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Nr. 32 – Dezember 2013 – 10. Jahrgang

BULLETIN forum-regio-plus.ch

Medien in der Region: «Medial findet unsere Region nicht mehr statt.» Diese pointierte Äusserung machte kürzlich ein Kantonsrat aus dem Schwarzbubenland anlässlich eines Podiums in Solothurn, wo Politiker darüber diskutierten, ob die Medien im Kanton noch genügend präsent seien. Tatsächlich ist feststellbar, dass in den Medien aus Basel und Umgebung nicht mehr viel aus dem Schwarzbubenland und dem Laufental zu lesen, hören oder sehen ist. Eine Ausnahme bilden die beiden Wochenblätter (Birseck/Dorneck und Laufental/Schwarzbubenland), die nach wie vor – sogar ausschliesslich – aus der Region berichten. Wer schläft hier? Die Medien, denen es nicht wert ist, über eine Region mit 23 Gemeinden und immerhin über 30’000 Einwohnern zu berichten, oder das Schwarzbubenland selbst, welches medial einfach nicht mehr hergibt? Immerhin gab es noch vor rund zwei Jahrzehnten allein in Laufen nebst dem damaligen «Anzeiger» zwei Zeitungen, die mehrmals wöchentlich über das Schwarzbubenland und das Laufental berichteten. Später übernahmen die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung bis vor kurzem diesen Part ziemlich ausführlich. Mittlerweile sind aber auch diese Beiträge auf ein absolutes Minimum geschrumpft. Das Forum Regio Plus versuchte auf dieses Thema Antworten zu finden und organisierte am 20. November 2013 in Dornach ein Podium unter dem Titel: «Wie stopfen wir das Medienloch Schwarzbubenland/Laufental». Unter der Moderation von Dr. Martin Matter, Autor und Medienkenner, diskutierten Vertreter diverser Medien. Was dabei herauskam, lesen Sie auf Seite 2-5.

> Seiten 2 bis 5 Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW: Wertvolle Unterstützung für Unternehmer Wer Fachhochschule hört, denkt als erstes an die Ausbildung von jungen Menschen für zukünftige Aufgaben in Wirtschaft und Industrie. Noch ist aber vielen nicht bekannt, dass an der FHNW nebst zukünftigen Nachwuchskräfte ein weiterer Mehrwert für Unternehmen generiert wird: Studierendenprojekte, Bachelor- und Masterthesen können von Firmen und Organisationen genutzt werden, um reale Aufgabenstellungen aus ihrem Betrieb zu bearbeiten. Zudem können sie Entwicklungs- und Forschungsprojekte mit den Instituten der FHNW durchführen.

> Seite 6 Diamond-Office Désirée Allenspach: Gewieft wie der Teufel, seriös wie ein Engel «Diamond-Office», ein Firmenname, der auch Programm ist. Dienstleistungen mit dem perfekten Schliff, hoher Wertigkeit und Zuverlässigkeit. Dass die vor rund zweieinhalb Jahren gegründete Einfrau-Firma mit ihren hochkarätigen Dienstleistungen grossen Erfolg hat, erklärt sich. Désirée Allenspach, ehemalige Office Managerin in leitender Position im Verwaltungsratssekretariat eines grossen Basler Pharmaunternehmens, hatte sich entschlossen, mit ihren breiten Erfahrungen in der Geschäftswelt auf die Selbständigkeit zu setzen. Absolute Diskretion gegenüber ihrer Kundschaft ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg der in Hofstetten wohnhaften Geschäftsfrau. Dennoch verrät sie Interessantes für die Leserschaft des Bulletins.

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Unser Medienloch – unsere Verantwortung

Opposition?

Peter Hollenstein, Leiter Gruppe Oeffentlichkeitsarbeit, Forum Regio Plus.

Von Christian Imark.

Das Schwarzbubenland / Laufental hat keine eigene Medienvielfalt mehr. Mindestens die klassischen Medien fehlen: Print, Radio, TV. Zwar werden die News Media wie Facebook und Twitter sicher genutzt, doch das sind nur eingeschränkte Informationskanäle ohne grossen journalistischen Aufwand; wenngleich mit starkem Einfluss als Meinungsmacher. Ähnliches gilt für Radio und Gratiszeitungen mit mehrheitlichem Eigennutzen (sprich Werbecharakter).

Nebst dem «oberen» und dem «unteren Kantonsteil» gibt es im Kanton Solothurn bekanntlich noch das widerspenstige «hingerem Bärg». Das Schwarzbubenland. Gewisse Exponenten von Regierung und Verwaltung vollziehen die Zusammenarbeit über die hohe Jurakette allerdings eher zwangsweise. Dies zeigen verschiedene Beispiele unglücklicher Kommunikationspannen der jüngsten Vergangenheit, in welchen klar wurde, dass die Anliegen der Schwarzbuben stiefmütterlich behandelt oder gar komplett falsch eingeschätzt werden. Als Folge davon sind wir Schwarzbuben – unabhängig unserer politischen Couleur – faktisch zu aufmüpfigem Verhalten und damit ein Stück weit zur Opposition gegen die Solothurner Obrigkeit verdammt. Wenig verwunderlich ist daher auch das Auftreten einiger Regionalpolitiker, welche als Konsequenz die beiden Bezirke nördlich des Juras an andere Kantone anschliessen möchten. Auch dies ist letztlich ein Exempel oppositionellen Verhaltens.

