momentum 02/2022

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momentum Das österreichische Porsche Kundenmagazin

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KING OF COOL Der neue 911 Sport Classic GENIE AUF RÄDERN Walter Röhrl feiert 75. Geburtstag

REISE DURCH DIE ZEIT 40 Jahre Porsche Automuseum Pfeifhofer Gmünd


Inhalt 08

Porsche Exclusive Manufaktur Geht nicht ... gibt's nicht! 10

King of Cool Der neue 911 Sport Classic

Vom Jagen und Sammeln Das Porsche Museum in Gmünd feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag.

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Mut zur Farbe → Seite 30

Porsche bringt alte Farben in neuem Gewand 20

Track Experience Sicherheit, Fahrspaß und Rennsport hautnah 24

Porsche Lifestyle Die neue Racing Collection 26

Porsche Tequipment Zubehör-Highlights für den Sommer 30

Porsche Automuseum Pfeifhofer Gmünd Seit 40 Jahren Pilgerstätte für Porsche Fans 36

Mein Gott! Walter! Walter Röhrl wird 75 40

Motorsport Aktuelles 42

Need for Performance Das neue Manthey Performance Kit 44

70 Jahre Porsche Clubs Eine internationale Erfolgsgeschichte


annus jubilaeus Impressum Eigentümer und Verleger: Porsche Austria GmbH & Co OG, Louise-Piëch-Straße 2, 5020 Salzburg. Herausgeber: Dr. Helmut Eggert. Redaktions­leitung: Mag. Clemens Rajal Layout: BAZZOKA Creative GmbH, Stelzhamerstraße 5a, 5020 Salzburg. Text: Christian Kerbler, Dr. Gerhard Kuntschik, Mag. Clemens Rajal. Grundlegende Richtung: momentum ist die österreichische Porsche Kundenzeitschrift rund um die Themen Porsche Produkte und Dienstleistungen, Lifestyle, Veranstaltungen usw. Druck: Samson Druck GmbH, Samson Druck Straße 171, 5581 St. Margarethen. Alle Preisangaben in diesem Heft: unverbindliche, nicht kartellierte Richtpreise inkl. MwSt. und NoVA (inkl. § 6a NoVAG, Fracht sowie länderspezifischer Fahrzeugausstattung bei Fahrzeugpreisen). Die im Heft angegebenen Verbrauchs- und CO2-Werte beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Druck- und Satzfehler sowie Preis­ änderungen vorbehalten.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser! 2022 ist für uns „Porscheaner“ ein annus jubilaeus, ein „Jubeljahr“ – und was für eines! Zunächst begehen wir das 40. Jubiläum des Porsche Museums Pfeifhofer in Gmünd. Ein guter Grund, die Geburtsstätte der Marke Porsche zu besuchen und auf den Spuren des Mythos zu wandeln. Dann die Club-Szene: Am 26. Mai 1952 wurde in Westfalen der Porsche Club Hohensyburg, der erste seiner Art weltweit, gegründet. Somit zelebrieren wir heuer 70 Jahre Gemeinschaft, Engagement und Leidenschaft auf allen Kontinenten mit über 240.000 Mitgliedern in 700 Clubs.

Und wir feiern 75 Jahre Walter Röhrl, Porsche Fan, Rallye-Weltmeister, Markenbotschafter, Universalist hinter dem Lenkrad sowie Freund und Unterstützer (Instruktor) unseres Hauses. Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unserem Magazin und hoffen, interessante Themen für Sie gefunden zu haben! Ihr

Dr. Helmut Eggert Geschäftsleitung Porsche Österreich

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Von der Vision zur Serie Mit dem 718 Cayman GT4 ePerformance als Versuchsträger startet Porsche die Erprobung der Technologiekomponenten des Mission R. Wie der Mission R nutzt der allradgetriebene Rennwagen das Chassis des bekannten 718 GT4 Clubsport-Modells. Auch die komplette Elektromotorenund Batterie-Technologie stammt von der IAA-Konzeptstudie. „Mit dem Mission R haben wir gezeigt, wie sich Porsche den nachhaltigen Kunden-Motorsport der Zukunft vorstellen kann. Der 718 Cayman GT4 ePerformance beweist nun, dass diese Vision auf der Rennstrecke funktioniert und auch begeistert“, betont Matthias Scholz, Gesamtprojektleiter GT-Rennfahrzeuge. In puncto Rundenzeit orientiert man sich am aktuellen 911 GT3 Cup. Seine Weltpremiere feiert der 718 Cayman GT4 ePerformance Ende Juni 2022 beim Goodwood Festival of Speed. Mehr Infos unter: newsroom.porsche.de


Seite


Warm-up momentum

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Taycan als Pufferspeicher für das Stromnetz Bisher fließt der Strom bei der Elektromobilität vor allem in eine Richtung – von der Ladesäule ins Fahrzeug. Das könnte sich bald ändern: Bei einem Pilotversuch von Porsche und zwei Entwicklungspartnern wurden fünf Serien Taycan samt Porsche Home Energy Manager an das Stromnetz angeschlossen. „Die Ladetechnologie des Porsche Taycan und unsere Produkte Home Energy Manager und Mobile Charger haben viel Zukunftspotenzial“, so Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG, der hinzufügt: „Wenn Elektrofahrzeuge künftig elektrische Energie zum Beispiel aus privaten Photovoltaikanlagen ins Netz zurückspeisen und so zum Ausbau der regenerativen Energie beitragen, erhöht das die Akzeptanz der E-Mobilität weiter.“ Mehr Infos unter: newsroom.porsche.de

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Starke Partnerschaft für Top-Performance Seit 20 Jahren verbindet Porsche und Michelin eine ebenso enge wie erfolgreiche Partnerschaft, die von der Bereifung der Serienmodelle bis zu Motorsportaktivitäten reicht. Von den nationalen Porsche Carrera Cups über den Porsche Supercup bis hin zu Endurance-Rennserien wie der WEC vertrauen die Werksfahrer und werksunterstützten Teams auf die Hightech-Produkte von Michelin. Um Porsche Fahrern ein ultimatives Fahrerlebnis zu ermöglichen, entwickeln beide Unternehmen gemeinsam für jede Baureihe den idealen Reifentyp, gekennzeichnet durch die N-Markierung. Diese Reifen müssen strengste Porsche Kriterien erfüllen, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. momentum gratuliert zum 20-jährigen Jubiläum!

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Warm - up

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Besondere Momente speichern Der neue Free Drive-Modus der Porsche Track Precision App ermöglicht es ab sofort, besonders schöne Momente bei jeder Fahrt aufzuzeichnen, um sie immer wieder zu genießen. Die bereits von der Rundstrecke bekannte Funktion erkennt selbstständig dynamische Fahrmanöver, gekennzeichnet durch hohen Bremsdruck, starke Beschleunigungen oder höhere G-Kräfte als Referenz für einen erinnerungswürdigen Moment. Dieser wird dann automatisch in Form eines einminütigen Videos gespeichert – jeweils 30 Sekunden vor und nach dem Moment. Im Porsche Newsroom erfahren Sie, welche weiteren Funktionen die Track Precision App bietet. Mehr Infos unter: newsroom.porsche.de

Sneaker-Design trifft auf Elektrosportler

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Der Designer Sean Wotherspoon steht für trendige Streetwear mit einem bunten Farbmix und ungewöhnlichen Materialien. Zusammen mit Porsche hat der 32-Jährige seinen ganz persönlichen Taycan 4 Cross Turismo entworfen. „Kreativität lebt vom Austausch“, sagt Michael Mauer, Leiter Style bei Porsche. „Als Designer muss man alles in Frage stellen und stets den Anspruch verfolgen, etwas neu zu denken. Dabei hilft es uns, mit jungen Designern wie Sean zusammenzuarbeiten, um neue Impulse aus ganz anderen Produktbereichen zu bekommen.“ Bekannt geworden ist Sean Wotherspoon vor allem durch den von ihm entworfenen Sneaker Nike Air Max 97/1 aus dem Jahr 2018, seit 2020 arbeitet er mit Adidas zusammen. „Das Streben nach Innovation treibt mich an und ich war von Beginn an fasziniert von den ausgefallenen Materialien, mit denen die Porsche Designer in Weissach arbeiten. Wir haben uns im Rahmen des Projekts immer wieder gegenseitig inspiriert und schlussendlich ein völlig neuartiges Fahrzeugdesign geschaffen“, so Wotherspoon. Mehr Infos unter: newsroom.porsche.de

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Geht nicht ... gibt‘s nicht!


Porsche Exclusive Manufaktur

Ein Porsche ist und wird immer eines sein: ein Ausdruck der Persönlichkeit seines Fahrers. Zum Glück stehen all jenen, die es mit Konstantin Wecker halten, der schon in den 1980ern „Genug ist nicht genug!“ postulierte, die Designer und Techniker der Porsche Exklusive Manufaktur zur Verfügung. Sie fertigen edle Einzelstücke genauso wie limitierte Serien und einzigartige Ausstattungspakete. Text → Christian Kerbler Fotos → Porsche AG

Das Jahr 1978 markiert bei Porsche den Start der „Sonderwunschabteilung“. Es ist die bunte und wilde Hochzeit des Tunings – und Porsche mischt von Anfang an mit. Zuerst beschäftigt man sich mehrheitlich mit dem Optimieren von Fahrwerken und Motoren. Doch auch der Bedarf an mehr Leder, Holz und HiFi-Türmen wird abgedeckt. 1986 wird das „Sonderwunschprogramm“ zu „Porsche Exclusive“. Nun können Kunden anhand eines eigenständigen Katalogs ihr Fahrzeug direkt im Haus und mit Werksfreigabe zum Unikat verfeinern lassen. Seit 1992 heißt die hauseigene Tuningschmiede „Porsche Exclusive Manufaktur“. Den Startschuss bildet ein heute unbezahlbarer 964er Turbo S „Leichtbau“. Seitdem hält der Drive unvermindert an. Mehr als ein Drittel aller weltweit bestellten 911er geht mittlerweile durch die Hände der „PEM“. Begleiten Sie uns auf den folgenden Seiten in die Welt der Porsche Exclusive Manufaktur. Hier wird die Qualität der Ausführung nur noch von der Freude übertroffen, einen ganz besonderen Porsche sein Eigen zu nennen.

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King of Cool PORSCHE 911 SPORT CLASSIC MADE BY PORSCHE EXCLUSIVE MANUFAKTUR


Porsche Exclusive Manufaktur

↓ Große Auswahl: Im aktuell stärksten handgeschalteten Elfer werden 7 Gänge serviert.

↑ Streng limitiert: Nur 1.250 Enthusiasten dürfen sich über ein Sondermodell in ihrer Garage freuen.

