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Atelier f端r visuelle Gestaltung


KKL Luzern Diverse Arbeiten: Veranstaltungsprogramm (Leporello), Men체karten, Plakate, Flyer und Inserate f체r Eigenveranstaltungen; diverse Give-Away- und Back-Stage-Produkte (u.a. Nagelfeile, Shampoo, Seife und N채hset), immer in Anwendung des KKL Corporate Designs.


KKL Luzern


KKL music congress event experience Kultur- und Kongresszentrum Luzern

smellwell


KKL Luzern


MINIGalerie Luzern

5 Jahre MINIGalerie Gestaltung, Konzept und Produktion der 116-seitigen Jubil채ums-Brosch체re von Galerist Tschuli Portmann.


Schindler Management Ltd.

Schindler Management Ltd. Diverse Produkte: Jahreskalender (Abbildungen), Inserate, Powerpoint Bildpr채sentationen, Grusskarten, Plakate und Meeting-Poster. Alles in Anwendung des bestehenden Schindler Corporate Designs.


Schindler Management Ltd.

Schindler Management Ltd. Gestaltung der Schindler Award Brosch端re 2008/2010, und diverse Inserate. Alles in Anwendung des Schindler Corporate Designs.


Das Luzerner Kinderstadtbuch Kanton Luzern, Dienststelle Personal


KANTON

Leadership Programm f체r Talente und Top-Leistungstr채ger/innen F체hrungsentwicklung Kantonale Verwaltung Luzern Kantonale Verwaltung Luzern

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Kantonale Verwaltung Luzern

Luzern, Januar 2011

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Kanton Luzern, Dienststelle Personal

Führungsentwicklung wird bei uns gross geschrieben! «Veränderungsprozesse erfolgreich führen.» «Die Leistungsziele der Organisationseinheit erreichen.» «Genügend Zeit für die Führungsarbeit haben.» Dies sind – wie eine Befragung der Führungskräfte in unserer Verwaltung im Mai 2009 ergab – die drei grössten Herausforderungen in der Führung.

Führungsentwicklung Übersicht

Führungsarbeit ist anspruchsvoll. Die Anforderungen an Führungskräfte sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Alles muss immer schneller gehen, alles muss immer effizienter werden, und gleichzeitig werden die Aufgaben immer komplexer. Unter diesen Bedingungen in der Führung produktiv zu bleiben, ist auch für erfahrene Vorgesetzte eine Herausforderung. Führungsarbeit lässt sich nicht mehr einfach so nebenbei bewältigen. Es braucht dafür Zeit, vielseitige Kompetenzen und hilfreiche Instrumente. Um Sie in Ihrer Führungsarbeit zu unterstützen, beauftragte der Regierungsrat die Dienststelle Personal, in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe ein Konzept für die Führungsentwicklung zu erarbeiten. Die Projektgruppe setzte sich aus Vorgesetzten aller Departemente und der Gerichte zusammen. Um das Konzept auf die internen Bedürfnisse auszurichten, wurden zudem alle Führungskräfte unserer Verwaltung nach den Herausforderungen in der Führung und ihren Erwartungen an die Führungsentwicklung befragt. Die Ergebnisse dieser Befragung bildeten die Grundlage für das vielseitige Angebot der Führungsentwicklung. Dieses richtet sich an die Führungskräfte aller Führungsebenen oder die Mitarbeiter/innen, welche für die Führung vorgesehen sind.

Finden, fördern, halten: die Kernaufgaben unserer Führungsentwicklung • Gute Führungskräfte finden: Die Führungsentwicklung unterstützt bei der Rekrutierung von Führungskräften. • Führungskräfte fördern: Die Führungsentwicklung bietet Instrumente und Angebote, welche die Führungsarbeit unterstützen und die Weiterentwicklung der Führungskompetenzen fördern. • Gute und bewährte Führungskräfte halten: Die Führungsentwicklung leistet einen Beitrag, dass gute und bewährte Führungskräfte in der Verwaltung bleiben.

Führung: ein Qualitätsmerkmal der gesamten Organisation Die Führungsentwicklung richtet sich an die einzelne Führungskraft mit dem Ziel, die Führungsleistung auf individueller Ebene zu verbessern. Führung kann jedoch nicht nur auf die Fähigkeit einzelner Personen reduziert werden, sie ist auch ein Qualitätsmerkmal der gesamten Organisation. Daher stellt die Führungsentwicklung auch Angebote bereit, welche die Weiterentwicklung des Führungs-systems einer ganzen Organisationseinheit unterstützen und damit die Führungsleistung eines gesamten Bereiches verbessern. 7

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Kantonale Verwaltung

Luzern

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Kanton Luzern, Dienststelle Personal, 2010 Gestaltung Broschüren für die Führungsentwicklung und Leadership Programm

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3 Warum die Diagnose so wichtig ist

4 Betreuung von Demenzkranken zuhause

 Wenn Schwierigkeiten im Alltag auftreten.  Wenn die Selbstpflege nachlässt.

Wer Zweifel an der eigenen Gedächtnisleistung oder an derjenigen von nahestehenden Personen hat, sollte sich nicht mit der Erklärung «Vergesslichkeit im Alter ist normal» zufriedengeben. Die normale Altersvergesslichkeit lässt sich klar von einer beginnenden Demenz abgrenzen. Wenn sich Warnzeichen häufen, ist eine Abklärung bei der Hausärztin oder beim Hausarzt von Vorteil. Eine frühe Diagnose hilft, die Krankheit zu verstehen, auf Veränderungen zu reagieren und entsprechende Behandlungen in die Wege zu leiten.

Die Zukunft planen Nur gerade 40 Prozent aller Menschen mit Demenz verfügen in der Schweiz gemäss Schätzungen der Schweizerischen Alzheimervereinigung über eine Diagnose. Ohne Diagnose können sich Menschen mit Demenz nicht auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten, und der Zugang zu demenzspezifischen Behandlungen und Therapien bleibt ihnen verwehrt. Dank einer Frühdiagnose können Betroffene ihre Zukunft planen und die darauf folgenden Jahre zugunsten ihrer Lebensqualität gestalten.

Wann ist eine Abklärung notwendig? Eine Abklärung ist angezeigt, wenn sich Gedächtnisprobleme häufen und sich andere Störungen der geistigen Funktionen zeigen.  Wenn man sich in bekannter Umgebung verirrt.

