Page 1

Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Nr. 6 Juni 2018

ellMit Schn zugriff

INDUSTRIEMAGAZIN: ZUM THEMA

DOSSIER: MESS-, STEUER- UND REGELTECHNIK

18

Maschinenbauer müssen ihre Vertriebs­partner steuern

36

Periodische Signale und Nichtlinearitäten im Griff

DOSSIER: TRANSPORTIEREN, LAGERN, LOGISTIK, INDUSTRIEBAU

46

Optimaler Materialfluss


IMPRESSUM

MASCHINENBAU EDITORIAL

47. Jahrgang Schweiz: ISSN 2297-0053 www.maschinenbau-schweiz.ch

Herausgeber Olympia-Verlag AG CH-8041 Zürich

printed in Switzerland

Redaktion | Verlagsleitung Aboverwaltung Publica-Press Heiden AG Redaktion Maschinenbau Im Bad 8, Postfach 262 CH-9410 Heiden Telefon +41 (0)71 898 80 10 maschinenbau@pph.ch Redaktion: Thomas Brosch, brosch@pph.ch Peter Göldi, goeldi@pph.ch Edgar Grundler, kommedia@t-online.de

Layout

Beraten und Verkaufen Jedes Maschinenbauunternehmen weiss: Wir produzieren nicht nur Spitzentechnologie, wir müssen sie auch verkaufen können. Besonders im weltweiten Industriegütermarkt wird diese Aufgabe von Vertriebspartnern wahrgenommen. Der klassische «Vertriebler» hat meist ein Wirtschaftsstudium absolviert. Oder ein Maschinenbauer hat eine Vertriebsschulung besucht und wechselt ins Vermarktungsgeschäft. Seit einigen Jahren hat sich das attraktive Berufsbild des «Vertriebsingenieurs» etabliert. Attraktiv deshalb, weil er neben technischen auch wirtschaftliche, psychologische und sprachliche Kompetenzen mitbringt, was ihn fürs internationale Geschäft

Publica-Press Heiden AG

prädestiniert. So oder so, wer im Vertrieb

Anzeigenverwaltung

tätig ist, agiert als Bindeglied zwischen dem industriellen Kunden und dem

Wincons AG Fischingerstrasse 66, Postfach CH-8370 Sirnach Telefon +41 (0)71 969 60 30 Fax +41 (0)71 969 60 31 maschinenbau@wincons.ch Verkauf: Manuel Keel, mk@wincons.ch Margit Pfändler, mp@wincons.ch Rita Räbsamen, info@wincons.ch

Druck gdz AG Spindelstrasse 2 CH-8041 Zürich

Abonnementpreise (inkl. MwSt.) Jahresabonnement/Einzel-Nr. Inland CHF 75.–/   8.– Ausland EUR 85,–/  9,– Ausland EUR 100,–/ 10,– (Übersee)

eigenen Unternehmen, was zu Abhängigkeiten und Konflikten führen kann. Wir berichten darüber im Zum-Thema-Artikel (Seite 18). Für die Verkaufsprofis alter Schule wird die Luft allerdings zunehmend dünner. Der moderne Maschinenbau bevorzugt die Kombination von Ingenieursachverstand und Vertriebs-Know-how, weil technisches Wissen heute in der Beziehung zum Kunden entscheidend geworden ist. Die Vermarktung komplexer Spitzentechnologie braucht weniger Verkäufer im klassischen Sinn, sondern Berater mit der Fähigkeit, technische Lösungen gemeinsam mit dem Kunden zu entwickeln. Das wird sich auch auf der automatica 2018 Mitte Juni in München bestätigen (Seite 49). Die Automatisierungsbranche boomt. Die Roboterdichte in der Fertigungsindustrie erreicht immer neue Rekorde.

Auflage

Und: Über smarte Produktionskonzepte lässt sich auch in einem der

Druckauflage: 7800 Ex. Erscheint monatlich zuzüglich eine Jahreshauptausgabe mit der Oktober-Ausgabe

Münchner Biergärten genussvoll diskutieren!

Nachdruck | Sonderdruck Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und elektronische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für Sonderdrucke wenden Sie sich bitte an den Verlag.

Thomas Brosch Chefredaktor

n Anzeige

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

3


MASCHINENBAU 6/2018 I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

Z U M T I T E L B IL D

6

maxon motor ag Der allumfassende Antriebsspezialist

SZENE NEWS

6

Brancheninfos in Kürze

MASCHINENBAU DREHMASCHINE

8

Tornos SwissDECO: Geballtes Know-how

INDUST RI EMA G A ZI N

D O S S I ER

ZUM THEMA

MESS-, STEUER- UND REGELTECHNIK

18

Maschinenbauer müssen ihre Vertriebspartner steuern Kaum eine Branche ist so international auf­ gestellt wie der Maschinenbau. Auch in der Schweiz ist er einer der führenden Industriezweige und stark auf den Export ausgelegt. Um ihre Kunden auf der ganzen Welt optimal betreuen zu können, setzen viele Maschinenbauunternehmer ganz oder teilweise auf Vertriebspartner.

INDUSTRIE 4.0

talen Agenda Schweizer Unternehmen sind: Digitale Sicherheit, Automation, Daten-Analyse, neue digitale Kundenerlebnisse und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern samt Aufbau einer Kultur, um digitale Veränderungen voranzutreiben.

21

MB-SERIE: ISO-NORMEN

22 Der dritte Teil geht auf das Normen­ ISO 27001: Führung

kapitel 5 Führung ein. Es genügt nicht mehr, dass die Geschäftsleitung zwar den Auftrag gibt, aber nicht aktiv mitarbeitet und die Umsetzung nicht unterstützt.

11

Hermle C 650: Für verschiedenste Fräsoperationen

12

Sandvik CoroDrill® 880: Herausragende Leistung Die neuen CVD-beschichteten Wendeschneidplatten für den CoroDrill® 880 wurden von Sandvik Coromant speziell für anspruchsvolle Bohrungen in NE-Metallen entwickelt.

Die Vorteile hochauflösender Encoder

ENX 16 RIO – der neue reflektive optische ­ncoder mit bis zu 65’536 Impulsen pro E Umdrehung in einem robusten Gehäuse (Ø 16 mm, 7 mm lang). Links als Kombination mit einem konfigurierbaren DC-Motor (DCX 16 S), rechts ein Blick in das Sensorgehäuse.

40 der neue Trend? Zuverlässigkeit mittels 41 Dauerschwingversuchen

Sind Tisch-Elektronenmikroskope

TRANSPORTIEREN, LAGERN, LOGISTIK, INDUSTRIEBAU

42 jeder Hinsicht Autonome Lagerversorgung 44 Der Einsatz von vollautomatisierten

HAM MMP TECHNOLOGY: Werkzeuge mit spiegelglatten Oberflächen

Die Geschäftsleitung sollte aktiv an Aufträgen mitarbeiten und an der Umsetzung mitwirken.

SPANNSYSTEME

IT-SICHERHEIT

24 muss neu gedacht werden Sicherheit in Industrieanlagen

ANWENDUNGSTECHNIK

27

Im Einsatz unter erschwerten Bedingungen Seit dem 16. Dezember 2017 fährt die steilste Standseilbahn der Welt im Kanton Schwyz von CH-6436 Muotatal auf den Stoos und bringt so Wintersportler und Wanderer spektakulär vom Tal hinauf ins Bergdorf.

28 Auf 2 μm genau dank 30 analogem Scan Riesige Lagerkapazität 32 auf engstem Raum Kühlschmierstoff stellt 34 Oberflächenqualität sicher Doppelte Performance, weniger Verschleiss

Spannsituation mit vier Zentrischspannern der Baureihe C2: Bei den beiden äusseren Zentrischspannern handelt es sich um die Standardund bei den beiden inneren Zentrischspannern um schwimmende Ausführungen.

Flexibilität in

45 automatisieren Optimaler Materialfluss 46 Ein optimaler Materialfluss ist die Vor-

14 15

38

Geräten zeichnet sich durch hohe Verlässlichkeit, Sorgfalt und Sicherheit aus: Die Schadensquote wird auf ein Minimum reduziert, da menschliches Fehlverhalten als Unfall­ ursache ausgeschlossen werden kann.

WERKZEUGE

Gressel Zentrischspanner C2: Lange Werkstücke spannungsfrei spannen

Periodische Signale und Nichtlinearitäten im Griff Seit einiger Zeit sind ILC-Regler in Gebrauch. Zwar sind sie nur für periodische Sollwert-Verläufe einsetzbar, erzielen aber oft deutlich bessere Resultate als die klassischen PID-Regler. Was steckt dahinter? Wo liegen die Schwierigkeiten?

Umfrage: Die fünf wichtigsten Ziele

Verbundbeton-Fahrachsen für Roboter

FRÄSMASCHINE

20 Die fünf wichtigsten Ziele auf der digi-

KONSTRUKTION

Als Nachfolger der Langdrehautomaten DECO und EvoDECO ermöglichen die kompakten Maschinen der SwissDECO-Baureihe eine hochproduktive und extrem präzise Produktion hochwertiger und komplexer Teile.

36

Manuelle Lager

aussetzung für Effizienz und Produktivität in der Intralogistik. Dabei gewährleistet eine leistungsstarke Fördertechnik die ideale Verbindung der unterschiedlichen Funktionsbereiche im Logistikzentrum.

MESSEN

49 für die gesamte Wertschöpfungskette Messekalender 50 Juni bis März

automatica: Automatisierungstechnik

R U B R I K EN 3 Impressum 16/35 News & Trends | Advertorials 48 Aus- und Weiterbildung 52 Sachregister | Bezugsquellen 57 Kapazitäten | Occasionen | Verschiedenes 57 Inserentenverzeichnis 58 Bücher, Kataloge, Lexika 58 Vorschau Nr. 7 | Juli 2018 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

5


S Z E NE NE WS

Gewonnen

ZUM TITELBILD n maxon motor entwickelt und baut Elektroantriebe, die richtig stark sind. Die bürstenbehafteten und bürstenlosen DC-Motoren des Antriebspezialisten gehören weltweit zu den Besten. Sie werden eingesetzt, wenn die Anforderungen hoch sind und Ingenieure keine Kompromisse eingehen wollen. maxon Motoren treiben die NASA-Rover auf dem Mars an. Sie sind in Insulinpum-

pen eingebaut und in chirurgischen Handgeräten. Man findet sie in Humanoiden Robotern oder in hochpräzisen Industrieanlagen. In Tattoo-Maschinen, Passagierflugzeugen, Kameraobjektiven, Rennautos, Herzpumpen. Neben hochstehenden Mikromotoren, Getrieben und Steuerungen bietet maxon auch Encoder an (mehr dazu auf Seite 38) und ganzheitliche mecha­ tronische Systeme – inklusive Batteriemanagementsystem und Mastercontroller. Zudem geben die Schweizer Ingenieure ihre Erfahrung und ihr Knowhow weiter. Sie sind echte Partner, wenn es darum geht, kundenspezifische Lösung zu finden und Grenzen der Entwicklung zu überwinden. Seit 1961 ist maxon motor in der Antriebsbranche zu Hause und hat sich mit starken Produkten und tollem Service behauptet. Weltweit beschäftigt maxon rund 2500 Personen an neun Produk­ tionsstandorten und ist in über 30 Ländern mit Vertriebsgesellschaften präsent. Dieses globale Netz verschafft die nötige Nähe zu den Kunden und eine Flexibilität, die es erlaubt, rasch auf neue Marktsituationen zu reagieren.

Bild: Gressel AG

Der allumfassende Antriebsspezialist Reger Informationsaustausch in der WerkstückspannerKleinteilefertigung bei der Gressel AG an einer von insgesamt sechs Live-Demonstrationen unter realen Produktionsbedingungen.

Gressel-Praxistage n Der Spezialist für Werkstück-Spanntechnik und Produktions-Automatisierung Gressel AG rief, zusammen mit den befreundeten Schweizer Unternehmen Erowa, Fehlmann und Cadamsolutions, zum ersten Mal die Gressel-Praxistage aus. Über 200 Fachleute aus der DACH-Region nahmen daran teil. Konsequent dem der Praxis entstammenden Leitmotiv «Prozessoptimierungen durch verschiedene Spann- und Automationssysteme» folgend, wählten die Veranstalter und Organisatoren in zwei Sessions einen Mix aus vier Theorie-Fachvorträgen und sechs Live-Demonstrationen. Am Morgen waren dies zwei Vorträge von Erowa und Gressel, denen besagte drei Live-Demonstrationen in der Fertigung der Gressel AG folgten, und am Nachmittag waren dies zwei Vorträge von Fehlmann und Cadamsolutions und weitere drei Live-Demonstrati­ onen in der Spannmittel-Produktion. Infos: www.gressel.ch

Open House n Vom 24. bis 27. April durfte die INDEX Gruppe rund 1700 Besucher im Werk Reichenbach begrüssen. Die Besucher konnten sich in Gesprächen mit INDEX-Mitarbeitern und den über den 20 Mitausstellern – allesamt Partner rund um die Prozesskette «Drehen» – über die Neuheiten der Branche informieren. Sehr erfreut über die rege internationale Beteiligung zeigte sich Geschäftsführer Dr. Dirk Prust: «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, globaler zu werden. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei den Märkten Asien und Amerika, wo wir schon im Geschäftsjahr 2017 mit 69 beziehungsweise 22 Prozent gewachsen sind.» Infos: www.index-werke.de

I N FOS | KONTAKT maxon motor ag Brünigstrasse 220 CH-6072 Sachseln Telefon +41 (0)41 666 15 00 www.maxonmotor.com www.drive.tech

6 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Mehr als 20 Maschinen mit interessanten Applikationen und Ausstattungen konnten unter Span begutachtet werden.

n Die EWM AG ist bei den Welding World Awards in der Kategorie «Best Welding Machine Supplier» ausgezeichnet worden. Bei einem Festabend in Birmingham überreichte der britische TV-Journalist Eamonn Holmes der Delegation des Schweisstechnikherstellers den prestigeträchtigen Preis. EWM überzeugte die Jury mit seinem Komplettangebot sowie dem Support und der umfassenden Beratung rund um das Schweissen. Die Welding World Awards sind unabhängige Auszeichnungen für Unternehmen aus dem Bereich der Schweisstechnik und werden alle zwei Jahre an die «Besten der Branche» vergeben. «Die Auszeichnung ist ein Beleg für die Qualität unserer Arbeit und das kontinuierliche Bestreben, Anwendern das Schweissen zu erleichtern», sagt

IN KÜRZE Personelles 1

n Mit Dietmar Weik erweitert das TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG in Weingarten seine Geschäftsführung. Er wird künftig die Bereiche Vertrieb, Service und Marketing leiten und bildet, zusammen mit Wolfgang Pfeiffer und Martin Knörle, die Geschäftsleitung. Infos: www.tox-de.com

Personelles 2

n Christopher Hegarty übernimmt ab 1. Juli die Rolle des Group CEO bei ANCA. Er begann bei der ANCA-Gruppe im Juli 2017 als technischer Leiter CNC-Maschinen und wurde in jüngerer Zeit als Geschäftsführer der Abteilung ernannt. Infos: www.anca.com

Personelles 3

n Die Afag Gruppe hat Heinz-Georg Geissler seit dem 1. Januar mit der Position Chief Sales Officer (CSO) betraut. Er verantwortet in seiner neuen Position den gesamten Verkaufsbereich und ist dabei unter anderem für die Optimierung und den Ausbau der Vertriebsstrukturen zuständig. Infos: www.afag.com

Kooperation

n In Zeiten von Industrie 4.0 müssen alle Fertigungsressourcen konsequent vernetzt werden. Dabei unterstützt Fertigungs-IT in Form von Manufacturing Execution Systemen (MES). Mit einer kürzlich unterzeichneten Kooperation erweitern FANUC und MPDV gegenseitig ihr Angebotsportfolio. Gleichzeitig stärken beide Partner damit auch ihre Schlagkraft auf dem hartumkämpften Markt, auf dem Unternehmen innovative Technologien für die Smart Factory beschaffen. Infos: www.fanuc.ch, www.mpdv.com


SZENE NEWS

30-Jahr-Jubiläum

Alan Cauchi (Managing Director bei EWM UK, Mitte), Christian Usinger (Assistent des Vorsitzenden des Vorstandes bei EWM, links) und Paul Thompson (Sales Manager bei EWM UK, rechts) haben für EWM in Birmingham die prestigeträchtigen Welding World Awards in der Kategorie «Best Welding Machine Supplier» in Empfang genommen.

Alan Cauchi, Managing Director bei EWM UK. «Wir sind stolz, bei diesem in der Schweissbranche so prestigeträchtigen Award den ersten Platz erreicht zu haben.» Infos: www.ewm-group.com

Ausgezeichnet

n Für herausragende Gestaltung, einfache und zuverlässige Funktion sowie für besonders komfortable Bedienung und Ergonomie hat der Kurzstangen­ lader SL 80 V von der FMB Maschinenbaugesellschaft mbH & Co. KG jüngst die Auszeichnung Red Dot Award: Product Design 2018 bekommen. Infos: www.fmb-machinery.de

n FAULHABER PRECIstep feiert sein 30-jähriges Bestehen. Als Management-Buy-out gegründet, um den Bau von Uhrantrieben zu übernehmen, entstanden die ersten 1- und dann 2-Phasen-Schrittmotoren – mit einem Leistungs-Volumen-Verhältnis und einer Präzi­ sion, welche herkömmlichen Antriebstechnologien einen Schritt voraus waren. Das Produktprogramm wurde stetig ausgebaut und die Belegschaft – zwölf Kollegen waren den Gründern gefolgt – wuchs parallel zum Bedarf an Highend-Schrittmotoren rasant an. So war der Schritt für FAULHABER nur folgerichtig, 2000 zur Erweiterung seines technologischen Portfolios bei ARSAPE einzusteigen und den Schrittmotorenspezialist in die Unternehmensgruppe zu integrieren. 2012 folgte die Umbenennung von ARSAPE in FAULHABER PRECIstep SA. 2020 werden Schrittmotoren von FAULHABER PRECIstep bei der nächsten RoverExpedition auf den Mars mit dabei sein. Vorher aber, am 22. Juni, feiert FAULHABER PRECIstep in La Chaux-de-Fonds seine 30-jährige Erfolgsgeschichte. Infos: www.minimotor.ch

Direktvertrieb

n Die Produktlinien Werkbankschraubstöcke AX und PS, Bohrmaschinenschraubstöcke Ecopos sowie die Biegewerkzeugsysteme HB können nun direkt bei Gressel AG unter verkauf@gressel.ch bestellt werden. Infos: www.gressel.ch

Erweitert

n Eaton hat die Industrieventile-Plattform AxisPro® weiterentwickelt – einschliesslich mit neuen Angeboten für zweistufige Ventile sowie mit der neuen Software Pro-FX® Configure. Infos: www.eaton.com

Partnerschaft

n B&R Industrie-Automation AG und Autix AG gehen eine Qualified Partnerschaft ein. Die Autix AG ist ein Start up für Automation und Innovation. Von der Entwicklung und Bau von Sondermaschinen über die Konzeption von Steuerungssystemen, den Steuerungsbau und die Softwareentwicklung bis hin zur Unterstützung bei der Inbetriebnahme und Wartung von Maschinen und Anlagen: Mit Autix ­erlebt der Kunde Technik, die funktioniert. Infos: www.br-automation.ch

Zusammenarbeit

n ORDERFOX.com wird seinem Ruf als Pionier in Sachen Digitalisierung der CNC-Branche erneut gerecht und macht durch den Schulterschluss mit dem Branchenführer Autodesk Visualisierung und Beschaffung noch einfacher. Infos: www.orderfox.com

Einfallsreich n Tomáš Slavík gilt als einer der besten Fourcross-Fahrer überhaupt: Als Weltmeister, Weltcup-Sieger und mehrmaliger Landesmeister hat der Tscheche auf den härtesten Strecken der Welt schon so manches Rad(lager) verschlissen. Wie man diesen Verschleiss drastisch minimieren kann, erfuhr Tomáš Slavik nun von Benjamin Michael, SKF Anwendungsingenieur. Auf der Suche nach einer Lösung wurde der Ingenieur im eigenen Hause fündig: Solid Oil (Festes Öl). Dabei handelt es sich um eine ölgesättigte Polymermatrix, die fast den gesamten freien Raum innerhalb eines Lagers ausfüllt und etwa zwei- bis viermal mehr Öl enthält als herkömmliche fettgeschmierte Lager. Diese Technologie hatte SKF ursprünglich für Anwendungen entwickelt, in denen unter anderem hohe Luftfeuchtigkeit und erhebliche Temperaturschwankungen auftreten können (im Bereich von zirka –40 bis etwa +60 °C). Infos: www.skf.com

Lage stabilisiert sich n Die Auftragseingänge in der Maschinen-, Elektro­ Schweizer und Metall-Industrie (MEM-Indus­ trie) nahmen im ersten Quartal 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich zu. Sie stiegen um +24,1 Prozent. Auch die Umsätze legten im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um +16,4 Prozent zu. Von der positiven Entwicklung bei den Aufträgen und Umsätzen profitierten sowohl Grossfirmen wie auch KMU. Die hohen Auftragseingänge der vergangenen Monate wirken sich auf die Kapazitätsauslastung in den Betrieben aus. Im ersten Quartal 2018 betrug sie gemäss KOF 90,6 Prozent, was deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 86,4 Prozent liegt. Im April erreichte sie sogar 91,9 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 10 Jahren. Infos: www.swissmem.ch

GF Solutions Days Europe n Während der GF Solutions Days Europe von 17. bis 19. April bei GF ­ ­Machining Solutions in D-73614 Schorndorf standen Lösungen für komplexe Herausforderungen im Werkzeug- und Formenbau und in der Herstellung von Präzisionsteilen im Mittelpunkt. Das Programm bestand aus spannenden Vorträgen, Live-Vorführungen und der Präsenz von Partnern aus der Werkzeugtechnik über Software bis hin zur Messtechnik. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich in vier verschiedenen Führungen praxisnah über wichtige Themen zu informieren: beste Oberflächen erzielen, komplexe Teile präzise fertigen, perfekte Formen herstellen und automatisiert fertigen. Infos: www.gfms.com

V.l.n.r.: Begrüsst wurden die Gäste von Antonio Faccio, Leiter der Marktregion Europa und Südamerika; Pascal Boillat, Präsident von GF Machining Solutions, und Christian Jung, Geschäftsführer GF Machining Solutions Deutschland. maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

7


MASCHINENBAU DREHMASCHINE

Geballtes Know-how D

iese SwissDeco-Modellreihe wurde auf der letzten EMO in Hannover vorgestellt. Gezeigt wurde dort die 36-mm-Variante mit Revolver. Mittlerweile gibt es mehrere Ausführungen dieser Maschine, mit denen die verschiedenen Marktanforderungen abgedeckt werden sollen. Die SwissDeco wurde für anspruchsvollste Aufgaben in verschiedenen Branchen konzipiert. Die Zielsetzung lautete, eine Maschine zu entwickeln, die sowohl einfache Teile rentabel fertigt und gleichzeitig selbst die präzise Herstellung komplexester Teile ermöglicht. Die SwissDeco wird für zwei Durchmesser angeboten: Die SwissDeco 26 ist für einen max. Stangendurchlass von 25,4 mm ausgelegt, die SwissDeco 36 für einen max. Stangendurchlass von

Als Nachfolger der Langdrehautomaten DECO und EvoDECO ermöglichen die kompakten Maschinen der SwissDECO-Baureihe eine hochproduktive und extrem präzise Produktion hochwertiger und komplexer Teile.

36 mm. Zwar basieren beide Maschinenmodelle auf dem gleichen Grundkonzept, aber die beiden Spindelvarianten haben jeweils ihre eigenen Besonderheiten. So kann die SwissDeco 26 in weni-

n Anzeige

gen Zehntelsekunden eine Drehzahl von 10’000 min–1 erreichen; die Spindeln für Haupt- und Gegenbearbeitung sind identisch und weisen daher die gleichen Leistungsmerkmale auf. Bei einer Spannkraft von 14’000 N profitieren die Spindeln von einem Drehmoment von 27 Nm. Diese Spindeln zeichnen sich neben ihrer Leistung durch eine hohe Dynamik aus.

36 mm und eine schier ­gigantische Leistung Die SwissDeco 36 ist mit ganz neuen 36-mm-Spindeln ausgestattet, wobei die Spindeln für Haupt- und Gegenbearbeitung, wie beim 26-mm-Schwestermodell, ebenfalls identisch sind. Zudem verfügen diese Spindeln über Flüssigkeitskühlung. Die Spannkraft liegt bei eindrucksvollen 25’000 N und die max. Drehzahl bei 8000 min–1. Diese neuen ­Spindeln basieren auf modernster Motortechnologie und können damit ein Drehmoment von 53 Nm aufbringen. Mit diesem beeindruckenden Drehmoment kann eine phänomenale Spanabnahme erzielt werden. In beiden Varianten ist die SwissDeco mit einer Führungsbuchse mit integriertem Synchronmotor und keramischen Lagern ausgestattet; so kann das ­Potenzial ihrer Spindeln voll ausgeschöpft werden. Zusätzlich ermöglicht der Direktantrieb eine

8 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

noch bessere Oberflächengüte des Werkstücks. Für das Drehen ohne Führungsbuchse kann die Führungsbuchse ganz einfach ausgebaut und auf der Buchsenablage abgelegt werden. Es müssen keinerlei Kabel oder Leitungen ab­ getrennt werden. Die Umrüstung ist denkbar einfach und dauert weniger als 15 min. Wahlweise kann die Swiss­ Deco mit einer neuen Führungsbuchse mit drei Positionen ausgestattet werden. Die Führungsbuchse mit drei Positionen ermöglicht die Verwendung von Stangen mit einer Toleranz von h9 bis h11, da sie sich bei unregelmässig geformten Stangen automatisch einstellt. Aufgrund der grossen Spannlänge können Spuren an den Stangen faktisch ausgeschlossen werden; darüber hi­ naus aber bringt dieses System einen echten Vorteil bei Fräs­ ­ arbeiten, weil Vibrationsprobleme drastisch verringert werden.

Vier Maschinenausführungen Die SwissDeco wird in vier Ausführungen angeboten, sodass für die bestehenden Anforderungen jeweils die am besten geeignete Kinematik gewählt werden kann. In all diesen Bauausführungen ist die SwissDeco mit drei vollkommen voneinander unabhängigen Werkzeugsystemen, dem gleichen Spindelblock für Gegenbearbeitung und einem Mehrfachhalter rechts von der Führungsbuchse ausgestattet. Was die Gegenbearbeitung betrifft, so besticht die SwissDeco durch eine besonders reichhaltige Ausstattung – um es kurz zu machen, der Spindelblock für Gegenbearbeitung ist der am besten ausgerüstete, den der Markt zu bieten hat. Die Maschine kann mit bis zu 16 Werkzeugen, darunter zwölf angetriebene Werkzeuge, bestückt werden. Um ein einheitliches Ganzes zu schaffen, verfügt auch der Motor­ antrieb des Spindelblocks für Gegenbearbeitung über hohe ­ Leistungswerte. Allein der Werkzeugmotor bringt ein Drehmoment von 8,2 Nm auf und ermöglicht eine Höchstdrehzahl von 10’000 min–1! Der linke Mehrfachhalter der Maschine ist modular ausgeführt und passt sich an die jeweiligen Werkstückanforderungen an. Es können Drehstahlhalterplatten,


MASCHINENBAU DREHMASCHINE Ein All-in-One-Konzept

MADE IN GERMANY

SwissDECO T (Revolver-Ausführung).

BIAX Druckluftwerkzeuge

BIAX Druckluftspindeln für automatisiertes Entgraten

Radial- oder Frontbohrer/-fräser, ein Winkelhalter oder auch Spezialeinrichtungen montiert werden. Der Mehrfachhalter ist in X- und Y-Richtung unabhängig beweglich und ruht in massiven Präzisionsführungsbahnen, die dem Ganzen eine ausgezeichnete Verwindungssteifigkeit verleihen. Mit dem Mehrfachhalter werden zwischen den Arbeitsgängen ­superkurze Span-zu-Span-Zeiten erzielt. Der Unterschied zwischen den einzelnen Ausführungen der SwissDeco betrifft vor allem das hinterste Werkzeugsystem, das entweder als Revolver oder als Mehrfachhalter ausgeführt sein kann. Beide können in X- und Y-Achsen-Richtung verfahren werden und verfügen über eine ­zusätzliche Z-Achse, die die Differentialbearbeitung und beispielsweise die Verfolgung der A­rbeits­ abläufe ermöglicht.

Diverse Ausführungen sind erhältlich

BIAX Maschinen mit biegsamer Welle

www.biax.ch

Aufgrund des zusätzlichen Revolvers kann die SwissDeco bis zu 36 zusätzliche Werkzeuge aufnehmen. Der Revolver verfügt über zwölf Plätze und kann pro Platz mit bis zu drei Werkzeugen bestückt werden. An jedem Platz können auch angetriebene Werkzeuge eingespannt werden. In dieser Ausstattungsvariante verfügt die SwissDeco über 49 Werkzeugpositionen, davon 28 Plätze für angetriebene Werkzeuge. Der Drehmomentmotor gewährleistet, dass die Revolverschaltung schnell und leise vonstattengeht. Auch durch die Reaktionsschnelligkeit von Schaltung und Verriegelung werden kurze Span-zu-

Span-Zeiten erzielt. Der Revolver kann wahlweise mit einer zusätzlichen B-Achse ausgerüstet werden, die entweder als Positionierachse oder als Arbeitsachse für die 5-Achsen-Simultanbearbeitung erhältlich ist, damit komplexe Konturen bearbeitet werden können. Mit Blick auf die allseits angestrebte Verkürzung der Rüstzeiten kann der Revolver der SwissDeco auch mit einem Schnellspannsystem ausgestattet werden. Über eine einzige Schraube kann der Werkzeughalter im Revolver gelöst und auch wieder verriegelt werden. Dies bringt nicht nur eine deutliche Zeitersparnis, sondern garantiert auch ausgezeichnete Wiederholgenauigkeit und Konzentrizität. Die Maschine kann alternativ auch mit einem zweiten Mehrfachhalter ausgestattet werden. Auch wenn dieser weniger Werkzeugplätze bietet als der Revolver, hat er doch den Vorteil noch kürzerer Span-zu-Span-Zeiten. In der Ausführung mit doppeltem Mehrfachhalter kann die Maschine bis zu 34 Werkzeuge, darunter 28 angetriebene Werkzeuge aufnehmen. Wie der Revolver verfügt auch der Mehrfachhalter über eine Z-Achse. Man kann sogar noch weitergehen und die Maschine mit einer zusätzlichen Drehachse ausstatten. Die Maschinenausführung mit doppeltem Mehrfachhalter verfügt dann über eine A-Achse für 2x3 angetriebene Werkzeuge. Diese Vorrichtung kann um 360° gedreht werden und die Werkzeuge können jeweils sowohl für die die Arbeit mit Führungsbuchse als auch für die Gegenbearbeitung genutzt werden.

Wie die MultiSwiss verfügt auch die SwissDeco in der Grundausführung über einen sogenannten Container, in dem die für den einwandfreien Betrieb erforder­ lichen Peripherieeinrichtungen untergebracht sind. Dieses Konzept ist nicht nur ausschlaggebend für den geringeren Platzbedarf der Maschine, sondern vereinfacht ihre Anwendung enorm und verleiht ihr grösstmögliche Autonomie. Wartungsarbeiten werden damit auf das absolute Minimum beschränkt. Je nach Bedarf kann die SwissDeco mit ­einem Späneförderer, einem Wärmetauscher, einem Papierfiltersystem, verschiedenen Hochdruckpumpen oder auch einem Ölnebelabscheider ausgerüstet werden, die allesamt im Container Platz finden. Zusammen mit der SwissDeco wird eine neue Bedienerschnittstelle eingeführt, die dem Anwender Bedienung und Programmierung enorm vereinfacht. Die Programmierung der SwissDeco erfolgt über ISO-Codes mithilfe der TISIS-Software, die entsprechend angepasst wurde, damit die drei Werkzeugsysteme optimal verwaltet werden. Einzug hält mit der SwissDeco auch TISIS «fast motion­», ein patentiertes System, das die Vorab-Berechnung der idealen Werkzeugbahn zwecks Optimierung der Zykluszeiten ermöglicht. TISIS «fast motion» besitzt eine ganze Reihe an Vorzügen, die wir demnächst vorstellen werden.