Wikipedia spuckt bei der Suche nach dem Begriff „Ikone“ Folgendes aus: „Person oder Sache als Verkörperung bestimmter Werte, Vorstellungen, eines bestimmten Lebensgefühls.“ Die neue, auf 1.250 Stück limitierte Ausgabe des 911 Sport Classic zeigt, was die Porsche Exclusive Manufaktur so alles drauf hat. Er ist der Prototyp einer gelungenen Allianz aus reichem Erbe und neuen Ideen. Viel zu oft wird ein Produkt mit Hinweis auf seine Geschichte als „Ikone“ hochgejazzt. Uhren, Schmuck, Handtaschen, Kleidung, Möbel … und ja: Autos! Hat eine Marke tatsächlich über Jahrzehnte etwas zur Alltagskultur beigetragen, technologische Entwicklungen angestoßen oder konsequent an etwas Außergewöhnlichem festgehalten, dann baut sich über Generationen ein Wert auf. Dann entsteht eine echte Ikone: ein klassen- und gesellschaftsübergreifendes Bild im kollektiven Bewusstsein. Im Falle der Kategorie Sportwagen: der 911!

Die Porsche Heritage Design Strategie Mit den limitierten Kleinserien der Exclusive Manufaktur verfolgt Porsche eine schlaue Strategie: Sie repräsentie-

ren eine Hommage an die Tradition der vergangenen Porsche Modellreihen, die den Ursprung der Marke darstellen. Die Heritage Design Modelle orientieren sich noch emotionaler und konsequenter an den Wünschen und dem Lifestyle der Kundschaft. Ikonische Designelemente, Materialien und Farben aus vergangenen Epochen werden in die Gegenwart geholt. Erfolgreicher Prolog dieser Strategie war 2019 der 911 Speedster mit Heritage Design Paket. Jetzt greift man unter dem Motto „Icons of Cool“ den Zeitgeist der 50er-, 60er-, 70er- und 80er-Jahre auf.

Hochschalten bitte Der Sport Classic stellt nach der 2020 präsentierten Targa 4S Heritage Sport Edition jetzt also den zweiten Gang einer aus vier Teilen bestehenden Serie limitierter Fahrzeuge mit historischen Bezügen dar. Eines ist schon jetzt klar: Um den Sport Classic wird es, auf gut Österreichisch, ein „G‘riss“ geben wie um kaum etwas sonst. Man kann getrost davon ausgehen, dass die 1.250 aufgelegten Stück in Echtzeit in Sammlergaragen einziehen werden. Immerhin haben all jene, die beim ersten Mal zu langsam, zu mittellos oder beides waren, heute eine zweite Chance. Anno 2009 präsentiert man auf der IAA mit dem 997 Sport Classic erstmals eine zeitge-

nössische Hommage an die 2.7 RS-Modelle der Jahre 1972/73. In den 1970ern machen sich die Buchhalter schreckliche Sorgen, die angepeilte HomologationsStückzahl von 500 überhaupt loswerden zu können. Ziemlich unbegründet, wie man heute weiß. Zeitsprung ins neue Jahrhundert: Vor 13 Jahren sind die Verantwortlichen dann, nach schwäbischer Art, wieder vorsichtig (oder visionär?) und begrenzen die Auflage auf 250 Stück. Das Rezept ist so stimmig wie rasch erklärt: hellgrauer Uni-Lack, „Double-Bubble“ Dach nach Zagato-Art, feststehender „Entenbürzel“, Pepita-Stoffsitze, turbobreite Backen, mehr Power, Heckantrieb und – ganz klar – Handschaltung. Porsche Enthusiasten wissen natürlich, dass auch diese Geschichte ein Happy End hat: Der von Anfang an als „Klassiker der Zukunft“ programmierte Sport Classic ging nach einem kurzen Durchhänger wertmäßig durch die Decke und liegt derzeit bei ca. 400.000 Euro. Nimm das, Aktienmarkt!

Gute Köche bleiben dabei Wenn ein Klassiker auf der Speisekarte steht, ändert man ein Erfolgsrezept in der Regel nicht. Und so sind die Zutaten für den neuen Sport Classic die bekannten: Beim Exterieur beginnend fällt zu allererst 11


Porsche Exclusive Manufaktur

↑ Glänzender Abschluss: Der breite Turbo-Hintern brilliert mit exklusiven goldfarbenen Schriftzügen und bietet Platz für die 21-Zoll-Hinterräder.

die exklusive Farbgebung auf. „Sportgraumetallic“ wird es so nur beim Sport Classic geben. Die Farbe zitiert das Mode-Grau, dass in den 1960ern eine beliebte 356er Farbe war. Unterstützt wird die klassische Anmutung durch lackierte Doppelstreifen in hellerem Grau. Hinten thront der legendäre „Entenbürzel“ als Hommage an den 2.7 RS stimmig über dem breiten Turbohintern. Die hochwertige Exterieurbeklebung (entfällt auf Kundenwunsch, sonst Startnummer frei wählbar von 0 bis 99!) auf den Fahrzeugseiten, die goldfarbenen Schriftzüge und das historische Porsche Wappen runden das Design an der Schnittstelle von Eleganz und Sportlichkeit ab. Auch innen hat die Porsche Exclusive Manufaktur mit viel Hingabe und Leidenschaft ein stimmiges und wunderschönes Paket geschnürt. Die Türeinstiegsblenden in Silber tragen den 911 Sport Classic Schriftzug. Die Bi-Color-Lederausstattung in Schwarz/Classic Cognac sorgt für einen eleganten Kontrast zum Exterieur. Das Semianilin-Leder schmückt erstmals 12

im Farbton Classic Cognac den Innenraum. Als besonderes Highlight kleidet das legendäre Pepita-Stoffmuster die Türtafeln und die Sitzmittelbahnen.

Antrieb? Heck! Schaltung? Hand! Auch in der technischen Abteilung dominiert der Spirit der Swinging Sixties. Mit satten 550 PS aus dem aktuellen VTGBiturbo-Boxer ist der Sport Classic aktuell der stärkste Elfer mit Handschaltung. Durch das massive Drehmoment von 600 Nm beschleunigt der Sport Classic in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Topspeed: 315 km/h. Um all die Power auch souverän zu verwalten, ist alles an Bord, was Porsche zu bieten hat. Hinter den exklusiven Sport Classic Rädern steckt die Keramik-Bremsanlage. Das PASMFahrwerk liegt 10 mm tiefer. PDCC, Torque Vectoring und Hinterachslenkung stehen für maximale Agilität. Für den guten Ton sorgt die serienmäßige Sport-Abgasanlage.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen (WLTP) 911 Sport Classic Modelle: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 285 g/km www.porsche.at


SWINGING SIXTIES Für alle, die mit einem Elfer im klassischen Look liebäugeln, gibt es mit dem Porsche Heritage Design Paket Classic ab sofort auch ein unlimitiertes Ausstattungspaket im Programm.

Mit dem für die meisten 911 Modelle (außer GT und GTS) optional verfügbaren Heritage Design Paket Classic hält das Flair der 60er- und frühen 70er-Jahre Einzug in die 911 Modellreihe. Styling und verwendete Materialien sind mit den Umfängen des 911 Sport Classic weitgehend ident. Das Heritage Design Paket Classic veredelt jeden 911 von speziellen Rundinstrumenten mit grünen Ziffern und weißen Zeigern im Cockpit bis zu den eingefassten Fußmatten. Im Zentrum der gestalterischen Idee steht die Kombination aus braunem Leder und dem ikonischen Hahnentritt-Muster auf den Sitzmittelbahnen und in den Türtafeln. Man darf gespannt sein, was da noch kommt. Immerhin hätte man noch weitere klassische Stoffmuster in der Schublade – Stichwort „Pascha“ oder die diversen

Karomuster, die Ferry Porsche in seinen eigenen Autos so liebte. Bei dem im Paket verwendeten Leder handelt es sich um Semianilin-Leder im Farbton Classic Cognac. Es erhält nur einen dünnen Lackauftrag, der ausreicht, um das Material zu schützen, ohne seine Struktur zu verdecken. Im Ergebnis kommt so eine natürliche Optik zum Vorschein, die sich vom herkömmlichen Automotive-Leder unterscheidet, da die Naturmerkmale gewollt sichtbar bleiben. Quasi nebenbei entsteht so auch ein besonders weiches Griffgefühl. Auch die Details sind äußerst liebevoll gelöst worden: Am Deckel des Ablagefaches in der Mittelkonsole ist das PEM Logo eingeprägt, an den Kopfstützen prangt das Porsche Wappen.

Möglichkeit, ein Stück Porsche Heritage Design in sein individuelles Fahrzeug zu konfigurieren. Ein Muss für all jene, die Stil nicht für eine Motorsägenmarke halten.

Fazit: Mit dem neuen Heritage Design Paket Classic hat jetzt jeder Kunde die 13


Das bunte Treiben:

Mut zur Farbe Porsche bringt alte Farben in neuem Gewand in die aktuellen Modellreihen und gestaltet das Angebot bunter. Text → Christian Kerbler

Fotos → Porsche AG


Porsche Exclusive Manufaktur


↑ 65 neue Farbtöne stehen beispielsweise für den Taycan zur Auswahl – oder Ihre ganz individuelle Wunschfarbe.

Hach, was waren das für Zeiten, als Autos gelegentlich auch mal nicht schwarz oder silbergrau waren. In den 1990ern präsentiert Porsche den 946 RS als knallhart gestrippte strenge Kammer ohne Rückbank, Fensterheber oder Klimaanlage. Dazu passt die Farbe: Sternrubin – Pink knallt zu der Zeit halt nicht nur auf den Lippen der Supermodels. Als Helmut Gansterer aka „Phil Waldeck“ den RS für die heimische Auto Revue testet, schnallt er sich als Gag für das Fotoshooting eine Clownsmaske aus Plastik vors Gesicht. Vom spartanischen Elfer ist er hin und weg. Die Farbe begeistert ihn weniger.

Ist er zu bunt, bist du zu uncool In letzter Zeit aber dreht sich das Bild wieder. Immer öfter darf es auch mal wieder etwas Auffälligeres sein. Einer meiner liebsten Porsche Freunde orderte vor Kurzem 16

seinen Boxster GTS in Pythongrün. Giftig, aber irgendwie cool. Mittlerweile spezialisieren sich auch immer mehr Sammler auf Exemplare in exzentrischen Schattierungen. In Stuttgart hat man natürlich wie immer Augen und Ohren ganz dicht an der Fan-Community und rüstet dementsprechend fleißig nicht nur die Lackieranlagen um. Alexander Fabig, Leiter Individualisierung und Classic, gibt zu Protokoll: „Außergewöhnliche Lackierungen sind aus der Historie unserer Marke bekannt und ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Jetzt lassen wir Kultfarben wieder aufleben und erweitern die umfangreiche Palette an Serien- und Sonderfarben, über alle Baureihen hinweg, um mehr als 160 Farbtöne.“ Porsche weitet das Farbangebot aber nicht nur aus, sondern strukturiert es zugleich ganz neu: „Farbe nach Wahl“ hieß bisher „Individuallackierung“. In diese Kategorie fallen vordefinierte, von den Porsche Lackexperten bereits technisch freigegebene

Farben wie Maritimblau, Sternrubin und Mintgrün. Das Angebot ist vielfältig und hängt von Modellreihe und Produktionsstandort ab. Für die Baureihen 911 und 718 stehen mehr als 100 zusätzliche Lackfarben zur Wahl. Bei Panamera, Macan und Cayenne sind es mehr als 50 Optionen. Beim Taycan ergänzen weitere 65 Farbtöne das Spektrum. Bestellen lässt sich die „Farbe nach Wahl“ im Rahmen der Neuwagen-Konfiguration im Porsche Zentrum. Die Vorlaufzeit bis zur Auslieferung ist etwa drei Monate länger.

