoenix Contact können jetzt komplexe Schalthandlungen in nur einem Prüfvorgang einfach und sicher durchgeführt werden. Das Prüfsystem wurde für alle Mess- und Prüfaufgaben in der Netzschutztechnik für Mittelund Hochspannungsschaltanlagen konzipiert. Diese Ergänzung des Produktprogramms der Prüfstecksysteme von Phoenix Contact berücksichtigt die Anforderungen des Süd- und Nordamerikanischen Marktes. Der automatisch voreilende Wandlerkurzschluss und das berührgeschützte Design sind besondere Kennzeichen und sorgen für hohe Sicherheit bei der Messung. Alle Schaltzustände sind dabei klar erkennbar. Der Prüfstecker mit patentiertem Drehgriff sorgt für einen sicheren Prüfablauf. Mit Servicesteckern können einzelne Schalthandlungen durchgeführt werden.

Das System ist mit der oftmals vorgeschriebenen Bolzenanschlusstechnik ausgestattet. Hiermit werden Leiter bis 10 mm2 mit Ring- und Gabelkabelschuhen auf nur 8,2 mm Teilungsbreite komfortabel angeschlossen. Mit der patentierten Wandbefestigung wird die Prüfsteckleiste einfach in die Schaltschrankwand montiert. Der modulare Aufbau des Prüfsystems ermöglicht für jede Anwendung die passende Polzahl. Das Prüfstecksystem ist mit dem standardisierten Zubehör des Reihenklemmensystems Clipline complete konfigurierbar und bietet damit eine hohe Flexibilität.

sps ipc drives, Nürnberg Halle 10.0, Stand 322C INFO S | K O NTA K T PHOENIX CONTACT AG Zürcherstrasse 22 CH-8317 Tagelswangen Telefon +41 (0)52 354 55 55 www.phoenixcontact.com infoswiss@phoenixcontact.com

Effizienz und Präzision in Perfektion

n Die absoluten Motor-Feedback-Drehgeber EFL580 BiSS C von Baumer liefern Signale höchster Güte dank hochpräziser Mechanik und optischer Abtastung. Durch die hochintegrierte Bauweise und serienübergreifende Verwendung von Komponenten besticht die EFL-Serie zudem durch geringe Kosten und lange Lebensdauer. Für den Anwender bedeutet das zuverlässige Produkte mit höchster Qualität zu wirtschaftlichen Preisen. Zur präzisen Erfassung der Rotorlage liefert die optische Abtastung standardmässig eine absolute Position mit 13 Bit Singleturn Auflösung. Zusätzlich stehen SinCos-Signale mit 2048 Perioden pro Umdrehung zur Verfügung. Für eine rein digitale Drehzahlerfassung sind optional Positi-

onsauflösungen bis 21 Bit und eine schnelle Übertragung mit Taktraten bis 10 MHz möglich. Neben einer hohen Übertragungssicherheit durch CRC-Prüfsumme bietet das offene Hochgeschwindigkeitsprotokoll BiSS C eine bidirektionale Kommunikation für Erfassung und Preset der absoluten Position sowie vielfältige Diagnosemöglichkeiten. Der in der EFL-Serie integrierte störfeste Opto-ASIC vereint alle Grundfunktionen optischer Drehgeber wie Positionerfassung, Signalverarbeitung und Kommunikationsschnittstelle in einem Bauteil.

sps ipc drives, Nürnberg Halle 2, Stand 220 I N F OS | KON TAKT Baumer Electric AG Hummelstrasse 17 CH-8501 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 11 22 www.baumer.com sales.ch@baumer.com

Jede Losgrösse wirtschaftlich produzieren

n Auf der SPS IPC Drives präsentiert B&R das industrielle Transportsystem SuperTrak. Zuverlässig, präzise und vor allem wartungsarm ermöglicht es, jede beliebige Losgrösse flexibel und wirtschaftlich herzustellen. Weitere Highlights auf dem B&RStand (Halle 7/Stand 206) sind die massive Ausweitung des mapp-Baukastens und Kommunikationslösungen auf der Basis von OPC UA für die vernetzte Produktion. Mit mapp Technology hat B&R die Entwicklung von Maschinenapplikationen vor zwei Jahren radikal vereinfacht: Vorgefertigte und geprüfte Software-Bausteine nehmen Maschinen- und Anlagenbauern seitdem die Programmierung von Basisfunktionen ab. mapp wurde vom Markt hervorragend angenommen. Daher baut B&R das Software-Framework weiter aus und eröffnet zusätzliches Einsparpotenzial bei der

Erstellung von Applikationen in den Bereichen CNC, Robotik, komplexe Regelungstechnik und Visualisierung. Ganz im Sinne von Industrie 4.0 zeigt B&R auf der SPS IPC Drives mehrere Kommunikationslösungen für die vernetzte Produktion der Zukunft. So lassen sich durch die Kombination von OPC UA und openSAFETY modulare und flexible Maschinenlinien sicher automatisieren. Zudem wird eine Cloud-Lösung für das B&R-Prozessleitsystem APROL präsentiert. Mit dem System X90 mobile stellt B&R dem Markt der Bau-, Agrar- und Kommunalfahrzeuge 35 Jahre Automatisierungserfahrung zur Verfügung.

sps ipc drives, Nürnberg Halle7, Stand 114 I N F OS | KON TAKT B&R Industrie-Automation AG Langfeldstrasse 90 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 00 55 www.br-automation.com office.ch@br-automation.com

maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

Die Werkzeugmaschine wird digital Werkzeugmaschinen werden immer präziser, schneller, besser. Am Grundprinzip der Zerspanungsmaschinen ändert sich jedoch kaum etwas. Mehrere rotatorische und lineare Achsen werden in einem geschlossenen Gehäuse unterschiedlich kombiniert.

A

uch die Steuerungen sind nicht ohne Weiteres zugänglich. In Zeiten von «Industrie 4.0», eigentlich nur einem anderen Ausdruck für «Vernetzung», muss sich die Werkzeugmaschine öffnen. Wie sieht sie in Zukunft aus? Antworten gibt Professor Dr.Ing. Christian Brecher, einer der Leiter der RWTH Aachen und Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen. Professor Brecher, wie muss sich die Werkzeugmaschine der Zukunft für Industrie 4.0 ändern? Aus unserer Sicht sind zwei Aspekte vordringlich: die Digitalisierung beziehungsweise Virtualisierung der Werkzeugmaschine sowie deren Vernetzung. Im ersten Fall wird das Engineering signifikant sowohl durch aussagekräftige Modelle des mechanischen – also statischen, dynamischen und thermischen Verhaltens – als auch steuerungstechnischen Verhaltens (wie Antriebsstrang oder Regelungsmodelle) optimiert. Ziel ist es dabei, die spätere Maschine bis in den Prozess hinein zu simulieren und frühzeitig Herausforderungen zu detektieren.

Die Vernetzung betrifft stärker die anschliessende Betriebsphase. Zukünftige Werkzeugmaschinen müssen semantische Schnittstellen bereitstellen, um beispielsweise Prozessdaten in hoher Auflösung für erweiterte Analysen möglichst in Echtzeit bereitzustellen oder sich funktional in verketteten Systemen zu integrieren. Wie wirkt sich die zunehmende Automatisierung der Prozesse, speziell durch Roboter, auf die Gestaltung einer Werkzeugmaschine aus? Es gibt bereits – ein Beispiel ist der Werkzeug- und Formenbau – automatisierte Fertigungszellen. Wir haben jedoch grosse Herausforderungen identifiziert, wenn es um den wirtschaftlichen Betrieb solcher Zellen (Roboter, Werkzeugmaschine, Lager) bei variantenreichen Kleinserien geht – also dem typischen Produktspektrum von KMU. Vielfach können Prozesse nicht hauptzeitparallel in Betrieb genommen werden, oder die dafür notwendige Expertise ist nicht vorhanden. Auch existieren bislang erst wenige Ansätze, eine funktional um-

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22 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Professor Dr.-Ing. Christian Brecher: «Am Grundprinzip der Zerspanungsmaschinen ändert sich jedoch kaum etwas.»

fangreiche Schnittstelle zwischen Werkzeugmaschine und Roboter zu definieren, die sich bis in die CAD/CAM-NC beziehungsweise RC-Kette integrieren lässt. Dies wird besonders spannend, wenn wir über flexible Automatisierung – zum Beispiel mittels kollaborativer Robotik – nachdenken. Hier sehen wir ebenfalls für KMU und Kleinserien grosses Potenzial. Wir gründen zurzeit einen Arbeitskreis, der genau diese Fragestellung sowohl forschungsseitig als auch in direkter Industriekooperation beleuchten soll. Was ist eigentlich aus dem Konzept der Hexapoden, also einem völlig neuartigen Aufbau von Werkzeugmaschinen geworden, dem einmal eine grosse Zukunft vorausgesagt wurde? Das Konzept der Parallelkinematik beziehungsweise hybride Lösungen konnten sich aus verschiedenen Gründen nur in einigen wenigen Bereichen erfolgreich etablieren. Neben dem Handlings- und Montagebereich gibt es auch Werkzeugmaschinen, bei denen die Vorteile, wie beispielsweise die hohe umsetzbare Dynamik spezieller Konzepte, sehr erfolgreich genutzt werden. Ein Beispiel ist die hochdynamische Ecospeed-Maschine aus dem Hause Dörries Scharmann für die hochproduktive Aluminiumzer-

spanung im Luftfahrt-Bereich. Sicherlich wird es auch zukünftig für besondere Anwendungen spezielle Konzepte im Werkzeugmaschinenbereich geben. Die Maschinen werden immer komplexer, der Nachwuchs denkt in Apps – wie sieht die Bedienung der Zukunft aus? Die Entwicklung neuer, innovativer Mensch-Maschine-Konzepte hat eine lange Historie am WZL. So wurde der Ansatz eines handlungsorientierten Bedienkonzepts – motiviert von heutigen Smartphones – mit multimodalen Schnittstellen erfolgreich validiert und so die Komplexität heutiger Human Maschine Interfaces signifikant gesenkt. Celos von DMG Mori verfolgt an dieser Stelle einen ganz ähnlichen Ansatz. Aktuell betrachten wir im Projekt MaxiMMI unter Beteiligung führender WerkzeugmaschinenHersteller und -Zulieferer darüber hinaus die Integration neuartiger Bediengeräte wie Smart Watches, Tablets oder Multimedia-Brille im WZM-Umfeld. Die Potenziale sind vielfältig, allerdings sollte man diese Ansätze nicht nur ihrer selbst willen verfolgen, sondern immer einen realistischen Anwendungsbezug herstellen. Energieeffizienz ist seit einigen Jahre Dauerthema auch für Werkzeugmaschinen. Wie ist der Stand? Das Themenfeld Energieeffizienz ist nach wie vor Gegenstand aktueller Förderausschreibungen. Während wir zunächst unter Berücksichtigung von physikalischen Modellen die Hauptaggregate, zum Beispiel die Spindel, effizienter gestalten konnten, liegt der aktuelle Fokus mehr auf den Nebenaggregaten und einem übergreifenden und intelligenten Thermomanagement. Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich am WZL mit der Reduktion unproduktiver Warmlaufzeiten, um auch in kurzen Produktionspausen die Maschinen kurzfristig und flexibel abzuschalten. Im Sinne der ganzheitlichen Betrachtung muss das Thema Energieeffizienz stark im Kontext der Produktivität betrachtet werden, um den Energieeinsatz pro Bauteil zu senken. Herr Berger, vielen Dank für das Gespräch.


INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

Status quo in der Schweiz Die Ergebnisse der Umfrage während dem Innovationsforum Industrie am 19. und 20. September in Zürich gaben einige interessante Hinweise zum Status quo von Industrie 4.0 in der Schweiz. Vor allem zeigte sich, dass das Thema in den Unternehmen angekommen war und überwiegend eine konkrete Gestalt annahm. So gesehen war nicht alleine die gegenwärtige Betrachtung aufschlussreich, sondern darf man besonders auf die Entwicklungen in naher Zukunft gespannt sein.

U

produktionsbezogenen Betrachtung. Die genannten Treiber für die aktuellen Entwicklungen sind greifbar und naheliegend: Der wirtschaftliche Nutzen, die Optimierung der Organisation – nicht zuletzt ja auch verbunden mit dem Ziel erhöhter Wirtschaftlichkeit – und die Reaktion auf Kundenanforderungen werden am häufigsten genannt und stehen für insgesamt 86 Prozent der Unternehmen als Motivation an

nsere einleitende Frage zielte auf die Bedeutung von Industrie 4.0 für die Unternehmen, dies im Sinne einer Definition. Tatsächlich verstehen die meisten der Befragten unter dem Stichwort Industrie 4.0 die Digitalisierung bestehender Prozesse, also gewissermassen eine Weiterentwicklung von Vorhandenem und Bewährtem mit neuartigen Mitteln. Diese Sichtweise überwiegt dann auch deutlich gegenüber einer konkreteren produkt- oder

Digitalisierung bestehender Prozesse Ein Schlüsselelement für das Ideal einer Smart Factory Schrittweise Weiterentwicklung von Produkttechnologien

47 %

erster Stelle. Hier zeigt sich, dass Industrie 4.0 ein Business Case ist; oder doch zumindest sehr zeitnah zu werden hat. Betrachtet man eben genau diese Treiber der aktuellen Entwicklungen, sind die Ergebnisse der folgenden Frage sehr plausibel: In der Mehrheit der Unternehmen erfolgt die Umsetzung von Industrie 4.0 zentral und standortübergreifend. Die Rahmenbedingungen mögen ganz unterschiedlich sein, die Ziele mal mehr, mal weniger aufwendig zu erreichen, aber überwiegend wird das Thema Industrie 4.0 als eines von buchstäblich zentraler Bedeutung interpretiert. Werfen wir dazu einen Blick auf die abschliessende Frage, die auf die grössten Herausforderun-

gen bei der Umsetzung zielte. Hier sind die genannten Antworten breiter gestreut, doch zumindest ein Viertel der Teilnehmenden an unserer Befragung sehen in der Kompetenzentwicklung des Personals den kritischen Erfolgsfaktor. Das ist kein ganz überraschendes Ergebnis, aber vielleicht lässt es sich mit einer These verbinden: Der Wandel hin zu Industrie 4.0 geht über die Anforderungen hinaus, denen sich Unternehmen schon bei gewöhnlichem Change Management stellen müssen. Industrie 4.0 fordert mehr von Unternehmen und Mitarbeitern, bietet aber – und das wäre der Bezug insbesondere zu Frage 2 – auch grössere Anreize.

I N F OS | KON TAKT Vereon AG Hauptstrasse 54 CH-8280 Kreuzlingen Telefon +41 (0)71 677 87 00 www.vereon.ch info@vereon.ch

Kompetenzentwicklung des Petrsonals

23 % 17 %

24 %

Datensicherung

18 %

Organisatorische Strukturen

18 %

Weitere

7%

Projektmanagement im laufenden Betrieb

Alter Wein in neuen Schläuchen

7%

Finanzierung von Projekten

16 % 11 %

Technische Herausforderungen Welche Bedeutung hat Industrie 4.0 für Ihr Unternehmen?

Weitere

Wirtschaftlicher Nutzen

32 %

Optimierung von Organisationen

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24 %

Höhere Innovationswerte Weitere

4%

Was betrachten Sie als die grössten Herausforderungen bei der Umsetzung?

30 %

Kundenanforderungen

9%

11 % 3%

NEU: PEPS Version 8.1

Was sind die Treiber für Industrie 4.0-Projekte in Ihrem Umfeld?

Zentral und standortübergreifend Lokal und auf Abteilungen begrenzt Dezentral an einzelnen Standorten

70 % kürzere Rechenzeiten im 3D Fräsen 57 % 24 %

30 % weniger Materialbedarf

durch High Quality Nesting

19 %

Wie erfolgt die Umsetzung von Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen?

Besuchen Sie uns: Halle 1.1 / Stand F02 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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Durchbruch in der Mikrofabrikation Während die additive Fertigung in der Welt grosser Bauteile bereits Standard ist, hält sie nun auch Einzug in die Bereiche der Nano- und Mikrofabrikation und schliesst die bisherige Lücke zwischen der 3D-Laserlithografie und anderen 3D-Druckverfahren. Stossen herkömmliche Verfahren wie die Stereolithografie bei Schichtdicken von 50 bis 150 µm an ihre Grenzen, kommt die noch relativ junge Technologie der 3D-Laserlithografie zum Zuge und entfaltet ihre vielfältigen Stärken auf der Mikro- bis Mesoskala.

dungen reichen von der Herstellung dreidimensionaler Strukturen und künstlicher Materialien für die Optik und Photonik, über komplexe Strukturen für die Mikrofluidik bis hin zur Herstellung massgeschneiderter dreidimensionaler Template für biologisches Zellwachstum. Auch die Herstellung von Mikromaschinen, das Tissue Engineering oder der Einsatz in den Bereichen MEMS und Mikrorobotik werden immer bedeutender. Dazu ein paar Beispiele:

MEMS

Der feinstrukturierte Eiffelturm hat eine Gesamthöhe von gerade mal 2 mm.

D

Bild: Karlsruher Institut für Technologie, IMT

ie Auflösung ist im Vergleich zur Stereolithografie etwa zehn bis 100 Mal so hoch, Strukturdetails von einem Mikrometer und kleiner sind hier Standard bei Oberflächenrauigkeit in optischer Qualität. Komplexe dreidimensionale Gebilde mit Strukturdetails bis hinunter zu 150 Nm können basierend auf der Technologie der Zwei-Photonen-Polymerisation auf einer Schreibfläche von bis zu 100x100 mm2 aus UV-härtenden Kunststoffen geformt werden. Im Unterschied zu anderen 3DDruckverfahren gibt es auf dieser Grössenordnung für viele Strukturdesigns keine adäquate Alternative. Übliche Verfahren bieten

3D-gedruckte Photonische Wire Bonds (PWB) könnten eine Lösung für die zukünftige High-Speed Datenkommunikation sein.

meist nicht die nötige Auflösung, um Kleinstteile wie sie etwa in der Medizintechnik, MEMS oder Elektronik benötigt werden, formtreu wiederzugeben. Der Photonic Professional GT ebnet somit gänzlich neue Perspektiven für wissenschaftliche und industrielle Applikationen. In weiteren Prozessschritten können die gedruckten 3D-Objekte als Master für die Abformung in metallische, halbleitende, anorganische oder organische Materialien dienen, zum Beispiel in Gold, Siliziumdioxid, Silizium oder PDMS. Hier wird unter anderem von der elektrischen Leitfähigkeit, den optischen oder mechanischen Eigenschaften oder auch der Biofunktionalität der Zielmaterialien Gebrauch gemacht.

MEMS (microelectromechanical systems) bezeichnet das Feld miniaturisierter, aufeinander abgestimmter Systeme bestehend aus Sensoren, Aktoren und Mikrostrukturen. Für Anwendungen in der Mikrorobotik bringt man zum Beispiel spezielle Mikrostrukturen in wässrige Medien ein, wodurch es möglich wird, diese mit optischen Pinzetten zu greifen und zu bewegen. Diese Funktion beruht darauf, dass stark fokussiertes Licht auf mikroskopische Objekte Kraft ausübt, die dadurch zum fokussierten Lichtstrahl gezogen werden. Forscher der ETH Zürich zeigten bereits, dass sich damit mikrooptische Objekte als eine

Tissue Engineering auf Basis der Daten eines µ-CTs vom menschlichen Oberschenkelhalsknochen.

Art optisch angeregte Mikroroboter frei im dreidimensionalen Raum bewegen lassen [1].

Mikrointegration Die Mikrointegration ist derzeit eines der ökonomisch bedeutendsten Forschungsgebiete der Optik. Sie bezeichnet die drastische Kosten- und Bauraumreduzierung optischer Funktionselemente. Diese extrem leistungsfähigen optischen Schaltungen könnten in ein paar Jahren zum Standard in vielen Anwendungsbereichen wie zum Beispiel der Telekommunikation, Medizintechnik, Konsumelektronik oder auch der Anlagensteuerung werden. Im Rahmen der bundespolitischen «Hightech-Strategie 2020» ist Nanoscribe Mitglied des BMBF-Projektes «Phoibos-Photonische Wirebonds für optische Multi-Chip-Systeme». Erstmals ist Phoibos-Projektleiter Prof. Dr. Christian Koos vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hier die optische Verdrahtung optoelektronischer Chips gelungen. Dabei wurden mikrometerkleine polymere Lichtwellenleiter, so-

Vielfältige Anwendungen Dank der nahezu unbegrenzten Designfreiheit und Individualisierungsmöglichkeiten sind die Einsatzgebiete der Nanoscribe Systeme äusserst vielfältig. Die Anwen-

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Gedrucktes Mini-Zahnrädchen mit Drehmechanismus und einer Grösse von 3,5x2 mm. Ein Beispiel für die Möglichkeiten des 3D-Drucks zur Funktionsintegration.

Bild: Italian Institute of Technology, Center for Micro-BioRobotics @SSSA

INDUSTRIEMAGAZIN ADDITIVE FERTIGUNG


INDUSTRIEMAGAZIN ADDITIVE FERTIGUNG

Das Tablet greift über den Anybus Wireless Bolt auf den Webserver der SPS zu.

Hochauflösende Strukturierung mittels 3D-Laserlithografie: Optisches Sicherheitsmerkmal im Vergleich zu einer 1-CentMünze.

genannte photonische Wirebonds (PWB), direkt auf siliziumbasierten Komponenten realisiert. Entsprechend den jeweiligen Anforderungen können auf diese Weise optimal angepasste, optische Schnittstellen erzeugt werden, die die Basis für optische Multi-Chip Module bilden.

Biowissenschaften und Medizintechnik Auch im Bereich der Biowissenschaften und Medizintechnik hat sich der 3D-Druck aufgrund der nahezu unbegrenzten Designfreiheit, Variabilität und geringen Kosten bei der Einzelstückfertigung bereits zu einem Standardwerkzeug entwickelt. Denkt man in diesem Zusammenhang meist an additiv gefertigte Handprothesen oder Zahnersatz, so sollen in naher Zukunft insbesondere sehr kleine «menschlichen Bauteile» sowie körperähnliche Strukturen per 3D-Druck realisiert werden. Einer Forschungsgruppe des Italian Institute of Technology (IIT), Center for Micro-BioRobotics@SSSA ist es kürzlich gelungen, körperähnliche Knochenstrukturen, die durch ein µ-CT gewonnen wurden, mit einem Nanoscribe System «nachzudrucken» [2].

Literatur [1] Hybrid Helical Magnetic Microrobots Obtained by 3D Template-Assisted Electrodeposition. M.A. Zeeshan, R. Grisch, E. Pellicer, K.M. Sivaraman, K.E. Peyer, J. Sort, B. Özkale, M.S. Sakar, B.J. Nelson, S. Pané, Small, Volume 10, Issue 7, pages 1284 bis 1288, (2014). [2] Biomimicry at the nanoscale: current research and perspectives of two-photon polymerization. A. Marino, C. Filippeschi, V. Mattoli, B. Mazzolai and G. Ciofani, Nanoscale, 2015, 07, 2815 bis 3320.

Doch nicht nur bei der Herstellung dreidimensionaler Objekte eröffnen die NanoscribeGeräte neue Horizonte. Zusätzlich zur additiven Fertigung (3D-) ermöglichen sie auch die 2D- und 2,5D-Lithografie. Ohne zusätzliche Kosten für die Anschaffung weiterer Geräte, kann das System in einfachen Workflows auch zur maskenlosen Lithografie genutzt werden. Häufig werden dabei im Unterschied zur 3DFabrikation Positivton-Fotolacke wie zum Beispiel AZ-Lacke verwendet. Damit lassen sich dann beispielsweise diffraktive Optiken (DOE), hochauflösende Gitterstrukturen oder individuelle Punktmuster (zum Beispiel QR-Code) direkt in nur einem Arbeitsschritt und mit höchster Präzision drucken.

INFO S | K O NTAKT Nanoscribe GmbH Hermann-von-Helmholtz-Platz 1 D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen Telefon +49 (0)721 608 288 40 www.nanoscribe.de info@nanoscribe.de

Nanoscribes 3D-Drucker Photonic Professional GT etabliert sich als Standard in der Mikrofabrikation.


INDUSTRIEMAGAZIN MB-SERIE

Eine Herausforderung für Unternehmen Teil 2. Spätestens seitdem die Hannover Messe 2013 das Thema «Industrie 4.0» zum Leitmotto erklärte, wird die intelligente Vernetzung der Produktion als zentrales Zukunftsthema in Industrie, Politik, Presse und Wissenschaft kontrovers diskutiert. In unserer Serie gehen wir auf die Thematik «Sichere IT-Systeme und Kommunikation: zwei neuralgische Herausforderungen für Industrie 4.0» ein. Teil 1 erschien in der Maschinenbau-Ausgabe 10/16.

