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Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Nr. 7 Juli 2018

ellMit Schn zugriff

FA C E Y O U R S U R FA C E LÖSUNGEN FÜR DIE OBERFLÄCHEN CHARAKTERISIERUNG AUS EINER HAND Get in touch: www.anton-paar.com/surface-characterization

INDUSTRIEMAGAZIN: ZUM THEMA

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DSGVO – Folgen für die Informationssicherheit

DOSSIER: OBERFLÄCHENTECHNIK, HÄRTEN, SCHLEIFEN

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Mit Turbinen statt Druckluft kugelstrahlen

DOSSIER: HYDRAULIK, PNEUMATIK

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Überwachung und Steuerung der Druckluftstation


IMPRESSUM

MASCHINENBAU EDITORIAL

47. Jahrgang Schweiz: ISSN 2297-0053 www.maschinenbau-schweiz.ch

Herausgeber Olympia-Verlag AG CH-8041 Zürich

printed in Switzerland

Redaktion | Verlagsleitung Aboverwaltung Publica-Press Heiden AG Redaktion Maschinenbau Im Bad 8, Postfach 262 CH-9410 Heiden Telefon +41 (0)71 898 80 10 maschinenbau@pph.ch Redaktion: Thomas Brosch, brosch@pph.ch Peter Göldi, goeldi@pph.ch Edgar Grundler, kommedia@t-online.de

Layout

Kühlen Kopf bewahren Die Literatur über Industrie 4.0 und die Digitalisierung füllt inzwischen ganze Bibliotheken. Wer hat da noch den Durchblick? Wenn alles mit allem vernetzt wird, was bleibt dann von dem Geschäftsmodell, mit dem man über Jahre erfolgreich gewirtschaftet hat? Niemand verabschiedet ­ sich gern von gewohnten Dingen und Abläufen. Doch die Datenflut mit ihrer extremen Beschleunigung schafft neue Realitäten. Ein ganzes Bündel an Herausforderungen kommt auf die Unternehmen zu. Hektik und Chaos wären in dieser Situation falsche Aufbruchssignale. Eine Digitalisierungs­ strategie dagegen hilft, zielsicher vorzu­gehen und die Choreografie für die

Publica-Press Heiden AG

erforder­lichen Umsetzungsschritte

Anzeigenverwaltung

sorgfältig zu entwickeln. Über sieben solche Strategiefelder berichten wir

Wincons AG Fischingerstrasse 66, Postfach CH-8370 Sirnach Telefon +41 (0)71 969 60 30 Fax +41 (0)71 969 60 31 maschinenbau@wincons.ch Verkauf: Manuel Keel, mk@wincons.ch Margit Pfändler, mp@wincons.ch Rita Räbsamen, info@wincons.ch

Druck gdz AG Spindelstrasse 2 CH-8041 Zürich

Abonnementpreise (inkl. MwSt.) Jahresabonnement/Einzel-Nr. Inland CHF 75.–/   8.– Ausland EUR 85,–/  9,– Ausland EUR 100,–/ 10,– (Übersee)

im Zum-­Thema-Artikel auf Seite 18. Bei allen Veränderungen aber bleibt eine Wahrheit gültig: Alles, was man produziert oder als Dienstleistung ­anbietet, muss für den Kunden einen Nutzen haben, ein Problem über­zeugend lösen. Wobei man den Wandel der Kundenbedürfnisse etwa der «Digital Natives» im Auge behalten muss. Mit «Willkommen in der digitalen Zukunft» wirbt die SINDEX Ende August in Bern um ihr Fachpublikum. Was kein Buch oder das Internet schafft, macht diese Schweizer Messe möglich: Technologie und Automation konkret zum Anfassen. Mit ihrer vierten Ausgabe etabliert sich die ­SINDEX als Branchentreffpunkt der führenden Hersteller. Swissness pur ist angesagt (Seite 49). In Foren nehmen Experten aus Firmen Stellung zur Frage, welche digitalen Veränderungen auf Schweizer KMU zukommen.

Auflage

Da wird nicht theoretisiert. Praktische Erfahrungen stehen im Zentrum

Druckauflage: 7800 Ex. Erscheint monatlich zuzüglich eine Jahreshauptausgabe mit der Oktober-Ausgabe

– wie bei den Gesprächen an den Messeständen.

Nachdruck | Sonderdruck Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und elektronische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für Sonderdrucke wenden Sie sich bitte an den Verlag.

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Thomas Brosch Chefredaktor


The Art of Grinding.

A member of the UNITED GRINDING Group

Enthüllung! AMB Stuttgart, 18. September 2018, 12 Uhr. Halle 5, Stand C12

BESUCHEN SIE UNS AN DER AMB STUTTGART. 18.–22. SEPTEMBER 2018 HALLE 5, STAND C12

Der Countdown läuft! STUDER enthüllt am 18. September 2018, 12 Uhr auf der AMB in Stuttgart weitere Neuheiten! Seien Sie live dabei! www.studer.com – The Art of Grinding.


MASCHINENBAU 7/2018 I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

Z U M T I T E L B IL D

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Anton Paar Switzerland AG: Face your surface

S Z E NE NEWS

6

Brancheninfos in Kürze

MASCHINENBAU BEARBEITUNGSZENTER

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DMG MORI DMC 1850 V: Neue Grösse vertikaler Bearbeitungszentren

INDUST RI EMA G A ZI N

D O S S I ER

ZUM THEMA

OBERFLÄCHENTECHNIK, HÄRTEN, SCHLEIFEN

18

DSGVO – Folgen für die Informationssicherheit Am 25. Mai war es so weit und die Datenschutz-Grundverordnung der EU trat nach einer zweijährigen Übergangsfrist in Kraft. Dieser Blog-Artikel gibt einen Einblick auf die Folgen für die Informationssicherheit.

INDUSTRIE 4.0

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Mit Turbinen statt Druckluft kugelstrahlen Das Verdichtungsstrahlen von Getriebeteilen erfolgt in der Automobilindustrie klassischerweise mit Druckluftstrahlanlagen. Für einen französischen Autobauer konzipierte Rösler nun eine Verdichtungsstrahlanlage, bei der das Strahlmittel durch Turbinen beschleunigt wird.

22 Als ein Teil von Industrie 4.0 und der 42 Fabrik von morgen gilt die vorausschauende Produktionsausfälle verhindern

Für beste Oberflächen Hydrostatische Innenschleifspindel

Wartung, oder auch Predictive Maintenance. Für diesen Bereich hat igus unter dem Begriff «isense» eine Produktfamilie entwickelt, bei denen unterschiedliche Sensoren und Überwachungsmodule Kunststoffkomponenten der Energieketten, Leitungen und Gleitlagerprodukte intelligent machen.

24 Dank neuer Technologien stellen viele Sieben Digitalisierungsstrategien

DMG MORI positioniert die neue DMC 1850 V zwischen den kleineren Schwestermodellen und den grösseren DMF Fahrständermaschinen.

LASERMASCHINE

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BOSCHERT FiberLaser: Lasertechnik flexibel angewandt

DREHMASCHINE

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INDEX B400: Drehen auf höchstem Niveau

Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und -modelle auf den Prüfstand. Wo liegen die grössten Chancen, wenn in Zukunft alles mit allem vernetzt ist?

KONSTRUKTION

26 Produktkomplexität reduzieren Produktivität steigern –

ANSYS, Anbieter von Simulationssoftware, bietet in der neuen Version ANSYS 19.1 Updates für die gesamte Physik, die von der additiven Fertigung bis hin zum 3D-Design reichen.

28 RINGSPANN präsentiert eine optimier Interaktiv zur passenden Bremse

te Palette an Online-Tools für deren Auswahl und Berechnung. Konstrukteuren und Einkäufern steht damit eine ganze Reihe neuer Filter und Funktionen zur Verfügung.

ANWENDUNGSTECHNIK

30 Messing-Schleifen

Schlüsselrolle beim

WERKZEUGE

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SPANNSYSTME

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EROWA PowerChuck P: Bewährtes mit erweiterter Funktion

HYDRAULIK, PNEUMATIK

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Überwachung und Steuerung der Druckluftstation

Hydraulik über IO-Link Anschlusskosten senken und die Verfügbarkeit steigern: Rexroth erschliesst die Vorteile des offenen Standards IO-Link auch für hydraulische Aktoren und Sensoren. SINDEX: Ab in die Zukunft! Vom 28. bis 30. August kommen an der Technologiemesse SINDEX in Bern die führenden Anbieter aus den Bereichen Automation, Robotik, Fluid- und Elektrotechnik zusammen.

Bomar ProfiCut 275.230 GANC: Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis

MAPAL ISO-Wendeschneidplatten: Mischbearbeitung auf nie dagewesenem Niveau MAPAL hat einen völlig neuen Schneidstoff für die Mischbearbeitung entwickelt.

Rost, Walzzunder, Verunreinigungen Bevor Stahl bearbeitet werden kann, muss er gereinigt beziehungsweise gestrahlt werden. Dies wird durch das Schleudern von Kugeln (ähnlich kleinen Metallkugeln oder Stahldrahtkorn) gegen das Produkt mit einer Geschwindigkeit von etwa 80 m/s erzielt. Dadurch können nicht nur Bleche und Profile gereinigt werden, immer mehr Firmen strahlen auch Schweisskonstruktionen. Auf diese Weise optimieren Sie die Qualität sogar noch nach der eigentlichen Fertigung.

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WENDESCHNEIDPLATTE

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SÄGEMASCHINE

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MESSEN

Mit der INDEX B400 wird das Angebotsspektrum ergänzt.

Gühring Mikrozerspanung: Extrem klein – ultra präzise

HSK 32. Dreifach gelagert, 40’000 min–1, Motorleistung 16 kW, Motormoment 6,4 Nm, Eckdrehzahl zirka 24’000 min–1.

50 August bis Mai Messekalender

Die SHL-Anlage fügt sich gut in die Produk­ tionsumgebung bei EVVA ein.

32 Koordinatenschleifen 34 oder Hartfräsen? Hochvorschubfräser halbieren 36 die Fertigungszeit Gemeinsam Ideen entwickeln und 38 realisieren Positionierung mit extrem hoher Genauigkeit

R U B R I K EN 3 Impressum 39/48 News & Trends | Advertorials 52 Sachregister | Bezugsquellen 57 Kapazitäten | Occasionen | Verschiedenes 57 Inserentenverzeichnis 58 Aus- und Weiterbildung 58 Vorschau Nr. 8 | August 2018 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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S Z E NE NE WS

Gewonnen

ZUM TITELBILD Face your surface n Die Modifizierung und Optimierung von Materialeigenschaften und Produk­ tionsprozessen erfordert Fachwissen, Neugier und zuverlässige Messgeräte. Um Sie bei dieser Arbeit zu unterstützen, bietet Anton Paar umfangreiches Knowhow, Erfahrung und technologische Lösungen auf verschiedenen Gebieten ­ der Oberflächencharakterisierung an.

FA C E Y O U R S U R FA C E LÖSUNGEN FÜR DIE OBERFLÄCHEN CHARAKTERISIERUNG AUS EINER HAND Get in touch: www.anton-paar.com/surface-characterization

Die Eindringprüfer von Anton Paar bestimmen die Materialhärte sowie den Elastizitätsmodul. Das mit einem Kraftsensor ausgestattete Messgerät misst und regelt die auf die Probe einwirkende Kraft aktiv, anstatt die Werte nur abzuschätzen. Alle Ritzprüfer zur Bestimmung von Schichthaftung, Kratz- und Abriebs­ festigkeit verfügen über eine patentierte synchronisierte Panoramaansicht des tatsächlichen Ritzbildes und der Ritzkurve. Tribometer quantifizieren die Kontakteigenschaften zwischen unterschiedlichen Oberflächen unter verschiedenen Umweltbedingungen wie Temperatur, Feuchte und Vakuum. Der Calotester von Anton Paar verwendet das Kalottenschleifverfahren, mit dem sich die Schichtdicke einfach und in nur 1 bis 2 Minuten bestimmen lässt. Das Rasterkraftmikroskop gibt Auskunft über die Topografie und weist einen hohen Grad an Automatisierung auf. Geräte zur Zetapotenzialanalyse sowie SAXS/WAXS/ GISAXS-Systeme komplettieren das Portfolio zur Untersuchung Ihrer Materialoberfläche.

Die Prima Power GmbH in Neufahrn beschäftigt 55 Mitarbeiter (davon 35 in der Kundenbetreuung) auf einer Fläche von 1800 m2.

Näher an der Schweiz n Ende Juni eröffnete Prima Power sein n ­ eues Tech-Center in D-85375 Neufahrn bei München. Der neue Standort verfügt über ­einen grossen Showroom und gut organisierte Bereiche für Vorführungen, Applikationen, Zeitstudien, Schulungen und Konferenzen. Die DACH-Region ist strategisch wichtig für den Konzern, da sie mit 5 Prozent realisierten Umsatzerlösen am Markt und mit e­ iner Anzahl von über 1000 installierten M ­ aschinen einer der wichtigsten Märkte in Europa repräsentiert. Paolo Musante, Geschäftsführer der Prima Power GmbH, stellt fest: «Das neue Tech Center wird als Kompetenzzentrum dienen mit Schwerpunkt auf der Kundenzufriedenheit.» Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erlebten die Gäste eine Live-Demonstration der Leistungsfähigkeit des Technologiezentrums, und sie konnten an einer Vortragsreihe zu den wichtigsten Trends der Blechbearbeitung wie 3D-Faserlaserschneiden und Industrie 4.0 teilnehmen. Theorie und Praxis wurden dabei kombiniert, um ­einen möglichst breiten Überblick über den Sektor zu geben. Paolo Musante fasst zusammen: «Die Eröffnung des neuen Technologiezentrums in München ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung des weiteren Wachstums von Prima Power im DACH-Markt, wo wir für Prima Power ein starkes Wachstumspotenzial in allen Industriemärkten sehen. Mit diesem ­ neuen Standort kann Prima Power neuen und derzeitigen Kunden in der Region eine stärkere und effizientere direkte Unterstützung bieten.» Infos: www.primapower.com

n Bei der Verleihung der 3D Printing Industry Awards 2018 in London hatte Protolabs allen Grund zu ­Feiern. Protolabs gewann den Award für die besonders kreative Nutzung des 3D-Drucks, den Creative 3D Printing Award 2018, und wurde damit in dieser Kategorie für ihre Leistungen ausgezeichnet. Die internationale Preisverleihung fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt; vor Ort wurden mehr als 150 Gäste aus mehr als 60 Organisationen begrüsst. Dass der 3D-Druck in allen Bereichen an Bedeutung gewinnt, ist offensichtlich – und mit dieser Auszeichnung wurde dies noch einmal ganz klar bestätigt. Auf der Plattform «3D Printing Industry» konnten die Leser ihre persönlichen Favoriten wählen, woraus anschliessend die Gewinner ermittelt wurden.

IN KÜRZE Personelles 1

n Im Zuge der Weiterentwicklung der Organisation der Schneeberger Gruppe wird George Blaha in die Gruppengeschäftsleitung berufen. Mit dieser Massnahme will man die Expansionsstrategie, auch im Bereich Mineralguss weiter unterstützen und fortsetzen. Infos: www.schneeberger.com

Personelles 2

n Per Anfang Juli ist Robert Itschner neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung ABB Schweiz. Er arbeitet seit 1993 für die ABB und war seither in verschiedenen Funktionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Supply Chain, im Management lokaler Geschäftseinheiten und Divisionen in Deutschland und der Schweiz sowie als Leiter der Business Unit Power Conversion tätig. Infos: www.abb.com

Personelles 3

n Der Aufsichtsrat der DMG Mori AG wählte an der 116. ordentlichen Hauptversammlung Masahiko Mori zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Er tritt die Nachfolge von Raimund Klinkner an, der im besten Einvernehmen aus dem Gremium ausscheidet. Infos: www.dmgmori.com

Übernommen 1

I N FOS | KONTAKT Anton Paar Switzerland AG Pulverhausweg 13 CH-5033 Buchs Telefon +41 (0)62 745 16 80 www.anton-paar.com

info@anton-paar.com

6 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Paolo Musante: «Von diesem Standort aus können

wir unseren Kunden einen idealen Support bieten, insbesondere in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.»

n Der Stäubli-Konzern – weltweit führender Anbieter von Mechatroniklösungen – hat die Übernahme von RS Roman Seliger Armaturenfabrik GmbH mit Sitz in D-22848 Norderstedt bekannt gegeben. Durch die Übernahme können innovative Kräfte in ergänzenden Geschäftsfeldern wie Kupplungen für grosse Durchmesser, Nottrennkupplungen und Kryotechnik gebündelt werden. Infos: www.staubli.com


SZENE NEWS

Folienforum Protolabs wurde mit seinem Black-Panther-Projekt für PepsiCo nominiert. Dabei galt es, eine 3Dgedruckte Maske für ein Fan-Set in limitierter Auflage als Teil einer Werbekampagne für den Film «Black Panther» zu produzieren. Das Design umfasste komplexe Geometrien und besonders feine Details. Das Endprodukt sollte möglichst stabil und haltbar sein. Ingenieure von Protolabs evaluierten eine Reihe verschiedener 3D-Druckverfahren, bevor sie sich für Multi-Jet Fusion (MJF) entschieden. Infos: www.protolabs.de

Übernommen 2

n Um wachsende Kundenbedürfnisse im Bereich Automation in Zukunft noch umfassender zu bedienen, hat Bystronic 70 Prozent der Firmenanteile von Antil S.p.A übernommen. Mit der Mehrheitsbe­ teiligung vertieft Bystronic sein bestehendes Technologie- und Service-Angebot im Bereich Automation. Infos: www.bystronic.com

n Die Saropack AG organisierte für ihre Kunden ein Folienforum FOFO, dabei wurde den Kunden vertieftes Anwendungswissen in der Folienverpackung vermittelt. Am 14. Juni verfolgen in einer Vormittags- und einer Nachmittagsveranstaltung über 40 Gäste die Informationen des Folienverpackungsspezialisten. Nach einer Information zur Saropack und einem vertieften Einblick zur Folienproduktion wurden den Teilnehmern vor allem die ökologischen Aspekte und Möglichkeiten in der Folienverpackung hervorgehoben. Grosses Interesse fand vor allem die neue SAROFILM B-Nat Folie, welche zum grossen Teil aus Zuckerrohrabfällen hergestellt wird. Im Rahmen des SAROGREEN Konzeptes der Saropack wurden die praktischen Möglichkeiten zur ökologischen Verantwortung aufgezeigt. Im Anschluss darauf konnten sich die Kunden an fünf Workshops die praktischen Anwendungen anschauen. In den Kundengruppen wurde intensiv diskutiert und hinterfragt. Infos: www.saropack.ch

80-Jahr-Jubiläum

n WEILER Werkzeugmaschinen GmbH feiert sein 80-Jahr-Jubiläum. Rund 500 Gratulanten folgten der Einladung zur Feier am Unternehmenssitz D-91448 Emskirchen bei Herzogenaurach. Infos: www.weiler.de

50-Jahr-Jubiläum

n Seit 50 Jahren erfolgreich in der Messtechnik: Die LABOM Mess- und Regeltechnik GmbH aus D-27798 Hude feiert in diesem Jahr Jubiläum. Kundennahe, individuelle Lösungen und ein gesundes Wachstum zeichnen das Familienunternehmen seit jeher aus. Heute beschäftigt LABOM rund 180 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und unterhält Niederlassungen und Vertretungen in mehr als 40 Ländern. Infos: www.labom.com/de/

30-Jahr-Jubiläum

n 1988 als Zwei-Mann-Betrieb in D-57392 Schmallenberg gegründet, ist die heutige Transfluid Maschinenbau GmbH als Lösungsfinder international gefragter Partner für die Herstellung von Rohrbiege- und Rohrbearbeitungsmaschinen. Infos: www.transfluid.net

10-Jahr-Jubiläum

n Anlässlich der 10-Jahres-Feier am 13. und 14. Juni stellte WITTMANN BATTENFELD sein gesamtes Programm der PowerSerie vor, darunter den Prototyp der neuen VPower, der vertikalen Maschine im neuen PowerSerien-Design. Infos: www.wittmann-group.com

Open House n Höhepunkt der CHIRON OPEN HOUSE 2018, 13. bis 15. Juni, war die Vorpremiere der neuen CHIRON-Bearbeitungszentren FZ und DZ16. Das internationale Publikum erhielt auf der Hausmesse erste exklusive ­Informationen dazu und konnte zwei Vor­ serienmaschinen live unter Span erleben. Das Unternehmen präsentierte seinen fast 1500 Gästen mit über 40 Vorführmaschinen und Kundenprojekten das komplette Spektrum der Bearbeitungslösungen von CHIRON sowie ausgewählte Technologien von SCHERER und dem Retrofit-Spezialisten CMS. Vervollständigt wurde die diesjährige Veranstaltung durch eine Leistungsschau von 36 Technologiepartnern aus dem Bereich der Metallbearbeitung. Die Präsentation des SmartLine-Programms war ein weiterer Themenschwerpunkt. Die Besucher konnten das neue TouchLine-Panel mit intuitiver Bedienoberfläche testen, das zum Standard für alle neuen Maschinengenerationen wird. Infos: www.chiron.de

Unterstützt n Laut «Hays Fachkräfteindex» so viele Ingenieure gesucht ­ werden wie nie zuvor. Also sind Techno­ logieunternehmen gut beraten, kluge Nachwuchs-Köpfe möglichst ­ frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck fördert SKF die Formula Student Germany, die am 6. August zum 13. Mal auf dem Hockenheimring startet. Bei der Formula Student handelt es sich um eine Art «Grand Prix für Hochschulschrauber»: In Teamarbeit bauen Studenten einen Rennwagen zusammen, mit dem sie in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Allein zur Konkurrenz auf dem Hockenheimring erwarten die Veranstalter über 3000 Teilnehmer aus rund 30 Ländern mit insgesamt 118 Teams. Infos: www.skf.com

Showdown im Testlabor n igus betreibt in Köln das weltgrösste Testlabor für Kunststoffe in bewegten Anwendungen. Darunter auch Versuche, die den Einsatz unterschiedlichster Werkstoffe in den verschiedensten Umgebungen im Realtest untersuchen. Dieses Mal: xiros Flanschkugellager und Metalllager im Salzwasser. Durch die Verwendung schmier- und wartungsfreier Tribo-Kunststoffe konnte das xiros Lager im Versuch vollends überzeugen. Die Ingenieure des igus Testlabors füllten einen Behälter mit Meersalzwasser und erhitzten ihn auf +80 °C. Anschliessend wurden für 120 Stunden zwei Lager hineingelegt: Ein klassisches 2-Loch-Flanschlager aus Metall und ein xiros Flanschlager aus xirodur B180 – ein Hochleistungskunststoff, den igus in Hinblick auf Verschleiss und Medienbeständigkeit über Jahre hinweg optimiert hat. Beide Lager waren im Test nicht vollständig bedeckt, sondern hatten Luftkontakt, um den Korrosionseffekt auszulösen. Infos: www.igus.ch

2-Loch-Flanschlager aus Metall und xiros Flanschlager aus xirodur B180 nach dem Salzwasserversuch im Testlabor. maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU BEARBEITUNGSZENTER

Neue Grösse vertikaler Bearbeitungszentren D

ie DMC V Baureihe überzeugt in der Vertikalbearbeitung seit vielen Jahren mit einer stabilen Maschinenbauweise, einem innovativen Kühlkonzept und einem Baukasten, der Lösungen für die Präzisionsbearbeitung und Schwerzerspanung bietet. Diese Vorteile hat DMG MORI auch bei der Entwicklung der DMC 1850 V umgesetzt und weiter verbessert. «Die Maschine überzeugt durch eine enorme Stabilität und Steifigkeit, welche aufgrund des einteiligen Maschinenbettes aus Grauguss erreicht wird», so Markus Rehm, Geschäftsführer der DECKEL MAHO Seebach GmbH. Weiterhin besteche die DMC 1850 V durch eine hohe mechanische Präzision, die sich in den erzielbaren Genauigkeiten am Werkstück widerspiegle. Das Resultat ist eine Kreisformgenauigkeit von unter 5 µm in allen drei Ebenen sowie ein höheres Zerspanvolumen von 20 Prozent. Der grosse X-Achsen-Verfahrweg von 1850 mm positioniert die DMC 1850 V genau zwischen den kleineren Schwestermaschinen der DMC V Baureihe und der grösseren DMF Baureihe. Das neue Vertikalbearbeitungszenter erlaubt damit einen vielseitigen Einsatz im Maschinenbau, Werkzeug- und Formenbau und Aerospace.

Ergonomisch und leicht zugänglich Unterschiedliche Branchen er­ fordern individuelle Maschinenlösungen. «Auf der Basis einer detaillierten Marktanalyse haben wir es mit gezielten Optimierungen geschafft, die unterschiedlichen Anforderungen im Bereich der Vertikalbearbeitung im Maschinenkonzept der DMC 1850 V zu vereinen», erklärt Markus Rehm. Dadurch sei die Maschine im 3- und 4-Achs-Bereich äusserst flexibel einsetzbar. Mit der DMC 1850 V reagiert DMG MORI

DMG MORI positioniert die neue DMC 1850 V zwischen den kleineren Schwestermodellen und den grösseren DMF Fahrständermaschinen.

auf die Marktanforderungen nach einem Vertikalbearbeitungszenter mit grossem Arbeitsraum und hoher Tischbeladung. Die Ver­ fahrwege liegen bei 1850x700x 550 mm in X-, Y- und Z-Richtung, während der 2160x750 mm grosse Tisch Werkstücke von bis zu 3000 kg aufnimmt. Mit einer Türöffnung von 1967 mm und einer Entfernung der Türöffnung zur Tischmitte von lediglich 677 mm ist der Arbeitsbereich ergonomisch gestaltet und leicht zugänglich.

