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Nr. 2 Februar 2017

Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Werden Sie Dreifachsparer! Mit unseren Dreistoffgemischen Ferroline C12 X2 und Inoxline He3 H1 sparen Sie Schweisszeit, Nachbearbeitung und Kosten.

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INDUSTRIEMAGAZIN: ZUM THEMA

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Die neue «Swissness»Gesetzgebung

DOSSIER: SCHWEISSEN, SCHNEIDEN Schmelzbadgeometrie im Laserstrahl-Mikroschweissen

Industrieumzüge.

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13.01.17 13:25

DOSSIER: ANTREIBEN, BEWEGEN, AUTOMATION

56

Mehr Dynamik in der Servotechnik


IMPRESSUM

MASCHINENBAU EDITORIAL

46. Jahrgang Schweiz: ISSN 2297-0053 www.maschinenbau-schweiz.ch

Herausgeber

printed in Switzerland

Olympia-Verlag AG CH-8041 Zürich

Redaktion | Verlagsleitung Aboverwaltung Publica-Press Heiden AG Redaktion Maschinenbau Im Bad 8, Postfach 262 CH-9410 Heiden Telefon +41 (0)71 898 80 10 maschinenbau@pph.ch Redaktion: Thomas Brosch, brosch@pph.ch Peter Göldi, goeldi@pph.ch Edgar Grundler, kommedia@t-online.de

«Das ist doch alles Blech» … vernichtender kann ein Urteil kaum ausfallen. Doch wer die Kunst beherrscht, mit «solch wertlosem Zeug» umzugehen, hat gute Karten. Blechbearbeitung ist eine der wichtigsten Teile der Schweizer Industrie. Unzählige KMU beherrschen als Zulieferbetriebe die Szene. Und ein Blick auf die Websites mit Job-Angeboten zeigt: Nirgendwo wird so sehr um hochqualifizierte Fachkräfte gebuhlt wie hier. Der Grund: Auf Blech­ produkte kann kein Hersteller verzichten. Denn Technik braucht Räume, um zu funktionieren. Ob im Maschinenbau, bei Fahrzeugen, in der Medizin­ technik, der Elektroindustrie oder bei Spezialausrüstungen, überall kommen Blechformate in jeder nur denkbaren

Layout

Form zum Einsatz. Wir stellen daher in

Publica-Press Heiden AG

dieser MB-Ausgabe im Sonderthema

Anzeigenverwaltung

Innovationen und Potenziale der Blechbearbeitung vor (Seite 8). Weil

Wincons AG Fischingerstrasse 66, Postfach CH-8370 Sirnach Telefon +41 (0)71 969 60 30 Fax +41 (0)71 969 60 31 maschinenbau@wincons.ch Verkauf: Manuel Keel, manuel.keel@wincons.ch Mario Keel, mario.keel@wincons.ch

Druck gdz AG Spindelstrasse 2 CH-8041 Zürich

Abonnementpreise (inkl. MwSt.) Jahresabonnement/Einzel-Nr. Inland CHF 75.–/   8.– Ausland EUR 85,–/  9,– Ausland EUR 100,–/ 10,– (Übersee)

Präzision und Passgenauigkeit ebenso wie Schnelligkeit und Flexibilität bei der Verarbeitung und Umformung wichtige Faktoren sind, setzen die Lieferanten heute modernste CNC-gesteuerte Technik ein. Der Maschinenpark zum Lasern, Stanzen, Abkanten und Schweissen wird ständig ausgebaut. Schliesslich gilt es, die Wünsche der Kunden bei der Lieferung komplexer Blechteile und vormontierter Baugruppen, von Kleinserien bis zu hohen Stückzahlen optimal zu befriedigen. Mitte März ist nicht nur der astronomische Beginn des Frühlings – auch Beginn des Messefrühlings. Das Stuttgarter Messegelände platzt wieder aus allen Nähten. Die 15. LogiMAT steht ganz im Zeichen der Industrie 4.0 (Seite 63). Wer sich über vernetzte Trends der Intralogistik informieren will, für den gibt es keine bessere Plattform.

Auflage Druckauflage: 7800 Ex. Erscheint monatlich zuzüglich eine Jahreshauptausgabe

Nachdruck | Sonderdruck Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und elektronische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Für Sonderdrucke wenden Sie sich bitte an den Verlag.

Ihr Thomas Brosch Chefredaktor

n Anzeige

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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MASCHINENBAU 2/2017 I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

Z U M T I T E L B IL D

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Messer Schweiz AG Das Unternehmen für Industriegase

SZENE NEWS

6

Brancheninfos in Kürze

S O ND E RT H E M A B L E C H B E A R B E IT U N G

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Moderne Produktion ermöglicht intelligente Konstruktion

INDUST RI EMA G A ZI N

D O S S I ER

ZUM THEMA

KUNSTSTOFFE, VERBUNDSTOFFE

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Die neue «Swissness»-Gesetzgebung Am 1. Januar trat die neue «Swissness»Gesetzgebung in Kraft. Insbesondere wird geregelt, unter welchen Voraussetzungen eine schweizerische Herkunftsangabe wie «Swiss Made» oder ein Schweizer Kreuz für Waren und Dienstleistungen verwendet werden darf.

INSTANDHALTUNG

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Erfolgreich mit agilen Methoden Organisationsverbesserungen, Industrie 4.0, Materialwirtschaft, mobile Systeme … – all diese Themen sind selbstverständlich mit entsprechenden IT-Projekten verbunden.

KONSTRUKTION

24 effiziente Prozesse

Schnelle Visualisierung,

INDUSTRIE 4.0

12 und Flexibilität Schweisseffizienz 13 erhöhen Schmierstoffe rund um 14 die Blechumformung Sicherheit mit System 15 Die Pressenmodule Für hohe Produktivität

IH04 Typ C von Bosch Rexroth folgen einem standardisierten Steuer- und Sicherheitskonzept.

16 (Faser-)Laserschneiden

Kombiniertes Stanzen und

Korrosivität von

Drehzahlen setzt sich im Test gegen Sinterlager durch und ist dabei jetzt noch günstiger.

SCHWEISSEN, SCHNEIDEN

46

Moderne Schweissschutzgase Das Schweissen stellt für die Produk­ tion in der MEM-Industrie nach wie vor eine Schlüsselrolle dar. Schutzgase haben dabei einen bedeutenden Einfluss auf das Ergebnis und die Wirtschaftlichkeit. Die verschiedenen Werkstoffe stellen unterschiedliche Anforderungen an den Schweissprozess und damit an die Schutzgasatmosphäre. Hierfür wurde eine umfangreiche Palette an massgeschneiderten Gasgemischen entwickelt.

48 Mikroschweissen CFK-Bauteile mit dem 50 Laser bohren

MATERIALHANDLING

ANTREIBEN, BEWEGEN, AUTOMATION

30

Ihr Bauteil im Fokus Ein neues, bisher einmaliges Visionssystem nach dem Triangulationsverfahren verbessert das Bin Picking: Es sorgt für mehr Genauigkeit, bessere Teileerkennung und schnellere Bearbeitung.

WÄRMEBEHANDLUNG

31 zum Ziel

Mit Laserhärten effizienter

ANWENDUNGSTECHNIK

32 Saubere Luft 34 Moderne Arbeitsschutz-Ausstattung ist Geschäftsmodell: 5-Achsen- Präzisionsfräsen!

in Schweisslehrwerkstätten unentbehrlich. Das spezifische Know-how zu vermitteln und gleichzeitig Massnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Nachwuchsschweisser zu schützen, sollte Ziel aller Unternehmen sein. Wie das geht, zeigt die Zusammenarbeit der KEMPER GmbH mit dem Technologieexperten Voith.

35 Im Zuge einer kontinuierlichen Verbes Gewappnet für die Zukunft

Die BOSCHERT CombiLaser-Maschine vom Typ CombiLaser Multipunch in kompletter und betriebsbereiter Ausführung.

serung und Produktivitätssteigerung haben sich die Firmen Allega GmbH aus CH-6552 Dagmersellen und Triag AG aus CH-6319 Allenwinden zur Verwirklichung einer neuen Sonderspannlösung gefunden.

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Starker Partner für innovative Blechlösungen

26 sondern Pflicht Wenn Mensch und Maschine allein 28 nicht mehr genügen Lean Management – nicht Kür,

«Röntgenblick» ins Innere des neuen TruLaser Center 7030. Mittig holt sich das System Bleche vom Stapel und schneidet sie mit dem 6-kWFaserlaser, rechts werden die Restgitter abgelegt und links die fertigen Zuschnitte sauber orientiert gestapelt, sodass sie direkt an Folgeprozesse übergeben werden können.

42 Kunststoffschmelzen Kunststoff schlägt Metall 44 Neuer Werkstoff für dauerhaft hohe

Just-in-Time-Fertigung erfordert schnelle Reaktionen

MB-REPORT

39 vom Spezialisten Späne und Schmierstoffe 40 zuverlässig beseitigen

Standard- und Sondergetriebe

Schmelzbadgeometrie im Laserstrahl-

52 in Bestform Alternative zu 54 Kraftpaketen Mehr Dynamik in 56 der Servotechnik Dynamische 58 Hub-Dreh-Module Roboter flexibler nutzen 60 Die Automatisierung nimmt

Bewegen und Greifen

quer durch alle Branchen rasant zu, und mit ihr der Einsatz von Industrierobotern. Zahlreiche Produktions- und Logistikprozesse wären ohne sie längst nicht mehr vorstellbar.

61 Anlagekosten

Reduktion von

MESSEN

63 Grösste Intralogistikmesse in Europa Messen | Tagungen | 64 Veranstaltungen

Messe LOGIMAT:

R U B R I K EN 3 Impressum 45/51/ 62/66 News & Trends | Advertorials 67 Kapazitäten | Occasionen | Verschiedenes 68 Sachregister | Bezugsquellen 73 Inserentenverzeichnis 74 Bücher, Kataloge, Lexika 74 Vorschau Nr. 3 | März 2017

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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S Z E NE NE WS

IN KÜRZE

ZUM TITELBILD

Personelles 1

Das Unternehmen für Industriegase Die Messer Schweiz AG gehört zu den führenden Unternehmen für Industrie-, Medizinal-, Pharma- und Lebensmittelgase sowie der On-site-Technologien. Von Acetylen bis Xenon bietet Messer Schweiz AG ein grosses Produktportfolio – das Unternehmen produziert und liefert Industriegase wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Wasserstoff, Kohlendioxid,

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Helium, Schweissschutzgase, Spezial­ gase, Gase für die Medizin, Lebensmittelgase und viele verschiedene Gasgemische in unterschiedlichen Qualitäten und Lieferformen. Abgerundet wird die Produktpalette durch Engineering, Montagen, Serviceleistungen, Dienstleistungen und qualitativ hochstehende technische Ausrüstungen. In modernen Kompetenzzentren der Messer-Gruppe werden gemeinsam mit den Kunden Anwendungstechnologien für den Einsatz von Gasen in fast allen Industriebranchen, in der Lebensmitteltechnik, der Medizin sowie in Forschung und Wissenschaft entwickelt. In Lenzburg betreibt die MesserGruppe ein Kompetenzzentrum für Reinst- und Spezialgase. Messer Schweiz ist unter anderem zertifiziert nach ISO Guide 34 als «Hersteller von Referenzgasen» und nach ISO 17025 als «Kalibrierstelle für Stoffmengenanteile in Gasgemischen». Mit den Dreistoffgemischen «Ferroline C12 X2» und «Inoxline He3 H1» sparen Sie beim Schweissen Zeit, Arbeit und Geld. Werden Sie Dreifachsparer! Weitere Informationen zu unseren Schweissschutzgasen erhalten Sie auf Seite 46.

I N FOS | KONTAKT Messer Schweiz AG Seonerstrasse 75 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 (0)62 886 41 41 www.messer.ch info@messer.ch

6 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

«Mit dem neuen Innovation Center stärken wir bewusst unseren Schweizer Sitz, um global stärker zu werden», sagt maxon CEO Eugen Elmiger.

Investiert n maxon motor macht sich fit für die ­Zukunft. Der Spezialist für Gleichstrommotoren und Antriebssysteme vergrössert seinen Hauptsitz in CH-6072 Sachseln und baut ein Innovation Center gleich neben der eigenen S-Bahn-Haltestelle. Das Gebäude bietet unter anderem Platz für Forschung und Entwicklung sowie die Produktion von Medical-Antrieben. Die Medical-Abteilung erhält doppelt so viel Platz wie bisher. Auf 2000 m² werden künftig die kleinsten Motoren von maxon produziert – einige davon nur gerade 4 mm dick. Sie kommen in Insulinpumpen, Medikamentendosiersystemen oder Operationsrobotern zum Einsatz. Um die höchsten Qualitätsansprüche im medizinischen Bereich zu erfüllen, wird die Produktion mit Reinräumen ausgestattet. Einer davon ist sogar biokompatibel. Infos: www.maxonmotor.ch

Übernommen 1 n Oerlikon Balzers hat die Vereinbarung zur Übernahme des französischen PVD-Beschichtungsspezialisten Depots Metalliques Sous Vide (DMX) unterschrieben. Dadurch kann Oerlikon Balzers die in Frankreich ­angebotenen Serviceleistungen sowie den Markt für Medizintechnik und Umformwerkzeuge erweitern und verbessern. Die DMX mit Hauptsitz in F-74302 Cluses ist auf PVD-Beschichtungen mit PVD Arc-Technologie spezialisiert und ­bietet Vor- und Nachbehandlung für die Optimierung von Werkzeugen. Es sind 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei DMX beschäftigt. Die Integration von DMX wird es Oerlikon Balzers ermöglichen, den Kunden von DMX und zukünftigen Neukunden noch mehr Know-how sowie ein noch umfassenderes Angebot an Oberflächenbehandlungen zu bieten. Mit diesem Schritt kann Oerlikon Balzers seine globale Präsenz weiter ausbauen. Die Geschäfte von DMX sowie die ­Zusammenarbeit werden weiterlaufen wie bisher. Auch die Produktionsstätte wird unverändert bleiben und den normalen ­ Betrieb fortsetzen. Infos: www.oerlikon.com/balzers

n BIG KAISER hat Taku Ichii zum neuen Geschäftsführer ernannt. Während den letzten vier Jahren war er für BIG KAISER tätig und konnte sich mit der Schweiz und der Schweizer Kultur vertraut machen. Infos: http://ch.bigkaiser.com

Personelles 2

n Der neue Geschäftsführer der Maagtechnik AG heisst Jens Westh. Nach seinem Maschinenbaustudium an der ETH und späteren Nachdiplomstudium in Unternehmensführung (BWI) hat er in verschiedenen Positionen bei MAN Turbo und Kissling gearbeitet. Infos: www.maagtechnik.com

Personelles 3

n René Binder übernimmt die nationale und internationale Vertriebsleitung bei Watt Drive, einem Tochterunternehmen von WEG. Er verfügt über 25 Jahre Vertriebserfahrung und kennt sich sowohl in der Antriebstechnik als auch bei Watt Drive bestens aus. Infos: www.wattdrive.com

Umgezogen

n KOLLMORGEN eröffnet in CH-8212 Neuhausen seine neue Dependance für Vertrieb und Engineering. Mit dem Ortswechsel erschliesst sich der Spezialist für Servoantriebstechnik und Motion Control mehr Möglichkeiten auch für Systemschulungen und Produkttrainings. Infos: www.kollmorgen.com

Partnerschaft

n McLaren Racing und Stratasys sind eine Partnerschaft über vier Jahre eingegangen, in deren Rahmen Stratasys McLaren Racing als offizieller Lieferant von 3D-Drucklösungen des McLaren-Honda Formel-1-Teams eine Reihe von 3D-Druck- und Additiven Fertigungslösungen bereitstellen wird. Nach dieser Vereinbarung beliefert Stratasys McLaren Racing mit seinen neuesten 3D-Drucklösungen unter Verwendung von FDM- und PolyJet-Technologie. Infos: www.stratasys.com

Übernommen 2

n WEG hat die Übernahme des brasilianischen Herstellers von Industriedampfturbinen und Getrieben TGM (Indústria e Comércio de Turbinas e Transmissões Ltda.) bekannt gegeben. Das 1991 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Sertãozinho im Bundesstaat São Paulo ist ein führender Anbieter von Antriebslösungen für die Stromerzeugung in Südamerika. Durch die Übernahme geht auch die Beteiligung an der deutschen Tochterfirma TGM Kanis Turbinen GmbH in Nürnberg an WEG über. Infos: www.weg.net


SZENE NEWS

Meist besucht Personelles 4

n Matthias Zink, seit 1. Januar Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG, verantwortet als Co-CEO Automotive die Unternehmensbereiche Getriebesysteme, Automotive Aftermarket und den Bereich F&E innerhalb der Sparte Automotive. Infos: www.schaeffler.com

Personelles 5

n Gerald Vogt verantwortet neu weltweit das Robotergeschäft der Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics. «Technologisch setzen unsere Safe Robots Massstäbe und wir sind sehr zuversichtlich, in den kommenden Jahren eine Vielzahl von MRK-Lösungen in die unterschiedlichsten Märkte zu bringen.» Infos: www.staubli.com

Personelles 6

n Boris Savic hat die Geschäftsführung der Weidmüller Schweiz AG übernommen. Er kennt das Unternehmen ausgezeichnet, hat er doch in über 14 Jahren alle Abteilungen kennengelernt. Infos: www.weidmueller.ch

Personelles 7

n Martin Teufel ist neuer Geschäftsführer und CEO der Friedrich Lütze GmbH. Er übernimmt damit die Verantwortung für die Bereiche Product-, Lifecycle und Supply-Chain-Management weltweit sowie Customer Relationship und Support Process für den deutschen Markt. Infos: www.luetze.de

Ausgezeichnet

n Die Lapp Gruppe wurde im jährlichen Ranking der Universität St. Gallen über die Besten ihrer Branche als Champion in der Kategorie «Integrierte Lösungen der Kabel- und Verbindungstechnologie» aufgenommen. Infos: www.lappkabel.de

Vollzogen

n Multi-Contact gehört seit 2002 zum Stäubli Konzern und übernimmt nun dessen Namen und Markenauftritt. Seit Anfang Jahr bietet das Unternehmen als Stäubli Electrical Connectors weltweit seine Produkte und individuellen Kundenlösungen an. Infos: www.staubli.com/electrical

Übernommen 3

n Die CERATIZIT-Gruppe hat Becker Diamantwerkzeuge übernommen. Die Werkzeuge von Becker sind dort gefragt, wo es um schwer zerspanbare und exotische Werkstoffe geht. Infos: www.ceratizit.com

v.l.n.r.: Reinhard Wappmann (Geschäftsführer, neu), Rea Erne (Präsidentin des Verwaltungsrates), Dr. Martin Kauer (Anlagenbau) und Manfred Beck (Strategisches Projektmanagement).

Verstärkt n Zur Stärkung und Weiterentwicklung der Marktleistung hat ERNE surface AG die Unternehmensführung neu strukturiert. Dies erlaubt es ihnen, den Anforderungen des Marktes langfristig gezielter zu begegnen sowie die vorhandenen Erfahrungen und Fähigkeiten all ihrer Mitarbeitenden noch besser zum Nutzen der Kunden einzusetzen. Selbstverständlich wird der Kernmarkt, die Galvanotechnik, in der für den Kunden gewohnten Zuverlässigkeit bedienen. Viel Potenzial sieht man zusätzlich in weiteren Branchen, in denen die Oberflächenbehandlung einen unabdingbaren Bestandteil im Produktionsprozess ausmacht. Infos: www.erneag.ch

Übernommen 4 n Der Hartmetallspezialist CERATIZIT teilt mit, dass seine hundertprozentige Tochtergesellschaft CERATIZIT USA, Inc. eine Vereinbarung zur Übernahme der Mehrheit am kalifornischen Vollhartmetall-Werkzeughersteller Best Carbide Cutting Tools, LLC ­unterzeichnet hat. Best Carbide ist für die hohe Qualität seiner Produkte bekannt, deren Fokus auf Highend-Mikrowerkzeugen liegt. Mark Nunez, Präsident von Best Carbide: «Dank dieser Partnerschaft wird Best Carbide Zugang zu den Technologien und der Erfahrung von CERATIZIT bekommen. Dies wird uns ermöglichen, unsere Produktionsprozesse, unsere technischen Kompetenzen und die Qualität unserer Werkzeuge zu verbessern. Ziel ist es, unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten. Erstmals in seiner 37-jährigen Geschichte wird Best Carbide Teil einer global tätigen, auf Zerspanungswerkzeuge spezialisierten Organisation. Wir glauben, dass dies für die Stabilität, das Wachstum und die Entwicklung von Best Carbide von erheblichem Nutzen sein wird. Von diesem Übereinkommen profitieren beide Unternehmen. Best Carbide Cutting Tools wird wie bisher weiterarbeiten Infos: www.ceratizit.com

n Nach welchen Lieferanten, Rohstoffen und Produkten suchen Schweizer Unternehmen im Internet, um den Bedarf für ihre Produktion zu decken? Der Online-B2BMarktplatz «Wer liefert was» hat die Top-Suchbegriffe 2016 zusammengetragen. Der auf www.wlw.ch mit Abstand am meisten gesuchte Begriff war dieses Jahr wieder «Maschinenbau». Auf dem 2. Platz landete das Suchwort «Kunststoff». Der Begriff «CNC», die Abkürzung für das heutige Verfahren zur Steuerung von Werkzeug-Maschinen, wurde Dritter. «Die Top-Suchbegriffe bestätigen die starke Ausprägung der Schweizer Wirtschaft im Sektor der Metall- und Maschinenindustrie, aber auch allgemein den hohen Bedarf an Kunststoffen in der verarbeitenden Industrie», erklärt Peter F. Schmid, CEO von «Wer liefert was». Infos: www.wlw.ch

Erweitert n «Das Fundament ist bereits gelegt, in Kürze sollen die Montagearbeiten für die neuen, zusammen 5000 m² grossen Produktionshallen beginnen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2017 geplant. Bislang verläuft das Projekt genau nach Plan», freut sich Dipl.-Ing. Christian Winkel, Geschäftsführer der Winkel GmbH. Seit mehr als 30 Jahren realisiert das Unternehmen am Standort Illingen innovative Lösungen in der Linear- und Hand­ habungstechnik und ist als Technologieführer und Partner namhafter System­ integratoren weltweit etabliert. «Mittlerweile bieten wir ein breites Portfolio von robusten Linearführungen über flexible Mehrachs-Linearsysteme, Roboterachsen und leistungsfähige Hubsysteme bis zu effizienter und ergonomischer Lagerund Kommissioniertechnik», beschreibt Winkel. Infos: www.winkel.de

Der Linear- und Handhabungstechnik-Spezialist Winkel erweitert seinen Firmensitz in D-75428 Illingen mit einer neuen Fertigungs- und Montagehalle. maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Moderne Produktion ermöglicht intelligente Konstruktion m Bereich der Blechverarbeitung steckt noch erstaunlich viel Potenzial. Innovative, hoch automatisierte Schneid- und Schweiss­ technologien mittels Laser er­ möglichen im Vergleich zu konven­tionellen Vorgehensweisen wesentliche Vorteile. Höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten sind hierbei nur einer von mehreren Aspekten. Eine wichtige Rolle spielen auch neue konstruktive Freiheitsgrade zum Beispiel durch dreidimensionale Anstellung der Schneidköpfe bei Rohrlasern, durch die präzise Nahtführung

von Schweisslasern sowie aufgrund der Möglichkeit, zusätzliche Verfahrenstricks wie zum Beispiel Falze und Sicken zu nutzen. Solche hoch automatisierten und vernetzten Systeme sowie verbesserte Software helfen darüber hinaus auch bei der Vereinfachung und Verschlankung der Fertigungsorganisation. «Der Markt für Blechteile ist sehr breit gefächert und stellt uns vor teilweise extreme Herausforderungen», weiss Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kaysser, geschäftsführender Gesellschafter der H.P. Kays-

ser GmbH + Co.KG in D-71397 Leutenbach-Nellmersbach. Die Kundschaft umfasst industrielle Abnehmer aus den unterschiedlichsten Branchen wie etwa die Hersteller von Werkzeug- und Sondermaschinen, Automobil­ industrie, Gebäudeausrüster oder Hersteller von Hochregallagern sowie handwerklich aufgestellte Metallbauer und ebenso Kunsthandwerker. Dementsprechend vielfältig sind auch die Anforderungen an die Komplexität sowie die Stückzahlen der zu liefernden

Bild: Kaysser

I

Teile. Hier reicht die Bandbreite von einfachen Blechzuschnitten mit vielleicht dem einen oder anderen Kant- und Schweissvorgang über vom Kunden in Eigenregie erstellte Konstruktionen ­beziehungsweise Baugruppen bis hin zu gemeinsam realisierten Anlagen wie Maschinengehäusen oder sogar vollständigen Aggregaten zum Beispiel für den Strassenbau. Dies stellt höchst unterschiedliche Anforderungen an den Blechverarbeiter. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, keines dieser Marktsegmente zu vernachlässigen, da Kunden oft die gesamte Bandbreite an Leistungen benötigen und deshalb Lieferanten bevorzugen, die alles aus einer Hand anbieten können. Zudem geht es um Abnahmemengen: Wer weniger Material durchsetzt, bekommt nicht nur schlechtere Konditionen, sondern muss aufgrund der geringeren Umschlaggeschwindigkeit auch höhere Lagerkosten in Kauf neh-

n Anzeige

Bild: Trumpf

Drei teilweise parallele Durchlaufpfade für Aufträge: Partnerschaftliche Beteiligung der Konstruktionsabteilung von Kaysser (A), überwiegend vom Kunden ausgeführte Konstruktion (B) oder direkt an die Produktion durchgereichte Online-Bestellung einfacher Blechteile (C).

«Röntgenblick» ins Innere des neuen TruLaser Center 7030. Mittig holt sich das System Bleche vom Stapel und schneidet sie mit dem 6-kW-Faserlaser, rechts werden die Restgitter abgelegt und links die fertigen Zuschnitte sauber orientiert gestapelt, sodass sie direkt an Folgeprozesse übergeben werden können.

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Bild: Klaus Vollrath

SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Vollautomatische TruBend-Biegezelle. Der Roboter im Vordergrund wechselt neue Biege­ werkzeuge aus einem Werkzeugmagazin ein, übernimmt Zuschnitte, die der kleine «Kollege» hinten vom Stapel greift, führt sie in die Biegepresse und legt sie schliesslich sortiert auf dem Förderband ab.

men. Das zwingt zur Einschränkung des Lagerbestands, was sich wiederum nachteilig auf die Reaktionsfähigkeit bei Sonderwünschen auswirkt.

Parallele Vertriebsstrukturen

Bild: Klaus Vollrath

«Anspruchsvolle Projekte bedingen einen hohen personellen Aufwand in allen Bereichen – von der Beratung und partnerschaftlichen Entwicklung über die Arbeitsvorbereitung und interne Logistik bis zur Montage, der Qualitätsprüfung und der produktgerechten Verpackung», ergänzt Thomas Kaysser. Das erfordert eine entsprechend leistungsfähige Infrastruktur mit hoch qualifiziertem Personal nebst einer aufwendigen und teueren Logistik und Vorratshaltung mit zehntausenden von Einzelteilen. Die Vorhaltung solcher Strukturen erfordere natürlich entsprechende kalkulatorische Zuschläge. Diese könne man je-

doch nicht auf einfache Produkte wie Laserzuschnitte oder Stanzund Biegeteile nach Zeichnung aufschlagen, weil die Wettbewerbssituation am Markt dies nicht zulasse. Stattdessen habe man konsequent auf Automatisierung beziehungsweise Digitalisierung sowie die Entkopplung von Vertriebsstrukturen und betrieblichen Abläufen gesetzt. Unter der Bezeichnung «Laserteile4you» eröffne man solchen Kunden die Möglichkeit, entsprechende Teile faktisch mannlos online nach Übermittlung der Zeichnung kalkulieren zu lassen und danach mit zugesichertem Liefertermin zu ­ bestellen. Gerade für Handwerker, die oft ihre Büroarbeit erst nach Feierabend durchführen können, ist eine solche Rund-umdie-Uhr-Bereitschaft natürlich ein wesentlicher Vorteil. Inzwischen bewegt sich der tägliche Auftragseingang bereits im dreistelligen

Der Rohrlaser TruLaser Tube 7000 verarbeitet Material bis 8 mm Wanddicke. Der frei dreh- und schwenkbare Laserkopf ermöglicht das Schneiden präziser Anfasungen und aufwendiger Aussparungen.


Bild: Kaysser

Bild: Klaus Vollrath

SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Vergleich der konventionellen Prozesskette zur Herstellung eines gesägten, gebohrten und gefrästen Rohrabschnitts mit der schnellen, einstufigen Realisierung mittels Rohrlaser.

Präzise Anfasungen ermöglichen im Zusammenspiel mit dem Schweisslaser optimale Ergebnisse selbst bei sehr spitzwinkligen Kehlnähten.

Bereich. Automatisierte und vernetzte Anlagen ermöglichen ­ einen Fertigungsdurchlauf mit ­lediglich minimalen personellem Aufwand.

sowie die Zahl der zu verarbei­ tenden Teile. Sie holen sich die benötigten Biegewerkzeuge automatisch aus einem Magazin, vereinzeln die Teile vom Stapel, erledigen alle erforderlichen O ­ perationen und legen die Teile dann wieder in der richtigen Lage für eventuell noch folgende Bearbeitungsvorgänge oder für Qualitätskontrolle und Versand ab.

Höchstmögliche Automatisierung und Vernetzung «Bei unseren Produktionsabläufen setzen wir auf modernste, besonders hoch automatisierte Anlagen, die zudem untereinander vernetzt sind», verrät Thomas Kaysser. Dazu gehört auch mit dem TruLaserCenter 7030 das neueste Laserschneidsystem von Trumpf. Dank seines 6-kW-Faserlasers und hoch dynamischer Achsantriebe kann dieses System Schnitte besonders schnell erzeugen. Der eigentliche «Clou» ist jedoch ein vollautomatisches System für die gezielte Entnahme

und sortierte Ablage der geschnittenen Teile. Die bisher unumgängliche manuelle Entnahme war ein massives Handicap für die Effektivität des Laserstrahls. Im betrieblichen Einsatz lag die entsprechende «Schallgrenze» bisher bei rund 35 Prozent. Dank des synchron mit dem Laser arbeitenden Entnahmesystems kann dies jetzt auf Werte deutlich oberhalb 50 Prozent gesteigert werden. Zusätzlicher erheblicher Vorteil ist die Bereitstellung der separierten Teile palettiert und in exakter Sortierung und Orientierung, sodass die Stapel direkt an Folgesysteme wie automatisierte Biegezentren übergeben werden können. Hier braucht nur der Code des Laufzettels abgelesen zu werden. Die Systeme «kennen» dann alle wesentlichen Parameter

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10 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Rohrschneidlaser mit Zusatznutzen «Weiterer Pluspunkt unserer Ausstattung sind zwei Rohrschneidanlagen neuester Generation», freut sich Thomas Kaysser. Die beiden Systeme – je ein TruLaser Tube 5000 beziehungsweise 7000 – können Material mit anspruchsvollen Geometrien bis hin zu Strangpressprofilen oder walz-

profiliertem Blech mit Hüllkurven bis Ø 250 mm und in Längen von bis zu 9000 mm verarbeiten. Dank ihrer frei schwenk- und neigbaren Laserköpfe schneiden sie selbst sehr komplexe Konturen sowie Aussparungen mit hoher Genauigkeit in Material mit Wanddicken bis zu 8 mm. Das vereinfacht und verkürzt die Prozesskette für die Herstellung von Rohrkonstruktionen in erheblichem Masse. Auch die Fasen für nachfolgende Schweissvorgänge werden mit hoher Genauigkeit erzeugt. Besonders interessant ist auch die Möglichkeit, zusammenhängende mehrteilige Rohrkons­ truktionen durch Heraustrennen von Material zu realisieren. Zur Fertigstellung müssen anschliessend nur noch einige Schweiss­nähte gesetzt werden.


Bild: Klaus Vollrath

SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Aufwendig mit dem Rohrlaser geschnittenes Edelstahlrohr. Nach Zusammendrücken in einer Vorrichtung und Verschweissen mittels Lasernaht entsteht ein rechtwinkliges Bauteil mit sanft gerundeter Kante.

Ausgefeiltes Konstruktions-Know-how «Den vollen Nutzen können unsere Kunden aus diesen Anlagentechnologien natürlich dann ziehen, wenn wir unser eigenes Knowhow bezüglich der neuen Möglichkeiten ständig weiterentwickeln», sagt Dipl.-Ing. Anja Dreier, Leiterin Projekt Engineering bei Fa. Kaysser. Deshalb beschäftige man sich bei ­jedem neuen System intensiv mit den zusätz­ lichen Potenzialen der Hardware wie auch der zugehörigen Software und suche nach Möglichkeiten, hieraus neue konstruktive Ansätze abzuleiten, um Zeit und Kosten einzusparen. Dies beschränke sich nicht nur auf einzelne Anlagen, sondern beziehe auch die vor- und nachgeschaltete Prozesskette ein. So könne man beispielsweise durch geschickte Platzierung von Schneid- und Biegeoperationen auf die Verwendung zusätzlicher Bauteile nebst der sonst erforderlichen zusätzlichen Arbeitsgänge verzichten. Besonders interessant sei auch die Möglichkeit des Einsatzes von Laserschweisssystemen, mit deren Hilfe man in spitzwinkligen Hohlkehlen saubere, äusserst dünne Nähte setzen oder bis zu 12 mm tief ins Material reichende Tiefschweissnähte erzeugen könne. Bei der Kundenbetreuung und dem gemeinsamen Engineering bemühe man sich, diese ebenfalls über die jeweils neuen Potenziale zu informieren, damit sie diese schon bei der Konzeption neuer Produkte berücksichtigen können.

Umfassende Zulieferer-Kompetenz im Maschinenbau «Dank des konsequenten Ausbaus unserer Fähigkeiten im Konstruktionsbereich können wir Kunden zum Beispiel in den Marktsegmenten Maschinenbau beziehungsweise Son-

dermaschinenbau auf Wunsch mit komplett funktionsfertigen Anlagen beliefern», erläutert Anja Dreier. Dies sei aus der Fähigkeit erwachsen, selbst sehr anspruchsvolle Gestelle und Blechkonstruktionen komplett in Eigenregie zu entwickeln und zu fertigen. Schon bisher habe man diese häufig noch mit Zusatzaggregaten samt der erforderlichen Elektrik und Elektronik komplettiert. Dies komme vielen Kunden, die sich auf ihre eigenen Kernkompetenzen konzentrieren wollen, sehr entgegen. Für so manchen unter diesen erweise sich der Aufbau einer eigenen Fertigung samt der erforderlichen Logistik mit ihrer oft schwankenden Auslastung eher als Bürde denn als Ertragsbringer. Vielfach laufe es auf ein Nullsummenspiel oder gar auf eine stän­ dige Belastung der eigenen Margen hinaus. Deshalb habe die Option, sich auf die eigene Prozesskompetenz zu konzentrieren und hierfür extern bedarfsgerecht mehr oder weniger vollständige Anlagen entwickeln zu lassen, ­gerade für Start-up-Unternehmen erheblichen Charme. Deren Interessen sind, vor allem wenn sie aus dem universitären Bereich ­entstanden sind, oft vor allem auf die wissenschaftlich-technologischen Aspekte ihrer Systeme ausgerichtet.

