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Niklaus Starck porzio.ch

Unter der Tessiner Sonne – ein Führer zu besonderen Grabstätten

Auressio, Sant’Antonio Abate


Unter der Tessiner Sonne – ein Führer zu besonderen Grabstätten Niklaus Starck porzio.ch


Brissago, Piodina


Z u m

G e l e i t

... einfach, weil es hier so schön ist.

Im 19. Jahrhundert entdeckten zuerst die Engländer das milde Klima und die Naturschönheiten an den norditalienischen Seen. Zu einer der beliebtesten Regionen zählte Stresa mit den Borromäischen Inseln im Lago Maggiore. Im Jahr 1885 kaufte die Baronessa de St. Léger die Brissagoinseln, erschuf dort ein botanisches Paradies und war die erste Tessiner Gastgeberin für die Hautevolee der europäischen Kultur. Wenig später wurde in Ascona aus dem Monte Monescia der Monte Verità und damit ein europäisches Zentrum für Reformer, Anarchisten und Künstler. Die Zürcher Dadaisten machten Ascona zu ihrer Sommerresidenz, die 1913 gegründete Tanzschule wurde zur Wiege des modernen Ausdruckstanzes. Vor und während den Weltkriegen kamen die Emigranten. Die Brissagoinseln und der Monte Verità gelangten in die Hände des deutschen Geldadels und sorgten, hüben wie drüben, für internationalen Gesprächsstoff und ebensolche Schaulustige. Das Tessin wurde zum Lebensgefühl erhoben, Ascona zum Autotypen, die Zahl der Zweitwohnungen begann horrend zu steigen, der Massentourismus in all seinen Erscheinungsbildern nahm von der Südschweiz Besitz. Während dieser vielen Jahrzehnte setzte ein bedeutender Zuzug von Kulturschaffenden aus aller Welt ins Tessin ein. Davon zeugen heute die verschiedensten Denkmäler, Festivals, Museen, Stiftungen – und Grabstätten. Der vorliegende Band widmet sich Grabstätten derer, die als Rückkehrer in die Südschweiz oder als Zuzüger kulturell tätig waren und hier bestattet werden wollten, auch einige Tessiner Persönlichkeiten sind unter ihnen, die Auswahl hat sich ohne System ergeben. Den einen war eine Rückkehr in ihre Heimat verboten worden, andere hatten ihre Heimat verloren, wieder andere wollten einfach, dass die Besucher ihrer letzten Ruhestätte sich an einem schönen Ort finden. – Wie dem auch immer sei, ihre Gräber bereichern die Tessiner Friedhöfe genauso, wie ein Gang über diese südlichen Gottesäcker den Besucher selbst bereichern kann.


T e s s i n e r

Hier ruhen sie in Frieden nebeneinander.

Die Friedhöfe der Südschweiz sind ganz anders als die im übrigen Land. Ihr charakteristisches Erscheinungsbild wurde im 19. und 20. Jahrhundert hauptsächlich vom katholischen Glauben geprägt, zu dem sich heute noch die grosse Mehrheit der im Tessin lebenden Menschen bekennt. Zum Zweiten sind sie von der kunstvollen italienischen Grabkultur und -architektur beeinflusst. Schon durch die mit Eisengittern bewehrten Öffnungen in den dicken Friedhofmauern tun sich Einblicke auf pompöse Kapellen – Familiengruften –, vielförmige Grabfelder und schlichte Urnenwände auf. Und überall ziehen die alten, eisernen Kreuze und Skulpturen die Blicke der Betrachter in ihren Bann. Makabere und martialische Grabkunst steht neben verspielter, demutsvoller und erotischer, und immer wieder kreuzen sich die Blicke der Lebenden und der Toten. Denn überall auf Grabplatten und -steinen sind Fotografien der Verblichenen zu sehen – freche, fröhliche, nachdenkliche und traurige. Diese Antlitze geben den Grabstätten etwas Persönliches. Stille Zwiesprache mit Gesichtern zu halten ist einfacher als mit Schriftzügen auf nackten Steinen. Einige Tessiner Friedhöfe sind ihrer privilegierten Lage wegen bekannt, der von Morcote zum Beispiel, der von Porza oder der von Ronco sopra Ascona. Sie liegen an Hängen hoch über dem Ceresio und dem Verbano, dem Luganer- und dem Langensee. Andere Gottesäcker werden ihrer prominenten Gräber wegen oft besucht, beispielsweise der von Ascona oder Gentilino. Und hin und wieder stellt der Besucher fest, dass zwischen dem steinernen Kruzifix römisch-katholischer Art und dem hölzernen orthodoxen Kreuz ein Grabstein steht, der mit zahllosen Kieselsteinen – ein jüdisches Symbol für die ewige Verbundenheit – verziert ist. Sie ruhen hier in Frieden nebeneinander – unter der Tessiner Sonne. Die schönste Zeit übrigens, Tessiner Friedhöfe zu besuchen, ist nach Allerseelen am 2. November jeden Jahres. Dann gedenken die Tessiner ihrer Verstorbenen, dann verwandeln sie ihre Cimiteri in Meere farbiger Blumen.