 Wenn das allgemeine Interesse erlischt.  Wenn man von Dritten auf Veränderungen hingewiesen wird.

Ist die Diagnose Demenz erst einmal gestellt, sind Betroffene und Angehörige mit zahlreichen Entscheidungen konfrontiert, die es zu fällen gilt. Die Person mit Demenz sollte möglichst gemeinsam mit ihren Liebsten entscheiden können, wie es weitergeht. Auch deshalb ist die Früherkennung von Bedeutung.

(Quelle: Memory Clinic Sursee)

Und wenn die Abklärung nicht erwünscht ist? Die Abklärung einer Demenzerkrankung ist ein wichtiger, aber auch ein schwieriger, oft mit Ängsten verbundener Schritt. Es kann vorkommen, dass die vermutlich erkrankte Person nicht zum Arzt will. Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit verunsichern die Betroffenen. Wer gesteht sich gerne ein, nicht mehr «der oder die Alte» zu sein? Es gibt ebenso Demenzbetroffene, die bereits in einem Frühstadium Fehlleistungen oder ihr verändertes Verhalten nicht wahrnehmen wollen oder können. Angehörige und Freunde können in solchen Fällen in einem behutsam geführten Gespräch die betroffene Person zur Abklärung bewegen. Wenn das nicht zum Ziel führt, sollten Angehörige die Hausärztin oder den Hausarzt der betroffenen Person direkt ansprechen.

 Sagen Sie Ihre Meinung Es gibt Ärztinnen und Ärzte, die eine Demenz verharmlosen oder den Sinn einer genauen Abklärung in Frage stellen, vor allem wenn es sich um ältere Menschen mit anderen schwerwiegenden Krankheiten handelt. Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit, dass Ihnen eine sorgfältige Abklärung am Herzen liegt. Geht sie oder er nicht darauf ein, konsultieren Sie eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt oder wenden Sie sich an die Infostelle Demenz. Meistens empfiehlt es sich, Spezialisten verschiedener Fachrichtungen hinzuzuziehen.

Von der Abklärung zur Diagnose

 Wenn immer wieder Verabredungen vergessen werden.  Wenn konkrete Ausdrücke nicht mehr gefunden werden (sprachliche Verarmung).  Wenn Personen oder Dinge nicht mehr erkannt oder benannt werden können.  Wenn eine Persönlichkeitsveränderung stattfindet.

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Die Hausärztin oder der Hausarzt ist meistens die erste Anlaufstelle. Wichtiger Teil einer Demenzabklärung sind ausführliche Gespräche. Angehörige oder andere nahestehende Personen sollten einbezogen werden – die Einwilligung der Patientin oder des Patienten vorausgesetzt. Anschliessend an die Gespräche gelangen demenzspezifische Kurztests zur Anwendung. Eine Laboruntersuchung kann ausserdem bei der Suche nach den Ursachen für die Veränderungen helfen.

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Diagnose Demenz – Ratgeber für Betroffene und Angehörige

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 Die betroffene Person aussprechen lassen und zuhören.

Ein zentraler Punkt ist die Frage des Heimeintritts, der zu den schmerzlichen Momenten für Demenzkranke und ihre Angehörigen gehört. Ein Heimeintritt bedeutet einen Einschnitt ins gewohnte Leben und wird verständlicherweise gerne hinausgeschoben. Betroffene und Angehörige sollten sich indessen frühzeitig auf den Heimaufenthalt vorbereiten. Wer sich darum kümmert, dem bleibt noch genügend Zeit und Energie, für alle Beteiligten eine möglichst gute Lösung zu finden (siehe S. 74, «Wenn das Heim zum neuen Zuhause wird», Adressen von Institutionen ab S. 78).

 Die betroffene Person ablenken mit etwas, das sie normalerweise gerne macht.

Warum die Diagnose so wichtig ist

Betreuung von Demenzkranken zuhause

Alltag Demenzkranken hilft ein gut strukturierter Alltag, zum Beispiel fixe Essenszeiten und regelmässige, gestaltete Freiräume, etwa für Spaziergänge. Beschäftigung und Aktivitäten sind zentral. Der Einbezug in Haushaltarbeiten und andere alltägliche Verrichtungen erhält die Normalität ein Stück weit aufrecht und erlaubt der Person mit Demenz, sich nützlich zu fühlen. Dienlich können schriftliche Tages- oder Wochenpläne sein, die an einem zentralen Ort platziert sind (beispielsweise am Kühlschrank). Ebenso von Vorteil für die bessere Orientierung in der Wohnung oder im Haus ist die gut les- und sichtbare Beschriftung/Bebilderung von Örtlichkeiten, zum Beispiel Schlafzimmer, WC/Toilette (siehe S. 51, «Wohnung anpassen»).

Autofahren

Weitere Abklärungen Oft werden der Uhrentest und der «Mini Mental Status» kombiniert. Sind die Testergebnisse auffällig oder unklar und es besteht ein Verdacht auf Demenz, sollten weitere Untersuchungen bei einer Fachärztin/einem Facharzt oder in einer Memory Clinic stattfinden. Im Kanton Luzern ist die Memory Clinic in Sursee beheimatet (siehe S. 28). Adressen und Kontakte von auf Demenzabklärungen spezialisierten Ärztinnen und Ärzten in der Region können bei der Infostelle Demenz, Telefon 041 210 82 82, erfragt werden. Auch die Website www.doctorfmh.ch hilft bei der Suche nach fachkundigen Ärztinnen und Ärzten.

Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRI) Diese beiden Methoden liefern Bilder vom Aufbau und von der Struktur des Gehirns. Sie weisen auf Abweichungen im Gehirn hin, die für entsprechende Symptome verantwortlich sein können. Durchblutungsstörungen, Tumore, Blutungen oder Zirkulationsstörungen der Hirnflüssigkeit können erkannt werden. Liegt eine Demenz vor, können CT und MRI einen Hinweis auf die Demenzform und den Abbauprozess des Gehirns liefern.