Farbe nach Wahl mit dem gewissen Plus Für besonders individuelle Farbwünsche geht die Porsche Exclusive Manufaktur noch einen Schritt weiter: Bei „Farbe nach Wahl Plus“ kann die Lackierung nahezu


Porsche Exclusive Manufaktur

↓ Maritimblau, Mintgrün und Sternrubin: Unter Porsche Fans genießen diese farbenfrohen Lacke aus den 90ern Kultstatus.

↓ Von der Handtasche bis zum Nagellack: Die Wunschfarbe wird anhand Ihres individuellen Farbmusters hergestellt.

völlig frei gewählt werden. Diese Option ist für die Baureihen 911, 718 und Taycan verfügbar. Die Vorgehensweise: Sie übergeben dem Porsche Zentrum ein Muster mit der Wunschfarbe – von der Handtasche bis zur Nagellackfarbe ist grundsätzlich alles denkbar. Anhand der Vorlage prüfen die Lackexperten dann, ob die konkrete Idee auch technisch machbar ist. Eilig sollte man es mit der Wunschfarbe nicht haben. Allein die Machbarkeitsstudie kann je nach Aufwand mehrere Monate in

Anspruch nehmen. Zunächst beschäftigen sich sogenannte „Koloristen“ mit der Rezeptur. Diese Experten arbeiten den Farbton auf Basis der zur Verfügung stehenden Lackkomponenten aus. Anschließend wird in mehreren Durchgängen der Farbton so weiterentwickelt, dass er auch unter verschiedenen Lichtquellen dem Original entspricht. Im Anschluss wird die Umsetzbarkeit unter Produktionsbedingungen auf Karosserie und Anbauteilen geprüft. Vor der eigentlichen Lackierung des

Kundenfahrzeugs wird mindestens eine Testkarosse im jeweiligen Farbton lackiert. Stellt sich heraus, dass der Wunschfarbton gemäß der Porsche typischen Qualitätsstandards nicht realisiert werden kann, entstehen dem Kunden keine Kosten. Vor dem Hintergrund dieser Infos fragt man sich, wie lange wohl Paris Hilton auf ihren Bentley in Schweinchenrosa gewartet hat.

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EINE UHR. UNZÄHLIGE

Im Sommer 2020 veränderte sich die Welt im Segment der Luxusuhren: Mit den Porsche Design custom-built Timepieces – Zeitmesser, die ein Höchstmaß an Individualität bedeuten. Dabei geht es nicht nur um ein hochwertiges Uhrenmodell, sondern um die unzähligen Möglichkeiten, die sich bieten. Mithilfe des eigens entwickelten Uhren-Konfigurators kann sich jeder Kunde sein persönliches custom-built Timepiece maßschneidern lassen – perfekt angepasst an seine individuellen Vorstellungen von Luxus und an seinen Traum vom Porsche 911. Text → Porsche Design

Fotos → Porsche Design

Elemente des legendären 911 für das Handgelenk gab es vorher schon, aber erstmals wurde jetzt mit dem Konfigurator auch das Sportwagenprinzip übernommen, ein Modell ganz nach eigenen Wünschen gestalten zu können. So erhalten Uhrenliebhaber Gestaltungsmöglichkeiten, wie es sie nur bei Porsche Design gibt. Mit den custom-built Timepieces.

Die Zeit. Maßgeschneidert. Der 911 steht für ikonisches Design und große Emotionen in Serie. Doch wie genau das aussieht, entscheidet jeder Besitzer 18

selbst – und das macht den ohnehin besonderen Porsche zu einem einzigartigen Sportwagen, wie es ihn so kein zweites Mal gibt. Die custom-built Timepieces übersetzen dieses Prinzip erstmalig in das Luxusuhrensegment: Mit einer Vielzahl von Optionen, optisch wie technisch. Mit zahlreichen Details, die sich im 911 und im Chronographen wiederfinden. Mit einer noch nie da gewesenen Freiheit, was das Design eines Zeitmessers angeht. Die Basis eines jeden custom-built Timepiece ist der Porsche Design Chronotimer. Sein hochwertig verarbeitetes Gehäuse ist dank des für Porsche Design typischen Hightech-Materials Titan nicht nur extrem

leicht, besonders langlebig und hypoallergen, sondern auch komfortabel zu tragen. Drei unterschiedliche Farboptionen des Gehäuses – Titan, Schwarz sowie eine Kombination aus Titan und Schwarz – garantieren, dass jeder Träger einen Zeitmesser kreieren kann, der perfekt zu seinem persönlichen Stil passt. Mit „Farbe nach Wahl“ stellt die Porsche Exclusive Manufaktur bei der Fahrzeugkonfigurierung noch mehr typische (historische und ikonische) Farben zur Auswahl. Passend dazu wird auch der custombuilt Timepieces Konfigurator um eine „Farbe nach Wahl“-Option erweitert, die es ermöglicht, unter 114 zusätzlichen


Por s ch e D e sign Tim e pie c e s

MÖGLICHKEITEN.

Performance ab Sekunde eins Zifferblattringen zu wählen – darunter auch zahlreiche historische Farben. Dazu gehören beispielsweise Maritimblau, Sternrubin und Mintgrün – farbenfrohe Lacke aus den 90ern, die unter Porsche Fans Kultstatus genießen und nun für die custom-built Timepieces genutzt werden können. Durch diese erweiterte Farbpalette ergeben sich insgesamt mehr als 300 Mio. Konfigurationsmöglichkeiten. So lässt sich die Individualität des Sportwagens bis ins kleinste Detail auf die Uhr am Handgelenk übertragen. Das Zifferblatt selbst ist optisch an das Kombi-Instrument und den Drehzahlmesser des Sportwagens angelehnt. Auch das Armband lässt sich frei an die Vorlieben des Besitzers anpassen: egal, ob es ein zeitloses Titanband mit Oberfläche in Schwarz oder Titan sein soll oder ein weiches Lederband, dessen Material und Farboptionen dem Interieur des 911 entsprechen. Dieses kann mit Kontrastnähten aus echtem Porsche Fahrzeuggarn in allen Farben aus dem Sportwagen-Angebot abgerundet werden.

In diesem vom Träger selbst definierten Meisterwerk schlägt das Herz des Zeitmessers mit automatischem Aufzug, das über den Aufzugsrotor mit Energie versorgt wird. Dieser ist wahlweise als PD Icon Rotor in Schwarz oder als Rotor in Form eines der Leichtmetallräder des aktuellen 911 erhältlich. Der individuelle Aufzugsrotor wird stilecht mit dem markanten Zentralverschluss mit Porsche Wappen ausgeführt. Auf dem Boden des custom-built Timepiece kann außerdem eine Nachricht, ein Name oder die VINNummer eingraviert werden – so wird die Uhr nicht nur individualisiert, sondern auch personalisiert. Das Herz eines jeden custom-built Zeitmessers ist das Porsche Design WERK 01.100. Das eigens entwickelte Chronographenkaliber mit COSC Zertifizierung besticht durch modernste Fertigungsmethoden, gepaart mit höchster Ingenieurskunst und Uhrmacherkompetenz. Hochwertigste Materialien, sorgfältige Verarbeitung und die Liebe zum Detail – das macht das perfekte Herzstück zum unverwechselbaren Meisterwerk, welches selbst höchsten Ansprüchen gerecht wird.

Die Darstellung der Farbe kann je nach Kalibrierung der Ausgabegeräte (Monitor, Drucker etc.) vom tatsächlichen Farbton abweichen.

Inspiriert von Ihrem Porsche. Realisiert von Ihnen selbst. Die Vision des Designers und Schöpfers Prof. F. A. Porsche und sein Anspruch, das jeweilige Segment zu revolutionieren, etwas Neues zu schaffen und Geschichte zu schreiben, liegt all dem zugrunde. Dementsprechend ist Stillstand keine Option – weder für Porsche noch für Porsche Design. Denn was beide Hersteller verbindet, ist das Streben nach höchster Performance und anspruchsvollster Ästhetik. Das Ziel, handwerkliche Präzision, kompromisslose Funktionalität und exklusives Design miteinander zu vereinen. Kurzum: technische Perfektion, welche die Faszination Porsche nicht nur unterstützt, sondern aktiv erweitert – auf der Straße und am Handgelenk. Mit exklusiven Sportwagen und Chronographen, die nicht mehr nur die für Porsche und Porsche Design typische Handschrift tragen – sondern auch die ihrer Kunden.

Kraftstoffverbrauch/Emissionen (WLTP) 911 Modelle: Kraftstoffverbrauch kombiniert 13,0–10,3 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert 294–233 g/km

www.porsche-design.com/custom-built-timepieces

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Sicherheit, Fahrspaß und Rennsport hautnah: Die Porsche Track Experience am Red Bull Ring


Por s ch e Track E xp erie n c e 2022

Fast schon traditionell ist der Red Bull Ring in der Steiermark im Mai eine ganze Woche lang fest in Porsche Hand: Die Precision und Performance Trainings, der GT Trackday und das Taycan Testival von Porsche Austria wechseln sich mit der Porsche Sprint Challenge von Lechner Racing ab. Text und Fotos → Porsche Austria

Mit dem eigenen Porsche auf derselben Strecke wie Formel-1-Fahrer und Moto-GP-Piloten unterwegs zu sein, ist eine einzigartige Erfahrung, die nicht nur der Fahrsicherheit zugutekommt, sondern auch Motorsport hautnah erleben lässt.

In unterschiedlichen Trainingslevels werden die Teilnehmer von erfahrenen Porsche Instruktoren angeleitet, um ihr Fahrzeug in jeder Situation unter Kontrolle zu behalten. Zum Abschluss der Fahrtrainings gibt es für alle Kursteilnehmer ein besonderes Highlight: eine Taxifahrt mit den Instruktoren im Porsche 911 GT3. Spätestens hier zeigt sich dann, mit welcher Performance ein serienmäßiger Porsche den Red Bull Ring umrunden kann.

Haben wir Ihr Interesse an einem Porsche Fahrtechniktraining geweckt? Unter www.porsche.at, im momentum sowie bei Ihrem Porsche Partner erfahren Sie, wann und wo die nächste Porsche Track Experience stattfindet, und wie Sie sich anmelden können.