F r i e d h ö f e


Unter der Tessiner Sonne – ein Führer zu besonderen Grabstätten Texte, Fotografien und Gestaltung: Niklaus Starck Lektorat: Ute Joest porzio.ch, 2013

Herausgegeben mit der Unterstützung des Kantons Tessin.


Agra Burkhard Paul, Grafiker..............................................................................11 Ascona Bachmann Otto, Kunstmaler......................................................................13 Bara Charlotte, Tänzerin ............................................................................14 Bianda Emanuele „Lello“, Flughafenbetreiber ............................................15 Bissier Julius, Kunstmaler ...........................................................................16 Beauclair Alexander de, Kunstmaler ...........................................................17 Desny Ivan, Schauspieler ............................................................................18 Epper Ignaz, Maler.....................................................................................19 Epper Mischa, Plastikerin, Goldschmiedin, Malerin .....................................20 Flay Delly, Tänzerin, Tanzpädagogin...........................................................21 Flay Willy, Tänzer, Ballettmeister ................................................................22 Gérard Rolf, Arzt, Bühnenbildner, Kunstmaler............................................23 Guichard-Kessa Marianne, Emigrantin .......................................................24 Habe Hans, Journalist, Schriftsteller............................................................26 Hay Julius, Dramatiker ...............................................................................27 Helbig Walter, Kunstmaler .........................................................................28 Hesse Heiner, Nachlassverwalter des Vaters ...............................................29 Jaeger Henry, Schriftsteller.........................................................................30 Kerényi Karl, Philologe, Religionswissenschaftler ........................................31 Kessa Anna Petrowna, Emigrantin .............................................................32 Kunheim-Helm Brigitte, Filmschauspielerin.................................................33 Luban-Plozza Boris, Arzt, Psychosomatiker .................................................34 Ludwig Emil, Schriftsteller ..........................................................................36 Müller Werner J., Architekt, Bildhauer........................................................37 Roos Hans, Ferien-Journal-Macher .............................................................38 Rosenbaum Wladimir, Jurist, Antiquar .......................................................40 Schöneberg Egon, Kunstmaler ...................................................................41 Schürch Johannes Robert, Maler, Grafiker..................................................42 Stinnes Edmund, Grossindustrieller ............................................................44 Valangin Aline, Schriftstellerin, Psychoanalytikerin......................................45 Valenti Italo, Kunstmaler............................................................................46 Vester Carlo, Bäcker, Naturmensch ............................................................47 Vester Ninon, Glas- und Keramikkünstlerin ................................................48 Volkart Lilly, Kinderheimleiterin..................................................................49 Weidemeyer Carlo, Architekt, Maler ..........................................................50 Werefkin Marianne von, Kunstmalerin .......................................................51 Zingg Werner, Maler und Bildhauer ...........................................................53 Auressio Schulthess Armand, Enzyklopädist .............................................................55 Avegno Plievier Theodor, Schriftsteller ....................................................................57 Berzona Andersch Alfred, Schriftsteller....................................................................59 Frisch Max, Architekt und Schriftsteller ......................................................60 Tschichold Jan, Kalligraf, Typograf, Autor ..................................................61 Besazio Musfeld Ernst Max, Grafiker, Maler............................................................63 Brione sopra Minusio Lemke Horst, Grafiker, Illustrator, Kunstmaler ............................................65 Trommer Hans, Filmemacher .....................................................................66