0,9 s Werkzeugwechselzeit Eine hohe Spindelvielfalt für jeden Anwendungsbereich, Eilgänge von 42 m/min und eine Beschleunigung von 5 m/s2 in allen Achsen unterstützen die hohe Produktivität der DMC 1850 V. Zusätzlich zur inlineMASTER Spindel im Standard umfasst das Sortiment genaue Spindeln mit Drehzahlen von bis zu 40’000

min–1 und powerMASTER Spindeln für die Schwerzerspanung mit bis zu 288 Nm Drehmoment. Die Ausführungen der MASTERSpindeln sind ab der zweiten Jahreshälfte in 2019 verfügbar. Auf die MASTER Spindeln gibt DMG MORI eine Gewährleistung von 36 Monaten – unabhängig von der Laufleistung. In der Standardausführung bietet die DMC 1850 V Platz für 20 Werkzeuge. Optionale grössere Magazine kommen auf bis zu 120 Plätze. Die maximale Werkzeuglänge beträgt 400 mm. Den Werkzeugwechsler hat DMG MORI zur Vermeidung von Kollisionspunkten und zum Schutz vor Spänen ausserhalb des Arbeitsbereichs angebracht. 35° steile Schrägen im Maschinenbett, in Kombination mit Späneförderer und Arbeitsraumspülung gewährleisten eine zuverlässige Späneentsorgung. Optional ist eine Bettspülung verfügbar, die den Spänetransport weiter verbessert.

Thermische Stabilität durch ganzheitliches Kühlkonzept

Form einer Fussmatte für den Werkzeug- und Formenbau.

8 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Aufgrund der direkt angetriebenen sowie beidseitig gelagerten Kugelgewindetriebe in allen Achsen erreicht die DMC 1850 V überzeugende Oberflächengüten

und eine Kreisformgenauigkeit von unter 5 µm in allen drei Ebenen. Direkte Absolut-Wegmesssysteme im Standard tragen zu dieser Präzision ebenso bei wie das innovative Kühlkonzept zum Schutz gegen thermische Einflüsse. Die Kühlmassnahmen beinhalten die Kühlung des Motors sowie des Spindelflansches der Arbeitsspindel, die Kühlung des Lagerbocks der Kugelgewinde­ triebsmutter der Y- und Z-Achse, die Mantelkühlung der Antriebsmotoren sowie der Kugelgewindetrieb-Lagerflansche der X-/Yund Z-Achse. Weiterhin verfügt die DMC 1850 V über eine Innenkühlung des Kugelgewindetriebes der X-Achse und eine Kühlung der Andruckleisten der Linearführung in X, Y und Z. Dadurch wird eine hohe Langzeitgenauigkeit der Maschine ermöglicht. Äusserlich fällt bei der DMC 1850 V das funktionsorientierte Stealth Design ins Auge. Die Lightline zeigt gut erkennbar den jeweiligen Maschinenstatus, das Werkzeugmagazin ist optimal zu erreichen und eine perfekte Einsicht in den Maschinenraum ist aufgrund grosser Sichtscheiben, auch an der rechten Kabinenseite, jederzeit gegeben. Das bewegliche, 21,5’’ grosse MultitouchDisplay erlaubt ausserdem eine permanente Fronteinsicht des Bedieners in den Arbeitsraum. ­ Steuerungsseitig haben Kunden die Wahl zwischen CELOS mit Siemens 840D solutionline und CELOS mit Heidenhain TNC 640.

AMB, Stuttgart Halle 10, Stand 10C11 I N F OS | KON TAKT DMG MORI Schweiz AG Sulzer-Allee 70 CH-8404 Winterthur Telefon +41 (0)58 611 50 00 www.dmgmori.com info@dmgschweiz.ch


MASCHINENBAU LASERMASCHINE

Lasertechnik flexibel angewandt Bilder: BOSCHERT GmbH & Co. KG

sicher zu bewegen sind, eine maximale Restblechverarbeitung bis zu Abmessungen von 200x300 mm. So kann bei Bedarf ab der Rohtafel auch kostengünstig zunächst auf einer Blechschere auf Länge oder Breite zugeschnitten und dann das Blechteil mit dem Laser fertig bearbeitet werden.

BOSCHERT FiberLaser für das Format 1500x3000 mm mit modularem Tischaufbau in kompletter und betriebsbereiter Ausrüstung.

D

as Angebotsspektrum für Laserschneidmaschinen hat sich in wenigen Jahren vervielfacht. Gab es bis vor kurzem lediglich einige Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen, die den Laser als Werkzeug einsetzen, hat sich der Markt mit der rasanten Entwicklung der Faserlaser-Technologie deutlich gewandelt. Lautet die Devise für viele Hersteller noch mehr Leistung, höhere Dynamik in allen Achsen und noch produktiver, geht der Spezialist für Blechbearbeitungsmaschinen BOSCHERT einen ganz anderen Weg. Denn nicht jeder Anwender arbeitet im Zulieferersegment, in dem es tatsächlich auf diese Attribute ankommt. BOSCHERT hatte bei der Entwicklung seiner Faserlaser-Maschinen mit den drei wählbaren Schneidleistungen von 1, 2 oder 4 kW andere Zielgruppen im Blickfeld: Zum einen Dienstleister in Sachen Blechteile, die ihre weitgehend durchrationalisierte Losgrössen-Produktion nicht durch Einzel- und Sonderteile oder Kleinserien, die als Prioritätsaufträge dazwischengeschoben und schnell abgewickelt werden müssen, beeinträchtigen wollen. Zum anderen stehen vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Werkstätten, die sich mit der in Stückzahlen und Varianten flexiblen Auftrags- und Reparaturfertigung befassen, im Fokus. Auf Basis dieser Strategie

entstanden zwei an der Praxis ausgerichtete Lösungen: eine Baureihe Faserlaser-Maschinen in Tischausführung sowie eine Baureihe CombiLaser, in der parallel zur vorhandenen Stanz-Station eine integrierbare FaserlaserStation angeordnet ist.

FiberLaser mit 1, 2 oder 4 kW Leistung Diese Stand-alone-Maschinen sind in Tisch-Ausführung mit feststehender X-Achse und fliegender Y-Achse konzipiert. Das zu bearbeitende Rohblech oder Blechteil wird demnach nur in XRichtung bewegt, während der Faserlaser-Schneidkopf in der YAchse verfährt. Da hier, im Gegensatz zu herkömmlichen Laserschneidanlagen, kein Wechseltisch vorhanden ist, zeichnen sich die BOSCHERT FiberLaser durch eine kompakte, platzsparende

Bauweise sowie durch eine sehr gute Zugänglichkeit zum Beladen aus. Darüber hinaus bietet die Tischversion den grossen Vorteil, dass sich Kleinteile nicht aufstellen können. Während der Abarbeitung des Auftrags werden sie über eine integrierte Entsorgungs-Klappe direkt ausgeleitet und per maschineninternem Förderband sogar bis zum Bediener transportiert. Die Teileentsorgung funktioniert bis zu einer Werkstückgrösse von 1500x350 mm. Bei anderen Laseranlagen gibt es dagegen des Öfteren Probleme mit sich aufstellenden Kleinteilen, was zum einen zu Störungen und Kollisionen führt und zum anderen Software-Überwachung benötigt. Des Weiteren erlaubt die Tischversion, bei der die Bleche durch in ihren Positionen programmierbare Spannzangen individuell zu klemmen und prozess-

HAM hat das Verfahren an einer Vielzahl verschiedener Werkzeugvarianten getestet und sich von BOSCHERT der EffizienzCombiLaser überzeugt. mit parallel angeordneten Stanz- und Faserlaser-Stationen.

10 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Flexible, schnelle Komplettfertigung Die Standard-Baureihe umfasst aktuell zwei Maschinengrössen für Bleche im Format 1500x3000 oder 2000x4000 mm. Der Maschinentisch ist modular aufgebaut und lässt sich bei Bedarf links oder rechts mit einem oder mehreren Modulen um jeweils 1000 mm in der Länge verkürzen. Die Verfahrgeschwindigkeiten gehen simultan bis 100 m/min. Im Vordergrund stehen dabei weniger hohe Geschwindigkeiten, sondern die Möglichkeit der flexiblen, schnellen Komplettfertigung von Blechteilen. Je nach Ausrüstung sind Schnittleistungen in Materialdicken bis zu 15 mm in Baustahl, 8 mm in Edelstahl und 6 mm in Aluminium möglich. Die Maschinen sind nach den gültigen Sicherheitsund Betriebsbestimmungen mit punktuellen Absaugeinrichtungen für Gase und Dämpfe, mit Abfallentsorgung für Schlacke und Abbrand sowie mit Laserschutzeinrichtungen der Klasse 1 ausgestattet. Darüber hinaus beinhaltet der Lieferumfang die CNC-Steuerung mit TechnologieDatenbank, eine automatische Höhenverstellung des Schneidkopfes, eine automatische Gasmischung und ein Kühlsystem für den Faserlaser.

BOSCHERT CombiLaser Die Maschinenversionen CombiLaser, die sowohl das Stanzen als auch das Faserlaser-Schneiden beinhalten, sind bei den Stanzma-


MASCHINENBAU LASERMASCHINE

on wie das Bedienumfeld sind ebenfalls nach den neuesten Sicherheits- und Betriebsbestimmungen für Faserlaseranlagen aufgebaut und ausgestattet. Auf Wunsch ist auch eine Schutzkabine mit oben geschlossenem Sichtschutz und automatisch betätigter Sicherheitstüre lieferbar.

Kleinteile bis zu einer Grösse bis 1500x3000 mm werden über eine integrierte Entsorgungsklappe direkt ausgeleitet und per maschineninternem Förderband bis zum Bediener transportiert.

schinen-Baureihen BOSCHERTCompact, -TWIN, -TRI und -Multipunch lieferbar. Durch die Möglichkeit der kombinierten Bearbeitung sind beim Stanzen auch Prägen, Umformen, Gewindeformen und Signieren möglich. Geht es jedoch um Ausbrüche und Konturen, spielt der Faserlaser seine grossen Vorteile aus. Bei den 1- und 2-kW-Faserlasern zur Ausrüstung der CombiLaser-Maschinen handelt es sich um dieselben Systeme wie bei den TischFaserlasern, sodass Anwender von den Erfahrungen und den Ausstattungs-Features sowie von der Ersatzteil-Verfügbarkeit und der Service-Kompetenz von BOSCHERT profitieren. Die Entsorgung von geschnittenen, gestanzten oder gelaserten Kleinteilen erfolgt je nach Grösse über zwei Klappen mit den Abmessungen 100x200 mm beziehungsweise 500x600 mm. Die Faserlaserstati-

AMB, Stuttgart Halle 5, Stand 5D71

INFO S | K O NTA K T Boschert GmbH & Co. KG Mattenstrasse 1 D-79541 Lörrach Telefon +49 (0)7621 9593-0 www.boschert.de info@boschert.de

Tritschler-Maschinen Rheinstrasse 57a CH-79790 Küssaberg Telefon +49 (0)7741 807 183 www.tritschler-maschinen.de info@tritschler-maschinen.de

Eine Auswahl an Blechteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen, die mit einem BOSCHERT Faserlaser geschnitten wurden.


MASCHINENBAU DREHMASCHINE

Drehen auf höchstem Niveau M

it der INDEX B400 ergänzt Index das Angebotsspektrum um eine Universaldrehmaschine, die auf die Herstellung von Flansch- und Wellenteilen in Kleinserien ab Stückzahl 1 ausgerichtet ist. Die Einstiegsversion mit riemengetriebener Hauptspindel, einem Sternrevolver mit linearer Y-Achse sowie einem NCReitstock überzeugt durch ihren klar strukturierten Maschinenaufbau und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Selbstverständlich erscheint die neue INDEX B400 in der für INDEX und TRAUB typischen, neu designten Verkleidung: Kubisch klar strukturiert, orientiert sie sich an den technischen Anforderungen. Ihre glatte Form – ohne verzichtbare Knicke und Kanten – geht mit Vorteilen hinsichtlich Dichtigkeit einher. Der Maschinenbediener profitiert von der grossen Sichtscheibe auf der Vorderseite und der hellen Maschinenrückseite, die ihm bei der Reihenanordnung mehrerer Maschinen einen hellen, freundlichen Arbeitsplatz verschafft.

Glatter Arbeitsraum für optimalen Spänefluss Im Inneren legt ein um 45° geneigtes Schrägbett aus Mineralguss mit seinen besonders schwingungsdämpfenden Eigenschaften die Basis für eine hochpräzise Bearbeitung. Es ist als Monoblock ausgeführt, an dem sämtliche, durchgängig gross dimensionierten Führungen und Komponenten angebracht sind. Der schlanke Gesamtquerschnitt erlaubt es dem Bediener, alle Rüstarbeiten in bequemer Nähe auszuführen. Wie das Aussenkleid fällt auch der Innenraum durch seine glatte Erscheinung auf – ohne Taschen und Ecken, in denen sich Späne verfangen und die Prozesssicherheit gefährden könnten. Eine durchgehende Abdeckung von Führungen und Energieversor-

gonale Anordnung einen Genauigkeitsvorteil. Wer bezüglich der zu drehenden Durchmesser maximale Präzision benötigt, kann sich die X-Achse der B200 optional mit einem Glasmassstab ausstatten lassen. Der geräumige Arbeitsraum bietet eine Drehlänge in Z von 750 mm, der Revolver kann in X- bis zu 265 mm und in Y-Richtung bis zu 120 mm verfahren werden. Alle Bewegungen in diesem Raum unterliegen keinerlei Einschränkungen. Besonders interessant für viele stirnseitige Fräs- und Bohrarbeiten ist der grosse Wert von 80 mm, den das Werkzeug «unter die Drehmitte» fahren kann.

Frei positionierbarer NC-Reitstock

Die neue INDEX B400 in der für INDEX und TRAUB typischen, neu designten Verkleidung: Kubisch klar strukturiert, glatte Form geht mit Vorteilen hinsichtlich Dichtigkeit einher.

gung aus einteiligen Blechen unterstützt diesen Eindruck. Über viele Jahre gesammeltes Knowhow macht sich in zahlreichen Details bemerkbar, zum Beispiel in einer Tasche in der Blechverkleidung oberhalb der Hauptspindel, die den kollisionsfreien Einsatz von langen Werkzeugen gewährleistet, oder in Führungsschienen, die von unten angeschraubt werden, um glatte Flächen im Arbeitsraum zu erreichen.

Universalität erfordert hohe Drehmomente Für die Hauptspindel wählten die Entwickler einen Riemenantrieb, der schon bei verhältnismässig moderater Leistung sehr hohe Drehmomente generieren kann. Der Riemenzug wurde bewusst in die Y-Richtung gelegt, um die qualitätsentscheidende, weil durchmessergebende X-Achse von Störgrössen frei zu halten. Der ­ Drehgeber sitzt direkt auf der Spindel, sodass die von Index gewohnte C-Achsen-Qualität gewährleistet ist. Die Werkstückspannung ist als Teilhohlspannung ausgeführt.

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Dadurch lassen sich Werkstücke bis zu Ø 80 mm und einer Länge von 500 mm ins Spannfutter einführen. Ein weiteres vorteilhaftes Detail ist die als Scheibenbremse ausgeführte Haltebremse an der Hauptspindel. Sie ermöglicht eine spielfreie Klemmung bei beliebigen Winkellagen.

Werkzeugrevolver mit rüstfreundlicher W-Verzahnung Bei der INDEX B400 kommt als Werkzeugträger ein Sternrevolver mit VDI 30 Aufnahme nach DIN 69880, mit W-Verzahnung zum Einsatz. Letztere trägt zu einem effektiven Rüsten der zwölf Werkzeuge bei. Denn durch das W-förmige Profil lassen sich die Grundhalter auf dem Werkzeugrevolver prozesssicher und schnell ausrichten. Die Wiederholgenauigkeiten erreichen Werte im µ-Bereich. Der Werkzeugrevolver ist nicht nur auf dem Kreuzschlitten in X- und Z-Richtung verfahrbar, er besitzt auch eine separate lineare Y-Achse. Gegenüber einer mit der X-Achse interpolierten Y-Verfahrbewegung bietet diese ortho-

Der auf grosszügig dimensionierten Wälzführungen sitzende Reitstock ist bei der B400 eine rein elektrische Baugruppe, die sich frei aus dem NC-Programm heraus positionieren lässt. Der Antrieb wird auch genutzt, um die Anpresskraft zu erzeugen. Hierdurch wird eine Hydraulikpinole überflüssig. In der Standardausführung ist der Reitstock mit einer Morse-Kegelspitze MK 5 ausgestattet. Sie besitzt eine neutrale Schnittstelle, in die der Anwender unterschiedliche, am Markt verfügbare Spitzen und Elemente bis hin zum Bohrwerkzeug einsetzen kann. Alternativ kann man sich für eine Steil-Kegelspitze SK 30 entscheiden. Diese Index-Entwicklung weist eine deutlich stabilere Lagerung und Lebensdauer auf. Ein hilfreiches Detail: Um das Rüsten

Der Maschinenbediener profitiert von der sehr guten Zugänglichkeit in den Arbeitsraum und der gelungenen Bedienergonomie.


MASCHINENBAU DREHMASCHINE

förderer mit Hebepumpe und ein 300 l Kühlschmierstoff fassender Behälter mit Siebkorb, zur einfachen Filtration, vorgesehen. Sie kann mit den zwei Pumpendrücken 8 und 20 bar betrieben werden. Optional stehen dem Kunden verschiedene Lösungen bis hin zum INDEX ECOfluid-Konzept offen, das einen grossvolu­ migen Behälter, ein regelbares Kühlsystem und frequenzgeregelte Pumpen bis zu 80 bar Hochdruck vorsieht. Klar strukturiertes Arbeitsraumkonzept für vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

zu erleichtern, stehen bei der INDEX B400 Einlegehilfen für ­ wellenförmige Werkstücke zur Verfügung.

Optionen erweitern das Einsatzspektrum der INDEX B400 Die Universalität der INDEX B400 macht auch vor dem wirtschaftlichen Drehen mittlerer Losgrössen nicht Halt. Für den Anbau eines Stangenladers stellt Index ein optionales Stangenpaket zur Verfügung, das aus einem erforderlichen Hohlspannzylinder und ­einer Werkstückabnahmeeinrichtung besteht. Letztere übernimmt beim Abstechen des Werkstücks eine wichtige Funktion, indem sie dieses mit zwei Halbschalen komplett umhüllt. Nach dem Abstechvorgang fährt das Handlingsystem mit dem Werkstück nach rechts zur Seite, schwenkt aus, öffnet die Schalen und legt das Teil auf dem integrierten Transportband ab. Der Arbeitsraum ist dann im inaktiven Zustand wieder uneingeschränkt frei. Als weitere Option bietet Index für die B400 eine elektrisch positionierbare, hydraulisch betätigte NC-Lünette an, deren Einsatz für die Aussenbearbeitung langer Wellen sinnvoll sein kann. Ihre Positionierung kann aus dem CNC-Programm heraus erfolgen.

KSS-Versorgung aus dem Baukasten Für ein flexibles Späne- und Kühlschmierstoff-Management haben die INDEX-Werke maschinenübergreifend einen Baukasten entwickelt, aus dem sich Lösungen bis zur Highend-Version generieren lassen. Für die INDEX B400 ist im Standard ein Späne-

Steuerungstechnik – das Herz der Maschine Last but not least: Der tatsächliche Wert einer Drehmaschine hängt wesentlich von der eingesetzten Steuerungstechnik ab. Diesbezüglich geht INDEX keine Kompromisse ein, auch nicht bei der B400, die mit der neuesten Steu­ erungsgeneration Siemens Sinumerik 840D sl ausgestattet ist und sich über einen 18,5”-Touch-­ Monitor intuitiv bedienen lässt. Für besonderen Komfort sorgt das von INDEX entwickelte iXpanel Bedienkonzept, das den Zugang zu einer vernetzten Produktion öffnet. Mit iXpanel stehen dem Mitarbeiter jederzeit alle relevanten Informationen für eine wirtschaftliche Fertigung direkt an der Maschine zur Verfügung.

AMB, Stuttgart Halle 4, Stand 4B31 INFO S | K O NTA K T Springmann AG Staatsstrasse 10 CH-9246 Niederbüren Telefon +41 (0)71 424 26 00 niederburen@springmann.ch Route des Falaises 110 CH-2008 Neuchâtel Telefon +41 (0)32 729 11 22 neuchatel@springmann.ch www.springmann.com www.index-werke.de maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU SÄGEMASCHINE

Optimales Preis-­ Leistungs-Verhältnis Bild: BOMAR

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er Sägeautomate ProfiCut 275.230 GANC mit NC-Steuerung dient in erster Linie zum Trennen von Profilen sowie Vollmaterialien mit kleineren Durchmessern. Die Sicherheitsabdeckung der Säge hat ein vollständig neues Design erhalten. Neben einem Maximum an Sicherheit ­ besteht ein uneingeschränkter Zugriff im Rahmen von Wartungsarbeiten auf das «Innenleben» der Maschine.

275x180, 250x230 und 230x230 mm bearbeiten. Der kleinste zu sägende Durchmesser beträgt 5 mm. Auch Bündel mit den Massen 270x160 mm können mittels eines optional erhältlichen Bündelspanners hydraulisch gespannt und gesägt werden. Standardmässig wird die vollautomatische Bandsäge ProfiCut 275.230 GANC bereits mit einer bemerkenswerten Grundausstattung geliefert. Doch darüber hinaus kann durch die diversen optionalen Ausstattungsvarianten und das umfangreiche Zubehör eine auf die individuellen Anforderungen des Anwenders massgeschneiderte Installation vor Ort erfolgen.

Programmieren auch während dem Schneidvorgang Der grosse Vorteil dieser Säge besteht darin, verschiedene Stückzahlen des zu schneidenden Man Anzeige

Die vollautomatische Bandsäge ProfiCut 275.230 GANC ermöglicht nach Vorgabe von Schnittmengen mit unterschiedlichen Längen vollautomatische Bearbeitungsprozesse. Weiterhin lassen sich im Automatik-Modus Winkelschnitte bis zu 45° und im halbautomatischen Modus bis zu 60° durchführen.

terials mit unterschiedlichen Längen programmieren zu können. Mit einer einfachen Eingabe der Schnittlänge auf dem frei positionierbaren Bedienungspult startet der vollautomatische Arbeitszyklus. Die maximale Länge eines einzelnen Vorschubs beträgt 500 mm. Der auf linearen Führungen gelagerte Vorschubspannstock wird beidseitig geöffnet, wodurch bei unebenem Material Kollisionen vermieden werden. Zur Steuerung im Dialog dient dem Bediener ein 4-zeiliges, beleuchtetes Display. Die ProfiCut Gehrungsbandsäge ist mit einer USBSchnittstelle ausgestattet, sodass sich zum Beispiel die mit der sawmanager-Software generierten Zuschnittsdaten direkt an die Steuerung der Säge übertragen lassen. Ausserdem lässt sich die Maschine auch während eines Schneidvorgangs programmieren. Im Automatik-Modus sind Gehrungsschnitte bis zu 45° mög-

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lich, im halbautomatischen Modus bis zu 60°. Bei Umschalten des Sägeautomaten in die manuelle Betriebsart können alle Funktionen der Anlage getrennt gesteuert werden. Das Zuführen und Spannen des Materials sowie der Schnittvorschub des Sägearms erfolgen hydraulisch. Der aus Grauguss gefertigte Sägearm trägt zu einer guten Schwingungsdämpfung und hohen Schnittgenauigkeit bei. Die exakte Hartmetallführung des 27 mm hohen Sägebands und die synchron laufende Bürste zur Entfernung der Späne sorgen ebenfalls für eine gute Schnittleistung.

Auch für Ø 5 mm geeignet Die Maschine ist für eine Antriebsleistung von 1,1/1,5 kW und für eine Bandgeschwindigkeit von 40/80 m/min ausgelegt. Es lassen sich Rohre bis zu einem Durchmesser von 230 mm sowie Vierkantprofile von maximal

AMB, Stuttgart Halle 8, Stand 8C23 I N F OS | KON TAKT Eugen Buob AG Bruggetenstrasse 5 CH-8833 Samstagern Telefon +41 (0)44 783 10 60 www.buobag.ch info@buobag.ch

Ramsauer Maschinen AG Vorderi Böde 3 CH-5452 Oberrohrdorf Telefon +41 (0)56 485 82 00 www.ramsauer-maschinen.ch info@ramsauer-maschinen.ch www.bomar.cz


MASCHINENBAU WERKZEUGE

Extrem klein – ultra präzise

Zerspanung und …

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ie Miniaturisierung von Bauteilen in einer Vielzahl von Industrien wie der Elektrotechnik, Medizintechnik oder dem Maschinenbau fordert Anwendungen, die lange Zeit undenkbar schienen. Je kleiner die Komponenten, desto grösser die Anforderungen an Präzision, Wiederholgenauigkeit und Wirtschaftlichkeit des Prozesses. Insbesondere in der Mikrozerspanung sind die Ansprüche enorm. Ansprüche, die Gühring mit seinem neuen Produktprogramm zur Mikrozerspanung erfüllen kann.

Schnittfreudig und scharf Bei der Fräsbearbeitung mit kleinen Werkzeugdurchmessern ist die Abdrängung des Werkzeugs ein wesentliches Problem. Die

schen Komponenten, aber auch Gütern der Feinmechanik und Optik zu ermöglichen. Daher zählt die Prozesssicherheit und Standzeit, um unnötige Werkzeugwechsel zu verhindern und eine wirtschaftliche Produktion im Mikrobereich sicherzustellen. Diese Gegebenheiten erfordern auf das Produkt abgestimmte Herstellungstechnologien. Das besondere Gühring-Know-how bei der Werkzeugherstellung und Schleifqualität ermöglicht es, diese Ansprüche auch bei der Mikrobearbeitung zu erfüllen. Kerngrössen hierbei sind unter anderem das Gühring-eigene Hartmetall sowie die Schneidengeometrie und Beschichtung.

… Gewindeschneiden im Mikrobereich.

­ ohen Anforderungen der Mikroh bearbeitung verlangen eine Vermeidung beziehungsweise Verringerung der durch Werkzeugabdrängung hervorgerufenen Massabweichungen. Hierzu ist es erforderlich, dass die Mikrofräswerkzeuge besonders schnittfreudig und scharf sind. Hohe Hartmetallqualität, enge Toleranzen und die Gewährleistung einer prozesssicheren Kühlung sind bereits ab Rohling zwingend erforderlich. Daneben ist die Bohrbearbeitung zentraler Bestandteil der ­Mikrotechnik. Das Kleinstbohrerprogramm von Gühring bietet ­neben Standard-Kleinstbohrern auch Sonderwerkzeuge auf Kundenwunsch sowohl bei HSS-EPM- als auch VHM-Kleinstboh-

rern. Aufgrund der zunehmenden Miniaturisierung, vor allem in der Telekommunikation und der IT, werden solche anwenderfreundlichen und lagerhaltigen Bohrwerkzeuge zunehmend benötigt. Gegenüber konkurrierenden Verfahren wie dem Laserbohren punktet die Mikrozerspanung mit einfacherer Integration in die Fertigung und Wirtschaftlichkeit.