Bleiben wir bei den Klassikern, die uns fehlen und hier vor allem bei den Zeitungen. Wir alle sind «Macher» der Zeitung; wer trägt und prägt die Verantwortung? Die Journalisten Die kurzlebige Information und die sogenannten News holt sich die Leserschaft von anderen Kanälen wie Internet, Radio und TV. Auswertungen zeigen, dass in der regionalen Presse die Lokalinformationen am meisten auf Interesse stossen, währenddessen Wirtschaftsnachrichten selten von der Lokalpresse erwartet werden. Die Erwartung an den Journalismus in den regionalen Medien ist also vor allem auf gute und spannende HintergrundArtikel aus dem regionalen Alltag fokussiert. Die Leserschaft Im Verlaufe der Zeit haben wir uns daran gewöhnt, dass wir kostenlos lesen können. Doch seit wann ist eine Leistung gratis? – vielleicht dann, wenn sie umsonst ist! Abonnenten machen sich rar. Jugendliche werden sich kaum noch den «Luxus» leisten, ein Zeitungs- oder Zeitschriften-Abonnement zu unterzeichnen. (Eventuell reicht das Kleingeld noch für die People-Presse am Kiosk) Selbst bei den kostenlosen Medien müssen wir in Betracht ziehen, dass wir, mit einem Ausländer-Bevölkerungsanteil von über 20% keinen Gewinn an Lesern oder Inserenten erhalten. Diese Mitbewohner sind vielfach nicht an die gedruckte Presse gewohnt und ihre Informationskanäle funktionieren anders. Die Inserenten Dieses Verhalten der Leserschaft wirkt sich auf die potenziellen Inserenten aus; auf die Unternehmen in Handel und Industrie unserer Region. Sie sind nicht bereit, für teures Geld Werbung zu bezahlen, welche keine Leserschaft und somit mögliche Kundschaft findet. Als solider Hinweis für die Inserenten sei immerhin ausgewiesen, dass elektronische Werbung (z.B. die sogenannten Banner) weniger Beachtung findet, als die Werbung in der gedruckten Presse, welche man in ruhiger und müssiger Zeit und wiederholt geniessen kann. Somit bleibt das Druckprodukt immer noch Favorit für die gezielte Werbebotschaft. Die Verleger Dieses Verhalten der Inserenten ist die Entscheidungsgrundlage der Verleger. Stolz melden diese schweizweit die Jubiläen ihrer über 100-jährigen Titel und künden die neue Ära der Online-Portale an. Vielleicht zu recht, wenn wir den Abonnentenschwund und die Inserate-Erträge bei den abonnierten Zeitungen in Erwägung ziehen. Doch bis

heute weiss noch niemand genau, wie stark die elektronischen Medien effektiv Erträge generieren. Gleichzeitig verunsichern die Verleger mit ihrem NewMedia-Geschrei den erprobten (und treuen) Leser der gedruckten Zeitung. Eines aber ist sicher: nur mit einem grafischen Relook und mit hochkarätigen Redaktions-NewsRooms allein werden keine neuen Leser gewonnen! Um bei den Inserenten und der Leserschaft zu bleiben, müssen die Verleger die publizistische Verantwortung einer Lokalzeitung im Auge behalten und diese Aufgabe erfüllen, in dem sie den Ansprüchen der Leserschaft Rechnung tragen. Auf Titel An- und Verkäufe zu spekulieren und mit Mantel-Ausgaben Synergien schaffen, interessiert möglicherweise die Buchhalter, aber keinesfalls die Leserschaft. Die Politik Sie ist die grosse Nutzerin der Presse. Hier kann sie sich regelmässig profilieren; Köpfe werden gezeigt, Meinungen publiziert, Debatten kommentiert. Trotzdem hat sie wenig Einfluss auf die Welt der Medien. Auf Bundesebene wird die Diskussion über die Zeitungssubventionierung (via Posttarife z.B.) seit Jahren zwar aufgenommen, aber immer wieder vertagt. In den Gemeinden ist, in Anbetracht der angespannten Budgets, ein Beitrag der öffentlichen Hand an lokale Zeitungen meist ein sehr umstrittenes Thema und zukünftig wohl kaum mehr eine sichere Einkommensquelle für Lokalblätter. Dennoch müsste es auch in der Verantwortung der Politik sein, die Vielfalt der Medienlandschaft zu gewährleisten und damit eine möglichst vielseitige Meinungsbildung der Bevölkerung anzubieten. Nicht nur mit «Eingesandten» und Inserate-Kampagnen vor Wahlen oder Abstimmungen. Als Beispiel: gezielte Abo-Unterstützung an Jugendliche zur Lese- und Meinungsbildungsförderung? Wir alle All diese erwähnten Erkenntnisse der «Zeitungsmacher» sollten uns ermutigen, ihre Bemühungen zu honorieren, indem wir ihre ernst gemeinten (und umgesetzten) Leistungen anerkennen und die Publikationen geniessen. Die Formel ist einfach: ohne Leserschaft keine Inserenten, ohne Inserenten keine Erträge, ohne Erträge keine redaktionellen Sonderleistungen und kein Verständnis der Verleger, und wenn sich die Politik im Lokalblatt nicht erkennt, pfeift sie auf sein Überleben. Akzeptanz – akzeptiert?

Die beste Möglichkeit zur Verhinderung solcher immer wiederkehrenden, emotionalen Krisen wäre, nach bester Lehre der Kommunikation, umfassende und gegenseitige Information. Darunter fallen beispielsweise der Austausch kultureller Unterschiede, Meinungen und Aktualitäten. Je stärker jedoch die Kantonsteile nördlich und südlich des Juras medial getrennt sind, desto eher gibt es gegenseitige Missverständnisse. Die Förderung von Information könnte aus Gründen des erfolgreichen Fortbestandes des Kantons als derart wichtig eingestuft werden, dass daraus eine politische Forderung abgeleitet werden könnte, womit wir bereits im Widerspruch zu einem liberalen Staatsverständnis stünden. Interessanterweise sind die AZ-Medien bereits in sämtlichen Teilen des Kantons Solothurn (inkl. Schwarzbubenland) mit regionalen und überregionalen Blättern vertreten. Es stellt sich somit die Frage, warum die angesprochene Interaktion über den gesamten Kanton hinweg nicht zufriedenstellend funktioniert. Die Informationen sind in einem Medienhaus vereint. Der Einfluss der Politik ist da. Die Bedienung aller Regionen des Kantons Solothurn ist physisch sichergestellt. Und dennoch ist das Resultat offensichtlich unbefriedigend. Kritiker bemängeln fehlende Distanz und Mut für eine kritische Berichterstattung, auch gegenüber der Regierung und ihrer Gefolgschaft. Man sollte sich jedoch nicht der Illusion hingeben, daran werde sich in absehbarer Zeit etwas ändern. Interesse etwas zu verändern, haben nur jene Politiker, welche nicht davon profitieren, also keine mit Regierungsverantwortung.