→ Precision Training Das Precision Training ist der Einstieg in die Welt der Track Experience. Dabei werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach und nach an das Fahren auf der Rennstrecke vorbereitet.

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Por s ch e Track E xp eri e n c e

→ Performance Training Für jene, die das Precision Training bereits absolviert haben und noch mehr möchten, ist das Performance Training die ideale Möglichkeit, sich an ihre fahrerischen Grenzen heranzutasten.

→ GT Trackday Der GT Trackday bietet die Plattform, sich mit anderen GT- und Turbo-Fahrern zu messen und seinen straßenzugelassenen Sportwagen artgerecht zu bewegen.

Anmeldung und weitere Infos unter: www.porsche.at

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Por s ch e S afet y S a alfe lde n

↑ In kleinen Gruppen führen wir Sie zu mehr Sicherheit und mehr Fahrspaß. Neu: das Ladies Safety Training – gleiche Inhalte, aber nur für Damen.

Porsche Safety Training Unser Beitrag zur Verkehrssicherheit

Den Gutschein zur Anmeldung finden Sie in der Bordmappe Ihres Fahrzeugs. Das Porsche Safety Training wurde gemeinsam mit Experten der ÖAMTC Fahrtechnikzentren entwickelt und geht im Schwerpunkt auf das Handling Ihres Porsche in verschiedenen Fahrsituationen ein. Die Gruppengröße ist auf maximal zehn Personen beschränkt, sodass

Voraussetzung: keine

€ 299,–

Fahrzeug

Text und Fotos → Porsche Austria

Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen – deshalb erhalten Sie mit jedem unserer Neuwagen auch einen kostenlosen Gutschein für das Porsche Safety Training im Wert von € 299,– (inkl. MwSt.). Die Teilnahme am Safety Training ist natürlich auch ohne Gutschein jederzeit möglich.

Kurzübersicht

eigener Porsche

Ihre persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden können. Das Training eignet sich perfekt für neue Porsche Besitzer oder für den Umstieg zwischen Porsche mit Front-, Mittel- oder Heckmotor. Außerdem dient es als Auffrischungskurs oder als Training für Familienmitglieder, die den Porsche ebenfalls bewegen. Und nicht zuletzt bereitet Sie das Safety Training optimal auf weitere Trainings der Porsche Track Experience vor – wie etwa das Porsche Precision Training. Die aktuellen Termine zum Porsche Safety Training finden Sie unter www.porsche.at, im momentum sowie bei Ihrem Porsche Partner. Wir freuen uns auf Sie!

Termine

02. September 2022 ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Saalfelden

LADIES SAFETY 03. September 2022 ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Saalfelden

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PORSCHE KAPPE RACING PORSCHE COLLECTOR’S WATCH Dreizeigeruhr mit Swiss Parts Uhrwerk RONDA 515. Wasserdicht bis 10 ATM. Edelstahlgehäuse mit silbern poliertem Gehäusering. Mineralglas mit einseitiger Anti-Reflexionsbeschichtung. Silbernes Ziffernblatt mit Racing Logo auf 9 Uhr. Krone und Tube mit bi-O’Ring System. Eingraviertes Porsche Wappen auf der Krone. Textilband im Racing Design. Limitiert auf 1.956 Exemplare. Made in Germany. In Blau/Silber/Rot/Gelb.

Fällt garantiert sofort ins Auge: die Trucker Cap aus der Racing Collection, die inspiriert vom legendären Porsche 956 in Racing Livery ist. WAP4550010NRTM | € 35,–

WAP0701700N0CL | € 399,–

PORSCHE HERREN T-SHIRT So fühlt sich Porsche Historie an: lässiges Halbarm-T-Shirt aus 100 % Baumwolle, mit Badges und Verzierungen in den charakteristischen 956er Farben. WAP450XXX0NRTM | € 60,–

PORSCHE HERREN JACKE Stillvoller Hingucker mit historischem Charme: leicht wattierte Jacke mit Stehkragen für Herren aus der Racing Collection. WAP453XXX0NRTM | € 229,–

PORSCHE DAMEN JACKE Lässig und trotzdem stilvoll: Jacke mit Baseballkragen aus der Racing Collection. WAP454XXX0NRTM | € 229,–

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Por s ch e L ife st yle

PORSCHE DAMEN POLO-SHIRT Blaues Kurzarm-Polo-Shirt mit V-Ausschnitt. Mit Porsche Schriftzug auf der Brust und Porsche Racing Print auf dem Rücken. WAP452XXX0NRTM | € 80,–

PORSCHE HERREN POLO-SHIRT Zeitloses Polo-Shirt mit V-Ausschnitt. An das Design des legendären Porsche 956 angelehnte Badges und Verzierungen. Großer Racing Print auf dem Rücken. WAP451XXX0NRTM | € 80,–

LEGO® TECHNIC FORMULA E® PORSCHE 99X ELECTRIC Für große Motorsportemotion im Kleinformat sorgt das LEGO® Technic Set Formula E® Porsche 99X Electric, bestehend aus 422 Teilen. Ausgestattet mit 2 Rückziehmotoren und angebunden an die LEGO® Technic AR-App bietet sich ein anspruchsvolles Projekt und AR-Spielerlebnis für Kinder ab 9 Jahren. WAP0400020NLTS | € 49,99

PORSCHE ESPRESSOTASSEN-SET Porzellantassen im Racing Design. Spülmaschinengeeignet. Füllmenge ca. 85 ml. WAP0504020NRTH | € 49,–

Mehr Infos und weitere Accessoires erhalten Sie in Ihrem Porsche Zentrum, Porsche Service Zentrum oder unter https://e-shop.porsche.at Alle Preise sind unverbindlich empfohlene Richtpreise in Euro inkl. 20 % MwSt. Alle Angaben vorbehaltlich Druck- und Satzfehler. Gültig, solange der Vorrat reicht. Preisänderungen vorbehalten. Porsche Austria GmbH & Co. OG.

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Sommer 2022 Entdecken Sie weiteres Porsche Tequipment im Porsche Tequipment Zubehörfinder.

Porsche Warnwesten

Basisträger Dachtransportsystem

Teilenummer 00004400113

Zwei abschließbare Quertraversen aus Aluminium. Passend für alle Porsche Aufsatzmodule (z.B. Dachbox, Fahrradhalter, Rennradhalter, Ski-/Snowboardhalter). Traglast: Modellspezifisch. Hinweis: Bitte beachten Sie die modellspezifischen Besonderheiten sowie die Hinweise in Ihrer Fahrzeugs-Betriebsanleitung.

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gültig bis 31. Juli 2022

Preis

Zwei Warnwesten in auffälligem Gelb mit reflektierenden Streifen in kompakter Verpackungsgröße. Zur Unterbringung im Handschuhfach oder in den Ablagefächern des Fahrzeugs. € 14,90

Spezifikationen

Teilenummer

911 (992)

992 860 159 OK1

479,–

Aktionspreis

Taycan

9J1 860 159 OK1

449,–

449,– 419,–

Taycan Cross/ Sport Turismo

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Panamera Sport Turismo (G2 II)

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Panamera (G2 II / G2)

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Macan (II / III)

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Cayenne (E3)

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359,–

Cayenne Coupé (E3)

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Die Dachboxentaschen in drei verschiedenen Größen sind optimal auf die Porsche Dachboxen abgestimmt. Der wasserdichte Boden mit 5 cm hoher Umrandung sorgt für besseren Schutz des Transportguts. Größe S Größe M Größe L

Nähere Informationen zum kompletten Tequipment Produktprogramm finden Sie online im Tequipment Zubehörfinder unter: www.porsche.at/tequipment. Die Kosten für eine eventuell anfallende Montage sind im Preis nicht inbegriffen. Alle Preise in EUR inkl. gesetzlicher MwSt. Aktionspreise sind gültig bis 31.07.2022 bei allen teilnehmenden Porsche Zentren bzw. Porsche Service Zentren in Österreich. Alle Angaben vorbehaltlich Druck- und Satzfehler. Gültig, solange der Vorrat reicht. Bitte beachten Sie, dass sich durch Sonderausstattungen und Zubehör relevante Fahrzeugparameter wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und sich dadurch abweichende Verbrauchswerte und CO 2 -Emissionen ergeben können. Abbildungen können weiteres ev. erforderliches Zubehör oder nur für Fotozwecke eingesetzte Dekomaterialien zeigen.

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Mobilitätsgarantie

Por s ch e Mobilit ät s garant ie

Porsche Mobilitätsgarantie – Sicherheit rund um die Uhr

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Eine regelmäßige Wartung sorgt für den Werterhalt Ihres Porsche und gewährleistet Ihre Sicherheit auf der Straße. Sollte es zu einem Notfall kommen, hilf Ihnen Porsche mit der kostenlosen Mobilitätsgarantie: Sie ist europaweit gültig, bei jeder Wartung nach Herstellervorschrift automatisch inkludiert und gilt bis zur nächsten fälligen Wartung. Die Porsche Mobilitätsgarantie ist bei Ihrem neuen Porsche in den ersten zwei Jahren inkludiert, in den Folgejahren erhalten Sie sie kostenlos in Verbindung mit dem Service bei einem autorisierten Porsche Betrieb in Österreich. Auch bei einem Krankheitsfall im Ausland hilf Porsche kostenlos: z. B. mit Krankenrücktransport, Reiserückruf oder dem Ersatz von Reisedokumenten. Bleibt Ihr Auto einmal liegen, wird Ihnen prompt geholfen – mit Pannenhilfe, Abschleppen, Ersatzmobilität oder Hotelübernachtung.

Die Nummer der Porsche Notrufzentrale lautet:

01 714 43 44

(aus dem Ausland: +43 1 714 43 44) 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche. In Österreich und ganz Europa für Sie da. Die Porsche Mobilitätsgarantie verlängert sich von Wartung zu Wartung. Sie sehen also: Wenn Sie Ihren Porsche regelmäßig bei einem autorisierten Porsche Betrieb in Österreich überprüfen lassen, geht es für Sie immer weiter. Ein ganzes Autoleben lang. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Porsche Serviceberater und unter www.porsche.at


Por s ch e K lim are inigun g

Die Temperaturen steigen, der Sommer kommt! Ihre Klimaanlage kühlt nicht mehr richtig oder riecht unangenehm? Dann ist es höchste Zeit für ein Klimaanlagenservice oder eine Desinfektion. Zur Vorbeugung von Ausfällen an heißen Tagen oder gar Beschädigungen am Kühlsystem empfehlen wir Ihnen, jedes zweite Jahr eine Überprüfung der Klimaanlage durchführen zu lassen. Dabei wird die Klimaanlage gereinigt, Kältemittel nachgefüllt und Schlüsselkomponenten wie Kompressor, Kondensator, Verdampfer und Expansionsventil werden überprüft. Auch ein unangenehmer Geruch aus der Klimaanlage ist störend. Dieser wird oftmals durch Bakterien erzeugt, die sich im Gebläsekasten ausbreiten. Bei der Klimaanlagendesinfektion wird die Klimaanlage fachmännisch behandelt, um Gerüche und Krankheitserreger zu beseitigen.