Brissago Conti Rossini Angelo, Koch........................................................................69 Knobel Verena, Malerin .............................................................................70 Thommen Jack, Psychologe, Lehrer, Autor .................................................71 Wehrli-Knobel Betty, Journalistin, Dichterin................................................73 Baccalà Claudio, Maler ..............................................................................74 Beck Kurt, Schauspieler..............................................................................75 Fröhlich Gustav, Schauspieler, Regisseur, Autor..........................................77 Martinetti Nella, Sängerin, Komponistin.....................................................78 St. Léger Antoinette de, Baronessa, Inselbesitzerin .....................................79 Wegman Ita, anthroposophische Ärztin .....................................................80 Leoncavallo Ruggero, Komponist ...............................................................81 Campione d’Italia Francesco Silvio, Schauspieler, Sänger, Entertainer .....................................83 Carona Oppenheim Meret, Künstlerin, Lyrikerin .....................................................85 Wenger Lisa, Kinderbuchautorin, Malerin ..................................................86 Contra Eccles John, Neurologe ..............................................................................89 Gentilino, Montagnola Ball Hugo, Dichter, Schriftsteller.................................................................91 Ball-Hennings Emmy, Schriftstellerin, Kabarettistin .....................................92 Böhmer Gunter, Zeichner, Maler, Illustrator ...............................................93 Camuzzi Agostino, Architekt .....................................................................94 Dobrzanski Edmondo, Kunstmaler .............................................................95 Gilardi Domenico, Architekt.......................................................................97 Fontana Ferdinando, Dichter, Komödiant...................................................98 Hesse Hermann, Dichter, Schriftsteller, Maler.............................................99 Huf Fritz, Bildhauer, Kunstmaler...............................................................100 Lardelli Fernando, Maler, Mosaikkünstler .................................................101 Lucchini Pasquale, Tiefbauingenieur.........................................................102 Ostrowski Alexander, Mathematiker ........................................................103 Walter Bruno, Dirigent.............................................................................104 Gerra Piano, Agarone Weisenborn Günther, Schriftsteller ..........................................................107 Intragna Maggini Ermano, Musikpädagoge, Komponist.........................................109 Lago Maggiore, Naturgräber Fromm Erich, Psychoanalytiker, Sozialpsychologe .....................................111 Mihaly Jo, Schriftstellerin, Tänzerin ..........................................................113 Schmidhauser Hannes, Filmschauspieler...................................................114 Sowinski Angelika, Buchhändlerin............................................................115 Ligornetto Vela Vincenzo, Bildhauer, Freiheitskämpfer ..............................................117 Locarno Arp Jean, Maler, Bildhauer, Dichter..........................................................119 Budjuhn Horst, Autor, Übersetzer ............................................................120 Reventlow Franziska zu, Contessa, Schriftstellerin ....................................121 Katz Richard, Schriftsteller .......................................................................123 Taeuber Arp Sophie, Textilkünstlerin, Tänzerin .........................................124 Lugano Torriani Vico, Sänger, Schauspieler, Showmaster......................................127 Caracciola Rudolf, Autorennfahrer...........................................................128


Sirk Douglas, Bühnen- und Filmregisseur..................................................129 Minusio Bianconi Piero, Schriftsteller .....................................................................133 George Stefan, Dichter ............................................................................134 Gilbert Robert, Komponist, Texter, Sänger ...............................................135 Kuppfer Elisàr von, Maler, Dichter, Anthologe..........................................136 Otten Karl, Schriftsteller, Anarchist ..........................................................138 Schlayer Clotilde, Lyrikerin, Übersetzerin ..................................................139 Uehlinger Max, Bildhauer.........................................................................141 Morcote Baklanoff Georges, Bariton ......................................................................143 Albert Eugen de, Pianist, Komponist ........................................................144 Feltz Kurt, Schlagertexter .........................................................................145 Kaiser Georg, Dramatiker.........................................................................146 Meyer Ralph, Grafiker, Maler, Zeichner ....................................................148 Moissi Alessandro, Schauspieler ...............................................................149 Muralto Dickmann Oskar, Maler, Musiker .............................................................151 Wagner-Grosch Clara, Kunstmalerin ........................................................152 Wagner Jakob, Kunstmaler ......................................................................153 Willstätter Richard, Chemiker...................................................................154 Porza Lee Steve, Musiker, Leadsänger von Gotthard..........................................157 Regazzoni Clay, Autorennfahrer ..............................................................158 Origlio Bösiger Paul, Schauspieler........................................................................161 Pura Benedetti Michelangeli Arturo, Pianist......................................................163 Ronco sopra Ascona Bucherer Max, „Mabu“, Maler, Illustrator ................................................165 Emden Max, Privatier ...............................................................................166 Fischer Ernst, Komponist..........................................................................168 Jakob Flach, Schriftsteller, Theatermacher ................................................171 Goddard Paulette, Schauspielerin.............................................................172 Hoffmann Kurt, Filmregisseur, Produzent, Autor ......................................173 La Ruelle-Krebs Ursula, Kunstmalerin .......................................................174 Lenne Rolf, Maler, Bildsticker, Bildweber..................................................175 Maasz Gerhard, Komponist, Dirigent .......................................................176 Remarque Erich Maria, Schriftsteller.........................................................177 Seewald Richard, Dichter, Maler ..............................................................178 Tegna Highsmith Patricia, Schriftstellerin ............................................................181 Jenny Rico, Musiker, Musikpädagoge, Fotograf........................................182 Szeemann Harald, Kunst-Kurator .............................................................184 Vernate Fischer O. W., Film- und Bühnenschauspieler ...........................................187 Verscio Brüderlin Friedrich Reinhard, Bildhauer und Maler....................................189 Bührer Jakob, Journalist, Schriftsteller ......................................................190 Früh Kurt, Autor, Filmregisseur ................................................................191 Friedhofpläne........................................................................................192 Alphabetisches Verzeichnis der Gräber...............................................204


