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B42385 | Ausgabe 4/2011

Musikmagazin des Verbandes f체r christliche Popularmusik in Bayern e.V.

Die Winterausgabe

Ebenbild Studioreport

Neues Pr채sidium

Neuer Verbandsvorstand

Popmusik & Kirchenneubau

Bauplanung mit Fokus auf moderne Gottesdienste


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→ Editorial

→ Inhalt

Popmusik in der evangelischen Kirche hat eine lange Tradition

Martin Luther

Dem einen oder der anderen mag es vielleicht ein wenig aufstossen, wenn ich es so sage, aber es stimmt: Popmusik hat in der evangelischen Kirche, zumal in der evangelisch-lutherischen eine sehr lange Tradition. So forderte Luther, „Gassenhauer, Reiter- und Bergliedlein“ mit guten, christlichen Texten zu versehen und wo er kein bestehendes Lied vorfand, schrieb er kurzerhand selbst eines. Es war die Popmusik des frühen 16. Jahrhunderts, die sich bis heute in unseren Gesangbüchern findet. Für Luther war es wichtig, dass die Lieder für die Menschen seiner Zeit gut mitsingbar waren und dass sie die Sprache der ‚normalen’ Menschen sprachen, musikalisch und textlich. Hätte er nur an den alten gregorianischen Gesängen festgehalten, dann hätte die Reformation trotz ihrer inhaltlichen Sprengkraft in der bekannten Form vielleicht nie stattgefunden. Wer also Popmusik in die Kirche bringt und in diesem Bereich mitarbeitet, handelt im besten lutherischen Sinne traditionsbewusst und reformatorisch. Natürlich klingt die Popmusik des 21. Jahrhunderts anders als die des 16. Jahrhunderts und natürlich wird sie anders in Szene gesetzt. Der Inhalt, das Evangelium, hat sich in den letzten 2.000 Jahren nicht verändert und wird auch in Zukunft aktuell bleiben. Popmusik in der evangelischen Kirche ist das zentrale Anliegen des Popmusikverbandes. Dieser Verband hat seit Oktober ein neues Präsidium (Seite 11). Außerdem wollen wir ganz praktische Tipps für die Ausstattung mit Equipment geben (Seite 8). Darüber hinaus zeigen die Hallbergmooser, dass man schon beim Bau einer Kirche auf deren Eignung für Popmusik achten kann (Seite 12). Dass man über die Geringschätzung populärer Kultur manchmal auch nur den Kopf schütteln kann, davon berichtet Thomas Nowack auf Seite 18. Wovon er erzählt wäre sicher nicht im Sinne des Reformators gewesen. Das vorliegende Heft hat darüber hinaus dieses mal kein Spezialthema. Zumindest in diesem Punkt sind wir kein bißchen traditionell. Viel Spaß beim Lesen,

Jonny Pechstein

Die gute Nachricht – zuerst __________ 4 Verband intern ____________________ 5 Studiobericht _____________________ 6 Anlagenkauf ______________________ 8 Ways-Projekt ______________________ 10 Verband aktuell ____________________ 11 Kirchenbau _______________________ 12 Konzert __________________________ 14 Gottesdienst ______________________ 15 Altenstein 2011 ____________________ 16 Kulturkirche(n) ____________________ 18 Was ist Musik? ____________________ 20 Berichte__________________________ 22 D-Musiker ________________________ 23 Workshop_________________________ 24 News_____________________________ 26 Rezensionen ______________________ 28 Mitglied werden!___________________ 29 Konzerttermine ____________________ 30

→ Impressum musik & message Ausgabe 3/2011 Herausgeber: Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Redaktionsleitung: Redaktionsleitung: Jonny Pechstein redaktion@popularmusikverband.de www.popularmusikverband.de www.facebook.com/ popularmusikverband Redaktionsteam: Thorsten Badewitz, Norbert Ehrensperger, Michael Ende, Jonny Pechstein Idee und Konzept: www.crossover-productions.de Satz und Layout: www.kobold-layout.de Titelfoto: Ebenbild, Foto: Susanne Lindner Verlag und Anzeigenverwaltung: Strube-Verlag GmbH Pettenkoferstraße 24, 80336 München Telefon 089/54 42 66 11 Telefax 089/54 42 66 30 info@strube.de www.strube.de Es

gilt

die

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vom

1. März 2011. Die Zeitschrift musik & message erscheint vierteljährlich zum Abobezugspreis

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 1 / 2012 Redaktionsschluss: 15. 1. 2012

Die Redaktion übernimmt für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder keine

von 14 Euro zzgl. Versandkosten pro Jahr. Ein-

Gewähr. Zur Veröffentlichung eingereichte Manuskripte dürfen vorher oder gleich­

zelhefte sind zum Preis von 5 Euro zzgl. Ver-

zeitig nicht anderweitig angeboten werden. Nachdruck – auch auszugsweise – sowie

sandkosten erhältlich. Für Mitglieder des Ver-

die Herstellung von fotografischen Vervielfältigungen sind nur mit ausdrücklicher

bandes für christliche Popularmusik in Bayern

Genehmigung der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet.

e.V. ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag

Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder, die

enthalten.Eine Kündigung des Abonnements

nicht mit der der Redaktion identisch ist.

ist nur zum Jahresende mit einer Frist von

© Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V./Strube Verlag

6 Wochen möglich.

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→Christliche Die gute Nachricht – zuerst → Popmusik – live!

Einfach? „Es könnt alles so einfach sein ... isses aber nicht.“

Geht euch das manchmal auch so? Das Leben ist manchmal so kompliziert. Der Sänger Smudo von Fanta 4 singt davon. Da hat er gerade ein Mädchen rumgekriegt, aber so einfach geht es doch nicht, wie er sich das vorstellt. Der andere Sänger, Michi Beck, hat gedacht, er mache Karriere. Klasse Job, beste Aussichten, so fing es bei ihm an und dann: Nun sitzt er da, trinkt zu viel Kaffee und kopiert den ganzen Tag. Wenn es nach ihm ginge, dann liefe es in der Firma anders - ganz anders. Aber es geht nicht nach ihm. Er ist nur ein kleines Rädchen. So einfach ist es nicht. Wenn alle einmal nach meiner Pfeife tanzen würden ... Wenn es nach mir ginge, dann wäre es in der Clique, in der Schule oder im Beruf bestimmt auch anders. Es könnt alles so einfach sein, isses aber nicht. Im Gegenteil: Ich werde nicht verstanden. Werde falsch eingeschätzt, obwohl ich doch versuche, alles richtig darzustellen. Es könnt alles so einfach sein, isses aber nicht. Meine Freunde verstehen mich nicht. Dabei habe ich es ihnen doch schon sooft erklärt, warum ich bei der einen Sache nicht mitmachen kann. Es kommt mir vor, als würde ich an eine Wand reden.

Es könnt alles so einfach sein, isses aber nicht. Und die ganze Welt mit ihren Geld- und Umweltproblemen macht mich auch ganz kirre. Dabei müssten wir doch nur alle an einem Strang ziehen und gemeinsam die Probleme lösen.

Einfach? – Isses nicht! Es könnt alles so einfach sein. Isses aber nicht. In unserem Leben ist vieles, was wir gerne hätten oder machen würden, in unseren Gedanken und Träumen einfach, aber in der Realität ist es unmöglich. Da sind plötzlich Grenzen, die wir nicht überwinden. Grenzen, die wir gar nicht gezogen haben. Aber sie sind da. Viele Fragen haben wir - doch Antworten fehlen. Wo ist eigentlich Gott? Er kann es doch einfach mal so machen, wie es gut für mich wäre? Manche sagen: Du musst mehr beten, mehr glauben, mehr lieben. Doch das hilft mir nicht weiter, hab ich schon versucht. Die Fragen sind geblieben. Fragen an unser Leben und an Gott. Und eine Antwort: ham‘ wir leider nicht. So heißt es auch am Ende des Liedes. Wir wollen eine Formel für ewigen Reichtum, für ewiges Leben: ham‘ wir leider nicht. Und wir sind auch keine Superhelden, die alles können und wissen.

Wenn doch alles ein bisschen einfacher wäre ... isses aber nicht. Die Bibel erzählt eine Geschichte von einem Mann. Reich ist er schon, die Formel für ewigen Reichtum hat er schon fast gefunden. Nun will er aber von Jesus wissen, was er tun muss, damit er die Formel für ewiges Leben bekommt. Und Jesus stellt eine hohe Forderung auf. Sie trifft ihn in Mark und Bein. Er soll seinen ganzen Reichtum verkaufen und sich ganz auf Jesus einlassen. Einfach ist das für ihn nicht. Die Leute die dabeistehen sind deswegen entsetzt. Sie fragen ihn, wie Menschen dann überhaupt eine Chance auf das ewige Leben haben. Jesus gibt dann eine Antwort. „Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber alle Dinge sind möglich bei Gott.“ (Mk 10,27) Ob uns diese Antwort immer genügt? Jedenfalls kann sie uns Hoffnung machen. Hoffnung, dass doch noch etwas geht, wo wir denken, es geht nichts mehr. Hoffnung darauf, dass doch manches auch einfach ist, obwohl es nicht so scheint. Hoffnung darauf, dass es für Gott einfacher ist als für uns.

Einfach sein – Fanta 4 Nein! Komm! Nein!

und sie kommt mit auf die Bude

keine Arbeit, aber jede Menge Geld

Ach Mensch!

und sieht top aus – und ich sag’

und es gibt keine Fragen,

Warum denn nicht?