Ihre Vorteile: → perfekte Kühlleistung → entfernt Bakterien und Krankheitserreger → ­beugt allergischen Reaktionen vor → ­entfernt unangenehme Gerüche

Ihr Porsche Zentrum oder Porsche Service Zentrum berät Sie gerne!

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VOM JAGEN UND SAMMELN Das Porsche Automuseum Pfeifhofer Gmünd feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag.


Por s ch e Mus eum G mün d

↑ Wenn der Vater mit dem Sohne: Helmut und Christoph Pfeifhofer mit der „Nummer 1“ vor dem alten Pförtnerhäuschen des Porsche Werks in Gmünd.

Während Helmut Pfeifhofer im idyllischen Kärntner Gmünd aufwächst, wird einen Steinwurf entfernt Automobilgeschichte geschrieben. In einer alten Sägemühle entsteht in Handarbeit das erste Fahrzeug, das den Namen Porsche trägt. Die Begeisterung für die Marke prägt den jungen Mann, begleitet ihn ein Leben lang und führt zu einer der interessantesten Pilgerstätten für Porsche Fans – und das nicht nur in Österreich. Text → Christian Kerbler

Fotos → Porsche Austria, Porsche Automuseum Pfeifhofer Gmünd

Das ohne Zweifel als idyllisches Kleinod zu bezeichnende Gmünd ist als Keimzelle der Sportwagenmarke Porsche aus den Geschichtsbüchern nicht wegzudenken. Ferdinand Porsche gründet sein Konstruktionsbüro 1931 in Stuttgart. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs flieht die Firma vor dem immer stärker werdenden Bombenhagel und kauft 1944 einen holzverarbeitenden Betrieb in Karnerau bei Gmünd, wo ihr Team weit weg vom Schuss geschützt und gut getarnt weiterarbeiten kann. Als Vater Ferdinand gegen Ende 1945 von den Franzosen verhaftet und interniert wird, übernimmt der junge Ferry Porsche die Leitung. Von ihm kommt die Idee, aus weiterentwickelten VW Komponenten einen leichten Sportwagen zu bauen.

„Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also baute ich ihn selbst.“ Der junge Herr Porsche hält die Firma mit Konstruktionsaufträgen für diverse Maschinen, Seilwinden, Wasserturbinen und TraktorZubehör über Wasser, plant, zeichnet und tüftelt daneben konsequent mit seinem Team, bis er mit der heute berühmten „Nr. 1“ am 8. Juni 1948 zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen kann. Die Tests der silbernen Flitzer, die laut röhrend in Richtung Katschberg und Turracher Höhe aufbrechen, sind für die Buben im Ort ein bedeutendes Ereignis. Helmut Pfeifhofer „infiziert“ sich vehement 31


↑ Prunkstück: Der frühe 356 mit handgedengelter Aluminium-Karosserie und Fahrgestellnummer 356 0020 ist das unbezahlbare Rückgrat der Pfeifhofer'schen Sammlung.

und unheilbar mit dem „Porsche Virus“. Als junger Erwachsener stellt er wenig später mit Geschick und kaufmännischem Gespür eine erfolgreiche Existenz als Antiquitätenhändler auf die Beine. Bald brummt der Laden – Pfeifhofer stattet ganze Nobelskiorte mit den antiken Schätzen aus, die er in seiner Umgebung aufspürt. Mit einem desolaten 356er, damals für Kleingeld zu haben, kommt 1965 der erste eigene Porsche ins Haus. Pfeifhofer restauriert das gute Stück eigenhändig in liebevoller Detailarbeit. Der Jagdinstinkt des geborenen Sammlers, der genau weiß, wo und wie man wertvolle alte Stücke findet, ist nicht mehr zu halten. Er sucht, repariert, handelt und tauscht. Als Resultat häuft sich immer mehr vierrädriges Kulturgut an. Obwohl das Hauptaugenmerk immer auf Porsche liegt, kommen und gehen auch Kübelwagen, Brezelkäfer und jede Menge anderer Fahrzeuge. 1976 platzt die Sammlung aus allen Nähten. Pfeifhofer sucht und findet direkt im Ortszentrum in den ehemaligen Hofstallun32

gen des Grafen Lodron eine standesgemäße Bleibe für seine Schätze. Und so öffnet das erste private Porsche Museum am 18. Mai 1982 seine Pforten für Besucher. Die seit jeher guten Beziehungen zum Stammhaus manifestieren sich in der seit den 1990ern etablierten „Museumstraße“ StuttgartGmünd. Seither zeigt man in Gmünd neben den eigenen Pretiosen auch jedes Jahr eine neue Sonderausstellung mit seltenen Exponaten aus dem Porsche Werksmuseum.

Man kann seine Kinder so gut erziehen, wie man will ... sie machen einem ja doch alles nach! Wir treffen einen gut gelaunten Christoph Pfeifhofer an einem verregneten Dienstagmorgen. Genau richtig für einen Rundgang durch die Porsche Geschichte. Die Begrüßung ist herzlich, und Wahnsinn verbindet. Im Nu entspinnt sich während des Rundgangs durchs Museum ein Benzingespräch feinster Natur. Im Erdgeschoß fällt einem schon das erste Mal die Kinnlade bis zu den

Knien. Neben einigen frühen Boxermotoren stehen da einfach mal so gleich zwei „Fuhrmann“-Vierzylinder im Display. Die genialen Königswellen-Aggregate vom Typ 547 trieben einst mit bis zu 190 PS Renner wie den 550 Spyder oder den 356 Carrera von Sieg zu Sieg. Im Raum daneben parkt das silberne Prunkstück der Pfeifhofer‘schen Sammlung: Ein 356er aus der allerersten Gmündner Serie mit der Fahrgestellnummer 356 0020. Die damals von kundiger Hand gehämmerte Aluminium-Karosserie zeigt stolz und ohne Lack die Narben einer bewegten Vergangenheit. Wert? Unschätzbar! Preis? Ziemlich sicher siebenstellig! Ergriffenheit macht sich breit. Der Puls hat keine Chance, nach unten zu gehen – denn jetzt geht’s erst mal nach oben in den großen Ausstellungsraum. Neben einer vollständigen Reihe feinster 356er parken in der Mitte die aktuellen Leihgaben aus Stuttgart. Ein 919 Hybrid, dahinter ein 918 Spyder und dann noch ein Carrera GT. Rechts dominiert ein phytongrüner 2.8 RSR das Bild, daneben ein 2.7 RS Leichtbau gefolgt von einem Carrera 6.


Por s ch e Mus eum G mün d

↑ Paradies: GT3 in allen Farben, Formen und Modellreihen, daneben der 964 RS in Sternrubin.

Als die einsetzende Schnappatmung den Blick auf das Gesamtkunstwerk zu trüben beginnt, holt Christoph zum finalen Schlag aus. Er führt uns zu einem schlichten Neubau und öffnet das Rolltor. Hier stehen Seite an Seite die Steckenpferde der zweiten Generation: GT3 in allen Farben, Formen und Modellreihen. Dahinter der 964 RS in Sternrubin aus der berüchtigten Auto Revue-Story mit der Maske (siehe „Farbe nach Wahl“ auf Seite 14 bis 17). Ganz vorne der einzige Elfer, mit dem glückliche Autobahnpolizisten kurz

Jagd auf Temposünder machen durften. Dazwischen locker eingestreut ein paar Traktoren, ein Schwimmwagen, ein Bulli als Renntransporter oder das Holzmodell des ebenfalls von Porsche entwickelten Cisitalia-Rennwagens. Dass alle hier gezeigten Schätze auch stets fahrbereit gehalten werden, versteht sich von selbst. Schließlich zeigt Christoph Pfeifhofer als gestandener Racer regelmäßig der restlichen Meute, wo der Hammer hängt. Mit einem lässigen Lächeln quittiert er die fassungslosen Mienen der Besucher, die wie Kinder im Süßigkeitenladen verzückt

↑ Mit Lili steht schon die dritte Generation in den Startlöchern. Sie wacht eifersüchtig über den Fahrzeugbestand.

zwischen den Exponaten herumgeistern. Der Museumsbetrieb ist für ihn längst ein Fulltime-Job. Die Zukunft ist übrigens gesichert: Denn mit der kleinen Tochter wächst längst die dritte Generation Hals über Kopf in die Porsche Leidenschaft hinein. Ihr Lieblingsplatz zum Malen: Papas Besprechungsraum, immer in Sichtweite der Autos, die sie eifersüchtig bewacht. „Sie merkt immer sofort, wenn ein Auto weg ist!“, erzählt Christoph Pfeifhofer. Keine Sorge Lili, in dieser Familie kommt eher immer noch was dazu. 33


Por s ch e Mus eum G mün d – Int er view

In Gmünd war außer Porsche gar nix!

↑ Voll am Puls der Zeit: „Outlaws“ sind gerade der letzte Schrei in der Porsche Szene. Hier eine Interpretation zum Thema „Paris-Dakar“, die Christoph Pfeifhofer gebaut hat.

momentum: Christoph, wie darf man sich Gmünd Ende der 1940er, Anfang der 1950er vorstellen?

Wie kam es zu der Idee, aus der Sammlung ein Museum zu machen?

Christoph Pfeifhofer: In Gmünd war nach dem Krieg gar nix. Im ganzen Ort hat es vielleicht vier oder fünf Autos gegeben. Und drei Telefonanschlüsse. Einen davon hatte Porsche, einen die Forstverwaltung und einen der Doktor. Oben auf der Karnerau, wo Porsche die Autos gebaut hat, haben die Kinder immer auf einer großen Wiese gespielt. Da hat der Vater als 8-jähriger Bub gesehen, wie die dort Autos bauen. Wenn die Testfahrer vom Katschberg runter zurückgekommen sind, wurden die Autos am Hauptplatz auf der Viehwaage gewogen. Da sind die Kinder dann wieder hingelaufen. Außerdem ist der Vater mit drei oder vier Konstrukteurssöhnen in die Volksschule gegangen. Da hat ihn die Faszination dann schon komplett erwischt. Später war sein erstes Auto ein 356er. Den hat man damals zu vernünftigen Preisen kaufen können. Aber was Besonderes war ein Porsche schon damals. Mein Opa hat zu der Zeit für die Bauern der Umgebung die Schafwolle verarbeitet. Als der Vater mit dem ersten Porsche heimgekommen ist, ist er runtergegangen und hat das Auto mit einer Plane zugedeckt, weil: was könnten sich die Leute denken.

Nach und nach ist es halt immer mehr geworden und immer mehr. Der Vater hat 1978 die alten Hofstallungen des Grafen Lodron gekauft und wollte eigentlich, weil er ja zu der Zeit Antiquitätenhändler war, ein Heimatmuseum aufmachen. Da hat dann die Mutter zu ihm gesagt: „Du hast so viele Autos, mach doch ein Porsche Museum!“ Das war der Startschuss. 1982 haben sie es dann eröffnet.