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Vom Wandel in der Zeitungslandschaft Eine ganz persönliche Rückschau von Andreas Obrecht. Als es mich in den Sechzigerjahren als ganz jungen Lehrer nach Hofstetten verschlagen hatte, wurde ich von einzelnen Leuten aus der Gemeinde angefragt, ob ich nicht hie und da etwas über die Geschehnisse in der Gemeinde in die Zeitung schreiben könnte. Das versuchte ich denn auch, zwar wie andere Aufgaben im Dorf ohne grosse Begeisterung, aber man wollte ja der Gemeinde dienlich sein. Ich reihte mich also in die Reihe namenloser Korrespondenten ein, deren Beiträge – oft mit deutlicher persönlicher Färbung – im «Basler Volksblatt», in der «Nordschweiz», im «Volksfreund», im «Anzeiger», dem heutigen «Wochenblatt», in der Solothurner Zeitung oder seltener in der Basellandschaftlichen Zeitung unter «Eingesandt» abgedruckt wurden. Das Wort Honorar, damals Zeilengeld, war den Redaktionen allerdings wenig bekannt, wenn es um kleine Schreiberlinge ging, wie ich einer war. Immerhin schaute ein Trinkgeld im Gegenwert von etwa zwei Bier heraus. Das Laufental wurde besser bedient, denn immerhin wurden in Laufen die Nordschweiz und der Volksfreund herausgegeben. Dazu kam der frühere Anzeiger als Gratiszeitung mit amtlichen Verlautbarungen der Gemeinden, der später zum Wochenblatt mit zwei Ausgaben wurde. Als die Dörfer in den Siebzigerjahren zu wachsen begannen, entdeckten die Redaktionen den Wert der lokalen Berichterstattung. Die kleinen Korrespondenten wurden zu «geschätzten freien Mitarbeitern», das Eingesandt wurde durch persönliche Kürzel ersetzt und das Zeilengeld reichte für zwei Bier und dazu einen Wurstsalat. Gegen Ende Jahr wurden sie auch zu einem guten Abendessen eingeladen und manchmal mit einer Flasche Wein beschenkt. Sogar die Solothurner Zeitung produzierte in loser Folge ein ganze Seite über das Schwarzbubenland, wobei allerdings die Aktualität auf der Strecke blieb. Doch eines Tages verschwand diese Seite, weil die Abonnentenzahlen im Schwarzbubenland zu gering waren. Nach der Fusion der Nationalzeitung mit den Basler Nachrichten 1977 zur Basler Zeitung begann sich auch die damals neue Zeitung mit einer Hand voll freien Mitarbeiten langsam für das Umland zu interessieren. Die Amateur-Schreiberlinge wurden sogar zu eigentlichen Trainingstagen eingeladen, liessen mannigfaltige Informationen von den Profis über sich ergehen und übten, wie man über Gemeindeversammlungen berichtet, sodass sie ohne grössere Bedenken auf die Allgemeinheit losgelassen werden konnten. Ein Teil von ihnen fand Geschmack an der neuen Tätigkeit, und einzelne liessen die gewonnenen Einsichten auch den kleineren Zeitungen zukommen, denn die grosse BaZ fürchtete sich damals noch nicht vor der Konkurrenz der kleinen Schwestern. Allerdings war es mit dem Schreiben an der Schreibmaschine – die gab es damals noch – nicht getan. Die Texte mussten zur Redaktion gebracht oder in ganz aktuellen Fällen per Telefon übermittelt werden. Erleichterung brachte erst die Erfindung des Fax. Jenen, die mit ihrer halbwegs

geeigneten Fotokamera umzugehen wussten, war allerdings der Gang zur Redaktion nicht erspart, bis die elektronische Übermittlung alles einfacher machte. 1982 fusionierte die Nordschweiz mit dem Basler Volksblatt und erschien fortan als «Nordschweiz» mit dem Untertitel «Basler Volksblatt» mit einer Redaktion in Basel und einer in Laufen. Auch ihre freien Mitarbeiter wurden mit ihrer guten Arbeit freundlich aufgenommen, doch schielten sie jeweils etwas neidisch zu den BaZ-Schreibern, die von einem etwas höheren Honorar profitierten. Aber gegen 1990 waren die Produktionskosten gestiegen, und die Erträge aus dem Inseratenwesen vermochten das Überleben der kleinen Zeitungen nicht zu sichern. Übrig blieben die BaZ und die Basellandschaftliche Zeitung. Die BaZ übernahm 1992 den Laufentaler «Volksfreund» und richtete in Laufen flugs eine Lokalredaktion für das Schwarzbubenland und das Laufental ein und druckte in einer Splitausgabe eine, manchmal zwei Seiten über unsere Region. Grössere Themen fanden auch immer wieder Eingang in die grenzüberschreitende Beilage «Dreiland Zeitung». Die Basellandschaftliche Zeitung in Liestal übernahm ebenfalls 1992 die «Nordschweiz», richtete sich auch in Laufen ein und deckte die Laufentaler und die Schwarzbuben mit guten Lokalnachrichten ein. Zusammen mit dem damaligen «Anzeiger» wurden alle zwischen dem Passwang und der Grenze gegen das Elsass täglich über zahlreiche Aktivitäten aus den meisten Gemeinden orientiert. Aber schon einige Jahre später führten rigorose Sparmassnahmen dazu, dass die beiden Redaktionen in Laufen geschlossen wurden, auch die Dreilandzeitung war verschwunden. Die Basellandschaftliche Zeitung betreute unsere Region von Liestal aus, und die BaZ-Redaktion wurde ohne Sekretariat, ohne redaktionelle Mitarbeiter und ohne Volontäre in die Privatwohnung von Kurt Tschan, dem hautamtlichen Redaktor, umgesiedelt. Dadurch war die Berichterstattung gewährleistet, aber nicht mehr lange. Neue Chefredaktoren wollten vom Geschehen in den Dörfern nichts mehr wissen, die Seite LaufentalSchwarzbubenland wurde dem Spardiktat aus der Chefetage geopfert. Nur noch für die Gemeindegeschäfte der grösseren Ortschaften blieb wenigstens einmal pro Tag etwas Platz. Um 2009 sparte die Redaktion oder wer auch immer die allerdings wenig belastenden Kosten für die freien Mitarbeiter ein. Das traf jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die kein anderes Einkommen hatten, recht hart. Kurt Tschan hatte das ganze Gebiet alleine zu betreuen, was natürlich weitere Einschränkungen zur Folge hatte. Seit er in die Wirtschaftsredaktion gewechselt hat, ist von unserer Region nur noch sporadisch die Rede, vor allem dann, wenn Skandälchen aufzudecken sind, bei schweren Unfällen oder bei Mord und Totschlag. Ganz ähnliches spielte sich auch in der Basellandschaftlichen Zeitung ab, die von der Aargauer Zei-