„Ich bin der Smudo

die uns irgendjemand stellt  4x Refrain

Jetzt habe ich dich von dem Laden

– zieh dein Top aus!“

über den Wagen

Wolfgang Böhm ist Pfarrer und Musiker in Neu-Ulm an der Erlöserkirche.

4

Schließ deine Augen und Atme tief

bis in den Vorgarten rumgekriegt.

2x Refrain:  Es könnt alles so einfach sein

und hör mal auf nur das zu glauben,

Doch wir treten nur auf der Stelle,

ist es aber nicht

was du siehst.

versteh doch es geht um unsre Existenz.

Das hab ich mir irgendwie schöner gedacht.

Du weißt genau alles durchschauen,

vergiss das Materielle,

Ich glaub ich hab irgend nen Fehler gemacht.

das schaffst man nie.

vergiss den Job,

Ich hatte doch höhere Ziele,

Doch was du brauchst, das ist Vertrauen

vergiss Mercedes Benz.

wollt roederer trinken,

und Fantasie.

Diese Welt ist in den Miesen

Vermögen verdienen über Nacht.

In einem sind wir alle gleich und auch wenn

und vor allem braucht sie endlich mal ne

Statt dessen sitz ich hier den ganzen Tag

es keinem so scheint.

Entscheidung.

trinke zu viel Kaffee, den ich nicht vertrag.

obwohl wir nichts wissen, weiß jeder bescheid.

Und was sie auch braucht, ist die Liebe

Studiere Papiere, die ich nicht kapiere

Darin sind wir alle vereint.

von allen,

und später sortiere ich sie in ein Fach.

Da fassen wir hier mal zusammen

da bin ich total deiner Meinung.

Wo ist der Sinn, da wollt ich nie hin.

hat alles mit dir angefangen.

Wir begreifen doch eh nichts auf Dauer,

Was bitte glauben die bloß, wer ich bin.

Du bist irgendwann übers Wasser gegangen

wenn wir nicht

Das kann noch was gehn.

und willst auch vom Affen abstammen?

dauerhaft begreifen. Zweifeln wir an der

Ihr werdet schon sehen.

Klar haben wir Fragen, aber ne Antwort

Power, dann powern nur

Ich werde die Bude hier bald übernehmen

haben wir leider nicht.

an unseren Zweifeln.

und läuft der Laden erst mal wie ’ne eins,

Klar wollen wir fort, aber irgendwo ankommen,

dann ist das alles hier irgendwann meins.

können wir leider nicht.

Bridge:  Und sie fragt: „Echt?“

Ich bin Pate und werde euch Sklaven von

Wir wollen ne Formel für ewigen Reichtum,

Und ich sag: „Ja, ja!“

allen Strapazen für immer befreien.

kriegen wir aber nicht.

Und sie fragt: „Echt?“

Das könnt alles so einfach sein, ich gönne

Harrison Ford oder Xavier Naidoo

Und ich sag: „Na klar!“

allen ihr Eigenheim. Denn wir wollen eh

sind wir leider nicht.

Doch was du brauchst, das ist Vertrauen und Fantasie.


→ Verband intern

Dankeschön!

Tobias Fritsche

An den Anfang meines ersten „Verband intern“- Vorwortes möchte ich ein großes DANKESCHÖN setzen. Mit der Neuwahl des Präsidiums haben sich der langjährige Präsident des Verbandes Mathias Hartmann und Beisitzerin Lydia Horst aus der aktiven Präsidiumsarbeit verabschiedet. Mathias hat den Verband in seiner heutigen Form entscheidend mitgeprägt und wir sind froh, dass er so lange die Geschicke des Verbandes mitgelenkt hat. Beiden wünschen wir von Herzen alles Gute für ihren zukünftigen Weg. Gleichzeitig startet das neue Präsidium mit leicht veränderter Besetzung in eine neue Amtszeit. Mit Silke Igel (Schriftführerin), Mathias Sammet (Beisitzer), Harald Seibold (Beisitzer) haben wir wieder drei bewährte Kräfte für das Präsidium gewinnen können. Ich selbst bin auch wieder dabei – nun als Präsident. Neuer Vizepräsident ist Pfarrer Norbert Ehrensperger, der sich schon seit langem im Verbandsrat und in der M&M-Redaktion aktiv engagiert. Ein großer Gewinn für das neue Präsidium ist auch Manfred Roß als neuer Schatzmeister. Als Geschäftsführer in der Evangelischen Schulstiftung bringt er eine Menge Knowhow in den Verband mit. Das Präsidium wird inhaltlich dort anknüpfen, wo es aufgehört hat. Einen besonderen Schwerpunkt wird der Aufbau eines regionalen Netzwerkes („RAPs“ = Regionale Ansprechpartner) bilden. Wir wollen als Verband mehr Präsenz vor Ort zeigen und näher an die Szene rücken. Davon versprechen wir uns Impulse für die Verbandsarbeit, die sich ganz an den Bedürfnissen vor Ort ausrichtet, aber auch die Möglichkeit die Angebote und Serviceleistungen des Verbandes schnell und unkompliziert weitergeben zu können. Zum Auftakt der neuen Amtszeit beschäftigt uns leider auch die Konsolidierung unseres Haushaltes. Durch gestiegene Kosten bei gleichbleibenden Einnahmen werden wir 2011 mit einem Defizit abschließen. Durch Schwerpunktsetzungen, Einsparungen und mit der Weiterentwicklung eines attraktiven Programms wollen wir aber schon bald wieder „schwarze Zahlen schreiben“. Das Jahr 2012 steht als Themenjahr der Lutherdekade ganz im Zeichen der Musik. Natürlich wollen auch wir als Verband unseren Beitrag dazu leisten. Wir unterstützen und präsentieren das Projekt „WAYS – Wege zum Heiligen“ von Christian Probst, das am 29. April in Nürnberg Premiere feiern wird. Dort werden wir auch einen speziellen Treffpunkt für alle Mitglieder des Popverbandes für ein „Meet & Greet“ organisieren und freuen uns schon auf die Begegnungen und viel gute Musik.

Bis dahin, herzliche Grüße,

Wichtige Adressen: Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Präsident: Tobias Fritsche, Pfr. info@popularmusikverband.de Servicezentrum: Michael Ende, Religionspädagoge Diplom Musiklehrer Jazz und Musiker michael.ende@popularmusikverband.de Sieglinde Mörtel, Servicemitarbeiterin sieglinde.moertel@popularmusikverband.de Weiltinger Straße 17 | 90449 Nürnberg Tel. (09 11) 2 52 39 61, Fax (09 11) 2 52 39 62 www.popularmusikverband.de

Ihr/euer Thomas Nowack, Musikpädagoge Senftlstraße 4 | 81541 München Tel. (0 89) 41 07 41 06, Fax (089) 41 07 41 08 thomas.nowack@popularmusikverband.de Tobias Fritsche musik & message: Jonny Pechstein redaktion@popularmusikverband.de Bankverbindung: EKK Kassel Konto 3 509 605, BLZ 520 604 10

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→ Studiobericht

Studiobericht

Sein oder nicht sein! – Ebenbild im Studio Die Band Ebendbild war im Studio und als sie wieder rauskamen, hielten sie ein neues Album in Händen. Chris Halmen berichtet, wie das vor sich ging.

Chris Halmen ist Musiker und spielt unter anderem in der Band „Ebenbild“. Er lebt mit seiner Familie in Nürnberg.

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Nach der CD ist vor der CD. Das war uns gleich nach dem Debutalbum FÜR DICH klar. Das Feedback der ersten CD mussten wir aber erst verdauen. So gut die Scheibe als Eigenproduktion auch war, hieß doch der Rat: „Nehmt euch ’nen Produzenten“. Diesen Rat haben wir nicht befolgt, aber wir haben einige Dinge bei der Produktion der neuen CD doch richtig gemacht, auch wenn wir manches erst auf die harte Tour lernen mussten. Nachdem wir mit einigen Instrumentenaufnahmen der ersten CD nicht so ganz glücklich waren, war der Plan, sich dieses Mal auf die einzelnen Instrumente zu fokussieren und damit in unabhängige Studios zu gehen. Einige Aufnahmen beschlossen, wir in Homerecording zu machen. Eine gute Entscheidung, denn die Zeit zwischen den einzelnen Studiosessions und die Arbeit in unseren Heimstudios hat der CD sehr gut getan. Eigentlich wollten wir im Herbst 2010 schon mit der CD fertig sein, aber wie das so ist: Es kommt erstens anders und zweitens als man denkt. So konnte die Vorproduktion erst im Juni 2010 beginnen. In Wohnzimmersessions bei Michus (Drums; Anm. d.Red.), legten wir die Songs in Cubase Projekten an und spielten Instrumente und Leadvocals gemeinsam, aber auf Einzelspuren ein. Anfang August fuhr ich als einziger der Band mit 12 grob vorproduzierten Songs im Gepäck nach Wesselburen an die Nordsee. Ziel: Swamp Studio mit Markus Ruggera-Tönissen. Eine Woche Gitarrenaufnahme im Gitarristen-Deluxe-Umgebung stand vor mir. Vorher hatte ich einige Zeit damit verbracht, mit Metronom zu üben, was sich als überaus wertvoll herausstellte. In Wesselburen tüftelten wir viel an Sounds herum und stellten fest, dass die Vorproduktion leider Timing-Schwankungen hatte! Ein Umstand der uns auf der ganzen Produktionsstrecke sehr viel Zeit gekostet hat. Merke: Wenn du deine Instrumente alle einzeln aufnimmst, Quantisiere deine Vorproduktion! Just do it! Die Gitarrensounds, besonders die akustischen, wurden richtig gut! Die Beachtung von Micropositionierung, die gute Gitarrenauswahl im Studio und viele, viele wertvolle Tipps von Markus halfen mir