INFO S | K O NTAKT H.P. Kaysser GmbH & Co. KG Hans-Paul-Kaysser-Strasse 4 D-71397 Leutenbach-Nellmersbach Telefon +49 (0)7195 188-0 www.kaysser.de info@kaysser.de maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Für hohe Produktivität und Flexibilität

Fast Bend 5: Grosse Flexibilität, effizient, produktiv sowie bedienerfreundliche servoelektrische Biegelösung.

D

ie sich ändernde Marktsitua­ tion bringt einen Wechsel in der Nachfrage von Grossserienproduktionen zu Produktionen von Kleinserien auf einer Just-inTime Basis.

Handling vereinfacht und beschleunigt Das herkömmliche Biegeverfahren mittels Abkantpresse sowie deren Setup-Zeiten, technische Grenzen in Bezug auf komplexe Bauteile und Voraussetzung erfahrene Bediener einzusetzen, mögen sich daher nicht als vorteilhaft für solche Produktionsan-

forderungen erweisen. Die ausgereiften Produkte von Prima Power setzen servoelektrische Technik in ihren automatischen Biegelösungen ein. In der neuen Generation Fast Bend wurden die Eigenschaften und die Vorteile dieser Baureihe weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wurde daher eher auf die Setup-Zeiten als auf die Materialhandhabung gelegt (nur das Be­ laden, Drehen und Entladen werden manuell durchgeführt). Mittels des neuen Tulus Bend HMI, mit schlüssigen und logischen Bildschirmanweisungen

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12 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

wird das Teilehandling vereinfacht und beschleunigt. Das neue CAM-System, Master BendCam rundet mit ihrer 3D-Simulation von Bauteil, Maschine und Fertigungsprozess die innovativen Eigenschaften dieser Baureihe ab. Mit der Option ATC(automatischer Werkzeugwechsel) und Barcode-Leser wird das Setup automatisch durchgeführt und ein neues Teileprogramm aktiviert.

duziert. Die Fast Bend ist eine effiziente sowie nachhaltige Biegelösung, mit einem durchschnitt­ lichen Energieverbrauch ähnlich der einer Abkantpresse (7,5 kWh) und ist wartungsarm, wodurch Wartungskosten reduziert werden können (–65 Prozent). In dieser Baureihe sind drei Modelle mit unterschiedlichen maximalen Biegelängen verfügbar: FBe4 (2250 mm), FBe5 (2750 mm) und FBe6 (3350 mm). Zu guter Letzt spielen heut­ zutage auch ökologische Faktoren eine wichtige Rolle, sodass die ­servoelektrische Technologie zum dem guten Image eines modernen, umweltbewussten Unternehmens beiträgt. Aufgrund steigender Energiepreise bedeutet der Einsatz von servoelektrischer Technologie eine Einsparung von Energiekos­ ten, wodurch mit einem niedrigeren Stundensatz kalkuliert werden kann. Die Wartungskosten einer servoelektrischen Anlage sind gegenüber einer hydraulischen Anlage deutlich geringer.

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Einsparung von Energiekosten

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Der Zeitaufwand für Produktionswechsel wird somit drastisch re-

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SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Schweisseffizienz erhöhen

KIKK-EL – Schaftschonendes Kappenwechseln.

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n der Blechbearbeitung bildet das Widerstandspunktschweissen eine der wichtigsten Fügetechniken, da es ein kostengünstiges und schnelles Verfahren darstellt. Die Forderung nach Kosteneinsparungen macht auch vor den automatisierten Schweissvorgängen nicht Halt. Hier werden längere Standzeiten der Elektroden durch rationelles Fräsen und Wechseln der Elektrodenkappen gefordert. KYOKUTOH, Spezialist für automatische Kappenfräser und -wechsler, hat drei neue robuste und zuverlässige Lösungspakete. Aus der

innovativen INTELLIGENT-LINE der DH-SVR2 als 2-in-1-Kombi. Er vereint Fräser und Wechsler in einem kompakten Gerät und bietet ausgezeichnete Leistungsdaten für die schnelle Bearbeitung der Elektrodenkappen. Die intelligenten Motorsteuerungen erlauben individuelle Anpassung an die verschiedenen Produktionsbedingungen. Der Kappenfräser CD-SVR aus der INTELLIGENT-LINE zeichnet sich durch seinen ­starken Servomotor aus und ermöglicht dank seiner patentierten Ausführung besonders präzise Rotationssteuerungen. Er ist bestens geeignet zur Bearbeitung höchstfester Stähle und Aluminium an mobilen Schweisszangen sowie für besondere Fräsaufgaben.

Leichtes Gewicht Der runderneuerte Plug&Play-Kappenwechsler KIKK-EL eignet sich ideal für den Dauereinsatz in der Automobilindustrie. Er wird als Komplettset angeboten und ist schnell zu integ­rieren und intuitiv bedienbar. Durch sein leichtes Gewicht lässt er sich auch als mobile Version am Roboterarm einsetzen. Die Nachrüstung in bestehende Einrichtungen stationärer Schweisszangen ist ebenso möglich. Eine Abdrehvorrichtung für verschiedene Kappendurchmesser und zwei schnell wechselbare Magazine gewährleisten grösstmögliche Wirtschaftlichkeit.

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SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Schmierstoffe rund um die Blechumformung S

eit den Anfängen im Jahr 1866 hat sich der Eislinger Experte Zeller+Gmelin für Spezial­ schmierstoffe konsequent zu einem der bevorzugten Lösungspartner der Industrie entwickelt. Auf der EuroBLECH 2016 präsentierte Zeller+Gmelin ein breites Sortiment an innovativen Umformschmierstoffen für unterschiedlichste Prozesse und Einsatzbereiche. Gerade im Bereich der schmierstoffarmen Blechumformung ist es Zeller+Gmelin ge­ lungen, zusammen mit Partnern aus der Automobilindustrie neue wegweisende Produkte zu entwickeln.

Für effektive Walzwerkbeölung Ein Messehighlight ist daher das neue Prelubricant Multidraw PL 61 SE, das vorwiegend für die Grundbeölung aller Stahloberflächen ab Walzwerk geeignet ist und dabei hilft, den Zinkabrieb bei der Umformung von feuerverzinkten Oberflächen zu reduzieren. Daneben verfügt das Produkt

net sich durch gute Umformeigenschaften bei leichten bis mittleren Umformgraden aus. Ebenfalls zur Familie der schmierstoffarmen Blechumformung gehört das Multidraw Drylube E 1, ein wasserfreies ­ Coilbeschichtungsmittel mit VDA-Freigabe für alle Metalle (Stahl, verzinkter Stahl, vorphosphatierter Stahl, Aluminium und Edelstahl). Zur besseren Anwendung hinterlässt das Hotmelt nach dem Aufbringen eine grifffeste Schicht auf der Metalloberfläche. Der «halbtrockene» (semi-dry) Film ermöglicht durch seine gute Flexibilität und Gleiteigenschaften hohe Umformgrade.

Walzwerksbeölte Coils mit Multidraw PL 61 SE, der Neuentwicklung der schmierstoffarmen Blechumformung der Multidraw-Reihe aus der 2. Generation.

über eine optimale Ablaufhemmung sowie eine ausgezeichnete Verträglichkeit mit allen unbeschichteten und beschichteten Feinblechoberflächen. Der spe­ ziell entwickelte Korrosionsschutz mit Umformeigenschaften bietet eine optimale Konservierung der Halbzeuge bei Lagerung und Transport – und das auch bei extremen klimatischen Bedin-

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gungen. Aufgrund seiner innovativen Zusammensetzung ist das Prelubricant hervorragend für die spanlose Umformung, wie zum Beispiel Streck- und Abstreckziehen, geeignet. Häufig wird dadurch die Zusatzbefettung vor der Umformung im Presswerk überflüssig. Gleichzeitig werden die neuesten Anforderungen an die Vorgaben der Automobilindustrie in Bezug auf Entfernbarkeit sowie Lack- und Klebstoffverträglichkeit berücksichtigt.

Für ganzheitlichen Einsatz Um den Presswerken nicht nur ein neues Prelube, sondern einen komplett angepassten Werkzeugkasten für ihre Umformprobleme an die Hand zu geben, wurde mit Multidraw KTL N 1 SE ein auf Multidraw PL 61 SE abgestimmtes Waschöl sowie mit Multidraw KTL N 20 eine darauf abgestimmte Spotbeölung entwickelt. So ist letztere prädestiniert für die spanlose Umformung von Aluminium, Stahl, verzinkten Blechen und höherfesten Stählen aller Art bei mittleren bis schweren Umformgraden. Das neue Multidraw Waschöl KTL N 1 SE wird hingegen in Coil- und Platinenwaschanlagen zur Reinigung vor der Umformung eingesetzt. Es zeich-

14 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Sicherheit mit System von einem geringeren Druckverlust bei allen Pressenbewegungen.

Vereinfachtes Engineering

Effiziente Maschinenfunktionen: Die leistungsfähigen Pressenmodule IH04 Typ C von Bosch Rexroth folgen einem standardisierten Steuer- und Sicherheitskonzept.

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eistungsstark, energieeffizient und sicher: Bosch Rexroth hat ein innovatives Baukastensystem für hydraulische Pressen. Im Lösungsbereich «Effiziente Maschinenfunktionen für die Blechumformung» zeigte Bosch Rexroth auf der letztjährigen Euro­ BLECH eine neue Reihe modular aufgebauter Steuerplatten für hydraulische Pressen, abgestimmt auf die DIN EN693:2009. Massgeschneidert auf aktuelle und künftige Marktanforderungen gewährleisten die sicherheitsbezogenen Pressenmodule IH04 Typ C eine exakte Positionierung, hohe Presskräfte und kurze Taktzeiten. Verkürzend auf die EngineeringZeit und Time-to-Market wirkt die einheitliche Steuerplattenkonstruktion mit Modulbausteinen, hochwertigen Ventilen und einem standardisierten Sicherheitskonzept nach der höchsten Kategorie 4 der Norm EN693.

Das Funktionsspektrum bildet den neuesten Stand der Technik ab und beinhaltet unter anderem eine proportionale Presskrafteinstellung, langsames Einfahren mit Federwerkzeug, verschiedene Eilgangmodi sowie LoadSensing und Regelventil mit Richtungserkennung. Das Einsatzspektrum erweitert sich auf alle Maschinenarten, deren Schliessbewegung die Sicherheitsanforderungen der oben genannten Normen hervorruft. Neben hydraulischen Pressen nach DIN EN693:2009 sind dies unter anderem auch Kunststoff- und Gummimaschinen nach DIN EN289:2009. Darüber hinaus entlasten die neuen Pressenmodule IH04 Typ C Maschinenbauer bei der Projektierung, insbesondere hinsichtlich Inbetriebnahme und Risikobetrachtung gemäss Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und ISO13849. Auch Sonderlösungen lassen sich auf Grundlage des standardisierten Ansatzes kosteneffizient realisieren, ohne wie bisher eine individuelle Steuerplatte fertigen zu lassen. Das Modulkonzept ermöglicht eine einheitliche Programmstruktur über alle Bau­ grössen hinweg und reduziert dadurch den notwendigen Programmieraufwand erheblich. Zugunsten einer vereinfachten Abnahme stellt Bosch Rexroth eine Baumusterprüfung (HSM15009-2015) bereit.

Pressenmodule mit hoher Kraftdichte In punkto Leistung und Wirtschaftlichkeit überzeugen die neuen Pressenmodule mit einer verlustoptimierten Konstruktion für Volumenströme bis 2000 l/min und einem Betriebsdruck bis 350 bar. Dank der Konstruktion und der bevorzugten Verwendung von Einbauventilen konnte Bosch Rexroth den Volumenstrom um zirka 30 Prozent bei nahezu unverändert niedrigen Druckverlusten steigern und damit auch die Kraftdichte und Energieeffizienz verbessern. Dank des patentierten Schaltprinzips mit nur zwei Drosselstellen profitieren die Anwender ausserdem

INFO S | K O NTAKT Bosch Rexroth Schweiz AG Hemrietstrasse 2 CH-8863 Buttikon Telefon +41 (0)55 464 61 11 www.boschrexroth.ch info@boschrexroth.ch maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Kombiniertes Stanzen und (Faser-) Laserschneiden Bilder: BOSCHERT GmbH & Co. KG

Diese ist zur effizienten Dünnblechbearbeitung mit e­ inem modernen Faserlaser vers­e­hen. Dadurch erfährt die universell-flexible Komplettbearbeitung (Stanzen, Schneiden, Prägen, Umformen, Gewindeschneiden und Signieren oder: 6 in 1) einen weiteren Schub, indem per Faserlaser mit wahlweise 1000 oder 2000 W Leistung sowohl Trennals auch Qualitätsschnitte ausgeführt werden können.

Die BOSCHERT CombiLaser-Maschine vom Typ CombiLaser Multipunch in kompletter und betriebsbereiter Ausführung.

D

ie Maschinenbaureihe CombiLaser von BOSCHERT vereint die Technologien Stanzen und Faserlaser-Schneiden in einer Maschine. Damit ist vor allem in der stückzahlflexiblen Variantenfertigung die universelle sowie wirtschaftliche Komplettbearbeitung von Blechteilen möglich. Mit der Neuvorstellung der Maschinenbaureihe CombiLaser setzt der Spezialist für Blechbearbeitungsmaschinen BOSCHERT GmbH & Co. KG, D-79541 Lörrach-Hauingen, seine erfolgreiche Strategie der Realisierung von

Kombimaschinen konsequent fort. Basierend auf den bewährten Stanzmaschinen der Baureihe CombiCut, die in den Ausführungen Compact, TWIN, TRI und Multipunch bereits seit einiger

Zeit mit einer zweiten Station zum Plasmaschneiden für die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung kombiniert werden können, gibt es nun die Baureihe CombiLaser.

Das Faserlaser-System Kjellberg X-Focus 1000 (hinten links) und an der CombiLaser-Maschine die Faserlaser-Station (links) sowie die Stanzstation (rechts).

Stanzen und FaserlaserSchneiden vereint Die Maschinenbaureihe CombiLaser gibt es in den Ausführungen Compact, TWIN, TRI und Multipunch in drei Baugrössen für Klein- Mittel- und Grossformat, womit alle gängigen Blechformate abgedeckt sind. Als Zweistationenmaschinen konzipiert, finden die kombinierten Stanzund Faserlaserbearbeitungen in einer Aufspannung statt, wobei auf der ganzen Maschinen-/Tischlänge die freie Beladung möglich und somit eine hohe Anwendungsflexibilität gewährleistet ist. Zum Faserlaserschneiden kommen ein 1- oder 2-kW-Faserlaser vom Typ X-Focus des Partners Kjellberg zum Einsatz. Je nach Leistungsbereich sind damit in Baustahl Trennschnitte bis 12 mm sowie Qualitätsschnitte von 0,5 bis 6 beziehungsweise 0,5 bis 10 mm möglich. In Edelstahl sind Trennschnitte bis 5 beziehungsweise 8 mm und Qualitätsschnitte von 0,5 bis 3 beziehungsweise 0,5 bis 4 mm rationell vorzunehmen. In der Aluminium-Bearbeitung sind Trennschnitte bis 4 be-

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Max Mitschjeta AG Draht- und Metallwarenfabrik Galvanobetrieb Bischofszellerstrasse 53 Postfach 9201 Gossau/SG T 071 388 95 95 F 071 388 95 96 info@mitschjeta.ch www.mitschjeta.ch

16 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Ihr Partner für individuelle Lösungen


SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Eine Auswahl an Blechteilen, die auf einer CombiLaser-Maschine ab Rohtafel in einer Aufspannung komplett gefertigt wurden.

ziehungsweise bis 6 mm machbar und bei den Qualitätsschnitten sind es 0,5 bis 3 beziehungsweise 0,5 bis 4 mm.

Hocheffizient bei Trennund Qualitätsschnitten

ten-Verhältnis eignen sich die CombiLasermaschinen bestens sowohl für Einsteiger als auch für Profis in kleineren bis mittelständischen Metallbau- und Zulieferbetrieben.

Die Laserstation der CombiLasermaschine ist neben der 1- oder 2-kW-Laserquelle standardmässig mit einem Laserschneidkopf, Abstandsregelung, automatischer Gasversorgung, integriertem Kühler und Steuerung plus Techno­ logiedatenbank ausgestattet. Die maximale Anschlussleistung beträgt bei beiden Faserlasersystemen 7 kVA (bei 100 Prozent ED). Zur Absaugung des ausgebrannten Materials und der Schneidgase ist ein leistungsfähiges Absaugsystem mit Funkenfalle vorgesehen. Des Weiteren ist ein wirksames Laserschutzsystem installiert.

Für Einsteiger und Profis Diese Kleinteileklappvorrichtung ist doppelt für verschiedene Teilegrössen (kleine Klappe mit Öffnung 100x200 mm, grosse Klappe mit Öffnung 500x600 mm) ausgeführt und weist zudem ein Abfallloch mit Ø 70 mm auf. Die CombiLasermaschinen werden als betriebsbereite Systeme geliefert und installiert. Die Kombination aus Stanzen und Faserlaserschneiden erlaubt die effiziente Bearbeitung von Blechteilen aller Art in der Einzelteil-, Kleinund Mittelserien-Produktion. Durch die einfache Bedienoberfläche, die Steuerung per Technologieführung, die robuste und an hoher Prozesssicherheit orientierte Ausführung und schliesslich das gute Nutzen-Kos-

INFO S | K O NTA K T Boschert GmbH & Co. KG Mattenstrasse 1 D-79541 Lörrach Telefon +49 (0)7621 9593-0 www.boschert.de info@boschert.de


SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Starker Partner für innovative Blechlösungen ten angereichert. So waren auch bald schon erste Abnehmer gefunden, die von der revolutionären Technologie profitieren konnten: Für Sulzer, Rieter, Ferag, Romabau und weitere Kunden wurden geformte Tiefzieh- und Drückteile bearbeitet, kleine und grosse Rohre gelasert sowie diverse Teile lasergeschweisst. Das Wagnis stellte sich bald als grosser Erfolg heraus, und SIBATEC konnte sich in der MEM-Industrie einen Namen als Innovations­ unternehmen machen. Seither ist einiges passiert. Die LaserCell 105 wurde inzwischen durch die LaserCell 7040 aus der aktuellen 3D-Laser-Generation ersetzt, welche ein noch grösseres Bearbeitungsspektrum sowie bis anhin unerreichte Präzision und Flexibilität bietet. So werden heu-

Rohrlasern bis Ø 1500 mm.

S

eit ihrer Gründung vor 30 Jahren setzt die SIBATEC AG auf den konsequenten Einsatz modernster Technologien. 1992 führte das Unternehmen als schweizweit erstes die 3D-Lasertechnik ein und ist heute auf dem Gebiet führend. Nicht nur das Rohrlasern und Trennen von dreidimensionalen Objekten ist möglich, sondern auch das Verbinden mittels 3D-Laserschweissen. Alles begann an der Blechmesse 1990 in D-45121 Essen, wo TRUMPF eine revolutionäre Anlage mit einem voll dreh- und schwenkbaren Laserkopf ausstellte: Die LaserCell 105.

Laserschweissen von Blechkanälen.

te sowohl winzige Präzisionsteile mit wenigen Millimetern Durchmesser als auch sperrige Werkstücke bis 4 m Länge und Ø 1500 mm von allen Seiten bearbeitet. Auch Gehrungsschnitte und schräge Schnittwinkel sind möglich.

Hoher Qualitätsstandard Aber auch das 3D-Laserschweissen gewinnt eine immer grössere Bedeutung im Maschinen- und Apparatebau. Das äusserst verzugsarme Verfahren eröffnet ganz neue Perspektiven: Berührungslos und mit hoher Geschwindigkeit entstehen schlanke, aber tiefe Nahtgeometrien bei kleiner Wärmeeinflusszone und geringem Verzug. Entsprechende Schweissoptiken und lange Brennweiten ermöglichen eine gute Zugänglichkeit auch in engen Bereichen. Der technologische Fortschritt auf dem Gebiet des Laserschweissens

Jan Schlumpf, Inhaber und Geschäftsführer der SIBATEC AG, war fasziniert von der 3D-Lasertechnologie und gleichzeitig erstaunt, dass es im Innovationsland Schweiz noch keinen einzigen Anbieter gab, der das Verfahren einsetzte. Er beschloss, dies zu ändern, und zwei Jahre später stand in Bubikon die erste 6-Achsen-Anlage der Schweiz.

Präzision und Flexibilität Das SIBATEC-Team eignete sich in Schulungen bei TRUMPF schnell das nötige Basiswissen an. In den darauffolgenden Jahren wurde das Know-how laufend vertieft und mit Erfahrungswer-

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18 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Rohr mit Laserschnitten und Abkantung auf Unterseite.


SONDERTHEMA BLECHBEARBEITUNG

Geschnittenes Tiefziehteil.

Ring mit Ø 28 mm.

ermöglicht heute optische und technische Perfektion. Programmiert wird fast ausschliesslich am PC mithilfe der zugehörigen Software. Alternativ können die Parameter auch direkt an der Maschine über das Teach-in-Verfahren festgelegt werden, etwa wenn vom zu bearbeitenden Teil keine 3D-Daten vorliegen. Die technische Komplexität, welche die Blechbearbeitung in drei Dimensionen mit sich bringt, wird oftmals unterschätzt. So sind die Anforderungen an Programmierer und Maschinisten verglichen zum Flachbett-Laserschneiden um ein Vielfaches höher. Um hier einen tatsächlichen Mehrwert zu schaffen, benötigt man hochqualifiziertes Personal. Aus diesem Grund absolvieren die Mitarbeitenden laufend Schulungen und Weiterbildungen. Björn Meyer, der bei SIBATEC die Abteilung Stanzen und Lasern leitet, ist von den Möglichkeiten immer wieder fasziniert: «Mich beeindruckt die enorme Vielseitigkeit, die uns die 3D-Lasertechnik bietet. Wir bearbeiten Stahl, Chromstahl und Aluminium in den unterschiedlichsten Formen, Grössen und Stärken. Gerade die Programmierung ist sehr anspruchsvoll. Mit unserer Erfahrung und ein bisschen Kreativität gelingt es uns jedoch, das technische Potenzial der Maschine auch auszuschöpfen.»

Reduzierter Nachbearbeitungsaufwand Insgesamt bietet die 3D-Lasertechnik massive Vorteile gegenüber herkömmlichen Bearbeitungsverfahren. Die hohe Geschwindigkeit ermöglicht kurze Durchlaufzeiten, und die Prozesssicherheit wird unter anderem durch die hohe Wiederholgenauigkeit gewährleistet. Mit eigens gefertigten Vorrichtungen können die Werkstücke passgenau eingespannt werden, sodass Toleranzen von einem 0,1 mm problemlos einzuhalten sind. Weiter spricht der deutlich reduzierte Nachbearbeitungsaufwand (zum Beispiel Nachschleifen von bearbeiteten Werkstücken) für die 3D-Lasertechnologie. In vielen Fällen entfällt dieser sogar gänzlich, sodass das Verfahren nicht nur auf technischer Ebene überzeugt, sondern sich auch in finanzieller Hinsicht lohnt. Wer die Möglichkeiten der LaserCell in bewegten Bildern sehen möchte, findet unter www.sibatec.ch/tlc ein eindrucksvolles Video.

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Zylinder mit Laser-Schweissnaht.

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INDUSTRIEMAGAZIN ZUM THEMA

Die neue «Swissness»Gesetzgebung Am 1. Januar trat die neue «Swissness»-Gesetzgebung in Kraft. Insbeson­dere wird geregelt, unter welchen Voraussetzungen eine schweizerische Herkunftsangabe wie «Swiss Made» oder ein Schweizer Kreuz für Waren und Dienstleistungen verwendet werden darf. chweizer Produkte und Dienstleistungen werden insbesondere in Asien mit Exklusivität und hoher Qualität in Verbindung gebracht. Die Verbindung eines Produkts oder einer Dienstleistung mit schweizerischer Herkunft (zum Beispiel durch Kennzeichnung mit «Swiss Made» oder «Swiss Quality») erlaubt es häufig, höhere Preise zu verlangen. Mit dem wirtschaftlichen Mehrwert verbunden ist jedoch auch der Anreiz zum Missbrauch. So werden häufig Waren und Dienstleistungen in irreführender Weise als schweizerisch ausgelobt, obwohl kein (relevanter) Bezug zur Schweiz besteht. Die bisherigen, teilweise vagen Vorschriften des geltenden Schweizer Rechts blieben von den Wirtschaftsteilnehmern häufig unbeachtet und wurden bloss selten durchgesetzt. Um den ­ Schutz der «Marke Schweiz» zu verbessern, wurde das sogenannte «Swissness»-Gesetzgebungspaket verabschiedet. Die neuen Regelungen sind komplex und werden im Folgenden bloss in den Grundzügen beschrieben.

erbringerin in der Schweiz be­ finden. Reine Briefkastenfirmen erfüllen diese Voraussetzung beispielsweise nicht mehr. Ein industrielles Produkt darf dann als schweizerisch bezeichnet werden, wenn mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen. Zudem muss die Tätigkeit, die dem Produkt seine wesentlichen Eigenschaften verleiht, in der Schweiz vorgenommen werden. Falls ein Produkt den neuen Vorgaben nicht genügt, gibt es immerhin die Möglichkeit, darauf hinzuweisen, dass die Forschung oder das Design in der Schweiz stattfanden. Hierfür muss diese Tätigkeit aber vollumfänglich in der Schweiz stattgefunden haben. Verarbeitete Lebensmittel dürfen nur dann als schweizerisch gekennzeichnet werden, wenn mindestens 80 Prozent (bei Milch und Milchprodukten sogar 100 Prozent) des Gewichts der Rohstoffe aus der Schweiz stammen und die Verarbeitung, die dem Lebensmittel seine wesentli-

chen Eigenschaften verliehen hat, in der Schweiz stattfindet. Bei der Berechnung des Gewichts der Rohstoffe wird der Selbstversorgungsgrad der Schweiz berücksichtigt. Naturprodukte, die wegen natürlichen Gegebenheiten nicht in der Schweiz produziert werden können (zum Beispiel Kaffee, Kakao) werden nicht miteinkalkuliert. Wasser findet nur Eingang in die Berechnung, sofern es wesensbestimmend ist (wie beispielsweise bei Mineralwasser oder Bier) und nicht bloss der Verdünnung dient. In Bezug auf Uhren gilt wie bis anhin, dass Hinweise auf die Herkunft Schweiz nur für Schweizer Uhren und Uhrwerke benutzt werden dürfen. Dabei müssen mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten der Uhr und des Uhrwerks in der Schweiz anfallen, und es muss die technische Entwicklung in der Schweiz er­ folgen. Das Schweizer Kreuz und die Schweizer Fahne dürfen künftig als Zeichen schweizerischer Herkunft auf Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Dagegen darf das Schweizer Wappen (Schweizer Kreuz in einem Dreiecksschild) grundsätzlich nur

Kernpunkte der Gesetzgebung Als Herkunft einer Dienstleistung darf die Schweiz angegeben werden, wenn sich sowohl der Sitz als auch der Ort der tatsächlichen Verwaltung der Dienstleistungs-

Die «Swissness»-Gesetzgebung hat bloss Wirkung in der Schweiz und kann nicht verhindern, dass Produkte im Ausland (zum Beispiel in Asien) zu Unrecht als schweizerisch ausgelobt werden. Für die schweizerische Exportindustrie sind die neuen Regeln aber bereits deshalb von Bedeutung, weil sie auch bei der schweizerischen Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren Anwendung finden. Die «Swissness»-Gesetzgebung trat am 1. Januar in Kraft. Produkte, die vor diesem Datum hergestellt wurden, dürfen noch während einer zweijährigen Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2018 mit einer Herkunftsangabe nach bisherigem Recht in Verkehr gebracht werden. Eine Bewilligung für die Verwendung schweizerischer Herkunftsangaben und des Schweizer Kreuzes auf Waren und Dienstleistungen ist nicht erforderlich. Gegen den widerrechtlichen Gebrauch von Herkunftsangaben oder des Schweizer Kreuzes stehen zivil- wie auch zollrechtliche Rechtsbehelfe zur Verfügung. Der Gebrauch unzutreffender Herkunftsangaben ist zudem auch strafbar. Mit der neuen «Swissness»Gesetzgebung werden Bestimmungen mit hoher praktischer Relevanz für Unternehmen in diversen Sektoren eingeführt. Unternehmen sollten spätestens jetzt damit beginnen, die Chancen und Risiken der neuen «Swissness»Gesetzgebung für die eigenen Produkte und Dienstleistungen und für die eigene Marketingstrategie analysieren, dies insbesondere auch im Hinblick auf eine erfolgreiche Positionierung auf dem asiatischen Markt. Der Artikel wurde im swiss export journal, Ausgabe 4. Quartal 2016, veröffentlicht.

ZUM A UT OR Philipp Groz Rechtsanwalt und Partner Schellenberg Wittmer AG Löwenstrasse 19 CH-8021 Zürich Telefon +41 (0)44 215 93 79 www.swlegal.ch philipp.groz@swlegal.ch

gebraucht

Durchsetzung und Ausblick

Bild Archiv

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vom Gemeinwesen werden.

Konsumenten sind immer noch bereit, für Schweizer Produkte tiefer in die Tasche zu greifen.

20 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.


INDUSTRIEMAGAZIN I N S TA N D H A LT U N G

Erfolgreich mit agilen Methoden Organisationsverbesserungen, Industrie 4.0, Materialwirtschaft, mobile Systeme … – all diese Themen sind selbstverständlich mit entsprechenden IT-Projekten verbunden. Seien es die Einführung eines neuen Systems, die Anschaffung von «mobile devices» oder die Realisierung von Schnittstellen zwischen zwei IT-Systemen. Ohne ein gutes Management enden solche Projekte wie bekannte Grossprojekte als Desaster.

O

ft stellt man im Nachhinein fest, dass das Budget überschritten und Termine nicht eingehalten wurden. Dabei weicht dann womöglich noch das Ergebnis ganz erheblich vom ursprünglichen Ziel ab. Da drängt sich die Frage auf: Wie lassen sich komplexe und langwierige IT-Projekte zum Erfolg führen? Und wie lässt sich eine passende Budgetierung erstellen und einhalten?

Sichtbare und unsichtbare Kosten Schaut man sich die Budgetierung von IT-Projekten an, stellt man fest, dass sich der tatsächlich entstandene Aufwand vorab nur schwer abschätzen lässt. Die Gründe sind in der Kostenzusammensetzung zu finden. Hier treten zu den sichtbaren zusätzliche weniger sichtbare Kosten auf. Der kleinere Teil des Gesamtaufwandes sind oft die sichtbaren Kosten – das betrifft die Kosten für die ­Lizenzen, die Wartung und Pflege sowie die Kosten für die tatsäch­ liche Einführung. In der Regel ist

der grössere Teil des Gesamtaufwandes weniger sichtbar. Das sind die Kosten für die Erstellung des Anforderungs- und Kriterienkataloges, die Marktsichtung/Vorauswahl, Softwareauswahl, Prozessänderung und Beschaffung. Oft wird der Fehler gemacht, aus Kostengründen wichtige Teile wie Erweiterungen, Anpassungen, Begeisterungsfaktoren, Evaluationen, Schulungen oder Workshops wegzulassen oder zu kürzen. Dabei legt man das Gesparte meist hinterher doppelt und dreifach wieder drauf. Massgeblich für eine gute Budgetierung ist ein vorausschauend umsichtiges Abwägen aller Kosten.

Klassisches Projektmanagement versus agiler Ansatz Die unterschiedlichen Projektmanagementansätze haben ihre Vorteile und ihre Risiken. Umso schwerer fällt die Wahl einer angemessenen Vorgehensweise. So kann ein klassischer Ansatz (VModell, Wasserfall …) in einem Projekt sinnvoll, in einem ande-

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22 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

ren Projekt wiederum das Scheitern des Projektes bedeuten. Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist die Berücksichtigung der Individualität eines jeden Projektes. Projekte sind Projekte, weil sie eben nie Routinetätigkeit und nie Standard sind. Entscheidend ist, dass die gewählte Vorgehensweise zum Projekterfolg führt – und das sowohl für den Auftraggeber als auch für den Auftragnehmer. Der klassische Projektmanagement-Ansatz, mit seinen verhältnismässig statischen Strukturen, legt schon in der Planungsund Spezifikationsphase das zu erreichende Ziel der gesamten ­Lösung fest. Eine klar festgelegte Vorgehensweise, mit einem fixen Budget und ein determinierter Zeitplan, werden schon vor dem Projektstart definiert – immer unter der Voraussetzung einer stabilen Projektumgebung. Je dynamischer jedoch die Projektumgebung, desto mehr zeigen sich die Schwierigkeiten des klassischen Ansatzes. Ändern sich die Anforderungen, Erwartungen oder gar das Ziel, ist eine Neuausrichtung unumgänglich und die erarbeitete konkrete Planung obsolet. Stress, Unzufriedenheit und mangelnde Wirtschaftlichkeit sind oft das Resultat.

Mit einer heute meist dynamischen Projektumgebung zeigen sich die Vorteile eines agilen Projektmanagements, denn dieses stützt sich auf die Theorie, dass vor allem IT-Projekte (wie in der Softwareentwicklung) zu diffizil und vielschichtig sind, um sie – im Sinne des klassischen Ansatzes – vollständig durchzuplanen. Das Projektziel ist hier nicht bis ins letzte Detail spezifiziert, vielmehr wird das Projekt zyklisch – in sogenannte Sprints – mit einem sich selbst organisierenden, interdis­ziplinären Team entwickelt. In diesen Sprints kann der Auftraggeber von Projektbeginn an mitbestimmen und einzelne Anforderungen von Itera­ tion zu Iteration priorisieren. Sprints institutionalisieren ein Feedback hinsichtlich Usability, Qualitätssicherung und neuer Anforderungen.

