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KUNST & KULTUR

Die Männerverbesserung

Eine Reise durch die Kriminalpsychologie

Neues Comedy-Programm von Ingo Appelt

Foto © Olivier Favre

Foto © Peter Schaffrath

Über Psychopathinnen

Nichts für Zartbesaitete: Lydia Benecke untersucht das weibliche Böse.

Ingo Appelt, der Rüpel der deutschen Comdeyszene, nimmt die Männer auf die Schippe.

Was macht weibliche Psychopathen aus? Was unterscheidet Psychopathinnen von ihren männlichen „Artgenossen“? Kann man Psychopathen erkennen? Wie viel Realität steckt in der Darstellung einer Psychopathin im Film „Basic Instinct“? Kriminalpsychologin und Straftätertherapeutin Lydia Benecke erklärt anhand realer Fälle die typischen Eigenschaften und Strategien psychopathischer Straftäterinnen. Sie stellt Serienmörderinnen vor, die ohne Gewissensbisse Fremde, Verwandte oder sogar die eigenen Kinder töteten. Was geht in solchen Frauen vor? Wie werden sie zu dem, was sie sind? Welche evolutionären Ursachen gibt es für Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Straftätern? Lydia Benecke arbeitet seit Jahren mit Sexual- und Gewaltstraftätern und unternimmt eine Reise durch die Psychologie des weiblichen Bösen, die spannend und faszinierend ist, gleichzeitig aber auch erschreckend real. J. Volpers

Der Wanderprediger ist zurück: In seinem letzten Erfolgsprogramm „Göttinnen“ betete Ingo Appelt die Frauen an – doch beim selbsternannten Konkursverwalter der Männlichkeit geht noch so viel mehr! In der Zwischenzeit ist einiges passiert und der Comedian brennt darauf, seine neuesten Erkenntnisse auf der Bühne zu präsentieren. Geht es doch darum, die Männer immer wieder neu auf das Leben einzustellen. So ist „Besser … ist besser.“ auch eine Art Männer-Verbesserungs-Comedy, was wiederum die Frauen freuen dürfte. Ingo Appelt zeigt in seinem neuen Programm den modernen Weg zu einem besseren Leben. Der Comedian verbreitet mit Vollgas einen Optimismus, den wir gerade jetzt so gut gebrauchen können. Und er hat für alle Fans auch noch eine Überraschung im Gepäck: In der neuen Liveshow präsentiert Ingo Appelt seine mittlerweile zu Klassikern gewordenen Highlights der letzten Jahre. F. Wendlandt

O Lydia Benecke, 09.02., 20 Uhr, Waschhaus, Eintritt: 21 Euro, www.benecke-psychology.com

O Ingo Appelt, 09.02., 20 Uhr, Nikolaisaal, Eintritt: ab 23,15 Euro, www.ingo-appelt.de

2x2

Freikarten a S. 36

Musik und Gefühl für alle

Foto © Evgenia Levin

Romeo und Julia im Konzert inszeniert für Klein und Groß

Pianist Lukas Geniušas bezaubert die Ohren der Gäste mit seinem Klavierspiel.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von der jungen Frau und ihrem Verehrer, deren Familien so sehr zerstritten sind, dass sie um jeden Preis verhindern würden, dass ihre Kinder ein Paar werden. Wie häufig wurde sie erzählt, umgeschrieben und ihr Thema in andere Geschichten verflochten – und vertont: Der große russische Komponist Peter Tschaikowsky hat Shakespeares Drama in einer wunderschönen Fantasie-Ouvertüre umgesetzt. Diese wird nun vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt präsentiert,

einem sehr jungen Publikum, wohlgemerkt, denn dieses kleine Sinfoniekonzert ist für Kinder ab vier Jahren gedacht. Dabei wird RBB-Moderator Stephan Holzapfel für sie zur Musik die spannende Geschichte erzählen. Dass Musik gut für Kinder ist, ist nur ein zusätzlicher Grund für einen Besuch, neben dem offensichtlichen: Es ist einfach schön. Zum kreativen Austoben gibt es vorher noch ein Bastelangebot im Foyer, eine Stunde vor Konzertbeginn. Wer ebenfalls in den Genuss des Konzerts zur berühmtesten Liebesgeschichte der Welt kommen und statt einer Erzählung einfach nur der Musik lauschen möchte, ist zum Abend eingeladen, wenn das Staatsorchester noch einmal die Fantasie-Ouvertüre spielen wird. Und nicht nur mit Romeo und Julia wird es an diesem Abend emotional: Mit weiteren intensiven Stücken von Sergej Rachmaninow und Sergej Prokofjew lädt das Orchester ein, Melancholie bis Raserei, Surrealismus und Komik mitzuempfinden. Am Piano dürfen sich die Zuhörer auf Lukas Geniušas freuen, der sich mit seinem mühelos brillanten, virtuos kraftvollen Klavierspiel einen Namen gemacht hat und mit der er besonders das „Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll“ zu einem Erlebnis machen dürfte. A. Hufen O Kleines Sinfoniekonzert: Romeo und Julia, 10.02., 16 Uhr, Eintritt: 15 Euro, erm. 6 Euro, Sinfoniekonzert, 10.02., 19.30 Uhr, Eintritt: ab 16 Euro, Nikolaisaal, www.nikolaisaal.de

www.stadtmagazin-events.de FEBRUAR 2018

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2018.02  

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