D

ie intelligente Vernetzung der Produktion ist der nächste logische Schritt einer dynamischen, evolutionären Digitalisierung der weltweiten Wirtschaft. Diese Entwicklung hängt auch mit der heutigen Produktion zusammen, die in der Kapazitätsfalle steckt: das heisst Kunden kaufen nur Produkte, die ihren individuellen Anforderungen entsprechen. In den kommenden Jahren wird für Deutschland vor allem für die inZU DE N AUT ORE N Andreas Altena, Geschäftsführer und Sabine Roeb-Vollmer Altena-TCS GmbH Robert-Reichling-Strasse 10 D-47807 Krefeld Telefon +49 (0)2151 3617 913 www.altena-tcs.de dialog@altena-tcs.de

nerbetriebliche Logistik, die Fertigung und die indirekten Bereiche – also Bereiche, die nicht unmittelbar in die Erstellung der Leistung eingebunden sind (zum Beispiel Verwaltung) – ein erheblicher Automatisierungsschub erwartet. Verglichen mit der medialen Präsenz des Themas und der Erwartungshaltung überrascht jedoch der derzeit geringe Durchdringungsgrad von Industrie 4.0. Die Unternehmen haben längst noch nicht mit der Umsetzung flächendeckend begonnen. Eine Umfrage, die das Fraunhofer Institut 2014 im Auftrag der Ingenics AG unter 518 Unternehmen vor allem der Automobilindustrie und aus dem Maschinen- und Anlagenbau durchführte, zeigte erstaunliche Ergebnisse: Es existiert nur in knapp einem Drittel (29 Prozent)

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26 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

der befragten Organisationen eine Strategie zu Industrie 4.0, die mehrheitlich von der Geschäftsführung verantwortet wird, und nur ein knappes Viertel hat ein Budget hierfür ausgewiesen. Als Haupthemmnisse werden die fehlende Veränderungsfähigkeit innerhalb der Organisation sowie fehlende technische Voraussetzungen angesehen. Fast ebenso viel Bedeutung wird dem Umgang mit der Arbeitnehmervertretung und dem Schutz mitarbeiterbezogener Daten beigemessen. Zunächst jedoch ein Blick auf die Herausforderungen für die Unternehmen in Hinblick auf die Produktionsprozesse in einer Industrie-4.0-Umgebung: Die transparenten und flexibleren Abläufe machen es einfacher, Produktionsprozesse standortübergreifend zu optimieren – mit Blick auf ständig wechselnde Produktanforderungen, Qualität, Preis oder Ressourceneffizienz (flexible Fertigung). Aufgrund dieser Produktionsszenarien erwarten deshalb viele Unternehmen eine Effi-

zienzsteigerung der Wertschöpfungskette, besonders eine effizientere Auftragsabwicklung. Gerade hier ergeben sich ganz neue Chancen für Produktion und Service: zum Beispiel können individuelle Kundenwünsche dank der Rentabilität der Produktion von Kleinstmengen berücksichtigt werden. Damit etablierte Anbieter nicht den Anschluss verlieren, müssen sie die Potenziale der Digitalisierung für ihre Produktionsund anderen Wertschöpfungsprozesse analysieren und nutzen. Der Abschlussbericht des «Arbeitskreises Industrie 4.0» (April 2013) unterscheidet hier bei seinen Handlungsempfehlungen drei Stossrichtungen: 1. Horizontale Integration über Wertschöpfungsnetzwerke 2. Durchgängigkeit des Engineering über die gesamte Wertschöpfungskette 3. Vertikale Integration und vernetzte Produktionssysteme Bei einer optimalen Umsetzung fungieren die vernetzten Produktionsmodule als selbstständige Unternehmenseinheiten mit der Fähigkeit zur dynamischen Selbstorganisation, Selbstoptimierung und Integration in den Zielfindungsprozess. In Zeiten von Industrie 4.0 muss eine Produktionslinie dabei nicht auf ein Produkt festgelegt sein. Vorausgesetzt es gelingt eine intensive unternehmensübergreifende Koopera-


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tion zwischen Kunde und Zulieferer (vergleich Automobilindustrie), dann lassen sich die Bearbeitungsstationen auch flexibel an einen sich verändernden Produktmix anpassen – und Kapazitäten optimal auslasten (resiliente Fabrik). Bevor das Potenzial von Industrie 4.0 jedoch voll ausgeschöpft werden kann, sind massive Investitionen in die IT-Systeme notwendig. Während die Netzwerk- und Breitbandverfügbarkeit schon vielfach gegeben ist oder deren Ausbau vorangetrieben wird, sind weitere Infrastrukturvoraussetzungen (Internet-Protokoll-fähiger Maschinenpark, intuitive Benutzung oder Systeme zur Indoor-Ortung) erst in Grundzügen erkennbar. Darüber hinaus muss auch in die Datenqualität investiert werden. Dies betrifft zum Beispiel die Genauigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zur Verfügung stehenden Stammdaten der vielfach eingesetzten ERP- und MES-Systeme, die gegenwärtig vor allem offline genutzt werden. Das revolutionäre Potenzial von Industrie 4.0 zeigt sich auch in den tiefgreifenden Veränderungen, die höchstwahrscheinlich auf die Arbeitswelt zukommen und von den Unternehmen auch so wahrgenommen werden (siehe Umfrageergebnisse weiter oben). So wird sich die Transformation der Geschäftsprozesse, nicht nur innerhalb des einzelnen Unternehmens, sondern auch von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozessen (Supply Chain), auf die Unternehmensorganisation und die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter auswirken. Das betrifft vor allem den Einsatz der Ressource «Mensch», denn aufgrund des hohen Automatisierungsniveaus durch CPS (Cyber-physische Systeme) muss die Mensch-Maschine-Schnittstelle neu definiert werden: «Die Technik ist nicht mehr länger passives Objekt, sondern wird zum handlungsfähigen Akteur (anpassungsintelligente Produktion).» (Technische Universität Dortmund, Wandel von Produktionsarbeit – «Industrie 4.0», Soziologisches Arbeitspapier Nr. 38/2014). Grundsätzlich stellt sich die Frage, inwieweit die Mitarbeiter zukünftig fähig sein werden, autonome Systeme zu kontrollieren, für diese verantwortlich zu sein und bei Störungen kompetent einzugreifen. Dies beinhaltet nicht nur eine IT-nahe Qualifikation und ein tiefes Prozess-Know-how, sondern auch die Einbindung von Erfahrungskompetenz, zum Beispiel im Falle einer Störung, die nicht automatisiert abgebildet werden kann. Und trotzdem kann es passieren, dass der qualifizierte Facharbeiter möglicherweise nicht mehr gebraucht oder zu einfachen Hilfstätigkeiten, die nicht oder nur ineffizient automatisiert werden können, degradiert wird, weil seine Arbeitsschritte von intelligenten Produktionsmaschinen selbstständig geplant, gerüstet und ausgeführt werden. Hier werden sich bezüglich der Mitarbeiterqualifikation neue Dimen-

sionen auftun. Um die Unternehmen auf diese anstehenden Entwicklungen vorzubereiten, sollten deshalb frühzeitig alle beteiligten Mitarbeiter eingebunden und Projekte zur Automatisierung und Digitalisierung der direkten und indirekten Geschäftsprozesse aufgesetzt werden. Eine Untersuchung der Bank Ing-DiBa lässt dabei vermuten, dass viele Berufsgruppen dem Risiko unterliegen, durch Industrie 4.0 in den nächsten 20 Jahren überflüssig zu werden; nicht nur Facharbeiter, sondern auch Ingenieure. Wie in den gängigen Managementsystemen (ISO 9001 und ISO/IEC 27001) bereits gefordert, müssen die Unternehmen die notwendigen Kompetenzen der Mitarbeiter ermitteln und entsprechende Qualifizierungsprogramme aufsetzen. Das gilt insbesondere in Hinblick auf das Bewusstsein der Mitarbeiter, welche Auswirkung die eigene Tätigkeit auf die erbrachten Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Prozesskette hat. Weitere Themen zur Einbindung der Mitarbeiter in den Umstellungsprozess auf Industrie 4.0 sind die betriebliche Mitbestimmung, flexiblere Arbeitszeitsysteme und individuellere Formen der Vergütung. Selbstorganisation und dezentrale Entscheidungsfindung gewinnen dabei an Bedeutung. Die Automatisierung der Fertigungsprozesse (computer integrated manufacturing = CIM) macht bereits seit den 90er-Jahren vielerorts Fortschritte, dagegen sind digitale Geschäftsmodelle nur in Ansätzen erkennbar. Dabei schätzt der Branchenverband HDE, dass der Anteil des Online-Handels am Einzelhandelsumsatz, derzeit bei rund 9 Prozent, bis 2020 auf 20 Prozent in Deutschland steigen wird. Und auch der Branchenverband BITKOM rechnet bei cloud-basierten Dienstleistungen mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 35 Prozent. Ähnliches gilt für die Vermarktung von Big Data, der Auswertung von Datenströmen intelligenter Objekte, auf deren Basis sich innovative Services und Angebote entwickeln lassen. Digitalisierung und Automatisierung eröffnen also neue Wege der unternehmerischen Ausrichtung, die das Potenzial für grosse Wachstumssprünge besitzen, weil sie den Vergleich, die Vermittlung und die Koordinierung von Diensten und Dienstleistern revolutionieren – über SocialMedia-Analysen, Open-Innovation-Plattformen und Big-Data-Anwendungen. Weitere Stichworte in diesem Zusammenhang sind Shared Economy (Dienste, Produkte oder Inhalte werden gemeinsam genutzt) und «hybride» Geschäftsmodelle (Smart Services). Das volle Potenzial von Industrie 4.0 wird sich hier am besten ausschöpfen lassen, wenn alle Akteure – kreative Start-ups und etablierte Unternehmen – auf der Basis eines Erfahrungsaustausches zusammenarbeiten. Ein Schritt in diese Richtung war die Gründung der Plattform «Industrie 4.0» durch die Branchenverbände VDMA, ZVEI und BITKOM im


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April 2013, die mittlerweile auch von der Bundesregierung, den Gewerkschaften und der Wissenschaft getragen wird und den anstehenden digitalen Strukturwandel in der Industrie koordinieren und geordnet gestalten soll.

Standardisierung Mit der Aufnahme des Themas «Industrie 4.0» als eines von zehn Zukunftsprojekten in die Hightech-Strategie der Bundesregierung hat die deutsche Politik die Initiative ergriffen, um die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu begleiten. Zunächst unterstützte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den «Arbeitskreis Industrie 4.0», getragen von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften sowie den Branchenverbänden BITKOM, VDMA und ZVEI, der seinen Abschlussbericht 2013 an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben konnte. Inzwischen beteiligen sich das BMBF und das BMWi (Bundesministerium für Wirt-

schaft und Energie) an der Plattform «Industrie 4.0». Aber auch darüber hinaus will die Bundesregierung aktiv sein: Weitere Massnahmen sollen das Vertrauen in die für Industrie 4.0 so wichtige IT-Sicherheit stärken. So soll das im Juni 2015 verabschiedete ITSicherheitsgesetz nicht nur «kritische Infrastrukturen» (zum Beispiel Krankenhäuser oder Energieversorger) besser vor Cyberangriffen schützen, sondern Unternehmen müssen in Zukunft Mindeststandards bei der IT-Sicherheit erfüllen. Damit ein reibungsloser Informations- und Produktionsfluss gewährleistet ist, müssen sich alle Akteure und Elemente «verstehen». Maschinen unterschiedlicher Hersteller müssen miteinander arbeiten können, das heisst sichere, standardisierte Schnittstellen und Baukastensysteme werden notwendig. Hinzu kommen eine Vielzahl von Schnittstellen zu weiteren LeittechnikSystemen, zum Beispiel Fernwartungsschnittstellen zu Service

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28 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Literatur und Links – www.acatech.de/?id=2240 – ap-verlag.de/industrie-4-0-anwendungen-fuehren-zur-digitalisierung-der-fabriken/8384/ – www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/I/industrie-4-0-und-digitale-wirtschaft.pdf – www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/ICS/ICS-Security_kompendium_ pdf.pdf?__blob=publicationFile – www.computerwoche.de/a/industrie-4-0-ist-das-internet-der-ingenieure,2538117 – www.deutschlandfunk.de/industrie-4-0-entwickler-verlangen-mehrsicherheitsforschung.684.de.html?dram:article_id=288574 – www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/industrierevolution-roboter-jobs-gefahr100.html – www.dgq.de/wp-content/uploads/2014/03/Industrie4_0.pdf – www.enisa.europa.eu/media/press-releases/prs-in-german/konnen-wir-vonindustriellen-Kontrollsystemen-scada-zwischenfsllen-lernen – www.ict5.de/index.php/industrie-4-0.html – www.ingenics.de/de/news/aktuelles/industrie40_ergebnisse.php – www.itwissen.info/definition/lexikon/supervisory-control-and-data-aquisitionSCADA.html – www.plattform-i40.de/ – politik-digital.de/category/themen/internet-der-dinge-themen/ – www.xing-news.com/reader/news/articles/98554?newsletter_id=7509&xng_ share_origin=email

Providern und Herstellern oder Schnittstellen zum Office-Netz. Das kann nur mit Standards in der Referenzarchitektur gelingen, die den Rahmen für die Entwick-

lung, Integration und den Betrieb der relevanten technischen Systeme bildet. Der Zugang zu verifizierbar vertrauenswürdigen Technologien ist deshalb von entschei-


INDUSTRIEMAGAZIN MB-SERIE

dender Bedeutung für den Erfolg von Industrie 4.0. Der Qualität als Zielgrösse einer Industrie 4.0 kommt also gerade in Hinblick auf die IT-Sicherheit eine zentrale Rolle zu. Die Mehrzahl der vom Fraunhofer Institut befragten Unternehmen geht denn auch davon aus, dass die Bedeutung von Qualitätsthemen und -prüfungen weiter zunehmen wird. Nicht von ungefähr erwartet das DIN-Institut Hunderte neuer Normen zu Industrie 4.0. Es will für eine Bündelung deutscher Interessen sorgen, indem es die relevanten Experten und Institutionen an einem Tisch zusammenführt. Die Ergebnisse sollen dann in internationale Normen und Standards einfliessen. Deshalb engagiert sich das DIN-Institut auch besonders für die ISOStrategiegruppe 4.0, die Anfang August 2015 vom Technical Management Board der International Standard Organization (ISO) eingerichtet wurde und die unter anderem eine Bestandsermittlung der derzeit vorhandenen Normen in Hinblick auf Industrie 4.0 durchführen soll, um Normungslücken aufzudecken. In die gleiche Richtung weist der Ende Juli unterzeichnete Kooperationsvertrag mit dem US-basierten Industrial Internet Consortium (IIC), in dem die Identifizierung von Standards für Industrie 4.0 vereinbart wurde. Wenn sich der gesamte industrielle Prozess durch Industrie 4.0 ändert, Innovationszyklen kürzer werden und neue Technologien genutzt werden, müssen sich die rechtlichen Regelungen, zum Beispiel beim Eigentums- und Urheberrecht, nicht nur wandeln. Sie müssen auch mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle Schritt halten, denn dann geben sie Sicherheit, schaffen Akzeptanz und wirken innovationsfördernd. Die Voraussetzung dafür: Die rechtliche Analyse neuer Technologien muss frühzeitig beginnen – und nicht erst, wenn Industrie 4.0 angekommen ist. Bislang sind jedoch zentrale datenschutzrechtliche Fragen ungeklärt: Welche Daten werden erhoben und wem gehören sie? Wenn Daten zur Fernwartung ausgelesen werden, gehören die Daten dann dem Hersteller? Sind personenbezogene Daten auch betroffen? Es besteht,

wie schon so oft, die Gefahr, dass Standards gesetzt werden und erst hinterher dafür Regeln geschaffen werden. Immerhin weist die internationale Norm für Datenschutz- und Datensicherheit beim Cloud-Computing, die ISO/ IEC 27018 (veröffentlicht August 2014), hier in die richtige Richtung. Angesichts der steigenden Zahl cloud-basierter Dienstleistungen wird ihre Bedeutung in Zukunft sicher weiter zunehmen, denn die intelligenten Objekte, zentrales Merkmal der Digitalisierung, generieren zahlreiche Informationen, die über Firmengrenzen hinweg übermittelt werden.


INDUSTRIEMAGAZIN MB-INTERVIEW

Hat der Arbeitsplatz Schweiz noch Chancen? «Mit Innovationen und Lean Six Sigma ganz klar Ja!», sagt uns Dr. Martin Stöckli, COO inspire AG und Leiter der inspire academy. Im Interview erläutert er uns unter anderem, wie inspire seinen Beitrag dazu leistet.

Martin Stöckli: «Lean und Six Sigma können einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit machen.»

Herr Stöckli, Globaler Wettbewerb, fragmentierte Wertschöpfungsketten, starker Schweizer Franken – hat die Schweizer Industrie noch eine Überlebenschance? Ja, sicher – obwohl sich das wirtschaftliche Umfeld tatsächlich signifikant verschlechtert hat. Die Diskussion um Produktionsverlagerungen mit damit verbundenem Verlust von Arbeitsplätzen in reifen Industrien steht heute schon fast auf der Tagesordnung. Unsere Antwort darauf muss lauten: Forschung und Ausbildung! Und die Produktion? Sehen Sie eine weitere Abwanderung der Produktion ins Ausland und als Folge eine fortschreitende Schwächung des Industriestandortes Schweiz? Nicht ganz. Die Forschung führt zu neuen, innovativen Produkten, stärkt damit bestehende Geschäftsfelder und ermöglicht es, neue zu entwickeln. Und über die Ausbildung können die Ingenieure von morgen aufgebaut und für neue Aufgaben ausgebildet werden Dabei meine ich nicht nur Ausbildung in den klassischen technischen Disziplinen Maschi-

nenbau, Elektrotechnik, IT usw., sondern auch die Ausbildung von Produktionsingenieuren, die das Wissen haben, wie man effizient fertigt. Tatsächlich haben wir in der Schweiz durch die fehlende Automobil-Hochleistungsindustrie auf diesem Gebiete ein gewisses Manko. inspire versucht, diese Lücke zu schliessen. Wenn wir neben einer hohen Innovationsfähigkeit es auch schaffen, die Produktion effizient zu machen, können wir als Industriestandort sehr wohl bestehen. Wir brauchen aber ganz klar beides – in der Zukunft mehr denn je. Welches ist der Beitrag, den inspire dazu leistet? inspire ist ein Technologie-Transfer-Institut mit ETH-Minderheitsbeteiligung, welches vor zwölf Jahren von der ETH, Swissmem, dem BBT und Industriefirmen gegründet wurde. Es positioniert sich zwischen der universitären Grundlagenforschung und kundenbezogener Industrieanwendung. inspire unterstützt zwei Zielrichtungen: einerseits die Innovation durch KTI geförderte

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Forschungsprojekte, meist in Verbindung mit Dissertationen zu den entsprechenden Themen, anderseits die praxisorientierte Lehre von neuen Produktionsansätzen wie Lean und Six Sigma, die in der Schweiz noch keine umfassende Verbreitung gefunden hat. Die bei der Forschung angewendete Technologie-Transferphilosophie wird auch bei der inspire academy praktiziert. Die inspire academy hat sich in den letzten Jahren insbesondere für Leanund Six Sigma-Kursen einen Namen gemacht. Tatsächlich kann inspire durch die Kompetenz seiner Trainer ein sehr breites Schulungsangebot auf höchstem Niveau garantieren. Wir setzen vor allem auf Ausbildung, weniger auf Beratung. Was beinhaltet das erfolgreiche inspire-Business-Modell? So wie die inspire AG ein Technologie-Transferinstitut ist, so ist die inspire academy ein WissensTransferinstitut. Wir setzen primär auf Ausbildung, nicht auf Beratung, denn wir möchten den Mitarbeiter eines Unternehmens neues Wissen vermitteln, um sie zu neuen Aufgaben zu befähigen – damit bleibt das Know-how im Unternehmen. Die wahren Assets eines Unternehmens sind nicht etwa die neuesten Maschinen – die kann jeder kaufen und veralten mit der Zeit – nein, die wahren Assets sind die gut ausgebildeten Mitarbeiter, die eine Firma weiterbringen. Diese bekommen von uns Wissen vermittelt, theoretisch und praktisch, sie lernen dazu, machen eigene Erfahrungen vor Ort und sind in der Lage, Prozessverbesserungen zu initiieren und umzusetzen und steigern damit den Wert des Unternehmens. Durch die Wissensvermittlung und unser Coaching leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Was sind die Aktivitäten von inspire? Wie gesagt, einerseits ist es die Arbeit in industrienahen, bilateralen und vom Bund geförderten KTIProjekten, um die Brücke von theoretischen Erkenntnissen in Produkt- und Prozessinnovationen zu schlagen, also letztlich um Forschungserkenntnisse in neue Produkte umzusetzen. Anderseits ist es die Wissensvermittlung über die angegliederte academy, die in erster Linie produktionstechnischer Natur ist. Sehr gut gebucht sind unsere Lean Six Sigma Kurse, welche auf grosses Interesse stossen und das umso mehr, seit der Franken erstarkt ist. Lean und Six Sigma können einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit machen! Übrigens eines möchte ich betonen: LSS ist nicht ein amerikanischer «Flavour of the Day». LSS ist eine umfassende Produktionstheorie, welche heute die Basis eines modern geführten Unternehmens bildet! Glauben Sie mir: In spätestens zehn Jahren ist LSS Industriestandard und verbreitet wie die ISO 9001-Zertifizierung. Was umfasst das Ausbildungsprogramm schwerpunktmässig? Wir haben ein breites Kursangebot, welche alle in irgendeiner Form mit Innovation und Produktion, Prozessverbesserung, Optimierung und Produktdesign zu tun haben. Wo steht inspire in zehn Jahren? Wir wollen von uns sagen können, dass wir einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des Industriestandortes Schweiz geleistet haben. Wenn es der Markt erlaubt, wollen wir wachsen, dieses Wachstum aber ist zweitrangig, viel wichtiger ist für uns, in enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Industrie gute Arbeit zu leisten, um deren Innovationskraft zu stärken. Herr Stöckli, vielen Dank für das Gespräch.

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Premiere als Maschinenhersteller Das malerisch direkt am Vierwaldstätter See gelegene KKL in Luzern ist ein kulturelles Zentrum mit bestem nationalem wie auch internationalem Ruf. Nach rund 15 Jahren Betrieb musste das Transportpodium des Luzerner Saals den stetig wachsenden Bedürfnissen des KKL angepasst werden.

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Schweiz hinaus bekannten Veranstaltungsorts und machen ihn zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt und Region Luzern. Für die Mitarbeiter des KKL bedeutet dies intensive Arbeit bei ständig wechselnden Anforderungen. Die Besucher sollen sich am kulturellen Angebot erfreuen und von den hierfür erforderlichen Mühen möglichst gar nichts mitbekommen. Die Belastung auch für die technische Crew des KKL kann man daran ermessen, dass dort allein im Jahr 2013 insgesamt 324 Konzerte sowie 231 Kongresse und sonstige Versammlungen stattfanden. Dazwischen muss der entsprechende Saal neu gestaltet werden. Im sogenannten Luzerner Saal – mit über 1000 Sitzplätzen der zweitgrösste des KKL – bedingt dies oft eine komplette Neueinrichtung samt Bühnenaufbauten und Bestuhlung. Dies erfordert den Transport einiger Tonnen Material aus dem Kellergeschoss um 7 m nach oben und wieder zurück. Hierfür kommt eine grosse Scherenhubbühne als Transportpodium mit einer Ladefläche von 12x2,5 m und 7,5 t Tragfähigkeit zum Einsatz, mit der für eine voll-

Eigeninitiative nach Konkurs des Originalherstellers «Idealerweise hätte man den Hersteller gebeten, diese wesentliche Änderung am Transportpodium vorzunehmen. Das ging jedoch nicht, weil das Unternehmen zwischenzeitlich Konkurs gegangen war», ergänzt Dipl.-Ing. Renato Walker, Sicherheitsingenieur und Mitarbeiter der NSBIV AG, Zertifizierungsstelle SIBE Schweiz. Als Beratungsunternehmung im Dienste der Arbeits- und Prozesssicherheit unterstütze man Hersteller mit dem Ziel, dass neu in Verkehr zu bringende Maschinen den grundlegenden Sicherheitsund Gesundheitsschutzanforderungen nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen. Diese Begutachtung und Beurteilung bezüglich Konformität mit den Vorschriften gilt nicht nur bei neuen Maschinen, sondern auch dann, wenn es sich um eine wesentliche Änderungen an bestehenden Maschinen handelt. Ein kompletter Neubau hätte Monate in Anspruch genommen und der Saal hätte für diesen ZeitBild: KKL Luzern

it dieser wesentlichen Änderung und dem Ausfall des ursprünglichen Herstellers hatte hierbei das KKL Luzern selbst die Verantwortung als Maschinenhersteller zu übernehmen. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Luzerner NSBIV AG, Zertifizierungsstelle SIBE Schweiz, sowie der Leistungsfähigkeit des Hydraulikanbieters HAWE-Hydratec AG wurde dieses anspruchsvolle Vorhaben mit Bravour gemeistert. «Eigentlich hatte mir nie vorgeschwebt, einmal als Maschinenbauer tätig zu werden. Aber in einer Organisation wie dem KKL gehört Flexibilität nun einmal untrennbar zum Job», schmunzelt Adrian Stettler, Leiter Gebäude + Sicherheit des Kulturund Kongresszentrums Luzern (KKL) am Vierwaldstättersee in der Schweiz. Das moderne, von dem französischen Stararchitekten Jean Nouvel konzipierte Zentrum – Motto: «culture, convention, cuisine» – nahm 1998 den Betrieb auf und erwarb rasch einen exzellenten Ruf auf nationaler wie internationaler Ebene. Jährlich mehr als eine halbe Million Gäste dokumentieren die Attraktivität dieses weit über die

ständige Neubestückung bis zu fünf Hubfahrten durchgeführt werden müssen. Das 15 Jahre alte Transportpodium war jedoch leistungsmässig am Anschlag und genügte nicht mehr den heutigen Bedürfnissen respektive Arbeitsprozessen.

Das moderne, von dem französischen Stararchitekten Jean Nouvel konzipierte KKL in Luzern lockt mit seinen Veranstaltungen und seiner Cuisine jährlich eine halbe Million Gäste an.


tungen mussten deshalb umfassend und bis ins Detail stimmig sein, weil das enge Zeitfenster keinerlei nachträgliche Anpassungen oder konzeptionelle Änderungen zuliess.

Bild: Klaus Vollrath

Bild: NSBIV/Klaus Vollrath

INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Entkernung bis auf Stahlbau und Hydraulikzylinder «Beim Umbau musste zwischen dem Stahlbau inklusive der Hydraulikzylinder einerseits und den ganzen sonstigen Komponenten andererseits unterschieden werden», verrät Adrian Stettler. Grund hierfür war, dass man die ursprüngliche EG-Konformitätserklärung des Stahlbaus aufrechterhalten musste. Jede signifikante Veränderung am Stahlbau hätte ein Erlöschen der ursprünglichen EG-Konformitätserklärung aus dem Jahre 2000 zur Folge gehabt. Als Massnahme hat man sich diesbezüglich auf eine gründliche Inspektion entschieden, um sicherzustellen, dass keine unzulässigen Veränderungen durch Verschleiss oder Beschädigungen vorlagen. Zugleich sammelte man systematisch die bisherigen Erfahrungen aus dem Betrieb des Transportpodiums in Hinblick auf Leistung, Handhabbarkeit sowie Arbeitssicherheit und erstellte daraus einen Anforderungskatalog für den hydraulischen Umbau.

Hydraulische Anschlüsse Hauptzylinder: Der Vergleich des alten Zustands (links) mit der jetzigen Situation zeigt deutlich die umfassenden Verbesserungen.

Hydraulik-Komplettanbieter

Sicherheit im Vordergrund «Nächster Schritt war dann eine vollständige sicherheitstechnische Beurteilung des Projekts», weiss Renato Walker. Dabei war auch die Sicherheit der Mitarbeiter, die für die Umbauarbeiten im Schacht am Scherenhubmechanismus arbeiten mussten, zu berücksichtigen. Als weitere Punkte kamen noch die Absicherung des Perso-

Zu den neuen Sicherheitskomponenten gehört auch dieser Kasten mit einer Hand-Hydraulikpumpe, mit der ein eventuell mitten im Schacht steckengebliebenes Transportpodium auch ohne elektrischen Strom in eine sichere Position abgesenkt werden kann.

nals bei einer Störung an der teils im Schacht abgesenkten Bühne sowie ein optisches Rückhaltesystem bei geöffneten Seitentüren und hochgefahrenem Transportpodium hinzu. Zudem musste bei der Planung die effiziente und nutzerfreundliche Handhabung des Transportpodiums berücksichtigt werden, damit auch die Akzeptanz bei den Mitarbeitern erreicht werden kann. Damit konnten auch die vorhersehbaren Fehlanwendungen, sprich das Manipulieren oder Umgehen von Sicherheitseinrichtungen, auf ein Minimum reduziert werden. Im vorliegenden Fall betraf dies im Wesentlichen den Sturz aus der Höhe bei abgesenktem Transportpodium sowie die offene Maschinengrube bei geöffneten Schutztüren im Kellergeschoss.

Bild: HAWE-Hydratec AG/Klaus Vollrath

«Unser Part bei diesem Projekt war die Konzipierung und Realisierung eines weitgehend erneuerten Hydrauliksystems von der Pumpe über die gesamte Ventilund Sicherheitstechnologie bis zur Verrohrung», sagt Andy Brunner, Mitarbeiter im Vertrieb der Fa. HAWE-Hydratec AG in Perlen. Das Unternehmen führt

nicht nur ein breites Sortiment an Hydraulikkomponenten und Zubehör, sondern agiert darüber hinaus auch als Dienstleister und Engineeringpartner bei der Realisierung kompletter Hydrauliksysteme. Da man sich auf diesem Gebiet einen guten Ruf erworben hat, erhielt HAWE-Hydratec AG im Mai 2015 eine entsprechende Anfrage und sagte nach Prüfung der Aufgabenstellung zu. Zu den grössten Herausforderungen gehörte dabei neben der Neukonzeption der Hydraulik auch in die Einhaltung eines extrem engen Zeitplans: Die Umsetzung musste innerhalb der alljährlichen 14tägigen Veranstaltungspause im KKL während der Fasnachtsphase erfolgen. Von diesen 14 Tagen stand HAWE-Hydratec AG nur eine Woche zu, da die restliche Zeit der Runderneuerung der Elektrik und Steuerungstechnik vorbehalten war. Die gesamte Aufgabenstellung umfasste daher zwei Zeiträume: Eine Konzeptions- und Vorbereitungsphase, in der die gesamte Planung sowie die logistische Vorbereitung der Umrüstung erledigt werden musste, gefolgt von der eigentlichen Umrüstung. Die Vorberei-

Bild: Klaus Vollrath

raum nicht zur Verfügung gestanden. Ein solch langer Stillstand hätte die Saison «geschmissen» und war daher nicht vertretbar. Deshalb wurde entschieden, die wesentliche Änderung in eigener Verantwortung durchzuführen, wodurch das KKL mit dem erneuten Inverkehrbringen zum Hersteller der Maschine wurde. Bei diesem Projekt arbeitete man deshalb von Anfang an eng mit der NSBIV AG zusammen und stützte sich auf die Risikobeurteilung und Massnahmen ab, damit die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/ EG erfüllt wurden. Ohne diese enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit wäre das Projekt gar nicht durchführbar gewesen.