Agra


F r i e d h o f

A g r a

Burkhard Paul, Grafiker 1888-1964, geboren in Richterswil, gestorben in Agra

Studium an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Tätigkeit als Bildhauer in verschiedenen Ateliers. 1913 bis 1921 Studium an der Kunstakademie in München. Ab 1923 wohnte und wirkte er in Lugano, später in Agra. Burkhards bekanntestes Werk ist die Figur des Alphirten auf dem Schweizer Fünffrankenstück – dem Fünfliber. Dieser Hirte wird fälschlicherweise immer wieder für Wilhelm Tell gehalten. Der Fünfliber ist seit 1850 im Umlauf, die Version mit Burkhards Hirten wurde im Jahr 1922 eingeführt. Burkhard litt an einer Lungenkrankheit und hielt sich im Sanatorium in Agra auf. Dort verkehrte er im Ristorante San Gottardo. Im Sanatorium lernte er 1962 auch Erich Kästner kennen und schätzen. Luiselotte Enderle, die Lebenspartnerin von Erich Kästner, schildert Burkhard in ihrem Buch Erich Kästner wie folgt: „Da gab es den skurrilen Maler Burkhard, der jahrzehntelang als Zirkusartist herumgezogen war, beim Toni [Wirt im Ristorante San Gottardo] als Pensionär lebte und beim fünften Glas Valpolicella Partien aus Faust 2. Teil zu zitieren und zu interpretieren anhub.“ Margrit Fischer-Hotz zitierte in ihrem Buch Schatzalp Davos und Deutsches Haus Agra Burkhards Arzt in Agra, Dr. Karl Zimmermann: „Oh, die beiden [Burkhard und Kästner] gingen schon morgens ins nahe gelegene Restaurant und tranken Bier. Immer aus der Flasche, wie die Tessiner, keinesfalls wie die deutschen Kurgäste aus dem Glas!“ Auf dem Friedhof von Agra liegt Paul Burkhard in einem von Hortensien überwucherten Grab, Nummer 44, auf dessen Holzkreuz sein Name kaum noch zu entziffern ist.

Luiselotte Enderle, Erich Kästner, Rowohlt-Verlag, 1966.

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Ascona


F r Ai es cd oh no af

Bachmann Otto, Kunstmaler 1915-1996, geboren in Luzern, gestorben in Ascona

Aus Otto Bachmann, der Monografie von Peter Riesterer: „Otto Bachmann (Karl Otto, von Freunden genannt Otti), stammt aus bürgerlichem Elternhaus, das eine Schwäche für nicht bürgerliche Gäste hatte, und kam so früh in Kontakt mit Schauspielern, Leuten von Theater und Zirkus. Sagte, ohne elterliche Anleitung schon als Junge ein aussergewöhnliches Gefühl für Qualität in Sachen Musik, bildende Kunst und Literatur gehabt zu haben. Besuchte die Kunstgewerbeschule in Luzern ... Konnte sich mit seinem Beruf als Gebrauchsgraphiker in einem Zürcher Werbebüro nicht abfinden und reiste mit einem kleinen Zirkusunternehmen drei Jahre lang kreuz und quer durch Europa. Liess sich 1936 als freier Künstler in Zürich nieder, wo kaum einer Geld hatte und trotzdem lebte.“ 1943 gelang Bachmann mit einer Ausstellung seiner Zeichnungen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule, ETH, der Durchbruch. Ab 1944 lebte er in Ascona, wo er malte und Zeichenunterricht gab. Riesterer: „Otto Bachmann sass oft im Centrale im Kreise der Maler bei einem Glas Wein, bei einem Espresso. Im Schiff an der Piazza spielte er in der illustren Gesellschaft um den Antikenhändler Wladimir Rosenbaum Schach. Er warf, von einer Eingebung angeregt, Illustrationen gekonnt und elegant auf Papier, was den Schriftsteller Walter Mehring, der von seinem Tisch aus über die Brillengläser hinweg die Szene beobachtete, Jahrzehnte später zum Ausruf bewog: ‘Dieser Otto Bachmann ist ein genialer Meister! Mit ein paar Strichen macht er ein Kunstwerk.’“ – „Mit seinem malerischen Schaffen, in welchem er eine hohe Meisterschaft erreicht hat, und als genialer Zeichner und Illustrator, war er über die Landesgrenze hinaus als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler bekannt.“ Das Ferien-Journal Ascona widmete Otto Bachmann von 1955 bis zum Tod des Künstlers verschiedene Beiträge.

Otto Bachmann, Bilder und Zeichnungen, Peter P. Riesterer, ABC Verlag, Zürich, 1985.