Hohe Prozesssicherheit und Standzeit

AMB, Stuttgart Halle 1, Stand 1E30

Auch bei der Gewindeherstellung und beim Reiben im Mikrobereich reicht die blosse Miniaturisierung von Werkzeugen nicht aus, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen. Hier geht es darum, eine serientaug­ liche Fertigung von elektroni-

I N F OS | KON TAKT Gühring (Schweiz) AG Grundstrasse 16 CH-6343 Rotkreuz Telefon +41 (0)41 798 20 80 www.guehring.ch info@guehring.ch

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MASCHINENBAU W E N D E S C H N E I D P L AT T E

Mischbearbeitung auf nie dagewesenem Niveau L

eichtbau sowie Downsizing des Motors bei immer höheren geforderten Leistungen haben Auswirkungen auf den verwendeten Werkstoff. Vor einigen Jahren fertigten viele Automobilhersteller – dem Leichtbau geschuldet – die obere Halbschale der Kurbelwellenlagergasse aus Aluminium statt aus dem davor verwendeten Gusseisen. Dafür hatte MAPAL ISOWendeschneidplatten zum Aufbohren der Kombination Aluminium-Guss entwickelt, die erfolgreich im Einsatz waren. Heute ist die Entwicklung aufgrund des Downsizings noch einen Schritt weiter. Neben der oberen Halbschale aus Aluminium setzen Hersteller heute für die untere Halbschale vermehrt auf Sinterstahl statt auf Gusseisen. Dieser Stahl weist eine höhere Festigkeit als Guss auf und eignet sich daher besser für die gestiegenen Belastungen.

Völlig neuer Schneidstoff Damit ändern sich die Herausforderungen für die Zerspanung. Mit dem Einzug des Sinterstahls in die Motorfertigung war auf dem Markt keine ISO-Wendeschneidplatte verfügbar, die den hohen Anforderungen bei der Bearbeitung der Kombination Aluminium-Sinterstahl gerecht wurde. Dies liegt vor allem an der chemischen Reaktion, die zwischen der Eisenlegierung und dem Aluminium stattfindet. Bei der Bearbeitung setzte sich eine feste Phase auf der Schneide ab und sorgte dafür, dass diese bereits nach wenigen Bearbeitungen brach. Um diesem Verschleiss entgegenzuwirken und die chemische Reaktion zu verhindern, hat MAPAL einen völlig neuen Schneidstoff ­ entwickelt. Mit diesem wird die Mischbearbeitung – sowohl bei der Kombination AluminiumGuss als auch bei AluminiumSinterstahl – prozesssicher reali-

siert. Die ISO-Wendeschneidplatten funktionieren sowohl im Guss- beziehungsweise Stahlteil der Kurbelwellenlagergassen als auch im Aluminiumteil.

gewählt werden. MAPAL bietet jeweils vier Geometrien für die Kombination Aluminium-Guss sowie für Aluminium-Sinterstahl. Darüber hinaus sind Sonderwendeschneidplatten mit dem neuen Schneidstoff verfügbar. Die Ergebnisse in der Praxis mit dem neuen Schneidstoff überzeugen. Wo bisher lediglich zehn Lagergassenbohrungen aus der Kombination von Sinterstahl und Aluminium mit einer Schneide be­ arbeitet wurden, sind es mit dem neuen Schneidstoff beeindruckende 700 Bohrungen.

Verschleiss- und hitzebeständig Erreicht wurde dieser Entwicklungssprung zum einen durch angepasste Hartmetallsubstrate und optimierte Mikro- und Makrogeometrien der Schneide mit justierten Spanwinkeln, zum anderen durch eine neu entwickelte PVD-Beschichtung. Diese basiert auf einer TiAlN-Legierung mit einem speziellen Dotierelement. Dadurch wird nicht nur die Bildung einer Aufbauschneide im Aluminium verhindert, sondern der Schneidstoff ist so verschleissund hitzebeständig, dass die Bearbeitung des Guss-/Stahlanteils in höchster Qualität erfolgen kann. Je nach Anwendung kann zwischen standardmässig verfügbaren ISO-Wendeschneidplatten

AMB, Stuttgart Halle 1, Stand 1D10 I N F OS | KON TAKT MAPAL Dr. Kress KG Gässli 10 CH-4588 Brittern

MAPAL hat einen völlig neuen Schneidstoff für die Mischbearbeitung entwickelt.

16 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Telefon +41 (0)79 794 79 80 www.mapal.com andreas.mollet@ch.mapal.com


MASCHINENBAU S PA N N S Y S T E M E

Bewährtes mit erweiterter Funktion

die Druckluft in die Palette. Durch Luftkanäle in der Palette wird diese danach weitergeleitet und versorgt die Spannvorrichtung mit Druckluft und ist somit pneumatisch bedienbar. Die Druckluftdurchführung ist bis maximal 9 bar geeignet. Die Membranen garantieren eine zuverlässige und dichte Luftzuführung zwischen dem Spannfutter und der Palette. Für Hydraulikanwendungen ist die Funktion nicht geeignet. Natürlich lassen sich mit dem neuen PowerChuck P Spannfutter auch EROWA-Paletten und -Elektrodenhalter ohne Luftdurchführung aufnehmen.

D

as EROWA PowerChuck P Spannfutter ist auf verschiedensten Bearbeitungsmaschinen die durchgängige Schnittstelle, um palettierte Werkstücke oder Spannvorrichtungen präzise und schnell auf dem Maschinentisch zu positionieren. Jetzt wurden die Anwendungsmöglichkeiten mit einer äusserst hilfreichen Funktion weiterentwickelt. Das neuste Modell aus dem EROWA PowerChuck P Spannfutter-Sortiment besitzt zwei integrierte Druckluftdurchführungen. In Kombination mit einer ebenfalls neuen Version der Werkstückträger-Palette P Ø 148 mm ist es nun möglich, palettierte Spannvorrichtungen durch die Palette und das Spannfutter hindurch pneumatisch zu betätigen.

Zuverlässige und Luftzuführung Für automatisierte Fertigungsprozesse lässt sich so, zum Beispiel mit dem EROWA 6-Achs-Roboter, die Spannvorrichtung mit zu bearbeitenden Werkstücken bestücken. Zudem be- und entlädt der Roboter auch die Maschine mit, je nach Auftrag benötigten, weiteren palettierten Spannvorrichtungen. Die Spannvorrichtung wird auf eine EROWA Palette P Ø 148

Eine palettierte und automatisch betätigte Spannvorrichtung spart viel Zeit beim Umrüsten und Werkstückwechsel.

mm montiert. Stimmen die Luftkanäle in der Palette und der Spannvorrichtung nicht überein, lässt sich dies mit dem Einsatz einer Adapterplatte lösen. Auch ist es möglich, bei EROWA kundenspezifisch hergestellte Paletten mit dem benötigten AnschlussLochbild zu beziehen. Das PowerChuck P Spannfutter wird auf die

vorbereitete Basis der Bearbeitungsmaschine montiert. Die Druckluft zum Betätigen des Spannfutters und der Spannvorrichtung lässt sich von unten vom Maschinentisch her oder an den seitlichen Luftanschlüssen zum Spannfutter zuführen. Luftkanäle und zwei im Spannfutter-Gehäuse eingebaute Membranen leiten

AMB, Stuttgart Halle 7, Stand 7C75 I N F OS | KON TAKT EROWA AG Knutwilerstrasse 3 CH-6233 Büron Telefon +41 (0)41 935 11 11 www.erowa.com info@erowa.com

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INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

DSGVO – Folgen für die Informationssicherheit Am 25. Mai war es so weit und die Datenschutz-Grundverordnung der EU trat nach einer zweijährigen Übergangsfrist in Kraft. Dieser Blog-Artikel gibt einen Einblick auf die Folgen für die Informationssicherheit.

D

ie neue Datenschutz-Grundverordnung hat das Ziel, eine einheitliche, EU-weite Regelung in Bezug auf die Verarbeitung von personenbezogenen Daten sicherzustellen. Dies gilt für alle Unternehmen, die Dienstleistungen in der EU anbieten, unabhängig davon, ob sie einen Sitz innerhalb oder ausserhalb der Europäischen Union haben. Wie die einzelnen Verordnungsartikel zustande kamen, zeigen die 173 Erwägungsgründe. Diese sind ein guter Anlaufpunkt, falls bei der Umsetzung unklar ist, welches Ziel der Gesetzesgeber genau dabei verfolgt hat.

Anwendungsbereich Wie erwähnt gilt die DSGVO für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Es spielt dabei keine Rolle, ob dies automatisiert oder nicht automatisiert erfolgt. Bei der Verarbeitung ist es auch unab-

hängig davon, ob die Daten elektronisch oder zum Beispiel auf Papier verarbeitet werden. Was sind aber personenbezogene Daten? In Artikel 4, Nr. 1 steht: «alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden betroffene Person) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer OnlineKennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind, identifiziert werden kann». Beispiele dafür sind Name, Wohnort, Geburtsdatum, Perso-

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nalnummer, Parteizugehörigkeit usw. Explizit steht hier «natürliche Personen», das heisst, es bezieht sich somit nicht auf Firmen. Jedoch hat der Gesetzesgeber 69 Öffnungsklauseln zugelassen. Österreich hat dies genutzt und hier auch juristische Personen mit einbezogen. Bei der Verarbeitung sind sowohl das Erheben (Daten beschaffen), Speichern, Ändern, Übermitteln, Verknüpfen (mit anderen Daten) oder auch Löschen gemeint. Das bedeutet, es spielt keine Rolle, wer was mit den Daten anstellt. Die Ausnahme bilden nur persönliche oder familiäre Bearbeitungen.

Verzeichnis von Verarbeitungs­ tätigkeiten In einem ersten Schritt sollte ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellt werden. In Artikel 30 ist ausführlich beschrieben, was darin zu erfassen ist. Es sind dies: – Namen und Kontaktdaten des/ der Verantwortlichen – Zweck der Verarbeitung

– Erfasste Kategorien – Empfänger der Daten, allenfalls Angabe der Drittländer – Übermittlung der Daten, inklusiv allfälliger Drittländer – Fristen zur Löschung der Daten – Beschreibung der technischen und organisatorischen Massnahmen (TOM) Weiter wird verlangt, dass dies schriftlich zu erfolgen hat. Ausnahmen sind nur für Unternehmen, die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und die nur gelegentlich eine Verarbeitung der Daten vornehmen, erlaubt. Da vermutlich kein Unternehmen nur gelegentlich eine Verarbeitung vornimmt, gilt diese Pflicht für alle Unternehmen. Als Tipp sollten auch Änderungen an diesem Verzeichnis gespeichert werden. So ist es für die Datenschutzaufsichtsbehörde sichtbar, was, wann von wem geändert wurde.

Grundsätze der Verarbeitung von personenbezogenen Daten Grundsätzlich ist es nicht erlaubt, mit personenbezogenen Daten zu arbeiten. Entweder gibt es dazu eine Rechtsgrundlage oder ich habe die Einwilligung für diese Datenbearbeitung. Diese Einwilligung muss freiwillig sein und wird für einen bestimmten Zweck abgegeben (Zweckbindung). Die betroffene Person muss klar und verständlich über den Verwendungszweck und über einen Wi-


INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

derruf informiert worden sein. Beispielsweise kann dies eine schriftliche Erklärung oder das Ankreuzen eines Feldes sein (Achtung: dieses Kreuz darf nicht vorausgefüllt sein). Für ein Unternehmen ist es wichtig, diese Einwilligung revisionssicher aufzubewahren. Werden die erhobenen Daten nicht mehr benötigt und es gibt auch keine Aufbewahrungsvorschriften mehr, müssen die Daten gelöscht oder so verändert werden, dass kein Personenbezug mehr möglich ist.

arbeitung personenbezogener ­Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informati­ onen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen

Massnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personen­ bezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden». Für eine Datenbank könnte dies beispielsweise ein Hash-Wert sein. Dieser ist nicht umkehrbar. Von Vorteil wird ein sicheres Ver-

fahren wie SHA-2 oder SHA-3 verwendet. MD5 und SHA-1 gelten nicht mehr als sicher, da bereits erfolgreiche Angriffe darauf stattgefunden haben. Verschlüsselung Die Verschlüsselung kann auf verschiedene Arten eingesetzt werden.

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IT-Sicherheit Der Artikel 32 DSGVO erwähnt die klassischen Schutzziele der Informationssicherheit: «Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten ­natürlicher Personen treffen der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter geeignete technische und organisatorische Massnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.» Weiter wird ausgeführt, was dies beinhalten sollte: – die Pseudonymisierung und Verschlüsselung personenbezogener Daten; – die Fähigkeit, die Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit der Systeme und Dienste im Zusammenhang mit der Verarbeitung auf Dauer sicherzustellen; – die Fähigkeit, die Verfügbarkeit der personenbezogenen Daten und den Zugang zu ihnen bei einem physischen oder technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen; – ein Verfahren zur regelmässigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung der Wirksamkeit der technischen und organisatorischen Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Verarbeitung. Schauen wir uns die Punkte genauer an: Pseudonymisierung Der Artikel 4 der DSGVO beschreibt dies wie folgt: «die Ver­ maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

– E-Mail-Server: Gemäss dem Bayrischen Landesamt für Datenschutzaufsicht genügt es bereits, auf dem E-Mail-Server STARTTLS und Perfect Forward Secrecy zu verwenden. Dabei kommunizieren die Server untereinander verschlüsselt. Die Verbindung zwischen dem sendenden und empfangenden Server ist damit für einen Dritten nicht einsehbar, das heisst der Transport der Nachricht ist geschützt. – Webseite: Auf einer Webseite muss zwingend HTTPS verwendet werden. Die Daten sind dabei für einen Dritten nicht einsehbar, der sich in die Verbindung einschleichen will. Auch für Kontaktformulare muss die sichere Variante verwendet werden. – Dateien, Dokumente und Nachrichten: ein einfaches Verfahren ist es, die Dateien/Dokumente direkt zu verschlüsseln. 7-ZIP wäre ein Programm, welches die Daten sicher verschlüsseln kann (beispielsweise mit AES256). Bei E-Mails kommen S/ MIME oder PGP zum Einsatz (beide Technologien werden in einem weiteren Blog-Artikel ausführlich beschrieben). – Cloud: Daten in der Cloud sind nicht verschlüsselt, auch wenn der Transport der Daten in der Regel über HTTPS erfolgt. Der Cloud-Anbieter kann jederzeit auf die Daten zugreifen. Diesem Umstand gilt es grosse Beachtung zu schenken. Die Daten sollten daher immer verschlüsselt abgelegt werden, dies unabhängig, ob das Rechenzentrum in der Schweiz oder der EU liegt. Eine Variante ist die Software Boxcryptor. Sie stellt eine Mittelschicht zwischen lokalem Rechner und Cloud-Dienstleister zur Verfügung (unter Windows das Laufwerk X, auf einem Mac ein zusätzliches Laufwerk). Alle Daten, die via diesem Laufwerk abgespeichert werden, sind verschlüsselt. Für Boxcryptor spielt es keine Rolle, ob dies OneDrive, Google Drive, Dropbox oder ein anderer Anbieter ist. – WLAN: Auch WLAN-Netzwerke sind zwingend sicher zu betreiben. WPA2 sowie ein gutes Passwort (Empfehlung BSI

mindestens 20 Stellen) müssen unbedingt verlangt werden. Voreingestellte Passwörter sind umgehend zu ändern (oft auf dem Boden aufgeklebt). – VPN: der entfernte Zugriff auf Daten muss ebenfalls verschlüsselt sein. Achten Sie hier auf aktuelle Algorithmen, um die Sicherheit zu gewährleisten. – Mobile Geräte: egal ob es sich um Handys, Tablets oder Laptops handelt, alle Geräte sind zu verschlüsseln. Dabei genügt es bereits, die vom Hersteller implementierten Funktionen zu nutzen. Alternativen wie Vera­ Crypt können ebenso verwendet werden (BSI-Empfehlung). CIA Die Norm spricht explizit die Sicherheitsziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit an. ­Zudem wird die Belastbarkeit der Systeme verlangt. Ein Unternehmen muss dies auf die Dauer sicherstellen können. Die Ver­ traulichkeit kann beispielsweise mit der bereits erwähnten Verschlüsselung garantiert werden. Aber auch ein sauberes AccessManagement gehört dazu. Es sollte das Least Privilege-Prinzip gelten, das heisst nur die Rechte bekommen, die auch für die alltäg­ liche Arbeit benötigt werden. Es gibt keinen Grund, warum ein Mitarbeiter zum Beispiel ständig mit administrativen Rechten arbeiten muss. Die Integrität kann mit diesen Vorgaben ebenfalls positiv beeinflusst werden. Bei der Integrität können auch Checksummen von Daten und Logs helfen. Die Logs zwar nur indirekt, aber es ist dann feststellbar, wer wann was geändert hat. Die Verfügbarkeit kann durch redundante Systeme, redundante Speicher, aber auch mit einer passenden Backup-Strategie sichergestellt werden. Wiederherstellung/Backup Die DSGVO verlangt, dass die personenbezogenen Daten, inklusiv Zugang bei physischen oder technischen Zwischenfällen rasch wiederhergestellt werden können. Dazu muss eine den Anforderungen angepasste Backup-Strategie erstellt werden. Auch ein Business Continuity sollte in Betracht gezogen werden. Das BCM kommt bei einem grösseren Vorfall zum Zuge

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Bild 1.

und hilft, nach einem Vorfall schnell wieder p ­ roduktiv arbeiten zu können. Wie so ein BackupKonzept aussehen könnte, folgt in einem weiteren Blog-Beitrag. Patch-Management Jede Software hat Schwachstellen. Daher ist es wichtig, wenn Schwachstellen erkannt werden, schnell und angepasst darauf reagieren zu können. In einem ersten Schritt sollte das Risiko dieser Schwachstelle bewertet werden. Sind Sofortmassnahmen notwendig? Oder kann dies im gewohnten Patch-Rhythmus (zum Beispiel monatlich) erfolgen? Entweder erfolgt ein ausserordentlicher Termin oder während des Wartungsfensters wird die Schwachstelle durch den Patch (Software, welche die Schwachstelle behebt) beseitigt. Regelmässige Überprüfung Weiter steht im Artikel 32, dass mittels eines zu definierenden Verfahrens regelmässige Überprüfungen, Bewertungen und Evaluierung der Wirksamkeit der technischen und organisatorischen Massnahmen erfolgen muss. Es genügt also nicht, einmal eine Massnahme umzusetzen und danach nichts mehr. Diese Kontrollen sind unbedingt schriftlich festzuhalten: Welches Resultat wurde erzielt? Welche Schwächen erkannt? Welche Schritte wurden eingeleitet? Dabei kann auch auf externe Unterstützung gesetzt werden. Zum Beispiel meine Firma, die goSecurity GmbH, kann hier in einem Audit aufzeigen, wo allenfalls Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Physische Sicherheit Auch die physische Sicherheit ist

wichtig. So darf es nicht sein, dass jemand einfach in ein Gebäude oder Büro reinlaufen und personenbezogene Daten mitnehmen kann. Diese Daten sollten nach Bearbeitung immer verschlossen aufbewahrt werden. Arbeitsgeräte sind immer zu sperren, damit niemand «Fremdes» auf die Daten zugreifen kann. Artikel 25 verlangt, dass bereits im Vorfeld datenschutzfreundlich geplant und definiert wird. Oft liest und hört man­ dann von Privacy by Design und Privacy by Default.

Privacy by Design Bei Privacy by Design ist gemeint, dass bereits im Vorfeld technische Massnahmen zum Schutz der personenbezogenen Daten ergriffen wurden. Dies können zum Beispiel verschlüsselte Datenbanken sein. Ohne passenden Schlüssel kann niemand die Daten auslesen. Weitere Möglichkeiten sind: Login gekoppelt mit Windows-Login Es wird nur ein Login für alle Dienste benötigt. Somit kann im Hintergrund die Konfiguration und Steuerung übernommen werden. Beispielsweise können Gruppen oder Rollen definiert werden. Ein Benutzer wird nun einer Rolle zugeteilt und erbt alle damit verbundenen Rechte. Weiter ist die Nachvollziehbarkeit damit einfacher möglich. Passwortanforderungen erhöhen Passwörter sind immer wieder eine grosse Herausforderung. Es darf aber nicht sein, dass einfache Passwörter wie 1234 zugelassen


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Bild 2.

sind. In Weisungen sollte allen auf eine einfache Art und Weise erklärt werden, wie sichere Passwörter erstellt und (im Kopf) behalten werden können. Anschliessend müssen die Systeme dies auch so durchsetzen und verlangen. Zugriffsbeschränkungen Wie bereits erwähnt, sollten nur die Rechte vergeben werden, die auch für die alltägliche Arbeit benötigt werden. Pseudonymisierung Die personenbezogenen Daten sollten in eine Form gebracht werden, wo ein direkter Bezug zur echten Person nicht mehr möglich ist. Zum Beispiel bei Google Analytics kann eine Option aktiviert werden, damit nicht die komplette IP-Adresse gespeichert wird.

Cookies In der EU ist auch eine Cookie-Richtlinie vorhanden. Diese wird im Zuge der neuen Verordnung gerade überarbeitet. Vermutlich Ende dieses Jahres oder Anfang des kommenden Jahres tritt diese in Kraft. Ohne Einwilligung dürfen keine Cookies gesetzt werden. Dies technisch umzusetzen ist gar nicht so einfach. Damit dies rechtskonform erfolgt, hat die EU unter http://ec.europa.eu/ipg/basics/legal/cookies/ eine mögliche Lösung hinterlegt. Alternativ könnte der CookieBot von www.cookiebot. com/de/ eingesetzt werden. Bild 1 wird dann präsentiert. Hier ist auf einen Blick ersichtlich, welche Cookies, für was und wie lange dieses gespeichert wird, ersichtlich. Einzelne Cookies können gruppenweise deaktiviert werden. Wer gar nicht erst Cookies auf dem Rechner haben möchte, nutzt ein Plugin im Browser (Ghostery, NoTrack oder ähnliche). Nervend sind auch die Spuren, die man bei Facebook, Google und anderen Diensten hinterlässt. Der Grund sind oft Webseitenbetreiber, die den Like/Teilen- usw. Button direkt

einbinden. Der Heise-Verlag hat hier ein Projekt lanciert, dass dies verhindert. Nun muss jedoch zwei Mal geklickt werden. Zuerst, um den Button zu aktivieren und danach, um den Like abzusetzen. Beim Besuch der Webseite sieht es so aus (Bild 2). Nach einem Klick dann so (Bild 3). Weitere Infos sind unter www.heise.de/ct/artikel/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html verfügbar.

Privacy by Default Hier sind die datenschutzkonformen Einstellungen gemeint. Wenn ich Informationen von einem Unternehmen möchte, darf das Häkchen «ich bestelle auch gleich den Newsletter» NICHT gesetzt sein. Der Kunde muss explizit dazu einwilligen. Weiter sollten nur die Daten erfasst werden, die auch benötigt werden. Warum wird ein Geburtsdatum für den News­ letter benötigt? Falls Sie gerne eine Geburtstagskarte schicken möchten, dann schreiben Sie dies hin, aber machen Sie dieses Feld zur freiwilligen Eingabe. Leider ist anhand der Formulierung nicht klar, wie weit diese beiden Anforderungen gehen müssten. Die Rechtsprechung wird in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, wie weit die EU hier gehen möchte. Es gilt daher, dieses Thema stetig im Auge zu behalten. Dieser Artikel hat nur einige wenige Dinge auf der technischen Seite gezeigt. Die Rechte des Kunden (zum Beispiel das Recht auf Vergessen), die Pflicht für einen Datenschutzbeauftragten, die Reaktion bei Vorfällen und andere Themen wurden nicht beleuchtet. Besonders in der Schweiz herrscht eine grosse Unsicherheit, in wie weit das eigene Unternehmen wirklich davon betroffen ist oder nicht. Nichtsdestotrotz sollte sich jedes Unternehmen mit der DSGVO auseinandersetzen. Alles, was eine Aussenwirkung hat (Homepage, Werbung, HR-Prozess usw.) muss konform sein. Dabei sollte sich jedes Unternehmen immer wieder überlegen: welche Daten benötigen wir wirklich? Und wie schützen wir die erhobenen Daten effektiv? Datensparsamkeit ist ein guter Vorsatz, um die angedrohten Bussen bis 20 Millionen oder 4 Prozent des weltweiten Umsatzes nicht zu spüren zu bekommen.

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Bild 3.

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INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

Produktionsausfälle verhindern Bild: igus GmbH

Als ein Teil von Industrie 4.0 und der Fabrik von morgen gilt die vorausschauende Wartung, oder auch Predictive Maintenance. Für diesen Bereich hat igus unter dem Begriff «isense» eine Produktfamilie entwickelt, bei denen unterschiedliche Sensoren und Überwachungsmodule Kunststoff­ komponenten der Energieketten, Leitungen und Gleitlagerprodukte intelligent machen.

Durch isense kommunizieren die intelligente E-Kette, Leitung und Linearführung mit dem Kunden und informieren ihn über ihren Zustand und mögliche Instandhaltungstermine. Optional lässt sich isense an das igus-Datazenter anbinden, um Wartungsprozesse zu automatisieren und zu optimieren.

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ie smart plastics helfen dabei ungeplante Anlagenstillstände und damit teure Produktionsausfälle zu vermeiden. Dank der digitalen Vernetzung von Maschinen und Produkten ist es möglich, laufend den Zustand der Komponenten zu erfassen und zu in­ formieren, sobald eine Reparatur oder ein Austausch erforderlich ist. Bei Energiekettensystemen ist dies beispielsweise der isense EC.M-Sensor, der auf dem Mitnehmer der Kette montiert wird und eigenständig dessen Zustand über Beschleunigung, Geschwindigkeit, Temperatur und zurückgelegte Zyklen aufnimmt. Daraus kann die zurückgelegte Strecke sowie die verbleibende Standzeit des Systems abgeleitet werden. Mit dem optimierten isense EC.W-Sensor werden bei gleitenden E-Ketten-Anwendungen beispielsweise auf Kranen, Portalen oder Verfahrachsen der Abrieb an den Verschleisszugaben prozentgenau ermittelt.