Transparenz für alle mit dem Projektstatusbericht Besprechungsergebnisse, auftretende Ereignisse und Meinungen werden zusammen mit dem Kunden erfasst und unmittelbar im Projektstatusbericht, dem zentralen Dokument des Projektes, festgehalten. Zeitaufwendige Abänderungen des Protokolls im Nachgang entfallen somit gänzlich. Mit diesem einfachen Werkzeug erreicht man schon eine hohe Transparenz und macht den ak­ tuellen Projektfortschritt nicht nur für die Beteiligten nachvollziehbar. Mit jeder Iteration verbessern sich Zielfokus und Qualität der Lösung, aber auch die Erfahrungen der Beteiligten. Gehandelt wird immer mit der Absicht, das


INDUSTRIEBAU I N S TA N D H A LT U N G

Allgemein stellen IT-Projekte sowohl an die Beteiligten als auch an die Software grosse Anforderungen.

Projekt durch gezielte Priorisierung schlank zu halten, Kundenwünsche rasch umzusetzen und vor allem aber in den jeweiligen Projektphasen flexibel und schnell auf geänderte Anforderungen eingehen zu können. Gerade diese Aspekte spielen im agilen Projektmanagement eine wichtige Rolle, da sich alleine durch diese Vorgehensweise viele unvermutet auftretende Fallstricke im Projekt umgehen beziehungsweise vermeiden lassen.

Rechtliche Aspekte Die passende Vertragsgestaltung hat eine grosse Relevanz für das Projektmanagement, denn die Risiken für Auftraggeber und Auftragnehmer sollen minimiert beziehungsweise vermieden werden. Im Fokus steht dann oft die Frage, wie man sicherstellt, dass die vereinbarte Leistung tatsächlich auch so erbracht wird, wie sie vertraglich vereinbart wurde. Ein erster Schritt ist der Abschluss eines Werksvertrages. Dieser bindet den Auftragnehmer an die Vereinbarung, ein bestimmtes Werk gegen Zahlung ­einer festgelegten Vergütung herzustellen. Ein Dienstvertrag wäre in diesem Falle unpassend. Denn dieser vereinbart einen grundlegenden Arbeitseinsatz ohne direkte Bindung an ein konkretes Projekt oder einen Auftrag. Darüber hinaus ist nicht nur aus finanzieller Sicht eine klare Staffelung von Angeboten und Beauftragung pro Projektschritt (Sprint) ratsam, um eine grösstmögliche Transparenz bei kleinem Risiko für alle Beteiligten zu erreichen.

Fazit IT-Projekte stellen alle Beteiligten vor grosse Aufgaben. Schliesslich geht es nicht nur darum, die richtige Methode für das jeweilige Projekt einzusetzen, sondern auch darum, die finanziellen und rechtlichen Herausforderungen zu bewältigen.

Allgemein ist im IT-Sektor ein klarer Trend hin zu agilen Projektmethoden zu beobachten. Ein Ansatz, der der Dynamik von IT-Projekten sehr gut entspricht. Denn oft zeigen sich Anforderungen und Probleme erst im Laufe des Projekts. Ist die Planung beziehungsweise die Vorgehensweise nicht flexibel, sind Anpassungen nur mit einem grossen finanziellen und zeitlichen Aufwand zu realisieren. Agile Projektmethoden erfordern einen Paradigmenwechsel, der ein grundsätzliches Umdenken sowohl vom Management, als auch vom Projektteam verlangt. Erst die aktive Beteiligung von Mitarbeitern und Management, der Mut sowie der Willen zur kontinuierlichen Veränderung der Prozesse führen zur Akzeptanz der späteren Nutzer und damit zum Projekterfolg. Notwendig ist in jedem Fall ein offener und kontinuier­ licher Dialog zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber.

INFO S | K O NTA K T GreenGate GmbH Rötlen 6 CH-5707 Seengen Telefon +41 (0)62 777 15 09 www.greengate.de info@greengate.biz maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

Schnelle Visualisierung, effiziente Prozesse Stickmaschinen sind beeindruckende Anlagen – bis zu 30 m lang und mehrere hoch, bearbeiten sie feinste Stoffbahnen in unglaublicher Geschwindigkeit und mit komplexen Mustern und Techniken. Einer von weltweit zwei Herstellern solcher Grossmaschinen ist die LÄSSER AG Swiss Embroidery Machines aus CH-9444 Diepoldsau. Das Unternehmen entwickelt seine komplexen Anlagen mit PTC Creo, die Entwicklungs­ umgebung wird von Inneo betreut.

Bilder: LÄSSER AG

dass gleichzeitig zwei Bahnen bearbeitet werden können. Die Sticknadeln – bis zu 1112 Stück nebeneinander – bewegen sich nur in den Stoff hinein und wieder heraus, während sich der hochkant stehende Rahmen senkrecht und waagerecht bewegt. Es entstehen also nebeneinander 1112 gleiche Muster, wobei sich die Maschine von oben nach unten über die Stoffbahn arbeitet. Aktuelle Maschinen erreichen über 600 Stiche pro Minute. Das bedeutet, dass die Nadel, die gesamte Fadenzuführeinrichtung und das Schiffchen hinter dem Stoff, in dem der zweite Faden steckt, in einer sehr exakten Abstimmung zueinander bewegt werden müssen – und das mehr als zehnmal pro Sekunde. GleichDie Stickanlagen von LÄSSER fertigen komplexe Stickstoffe – auch wie hier mit Pailletten und zeitig muss der riesige Rahmen lasergeschnittenen Durchbrüchen. exakt bewegt werden, damit jeder Stich exakt am gewünschten Platz chon seit der Gründung im schneiden angebaut werden, die landet. Die Maschinengestelle Jahr 1954 beschäftigt sich die Stoff ausschneiden, beispielsweise und -fundamente wirken auf den LÄSSER AG mit Stickmaschinen; um an bestimmten Stellen eine ersten Blick fast überdimensiozunächst überholte, modernisierzweite oder gar dritte Stofflage­ niert, müssen aber zuverlässig jete und elektrisierte Firmengrünzu applizieren oder um durch­ des Vibrieren des Gesamtapparats der Franz Lässer Senior bestehenbrochene Applikationsmuster zu aufnehmen. Die Konstruktion de Maschinen. Im Jahr 1983 stellfertigen. von Stickmaschinen ist deshalb te das Unternehmen seine eigene eine anspruchsvolle Mischung Stickmaschine vor, die gleichzeiÜber 600 Stiche pro Minute zwischen hochkomplexer Feintig die erste computerisierte StickStickmaschinen bearbeiten imwerktechnik und Grossmaschimaschine der Welt war. Im Laufe mer eine fest eingespannte Stoffnenbau. der Jahre wurden die Maschinen bahn, nicht viel anders als man «Wir brauchen ein sehr geständig weiterentwickelt, so kadies manuell in einem Stickrahnaues Abbild der Maschine im men Zusatzanlagen zum Aufstimen tut – nur kann der StickrahCAD-System», sagt der Systemcken von Pailletten und Schnüren men im Falle der LÄSSER-­ verantwortliche Hanno Nussbauauf den Markt, inzwischen könMaschinen bis zu 1,65 m hoch mer, «denn wir sind Baukastennen in den Maschinen sogar verund 30 m lang sein, teils werden schiedene Schneidverfahren wie sogar zwei solcher Rahmen gedas Thermocut- oder das Laserspiegelt zueinander montiert, so-

S

Die Stickmaschinen sind modular aufgebaut und werden nach Kundenwunsch mit Zusatzgeräten ausgestattet.

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Serienfertiger. Das bedeutet, dass jede Maschine geringfügig anders ist, wir uns aber fast immer aus unserem Modulbaukasten bedienen können, um die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Um effizient arbeiten zu können, müssen dann aber die Schnittstellen zwischen den Modulen stimmen.»

Markante Vorteile für die Konstruktion Mit PTC-Produkten arbeitet die LÄSSER AG schon seit 25 Jahren – dasselbe gilt für das Systemhaus Inneo. Hanno Nussbaumer er­ innert sich: «Wir bekamen die ­er­sten CAD-Arbeitsplätze direkt vom Hersteller, allerdings ohne jegliche Schulung. Wir mussten schnell feststellen, dass das so nicht funktioniert und so kam der Kontakt zu Inneo zustande. Die Spezialisten dort schulten uns, sodass wir mit der Modellierung beginnen konnten. Es war zunächst ein schwerer Umstieg vom Apple-2D-System auf Windows und parametrische 3D-Modellierung, aber wir haben es mithilfe der Inneo-Spezialisten geschafft und sind seither treuer Kunde.» Ein einzelner Stickmechanismus besteht aus der Nadel, der Fadenführung und dem Schiffchen hinter der Stoffbahn. Die Bewegung all dieser Elemente muss sehr genau aufeinander abgestimmt werden. Bei LÄSSER ermitteln Spezialisten mithilfe ­eines Berechnungsprogramms optimale Bewegungskurven ohne Beschleunigungssprünge, die die Stickmaschine sonst bei mehr als zehn Stichen pro Sekunde in Schwingungen versetzen würden. Die Daten des Berechnungsprogramms werden dann genutzt, um sehr genaue Kurvenscheiben in Creo zu erzeugen. Rund um

Bis zu 600 Stiche pro Minute schafft eine Stickmaschine – und das mit über 1100 Nadeln gleichzeitig.


INDUSTRIEMAGAZIN KONSTRUKTION

Marketingbilder wie hier für eine Laserschneideinheit (links) oder eine Paillettenzuführung (rechts) entstehen in Keyshot.

diese grundlegenden Geometrien wird dann das 3D-Modell der Maschine aufgebaut. Hanno Nussbaumer sieht schon in den ersten Schritten Vorteile der Konstruktion mit Creo: «Wir können, sobald die ersten Bauteile zu Baugruppen zusammengestellt sind, Bewegungsstudien am Monitor machen und sehen dort genau, ob die Bewegungen so sind, wie sie sein sollen. Früher konnten wir das erst testen, wenn wir den ersten Abschnitt einer Stickmaschine gebaut hatten – und das war sehr teuer. Eigentlich viel zu teuer, um die Mechanik nur zum Testen zu bauen. Das virtuelle Testen hat uns viel Geld und Zeit gespart.» Zudem lassen sich von den ersten groben Modellen schon Zeichnungen ableiten, die für Patentanträge genutzt werden. Der Stickmaschinenmarkt ist zwar fest in der Hand zweier Schweizer Firmen, nichtsdestotrotz sehr umkämpft. Da sind frühzeitig eingereichte Patente wichtig, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Ausstoss der Maschine. Wenn Schwingungen auftreten würden, müsste die Stickgeschwindigkeit soweit reduziert werden, bis die Schwingungen ausbleiben. Ein wichtiger Workflow bei der LÄSSER AG ist der von Creo nach Keyshot. Die Erzeugnisse der Luxion-Visualisierungssoftware werden an vielen Stellen eingesetzt, beispielsweise sind praktisch alle Bilder in den Katalogen gerendert. Auch der Vertrieb setzt Keyshot-Bilder und -Animationen ein, hier geht es darum, bestimmte Features und Funktionen zu visualisieren. Sogar auf Youtube finden sich Keyshot-Animationen in den Filmen der LÄSSER AG. «Dabei ist die nahtlose Schnittstelle zwischen Creo und Keyshot sehr zeitsparend», erklärt Hanno Nussbaumer. «Wenn in letzter Minute eine Änderung an Bauteilen vorgenommen wird,

kann die neue Geometrie per einfacher Update-Funktion in Keyshot übertragen werden, ohne dort Materialdefinitionen oder andere Parameter zu verlieren, die zuvor definiert wurden. Das spart viel Arbeit und es kann viel früher begonnen werden, eine erste Visualisierung zu erstellen.» Die Katalogbilder sind extrem realitätsnah, weil Hanno Nuss­ baumer auf die Details achtet: «Es wird jeder Warnaufkleber an der richtigen Stelle platziert, sogar die Softwareoberfläche auf dem Bildschirm stimmt, dazu wird oft ein Screenshot des Softwareproto­ typen eingebaut. Unsere riesigen Maschinen lassen sich praktisch gar nicht in der Qualität fotografieren, wie sie Keyshot liefert. Das beginnt bei der schwierigen Ausleuchtung solch langer Maschinen und endet noch lange nicht beim Hintergrund. Ein gleichmässiger Hintergrund sieht einfach schöner aus, als wenn die Hallenwand, Fenster und Heizkörper durch die Stoffbahn hindurch zu sehen sind.» Vorher hatte Hanno Nussbaumer mit dem Creo-eigenen Renderingsystem gearbeitet. «Doch dann erstellten die Inneo-Leute in fünf Minuten eine Visualisierung, für die zuvor fünf Stunden gebraucht wurden – und das Keyshot-Rendering sah auch noch besser aus!» Die Arbeit mit Keyshot ist inzwischen noch effizienter: «Wir haben inzwischen eine Materialdatenbank in Keyshot aufgebaut. Die Software erkennt mittels einer einfachen Funktion anhand des Dateinamens die dort vergebenen Materialien und ersetzt sie mit den entsprechenden, realistischeren Materialien aus

der Datenbank. Das ist besonders bei Bibliotheksteilen in Creo praktisch, beispielsweise bei Schrauben, Kugellagern und anderem.»

Seit 25 Jahren effiziente Zusammenarbeit Von Inneo selbst stammen die Startup-Tools für Creo, eine Sammlung praktischer Hilfsprogramme. Hanno Nussbaumer hebt den Parameter Manager besonders hervor, der beim Einpflegen eines neuen Teils ins PDMSystem automatisch die Metadaten des Creo-Modells ausfüllt und überprüft. So ist sichergestellt, dass auch bei der Übergabe an das am PDM-System angeschlossene ERP-System alle Daten richtig sind. Auch die Normteilebibli­ otheken und der Zahnradgenerator in den Startup-Tools werden gerne und oft genutzt. «Was soll man da sagen», antwortet Hanno Nussbaumer auf die Frage nach dem Verhältnis zu Inneo, «wenn man 25 Jahre zusammenarbeitet, ist da ein enges Verhältnis gewachsen. Man hat sich zusammengerauft und kann extrem effizient arbeiten, da beide Parteien wissen, wie der andere funktioniert. Wir sind glücklich mit Creo, wir können jeden Konstruktionsfall abbilden und haben vom CAD- über PDM- und ERPSystem und in die Visualisierung einen durchgängigen Prozess. Keyshot spart enorm Zeit und ermöglicht uns Visualisierungen, die sonst unmöglich zu erstellen wären.»

Theorie und Praxis stimmen überein Während der Konstruktion wird die Bewegung laufend überprüft und auch mit Creo Simulate analysiert. Dabei wird unter anderem überprüft, ob die Bewegungskurven mit der Theorie übereinstimmen oder auch ob die Festigkeit der Maschinenteile ausreicht. Ein ruhiger Lauf ist bei Stickmaschinen nicht nur ein Komfort­ merkmal, sondern beeinflusst die Qualität der Arbeit und auch den

I N F OS | KON TAKT INNEO Solutions GmbH Ruchstuckstrasse 21 CH-8306 Brüttisellen Aus den CAD-Modellen entstehen unter anderem Visualisierungen, die dem Kunden den komplexen Fertigungsprozess erklären.

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maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

Lean Management – nicht Kür, sondern Pflicht Die zunehmend verschärften Kundenanforderungen hinsichtlich Qualität, Flexibilität, Lieferzeit und Kosten verlangen von den Unternehmen neue Handlungs- und Denkweisen. Lean Management ist der Weg, um Kundenwünsche schnell, flexibel und zu tieferen Kosten zu erfüllen.

L

ean Management bedeutet die geführte, konsequente Eliminierung von Verschwendung in sämtlichen Hierarchieebenen unter Einsatz des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Sowohl für die Geschäftsleitung als auch für sämtliche Mitarbeitenden liegt der Fokus auf der Kunden- und Prozessorientierung. Dies erfordert von jedem ZU DE N AUT ORE N Olaf Sprich und Reto Gruber Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG Heinrich Stutz-Strasse 20 CH-8902 Urdorf Telefon +41 (0)44 736 63 63 www.brw.ch olaf.sprich@brw.ch

Mitarbeitenden neue Denkweisen und die Bereitschaft alte Strukturen neu zu definieren. Das Lean Consulting von Brütsch/Rüegger Tools unterstützt Unternehmen durch eine systematische und gleichzeitig pragmatische Vorgehensweise bei Lean Management Projekten – von der Wertstromanalyse bis zur Realisierung ganzer Montageund Fertigungsstrassen. Als Lohn für die Veränderung stehen da­ für deutliche Kosteneinsparungen und positive Auswirkungen auf der Ertragsseite, wie das aufgeführte Kundenbeispiel der Firma Ditting Maschinen AG in CH-8184 Bachenbülach zeigt. Stetige Veränderung und Optimierung auf allen Unterneh-

Brütsch/Rüegger Tools: Modernste Ausbildungsinfrastruktur für Lean Management.

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mensebenen sind keine isolierten Projekte mehr, sie werden zunehmend zur Unternehmenskultur. Lean Management ist der Weg, um Kundenwünsche schnell und flexibel zu erfüllen. Und im Hinblick auf die «Industrie 4.0» ist Lean Management gar Voraussetzung.

Die Dinge richtig tun, oder besser: die richtigen Dinge tun! Besser zu tun, was man bisher getan hat, ist oft nicht genug. Wenn nicht konsequent Bestehendes in Frage gestellt wird, werden Chancen für massgebliche Verbesserungen vertan. Der Mensch neigt dazu, am Bestehenden festzuhalten, dies allenfalls in kleinen Schritten zu optimieren. Evolu­ tion ist hier aber nicht genug. Es braucht Revolution – wenigstens im Kleinen, in ausgesuchten Prozessen. Solche ersten Erfolge motivieren und spornen an, die nächsten Schritte zu tun, die nächsten, wesentlichen Optimierungen zu suchen und vor allem, Bestehendes in Frage zu stellen. Kann dies jedes Unternehmen für sich selber tun? Nein!

Bestehendes grundsätzlich in Frage stellen kann oft nur ein externer Partner. Ein externer Coach darf unkonventionelle Betrachtungsweisen einbringen, darf unbequeme Fragen stellen, darf zielführende Impulse geben. Dies wird von ihm erwartet. Zudem kennt er sich in der Methodik und im Lean Management bestens aus, greift auf seine langjährige Erfahrung aus zahlreichen Kundenprojekten zurück. Würde dies ein Mitarbeiter aus den eigenen Reihen tun, falls er sich überhaupt traut, würde er als Fantast abgetan und boykottiert – ihm fehlt schlicht die Akzeptanz in den eigenen Reihen. Zudem fehlt eigenen Mitarbeitenden, die im Lean Management ausgebildet werden oder für eine beschränkte Dauer mit diesem Thema betraut werden, oft die nötige Zeit und die Erfahrung.

Von Anfang an richtig starten Das Lean Consulting von Brütsch/ Rüegger Tools setzt auf eine pragmatische und zielorientiere Umsetzungsbegleitung. Die Umsetzung erfolgt in vier Schritten nach der Methode einer bedarfsgesteuerten Fliessfertigung. Dabei leisten Ihre Mitarbeitenden von Anfang an wesentliche Anteile an der Neugestaltung und Realisierung der neuen Prozesse – sie werden zu ihren eigenen. Auf diese Weise entsteht bei allen Beteiligten ein echtes Verständnis für Lean Management und es entsteht die Basis für eine positive Veränderungskultur, die auch zukünftig permanente Verbesserungen an den Tag bringt und zum nachhaltigen Unternehmenser-

Lean Management zum Anfassen: Hier reift die Erkenntnis fürs eigene Projekt.


INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

Ditting Maschinen AG: Alles im Fluss, alles im Griff.

folg beiträgt. Das Lean Consulting von Brütsch/ Rüegger Tools zeigt Kunden die Möglichkeiten und das Optimierungspotenzial von Lean Management auf, bildet Kunden im Lean Management aus, führt ­Potenzialanalysen durch, entwickelt Umsetzungskonzepte, realisiert Versuchsli­nien, unterstützt bei der Ausschreibung und begleitet die Realisierung bis zur ­definierten Leistungsfähigkeit. Die Ditting Maschinen AG, Spezialist für höchstpräzise Kaffeevermahlung und kundenspezifische Kaffeevollautomatentechnologie, beschäftigt am Standort in CH-8184 Bachenbülach derzeit rund 80 Mitarbeiter. Bis zum Frühjahr 2015 wurde dem kontinuierlich steigenden Auftragsvolumen nur vereinzelt mit Lean Management-Massnahmen begegnet. Schliesslich stiessen jedoch die bestehenden Kapazitäten und somit auch die Flexibilität der Montagelinien an deren Grenzen. Um die Liefertreue und somit auch die Kundenzufriedenheit auf einem gewohnt anspruchsvollen Niveau zu halten, wurde die Position eines Lean Managers neu geschaffen. Ein langjähriger Mitarbeiter erhielt während einer intensiven Schulungsphase die notwendigen zusätz­ lichen Kompetenzen für sein neues Aufgabenfeld. Die Einführung des Lean Managements erfolgte dann im Rahmen eines Pilotprojektes zunächst im Unternehmensbereich «branded» für jene Kaffeemühlenmodelle, welche unter dem Ditting-Brand vertrieben werden. Nachdem die Mitarbeiter aus den Abteilungen Vertrieb, Einkauf, Finanzen, Logistik, Produktion sowie der COO des Standortes im LeanFactory Trainingscenter optimal auf das neue Zusammenspiel vorbereitet wurden, erfolgten die ersten Analysen. Diese bildeten die Grundlage für die Planungs- und Umsetzungsphase. Die zuvor sternförmig angeordneten Arbeitsplätze wurden schliesslich schrittweise in eine höchst

effiziente und präzise getaktete Modell-Linie umgebaut. Nach ersten Berechnungen sollten die Durchlaufzeit um rund ein Fünftel verkürzt, die Bevorratung künftig in Halbtages-Grösse bereitgestellt und die benötigte produktive Fläche halbiert werden. Die neue moderne Montagelinie übertraf jedoch erfreulicherweise alle Vorgaben und Erwartungen. So sind inzwischen durch die Reduzierung der Herstellkosten, der Bestände, der Montagezeit und der internen Transporte, zusätzliche Kapazitäten geschaffen worden, welche den Bedarf durch das hohe Auftragsvolumen mehr als decken. Dieses führte überdies zu einer noch besseren Quote bei den Qualitätsendprüfungen der fertiggestellten Produkte. Dank dem im Herbst 2015 neu eingeführten Shop­ floor-Manage­ ment konnten die Ziele nochmals übertroffen werden.


INDUSTRIEMAGAZIN INDUSTRIE 4.0

Wenn Mensch und Maschine allein nicht mehr genügen

Als eines von 20 Unternehmen gehört die SICK AG zu den ersten Entwicklern, die sich an Universal Robots+ beteiligen. Der Konzern nutzt die Roboter auch selbst in der Produktion, hier bei der ­Herstellung des LMS 400 Scanners im Werk Reute, nahe Waldkirch bei Freiburg.

D

ie Leichtbaurobotik und die damit verbundene MenschRoboter-Kollaboration (MRK) ist eines der am stärksten wachsenden Segmente innerhalb des globalen Automatisierungsbooms. Doch die Robotik-Branche selbst «kollaboriert» nach Ansicht des dänischen Herstellers Universal Robots noch nicht genug. Gleichzeitig beobachtete das Unternehmen steigende Anforderungen hinsichtlich Flexibilität, Geschwindigkeit und volatilen Losgrössen in der Fertigung. «Im Zuge von Industrie 4.0 stehen wir vor einem Wandel. Kleinere Produktionsvolumina bei erhöhter Variantenvielfalt erfordern mehr Flexibilität innerhalb der Produktionsprozesse», so Esben H. Østergaard, CTO und Gründer des Anbieters kollaborierender Roboterarme. «Daraus resultiert der Bedarf, die Entwicklungskosten und Implementierungszeiten von Roboteranwendungen zu reduzieren. Das wiederum gelingt nur

durch eine intensivere Zusammenarbeit und einen Know-howTransfer innerhalb der Branche. Mit Universal Robots+ bieten wir die dafür notwendige Plattform.» Im Juni 2016 wurde Universal Robots+, ein eigenes Ökosystem für Entwickler, Vertriebspartner und Endkunden, das die Vision einer «kollaborierenden Branche» Wirklichkeit werden lässt, präsentiert. In den Jahren zuvor hatte sich Universal Robots auf den Ausbau seines Produktportfolios konzentriert: Auf den 2008 erschienenen UR5, den ersten kollaborierenden Leichtbauroboter, folgten der grössere UR10 und der kleine Tischroboter UR3. «Um MRK der Masse an Unternehmen zugänglich zu machen, müssen die Roboter von jedem Mitarbeiter einfach programmiert werden können und die Anschaffungskosten überschaubar sein. Der Roboter selbst muss schnell, flexibel und sicher für jede Aufgabe eingesetzt werden können», er-

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klärt Ebsen H. Østergaard seinen Ansatz. Doch in Zukunft komme es nicht mehr nur auf den Roboter allein an. Zu jeder Applikation gehören Komponenten: Das können Endeffektoren sein, wie ­Greifer oder Schweisswerkzeuge. Aber auch Zubehör wie Schutzabdeckungen und Schnittstellen­ module oder Softwarelösungen, etwa zur Simulation oder OfflineProgrammierung von Robotersystemen. Diese müssen den glei­ chen Bedienkomfort und dieselbe Flexibilität bieten wie der Roboter selbst, so Ebsen H. Østergaard. Bei der Entwicklung und Präsentation dieser Technologien wird Universal Robots+ Entwicklern künftig unter die Arme greifen.

Kamerasystem als Plug&Play Wie die neue Form der Zusammenarbeit aussieht, zeigt folgendes Beispiel: Der frei auf der Website der Dänen einsehbare «Universal Robots+ Showroom» und das «+YOU» Entwickler-Programm sind die beiden wesentlichen Bausteine von Universal Ro-

Bild: SICK AG

Bild: SICK AG

Der Hype Mensch-Roboter-Kollaboration dreht sich um die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Universal Robots will Kollaboration jedoch erweitert verstanden wissen, als ein zeitgemässes Zusammenspiel von Entwicklern, Integratoren und Endanwendern.

bots+. Als eines von 20 Unternehmen gehört die SICK AG zu den ersten teilnehmenden Entwicklern. Der Konzern ist ein führender Hersteller für Sensortechnik in der Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Vision-Systeme für Roboter. «Es ist schon lange abzusehen, dass Roboter zur Flexibilisierung von Prozessen über bestimmte Greiffunktionen verfügen müssen», sagt Josef Zimmermann, Technical Industry Manager Automotive bei SICK. «Arbeitet ein Roboter in einer Umgebung, in der er nicht immer die gleichen Bedingungen vorfindet, kommt er ohne Kamerasystem nicht aus. Man muss ihm dann über Videoverarbeitung mitteilen, wie ein Bauteil liegt oder ob es seine Lage verändert hat.» Zur Lösung dieses häufig auftretenden Problems bietet SICK seine bewährte Inspector PIM60 2D-Kamera als Komponente im Online-Showroom Universal Robots+ an. Mit der stationär oder direkt am Roboter montierbaren Kamera erkennt der Roboter die Position vorher definierter Objekte und kann selbst entscheiden, wie er das Teil zu greifen hat. Mechanische Aufbauten wie Objektführungen entfallen. Ausserdem entlastet das System Mitarbeiter von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten, wie Teile auf einem Rütteltisch neu zu sortieren. Auch Messungen und Qualitätsinspektionen sind möglich. Das System kann beispielsweise anhand der Form eines Objekts entscheiden,

Der UR-Roboter nimmt die von der SICK AG gefertigten Scanner vom Band und führt diese dem Endprüfautomaten zu. Nach der Prüfung werden sie entsprechend des Prüfergebnisses auf ein bestimmtes Förderband gelegt. Das Vision-System hilft bei der Inspektion und Koordination.


boterarms», wie Ebsen H. Østergaard verdeutlicht. SICK wendet seine in nur drei Wochen entwickelte Applikation inzwischen selbst in der eigenen Produktion an. Weitere Produkte könnten in Zukunft ebenfalls ihren Weg in den Showroom von Universal Robots+ finden. «Wir sind offen für eine weitere Zusammenarbeit», sagt Zimmermann.

Bild: Universal Robots

Bild: Thomas Lundsfryd, DVC

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Support für Entwickler und Start-ups

Die Inspector PIM60 2D-Kamera von SICK arbeitet mit dem UR-Roboter zusammen, als sei sie ein Teil des Roboterarms.

in welchen Behälter ein Teil abgelegt werden soll. Das Besondere: Bislang konnten Entwickler wie SICK ihre Applikationen lediglich separat zur Verfügung stellen. Die Steuerungssoftware für ihre Anwendungen musste dann eigens im Hauptprogramm des Roboters implementiert werden, ein komplexes und zeitaufwendiges Unterfangen. Gekoppelt an den Launch von Universal Robots+ hat die Steuerungssoftware der Roboterarme (nun Version 3.3) zahlreiche Erweiterungen erfahren. Da sie jetzt in Teilen als Open Source Software zur Verfügung steht, können Entwickler ihre Steu­ erungssoftware direkt einprogrammieren. Es ist nicht mehr nötig, zwei unabhängige Systeme zu parametrieren, wodurch bei der Implementierung vor Ort viel Zeit gespart wird. Nutzt ein Anwender eine Komponente aus dem Showroom, ist diese daher in Form einer Plug&Play-Lösung verfügbar. Im Fall von SICK bedeutet das, dass sämtliche Steuerungsprozesse, etwa die Kalibrierung des Sensors oder von Objekten, Messungen und Inspektionen direkt im Interface der Roboter­ steuerungen geschehen. Die Programmierung erfolgt innerhalb weniger Minuten, einfach per Knopfdruck, oder indem der URRoboter per Hand an seine Wegpunkte geführt wird. Alles passiert direkt in der Benutzeroberfläche des Roboters. «Als wäre das Vision-System ein Teil des Ro-

Wer sich wie SICK als Entwickler bei +YOU anmeldet, erhält nach Verifizierung durch Universal Robots online Zugang zu einem Entwickler-Forum sowie einem unternehmenseigenen Software Development Kit. «Für Universal Robots+ zugelassene Entwickler erhalten von uns Unterstützung, indem wir in unseren Regionalniederlassungen Roboter für das Testen und Optimieren ihrer Komponenten zur Verfügung stellen. Bei Bedarf hilft unser Support, Produktideen zur Marktreife zu entwickeln», erklärt Stefan Tøndering Stubgaard, Ma­ nager des Corporate Technical Supports bei Universal Robots. Die Hürden zur Anmeldung sind bewusst niedrig, um auch Start-ups den Einstieg zu ermög­ lichen. Wer über eine aktuelle Website verfügt, innerhalb von 24 Stunden Support bieten kann und eine innovative Idee hat, kann kostenfrei teilnehmen. «Häufig gründen talentierte junge Menschen nach ihrem Studium kleine Firmen und haben viele gute ­Ideen. Es fehlt ihnen aber an Marketing- und Vertriebsmöglichkeiten», sagt Ebsen H. Østergaard. Universal Robots+ eröffnet nun den teilnehmenden Unternehmen Zugang zu einem bereits bestehenden, global stetig wachsenden, Kundennetzwerk. Denn mit über 9000 verkauften Robotern in über 55 Ländern existieren Anwendungen mit UR-Robotern inzwischen in nahezu allen Branchen und Unternehmen jeder Grösse. Nach Fertigstellung einer Komponente prüfen die Dänen die Qualität, Kompatibilität sowie die einfache Implementierung. «Erst danach kann sie in den Showroom», fügt Stefan Tøndering Stubgaard hinzu. Dass Entwickler auch miteinander konkurrierende Produkte wie unter-

Esben H. Østergaard, CTO und Mitgründer von Universal Robots.

schiedliche Greifer präsentieren werden, störe nicht. Wettbewerb sei willkommen, so der CTO des MRK-Pioniers. «Es ist mehr eine Dating-Plattform zwischen Problemen und den passenden Lösungen dazu», sagt er.

Eine Win-win-win-Situation «Unsere Idee war es, Entwickler, Vertriebspartner und Endkunden sowie Menschen, Produkte und Ideen zusammenzuführen. Das ist der nächste Schritt der MRK, eine kollaborierende Branche», resümiert Ebsen H. Østergaard. Durch Universal Robots+ und die Masse an bereits bestehenden Applika­ tionen sollen Integratoren in den Bereichen Entwicklung und Testing kosteneffizienter arbeiten können. Ausserdem sollen Distributoren in Zukunft leichter verschiedene Anwendungen anbieten können, indem sie nicht mehr nur auf ihre eigenen Entwicklun-

gen, sondern auf alle im Showroom präsentierten Lösungen zurückgreifen. Endkunden wiederum will Universal Robots mit seinem Ökosystem Komplettlösungen verfügbar machen, die noch schneller und einfacher zu implementieren sind als bisher. Die Stimmung ist positiv. So erwartet man bis zum Jahresende einen Zuwachs auf 50 teilnehmende Entwickler, die ihre Technologien UR-kompatibel anbieten.

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INDUSTRIEMAGAZIN M AT E R I A L H A N D L I N G

Ihr Bauteil im Fokus Ein neues, bisher einmaliges Visionssystem nach dem Triangulations­ verfahren verbessert das Bin Picking: Es sorgt für mehr Genauigkeit, bessere Teileerkennung und schnellere Bearbeitung.

D

ie intelligente Entnahme von Werkstücken aus einer chaotischen Anordnung, der «Griff in die Kiste», ist eine klassische Anwendung in der Automation. Sie sorgt für eine höhere Produktivität, bessere Personalentlastung und niedrigere Lohnstückkosten. Bereits seit 2010 entwickelt die Liebherr-Verzahntechnik GmbH als Turnkey-Lieferant die für Fertigungslinien wichtige Roboterzelle. Auf der letzten Automatica in München präsentierte das Unternehmen seine bewährte BinPicking-Lösung erstmals mit einem neuen Visionssystem. Dieses funktioniert nach dem Triangulationsverfahren und wurde zusammen mit einem Sensor-Kooperationspartner nach LiebherrVorgaben entwickelt und optimiert.

Lösung mit neuem Visionssystem «Wir setzen nun ein zweistufiges Triangulationssystem ein, bei dem durch ein Zusammenspiel zwischen Laser und Kamera die Behälter mit den Teilen gescannt werden», erklärt Dipl.-Ing. Thomas Mattern, Leiter Entwicklung Automationssysteme. Dadurch ergibt sich eine deutlich verbesserte Auflösung. «Während das

Tiefe Kiste kein Problem Zudem werden die Schattenbildung und das Kollisionsrisiko reduziert. Dadurch gelingt dem achtachsigen Roboterarm selbst der Griff in bis zu 1 m tiefe Transportbehälter, die zum Beispiel in Form von Drahtgitterkörben oder Stahlkisten eingesetzt werden. Das neue Bilderkennungssystem verfügt jetzt über einen Blaulicht – statt wie bisher über einen Rotlichtlaser. Dieser erfasst spiegelnde Teile noch prozesssicherer und erkennt neben Metallteilen auch organische oder semitransparente Materialien.