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A s c o n a

Bara Charlotte, Tänzerin 1901-1986, geboren in Brüssel, gestorben in Ascona

Charlotte Bara Ascona, Leben und Tanz, San Materno. Faksimiledruck der Bara-Biografie von Peter Riesterer, 1985, herausgegeben von Niklaus Starck, Porzio Verlag, 2010, porzio.ch.

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Tochter der jüdischen Seidenhändlerfamilie Bachrach. Ihre Mutter Elvira war eine Schulfreundin von Else Lasker-Schüler aus der Zeit in Eberfeld. Als Sechsjährige Eintritt in die Klosterschule Sacré-Coeur in Brüssel, anschliessend Besuch der städtischen Schule. 1915 nahm sie beim grossen russischen Tänzer Alexander Sacharoff, einem Schüler von Isadora Duncan, in Lausanne und bei Berthe Trümpy und Vera Skoronel in Berlin Unterricht. 1919 Tanzmatinée in Berlin, Max Reinhardt Kammerspiele; ihr Pianist war Leo Kok, der nachmalige Buchhändler der Libreria della Rondine in der Casa Serodine in Ascona. Bekanntschaft mit Rudolf von Laban, der 1913 die Sommerschule für Bewegungskunst auf dem Monte Verità gründete. Die Familie Bachrach musste im Ersten Weltkrieg Belgien verlassen. Auf ihrem Weg in die Schweiz machte die Bara in Worpswede Bekanntschaft mit Heinrich Vogeler, er malte ein Porträt von ihr, und mit Carlo Weidemeyer, dem späteren Architekten des Teatro San Materno. Die Bachrachs liessen sich 1919 im Castello San Materno nieder, einem denkmalgeschützten Schloss aus der langobardischen Zeit. Erste Auftritte im Tessin 1922 im Kursaal Locarno, 1924 am zweiten Kamelienfest in Locarno. Unmittelbar neben dem Castello San Materno wurde 1927-1928 vom Architekten Carl Weidemeyer Charlottes Tanztempel, das Teatro San Materno erbaut. Auf dieser Bühne standen unter anderen auch Elsie Attenhofer, Therese Giehse, Erika Mann, Werner Finck und Dimitri. Charlotte Bara fühlte sich mit den Menschen in Ascona verbunden und pflegte viele Kontakte, so zu Jakob Flach, Emil Ludwig und dessen Sohn Gordon, Jo Mihaly oder Aline Valangin. Bara war eine Meisterin des orientalischen und mystisch-religiösen Tanzes, sie wurde oft von Leo Kok am Piano begleitet. Man nannte sie die heilige Tänzerin, das steht auch auf ihrem Grabstein geschrieben. Er befindet sich einen Steinwurf von Castello und Teatro San Materno entfernt. Der Grabstein ihrer Eltern steht an einer Wand des Gräberfelds, wo die Valangin, die Werefkin und die Rosenbaums liegen. Die Bara war mit dem Psychologen Carl Rütters verheiratet.


F r Ai es cd oh no af

Bianda Emanuele „Lello“, Flughafenbetreiber 1912-1990, geboren in Losone, gestorben in Ascona

Aus dem Ferien-Journal Nr. 286/6 vom September 1990: „Als die Augustnummer mit dem Beitrag über den Flughafen von Ascona im Druck war, starb sein Gründer und Direktor Emanuele Bianda nach einem erfüllten und reichen Leben im Alter von 78 Jahren. Als Pionier der privaten Luftfahrt im Locarnese, baute er vor über vierzig Jahren mit eigenen Händen das Fundament der Asconeser Flugpiste aus Maggiasteinen. Die Eröffnung des internationalen Landeplatzes wurde 1947 gefeiert. Zusammen mit seiner Frau Mirta schuf er dort einen einzigartigen Treffpunkt. Lello, nicht nur König der Lüfte, sondern auch der Küchendüfte, kümmerte sich nebst dem Luftdienst wie Taxifahrten, Flugunterricht, Rettungsaktionen und all dem, was dazugehört, auch um das Wohl seiner einheimischen Freunde und seiner Gäste, darunter Politiker und Persönlichkeiten aus der Film- und Wirtschaftswelt, und bewirtete sie an den Holztischen unter den Bäumen nebst der Piste mit seinen berühmten Brathähnchen. Noch heute haftet dem Flugplatz dieser Hauch von Abenteuer und Pioniergeist an, der ihn zu einer der sympathischsten Besonderheiten Asconas macht. [...] Die 1946 mit dem Patriziat eingegangene Pacht des Geländes läuft 1996 ab. Es ist zu hoffen, dass dieses einzigartige Unternehmen Ascona weiterhin erhalten bleibt, denn dieses von einem Tessiner geschaffene Werk gehört zu seiner Geschichte und ist Teil der vielschichtigen Faszination, die ‘das seltsamste Dorf der Welt’, wie es der Schriftsteller Curt Riess in seinem gleichnamigen Roman nannte, heute noch ausstrahlt.” Aus Aerodromo Ascona – kuriose Geschichte – illustre Gäste: „Seit 1996 liegen nun also um die Piste herum rund 100’000 Quadratmeter Bauland brach, in der zona residenziale, an bester Lage. Und seit bald 20 Jahren brütet das Patriziat von Ascona über den verschiedenen Varianten der Nutzung des Terrains. Der Quadratmeterpreis in dieser Gegend betrug im Frühjahr 2012 etwa CHF 2’500.-, was einem Landwert von 250 Millionen Franken entsprach. Als Lello Bianda 1946 seinen Pachtvertrag abschloss, war dort noch Landwirtschaftszone.“