sehr beim Einspielen. E-Gitarren nahmen wir grundsätzlich einmal direkt auf und einmal über Amp. Auch hier hat sich die Zeitinvestition in eine gute Positionierung der Micros ausgezahlt. Beim Recorden mussten wir uns mit folgender Frage auseinandersetzen: Formen wir den Sound hinterher beim Mix oder lieber gleich bei der Aufnahme? Hier hat sich herausgestellt, dass ein gut eingestellter Sound hinterher sehr viel Zeit spart. Die Möglichkeiten hinterher den Sound zu erweitern, ist mit einem parallelen clean aufgenommenen Signal immer noch gegeben. Wichtig war hinterher die Latenzen der beiden Signale anzugleichen um keine Phasenprobleme zu bekommen. Das Schlagzeug wurde mit Addictive Drums aufgenommen. Eine Entscheidung die in der Vorproduktion genial, aber für den Endsound sehr arbeitsintensiv war. Mit den vorproduzierten Bassspuren und mittlerweile ordentlichen Backingtracks ging es in Nürnberg zur Bassfabrik, wo die amtlichen Vinzent-Bässe (www.bassfrabrik.de) herkommen. Dort wurde der Basssound „bassend“ gemacht. In einer zusätzlichen dreitägigen Gitarrensession im Swamp Studio wurde die Nordseezeit abgeschlossen. Mit dem Cello und dem Gesang ging es dann eine Woche nach Gaibach bei Volkach ins Audiolodge Studio zu Sven Peks. Sven, ein Verfechter des „nimms gleich so auf wie du es haben willst“, verwendete zu unterschiedlichen Songstilen unterschiedliche Gesangsmicros. Damit wurde der Sound je nach Wunsch rotzig oder transparent/intim. Helge sang trotz Erkältung und dank unzähliger Liter Halswohl-Tee, unglaubliche 7 Songs an einem Tag ein! Barti begeisterte beim Einspielen der Streicherpartien alle mit seinem sauberen Bogenstrich und seiner Intonation. Wer einen Cellisten für seine Streicher braucht: Gegen ein geringes Entgelt verleiht EBENBILD einen sehr einfühlsamen Cellisten! Er muss nur mindestens zweimal täglich gefüttert werden, ist aber ansonsten sehr pflegeleicht. Der Rocksong „Freude“ und einige zusätzliche lautere Spuren und Soli entstanden auch bei Audiolodge. Jetzt weiß ich auch wie es klingt, wenn der Amp unglaublich laut ist und die Saiten nur zart gepickt werden. Über Plugins schafft man es kaum, so direkt mit dem unmittelbaren Response des Amps zu arbeiten! Nach Audiolodge gings an die Editierarbeiten der Vocals. Und anschließend and die Backings. Die entstanden komplett in unseren


→ Studiobericht

Wohnzimmern, nachdem wir uns mit einem amtlichen Brauner Mikrofon eingedeckt hatten. Eine Investition, bei der wir statt in Studiokosten in Equipment investierten, welches uns erhalten bleibt. In der MixPhase wurde die Dropbox unser Freund und Helfer. Auf diesem Weg konnten schnell neue Mixes die Runde machen und Feedbacks eingeholt werden. Eine sehr wichtige Lektion für uns war die Kommunikation mit den Mischern. Anfangs wollten wir alle mitreden. Diesen Zahn musste uns erst einer der Mischer schmerzhaft ziehen. Und das ist eines der Dinge, die wir als Band lernten und sicher noch vertiefen müssen. Sprich in der Mix- und Masteringphase mit nur EINER Stimme. Alles andere schafft Verwirrung und Unwohlsein. Uns hat es geholfen, dass wir uns ein Zeitlimit gesetzt haben, auch wenn wir das letztendlich nicht einhalten konnten. Wir haben die Dinge nie ganz in unserer Hand: Es kann immer was dazwischen kommen und die Regel ist, DASS etwas dazwischen kommt. Wichtig war es für uns dabei, den Faden nicht zu verlieren und den Zeitrahmen sinnvoll zu erweitern. Die Zeiten zwischen den einzelnen Aufnahmesessions haben der „EBENBILD SEIN“ sehr gut getan, denn sie haben uns zu neuen Ideen geführt und die Songs reifen lassen. Das hört man auch, aber wir sind trotzem froh dass sie nun endlich da ist! Aber wer weiß: Nach der CD ist vielleicht vor der CD! Als Individuen in einer Band kommt man in Recordingphasen unter Umständen ganz schön aneinander. Es gibt Beispiele vieler Bands, die an einer CD-Produktion zerschellt sind. In solchen Konfliktphasen mussten wir gemeinsam die Musik im Fokus behalten und persönliche Vorstellungen und Animositäten zurück stecken. Nicht gerade die leichteste Übung unter Musikern! Vor allem wenn am eigenen Song oder Ausdruck gemäkelt wird. Aber am Ende lohnt sich der ganze Aufwand. Wenn man hört, dass die Musik, die man gemeinsam macht, anderen Menschen gut tut, entschädigt das jede Mühe. Eine ganz besondere Erfahrung für mich, war die Aufnahme des Kyrie Chores für den Song ERBARME DICH. Ich hielt Ausschau nach einem gut klingenden Raum für einen gregorianischen Gesang. Die Nürnberger Egidienkirche fiel mir ein, sie hat einen extrem langen Nachhall. Nachdem der Kontakt leider nicht zustande kam, griff ich zur Alternative: Die Rosstaler Krypta. Der Raum dort klingt dumpfer und schwer, hat aber trotzdem einen schön warmen Nachhall. Eigentlich perfekt einen Kyrieruf: unter der Erde singen. So sang ich mit meinem Bruder Walter den Chor ein. Das Zoom H4 in der Mitte des Raumes mit 3 Metern Abstand zwischen uns und dem H4. Das gab dem Sound ganz viel Weite und Raum. Das Ergebnis gefiel mir sofort. Anschließend ging mein Traum in Erfüllung die Glocken aufzunehmen. Direkt unter der Kirchturmglocke sitzend, konnte ich das 5 Uhr-Läuten auf dem Kirchturm einfangen! Eine Recordingsession und eine Stimmung die ich nie vergessen werde! Chris Halmen

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→ Anlagenkauf

Holzwürmer in der Kirche

Tipps zum Anlagenkauf Wenn Kirchengemeinden sich eine Verstärkeranlage zulegen wollen Wir stellen uns im ersten Teil unserer Miniserie einmal folgende Situation vor: In einer Kirchengemeinde hat sich eine Band aus jungen und weniger jungen Musikern gegründet. Diese soll moderne Gottesdienste gestalten. Nach vielem Hin- und Herüberlegen stellt die Gruppe um Pfarrer, Kirchenvorstand und Band fest, dass man ja überhaupt keine P.A. (sprich: „Pii-Äii“), also eine VerstärkerAnlage besitzt mit der man die Musik der Band in angemessener Form dann auch verstärken könnte. Was tun? Jonny Pechstein ist Musiker und Autor und lebt mit seiner Familie in Nürnberg. www.jonny pechstein.com

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Zunächst wird auf den örtlichen Elektriker gedeutet und gesagt: „Du machst doch sowas! Du hast doch Ahnung von sowas, schließlich hast du unser aller Stereo-Anlagen bereits repariert!“ Der gute Mann – nennen wir in einfach mal Konrad (mit K!) – winkt vernünftigerweise erstmal ab und erklärt, dass er deswegen noch längst keine Ahnung von Tontechnik, bzw. Verstärker-Anlagen hat. Er verspricht aber, sich zumindest einmal umzuhören, was es denn so alles gibt und wen man fragen könnte. Er bekommt mehrere gute Tipps, die er anschließend in die Tat umsetzt.

Tipp 1: Schulen lassen Bevor man nun loszieht und irgendetwas zusammenstöpselt, wäre es am wichtigsten, eine oder mehrere Personen aus der Gemeinde schulen zu lassen. Dazu gibt es vielerlei Möglichkeiten. Besonders ans Herz legen möchte ich euch an dieser Stelle natürlich die Schulungsangebote des Popmusikverbandes, die es gibt. Ihr könnt entweder an Seminaren und Workshops bei uns teilnehmen oder sogar über unsere Vermittlung jemanden zu euch kommen lassen, der euch bei allem berät, der sich die Gegebenheiten vor Ort ansieht und damit auch besser einschätzen kann, was ihr braucht und vor allem was nicht. Ein guter Einstieg ist immer das Bandseminar in Altenstein, das jährlich Ende September angeboten wird. Normalerweise ist dort auch immer ein Technik-Workshop im Programm, bei dem man sich wertvolle Tipps holen kann und wo man einem erfahrenen, professionellen Techniker Löcher in den Bauch fragen darf. Die Musiker, die die D-Prüfung für Popularmusik absolvieren, werden ebenso mit einem Grundwissen über den Aufbau und Umgang mit einer Verstärkeranlage ausgerüstet. Das gehört zum Standardprogramm der D-Prüfung. Die Kirchengemeinde schickt Konrad Ende September nach Altenstein. Dort erhält er ein Einstiegswissen zum Thema Soundtechnik und sieht jetzt schon einmal ein wenig klarer. Bei dem Referenten holt er sich auch Tipps für den Einkauf.


