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B42385 | Ausgabe 3/2012

Musikmagazin des Verbandes für christliche Popularmusik in Bayern e.V.

Bühnenverkabelung 2

Wie sich Musik hörbar machen lässt

Englische Texte

Wie sich die Zeiten nicht ändern

Altenstein 2012

Wie man lernt und Spaß dabei hat


→ Editorial

Schnäpchenjäger aufgepasst:

→ Inhalt

Ab sofort gibt es im onlineshop www.music-life.de die Schnäppchenliste mit im Preis reduzierter Ware zum Download.

Der Shop für die christliche Popmusikszene

Das ist unsere Zeit …

music life TV – Produktvideos auf Youtube Unser neuer Youtube Kanal music life TV bietet ab sofort kurze Videoclips aus dem music life shop. In den Videos werden die interessantesten Vorführmodelle und II Wahl Instrumente angespielt. Alle Signale sind mit hochwertigem Studioequipment aufgenommen (Signalkette: Brauner/ Royer Mikrophone, Little Labs DI-Box, Universal Audio Preamp). Um einen neutralen Klangeindruck zu vermitteln, wurde auf die Nachbearbeitung der Signale mittels Equalizer und Kompressor verzichtet. Bei Gitarren mit Pickup können Sie Tonabnehmersignal und Mikrophonsignal im Vergleich hören. Links zum neuen Videokanal music life TV finden Sie auf Facebook und im Onlineshop www.music-life.de

Duende „The First“ Cajon mit sehr guter Resonanz in Höhen und Bässen. Ideales Instrument für Einsteiger in die Welt der Cajon. 475 mm / Breite: 300 mm / Tiefe: 29 5mm Stimmsystem: Inbus Korpus: Okuma Holz Frontplatte: Kalabo Holz Saiten: 1 Saite in „V“ shape Grenada GR 65 Klassikgitarre, massiv  UVP: 131,– €    99  € Beyerdynamic TG V35D S Natürlicher Klang sowie die rückkopplungsarme Supernierencharakteristik wissen Sänger, DJs und Sprecher in Proberäumen und auf Bühnen zu schätzen. Dank des hohen Ausgangspegels reicht dem TG V35d ein einfacher Vorverstärker, um überzeugende Ergebnisse abzuliefern. Mit geräuschlosem Ein-/Ausschalter und inklusive XLRKabel, Klammer und Aufbewahrungstasche. UVP: 65,– €    59 € 

Jonny Pechstein

Tribute Legacy Premium LEGP-BB-RW Sumpfesche Korpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett, 3 G&L Vintage Style Alnico Single Coils, G&L designed Dual-Fulcrum Vibrato, 5-Weg Schalter, 1 Volumen-, 1 Tonregler, PTB Tone System, Pearl Pickguard, Blueburst  UVP: 560,– € Auslaufmodell (Farbe)    399 € Tribute L-2000 Carved Top 4-saitiger E-Bass, Swamp Ash Korpus mit gewölbter Flamed Maple Decke, High Gloss Ahornhals mit Palisandergriffbrett, Sattelbreite 44,5 mm, 2 G&L MFD Humbucker, G&L designed Saddle-Lock Bridge, G&L designed Tri-Tone aktiv/passiv Elektronik, 3-Weg PU-Wahlschalter, 1 seriell-/parallel Schalter, 1 Preamp Control Schalter (off/on/on mit treble boost), 1 Volumen Regler, 1 Höhen Boost/Cut Regler und 1 Bass Boost/Cut Regler, Natur hochglanz  UVP: 780,– € Auslaufmodell    555 €

Akustik Gitarren Sonderangebote (Einzelstücke): Crafter GAE8 BK mit Cutaway und Pickup, schwarz, II Wahl (Deckenlackierung nicht glatt, man fühlt die Maserung) 

   359 €   

Baton Rouge R11 CE, Seidenmatt, massive Fichtendecke, Tonabnehmer 

   269 €   

Baton Rouge R11, Seidenmatt massive Fichtendecke 

   139 €   

Baton Rouge R14CE, matt schwarz, Tonabnehmer 

   269 €  

So lautet der Titel eines Songs der Band Gracetown. Die Stuttgarter Band um den Schlagzeuger Tobias Wörner und den Gitarristen Winnie Schweitzer ist eine der Speerspitzen, wenn es darum geht, moderne, topaktuelle und qualitativ hochwertige Popmusik in die Gemeinden zu bringen. Und sie haben recht: Das ist unsere Zeit. Jetzt und hier ist es an der Zeit, moderne Popmusik in den Gottesdiensten unserer Kirche zu verwirklichen. Leider ist die Bilanz des Jahres der Kirchenmusik, zumindest was die offizielle Seite angeht, dahingehend eher ernüchternd und steht im krassen Gegensatz zu einer wachsenden popmusikalischen Kultur in den Gemeinden. Von den ‚offiziellen‘ musikalischen Projekten bei Luther 2017 hatte nur ein verschwindend geringer Bruchteil überhaupt etwas mit Popmusik zu tun. Das WAYS-Projekt des Popmusikverbandes dürfte eine der wenigen Ausnahmen gewesen sein. Auf dem Kirchenmusik-Kongress, der Ende Oktober in Erlangen stattfand und der ironischerweise den Untertitel „Die Zukunft der Kirchenmusik“ trug, wurde der Pop-Bereich ebenfalls fast komplett ausgeblendet. Doch in den Gemeinden rührt sich etwas, das uns im Verband viel und immer mehr schöne Arbeit beschert. Vor Ort werden immer mehr Gottesdienste popmusikalisch untermalt, vom Lobpreis-Event, über den Familien- oder Gospelgottesdienst bis hin zum allwöchentlichen Alternativ-Angebot mit Band. Für den Verband ist es eine Zeit der Herausforderungen und Veränderung. Die Auswirkungen werden sich im kommenden Jahr auch bei der m&m, bei unserem Internet-Auftritt und generell unserem Erscheinungsbild nach außen zeigen. Mehr dazu auf Seite 10. Wir hoffen, für euch wieder ein interessantes Magazin zusammengestellt zu haben, das euch in eurer Arbeit hilft! Viel Spaß beim Lesen, Gottes Segen euch, euer

Jonny Pechstein

BBE BMAX Bass Preamp 19“ Class A/B Preamp für Bass, Active/Passive Eingänge, Bright Switch, interaktive 3-Band Klangregelung, Parametrische Mittenregelung(250Hz bis 1kHz) mit Frequenz- und Gainregler, (fuß-) schaltbarer Compressor(regelbar in Level), integrierter (fuß-)schaltbarer Sonic Maximizer, Mastervolumen Regler. Eingebaute DI-Box, Ground Lift Switch, Effects Loop  UVP: 320,– € Einzelstück    259 €

→ Impressum Herausgeber: Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Redaktionsleitung: Redaktionsleitung: Jonny Pechstein redaktion@popularmusikverband.de www.popularmusikverband.de www.facebook.com/ popularmusikverband Redaktionsteam: Sabine Ehrensperger, Norbert Ehrensperger, Michael Ende, Jonny Pechstein, Thomas Nowack Idee und Konzept: www.crossover-productions.de Satz und Layout: www.kobold-layout.de Titelfoto: LUX – junge Kirche Nürnberg Verlag und Anzeigenverwaltung: Strube-Verlag GmbH Pettenkoferstraße 24, 80336 München Telefon 089/54 42 66 11 Telefax 089/54 42 66 30 info@strube.de www.strube.de Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1. März 2011. Die Zeitschrift musik & message erscheint vierteljährlich zum Abobezugspreis von 14 Euro zzgl. Versandkosten pro Jahr. Ein-

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: Alle Angebote so lange der Vorrat reicht. Es gelten unsere Liefer- und Zahlungsbedingungen. Sie haben Wünsche oder Fragen?

Internetshop: www.music-life.de

Die gute Nachricht – zuerst __________ 4 Verband intern ____________________ 5 CD-Vorstellung ____________________ 6 Analyse __________________________ 8 Verband intern_____________________ 10 Hintergrund _______________________ 11 Konzertbericht _____________________ 14 Bericht ___________________________ 16 Interview _________________________ 20 Chorvorstellung____________________ 22 Gottesdienst ______________________ 23 Workshop_________________________ 24 News_____________________________ 26 Rezensionen ______________________ 28 Mitglied werden!___________________ 29 Konzerttermine ____________________ 30

Wir beraten Sie gerne und machen Ihnen ein individuelles Angebot!

music life GmbH q Weiltinger Straße 17 q 90449 Nürnberg q Telefon: 0911-2523963 q info@music-life.de

1 / 2013 Redaktionsschluss: 15. 02. 2013

Die Redaktion übernimmt für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder keine

zelhefte sind zum Preis von 5 Euro zzgl. Ver-

Gewähr. Zur Veröffentlichung eingereichte Manuskripte dürfen vorher oder gleich­

sandkosten erhältlich. Für Mitglieder des Ver-

zeitig nicht anderweitig angeboten werden. Nachdruck – auch auszugsweise – sowie

bandes für christliche Popularmusik in Bayern

die Herstellung von fotografischen Vervielfältigungen sind nur mit ausdrücklicher

e.V. ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag

Genehmigung der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet.

enthalten. Eine Kündigung des Abonnements

Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder, die

ist nur zum Jahresende mit einer Frist von 6

nicht mit der der Redaktion identisch ist.

Wochen möglich.

© Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V./Strube Verlag

3


→ Editorial

Schnäpchenjäger aufgepasst:

→ Inhalt

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Der Shop für die christliche Popmusikszene

Das ist unsere Zeit …

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Duende „The First“ Cajon mit sehr guter Resonanz in Höhen und Bässen. Ideales Instrument für Einsteiger in die Welt der Cajon. 475 mm / Breite: 300 mm / Tiefe: 29 5mm Stimmsystem: Inbus Korpus: Okuma Holz Frontplatte: Kalabo Holz Saiten: 1 Saite in „V“ shape Grenada GR 65 Klassikgitarre, massiv  UVP: 131,– €    99  € Beyerdynamic TG V35D S Natürlicher Klang sowie die rückkopplungsarme Supernierencharakteristik wissen Sänger, DJs und Sprecher in Proberäumen und auf Bühnen zu schätzen. Dank des hohen Ausgangspegels reicht dem TG V35d ein einfacher Vorverstärker, um überzeugende Ergebnisse abzuliefern. Mit geräuschlosem Ein-/Ausschalter und inklusive XLRKabel, Klammer und Aufbewahrungstasche. UVP: 65,– €    59 € 

Jonny Pechstein

Tribute Legacy Premium LEGP-BB-RW Sumpfesche Korpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett, 3 G&L Vintage Style Alnico Single Coils, G&L designed Dual-Fulcrum Vibrato, 5-Weg Schalter, 1 Volumen-, 1 Tonregler, PTB Tone System, Pearl Pickguard, Blueburst  UVP: 560,– € Auslaufmodell (Farbe)    399 € Tribute L-2000 Carved Top 4-saitiger E-Bass, Swamp Ash Korpus mit gewölbter Flamed Maple Decke, High Gloss Ahornhals mit Palisandergriffbrett, Sattelbreite 44,5 mm, 2 G&L MFD Humbucker, G&L designed Saddle-Lock Bridge, G&L designed Tri-Tone aktiv/passiv Elektronik, 3-Weg PU-Wahlschalter, 1 seriell-/parallel Schalter, 1 Preamp Control Schalter (off/on/on mit treble boost), 1 Volumen Regler, 1 Höhen Boost/Cut Regler und 1 Bass Boost/Cut Regler, Natur hochglanz  UVP: 780,– € Auslaufmodell    555 €

Akustik Gitarren Sonderangebote (Einzelstücke): Crafter GAE8 BK mit Cutaway und Pickup, schwarz, II Wahl (Deckenlackierung nicht glatt, man fühlt die Maserung) 

   359 €   

Baton Rouge R11 CE, Seidenmatt, massive Fichtendecke, Tonabnehmer 

   269 €   

Baton Rouge R11, Seidenmatt massive Fichtendecke 

   139 €   

Baton Rouge R14CE, matt schwarz, Tonabnehmer 

   269 €  

So lautet der Titel eines Songs der Band Gracetown. Die Stuttgarter Band um den Schlagzeuger Tobias Wörner und den Gitarristen Winnie Schweitzer ist eine der Speerspitzen, wenn es darum geht, moderne, topaktuelle und qualitativ hochwertige Popmusik in die Gemeinden zu bringen. Und sie haben recht: Das ist unsere Zeit. Jetzt und hier ist es an der Zeit, moderne Popmusik in den Gottesdiensten unserer Kirche zu verwirklichen. Leider ist die Bilanz des Jahres der Kirchenmusik, zumindest was die offizielle Seite angeht, dahingehend eher ernüchternd und steht im krassen Gegensatz zu einer wachsenden popmusikalischen Kultur in den Gemeinden. Von den ‚offiziellen‘ musikalischen Projekten bei Luther 2017 hatte nur ein verschwindend geringer Bruchteil überhaupt etwas mit Popmusik zu tun. Das WAYS-Projekt des Popmusikverbandes dürfte eine der wenigen Ausnahmen gewesen sein. Auf dem Kirchenmusik-Kongress, der Ende Oktober in Erlangen stattfand und der ironischerweise den Untertitel „Die Zukunft der Kirchenmusik“ trug, wurde der Pop-Bereich ebenfalls fast komplett ausgeblendet. Doch in den Gemeinden rührt sich etwas, das uns im Verband viel und immer mehr schöne Arbeit beschert. Vor Ort werden immer mehr Gottesdienste popmusikalisch untermalt, vom Lobpreis-Event, über den Familien- oder Gospelgottesdienst bis hin zum allwöchentlichen Alternativ-Angebot mit Band. Für den Verband ist es eine Zeit der Herausforderungen und Veränderung. Die Auswirkungen werden sich im kommenden Jahr auch bei der m&m, bei unserem Internet-Auftritt und generell unserem Erscheinungsbild nach außen zeigen. Mehr dazu auf Seite 10. Wir hoffen, für euch wieder ein interessantes Magazin zusammengestellt zu haben, das euch in eurer Arbeit hilft! Viel Spaß beim Lesen, Gottes Segen euch, euer

Jonny Pechstein

BBE BMAX Bass Preamp 19“ Class A/B Preamp für Bass, Active/Passive Eingänge, Bright Switch, interaktive 3-Band Klangregelung, Parametrische Mittenregelung(250Hz bis 1kHz) mit Frequenz- und Gainregler, (fuß-) schaltbarer Compressor(regelbar in Level), integrierter (fuß-)schaltbarer Sonic Maximizer, Mastervolumen Regler. Eingebaute DI-Box, Ground Lift Switch, Effects Loop  UVP: 320,– € Einzelstück    259 €

→ Impressum Herausgeber: Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Redaktionsleitung: Redaktionsleitung: Jonny Pechstein redaktion@popularmusikverband.de www.popularmusikverband.de www.facebook.com/ popularmusikverband Redaktionsteam: Sabine Ehrensperger, Norbert Ehrensperger, Michael Ende, Jonny Pechstein, Thomas Nowack Idee und Konzept: www.crossover-productions.de Satz und Layout: www.kobold-layout.de Titelfoto: LUX – junge Kirche Nürnberg Verlag und Anzeigenverwaltung: Strube-Verlag GmbH Pettenkoferstraße 24, 80336 München Telefon 089/54 42 66 11 Telefax 089/54 42 66 30 info@strube.de www.strube.de Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1. März 2011. Die Zeitschrift musik & message erscheint vierteljährlich zum Abobezugspreis von 14 Euro zzgl. Versandkosten pro Jahr. Ein-

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: Alle Angebote so lange der Vorrat reicht. Es gelten unsere Liefer- und Zahlungsbedingungen. Sie haben Wünsche oder Fragen?

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Die gute Nachricht – zuerst __________ 4 Verband intern ____________________ 5 CD-Vorstellung ____________________ 6 Analyse __________________________ 8 Verband intern_____________________ 10 Hintergrund _______________________ 11 Konzertbericht _____________________ 14 Bericht ___________________________ 16 Interview _________________________ 20 Chorvorstellung____________________ 22 Gottesdienst ______________________ 23 Workshop_________________________ 24 News_____________________________ 26 Rezensionen ______________________ 28 Mitglied werden!___________________ 29 Konzerttermine ____________________ 30

Wir beraten Sie gerne und machen Ihnen ein individuelles Angebot!

music life GmbH q Weiltinger Straße 17 q 90449 Nürnberg q Telefon: 0911-2523963 q info@music-life.de

1 / 2013 Redaktionsschluss: 15. 02. 2013

Die Redaktion übernimmt für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder keine

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zeitig nicht anderweitig angeboten werden. Nachdruck – auch auszugsweise – sowie

bandes für christliche Popularmusik in Bayern

die Herstellung von fotografischen Vervielfältigungen sind nur mit ausdrücklicher

e.V. ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag

Genehmigung der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet.

enthalten. Eine Kündigung des Abonnements

Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder, die

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Wochen möglich.

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→Christliche Die gute Nachricht – zuerst → Popmusik – live!

→ Verband intern

Festliche Musik

Dem Fest des Glaubens wurde also ein ebenso festliches musikalisches Abbild zugeordnet. Noch heute bekommen Menschen erhebende, mystische Gefühle, wenn sie ein Oratorium von Johann Sebastian Bach hören. Selbst dann, wenn sie mit dem christlichen Glauben gar nicht viel anfangen können. Musik scheint eine wunderbare Saite in uns zum Klingen zu bringen. Und das ist gut so. Also sollen auch die neuen Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen ruhig mit festlicher Musik begrüßt werden. Allerdings lässt es ja heute mit der Lautstärke unseres Gemeindegesangs ein bisschen nach. Da kommen Orgel und Posaunen auch ohne Verstärker so dominant drüber, dass das Eigentliche, nämlich die Botschaft der Lieder, ein bisschen ins Hintertreffen gerät. Sollte man in Zukunft vielleicht für die Gemeinde einen Verstärker und Mikros aufbauen? Nein. Denn dann hätten die armen Sänger sicher noch mehr Spundes als jetzt schon.

Wenn man so will, hat Martin Luther die Popmusik in die Kirche gebracht. Weil sie so festlich und so eingängig war.

Hans-Christian Glas ist Pfarrer in der St. JohannesGemeinde in Hof und Mitglied im Verbandsrat des Popmusikverbandes.

4

Manchmal helfen ja Vorsänger, die durchs Mikro singen, damit sich die Gemeinde daran orientieren kann. Mikro? Verstärker? 120 Dezibel? Leadsänger? Wieso erinnert mich das alles an typische Elemente aus der Pop- und Rockmusik? Es ging doch um „festliche Musik“, oder? Ich denke, diese Parallelen sind nicht zufällig. Luther wusste, dass nichts unsere Sinne so nachhaltig anspricht wie Musik. Deshalb hat er ganz bewusst bekannte Lieder seiner Zeit, die sowieso alle im Ohr hätten, mit neuen Texten versehen. Seine Songs wurden populär. Echte Hits! Wenn man so will, hat Martin Luther die Popmusik in die Kirche gebracht. Weil sie so festlich und so eingängig war. Wenn das so ist, dann wäre für die Einführung unserer neuen Kirchenvorsteher sicher auch Pop- und Rockmusik ein würdiger, standesgemäßer Rahmen gewesen. Wer weiß, vielleicht hat ja tatsächlich die eine oder andere Band am ersten Advent ihren Auftritt im festlichen Einführungsgottesdienst ihrer Gemeinde gehabt.

Norbert Ehrensperger

In der letzten Ausgabe hat Tobias Fritsche ja schon angedeutet, dass wir einige gute Ideen im Präsidium hatten, um den Herausforderungen zu begegnen, die gerade von überall her gleichzeitig auf uns zukommen. Gleich drei Neuerungen darf ich Euch vorstellen: Zuerst einmal zur „musik & message“. Die Ausgabe, die ihr gerade in den Händen haltet, wird die letzte in dieser Form sein. Nach allen Kalkulationen und inhaltlichen Diskussionen haben wir uns dazu entschlossen, unser Magazin ab der nächsten Ausgabe im Eigenverlag herauszugeben. Hätten wir versucht, die m&m in der bisherigen Form weiterzuführen, wäre unser Magazin ein Riesen-Verlustgeschäft geworden. Also gleich richtig anders und für die Zukunft aufgestellt. Schließlich verbreiten wir das einzige christliche Musikmagazin, da soll es auch so aussehen. In Zukunft wird die m+m zweimal jährlich erscheinen, dafür aber doppelt so umfangreich werden. Also noch mehr Rezis, Tests und Erfahrungsberichte für Euch. Dazu praxisgerechte Arrangements, Infos über rechtliche Fragen und alles, was man so für Veranstaltungen braucht. In der Redaktion haben wir uns viele Gedanken über Inhalt und Aufbau gemacht und freuen uns auf Eure Rückmeldungen (siehe auch S. 10). Leider müssen wir trotzdem mit den Versandkosten auf Euch zukommen. Uns entstehen durch das eigene Verpacken und Versenden reelle Kosten von 2,50 € pro Jahr. Die müssen wir auf unsere Abonnenten umlegen, wenn Ihr die m&m weiterhin in gedruckter Form haben wollt. Ihr habt aber andererseits die Möglichkeit, sie als pdf zu lesen, dann entstehen Euch keine Kosten. Wir werden demnächst auf Euch zukommen, um zu klären, wie das jeder in Zukunft möchte. Eine zweite Baustelle, die immer wieder für Unklarheiten gesorgt hat, war unser Beitragssystem. Kaum jemand konnte sagen, wie das genau aussieht. Also haben wir es verschlankt. Es gibt nur noch drei Säulen: Einzelmitgliedschaft mit 15,-€ Jahresbeitrag, Gruppenmitgliedschaft mit 20,-€, Institutionen und Fördermitglieder zahlen 60,-€. Bei den Gruppen ist es unerheblich, ob Band, Chor, Familie, was auch immer. Alles wird ein wenig schlanker und besser verständlich. Schlanker und übersichtlicher bringt mich dann zur dritten Neuerung, die wir eigentlich schon abgeschlossen haben. Der Verband startet in das neue Jahr auch gleich mit einer neuen Corporate Identitiy. Von den Flyern und dem Briefpapier über die „musik+message“ hin zur Internetseite bekommen wir ein übersichtliches und klares Design, das uns gut erkennbar macht und frisch nach außen transportiert. Ihr könnt schon mal gespannt sein...

Ich wünsche unseren Kirchengemeinden, dass unsere neuen Kirchenvorsteher ein offenes Ohr für die verschiedenen Klänge haben, mit denen Menschen Gott loben und danken können - mit Pauken und Trompeten, Schlagzeug und Bass, Orgel und Harfe. Ich wünsche allen Musikern, dass Sie sich von der Klangfülle ihrer Vorgänger im Reich der Musik anstecken und inspirieren lassen. Und ich wünsche uns allen, dass in den Tönen, die wir singen und spielen, immer wieder der Grundton Gottes anklingt, der der Polyphonie unserer Welt Orientierung gibt. So kann jede und jeder von uns mit den je eigenen Gaben einstimmen in das wunderbare Konzert zur Ehre Gottes, das wir in unseren Kirchen gemeinsam anstimmen.

Ganz schön viel Neues, was da grade passiert. Ihr seht, wir sind weiter „am Puls der Zeit“. Wir sind nämlich überzeugt, dass Seine Message in

Davon träumt Ihr/Euer Hans-Christian Glas

Verbindung mit guter Musik jeden Einsatz und die Auseinandersetzung mit allen Herausforderungen lohnt. Euch eine gesegnete Zeit und viele Grüße aus dem Präsidium,

Norbert Ehrensperger

pixelio.de | Renate Franke

Am ersten Advent 2012 wurden in Bayern die neuen Kirchenvorstände eingeführt. Vermutlich in den meisten Gemeinden mit festlicher Musik und Segenswünschen für ihre Arbeit in den kommenden sechs Jahren. Apropos „festliche Musik“: Was ist das eigentlich? In meinem Hinterkopf fangen bei diesen Worten Trompeten und Posaunen an zu intonieren. Dann fällt die Gemeinde mit lautstarkem Schmettern ein. In der zweiten Strophe des Chorals dröhnen die Prinzipalregister aus dem Schwellwerk der Orgel, am Ende vereinen sich Posaunenchor und Orgel mit dem Fortissimo der Gemeinde zu einem rauschenden Fest des Gotteslobes mit geschätzten 120 Dezibel. Da schwelgt das Herz des Musikfreunds und berauscht sich an der erhebenden Kakophonie, in der eventuelle Misstöne aus ungeübten Kehlen und das bei der Andacht störende Geschwätz der Konfirmanden untergehen. Erhebende Weihen brauchen eben ein gewisses Maß an Lautstärke. Das wissen die Israeliten seit der Eroberung von Jericho, die Deutschen seit Richard Wagners Tuttisequenzen und die Christen, seitdem „O du fröhliche“ am Ende der Weihnachtsgottesdienste, möglichst im Stehen, geschmettert wird. Schon im Mittelalter wurden mit den riesigen gotischen Kirchen Räume geschaffen, in denen sich die Menschen am Klang ihrer eigenen, durch den Hall vervielfachten, Stimmgewalt berauschen konnten.

Alles neu macht der ... Herbst!

Wichtige Adressen: www.popularmusikverband.de www.facebook.com/popularmusikverband Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Präsident Tobias Fritsche, Pfr. tobias.fritsche@popularmusikverband.de Servicezentrum Nürnberg Michael Ende, Religionspädagoge Diplom Musiklehrer Jazz und Musiker michael.ende@popularmusikverband.de Sieglinde Mörtel, Servicemitarbeiterin sieglinde.moertel@popularmusikverband.de Weiltinger Straße 17 | 90449 Nürnberg Tel. 0911/2 52 39 61, Fax 0911/2 52 39 62 Servicebüro München Thomas Nowack, Musikpädagoge Senftlstraße 4 | 81541 München Tel. 089/41 07 41 06, Fax 089/41 07 41 08 thomas.nowack@popularmusikverband.de Bankverbindung: EKK Kassel Konto 3 509 605, BLZ 520 604 10

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→Christliche Die gute Nachricht – zuerst → Popmusik – live!

→ Verband intern

Festliche Musik

Dem Fest des Glaubens wurde also ein ebenso festliches musikalisches Abbild zugeordnet. Noch heute bekommen Menschen erhebende, mystische Gefühle, wenn sie ein Oratorium von Johann Sebastian Bach hören. Selbst dann, wenn sie mit dem christlichen Glauben gar nicht viel anfangen können. Musik scheint eine wunderbare Saite in uns zum Klingen zu bringen. Und das ist gut so. Also sollen auch die neuen Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen ruhig mit festlicher Musik begrüßt werden. Allerdings lässt es ja heute mit der Lautstärke unseres Gemeindegesangs ein bisschen nach. Da kommen Orgel und Posaunen auch ohne Verstärker so dominant drüber, dass das Eigentliche, nämlich die Botschaft der Lieder, ein bisschen ins Hintertreffen gerät. Sollte man in Zukunft vielleicht für die Gemeinde einen Verstärker und Mikros aufbauen? Nein. Denn dann hätten die armen Sänger sicher noch mehr Spundes als jetzt schon.

Wenn man so will, hat Martin Luther die Popmusik in die Kirche gebracht. Weil sie so festlich und so eingängig war.

Hans-Christian Glas ist Pfarrer in der St. JohannesGemeinde in Hof und Mitglied im Verbandsrat des Popmusikverbandes.

4

Manchmal helfen ja Vorsänger, die durchs Mikro singen, damit sich die Gemeinde daran orientieren kann. Mikro? Verstärker? 120 Dezibel? Leadsänger? Wieso erinnert mich das alles an typische Elemente aus der Pop- und Rockmusik? Es ging doch um „festliche Musik“, oder? Ich denke, diese Parallelen sind nicht zufällig. Luther wusste, dass nichts unsere Sinne so nachhaltig anspricht wie Musik. Deshalb hat er ganz bewusst bekannte Lieder seiner Zeit, die sowieso alle im Ohr hätten, mit neuen Texten versehen. Seine Songs wurden populär. Echte Hits! Wenn man so will, hat Martin Luther die Popmusik in die Kirche gebracht. Weil sie so festlich und so eingängig war. Wenn das so ist, dann wäre für die Einführung unserer neuen Kirchenvorsteher sicher auch Pop- und Rockmusik ein würdiger, standesgemäßer Rahmen gewesen. Wer weiß, vielleicht hat ja tatsächlich die eine oder andere Band am ersten Advent ihren Auftritt im festlichen Einführungsgottesdienst ihrer Gemeinde gehabt.

Norbert Ehrensperger

In der letzten Ausgabe hat Tobias Fritsche ja schon angedeutet, dass wir einige gute Ideen im Präsidium hatten, um den Herausforderungen zu begegnen, die gerade von überall her gleichzeitig auf uns zukommen. Gleich drei Neuerungen darf ich Euch vorstellen: Zuerst einmal zur „musik & message“. Die Ausgabe, die ihr gerade in den Händen haltet, wird die letzte in dieser Form sein. Nach allen Kalkulationen und inhaltlichen Diskussionen haben wir uns dazu entschlossen, unser Magazin ab der nächsten Ausgabe im Eigenverlag herauszugeben. Hätten wir versucht, die m&m in der bisherigen Form weiterzuführen, wäre unser Magazin ein Riesen-Verlustgeschäft geworden. Also gleich richtig anders und für die Zukunft aufgestellt. Schließlich verbreiten wir das einzige christliche Musikmagazin, da soll es auch so aussehen. In Zukunft wird die m+m zweimal jährlich erscheinen, dafür aber doppelt so umfangreich werden. Also noch mehr Rezis, Tests und Erfahrungsberichte für Euch. Dazu praxisgerechte Arrangements, Infos über rechtliche Fragen und alles, was man so für Veranstaltungen braucht. In der Redaktion haben wir uns viele Gedanken über Inhalt und Aufbau gemacht und freuen uns auf Eure Rückmeldungen (siehe auch S. 10). Leider müssen wir trotzdem mit den Versandkosten auf Euch zukommen. Uns entstehen durch das eigene Verpacken und Versenden reelle Kosten von 2,50 € pro Jahr. Die müssen wir auf unsere Abonnenten umlegen, wenn Ihr die m&m weiterhin in gedruckter Form haben wollt. Ihr habt aber andererseits die Möglichkeit, sie als pdf zu lesen, dann entstehen Euch keine Kosten. Wir werden demnächst auf Euch zukommen, um zu klären, wie das jeder in Zukunft möchte. Eine zweite Baustelle, die immer wieder für Unklarheiten gesorgt hat, war unser Beitragssystem. Kaum jemand konnte sagen, wie das genau aussieht. Also haben wir es verschlankt. Es gibt nur noch drei Säulen: Einzelmitgliedschaft mit 15,-€ Jahresbeitrag, Gruppenmitgliedschaft mit 20,-€, Institutionen und Fördermitglieder zahlen 60,-€. Bei den Gruppen ist es unerheblich, ob Band, Chor, Familie, was auch immer. Alles wird ein wenig schlanker und besser verständlich. Schlanker und übersichtlicher bringt mich dann zur dritten Neuerung, die wir eigentlich schon abgeschlossen haben. Der Verband startet in das neue Jahr auch gleich mit einer neuen Corporate Identitiy. Von den Flyern und dem Briefpapier über die „musik+message“ hin zur Internetseite bekommen wir ein übersichtliches und klares Design, das uns gut erkennbar macht und frisch nach außen transportiert. Ihr könnt schon mal gespannt sein...

Ich wünsche unseren Kirchengemeinden, dass unsere neuen Kirchenvorsteher ein offenes Ohr für die verschiedenen Klänge haben, mit denen Menschen Gott loben und danken können - mit Pauken und Trompeten, Schlagzeug und Bass, Orgel und Harfe. Ich wünsche allen Musikern, dass Sie sich von der Klangfülle ihrer Vorgänger im Reich der Musik anstecken und inspirieren lassen. Und ich wünsche uns allen, dass in den Tönen, die wir singen und spielen, immer wieder der Grundton Gottes anklingt, der der Polyphonie unserer Welt Orientierung gibt. So kann jede und jeder von uns mit den je eigenen Gaben einstimmen in das wunderbare Konzert zur Ehre Gottes, das wir in unseren Kirchen gemeinsam anstimmen.

Ganz schön viel Neues, was da grade passiert. Ihr seht, wir sind weiter „am Puls der Zeit“. Wir sind nämlich überzeugt, dass Seine Message in

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Verbindung mit guter Musik jeden Einsatz und die Auseinandersetzung mit allen Herausforderungen lohnt. Euch eine gesegnete Zeit und viele Grüße aus dem Präsidium,

Norbert Ehrensperger

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Am ersten Advent 2012 wurden in Bayern die neuen Kirchenvorstände eingeführt. Vermutlich in den meisten Gemeinden mit festlicher Musik und Segenswünschen für ihre Arbeit in den kommenden sechs Jahren. Apropos „festliche Musik“: Was ist das eigentlich? In meinem Hinterkopf fangen bei diesen Worten Trompeten und Posaunen an zu intonieren. Dann fällt die Gemeinde mit lautstarkem Schmettern ein. In der zweiten Strophe des Chorals dröhnen die Prinzipalregister aus dem Schwellwerk der Orgel, am Ende vereinen sich Posaunenchor und Orgel mit dem Fortissimo der Gemeinde zu einem rauschenden Fest des Gotteslobes mit geschätzten 120 Dezibel. Da schwelgt das Herz des Musikfreunds und berauscht sich an der erhebenden Kakophonie, in der eventuelle Misstöne aus ungeübten Kehlen und das bei der Andacht störende Geschwätz der Konfirmanden untergehen. Erhebende Weihen brauchen eben ein gewisses Maß an Lautstärke. Das wissen die Israeliten seit der Eroberung von Jericho, die Deutschen seit Richard Wagners Tuttisequenzen und die Christen, seitdem „O du fröhliche“ am Ende der Weihnachtsgottesdienste, möglichst im Stehen, geschmettert wird. Schon im Mittelalter wurden mit den riesigen gotischen Kirchen Räume geschaffen, in denen sich die Menschen am Klang ihrer eigenen, durch den Hall vervielfachten, Stimmgewalt berauschen konnten.