Bei der neuen Lösung wurden mit dem Wegesitzventil NBVP 16 mit Stellungsüberwachung umfassende Sicherheitsfunktionen direkt an die Zylinder verlegt. Zur Vorbereitung gehörte auch die Vorabfabrikation der gesamten Befestigungstechnik sowie der Verrohrung.

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Die kompakte Hydraulikeinheit aus Pumpe, Behälter, Steuerventilen, Sensorik und interner Verkabelung wurde komplett montiert und getestet angeliefert und musste nur noch angeschlossen werden. Das Typenschild mit CE-Kennzeichnung weist das KKL als Hersteller aus.


Der mächtige Scherenhubmechanismus stemmt mithilfe von acht Hydraulikzylindern bis zu 7,5 t Material in die Höhe. Die rote Rollplane dient bei geöffneten Türen als optisches Rückhaltesystem für die Mitarbeiter.

Zahlreiche Verbesserungen «Diese Vorarbeiten bildeten die Grundlage für die Planung des neuen Hydrauliksystems, das sowohl leistungsmässig als sicherheitstechnisch deutlich besser sein sollte als die vorige Version», erinnert sich Andy Brunner. Zu den Verbesserungen gehörte natürlich ein komplett neues Hydraulikaggregat mit höherer Förderleistung und verbesserten Ventilen mit direkt integrierten Überwachungs- und Sicherheitsfunktionen, was dem heutigen Stand der Technik entspricht. Auch die Verrohrung wurde in entscheidenden Bereichen verdoppelt, um eine entsprechend höhere Hubgeschwindigkeit zu ermöglichen. Das neue Aggregat verfügt über modernste Ventiltechnik und kommt nicht nur für das Anheben, sondern auch für das Absenken des Transportpodiums zum Einsatz. Wichtige Steuer- beziehungsweise Sicherheitsfunktionen mitsamt den zugehörigen Ventilen wurden zudem direkt an die Hydraulikzylinder montiert. Ein zusätzlicher Kasten

Bild: Klaus Vollrath

Bild: Klaus Vollrath

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Teamplayer (v.l.n.r.): Adrian Stettler, Andy Brunner und Renato Walker vor dem neu in Verkehr gebrachten Transportpodium für den Luzerner Saal des KKL.

mit einer Hand-Hydraulikpumpe bildet eine weitere Sicherheitskomponente, mit der ein eventuell mitten im Schacht steckengebliebenes Transportpodium auch ohne elektrischen Strom in eine sichere Position abgesenkt werden kann. Für die sichere Durchführung von Montage- oder Wartungsarbeiten im Schacht wurden zusätzlich mechanische Verriegelungselemente konzipiert, auf denen das gesamte Transportpodium abgestützt werden kann.

nik. Anschliessend wurde die gesamte neu zu installierende Technik im 3D-CAD-System konstruiert und komplett vorab als Baukasten realisiert. Ohne diese Vorbereitung wäre die Einhaltung des Zeitplans von vornherein illusorisch gewesen. Auch die kompakte Hydraulikeinheit aus Pumpe, Behälter, Steuerventilen, Sensorik und interner Verkabelung wurde komplett montiert und getestet angeliefert und musste nur noch angeschlossen werden.

cherer und für das Personal besser zu handhaben als die alte Ausführung. Zudem verfahre sie deutlich schneller, sodass Engpasssituationen der Vergangenheit angehörten. Zu diesem Erfolg hätten alle Beteiligten durch gute Zusammenarbeit und HAWE-Hydratec AG darüber hinaus auch durch die professionelle Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Ideen beigetragen.

Umfassende Vorbereitungen

Gelungene Premiere

I N F OS | KON TAKT

«Als besondere Herausforderung erwies sich die fristgerechte Durchführung aller Arbeiten in dem extrem kurzen Zeitfenster», setzt Andy Brunner hinzu. Möglich wurde dies nur, weil HAWEHydratec AG die gesamte Verrohrung sowie die Schläuche bereits fertig vorfabriziert zur Baustelle mitbrachte, sodass die Montage schnell und effizient erfolgen konnte. Voraussetzung hierfür war eine vollständige dreidimensionale Vermessung der baulichen Gegebenheiten sowie der Mecha-

«Für mich als Mitarbeiter eines Veranstalters kultureller Ereignisse liegt es nahe, hier eine Parallele zu einer gelungenen Premiere einer besonders anspruchsvollen Aufführung zu ziehen», sagt Adrian Stettler. Dank der intensiven Vorbereitungen sei es gelungen, ungeachtet des grossen Zeitdrucks die Premiere des Stücks «KKL wird Maschinenhersteller» mit Erfolg aufzuführen. Das neu in Verkehr gebrachte Transportpodium arbeite seit dem Tag der Inbetriebnahme einwandfrei, sei si-

HAWE-Hydratec AG Dorfstrasse 37 CH-6035 Perlen Telefon +41 (0)41 747 40 00 www.hawe-hydratec.ch info@hawe-hydratec.ch NSBIV AG Zertifizierungsstelle SIBE Schweiz Brünigstrasse 18 CH-6005 Luzern Telefon +41 (0)41 210 50 15 www.sibe.ch nsbiv@sibe.ch

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Saubere Hallenluft ohne kostenintensive Verrohrung In vielen Produktionshallen mit Bearbeitungszentren ist die Luftqualität aufgrund der Emulsionsdämpfe eher mässig. Dem kann teilweise mit einer Absaugung direkt an der Bearbeitungsmaschine entgegengewirkt werden. Jedoch entweicht bei offenen Anlagen oder bei Maschinen, die regelmässig bestückt werden müssen, sehr viel Dampf in die Halle.

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st dies der Fall, dann kommen ergänzende Raumlüftungssysteme zum Einsatz. Das Beispiel der Firma Haas AG in CH-8865 Bilten verdeutlicht, wie metallverarbeitende Betriebe effiziente Lösungen schaffen können. Im Frühling 2016 optimierte der Hersteller von Präzisionswerkstücken die Luftqualität in der neuen Produktionshalle. In Zusammenarbeit mit dem Lösungsanbieter TECHNOROBOT WELDING AG wurde die ESTA FILTOWER-Serie als optimales Raumlüftungssystem evaluiert.

Filterturm-Technik für Emulsionsbehaftete Produktionshallen Das Bearbeiten von Metall vom Rohling bis zum montagefertigen Präzisionswerkstück zählt zu den Kerndisziplinen der Firma Haas.

Im Frühling 2016 evaluierte das Unternehmen im Zuge eines Umzugs in eine neue Produktionshalle, in Zusammenarbeit mit dem Lösungsanbieter TECHNOROBOT WELDING AG, das Hallenlüftungssystem. 28 moderne, mehrachsige CNC gesteuerte Maschinen befinden sich in der entsprechenden Halle. Da es sich teilweise um offene Anlagen handelte, gestaltete sich die Suche nach einer geeigneten Absauglösung als schwierig. Die TECHNOROBOT WELDING AG, Schweizer Lösungsanbieter für Hallenlüftungs- und Absauganlagen, übernahm die Beratung der Firma Haas AG vor Ort. Nach einer umfassenden Bedarfsanalyse stand schnell fest, dass hier eine Hallenlüftung im Schichtenlüftungssystem zu tra-

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34 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

gen kommen soll. Daher entschied sich das Bearbeitungsunternehmen für die Plug&PlayHallenlüftungssysteme der FILTOWER-Serie. In der Produktion sorgt nun ein Filterturm für saubere Hallenluft.

Intelligente Steuerung 4.0 Die FILTOWER-Modelle verfügen über integrierte Protokoll- und Netzwerkfunktionen. Mess- und Betriebsdaten können einfach und schnell in digitaler Form verarbeitet werden. Neben der ESTA EasyControl-Steuerung sorgen Frequenzumrichter für einen effizienten Betrieb je nach Raumluftqualität. Über ein grosszügiges Bedienpanel mit Display werden die wichtigsten Gerätefunktionen (Differenzdruck usw.) für den Anwender angezeigt.

Leistung und hohe Effizienz Die Firma Haas setzt in der 58 m langen und 30 m breiten Produktionshalle die leistungsstärkste der drei Filterturm-Varianten ein. In Spitzenzeiten operieren dort

Eine Punktabsaugung ist aufgrund teils offener Bearbeitungszentren nicht möglich. Daher schlug die TECHNOROBOT WELDING AG die ergänzenden Raumlüftungssysteme FILTOWER von ESTA vor. Der FILTOWER L-200 sorgt für saubere Hallenluft ohne bauliche Massnahmen. Die Ölablagerungen in der Produktionshalle gehören der Vergangenheit an.


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zwischen acht und zehn Bearbeitungszentren. Der FILTOWER L-200 verfügt mit einem maximalen Luftvolumenstrom von 22’000 m3 pro Stunde bei einer Antriebsleistung von 2x7 kW über die notwendige Performance, um auch höhere Rauchbelastungen in den Griff zu bekommen. Die hocheffizienten Elektromotoren und der Frequenzumrichter dienen zur optimalen Leistungsregelung. Die von der Berufsgenossenschaft empfohlene Schichtenlüftung bringt einen zusätzlichen Energiespareffekt: Dank hochwirksamer Filtertechnik kann die bereits erwärmte Hallenluft wieder in den Arbeitsbereich zurückgeführt werden. Die Heizkosteneinsparung beträgt dadurch bis zu 70 Prozent pro Jahr. Die FILTOWER funktionieren nach dem von der Berufsgenossenschaft empfohlenen Schichten- beziehungsweise Verdrängungslüftungsprinzip. In einem Radius von bis zu 15 m saugen die Anlagen an der Gehäuseoberseite die verunreinigte Luft an. Im Innenbereich durchströmt sie zunächst das neu entwickelte Vorabscheidesystem, das sie von groben Partikeln befreit. Dadurch verbessert sich die Standzeit der nachgeschalteten Filterpatronen immens. Zugleich verringert sich das Risiko eines möglichen Filterbrands. Diese Technik hat ESTA zum Patent angemeldet. Im Anschluss werden die verbleibenden Feinpartikel durch Dauerfilterpatronen geleitet und dort abgeschieden. Das Ergebnis: Der Luftstrom verlässt die Anlage praktisch frei von  Partikeln und gelangt durch die bodennahen seitlichen Quellauslässe der Filtertürme in die Halle zurück. Die Mitarbeiter werden somit gezielt und kontinuierlich mit reiner Luft versorgt, gleichzeitig wird die Luftzirkulation unterstützt.

Schnelle Installation, einfaches Handling Im Gegensatz zu zentralen Raumlüftungssystemen kommt der Filterturm ohne Rohrsystem aus. Er wurde komplett montiert und betriebsfertig angeliefert und war innerhalb kürzester Zeit einsatzfähig. Darüber hinaus bietet der FILTOWER ein Höchstmass an Flexibilität: Bei produktionsbe-

dingten Veränderungen stellt die Firma Haas den Filterturm mittels Stapler oder Kran einfach und zügig in der Halle um.

I N F OS | KON TAKT TECHNOROBOT WELDING AG Bischofszellerstrasse 77 CH-9200 Gossau Telefon +41 (0)71 505 15 15 www.technorobot.ch office@technorobot.ch www.ESTA.com

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Wurzelbehandlung ganz ohne Schmerzen Bild: Fronius

Die renommierte Bilfinger VAM Anlagentechnik GmbH setzt das einseitige Wurzelschweissen in grossem Umfang beim Bau von Anlagen, Behältern und Rohren ein. Zum ersten Mal hat das Unternehmen dafür bei einem aktuellen Wasserkraftwerksprojekt in den österreichischen Alpen die neueste MIG/MAG-Schweissstromquelle TPS/i von Fronius genutzt. VAM konnte so die Schweissarbeiten vereinfachen und gleichzeitig die Zahl der erforderlichen Geräte reduzieren.

Einseitige Wurzelnähte fallend geschweisst Bis vor Kurzem setzte der Anlagenbauer dafür auf einen speziell für einseitige Wurzelschweissungen im Pipelinebau entwickelten Prozess, der weder Strom noch Spannung konstant hält, sondern den Strom automatisch an den Wärmebedarf des Lichtbogens anpasst. «Die mit diesem Prozess erreichbare Nahtqualität bei fallend geschweissten Wurzelnähten entspricht zwar unseren hohen Anforderungen und der unserer Kunden», berichtet der VAM-Manager. «Allerdings ist die Einstellung der Parameter bei dem Schweissgerät nicht ganz einfach und erfordert viel Erfahrung seitens des Schweissers.» Aus diesem Grund sahen sich die Verantwortlichen schon länger nach besseren Alternativen um.

3,60 m und einer Höhe von 2,40 m und 20 bar Betriebsdruck sowie gemeinsam mit einem Partner zwei Kugelschieber mit einem Durchmesser von 1600 mm und einem Betriebsdruck von 105 bar. Als Materialien kommen ALFORM 700, 550, 460 und S690QL1 zum Einsatz.

Europa-Premiere: Panzerung aus thermomechanischem Stahl

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uf 2500 m Seehöhe wird in Kärnten derzeit ein 430-MWPumpspeicherkraftwerk als Modernisierungs- und Erweiterungsbau einer bereits bestehenden Kraftwerksgruppe realisiert. Mit der Fertigstellung entsteht einer der leistungsstärksten Wasserkraftwerksverbünde Europas. Für Aussenstehende sind Dimension und Baufortschritt des Neubaus jedoch kaum erkennbar, denn die eigentlichen Bauarbeiten finden fast ausschliesslich im Berg statt. Tief im Gestein entsteht eine 25 m breite, 58 m lange und 43 m hohe Kaverne, die Platz für zwei Maschinensätze mit einer Turbinenbeziehungsweise Pumpleistung von jeweils 215 MW bietet. Um diese mit einem vorhandenen Stausee zu verbinden, der als Oberbecken fungiert, wurde ein Tunnel durch den Fels getrieben. In ihm wird ein 5 km langes Untertage-Stahlrohrsystem installiert, das im Wesentlichen aus einem 3,3 km langen Druckstollen

und einem 800 m langen Druckschacht mit 42°-Gefälle besteht.

3963 t Stahl im Berg verbaut Der Druckschacht hat einen Durchmesser von 3,60 m und einen Betriebsdruck von 105 bar. Die Höhendifferenz zwischen dem oberen und dem unteren Speichersee beträgt im Mittel über das Jahr hinweg 595 m. Für die Realisierung des Druckschachtes wurden von der dafür beauftragten Bilfinger VAM Anlagentechnik GmbH, einer Tochtergesellschaft der Bilfinger Berger Industrial Services Group (BIS Group), 3963 t Stahl für die Druckschachtpanzerung sowie zugehörige Anlagenteile verbaut. Ausser der Druckschachtpanzerung baut und montiert die Bilfinger VAM Anlagentechnik GmbH in den eigenen Werkstätten und vor Ort auch die zugehörigen Verteilrohrleitungen mit einem Gewicht von 132 t, zwei Saugrohrklappen mit einer Breite von

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TPS/i und LSC Root sind die bessere Lösung

Bild: Fronius

Die renommierte Bilfinger VAM Anlagentechnik GmbH gehörte zu den ersten Anwendern der TPS/i, der intelligenten Schweissstromquelle von Fronius.

Zudem wurde für die Druckschachtpanzerung erstmals in Europa thermomechanischer Stahl in der Festigkeitsklasse 690 N/mm2 verwendet. Gegenüber Vergütungsstahl hat dieser Stahl den Vorteil, dass er kostengünstiger gefertigt und einfacher geschweisst werden kann. «Im Vordergrund steht für uns aber immer die Qualität der Schweissnaht», betont Peter Krenmayr, Leiter des Geschäftsfelds Schweiss- und Prüftechnik bei der Bilfinger VAM Anlagentechnik GmbH. «Das gilt insbesondere auch für einseitige Wurzelschweissungen, die einen wesentlichen Teil der Schweissarbeiten bei der Herstellung der Druckschachtpanzerung ausmachen.»

Entsprechend positiv reagierten die Verantwortlichen als Fronius die neue MIG/MAG-Schweissstromquelle TPS/i Ende 2013 ankündigte und nahmen die Gelegenheit gerne wahr, sich als Beta-Tester frühzeitig von der Leistungsfähigkeit der neuen Schweisstechnik zu überzeugen und wichtiges Feedback zu liefern. Heute setzt der Anlagenbauer bevorzugt die TPS/i mit der Kennlinie LSC Root für fallend ausgeführte einseitige Wurzelschweissungen ein. Drei Geräte der neuesten Schweissgerätegeneration hat das Unternehmen mittlerweile in den eigenen Werkstätten am Stammsitz in A-4600 Wels im Einsatz. Zusätzlich kann es bei Bedarf auf den Gerätepool der Bilfinger Gerätetechnik GmbH zurückgreifen, der alleine über 1200 Froniusgeräte bereithält, darunter bereits 20 Geräte aus der TPS/i-Serie.

Extrem hohe Lichtbogenstabilität

Mit der Kennlinie LSC Root ausgeführte einseitige Wurzelschweissung.

Das LSC in LSC Root steht dabei für Low Spatter Control. Im direkten Vergleich der unterschiedlichen Lichtbogenprozesse wird schnell klar, wie es zu diesem Namen gekommen ist: Im Vergleich zum traditionellen Kurzlichtbogen konnte der Spritzerauswurf deutlich reduziert werden.


Bild: VAM

Bild: VAM

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Die in Wels vorbereiteten Druckstollenteile des Pumpspeicherkraftwerks Reisseck II werden untertage mithilfe der TPS/i einseitig verschweisst.

Verantwortlich hierfür zeichnet vor allem die extrem hohe Lichtbogenstabilität, die erst durch den schnelleren und präziseren Regelkreis der TPS/i möglich geworden ist. Wurzeldurchdruck und Abschmelzleistung sind bei LSC als Folge eines stabileren und noch stärker fokussierten Lichtbogens höher als bei den bisher verfügbaren Lichtbogenvarianten. Damit hat LSC auch in puncto Schweissgeschwindigkeit die Nase vorne. Besonders deutlich wird dies bei einer Gegenüberstellung der Verfahren im Fall einer Wurzelnahtschweissung, die fallend beziehungsweise steigend auszuführen ist:

Schneller als Elektrodenund TIG-Schweissen Mit dem herkömmlichen Elektrodenhandschweissen lässt sich eine Wurzelnaht mit einer Geschwindigkeit von zirka 9 cm/min schweissen – einen erfahrenen Schweisser vorausgesetzt. Doch muss die Schlacke innen und aussen entfernt und die Naht auch noch geschliffen werden. Das TIG-Schweissen überzeugt durch eine optimale Nahtoptik, erlaubt aber nur eine Schweissgeschwindigkeit von zirka 5,5 cm/min. Wesentlich schneller geht es mit einem konventionellen Kurzlichtbogen. In fallender Position kann mit bis zu 25 cm/min geschweisst werden, allerdings besteht wegen des geringen Lichtbogendrucks und dem Vorlaufen des Schmelzbads die Gefahr von Bindefehlern. Bisher konnte eine Wurzel mit MAGGeräten daher in der Regel nur steigend verschweisst werden. Um ein Durchfallen zu verhindern, musste zudem mit geringerem Wärmeeintrag und halbem Tempo (zirka 12 cm/min) geschweisst werden. Darüber hinaus war ein Schleifen der Naht erforderlich, um der Gefahr von Bindefehler entgegenzuwirken.

Sehr gute Wurzelerfassung und Spaltüberbrückbarkeit Mit der von der VAM Anlagentechnik genutzten Charakteristik LSC Root und der TPS/i gehört das alles der Vergangenheit an, weil dank eines hohen Lichtbogendrucks und hoher Ab-

schmelzleistung fallend und damit schneller geschweisst werden kann. Schliffbilder belegen, dass LSC Root durch ein besonderes Stromprofil eine sehr gute Wurzelerfassung und Spaltüberbrückbarkeit garantiert sowie Bindefehler so gut wie ausgeschlossen sind. «In unserem Hause ausgeführte ausführliche Tests bestätigen diese Ergebnisse», sagt Peter Krenmayr. «Die TPS/i in Kombination mit LSC Root eignet sich bestens für das einseitige Wurzelschweissen in fallender Position und ist zudem wesentlich einfacher zu handhaben als die bislang von uns genutzte Lösung.»

Nur noch ein Gerät für Wurzel-, Füll- und Decklage Doch damit nicht genug: Während die Vorgängerlösung ausschliesslich für fallende einseitige Wurzelschweissungen konzipiert wurde, kann die TPS/i als universell einsetzbares MIG/ MAG-Schweissgerät auch noch für die Fertigung der Füll- und Decklagen verwendet werden. Für die VAM Anlagentechnik bedeutet dies, dass der Gerätepool deutlich abgespeckt beziehungsweise für andere Aufgaben verwendet werden kann und Schweissaufgaben schneller und damit zugleich wirtschaftlicher erledigt werden können. Auch beim Wurzelschweissen sieht der VAM-Manager noch Potenzial für eine Ausdehnung des Einsatzbereichs in seinem Unternehmen und urteilt: «Überall dort, wo normaler C-Stahl zum Einsatz kommt und mit einseitiger Wurzelschweissung gearbeitet wird, sollte ein Einsatz der TPS/i mit LSC geprüft werden. Mit dieser Lösung sind wir auf jeden Fall gut für die kommenden Herausforderungen gewappnet.»

INFO S | K O NTAKT Fronius Schweiz AG Oberglatterstrasse 11 CH-8153 Rümlang Telefon +41 (0)848 376 648 www.fronius.ch sales.switzerland@fronius.com


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Schneller – präziser – trochoidal Wenn es um die Produktion von anspruchsvollen Einzelteilen und Kleinserien geht, ist die Firma Gaden Konstruktion und Prototypenbau eine gute Adresse. Das Unternehmen verarbeitet nahezu alle zerspanbaren Materialien und hat jetzt den Prozess des trochoidalen Fräsens für sich entdeckt.

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Zeit optimiert «Unsere Kunden erwarten ständig kürzere Lieferzeiten, und das verstärkt den Druck auf die Produktivität», beschreibt Harald Gaden die aktuelle Situation. Der Diplom-Ingenieur hat das Unternehmen 2006 gegründet. Mit seinen Mitarbeitern konstruiert und bearbeitet er Bauteile aus Stahl, Messing, Aluminium und Titan. Bilder: HAM-Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH

eben der Bearbeitungsstrategie ist ein neuentwickeltes Vollhartmetall Werkzeug von HAMHartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH aus D-88477 Schwendi-Hörenhausen der Schlüssel des Erfolgs. Der 5-schneidige VHM-Schaftfräser vom Typ 40-5091 ermöglicht es, bei deutlich längeren Standzeiten, die Schnittwerte um 65 Prozent zu erhöhen.

Seine Kunden sind Automobilzulieferer, Medizintechniker, die Optikbranche und die Luft- und Raumfahrt. «Weil wir ein grosses Material-Spektrum bearbeiten, sind wir auf multifunktionale Werkzeuge angewiesen», beschreibt er. Kopfzerbrechen bereitete ihm und seinen Mitarbeitern das Fräsen eines Bauteils aus Werkzeugstahl 1.2842 für eine Spritzgussanlage. Der bisher eingesetzte Fräser brachte in Anbetracht der Bearbeitungszeit und der Oberflä-

chenqualität nur unbefriedigende Resultate. «Das hat einfach zu lange gedauert», sagt er. Clemens Weiss, Technischer Verkaufsberater bei HAM, und sein Kollege Mike Schirk, Technische Beratung und Verkauf bei der HAMVertriebsgesellschaft Fritz Hartmann GmbH & Co. KG, nahmen sich des Problems an. Mit Mark Gilly holte man sich einen CAD/ CAM-Spezialisten von SolidCAM aus Schramberg ins Boot. Das Softwarehaus hat das Modul «iMachining» entwickelt, das unter Berücksichtigung des zu bearbeitenden Materials, des verwendeten Fräswerkzeugs und den Profilkonturen des Bauteils die idealen Fräsbahnen für die zeitlich optimierte, dynamische trochoidale Bearbeitung errechnet. Die Projektpartner fuhren erste Versuche mit dem VHM-Schaftfräser im HAM-Technologiezentrum am Standort Schwendi-Hörenhausen.

Mit dem Fräser von HAM erzielt Gaden eine sehr gute Oberflächenqualität. n Anzeige

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Gaden Konstruktion und Prototypenbau bearbeitet mit dem HAM-Fräser 40-5091 ein Bauteil aus Werkzeugstahl.


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK Sehr gute Oberflächenqualität HAM hat den 5-schneidigen Fräser speziell für das Trochoidalund Hochgeschwindigkeitsfräsen entwickelt. Die besondere Geometrie mit ungleicher Drallsteigung sorgt für eine sehr gute Spanabfuhr und leitet die bei der Fräsbearbeitung entstehende Wärme gezielt in den Span ab. Beim Schruppen und Schlichten erzielt der Fräser ein hohes Zeitspanvolumen und überzeugt durch ruhigen Lauf und eine sehr gute Oberflächenqualität. Beim Umfang- und Konturenfräsen erzielt das Werkzeug zudem hohe Kontur- und Profilgenauigkeiten. HAM bietet den Fräser in Durchmessern von 6 bis 20 mm an. Nach den erfolgreichen Fräsversuchen im HAM-Technologiezentrum wurde das Werkzeug von allen Projektbeteiligten an der CNC-Maschine vor Ort eingefahren. Da der VHM-Schaftfräser von HAM die Bearbeitungswärme

180° auf Werte zwischen 15 und 35,3°.

Überzeugende Resultate

Wichtige Fragen werden vor Ort geklärt (v.l.n.r.): Clemens Weiss, Technischer Verkaufsberater bei HAM, Mike Schirk, Technische Beratung und Verkauf der HAM-Vertriebsgesellschaft, Fritz Hartmann, Geschäftsführer Harald Gaden, Juniorchef Patrick Garden und Mark Gilly, Projektleiter bei SolidCAM.

gezielt über den Span ableitet, fertigt man bei Gaden das Bauteil nun in der Trockenbearbeitung und verzichtet auf den Einsatz von Emulsionen. «Das bringt enorme Vorteile, Emulsion ist teuer und muss mehrmals im Jahr entsorgt werden, zudem

Die ungleiche Drallsteigung des Fräsers ermöglicht eine optimale Spanabfuhr.

steht dann die Produktion», berichtet Harald Gaden. «Selbst Bauteile aus Edelstahl habe ich bereits mehrmals trocken bearbeitet. Mich hat das Werkzeug vollkommen überzeugt», schildert Juniorchef Patrick Gaden. Das 5-schneidige VHM-Fräswerkzeug von HAM arbeitet mit Schnittgeschwindigkeiten von 331 m/min und ist damit 65 Prozent schneller als die frühere Lösung. Vorschübe von 4890 bis 6500 mm/min und seitliche Zustellungen von 1,47 mm bei einer Schnitttiefe von 32 und 3,2 mm bei einer Frästiefe von 6 mm waren mit dem bisherigen Werkzeug undenkbar. Durch die Optimierung des Bearbeitungsprozesses mit SolidCAM reduzierte sich der Umschlingungswinkel von bis zu

Die Neuentwicklung von HAM hat den Vöhrenbacher Lohnfertiger vom ersten Moment an überzeugt. «Wir sind rundum zufrieden und freuen uns darauf, weitere Bauteile zu optimieren. Mit HAM als Hersteller von Präzisionswerkzeugen, Fritz Hartmann als dazugehörige Vertriebsgesellschaft und SolidCAM als Softwarehaus blicken wir optimistisch in die Zukunft», resümiert Harald Gaden.