Aerodromo Ascona – kuriose Geschichte – illustre Gäste, Niklaus Starck, Porzio Verlag, 2012, porzio.ch.

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F rs i ceodnhao f A

Bissier Julius, Kunstmaler 1893-1965, geboren in Freiburg im Breisgau, gestorben in Ascona

Sohn des Mechanikers Heinrich Julius Bissier und Crescentia Vögtle, die Bissiers stammten ursprünglich aus Languedoquier de Toulours. In Freiburg aufgewachsen und zur Schule gegangen, brach Bissier seine Studien an der Kunstakademie Freiburg i.B. und Karlsruhe ab. Im Ersten Weltkrieg leistete er Militärdienst auf der Freiburger Postüberwachungsstelle. Später betätigte er sich als freischaffender Maler, erste Einzelausstellungen im Jahr 1920. Von 1929 bis 1934 war er als Leiter einer Malklasse an der Freiburger Universität tätig, wo sich auch sein Atelier befand. Der Brand der Universität im Jahr 1934 zerstörte Atelier und Werke. Wenig später starb der Sohn Uli. 1933 bis 1945, in der Zeit des Naziregimes, hatte Bissier „keine Ausstellungsmöglichkeit“, er zog sich in innerer Emigration am Bodensee zurück und fertigte in dieser Zeit hauptsächlich Tuschen. Er geriet in Vergessenheit, lebte von den Einkünften seiner Frau Elisabeth, geborene Hofschneider, die eine eigene Weberei betrieb. Seit 1956 alljährlicher Aufenthalt in Ronco s/Ascona. Im Tessin wuchsen Freundschaften mit den Künstlern Hans Arp in Locarno und Ben Nicholson in Brissago. 1959 und 1964 nahm Bissier an der documenta in Kassel teil, 1960 an der Biennale in Venedig. Es folgten verschiedene Ausstellungen rund um den Erdball, Ehrungen und Auszeichnungen, 1964 das deutsche Bundesverdienstkreuz. Bissier lebte seit 1961 in der Schweiz, in Ascona.

bissier.org

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F r Ai es cd oh no af

Beauclair Alexander de, Kunstmaler 1877-1973, geboren in Darmstadt, gestorben in Ascona

In Darmstadt geboren und aufgewachsen. Als Zwanzigjähriger wanderte de Beauclair auf dem Balkan und in Italien, er erwarb sich seinen Lebensunterhalt, indem er reiche Bürger zeichnete. Während zweier Jahre kopierte er in Florenz die Werke der grossen Meister, auf dem Rückweg besuchte er 1906 Ascona. De Beauclair war für kurze Zeit Henri Oedenkovens Sekretär auf dem Monte Verità. Er war in erster Ehe verheiratet mit der Malerin Friederike Krüger, mit der er zusammen in Ascona eine Malschule eröffnete. Raimund Dehmlow schrieb in seinen Miszellen – Vermischtes um Otto Gross: „De Beauclair arbeitete mit seinen Schülern, sie musste den Haushalt für die ganze Bande besorgen. Das hatte sie eines Tages satt und rauschte mit den beiden Söhnen Gotthard und Wilfried ab nach Deutschland.“ Bei Hetty, der ersten Tochter aus der zweiten Ehe de Beauclairs, tönt es in Dal Monte Verità di Ascona ... a Berzona in Onsernone folgendermassen: „Im Jahr 1920 verliessen die Brüder de Beauclair mit ihrer Mutter Ascona. Ihr war es nicht gelungen, hier künstlerisch Fuss zu fassen, und zudem wollte sie ihren Kindern eine gute Schulbildung sichern [...] Später wanderte sie nach Argentinien aus, wo sie als Malerin sehr erfolgreich war, während ihre Söhne bei den Grosseltern blieben.“ Sohn Gotthard wurde ein bekannter Lyriker und Buchkünstler. Friederike, die erste Frau, starb 1935 in Argentinien. Die zweite Frau Beauclairs war die Holländerin Nelltje Bersma, von ihr stammen die Kinder Henrike, genannt Hetty, geboren 1928 und Liliane, geboren 1931, gestorben 1945 an einer Bauchfellentzündung. Seine zweite Frau kaufte 1932 die heutige Casa al Torchio in Berzona als Wochenend- und Feriendomizil; 1957 verkaufte sie das Haus weiter. Die Tochter Hetty schrieb über de Beauclair: „1944 bis 1962 unterstützte er als Sekretär einen Freund, war Immobilienverwalter, Treuhänder, Reiseleiter. Gleichzeitig schrieb er für La Cronaca d'Ascona und das Ferien-Journal.“

Dal Monte Verità di Ascona ... a Berzona in Onsernone, Bölt Yvonne, Gian Pietro Milani und Hetty de Beauclair, Edizioni Serodine, Ascona, 2004.