Alles neu macht der ... Herbst!

Wichtige Adressen: www.popularmusikverband.de www.facebook.com/popularmusikverband Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Präsident Tobias Fritsche, Pfr. tobias.fritsche@popularmusikverband.de Servicezentrum Nürnberg Michael Ende, Religionspädagoge Diplom Musiklehrer Jazz und Musiker michael.ende@popularmusikverband.de Sieglinde Mörtel, Servicemitarbeiterin sieglinde.moertel@popularmusikverband.de Weiltinger Straße 17 | 90449 Nürnberg Tel. 0911/2 52 39 61, Fax 0911/2 52 39 62 Servicebüro München Thomas Nowack, Musikpädagoge Senftlstraße 4 | 81541 München Tel. 089/41 07 41 06, Fax 089/41 07 41 08 thomas.nowack@popularmusikverband.de Bankverbindung: EKK Kassel Konto 3 509 605, BLZ 520 604 10

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→ CD-Vorstellung

→ CD-Vorstellung

Königin und Klampfe

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„Ein kleiner Hangriff für mich und ein großer Moment für die Gemeinde“, dachte der Küster bei sich und hängte die Gitarre bedeutsam in ihre Halterung. In diesem Moment hörte man von der anderen Seite des Kirchenschiffs ein tiefes und frustriertes Aufseufzen. Dann verließ der Mann die Kirche und es war wieder still. „Ich mag es nicht, dass Du in meiner Kirche rumhängst!“ sagte auf einmal die Orgel. „Deine Kirche?“ fragte die Gitarre zurück. „Ich bin soviel unterwegs, da tut es mir gut, wenn ich ab und zu mal ein wenig „abhänge“, besser als jahrzehntelang starr und völlig unbeweglich in einer Position zu verharren!“ „Nun werd aber nicht frech Bürschchen“ entfuhr es der Orgel. „Wie man in die Kirche hinein ruft, so schallt es zurück“, sagte die Gitarre. Die Orgel holte tief Luft: „Du willst doch dein Geklimpere nicht ernsthaft als Schall bezeichnen. Dein Gezupfe und Geschrammele dringt ja gerade mal bis zur dritten Reihe! Und das ist auch gut so – nicht zu vergleichen mit meinem erhabenen Klang!“ „Da hast Du ja mal wieder alle Register gezogen, doch ohne den elektrisch betriebenen Blasebalg geht Dir doch sehr schnell die

Luft aus! Ich hingegen klinge einfach so, kann mich im Raum bewegen und auf die Menschen zu gehen. Ich bin super flexibel, Kirche ist doch überall da, wo Menschen beten und Gott loben wollen. Während du immer noch starr in „deiner Kirche“ darauf wartest, dass die Gläubigen zu dir kommen, bin ich ständig auf Achse: im Kindergarten, im Konfirmandenunterricht, in der Schule – mich kann man sogar mit ans Lagerfeuer nehmen“, meinte die Gitarre leicht verstimmt. „Mit ans Lagerfeuer nehmen? Ins Lagerfeuer werfen, das wäre für alle Beteiligten die beste Lösung. Ich bin die Königin der Instrumente und ich lasse mir von so einem Backe-backe-Kuchen-Instrument nicht an den Karren fahren“, schnaufte die Orgel verächtlich. Voller Stolz machte die Gitarre ihren Hals lang. „Königin der Instrumente – du wirst ja noch nicht mal in der Bibel erwähnt, meine Zunft hingegen war schon sehr früh da. Harfen, Psalter und andere Saiteninstrumente gab es schon am Hofe des Königs David.“ Der Orgel blieb einen Moment die Luft weg. „Da irrst du aber gewaltig, mein Lieber, als Königin der Instrumente vereine ich in mir ja gewissermaßen ein ganzes Orchester. Da gibt es viele verschiedene Blasinstrumente und die werden schon lange vor den Saiteninstrumenten erwähnt, zum Beispiel die Posaunen bei der Schlacht um Jericho.“ „Ja, das passt, die Orgel als Waffe, als großer fetter unflexibler akustischer Panzer, der sich durch die Liturgie schiebt und der singenden Gemeinde stets vorauseilt“, höhnte die Gitarre. „Pfff! Nur wer vorauseilt, kann zur Nachfolge einladen. Oder denk doch nur an die Pfeifen, in Psalm 150 heißt es „Lobt Gott mit Saiten und Pfeifen …“ Als Königin der Instrumente bestehe ich aus vielen hundert wunderbaren Pfeifen.“

Die Gitarre kicherte. „Ja und manchmal sitzen die Pfeifen auch an der Orgel, und dann wird das ganze Dilemma deiner Zunft offensichtlich – mich hingegen kann, mit ein bisschen Übung fast jeder spielen.“ „Fast jeder, das ist ja das Drama, dass Hinz und Kunz zur Gitarre greifen, und es ist völlig egal, ob sie nun gut gestimmt ist oder nicht, oder ob der Spieler oder die Spielerin den Rhythmus halten kann. Das ist doch grausam!“ Die Orgel pfiff verächtlich. „Fast so grausam wie eine verstimmte und schlecht bespielte Orgel“, schnappte die Gitarre. „Dieses Gespräch bringt nichts, und du verletzt mich“, schniefte die Orgel beleidigt. „Und du unterschätzt mich. Lass es uns doch einfach mal probieren“, schlug die Gitarre versöhnlich gestimmt vor. „Was probieren?“ fragte die Orgel erstaunt. „Na ja, das was du gerade zitiert hast, was im Psalm 150 steht: „Lobt Gott mit Saiten und mit Pfeifen“ – gemeinsam, verstehst Du? Nicht in Konkurrenz, sondern miteinander, jeder und jede mit seiner Klangfarbe und seinen Möglichkeiten.“ Clemens Bittlinger

kobold-layout.de

Eines Tages geschah es, dass der Küster der St. Martinskirche, mit Bohrer, Wasserwaage, Dübel, Schrauben und Schraubenzieher „bewaffnet“ eine Gitarrenständerhalterung auf der linken Seite des Altarraums, gleich schräg gegenüber der Sakristei, anbrachte. Zwar hatte es mit dem Kirchgemeinderat noch einmal eine heftige Diskussion darüber gegeben, ob man denn wirklich unbedingt eine Gitarre als fest installiertes Instrument in der Kirche bräuchte, aber das Argument „sie ist ständig im Einsatz“ und „es sind doch nur zwei kleine Löcher in einer sehr dicken und sehr breiten Wand“ hatte schließlich überzeugt.

Atem – Klang der Seele Mitten im „Jahr der Kirchenmusik“ melden sich zwei „alte Hasen“ des NGL zu Wort und wagen einen Brückenschlag zwischen dem populären geistlichen Lied und der traditionellen Kirchenmusik. Clemens Bittlinger und David Plüss veröffentlichen ein Album mit Kirchenorgel und Saxophon. Dabei konnte als besonderer musikalischer Gast der herausragende Saxophonist Matthias Dörsam gewonnen werden. „Atem-Klang der Seele“ heißt das Werk und beschreibt die Gemeinsamkeit von Orgel, Saxophon

und Stimme – sie erzeugen durch Luft, durch den Atem einen Klang und hauchen so dem jeweiligen „Instrument“ seine Seele ein. Dabei wird der Gedanke aufgegriffen, dass das hebräische Wort für Kehle, „näfäsch“ auch gleichzeitig „Seele“ und „Leben“ bedeutet. Dass Clemens Bittlinger dabei unterstützend noch zur Gitarre greift, lässt dieses Konzept zu einem spannenden Dialog zwischen Liedermacher und moderner Kirchenmusik werden. Über 250 Lieder hat der Sänger z.T. gemeinsam mit David Plüss in den vergangenen Jahrzehnten geschrieben. Längst haben viele dieser Werke, in zum Teil millionenfacher Auflage, Eingang in das allgemeine Gemeindeliedgut gefunden. Gepaart mit ganz neuen, eigens für dieses Konzept komponierten Liedern, werden nun einige seiner beliebtesten Texte und Melodien in dieser besonderen Besetzung ganz neu zu Gehör gebracht. Wie in all ihren Veröffentlichungen haben Bittlinger und Plüss dabei die singende Gemeinde im Blick. Auf der CD wirken dementsprechend Sängerinnen und Sänger des Chores PopCHORn (Klein – Winternheim) mit. Selbstverständlich stehen für die Gemeinden und Organisten Noten und Orgelpartituren zur Verfügung. Gleichzeitig hat sich Clemens Bittlinger so seine Gedanken zum Verhältnis zwischen traditioneller Kirchenmusik und populärer christlicher Musik gemacht. Herausgekommen ist dabei eine Glosse, die auf der CD als Hörbeitrag unter der Mitwirkung von Andreas Malessa entstanden ist und die in dieser Ausgabe zu lesen ist. Nachhören sollte man das aber auf jeden Fall. Schon wegen der Musikeinlagen! Reinhören unter www.bittlinger-mkv.de Thomas Nowack

7


→ CD-Vorstellung

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Königin und Klampfe

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„Ein kleiner Hangriff für mich und ein großer Moment für die Gemeinde“, dachte der Küster bei sich und hängte die Gitarre bedeutsam in ihre Halterung. In diesem Moment hörte man von der anderen Seite des Kirchenschiffs ein tiefes und frustriertes Aufseufzen. Dann verließ der Mann die Kirche und es war wieder still. „Ich mag es nicht, dass Du in meiner Kirche rumhängst!“ sagte auf einmal die Orgel. „Deine Kirche?“ fragte die Gitarre zurück. „Ich bin soviel unterwegs, da tut es mir gut, wenn ich ab und zu mal ein wenig „abhänge“, besser als jahrzehntelang starr und völlig unbeweglich in einer Position zu verharren!“ „Nun werd aber nicht frech Bürschchen“ entfuhr es der Orgel. „Wie man in die Kirche hinein ruft, so schallt es zurück“, sagte die Gitarre. Die Orgel holte tief Luft: „Du willst doch dein Geklimpere nicht ernsthaft als Schall bezeichnen. Dein Gezupfe und Geschrammele dringt ja gerade mal bis zur dritten Reihe! Und das ist auch gut so – nicht zu vergleichen mit meinem erhabenen Klang!“ „Da hast Du ja mal wieder alle Register gezogen, doch ohne den elektrisch betriebenen Blasebalg geht Dir doch sehr schnell die

Luft aus! Ich hingegen klinge einfach so, kann mich im Raum bewegen und auf die Menschen zu gehen. Ich bin super flexibel, Kirche ist doch überall da, wo Menschen beten und Gott loben wollen. Während du immer noch starr in „deiner Kirche“ darauf wartest, dass die Gläubigen zu dir kommen, bin ich ständig auf Achse: im Kindergarten, im Konfirmandenunterricht, in der Schule – mich kann man sogar mit ans Lagerfeuer nehmen“, meinte die Gitarre leicht verstimmt. „Mit ans Lagerfeuer nehmen? Ins Lagerfeuer werfen, das wäre für alle Beteiligten die beste Lösung. Ich bin die Königin der Instrumente und ich lasse mir von so einem Backe-backe-Kuchen-Instrument nicht an den Karren fahren“, schnaufte die Orgel verächtlich. Voller Stolz machte die Gitarre ihren Hals lang. „Königin der Instrumente – du wirst ja noch nicht mal in der Bibel erwähnt, meine Zunft hingegen war schon sehr früh da. Harfen, Psalter und andere Saiteninstrumente gab es schon am Hofe des Königs David.“ Der Orgel blieb einen Moment die Luft weg. „Da irrst du aber gewaltig, mein Lieber, als Königin der Instrumente vereine ich in mir ja gewissermaßen ein ganzes Orchester. Da gibt es viele verschiedene Blasinstrumente und die werden schon lange vor den Saiteninstrumenten erwähnt, zum Beispiel die Posaunen bei der Schlacht um Jericho.“ „Ja, das passt, die Orgel als Waffe, als großer fetter unflexibler akustischer Panzer, der sich durch die Liturgie schiebt und der singenden Gemeinde stets vorauseilt“, höhnte die Gitarre. „Pfff! Nur wer vorauseilt, kann zur Nachfolge einladen. Oder denk doch nur an die Pfeifen, in Psalm 150 heißt es „Lobt Gott mit Saiten und Pfeifen …“ Als Königin der Instrumente bestehe ich aus vielen hundert wunderbaren Pfeifen.“

Die Gitarre kicherte. „Ja und manchmal sitzen die Pfeifen auch an der Orgel, und dann wird das ganze Dilemma deiner Zunft offensichtlich – mich hingegen kann, mit ein bisschen Übung fast jeder spielen.“ „Fast jeder, das ist ja das Drama, dass Hinz und Kunz zur Gitarre greifen, und es ist völlig egal, ob sie nun gut gestimmt ist oder nicht, oder ob der Spieler oder die Spielerin den Rhythmus halten kann. Das ist doch grausam!“ Die Orgel pfiff verächtlich. „Fast so grausam wie eine verstimmte und schlecht bespielte Orgel“, schnappte die Gitarre. „Dieses Gespräch bringt nichts, und du verletzt mich“, schniefte die Orgel beleidigt. „Und du unterschätzt mich. Lass es uns doch einfach mal probieren“, schlug die Gitarre versöhnlich gestimmt vor. „Was probieren?“ fragte die Orgel erstaunt. „Na ja, das was du gerade zitiert hast, was im Psalm 150 steht: „Lobt Gott mit Saiten und mit Pfeifen“ – gemeinsam, verstehst Du? Nicht in Konkurrenz, sondern miteinander, jeder und jede mit seiner Klangfarbe und seinen Möglichkeiten.“ Clemens Bittlinger

kobold-layout.de

Eines Tages geschah es, dass der Küster der St. Martinskirche, mit Bohrer, Wasserwaage, Dübel, Schrauben und Schraubenzieher „bewaffnet“ eine Gitarrenständerhalterung auf der linken Seite des Altarraums, gleich schräg gegenüber der Sakristei, anbrachte. Zwar hatte es mit dem Kirchgemeinderat noch einmal eine heftige Diskussion darüber gegeben, ob man denn wirklich unbedingt eine Gitarre als fest installiertes Instrument in der Kirche bräuchte, aber das Argument „sie ist ständig im Einsatz“ und „es sind doch nur zwei kleine Löcher in einer sehr dicken und sehr breiten Wand“ hatte schließlich überzeugt.

Atem – Klang der Seele Mitten im „Jahr der Kirchenmusik“ melden sich zwei „alte Hasen“ des NGL zu Wort und wagen einen Brückenschlag zwischen dem populären geistlichen Lied und der traditionellen Kirchenmusik. Clemens Bittlinger und David Plüss veröffentlichen ein Album mit Kirchenorgel und Saxophon. Dabei konnte als besonderer musikalischer Gast der herausragende Saxophonist Matthias Dörsam gewonnen werden. „Atem-Klang der Seele“ heißt das Werk und beschreibt die Gemeinsamkeit von Orgel, Saxophon

und Stimme – sie erzeugen durch Luft, durch den Atem einen Klang und hauchen so dem jeweiligen „Instrument“ seine Seele ein. Dabei wird der Gedanke aufgegriffen, dass das hebräische Wort für Kehle, „näfäsch“ auch gleichzeitig „Seele“ und „Leben“ bedeutet. Dass Clemens Bittlinger dabei unterstützend noch zur Gitarre greift, lässt dieses Konzept zu einem spannenden Dialog zwischen Liedermacher und moderner Kirchenmusik werden. Über 250 Lieder hat der Sänger z.T. gemeinsam mit David Plüss in den vergangenen Jahrzehnten geschrieben. Längst haben viele dieser Werke, in zum Teil millionenfacher Auflage, Eingang in das allgemeine Gemeindeliedgut gefunden. Gepaart mit ganz neuen, eigens für dieses Konzept komponierten Liedern, werden nun einige seiner beliebtesten Texte und Melodien in dieser besonderen Besetzung ganz neu zu Gehör gebracht. Wie in all ihren Veröffentlichungen haben Bittlinger und Plüss dabei die singende Gemeinde im Blick. Auf der CD wirken dementsprechend Sängerinnen und Sänger des Chores PopCHORn (Klein – Winternheim) mit. Selbstverständlich stehen für die Gemeinden und Organisten Noten und Orgelpartituren zur Verfügung. Gleichzeitig hat sich Clemens Bittlinger so seine Gedanken zum Verhältnis zwischen traditioneller Kirchenmusik und populärer christlicher Musik gemacht. Herausgekommen ist dabei eine Glosse, die auf der CD als Hörbeitrag unter der Mitwirkung von Andreas Malessa entstanden ist und die in dieser Ausgabe zu lesen ist. Nachhören sollte man das aber auf jeden Fall. Schon wegen der Musikeinlagen! Reinhören unter www.bittlinger-mkv.de Thomas Nowack

7


→ Analyse

→ Analyse

Wenn Gutes von allein vergeht Situation und Potenzial neuer Kirchenlieder

Im Gottesdienst vieler Gemeinden werden häufig so genannte Neue Geistliche Lieder gesungen (NGL), die jedoch längst zu Oldies geworden sind. Mancher hat dieses Genre ohnehin bereits totgesagt. Das Neue Geistliche Lied wird es aber weiterhin geben, wenn es hilft, im Gottesdienst von dem zu singen, was bewegt, und von dem, der bewegt. Wo Kirche spirituell vital ist, entstehen auch die passenden Lieder und Genres. Vor wenigen Jahren am Ostersonntag: Ehe der Gottesdienst begann, trat der Pfarrer vor die Gemeinde und bat, die Liedermappe aufzuschlagen. Es gelte, ein neues Lied einzuüben: „Manchmal feiern wir mitten im Tag“. Ein Lied aus dem Jahr 1974. Nicht NGL (Neues Geistliches Lied) sondern ein Oldie wurde damit als „neu“ abverlangt. Unter NGL ist ein sehr wohl definierbares Genre zu verstehen, das sich in seinem Praxisfeld der „Musica sacra“ anlehnt: Auf zeitgenössische Weise will es in Liedform Glaube und Hoffnung der Menschen in der Nachfolge Jesu ausdrücken und den Zeitgenossen insbesondere den Gottesdienst als Quelle und Höhepunkt nahebringen beziehungsweise befördern, damit sie sich zur Liturgie in Bezug setzen und sich als „gemeint“ erleben können. Die textliche und musikalische Faktur lehnt sich dabei an popularmusikalische Idiome an. NGL ist also ein nichtkommerzielles Genre neben der marktgängigen US-geprägten christlichen Popmusik, wie sie durch große Plattenfirmen (Major Labels) wie „Universal“ und – in kleinerer, aber wirkungsvoller Weise – „Gerth Medien“ auf den Markt gebracht wird; ein Zweig nahe der so genannten „Christian Contemporary Music“, eng benachbart der Gospel- und Lobpreismusik freikirchlicher Herkunft und der kontemplativen Musik aus Taizé.

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Neues von Gestern Was heißt es aber, wenn im Gottesdienst ein NGL von 1974 als „neu“ eingeübt werden soll? Das Lied „Manchmal feiern wir mitten im Tag“ ist ja immer noch nicht schlecht, aber man fragt sich, ob die Zeit partout stillsteht im Liederportfolio der Gemeinden.

Der Pfarrer wird im Übrigen gut und wichtig gefunden haben, was er unternahm: Mit „neuen“ Liedern die Menschen abholen, wo sie (vermeintlich) stehen und die Auferstehungsfreude „heutig“ werden zu lassen. Diese Absicht ist theologisch nachvollziehbar. Wo neue Lieder mit Elan nahegebracht und dann mit Freude gesungen werden, können sie starker Ausdruck von Glaube, Lob und Bitte werden, Medium von Gebet oder doch wenigstens der Hoffnung, beten zu können. Für viele Menschen sind Kirchenlieder, alte wie neue, der Ariadnefaden, an dem sie in das Haus des Glaubens finden. Neue Songs sollten deshalb nicht als „Kirchentagslatschen-Lieder“ oder als „Aftermusik“ bespöttelt werden. Derlei ist wohlfeil, gemein und geht vor allem an der Wirklichkeit jener vorbei, die mit Liedern Gott loben, hoffen, beten. Problematisch ist, wenn Lieder, die einst „neu“ waren, heute eben wie „von gestern“ klingen, und wenn die matt gewordene Klangtapete der siebziger Jahre zur Matrix für heute gemacht wird. Nicht wenige Hauptamtliche in unseren Gemeinden verharren in einem Repertoire, das seine Gestrigkeit in einer Endlosschleife repetiert. Das aber bekommt Popularmusik per se nicht sonderlich, auch keiner Gemeinde. Wollen Mitarbeiter eigentlich nichts anderes kennen lernen? Die ästhetische Dimension scheint in der Ausbildung pastoraler Mitarbeiter allenfalls eine kleine Rolle zu spielen. Angehender Klerus und auch die Pastoral- wie Gemeindereferenten lernen einiges über Moderation, Gruppendynamik und Supervision. Für ästhetische Fragen bleibt offenbar nicht viel Zeit im Curriculum. Von der mangelnden Breite und Praxisnähe der Kirchenmusiker-Ausbildung ganz zu schweigen. Dem NGL tut das nicht gut. Was einst als gesungene Enzyklika eines politisch wachen und reformorientierten Christentums teils begrüßt, teils gefürchtet wurde (unvergessen das „Sucht neue Worte, das Wort zu verkünden, neue Gedanken, es auszudenken …“ aus dem Lied „Singt dem Herrn alle Völker und Rassen“), verkommt so zu einer Karikatur von Zeitgenossenschaft. Eine Fahne, die jahrzehntelang geschwungen wurde, verblasst von allein. Irgendwann gehört sie ins Museum oder über die Gräber der Toten. Menschen aber, die unter ihr ein Ziel verfolgen, vermag sie nicht mehr zu sammeln. So wird über dem Feld der Pastoral vielfach – von solchen, die es besser wissen müssten – ein grauer Fetzen gewedelt, der traurig an bessere Zeiten erinnert. Die Erinnerung an den Aufbruch von gestern verkommt zum Sentiment, wenn das Andere, das heute leben und glauben hilft, im Heute nicht entsteht. ... Wer Neues wagt und dabei die Grenzen der Hochkultur nicht achtet, der hat es bisweilen schwer und muss zur Demut vor Kollegen bereit sein. Es gibt bei nicht wenigen Agenten der institutionell

verfassten Musica sacra hierzulande eine Lust am Mokieren, die von außen betrachtet schwer nachvollziehbar ist. Kirchenmusiker, die es besser wissen könnten, belächeln neue Lieder (die sie meist gar nicht kennen) pars pro toto als billiges Material, das die Mühe nicht lohnt. Oder sie beargwöhnen apodiktisch jede Synkope als „unsingbar“, eine Behauptung, die durch die Praxis längst widerlegt ist. Die oft schlappe popularmusikalische Kompetenz, die aus einer mangelhaften Ausbildung resultiert, rächt sich, wenn der (nur) klassisch ausgebildete Organist jedes NGL rhythmisch zum „Rumtat“ einer Gaudi einebnet, wie wir sie an Amsterdamer Drehorgeln durchaus schätzen. Solcherart angerichtet und hingerichtet wird der apostrophierte „Tod des NGL“ zur „selffullfilling prophecy“ einiger Stimm(ungs)führer und in popularkulturellen Belangen defizitär ausgebildeter Kirchenmusiker. ...

panthermedia.de

In dieser stark gekürzten Version eines Artikels von Peter Hahnen beschreibt der Autor aus katholischer Sicht die Situation des Neuen Geistlichen Lieds. Vieles davon ist auch für uns hochinteressant und aktuell, vor allem auch im Hinblick auf verpasste Chancen des „Jahres der Kirchenmusik“! Der vollständige Artikel ist in der Zeitschrift „Herder Korrespondenz“, Ausgabe 4/2012, zu finden (www.herder-korrespondenz.de) oder als PDF auf unserer Homepage zum Download erhältlich. Der Abdruck und die Bereitstellung zum Download erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.

Am NGL kondensiert sich beispielhaft die Diskussion um den Gottesdienst der Kirche Im Editorial einer der wenigen kirchenmusikalischen Zeitschriften des deutschen Sprachraums liest sich die hochgezogene Augenbraue in Formulierungen wie dieser schon mit: „Ziel war es, (…) Jugendliche (…) wieder in die Kirche zu locken.“ Derlei Fehlinterpretation wird gekoppelt an eine Warnung vor dem gesellschaftlichen „Jugendwahn“. Vom spirituellen Potenzial popularkultureller Idiome kein Wort! Dabei stimmt die Akzentsetzung einfach nicht. Wenn es offiziell wird im deutschen Katholizismus, klingt es irgendwie (fast) immer wie von einem anderen Stern. Das sollte man nicht mit der Musica coelestis verwechseln. Wie die klingt, kann kein Sterblicher zu Lebzeiten wissen. Da passt es aber ins Bild, dass manche mittlerweile der Liturgie eine „Alterität“ abfordern, die sich in musikalischer Hinsicht von der Welt vor allem abheben müsse, um das Heilige als das Andere sinnfällig zu machen. Das Alteritäts-Konzept aber ist theologisch umstritten und fragwürdig. So kondensiert sich am Kirchenlied beziehungsweise dem NGL beispielhaft die Diskussion um den Gottesdienst der Kirche. Wie weiter? Neue Lieder entstehen von allein. Und zwar nicht, weil man mit ihnen als klingender Leimrute Leute in die Kirche locken will, sondern weil einige kreative und begabte Christen nicht anders können, als ihren Glauben auf diese Weise auszudrücken. ... Die These von der singfreien Gesellschaft ist für den Raum der Kirchen widerlegt. Wo den Menschen – unter anderem durch gute Animation – geholfen wird zu singen, singen sie gern. Menschen brauchen nicht nur Musik, die sie anhören können. Sie greifen auch gern auf Lieder zurück, mit denen sie selber singend ihr Leben in „Ein-Klang“, sich mit anderen in Gemeinschaft, nicht zuletzt eben auch in Harmonie (Zusammenklang) bringen können. Das Gebet

vieler, längst nicht nur junger Menschen, ist gerade „singendes Gebet“. Und wir sind in unserm Glauben auch angewiesen auf Lieder, die uns singen lassen, was wir (noch) nicht sagen können. So manche Katechese singt sich eher ins Ohr und ins Herz, als dass sie sich gesprochen lernen lässt. Derzeit existiert Verschiedenes recht gut nebeneinander Als Lied konkreter, nicht idealisierter Menschen, die glauben (möchten) und sich in der Glaubensgemeinschaft auferbauen wollen, und als Lied, das eine konkrete Anwendersituation gestalten hilft, wird es das NGL weiter geben. Es hilft, im Gottesdienst von dem zu singen, was bewegt. Und auch von dem, der bewegt. Wo Kirche spirituell vital ist, entstehen dazu auch die passenden Lieder und Genres. Die kann man nicht diktieren. Derzeit existieren verschiedene Stilgeschwister recht gut nebeneinander. In einem Gegeneinander profitiert keiner. Am wenigsten jene, die Lieder brauchen wie das täglich Brot. Nahrhaftes gäbe es genug, aber die Gemeinden werden lieber an schlechtes Handwerk gewöhnt. Nur wenige Kirchen hierzulande verfügen etwa über eine Beschallungstechnik, die Popularmusik adäquat im Kirchenschiff erklingen lässt. Wir würden es uns nicht gefallen lassen, wären unsere Kirchenorgeln derart behindert. Aber immer weniger Menschen lassen sich derlei bieten. Spätestens die Sinus-Studien sollten uns gelehrt haben, wie sehr wir allein durch die selbstreferenzielle und mickrige Ästhetik unserer Gottesdienste viele Menschen vertreiben oder verpassen. Statt hier konzentriert Abhilfe zu schaffen, beispielsweise in der Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter, wird zur Erklärung der Symptome von einer „Gotteskrise“ geredet. Den Menschen, die nicht (mehr) erreicht werden, wird im gleichen Atemzug vorgeworfen, sie selber – dem Konsumismus, Egoismus, Relativismus verfallen – seien das Problem. So musiziert man sich mit Scheuklappen durchs selbst fabrizierte Dunkel. Bleibt, auf den nächsten Ostermorgen zu hoffen! 

Peter Hahnen

Peter Hahnen, promovierter Theologe und Kulturmanager, legte 1998 die bislang einzige katholisch-theologische Dissertation zum Neuen Geistlichen Lied vor. Der ehemalige Dramaturgie- und Regieassistent koordiniert die jährliche überdiözesane„Fachtagung NGL“. Er war Berater für das Jugendfestival beim WJT 2005 und Vorsitzender der Kommission Musik-Theater-Kleinkunst beim Ökumenischen Kirchentag 2003. Von ihm liegen zahlreiche Beiträge zu Spiritualität, Musik, liturgische Bildung und Kulturarbeit vor.

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→ Analyse

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Wenn Gutes von allein vergeht Situation und Potenzial neuer Kirchenlieder

Im Gottesdienst vieler Gemeinden werden häufig so genannte Neue Geistliche Lieder gesungen (NGL), die jedoch längst zu Oldies geworden sind. Mancher hat dieses Genre ohnehin bereits totgesagt. Das Neue Geistliche Lied wird es aber weiterhin geben, wenn es hilft, im Gottesdienst von dem zu singen, was bewegt, und von dem, der bewegt. Wo Kirche spirituell vital ist, entstehen auch die passenden Lieder und Genres. Vor wenigen Jahren am Ostersonntag: Ehe der Gottesdienst begann, trat der Pfarrer vor die Gemeinde und bat, die Liedermappe aufzuschlagen. Es gelte, ein neues Lied einzuüben: „Manchmal feiern wir mitten im Tag“. Ein Lied aus dem Jahr 1974. Nicht NGL (Neues Geistliches Lied) sondern ein Oldie wurde damit als „neu“ abverlangt. Unter NGL ist ein sehr wohl definierbares Genre zu verstehen, das sich in seinem Praxisfeld der „Musica sacra“ anlehnt: Auf zeitgenössische Weise will es in Liedform Glaube und Hoffnung der Menschen in der Nachfolge Jesu ausdrücken und den Zeitgenossen insbesondere den Gottesdienst als Quelle und Höhepunkt nahebringen beziehungsweise befördern, damit sie sich zur Liturgie in Bezug setzen und sich als „gemeint“ erleben können. Die textliche und musikalische Faktur lehnt sich dabei an popularmusikalische Idiome an. NGL ist also ein nichtkommerzielles Genre neben der marktgängigen US-geprägten christlichen Popmusik, wie sie durch große Plattenfirmen (Major Labels) wie „Universal“ und – in kleinerer, aber wirkungsvoller Weise – „Gerth Medien“ auf den Markt gebracht wird; ein Zweig nahe der so genannten „Christian Contemporary Music“, eng benachbart der Gospel- und Lobpreismusik freikirchlicher Herkunft und der kontemplativen Musik aus Taizé.

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Neues von Gestern Was heißt es aber, wenn im Gottesdienst ein NGL von 1974 als „neu“ eingeübt werden soll? Das Lied „Manchmal feiern wir mitten im Tag“ ist ja immer noch nicht schlecht, aber man fragt sich, ob die Zeit partout stillsteht im Liederportfolio der Gemeinden.

Der Pfarrer wird im Übrigen gut und wichtig gefunden haben, was er unternahm: Mit „neuen“ Liedern die Menschen abholen, wo sie (vermeintlich) stehen und die Auferstehungsfreude „heutig“ werden zu lassen. Diese Absicht ist theologisch nachvollziehbar. Wo neue Lieder mit Elan nahegebracht und dann mit Freude gesungen werden, können sie starker Ausdruck von Glaube, Lob und Bitte werden, Medium von Gebet oder doch wenigstens der Hoffnung, beten zu können. Für viele Menschen sind Kirchenlieder, alte wie neue, der Ariadnefaden, an dem sie in das Haus des Glaubens finden. Neue Songs sollten deshalb nicht als „Kirchentagslatschen-Lieder“ oder als „Aftermusik“ bespöttelt werden. Derlei ist wohlfeil, gemein und geht vor allem an der Wirklichkeit jener vorbei, die mit Liedern Gott loben, hoffen, beten. Problematisch ist, wenn Lieder, die einst „neu“ waren, heute eben wie „von gestern“ klingen, und wenn die matt gewordene Klangtapete der siebziger Jahre zur Matrix für heute gemacht wird. Nicht wenige Hauptamtliche in unseren Gemeinden verharren in einem Repertoire, das seine Gestrigkeit in einer Endlosschleife repetiert. Das aber bekommt Popularmusik per se nicht sonderlich, auch keiner Gemeinde. Wollen Mitarbeiter eigentlich nichts anderes kennen lernen? Die ästhetische Dimension scheint in der Ausbildung pastoraler Mitarbeiter allenfalls eine kleine Rolle zu spielen. Angehender Klerus und auch die Pastoral- wie Gemeindereferenten lernen einiges über Moderation, Gruppendynamik und Supervision. Für ästhetische Fragen bleibt offenbar nicht viel Zeit im Curriculum. Von der mangelnden Breite und Praxisnähe der Kirchenmusiker-Ausbildung ganz zu schweigen. Dem NGL tut das nicht gut. Was einst als gesungene Enzyklika eines politisch wachen und reformorientierten Christentums teils begrüßt, teils gefürchtet wurde (unvergessen das „Sucht neue Worte, das Wort zu verkünden, neue Gedanken, es auszudenken …“ aus dem Lied „Singt dem Herrn alle Völker und Rassen“), verkommt so zu einer Karikatur von Zeitgenossenschaft. Eine Fahne, die jahrzehntelang geschwungen wurde, verblasst von allein. Irgendwann gehört sie ins Museum oder über die Gräber der Toten. Menschen aber, die unter ihr ein Ziel verfolgen, vermag sie nicht mehr zu sammeln. So wird über dem Feld der Pastoral vielfach – von solchen, die es besser wissen müssten – ein grauer Fetzen gewedelt, der traurig an bessere Zeiten erinnert. Die Erinnerung an den Aufbruch von gestern verkommt zum Sentiment, wenn das Andere, das heute leben und glauben hilft, im Heute nicht entsteht. ... Wer Neues wagt und dabei die Grenzen der Hochkultur nicht achtet, der hat es bisweilen schwer und muss zur Demut vor Kollegen bereit sein. Es gibt bei nicht wenigen Agenten der institutionell

verfassten Musica sacra hierzulande eine Lust am Mokieren, die von außen betrachtet schwer nachvollziehbar ist. Kirchenmusiker, die es besser wissen könnten, belächeln neue Lieder (die sie meist gar nicht kennen) pars pro toto als billiges Material, das die Mühe nicht lohnt. Oder sie beargwöhnen apodiktisch jede Synkope als „unsingbar“, eine Behauptung, die durch die Praxis längst widerlegt ist. Die oft schlappe popularmusikalische Kompetenz, die aus einer mangelhaften Ausbildung resultiert, rächt sich, wenn der (nur) klassisch ausgebildete Organist jedes NGL rhythmisch zum „Rumtat“ einer Gaudi einebnet, wie wir sie an Amsterdamer Drehorgeln durchaus schätzen. Solcherart angerichtet und hingerichtet wird der apostrophierte „Tod des NGL“ zur „selffullfilling prophecy“ einiger Stimm(ungs)führer und in popularkulturellen Belangen defizitär ausgebildeter Kirchenmusiker. ...

panthermedia.de

In dieser stark gekürzten Version eines Artikels von Peter Hahnen beschreibt der Autor aus katholischer Sicht die Situation des Neuen Geistlichen Lieds. Vieles davon ist auch für uns hochinteressant und aktuell, vor allem auch im Hinblick auf verpasste Chancen des „Jahres der Kirchenmusik“! Der vollständige Artikel ist in der Zeitschrift „Herder Korrespondenz“, Ausgabe 4/2012, zu finden (www.herder-korrespondenz.de) oder als PDF auf unserer Homepage zum Download erhältlich. Der Abdruck und die Bereitstellung zum Download erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.