I N F OS | KON TAKT HAM Präzision Swiss Andreas Maier AG Alte Landstrasse 50 CH-9450 Altstätten Telefon +41 (0)71 757 03 20 www.ham-tools.com info@ham.ch

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Breites Know-how beim Fräsen und Kunststoffspritzen Beim Kunststoffspritzen gewinnen hochverschleissfeste Werkstoffe wie Ferro Titanit U oder Böhler M340 an Bedeutung. Mit Blick darauf hat Lefo Formenbau zusammen mit MMC Hitachi Tool Bearbeitungsstrategien entwickelt, mit denen sich auch schwierig zerspanbare Materialien mit hochwertigen Vollhartmetall-Fräsern wirtschaftlich schruppen und bis auf Fertigmass schlichten lassen.

Mehrkomponentenwerkzeug aus Ferro Titanit U zur Umspritzung von Blechpaketen mit eingelegten Magnetteilen, gespannt auf der 5-achsigen Hermle C40U sowie die Ober- und Unterseite als CAD-Modell.

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nser Know-how ist vor allem gefragt, wenn es um Werkzeuge für komplizierte Teile geht. Dies erfordert eine Menge Wissen und Erfahrung, weshalb wir etwa 50 Prozent der Werkzeuge bei uns im Haus konstruieren, das berichtet Holger Kieninger, Geschäftsführer der Lefo Formenbau Technologie GmbH in D-78333 Stockach am Bodensee. Zur hohen Qualität gepaart mit kurzen Durchlaufzeiten tragen bei Lefo auch eine ausgefeilte ERP-Lösung (Segoni) sowie die effiziente CAM-Infrastruktur (VISI) mit insgesamt fünf NC-Programmierplätzen bei. Ebenso die hoch entwickelte Mess- und Fertigungstechnik einschliesslich Verkettung durch Linear- beziehungsweise Knickarmroboter in den beiden Senkerodierzellen von Zimmer + Kreim (Chameleon) sowie GF Machining Solutions/AgieCharmilles. In die Chameleon-Zelle ist zudem eine 5-achsige HSC 55 L von DMG Mori eingebunden, auf

der neben Elektroden auch Präzisionsteile mit Genauigkeiten bis in den einstelligen µ-Bereich gefräst werden. Als sehr wichtig für den Projekterfolg betrachtet man in Stockach auch die enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern, insbesondere in den Bereichen CAD, CAM, Formwerkstoffe und Präzisionswerkzeuge.

Hochpräzises Fertigschlichten So auch im Fall des Mehrkomponentenwerkzeugs zur Umsprit-

zung von Blechpaketen, das als Frästeil aus dem Werkstoff auf der 5-achsigen Hermle C40U bearbeitet werden sollte. In das Werkzeug, das zur Produktion von Rotoren und Statoren von Elektromotoren dient, werden ausserdem Magnete eingelegt. Dies erforderte Formen aus einem Werkstoff, der nicht magnetisch ist – sonst hätte es ein Problem gegeben. Darum entschied sich der Formenbauer bei diesem Werkzeug für den nichtmagnetisierbaren Werkstoff Ferro Titanit U. Bei den ersten Versuchen, dieses mit 48 bis 53 HRC nicht besonders harte, aber dank seines Titankarbid- und Austenitgefüges sehr verschleissfeste Material zu fräsen, kam es allerdings immer wieder zu Werkzeugproblemen, die hauptsächlich auf die extrem schnell verschleissenden Schneiden zurückzuführen waren. Deshalb setzte sich Lefo mit MMC Hitachi Tool in Verbindung. Denn schon seit vielen Jahren vertraut man beim Fräsen mit VHM-Werkzeugen (Vollhartmetall) auf die hohe Qualität des japanischen Herstellers, der auch hierzulande über einen engmaschigen Aussendienst verfügt. Timo Heimann, der für die Region zuständige Anwendungstechni-

Für hohe Qualität gepaart mit kurzen Durchlaufzeiten trägt bei Lefo auch die effiziente CAM-Infrastruktur mit insgesamt fünf NC-Programmierplätzen bei, an denen das 3D-CAM-System VISI Machining installiert ist.

ker von MMC Hitachi Tool, glich die Bearbeitungsempfehlungen des Herstellers von Ferro Titanit U – Deutsche Edelstahlwerke – mit seinen eigenen Erfahrungen und den Kollegen aus der Anwendungstechnik ab und fuhr zusammen mit den Spezialisten vom Bodensee einige Versuche auf der Hermle C40U. Heraus kam ein Ergebnis, das alle überzeugte. «Wir haben schliesslich das Werkstück mit nur zwei Torus- und zwei Kugelfräsern komplett geschruppt, dem HGOR mit Ø 10 und 12 mm sowie den HGOB in Ø 4 und 6 mm», erläutert Patrick Bach, der als Leiter der Zerspanung bei Lefo von Anfang an in das Projekt mit eingebunden war. «Bei den Schlichtwerkzeugen wurden ebenfalls vier Torus- und Kugelfräser mit denselben Durchmessern verwendet, ergänzt durch den PN-beschichteten Torosfräser EPSM-CR, der in den Ø 3, 4 und 6 mm und mit Eckenradien R 0,2 und 0,5 mm vor allem beim hochpräzisen Fertigschlichten der Innenkonturen zum Einsatz kam.»

Prozesssichere Bearbeitung Sowohl beim Schruppen als auch beim Schlichten wurde mit 10

Werkzeuge von Lefo kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Vor allem bei der Metallumspritzung sowie bei der Mehrfarben- und Mehrkomponententechnik ist das Know-how aus Stockach gefragt.

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Schruppen über das Schruppschlichten bis hin zum Fertigschlichten, zum Teil 5-achsig mit angestellter Achse, haben die Spezialisten vom Bodensee für den gesamten Formeinsatz insgesamt nur 21 Std. benötigt, davon sieben Stunden zum Schruppen aus dem Vollen.

Einsatz ohne grössere Risiken

Der geschruppte sowie der fertig geschlichtete Formeinsatz aus Böhler M340. Die Bearbeitungszeit betrug 21 Stunden, davon sieben Stunden zum Schruppen.

mm Tiefenzustellung und 2,4 mm Seitenzustellung gefräst, bei sehr moderater Schnittgeschwindigkeit von 15 m/min, wie Patrick Bach hervorhebt. Denn der Formenbauer machte bei den Versuchen schnell die Erfahrung, dass sich eine höhere Schnittgeschwindigkeit sofort negativ auf die Prozesssicherheit auswirkt. Schliesslich besitzt Ferro-Titanit U gegenüber Werkzeugstahl mehr als doppelt so viele Karbide. Neben Chromkarbiden sind es vor allem die superharten Titankarbide, die sich gegenüber den Werkzeugschneiden als echte Standzeitkiller erweisen. Wenn man jedoch einmal weiss, wie es geht, dann ist die prozesssichere Bearbeitung von Ferro-Titanit U problemlos möglich. Die Voraussetzung ist allerdings die Verwendung von Hochleistungswerkzeugen wie die von MMC Hitachi Tool. Dank exakt abgestimmter Schneidengeometrien, speziellem Feinstkornsubstrat, niedrigster Fertigungstoleranzen und in Verbindung mit den MMC Hitachi Tool-eigenen nanokristallinen PVD-Beschichtungen TH45+ und TH60+ (ATH) lassen sich mit diesen VHM-Fräsern sogar bis zu 72 HRC gehärtete Kalt- und Warmarbeitsstähle ebenso prozesssicher bearbeiten wie pulvermetallurgische Spezialitäten a la Ferro-Titanit. «Oder auch Böhler M340, ein äusserst verschleissfester Kunststoffformenstahl, der sich bei uns ebenfalls als schwierig zu bearbeitender Kandidat herausstellte. Dieser Spezialstahl verlängert vor allem dort deutlich die Lebensdauer eines Spritzgiesswerkzeugs, wo man es mit stark abrasiv wirkenden und meist mit Glas-

oder Kohlefasern angereicherten Kunststoffen, die zudem häufig sehr hohe Werkzeugtemperaturen benötigen, zu tun hat», erklärt Patrick Bach. «Gemeinsam mit MMC Hitachi Tool entwickelten wir für diesen Hightech Stahl mit 54 bis 55 HRC ebenfalls optimale Bearbeitungsstrategien. Ein Beispiel ist der Formeinsatz für einen Ansaugstutzen in Zweikomponententechnik, der zunächst auf der Hermle C800V geschruppt und anschliessend auf der Hermle C40U bis auf Endmass geschlichtet wurde.» Beim Schruppen hatte man sich auch beim Böhler M340 wieder für die TH-beschichteten HGOR-Torusfräser sowie HGOB-Kugelfräser entschieden, mit Ø 4 bis 12 mm. Die anschliessenden Arbeiten auf der C40U wurden dann von Schlichtwerkzeugen der Evolution-Reihe übernommen: Dem THbeschichteten Torusfräser EPP mit 12 mm sowie von vier ATH-beschichteten Kugelfräsern EPDBE in den Ø 1,5 bis 4 mm. Vom

Als Leiter der spanenden Fertigung weiss Patrick Bach aber auch, dass die Auswahl und Qualität der Fräswerkzeuge zwar extrem wichtig, aber nicht der alleine bestimmende Faktor ist. Denn für das Bearbeitungsergebnis ist das Gesamtsystem entscheidend. Also das optimale Zusammenwirken von Frässtrategie – bei Lefo werden die NC-Programme mit dem CAM-System VISI (Vero Software) vom 3D-CAD-Solid abgeleitet –, Maschinenkinematik, Spindel, Spannmittel und Werkzeug. Ein weiterer, ebenfalls nicht unbedeutender Effekt sind die messbar gesunkenen Fertigungskosten – diese sind nicht zuletzt das Ergebnis der höheren Standzeit der Werkzeuge. Denn der Nachteil von VHM-Fräsern, dass deren unerreicht hohe Präzision – vor allem bei harten Werkstoffen – oft mit niedriger Standzeit erkauft wird, ist bekannt. Dieses Problem ist laut MMC Hitachi Tool mit der Evolution-Reihe dank neuer Schneidengeometrien, neuem Feinstkornsubstrat und ebenfalls neuer ATH-Beschichtung (TH60+) weitgehend beseitigt worden. Dies kann auch der Formenbauer vom Bodensee bestätigen, denn die neuen Fräser halten deutlich län-

Patrick Bach und ein mit MMC Hitachi Tool-Fräsern auf Endmass geschlichteter Formeinsatz: «Wir haben festgestellt, dass die Fräser der Evolution-Serie deutlich länger halten und das bisher schon sehr ordentliche Bearbeitungsergebnis noch besser geworden ist.»

ger und das Bearbeitungsergebnis ist noch besser geworden. Hinzu kommt, dass die Werkzeuge der Evolution-Serie gegenüber den vergleichbaren Typen, die man bisher von MMC Hitachi Tool bezogen hatte, zum Teil erheblich weniger kosten. So konnte Lefo die Kosten für die Fräserwerkzeuge zwischen 2012 und 2015 um 25 Prozent reduzieren. Auch deswegen ist festzustellen, dass sich die Werkzeuge von MMC Hitachi Tool bei Lefo absolut bewährt haben. «Die gute Zusammenarbeit mit MMC Hitachi Tool hat stark dazu beigetragen, dass wir technologisches Neuland und damit neue Geschäftsfelder weitgehend ohne grössere Risiken erschliessen konnten», zieht Holger Kieninger ein positives Fazit. «Ein Beispiel hierfür ist die Bearbeitung von Ferro-Titanit U, was ausser uns hier in der Gegend kaum jemand macht. So haben wir uns beim Umspritzen von Blechpaketen mit magnetischen Teilen inzwischen eine führende Position erarbeitet.»

I N F OS | KON TAKT Hitachi Tool Engineering Europe GmbH Itterpark 12 D-40724 Hilden Lefo-Geschäftsführer Holger Kieninger (rechts) und Patrick Bach, Leiter Zerspanung: «Ohne die Unterstützung durch MMC Hitachi Tool hätten wir beim Fräsen von Ferro Titanit U oder Böhler M340 nicht so schnell dieses hohe Niveau erreicht.»

Telefon +49 (0)2103 2482-0 www.hitachitool-eu.com info@hitachitool-eu.com

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INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT

Vom Emmental aus in die ganze Welt «Dienen kommt vor Verdienen» – unter diesem Credo feiert der Schmierstoffhersteller Blaser Swisslube dieses Jahr sein 80-Jahr-Firmenjubiläum.

selbst ohne Anstellung in seinem erlernten Beruf als Maler, gründete er in seinem Elternhaus eine Einzelfirma für die Fabrikation von Schmiermitteln und chemisch-technischen Produkten speziell für die Landwirtschaft. Durchhaltevermögen war aufgrund des Rohstoffmangels in den Kriegsjahren angesagt. Der eigentliche Aufschwung begann nach dem Krieg. Der Kundenkreis erweiterte sich: Neben den Landwirten kamen mechanische Werkstätten, das Bau-, Holz- und Metallbearbeitungsgewerbe und die ersten Industriebetriebe dazu. «Mit dem gleichen Pioniergeist wie zur Gründungszeit wurde unablässig am Weiter-

ausbau der Firma gearbeitet, die Fabrikationsanlagen erweitert, modernisiert, die Forschung und Entwicklung aufgebaut», erzählt der Enkel und heutige Geschäftsführer Marc Blaser.

Schritt für Schritt zum Global Player Im Jahr 1974 übernahm Peter Blaser (Verwaltungsratspräsident seit 2010) in zweiter Generation das Zepter der Firma. Als Maschineningenieur hat er den Schritt in die Metallbearbeitung initiiert sowie mit dem Aufbau des Vertriebsnetzes in Europa und Übersee begonnen. Aufgrund der internationalen Ausrichtung wurde auch der Firmenname zu Blaser Swisslube angepasst. 1981 wurde in den USA die Blaser Swisslube Inc. in Goshen, New York, gegründet. 1995 und 1996 folgten die Tochtergesellschaften in Deutschland, Tschechien sowie Japan. Heute ist Blaser mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertretungen in rund 60 Ländern nahe beim Kunden und beschäftigt weltweit rund 600 Mitarbei-

Metallbearbeitung damals 1970 …

A

ngefangen hat alles im Jahr 1936 mit «Blaha-Glanz» – einer Schuhcreme. Seither ist viel Wasser den Fluss heruntergeflossen, und das Familienunternehmen in CH-3415 Hasle-Rüegsau hat sich von einem regionalen Kleinbetrieb zu einem Global Player entwickelt. Im hauseigenen Technologie Center wird der Fokus voll auf Forschung und Entwicklung gelegt. So konnte in einem aktuellen Projekt in der

Zivilluftfahrt ein Durchbruch erzielt werden.

Grundsteinlegung mit 20 Jahren Das erste Erfolgsprodukt der damaligen Blaser+Co. AG war der Blaha-Glanz, eine wasserabstossende Schuhcreme, welche auf den umliegenden Bauernhöfen verkauft wurde. Willy Blaser legte im Krisenjahr 1936 den Grundstein zur heutigen Unternehmensgruppe. Als 20-Jähriger,

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42 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

… und heute im modern eingerichteten Technologie Center am Hauptsitz in Hasle-Rüegsau.


INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT Verdoppelung der Werkzeugstandmenge

Marc Blaser führt das Familienunternehmen in dritter Generation.

tende, davon mehr als 300 in der Schweiz.

Vom Kühlschmierstoff zum flüssigen Werkzeug Das Unternehmen hat sein Knowhow in Sachen Kühlschmierstoff stetig weiterentwickelt. Hierzu wurde das Forschungs- und Entwicklungslabor, mittlerweile das grösste in der Branche, ausgebaut und perfektioniert. Auf einer Fläche von rund 3500 m2 tüfteln rund 70 Chemiker, Mikrobiologen und Laboranten an Kühlund Schmierstoffen von bester Qualität und analysieren Kühlschmierstoffproben von Kunden aus aller Welt. Um in Sachen Zerspanung dem Kunden einen effektiven Mehrwert zu bieten, wurde im Jahr 2009 das hauseigene Technologie Center eingeweiht. Marc Blaser: «Auf den Bearbeitungscentern der neusten Generation werden seither die Zerspanungsoperationen der Kunden praxisnah abgebildet sowie die neuentwickelten Kühlschmierstoffe strengen Tests unterzogen. Für uns ist das ein Technologievorsprung, den wir weiter ausbauen wollen.» «Die Faktoren Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Bearbeitungsqualität hängen in hohem Masse von der Wahl und der Qualität des Kühlschmierstoffes und vom Know-how der Zerspanungsspezialisten ab. Durch die gebündelte Fachkompetenz aus einer Hand wird unsere Kühlschmierstofflösung zu einer genau auf die Bedürfnisse des Partners zugeschnittenen Lösung – zum flüssigen Werkzeug», erklärt Marc Blaser, CEO in dritter Generation.

In einem kürzlich umgesetzten Projekt optimierten die BlaserExperten im Technologie Center die Werkzeugstandmenge eindrücklich. Ein renommierter Partner fungiert als internationaler Zulieferer und stellt aus einer hochfesten Titanlegierung Fahrwerksteile her. Im topmodernen Technologie Center in HasleRüegsau wurde eine Testreihe gestartet, mit dem Ziel, die Werkzeugstandmenge bei der Taschenbearbeitung zu optimieren. Die Spezialisten bei Blaser haben die Situation des Partners auf der DMU 65 Monoblock nachgestellt und mittels einer trochoidalen Frässtrategie umfassende Versuche gestartet. Dabei wurde ein konventioneller Kühlschmierstoff der früheren Generation mit einer optimal auf die Bedürfnisse des Partners zugeschnittenen Kühlschmierstofflösung verglichen. Die Testreihe wurde bis zu einer Verschleissmarkenbreite von 0,3 mm gefahren. Die Ergebnisse waren hervorragend: Mit dem optimal abgestimmten flüssigen Werkzeug von Blaser Swisslube konnten mit dem gleichen Werkzeug elf anstelle von fünf Taschen gefräst werden, bis der Werkzeugverschleiss einen Abbruch der Bearbeitung notwendig machte. Das erzielte Resultat wurde in mehreren Testreihen bestätigt und entspricht einer Verdoppelung der Werkzeugstandmenge! «Der Partner und auch wir bei Blaser Swisslube sind sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen. Verbesserungen hinsichtlich der Zykluszeit wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beleuchtet. Auch in diesem Bereich sind wir sehr gerne bereit, mit unserem Partner weiter zu optimieren», erklärt Marc Blaser abschliessend.

INFO S | K O NTA K T Blaser Swisslube AG Winterseistrasse 22 CH-3415 Hasle-Rüegsau Telefon +41 (0)34 460 01 01 www.blaser.com contact@blaser.com maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT

Schleifkompetenz für Werkzeuge und mehr Bilder: haller werkzeugschleiftechnik

Zerspanungswerkzeuge, medizintechnische Komponenten, Automotive Parts – mit einem angepassten Liefer- und Leistungsprogramm sowie 30 Jahren Praxiserfahrung präsentiert sich haller werkzeugschleiftechnik als Spezialist für die angewandte Präzisionsbearbeitung.

Präzisions-Kleinbohrer-Schleifmaschine meteor MM 12.

«Man kann den Spiess auch umdrehen und behaupten: 5-Achsen-Präzisionsschleifmaschinen können zwar alles, aber oftmals schiessen sowohl die Hersteller als auch die Anwender über das Ziel hinaus. Das bezieht sich zum einen auf die vorhandenen, aber wenig bis gar nicht genutzten technischen Leistungen, und zum anderen auf das entsprechend hohe Investment sowie den hohen Programmier- und Schulungsaufwand!» Mit diesem zwar provozierenden, in der Praxis jedoch vielfach Zustimmung findenden Statement setzt sich Hans-Peter Haller, Vertriebsleiter der gleichnamigen Firma haller werkzeugschleiftechnik in D-78604 Rietheim-Weilheim, bewusst ab vom Hype, der seit Jah-

ren um das 5-Achsen-Präzisionsschleifen besonders im Bereich Zerspanungswerkzeuge vorherrscht. In logischer Konsequenz finden sich in dem aus zwei Bereichen bestehenden Liefer- und Leistungsprogramm im Bereich I folgerichtig keine 5-Achsen-Werkzeug-Schleifmaschinen, sondern «nur» speziell auf die eigentlichen Aufgaben ausgelegte Universalschleifmaschinen für Bohrwerkzeuge. Der Bereich II hingegen steht für produkt- und anwendungsspezifische Sonderschleifmaschinen, die aus standardisierten Komponenten sowie angepassten Sonderbauteilen rationell gefertigt werden und inklusive Steuerung plus Software betriebsbereit zur Auslieferung kommen.

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Geschäftsbereich I: Bohrer-Schleifmaschinen für alle Fälle Geht es um das Schleifen von Bohrern in kleinen bis mittleren Serien oder das Schleifen von Bohrern und Tieflochbohrern bis 1250 mm Länge, treten die Maschinen des französischen Herstellers Avyac Machines auf den Plan. haller werkzeugschleiftechnik ist hier Vertriebs- und Servicepartner für den deutschsprachigen Raum (DACH). Das innovative CNC-Bohrer-Schleifzentrum NC18 ist ausgelegt zum vollautomatischen Schleifen von HSSund VHM-Bohrwerkzeugen im Ø von 1 bis 14,5 m. Ausgestattet mit einem Werkstückmagazin mit maximal 90 Plätzen, läuft der gesamte Bearbeitungsprozess, inklusive Beschicken der Schleifspindel und Rücklagern ins Magazin, vollautomatisch ab. Damit ist es möglich, den Schleifprozess für eine Serie von Bohrern im einbis mehrschichtigen Betrieb vollkommen autark durchzuführen und sich während der Bearbeitung anderen Aufgaben zu widmen. Mit dem 4-Achsen-Bohrerschleifzentrum NC240 steht eine Anlage zum Schleifen von Boh-

rern und Tieflochbohrern mit Ø 2 bis 40 mm sowie Längen bis maximal 1250 mm zur Verfügung. Bei der NC 240 handelt es sich um das einzige BohrerSchleifzentrum mit vier CNCAchsen. Zudem kann die Anlage optional mit einem Robotersystem zum Be- und Entladen ausgerüstet und somit ebenfalls im mannlosen Automatikbetrieb genutzt werden. Mit der Präzisions-Kleinbohrer-Schleifmaschine meteor MM 12 und der Rundschleifmaschine ES 200 (beide vom Schweizer Hersteller dama technologies ag) bietet haller den Herstellern und Servicebetrieben im Verkaufsgebiet Deutschland alle Möglichkeiten zur universellen Bearbeitung von kleinen Bohrwerkzeugen sowie zum Rundschleifen von Hartmetallrohlingen für Sonderwerkzeuge. Darüber hinaus eignet sich die ES 200 auch zum Schleifen von Komponenten aus Keramik und Glaswerkstoffen. Die manuelle Präzisions-KleinbohrerSchleifmaschine MM 12 ist ideal zum Präzisionsschleifen und -Ausspitzen von rechts- und links- schneidenden Bohrern im Ø 0,2 bis 13 mm. Dies geschieht in einer einzigen Aufspannung und in Längen bis 160 mm. Das Schleifen von Spitzenwinkeln im Bereich von 90 bis 180° beziehungsweise optional von 0 bis 180° sowie von Freiwinkeln im Bereich von 0 bis 45° ist dabei genauso machbar wie der Vierflächen-Schliff. Die Rundschleifmaschine ES 200 schleift Rohlinge im Ø 0,5 bis 100 mm und mit

Sonderschleifmaschine aus dem Bereich Medizintechnik für die Präzisions-Konturbearbeitung von Implantaten.


INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT Geschäftsbereich II: Sonderschleifmaschinen für alle Fälle

CNC-Bohrer-Schleifzentrum NC 18 mit dem links oben angeordneten Rundmagazin für bis zu 90 Bohrer.

einer Schleiflänge von 160 mm. Ob einfache Reduktion des Durchmessers, Schälschleifen zur Generierung von Rohling-Geometrien, Abrichten von Schleifscheiben oder Polygonschleifen mittels optionaler C-Achse – die Kombination aus Präzisionsmaschine und CNC-Steuerung sowie bedienerfreundlicher Dialog-Programmierung wird in der Praxis allen Aufgaben gerecht. Zum einfachen und schnellen Schleifen oder Nachschärfen von Schneiden und Spitzenwinkeln bei Bohrern im Ø 7 bis 20 mm (optional auch Ø 3 bis 8 mm) aus HSS und VHM bietet haller mit der manuellen Bohrer-Schleifmaschine easy-point-grinder EPG1 eine ideale Einstiegs- und Werkstattmaschine. Mit der optischen PräzisionsBohrer-Schleifmaschine Mega-Point erweitert sich der Schleifbereich auf den Bereich 0 bis 20 beziehungsweise optional 20 bis 30 mm. Die eingebaute Optik unterstützt den Werker beim Schleifen von rechts- und links-schneidenden zwei- oder drei-lippigen Bohrwerkzeugen.

Spezielle Aufgaben erfordern zwar spezielle Lösungen, jedoch gilt es gerade hier auf die Kosten zu achten beziehungsweise die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Mit der breiten Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Werkzeugschleiftechnik, einem eingespielten Team aus Konstruktions- und Lieferpartnern sowie eigenen Steuerungs- und Softwarespezialisten ist die Firma haller in der Lage, die Wünsche und Forderungen der Kunden in effiziente Schleiflösungen umzusetzen. Dies betrifft nicht nur Zerspanungswerkzeuge, sondern mehr und mehr auch die drei- bis fünfachsige Rund- und Profilschleifbearbeitung von anspruchsvollen Werkstücken oder Tools aus den Bereichen Medizintechnik (Schrauben, Spitzen, Stempel, Bohrer, vier- und sechskantige Werkzeuge) und Automotive sowie Maschinenbau (Radien-, Stichel-, Stempel-Schleifen, Apparateund Maschinenteile, Spezialwerkzeuge). Die Kompetenz und das Know-how erstrecken sich hier von der Bedarfs- und Applikationsanalyse über die Planung und Ausarbeitung geeigneter, bezahlbarer Lösungen sowie Konstruktion, Herstellung und Steuerungstechnik inklusive Software, Inbetriebnahme und schliesslich Service. So erhält der Kunde eine betriebsfähige Komplettleistung aus einer Hand. Für den Bau und die weitere Ausrüstung werden industrieerprobte PräzisionsKomponenten und einheitliche SteuerungsArchitekturen verwendet, wodurch eine hohe Funktionsgarantie samt bester Ersatzteilversorgung gewährleistet ist. Zur Abrundung des Liefer- und Leistungsprogramms gehört nicht zuletzt der Part Handel und Retrofitting von Gebrauchtmaschinen. Je nach Kundenanforderungen umfasst ein solches Retrofitting die Grundmaschine, elektrische Ausrüstung sowie Steuerung und Software. Der Kunde erhält somit eine auf den neuen Stand gebrachte Werkzeugschleifmaschine, die in vielen Fällen ausreicht und durchaus als Alternative zu einer Neumaschine in Betracht gezogen werden kann.

INFO S | K O NTAKT haller werkzeugschleiftechnik Obere Hauptstrasse 46 D-78406 Rietheim-Weilheim

Optische Bohrer-Schleifmaschine Mega-Point.