I N F OS | KON TAKT Tornos SA Rue Industrielle 111 CH-2740 Moutier Telefon +41 (0)32 494 44 44 www.tornos.com contact@tornos.com


MASCHINENBAU FRÄSMASCHINE

Für verschiedenste Fräsoperationen

Das Bearbeitungszentrum C 650 mit der Steuerung TNC 640.

M

it der C 650 hat Hermle AG letztes Jahr zur EMO ihre Performance-Line-Baureihe deutlich nach oben erweitert und bietet nun drei Maschinenmodelle für die wirtschaftliche 3- und 5-Achs-Bearbeitung. Die Performance-Line-Baureihe ist unterhalb der High-Performance-Line-Baureihe mit den Modellen C 12, C 22, C 32, C 42, C 52 und C 62 angeordnet und steht diesen in fast nichts nach. Lediglich die Ausstattungsvarianz, der Preis und natürlich die Namensgebung zeigen Unterschiede auf.

Neue Massstäbe beim Verfahrweg Die C 650 wird wie die C 250 und die C 400 in Hermle-bewährter modifizierter Gantryausführung ausgelegt und hat ein Maschinenbett in Mineralgussausführung, welches in der Hermle-eigenen hochmodernen Mineralgussgiesserei in Zimmern o.R. hergestellt wird. Der integrierte starre Aufspanntisch kann in der 3-Achs Ausführung Werkstücke bis max. 3000 kg (1050x900x600 mm) aufnehmen und ist deshalb prädestiniert für den Werkzeug- und Formenbau und den Maschinen-

bau. Auf dem Schwenkrundtisch bei der 5-Achs-Ausführung können Werkstücke bis max. 1500 kg (Ø 900x600 mm) hochpräzise bearbeitet werden. Die Verfahrwege im mit Edelstahl verkleideten Arbeitsraum betragen 1050x900x600 mm bei einer Maulweite von 775 mm und einer Türöffnung von 1050 mm. Optimale Bedingungen für eine einfache und sichere Kranbeladung. Die C 650 hat ein integriertes Werkzeugmagazin für 42 Werkzeuge. Optional können zwei Zusatzmagazine mit 50 oder 88 zusätzlichen Werkzeugplätzen adaptiert werden. Das Bedienpult lässt sich auch bei der C 650 einfach zur Werkzeugbeladestelle schwenken, sodass der Bediener die Werkzeugkenndaten direkt in die Werkzeugtabelle in der Steuerung eingeben kann. Das an der Beladestelle adaptierte Podest mit 200 mm Höhe bietet dem Bediener optimale, ergonomische Arbeitshöhe beim be- und entladen der Werkzeuge.

Wenn leistungsstarkes Fräsen und Drehen gefragt ist Die C 650 ist serienmässig mit der Heidenhain-Steuerung TNC 640 ausgestattet und bietet die komplette Programmier-Funktionali-

tät dieser bewährten Steuerung. Das Bedienpult hat einen grossen 19“-TFT Farb-Touchbildschirm, welcher ab sofort bei allen Hermle-Maschinen verfügbar ist. Optional kann die C 650 auch mit dem ergonomisch einstell­ baren Komfort-Bedienpult ausgestattet werden. In die Steuerung integriert sind die bewährten Hermle eigenen Setups, die dem Bediener eine optimale Unterstützung bei der Bearbeitung verschiedenster Fräsoperationen ermöglich. Auch der Einsatz verschiedenster digitaler Hermle Bausteine wie HIMS (Hermle Information-Monitoring-Software) und HACS (Hermle AutomationControl-System) sind an der C 650 optional erhältlich. Im Servicefall steht das Hermle «Wartungs-Diagnose-System» zur Verfügung, welches den Maschinenzustand kontinuierlich überwacht. Dies dient der schnellen Maschinendiagnose und der zustandsorientierten Bestimmung von Wartungsarbeiten. Optionen für den individuellen und wirtschaftlichen Einsatz erweitern den Einsatzbereich der C 650. So können Werkzeugzusatzmagazine, verschiedene Kühlund Spänesysteme, Absaugungen, Werkzeugbruch-Überwachung/Vermessung, Messtaster adaptiert werden.

I N F OS | KON TAKT Hermle (Schweiz) AG Tobeläckerstrasse 6 CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Telefon +41 (0)526 74 00 40 www.hermle-schweiz.ch info@hermle-schweiz.ch

n Anzeige

Arbeitsraum mit dem NC-Schwenkrundtisch Ø 900x750 mm. maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

11


MASCHINENBAU WERKZEUGE

Herausragende Leistung

Die neuen CVD-beschichteten Wendeschneidplatten für den CoroDrill® 880 wurden von Sandvik Coromant speziell für anspruchsvolle Bohrungen in NE-Metallen entwickelt.

U

m die Herausforderungen der Spanbildung und Spanabfuhr beim Bohren von NE-Metallen zu meistern, stellt Sandvik Coromant die neuen CVD-beschichteten Wendeschneidplatten GCN124 und GCN134 für den CoroDrill® 880 vor. Die extrem harten Eigenschaften der Diamantbeschichtung bieten eine lange Standzeit und gewährleisten in Kombination mit einem innovativen Spanbrecher- und Geometriedesign eine überragende Bohrperformance in anspruchsvollen Werkstoffen wie Aluminium. «Die Herstellung von Bohrungen in Aluminium kann eine

echte Herausforderung sein», erklärt Patrik Pichler, Global Product Manager für Wendeschneidplattenbohrer bei Sandvik Coromant. «Aufgrund von Duktilität und Weichheit sind Material und Schneidkanten in einem konstanten, anhaltenden Kontakt. Das Aluminium haftet an der Schneidkante und erzeugt eine Aufbauschneide, die ihrerseits die Spanbildung und die Spanabfuhr erschwert.»

Vielfältige Vorteile Die Diamant-beschichteten Wendeschneidplattensorten GCN124 und GCN134 wurden konzipiert,

um bei der Bearbeitung der meisten ISO-N-Werkstoffen die niedrigsten Kosten pro Bohrung zu liefern – dank einer langen Standzeit und/oder einer höheren Produktivität. Letztere resultiert aus höheren Schnittdaten sowie minimierten Stillstandzeiten infolge von weniger Wendeschneidplattenwechseln. Zu den weiteren Vorteilen zählen ein einfaches Handling dank hoher Zuverlässigkeit und längerer Standzeit sowie, aufgrund der Fähigkeit Aufbauschneiden- und Schmiereffekten entgegenzuwirken, eine verbesserte Oberflächengüte im Bohrloch. Ein reduzierter Wendeschneidplattenverbrauch senkt sowohl die Lagerbestände als auch die Umweltbelastung. Hiervon profitieren unter anderem Automobilhersteller, die Bohrungen in Aluminiumkomponenten wie Zylinderblöcke, Zylinderköpfe, Achsschenkel, Gehäuse, Bremssättel, Querlenker, Getriebegehäuse sowie Lenksäulenabdeckungen und -gabeln durchführen. Wettbewerbsvorteile erzielen zudem Unternehmen, die ISO-N-Bauteile herstellen und Betriebe, die Nischenanwendungen im Bereich Verbundwerkstoffe, etwa das Bohren von GFK-­ Rotoren und Rotorblättern für die Windanlagenindustrie, durchführen.

n Anzeige

Beeindruckende Ergebnisse Beim Bohren eines Sacklochs (Ø 22 mm, Tiefe 84,1 mm) in einen Zylinderkopf aus Aluminium 6061-T6 (90-100 HB) konnte mit dem CoroDrill® 880 dank der ­neuen Wendeschneidplatten N124 (Aussenschneide) und N134 (Zentrumschneide) die Werkzeugstandzeit von 700 auf 3024 Stück erhöht werden – ein Anstieg um 332 Prozent. Die neue Wendeschneidplatte ermöglichte höhere Schnittgeschwindigkeiten, wodurch die Produktivität um 33 Prozent gesteigert werden

12 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

konnte. Insgesamt wurden 300 Std. eingespart und die Gesamtkosten pro Bohrung um 23 Prozent reduziert. Ebenso erfolgreich war die Herstellung einer Durchgangsbohrung (Ø 22,5 mm) in einen 20 mm starken Front-Querlenker aus Aluminium AISi1Mg-T6 (150 HB). Dank der neuen Diamantbeschichteten CoroDrill® 880 Wendeschneidplatten konnte die Standzeit von 3000 auf 30’000 Stück erhöht werden. Infolge deutlich reduzierter Stillstandzeiten für Wendeschneidplattenwechsel konnte die Produktivität um 10 Prozent erhöht werden; die Kosten pro Bohrloch verringerten sich um 17 Prozent. GCN124 und GCN134 sind die erste Wahl für ISO-N-Materialien. Sie ergänzen die vorhandene, unbeschichtete H13A Sorte, die Sandvik Coromant weiterhin für Anwendungen mit kürzeren Fertigungsläufen und/oder schwierigen unterbrochenen Schnitten empfiehlt. Das CoroDrill® 880-Sortiment umfasst Standardwerkzeuge mit Durchmessern von 12 bis 84 mm und Bohrerlängen von 2 bis 5xD. Im Rahmen von Sandvik Coromants Tailor-Made-Angebot sind auch Zwischendurchmesser und Längenkombinationen sowie verschiedene Kupplungstypen und -grössen (Coromant Capto®, HSK oder Zylinderschaft) erhältlich. Das Tailor-Made-Angebot umfasst auch die Entwicklung von kun­ den­ individuellen Stufen- und Fasenbohrern für spezifische ­ Bauteile. Weitere Infos erhalten Sie unter www.sandvik.coromant.com/ de-de/products/corodrill_880 oder mittels untenstehendem QR-Code.

I N F OS | KON TAKT Sandvik AG, Coromant Alpenquai 14 CH-6002 Luzern Telefon +41 (0)41 368 34 34 www.sandvik.coromant.com coromant.luzern@sandvik.com


MASCHINENBAU WERKZEUGE

Werkzeuge mit spiegelglatten Oberflächen AM setzt mit der MMP TECHNOLOGY (Micro Machining Process, by Binc Industries Swiss) auf ein neues Verfahren: Durch die selektive Bearbeitung der Mik­rorauheit lassen sich Schneidkanten und Oberflächen von Vollhartmetall (VHM)-Werkzeugen hochpräzise herstellen und endbehandeln. Die so behandelten Schneidwerkzeuge weisen deutlich bessere Oberflächen auf als herkömmlich polierte Werkzeuge. HAM hat sich für dieses Verfahren das europaweite Exklusivrecht für wesentliche Teile des Portfolios gesichert.

Neues Polierverfahren Mit der MMP TECHNOLOGY kann im Vergleich zur klassischen Politur die Rauheit der Oberflächen bedeutend besser kontrolliert werden. Spiegelglatte Oberflächen lassen sich reproduzierbar herstellen und der Anwender behält die Kosten immer sicher ­ im Blick. Die Mikro-Behandlung läuft nach einem mechanischphysikalisch-katalytischen Spezialverfahren ab. Die Anlage erzeugt eine hochenergetische Bewegung, aggregierte Partikel werden in Relativbewegung gebracht. Deren Oberfläche weist genau die Mikroschneidenfolge auf, die der Topologie der Rauheit entspricht, welche auf dem Werkzeug entfernt werden soll. Die Fähigkeit, die gewünschte Rauheit frei einzustellen, verbessert die spezifischen Oberflächeneigenschaften der Werkzeuge erheblich. Die geringere Reibung führt zu einer optimalen Spanabfuhr, reduziertem Schnittaufwand und weniger Wärme an Werkzeug und Werkstück. Dünnbeschichtungen lassen sich leichter aufbringen und haften besser. Die MMP-Behandlung von PVDBeschichtungen erhöht die Schnittqualität durch weniger Reibung. Kanten können im µmBereich kontrolliert verrundet

Bilder: HAM Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH

H

HAM Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH setzt mit MMP TECHNOLOGY ein neues Polierverfahren ein.

Mit MMP TECHNOLOGY behandelte Werkzeuge weisen deutlich bessere Oberflächen auf als herkömmlich polierte.

werden. MMP TECHNOLOGY behandelte Werkzeuge bieten eine längere Lebensdauer. Die Anwender können erhöhte Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten fahren. Mit diesem Verfahren lassen sich darüber hinaus die Oberflächen der Werkzeuge reproduzierbar und homogen herstellen.

derwerkzeuge in den Bereichen Fräsen, Bohren und Reiben. Bearbeitet werden Haupt- und Nebenschneiden, Spanräume und Führungsfasen. HAM hat die MMP TECHNOLOGY an einer Vielzahl verschiedener Varianten getestet. «Dieses Verfahren funktioniert absolut zuverlässig. Die behandelten Werkzeuge arbeiten einwandfrei, sind besonders reibungsarm und verhindern Materialverschleiss», erklärt HAM-Geschäftsführer Günter Eberle. So wurde beispielsweise bei einem Bohrer HAM NIRODRILL mit ­einer Oberflächenbeschaffenheit

Besonders reibungsarm HAM poliert mit der MMP TECHNOLOGY VHM-Werkzeuge, VHMWerkzeuge mit CVD- oder PVD Beschichtung, PKD-bestückte Werkzeuge mit Grundkörper aus Hartmetall, Standard- und Son-

von Rz = 0,528 µm vor der Behandlung nach dem Polieren durch die MMP TECHNOLOGY mühelos der sehr gute Rz-Wert von 0,214 µm erreicht. «Auch die Oberflächenqualität der bearbeiteten Werkstücke ist sehr gut», fasst Günter Eberle zusammen. Bei der Bearbeitung von Edelstahl erzielten mit der MMP TECHNOLOGY behandelte Werkzeuge bessere Oberflächen und weniger Reibung als bisher. Auch in der Aluminiumbearbeitung haben Schneidwerkzeuge mit Oberflächen-Präzisionsbearbeitung überzeugt. Trotz höherem Vorschub haben sich keinerlei Aufbauschneiden gebildet. Die Sicherung der europaweiten Exklusivrechte war für HAM auch ein strategisch wichtiger Schritt. «Wir haben das Potenzial dieses Verfahrens erkannt und uns die Rechte gesichert», sagt Günter Eberle. Er schliesst nicht aus, die MMP TECHNOLOGY künftig auch als externe Dienstleistung anzubieten.

I N F OS | KON TAKT HAM Präzision Swiss Andreas Maier AG Alte Landstrasse 50 CH-9450 Altstätten HAM hat das Verfahren an einer Vielzahl verschiedener Werkzeugvarianten getestet und sich von der Effizienz überzeugt.

14 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Telefon +41 (0)71 757 03 20 www.ham-tools.com info@ham.ch


MASCHINENBAU S PA N N S Y S T E M E

Lange Werkstücke spannungsfrei spannen ut gespannt ist schon halb bearbeitet: Diesem Spruch kommt bei der zerspanenden Bearbeitung längerer oder langer und labiler Werkstücke hohe Bedeutung zu. Egal, ob ein langes Werkstück aus dem Vollmaterial oder aus einem Rohteil gearbeitet wird, gilt es dieses so zu spannen, dass es sich weder vor noch nach der Bearbeitung verzieht. Der Schweizer Spezialist für Werkstück-Spanntechnik Gressel AG hat sich dieser Herausforderung angenommen und für die Bau­ reihe Zentrischspanner C2 eine schwimmende Ausführung konstruiert.

Konturgerecht fixieren und spannen Gilt es beispielsweise lange Werkstücke zu positionieren und zu fixieren, empfehlen die Spann­ technikspezialisten den Einsatz von zwei Zentrischspannern C2 in Standard- und einem Zentrischspanner in schwimmender Ausführung. Die beiden Zentrischspanner C2 werden dabei

Bild: Gressel AG

G

den Baugrössen C2 80 L-130, C2 125 L-160, C 125 L-300 sowie C2 160 L-280 und C2 160 L-480. Die Spannmittel und die auswechselbaren Systembacken müssen, je nach Auslegung der Werkstück-Spannlösung, individuell zusammengestellt werden, um eine optimale Spannung zu erreichen.

Spannsituation mit vier Zentrischspannern der Baureihe C2: Bei den beiden äusseren Zentrischspannern handelt es sich um die Standard- und bei den beiden inneren Zentrisch­ spannern um schwimmende Ausführungen.

aussen angeordnet und der schwimmende Zentrischspanner innen. Je nach Baugrösse betragen die Ausgleichsbereiche zwischen ± 3 mm (beim Zentrischspanner C 2 80 L-130) und ± 5 mm (beim Zentrischspanner C 2 160 L-480). Je nach Länge und Beschaffenheit sowie Bearbeitungsanforderungen an das

Werkstück lassen sich natürlich auch zwei und mehr schwimmende Zentrischspanner montieren, um das Teil auf der ganzen Länge konturgerecht zu fixieren und zu spannen, wodurch ungewollte Verformungen des Werkstücks vermieden werden. Zentrischspanner in schwimmender Ausführung gibt es in

I N F OS | KON TAKT Gressel AG Schützenstrasse 25 CH-8355 Aadorf Telefon +41 (0)52 368 16 16 www.gressel.ch info@gressel.ch

n Anzeige

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

15


NE WS & T R E N D S A D V E RT O R IA L S

Bild: Meusburger

Konfigurierbare Längen dulaufbau-Assistent von Meusburger ins Spiel. In nur vier Schritten lassen sich Werkzeugmodule einfach und schnell konfigurieren. Mit wenigen Klicks kann eine Vielzahl von Platten ausgewählt werden. Durch die individuellen Modullängen ist höchste Flexibilität in der Gesamtlänge vom Modulwerkzeug gewährleistet. Nach der Auswahl der einzelnen Module wird automatisch das passende SH-Zweisäulengestell vorgeschlagen. Abschliessend können die 3D-Daten dank Direktschnittstelle wie gewohnt in alle gängigen CAD-Systeme ­exportiert werden.

n Speziell in der Modultechnik sind geringe Platzverhältnisse beim Einbau von Federn keine Seltenheit. Deshalb wird die Federung oft über die Führungseinheit realisiert. Zur optimalen Abstimmung muss die Länge l4 der Führungssäule angepasst werden. Diese ist ab sofort bei den Führungssäulen für die Modultechnik E 5076 und E 5078 von Meusburger frei wählbar. Damit die ­Toleranzen aller Führungssäulen in einem Modul exakt gleich sind, werden diese in ­einem Arbeitsschritt gefertigt. Nach dem Ablängen beträgt diese +0/–0,02 mm. Die Abstufung der Länge l4 ist im HundertstelMillimeter-Bereich möglich und kann schnell und einfach über die digitalen Kataloge von Meusburger bestellt werden. Die CAD-Daten der konfigurierten Führungssäule stehen im Anschluss zum Export bereit.

n Geringere Montagekosten, die Reduzierung der Teilevielfalt sowie der Trend zur vorgefertigten Baugruppenmontage – für die Verwendung von vorgefertigten Verbindungssystemen gibt es viele Gründe. Je nach Anwendungsfall können verschiedene Materialien ­ verwendet werden und sowohl lösbare als auch nicht lösbare verliersichere Verbindungssysteme umgesetzt werden. Mit CapTec hat die Arnold Umformtechnik GmbH ein verliersicheres Verbindungssystem entwickelt, mit dem die Montagezeit verkürzt, die Montagekosten verringert und der Montageprozess vereinfacht werden können. Hinter dem Markennamen CapTec verbergen sich dabei verliersicher vormontierte Verbindungselemente oder Schrauben-Hülsen-Kombinationen, die über einen nachträglichen Montagearbeitsgang gefügt und als ein Element in die jeweilige Applikation eingebracht werden. Basis für die Systeme sind Standardelemente aus dem Portfolio von Arnold Umformtechnik, welche mit Blick auf die Toleranzen entsprechend angepasst werden. Für Kundenanwendungen stehen zwei unterschiedliche Varianten zur Verfügung:

Variante eins umfasst Elemente aus Schraube und Hülse, die mit einem Zusatzelement miteinander verbunden sind. Die Verwendung eines Kunststoffrings als Zusatzelement erlaubt eine hohe Flexibilität und ermöglicht die Demontage der Baugruppe im Reparaturfall. Bei einer zweiten, kosteneffizienten Variante werden Schraube und Hülse direkt miteinander verprägt – ­ ohne Zusatzelement.

I N F OS | KON TAKT Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG Carl-Arnold-Strasse 25 D-74670 Forchtenberg-Ernsbach Telefon +49 (0)7947 821-0 www.arnold-fastening.com info@arnold-fastening.com

Passende Allrounder

E 6045 Einschubhilfe für Module Beim Wechsel von Modulen müssen immer mehrere Bauteile entfernt werden, damit die Module aus- und wieder eingebaut werden können. Vor allem für die Fixierung der Distanzstücke ist oft die teure, aufwändige Einarbeitung von T-Nuten in die Werkzeugplatten notwendig. Mit den gehärteten und geschliffenen Einschubhilfen von Meusburger gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Durch die bereits integrierte T-Nut nach DIN 508 ist der Ein- und Ausbau von Distanzstücken denkbar einfach. Die Stärke der Einschubhilfen ist optimal auf die Plattenstärken von Meusburger angepasst und kann individuell ausgewählt werden. Weiters sind Beschädigungen am Muttergestell aufgrund der gehärteten Einschubhilfen nahezu ausgeschlossen. Die Ergonomie beim Werkzeugwechsel wird zudem positiv beeinflusst. Wie gewohnt ist auch die Einschubhilfe für Module ab Lager lieferbar. Komplette Module mit nur wenigen Klicks Um ein Modul zusammenzustellen, braucht man in erster Linie viel Zeit, um die vielen Platten in mühsamer Handarbeit einzeln auszusuchen. Im Anschluss daran muss auch noch das passende Muttergestell ausgesucht werden. Hier kommt der neue Mo-

Effizienz in der Montage

INFO S | K O NTA K T Meusburger Georg GmbH & Co KG Kesselstrasse 42 AT-6960 Wolfurt Telefon +43 (0)5574 6706-0 www.meusburger.com sales@meusburger.com

16 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

n Gimatic präsentiert auf der diesjährigen automatica den neuen elektrischen 2-BackenParallelgreifer MPRJ, der sich selbst zentriert und zum Greifen innen und aussen eingesetzt werden kann. Ausserdem stellt der Mechatronik-Spezialist seine neue modulare Sensorbox vor, die sich individuell auf die Kundenanforderung anpassen lässt. Um die jeweilige Position einzustellen, wurden die Fingergreifer verschiebbar ausgeführt. Die Last wird durch die Kraft der eingebauten Feder festgehalten. Der Greifer hält die Last auch im Falle eines Stromausfalls oder bei ausgeschaltetem Motor zu 100 Prozent fest. Die maximale Gesamtspannkraft beträgt 24 N, der maximale Hub 53 mm. Der Parallelgreifer eignet sich zum Greifen eines breiten Produktspektrums ohne Backenwechsel. Die modulare Sensorbox SBM wurde speziell für den Einsatz bei RobotergreiferSystemen entwickelt. Der modulare Aufbau erlaubt es problemlos, zusätzliche Sensorik zu installieren und zudem die gewünschte Logik und/oder Trigger zu setzen. Das Sensorsystem besteht aus einer oder mehreren Mehrfacheinheiten SBMM, einer oder mehreren Nebeneinheiten SBMS und einer Ab-

schluss- und Fixiereinheit SBMK. Master- und SlaveModule können mit bis zu 20 Slave-Modulen in Reihe geschaltet werden, wodurch sich anwendungsspezifische Systeme ausführen lassen. Die Sensorbox ist mit den Abmessungen 34x36 x10 mm je Modul sehr kompakt und lässt sich einfach manuell über Trigger konfigurieren. Jeder Sensorausgang ist als NO oder NC konfigurierbar. Das Master-Gerät aktualisiert gleichzeitig zwei digitale Ausgangssignale über die Reihe der Schliesser und Öffner. Der Bereich für die Spannungsversorgung reicht von 10 bis 32 V.

I N F OS | KON TAKT Gimatic Vertrieb GmbH Linsenäcker 18 D-72379 Hechingen Telefon +49 (0)7471 96015-0 www.gimaticvertrieb.de zentrale@gimaticvertrieb.de


NEWS & T R ENDS ADVERT ORI ALS

Messende Lichtgitter für die Automation n Mit messenden Lichtgittern lassen sich automatisiert einfach und zugleich zuverlässig die Abmessungen von Produkten ermitteln. Objekte mit unterschiedlichsten Oberflächeneigenschaften werden sicher erkannt und die Reaktionszeiten sind verhältnismässig kurz. Setzen die Lichtgitter zudem auf Infrarotstrahlung, beeinflusst auch Fremdlicht im Umfeld die verlässliche Messung nicht. Die Sensorik-Spezialisten von Contrinex haben daher mit der neuen Sensorbaureihe MGI verschiedene messende Infrarot-Lichtgitter im Angebot. Diese werden für unterschiedliche Messbereiche bis zu einer maximalen Messhöhe von 1438 mm angeboten. Die Grundfläche der Sensorleiste beträgt dabei gerade einmal 40x20,5 mm. Weil dank ­einer speziellen Technologie die Strahlen parallel und überkreuzt laufen, liegt die maximale Auflösung im zentralen Messbereich bei 6 mm. Wo eine geringere Genauigkeit gefordert ist, eignet sich die Variante mit Zentralstrahlenabstand von 12

mm und einer Auflösung von 14 mm. Die Ansprechzeiten liegen zwischen 4 und 14 ms je nach Messhöhe und Strahlenabstand. Messwerte werden als analoges 0- bis 10-V- oder 4- bis 20-mASignal ausgegeben. Die messenden Lichtgitter überzeugen durch einfache Inbetriebnahme; mit Switches lässt sich sehr einfach der Messbereich (Position oder Dimension des Objekts) einstellen. Verbaut man zwei Lichtgitter zueinander um 90° versetzt, können die Höhe und Breite eines Objekts ge­messen werden.

INFO S | K O NTA K T CONTRINEX AG Route du Pâqui 5 CH-1720 Corminbœuf Telefon +41 (0)26 460 46 48 www.contrinex.com info@contrinex.com

Hardware-Konfigurationen einfach verwalten

Mit dem neuen Software-Baustein mapp IO kann das komplette Hardware-Spektrum von B&R bei Maschinen und Anlagen während der Laufzeit nachgerüstet werden.

n Modulare Applikationen können nun noch einfacher realisiert werden. Mit dem neuen Software-Baustein mapp IO ermöglicht es B&R, I/O-Module jederzeit zu ergänzen. Das kann vor der Auslieferung einer Maschine geschehen oder sogar zur Laufzeit. Damit wird das Variantenmanagement von Maschinen und Anlagen erheblich erleichtert. Mit mapp IO können I/O-Konfi­gurationen direkt aus einem Auftrags- oder ERP-System generiert werden. Ein Engineering-Werkzeug ist dazu nicht notwendig – selbst wenn Antriebe oder Module von

Drittanbietern ergänzt werden. Zusätzliche Varianten und Hardware-Optionen werden direkt an der Maschine mit mapp IO konfiguriert und anschliessend mit mapp CodeBox programmiert. mapp CodeBox ermöglicht es, Optionen in Kontaktplan zu programmieren, ohne die originale Maschinensoftware zu ändern. Die Maschine wird in Betrieb genommen, ohne dass die originale Maschinensoftware verändert werden muss.

INFO S | K O NTA K T B&R Industrie-Automation AG Langfeldstrasse 90 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 56 00 www.br-automation.com/de-ch office.ch@br-automation.com


INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

Maschinenbauer müssen ihre Vertriebs­ partner steuern Kaum eine Branche ist so international aufgestellt wie der Maschinenbau. Auch in der Schweiz ist er einer der führenden Industriezweige und stark auf den Export ausgelegt. Um ihre Kunden auf der ganzen Welt optimal betreuen zu können, setzen viele Maschinenbauunternehmer ganz oder teilweise auf Vertriebspartner. Nicht ganz einfach, denn sie sind nicht weisungsgebunden und lediglich über Anreizsysteme steuerbar. Wir verraten, wie Maschinenbauer ihre vielen Vertriebspartner dennoch gut unter einen Hut bringen.

M

aschinenbauer können ihre Waren direkt anbieten oder indirekt über Vertriebspartner. Gerade in diesem grossen Indus­ triezweig werden Markt- und Wettbewerberinformationen in­ tensiv genutzt und Service gross­ geschrieben. Maschinenbauer entscheiden sich für Vertriebspart­ nerschaften, um globale Markt­ durchdringung schnell zu errei­ chen. Weil Vertriebspartner aber nicht zum herstellenden Unter­ nehmen gehören, sind sie auch nicht weisungsgebunden. Sie las­ sen sich daher nur schwer be­ treuen, kontrollieren und steu­ ern. Oftmals ist der Partner auch Reseller mehrerer Produkte ver­ schiedener Unternehmen. Der Einfluss auf ihn ist minimal. Je­ doch ist eine erfolgreiche Zusam­ menarbeit mit den Partnern um­ satzentscheidend. Daher ist es an

Vertriebspartner für sich gewinnen Vertriebspartner arbeiten oft auch für andere Hersteller. Damit Re­ seller Leads bevorzugt bearbeiten, müssen sie davon überzeugt wer­ den, dass sich deren Bearbeitung

auch lohnt. Das gelingt durch An­ reize. Nur darüber entsteht Ein­ fluss auf Vertriebspartner. Anstatt Leads wie bisher einfach an die Vertriebspartner zu verteilen, wird der Spiess umgedreht: Die Vertriebspartner entscheiden selbst, welchen Lead sie gern be­ arbeiten möchten. Dies erspart lästiges Nachfragen, wer gerade Zeit und freie Ressourcen hat, und gewährleistet auch die zügige Bearbeitung durch genau denje­ nigen, der den Lead auch wirklich übernehmen möchte. Indem im Rahmen von Channel Opportun­ ity-Management Leads auf einer zentralen Plattform angeboten und Reseller aufgefordert wer­ den, die Leads aktiv abzuholen, erhöht sich automatisch der Druck auf die Vertriebspartner.

der Zeit, der Vertriebsorganisation und dem Austausch mit Ver­ triebspartnern eine feste Struktur zu geben: durch ein Channel ­Opportunity-Management.

Wie entsteht mehr Transparenz im Vertriebstrichter? Stets den Status seiner Leads im Blick zu haben, ist auch für Ma­ schinenbauer enorm bedeutsam. Im Direktvertrieb lässt sich schnell und unkompliziert ermitteln, in welchem Stadium sich Leads und Opportunities gerade befinden. Bei Unternehmen, die auf Ver­ triebspartner zurückgreifen, ist das ungemein schwer. Wer bear­ beitet das Lead? Wie kann ich Feedback einfordern und den ak­ tuellen Status sehen? Ein zentra­ les System ist nötig, das alle Betei­ ligten von überall einsehen, aktu­ alisieren und bearbeiten können.

n Anzeige

18 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Channel Opportunity-Management macht’s möglich.


INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

Was macht Vertriebspartner so erfolgsentscheidend für den Maschinenbau?

Feedback von Vertriebspartnern – wie einfordern? Es ist nicht immer leicht, Feed­ back entweder zum Bearbei­ tungsstatus oder zum Ergebnis einzufordern. Durch indirekte Methoden haben Maschinenbau­ er aber doch ein Druckmittel in der Hand, um zügiges Feedback zu erhalten: Vertriebspartner, die zu viele Leads unbearbeitet liegen lassen, werden gesperrt. Mit einer guten Lead Opportunity-Manage­ ment-Software erfolgt dieser Schritt automatisch. Gesperrte Vertriebspartner können sich kei­ ne weiteren Aufträge sichern. Erst nachdem sie die geforderten Feedbacks abgeben, erhalten sie wieder die Möglichkeit, neue Leads zu reservieren. Indem der vorübergehend gesperrte Ver­ triebspartner weiterhin die vielen Geschäftschancen sehen kann, erhöht sich seine Motivation wo­ möglich – wenn er zusehen muss, wie eine gute Opportunity vom Angebotstisch verschwindet.

triebspartnern am besten automa­ tisiert zugespielt werden. Denn für den Vertriebspartner müssen sowohl der Aufwand als auch der Nutzen in einem positiven Ver­ hältnis stehen.