Am NGL kondensiert sich beispielhaft die Diskussion um den Gottesdienst der Kirche Im Editorial einer der wenigen kirchenmusikalischen Zeitschriften des deutschen Sprachraums liest sich die hochgezogene Augenbraue in Formulierungen wie dieser schon mit: „Ziel war es, (…) Jugendliche (…) wieder in die Kirche zu locken.“ Derlei Fehlinterpretation wird gekoppelt an eine Warnung vor dem gesellschaftlichen „Jugendwahn“. Vom spirituellen Potenzial popularkultureller Idiome kein Wort! Dabei stimmt die Akzentsetzung einfach nicht. Wenn es offiziell wird im deutschen Katholizismus, klingt es irgendwie (fast) immer wie von einem anderen Stern. Das sollte man nicht mit der Musica coelestis verwechseln. Wie die klingt, kann kein Sterblicher zu Lebzeiten wissen. Da passt es aber ins Bild, dass manche mittlerweile der Liturgie eine „Alterität“ abfordern, die sich in musikalischer Hinsicht von der Welt vor allem abheben müsse, um das Heilige als das Andere sinnfällig zu machen. Das Alteritäts-Konzept aber ist theologisch umstritten und fragwürdig. So kondensiert sich am Kirchenlied beziehungsweise dem NGL beispielhaft die Diskussion um den Gottesdienst der Kirche. Wie weiter? Neue Lieder entstehen von allein. Und zwar nicht, weil man mit ihnen als klingender Leimrute Leute in die Kirche locken will, sondern weil einige kreative und begabte Christen nicht anders können, als ihren Glauben auf diese Weise auszudrücken. ... Die These von der singfreien Gesellschaft ist für den Raum der Kirchen widerlegt. Wo den Menschen – unter anderem durch gute Animation – geholfen wird zu singen, singen sie gern. Menschen brauchen nicht nur Musik, die sie anhören können. Sie greifen auch gern auf Lieder zurück, mit denen sie selber singend ihr Leben in „Ein-Klang“, sich mit anderen in Gemeinschaft, nicht zuletzt eben auch in Harmonie (Zusammenklang) bringen können. Das Gebet

vieler, längst nicht nur junger Menschen, ist gerade „singendes Gebet“. Und wir sind in unserm Glauben auch angewiesen auf Lieder, die uns singen lassen, was wir (noch) nicht sagen können. So manche Katechese singt sich eher ins Ohr und ins Herz, als dass sie sich gesprochen lernen lässt. Derzeit existiert Verschiedenes recht gut nebeneinander Als Lied konkreter, nicht idealisierter Menschen, die glauben (möchten) und sich in der Glaubensgemeinschaft auferbauen wollen, und als Lied, das eine konkrete Anwendersituation gestalten hilft, wird es das NGL weiter geben. Es hilft, im Gottesdienst von dem zu singen, was bewegt. Und auch von dem, der bewegt. Wo Kirche spirituell vital ist, entstehen dazu auch die passenden Lieder und Genres. Die kann man nicht diktieren. Derzeit existieren verschiedene Stilgeschwister recht gut nebeneinander. In einem Gegeneinander profitiert keiner. Am wenigsten jene, die Lieder brauchen wie das täglich Brot. Nahrhaftes gäbe es genug, aber die Gemeinden werden lieber an schlechtes Handwerk gewöhnt. Nur wenige Kirchen hierzulande verfügen etwa über eine Beschallungstechnik, die Popularmusik adäquat im Kirchenschiff erklingen lässt. Wir würden es uns nicht gefallen lassen, wären unsere Kirchenorgeln derart behindert. Aber immer weniger Menschen lassen sich derlei bieten. Spätestens die Sinus-Studien sollten uns gelehrt haben, wie sehr wir allein durch die selbstreferenzielle und mickrige Ästhetik unserer Gottesdienste viele Menschen vertreiben oder verpassen. Statt hier konzentriert Abhilfe zu schaffen, beispielsweise in der Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter, wird zur Erklärung der Symptome von einer „Gotteskrise“ geredet. Den Menschen, die nicht (mehr) erreicht werden, wird im gleichen Atemzug vorgeworfen, sie selber – dem Konsumismus, Egoismus, Relativismus verfallen – seien das Problem. So musiziert man sich mit Scheuklappen durchs selbst fabrizierte Dunkel. Bleibt, auf den nächsten Ostermorgen zu hoffen! 

Peter Hahnen

Peter Hahnen, promovierter Theologe und Kulturmanager, legte 1998 die bislang einzige katholisch-theologische Dissertation zum Neuen Geistlichen Lied vor. Der ehemalige Dramaturgie- und Regieassistent koordiniert die jährliche überdiözesane„Fachtagung NGL“. Er war Berater für das Jugendfestival beim WJT 2005 und Vorsitzender der Kommission Musik-Theater-Kleinkunst beim Ökumenischen Kirchentag 2003. Von ihm liegen zahlreiche Beiträge zu Spiritualität, Musik, liturgische Bildung und Kulturarbeit vor.

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→ Verband intern

→ Hintergrund

(Fast) alles neu macht 2013 Veränderungen bei musik & message

Das Jahr 2013 verspricht ein spannendes zu werden. Nicht, dass es das Jahr 2012 nicht auch schon gewesen wäre, aber 2013 … Mein lieber Scholli … Ihr habt ja schon im „Verband intern“ bei Norbert lesen dürfen, dass sich das Erscheinungsbild des Verbandes nach außen verändert. Ein Teil dieser Veränderung betrifft auch die m&m. Über viele Jahre hinweg haben wir sehr vertrauensvoll mit dem Strube-Verlag zusammengearbeitet. Dabei hat der Verlag die Herstellung und den Vertrieb regelmäßig deutlich bezuschusst und dem Verband dadurch sehr geholfen. Anfang des Jahres stellte sich heraus, dass das in dieser Form nicht weitergehen kann. Es tat den Verantworlichen bei Strube sehr leid, aber sie konnten das in dieser Form beim besten Willen nicht weiterführen. Dafür hatten wir vollstes Verständnis. Für uns bestand nun die Aufgabe zu überlegen, wie es weitergehen wird. Dabei haben wir verschiedene Möglichkeiten beraten. Es kristallisierte sich aber schnell eine favorisierte Lösung heraus. Aus vier wird zwei war dabei der erste Schritt. Soll heißen: Die m&m

Meusssaigke

012 Ausgabe 3/2 B42385 n ber bis Novem September € Preis: 5.-

musikm

agazin

+m

des v

lich christ es für erband

g rkabelunder Bühne Bühnenve ik auf Ratgeber

10

la e popu

rmusik

Po

rchen ugliche Ki moos pmusikta in Hallberg

ern i n b ay

e.v.

2012 rchentag Gospelki tschaft der Welt Die beste

Bo

ns

che Bayer

1. Pop-Kir

erscheint in Zukunft zwei mal jährlich. Diese beiden Ausgaben, die jeweils im April und im Oktober erscheinen werden, sind dafür aber fast doppelt so dick. Anstatt 32 Seiten werdet ihr in Zukunft also 56 Seiten mit Informationen, Berichten und Workshops lesen können. Inhaltlich werden wir unser Spektrum also ausweiten und noch mehr praktische und langfristige Themen ansprechen, die euch in eurer Arbeit weiterhelfen. Dagegen werden kurzfristige Berichte und Vorankündigungen weitesgehend wegfallen. Unter anderem wird es auch keine Termine-Seite der Künstler im Verband geben. Diese können ihre Termine in Zukunft in ein spezielles Modul auf evangelische-termine.de eintragen, das in unsere neue Webseite eingebunden werden wird.. Darüber hinaus werden wir die m&m in Zukunft im Eigenverlag herausbringen. Das spart uns enorme Kosten und macht uns in der Abwicklung ein ganzes Stück flexibler. Bedeutet aber gleichzeitig für die Hauptamtlichen des Verbandes ein bißchen Mehrarbeit. Außerdem werden wir versuchen, Kosten zu sparen, indem wir einen neuen Postvertrieb in Anspruch nehmen. musik + message ist mittlerweile das einzig verbliebene Musikmagazin für christliche Popularmusik im deutschsprachigen Raum. Dies hat uns auch dazu bewogen, die Auflage der neuen m + m deutlich zu erhöhen. Wir starten mit einer Auflagenhöhe von 2500 Stück pro Ausgabe. Deswegen wollen wir den Vertrieb auch in andere Bundesländer und Landeskirchen ausweiten. Von verschiedenen Seiten wurde uns ein großes Interesse daran signalisiert. Vieles haben wir geplant, doch vieles was in 2013 an Veränderungen auf uns zukommt bleibt spannend. Gleichzeitig sind wir gespannt auf Eure Rückmeldungen zu diesen Änderungen. Schreibt uns Eure Ansichten und schickt Sie uns per Post oder Mail - oder ruft einfach an. Vielleicht hat der ein und die andere ja auch noch Ideen, die das Redaktionsteam noch nicht im Blick hatte oder fühlt sich herausgefordert, selber in die Mitarbeit einzusteigen. Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen und werden Euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.  Jonny Pechstein

Blues ist Blues und Krautrock ist Krautrock.

„Könnt Ihr nicht auf Deutsch singen?!“

Welchem Musikerkollegen ist das noch nicht begegnet: Man hat ein gutes Lobpreislied von Vineyard oder Hillsong herausgesucht, einstudiert, im Gottesdienst kam es richtig gut. Den deutschen Text hat man sich vorher angesehen, aber er war einfach nicht halb so gut wie das Original, also wurde es auf Englisch gesungen. Und nach dem Gottesdienst wieder der ebenso gut gemeinte wie altkluge Ratschlag: Singt doch auf Deutsch. Nehmt doch Rücksicht auf die, die nicht so gut Englisch können, und überhaupt, wenn es Euch wirklich um die Texte gehen würde, dann würdet ihr doch Deutsch singen, dass es jeder versteht. Abgesehen davon, dass ein Liedtext ein Kunstwerk ist, das man immer am besten im Original genießt, gibt es hier ein klassisches Argument, das der lutherische Popularmusiker einfach kennen sollte: Martin Luther war ja bekanntlich derjenige, der den deutschsprachigen Gottesdienst eingeführt hat. Vorher war das alles auf Latein, Luther hat in der „Deutschen Messe“ die Grundlage für den evangelischen Gottesdienst gelegt, indem er die traditionelle römische Messe übersetzt und inhaltlich überarbeitet hat. In seiner „Vorrede zur Deutschen Messe“ legt Luther allerdings wert darauf, dass der lateinische Gottesdienst nicht ganz verschwindet, und zwar – und jetzt sind wir beim Thema – um der Jugend willen! Um das zu verstehen, muss man sich klar machen, welche Bedeutung das Lateinische seinerzeit hatte: Es war die Sprache der Bildung. Ein Student konnte damals in jeder europäischen Uni studieren, ohne extra die Landessprache lernen zu müssen. Und es war die Sprache der Ökumene: Christen aus allen Ländern kommunizierten so. Man muss nicht lange begründen, dass diese Rolle heute vom Englischen übernommen wurde. Wer wissenschaftliche Fachliteratur publiziert, der muss Englisch können. Wenn sich Christen aus Papua-Neuguinea, Tansania, Amerika und Deutschland treffen, reden, singen und beten sie auf Englisch. Auf der Straße kommt man mit ein paar Brocken Englisch sowieso fast überall durch. Ich weiß noch, welche Verwunderung ich bei einer indischen Theologiestudentin hervorgerufen habe, als ich ihr erzählt habe, dass man an deutschen Universitäten auf Deutsch unterrichtet. Für sie war völlig selbstverständlich, dass der Zugang zu höherer Bildung nur das Englische ist.

(…) der heilige Geist (…) wartete nicht, bis alle Welt nach Jerusalem käme und Hebräisch lernte, sondern gab allerlei Sprachen zum Predigtamt (…) Und es ist auch billig, dass man die Jugend in vielen Sprachen übe. Wer weiß, wie Gott sie mit der Zeit brauchen wird!“ Also Leute: Blues ist Blues und Krautrock ist Krautrock. Martin Pepper schreibt deutsch und Graham Kendrick englisch, und das ist schon richtig so. Seht zu, dass Ihr selbst versteht, was Ihr singt, aber lasst Euch nicht zur „Reinhaltung der Deutschen Sprache“ instrumentalisieren!

Otto Guggemoos ist evangelischer Pfarrer in Heinersreuth in der Nähe von Bayreuth.

Das also ist Luthers Argument, dass – auf die heutige Zeit übertragen – englische Texte im Gottesdienst nicht fehlen sollten. Zum Schluss noch der O-Ton Martin Luther, weil es einfach so treffend ist:1 „Ich halte es überhaupt nicht mit denen, die sich nur so ganz auf eine Sprache verlegen und alle anderen verachten. Denn ich wollte gern solche Jugend und Leute erziehen, die auch in fremden Ländern Christus zunutze sein und mit den Leuten reden könnten,

für Techn

popul

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ikverb

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1  Zitiert nach: Martin Elze (Hg.) in Insel-Ausgabe, Frankfurt/ Main 1982.

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→ Verband intern

→ Hintergrund

(Fast) alles neu macht 2013 Veränderungen bei musik & message

Das Jahr 2013 verspricht ein spannendes zu werden. Nicht, dass es das Jahr 2012 nicht auch schon gewesen wäre, aber 2013 … Mein lieber Scholli … Ihr habt ja schon im „Verband intern“ bei Norbert lesen dürfen, dass sich das Erscheinungsbild des Verbandes nach außen verändert. Ein Teil dieser Veränderung betrifft auch die m&m. Über viele Jahre hinweg haben wir sehr vertrauensvoll mit dem Strube-Verlag zusammengearbeitet. Dabei hat der Verlag die Herstellung und den Vertrieb regelmäßig deutlich bezuschusst und dem Verband dadurch sehr geholfen. Anfang des Jahres stellte sich heraus, dass das in dieser Form nicht weitergehen kann. Es tat den Verantworlichen bei Strube sehr leid, aber sie konnten das in dieser Form beim besten Willen nicht weiterführen. Dafür hatten wir vollstes Verständnis. Für uns bestand nun die Aufgabe zu überlegen, wie es weitergehen wird. Dabei haben wir verschiedene Möglichkeiten beraten. Es kristallisierte sich aber schnell eine favorisierte Lösung heraus. Aus vier wird zwei war dabei der erste Schritt. Soll heißen: Die m&m

Meusssaigke

012 Ausgabe 3/2 B42385 n ber bis Novem September € Preis: 5.-

musikm

agazin

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lich christ es für erband

g rkabelunder Bühne Bühnenve ik auf Ratgeber

10

la e popu

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rchen ugliche Ki moos pmusikta in Hallberg

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2012 rchentag Gospelki tschaft der Welt Die beste

Bo

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che Bayer

1. Pop-Kir

erscheint in Zukunft zwei mal jährlich. Diese beiden Ausgaben, die jeweils im April und im Oktober erscheinen werden, sind dafür aber fast doppelt so dick. Anstatt 32 Seiten werdet ihr in Zukunft also 56 Seiten mit Informationen, Berichten und Workshops lesen können. Inhaltlich werden wir unser Spektrum also ausweiten und noch mehr praktische und langfristige Themen ansprechen, die euch in eurer Arbeit weiterhelfen. Dagegen werden kurzfristige Berichte und Vorankündigungen weitesgehend wegfallen. Unter anderem wird es auch keine Termine-Seite der Künstler im Verband geben. Diese können ihre Termine in Zukunft in ein spezielles Modul auf evangelische-termine.de eintragen, das in unsere neue Webseite eingebunden werden wird.. Darüber hinaus werden wir die m&m in Zukunft im Eigenverlag herausbringen. Das spart uns enorme Kosten und macht uns in der Abwicklung ein ganzes Stück flexibler. Bedeutet aber gleichzeitig für die Hauptamtlichen des Verbandes ein bißchen Mehrarbeit. Außerdem werden wir versuchen, Kosten zu sparen, indem wir einen neuen Postvertrieb in Anspruch nehmen. musik + message ist mittlerweile das einzig verbliebene Musikmagazin für christliche Popularmusik im deutschsprachigen Raum. Dies hat uns auch dazu bewogen, die Auflage der neuen m + m deutlich zu erhöhen. Wir starten mit einer Auflagenhöhe von 2500 Stück pro Ausgabe. Deswegen wollen wir den Vertrieb auch in andere Bundesländer und Landeskirchen ausweiten. Von verschiedenen Seiten wurde uns ein großes Interesse daran signalisiert. Vieles haben wir geplant, doch vieles was in 2013 an Veränderungen auf uns zukommt bleibt spannend. Gleichzeitig sind wir gespannt auf Eure Rückmeldungen zu diesen Änderungen. Schreibt uns Eure Ansichten und schickt Sie uns per Post oder Mail - oder ruft einfach an. Vielleicht hat der ein und die andere ja auch noch Ideen, die das Redaktionsteam noch nicht im Blick hatte oder fühlt sich herausgefordert, selber in die Mitarbeit einzusteigen. Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen und werden Euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.  Jonny Pechstein

Blues ist Blues und Krautrock ist Krautrock.

„Könnt Ihr nicht auf Deutsch singen?!“

Welchem Musikerkollegen ist das noch nicht begegnet: Man hat ein gutes Lobpreislied von Vineyard oder Hillsong herausgesucht, einstudiert, im Gottesdienst kam es richtig gut. Den deutschen Text hat man sich vorher angesehen, aber er war einfach nicht halb so gut wie das Original, also wurde es auf Englisch gesungen. Und nach dem Gottesdienst wieder der ebenso gut gemeinte wie altkluge Ratschlag: Singt doch auf Deutsch. Nehmt doch Rücksicht auf die, die nicht so gut Englisch können, und überhaupt, wenn es Euch wirklich um die Texte gehen würde, dann würdet ihr doch Deutsch singen, dass es jeder versteht. Abgesehen davon, dass ein Liedtext ein Kunstwerk ist, das man immer am besten im Original genießt, gibt es hier ein klassisches Argument, das der lutherische Popularmusiker einfach kennen sollte: Martin Luther war ja bekanntlich derjenige, der den deutschsprachigen Gottesdienst eingeführt hat. Vorher war das alles auf Latein, Luther hat in der „Deutschen Messe“ die Grundlage für den evangelischen Gottesdienst gelegt, indem er die traditionelle römische Messe übersetzt und inhaltlich überarbeitet hat. In seiner „Vorrede zur Deutschen Messe“ legt Luther allerdings wert darauf, dass der lateinische Gottesdienst nicht ganz verschwindet, und zwar – und jetzt sind wir beim Thema – um der Jugend willen! Um das zu verstehen, muss man sich klar machen, welche Bedeutung das Lateinische seinerzeit hatte: Es war die Sprache der Bildung. Ein Student konnte damals in jeder europäischen Uni studieren, ohne extra die Landessprache lernen zu müssen. Und es war die Sprache der Ökumene: Christen aus allen Ländern kommunizierten so. Man muss nicht lange begründen, dass diese Rolle heute vom Englischen übernommen wurde. Wer wissenschaftliche Fachliteratur publiziert, der muss Englisch können. Wenn sich Christen aus Papua-Neuguinea, Tansania, Amerika und Deutschland treffen, reden, singen und beten sie auf Englisch. Auf der Straße kommt man mit ein paar Brocken Englisch sowieso fast überall durch. Ich weiß noch, welche Verwunderung ich bei einer indischen Theologiestudentin hervorgerufen habe, als ich ihr erzählt habe, dass man an deutschen Universitäten auf Deutsch unterrichtet. Für sie war völlig selbstverständlich, dass der Zugang zu höherer Bildung nur das Englische ist.

(…) der heilige Geist (…) wartete nicht, bis alle Welt nach Jerusalem käme und Hebräisch lernte, sondern gab allerlei Sprachen zum Predigtamt (…) Und es ist auch billig, dass man die Jugend in vielen Sprachen übe. Wer weiß, wie Gott sie mit der Zeit brauchen wird!“ Also Leute: Blues ist Blues und Krautrock ist Krautrock. Martin Pepper schreibt deutsch und Graham Kendrick englisch, und das ist schon richtig so. Seht zu, dass Ihr selbst versteht, was Ihr singt, aber lasst Euch nicht zur „Reinhaltung der Deutschen Sprache“ instrumentalisieren!

Otto Guggemoos ist evangelischer Pfarrer in Heinersreuth in der Nähe von Bayreuth.

Das also ist Luthers Argument, dass – auf die heutige Zeit übertragen – englische Texte im Gottesdienst nicht fehlen sollten. Zum Schluss noch der O-Ton Martin Luther, weil es einfach so treffend ist:1 „Ich halte es überhaupt nicht mit denen, die sich nur so ganz auf eine Sprache verlegen und alle anderen verachten. Denn ich wollte gern solche Jugend und Leute erziehen, die auch in fremden Ländern Christus zunutze sein und mit den Leuten reden könnten,

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1  Zitiert nach: Martin Elze (Hg.) in Insel-Ausgabe, Frankfurt/ Main 1982.

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→ Hintergrund

→ Hintergrund

Unfallfrei durch den Gottesdienst – kommt die Helmpflicht? Für jede Veranstaltung gelten in Deutschland mehr oder weniger umfangreiche Vorschriften. Zentral dafür ist die sog. Versammlungsstättenverordnung (VStättV). Sie bezeichnet in den meisten deutschen Bundesländern länderspezifische Verordnungen, die Bau und Betrieb von Versammlungsstätten regeln. Bislang galten diese Bestimmungen nicht für Kirchen. Wenn es nach dem Willen der EU geht, könnte dies aber in den nächsten Jahren anders werden. Abgesehen davon gilt die Ausnahme nur für Kirchen selber, nicht aber für den Gemeindesaal ab etwa 200 Personen oder eine Open Air Veranstaltung. Grund genug sich einmal Gedanken über dieses Thema zu machen.

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Geschichtlicher Exkurs Versammlungen von Menschen haben eine lange, auch kirchliche Tradition. Man denke nur an die Theatervorführungen der Antike. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich zunehmend ein Bewusstsein für die Gefahren und Risiken, die mit derartigen Veranstaltungen verbunden sein können. Unglücksfälle waren bereits vorher bekannt und teilweise sogar dokumentiert.

In Deutschland wurden ab 1879 zunehmend Vorschriften erlassen, zunächst eine „Ortspolizeiliche Vorschriften über die Feuerpolizei in Theatern“. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die DIN 18600 „Versammlungsstätten“ erarbeitet. Heute ist die Verordnung geprägt durch veränderte Rahmenbedingungen wie populäre Großveranstaltungen oder professioneller Einsatz von Showlaser- und Bühnentechnik. Weitere Belege für die sich wandelnden Anforderungen sind die Reduzierung auf „Szenenfläche“ und „Bühne“, die Aufnahme von Absperrungen vor Szenenflächen (z. B. bei Open-Air-Veranstaltungen) oder die Anpassung an die neu geschaffenen Ausbildungszweige. Über die VStättV hinaus gibt es eine Reihe weiterer Verordnungen, die teilweise auch in den Kirchen Relevanz haben, wie zum Beispiel die Hygieneverordnung. Kirchen Laut VStättV. fallen Kirchen, bzw. „dem Gottesdienst gewidmete Räume“ nicht unter den Anwendungsbereich dieser Rechtsvorschrift. Trotzdem ist für die Sicherheit die jeweilige Gemeinde verantwortlich. Kirchen werden mittlerweile auch für kulturelle

Veranstaltungen, Konzerte und Theateraufführungen genutzt. Einzelne Kirchenbauten bundesweit fallen sogar bereits unter die VStättV der jeweiligen Bundesländer. Im Grundsatz gilt, dass bei allen Veranstaltungen, auch Gottesdiensten, selbstverständlich darauf zu achten ist, dass kein Besucher zu Schaden kommt und die Flucht- und Rettungswege in ordnungsgemäßen Zustand sind. In den einzelnen Landeskirchen ist die Auslegung der jeweiligen Verordnungen jedoch unterschiedlich. Einige Landeskirchen halten sich weitgehend zurück mit Bewertungen, andere gehen sogar so weit, ihren Gemeinden bei häufiger Nutzung von Räumen für Veranstaltungen bauliche Veränderungen im Bezug auf die jeweiligen Landesvorschriften zumindest nahezulegen. Selbst wenn staatliches Recht bei kirchlichen Veranstaltungen in für den Gottesdienst gewidmeten Räumen aufgrund des Befreiungstatbestandes (noch) keine Anwendung findet, so empfehlen sich vorbeugende, freiwillige Maßnahmen insbesondere des Brandschutzes, des Sanitäts- und Sicherheitsdienstes. Dabei mag zwischen Veranstaltungen von weniger und mehr als 200 Besuchern differenziert werden (viele Landesverordnungen haben diese Zahl konkret benannt). Alternativ könnte auch auf Vorschriften über die „Vorübergehende Verwendung von Räumen“ zurückgegriffen werden, die in den meisten Verordnungen beschrieben werden. Diese besagen meist, dass Veranstaltungen die vor mehr als 200 Besuchern nur vorübergehend in Räumen durchgeführt werden, die nicht als Versammlungsräume genehmigt sind oder nicht den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen der zuständigen Bauaufsichtsbehörde unter Angabe von Art, Ort, Zeitpunkt und Dauer der Veranstaltung sowie der voraussichtlichen Teilnehmerzahl rechtzeitig anzuzeigen ist. Die Bauaufsichtsbehörde bestätigt dem Betreiber oder Veranstalter dann den Eingang der Anzeige und teilt ihm mit, ob sie beabsichtigt, Maßnahmen durchzuführen. Da dies für die meisten Veranstaltungen im kirchlichen Bereich zutreffen wird, könnte dies in Zukunft möglicherweise die geeignete Form des Umgangs sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich für jeden Raum, in dem Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen stattfinden können, eine Gefahrenabschätzung vorzunehmen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Für Großveranstaltungen, wie etwa Open Air Konzerte oder ähnliches gelten außerdem besondere Vorschriften, die im Fall der Durchführung einer solchen Veranstaltung auf jeden Fall einzuhalten sind. Generell wirksame Sicherheitsmaßnahmen zur Gefahrenabwehr für kirchliche Veranstaltungen können u.a. sein: • Zufahrtsmöglichkeiten für Feuerwehr, Rettungswagen, Polizei und andere Hilfsdienste außerhalb der Kirche frei halten, erforderlichenfalls durch Aufstellung von Hinweisschildern. • Das Vorhalten einen funktionsfähigen Feuerlöscher im Veranstaltungsraum (auch der Kirche), um Entstehungsbrände sofort zu bekämpfen (z.B. im Hinblick auf brennende Kerzen in der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit). Im Bereich der Haustechnik sollte ein kleiner CO2-Feuerlöscher vorhanden sein, damit ein eventueller Elektrobrand ohne Beschädigung von Einrichtungsgegenständen wirksam gelöscht werden kann. • Der Einsatz von Ersthelferinnen und Ersthelfer für Brandschutz und Erste Hilfe. Diese sollten in der Lage sein, Erste Hilfe zu

leisten, Entstehungsbrände zu bekämpfen und mit dem Handy einen qualifizierten Notruf abzusetzen, um Rettungskräfte alarmieren zu können. Ausbildungen dafür werden im Bereich der Ersten Hilfe durch Rettungsdienstorganisationen wie bspw. der Johanniter Unfall Hilfe, für den Brandschutz von den örtlichen Feuerwehren angeboten. Diese können auch von GemeindeMitarbeitergruppen geschlossen besucht werden. Darin werden die die notwendigen Erste-Hilfe-Grundkenntnisse oder die Handhabung von Feuerlöschern und der Umgang mit Löschdecken vermittelt. • Bei größeren Veranstaltungen und gut besuchten Gottesdiensten (z.B. Heiligabend) empfiehlt sich eine besondere Kennzeichnung und Freihaltung der Flucht- und Rettungswege in der Kirche, z.B. durch mobile Hinweisschilder. Außerdem sollten sich Mitarbeitende der Gemeinde im Bereich der als Fluchtwege gekennzeichneten Außentüren platzieren und diese Türen im Brandfall öffnen. Falls Außentüren zunächst verschlossen sind, weil diese beim Einlass nicht benutzt werden sollen, muss während einer Veranstaltung sichergestellt sein, dass diese Tür entweder geöffnet oder im Ernstfall umgehend geöffnet werden kann. Aus Erfahrung wird zu erster Verhaltensweise geraten. • Für größere kulturelle Veranstaltungen empfiehlt sich die Erstellung eines Bestuhlungsplanes, in dem das vorhandene Sitzplatzangebot (z.B. fest eingebaute Kirchenbänke) und ergänzende Sitzplätze (mobiles Gestühl) sowie die Fluchtwege und Rettungsausgänge eingezeichnet sind. Nach diesem Bestuhlungsplan sollten grundsätzlich größere Veranstaltungen vorbereitet und Plätze vergeben werden. Dadurch lässt sich eine maximale Obergrenze der Besucherzahl bestimmen. Ggf. empfiehlt es sich, eine Planung differenziert für „große“ und kleinere“ Bestuhlung vorzunehmen. Als Größenordnung für variable Bestuhlungen werden in der Regel 0,5 m Breite pro Sitzplatz und eine lichte Durchgangsbreite bei Reihenbestuhlung von 0,4 m angegeben. Bei den Fluchtwegen empfiehlt sich eine Mindestbreite von 1,50 m. Überlegt werden sollte auch, wo die zunehmend mitgeführten Rollatoren älterer Besucher geparkt werden können, damit diese die Fluchtwege nicht verstellen. • Wie schon weiter oben im Bezug auf die vorübergehende Verwendung von Räumen beschrieben, empfiehl es sich, bei diesen Maßnahmen die örtliche Bauaufsichtsbehörde zur Beratung hinzuzuziehen. Dies kann in kleinen Gemeinden auch durch eine entsprechende Abteilung des Rathauses oder die Feuerwehr vorgenommen werden. Bei dieser Beratung kann auch ein Gefahren- oder Bestuhlungsplan erarbeitet werden, der dann für weitere Veranstaltungen Gültigkeit hat. Dann entfällt die sonst empfehlenswerte sog. Brandschau, die man für eine konkrete Veranstaltung alternativ durchführen lassen kann. Man sollte also nicht nur im eigenen Interesse an derartige Maßnahmen denken. Die Menschen, die in kirchliche Veranstaltungen kommen müssen uns das wert sein. Wenn Kirche sich hier außerhalb bestehender Verordnungen bewegt, was ihr theoretisch zusteht, ist dies eine Anfrage an ihre Glaubwürdigkeit und sollte diskutiert werden.

Thomas Nowack ist übrigens auch Rettungsassistent und hat diesen Beruf vor seinem Studium fünf Jahre hauptamtlich ausgeübt. Im Rahmen seiner Berufsausbildung ist er in diesem Bereich geschult worden und hat im Rahmen von vielen Großveranstaltungen dafür gesorgt, dass diese in Bezug auf die oben genannten Aspekten sicher durchgeführt werden konnten.

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→ Hintergrund

→ Hintergrund

Unfallfrei durch den Gottesdienst – kommt die Helmpflicht? Für jede Veranstaltung gelten in Deutschland mehr oder weniger umfangreiche Vorschriften. Zentral dafür ist die sog. Versammlungsstättenverordnung (VStättV). Sie bezeichnet in den meisten deutschen Bundesländern länderspezifische Verordnungen, die Bau und Betrieb von Versammlungsstätten regeln. Bislang galten diese Bestimmungen nicht für Kirchen. Wenn es nach dem Willen der EU geht, könnte dies aber in den nächsten Jahren anders werden. Abgesehen davon gilt die Ausnahme nur für Kirchen selber, nicht aber für den Gemeindesaal ab etwa 200 Personen oder eine Open Air Veranstaltung. Grund genug sich einmal Gedanken über dieses Thema zu machen.

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Geschichtlicher Exkurs Versammlungen von Menschen haben eine lange, auch kirchliche Tradition. Man denke nur an die Theatervorführungen der Antike. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich zunehmend ein Bewusstsein für die Gefahren und Risiken, die mit derartigen Veranstaltungen verbunden sein können. Unglücksfälle waren bereits vorher bekannt und teilweise sogar dokumentiert.