Beschleunigung des Systems

Schnelle Werkstückerkennung durch das neue Visionssystem von Liebherr.

bisherige Bilderkennungssystem nach dem Laserlaufzeitverfahren bei 3 bis 5 mm Genauigkeit an seine Grenzen stiess, erreichen wir mit dem neuen System eine zehnfach höhere Auflösung. Dadurch werden auch kleine Merkmale, die zur Lageerkennung und Bauteilunterscheidung erforderlich sind, besser erkannt.»

Mit nur einer linearen Bewegung erfasst das zweistufige Triangulationssystem den Behälterinhalt, ohne eine vorherige Positionierung des 3D-Visionsystems. «Die Erkennung und Auswertung erfolgt jetzt im Bereich von nur fünf Sekunden. Dies ermöglicht kürzere Taktzeiten für das Gesamtsystem», erläutert Thomas Mattern. Durch die höhere Auflösung ist die Oberfläche der Datenwolken glatt und beinahe rauschfrei. Die dadurch generierten, qualitativ hochwertigen Messwerte werden zur Weiterverarbeitung an die Hauptsoftware des Bin-PickingSystems übermittelt. Diese wurde ebenfalls aktualisiert und verfügt nun über eine benutzerfreund­ lichere, grafisch geführte Oberfläche. «Mit diesen Neuheiten sind wir zukunftsorientiert und haben unser Anwendungsspektrum deutlich erweitert», sagt Thomas Mattern. «Bereits jetzt können unsere Kunden vom neuen Vi­ sionssystem profitieren. Es ist bisher einmalig in seiner Art und ab sofort mit unserer Bin-Picking-Lösung verfügbar.»

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INDUSTRIEBAU WÄRMEBEHANDLUNG

Mit Laserhärten effizienter zum Ziel Laserhärten bietet nebst der Gewähr für eine präzise, konturgetreue und reproduzierbare Härtung auch grosses Potenzial zur Prozessoptimierung. Beispielsweise können teure Schleifoperationen vermieden oder wesentlich reduziert werden. Aufgrund des präzisen und dosierten Wärmeeintrags entsteht kaum Verzug. Dank der Erweiterung der bestehenden Laserhärteanlage bei Gerster sind zusätzliche technische Möglichkeiten realisierbar. Endbearbeitung (Schleifen usw.) Laserhärten Anlassen Induktionshärten Teilefertigung

Die Kurve wurde geschmiedet, auf Fertigmass bearbeitet, lasergehärtet und anschliessend trovalisiert.

N

eu ist es möglich, breitere Härtespuren zu legen, die Umrüstzeiten wurden reduziert und der Werkstückwechsel optimiert. Damit können die steigenden Kundenanforderungen auch künftig erfüllt werden. Wo bietet sich das Laserhärten an und was kann damit erreicht werden? Gehärtet wird partiell, nur genau dort, wo der Verschleiss auftritt. Dies mit geringst möglicher Energie an präzis definierten Geometrien, was zu einer praktisch verzugsfreien Härtung führt.

Herstellkosten mit bisherigem Prozessablauf

Herstellkosten mit neuem Prozessablauf

Dank angepasstem Prozessablauf wurde die Kostenreduktion übertroffen.

Abschreckmedium erforderlich und die Teile bleiben sauber. Typische Anwendungsbereiche sind Steuerkurven, Umform- und Spritzgusswerkzeuge, Biegestempel, Turbinenschaufeln sowie Führungen und Maschinenbetten.

Besonders verschleissfest

Herstellungskosten reduzieren

Der Hochleistungsdiodenlaser erzeugt einen präzisen, energiereichen Laserstrahl von bis zu 27 mm Breite, welcher das Gefüge bis in maximal 1,5 mm Tiefe härtet. Es entsteht eine gehärtete Spur mit sehr feinkörnigem und besonders verschleissfestem Martensit. Beim Härten unter Schutzgas bleibt die Oberfläche blank und eine Nachbearbeitung erübrigt sich oft. Dank dem 6-Achs-Roboter auf einer Längsbahn sind auch komplexe Geometrien reproduktiv und zuverlässig härtbar. Durch die schnelle, sehr lokale Erwärmung ist kein

Bei einer aufwändig hergestellten Kurvenscheibe sollen die Herstellkosten reduziert werden. Dank einer Prozessanpassung, dem Wechsel des Härteverfahrens und Optimierungen in der Konstruktion konnte das Ziel deutlich übertroffen werden. Die in den Bereichen Fertigungstechnik, Wärmebehandlung und Werkstofftechnik realisierten Fortschritte sind in den Konstruk­ tionsbüros oft zu wenig bekannt und werden zudem nicht bewusst neu zusammengeführt. Diese technischen Fortschritte können zu wesentlichen Vereinfachungen führen.

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Geschäftsmodell: 5-AchsenPräzisionsfräsen! Mit der konsequenten Fokussierung auf die Möglichkeiten der 5-Achsen-/ 5-Seiten-Komplett-/Simultan-Bearbeitung und mit CNC-HochleistungsBearbeitungszentren von Hermle surft das tschechische Unternehmen AXIS TECH s.r.o. auf einer anhaltenden Erfolgswelle.

Blick auf einen Teil der «Hermle-Parade» mit zurzeit neun CNC-5-Achsen-Hochleistungs-­ Bearbeitungszentren unterschiedlicher Bau- und Leistungsgrössen der C-Baureihe.

I

n wenigen Jahren vom austauschbaren Zulieferer für mechanische Teile zum anerkannten Highend-Zerspanungsdienstleister für komplexe Präzisionskomponenten – auf diese junge und sehr erfolgreiche Geschichte blickt das tschechische Unternehmen AXIS

TECH s.r.o. zurück, das in CZ74705 Opava-Katerinky seinen Sitz hat. Gegründet im Jahr 2010, machten Petr Michalek, CTO/Geschäftsführer Produktion, und Petr Stencel, CEO/Geschäftsführer Vertrieb, ihre Berufung zur Mis­ sion, in dem sie ihre mehr als

Arbeitsraum der C 40 U mit dem NC-Schwenkrundtisch Ø 700x700 mm für die 5-Achsen-/ 5-Seiten-Komplett-/Simultanbearbeitung anspruchsvoller Werkstücke.

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15 Jahre Erfahrungen in der NCbeziehungsweise CNC-Zerspanung bündelten und in ihr eigenes Unternehmen AXIS TECH s.r.o. einbrachten. Zwar waren die Anfänge auch von Schwierigkeiten, betreffend vor allem den öfters unzulänglichen Maschinenpark der ersten Stunde, geprägt, doch spätestens mit dem Umstieg auf die «richtigen CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren» stellte sich auch der angestrebte Erfolg ein. Und das kam laut Petr Michalek so: «Wir verfügen in den Bereichen Produktions-, Montageund Messvorrichtungen sowie Zulieferteile für die Automobilindustrie, den Flugzeugbau und für den Maschinenbau über eine ganze Menge an Expertise. Wir stellten uns vor, diese nun für die Fertigung komplexer Werkstücke aus unterschiedlichsten Werkstoffen zu nutzen. Also beschafften wir uns die eine oder andere Maschine, mussten aber bald feststellen, dass sich diese nur bedingt eigneten, um den eigenen Ansprüchen beziehungsweise den wachsenden Wünschen der Kunden gerecht

werden zu können. Da wir schon früher mit Hermle-Bearbeitungszentren sehr gute Erfahrungen gemacht hatten, lag es nahe, sich nach adäquatem Ersatz für die zuerst beschafften Maschinen um­ zusehen.» In dieser Phase trat Martin Skukalek, einer der beiden Aussendienstmitarbeiter der Hermle Ceska Republika, auf den Plan und nahm sich viel Zeit, um die Philosophie und Strategie der beiden Start-up-Gründer nicht nur zu ergründen und auch zu verstehen, sondern am Ende in konkrete Lösungsvorschläge für einen zukunftsorientierten Maschinenpark überführen zu können.

Zukunftsweisend in 5-AchsenHochtechnologie investiert Besagten Lösungsvorschlägen folgte dann sukzessive die Umsetzung in die Zerspanungs-Realität, nämlich in Gestalt von aktuell neun CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle AG, dem noch in diesem Jahr ein weiteres folgen soll. Der Strategie, und natürlich auch den Kundenanforderungen nach hochpräziser Komplettbearbeitung komplexerer weil mehr denn je funktionsintegrierter Bauteile folgend, setzt sich der Maschinenpark für die Fräs- und Komplettbearbeitung heute aus einem Mix an Bearbeitungszentren der C-Baureihe zusammen: C 40 U, C 30 U, C 42 U, C 50 U MT, C 400 und C 22 U. Von den BAZs mittlerer Grösse C 30 U sind bereits drei im Einsatz, um in diesem Segment genügend Kapazitäten bereithalten zu können. Mit dem erwähnten Mix

Arbeitsraum der C 30 U mit dem NC-Schwenkrundtisch 540x540 mm; die maximale Nutzung des Verfahr-/Arbeitsbereichs von 650x600x500 mm (XxYxZ) und der Störkreis-freie SchwenkDrehbereich erlauben die Komplettfertigung grossformatiger Werkstücke.


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

über fast alle Bau- und Leistungsgrössen der C-Familie deckt AXIS TECH s.r.o. ein breites Spektrum an möglichen Teilegrössen ab und mit der C 50 U MT (mit Drehfunktion) ist es möglich, Bauteile bestimmter Grössen und Gewichte in einer Aufspannung komplett durch Fräs- und Drehbearbeitungen zu fertigen. Ausgehend von der «kleinsten» Maschine, nämlich dem CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 22 U mit einem Arbeitsbereich von 450x600x330 mm (XxYxZ) und einschliesslich der «grössten» Maschine, nämlich dem CNC5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 50 U MT mit einem Arbeitsbereich von 1000x 1100x750 mm (XxYxZ) sowie den maximalen Beladegewichten der jeweiligen NC-Schwenkrundtische (Ø 320 mm beim C 22 U bis 1000 mm beim C 50 U MT) be­ ziehungsweise einzuwechselnden Paletten von 300 bis 2000 kg, bietet AXIS TECH den Kunden die komplette Präzisionsbearbeitung von kleinsten Mechatronik-Komponenten bis hin zu grossformatigen Flugzeug-Integralteilen oder Bauteilen und Grundplatten für Vorrichtungen.

Zur optimalen Abdeckung der Kundenwünsche Ähnlich clever wie beim Maschinen-Mix gingen die Praktiker Petr Michalek und Petr Stencel auch bei der Ausstattung der jeweiligen Maschinen vor. Prinzipiell verfügen diese zwar über den gleichen Ausrüstungsgrad, sind jedoch in den Spindelleistungen (zum Beispiel 12’000 min–1 bei der C 50 U

voller Werkstücke und tritt nicht in Erscheinung, wenn es um Grossserien- oder Massenfertigung geht.

Präzisionsteile-Fertigung rund um die Uhr an sieben Tagen

V.l.n.r.: Petr Stencel, CEO/Geschäftsführer Vertrieb, Petr Michalek, CTO/Geschäftsführer Produktion, beide von AXIS TECH s.r.o. in CZ-Opava-Katerinky, und Martin Skukalek, Aussendienstmitarbeiter der Hermle Ceska Republika.

MT, 15’000 min–1 bei der C 400, 18’000 min–1 bei der C 30 U/C 40 U/C 42 U/C 22 U) auf die Bearbeitung aller in der Praxis vorkommenden Werkstoffe (Aluminium, Stahl, Werkzeugstahl, schwer zerspanbare Stähle, Titan) ausgelegt. Martin Skukalek von Hermle AG führte dazu aus: «Das gleiche Maschinen- und Bedienkonzept ­ über alle Grössen sowie die einheitliche Steuerungstechnik haben den grossen Vorteil, dass alle auf den Maschinen ausgebildeten Mitarbeiter sehr flexibel auf allen Maschinen arbeiten können. Die Mitarbeiter wissen bei Arbeitsan-

Arbeitsraum der C 50 U MT dynamic mit Drehfunktion und dem NC-Schwenkrundtisch mit Ø 1000 mm; die hohe Genauigkeit der Hermle gewährleistet die Komplettbearbeitung grösster Werkstücke mit höchster Planpräzision.

tritt oftmals noch gar nicht, auf welcher Maschine sie heute arbeiten. Je nach Bedarf an Kapazitäten und KomplettbearbeitungsLeistungen ist es somit möglich, eine oder mehrere Maschinen mit nur einem Auftrag zu belegen, womit sich die Durchlaufzeiten stark reduzieren, sprich der Kunde sehr schnell beliefert werden kann. Bei AXIS TECH laufen alle Maschinen im dreischichtigen Betrieb mit Bedienpersonal, teilweise und je nach Komplexität der Bearbeitung sowie der Laufzeit der Werkstücke auch in Mehr­ maschinen-Betreuung, indem für die neun Bearbeitungszenter dann bis fünf Bediener zuständig sind.» Die Erklärung, warum man bei AXIS TECH bis auf weiteres auf einen höheren Automatisierungsgrad etwa bezüglich Werkstück-Beschickung/Entnahme verzichtet, folgt quasi auf dem Fuss, wenn man sich die Struktur der einzelnen Aufträge genauer ansieht. Zum einen ist man spezialisiert auf die Bearbeitung von Teilen ab Losgrösse 1 und bis hin zu kleinen bis mittleren Serien beziehungsweise Chargen von einigen Hundert Stück. Zum anderen versteht man sich als technisch führend in der 5-Achsen-/5-Seiten-Komplett-/Simultanbearbeitung hoch anspruchs-

Petr Stencel meinte abschliessend: «Wir sind vom 45 Fachkräfte umfassenden Personal, vom Maschinenpark und vom Messtechnik-Equipment her prädestiniert für die Fertigung und Bearbeitung von anspruchsvollen Bauteilen. Dazu zählen wir besonders den Flugzeugbau und die Raumfahrtindustrie sowie die Prototypen-, Musterserien- und Vorrichtungs-Fertigung im Bereich Automotive und deren Zulieferer. Wir fertigen bei Bedarf hoch flexibel rund um die Uhr an sieben Tagen. Die Bearbeitungslaufzeiten betragen 5 min oder auch 5 Std., sodass wir, nicht zuletzt was den Rüst- und den Handlingsaufwand anbelangt, im bedienten Betrieb schneller sind als im automatisierten. Wir wollen gar nicht Stückzahlen fertigen, sondern unsere Kompetenz und unser Know-how einbringen. In Kombination mit den aktuell neun CNC-5-Achsen-Hochleistungs-Bearbeitungszentren von Hermle, dem in Kürze aus Kapazitätsgründen ein weiteres vom Typ C 22 U folgen wird, sehen wir uns landesweit als Marktführer in der 5-Achsen-Bearbeitung und setzen folgerichtig weiter auf die Hochtechnologie von Hermle, um unsere Wettbewerbskraft auf Dauer sicherzustellen.»

I N F OS | KON TAKT Hermle (Schweiz) AG Tobeläckerstrasse 6 CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Telefon +41 (0)52 674 00 40 www.hermle-schweiz.ch info@hermle-schweiz.ch

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Saubere Luft Moderne Arbeitsschutz-Ausstattung ist in Schweisslehrwerkstätten unentbehrlich. Das spezifische Know-how zu vermitteln und gleichzeitig Massnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Nachwuchsschweisser zu schützen, sollte Ziel aller Unternehmen sein. Wie das geht, zeigt die Zusammenarbeit der KEMPER GmbH mit dem Technologieexperten Voith.

system angeschlossen sind. Dies ermöglicht den Auszubildenden auch bei grösseren Werkstücken grösstmögliche Flexibilität beim Schweissen. Die Arme halten sich trotz ihrer Länge freitragend in der Luft. Dadurch und durch die einfache Nachführung profitieren die Auszubildenden zudem von der flexiblen Handhabung dank der an die Arme angeschlossenen Absaughauen. Diese sind um 360° drehbar. Die KEMPER-Absaugarme ermöglichen, 40 Prozent mehr Schweissrauch direkt an der Entstehungsstelle entlang der Schweissnaht zu erfassen als herkömmliche Systeme.

Kein Gefahrstoff-Problem bei Voith Schweisskabine.

D

ie Herausforderung war im wahrsten Sinne des Wortes riesig: Für ein über drei Etagen offenes Gebäude, in dem Schweissplätze für die Auszubildenden und Schulungsräume für Fachkräfte in einem einheitlichen Luftraum verbunden sind, musste moderne Absaug- und Filtertechnik installiert werden. Denn die Voith GmbH verarbeitet in grossen Mengen Edelstahl. Dabei entstehen die gesundheitsgefährdenden Schweissrauch- und Schleifstaubpartikel. Heute wird in 43’200 m³ umbautem Raum nach einem völlig neuen Ausbildungskonzept gelernt. 16 Millionen Euro investierte Voith dafür an seinem Hauptsitz in D-89522 Heidenheim.

KEMPER System 9000 elementar für Luftreinhaltung KEMPER lieferte und installierte nicht nur das Equipment für das neue Training Center. Der Marktführer im Bereich Absaug- und Filtertechnik für die metallverarbeitende Industrie plante die Eingliederung des Arbeitsschutzes gleich mit. Die Ausstattung fand auf knapp einem Fünftel der 2000 m2 Werkstattfläche Platz. Das

Herz des Systems bildet die zentrale Absaug- und Filteranlage System 9000, die im Keller des Ausbildungszentrums aufgestellt wurde und damit in der Halle keinen Platz einnimmt. Über ein Rohrsystem ist die Anlage mit den Arbeitsplätzen in der Werkstatt verbunden. Die Anlage filtert selbst krebserzeugende Nanopartikel unter 0,4 µm aus der Luft. Eine konstante, bedarfsabhängige Absaugleistung ist stets gewährleistet. Ein Frequenzumrichter passt den Volumenstrom automatisch an und sorgt für erhebliche Energiekosteneinsparungen. Der vorgeschaltete Vorabscheider SparkTrap verhindert, dass Funken oder grobe Partikel in die Filteranlage gelangen und den Filterungsprozess zusätzlich belasten. «Diese Technik ist ein Quantensprung für uns», sagt Erwin Krajewski, Leiter des Voith Training Centers. Die Arbeitsplätze selbst unterteilen sich in zwei Bereiche: Der eine ist offen einsehbar, der andere ist durch einzelne Schweiss­ kabinen abgetrennt. Im offenen Bereich integrierte KEMPER zwei zehn Meter lange Absaugarme mit Auslegern, die an das Rohr-

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Diesen Vorteil spielen die Absaugarme auch im Bereich der Schweisskabinen aus. Neun davon integrierte KEMPER speziell für das MAG- und MIG-Schweissen mit starkem Lichtbogeneinsatz. Jeder geschützte Arbeitsplatz verfügt über einen eigenen Absaugarm mit Anschluss an die zentrale Absaug- und Filteranlage. Die Schweisskabinen bestehen aus speziellen Schallschutzwänden und verschiebbaren Schweisserschutzlamellen. Durch die abgedunkelte Schutzscheibe können Ausbilder ihren Lehrlingen bei der Arbeit von aussen zuschauen. Zum Equipment zählt auch ein Schleiftisch mit integrierter Absaugung. Zudem ist die zentrale Filteranlage System 9000 bei weniger

Schweisserschutzkabinen.

SparkTrap.

als 65 db (A) besonders geräuscharm und spart dank eines Zweiwegeverteilers Energie. Dadurch kann das System sowohl auf Abals auch Umluft gefahren werden. Gebäude- und Prozessabluft sind so vernetzt, dass die Gebäude­ abluft anhält, sobald die Prozessabluft der Anlage startet. Im Umluftbetrieb wird die bereits erwärmte Luft nach der Filterung direkt wieder dem Voith Training Center zugeführt.

I N F OS | KON TAKT ISO-Elektrodenfabrik AG Hauptstrasse 23 CH-5737 Menziken Telefon +41 (0)62 771 83 05 www.isoarc.ch info@isoarc.ch


INDUSTRIEBAU ANWENDUNGSTECHNIK

Gewappnet für die Zukunft Im Zuge einer kontinuierlichen Verbesserung und Produktivitätssteigerung haben sich die Firmen Allega GmbH aus CH-6552 Dagmersellen und Triag AG aus CH-6319 Allenwinden zur Verwirklichung einer neuen Sonderspannlösung gefunden.

Schnell umspannen Zum einen können die Werkstücke präziser gespannt werden und zum anderen lässt sich die Sonderspannlösung flexibel und schnell für verschiedene Werkstück-Typen umspannen. Christof Walker von Allega erwähnt zum Abschluss speziell die fachkompetente und umfassende Betreuung der Triag. Mittels dessen Engagement und Beratung wurden die technischen Abklärungen und der gesamte Wertschöpfungsprozess proaktiv und erfreulich erledigt.

Allega kann nun durch die erarbeitete Spannlösung gut gerüstet am Markt auftreten und zusätzliche Kunden­ bedürfnisse adäquat abdecken.

A

llega, die schweizweit bestens bekannt ist als kompetenter und spezialisierter Händler für Aluminium-Halbzeuge im Industrie-, Luftfahrt-, Bau- und Transportsektor, hat im Zuge einer Optimierung für das Bearbeitungscenter DMC 100 U Duoblock in neue und fortschrittlichere Spannmittel investiert.

Bedienkomfort erheblich gesteigert In intensiver Zusammenarbeit mit dem Betriebsleiter von Allega hat der Verkaufstechniker der Triag bereits beim Erstbesuch eine entsprechende Idee und überzeugende Lösung angedacht, welche dann durch die Firma Triag umgesetzt wurde. Die Spannlösung baut auf der Basis von Triag Micro Clamp-Elementen für den Vorrichtungsbau auf. Diese garantiert im Einsatz nicht nur eine höhere Arbeitssicherheit und einen erheblich gesteigerten Bedienkomfort, sondern erhöht durch die vierseitige Anwendung auf einem Mineralgussturm auch die Produktivität.

INFO S | K O NTAKT Triag AG Aussergrütstrasse 2 CH-6319 Allenwinden Telefon +41 (0)41 727 27 27 www.triag.ch info@triag.ch


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Just-in-Time-Fertigung erfordert schnelle Reaktionen Hohe Flexibilität und Standardisierung sind zumeist sehr divergierende Ansprüche an eine hochautomatisierte Fertigung. Werkzeugbau Siegfried Hofmann ist es dennoch gelungen, diese Ziele bei der Produktion von Metall-3D-Druckern unter einen Hut zu bekommen und gleichzeitig die Produktivität und Fertigungstiefe zu steigern.

D

ie Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH mit Sitz in D-96215 Lichtenfels gehört zur Hofmann Innovation Group, die sich auf Konstruktionen sowie Entwicklungen im Bereich Spritzguss- und Formenbau spezialisiert hat. «Als ein Unternehmen der Gruppe produzieren wir mit rund 220 Mitarbeitern die endgültigen Serienwerkzeuge für den Spritzguss. Darüber hinaus fertigen wir Metall-3D-Drucker für unsere Partnerfirma Concept Laser. Solche Maschinen werden vor allem für das Rapid Prototyping eingesetzt und ermöglichen darüber hinaus die wirtschaftliche Fertigung hochkomplexer Einzelteile aus Metall, zum Beispiel für die Medizintechnik oder die Luft- und Raumfahrt», erklärt Markus Gräf, als technischer Projektleiter von Werkzeugbau Siegfried Hofmann unter anderem für die interne Systemintegration verantwortlich.

Ungebremst hohe Nachfrage Die ersten Metall-3D-Drucker kamen nach Einschätzung von Markus Gräf bereits vor rund 15 Jahren auf den Markt. Seither habe die Entwicklung in diesem Bereich immense Fortschritte gemacht, wodurch sich immer mehr neue, interessante Einsatzfelder für diese Geräte erschlossen. «Vor zirka drei Jahren erhöhte sich massiv die Nachfrage nach solchen 3D-Druckern und steigt auch weiterhin an. Daher entschlossen wir uns, etliche Teile, die wir bislang von Zulieferern­ für die Montage der Drucker bezogen, im eigenen Unternehmen zu produzieren.»

Hochflexible Automation von Beginn an Mit diesem Entschluss fiel auch die Entscheidung, in drei Universalfräsmaschinen vom Typ Grob G 550 zu investieren. «Von Anfang

an stand für uns fest, dass diese Maschinen mit dem Ziel einer hochflexiblen Fertigung in einer automatisierten Lösung miteinander verkettet werden sollten», betont der technische Projektleiter und ergänzt: «Auf der Suche nach einer geeigneten Lösung haben wir uns letztendlich für ein Multi-Level-System in Kombination mit der Manufacturing Management Software MMS5 von Fastems entschieden. Mit mehr als 1000 installierten Systemen ist das MLS ein weltweit bewährtes System, das mich vor allem im Zusammenhang mit der MMS5 als Leitwarte für das Flexible Fertigungssystem überzeugt hat.» Aus Sicht von Markus Gräf als Leiter für die Realisierung des ambitionierten Projektes sei dies die ideale Lösung gewesen. Doch hierzu später.

Serienfertigung mit relativ kleinen Stückzahlen Die Konstruktion der 3D-Drucker können sich aufgrund des hochdynamischen Marktes schnell ändern, so Gräf. «Mit Blick auf die Komponentenfertigung wissen

Das MLS-MD von Fastems verkettet auf einer Länge von 33 m drei Universalfräsmaschinen G 550 von Grob.

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wir im Grunde nie konkret, was auf uns zukommt.» In jeder Woche werden durchschnittlich sechs komplette Maschinen produziert. Die Teilefertigung hierfür erfolgt Just-in-Time, wobei pro Drucker von den kleinsten Komponenten rund fünf bis zehn Stück zu fertigen sind. «Wir haben somit eine Serienfertigung, die sich in relativ kleinen Stückzahlen wiederholt. Gleichzeitig müssen wir aufgrund der immer kürzeren Entwicklungszyklen bei den 3D-Druckern mit unserer Fertigung sehr flexibel auf Ver­ änderungen reagieren.»

Ebenenmix bietet Platz für 163 Paletten Das individuelle Konzept des MLS-MD (Medium Duty) bei Werkzeugbau Siegfried Hofmann spiegelt in gewisser Weise diesen Anspruch wieder. Das System mit einer Tragkraft von 1500 kg pro Palette bietet auf einer Länge von 33 m Platz für 54 Maschinen­ paletten (630x630 mm) und 109 Materialpaletten. Aufgrund der unterschiedlichen Höhen der Maschinen- und Materialpaletten entschied sich das Unternehmen für einen Ebenenmix mit bis zu fünf Ebenen, mindestens aber drei Ebenen im System. Darüber hinaus verfügt das MLS über ­jeweils zwei Be- und Entladesta­ tionen für Materialpaletten und Maschinenpaletten.

Flexibilität und Standardisierung kein Widerspruch «Im Zusammenhang mit den Maschinenpaletten haben wir uns sowohl für eine lineare als auch schwenkbare Station für das ergonomische Aufspannen schwererer Teile entschieden, um auch hier flexibel zu sein», berichtet Markus Gräf und unterstreicht einmal mehr, dass Flexibilität auf lange Sicht für das Unternehmen immens wichtig sei, bei gleichzeitig hohem Standardisierungsgrad. «Derzeit haben wir rund 120 unterschiedliche Teile eingefahren, die wir jederzeit produzieren können. Da sich das Teilespektrum jedoch in relativ kurzen Zyklen ändert, müssen wir hinsichtlich der Bereitstellung von Werkzeugen, Paletten, Spannmitteln usw. sehr anpassungsfähig sein. Dennoch versuchen wir, diese und weitere Bereiche auch zu standardisieren,


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

gehe es uns darum, Planungs-, Arbeits- und Fertigungsprozesse massgeblich zu erleichtern. «Eine Aufgabe, bei der uns auch die MMS5 als Leitwarte des FFS entscheidend unterstützt», erklärt der technische Projektleiter.

Perfekte Kombination für die flexible Fertigung

Aus Sicht des technischen Projektleiters Markus Gräf sind die Lösungen von Fastems im Zusammenspiel mit den BAZ von Grob die ideale Lösung für eine Fertigung mit hohen Ansprüchen an die Flexibilität und Produktivität.

um die Planung, Organisation und Arbeit für die Maschinenbediener nachhaltig zu vereinfachen.» Standardisierung bedeutet laut Markus Gräf zum Beispiel, unterschiedliche Teile möglichst mit gleichen Bohrungen zu versehen, um eine hohe Anzahl gleicher Werkzeuge nutzen zu können. Hierdurch komme man angesichts des grossen Teilespektrums auf eine durchaus überschaubare Anzahl von rund 60 verschiedenen Werkzeugtypen. «Unsere Bestrebungen in diese Richtung gehen so weit, dass wir beispielsweise die Spannmittel für­ die Vorrichtungen ausschliesslich von einem Lieferanten beziehen, um nur einen Spannschlüssel verwenden zu müssen.» Letztendlich

Vor diesem Hintergrund sei die intuitive Handhabung der Software eine der besonderen Stärken der MMS5: «Man kann die Steuerung tatsächlich ohne grosse Vorkenntnisse bedienen, da sie selbsterklärend ist. Das hat sich im praktischen Einsatz seit Inbetriebnahme des FFS vor rund einem Jahr immer wieder gezeigt», meint Markus Gräf und nennt die wesentlichen Gründe, warum die Kombination aus MLS und Steuerung der Fertigung wesentliche Vorteile verschafft: «Entscheidend für uns war, dass die Lösung unser Teilespektrum im MSL verwalten kann, über eine intelligente Terminierung der Paletten verfügt, sich an unser ERP-System anbinden lässt und ausserdem in der Lage ist, sämtliche Werkzeugdaten zu verwalten.» So sendet die MMS5 zum Beispiel die Messdaten der Werkzeugvoreinstellgeräte direkt an die Maschinen, wodurch auch permanent der Werkzeugverschleiss in Abhängigkeit zu den jeweiligen Bearbeitungsoperati­ onen überprüft werden kann. Hinsichtlich einer flexiblen Produktionsplanung hat sich die MMS5 ebenfalls bewährt: «Es gab bereits eine Reihe an unvorhergesehenen Aufträgen, die wir in die laufende Fertigung einschieben mussten. Mit der MMS5 ist das kein Problem,

Die intuitive Steuerung von Fastems fungiert als Leitwarte des FFS, die nicht nur die Terminierung der Paletten im System übernimmt, sondern unter anderem auch die komplette Werkzeugverwaltung inklusive der Werkzeugverschleissdaten.


INDUSTRIEMAGAZIN ANWENDUNGSTECHNIK

Blicken auf eine erfolgreiche Projektrealisierung zurück: Martin Wegner, Gruppenleiter, Günter Hofmann, Geschäftsführer Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH, und Thomas Weinhold, Senior Sales Manager von Fastems.

da sie die bestehende Produktionsplanung unter Berücksichtigung des Neuauftrags automatisch neu priorisiert.»

Schneller, gezielter Überblick über Auslastung und Kapazität Als weitere Besonderheit der Steuerung von Fastems hebt der technische Projektleiter zudem das Dashboard hervor, das sich nach den individuellen Wünschen des Anwenders konfigurieren lässt und somit einen anwenderspezifischen Überblick über die Auslastung des FFS ermöglicht. Bei Werkzeugbau Siegfried Hofmann hat man hierzu direkt über zwei Beund Entladestationen einen grossen Monitor montiert, auf dem stets die aktuellen Daten des FFS über das Dashboard visualisiert werden. «Unsere Führungskräfte erhalten somit immer einen schnellen Überblick über die Auslastung und damit auch potenziellen Kapazitäten der gesamten Anlage, wann immer sie hier durch die Fertigung gehen», erklärt Markus Gräf.

Beispiel lange Abstimmungsprozesse mit Zulieferern vermeiden können. Das bedeutet nicht nur einen echten Zeitgewinn, sondern auch Produktivitätszuwachs.» Das FFS produziert quasi rund um die Uhr, wobei das Bedienpersonal nur in zwei Schichten anwesend ist. Somit kann eine mannlose Nachtschicht realisiert werden. Die drei BAZ von Grob erreichen hierbei rund 500 Spindelstunden im Monat, ergo zirka 6000 Spindelstunden pro Jahr. Hierzu Markus Gräf: «Personal wollen wir mit diesem System nicht einsparen, sondern unsere Produktivität steigern. Das ist uns definitiv gelungen, denn wir fertigen wesentlich mehr Teile als früher.»

Echter Zeitgewinn und höhere Produktivität Mit dem FFS hat Werkzeugbau Siegfried Hofmann an Flexibilität und auch Fertigungstiefe bei der Produktion von 3D-Druckern gewonnen, aktuell und vor allem auch für die Zukunft, davon ist der technische Projektleiter überzeugt: «Viele Komponenten, die wir früher von Lieferanten bezogen, fertigen wir nun selbst. Ändert sich beispielsweise ein sehr komplexes Bauteil eines Druckers, sind wir durch die eigene Fertigung in der Lage, hierauf wesentlich schneller zu reagieren, weil wir zum

I N F OS | KON TAKT Fastems Systems GmbH Gewerbering 5 D-47661 Issum Telefon +49 (0)2835 9244-0 www.fastems.de info.fastems@fastems.com


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Standard- und Sondergetriebe vom Spezialisten Bild: Nozag AG

Das Schweizer Technologie-Unternehmen Nozag AG befasst sich seit mehr als 50 Jahren mit Entwicklung, Herstellung und Support von Verzahnungsund Getriebe-Komponenten, kompletten Getrieben und Antriebslösungen. Vom Normzahnrad bis zum individuell konzipierten Getriebe erhalten die Kunden alle Leistungen aus einer Hand.

der Produktion, wodurch schnelle Reaktions- und Lieferzeiten gegeben sind. Geht es um Hub-, Senk-, Schub-, Zug-, Dreh- und Kippbewegungen, nimmt sich Nozag der Aufgabenstellungen an, konzipiert optimale Verzahnungsge­ometrien, produziert die mechanischen Komponenten, beschafft die erforderlichen Bauteile, montiert die Getriebe als anschluss­fertige Einheiten und liefert sie samt Zubehör als Komplettsysteme aus.

ziehungsweise Antriebs-Sonderlösungen. Ab der Bedarfsanalyse über die Konstruktion, Auslegung und Projektierung, die Fertigung und die Montage sowie die Implementierung weiterer Komponenten wie beispielsweise Elektromotoren, Endschalter, Wegmesssysteme kommt alles aus der verantwortlichen Hand von Nozag. Dabei spielt die komplette Fertigung der mechanischen Bauteile im eigenen Haus eine entscheidende Rolle, denn die Sonderteile entstehen im direkten Dialog mit

I N F OS | KON TAKT Nozag AG Barzloostrasse 1 CH-8330 Pfäffikon Telefon +41 (0)44 805 17 17 www.nozag.ch info@nozag.ch

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Eine Auswahl an Standard- und Sondergetrieben.