Diagnose Demenz – Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Wer gibt schon gerne freiwillig den Führerausweis ab? Gerade bei Demenzkranken ist das Autofahren ein heikles Thema, denn es ist durchaus möglich, dass beim Betroffenen krankheitsbedingt die Einsicht fehlt, sich vielleicht nicht mehr unfallfrei im Strassenverkehr bewegen zu können. Bei einer Demenz kommt der Zeitpunkt, wo die Fahreignung nicht mehr gegeben ist. Obwohl das Aufgeben des Autofahrens einen weiteren Einschnitt im Leben bedeutet, hat die Verkehrssicherheit stets Vorrang. Niemand möchte sich und andere Menschen gefährden. Eine klare Antwort auf die Frage, ob Menschen mit einer beginnenden Demenz noch Auto fahren können und dürfen, gibt es nicht. Es braucht in jedem Fall entsprechende Abklärungen. Ob jemand den medizinischen Anforderungen zum Autofahren genügt, entscheidet der Arzt/die Ärztin.

Bildgebende Verfahren (engl. «Brain Imaging», «Scans») Zur Abklärung gehören auch bildgebende Verfahren. Das sind Techniken, die die Struktur oder die Funktionsweise des Gehirns abbilden. Dazu gehören:

 Verständnis für die Situation zeigen, Aggressionen zur Kenntnis nehmen und kurz darauf eingehen. Ignorieren verschärft die Situation oft.  Antworten in ruhigem Tonfall, nicht diskutieren und nicht versuchen, die betroffene Person zur Vernunft zu bringen.  Keine Provokationen, zum Beispiel, indem die Motive für den Ärger als lächerlich bezeichnet werden.

 Genügend Raum lassen, wenn die betroffene Person aggressiv wird. Sie soll sich bewegen und abreagieren können. Sollte sich die Situation verschlimmern, den Raum vorübergehend verlassen.  Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sich aggressives Verhalten häuft oder verschlimmert und pflegende Angehörige nicht mehr mit den schwierigen Situationen zurechtkommen.

 «Blitzableiter» Vergegenwärtigen Sie sich nach einem schwierigen Moment: Sie waren vor allem ein «Blitzableiter». Die Aggressionen eines Menschen mit Demenz richten sich nicht gegen Sie persönlich – sie sind ein Resultat der Krankheit. Verhält sich eine Person Ihnen gegenüber aggressiv, bedeutet dies nicht, dass sich ihre Gefühle für Sie verändert haben. Verändert hat sich nur deren Art, auf Situationen zu reagieren. Machen Sie sich keine Vorwürfe, wenn Ihnen mal der Geduldsfaden gerissen ist. Auch für Sie ist die Situation aussergewöhnlich und kräftezehrend.

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Diagnose Demenz – Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Uhrentest Die Patientin oder der Patient wird gebeten, das Zifferblatt einer Uhr samt Uhrzeit zu zeichnen. Geprüft werden, ob alle zwölf Zahlen vorhanden und richtig platziert sind, ob zwei unterscheidbare Zeiger vorhanden sind und ob die gezeichnete Uhrzeit mit der vorgegebenen Zeit (zum Beispiel 10 Minuten nach 10.00 Uhr) übereinstimmt. «Mini Mental State Examination» (MMSE) oder «Mini Mental Status» (MMS) Hierbei handelt es sich um den bekanntesten Kurztest zur Beurteilung der Hirnleistung. Der Test beinhaltet Fragen wie zum Beispiel «Welches Jahr haben wir?», «In welcher Ortschaft sind wir jetzt?» oder «Wo sind wir hier?». Zudem geht es unter anderem darum, sich Wörter zu merken, Rechenaufgaben zu lösen und Dinge zu erkennen. Der Test umfasst total 30 Fragen und Aufgaben (= 30 Punkte). Liegt das Resultat des Tests unter 27 Punkten, ist die Hirnleistung wahrscheinlich beeinträchtigt (leichte Demenz). Bei einem Resultat zwischen 10 und 20 Punkten wird von einer mittleren und unter 10 Punkten von einer schweren Demenz gesprochen.

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In einem frühen Stadium der Krankheit lassen sich Antworten auf Fragen in Ruhe klären, wie zum Beispiel folgende: Welche Behandlungen, Therapien, welche begleitenden Massnahmen, welche Unterstützung und Informationen braucht es? Kann und will die Betroffene/der Betroffene zuhause betreut und gepflegt werden? Wer kann die Betreuung und Pflege zuhause übernehmen? Welche Entlastungsdienste und Hilfsmittel kommen in Betracht? Braucht es Anpassungen in der Wohnung/im Haus?

Erste Tests

Schämen Sie sich nicht Bei den genannten Tests und in weiteren Abklärungen geht es nicht darum, dass Sie möglichst gut abschneiden müssen. Die Ärztin oder der Arzt möchte Ihr Leistungsvermögen ermitteln und erwartet von Ihnen keine Spitzenleistung. Die aus den Tests und Abklärungen gewonnenen Informationen und das weitere Vorgehen werden mit Ihnen und auf Wunsch auch mit Ihren Angehörigen besprochen.

Bei Menschen mit Demenz machen sich oft Verhaltensänderungen bemerkbar: Sie regen sich wegen scheinbarer Kleinigkeiten auf oder greifen andere Personen mit Worten oder körperlich an. Aggressivität tritt meist in Situationen auf, in denen die/der Betroffene überfordert ist. Folgende Punkte können unter anderem Auslöser aggressiven Verhaltens sein: allgemeine Frustration, Demütigung, Kritik, nicht verstanden werden, Missverständnisse, Verwirrung, Angst, Reizüberflutung, Hunger und Durst, Schmerzen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen. Einfacher gesagt als getan: Wenn sich Aggressionen entladen, als Erstes Ruhe bewahren, tief durchatmen und auf zehn zählen. Das gibt Sicherheit. Und weiter:

Schätzungsweise die Hälfte der Demenzkranken im Kanton Luzern wird zuhause betreut und gepflegt. Auf den folgenden Seiten werden verschiedene Themen erläutert, die für pflegende Angehörige von Bedeutung sind. Die Themen sind bewusst nicht gewichtet, sondern alphabetisch gegliedert, denn: Jede Demenzerkrankung mit ihren Ausprägungen ist so individuell wie die Person selbst.

 Wenn man nicht mehr weiss, wie alt man ist.  Wenn die Übersicht verlorengeht.