In Deutschland wurden ab 1879 zunehmend Vorschriften erlassen, zunächst eine „Ortspolizeiliche Vorschriften über die Feuerpolizei in Theatern“. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die DIN 18600 „Versammlungsstätten“ erarbeitet. Heute ist die Verordnung geprägt durch veränderte Rahmenbedingungen wie populäre Großveranstaltungen oder professioneller Einsatz von Showlaser- und Bühnentechnik. Weitere Belege für die sich wandelnden Anforderungen sind die Reduzierung auf „Szenenfläche“ und „Bühne“, die Aufnahme von Absperrungen vor Szenenflächen (z. B. bei Open-Air-Veranstaltungen) oder die Anpassung an die neu geschaffenen Ausbildungszweige. Über die VStättV hinaus gibt es eine Reihe weiterer Verordnungen, die teilweise auch in den Kirchen Relevanz haben, wie zum Beispiel die Hygieneverordnung. Kirchen Laut VStättV. fallen Kirchen, bzw. „dem Gottesdienst gewidmete Räume“ nicht unter den Anwendungsbereich dieser Rechtsvorschrift. Trotzdem ist für die Sicherheit die jeweilige Gemeinde verantwortlich. Kirchen werden mittlerweile auch für kulturelle

Veranstaltungen, Konzerte und Theateraufführungen genutzt. Einzelne Kirchenbauten bundesweit fallen sogar bereits unter die VStättV der jeweiligen Bundesländer. Im Grundsatz gilt, dass bei allen Veranstaltungen, auch Gottesdiensten, selbstverständlich darauf zu achten ist, dass kein Besucher zu Schaden kommt und die Flucht- und Rettungswege in ordnungsgemäßen Zustand sind. In den einzelnen Landeskirchen ist die Auslegung der jeweiligen Verordnungen jedoch unterschiedlich. Einige Landeskirchen halten sich weitgehend zurück mit Bewertungen, andere gehen sogar so weit, ihren Gemeinden bei häufiger Nutzung von Räumen für Veranstaltungen bauliche Veränderungen im Bezug auf die jeweiligen Landesvorschriften zumindest nahezulegen. Selbst wenn staatliches Recht bei kirchlichen Veranstaltungen in für den Gottesdienst gewidmeten Räumen aufgrund des Befreiungstatbestandes (noch) keine Anwendung findet, so empfehlen sich vorbeugende, freiwillige Maßnahmen insbesondere des Brandschutzes, des Sanitäts- und Sicherheitsdienstes. Dabei mag zwischen Veranstaltungen von weniger und mehr als 200 Besuchern differenziert werden (viele Landesverordnungen haben diese Zahl konkret benannt). Alternativ könnte auch auf Vorschriften über die „Vorübergehende Verwendung von Räumen“ zurückgegriffen werden, die in den meisten Verordnungen beschrieben werden. Diese besagen meist, dass Veranstaltungen die vor mehr als 200 Besuchern nur vorübergehend in Räumen durchgeführt werden, die nicht als Versammlungsräume genehmigt sind oder nicht den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen der zuständigen Bauaufsichtsbehörde unter Angabe von Art, Ort, Zeitpunkt und Dauer der Veranstaltung sowie der voraussichtlichen Teilnehmerzahl rechtzeitig anzuzeigen ist. Die Bauaufsichtsbehörde bestätigt dem Betreiber oder Veranstalter dann den Eingang der Anzeige und teilt ihm mit, ob sie beabsichtigt, Maßnahmen durchzuführen. Da dies für die meisten Veranstaltungen im kirchlichen Bereich zutreffen wird, könnte dies in Zukunft möglicherweise die geeignete Form des Umgangs sein. Grundsätzlich empfiehlt es sich für jeden Raum, in dem Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen stattfinden können, eine Gefahrenabschätzung vorzunehmen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Für Großveranstaltungen, wie etwa Open Air Konzerte oder ähnliches gelten außerdem besondere Vorschriften, die im Fall der Durchführung einer solchen Veranstaltung auf jeden Fall einzuhalten sind. Generell wirksame Sicherheitsmaßnahmen zur Gefahrenabwehr für kirchliche Veranstaltungen können u.a. sein: • Zufahrtsmöglichkeiten für Feuerwehr, Rettungswagen, Polizei und andere Hilfsdienste außerhalb der Kirche frei halten, erforderlichenfalls durch Aufstellung von Hinweisschildern. • Das Vorhalten einen funktionsfähigen Feuerlöscher im Veranstaltungsraum (auch der Kirche), um Entstehungsbrände sofort zu bekämpfen (z.B. im Hinblick auf brennende Kerzen in der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit). Im Bereich der Haustechnik sollte ein kleiner CO2-Feuerlöscher vorhanden sein, damit ein eventueller Elektrobrand ohne Beschädigung von Einrichtungsgegenständen wirksam gelöscht werden kann. • Der Einsatz von Ersthelferinnen und Ersthelfer für Brandschutz und Erste Hilfe. Diese sollten in der Lage sein, Erste Hilfe zu

leisten, Entstehungsbrände zu bekämpfen und mit dem Handy einen qualifizierten Notruf abzusetzen, um Rettungskräfte alarmieren zu können. Ausbildungen dafür werden im Bereich der Ersten Hilfe durch Rettungsdienstorganisationen wie bspw. der Johanniter Unfall Hilfe, für den Brandschutz von den örtlichen Feuerwehren angeboten. Diese können auch von GemeindeMitarbeitergruppen geschlossen besucht werden. Darin werden die die notwendigen Erste-Hilfe-Grundkenntnisse oder die Handhabung von Feuerlöschern und der Umgang mit Löschdecken vermittelt. • Bei größeren Veranstaltungen und gut besuchten Gottesdiensten (z.B. Heiligabend) empfiehlt sich eine besondere Kennzeichnung und Freihaltung der Flucht- und Rettungswege in der Kirche, z.B. durch mobile Hinweisschilder. Außerdem sollten sich Mitarbeitende der Gemeinde im Bereich der als Fluchtwege gekennzeichneten Außentüren platzieren und diese Türen im Brandfall öffnen. Falls Außentüren zunächst verschlossen sind, weil diese beim Einlass nicht benutzt werden sollen, muss während einer Veranstaltung sichergestellt sein, dass diese Tür entweder geöffnet oder im Ernstfall umgehend geöffnet werden kann. Aus Erfahrung wird zu erster Verhaltensweise geraten. • Für größere kulturelle Veranstaltungen empfiehlt sich die Erstellung eines Bestuhlungsplanes, in dem das vorhandene Sitzplatzangebot (z.B. fest eingebaute Kirchenbänke) und ergänzende Sitzplätze (mobiles Gestühl) sowie die Fluchtwege und Rettungsausgänge eingezeichnet sind. Nach diesem Bestuhlungsplan sollten grundsätzlich größere Veranstaltungen vorbereitet und Plätze vergeben werden. Dadurch lässt sich eine maximale Obergrenze der Besucherzahl bestimmen. Ggf. empfiehlt es sich, eine Planung differenziert für „große“ und kleinere“ Bestuhlung vorzunehmen. Als Größenordnung für variable Bestuhlungen werden in der Regel 0,5 m Breite pro Sitzplatz und eine lichte Durchgangsbreite bei Reihenbestuhlung von 0,4 m angegeben. Bei den Fluchtwegen empfiehlt sich eine Mindestbreite von 1,50 m. Überlegt werden sollte auch, wo die zunehmend mitgeführten Rollatoren älterer Besucher geparkt werden können, damit diese die Fluchtwege nicht verstellen. • Wie schon weiter oben im Bezug auf die vorübergehende Verwendung von Räumen beschrieben, empfiehl es sich, bei diesen Maßnahmen die örtliche Bauaufsichtsbehörde zur Beratung hinzuzuziehen. Dies kann in kleinen Gemeinden auch durch eine entsprechende Abteilung des Rathauses oder die Feuerwehr vorgenommen werden. Bei dieser Beratung kann auch ein Gefahren- oder Bestuhlungsplan erarbeitet werden, der dann für weitere Veranstaltungen Gültigkeit hat. Dann entfällt die sonst empfehlenswerte sog. Brandschau, die man für eine konkrete Veranstaltung alternativ durchführen lassen kann. Man sollte also nicht nur im eigenen Interesse an derartige Maßnahmen denken. Die Menschen, die in kirchliche Veranstaltungen kommen müssen uns das wert sein. Wenn Kirche sich hier außerhalb bestehender Verordnungen bewegt, was ihr theoretisch zusteht, ist dies eine Anfrage an ihre Glaubwürdigkeit und sollte diskutiert werden.

Thomas Nowack ist übrigens auch Rettungsassistent und hat diesen Beruf vor seinem Studium fünf Jahre hauptamtlich ausgeübt. Im Rahmen seiner Berufsausbildung ist er in diesem Bereich geschult worden und hat im Rahmen von vielen Großveranstaltungen dafür gesorgt, dass diese in Bezug auf die oben genannten Aspekten sicher durchgeführt werden konnten.

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→ Konzertbericht

→ Konzertbericht

Die Kunst bei sich selbst zu Hause zu sein Das Jubiläums-Konzert von Andi Weiss 3 CDs und 9 veröffentlichte Bücher, der „Nachwuchspreis für Songpoeten“ der Hanns-Seidelstiftung und der Deutsche Musikpreis „DAVID“ in der Kategorie „Bester Nationaler Künstler“. Andi Weiss ist in und über die Szene hinaus kein Unbekannter mehr. „Songpoet der leisen Töne“ nannte ihn der bayerische Rundfunk einmal. In diesem Jahr waren es fünf Jahre in denen er als Solokünstler unterwegs ist.

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Mittlerweile hat er hunderte von Konzerten im deutschsprachigen Raum gespielt. Ein Grund zum Feiern dachte sich Andi Weiss. Und weil ein Singer-Songwriter dass auf jeden Fall mit einem Bühnenevent verbindet, machte er sich und seinem Publikum dazu ein Geschenk der besonderen Art. Ein Konzert mit seinem aktuellen Programm „HEIMAT- ODER DIE KUNST BEI SICH SELBST ZUHAUSE ZU SEIN“, das am 10.10. im Eventtempel „Das Schloss“ in München stattfand. Dazu gleich noch die Produktion einer Live DVD/CD. So macht ein Geburtstag auch noch dem Verlag eine große Freude. Dass Andi Weiss dafür einen säkularen Ort gewählt hat erklärt er schon ganz als routinierter und erfahrener Tourer. Schließlich hätte man alle Interessierten irgendwie unterbringen müssen und außerdem würde man in der säkularen Presse häufig nur dann ernstgenommen, wenn man eben nicht in Kirchenräumen auftrete. Beide Argumente lassen sich an diesem Abend eindrucksvoll überprüfen. Das Schloss ist bis auf den letzten Platz besetzt, im öffentlichen Raum war die Veranstaltung wahrgenommen worden und selbst die geladenen Ehrengäste, allen voran der Vorsitzende des Bayerischen Musikrates, Ex-Minister Thomas Goppel, waren der Einladung gefolgt.

Die Vorfreude auf dieses besondere Konzert ist schon beim Betreten des Zeltes, nichts anderes ist das Schloss im Münchner Norden nämlich, spürbar. Das liegt sicher auch daran, dass hier an Tischen gesessen wird und man auch die Möglichkeit hat zu Essen und Trinken. Das verleiht diesem Konzert einen zusätzlichen Charme. Eben fast wie zu Hause. Der thematische Bezug ist unverkennbar. Andi Weiss kann mit dem Publikum. Das wird schon bei der kurzen Info vor dem Konzert deutlich. Da nimmt ein sichtlich gut gelaunter und sich auf diesen Abend freuender Songbarde seine Gäste an die Hand und bittet mit Witz und Hintersinn darum, dass man wegen der Aufnahme bitte alle Handys abschalten möge und beim Fotografieren keinen Blitz verwende. Wer sich nicht dran halte, der verpflichte sich gleich mal dazu pro Nichteinhaltung 500 Euro für die Hilfsorganisation zu spenden, für die er wirbt. Die Lacher har er damit auf seiner Seite und das Eis ist schon gebrochen, bevor das Konzert überhaupt angefangen hat. Entertainment im besten Sinne. Das kann Andi Weiss perfekt. Hätte sich das ZDF da nicht vielleicht bei seiner Suche nach einem Nachfolger für Thomas Gottschalk etwas intensiver umschauen sollen? Dass Andi Weiss noch ganz anders kann, das zeigt er in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden auf eindrückliche Art und Weise. Da sitzt jemand am Flügel, singt, spielt, liest und philosophiert über Gott und die Welt, wobei ersteres wörtlich zu nehmen ist, dass man keine Sekunde daran denkt gedanklich auszusteigen. Laut und leise, heiter und ernst, mal heftig, mal ganz zurückhaltend – hier spielt einer auf, der nicht nur sein künstlerisches Handwerk versteht. Er macht deutlich, dass es in den Untiefen des Alltags einen

Halt gibt. Einen, der es darauf anlegt, unser Leben zu begleiten. Das alles kommt ohne erhobenen Zeigefinger und ohne missionarischen Impetus daher und bleibt ganz am Thema des Abends. Lieder und Gedanken entspringen dabei durchlebten Begegnungen – mit sich und anderen Menschen – und geben so den flüchtigen Momenten des Lebens ein Gesicht. Dabei wird der Zuhörer ermutigt, der Menschlichkeit auf die Spur zu kommen und das Leben trotz seiner traurigen Momente lieb zu gewinnen. Dabei geht es Andi Weiss immer darum, Menschen zu bestärken, zu sich zu stehen und jedem Tag mutig ins Angesicht zu schauen. „Er spricht voller Inbrunst, seine Augen funkeln und jeder merkt wie überzeugt er von seiner Botschaft ist. Er will nicht nur unterhalten, sondern den Menschen auch etwas mitgeben, was hält“, schrieb die Süddeutsche Zeitung einmal über ihn. Das kann man an diesem Abend eindrücklich erleben. Bei den ernsten Momenten, etwa wenn er über den Psychotherapeuten Viktor Frankl das Thema „was den Menschen ausmacht“ erklärt, könnte man eine Stecknadel im Raum fallen hören, trotz der laufenden Klimaanlage. Erzählt er Geschichten über seine eigene Kindheit und Schulzeit, die gleichzeitig einen tiefen Einblick in seine Familie geben, könnte man sich manchmal wegwerfen vor Lachen. Er ist jemand, der Achtung hat vor dem Leben, der die Gratwanderung zwischen Berührtheit und Rührung, zwischen feinem Witz und Zote, billiger Effekthascherei und wirklichem Tiefgang kennt und eben nicht in die Falle so vieler billiger Fernsehformate verfällt, der Quote wegen einfach mal draufzuhalten. Er ist sich darüber im Klaren, dass er auf der Bühne nicht allein ist. Das ihn

da jemand leise an die Hand genommen hat und begleitet und dass er das auch mit anderen Menschen macht. Das alles packt Andi Weiss in anrührende Geschichten, wunderschöne Piano-Arrangements, kurzweilige Erzählungen und bebilderte Lieder. „Weiss’ Texte sind ein Plädoyer dafür, mutig zu sein“ schrieb der Münchner Merkur mal über den Liedermacher. Auch das stimmt. Mutig ist er aber erst einmal selber, weil er sich angreifbar, begreifbar macht. Das tut er, indem er die Bibel zitiert und über Glaubenserfahrungen spricht. In der momentanen gesellschaftlichen Situation bemerkenswert. Das tut er, in dem er sich und dem Publikum nicht die Kritik an der momentanen politischen Situation im Bezug auf Eurokrise und Bankenrettung und unseren gleichzeitigen Umgang mit Arbeitslosen erspart. Das tut er, in dem er Randgruppen der Gesellschaft und seine Erlebnisse mit Ihnen ungeschminkt erzählt. Das tut er, in dem er dazu herausfordert Stellung zu beziehen und sich einzusetzen für die, die das nicht können. Dabei wird er nie dogmatisch oder belehrend und trifft gerade deshalb den Nerv. Das alles gelingt, weil er sich mit hineinnimmt und nicht nur den anderen einen Spiegel vorhält. So geht ein berührender Abend zu Ende der deutlich macht, dass sich hier einer auf den Weg gemacht hat, der noch vieles zu sagen hat. Wir wünschen ihm dabei auch als Verband, dessen Mitglied Andi Weiss ist, von Herzen alles Gute und Gottes Segen. Thomas Nowack

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→ Konzertbericht

→ Konzertbericht

Die Kunst bei sich selbst zu Hause zu sein Das Jubiläums-Konzert von Andi Weiss 3 CDs und 9 veröffentlichte Bücher, der „Nachwuchspreis für Songpoeten“ der Hanns-Seidelstiftung und der Deutsche Musikpreis „DAVID“ in der Kategorie „Bester Nationaler Künstler“. Andi Weiss ist in und über die Szene hinaus kein Unbekannter mehr. „Songpoet der leisen Töne“ nannte ihn der bayerische Rundfunk einmal. In diesem Jahr waren es fünf Jahre in denen er als Solokünstler unterwegs ist.

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Mittlerweile hat er hunderte von Konzerten im deutschsprachigen Raum gespielt. Ein Grund zum Feiern dachte sich Andi Weiss. Und weil ein Singer-Songwriter dass auf jeden Fall mit einem Bühnenevent verbindet, machte er sich und seinem Publikum dazu ein Geschenk der besonderen Art. Ein Konzert mit seinem aktuellen Programm „HEIMAT- ODER DIE KUNST BEI SICH SELBST ZUHAUSE ZU SEIN“, das am 10.10. im Eventtempel „Das Schloss“ in München stattfand. Dazu gleich noch die Produktion einer Live DVD/CD. So macht ein Geburtstag auch noch dem Verlag eine große Freude. Dass Andi Weiss dafür einen säkularen Ort gewählt hat erklärt er schon ganz als routinierter und erfahrener Tourer. Schließlich hätte man alle Interessierten irgendwie unterbringen müssen und außerdem würde man in der säkularen Presse häufig nur dann ernstgenommen, wenn man eben nicht in Kirchenräumen auftrete. Beide Argumente lassen sich an diesem Abend eindrucksvoll überprüfen. Das Schloss ist bis auf den letzten Platz besetzt, im öffentlichen Raum war die Veranstaltung wahrgenommen worden und selbst die geladenen Ehrengäste, allen voran der Vorsitzende des Bayerischen Musikrates, Ex-Minister Thomas Goppel, waren der Einladung gefolgt.

Die Vorfreude auf dieses besondere Konzert ist schon beim Betreten des Zeltes, nichts anderes ist das Schloss im Münchner Norden nämlich, spürbar. Das liegt sicher auch daran, dass hier an Tischen gesessen wird und man auch die Möglichkeit hat zu Essen und Trinken. Das verleiht diesem Konzert einen zusätzlichen Charme. Eben fast wie zu Hause. Der thematische Bezug ist unverkennbar. Andi Weiss kann mit dem Publikum. Das wird schon bei der kurzen Info vor dem Konzert deutlich. Da nimmt ein sichtlich gut gelaunter und sich auf diesen Abend freuender Songbarde seine Gäste an die Hand und bittet mit Witz und Hintersinn darum, dass man wegen der Aufnahme bitte alle Handys abschalten möge und beim Fotografieren keinen Blitz verwende. Wer sich nicht dran halte, der verpflichte sich gleich mal dazu pro Nichteinhaltung 500 Euro für die Hilfsorganisation zu spenden, für die er wirbt. Die Lacher har er damit auf seiner Seite und das Eis ist schon gebrochen, bevor das Konzert überhaupt angefangen hat. Entertainment im besten Sinne. Das kann Andi Weiss perfekt. Hätte sich das ZDF da nicht vielleicht bei seiner Suche nach einem Nachfolger für Thomas Gottschalk etwas intensiver umschauen sollen? Dass Andi Weiss noch ganz anders kann, das zeigt er in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden auf eindrückliche Art und Weise. Da sitzt jemand am Flügel, singt, spielt, liest und philosophiert über Gott und die Welt, wobei ersteres wörtlich zu nehmen ist, dass man keine Sekunde daran denkt gedanklich auszusteigen. Laut und leise, heiter und ernst, mal heftig, mal ganz zurückhaltend – hier spielt einer auf, der nicht nur sein künstlerisches Handwerk versteht. Er macht deutlich, dass es in den Untiefen des Alltags einen

Halt gibt. Einen, der es darauf anlegt, unser Leben zu begleiten. Das alles kommt ohne erhobenen Zeigefinger und ohne missionarischen Impetus daher und bleibt ganz am Thema des Abends. Lieder und Gedanken entspringen dabei durchlebten Begegnungen – mit sich und anderen Menschen – und geben so den flüchtigen Momenten des Lebens ein Gesicht. Dabei wird der Zuhörer ermutigt, der Menschlichkeit auf die Spur zu kommen und das Leben trotz seiner traurigen Momente lieb zu gewinnen. Dabei geht es Andi Weiss immer darum, Menschen zu bestärken, zu sich zu stehen und jedem Tag mutig ins Angesicht zu schauen. „Er spricht voller Inbrunst, seine Augen funkeln und jeder merkt wie überzeugt er von seiner Botschaft ist. Er will nicht nur unterhalten, sondern den Menschen auch etwas mitgeben, was hält“, schrieb die Süddeutsche Zeitung einmal über ihn. Das kann man an diesem Abend eindrücklich erleben. Bei den ernsten Momenten, etwa wenn er über den Psychotherapeuten Viktor Frankl das Thema „was den Menschen ausmacht“ erklärt, könnte man eine Stecknadel im Raum fallen hören, trotz der laufenden Klimaanlage. Erzählt er Geschichten über seine eigene Kindheit und Schulzeit, die gleichzeitig einen tiefen Einblick in seine Familie geben, könnte man sich manchmal wegwerfen vor Lachen. Er ist jemand, der Achtung hat vor dem Leben, der die Gratwanderung zwischen Berührtheit und Rührung, zwischen feinem Witz und Zote, billiger Effekthascherei und wirklichem Tiefgang kennt und eben nicht in die Falle so vieler billiger Fernsehformate verfällt, der Quote wegen einfach mal draufzuhalten. Er ist sich darüber im Klaren, dass er auf der Bühne nicht allein ist. Das ihn

da jemand leise an die Hand genommen hat und begleitet und dass er das auch mit anderen Menschen macht. Das alles packt Andi Weiss in anrührende Geschichten, wunderschöne Piano-Arrangements, kurzweilige Erzählungen und bebilderte Lieder. „Weiss’ Texte sind ein Plädoyer dafür, mutig zu sein“ schrieb der Münchner Merkur mal über den Liedermacher. Auch das stimmt. Mutig ist er aber erst einmal selber, weil er sich angreifbar, begreifbar macht. Das tut er, indem er die Bibel zitiert und über Glaubenserfahrungen spricht. In der momentanen gesellschaftlichen Situation bemerkenswert. Das tut er, in dem er sich und dem Publikum nicht die Kritik an der momentanen politischen Situation im Bezug auf Eurokrise und Bankenrettung und unseren gleichzeitigen Umgang mit Arbeitslosen erspart. Das tut er, in dem er Randgruppen der Gesellschaft und seine Erlebnisse mit Ihnen ungeschminkt erzählt. Das tut er, in dem er dazu herausfordert Stellung zu beziehen und sich einzusetzen für die, die das nicht können. Dabei wird er nie dogmatisch oder belehrend und trifft gerade deshalb den Nerv. Das alles gelingt, weil er sich mit hineinnimmt und nicht nur den anderen einen Spiegel vorhält. So geht ein berührender Abend zu Ende der deutlich macht, dass sich hier einer auf den Weg gemacht hat, der noch vieles zu sagen hat. Wir wünschen ihm dabei auch als Verband, dessen Mitglied Andi Weiss ist, von Herzen alles Gute und Gottes Segen. Thomas Nowack

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→ Bericht

→ Bericht

Klassiker sterben nicht, sie werden immer besser Seminar für Rock- und Popmusik! Unser Flaggschiff in der Ausbildungs-Abteilung des Popmusikverbandes ist ein Klassiker. Und wie das bei Klassikern so ist, wird es mit jedem Mal besser. Das macht nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Zugkraft unserer Dozenten. Wo sonst bekommt man eine ganzes Wochenende voll mit guter Musik und wichtigen Impulsen? Davon gab es auch dieses mal wieder reichlich. Die Bilder zeigen schon, dass viel passiert ist. Einige Sätze sollen aber schon noch dazu gesagt werden. Leider können wir keine Musikdateien mit einbinden, sonst könnte man auch hören, was geschehen ist. Es war wirklich hörenswert, was zum Beispiel Ebenbild gleich am ersten Abend abgeliefert haben. Eine Reaktion war: „Das wäre eigentlich Musik für Verzerrer, aber dass zwei Akustikgitarren so rocken können...“ Da war die Parallele mit Toto wohl doch nicht so weit hergeholt, die eigentlich als Eisbrecher am Anfang des Konzerts dienen sollte. Die Band fand aber auch leise Töne bevor sie in einer guten Mischung die Teilnehmer zwar nicht von den Stühlen hochrissen, aber ordentlich zum Mitgrooven bewegten.

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Der gute Groove fand dann natürlich seine Fortsetzung wie üblich in der ‚Musik-Bar’. Für so manchen war die so gut, dass sie gar nicht aufhören konnten und am nächsten Tag mit tiefen Ringen unter den Augen am Frühstückstisch saßen. Der Name „Nachtcafé“ ist da wohl ein wenig irreführend … Aber schwächeln gilt unter Musikern nicht und nach dem Bibelmeeting über die Jahreslosung und ihre Bedeutung für Musiker ging es wieder in die Workshopgruppen. Die Sänger und Sängerinnen hatten bei Anke Lopez die Möglichkeit, an ihren Stimmen zu feilen und neue Techniken auszuprobieren. Dabei wechselten sich intensive „Einzelzeiten“ mit Anke Lopez mit Gruppenphasen bei Thomas Nowack ab, in denen Gospel auf dem Programm stand. Scheinbar hatte Anke die Teilnehmer in unserer Frühlingsausgabe mit Ihrem Artikel schon neugierig gemacht, da der Gesangsworkshop diesmal besonders groß war. Aber wie schon gesagt, alle Workshops waren gut besucht. Im Gitarrenworkshop von Jazzgitarrist Joe Krieg war von Blues bis Metal alles dabei, auch wenn die Blueselemente als Grundlagen eindeutig dominierten. Skalenspiel, Soloaufbau, Akkordgrundlagen: Jeder konnte sich am Ende das mitnehmen, was ihn auf seinem

jeweiligen Stand am meisten bringt. Auf jeden Fall hatte dieser Workshop die definitiv jüngste aktive Teilnehmerin. Matthias Sammet hatte sich zusätzlich noch für einen Workshop für Rhythmusgitarre gewinnen lassen, so dass auch echte Einsteiger gut bedient waren und sich von einem routinierten Gitarrist die richtigen Griffe zeigen lassen konnten. Im Schlagzeugworkshop hatte die Organisation in diesem Jahr auch wieder auf einen Jazzer gesetzt. Roland Duckarm holte aus seinen Teilnehmern rhythmische Besonderheiten heraus und sorgte mit den „Roland Stones“ am Samstag Abend für ein besonderes Highlight. Neben den „Neuen“ gab es natürlich auch Wiederholungstäter, die immer wieder für volle Workshops sorgen. Beim zweiten Mal, diesmal von Anfang an fest gebucht, hatte Kilian Haiber mehr Zeit sich vorzubereiten, was die Qualität seines Workshops im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal steigerte. Dass man bei Michael Ende etwas geboten bekommt, muss nicht extra erwähnt werden. Die Teilnehmer des Bassworkshops jedenfalls waren begeistert. Unser Technikbeauftragter im Verband hatte diesmal auch einen Workshop. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals so viele die Geheimnisse des Mischens fachgerecht erklärt bekommen wollten. Tomy Neumann ging praxisgerecht auf die heimischen Anlagen ein, die die Mischer beschrieben und mit denen sie manchmal ganz schön zu kämpfen haben. Er hatte immer wieder Lösungen parat und die Ideen „für daheim“ konnte man bei seinen Teilnehmern direkt in den Köpfen rotieren sehen. Da wird sich wohl bei einigen Bands noch so manches verändern und der Sound besser werden. Den von den Teilnehmern gestalteten Abend hatten die Mischer jedenfalls schon mal gut im Griff. Perfekt, wenn man Gehörtes gleich umsetzen kann. Last, but not least war da mit Christoph Zehendner noch ein ganz alter Hase im Geschäft. Sein Workshop vermittelte die Art und Weise einer gelungenen Moderation. Gekonnt weihte der Theologe

und Journalist in die Geheimnisse ein und ließ seine Teilnehmer an seiner Erfahrung teilhaben. Ein Event zu moderieren ist eine ganz schöne Herausforderung, das will geübt sein und wurde auch gleich am Abend umgesetzt. Überhaupt: der Abend. Wer noch nie „musik & message – live“ erlebt hat, muss schon allein deshalb mal zum Seminar kommen. Es ist schon riesig, was da spontan entsteht und wie viel gute Musik von den Seminarteilnehmern und den Dozenten auf die Bühne gebracht wird. Gänsehautstimmung ist garantiert. Besondere Nähe schaffte auch der Abendmahlsgottesdienst mit viel Musik, der am Sonntag nach einer wieder viel zu kurzen Nacht gefeiert wurde, bevor noch ein abschließender Workshop letzte Fragen zuließ oder vielleicht noch eröffnete. Alle Teilnehmer nahmen jedenfalls viele Eindrücke und Impulse mit, und noch einiges zum Weiterarbeiten zu Hause. Einer nahm auch noch eine Cajon mit. Während des Seminars konnten wir unser 400. Mitglied begrüßen und unter allen Neuanmeldern wurde das Instrument verlost. Auch die Dozenten waren mit dem Wochenende zufrieden. Trotzdem gab es bei der abschließenden Runde noch einige Ideen zu weiteren Verbesserungen und einer sinnvollen Ausnutzung der Möglichkeiten im Domizil des nächsten Jahres. Unser Seminar zieht nämlich um. Vorerst nur für einen Test, mal sehen, wie es wird. Nachdem die Wege nach Altenstein für viele doch recht weit waren, wandert das Seminar im nächsten Jahr in die geographische Mitte Bayerns. Die Musikakademie in Alteglofs­heim bei Regensburg stellt uns im nächsten Jahr die Räumlichkeiten. Den Geist von Altenstein nehmen wir mit – die Möglichkeiten von Alteglofsheim testen wir aus. Vielleicht habt Ihr ja Lust, im nächsten Jahr dabei zu sein. Es lohnt sich auf jeden Fall und wird wirklich immer besser. Norbert Ehrensperger

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→ Bericht

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Klassiker sterben nicht, sie werden immer besser Seminar für Rock- und Popmusik! Unser Flaggschiff in der Ausbildungs-Abteilung des Popmusikverbandes ist ein Klassiker. Und wie das bei Klassikern so ist, wird es mit jedem Mal besser. Das macht nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Zugkraft unserer Dozenten. Wo sonst bekommt man eine ganzes Wochenende voll mit guter Musik und wichtigen Impulsen? Davon gab es auch dieses mal wieder reichlich. Die Bilder zeigen schon, dass viel passiert ist. Einige Sätze sollen aber schon noch dazu gesagt werden. Leider können wir keine Musikdateien mit einbinden, sonst könnte man auch hören, was geschehen ist. Es war wirklich hörenswert, was zum Beispiel Ebenbild gleich am ersten Abend abgeliefert haben. Eine Reaktion war: „Das wäre eigentlich Musik für Verzerrer, aber dass zwei Akustikgitarren so rocken können...“ Da war die Parallele mit Toto wohl doch nicht so weit hergeholt, die eigentlich als Eisbrecher am Anfang des Konzerts dienen sollte. Die Band fand aber auch leise Töne bevor sie in einer guten Mischung die Teilnehmer zwar nicht von den Stühlen hochrissen, aber ordentlich zum Mitgrooven bewegten.