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as Lieferprogramm an Standardgetrieben umfasst Spindelhubgetriebe, Kegelradgetriebe und Schneckengetriebe sowie adäquates Zubehör wie Verbindungswellen, Kupplungen und Elektromotoren.

Standardisierte Spindelhub- und Kegelradgetriebe bewegen Lasten bis 10 t Der modular-flexible Baukasten Spindelhubgetriebe ist unterteilt in die Varianten Spindelhubgetriebe stehend, Spindelhubgetriebe rotierend und «Gold». Beim Spindelhubgetriebe stehend ist das Schneckenrad mit einem Muttergewinde ausgeführt und wandelt die Drehbewegung in eine Axialbewegung um, wenn diese (durch ihre Konstruktion oder durch eine Verdrehsicherung im Schutzrohr) am Drehen gehindert wird. Beim Spindelhubgetriebe rotierend sind Spin-

del und Schneckenrad fest verbunden; die Spindel dreht sich mit, die Mutter schraubt sich auf und ab. Die Variante «Gold» zeichnet sich durch hohe Korrosions-, Abrieb- und Kavitationsfestigkeit aus und eignet sich für den Einsatz unter extremen Umweltund Betriebseinflüssen. Je nach Typ und Baugrösse sind mit den Standard-Spindelhub- und Kegelradgetrieben Lasten von zwei bis 100 kN zu bewegen. Das Baukastensystem erlaubt den kostengünstigen und schnellen Aufbau von individuellen Getriebelösungen, die in Funktionalität, Qualität, Zuverlässigkeit und Design sowie kurzen Lieferzeiten höchsten Ansprüchen genügen.

Schnelle Reaktions- und Lieferzeiten Grosse Kompetenz und enormes Know-how bietet Nozag den Kunden im Bereich Getriebe- bemaschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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INDUSTRIEMAGAZIN MB-REPORT

Späne und Schmierstoffe zuverlässig beseitigen Industrielle Abfälle wie Metallstäube oder -späne stellen aufgrund ihrer abrasiven Eigenschaften besondere Anforderungen an Industriesauger. Um dem gerecht zu werden, bietet Kärcher drei Reihen von besonders robusten Spezialsaugern an: die IVR-Serie für Feinstaub, die IVR-L-Modelle für Gemische aus Spänen und Kühlschmierstoffen sowie die IVR-BEinbau­systeme für den Dauereinsatz.

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lle drei Industriesauger zeichnen sich durch einen niedrigen Geräuschpegel sowie eine intuitive, zeitsparende Bedienung aus.

IVR-Sauger Grosse Mengen an Staub und Feinstaub bewältigen die IVR-

Sauger mittels eines zweifachen Systems: Ein zyklonartiger Abscheider entfernt zunächst grobe Partikel, bevor ein Taschenfilter die restlichen Verschmutzungen auffängt. Dieser Filter lässt sich über einen Rüttelhebel innerhalb kürzester Zeit gründlich reinigen, zudem ist er bei Bedarf waschbar.

Fest-Flüssig-Gemische, etwa Späne in Kühlflüssigkeit, sind das Spezialgebiet der IVR-L-Sauger.

Alle Sauger der IVR-Reihe zeichnen sich durch einen niedrigen Geräuschpegel sowie eine intuitive, zeitsparende Bedienung aus.

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Der Behälter mit den gesammelten Stäuben kann einfach aus dem Gerät gezogen und auf Rollen zum Entleeren gefahren werden. Zusätzlich lässt sich ein verschliessbarer Polyethylen-Beutel einlegen, mit dem gesundheitsgefährdende Stäube sicher entsorgt werden können.

IVR-L-Sauger Bei den IVR-L-Modellen, die für die Aufnahme von Kühlschmier-

stoffen und Spänen entwickelt wurden, nimmt ein waschbarer Oberflächenfilter Flüssigkeitsnebel und kleine Partikel auf. Gröbere Stoffe fallen entweder mit der Flüssigkeit in den Sammel­ behälter oder werden in einem op­tio­nalen Siebkorb aufgefangen. Dadurch lassen sich Späne und Kühlschmierstoffe ohne grossen Aufwand trennen, was die Entsorgung oder Wiederverwertung vereinfacht. Die Flüssigkeit kann anschliessend über einen transparenten Schlauch abgelassen werden, der sonst als Füllstandsanzeige dient. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Behälter über eine Kippfunktion oder mittels ­einer Fasspumpe zu leeren.

IVR-B-Sauger Da die IVR-B-Einbausauger überall in der Produktion Platz finden müssen, wurden sie möglichst kompakt konstruiert. Das macht auch die Handhabung besonders einfach: Ein starker und langlebi-

Robustness SUHNER products are built for the harshest environment OTTO SUHNER AG Lupfig +41 (0)56 464 28 28 automation.expert@suhner.com

40 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Der Einbausauger IVR-B findet dank niedriger Bauhöhe und kompakter Abmessungen auch ­ in beengten Verhältnissen Platz.


INDUSTRIEBAU MB-REPORT

Drei Fragen Maschinenbau lud Bruno Giger, Verkaufsberater Industrial bei Kärcher, zum Kurz-Inter­view ein. Herr Giger, Kärcher stellte das erste Mal während der PRODEX sein Industriesauger-Portfolio den Fachbesuchern vor. War es eine gute Messe für Sie und wie war die Resonanz? Die Prodex 16 war für uns das erste Mal, dass wir unseren Kunden unsere neue Industriesaugerklassen IVR/IVR-L/IVR-B vorstellen konnten. Wir hatten viele qualifizierte Anfragen und freuen uns, unsere Kundschaft bei der Lösung ihrer Reinigungsaufgaben unterstützen zu können. Kärcher übernahm 2010 die Firma Ringler aus dem Schwäbischen D-73548 Waldstetten. Ringler produziert seit 40 Jahren mobile kleine Industriesauger, stationäre Absauganlagen mit Rohrleitungsbau und Entstaubungsanlagen mit individuell konzipierten Erfassungseinheiten. Öffnete Ringler für Kärcher so die Türen in die MEM-Industrie? Kärcher ist mit ihrem breiten Produktesortiment schon lange Partner der MEM-Industrie. Dank dem Zusammenschluss mit Ringler haben wir nun zusätzlich speziell auf die Bedürfnisse der MEM-Industrie abgestimmte Industriesauger im Produktportfolio. Was bietet Kärcher neben den Industrie­saugern der MEM-Industrie auch noch an? Neben dem grossen Produktsortiment von Kehrsaugmaschinen, Hochdruckreinigern, Bodenreinigungsautomaten, Trinkwassersystemen, Trockeneisstrahlgeräten, Teilereinigern usw. bieten wir massgeschneiderte Gesamtlösungen und einen kundenfokussierten Service an. Wir verstehen uns als einen Teil der Branche und helfen als Partner mit unseren Produkten und Dienstleistungen gerne, bestehende Arbeits- und Produktionsprozesse zu optimieren. Herr Giger, vielen Dank für das Gespräch.

ger Kompressor ermöglicht es, im Dauerbetrieb Späne, Stanz- und andere Produktionsabfälle einzusaugen. Geringe Staubanteile werden dabei von einem Patronenfilter aufgefangen. Der grobe Schmutz fällt in einen Edelstahlbehälter, der an den Aufprallstellen zusätzlich verstärkt wurde, wodurch eine lange Standzeit sichergestellt ist. Zum Entleeren muss lediglich der Verbindungsschlauch zum Motor entfernt werden, um den gesamten Sammelbehälter samt Deckel bequem entnehmen zu können. Alle Industriesauger-Modelle gibt es mit unterschiedlichen Volumina und Leistungsstärken. Um die nötige Widerstandsfähigkeit für den industriellen Einsatz zu gewährleisten,

sind die Sammelbehälter, Gestelle und Griffe der Sauger aus dickem Stahlblech gefertigt und verschweisst. Die Saugertypen IVR und IVR-L sind dank grosser, ölbeständiger Räder und eines ergonomischen Schubbügels zudem mobil einsetzbar. Beim IVR-L wird der Schlauch oben mit dem Gerät verbunden und lässt sich um 360° drehen, sodass man einen weiten Einsatzbereich abdecken kann. Ergänzend dazu bietet Kärcher eine breite Palette an Zubehör an, darunter Aluminiumschläuche für besonders abrasive Abfälle und Bürsten­ düsen für sehr empfindliche Ober­ flächen. Auch ein Druckluftsystem zum Ausblasen von Sacklöchern lässt sich wahlweise anschliessen.

INFO S | K O NTAKT Kärcher AG Industriestrasse 16 CH-8108 Dällikon Kärcher bietet auch robuste Spezialsauger für den Einsatz in der Metallverarbeitung an.

Telefon +41 (0)844 850 868 www.kaercher.ch info@ch.kaercher.com


DOSSIER K U NS T S T O F F E , V E RBUNDST OFFE

Korrosivität von Kunststoffschmelzen Messdüse mit rechteckförmigem Schmelzekanal

Elektroden Strommessung

Bild 1: Schema der elektrochemischen Korrosionsmessung in der Kunststoffschmelze.

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nalog stellt sich das Problem bei der Auswahl des Werkstoffes für ein Aggregat, mit dem eine korrosive Formulierung verarbeitet werden soll. Hierzu ist gegebenenfalls eine grössere Zahl unterschiedlicher LegierunZ U R AUT ORI N Anke Zeidler-Finsel Fraunhofer-Institut für Betriebsfes­ tigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Bartningstrasse 47 D-64289 Darmstadt Telefon +49 (0)6151 705-268 www.lbf.fraunhofer.de anke.zeidler-finsel@ lbf.fraunhofer.de

gen zu prüfen. Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben jetzt ein neues elektrochemisches Verfahren entwickelt, das sie als vorteilhaft für die Entwicklung neuer Formmassen ansehen, da es mit geringen Materialmengen auskommt. Damit stehen am Fraunhofer LBF nun zwei Methoden zur Prüfung der Korrosivität von Kunststoffformmassen oder der Korrosionsbeständigkeit von Stählen zur Verfügung: Neben dem neuen Verfahren der bereits etablierte Plättchentest. Den Einsatz beider Verfahren

Bilder: Fraunhofer LBF

Verschleiss und Korrosion sind gravierende Vorkommnisse in der Kunststoffverarbeitung. Wer ein leistungsfähiges Compound entwickeln will, muss häufig eine Vielzahl an Formulierungen durch Schmelze­ compoundierung zubereiten und im Hinblick auf die gewünschten Eigenschaften und gegebenenfalls die Korrosivität der Schmelze testen.

bietet das Institut als Dienstleistung an. Darüber hinaus können Kunden für die Nutzung des elektrochemischen Verfahrens eine Lizenz erhalten. Abhängig von ihrer Zusammensetzung sind manche Polymerformulierungen extrem korrosiv gegenüber den Werkstoffen, aus denen beispielsweise Extrudergehäuse oder Schnecken gefertigt sind. Typisch hierfür sind beispielsweise bestimmte in den letzten Jahren entwickelte halogenfreie Flammschutzmittel auf Diethylphosphinatbasis. Die betreffenden Additive können dabei in der Schmelze direkt mit den Werkstoffen reagieren oder sie bilden durch thermische Zersetzung aggressive Chemikalien, wie anorganische Säuren. Auf der anderen Seite verhalten sich bestimmte Zusatzstoffe als Korrosionsschutzmittel. Allerdings können sie sich nachteilig auf die Zieleigenschaften auswirken.

Traditionelle Prüfung mit Nachteilen Zur Bewertung von Verschleiss beziehungsweise Korrosion ist die DKI-Plättchenapparatur (Deut-

sches Kunststoff-Institut, jetziger Bereich Kunststoffe des Fraunhofer LBF) sehr gut etabliert. Nachteil dieser Methode ist der hohe handwerkliche Aufwand und der Materialbedarf: Pro Formulierung und Plättchenpaar werden meistens 5 bis 30 kg Granulat benötigt. Formulierungen, die neue Chemikalien – typischerweise in Anteilen von einigen Prozenten – beinhalten, lassen sich mit der Plättchen­ apparatur kaum testen, wenn die neuen Substanzen zunächst nur in Gramm-Mengen zur Verfügung stehen.

Neue Screening-Methode entwickelt Vor dem Hintergrund des hohen Materialbedarfs des Plättchentests haben Wissenschaftler des Fraunhofer LBF eine ScreeningMethode entwickelt. Dieses patentierte Verfahren ermöglicht eine schnelle Aussage über die Korrosivität einer Formulierung beziehungsweise über die Beständigkeit von unterschied­ lichen Legierungen gegenüber einer korrosiven Schmelze. Es sind nur rund 0,5 bis 1 kg an Formmasse erforderlich. Auf diese Weise können auch neue Rohstoffe oder Additive, die zunächst nur in geringen Mengen zur Verfügung stehen, getestet werden. Die Methode beruht im Kern auf einer elektrochemischen Messung in der Kunststoffschmelze. Dazu stehen sich in einem Messwerkzeug mit recht-

Korrosivität (a.u.)

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Abtragsrate (µm/h) Bild 2: Elektrochemisch ermittelter Screening-Parameter «Korrosivität» verschiedener Polyamidformmassen als Funktion der in der Plättchenapparatur ermittelten Abtragrate (Material der Plättchen: 1.2379 gehärtet).

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DOS S I ER KUNST ST OFFE, VERBUNDSTOFFE

Elektroden, Oberseite

Bild 3: Messwerkzeug mit fünf Elektrodenpaaren an einem Einschneckenextruder. Die Pfeile markieren die Kontakte der Elektroden an der Oberseite des Schmelzekanals.

eckigem Schmelzekanal zwei Elektroden gegenüber, von denen eine die Prüfelektrode darstellt, die andere die Gegenelektrode (Bild 1). Die Prüfelektrode besteht aus einem Werkzeugstahl, die Gegenelektrode zum Beispiel aus einem Edelmetall. Beide Elektroden sind über ein Elektrometer verbunden. Der sich einstellende Kurzschlussstrom zwischen den Elektroden stellt ein Mass für die Korrosivität der Schmelze dar. Für vergleichende Untersuchungen nimmt man bei der Plättchenapparatur häufig stellvertretend für verschiedene Werkzeugstähle einen wenig abrasions- und korrosionsbeständigen Stahl. Auch bei der neuen elektrochemischen Korrosionsmessung eignet sich so ein Stahl sehr gut als Sonde zur vergleichenden Ermittlung der Korrosivität von Compounds. In Bild 2 ist als Beispiel der Screening-Parameter «Korrosivität» für unterschiedliche Polyamid/Glasfaser-Typen als Funktion der Abtragrate im Plättchenversuch aufgetragen. Es handelt sich dabei sowohl um am LBF hergestellte experimentelle Compounds von PA66/GF mit halogenfreien Flammschutzformulierungen als auch um typische flammgeschützte kommerzielle Polyamid/Glasfaser-Formmassen namhafter Hersteller. Vertreten sind neben PA66 auch Hochtemperaturpolyamide und ein PA6Typ. Neben einem mit bromhaltigem Flammschutzmittel ausgerüsteten Hochtemperaturpolyamid sind alle übrigen Typen

halogenfrei flammgeschützt. Die Korrelation ist sehr gut. Um mehrere unterschied­ liche Werkzeugstähle simultan mit derselben Schmelze testen zu können, wurde ein Messwerkzeug entwickelt, in dem entlang des Schmelzekanals fünf Elektrodenpaare angeordnet sind (Bild 3).

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DOSSIER K U NS T S T O F F E , V E RBUNDST OFFE

Kunststoff schlägt Metall Bild: igus GmbH

Neuer Werkstoff für dauerhaft hohe Drehzahlen setzt sich im Test gegen Sinterlager durch und ist dabei jetzt noch günstiger.

Im igus-Testlabor konnte iglidur L350 mit deutlich niedrigeren Verschleissraten gegenüber Sinterlagern überzeugen, gerade auch bei besonders hohen Geschwindigkeiten.

A

ls Ergebnis kontinuierlicher Forschung und Entwicklung hat igus jetzt einen neuen schmier- und wartungsfreien Werkstoff für besonders hohe Geschwindigkeiten im Dauer­ betrieb vorgestellt. iglidur L350 eignet sich vor allem für den Einsatz in Ventilatoren, Lüftern oder Elektromotoren – und das zu noch einmal geringeren Kos-

ten. In Rotationsversuchen im igus-Testlabor stellte der Werkstoff sein ganzes Potenzial gegenüber metallischen Lösungen unter Beweis.

Geringerer Verschleiss Insbesondere dort, wo permanent schnelle Rotationen vorherrschen, spielen Reibung und Verschleiss eine besonders wich-

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44 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

tige Rolle. Mit iglidur L350 steht jetzt ein weiterer schmier- und wartungsfreier Werkstoff von igus zur Verfügung, der für dauerhaft hohe Drehzahlen ausgelegt ist. Der neue Hochleistungskunststoff für bewegte Anwendungen punktet im Vergleich zu anderen Lösungen wie metallischen Sinterlagern durch die weitaus höhere Belastbarkeit gegenüber Stössen und Kantenpressung. Im igus-eigenen Testlabor zeigte das Lager aus iglidur L350 bei Rotationen von 1,5 m/s ausserdem einen rund dreifach geringeren Verschleiss. Und während Sinterlager bei noch höheren Drehzahlen spürbar an ihre Grenzen kamen, blieben die Reib- und Verschleisswerte bei Gleitlagern aus iglidur L350 konstant niedrig.

anspruchsvollen Umgebungsbedingungen mit Temperaturen von bis zu 210 °C möglich. Aufgrund der geringen Feuchtigkeitsaufnahme ist auch der Kontakt mit unterschiedlichen Medien unbedenklich. Dank kontinuierlicher Forschungen konnte zudem der Preis bei iglidur L350 um 50 Prozent gegenüber vergleichbaren igus-Werkstoffen gesenkt werden. iglidur L350 eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen, von Venti­­ latoren, Lüftern und Elektro­ motoren bis hin zu einfachen Haushaltsgeräten. Es ist die Alterna­ tive zu ölimprägnierten Sinterlagern, sowohl für die ­Erstinstallation wie für den Retrofit. Gleitlager aus iglidur L350 sind online berechen- und bestellbar, der Werkstoff steht da­ rüber hinaus zur Entwicklung und Produktion kundenindividueller Geometrien und Lager­ lösungen zur Verfügung.

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Dabei ist der Einsatz des neuen Werkstoffs dank niedriger Wärmedehnung der Lager selbst in

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Modellroboter Höchste Präzision bei kleinstmöglichem Design im Mediamarkt

n Entwickler in der Automobilindustrie, der Luftfahrt und im Maschinenbau sind auf unverfälschte Messergebnisse angewiesen. Jede Ungenauigkeit kann Entwicklungszeiten verzögern und zusätzliche Kosten verursachen. Der Schweizer Präzisionsanbieter STS bringt mit dem ATM.mini nun ein neues Messinstrument im Westentaschenformat an den Markt, das Ingenieuren Sicherheit bietet. Mit Bestwerten in Sachen Messgenauigkeit von 0,5 Prozent Gesamtfehler über einen Temperaturbereich von –40 °C bis 125 °C werden Drücke bis 100 bar zuverlässig abgebildet. Diese Präzision

bietet der ATM.mini mithilfe des optional verfügbaren «Burn-in»-Verfahrens auch in aufwendigen Langzeittests: Mit nur 50 g Gewicht ist der ATM.mini ein echtes Leichtgewicht. Die geringen Aussenmasse von 17,5x49 mm erlauben es, den Druckmessumformer problemlos an kleinen und verwinkelten Bauteilen zu montieren. Eine Vielzahl verfügbarer Prozess- und elektrischer Anschlüsse bietet Anwendern Flexibilität. Beim Ausgangssignal können Kunden wählen, ob die Messwerte über ein Stromsignal (mA) oder ein Spannungssignal (VDC) übertragen werden.

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Der Antrieb übernimmt die Regie n Frequenzumrichter von NORD DRIVESYSTEMS mit integrierter PLC können bei einer Trennung vom Leitsystem flexibel reagieren und autark einen definierten Zustand herstellen beziehungsweise selbstständig die komplette Regelung der Anwendung übernehmen. Im Havariefall springt eine entsprechend programmierte Antriebs-PLC unmittelbar ein und kann die Antriebsachsen kontrolliert zum Stillstand bringen. Je nach Anwendung ist auch der kontrollierte Weiterbetrieb der Anwendung über die Antriebs-PLC möglich, um Anlagenstillstände zu vermeiden. In verfahrenstechnischen Prozessen lassen sich hiermit Kosten durch verdorbene Chargen reduzieren. Anderswo wird dadurch der Materialfluss in der Fertigung gewährleistet. Da die intelligenten Antriebe über umfangreiche Schnittstellen verfügen und in der Lage sind, Sensor- und Aktordaten auszuwerten, ist ein optimales Agieren in der Anwendung gewährleistet. Doch nicht nur für Störfälle ist diese autarke Steuerungs­ fähigkeit des intelligenten Antriebs bedeutsam – mit einem Trennschalter ist es auch möglich, gezielt auf Vor-Ort-Regelung umzuschalten. Für Einrichtbetrieb, Tests oder

Wartung lassen sich am dezentralen Frequenzumrichter ergänzend Wahlschalter für Laufrichtung und Geschwindigkeit anbringen. Die Programmierung der integrierten PLC-Funktionen erfolgt in den text­ orientierten Sprachen «Strukturierter Text» oder «Anweisungsliste» nach IEC 61131-3. Der Hersteller stellt dafür die Software NORD CON kostenfrei und ohne Lizenzgebühren bereit.

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anwendungen. Zur Einweihung der neuen Ausstellungsfläche in der Mediamarkt-Filiale Dortmund-Oespel liefert roTeg gleich ein bewegtes Testbild in Form eines Robotermodells. Das Original wird als Palettier­ roboter eingesetzt und unterstützt die Industrie beim Versand von Waren aller Art. Die Kunden können jetzt gleich im Laden ihre zukünftige Wunschkamera an dem Mini-Roboter testen. Aufgrund der langjährigen Koopera­tion zwischen den beiden Unternehmen kam es zu der Idee, den Kunden einen technischen Blickfang zu liefern. Das Stück Dortmunder Hightech passt gut zum Sortiment und liefert per QR-Code weitere Einblicke in die Welt der Palettierroboter. n Nicht nur hinter den Kulissen, auch vor den Kulissen werden bei Mediamarkt Roboter eingesetzt: Der Dortmunder Roboterhersteller roTeg stellt für die neue KameraAusstellungsfläche im Mediamarkt Dortmund-Oespel ein Modell eines Palettier­ roboters zur Verfügung. Die Kunden des Elektronikhändlers können die Kameras jetzt direkt am bewegten Objekt testen. Die roTeg AG entwickelt und produziert Industrieroboteranlagen für Palettier-

I N F OS | KON TAKT roTeg AG Brennaborstrasse 54 D-44149 Dortmund Telefon +49 (0)231 725 795 0 www.roteg.de kontakt@roteg.de

Massgeschneiderte Kunststoffprodukte

n Bei Semadeni werden im Bereich Kunststoffbearbeitung verschiedenste Kunststoffprodukte in unterschiedlichen manuellen und maschinellen Fertigungsverfahren hergestellt. Als Ausgangsmaterialien werden Halbzeuge wie Platten oder Rohre aus diversen Kunststoffen verarbeitet. Durch die vielseitigen Bearbeitungsmöglichkeiten von Kunststoff wie Drehen, Thermoformen, Tiefziehen, Schweissen, Kleben, Fräsen (auch CNC) usw. ist das Spektrum an möglichen Fertigprodukten fast grenzenlos. So entstehen bei Semadeni diverse Produkte wie Behälter, Wannen, Abdeckungen, Displays, aber auch ganze Einrichtungen für Labors oder Industrie. Beispielsweise wurde eine modulare, mobile und multifunktionale Handy-Garderobe (siehe Bild) gefertigt, die speziell für aus-

wärtige Anlässe ausgerichtet ist und den individuellen Wünschen und Anforderungen des Kunden entspricht. Handys und Tablets können zum Beispiel während Sitzungen oder Seminaren in dieser Save-Box abgeschlossen und zusätzlich geladen werden. Die breitgefächerten Möglichkeiten von Semadeni sind in einer Broschüre übersichtlich zusammengefasst, welche kostenlos angefordert werden kann. Auch eine individuelle Beratung der Spezialisten von Semadeni ist jederzeit möglich.

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DOSSIER S C H W E I S S E N , S C H N EIDEN

Moderne Schweiss­ schutzgase Das Schweissen stellt für die Produktion in der MEM-Industrie nach wie vor eine Schlüsselrolle dar. Schutzgase haben dabei einen bedeutenden Einfluss auf das Ergebnis und die Wirtschaftlichkeit. Die verschiedenen Werkstoffe stellen unterschiedliche Anforderungen an den Schweiss­ prozess und damit an die Schutzgasatmosphäre. Hierfür wurde eine umfangreiche Palette an massgeschneiderten Gasgemischen entwickelt.

Bild 1: Ar 82 Prozent, CO2 18 Prozent (links), rechts Ar 86 Prozent, CO2 12 Prozent, O2 2 Prozent – weniger Einbrandkerben und bessere Penetration.

S

chutzgase können Inert- oder Aktivgase sein. Sie sind genormt nach EN 14175. Schutzgase müssen auf das chemische und physikalische Verhalten des zu schweissenden Werkstoffes während des Schweissvorgangs abgestimmt werden. Grundlage des Schutzgas-Schweissens ist der inerte Charakter des Basisga-

ses Argon. Dieses einatomige Edelgas geht keine chemischen Verbindungen ein. Argon schützt daher das Schweissgut nicht nur vor dem Zutritt der Luft, sondern verhindert auch unerwünschte chemische Reaktionen mit der Drahtelektrode und dem Schweissbad. Kohlendioxid und Sauerstoff

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46 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

sind die sogenannten Aktivgase. Aus ihnen entsteht im Lichtbogen aktiver atomarer Sauerstoff. Diese aktiven Gase haben entscheidenden Einfluss auf den Werkstoffübergang bei der Metallschutzgas-Schweissung von Stahlwerkstoffen. Verwendet werden heute meist Mischgase mit den Aktivkomponenten O2 und/oder CO2 mit hohem Edelgasanteil Argon. Man spricht von 2-Komponenten-Schutzgasen zum Beispiel bei Ar/CO2 oder Ar/O2-Gemischen, um hier einige typische Vertreter dieser Gasgemische zu nennen.

Eigenschaften der Schweiss­schutzgase Die Art des Schutzgases hat einen wesentlichen Einfluss auf die qualitativen und wirtschaftlichen Aspekte beim Schweissen. Die einzelnen Schutzgase weisen in aller Regel für eine bestimmte Schweissaufgabe eine Kombination von günstigen und weniger günstigen Eigenschaften auf.

Durch geeignet zusammengestellte Gasgemische lassen sich dagegen die vorteilhaften Eigenschaften der Komponenten optimal kombinieren, wobei negative Eigenschaften nebensächlich werden und sich nicht nachteilig auf den Schweissprozess auswirken. Das Schweissschutzgas hat unter anderem Einfluss auf das Aussehen und Geometrie der Schweissnaht, die Stabilisierung des Lichtbogens, die Viskosität, die Einbrandtiefe, das Zündverhalten, die Schadstoffemissionen und die Schweissgeschwindigkeit.

Erhöhte Anforderungen bei unlegiertem Stahl Nach wie vor ist das Schweissen unlegierter Stähle im MAG-Verfahren die wichtigste und umfangreichste Anwendung des Schutzgasschweissens. Meist werden argonreiche Mischgase mit einem Anteil von 18 Prozent CO2 eingesetzt. Unter anderem ausgelöst durch den Einsatz umweltfreundlicher wasserlöslicher Lacke hat es bei dem Schweissen unlegierter Stähle eine grosse Weiterentwicklung gegeben. Diese Lacke reagieren empfindlich auf Schweissspritzer und Schlacken-Inseln auf der Nahtoberseite. Das von Messer entwickelte neue Schutzgasgemisch mit 12 Prozent CO2 und 2 Prozent O2 in Argon ist ein so-


D O S S I ER SC H W EI S S EN, SC H NEI DEN

Bild 2: Ar 100 Prozent (links), rechts Ar 95,5 Prozent, He 3 Prozent, H2 1,5 Prozent.,

genanntes Niederaktivgas, bei dem die wirtschaftlichen Vorteile überwiegen, da die zeitund kostenintensive Nacharbeit erheblich verringert wird. Weniger Spritzer und eine geringere Schlackenbildung sind entscheidende Argumente für den Einsatz der neuen Schutzgase. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei die Abnahme der Schweissrauchbildung (Emissionen). Somit wird auch für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ein überaus wichtiger Beitrag geleistet. Da mit den Niederaktivgasen auch eine sehr hohe Abschmelzleistung erzielbar ist, belegt dies gleichzeitig, dass eine gesteigerte Leistung nicht zulasten der Qualität am Arbeitsplatz gehen muss. Weitere Vorteile sind ein ruhiger und stabiler Lichtbogen, ein feintropfiger Werkstoffübergang und eine feinschuppige, glatte Nahtoberfläche (Bild 1).

und ebenere Naht bieten vielfältige Kostenvorteile. Gleichzeit wird der Verzug reduziert. Das sichere Durchschweissen von Rohren oder Blechen mit grösseren Wandstärken wird gegenüber Argon massiv verbessert. Die Schweissgeschwindigkeit kann wesentlich erhöht werden. Die Nachbearbeitung der Schweissnaht reduziert sich erheblich, womit sich die Wirtschaftlichkeit des TIGSchweissens insgesamt deutlich verbessert (Bilder 2 und 3).

Ein modernes Schutzgas auch für das WIG/TIG-Verfahren Beim manuellen WIG-Schweissen von Edelstählen wird vielerorts reines Argon verwendet. Die beim automatisierten Schweissen bekannten Argon-Wasserstoffgemische mit ­ höheren Wasserstoffanteilen sind für den Handschweisser nahezu unbeherrschbar. Die Lösung brachte ein auf Argon basierendes Dreistoffgemisch mit wenig Helium und einer noch geringeren Wasserstoffbeimengung. Hierbei handelt es sich um ein reduzierendes Gas mit hohem Lichtbogendruck. Der schmalere und tiefere Einbrand, die blankere

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Bild 3: Ar 100 Prozent (links), rechts Ar 95,5 Prozent, He 3 Prozent, H2 1,5 Prozent.


DOSSIER S C H W E I S S E N , S C H N EIDEN

Schmelzbadgeometrie im LaserstrahlMikroschweissen Die Schmelzbadgeometrie während des Mikroschweissens ist für die Auslegung und das Design des Schweissprozesses hilfreich. Daraus lassen sich beispielsweise der Anbindungsquerschnitt und damit die Zugfestigkeit bei Verbindungen im Überlappstoss ableiten.

A

usserdem bestimmt die Schmelzbadlänge die Erstarrungsgeschwindigkeit und damit die Gefügestruktur und mechanische Eigenschaften der Fügeverbindung. Gerade an der Grenze zur unvollständigen Durchschweissung sind jedoch Unterschiede zwischen Schmelzbadlänge auf der Ober- und Unterseite aufgrund der unterschied­ lichen Wärmeleitungssituation zu erwarten.

Versuchsaufbau und -durchführung Um die Schmelzbaddimensionen während des Mikroschweissprozesses zu charakterisieren, dienten Stahlfolien (1.4301) in Materialstärken von 50 und 100 µm Z U M A UT OR Dr.-Ing. Andreas Patschger Gruppenleiter Laserstrahl­ schweissen Ernst-Abbe-Hochschule Jena Carl-Zeiss-Promenade 2 D-07745 Jena

Geschwindigkeit [mm/s]

Telefon +49 (0)3641 205963 www.eah-jena.de andreas.patschger@eah-jena.de

a)

als Proben. Um den Einfluss ­eines Fügespaltes zu vermeiden, erfolgten die Untersuchungen mittels Blindschweissung. Die Vorschubgeschwindigkeit wurde bei konstanter Laserleistung solange erhöht, bis sich eine ungenügende Durchschweissung einstellte. Dieser Schritt wurde bei weiteren Leistungsstufen wiederholt. Dadurch konnte das Prozessfenster bestimmt werden. Da nur die Schweissergebnisse nahe der Prozessgrenze zur unvollständigen Durchschweissung (Einschweissung) für die Auswertung verwendet wurden, ist die Einschweisstiefe s gleich der Materialstärke und durch diese definiert. Aufgrund der Durchschweissung ist die Forderung einer zweidimensionalen Wärmeleitung für die Anwendung der Näherungsgleichungen erfüllt. Als Laserstrahlquelle kam ein SPI Single-Mode-Faserlaser mit einer SCANLAB-Strahlablenkeinheit zum Einsatz. Die Kombination von F-Theta-Objektiv und Kollimatoreinheit ergab einen Fokusdurchmesser

Bezeichnung 500 W CW-M R4 «RS» Hersteller SPI Wellenlänge [nm] 1070 Maximale Leistung [W] 500 Faserkerndurchmesser/Modenfelddurchmesser [µm] 18,5 Strahlprofil Single-Mode Strahlablenkeinheit Intelliscan 20 Hersteller Scanlab Brennweite der Kollimation [mm] 130 Brennweiten F-Theta-Objektive [mm] 420 Fokusdurchmesser [µm] 65* M2 1,1* Rayleighlänge [mm] 2,76* * bei 10 Prozent der Maximalleistung gemessen

Tabelle 1: Verwendetes Lasersystem und Spezifikationen.

von 65 µm (Tabelle 1). Der Schweissprozess wurde mithilfe der Hochgeschwindigkeitsvideografie mit Frameraten zwischen 40’000 und 100’000 f/s und Auflösungen zwischen 2 und 5 µm pro Pixel beobachtet. Die Beobachtung der Schweissnahtwurzel erfolgte mittels Spiegel, der unter der Vorrichtung zum Schweissen platziert wurde.

Experimentelle Ergebnisse zur Schmelzbadgeometrie Bild 2 illustriert schematisch die Schmelzbadgeometrie mit der Schmelzbadlänge an der Oberseite l, der Schmelzbadlänge an der Nahtwurzel lsr sowie die Neigungswinkel der Schmelzbadfront und -rückseite. Bild 3 zeigt

Prozessgrenze Einschweissung Prozessgrenze Schneidregime Einschweissung

g

issun

chwe

hs Durc

Schneidregime

Leistung [W]

Bild 1: a) Vereinfachtes Schema der Schweissprozessgrenzen; b) Mikroschweissbeispiel.