Telefon +49 (0)7424 50 11 90 www.haller-wst.de info@haller-wst.de


INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT

Blitzschnell, präzise und innovativ Die Keller Laser AG aus CH-7203 Trimmis ist schweizweit einer der grössten Blechbearbeitungsbetriebe. Gegründet 1995, zählt das innovative und stets am Puls der Zeit agierende Unternehmen heute rund 90 Mitarbeiter. Das Familienunternehmen steht für Präzision, neueste Technik und hervorragende Qualität, rund um die komplette Blechbearbeitung.

die Keller Laser AG ihr gesamtes Dienstleistungsangebot unter einem Dach anbieten. Auf rund 5000 m2 Fläche bietet das Unternehmen nebst der Blechbearbeitung auch flankierende Arbeiten wie Pulverbeschichtung und Montagearbeiten an. Der breite Kundenstamm setzt sich zusammen aus Grosskunden, KMU und privaten Auftraggebern. Neben umfangreichen Grossaufträgen legt Keller Laser AG besonderen Wert darauf, auch für Kleinstaufträge stets ein attraktiver Partner zu sein – zum Beispiel für individuelle Anfertigungen nach Mass.

Laserschneidanlage TruLaser 5040.

Stammkundschaft zählt. Das Familienunternehmen gehört zu den Key-Playern in der Blechbearbeitungsbranche und dies soll auch in Zukunft so bleiben. Mit Tochter Stefanie Schwarz-Keller steht die nächste Generation bereit, um die Geschicke der Firma mit dem gleichen Herzblut und Know-how wie ihre Eltern zu leiten.

Ein starkes Team Barbara und Bruno Keller sowie Stefanie Schwarz-Keller sind stolz auf ihr starkes Team, welches täglich für zufriedene Kunden sorgt. Der Erfolg und das gute Image basieren nicht zuletzt auf motivierten und qualifizierten Mitarbeitern. Flexibilität, Kompetenz, Fairness und eine umweltbewusste Einstellung, gekoppelt mit qualitativ hochstehenden Leistungen zeichnen das Team und die Arbeit der ganzen Belegschaft aus.

Abkantmaschine TruBend 5050.

Die Zukunft ist vielversprechend Schlosserei.

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ie breite Angebotspalette der Keller Laser AG umfasst Leistungen und Produkte für Maschinenbau, Apparate- und Fahrzeugbau, Medizinaltechnik und viele mehr. Die Keller Laser AG verarbeitet zirka 3000 t Material im Jahr, vorwiegend Stahl, Chromstahl und Aluminium, das sind zirka 60 t pro Woche. Das erfolgreiche Familienunternehmen leistet aber auch als einer der grössten Arbeitgeber der Region einen gewichtigen Beitrag zum Wirtschaftsstandort Graubünden. Der grösste Anteil der Mitarbeitenden stammt aus der Region.

Neuste Technik unter einem Dach Dank eigener Produktionshallen und modernsten Maschinen kann

Das Blechbearbeitungsteam aus Graubünden.

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Dank stetiger Innovation, modernen Maschinen und grosszügiger Infrastruktur ist das Unternehmen ein starker KMU-Betrieb, der nicht nur in der Schweiz, sondern auch im angrenzenden Ausland auf eine langjährige und zufriedene

I N F OS | KON TAKT Keller Laser AG Industriestrasse 8 CH-7203 Trimmis Telefon +41 (0)81 322 94 94 www.kellerlaser.ch info@kellerlaser.ch


NEW S & T R EN D S AD V ERT O R I A LS

Kleinste Aufstellmasse für grosse Leistung

n Spinner bietet mit dem HochleistungsBearbeitungszentrum VC1650 einen neuen Vertreter seiner vertikalen Baureihe VC an. Der Dreiachser mit Verfahrwegen von 1650x 820x820 mm verfügt, wie auch die kleinere VC1150, über ein spezielles Abdeckungskonzept der Führungen. Diese patentierte Entwicklung von Spinner mit nur je einer Abstreiflippe der Führungsabdeckungen am Kreuztisch sorgt für optimalen Schutz. Der Wartungsaufwand wird dadurch stark reduziert. Darüber hinaus wird eine Einsparung der Stellfläche von etwa 30 Prozent gegenüber vergleichbaren Maschinen am Markt realisiert. Die VC1650 ist mit einer Aufstellfläche von 3,55x2,75 m für mehr Möglichkeiten bei der Wahl des Aufstellortes rückn Anzeige

seitig frei von Bedienelementen. Grundlage der leistungsstarken Bearbeitung sind der schwingungsarme FEM-optimierte Gussaufbau und grosse Linearführungen. Mit masseoptimierten Schlitten werden Eilgänge von 45 m/min erreicht. Das Anwendungsspektrum von der Schwerzerspanung bis zur HSC-Bearbeitung wird durch vier Spindeln abgedeckt. Je nach Anforderung kann beispielsweise eine Spindel mit hohem Drehmoment von bis zu 343 Nm oder eine bis zu 18’000 µm schnelle Spindel ausgewählt werden. Die anfallenden Späne werden von vier zusätzlichen Schneckenförderern automatisch nach vorn in den Späneförderer transportiert.

INFO S | K O NTA K T Spinner AG Hauserstrasse 35 CH-8451 Kleinandelfingen Telefon +41 (0)52 301 21 55 www.spinner-ag.ch info@spinner-ag.ch

Beschriften, Schneiden und Gravieren nach Mass

n Leuchtende Schriften, persönliche Trophäen oder innovative Werbemittel aus Kunststoff – die neue Leistung von Semadeni Plastics Technology. Massanfertigungen wie LED-Logos, Awards, Werbeschilder, Displays usw. sind nur einige Beispiele der möglichen Endprodukte, die neu Semadeni Plastics Technology fertigen kann. Der vielfältige, formbare und bruchfeste Kunststoff dient dabei als optimale Grundlage, besonders Acrylglas ist hierfür sehr gut geeignet. In Verbindung mit der neu angeschafften CO2-Lasermaschine (Speedy 400) der Firma Trotec, reichen die Möglichkeiten und Kombinationen zwischen Material und Maschine fast bis

ins Unendliche. Deshalb ist es möglich Kunststoffplatten bis zu einer Grösse von 1000x600 mm zu bearbeiten. Der feine Laserstrahl erzielt eine äusserst präzise Bearbeitung von Kunststoff, woraus innovative und kreative Produkte geschnitten und dauerhaft graviert oder beschriftet werden können. Dabei können Serienfertigungen aber auch Einzelstücke gemäss persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen entstehen. Eine individuelle Beratung durch Spezialisten von Semadeni, auch vor Ort, ist jederzeit möglich.

I N F OS | KON TAKT Semadeni AG Tägetlistrasse 35–39 CH-3072 Ostermundigen Telefon +41 (0)31 930 18 18 www.semadeni.com/ laserbearbeitung info@semadeni.com


DOSSIER K U NS T S T O F F E , V E RBUNDST OFFE

Infrarot-Wärme für neuartige Verbundwerkstoffe Infrarot-Strahler helfen Prozesszeiten zu verkürzen. Flugzeuge und Automobile sollen leichter werden, um Kraftstoff zu sparen, für die Fahrgäste müssen sie jedoch genauso sicher bleiben. Rotorblätter von Windenergieanlagen sollen leicht, aber gleichzeitig sehr belastbar sein.

I

nfrarot-Wärme kann helfen, diese Anforderungen zu erfüllen. Faserverstärkte Kunststoffe sind moderne Verbundwerkstoffe; sie bestehen aus Kunststoffen wie Polyphenylsulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK) oder Epoxidharzen (EP), in die Carbon oder Glas-Fasern eingebettet wurden. Die Fasern machen das Bauteil fest und steif, die Kunststoffmatrix kann die auftretende Energie absorbieren. Viele hoch belastete Bauteile im Auto, wie Lenkrohre, die hohen Torsionskräften ausgesetzt sind, oder auch Elemente für den Seitenaufprallschutz werden aus diesen Kompositen hergestellt. Bei der Herstellung solcher modernen Bauteile kommen InfrarotSysteme zum Einsatz, weil sie diese Materialien schnell und homogen erwärmen und so die Prozesszeiten verkürzen. Komposite sind verschieden – je nach ihrem späteren Einsatz. Kurzfaserverstärkte Duroplaste

für grosse Karosserieteile, langfaserverstärkte Thermoplaste für hoch belastete Strukturbauteile oder gewebte Rovings für Windflügel. Allen gemeinsam ist, dass sie möglichst kosteneffizient hergestellt werden sollen. Bei der Fertigung von Kompositmaterialien werden verschiedene Wärmeprozesse benötigt; unter anderem zum Aushärten der duro-

Erwärmung von Kompositen.

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48 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

plastischen Kunststoffe. Thermoplaste werden erwärmt, um sie zu verschweissen, zu formen oder umzuformen. Faservolumengehalt und Faserorientierung haben einen erheblichen Einfluss auf die Wärmeleitung, daher ist die homogene Erwärmung von Kompositmaterialien nicht trivial.

Infrarot-Strahler heizen schnell und homogen Bisher führt man die erforderlichen Wärmeprozesse häufig mit konventionellen Heissluftöfen

durch. Infrarot-Wärmetechnologie bietet dagegen einige Vorteile. Infrarot-Strahler zeigen sehr kurze Reaktionszeiten innerhalb von Sekunden. Das macht Wärme regelbar und hilft, Energie richtig zu dosieren. Wenn die Wärmequelle nur dann angeschaltet sein muss, wenn sie gebraucht wird, spart man Energie. Infrarot-Systeme sind relativ kompakte Wärmeeinheiten, die grosse Werkteile am Band erwärmen, ohne dass ein grossvolumiger Ofen für das komplette Teil benötigt wird. InfrarotStrahlung kann genau an Produkt und Prozess angepasst werden, moderne numerische Methoden wie das Ray tracing oder Computational Fluid Dynamics helfen zusätzlich, grosse Flächen homogen zu erwärmen, indem beispielsweise die Energieverteilung auf der Fläche optimiert wird.

Komposite verschweissen mit Infrarot-Wärme Ein britisches Unternehmen setzt Behälter aus glasfaserverstärktem Polypropylen für die Wasseraufbereitung ein. Die zylindrischen Wassertanks werden aus zwei Hälften gefertigt, die dann durch kurzwellige InfrarotStrahlung miteinander verschweisst werden. Die Glasfasern sorgen dafür, dass die Behälter möglichst robust sind, denn sie sollen im Gebrauch einem Innendruck von etwa 10 bar standhalten können. Sie sind aber auch der Grund dafür, dass herkömmliches Schweissen mit Kontaktwärme schwierig durchzuführen ist. Die Glasfasern im Kunststoff werden durch das


DO S S I ER KUNST ST OFFE, VERBUNDSTOFFE

geschraubt

gelötet

Rohrbündel

Rückkühler

Infrarot-Strahler helfen, glasfaserverstärkte Druckbehälter zu verschweissen.

Anschmelzen der Oberfläche frei gelegt und beschädigen die heissen Kontakt-Platten. InfrarotStrahler übertragen dagegen Energie kontaktfrei und erzeugen die Wärme erst im Material. Es kann also kein Material an der Wärmequelle hängen bleiben. Ein Modul mit sechs kurzwelligen Infrarot-Strahlern erhitzt die Enden der vorgefertigten Zylinderhälften, dann wird das Modul automatisch herausgefahren. Die Teile mit den erwärmten, weichen Enden werden zusammengedrückt und so verschweisst. Tests haben gezeigt, dass diese Verbindung auch unter sehr hohem Druck hält. Bis zu 28 bar wurden angelegt, ohne die Verbindung zu zerstören. Durch die kontaktfreie Erwärmung muss die Wärmequelle nicht ständig gereinigt werden. Der gesamte Prozess ist sehr energieeffizient, denn der Infrarot-Strahler ist nur dann angeschaltet, wenn Wärme benötigt wird.

– örtlich begrenzter Energieeinsatz durch Anpassung an die Form der Produkte – zeitlich begrenzter Energieeinsatz durch schnelle Reaktionszeiten Infrarot-Wärme wird immer dann eingesetzt, wenn Wärmeprozesse mit besonderen Vorgaben an Platz, Zeit oder Qualität gelöst werden sollen.

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Energieeffizienz durch exakte Anpassung Die Infrarot-Wärmetechnologie bietet einige Möglichkeiten, bei industriellen Wärmeprozessen den Energieeinsatz zu optimieren: – hohe Wärmeübertragungskapazität – kontaktfreie Wärmeübertragung – hoher Wirkungsgrad – effiziente Energieübertragung durch die optimale Wellenlänge

INFO S | K O NTA K T WISAG Bruggacherstrasse 24 CH-8117 Fällanden Telefon +41 (0)44 317 57 57 www.wisag.ch info@wisag.ch maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER K U NS T S T O F F E , V E RBUNDST OFFE

Wie altern Kunststoffe Immer mehr Sicherheitsbauteile bestehen aus Kunststoffen. Im täglichen Gebrauch müssen sie nicht nur aggressiven Medien standhalten, sondern auch hohe mechanische Lasten ertragen. Die Frage, wie beständig – und wie sicher – diese Kunststoffe dabei sind, untersucht das FraunhoferInstitut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF mit bildgebenden analytischen Techniken. iese Verfahren verbessern die Schadensanalytik an Kunststoffprodukten, weil sie aufgrund einfacher Probenvorbereitung, hoher Empfindlichkeit und Ortsauflösung frühzeitig Materialveränderungen erkennen. Durch die direkte Verknüpfung des sichtbaren Bilds mit spektroskopischer Information lassen sich Parameter wie Abbaugrad des Polymeren, Additivgehalt und Morphologie ortsaufgelöst mit hoher Präzision untersuchen. Die moderne bildgebende Analysemethoden sind leistungsfähige Hilfsmittel bei der Ursachenklärung von Schadensfällen an Kunststoffkomponenten. Sie sind ein wertvolles Instrument bei der Statusanalyse von Bauteilen, die belastenden

Betriebsbedingungen wie korrosiven Medien, Wärme oder Strahlung ausgesetzt waren. Das Fraunhofer LBF hat in intensiver Forschungsarbeit Messprotokolle für eine grosse Bandbreite von Compounds thermoplastischer Kunststoffe und Elastomeren erarbeitet, die es ermöglichen, mit höchster Ortsauflösung die räumliche Verteilung von Materialparametern in Bauteilen zu bestimmen. Dies hat die Aufklärung von Schadensfällen deutlich verbessert. Durch Nutzung der aufgebauten Datenbanken und der umfassenden Expertise auf dem Gebiet der Materialanalytik lassen sich die Einsatzmög-

Schädigungsprozesse besser erfassen Polymere sind häufig Betriebsbedingungen ausgesetzt, die zu einem Materialabbau führen können. Zu den chemischen Einflussfaktoren zählen flüssige und gasförmige Umgebungsmedien, zu den physikalischen Grössen die Temperatur und mechanische Last (Druck, Spannung). Sie können aufgrund der

Bilder: Fraunhofer LBF

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lichkeiten von Polymeren in hoch belastenden Anwendungen zukünftig sehr viel zuverlässiger abschätzen. Die neuen Möglichkeiten der ortsaufgelösten Materialanalyse werden am Fraunhofer LBF systematisch zur Entwicklung neuer Polymerrezepturen eingesetzt. Dies reicht von der Auswahl der geeigneten Additivierung über die Optimierung der Verarbeitung bis hin zum Einsatztest.

Z U R AUT ORI N Anke Zeidler-Finsel Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Bartningstrasse 47 D-64289 Darmstadt Telefon +49 (0)6151 705-268 www.lbf.fraunhofer.de anke.zeidler-finsel@ lbf.fraunhofer.de

Extraktion stabilisierender Additive, eindringender Medien und Veränderungen der Molekulargewichtsverteilung des Polymeren zu Materialveränderungen führen. Ein klassischer Analyseansatz mit mechanischer Probenpräparation, gefolgt von molekularanalytischen Techniken, wie Gelpermeationschromatografie (GPC) und Messung der oxidativen Induktionszeit (OIT) der einzelnen Proben, ist nicht nur arbeitsaufwendig, sondern wird vor allem der notwendigen Ortsauflösung nicht gerecht. In den vergangenen Jahren ist eine erhebliche Verbesserung der ortsaufgelösten Materialanalytik durch bildgebende analytische Methoden erreicht worden. Sie wurden so angepasst, dass die bei der Schädigung von Polymeren ablaufenden Teilreaktionen detailliert untersucht werden können. Grundsätzlich wird dazu Lichtmikroskopie mit einer spektroskopischen Technik gekoppelt, deren Wahl von der jeweiligen Fragestellung bestimmt wird. Die Extraktion von Additiven und das Eindringen von Me-

Bild 1: Orts- und zeitaufgelöster Gehalt von stabilisierendem Additiv in einem Bauteil.

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CAT7

50 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.


D O S S I ER KUNST STO FFE, V ER B U NDS TO FFE

Bild 2: Kristallite von Additiven in unterschiedlich verarbeiteten Compounds.

dien lassen sich gut mittels Infrarotmikroskopie verfolgen. Dabei wird ein vorgegebenes Areal auf der Probe gerastert und an jedem Punkt ein Spektrum aufgenommen. Je nach Messmethode sind Transmissions- und Reflexionsspektren möglich. Zur Auswertung wird aus den hyperspektralen Datensätzen die Intensität eines charakteristischen Wellenzahlbereiches über der Fläche in Konturplots abgebildet. Auf diese Weise ermöglicht IR-Mikroskopie eine Ortsauflösung bis in den Mikrometerbereich.

Materialstrukturen in Fügenähten werden zugänglich Ortsauflösungen im Nanometerbereich liefert die Ramanmikroskopie, sodass einzelne Sphärolithe von Polymeren und Additiv-Agglomerate einer eingehenden Untersuchung zugänglich werden. Hier ist die Ramanmikroskopie in der Lage, die flächige Verteilung interessierender Merkmale wie etwa der chemischen Zusammensetzung oder der Morphologie des Polymeren detailliert abzubilden (Bild 1). Die Längenskala im Nanometerbereich erlaubt es dabei, Materialveränderungen bereits im Frühstadium zu erkennen. Auch Materialstrukturen in Fügenähten werden hierdurch einer eingehenden Bewertung zugänglich. Mittels der TrueSurface-Option wird vor der Messung das Oberflächenrelief der Probe

Für die extrusionsblasgeformte Spülmittel-Flasche aus Polyethylen setzt der Hersteller von ökologischen Reinigungsmitteln Ecover Belgium N.V. Kunststoffmüll ein, den Fischer aus dem Meer gesammelt haben.

Bild 3: Micro-Computertomografisches Schnittbild einer spritzgegossenen Platte aus PA6GF30.

aufgenommen. Während der mikroskopischen Messung wird dann der Fokus kontinuierlich angepasst. Hierdurch ist die Ramanmikroskopie in der Lage, Proben mit unregelmässiger Topografie, wie beispielsweise Bruchflächen, problemlos zu untersuchen. Auch dünne Beschichtungen können sehr detailliert betrachtet werden. Aufgrund ihres konfokalen Messprinzips ermöglicht die Ramanmikroskopie sogar eine dreidimensionale Analyse auf zerstörungsfreiem Weg, wie Bild 2 zeigt. Ein Teilschritt der Schädigung als Folge von Medienbelastung ist häufig auch die Extraktion von Füllstoffen und Pigmenten oder das Eindringen von ionischen Kontaminationen. Dies wird oft mittels der Kombination von Elektronenmikroskopie und energiedispersiver Röntgenspektroskopie (REM-EDX) untersucht. Eine weitere Technik dafür ist Röntgenfluoreszenzmikroskopie (µRFA). Dabei wird die Probe mittels eines motorisierten Probentischs im Elektronen- beziehungsweise Röntgenstrahl platziert. Die eigentliche Messung erfolgt im Reflexionsmodus. Zur Auswertung werden die für die interessierenden chemischen Elemente charakteristischen Fluoreszenzlinien ausgewertet und ihre Intensität über einer Fläche als farbcodierter Konturplot dargestellt. Eine Begleiterscheinung alterungsbedingter Materialveränderungen ist häufig die Rissbildung. Grösse und Struktur von Rissen sind für die Beurteilung der Schädigung wichtig. Eine zerstörungsfreie Analyse der Risse im gesamten Bauteil erlaubt die Computertomografie (Bild 3). Sie gestattet es, ganze Bauteile zu untersuchen. Die RöntgenComputertomografie basiert auf materialspezifischer Absorption von Röntgenstrahlung. Ein beliebig geformtes Objekt kann damit schichtweise erfasst werden. Ausgewählte Querschnitte werden als Verteilung des röntgenografischen Absorptionskoeffizienten (röntgenografische «Dichte») bildhaft als Matrix dargestellt. Aus diesen Einzelschichten lässt sich die Absorptionsstruktur eines Objekts vollständig dreidimensional rechnergestützt rekonstruieren.


DOSSIER K U NS T S T O F F E , V E RBUNDST OFFE

Online-Plattform für die Kunststoffbranche Die Swiss Plastics Expo wird nächstes Jahr vom 24. bis 26. Januar unter dem Motto «Innovation starts here» mehr als 350 Aussteller und 6000 Besuchende zusammenbringen. Damit die Schweizer Kunststoffbranche und ihre Absatzmärkte auch während der Zeit zwischen den Messen im Austausch bleiben, wird die Swiss Plastics Expo in die digitale Welt erweitert – mit der Swiss Plastics Platform. Damit Innovation entsteht, müssen die richtigen Menschen zusammentreffen, sagt René Ziswiler, Messeleiter der Swiss Plastics Expo. Aus diesem Grund haben Exponenten der Industrie, der Kunststoffverband und die Messe Luzern vor acht Jahren die Swiss Plastics Expo ins Leben gerufen. Alle drei Jahre treffen sich an der Fachmesse die Schweizer Kunststoffindustrie und deren Absatzmärkte. Jetzt geht die Messe Luzern zusammen mit Industry+ einen Schritt weiter. «Seit einigen Jahren denken wir darüber nach, wie wir die Vernetzung der Kunststoffindustrie mit den Möglichkeiten der Digitalisierung weiter vorantreiben können. Das Resultat ist die Swiss Plastics Platform», erklärt René Ziswiler.

Der digitale Treffpunkt Die Swiss Plastics Platform ist eine Art «digitaler Treffpunkt» für alle, die mit Kunststoff arbeiten. Ziel ist es, Kunden mit den richtigen Anbietern zusammen zu bringen, damit Innovation entsteht. Hierzu präsentieren Anbieter ihr Angebot und ihre innovativsten Lösungen in Form von

Showcases. Das sind reale Anwendungsbeispiele, welche sie bereits in der Praxis umgesetzt haben.

Kunststoffindustrie als Hauptzielgruppe Die Hauptnutzer der Plattform sind die Kunden der Kunststoffindustrie, primär aus den Absatzmärkten Medizintechnik, Elektrotechnik, Verpackungsindustrie, Automobilindustrie und Baugewerbe, aber auch aus der Kunststoffindustrie selbst. Ihnen soll auf drei Arten das Leben leichter gemacht werden: – Die Plattform soll Nutzer unterstützen, die konkrete Fragen oder Anliegen haben. Sie suchen zum Beispiel einen Importeur für einen transparenten Kunststoff, einen Verarbeiter mit ISO 13485 Zertifizierung oder eine geeignete Weiterbildung. Dank einer Vielzahl interaktiver Suchfunktionen findet jeder, was er sucht. – Die Plattform soll Nutzer auf ihrem Weg zu Innovationen unterstützen. Dazu wurden zusammen mit Schweizer Forschungsinstituten 22 Innovationsfelder identifiziert, die in den kommenden Jahren am

Drei der 22 Innovationsfelder.

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meisten Potenzial für Innovation bieten. Nutzer der Plattform können für sich interessanten Innovationsfeldern folgen und erhalten regelmässig Anregungen, wie sich mittels Kunststoff einen Mehrwert schaffen lässt. – Die Plattform soll eine neue Art des Netzwerkens ermöglichen. So können Nutzer bereits vor einer Branchenveranstaltung sehen, wer teilnehmen wird. Dies bietet die Möglichkeit, einerseits die Veranstaltungen für Meetings zu nutzen und andererseits neue, interessante Kontakte zu identifizieren und vor Ort zu treffen. Die Beta-Version der Swiss Plastics Platform ist ab sofort online. Diese umfasst Showcases in den 22 Innovationsfeldern sowie erste Suchfunktionen. In den kommenden Monaten werden weitere Funktionen entwickelt. Offiziell wird die Plattform am Abendevent der Swiss Plastics Expo am 25. Januar lanciert.

gesetzt wird die Plattform durch die Messe Luzern, welche die Swiss Plastics Expo durchführt und Industry+ von Additively, ein Spin-off der ETH Zürich. Industry+ verbindet Anbieter und Kunden, um Innovationen zu ermöglichen. Über Industry+ können Anbieter Inhalte auf verschiedenen Plattformen publizieren, um dort von potenziellen Kunden gefunden zu werden. Eine dieser Plattformen ist die Swiss Plastics Platform. Industry+ ist ein Angebot der Additively AG. Die Additively AG ist ein Spin-off der ETH Zürich, welches Innovation in der produzierenden Industrie fördern möchte.

Grosse Unterstützung von der Branche Die Plattform erhält grossen Zuspruch in der Kunststoffindustrie. Einerseits sind als Partnerorganisationen der Swiss Plastics Verband, der Swiss Plastics Cluster, Swissmem, Carbon Composites Schweiz und der Health Tech Cluster Switzerland dabei, andererseits unterstützen zehn Pionierfirmen den Aufbau. Um-

I N F OS | KON TAKT Additively AG Technoparkstrasse 1 CH-8005 Zürich Telefon +41 (0)44 633 78 20 www.additively.com contact@additively.com


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n Wenn sehr grosse Verfahrwege mit kleinstem Blockmass die Anforderungen an die Konstruktion des Maschinenbaus sind, bieten unsere zwei- und vierstufige Teleskopaktoren die perfekte Lösung. Die kompakten Konstruktionselemente von A.MANNESMANN vereinen kleinstmögliche bauliche Masse mit grösstmöglicher Präzision in der Leistung. Die kompakte Bauform macht sie äusserst vielfältig im Einsatz. Mit ihnen sind sowohl exakte Verfahrbewegungen in Werkzeugmaschinenpräzision als auch die Umsetzung von hohen Kraftübertragungen im Pressen- und Vorrichtungsbau möglich. Die perfekte Verarbeitung bei A.MANNESMANN mit hochwertigen Werkstoffen und die Wärmebehandlung mit höchster Härte bilden die Grundlage für eine grosse Axialbelastbarkeit und hohe Zuverlässigkeit bei langer Lebensdauer. Über den gesamten Verfahrweg hinweg verhalten sich das Drehmoment und der sehr hohe Wirkungs-

n Eine von GEPPERT-Band entwickelte und eigentlich ganz simple Lösung vereinfacht die Förderung von häufig wechselndem Stückgut erheblich: Dank der Messskalen mit Millimeterangaben ist es jetzt besonders leicht, die Position des jeweiligen Stückguts schnell adäquat anzupassen. Die neuen in Höhe und Breite getrennt einstellbaren Seitenführungen erlauben eine problemlose und sehr genaue Positionierung des zu fördernden Produkts. Die exakt einstellbaren Seitenführungen sind für alle Förderbänder in Aluminium, Stahl und Edelstahl erhältlich. Dabei gelten die von GEPPERT-Band garantierten

grad der Teleskopstufen konstant. Es entstehen so nur geringe Verlustleistungen und gleichmässig niedrige Betriebstemperaturen. Die zwei- und vierstufigen Teleskopaktoren sind in StandardBaugrössen mit unterschiedlichen Verfahrwegen und Axialkräften in Zug- und Druckrichtung lieferbar. Darüber hinaus fertigen wir im Rahmen unserer kundenspezifischen Produktion Ihre individuellen Teleskopaktoren mit umfangreichem Zubehör. Die Teleskopaktoren passen wir exakt Ihren Einsatzbedingungen an.

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schnellen Produktionszeiten zwischen 24 Std. und zehn Tagen beim Standard-Förderprogramm auch hier, da die entsprechenden Anbauteile lagermässig vorhanden sind.