→ Anlagenkauf

Tipp 2: Der Raum definiert die Mittel Wieder zu Hause möchte Konrad nun klären, wofür die Gemeinde die Anlage eigentlich braucht und was alles damit beschallt werden soll. Bei Kirchengemeinden handelt es sich üblicherweise um den Kirchenraum. Dieser wiederum ist normalerweise nicht für eine popularmusikalische Nutzung ausgelegt. Da gibt es zum Einen die Kirchen, die relativ groß sind und einen enorm hohen Hallanteil haben. Dieser Hall ist zwar gut, wenn man nur mit Stimme arbeitet, bzw. mit einer Orgel die Lieder begleitet. Spätestens beim Einsatz eines Schlagzeuges ist die Freude über den schönen Raumklang aber schnell vorbei. In solchen Fällen sollte man sich tatsächlich am besten vom Fachmann vor Ort beraten lassen. Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, wie man dem Problem begegnen kann, aber die sollten dann auch individuell auf die Bedürfnisse der Gemeinde angepasst sein. Bedenkt immer dabei, dass es nicht nur darum geht, schön laut zu sein. Es geht vor allem darum, gemeindedienlich musizieren zu können und dies auch hörbar zu machen. Eine permanent dröhnende Lärmkulisse trägt nicht zum Wohlbefinden der Gemeinde und zur Akzeptanz moderner Musik im Gottesdienst bei. Es gibt daneben aber auch andere, meistens kleinere Kirchen, die viel Holzvertäfelung haben. Dieses Holz schluckt schon viel und verhilft zu einem eher trockenen Raumklang. In diesen Kirchen ist die Einstellung einer kleinen Anlage eher unproblematisch. Bei einem meiner letzten Auftritte waren wir in einer solchen Kirche. Dort war aber die Akustik so gut und wurde der Schall so gut getragen, dass wir als kleines Ensemble ganz auf Verstärkung verzichten konnten. Auch das kommt vor. Die Besucherzahl ist natürlich auch ein wichtiger Faktor. Jeder Raum verändert noch einmal seinen Klang, sobald Besucher in ihn hineinkommen. Aus ganz halliger Kirche kann unter Umständen eine nicht mehr ganz so hallige Kirche werden. Die Größe des Raumes und die Größe des zu beschallenden Publikums sind ebenfalls wichtige Kriterien. Dazu kommt noch die Größe der zu erwartenden Band, die Anzahl und Beschaffenheit der Instrumente und die Anzahl der Sänger und Sängerinnen. Nachdem Konrad sich das alles bewusst gemacht hat, geht es nun ans Shoppen.

Tipp 3: Fachhandel, nicht Elektro-Grossmarkt Aus reiner Gewohnheit möchte Konrad dorthin gehen, wohin ihn auch sonst seine Schritte lenken, wenn er Equipment einkaufen möchte. Allein schon des Namens wegen liegt ihm da der eine oder andere Elektro-Versandhandel am Herzen. Auch die direkten Konkurrenten des Favoriten haben hin und wieder gute Angebote, wie Konrad aus Erfahrung weiß. Außerdem hatte er dort auch schon mal solche Anlagen gesehen. Es ist aber ratsam, sich nicht an irgendeinen Elektro-Handel zu wenden, sondern selbstverständlich an den Spezialisten, sprich an den musikalischen Fachhandel. Wenn man (um nur einmal ein Beispiel zu nennen) Michael Ende aus unserem Music-Life-Shop kontaktiert, kann man mit ihm ein Gespräch vereinbaren. Dort wird er erfragen, was gebraucht wird und wofür und wird dann ein gutes Angebot zusammenstellen. Aber auch bei anderen Musikalienhändlern wird man im Normalfall kompetent beraten und kann sich zudem vor Ort gewisse Dinge zeigen uind vorführen lassen. Dabei gibt es selbstverständlich

auch günstige „Einsteiger“-Angebote, die aber dennoch eine gute Qualität aufweisen und am ehesten für den gemeindlichen Gebrauch taugen. In jedem Fall sollte man die erste Anlage nicht aus dem Katalog oder Internet kaufen. Am besten ruft man in einem solchen Fachhandel an und vereinbart einen Termin. Diese Termine solltet ihr, wenn es euch irgendwie möglich ist, auf einen Werktag legen. An den Wochenenden herrscht in den Musikalien-Läden immer ein riesiger Andrang und die Verkäufer finden kaum Zeit für ein intensives Gespräch. Am Montag Morgen, beispielsweise, kann das schon ganz anders aussehen. Es ist immer am geschicktesten, sich vor Ort alles erklären und zeigen zu lassen. Natürlich ist es auch wichtig, sich unterschiedliche Angebote von zwei oder drei verschiedenen Geschäften machen zu lassen. Wer, wie Konrad, bereits einen Workshop des Popmusikverbandes besucht hat, bzw. eine Beratung vor Ort erleben durfte, der hat bis zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon eine Ahnung davon bekommen, was zu tun ist.

Tipp 4: Weniger ist manchmal mehr – nicht immer … Manchmal ist die Begeisterung in einer Gemeinde für das zukünftige „Rock-da-house“-Projekt so groß, dass wie wild zu teures und zu viel Equipment eingekauft wird. Selbst wenn die Gemeindekasse das vertragen sollte, ist es vor allem am Anfang wichtig, angemessene Brötchen zu backen. Das Equipment, das man hat muss schließlich auch gelagert und bedient werden können. Eine ganz typische Diskussion in manchen Gemeinden dreht sich beispielsweise um das sogenannte In-Ear-Monitoring. Soll man es anschaffen oder nicht? Dabei geht es mehr oder weniger darum, dass die Bühnenmonitore durch kleine Kopfhörer in den Ohren der Musiker ersetzt werden sollen. Besonders edel ist das natürlich kabellos per Funk. Vorteil von In-Ear, gerade für Kirchengemeinden wäre, dass der Lärm, der aus den Monitorboxen nach außen dringt extrem verringert wird. Das macht es leichter, einen transparenten Sound in das Gebäude zu bekommen. Jedoch: Zum Einen sind diese Geräte, und wenn es gut werden soll auch die Kopfhörer, sehr teuer. Zum Anderen gehört viel Geschick und Können dazu, diese dann auch richtig einzustellen und zu bedienen. Für Newcomer und Kirchenbands, die gerade angefangen haben, wäre das weit, weit übers Ziel hinaus geschossen. Die Liste der unnötigen Gimmicks ließe sich durchaus noch fortführen. Daneben ist es selbstverständlich richtig und wichtig, genügend Kanäle am Mischpult zu haben, genügend Mikrophone, überhaupt taugliche Monitore und vieles mehr. In jedem Fall haben der gute Konrad und seine Freunde aus der Gemeinde ganz schön was vor. Wichtig ist, dass sie immer wissen, dass es sich auch lohnt, da das Gemeindeleben von ihrem Einsatz sehr profitiert. Jonny Pechstein

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→ Lutherdekade

Ways – Wege zum Heiligen Ein Musik- und Buchprojekt zur Lutherdekade

Das Projekt „Ways“ setzt die täglichen Wege und damit verbundene menschliche Gefühle in Verbindung zu den Texten der Wallfahrtspsalmen der Bibel (Ps 120-134). Auf schriftlicher (Buch) wie musikalischer (CD und Liveaufführungen) Ebene werden die Psalmen neu als „Wegzehrung“ für die Wege des täglichen Lebens gefasst und einem breiten Zielpublikum neu nahgebracht. Ganz im Sinne Martin Luthers, der mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche Glaubensinhalte neu für die Menschen seiner Zeit erschlossen hat. Das Buch hat zu jedem Psalm ein Kapitel, das von namhaften Autoren (darunter etlichen Mitgliedern des Popularmusik-verbandes) geschrieben wurde, darunter u.a. Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München/Oberbayern), Susanne Breit-Keßler (Regionalbischöfin München), Andreas Ebert (Enneagramm), Andi Weiss (Diakon und Songpoet), Wolfgang Buck (Liedermacher und Kabarettist), Christoph Zehendner (Journalist und Liedermacher), Nora Steen (ARD/Wort zum Sonntag; Pastorin Citykirche Hildesheim). Das Buch erscheint vorausscihtlich im Februar 2012 im Brendow Verlag, herausgegeben von Christian Probst und Günther Kusch.

Kontakt: Verband für christliche Popularmusik Thomas Nowack Weiltingerstr. 17 90449 Nürnberg 0911 / 2523961 servicezentrum@popularmusikverband.de www.popularmusikverband.de Evangelische Jugend im Dekanat Fürth Daniela Neuenfeldt Königstraße 27 90762 Fürth/Bayern 0911 / 7432755 neuenfeldt@dekanat-fuerth.de www.ej-fuerth.de

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www.ways-music.de

Pfarrer Christian Probst, Mitglied des Popularmusikverbandes und einer der regionalen Ansprechpartner im Dekanat Fürth, hat außerdem zu jedem Psalm ein neues Lied geschrieben und für Chor, Band und Bläsersection arrangiert. Die modernen Arrangements vereinen Pop, Soul und World-Musik zu einer vielseitigen musikalischen Reise. Passend zum Thema „Musik und Reformation“ der Lutherdekade im Jahr 2012, reiht sich das Projekt „Ways“ damit in eine Reihe von Veranstaltungen ein und ist das offizielle Projekt des Verbandes für christliche Popularmusik in Bayern e.V.. „Ways – Wege zum Heiligen“ möchte darüber hinaus als aktives Musikprojekt musik- und singbegeisterte junge Erwachsene ansprechen. Für dieses Projekt konnte das Dekanat Fürth gewonnen werden. In einem Projektchor „Ways“ werden junge Erwachsene aus dem