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Frames aus Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von Schmelzbadoberseite und Schweissnahtwurzel, die sich bei der Bearbeitung an der Prozessgrenze zwischen Einschweissung und Durchschweissung ausbildet. Darin wird deutlich, dass die Kapillare nach unten geschlossen und nur die schmelzflüssige Phase zu sehen ist. Mithilfe der Hochgeschwindigkeitsvideografie wurden Schmelzbadlänge an Oberund Unterseite der Probe sowie

b)

der Neigungswinkel der Schmelzbadfront bestimmt. Der Neigungswinkel der Schmelzbadrückseite wurde daraus errechnet. Bild 4 stellt die Ergebnisse der Untersuchung zu den normierten Schmelzbadlängen an Ober- und Unterseite für Einschweisstiefen von 50 und 100 µm in Abhängigkeit der Vorschubgeschwindigkeit dar. Die Schmelzbadlänge der Nahtwurzel steigt mit wachsender Vorschubgeschwindigkeit im Vergleich zur Schmelzbadlänge an der Oberseite in einem geringeren Umfang an. Das beeinflusst den Neigungswinkel an der Schmelzbadrückseite, der mit steigender Geschwindigkeit kleiner wird. Bild 5 zeigt die Neigungswinkel des Schmelzbades an Front und Rückseite. Der Neigungswinkel der Schmelzbadrückseite sinkt konstant bis zu einer Vorschubgeschwindigkeit von zirka 2500 mm/s und verbleibt darüber hinaus bei einem Minimum von zirka 5°. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten unter 1000 mm/s entsteht eine senkrechte Schmelzbadfront. Dabei nimmt der Schmelzbadfrontwinkel mit stei-


D O S S I ER SC H W EI S S EN, SC H N EI D EN

/ Bauteil Schmelzbad Kapillare

Frontwinkel

Rückwinkel /sr

Bild 2: Schematische Schmelzbadgeometrie.

gender Vorschubgeschwindigkeit ab. Es ist erwähnenswert, dass unterschiedliche Einschweisstiefen verschiedene Schmelzfrontwinkel erzeugen. Damit wird die Schmelzbadfront abhängig von der Einschweisstiefe. Tabelle 2 stellt die Ergebnisse der Regressionsanalysen der Schmelzbadneigungswinkel dar. Der P-Wert von 5,8 Prozent des Anstiegs b der Regressionsfunktion für

Einschweisstiefe Bestimmtheitsmass R2 Koeffizient b 95 Prozent Konfidenzintervall von b P-Wert von b Absolutglied a 95 Prozent Konfidenzintervall von a P-Wert von a Beobachtungen

Frontwinkel Rückwinkel 50 µm 100 µm 0,99 0,64 0,84 –0,0056 –0,0028 –0,0062 ±0,0009 ±0,0030 ±0,0020 < 0,001  0,058 < 0,001 57,18 64,67 20,08 ±2,71 ±5,89 ±3,62 < 0,001 < 0,001 < 0,001 5 6 11

Tabelle 2: Ergebnisse der Regressionsanalysen der Schmelzbadneigungswinkel.

den Schmelzfrontneigungswinkel während der Bearbeitung einer Materialstärke von 100 µm bedeutet, dass die Nullhypothese (b = 0) auf einem Signifikanz­ niveau von 95 Prozent nicht abgelehnt werden kann. Dadurch ist ein Zusammenhang zwischen Schmelzbadfrontwinkel und der Vorschubgeschwindigkeit für eine Einschweisstiefe von 100 µm nicht gesichert. In

diesem Fall müssen mehr Ergebnisse gesammelt werden.

Zusammenfassung Die Schmelzbadlänge wurde auf die Einschweisstiefe normiert und in Abhängigkeit der Vorschubgeschwindigkeit dargestellt. Die Untersuchung der Schmelzbadlänge an der Nahtwurzel hat gezeigt, dass die Neigungswinkel an Front und Rückseite des Schmelzbades mit steigender Vorschubgeschwindigkeit wachsen. Die Schmelzbadfront ist bei niedrigen Vorschubge-

schwindigkeiten senkrecht und neigt sich in Abhängigkeit der Einschweisstiefe. Zusätzlich sinkt die Neigung des Schmelzbadwinkels an der Rückseite bis zu einem Minimum und verbleibt dann konstant.

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Bild 3: a) Ansicht der Schmelzbadoberseite; b) Ansicht der Probenunterseite mit Wurzel (df = 65 µm; P = 150 W, v = 575 mm/s; s = 100 µm).

normierte Länge I/s

40 30

Oberseite Unterseite

20 10 0 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 Vorschubgeschwindigkeit [mm/s]

Bild 4: Auf die Einschweisstiefe normierte Schmelzbadlänge l/s für Einschweisstiefen von 50 µm und 100 µm in Abhängigkeit der Vorschubgeschwindigkeit.

90 Neigungswinkel [°]

Senkrechte Schmelzbadfront

s = 100 µm

60 Frontwinkel Rückwinkel

s = 50 µm

30 Rückwinkelminimum 0 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 Vorschubgeschwindigkeit [mm/s]

Bild 5: Schmelzbadwinkel in Abhängigkeit von der Vorschubgeschwindigkeit für Einschweiss­ tiefen von 50 µm und 100 µm. maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER SCHWEISSEN, SCH NEI DEN

CFK-Bauteile mit dem Laser bohren Verbundwerkstoffe, wie beispielsweise kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK), besitzen ein hohes Leichtbaupotenzial und werden daher bereits in grossem Umfang in der Luftfahrt eingesetzt. Diese Materialien besitzen zwar herausragende Eigenschaften wie ein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Stabilität, sind aber nur mit hohem Aufwand zu bearbeiten. Mechanische Verfahren bringen hierbei einen hohen Werkzeugverschleiss und daraus resultierende Qualitätsprobleme mit sich. ier Unternehmen und das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) haben sich in einem neuen Verbundprojekt das Ziel gesetzt, das Laserbohren von Verbundwerkstoffen für den Serien­ einsatz in der Luftfahrtindus­trie weiter zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau von effizienter und an die Erfordernisse der Luftfahrt angepasster Anlagen- und Prozesstechnik.

Laserstrahlung anstelle von Hartmetallbohrern Insbesondere für die Luftfahrt besitzt das Bohren von CFK ein ausserordentliches Marktpotenzial. Steigende Stückzahlen bei den Flugzeugherstellern sowie die hohe Anzahl an Bohrungen für Niet- und Schraubverbindungen erfordern zuverlässige, schnelle und kostengünstige Prozesse, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Hier bietet sich das Laserstrahlbohren als Alternative an. Im Projekt «Laserstrahlbohren von Kompositwerkstoffen für Luftfahrtanwendungen» (LABOKOMP) konzentrieren sich die Projektpartner auf die Entwicklung angepasster Bearbeitungsstrategien unter Verwendung einer neuen, hochgepulsten Laserstrahlquelle. Um den Prozess industrie­ tauglich zu gestalten, soll den Anwendern schliesslich auch eine massgeschneiderte System-, Handhabungs- und Überwachungstechnik zur Verfügung stehen. Nur so kann die hochpräzise und dynamische Handhabung sowie die Bearbeitung

hochqualitativer Serienbauteile gelingen.

Eine Spannvorrichtung für alle Bauteilvarianten Die kleinen und mittelständischen Unternehmen INVENT GmbH und KMS Technology Center GmbH sowie die Grossunternehmen TRUMPF Laser GmbH und Premium AEROTEC GmbH entwickeln in dem Projekt automatisierte Spann- und Positioniersysteme, in die unter anderem eine Schwingungserkennung und -dämpfung integriert wird. Anders als bei vielen konventionellen Trennverfahren kann hier eine einzige Spannvorrichtung für alle Bauteil­ va­ rianten eingesetzt werden. Um einen ganzheitlichen Gesamtprozess zu erreichen, werden zudem die Zu- und Abfuhr von Prozessgasen und Emissi­ onen sowie die Kühlung der Werkstücke optimiert.

Untersuchungen und Werkstoffprüfungen mit dem Ziel, die thermische Belastung von lasergebohrten CFK-Bauteilen zu ­minimieren und gleichzeitig mittels massgeschneiderter Prozessführung die Effizienz zu steigern, bilden die Arbeitsschwerpunkte der LZH-Experten aus der Gruppe Verbundwerkstoffe in der Abteilung Produktions- und Systemtechnik. Neben der Fertigung von Kleinbauteilen in grossen Stückzahlen soll die neuartige Prozessstrategie zukünftig auch auf die Montage von Grossstrukturen übertragen werden.

I N F OS | KON TAKT Laser Zentrum Hannover e.V. Hollerithallee 8 D-30419 Hannover Telefon +49 (0)511 2788-0 www.lzh.de info@lzh.de Bild: LZH

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Effizienter durch massgeschneiderte Laserprozessführung

Laserbohrungen in einem Flugzeugbauteil aus CFK.


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Kleinster Volledelstahl-­ Ultraschallsensor

n Mit dem UMB800 hat Pepperl+Fuchs den weltweit kleinsten Volledelstahl-Ultraschallsensor auf den Markt gebracht. Er besteht vollständig aus FDA-konformen Materialien. Mit einer grossen Reichweite bei sehr kompakter Bauform eröffnet er neue Möglichkeiten für die Automation in hygienischen Bereichen. Die neuen Sensoren der Baureihe UMB800 sind hygienisch verkapselt, ihre Gehäuse vollständig aus V4A-Edelstahl gefertigt. Durch die Oberflächenrauigkeit des Gehäuses von weniger als 0,8 μm wird das mikrobielle Kontaminationsrisiko minimiert. Die Verarbeitung der Aussenhaut ist spaltfrei und hermetisch dicht. Der Sensor widersteht sowohl einer Dampfstrahlbehandlung als auch aggressiven Reinigungsmitteln. Er verfügt über die Schutzarten IP68/ IP69K sowie eine ECOLAB-Zertifizierung.

Beim Einbau in bestehende Anlagen können also alle Reinigungsprozesse unverändert bleiben. Mit Ø 18 mm und 55 mm Länge ist der UMB800 weltweit der kleinste Volledelstahl-Ultraschallsensor auf dem Markt. Die kompakte Bauform schmälert aber nicht seine Leistung: Aus einer Blindzone von nur 70 mm und einer Reichweite von 800 mm ergibt sich ein aussergewöhnlich grosser Messbereich. Der Sensor entspricht den Richtlinien der European Hygienic Engineering and ­Design Group (EHEDG), die verwendeten Materialien sind durchweg FDA-konform.

INFO S | K O NTA K T Pepperl+Fuchs AG Sägeweg 7 CH-2557 Studen Telefon +41 (0)32 374 76 76 www.pepperl-fuchs.ch info@ch.pepperl-fuchs.com

Das Prüfen von Leistungsschaltern vereinfacht

n Mit der neuen Plattform Power Xpert Release (PXR) führt Eaton die nächste Generation an Auslöseelektroniken auf dem Weltmarkt ein. Diese ermöglicht es Technikern, von einem PC aus über eine USB-Verbindung mit der Auslöseelektronik zu interagieren. Die kostenlose Software Power Xpert Protection Manager (PXPM) erlaubt dabei eine komfortable, selbsterklärende und effiziente Bedienung. Das Energiemanagement Unternehmen integriert die neue Technologie nun in seine offenen Leistungsschalter der Serie IZMX und bietet ­Anwendern somit die Möglichkeit, auf einfache Weise auf Informationen des Schalt-

geräts zuzugreifen und Einstellungen vor­ zunehmen. Um kostspielige Ausfallzeiten zu vermeiden, werden Leistungsschalter, die in industriellen Energieversorgungssystemen zum Einsatz kommen, von Endanwendern gerne regelmässig daraufhin überprüft, dass ihr zuverlässiger Betrieb gewährleistet ist. Hierzu gehört die Überprüfung der Schutzfunktionen im Fehlerfall. Die von Eaton entwickelte Lösung – bestehend aus Hard- und Software – ermöglicht es, alle vom Kunden eingestellten Schutzparameter, aber auch die Funktion der internen Wandler sowie die korrekte Verbindung zur Auslöseelektronik zu testen.

INFO S | K O NTA K T Eaton Industries II GmbH Im Langhag 14 CH-8307 Effretikon Telefon +41 (0)58 458 14 14 www.eaton.ch effretikonswitzerland@eaton.com

Im kleinsten Raum ganz gross!

n Speziell wenn es darum geht, in engen Bauräumen den passenden Geber zu ­finden, ist Kübler mit seinem Portfolio an Miniaturdrehgebern die richtige Wahl. Der seit Jahren anhaltende Trend von kompakten Bauweisen hält weiter an und die Anforderungen und Nachfrage an kompakter Sensorik steigen. Vor allem punkto Robustheit und Genauigkeit werden keine Kompromisse eingegangen. Kübler bietet hierfür eine miniaturisierte Familie an inkrementalen Drehgebern, die schon in vielen Anwendungen ihr Können unter Beweis stellen. Die optischen 2400/2420 Drehgeber sind mit einem Durchmesser von lediglich 24 mm nicht nur platzsparend, sondern auch zuverlässig und präzise. Der robuste

Lageraufbau im Safety-LockTM Desgin sowie die kurzschlussfesten Ausgänge unterstreichen die Robustheit des Gebers. Über 12’000 Varianten stehen dem Anwender zur Verfügung, um den passenden Geber für seinen Bauraum auszuwählen. Ein weiterer Vorteil dieser Baureihe ist die schnelle Verfügbarkeit. Kurze Lieferzeiten bei hoher Variantenzahl sowie Standardtypen ab ­Lager sind bei Kübler selbstverständlich. Ihren Einsatz finden die inkrementalen Miniaturdrehgeber vor allem im Bereich kleiner Geräte und bei kompakten Applikationen. Aber auch in der mobilen Auto­ ma­tion, an Türantrieben und in diversen Be­ arbeitungsmaschinen kommen sie zur ­Anwendung.

I N F OS | KON TAKT Fritz Kübler GmbH Am Seeacker 8 D-93326 Abensberg Telefon +49 (0)9443 9186926 www.kuebler.com bernhard.preissler@kuebler.com

Positioniertechnik für Reinraum- und Hubapplikationen

n Mit der reinraumtauglichen LSZ 80 präsentiert BAHR jetzt eine wirtschaftliche Zahnriemenachse für sensible Anwendungen beispielsweise in der Chemieindustrie, Halbleiter- und Solartechnologie. Die weiterentwickelte Positioniereinheit wurde jüngst vom Fraunhofer-Institut für Produk­ tionstechnik und Automatisierung (IPA) nach ISO 14644-1 auf Partikelemission unter Reinraumbedingungen geprüft. Im Test mit Vakuumabsaugung erfüllte sie bei 0,5 m/s Geschwindigkeit und einer Beschleunigung von 1,0 m/s2 die strengen Kriterien der ISO-Klasse 1 und kann damit in Reinräumen der Klasse A betrieben werden. Als weitere Neuheit ist am Messestand die Positioniereinheit GGT/K 90 für Rollstuhl-Liftsysteme, Hebebühnen und andere Hub­ anwendungen zu sehen. Diese kostenopti-

mierte Hubachse mit ein- oder mehrgängigen Trapez- oder Kugelgewindespindeln lässt sich mit Motoren beliebiger Fabrikate kombinieren. Trapez- und Kugelgewindespindeln, Schrauben und Kugellager aus VA-Stahl gewährleistet höchste Korrosionsbeständigkeit. Für Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit sind grossflächige Kunststoffgleitbuchsen in die Führungsschlitten in­teg­riert, die auf innenliegenden Nuten des Achskörpers gleiten. Um Quetschgefahren vorzubeugen, wurden die Magnetschalter in die Nut eingelassen.

I N F OS | KON TAKT Bahr Modultechnik GmbH Nord-Süd-Strasse 10a D-31711 Luhden Telefon +49 (0)5722 99 33-0 www.bahr-modultechnik.de info@bahr-modultechnik.de

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER A NTR E IB E N , B E W E GEN, AUT OM AT ION

Bewegen und Greifen in Bestform Das CR-D Modul.

Mit garantiert kompatiblen Handlingmodulen zum Bewegen und Greifen hat Afag sein Produktprogramm zur Produktions- sowie Montageautomatisierung ausgeweitet und offeriert dem Maschinen- und Anlagenbau neue Dimensionen in der Ausrüstungs-, Nutzungs- und Anwendungsflexibilität.

Die EG/EU12-Familie.

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en Trend zu elektrischen Handlingmodulen weiterhin massgeblich mitgestaltend, setzt Afag seine Strategie der Programmkomplettierung konsequent fort. Neue Elektrogreifer (Baureihen EG-12 und EU-12), Linearachsen (Baureihe ES8, ES12), und Rotationsmodule (Baureihe CR-D 12, 16, 20) im noch kompakteren Format ergänzen die «roten» Präzisionsmodule grösseren Typs, deren bewährte Kombination aus präziser, zuverlässiger Mechanik und pneumatischem oder eben elektrischem Antrieb übernommen und angepasst wurde. Die neuen Module zeichnen sich aus durch eine hohe Leistungsdichte, garantierte Kompatibilität und einfachste Integration sowie Installation.

Elektrogreifer EG und EU Der neue Elektrogreifer-Universal EU-12 hat einen Öffnungsweg von 2x3 mm und eine Greifkraft von maximal 30 N. Der Greifer gewährleistet bei einer Greifzeit von zirka 70 ms sehr schnelle Reaktions-/Zykluszeiten und unterstützt somit wirkungsvoll die Minimierung unproduktiver Nebenzeiten. Die neuen Elektrogreifer EG-12 bie-

Die ES30-Familie.

n Anzeige

52 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

ten einen Hub von 8 mm und eine Greifkraft von maximal 30 N. Der Greifer EG-12 gewährleistet bei Greifzeiten von zirka 80 ms ebenfalls schnelle Reaktions-/Zykluszeiten und hilft, unproduktive Nebenzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Die EG-12 Elektrogreifer gibt es in drei Ausführungen: EG-12 als Greiferantrieb, EG-12/P mit Parallelgreifer oder EG-12/K mit Radialgreifer. Die EG-12/P Greifer weisen einen Öffnungsweg von 2x4 mm und die EG-12/K Greifer einen Öffnungswinkel von 180° auf. Die Einbaulage ist bei beiden Greifer-Typen beliebig. Seitlich und rückseitig sind jeweils Bohrungen angebracht, nämlich 2xM2.5 im Raster 16x16 mm (rückseitig) beziehungsweise 2xØ 3,3 mm im Raster 20x20 mm (seitlich). Es stehen ein digitaler Eingang und zwei digitale Ausgänge zur Verfügung. Die Greifer sind damit direkt an die Steuerung einer SPS oder eines Roboters anzuschliessen, wodurch sich zusätzliche Schaltgeräte erübrigen und auch eine Initialisierung entfällt. Der bürstenlose DC-Motor, eingesetzt bei beiden Modultypen, hat eine Be-

triebsspannung von 24 V bei einem Nennstrom von 28 mA und einem Maximalstrom unter Last von 550 mA. Dank des 24 V DC-Antriebs ist die Leistungsaufnahme gering, zumal der Greifer auch nur dann Leistung abfordert, wenn er in Aktion ist. Den sicheren Betrieb gewährleistet auch bei Stromausfall die integrierte Greifkraftsicherung. Für die Überwachung sorgt ein EC Controller, ein weiteres Steuergerät ist nicht erforderlich!

Linearachsen ES in vier Baugrössen Die neuen Linearachsen der Baureihe ES8 und 12 sind durch eine kompakte Schlitten-Bauweise, mechanische Robustheit und Präzision, geringes Gewicht, hohe Einsatz- und Einbau-Flexibilität sowie Kompatibilität und schliesslich garantierte 40 Milli­ onen Lastwechsel gekennzeichnet. Die ES8-Linearachsen: Hub wahlweise 15 oder 40 mm, Länge 65 und 90 mm, Breite und Höhe in beiden Fällen 40 mm beziehungsweise 16 mm. Die ES12-Linearachsen: Hub wahlweise 20, 60 oder 100 mm; Länge 100, 140 und 180 mm, Breite


D O S S I ER ANTREI B EN, BEW EG EN, AU T O MAT I O N

Die ES12-Familie.

und Höhe in allen Fällen 60 mm beziehungsweise 25 mm. Die ES20-Linearachsen: Hub wahlweise 50, 100, 200 oder 300 mm, Länge 192, 365, 495 mm, Breite und Höhe 40 mm beziehungsweise 54 mm. Die ES30-Linearachsen: Hub wahlweise 50, 100, 200, 300, 400 oder 500 mm, Länge 290, 330, 430, 530 630 und 730 mm, Breite und Höhe 60 mm beziehungsweise 80 mm. Die Afag-Linearachsen erlauben Taktzyklen bis 60 Takte/Minute und damit sehr schnelle Pick&Place-Bewegungsabläufe. Als Antrieb dienen tubulare Linearmotoren. Deren einfacher sowie robuster Aufbau plus die Einkabeltechnik führen zu sehr kompakten elektrischen Handhabungsmodulen. Je nach Baugrösse liegen die Verfahrgeschwindigkeiten zwischen 1,8 und 3,2 m/s bei den Linearachsen ES8 und ES12 beziehungsweise zwischen 3,2 und 6,8 m/s bei den Linearachsen ES20 und ES30. Die hohe mechanische Genauigkeit und ein externes Wegmesssystem gewährleisten Positionier-/Wiederholgenauigkeiten im Bereich von ±0,01 mm.

zentrischen Energiedurchführung und dem damit entfallenden störenden Kabel- und Schlauchgewirr, ist eine hohe Funktions-

und Prozesssicherheit gewährleistet. Der Drehwinkel ist bei allen Rotationsmodulen 0 bis 180°, bei einer Winkelgenauigkeit von ±0,06 beziehungsweise ±0,05°. Die Schwenkzeiten liegen je nach Baugrösse zwischen 0,15 (CR 12D) und 0,35 s (CR 20-D). Die kompakten Rotationsmodule weisen einen hohen Ausrüstungsstandard aus und sind selbstredend mit allen Afag-/epsHandlingmodulen kompatibel.

I N F OS | KON TAKT Afag Automation AG Fiechtenstrasse 32 CH-4950 Huttwil   Telefon +41 (0)62 959 86 86 www.afag.com sales@afag.com

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Afag-Rotationsmodule CR-D in drei Baugrössen und zwei Bauformen Die Rotationsmodule CR-D beziehungsweise CR-ZA-D unterscheiden sich grundsätzlich durch die Auslegung mit zwei (CR-D) oder vier (CR-ZA-D) Positionen. Ansonsten sind sie baugleich und weisen, ausgehend von den jeweiligen Baugrössen CR 12-D, CR 16-D und CR 20-D, auch fast identische Leistungsmerkmale auf. Mit einer zentrischen Energiedurchführung für 4x Pneumatik- und 4x Elektrik-Anschlüsse ausgestattet, sowie freier Wählbarkeit der Leitungsabgänge (4x90°) versehen, wären zum Thema Antriebszuverlässigkeit die mit Goldkontakten belegten elektrischen Schleifringe zu erwähnen. In Kombina­tion mit der maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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Alternative zu Kraftpaketen Mit dem NCFE-Fügemodul erweitert Kistler sein Portfolio elektromechanischer Fügemodule. Das neue Modul ist spezifisch auf einfache Füge­ prozesse ausgelegt – und bietet nun auch Anlagenbauern und Betreibern von Kraftpaketen eine wirtschaftliche Alternative zu konventionellen pneumatischen oder hydraulischen Systemen.

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it dem NCFE lanciert Kistler ein neues Fügemodul, das insbesondere für Anlagenbauer, die heute eigene Fügeeinheiten bauen, und Betreiber von konventionellen Kraftpaketen ent-

wickelt wurde. Damit werden all jenen Kunden, für die sich der Einsatz elektromechanischer Fügesysteme von Kistler bis anhin nicht rentiert hat, komplett neue Möglichkeiten eröffnet.

Das neue Fügemodul ist gezielt auf einfache Fügeprozesse ausgelegt, die sich in Bezug auf Zykluszeiten, Design und Messbereich durch geringe Anforderungen auszeichnen. Im Vergleich zu hydraulischen oder pneumatischen Einheiten überzeugt das Modul NCFE (E für Economy) mit geringem Energieverbrauch, einfachem Handling sowie schneller Inbetriebnahme. Das neue Fügemodul NCFE ist für Anwendungen im Messbereich von 10 bis 80 kN ausgelegt.

Neue Ära für Anlagenbauer und Kraftpakete-Betreiber

Die einheitliche Bedienphilosophie der maXYmos Produktfamilie bietet eine benutzerfreund­ liche und intuitive Bedienbarkeit. Dies unterstützt die einfache sowie schnelle Inbetriebnahme der elektromechanischen NC-Fügesysteme. n Anzeige

Auf dem Gebiet elektromechanischer Fügesysteme besitzt Kistler ein grosses Know-how, das seinen weltweit tätigen Kunden tagtäglich zugutekommt. Bei der Abklärung, in welchen weiteren Märkten die energiesparenden und flexibel einsetzbaren Fügeeinheiten des schweizerischen Sensorherstellers zum Einsatz kommen könnten, hat man bei Kistler zwei besonders wichtige Zielgruppen – nämlich Betreiber von konventionellen, pneumatisch betriebenen Kraftpaketen sowie Anlagebauer – identifiziert. Wie Alexander Müller, Produktmanager im Bereich NC-

Im Vergleich zu hydraulischen oder pneumatischen Einheiten überzeugt das Modul NCFE (E für Economy) mit geringem Energieverbrauch, einfachem Handling sowie schneller Inbetriebnahme.

Fügesysteme, erklärt, sind deren ganz spezifischen Anforderungen jedoch durch das bisherige Fügesystem-Portfolio von Kistler nicht vollständig abgedeckt. Deshalb entschied sich das Produktmanagement, für diese Zielgruppe ein neues Fügemodul zu entwickeln. Laut Alexander Müller eröffnet das neue Modul all je-


D O S S I ER ANT REIBEN, BEW EG EN, AU TO MATI ON

nen Anlagenbauern, die bislang eigene ­Fügesysteme entwickelt hatten, ganz neue Perspektiven. Denn diese erhalten mit dem NCFE-Modul eine wirtschaft­liche Alternative zur Eigenentwicklung. Da sämtliche Systeme vorgetestet sind, ist eine schnelle Inbetriebnahme gewährleistet. Dank der integrierten Sensortechnologie bietet das Modul sowohl Anlagenbauern wie auch Betreibern von Kraftpaketen zudem eine komplette und lückenlose Überwachung und Regelung des gesamten Fügevorgangs. Damit wird neben der Installation auch das Handling deutlich vereinfacht. Das gibt Anlagenbauern die Möglichkeit, gegenüber ihren Kunden mit überzeugenden Argumenten wie Energieeinsparungen, kurzen Lieferzeiten und Flexibilität zu punkten.

Umfassende Kontrolle dank Überwachungssystem Überwacht wird der Fügeprozess durch das Überwachungssystem maXYmos NC: Dieses bewertet und dokumentiert XY-Verläufe von Füge- und Einpressvorgängen in Verbindung mit den NC-Fügemodulen und dem dazugehörigem Servoverstärker IndraDrive. Anhand der Form von Messkurven kann die Qualität eines einzelnen Fertigungsschrittes, einer Baugruppe oder des gesamten Produktes überwacht und über SERCOS III in Echtzeit gesteuert werden. Damit lassen sich optimale Zykluszeiten bei höchster Wiederholgenauigkeit realisieren. Als Konsequenz daraus werden Stillstandszeiten minimiert, die Maschinenverfügbarkeit gesteigert und die Produktivität des ­gesamten Fertigungsprozesses erhöht. Mit der integrierten Ablaufsteuerung (Sequenzer Mode) lassen sich Prozesse abbilden, ohne dabei auf eine aufwändige, externe SPS Programmierung angewiesen zu sein. Die Programme lassen sich über die intuitive Bedienoberfläche des Touch Displays schnell und einfach einrichten. Insgesamt können bis zu 128 Programme gespeichert werden, wobei für jedes der Programme die Möglichkeit besteht, einen unabhängigen Ablauf mit bis zu 255 Elementen zu definieren. Die Auswertung der Prozesse erfolgt anhand von Kurvenverläufen zweier in Relation zueinander stehender Messgrössen, die mit gut (IO) oder schlecht (NIO) bewertet werden. Dazu stehen je Programm zehn Bewertungselemente (Evaluation Objects) zur Verfügung. Prozessabweichungen werden dadurch erkannt und komplexe Verfahrensabläufe geregelt und gesteuert.

Für jede Applikation das passende Fügesystem Alexander Müller fasst den Nutzen für die neuen Anwender in Kürze zusammen: «Im Vergleich zu pneumatischen oder hydrau­ lischen Verfahren verfügt das NCFE-Modul

wie alle Fügesysteme von Kistler über einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Einsparpotenziale des elektrischen Verfahrens liegen bei bis zu 77 Prozent im Vergleich zum hydraulischen und gegenüber dem pneumatischen Verfahren bei 90 Prozent. Aufgrund des niedrigen Wartungsaufwands der Systeme werden die so reduzierten Produktionskosten zusätzlich gesenkt. Ebenso verringert die dank dem Modul erreichte 100 Prozent-Qualitätskontrolle die Ausschussproduktion.» Der für Fügesysteme zuständige Produktmanager ist besonders stolz darauf, dass Kistler mit dieser wirtschaftlichen Neuentwicklung die hochentwickelte NCFügetechnologie nun auch auf einem erweiterten Markt anbieten kann: «Mit der neuen Bandbreite – von den kompakten Highend-Fügemodulen (NCFH) bis hin zu den einfachen Fügeeinheiten (NCFE) – bietet Kistler für jede Anforderung das passende System. Und dank der flexiblen Schnittstellen, die im maXYmos NC standardmässig inkludiert sind, ist eine nahtlose Integration in die übergeordnete Produktionsumgebung möglich. Damit haben wir als weltweit tätiger Fügesystemanbieter ein wichtiges Etappenziel erreicht: Mit dem NCFE-Modul unterstützen wir unsere Kunden jetzt noch gezielter in ihrem Bestreben, Kosten und Zeit zu reduzieren und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit im Markt nachhaltig zu stärken!»

INFO S | K O NTAKT Kistler Instrumente AG Eulachstrasse 22 CH-8408 Winterthur Telefon +41 (0)52 224 11 11 www.kistler.com info@kistler.com


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Mehr Dynamik in der Servotechnik Die aktuellen Marktanforderungen in der Servotechnik stellen die Hersteller vor vielfältige Herausforderungen. Zunehmend benötigen die Kunden kompakte Antriebe mit hohen Beschleunigungsmomenten. Eine innovative Wickeltechnik bildet die Grundlage für die geforderte Performancesteigerung.

erreicht. Damit lassen sich sowohl niedrige als auch sehr hohe Drehzahlen mit geringen Eisenverlusten realisieren. Diese Wickeltechnik sowie die Optimierung der Magnet- und Schnittgeometrie ermöglichen eine ausgezeichnete Regelbarkeit und Wirkungsgrade von bis zu 94 Prozent.

Kompakt und energieeffizient

Vergleich Läuferblech HMP (links) und HMD (rechts).

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eltweit steigt der Bedarf an dynamischen und äusserst individuellen Antriebslösungen. Oftmals ist es schwer, mit einem Standardprodukt den verschiedenen Kundenwünschen zu entsprechen und erst recht die unterschiedlichen technologischen Anforderungen der Märkte Asien, Europa und USA gleichzeitig zu bedienen. Die Firma Heidrive, Antriebsspezialist seit mehr als 70 Jahren, setzt hier auf ein ausgefeiltes Baukastensystem, das stetig erweitert und angepasst wird. Damit lassen sich inzwischen rund 5,5 Millionen verschiedene Antriebe aus unterschiedlichen Komponenten konfigurieren.

Dynamisch, kompakt, individuell Seit 2012 bietet Heidrive die Baureihe HeiMotion Premium (HMP) für den europäischen Markt an. Für diese werden möglichst viele Komponenten aus der bestehenden HMC-Baureihe verwendet, um die Teilevielfalt und somit die Kosten zu reduzieren. Mit Abnahmen wie

UL/CSA wird die HMP-Baureihe den Anforderungen des euro­ päischen Marktes gerecht. Temperatursensoren sowie gängige Steckeranschlüsse sind in dieser Baureihe Standard. Des Weiteren kann der Kunde aus acht verschiedenen Gebersystemen auswählen. Damit bleibt kein Wunsch mehr offen. Die Geberschnittstelle wurde so konzipiert, dass jeder Geber am Ende der Montagestrecke an den Motor angebaut werden kann. Die nötige Teilevielfalt sinkt damit um bis zu 75 Prozent. Durch zusätzliche Motorschnitte stehen in der HMP-Baureihe die Flanschmasse 40, 60, 80, 100, 130 und 190 mm zur Verfügung. Diese Masse decken einen Leistungsbereich ­ von 50 W bis 15 kW und ein Stillstandsmoment von 0,2 bis 110 Nm ab. Bei beiden Baureihen wird eine sehr kompakte verteilte Wicklung verwendet. Diese einzigartige Kompaktheit wurde durch langjährige Erfahrung und intensive Optimierungen zur Reduzierung der Wickelkopfhöhen

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Zunehmend werden vom Markt Antriebe mit sehr hohen ­Beschleunigungswerten beziehungsweise mit einem sehr dynamischen Verhalten gefordert. Auch die Kompaktheit und Energieeffizienz der Antriebe stehen im Zentrum der Kundenwünsche. Die bevorzugten Anwendungsbrachen sind hier die Automatisierung, Robotik sowie die Welt der CNC-MaschinenHersteller. Die neue dynamische Baureihe HeiMotion Dynamic (HMD) wurde gezielt auf diese Anforderungen abgestimmt. Die HMD-Motoren zeichnen sich durch ihr äusserst dynamisches Verhalten und ihre Robustheit aus. Die Dynamik wird zum einen durch eine Materialoptimierung am Läufer und zum anderen durch eine Baulängenreduzierung ermöglicht. Letztere wurde durch eine konzentrierte Wicklung (Wicklung um einen Zahn) erreicht. Dabei werden

Kupferschichten über einzelne Zähne mittels einer Flyerwicklung ohne Kreuzungen automatisch aufgetragen. Auf diese Weise wird die Querschnittsfläche der Nut optimal ausgenutzt. Dies resultiert in einem Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent. Die Wickelköpfe werden gegenüber der bestehenden und bereits optimierten Baureihe durch diese Wicklungsart nochmals verkürzt. Zudem wurden die Trägheitsmomente im Läufer um bis zu 35 Prozent reduziert. Damit ist eine äusserst hochdynamische Baureihe entstanden, die sich sämtlicher Optionen des bestehenden Servobaukastens bedient. Die Winkelbeschleunigung an einem Motor mit einer Leistung von 1000 W (3,5 Nm bei 3000 rpm) konnte von 100’000 auf 175’000 rad/s2 angehoben werden. Damit lassen sich nun auch hochdynamische Anforderungen des Marktes voll realisieren. Die mit dieser Wicklungstechnologie einhergehende Verschlechterung der Rastmomente konnte mittels FEM-Berechnungen, die allen Schnitt­ berechnungen zugrunde lagen, gänzlich vermieden werden. Es gelang sogar, die Rastmomente durch Schränkung einzelner Magnetsegmente und Optimierung der Polübergänge um über 50 Prozent zu verringern. So ergeben sich Rastmomente von weniger als einem Prozent des Stillstandmoments. Diese neue Wicklungsart erhält auch einen Vollverguss unter Vakuum. Die Spule wird thermisch ideal an das Blech­ paket und an das Motorgehäuse angebunden. Dabei wird die Verlustwärme optimal abgeführt, was insgesamt zu einem thermisch gesunden Gesamtsystem

Vergleich Spulenwicklung HMP (links) und HMD (rechts).