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Der gute Groove fand dann natürlich seine Fortsetzung wie üblich in der ‚Musik-Bar’. Für so manchen war die so gut, dass sie gar nicht aufhören konnten und am nächsten Tag mit tiefen Ringen unter den Augen am Frühstückstisch saßen. Der Name „Nachtcafé“ ist da wohl ein wenig irreführend … Aber schwächeln gilt unter Musikern nicht und nach dem Bibelmeeting über die Jahreslosung und ihre Bedeutung für Musiker ging es wieder in die Workshopgruppen. Die Sänger und Sängerinnen hatten bei Anke Lopez die Möglichkeit, an ihren Stimmen zu feilen und neue Techniken auszuprobieren. Dabei wechselten sich intensive „Einzelzeiten“ mit Anke Lopez mit Gruppenphasen bei Thomas Nowack ab, in denen Gospel auf dem Programm stand. Scheinbar hatte Anke die Teilnehmer in unserer Frühlingsausgabe mit Ihrem Artikel schon neugierig gemacht, da der Gesangsworkshop diesmal besonders groß war. Aber wie schon gesagt, alle Workshops waren gut besucht. Im Gitarrenworkshop von Jazzgitarrist Joe Krieg war von Blues bis Metal alles dabei, auch wenn die Blueselemente als Grundlagen eindeutig dominierten. Skalenspiel, Soloaufbau, Akkordgrundlagen: Jeder konnte sich am Ende das mitnehmen, was ihn auf seinem

jeweiligen Stand am meisten bringt. Auf jeden Fall hatte dieser Workshop die definitiv jüngste aktive Teilnehmerin. Matthias Sammet hatte sich zusätzlich noch für einen Workshop für Rhythmusgitarre gewinnen lassen, so dass auch echte Einsteiger gut bedient waren und sich von einem routinierten Gitarrist die richtigen Griffe zeigen lassen konnten. Im Schlagzeugworkshop hatte die Organisation in diesem Jahr auch wieder auf einen Jazzer gesetzt. Roland Duckarm holte aus seinen Teilnehmern rhythmische Besonderheiten heraus und sorgte mit den „Roland Stones“ am Samstag Abend für ein besonderes Highlight. Neben den „Neuen“ gab es natürlich auch Wiederholungstäter, die immer wieder für volle Workshops sorgen. Beim zweiten Mal, diesmal von Anfang an fest gebucht, hatte Kilian Haiber mehr Zeit sich vorzubereiten, was die Qualität seines Workshops im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal steigerte. Dass man bei Michael Ende etwas geboten bekommt, muss nicht extra erwähnt werden. Die Teilnehmer des Bassworkshops jedenfalls waren begeistert. Unser Technikbeauftragter im Verband hatte diesmal auch einen Workshop. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals so viele die Geheimnisse des Mischens fachgerecht erklärt bekommen wollten. Tomy Neumann ging praxisgerecht auf die heimischen Anlagen ein, die die Mischer beschrieben und mit denen sie manchmal ganz schön zu kämpfen haben. Er hatte immer wieder Lösungen parat und die Ideen „für daheim“ konnte man bei seinen Teilnehmern direkt in den Köpfen rotieren sehen. Da wird sich wohl bei einigen Bands noch so manches verändern und der Sound besser werden. Den von den Teilnehmern gestalteten Abend hatten die Mischer jedenfalls schon mal gut im Griff. Perfekt, wenn man Gehörtes gleich umsetzen kann. Last, but not least war da mit Christoph Zehendner noch ein ganz alter Hase im Geschäft. Sein Workshop vermittelte die Art und Weise einer gelungenen Moderation. Gekonnt weihte der Theologe

und Journalist in die Geheimnisse ein und ließ seine Teilnehmer an seiner Erfahrung teilhaben. Ein Event zu moderieren ist eine ganz schöne Herausforderung, das will geübt sein und wurde auch gleich am Abend umgesetzt. Überhaupt: der Abend. Wer noch nie „musik & message – live“ erlebt hat, muss schon allein deshalb mal zum Seminar kommen. Es ist schon riesig, was da spontan entsteht und wie viel gute Musik von den Seminarteilnehmern und den Dozenten auf die Bühne gebracht wird. Gänsehautstimmung ist garantiert. Besondere Nähe schaffte auch der Abendmahlsgottesdienst mit viel Musik, der am Sonntag nach einer wieder viel zu kurzen Nacht gefeiert wurde, bevor noch ein abschließender Workshop letzte Fragen zuließ oder vielleicht noch eröffnete. Alle Teilnehmer nahmen jedenfalls viele Eindrücke und Impulse mit, und noch einiges zum Weiterarbeiten zu Hause. Einer nahm auch noch eine Cajon mit. Während des Seminars konnten wir unser 400. Mitglied begrüßen und unter allen Neuanmeldern wurde das Instrument verlost. Auch die Dozenten waren mit dem Wochenende zufrieden. Trotzdem gab es bei der abschließenden Runde noch einige Ideen zu weiteren Verbesserungen und einer sinnvollen Ausnutzung der Möglichkeiten im Domizil des nächsten Jahres. Unser Seminar zieht nämlich um. Vorerst nur für einen Test, mal sehen, wie es wird. Nachdem die Wege nach Altenstein für viele doch recht weit waren, wandert das Seminar im nächsten Jahr in die geographische Mitte Bayerns. Die Musikakademie in Alteglofs­heim bei Regensburg stellt uns im nächsten Jahr die Räumlichkeiten. Den Geist von Altenstein nehmen wir mit – die Möglichkeiten von Alteglofsheim testen wir aus. Vielleicht habt Ihr ja Lust, im nächsten Jahr dabei zu sein. Es lohnt sich auf jeden Fall und wird wirklich immer besser. Norbert Ehrensperger

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→ Bericht

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Lämmer“ mit einer Auswahl von 24 Liedern auch in Bezug auf den Traditionsabbruch etwas entgegenzusetzen. Mit dabei von Seiten der Popularmusik: Tobias Fritsche und Thomas Nowack. Zwei Dinge beschäftigten die Arbeitsgruppe dabei zentral: Welche Lieder sollten ausgewählt werden und in welcher Form sollten diese dann bekanntgemacht werden. Nach rund eineinhalb Jahren intensiver Arbeit in der diese beiden Hauptaufgaben wieder und wieder diskutiert und bearbeitet wurden, konnte nun im Kirchenmusikjahr der Lutherdekade eine ganze Reihe Materialien und Medien dazu auf den Weg gebracht werden. Kernstück der Aktion ist dabei zum ersten Mal in der EKD eine klingende Internetseite mit allen 24 Liedern in unterschiedlichen musikalischen Gewändern – von klassisch, über Chor und Bläser, bis hin zu Pop – verbunden mit knappen Zusatzinformationen zur Entstehungsgeschichte sowie Textern und Komponisten. Zweites Standbein war ein Liedheft im „CD-Format“, das konsequent als Giveaway aufbereitet wurde, also von Anfang an zur Weitergabe gedacht war. Die Auflage lag bei 220.000. Davon gingen 210.000 an Schulen und Gemeinden. Nach derzeitigem Stand dürfte es wohl eine zweite Auflage geben. Außerdem wurde eine Arbeitshilfe durch das Religionspädagogische Zentrum in Heilsbronn erarbeitet. Die Grundinformationen dieser Arbeitshilfe wurden dabei genauso für das Internet übernommen. Die Startauflage betrug 1500 Stück. Sie ist derzeit der Hauptverkaufsschlager. Die erste Auflage ist bereits abverkauft, von der zweiten Auflage auch schon einige hundert. Für die Arbeitshilfe wurde wegen der Internetseite auf eine CD verzichtet. Interessant ist die Tatsache, dass trotzdem die Nachfrage nach einer CD vorhanden ist. Diese Nachfrage richtet sich vor allem nach einer CD, die auch ein Playback enthält. Eine solche wurde speziell für Kinder und Kindergottesdienst vom Landesverband für Kindergottedienst eingespielt und ist in Auszügen auch im Internet zu hören. Diese CD stellt aber gezielt auf Kindergottesdienst ab und ist daher kein Mainstreampop. Immerhin wurden bereits ca. 1000 Stück verkauft. Sowohl zu Arbeitshilfe wie CD gibt es ausschließlich positive Rückmeldungen. Dies betrifft auch die Website. Mit über 80.000 Klicks auf www.liederschatz-bayern.de hat sich ab Freischaltung im Mai schon Einiges getan. Mittlerweile laufen im Landeskirchenamt auch Nachfragen anderer Landeskirchen in Bezug auf das Projekt ein. Dass die Auswahlgruppe ihre Arbeit gut und umfassend getan hat, wurde gerade erst durch eine andere laufende Aktion zum Kirchenmusikjahr der Lutherdekade deutlich. Bei der Abstimmung zum Lieblingslied in der zwar sicher nicht repräsentativen Online-Umfrage auf der Website der Lutherdekade finden sich fünf der ausgewählten Lieder unter den ersten acht wieder. Dies ist eine eindrucksvolle Bestätigung der Auswahl der Arbeitsgruppe, der intensive Diskussionen und Überlegungen zu Grunde lagen.

Liederschatz Bayern – unzeitgemäß, nur trendy, notwendig oder was?

Denn die meisten Menschen singen gern, vielleicht nicht wie Tina Turner, aber würden alle so singen, könnte die kein Geld mehr verdienen. Sogar Schüler singen gern und ganz schön kräftig, wenn die erste Scheu einmal überwunden ist. Woran liegt es also, dass manchmal die Gemeinde schmettert, als gäb´s kein Morgen mehr und ein anderes mal gibt´s ein Orgelsolo? Liegt es wirklich nur an den Liedern, die ja soooo schrecklich sind und die keiner mehr singen kann? War wirklich alles besser, als alle noch sämtliche Paul-Gerhard-Lieder komplett auswendig kannten? Kann man sich eigentlich nicht vorstellen. War wohl auch nie so. Und trotzdem... Wie könnten die Menschen wieder die Lieder aus der Kirche schätzen lernen. Sooo schlecht sind sie nämlich wirklich nicht. Manches Lobpreislied steht textlich gesehen deutlich schlechter da. Ausserdem gehen da gerade in der evangelischen Kirche, für die von Anfang an die Kirchenmusik wesentlicher Bestandteil der Verkündigung war, ganze Traditionen verloren, wenn gar nicht mehr gesungen würde. Das ist keine Lösung. Niemals aufgeben, niemals kapitulieren. Da muss man doch was machen... Dachte sich auch die Landessynode und wollte den Schatz, den die Lieder in unserer Kirche bieten, wieder heben und den Menschen vor Augen führen.

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Aufgrund eines Antrages der Landessynode von 2008 hatte sich eine Arbeitsgruppe auf den Weg gemacht, dem „Schweigen der

panthermedia.de

Entgegen aller Bemühungen landauf – landab, trotz Formaten wie DSDS, das Supertalent oder Popstars, lässt sich nicht wegdiskutieren, das nach wie vor wenig gesungen wird in deutschen Landen. Das betrifft auch die Kirchen, auch wenn hier im Vergleich noch relativ viel gesungen wird. Man merkt allerdings auch, dass es Lieder gibt, die gerne und solche, die weniger gerne gesungen werden. Erstere erklingen kräftiger, bei den anderen singt der Pfarrer schon mal alleine, in ganz seltenen Fällen von „Wochenlied“ klingt vielleicht nicht einmal mehr der, sondern nur die Orgel. Schade eigentlich.

Es gibt also doch eine Tradition, der die Arbeitsgruppe genauso Rechnung getragen hat, wie die Umfrage, die leider etwas wenig bekannt war. Aber so viele Überschneidungen können kein Zufall sein. So bemerkt man deutlich, wenn Menschen das Liederheft zum ersten Mal in die Hand nehmen, dass sie die meisten Lieder (z.B. bei Schülern) oder sogar alle (so ziemlich alle anderen Gemeindeglieder) kennen und durchwegs der Meinung sind, das wären „schöne“ Lieder. „Das ist doch mal eine gute Idee“, war erst neulich wieder eine Reaktion. Die Resonanz auf das Liederheft ist also durchwegs positiv. Durch die kompakten Abmessungen auch gut bei Konfifreizeiten und in der Schule einsetzbar. Ein Klassensatz braucht nicht so viel Platz, dass der nicht noch in die Hand passt. Die konsequent bei allen Liedern gesetzten Gitarrengriffe sind dabei praxisgerecht und helfen im regelmäßigen Einsatz.

Schließlich noch einmal zurück zur Internetseite. Das vorherrschende Medium unserer Zeit muss mit seinen Möglichkeiten natürlich genutzt werden, um Schätze zu heben. Auch beim Liederschatz. Und da ist dann der große Wurf gelungen. Interaktiv reagiert das Design auf die Maus und den Cursor und zeigt direkt an, in welchen Versionen das Lied auf der Seite hinterlegt ist. Dabei gibt es klassische Interpretationen, Chorfassungen, Bläserchöre und eben auch moderne Bearbeitungen. Die interessieren uns als Popmusiker naturgemäß am meisten. Soviel sei verraten: Es sind einige Überraschungen darunter. Neben Sarah Kaiser, wenn es um Paul Gerhard geht, die erste Wahl bei modernen Bearbeitungen, gibt es die üblichen Verdächtigen. Jonny Pechstein steuert etwas bei, aber auch ein Palastorchester mit einem gewissen Herrn Raabe lässt sich hören. Wo? Schaut doch selbst mal nach. Nur von vier Liedern findet man übrigens keine moderne Fassung des Liedes. Das zeigt dann doch wieder deutlich, dass unsere Mitglieder und Interessierten an der modernen Musik in der Kirche auch im traditionellen Bereich zu Hause sind. Soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber an der Qualität der Produktionen merkt man auch, wo Kompetenzen liegen. Vielleicht gibt es ja doch noch eine CD mit den ganzen Versionen des Liederschatzes, es würde sich lohnen. Dann müsste man nicht den Laptop immer an allen Ecken anwerfen und auf eine gute WLANVerbindung hoffen, wenn man mal mit den Songs arbeiten möchte. Nur Stream ist nicht immer die beste Lösung in der Praxis. Einen kleinen CD-Spieler hat man schnell mal dabei oder er ist in den Schulen oftmals in jedem Klassenzimmer zu finden. Ob das jetzt alle Leute in der Kirche dazu bringt, mehr und kräftiger zu singen und neben der „Voice of Germany“ noch „Voice of Church“ etabliert wird...? Das würde mit dem starken Wettbewerbscharakter nicht zu dem passen, was die eigentliche Botschaft betrifft, die in den Liedern transportiert wird. Zeitgemäß bleiben die Lieder nämlich, weil die Botschaft die Gleiche geblieben ist über alle Zeit hinweg. Die Bearbeitungen zeigen, dass sie auch in „modern“ ein klassischer Schatz sind, der sich immer wieder mal zu heben lohnt. Macht Euch doch auch mal auf die Suche. Vielleicht ertappt ihr Euch genauso dabei, dass Ihr die Lieder wieder summt. Es ist schon ein Schatz, den wir da haben. Norbert Ehrensperger und Thomas Nowack www.liederschatz-bayern.de

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→ Bericht

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Lämmer“ mit einer Auswahl von 24 Liedern auch in Bezug auf den Traditionsabbruch etwas entgegenzusetzen. Mit dabei von Seiten der Popularmusik: Tobias Fritsche und Thomas Nowack. Zwei Dinge beschäftigten die Arbeitsgruppe dabei zentral: Welche Lieder sollten ausgewählt werden und in welcher Form sollten diese dann bekanntgemacht werden. Nach rund eineinhalb Jahren intensiver Arbeit in der diese beiden Hauptaufgaben wieder und wieder diskutiert und bearbeitet wurden, konnte nun im Kirchenmusikjahr der Lutherdekade eine ganze Reihe Materialien und Medien dazu auf den Weg gebracht werden. Kernstück der Aktion ist dabei zum ersten Mal in der EKD eine klingende Internetseite mit allen 24 Liedern in unterschiedlichen musikalischen Gewändern – von klassisch, über Chor und Bläser, bis hin zu Pop – verbunden mit knappen Zusatzinformationen zur Entstehungsgeschichte sowie Textern und Komponisten. Zweites Standbein war ein Liedheft im „CD-Format“, das konsequent als Giveaway aufbereitet wurde, also von Anfang an zur Weitergabe gedacht war. Die Auflage lag bei 220.000. Davon gingen 210.000 an Schulen und Gemeinden. Nach derzeitigem Stand dürfte es wohl eine zweite Auflage geben. Außerdem wurde eine Arbeitshilfe durch das Religionspädagogische Zentrum in Heilsbronn erarbeitet. Die Grundinformationen dieser Arbeitshilfe wurden dabei genauso für das Internet übernommen. Die Startauflage betrug 1500 Stück. Sie ist derzeit der Hauptverkaufsschlager. Die erste Auflage ist bereits abverkauft, von der zweiten Auflage auch schon einige hundert. Für die Arbeitshilfe wurde wegen der Internetseite auf eine CD verzichtet. Interessant ist die Tatsache, dass trotzdem die Nachfrage nach einer CD vorhanden ist. Diese Nachfrage richtet sich vor allem nach einer CD, die auch ein Playback enthält. Eine solche wurde speziell für Kinder und Kindergottesdienst vom Landesverband für Kindergottedienst eingespielt und ist in Auszügen auch im Internet zu hören. Diese CD stellt aber gezielt auf Kindergottesdienst ab und ist daher kein Mainstreampop. Immerhin wurden bereits ca. 1000 Stück verkauft. Sowohl zu Arbeitshilfe wie CD gibt es ausschließlich positive Rückmeldungen. Dies betrifft auch die Website. Mit über 80.000 Klicks auf www.liederschatz-bayern.de hat sich ab Freischaltung im Mai schon Einiges getan. Mittlerweile laufen im Landeskirchenamt auch Nachfragen anderer Landeskirchen in Bezug auf das Projekt ein. Dass die Auswahlgruppe ihre Arbeit gut und umfassend getan hat, wurde gerade erst durch eine andere laufende Aktion zum Kirchenmusikjahr der Lutherdekade deutlich. Bei der Abstimmung zum Lieblingslied in der zwar sicher nicht repräsentativen Online-Umfrage auf der Website der Lutherdekade finden sich fünf der ausgewählten Lieder unter den ersten acht wieder. Dies ist eine eindrucksvolle Bestätigung der Auswahl der Arbeitsgruppe, der intensive Diskussionen und Überlegungen zu Grunde lagen.

Liederschatz Bayern – unzeitgemäß, nur trendy, notwendig oder was?

Denn die meisten Menschen singen gern, vielleicht nicht wie Tina Turner, aber würden alle so singen, könnte die kein Geld mehr verdienen. Sogar Schüler singen gern und ganz schön kräftig, wenn die erste Scheu einmal überwunden ist. Woran liegt es also, dass manchmal die Gemeinde schmettert, als gäb´s kein Morgen mehr und ein anderes mal gibt´s ein Orgelsolo? Liegt es wirklich nur an den Liedern, die ja soooo schrecklich sind und die keiner mehr singen kann? War wirklich alles besser, als alle noch sämtliche Paul-Gerhard-Lieder komplett auswendig kannten? Kann man sich eigentlich nicht vorstellen. War wohl auch nie so. Und trotzdem... Wie könnten die Menschen wieder die Lieder aus der Kirche schätzen lernen. Sooo schlecht sind sie nämlich wirklich nicht. Manches Lobpreislied steht textlich gesehen deutlich schlechter da. Ausserdem gehen da gerade in der evangelischen Kirche, für die von Anfang an die Kirchenmusik wesentlicher Bestandteil der Verkündigung war, ganze Traditionen verloren, wenn gar nicht mehr gesungen würde. Das ist keine Lösung. Niemals aufgeben, niemals kapitulieren. Da muss man doch was machen... Dachte sich auch die Landessynode und wollte den Schatz, den die Lieder in unserer Kirche bieten, wieder heben und den Menschen vor Augen führen.

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Aufgrund eines Antrages der Landessynode von 2008 hatte sich eine Arbeitsgruppe auf den Weg gemacht, dem „Schweigen der

panthermedia.de

Entgegen aller Bemühungen landauf – landab, trotz Formaten wie DSDS, das Supertalent oder Popstars, lässt sich nicht wegdiskutieren, das nach wie vor wenig gesungen wird in deutschen Landen. Das betrifft auch die Kirchen, auch wenn hier im Vergleich noch relativ viel gesungen wird. Man merkt allerdings auch, dass es Lieder gibt, die gerne und solche, die weniger gerne gesungen werden. Erstere erklingen kräftiger, bei den anderen singt der Pfarrer schon mal alleine, in ganz seltenen Fällen von „Wochenlied“ klingt vielleicht nicht einmal mehr der, sondern nur die Orgel. Schade eigentlich.

Es gibt also doch eine Tradition, der die Arbeitsgruppe genauso Rechnung getragen hat, wie die Umfrage, die leider etwas wenig bekannt war. Aber so viele Überschneidungen können kein Zufall sein. So bemerkt man deutlich, wenn Menschen das Liederheft zum ersten Mal in die Hand nehmen, dass sie die meisten Lieder (z.B. bei Schülern) oder sogar alle (so ziemlich alle anderen Gemeindeglieder) kennen und durchwegs der Meinung sind, das wären „schöne“ Lieder. „Das ist doch mal eine gute Idee“, war erst neulich wieder eine Reaktion. Die Resonanz auf das Liederheft ist also durchwegs positiv. Durch die kompakten Abmessungen auch gut bei Konfifreizeiten und in der Schule einsetzbar. Ein Klassensatz braucht nicht so viel Platz, dass der nicht noch in die Hand passt. Die konsequent bei allen Liedern gesetzten Gitarrengriffe sind dabei praxisgerecht und helfen im regelmäßigen Einsatz.

Schließlich noch einmal zurück zur Internetseite. Das vorherrschende Medium unserer Zeit muss mit seinen Möglichkeiten natürlich genutzt werden, um Schätze zu heben. Auch beim Liederschatz. Und da ist dann der große Wurf gelungen. Interaktiv reagiert das Design auf die Maus und den Cursor und zeigt direkt an, in welchen Versionen das Lied auf der Seite hinterlegt ist. Dabei gibt es klassische Interpretationen, Chorfassungen, Bläserchöre und eben auch moderne Bearbeitungen. Die interessieren uns als Popmusiker naturgemäß am meisten. Soviel sei verraten: Es sind einige Überraschungen darunter. Neben Sarah Kaiser, wenn es um Paul Gerhard geht, die erste Wahl bei modernen Bearbeitungen, gibt es die üblichen Verdächtigen. Jonny Pechstein steuert etwas bei, aber auch ein Palastorchester mit einem gewissen Herrn Raabe lässt sich hören. Wo? Schaut doch selbst mal nach. Nur von vier Liedern findet man übrigens keine moderne Fassung des Liedes. Das zeigt dann doch wieder deutlich, dass unsere Mitglieder und Interessierten an der modernen Musik in der Kirche auch im traditionellen Bereich zu Hause sind. Soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber an der Qualität der Produktionen merkt man auch, wo Kompetenzen liegen. Vielleicht gibt es ja doch noch eine CD mit den ganzen Versionen des Liederschatzes, es würde sich lohnen. Dann müsste man nicht den Laptop immer an allen Ecken anwerfen und auf eine gute WLANVerbindung hoffen, wenn man mal mit den Songs arbeiten möchte. Nur Stream ist nicht immer die beste Lösung in der Praxis. Einen kleinen CD-Spieler hat man schnell mal dabei oder er ist in den Schulen oftmals in jedem Klassenzimmer zu finden. Ob das jetzt alle Leute in der Kirche dazu bringt, mehr und kräftiger zu singen und neben der „Voice of Germany“ noch „Voice of Church“ etabliert wird...? Das würde mit dem starken Wettbewerbscharakter nicht zu dem passen, was die eigentliche Botschaft betrifft, die in den Liedern transportiert wird. Zeitgemäß bleiben die Lieder nämlich, weil die Botschaft die Gleiche geblieben ist über alle Zeit hinweg. Die Bearbeitungen zeigen, dass sie auch in „modern“ ein klassischer Schatz sind, der sich immer wieder mal zu heben lohnt. Macht Euch doch auch mal auf die Suche. Vielleicht ertappt ihr Euch genauso dabei, dass Ihr die Lieder wieder summt. Es ist schon ein Schatz, den wir da haben. Norbert Ehrensperger und Thomas Nowack www.liederschatz-bayern.de

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→ Interview

→ Interview

Urheberrecht – geht’s auch christlich? Teil 2 In der letzten Ausgabe von musik&message hatten wir die CCLI vorgestellt. Ausdrücklich hatten wir darauf hingewiesen, dass die beiden Großkirchen und auch viele Freikirchen Pauschal- oder Rahmenverträge mit GEMA, VG Wort, VG Musikedition, und anderen Rechteverwertern haben. Die Unterschiede zwischen CCLI und VG Musikedition liegen unter anderem auch in der Rechtsform. Um die Zusammenhänge noch etwas deutlicher zu machen hat Thomas Nowack ein Interview mit dem Geschäftsführer der VGMusikedition, Christian Krauß, geführt. m&m  Herr Krauß, bei der CCLI handelt es sich um eine GmbH, bei der VG Musik um einen wirtschaftlichen Verein. Was ist ein wirtschaftlicher Verein? Christian Krauß  Ein wirtschaftlicher Verein, wie es die VG Musikedition ist, erlangt seine Rechtsfähigkeit durch staatliche Verleihung. Das heißt, diese Vereine dürfen nur nach Maßgabe besonderer bundesgesetzlicher Vorschriften tätig werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vereinen gehen wir einer wirtschaftlichen Tätigkeit nach – allerdings ohne auf Gewinnerzielung ausgerichtet zu sein. ?  Nun ist es bei der VG Musikedition einige Zeit her, dass man diesen Rechtsstatus erreicht hat. Wie ist das gelungen? !  In Bezug auf Verwertungsgesellschaften ist die Gründung eines wirtschaftlichen Vereins in der Tat nicht ganz einfach. Es müssen zahlreiche Bedingungen im Vorfeld erfüllt werden, die größtenteils im Urheberwahrnehmungsgesetz geregelt sind. Vor allem musste vor der Gründung der VG Musikedition der Nachweis erbracht werden, dass für die geplante Tätigkeit eine ausreichende wirtschaftliche Grundlage besteht. ?  Was ist der Unterschied für die Rechteinhaber? Was macht die VG Musik anders als die CCLI?

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!  Der wesentliche Unterschied liegt sicher darin, dass Verwertungsgesellschaften wie die VG Musikedition keine Gewinne machen (dürfen). Dies bedeutet, dass wir nach Abzug unserer tatsächlichen Verwaltungskosten sämtliche Erträge an die Komponisten, Textdichter und Verlage ausschütten müssen. Im letzten Jahr lagen unsere Kosten bei rund 11 %. Wir konnten demnach 89 % unserer Einnahmen an die Rechteinhaber verteilen, was im internationalen Vergleich und im Vergleich zu anderen Lizenzagenturen ein wirklich guter Wert ist. Wichtig ist weiter, dass Verwertungsgesellschaften unter dem sog. Wahrnehmungszwang stehen, was heißt, dass wir auf Verlangen der Rechteinhaber deren Rechte wahrnehmen müssen, auch wenn es sich – was naturgemäß häufig der Fall ist – auch um wirtschaftlich weniger attraktive Nutzungsarten oder Werke handelt. Desweiteren nehmen Verwertungsgesellschaften auch bestimmte Vergütungsansprüche wahr, die von Gesetzes wegen nur von einer Verwertungsgesellschaft und eben nicht von einer Lizenzagentur oder einem Verlag wahrgenommen werden können. Und schließlich – um ein viertes Beispiel zu nennen – steht unsere gesamte Tätigkeit unter der ständigen Kontrolle und Aufsicht des

Deutschen Patent- und Markenamtes, des Bundeskartellamtes sowie des Bundesjustizministeriums. ?  Wie regelt die VG Musikedition eine Mitgliedschaft. Wer entscheidet bspw. über die Höhe von Vergütungen? !  Jeder Komponist, jeder Textdichter und jeder Verlag kann Mitglied der VG Musikedition werden. Dies ist mit keinerlei Kosten verbunden. Es gibt also weder Aufnahmegebühren noch Mitgliedsbeiträge. Was die Höhe der Vergütungen betrifft, so existieren vor allem zwei Modelle in unseren Verteilungsplänen. Zum einen gibt es Bereiche, in denen die Erträge nach dem Prinzip der Netto-Einzelverrechnung an die Rechteinhaber ausgeschüttet werden. Zum anderen finden in bestimmten Bereichen repräsentative Erhebungen über Art und Umfang der urheberrechtlichen Nutzungen statt, die dann Basis für die Ausschüttungen sind. Man könnte verkürzt auch sagen: Jedes Mitglied erhält Vergütungen in der Höhe, die der Nutzung seiner Werke entsprechen. ?  Halten Sie ihr derzeitiges Vergütungs- und Inkassomodell für gerecht? !  Ja, ich denke schon – was allerdings nicht heißt, dass sich unsere Verteilungspläne in einem ständigen Wandel und Anpassungsprozess befinden. Es vergeht dabei kaum ein Jahr, in dem nicht Änderungen der Verteilungspläne durch die Mitgliederversammlung, die ja das höchste Organ unserer Verwertungsgesellschaft ist, verabschiedet werden. ?  In welcher Form können Mitglieder Ihre Rechte durch die VG Musikedition wahrnehmen lassen? Müssen Rechte exklusiv oder nicht exklusiv abgegeben werden? !  Beides ist möglich - wobei sowohl aus Sicht der Nutzer wie auch aus Sicht der Rechteinhaber eine exklusive Rechteübertragung bedeutende Vorteile mit sich bringt (Stichwort „One-Stop-Shop“ oder „Rechtssicherheit“). Das sehen übrigens auch 98 % unserer Mitglieder so, die der VG Musikedition ihre Rechte exklusiv abgetreten haben, also nur mit uns zusammen arbeiten. ?  Der bestehende Vertrag mit der EKD lässt die Kopie und auch die elektronische Vervielfältigung für die Gemeinde zu. Ausdrücklich ausgeschlossen ist aber die Kopie für die Musikmachenden. Ausgaben, aus denen musiziert wird, werden dann in Ensemblestärke gekauft und wegen der besseren Handhabbarkeit dann kopiert. Würden Sie das noch billigen? !  Wenn es ausschließlich um sog. „Wendekopien“ geht, ist das sicher kein Problem. Mir ist kein Fall bekannt, dass ein Rechteinhaber gegen die Herstellung solcher Kopien rechtliche Schritte eingeleitet hat. Um aber den ausführenden Musikern in dieser Frage Rechtssicherheit zu geben, gibt es in unserem Vertrag mit der EKD sogar eine Klausel, die das Herstellen von Wendekopien ausdrücklich erlaubt. Falls es nicht um Wendekopien geht, sehe ich

allerdings auch keine Notwendigkeit in der Herstellung von Kopien. ?  Bands spielen in der Regel fast ausschließlich aus Leadsheets. Oft werden Songs ohnehin von Tonträgern abgehört. Ist so ein Leadsheet überhaupt legal oder wo beginnt hier rechtliches Sperrgebiet? !  Ein Leadsheet ist letztlich nur eine besondere Notationsform eines Musikwerkes, für die die gleichen gesetzlichen Regeln gelten wie für die herkömmlichen Notationsformen. Das heißt, Abschreiben bzw. eigenes Notieren ist erlaubt; allerdings dürfen diese Leadsheets dann nicht weiter vervielfältigt werden. ?  Was raten Sie Bands und Gospelchören bei Aufführungen im Bezug auf das Urheberrecht und im Bezug auf den Verwertungsbereich, den Sie vertreten? Am besten gleich auswendig musizieren? !  Natürlich sollten Chöre, Bands oder andere Ensembles immer Originale verwenden. Sollte es aus nachvollziehbaren Gründen nötig sein, Kopien in bestimmtem Umfang herzustellen, und eine Lizenzierung über die VG Musikedition ist nicht möglich, sollten sich die Musikgruppen direkt an die jeweiligen Verlage wenden. Aus Erfahrung weiß ich, dass die große Mehrheit der Verlage sehr kulant ist, wenn es um die Genehmigung von Kopien in Ausnahmefällen geht. ?  Vor einiger Zeit gab es ja einen heftigen medialen Wirbel in Bezug auf das Thema „Fotokopieren in Kindergärten“. Wie konnte es denn überhaupt dazu kommen? !  Zunächst einmal sind in einigen Medien bedauerlicherweise eine ganze Reihe von Fakten durcheinandergeraten. Da wurde z.B. immer wieder behauptet, das Singen von Kinderliedern im Kindergarten sei nun lizenzpflichtig. Das ist natürlich Unsinn. Es ging ausschließlich um die Herstellung von Kopien. Zum zweiten wurde leider über teilweise völlig falsche Lizenzgebühren berichtet. Richtig ist, dass wir im Regelfall über 44,80 Euro pro Kindergarten und Jahr reden. Das ist mit 3,73 Euro im Monat weniger als ein einziges gesundes Mittagessen! Was Bayern betrifft, so gibt es jetzt schon seit über einem Jahr einen Pauschalvertrag, den wir mit dem Freistaat geschlossen haben. Dieser Vertrag umfasst sämtliche Kindergärten, auch die kirchlichen Einrichtungen. Die Kindergärten in Bayern müssen sich also um nichts mehr kümmern. Alles ist pauschal abgegolten. ?  Das Urheberrecht als solches ist durch das Internet, die technischen Möglichkeiten generell und letztlich auch durch die Piratenpartei Thema geworden. Halten Sie eine Reform des Urheberrechts an sich für notwendig und, wenn ja, in welcher Form, bzw. in welchem Bereich? !  Selbstverständlich ist eine Reform des Urheberrechts oder besser eine Fortentwicklung des Urheberrechts notwendig. Entscheidend dabei ist aber, dass gewährleistet wird, dass Urheber und Kreative eine angemessene Vergütung für ihre Arbeit erhal-

ten. Gerade im Hinblick auf die Nutzungen im Online-Bereich wird immer wieder der freie Zugang zu Informationen und geschützten Werken gefordert. Freier Zugang darf aber nicht verwechselt werden mit kostenfreier Nutzung. Hier müssen wir gemeinsam mit allen Beteiligten überlegen, welche Vergütungsmodelle in Zukunft sowohl den Interessen der Urheber wie auch denen der Verbraucher gerecht werden. Bedauerlich ist allerdings - wenn man die Ankündigungen der Bundesjustizministerin richtig deutet -, dass in dieser Legislaturperiode nicht mehr mit einer Novellierung des Urheberrechtsgesetzes zu rechnen ist. ?  Muss es dabei nicht sogar um eine globale Reform gehen? !  Auch hier ein klares Ja. Wir benötigen möglichst globale, zumindest aber europäisch einheitliche Regelungen. Einen nächsten wichtigen Schritt erwarten wir mit der Veröffentlichung einer EU-Richtlinie zur Tätigkeit von Verwertungsgesellschaften in den kommenden Wochen. Sobald diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt ist, wird sie auch den Nutzern, also unseren Kunden, in vielerlei Hinsicht zu Gute kommen. ?  Was würden Sie sich angesichts der momentanen Gegebenheiten vom Endverbraucher im Bezug auf die Künstler, die Sie vertreten, wünschen? !  Ich wünsche mir, dass Verbraucher, also Musikkonsumenten, die Urheber nicht als Feind betrachten, sondern ihre kreative Arbeit respektieren und anerkennen, dass ihnen für die Nutzung ihrer Musik eine angemessene Vergütung zusteht. ?  Herzlichen Dank für das Gespräch.