Sofortiger Stopp bei Zwischenfällen Für unmittelbar auftretende und unvorhersehbare Vorfälle hat igus das isense EC.B-Modul entwickelt. Es ermittelt den Bruch eines Kettenglieds durch Unfälle oder Vandalismus. Das Modul besteht aus einem Polymerdraht in Spezialtrennstegen und einer Sensoreinheit. Die Information aus der Sensoreinheit kann entweder von der Auswerteinheit isense EC.B, welche Teil des IoT-Netzwerks sein kann, ausgelesen werden oder die Sensoreinheit wird direkt an das kundenseitige System angeschlossen. Dieses System befindet sich unter anderem beispielsweise im Einsatz bei einem österreichischen Automobilzulieferer in dessen Hallenportal zum automatisierten Handling von Motorenblöcken. Hier kam es in der Vergangenheit dazu, dass es bei optischen Kontrollen der Energiekettensysteme keine Beanstandungen gab, aber zwei Wochen später die Kette ausfiel. Durch die

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Bruchüberwachung kann dies nun verhindert werden. Bereits seit 2010 wird das sogenannte PPDS (Push/Pull Force Detection System) weltweit an hunderten Krananlagen zur Erkennung ungewöhnlicher Betriebszustände eingesetzt. Eine am Mitnehmer der E-Kette angebrachte Kraftsensorik misst kontinuierlich die im Betrieb anfallenden Zug- und Schubkräfte und gleicht diese mit den gespeicherten Sollwerten ab. Im Störungsfall erfolgt je nach kundenseitiger Einstellung eine sofortige Abschaltung der Anlage, bevor weitere kapitale Schäden am E-Kettensystem auftreten. Das bewährte PPDS-Konzept wurde nun unter der Bezeichnung isense EC.P in das isense-Konzept integriert. Die Module können zusätzlich drahtlos via WLAN oder drahtgebunden (CAN-Bus) eingebunden werden und helfen somit, auch die präventiven Wartungsempfehlungen zu verbessern. Für Energieketten und insbesondere in Führungsrinnen bei langen Verfahrwegen bietet isense EC.RC (e-chain Run Control) einen zuverlässigen Aufstiegsschutz im Falle einer Blockade. Sensoren messen und überprüfen dabei durchgehend die Position der Energiekette. Auf diese Weise wird bei mechanischen Störun-

smart plastics eliminieren ungeplante Ausfallzeiten von Anlagen: Die intelligente drylin-Linearführung, die intelligente Energiekette und die intelligente Leitung überwachen sich permanent selbst und ermöglichen so eine vorausschauende Planung von Wartung und Austausch.

gen ein Aufsteigen der Kette beziehungsweise das Weiterlaufen der Anlage verhindert – damit gehören Totalschäden der Kette oder ein elektrisches Abschalten (beispielsweise durch Leitungsschäden) der Vergangenheit an. Auch chainflex-Leitungen, die von igus speziell für den bewegten Einsatz in Energieketten entwickelt wurden, werden mit dem neuen isense CF.Q-Hut­ schienenmodul «intelligent». Durch kontinuierliche Messung der elektrischen Eigenschaften in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur und der Zyklenzahl wird ein möglicher Ausfall der Leitung rechtzeitig vorhergesagt. Fortlaufende Tests im Testlabor und in Kundenanwendungen helfen dabei, die Analyse der Messwerte immer präziser zu gestalten.

Intelligente Gleitlagertechnik Auch aus der Gleitlagertechnik, dem zweiten grossen Geschäftsbereich von igus, gibt es Mitglieder in der isense-Familie. Mit dem isense PRT.W-Modul und dem isense DL.W-Modul lassen sich der Abrieb und somit die verbleibende Lebensdauer an iglidur PRT Polymer-Rundtischgleitlagern beziehungsweise an drylin-Linearführungen messen. Per Funk werden die Zustandsdaten an den Anwender weitergegeben, der dadurch jederzeit und von überall die Möglichkeit hat, zum richtigen Zeitpunkt einzugreifen. Einfach nachrüstbar sind diese Module als leichte und robuste Kunststoffelemente auch für den Retrofit und eine Vielzahl von Anwendungen geeignet. Beispielsweise vor allem in der Verpackungstechnik, aber auch in der Montageautomation, etwa in Automobilwerken oder in der Fertigung von Elektronikartikeln.

isense CF.Q isense EC.W Das isense CF.Q ermittelt die Daten der chainflex-Leitungen, während das isense EC.W den Abrieb der E-Kette misst.


INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

kann so geplante Produktionsunterbrechungen nutzen, die präzisen präventiven Wartungsempfehlungen umsetzen und dadurch seine Geschäftsprozesse optimieren. Dadurch können die Instandhaltungs- und Servicekosten weiter gesenkt und die Qualität der Fertigung gesteigert werden. Das Sammeln und Auswerten von Maschinendaten ist dabei ein wichtiger Eckpfeiler für eine höhere Planungssicherheit und effiziente Wartung in der Fabrik der Zukunft. Vergleichbar einem weltweiten Testlabor liessen sich durch die Analyse und Aus­ wertung konkreter Daten un­ terschiedlichster Anwendungen zahlreiche statistische Werte ermitteln, die einerseits noch genauere Vorhersagen ermöglichten; andererseits auch wieder in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte zurückfliessen könnten.

Beim isense EC.RC messen und überprüfen verschiedene Sensoren durchgehend den betriebsgemässen Lauf der Energiekette. Ein einziges Kommunikationsmodul kann gleichzeitig viele E-Ketten und Leitungen überwachen.

Sammeln und Auswerten von Maschinendaten In Industrie 4.0-Netzwerken können isense-Produkte sämtliche erhobenen Daten anonymisiert über einen icom-Datenkonzentrator an einen zentralen igus-Datenspeicher senden. Das weiterentwickelte icom-Modul kommuniziert nun weitgehend kabellos. n Anzeige

Unter anderem auch dadurch, dass für mehrere Systeme nur noch ein einziges icom-Modul benötigt wird, lässt es sich noch einfacher in die bestehende Produktion integrieren. Zusätzlich haben Kunden nun optional die Möglichkeit, datengenerierende Einheiten anderer Hersteller, die den Status überwachen, mit dem

icom-Modul zu verbinden. Aus diesen Daten wird mit den igus Machine Learning-Modellen eine Verschleissprognose berechnet, die die tatsächlichen Nutzungsmuster berücksichtigt. Die Präzi­ sion der über ein Webinterface dargestellten Wartungsempfehlungen wird somit kontinuierlich verbessert. Der Anlagenbetreiber

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Sieben Digitalisierungs­ strategien Dank neuer Technologien stellen viele Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und -modelle auf den Prüfstand. Wo liegen die grössten Chancen, wenn in Zukunft alles mit allem vernetzt ist? ie Vernetzung ist das zentrale Element für Digitalisierung und Industrie 4.0. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, unterstützen Initiativen innerhalb eines Unternehmens ebenso wie entlang der Lieferkette. Sie ermöglicht darüber hinaus auch völlig neue Konstrukte und Geschäftsmodelle auf Basis von Plattformen. In Projekten rund um das Industrial Internet of Things stehen diese Umsetzungsstrategien heute im Fokus:

1. Anbindung neuer Technologien Zu den Technologien, die sich bereits vielfach bewährt haben, zählt die Robotik. Immer mehr Unternehmen integrieren Indus­ trieroboter für das Handling von Produktionsschritten – insbesondere von Aufgaben, die für Menschen mit grösseren Gefahren verbunden sind. Relativ neu dagegen ist der Einsatz von ServiceRobotern. Eine weitere Technologie, die sich immer mehr etabliert, ist der 3D-Druck. Auch hier ist die Vernetzung Voraussetzung: Für den Aufbau eines Prototyps zum Beispiel erhält der Drucker alle nötigen Parameter direkt vom CADSystem.

3. Produktionsautomatisierung Die Möglichkeiten einer produktionsübergreifenden Automatisierung sind ebenfalls recht weit gediehen. Ergänzend zur durchgängigen Steuerung auf dem Shop­ floor gehört hierzu auch eine entsprechende Multiressourcenplanung. Für dieses Advanced Planning and Scheduling (APS) ­ gibt es bereits im Markt vielfach erprobte Lösungen, so zum Beispiel als Teil der ERP-Komplett­ lösung proALPHA. Dieses Vernetzungsszenario wird sich in den nächsten Jahren noch stärker verbreiten.

4. Cyber-physische Systeme (CPS) Ebenfalls auf dem Vormarsch sind die Cyber-physischen Systeme. Sie verbinden informationstechnische mit mechanischen Komponenten. Datenaustausch, Kontrolle und Steuerung erfolgen dabei verzögerungsfrei über eine Infrastruktur wie das Internet. Hier

Forscher erwarten bis 2020, also in weniger als zwei Jahren, einen Anstieg der vernetzten Geräte auf weltweit 20,4 Milliarden. Einen Grossteil davon werden vernetzte Produkte ausmachen. Unternehmen, deren Erzeugnisse laufend Informationen übermitteln, lernen nicht nur viel über die ­Einsatzbedingungen. Sie können auch Wartungsservices individualisieren, Stichwort Predictive Maintenance.

7. Serviceplattformen

5. Horizontale Integration Selbst Unternehmen mit hoher Fertigungstiefe können sich der unternehmensübergreifenden Vernetzung nicht entziehen: Denn sie umspannt alle Geschäftspro-

2. Vertikale Integration Für den Einsatz von Sensoren und Aktoren innerhalb eines Produktionssystems bedarf es einer ausgereiften Steuerung. Die Lim­ tronik GmbH beispielsweise stellt ihre Fabrikeinrichtungen dem Smart Electronic Factory e.V. zur Verfügung. Hier werden im laufenden Betrieb Industrie 4.0-Lösungen kontinuierlich getestet und verfeinert. Die Aufgabe der zentralen Steuerung übernimmt ein ERP-System.

6. Smarte Produkte

gilt es, Massendaten so in smarte Daten umzuwandeln, dass sich daraus ein Plus an Produktivität erzielen lässt. Ein Beispiel aus der Intralogistik zeigt, wie dies gelingen kann: Moderne Sensoren und Real-Time-Location-Systeme verfolgen die Position eines Auftrags in Echtzeit durch die Produktion, erfassen Transport- und Wartezeiten und helfen, innerbetriebliche Transporte von Rohmaterial, Teilen und Fertigproduktion zu optimieren. Voraussetzung dafür: Lager und Produktion sind über das ERP-System eng miteinander verknüpft. Experten erwarten, dass hierbei auch Künstliche Intelligenz stark an Bedeutung gewinnen wird. Dank Natural Language Processing, maschinellem Lernen und «Deep Learning» mit künst­ lichen neuronalen Netzen wird aus der Vision einer Smarten Fabrik zunehmend Realität werden.

Bild: Archiv

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zesse, von der Beschaffung über den Vertrieb bis zum Service. Da der Einfluss auf die IT-Architektur jenseits der Firewall endet, müssen Unternehmen den bilateralen Informationsaustausch mit Lieferanten und Kunden in verschiedensten Formaten bewerkstelligen. Die technischen Voraussetzungen dafür gibt es bereits.

Im B2C-Bereich sind sie die neuen Shootingstars: Anbieter, die Services über digitale Plattformen vermitteln, ohne eigene Assets im Bestand zu haben. Airbnb beispielsweise besitzt selbst kein einziges Hotelbett, Uber verfügt über kein einziges Fahrzeug. Auch in der Industrie vernetzen sich Hersteller und Dienstleister immer stärker über Plattformen, um neue Services zu ermöglichen und gemeinsam die Kunden­ beziehungen zu intensivieren. Welcher Strategiemix für ein Unternehmen der richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Eines ist jedoch gesetzt: Wenn immer mehr Devices mit immer mehr Systemen sprechen und Daten aus so vielen Quellen fliessen, braucht es eine zentrale Steuerungsinstanz. ERP-Systeme sind heute das digitale Rückgrat der Unternehmen und werden in Zukunft noch stärker die verschiedenen Systeme und Bereiche miteinander verbinden.

I N F OS | KON TAKT proALPHA Schweiz AG Jurastrasse 12 CH-4142 Münchenstein Forscher erwarten bis 2020, also in weniger als zwei Jahren, einen Anstieg der vernetzten Geräte auf weltweit 20,4 Milliarden.

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INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

Produktivität steigern – Produktkomplexität ­reduzieren Bilder: ANSYS

ANSYS, Anbieter von Simulationssoftware, bietet in der neuen Version ANSYS 19.1 Updates für die gesamte Physik, die von der additiven Fertigung bis hin zum 3D-Design reichen.

dass empirische Modellparameter oder umfangreiche physikalische Tests erforderlich sind. Eine weitere Neuheit von ANSYS 19.1 ist ANSYS EnVision Pro, eine neue Version des ANSYS EnSight Viewers. Dieser ermöglicht den Entwicklern, mit EnSight-Daten zu interagieren und neue Ansichten sowie fotorealistische Bilder in Echtzeit zu erstellen. Dabei wird die Unterstützung mehrerer Ansichtsformate gewährleistet, sodass Daten von je-

dem Nutzer mit jeder Technologie angesehen werden können. Zudem können Anwender Daten analysieren, neue Bilder und Flipbooks ableiten sowie Einblicke in Datensätze erhalten. Dies ist selbst im offline-Modus möglich – ausserhalb des Büronetzwerks oder für Nicht-EnSight-Nutzer ohne EnSight-Lizenz. Die Embedded Software-Suite erlaubt Konstrukteuren dank ANSYS 19.1 Projektmodelle viermal schneller zu laden. Optimierte Navigationsfunktionen für eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit stehen ebenfalls zur Verfügung. In der 3D-Design Suite profitieren Konstrukteure in einzigartiger Weise von den neuen Funktionen, die es ermöglichen, eine erweiterte Anzahl von Lastfällen schneller und präziser zu simulieren. Mit Fly-through Modus und perspektivischer Ansicht stehen nun auch immersive Visualisierungsformen zur Verfügung. Dank vollautomatischer Vernetzung und augenblicklicher Ergeb-

Die neue Version ANSYS 19.1 bietet Updates für die gesamte Physik – von der additiven Fertigung bis hin zum 3D-Design.

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ighlights von ANSYS 19.1 sind unter anderem die neuen Funktionen und Ressourcen, die nun in der Mechanical-Suite verfügbar sind, dazu gehören auch mehr als 100 Materialmodelle von Granta. Die umfangreiche Materialbibliothek in Mechanical erleichtert Ingenieuren die Zuordnung und Validierung der ­Materialauswahl. Ausserdem bietet ANSYS 19.1 Anwendern von Topologieoptimierungen eine erhöhte Flexibilität bei der Ausführung von Berechnungen, bei denen Einschränkungen oder Antworten definiert sind. «Im Wesentlichen werden produktübergreifend die Komplexität reduziert und die Analyse-

funktionen verbessert», erläutert Thomas Zanzinger, Geschäftsführer von ANSYS in DACH, die Vorteile von ANSYS 19.1. «Dadurch profitieren die Benutzer von einer höheren Produktivität sowie präziseren Designs und Ergebnissen.»

ANSYS 19.1 liefert neue Lösungen für die additive Metallfertigung, die es Kunden ermöglichen, ihre Produktentwürfe virtuell zu testen, bevor sie ein Teil drucken.

Fotorealistische Bilder in Echtzeit Die Fluids-Suite von ANSYS 19.1 eröffnet Nutzern einen neuen Ansatz für die Kavitationsmodellierung bei verschiedenen Anwendungen von Hydropumpen bis hin zu Raketentreibstoffsystemen. Anwender können die Kavitation nun anhand bereits vorhandener Materialeigenschaften zuverlässig vorhersagen, ohne

ANSYS Additive Suite erlaubt die Simulation des additiven Prozesses sowie die Durchführung struktureller und thermischer Analysen zur Datenvalidierung.

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INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

nisdarstellung können Anwender sofort Einblicke in das Produktverhalten gewinnen und somit schneller und einfacher als je zuvor darauf Einfluss nehmen.

Autonome Radaranalyse Des Weiteren bietet ANSYS 19.1 in der Elektromagnetik-Suite neue Analysefunktionen zur Entwicklung drahtloser Kommunikation sowie von autonomen und Elektrifizierungstechnologien. Zu den neuen Funktionen gehören erweiterte Fahrerassistenzsysteme und autonome Radaranalyse ebenso wie neue Hybridsimula­ tionstechniken für die Leiterplattenanalyse. Umfassende Systemmodellierungsfunktionen sind in den ANSYS-Produkten für elek­ tromagnetische Feldsimulationen enthalten und eröffnen erweiterte Analysefunktionen für Leistungselektroniksysteme. In der Systemumgebung verfügt ANSYS medini analyze über deutlich verbesserte Sicherheitsmethoden. Dazu zählt ein nativer modellbasierter Editor für Gefahren- und Bedienbarkeitsstudien in der Automobil-, Luftfahrt-, Verteidigungs- und Eisenbahnindustrie. In der Halbleiter-Suite ermöglicht ein neuer Benutzerschnittstellen-Assistent (3DIC) automatische und nahtlose Verbindungen zwischen mehreren Matrizen, Interposer und Gehäuse für Chip-Level-Stromversorgungsund Thermal-Integrity-Analysen. Dadurch wird die Benutzerfreundlichkeit deutlich verbessert und die 3DIC-Einrichtung und -Analyse vereinfacht. ANSYS 19.1 erweitert zudem die Lösung für das Chip-Package-System zur Durchführung einer frühen Zuverlässigkeitsanalyse und bietet damit neben Flexibilität für das Design auf Systemebene auch die Maximierung der Design-Abdeckung sowie die Reduzierung der Design-Margen und kostspieliger Design-Iterationen.

Strukturelle und thermische Analyse ANSYS 19.1 liefert auch neue Lösungen für die additive Metallfertigung. Diese erlauben Kunden, ihre Produktentwürfe virtuell zu testen, bevor sie ein Teil drucken. «ANSYS Additive Suite ermöglicht Konstrukteuren die Opti-

mierung der Gewichtsreduzierung und der Gitterdichte. Weitere Highlights der Lösung sind die Erstellung, Reparatur und das Bereinigen der CAD-Geometrien. Ausserdem erlaubt die Softwarelösung die Simulation des additiven Prozesses sowie die Durchführung struktureller und thermischer Analysen zur Datenn Anzeige

validierung», ergänzt Thomas Zanzinger. «Nun können Anwender vor dem Druckprozess eine Simulation integrieren, um die Leistung eines Teils in der Entwurfsphase – also bereits vor dem Einschalten des Druckers – zu testen und zu validieren. Dies reduziert die hohen Kosten für physikalische Versuche signifikant.»

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INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

Interaktiv zur passenden Bremse Bilder: Ringspann

Nachdem RINGSPANN in den letzten Monaten sein Portfolio an Industrie­ bremsen durch viele zusätzliche Baureihen erweitert hat, präsentiert das Unternehmen nun auch eine optimierte Palette an Online-Tools für deren Auswahl und Berechnung. Konstrukteuren und Einkäufern steht damit eine ganze Reihe neuer Filter und Funktionen zur Verfügung, die sie schnell und treffsicher zur passenden Bremse für ihre Anwendung führen.

Das aktuelle Bremsen-Portfolio von RINGSPANN erstreckt sich über alle relevanten Bau- und Funktionstypen von Industriebremsen für die Anwendungen Stoppen, Regeln und Halten. Im Bild eine federbetätigte, pneumatisch gelüftete DV 030 mit automatischer Verschleissnachstellung bei der Endabnahme.

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as aktuelle Bremsen-Portfolio von RINGSPANN erstreckt sich inzwischen über alle derzeit

relevanten Bau- und Funktionstypen von Industriebremsen für die Anwendungsfälle Stoppen,

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Regeln und Halten – inklusive der passenden Steuerungssysteme. Die letzten Lücken im Angebot hat das Unternehmen mit einer Modelloffensive in 2017 und der Übernahme eines italienischen Bremsenherstellers Anfang dieses Jahres geschlossen. Dabei fanden neben neuen Elektro-Scheibenbremsen zuletzt auch zahlreiche elektrohydraulische Scheibenund Trommelbremsen den Weg ins Gesamtprogramm, das nunmehr Bremsmomente von 0,5 bis 325’000 Nm abdeckt. Parallel zur Komplettierung des Produkt­ sortiments haben die Spezialisten der RINGSPANN-Sparte Bremsen und Kupplungen in den letzten Wochen an der Optimierung der Online-Tools für die Auswahl und Berechnung der Bremsen gearbeitet. Sie wurden nun vor wenigen Tagen freigeschaltet und bieten Konstrukteuren und Einkäufern der industriellen Antriebstechnik den schnellen Zugang zur passenden Bremse für ihren individuellen Einsatzfall. Insbesondere die neue Suchfilterkollektion

und das um die Anwendung Halten ergänzte Berechnungstool sind ein echter Gewinn.

Vier Hauptmerkmale und viele Optionen Die neue Suchfilterauswahl von RINGSPANN überzeugt mit einer praxisnahen Klick-Liste, die alle primär wichtigen Kriterien für die Bestimmung der geeigneten Bremse anbietet. Unter den vier Oberbegriffen Betätigungsart, Lüftungstyp, Nachstellung und Anbau können Ingenieure und Beschaffer jeweils mehrere Optionen anklicken, die dann sofort die passende(n) Baureihe(n) auf dem Bildschirm erscheinen lassen. Wer also beispielsweise drei Häkchen bei «pneumat ist betätigt» und «keine Nachstellung beim Reibklotzverschleiss» sowie «Befestigung an der Maschine parallel zur Bremsscheibe» setzt, dem präsentiert das System augenblicklich das Ergebnis – hier die Bremszangen-Baureihe DV 020 PFK für Bremsmomente von 25 bis 650 Nm. Wie es ihm beliebt, kann der User nun weiter agieren: Indem er eine der angezeigten Hotlinenummern anwählt, einen Blick ins Datenblatt wirft, eine Anfrage per E-Mail sendet, den pdf-Katalog herunterlädt oder in die Bereiche 3D CAD-Modelle (Downloads) und Technik (Detailbeschreibung) surft. Oder aber er


INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

Neue Suchfilter auf der RINGSPANN-Website: Eine praxisnahe Klick-Liste führt Konstrukteure und Einkäufer treffsicher zur passenden Industriebremse.

klickt sich direkt in das zweite Highlight der RINGSPANN-Website: Das erweiterte und kostenfrei nutzbare Bremsen-Berechnungstool.

Interaktion von Berechnung und Auswahl Das Bremsen-Berechnungsprogramm von RINGSPANN dient der Ermittlung von Bremsmoment beziehungsweise Bremskraft – der entscheidenden Grössen bei der Auswahl einer geeigneten Bremse. Der Anwender kann hier entweder sein über die Suchfilter-Optionen gefundenes Produkt taxieren oder aber eine davon unabhängige Neuberechnung vornehmen lassen. Clever: Da das Berechnungstool in Echtzeit mit dem Suchfiltermenü interagiert, wird das berechnete Bremsmoment immer gleich mit der Produktauswahl abgeglichen. Einerseits wird auf diese Weise eine zuvor über den Suchfilter getroffene Auswahl auf Eignung überprüft; andererseits kann der User seine Recherche auch direkt im Berechnungstool starten. Das macht vor allen dann Sinn, wenn er den Einsatzbereich seiner Bremse schon kennt. Denn das Online-Tool bietet ihm fünf, an typischen Szenarien der Praxis angelehnte Einstiegsmöglichkeiten für den Anwendungsfall Abbremsen: Das Abbremsen rotierender Massen (zum Beispiel Wellen), von Fahrwerken, von

Seilwinden (Hubwinden), von abwärts laufenden Förderbändern und von vertikalen Schienen in Hubwerken. Als Auswahlkriterium neu hinzugekommen ist nun ausserdem der Anwendungsfall Halten – der zweite grosse Funktionsbereich für die Industriebremsen von RINGSPANN. Das Berechnungsmodul für die dritte wichtige Anwendung Regeln ist derzeit im Testlauf und steht vermutlich ab Herbst dieses Jahres zur Verfügung. Mit dem neuen SuchfilterMenü, dem erweiterten Berechnungstool und der Interaktion der beiden Bereiche bietet RINGSPANN allen Konstrukteuren und Einkäufern einen exzellenten Online-Service für die Auswahl und Bestimmung von Indus­ triebremsen. Sie unterstützen nicht nur deren tägliche Auslegungs- und Recherchearbeit, sondern beschleunigen auch die Entscheidungsfindung.

AMB, Stuttgart Halle 3, Stand 3C01 INFO S | K O NTA K T RINGSPANN AG Sumpfstrasse 7 CH-6303 Zug Telefon +41 (0)41 748 09 00 www.ringspann.ch info@ringspann.ch maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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Schlüsselrolle beim Messing-Schleifen Bilder: SHL AG/EVVA

Bei der EVVA Sicherheitstechnologie GmbH wird Sicherheit grossgeschrieben: Das Unternehmen ist einer der führenden europäischen Hersteller von mechanischen und elektronischen Zutrittssystemen. Zur Philosophie gehört es, die Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern. Optimierungs­ bedarf gab es dabei bislang in der Bearbeitung von Profilzylindern und Hangschlössern aus Messing, die zu lange dauerte.

weisen. Dies bedeutet, dass wir sehr gute Oberflächen benötigen», schildert Rudi Reidl, Abteilungsleiter Oberflächentechnik bei EVVA. Das Schleifen von Profilzylindern und Hangschlössern bereitete ihm dabei Kopfzerbrechen. Die Werkstücke wurden von Hand in diversen Arbeitsschritten an unterschiedlichen Maschinen bearbeitet. «Das hat zu lange gedauert, und mit der Oberflächenqualität waren wir nicht immer zufrieden», sagt Rudi Reidl. Eine automatisierte Lösung, so die Überlegung der Verantwortlichen, könnte hier Ab­ hilfe schaffen.

Profunde Branchenerfahrung von SHL punktet Die SHL-Anlage fügt sich gut in die Produktionsumgebung bei EVVA ein.