D O S S I ER ANTREI B EN, BEW EG EN, AU T O MAT I O N

25 Prozent Baulängenreduzierung bei 75 Prozent höherer Dynamik.

führt. Mechanische Einflüsse von aussen, wie beispielsweise Erschütterungen, haben durch den vollständigen Einschluss in die Vergussmasse keinerlei Auswirkungen auf die Stabilität der Wicklungen. Auch die elektrische Stabilität wird positiv be­ einflusst. Zwischen die einzelnen Drähte dringt Vergussmasse ein und bildet eine zusätzliche isolierende Schicht. Verbleibende Luft wird durch den Vakuumverguss komplett aus der Spule entfernt. Teilentladung und Koronabildung zwischen den einzelnen Drähten sind dadurch praktisch nicht möglich, was sich positiv auf die Lebensdauer der Antriebe auswirkt.

Höhere Leistung Die Forderungen des Marktes nach 24/48-V-fähigen Antriebslösungen mehren sich deutlich. Solche Kleinspannungen wurden bislang nur auf Kundenwunsch und somit in Verbindung mit einer mehrwöchigen Lieferzeit umgesetzt. Nun wird mit der HMD-Baureihe eine eigene Niederspannungsbaureihe angeboten, welche in der Standardlieferzeit von unter zehn Tagen bereitgestellt werden kann. So können die veränderten Marktbedarfe künftig schneller und flexibler abgedeckt werden. Durch den Anbau eines Servomoduls lassen sich die Standardmotoren zu einem hochperformanten dezentralen

Antrieb erweitern. Diese Antriebstechnologie kann bis 750 W Nennleistung realisiert werden. Höhere Leistungen sind aufgrund des damit verbundenen steigenden Stromes im Dauerbetrieb nicht sinnvoll. Der bereits erwähnte Spulenverguss ermöglicht den Betrieb der HMD-Baureihe auch am 480-V-Netz. Hinsichtlich der Spannungsspitzen, die durch immer leistungsstärkere Endstufen auftreten, übernimmt der Hersteller eine Gewährleistung bis zu 16 kV. Mit der neuen HMD-Baureihe ging auch eine Erweiterung der Drehmomentabstufung einher. Die Abstufung der Stillstandsmomente wurde so ergänzt, dass nun beim Baugrössensprung zweier Motoren das gewünschte Drehmoment von beiden Motoren realisiert werden kann. Für ein und dasselbe Drehmoment steht somit sowohl ein langer schlanker und dadurch sehr dynamischer Motor als auch ein grösserer, aber äusserst kurzer und dadurch sehr kompakter Motor zur Verfügung. Die neue HMD-Baureihe stellt keine unabhängige Baureihe dar, sondern vielmehr eine Erweiterung des bereits etablierten HeiMotion-Servosystems. Sämtliche Schnittstellen sind identisch, lediglich der Magnetkreis (Wicklung und Läufer) wurde einer Weiterentwicklung

unterzogen. Folglich können sämtliche Optionen (Geber, Bremse, Stecker, Kappen, Planetengetriebe usw.) des bestehenden Baukasten verwendet werden. Durch den Rückgriff auf bewährte Komponenten wurde in kurzer Zeit eine dritte Baureihe für den Kunden kreiert.

I N F OS | KON TAKT Heidrive GmbH Starenstrasse 23 D-93309 Kelheim Telefon +49 (0)9441 707-0 www.heidrive.de info@heidrive.de

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Dynamische Hub-Dreh-Module Konstrukteure können mit Hub-Dreh-Modulen zum Beispiel in der Automatisierungstechnik noch dynamischere Anwendungen realisieren. Heben und Drehen sind in der Automation häufig vorkommende Bewegungen. Meist sind jedoch für jede Funktion zwei unterschiedliche Maschinenelemente im Einsatz. Dies erfordert nicht nur mehr Platz, auch das komplette System wird deutlich schwerer. Das Hub-Dreh-Modul kombiniert beide Funktionen in eine Einheit.

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it den Hub-Dreh-Modulen kombiniert die Firma Tretter die Eigenschaften eines Kugelgewindetriebes und einer Drehmomentkugelbuchse.

Antriebszustände realisieren, die zu unterschiedlichen Bewegungszuständen der Hub-DrehSpindel führen: linear, rotativ und spiralförmig.

Einfache Montage: Kompakter und genauer Um diese Bewegungsprofile umzusetzen, ist bei den Hub-DrehModulen nur eine Spindel erforderlich. An dieser ist in der Regel ein weiteres Element befestigt, beispielsweise ein Greifer. Konventionelle Lösungen benötigen dagegen mindestens zwei Elemente, haben deshalb ein wesentlich grösseres Bauvolumen und müssen im Regelfall grösse-

Verschiedene Bewegungs­ abläufe möglich Wie bei einer Gewindespindel ist beim Hub-Dreh-Modul die Welle mit einer Spiralnut versehen, zusätzlich sind noch mehrere Längsnuten wie bei einer Drehmomentwelle eingearbeitet. Auf dieser Spindel mit Längsnuten (Hub-Dreh-Spindel) sind zwei drehbar gelagerte Flanschmuttern angeordnet, die jede für sich, in der Regel durch einen Servomotor, angetrieben werden kann. Damit lassen sich einzelne beziehungsweise kombinierte

Bei der Bauweise SPBF kommt anstelle der drehbar gelagerten Drehmomentkugelbuchse eine standardmässige Flansch-Drehmomentkugelbuchse zum Einsatz. Das Modul eignet sich damit für lineare Positionieraufgaben.

Mit dem Hub-Dreh-Modul können Konstrukteure in der Automatisierungs­ technik sehr kompakte und dynamische Lösungen realisieren. Die Ausführung SPBR eignet sich für einzelne und kombinierte Positionier-, Linear- und Drehbewegungen.

re Massen bewegen. Die Antriebe bei den Hub-Dreh-Modulen können somit im Vergleich zu andere Lösungen zumindest theo­ retisch kleiner dimensioniert werden. Ebenfalls kann der Konstruktions- beziehungsweise Montageaufwand noch weiter reduziert werden, da lediglich ein Modul ausgerichtet und montiert wird. Die oben genannten Punkte erlauben dem Hub-DrehModul welches für spielfreie Bewegungen leicht vorgespannt ist, Bewegungsabläufe mit einer noch höheren Positionierge­ nauigkeit umzusetzen.

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/ Gutes noch besser machen. War das Entwicklungsziel der neuen Gerätegeneration der TransPocket 150/180. Ein vollkommen digitalisiertes, intelligentes Resonanz-Konzept ermöglicht eine schnellere Regelung. Die Folgen sind eine verbesserte Zündung, weniger Spritzer und ein höchst stabiler Lichtbogen. Zusätzlich ist das optimierte Gerätegehäuse robuster und widerstandsfähiger denn je. Mehr unter www.fronius.ch

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DO S S I ER A N T R EIBEN, BEWEGEN, AUT OMATI ON

Der Vergleich zeigt eine konventionelle Lösung und die Umsetzung mit dem Hub-Dreh-Modul bei gleichem Maximalhub. Konstrukteure haben mit der kompakten Einheit von Tretter deutliche Platzvorteile.

Zwei verschiedene Ausführungen Erhältlich sind die Hub-DrehModule in den Typen SPBR und SPBF. Sie unterscheiden sich in ihrer Bauweise und Bewegungsablaufmöglichkeiten. –– Bei der Ausführung SPBR befinden sich auf der Hub-DrehSpindel eine Rotations-Kugelgewindemutter und eine Rotations-Drehmomentkugelbuchse. Sie eignet sich für einzelne oder kombinierte Positionier-, Linear- und Drehbewegungen. Vorzugsweise wird diese Ausführung für die Z-Achse von Scara-Robotern, Montage- oder Beschickungsautomaten sowie für Werkzeugwechsler in Werkzeugmaschinen eingesetzt. Erhältlich ist sie für die Spindeldurchmesser 16, 20 und 25 mm. Beim Spindeldurchmesser 16 mm beträgt die maximale Spindellänge 1,5 m, bei den anderen beiden zwei Metern. Alternativ ist die Hub-Dreh-Spindel auch als Hohlspindel beziehungsweise Hohlwelle verfügbar, um beispielsweise Energiezuleitungen einfach zu integrieren. –– Soll das Modul nur eine Hubbewegung ausführen, kommt anstelle der drehbar gelagerten Drehmomentkugelbuchse eine standardmässige FlanschDrehmomentkugelbuchse zum Einsatz. Diese Bauweise mit der Bezeichnung SPBF lässt mechanisch nur eine Hubfunktion zu und eignet sich besonders für lineare Positionieraufgaben unter beengten Platzverhältnissen an. Sie ist in den gleichen Grössen und Längen wie die Bauweise SPBR lieferbar.

Auf Anfrage sind Bearbeitungen nach Kundenzeichnung möglich.

INFO S | K O NTA K T Dr. TRETTER AG Schaffhauserstrasse 96 CH-8222 Beringen Telefon +41 (0)52 670 06 10 www.tretter.ch info@tretter.ch maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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Roboter flexibler nutzen Bilder: Winkel GmbH

Die Automatisierung nimmt quer durch alle Branchen rasant zu, und mit ihr der Einsatz von Industrierobotern. Zahlreiche Produktions- und Logistikprozesse, etwa in der Automobilindustrie, im Maschinen- und ­Anlagenbau, in der Lebensmittel- oder der Elektronikbranche, wären ohne sie längst nicht mehr vorstellbar.

Mit den Linearachsen von Winkel lässt sich der Arbeitsraum eines 6-Achs-Roboters einfach und effektiv vergrössern.

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ür die nötige Mobilität der stählernen Helfer sorgen die Roboterachsen des Lineartechnik-Spezialisten Winkel: Diese sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und decken damit ein besonders breites Anwendungsspektrum ab. Vor allem überzeugen die Winkel-Produkte durch herausragende Dynamik und Präzision.

Mehr Bewegungsfreiheit Die Achsen kommen dann zum Einsatz, wenn sich ein Industrie-

roboter zur Bewältigung seiner Aufgabe linear bewegen muss – beispielsweise entlang einer Fertigungsstrasse. Kombiniert mit einer oder zwei zusätzlichen Linearachsen lässt sich der Arbeitsraum eines 6-Achs-Roboters einfach und effektiv vergrössern. Winkel bietet ein umfangreiches Produktsortiment mit Achsen für sämtliche Robotertypen und Fabrikate. Die Roboter lassen sich sowohl stehend, seitlich oder hängend aufgeständert als auch auf einem Sockel oder bo-

Anwender können mit den Roboterachsen ein wesentlich flexibleres Werkstückhandling realisieren und damit Fertigungs- und Logistikprozesse schneller und effizienter gestalten.

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dengebunden montieren. Ihr Gewicht kann dabei – je nach Achsentyp – zwischen 300 und 10’000 kg betragen. Auf einer längeren Verfahrachse hat der Anwender zudem die Möglichkeit, mehrere Roboter unabhängig voneinander zu bewegen.

gekapselte Achsen an. Der Anwender kann mit den Roboterachsen ein wesentlich flexibleres Werkstückhandling realisieren und damit Fertigungs- und Logistikprozesse schneller und effizienter gestalten. Auch das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis der Winkel-Lösungen überzeugt: Durch die gesteigerte Produktivität hat sich die Investition oft schon nach kurzer Zeit amortisiert.

Effiziente Produktion Die Linearachsen werden mit gehärteten Zahnstangen und Ritzeln angetrieben. Als Führungselemente kommen wahlweise gehärtete Kugelumlaufführungen oder Flachführungen zum Einsatz. Dies macht die Achsen besonders präzise: Die Wiederholgenauigkeit liegt bei allen Winkel-Modellen unter ±0,1 mm. Mit Verfahrgeschwindigkeiten von über 2 m/s sind die Roboterachsen zudem äusserst ­ dynamisch. Ihre Stahlprofilbauweise macht sie besonders steif und damit robust. Darüber hinaus sorgt eine Zentralschmierung für einen geringen Wartungsaufwand. Für einen besseren Schutz der Achsen sind diese auch mit einer Abdeckung erhältlich – etwa für den Einsatz in staubiger oder verschmutzter Umgebung. Auch für Schweiss- oder Klebebereiche bietet Winkel spezielle,

I N F OS | KON TAKT Haudenschild AG Lidwil 10 CH-8852 Altendorf Telefon +41 (0)55 225 40 50 www.haudenschild.com haudhaudenschild.com www.winkel.de

Das Gewicht des Roboters kann je nach Achsentyp zwischen 300 und 10’000 kg betragen.


D O S S I ER ANTREI B EN, BEW EG EN, AU T O MAT I O N

Reduktion von Anlagekosten Aufgrund der unklaren Standards haben sich im Getriebemarkt für verschiedene Branchen herstellerspezifische Normen durchgesetzt. Das geht so lange gut, wie der jeweilige Hersteller das Getriebe noch herstellt und zu den gleichen Konditionen liefert.

WG20-Getriebeprogramm besteht aus Stirnrad-, Flach- und Kegelstirnradgetrieben.

M

uss ein Getriebe mit einem anderen Fabrikat ersetzt werden oder/und ändert der Anbieter des Originalgetriebes die Konditionen zu Ungunsten des Kunden, sieht sich dieser in der Situation, dringend eine Alternative finden zu müssen. Daher bietet es sich an, ein Getriebe zu wählen, das den Anbaumassen der am Markt etablierten Vor­ gaben entspricht und somit eine schnelle Austauschbarkeit ermöglicht. EMWB liefert für eine grosse Vielfalt an Antriebsproblemen die richtige Lösung. Durch das breite Know-how in der Antriebstechnik kann EMWB von der fertigen Lösung mit Normkomponenten bis hin zu einer vollkommen kundenspe­ zifischen Lösung alles anbieten. So verhält es sich auch bei den Getriebemotoren. Ein grosser Mehrwert schafft EMWB für den Kunden durch die Aufnahme der WATT DRIVE WG20-Getriebereihe in das Portfolio.

Hoher Wirkungsgrad und kompatibel Das WG20-Getriebeprogramm besteht aus Stirnrad-, Flach- und Kegelstirnradgetrieben mit Drehmomenten zwischen 50 und 600 Nm. Die Getriebe überzeugen bereits zweistufig durch einen grossen Übersetzungsbereich und erzielen dank des

eingesetzte Druckgussverfahren hat nicht nur den Vorteil einer glatten Oberfläche, die für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen geeignet ist, sondern besitzt auch eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Verstärkt wird diese ­Eigenschaft zusätzlich durch das Gehäusedesign. Die intelligent konzipierte Oberfläche begünstigt die Wärmeableitung aus dem Getriebeinneren und trägt so zu einem effizienteren Betrieb und einer längeren Lebensdauer bei.

Sehr laufruhig durchdachten Designs hohe Wirkungsgrade. Ausserdem weisen die Produkte der WG20-Reihe nur äusserst geringe Verlustenergie auf. Dies wird zum einen durch kleine Umfangsgeschwindigkeiten in der Eintriebsstufe und zum anderen durch eine Verringerung der Planschverluste aufgrund der optimierten Schmierstoffmenge erreicht. Diese Eigenschaften wirken sich auch positiv auf die Lebensdauer der Getriebe aus. Unter normalen Einsatzbedingungen sind sie wartungsfrei und lebensdauergeschmiert. Für maximale Anwenderfreundlichkeit wurden die Gehäuse der neuen Getriebereihe marktkonform gestaltet. Das Design entspricht in den entscheidenden Anschlussmassen den am Markt etablierten Vorgaben und ermöglicht so eine direkte Austauschbarkeit. WG20-Getriebemotoren sind daher nicht nur für den Einsatz in neuen Anwendungen geeignet, sondern können als Ersatz oder zur Optimierung auch ohne Probleme in bestehende Anlagen integriert werden. Bei der Gestaltung der neuen Getriebereihe legten die Entwickler besonderes Augenmerk auf die robuste Konstruktion der Gehäuse und setzten auf die Verwendung von leichtem Aluminium. Das in der Fertigung

Die Getriebe der WG20-Reihe zeichnen sich durch hohe Laufruhe aus. Die Verwendung hochwertiger Komponenten garantiert von Grund auf einen geräuscharmen Betrieb. Auch der flexible Zahnradbaukasten trägt zur Reduktion der Geräuschentwicklung bei. Durch das klein gehaltene Motorritzel ergeben sich geringere Umfangsgeschwindigkeiten in der ersten Stufe und eine verminderte Geräuschentwicklung. Besonderer Vorteil der modularen Getriebeanbaumotoren ist das Baukastensystem, mit dem sich die Standardausführung vielseitig erweitern und entsprechend der Kundenwünsche anpassen lässt. Als Motormodule erhältlich

sind unter anderem Brems- und Doppelbremssysteme, Fremdlüftung, erweiterte Anschlusskastensysteme, Gebersysteme innerhalb oder ausserhalb der Lüfterhaube, Rücklaufsperre, Schutzdach und Handrad. Die WG20-Reihe bietet folgende Vorteile: –– Marktkonforme Anschlussmasse –– Umschaltbar auf unterschiedliche Weltspannungen –– Zertifizierungen für internationale Märkte –– Weiter Drehzahlbereich –– Hoher Wirkungsgrad –– Niedriger Geräuschpegel –– Wartungsfrei und lebens­ dauergeschmiert –– Erweiterung durch verschiedene Motormodule –– Temperaturüberwachung ohne Zusatzkosten –– Umschaltung auf 100 beziehungsweise 120 Hz-Kennlinie im Frequenzumrichterbetrieb –– Reduktion der Betriebskosten für Anlagenbetreiber –– Durch marktkonforme Anschlussmasse einfache Austauschbarkeit ohne Umbau der Anlage –– Geringe Wartungskosten –– Flexibilität und Ersparnis für Einkauf, Technik und Lagerhaltung –– Innovativer Produktkonfigurator

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NE WS & T R E N D S A D V E RT O R IA L S

n Die SNV ist seit fast 100 Jahren die nationale Dachorganisation für Normung in der Schweiz. Eine ihrer Kernaufgaben ist es, die internationale Zusammenarbeit in der Normung sicherzustellen und die Interessen unserer Mitglieder in der International ­Organization for Standardization (ISO) und dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) zu vertreten. Ohne dieses wichtige Mitspracherecht wäre die Schweiz im internationalen Normungsprozess benachteiligt oder bliebe ganz davon ausgeschlossen. Das hätte schwerwiegende Folgen für die Innovationskraft unserer Wirtschaft. Als exportorientiertes Land ist es besonders ­ wichtig, stets auf dem aktuellsten Stand der Normung zu sein und sich vor allem auch daran beteiligen zu können. Die treibende Kraft dahinter sind somit nicht der Gesetzgeber, die Behörden oder staatliche Regulatoren, sondern interessierte Kreise selbst – zum Beispiel Organisationen, Verbände und Schweizer Unternehmen. Auf dem Weg zum globalen Konsens von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft gehören internationale Normen zu den entscheidenden Schlüsselfaktoren. Gerade in den zukunftsweisenden Bereichen Umwelt-, Energie- und Risikomanagement sowie Qualitätssicherung und soziale Verantwortung ist das Thema sehr aktuell. Einfluss nehmen oder beeinflusst werden? Normen werden nicht «von oben» diktiert, sondern von Fachleuten aus verschiedenen Branchen entwickelt. Mehr als 600 Unternehmen und Institutionen nutzen bereits die Vorteile einer Mitgliedschaft bei der SNV. Sie beeinflussen aktiv den Normungsprozess, lassen sich aus erster Hand über technische Entwicklungen informieren und profitieren von den Rabatten auf Produkte und Dienstleistungen. Konkrete Anforderungen aus der Praxis, Richtlinien und Gesetze bilden die Basis. Die SNV koordiniert die Organisation und die internationale ­Vernetzung. Sie steuert die zahlreichen Projekte und ist die offizielle Vertreterin der Schweiz in Sachen Normung.

Strategische Notwendigkeit für ihr Unternehmen Die Mitwirkung am Normungsprozess ist eine strategische Notwendigkeit. Markt­ fähig wird auf Dauer nur sein, wer aktiv bei der Entstehung von Normen mitwirkt. In den Normungsprozess involvierte Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen von Anfang an richtig entwickeln und vermarkten. Sie gestalten die Rahmenbedingungen mit und können im richtigen Moment Folgeprodukte entwickeln und so ihre Marktposition langfristig sichern und verbessern. Sichern Sie sich diese Vorteile: – Informationsvorsprung über geplante Normen, Normen in Entstehung und ­publizierte gültige Normen – Mitsprache in einem nationalen Normenkomitee, welches eine Thematik von Ihrem Interesse behandelt – Einflussnahme auf nationale, europäische und internationale Normen in ­Entstehung oder Überarbeitung – Zugang zum gesamten Normenportfolio des jeweiligen Komitees

INFO S | K O NTA K T SNV Schweizerische Normen-Vereinigung Bürglistrasse 29 CH-8400 Winterthur Telefon +41 (0)52 224 54 54 www.snv.ch info@snv.ch

62 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Cloud-System für Profinet n Das neue Proficloud-System von Phoenix Contact macht die weltweite, standortübergreifende Kommunikation und Steuerung von Maschinen und Anlagen einfach und sicher. Die einzigartige Kombination aus ­ dem Profinet-Standard und ProficloudDiensten bietet neue Möglichkeiten für die Automatisierung. Das Proficloud-System besteht aus ­einem Koppler, der Steuerung, der Proficloud-Lizenz und den Proficloud-Diensten. Die Installation funktioniert einfach und schnell: Der Anwender baut sein Auto­ matisierungsnetzwerk in seiner gewohnten Entwicklungsumgebung auf. Am lokalen Standort ist der Proficloud-Koppler installiert, der das lokale Profinet-Netzwerk über das Internet mit der Proficloud verbindet. An den dezentralen Standorten verbinden sich die Profi­ cloud-fähigen Steuerungen über das Internet mit der Cloud. Ohne weitere Konfiguration oder zusätzliche Programmierung erscheinen nun die dezentralen Geräte wie lokale Teilnehmer im ProfinetNetzwerk. Die TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security) sorgt für Datensicherheit. Die Proficloud bietet die Möglichkeit, selbst entwickelte Anwendungen oder Dienste aus dem Internet in das ProfinetNetzwerk zu integrieren. So können bei-

spielsweise Wetterdaten aus dem Internet abgefragt werden. Durch Eingabe der Längen- und Breitengrade erhält das System aktuelle oder prognostizierte Wetterinformationen, die für Anwendungen aus vielen Industrien relevant sind. Ein weiteres Beispiel ist der Proficloud-Dienst Cloud Service Calc (Berechnungen). Mit diesem Dienst werden aufwändige Rechenoperationen in die Cloud ausgelagert. Der Programmieraufwand wird deutlich reduziert und bislang nicht umsetzbare Berechnungen werden zum Teil ermöglicht.

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Kompaktschiebereinheiten für kleinste Einbauräume Bild: Meusburger

Normen und ihre Bedeutung

n Mit den neuen Kompaktschiebereinheiten bietet Meusburger eine schlanke Schiebervariante speziell für kleine Einbauräume. Neben der Grösse überzeugen die einbaufertigen Ausführungen auch durch ihre Qualität. Hohe Verschleissfestigkeit sowie beste Gleiteigenschaften werden durch die DLC-beschichteten Schieber ermöglicht. Gerade für komplexe Formen werden Schiebereinheiten mit kleinen Einbaumassen benötigt. Speziell dafür bietet Meusburger die neuen, hochpräzisen und einbaufertigen Kompaktschiebereinheiten in extrem schlanken Bauformen. Die grossen Eckenradien der rechteckigen Kompaktschiebereinheiten gestalten den Einbau sicher und einfach. Somit kann auf eine umständliche Verdrehsicherung verzichtet werden. Die DLC-beschichteten Schieber – aus 1.2343

mit 54 HRC – bieten nicht nur eine hohe Verschleissfestigkeit, sondern auch beste Gleiteigenschaften. Dank der ESU-Güte eignen sich die Schieber bestens für Hochglanzpolituren. Ein zusätzliches Abstimmen der Schieber-Vorspannung ist mit der mitgelieferten Abstimmplatte einfach möglich. Zur Auswahl stehen zwei Ausführungen der Kompaktschiebereinheiten mit je drei Varianten: Die Ausführung E3360 kann einfach und zeitsparend über die Trennebene oder von der Rückseite aus montiert werden. Für den Einsatz bei sehr geringem Platzangebot bietet Meusburger die Kompaktschiebereinheit E 3330. Je nach Variante ist der Einbau auch um 180° gedreht möglich.

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D O S S I ER MESS E: LO G I MAT

Grösste Intralogistikmesse in Europa Mit ihrer 15. Veranstaltung begeht die LogiMAT, Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, in diesem Jahr vom 13. bis 15. März «ein kleines Jubiläum», so Messeleiter Peter Kazander, Geschäftsführer der EUREXPO Messe- und Kongress-GmbH, München.

Die LogiMAT bietet einen vollständigen Marktüberblick über alles, was die Intralogistik-­ Branche bewegt, von der Beschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung.

T

rend- und Branchenbarometer, Informationsbörse, internationale Leitmesse der Intralogistik – «die LogiMAT schreibt seit 15 Jahren eine Erfolgsgeschichte», resümiert Prof. Dr. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik. 160 Aussteller präsentierten auf der ersten LogiMAT ihre Lösungen und Neuheiten. 40 Prozent von ihnen kamen aus den Bereichen Software, IT und Identifikationssysteme, fast ein Viertel der Aussteller deckte den Bereich Förder- und Lagertechnik ab. Das zeigt, wie stark die LogiMAT bereits in ihren Anfängen von den Anbietern der zukunftsorientierten Technologien als massgebliche Präsentationsund Informationsplattform identifiziert worden war. 3700 Besucher nutzten die Möglichkeit, sich kompakt über die neuesten Entwicklungen und Trends zu informieren. Zum Vergleich: 2016 kamen knapp 43’500 Fachbesucher und 1280 Aussteller aus aller Welt.

Insbesondere die Entwicklungen in der Informations- und Kommunikations-Technologie, der Sensorik, Bilderfassung, Automation und Robotik kennzeichnen heute einen Standard, der zu Zeiten der ersten LogiMAT 2003 nur Wenigen vorstellbar schien. «Bei der ersten LogiMAT am Stuttgarter Killesberg haben wir heiss über RFID-Einführung diskutiert», erinnert Prof. Dr. Michael ten Hompel. «Das Internet der Dinge oder Industrie 4.0 waren damals eine noch weit entfernte Vision. Heute halten wir die Technologie in Händen, die Träume von damals zu verwirklichen.» Die LogiMAT, so Prof. Dr. Michael ten Hompel, habe diese Entwicklung über die Jahre konsequent begleitet. «Mehr noch: Sie ist zur Plattform dieses Wandels geworden.»

Rahmenprogramm so umfangreich wie nie zuvor Oft kopiert, nie erreicht: Das hochkarätig besetzte Rahmenprogramm zählt seit der ersten LogiMAT 2003 zu den zentralen Erfolgsfaktoren. Ebenso wie die

Kerntechnologien der Intralogistik sich gewandelt hätten und die Wissensvermittlung immer wichtiger geworden sei, habe die Messeleitung für diesen bewährten Faktor der LogiMAT in jedem Jahr mehr ausgewiesene Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden als Referenten gewinnen können. So setzt auch die LogiMAT 2017 mit ihrem Rahmenprogramm neue Massstäbe. Mit insgesamt 34 Informationsveranstaltungen – davon 31 Fachforen mit mehr als 100 Referenten in den Hallen 1, 3, 4, 5, 6, 7 und 9 sowie drei seriellen Live-Events – und zahlreichen Vorträgen von Ausstellern auf dem «Forum Innovationen» bildet sie erneut die Hintergründe aktueller Trends komplett ab und bietet so umfangreich wie nie zuvor Orientierung bei der Produktauswahl sowie eine zukunftsfähige Auslegung der Intralogistik. Mit AutoID und den Basistechnologien RFID & Barcode als Industrie 4.0-Enabler, Intralogistik-Apps als Hilfsmittel für Industrie 4.0, neuen Einsatzgebieten für Fahrerlose Transportsysteme (FTS), Betriebskonzepten für komplexe Automationsanlagen und Robotik im Lager sowie der Kosten- und Nutzenbewertung von Lithium-Ionen-Gabelstaplern über die Betriebskosteneinsparung im Lager und den He­ rausforderungen von Industrie 4.0 für den Mittelstand bis hin zu den jüngsten Forschungs­ ansätzen zu Logistik 4.0 ist dabei allein das Themenspektrum der gebotenen Fachforen so weitreichend wie die aktuellen und langfristigen Trends und modernen Technologieansätze.

Die Kompetenz-Plattform Die Online-Branche professionalisiert sich immer weiter und Omnichannel ist der neue Handelsstandard – für alle, die im di-

2017 Veranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH Joseph-Dollinger-Bogen 7 D-80807 München Öffnungszeiten Dienstag, 14., bis Donnerstag, 16. März von 9.00 bis 16.00 Uhr Ort Landesmesse Stuttgart GmbH Flughafenrandstrasse D-70771 Leinfelden-Echterdingen Infos www.logimat-messe.de

gitalen Handel ganz vorne mitspielen wollen, ist die Optimierung ihrer Prozesse daher oberste Pflicht. Mit vielen wichtigen Ausstellern und praxisnahen Foren bietet die TradeWorld 2017 dabei unverzichtbare Orientierungshilfe. Wie sich Prozesse am besten optimieren lassen und welche Lösungen in der Praxis am erfolgreichsten funktionieren, erfahren Fachbesucher dann am besten, wenn Branchengrössen und erfahrene E-CommerceExperten aus dem Nähkästchen plaudern. Diesem Ansatz widmet sich das Vortragsprogramm der TradeWorld 2017 mit einer Reihe von Zukunftsimpulsen. «The Future of Retail Logistics» hat Dr. Volker Lange, Leiter Verpackungs- und Handelslogistik am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, das von ihm moderierte Fachforum zu «Handelslogistik 4.0» betitelt. «Elektronische Geräte, Maschinen und Fahrzeuge werden heute in weiten Teilen mit Sensoren, Datenspeichern und Software ausgestattet und damit zu ‹smarten› Objekten», erklärt Volker Lange. Welche Einsatzmöglichkeiten sich dabei für die Logistik des Handels ergeben, soll im Zukunftsforum Handel erläutert werden.

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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DOSSIER M E S S E N | TA G U N G EN | VERANSTALT UNGEN

Mit Robotertechnik ausgestattet

Internationale Besuchergruppen

Grosse Namen, innovative Start­ ups und Roboter mit reichlich Feingefühl – wer seine Fabrik mit modernster Robotertechnik aus­ statten will, kommt in diesem Jahr an der HANNOVER MESSE (24. bis 28. April) nicht vorbei. Im Zuge der wachsenden Bedeutung von Robotern, Cobots und fahrerlosen Transportsystemen in der verar­ beitenden Industrie hat sich die weltweit wichtigste Industriemes­ se als globaler Treffpunkt der Branche etabliert. 2017 werden die Key-Player der Robotik die Messe nutzen, um dem Fachpublikum die Vorteile ihrer Technologie und deren Beitrag zu Industrie-4.0-Lösungen zu prä­ sentieren. Dazu zählen Unterneh­ men wie Fanuc, KUKA, ABB, Comau, Kawasaki, Universal Ro­ bots, Stäubli, Mit­subishi, Rethink Robotics oder Denso sowie Startups wie das Münchner Jungun­ ternehmen Franka Emika. Mehr als 60 Roboterfirmen, Systemin­ tegratoren und Anbieter von Greiftechnik zeigen in Hannover Flagge – flankiert vom ROBOTICS AWARD, dem Preis für ange­ wandte Robo­ terlösungen. «Die HANNOVER MESSE bietet in der Robotik das ganze Spektrum für Anwender aus der produzieren­ den Indus­trie», sagt Arno Reich, Abteilungsleiter für die Automati­ onsthemen der HANNOVER MESSE. «Sie zeigt übergreifende Systeme und Lösungen vom In­ dustrieroboter über Systeminteg­ ration oder industrielle Bildverar­ beitung bis hin zu mobilen Robo­ tern oder fahrerlosen Transport­ systemen.»

Vom 25. bis 27. April trifft sich die Welt gebrauchter Maschinen und Anlagen in Augsburg an der ReTEC. Einige internationale Besu­ chergruppen haben sich bereits angemeldet, und Augsburg berei­ tet sich auf die Fachbesucher aus der ganzen Welt vor. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern sind ge­ brauchte Maschinen unerlässlich, um die technische Entwicklung voranzutreiben. Das Interesse an der internationalen Fachmesse für Gebraucht-Maschinen und -Anlagen ist daher gross. Besu­ chergruppen aus folgenden Län­ dern haben sich bereits für die Re­ TEC 2017 angemeldet: Ägypten, Armenien, China, Indien, Irak, Iran, Marokko, Nigeria, Pakistan, Türkei und der Ukraine.

ReTEC-Projektleiter Henning Könicke erklärt, warum sich Augsburg als Standort für die in­ ternationale Fachmesse gut eig­ net: «Wir von der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH organi­ sieren bereits einige internationa­ le Messen, wie die interlift und die GrindTec in Augsburg, und der Standort bewährt sich jedes Mal aufs Neue. Die Atmosphäre ist persönlich und sympathisch und bietet gute Möglichkeiten zum Networking, neben dem fachlichen Austausch. Die not­ wendigen Rahmenbedingungen für die ReTEC, wie die Bereitstel­ lung von Hotelkontingenten und Shuttleverbindungen zu interna­ tionalen Flughäfen, haben wir be­ reits geschaffen.»