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→ Interview

→ Interview

Urheberrecht – geht’s auch christlich? Teil 2 In der letzten Ausgabe von musik&message hatten wir die CCLI vorgestellt. Ausdrücklich hatten wir darauf hingewiesen, dass die beiden Großkirchen und auch viele Freikirchen Pauschal- oder Rahmenverträge mit GEMA, VG Wort, VG Musikedition, und anderen Rechteverwertern haben. Die Unterschiede zwischen CCLI und VG Musikedition liegen unter anderem auch in der Rechtsform. Um die Zusammenhänge noch etwas deutlicher zu machen hat Thomas Nowack ein Interview mit dem Geschäftsführer der VGMusikedition, Christian Krauß, geführt. m&m  Herr Krauß, bei der CCLI handelt es sich um eine GmbH, bei der VG Musik um einen wirtschaftlichen Verein. Was ist ein wirtschaftlicher Verein? Christian Krauß  Ein wirtschaftlicher Verein, wie es die VG Musikedition ist, erlangt seine Rechtsfähigkeit durch staatliche Verleihung. Das heißt, diese Vereine dürfen nur nach Maßgabe besonderer bundesgesetzlicher Vorschriften tätig werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vereinen gehen wir einer wirtschaftlichen Tätigkeit nach – allerdings ohne auf Gewinnerzielung ausgerichtet zu sein. ?  Nun ist es bei der VG Musikedition einige Zeit her, dass man diesen Rechtsstatus erreicht hat. Wie ist das gelungen? !  In Bezug auf Verwertungsgesellschaften ist die Gründung eines wirtschaftlichen Vereins in der Tat nicht ganz einfach. Es müssen zahlreiche Bedingungen im Vorfeld erfüllt werden, die größtenteils im Urheberwahrnehmungsgesetz geregelt sind. Vor allem musste vor der Gründung der VG Musikedition der Nachweis erbracht werden, dass für die geplante Tätigkeit eine ausreichende wirtschaftliche Grundlage besteht. ?  Was ist der Unterschied für die Rechteinhaber? Was macht die VG Musik anders als die CCLI?

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!  Der wesentliche Unterschied liegt sicher darin, dass Verwertungsgesellschaften wie die VG Musikedition keine Gewinne machen (dürfen). Dies bedeutet, dass wir nach Abzug unserer tatsächlichen Verwaltungskosten sämtliche Erträge an die Komponisten, Textdichter und Verlage ausschütten müssen. Im letzten Jahr lagen unsere Kosten bei rund 11 %. Wir konnten demnach 89 % unserer Einnahmen an die Rechteinhaber verteilen, was im internationalen Vergleich und im Vergleich zu anderen Lizenzagenturen ein wirklich guter Wert ist. Wichtig ist weiter, dass Verwertungsgesellschaften unter dem sog. Wahrnehmungszwang stehen, was heißt, dass wir auf Verlangen der Rechteinhaber deren Rechte wahrnehmen müssen, auch wenn es sich – was naturgemäß häufig der Fall ist – auch um wirtschaftlich weniger attraktive Nutzungsarten oder Werke handelt. Desweiteren nehmen Verwertungsgesellschaften auch bestimmte Vergütungsansprüche wahr, die von Gesetzes wegen nur von einer Verwertungsgesellschaft und eben nicht von einer Lizenzagentur oder einem Verlag wahrgenommen werden können. Und schließlich – um ein viertes Beispiel zu nennen – steht unsere gesamte Tätigkeit unter der ständigen Kontrolle und Aufsicht des

Deutschen Patent- und Markenamtes, des Bundeskartellamtes sowie des Bundesjustizministeriums. ?  Wie regelt die VG Musikedition eine Mitgliedschaft. Wer entscheidet bspw. über die Höhe von Vergütungen? !  Jeder Komponist, jeder Textdichter und jeder Verlag kann Mitglied der VG Musikedition werden. Dies ist mit keinerlei Kosten verbunden. Es gibt also weder Aufnahmegebühren noch Mitgliedsbeiträge. Was die Höhe der Vergütungen betrifft, so existieren vor allem zwei Modelle in unseren Verteilungsplänen. Zum einen gibt es Bereiche, in denen die Erträge nach dem Prinzip der Netto-Einzelverrechnung an die Rechteinhaber ausgeschüttet werden. Zum anderen finden in bestimmten Bereichen repräsentative Erhebungen über Art und Umfang der urheberrechtlichen Nutzungen statt, die dann Basis für die Ausschüttungen sind. Man könnte verkürzt auch sagen: Jedes Mitglied erhält Vergütungen in der Höhe, die der Nutzung seiner Werke entsprechen. ?  Halten Sie ihr derzeitiges Vergütungs- und Inkassomodell für gerecht? !  Ja, ich denke schon – was allerdings nicht heißt, dass sich unsere Verteilungspläne in einem ständigen Wandel und Anpassungsprozess befinden. Es vergeht dabei kaum ein Jahr, in dem nicht Änderungen der Verteilungspläne durch die Mitgliederversammlung, die ja das höchste Organ unserer Verwertungsgesellschaft ist, verabschiedet werden. ?  In welcher Form können Mitglieder Ihre Rechte durch die VG Musikedition wahrnehmen lassen? Müssen Rechte exklusiv oder nicht exklusiv abgegeben werden? !  Beides ist möglich - wobei sowohl aus Sicht der Nutzer wie auch aus Sicht der Rechteinhaber eine exklusive Rechteübertragung bedeutende Vorteile mit sich bringt (Stichwort „One-Stop-Shop“ oder „Rechtssicherheit“). Das sehen übrigens auch 98 % unserer Mitglieder so, die der VG Musikedition ihre Rechte exklusiv abgetreten haben, also nur mit uns zusammen arbeiten. ?  Der bestehende Vertrag mit der EKD lässt die Kopie und auch die elektronische Vervielfältigung für die Gemeinde zu. Ausdrücklich ausgeschlossen ist aber die Kopie für die Musikmachenden. Ausgaben, aus denen musiziert wird, werden dann in Ensemblestärke gekauft und wegen der besseren Handhabbarkeit dann kopiert. Würden Sie das noch billigen? !  Wenn es ausschließlich um sog. „Wendekopien“ geht, ist das sicher kein Problem. Mir ist kein Fall bekannt, dass ein Rechteinhaber gegen die Herstellung solcher Kopien rechtliche Schritte eingeleitet hat. Um aber den ausführenden Musikern in dieser Frage Rechtssicherheit zu geben, gibt es in unserem Vertrag mit der EKD sogar eine Klausel, die das Herstellen von Wendekopien ausdrücklich erlaubt. Falls es nicht um Wendekopien geht, sehe ich

allerdings auch keine Notwendigkeit in der Herstellung von Kopien. ?  Bands spielen in der Regel fast ausschließlich aus Leadsheets. Oft werden Songs ohnehin von Tonträgern abgehört. Ist so ein Leadsheet überhaupt legal oder wo beginnt hier rechtliches Sperrgebiet? !  Ein Leadsheet ist letztlich nur eine besondere Notationsform eines Musikwerkes, für die die gleichen gesetzlichen Regeln gelten wie für die herkömmlichen Notationsformen. Das heißt, Abschreiben bzw. eigenes Notieren ist erlaubt; allerdings dürfen diese Leadsheets dann nicht weiter vervielfältigt werden. ?  Was raten Sie Bands und Gospelchören bei Aufführungen im Bezug auf das Urheberrecht und im Bezug auf den Verwertungsbereich, den Sie vertreten? Am besten gleich auswendig musizieren? !  Natürlich sollten Chöre, Bands oder andere Ensembles immer Originale verwenden. Sollte es aus nachvollziehbaren Gründen nötig sein, Kopien in bestimmtem Umfang herzustellen, und eine Lizenzierung über die VG Musikedition ist nicht möglich, sollten sich die Musikgruppen direkt an die jeweiligen Verlage wenden. Aus Erfahrung weiß ich, dass die große Mehrheit der Verlage sehr kulant ist, wenn es um die Genehmigung von Kopien in Ausnahmefällen geht. ?  Vor einiger Zeit gab es ja einen heftigen medialen Wirbel in Bezug auf das Thema „Fotokopieren in Kindergärten“. Wie konnte es denn überhaupt dazu kommen? !  Zunächst einmal sind in einigen Medien bedauerlicherweise eine ganze Reihe von Fakten durcheinandergeraten. Da wurde z.B. immer wieder behauptet, das Singen von Kinderliedern im Kindergarten sei nun lizenzpflichtig. Das ist natürlich Unsinn. Es ging ausschließlich um die Herstellung von Kopien. Zum zweiten wurde leider über teilweise völlig falsche Lizenzgebühren berichtet. Richtig ist, dass wir im Regelfall über 44,80 Euro pro Kindergarten und Jahr reden. Das ist mit 3,73 Euro im Monat weniger als ein einziges gesundes Mittagessen! Was Bayern betrifft, so gibt es jetzt schon seit über einem Jahr einen Pauschalvertrag, den wir mit dem Freistaat geschlossen haben. Dieser Vertrag umfasst sämtliche Kindergärten, auch die kirchlichen Einrichtungen. Die Kindergärten in Bayern müssen sich also um nichts mehr kümmern. Alles ist pauschal abgegolten. ?  Das Urheberrecht als solches ist durch das Internet, die technischen Möglichkeiten generell und letztlich auch durch die Piratenpartei Thema geworden. Halten Sie eine Reform des Urheberrechts an sich für notwendig und, wenn ja, in welcher Form, bzw. in welchem Bereich? !  Selbstverständlich ist eine Reform des Urheberrechts oder besser eine Fortentwicklung des Urheberrechts notwendig. Entscheidend dabei ist aber, dass gewährleistet wird, dass Urheber und Kreative eine angemessene Vergütung für ihre Arbeit erhal-

ten. Gerade im Hinblick auf die Nutzungen im Online-Bereich wird immer wieder der freie Zugang zu Informationen und geschützten Werken gefordert. Freier Zugang darf aber nicht verwechselt werden mit kostenfreier Nutzung. Hier müssen wir gemeinsam mit allen Beteiligten überlegen, welche Vergütungsmodelle in Zukunft sowohl den Interessen der Urheber wie auch denen der Verbraucher gerecht werden. Bedauerlich ist allerdings - wenn man die Ankündigungen der Bundesjustizministerin richtig deutet -, dass in dieser Legislaturperiode nicht mehr mit einer Novellierung des Urheberrechtsgesetzes zu rechnen ist. ?  Muss es dabei nicht sogar um eine globale Reform gehen? !  Auch hier ein klares Ja. Wir benötigen möglichst globale, zumindest aber europäisch einheitliche Regelungen. Einen nächsten wichtigen Schritt erwarten wir mit der Veröffentlichung einer EU-Richtlinie zur Tätigkeit von Verwertungsgesellschaften in den kommenden Wochen. Sobald diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt ist, wird sie auch den Nutzern, also unseren Kunden, in vielerlei Hinsicht zu Gute kommen. ?  Was würden Sie sich angesichts der momentanen Gegebenheiten vom Endverbraucher im Bezug auf die Künstler, die Sie vertreten, wünschen? !  Ich wünsche mir, dass Verbraucher, also Musikkonsumenten, die Urheber nicht als Feind betrachten, sondern ihre kreative Arbeit respektieren und anerkennen, dass ihnen für die Nutzung ihrer Musik eine angemessene Vergütung zusteht. ?  Herzlichen Dank für das Gespräch.

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→ Chorvorstellung

→ Gottesdienst

IN SPIRIT: Jazz als spirituelles Musikerlebnis im Christlichen Kontext neu erfahren. Seit dem Sommer 2009 gibt es in der Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche die Reihe IN SPIRIT, ein liturgisches Jazz-Konzert. IN SPIRIT lädt in den Sommermonaten am späten Freitagabend um 22.00 Uhr, zur typischen Jazzclubzeit, zu Begegnungen mit Musik und Menschen. Jeder Abend ist einem schlagwortartig beschriebenen Thema gewidmet. Renommierte Solisten und Ensembles der Berliner Jazz-Szene konzertieren ca. 45 Minuten.

30 Jahre „Sing and Pray“ Gospelchor der Erlöserkirche Fürstenfeldbruck Im Herbst 1982 wagte Ralf Grössler, neuer Kirchenmusiker an der Erlöserkirche in Fürstenfeldbruck, ein Experiment: Ein Gospelchor sollte ins Leben gerufen werden, kein Jugendchor mit Gospelelementen, ein Gospelchor. Zur ersten, heftig beworbenen Probe kamen immerhin 21 neugierige, meist jugendliche Sänger und eine Vision wurde Wirklichkeit. Das war erst der zweite kirchliche Gospelchor in Bayern.

22

Dank Ralfs Gabe, Menschen für die Sache des Gospel zu begeistern, wuchs der Chor schnell heran. Schon bald gab es erste Konzerte und auch Konzertfahrten, die bald größere Kreise zogen und Menschen aller Generationen für Gospelmusik begeisterten. An vielen Orten gründeten sich nach diesen Konzertfahrten eigene Gospelchöre. Da Arrangements von Spirituals und Gospels damals auf dem Markt noch kaum erhältlich waren, entstanden viele eigene Arrangements. 1984 bestritt der Chor auf Einladung einer Hannoveraner Gemeinde zwei Konzerte im Norden. Zum festen Bestanteil gehörten da bereits auch eine Gruppe Blechbläser und eine Band. Im März 1985 wurde Ralf Grösslers „Gospelmesse“ für Solo (Joanne Bell), Gospelchor, Motettenchor und Orchester in der Erlöserkirche uraufgeführt. Diese völlig neue Art von Musik machte den Chor und Ralf Grössler nun schlagartig einem größeren Publikum bekannt. 1986 wurde die Messe vom bayerischen Rundfunk in der Erlöserkirche aufgenommen, ein bis heute in der Gemeinde bekanntes Ereignis. In den Jahren 1987 und 1989 folgten die Uraufführungen seiner „Gospelsinfonie“ und der „Missa parvulorum Dei“. Daneben gab der Chor im Schnitt 14 reine Gospelkonzerte im Jahr. Im Oktober 1985 entschied der Kirchenvorstand, dass der Gospelchor den Zusatz „Sing and Pray –Gospelchor der Erlöserkirche Fürstenfeldbruck“ erhalten solle. Zum 5-jährigen Chorjubiläum präsentierte er seine erste Schallplatte „Sing and Pray“. Im Herbst 1989 verließ Ralf Grössler Fürstenfeldbruck, um eine neue Stelle in Wildeshausen bei Bremen anzutreten. Unter seinem Nachfolger Peter Stenglein kamen jetzt zunehmend Arrangements aus Amerika ins Repertoire. Die Band wurde neu formiert zu der bis heute üblichen Besetzung Klavier, Bass, Schlagzeug, Saxophon. Es folgte die erste offizielle Konzertfahrt nach Italien. 1991 verließ Peter Stenglein Fürstenfeldbruck, um eine Stelle in

Coburg anzutreten. Diesmal war abzusehen, dass die Vakanz länger dauern würde. Was also tun, bis ein neuer Kantor kommt? Zwei Chormitglieder, Elisabeth Schmidt und Armin Braun übernahmen nun die Leitung, bereits festgelegte Konzerte konnten so stattfinden, jeder packte mit an, neue Stücke wurden selbstständig einstudiert. Zum 10jährigen Jubiläum wurde im Tonstudio eine Audio-Kassette aufgenommen. Im Herbst 1992 wurde die Kirchenmusikerstelle von Kirsten Ruhwandl übernommen. Um dem inzwischen sehr selbständigen Chor den Übergang zu erleichtern, wurde die Chorleitung doppelt besetzt. Elisabeth blieb und Kirsten kam dazu. Daraus entstand das weithin einmalige Modell, einen Chor paritätisch von 2 Chorleiterinnen zu leiten. Dadurch eröffnete sich dem Chor eine völlig neue Bandbreite an Repertoire, es reichte nun von anspruchsvollen acapella-Arrangements über die Klassiker der Gospelmusik bis hin zu ganz aktueller amerikanischer Gospelmusik, Pop, Blues und Rap. Die Extreme dieser Stile einer für uns machbaren Gospelmusik auszuloten, ohne seine Authentizität zu verlieren, ist bis heute ein Anliegen. Der Chor will damit möglichst viele Menschen ansprechen und ihnen die Inhalte musikalisch näherbringen. Neue Ansprüche an Band und Solisten führten zu einem eigenen Lichtund Tonequipment, das aus den heutigen Konzerten nicht mehr wegzudenken ist. Auch folgten bis heute 5 weitere CDs des Chores. Seit 1997 leite ich den Chor alleine, ein extrem aktiver Vorstand ermöglicht die Bewältigung aller anstehender Aufgaben. Die momentan fast 100 Mitglieder bringen sich jeder auf seine Weise bemerkenswert ein, so dass über die 30 Jahre durch viele Höhen und Tiefen eine Gemeinschaft gewachsen ist, die aus unserem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken ist. Unser Jubiläumskonzert zum 30jährigen Bestehen und der Festgottesdienst am Tag darauf machten das durch den großen Besucherzuspruch wieder deutlich. Über allem stehen dabei die beiden Rahmenstücke unseres Jubiläumskonzertprogramms: „Make a joyful noise to the Lord all ye lands“ (Psalm 100), und „Giving my best to You, Lord“. So hoffen wir auf noch viele weitere Jahre mit unser etwas anderen Kirchenmusik zum Lobe Gottes. Kirsten Ruhwandl www.sing-and-pray.de

Im Dialog zu dem Gehörten und Erlebten stehen Momente der Stille und eine Reflexion einer Theologin oder eines Theologen zum jeweiligen Thema des Abends und die Zusammenhänge zwischen Musik und Theologie. Eröffnet wird der Abend mit dem Abendgebet des Aurelius Augus­ tinus. Das Zusammenspiel von Orgel (i.d.R. Helmut Hoeft) und Saxophon (Uwe Steinmetz) bildet bei jedem IN SPIRIT den musikalischen Rahmen des späten Abends in der Kirche, der nach dem „Vater unser“ mit einer gemeinsamen Improvisation aller beteiligten Musiker über den Choral „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (EG 421) als musikalisches Friedensgebet für die Stadt seinen Abschluss findet. Im Anschluss gibt es in der Gedenkhalle (Alter Turm) der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche bei Erfrischungen und Snacks Gelegenheit, den Abend mit Begegnungen und Austausch ausklingen zu lassen. Konzertgottesdienste dieser Art wurden auch in Paris, Basel und St. Petersburg durchgeführt, seit 2012 gibt es auch dazu monatliche Jazzgottesdienste mit dem Titel PSALMTON, in dem jeweils ein Psalm im Mittelpunkt steht, sowie eine parallele jährliche Reihe mit dem Titel „LEBENSKLÄNGE “ in Lüneburg. IN SPIRIT in Berlin versteht sich als einziges Festival mit einer Plattform für Jazz das keinen Eintritt erhebt und so Jazz einem größeren Publikum erschließen kann. Die Mehrheit der Jazz-Musiker verstehen sich als spirituelle Menschen, die ihre Religiosität entweder in organisierten oder unorganisierten Formen leben; etliche sagen, dass Musik sie „gläubig(er) gemacht hat; viele denken über die geistigen und geistlichen Wurzeln ihres Musikschaffens nach. Viele sind gegenüber lokalen und weltweiten Probleme sehr wachsam und gut über sie informiert. Einige fühlen sich gedrängt, dies musikalisch auszudrücken und versuchen auch eine Einheit zwischen spirituell-religiösen Erfahrungen und ihrer Musik zu finden. Das dem Jazz innewohnende Element der Improvisation erfordert ein hohes Vertrauen in die anderen Musiker und in deren Fähigkeit, die musikalische Leitung der Gruppe zu übernehmen, wo es die Improvisation erfordert oder dann wieder zurückzutreten und die anderen zu unterstützen. Grundlagen einer guten Improvisation sind das Hören, das Spielen und wieder das Hören - Prozesse, die der Meditation sehr verwandt sind, wo man still zuhören, reflektieren, ein Gebet sprechen und dann wieder hören kann. Viele der Gastmusiker und Gäste sind zum ersten Mal seit langem wieder in einem Kirchenraum. Der gute Besuch der Veranstaltungen mit bis zu 400 Gästen und den sehr berührenden Gedanken im Gästebuch der Reihe ist eine fortwährende Motivation für das Team der Veranstalter aus einem Kreis von etwa 20 Gemeindemit-

gliedern, Pastoren und den beiden Musikern Helmut Hoeft und Uwe Steinmetz. Die Besucher von PSALMTON, LEBENSKLÄNGEN und IN SPIRIT sind zum größten Teil Menschen, die weder für klassische Kirchenmusikveranstaltungen noch zu Gottesdiensten in der Regel den Weg in eine Kirche finden. Die Finanzierung dieser Reihen stammt komplett aus Drittmitteln und nicht aus dem Etat der Kirchenmusik. Während in einer norddeutschen Kleinstadt jährlich bis zu 15 Bachkantaten mit einem Budget von jeweils etwa 5000 – 8000 EURO aufgeführt werden, müssen IN SPIRIT und LEBENSKLÄNGE von der Stadt und der Sparkassenstiftung finanziert werden. Über die Effizienz von kirchlich gestalteter Musikarbeit muss unter diesem Aspekt, gerade in der Reformdekade 2017 verstärkt nachgedacht werden. Ein Motto des Initiators, Uwe Steinmetz aus Berlin, ist „Keine Kirchen als Konzertsääle sondern Kirche im Konzertsaal“ , eine Vision, in der sich die Musikkultur der Gegenwart mit Themen Christlicher Spiritualität zu einer neuen Art von Kirchenmusik synergetisch verschränkt. Dies decken die bisherigen Ausbildungen an Kirchlichen Hochschulen und Theologischer Kulturarbeit leider nicht ab, der Kirchenmusiktradition der Reformation, angefangen bei Johann Sebastian Bach und der Vision von Martin Luther von Musik und Theologie auf Augenhöhe entspricht dies dafür um so besser. Mehr Informationen unter www.musik-aus-kirchen.de

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→ Chorvorstellung

→ Gottesdienst

IN SPIRIT: Jazz als spirituelles Musikerlebnis im Christlichen Kontext neu erfahren. Seit dem Sommer 2009 gibt es in der Kaiser-Wilhelm-GedächtnisKirche die Reihe IN SPIRIT, ein liturgisches Jazz-Konzert. IN SPIRIT lädt in den Sommermonaten am späten Freitagabend um 22.00 Uhr, zur typischen Jazzclubzeit, zu Begegnungen mit Musik und Menschen. Jeder Abend ist einem schlagwortartig beschriebenen Thema gewidmet. Renommierte Solisten und Ensembles der Berliner Jazz-Szene konzertieren ca. 45 Minuten.

30 Jahre „Sing and Pray“ Gospelchor der Erlöserkirche Fürstenfeldbruck Im Herbst 1982 wagte Ralf Grössler, neuer Kirchenmusiker an der Erlöserkirche in Fürstenfeldbruck, ein Experiment: Ein Gospelchor sollte ins Leben gerufen werden, kein Jugendchor mit Gospelelementen, ein Gospelchor. Zur ersten, heftig beworbenen Probe kamen immerhin 21 neugierige, meist jugendliche Sänger und eine Vision wurde Wirklichkeit. Das war erst der zweite kirchliche Gospelchor in Bayern.

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Dank Ralfs Gabe, Menschen für die Sache des Gospel zu begeistern, wuchs der Chor schnell heran. Schon bald gab es erste Konzerte und auch Konzertfahrten, die bald größere Kreise zogen und Menschen aller Generationen für Gospelmusik begeisterten. An vielen Orten gründeten sich nach diesen Konzertfahrten eigene Gospelchöre. Da Arrangements von Spirituals und Gospels damals auf dem Markt noch kaum erhältlich waren, entstanden viele eigene Arrangements. 1984 bestritt der Chor auf Einladung einer Hannoveraner Gemeinde zwei Konzerte im Norden. Zum festen Bestanteil gehörten da bereits auch eine Gruppe Blechbläser und eine Band. Im März 1985 wurde Ralf Grösslers „Gospelmesse“ für Solo (Joanne Bell), Gospelchor, Motettenchor und Orchester in der Erlöserkirche uraufgeführt. Diese völlig neue Art von Musik machte den Chor und Ralf Grössler nun schlagartig einem größeren Publikum bekannt. 1986 wurde die Messe vom bayerischen Rundfunk in der Erlöserkirche aufgenommen, ein bis heute in der Gemeinde bekanntes Ereignis. In den Jahren 1987 und 1989 folgten die Uraufführungen seiner „Gospelsinfonie“ und der „Missa parvulorum Dei“. Daneben gab der Chor im Schnitt 14 reine Gospelkonzerte im Jahr. Im Oktober 1985 entschied der Kirchenvorstand, dass der Gospelchor den Zusatz „Sing and Pray –Gospelchor der Erlöserkirche Fürstenfeldbruck“ erhalten solle. Zum 5-jährigen Chorjubiläum präsentierte er seine erste Schallplatte „Sing and Pray“. Im Herbst 1989 verließ Ralf Grössler Fürstenfeldbruck, um eine neue Stelle in Wildeshausen bei Bremen anzutreten. Unter seinem Nachfolger Peter Stenglein kamen jetzt zunehmend Arrangements aus Amerika ins Repertoire. Die Band wurde neu formiert zu der bis heute üblichen Besetzung Klavier, Bass, Schlagzeug, Saxophon. Es folgte die erste offizielle Konzertfahrt nach Italien. 1991 verließ Peter Stenglein Fürstenfeldbruck, um eine Stelle in

Coburg anzutreten. Diesmal war abzusehen, dass die Vakanz länger dauern würde. Was also tun, bis ein neuer Kantor kommt? Zwei Chormitglieder, Elisabeth Schmidt und Armin Braun übernahmen nun die Leitung, bereits festgelegte Konzerte konnten so stattfinden, jeder packte mit an, neue Stücke wurden selbstständig einstudiert. Zum 10jährigen Jubiläum wurde im Tonstudio eine Audio-Kassette aufgenommen. Im Herbst 1992 wurde die Kirchenmusikerstelle von Kirsten Ruhwandl übernommen. Um dem inzwischen sehr selbständigen Chor den Übergang zu erleichtern, wurde die Chorleitung doppelt besetzt. Elisabeth blieb und Kirsten kam dazu. Daraus entstand das weithin einmalige Modell, einen Chor paritätisch von 2 Chorleiterinnen zu leiten. Dadurch eröffnete sich dem Chor eine völlig neue Bandbreite an Repertoire, es reichte nun von anspruchsvollen acapella-Arrangements über die Klassiker der Gospelmusik bis hin zu ganz aktueller amerikanischer Gospelmusik, Pop, Blues und Rap. Die Extreme dieser Stile einer für uns machbaren Gospelmusik auszuloten, ohne seine Authentizität zu verlieren, ist bis heute ein Anliegen. Der Chor will damit möglichst viele Menschen ansprechen und ihnen die Inhalte musikalisch näherbringen. Neue Ansprüche an Band und Solisten führten zu einem eigenen Lichtund Tonequipment, das aus den heutigen Konzerten nicht mehr wegzudenken ist. Auch folgten bis heute 5 weitere CDs des Chores. Seit 1997 leite ich den Chor alleine, ein extrem aktiver Vorstand ermöglicht die Bewältigung aller anstehender Aufgaben. Die momentan fast 100 Mitglieder bringen sich jeder auf seine Weise bemerkenswert ein, so dass über die 30 Jahre durch viele Höhen und Tiefen eine Gemeinschaft gewachsen ist, die aus unserem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken ist. Unser Jubiläumskonzert zum 30jährigen Bestehen und der Festgottesdienst am Tag darauf machten das durch den großen Besucherzuspruch wieder deutlich. Über allem stehen dabei die beiden Rahmenstücke unseres Jubiläumskonzertprogramms: „Make a joyful noise to the Lord all ye lands“ (Psalm 100), und „Giving my best to You, Lord“. So hoffen wir auf noch viele weitere Jahre mit unser etwas anderen Kirchenmusik zum Lobe Gottes. Kirsten Ruhwandl www.sing-and-pray.de

Im Dialog zu dem Gehörten und Erlebten stehen Momente der Stille und eine Reflexion einer Theologin oder eines Theologen zum jeweiligen Thema des Abends und die Zusammenhänge zwischen Musik und Theologie. Eröffnet wird der Abend mit dem Abendgebet des Aurelius Augus­ tinus. Das Zusammenspiel von Orgel (i.d.R. Helmut Hoeft) und Saxophon (Uwe Steinmetz) bildet bei jedem IN SPIRIT den musikalischen Rahmen des späten Abends in der Kirche, der nach dem „Vater unser“ mit einer gemeinsamen Improvisation aller beteiligten Musiker über den Choral „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (EG 421) als musikalisches Friedensgebet für die Stadt seinen Abschluss findet. Im Anschluss gibt es in der Gedenkhalle (Alter Turm) der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche bei Erfrischungen und Snacks Gelegenheit, den Abend mit Begegnungen und Austausch ausklingen zu lassen. Konzertgottesdienste dieser Art wurden auch in Paris, Basel und St. Petersburg durchgeführt, seit 2012 gibt es auch dazu monatliche Jazzgottesdienste mit dem Titel PSALMTON, in dem jeweils ein Psalm im Mittelpunkt steht, sowie eine parallele jährliche Reihe mit dem Titel „LEBENSKLÄNGE “ in Lüneburg. IN SPIRIT in Berlin versteht sich als einziges Festival mit einer Plattform für Jazz das keinen Eintritt erhebt und so Jazz einem größeren Publikum erschließen kann. Die Mehrheit der Jazz-Musiker verstehen sich als spirituelle Menschen, die ihre Religiosität entweder in organisierten oder unorganisierten Formen leben; etliche sagen, dass Musik sie „gläubig(er) gemacht hat; viele denken über die geistigen und geistlichen Wurzeln ihres Musikschaffens nach. Viele sind gegenüber lokalen und weltweiten Probleme sehr wachsam und gut über sie informiert. Einige fühlen sich gedrängt, dies musikalisch auszudrücken und versuchen auch eine Einheit zwischen spirituell-religiösen Erfahrungen und ihrer Musik zu finden. Das dem Jazz innewohnende Element der Improvisation erfordert ein hohes Vertrauen in die anderen Musiker und in deren Fähigkeit, die musikalische Leitung der Gruppe zu übernehmen, wo es die Improvisation erfordert oder dann wieder zurückzutreten und die anderen zu unterstützen. Grundlagen einer guten Improvisation sind das Hören, das Spielen und wieder das Hören - Prozesse, die der Meditation sehr verwandt sind, wo man still zuhören, reflektieren, ein Gebet sprechen und dann wieder hören kann. Viele der Gastmusiker und Gäste sind zum ersten Mal seit langem wieder in einem Kirchenraum. Der gute Besuch der Veranstaltungen mit bis zu 400 Gästen und den sehr berührenden Gedanken im Gästebuch der Reihe ist eine fortwährende Motivation für das Team der Veranstalter aus einem Kreis von etwa 20 Gemeindemit-

gliedern, Pastoren und den beiden Musikern Helmut Hoeft und Uwe Steinmetz. Die Besucher von PSALMTON, LEBENSKLÄNGEN und IN SPIRIT sind zum größten Teil Menschen, die weder für klassische Kirchenmusikveranstaltungen noch zu Gottesdiensten in der Regel den Weg in eine Kirche finden. Die Finanzierung dieser Reihen stammt komplett aus Drittmitteln und nicht aus dem Etat der Kirchenmusik. Während in einer norddeutschen Kleinstadt jährlich bis zu 15 Bachkantaten mit einem Budget von jeweils etwa 5000 – 8000 EURO aufgeführt werden, müssen IN SPIRIT und LEBENSKLÄNGE von der Stadt und der Sparkassenstiftung finanziert werden. Über die Effizienz von kirchlich gestalteter Musikarbeit muss unter diesem Aspekt, gerade in der Reformdekade 2017 verstärkt nachgedacht werden. Ein Motto des Initiators, Uwe Steinmetz aus Berlin, ist „Keine Kirchen als Konzertsääle sondern Kirche im Konzertsaal“ , eine Vision, in der sich die Musikkultur der Gegenwart mit Themen Christlicher Spiritualität zu einer neuen Art von Kirchenmusik synergetisch verschränkt. Dies decken die bisherigen Ausbildungen an Kirchlichen Hochschulen und Theologischer Kulturarbeit leider nicht ab, der Kirchenmusiktradition der Reformation, angefangen bei Johann Sebastian Bach und der Vision von Martin Luther von Musik und Theologie auf Augenhöhe entspricht dies dafür um so besser. Mehr Informationen unter www.musik-aus-kirchen.de

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→ Workshop

→ Workshop

Workshop Bühnenverkabelung Teil 2

Gesang Beim Gesang ist die „Verkabelung“ ganz einfach. Das Mikrofon wird mit einem XLR/XLR Kabel in die Stagebox oder direkt in den Eingangskanal des Mischpultes gesteckt. Man sollte immer ein XLR/XLR Kabel verwenden. XLR/Monoklinke geht zwar auch, man verzichtet dann aber auf die Vorteile der Symmetrierung. Da der Klinkeneingang beim Mischpult auf Line-Pegel ausgerichtet ist wird das Mikrophonsignal über den „Line-in“ nicht optimal vorverstärkt. Außerdem kann man Kondensatormikrophone nur bei Verwendung eines XLR/XLR Kabels über die Phantomspeisung mit Strom versorgen.

Keyboards Aus dem Keyboard kann man über ein oder zwei Klinkenkabel Mono oder Stereo ins Mischpult gehen. Hier empfiehlt sich eine Mono oder Stereo DI-Box um Masseschleifen, die bei der Verkabelung von Keyboards recht häufig entstehen, in den Griff bekommen. Außerdem ist der Pad Schalter an der DI Box ein nützliches Tool, falls das Keyboard einen zu hohen Ausgangspegel haben sollte. Hat der Keyboarder mehrere Klangerzeuger, belegt er dementsprechend mehr Mischpultkanäle. Viele Keyboarder mischen ihre verschiedenen Instrumente auf der Bühne mit eine kleinen Mischpult (Submischer) zusammen und liefern nur ein Stereo-Signal.