Aggressionen

treuende in dieser Zeit dem Kranken gegenüber Verständnis äussern. Schliesslich gehen mit dem Verzicht auf den Führerausweis ein Stück Selbständigkeit und die gewohnte Mobilität verloren. Kontakt, weitere Infos  Hausarzt, Hausärztin  Führerzulassung, Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern, medizinisches Kontrollwesen, Arsenalstrasse 45, 6010 Kriens www.strassenverkehrsamt.lu.ch, Telefon 041 318 18 77

Ernährung Eine demenzkranke Person läuft Gefahr, nicht ausreichend und ausgewogen zu essen und zu trinken. Richtig essen und trinken ist aber nicht nur für die körperliche Gesundheit wichtig, sondern auch fürs Gemüt. Tipps und Tricks:  Regelmässige Mahlzeiten geben dem Tag Struktur.  Ablenkungen, beispielsweise durch Fernsehen und Radio, vermeiden.  Nicht zu viel auf den Tisch stellen.  Gänge nacheinander servieren.  Mund- und fingergerechte Mahlzeiten, kleine Häppchen.  Miteinbezug der/des Betroffenen bei den Vorbereitungen.  Veränderte Tischmanieren so weit wie möglich respektieren.

Verzichtet die betroffene Person nicht freiwillig auf den Führerschein, kann sie der Arzt/die Ärztin beim Strassenverkehrsamt melden, was in diesem Fall auch sinnvoll ist. Das Amt leitet üblicherweise eine verkehrsmedizinische Abklärung ein. Übrigens müssen in der Schweiz alle über 70-jährigen Autolenkerinnen und -lenker alle zwei Jahre zur ärztlichen Kontrolluntersuchung. Radikale, aber je nach Umstand angebrachte Lösungen bei Uneinsichtigkeit sind zum Beispiel, die Autoschlüssel wegzusperren, das Auto fahruntüchtig zu machen (Batterie abklemmen) oder es zu verkaufen. Probleme mit dem Verzicht aufs Autofahren dürfte es nur im Anfangsstadium einer Demenz geben. Wichtig ist, dass Angehörige und Be-

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Diagnose Demenz – Ratgeber für Betroffene und Angehörige

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20 Jahre Alzheimervereinigung Luzern

Diagnose Demenz – Ratgeber für Angehörige und Betroffene Gestaltung und Co-Bildredaktion des Ratgebers. Herausgegeben von der Luzerner Alzheimervereinigung. Autorin: Sandra Baumeler, Fotograf: Jakob Ineichen.


20 Jahre Alzheimervereinigung Luzern

Lugastand 2012 Idee, Planung und Einrichtung des Luga-Stand 2012 f端r die Alzheimervereinigung Luzern. In Zusammenarbeit mit Sandra Baumeler; Fotografien: Jakob Ineichen.


Migros

Migros Gesundheitsförderung Broschüre für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migros zu verschiedenen Themen der Gesundheitsförderung (d + f)


ANDREAS WICKI

MARKUS WICKI

THOMAS WICKI

11. Filmfestival Radstadt-Salzburg Österreich 2012 LA Femme Int. 11. Filmfestival Radstadt, Österreich, November 2012 Film Festival Beverly Hills CA

2012

34. Biberacher Filmfestspiele Im Wettbewerb

2012

6. fünf seen film festival - fsff Im Wettbewerb 2012 15th Flying Broom Int. Woman's Film Festival Ankara

2012

26. Bozner Filmtage Im Wettbewerb 2012

1th Lucerne Int. Film Festival Im Wettbewerb 2011

DREI

BRÜDER Ein Dokumentarfilm von SILVIA HÄSELBARTH

Kamera PETER APPIUS | Ton FREDY KEIL | Schnitt SILVIA HÄSELBARTH und NICK SCHNEIDER | Mischung SOUNDVILLE MEDIA STUDIOS AG/RENE ZINGG | Musik FRIGYES PLESZKAN Standfotos HEINZ DAHINDEN | Grafik YVONNE PORTMANN | Webdesign CAROLA HÄSELBARTH | Produzentin SILVIA HÄSELBARTH | Produktion HÄSELBARTH FILMPRODUKTION GmbH GEMEINDE OBERKIRCH/LU | ALBERT VON TSCHARNER STIFTUNG | JÜRG WALTER MEIER-STIFTUNG FELDSCHLÖSSCHEN GETRÄNKE AG | CARL UND ELISE ELSENER-GUT STIFTUNG | RAMSEIER Suisse AG FAMILIE-VONTOBEL-STIFTUNG | INGENIEURBÜRO MARKUS STOLZ | GEPE Holding EGNOT AG | SCHMID UNTERNEHMER STIFTUNG | KIWANIS-CLUB LUZERN-RIGI


Drei Brüder à la carte

DREI

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BRÜDER

«Drei Brüder à la carte» Ein Dokumentarfilm von der Luzerner Regiesseurin Silvia Häselbarth. Kinostart: Mai 2012 Gestaltung vom Filmplakat (A4 bis A0), Postkarte sowie Flyer und DVD-Hülle. Mehr Infos zum Film: www.drei-brueder-à-la-carte


Sterben – Tod Ratgeber der Stadt Luzern

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Stadt Luzern

Wo und was geschieht

Entscheidungen. In erster Linie soll Ihnen dieser Ratgeber vermitteln, dass Sie nicht alleine sind. Die Behörden, zahlreiche gemeinnützige Organisationen und Vereinigungen, die Kirchen – sie alle stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Auf den folgenden Seiten können Sie nachlesen, was in welcher Situation zu tun

Öffnungszeiten: täglich 7.30–20 Uhr

ist. Grundlegende Informationen, nützliche Adressen, Anregungen und Check­ listen sollen es Ihnen etwas leichter machen. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Rat­

Abdankungshalle Die kapellenähnliche Abdankungshalle befindet sich links vor dem Hauptportal und bietet 110 Personen Sitzgelegenheiten. Sie ist geeignet für Trauerfeiern und kann von allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Luzern genutzt werden, unabhängig davon, ob Kirchenmitglied oder konfessionslos. Eine weitere Abdankungshalle bietet die Genossenschaft Luzerner Feuerbestattung (GLF) an: siehe weitere Informationen in der rechten Spalte.

geber in einer besonderen und schwierigen Situation behilflich zu sein. Stadträtin Ursula Stämmer­Horst Direktorin Umwelt, Verkehr und Sicherheit

Einsegnungshalle Dieser Raum rechts vor dem Hauptportal eignet sich als Besammlungsort für die Trauernden vor dem Gang zum Grab. Der Sarg oder die Urne können an diesem Ort eingesegnet werden. Wenige Stühle stehen zur Verfügung. Standorte siehe Situationsplan Seiten 16/17.