März

April

Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik 7. bis 10. März www.zuliefermesse.de

Fachmesse für Medizintechnik 4. bis 6. April www.medteceurope.com

Z, Leipzig

intec, Leipzig Fachmesse für Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinenbau 7. bis 10. März www.messe-intec.de

Öffnungszeiten Montag, 24., bis Freitag, 28. April von 9.00 bis 18.00 Uhr Eintrittspreise (Tageskasse) Tageskarte 39,– Euro Dauerkarte 84,– Euro Schüler, Studenten 17,– Euro Infos www.hannovermesse.de

INFO S | FA C TS Öffnungszeiten Dienstag, 25., bis Donnerstag, 27. April von 9.00 bis 17.00 Uhr Eintrittspreis (nur online) Tageskarte 20,– Euro Dauerkarte 30,– Euro Infos www.retec-fair.com

64 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Industrie Lyon, Lyon Fachmesse für Produktionstechnologien 4. bis 7. April www.industrie-expo.com

HANNOVER MESSE, Hannover

Automatisierungsmesse in der Vierländerregion 8. und 9. März www.automation-friedrichshafen.com

Die HANNOVER MESSE umfasst die Leitmessen Industrial Automation, Energy, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, Research & Technology und Motion, Drive & Automation 24. bis 28. April www.hannovermesse.de

Logimat, Stuttgart

ReTEC, Augsburg

Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss 14. bis 16. März www.logimat-messe.de

Internationale Fachmesse für Gebraucht-Maschinen und -Anlagen 25. bis 27. April www.retec-fair.com

TradeWorld, Stuttgart

Logistics & Distribution, Zürich

Fachmesse für moderne Handelsprozesse 14. bis 16. März www.tradeworld.de

Branchenevent für Intralogistik, Distribution und E-Logistik 26. und 27. April www.easyfairs.com

all about automation, Friedrichshafen

Otomasyon EURASIA 2017, Istanbul Internationale Fachmesse in Eurasien für Montage- und Handhabungssysteme, Robotik, Industrielle Bildverarbeitung sowie Sensoren und Aktoren 16. bis 19. März www.win-fair.com

Empack, Zürich

Cebit, Hannover

Mai

Fachmesse für Lösungen, Produkte und Services aus allen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnik 20. bis 24. März www.cebit.de

Weltleitmesse für Metallverpackungen 2. bis 6. Mai www.metpack.de

Fastener Fair, Stuttgart Internationale Fachmesse für die Verbindungs- und Befestigungsbranche 28. bis 30. März www.fastenerfair.com

LOPEC, München I N FOS | FACT S

Medtec Europe, Stuttgart

Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik 29. und 30. März www.lopec.com

Branchenevent der Schweizer Verpackungsindustrie 26. und 27. April www.easyfairs.com

METPACK, Essen

Interpack, Düsseldorf Weltleitmesse für Processes Packaging Leading Trade Fair 4. bis 10. Mai www.interpack.de

Control, Stuttgart Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung 9. bis 12. Mai www.control-messe.de

PCIM, Nürnberg Internationale Fachmesse und Konferenz für Leistungselektronik, Intelligente Antriebstechnik, Erneuerbare Energie und Energiemanagement 16. bis 18. Mai www.pcim.de


DO S S I ER MESS EN | TAG U NGEN | V ER A NSTALT U N G EN

Mai

August

Fachmesse für industrielle Automation 16. bis 18. Mai www.smart-automation.at

Business Software und IT-Infrastruktur Messe 29. und 30. August www.topsoft.ch

SMART Automation Austria, Linz

topsoft, Zürich

AMB, Teheran Fachmesse für Metallbearbeitung 23. bis 26. Mai www.ambiran.com

September

SENSOR+TEST, Nürnberg

Messe für intelligente Gebäudetechnologie 12. bis 15. September www.ineltec.ch

Internationale Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik 30. Mai bis 1. Juni www.sensor-test.com

Moulding Expo, Stuttgart Internationale Fachmesse für Werkzeug-, Modell- und Formenbau 30. Mai bis 2. Juni www.moulding-expo.de

Juni

automation & electronics, Zürich Schweizer Fachmesse für Industrie und Wissenschaft 7. und 8. Juni www.automation-electronics.ch

Step4Industries, Basel Fachmesse für Leichtbau, Klebetechnik, Additive Manufacturing und Robotik 20. bis 22. Juni www.step4industries.com

Rapid.Tech, Erfurt Internationale Fachmesse & Konferenz für Additive Manufacturing 20. bis 22. Juni www.rapidtech.de

EPHJ – EPMT – SMT, Genf Eine Fachmesse, drei Bereiche. EPHJ: Uhrmacherei – EPMT: Technologische Innovationen und Hochpräzision – SMT: Medizintechnik 20. bis 23. Juni www.ephj.ch

MT-Connect, Nürnberg Fachmesse für die Medizintechnik-Branche 21. und 22. Juni www.mt-connect.de

LASER World of PHOTONICS, München Weltleitmesse und Kongress für Komponenten, Systeme und Anwendungen der optischen Technologien 26. bis 29. Juni www.world-of-photonics.net

ineltec, Basel

Drinktec, München

Neuheiten in vier Messehallen

Gewinnbringende Seite zeigen

Vernetzte Zusammenarbeit ent­ lang der Wertschöpfungskette, nachhaltige Lösungen und inno­ vative Technologien: Diese The­ men stehen im Mittelpunkt des Schweizer Logistik- und Verpa­ ckungsevents mit den Einzel­ messen Logistics & Distribution, Empack, Packaging Innovations und Label&Print. Damit ist Zürich am 26. und 27. April wieder zentrale

Das Interesse an der zweiten Auf­ lage der AMB Iran (23. bis 26. Mai) ist gross. Zahlrei­ che Aussteller ha­ ben ihren Stand auf dem neuen Teheraner Messe­ gelände Shahr-e-Aftab bereits ge­ bucht. Nicht nur Weltmarktfüh­ rer, sondern auch kleinere Mittel­ ständler haben ihre Teilnahme zugesagt: BUCCI AUTOMATIONS S.p.A., CHIRON WERKE GmbH & Co. KG, EMAG Salach GmbH, EMCO GmbH, Erwin Junker Ma­ schinenfabrik GmbH, Galdabini S.p.A., GROB-WERKE GmbH & Co. KG, Gühring KG, NILES-SIM­ MONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Paul Horn GmbH und Werkö GmbH. «Das grosse Interesse zeigt, dass der Umzug auf ein grösseres Gelände die richtige Entscheidung der Veranstalter Messe Stuttgart und VDW war», sagt Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stutt­ gart. Die AMB Iran bietet Unter­ nehmen die Möglichkeit, nach dem Ende der Sanktionen wieder in dieses Marktgebiet einzustei­ gen: «EMCO möchte die aus der Vergangenheit bestehenden Ge­ schäftsverbindungen möglichst rasch wieder reaktivieren, um den sehr interessanten iranischen Markt mit dem EMCO Produkt­ sortiment bedienen zu können. Dafür ist die AMB Iran eine er­ folgsversprechende Plattform», erklärt Dr. Stefan Hansch, Ge­ schäftsführer der EMCO Group.

Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie 11. bis 15. September www.drinktec.com

EMO, Hannover Weltleitmesse der Metallbearbeitung und internationaler Branchentreff 18. bis 23. September www.emo-hannover.de

Swiss Medtech Expo, Luzern Branchentreffpunkt für Medizintechnik­ unternehmen 19. und 20. September www.medtech-expo.ch

Composites Europe, Düsseldorf Europäische Fachmesse und Forum für Verbundwerkstoffe, Technologie und Anwendungen 19. bis 21. September www.composites-europe.com

Schweissen & Schneiden, Düsseldorf Weltleitmesse für Fügen, Trennen, Beschichten 25. bis 29. September www.schweissenuschneiden.de

Oktober

MOTEK, Stuttgart

Anlaufstelle für neue Ideen und konkrete Lösungen rund um Ver­ packung, Technik, Druck, Verede­ lung und Logistik. Mehr als zwei Drittel der Standplätze sind schon vergeben. Neu im Programm 2017 sind die Sonderschauen «E-Mobi­ lity Innovations» und «ART OF PACKAGING DESIGN» sowie der Sonderbereich «Supply Game» mit Gamification-Tools zur Wert­ schöpfungskette. «Die Fachbesucher der Logis­ tics & Distribution, Empack, Pa­ ckaging Innovations und Label& Print suchen vor allem nach Neu­ heiten, mit denen sie ihre Pro­ dukte effektiver, flexibler, attrak­ tiver, sicherer und nachhaltiger verpacken sowie Transport und Lagerung optimal organisieren können», weiss Marcus Hapig, Messeleiter für die Schweizer Lo­ gistik- und Verpackungsmessen von Easyfairs. «Ausserdem ist das Messe-Quartett Informationsbör­ se für Trends in allen Bereichen der Logistik- und Verpackungs­ welt», so Marcus Hapig weiter.

Internationale Fachmesse für Montageund Handhabungstechnik 9. bis 12. Oktober www.motek-messe.de

Bondexpo, Stuttgart Fachmesse für industrielle Klebetechnologie 9. bis 12. Oktober www.bondexpo-messe.de

DeburringEXPO, Karlsruhe Fachmesse für Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen 10. bis 12. Oktober www.deburring-expo.de

I N F OS | FACT S

I N F OS | FACT S

Öffnungszeiten Mittwoch, 26., und Donnerstag, 27. April von 9.00 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten Dienstag, 23., bis Freitag, 26. Mai von 10.00 bis 18.00 Uhr

Eintrittspreise Tageskarte mit Online-Registrierung

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Infos www.logistics-packaging.ch

Eintrittspreise Tageskarte mit Online-Registrierung

gratis

Infos www.ambiran.com

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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NE WS & T R E N D S A D V E RT O R IA L S

INFO S | K O NTA K T Rockwell Automation Switzerland GmbH Industriestrasse 20 CH-5000 Aarau Telefon +41 (0)62 889 77 77 www.rockwellautomation.com csc.ch@ra.rockwell.com

Spannsysteme do it yourself

n SFT präsentierte an der letzten AMB einen interaktiven Produktkonfigurator, mit dem sich Kunden ihr Spannsystem über die Firmenwebsite selbst zusammenstellen können. Einzelne Spannelemente können virtuell auf einer Spannschiene platziert und als 3D-Modell von allen Seiten betrachtet werden (www.sft-spannsysteme. de/konfigurator/). Ziel des Konfigurators ist es vor allem, den Kunden das Bestellen im Webshop einfacher zu machen. «Viele Kunden hatten Probleme, sich in unserem breiten Produktangebot zurechtzufinden. Sie bestellten nicht die optimalen Elemente oder mussten nachordern. Jetzt können sie ihre Werk­ situation inklusive Werkstück massgetreu

n Neuer thermischer Tintenstrahldrucker mit Schutzart IP65 für Industrieumgebungen: Der Tintenstrahldrucker IP-JET HP MK2 von Bluhm Systeme wurde extra für den Einsatz in rauen Umfeldern mit hoher Staubentwicklung oder mit Nassbereichen entwickelt. Damit ist er insbesondere auch für die Nahrungsmittelindustrie sowie die Kunststoff-, Pharma- und Chemieindustrie geeignet. Der Inkjet-Drucker IP-JET HP ist ein kompakter Tintenstrahldrucker, der Druckkopf und Steuergerät in einem System vereint. Eine Abdichtung im Bereich der Kartu-

sche sowie das Beaufschlagen durch Druckluft verhindern, dass Wasser und Staub eindringen. Anders als bei vielen anderen Druckern im Markt ist der Schreibkopf damit gut geschützt und muss für­ die Nassreinigung nicht abgedeckt oder demontiert werden. Für gleichbleibend gute Druckergebnisse sorgt die intelligente SmartCard Kartuschenüberwachung. Sie identifiziert den aktuellen Tintentyp und stellt automatisch die entsprechenden Tintenparameter ein. Ein manuelles Umstellen bei Tintenwechsel entfällt. SmartCard erfasst und speichert auch den jeweiligen Tintenfüllstand. Wird die Tinte gewechselt, ist kein manuelles Umstellen erforderlich.

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Schonende Reinigung von Oberflächen und realitätsnah am eigenen Computer nachstellen und vorab testen», erklärt SFTGeschäftsführer Ferdinand Schneider. Seine individuelle Konfiguration kann der Kunde im Anschluss direkt bestellen oder per E-Mail an den Einkauf weiterleiten. Als Eingangsdaten dienen für das ­Internet aufbereitete CAD-Konstruktionsdateien im STL-Format. Der sogenannte «tinybuilder» benötigt kein Plug-in, hat nur eine geringe Ladezeit und ist auch als Offline-Variante jederzeit auf jedem beliebigen Endgerät abrufbar.

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66 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Bild: MEWA

n Hersteller stehen permanent unter Druck, Produktionsgeschwindigkeit und -durchsatz bei gleichbleibender Qualität zu steigern. Das erhöht die Nachfrage nach intelligenten Maschinen. Die neue Allen-Bradley CompactLogix 5380-Steuerung von Rockwell Automation erfüllt diese Anforderungen mit erhöhter Präzision, erweiterten Anschlussmöglichkeiten und um bis zu 20 Prozent mehr Anwendungskapazität als bei vorherigen CompactLogix-Versionen. Die CompactLogix 5380-Steuerung unterstützt im Rahmen einer Defense-in-

Depth-Sicherheitsstrategie umfassende Sicherheitsfunktionen zum Schutz von Anlagen, Ressourcen und geistigem Eigentum. In der Steuerung sind erweiterte Sicherheitstechnologien und Softwarefunktionen implementiert, wie zum Beispiel digital signierte und verschlüsselte Firmware, eine steuerungsbasierte Erkennung von Änderungen sowie die Aufzeichnung von Prüfprotokollen. Auch eine rollenbasierte Zugriffssteuerung auf Routinen und AddOn-Befehle ist enthalten. Ebenso wie bei anderen Logix-Steuerungen kommt die Design-Software Studio 5000 von Rockwell Automation zum Einsatz.

Tintenstrahldrucker für raue Umgebungen Bild: Bluhm Systeme

Präzision und Leistung steigern

Schonend befreit das saugstarke Putztuch MEWATEX ULTRA® empfindliche Oberflächen auch von grober Verschmutzung.

n Rückstände aus der Fertigung stellen bei der Herstellung von Produkten ein Risiko dar. Eine optimale Endreinigung garantiert daher die Ansprüche an die Qualitätssicherung und bedeutet gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil, der sich rasch auszahlt. Denn überall dort, wo sensible Flächen sanft gereinigt werden müssen, leisten die Putztücher des Textildienstleisters MEWA wertvolle Dienste. An textile Putztücher werden hohe ­Anforderungen gestellt, speziell dort, wo die Oberflächenbehandlung schonend, mög-

lichst rückstandsfrei und effizient durch­ geführt werden muss. Gewöhnliche Putzlappen eignen sich hierfür kaum, hier braucht es Tücher in Gewebequalitäten, die den hohen Anforderungen der Industrie genügen müssen. Das Putztuch MEWATEX ­ULTRA® vereint alle in der Praxis geforderten Qualitäten wie Strapazierfähigkeit, Saugkraft und Lebensdauer. Es ist speziell geeignet für schwierige Oberflächen oder komplexe Konturen, bei denen eine hohe Sauberkeit erzielt werden soll. Mehr dazu erfahren Sie unter www.mewa.ch/de/­ mewatex-putztuecher/

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN n Airmould-Teile

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68 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

n Entmagnetisierung HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH Lindenmoosstrasse 4 Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch


SA C H R EG I S T ER B EZU G S Q U ELLEN n Federn FAVRE-STEUDLER S.A. Chemin de la Prévôté 7 CH-2504 Bienne Tel. +41 (0)32 341 30 79 Fax +41 (0)32 342 52 34 www.favre-steudler.ch pfavre@favre-steudler.ch

n Federn und Drahtartikel DEJEX SA, Fabrique de ressorts Route de Reuchenette 59 CH-2502 Bienne Tel. +41 (0)32 341 77 66 Fax +41 (0)32 342 29 61 www.ressort.ch dejex@swissonline.ch

n Filter

n Giessereibedarf

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LIWAG Industrieofenbau + Wärmetechnik AG Botzen 12 CH-8416 Flaach Tel. +41 (0)52 315 29 21 Fax +41 (0)52 315 14 06 www.liwag.ch ofenbau@liwag.ch

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n Fördertechnik Wasenstrasse 49 CH-4133 Pratteln Tel: +41 (0)61 827 32 11 Fax: +41 (0)61 827 32 13 info@ringele.ch www.ringele.ch

n Härtesäcke – Metallfolie Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

n Filter

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Tel. +41 (0)91 640 08 21 www.rex.ch

n Gummi-/Polyurethane-/Silikon-/ Schaum-/cfk-Walzen und -Spezialrollen

n Feinblech

GAFF Filtertechnik AG

PLASTIGUM AG Grossholzstrasse 20 CH-8253 Diessenhofen Tel. +41 (0)52 646 08 00 Fax +41 (0)52 657 19 52

n Gleitlager

Thür & Co. AG Industrie-Aegert CH-8305 Dietlikon Tel. +41 (0)44 807 44 11 Fax +41 (0)44 807 44 00 www.thuer-co.ch info@thuer-co.ch

Luftfilter • Staubfilter • Flüssigkeitsfilter

n Gummiformteile techn./Gummi­ walzen, Gummi-PTFE­ Metallverbindungen

n Härte- und WärmeBehandlungs­anlagen Häberli Härterei- und Werkstofftechnik AG Jägerweg 20 CH-3097 Bern-Liebefeld Tel. +41 (0)31 971 73 30 Fax +41 (0)31 971 73 49 haertetechnik@bluewin.ch

Paul Hedfeld GmbH Hundeicker Strasse 20 D-58285 Gevelsberg Telefon +49 (0)23 32 63 71 Fax +49 (0)23 32 6 11 67 www.hedfeld.com info@hedfeld.com

n Hebebühnen – Warenlifte

n Gelenkwellen

n Hochhitzebeständiger Kitt – Thermoguss 2000

n Gravuren/Beschriftungen n Giesserei

Nordson EFD CH-7324 Vilters Tel. +41 (0)81 723 47 47 Fax +41 (0)81 723 71 09 www.nordsonefd.com/ch info.ch@nordsonefd.com

n Honen/Kreuzschleifen

Sefiltec AG Haldenstrasse 11 CH-8181 Höri Telefon 0041 (0)43 411 44 77 Fax 0041 (0)43 411 44 78 www.sefiltec.com | info@sefiltec.com

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SACHREGISTER BEZUGSQUELLEN

n Hydraulik

n Industrielle Erwärmung

n Keramische Präzisionskugeln

n Kompressoren und ZubehĂśr

Kolben- und Schraubenkompressoren, Druckluftaufbereitung, DruckluftzubehÜr, Märwilerstrasse 43, CH-9556 Affeltrangen Tel. +41 (0)71 918 60 60 Fax +41 (0)71 918 60 40 www.prematic.ch, info@prematic.ch

ATP Hydraulik AG Aahusweg 8 CH-6403 KĂźssnacht am Rigi Tel. +41 (0)41 799 49 49 Fax +41 (0)41 799 49 48 www.atphydraulik.ch info@atphydraulik.ch NTâ&#x20AC;&#x2C6;HYWAG AG Hochdruckhydraulik Fabrikweg 1 CH-8634 Hombrechtikon Tel. +41 (0)55 254 54 74 Fax +41 (0)55 254 54 75

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n IndustrieumzĂźge

n Kompressoren

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www.zumtech.ch T 056 460 03 90

n Hydraulik, Schläuche und Verschraubungen

n Kompressoren und ZubehĂśr airtag engineering AG Drucklufttechnik und Anlagenbau HĂślzliwisenstrasse 5a CH-8604 Volketswil Tel. +41 (0)43 399 30 20 Fax +41 (0)43 399 30 21 mail@airtag.ch

n Krantechnik

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Atlas Copco (Schweiz) AG Kompressoren und Druckluftaufbereitung BĂźetigenstrasse 80, CH-2557 Studen Tel. +41 (0)32 374 14 02 Fax +41 (0)32 374 12 97 www.atlascopco.ch kompressoren@ch.atlascopco.com

n Hydraulikzylinder

n Kunststoff laserschneiden 2D/3D

Laserschneiden von Kunststoffen und nichtmetallischen Materialien ZB-Laser AG Bahnstrasse 43, CH-5012 SchĂśnenwerd Tel. +41 (0)62 858 24 00 Fax +41 (0)62 858 24 01 info@zb-laser.ch, www.zb-laser.ch

n Kupplungen n Industrielle Automation

n Kabelkonfektionierung

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Pilz Industrieelektronik GmbH Gewerbepark Hintermättli CH-5506 Mägenwil Telefon +41 (0)62 889 79 30 pilz@pilz.ch, www.pilz.ch

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Kompressoranlagen Druckluftaufbereitung DruckluftzubehĂśr Tel 071 388 01 01 Fax 071 388 01 08 www.erag.swiss kontakt@erag.swiss

KTR Kupplungstechnik AG Bahnstrasse 60, 8105 Regensdorf Tel. 043 311 15 55 Fax 043 311 15 56 www.ktr.com/ch/home.htm ktr-ch@ktr.com

n Lager-/Archivierungssysteme

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70 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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n Lager-/Archivierungssysteme

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Widmer AG Lagertechnik Frauenfelderstrasse 33 CH-8555 Müllheim Tel. +41 (0)52 763 35 35 Fax +41 (0)52 763 35 36 info@widmertools.ch

n Normteile

Dimensionelle Messtechnik

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n Oberflächentechnik

n Magnete

n Laserbeschriftung

HEIL, Magnet-+Werkzeugtechnik GmbH Lindenmoosstrasse 4 Postfach 75 CH-8910 Affoltern a. A. Tel. +41 (0)41 760 76 60 Fax +41 (0)41 760 76 65 www.heilmagnet.ch info@heilmagnet.ch Maurer Magnetic AG Industriestrasse 8-10 CH-8627 Grüningen Tel.  +41 (0)44 936 60 30 Fax  +41 (0)44 936 60 48 www.maurermagnetic.ch info@maurermagnetic.ch

n Laserschneiden

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n Metallspritzanlagen FEHR Oberflächentechnik AG Industriestrasse 36 CH-8108 Dällikon Tel. +41 (0)44 844 26 64 Fax +41 (0)44 844 54 40 www.fehr-oberflaechen.ch fehrag@active.ch

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n Reinigungs- und Entfettungs­anlagen, Ultraschall

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72 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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n Wärmetauscher

n Werkzeugmaschinen

WT Wärmeaustausch Technologien AG Hasenholz 38, 1735 Giffers Tel. 026 418 06 56, Fax 026 418 06 57 e-mail info@wt-sa.ch, www.wt-sa.ch

n Wasserstrahlschneiden

Hässig+ Co. AG Maschinen Werkzeuge Industriestrasse 4 3421 Lyssach

Tel. 034 445 56 11, Fax 034 445 62 00 info@haessig-maschinen.com www.haessig-maschinen.com

Wasserstrahl – und Plasmaschneiden Stahl rostfrei und Nickelbasislegierungen JACQUET Osiro AG Industriestrasse 105, CH-4147 Aesch Tel. 061 756 89 89, Fax 061 756 89 84 Email: j.osiro@myjacquet.com Web: www.myjacquet.com/osiro

Werkzeugbau-Normalien

E. Ramseier-Werkzeugnormalien AG Dübendorfstrasse 27 CH-8602 Wangen Telefon +41 (0)44 834 01 01 ramseier@ramseier-normalien.ch www.ramseier-normalien.ch

n Werkzeuge

Lestoprex AG Kronenstr. 11, CH-8735 St.Gallenkappel Tel. +41 (0)55 284 51 51 Fax +41 (0)55 285 51 53 www.lestoprex.ch, mail@lestoprex.ch Service, Handel, Reparaturen, Revisionen DKM Althau 1 CH-5303 Würenlingen Tel. +41 (0)56 290 00 05 Fax +41 (0)56 290 00 06 dkm@bluewin.ch

n Zahnräder Hans Christen AG CH-3360 Herzogenbuchsee Tel. +41 (0)62 956 50 50 Fax +41 (0)62 956 50 55 info@cag.ch

Fett = Anzeigen Normal = Redaktionelles/Advertorials UG 2 A. Mannesmann Maschinenfabrik GmbH 41 Abacus Research AG 52 Afag Automation AG 28 Bachmann Engineering AG 51 Bahr Modultechnik GmbH UG 1 Bauberger AG 53 Baumer Electric AG 17 Beckhoff Automation AG 6 BIG KAISER Präzisionswerkzeuge AG 67 Bisang Peter AG 46 Blaser Swisslube AG 66 Bluhm Systeme GmbH Schweiz 15 Bosch Rexroth Schweiz AG 16 Boschert GmbH & Co. KG 26 Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG 7 CERATIZIT Luxembourg S. à r. l. 74 Dihawag AG 51 Eaton Industries II GmbH 54/61 Elektromotoren Brienz AG 18 Equisa AG 67 Erag AG 7 ERNE surface AG 48 Ernst-Abbe-Hochschule Jena 36 Fastems Systems GmbH 13 Faulhaber Minimotor SA 67 FBT-FeinBlechTechnik 7 Friedrich Lütze GmbH 51 Fritz Kübler GmbH 58 Fronius Schweiz AG 43 Furter + Co. AG 52 Galler Lager- u. Regaltechnik GmbH 67 Geiger Technik GesmbH & Co. KG 45 Getriebebau NORD AG 22 GreenGate GmbH 23 Greub Machines SA 37 Gutekunst & Co. KG 8 H.P. Kaysser GmbH & Co. KG 39 Hämmerle Annoncen und Werbe AG 31 Härterei Gerster AG 60 Haudenschild AG 56 Heidrive GmbH 32 Hermle (Schweiz) AG 27 IEF Werner GmbH 12/44 igus® Schweiz GmbH 24 INNEO Solutions GmbH 22 Ing. Erich Geiss GmbH & Co. KG 34/50 ISO Elektrofabrik AG 40 Kärcher AG 67 Karl Anliker AG 54 Kistler Instrumente AG 6 KOLLMORGEN Europe GmbH 13 KYOKUTOH Europe GmbH 59 Laesser AG 43 Lanker AG 7/74 Lapp Gruppe 50 Laser Zentrum Hannover e.V. 42 LBF 19 LEE Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH 30/59 Liebherr-Verzahntechnik GmbH 12 Looser Maschinen 6 Maagtechnik AG 8 Mädler Norm-Antrieb AG 67 Martin Hänssler 30 Mattke AG 16 Max Mitschjeta AG 6 maxon motor ag 6 McLaren Racing UG 1/46 Messer Schweiz AG 62 Meusburger Georg GmbH & Co KG 66 MEWA Service AG 39 Nozag AG 6 Oerlikon Balzers Coating AG 40 Otto Suhner AG UG 4 PanGas AG 11/15 Parkem AG 44/51 Pepperl + Fuchs AG 47 Perndorfer Maschinenbau KG 62 PHOENIX CONTACT AG

57 66 45 3 7 20 67 21 45 66 UG 3/18 62 29 7 49 45 6 42 38 4/58 35 14 35 6 6 7 7 7 61 14

Ringspann AG Rockwell Automation Switzerland GmbH roTeg AG Scanlab GmbH Schaeffler AG Schellenberg Wittmer AG Schenk Metall Schunk Intec AG Semadeni AG SFT Spannsysteme GmbH Sibatec AG SNV Schweizerische Normen-Vereinigung SOSAG Baugeräte AG Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics STM Stein-Moser GmbH STS Sensor Technik Sirnach AG Stratasys Ltd. Suter-Kunststoffe AG TOX Pressotechnik GmbH & Co. KG Tretter Dr. AG Triag AG Viscotex Locher + Co AG Altstätten Volland AG Watt Drive Antriebstechnik GmbH WEG GERMANY GmbH Weidmüller Schweiz AG «Wer liefert was» Winkel GmbH WT Wärmeaustausch Technologien AG Z-Tec Metallbearbeitung GmbH

Messen 31 65 10/65 9 55 64 63 64

All about automation 2017 AMB Iran, Teheran Empack & Logistics & Distribution Fastener Fair 2017 Grindtec 2017 Hannover Messe Logimat, Suttgart Retec 2017, Augsburg

Beilagen Hitema SRL Logimat 2017

maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

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B Ü C H ER , K ATA L O G E LEXIKA

Energieketten-Know-how

n Die besten Kabel verdienen die besten Schleppketten – beides zusammen gibt es bei der Lapp Gruppe unter dem Namen ÖLFLEX CONNECT Chain. Um die Anwender bei der Konfiguration ihres individuellen Schleppkettensystems zu unterstützen, hat Lapp jüngst auf der Messe SPS IPC Drives erstmalig den Katalog ÖLFLEX CONNECT Chain präsentiert. Er enthält über 350 Seiten geballtes Fachwissen über das Engineering von Energieketten, einen 40-seitigen technischen Leitfaden, ein Komplett­ angebot schleppkettentauglicher Markenkomponenten sowie ein einzigartiges Serviceprogramm.

Der neue Katalog folgt der Lapp Philosophie «Die Kette ist für das Kabel da». Als Hersteller von Leitungen und Komponenten wissen wir bei Lapp, was es braucht, um ein zuverlässiges Verkabelungssystem zu entwickeln. Jede Leitung und jede Energieführungskette durchläuft umfangreiche Prüfungen, die weit über die gängigen Anforderungen hinausgehen. Damit stellt Lapp nicht nur die Kompatibilität der Komponenten sicher, sondern auch die Funktion des Systems in der Anwendung beim Kunden. Der ÖLFLEX CONNECT Chain Katalog steht ab sofort unter www.lappkabel.de/ kataloge.html zum Download bereit. Den technischen Leitfaden gibt es unter www. lappkabel.de/oelflexconnectchain.

INFO S | K O NTA K T U.I. Lapp GmbH Schulze-Delitzsch-Strasse 25 D-70565 Stuttgart Telefon +49 (0)711 7838-01 www.lappkabel.de info@lappkabel.de

Zentrischspanner und stationäre Spanntechnik n Seit 1983 ist SPREITZER mit stets innovativen Spannlösungen am Markt präsent. Der neue Katalog zeigt Spanntechnik in ultimativer Präzision und einzigartiger Variabilität für Kunden aus den Branchen Automobilbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Werkzeug- und Formenbau, Maschinenbau, Mikrobearbeitung sowohl für die Klein- als auch die Grossserienfertigung. Die mechanischen Zentrischspanner bieten mittels Aufsatzwendebacken einen hohen Spannbereich und durch das umfangreiche Spannbackenprogramm höchste Flexibilität. Die pneumatischen Zentrischspanner zeichnen sich durch kurze Spannzeiten, hohe Spanngenauigkeit und Automationsfähigkeit unter Einsatz von Bestückungsrobotern aus. Dies gilt gleichermassen für die hydraulischen Zentrischspanner. Die elektromechanischen Zentrischspanner verkürzen ebenfalls den Spannvorgang und sind automationsfähig. Sie arbeiten extrem effizient, da Energie lediglich beim Aufspannen und Lösen der Werkstücke benötigt wird, sind selbsthemmend und verfügen über eine integrierte Sensorik. SPREITZER bietet eine grosse Auswahl und Variantenvielfalt

an Spannbacken. Hierzu zählen mechanische und pneumatische Festbackspanner ebenso wie Dreibackenfutter und Handspannfutter als leistungsstarkes Spannmittel auf Bearbeitungszentren in verschiedenen Branchen der Metallverarbeitung. Den Spannbacken kommt an der Schnittstelle zwischen Werkstück und Spannmittel wegen der unterschiedlichen Werkstücke und Formen besondere Bedeutung zu. Das reiche Angebot an Zubehörteilen für die Spannmittel ermöglicht dem Anwender grösste Funktionalität und Effizienz beim Einsatz am Werkstück.

I N F OS | KON TAKT Dihawag AG Zürichstrasse 15 CH-2504 Biel Telefon +41 (0)32 344 60 60 www.dihawag.ch info@dihawag.ch www.spreitzer.de

VORSCHAU NR . 3 / M Ä R Z 2 0 1 7

INDUSTRIEMAGAZIN

DOSSIER

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ZUM THEMA

MESS-, STEUER- UND REGELTECHNIK

TRANSPORTIEREN, LAGERN, LOGISTIK, INDUSTRIEBAU

Sich auf Messen präsentieren Wie können wir uns effektiv auf Messen präsentieren? Das fragen sich viele Her­ steller von Industriegütern und -dienstleister. Denn der Nutzen und Mehrwert ihrer Produkte und Leistungen erschliesst sich den Besuchern ihrer Messestände meist nicht von selbst.

KONSTRUKTION

Pressensysteme selbst konfigurieren Mit dem Online-Pressenkonfigurator können Maschinenbauer und Endanwender Pressensysteme für die Produktion und Montage individuell und betriebsfertig zusammenstellen und damit zeitoptimiert sowie preiswert beschaffen.

74 maschinenbau 2/2017 | Das Schweizer Industriemagazin. Seit 1972.

Magnetische Winkelsensoren im Maschinenbau Zu den Messprinzipien, die häufig zur kontaktlosen Winkelerfassung eingesetzt werden, gehören magnetische Verfahren. Sensoren, die den Hall-Effekt nutzen, liefern absolute Messwerte, arbeiten auch unter rauen Umgebungsbedingungen zuverlässig, sind preisgünstiger als andere Messverfahren und eignen sich für mobile Einsatzfälle ebenso wie für zahllose Applikationen im Maschinen- und Anlagenbau.

Beste Energieeffizienz für hohe Leistungen Die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung rückt für die Betreiber von Distributionszentren immer mehr in den Mittelpunkt. Schliesslich wird dadurch langfristig die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter beeinflusst.

DOSSIER AUS- UND WEITERBILDUNG

BITTE BEACHTEN Der nächste maschinenbau erscheint am 15. März. Beachten Sie den Anzeigenschluss am

20. Februar.

Regalbediengeräte als eigenständige und effiziente Mitarbeiter Regalbediengeräte (RBG) werden immer moderner. Um Energie zu sparen, müssen RBG möglichst leicht sein, dürfen aber nicht an Nutzlast verlieren. Zudem muss ein RGB möglichst dynamisch sein. Werden sie in modernen Regalkonstruktionen eingesetzt, sind ­Sicherheit und Wirtschaftlichkeit wichtige Aspekte.


Schweissen mit Know-how.

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Autogentechnik, MIG/MAG/WIG, Löten, Formieren, Schweisserprüfung Schweissen mit Know-how: Bei PanGas lernen Sie es in modern eingerichteten Schulungslokalen. → → → → → → →

Flammrichten Autogentechnik und Schutzgasschweissen Schutzgasschweissen für Fortgeschrittene Schweisskurse für Praktiker Spezial-Schweisskurse Weiterbildungskurse für Fortgeschrittene inkl. Schweisserprüfung Schweisser- und Löterprüfung

NEU 2017:

n Kurs Flammozriescsh–te neu entdeckt. Pr Ein altbewährter

Wir bieten zudem Kurse in Ihren Räumlichkeiten an, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst sind. Fordern Sie unser Schweisskurs-Programm an: PanGas AG, Sonja Bachmann, Telefon 058 748 15 41 PanGas – ideas become solutions.

Anerkannte Ausbildungsstätte des PanGas AG Hauptsitz, Industriepark 10, CH-6252 Dagmersellen Telefon 0844 800 300, Fax 0844 800 301, contact@pangas.ch, www.pangas.ch


MB Februar 2017