tung übernommen worden war. Eine neue Redaktion zog sich nach und nach aus dem Laufental und besonders aus dem Schwarzbubenland zurück, bis nur noch wenig übrig blieb. Die Seite «Kanton Solothurn» kann die uns fehlenden Lokalnachrichten nicht ersetzen, zumal sie meist Neuigkeiten verbreitet, die für die Bezirke jenseits des Juras wichtig sind. So ist es zwar interessant fast eine ganze Seite zu lesen, wer neuer Pächter im Kurhaus Weissenstein wird und was die Leute von der neuen Gondelbahn dazu sagen; für einen grossen Teil der Schwarzbuben und der Laufentaler ist das eher Nebensache. Dafür wird uns meist vorenthalten, was der Kantonsrat beschlossen hat. Solches decken auch die OnlineZeitungen und die Internetseiten der Gazetten nicht ab. Der eigenen Region treu geblieben ist das Wochenblatt mit seinen beiden Ausgaben, die seit einiger Zeit von der Aargauer Zeitung herausgegeben werden. Die beiden Redaktoren Thomas Kramer und Martin Staub sorgen in verdankenswerter Weise dafür, dass jeden Donnerstag in Wort und Bild berichtet wird, was im Laufental und in den Bezirken Dorneck und Thierstein läuft. Das wird von der Leserschaft sehr geschätzt, und viele Betriebe und Institutionen honorieren die Publikationen mit ihren Inseraten. Wenigstens soviel ist von der bunten Vielfalt vergangener Jahre übrig geblieben, aber in der Grossregion Basel haben das Schwarzbubenland und das Laufental ihre Präsenz weitgehend verloren.


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Wer stopft das Medienloch Schwarzbubenland / Laufental? «Wenn Ihr so fühlt, dann ist es ein Medienloch». Von Roland Bürki mene «anekdotische» Arbeitsweise seines Senders und gab zu: «Wir sind in dieser Region etwas schwach auf der Brust, haben aber pro Jahr immerhin doch 100 Beiträge.» Mit Artikeltausch gegen Medienloch

Hochkarätiges Podium: v.l. Thomas Immoos, Kurt Tschan, Thomas Kramer, Martin Matter, Christian von Arx, Willi Menth, Bojan Stula und Willy Surbeck Sieben Medienleute und ein Unternehmer diskutierten, ob das Schwarzbubenland und das Laufental tatsächlich in einem Medienloch steckten. «In der Basler Zeitung (BaZ) ist das Schwarzbubenland mit dem Laufental sehr marginal geworden, in der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) ist es ein bisschen präsent», verglich Moderator Dr. Martin Matter an der Jahreskonferenz des Forums Regio Plus die heutige Situation mit dem goldenen Medienzeitalter in den 1990er Jahren. Damals hatten BaZ und bz die Laufner Zeitungen «Volksfreund» und «Nordschweiz» übernommen und für

das Schwarzbubenland und das Laufental eigene Redaktoren abgestellt, während das Studio B aus Dornach Schwarzbuben-Kost ausstrahlte. «Ja, die Region ist in der BaZ ein bisschen verschwunden», gestand Redaktor Kurt Tschan, letzter Mohikaner in der aufgelösten Redaktion Laufen, ein. Er verspreche sich da aber mehr von der neuen BaZ-Kompaktausgabe. Auch Bojan Stula, stellvertretender bz-Chefredaktor, wollte nichts beschönigen: «Der Einsatz von zwei Redaktoren für Schwarzbubenland und Laufental hat sich nicht ausgezahlt.» Die bz behandle diese Regionen heute wie andere in ihrem Gebiet. Auch der Chefredaktor von TeleBasel, Willy Surbeck, wehrte sich nicht gegen die wahrgenom-

Unbestritten blieb in der Diskussion, dass die beiden Wochenblätter aus Arlesheim und Laufen die kommunalen und regionalen Bedürfnisse gut abdeckten. Geschäftsführer Thomas Kramer blieb trotz Forderung nach einem vereinigten Gross-Wochenblatt entspannt: «Wir haben mit den beiden Ausgaben keine Federn gelassen und bleiben überdies auch näher an den Lesern.» Um Leser kümmert sich auch Christian von Arx vom Oltner Tagblatt, der sich bei der bz alle Artikel übers Schwarzbubenland «unter den Nagel reisst», um seine Leserschaft in volkspädagogischer Absicht zu erinnern: «Hallo, dort drüben ist auch noch etwas!» Die bz schöpfe aber diese Möglichkeit des az-Medien-Verbunds, Artikel auszutauschen, zu wenig aus, um das immer wieder empfundene Medienloch zu stopfen. «Denn, wenn Ihr das so fühlt, dann ist es ein Loch», hielt von Arx fest. Von einem Loch, das vor allem Politiker immer wieder monierten, wollte der Unternehmer Dr. Willi Menth aber dann doch nicht reden: «Wir haben mit dem heutigen Medienangebot den Normalfall und müssen selbst Kitt in den Auftritt von Schwarzbubenland und Laufental einbringen.» In der Diskussion erschien mehrfach eine InternetPlattform als das probate Mittel gegen das beschworene Medienloch, doch letztlich überwogen dann wieder die Zweifel an der Finanzierbarkeit.