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uf der Suche nach einer Automatisierungslösung nahm EVVA Kontakt zur SHL AG auf. Der Spezialist entwickelte eine massgeschneiderte Roboterschleifanlage. Seit diese im Einsatz ist, hat sich die Durchlaufzeit von einer Woche auf einen Tag verkürzt, und die Oberflächen erfüllen die hohen Kundenanforderungen vollständig. EVVA wurde im Jahr 1919 in Wien gegründet. 18 Jahre später folgte das erste Patent für ein Zylinderhangschloss, und der Weg in Richtung Sicherheitstechnik war geebnet. Ende der 70er-Jahre begann mit dem konsequenten Ausbau des Exports die Internationalisierung. Heute ist EVVA mit zehn Niederlassungen in Europa vertreten. Eine wichtige Rolle spielt die Forschung und Entwicklung, um technologisch immer am Ball zu bleiben. Darüber hinaus forciert EVVA die öl- und wasserfreie Fertigung der Produkte, um Ressourcen zu schonen. Die Bemühungen um eine nachhaltige Produktion und die Vermeidung von Abfällen sind be-

reits mit mehreren Umweltpreisen ausgezeichnet worden. Am Hauptsitz Wien beschäftigt der Sicherheitstechnikhersteller 460 Mitarbeiter, europaweit sind es 750. Das Unternehmen verarbeitet jährlich rund 700 t Material. Zwei Millionen Sicherheitszylinder und 600 Millionen Einzelteile werden pro Jahr gefertigt. EVVA liefert in über 50 Länder weltweit. Die Stärke der Österreicher liegt in der Verbindung von mechanischem und elektronischem Sicherheits-Know-how. Mechanische Systeme machen nach wie vor den Grossteil des Umsatzes aus, der Elektronikanteil dürfte mittelfristig auf 20 Prozent ansteigen.

Im Rahmen ihrer Recherche stiessen die Wiener schon bald auf die SHL AG in D-78583 Böttingen, Spezialist für robotergestützte Anlagen zum Schleifen, Polieren und Entgraten. «Wir haben schnell gesehen, dass SHL über jahrelange Erfahrung am Markt verfügt und Kontakt aufgenommen», beschreibt Rudi Reidl, der schon bald mit Thomas Koch, Technischer Vertrieb bei SHL, an einem Tisch sass. Die Österreicher hatten klare Vorstellungen, was im Pflichtenheft stehen sollte. «Hohe Prozesssicherheit, sehr gute Werkstückoberflächen und

eine verbesserte Lieferperformance. Darüber hi­ naus war es uns wichtig, die Wertschöpfung im Hause zu behalten», präzisiert Rudi Reidl. Die SHL-Experten machten sich umgehend ans Werk, nahmen die Prozesse unter die Lupe, entwarfen erste Konzepte und führten in Böttingen Schleifversuche durch. So entstand ein halbes Jahr nach den ersten Gesprächen eine Schleifanlage mit sechsachsigem Industrieroboter zum automatischen Führen profilierter Werkstücke samt Sicherheitsumgebung, Paternoster, Schleifaggregaten und Schutzeinhausung. Nach kurzer Einweisung ist die Anlage im Sommer 2017 in Betrieb gegangen. Seither hat EVVA bereits über 175’000 Werkstücke erfolgreich bearbeitet. Der Prozess läuft reibungslos. Zunächst öffnet der Bediener die Beladeseite des Paternostersystems und schiebt die Werkstückträger mit den Rohteilen ein. Anschliessend betätigt er die Beladung, und der Paternoster führt den ersten Träger in die oberste Position. «Dort wird er in einer definierten Position fixiert. Daraufhin greift sich der Roboter das Werkstück und startet den Prozess an den Bearbeitungsmaschinen», beschreibt SHL-Projektleiter Daniel Welte. Für den perfekten Schliff sorgt zunächst eine SHL-Doppelfreiband- und Kontaktrollenschleifmaschine vom Typ DKS 250/450 ROB. An einem SHL-Schleifaggregat P550/100 ROB erfolgt der Bürstvorgang. Eine einfache Bedienung ermöglicht die intuitive Mensch-Maschine-Schnittstelle von SHL mit integrierter Datenbank für Prozess-, Maschinen- und Einrichtdaten.

Qualitätsansprüche enorm gestiegen EVVA sieht sich in den vergangenen Jahren mit deutlich gestiegenen Kundenanforderungen konfrontiert. «Die Ansprüche an die Qualität sind enorm gewachsen. Unsere Schliesssysteme müssen absolut zuverlässig sein und ein makelloses Erscheinungsbild auf-

30 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Für den perfekten Schliff sorgt eine SHL-Doppelfreiband- und Kontaktrollenschleifmaschine vom Typ DKS 250/450 ROB.


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Rudi Reidl, Abteilungsleiter Oberflächentechnik bei EVVA (links), und sein Kollege Ronny Wachter arbeiten erfolgreich mit der Roboterschleifanlage der SHL AG.

Der Roboter greift das Werkstück und führt es den einzelnen Bearbeitungsstationen zu.

Bearbeitung ohne Unterbrechung Nach der Bearbeitung legt der Roboter das Werkstück auf der Trägerposition ab, an der er es zuvor geholt hat. Eine weitere Komponente kann geschliffen und gebürstet werden. Ist der Träger abgearbeitet, schiebt ihn die Anlage automatisch auf die Entnahme­ seite des Paternosters und führt einen weiteren mit Rohteilen nach. Der Bediener entnimmt die fertigen Teile aus dem System und führt mit Rohlingen bestückte Träger in freie Plätze ein. Auf diese Weise erfolgt die Be- und Entladung ohne Unterbrechung – Stillstandzeiten entstehen nicht. Für EVVA hat sich die Anschaf-

fung der Anlage voll ausbezahlt. Prozesssicherheit und Lieferperformance haben sich deutlich verbessert. Der Roboter schleift und bürstet alle Seiten der Hängeschlösser und skandinavischen SKA-Zylinder vollautomatisch. «Das veredelt die Oberfläche unserer Produkte und verfeinert die Kanten. Dies ist ein optischer Vorteil, der immer wichtiger wird und den die Kunden bei hochwertigen Lösungen auch einfordern», beschreibt Rudi Reidl. Die SHL-Anlage erfüllt die Erwartungen der Sicherheitsexperten auf ganzer Linie. Die Taktzeiten liegen zwischen 40 und 120 s. In einem Ar-

beitszyklus schleift und bürstet die Anlage 20 Paletten mit insgesamt 1440 Werkstücken. Bislang waren dafür bis zu fünf Fertigungsschritte erforderlich. «Dies verkürzt die Durchlaufzeit von ­einer Woche auf einen Tag», freut sich Rudi Reidl. Jedes Teil wird zur Endabnahme von einem Mitarbeiter lediglich kurz kontrolliert. EVVA hat mit der SHL-­ Lösung einen Roboter mit «Manieren» angeschafft. Dank robuster Einhausung arbeitet die Anlage besonders leise und sauber. Jede Woche fallen beim Schleifen rund zehn Kilogramm Messingstaub an. Dieser gelangt aber nicht in die Umgebung, sondern wird von der integrierten SHL-Absauganlage gesammelt und für das Recycling bereitgestellt. Gute Noten verteilt EVVA auch in Bezug auf die Koopera­ tion mit der SHL AG. Deren profunde Branchenerfahrung habe

sich durch qualifizierte Beratung ausbezahlt. «Die Zusammenarbeit war stets persönlich und partnerschaftlich. Wir haben sie als sehr gut empfunden», wertet Rudi Reidl. Aus diesem Grund sehe er einer weiteren Kooperation positiv entgegen. «Insbesondere dann, wenn weiteres Wachstum mit intelligenten Automatisierungslösungen zu bewältigen ist.»

I N F OS | KON TAKT SHL AG Spaichinger Weg 14 D-78583 Böttingen Telefon +49 (0)7429 9304-0 www.shl.ag info@shl.ag

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Positionierung mit extrem hoher Genauigkeit Wenn es um die Positionierung von Werkstücken in Werkzeugmaschinen geht, dann ist höchste Präzision gefragt – gleich ob diese tonnenschwer sind oder nur wenige Gramm wiegen. Insofern sind Wender, Drehtische oder Zweiachs-Schwenkeinrichtungen gewissermassen das Herz in einem Bearbeitungszentrum.

W

MCM mit Peiseler-Tischen vom Typ ATU 2000. Sie sind in der Lage, Transportlasten bis zu 50 t Gewicht in Sekundenschnelle hochgenau zu bewegen. Auch wenn die zu fertigenden Flugzeugteile deutlich leichter sind, so müssen die Tische des Teilgeräte-Herstellers ein hohes Bild: MCM

ie leistungsstark diese Teil­ geräte sind, zeigen zum Beispiel Anwendungen im Flugzeugbau. So setzt das zur Airbus Group zählende Unternehmen Premium Aerotec bei der Herstellung von Strukturkomponenten für verschiedene Flugzeugprogramme auf Werkzeugmaschinen von

Gewicht bewältigen. Denn für die Fertigung der später am Flügelholm anzubringenden Fahrwerksaufhängungen, um die es in diesem Bereich der Produktion geht, werden die Komponenten zunächst auf einen grossen Spannkubus aus Stahl und einer darauf befestigten Vorrichtung montiert. Dieser gewährt eine hohe Stabilität bei dem dann folgenden Fräsen der Endkontur. «Der gesamte Aufbau der Palette mit dem Spannkubus und den zu fertigenden Teilen kann bis zu 28 t wiegen und muss mit e­iner Genauigkeit von fünf Hundertstel in die erforderliche Bearbeitungsposition gebracht werden», erklärt Christian Mäusle, Werkzeugtechnologe in der Grossteilzerspanung bei Premium Aerotec.

Die Anforderungen waren komplex

Bild: Premium Aerotec

Da sein Unternehmen die Aufhängungen für das Hauptfahrwerk seit einigen Jahren aus Titan fertigt, seien beim Fräsen erheb­

liche Kräfte erforderlich. «Werkzeugmaschinen für solche Belastungen kann nicht jeder Hersteller konstruieren», betont Christian Mäusle. «Die Anforderungen waren entsprechend komplex», berichtet Roberto Rebecchi, Serviceleiter bei MCM Deutschland. «So galt es, eine sehr hohe Trag­ fähigkeit, höchste Präzision, ein hohes Drehmoment sowie ein sehr fortschrittliches Klemmungssystem zu realisieren.» Der langjährige Partner Peiseler sei schon bei der Konstruktion der Maschine involviert gewesen und habe sich mit grosser Flexi­ bilität und ausserordentlichem Know-how eingebracht. «Für uns gab es keine Alternative zu deren Drehtisch mit diesen ausgezeichneten Eigenschaften», hebt Roberto Rebecchi hervor. Für die Bearbeitung der hochkomplexen Titanbauteile in den Airbus-Programmen A350 sowie A380 «eignen sich die Peiseler-Drehtische als wichtige Komponente der MCM-Maschinen hervorragend», ergänzt Natascha Gürtner, Projektleiterin Maschinen- und Anlageninvestition bei Premium Aerotec. Solche Kundenbestätigungen sind für Dr. Benedict Korischem, Geschäftsführer von Peiseler, die Bestätigung, dass technologischer Vorsprung zu Marktvorteilen führt: «Wir haben Teilgeräte entwickelt, die doppelt so schnell laufen und ein 30 bis 40 Prozent höheres Gewicht verarbeiten können als die unseres Wettbewerbs.» Insbesondere habe Peise-

Der Peiseler-Drehtisch ATU 2000 ist eine zentrale Komponente in der MCM-Werkzeugmaschine von Premium Aerotec in D-86179 Augsburg.

32 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Beim Fräsen der Strukturkomponenten für verschiedene Flugzeuge gilt es, die Titan-Werkstücke in Sekundenschnelle hochpräzise in Position zu bringen.


Bild: Premium Aerotec

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Auf diesem Spannkubus aus Stahl sind die zu bearbeitenden Teile montiert. Bis zu 28 t wiegt der gesamte Aufbau, den der Peiseler-Drehtisch mühelos bewegt.

ler durch konsequente Weiterentwicklung aber eine Präzision erreicht, die ihresgleichen sucht. Um dieses Level zu erreichen, hat das Unternehmen mit Stammsitz in D-42855 Remscheid seinen kompletten Produktionsprozess optimiert. n Anzeige

Optimale Basis für höchste Präzision Gerade die EDV-Landschaft und das CAM-System spielen eine entscheidende Grundlage dabei. Peiseler arbeitet mit neuesten Programmen in der Konstruktion, Maschinenplanung sowie Ferti-

gungssteuerung und führt FEMBerechnungen und -Simulati­ onen durch. Mit der Finite-­ Elemente-Methode prüft das Unternehmen den Aufbau der ­ Konstruktionen, um zu gewährleisten, dass die Maschinen auch funktionieren, wenn sich Einzelteile durch extreme Belastungen und Bewegungswärme dehnen und verändern. Zudem geht es um Idealbedingungen in der Produktion. So ist ein Teil des CNCMaschinenparks in klimatisierten Räumen untergebracht und die Mitarbeiter führen eine ständige Kontrolle von Einzelteilen bereits an der Maschine durch. Es folgen eine detaillierte Messung der fertig produzierten Teilgeräte und Testläufe unter einhundertprozentiger Auslastung. Auch Lieferantenaudits und 8D-Reports sind Teil des Qualitätsprozesses. Grundsätzlich verwendet Peiseler darüber hinaus nur höchstwertige Stähle und Materialien, um eine optimale Basis für die Herstellung von leistungsstarken Teilgeräten mit

höchster Präzision zu gewährleisten. «Diese umfangreichen Massnahmen ermöglichen eine Performance, die bei unseren Kunden ankommt und unser Qualitäts­ niveau auf lange Perspektive sichert», unterstreicht Benedict Korischem.

AMB, Stuttgart Halle 10, Stand 10C93 I N F OS | KON TAKT Peiseler GmbH & Co. KG Morsbachtalstrasse 1 und 3 D-42855 Remscheid Telefon +49 (0)2191 913-0  www.peiseler.de peiseler.rs@peiseler.de 


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Koordinatenschleifen oder Hartfräsen? Vor dieser Diskussion stand man bei der Ypsomed AG in CH-3401 Burgdorf. Entschieden hat man sich für das Hartfräsen mit der HIGH SPEED EAGLE V5 von OPS-INGERSOLL. Aus gutem Grund, denn die gewünschten Oberflächen von N6 waren bislang nur mit Schleifverfahren erreichbar, sind jetzt aber ebenso wie die engen Toleranzen von nur 5 µm mit dieser HighspeedFräsmaschine realisierbar.

Die HIGH SPEED EAGLE V5 überzeugt mit Präzision und Oberflächengüte. Demnach sind die Ergebnisse vergleichbar mit dem Koordinatenschleifen.

D

ie YPSOMED AG ist ein weltweit führendes Medizintechnikunternehmen für Selbstinjektionssysteme. Aufgrund des zunehmend globalen Wettbewerbs muss das Unternehmen aber kontinuierlich neue Wege gehen. Vor diesem Hintergrund stellte man 2015 bei der Bearbeitung von

Schiebern, Einsätzen und Formkernen die Weichen neu. Das Teilespektrum hatte sich zwar kaum verändert, aber die Auftragsmenge war enorm gestiegen. So standen die Verantwortlichen zunächst vor der Frage, auf welches Verfahren man in Zukunft setzen sollte. Speziell in diesem Teile-

spektrum kam in der Vergangenheit das Koordinatenschleifen zum Einsatz. Ein Verfahren, mit dem man zwar die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen konnte, die Aufträge allerdings extern vergeben werden mussten. Deshalb beschäftigten sich die Verantwortlichen Markus Schütz, Manager Tool Manufacturing, Michael Maurer, Planung, und Ulrich Gerber, Maschinenbediener, zunächst intensiv mit dem Hartfräsen. Voraussetzung für eine Highspeed-Fräsmaschine war eine realisierbare Präzision von 5 µm und eine Oberflächengüte von N6. Zunächst wollte man mit dieser Fräsmaschine ausschliesslich hart fräsen, gleichzeitig damit aber auch in eine Ausweichmöglichkeit für das Elektrodenfräsen investieren. Der entscheidende Tipp kam dann aus den eige­nen Reihen: der Bediener der Highspeed-Fräsmaschine SPEED HAWK 550 war mit deren Präzision sowie Zuverlässigkeit äusserst zufrieden. So wurden bei OPS-INGERSOLL in Haiger Tests gefahren und die Bauteile vermessen. Mit den Resultaten war man, so Markus Schütz, äusserst zufrieden: «Unsere Kunden, das sind die Montage und Endabnah-

me, sind hinsichtlich der Oberflächengüte sehr verwöhnt, man erwartet einfach Ergebnisse wie beim Koordinatenschleifen. Deshalb sind wir in diesem Bereich ständig gefordert. Die HIGH SPEED EAGLE V5 hat unsere Erwartungen sowohl bei den Oberflächen wie bei der Präzision tatsächlich übertroffen. Ausserdem kam uns die neueste Steuerungsgeneration entgegen. Mit der Heidenhain TNC 640 kommen alle unsere Mitarbeiter klar. Es war also die Summe der Dinge und unsere Erfahrungen mit SPEED HAWK 550, weshalb wir uns für diese Maschine entschieden haben. Den grössten Vorteil sehe ich allerdings darin, dass wir diese Bauteile künftig über das Hartfräsen herstellen können und nicht mehr zum Koordinatenschleifen extern vergeben müssen.»

Die kompakteste Maschine für diese Bearbeitung Obwohl 5-achsig verfügbar, wurde die HIGH SPEED EAGLE V5 2016 von den Burgdorfer Werkzeugbauern als 3-Achs-Maschine geordert. Das hat unter anderem mit dem Werkstückspektrum zu tun, für das überwiegend eine Zwei-Seiten-Bearbeitung notwendig ist. Eine Fertigbearbeitung in einer Aufspannung wäre also ohnehin nicht möglich. Ulrich Gerber führt diese Entscheidung so auch auf seine Erfahrungen mit anderen Maschinen zurück: «Es hat sich bislang gezeigt, dass, umso mehr man zustellt, es zu Vibrationen kommt. Die V5 ist allerdings sehr steif und die Spindel (HSK E 40, 14 kW, 42’000

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In Burgdorf gilt die HIGH SPEED EAGLE V5 als kompakteste Maschine für die Bearbeitung von UPC-Paletten, die gleichzeitig gut zugänglich ist.

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Die gewünschten Oberflächen von N6 waren bislang nur mit Schleifverfahren erreichbar, sind jetzt aber ebenso wie die engen Toleranzen von nur 5 µm mit dieser Highspeed-Fräsmaschine realisierbar.

min–1) läuft ausgesprochen ruhig. Unabhängig davon würden wir die Maschine wieder so kaufen, denn es ist die kompakteste Maschine für die Bearbeitung von UPC-Paletten. Dazu kommt, dass der Arbeitsraum ausgezeichnet zugänglich ist, und auch die Absaugung funktioniert einwandfrei.» Im Zusammenhang mit der besprochenen Steifigkeit ergänzt Michel Minikus, Geschäftsführer der MIKUTEC GmbH: «OPS-INGERSOLL hat das Verhältnis der ruhenden Masse gegenüber dem bewegten Material entsprechend ausgewogen gestaltet. Das führt zu dieser Dynamik und Präzision. Unabhängig davon hat YPSOMED neben dem KühlschmierstoffKonzept mit Aerosol die Option mit dem Präzisionspaket gezogen.» Dazu zählt unter anderem eine Temperaturfehlerkorrektur für Maschine und Frässpindel. Diese Option hat sich inzwischen auch mehr als gerechnet, denn n Anzeige

wegen Umbauarbeiten musste man in Burgdorf übergangsweise in ein anderes Gebäude ziehen. Selbst in diesen nicht klimatisierten Räumen sind die Ergebnisse demnach ausgesprochen gut. Aktuell ist die HIGH SPEED EAGLE

Eingebunden in ein ganzheitliches Automationskonzept mit einer Senkerodiermaschine Gantry Eagle 400 von OPS-INGERSOLL sowie einer Messmaschine, wird die Maschine bislang ausschliesslich zum Hartfräsen genutzt.

V5 in ein ganzheitliches Automationskonzept mit einer Senkerodiermaschine Gantry Eagle 400 von OPS-INGERSOLL sowie eine Messmaschine eingebunden. In dieser Konstellation läuft die Fertigung von Einsätzen, Schiebern

usw. mit Laufzeiten zwischen zwei Minuten und 4,5 Std (auch mannlos). Bearbeitet werden nahezu alle Werkzeugstähle bis HRC 57, und die HIGH SPEED EAGLE V5 überzeugt nach wie vor mit Präzision und Zuverlässigkeit. Etwas anderes hatte man von OPSINGERSOLL allerdings auch nicht erwartet, weil man neben der SPEED HAWK 550 zusätzlich noch über drei Senkerodiermaschinen von den Maschinenbauern aus Haiger verfügt.

I N F OS | KON TAKT MIKUTEC GmbH Taubenstrasse 13 CH-9113 Degernheim V.l.n.r.: Ulrich Gerber, Michel Minikus, Michael Maurer und Markus Schütz: «Wir standen vor der Diskussion: Koordinatenschleifen oder Hartfräsen? Die Testergebnisse auf der Maschine haben uns diese Frage aber schnell beantwortet.»

Telefon +41 (0)79 346 2769 www.mikutec.ch info@mikutec.ch


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Hochvorschubfräser halbieren die Fertigungszeit Die Firma Fuchshofer Präzisionstechnik GmbH in AT-8552 Eibiswald ist ein Paradebeispiel für den gerne verwendeten Begriff «junges, aufstrebendes Unternehmen».

I

entsteht eine neue 2600 m2 grosse Hochpräzisions-Fertigungshalle, in die die komplette mechanische Fertigung – Drehen, Fräsen, Schleifen – verlagert wird. Auch die innovativen Ultra-Sonic-Technologien werden in dem neuen Betriebsgebäude untergebracht. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat sich spezialisiert auf kleine, präzise Teile, die in erster Linie für Unternehmen der Medizintechnik, Elektrotechnik, den Motorsport sowie die Luft- und Raumfahrt gefertigt werden. Um das Unternehmensziel «Wachstum durch Innovation» zu erreichen, sind aber nicht nur die richtigen und zukunftsweisenden Produkte und Fertigungs-

verfahren notwendig, auch ein gut ausgebildeter und hochmotivierter Mitarbeiterstab ist Voraussetzung für den Erfolg. Mitarbeitermotivation und -förderung stehen folglich auch ganz oben auf der Prioritätenliste der Geschäftsführung. Zur Mit­ arbeiterzufriedenheit wird sicher auch die neue Mensa beitragen, die im neuen Fertigungsgebäude entsteht. Zudem sollen Betriebsausflüge und gemeinschaftliche sportliche Events das Gemeinschaftsgefühl fördern.

Industrieller 3D-Druck Der Begriff «3D-Druck» wird häufig als Synonym für die Additive Fertigung verwendet. Additive Fertigung beschreibt jedoch besser, dass es sich hier um ein professionelles Produktionsverfahren handelt. Im Gegensatz zu konventionellen zerspanenden Verfahren wird hier nicht ein

Zusammenarbeit Fuchshofer – TCM – INGERSOLL

Bilder: INGERSOLL Werkzeuge GmbH

m Jahre 1994 durch Hannes Fuchshofer gegründet, ist man heute schon geschätzter und kompetenter Partner von namhaften Unternehmen der Luftund Raumfahrt, der Automobilund Elektronikindustrie sowie der Medizintechnik. Ein Ausruhen auf dem Erreichten käme dem Gründer und Geschäftsführer Hannes Fuchs­ hofer aber nicht in den Sinn. «Wir bleiben unserem Motto treu: Heute besser als gestern. Morgen besser als heute». Wenn er über seine kurzfristige Planung bei der Firmenentwicklung berichtet, gewinnt man vielmehr den Eindruck, hier wird gerade durchgestartet. Am jetzigen Standort in Eibiswald wird kräftig investiert. Es

Werkstück aus einem Materialblock herausgearbeitet, sondern die Additive Fertigung baut Bauteile Schicht für Schicht aus Werkstückstoffen auf, die als feines Pulver vorliegen. Als Materialien sind unterschiedliche Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe verfügbar. Die Möglichkeiten der Formgebung sowie das Potenzial der Optimierung von Bauteilen sind nahezu grenzenlos. Ja, es sind sogar Produkte und Formen möglich, die mit zerspanender Be­ arbeitung nicht zu produzieren sind. Vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Medizintechnik sind hochfeste, jedoch wesentlich leichtere Produkte möglich. Die Additive Fertigung verlangt vom Konstrukteur und vom Anwender einen völlig neuen Denkansatz, um das Potenzial des neuen Verfahrens möglichst optimal auszureizen. Von den insgesamt 4400 m2 zukünftiger Produktionsfläche bei Fuchshofer werden über 40 Prozent für die neue Technologie 3D-Druck zur Verfügung stehen. Dies zeigt, welche Bedeutung man bei Fuchs­ hofer dieser neuen Technik einräumt.

Das Fantasiewerkstück im 3D-Druck hergestellt, zeigt die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des neuen Fertigungsverfahrens.