Dekanat bei gemeinsamen Proben, Aufnahmen und Konzerten musikalisch gefördert und miteinander vernetzt. Sie treffen in der Chorgemeinschaft auf Gleichaltrige, Jüngere oder Ältere, werden bei den Proben musikalisch geschult und lernen bei den Auftritten das besondere Erlebnis kennen, mit Band, Solisten und Bläsern ein Konzertprogramm aufzuführen. Damit bekommen sie - über die Verbindung zur Kirche hinaus - einen Platz, an dem sie sich einbringen können und selbst etwas davon haben. Dekanatskantorin Inge Schilffahrt leitet den Chor und fördert die Sänger/innen musikalisch. Die Chorproben finden seit September 2011 14-tägig im Chorsaal des Gemeindezentrums St. Michael statt. Für die Bandarbeit und die CD-Produktion wurde Produzent und Musiker Jonny Pechstein gewonnen. Er ist wie Christian Probst Mitglied der Popularmusikverbandes, Redaktionsleiter des verbandseigenen Musikmagazines musik&message und betreut im Auftrag des Verbandes den Gospelchor, sowie eine Band der Nürnberger Jugendkirche „LUX“ . Die evangelische Jugend im Dekanat Fürth, vertreten durch Diakonin Daniela Neuenfeldt, organisiert und bewirbt das Projekt. Damit vereint das Projekt in einer außergewöhnlichen Kooperation die Kirchenmusik des Dekanats mit der Dekanatsjugend. Das Konzertprojekt „Ways - Wege zum Heiligen“ soll ab April 2012 an verschiedenen Orten in Bayern/ Deutschland aufgeführt werden. Die Premiere wird am Sonntag, 29. April 2012 in St. Michael/ Fürth stattfinden. Weitere Aufführungstermine sind für den 14.-15.7.2012 und den 05.-07.10.2012 vorgesehen. Dafür werden noch interessierte Gemeinden gesucht.


→ Verband aktuell

Verband aktuell

Neues Präsidium geht an den Start Jugendkirchenpfarrer wird Präsident des Popularmusikverbandes Im Oktober 2011 standen turnusmäßig Wahlen im Verband für christliche Popularmusik (PMV) an. Das besondere in diesem Jahr war die Tatsache, dass der Gründungs-Präsident, Mathias Hartmann sich nach 10 Jahren nicht mehr zur Wahl stellte. Aus beruflichen Gründen musste er dieses Amt zur Verfügung stellen und die Frage stellte sich: Wer kommt jetzt? Es ist ein bekannter Vorgang, dass in neu gegründeten Werken erst einmal Panik einzieht, wenn die Gründungsväter ihren Rückzug erklären. Bei Mathias war absehbar, dass er durch die gewachsene berufliche Verantwortung als Abteilungsleiter für Schule und Jugend im Diakoniewerk Neuendettelsau die Verantwortung für den Popmusikverband würde über kurz oder lang abgeben müssen. Mathias hat den Verband quasi von der Wiege an mitgestaltet und wesentliche Grundentscheidungen für das Wirken des Verbandes mitgetroffen. Bei den Diskussionen im Vorfeld kristallisierte sich schnell ein potenzieller Nachfolger heraus. Tobi Fritsche ist Pfarrer bei LUX Junge Kirche Nürnberg und war selbst schon seit einigen Jahren Mitglied des Präsidiums. Bei der Mitgliederversammlung am 9. Oktober fiel dann auch die Wahl einstimmig auf ihn. Wie Mathias so war auch Tobi selbst viele Jahre lang aktiver Musiker. Vor allem in der Band BaFF hatte er bis vor wenigen Jahren mitgewirkt, bevor diese sich auflöste. Dabei kann er auf einige Erfolge zurückblicken. Drei Alben, viele große Konzerte und Veranstaltungen und einige Preise haben die Jungs von BaFF damals eingeheimst und damit ihr Publikum begeistert. Nach dem Ende von BaFF wurde es jedoch keinwegs still um ihn. Nach dem Vikariat begann er an der neu ins Leben gerufenen Jugendkirche, LUX Junge Kirche Nürnberg, als Pfarrer. Er ist dadurch quasi auf ganz natürliche Art und Weise immer am Puls der Zeit. In ihm hat der Verband einen kompetenten und umtriebigen Nachfolger für Mathias Hartmann gefunden. Vize-Präsident wurde Norbert Ehrensperger. Auch er war viele Jahre lang selbst musikalisch aktiv und ist es, soweit die Zeit es erlaubt, auch heute noch. Unter anderem trommelte er bei Jericho. Heute ist er Pfarrer in Roding, Landkreis Cham. Ein weiteres wichtiges Amt, nämlich das des Schatzmeisters, galt es neu zu besetzen. Dafür zur Wahl stellte sich Manfred Ross, der ebenfalls einstimmig von den anwesenden Mitgliedern gewählt wurde. Manfred ist Geschäftsführer bei der Evangelischen Schulstiftung in Bayern und ein sehr kompetenter Ansprechpartner im Bereich Finanzen. Zur Schriftführerin wurde Silke Igel gewählt. Beisitzer wurden Matthias Sammet und Harald Seibold.

Foto (vlnr): Matthias Sammet, Manfred Ross, Tobias Fritsche, Silke Igel, Norbert Ehrensperger, Harald Seibold

Mathias Hartmann stand nach zehn Jahren nicht mehr als Präsident zur Verfügung

Tobias Fritsche ist der neue Verbands­präsident

Wir wünschen dem neuen Präsidium in jedem Fall Gottes reichen Segen bei der Arbeit! Jonny Pechstein

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→ Kirchenbau

+10,64

24

10,72 ±0,00 =459,43 ü.NN

-0,25 -1,20

-0,18 -1,10

-1,13

6,40

Grundstücksgrenze

±0,00

5 +2,96 +3,08

Grundstücksgrenze

45

+6,22

45

24

+6,73

2,86

2,86

20 2,76

3,085

20

75 25 25 25 50 25

-0,83

3,01

6,22

125

3,03

24

+7,085 +6,49

+6,22

-0,27

HGW -1,80

SCHNITT A-A

Auf dem Weg zu einem popularmusiktauglichen Kirchenzentrum +10,63

Grundstücksgrenze

Momentaufnahmen aus Oberbayern

±0,00

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Gelände Neu -0,43

-0,73 -1,05 Hallbergmoos 2004: Zusammen-1,20mit meiner Familie ziehe ich nach Gelände Bestand -1,10 Hallbergmoos undANSICHT trete meine Pfarrstelle als Pfarrer z.A. in der NORD evangelischen Kirchengemeinde Neufahrn und Hallbergmoos an. Der Ort Hallbergmoos, wo ich als Sprengelpfarrer tätig sein soll, erscheint mir als großes Straßendorf. Attraktiv jedoch waren der Altersdurchschnitt der Gemeinde (34 Jahre), die Tatsache, dass es erst seit knapp 10 Jahren evangelisches Gemeindeleben gab und das große Wachstum, das der Ort durch den Flughafen erfahren hat. Alle diese Faktoren ließen mich glauben, dass hier viel möglich wäre, auch in Bezug auf neue Gottesdienstformen. Dies drückte sich auch in dem Wunsch der Gemeindeglieder aus, ein eigenes evangelisches Gemeindezentrum-0,25zu bauen, der bereits zu Beginn -0,27 -0,32 OK Gehweg -0,43 OK Straße meiner Zeit in der neuen Gemeinde geäußert wurde. Was anfangs noch in weiterANSICHT Ferne zu WEST liegen schien, sollte sich schneller als gehofft verwirklichen. Zunächst konzentrierte ich mich voll und ganz auf den geistlichen Gemeindeaufbau und meine anfängliche Einschätzung, was Gottesdienste betraf, sollte sich bald bewahrheiten. Ein „Gottesdienst anders“ mit modernen christlichen Liedern und viel Gemeinschaft wurde seit 2005 einmal im Monat zunehmend zu einem kulturellen Mittelpunkt für Evangelische, Konfessionslose und einige Katholiken. Zur großen Freude meiner sehr musikalischen Ehefrau und mir gesellte sich 2009 ein ehemaliger Profimusiker zu uns und hob die Qualität unserer modernen Kirchenmusik deutlich. Innerhalb kurzer Zeit entstanden eine weitere Band, sowie ein Gospelchor. Mittlerweile stellten sich auch die Weichen für ein neues Kirchenzentrum, das für 1,6 Millionen Euro bis 2012 fertig gestellt werden soll. Seit 2010 bin ich auf Grund eines missionarischen Projekts mit 100 % in Hallbergmoos tätig. Uns war klar, dass das neue Gemeindezentrum so gebaut werden soll, dass es band- und chortauglich ist, da mittlerweile mehr moderne als traditionelle Gottesdienste in Hallbergmoos stattfinden. Deswegen beschäftigte sich eine der