Checkliste mit den zehn Geboten Channel Opportunity-Manage­ ment hilft auch in der Maschi­ nenbaubranche, die nötige Trans­ parenz zu erhalten, um ohne Zeit­ verlust zu reagieren und die LeadBearbeitung effektiv zu steuern. Dadurch folgen oft auch deutlich mehr Geschäftsabschlüsse. Wei­ terführende Informationen ent­ hält die Checkliste «Mehr Umsatz mit Vertriebspartnern – Die zehn Gebote für erfolgreiches Channel Opportunity-Management». Die­ se Checkliste steht unter www. leadtributor.de/der-leadtributoreine-software-zur-steuerung-dervertriebspartner/maschinenbau/ zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Erhalten Vertriebspartner alle Informationen zu den Leads? Vertriebspartner sind engagierter, wenn sie mit allen verfügbaren Informationen über den Lead ver­ sorgt werden. Daher ist es um­ satzfördernd, die Leads zuvor ent­ sprechend zu qualifizieren und das Profil des Leads mit Informati­ onen anzureichern. Dieses ge­ samte Profil sollte den Ver­

INFO S | K O NTA K T leadtributor GmbH Grafinger Strasse 6 D-81671 München Telefon +49 (0)89 716 77 59 40 www.leadtributor.de dialog@leadtributor.com


INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

Die fünf wichtigsten Ziele auf der digitalen Agenda Schweizer Unternehmen sind: Digitale Sicherheit, Automation, Daten-Analyse, neue digitale Kunden­ erlebnisse und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern samt Aufbau einer Kultur, um digitale Veränderungen voranzutreiben. Bild: Archiv

Unternehmensstrukturen beste­ hen, bieten sich spezialisierte Task Forces an, die sich auf schnelles Prototyping konzentrieren (rapid prototyping processes). Für den Einsatz solcher Pilotprojektstrate­ gien sieht die grosse Mehrheit der Unternehmen in der Schweiz er­ heblichen Nachholbedarf (64 Pro­ zent). Nur knapp 10 Prozent der befragten Manager geben an, hier mit einer separaten Abteilung be­ reits einen exzellenten Reifegrad erreicht zu haben. Diese recht schwachen Ergebnisse stehen im Gegensatz zu den überragenden Chancen, die die Digitalisierung bietet: Knapp 70 Prozent der Ma­ nager wollen in den nächsten zwei bis drei Jahren mit digitalen Geschäftsstrategien neue Einnah­ mequellen erschliessen. «Das ge­ plante Engagement der Schweizer Manager, digitale Strategien zügig zu entwickeln, ist eine gute Nach­ richt», sagt Bruno Messmer. «Denn als wichtige Erkenntnis unserer Digitalen-Agenda-Studie zeigt sich, dass sich die Prioritäten der Unternehmen durch die Aus­ arbeitung und Implementierung einer digitaler Strategie ständig verändern – die ursprünglichen Pläne immer wieder angepasst werden müssen. Das Handeln

Der Digitale Wandel bietet grosse Chancen, Wohlstand und Lebensqualität zu steigern und die Schweizer Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Z

u den grössten Herausforde­ rungen der digitalen Transfor­ mationen zählt für knapp 60 Pro­ zent der Manager die Zusammen­ arbeit von Mitarbeitern über klas­ sische Abteilungsgrenzen hinweg. Das sind Ergebnisse der Studie «Digitale Agenda 2020», die vom weltweit führenden unabhängi­ gen end-to-end IT-Dienstleister DXC Technology über ein Markt­ forschungsinstitut in der Schweiz durchgeführt wurde.

formation bei DXC Technology Schweiz. «Nur 11 Prozent attes­ tieren dem eigenen Haus einen exzellenten Reifegrad, gemein­ sam mit kreativen Menschen in­ nerhalb und ausserhalb ihres Un­ ternehmens die besten Ideen für neue Produkte zu entwickeln.» Um Hürden aus dem Weg zu räumen, die wegen klassischer

Über die «Digitale Agenda 2020»-Studie DXC Technology hat die Studie «Digitale Agenda 2020» im Juli 2017 über ein Marktforschungs­ institut durchgeführt. In der Schweiz wurden 100 Führungs­ kräfte mit Entscheidungsbefugnis bei der digitalen Transformation befragt. Branchenschwerpunkte der Studie sind: Industrie, Trans­ port & Verkehr, Telekom + IT, Bauwesen, Gross- und Einzelhan­ del, Gesundheits- und Sozialwe­ sen, Finanzdienstleister.

I N F OS | KON TAKT DXC Technology Überlandstrasse 1 CH-8600 Dübendorf Telefon +41 (0)43 547 08 80 www.dxc.technology/ch barbara.hoefelmayr@dxc.com

0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

Ideen für neue Produkte ­entwickeln

Sicherheit, um die Firma vor digitalen Risiken zu schützen

56 Prozent der Schweizer Mana­ ger sind mit vielen guten Ideen für digitale Projekte zufrieden, die ihre Mitarbeiter beisteuern. Gleichzeitig berichten knapp 60 Prozent der Firmen aber von einer traditionellen Unterneh­ ­ menskultur, die digitale Transfor­ mation ausbremst. «Dieser Stol­ perstein ist insbesondere bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle besonders kri­ ­ tisch», sagt Dr. Bruno Messmer, Leiter Digital Bit Strategy & Trans­

Digitale Prozessautomatisierung 3 5 und Optimierung Sammlung und Auswertung von Daten

9

6

14

21

27

23

50 Prozent = wichtig–sehr wichtig

6

20

27

25

20

45 Prozent = wichtig–sehr wichtig 5

13

30

29

17

46 Prozent = wichtig–sehr wichtig Digitale Kundenerlebnisse (zum Beispiel Apps, Chatbots)

10

17

7

22

27

17

44 Prozent = wichtig–sehr wichtig Mitarbeiter befähigen und Kulter aufbauen, um digitale Veränderungen voranzutreiben

5

8

13

34

23

17

40 Prozent = wichtig–sehr wichtig 1 – Stimme überhaupt nicht zu

2

3

4

5

6 – Stimme voll und ganz zu

Frage: Welches sind die wichtigsten Elemente Ihrer bestehenden oder geplanten digitalen Agenda?

20 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Bild: DXC Technology

Umfrage: Die fünf wichtigsten Ziele

verändert also auf der digitalen Transformationreise das Denken und deshalb ist es wichtig, mit der Umsetzung von Digitalisierungs­ projekten so rasch wie möglich zu beginnen und dabei immer agil und anpassungsfähig zu bleiben.» Als weltweit grösster unab­ hängiger IT-Dienstleister mit jah­ relanger Erfahrung auf dem Ge­ biet der Digitalisierung unter­ stützt DXC Technology seine Kunden bei ihrer digitalen Trans­ formation. Die Mission: Unter­ nehmen in der Schweiz und welt­ weit auf ihrer digitalen Reise zu begleiten.


INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

Verbundbeton-Fahr­ achsen für Roboter

Expertise unseres Partners und die Zuverlässigkeit, auch bezüg­ lich Einhaltung der Zeitplanung und der problemlosen Umsetzung von individuellen Kundenwün­ schen», so Stephanie Lücking, Projektleiterin bei Eisenmann al­ pha-tec. 2006 hat IPR die erste Fahrachse gebaut und ist ent­ wicklungsstarker Experte auf die­ sem Gebiet. Decken-, Wand-, Ver­ tikal-, Lafetten- und Boden­ fahrachsen aus Verbundbeton, Aluminium und Stahl sorgen für Bewegung in der Montage-, Hand­ habungstechnik, bei Be- und Ent­ ladungseinheiten sowie Lackier­ anwendungen. Die modular auf­ gebauten Systeme von klein bis gross haben eine Traglast bis zu 12 t und sind flexibel erweiterbar. Bei der Länge sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Mehr als 1500 Fahrachsen hat IPR bis heute weltweit verkauft.

Effizienter, ökonomischer und nachhaltiger sollten die Fahrachsen für die Lackiererei eines grossen Automobilherstellers sein. Der beauftragte Erstausrüster Eisenmann alpha-tec in D-71636 Ludwigsburg automatisiert regelmässig komplexe bahnorientierte Anwendungen mit Industrierobotern und kennt die neuesten Entwicklungen auf dem Fahrachsenmarkt. Daher setzt er die Weltneuheit Verbundbeton-Fahrachse von IPR – Intelligente Peripherien für Industrieroboter mit vielen Vorteilen gegenüber den bestehenden Metallvarianten ein.

E

s ist der erste Einsatz dieser ­innovativen Fahrachsentech­ nologie in der Serienproduktion. Wo Platz knapp, Geräusche und Schwingungen zu verringern sind, ist die neue Fahrachse aus Verbundbeton eine äusserst kos­ tengünstige Lösung mit einer her­ vorragenden Ökobilanz. Die vier bisher eingeführten Verbundbeton-Modelle eignen sich für 95 Prozent aller auf dem Markt befindlichen Industrieroboter.

Schwingungsarm und verwindungssteif Insgesamt sieben Fahrachsen mit einer Gesamtlänge von 39,5 m und neun Laufwagen für ebenso viele Roboter kommen jetzt bei dem deutschen Automobilher­ steller in den Bereichen Hohl­ raumkonservierung und Nahtabdichten zum Einsatz – drei wei­ tere Achsen sind in der Anfrage. Die Herausforderung: Sie müssen automatisiert mit allen Zusatzmodulen störungsfrei laufen.

Genau an diesem Punkt setzt Eisenmann alpha-tec mit seinem Leistungspaket an: Der System­ partner übernimmt die Erstellung des Pflichtenhefts, die Konstruk­ tion der Anlage, ihre Montage bis hin zur Inbetriebnahme von Me­ chanik, Industrierobotern, Appli­ kations- und Dosiertechnik, Ma­ terialversorgung und Fördertech­ nik. So sorgt der Erstausrüster da­ für, dass seine Kunden sich auf das konzentrieren können, was sie am besten können – ihr Kern­ geschäft: das Produzieren von Automobilen. Die sieben Fahrach­ sen mit einem Grundkörper aus Verbundbeton sind zentraler Be­ standteil der automatisierten Lö­ sung und absolut serientauglich. Der Verbundbeton ist eine zielge­ richtete Entwicklung für den Ein­ satz in verschiedensten Industri­ en. Er besitzt ein Eigenschaftspro­ fil, das für die Fertigung und Handhabung massgeschneidert ist – so etwa ist er schwingungsarm und leise. Ausserdem ist die ge­

95 Prozent aller Industrieroboter passen auf die vier auf dem Markt verfügbaren Modelle der Verbundbeton-Fahrachse.

samte Produktreihe silikonfrei und kann so auch problemlos in Spezialbereichen, wie dieser La­ ckiererei, eingesetzt werden. Die erfolgreichen Tests beim unab­ hängigen Materialprüfamt in D-67663 Kaiserslautern bestäti­ gen die Serientauglichkeit: Die Verbundbeton-Fahrachse wurde dort einem Dauerbelastungstest mit 2,5 Millionen Zyklen unterzo­ gen – das entspricht einer Be­ triebszeit von etwa zehn Jahren. Die konstruktiven Berechnungen von IPR haben sich im Dauertest bestätigt und zeigen eine Zuver­ lässigkeit, wie bei den Modellen aus Aluminium oder Stahl.

Eine ganz neue Produktgeneration

Der Erstausrüster Eisenmann alpha-tec setzt erstmals die innovative Verbundbeton-Fahrachse von IPR bei deutschem Automobilhersteller in der Serienfertigung ein.

Grossen Wert haben die Entwick­ ler von IPR auf die Nachhaltigkeit des Materials gelegt. Auch hier sprechen die Zahlen für die Inno­ vation: Etwa 75 Prozent CO2-Ein­ sparung und 90 Prozent weniger Energieaufwand im Vergleich zu einem Fahrachsengrundkörper aus Aluminium. «Wir haben bereits im Rah­ men anderer gemeinsamer Pro­ jekte erfolgreich mit IPR zusam­ mengearbeitet. Wir schätzen die

automatica, München Halle A5.317 I N F OS | KON TAKT IPR – Intelligente Peripherien für Roboter GmbH Jakob-Dieffenbacher-Strasse 4/2 D-75031 Eppingen Telefon +49 (0)7262 9239 100 www.iprworldwide.com info@iprworldwide.com

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

21


INDUSTRIEMAGAZIN MB-SERIE: ISO-NORMEN

ISO 27001: Führung Der dritte Teil geht auf das Normenkapitel 5 Führung ein. Es genügt nicht mehr, dass die Geschäftsleitung zwar den Auftrag gibt, aber nicht aktiv mitarbeitet und die Umsetzung nicht unterstützt. Im BSI 100-1 steht sogar: «Wenn Zielvorgaben aufgrund fehlender Ressourcen nicht erreichbar sind, sind hierfür nicht die mit der Umsetzung betrauten Personen verantwortlich, sondern die Vorgesetzten, die unrealistische Ziele gesetzt beziehungsweise die erforderlichen Ressourcen nicht bereitgestellt haben.» Dies zeigt klar, welche Verantwortung von der Führung erwartet wird.

I

m Punkt 5.1.a wird verlangt, dass die Führung die Informati­ onssicherheitspolitik und die In­ formationssicherheitsziele fest­ legt. Diese müssen natürlich auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt wer­ den. Der Auftrag kann an eine in­ terne Person erteilt werden, die Führung segnet diese schlussend­ lich ab. Unter 5.1.b wird verlangt, dass die Informationssicherheit in allen Geschäftsprozessen im An­ wendungsbereich des ISMS be­ rücksichtigt wird (Anmerkung: dies sollte gleich für das gesamte Unternehmen gelten). Dazu passt auch die Anforderung aus A.6.1.5 Informationssicherheit im Pro­ jektmanagement. Jedes (neue) Projekt muss die Informationssi­ cherheit berücksichtigen. In der Praxis kann ein zusätzliches Feld auf dem Projektantrag angebracht werden: IS-relevant. Von Vorteil wird auch gleich noch DS-rele­ vant (Datenschutz, speziell DSGVO) ergänzt werden. Wurde ein Häkchen gesetzt, gilt es eine Risi­ ko-Analyse durchzuführen: wel­ che Daten werden erfasst/bear­

beitet? Welche Systeme sind in­ volviert? Welche Prozesse werden tangiert? Wer und Wie muss da­ rauf zugegriffen werden? Welche Kritikalität ist damit verbunden? usw. Mehr zur Risiko-Analyse folgt im nächsten Blog-Beitrag.

Projektplan mit klaren Zielen Der dritte Punkt 5.1.c verlangt die bereits in der Einleitung erwähn­ te Zuteilung der notwendigen Ressourcen. Ressourcen sind nicht nur Zeit, das kann auch die richtigen Personen, Finanzen oder externe Unterstützung ent­ halten. Idealerweise wird auch ein Projektplan mit klaren Zielen erstellt. Beim Punkt 5.1.d wird die Bedeutung und Wichtigkeit be­ schrieben. Allen muss klar sein, um was es geht, was die Ziele die­ ses Projektes sind, warum dies für das Unternehmen wichtig ist und wie das ISMS umgesetzt wird. Nur was bekannt ist, kann auch gelebt werden. Eigentlich ist Punkt 5.1.e selbstverständlich, aber halt doch nicht so einfach umzusetzen. Es geht darum, dass das beabsichtig­

te Ergebnis auch erreicht wird. Beim Etablieren des ISMS ist es noch einfach. Alle sind in einer Euphorie, kennen die Gründe und das Ziel und die Umsetzung geht flott voran. Sobald das ISMS etabliert, allenfalls auch zertifi­ ziert ist, kommt das Alltagsge­ schäft und schlägt wieder zu. Die notwendigen und definierten Kontrollen und Tätigkeiten wer­ den mehr und mehr vernachläs­ sigt. Darum ist es wichtig, dass das Management auch danach immer noch dahintersteht und klare Re­ sultate/Ergebnisse fordert. Der nächste Punkt 5.1.f ver­ langt das Anleiten und das Unter­ stützen, damit alle zur Wirksam­ keit beitragen. Regelmässige Awareness und Sensibilisierun­ ­ gen helfen dabei, dass alle immer wieder auf die richtige Spur ge­ bracht werden. Der Punkt 5.1.g ist bereits in e erwähnt, denn nur mit fortlau­ fender Verbesserung kann die In­ formationssicherheit am vorhan­ denen (und wechselnden) Risiko angepasst werden. Neue Techno­ logien kommen dazu, neue Stel­ len werden geschaffen, neue Dienstleistungen angeboten. Dies gilt es alles zu beachten. Wenn Fehler und Schwächen erkannt werden, gilt es diese auszumerzen und so das ISMS laufend zu ver­ bessern. Dies wird auch unter ­Kapitel 10 der Norm verlangt. Spannend ist auch der Punkt 5.1.h: es wird verlangt, dass auch

andere Führungskräfte ihrer Rol­ le bewusst sind. Also nicht nur die für die IT-verantwortliche GL-Person kümmert sich um das ISMS, nein, es geht alle an. Es darf nicht sein, dass sich nur ein Teil an die Vorgaben hält, der oberste Chef aber eine ganz ande­ re Meinung hat.

Die Politik gibt die Leitplanken vor Das Kapitel 5.2 beschreibt die An­ forderungen an die Informations­ sicherheitspolitik. Sie wird von der obersten Leitung festgelegt. Was darin enthalten sein könnte, wird in A.5 ausführlich beschrie­ ben. Mögliche Inhalte folgen in einem späteren Artikel. Die An­ forderungen verlangen, dass die Politik dem Zweck der Organisa­ tion entspricht. Eigentlich selbst­ verständlich, aber doch nicht so einfach. Wichtig ist, dass es kei­ nen Widerspruch zu den Firmen­ zielen gibt. Die Politik gibt die Leitplanken vor und geht nicht auf Details ein. Es sind Spielre­ geln, an die sich alle halten müs­ sen. Sie sollten aber nicht so eng gefasst sein, dass keine Innovati­ on mehr möglich ist. In der Politik werden die Ziele der Informa­ tionssicherheit beschrieben. Dies auf einem High-Level. Es macht keinen Sinn, hier Details zu for­ dern, wie «es darf maximal drei Incidents geben, deren Behand­ lung mehr als drei Tage dauerte», sondern «Incidents müssen ent­ sprechend der Kritikalität innert kürzester Zeit behandelt wer­ den». Was dies nun im Detail für die einzelnen Kategorien bedeu­ tet, wird zu einem späteren Zeit­ punkt definiert. Der dritte Punkt 5.2.c verlangt eine Verpflichtung

Mehrwert zum gleichen Preis ...

Mitte Oktober erscheint die MB­Revue mit interessanten und informativen Themen – Unternehmen und Unternehmensführung ontakt auf. K s n u it m e – Märkte und Marktbearbeitung Si Nehmen – Entwicklung, Logistik und Produktion – Finanz und Wirtschaft sowie Energy Saving

MB­Anzeigenverwaltung Telefon +41 (0)71 969 60 30 22 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Publica-Press Heiden AG

n Anzeige

www.maschinenbau­schweiz.ch


Bild: Archiv

INDUSTRIEMAGAZIN MB-SERIE: ISO-NORMEN

Die Geschäftsleitung sollte aktiv an Aufträgen mitarbeiten und an der Umsetzung mitwirken.

zur Erfüllung und Punkt 5.2.d eine Verpflich­ tung zur fortlaufenden Verbesserung. Somit ist allen bekannt, um was es geht und meine Mit­ wirkungspflicht ist unmissverständlich gefor­ dert. Weiter fordert dieser Abschnitt, dass dies schriftlich gemacht wird und intern allen, wie aber auch allen externen interessierten Partei­ en zur Verfügung gestellt wird. Da keine sen­ siblen Informationen in die Politik gehören, kann das Dokument sogar auf der Firmenhomepage veröffentlicht werden. Es zeigt ­allen, uns ist es ernst mit der Informationssi­ cherheit. Der dritte Abschnitt verlangt von der obersten Leitung, dass die Verantwortlichkei­ ten und Befugnisse für alle im Bereich der In­ formationssicherheit zugewiesen und bekannt gemacht werden. Im Intranet kann beispiels­ weise die Rolle CISO beschrieben und einer Person zugeteilt werden. Für den CISO könnte dies wie folgt aussehen: – Aufbau und Betrieb eines Managementsys­ tems zur Informationssicherheit (ISMS) – Aufbau und Betrieb einer Organisationsein­ heit zur Umsetzung der Sicherheitsziele – Identifikation sicherheitsrelevanter Unter­ nehmensprozesse – Erarbeitung und Definition der sicherheits­ relevanten Objekte, der Bedrohungen und Risiken und den daraus abgeleiteten Sicher­ heitszielen – Ausarbeitung, Anpassung von Sicherheits­ richtlinien und IT-Sicherheitszielen, inkl. Definition von KPIs – Aufsicht über die Einhaltung von Vorschrif­ ten – Auditierung der Funktionseinheiten zum Stand der Umsetzung und Weiterentwick­ lung der Sicherheitsvorschriften – Beaufsichtigung des Identity- und AccessManagements – Bewusstsein der Mitarbeiter durch Trainings und Awareness-Kampagnen schaffen – Zusammenarbeit mit anderen Führungs­ kräften zur Etablierung eines Desaster-­ Recovery- und BCM

– Reporting der KPIs an den Verwaltungsrat/ Geschäftsleitung Explizit wird aufgeführt, dass sichergestellt sein muss, dass die Anforderung der ISONorm 27001 und der 114 Controls erfüllt wer­ den. In einem externen Audit wird dies auch sehr genau überprüft. Ebenfalls wird über­ prüft, dass die Berichterstattung an die oberste Leitung funktioniert. Der Autor hat gute Er­ fahrungen damit gemacht, wenn der CISO ein Zeitfenster in jedem GL-Meeting erhält. So ist sichergestellt, dass Rückmeldungen oben an­ kommen und auch Massnahmen zeitnah ge­ troffen werden können.

Fachmesse für Stanztechnik

D 19. – 21. 06. 2018 a PFORZHEIM

High-End Stanztechnik par excellence Die Anbieter der 6. Stanztec offerieren ihrem absolut hochkarätigen Fachpublikum exzellente funktionsintegrierte

Informationen regelmässig austauschen

Stanzprodukte für ein Höchstmaß an

Interessant ist die Anmerkung: Die oberste Leitung kann verlangen, dass Informationen auch innerhalb der Organisation geteilt wer­ den. Dies gilt sowohl für Konzerne wie auch für kleinere Firmen. An das Zielpublikum an­ gepasste Informationen sollten regelmässig ausgetauscht werden. Wenn sich ein Vorfall ereignet, zum Beispiel ein Einbruch, wissen alle, was passiert ist, wie reagiert und welche Schritte eingeleitet wurden. Vielleicht kom­ men dann sogar Rückmeldungen, wie «das könnte auch beim Eingang B passieren, der ist auch nicht optimal geschützt». Alle können dazu beitragen, dass die ge­ forderte Verbesserung des ISMS erfolgt. Wenn die Rahmenbedingungen aus der Politik sowie die Ziele bekannt sind, kann das ISMS stetig verbessert und damit die Informationssicher­ heit nachhaltig erhöht werden.

Performance, Materialeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Die einzigartig spezialisierte Fachmesse im Stanztec-Valley Pforzheim gilt als weltweiter Benchmark für High-End Stanztechnik. Konstruktionselemente Werkzeugsysteme Produktionseinrichtungen Materialfluss-Peripherie Stanzteile und Baugruppen

INFO S | K O NTAKT goSecurity GmbH Schulstrasse 11 CH-8542 Wiesendangen Telefon +41 (0)52 511 37 37 www.goSecurity.ch wisler@gosecurity.ch

www.stanztec-messe.de

Veranstalter: P. E. SCHALL GmbH & Co. KG +49 (0) 7025 9206-0 stanztec@schall-messen.de


INDUSTRIEMAGAZIN I T- S I C H E R H E I T

Sicherheit in Industrie­anlagen muss neu ­gedacht werden Die Zukunft der Prozessindustrie liegt in der Digitalisierung, die unter Schlagworten wie Industrie 4.0 und IoT (Internet der Dinge) weltweit vorangetrieben wird. Die Digitalisierung bietet Anlagenbetreibern viele Chancen hinsichtlich Effizienzsteigerung, Flexibilisierung und Zukunfts­ sicherheit. abei gerät oft in den Hinter­ grund, dass sie auch eine Kehrseite der sprichwörtlichen Medaille hat: Die Bedrohungen, die im Rahmen der Digitalisie­ rung für die Anlagensicherheit entstehen, allem voran durch die stark wachsende und immer pro­ fessionellere Cyberkriminalität. Der folgende Beitrag beleuchtet, warum die Prozessindustrie beim Thema Cybersecurity vom passi­ ven in den aktiven Verteidigungs­ modus schalten muss und was sie tun muss, um die Anlagensicher­ heit im digitalen Zeitalter zu ge­ währleisten. Ende 2017 wurde durch den ICS [1] Cybersecurity-Spezialis­ ten Dragos bekannt, dass eine Si­ cherheitssteuerung (SIS) eines Marktbegleiters von HIMA in ­einer Prozessanlage im Mittleren Osten mittels einer neuen Mal­ ware gezielt angegriffen und er­ folgreich gehackt wurde. Das Ziel der Angreifer war es offenbar, die Sicherheitsfunktionen des Sys­ tems zu deaktivieren, was auf­ grund von Programmcodefehlern nicht gelang [2]. Das SIS [3] wur­ de kompromittiert und tat genau das, wofür es da ist: Es leitete den Shutdown der Anlage ein. Die professionelle Durchführung des Angriffs verdeutlicht jedoch ein­ dringlich, wie ernst Anlagenbe­ treiber das Thema Cybersecurity nehmen müssen. Die Cyberatta­ cke stellt zugleich eine neue Dimension der Cyberbedrohung ­ für kritische Infrastrukturen dar. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde sie gezielt geplant und spe­ ziell auf das SIS des betroffenen

Herstellers ausgelegt. Ein solcher Angriff auf ein SIS ist hochan­ spruchsvoll und nur mit signifi­ kantem Aufwand durchzuführen. Es ist der insgesamt fünfte öffent­ lich bekannte ICS-Vorfall nach Stuxnet, Havex, Blackenergy2 und Crashoverride. Die Bedeu­ tung dieses Vorfalles kann kaum hoch genug eingeschätzt werden, da hier erstmals ein Sicherheits­ system erfolgreich angegriffen worden ist, das die letzte Verteidi­ gungslinie vor einer möglicher­ weise katastrophalen Auswir­ kung darstellt. Ein wesentlicher Faktor be­ günstigte nach aktuellem Wis­ sensstand den Angreifer: Das SIS war während des Cyberangriffs mittels eines Schlüsselschalters im

Das Konzept von Safety verändert sich Der Vorfall muss als Weckruf die­ nen, um das Bewusstsein in der Branche für das Thema Cybersecurity weiter zu schärfen. Auch wenn nur ein bestimmtes System gezielt angegriffen worden ist, stellt der Vorfall einen Wende­ punkt für die Anlagensicherheit dar. Das Zusammenspiel von Sa­ fety und Security muss zukünftig im Zentrum der Betrachtung ste­ hen. Das in obigem Beispiel ver­ wendete SIS unterscheidet sich in Bild: HIMA Paul Hildebrandt GmbH

D

Programmier-Modus belassen. In einer ordnungsgemässen Konfi­ guration und dem Controller im Run-Modus, wobei Programmän­ derungen nicht möglich sind, hät­ ten die Angreifer vor einer un­ gleich schwierigeren Herausfor­ derung gestanden. Weitere An­ griffe auf baugleiche SIS sind bisher nicht bekannt geworden.

Designphilosophie und Technolo­ gie deutlich von HIMA-SafetySystemen und lässt daher keine direkte Übertragbarkeit des Cyberangriffs erwarten. Fakt ist aber: Kein SIS-Hersteller kann heute und in Zukunft eine abso­ lut und jederzeit zuverlässig si­ chere Lösung gegen alle Eventua­ litäten und Risiken versprechen. Dies liegt vor allem daran, dass Arbeitsprozesse und organi­ satorische Mängel auch heute noch mit Abstand die häufigste Angriffsfläche für erfolgreiche Cyberattacken sind. Bleiben bei­ spielsweise Schnittstellen an Sys­ temen im laufenden Betrieb offen und dadurch programmierbar, wird Angreifern ein mögliches Einfallstor geöffnet. Als Konsequenz des Cyberan­ griffs ist Anlagenbetreibern drin­ gend geraten, nicht nur auf cyber­ sichere Komponenten zu setzen, sondern ein ganzheitliches Secu­ rity-Konzept für die eigenen An­ lagen zu definieren und gemein­ sam mit Herstellern konsequent umzusetzen. Sicherheitsgerichtete Auto­ matisierungslösungen in Indus­ trieanlagen müssen nicht mehr nur eine sichere Notabschaltung (ESD), sondern auch effektiven Schutz vor Cyberangriffen bieten. Hier entsteht ein Paradigmen­ wechsel: Bisher mussten einmal sicher ausgelegte Automatisie­ rungen lediglich regelmässig auf die einmal definierte Risikoreduktion überprüft werden. Zu­ künftig müssen Safety-Lösungen im Sinne der Security regelmässig angepasst und erweitert werden. Dieser Paradigmenwechsel be­ trifft Anbieter und Betreiber ­sicherheitstechnischer Automati­ sierungskomponenten gleicher­ massen. Damit verändert sich kom­ plett die Wahrnehmung von Safe­ ty-Lösungen: Ein zentrales Ele­ ment moderner Sicherheitslösun­ gen besteht darin, Cyberangriffe abzuwehren und damit kostspie­ lige Shutdowns zu verhindern, sodass SIS verstärkt ein signifi­ kanter Faktor für die Profitabilität einer Anlage werden.

Normenkonformität und Ebenentrennung als Grundlage Industrieanlagen sind heute nicht mehr autark, sondern in zunehmendem Masse mit der Aussenwelt verbunden. Und was vernetzt ist, ist grundsätzlich auch von Cyberkriminellen von aussen aus angreifbar.

24 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Es ist positiv zu bewerten, dass Unternehmen in der Prozessin­ dustrie zunehmend die Wichtig­


INDUSTRIEMAGAZIN I T- S I C H E R H E I T

keit von Safety- und SecurityStandards für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen erkennen. Dennoch gibt es immer noch Unternehmen, die kein komplett normenkonformes SIS im Einsatz haben. Das bedeutet: Sie gehen ein ungleich höheres Risiko für Produktionsverluste und Schäden an Mensch und Umwelt ein. Um ein Höchstmass an Safety und Security zu errei­ chen, ist es für Anlagenbetreiber unter anderem von grösster Be­ deutung, die Forderung der Nor­ men für funktionale Sicherheit und Automation Security (IEC 61511 und IEC 62443) nach phy­ sikalischer Trennung von Sicher­ heits- (SIS) und Prozessleitsystem (BPCS) umzusetzen. Die Normenkonformität spielt eine wichtige Rolle in der Abwehr von Cyberangriffen: Sicherheitsund Prozessleitsystem gelten nur dann im Sinne der IEC 61511 als autarke Schutzebenen, wenn sie auf unterschiedlichen Plattfor­ men, Entwicklungsgrundlagen und Philosophien basieren. Das bedeutet konkret, dass die Sys­ tem­ architektur grundsätzlich so ausgelegt sein muss, dass keine Komponente von der Prozessleit­ system-Ebene und der SafetyEbene gleichzeitig genutzt wer­ den darf, ohne eine detaillierte ­sicherheitstechnische Analyse. Ohne klare Trennung können beispielsweise durchgeführte Pat­ ches im Prozessleitsystem auch Funktionalitäten des darin integ­ rierten Sicherheitssystems beein­ flussen. Das kann fatal sein. Ebenso problematisch ist es, wenn durch einen erfolgreichen Cyberangriff über den Office-PC eines Mitar­ beiters auf das Prozessleitsystem gleichzeitig das integrierte Sicher­ heitssystem und somit die funkti­ onale Sicherheit sowie die Cyber­ sicherheit an sich kompromittiert wird. Wie viele der oben genann­ ten Beispiele für erfolgreiche Cy­ berangriffe zeigen, stellt die Ver­ bindung zwischen der Office-IT und dem Produktionssystem im­ mer noch eine extreme Schwach­ stelle dar. Ein Angriff auf ein in­ teg­riertes SIS/BPCS-System ist so­ mit deutlich einfacher als auf ein autarkes SIS. Bei einem erfolgreichen Cy­ berangriff steht eine Menge auf dem Spiel: im Ernstfall kann es zu

einer Störung der Anlagensicher­ heit mit unkalkulierbaren Folgen für die Gesundheit der Mitarbei­ ter, die Sachwerte des Unterneh­ mens und die Umwelt kommen. Es gibt inzwischen erste Cyberse­ curity-Versicherungen, mit denen sich Unternehmen im Falle eines Hackerangriffs zumindest teilwei­ se vor finanziellem Schaden absi­ chern können. Es ist aber fraglich, ob der Versicherungsschutz des Anlagenbetreibers vollständig greift, wenn gültige Normen nicht eingehalten werden oder eklatan­ te Security-Mängel nachgewiesen werden können. Versicherungen gegen Cybersecurity fordern klare Risikobewertungen in Anlagen anhand der geltenden Standards, andernfalls sind Versicherungen nicht möglich oder finanziell un­ wirtschaftlich. Der Anlagenbe­ trieb ist heute nur sicher, wenn Betreiber ergänzend zur funkti­ onalen Sicherheit auch Massnah­ men zur Cybersecurity wie die Schutzebenentrennung systema­ tisch einführen.