Genossenschaft Luzerner Feuerbestattung Die Genossenschaft Luzerner Feuerbestattung (GLF) ist mit dem Ziel gegründet worden, Kremationen zu fördern. Die GLF ist denn auch Eigentümerin des Krematoriums und arbeitet eng mit der Friedhofverwaltung zusammen.

Krematorium Die GLF führt im neuen, 2005 in Betrieb genommenen Krematorium die ihr in Auftrag gegebenen Kremationen durch. In der Zentralschweiz lassen sich heute ungefähr 85 Prozent der Verstorbenen kremieren. Das Krematorium Luzern nimmt pro Jahr rund 2500 Kremationen vor. Hinweis: Urnen, die nicht auf dem Friedhof Friedental bestattet werden, sind direkt beim Krematorium abzuholen.

Abdankungshalle der GLF Die GLF verfügt beim alten Krematorium über eine eigene Abdankungshalle mit 156 Sitzplätzen. Sie ist bestückt mit einer elektronischen Orgel, einer Musikanlage sowie Lautsprechern. Ebenso verwaltet die GLF einen Urnenfriedhof. Der genossenschaftseigene Friedhof bietet Gräber im Urnenhain und in den Hallen an.

Kosten Benützung der Abdankungshalle: 350 Franken (Bei anschliessender Beisetzung auf dem Urnenfriedhof der GLF entfällt die Gebühr.) Kosten für Beisetzung: 400 Franken Konzessionstaxen für Gräber: zwischen 60 und 120 Franken/pro Jahr (Mindestdauer Grabmiete fünf Jahre) Kontakt Genossenschaft Luzerner Feuerbestattung (GLF) Sekretariat, Stadthofstrasse 3 6004 Luzern Tel. 041 210 23 04, E-Mail glf@glf.ch

Vorwort

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Krematorium

Aufbahrungshalle In den Aufbahrungsräumlichkeiten können Verstorbene bis zu sechs Tage im Sarg aufgebahrt werden. So haben Angehörige, Freunde und Bekannte die Möglichkeit, die Verstorbene, den Verstorbenen nochmals zu sehen und Abschied zu nehmen. Die Aufbahrungshalle ist für alle öffentlich zugänglich. Aufbahrungsräume gibt es auch bei den Friedhöfen Littau und Staffeln.

Ereignisse. Sie als Angehörige, Freundinnen und Freunde stehen vor bedeutenden

Altes Krematorium mit Abdankungshalle der GLF

Schwere Krankheiten, Unfälle und der Tod sind traurige und einschneidende

Abdankungshalle

Friedhof Friedental Die Anlage Friedental ist eine von fünf letzten Ruhestätten von verstorbenen Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Luzern. Das Friedental ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch eine Stätte der Ruhe und Besinnung. Hier werden Verstorbene unabhängig von ihrem Glauben bestattet. Der Friedhof Friedental ist 1885 eingeweiht worden und umfasst rund 14‘000 Gräber auf 17 Hektaren. Damit ist er der fünftgrösste Friedhof der Schweiz.

Vorwort

Letzte Ruhestätten

Letzte Ruhestätten

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Sterben in Würde Aufgehoben sein

Seinen letzten Willen und seine Wünsche festhalten

Die Zeit des Sterbens ist für die Betroffenen sowie deren Angehörige und Freunde eine grosse Belastung. Sei es zuhause, im Spital oder im Heim: Sterbende und ihnen nahestehende Personen sind körperlich und seelisch gefordert. Professionelle Hilfe kann die Not lindern. Entsprechende Angebote und Beratungen anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche. Sterben in Würde heisst auch, gut aufgehoben zu sein.

Patientenverfügung «Wenn ich in einen Lebenszustand gerate, in welchem ich meine Urteils- und Entscheidungsfähigkeit unwiderruflich verloren habe, so will ich, dass man auf Massnahmen verzichtet, die nur noch eine Sterbens- und Leidensverlängerung bedeuten würden. Mein Leben soll sich in Würde und Stille vollenden.» Auszug aus der Patientenverfügung der FMH

 Hilfe zuhause, Mahlzeitendienste und weitere Angebote der Pro Senectute Tel. 041 211 25 25, www.lu.pro-senectute.ch  Sterbebegleitungen, zum Beispiel durch die Luzerner Vereinigung zur Begleitung Schwerkranker (nicht zu verwechseln mit Sterbehilfe) Tel. 041 675 02 20, www.da-beim-sterben.ch  Kirchen und Religionsgemeinschaften, Adressen siehe ab Seite 30

Die Wünsche, Ziele und das Befinden der Patientinnen und Patienten stehen im Vordergrund der Palliativmedizin. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Schmerzlinderung. In Luzern verfügt das Betagtenzentrum Eichhof über eine Palliativstation. Alle Heime in Luzern berücksichtigen indessen bei der Pflege die Grundsätze der Palliativmedizin. Infos/Kontakt www.palliativ-luzern.ch www.palliativ-zentralschweiz.ch oder über Caritas Luzern, Begleitung in der letzten Lebensphase, Tel. 041 368 52 84

Wegen eines Unfalls oder einer Krankheit kann ein Mensch unter Umständen seinen Willen und seine Wünsche nicht mehr äussern. Hat sie oder er in gesunden Tagen eine Patientenverfügung verfasst, wissen Angehörige, Freunde, Ärzte und Pflegende, was zu tun ist – und was nicht. Eine Patientenverfügung ist ein verbindliches Dokument. Wichtig ist, dass Hausarzt und Vertrauenspersonen von der Existenz der Patientenverfügung wissen (Kopien hinterlegen). Ein Beispiel einer Patientenverfügung ist abrufbar unter: www.fmh.ch/service/patientenverfuegung.html Zahlreiche andere Organisationen bieten Beratungen samt entsprechenden Formularen an, zum Beispiel Caritas und Pro Senectute.