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Wie war es für dich, als zweite Generation inmitten all dieser irren Kostbarkeiten groß zu werden? So fein, wie das heute alles da steht, darf man sich das nicht vorstellen. Ich war dabei, als der Vater das Gmünd-Coupé aus Deutschland geholt hat. Das war für mich als Bub ziemlich fad – ich war dann echt schon lästig, weil die nicht weitergetan haben. Im heißen Auto zu sitzen, während die Erwachsenen stundenlang wegen so einer alten Kiste verhandelt haben, war für mich nicht so spannend. Ich hab Fotos vom Vater, wo er am Abschleppseil rostigen Schrott heimbringt – den er dann mit Freunden hergerichtet und wieder verkauft hat, um


↑ Von 356 bis 919, von Carrera 2 bis Carrera GT: Christoph Pfeifhofer bleibt ob all der Pracht gelassen.

das nächste Auto zu finanzieren. Selber zu schrauben und zu restaurieren, war damals ganz normal. Ich bin früher nach der Schule direkt in eine der Werkstätten marschiert und erst am Abend wieder nach Hause. Man darf nicht vergessen, dass es für den kleinen heimischen Markt Autos wie einen 356 Carrera Speedster gar nicht gab. Das waren Autos für Amerika. Und damals gab es noch keine EU, die Zollbestimmungen waren grausam, es war unheimlich schwierig, interessante Autos überhaupt ins Land zu holen. Ich hab für den Vater einmal einen 910er aus Deutschland geholt, da musste ich für den Zöllner den ganzen Anhänger mit allen Ersatzteilen ausräumen und am Ende die abgefahrenen Dunlop-Rennreifen am Walserberg liegen lassen, weil ich dafür keinen Ursprungsnachweis hatte. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Heute kaufst du dir im Internet in den USA ein Auto und in zwei Wochen steht es vor deiner Tür. Der Vater hat noch Briefe geschrieben und Fotos hin und her geschickt. Wie bist du zum Rennfahren gekommen? Wir waren im Hobby-Bereich schon recht erfolgreich, sind sogar mal mit dem Team auf Porsche Staatsmeister geworden. Der Vater hat das ja eigentlich nicht gewollt. Anfang der 1990er hatte ein richtig starkes Straßenauto vielleicht 180 PS. Und bei uns sind die RS herumgestanden. Das war schon verlockend, sich einen Schlüssel zu schnappen und fahren zu gehen. Mein ers-

tes Rennen war ein Bergrennen am Katschberg. Da bin ich mit einem Golf mitgefahren, damit mich ja niemand mit Pfeifhofer oder Porsche in Verbindung bringt. Einmal hab ich am Hungaroring mit einem alten 911 ST ein Rennen gewonnen. Später im Herbst kommt eine ungarische Reisegruppe zu uns ins Museum und die wollen wissen, wo das Siegerauto vom Hungaroring steht. Der Vater war zu der Zeit immer bei der Kassa, hat natürlich keine Ahnung und sagt: „Na, von uns woar do kana!“ Als der ungarische Gast dann auch noch Fotos herzeigt, war die Katze aus dem Sack. Wir haben das dann besprochen und dann war‘s okay. Ihm ging‘s dabei nicht so sehr um das Material, er hat sich einfach Sorgen gemacht, dass mir was passiert. Und die Wahrheit ist: Wenn du einmal auf der Rundstrecke unterwegs warst, dann interessiert dich das Schnellfahren auf der Straße ohnehin nicht mehr. Was fehlt noch? Fehlen tut uns leidenschaftlichen Sammlern natürlich immer etwas. Wir sind darauf bedacht, Autos zu zeigen, die man sonst nirgendwo sieht. Vielleicht die „Nr. 1“, einen Typ 30 oder einen 919. Das sind mittlerweile Autos, die aufgrund der wahnsinnigen Marktentwicklung in unseren Sphären schwer erreichbar sind. Wir haben aber das Glück, dass wir so eine tolle Kooperation mit Porsche haben, durch die wir für Sonderausstellungen Fahrzeuge vom Depot des Porsche Museums bekommen, die du sonst nicht kaufen kannst.

Ihr seid platzmäßig längst am Limit. Ist das ein Fluch oder ein Segen? Weil hier alles unter Denkmalschutz steht, können wir nicht ohne Ende vergrößern. Also haben wir uns überlegt: Wenn wir nicht alles zeigen können, tauschen wir eben jedes Jahr die Autos in der Ausstellung. So können wir unseren Besuchern immer etwas Neues zeigen. Ich glaube, das ist mittlerweile sogar ein Alleinstellungsmerkmal für uns. Was sind deine Visionen für die Zukunft des Museums? Also ich hab schon das Gefühl, dass wir auch die nächsten 40 Jahre bestehen werden. Ich glaube, dass die Menschen sich – wenn alles so weitergeht – gerne darauf besinnen, wie es früher war und vielleicht auch alte Rennautos anschauen werden. 1.000 PS aus zwölf so Töpfen hinten drin, wo Benzin reinrinnt, und ohne Radnabenmotoren ... Ich sehe das bei den Nachbarskindern: Die kommen, wenn wir mal was anstarten und fahren gehen, und sagen: „Ma, da riecht es gut!“ Und wenn das ein Kind sagt, dann wird das, was wir getan haben, nicht so verkehrt gewesen sein. Christoph, danke für das Gespräch und alles Gute!

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Mein Gott! Walter! Eine Geschichte über den wahrscheinlich besten Autofahrer, der jemals auf diesem Planeten mit links gebremst hat, zu schreiben, ist nicht leicht. Vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass mittlerweile jeder Drift und jeder Schaltvorgang des „Langen“ in dicken Enzyklopädien und dank YouTube auch multimedial im kollektiven Gedächtnis des Internets dokumentiert ist. Deshalb startet diese Hommage mit einer persönlichen Begegnung, die ihr geneigter Autor im Schatzkästchen der eher feineren Erinnerungen aufbewahrt. Text → Christian Kerbler

Fotos → Porsche AG


75. G e b ur t st ag Walt er Röhrl

Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen. Walter Röhrl


75. G e b ur t st ag Walt er Röhrl

Zeitreise, einige Jahre zurück auf die Schwäbische Alb, jenen markanten Mittelgebirgsrücken, der südlich von Stuttgart beginnt und im schweizerischen Schaffhausen ausläuft. In der Essenz: Rund 200 Kilometer kurviges Vergnügen für all jene, die die Fliehkraft anzieht. Ein regnerischer Dienstag. Vor einer rustikalen Gastwirtschaft parkt ein Haufen knallbunter GT3. Es ist Pressetag. Die geladenen Journalisten laben sich am üppigen Buffet. Draußen sitzt einer angeschnallt im Signalgelben und mampft genüsslich ein Hanuta. Weil auch ich lieber fahre als esse, begegnen sich unsere Blicke. „Steigst ein?“, fragt der Röhrl. Eine Einladung, zu der man nicht nein sagt. Die folgenden Minuten detailliert in Worte zu fassen, würde den Umfang dieses Artikels sprengen. Nur so viel: Die hohe Kunst des Autofahrens! Entspannt mit einer Hand am Lenkrad (das Hanuta war noch nicht fertigverspeist) fliegen wir – über Gott, die Welt und alte Elfer plaudernd – über kurvige, klitschnasse Landstraßen. En passant kommt von links die Meldung: „Ist nicht ideal heute mit den Semislicks. Nass geht eh, aber wenn‘s Wasser stehen bleibt, wird‘s tricky!“ Sprachs und stellt vor einer blinden 180-Grad-Rechtskurve das Auto ansatzlos in einen feinen Drift. Kaum eine Bewegung am Lenkrad. Der GT3 reagiert wie eine gut gestimmte Stradivari auf jeden Input des Dirigenten. Alles läuft weich, ruhig und entspannt ... als würden wir am Sofa die Patschen hochlegen. Nur die entgegenkommende Minivan-Fahrerin im Kurvenausgang sieht das wahrscheinlich nicht so locker. Ihren Gesichtsausdruck angesichts des quertreibenden, brüllenden gelben Monsters werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Herr Röhrl quittiert die Situation mit einem verschmitzten Lächeln, so wie eben nur der Walter lächeln kann. Ich bin begeistert und winde mich Augenblicke später mühsam aus der Sitzschale ins Freie. Dann werfe ich alle Prinzipien des Erwachsenseins über Bord ... und frage peinlich berührt nach einem Autogramm. „Mach ma!“, sagt der Walter und klettert behände wie ein 20-Jähriger durch das Rohrgeflecht des Überrollbügels, „ich hol nur kurz an Stift!“ Die Hotelschlüsselkarte 38

↑ Hinter diesem verschmitzten Lächeln verbirgt sich ein gnadenlos analytischer und immer auch selbstkritischer Geist.

mit der Unterschrift klebt seitdem am Handschuhfachdeckel meines G-Modells. Walter Röhrl hat für mich einen Stift geholt! Wir sind uns danach noch ein paar Mal begegnet: Immer umringt von einer Menschtraube, die ihm stets wie Jünger an den Lippen hingen. Immer freundlich, immer offen. Nie um eine atemberaubende Anekdote oder ein druckreifes Bonmot verlegen.

Naturtalent und gnadenloser Perfektionist Zu viel romantisches Gesülze? Okay, dann zurück zu den Fakten. Walter Röhrl wird 1947 als Sohn eines Steinmetz in Regensburg geboren. Sportlich und ehrgeizig ist er schon als Kind. Skifahren gehört bis heute zu seinen größten Leidenschaften. Als 16-jähriger Bub startet Walter seine erste „Karriere“ als Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats. Sobald 1965 der Führerschein in der Tasche ist, spult er als „bischöflicher Sekretär“ und Fahrer ca. 120.000 Kilometer hinter dem Steuer ab. Im gleichen Jahr stirbt der elf Jahre ältere Bruder Michael bei einem Autounfall. In Interviews bezeichnet Röhrl den Bruder bis heute als eine prägende Persönlichkeit seiner Jugend.

Der Einstieg in den Motorsport geschieht, auch wegen der Gewissensbisse gegenüber der Mutter, eher zufällig. Sein Freund Herbert Marecek überredet den jungen Bayern, doch einmal eine Rallye zu fahren, fungiert als Beifahrer und besorgt die Autos. So startet Röhrl 1968 auf einem Fiat 850 Coupé ohne jedes Training bei der Rallye Bavaria, belegt ein Jahr später ebendort schon den zweiten Platz ... von da an nehmen die Dinge im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf. 1972 sorgt Röhrl bei der Olympia-Rallye für Aufsehen. Er führt lange Zeit vor etablierten Fahrern wie Hannu Mikkola und Jean-Pierre Nicolas das Feld an, bevor ihn ein Motorschaden stoppt. 1973 wechselt Walter endgültig ins Profilager, wird auf Opel ein Jahr später Europameister. 1975 gewinnt er in Griechenland seine erste WM-Rallye und startet zum ersten Mal auf der Rundstrecke bei den 24 Stunden von Spa. Hier hat die Legende des Walter Röhrl als bester Allrounder hinter dem Lenkrad seinen Ursprung. Niki Lauda bezeichnete ihn einmal als „Genie am Lenkrad“. Sein überlegter, optisch im Vergleich zu den damals wild quer fahrenden Skandinaviern relativ unspektakulärer Fahrstil legt den Grundstein für zwei Weltmeistertitel, vier Siege bei der


75. G e b ur t st ag Walt er Röhrl

← Lernen vom Profi: Schon anno 2010 zeigte Walter Röhrl den Teilnehmern der „Power & Snow“-Trainings im Lungau, was auf Schnee im Porsche möglich ist.