Proaktive Cybersecurity ist gefragt

tionen einer Sicherheits-SPS, ver­ zichtet aber darüber hinaus auf weitere unnötige Funktionen. Es gibt keine Softwarekomponenten aus Softwarepaketen von Drittanbietern und keine eingebauten Backdoors. Typische Attacken auf IT-Systeme sind daher nicht er­ folgreich. Die Betriebssysteme der Steuerungen werden bereits während ihrer Entwicklung auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen­ über Cyberattacken getestet. Dies wird durch Security-Zertifizie­ rung des Entwicklungsprozesses ebenso ­ sichergestellt wie durch die für die funktionale Sicherheit notwendigen Entwicklungs­ prozesse (zum Beispiel 4-AugenPrinzip). Für Anlagenbetreiber ist es aber nicht damit getan, dass sie auf normenkonforme Hardware und Software setzen. Cybersecu­ rity ist eine Daueraufgabe und muss schon bei der Konzeption neuer Anlagen oder vor Moderni­ sierungsmassnahmen gemeinsam von Anlagenbetreiber und SafetySpezialist entwickelt werden. Für

Bestandsanlagen ist mindestens eine genaue Analyse von mögli­ chen Schwächen bei der Cyber­ security zu fordern. Neben tech­ nischen Massnahmen müssen von den Anwendern hierbei auch organisatorische Massnahmen er­ griffen werden. Denn keine vor­ handene Technologie kann einen 100-Prozent-Schutz gegen neu entstehende Angriffsmöglichkei­ ten bieten. Aus diesem Grund be­ steht ein hoher Bedarf an regel­ mässiger Überprüfung interner Netzwerke und Kommunika­ tionssysteme beispielsweise durch Penetration-Tests unabhängiger Stellen. In anderen Branchen ist es heute schon üblich, dass feste Budgetgrössen für andauernde Sicherheits-Audits veranschlagt sind. Hier werden die eigenen Massnahmen zur Cybersecurity von externen Spezialisten in ­«Threat Tests» auf Herz und Nie­ ren geprüft, mit dem Ziel, Schwachstellen zu finden und diese dann zu beheben. Man setzt also selbst proaktiv Hacker ein,

n Anzeige

Die stark wachsende und immer professioneller werdende Cyber­ kriminalität zwingt sowohl Her­ steller von Sicherheitslösungen als auch deren Anwender in der Prozessindustrie, eine proaktive Cybersecurity-Strategie zu verfol­ gen und ein ganzheitliches Safe­ ty-Konzept aufzubauen. Als An­ lagenbetreiber muss man im Rah­ men der Risikobewertung den fi­ nanziellen Aufwand für effektive Safety- und Security-Konzepte mit den Kosten eines potenziellen Shutdowns in Relation setzen, der schnell in die Millionen gehen kann. Das in Cybersecurity inves­ tierte Geld, in der Regel nur ein Bruchteil der Shutdown-Kosten, ist kein verlorenes Geld, sondern es sichert die Produktivität und Produktivität der gesamten An­ lage. Man kann als Anwender für eine bestmögliche Verteidigung sorgen, indem man Sicherheits­ systeme verwendet, die selbst nur minimale Angriffsmöglichkeiten bieten. Auf den autarken SIS von HIMA läuft beispielsweise ein 100 Prozent eigenes Betriebssystem, das speziell für sicherheitsgerich­ tete Anwendungen entwickelt wurde. Dieses umfasst alle Funk­ maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

25


Attackercapabilities

Security level National Target security level

– Intelligence

Risks not covered by the business target security level Business Target security level

– Organised crime – Disgruntled employee (operator) – Hacker

Product features

Solution aspects

Physical security

Organisational measure (processes)

Security aspects Manufacturer

Integrator

Operator

Main responsibility

Eine 100-prozentige Sicherheit ist eine Illusion. Arbeitsprozesse und organisatorische Mängel sind mit Abstand die häufigste Angriffsfläche bei erfolgreichen Cyberattacken.

um mögliche Angriffspunkte zu finden, die andere Hacker nutzen könnten. Ergebnisse solcher Tests soll­ ten verwendet werden, um die Si­ cherheitsmassnahmen in der ge­ samten Branche auf ein einheit­ liches und wirksames Niveau zu heben. Eine Hilfe hierzu können Verbände und das Bundesamt für Sicherheit in der Informations­ technik (BSI) leisten. Letzteres hat bereits hilfreiche Dokumen­ tation zum Thema Cybersecurity in Industriellen Steuerungssyste­ men aus Sicht der Hersteller­ wie auch der Betreiber beschrie­ ben [4].

Gute Sicherheitstechnik reicht nicht Der «Faktor Mensch» ist die häu­ figste Ursache von Cyberrisiken. Hierzu zählen nicht nur gezielte Cyberattacken, um Produktions­ abläufe zu stören oder Industrie­ geheimnisse zu stehlen, sondern auch Störungen, die durch Un­ achtsamkeit entstehen können. Für sicherheitsgerichtete Systeme spielen die üblichen Regeln der Cybersecurity eine noch wichti­ gere Rolle, da diese die letzte Ver­ teidigungslinie vor einer mög­ lichen Katastrophe darstellen. Ein Schutz vor menschlichen Eingrif­ fen – absichtlich oder unabsicht­

n Anzeige

26 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

lich – ist daher besonders wichtig. Ein umfassendes Schutzkonzept beinhaltet daher beispielsweise besonderen Zugangsschutz, eine physische Absicherung oder Plau­ sibilitätschecks von Änderungen. Hierbei kann und muss die Tech­ nologie die Grundlage liefern, um den Menschen zu entlasten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Möglichkeiten einer Ma­ nipulation ständig im Auge behal­ ten und berücksichtigt werden. Hier unterscheiden sich sicher­ heitskritische Anwendungen ganz zentral von anderen indus­ triellen SPS- oder Office-Anwen­ dungen. Um Security im Bereich Safety sicherzustellen, ist eine Menge Know-how nötig. Dies ist insbesondere in kleinen Betrie­ ben eine grosse Herausforderung. Die Aufrechterhaltung und konti­ nuierliche Weiterentwicklung der Security für Anlagenbetreiber stellt daher oft eine kaum mach­ bare Herausforderung dar. Es empfiehlt sich daher – ähnlich wie bei den oben genannten ­Threat Tests –, erfahrene Safetyund Security-Experten mit ins Boot zu holen, um gemeinsam ­effektive Konzepte zu entwickeln und zu implementieren. Ein gros­ ses aktuelles Problem stellt das (spear-)phishing dar, also das gezielte Ausspionieren von Zu­ ­ gangsdaten zu geschützten Syste­ men. Wenn Mitarbeiterpassworte bekannt werden, wird ein Ha­ cker-Angriff zum Kinderspiel. Keinesfalls sollten Anlagenbetrei­

Bild: ETH

INDUSTRIEMAGAZIN I T- S I C H E R H E I T

Literatur [1] Industrial Control System [2] Dragos, TRISIS Malware. Analysis of Safety System Targeted Malware, version 1.20171213, Link: www. dragos.com/blog/trisis/ und Cyberwire Podcast, «TRISIS Malware: Failsafe fail – Research Saturday», Link: https://thecyberwire.com/podcasts/ cw-podcasts-rs-2018-01-06.html. [3] Safety Integrated System [4] www.bsi.bund.de/DE/Themen/Industrie_KRITIS/Empfehlungen/ICS/ empfehlungen_node.html.

ber ihre Mitarbeiter jedoch als das «schwächste Glied in der Kette» der Cybersecurity ansehen. Es geht vielmehr darum, alle Mitar­ beiter zu motivieren, sich mit dem Bereich IT-Security ausein­ anderzusetzen und Teil einer wirksamen proaktiven Cyber­ security-Strategie zu sein und nicht darum, Schuld zu delegie­ ren. Wenn durch die Aktion oder Nicht-Aktion eines Mitarbeiters ein Schaden entsteht, dann ist das in erster Linie ein systemisches und kein menschliches Problem. Es ist deswegen notwendig, feh­ lendes technisches Wissen zu ver­ mitteln und Mitarbeiter mit Be­ drohungsszenarien, wie etwa be­ kannten Social-Engineering-Stra­ tegien, vertraut zu machen. Aus diesem Grund sind umfangreiche Programme zur Security-Schu­ lung und Steigerung des Bewusst­ seins von Mitarbeitern ein wichti­ ges Massnahmenpaket innerhalb eines proaktiven Safety-Kon­ zepts.

I N F OS | KON TAKT HIMA Paul Hildebrandt GmbH Albert-Bassermann-Strasse 28 D-68782 Brühl Telefon +49 (0)6202 709 0 www.hima.com vbd@hima.com


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Im Einsatz unter erschwerten Bedingungen Seit dem 16. Dezember 2017 fährt die steilste Standseilbahn der Welt im Kanton Schwyz von CH-6436 Muotatal auf den Stoos und bringt so Wintersportler und Wanderer spektakulär vom Tal hinauf ins Bergdorf.

Die Stoosbahnen erschliessen das autofreie Bergdorf Stoos.

B

ei der Fahrt bewältigt die Stoosbahn eine maximale Steigung von 110 Prozent (= 47°) und steigt 744 Höhenmeter auf einer Fahrstrecke von 1740 m. Eine Besonderheit der Passagierkabine mit dem auffälligen Design ist der automatische Niveauausgleich, welcher dafür sorgt, dass die Fahrgäste trotz der hohen Neigungsdifferenz während der ganzen Fahrt auf einer waag­ rechten Fläche stehen und die imposante Aus­ sicht geniessen können.

Im Einsatz beim Bau der steilsten ­Standseilbahn der Welt Die neue Stoosbahn ist ein Mammutprojekt mit einem Planungs- und Realisierungszeit­ raum von 14 Jahren. In der rund fünfjährigen Bauphase standen auch Elektrokettenzüge vom Schweizer Hersteller GIS auf der soge­ nannten Rowa-Versetzungsmaschine im Ein­ satz, mit welcher die Betonelemente und Schienen für die Bahn verlegt wurden. Mit­ ­einer Geschwindigkeit von 12 m Fahrweg pro Tag arbeitete man sich Richtung Berg. Hierbei sorgten vier Elektrokettenzüge vom Typ GCH2500/2NF mit einer Tragfähigkeit von je 5 t für die sichere Beförderung der für den Schienenbau benötigten Komponenten. Die Hebevorgänge erfolgten einzeln oder syn­ chron, wobei der Sanftlauf für ein exaktes Po­ sitionieren der zum Teil sehr langen und sper­ rigen Lasten sorgte. Die für den harten Praxis­ alltag ausgelegten Geräte erledigten ihren Job bei wechselnden äusserlichen Bedingungen zuverlässig und verlässlich.

INFO S | K O NTAKT GIS AG Swiss Lifting Solutions Luzernerstrasse 50 CH-6247 Schötz

Die vier GCH2500/2NF-Elektrokettenzüge.

Telefon +41 (0)41 984 11 33 www.gis-ag.ch tel@gis-ag.ch


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Doppelte Performance, weniger Verschleiss Das trochoidale Fräsen ermöglicht vor allem bei der Taschen- und Konturbearbeitung deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten, erfordert aber hierauf abgestimmte Werkzeuge. Dreiling Maschinenbau setzt hier auf die nagel­ neuen Franken Trochoidal-Fräser und halbiert so die Bearbeitungszeit.

Trochoidal aus dem Vollen gefräst: Die Gesamtbearbeitung für den Absteckbolzen betrug rund 20 Minuten, inklusive Schlichten auf Fertigmass.

W

enn es um Konstruktion und Fertigung von Sonderma­ schinen aller Art geht, zählt die Dreiling Maschinenbau GmbH in D-37308 Geisleden zu den ersten Adressen. Auch als Hersteller von grossen Fräsköpfen für Werkzeug­ maschinen, Spannvorrichtungen und Montagelinien hat sich das nordthüringische Unternehmen in den letzten Jahren einen hervor­ ragenden Ruf erarbeitet. Seit 2014 fungiert man sogar als zertifizier­ ter Entwicklungs- und Fertigungs­ betrieb für Luftfahrtkomponen­ ten. Und bei dem benachbart an­ gesiedelten Schwesterunterneh­ men edm aerotec GmbH befindet sich gerade der weltweit erste Ultraleichthubschauber mit Ko­ ­ axialantrieb in der finalen Erpro­ bungsphase. Hightech aus einem Familienunternehmen, dessen Wurzeln zurück bis in die DDRZeit reichen. 1982 begann Engel­ bert Dreiling als Einmannbetrieb im nicht weit entfernten West­ hausen Ersatzteile zu konstruie­ ren, die in der Planwirtschaft drin­ gend benötigt wurden. Doch was macht die Thürin­ ger so erfolgreich? «Unsere Stär­ ken liegen ganz klar in unserem Know-how und den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter, zusammen mit den Kunden auch mal Neu­ land zu betreten», erklärt Thomas Gödeke, der als CAM-Program­ mierer bei den Projekten früh­ zeitig involviert ist. Ein weiterer

Pluspunkt sei die Flexibilität. «So sind wir in der Lage, für die un­ terschiedlichsten Branchen vom Engineering über die Fertigung und Montage bis hin zur Inbe­ triebnahme die gesamte Wert­ schöpfungskette abzudecken, ein­ schliesslich Elektroplanung und SPS-Programmierung.» Das wis­ sen immer mehr Kunden zu schätzen. Die Referenzliste zählt so klangvolle Namen wie Audi, Alstom, Bosch, Continental, Voith Turbo, Heyligenstaedt, FTE oder DMG Mori aus dem Automotive-, Industrie- und Werkzeugmaschi­ nensegment ebenso auf wie Air­ bushelicopters oder Diamond Air­ craft – nicht zu vergessen edm aerotec – aus der anspruchsvollen Luftfahrtbranche. Keine Frage, Dreiling zählt mit seinen ebenso top ausgebilde­ ten wie erfahrenen Mitarbeitern zu den gefragten Marktpartnern. Auch deshalb, weil nicht nur mo­ dernste CAD- und CAM-Software (Solidworks, SolidCAM) zum Einsatz kommen, viele Bauteile, Komponenten und Baugruppen im Vorfeld per FEM durchsimu­ liert werden, der Maschinenpark ständig erneuert oder technisch aufgerüstet wird, sondern auch die Prozesse ständig hinterfragt und optimiert werden. Dank sei­ nes breit aufgestellten Maschi­ nenparks ist man so in der Lage, fast alle benötigten Bauteile selbst herzustellen.

28 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Als sehr wichtig für den Pro­ jekterfolg sieht man in Geisleden die enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern an. So auch bei den Fräswerkzeugen. «Wir haben auf diesem Gebiet mit Emuge-Franken schon seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen ge­ sammelt», ist Thomas Gödeke, der als NC-Programmierer auch für den Einkauf der Werkzeuge verantwortlich ist, überzeugt.

Lange Späne stören den Schruppprozess Seit rund vier Jahren setzt man bei verschiedenen Bauteilen HMSchaftfräser (Hartmetall) der TiN­ ox-Reihe in 3xd und 4xd ein. «Für die meisten bei uns anfallen­ den Fertigungsaufgaben sind die­ se Standardfräser gut geeignet», erklärt Thomas Gödeke. «Bei der trochoidalen Schruppbearbeitung

von Konturen und Taschen mit iMachining kam es allerdings zu Problemen mit den Spänen, die sich wegen ihrer Länge schwer entfernen liessen.» Bei iMachi­ ning handelt es sich um ein Mo­ dul zur Trochoidal-Bearbeitung der NC-Programmiersoftware So­ lidCAM, die in Thomas Gödekes Abteilung an drei Arbeitsplätzen installiert ist. Solche speziellen Trochoidal-Bearbeitungssoft­ waretools, über die inzwischen viele CAM-Produkte verfügen, stellen Frässtrategien zur Verfü­ gung, mit denen sich die Bearbei­ tungszeiten im Idealfall um die Hälfte und mehr reduzieren las­ sen. So auch das 2D- und 3D-Tro­ choidal-Fräsen, das nicht nur von vielen CAM-Systemen, sondern auch von neueren CNC-Steue­ rungen direkt unterstützt wird. Diese Frässtrategie hat sich mit ­ihrer von Kreisbewegungen über­ lagerten linearen Bewegungsrich­ tung vor allem bei komplexen Konturen und Taschen als äus­ serst effizient erwiesen, ein­ schliesslich Schlichten.

Werkzeuglieferant kannte das Problem … Da man bei Dreiling trotz diverser Versuche beim Trochoidal-Fräsen weiterhin nur mässige Ergebnisse erzielte, sprach Thomas Gödeke den betreuenden Aussendienst von Emuge-Franken auf die Sa­ che an. So kam dann schnell der Kontakt zu Jürgen Schmidt, An­ wendungstechniker für den Be­ reich Fräsen, zustande. Und der hatte sowohl eine Erklärung für das Problem als auch eine Lösung parat. «Beim trochoidalen Fräsen wird der Span mit einer geringen seitlichen Zustellung und grösst­ möglicher axialer Zustellung zwi­ schen 2xd1 und 4xd1 wie beim

Der Absteckbolzen als Frässimulation in SolidCAM. Das NC-Programm wird vom 3D-Modell direkt aus Solidworks heraus abgeleitet.


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Pilotanwendung: Die Franken Trochoidal-Fräser wurden erstmals bei der Rotorblatthalterung für den neuen Ultraleichthubschauber von edm aerotec eingesetzt.

Schlichten sozusagen aus dem Werkstück geschält», erklärt Jür­ gen Schmidt. Dies reduziert die bei der Bearbeitung erzeugte Wärme und erhöht die Standzeit der Schneide. Wichtig beim Tro­ choidal-Fräsen ist zudem, dass möglichst die gesamte Schneiden­ länge genutzt wird. Auf diese Weise seien auch auf hochdyna­ mischen Maschinen, die meist nicht über eine hohe Spindelleis­ tung verfügen, sehr hohe Zeit­ spanvolumen möglich, so Jürgen Schmidt. Allerdings würden kon­ ventionelle Hartmetallfräser auf­ grund ihrer Geometrien hier schnell an ihre Grenzen geraten, was die Probleme bei Dreiling er­ klären würde.

… und hatte sofort eine Lösung Vor diesem Hintergrund entstand beim fränkischen Werkzeugher­ steller die neue Schaftfräser-Reihe «Franken Trochoidal», die in zwei Linien (Jet-Cut, TiNox-Cut) in die­ sen Tagen auf den Markt gebracht wird. Viel Wert haben die Ent­ wickler dabei auf vibrationsdämp­ fende Eigenschaften gelegt. Hierzu tragen ungleiche Drallwinkel und die ungleiche Teilung ebenso bei wie eine neue M ­ ikrogeometrie. Ein ebenso wichtiges Merkmal der neuen HM-Schaftfräser sind die neuen Spanteiler, die das beim Trochoidal-Fräsen in Taschen nicht unerhebliche Risiko eines Spänestaus reduzieren. Einige der ersten Exemplare dieser Neuentwicklung stellte Jürgen Schmidt dann Dreiling zeitnah zur Verfügung. Damit zählten die Thüringer Hightechspezialisten zu den Pilotanwen­ dern der nagelneuen TrochoidalFräser-Reihe. «Wir haben die neuen Fräser zunächst im Rah­ men eines Projekts zur Herstel­ lung einer Rotorblatthalterung erprobt und waren sofort begeis­ tert», erinnert sich Thomas Göde­

ke. «Beim Trochoidal-Fräsen ent­ standen damit sehr schöne kurze Späne, die sich durch Druckluft leicht wegblasen liessen und wo­ durch ein Durchziehen der Späne verhindert wurde.» Zudem hät­ ten sich Laufruhe und Perfor­ mance verbessert und die Bear­ beitungszeit verkürzt. Das war im Spätherbst 2015.

Bearbeitungszeit halbiert Aktuell werden die neuen Fräser bei verschiedenen anderen Bau­ teilen eingesetzt, hauptsächlich bei legiertem Stahl 1.7131 (16MnCr5). Thomas Gödeke nennt als Beispiel einen Absteckbolzen für einen Greifer und bleibt vor der 5-achsi­ gen DMG Mori 80 evo stehen, die bei Dreiling aufgrund ihrer Flexi­ bilität und Dynamik quasi im Dau­ ereinsatz ist. Aufgespannt ist ein Halbzeug aus 16MnCr5 in der Grösse von 300x80x40 mm. In zwei Aufspannungen soll der Ab­ steckbolzen mit der neuen Fräserreihe trochoidal geschruppt und auf das Fertigmass 293x70x33 mm geschlichtet werden. Die Angaben, die Thomas Gödeke über die Schnittwerte macht, unterstrei­ chen die Leistungsfähigkeit des hier verwendeten 2539TZ.012 mit Ø 12 mm, 36 mm Schneidenlänge und TiNox-Geometrie. «Wir fah­ ren beim trochoidalen Fräsen bei diesem Bauteil mit Schnittge­

schwindigkeiten von rund 300 m/ min, einer axialen Zustellung von 35 mm und einer radialen Zustel­ lung von 0,7 mm, wobei sogar ein ae von bis zu 0,9 mm möglich wäre.» Der Clou beim trochoidalen Fräsen ist, dass sich infolge der übergelagerten Kreisbewegungen der Vorschub laufend ändert. So bleibt die Spandicke stets gleich, wovon auch der gleichbleibend konstante Ton bei der Bearbeitung zeugt. Rund 18 min. braucht der Fräser für die Bearbeitung für die zweite Spannung, wo im wesent­ lichen nur noch abgezeilt wird und die Fasen angebracht werden, noch mal zwei. «Die Gesamtbe­ arbeitung für den Absteckbolzen beträgt also rund 20 min. Früher haben wir doppelt so lange benö­ tigt», erklärt Thomas Gödeke nicht ohne Stolz und verweist auf einen weiteren Aspekt: Wie den meisten Einzel- und Variantenfertigern steht auch bei Dreiling die Prozess­ sicherheit an vorderer Stelle.

Das Gesamtsystem ist wichtig Entscheidend sei hierfür aber nicht das Werkzeug alleine, be­ tont Thomas Gödeke, sondern das Gesamtsystem. Also das richtige Zusammenspiel von Parametern wie Bearbeitungsstrategie, Ma­ schinenkinematik und -dynamik, Werkzeug sowie Werkzeugauf­

nahme. Bei Letzterer vertraut man bei Dreiling ebenfalls auf Emuge-Franken, nämlich auf die patentierte FPC-Aufnahme, bei der die Werkzeuge mechanisch über Spannhülsen gehalten wer­ den und die sich sowohl zum Frä­ sen als auch zum Bohren, Reiben oder zur Gewindeherstellung eig­ net. Kennzahlen dieser präzisen Aufnahme sind die sehr hohe Haltekraft, also das übertragbare Drehmoment – laut Emuge-Fran­ ken bei einem Werkzeugschaft­ durchmesser von 20 mm rund 400 Nm –, der exzellente Rund­ lauf mit einer Ungenauigkeit von maximal 3 Mikrometern sowie die schmale Störkontur. Extrem wichtig sei in diesem Zusammen­ hang die Auszugssicherung des Fräswerkzeuges, meint Thomas Gödeke. «Bei hohen Schnittwer­ ten oder schwer zerspanbaren Werkstoffen führt selbst die kleinste axiale Bewegung des Frä­ sers fast immer zu Werkzeug­ bruch.» Dies verhindert bei Drei­ ling die Auszugssicherung der Franken-FPC-Aufnahme, die für eine form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen Werkzeug und Spannhülse und damit für eine hundertprozentige Auszugs­ sicherheit sorgt. In Geisleden freut man sich neben dem Zeitgewinn und der gestiegenen Prozesssicherheit zu­ dem über die höhere Lebensdau­ er der neuen Trochoidal-Fräser. Wesentlich zu dem Standzeitge­ winn tragen neben den ohnehin schneidenschonenden Trochoi­ dal-Zyklen, der geometriebeding­ ten Laufruhe und Spanbildung die verwendeten neuen Substrate und die ebenfalls neuen Multi­ layer-Beschichtungen bei. Wenn alle Parameter stimmen, so Tho­ mas Gödeke abschliessend, «errei­ chen wir beim Trochoidal-Fräsen von normallegiertem Stahl jetzt Standzeiten pro Werkzeug von bis zu drei Stunden.»

I N F OS | KON TAKT RIWAG Präzisionswerkzeuge AG Winkelbüel 4 CH-6043 Adligenswil Telefon +41 (0)41 375 66 00 www.riwag-schweiz.ch kontakt@riwag-schweiz.ch Freuen sich über das Ergebnis: Thomas Gödeke (rechts), CAM-Programmierer, zusammen mit Maschinenbediener Christian Goldhagen vor der geöffneten DMG Mori 80 evo.

www.emuge-franken.com

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

29


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Die einzige Messe für Zulieferer Fabrikausrüster Automatisierer im Südwesten. 30. Jan. – 1. Feb. 2019 Messe Freiburg

Auf 2 µm genau dank analogem Scan Ein komplexes Bauteil, unter anderem mit vier Langlöchern, bereitete Timo Lehmann, Geschäftsführer der Karlheinz Lehmann GmbH aus D-77709 Oberwolfach, arges Kopfzerbrechen. Die Lösung waren schlussendlich eine Cincom M32-Drehmaschine und der Messtaster TC76-DIGILOG von Blum-Novotest.

H

ochkomplexe Bauteile stehen bei uns auf der Tagesordnung. Doch an einer Schnell­ verschlusskupplung für den Drucklufteinsatz haben wir uns ziemlich die Zähne ausgebissen, berichtet Timo Lehmann von den Herausfor­ derungen eines Projekts für die Parker Hanni­ fin GmbH, einem der weltweit führenden Her­ steller in der Antriebs- und Steuerungstechno­ logie sowie der Pneumatik. «Gehärteter und beschichteter Automatenstahl, Gewinde, Boh­ rungen und vier leicht konische Langlöcher sind die wesentlichen Bestandteile. Letztere waren der Knackpunkt an der gesamten Kon­ struktion.»

50’000 Werte pro Sekunde

DIGITAL UND AUF DER HÖH!

Die Langlöcher dürfen lediglich eine Abwei­ chung von 2 µm in der Parallelität gegenüber den Referenzwerten haben. Ansonsten schal­ tet die Maschine, die das Bauteil bei ParkerHannifin vollautomatisch zusammensetzt, kurzerhand ab. Des Weiteren wäre die Funk­ tion der Schnellverschlusskupplung bei Über­

schreitung der Toleranz nicht gegeben. In den leicht konischen Langlöchern befinden sich im zusammengebauten Zustand Kugeln, die nicht zu weit überstehen dürfen, aber auch auf kei­ nen Fall durch das Langloch fallen sollten. Mit dieser Konstruktion verhindern die Schnell­ verschlusskupplungen von Parker den sonst üblichen Knall beim Lösen der Verbindung und ermöglichen zudem die Bedienbarkeit mit einer Hand. Genauso anspruchsvoll wie die Fertigung ist auch das Messen der Langlöcher. Der Messtaster TC76-DIGILOG von BLUM stellte die einzig wirtschaftliche Möglichkeit dar, die Masshaltigkeit zu überprüfen. Schliesslich hat das analoge Messen immer dann Vorteile, wenn es um die Beurteilung von Flächen oder Linien geht. Würde bei­ spielsweise im Fall der Anwendung bei Leh­ mann ein schaltender Digitaltaster eingesetzt, müssten bei der Vermessung des Langlochs – um eine ausreichende Auflösung zu erreichen – sehr viele Punkte gemessen werden. Der TC76-DIGILOG hingegen wird mit einer Mess­

Informieren Sie sich! Melden Sie sich an!

Der Messtaster TC76-DIGILOG der Blum-Novotest GmbH scannt die komplette Kontur des Langlochs – eine echte Innovation in der Fertigungsmesstechnik.

www.ie-messe.de


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Der Messtaster TC76-DIGILOG lässt sich je nach Messaufgabe horizontal oder vertikal in der Drehmaschine platzieren.

geschwindigkeit von 2 m/min scannend über die Oberfläche ge­ führt. Dabei generiert das System aufgrund der analogen Messwert­ erfassung in einem Bruchteil der Zeit eine extrem hohe Anzahl an Werten, genau genommen 50’000 pro Sekunde.

Messen in der Maschine – ein enormer Vorteil Seit Februar 2015 läuft das Team aus Cincom M32 und TC76-DIGI­ LOG nun reibungslos in der Seri­ enproduktion für Parker Hanni­ fin. Der Ablauf ist dabei wie folgt: Zu Beginn einer Teileserie wird ein Referenzteil auf die Maschine gespannt und die gesamte Kontur des entsprechenden Langlochs abgescannt und aufgezeichnet. Das so erfasste Masterprofil wird in der Auswertesoftware hinter­ n Anzeige

legt. Die später produzierten Se­ rienwerkstücke werden mit dem aufgezeichneten Profil verglichen und bei Überschreitung der Tole­ ranzgrenzen ausgeschleust. Da­ durch wird das eng tolerierte Langloch zuverlässig direkt nach dem Zerspanungsprozess in der Drehmaschine überprüft. Das Messen innerhalb der Maschine bringt per se schon einen enor­ men Vorteil. Wenn es dann wie bei der Schnellverschlusskupp­ lung für Parker Hannifin prob­ lemlos in den Nebenzeiten ge­ schieht, kann es kaum besser lau­ fen. Das ermöglicht Lehmann eine 100-prozentige Kontrolle, bei der «Fehlertrends» durch eine Auswertesoftware frühzeitig er­ kannt werden. Dem TC76-DIGILOG ist es übrigens grundsätzlich egal, ob er

Die Schnellverschlusskupplung verhindert den lauten Knall beim Lösen. Ihre Herstellung ist sehr komplex, die Vermessung der insgesamt vier leicht konischen Langlöcher war nur mithilfe des Blum-Messtasters TC76-DIGILOG möglich.

in einer Schleif- oder Fräsmaschi­ ne verbaut ist. Durch seine er­ höhten Antastkräfte eignet er sich sogar hervorragend für den an­ spruchsvollen und rauen Einsatz in Drehmaschinen. Präzise und richtungsunabhängig fährt der TC76-DIGILOG an das Bauteil und misst mit überlegener Prä­zi­ sion dank des patentierten shark360-Messwerks. Weder Kühlmittel noch zähe Öle beein­ trächtigen die verlässlichen Mess­ werte. Mit der hohen Antastkraft drückt sich der Messtaster einfach durch das Kühlmittel hindurch.

Eine sehr leistungsfähige Lösung Die Blum-Novotest/Citizen-Kom­ bination wird auch für andere Grossserien von 10’000 bis 30’000 Stück eingesetzt. Breit gestreut sind die verarbeiteten Werkstoffe

von Edelstählen, Vergütungsstäh­ len und Automatenstahl bis hin zu Aluminium. «Dafür, dass wir schon kurz davor waren, den Auf­ trag der Parker Hannifin GmbH für die Schnellverschlusskupp­ lung ablehnen zu müssen, kön­ nen wir uns glücklich schätzen, mit dem Duo aus Blum-Mess­ taster und Citizen-Maschine eine derart leistungsfähige Lösung er­ halten zu haben», stellt Timo Leh­ mann zufrieden fest.