-0,09


→ Kirchenbau

+3,085 17 Stg 181/27

17 Stg 181/26

±0,00

-0,22 -1,00

18 Stg 18/26

+2,96

-0,15

-0,25 -1,05

-1,13

-1,20

-1,20

-0,43 Gelände Bestand

SCHNITT B-B

B

B G

N

±0,00 -0,73

-0,83

E

Thomas Bachmann bei der Grundsteinlegung

Z

Grundstücksgrenze

Grundstücksgrenze

-0,22

-0,83 Projektgruppen für den Neubau ausschließlich mit dem Ziel wie der Neubau „popmusiktauglich“ ANSICHTwird. OSTDas bedeutet u.a. welche Anschlüsse im Gottesdienstraum wo installiert werden müssen, damit Mischpult, Boxen, Kabel, Beamer usw. ohne Aufwand angeschlossen werden können oder auch angeschlossen bleiben können. Teil dieser Projektgruppe sind der Haupttontechniker, unser musikalischer Leiter, sowie der Medienverantwortliche unseres Kirchensprengels in Hallbergmoos. Das Ergebnis dieser Gruppe wurde festgehalten und in die konkreten Planungen des Architekten eingespeist. Mittlerweile lernte ich Thomas Nowack vom Popularmusikverband kennen, der, als ich ihm von unserem Bauvorhaben-0,08erzähl-0,17 -0,18 -0,21 -0,27 te, anbot, einen Blick auf die Planung hinsichtlich der Technik zu werfen. Seine Inputs waren sehr hilfreich. Zudem ermöglichte er uns den Kontakt zu Tommy Neumann, dem Technikbeauftragten des Popularmusikverbandes. Ihn lud ich zu der entscheidenden Sitzung mit Architekten, Elektroprojektanten, Elektromeister und unserem musikalischen Leiter ein, der den Anwesenden die Ergebnisse der Projektgruppe erläuterte. Im Laufe der knapp drei Stunden dauernden Sitzung konkretisierten sich die Pläne und es wurden entscheidende Verbesserungen und Klärungen erzielt. Dabei ging es um die Kabelschächte, die gelegt werden sollten, um die optimale Anordnung der Boxen, um die Platzierung des Mischpultes bis hin zu der Möglichkeit der Gottesdienstübertragung in andere Räume usw. Wenngleich die Fertigstellung unseres Gemeindezentrums noch bis Frühjahr 2012 andauert, habe ich das gute Gefühl, dass sich der Wunsch, ein für moderne musikalische Ansprüche taugliches Zentrum zu bauen, erfüllen wird. Ich werde darüber weiter hier berichten. Grundstücksgrenze

Grundstücksgrenze

B

-0,31

Thomas Bachmann

±0,00

-0,21

ANSICHT SÜD

Grundstücksgrenze

-0,22

Eine der Projekt­gruppen für den Neubau beschäftigte sich ausschließlich mit dem Ziel, wie der Neubau „popmusiktauglich“ wird. 13


→ Konzert

Wo der Heilige Geist Tango tanzt Ensemble Horst Bracks gab Konzert in Schmölz

Unter dem Titel „dünne haut“ präsentierte das Ensemble Horst Bracks in Schmölz/Ofr. einfühlsame Songpoesie. Die Besucher sind begeistert von dieser neuen Form der Spiritualität. Mit außergewöhnlichen Konzerten macht die Schmölzer Laurentiuskirche immer wieder auf sich aufmerksam. Dass Kirchenmusik ganz andere Wege gehen kann, bewiesen auf eindrucksvolle und berührende Art und Weise Horst Bracks und sein Ensemble. Allein der Aufbau und die Instrumente selbst ließen Besonderes vermuten. Der Musiker, Autor und Komponist, der vor der Gründung seines Ensembles mehrfache Siege bei Songwettbewerben erzielen konnte, sprach die Seele des Publikums durch „dünne haut“ an. Die Faszination an der Musik und die Freude am Leben lagen in der Luft. Emotionen wir Zorn, Wut, Freude, Glück, Trost spiegelten sich in perfektem und beeindruckendem Zusammenspiel wieder.

Rhythmische Leichtigkeit

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Vom ersten bis zum letzten Lied überzeugte das Ensemble mit einfühlsamen Texten und rhythmischer Leichtigkeit. „Dünnhäutige Momente haben ihren eigenen Herzschlag. Die Poesie des Augenblicks ist schwebend tänzerisch“, meinte Horst Bracks. Das Publikum in der ausverkauften Laurentiuskirche fühlte ihn. Mittlerweile hat er für seine außergewöhnlichen Lieder schon einige Preise eingeheimst und mit „dünne haut“ seine fünfte CD produziert. In seinen Liedern spürt man diesen Herzschlag pochen. So tanzt der Heilige Geist schon mal Tango und die Liebe Gottes mitunter eine Rumba. In der Spielfreude seines Ensembles verbinden sich Inspiration, Rhythmus und Melodie. Überraschend vielfältig ist diese Musik. Für den Rhythmus sorgten vor allem Wolfgang Stroh am Schlagwerk, Bernd Kretzer am Bass, Michl Hettmer an der Sologitarre und Patrick Weeger an Keyboard und Akkordeon. Edith Pflug und Horst Bracks, mal mit, mal ohne Gitarre, sind größtenteils für den Gesang verantwortlich.

Dünnhäutige Momente Tief eingeprägt haben sich Lieder wie „Hab auf dich Acht“, „Eine Linie“, „Dünne Haut“, „Hinter jedem Winter“ oder „Alles“. Die Melodien zu den aussagekräftigen Texten sprühen nur so von Rhythmen, die man eher in der Südseevermutet hätte. Sie reichten von Folk, Ballade, Tango, Rumba, Gospel, karibischem Feeling bis hin zu rauchigem Blues. Die Begeisterung bei den Zuhörern war riesengroß und entsprechend auch der Applaus nach jedem Stück. Mit „Zu dir hinüber“ wagte sich der Poet an das Thema des Sterbens und das Hadern mit Gott bei den Hinterbliebenen. Jazzig angehaucht sang Wolfgang Stroh über den „Fluss des Lebens“ und im Stehen klatschten alle Konzertbesucher begeistert mit. In „Zugeneigt“ ließ Edith Pflug ihre Stimme solo erklingen, nur von Patrick Weeger am Keyboard begleitet. Fast atemlos lauschten die Zuhörer. Einen berührend „dünnhäutigen“ Moment beschrieb Bracks in „Geht in eure neue Welt“, ein Segenslied, in dem er an den Augenblick erinnert, wenn Kinder das Haus verlassen. Deutlich waren die zwiespältigen Gefühle, das Zweifeln und Hoffen, zu spüren.

Minutenlanger Applaus Tief berührt und noch ganz gefangen in den schönen Melodien und aussagekräftigen Texten applaudierte das Publikum minutenlang. Der Applaus war ein Zeichen, dass das Ensemble den Nerv des Publikums getroffen hatte. Das Konzert mit seinen dünnhäutigen Momenten war nicht nur für Horst Moser, Vertrauensmann in Schmölz und Veranstalter, ein absoluter Erfolg. Regine Bellazrak in Neue Presse Kronach


→ Gottesdienst

h@llelu.ja-Gottesdienst frisch, fröhlich, frommer Gottesdienst in Freimann

Zwei attraktive Männer sitzen sich gegenüber. Sie bringen mit Hanteln, Gewichten und Sit-ups ihre wohlgeformten Oberkörper zu Geltung. Sie unterhalten sich über ihr Training, ihre Problem­ zonen, über Gott und die Welt. Eine Szene aus dem Fit­ness-Studio? Nein - es war das „Anspiel“ aus dem ersten h@llelu.ja-Gottesdienst im April 2005 in München-Freimann. Eine Gruppe um die beiden Pfarrer Norbert Ellinger und Dr. Rainer Liepold hatte sich seit Monaten Gedanken gemacht, wie sie einen attraktiven, frischen, fröhlichen und frommen Gottesdienst gestalten könnten. „Einmal im Monat wollen wir unsere Kirche voll haben“ – das war ihr ehrgeiziges Ziel. Sie ließen sich dazu von bestehenden „alter­nativen“ Gottesdiensten inspirieren. So besuchten sie die Thomas-Messe der Münchner Lukaskirche oder werteten Videoaufzeichnungen von „GoSpecial“-Gottesdiensten aus. Vor allem die kirchlich „Randständigen“ zwi­schen 15 und 45 Jahren sollten angespro­chen werden. Jeder Gottesdienst sollte ein eigenes Thema haben, locker und witzig sein, aber auch mit Tiefgang ausgestattet sein. Im Laufe der Zeit ergab sich folgendes Konzept: Jeder Gottesdienst wird von einem Moderationspaar geleitet. Er enthält einen Kreativ­ teil mit z.B. einem Anspiel oder Interview, eine kurze an­schauliche Predigt, einen Mitmach- und einen Gebets- und Segensteil. Den Teilnehmern sollte Gelegenheit gegeben werden, die Fürbitten selbst zu formulieren. Für die Durchführbarkeit war besonders wichtig, dass es kein zusätzlicher, außerplanmäßiger Gottesdienst sein würde. Er sollte zur normalen sonntäglichen Zeit stattfinden. Die Lieder sollten modern und poppig daherkommen, Klatschen sollte nicht nur erlaubt, sondern erwünscht sein. Die Stimmung und die Lieder sollten ruhig an einen charismatischen Gottesdienst erinnern.

Nachdem dieses Konzept stand, fehlten noch der passende Name und ein Logo. „Full bock“, „credo live“, „spirit special“ und andere waren die Vor­schläge, bis der an eine e-mail-Adresse erinnernde Titel „h@llelu.ja“ auftauchte und sofort einhellige Zustim­mung fand. Doch das Wichtigste ließ anfangs noch auf sich warten: Eine Band, die dieser Art Got­tesdienst den nötigen Schwung verleihen konnte. Es war wie ein kleines Wunder, dass sich in der Gemeinde und deren Umkreis genau die Leute fanden, die dazu nötig waren. Sogar Profis waren dabei! Ein kleines Wunder auch, dass sich die Bandmitglieder bei all ihrer Verschieden­heit unter dem Namen „free man´s hope“ dem gleichen Ziel verschrieben. Schließlich war es am 17. April 2005 so weit: h@llelu.ja feierte mit „fit for heaven – erste schritte im glauben“ Premiere. Der Zuspruch hat sich seit dem stetig gesteigert. Oft rei­chen die Stühle nicht aus, um alle Besucher zu fassen. Die Kinder, die zu Beginn noch zeitgleich in den Kindergottesdienst zogen, wollten irgendwann lieber im „h@llelu.ja“ bleiben. Die Konfirmanden singen die h@ llelu.ja-Lieder mit besonderer Vorliebe. Etliche Senioren gehören inzwischen zur „h@llelu.ja-Stamm-Gemeinde“ und auch von außerhalb kommen Menschen, die sich von h@llelu.ja inspirieren lassen möchten. Er ist somit ein echter Familien-Gottesdienst, der alle Altersgruppen anspricht. Inzwischen wurden schon fast 40 dieser Gottesdienste gefeiert und der h@llelu.ja ist zu einem Marken­zeichen der Freiman­ner Gemeinde gewor­den. Gott sei Dank!