Die Bestattung beginnt mit dem Abschiednehmen von der Verstorbenen, vom Verstorbenen. Das Abschiednehmen kann bei einigen Glaubensgemeinschaften von einer Leichenwaschung, dem Ankleiden und dem Einsargen begleitet sein.

Urnenfamiliengrab

 Spitex, Pflege und Betreuung zuhause Tel. 041 429 30 70, www.spitex-luzern.ch

Was die Palliativmedizin kann «Unheilbar Kranke und Sterbende haben Anspruch auf eine angepasste Betreuung, Pflege und Begleitung sowie auf grösstmögliche Linderung ihrer Leiden und Schmerzen nach den Grundsätzen der Palliativmedizin und -pflege.» Auszug aus dem Gesundheitsgesetz des Kantons Luzern

Hat die oder der Verstorbene nicht verfügt, was mit den Organen geschehen soll, werden die Angehörigen gebeten, darüber zu entscheiden. Mit einem Spenderausweis kann jede Person bestimmen, ob sie ihre Organe nach dem Tod zur Spende freigeben will oder nicht. Spenderkarten sind bei Apotheken, Spitälern und Ärztinnen und Ärzten erhältlich. Infos/Kontakt Schweizerische Nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, www.swisstransplant.org Ein Organspendeausweis kann unter der Gratistelefonnummer 0800 570 234 oder per E-Mail an info@swisstransplant.org bestellt werden.

Urnenbestattung Die oder der Verstorbene wird in einen Sarg gebettet und danach verbrannt. Das wird Einäscherung oder Kremation genannt. Nach der Kremation wird die Asche in einer Urne gesammelt. Danach kann die Urne auf dem Friedhof bestattet werden. Angehörige und Freunde haben jederzeit die Möglichkeit, die Grabstätte zu besuchen.

Menschen entspricht, kann indessen für Angehörige und Freunde belastend sein: Wird zum Beispiel die Asche im Wind verstreut oder einem Fliessgewässer übergeben, gibt es keine eigentliche Trauerstätte. Zudem ist es aus Umweltschutzgründen nicht angebracht, Urnen in Gewässern zu versenken oder Asche in stehende Gewässer zu streuen.

Anders als in früheren Zeiten steht heute dem Wunsch von katholischen Christen nach einer Urnenbestattung nichts mehr im Weg. Der Glaube an die Auferstehung kann wie bei der Erdbestattung auch in der Urnenbestattung zum Ausdruck kommen.

Erdbestattung Die oder der Verstorbene wird in einem Sarg beigesetzt. Das Herablassen des Sargs in das Grab stellt die (eigentliche) Beerdigung oder das Begräbnis dar. Angehörige und Freunde können dem Grab, wann immer sie wollen, einen Besuch abstatten.

In der Schweiz ist es wegen der liberalen Gesetzgebung möglich, selbst zu entscheiden, was nach der Kremation mit der Asche geschehen soll. Die Asche der Verstorbenen kann in der freien Natur bestattet werden. Was möglicherweise dem Wunsch des verstorbenen

Selbstverständlich kann eine Patientenverfügung mit weiteren persönlichen Wünschen ergänzt werden. Dienlich ist, wenn diese Wünsche nicht nur schriftlich festgehalten, sondern auch mit Vertrauenspersonen besprochen werden.

Familiengrab

Wer Unterstützung leistet  Hausärztinnen und Hausärzte

Bestattungsarten

Organspenden Wer einen Spenderausweis und/oder eine Patientenverfügung hat, kann sicher sein, dass im Todesfall nach den eigenen Wünschen gehandelt wird.

Im Gegensatz zu Urnenbestattungen sind Erdbestattungen ausserhalb von Friedhöfen in der Schweiz nicht gestattet.

Grabarten auf dem Friedhof Friedental Reihengräber (kostenlos)

Privatgräber*

Reihengrab Erwachsene (Dauer: 20 Jahre)

Familiengrab (Dauer: 25 Jahre)

Reihengrab Kinder (Dauer: 12 Jahre)

Einzelgrab (Dauer: 20 Jahre)

Urnenreihengrab (Dauer: 10 Jahre)

Hallengrab (Dauer: 20/25 Jahre)

Gemeinschaftsgrab

Plattengrab (Dauer: 20 Jahre)

Gemeinschaftsgrab Totgeburten

Urnenfamiliengrab (Dauer: 15 Jahre)

Hallengrab

* Die Miete für die Benützung von Privatgrabstätten kostet je nach Art und Lage 1150 bis 4500 Franken. Bei allen Privatgräbern kann der Vertrag auf unbestimmte Zeit verlängert werden.

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Sterben in Würde

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Die Wahl des Grabs kann mit der Friedhofverwaltung geregelt werden. Die Bestattungsart und der Bestattungstermin sind mit dem Zivilstandsamt festzulegen.

Letzte Ruhestätten

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Letzte Ruhestätten

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Im Todesfall

Kontakt/Infos Pro Senectute Schweiz bietet eine umfangreiche Broschüre an: «Etwas Bleibendes hinterlassen – Wissenswertes zum Testament» Tel. 044 283 89 89 E-Mail: geschaeftsstelle@pro-senectute.ch

Was sofort zu erledigen ist Nach einem Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis ist es schwierig, das Richtige zu tun. Schock, Fassungslosigkeit und Trauer können die erste Zeit nach dem Tod einer nahestehenden Person prägen. Dennoch gibt es einige wichtige Dinge, die unmittelbar nach einem Todesfall zu beachten sind.

Kontakt/Infos Stadt Luzern, Teilungsamt Tel. 041 208 84 51 Website: www.teilungsamt.stadtluzern.ch

Tod zuhause infolge Krankheit  Ärztin/Arzt benachrichtigen. Diese/dieser bestätigt den Tod und füllt die ärztliche Todesbescheinigung aus.

Siehe auch ab Seite 28, «Rechtliches».

Adressen und Kontakte für einen persönlichen seelsorgerlichen Beistand siehe ab Seite 30.

 Ist der Hausarzt nicht erreichbar, Notfallarzt rufen. Auskunft über die Telefonnummern 117 (Polizei) oder 1811 (Auskunftsdienst der Swisscom)

Tod im Spital oder im Heim  Die Spital- oder Heimbehörden erledigen die Formalitäten.