I N F OS | KON TAKT Blum-Novotest GmbH Rosenweg 4 CH-2543 Lengnau Telefon +41 (0)32 653 77 11 www.blum-novotest.com r.gasser@blum-novotest.com


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Riesige Lagerkapazität auf engstem Raum Bilder: KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG

Ein vollautomatisches KASTO-Lagersystem vom Typ UNICOMPACT erweitert seit Kurzem das Distributionszentrum von Böhler-Uddeholm im englischen Oldbury. Auf nicht einmal einem Fünftel der bisherigen Lagerfläche beherbergt das Wabenlager rund 5000 t Metall-Langgut – bei Bedarf sogar deutlich mehr. Die kurzen Zugriffszeiten und niedrigen Betriebskosten sollen dem Stahlhersteller und -händler beim Erreichen seiner Wachstumsziele helfen – und die sind äusserst ambitioniert.

Das Lager bietet auf einer Fläche von nur etwa 1000 m2 Platz für rund 5000 t Metall-Langgut – bei Bedarf fasst es sogar deutlich mehr.

D

ie Böhler-Uddeholm UK Ltd. ist Teil der Böhler-UddeholmFirmengruppe und damit des in­ ternationalen Stahlkonzerns voe­ stalpine mit Hauptsitz in AT-4020 Linz. Als Mitglied der sogenann­ ten Special Steel Division, einer Gruppe aus weltweit führenden

Edelstahl- und Werkstoffunter­ nehmen, beliefert Böhler-Udde­ holm Kunden in ganz Grossbri­ tannien mit Kalt- und Warmar­ beitsstählen, Werkzeug- und Formstählen, Hochgeschwindig­ keitsstahl und verschiedenen Le­ gierungen. Diese kommen unter

Im Vergleich zur vorherigen Kragarmlagerung spart der Stahlhändler rund 80 Prozent Fläche ein – reichlich Platz für andere wertschöpfende Prozesse.

32 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

anderem im Werkzeug- und For­ menbau, in der Automobilindus­ trie, der Energietechnik und der Luftfahrt zum Einsatz. Dreh- und Angelpunkt dafür ist das Distribu­ tionszentrum im mittelenglischen Oldbury: Mehr als 3000 t Material liegen dort zur Auslieferung oder zur weiteren Bearbeitung an einer der zahlreichen Säge-, Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen be­ reit, ein Grossteil davon in Form von Rohren, Stangen und ande­ rem Langgut.

Konventionelle Kragarmlagerung nicht mehr ausreichend Bei der Lagerung setzte BöhlerUddeholm noch bis vor Kurzem auf konventionelle Kragarmrega­ le. Diese waren jedoch den stei­ genden Anforderungen nicht mehr gewachsen: «Mit unserem Sortiment wurde auch der Platz­ bedarf immer grösser, sodass wir hier langsam an unsere Grenzen gestossen sind», beschreibt Be­ triebsleiter Mike Hickman. «Auch die Zugriffszeiten waren in dem manuell bedienten Lager sehr lang – unsere Kunden erwarten jedoch immer kürzere Lieferfris­ ten.» Um die Wettbewerbsfähig­ keit auf lange Sicht sicherzustel­ len, entschloss sich der Stahl­

händler deshalb dazu, seine ­Logistik grundlegend zu moderni­ sieren. Ein automatisches Lagersys­ tem sollte dabei helfen, die Abläu­ fe im Distributionszentrum effizi­ enter zu gestalten und die Kapazi­ täten zu erhöhen. Bei der Wahl eines geeigneten Projektpartners fiel schnell die Entscheidung für die KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG. Kein Wunder: Der Sä­ ge- und Lagertechnik-Spezialist hat bereits fünf andere interna­ tionale Standorte der Böhler-­ Uddeholm-Gruppe erfolgreich mit ähnlichen Systemen ausgestattet.

Platz für Langgut bis 8 Meter Länge Für den Standort Oldbury reali­ sierte KASTO ein Wabenlager vom Typ UNICOMPACT. Der Spe­ zialist baute das 15 m hohe und 37 m lange Lager einfach als Silo­ konstruktion an die bestehende Halle an – der Einfluss auf den laufenden Betrieb bei Böhler-­ Uddeholm hielt sich damit sehr in Grenzen. Das vollautomatische System verfügt über 2377 Lager­ plätze mit Kassetten, die Langgut mit bis zu 8 m Länge aufnehmen können. Die Kassetten tragen Lasten bis zu 3,5 t und sind mit 180, 220 oder 450 mm unter­ schiedlich hoch, um Artikel mit verschiedenen Geometrien zu be­ vorraten. Die nutzbare Breite be­ trägt 620 mm. Das UNICOMPACT-Lager nutzt den vorhandenen Raum ­effektiv aus und ermöglicht eine hohe Lagerdichte: Rund 5000 t Material können in dem System auf einer Fläche von etwa 1000

Herzstück des Lagers ist ein dynamisches Regalbediengerät in Portalbauweise.


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Um Leerfahrten zu vermeiden, ist das RBG doppelspielfähig – das heisst, Ein- und Auslager­ vorgänge werden effizient miteinander kombiniert.

m2 verstaut werden. «Die Krag­ armregale, die wir vorher im Ein­ satz hatten, benötigten für die gleiche Menge 5500 m2», erzählt Mike Hickman. «Mit dem neuen KASTO-Lager haben wir nun also jede Menge neue Flächen zur Verfügung, die wir zum Beispiel für weitere Bearbeitungsmaschi­ nen nutzen können.» Und damit nicht genug: Das UNICOMPACT bietet genug Kapazität, um bei Bedarf sogar bis zu 7000 t Mate­ rial aufzunehmen. Damit ist Böh­ ler-Uddeholm auch für künftiges Wachstum bereits bestens gerüs­ tet.

Ein- und Auslagern per Knopfdruck Für die Ein- und Auslagerung des Langguts stehen insgesamt zwölf Übergabestationen bereit, an de­ nen Mitarbeiter das Material in die Kassetten legen und auch wieder entnehmen. Versorgt wer­ den diese über ein Regalbedien­ gerät (RBG) in Portalbauweise. Es transportiert die Ladungsträger vollautomatisch auf Knopfdruck zu den Lagerplätzen und auch wieder hinaus. Um Leerfahrten zu vermeiden, ist das RBG dop­ pelspielfähig – das heisst, Einund Auslagervorgänge werden ef­ fizient miteinander kombiniert. Mit einer Hubgeschwindigkeit bis zu 70 m und einer Längsfahrge­ schwindigkeit bis zu 160 m pro Minute arbeitet es zudem äusserst dynamisch und sorgt so für kurze Zugriffszeiten. Bis zu 45 Doppel­ spiele pro Stunde schafft das Sys­ tem mühelos. «Früher mussten unsere Mitarbeiter das Material in

den Regalen suchen und dann per Stapler entnehmen – ein mühsa­ mes, zeit- und kostenintensives Prozedere», erinnert sich Mike Hickman. «Kurze Lieferzeiten einzuhalten war so natürlich schwierig – und nicht zuletzt war das Risiko, sich bei der manuellen Handhabung der langen Stangen und Rohre zu verletzen, recht hoch.» Von den Ausgabestationen gelangt das Material zu einer der zahlreichen Bearbeitungsmaschi­ nen oder direkt in den Versand. Das Warehouse Management System (WMS) KASTOlogic sorgt dafür, dass jeder Artikel auch ge­ nau dort landet, wo er hingehört. «Wir haben die Lagerverwaltung direkt an das SAP-System von Böhler-Uddeholm angebunden», berichtet KASTO-Fachmann Ernst Wagner. «Das ermöglicht schlan­ ke Prozesse und eine hohe Trans­

Das Warehouse Management System KASTOlogic sorgt dafür, dass jeder Artikel auch genau dort landet, wo er hingehört.

parenz.» Papier benötigt der Stahlhändler zur Bearbeitung sei­ ner Aufträge fast gar nicht mehr, alles funktioniert elektronisch. KASTOlogic überwacht und ma­ nagt sämtliche Bestände, jeder Artikel lässt sich zu 100 Prozent rückverfolgen. Das hilft Fehler zu vermeiden und schafft die nötige Übersicht.

Energieeffiziente Technik senkt die Betriebskosten Auch bei der Energie- und Kos­ teneffizienz überzeugt das neue Lager: Da die Prozesse im Inneren vollautomatisch ablaufen, sind weder Licht noch Heizung erfor­ derlich. Das RBG verfügt zudem über ein System zur Energierück­ gewinnung: Überschüssige Bewe­ gungsenergie, die beim Abbrem­ sen des Portals oder beim Senken des Hubwerks entsteht, lässt sich damit in Strom umwandeln und

in das Netz zurückspeisen. Das senkt den Stromverbrauch der Lagertechnik im Vergleich zu konventionellen Antriebssyste­ men um bis zu 40 Prozent. Seit 2016 ist das neue UNI­ COMPACT-Lagersystem in Be­ trieb – mit beeindruckenden Er­ gebnissen: «Wir haben nicht nur rund 80 Prozent unserer bisheri­ gen Lagerfläche eingespart und damit wertvollen Platz gewon­ nen, sondern auch unsere Prozes­ se viel effizienter gestaltet», be­ tont Tom Gowan, Geschäftsführer von Böhler-Uddeholm UK. «Die Zugriffszeiten sind jetzt deutlich kürzer, sodass wir alle Bestellun­ gen, die bis mittags eingehen, noch am selben Tag kommissi­ onieren und versenden können.» Der Stahlhändler konnte ausser­ dem die Betriebskosten und den Personalaufwand erheblich redu­ zieren, sodass sich die Investition voraussichtlich nach nur drei bis fünf Jahren amortisiert hat. «Un­ ser Ziel ist es, unseren Durchsatz bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent zu steigern», erklärt Tom Gowan. «Das KASTO-Lager mit seinen Kapazitäten ist auf diesem Weg ein wichtiger Schritt.»

Saw Expo, Augsburg Stand 440 I N F OS | KON TAKT KASTO Schweiz AG Fröschweid 11 CH-4310 Rheinfelden KASTO hat die Lagerverwaltung direkt an das SAP-System von Böhler-Uddeholm angebunden. Das ermöglicht schlanke Prozesse und eine hohe Transparenz.

Telefon +41 (0)800 618 000 www.kasto.com info@ch.kasto.com

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

33


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Kühlschmierstoff stellt Oberflächen­ qualität sicher Nach einer Rezepturänderung verlor der Kühlschmierstoff in der Produktion des Lohnfertigers Helfenstein Mechanik AG an Stabilität. Infolgedessen wurde die nötige Oberflächenqualität nicht mehr regelmässig genug erreicht. In enger Zusammenarbeit mit Blaser Swisslube wurden die Prozesse durchleuchtet und schliesslich auf einen neuen Kühlschmierstoff umgestellt. Mit durchschlagendem Erfolg: Die Oberflächenqualität konnte erheblich gesteigert werden und die Prozesssicherheit wurde dank dem abgestimmten Kühlschmierstoff optimiert.

Drehen einer CoCr-Schale.

D

ie Helfenstein Mechanik AG ist ein Lohnfertiger mit Sitz in CH-6055 Alpnach Dorf. Das Un­ ternehmen, gegründet im Jahr 2005 durch Reto Helfenstein, be­ schäftigt fünf Mitarbeiter. Als Hauptdienstleistung werden Teile mit hohen Anforderungen an die Fertigung und Genauigkeit nach Kundenvorgaben hergestellt. Hauptsächlich fertigt Helfenstein für Unternehmen in den Segmen­ ten Luftfahrt, Uhrenindustrie, Medizintechnik, Gasmesstechnik und im Maschinenbau. Dabei wird ein breiter Materialmix bear­ beitet, von Aluminium über Stahl bis hin zu Titan und weiteren Ma­ terialien. Der moderne Maschi­ nenpark von Helfenstein Mecha­ nik umfasst Drehmaschinen und kubische Bearbeitungsmaschinen für Einzelteile sowie kleine und mittlere Serien. Durch den Einsatz von Robotern arbeitet das Unter­ nehmen im 24-Stunden-Betrieb. Für Helfenstein Mechanik stehen die hohe Qualität der Fertigung

hydabspalter im Zuge der soge­ nannten REACH-Verordnung als schädlich eingestuft wurden. Die REACH-Verordnung der EU hat das Ziel, dass bei der Produktion oder Verwendung von Chemikali­ en weder die Gesundheit der Menschen noch die Umwelt be­ einträchtigt werden. Deswegen müssen alle Stoffe entsprechend zugelassen und registriert werden. «Nach dieser Umstellung der Kühlschmierstoffrezeptur ver­ schlechterte sich nicht nur die Oberflächenqualität, sondern auch die Standzeit der Emulsion», erinnert sich Reto Helfenstein. Der Firmengründer nahm Kon­ takt mit Blaser Swisslube auf, um der Problematik auf den Grund zu gehen.

Forschung wirkt sowie kurze Reaktionszeiten und Entscheidungswege im Mittel­ punkt. Allerdings stellte Firmen­ gründer Reto Helfenstein fest, dass die Oberflächen diverser ge­ fertigter Teile nicht immer die ge­ wünschte Qualität aufwiesen. Diese Qualitätsprobleme ereigne­ ten sich kurz nachdem die Rezep­ tur des eingesetzten Kühlschmier­ stoffes geändert werden musste, weil darin enthaltene Formalde­

«Wir bei Blaser betrachten immer den gesamten Prozess. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt sicher, dass wir den auf die Kundenbe­ dürfnisse optimal zugeschnitte­ nen Kühlschmierstoff auswählen können – so wird der Kühl­ schmierstoff zum flüssigen Werk­ zeug», sagt Blaser-Anwendungs­ techniker Hans-Peter Dubach. In der Analyse wurde schnell klar, dass die neue Rezeptur des einge­

setzten Kühlschmierstoffes einer der Auslöser der Probleme bei Helfenstein Mechanik war. Wenn neue Vorgaben der REACH-Kont­ rollbehörden kommen, müssen die Kühlschmierstoffhersteller ihre Produkte dementsprechend anpassen. «Wenn diese Anpas­ sung in kurzer Zeit erfolgen muss, kann das durchaus zu Problemen führen. Bei Blaser betreiben wir sehr viel Forschung und passen die Formulierungen immer wie­ der an, um solchen Umstellungen zuvor zu kommen. Dadurch stel­ len wir sicher, dass unsere Pro­ dukte nachhaltig und langfristig funktionieren», betont Hans-Pe­ ter Dubach. Nach der detaillierten Analyse der Fertigungsprozesse empfahl Hans-Peter Dubach auf­ grund seiner Erfahrung einen Test mit dem Blaser-Kühlschmierstoff B-Cool 755. «Dieser Kühlschmier­ stoff wurde ursprünglich für die Aluminiumbearbeitung konzi­ piert, ist aber sehr vielseitig und kann bei einem breiten Material­ mix eingesetzt werden.» B-Cool Kühlschmierstoffe sind mineralöl­ haltig und werden mit moderner Additivtechnologie hergestellt. Sie verfügen über eine gute Resistenz gegen das Wachstum von Mikro­ organismen und sind auch für den Einsatz in Zentralanlagen geeig­ net.

Optimierte Prozesssicherheit Gesagt, getan: B-Cool 755 wurde auf einer CNC-Maschine sechs Monate lang in verschiedenen Produktionsprozessen getestet. Reto Helfenstein: «Die Testphase war überaus erfolgreich! Der ein­ gesetzte Kühlschmierstoff passt optimal zu unseren Anforderun­ gen und kann bei einem breiten Materialmix eingesetzt werden. Wir konnten die Oberflächenqua­ lität deutlich steigern und damit die Prozesssicherheit optimieren. Den Service von Blaser Swisslube während der gesamten Umstel­ lung haben wir sehr geschätzt.»

I N F OS | KON TAKT Blaser Swisslube AG Winterseistrasse 22 CH-3415 Hasle-Rüegsau Die Roboter-Anlage ist 24 Stunden in Betrieb und bestückt die 5-Achs-Fräsmaschine Fehlmann P825 Versa. Die Anlage ist modular aufgebaut und kann bei Bedarf ausgebaut werden.

34 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Telefon +41 (0)34 460 01 01 www.blaser.com contact@blaser.com


NEW S & T R EN D S AD V ERT O R I A LS

Szenen und Objekte erfassen in Echtzeit

Frequenzen regeln auf engstem Raum

re Parametriersoftware erlaubt die einfache und schnelle Einstellung der kameraspezifischen Parameter. Möglich ist eine Anbindung an MATLAB, HALCON, PCL sowie ROS.

n Auf einen Blick sieht die neue 3D-Kamera auf Basis der PMD-Technologie unterschiedlichste Gegenstände und Objekte in ihren räumlichen Dimensionen. Herzstück des Gerätes von ifm electronic ist ein neuer Bild-Chip mit 23’000 Empfangselementen. Die Ausgabe erfolgt über Grauwert- und Dis­tanzbild, die Auswertung ist mit markt­ üblichen Bibliotheken mühelos möglich. Vorteile und Funktion Im Gegensatz zu Laserscannern, die jeweils nur ein Empfangselement aufweisen, ist der Bild-Chip des neuen Gerätes der Baureihe O3D mit 23’000 Bildpunkten ausgestattet! Daher besitzt die 3D-Kamera keine beweg­ lichen Komponenten und ist somit ver­ schleiss­frei und robust. Die intuitiv bedienba-

Vielfältige Einsatzgebiete Da jeder einzelne Bildpunkt die Entfernung misst, können zum Beispiel Koffer, Pakete und Paletten präzise dimensioniert sowie positioniert werden. Überdies vereinfacht das Gerät ein automatisiertes Be- und Entladen von Containern, Stauraumoptimierung, Kollisionsschutz, die Navigation fahrerloser Transportsysteme als auch Personenzählung und Raumüberwachung. Selbst die Baumstammvermessung im ­Sägewerk ist kein Problem.

INFO S | K O NTA K T ifm electronic ag Altgraben 27 CH-4624 Härkingen Telefon +41 (0)62 388 80 30 www.ifm.com info.ch@ifm.com

Erodierbohren an gross­ volumigen Werkstücken!

n Der universelle, adaptierbare Erodierkopf mit Servo-Einheit und einem fahrbaren Generator mit Hochdruckpumpe von Heun wird eingesetzt, um Spezialaufgaben zu realisieren, wie zum Beispiel das Entfernen von Nieten an der Aussenhaut von Flug­ zeugen bei Wartungsarbeiten, Entlastungsund Entlüftungs- und Kühlbohrungen in metallische Formen, Bohrungen in Einspritzdüsen und das Einbringen von Bohrungen in extrem spitzen Winkeln. Die Einheit ist sehr kompakt gebaut und für die Bearbeitung von besonders grossen Werkstücken geeignet. Der Erodierkopf kann an jedem vorhandenen Bearbeitungszentrum oder an einem Roboterarm adaptiert werden. Auch eine eigenständige Nutzung durch Montage auf einem Stativ oder Bohrständer ist möglich. Als Elektrodenmaterial kann Messing, Kupfer oder Graphit verwen-

det werden. Durch Einsatz von verschiedenen Keramikführungen kann mit Elektroden von Ø 0,3 bis 3,0 mm gearbeitet werden (optional von Ø 0,1 bis 6 mm). Die Funktionen sind die gleichen wie bei Standard-Erodierbohrmaschinen. Eine Besonderheit ist, dass man die Spindel auch arretieren kann, sodass man auch senken oder Teile abtrennen kann wie zum Beispiel Gewindebolzen oder Blechteile. Der am häufigsten genutzte Anwendungsbereich, ist das Entfernen von abgebrochenen Werkzeugen. Der normale Bearbeitungsfall sind Durchgangsbohrungen. Sacklochbohrungen müssen manuell erstellt werden. Dies ist jedoch einfach auszuführen. Welche Lösung benötigen Sie? Kontaktieren Sie uns. Wir stellen uns Ihren Anforderungen!

INFO S | K O NTA K T Heun Funkenerosion GmbH Lange Hecke 4 D-63796 Kahl/Main Telefon +49 (0)6188/910-510 www.heun-gmbh.de info@heun-gmbh.de

n Eaton baut seine PowerXL-Produktfamilie weiter aus: Mit dem PowerXL DB1 Frequenzumrichter bringt das Energiemanagement-Unternehmen ein leistungsfähiges Gerät in der kleinsten IEC-kompatiblen Form auf den Markt. Der DB1 greift trotz seiner geringen Grösse auf alle Funktionalitäten des bewährten DC1 Enhanced zurück. Eaton bietet so eine optimale Lösung für OEMs, die den Frequenzumrichter zum Beispiel in ein bestehendes System integrieren wollen, in denen keine Luftzirkulation stattfindet und kein Platz für zusätzliche Kühlkörper oder Lüftungen vorhanden ist. Die geringe Grösse verdankt der DB1 unter anderem dem Wegfall von Display und Keypad sowie des Kühlkörpers. Als Cold Plate Unit entwickelt, nutzt der DB1 das bestehende Metallgehäuse der Maschine, in die er integriert wird, um die Wärme abzuleiten. Dabei wird der Frequenzumrichter samt Wärmeleitpaste direkt an die metallische Raumwand verschraubt, deren Wärmeleitfähigkeit und grosse Fläche so für die Wärmeabfuhr genutzt werden kann. Da das Gerät kompatibel mit Eatons externen Keypads ist, benötigt der DB1 selbst kein Display oder Keypad. «Die Einsparungen der Komponenten ist dabei Sinnbild für die Effizienz des DB1. Maschinen mit existierendem Gehäuse können durch die Drehzahlregelung den Energie­ bedarf im Prozess reduzieren», kündigt Andreas Miessen, Product Manager Drives bei Eaton, an. «Dadurch profitieren vor allem OEMs vom DB1, die einen Frequenzumrichter mit umfangreichen Funktionen möglichst unsichtbar in eine bestehende Pumpe, einen Kompressor oder in ein anderes System mit wenig Platz integrieren müssen.» Der DB1 ist in vollem Umfang mit der drivesConnect Parametriersoftware sowie mit der zur Verfügung stehenden drivesConnect App kompatibel. In der kleinsten Bauform 1 eignet sich der Frequenzumrichter für Motorleistungen bis zu 1,5 kW bei wahlweise 230 oder 400 V Netzspannung. Im Frühjahr wurde DB1 auch in Baugrösse 2 eingeführt – für bis zu

4 kW bei 400 V, womit die Gerätefamilie dann das Gros der Motoren im Markt abdecken kann. Der Anwender profitiert bei dem DB1 von einem Leistungsteil und einem abnehmbaren Steuerteil. Dieses Steuerteil beinhaltet verschiedene I/O-Schnittstellen sowie CANopen- und Modbus-RTU-Kommunikation. Für das Modbus-Protokoll werden neben der COM-Schnittstelle (RJ45) die Datenleitungen ebenfalls auf zwei Steuerklemmen geführt, die dank Push-InTechnologie einfach zu verdrahten sind. Zusätzlich verfügt das Steuerteil des DB1 über sichere Cage-Clamp-Steckverbindungen. «Bei Bedarf und entsprechenden Stückzahlen kann das Steuerteil auch entsprechend des Kundenwunsches angepasst werden», so Andreas Miessen, der generell zu der Verwendung des DB1 einen applikationsspezifischen Zusatzservice anbietet.

I N F OS | KON TAKT Eaton Industries II GmbH Im Langhag 14 CH-8307 Effretikon Telefon +41 (0)58 458 14 14 www.eaton.ch effretikonswitzerland@eaton.com

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

35


DOSSIER M E S S -, S T E U E R - U N D REGELT ECHNIK

Periodische Signale und Nichtlinearitäten im Griff Seit einiger Zeit sind ILC-Regler in Gebrauch. Zwar sind sie nur für periodische Sollwert-Verläufe einsetzbar, erzielen aber oft deutlich bessere Resultate als die klassischen PID-Regler. Was steckt dahinter? Wo liegen die Schwierigkeiten?

Das Sollsignal ist per Definition periodisch

ILC-Regler Sollsignal Referenz-Periode ILC-Buffer Stellsignal

Strecke (Maschine)

Istsignal

Update Fehlersignal

Bild 1: ILC-Regelkreis.

D

nicht direkt das Stellsignal abgeleitet. Sondern mithilfe des Fehlersignals wird der ILC-Buffer aufdatiert.

ie Abkürzung ILC steht für Iterative Learning Control. Es geht also um ein selbstlernendes Regelsystem. Dass das Lernen iterativ genannt wird, hängt damit zusammen, dass in jeder Periode des Sollsignals stets Bilanz über den Regelerfolg gezogen wird und basierend darauf der Regler sich adaptiert. Bild 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau eines ILC-Regelkreises. Es fällt sofort auf, dass im Gegen-

satz zu einem klassischen Regelkreis (Bild 2, zum Beispiel mit einem PID-Regler) das Stellsig­ nal nicht aus einem Fehlersignal erzeugt wird, sondern dass das Stellsignal aus einem Buffer, nämlich aus dem ILC-Buffer stammt. Am Ausgang der Strecke, res­ pektive der Maschine, wird aus Soll- und Istsignal das ILCFehlersignal gebildet. Aber eben, aus diesem Signal wird nun

Der ILC-Regelkreis bildet also gar keinen (unmittelbar) geschlossenen Regelkreis. Die Strecke wird eigentlich aus dem ILCBuffer gesteuert, nicht geregelt. Damit kann der Regelkreis (idealerweise) auch nicht instabil werden. Diesen Punkt werden wir aber noch genauer betrachten müssen. Das Abspielen des Stellwertsignals aus einem Buffer (statt einer direkten Regelung) hat aber noch einen weiteren ganz interessanten Aspekt: Aus der Sicht der Strecke kann das Stellsignal akausal sein. Oder anders ausgedrückt, das Stellsignal kann auf Verhaltenselemente der Strecke reagieren, bevor sie aufgetreten sind. Dies ist darum möglich, weil das Sollsignal per Definition periodisch ist und man aus den vergangenen Perioden zu jedem Zeitpunkt in prospektiver Weise weiss, wie sich die Stecke ver­

n Anzeige

www.sensormate.ch

36 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

halten wird, respektive welche Fehler in Zukunft auftreten werden. Was aber enthält der ILCBuffer? Das Ziel ist, dass er eine Periode jenes Signals enthält, das, wenn es durch die Strecke geschickt wird, das Sollsignal ergibt. Wenn am Anfang, beim Einschalten der Maschine, dieses Signal noch nicht bekannt ist, so wird der ILC-Buffer auf null initialisiert. Während der ersten Periode ist demnach der Aus­ gang der Strecke (das Istsignal), abgesehen vom Rauschen der Maschine, ebenfalls ständig null. Folglich ist das Fehlersignal gerade gleich einer Periode des Sollsignals. Das Fehlersignal wird nun dazu verwendet, den ILCBuffer aufzudatieren. Dies ist der Learning-Aspekt des ILC. Durch das periodenweise, iterative Aufdatieren des ILC-Buffers nähert sich der Inhalt des ILC-Buffers dem gesuchten idealen Stellsignal an.

Die Strecke ist kausal Soweit ist also alles klar. Die Frage ist bloss noch, wie der Update-Mechanismus des ILC-Buffers funktioniert. Und tatsächlich: Dieser Punkt ist die Knacknuss des ILC. Wird der ILC-Buffer in irgendeiner Weise systematisch falsch aufdatiert – so wie ein PID-Regler systematisch falsch eingestellt sein kann –, so akkumulieren sich die Fehler im ILC-Buffer ständig, die Strecke verhält sich immer übler und schliesslich sieht es so aus, als wäre der ILC-Regler instabil. Grundsätzlich ist es aber so: Die Strecke ist kausal. Das heisst, sie reagiert auf eine Anregung


D O S S I ER M ESS-, ST EUER- UND REG ELTECH NI K

Sollsignal

Fehlersignal

Stellsignal

Regler

Strecke (Maschine)

Istsignal

Bild 2: Klassischer Regelkreis.

Bild 3 zeigt den Vergleich zwischen einer PID- und einer ILC-Regelung eines rotierenden Motors bei einer sinusförmigen Positionsregelung mit Reibung. Man erkennt beim PID-Regler (blau) deutlich die Phasenverschiebung und die Schultern, die in den Wendepunkten auftreten. Hier hält die Haftreibung die Motorachse fest. Während dieser Zeit integriert der I-Anteil des PID-Reglers den wachsenden Fehler, bis sich der Rotor losreisst und die Haftreibung schlagartig in die betragsmässig deutlich kleinere Gleitreibung übergeht. Wegen der plötzlich wegfallenden Last und aufgrund der gleichzeitig grossen Kraft, die der Regler nun aufbringt und die er nicht schnell genug abbauen kann, unterschwingt die Position des Rotors deutlich. Es folgt ein Einschwingvorgang mit erneutem Überschiessen, bis die blaue Kurve wieder zur Idealkurve (schwarz, phasenverschoben) zurückkehrt. Im Gegensatz dazu gelingt es dem vollständig adaptierten ILCRegler, die Haftreibung sofort aufzubrechen, ohne dass es zu einem erkennbaren, störenden Überschwingen kommt. Dem ILC-Regler kommt zugute, dass er eben nicht mit einem langsamen Integrator arbeitet, sondern mit einer gespeicherten und optimierten Stellwert-Kurve, die jede beliebige Form annehmen kann.

(zum Beispiel auf einen Impuls) nicht vor der Anregung, sondern zum Zeitpunkt der Stimulation oder danach, also allgemein mit ­einer gewissen Verzögerung ∆t ≥ 0. Will man also, dass die Strecke zu einem bestimmten Zeitpunkt T eine gewisse Bewegung ausführt, so muss folglich die Anregung dafür im ILCBuffer vorher, also zum Zeitpunkt T-∆t erfolgen. Man nutzt hier also die akausale Eigenschaft des ILC-Reglers, die wir weiter oben schon erwähnt haben. Der Parameter ∆t ist maschinenabhängig und muss separat gemessen werden. Damit folgt, dass der ILCUpdate-Mechanismus das Fehlersignal respektive einen Bruchteil davon um die Zeit ∆t nach vorne verschoben zum Inhalt des ILCBuffers addiert. Wer in der Schule in Regelungstechnik unterrichtet wurde und später das Erlernte in der Praxis anwenden wollte oder sollte, hat vermutlich viel Frustrierendes erlebt. Die Ursache liegt darin begründet, dass die typische Schul-Regelungstechnik (beziehungsweise die jeweils betrachtete Strecke) lineares Verhalten aufweist, und gerade dies in der Praxis fast nie zutrifft. Oft ist es die Reibung, die einem das Leben schwer macht, der Hin­ und Herwechsel von Haftreibung und Gleitreibung.

Regelungstechnik hat Frustpotenzial ILC-Regler scheren sich darum aber nicht. Das einzelne Update ist zwar ein linearer Vorgang. In der Summe hat der Inhalt des ILCBuffers aber nicht zwingend einen linearen Zusammenhang mit dem Sollsignal, und wie wir gezeigt haben, schon gar keinen kausalen. Das ist ein sehr gewichtiger Vorteil dieses Verfahrens und führt dazu, dass ILC-Regler in vielen Anwendungen Resultate erzielen, die mit einem PID-basierten Regler niemals und nicht annähernd erreichbar wären.

INFO S | K O N TAKT Stettbacher Signal Processing AG Neugutstrasse 54 CH-8600 Dübendorf Telefon +41 (0)43 299 57 23 www.stettbacher.ch dsp@stettbacher.ch

Drehwinkel

PID ILC Zeit

Bild 3: Vergleich zwischen klassischem Regelkreis mit PID und ILC.


DOSSIER M E S S -, S T E U E R - U N D REGELT ECHNIK

Die Vorteile hoch­ auflösender Encoder In jüngster Zeit kommen vermehrt hochauflösende Encoder auf den Markt. Auch maxon motor hat mit dem kompakten ENX 16 RIO ein Spitzenmodell präsentiert. Doch für welche Anwendungen sind hohe Encoder-­ Auflösungen besonders vorteilhaft?

D

ie Anforderungen an Encoder nehmen laufend zu. Das gilt besonders bei Positionieranwendungen wie zum Beispiel der Platzierung elektronischer Bauelemente. Grund sind die steigende Anzahl elektrischer Kontakte bei gleichzeitig schrumpfenden Gehäuseabmessungen moderner, hochkomplexer in­ teg­rierter Schaltkreise wie Mikroprozessoren oder programmierbare Logikbausteine (FPGA). Zum Beispiel erfordert ein modernes WF-XBGA Gehäuse nach der JEDEC-Norm MO-298 mit bis zu 2601 Kontakten im Rastermass 0,4 mm eine Positionsgenauigkeit von 0,4° m oder 1/900 einer Umdrehung. Ein Rotationsencoder sollte dann eine etwa zehnfach höhere Auflösung haben. Für einen Inkrementalencoder ergibt sich somit eine Auflösung von mindestens 2250 Impulsen pro Umdrehung (cpt).