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Um dem eigenen hohen Anspruch gerecht zu werden, sind natürlich auch leistungsfähige und zuverlässige Partner notwendig. Folglich stellt man bei der Fuchshofer Präzisionstechnik GmbH an Zulieferer und auch Werkzeughersteller die gleichen hohen Anforderungen wie an die eigenen Mitarbeiter und die Fertigung. Für die Werkzeugbeschaffung legte man von Anfang an bei Fuchshofer Wert auf einen regi­ onalen Partner, der über ein hohes Zerspanungs-Know-how und eine moderne, wettbewerbsfähige Produktpalette verfügt. Beim Einsatz von Zerspanungswerkzeugen sowie der technischen Unterstützung stellt man bei Fuchshofer hohe Ansprüche, da hochfeste Materialien bei oft hohen Auskragungen vibrationsfrei bearbeitet werden müssen. Die Entscheidung für den Lieferanten TCM (Tool-Consulting & Management) und für INGERSOLL Werkzeuge GmbH war da-


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

her sehr naheliegend. TCM ist ein international tätiger «Total Solu­ tion Provider» rund um den Fertigungsprozess. Die Dienstleistungen, die TCM weltweit anbietet, sind vielseitig und reichen von Tool Management über projektbezogene Werkzeugauslegungen, Werkzeugverwaltungs- und Ausgabesysteme bis hin zu Schulungen im Zerspanungsbereich. Durch einige erfolgreiche Prozessoptimierungen mit INGERSOLL Werkzeugen hatte sich Herr Sebastian Suitner (TCM, Verkauf und Technik) schon als zuverlässiger und erfahrener Partner für die verschiedensten Zerspanungsaufgaben bewährt. Weiterhin hatte Hannes Fuchshofer durch seine langjährigen Kontakte zu Manfred Kainz (CEO und Gründer von TCM) ein hohes Vertrauen in das Unternehmen. Zudem hat man bei TCM mit der INGERSOLL Werkzeuge GmbH einen äusserst qualifizierten Partner, der über eine breite Palette an Zerspanungswerkzeugen verfügt, die wegen ihrer Leistungsfähigkeit und weichschneidenden Zerspanung geschätzt werden. Ziel des gemeinsamen Auftretens beider Unternehmen ist es, stets die beste technische und wirtschaftliche Lösung für den Kunden zu finden. Bei längeren Zerspanungsversuchen sowie Serviceeinsätzen kann Herr Sebastian Suitner (TCM Verkauf und Technik) auf die Unterstützung von Herrn Alexander Tammerl (INGERSOLL Verkaufsleiter Gebiet Österreich) und sein gesamtes Team zurückgreifen.

Sebastian Suitner (Verkauf und Technik TCM), Alexander Tammerl (INGERSOLL Verkaufsleiter Gebiet Österreich), Hannes Fuchshofer (Geschäftsführer Fuchshofer Präzisionstechnik GmbH) diskutieren die Bearbeitung mit GoldQuadF an dem ausgewählten Werkstück aus der Luftfahrtindustrie.

Fertigungsoptimierung mit INGERSOLL GoldQuadF In einer gemeinschaftlichen Aktion mit dem Kunden wurde die Produktion durchforstet, um sich auf die häufig wiederkehrenden Bearbeitungsaufgaben zu konzentrieren. Von den Herren Hannes Fuchshofer (Geschäftsführung Fuchshofer Präzisionstechnik GmbH), Sebastian Suitner (TCM Verkauf und Technik) und Alexander Tammerl (INGERSOLL Verkaufsleiter Gebiet Österreich) wurden einige Werkstücke in die engere Wahl gezogen und auf Optimierungspotenzial untersucht. Ein Bauteil für die Luftfahrtindustrie aus hochfestem Aluminium wurde als Testwerkstück

Aufsteckwerkzeug der GoldQuadF-Serie mit ø 50 mm im Einsatz beim Testwerkstück.

ausgewählt, da es als sehr typisch für viele bei Fuchshofer zu bearbeitenden Werkstücke angesehen werden kann. Die Werkzeugspezialisten von TCM und INGERSOLL wählten für diese Bearbeitung einen Hochvorschubfräser der GoldQuadF-Serie. Diese Serie ist geeignet für stabile und weniger stabile Schnittbedingungen. Für die Bearbeitung von Stahl, Guss und exotische Materialien stehen passende Geometrien und Hartmetallsorten zur Verfügung. Da das gewählte Werkzeugprogramm sehr vielseitig ist, kann es bei Fuchshofer nicht nur für die Bearbeitung des hier ausgewählten Bauteiles aus hochfestem Aluminium, sondern auch für die Bearbeitung von Edelstahlbauteilen verwendet werden. Die Bearbeitung des ausgewählten Testbauteils verlief völlig problemlos. Mit einem Aufsteckfräser, Ø 50 mm, und einem Einschraubfräser, Ø 35 mm, wurde das Werkstück dank der Hochvorschubgeometrie der Wendeschneidplatten in neuer Bestzeit bearbeitet. Gegenüber der bisherigen Bearbeitung konnte die Fertigungszeit um zirka 50 Prozent reduziert werden. Aber nicht nur die enorme Zeitersparnis beeindruckte Hannes Fuchshofer, auch das ruhige, vibrationsarme Fräsverhalten wurde von ihm lobend erwähnt: «Diese weichschneidenden Werkzeuge schonen mit Si-

cherheit unsere Maschinen» war sein abschliessender Kommentar zu dem Test. Nach dem erfolgreichen Einsatz wurde von der Geschäftsführung entschieden, dass die Werkzeuge der INGERSOLL F-Serie als StandardGoldQuad­ werkzeuge zur Bearbeitung von Bauteilen für die Luftfahrtindustrie sowie anderen prismatischen Bauteilen herangezogen werden sollen. Die bisher eingesetzten Werkzeuge mit 9,4 mm Wendeschneidplatte erlauben eine Schnitttiefe bis ap = 1,5 mm. Weitere Versuche mit dieser Werkzeugserie sind geplant und sollen auch auf die Fräser mit 13 mm Wendeschneidplatte und grösserer Schnitttiefe ausgeweitet werden. Alle GoldQuadF-Werkzeuge zeichnen sich durch einen flachen Anstellwinkel aus, der sehr hohe Zahnvorschübe erlaubt und somit die Bearbeitungszeit drastisch reduziert. Es stehen drei Wendeschneidplattenabmessungen und verschiedene Geometrien für die unterschiedlichsten Materialien und Bearbeitungsbedingungen zur Verfügung. Neben neutralen Geometrien sind auch besonders weichschneidende, positive Wendeschneidplatten im Programm, sodass für jede Bearbeitung die optimale Geometrie zur Verfügung steht. Die Werkzeuge der GoldQuadFSerie sind durch ihre universelle Einsetzbarkeit in unterschiedlichen Bauteilen und Materialien besonders für einen Lohnfertiger wie Fuchshofer, der sich auf präzise Hightech-Produkte spezialisiert hat, ein vielseitiges Fräserprogramm, das neben seiner universellen Einsetzbarkeit auch eine hohe Wirtschaftlichkeit bietet.

AMB, Stuttgart Halle 1, Stand 1C10 I N F OS | KON TAKT Schnegg-Tools AG Keltenstrasse 35 CH-2563 Ipsach Telefon +41 (0)32 333 70 33 www.schnegg-tools.ch info@schnegg-tools.ch www.ingersoll-imc.de

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INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT

Gemeinsam Ideen entwickeln und realisieren Der Betriebseinrichter Apfel feiert dieses Jahr sein 30-Jahr-Jubiläum, anlässlich dessen er auf eine erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken kann. Was 1988 als One-Man-Show in einem Nebengebäude des elterlichen Anwesens begann, ist heute eine renommierte Marke in der Welt der Metallverarbeitung.

SAP – das ergonomische Schweissarbeitsplatz-Konzept: Schwenkbare Auslegerarme bringen Strom, Pressluft, Abluft und Gas direkt zum Arbeitsplatz – ohne über herumliegende Kabel oder Schläuche zu stolpern!

S

tefan Apfel gründet mit gerade 22 Jahren sein Unternehmen und erkennt schnell die Bedürfnisse des Marktes. Die Fertigungstiefe wird ständig erweitert, eine neue Produktionshalle wird errichtet und eine rasante Entwicklung beginnt. In seiner 30jährigen Entwicklung hat sich Apfel vom einfachen Lohnbetrieb zu einem führenden Hersteller von hochwertiger Betriebsausstattung für die metallverarbeitende Industrie entwickelt. In den vergangenen Jahren hat man es geschafft, mit Erfahrung und Erfindergeist, Fairness und Flexibilität, Technik und Sachverstand ein mittelständisches Unternehmen aufzubauen, das aufgrund seiner Fertigungstiefe Anforderungsprofile in verschiedensten Bereichen erfüllt.

Vom Entwurf bis zum fertigen Produkt Die Firma wächst und mit ihr der Maschinenpark – mittlerweile

Betriebseinrichtung, die passt

sind Anlagen zum Stanzen, Laserschneiden und Zerspanen angeschafft. Mit erhöhtem Platzbedarf konfrontiert, entwickelt Apfel eigene Lagerkomponenten, um ­ die vorhandenen Räume effektiver zu nutzen und gleichzeitig die Fertigung zu rationalisieren. Durch die Bauweise von «Apothekerschränken» angeregt, werden erste Konstruktionen mit Vertikalauszügen realisiert und in der eigenen Produktion eingesetzt. Auch Kunden und Lieferanten, die Apfels Werkstätten besuchen, bleibt das einzigartige Prinzip nicht verborgen. Das Interesse ist geweckt und man beginnt mit der Serienfertigung und Vermarktung von Werkzeugschränken. Heute verrichten Tausende WKS Werkzeugschränke ihren Dienst in Metallverarbeitungs­ betrieben rund um den Globus. Durch die robuste Bauweise und eine Vielzahl an speziellen Bestückungsmöglich-

Der Apfel WKS-Werkzeugschrank schafft maximale Ordnung bei minimalem Platzbedarf. Vertikalauszüge mit bis zu 1800 kg Tragkraft lagern Werkzeuge übersichtlich, sicher und ständig griffbereit.

38 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

keiten bieten sie perfekte Lösungen für nahezu alle in der metallverarbeitenden Industrie verwendeten Werkzeuge.

Mittlerweile verfügt Apfel über ein umfangreiches Programm von über 600 Produkten für die professionelle Betriebsausstattung – von Werkzeugschränken für verschiedenste Gewerke über Werkstattwagen, Arbeitsinseln und Lagertürme bis hin zum ergonomischen Schweissplatz. Bemerkenswert dabei ist, dass nach wie vor die gesamte Konstruktion, die Teilefertigung und Montage sowie der Versand der Produkte am Haupt­ standort erfolgt. Die Vielfalt an Verarbeitungstechniken steht vielen Gross­ betrieben in nichts nach – ob ge­ lasert, gestanzt oder abgekantet, gefräst, gedreht oder pulver­ beschichtet werden muss, Apfel deckt die Prozesskette für seine Produkte bis auf wenige zugekaufte Komponenten komplett selbst ab.

AMB, Stuttgart Halle Eingang Ost, Stand EO539 I N F OS | KON TAKT Apfel GmbH Gerhart-Hauptmann-Strasse 56 D-69221 Dossenheim Telefon +49 (0)6221 / 8761-0 www.apfel-gmbh.de info@apfel-gmbh.de

LTL Lagerturmlösungen – die automatisierten Hochregallager – jetzt mit Ansteuerung per iPhone oder iPad. Eine integrierte Kamera dokumentiert bei jedem Verfahrvorgang den Ladezustand des Tablars. So können Artikel einfach und schnell gefunden, leerstehende Lagerflächen oder Fehlmengen sofort erkannt und alle Vorgänge am Lagerturm online verfolgt werden.


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Bild: LQ Mechatronik-Systeme GmbH

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n Fastems stellt eine neue Generation des flexiblen Fertigungssystems (FFS) vor, die eigens im Hinblick auf kürzere Produkt­ lebenszyklen, eine grössere Teilevielfalt an Werkstücken sowie geringere Pro­ duktstückzahlen entwickelt wurde, um den wachsenden Anforderungen von Herstel­ lern gerecht zu werden. Diese Produktfamilie umfasst auch das FMS ONE (abgebildet), ein vollständig konfigurierbares Palettenautomatisierungs­ system für Werkzeugmaschinen, sowie das RoboFMS ONE, das die Vorteile eines Indus­ trieroboters und eines flexiblen Fertigungs­ systems vereint. Beide Systeme beruhen auf Standardmodulen, die sich durch eine schnelle Lieferung und ein Höchstmass an Benutzerfreundlichkeit auszeichnen. Bei Multi-Level-Systemen (MLS) und RoboFMS handelt es sich um Systeme, die sich indivi­ duell an spezielle Anforderungen anpassen lassen. Durch ihren hohen Modularitätsgrad ermöglichen die flexiblen Fertigungssyste­ me eine rasche Inbetriebnahme und lassen sich bei Bedarf mühelos anpassen. Stan­ dardmodule reduzieren die Vorlaufzeiten für die Lieferung und Implementierung und sind die ideale Option für Kunden mit indivi­ duellen Anforderungen, die massgeschnei­ derte Automationslösungen benötigen. Die einfache Integration mit einer grösseren Anzahl von vier- sowie fünfachsigen Werk­ zeugmaschinen ergänzt die bereits hohe Anzahl von Maschinenmarken, die bereits mit dem flexiblen Fertigungssystem von Fastems kompatibel sind. Die grössere Anpassungsfähigkeit er­ weitert ferner die Zahl der kompatiblen Lastaufnahmeeinrichtungen (zum Beispiel Regalbediengeräte und Roboter), die Werk­ stücke mit einem Gewicht zwischen 0,1 und 3000 kg in jeder erdenklichen Form handhaben können. Ein geringerer Platz­ bedarf und ein grösserer Palettenspeicher

tragen zur Maximierung der Raumnutzung bei. Einen besonders wichtigen Faktor stellt die verbesserte Ergonomie dar einschliess­ lich der geringeren Reichweite des Sys­ tems, die den Bediener von der Arbeit in schwierigen Positionen befreit. Das umfassende Sortiment an Auto­ mationsanlagen von Fastems beinhaltet er­ weiterbare und flexible Fertigungssysteme sowie Roboteranwendungen, zum Beispiel Steuerungen, Regalbediengeräte, Förderer, Lade- und Entladestationen, Palettenmaga­ zine, Assembly Organizer und nicht zuletzt Rohmaterialstationen. Diese «offenen» ­Automationssysteme lassen sich mit mo­ dernen CNC-Werkzeugmaschinen sowie Marken von Zusatzaggregaten integrieren. Typische Anwendungen reichen von der Verbindung zweier Werkzeugmaschinen mittels eines flexiblen Palettencontainers (FPC) bis hin zu hochkomplexen, fabrikwei­ ten flexiblen Fertigungssystemen.

AMB, Stuttgart Halle 6, Stand 6C51 I N F OS | KON TAKT Fastems Systems GmbH Gewerbering 5 D-47661 Issum Telefon +49 (0)2835 9244-0 www.fastems.de info.fastems@fastems.com

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DOSSIER O B E R FL Ä C H E N T E C HNIK, HÄRT EN, SCHLEIFEN

Mit Turbinen statt Druckluft kugelstrahlen

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as Verdichtungsstrahlen, auch Shot Peening oder Ku­ gelstrahlen genannt, ist in der Automobilindustrie ein unver­ zichtbarer Prozess, um die Le­ bensdauer von Getriebeteilen, beispielsweise Zahnräder und Wellen, zu erhöhen. Denn durch das Shot Peening werden die in Fertigungsprozessen wie Zer­ spanen, Umformen und Wärme­ behandlungen entstandenen Zugspannungen in Druckspan­ nungen umgewandelt. Dabei sind von den Fahrzeugherstel­ lern definierte Bearbeitungser­ gebnisse reproduzierbar zu errei­ chen.

Verfahrensentwicklung auf Basis von Versuchen Als die Peugeot Citroën S.A. in ein neues Strahlsystem für die Bearbeitung der Verzahnungs­ bereiche unterschiedlicher Ge­ triebewellen investierte, wurden Druckeigenspannungswerte spe­ zifiziert, die üblicherweise nur mit einer Druckluftstrahlanlage prozesssicher erzielt werden können. Da die vorgegebene Durchsatzmenge von 240 Teilen pro Stunde jedoch einen sehr hohen Druckluftverbrauch und damit hohe Betriebskosten ver­ ursachen würde, interessierte sich der französische Automobil­ hersteller für ein alternatives Anlagenkonzept. Mit dieser Auf­ gabenstellung wandten sich die Projektverantwortlichen unter anderem an die Rösler Oberflä­ chentechnik, mit der Peugeot bereits seit über zehn Jahren im Bereich Verdichtungsstrahlen zusammenarbeitet. Um auszu­

testen, ob mit einer Turbinen­ strahlanlage das geforderte Be­ arbeitungsergebnis prozesssicher erreicht werden kann, führte Rösler umfangreiche Strahlver­ suche im eigenen Testzentrum durch. Auf Basis der röntgendif­ fraktometrischen Auswertungen wurden die Prozessparameter wie beispielsweise Strahlmittel­ menge, Aufprallgeschwindigkeit und Auftreffwinkel des Strahl­ mittels angepasst.

Massgeschneidertes Anlagenkonzept für hohen Durchsatz Parallel zur Verfahrensentwick­ lung erfolgte die Konzeption der kundenspezifischen Satelliten­ strahlanlage RST 200-S16. Sie ist mit zwei horizontal angeordne­ ten Hochleistungs-Strahlturbi­ nen Rutten Gamma 400 mit 22 kW Antriebsleistung ausgestat­ tet. Das spezielle Y-Design der aus Hartmetall gefertigten Wurf­ schaufeln führt zu einer flüssi­ gen Bewegung des Strahlmittels. In Verbindung mit der optimier­ ten Strahlmittelzuführung resul­ tiert daraus im Vergleich zu her­ kömmlichen Turbinen eine bis zu 30 Prozent höhere Abwurf­ geschwindigkeit. Dadurch steigt gleichzeitig die Aufprallge­ schwindigkeit des Strahlmittels signifikant. Darüber hinaus sorgt der Einsatz eines Strahlbildreg­ lers für eine zielgerichtete Be­ arbeitung. Dies wird durch die ­Frequenzumrichter-gesteuerten Antriebe der Rutten Gamma Hochleistungsstrahlturbinen und der Satelliten unterstützt. Bis zu 30 teilespezifische Strahlpro­ gramme können in der Anlagen­

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steuerung hinterlegt werden. Für einen optimalen Verschleiss­ schutz sorgt, neben der Ferti­ gung der Turbinen aus speziell entwickelten, hochfesten Legie­ rungen, die gegenüber konventi­ onellen eine bis zu 16-fach län­ gere Standzeit ermöglichen, die Ausführung der Anlage. Sie be­ steht aus Manganstahl und ver­ fügt im Hotspot-Bereich über hochverschleissfeste, austausch­ bare Schutzplatten aus gehärte­ tem Werkzeugstahl und in den umliegenden Strahlbereichen aus Manganstahl. Die auf die Anforderungen von Peugeot ausgelegte RST 200-S16 ermöglicht das Verdich­ tungsstrahlen von Getriebewel­ len mit einem Durchmesser bis 250 mm, einer Höhe von maxi­ mal 300 mm und einem Gewicht bis 5 kg. Für den Strahlprozess werden die Werkstücke manuell auf den 16 Satelliten des Dreh­

Kontrollmechanismen sichern Prozessstabilität Um die in der Automobilindus­ trie geforderte, hohe Prozess­ sicherheit zu gewährleisten, werden alle wesentlichen Strahl­ parameter kontinuierlich über­ wacht und dokumentiert. So wird die Drehung des Satelliten während der Strahlprozesse durch Niederhalter permanent kontrolliert. Um sicherzustellen, dass die Wellen mit der jeweils Bilder: Rösler Oberflächentechnik GmbH

Das Verdichtungsstrahlen von Getriebeteilen erfolgt in der Automobilindustrie klassischerweise mit Druckluftstrahlanlagen. Für einen französischen Autobauer konzipierte Rösler nun eine Verdichtungsstrahlanlage, bei der das Strahlmittel durch Turbinen beschleunigt wird. Dadurch wurde nicht nur eine Energieeinsparung von 30 Prozent realisiert, sondern auch die Strahlkapazität um rund 50 Prozent erhöht. Letzteres ermöglicht, dass die vorgegebene Durchsatzmenge von 240 Teilen pro Stunde prozesssicher in einer Anlage bearbeitet werden kann.

tisches platziert und in Berei­ chen, die nicht gestrahlt werden sollen, automatisch maskiert. Nach der Be- und Entladestation werden jeweils zwei Teile im 15Sekunden-Takt zu den nächsten Prozessschritten transportiert und bearbeitet. So durchlaufen die Werkstücke zwei Strahlpo­ sitionen, die mit Hubtüren aus­ gestattet sind, um einen Strahl­ mittelaustritt in die angrenzen­ den ­Bereiche zu verhindern. In der folgenden Reinigungsstation werden Staub und eventuell auf den Teilen befindliches Strahl­ mittel durch Abblasen entfernt. Weiter geht es dann in eine Markierungsstation, in der alle mit korrekten Parametern bear­ beiteten Wellen einen Farbpunkt erhalten. Danach folgt die Entund erneute Beladung.

Die Turbinen-Strahlanlage ist mit 16 Satelliten für die Werkstückaufnahme ausgestattet, die vorgegebene Durchsatzmenge von 240 Teilen pro Stunde wird problemlos erfüllt.


DOS S I ER O B E R F L Ä C H ENT ECHNIK, HÄRT EN, SCHLEI FEN

Die für das Verdichtungsstrahlen von Getriebewellen in der Automobilindustrie konzipierte Turbinen-Strahlanlage ermöglicht im Vergleich zu Druckluftstrahlanlagen Energieeinsparungen von 30 Prozent und eine Kapazitätssteigerung von 50 Prozent.

erforderlichen Strahlmittelmen­ ge bearbeitet werden, erfolgt eine Überwachung der Turbi­ nendrehzahl sowie der Strom­ aufnahme der Turbine. Für die automatische Strahlmittelnach­ dosierung wird der Füllstand des Vorratsbehälters ständig durch einen Sensor ermittelt. Bei Unterschreiten des definierten ­ Levels wird nachdosiert. Dies ­ erfolgt in kleinen Mengen, ­ wodurch eine gleichbleibende ­ Korngrössenverteilung des Strahlmittels erreicht wird. Grossen Wert legten die Konstrukteure bei Rösler auch auf eine gute und schnelle Zu­ gänglichkeit aller wartungs- und servicerelevanten Anlagenteile. So können die Turbinen für Ser­ vicearbeiten, beispielsweise Dre­ hen der Wurfschaufeln für die Verwendung der zweiten Seite, durch Türen einfach aus dem Strahlraum geschwenkt werden. Gleichzeitig entsteht dadurch ein grosszügiger Zugang in den Strahlbereich, etwa für das Aus­ wechseln der Verschleissschutz­ platten. Die Komponenten für Stahlmitteltransport und -aufbe­ reitung sind über eine grosse In­ spektionsbühne erreichbar. All dies trägt dazu bei, Anlagenstill­

stände zu minimieren und die Anlagenverfügbarkeit sowie die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Peugeot arbeitet seit über einem halben Jahr mit der Anlage und konnte rund 30 Prozent Energie einsparen sowie die Kapazität um 50 Prozent erhöhen. Auf­ grund der überzeugenden Leis­ tungsfähigkeit der RST 200-S16 hat der Automobilhersteller in­ zwischen die zweite Anlage die­ ses Typs bestellt.

AMB, Stuttgart Halle 8, Stand 8E32 INFO S | K O NTA K T Rösler Schweiz AG Staffelbachstrasse 189 CH-5054 Kirchleerau Telefon +41 (0)62 738 55 00 www.rosler.com rosler-ch@rosler.com maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER O B E R FL Ä C H E N T E C HNIK, HÄRT EN, SCHLEIFEN

Für beste Oberflächen Bilder: Hyprostatik Schönfeld

Zum Bearbeiten hochpräziser Oberflächen in Spiegelschliff-Qualität sind spezielle Werkzeuge und Maschinen erforderlich. Dazu zählen unter anderem hydrostatische Motorschleifspindeln und Werkstückspindeln.

herkömmlichen Wälzlagerspin­ deln liegen die Rundlauffehler hingegen bei zirka 2 bis 5 µm, nur in seltenen Fällen bei 1 µm. Auch haben hydrostatisch gelagerte Spindeln in den rele­ vanten Erregerfrequenzberei­ chen eine zirka 100-fach höhere Dämpfung als wälzgelagerte Spindeln. Die jeweils optimalen Dämpfungs-Parameter ermittelt Hyprostatik Schönfeld mit einer eigens entwickelten Software. Weitere Vorteile sind hohe Steife und beste Wuchtgüte.

PM-Regler versus Kapillare Hydrostatische Innenschleifspindel HSK 32. Dreifach gelagert, 40’000 min–1, Motorleistung 16 kW, Motormoment 6,4 Nm, Eckdrehzahl zirka 24’000 min–1.

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it hydrostatischen Werk­ stückspindeln von Hyprosta­ tik Schönfeld, D-73035 Göppin­

gen, werden Rundlaufqualitäten von 0,1 µm über den gesamten Drehzahlbereich erreicht. Bei

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Ermöglicht wird die besonders hohe Steife der hydrostatischen Komponenten von Hyprostatik Schönfeld durch den patentier­ ten Progressiv-Mengen-Regler (PM-Regler), der die Ölströme in die Taschen reguliert. Hierdurch unterscheidet sich die Technik von Hyprostatik Schönfeld we­ sentlich von anderen Anbietern hydrostatischer Produkte, die mit Kapillaren arbeiten. Hypro­ statik Schönfeld erreicht durch den PM-Regler 3- bis 6-fach hö­ here Steifen als herkömmliche hydrostatische Produkte. Des Weiteren werden durch die optimale Auslegung der Hyd­ rostatiklager von Hyprostatik Schönfeld wesentlich geringere Pumpen- und Reibleistungen er­ reicht, als bei vergleichbaren Spindeln mit Kapillaren als Re­ gelelemente. Durch den PM-Regler er­ wärmen sich die Lagerungen auch bei höchsten Drehzahlen nur gering, sodass ein Wärme­

eintrag in die Maschine sowie thermisch bedingte Geometrie­ fehler vermieden werden.

Werkstückkosten reduzieren Die Spindeln von Hyprostatik Schönfeld sind auch bei den höchsten Drehzahlen uneinge­ schränkt belastbar. Diese heben sich hinsichtlich Belastbarkeit, Steife, Dämpfung und der möglichen Maximal­ drehzahlen sehr deutlich von al­ ternativen hydrostatischen Spin­ dellagerungen ab. «Auch wenn hydrostatische Spindellagerungen die Beschaf­ fungskosten von Werkzeugma­ schinen erhöhen, sind die Werk­ stückkosten geringer und die Qualität der Werkstücke höher, sodass sich der Einsatz hydrostatischer Spindellagerungen von Hyprostatik in kurzer Zeit amortisiert», begründet Robert Schönfeld, Geschäftsführer von Hyprostatik, den Einsatz hydro­ statischer Spindeln.

AMB, Stuttgart Halle 2, Stand 2E03 I N F OS | KON TAKT

Hydrostatische Aussenschleifspindel von Hyprostatik.