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Verscio


V e r s c i o

Brüderlin Friedrich Reinhard, Bildhauer und Maler 1919-2009, geboren in Basel, gestorben in Intragna

Aus der Tessiner Zeitung vom 21. August 2009: „Friedrich Reinhard Brüderlin wurde 1919 in Basel geboren. Schon in jungen Jahren betätigte er sich als Autodidakt auf dem Gebiet der Malerei, der Bildhauerei und der Fotografie. 1953 führte ihn eine Studienreise erstmals nach Spanien, wo er in der Folge bis Ende der Neunzigerjahre immer wieder arbeitete. 1958 siedelte er nach Verscio ins Tessin über und baute sich hier sein Atelier, in welchem er noch heute seine Arbeit fortführt und seine Forschung weiter betreibt. Brüderlin stellt in der Schweiz, in Spanien und Deutschland aus, und seine Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen anzutreffen. Die Ausstellung zum Anlass seines 90. Geburtstages will einen Überblick über die lange und vielseitige kreative Tätigkeit von Brüderlin geben. Seit mehr als 70 Jahren schafft der Künstler Skulpturen. Während dieser langen Zeit hat er zahlreiche Materialien verwendet.“ Friedrich Reinhard Brüderlin starb im Jahr seiner letzten Retrospektive in der Casa Anziani in Intragna. Die Tessiner Zeitung druckte am 18. Dezember 2009 unter dem Titel Trauer um den Bildhauer Friedrich Reinhard Brüderlin einen Nachruf von Carina Guttchen. Auszug: „Er war zwar ein alter kranker Mann, doch ein begeisterungsfähiger, ja jugendlicher Künstler. Kurz zu seinem Lebenslauf: Friedrich Reinhard Brüderlin war von Geburt an herzkrank. Nach mehreren Bergaufenthalten kam er, etwa 2jährig, in ein Kinderheim in Zürich, wurde später bei einer Gastfamilie untergebracht und besuchte die Zürcher Steinerschule. Schon als Siebenjähriger zeichnete er haargenaue Profile seiner damaligen Pflegerinnen, und als 14Jähriger modellierte er einen lebensgrossen Kopf einer Mitschülerin. Von da an wusste er, dass er Bildhauer werden wollte – in ihm war ein intensiver innerer Drang.“ Das Grab befindet sich in der Urnenwand rechts der Kapelle.

frbruederlin.ch

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V e r s c i o

Bührer Jakob, Journalist, Schriftsteller 1882-1975, geboren in Zürich, gestorben in Locarno

Sohn eines Buchdruckers und einer Bauerntochter. Er wuchs in Schaffhausen in ärmlichen Verhältnissen auf, absolvierte eine kaufmännische Lehre und war schon früh journalistisch tätig. Anschliessend freier Schriftsteller, 1912 Mitbegründer des Schweizerischen Schriftsteller-Vereins. Bührer wurde von der bürgerlichen Presse wegen seiner sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Gesinnung boykottiert. Ab 1936 lebte er in Verscio. Er wirkte in Jakobs Flachs Marionettentheater in Ascona mit, zusammen mit Fritz Pauli, Mischa und Ignaz Epper, Richard Seewald, Werner J. Müller, Leo Kok, Carlo Weidemeyer und Richard B. Matzig. Bührer stellte sich in den Texten zum 90. Geburtstag selbst vor, Auszug: „Damals fing der Frontenfrühling an. Das war eine ganz üble Sache, das war einer meiner schlimmsten Eindrücke, die ich erlebte. Da sind diese jungen Leute aus der besten Gesellschaft hinter diesen Flammenfahnen nachgegangen, diesen Hitlerfahnen, auf denen stand: ‘Jude verrecke!’ Dann brach der Streik in Genf aus, in einer Zeit, in der grosse Arbeitslosigkeit herrschte – und dann kam die grausame Nacht mit 13 Toten und 60 Verletzten, in der Rekruten auf Streikende schossen. Das war für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich trat mit einer öffentlichen Erklärung im Volksrecht in die Sozialdemokratische Partei ein. [...] Dieser Schritt hatte sehr, sehr schwere Folgen für mich. Ich verdiente damals ungefähr 800 Franken, das war verhältnismässig viel Geld für diese Zeit. Dann gingen meine Einnahmen mit einem Schlag auf 150 Franken zurück, denn die Basler National-Zeitung schrieb mir, es tue ihr furchtbar leid, aber als erklärter Sozialdemokrat könne ich nicht mehr bei ihnen arbeiten. Ich musste mein Häuschen in Meilen verkaufen, weil ich den Zins nicht mehr aufbrachte, und wir zogen in den Tessin. In Verscio konnten wir ganz billig ein kleines Haus kaufen.“ Max Frisch: „Vor vier Jahren trafen wir uns in Verscio an Ihrem häuslichen Tisch; ich fand Sie nicht, wie man hätte erwarten können, in Resignation. Das ist es, Genosse Bührer, was wir von Ihrem hohen Alter zu lernen haben; Sie haben sich nicht beklagt, Sie haben aus Enttäuschungen gelernt, Sie haben das Gewissen und damit die Hoffnung nicht aufgegeben.“ Das Grab befindet sich in der Urnenwand rechts der Kapelle. 20