Der Match wird in und um Basel-Stadt entschieden Von Thomas Kramer, Eidg. Dipl. Medienmanager, Leiter «Wochenblätter» Eine ad-hoc-Auswertung der Basler Zeitung (baz) und der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) vom 21. bis 26. Oktober 2013 ergibt folgendes Bild. Die bz macht das Schwarzbubenland und das Laufental in den sechs Ausgaben mit vier Kurzmeldungen und vier grossen Artikeln – darunter ein Kommentar zum ruhenden HochwasserschutzDossier in Liestal, das im Laufental sehr interessiert – zum Thema. Es erscheinen insgesamt 24 Landseiten, 25 Seiten sind Basel-Stadt gewidmet. Was macht in der gleichen Zeit die baz? Sie bringt 14 Landseiten, 22 Seiten gehören der Stadt. Dem Schwarzbubenland und dem Laufental widmet sie drei grössere Artikel, darunter eine Story über eine «Känguru-Mama» aus Nenzlingen. Dazu kommen vier (Polizei-) Kurzmeldungen. In je einer Ausgabe findet man zur hier untersuchten Region keine Artikel. Auch wenn diese Stichprobe nicht repräsentativ ist: Sie nährt eine Grundstimmung, die viele Leserinnen und Leser aus dem Schwarzbubenland und Laufental umtreibt: «Wir kommen in der Tagespresse nicht mehr vor.» Weil hier nichts pas-

siert? Weil sich die verantwortlichen Redaktoren nicht für eine Randregion interessieren? Solche Antworten wären sicher ungerecht, vor allem zielen sie an der Problematik vorbei. Die Sache ist komplexer und hat im Kern mit medienökonomischen Gesetzmässigkeiten zu tun. Für ein besseres Verständnis lohnt es sich, das Geschäftsmodell der bezahlten Tageszeitung kurz anzuschauen. Im Zentrum stehen zwei Märkte, in denen ein Zeitungsverlag seine Erträge erwirtschaftet. Es sind dies zum einen Erlöse in Form von Abonnements und Kioskverkäufen auf dem Lesermarkt, zum anderen Inserategelder auf dem Werbemarkt. Entscheidend ist, dass eine Wechselwirkung zwischen Leser- und Werbemarkt besteht. Vereinfacht gesagt, gilt: Je besser eine Zeitungsredaktion mit seinem publizistischen Angebot die Erwartungen und Bedürfnisse seiner potenziellen Leserschaft im Verbreitungsgebiet erfüllt, umso höher sind die gemessenen Leserzahlen. Die Leserzahlen sind wiederum die Währung auf dem Werbemarkt. Hier gilt: Je mehr Leser eine Zeitung – alleine oder in einer Werbekom-

bination mit anderen Titeln – vorweisen kann, desto höhere Inserateeinnahmen sind zu erwarten. Mehrerlöse aus dem Leser- und Werbemarkt können ins Gesamtprodukt reinvestiert werden – auch in die Redaktion. Diese kann nun ein noch besseres publizistisches Angebot schaffen. Die Spirale beginnt sich nach oben zu drehen. Fakt aber ist: Seit rund zehn Jahren hat eine Negativspirale die Bezahlzeitungen erfasst. Einst treue Abonnenten begnügen sich heute mit der GratisPendlerzeitung, die jüngere Generation informiert sich zeit- und ortsunabhängig via Gratis-App auf dem Smartphone. Sinkende Leserzahlen bei den Bezahlzeitungen sind die Folge, was ihre Stellung auf dem Werbemarkt schwächt. Dort haben viele Werbetreibende aufgrund der zögerlichen, ja krisenhaften Konjunktur der letzten Dekade ihre Budgets gekürzt. Und es herrscht – als wäre das alles nicht schon genug – auf dem überregionalen und nationalen Markt ein Preisdruck, ausgelöst durch ein breiter gewordenes Angebot möglicher Werbeträger – auch wegen dem «neuen» Medium Internet. Dort sind die Verlage mit ihren Zeitungstiteln


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Medienlandschaft Schwarzbubenland und Laufental von Prof. Dr. Fritz Schuhmacher zwar seit Jahren auch aktiv, haben aber grösste Mühe «digitales» Geld zu verdienen. Die Folgen dieser Entwicklung sieht man in der Basler Medienlandschaft: Kein Stein ist mehr auf dem anderen geblieben. Die einst unabhängige bz ist heute ein Kopfblatt des Medienverbundes «Die Nordwestschweiz» aus dem Aargauer Haus der AZ Medien. Die baz wird heute von rechtsbürgerlichen Kreisen um den Zürcher «Mäzen» Christoph Blocher kontrolliert. Das Gute daran: Beide Titel sind als Komplettzeitungen erhalten geblieben. Ob es längerfristig Platz für baz und bz hat, ist fraglich. Wer überleben will, braucht nicht zuletzt einen langen Atem – sprich eine gut gefüllte Kriegskasse. Matchentscheidend wird mitunter sein, wer das Leserpotenzial in der Stadt Basel, in Riehen, im unteren Baselbieter Kantonsteil am besten abschöpfen kann – dort lebt rund 70% der Nordwestschweizer Bevölkerung. Das wissen auch die Lokalredaktionen in Basel und Liestal, die mit ihren personellen Ressourcen und verfügbarem Seitenraum haushälterisch umgehen müssen. Beiträge über die Stadt und die grösseren Agglomerationsgemeinden werden deshalb eher ins Blatt gerückt. Gleiches gilt für regional übergeordnete Geschichten – also der Kommentar zum Hochwasser-Dossier. Auf die lokale Flughöhe einer vergleichsweise dünn besiedelten Randregion wie das Schwarzbubenland und das Laufental steuert die Redaktion nur noch punktuell an. Wenn etwa eine Geschichte den gewissen (Boulevard-)Pfiff mitbringt. Die «Känguru-Frau» aus Nenzlingen – das war wohl die Überlegung der Redaktion – spricht die Leserin aus Kleinbasel und den Leser aus Waldenburg gleichermassen an. Das Vakuum, das baz und bz im Schwarzbubenland und Laufental erzeugen, kann in Teilen das «Wochenblatt» auffüllen. In der lokalen Nische hat der Titel seine publizistische Bedeutung für den «medial heimatlosen» Schwarzbuben und Laufentaler. Als kostengünstiger Werbeträger für die lokal ausgerichteten KMU bezieht das «Wochenblatt» seine wirtschaftliche Berechtigung. Die Tageszeitung gänzlich ersetzen kann der Gratisanzeiger freilich nicht. Die Kritik aus der Region, von bz und baz marginalisiert zu werden, wird wohl noch länger anhalten.