42 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Hyprostatik Schönfeld GmbH Felix-Hollenberg-Strasse 3 D-73035 Göppingen-Jebenhausen Telefon +49 (0)7161 965 959-0 www.hyprostatik.de info@hyprostatik.de


D O S S I ER O B ER FLÄ C H ENTECH NI K, H Ä RTEN, SC H LEI FEN

Rost, Walzzunder, Verunreinigungen Bevor Stahl bearbeitet werden kann, muss er gereinigt beziehungsweise gestrahlt werden. Dies wird durch das Schleudern von Kugeln (ähnlich kleinen Metallkugeln oder Stahldrahtkorn) gegen das Produkt mit einer Geschwindigkeit von etwa 80 m/s erzielt. Dadurch können nicht nur Bleche und Profile gereinigt werden, immer mehr Firmen strahlen auch Schweisskonstruktionen. Auf diese Weise optimieren Sie die Qualität sogar noch nach der eigentlichen Fertigung.

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ie neue Generation Sprint von KALTENBACH ist ideal geeig­ net für das Strahlen von Stahl­ blechen, -profilen und -rohre. Die Turbinen stehen senkrecht zu dem Förderband, um das qualita­ tiv bestmögliche Strahlergebnis zu erzielen. Die Sprint Serie wird sowohl von Stahlhandel- als auch Stahlbau-Unternehmen verwen­ det und lohnt sich bereits bei einer jährlich zu bearbeitenden ­ Stahlmenge von 20’000 t. Die Sprint Serie amortisiert sich sehr schnell, auch wenn sie nicht fünf Tage in der Woche beziehungs­ weise im 5-Schicht-Betrieb läuft. Mit ihrer sehr guten Qualität, ökonomischen Arbeitsweise, ro­ busten Bauweise und Zuverläs­ sigkeit ist die Sprint Maschine der perfekte Partner. Die Sprint ist sehr bediener­ freundlich konstruiert worden. Die Gummivorhänge können sehr leicht ausgetauscht werden. Die Bürste ist ohne grosse Schwierigkeiten zugänglich und kann genau so leicht und schnell ausgewechselt werden. Die Grundkonstruktion bietet einen leichten Zugang zum Strahlmit­

telreiniger, zum Filter und zum Lift. Die Turbinen werden über flexible Kupplungen sehr war­ tungsarm angetrieben. Die gut durchdachte modulare Kons­ truktion der Maschine verkürzt die Installationszeit. Des Weite­ ren benötigt die Maschine ein kleineres Fundament als früher, welches die Aufbaukosten wei­ ter reduziert.

Einfacher Zugang für Wartungsarbeiten Insbesondere der kompakte Auf­ satz der Maschine wurde kom­ plett neu gestaltet. Dadurch konnte die Innengeometrie noch weiter verbessert werden, wo­ durch ein optimaler Luftstrom sowie eine ideale Abluftreini­ gung gewährleistet werden kann. Ausserdem wurde es modular gestaltet, sodass eine einfachere und somit zeiteffizientere Pro­ duktion möglich ist. Gerin­ gere Transportkosten sind das Ergeb­

nis der Grössenanpassung.Weite­ re Flexibilität konnte durch das optionale Hinzufügen von zu­ sätzlichen Rollen erreicht wer­ den. Das erlaubt der Maschine, dünnere und kürzere Teile zu be­ arbeiten. Die Maschine wird über ein Bedienpult mit Touchscreen gesteuert. Mithilfe des Touch­ screens kann der aktuelle Status der Maschine immer schnell und leicht angezeigt werden.

Optional automatischer/ halbautomatischer Betrieb

gen, können von der Datenbank der Kunden importiert werden. Das gewünschte Material wird erkannt und dann automatisch zugeführt, erwärmt, gestrahlt, abgebürstet, beschichtet, ge­ trocknet und zu der gewünsch­ ten Stelle transportiert. Per Knopfdruck können alle ge­ wünschten Informationen abge­ fragt werden, wenn nötig auch der Verbrauch der Farbe. Es ist auch möglich, die Kont­rolle der Strahlanlage und der Farbspritzautomaten mit denen der Säge und Bohranlage zu in­ tegrieren. Auf diese Art und Weise kann der gesamte Arbeits­ prozess in einem zusammenge­ fasst werden.

AMB, Stuttgart Halle 8, Stand 8B40 I N F OS | KON TAKT

Eine komplette Strahl- und Kon­ servierungslinie kann nahezu ohne Personal arbeiten. Zusätz­ liche Daten, wie die Wahl der Farbe, oder andere Anwendun­

Kaltenbach (Schweiz) GmbH Dättwilerstrasse 43 CH-5405 Baden-Dättwil Telefon +41 (0)56 470 40 30 www.kaltenbach.com info@kaltenbach-schweiz.ch

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Thermische Behandlungen von Metallen Chemisch-thermische Verfahren Werkstoffprüfung und -beratung Lieferservice- und Abholung

www.bodycote.com

Die Sprint 1504 von KALTENBACH eignet sich für Stahlbau und -handel, Lohn-Konservierer, Maschinen-, Fahrzeug-, Kran- und Schiffbau usw.


DOSSIER H Y D R A U L I K , P N E U MAT IK

Überwachung und Steuerung der Druckluftstation

welches eine optimale Integra­ tion der Komponenten einer Druckluftstation ermöglicht. Im Unterschied zu gängigen Feldbus­ lösungen wie Profibus, CAN oder ähnlichem, die relativ langsam arbeiten (maximal 12 Mbit/s), verfügt dieses Netzwerk über eine hohe Übertragungsgeschwindig­ keit von 100 Mbit/s. Der weit ver­ breitete Protokollstandard TCP/IP – auch als Lingua Franca des Internets bekannt – bildet die ­ Grundlage des Datenverkehrs im

Schnell, sicher, zukunftsfit! Das von Kaeser entwickelte leistungsfähige Netzwerk Sigma Network auf Ethernet-Basis ermöglicht eine optimale Überwachung und effiziente Steuerung der Druckluftstation und eine Nutzung im Sinne von Industrie 4.0.

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ndustrielle Anwendungen stel­ len besondere Anforderungen an die Kommunikation – auch im Bereich Maschine zu Maschi­ ne, welches die Basis für Indus­ trie 4.0 ist. Sie muss robust und vor Ort handhabbar, aber den­ noch weltweit kompatibel sein, schnell und sicher grosse Daten­ mengen transportieren sowie Datenintegrität und die durch

den Prozess erforderlichen Echt­ zeiteigenschaften gewährleisten. Kaeser Sigma Network erfüllt all diese Voraussetzungen und bie­ tet noch viel mehr.

Daten sind sicher Das auf der zukunftssicheren Ethernet-Technologie basierende Netzwerk ist ein lokales Netzwerk innerhalb der Druckluftstation,

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44 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Sigma Network: Das leistungsfähige Netzwerk Kaeser Sigma Network ermöglicht eine optimale Überwachung und Steuerung der Druckluftstation und eine Nutzung im Sinne von Industrie 4.0.


D O S S I ER H Y D R A U LI K , P NEUMATI K

Das Sigma Network bietet eine optimale Integration der Komponenten einer Druckluftstation und eine effiziente und komfortable externe Abfrage und Nutzung der gewonnenen Daten.

Sigma Network. Sigma Network arbeitet mit Kaeser-eigenen MAC-Adressen und bildet ein abgeschlossenes, betriebssicheres Netzwerk­ segment entsprechend den Empfehlungen für industrielle Steuerungssysteme. Ein definier­ ter Übergangsknoten ermöglicht es, Daten ­sicher mit externen Partnern auszutauschen.

Basis für vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) Sigma Network bildet zusammen mit der maschinenübergreifenden Steuerung Sigma ­ Air Manager 4.0 eine perfekt aufeinander abgestimmte Infrastruktur und stellt Daten ­ für künftige Services wie vorausschauende Wartung oder Energiemanagement zur Ver­ fügung. Dies senkt die Kosten und erhöht die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit. Wenn vom Betreiber gewünscht, können die Be­ triebsdaten der Druckluftstation über eine Breitbandverbindung sicher an das Kaeser Daten Center übertragen werden. Dies er­

möglicht eine Ferndiagnose durch die Kaeser Spezialisten und vorausschauende und be­ darfsorientierte Wartung. In der Kombination bietet dies dem Betreiber nicht nur höchste Versorgungssicherheit, sondern auch gering­ste Life-Cycle-Kosten, da die Fachleute von Kaeser das energetische Verhalten der Druck­ luftstation bei Bedarf so anpassen können, dass die Station immer am energetischen ­Optimum betrieben wird.

AMB, Stuttgart Halle 1, Galerie Stand 1Z160 INFO S | K O N TAKT KAESER KOMPRESSOREN AG Grossäckerstrasse 15 CH-8105 Regensdorf Telefon +41 (0)44 871 63 63 ch.kaeser.com info.swiss@kaeser.com


DOSSIER H Y D R A U L I K , P N E U MAT IK

Hydraulik über IO-Link Anschlusskosten senken und die Verfügbarkeit steigern: Rexroth erschliesst die Vorteile des offenen Standards IO-Link auch für hydrau­ lische Aktoren und Sensoren. Ab sofort stehen Proportionalregel-Ventile 4WRPEH und Druckschalter HEDE10 mit IO-Link-Schnittstelle bereit. Die Anbindung erfolgt über den dezentralen, schnellen IO-Link Master IP67 E/A System S67E. Anwender haben damit parallel zum Feldbus direkten Zugriff auf alle im Aktor beziehungsweise Sensor bereitgehaltenen Daten.

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ndustrie 4.0 ist oft schon viel näher als viele denken: Wäh­ rend einzelne Anbieter eigene Lösungen präsentieren, um die Maschinenperipherie zu vernet­ zen und deren Informationen besser zu nutzen, gibt es bereits etablierte offene Standards, die genau das bieten. Der von rund 150 Unternehmen getragene IOLink übernimmt die digitale Kommunikation von Peripherie­ geräten mit der Steuerung paral­ lel zu den verbreiteten Feldbus­ sen. Mit Proportionalventilen und Druckschaltern fügt Rex­

roth jetzt auch die ersten hy­ draulischen Aktoren und Senso­ ren in die Vernetzung ein. Damit treibt der Hydraulikspezialist die Integration der Fluidtechnologie in Industrie 4.0-Anwendungen voran, denn IO-Link ermöglicht die vertikale Vernetzung von der Komponente bis in die IT-Syste­ me.

Zugriff auf Projektierung, Parametrierung und Tests IO-Link vereinheitlicht und ver­ einfacht die Verkabelung durch den Standard-Stecker M12 mit

AMB, Stuttgart Halle 2, Stand 2C03 I N F OS | KON TAKT Bosch Rexroth Schweiz AG Hemrietstrasse 2 CH-8863 Buttikon Telefon +41 (0)55 464 61 11 www.boschrexroth.ch info@boschrexroth.ch Bild: Bosch Rexroth AG

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ungeschirmten 3-Leiter-/5-Lei­ ter-Kabeln. Damit entfallen zahl­ reiche zeit- und fehlerintensive Einzelverdrahtungen per Hand. Die Projektierung der Geräte er­ folgt mit dem Engineering-Tool des jeweiligen SPS-Herstellers. Bei den IoT-fähigen SPS-Syste­ men ILC sowie den Motion Cont­ rol Systemen stehen alle Bausteine für die Kommunika­ tion kostenlos zur Verfügung. Zusammen mit dem IndraWorks Engineering sichern sie den di­ rekten Zugriff auf Projektierung, Parametrierung und Tests. Die Parameter können jederzeit neuen Bedingungen angepasst ­ werden. Das genormte elektronische Typenschild der Plug-&-play-Ge­ räte von Rexroth reduziert die Stillstandszeiten von Maschinen und Anlagen. Über die Steu­ erung mit einem autorisierten Fernzugriff können Instandhal­ ter während der laufenden Pro­ duktion die Betriebszustände wie Temperatur, Betriebsstun­ den und Fehlerstatus für voraus­ schauende Wartungskonzepte aufrufen und auswerten. So er­ kennen sie Verschleiss sowie Fehler im System, bevor es zu ­einem Ausfall und damit einem Maschinenstillstand kommt. Die entsprechenden Geräte mit In­ standhaltungsbedarf werden lo­ kalisiert und angezeigt. Durch IO-Link können auch nicht spe­ ziell geschulte Mitarbeiter Geräte tauschen. Sie identifizieren die

Komponenten über Ortskenn­ zeichnung und das elektronische Typenschild eindeutig, und kön­ nen sie einfach durch eine bau­ gleiche Komponente ersetzen. Der IO-Link Master übernimmt die Parametrierung selbststän­ dig, ohne dass der Techniker ein­ greifen muss. Der Austausch von Komponenten kann so fehlerfrei sichergestellt werden. Rexroth wird über das Pro­ portional-Ventil 4WRPEH und den Druckschalter HEDE10 hin­ aus sukzessive weitere hydrau­ lische Aktoren und Sensoren mit IO-Link-Schnittstelle ausrüsten und das Produktprogramm wei­ ter abrunden.

Geringe Anschlusskosten für Komponenten durch M12-Stecker und elektronisches Typenschild.

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P U B L I R E P O R TA G E Z H AW

Know-how im 3D-Druck aufbauen: Weiterbildung in Additiver Fertigung Additive Fertigungsverfahren – umgangssprachlich 3D-Druck – gewinnen zunehmend an Bedeutung. Während diese Technologie zunächst der Herstellung von Prototypen und Modellen diente, hält sie inzwischen auch Einzug in die Serienfertigung. In verschiedenen Bereichen des Maschinenbaus, der Medizintechnik oder der Flugzeugindustrie haben sich additive Fertigungsverfahren für die Produkt­entwicklung und die Produktion bereits etabliert.

Modul 1: Additive Fertigungsprozesse und Maschinen – Additive Fertigung (3D-Drucken) in Gesellschaft und Industrie – Vorstellung der wichtigsten additiven Verfahren, Maschinen und Anwendungen (Prinzip, Vorteile, Nachteile, Nachbearbeitung/Beschichtung) – Ökonomische und ökologische Aspekte: ­additive vs. konventionelle Fertigung Modul 2: Materialien und Bauteil­prüfung in der additiven Fertigung – Materialien für den Maschinenbau beziehungsweise die Produktentwicklung (Kunststoff, Metall, Keramik, Komposite usw.) – Bauteilprüfung oder Charakterisierung – Verfahren zur Nachbehandlung Modul 3: Konstruktion und Gestaltung – IT-Vorbereitungen für die additive Fertigung – Additiv-fertigungsgerechte Konstruktion/ Produktentwicklung (Konstruktionsempfehlungen) Modul 4: Additive Fertigung in der Praxis – Praktisches Arbeiten (Bauteile und Maschinen vorbereiten) – Fused Deposition Modeling (Kunststoff) – Stereolithographie (Kunststoff) – Selektives Laserschmelzen (Metall)

Ort ZHAW School of Engineering Zentrum für Produkt- und Prozessentwicklung (ZPP) Lagerplatz 22, CH-8400 Winterthur

Gewichtsoptimierte Aufnahmevorrichtung, additiv gefertigt in Titan.

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er Weiterbildungskurs (WBK) Additive Fertigung (3D-Druck) vermittelt die verschiedenen additiven Fertigungsverfahren und die korrespondierenden Prozesse zur Vorund Nachbereitung von diversen Anwendungen und vertieft diese in praktischen Übungen. Darüber hinaus zeigt er die Vorteile gegenüber der konventionellen Fertigung wie auch die Grenzen der additiven Fertigung auf. Folgende Zielgruppen spricht der WBK Additive Fertigung (3D-Druck) an: – Ingenieure FH/ETH – Techniker HF – interessierte Fachpersonen aus – Maschinen-, Elektro- und Metall-Indus­ trie und ähnlichen Industriezweigen – F&E, Produktion, Verkauf, Marketing – Technischen Universitäten, Fachhochschulen (FH) und Höheren Fachschulen (HF) Der WBK Additive Fertigung (3D-Druck) wird berufsbegleitend absolviert und umfasst neun

Halbtage zu je vier Lektionen, insgesamt also 36 Lektionen. Der Weiterbildungskurs umfasst verschiedene Aktivitäten wie Inputsequenzen, praxisorientierte Übungen und Fallbeispiele, Gruppenarbeiten, Arbeiten an der Maschine sowie Selbststudium. Es werden keine CADKenntnisse vorausgesetzt. Der WBK Additive Fertigung (3D-Druck) besteht aus vier Modulen.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Andreas Kirchheim, Dozent für Produktionstechnik, Additive Fertigung, Telefon +41 (0)58 934 76 25 oder andreas.kirchheim@ zhaw.ch

Nächster Kursstart 27. September 2018

Anmelden unter www.zhaw.ch/engineering/weiterbildung oder über den untenstehenden QR-Code.

INFOS | KONTAKT ZHAW School of Engineering Technikumstrasse 9 CH-8401 Winterthur Telefon +41 (0)58 934 71 71 www.zhaw.ch info@zhaw.ch maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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NE WS & T R E N D S A D V E RT O R IA L S

FactoryTalk Analytics für Industrie 4.0

Qualität ist unsere Leidenschaft

n Industrieunternehmen müssen in der Lage sein, schnellstmöglich Probleme zu erkennen, die anderenfalls den Produk­ tionszeitplan und damit den Gewinn be­ einträchtigen könnten. Um die notwendigen Einblicke in den Betrieb zu erhalten und datenbasierte Entscheidungen treffen zu ­ können, sind jedoch oftmals sehr zeitaufwendige IT-Projekte und Fachwissen erforderlich. Mit dem FactoryTalk Analytics-­ Portfolio wird Anwendern eine stabile und fortschrittliche Analyseumgebung mit leis­ tungsstarken neuen Tools zur Verfügung gestellt, um auf Basis der vorliegenden ­­Informationen schnell und sicher die rich­ tigen Entscheidungen zu treffen. FactoryTalk Analytics skaliert, erkennt und verknüpft Datenquellen im gesamten Netzwerk bis zur Enterprise-Ebene. Durch eine intelligente Zusammenführung der ­Daten lassen sich dann Probleme direkt im Netzwerk oder am Gerät beheben. Über ma­ schinelles Lernen eignet sich FactoryTalk Analytics ausserdem Kenntnisse über das Nutzerverhalten an und kann nach Trends in den Daten suchen. Anwender erhalten auf diese Weise proaktiv Erkenntnisse über ein eventuelles Problem, bevor es akut wird. Mit dem Ziel, die Benutzerfreundlich­ keit und Produktivität zu erhöhen, wurde FaktoryTalk mit einer Internet-ähnlichen Suchfunktion ausgestattet, die es dem An­ wender dank umfassender Daten erlaubt, darauf basierende Entscheidungen schnell zu treffen. Die bevorzugte Plattform für

n Die Bodycote Rheintal Wärmebehand­ lung AG in FL-9494 Schaan ist in der Re­ gion führender Anbieter und ein Teil von der global aufgestellten Unternehmensgruppe im Bereich der technischen Wärmebehand­ lung von Stahlbauteilen, die im Automobil-, Flugzeug- und Maschinenbau verwendet werden. Das Dienstleistungsunternehmen ist ein erfahrener Betrieb, der sich durch Inno­ vation, Service-Denken, Qualität und Ver­ lässlichkeit auszeichnet und ein h­ohes Leistungspotenzial hat. Dazu gehören eine umfangreiche Auswahl an klassischen so­ wie eigene speziell von Bodycote ent­ wickelten Verfahren. Qualität liegt uns am Herzen und deshalb sind wir bestrebt, durch ständige Verbesserungen den Anfor­ derungen unserer Kunden gerecht zu wer­ den unter Berücksichtigung der Massnah­ men zum Schutz der Umwelt. Wir haben die Voraussetzungen der neuen Norm für Qua­ litätsmanagement in der Automobilindus­ trie hervorragend erfüllt und sind in folgen­ den Bereichen zertifiziert: – IATF 16949: Standard Automobilindus­ trie – ISO 9001: Qualitätsmanagementsystem – ISO 14001: Umweltmanagementsystem – OHSAS 18001: Arbeitssicherheit- und Gesundheitsschutz – Managementsys­ tem

FaktoryTalk Analytics ist die Microsoft ­Azure Cloud. So können fortschrittliche IoTLösungen entwickelt werden – vom Netz­ werk bis zur Cloud. In einem Pilotprojekt konnte zum Bei­ spiel ein internationaler Automobilhersteller dank FactoryTalk Analytics die Produktivität steigern. Mithilfe der erstellten Anwendun­ gen liessen sich Daten aus unterschiedli­ chen Systemen verbinden, die bisher nur mit erheblichem Aufwand einbezogen werden konnten und dadurch die Mitarbeiter bei der Fehlersuche einschränkten. Mit der bereit­ gestellten Lösung erhalten Produktionsleiter und Führungskräfte neue Einblicke in wich­ tige Betriebsbereiche und können genauere Vorhersagen für Produktionsziele treffen. Ihr kostenloses Ticket erhalten Sie – unter http://rok.auto/sindex2018, scrol­ len Sie bis zum Anmeldebutton oder – mittels untenstehendem QR-Code

SINDEX, Bern Halle 3.2, Stand C06 INFO S | K O NTA K T Rockwell Automation Switzerland GmbH Industriestrasse 20 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 889 77 77 http://rok.auto/sindex2018 csc.ch@ra.rockwell.com

Bandofentechnik.

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Bodycote setzt sich aus Überzeugung für den nachhaltigen Klimaschutz ein. Auch beim Transportservice liegt der Fokus auf schadstoffarmen und energieeffizienten Fahrzeugen. Unsere neue Transportflotte zeichnet sich durch kompromisslose Lö­ sungen im Bereich Umweltschutz aus. Dienstleistung und Service sind Quali­ tätsmerkmale bei der Bodycote Rheintal AG und das beginnt bei der ersten Beratung und endet mit der Abholung und oder der Anlieferung der behandelten Bauteile beim Kunden durch unseren Transportservice. Dafür sind wir täglich mit unseren vier neuen schadstoffarmen und energie­ effizienten Fahrzeugen in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich, Süddeutschland und Norditalien unterwegs. Weitere Infos zu unseren Wärmebehandlungs- und Transportmöglichkeiten erhalten Sie unter Telefon +423 239 21 00.

I N F OS | KON TAKT Bodycote Rheintal Wärmebehandlung AG Im alten Riet 123 FL-9494 Schaan Telefon +423 239 21 00 www.bodycote.com


D O S S I ER MES S E: S I N D EX

Ab in die Zukunft! Vom 28. bis 30. August kommen an der Technologiemesse SINDEX in Bern die führenden Anbieter aus den Bereichen Automation, Robotik, Fluid- und Elektrotechnik zusammen. Mit vier Sonderschauen und Vorträgen stellt die Messe auf der BERNEXPO-Gelände aktuelle Fragen rund um das Motto «Willkommen in der digitalen Zukunft». Jetzt in die Zukunft eintauchen und online Tickets bestellen.

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röffnet wird die SINDEX ­dieses Jahr von Bundesrat Johann Schneider-Ammann persönlich: Ein Zeichen dafür, dass die Fragen rund um die Digitalisierung definitiv in der Politik angekommen sind. Das Motto «Willkommen in der digitalen Zukunft» symbolisiert, dass diese Zukunft bereits begonnen hat, dass aber weiterhin grundlegende Veränderungen auf die Technologiebranche zukommen. Damit die Schweiz interna­ tional wettbewerbsfähig bleibt, braucht es die Bereitschaft, sich für diesen digitalen Wandel zu öffnen und zu rüsten. Deshalb macht die SINDEX die neusten Erkenntnisse auch dieses Jahr zugänglich und versteht sich als Plattform zum Austausch von Mensch zu Mensch.

Vier attraktive Sonderschauen Wie verändert die Digitalisierung unseren Arbeitsplatz? Welche Fähigkeiten sind bei den Mitarbeitenden gefragt? Wo ersetzen uns allenfalls schon bald Roboter? Und wo kommen Virtual und Augmented Reality bereits zum Einsatz? Die vier Sonderschauen der SINDEX geben Antworten. –– Erstmals und exklusiv präsentiert das Fraunhofer Institut sein «Future Work Lab». Produktionsplanung per Hololens, mobile Maschinenbedienung oder eine flexible Schichtplanungs-App: Verschiedene Demonstrationen zeigen Szenarien auf, wie sich die Industriearbeit entwickelt und wie intelligente Maschinen Einfluss auf unseren Alltag nehmen.

Veranstalter/Ort BERNEXPO AG Mingerstrasse 6, CH-3014 Bern

–– Roboter boomen: Die International Federation of Robotics IFR sagt für die kommenden Jahre eine Steigerung der Serviceroboter um bis zu 35 Prozent voraus. Doch wie funk­ tionieren diese? Welche Aufgaben können sie übernehmen? Auskunft gibts an der Sonderschau «Robotics». –– Die Sonderschau «Ausbildung 4.0» ist ein weiteres Novum, wo sich die Besucherinnen und Besucher selber in Übungszellen und an Maschinen versuchen können, die bereits zu Schulungszwecken eingesetzt werden. Jede und jeder kann hier seine ­individuellen Fähigkeiten testen. Beim «Grand Prix Automatiker» am 29. August sind die jungen Champions aus der Branche dran: Gefragt ist technisches Wissen, handwerkliches Geschick und ein gutes Nervenkostüm – wie im normalen Berufs­leben auch. –– Virtual und Augmented Rea­ lity eröffnen neue Möglichkeiten in unterschiedlichen Be-

Öffnungszeiten Dienstag, 28., bis Donnerstag, 30. August, von 9.00 bis 17.00 Uhr Eintrittspreise Tageskarte Schüler, Studenten

CHF 25.– CHF 15.–

Infos www.sindex.ch

reichen. Das Innenleben einer Windturbine kennenlernen, per 360-Grad-Kamera einen Messerundgang machen oder eine moderne Checkliste für Servicetechniker ausprobieren: jAMAZE, 3D360.ch und Netcetera präsentieren hier überzeugende Markangebote.