V e r s c i o ,

N a t u r g r a b

Früh Kurt, Autor, Filmregisseur 1915-1979, geboren in St. Gallen, gestorben in Boswil

Als Kurt Früh 11 Jahre zählte, zog seine Familie nach Zürich. Nach den Schulen und der Matura begann er dort sein Sprach- und Musikstudium. Ab 1933 betätigte er sich als Leiter, Autor und Regisseur der Volksbühne Zürich. Daneben arbeitete er für die Kabaretts Cornichon und Pfeffermühle in Zürich sowie Bärentatze in Bern. 1936 stieg er bei Central-Film in Zürich ein, wo der Dokumentar- und Kurzfilme machte. Mit Polizischt Wäckerli realisierte er 1955 den ersten eigenen Spielfilm. Kurt Früh drehte in der Folge verschiedene weitere Spielfilme, einer der letzten war Dällenbach Kari. Früh starb im Künstlerhaus Boswil. Die Urne mit seinen sterblichen Überresten wurde nahe seines Rustico in Verscio beigesetzt. 2003 ist sie in ein Ehrengrab im Friedhof Zürich-Fluntern überführt worden. In Zürich-Seebach wurde 2005 ein Weg nach Kurt Früh benannt. Kurt Frühs Frau, die Schauspielerin und gebürtige Wienerin Eva Früh Langraf, verstarb 2009. Aus SRF WISSEN vom 14. April 1985 unter dem Titel Kurt Früh: Ein Portrait: „Kurt Früh war einer der produktivsten und bekanntesten Regisseure des Schweizer Films.“

Kurt Früh, Rückblenden, von der Arbeiterbühne zum Film, Pendo Verlag Zürich, 1975

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Friedhofpläne

Für folgende grössere Friedhöfe finden sich auf den folgenden Seiten Pläne und Ansichten als Orientierungshilfen:

Ascona ....................................................................................................193 Brissago...................................................................................................194 Carona ....................................................................................................196 Santa Maria in Selva ................................................................................197 Locarno ...................................................................................................197 Gentilino .................................................................................................198 Minusio ...................................................................................................199 Morcote ..................................................................................................200 Muralto ...................................................................................................201 Ronco sopra Ascona ................................................................................202

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A s c o n a

1, Bachmann Otto 2, Bara Charlotte 3, Bianda Emanuele 4, Bissier Julius 5, Beauclair Alexander de 6, Desny Ivan, Schauspieler 7, Flay Delly 8, Flay Willy 9, Gérard Rold 10, Guichard-Kessa Marianne 11, Habe Hans 12, Hay Julius 13, Helbig Walter 14, Jaeger Henry 15, Kerényi Karl 16, Kessa Anna Petrowna 17, Kunheim-Helm Brigitte 18, Luban-Plozza Boris 19, Ludwig Emil 20, Müller Werner J. 21, Roos Hans 22, Rosenbaum Wladimir 23, Schöneberg Egon 24, Schürch Johannes Robert 25, Stinnes Edmund 26, Valangin Aline 27, Valenti Italo 28, Vester Carlo 29, Vester Ninon 30, Volkart Lilly 31, Weidemeyer Carlo 32, Werefkin Marianne von 33, Zingg Werner

Grab im Garten des Museo Epper, Via Albarelle 14 Epper Ignaz Epper Mischa

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Hinweise auf weitere besondere Grabst채tten in der S체dschweiz nimmt der Verlag dankend entgegen.

porzio.ch

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Unter der Tessiner Sonne  

Im Frühjahr 2013 ist im PORZIO Verlag der Titel Unter der Tessiner Sonne – ein Führer zu besondereren Grabstätten erschienen. Auf 208 Seiten...

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