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MUSIK & PARTY

Politische Töne und Klänge Wie man der Gegenwart den Krieg erklärt Mit dem neuen Album „The Butcher’s Share“ verteidigen Daniel Kahn und seine Band The Painted Bird ihren Ruf als „radical Yiddish borderland bandistas“. Dabei scheuen sie sich auch nicht davor, sich den großen politischen Themen unserer Zeit zu stellen. Kahns Songtexte kann man durchaus als Kampfansage an die Gegenwart verstehen. Die Zeit, die seit dem letzten Album vergangen ist, hat der aus Detroit stammende Musiker genutzt, um die Band neu zu formieren: Christian Dawid schafft es mit seiner Vielfalt an Blasinstrumenten, eine betrunkene Seemannskapelle beim Auseinandernehmen einer jüdischen Hochzeit täuschend echt zu imitieren. Gemeinsam mit Jake Shulman-Ment an der Geige, Hampus Melin am Schlagzeug und Michael Tuttle am Bass sorgen sie für eine Atmosphäre voller Intensität und jiddischer Partystimmung, wie man sie sonst nur von Balkan-Bands oder den unvergessenen französischen Bratsch kennt. L. Seitz

O Daniel Kahn & The Painted Birds, 22.02., 20 Uhr, Waschhaus, Eintritt: VVK 15 Euro, AK 18 Euro, 2x2 Freikarten www.paintedbird.de a S. 36

Die Klezmer-Band Daniel Kahn & The Painted Bird haben ihr neues Album im Gepäck.

Liebesklänge unterm Sternenhimmel

Foto © Matthias Rauhut

Potsdams Musikszene im Portrait. Diesmal: Ruben Wittchow

Ruben Wittchows Herz hängt an der Musik – sein Album „Liebesmedizin“ stellt er im Planetarium vor.

Dürfen wir vorstellen? Eure Musik! EVENTS veröffentlicht euer Band-/Musikprojekt. Schreibt eine E-Mail mit Kurzinfos über euch und bevorstehende Konzerttermine in Potsdam oder Umgebung an: info@stadtmagazin-events.de

Potsd

am Fast pünktlich zum ValentinsMusiks s zene tag tritt Ruben Wittchow mit seinem Album „Liebesmedizin“ im Urania Planetarium auf. Der Potsdamer Singer-Songwriter ist eigentlich schon immer Musiker mit Leib und Seele: Seit seiner Jugend schreibt er eigene Songs, spielt Gitarre und Schlagzeug. Seine Songs nimmt er alle in seinem kleinen Studio in Potsdam West auf, auch die Instrumente spielt er selbst ein. Kurz gesagt: Er macht alles selbst und das hört man. Die Songs seines aktuellen Albums drehen sich alle um das Thema Liebe. Über Jahre hinweg hat er sie in seiner Schublade gesammelt, weil sie bis dahin nirgendwo reingepasst haben. Jetzt hat er sie zu einem Pop- und Konzeptalbum zusammengestellt. Leichthin und poesievoll erzählt Ruben Wittchow von den kleinen Liebesgeschichten des Alltags. Das Zusammenspiel der anrührenden Geschichten und der gefühlvollen Klänge streichelt die Seele und lässt den stressigen Alltag für einen Moment vergessen. Mit seinen rhythmusbetonten und sanften Melodien wird es romantisch unter den Sternenbildern in der stimmungsvollen und intimen Location des Planetariums. „Kommst du mit mir auf eine Reise, durch ferne Galaxien schwebendleise?“, fragt Ruben Wittchow gefühlvoll in seinem Song „Ein Ich für mich“. Seine Texte lassen die Zuhörer nicht nur musikalisch in ferne Galaxien abheben, sondern werden auch noch mit spannenden Himmelsbildern des Planetariums untermalt. Dieses synästhetische Empfinden von Musik und Bildern lässt das Konzert im kleinen Kreis zu einem besonderen Erlebnis werden. Wegen der begrenzten Plätze wird um eine Reservierung im Voraus gebeten. J. Volpers

O Ruben Wittchow, 17.02., 20 Uhr, Urania Planetarium, Eintritt: 12 Euro, erm. 10 Euro, ww.rubenwittchow.de

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2018.02  

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