Forum für wichtigen Austausch Ein weiterer inspirierender Teil der Messe ist das Format des Forums: An allen drei Tagen stellen verschiedenste Player aus der Technologiebranche ihre neusten Ergebnisse und Überlegungen am SINDEX-Forum vor. Im Rahmen von 30-minütigen Impulsreferaten zu den Themen «Unternehmen 2025», «ICT der Zukunft» und «Der Mensch im Zentrum» präsentieren täglich drei Referenten aktuelle und innovative Lösungen. Das SINDEX-Forum schafft gezielt Anreize, um einen fundierten Austausch zwischen Dienstleistern und Besuchern aus der Elektrotechnik-, über die Energie-, Metall-, Maschinen-, Pharma- oder Nahrungsmittelbranche zu konkreten Herausforderungen möglich zu machen. Das Gesamtbild der Messe kommt genau durch diesen weiten Themenfächer zustande: Ob virtuelles Engineering, digitalisierte Produktionsplanung oder intelligente Sensorik – Fachbesucher aller Art finden hier die neusten Trends und Innovati­ onen in ihrem spezifischen Feld.

Die SINDEX 2018 ermöglicht es, neue Anwendungen mit den eigenen Händen auszuprobieren. maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER MESSEKALENDER

Das Herz der Innovativ im MultiMetallbearbeitung Location-Format Deutsche und internationale Experten für die spanabhebende Metallbearbeitung treffen sich vom 18. bis 22. September auf der AMB in Stuttgart. Mehr als 1500 Aussteller werden ihre Entwicklungen und Innovationen auf ­einer Bruttoausstellungsfläche von mehr als 120’000 m2 präsentieren. Und die Zeichen stehen gut, dass die AMB 2018 die grösste AMB aller Zeit werden wird. «Mit der neuen Paul Horn Halle, der Sonderschau AMB Digital

Way und dem dazugehörigen Kongress haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um die AMB 2018 noch grösser und besser aufzustellen», erläutert Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung Messe Stuttgart. Mit der erstmals stattfindenden Sonderschau «Digital Way» und dem angeschlossenen zweitägigen Kongress zeigt die AMB Wege auf, wie Industrieunternehmen mithilfe aktueller Informationstechnologie die Potenziale der Digitalisierung heben können. Ziel ist es, mit der AMB als Plattform für Anbieter und Anwender Orientierung zu geben, wie die Forderungen nach mehr Umsatzwachstum sowie Kostenersparnis insbesondere durch eine erhöhte Produktivität der Mitarbeiter und eine Effizienzsteigerung der Maschinen erfüllt werden können.

Additive Fertigung ist an der Experience Additive Manufacturing in Augsburg vom 25. bis 27. September ein zentrales Zukunftsthema innerhalb des Megatrends «Industrie 4.0». Das innovative Verfahren steht mit seinen vielfäl­ tigen Ausprägungen auf der strategischen Agenda von Kon­ zernen, führenden Forschungs­ instituten und Entwicklungseinrichtungen sowie klein- und mittelständischen Unternehmen aus nahezu allen produzierenden Branchen. Die Messe macht Additive Manufacturing erlebbar, schafft Transparenz und Überblick im massiv wachsenden Markt der additiven Fertigung, der die Schwelle zur Serienproduktion erreicht hat.

Die Veranstaltung wurde als Multi-Location-Event gemeinsam mit dem Fraunhofer IGCV und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften iwb der TU München initiiert, um Unternehmen bei der Makeor-Buy-Entscheidung für die Nutzung von additiven Fertigungsverfahren zu unterstützen. Die beiden Partner veranstalten parallel zur EAM das «22. Augsburger Seminar für additive Fertigung» auf dem Augsburger Messegelände.

Eintrittspreise Tageskarte Dauerkarte Schüler/Studenten

35,– Euro 75,– Euro 27,– Euro

Infos www.messestuttgart.de/amb

Business Software und IT-Infrastruktur Messe 28. und 29. August www.topsoft.ch

Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung 16. bis 20. Oktober www.fakuma-messe.de

Sindex, Bern

parts2clean, Stuttgart

Treffpunkt der Schweizer Technologie­branche 28. bis 30. August www.sindex.ch

Internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung 23. bis 25. Oktober www.parts2clean.de

September

TeleNetFair, Luzern Schweizer Messe für Kommunikations-, Netzwerk-, Mess- und Verkabelungstechnik 4. bis 6. September www.telenetfair.ch

AMB, Stuttgart

Eintrittspreise Tageskarte Schüler/Studenten

30,– Euro 15,– Euro

Infos www.experience-am.com

50 maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Fakuma, Friedrichshafen

EuroBLECH, Hannover International Technologiemesse für Blechbearbeitung 23. bis 26. Oktober www.euroblech.com

November

Vision, Stuttgart

Internationale Messe für Metallbearbeitung 18. bis 22. September www.messe-stuttgart.de/amb

Weltleitmesse für Bildbearbeitung 6. bis 8. November www.messe-stuttgart.de

Experience Additive Manufacturing, Augsburg

Composites Europe, Düsseldorf

Internationaler Multi-Location-Event für Additive Fertigung 25. bis 27. September www.experience-am.com

Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen 6. bis 8. November www.composites-europe.com

Compamed, Düsseldorf

Oktober

ILMAC, Lausanne Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie 3. und 4. Oktober www.ilmac.ch

Motek, Stuttgart Internationale Fachmesse für Montage- und Handhabungstechnik 8. bis 11. Oktober www.motek-messe.de

Fachmesse für industrielle Klebetechnologie 8. bis 11. Oktober www.bondexpo-messe.de Öffnungszeiten Dienstag, 25., und Mittwoch, 26. September von 9.00 bis 18.00 Uhr Donnerstag, 27. September von 9.00 bis 16.00 Uhr

Öffnungszeiten Dienstag, 18., bis Samstag, 22. September von 9.00 bis 17.30 Uhr

Oktober

topsoft, Zürich

Bondexpo, Stuttgart

INFO S | FA C TS I N FOS | FACT S

August

ALUMINIUM, Düsseldorf Weltmesse und Kongress 9. bis 11. Oktober www.aluminium-messe.com

BI-MU, Mailand Messe für Metallbearbeitung, Roboter, Automatisierung und digitale Fertigung 9. bis 13. Oktober www.bimu.it

Fachmesse für die medizinische Zulieferbranche und Produktentwicklung 12. bis 15. November www.compamed.de

formnext, Frankfurt a.M. Fachmesse für den Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung und additive Fertigungstechnologie 13. bis 16. November www.messefrankfurt.com

electronica, München Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik 13. bis 16. November www.electronica.de

Securite, Lausanne Westschweizer Fachmesse für Sicherheit 14. bis 16. November www.securite-expo.ch

SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg Fachmesse für elektrische Automatisierung, Systeme und Komponenten 27. bis 29. November www.mesago.de


DO S S I ER MESS EK A LEN D ER

November

März

Internationale Fachmesse mit Kongress für Industrie-Armaturen 27. bis 29. November www.valveworldexpo.de

Fachmesse für additive Fertigung 12. und 13. März www.am-expo.ch

Valve World Expo, Düsseldorf

AM Expo, Luzern

all about automation, Friedrichshafen

Dezember

Industrials, Bern Die Schweizer Industrieplattform der Zukunft 11. bis 14. Dezember www.industrialis.ch

Januar

i+e 2019, Freiburg Fachmesse für Maschinenbau, Kunststoff und industrielle Dienstleistungen 30. Januar bis 1. Februar www.ie-messe.de

Februar

Automatisierungsmesse in der Vierländerregion 12. und 13. März www.automation-friedrichshafen.com

Fastener Fair, Stuttgart Internationale Fachmesse für die Verbindungs- und Befestigungsbranche 19. bis 21. März www.fastenerfair.com

LOPEC, München Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik 19. bis 21. März www.lopec.com

intec, Leipzig

April

Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik 5. bis 8. Februar www.messe-intec.de

Die Messe für Zerspanungstechnik 10. bis 12. April www.dstsuedwest.de

Z, Leipzig Internationale Zuliefermesse für Teile, Komponenten, Module und Technologien 5. bis 8. Februar www.zuliefermesse.de

Maintenance, Zürich Leitmesse für industrielle Instandhaltung 13. und 14. Februar www.easyfairs.com

Pumps & Valves, Zürich Schweizer Fachmesse für Pumpen, Armaturen und Prozesse 13. und 14. Februar www.easyfairs.com

Turning Days, Friedrichshafen Fachmesse für Hersteller von Präzisionsteilen 19. bis 22. Februar www.turning-days.de

März

BLE.CH, Bern Branchentreffpunkt für das metall­ verarbeitende Gewerbe der Schweiz 5. bis 7. März www.ble.ch

DST – Dreh- und Spantage Südwest, Villingen-Schwenningen

Mai

PCIM, Nürnberg Fachmesse und Konferenz für Leistungselektronik, Intelligente Antriebstechnik, Erneuerbare Energie, Energiemanagement 7. bis 9. Mai www.pcim.de

T4M, Stuttgart Plattform für Medizintechnik 7. bis 9. Mai www.messe-stuttgart.de/t4m-expo/

Control, Stuttgart

Smarte Lösungen für die Montage

Hohe Nachfrage nach Standflächen

Variantenvielfalt, kleinere Stückzahlen und immer kürzere Produktzyklen machen es nötig, Werker bei der manuellen Montage zu unterstützen. Etwa mit Datenbrillen und Pick-by-Light-Systemen. Smarte Lösungen und intelligente Systeme nicht nur für die manuelle Montage sehen Interessenten vom 8. bis 11. Oktober auf der Motek in Stuttgart – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montage­automatisierung. Wenn auf einer Linie verschiedene Produktvarianten montiert werden, kann schon Verwirrung aufkommen. In Zeiten von Fachkräftemangel sind es häufig weniger qualifizierte Werker, die hier Komponenten zusammenschrauben oder -kleben müssen. Damit nicht sie entsprechend fehlerbehaftet die jeweilige Variante erkennen und Teile zusammenstellen müssen, gibt es smarte Hilfsmittel wie Datenbrillen, die zeigen, welches Bauteil wo zu befestigen ist. Auch Augmented Reality auf dem Tablet kann hier helfen, indem per Animation der nächste Schritt eingeblendet wird. Bei der Auswahl des richtigen Teils helfen Lichtsignale. «Solche digitalen Lösungen vermeiden Fehler, beschleunigen den Montageprozess und sparen damit Kosten», so das Resümee des Projektleiters der Motek, Rainer Bachert.

Ob Teilefertigung oder -aufbereitung, die Bauteilreinigung hat entscheidenden Einfluss auf die Qualität der nachfolgenden Fertigungsprozesse sowie die spätere Produktqualität. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die partikuläre und filmische Sauberkeit – und sie steigen kontinuierlich weiter. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, geht es für Unternehmen weltweit darum, die erforderliche Bauteilsauberkeit so kostengünstig wie möglich zu erreichen. Gelingen kann dies jedoch nur durch kontinuierliche Prozess­ optimierung. Die parts2clean, die vom 23. bis 25. Oktober auf dem Stuttgarter Messegelände veranstaltet wird, ist dafür die inter­ nationale Informations- und Beschaffungsplattform. Die Relevanz der parts2clean verdeutlicht unter anderem der mit 87 Prozent sehr hohe Anteil an Entscheidern unter den Fachbesuchern. «81 Prozent der Fachbesucher kamen 2017 mit der Absicht zu investieren zur parts2clean», sagt Olaf Daebler, Global Director parts2clean bei der Deutschen Messe AG. «Knapp die Hälfte von ihnen plante Investitionen in Höhe von mehr als 100’000 Euro.» 2017 waren rund 4900 Fachbesucher aus 41 Ländern zur internationalen Leitmesse für industrielle ­Teile- und Oberflächenreinigung angereist.

I N F OS | FACT S

I N F OS | FACT S

Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung 7. bis 10. Mai www.control-messe.de

PRODEX, Basel Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungstechnik 14. bis 17. Mai www.prodex.ch

Swisstech, Basel Internationale Fachmesse für Komponenten, Systemlösungen und Dienstleistungen in der Zulieferindustrie 14. bis 17. Mai www.swisstech-messe.ch

Öffnungszeiten Montag, 8., bis Donnerstag, 11. Oktober von 9.00 bis 17.00 Uhr Eintrittspreise Tageskarte 2-Tages-Karte Schüler, Studenten Infos www.motek-messe.de

Öffnungszeiten Dienstag, 23., bis Donnerstag, 25. Oktober von 9.00 bis 17.00 Uhr 28,– Euro 47,– Euro 20,– Euro

Eintrittspreise Tageskarte Dauerkarte Schüler, Studenten

29,– Euro 42,– Euro 17,– Euro

Infos www.parts2clean.de maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN n Airmould-Teile

n Batterien

n CNC-Fertigungstechnik

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n Elektrothermografie

n Antriebstechnik

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n Betriebseinrichtungen

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n Entmagnetisierung HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH Lindenmoosstrasse 4 Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch Maurer Magnetic AG Industriestrasse 8-10 CH-8627 Grüningen Tel. +41 (0)44 936 60 40 Fax +41 (0)44 936 60 49 www.maurerdegaussing.com info@maurerdegaussing.com


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n Federn

n Filter

n Gleitlager

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TYP AG, Gewerbestrasse 24 CH-4512 Bellach Tel. +41 (0)32 625 58 58 Fax +41 (0)32 622 72 40 www.typ-tgw.com info@typ-tgw.com

SF-Filter AG Kasernenstrasse 6, CH-8184 Bachenbülach SF-Filter: für Öl, Luft, Kraftstoff, Wasser, Hydraulik, Pneumatik, Entstaubung. Tel. +41 (0)44 864 10 60 Fax +41 (0)44 864 14 56 www.sf-filter.com, info.ch@sf-filter.com

n Härtesäcke – Metallfolie Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

n Flüssigkunststoffe

n Härte- und WärmeBehandlungs­anlagen Häberli Härterei- und Werkstofftechnik AG Jägerweg 20 CH-3097 Bern-Liebefeld Tel. +41 (0)31 971 73 30 Fax +41 (0)31 971 73 49 haertetechnik@bluewin.ch

n Federn und Drahtartikel DEJEX SA, Fabrique de ressorts Route de Reuchenette 59 CH-2502 Bienne Tel. +41 (0)32 341 77 66 Fax +41 (0)32 342 29 61 www.ressort.ch dejex@swissonline.ch

n Hebebühnen – Warenlifte

n Fördertechnik

Thür & Co. AG Industrie-Aegert CH-8305 Dietlikon Tel. +41 (0)44 807 44 11 Fax +41 (0)44 807 44 00 www.thuer-co.ch info@thuer-co.ch

n Filter

n Heizelemente, Heizpatronen, n Heizbänder n Gravuren/Beschriftungen

Paul Hedfeld GmbH Hundeicker Strasse 20, D-58285 Gevelsberg Tel. +49 (0)23 32 63 71 Fax +49 (0)23 32 6 11 67 www.hedfeld.com, info@hedfeld.com

MAPAG Maschinen AG Weissensteinstrasse 2B CH-3008 Bern Tel.: +41 (0)31 380 86 00 Fax: +41 (0)31 380 86 01

n Giesserei

Kokillenguss Druckguss Bearbeitung Montage Leichtmetall-Giesserei AG Hauptstrasse 35 / Postfach CH – 3186 Düdingen +41 26 493 22 22 / info@duedal.ch www.duedal.ch

info@mapag.ch • www.mapag.ch

n Gummiformteile techn./Gummi­ walzen, Gummi-PTFE­ Metallverbindungen PLASTIGUM AG Grossholzstrasse 20 CH-8253 Diessenhofen Tel. +41 (0)52 646 08 00 Fax +41 (0)52 657 19 52

n Honen/Kreuzschleifen

Kreuzschleifen (Honen), ø 3-250 x 3000mm

LIWAG Industrieofenbau + Wärmetechnik AG Botzen 12, CH-8416 Flaach Tel. +41 (0)52 315 29 21 Fax +41 (0)52 315 14 06 www.liwag.ch, ofenbau@liwag.ch

Rex Articoli Tecnici SA Via Catenazzi 1 CH-6850 Mendrisio

n Gleitlager ­ Haldenstrasse 11 CH-8181 Höri Telefon 0041 (0)43 411 44 77 Fax 0041 (0)43 411 44 78 www.sefiltec.com | info@sefiltec.com

Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

Flexibler Kleinbetrieb empfiehlt sich für

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n Hydraulik NT HYWAG AG Hochdruckhydraulik Fabrikweg 1 CH-8634 Hombrechtikon Tel. +41 (0)55 254 54 74 Fax +41 (0)55 254 54 75

maschinenbau 7/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Hydraulik und Steuerungsbau

n IndustrieumzĂźge

n Kompressoren und ZubehĂśr

Kompressoren Vakuum Gebläse Service Engineering Aufbereitung KAESER Kompressoren AG

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8105 Regensdorf

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n Lager-/Archivierungssysteme

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DXIGLH6LHEDXHQN|QQHQ )2&2/DJHUXQG)|UGHUWHFKQLN$*$HVFK 7HOHIRQ    7HOHID[    (PDLO LQIR#IRFRFK  ,QWHUQHW  ZZZIRFRFK

Kolben- und Schraubenkompressoren, Druckluftaufbereitung, DruckluftzubehÜr, Märwilerstrasse 43, CH-9556 Affeltrangen Tel. +41 (0)71 918 60 60 Fax +41 (0)71 918 60 40 www.prematic.ch, info@prematic.ch

n Hydraulik, Schläuche und Verschraubungen

n Kabelkonfektionierung

TECALTO AG Rautistrasse 58, 8048 ZĂźrich Telefon 044 404 58 58 Telefax 044 404 58 00 info@tecalto.ch, www.tecalto.ch

Lager- und Betriebseinrichtungen Widenstrasse 3, CH-9464 RĂźthi/SG Tel. +41 (0)71 766 18 88 Fax +41 (0)71 766 10 36 www.kolbnorm.ch, info@kolbnorm.ch Widmer AG Lagertechnik Frauenfelderstrasse 33 CH-8555 MĂźllheim Tel. +41 (0)52 763 35 35 Fax +41 (0)52 763 35 36 info@widmertools.ch Telefon 062 789 75 95, www.servatechnik.ch

n Kompressoren

n Laserbeschriftung

n Industrielle Automation www.zumtech.ch T 056 460 03 90

n Kompressoren und ZubehĂśr

Pilz Industrieelektronik GmbH Gewerbepark Hintermättli CH-5506 Mägenwil Telefon +41 (0)62 889 79 30 pilz@pilz.ch, www.pilz.ch

n IndustrieumzĂźge

airtag engineering AG Drucklufttechnik und Anlagenbau HĂślzliwisenstrasse 5a CH-8604 Volketswil Tel. +41 (0)43 399 30 20 Fax +41 (0)43 399 30 21 mail@airtag.ch

n Laserschneiden n Krantechnik Laserschneiden Roboterschweissen

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n Kupplungen

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KTR Systems Schweiz AG Bahnstrasse 60, CH-8105 Regensdorf Tel. +41 (0)43 311 15 55 Fax +41 (0)43 311 15 56 www.ktr.com/ch-de ktr-ch@ktr.com


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n Lineartechnik

n Lineartechnik

n Oberflächentechnik

n Rohr- und Profilbiegemaschinen Rohr-ø 4 bis 120 mm MEWAG Maschinenfabrik AG Dorfstrasse 51 CH-3457 Wasen Tel. +41 (0)34 437 75 75 Fax +41 (0)34 437 75 76 www.mewag.com mewag@mewag.com

Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch

Impreglon Coatings AG Industriezone Schächenwald CH-6460 Altdorf

n Mechanische Bearbeitung

Telefon +41 (0)41 875 67 00 www.impreglon.ch | info@impreglon.ch

Humech AG Gewerbe Seeben, CH-8460 Marthalen Tel. +41 (0)52 319 15 55 Fax +41 (0)52 319 16 34

n Öl(nebel)abscheider

Dimensionelle Messtechnik

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n Metallspritzanlagen SCHNEEBERGER AG Lineartechnik St. Urbanstrasse 12 4914 Roggwil, Schweiz Telefon +41 62 918 41 11 Telefax +41 62 918 41 00 www.schneeberger.com info-ch@schneeberger.com

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n Montage DKM Althau 1 CH-5303 Würenlingen Tel. +41 (0)56 290 00 05 Fax +41 (0)56 290 00 06 dkm@bluewin.ch

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n Sandstrahlanlagen

n Messtechnik

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n Rollen und Räder

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A U S - & WE I T E R B I L DUNG K U R S E, S E MIN A R E , WORKSHOPS

Von Experten lernen n Auch kleine und mittlere Blechverarbeiter müssen sich mit der zunehmend geforderten Flexibilität und der einhergehenden Digitalisierung sämtlicher Produktionsabläufe befassen. Das erfordert zukunftsweisende Investitionen. Als Basis für richtige Entscheidungen erhalten Führungs- und Fachkräfte fundierte Informationen im Rahmen individuell abgestimmter Workshops beim Werksvertreter und Dienstleister Gebrüder Spiegel AG in CH-8274 Tägerwilen. Speziell die Digitalisierung sämtlicher Produktionsprozesse und die weiter zunehmende Flexibilisierung aller Abläufe von der Auftragserteilung bis zur Lieferung fordern von kleinen und mittleren Fertigungsbetrieben richtungsweisende Entscheidungen und Investitionen. Dies betrifft zum einen professionell handwerkliche Blechverarbeiter, zum Beispiel Spengler und Fassadenbauer. Zum anderen gilt dies auch für industriell ausgerichtete Lohn- und Auf­ tragsfertiger, die Blechteile in kleinen und mittleren Serien beispielsweise für den ­Maschinen- und Anlagenbau, für Elektround Elektronikgeräte sowie für die Gebäudetechnik herstellen. Innerhalb weniger Stunden erhalten die teilnehmenden Fach- und Führungskräfte in den Workshops fundiertes Know-

how rund um aktuelle Technologien der Blechbearbeitung. Dies befähigt sie, zukunftssicher in hochwertige Maschinen und Software zu investieren und damit ihre Unternehmen auf die aktuellen Forderungen hinsichtlich digitalisierter Organisa­ tionsstrukturen und flexibler Prozesse auszurichten. Themen und Termine für die Workshops organisiert der Werksvertreter in Tägerwilen individuell mit interessierten ­ Teams blechverarbeitender Betriebe. Zudem gibt es in vierteljährlichem Turnus standardisierte Workshops, die Interessenten auf Einladung und Anmeldung wahrnehmen können.

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Blockchain, eine neue Innovation n Blockchain ist in aller Munde, doch ... – was ist Blockchain und welches Poten­ zial bietet diese Technologie meinem Unternehmen? – könnte mein Unternehmen mit einem Initial Coin Offering (ICO) finanziert werden? – wie baue ich Blockchain-Anwendungen in Businessprozesse ein? Solche und weitere Fragen gehen wir am ganztägigen Forum Blockchain for Business am Donnerstag, 22. November, gemeinsam und praxisorientiert an. Spezialisten aus der Praxis berichten aus erster Hand von ihren Erfahrungen und geben Tipps für mögliche Umsetzungen in Ihrem Betrieb. In den Diskussionen während des Tages und im grossen Panel am Schluss können die Teilnehmenden ihre Fragen, ­Anregungen und Inputs aktiv einbringen. Kulinarische Köstlichkeiten und verschiedene Netzwerkmöglichkeiten runden das Programm ab. Programm Der Vormittag startet mit einer praxisorientierten Einführung zu Blockchain und Finan-

zierung via ICOs – Varianten und Umsetzungsformen – Rechtliche Aspekte – Berichte aus der Praxis. Themen am Nachmittag: Prozessoptimierungen mit Blockchain – Brauchen Sie eine Blockchain? – Praxisberichte – Spezialisten-Panel ... Datum, Ort 22. November, ab 8.30 Uhr Restaurant Lagerhaus, Davidstrasse 42, CH-9000 St. Gallen Weitere Infos www.blockchain4business.ch oder mittels QR-Code

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Was kostet Chemisches Ätzen? Das Verfahren galt lange vor allem als ideale Technik zur Erstellung von Prototypen. Inzwischen hat sich das fotochemische Ätzen aber auch ­ als Metallverarbeitungstechnik für die Massen­ fertigung bewährt.

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ISO 27001: Risikomanagement Kapitel 6 der ISO-Norm 27001 setzt sich mit der Planung auseinander. Der Schwerpunkt ist dabei der Umgang mit Risiken und Chancen. Die Anforderungen an ein Unternehmen können sich jederzeit verändern.

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DOSSIER

DOSSIER

SCHWEISSEN, SCHNEIDEN

ANTREIBEN, BEWEGEN, AUTOMATION

Hohe Geschwindigkeit und herausragende Qualität Wirtschaftlich, prozesssicher, wiederholgenau präzise und vor allem schnell – die Anforderungen an auto­ matisierte Schweissprozesse werden immer höher: In der Serienproduktion sollen nicht nur Dünn-, sondern auch Dickbleche mit steigender Geschwindigkeit und Qualität gefügt werden. Festkörperlaser trifft auf Rohrbearbeitung Bei der Rohrschneidanlage treffen die hohen Geschwindigkeiten des Festkörperlasers auf ein breites Bearbeitungsspektrum. Sie schneidet Rohre und ­Profile mit Durchmessern von bis zu 254 mm und einer Materialstärke von bis zu 10 mm.

Für die hängende Montage Den Roboter an der Decke oder zumindest hängend anzuordnen, ist immer dann sinnvoll, wenn am Boden wenig Platz zur Verfügung steht. Für die Automatisierung der Zukunft Bei heutigen Steuerungen erfolgt das Engineering (Programmierung, Design der HMI-Oberflächen usw.) meist über eine separate Software, die auf Microsoft Windows basiert. Das schafft eine Abhängigkeit von diesem Betriebssystem und den damit verbundenen Technologien.

DOSSIER KUNSTSTOFFE, VERBUNDSTOFFE

BITTE BEACHTEN Der nächste maschinenbau erscheint am 15. August. Anzeigenschluss ist am

20. Juli.

Verbinden von Kunststoffkomponenten Das Thema Leichtbau ist auch im Kunststoffbereich ein Dauerbrenner. Gerade im Automobilbau, wo zahlreiche Teile und Baugruppen verschraubt werden, zählt jedes Gramm. Ein neues Produktprogramm mit Inserts aus Aluminium soll dazu beitragen, das ­Gewicht zu minimieren.


MB Juli 2018  

Anton Paar, Hydraulik, Emil Egger, Face, surface, Oberfläche, Thema

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