Klassenwertung in Le Mans. Seit 1992 ist Walter Röhrl hauptamtlich eine der wichtigsten Galionsfiguren des Hauses Porsche. Er hat seither maßgeblich zur Entwicklung der Porsche Serienfahrzeuge beigetragen und mit dem von 2003 bis

von ihm immer hochgeschätzten Rallye Monte Carlo und unzählige weitere Erfolge auf Schotter und Asphalt. 1978 wechselt Röhrl zu Fiat, wo er 1980 das wohl herausragendste Jahr seiner Karriere absolviert. Besonders wichtig: der erste Sieg bei der „Monte“. Bei der Portugal Rallye brummt das Team Röhrl/Geistdörfer in Arganil auf einer Nachtetappe im Nebel der Konkurrenz im Blindflug fast fünf Minuten auf. Der Meister hat sich vorher jede einzelne Kurve in sein fotografisches Gedächtnis eingeprägt. Walter krönt sich am Ende der Saison verdient zum Rallye-Weltmeister. Der zweite Titel folgt zwei Jahre später im heckgetriebenen Opel beim unvergessenen Match mit Michèle Mouton im damals haushoch überlegenen Audi quattro. Nach diesem Erfolg muss sich Röhrl nichts mehr beweisen und fährt „nur noch zum Spaß“. Er erlebt die Hochzeit der wilden Gruppe-B-Monster, krempelt seine Fahrtechnik noch einmal komplett um, um dem stur untersteuernden quattro mit dem

linken Fuß stets mitbremsend seinen Willen aufzuzwingen. Nach dem tragischen Ende der Gruppe B mit vielen Todesfällen verliert der Bayer angesichts der nachfolgenden „lahmen“ Autogeneration ein bissl die Lust am Rallyefahren. 1987 pulverisiert er noch einmal mit einem zum Flügelmonster hochgezüchteten Sport quattro S1 alle Rekorde am Pikes Peak. 1988 steigt Audi schließlich aus der Rallye-WM aus und will Röhrl als Testfahrer in die Versuchsabteilung abschieben. Da kommt eine alte große Liebe gerade recht ...

Porsche – Die große Leidenschaft Schon seit dem Beginn seiner Karriere als Rennfahrer ist Walter Röhrl mit Porsche verbunden. Als erstes eigenes Auto kauft er sich mit 21 Jahren einen alten 356. Er fährt Rallyes auf einem 924 Carrera GTS, gewinnt mit dem 935 die 6 Stunden von Silverstone und im 924 Carrera GTP die

2006 produzierten Supersportler Carrera GT sein Meisterstück abgegeben. Auch wenn er es mit stolzen 75 Jahren schön langsam doch etwas ruhiger angehen lässt und hier und da der Rücken zwickt: An Bord eines Elfers auf der Nürburgring-Nordschleife macht dem Mann noch immer keiner was vor. Entspannen fällt dem agilen Urgestein schwer, und so ist er nach wie vor gern gesehener Gast bei diversen Porsche Veranstaltungen, wie unsere Bildergalerie beweist. Den Rummel um seine Person nimmt der Jubilar wie immer gelassen: „Ich brauch keinen Hubschrauber, keine Yacht, kein Haus in Florida. Mir reichen mein Rennrad, eine Tour im Bayerischen Wald und zehn Euro für eine Brotzeit zum Glücklichsein.“ In diesem Sinne schließt sich momentum dem Reigen der Gratulanten zum 75er an. Alles Gute, lieber Walter. Möge die Ideallinie für immer die Deine sein! 39


SIEG

zum Abschluss einer Ära

↑ Klassensieg beim letzten Auftritt der GTE Pro in Le Mans: Der 911 RSR von Lietz/Bruni/Makowiecki.

Le Mans und Porsche – eine lange und höchst erfolgreiche Geschichte, in der am 12. Juni ein Kapitel mit Jubelszenen abgeschlossen wurde. Der 109. Klassensieg der Stuttgarter an der Sarthe hat besondere Bedeutung, weil es der letzte Auftritt des 911 RSR war. Porsche wechselt ab 2023 mit einem neuen Prototypen in die LMDh-Kategorie und die GTE-Pro-Klasse wird 2023 von der FIA und dem WMVeranstalter ACO nicht mehr ausgeschrieben. Text → Gerhard Kuntschik Fotos → Porsche AG

Dass Porsche in der 90. Ausgabe von Le Mans die GT-Klasse gewann, war nicht selbstverständlich. Zu stark traten die 40

Doch das eingespielte Trio Richard Lietz/ Gianmaria Bruni/Fred Makowiecki war zur Stelle: Lietz, der Langzeit-Werksfahrer (seit 2007) aus Ybbsitz, machte wie die Kollegen und die Boxencrew keine Fehler, sodass der Sieg nach 24 Stunden und ganzen 4.769 Kilometern mit 40 Sekunden Vorsprung deutlich ausfiel. „Ich war beim ersten Sieg eines Werks-RSR in Le Mans 2013 dabei und ebenso heute beim letzten Auftritt der GTE-Pro-Klasse in Le Mans. Das ist eine wunderschöne Geschichte“, feierte Richard Lietz.

↑ „Eine wunderschöne Geschichte“: Richard Lietz freut sich über das Ergebnis.

beiden Corvette-Teams in Training und Rennen auf, bis sie unverschuldet ausschieden. Danach fuhr Kévin Estre im Duell mit Ferrari auf Erfolgskurs, bis ein Reifenplatzer eine Reparatur der Frontpartie unausweichlich machte, die zwei Runden Zeit und die Siegchance kostete.

Zwei Wagenlängen Nach dem Doppelsieg im WM-Auftakt in Sebring hatten es die Porsche Teams in Francorchamps wesentlich schwieriger – wegen zeitweise strömenden Regens und der plötzlich auf den Geraden schnelleren Ferraris. So blieb für Kévin Estre/Michael Christensen nur Platz zwei mit zwei Wagenlängen Rückstand auf Calado/Pier Guidi, nachdem er kurz vor Schluss endlich am zweiten Ferrari von Molina/Fuoco vorbeigekommen war. Hinter der einzigen Corvette gab es für Richard Lietz/Gimmi


50 Jahre Por sMot ch e or D esp sign or t

Bruni nur den fünften Platz in der GTE-ProWertung, weil schon in der ersten Kurve eine Berührung des aus der Pole gestarteten Autos von Bruni mit dem von Estre zu einem Reifenschaden und zu einer Runde Rückstand geführt hatte.

Enttäuschung in der „Grünen Hölle“ Nichts wurde es für die zahlreichen Porsche Teams beim 50. 24-StundenRennen auf dem Nürburgring mit dem 14. Gesamtsieg sowie der Titelverteidigung des Manthey 911 GT3. Denn nach einem unfallreichen Rennen blieb der besten Porsche Crew von Falken Motorsports mit dem in der Wildschönau lebenden Deutschen Marco Seefried, Sven Müller (GER), Patrick Pilet (FRA) und Jaxon Evans (NZL) nur Platz neun, zwei Ränge vor dem 911er des österreichischen Huber-Teams mit dem deutschen Quartett Kern/Menzel/Rader/Thyssen. Vom Pech blieb auch der Linzer Porsche Werkspilot Thomas Preining nicht verschont, der im Dinamic 911er als bester Porsche auf Rang fünf fuhr, ehe er im GP-Streckenteil unverschuldet in einen Unfall verwickelt wurde. Der zweite Falken Porsche mit dem Steirer Klaus Bachler, dem Salzburger Martin Ragginger und Alessio Picariello (BEL)

schied nach neuneinhalb Stunden durch einen Unfall aus.

Supercup, Super-Lechners Schwieriger hätten die Bedingungen beim Auftakt des Porsche Mobil 1 Supercups in Imola nicht sein können, denn intensiver Regen forderte den Fahrern alles ab. Doch unter diesen Bedingungen glänzten die Teams der Salzburger Lechner-Brüder. Deren Trio kam auf den Plätzen eins – der Luxemburger Routinier Dylan Pereira wurde der Mitfavoritenrolle gerecht –, drei (Neuzugang Harry King aus Großbritannien) und fünf (der dänische Rookie Bastian Buus) ins Ziel, sodass die Konkurrenz einmal mehr nur „rosarot“ sah. Einen Achtungserfolg feierte der Deutsche Laurin Heinrich bei seiner Premiere als Porsche Junior mit Platz vier für das österreichische Huber-Team – für das er zwei Wochen später in Spa-Francorchamps beide Rennen im Carrera-Cup gewann.

DTM: Preining unter Wert Erstmals bestreiten heuer Porsche Teams die gesamte Saison der DTM (Deutsche Tourenwagen Meisterschaft). In der Mann-

schaft des Ex-Le-Mans-Gewinners Timo Bernhard hatte der Linzer Thomas Preining einen durchwachsenen Start. Bei den Tests und im freien Training in Portimão noch vorn dabei, musste sich der 23-Jährige im ersten Rennen mit Rang 13 (unter 29 Piloten) begnügen. Im zweiten Lauf kam nach einer Kollision ein frühes Ende. „Damit muss man rechnen, wenn man weiter hinten startet. Daher müssen wir uns im Qualifying deutlich steigern“, gab er zu.

Bachler gut beschäftigt Mit Platz sechs zum Auftakt der GT World Challenge Europe war der Steirer Klaus Bachler im Dreistunden-Rennen von Imola mit den Teamkollegen Côme Ledogar und Matteo Cairoli sehr zufrieden – das Trio war im Dinamic 911er bestplatzierte Porsche Mannschaft. Immerhin gelang ein Vorstoß von Rang elf am Start. „Das sind für die Meisterschaft sehr wichtige Punkte“, hielt Bachler fest. Auch heuer ist er wieder im ADAC GT Masters unterwegs, diesmal mit dem Deutschen Robert Renauer in einem 911er von Herberth Motorsport. Im ersten Lauf in Oschersleben gab es für das Duo Platz fünf, doch im zweiten Lauf kam nach einer Feindberührung das vorzeitige Ende wegen eines aerodynamisch beschädigten Autos.