MP3 Player, Notebook

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Mp3 Player und ähnliche Geräte verwendet man gerne um Pausenmusik vom Band ein zu spielen. Wenn der Player am FOH-Pult stationiert ist kann man den „Tape In“-Anschluss des Mischpultes via Chinchkabel bzw. Miniklinke/Chinch verwenden. Wesentlich flexibler ist man aber mit einem Stereokanal des Mischpultes. Hierzu benötigt man ein Adapterkabel von Stereo Miniklinke auf 2x Mo-

Schlagzeug Schlagzeugabnahme ist eine Wissenschaft für sich, daher nur ein paar grundlegende Infos. Das Schlagzeug ist von sich aus ein sehr dynamisches Instrument. Deshalb hängt es von Anlass und Musikstil ab, ob und wie das Drumset mikrophoniert wird. Im Gottesdienst kommt man meist ohne Schlagzeugmikrophone aus. Leider möchte man fast sagen. Volle Kirchen und eine laut mitsingende Gemeinde würden eine Schlagzeug-Mikrophonierung nämlich notwendig machen und dem Schlagzeuger und der Gemeinde ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Man kann versuchen, das Schlagzeug mit wenigen Mikrophonen ab zu nehmen. Z.B. indem man die Becken mit zwei Mikros (Overheads) abnimmt, Bassdrum und Snare mit jeweils einem Mikrophon. Für jazzig-akustische Musik funktioniert das sehr gut. Auch dann, wenn das Schlagzeug nur leicht unterstützend über die PA kommen soll, aber ansonsten akustisch wahrgenommen wird. Je lauter und druckvoller der Drumsound sein soll umso mehr Mikrophone benötigt man. Jeweils ein bis zwei Mikrophone für Bassdrum und Snare, eines für jedes Tom und mindestens zwei Overheads für die Becken. Dieses „close-miking“ genannte Konzept kostet beim Soundcheck wesentlich mehr Zeit da jede Trommel im Mischpult mit dem Equalizer bearbeitet wird und alle Schlaginstrumente ins richtige Lautstärkenverhältnis zueinander gebracht werden müssen. Für das „close-miking“ gibt es komplette Mikrofonsets zu kaufen. Man kann sich aber auch selbst ein Mikrofonset zusammenstellen. Für die Trommeln verwendet man meist dynamische Mikrophone mit entsprechend geeigneter Klangcharakteristik. Als Overheads sind hochwertige Kondensatormikrophone die erste Wahl. Die einzelnen Mikrophone werden jeweils mit der Stagebox verbunden. Es gibt auch Schlagzeuger, die die einzelnen Signale mit einem Submixer zusammenmischen und ein Stereosignal ans Mischpult geben. Der Vorteil: man spart Kanäle am FOH Pult. Der Nachteil: der Tontechniker kann weder das Lautstärkenverhältnis der einzelnen

E-Bass

panthermedia.de

Nachdem wir uns in Teil 1 mit einigen Fachbegriffen vertraut gemacht haben, soll es jetzt um die Abnahme und Verkabelung der einzelnen Instrumente auf der Bühne gehen.

Schlaginstrumente noch deren Klang beeinflussen. Der Schlagzeuger muss bei dieser Methode sein Set und seine Mikros schon sehr gut kennen und gut mit dem Techniker kommunizieren. Zwischen Submixer und Stagebox ist wieder eine Stereo DI-Box zu verwenden. E-Drums werden übrigens wie Keyboards mit dem Mischpult verbunden.

noklinke. Wird der MP3 Player auf der Bühne verwendet, braucht man oben genanntes Kabel und eine Stereo DI-Box.

Für E-Bassisten gibt es gleich eine Reihe von Möglichkeiten ihr Signal ans Mischpult zu schicken. Ein DI-Out ist bei Bassverstärkern Standard. Er ermöglicht es über ein XLR/XLR Kabel direkt ins Mischpult bzw. die Stagebox gehen. Neben der DI-Out Buchse findet man einen „pre/post EQ“ Schalter. Damit kann man auswählen ob man das Signal mit der Klangregelung des Verstärkers bearbeitet (post) oder unbearbeitet ans Mischpult schickt (pre). Da eine Bassbox keine PA-Box und die Bühne nicht der Zuschauerraum ist, kann man davon ausgehen, dass der Techniker mit dem unbearbeiteten „pre EQ“ Signal besser zurecht kommt. Stellt man den Schalter auf „post EQ“ hört man jede Klangveränderung die am Bassverstärker gemacht wird auch im Publikum. In „post EQ“ Schaltung ist die Klangregelung somit während des Konzertes für den Bassisten tabu. Ausnahmen bestätigen hier die Regel. In der „pre EQ“ Schaltung kann der Bassist sich am Verstärker einen Sound einstellen mit dem er sich auf der Bühne gut hört. Der Techniker stellt das unbearbeitete DI-Signal am Mischpult so ein dass der Bass im Publikum gut klingt. Im Rockbereich ist es üblich, zusätzlich zum DI-Signal die Bassbox zu mikrophonieren. Damit hat der Techniker zwei unterschiedlich klingende Signale zur Verfügung. Das Mikrophonieren lohnt sich aber nur bei Bassverstärkern mit einem charakterstarken Ton, z.B. bei Röhrenverstärkern. Es ist auch sehr verbreitet, eine DI-Box vor den Bassverstärker zu hängen. Das Mischpult bekommt das E-Bass-Signal von der DI-Box. Über die LinkOut Buchse der DI-Box wird das Bass-Signal an den Bassverstärker weitergeschickt. Diese Vorgehensweise bietet sich

bei preisgünstigen Bassverstärkern immer an. Aber auch bei teureren Verstärkern ist es manchmal erschreckend, wie schlecht der DI-Out des Verstärkers im Vergleich zu einer guten DI-Box klingt.

Akustikgitarre Akustikgitarren mit eingebautem Vorverstärker kann man mit einem Klinkenkabel direkt ins Mischpult stöpseln. Bei Akustikgitarren mit einem rein passiven Tonabnehmersystem bietet sich entweder ein spezieller Vorverstärker für Akustikgitarren oder eine aktive DI-Box an. Mit einer DI Box ist man bei Akustikgitarren ansonsten immer auf der richtigen Seite. Akustikgitarrenverstärker bieten sich auf der Bühne manchmal als Monitor an. Den DI-Out eines Akustikverstärkers würde ich nur verwenden, wenn er dem Direktvergleich mit einer DI-Box Stand hält.

E-Gitarre Bei der E-Gitarre entsteht der Sound immer erst in Kombination mit dem Verstärker. Daher sollte man eine E-Gitarre auch nicht direkt ans Mischpult anschließen. Sehr beliebt ist die Abnahme des Gitarrenverstärkers mit einem dynamischen Mikrophon (z.B. SM57). Der Gitarrenverstärker muss allerdings eine gewisse Lautstärke haben um gut zu klingen und genug Pegel für das Mikrophon zu liefern. Da ist die Gitarre schnell so laut, dass man sie gar nicht mehr auf der PA braucht. Dann sind da noch der Gitarrist, der sich auf der Bühne gut hören will und seine Musikerkollegen, denen die Gitarre schnell zu laut ist. Daher funktioniert die Mikrophonierung nur bei Rockkonzert-Lautstärke und auf großen Bühnen ohne Probleme. Es haben sich etliche Methoden entwickelt, wie man die Verstärkerabnahme bei der E-Gitarre leiser gestalten kann. Neben der Gitarrenbox im schalldichten Flightcase, der voll aufgedrehten Gitarrenbox hinter der Bühne und analogen Lautsprechersimulatoren haben sich in den letzten 10 Jahren digitale Verstärkersimulationen (Modelling Amps) etabliert. Diese digitalen Gitarrenverstärker können den Sound eines mikrophonierten Gitarrenverstärkers ausrechnen und per DI-Out ans Mischpult schicken. Das Monitoring für den Gitarristen kann dann über einen Gitarrenverstärker oder über die Monitorboxen erfolgen.  Michael Ende

Michael Ende, Referent beim Popularmusikverband, hat Jazz- und Popularmusik, sowie Religionspädagogik studiert. Als Profi-Bassist ist der Würzburger Musiker in unterschiedlichen Bands zwischen Heavy Metal, Pop und Jazz viel im deutschsprachigen Raum unterwegs.

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→ Workshop

→ Workshop

Workshop Bühnenverkabelung Teil 2

Gesang Beim Gesang ist die „Verkabelung“ ganz einfach. Das Mikrofon wird mit einem XLR/XLR Kabel in die Stagebox oder direkt in den Eingangskanal des Mischpultes gesteckt. Man sollte immer ein XLR/XLR Kabel verwenden. XLR/Monoklinke geht zwar auch, man verzichtet dann aber auf die Vorteile der Symmetrierung. Da der Klinkeneingang beim Mischpult auf Line-Pegel ausgerichtet ist wird das Mikrophonsignal über den „Line-in“ nicht optimal vorverstärkt. Außerdem kann man Kondensatormikrophone nur bei Verwendung eines XLR/XLR Kabels über die Phantomspeisung mit Strom versorgen.

Keyboards Aus dem Keyboard kann man über ein oder zwei Klinkenkabel Mono oder Stereo ins Mischpult gehen. Hier empfiehlt sich eine Mono oder Stereo DI-Box um Masseschleifen, die bei der Verkabelung von Keyboards recht häufig entstehen, in den Griff bekommen. Außerdem ist der Pad Schalter an der DI Box ein nützliches Tool, falls das Keyboard einen zu hohen Ausgangspegel haben sollte. Hat der Keyboarder mehrere Klangerzeuger, belegt er dementsprechend mehr Mischpultkanäle. Viele Keyboarder mischen ihre verschiedenen Instrumente auf der Bühne mit eine kleinen Mischpult (Submischer) zusammen und liefern nur ein Stereo-Signal.

MP3 Player, Notebook

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Mp3 Player und ähnliche Geräte verwendet man gerne um Pausenmusik vom Band ein zu spielen. Wenn der Player am FOH-Pult stationiert ist kann man den „Tape In“-Anschluss des Mischpultes via Chinchkabel bzw. Miniklinke/Chinch verwenden. Wesentlich flexibler ist man aber mit einem Stereokanal des Mischpultes. Hierzu benötigt man ein Adapterkabel von Stereo Miniklinke auf 2x Mo-

Schlagzeug Schlagzeugabnahme ist eine Wissenschaft für sich, daher nur ein paar grundlegende Infos. Das Schlagzeug ist von sich aus ein sehr dynamisches Instrument. Deshalb hängt es von Anlass und Musikstil ab, ob und wie das Drumset mikrophoniert wird. Im Gottesdienst kommt man meist ohne Schlagzeugmikrophone aus. Leider möchte man fast sagen. Volle Kirchen und eine laut mitsingende Gemeinde würden eine Schlagzeug-Mikrophonierung nämlich notwendig machen und dem Schlagzeuger und der Gemeinde ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Man kann versuchen, das Schlagzeug mit wenigen Mikrophonen ab zu nehmen. Z.B. indem man die Becken mit zwei Mikros (Overheads) abnimmt, Bassdrum und Snare mit jeweils einem Mikrophon. Für jazzig-akustische Musik funktioniert das sehr gut. Auch dann, wenn das Schlagzeug nur leicht unterstützend über die PA kommen soll, aber ansonsten akustisch wahrgenommen wird. Je lauter und druckvoller der Drumsound sein soll umso mehr Mikrophone benötigt man. Jeweils ein bis zwei Mikrophone für Bassdrum und Snare, eines für jedes Tom und mindestens zwei Overheads für die Becken. Dieses „close-miking“ genannte Konzept kostet beim Soundcheck wesentlich mehr Zeit da jede Trommel im Mischpult mit dem Equalizer bearbeitet wird und alle Schlaginstrumente ins richtige Lautstärkenverhältnis zueinander gebracht werden müssen. Für das „close-miking“ gibt es komplette Mikrofonsets zu kaufen. Man kann sich aber auch selbst ein Mikrofonset zusammenstellen. Für die Trommeln verwendet man meist dynamische Mikrophone mit entsprechend geeigneter Klangcharakteristik. Als Overheads sind hochwertige Kondensatormikrophone die erste Wahl. Die einzelnen Mikrophone werden jeweils mit der Stagebox verbunden. Es gibt auch Schlagzeuger, die die einzelnen Signale mit einem Submixer zusammenmischen und ein Stereosignal ans Mischpult geben. Der Vorteil: man spart Kanäle am FOH Pult. Der Nachteil: der Tontechniker kann weder das Lautstärkenverhältnis der einzelnen

E-Bass

panthermedia.de

Nachdem wir uns in Teil 1 mit einigen Fachbegriffen vertraut gemacht haben, soll es jetzt um die Abnahme und Verkabelung der einzelnen Instrumente auf der Bühne gehen.

Schlaginstrumente noch deren Klang beeinflussen. Der Schlagzeuger muss bei dieser Methode sein Set und seine Mikros schon sehr gut kennen und gut mit dem Techniker kommunizieren. Zwischen Submixer und Stagebox ist wieder eine Stereo DI-Box zu verwenden. E-Drums werden übrigens wie Keyboards mit dem Mischpult verbunden.

noklinke. Wird der MP3 Player auf der Bühne verwendet, braucht man oben genanntes Kabel und eine Stereo DI-Box.

Für E-Bassisten gibt es gleich eine Reihe von Möglichkeiten ihr Signal ans Mischpult zu schicken. Ein DI-Out ist bei Bassverstärkern Standard. Er ermöglicht es über ein XLR/XLR Kabel direkt ins Mischpult bzw. die Stagebox gehen. Neben der DI-Out Buchse findet man einen „pre/post EQ“ Schalter. Damit kann man auswählen ob man das Signal mit der Klangregelung des Verstärkers bearbeitet (post) oder unbearbeitet ans Mischpult schickt (pre). Da eine Bassbox keine PA-Box und die Bühne nicht der Zuschauerraum ist, kann man davon ausgehen, dass der Techniker mit dem unbearbeiteten „pre EQ“ Signal besser zurecht kommt. Stellt man den Schalter auf „post EQ“ hört man jede Klangveränderung die am Bassverstärker gemacht wird auch im Publikum. In „post EQ“ Schaltung ist die Klangregelung somit während des Konzertes für den Bassisten tabu. Ausnahmen bestätigen hier die Regel. In der „pre EQ“ Schaltung kann der Bassist sich am Verstärker einen Sound einstellen mit dem er sich auf der Bühne gut hört. Der Techniker stellt das unbearbeitete DI-Signal am Mischpult so ein dass der Bass im Publikum gut klingt. Im Rockbereich ist es üblich, zusätzlich zum DI-Signal die Bassbox zu mikrophonieren. Damit hat der Techniker zwei unterschiedlich klingende Signale zur Verfügung. Das Mikrophonieren lohnt sich aber nur bei Bassverstärkern mit einem charakterstarken Ton, z.B. bei Röhrenverstärkern. Es ist auch sehr verbreitet, eine DI-Box vor den Bassverstärker zu hängen. Das Mischpult bekommt das E-Bass-Signal von der DI-Box. Über die LinkOut Buchse der DI-Box wird das Bass-Signal an den Bassverstärker weitergeschickt. Diese Vorgehensweise bietet sich

bei preisgünstigen Bassverstärkern immer an. Aber auch bei teureren Verstärkern ist es manchmal erschreckend, wie schlecht der DI-Out des Verstärkers im Vergleich zu einer guten DI-Box klingt.

Akustikgitarre Akustikgitarren mit eingebautem Vorverstärker kann man mit einem Klinkenkabel direkt ins Mischpult stöpseln. Bei Akustikgitarren mit einem rein passiven Tonabnehmersystem bietet sich entweder ein spezieller Vorverstärker für Akustikgitarren oder eine aktive DI-Box an. Mit einer DI Box ist man bei Akustikgitarren ansonsten immer auf der richtigen Seite. Akustikgitarrenverstärker bieten sich auf der Bühne manchmal als Monitor an. Den DI-Out eines Akustikverstärkers würde ich nur verwenden, wenn er dem Direktvergleich mit einer DI-Box Stand hält.

E-Gitarre Bei der E-Gitarre entsteht der Sound immer erst in Kombination mit dem Verstärker. Daher sollte man eine E-Gitarre auch nicht direkt ans Mischpult anschließen. Sehr beliebt ist die Abnahme des Gitarrenverstärkers mit einem dynamischen Mikrophon (z.B. SM57). Der Gitarrenverstärker muss allerdings eine gewisse Lautstärke haben um gut zu klingen und genug Pegel für das Mikrophon zu liefern. Da ist die Gitarre schnell so laut, dass man sie gar nicht mehr auf der PA braucht. Dann sind da noch der Gitarrist, der sich auf der Bühne gut hören will und seine Musikerkollegen, denen die Gitarre schnell zu laut ist. Daher funktioniert die Mikrophonierung nur bei Rockkonzert-Lautstärke und auf großen Bühnen ohne Probleme. Es haben sich etliche Methoden entwickelt, wie man die Verstärkerabnahme bei der E-Gitarre leiser gestalten kann. Neben der Gitarrenbox im schalldichten Flightcase, der voll aufgedrehten Gitarrenbox hinter der Bühne und analogen Lautsprechersimulatoren haben sich in den letzten 10 Jahren digitale Verstärkersimulationen (Modelling Amps) etabliert. Diese digitalen Gitarrenverstärker können den Sound eines mikrophonierten Gitarrenverstärkers ausrechnen und per DI-Out ans Mischpult schicken. Das Monitoring für den Gitarristen kann dann über einen Gitarrenverstärker oder über die Monitorboxen erfolgen.  Michael Ende

Michael Ende, Referent beim Popularmusikverband, hat Jazz- und Popularmusik, sowie Religionspädagogik studiert. Als Profi-Bassist ist der Würzburger Musiker in unterschiedlichen Bands zwischen Heavy Metal, Pop und Jazz viel im deutschsprachigen Raum unterwegs.

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→ –News → Christliche Popmusik live!

→Christliche News → Popmusik – live! GEMA-Reform, endlich? Die GEMA-Hauptversammlung hat Mitte des Jahres überraschend ein neues Verteilungsverfahren namens „INKA“ beschlossen. Das seit Jahren sehr umstrittene „PRO“-Verfahren wurde damit abgelöst. Das neue Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die GEMA beim Inkasso 15% Verwaltungsgebühren und 10% Kultur- und Sozialabgaben behält, also 25%. Der Rest wird an die Urheber gestaffelt nach verschiedenen Einzelbereichen ausgeschüttet. Wichtig zu wissen: Inka greift ausschließlich im U-Bereich und für Live-Konzerte. Mit INKA wird laut Gema angestrebt, „... in der Sparte U einen direkten Bezug zwischen Veranstaltungsinkasso und der Ausschüttung für die in den Veranstaltungen aufgeführten Werke herzustellen.“ Damit werde dem Wunsch vieler Mitglieder nach einer leichteren Nachvollziehbarkeit der Abrechnung nachgekommen. Die ebenfalls sehr umstrittene und weltweit einzigartige Unterteilung in Uund E-Musik bleibt weiterhin bestehen. Zusätzlich stimmte die GEMA-Mitgliederversammlung einem Antrag des GEMA-Aufsichtsrates zu, der durch mehrere Petitionen gefordert worden war: Eine Erhöhung der GEMA-Delegierten. Interessant ist in beiden Fällen die Begründung der GEMA, die deutlich macht, dass man andernfalls damit hätte rechnen müssen, von der Politik zu diesen Schritten gezwungen zu werden. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012, GEMA und eigene Recherchen)

„Lieblingslied“ geht in die dritte Runde

neues Album fertig gestellt. „Atem - Klang der Seele“ heißt das neue Werk. Alle Lieder wurden mit Gitarre, Kirchenorgel und Saxophon eingespielt. Den „Gemeindegesang“ übernimmt dabei eine Auswahl von Sängerinnen und Sängern von PopCHORn (Klein Winternheim). Alte Schätze wie „Führe mich auf rechter Straße“, „Aus heiterem Himmel“ oder „Das wünsch ich mir“ wurden für diese Besetzung ganz neu arrangiert, aber auch sieben ganz neue Werke wurde eigens für die Produktion geschrieben und komponiert. Infos unter www.bittlinger-mkv.de

Covern – Rechtslage beachten Auch kirchliche Bands und Gospelchöre covern. Manch ein Ohrwurm fand schon den Weg auf die eigene CD, natürlich mit der entsprechenden eigenen Note. Diese eigene Note muss genehmigt sein, sonst kann das unangenehme Folgen haben. Aufnehmen kann man zwar erstmal alles was man will. Und wenn der Song nicht verändert und komplett umarrangiert wird langt die ohnehin notwendige GEMAanmeldung der CD aus. Schwierig wird es, wenn ein Song komplett umgekrempelt wird, also bspw. aus „Danke“ eine White Metall Nummer wird. Hierfür braucht es eine Genehmigung des Autors oder des Verlegers des Stückes. Sollte es irgendwann einmal zu Lizenzausschüttungen kommen muss davon ein prozentualer Anteil, meist unter 10%, an die Rechteinhaber abgeführt werden. Wer nun einen Song in dieser Weise covert und denkt, das bekommt im kirchlichen Bereich keiner mit sei gewarnt. Spätestens über die GEMA-Ausschüttung in Bezug auf die CD-Veröffentlichung bekommen die Rechteinhaber sehr wohl mit, dass ihr Song neu aufgelegt wurde. Damit im Zweifel auch dessen veränderte Gestalt. Die Folgen können richtig teuer werden. Das gilt auch für die Herstellung eines Videos. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012, PPVMedien und eigene Recherchen)

Musiker Board In der letzten Ausgabe haben wir den Liederwettbewerb von „Luther 2017 Bayern“ vorgestellt. Auf den ersten fünf Plätzen waren mit Ausnahme des viertplatzierten Titels jetzt ausschließlich(!) moderne Liedtitel mit entsprechenden Interpretationen vertreten, wie es unser Referent Thomas Nowack vorhergesehen hatte. Sieger des abschließenden Rankings war die rockige Band-Interpretation von „Komm, Herr, segne uns“. Zeitgemäße und musikalisch überzeugend dargebotene Lieder kommen also an. Eindrucksvoller kann unsere Arbeit nicht bestätigt werden. Jetzt geht der Wettbewerb in seine dritte Stufe. Alle Musik- und/oder Videobegeisterten sind aufgerufen, den drei ausgewählten Lieblingsliedern für den Gottesdienst einen eigenen Klang zu geben. Einfach eines der drei Lieder auswählen, eigene Version als Video produzieren und diese ins Internet stellen (YouTube, Vimeo, MyVideo, …). Den dazu gehörenden Link an das Projektbüro der Lutherdekade, Stichwort “Videopräsentation” schicken. Zählt am Ende des aktuellen Themenjahres “Reformation und Musik” euer eingestelltes Video zu den drei Videos, die die meisten Stimmen erhalten haben, könnt ihr während des kommenden Evangelischen Kirchentags in Hamburg (1.-5. Mai 2013) auf der Bühne der Lutherdekade auftreten oder gewinnt einen von zwei Gutscheinen für ein Musikgeschäft. Die Abstimmung endet am 31.12.2012. Nur eigenes Material verwenden! Weitere Informationen unter www.Luther2017-Bayern.de

Neues Soloalbum von Clemens Bittlinger 26

Zum „Jahr der Kirchenmusik“ (EKD) haben David Plüss und Clemens Bittlinger, gewissermaßen als Brückenschlag zur traditionellen Kirchenmusik ein

Lizenzen oder freien Lizenzen veröffentlicht wurden verwaltet werden. Die CS3 richtet sich vor allem an Musiker, die nicht einer traditionellen Verwertungsgesellschaft beitreten wollen, für ihre Werke aber trotzdem Umsätze erzielen möchten. Urheber sollen bestimmen können, wie ihre Lizenz aussieht, ohne dass zusätzliche, persönliche Vertragsverhandlungen notwendig sind. Außerdem kann der Urheber entscheiden, welche Werke er zur Verfügung stellen kann. Eine exklusive, personenbezogene Lizenzierung ist nicht beabsichtigt. Sehr wohl aber ein europaweites Netz. Die kostenlose Weitergabe von Werken zu privaten und Promotionszwecken wird unterstützt. Art und Umfang dieser Nutzung regelt die vom Urheber gewählte Lizenz. C3S wird erst dann an den Start gehen, wenn genügend Unterstützer und potentielle Nutzer mit an Bord sind. Weitere Informationen sind auf www.C-3-S.eu erhältlich. (Quelle: DRMV Musikernews 2/2012 und eigene Recherchen)

Das ‚Musiker Board’ ist eine Internetplattform von Musikern für Musiker. Mittlerweile sind dort rund 183.000 registrierte Nutzer unterwegs, die 5,6 Millionen Beiträge in über 370.000 Diskussionsthreads gepostet haben. Das ist eine große Fundgrube für alle, die auf der Suche nach den unterschiedlichsten Informationen sind. Die Masse der User ist zwischen 17 und 25, die Informationsdichte hoch und vor allem immer aktuell. Das Musiker Board funktioniert fast ausschließlich durch ehrenamtliche Moderatoren und ist das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum. Ein Besuch auf www.musiker-board.de kann nicht schaden. (Quelle: DRMV Musikernews 2/2012 und eigene Recherchen)

C3S – eine alternative Verwertungsgesellschaft will an den Start

Die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beim Deutschen Patent- und Markenamt ist schwer. Trotz allem will es die Cultural Commons Collection Society, kurz CS3, versuchen, wenn sich genügend Unterstützer finden. Es sollen vor allem musikalische Werke verwaltet werden, die unter Creative Commons NC-

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Angebot: 179 € zzgl. Anfahrt Weiter Ärger um neue GEMA-Tarife Teilweise lautstark wird über die neuen Tarife der GEMA gestritten. Ganz vorne dabei die Dehoga, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband. Eine Einigung war bis Redaktionsschluss noch nicht in Sicht, auch wenn andere Betroffene, wie etwa der Bund Deutscher Karneval mittlerweile einen Kompromiss ausgehandelt haben. Die GEMA hat noch mal klargestellt, dass die Tarifumstellung keine Auswirkungen auf den Bereich U-K haben wird, also den Bereich der die Kirchen hauptsächlich betrifft. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012, faz.net und eigene Recherchen)

GEMA in Zukunft durch EU reguliert? Die GEMA soll künftig mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse von Komponisten, Autoren und Musikverlegern nehmen. So pauschal hat es die EU-Kommission in einem Richtlinienentwurf formuliert, der die Position von Rechteinhabern und Verbrauchern stärken soll. Dieser Vorstoß hat ausschließlich die Onlinenutzung von Werken im Blick. Die Kommission formuliert, dass in der sich verändernden digitalen Gesellschaft „Geistesgröße und Schöpfung besser gewürdigt werden“ müssen. Der grenzüberschreitende Handel mit Online Lizenzen müsse erleichtert werden und die Autoren müssten in Zukunft schneller ihr Geld erhalten, sowie einen besseren Service bekommen. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012)

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DSDS wird zweistellig Man mag es nicht für möglich halten, aber das dienstälteste Castingformat DSDS geht tatsächlich mit einer komplett neuen Mannschaft Anfang 2013 erneut auf Sendung. Außer Dieter Bohlen ist niemand von der alten Mannschaft übergeblieben. Was nachkommt ist nicht wirklich überwältigend. Die Zwillinge Bill und Tom von Tokio Hotel und Mateo von Culcha Candela. Dieter Bohlen kommentiert die 10. Staffel u.a. so: „Ich suche jedes Mal was fürs Herz, für meine Augen, was für die Ohren und ab und zu kriege ich etwas für die Tonne.“ Es wäre zu wünschen, das nach 10 Jahren dieses Format für die Tonne ist und es endlich mal wieder um echte Musik von echten Menschen geht.

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→ –News → Christliche Popmusik live!

→Christliche News → Popmusik – live! GEMA-Reform, endlich? Die GEMA-Hauptversammlung hat Mitte des Jahres überraschend ein neues Verteilungsverfahren namens „INKA“ beschlossen. Das seit Jahren sehr umstrittene „PRO“-Verfahren wurde damit abgelöst. Das neue Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die GEMA beim Inkasso 15% Verwaltungsgebühren und 10% Kultur- und Sozialabgaben behält, also 25%. Der Rest wird an die Urheber gestaffelt nach verschiedenen Einzelbereichen ausgeschüttet. Wichtig zu wissen: Inka greift ausschließlich im U-Bereich und für Live-Konzerte. Mit INKA wird laut Gema angestrebt, „... in der Sparte U einen direkten Bezug zwischen Veranstaltungsinkasso und der Ausschüttung für die in den Veranstaltungen aufgeführten Werke herzustellen.“ Damit werde dem Wunsch vieler Mitglieder nach einer leichteren Nachvollziehbarkeit der Abrechnung nachgekommen. Die ebenfalls sehr umstrittene und weltweit einzigartige Unterteilung in Uund E-Musik bleibt weiterhin bestehen. Zusätzlich stimmte die GEMA-Mitgliederversammlung einem Antrag des GEMA-Aufsichtsrates zu, der durch mehrere Petitionen gefordert worden war: Eine Erhöhung der GEMA-Delegierten. Interessant ist in beiden Fällen die Begründung der GEMA, die deutlich macht, dass man andernfalls damit hätte rechnen müssen, von der Politik zu diesen Schritten gezwungen zu werden. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012, GEMA und eigene Recherchen)

„Lieblingslied“ geht in die dritte Runde

neues Album fertig gestellt. „Atem - Klang der Seele“ heißt das neue Werk. Alle Lieder wurden mit Gitarre, Kirchenorgel und Saxophon eingespielt. Den „Gemeindegesang“ übernimmt dabei eine Auswahl von Sängerinnen und Sängern von PopCHORn (Klein Winternheim). Alte Schätze wie „Führe mich auf rechter Straße“, „Aus heiterem Himmel“ oder „Das wünsch ich mir“ wurden für diese Besetzung ganz neu arrangiert, aber auch sieben ganz neue Werke wurde eigens für die Produktion geschrieben und komponiert. Infos unter www.bittlinger-mkv.de

Covern – Rechtslage beachten Auch kirchliche Bands und Gospelchöre covern. Manch ein Ohrwurm fand schon den Weg auf die eigene CD, natürlich mit der entsprechenden eigenen Note. Diese eigene Note muss genehmigt sein, sonst kann das unangenehme Folgen haben. Aufnehmen kann man zwar erstmal alles was man will. Und wenn der Song nicht verändert und komplett umarrangiert wird langt die ohnehin notwendige GEMAanmeldung der CD aus. Schwierig wird es, wenn ein Song komplett umgekrempelt wird, also bspw. aus „Danke“ eine White Metall Nummer wird. Hierfür braucht es eine Genehmigung des Autors oder des Verlegers des Stückes. Sollte es irgendwann einmal zu Lizenzausschüttungen kommen muss davon ein prozentualer Anteil, meist unter 10%, an die Rechteinhaber abgeführt werden. Wer nun einen Song in dieser Weise covert und denkt, das bekommt im kirchlichen Bereich keiner mit sei gewarnt. Spätestens über die GEMA-Ausschüttung in Bezug auf die CD-Veröffentlichung bekommen die Rechteinhaber sehr wohl mit, dass ihr Song neu aufgelegt wurde. Damit im Zweifel auch dessen veränderte Gestalt. Die Folgen können richtig teuer werden. Das gilt auch für die Herstellung eines Videos. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012, PPVMedien und eigene Recherchen)

Musiker Board In der letzten Ausgabe haben wir den Liederwettbewerb von „Luther 2017 Bayern“ vorgestellt. Auf den ersten fünf Plätzen waren mit Ausnahme des viertplatzierten Titels jetzt ausschließlich(!) moderne Liedtitel mit entsprechenden Interpretationen vertreten, wie es unser Referent Thomas Nowack vorhergesehen hatte. Sieger des abschließenden Rankings war die rockige Band-Interpretation von „Komm, Herr, segne uns“. Zeitgemäße und musikalisch überzeugend dargebotene Lieder kommen also an. Eindrucksvoller kann unsere Arbeit nicht bestätigt werden. Jetzt geht der Wettbewerb in seine dritte Stufe. Alle Musik- und/oder Videobegeisterten sind aufgerufen, den drei ausgewählten Lieblingsliedern für den Gottesdienst einen eigenen Klang zu geben. Einfach eines der drei Lieder auswählen, eigene Version als Video produzieren und diese ins Internet stellen (YouTube, Vimeo, MyVideo, …). Den dazu gehörenden Link an das Projektbüro der Lutherdekade, Stichwort “Videopräsentation” schicken. Zählt am Ende des aktuellen Themenjahres “Reformation und Musik” euer eingestelltes Video zu den drei Videos, die die meisten Stimmen erhalten haben, könnt ihr während des kommenden Evangelischen Kirchentags in Hamburg (1.-5. Mai 2013) auf der Bühne der Lutherdekade auftreten oder gewinnt einen von zwei Gutscheinen für ein Musikgeschäft. Die Abstimmung endet am 31.12.2012. Nur eigenes Material verwenden! Weitere Informationen unter www.Luther2017-Bayern.de

Neues Soloalbum von Clemens Bittlinger 26

Zum „Jahr der Kirchenmusik“ (EKD) haben David Plüss und Clemens Bittlinger, gewissermaßen als Brückenschlag zur traditionellen Kirchenmusik ein

Lizenzen oder freien Lizenzen veröffentlicht wurden verwaltet werden. Die CS3 richtet sich vor allem an Musiker, die nicht einer traditionellen Verwertungsgesellschaft beitreten wollen, für ihre Werke aber trotzdem Umsätze erzielen möchten. Urheber sollen bestimmen können, wie ihre Lizenz aussieht, ohne dass zusätzliche, persönliche Vertragsverhandlungen notwendig sind. Außerdem kann der Urheber entscheiden, welche Werke er zur Verfügung stellen kann. Eine exklusive, personenbezogene Lizenzierung ist nicht beabsichtigt. Sehr wohl aber ein europaweites Netz. Die kostenlose Weitergabe von Werken zu privaten und Promotionszwecken wird unterstützt. Art und Umfang dieser Nutzung regelt die vom Urheber gewählte Lizenz. C3S wird erst dann an den Start gehen, wenn genügend Unterstützer und potentielle Nutzer mit an Bord sind. Weitere Informationen sind auf www.C-3-S.eu erhältlich. (Quelle: DRMV Musikernews 2/2012 und eigene Recherchen)

Das ‚Musiker Board’ ist eine Internetplattform von Musikern für Musiker. Mittlerweile sind dort rund 183.000 registrierte Nutzer unterwegs, die 5,6 Millionen Beiträge in über 370.000 Diskussionsthreads gepostet haben. Das ist eine große Fundgrube für alle, die auf der Suche nach den unterschiedlichsten Informationen sind. Die Masse der User ist zwischen 17 und 25, die Informationsdichte hoch und vor allem immer aktuell. Das Musiker Board funktioniert fast ausschließlich durch ehrenamtliche Moderatoren und ist das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum. Ein Besuch auf www.musiker-board.de kann nicht schaden. (Quelle: DRMV Musikernews 2/2012 und eigene Recherchen)

C3S – eine alternative Verwertungsgesellschaft will an den Start

Die Zulassung als Verwertungsgesellschaft beim Deutschen Patent- und Markenamt ist schwer. Trotz allem will es die Cultural Commons Collection Society, kurz CS3, versuchen, wenn sich genügend Unterstützer finden. Es sollen vor allem musikalische Werke verwaltet werden, die unter Creative Commons NC-

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Angebot: 179 € zzgl. Anfahrt Weiter Ärger um neue GEMA-Tarife Teilweise lautstark wird über die neuen Tarife der GEMA gestritten. Ganz vorne dabei die Dehoga, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband. Eine Einigung war bis Redaktionsschluss noch nicht in Sicht, auch wenn andere Betroffene, wie etwa der Bund Deutscher Karneval mittlerweile einen Kompromiss ausgehandelt haben. Die GEMA hat noch mal klargestellt, dass die Tarifumstellung keine Auswirkungen auf den Bereich U-K haben wird, also den Bereich der die Kirchen hauptsächlich betrifft. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012, faz.net und eigene Recherchen)

GEMA in Zukunft durch EU reguliert? Die GEMA soll künftig mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse von Komponisten, Autoren und Musikverlegern nehmen. So pauschal hat es die EU-Kommission in einem Richtlinienentwurf formuliert, der die Position von Rechteinhabern und Verbrauchern stärken soll. Dieser Vorstoß hat ausschließlich die Onlinenutzung von Werken im Blick. Die Kommission formuliert, dass in der sich verändernden digitalen Gesellschaft „Geistesgröße und Schöpfung besser gewürdigt werden“ müssen. Der grenzüberschreitende Handel mit Online Lizenzen müsse erleichtert werden und die Autoren müssten in Zukunft schneller ihr Geld erhalten, sowie einen besseren Service bekommen. (Quelle: DRMV Musikernews 3/2012)

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DSDS wird zweistellig Man mag es nicht für möglich halten, aber das dienstälteste Castingformat DSDS geht tatsächlich mit einer komplett neuen Mannschaft Anfang 2013 erneut auf Sendung. Außer Dieter Bohlen ist niemand von der alten Mannschaft übergeblieben. Was nachkommt ist nicht wirklich überwältigend. Die Zwillinge Bill und Tom von Tokio Hotel und Mateo von Culcha Candela. Dieter Bohlen kommentiert die 10. Staffel u.a. so: „Ich suche jedes Mal was fürs Herz, für meine Augen, was für die Ohren und ab und zu kriege ich etwas für die Tonne.“ Es wäre zu wünschen, das nach 10 Jahren dieses Format für die Tonne ist und es endlich mal wieder um echte Musik von echten Menschen geht.