Das Gemeinschaftsgrab Nahe beim Hauptportal, auf der Terrasse mit Blick auf den Rotsee, steht die Pyramide aus hellem Tessiner Granit: das vom Architekten Joseph Gasser und vom Bildhauer Charles Gerig geschaffene Gemeinschaftsgrab. Es wurde von 1989 bis 1992 erbaut und findet stetig grösseren Zuspruch. Vielen Menschen behagt die Vorstellung nicht, alleine bestattet zu werden. Weitere Gründe dürften der Wegfall der Grabpflege und die geringeren Bestattungskosten sein.

Der Gang zum Zivilstandsamt Ein Todesfall ist innerhalb von zwei Arbeitstagen dem Zivilstandsamt zu melden. Diese Meldung können auch Verwandte, Freunde oder Bekannte übernehmen, was die unmittelbar Betroffenen entlasten kann. Folgende Dokumente braucht das Zivilstandsamt:

Bei der Bestattung im Gemeinschaftsgrab wird die Urne nicht in die Erde gelegt. Die Asche der oder des Verstorbenen wird anonym in ein Sammelgefäss unter dem Boden des Gemeinschaftsgrabs gegeben. Diese unterirdische Gegenpyramide, die Grabkammer, kann die Asche von bis zu 15´000 Kremierten aufnehmen.

Tod infolge eines Unfalls/Suizids  Polizei benachrichtigen (Tel. 117)  Die Polizei muss nicht nur bei Verkehrsunfällen, sondern auch bei Arbeits-, Haushalts- und sonstigen Unfällen beigezogen werden, ebenso bei Suizid.

Schweizer Bürgerinnen und Bürger

Ausländische Staatsangehörige

 Todesbescheinigung des Arztes

 Todesbescheinigung des Arztes

 Familienbüchlein oder Familienausweis (wenn vorhanden)

 Familienbüchlein oder Familienausweis (wenn vorhanden)

 Grabkonzession (falls Familiengrab vorhanden)

 Pass bzw. Nachweis der Staatsangehörigkeit

Namenlos Gut zu wissen: Auf dem Friedhof Friedental gibt es keine Gedenktafeln mit eingravierten Namen der Verstorbenen. Die Bestattung im Gemeinschaftsgrab erfolgt anonym. Blumenschmuck beim Gemeinschaftsgrab wird aus Platzgründen drei Wochen nach der Bestattung von der Friedhofverwaltung weggebracht. «Die Pyramide mit ihrer quadratischen Standfläche ist fest in der Materie und ihren Gesetzen verwurzelt. Mit ihren vier aufwärts strebenden Dreiecken stellt sie die Verbindung zum Geistigen her. ... Die vier Eckpunkte der Pyramide symbolisieren die vier Himmelsrichtungen, denen die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft entsprechen.» (Architekt Joseph Gasser)

 Ausländerausweis  Grabkonzession (falls Familiengrab vorhanden) Ist kein Familienbüchlein oder Familienausweis vorhanden, zusätzlich:  Eheschein  Geburtsschein der verstorbenen Person  Geburtsschein des Ehepartners (falls die verstorbene Person verheiratet war)

Andere Religionen In der Anlage Friedental haben auch Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens ihre letzten Ruhestätten. Es gibt den Alten und den Neuen jüdischen Friedhof sowie ein Grabfeld für Musliminnen und Muslime.

Jüdischer Friedhof Unmittelbar neben dem Friedhof Friedental wurde 1887 der jüdische Friedhof mit 366 Gräbern eingeweiht. Im Laufe der 1930er-Jahre zeichnete sich ab, dass der vorhandene Platz nicht ausreicht. Im Jahr 1943 ist der Neue jüdische Friedhof mit 689 Gräbern eröffnet worden.

Gemeinschaftsgrab

Wichtig zu beachten: Letztwillige Verfügungen im Zusammenhang mit der Bestattung gehören nicht ins Testament. Ein Testament wird erst nach der Bestattung eröffnet. Wer festlegen will, wie er bestattet werden möchte, hinterlegt seine Wünsche am besten bei den Angehörigen oder bei Bestattungsdiensten.

Erbvertrag Der Erbvertrag ist eine Alternative zum Testament. Es handelt sich dabei um einen Vertrag zwischen dem Erblasser und einzelnen oder mehreren Erben. Ein Erbvertrag lässt sich nur ändern oder annullieren, wenn alle Vertragsparteien einverstanden sind – dies im Gegensatz zum Testament. Empfehlenswert ist ein Erbvertrag dann, wenn sich Personen unwiderruflich begünstigen wollen, zum Beispiel Ehepartner. Ein Erbvertrag muss öffentlich beurkundet werden.

Kontakt Stadt Luzern, Friedhofverwaltung Friedentalstrasse 60, 6004 Luzern Tel. 041 240 09 67 www.friedhof.stadtluzern.ch Adresse der jüdischen Gemeinde siehe Seite 31.

Grabfeld für Musliminnen und Muslime Seit 2008 können sich Musliminnen und Muslime auf dem Grabfeld 15 bestatten lassen (siehe Situationsplan Seiten 16/17). Das Grabfeld befindet sich entlang der Mauer zum Alten jüdischen Friedhof und bietet 266 Grabstellen für Erwachsene und 28 für Kinder. Die Grabstellen sind nach Mekka ausgerichtet. Kontakt Stadt Luzern, Friedhofverwaltung Friedentalstrasse 60, 6004 Luzern Tel. 041 240 09 67 www.friedhof.stadtluzern.ch

Neuer Jüdischer Friedhof

Testament Das sogenannte eigenhändige Testament bestimmt, was mit Vermögen und Besitz nach dem Tod geschehen soll. Das Testament muss von Hand geschrieben, mit dem Datum und der Unterschrift versehen sein. Wer Unklarheiten und Streitigkeiten vermeiden will, lässt das Testament durch eine Fachperson prüfen. Ein Testament kann jederzeit geändert oder annulliert werden. Das Testament sollte an einem sicheren Ort und/oder bei einer zuverlässigen Stelle, zum Beispiel beim Teilungsamt, hinterlegt werden.

Adresse der islamischen Gemeinschaft siehe Seite 31.