↑ Auf Rang neun nach Hause gebracht: Der 911 GT3 R von Falken Motorsports auf der legendären Nordschleife. → Durchwachsener Start für den Linzer Thomas Preining in der ersten Porsche DTM-Saison. ↑ Am Ende auf den Plätzen zwei und fünf: Die 911 RSR von Estre/Christensen (92) und Lietz/Bruni (91) beim WEC Lauf in Spa.

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NEED FOR

PERFORMANCE

Wer ein Porsche GT Modell sein Eigen nennt, kommt am Namen Manthey nicht vorbei. Text → Clemens Rajal Fotos → Porsche AG

Olaf Manthey, ehemaliger Rennfahrer und späterer Teamchef von Manthey Racing prägte mit Porsche die Langstrecken-WM und ist auf der Nürburgring-Nordschleife das Maß der Dinge:

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Zuletzt holte Manthey Racing im Jahr 2021 mit dem „Grello“ getauften, gelb-grünen 911 GT3 R den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in der „Grünen Hölle“, 2022 scheidet das Fahrzeug auf Platz eins liegend durch einen Unfall aus. Um einen Teil des Rennfeelings, aber auch einen Teil der Performance des Manthey Teams weiterzugeben, wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Porsche Entwicklungszentrum in Weissach und der Manthey Racing GmbH das Manthey Performance Kit entwickelt. Erhältlich für den 911 GT2 RS (991 II), den GT3 RS (991 II) und in Kürze auch für den GT3 (992)


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Ein echter Hingucker ist das Porsche Car Cover im Manthey „Grello“-Design. Teilenummer 991 044 000 80

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umfasst das Paket aufeinander abgestimmte Fahrwerks-, Aerodynamik- und Bremskomponenten sowie Magnesiumräder. Dadurch gelingt es, die atemberaubende Leistung dieser Modelle noch einmal präziser auf die Anforderungen bei Trackdays anzupassen. Das Grundsetup der High-End-Fahrwerkskomponenten wurde in unzähligen Runden auf internationalen Rennstrecken, vor allem aber auf der Nürburgring-Nordschleife, ermittelt und von den Ingenieuren von Porsche und Manthey akribisch abgestimmt.

Der Beweis wurde bereits im Juni 2021 erbracht: Da stellte Porsche mit einem 911 GT2 RS mit Manthey Performance Kit einen neuen Rundstreckenrekord auf dem Nürburgring in der Kategorie Sportwagen auf. In nur 6:43,300 Minuten umrundete der straßenzugelassene Bolide die 20,8 Kilometer der Nordschleife. Bei Interesse und Fragen steht Ihnen Ihr Porsche Zentrum gerne zur Verfügung.

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Nähere Informationen zum kompletten Tequipment Produktprogramm finden Sie online im Tequipment Zubehörfinder unter: www.porsche.at/tequipment. Die Kosten für eine eventuell anfallende Montage sind im Preis nicht inbegriffen. Alle Preise in EUR inkl. gesetzlicher MwSt. Aktionspreise sind gültig bis 31.07.2022 bei allen teilnehmenden Porsche Zentren bzw. Porsche Service Zentren in Österreich. Alle Angaben vorbehaltlich Druck- und Satzfehler. Gültig, solange der Vorrat reicht. Bitte beachten Sie, dass sich durch Sonderausstattungen und Zubehör relevante Fahrzeugparameter wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und sich dadurch abweichende Verbrauchswerte und CO 2 -Emissionen ergeben können. Abbildungen können weiteres ev. erforderliches Zubehör oder nur für Fotozwecke eingesetzte Dekomaterialien zeigen.

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WILLKOMMEN

IM CLUB


70 Jahre Por s ch e C lub s

Wir sind, was wir lieben. Dass wir das gerne mit Menschen teilen, die den gleichen „Vogel“ haben wie wir selbst, liegt auf der Hand. Aus den Anfängen der Marke ist überliefert, dass sich schon die ersten Porsche Piloten gerne mal gegenseitig mit der Lichthupe begrüßten. Am 26. Mai 1952 wurde der erste Porsche Club gegründet. Heute gibt es davon weltweit mehr als 700 mit über 240.000 Mitgliedern, die sich in 86 Ländern engagieren. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums sind im Laufe des Jahres zahlreiche Aktivitäten und Feierlichkeiten geplant. Text → Christian Kerbler Fotos → Porsche AG

„Porsche wäre nicht Porsche ohne die weltweite Community von Freunden und Fans unserer Marke. Sie kommen weltweit zusammen, um ihre Leidenschaft für die Marke zu teilen“, sagt Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Porsche AG. „Die Porsche Clubs vermitteln den Mythos unserer Marke. Zugleich engagieren sich ihre Mitglieder gesellschaftlich, sportlich und sozial und vertreten damit die Werte, für die wir stehen. Das macht die Clubs für Jung und Alt attraktiv.“

Porsche Clubs: eine internationale Erfolgsgeschichte Deutschland in den 1950ern. Nur zwei Jahre nach der Auslieferung der ersten 356er gründen Porsche Kunden den „Westfälischen Porsche Club Hohensyburg“. Im Jahr darauf ziehen die Belgier mit dem ersten international ausgerichteten Club nach. Im Jahr 1955 folgt mit der Gründung des „Porsche Club of America“ die bis heute größte Gemeinschaft der weltweiten Porsche Gemeinde. Nach wie vor entstehen jährlich rund um den Globus etwa

fünf neue Clubs. Dabei handelt es sich um eigenständige, unabhängige, eingetragene Vereine oder vergleichbare Rechtsformen. Sie werden von den Mitgliedern gemeinschaftlich und ehrenamtlich organisiert. Jeder Club gestaltet dabei sein individuelles Programm – von Ausfahrten und Motorsportveranstaltungen über gesellschaftliche Events und technische Vorträge bis hin zu „Concours d’Élégance“ und mehrtägigen Porsche Paraden. Die Fahrzeugpalette reicht von hochkarätigen Klassikern über Youngtimer aus den 1990ern bis hin zu aktuellen Porsche Modellen. Auch der rein elektrische Taycan ist immer häufiger auf Clubtreffen zu sehen. Dem Erhalt und der Pflege der historischen Porsche Fahrzeuge haben sich insbesondere die Classic Clubs weltweit verschrieben.

Freunde aus dem Motorsport Bereits in den frühen Jahren entwickeln Ferry Porsche und Fritz Huschke von Hanstein die Idee, die „Freunde des Hauses Porsche“ unter einem gemeinsamen Dach 45


70 Jahre Por s ch e C lub s

↑ Auch Dr. Wolfgang Porsche hält die Teilnahme an Porsche Paraden aufrecht.

↑ Gut organisiert: Wenn die Porsche Clubs zu Veranstaltungen ausrücken, dürfen sich die Fahrer voll auf ihre Boliden konzentrieren.

zu versammeln. Die Keimzelle dieser ersten „Freundeskreise“ ist, wie so oft bei Porsche, der Rennsport. So ist es nur natürlich, dass sich Huschke von Hanstein neben seinen anderen Aufgaben als Pressechef und Rennleiter auch noch den Hut des Bindegliedes zwischen Kunden und Unternehmen aufsetzt. In dieser Rolle begleitet er die ersten Clubgründungen. 1956 organisiert er gemeinsam mit dem Chef das erste Porsche Treffen im malerischen Meran in Südtirol. Die Idee entwickelt sich prächtig: Paraden mit über 600 Fahrzeugen sind eher die Regel als die Ausnahme. Damals gab‘s auch noch kein Internet und Social Media – wer etwas erleben wollte, musste raus auf die Straße. 46

Ferry Porsche bleibt bis ins hohe Alter ein regelmäßiger und (natürlich!) gerngesehener Gast bei diversen Veranstaltungen in Europa und den USA. Eine Tradition, die seine Söhne Dr. Wolfgang Porsche und Hans-Peter Porsche bis heute weitergetragen und beibehalten haben. Die Betreuung der Clubs liegt heute beim Global Community Management von Porsche sowie bei den Importeuren und Porsche Händlern.

Es darf gefeiert werden Anlässlich des aktuellen Jubiläums launcht Porsche unter dem Motto „Enduring

Passion“ eine weltweite Kampagne mit zahlreichen Veranstaltungen. Außerdem unterstützt das Unternehmen die unterschiedlichen Events der Porsche Clubs wie das 356 Meeting in den Niederlanden, die Porsche Parade USA oder die Starter bei der Le Mans Classic. Der legendäre US-Komiker Groucho Marx hat einmal gesagt: „Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Club beizutreten, der mich als Mitglied akzeptieren würde!“ Vielleicht hätte er im vorliegenden Fall eine Ausnahme gemacht.


Por s ch e C lub s

Trainingstag der Porsche Clubs am Salzburgring Gemeinsam Dynamik spüren Ein Trainingstag für Newcomer, Geübte und Rennstreckenerfahrene fand am 23. April 2022 auf dem Salzburgring statt. Wassergekühlt oder luftgekühlt, Sauger oder Turbo, mit Flügel oder ohne – alle waren sie im Teilnehmerfeld vertreten. Text und Fotos → Porsche Club Vorarlberg

Bereits zum zweiten Mal hatten sich die Porsche Clubs Vorarlberg, Graz und Classic Austria zusammengetan, um diesen Fahrtag zu Saisonbeginn für alle Porsche Clubmitglieder Österreichs und deren Gäste durchzuführen. Die Strecke stand geführten Gruppen mit Instruktoren sowie nicht geführten Gruppen in getrennten Zeitfenstern von jeweils 30 Minuten abwechslungsweise den ganzen Tag zur Verfügung. Nach dem Motto „Spaß vor Speed“ wuchsen das Können, die Erfahrung und die Freude an den fahrdynamischen Eigenschaften des eigenen Porsche von Runde zu Runde. Die gute und kommunikative Stimmung unter den Teilnehmern belohnte das große Engagement des ehrenamtlichen Organisationsteams an diesem Tag.

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IHR SP ORT WAGEN A M HAND GELENK . Der Porsche 9 1 1 steht für ikonisches Design und große Emotionen in Serie. Jetzt auch am Handgelenk. Und wie genau das aussieht, entscheiden Sie selbst. Mit den Porsche Design custom-built Timepieces wird dieses Prinzip mithilfe des eigens entwickelten Uhrenkonfigurators in das Segment der Luxusuhren übertragen – und das mit über 6 Millionen Kombinationsmöglichkeiten. Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrem Porsche Zentrum, in Ihrem Porsche Design Store, bei ausgewählten Uhrenfachhändlern oder über den QR-Code. C U S T O M - B U I LT T I M E P I E C E S

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Porsche 911 Targa 4: Kraftstoffverbrauch (in l/100 km) kombiniert 10,9–10,5; CO₂-Emissionen (in g/km) kombiniert 247–238; Stand 06/2022 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EG) 715/2007 (in der jeweils gültigen Fassung) im Rahmen der Typengenehmigung des Fahrzeugs auf Basis des neuen WLTP-Prüfverfahrens ermittelt.