Encoder sollen robust und kompakt sein Für Anwendungen mit hochkonstanter Drehzahlregelung sind die Anforderungen an die Encoder-Auflösung nochmals wesentlich höher: Durch einen quadratischen Zusammenhang zwischen der geforderten maximalen Abweichung der Drehzahl vom Sollwert und der notwendigen Encoder-Auflösung sind hier Encoder mit mehreren 10’000 Impulsen pro Umdrehung gefordert. Dabei gilt: je kleiner und trägheitsarmer das Antriebssystem, desto höher die notwendige Auflösung. In beiden Anwendungsfällen wird für ein agiles, dynamisches Endsystem eine verhältnismässig hohe maximale Drehzahl mit fehlerfreier Encoder-Funktion verlangt – und das neben der hohen Auflösung. Nicht zuletzt soll auch ein hochauflösender Encoder möglichst wenig zusätzlichen

Bauraum beanspruchen und elektrisch wie mechanisch robust sein. Der neue maxon ENX 16 RIO Encoder (RIO steht dabei für Reflektiv, Interpoliert, Optisch) erfüllt die geforderten Eigenschaften eines hochauflösenden optischen Encoders in einer besonders kompakten Bauform. Er erreicht bis zu 65’536 Impulse pro Umdrehung durch den Einsatz neuester Technologien. Und sein Gehäuse mit Aussendurchmesser 16 mm und 7 mm Baulänge ist mechanisch sehr robust – dank einer kunstoffverspritzten Bauweise.

Direkt auf der Motorwelle platziert Der ENX 16 RIO ist ein inkrementeller Dreikanalencoder mit differentiellen EIA RS422 kompatiblen Ausgangssignalen. Die Auflösung ist von 512 Impulsen pro Umdrehung bis zur maximalen Auflösung werksseitig konfigurierbar. Bis zu einer Auflösung von 4096 Impulsen pro Umdrehung arbeitet der Encoder fehlerfrei bis zur Drehzahl von

40’000 rpm. Bei doppelter Auflösung halbiert sich die maximale Drehzahl aufgrund der maximalen Ausgangspulsfrequenz von 3 MHz. Allerdings sind mit sehr hoher Auflösung von 16’384 Impulsen pro Umdrehung immer noch 10’000 rpm möglich. Und das bei einer sehr kompakten Bauform. Die hohe Geschwindigkeit wird durch das «fremdgelagerte» Konstruktionsprinzip ohne federnde Kupplungselemente unterstützt – durch die Montage des Targets direkt auf die Motorwelle kann die volle Dynamik in Positionieranwendungen genutzt werden. Beim ENX 16 RIO Encoder kommt eine Strichscheibe mit 256 Strichen zum Einsatz. Mit der programmierbaren Interpolation bis 256 wird die Auflösung bis zu 65’536 Impulse pro Umdrehung erreicht. Durch Qua­ draturauswertung der Inkremente beträgt die maximale Positionsauflösung daher 18 bit. Der Encoder ist trotz seiner hohen Auflösung sehr robust: Der Einsatztemperaturbereich beträgt –40 bis +100 °C. Die kunststoffverspritzte Leiterplatte ergibt in Kombination mit dem passenden Motorflansch ein staubdichtes Gehäuse nach IP5x – dieser optische Encoder eignet sich also auch für «schmutzige» Umgebungen. Mit dem ENX 16 RIO erhalten Ingenieure eine modulare Lösung für einen grossen Bereich von maxon-Motoren. Kombinationen sind möglich für Direktantriebslösungen auf der Basis der Baureihen DCX 16 bis DCX 35, EC-4pole 22 und EC4pole 30 sowie der eisenbehafteten Innenläufermotoren EC-i 30, EC-i 40 und EC-i 52.

Von 3D-Druckern bis zum Operationsroboter ENX 16 RIO – der neue reflektive optische Encoder mit bis zu 65’536 Impulsen pro Umdrehung in einem robusten Gehäuse (Ø 16 mm, 7 mm lang). Links als Kombination mit einem konfigurierbaren DC-Motor (DCX 16 S), rechts ein Blick in das Sensorgehäuse. n Anzeige

38 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

In der Tabelle sind die wichtigsten Kenndaten des neuen Encoders ENX 16 RIO zusammengefasst. Dieser neue hochauflösen-


DO S S I ER M E SS-, ST EUER- UND REGELT EC H NI K

Kennwert

Einheit ENX 16 RIO

Impulszahl pro Umdrehung cpt 512 bis 65’536 (in Schritten von 256) Anzahl Kanäle 3 Ausgangstreiber RS422 (min. 20 mA pro Kanal, differentiell) Max. Impulsfrequenz kHz 3125 Max. Drehzahl rpm 40’000 (bis 4096 cpt) Phasenverschiebung °el 90° ±10°el (bei 4096 cpt) Betriebstemperaturbereich °C –40 bis +100 Typ. Stromaufnahme mA 50 (ohne Last) Betriebsspannung V 4,5 bis 5,5 Baugrösse mm Ø 16x7 Staubschutz IP5x Bewertung: Was sind die Vorteile des ENX 16 RIO?

de Encoder ist dabei besonders geeignet für hochpräsize Positions- und Drehzahlregelung. Dabei sind wegen der hohen maximalen Impulsfrequenz und des fremdgelagerten Bauprinzips kaum Kompromisse bei der Geschwindigkeit und Dynamik der Regelungsaufgabe nötig. Das robuste Gehäuse im ENX-Format, der grosse Einsatztemperaturbereich, die differentielle Schnittstelle nach RS422 und die staubdichte Montage auf die vorgesehenen maxon Motoren ermög­ lichen neue Lösungen in vielen hochwertigen Anwendungsgebieten: Präzisionmesstechnik, Druckmaschinen, Delta-Roboter, 3D-Drucker, Plotter, Operationsroboter, haptische Anwendungen, elektronische Bauteileplatzierung und vieles mehr. Was man dabei nicht vergessen darf: Um den vollen Nutzen aus diesem neuen Encoder zu ziehen, müssen auch der Positions- beziehungsweise Drehzahlregler entsprechend dynamisch und gut eingestellt sein, was mit den performanten Controller von maxon (ESCON, EPOS4 und MAXPOS) möglich ist. Ebenfalls müssen die ab-

triebsseitigen mechanischen Komponenten höchsten Qualitäts- und Präzisionsanforderungen genügen. Vorzugsweise werden hochauflösende Encoder daher in direkt angetriebenen Applikationen eingesetzt.

automatica, München Halle B6.300 INFO S | K O NTA K T maxon motor ag Brünigstrasse 220 CH-6072 Sachseln Telefon +41 (0)41 666 15 00 www.maxonmotor.com www.drive.tech

Reflektives Funktionsprinzip. Eine mit reflektierenden Strichen (hier 256) versehene Scheibe («Target») wird von einer LED beleuchtet. Im selben Gehäuse wie die LED sind eine strukturierte Photodiode und eine Auswerteelektronik – eventuell mit Interpolator – vorhanden, sodass bei rotierender Scheibe inkrementelle Rechteckimpulse erzeugt werden. maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

39


DOSSIER M E S S -, S T E U E R - U N D REGELT ECHNIK

Sind Tisch-Elektronenmikroskope der neue Trend? Elektronenmikroskopische Bilder sind in der Regel gestochen scharf, haben eine hohe Tiefenschärfe und weisen grosse Vergrösserungen über 1000 Mal auf, bei denen man selbst kleinste Details sehen kann. Oft wird bei solchen Bildern davon ausgegangen, dass ein teures und kompliziertes Gerät für die Bildgebung verwendet werden muss und dass die Vorbereitung der Proben aufwändig ist.

D

er technische Fortschritt macht es möglich, die Elektronenmikroskope kleiner, einfacher und preisgünstiger zu gestalten und somit für viele neue Anwender zugänglich zu machen. Jeder, der für seine Entwicklung, Forschung oder Qualitätskontrolle ein optisches Mikroskop einsetzt und bezüglich Vergrösserung, Auflösung oder Tiefenschärfe an die Grenzen stösst, kann vom Einsatz eines Elektronenmikroskops profitieren.

Hohe Brillanz Ein typischer Hersteller von handlichen und preisgünstigen Tisch-Elektronenmikroskopen ist die holländische Firma Phenom-World (gehört zu Thermo Fisher Scientific). Mit den Phenom-Mikroskopen können Vergrösserungen bis 150’000 Mal und Auflösungen bis 8 Nanome-

Mikrofasern.

Lasermarkierungen in Metalloberfläche (eine Markierung hat etwa den halben Durchmesser eines menschlichen Haares).

ter (etwa ein hunderttausendstel Millimeter) erhalten werden. Die verschiedenen Phenom-Modelle zeichnen sich durch die Vorteile des langlebigen CeB6Filaments aus, das überdies eine hohe Brillanz besitzt und somit zu einer hervorragenden Bild­ qualität führt. Alle Phenom-Modelle verfügen über eine optische Kamera, welche die Navigation auf der Probe wesentlich vereinfacht und einen motorisierten XYTisch, der das Arbeiten sehr angenehm und schnell macht.

Das Phenom XL Tisch-Elektronenmikroskop.

40 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Für grosse Proben bis 100x 100 mm Seitenlängen und bis 65 mm Höhe ist das Phenom XL. Standardmässig verfügen die Phenom-Elektronenmikro­ skope über einen BSE-Detektor (Backscatter Elektronen Detektor), der nebst der Topographie der Probe auch durch die Helligkeitsstufe einen Materialkontrast anzeigt. Schwere Elemente (höhere Ordnungszahl im chemischen Periodensystem) werden im Elektronenmikroskop-Bild heller dargestellt, leichte Elemente werden dunkler dargestellt.

Wer verwendet typischerweise Tisch-Elektronenmikroskope? Die Phenom™-Tisch-REM werden in einer Vielzahl von Branchen und Anwendungen eingesetzt. Selbst für KMU und kleinere Abteilungen erschwinglich, wird das Phenom überall dort verwendet, wo Präzision und Materialzusammensetzung eine Rolle spielen. In der Metall- und Kunststoff-Industrie (Uhrenteile, Werkzeuge, Präzisionsformteile) wird oft die Güte und Zusammensetzung der Oberfläche beurteilt. Den Pharmabereich interessieren zum Beispiel Form und Grösse von Pulverpartikeln. Im Elektronik- und Halbleiterbereich werden kleinste Strukturen angesehen und auf allfällige Fehler überprüft. Auch im bio­ logischen Bereich (Zellen, Pflanzenteile, Insekten usw.) gibt es diverse Anwendungen. Solche Proben müssen zuvor getrocknet werden, ein elektrisch leitfähiger Überzug (wie früher bei grossen REM nötig) ist jedoch nicht zwingend. Generell ist die Probenvorbereitung wesentlich einfacher, als das oft gedacht wird. Da die Bildqualität ähnlich wie bei Grossgeräten ist, verwenden nicht nur viele Anwender die Phenom Tisch-Elektronenmikroskope, es gibt auch diverse Anwender von GrossREM’s, die auf ein Phenom umsteigen oder ihr Labor zur Kapazitätssteigerung mit einem Phenom ergänzen.

Punktgenaue Analyse Mit einem optionalen, im Phenom integrierten EDX-Detektor ist es möglich, die chemischen Elemente an einer im Bild mit Mausklick definierten Stelle zu bestimmen. Analysierbar sind alle Elemente von Bor bis Americum, also praktisch alle Nichtmetalle, Halbmetalle und Metalle. Weitere Optionen sind ein SED-Detektor (Sekundärelektronen Detektor) welcher zu einem räumlicheren Eindruck der Bilder führt, spezielle Probenhalter wie motorisiert kipp- und drehbare Halter, 3D-Rekonstruktionsund Rauheitsbestimmungs-Software, Partikelanalysesoftware und viele mehr.

I N F OS | KON TAKT Schaefer-Tec AG Industrie Neuhof 9 CH-3422 Kirchberg Telefon +41 (0)34 423 70 70 www.schaefer-tec.ch info@schaefer-tec.ch


D O S S I ER MES S -, S TEU ER - UND REG ELT EC H N I K

Zuverlässigkeit mittels Dauerschwingversuchen Im Gegensatz zur Zerspanung ist der 3D-Druck in Metall eine junge Fertigungstechnologie. Das innovative Verfahren bietet vielerlei Vorteile, seien es innenliegende Hohlräume, Gitterstrukturen oder besonders dünnwandige Geometrien. Doch vor allem bei sicherheits- oder zertifizierungsrelevanten Anwendungen ist die Qualität und Oberflächengüte der Bauteile entscheidend.

Additiv hergestellte Präzisionsbauteile.

T

oolcraft analysiert nicht nur das eingesetzte Pulver, sondern auch die Eigenschaften additiv gefertigter Proben, die ­ repräsentativ für das spätere ­ Bauteil sind. Nun hat sich das Unternehmen die Kompetenz erarbeitet, die Dauerschwingfestigkeit der verschiedenen Metalle messtechnisch zu bewerten.

Dynamische Festigkeit mittels Dauerschwingversuchen testen Die Dauerschwingfestigkeit bezeichnet das Verformungs- beziehungsweise Versagensverhalten von Werkstoffen bei zyk­ lischer Beanspruchung. Die Festigkeit von Bauteilen leitet sich bisher alleine durch Zugversuche ab. Neue Anforderungen an Materialien bedürfen allerdings auch der Bewertung der dynamischen Festigkeit. Mit einem Zug- und Dauerschwingversuch im Wechsel lassen sich über Dauerschwingdiagramme, wie zum Beispiel dem Smith-Diagramm, alle systemrelevanten Belastungen und somit

die Zuverlässigkeit des zu bearbeitenden Materials bewerten. Neue Visionen wie «predictive maintenance» im Rahmen der Industrie 4.0 erfordern ein detailliertes Wissen über das Werkstoffverhalten, und mechatronische Systeme verlangen nach systemübergreifenden Zuverlässigkeitsversuchen.

Dauerschwingversuch nach Wöhler und DIN 50100 Bei einem Dauerschwingversuch wird das Material nach dem An-

Aufbau des Teststandes von oben.

sächlichen Einsatzgebiet zulassen.

Erweiterung der Prozesskette satz von Wöhler untersucht und nach DIN 50100 ausgewertet. Der Teststand muss dabei statistisch signifikant langzeitstabil sein. Denn die Belastungen durch die Schwingungen sind enorm (bis zu 150 Hz, teilweise bis 500 Hz) und die Fliehkräfte nicht zu vernachlässigen. Zuerst erfolgt die Klärung der drei Hauptbeanspruchungen – ZugDruck, Biegung oder Torsion. Danach wird ein passender Teststand ausgesucht und die Proben entsprechend der Normen gefertigt. Dies erfolgt in der Regel in Anlehnung an die DIN-Norm 50125. Neuere Trends erfordern eine Untersuchung des «Very High Cycle Fatigue», das heisst Schwingspielzahlen oberhalb der 10’000’000 Grenze. Ziel ist es, eine Verteilung der Lasthorizonte über die Schwingspielzahl zu erhalten. Daraus lässt sich eine sogenannte Wöhlerkurve berechnen. Während des Tests analysiert ein Condition Monitoring System das individuelle Material­ verhalten unter der Wechsel­ belastung. Dabei ermittelt es Grenzwerte, die wiederum Aussagen über die voraussichtliche Haltbarkeit des Bauteils im tat-

Ohne Dauerschwingversuch lässt sich die Zuverlässigkeit eines Bauteils nur auf Basis der Zugversuchsdaten bewerten. Allerdings fordert die FKMRichtlinie (Rechnerischer Festigkeitsnachweis von Maschinenbauteilen) für die Systembewertung dezidierte Sicherheitsfaktoren (in der Regel jenseits eines Sicherheitsfaktors von 2). Wird jedoch zum Beispiel der Werkstoffeinsatz reduziert, so sind ­Sicherheitsfaktoren < 2 anzusetzen. Dies kann nur durch einen Dauerschwingversuch nachgewiesen werden. Damit erweitert sich erneut die komplette Prozesskette von der Idee über die Fertigung bis zum qualifizierten Bauteil im Hause Toolcraft.

I N F OS | KON TAKT MBFZ toolcraft GmbH Handelsstrasse 1 D-91166 Georgensgmünd

Der Teststand muss dabei statistisch signifikant langzeitstabil sein.

Telefon +49 (0)9172 6956-0 www.toolcraft.de toolcraft@toolcraft.de maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

41


DOSSIER TR A NS P O RT I E R E N , LAGERN, LOGIST IK, INDUS TR I EB A U

Flexibilität in jeder Hinsicht Mit der Vorstellung des innovativen SSI Flexi Shuttles im Rahmen der diesjährigen LogiMAT ergänzt SSI Schäfer sein umfassendes ShuttlePortfolio für Kleinladungsträger. Angetrieben durch Superkondensatoren ermöglicht das innovative Einebenen-Shuttle dank eines breitenverstell­ baren Lastaufnahmemittels (LAM) das Handling einer Vielfalt an Lager­ gütern mit einer Zuladung von bis zu 50 kg. Einzigartig dabei ist die Funktion dynamisch anpassbarer Stellplatzgrössen in Abhängigkeit der Lagergutabmessungen durch eine vollkommen variable Positionierung im Regalsystem.

D

as Einebenen-Shuttle ist für den Einsatz im hochdynamischen Automatischen Kleinteilelager (AKL) mit hoher Varianz an Lagergütern prädestiniert. Es vereint die Technologien des SSI Schäfer Shuttle Portfolios mit der branchenweiten Expertise des Intralogistikexperten und zeichnet sich ins­ besondere durch eine hohe Flexibilität über den gesamten Produktlebenszyklus aus.

Maximale Modularität Mit dem SSI Flexi Shuttle bietet SSI Schäfer eine zukunftsweisende Lösung und darüber hi­ naus eine modulare Konzeption bestehend aus Shuttle, Heber und Regalsystem. Es ermöglicht

individuell zugeschnittene Anlagenkonzepte mit exzellenter Raumausnutzung. Das System lässt eine einfach-, doppel- und mehrfachtiefe Lagerung mit variabler Höhen- und Breitenaufteilung bis zu einer Gassenlänge von 150 m und einer Höhe von bis zu 30 m zu. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, ein breites Spektrum an Transporteinheiten und -abmessungen durchgängig platzoptimiert einlagern zu können. Gewährleistet wird das Handling einer Vielfalt an Lagergutabmessungen von bis zu 860x680 mm (LxB) durch ein universelles LAM mit Breitenverschub. Kubische und konische Behälter können dabei ebenso wie Kartons,

n Anzeige

42 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Tablare und Behälter im Mix mit einer Zuladung von bis zu 50 kg in einem Regalsystem hoch­ effizient und sicher gelagert werden. Neben stirnseitig eingesetzten Hochleistungshebern können auch integrierte Heber ­gemäss dem K ­ onzept der patentierten 3D-MATRIX Solution® zum Einsatz kommen, deren Positionierung in der Lagergasse frei wählbar ist. So ist es möglich, hochdynamische Lösungen mit einer auto-

matisierten Lagerung, Pufferung und Sequenzierung in nur einem System zu realisieren. «In Kombination dazu und im Vergleich zu herkömmlichen Konzepten verzichten wir beim SSI Flexi Shuttle auf fest zugeordnete x-Lagerpositionen im Regalsystem. Stattdessen setzen wir auf ein von der installierten Hardware unabhängiges, offenes und millimetergenaues Positionier- und ein optimiertes Fachbelegungskonzept. Gepaart mit intelligenten IT-Strategien ermöglicht die Regalkonzeption eine grössenabhängige, vollautomatisch platzoptimierte Lagerung und bietet Anwendern damit ungeahnte Freiheiten», so Peter Berlik, technischer Geschäftsführer bei SSI Schäfer. Selbst bei einer hohen Heterogenität an Transporteinheiten und einem breiten Spektrum an

SSI Flexi Shuttle: Intelligente Funktionsvielfalt, variable Stellplatzgrössen und maximale Modularität.


DOSS I ER TRA N S P O RT IE R E N , L A GERN, LOGIST IK, INDUST R I EB A U

Transportabmessungen kann so eine raumoptimierte Regalfachbelegung bei maximaler Lagerdichte realisiert werden. Zusätzliche Einheiten und Abmessungen können während des laufenden Anlagenbetriebs flexibel integriert oder eliminiert werden. Das SSI Flexi Shuttle besticht mit maximaler Dynamik bei Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu 4 m/s und ist zudem für den Einsatz unter Tiefkühlbedingungen ausgelegt. Vor allem bei grosser Artikelvarianz, hohen Durchsatzanforderungen, kurzen Lieferzeiten sowie kleinen Liefermengen und -einheiten sorgt das System für höchste Effizienz über alle Branchen hinweg. Somit eignet es sich auch ideal für den Einsatz im E-Commerce.

Leistungsstarke Komponenten Das neue, vollautomatisierte, hochleistungsfähige Shuttle bildet einen wichtigen Baustein sowohl zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz als auch zur Kostenoptimierung entlang der Logistikkette – im Sinne einer Total Cost of Ownership (TCO). Die Integration von Superkondensatoren als Energiequelle gewährleistet maximale Leistungsdichte bei höchstem Durchsatz. Zudem dienen sie als Zwischenspeicher, da bei Bremsvorgängen eine Energierückspeisung erfolgt. Durch den Einsatz dieser Technologie konnten verschleissbehaftete Bauteile herkömmlicher Energieversorgungskonzepte konsequent eliminiert werden. Dies steigert die Lebensdauer der Anlage und reduziert gleichzeitig die TCO. Darüber hinaus gewährleistet der integrierte Energiespeicher der Shuttles bei Gassenzugang eine benutzerfreundliche Handhabung und einen wartungsfreundlichen Zugang. Auch die Software der Netzwerkkomponenten muss für den Einsatz in der Industrie besondere Anforderungen erfüllen. Gerade bei einer hohen Anzahl an Shuttles mit autonomer Energieversorgung ist eine hohe und ­sichere Anlagenverfügbarkeit essentiell. Aus diesem Grund wird beim SSI Flexi Shuttle die drahtlose, sichere und leistungsstarke

Kommunikation über das Industrial Wireless LAN (IWLAN) von Siemens sichergestellt. Dies sorgt auch bei komplexen Logistik­ lösungen für ein hohes Mass an Zuverlässigkeit und Sicherheit. Die Service- und Wartungstätigkeiten können zudem durch die Integration der hauseigenen Logistiksoftware WAMAS® sowie des Logistikcockpits WAMAS® Lighthouse massgeblich erleichtert werden. Durch die Kombination klassischer Visualisierungsaufgaben mit der Darstellung von Logistikkennzahlen, sorgt WAMAS® Lighthouse für transparente Prozesse sowie für die permanente Verfügbarkeit der Systemdaten. Das ermöglicht eine vorausschauende Wartung des Systems ohne feste Intervalle und unnötige Stillstandzeiten. Das Ergebnis sind reduzierte Wartungskosten über den Zeitraum des gesamten Produktlebens­.

INFO S | K O NTA K T SSI SCHÄFER AG Schaffhauserstrasse 10 CH-8213 Neunkirch Telefon +41 (0)52 687 32 32 www.ssi-schaefer.com info.ch@ssi-schaefer.com maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

43


DOSSIER TR A NS P O RT I E R E N , LAGERN, LOGIST IK, INDUS TR I EB A U

Autonome Lagerversorgung Der Einsatz von vollautomatisierten Geräten zeichnet sich durch hohe Verlässlichkeit, Sorgfalt und Sicherheit aus: Die Schadensquote wird auf ein Minimum reduziert, da menschliches Fehlverhalten als Unfallursache ausgeschlossen werden kann.

Der autonome Schubmaststapler Linde R-MATIC transportiert palettierte Waren bis 1,6 t vollautomatisch in Hochregale und lagert sie dort selbstständig in Hubhöhen bis 10 m ein und aus.

Ü

berdies führen die automatisierten Abläufe zu höherer Transparenz und unterstützen die betriebliche Prozessoptimie-

rung. Nicht zuletzt ergeben sich Effizienzgewinne daraus, dass bisher benötigtes Personal im Lager anderweitig eingesetzt wer-

n Anzeige

den kann. Intelligenter Zuwachs für die «Linde robotics»-Produktfamilie: Der R-MATIC arbeitet mit einer Tragfähigkeit von 1,6 t ohne Pause, rund um die Uhr – er l­agert die angeforderten Waren aus den Regalen bedarfsgerecht ein und aus und übernimmt auch die permanente Versorgung von Arbeitsplätzen. Am Gerät befestigte Sensoren sorgen dafür, dass die Paletten immer sicher und an der richtigen Stelle platziert oder aufgenommen werden. Den Gefahren überhängender Lasten beugt ein weiterer, am Gabelträger montierter Sensor vor. Dreidimensi­ onale Kameras werden eingesetzt, um den Ablageplatz im Regal zu erkennen und die Position der Gabelzinken mithilfe des Seitenschiebers zu justieren. In der horizontalen Ebene führt die infrastrukturfreie konturbasierte Geo-Navigation das automatisierte Gerät sicher und wegeoptimiert durch die verschiedenen Bereiche des Lagers. Ein Navigationslaser scannt permanent im 360°-Radius die Umgebung ab, um sich im Raum zu orientieren. Dabei bewegt sich der R-MATIC mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,5 m/s. «Wir gehen davon aus, dass sich der R-MATIC im Zwei- oder Dreischichtbetrieb spätestens nach zwei Jahren amortisiert hat», sagt Philipp Stephan, Product Manager Linde robotics bei Linde Material Handling.

Schrittweiser Ausbau erleichtert Weg in die Industrie 4.0 Bei einem namhaften internati­ onalen Konsumgüterhersteller ist der R-MATIC bereits seit über ­einem Jahr im Einsatz. Die Verantwortlichen lobten in der Testphase neben der ausgereiften Technik vor allem den Zugewinn an Produktivität. «Der autonome Schubmaststapler ist für jeden Industriebetrieb, dessen Intralogis-

44 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

tik von starkem Kosten- und Effizienzdruck getrieben ist, eine prüfenswerte Option», sagt Frank Heptner, Senior Director Consultancy and Projects, Intralogistics Solutions bei Linde Material Handling. Den automatisierten Schubmaststapler vom Typ RMATIC entwickelte Linde für Transport- und Lageraufgaben in allen Branchen, bevorzugtes Einsatzfeld sind Industriebetriebe mit hohem Automatisierungsgrad wie beispielsweise Automobil- und Massengüter-Hersteller. Mit den «Linde robotics»-Geräten können Logistikverantwortliche ihre innerbetrieblichen Materialflussabläufe schrittweise vernetzen. Bei einfachen Anwendungen kann der R-MATIC «stand alone» – das heisst ohne Vernetzung mit betrieblichen ITSystemen – arbeiten. Fahrbefehle werden dann unmittelbar über den Touchbildschirm am Fahrzeug oder eine Kommunikationsbox ausgelöst. Im Mischbetrieb kommunizieren die automatisierten Fahrzeuge über Schnittstellen mit anderen Maschinen und Anlagen oder Rollenbahnen. Beim Einsatz in grösseren Flotten tauscht die Leitsteuerung des RMATICs Daten mit dem betrieblichen Warehouse-Management (WMS)- oder Enterprise-Ressource-Planning(ERP)-Systemen aus. Die Recheneinheit verwaltet eingehende Aufträge, weist den Fahrzeugen wegeoptimiert Aufträge zu, nimmt Rückmeldungen der Geräte entgegen, regelt den Verkehr und übernimmt die Steuerung der Flotte. Um die passende Robotiklösung zu definieren, analysieren Experten von Linde Material Handling die Materialflussprozesse vor Ort in enger Abstimmung mit dem Kunden. Nach Abschluss der Planung erfolgt die Installation der Geräte innerhalb von wenigen Tagen beim Kunden vor Ort.

I N F OS | KON TAKT Linde Material Handling Schweiz AG Alte Dübendorferstrasse 20 CH-8305 Dietlikon Telefon +41 (0)44 835 23 00 www.linde-mh.ch info@linde-mh.ch


D O S S I ER TRA NSP O RTI ER EN, LAG ER N, LOG I S TI K , I NDU S T R I EB A U

Manuelle Lager automatisieren Bilder: viastore

Der Stuttgarter Intralogistik-Spezialist viastore stellt mit dem autonomen Lager- und Kommissionier-Roboter viarobot eine Lösung vor, mit der Betreiber manuelle Lager schnell, einfach und flexibel automatisieren können.

Dank viarobot können Betreiber manuelle Lager ohne zusätzliche Infrastruktur schnell, einfach und flexibel automatisieren.

S

ie benötigen dafür keine zusätzliche Infrastruktur wie Schienen oder besondere Regale – bereits bestehende Fachbodenregale können einfach weitergenutzt werden. Das System lagert Behälter und Kartons autonom ein, aus und um und transportiert diese zum Kommissionierer. viarobot ist dank übergeordneter

eigenständig zu seiner Ladesta­tion. Darüber hinaus können die Geräte auch im Dunkeln und in unbeheizten Räumen arbeiten. Das reduziert Energiekosten – vor allem bei einem mehrschichtigen Betrieb.

Fähigkeit von viarobot, ohne Unterbrechung 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr zu arbeiten, bilden die Basis für weiteres Wachstum. Industrieunternehmen und Hersteller profitieren davon, dass viarobot schnell und einfach zu installieren ist. Das löst zum Beispiel Kapazitätsprobleme schnell. Handelsunternehmen, OnlineShops und Start-up-Unternehmen haben den Nutzen, dass das System einfach skalierbar ist. Die Roboter arbeiten mit ­einer Geschwindigkeit von 2 m/s und können eine Lagerhöhe von 4 m bedienen. Neigt sich die Leistung des Lithium-Ionen-Akkus dem Ende zu, fährt viarobot

I N F OS | KON TAKT viastore systems GmbH Magirusstrasse 13 D-70469 Stuttgart Telefon +49 (0)711 9818-0 www.viastore.com info.de@viastore.com

n Anzeige

Software schnell betriebsbereit und einfach skalierbar: Wenn das Lager grösser wird oder saisonal ein höherer Bedarf gedeckt werden muss, wächst viarobot einfach mit, indem zusätzliche Roboter integriert und weitere Regale aufgestellt werden. Dabei kann der Lagerbetreiber die Regale einfach so platzieren, wie es die Gebäudestruktur erlaubt. Diese Flexibilität wirkt sich auch aus, wenn ein Lagerumzug ansteht: viarobot kann am neuen Standort einfach per Plug&Play in Betrieb genommen werden. Im Vergleich zu manuell betriebenen Lagern erhöht sich die Stellplatzkapazität um bis zu 40 Prozent, der Durchsatz verbessert sich um bis zu 20 Prozent und die Prozesssicherheit steigt deutlich.

Hohe Prozesssicherheit

viarobot vereint die hohe Flexibilität eines manuellen Lagers mit den Vorteilen eines automatischen Systems.

viarobot vereint die hohe Flexibilität eines manuellen Lagers mit den Vorteilen eines automatischen Systems. Der hohe Raumnutzungsgrad, die hohe Prozesssicherheit und geringste Fehlerquote sowie die hohe Bestandssicherheit und Bestands­ transparenz, verbunden mit der maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

45


DOSSIER TR A NS P O RT I E R E N , LAGERN, LOGIST IK, INDUS TR I EB A U

Optimaler Materialfluss Ein optimaler Materialfluss ist die Voraussetzung für Effizienz und Produktivität in der Intralogistik. Dabei gewährleistet eine leistungsstarke Fördertechnik die ideale Verbindung der unterschiedlichen Funktions­ bereiche im Logistikzentrum.

FTS bewegen sich autonom im Lager. Einige Typen sind bereits heute in der Lage, selbstständig den individuell günstigsten Fahrweg zu wählen und Hindernissen auszuweichen.