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Aluminium-Rohr für Druckluft, Vakuum, Öl ... lagen einfach macht. AP wird mit herkömmlichen Werkzeugen verlegt, ganz ohne Gewindeschneiden, Schweissen oder Lackieren. Ausgangsplatten oder Befestigungen können an allen vier Seiten des Profils schnell angebracht werden. Die Verbindungsstücke wurden überarbeitet und sind nun wesentlich schneller zu montieren, da die Anzahl der Klemmschrauben reduziert wurde. Auch Biegungen in Winkeln von 45°, 90° oder Spezialwinkel sind mit dem neuen Profil AP36 möglich.

n TESEO präsentiert den neuen Durchmesser AP36 seines AP-Rohrleitungssystems. Dieses neue Profil komplettiert das System AP mit den Durchmessern AP22 bis 68. Das System AP36 hat ein geringeres Gewicht und ist schneller zu verlegen, als der gleiche Durchmesser der bekannten HBS-Produktreihe. Es verfügt über alle Vorteile der neuen AP-Produktreihe, die Dank des besonderen Designs und des umfangreichen Zubehörs eine schnelle Montage sowie Änderungen an bestehenden Druckluftan-

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DOSSIER S C H W E I S S E N , S C H N EIDEN

Den grossen Unterschied machen die kleinen Details Wasserstrahlschneiden ist eines der am schnellst wachsenden industriellen Fertigungsverfahren. Besonders die vielseitigen Anwendungsfelder, die einfache Handhabung und die Effektivitätssteigerungen überzeugen Anwender in verschiedensten Branchen. STM bietet seinen Kunden eine Vielzahl an kleinen Detaillösungen, um noch profitabler zu fertigen.

STM-Wasserstrahlschneidesystem mit OneClean.

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ei der STM Stein Moser GmbH hat Wasserstrahlschneiden System und Tradition. Bereits vor 27 Jahren begann das österreichische Unternehmen mit der serienmässigen Fertigung von eigenen Anlagen. Das Ziel des Unternehmens war von Anfang an, Kunden ebenso wirt-

schaftliche wie massgeschneiderte Fertigungslösungen bei serienmässiger Qualität und erstklassigem Service zu bieten. Mit Erfolg: Heute zählt STM zu den weltweit führenden Wasserstrahlschneidespezialisten. Das Geheimnis hinter dieser Erfolgsgeschichte ist, dass STM Hand in

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54 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Hand mit seinen Kunden und Partnern arbeitet um die Effizienz stets zu erhöhen.

Effizient und umweltfreundlich Konstruktiv setzt STM im Gegensatz zu anderen Herstellern auf Wasserstrahlanlagen ohne Faltenbälge. Die standardmässige wassergeschützte Linearführung ist somit leicht zu reinigen, zeigt eine bessere Schutzwirkung, ist langjährig einsetzbar und verbessert die Optik der Anlage erheblich. Durch den robusten Zahnstangenantrieb wird die Haltbarkeit der Maschinen zusätzlich verlängert. Auch der geringe Bedarf an Druckluft für den Betrieb der Anlagen ist ein Faktor, dass die Betriebskosten einer Wasserstrahlanlage von STM sehr gering sind. Das STM System bietet neben einer absolut rostfreien Leichtbau-Konstruktion aus Aluminium und Edelstahl eine Kombination aus erstklassigen Komponenten sowie ein maximales Mass an produktionstechnischer Effizienz, Umweltfreundlichkeit und Verschleissfestigkeit. Das Schneidbecken ist für den Betrieb mit Abrasiv-Wasserstrahl ausgelegt mit austauschbaren Werkstückauflagen. Das Wasserniveau im Schneidbecken ist regulierbar. Abgesehen von technischer Effizienz und individueller Beratung legt das Unternehmen grossen Wert auf eine flexible Funktionalität: Die Maschinen werden technisch exakt dem Bedarf angepasst, der Kunde muss keinerlei unnütze Zusatzapplikationen in Kauf nehmen und legt sich dennoch nicht fest. Denn auch Einsteigermodelle sind beliebig aufrüstbar und lassen sich veränderten Anforderungen schnell und zuverlässig

anpassen. Dazu trägt die Vielseitigkeit des Modulsystems mit Schneidetischen und Zubehör in verschiedensten Ausführungen entscheidend bei. Zudem bietet die bedienerfreundliche, wartungsarme Konstruktion der Anlagen eine ressourceneffiziente Fertigung und ein rundum überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Je nach individuellem Bedarf bestehen diverse TuningOptionen. Dazu gehört eine automatische Höhenabtastung mit Kollisionsschutz, eine Unterdrucküberwachung im Abrasivdosiersystem genauso wie die Möglichkeit, mehrere Schneidköpfe gleichzeitig zu betreiben. Das gesamte Spektrum aller relevanten Optionen, vom Rohrschneidmodul bis hin zum OneClean Wasserkreislaufsystem präsentiert STM bei der individuellen Bedarfsanalyse. Mit einem attraktiven PreisLeistungs-Verhältnis, hohem Bedienungskomfort sowie Verschleissfestigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Effizienz ermöglichen die kompakten Portalanlagen auch kleinen und mittleren Betrieben den Einstieg in die boomende Werkzeugtechnologie. Aber nicht nur das: Dank intensiver Forschungstätigkeit in Kooperation mit namhaften Institutionen garantiert STM nicht nur organisatorisch, sondern auch technologisch Kontinuität. Zudem sorgt ein gewachsenes Netzwerk an Lieferanten und Vertriebspartnern für eine ebenso enge wie reibungslose Zusammenarbeit. Durch eine kontinuierliche Beratung, Schulung sowie einen umfassenden Ersatzteil- und Wartungsservice stellt STM sicher, dass die Fertigungsprozesse seiner Kunden auch langfristig maximal profitabel bleiben. De facto unterstützt STM seine Kunden also von der technischen Beratung, Businessplanung, Musterkalkulation über die Projektierung von Komplettsystemen, Testverfahren, Spedition bis hin zu Verkaufstrainings und der Vermittlung von Lohnaufträgen.

Umfangreicher Online-Shop Um beste Versorgung mit Ersatzteilen für die wachsende Zahl an


D O S S I ER S C H W EI S S EN, SC H N EI D EN

Die gängigsten Zubehör- und Verschleissteile online bestellen.

Kunden aus verschiedensten Ländern bieten zu können, hat STM einen umfangreichen Online-Shop realisiert. Anwender finden die gängigsten Zubehörund Verschleissteile sowie Betriebsmittel hier im Angebot. Da-

rüber hinaus sind ab sofort gebrauchte Schneidsysteme direkt über www.waterjet-shop.com oder via www.stm.at erhältlich. Alle Produkte werden mit Bild, allen Ausstattungsmerkmalen sowie Lieferzeit und Preis (in

das firmeninterne Supportzenter via Hotline oder E-Mail kontaktieren.

Euro) präsentiert. Käufer können sich binnen Minuten registrieren und ohne riskante Datentransfers auf Rechnung bestellen – lediglich Neukunden müssen Vorkasse akzeptieren. Alle Online-Besteller profitieren generell von einem Online-Rabatt über 3 Prozent sowie von regelmässigen Aktionen. Der Shop ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Das Angebotsspektrum umfasst gebrauchte Komplettanlagen, Rohre und Verschraubungen für Hochdrucksysteme, Ersatzteile für Schneidventile, für Abrasiv Dosiersysteme, Betriebsmittel wie Düsen, Fokussierrohre und Abrasivsand, Ersatzteile für Hochdruckpumpen, für Abrasivspülsysteme sowie Reinigungs- und Schmiermittel. Neben aussagekräftigen Bildern sorgen umfängliche Informationen, die sich sonst nur aus der jeweiligen Bedienungsanleitung entnehmen lassen, für maximale Transparenz. Wer dennoch Fragen hat, kann

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3D-Kunststoffbearbeitung mit Laser Mit ihrem breiten Produktspektrum bietet die Jenoptik-Sparte Laser & Materialbearbeitung Lösungen rund um Schneiden, Schweissen und Perforieren von Kunststoffen.

zeuge bei der konventionellen Bearbeitung mit nur einer Anlagentechnik und verschleissfreiem Werkzeug zu bedienen.

Schnelles und zuverlässiges Kunststoffschweissen

Laserschneidanlage JENOPTIK-VOTAN® BIM: präzises 3D-Schneiden von Metall und Kunststoff.

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as Schneiden von Kunststoffen mittels Laser erlaubt eine hocheffiziente Bearbeitung von komplexen 3D-Bauteilen. Das berührungslose Verfahren ist materialschonend und minimiert Kosten, die sonst durch lange Rüstzeiten oder Werkzeugverschleiss entstehen. Darüber hinaus gewährleistet das Laserschneiden von Kunststoff eine hohe Kantenqualität. Typische Probleme wie die Bildung von Schmauch löst Jenoptik durch den gezielten Einsatz von Abluftreinigungsanlagen aus eigener Produktion.

Präzises 3D-Kunststoffschneiden Das Systemkonzept der JEN-OPTIK-VOTAN® BIM-Serie basiert

auf einer Strahlführung im Inneren des Roboters. Dies ermöglicht die Nutzung von CO2-Lasern mit Leistungen bis zu 5 kW, ohne eine komplexe und kollisionsanfällige externe Strahlführung nutzen zu müssen. Gleichzeitig verhindert der äquidistante Strahlengang ein Pumpen des Laserstrahls und damit verbundene Änderung der Strahlqualität. Mit diesem Gesamtansatz bietet Jenoptik ein optimiertes Werkzeug zum Beschnitt aller im Fahrzeug enthaltenen 3D-Kunststoffbauteile, wie zum Beispiel Innentüren oder Stossfänger. Aufgrund der hohen Flexibilität ist JENOPTIK-VOTAN® BIM ein ideales Werkzeug, um eine hohe Variantenvielfalt auch ohne die dafür notwendigen Stanzwerk-

Laserroboter JENOPTIK-VOTAN®BIM: Basismodul für hochpräzises 3D-Schneiden von Metall und Kunststoff.

56 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Um die Anwendungsmöglichkeiten des Laserdurchstrahlschweissens zu erweitern, entwickelte Jenoptik das Schweissen mit freistrahlenden Diodenlasern. Diodenlaser sind seit Jahren als Pumpmodule in Scheibenlasern im Einsatz und werden durch Jenoptik auch als Direktstrahler verwendet. Sie zeichnen sich durch folgende Merkmale aus: – sehr hoher Wirkungsgrad, da keine Verluste durch Faserkopplung, – hohe Ausgangsleistungen bis zu 120 W je Einzelmodul, – hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer von mehr als 20’000 Arbeitsstunden, – Standardwellenlängen von 808 bis 980 nm, – flexible Skalierung bei günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis, – kompakte und robuste Bauform. Im Gegensatz zum Schweissen mit Punktstrahlquellen arbeiten die freistrahlenden Diodenlaser wie eine Art Lichtvorhang, das heisst, sie verfügen über einen

Berührungslos und vibrationsfrei: Schweissen ohne mechanische und thermische Belastung.

kollimierten Strahlverlauf mit Tiefenschärfebereichen bis 200 mm. Beim Auftreffen der Laserstrahlung auf den absorbierenden Kunststoff wird die Lichtenergie des Lasers entlang der bestrahlten Linie in Wärmeenergie umgewandelt. Diese Eigenschaft der Freistrahler eröffnet die Möglichkeit, den Arbeitsabstand stark zu variieren und somit auch 3DBauteile ohne komplizierte Optiken oder hochgenaue Handlingsysteme zu verschweissen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil beim Schweissen mit freistrahlenden Diodenlasern ist die einfache Skalierung, wodurch eine hohe Produktivität bei vergleichsweise geringen Betriebskosten erzielbar ist.

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Laserschweissen von Glas ist praxisreif Glas wirtschaftlich und in hoher Qualität mittels Laser fügen? Das gilt als grosse Herausforderung – bis jetzt!

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er Laserspezialist TRUMPF hat ein Femtosekundenlasersystem entwickelt, welches herkömmliche Fügeverfahren wie etwa Kleben ablöst. Vorteil hierbei: Anders als bei Klebeverfahren ist kein empfindliches Zusatzmaterial mehr notwendig. Damit ergeben sich Kosteneinsparungen, eine längere Haltbarkeit und höhere Zuverlässigkeit der Fügenaht. Der besondere Charakter von Glas bringt grosse Herausforderungen mit sich: Glas ist hart, spröde, weist eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Metall auf und neigt bei ungleichmässiger Erwärmung aufgrund auftretender Spannungen zu Rissen. Mit Femtosekundenlasersystemen lassen sich solche Risse verhindern. «Die Anforderungen an das Lasersystem liegen darin, wie variabel sich Pausen und Pulse programmieren lassen», erklärt Elke Kaiser, Applikationsingenieurin bei TRUMPF. Für Licht mit Wellenlängen vom ultravioletten bis zum nahen Infrarotbereich ist Glas durchlässig. Erst bei sehr hohen Energiedichten findet Absorption statt. Deswegen kann eine Bearbeitung innerhalb des Glasmaterials stattfinden. Die höchs-

TRUMPF demonstriert in der eigenen Fertigung, dass das Fügen der Glasschutzkappen mittels Femtosekundenlaser praxisreif ist.

te Leistungsdichte liegt versenkt im Unterglas beim Fokus. Mehrere tausend Laserstrahlpulse tragen dazu bei, dass von unten nach oben über einige Millisekunden eine Schmelzblase entsteht. Durch ein geschicktes Wärmemanagement und optimales Verhältnis von Puls- und Pausendauer lassen sich Risse im Glas vermeiden.

Lasergeschweisst statt geklebt Bauteile aus Glas, die zuvor aufeinander geklebt wurden, lassen sich nun über Laserprozesse wirtschaftlich und mit hoher Qualität zusammenschweissen. TRUMPF demonstriert dies in

der eigenen Fertigung von Laserlichtkabeln. Der Schutzkappendeckel des Laserlichtkabels wurde bisher aufgeklebt. Jetzt wird er mittels Laser aufgeschweisst. Dabei ist die Verbindungsfestigkeit der Glasteile vor allem von der Höhe der Pulsenergie abhängig. Bei Infrarotlicht von 1030 Nm liegt die Pulsenergie bei etwa 9 Mikrojoule. TRUMPF baut derzeit eine Anlage zum sicheren, serienreifen Glasschweissen der Laserlichtkabel-Schutzkappen mittels Laser in der eigenen Fertigung in Schramberg auf. Elke Kaiser konstatiert: «Die Laseranlage dient zudem als Pilotanlage, um potenziellen Anwendern zu demonstrieren, dass neue innovative Laserverfahren im Bereich Glasbearbeitung praxisreif und zuverlässig sind und immense Vorteile bringen.» Wirtschaftlichkeit beweisen die neuen Laserfügeverfahren für Glas etwa dadurch, dass die Nachteile herkömmlicher Methoden wie etwa Kleben eliminiert werden: optische Strahlwege werden nicht mehr verschmutzt, es gibt kein Ausdampfen und keine Langzeitversprödung von Klebstoffen, was etwa bezüglich der Glasschutzkappen bedeutet, dass sie wesentlich länger halten werden. Weitere Applikationen hinsichtlich laserschweissen von Glas innerhalb der eigenen Fertigung sind zurzeit bei Trumpf in Vorbereitung.

I N F OS | KON TAKT TRUMPF Maschinen AG Ruessenstrasse 8 CH-6340 Baar Per Laser geschweisste Schutzkappen erreichen beim Bruchtest eine mehr als doppelt so hohe Festigkeit.

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DOSSIER S C H W E I S S E N , S C H N EIDEN

Feinstaub-Gefahr beim Schweissen bannen

Energieschonender Anlagenbetrieb dank Vernetzung

Die grösste Gefahr beim Schweissen liegt im Unsichtbaren: Ultrafeine Staubpartikel bergen ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der Mitarbeiter. Mit effektiver Luftreinhaltetechnik stellen sich Betriebe nachhaltig in Sachen Arbeitsschutz auf. Sie beginnt bei der Punktabsaugung, liefert den Nachweis von Nanopartikeln mittels sensibler Messtechnik und führt zu neuen Industrie-4.0.-Standards.

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einstaub ist die Bedrohung der Zukunft für den Menschen. Nicht nur die Weltgesundheitsorganisation stuft ihn als direkten Verursacher von Lungenkrebs ein. Aktuelle Studien belegen, dass Feinstaub für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko ursächlich ist, Demenz fördert, Krebs hervorruft oder sogar zum Tod führen kann. Schweissrauch ist in der Produktion die Feinstaubquelle schlechthin. Hinter der sichtbaren Rauchfahne verbergen sich Millionen von Partikeln, die bis in die menschliche Zellstruktur eindringen können. Das grosse Problem dabei: Millionen solcher Partikel können beim Gewicht noch unter den zulässigen Grenzwerten liegen. Mit dem neuen Luftüberwachungssystem AirWatch von KEMPER weisen Betriebe nicht nur das Gewicht des Schweissrauchs nach, sondern ebenso die

Anzahl der Partikel – in einem Grössenbereich von 100 Nanobis 16 Mikrometern. Die hochsensible Sensortechnik erfasst die Partikel in einem Radius von 30 m. Die Daten werden auf Smartphone, Tablet oder PC ausgewertet und mit Grenzwerten abgeglichen. Ein Ampelsystem zeigt permanent die Beschaffenheit der Luftqualität an.

Punktabsaugung für die direkte Schweissrauch-Erfassung Doch Betriebe stehen vor der Frage: Wie können wir den Schweissrauch effektiv bekämpfen? KEMPER bietet dazu ein umfassendes Portfolio an Absauganlagen an. Der Hersteller empfiehlt dabei die Punktabsaugung mit Absaugarmen oder Absaugbrenner. Die direkte Erfassung der Partikel am Entstehungsort stellt die effektivste Möglichkeit dar, die Gefahrstoffe

Mobile Punkt-Absaugung.

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Tower die verschmutzte Luft wieder an. Zahlreiche Lösungen sind mit einem kontaminationsfreien Staubaustrag ausgestattet, sodass Anwender auch beim Filterwechsel oder der Staubentsorgung nicht mit dem gesundheitsgefährdenden Feinstaub in Kontakt kommen.

Der CleanAirTower sorgt für eine gute Luftqualität.

zu erfassen. Leichtgängige Absaugarme ermöglichen die Bedienung mit nur einer Hand und steigern daher die Akzeptanz bei den Anwendern. Ausserdem kann die Absaughaube mit LED Lampen ausgestattet werden. Eine bessere Sicht auf das Werkstück führt zu besseren Schweissergebnissen und unterstützt die Anwender dabei, den Arm regelmässig nachzuführen, sodass der Schweissrauch auch aus optischen Erwägungen abgesaugt wird. Ob mobiles Absauggerät oder zentrale Absauganlage: Die Punktabsaugung ist je nach Bedarf in vielen Variationen einsetzbar. Ergänzend zur Punktabsaugung oder in besonderen Fällen, in denen diese nicht möglich ist, bieten sich Raumlüftungssysteme zur Reinhaltung der Hallenluft an. Mit dem CleanAirTower hat KEMPER ein System entwickelt, das nach dem empfohlenen Prinzip Verdrängungslüftung funktioniert und sich einfach ohne Rohrsystem Plug&Play in der Halle auf- und umstellen lässt. Impulsarm führt das System die gereinigte Luft von unten der Halle zu. Dieser Effekt unterstützt den natürlichen Auftrieb des Schweissrauchs und verdrängt ihn so aus dem Atembereich der Produktionsmitarbeiter. In einer Höhe von rund vier Metern saugt der CleanAir-

Sowohl solche Raumlüftungssysteme als auch zentrale Absauganlagen führt KEMPER in eine vernetzte Zukunft. Mit dem Industrie-4.0.-Konzept KEMPER Connect hat das Unternehmen eine Möglichkeit geschaffen, CleanAirTower Raumlüftungsanlagen vollautomatisiert zu betreiben. Ein dezentrales Funknetzwerk vernetzt AirWatch mit den Anlagen kabellos und ohne weitere Konfiguration. Sollten sich mehrere Raumlüftungen in das Netzwerk einwählen, wächst die Reichweite des Netzes im Gegensatz zu einer konventionellen Router-Lösung mit. AirWatch misst dabei nicht nur die Feinstaubkonzentration, sondern steuert auch die Anlagen. Übersteigt etwa die Partikelkonzentration die in der AirWatchSoftware hinterlegten Grenzwerte, fährt das Luftüberwachungssystem die vernetzten Anlagen ganz ohne Zutun eines Mitarbeiters hoch. Andernfalls fährt es im Nichtbedarfsfall die Anlagen wieder herunter. Die automatische und bedarfsabhängige Regelung führt zu erheblichen Energiekosteneinsparungen.

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IBHLink UA für Siemens S5-SPS, S7-SPS und Logo

I/O- und Motion-Lösung für Serienanwendungen

Client Funktion erfolgt über die Weboberfläche. Während OPC Data Access Zugriff auf Daten in Echtzeit ermöglicht, unterstützt OPC Historical Access, auch OPC HDA benannt, den Zugriff auf bereits gespeicherte Daten. Von einfachen Datalogging-Systemen bis zu komplexen SCADA-Systemen können historische Daten auf genormte Weise abgefragt werden. Die Aktivierung der Historischen Daten erfolgt komfortabel über die Weboberfläche.

n Der IBH Link UA ist eine OPC UA Server/ Client Baugruppe mit Firewall für SIMATIC S5, S7-200, S7-300, S7-400, S7-1200, S7-1500 und Logo! (Ethernet Versionen) Steuerungen. Es handelt sich hierbei um ein kompaktes Gerät zur Hutschienenmontage mit vier Ethernet Ports und einer 24 V Stromversorgung. Der IBH Link UA wird mit dem frei verfügbaren IBH OPC Editor, dem original Siemens STEP7 oder dem TIA Portal konfiguriert. Es muss keine spezielle Software auf dem Programmiergerät installiert werden. Somit ist der IBH Link UA nahtlos in das SPS- Projekt integriert. Die Variablendefinitionen werden von der Programmiersoftware in den IBH Link UA über Ethernet übertragen. Die Variablenattribute (zum Beispiel Schreibschutz oder Grenzwerte) definiert man direkt im SPSProjekt. Es ist somit ein symbolischer Zugriff auf Strukturen in Datenbausteinen und Variablen möglich. Die Kommunikation mit den Steuerungen erfolgt über TCP/IP. Falls eine Steuerung keinen Ethernetanschluss besitzt, kann man dies über die bewährten Kommunikationsadapter IBH Link S7++ oder IBH Link S5++ realisieren. Der Vorteil der neuen Lösung von IBHsoftec ist, dass es sich um eine Server-/ Client-Baugruppe handelt. Durch die OPCClient-Funktion wird auch der Datenaustausch von OPC Servern untereinander ermöglicht. Es können über diese Funktion zum Beispiel Steuerungen oder andere Geräte mit OPC UA verschiedener Hersteller Daten austauschen. Die Konfiguration der

Die wichtigsten Features in Kürze – OPC UA Server für Anbindung an MES-, ERP- und SAP-Systeme sowie Visualisierungen – OPC UA Client zur Kommunikation mit anderen OPC-Servern – OPC Foundation Zertifizierung – Integrierte SoftSPS zur Datenvorverarbeitung – vier Ethernet Ports mit Firewall -> Trennung der Prozess- und Leitebene – Skalierbare Sicherheitsstufen durch Austausch digital signierter Zertifikate – S7-Steuerungen über S7 TCP/IP oder IBH Link S7++ ansprechbar – S5-Steuerungen über IBH Link S5++ ansprechbar – Konfiguration mit IBH OPC Editor, Siemens STEP7 oder TIA Portal – Gleichzeitiges Verarbeiten von bis zu 31 Projekten – Administration per Webbrowser – Keine Runtime Lizenzen

sps ipc drives, Nürnberg Halle 7, Stand 115 INFO S | K O NTA K T IBHsoftec GmbH Turmstrasse 77 D-64743 Beerfelden Telefon +49 (0)6068-3001 www.ibhsoftec.com info@ibhsoftec.com

n Die EtherCAT-Steckmodule der EJ-Serie sind die effiziente Lösung zur Verdrahtung im Serienmaschinenbau mit mittleren und hohen Stückzahlen. Mit den neuen MotionModulen integriert sich nun auch die kompakte Antriebstechnik von Beckhoff nahtlos in das Steckmodul-Konzept. Das ermöglicht extrem kompakte sowie optimal auf die Kundenanforderungen abgestimmte I/Ound Motion-Lösungen. Mit den EtherCAT-Steckmodulen der EJ-Serie lässt sich der Plattformgedanke bei Grossserien mit vielen Gleichteilen optimal umsetzen, ohne dabei die Möglichkeiten der Variantenbildung zu verlieren. Die elektronisch auf dem bekannten EtherCATI/O-System basierenden Steckmodule werden direkt auf eine Leiterkarte aufgesteckt, die als anwendungsspezifisches SignalDistribution-Board die Signale und Spannungsversorgung auf einzelne applikationsspezifische Steckverbinder verteilt. Die aufwendige manuelle Einzeladerverdrahtung wird durch das Anstecken konfektionierter Kabelbäume substituiert. So lassen sich die Stückkosten senken und das Risiko der Fehlverdrahtung durch kodierte Bauteile auf ein Minimum reduzieren. Kompakte Antriebstechnik auch im neuen Formfaktor Die bewährte kompakte Antriebstechnik von Beckhoff im Busklemmen- Formfaktor steht nun auch für das Steckmodul-Konzept zur Verfügung. Die drei EtherCAT-Steckmodule EJ7xxx ermöglichen in Kombination mit dem breiten Spektrum an Motoren und Getrieben besonders kompakte und kostengünstige Antriebslösungen. Das Schrittmotormodul EJ7047 ist für den mittleren Leistungsbereich von Schrittmotoren vorgesehen. Zwei Eingänge für Endlagenschalter stehen zur Verfügung, wobei der zweite Eingang auch als Ausgang konfiguriert werden kann. Dies ermöglicht zum Beispiel den Einsatz einer Haltebremse. In Verbindung mit den Schrittmotoren der Serie AS10xx lässt sich auch eine feldorientierte Regelung aus-

wählen, was unter anderem eine verbesserte Dynamik und eine geringere Stromaufnahme ergibt. Das Servomotormodul EJ7211-0010 bietet hohe Servo-Performance in einer sehr kompakten Bauform. Dazu trägt besonders die integrierte One Cable Technology (OCT) bei, die die Motorleitung und ein absolutes Feedbacksystem in einer Leitung vereint. Einsetzbar ist das EtherCAT-Steckmodul für Motoren der Baureihe AM8100 bis 4,5 ARMS. Das Einlesen des integrierten elektronischen Typenschilds der AM81xx-Motoren reduziert den Aufwand für die Verdrahtung und Inbetriebnahme auf ein Minimum. Die schnelle Regelungstechnik auf Basis einer feldorientierten Strom- und PI-Drehzahlregelung ist auch für schnelle und hochdynamische Positionieraufgaben geeignet. Die 2-Kanal-DC-Motor-Endstufe EJ7342 ist für den direkten Betrieb von zwei DC-Motoren ausgelegt und vom E-Bus galvanisch getrennt. Drehzahl und Position werden durch einen 16-Bit-Wert vom Automatisierungsgerät vorgegeben. Durch den Anschluss eines Inkremental-Encoders ist die Realisierung einer einfachen Servoachse möglich. Für hochdynamische Anwendungen und bei Speisung mehrerer Achsen aus einem Netzteil empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz des Brems-Chopper-Moduls EJ9576.

sps ipc drives, Nürnberg Halle 7, Stand 406 I N F OS | KON TAKT Beckhoff Automation AG Rheinweg 7 CH-8200 Schaffhausen Telefon +41 (0)52 633 40 40 www.beckhoff.ch info@beckhoff.ch

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DOSSIER A U S - U N D WE I T E R BILDUNG