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Sterben in Würde

Im Todesfall

Grabfeld für Musliminnen und Muslime

Das Zivilstandsamt Stadt Luzern, Regionales Zivilstandsamt Obergrundstrasse 1, 6002 Luzern Tel. 041 208 82 32 und 041 208 82 30 Öffnungszeiten: MO–FR 8–12 und 13.30–17 Uhr Website: www.zivilstandsamt.stadtluzern.ch

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Letzte Ruhestätten

Stadt Luzern, März 2011 Gestaltung einer Broschüre und eines Leporellos als kurzer Leitfaden mit Checkliste zum Thema «Sterben – Tod»


Hotel Restaurant Schiff

Hotel Restaurant Schiff Corporate Design für das Hotel Restaurant Schiff. Diverse Produkte: Wortmarke, Briefschaft, flexible Menükarte* (Abb. oben), flexible Desserkarte, Hotelprospekt, Ansichtskarten, Bieruntersatz, Zündholzschachtel, Eröffnungsmailing, Kassenbeleg, Tischset ... Das Tischset (Abb. linke Seite) kann mittels Anleitung zum Papierschiff gefaltet werden und ergänzt so die Idee vom Papierschiff im Corporate Design optimal.


Hotel Restaurant Schiff

Neue Speisekarte 2009 In einem von Hand gefertigten Etui aus Plachenstoff sind die Men端karte (gerilltes Heft) und ein Hotel-Prospekt enthalten.


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Lokaltermin im

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Aussicht auf Genuss – Eingang hinter der Baustelle inal_Plot_Schiff.indd 1

Weihnachtsstimmung trotz Baustelle, 2010 Konzept und Produktionsüberwachung der BaustellenVerkleidung Unter der Egg 8. So wurde «La Barca» vorübergehend nach aussen verlegt.

05.11.10 13:49


Vincafé La Barca

Vincafé La Barca Arbeiten wie die Beschriftung des Schaufensters und der Eingangstüre; Gestaltung Tischset, Kreation neues Logo, Design hauseigener Teller in verschiedenen Grössen


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Bis채th Linke und Weber Architekten

Beschriftungskonzept Turnhalle Hofmatt, Meggen Beschriftung Mehrfachturnhalle, Garderoben, Schulhausg채nge, Zimmert체ren, Eingangst체ren, verschiedene Aussenbereiche sowie diverse Infotafeln


Das Luzerner Kinderstadtbuch

in Flädi, ein «Huhu. Ich bitbewohner M flatterhaftert Luzern». der Stad

Das Luzerner Kinderstadtbuch Idee, Konzept, Recherchen, Redaktion, Produktion und Gestaltung des 1. Luzerner Kinderstadtbuchs. (Zusammenarbeit mit Sandra Baumeler und Judith Wyrsch Koepfli) Die 2. aktualisierte Auflage ist im Frühling 2009 zusammen mit Sandra Baumeler produziert worden.


Briefschaften

Briefschaften Gestaltung Logo und Corporate Identity für diverse Briefschaften für Einzelunternehmen wie: Umbauten – Renovation – Holzarbeiten von Elwin Van Dam oder bas_kommunikation_konzept_text; von Sandra Baumeler


Planteam S AG

3 Sujet aus der Serie 2004

6 Sujet aus der Serie 2009

ReDesign Planteam S AG Sempach Mit dem Slogan «Planen beginnt im Alltag» sind verschiedene Werbeträger neu gestaltet worden. Prospekt, 8er Serie Ansichtskarten (Abb. linke Seite und oben), Poster, Website, Titelseite Dossier, Briefschaft. 2009: Gestaltung 2. Serie Ansichtskarten


Tätigkeitsbereich / Lebenslauf

Mein Tätigkeitsbereich: Geschäftspapiere, Wortmarken (Logos), Broschüren, Inserate, Plakate, Mailings, Flyer, Ansichtskarten, Buchgestaltung, Jahresberichte, Websites, Give Aways, Kataloge und Gebäudebeschriftungen sowie Werbekonzepte und Corporate Design für Firmen oder einzelne Produkte. Eigene Projekte: 2006: «Punto» – ein Kinderspiel mit Worten und Sätzen; präsentiert an der Design Biennale Luzern > Zusammenarbeit mit Matthias Bürki 2007: Herausgabe «Das Luzerner Kinderstadtbuch» > Zusammenarbeit mit Sandra Baumeler und Judith Wyrsch Koepfli 2009: MINIGalerie 2004 – 2009, ein Jubiläumsbuch > Zusammenarbeit mit Tschuli Portmann 2009: «Déschawü» – ein Weihnachtsladen auf Zeit (2 Wochen) > zusammen mit Silvia Bader Wehrli, Angela Spaeti Jung und Daniela Hafner 1966 geboren am 25. April in Luzern 1982 4 Jahre Ausbildung zur Dekorationsgestalterin 1986 3 Jahre Schaufensterdekoration bei Globus Zürich (1986 bis 1989) 1989 6 Jahre Schule für Gestaltung Luzern: Vorkurs, Grundkurs + Visuelle Kommunikation HFG mit Diplomabschluss 1994

Gründung der Grafikagentur Starfish and Coffee mit Sonia Di Paolo. Gemeinsame Projekte: Corporate Identity für das Hotel Restaurant Schiff Luzern, monatliche Gestaltung des Kulturkalenders (heutiges Kulturmagazin), Werbekampagne für Zomig Oro (Astra Zeneca) u.v.m.

1999 Geburt von Sohn Dennis Nelson 2002 Gründung

Atelier für visuelle Gestaltung

2012 Umzug und Neueröffnung von Portmanngrafik an der Bruchstrasse 44. Neu mit hauseigenem Laden «Déschawü» und Galerie «Das Gästezimmer».

« Das Aufstöbern von schönen, aussergewöhnlichen Ideen und Objekten festigen meine Freude an der Arbeit täglich von Neuem. »


Atelier f端r visuelle Gestaltung

Yvonne Portmann Bruchstrasse 44 CH-6003 Luzern Telefon 041 240 41 48 Kontakt yvonne@portmanngrafik.ch Webkatalog: Yvonne Portmann Fotografien: www.heinzdahinden.ch Umsetzung Homepage: www.kolorit.ch


/PortmannGrafik_2012