Warnung und Vorfrage: Darf ein bald 68-Jähriger Grossvater, der mit den doch recht betulichen «Basler Nachrichten» aufgewachsen ist und bei «Beromünster» mittags um halb eins das Schweigen lernte, darf ein solcher «Mediengruftie aus der Steinzeit» sich überhaupt im Zeitalter von Social Media, Google und InternetTV zur regionalen Medienentwicklung äussern? Das Forum Regio Plus wollte es so: versuchen wir es! Fakten zuerst Der Bezirk Dorneck (11 Gemeinden) hatte am 31.12.2012 total 19‘886 Einwohner. Im Vergleich: Gemeinde Reinach (BL) allein 18‘756. Der Bezirk Thierstein (12 Gemeinden) zum gleichen Stichtag 14‘043 Einwohner. Im Vergleich: Das baselstädtische Bachlettenquartier allein 13‘377 Bewohner. Der Baselbieter Bezirk Laufen schliesslich (13 Gemeinden) umfasste am Stichtag 19‘124 Bewohner. Das städtische «Santihans»-Quartier 18‘653, mithin nur wenig kleiner als die Gemeinde Riehen mit 20‘919. In «unserem» schönen «Schwarzbubenland/Laufental» wohnten am Stichtag 53‘053 Bewohner und in den beiden Nachbar-Halbkantonen total 454 700 Bewohner.

«Stadtkanal» unter Chefredaktor Willy Surbeck gemausert hat zum sehr erfolgreichen TeleBasel. Seit kurzem hat im verkleinerten Stiftungsrat der Dornacher Gemeindepräsident Christian Schlatter, gleichsam als «Mister Schwarzbubenland» Einsitz. Das ist beileibe noch nicht alles: Wöchentlich erscheinen in unserer Region das «Wochenblatt für das Schwarzbubenland und das Laufental» sowie «für das Birseck und das Dorneck», beide ausgeprägt gemeinde-, vereinsund bürgernah. Nicht zu vergessen sind schliesslich die zahlreichen, gemeindeeigenen Publikationen, die sehr oft zeitnah im Internet aktualisiert werden (vgl. als Musterbeispiel: Hochwald). Und gleichsam als Sahnehäubchen ist schliesslich das unabhängige «onlinereports» des unerschrokkenen Peter Knechtli zu geniessen. Zusammengefasst Unsere Region verfügt über eine reiche und vielfältige Medienlandschaft und dies trotz zunehmender Digitalisierung, und zusätzlich zu neueren Angeboten wie Twitter, Facebook und verändertem Medienkonsum via Handy, Tablets etc.

Im Verhältnis zu den Einwohnern von BS/BL (ohne Laufental) wohnen hier also lediglich 11,59%. Medienrealität: Von der NZZ einmal abgesehen, können Sie als Medienkonsument in unserer Region grundsätzlich täglich aus drei Tageszeitungen, nämlich der Basler Zeitung (BaZ), der «hybriden» Tageswoche und der Basellandschaftliche Zeitung (bz) auswählen, die von drei verschiedenen «Verlegern» verantwortet werden sich also einem harten, täglichen Kampf um Leser und Inserenten stellen müssen. Bei den «Lokal»-Radiostationen können Sie sodann täglich wiederum aus mindestens vier auswählen: Regionaljournal Basel des SRF, Basilisk, Energy und Radio X. Seit nunmehr genau zwanzig Jahren verfügt unsere Region auch über ein sehr regional geprägtes, völlig unabhängiges Regionalfernesehen, das sich vom einstigen, doch eher hässlichen Entlein

Prof. Dr. Fritz Schuhmacher, geboren 1946, ist emeritierter Titularprofessor für Medienwissenschaft der Universität Basel und Rechtsanwalt und Notar in Dornach. Der Basler Bürger lebt seit vielen Jahren im Dorneck, heute in Hochwald. Er ist Vater von 4 erwachsenen Kindern und vierfacher Grossvater. Während fast drei Jahrzehnten war er Gerichtsstatthalter von Dorneck-Thierstein und gehörte einige Jahre dem solothurnischen Verfassungsrat an.


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Studierendenprojekte an der FHNW

«Road-Tour?» Von Gelgia Herzog

Herr Maier, QS-Verantwortlicher in einem Unternehmen das hochwertige Bauteile aus Messingguss produziert, ist ratlos. Immer wieder treten punktförmige Fehlstellen auf der fertigen Bauteiloberfläche auf. Der Fehler wird erst erkannt, wenn das Bauteil bereits eine hohe Wertschöpfung erfahren hat. Die von der QS einberufene Sitzung bringe leider nicht den gewünschten Erfolg. Man sollte den Produktionsprozess exakt analysieren. Doch alle involvierten Stellen sind bereits voll ausgelastet und für eine ausführliche Untersuchung fehlt einfach die Zeit.

lung zu bearbeiten. In einem Kickoff mit allen Beteiligten wird das Vorgehen besprochen. Auf dieser Grundlage erstellt der Student eine Projektvereinbarung, darin sind die Aufgabenstellung, die Zielsetzung, Lieferobjekte und Projektplanung beinhaltet. Nun kann der Studierende seine Arbeit beginnen. Ein Tag pro Woche während eines Semesters hat er Zeit, um die Prozesse zu untersuchen und optimieren. Dazu gehören Meilensteinpräsentationen, an denen alle Beteiligten über den aktuellen Stand informiert werden.

Im Bulletin Nr. 30 haben wir eine Auswahl aus einer Umfrage zum Forum Regio Plus in der Bevölkerung und bei verschiedenen Gemeindepräsidenten publiziert. Die Auswertung der Umfrage war Grundlage für die Strategie der Öffentlichkeitsarbeit für das Jahr 2014. Das Forum Regio Plus erscheint vor allem dem Otto-Normalverbraucher als abstraktes Konstrukt, wobei nicht einmal der Name «Forum Regio Plus» Hilfeleistungen bietet, um was es sich dabei handelt. Das neue Logo, welches im Rahmen der Imagekampagne Laufental / Schwarzbubenland kreiert wurde, könnte Abhilfe verschaffen.