Erste Produktionstechnikerin HF Im letzten Jahr schlossen erfolgreich 22 Studenten den Studiengang Produktionstechnik HF ab. Zum ersten Mal dabei ist 2015 eine Frau. Nicole Boss von der Firma Fraisa AG schloss mit einem sehr guten Resultat ab. Sie verdeutlicht damit einmal mehr, dass der Erfolg in technischen Berufen nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Nicole Boss, sie haben Polymechanikerin gelernt. Als Frau sind Sie auf diesem Berufsfeld immer noch eine Exotin. Warum denken Sie ist das so? Dies scheint mir ein gesellschaftliches Problem zu sein. Die Rolle der Frau ist leider allgemein noch nicht da, wo sie sein sollte. Dies zeigt sich beispielsweise immer noch in der Lohnungleichheit und dem Thema Frauenquote. Zudem kann es im Alter von 15 oder 16 Jahren beängstigend wirken, sich für eine sonst schon schwierige Entscheidung «was will ich werden?» zu rechtfertigen. Die jungen Frauen sind selbst noch in einer Findungsund Entwicklungsphase. Es scheint wohl einfacher, den Weg einer «typischen» Ausbildung für Frauen einzuschlagen, in welcher keine besondere Aufmerksamkeit auf sie gerichtet ist. Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden? Ich kam auf Umwegen auf den Beruf Polymechanikerin. Alles, was ich in Schnupperlehren gesehen habe konnte ich mir nicht vorstellen über acht Stunden am Tag auszuüben, und dies fünf Tage die Woche. Nun war ich schon im 10. Schuljahr und ich hatte immer noch keine klaren Vorstellungen. Durch meinen Götti, welcher damals noch als Lehrmeister in einem industriellen Unternehmen tätig war, kam ich zum Beruf Polymechanikerin. Ich war schnell begeistert und fand nach langer Suche noch eine Lehrstelle. Bereits in der Lehre war für mich klar, in dieser Branche sehe ich meine Zukunft. Mit meinem

damaligen Berufschullehrer klärte ich die Möglichkeiten ab, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt. Sie haben im letzten Jahr mit einem top Ergebnis die Weiterbildung zur Produktionstechnikerin HF abgeschlossen. Sie waren damit die erste Frau, die sich für diesen Studiengang entschieden hat. Brauchte das Mut? Für mich stand schon bei Beginn der Fachfrau klar, dass ich nach dem Abschluss die Weiterbildung zur Technikerin absolvieren möchte. Damals war mir absolut nicht bewusst, dass dies noch nie eine Frau abgeschlossen hat. Mir war wohl bewusst, dass ich die einzige Frau in der Klasse sein kann (dies war ich mir gewohnt von der Grundschule sowie von der Berufsschule). Also Mut nicht. War es in Ihrem Lehrgang ein Thema, dass Sie die einzige Frau waren

oder spielte das überhaupt keine Rolle? Gab es in diesem Zusammenhang eine lustige Situation? Grundsätzlich nein. Ich wurde von allen Dozenten und Mitstudenten mit dem gleichen und nötigen Respekt behandelt. Kleine Sticheleien gehören dazu. Was auch nicht weiter schlimm ist, und ich konnte gut dagegenhalten. Doch der erste Schultag vom Mathematikvorkurs war dann doch etwas speziell. Als ich das Schulzimmer betrat, waren die meisten überzeugt, ich komme vom Sekretariat. Erst als ich Platz nahm, kam Verwirrung unter meinen Mitstudenten auf. In der ersten Pause verriet mir ein Mitstudent, dass er mit einer reinen Männerklasse gerechnet hat. Was für Voraussetzungen muss jemand mit sich bringen, um ein/eine erfolgreiche/r Produktionstechniker/ in zu werden? Durchhaltewille. Und sich bewusst sein, dass in den nächsten Jahren etwas weniger Zeit für Hobby oder andere Sachen bleibt. Ansonsten bin ich überzeugt, dass es machbar ist mit dem nötigen Interesse an der

Technik und den anderen Fächern, welche in diesem Lehrgang angeboten werden. Was gefällt Ihnen an Ihrer jetzigen Arbeit? Ich konnte einen nächsten Schritt machen. Nun arbeite ich in der Fertigungsplanung im Team Dienstleistungen und Normen. Diese Stelle wäre mir nicht angeboten worden ohne diese Weiterbildung. Die Verantwortung ist gestiegen. Auch mein erstes Projekt, welches ich als Diplomarbeit in Angriff genommen habe, bin ich dabei umzusetzen. Was sagen Sie jungen Frauen, um sie ebenfalls für einen technischen Beruf zu begeistern? Begeisterung sollten die jungen Frauen selber mitbringen. Ich möchte ihnen mehr Mut zusprechen. Jedoch ist für mich das Umfeld oder die MEM-Branche allgemein, die gefordert sind. Alle müssen lernen, dies als normal zu betrachten, dass Frauen in dieser Branche Fuss fassen oder Karriere machen wollen. Mit dem Abschluss zur Produktionstechnikerin haben Sie letztes Jahr ein berufliches Ziel erreicht. Haben Sie schon ein weiteres Ziel im Auge? Seit meinem Abschluss geniesse ich vorläufig die frei gewordene Zeit. Jedoch bin ich überzeugt, dass ich noch einen weiteren Schritt machen möchte. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, die FH zu besuchen und einen Bachelor-Studiengang in Angriff zu nehmen. Ich bin also selbst gespannt, wo mich die Zukunft beruflich hinführt. Eins ist jedoch klar: Ich bin noch wissenshungrig. Zudem will ich meine fremdsprachlichen Defizite in Angriff nehmen. Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg.

I N F OS | KON TAKT Swissmechanic Felsenstrasse 6 CH-8570 Weinfelden

Nicole Boss bei der Diplomübergabe.

60 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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KURSE A U S - UND W EI TE R B I LD U N G

Die Rolle von Radan in der Industrie 4.0 Vermeidung von Fehlern in der Kombination von Schneiden und Abkanten mithilfe der kompletten CAD/CAM-Lösung von Radan. In insgesamt acht Präsentationen, von Experten aus einem breiten Spektrum industrieller Bereiche, wird eine Vielzahl von Themen abgedeckt. Infos zur Veranstaltung unter www.tae.de/seminar/seminarfertigungs-und-umformtechnik-industrie40-34949/

nehmen die Trainer bei Spezialthemen rund um den Umformprozess. Teilnehmer, die alle drei Module erfolgreich absolviert haben, erhalten als nach aussen sichtbares Zeichen der Qualifikation die Schuler Press Card. «Unsere Schuler Forming Academy garantiert einen höchstmöglichen Ausbildungsstandard und bietet Kunden praxisorientierte Qualifizierungsmassnahmen, die einen echten Mehrwert bieten», sagt Axel Meyer.

Eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung ist Voraussetzung für den sicheren und effizienten Betrieb von Umformanlagen.

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Mit der Swissmem Academy in die Zukunft n Die Swissmem Academy ist das Bildungs- und Beratungszentrum des Verbandes der Maschinen- Elektro- und Metallindustrie. Bei uns finden Sie ein breites Angebot an Lehrgängen, Seminaren und firmeninternen Trainings zu attraktiven Preisen. Dank unserer über 70-jährigen Erfahrung garantieren wir zudem eine hohe Praxis- und Nutzenorientierung für alle Teilnehmenden. Wir sind mitten in der Gestaltung der Zukunft. Eckpfeiler unserer neuen Strategie sind Innovation, Modularisierung, Dezentralisierung und Individualisierung. Damit wollen wir mit Ihnen einen Schritt in die Zukunft machen – one step ahead! In unseren Lehrgängen erwerben Sie Handlungskompetenzen durch eine hohe Praxisorientierung für eine erfolgreiche Fach- oder Führungsaufgabe, mitunter auch zur Vorbereitung einer eidg. Prüfung. Längere Präsenzzeiten und Selbstlernaktivitäten verstehen sich von selbst. Seminare dagegen bieten gezielte Weiterbildung in kürzerer Form. Dabei setzen Sie sich mit spezifischen Themen wie Management und Leadership, Projektma-

Bild: Schuler AG

n Die 3D Concepts GmbH, Vertriebspartner der Vero Software GmbH für die Schweiz, veranstaltet ein spezielles Open-HouseEvent, das die wichtige Rolle der weltweit leistungsfähigsten CAD/CAM-Software Radan für die Blechverarbeitung unter dem Aspekt Industrie 4.0 veranschaulichen soll. Die für den 29. und 30. November in der Technischen Akademie Esslingen geplante Veranstaltung «Fertigungs- und Umformtechnik – Industrie 4.0» richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen, die Verfahren der Fertigungs- und Umformtechnik anwenden. Thomas Menholz, Vertriebsleiter von 3D Concepts, beschreibt den Fokus der zweitägigen Veranstaltung so: «Die moderne Fertigungsprozesskette in der Blechindustrie auf Basis von 3D-CAD-Daten, abgedeckt mit Radan.» In seiner Präsentation geht es um die schnelle und präzise Angebotserstellung und Auftragsabwicklung mithilfe des Logistik-Softwarepaketes von Radan, die Durchführung technischer Machbarkeitsprüfungen in Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen mithilfe von Radan 3D und Radbend, der Offline-Programmierung und Simulation von Abkantpressen sowie der

Neuer Ausweis für Anlagenbediener

nagement, Innovation, Marketing, der Führung von Mitarbeitenden usw. auseinander. Mit Inhouse Trainings können Sie gleich Gruppen von Führungspersonen oder ganze Teams «tailor-made» in unterschiedlichen Kompetenzen weiterentwickeln, welche für die neuen Marktbedingungen notwendig sind. Weitergehende Informationen zu den Angeboten finden Sie auf unserer Homepage, wo Sie sich auch anmelden können – oder kontaktieren Sie uns für eine eingehende Beratung. Gemeinsam machen wir die Zukunft möglich.

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n Eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung ist nicht nur für Neu- und Quereinsteiger, sondern für alle Mitarbeiter in Stanzbetrieben und Presswerken Voraussetzung für den sicheren und effizienten Betrieb von Umformanlagen. Mit dem neu konzipierten Bedienerausweis «Press Card» hat die Schuler Forming Academy jetzt ein Schulungsprogramm aufgelegt, dass das notwendige Rüstzeug für eine wirtschaftliche Produktion von qualitativ hochwertigen Teilen mitbringt. «Die Schuler Forming Academy bietet damit erstmals eine standardisierte und praxisnahe Basisschulung für Anlagenbediener und Einrichter von Stanz- und Umformsystemen», erklärt Axel Meyer, Leiter der Division Service bei Schuler. «Das gibt unseren Kunden Planungssicherheit bei der Qualifizierung von Beschäftigten und erhöht die Mitarbeiter-Motivation und die Prozesssicherheit im Werk.» Das Schulungsprogramm besteht aus drei jeweils zweitägigen Qualifizierungsmodulen, die alle mit einer Prüfung abschliessen. Zuerst lernen die Teilnehmer bei der Schuler Forming Academy in D-73033 Göppingen Aufbau und Funktion automatisierter Stanz- und Umformsysteme sowie die Grundlagen der Visualisierung kennen. So gehen sie mit entsprechendem Grundverständnis in die Module zwei und drei. Modul zwei beinhaltet Praxisschulungen an einer 630 t starken Servopresse mit Bandzuführanlage und Transfersystem im Prozess- und Technologiezentrum ProTec bei Heru Werkzeugbau in D-57368 Lennestadt. Zum Abschluss steht in Modul drei – ebenfalls bei ProTec – die Erhöhung von Qualität und Effizienz im Mittelpunkt: Wie lassen sich Umformprozess, Richtprozess, Schmierung und andere Einflussfaktoren verbessern, um ein optimales Ergebnis zu erzielen? Dabei unterstützen qualifizierte Fach-Referenten der Protec-Partnerunter-

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maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER M E S S E : VA LV E WO RLD EXPO

Für technologische Automatisierungsprozesse Seit 2010 findet die Valve World Expo mit begleitender Konferenz auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Was bietet die vierte Düsseldorfer Fachmesse für Industriearmaturen 2016? Armaturen oder Ventile sind unverzichtbar für alle technologischen Automatisierungsprozesse und sind wichtige Komponenten innerhalb nahezu aller Industriezweige. Also eine Branche mit starkem Wachstumspotenzial für die Zukunft. Das belegen auch unsere wachsenden Aussteller- und Besucherzahlen sowie die steigenden Quadratmeterzahlen zur bevorstehenden Valve World Expo. Seit ihrer Düsseldorfer Premiere 2010 ist die Valve World Expo stetig gewachsen. 2016 kommen 717 Aussteller aus 40 Ländern, die eine Fläche von rund 20’000 m2 belegen. Zur Valve World Expo 2010 kamen bereits 535 Aussteller, 2012 waren es 591 Unternehmen aus 37 Ländern. Sie belegten eine Nettofläche von über 15’500 m2 in zwei Messehallen. 2014 hatten wir schon 664 Aussteller, die ihre technologischen Highlights auf 17’800 m2 zeigten. In diesem Jahr präsentiert sich die Valve World Expo mit rund 20’000 m2 Ausstellungsfläche in drei Messehallen. Auch bei den Besucherzahlen konnte die Valve World Expo von 2010 bis zur letzten Messe im Jahr 2014 zulegen. 2010 waren es noch rund 10’000 Fachbesucher, vor zwei Jahren reisten bereits 12’500 Besucher aus 90 Ländern nach Düsseldorf. 2014 hatten wir 70 Prozent internationale Messegäste, von denen die meisten aus den Niederlanden, Italien, Grossbritannien, Frankreich, Belgien und

Friedrich-Georg Kehrer, Global Portfolio Director Metals and Flow Technologies

Spanien kamen. Aber auch aus Indien und China reisten Fachbesucher nach Düsseldorf. Zur Valve World Expo 2016 erwarten wir primär Aussteller aus Deutschland, Italien, Spanien, Grossbritannien, Frankreich, der Türkei, den Niederlanden, und von Übersee aus den USA, Indien, Taiwan und China. Insgesamt sind Aussteller aus 40 Ländern dabei. Die begleitende Konferenz findet 2016 wieder in der Halle 4 statt, warum? Auch 2016 wird die Konferenz wieder von KCI organisiert und durchgeführt. Die inhaltliche Vertiefung aktueller Produktionsmethoden, innovativer Technologien und der Austausch von face-to-face; das sind die Erfolgssäulen der Konferenz, die bewusst mitten ins Messegeschehen, in die Halle 4, platziert wird. Wir schaffen damit eine Informations- und Kommunikati-

62 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

onsplattform inmitten des Messegeschehens, also auch hier kurze Wege und eine Verzahnung von Theorie und Praxis. Was macht das Thema Industriearmaturen besonders? Ohne eine Armatur, ein Ventil oder eine Rückschlagklappe kann kein industrieller Automatisierungsprozess stattfinden. Daher ist die Armatur in ihre Funktion als Bedienelement einer Maschine ein unverzichtbares Produkt. So unterschiedlich die Anwendungen von Armaturen – so breitgefächert gestaltet sich auch das Produktangebot der Valve World Expo 2016. In drei Messehallen werden auf rund 20’000 m2 Armaturen zum Einsatz in der Mess- und Regeltechnik, in den Bereichen Öl und Gas, im Energiesektor sowie im Maschinenbau und in der Industrie angeboten. Die Valve World Expo 2016 richtet sich an Fachbesucher aus dem Armaturenhandel, an Hersteller von Armaturen, Ingenieure, Entwickler und Hersteller von Steuerungs- und Testsoftware sowie an Nutzer von Armaturen aus dem Automobilbau, dem Bergbau, der Chemischen Industrie, der Energieerzeugung und an Nutzer aus den Bereichen Öl, Gas und der OffshoreIndustrie. Gibt es internationale Satelliten der Valve World Expo? Die Valve World Expo als Mitglied der Produktfamilie der internationalen Flow Technology Fachmessen hat mit der Valve World Expo Asia und der Valve World Expo Americas internationale Satelliten auf zwei weiteren Kontinenten. Diese orientieren

Veranstalter Messe Düsseldorf GmbH Stockumer Kirchstrasse 61 D-40474 Düsseldorf Öffnungszeiten Dienstag, 29. November, bis Donnerstag, 1. Dezember von 9.00 bis 18.00 Uhr Ort Messe Düsseldorf GmbH Stockumer Kirchstrasse 61 D-40474 Düsseldorf Infos www.valveworldexpo.de

sich an den Angebotsschwerpunkten der Düsseldorfer Veranstaltung und finden ebenfalls in zweijährigem Rhythmus statt. Pump Summit – wieder parallel zur Valve World Expo Düsseldorf? An den ersten beiden Messetagen (29. und 30. November) der Valve World Expo findet parallel der Pump Summit, Fachmesse mit begleitender Konferenz, als Netzwerkveranstaltung für Pumpenspezialisten in der Halle 7.0 statt. Als eigenes Fachforum zeigen Hersteller, Lieferanten, Händler und Endverbraucher von Pumpen, Kompressoren und Dichtungen damit Technologien und Systeme für verschiedenste Anwendungen. Damit sind wir dem Wunsch der Branche nachgekommen, die Pumpentechnologie in enger Anbindung an die Ventiltechnik, also in einer angeschlossenen Messehalle, zu präsentieren. Durch die Parallelität des Pump Summit zur Valve World Expo ergeben sich wertvolle Synergien für die Fachleute dieser Branchen. Herr Kehrer, vielen Dank für das Gespräch.


NEW S & T R EN D S AD V ERT O R I A LS

Fünf Gründe für ein neues Pyrometer

n Seit über 30 Jahren entwickelt und fertigt die Firma Sensortherm Highend-Infrarot-Messsysteme (Pyrometer) zur berührungslosen Temperaturmessung. Die Pyrometer der Serie Metis M3 und H3 arbeiten ab Detektor digital und sind nach Anschluss sofort einsatzbereit. Das neue Optikkonzept erlaubt Messfelder kleiner 1 mm und ermöglicht damit eine punktgenaue Temperaturerfassung. Die Ausrichtung auf das Messobjekt erfolgt wahlweise per Laser, Durchblickvisier oder Farbkameramodul. Die aktuelle Messtemperatur und Einstellungen wie zum Beispiel Emissionsgrad können direkt am Gerät eingesehen und verändert werden.

Neben der digitalen Schnittstelle (RS232/485) verfügen die Systeme über zwei hochauflösende Stromausgänge (0/4 bis 20 mA, 16 bit) und drei digitale Ein-/ Ausgänge zur Fernsteuerung oder Ausgabe eines Temperaturalarms. Die kürzeste Erfassungszeit ist bei M3-Modellen kleiner 0,5 Millisekunden, bei H3-Modellen kleiner 20 Mikrosekunden. Damit kann ein H3-Pyrometer mehr als 50’000 Temperatur-Messungen pro Sekunde erfassen. Der gesamte Temperaturbereich über alle Modelle beträgt 100 bis 3300 °C. Ein einzelnes Modell deckt, bedingt durch den eingesetzten Detektor, jeweils einen Teilbereich (zum Beispiel 150 bis 1200 °C) ab.

INFO S | K O NTA K T Kottonau AG Rinderweid 1 CH-8707 Uetikon am See Telefon +41 (0)44 790 15 10 www.kottonau.ch info@kottonau.ch

Camtek weitet Angebot der Direktintegration aus

n Mit Hochdruck arbeiten die Experten von Camtek an der neuen Version OPTICAM 2017, die Anfang nächstes Jahr auf den Markt kommt. OPTICAM ist ein leistungsfähiges Softwarepaket zur Programmierung von Drahterodiermaschinen. Durch die Partnerschaften mit SOLIDWORKS (Waltham, US-Bundesstaat Massachusetts) und OPEN MIND (Wessling bei München) liegen nun OPTICAM Direktintegrationen in die CAD-Systeme SOLIDWORKS und das von OPEN MIND neu entwickelte CAD-System hyperCAD-S vor. OPTICAM verfügt über eine hundertprozentige Assoziativität zu dem jeweiligen CAD-System, der Werkzeugweg wird direkt vom 3D-Modell abgeleitet, jegliche Änderungen am 3D-Modell werden automatisch in den Werkzeugweg

übernommen. Seit September 2014 ist Camtek SOLIDWORKS Certified Gold Partner, was den engen Austausch von Informationen rund um die Weiterentwicklung von SOLIDWORKS garantiert. Des Weiteren hat sich OPEN MIND für die Direktintegration von OPTICAM in sein CAD-System hyperCAD-S entschieden. Weitere Direktintegrationen wie zum Bespiel in Autodesk Inventor und Siemens NX sind in Vorbereitung.

INFO S | K O NTA K T Camtek GmbH Werkstrasse 24 D-71384 Weinstadt-Endersbach Telefon +49 (0)7151 979 202 www.camtek.de info@camtek.de

Effizienz für den Maschinenund Vorrichtungsbau

Normplattenfertigung bei Meusburger.

n Seit der Einführung des Geschäftsfeldes «Maschinenbau» verzeichnet Normalienhersteller Meusburger ein stetig wachsendes Kundenklientel, das auf die Qualität und Zuverlässigkeit von sofort verfügbaren Normalien setzt. Der Trend zur Standardisierung setzt sich auch im Maschinen- und Vorrichtungsbau immer mehr durch. Eine logische Entwicklung wenn man bedenkt, dass mit der voranschreitenden Globalisierung immer kürzere Projektdurchlaufzeiten und Effizienzsteigerungen erforderlich sind um international am Markt zu bestehen. Heute bestellt – morgen geliefert Welche Vorteile der Einsatz von vorgefertigten Bauteilen bringen kann, zeigen wir anhand eines konkreten Beispiels. Zur Fertigung der abgebildeten Fräsvorrichtung wird einiges an Stahl benötigt. Halbzeuge von Meusburger bieten hier eine kostengünstige Alternative zum Stahlhandel. Alle Platten und Stäbe stehen bereits präzise vorgefertigt ab Lager zur Verfügung und werden binnen 24 Std. in den DACH-Raum und innerhalb 5 bis 7 Tagen frei Haus nach ganz Europa geliefert. Mit Hilfe des MeusburgerOnline-Kataloges kann schnell und einfach kalkuliert und konstruiert werden. Auf Wunsch können auch Brennzuschnitte gefertigt und Fräsbearbeitungen eingebracht werden. Der Kunde spart also Ressourcen und kann sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren. Spannungen reduzieren Bei der Herstellung von Stahlplatten entstehen durch verschiedene Bearbeitungsprozesse Spannungen im Material – zum Beispiel durch ungleichmässige Temperatureinwirkungen. Erkaltet der Stahl im Walzwerk, bleiben Spannungen zurück, die bei der zerspanenden Bearbeitung zu unkalkulierbarem Verzug führen können. Um dies zu umgehen unterzieht Meusburger das Material einer Wärmebehandlung in einem der drei hauseigenen Glüh-

öfen. Vorgegangen wird dabei nach einer speziell definierten Glühkurve. Diese bleibt vom Temperaturbereich unterhalb der für die Austenitbildung typischen Werte. Das Spannungsarmglühen sorgt dafür, dass sich Spannungen über einen Zeitraum von 24 Std. lösen können. Entscheidend ist hier die lange Abkühlzeit von 14 Std. (34 °C/ Std.). Dies erweist sich bei der weiteren Bearbeitung als grosser Vorteil. Wären noch Spannungen im Material, würde sich dies zum Beispiel beim Sägen oder Fräsen durch Verzug zeigen. Wichtig beim Spannungsarmglühen sind das langsame und gleichmässige Erwärmen der Platten und die anschliessende Haltezeit von 6 Std. Das garantiert, dass auch dicke Platten bis in den Kern erwärmt werden. Die Tageskapazität bei Meusburger liegt bei 240 t. Vorteile auf einen Blick – Schnelle und einfache Kalkulation durch Online-Katalog – 27 Materialqualitäten ab Lager lieferbar – Keine Mindestbestellmengen – Keine Transportkosten – Bearbeitungsschritte entfallen durch präzise vorgefertigte Platten – Reduktion von Verschleiss an Werkzeug und Maschine – Standardmässig spannungsarm geglühter Qualitätsstahl

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maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER M E S S E N | TA G U N G EN | VERANSTALT UNGEN

Der erste Schritt zu Innovationen

Jubiläen und Produktpremieren

«Innovation starts here» – die Swiss Plastics Expo macht das Motto zum Programm. Vom 24. bis 26. Januar trifft sich die Kunststoffindustrie der Schweiz in Luzern, um gemeinsam innovative Projekte für die Zukunft zu lancieren. An der Swiss Plastics Expo kommen rund 300 Anbieter und 5000 Fachbesuchende der Schweizer Kunststoffindustrie zusammen. Somit vereint die Schweizer Kunststoffmesse während drei Tagen die gesamte Wertschöpfungskette unter einem Dach und wird zum unverzichtbarer Ort für Ideen, Wissen und Netzwerk für künftige Innovationen. Die Swiss Plastics Expo verschafft einen einzigartigen Überblick über die gesamte Kunststoffindustrie und hilft Herstellern, ihre Partner für zukünftige Projekte zu finden. Alle Aussteller präsentieren an der Fachmesse ihre Kompetenzen in Form von Showcases. Dies sind innovative Anwendungsbeispiele, welche sie bei Kunden in der Praxis umgesetzt haben. Damit wird das Innovationspotenzial der Schweizer Kunststoffindus­ trie sichtbar. Diese Showcases sind bereits jetzt detailliert auf der Website der Swiss Plastics Expo beschrieben. Die Fachbesuchenden können sich vor der Messe über passende Showcases informieren und somit ihren Messebesuch effizient planen.

Es sind Lautstärkeregler der HiFiAnlage, filigrane Einspritzdüsen beim Fahrzeug oder in der Heizungsanlage, Miniaturrädchen im Getriebe einer Analoguhr oder solartechnischen Anlage, Feinstschrauben für Implantate in der Medizintechnik – Produkte der spanenden Industrie finden sich in allen Bereichen unseres Lebens. Eine Vorzeigebranche im Südwesten, die sich rasant weiterentwickelt. Die neue Fachmesse DST Dreh- und Spantage Südwest verschafft der spanenden Industrie mitten im regionalen Markt eine grosse Technologieplattform. Auf kurzen Wegen eröffnet sie Entscheidern und Praktikern auch kleinerer und mittlerer Unterneh-

men eine perfekte Gelegenheit zu intensiven Geschäftskontakten und Wissenstransfer. Drei Tage, vom 25. bis 27. Januar, dreht sich auf dem Messegelände Villingen-Schwenningen alles um neueste Entwicklungen bei Maschinen und Werkstoffbearbeitung, Automation und Vernetzung von Produktionsprozessen, Forschungsergebnisse, Erfahrungen, Trends und den Wissensaustausch mit Experten. Ausstellen werden über 100 namhafte Unternehmen in drei Messehallen.