M

it der digitalisierten Warenverfolgung, vernetzten Elementen der Industrie 4.0 sowie einer 24/7-Verfügbarkeit sind die Anforderungen an den Materialfluss in den letzten Jahren stark gestiegen. Unternehmen stehen daher weniger vor der Wahl zwischen manuell betriebenen und automatischen Fördermitteln. Vielmehr geht es um die Frage, welche Art von automatisierter Technik die individuellen Geschäftsprozesse leistungsstark, prozesssicher und wirtschaftlich abbildet. Dazu kommen unterschiedliche Systeme zur Anwendung, die sich grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilen lassen: stationäre Fördertechnik und fahrerlose Transportsysteme (FTS). Beide Lösungen haben unterschiedliche Eigenschaften und können sich, vermutlich gerade deshalb, auch ideal ergänzen. Welches System die jeweiligen logistischen Anforderungen am besten erfüllt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die im Einzelfall zu prüfen sind. Neben den klassischen stationären Fördersystemen, wie Ketten-, Rollen- oder Riemenförderern, etablieren sich zunehmend fahrerlose Transportsysteme, die sich autonom im Lager bewegen. Die Entscheidung für

eine der beiden Möglichkeiten ist bei jedem Projekt individuell zu treffen und hängt von den spezifischen Anforderungen im Anwendungsfall ab. Eine wichtige Hilfestellung bei der Auswahl bieten herstellerunabhängige Generalunternehmer wie Unitechnik. Sie sind in der Produktauswahl völlig frei und entscheiden allein nach Kriterien, die den Kundennutzen fördern, wie unter anderem Durchsatzleistung, Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Kosteneffizienz. Im Rahmen einer unabhängigen Beratung besteht ausserdem die Möglichkeit, eine Simulation der gewünschten Transportlösung zu erstellen und so vorab deren Auswirkungen auf das logistische Gesamtsystem zu ermitteln.

Stationäre Fördertechnik: ideal für grosse Materialmengen Die stationäre Fördertechnik ist fest installiert und damit räumlich gebunden. Dies schränkt zwar die Flexibilität beim Materialtransport ein, da dieser auf vorab festgelegten Strecken erfolgt. Gleichzeitig wird aber eine hohe Förderleistung erzielt, was bei FTS nur durch den Einsatz entsprechend vieler Fahrzeuge möglich ist. Damit eignet sich eine stationäre Fördertechnik,

46 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

etwa mit Rollen- oder Kettenförderern, besonders für Unternehmen, die kontinuierlich grosse Materialmengen transportieren. Eine nachträgliche Skalierung dieser Lösung ist allerdings aufwendig und zeitintensiv. Daher sollte vorab eine detaillierte Analyse der benötigten Leistung erfolgen: Wie viele Ladungseinheiten werden im Schnitt pro Stunde transportiert? Wie viele können es in Spitzenzeiten werden? Wohin verteilen sich die Materialströme? Bei der Ausführung der Fördertechnik lohnt es sich, eine Leistungsreserve vorzusehen beziehungsweise die Kapazität für die höchste absehbare Anforderung auszulegen. Dies ist im Ergebnis günstiger, als eine bestehende Fördertechnik nachträglich um zusätzliche Strecken zu erweitern. Als Alternative zur klassischen stationären Fördertechnik bieten sich Lösungen wie Elektrohängebahnen an, die zwar festen Fahrwegen folgen, deren Leistung sich aber über die Anzahl der Fahrzeuge skalieren lässt.

FTS: flexibel, gut skalierbar und autonom Unter den automatisierten Transportsystemen gelten FTS als Lösungen von maximaler Flexibilität. Das liegt unter anderem daran, dass sie im Gegensatz zur stationären Fördertechnik frei skalierbar sind. Anwender können beispielsweise mit einer kleinen Transportkapazität beginnen und diese zu einem späteren Zeitpunkt anforderungsgerecht erweitern. Das zahlt sich vor allem bei schnell oder dis-

kontinuierlich wachsenden Unternehmen aus. Jedoch ist zu beachten, dass die Wirtschaft­ lichkeit ab einer gewissen Transportkapazität im Vergleich zu sta­ tionärer Fördertechnik abnimmt. Zudem lassen sich FTS auch nachträglich leicht in bestehende logistische Strukturen integrieren und nehmen keine bestimmte Stellfläche in Anspruch. Die Lagerfläche bleibt unverbaut und ist damit für andere logistische Prozesse nutzbar. Hinsichtlich der Fahrzeugtypen, der Anzahl der Fördergeräte sowie der Festlegung und Erweiterung der Verkehrswege sind FTS-Anwendern kaum Grenzen gesetzt. Allerdings gibt es bei den einzelnen Modellen Unterschiede im Grad der Autonomie, die bei der Auswahl zu beachten sind: Während einige FTS fest vorgegebene Wege abfahren und sich mithilfe von Reflektoren, Fahrbahn­ markierungen oder Induktionsschleifen orientieren, sind andere frei verfahrbar, wählen autonom den individuell günstigsten Weg und weichen Hindernissen selbstständig aus. Im Zuge der stärkeren Vernetzung von Waren und Betriebsmitteln im Internet der Dinge wird die Autonomie der Fördertechnik künftig deutlich zunehmen. Ein erster Schritt in diese Richtung sind FTS, die sich komplett selbstständig im Raum bewegen, miteinander kommunizieren und ihre Fahraufträge individuell abarbeiten. In einer weiteren Entwicklungsstufe, in der alle intralogistischen Systeme miteinander vernetzt sind, wird eine hierarchische Steuerung der Elemente überflüssig und die einzelnen Komponenten organisieren sich selbstständig untereinander. Man spricht auch von Schwarm­ intelligenz. Auch im Bereich der stationären Fördertechnik kön-

Welche Lösung für welche Aufgabe? Kontinuierlicher Materialtransport Saisongetriebenes Geschäft/Schwankender Durchsatz Hohe Durchsatzleistung Viele Ein- und Auslagerstellen Unebener Boden Mehrere Etagen/Ebenen/Förderniveaus Lange Fahrstrecken Mässige WLAN-Qualität

Stationär FTS 3 O O 3 3 O O 3 3 O 3 O O 3 3 O Stand: März 2018


D O S S I ER TRA NSP O RTI ER EN, LAG ER N, LOG I S TI K , I NDU S T R I EB A U

In Zeiten von Industrie 4.0 sind die flexiblen Integrationsmöglichkeiten des WEASEL® ein entscheidender Faktor für Anwender. Selbst unzugängliche Bereiche werden durch den Einsatz der kleinen Fahrzeuge nutzbar.

nen dezentrale Steuerungen zu einer grösseren Autonomie und Flexibilität führen. Denkbar ist es beispielsweise, alle Fördertechnikmodule mit einer eigenen Intelligenz auszustatten, sodass diese miteinander kommunizieren können. Auf diese Weise liessen sich Änderungen am Anlagenlayout künftig schneller und einfacher umsetzen.

Anpassung an unterschiedliche Lagerbedingungen Wer eine robuste, leistungsstarke und massgeschneiderte Lösung sucht, ist mit einer stationären Fördertechnik meist gut bedient: Sie passt sich an unterschiedlichste Gegebenheiten im Lager an. Auch Steigungen oder die Ausführung über mehrere Ebenen sind kein Problem und die Anforderung an die Bodenqualität ist gering. Die meisten FTS hingegen sind für die Verwendung im Innenbereich konzipiert und erfordern eine gute und ebene Bodenbeschaffenheit. Die Art der Oberfläche wirkt sich auf die Bremswege der Transportfahrzeuge aus. Niveauunterschiede erfordern die aufwändige Integration eines Aufzugs. Dieser muss so ausgeführt werden, dass er auch beim Einfahren der gegebenenfalls tonnenschweren Gewichte nicht nachgibt. Zudem sollten Lager, in denen FTS verkehren, über eine störungsfreie WLAN-Abdeckung verfügen. Ist diese nicht überall ausreichend gegeben, können Fahrzeuge den Kontakt verlieren und nicht mehr mit dem Leitstand oder anderen Einheiten kommunizieren. Dies würde zu

einer erheblichen Beeinträchtigung des Warenflusses führen.

Redundanzen schaffen Ausfallsicherheit Da die stationäre Fördertechnik für einen kontinuierlichen Materialfluss ausgelegt ist, verfügt sie über eine ständige Energieversorgung, zum Beispiel in Form einer 24-V-Stromversorgung. FTS, die nicht durch Induktion versorgt sind, fahren meist mit Batterien, die in regelmässigen Abständen aufgeladen werden müssen. Dies führt zu Stillständen, die im Betriebsablauf einkalkuliert werden müssen. Eine intelligente Möglichkeit, diese Ausfallzeiten zu umgehen, ist die Anbringung von berührungslosen Ladestationen an den Haltepunkten der FTS. Dabei laden sich die Fahrzeuge beispielsweise an Übergabepunkten in der Kommissionierzone automatisch auf und können so 24 Stunden am Tag unterbrechungsfrei eingesetzt werden. Doch auch mit der besten Energieversorgung kann es aufgrund von technischen Defekten zu Ausfällen kommen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei beiden Systemen gleich hoch. Die Auswirkungen hängen jedoch von den Redundanzen ab, über die eine Anlage verfügt. So kann eine Transportaufgabe bei FTS meist leicht an andere Einheiten übergeben werden. Die stationäre Fördertechnik ist in diesem Punkt weniger flexibel: Fällt nur eine Komponente aus, droht ein Stau oder Stillstand in diesem Bereich des Materialfluss-Systems.

Ein FTS transportiert Carts in einer Flugküche.

Faktoren einer Kostenanalyse Neben rein logistischen Faktoren spielen auch betriebswirtschaft­ liche Überlegungen eine Rolle bei der Entscheidung für eine Transportanlage. Bei der Kosten-Nutzen-Analyse können Unternehmen ebenfalls die Beratung eines herstellerneutralen Generalunternehmers wie Unitechnik in Anspruch nehmen. Dieser setzt beispielsweise die Anzahl der erforderlichen FTS in Beziehung zu der alternativ benötigten Fördertechnik in Metern. Auch die Menge der Übergabepunkte sowie der Anfahrstellen sollte einkalkuliert werden. Generell gilt: Mit der Zahl der Ein- und Auslagerstellen steigt der Material- und Kostenaufwand für eine stationäre Fördertechnik. Ein weit verzweigter Materialfluss wird möglicherweise zielführender mit FTS abgebildet. Umgekehrt werden FTS mit kurzen Fahrwegen und hoher Förderkapazität teurer und ineffizienter. Wichtig ist ausserdem, neben den Anschaffungskosten auch die Gesamtbetriebs-

kosten der Anlage zu berücksichtigen. Auf Basis der Informati­ onen, die aus der Kostenanalyse, den bestehenden oder angestrebten Logistikabläufen und den Anforderungen an eine Transportanlage hervorgehen, verbindet der Systemintegrator unterschiedliche Komponenten zu einem Gesamtsystem. Dabei ist ­ auch ein Mix aus FTS und stati­ onärer Fördertechnik denkbar. Im Ergebnis entsteht eine auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittene individuelle Lösung mit grösstmöglichem Kundennutzen.

I N F OS | KON TAKT Unitechnik Systems GmbH Fritz-Kotz-Strasse 14 D-51674 Wiehl Telefon +49 (0)2261 987-0 www.unitechnik.com info@unitechnik.com

n Anzeige

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

47


KURSE A U S - U N D WE I T E R BILDUNG

Branchentreff für die Turbinenproduktion n Die «Turbine Technology Days» am Starrag-Stammsitz in CH-9404 Rorschacherberg am Bodensee haben sich zum Jahresevent für Verantwortliche in der Turbinenproduktion entwickelt. 2018 findet der von Starrag und HAIMER gemeinsam veranstaltete Branchentreff am Dienstag, 19., und Mittwoch, 20. Juni, statt. Starrag und HAIMER haben zahlreiche Stationen gestaltet, die nicht nur Maschinen und Werkzeuge, sondern komplette Produktionssysteme vorstellen. Zu den Highlights zählen adaptive Schruppstrategien, die Luftschnitte eliminieren. Die Teilnehmer erleben zudem die neuste Schrumpf-, Auswucht- und Voreinstelltechnologie von HAIMER, die sich problemlos in eine Industrie 4.0-Umgebung einfügt. Ausserdem werden Winkelkopflösungen mit automatischem Werkzeug- und Kopfwechsel aus dem Magazin präsentiert. Es werden kundenspezifische Starrag Vollhartmetallwerkzeuge vorgeführt, die mit dem Wechselkopfsystem Duo-Lock von HAIMER ausgestattet sind. Sie zeichnen sich durch hohe Stabilität aus und lassen sich auch bei schwer zu zerspanenden Teilen flexibel ein-

setzen. Für Teilnehmer, die sich vor Ort ­einen Eindruck von der Qualitätsfertigung bei HAIMER machen wollen, wird ein Transfer ins bayerische D-86568 Igenhausen ­organisiert. Als zusätzliches Highlight wird Key­ note-Speaker Dr. Francesco Parisi, Geschäftsführer des italienischen Turbinenherstellers Pietro Rosa TBM, einen Einblick in seine Produktion geben. Flankiert wird die Veranstaltung von Kompetenzpartnern, deren Produkte – von Kühlschmierstoffen über Werkzeugsysteme bis zu Softwarelösungen – in der Prozesskette eine wesentliche Rolle spielen. Anmeldung und Infos mittels untenstehendem QR-Code.

INFO S | K O NTA K T Starrag AG Seebleichestrasse 61 CH-9404 Rorschacherberg Telefon +41 (0)71 858 81 11 www.starrag.com info@starrag.com

Swiss Industry 4.0 Conference n Die Swiss Industry 4.0 Conference ist am Donnerstag, 20. September, die schweizweit bedeutendste Praxisveranstaltung zum Thema Digitalisierung und Digitale Transformation. Es treffen sich mehr als 300 Führungskräfte, die mit ihren Unternehmen Chancen der Industrie 4.0 nutzen wollen und den Austausch mit Experten und weiteren Praxisvertretern suchen.

– Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0 – Informations- und Kommunikationstechnik in der Smart Factory – Big Data Analytics in der Industrie 4.0 – Industrial Data Platforms und Industrial Internet – Smart Maintenance Mehr unter www.industry40.ch/award, Eingabefrist bis 1. Juli.

Swiss Industry 4.0 Award® Im Rahmen der Fachtagung wird zum dritten Mal der Swiss Industry 4.0 Award® verliehen. Mit der Vergabe des Swiss Industry 4.0 Award® wird jährlich ein Unternehmen, eine Organisation oder ein Projekt ausgezeichnet, das in der praktischen Umsetzung der Digitalisierungs-Konzepte der sogenannten Industrie 4.0 einen bemerkenswerten Beitrag an die Entwicklung der ­automatisierten Wirtschaft in der Schweiz geleistet hat oder leistet.

Datum, Ort 20. September von 13.00 bis 20.00 Uhr Trafo Hallen, Brown Boveri Platz 1, CH-5400 Baden

Mögliche Themen: – Digitale Dienste im Industriebetrieb – Innovative Technologien und deren ­Anwendung

I N F OS | KON TAKT SWISS INDUSTRY 4.0 CONFERENCE® c/o Autexis IT AG Durisolstrasse 6 CH-5612 Villmergen Telefon +41 (0)56 619 11 11 www.autexis.com info@industry40.ch

n Anzeige

B&R Innovation Day n Am Freitag, 16. November, findet der erfolgreiche B&R Innovation Day statt. Dieser Event bietet nicht nur Informationen zu ­neuesten Technologien und Produkttrends, sondern er ist auch eine ideale Plattform für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Workshop 1 ACOPOStrak revolutioniert die Flexibilität von Maschinen und Anlagen. Das flexible Transportsystem ermöglicht die wirtschaftliche Symbiose von Losgrösse 1 und Massenfertigung. Produkte und Produktbestandteile werden auf einzelnen Shuttles schnell und flexibel durch Ihre Maschine oder Anlage von Bearbeitungsstation zu ­Bearbeitungsstation transportiert. Workshop 2 Um die steigenden Anforderungen an die Produktivität weiterhin zu erfüllen, setzen die Agrar- und Baubranche zunehmend auf hochautomatisierte und vernetzte Maschinen. Mit B&R-Lösungen lassen sich Automatisierungskonzepte für Baumaschinen und Kommunalfahrzeuge einfacher denn je umsetzen. Kunden profitieren von einer einfach zu bedienenden Entwicklungsumgebung, einem hochperformanten Echtzeitbetriebssystem und vorgefertigten SoftwareBausteinen.

48 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Workshop 3 ABB Ability™ vereint erstmals die Gesamtheit unserer digitalen Produkte und Dienstleistungen, die sich aus einer einzigartigen Kombination aus Branchenkenntnis, technologischer Führungsposition und digitalem Know-how zusammensetzen und echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Datum, Ort 16. November, B&R Industrie-Automation AG, Langfeldstrasse 90, CH-8500 Frauenfeld Weitere Infos Senden Sie eine E-Mail an office.ch@ br-automation mit dem Vermerk B&R Innovation Day, und Sie erhalten weitere Infos und die Anmeldung.

I N F OS | KON TAKT B&R Industrie-Automation AG Langfeldstrasse 90 CH-8500 Frauenfeld Telefon +41 (0)52 728 56 00 www.br-automation.com/de-ch office.ch@br-automation.com


D O S S I ER MESS E: A U T O MAT I C A

Automatisierungstechnik für die gesamte Wertschöpfungskette Vom 19. bis 22. Juni wird München zum Treffpunkt der internationalen Automatisierungsbranche. Die automatica 2018 präsentiert das komplette Spektrum der Robotik und Automation: Von der Industrie- und Service­ robotik bis hin zu der Montage- und Handhabungstechnik und der industriellen Bildverarbeitung. Erstmalig werden sechs Messehallen voll belegt: Rund 900 Firmen zeigen Ihre Lösungen für die intelligente Produktion von morgen. Knapp 30 Aussteller aus der Schweiz präsentieren sich dieses Jahr auf der Messe.

D

ie automatica wird bei den Schweizer Besuchern immer populärer. 2016 kamen knapp 1000 Besucher, das sind 35 Prozent mehr im Vergleich zu automatica 2014. Somit steht die Schweiz auf Platz 4 unter den Top-Besucherländern der Messe. Mit den Trendthemen «Digitale Transformation in der Fertigung» und Mensch-RoboterKollaboration leistet die automatica einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Arbeit 4.0 – da, wo der Mensch mehr Verantwortung denn je trägt. Diese Themen werden auf der Messe erlebbar und konkret.

In München wird die IoT-Automation Realität Begriffe wie Cloud Robotics, Deep Learning und Smart Production werden mehr und mehr gelebte Realität. Dass die Zukunft der industriellen Fertigung komplett vernetzt sein wird, welche Vorteile daraus resultieren und wie einfach die dafür erforderlichen, offenen Netzwerke zu realisieren sind, werden die Aussteller auf der automatica belegen. Bei vielen Automatisierungsanbietern lautet das Messemotto «Industrie 4.0», «Smart Factory» oder «digitale Vernetzung». Mit IT2Industry in Halle B4 bietet die automatica einen integrierten Themenbereich für IT-Firmen. Mit mehr als 40 Ausstellern und einem Vortragsprogramm fokussiert er das Zusammenspiel

zwischen Automatisierungs- und Informationstechnologie, das zum Kernbestandteil digitaler Automation und Robotik gehört. Das IT2Industry-Forum bietet mehr als 40 Vorträge, Diskussionsrunden und Best-Practice-Beispiele aus dem industriellen Internet der Dinge. Ob in der Logistik, Landwirtschaft, Medizin oder in der Kundeninformation: Mensch und Maschine arbeiten zunehmend Hand in Hand. Der Ausstellungsbereich professionelle Service­ robotik in der Halle B4 zeigt Schlüsseltechnologien, Komponenten und einsatzfähige Gesamtlösungen für unterschied­ liche Dienstleistungsbranchen. Im Servicerobotik Demopark können Besucher Serviceroboter live in Aktion erleben und mit ihnen interagieren.

Sonderschau: Der Mensch in der Smart Factory Mit einem wichtigen Aspekt bei der Robotik- und Industrie 4.0-Euphorie setzt sich der VDMA Robotik + Automation auf der automatica auseinander. Die Sonderschau «Der Mensch in der Smart Factory» greift dazu aktuelle Fragestellungen auf. Wer wissen will, warum der Mensch zentral bleibt in der digitalen Fabrik, sollte sich den Besuch der Sonderschau in der Halle B4 nicht entgehen lassen. In der Halle B4 machen zwei Demonstratoren aus dem

Schlagwort Industrie 4.0 gelebte Realität. Mit dem OPC UA Demons­ trator präsentiert der Fachverband VDMA Robotik + Automation einen zukunftsfähigen Ansatz des standardisierten und herstellerunabhängigen Datenaustauschs. Das Ziel ist es, das Potenzial von OPC UA (be)greifbar zu machen. Zwei Use Cases werden auf der OPC UA Demonstrationsfläche gezeigt. Schweizer Aussteller an der automatica – ABNOX AG, Halle A6.337 – Alulineartechnik AG, Halle A5.411 – Asic Robotics AG, Halle A5.423 – ASYRIL SA, Halle A6.428 – Bodmer Küsnacht AG, Halle A5.538 – CPAutomation SA, Halle A6.228 – F&P Robotics AG, Halle B4.420 – Güdel Group AG, Halle A4.502 und B6.330 – Hammerle Maschinenfabrik AG, Halle A6.241 – IMA Medtech Switzerland SA, Halle A6.109 – INFOTECH AG, Halle A6.104 – INSYS Industriesysteme AG, Halle A6.121 – INTERCAM SA-ROBOTMASTER, Halle B5.309 – Jenny Science AG, Halle A5.431 – MABI AG, Halle B6.109 – maxon motor ag, Halle B6.300 – MicroContact AG, Halle B5.327 – Mikron Automation – Mikron SA Boudry, Halle A6.103 – Paro AG, Halle A6.306 – Portescap S.A., Halle A4.114 – Robotec Solutions AG, Halle B6.330 – SMS Spinnler Fleury AG, Halle A6.530 – Swisslog Holding Ltd., Halle A4.221 – Teca-Print AG, Halle A6.318 – Unitechnologies SA, Halle A6.311

Veranstalter/Ort Messe München Messegelände, D-81823 München Öffnungszeiten Dienstag, 19., bis Freitag, 22. Juni von 9.00 bis 17.00 Uhr Eintrittspreise Tageskarte Dauerkarte Schüler, Studenten

34,– Euro 58,– Euro 20,– Euro

Infos www.automaticamunich.com

Der «smart4i Next Genera­ tion Demonstrator», initiiert und gefördert vom Fachverband VDMA Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, beinhaltet alle relevanten Industrie 4.0-Applikationen – von der Cloud bis zum Sensor. Dabei geht es um die Produktion eines individualisierten Modellautos, dessen Fertigungsprozess Besucherinnen und Besucher auf der Messe miterleben können.

Orientierungswissen für Anwender und Experten Wertvollen Know-how-Transfer bietet das automatica-Forum in der Halle A5. Von der Vision bis hin zur konkreten Umsetzung in der Praxis: Vorträge und Diskussionen spiegeln aktuelle Branchentrends und Zukunftsszenarien wider. Die Themen im Fokus: Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz, MenschRoboter-Kollaboration und Arbeit 4.0.

50-Jahr-Jubiläum der ISR Die weltweit führende RobotikKonferenz «International Symposium on Robotics» (ISR) begeht dieses Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum. Sie findet vom 20. bis 21. Juni im Rahmen der automatica statt. Über 100 Vorträge geben Einblicke in die neuesten «State-of-the-Art» RobotikTechnologien.

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

49


DOSSIER MESSEKALENDER

Internationale Aussteller

Zwei hochkarätige Fachkongresse

Vom 19. bis 22. Juni feiert mit der Saw Expo die erste Special-Inter­ est Messe für das Sägen von Metallen, Kunst- und Verbundstof-

Der Termin in der letzten Juniwoche ist neu, aber eines bleibt: Die SENSOR+TEST 2018 wird vom 26. bis 28. Juni in Nürnberg einmal mehr die weltweit führende Plattform für Sensorik, Mess- und Prüftechnik darstellen. Die Besucher haben nicht nur an den Messeständen der voraussichtlich rund 580 Aussteller aus aller Welt, sondern darüber hinaus

fen ihre Premiere in der Messe Augsburg. Die Saw Expo stellt die Fertigungstechnologie Sägen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Sie ist Zentrum des Dialogs innerhalb der Branche sowie Informations- und Businessplattform für Anbieter und Anwender. Kompakt in einer Messehalle ist für die Besucher Zeit und Raum, um Erfahrungen auszutauschen, von den Besten zu lernen, Innovationen zu begutachten und die geeignete Lösung zum Thema Sägen für jede Anwendung zu finden. Bereits im ersten Messejahr ist auf Austellerseite eine hohe Internationalität zu verzeichnen. Neben Branchengrössen aus Deutschland sind Unternehmen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg, den Niederlanden, Italien, Grossbritannien, Indien, Japan, Schweden, der Türkei und den USA vertreten. Die Saw Expo bietet den Besuchern die Gelegenheit, sich speziell auf die Säge-Technologie zu konzentrieren und sich über das Portfolio der Branche einen Überblick zu verschaffen. Produktionslinien und ein Vortragsbereich runden das Messegeschehen ab.

auch im Rahmen der begleitenden Fachkongresse und im umfangreichen Foren- und Aktionsprogramm zahlreiche Möglichkeiten, sich umfassend über den neuesten Stand in der Sensorik, Mess- und Prüftechnik zu informieren. Die SENSOR+TEST wird auch in diesem Jahr von zwei hochkarätigen Fachkongressen begleitet: Die 19. ITG/GMA-Fachtagung «Sensoren und Messsysteme» ist die bedeutendste Tagung zu den Themen Sensorik und Messtechnik im deutschsprachigen Raum. Zum dritten Mal, nach 2014 und 2016, veranstaltet die European Society of Telemetry die European Test and Telemetry ­ Conference – ettc2018 in Zusammenarbeit mit der SENSOR+TEST in Nürnberg. Die ettc2018 – mit Konferenz und begleitender Ausstellung in Halle 2 – ist die europäische Plattform für Telemetrie, Test-Instrumentierung und Telecontrol.

Juni

September

Fachmesse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz 19. bis 21. Juni www.arbeits-sicherheit-schweiz.ch

Internationale Messe für Metallbearbeitung 18. bis 22. September www.messe-stuttgart.de/amb

Arbeitssicherheit Schweiz, Bern

Stanztec, Pforzheim Fachmesse für Stanztechnik 19. bis 21. Juni www.stanztec-messe.de

Öffnungszeiten Dienstag, 19., bis Donnerstag, 21. Juni von 9.00 bis 17.00 Uhr und Freitag, 22. Juni von 9.00 bis 16.00 Uhr

INFO S | FA C TS Öffnungszeiten Dienstag, 26., und Mittwoch, 27. Juni von 9.00 bis 18.00 Uhr Donnerstag, 28. Juni von 9.00 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreise (online-Vorverkauf) Tageskarte 20,– Euro Dauerkarte 40,– Euro Schüler, Studenten 12,– Euro

Eintrittspreise Tageskarte 24,– Euro Kostenloser Eintritt mit Online-Vorregistrierung

Infos www.saw-expo.com/de

Infos www.sensor-test.de

50 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Experience Additive Manufacturing, Augsburg Internationaler Multi-Location-Event für Additive Fertigung 25. bis 27. September www.experience-am.com

Cwieme, Berlin Internationale Ausstellung und Konferenz für Spulenwicklung, Isolierung und Elektrofertigung 19. bis 21. Juni www.coilwindingexpo.com

Automatica, München Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik 19. bis 22. Juni www.automatica-muenchen.de

Saw Expo, Augsburg Internationale Fachmesse der Sägebranche 19. bis 22. Juni www.saw-expo.com

SENSOR+TEST, Nürnberg Internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik 26. bis 28. Juni www.sensor-test.com

AMB, Teheran Fachmesse für Metallbearbeitung 26. bis 29. Juni www.ambiran.com

August

topsoft, Zürich Business Software und IT-Infrastruktur Messe 28. und 29. August www.topsoft.ch

Sindex, Bern I N FOS | FACT S

AMB, Stuttgart

Oktober

ILMAC, Lausanne Fachmesse für Prozess- und Labortechnologie 3. und 4. Oktober www.ilmac.ch

Motek, Stuttgart Internationale Fachmesse für Montage- und Handhabungstechnik 8. bis 11. Oktober www.motek-messe.de

Bondexpo, Stuttgart Fachmesse für industrielle Klebetechnologie 8. bis 11. Oktober www.bondexpo-messe.de

ALUMINIUM, Düsseldorf Weltmesse und Kongress 9. bis 11. Oktober www.aluminium-messe.com

BI-MU, Mailand Messe für Metallbearbeitung, Roboter, Automatisierung und digitale Fertigung 9. bis 13. Oktober www.bimu.it

Ceramitec, München Technologies – Innovations – Materials. Leitmesse für die Keramikindustrie 10. bis 13. Oktober www.ceramitec.de

Treffpunkt der Schweizer Technologie­branche 28. bis 30. August www.sindex.ch

Fakuma, Friedrichshafen

September

parts2clean, Stuttgart

TeleNetFair, Luzern Schweizer Messe für Kommunikations-, Netzwerk-, Mess- und Verkabelungstechnik 4. bis 6. September www.telenetfair.ch

Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung 16. bis 20. Oktober www.fakuma-messe.de

Internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung 23. bis 25. Oktober www.parts2clean.de


DO S S I ER MESS EK A LEN D ER

Oktober

Januar

Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung 23. bis 26. Oktober www.euroblech.com

Fachmesse für Maschinenbau, Kunststoff und industrielle Dienstleistungen 30. Januar bis 1. Februar www.ie-messe.de

November

Februar

Weltleitmesse für Bildbearbeitung 6. bis 8. November www.messe-stuttgart.de

Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik 5. bis 8. Februar www.messe-intec.de

EuroBLECH, Hannover

Vision, Stuttgart

Composites Europe, Düsseldorf Europäische Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen 6. bis 8. November www.composites-europe.com

Compamed, Düsseldorf Fachmesse für die medizinische Zulieferbranche und Produktentwicklung 12. bis 15. November www.compamed.de

formnext, Frankfurt a.M. Fachmesse für den Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung und additive Fertigungstechnologie 13. bis 16. November www.messefrankfurt.com

electronica, München Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik 13. bis 16. November www.electronica.de

Securite, Lausanne Westschweizer Fachmesse für Sicherheit 14. bis 16. November www.securite-expo.ch

SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg Fachmesse für elektrische Automatisierung, Systeme und Komponenten 27. bis 29. November www.mesago.de

Valve World Expo, Düsseldorf Internationale Fachmesse mit Kongress für Industrie-Armaturen 27. bis 29. November www.valveworldexpo.de

Dezember

i+e 2019, Freiburg

intec, Leipzig

Z, Leipzig Internationale Zuliefermesse für Teile, Komponenten, Module und Technologien 5. bis 8. Februar www.zuliefermesse.de

Pumps & Valves, Zürich Schweizer Fachmesse für Pumpen, Armaturen und Prozesse 13. und 14. Februar www.easyfairs.com

Turning Days, Friedrichshafen Fachmesse für Hersteller von Präzisionsteilen 19. bis 22. Februar www.turning-days.de

März

BLE.CH, Bern Branchentreffpunkt für das metall­verabeitende Gewerbe der Schweiz 5. bis 7. März www.ble.ch

AM Expo, Luzern Fachmesse für additive Fertigung 12. und 13. März www.am-expo.ch

Kunststofftechnik Am Puls der pusht Leichtbau Digitalisierung Die Fakuma zeigt in Friedrichshafen einen umfassenden Überblick über sämtliche Kunststofftechnologien. Im Trend liegt vom 16. bis 20. Oktober auch die rationelle­ Be- und Verarbeitung von Polyurethan, Schaumkunststoffen und Verbundstoffen, die bei hoher Produkt-Stabilität mehr als nur Gewicht einsparen helfen. Zur Verarbeitung und Herstellung von Leichtbaumaterialien bedarf es unter anderem eines spezifischen Maschinenparks und passender Tools. Ob vollautomatische Roboter und Pressen sowie ­Kaschieranlagen, CNC-Bearbeitungszentren unterschiedlicher Ausprägung oder Vakuumpressen zum Herstellen von Formteilen, das sind nur einige der praxisgerechten Produkte und Lösungen, die auf der Fakuma zur Vorstellung kommen. Die Messe beschränkt sich aber nicht nur auf den Leichtbau, sie bietet wie immer den umfassenden Überblick über sämtliche Technologien und Verfahren sowie das Equipment zur Verarbeitung von Kunststoffen durch Spritzgiessen, Extrudieren, Thermoformen und Additive Manufacturing/3D-Printing. Trotz aller oftmals eher unsachlichen Vorurteile gegenüber der Kunststofftechnik gilt: Mate­ rialeinsparung, Recycling und «grüne Werkstoffe» sind in der gesamten Branche immer mehr im Kommen.