Logo Imagekampagne

Gewinn für das Unternehmen und die Studierenden Am Ende der Arbeit folgt die Abschlusspräsentation. Im vorliegenden Fall gelang es dem Studierenden durch systematisches Vorgehen, gepaart mit erlerntem Fachwissen, das Problem zu lösen. Sogenannte intermetallische Phasen haben harte Zonen im Gussteil gebildet. Sogar die Ursache dafür konnte gefunden werden. Der Auftraggeber ist sehr zufrieden mit der guten Zusammenarbeit. Nun erwägt die Firma, den jungen Studierenden nach Abschluss seines Studiums anzustellen, denn einen Fachmann auf diesem Gebiet wurde schon lange gesucht.

Der Technologietransfer FITT der FHNW vermittelt und koordiniert Auf der Suche nach einem Spezialisten wendet sich Herr Maier an die Fachhochschule Nordwestschweiz, wo man ihn mit der Technologietransferstelle FITT, dem Bindeglied zwischen Industrie und Hochschule, verbindet. Herr Maier vereinbart einen Termin in seinem Unternehmen. Beim Besuch eines Spezialisten der FHNW wird das Problem besprochen und die Durchführung eines Studierendenprojektes im fünften Semester empfohlen. Dabei bearbeitet ein Student während eines Semesters mit einem Zeitbudget von 180 Stunden eine reale Aufgabe in einem Unternehmen. Die Kosten für ein Projekt belaufen sich auf CHF 1‘500.–. Die Studierenden werden von erfahrenen Dozenten betreut. Herr Maier beschliesst, dass dieses der richtige Weg für die Lösung seines Problems ist. Ein Studierendenprojekt startet Semesterbeginn an der Hochschule für Technik FHNW: Ein junger Student meldet sich bei Herrn Meier. Er hat den Auftrag gefasst, die Aufgabenstel-

Projektarbeiten und Bachelorthesen an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW Dies veranschaulicht den klassischen Ablauf in der Zusammenarbeit mit der FHNW. Gerne bearbeiten wir auch Aufgabenstellungen aus Ihrem Betrieb. Sei dies im Maschinenbau, der Elektro-, Umwelt- und Energietechnik, in der Informatik, im Marketing und Betriebswirtschaft – die FHNW verfügt über ein breites Kompetenzspektrum, auch in der angewandten Forschung- und Entwicklung und Dienstleistung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Kontakt Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Technik Markus C. Krack Leiter Technologietransfer FITT Klosterzelgstrasse 2 5210 Windisch +41 56 202 78 79 markus.krack@fhnw.ch www.fhnw.ch/technik/

Die Hemmschwelle sich an das Forum Regio Plus zu wenden scheint gross. Aus diesem Grund hat die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit dem Vorstand vorgeschlagen, Wirtschaftsförderung vor Ort zu betreiben und mit einem WirtschaftsförderBus eine Road-Tour in alle Gemeinden des Schwarzbubenlandes zu organisieren. Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit wird nun ein Vorschlag zu Händen des Vorstandes ausarbeiten.

Das Forum Regio Plus soll sich ausserdem im Rahmen des NRP-Projektes «Infostelle Dornach» Gedanken zu seinen Organisationsstrukturen machen. Von aussen werden seine Organisation und Aktivitäten als zu gross, zu verzettelt und mit falscher Priorisierung wahrgenommen und bewertet. Wie können die zahlreichen Projekte des Wirtschaftsfördervereins richtig kommuniziert werden? Wie kann der Mann / die Frau von der Strasse für die Themen Wirtschaftsförderung und Gemeindemanagement sensibilisiert werden? Haben Sie weitere Ideen und Anregungen? Schreiben Sie uns! gelgia.herzog@forum-regio-plus.ch


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Aufgefallen.

Agenda

Was ist das für ein Gebäude? > info@forum-regio-plus.ch

Termine 2014 Mi, 21. Mai 2014, 20.00 Uhr Generalversammlung 13.-15. Juni 2014 AGLAT KMU-Laufental, Laufen Mi, 15. Oktober 2014, 20.00 Uhr Konferenz der Gemeinderäte 17.-19. Oktober 2014 Gewerbeausstellung Hinteres Leimental Mi, 19. November 2014, 20.00 Uhr Jahreskonferenz Forum Regio Plus

Lösung Bildfrage: Die Bildfrage vom letzten Bulletin Nr. 31 haben folgende Personen richtig beantwortet: Gerhard Häner, Zullwil Eugen Hofer, Seewen Theobald Lutz, Grindel Unter den richtigen Antworten wurde Eugen Hofer aus Seewen als Gewinner ausgelost. Das Kreuz befindet sich auf dem Fringeli in Bärschwil. Wir bedanken uns für die Teilnahme!

Impressum Bulletin Forum Regio Plus Redaktion: Gelgia Herzog Peter Hollenstein Martin Staub Auflage: 16'000 Exemplare Ausgabe: Dezember 2013 Druck: bc medien ag, Münchenstein Gestaltung: Bildmanufaktur, Kleinlützel Vertrieb: Die Schweizerische Post in alle Haushaltungen des Schwarzbubenlandes

Sie sind schon bald Mitglied beim Forum Regio Plus! Ausschneiden, Ausfüllen und Abschicken! Firmenname: Vorname, Name: Adresse: PLZ, Ort: Email: q Fr. 100.– für Firmen bis 10 Mitarbeitenden q Fr. 250.– für Firmen ab 10 Mitarbeitenden q Fr. 60.– für Privatpersonen q Bitte Newsletter senden Senden an: Forum Regio Plus, Hauptstrasse 29a, 4145 Gempen

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Bulletin 32 – Seite 8

First Class-Service für anspruchsvolle Kundschaft GV Gilgenberg Diamond-Office Allenspach – von Martin Staub

von Simon Haener

Über ihre Kundschaft verrät die clevere Geschäftsfrau gar nichts. Diskretion sei oberstes Gebot, sagt sie, «deshalb kann und will ich auf meiner Website auch keine Referenzen angeben.» Diamond-Office betreut vor allem eine gesellschaftlich höher gestellte Kundschaft aus Politik und Wirtschaft. Vorwiegend befristete Mandate über Tage oder Wochen. «Im Portefeuille sind aber auch einige, die über Jahresfrist hinausgehen», wie Allenspach sagt.