Norbert Ellinger (48) ist seit 2003 Pfarrer in München-Freimann. Seine musikalische Grundausbildung bekam er beim Windsbacher Knabenchor. Völliges Neuland war die Gründung der Band „free man´s hope“ für den h@llelu.ja-Gottesdienst in MünchenFreimann. „Gott loben“, so meint er, „kann man auf viele Arten. Hauptsache gut gemacht und von Herzen!“ Alles Fotos: Jasmin Totschnig, München ©

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→ Altenstein 2011

Altenstein – klein, aber besonders fein Auch in diesem Jahr haben wir wieder unser legendäres Seminar in Altenstein durch geführt. Unsere Referentenliste konnte sich echt wieder sehen lassen, daran konnte es also nicht liegen, dass sich heuer eher weniger angemeldet haben. Aber die, die kamen, hatten ein erstklassiges Programm.

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Norbert Ehrensperger ist Pfarrer in Roding (Dekanatsbezirk Cham) im Bayerischen Wald. Als Schlagzeuger spielt er bei verschiedenen Projekten und arbeitet als Verbandsrat, RAP und in der Redaktion der m&m an der Förderung moderner Musik in der Kirche.

Sarah Kaiser war mit Ihrem Workshop natürlich ausgebucht. Wer hätte auch etwas anderes erwartet? Schließlich hat man nicht oft Gelegenheit, mit so einer Ausnahmesängerin zu arbeiten. Und mit der Hilfe der Hexe und der Sandkastenzicke fanden viele ganz neue Zugänge zu ihrem Gesang. Gestenreich und mit ganz viel Esprit entlockte sie Ihren Mädels und dem Quotenmann ganz neue Töne, über die so manche(r) wohl selbst erstaunt war. Neue Erfahrungen mit ihren Stimmen und dem Zusammensingen machten auch die Mädels im Gospelworkshop bei Thomas Nowack. Neue Literatur und Playbacks halfen zu einem super Sound und intensiver Arbeit an der eigenen Stimme. Apropos intensive Zusammenarbeit. Über die konnten sich auch die Teilnehmer der Workshops für die Rhythmusgruppe freuen. Michael Ende wechselte zwischen fokussierten Einheiten und immer wieder Einzelüben an kniffligen Bassläufen und Aufgaben für Walks durch die Skalen ab. Gerade die Kombination aus Zusammen- und Einzelarbeit schaffte ein gutes Fortkommen auf ganz individueller Basis.

Yogo Pausch zeigte seinen Schlagzeugern deutlich, wie wichtig Rudiments sind. Es sind halt die absoluten Grundlagen. Wer sie beherrscht, kann eigentlich in jeder Situation bestehen. Und doch sind sie manchmal schwerer, als es auf den ersten Blick aussieht! Aber wie immer gilt: Üben lohnt sich! Natürlich auch für den letzten Mann vor den Lautsprechern: Ohne Üben wird der Klang nicht besser. Aber gut, wenn man die Grundlagen von Mischen und Recording geballt in seinem Kopf hat und noch ein paar Tricks und Kniffe von einem Profi wie Michael Dotzler hört, dann fällt einiges schon leichter. Was ist ein Kompressor, und wie arbeitet der? Und brauche ich überhaupt Pressluft in meiner Anlage? Natürlich hat kein Teilnehmer diese Frage gestellt, aber es gibt niemanden, der nicht noch etwas Neues mitgenommen hat, auch nach jahrelanger Erfahrung am Pult und mit dem Lötkolben. Manchmal hilft Erfahrung aber auch weiter. Und davon hat Jonny Pechstein als Songwriter eine ganze Menge. Die Teilnehmer seines Workshops profitierten von seinem Wissen über Hooklines und Melodieläufe, über Textfragen und allgemeines zum Komponieren. Ein echter Gewinn für alle. Genauso wie – last but not least – Haiko Hainz’ Gitarrenworkshop. Wie begleite ich, damit es nicht alles in einer Kirche erdrückt? Worauf achte ich bei meinen Einstellungen? Solo und Begleitung, Blues, Rock und lateinamerikanische Rhythmen, einfach alles war hier geboten.


→ Altenstein 2011 Die Referenten

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3 4 Aber die Workshops sind ja nicht das Einzige, was an diesem Wochenende geboten wird. Die gemeinsamen Abende in der Bar, die Gespräche bei einem gemütlichen Glas Wasauchimmer, Fachsimpeln mit den Dozenten ganz nah, und dazu auch noch geistliche Stärkung. Was will man mehr?! Im Biblemeeting ging es diesmal darum, wie viel Liturgie ein Gottesdienst braucht, um noch einer zu sein und welche Möglichkeiten sich ganz allgemein bieten. Und das sind viel mehr als man vielleicht denkt. Letztlich geht es darum, dass Gott im Zentrum bleibt. Ganz bewusst war dann auch der Gottesdienst mit Abendmahl am Sonntag morgen nach G1 gestaltet. Und trotzdem, oder gerade wegen der vielen Möglichkeiten, war es ein moderner und runder Gottesdienst mit ganz viel Popmusik, der gezeigt hat, was alles geht. Was alles geht, zeigten schon am Samstag Abend alle Dozenten und Teilnehmer bei „musik&message“, dem Konzertabend des Seminars. Sonderapplaus gab es für Yogo, der sich mit einem unnachahmlichen Schlagzeugsolo von allen verabschiedete, weil er schon wieder ein Engagement am Sonntag in Nürnberg hatte. Gefragte Leute, die da bei uns mitmachen. Und wie gut das ganze Wochenende war, kann man eigentlich gar nicht beschreiben, das muss man einfach erleben. Vielleicht Ihr selbst beim nächsten Mal? Gott zum Groove, Euer Norbert Ehrensperger

1   Michael Ende – Bass;  2  Kilian Haiber, Keyboard;  3   Haiko Heinz;  4   Sarah Kaiser, Gesang;  5   Yogo Pausch;  6   Jonny Pechstein, Songwriting

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→ Altenstein 2010 →Seminar Kulturkirche(n)

Kulturkirche(n) – neuer Wein in alten Schläuchen? Eine Standortanalyse zu Kultur, Kirche und Popmusik anlässlich des ersten Kirchenkulturkongresses der Evangelischen Kirche Deutschland

Thomas Nowack ist Referent beim Verband für christliche Popularmusik und lebt in München

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Konzepte für Kulturkirchen gewinnen nach Ansicht der EKD angesichts des zunehmenden Leerstandes von Kirchenräumen, einer wachsenden kirchlichen Wahrnehmung in Bezug auf die Symbolkraft dieser Räume und eines wachsenden Interesses von Kulturschaffenden an ebendiesen Räumen aufgrund der dort präsenten existenziellen und spirituellen Fragestellungen an Bedeutung. Aus diesem Grund lud das Kulturbüro des Rates der EKD vom 15. -18.09.2011 nach Berlin zum ersten Kirchenkulturkongress. In der Ausschreibung zum Kongress gab es zu allen Kulturfeldern Arbeitsbereiche, so auch für Musik. Dies hatte sich bis nach Bayern herumgesprochen, so dass ich diesen Kongress zum Anlass nahm, ihn als Fortbildung zu besuchen. Das ich diesen Termin allerdings überhaupt wahrgenommen habe, darf man allerdings getrost als „Zufall“ bezeichnen, war er unter Kulturschaffenden so gut wie überhaupt nicht bekannt und schon gar nicht über kircheninterne Informationskanäle in unserem Servicezentrum angekommen. Die Informationen flossen also spärlich und zu spät. Andernfalls hätten auch wir im letzten Magazin oder über die Webseite darauf hingewiesen. Damit hatte der Kongress bereits die Chance auf einen repräsentativen Teilnehmerquerschnitt verspielt, denn es fehlten, sieht man mal von geladenen Gästen oder am Kongress involvierten Künstlern ab, alle Arten von Kulturschaffenden, Musiker eingeschlossen, ganz zu schweigen von der christlichen Szene. Auch die Information der Verantwortlichen über die Schwierigkeiten die Werbung adäquat zu platzieren und der Selbstbeschränkung auf eine überschaubare Anzahl an Dauerteilnehmern ändern daran wenig. Laut Veranstalterangaben nahmen am Kongress 550 Dauerteilnehmer teil. Geht man davon aus, das damit alle Teilnehmer, Mitwirkenden und Verantwortlichen gemeint waren – und eigene Beobachtungen legen dies nahe – so blieben unter dem Strich etwa 300 – 400 Teilnehmer übrig, die als „Interessierte“ gekommen waren und keine Funktion innehatten. An sich eine beachtliche Zahl. Da es sich dabei aber um eine bundesweite Veranstaltung der EKD mit dem hehren Anspruch Kulturschaffende und –macher deutschlandweit zusammenzurufen handelte, relativiert sich diese