Die EuroBLECH 2018, 25. Interna­ tionale Technologiemesse für Blechbearbeitung, findet vom 23. bis 26. Oktober auf dem Messegelände in Hannover statt. Gut ein halbes Jahr vor der Messe haben sich rund 1400 Aussteller aus 38 Ländern ihre Standfläche auf der Weltleitmesse für die Blechbearbeitungsindustrie gesichert. Die wichtigsten Ausstellerländer auf der EuroBLECH 2018 sind momentan nach Deutschland, Italien, die Türkei, China, die Niederlande, Spanien, die Schweiz, Österreich und die USA. Besucher erwartet in diesem Jahr die komplette Bandbreite an intelligenten Lösungen und innovativen Maschinen für die moderne Produktion in der Blechbearbeitung, die in Form von unzäh­ ligen Live-Demonstrationen an den Messeständen präsentiert werden. Derzeit spielt die digitale Transformation in der Industrie eine grosse Rolle, die unter anderem eine erhöhte Effizienz und damit einhergehend einen gesteigerten Automatisierungsgrad der Produktion und die vorausschauende Wartung ermöglicht. Diese Entwicklungen gibt auch das diesjährige Motto der EuroBLECH «Am Puls der Digitalisierung» wieder, denn Industrie 4.0 und die damit verbundene Smart Factory sind inzwischen auch in der Blechbearbeitung vollständig angekommen.

I N F OS | FACT S

I N F OS | FACT S

all about automation, Friedrichshafen Automatisierungsmesse in der Vierländerregion 12. und 13. März www.automation-friedrichshafen.com

Fastener Fair, Stuttgart Internationale Fachmesse für die Verbindungs- und Befestigungsbranche 19. bis 21. März www.fastenerfair.com

Industrials, Bern

LOPEC, München

Die Schweizer Industrieplattform der Zukunft 11. bis 14. Dezember www.industrialis.ch

Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik 19. bis 21. März www.lopec.com

Öffnungszeiten Dienstag, 16., bis Freitag, 19. Oktober von 9.00 bis 17.00 Uhr Samstag, 20. Oktober von 9.00 bis 15.00 Uhr Eintrittspreise Tageskarte 2-Tages-Karte Schüler, Studenten Infos www.fakuma-messe.de

Öffnungszeiten Dienstag, 23., bis Freitag, 26. Oktober von 9.00 bis 18.00 Uhr

28,– Euro 47,– Euro 20,– Euro

Eintrittspreise Tageskarte 42,– Euro Dauerkarte 62,– Euro Schüler, Studenten 15,– Euro Beim Online-Vorverkauf vergünstigte Tickets Infos www.euroblech.com

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

51


SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN n Airmould-Teile

n Batterien

n CNC-Fertigungstechnik

n Druckluftwerkzeuge P. Mettler Renferstrasse 17 CH-2500 Biel 8 Tel. +41 (0)32 341 57 08 Fax +41 (0)32 341 69 08

n Elektrothermografie

n Antriebstechnik

Sotherm Blaser Thermografie Fachstelle Feldmühlestrasse 8 CH-6010 Kriens Tel. +41 (0)41 320 28 25 www.sotherm.ch info@sotherm.ch

n Betriebseinrichtungen

n Energieführungsketten in Nylon und Stahl • • • • •

CNC Drehen bis Ø 900 x 3000 CNC Fräsen bis 1050 x 850 x 970 Rundschleifen / Flachschleifen Verzahnen Innen / Aussen Auswuchten dynamisch / statisch

CH-8497 Fischenthal Tel. +41 55 265 60 60

Peter-Mechanik AG Wir fertigen Präzision

n Biegsame Wellen und Werkzeugantriebe

WITTENSTEIN AG Trutwisstrasse 1, CH-7214 Grüsch Telefon +41 (0)81 300 10 30 +41 (0)81 300 10 33 Fax info@wittenstein.ch www.wittenstein.ch

info@naef-flugmechanik.ch www.naef-flugmechanik.ch

n Energieketten-Systeme

Peter-Mechanik AG CNC-Fertigungstechnik

Seit 1975 erfahren in Präzisionsmechanik

ZF Services Schweiz AG Sandbüelstrasse 3 CH-8604 Volketswil Telefon +41 44 908 16 16 Fax +41 44 908 16 14 www.zf.com/services/ch info-ch@zf.com

Postweg 5 | 5113 Holderbank Tel. 062 893 34 67 | Fax 40 postmaster@peter-mechanik.ch www.peter-mechanik.ch

n Drehen und Fräsen/Bohren

n Bohrbuchsen/Schnittbuchsen

Hélios A. Charpilloz SA, ISO 9002 zertifiziert route de Montoz 9 CH-2735 Bévilard Tel. +41 (0)32 491 72 72 Fax +41 (0)32 491 73 73

Energieführungsketten aus Kunststoff und Stahl TRAXLINE – Leitungen für Energieführungen TOTALTRAX – Komplettsysteme Führungsbahnschutz und Fördersysteme von hans hess + co ag - Gewerbestrasse 16 - CH-8800 Thalwil t +41 44 722 55 00 - f +41 722 55 02 - www.hanshess.ch

n Arbeitsbühnen E. Ramseier-Werkzeugnormalien AG Dübendorfstrasse 27 CH-8602 Wangen Telefon +41 (0)44 834 01 01 ramseier@ramseier-normalien.ch www.ramseier-normalien.ch

n CAD/CAM-Systeme e_ramseier_bqs.indd 6

n Arbeitsplatz- und Maschinenleuchten

AMVISO L I C H T L O E S U N G E N

Ihr Spezialist für Lichtlösungen

Amviso GmbH

Bachmatt 10 • CH-4616 Kappel Telefon +41 (0)62 216 61 68 www.amviso.ch info@amviso.ch

52 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Oeschger – mech. Werkstätte Querbearbeitung / Fräsen / Bohren Rückseitenbearbeitung / Ø 3–150 mm Kaisermatt 1, CH-5026 Densbüren Tel. +41 (0)62 878 10 06 Fax +41 (0)62 878 10 07 www.oeschger-mechanik.ch info@oeschger-mechanik.ch

06.06.17 14:30

WT Technologie AG CNC, Bearbeitung Auswuchten/Wasserstrahlschneiden Bösch 37 CH-6331 Hünenberg Tel. +41 (0)41 780 90 40 Fax +41 (0)41 780 90 50 www.wttec.ch info@wttec.ch

n Drehteile auf Drehautomaten und CNC-Drehmaschinen Max Säuberli AG Automatendreherei CNC-Fräsen CH-5105 Auenstein Tel. +41 (0)62 897 13 13 www.cnc-dreherei.ch

n Entmagnetisierung HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH Lindenmoosstrasse 4 Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch Maurer Magnetic AG Industriestrasse 8-10 CH-8627 Grüningen Tel. +41 (0)44 936 60 40 Fax +41 (0)44 936 60 49 www.maurerdegaussing.com info@maurerdegaussing.com


SA C H R EG I S T ER BEZU G S Q U ELLEN

n Federn

n Filter

n Gleitlager

n Gummi-/Polyurethane-/Silikon-/ Schaum-/cfk-Walzen und -Spezialrollen

FAVRE-STEUDLER S.A. Industriefedern Ressorts Industriels Chemin de la Prévôté 7 CH-2504 Bienne Tel. +41 (0)32 341 30 79 Fax +41 (0)32 342 52 34 www.favre-steudler.ch pfavre@favre-steudler.ch

TYP AG, Gewerbestrasse 24 CH-4512 Bellach Tel. +41 (0)32 625 58 58 Fax +41 (0)32 622 72 40 www.typ-tgw.com info@typ-tgw.com

SF-Filter AG Kasernenstrasse 6, CH-8184 Bachenbülach SF-Filter: für Öl, Luft, Kraftstoff, Wasser, Hydraulik, Pneumatik, Entstaubung. Tel. +41 (0)44 864 10 60 Fax +41 (0)44 864 14 56 www.sf-filter.com, info.ch@sf-filter.com

n Härtesäcke – Metallfolie Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

n Flüssigkunststoffe

n Härte- und WärmeBehandlungs­anlagen Häberli Härterei- und Werkstofftechnik AG Jägerweg 20 CH-3097 Bern-Liebefeld Tel. +41 (0)31 971 73 30 Fax +41 (0)31 971 73 49 haertetechnik@bluewin.ch

n Federn und Drahtartikel DEJEX SA, Fabrique de ressorts Route de Reuchenette 59 CH-2502 Bienne Tel. +41 (0)32 341 77 66 Fax +41 (0)32 342 29 61 www.ressort.ch dejex@swissonline.ch

n Hebebühnen – Warenlifte

n Fördertechnik

Thür & Co. AG Industrie-Aegert CH-8305 Dietlikon Tel. +41 (0)44 807 44 11 Fax +41 (0)44 807 44 00 www.thuer-co.ch info@thuer-co.ch

n Heizelemente, Heizpatronen, n Heizbänder n Gravuren/Beschriftungen

n Filter Paul Hedfeld GmbH Hundeicker Strasse 20, D-58285 Gevelsberg Tel. +49 (0)23 32 63 71 Fax +49 (0)23 32 6 11 67 www.hedfeld.com, info@hedfeld.com

MAPAG Maschinen AG Weissensteinstrasse 2B CH-3008 Bern Tel.: +41 (0)31 380 86 00 Fax: +41 (0)31 380 86 01

n Giesserei

Kokillenguss Druckguss Bearbeitung Montage Leichtmetall-Giesserei AG Hauptstrasse 35 / Postfach CH – 3186 Düdingen +41 26 493 22 22 / info@duedal.ch www.duedal.ch

info@mapag.ch • www.mapag.ch

n Gummiformteile techn./Gummi­ walzen, Gummi-PTFE­ Metallverbindungen PLASTIGUM AG Grossholzstrasse 20 CH-8253 Diessenhofen Tel. +41 (0)52 646 08 00 Fax +41 (0)52 657 19 52

n Honen/Kreuzschleifen

Kreuzschleifen (Honen), ø 3-250 x 3000mm

LIWAG Industrieofenbau + Wärmetechnik AG Botzen 12, CH-8416 Flaach Tel. +41 (0)52 315 29 21 Fax +41 (0)52 315 14 06 www.liwag.ch, ofenbau@liwag.ch

Rex Articoli Tecnici SA Via Catenazzi 1 CH-6850 Mendrisio

n Gleitlager

Haldenstrasse 11 CH-8181 Höri Telefon 0041 (0)43 411 44 77 Fax 0041 (0)43 411 44 78 www.sefiltec.com | info@sefiltec.com

Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

Flexibler Kleinbetrieb empfiehlt sich für

n Giessereibedarf

Sefiltec AG

n Hochhitzebeständiger Kitt – Thermoguss 2000

­

Tel. +41 (0)91 640 08 21 www.rex.ch

Klein- und Grossserien Suhm GmbH Schiffmühlestrasse 17b 5417 Untersiggenthal

Tel. 056/282 17 70, Fax 056/282 17 92 www.suhm-mechwerk.ch info@suhm-mechwerk.ch

n Hydraulik NT HYWAG AG Hochdruckhydraulik Fabrikweg 1 CH-8634 Hombrechtikon Tel. +41 (0)55 254 54 74 Fax +41 (0)55 254 54 75

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

53


SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Hydraulik und Steuerungsbau

n IndustrieumzĂźge

n Kompressoren und ZubehĂśr

Kompressoren Vakuum Gebläse Service Engineering Aufbereitung KAESER Kompressoren AG

-

8105 Regensdorf

Tel. 044 871 63 63 Fax 044 871 63 90 www.kaeser.com info.swiss@kaeser.com

n Lager-/Archivierungssysteme

/DJHUWHFKQLN

DXIGLH6LHEDXHQN|QQHQ )2&2/DJHUXQG)|UGHUWHFKQLN$*$HVFK 7HOHIRQ    7HOHID[    (PDLO LQIR#IRFRFK  ,QWHUQHW  ZZZIRFRFK

Kolben- und Schraubenkompressoren, Druckluftaufbereitung, DruckluftzubehÜr, Märwilerstrasse 43, CH-9556 Affeltrangen Tel. +41 (0)71 918 60 60 Fax +41 (0)71 918 60 40 www.prematic.ch, info@prematic.ch

n Hydraulik, Schläuche und Verschraubungen

n Kabelkonfektionierung

TECALTO AG Rautistrasse 58, 8048 ZĂźrich Telefon 044 404 58 58 Telefax 044 404 58 00 info@tecalto.ch, www.tecalto.ch

Lager- und Betriebseinrichtungen Widenstrasse 3, CH-9464 RĂźthi/SG Tel. +41 (0)71 766 18 88 Fax +41 (0)71 766 10 36 www.kolbnorm.ch, info@kolbnorm.ch Widmer AG Lagertechnik Frauenfelderstrasse 33 CH-8555 MĂźllheim Tel. +41 (0)52 763 35 35 Fax +41 (0)52 763 35 36 info@widmertools.ch Telefon 062 789 75 95, www.servatechnik.ch

n Kompressoren

n Laserbeschriftung

n Industrielle Automation www.zumtech.ch T 056 460 03 90

n Kompressoren und ZubehĂśr

Pilz Industrieelektronik GmbH Gewerbepark Hintermättli CH-5506 Mägenwil Telefon +41 (0)62 889 79 30 pilz@pilz.ch, www.pilz.ch

n IndustrieumzĂźge

airtag engineering AG Drucklufttechnik und Anlagenbau HĂślzliwisenstrasse 5a CH-8604 Volketswil Tel. +41 (0)43 399 30 20 Fax +41 (0)43 399 30 21 mail@airtag.ch

n Laserschneiden n Krantechnik Laserschneiden Roboterschweissen

www.Druckluftshop.ch

Neumetall AG Niederebnetstr. 24 4228 Erschwil

Druckluftartikel + ZubehĂśr clever einkaufen

Tel. 061 781 12 00 Fax. 061 781 18 73 info@neumetall.ch

www.neumetall.ch Lasern Stanzen Prägen Biegen Tiefziehen Schweissen

n Kupplungen

ERAG AG

9212 Arnegg

Kompressoranlagen Druckluftaufbereitung DruckluftzubehĂśr Tel 071 388 01 01 Fax 071 388 01 08 www.erag.swiss kontakt@erag.swiss

54 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

KTR Systems Schweiz AG Bahnstrasse 60, CH-8105 Regensdorf Tel. +41 (0)43 311 15 55 Fax +41 (0)43 311 15 56 www.ktr.com/ch-de ktr-ch@ktr.com


SA C H R EG I S T ER BEZU G S Q U ELLEN

ALULINEARTECHNIK AG

www.alulineartechnik.ch

www.tretter.ch

n Maschinenschutzabdeckungen

Ihre Schweizer Partner für Lineartechnik

n Lineartechnik

n Lineartechnik

n Oberflächentechnik

n Rohr- und Profilbiegemaschinen Rohr-ø 4 bis 120 mm MEWAG Maschinenfabrik AG Dorfstrasse 51 CH-3457 Wasen Tel. +41 (0)34 437 75 75 Fax +41 (0)34 437 75 76 www.mewag.com mewag@mewag.com

Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch

Impreglon Coatings AG Industriezone Schächenwald CH-6460 Altdorf

n Mechanische Bearbeitung

Telefon +41 (0)41 875 67 00 www.impreglon.ch | info@impreglon.ch

Humech AG Gewerbe Seeben, CH-8460 Marthalen Tel. +41 (0)52 319 15 55 Fax +41 (0)52 319 16 34

n Öl(nebel)abscheider

Dimensionelle Messtechnik

www.nuessler.ch

n Metallspritzanlagen SCHNEEBERGER AG Lineartechnik St. Urbanstrasse 12 4914 Roggwil, Schweiz Telefon +41 62 918 41 11 Telefax +41 62 918 41 00 www.schneeberger.com info-ch@schneeberger.com

n Lochstempel/ Formenbaunormalien

FEHR Oberflächentechnik AG Industriestrasse 36 CH-8108 Dällikon Tel. +41 (0)44 844 26 64 Fax +41 (0)44 844 54 40 www.fehr-oberflaechen.ch fehrag@active.ch

n Montage DKM Althau 1 CH-5303 Würenlingen Tel. +41 (0)56 290 00 05 Fax +41 (0)56 290 00 06 dkm@bluewin.ch

WEMAS – J.-P. Mathez & Cie CH-2720 Tramelan Tel. +41 (0)32 487 43 28 Fax +41 (0)32 487 44 43 www.wemas.ch

n Sandstrahlanlagen

n Messtechnik

info@amsler.ch www.amsler.ch

n Rollen und Räder

Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch

FEHR Oberflächentechnik AG Industriestrasse 36 CH-8108 Dällikon Tel. +41 (0)44 844 26 64 Fax +41 (0)44 844 54 40 www.fehr-oberflaechen.ch fehrag@active.ch

n Pneumatik-Komponenten, Garagen- und Luftdienstgeräte/ Manometer und Ventile AZE Handels + Vertriebs AG Sihlquai 278, Postfach CH-8031 Zürich Tel. +41 (0)44 272 76 11 Fax +41 (0)44 271 10 88 www.aze.ch info@aze.ch

n Pumpen Gysi Pumpen AG CH-1726 Farvagny Tel. +41 (0)26 411 30 71 www.gysi-pumpen.ch info@gysi-pumpen.ch

STRAHLMASCHINEN AG Ruchstuckstrasse 12 CH-8306 Brüttisellen Tel. +41 (0)44 805 52 00 Fax +41 (0)44 805 52 09 info@strahlmaschinen.ch www.strahlmaschinen.ch

n Montagetechnik E. Ramseier-Werkzeugnormalien AG Dübendorfstrasse 27 CH-8602 Wangen Telefon +41 (0)44 834 01 01 ramseier@ramseier-normalien.ch www.ramseier-normalien.ch

n Sandstrahlanlagen/ n Trockeneisstrahlen

n Magnete HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH 06.06.17 14:30 e_ramseier_bqs.indd 6 Lindenmoosstrasse 4, Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch Maurer Magnetic AG Industriestrasse 8-10 CH-8627 Grüningen Tel. +41 (0)44 936 60 30 Fax +41 (0)44 936 60 48 www.maurermagnetic.ch info@maurermagnetic.ch

n Normteile

n Reinigungs- und Entfettungs­anlagen HänyTec AG Lättfeld 2 CH-6142 Gettnau Tel. +41 (0)62 544 33 00 Fax +41 (0)62 544 33 10 www.haenytec.ch contact@haenytec.ch

n Sandstrahlmittel

Perfix Apparatebau AG Ruchstuckstrasse 12 CH-8306 Brüttisellen Tel. +41 (0)44 805 52 05 Fax +41 (0)44 805 52 09 www.strahlmaschinen.ch info@strahlmaschinen.ch

n Reinigungs- und Entfettungs­anlagen, Ultraschall Cleantec AG Alte Winterthurerstr. 90 CH-8309 Nürensdorf Tel. +41 (0)44 836 47 57 Fax +41 (0)44 836 47 58 www.cleantec.ch cleantec@cleantec.ch

maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

55


SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Schleifen

n Software

n Schleifen & Schaben

THE PRECISION MAKERS.

n Spanntechnik

n Technische Kunststoffteile

n Wasserstrahlschneiden

n TeilereinigungsWaschmaschinen Perfix Apparatebau AG Ruchstuckstrasse 12 CH-8306 Brüttisellen Tel. +41 (0)44 805 52 05 Fax +41 (0)44 805 52 09 www.strahlmaschinen.ch info@strahlmaschinen.ch

n Telefonie NSR_AD_42x38_CMYK_ECv2.indd 1

PRÄZISIONSSCHLEIFEN BIS 12 M.

MDC Max Daetwyler AG Ursenbach Hauptstrasse 141 | CH - 4937 Ursenbach Tel +41 62 919 33 73 | www.daetwyler.com

n Schmiermittel

26.05.2015 15:53:33

n Spannwerkzeuge

Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch

Werkzeugbau-Normalien

n Spritzgussteile n Vakuumpumpen und Verdichter

www.baruvac.ch

E. Ramseier-Werkzeugnormalien AG Dübendorfstrasse 27 CH-8602 Wangen

T 052 343 17 72

Telefon +41 (0)44 834 01 01 ramseier@ramseier-normalien.ch www.ramseier-normalien.ch

n Werkzeuge n Stapler aller Art

n Schweisskonstruktionen

e_ramseier_bqs.indd 6

n Verpackungen

Aeberhard AG CH-9434 Rheineck Tel. +41 (0)71 886 40 00 www.aeberhardag.ch kartonagen@aeberhardag.ch

n Wärmetauscher

Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch Service, Handel, Reparaturen, Revisionen DKM Althau 1 CH-5303 Würenlingen Tel. +41 (0)56 290 00 05 Fax +41 (0)56 290 00 06 dkm@bluewin.ch

n Werkzeugmaschinen n Sensoren

n Strahlmittel BBA AG Schachenallee 29, CH-5001 Aarau Tel. +41 (0)62 824 58 62 Fax +41 (0)62 824 61 40 www.bba.ch

56 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

WT Wärmeaustausch Technologien AG Hasenholz 38, 1735 Giffers Tel. 026 418 06 56, Fax 026 418 06 57 e-mail info@wt-sa.ch, www.wt-sa.ch

06.06.17 14:30


SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Werkzeugmaschinen

n Werkzeugmaschinen

Hässig+ Co. AG Maschinen Werkzeuge Industriestrasse 4 3421 Lyssach

K A PA ZI T Ä T EN O C C A S I O NEN, V ER S C H I ED EN ES

Schraubenkompressoranlagen Kolbenkompressoranlagen Druckluftkältetrockner Druckluftaufbereitung Druckluftwerkzeuge

Tel. 034 445 56 11, Fax 034 445 62 00 info@haessig-maschinen.com www.haessig-maschinen.com

Verlangen Sie unseren neuen Katalog!

n Zahnräder Hans Christen AG CH-3360 Herzogenbuchsee Tel. +41 (0)62 956 50 50 Fax +41 (0)62 956 50 55 info@cag.ch

ERAG AG

9212 Arnegg

Telefon 071 388 01 01 kontakt@erag.swiss www.erag.swiss

INSEREN TENVERZEIC H NI S Fett = Anzeigen Normal = Redaktionelles/Advertorials 18 44 57 UG 1/38 41 16 9 6 7 15 26 28 12 40 3 36 38 7 47 48 36 42/44 48 7 48 UG 2/8 6 4 46 45 27 37 45

Messen 19 49 42 51 51 30 50 50 23

leadtributor GmbH Linde Material Handling Schweiz AG Martin Hänssler Maxon Motor AG MBFZ toolcraft GmbH Meusburger Georg GmbH & Co KG Migros Bank AG MPDV ORDERFOX.com Pepperl + Fuchs AG Prometall Handel AG RIWAG Präzisionswerkzeuge AG Sandvik AG, Coromant Schaefer-Tec AG SCHMIDT Technology GmbH Sensormate AG Sidrag AG SKF SOSAG Baugeräte AG Starrag AG Stettbacher Signal Processing AG SSI Schäfer AG SWISS INDUSTRY 4.0 CONFERENCE® SWISSMEM Techniques Laser SA TORNOS Management Holding SA TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG Tretter Dr. AG Unitechnik Systems GmbH viastore systems GmbH Volland AG WF Steuerungstechnik GmbH Zaugg AG

Werkzeugmaschinen Tel. 052 383 11 23 haensslermachines@swissonline.ch www.maschinen-haenssler.ch

sales@dunner.ch

Aeberhard AG AFAG Gruppe ANCA Gruppe Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG 7/17/48 B&R Industrie-Automation AG UG 1 Bauberger AG 17 Beckhoff Automation AG 10 Biax Maschinen GmbH 34 Blaser Swisslube AG 30 Blum-Novotest GmbH 17 CONTRINEX AG 20 DXC Technology 57 Dipl. Ing. Ernest Spirig 57 Dunner SA 11 Durolaminat AG 7/35 Eaton Industries II GmbH 57 ERAG AG 6 EWM AG 6 Fanuc 7 FAULHABER PRECIstep 36 FD Waagenbau GmbH 7 FMB Maschinenbaugesellschaft mbH & Co. KG 58 Fritz Hartmann Präzisionswerkzeuge GmbH & Co. KG 7 GF Machining Solutions 16 Gimatic Vertrieb GmbH 27/43 GIS AG 23 goSecurity GmbH 6/7/15/31 Gressel AG 14/58 HAM Präzision Swiss Andreas Maier AG 11 Hermle (Schweiz) AG 35 Heun Werkzeugmaschinen & Industriebedarf GmbH 24 HIMA Paul Hildebrandt GmbH 18 Hochschule für Technik Buchs NTB ifm electronic ag 13/35 9 igus Schweiz GmbH UG 3 Imnoo AG 6 Index Werke 21/39 IPR-Intelligente Peripherien für Roboter GmbH KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG 25/32 UG 4 Keller AG für Druckmesstechnik

DunnAir

www.dunner.ch

12 7 6 16

made by

AMB 2018, Stuttgart automatica 2018, München Ble.ch, Bern EuroBLECH, Hannover Fakuma, Friedrichshafen IE 2019 – wvib Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen, Freiburg SAW Expo 2018, Augsburg Sensor+Test, Nürnberg Stanztec 2018, Pforzheim maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

57


B Ü C H ER , K ATA L O G E LEXIKA

Neuer Gesamtkatalog

n HAM vereint seine bisherigen Kataloge zu einem übersichtlichen Gesamtkatalog. Damit beinhaltet die neue Ausgabe alle ­Präzisionswerkzeuge in Vollhartmetall und Diamant sowohl zum Bohren, Senken und Reiben als auch zum Fräsen. Die Neuauf­ lage ist ab sofort erhältlich. Die Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH (HAM) hat sein Katalogprogramm komplett überarbeitet. Im Vordergrund standen dabei die Aktualität sowie eine optimierte anwendungsbezogene Übersicht des Produktportfolios. Anstelle von zwei Einzelkatalogen – der Bereich Fräsen war bis dato separiert – ist seit dem

1. Mai nur noch der neue Gesamtkatalog gültig. In der neuen Ausgabe sind Vorteile, Schnittdaten und Einsatzempfehlungen ­aller Werkzeuge übersichtlich abgebildet. Ein logisches Farbschema dient dabei der schnellen Orientierung. Losgelöst vom Katalog erhalten Kunden nun die stets aktuellen Preislisten im Tabellenformat als ExcelDatei. Neben den vielen Neuerungen galt es bei der Überarbeitung auch, Bewährtes zu behalten. So bleiben die Rabattkonditionen sowie die Konditionen sämtlicher Artikel aus den Sonderaktionen unverändert. Der neue Gesamtkatalog ist ab sofort im Downloadbereich unter www.hamtools.com/downloads zu finden. Alle bisherigen Kataloge und Sonderaktionen haben zum 30. April 2018 ihre Gültigkeit verloren.

INFO S | K O NTA K T HAM Präzision Swiss Andreas Maier AG Alte Landstrasse 50 CH-9450 Altstätten Telefon +41 071 757 03 20 www.ham-tools.com info@ham.ch

Zum Blättern und Klicken

n Mit über 30’000 unterschiedlichen Artikeln aus den Bereichen Zerspanung, Spannen, Schleifen und Messen von mehr als 20 Herstellermarken bietet Fritz Hartmann ein umfassendes Sortiment an innovativen Qualitätsprodukten an. Übersichtlich nach Fertigungsverfahren sortiert, gibt der neue Katalog einen detaillierten Überblick über alle für den Anwender relevanten Abmessungen, Konstruktionsdaten und Anwendungsfälle. Wo sinnvoll, geben technische Zeichnungen eine zusätzliche Hilfestellung bei der richtigen Produktwahl. Für Anfragen oder Bestellungen steht der Innendienst telefonisch zur Verfügung.

Eine jederzeit verfügbare Alternative ist der Onlineshop auf shop.fritzhartmann.de. Dabei sind eine schnelle Auswahl der Produkte, einfache Verfügbarkeitsprüfung durch Ampelfunktion und persönliche Merklisten Kriterien, die die Bestellung beschleunigen – und das rund um die Uhr. Die Branchen, in denen die Schneidund Schleifwerkzeuge sowie die Mess- und Spanntechnik zum Einsatz kommen, sind vielfältig: von der Medizintechnik, dem Werkzeug- und Formenbau über die Luftund Raumfahrttechnik bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau und der Automobil­ industrie. Der neue Hauptkatalog steht ab sofort kostenlos online unter fritzhartmann.de/ produktunterlagen/kataloge zum Download bereit.

I N F OS | KON TAKT Fritz Hartmann Präzisionswerkzeuge GmbH & Co. KG Benzstrasse 45 D-71272 Renningen Telefon +49 (0)7159 9210-0 www.fritzhartmann.de info@fritzhartmann.de

VORSCHAU NR . 7 / J U L I 2 0 1 8

INDUSTRIEMAGAZIN

DOSSIER

DOSSIER

ZUM THEMA

OBERFLÄCHENTECHNIK, HÄRTEN, SCHLEIFEN

HYDRAULIK, PNEUMATIK

DSGVO – Folgen für die Informationssicherheit Am 25. Mai war es soweit und die Datenschutz-Grundverordnung der EU trat nach einer zweijährigen Übergangsfrist in Kraft. Dieser Blog-Artikel gibt einen Einblick auf die Folgen für die Informationssicherheit.

INDUSTRIE 4.0

Mit Turbinen statt Druckluft kugelstrahlen Das Verdichtungsstrahlen, auch Shot Peening oder ­Kugelstrahlen genannt, ist in der Automobilindustrie ein unverzichtbarer Prozess, um die Lebensdauer von Getriebeteilen, beispielsweise Zahnräder und Wellen, zu erhöhen.

KONSTRUKTION

Für beste Oberflächen Zum Bearbeiten hochpräziser Oberflächen in ­Spiegelschliff-Qualität sind spezielle Werkzeuge und Maschinen erforderlich. Dazu zählen unter anderem hydrostatische Motorschleifspindeln und Werkstückspindeln.

Sieben Digitalisierungsstrategien Dank neuer Technologien stellen viele Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und -modelle auf den Prüfstand. Wo liegen die grössten Chancen, wenn in ­Zukunft alles mit allem vernetzt ist? Interaktiv zur passenden Bremse Das Bremsen-Berechnungsprogramm dient der Ermittlung von Bremsmoment beziehungsweise ­ Bremskraft – die entscheidenden Grössen bei der Auswahl einer geeigneten Bremse. Der Anwender kann hier entweder sein über die Suchfilter-Optionen gefundenes Produkt taxieren oder aber eine davon unabhängige Neuberechnung vornehmen lassen.

58 maschinenbau 6/2018 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

BITTE BEACHTEN Der nächste maschinenbau erscheint am 16. Juli. Anzeigenschluss ist am

20. Juni.

Hydraulik über IO-Link Industrie 4.0 ist oft schon viel näher als viele denken: Während einzelne Anbieter eigene Lösungen präsentieren, um die Maschinenperipherie zu vernetzen und deren Informationen besser zu nutzen, gibt es bereits etablierte offene Standards, die genau das bieten. Überwachung und Steuerung der Druckluftstation Schnell, sicher, zukunftsfit! Industrielle Anwendungen stellen besondere Anforderungen an die Kommuni­ kation – auch im Bereich Maschine zu Maschine, ­welches die Basis für Industrie 4.0 ist.

MESSE-TOPTHEMA Schaufenster industrieller Automatisierung Vom 28. bis 30. August geht die SINDEX in die vierte Runde: In diesem Jahr steht die grösste Schweizer Messe für industrielle Automatisierung unter dem Motto «Willkommen in der digitalen Zukunft».


unplugged!

MB Juni 2018  

SSI, Bauberger, Maxon Motor, Messen, Transportieren, Logistik, Ausbildung

MB Juni 2018  

SSI, Bauberger, Maxon Motor, Messen, Transportieren, Logistik, Ausbildung

Advertisement