«Der Kunde ist König». Ein etwas abgedroschener Begriff. Bei Diamond-Office allerdings ist er oberstes Gebot. Deshalb macht dieser Leitsatz auf der Homepage von Inhaberin Désirée Allenspach Sinn. «Leitung von Privat- und Verwaltungsrats-Sekretariaten, Stiftungen und Organisationen, Unterstützung von Family Offices, Eventmanagement, VIP Betreuung.» Dies und noch mehr steht als Dienstleistungsprofil, welches die Eidg. dipl. Direktionsassistentin und Office Managerin SMI, anbietet. «Das ist so etwa das Übliche, was ich tagtäglich mache», erklärt Allenspach, die derzeit weit über 100 Prozent arbeitet, wie sie betont, aber total aufgeht in ihrer Arbeit. «Ich hatte nie einen «Eight-to-five-job», erklärt die 49-Jährige mit 25 Jahren Berufserfahrung in der Direktionsetage eines Basler Pharmamultis. Diamond-Office, sprich Désirée Allenspach ist deshalb oft auch abends und am Wochenende im Einsatz.

Diamond-Office steht für alle möglichen Arbeiten im Bereich des Backoffice, organisiert Reisen, kleine wie grosse Veranstaltungen, geht auch mal auf Immobiliensuche für einen Kunden oder ist ganz einfach für den Transfer eines Gastes von A nach B zuständig. «Das Spektrum ist sehr breit und diese Vielschichtigkeit gefällt mir auch», schwärmt die Wahlhofstetterin, die ihre Wurzeln in Reinach hat. Hier übrigens, im BusinessParc Reinach hat Allenspach im Frühjahr 2011, vor dem Startup ihrer Firma angeklopft und Unterstützung erhalten, «was für mich eine grosse Hilfe war», wie sie bestätigt. Der Erfolg von Désirée Allenspachs Diamond-Office ist auch «eine Verpflichtung» gegenüber ihren Kunden, wie sie selbst sagt.«Sollte sich das Geschäft weiterhin so gut entwickeln, muss ich mir wohl über ein sanftes Wachstum Gedanken machen».

Eröffnung Regio-Chäller Am Freitag, 6. Dezember 2013 wird der Regio-Chäller im Milchhüsli in Laufen eröffnet! Nun ist es mit der Unterstützung des Forum Regio Plus gelungen, eine öffentliche Verkaufsstelle im Milchhüsli in Laufen zu etablieren. Dank dem grosszügigen Entgegenkommen der Familie Niklaus kann der Bevölkerung ein Ausstellungs- und Verkaufsraum im Keller des Milchhüsli Laufen präsentiert werden, der zu den normalen Ladenöffnungszeiten zugänglich sein wird, wo einzelne Produkte wie auch Geschenkpackungen ausgestellt und angeboten werden.

Seit 2005 besteht der Marketingverein zur Förderung Regionaler Produkte im Laufental und Schwarzbubenland. Seither haben sich die rund 14 Produzenten mit dem Geschenkservice mit regionalen Produkten einen Namen gemacht. An zahlreichen Märkten und Anlässen waren die Vereinsmitglieder präsent, einige der Mitglieder finden Sie jeden Freitagmorgen am Markt auf dem Rathausplatz in Laufen.

NEU: Verkaufsstelle / Geschenkservice Regio-Chäller im Milchhüsli Laufen Frau Ruth Niklaus Hauptstrasse 9 4242 Laufen Tel: 061 761 68 83

Mitgliedergemeinden Himmelried, Fehren, Meltingen, Nunningen, Zullwil Gründung 20. März 1993 84 Mitglieder Nächste Gewerbeausstellung Herbst 2015 www.giga-info.ch Gewerbe VEREIN – wozu? Das Wort «Verein» bringt es schon zum Ausdruck: es geht um das «Ver-einen». Menschen mit gleichen Anliegen finden sich zusammen. Auf diese Weise rückt unsere Gemeinschaft zusammen, wir kommen uns näher und knüpfen ein Netz aus Beziehungen, das unsere Dörfer und die Region stützt und festigt. Der Gewerbeverein Gilgenberg bildet den Rahmen, um sich unter den Gewerbetreibenden in unserer Region auszutauschen. Um Erfahrungen und Eindrücke weiter zu geben und um Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus bildet er Brücken zu regionalen und überregionalen Wirtschafts-Organisationen und Politvertretern. Ein kurzen Blick in die Vereinsgeschichte überrascht Der Gewerbeverein Gilgenberg wurde am 20. März 1993 unter dem Gründungspräsident Alex Häner gegründet. Entstanden ist der Gewerbeverein Gilgenberg direkt aus dem Gewerbeverein Nunningen, blickt jedoch auf viel ältere «Vorfahren» zurück. Die gut dokumentierten Wurzeln stammen bereits vom thiersteinischen Handwerker- und Gewerbeverein, welcher am 29. April 1928 feierlich gegründet wurde. Heute gilt es mehr denn je, als Gewerbetreibender ein funktionierendes Netzwerk aus den richtigen Kontakten zu knüpfen. Dies ist Aufgabe des Gewerbevereins Gilgenberg. Alle Mitglieder profitieren von den guten Kontakten zu befreundeten Gewerbevereinen der Region, zu den Behörden und nicht zuletzt zur Politik, welche eine immer grössere Rolle spielt. Der Gewerbeverein Gilgenberg steht für gelebtes Verbinden. Dank unserem vielseitigen Jahresprogramm mit Neujahrsapéro, Jassabend, Wanderung, Herbstausflug und der stets geselligen Generalversammlung ist für jeden etwas dabei. Höhepunkt des Vereins ist die alle fünf Jahre stattfindende Gewerbeausstellung GiGA, welche sich weit über die regionalen Grenzen als Wirtschaftsmotor und bekannten Gesellschaftsanlass etabliert hat.

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