November

März

Internationale Fachmesse für elektrische Automatisierung, Systeme und Komponenten 22. bis 24. November www.mesago.de

Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik 7. bis 10. März www.zuliefermesse.de

SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg

ALUMINIUM, Düsseldorf Weltmesse und Kongress 29. November bis 1. Dezember www.aluminium-messe.com

Composites Europe, Düsseldorf Europäische Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen 29. November bis 1. Dezember www.composites-europe.com

Valve World Expo, Düsseldorf

Öffnungszeiten Dienstag, 24., bis Donnerstag, 26. Januar von 9.00 bis 17.00 Uhr Eintrittspreise Tageskarte Schüler, Studenten

CHF 25.– gratis

Infos www.swissplastics-expo.ch

Eintrittspreise Tageskarte Schüler, Studenten Infos www.dstsuedwest.de

64 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Automatisierungsmesse in der Vierländerregion 8. und 9. März www.automation-friedrichshafen.com

TradeWorld, Stuttgart

Swiss Plastics, Luzern Schweizer Kunststoffmesse 24. bis 26. Januar www.swissplastics-expo.ch

DST – Dreh- und Spantage Südwest, Villingen-Schwenningen Die Messe für Zerspanungstechnik 25. bis 27. Januar www.dstsuedwest.de

Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss 14. bis 16. März www.logimat-messe.de

Fachmesse für moderne Handelsprozesse 14. bis 16. März www.tradeworld.de

Otomasyon EURASIA 2017, Istanbul Internationale Fachmesse in Eurasien für Montage- und Handhabungssysteme, Robotik, Industrielle Bildverarbeitung sowie Sensoren und Aktoren 16. bis 19. März www.win-fair.com

Februar

Cebit, Hannover

Industrieplattform für Instandhaltung 8. und 9. Februar www.easyfairs.com

Fachmesse für Lösungen, Produkte und Services aus allen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnik 20. bis 24. März www.cebit.de

Maintenance, Zürich

Internationale Fachmesse in Eurasien für Blechbearbeitung, Umformtechnik und Werkzeugmaschinen 9. bis 12. Februar www.win-fair.com

20,– Euro 10,– Euro

all about automation, Friedrichshafen

Januar

Schweizer Fachmesse für Pumpen, Armaturen und Prozesse 8. und 9. Februar www.easyfairs.com

Öffnungszeiten Mittwoch, 25., bis Freitag, 27. Januar von 9.00 bis 18.00 Uhr

Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinenbau 7. bis 10. März www.messe-intec.de

Logimat, Stuttgart

Pumps & Valves, Zürich

INFO S | FA C TS

intec, Leipzig

Internationale Fachmesse mit Kongress für Industrie-Armaturen 29. November bis 1. Dezember www.valveworldexpo.de

Metalworking EURASIA 2017, Istanbul I N FOS | FACT S

Z, Leipzig

Fastener Fair, Stuttgart Internationale Fachmesse für die Verbindungs- und Befestigungsbranche 28. bis 30. März www.fastenerfair.com

LOPEC, München Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik 29. und 30. März www.lopec.com


DO S S I ER MESS EN | TAG U NGEN | V ER A NSTALT U N G EN

April

Mai

Fachmesse für Medizintechnik 4. bis 6. April www.medteceurope.com

Internationale Fachmesse für Werkzeug-, Modell- und Formenbau 30. Mai bis 2. Juni www.moulding-expo.de

Medtec Europe, Stuttgart

Moulding Expo, Stuttgart

HANNOVER MESSE, Hannover Die HANNOVER MESSE umfasst die Leitmessen Industrial Automation, Energy, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, Research & Technology und Motion, Drive & Automation 24. bis 28. April www.hannovermesse.de

Juni

automation & electronics, Zürich Schweizer Fachmesse für Industrie und Wissenschaft 7. und 8. Juni www.automation-electronics.ch

ReTEC, Augsburg

Step4Industries, Basel

Internationale Fachmesse für Gebraucht-Maschinen und -Anlagen 25. bis 27. April www.retec-fair.com

Fachmesse für Leichtbau, Klebtechnik, Additiv Manufacturing und Robotik 20. bis 22. Juni www.step4industries.com

Logistics & Distribution, Zürich

Rapid.Tech, Erfurt

Branchenevent für Intralogistik, Distribution und E-Logistik 26. und 27. April www.easyfairs.com

Internationale Fachmesse & Konferenz für Additive Manufacturing 20. bis 22. Juni www.rapidtech.de

Empack, Zürich

EPHJ – EPMT – SMT, Genf

Branchenevent der Schweizer Verpackungsindustrie 26. und 27. April www.easyfairs.com

Eine Fachmesse, drei Bereiche. EPHJ: Uhrmacherei – EPMT: Technologische Innovationen und Hochpräzision – SMT: Medizintechnik 20. bis 23. Juni www.ephj.ch

Mai

Control, Stuttgart

LASER World of PHOTONICS, München

Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung 9. bis 12. Mai www.control-messe.de

Weltleitmesse und Kongress für Komponenten, Systeme und Anwendungen der optischen Technologien 26. bis 29. Juni www.world-of-photonics.net

PCIM, Nürnberg Internationale Fachmesse und Konferenz für Leistungselektronik, Intelligente Antriebstechnik, Erneuerbare Energie und Energiemanagement 16. bis 18. Mai www.pcim.de

August

topsoft, Zürich Business Software und IT-Infrastruktur Messe 29. und 30. August www.topsoft.ch

Nah am Markt seit 10 Jahren

Entwicklung setzt sich fort

Das ist das Motto für die maintenance Schweiz, die am 8. und 9. Februar bereits zum 10. Mal stattfindet. «Für die Jubiläums-Veranstaltung ist gemeinsam mit Kompetenzpartnern wie dem Branchenverband fmpro, Suva und Siemens AG ein spannendes Programm in Vorbereitung», verrät

Rund fünf Monate vor Messebeginn sind bereits 95 Prozent der Ausstellungsfläche der Intec vermietet. Die kommende Ausgabe der Z verzeichnet ebenfalls einen sehr hohen Zulauf. Vom 7. bis 10. März präsentiert sich auf der Leipziger Messe ein interessantes Ausstellerspektrum – dazu zählen weltweit tätige Marktführer aus dem In- und Ausland genauso wie innovative Mittelständler. Sachsen und die Region Mitteldeutschland sind stark vertreten.

Messeleiter David Henz. Mit dem Fokus «Digitalisierung in der Instandhaltung» greift die maintenance Schweiz ein zentrales TopThema der Branche auf. Bahnbrechende neue Tools in den indus­ triellen Anwendungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie technische Möglichkeiten, die sich aus vernetzter Computer-Power er­ geben. Dazu gehört etwa die Analyse grosser Datenmengen für Standzeitprognosen von Bauteilen oder zur Ermittlung von Ausfallursachen. Die Digitalisierung gilt als Schlüssel zu mehr Produktivität – und eine hochproduktive Instandhaltung gilt als unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil. Den Anforderungen von Indus­ trie 4.0 gilt es adäquat zu begegnen, mit angepassten, aber auch neuen Vorgehensweisen. Die Aussteller der maintenance Schweiz präsentieren das ganze Spektrum von Fertigungsdienstleistungen der nächsten Generation mit neuen Lösungen, Technologien und Dienstleistungen rund um die Instandhaltung.

Intec und Z laden im März 2017 zum ersten wichtigen Branchentreff des Jahres für die Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und Zulieferindustrie in Europa ein. 1400 Aussteller stellen in Leipzig auf 70’000 m2 ihr Leistungsspektrum vor. Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten: Bereits fünf Monate vor Messebeginn sind die Flächen der bevorstehenden Intec fast ausgebucht. 95 Prozent der geplanten Ausstellungsfläche wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt vertraglich gebunden. Die Z ist ebenfalls auf gutem Kurs für 2017: Bereits jetzt haben sich mehr Aussteller für die kommende Ausgabe der Zuliefermesse angemeldet als im Vergleichszeitraum der Vormesse.

SMART Automation Austria, Linz Fachmesse für industrielle Automation 16. bis 18. Mai www.smart-automation.at

September

AMB, Teheran

Messe für intelligente Gebäudetechnologie 12. bis 15. September www.ineltec.ch

Fachmesse für Metallbearbeitung 23. bis 26. Mai www.ambiran.com

SENSOR+TEST, Nürnberg Internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik 30. Mai bis 1. Juni www.sensor-test.com

I N F OS | FACT S

ineltec, Basel

EMO, Hannover Weltleitmesse der Metallbearbeitung und internationaler Branchentreff 18. bis 23. September www.emo-hannover.de

I N F OS | FACT S Öffnungszeiten Mittwoch, 8. Februar von 9.00 bis 17.00 Uhr, und Donnerstag, 9. Februar von 9.00 bis 16.00 Uhr

Öffnungszeiten Dienstag, 7., bis Donnerstag, 9. März von 9.00 bis 17.00 Uhr, und Freitag, 10. März von 9.00 bis 18.00 Uhr

Eintrittspreise Online-Registrierung gratis

Eintrittspreise Tageskarte Dauerkarte Schüler, Studenten

Infos www.easyfairs.com

Infos www.zuliefermesse.de

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maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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Kommunikationsplattform für die Fertigungsindustrie n Effiziente Fertigungsprozesse erfordern ständige Verbesserungen. Für Fehlervermeidung und Optimierungen gilt es, schnell auf lückenlose Daten zugreifen zu können. Dies ermöglicht rasche Reaktionen bei minimalem Aufwand – an der Fertigungslinie im Unternehmen. Verarbeiten und Darstellen von Fertigungsdaten in Echtzeit Effiziente Fertigungsprozesse erfordern ständige Verbesserungen. Für Fehlervermeidung und Optimierungen gilt es, schnell auf lückenlose Daten zugreifen zu können. Dies ermöglicht rasche Reaktionen bei minimalem Aufwand – an der Fertigungslinie im Unternehmen.

einer Fertigung für den Informationsaustausch zwischen Mensch, Maschinen und Produktionsprozess im Shop floor – Interaktive Software für die Diagnose und Optimierung von Anlagen und Prozessen sowie Störungsmanagement – Browser-basierte Internet-Standards und Offenheit für Applikationen Dritter – Einfache Anbindung an verschiedene Backend-Systeme (MES/ERP)

Mit ActiveCockpit für die Produktion haben Sie alle relevanten Daten direkt an der Linie Als interaktive Kommunikationsplattform verarbeitet und visualisiert ActiveCockpit Fertigungsdaten in Echtzeit. ActiveCockpit vernetzt IT-Anwendungen wie Fertigungsplanung, Qualitätsdatenverwaltung und E-Mail-Versand mit den Softwarefunktionen von Maschinen und Anlagen. Die Informationen dienen als Basis für Entscheidungen und Prozessoptimierungen. Vorteile durch besondere Produktmerkmale – Alle relevanten Informationen in Echtzeit für jeden direkt an der Linie verfügbar – Intelligente Vernetzung spart Zeit bei der Informationsaufbereitung – Effizientere Verbesserungsprozesse durch klare Analyse und eindeutige Massnahmendefinition Industrie 4.0 – Echtzeiterfassung, Aufbereitung und Visualisierung aller relevanten Daten

Noch langlebiger und kostensparender

n Die Kühlmittelventile der Serie SGC und SGH bewähren sich seit vielen Jahren in Schleif- und Tiefbohranwendungen sowie dem High Speed Cutting. Jetzt hat SMC die Reihe um drei neue Baugrössen in 1¼, 1½ und 2” ergänzt. Obwohl die etablierten Modelle bereits langlebig sind und sich durch eine geringe Leistungsaufnahme auszeichnen, legen diese neuen Ventile noch zu: Höhere Betriebsdrücke bis 10 bar (SGC7) beziehungsweise 16 bar (SGH), höherer Durchfluss bis 60 m3/h sowie ein bis zu 30 Prozent reduzierter Wasserschlag zeichnen sie aus. Von den Vorteilen der neuen, druckluftgesteuerten 2/2- und 3/2-Wegeventilen profitieren Kunden lange: Interne Tests bei SMC belegen, dass die Kühlmittelventile der Serie SGH bis zu 3 Millionen Zyklen erreichen. Die konstruk-

tiv auf Langlebigkeit getrimmten SGC-Ventile überstehen sogar 5 Millionen Zyklen problemlos. Alle Kühlmittelventile der Serien SGC und SGH sind wahlweise pneumatisch betätigt oder werden über ein angeflanschtes, extern vorgesteuertes Elektromagnetventil betätigt. Bei der Serie SGC ist eine Abfrage der Ventilschieberposition möglich. Der Signalgeber wird hier elegant in Gehäusenuten befestigt. Im 24-V-Gleichstrombetrieb liegt die Leistungsaufnahme bei lediglich 0,35 W. Alle Anschlüsse stehen in den Gewindearten Rc, G, NPT und NPTF zur Verfügung.

sps ipc drives, Nürnberg Halle 3, Stand 570 I N F OS | KON TAKT SMC Pneumatik AG Dorfstrasse CH-8484 Weisslingen Telefon +41 (0)52 396 31 31 www.smc.eu info@smc.ch

Bringt Etiketten um die Ecke INFO S | K O NTA K T FMS-Technik AG Hardmorgenweg 19 CH-8222 Beringen Telefon +41 (0)52 687 26 26 www.fms-webshop.ch info@fms-technik.ch n Der Etikettendruckspender Legi-Air 4050 CWS von Bluhm Systeme mit Corner-WrapApplikator (Übereck-Applikator) bringt Etiketten in verschiedenen Längenverhältnissen und unterschiedlichen Höhenpositionen übereck auf Kartons auf. Der Etikettierer sorgt so für Zeitersparnis und mehr Sicherheit in der Lagerlogistik: Die Kartons auf der Palette oder im Regal lassen sich schneller erfassen, da die Informationen auf den Etiketten von zwei Seiten ausgelesen werden können. Legi-Air CWS ist mit einem besonderen Riemenapplikator ausgestattet. Er hält die Etiketten und transportiert sie an die gewünschte Spendeposition. Die Längenverhältnisse, in denen die Etiketten übereck gelegt werden, können dabei von Produkt zu Produkt variieren. Auch sind unterschiedliche Höhen kein Problem.

66 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Der Druckspender arbeitet rein elektrisch, ohne Druckluft. Der servo-elektrische Antrieb ist nicht nur kostengünstiger, sondern ermöglicht höhere Taktraten sowie eine positionsgenauere Etikettierung. Legi-Air 4050 CWS kann zahlreiche Etikettenmaterialien verarbeiten, zum Beispiel auch flexible und weiche PE-Etiketten. Mit dem Applikator bringt er selbst diese präzise und sauber, ohne Faltenbildung, auf die Verpackungen auf. Auch lassen sich verschieden lange und hohe Etiketten, ohne dass umgerüstet werden muss, werkzeuglos verarbeiten. Ohne formatabhängige Wechselteile.

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN n Airmould-Teile

n Betriebseinrichtungen

n CNC-Fertigungstechnik

n Drehteile auf Drehautomaten und CNC-Drehmaschinen Max Säuberli AG Automatendreherei CNC-Fräsen CH-5105 Auenstein Tel. +41 (0)62 897 13 13 www.cnc-dreherei.ch

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n Drehen und Fräsen/Bohren

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n Batterien

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68 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

n Energieketten-Systeme

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n Auswuchten

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SA C H R EG I S T ER BEZU G S Q U ELLEN n Energieketten-Systeme

n Filter

n Gelenkwellen

n Gleitlager

Sefiltec AG Haldenstrasse 11 CH-8181 Höri Telefon 0041 (0)43 411 44 77 Fax 0041 (0)43 411 44 78 www.sefiltec.com | info@sefiltec.com

n Giesserei n Entmagnetisierung HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH Lindenmoosstrasse 4 Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch

n Federn

SF-Filter AG Kasernenstrasse 6, CH-8184 Bachenbülach SF-Filter: für Öl, Luft, Kraftstoff, Wasser, Hydraulik, Pneumatik, Entstaubung. Tel. +41 (0)44 864 10 68 Fax +41 (0)44 864 14 56 www.sf-filter.com, info@sf-filter.ch

n Flüssigkunststoffe

FAVRE-STEUDLER S.A. Chemin de la Prévôté 7 CH-2504 Bienne Tel. +41 (0)32 341 30 79 Fax +41 (0)32 342 52 34 www.favre-steudler.ch pfavre@favre-steudler.ch

Leichtmetall-Giesserei AG Hauptstrasse 35 / Postfach CH – 3186 Düdingen +41 26 493 22 22 / info@duedal.ch www.duedal.ch

n Gravuren/Beschriftungen

n Giessereibedarf LIWAG Industrieofenbau + Wärmetechnik AG Botzen 12, CH-8416 Flaach Tel. +41 (0)52 315 29 21 Fax +41 (0)52 315 14 06 www.liwag.ch, ofenbau@liwag.ch

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Kokillenguss Druckguss Bearbeitung Montage

n Fördertechnik

n Gummiformteile techn./Gummiwalzen, Gummi-PTFEMetallverbindungen PLASTIGUM AG Grossholzstrasse 20 CH-8253 Diessenhofen Tel. +41 (0)52 646 08 00 Fax +41 (0)52 657 19 52

Thür & Co. AG Industrie-Aegert CH-8305 Dietlikon Tel. +41 (0)44 807 44 11 Fax +41 (0)44 807 44 00 www.thuer-co.ch info@thuer-co.ch

n Feinblech

Rex Articoli Tecnici SA Wasenstrasse 49 CH-4133 Pratteln Tel: +41 (0)61 827 32 11 Fax: +41 (0)61 827 32 13 info@ringele.ch www.ringele.ch

n Filter

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n Funkenerosionsmaschinen

Via Catenazzi 1 CH-6850 Mendrisio

Tel. +41 (0)91 640 08 21 www.rex.ch

n Gummi-/Polyurethane-/Silikon-/ Schaum-/cfk-Walzen und -Spezialrollen TYP AG, Ritterquai 27 CH-4502 Solothurn Tel. +41 (0)32 625 58 58 Fax +41 (0)32 622 72 40 www.typ-tgw.com info@typ-tgw.com

n Härtesäcke – Metallfolie Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Härte- und WärmeBehandlungsanlagen

n Hydraulikzylinder

n Industrieumzüge

Häberli Härterei- und Werkstofftechnik AG Jägerweg 20 CH-3097 Bern-Liebefeld Tel. +41 (0)31 971 73 30 Fax +41 (0)31 971 73 49 haertetechnik@bluewin.ch

n Kompressoren und Zubehör

Kompressoren • Kältetrockner Filter • Gesamtsysteme

n Hebebühnen – Warenlifte

Amblank AG I Holzgasse 18 I 5242 Birr Tel.056 / 444 83 34 I Fax 056 / 444 98 06 www.amblank.ch I info@amblank.ch

n Industrielle Automation

n Hochhitzebeständiger Kitt – Thermoguss 2000 Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

n Honen/Kreuzschleifen Flexibler Kleinbetrieb empfiehlt sich für

Pilz Industrieelektronik GmbH Gewerbepark Hintermättli CH-5506 Mägenwil Telefon +41 (0)62 889 79 30 pilz@pilz.ch, www.pilz.ch

n Kabelkonfektionierung

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n Industrielle Erwärmung

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n Hydraulik, Schläuche und Verschraubungen

n Keramische Präzisionskugeln

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n Industrieumzüge

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n Kompressoren und Zubehör

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Laserschneiden von Kunststoffen und nichtmetallischen Materialien ZB-Laser AG Bahnstrasse 43, CH-5012 SchĂśnenwerd Tel. +41 (0)62 858 24 00 Fax +41 (0)62 858 24 01 info@zb-laser.ch, www.zb-laser.ch

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n Kupplungen

n Lager-/Archivierungssysteme

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n Maschinenhandel

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n Mechanische Bearbeitung Humech AG Gewerbe Seeben CH-8460 Marthalen Tel. +41 (0)52 319 15 55 Fax +41 (0)52 319 16 34

n Montage DKM, Althau 1, CH-5303 WĂźrenlingen Tel. +41 (0)56 290 00 05 Fax +41 (0)56 290 00 06 dkm@bluewin.ch

n Montagetechnik

n Messebauer Widmer AG Lagertechnik Frauenfelderstrasse 33 CH-8555 MĂźllheim Tel. +41 (0)52 763 35 35 Fax +41 (0)52 763 35 36 info@widmertools.ch

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n Magnete HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH Lindenmoosstrasse 4, Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch

Dimensionelle Messtechnik info@nuessler.ch • www.nuessler.ch

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Oberflächentechnik

n Reinigungs- und Entfettungsanlagen, Ultraschall

n Sandstrahlanlagen/ n Trockeneisstrahlen

n Schweisskonstruktionen

n Sandstrahlmittel

n Sensoren

Impreglon Coatings AG Industriezone Schächenwald CH-6460 Altdorf www.impreglon.ch | info@impreglon.ch

n Öl(nebel)abscheider n Rohr- und Profilbiegemaschinen Rohr-ø 4 bis 120 mm Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch

n Pneumatik-Komponenten, Garagen- und Luftdienstgeräte/ Manometer und Ventile AZE Handels + Vertriebs AG Sihlquai 278, Postfach CH-8031 Zürich Tel. +41 (0)44 272 76 11 Fax +41 (0)44 271 10 88 www.aze.ch info@aze.ch

n Pumpen Gysi Pumpen AG CH-1726 Farvagny Tel. +41 (0)26 411 30 71 www.gysi-pumpen.ch info@gysi-pumpen.ch

MEWAG Maschinenfabrik AG Dorfstrasse 51, CH-3457 Wasen Tel. +41 (0)34 437 75 75 Fax +41 (0)34 437 75 76 www.mewag.com, mewag@mewag.com

n Rohrbiegen

SCHENK METALL Rohr-Profil-Blechbiegen Meriedweg 17 CH-3172 Niederwangen b. Bern Telefon +41 31 981 30 88 Fax +41 31 981 30 91 Internet www.schenkmetall.ch E-mail info@schenkmetall.ch

n Rollen und Räder WEMAS – J.-P. Mathez & Cie CH-2720 Tramelan Tel. +41 (0)32 487 43 28 Fax +41 (0)32 487 44 43 www.wemas.ch

n Sandstrahlanlagen

n Schaltschränke

• Blechbearbeitung • Laserschneiden • Roboterschweissen • Gehäusebau

SCHWARZ AG FEINBLECHTECHNIK 056 297 16 16 info@schwarzag.ch www.schwarzag.ch

n Schleifen

n Sicherheitsschuhe im Freizeitlook Sicherheitsschuhe im Freizeitlook Tel. 071 969 43 85  Fax 82

n Software

FEHR Oberflächentechnik AG Industriestrasse 36, CH-8108 Dällikon Tel. +41 (0)44 844 26 64 Fax +41 (0)44 844 54 40 www.fehr-oberflaechen.ch, fehrag@active.ch

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n Reinigungs- und Entfettungsanlagen, Ultraschall Cleantec AG Alte Winterthurerstr. 90, CH-8309 Nürensdorf Tel. +41 (0)44 836 47 57 Fax +41 (0)44 836 47 58 www.cleantec.ch cleantec@cleantec.ch

STRAHLMASCHINEN AG Ruchstuckstrasse 12 CH-8306 Brüttisellen Tel. +41 (0)44 805 52 00 Fax +41 (0)44 805 52 09 info@strahlmaschinen.ch www.strahlmaschinen.ch

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3D Concepts GmbH A. Mannesmann Maschinenfabrik GmbH Additively AG Altena-TCS GmbH Arthur Bründler AG B&R Industrie-Automation AG Bauberger AG Baumer Electric AG Baumüller Beckhoff Automation AG Biax Maschinen GmbH Bibus AG Blaser Swisslube AG Bluhm Systeme GmbH Schweiz Bunorm AG Bystronic Camtek GmbH Cloos Dätwyler Gruppe Dihawag DINA Elektronik GmbH elobau Schweiz AG EMAG Gruppen-Vertriebs- und Service GmbH FBT-FeinBlech Technik Feintool AG Fibox (Schweiz) AG FMS-Technik AG Ford Motor Comany (Switzerland) SA

21 36 20 53 6 6 44 38 7 31 12 67 40 67 13/59 UG 3 50 30 6/67 16/51 57/58 53 56 4/46 6 UG 4 63 31 19

Fritz Kübler GmbH Fronius Schweiz AG Galler Lager- u. Regaltechnik GmbH Geppert-Band Schweiz Gimatic Vertrieb GmbH GOM haller werkzeugschleiftechnik HAM Präzision Swiss Andreas Maier AG Handel Schweiz HAWE-Hydratec AG Heppler GmbH Hescoat GmbH Hitachi Tool Engineering Europe GmbH Huvit GmbH IBHsoftec GmbH ifm electronic ag igus Schweiz GmbH inspire AG Intool AG ISCAR Hartmetall AG ISO Elektrofabrik AG Jean REUSSE Air Comprimé SA JENOPTIK Laser GmbH Keller Laser AG KEMPER GmbH Kistler Instrumente AG Kottonau AG Kowap AG L. Boschert GmbH & Co. KG

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M. Knöpfli AG Maprox GmbH Maxon Motor Meusburger Georg GmbH & Co. KG MIKSCH GmbH Muller Machines SA Nanoscribe GmbH NSBIV AG PanGas Peiseler GmbH & Co. KG Perndorfer Maschinenbau KG PHOENIX CONTACT AG Protolabs Ltd. R. Wick AG Raiffeisen Leasing Rentschler REVEN GmbH ROEMHELD Schenk Metall Schmidt Technology GmbH Schnegg Tools AG Schuler AG Semadeni AG SKF SMC Pneumatik AG SOSAG Baugeräte AG Spindel- und Lagerungstechnik Fraureuth GmbH Spinner AG Springmann AG STM Stein-Moser GmbH STS Industrie SA

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Suter-Kunststoffe AG SWISS TOOL SYSTEMS AG Swissmechanic Swissmem Kaderschule Swissphotonics Techniques Laser SA Technorobot Welding AG TRETTER Dr. AG TRUMPF Maschinen AG Univer AG Universal Robots A/S (UR) Vereon AG Walter (Schweiz) AG Watt Drive Antriebstechnik GmbH Wekatex Handels GmbH wirth + co. AG Wisag AG WNT Deutschland GmbH WT Wärmeaustausch Technologien AG

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ZUM THEMA

MESS-, STEUER- UND REGELTECHNIK

TRANSPORTIEREN, LAGERN, LOGISTIK, INDUSTRIEBAU

Gesetzliche Anforderungen von verketteten Maschinen Was im allgemeinen Sprachgebrauch als Produktionslinie, verkettete Maschine oder komplexe Anlage bezeichnet wird, ist eine Maschine im Sinne der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Das Anbringen eines CE-Zeichens an den Einzelmaschinen erfüllt die gesetzlichen Anforderungen bei Weitem nicht.

IT-SICHERHEIT

Hilfe, meine Daten sind verschlüsselt Praktisch wöchentlich berichten diverse Medien über neue Varianten von Schädlingen, die die Festplatte beziehungsweise die vorhandenen Daten verschlüsseln. Oft so, dass es nicht mehr möglich ist, an die eigenen Daten zu kommen. Der Hilfeschrei ist laut: Wie komme ich wieder an meine Daten?

MB-SERIE

INDUSTRIE 4.0: Eine Herausforderung für Unternehmen Spätestens seitdem die Hannover Messe 2013 das Thema «Industrie 4.0» zum Leitmotto erklärte, wird die intelligente Vernetzung der Produktion als zentrales Zukunftsthema in Industrie, Politik, Presse und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Letzter Teil unserer dreiteiligen Serie.

74 maschinenbau 11/2016 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Messsysteme für die Industrie 4.0 Die Digitalisierung der Produktion ist seit geraumer Zeit in aller Munde und mit Einführung des Begriffs Industrie 4.0 aktueller denn je. Ein Grundpfeiler stellt hierbei die Schaffung von vernetzten und geschlossenen Prozessketten dar. In Werkzeugmaschinen setzt dies den Einsatz von zuverlässiger Fertigungsmesstechnik voraus, schliesslich führen ein Ausfall beziehungsweise unzuverlässige Messergebnisse zu deutlich grösseren Produktivitätseinbussen, als dies in einer herkömmlichen Fertigung der Fall wäre.

Für flexible Materialtransporte In der heutigen internen Logistik, in Produktion und E-Commerce und generell bei der Kommissionierung von Waren werden herkömmliche Staplertransporte zunehmend kritisch hinterfragt.

Multisensorik oder Computertomografie – wo liegt die Zukunft? Während optisch-taktile Multisensor-Koordinatenmessgeräte höchste Flexibilität in Fertigung und Messraum bieten, ermöglichen Koordinatenmessgeräte mit Computertomografie-Sensorik die vollständige Erfassung des Werkstücks auf Knopfdruck.

BITTE BEACHTEN Der nächste maschinenbau erscheint am 15. Dezember. Beachten Sie bitte den Anzeigenschluss am

21. November.

Kleines Lager – grosses Potenzial Erfahrungsgemäss steht gerade bei kleinen Lagern die effiziente und wirtschaftliche Nutzung von Kapazitäten im Fokus.


MB November 2016  

Thema, Kunststoffe, Schweissen, Bauberger, 3D-Druck, Dihawag, 4.0, Additive Fertigung, Interview, Automatisierung, Messen

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