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→ Prämien → Christliche Popmusik – live!

→Christliche Rezensionen → Popmusik – live! Mitten in unserer Nacht 2 - Chorpartitur Neue Lieder für die Advents- und Weihnachtszeit Gerth Medien, Best.- Nr. 857454 A4, geheftet, 36 Seiten, 8,95 EUR

Soul Teens

I am loved Songbook / CD / Playback CD Gerth Medien Best.-Nr. 5597073 (CD) 12,99 EUR (CD) Best.-Nr. 964440 (Playback-CD) 19,99 EUR (Playback-CD)

Mit „Mitten in unsrer Nacht 2“ legt Gerth Medien ein Chorbuch mit neuen und alten Liedern zur Advents- und Weihnachtszeit vor. Es glänzt mit tollen Arrangements und ist für drei- bis vierstimmige Chöre gedacht. Man findet hier neue Lieder von Andi Weiss bis Christoph Zehendner und alt Bekanntes modern bearbeitet von Paul Gerhardt bis Bach/Gounod. Letztere werden mit einer Neu-Betextung des berühmten Ave Marias bedacht, nicht nur interessant für evangelische Christen. Die meisten Lieder sind in deutscher Sprache verfasst und eignen sich daher für alle Bereiche der Gemeinde, vom Gottesdienst bis zur Adventsfeier im Altenheim. Zur Chorpartitur gibt es eine Begleit-CD, die verdeutlicht, dass festliche Musik zum Jahresende nicht kitschig oder langweilig sein muss. Die Chorpartitur hält sich an die CD-Arrangements was ein einfaches Nachspielen (z.B. mit Klavier oder Band) leider erschwert. Ein Abdruck der Gesangsstimmen mit Klavierbegleitung wäre schöner gewesen, allerdings sind die Akkorde für eine Gitarrenbegleitung abgedruckt. Die eingestreuten Instrumental-Brücken stören leider beim unabhängigen Musizieren. Anders sieht es freilich aus, wenn man die auf www.gerth.de erhältlichen Playbacks für die Aufführung und das Einstudieren nutzt. Dann sind die „Brücken“ durchaus hilfreich, damit die Sänger wissen, wann ihr Einsatz kommt. Erwähnt werden muss, dass viele der Arrangements vom Einsatz von Solisten leben. Aber Dank der schönen Stimmsätze wird eine Chorleitung die Stücke mit etwas Nachbearbeitung auch ohne Solisten umsetzen können. Alle Lieder befinden sich in einer angenehmen Stimmlage, so dass sie für jeden Laienchor singbar sein sollten. Sabine Ehrensperger

In Motion Trio

Day off CD Gerth Medien Best.-Nr. 5597073, 15,99 EUR

Das „In motion Trio“ (nicht zu verwechseln mit dem „Motion Trio“!) besteht aus der Flötistin Heike Wetzel, dem Schlagzeuger Helmut Kandert und dem Pianisten Wolfgang Zerbin. Ihrem Album „day off“ den Stempel „Jazz“ aufzudrücken wäre viel zu kurz gegriffen. Wunderbare Instrumentalstücke entführen in Klangwelten, die mal poppig, mal nahezu orchestral anmutend Emotionskulissen malen. Das Trio füllt gemeinsam mit den Gastmusikern Ralf Hübner (Geige), Philipp Hagemann (Cello), Klaus Bittner (Gitarre) und Ralf Cetto (Bass) die musikalischen Skizzen mit Farbe und gestalten so auch das „Bett“, in das sich die Soloinstrumente (u.a. Marimba) legen dürfen. Die Musik, die aus der Feder des Pianisten stammt, kann die gesamte Aufmerksamkeit fesseln, sich aber auch elegant im Hintergrund halten. Eine CD zum hin- und zuhören, nicht nur für arbeitsfreie Tage. Sabine Ehrensperger Anspieltipp: # 6 „listen up“

Die Mitgliedschaft

Das 400. Mitg lied bekomm t eine Sonderp rämie!

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Best.-Nr. 857463 (Songbook) 6,95 EUR (Songbook)

„Gemeinsam singen. Freundschaften schließen. Talente fördern. Glauben erleben. Die Stadt verändern. „Soul Teens“ steht für eine ganzheitliche Arbeit mit Jugendlichen. Ausgelöst wurde die „Soul Teens“-Welle in Norwegen. In diesen Songs geht es um Selbstannahme und um den Wunsch dazuzugehören. Es geht darum, den Wert des Lebens zu schätzen. Es geht auch um Gottes Liebe, die jedem Einzelnen gilt.“ So ist es im Beschreibungstext der zweiten Zusammenstellung der Soulteens auf der Webseite des Verlages zu lesen. Wenn ein Projekt mit Arbeitsmaterial in die zweite Runde geht, dann ist ein Blick darauf angesagt. Wird doch damit auch deutlich, dass hier eine Arbeit erfolgreich zu laufen scheint. Was gibt es also zu sagen zu Projekt und Arbeitsmaterial? Beginnen wir mit dem Projekt als solchem. Das ist eigentlich das gute alte Ten Sing Modell, dem ein neuer Name verpasst worden ist. Inhaltlich etwas schmalbrüstiger, da es ausschließlich um Chorarbeit geht, aber nicht weniger ambitioniert. Leider finden sich Infos dazu nicht im Material. Sowohl Liederheft, wie auch CD-Booklet sind diesbezüglich nicht nur spartanisch sondern geben schlicht keine Auskunft. Das sollte bei einem Projekt, das mit dem Zusatz „Das ganzheitliche Chor-Konzept für Jugendliche“ wirbt, nicht passieren. Wenigstens eine Minimalvorstellung sollte es schon sein. Bleibt also das Arbeitsmaterial. Das sind Lieder in Druck- und hörbarer Form. Wer sich jetzt neue Lieder erwartet hat, wird zunächst auch enttäuscht. Hier wird eine Compilation unterschiedlicher Autoren oder Autorengespanne angeboten. Da sind deutsche Autoren wie Danny Plett oder die Macher von nu company wie Andreas Hausammann, Olaf Maas u.a., genauso zu finden wie Material von Hans-Christian Jochimsen und Joakim Arenius, um nur einige zu nennen. Das ist klug zusammengestellt, hat aber auch Schwächen. Auffällig sind u.a. die großen Unterschiede bei den Schwierigkeitsgraden der Stücke. Das sollte man im Prinzip als positive Herausforderung sehen. Allerdings ist mit „I am loved“, das dieser Produktion den Namen gegeben hat, die Latte so hochgelegt, das auch ein ambitionierter Jugendchor nur mit Mühe drüber kommen dürfte. Das ist schade. Durch das Fehlen weiterführender Hilfen bleibt dieses Angebot damit schlicht ein Chorheft mit unterschiedlichen Songs. Dazu hat der Verlag aus Kostengründen die Originalvorlagen nachgedruckt. Das fällt schon durch die unterschiedlichen grafischen Aufbereitungen auf. Leider wurden beim Nachdruck damit auch Vorlagenfehler übernommen. Das schmälert nicht den Wert dieser sonst sehr attraktiven Mischung. Wirklich gelungen sind die angebotenen Playbacktracks, da es sich um die Originaltracks der jeweiligen Produktionen handelt. Die ist der Komplett CD mit Vokals vorzuziehen, ist doch der ein und andere Song im Bezug darauf nicht wirklich überzeugend. Das betrifft vor allem die Songs, die von den Oslo Soul Teens übernommen wurden (1, 2, 3, 4, 8 und 9). Wer neues Futter für seinen Chor sucht ist mit dieser Auswahl aber sicher bestens bedient. Thomas Nowack

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→Christliche ChristlichePopmusik Popmusik––live! live! → Gospelsterne Wolfgang Buck www.wolfgang-buck.de 09.12.12 96049 BAMBERGGaustadt,Gottesdienst, Ev. Matthäuskirche Gaustadt. 9:30h 16.12.12 96194 WALSDORF, Gottesdienst, Ev. Kirche Walsdorf. 9:30h. Gottesdienst 3. Advent 20.12.12 91054 ERLANGEN, SOLO, FiftyFifty. 20h. 09131-24855 11.01.13 91151 ROTH, WBBand, Kulturfabrik. 20h. 09171-848714 bzw 892319 12.01.13 96129 STRULLENDORF, WBBand, Hauptsmoorhalle. 20h. 09543822651 18.01.13 91474 LANGENFELD, SOLO, Kirche. 19:30h. 09164-213. 19.01.13 85072 EICHSTÄTT, SOLO, 20h. 08421-4416. 25.01.13 95369 UNTERSTEINACH, SOLO, Kleinkunstbrettla. 20h www.okticket.de 26.01.13 96215 LICHTENFELS, SOLO, Stadtschloss. 20h. 0951-23837 01.02.13 91126 SCHWABACH, SOLO, Galerie Gaswerk. 20h. 09122-937882 03.02.13 90762 FÜRTH, SOLO, Comödie. 19:30h. 0911-749340. 16.02.13 95511 MISTELBACH, SOLO, Sportheim TSV Mistelbach. 20h. 01603684803. 22.02.13 76275 ETTLINGEN, SOLO, Ettlinger Mundartfestival. Schloss Ettlingen. 20h. 07243-101380 23.02.13 31234 EDEMISSEN, SOLO, Ev. Martin-Luther-Kirche. 19:30h. 05176-228 02.03.13 97437 HASSFURT, SOLO, Stadthalle. 20h. www.konzertagenturfriedrich.de 08.03.13 91788 PAPPENHEIM, SOLO,  09.03.13 91722 MÖRSACH, SOLO, Kunstatelier Zimmermann. 20h. 098314212 15.03.13 91217 HERSBRUCK,SOLO,Kundenhalle Sparkasse Hersbruck. 20h. 0911230-1902 16.03.13 90574 ROSSTAL,SOLO,Aula der Hauptschule. 20h. Lotto Schuh, 09127-9874

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Living Water www.living-water.de 16.12.12 Bayreuth GOSPELGOTTESDIENST in der Ordenskirche, 18:00 Uhr, Eintritt frei 02.02.13 Creussen GOSPELNIGHT in der Pfarrkirche St. Marien, 19:30 Uhr

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86150 Augsburg, Konzert mit WAYS

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Johannes M. Roth

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www.johannes-music.de 09831 – 8808599 08.12. L-Stengefort, KinderKonzert, Kath. Kirche, 17.00 h, 00352573520 08.12. L-Kinder- und Familienmusikmesse, Kath. Kirche, 18.00 h, 00352573520 09.12. L-Luxemburg-Belair, Kinder- und Familienmusikmesse, Kath.Kirche, 10:00 h, 00352573520 14.12. Nürnberg-Gebersdorf, AdventsKonzert, Evang. Gemeindehaus, 17 h, 09831 - 8808599 19.01. Segnitz, Kinder – und Familienkonzert, 15:00 h, 09831 8808599 21.01. Nürnberg, St.Jobst/Erlenstegen, Kinderkonzert 15h, 09831 8808599

26.01.

Nürnberg, Song-Präsentation, Lux- Junge Kirche Nürnberg, 12.30 h, 09831 – 8808599 27.01. Pöttmes/Neuburg, Familien-Liedergottesdienst, Evang. Kirche, 10.15 h 19.02. Weisendorf, Lied & Wort mit Sr. Teresa Zukic, Kath.Kirche, 19 h, 09831 - 8808599 23.02. Gerolzhofen, Kinder – und Familien-Mitmachkonzert, Evang. Kirche, 15.00 h, 09831 - 8808599 15.03. L-Tetingen Kinder – und Familienmesse, Kath.Kirche, 18.00 h, 00352573520 16.03. L-Esch, St.Joseph, Kinder-LiederSeminar, Kath.Kirche, 10.00 h, 00352573520 16.03. L-Esch, St.Joseph, Kinder –Familien-Liedermesse, Kath.Kirche, 18.00 h, 00352573520 17.03. L-Luxemburg-Bonneweg, Kinder-Lieder-Workshop, 11:00h, 00352573520 20.03. Röttenbach, Lied & Wort mit Sr. Teresa Zukic, Kath.Kirche, 19 h 23.03.- 07.04. Gottesdienste, Konzerte, Liederabende in Brasilien, Sao Paulo, Curitiba, Blumenau

21.02.2013

Stefanie Schwab
 www.stefanieschwab.de 02.12.2012 97509 St. Ludwig (Wipfeld) Kirche St. Ludwig 17:00 Uhr 0931- 870872
 13.01.2013 96164 Kemmern Kath. Kirche 17:00 Uhr 0931- 870872 20.01.2013 63762 Großostheim-Ringheim Kath. Kirche St. Pius 17:00 Uhr 0931- 870872 15.03.2013 97070 Würzburg Liborius-WagnerBücherei 17:00 Uhr 0931- 870872 17.03.2013 96179 Ebing Kath. Kirche 17:00 Uhr 0931- 870872

22.02.2013 23.02.2013 23.02.2013

23.02.2013 24.02.2013 25.02.2013

Andi Weiss www.andi-weiss.de 16.12.2012 86343 Königsbrunn, Martin-Luther-Haus, 10:30 Uhr 16.12.2012 80804 München, Klinikum Schwabing, 15:00 Uhr 25.01.2013 71069 Sindelfingen-Maichingen, Laurentius Gemeindehaus    19:00 74613 Öhringen, Süddeutsche 26.01.2013 Gemeinschaft, 20:00 74613 Öhringen, Süddeutsche 27.01.2013 Gemeinschaft, 10:00 27.01.2013 90449 Nürnberg, Stephanuskirche Gebersdorf/Nürnberg, 17:00

26.02.2013 28.02.2013

02.03.2013 03.03.2013 03.03.2013

35075 Gladenbach-Weidenhausen, Gemeindezentrum FeG, 19:30 56564 Neuwied, Mennonitische Brüdergemeinde, 19:30 56637 Plaidt, Ev. Kirchengemeinde, 11:00 35398 Gießen, Haus der EvangelischenGemeinschaf Lützellinden, 19:45  35232 Datphetal-Dautphe, Martinskirche Dautphe, 19:30 35232 Datphetal-Dautphe, Martinskirche Dautphe, 10:00 76149 Karlsruhe, FeG Karlsruhe, 20:00 75378 Bad Liebenzell, Schulungszentrum, 20:00 78073 Bad Dürrheim / Oberbaldigen, Evangelische Kirche Oberbaldingen, 20:00 CH-6375 Beckenried, Altes Schützenhaus, 20:00 CH-6375 Beckenried, Kath. Kirche, 09:00 Günzburg

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→ →Christliche ChristlichePopmusik Popmusik––live! live!

→Christliche ChristlichePopmusik Popmusik––live! live! → Gospelsterne Wolfgang Buck www.wolfgang-buck.de 09.12.12 96049 BAMBERGGaustadt,Gottesdienst, Ev. Matthäuskirche Gaustadt. 9:30h 16.12.12 96194 WALSDORF, Gottesdienst, Ev. Kirche Walsdorf. 9:30h. Gottesdienst 3. Advent 20.12.12 91054 ERLANGEN, SOLO, FiftyFifty. 20h. 09131-24855 11.01.13 91151 ROTH, WBBand, Kulturfabrik. 20h. 09171-848714 bzw 892319 12.01.13 96129 STRULLENDORF, WBBand, Hauptsmoorhalle. 20h. 09543822651 18.01.13 91474 LANGENFELD, SOLO, Kirche. 19:30h. 09164-213. 19.01.13 85072 EICHSTÄTT, SOLO, 20h. 08421-4416. 25.01.13 95369 UNTERSTEINACH, SOLO, Kleinkunstbrettla. 20h www.okticket.de 26.01.13 96215 LICHTENFELS, SOLO, Stadtschloss. 20h. 0951-23837 01.02.13 91126 SCHWABACH, SOLO, Galerie Gaswerk. 20h. 09122-937882 03.02.13 90762 FÜRTH, SOLO, Comödie. 19:30h. 0911-749340. 16.02.13 95511 MISTELBACH, SOLO, Sportheim TSV Mistelbach. 20h. 01603684803. 22.02.13 76275 ETTLINGEN, SOLO, Ettlinger Mundartfestival. Schloss Ettlingen. 20h. 07243-101380 23.02.13 31234 EDEMISSEN, SOLO, Ev. Martin-Luther-Kirche. 19:30h. 05176-228 02.03.13 97437 HASSFURT, SOLO, Stadthalle. 20h. www.konzertagenturfriedrich.de 08.03.13 91788 PAPPENHEIM, SOLO,  09.03.13 91722 MÖRSACH, SOLO, Kunstatelier Zimmermann. 20h. 098314212 15.03.13 91217 HERSBRUCK,SOLO,Kundenhalle Sparkasse Hersbruck. 20h. 0911230-1902 16.03.13 90574 ROSSTAL,SOLO,Aula der Hauptschule. 20h. Lotto Schuh, 09127-9874

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www.gospelsterne.de 11.11.2012 84032 Landshut, St.-WolfgangsPlatz Kath. Kirche St. Wolfgang, 17.00 Uhr 24.11.2012 85375 Neufahrn b. Freising, Keltenweg 5, Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums), 18.00 Uhr 01.12.2012 82194 Gröbenzell, Kirchenstraße 16b, Pfarrkirche St. Johann Baptist, Konzert, 19.00 Uhr 18.-20.01.2013 81247 München-Obermenzing, Passionistenstr.12, Workshop 20.01.2013 81247 München-Obermenzing,, WS-Abschlusskonzert 17.00 Uhr

Jericho www.jericho-ev.de 08.12.2012 97280 Remlingen, St. Andreas (Konzert), 19:30 Uhr 19.01.2012 95445 Bayreuth, Lutherkirche (Konzert), 19:00 Uhr 02.03.2013 97440 Werneck, Schlosskirche (Konzert), 19:30 Uhr 16.03.2013 85055 Ingolstadt, St. Paulus (Konzert), 19:30 Uhr

Living Water www.living-water.de 16.12.12 Bayreuth GOSPELGOTTESDIENST in der Ordenskirche, 18:00 Uhr, Eintritt frei 02.02.13 Creussen GOSPELNIGHT in der Pfarrkirche St. Marien, 19:30 Uhr

17.03.2013

86150 Augsburg, Konzert mit WAYS

Living Water

Stefan Rauch (& Band / Gospelchor) www.rauch-music.de  14.12. 97944 Boxberg, Ev. Gem. haus (Jackpot - Jugendgodi), 07930/2009 15.12. 97944 Bobstadt, Ev. Kirche (Hochzeit), 16.12. 97944 Boxberg, Ev. Gem. haus (Komma-Gottesdienst), 07930/2009 23.12. 74747 Ravenstein, Ev. Kirche (Gottesdienst), 0629795050 24.12. 97944 Boxberg, Ev. Gem.haus (Gottesdienst), 07930/394 30.12. 97944 Schweigern, Ev. Kirche (Gospel-Weihnachtskonzert), 07930/1714 05.01. 97980 Bad Mergentheim, Schlosskirche, (Gospel-Weihnachtskonzert) 20.01. 97944 Uiffingen / Boxberg, Ev. Kirche, (Gottesdienste) 07930/394 10.02. 97944 Schwabhausen, Ev. Kirche, (Gottesdienste) 17.02. 97944 Boxberg / Uiffingen, Ev. Kirche, (Gottesdienste) 24.02. 97855 Triefenstein a. Main, Kloster, (Ökum. Godi u. Gospelkonzert) 09395/7770 03.03. 97944 Boxberg, Ev. Gem. haus, (Komma-Gottesdienst) 07930/2009

Jonny Pechstein

Johannes M. Roth

www.jonnypechstein.com 15.12.2012 90491 Nürnberg, LUX, Weihnachtskonzert mit LUX-Gospel 18.12.2012 90762 Fürth, St. Michael, Weihnachtsfeier Greuther Fürth, mit WAYS 19.01.2012 90762 Fürth, Evang. Allianz, Konzert 20.01.2012 91126 Barthelmesaurach, evang. Kirche, Konzert 29.01.2012 72172 Sulz am Neckar, Vortrag & Workshop bei ‚Kirchberger Impulse’ 08.02.2013 90491 Nürnberg, CVJM Kornmarkt, Candle-light-Dinner 22.-24.02. 91174 Spalt, Burg Wernfels, CVJMKonfiCastle & Bandcoaching mit LUXERIöS 01.-03.03. 91477 Markt Bibart, Chorworkshop mit LUX Gospel

www.johannes-music.de 09831 – 8808599 08.12. L-Stengefort, KinderKonzert, Kath. Kirche, 17.00 h, 00352573520 08.12. L-Kinder- und Familienmusikmesse, Kath. Kirche, 18.00 h, 00352573520 09.12. L-Luxemburg-Belair, Kinder- und Familienmusikmesse, Kath.Kirche, 10:00 h, 00352573520 14.12. Nürnberg-Gebersdorf, AdventsKonzert, Evang. Gemeindehaus, 17 h, 09831 - 8808599 19.01. Segnitz, Kinder – und Familienkonzert, 15:00 h, 09831 8808599 21.01. Nürnberg, St.Jobst/Erlenstegen, Kinderkonzert 15h, 09831 8808599

26.01.

Nürnberg, Song-Präsentation, Lux- Junge Kirche Nürnberg, 12.30 h, 09831 – 8808599 27.01. Pöttmes/Neuburg, Familien-Liedergottesdienst, Evang. Kirche, 10.15 h 19.02. Weisendorf, Lied & Wort mit Sr. Teresa Zukic, Kath.Kirche, 19 h, 09831 - 8808599 23.02. Gerolzhofen, Kinder – und Familien-Mitmachkonzert, Evang. Kirche, 15.00 h, 09831 - 8808599 15.03. L-Tetingen Kinder – und Familienmesse, Kath.Kirche, 18.00 h, 00352573520 16.03. L-Esch, St.Joseph, Kinder-LiederSeminar, Kath.Kirche, 10.00 h, 00352573520 16.03. L-Esch, St.Joseph, Kinder –Familien-Liedermesse, Kath.Kirche, 18.00 h, 00352573520 17.03. L-Luxemburg-Bonneweg, Kinder-Lieder-Workshop, 11:00h, 00352573520 20.03. Röttenbach, Lied & Wort mit Sr. Teresa Zukic, Kath.Kirche, 19 h 23.03.- 07.04. Gottesdienste, Konzerte, Liederabende in Brasilien, Sao Paulo, Curitiba, Blumenau

21.02.2013

Stefanie Schwab
 www.stefanieschwab.de 02.12.2012 97509 St. Ludwig (Wipfeld) Kirche St. Ludwig 17:00 Uhr 0931- 870872
 13.01.2013 96164 Kemmern Kath. Kirche 17:00 Uhr 0931- 870872 20.01.2013 63762 Großostheim-Ringheim Kath. Kirche St. Pius 17:00 Uhr 0931- 870872 15.03.2013 97070 Würzburg Liborius-WagnerBücherei 17:00 Uhr 0931- 870872 17.03.2013 96179 Ebing Kath. Kirche 17:00 Uhr 0931- 870872

22.02.2013 23.02.2013 23.02.2013

23.02.2013 24.02.2013 25.02.2013

Andi Weiss www.andi-weiss.de 16.12.2012 86343 Königsbrunn, Martin-Luther-Haus, 10:30 Uhr 16.12.2012 80804 München, Klinikum Schwabing, 15:00 Uhr 25.01.2013 71069 Sindelfingen-Maichingen, Laurentius Gemeindehaus    19:00 74613 Öhringen, Süddeutsche 26.01.2013 Gemeinschaft, 20:00 74613 Öhringen, Süddeutsche 27.01.2013 Gemeinschaft, 10:00 27.01.2013 90449 Nürnberg, Stephanuskirche Gebersdorf/Nürnberg, 17:00

26.02.2013 28.02.2013

02.03.2013 03.03.2013 03.03.2013

35075 Gladenbach-Weidenhausen, Gemeindezentrum FeG, 19:30 56564 Neuwied, Mennonitische Brüdergemeinde, 19:30 56637 Plaidt, Ev. Kirchengemeinde, 11:00 35398 Gießen, Haus der EvangelischenGemeinschaf Lützellinden, 19:45  35232 Datphetal-Dautphe, Martinskirche Dautphe, 19:30 35232 Datphetal-Dautphe, Martinskirche Dautphe, 10:00 76149 Karlsruhe, FeG Karlsruhe, 20:00 75378 Bad Liebenzell, Schulungszentrum, 20:00 78073 Bad Dürrheim / Oberbaldigen, Evangelische Kirche Oberbaldingen, 20:00 CH-6375 Beckenried, Altes Schützenhaus, 20:00 CH-6375 Beckenried, Kath. Kirche, 09:00 Günzburg

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ALLES NEU??? ALLES NEU!!!!

Jean M. Benoit n Hear my Prayer 9 Gospelsongs für gem. Chor und Klavier. 52 S. VS 6725. € 6,– (ab 20 Expl. € 5,-) Der aus Haiti stammende Musiker, Kantor in Lauf a.d. Pegnitz, führt regelmäßig Gospelworkshops in ganz Deutschland durch, hat das Bayreuther Gospelfestival ins Leben gerufen und ist als Dozent für Gospelchorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth tätig. Ein echter Könner und Kenner der Gospel-Musik, was die vorliegenden Gospelsongs eindrucksvollst unter Beweis stellen! Traugott Fünfgeld n King of Kings V 12 Spirituals für gemischten Chor (3 Frauenstimmen und 1 Männerstimme) a cappella. 20 S. VS 6704. € 2,50 Ein weiterer Band der äußerst beliebten Reihe: Einfach und dennoch klangschön hat Traugott Fünfgeld unbekanntere Spirituals wie „The Day thou gavest“, „This Train is bound for glory“ oder „Dry Bones“ in sehr wirkungsvolle Sätze gekleidet - auch diese Sammlung wieder ein wahres Schatzkästchen für alle Anhänger!

Preisänderung und Irrtum vorbehalten!

Johannes Matthias Michel n Kleine Jazzmesse für 1-stg. Chor (Jugendchor) und Tasteninstrument (weitere Instr. ad lib.). 24 S. VS 6715. € 3,50 (ab 20 Expl. € 3,-) Die „Kleine Jazzmesse” verwendet thematisches Material aus der „Jazzmesse” (Ed.-Nr. VS 6640) und ist für einstimmigen Chor mit Instrumentalbegleitung gedacht. Der Chor kann gemischt oder gleichstimmig sein. Zu dem Tasteninstrument können weitere Instrumente hinzutreten, insbesondere Bass, Schlagzeug oder auch Gitarre und Saxophon wären denkbar. Diese können sich dann mit den Akkordsymbolen auch improvisatorisch einbringen. Hartmut Naumann n Guitar Tunes 14 Stücke für Gitarre. 36 S. VS 7197. € 9,Dazu erhältlich: CD „Guitar Tunes“ mit allen Titeln der Notenausgabe, eingespielt von Hartmut Naumann. Dauer: 30:54 Min. VS 7197 CD. € 9,Die Gitarre als wunderbar vielseitiges Instrument wird immer häufiger auch für Solostücke in Konzerten, Gottesdiensten, Andachten oder Textlesungen verwendet. Das Heft bietet dafür 14 Stücke aus unterschiedlichen Stilrichtungen von Blues über Ragtime, Jazz, Latin, Folk und Pop, deren Schwierigkeitsgrad von einfach (z.B. „Little Walk“ oder „Schindler's List“) bis mittelschwer (wie „Wheat Carpet“ oder „Monte Arriba“) reicht. Neben der klassischen Notation findet man im Notentext auch die Tabulaturnotation und Akkordsymbole.

n My Life Is In Your Hands Songs und Lieder für Gottesdienste und Andachten. Broschiert, 160 S. VS 6271. € 9,- (ab 20 Expl. € 8,-, ab 50 Expl. € 7,-) Dazu erhältlich: CD “My Life Is In Your Hands”. Lieder aus dem gleichnamigen Liederbuch, eingespielt unter Leitung von Hartmut Naumann. Dauer: 56:12 Min. VS 6271 CD. € 10,Das Liederbuch enthält viele bekannte und neue Lieder für Gottesdienste und Andachten und stellt damit eine hervorragende Ergänzung zum EG dar. Lieder zu Weihnachten oder Ostern sind ebenso darunter wie Gebetslieder, Segens- und Loblieder. Musikalisch bietet es eine große Bandbreite von Peter Janssens bis Kirk Franklin, also von gemäßigter Popularmusik bis hin zu Latin, Pop, Gospel und Blues. Eine Auswahl davon hat Hartmut Naumann auf der gleichnamigen CD eingespielt. Michael Schütz n Classic & Pop-Crossover für Blockflöte und Klavier. Part. Ringbindung, 88 S. VS 5124. € 25,– (inkl. Flötenstimme) Dazu erhältlich: CD „Classic & Pop-Crossover”. Duo sona nova (Christina Schütz – Blockflöte, Michael Schütz – Klavier). Dauer: 63:37 Min. VS 5124 CD. € 15,Mit einer Synthese aus dem klassischen Genre und aus Pop-Stilen des 20. Jahrhunderts überquert Michael Schütz Grenzen und hat dadurch einen ganz eigenen Stil kreiert. Die Stücke verschmelzen Rokoko-Figurenwerk mit funkigen Rhythmen, romantische Melodien mit Jazz-Akkorden, verbinden Barock, Klassik und Romantik mit Jazz, Funk, Salsa, Samba, Rock und Pop. Und reines Hörvergnügen ist, was das virtuose Duo sona nova mit der CD vorgelegt hat! n I like it like that für Blockflöte und Klavier. Part. Ringbindung, 88 S. VS 5131. € 25,– (inkl. Flötenstimme) Dazu erhältlich: CD „I like it like that“. Duo sona nova (Christina Schütz – Blockflöte, Michael Schütz – Klavier). Dauer: 59:52 Min. VS 5131 CD. € 15,– Calypso Run, Moonrise oder Woodys Walk – die Titel sind Programm für die Sammlung sehr abwechslungsreicher und lebendig gesetzter Stücke von Michael Schütz, der hier seinen ganz eigenen, durch die Vielfalt an Klangfarben musikalisch sehr raffinierten Stil genüsslich auslebt. Dieser fröhliche Umgang mit der Tonsprache wird durch ein gut harmonisierendes Duo aus Pianist und Blockflötenspieler zu einem wahren Hörgenuss – was die gleichnamige CD eindrucksvollst belegt!

All dies ist erhältlich bei: Strube Verlag GmbH m Pettenkoferstraße 24 m 80336 München Tel.: 089/54 42 66 11 m Fax: 54 42 66 30 m E-Mail: info@strube.de Alle Noten auch im Online-Shop erhältlich: www.strube.de


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