Zahl erheblich. Dass man in der Regel weit häufiger Funktionsträger, und hier vor allem Theologen traf, macht das Dilemma umso deutlicher. So war der Kongress durchaus gut vorbereitet und auf den unterschiedlichen angebotenen Arbeitsbereichen und Podien prominent besetzt. Die Künstler, Musiker eingeschlossen, fehlten allerdings. Bereitete dieser Umstand schon ein gewisses Erstaunen, stellte sich bei vielen Teilnehmern dann außerdem sehr schnell weiteres Unbehagen ein. Bereits bei den Grußworten zum Auftakt des Kongresses wurde mit Verweis auf hinlänglich bekannte Fakten zur Wichtigkeit beider Großkirchen in Bezug auf deren kulturelles Engagement - ca. 4,3 Milliarden Euro pro Jahr - nur einseitig mit Geld argumentiert. Eine Argumentation, die gerade popmusikalisch Informierten nur ein müdes Lächeln abringt. Setzt man diese Zahlen nämlich in Beziehung, so wird schnell klar, wohin der Löwenanteil dieser Summe fließt: in konservierende Maßnahmen für Baudenkmäler und Kunstschätze. So erweckt diese Zahl und der Verweis darauf, das Kirchen damit hinter dem Staat an zweiter Stelle in Bezug auf die Kulturförderung stehen, zwar einen guten Eindruck, ganz abgesehen davon, das Klappern zum Handwerk (kirchen)kulturellen Lebens gehört. Dass aber um jeden Euro für innovative Projekte in Kirchen gekämpft werden muss, dass solche Projekte häufig unterfinanziert sind, dass bei Kirchenumbauten keine optimalen Voraussetzungen für Popularmusik oder Ausstellungen geschaffen werden, dass Künstler häufig „ehrenamtlich“ ihren Einsatz für Kirche leisten oder sogar noch dafür zahlen sollen - das alles wurde verschwiegen. Um nicht missverstanden zu werden: Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Leistungen auch im Sinne erfolgreicher Arbeit dargestellt werden. Es ist unredlich, wenn dies einseitig, undifferenziert und ausschließlich unter dem Diktat des Geldes passiert. Eigentlich hätte man annehmen dürfen, das Verantwortliche mitten in der Krise erkannt haben, dass sich der Umfang eines Budgets nicht mehr als geeigneter Indikator für die Nachhaltigkeit einer Arbeit eignet. In Kirchen sollte dies ohnehin kein Argumentationsfaktor


→ Kulturkirche(n)

sein. Diesem ersten Unbehagen folgten eine Reihe von Eindrücken, die dieses noch verstärken sollten. Gekommen war der Teilnehmer zu einem Kirchenkulturkongress. Eine Klärung dieses Begriffes unterblieb völlig. Auch alle weiteren Begriffe in diesem Zusammenhang (bspw. der erweiterte Kulturbegriff) wurden nicht einer gemeinsamen Sichtung unterzogen. Völlig ausgeblendet wurde dabei die seit ca. fünfzehn Jahren im kulturwissenschaftlichen Bereich geführte Diskussion um Begriffe wie Gebrauchs- oder Populärkultur, Breitenkultur, Subkultur oder Kulturmilieu. Auf die Aussage des Paulus „allen alles zu werden“, nachgerade ein Plädoyer für eine Breitenkultur, wurde erst gar nicht eingegangen. Ein Gespräch mit der Kulturbeauftragten der EKD, Pfarrerin Petra Bahr, offenbarte das Dilemma. Man hatte sich aufgrund vieler Bitten dazu entschieden, grundsätzlich die Breitenkultur nicht zum Thema zu machen. In den in vielen Fachbereichen geführten Diskussionen ging es daher fast ausschließlich um Hochkultur. Man konnte sogar den Eindruck gewinnen, dass der Begriff Popkultur, populäre Kultur oder auch Gebrauchskultur fast reflexhafte Abwehr auslöste. Auch die kulturellen Angebote des Kongresses bewegten sich ausschließlich in diesem Bereich. Von den Podien wurde dieser Eindruck sogar noch verstärkt. Ich habe dies anlässlich einer Podiumsdiskussion im Fachbereich Musik, an der ich als Teilnehmer anwesend war, und im abschließenden Podium Kultur, Kirche und Politik selber so erlebt. Auf dem Musikpodium gerierte sich ein Sozialwissenschaftler als Liebhaber der Rockkultur um nur zwei Sätze später die unseligen Konfirmandengottesdienste mit Band, deren zwei er in diesem Jahr erlebt hatte, aufs Heftigste zu geißeln. Der zum abschließenden allgemeinen Podium eingeladene Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ging sogar noch einen Schritt weiter. Er schrieb der EKD ins Stammbuch, nur die Sprache der Bibel zähle als legitime Kunstform der Kirche. Die Predigt wäre demzufolge die einzige Kulturform, die Kirche zu leisten hätte. Alles andere, der selber liederdichtende Pfarrer mit Jeans und Gitarre als Beispiel kultureller Zumutung, habe in der

Kirche nichts zu suchen. Man kann versuchen, dies als persönliche Meinung zu sehen. Der gewählte Aufforderungscharakter sprach eine andere Sprache. So blieb am Schluss des Kongresses lediglich die Freude über die Tatsache, dass ein solcher Kongress überhaupt stattgefunden hat und er das Thema als solches endlich einmal aktiv von kirchlicher Seite aus formulierte. Nur hoffen kann man, dass sich die EKD und ihre Gliedkirchen nicht auf einen einseitigen und ausschnittweisen (hoch)kulturellen Weg begeben und damit eine Breite verspielen, die sie heute noch aktiv gestalten können. Die Basis dürfte dies ohnehin nicht verstehen. Der Heilige Geist hat also noch einiges zu tun. Ein Glück, das er den längeren Atem hat. Thomas Nowack

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→ Was ist Musik?

Klänge und Töne des Geistes Gedanken und Erfahrungen

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1. Gott begegnen in der Musik

2. Musik im Leben

‚Gott ist wie … Musik‘. Diese Formulierung im Stil einer Metaphermeditation spricht meine eigene Erfahrung mit der Musik – und sicher auch die anderer – gut und deutlich aus. Für mich ist das Gitarre- und Klavierspiel oder das Singen – auch wenn es nicht künstlerisch vollendet ist – wie ein Gebet. Es hebt den Menschen in eine andere Sphäre; es lässt ihn alles andere um sich herum vergessen und nur noch in Klang, Rhythmus und Gesang leben. Im instrumentalen Begleiten des eigenen Gesangs wird das Gebet noch leiblicher, es wird zu einem Tanz auf den Tasten, zu einem zärtlichen Streicheln der Saiten. Der Rhythmus, vor allem der jazzige Beat, lässt den ganzen Körper mitgehen. Eine unbändige Freude strömt ins Herz, und man möchte mit John Miles singen: „Music was my first love, and it will be my last, music is the future and music was the past.“ Als ich als Zwölfjähriger mein erstes Liederbuch für die Gitarre bekam, konnte ich in der darauffolgenden Nacht nicht schlafen; am liebsten hätte ich den ‚Bettelmusikant‘, so hieß das Liederbuch, hervorgeholt und auf der Gitarre die einfachsten Lieder geübt. Aber erst am nächsten Morgen, nach der Schule, durfte ich die Noten hervorholen und üben. Als ich dann später Jazz und Gospel kennenlernte, vor allem deren für mich faszinierende Rhythmik und Harmonik, war es wieder eine kleine Erfahrung Gottes. Wenn ich zurückschaue, dann merke ich, dass fast jede meiner tieferen geistlichen Erfahrungen bei Exerzitien, Jugendtreffen oder sonstigen Ereignissen durch ein Lied ausgelöst, unterstützt oder verarbeitet wurde. Für mich waren das unter anderem das Gloria aus der Gen Rosso-Messe, ‚Gott lädt uns ein zu seinem Fest‘ (Manfred Siebald), ‚Do not be afraid‘ oder ‚Amazing grace‘. Hier sieht man, wie sich der Grundsatz des Augustinus bewahrheitet, dass doppelt betet, wer singend betet. Die Musik ist eine eigene Form von Spiritualität und Gotteserfahrung. Sie ist ein Werk des Heiligen Geistes. Man kann hier an Lieder denken wie ‚Preis dem Todesüberwinder‘ oder ‚Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr‘. Auch die vielbelächelte, weil aus der Romantik stammende ‚Deutsche Messe‘ von Franz Schubert hat für viele Menschen einen großen, spirituellen Wert. Umgekehrt merkt man bei manchen, die im Stil vermeintlich aufgeklärten Christseins diese sehr emotionalen älteren Lieder zusammen mit vielen gefühlsschweren Marienliedern ablehnen, dass sie dann eben auf jüngere, emotionsgeladene Lieder ansprechen. Es gibt auch gefühlsschwere Neue Geistliche Lieder.

Die Musik hat aber nicht nur eine Bedeutung für die Beziehung zur jenseitigen Wirklichkeit. Sie hat auch eine Beziehung zur diesseitigen Wirklichkeit, zum Leben des Musizierenden. So geht die Jazzmusik durch Leib und Seele, sie ist ganzheitlich. Durch den Beat, den Grundschlag, und durch einen differenzierten Rhythmus kommt Bewegung und Dynamik, kommt Leben in die Musik. Es ist kein Wunder, dass bei dieser Musik auch Ekstasen möglich sind, wie es aus den Gottesdiensten schwarzer Amerikaner bekannt ist. Im geistlichen Jazz, den Spirituals und Gospels, werden die Lebensprobleme und die Leiden der versklavten Neger verarbeitet. Da bringt das Singen von ‚Nobody knows the trouble I’ve seen‘ oder ‚Were you there when they crucified my Lord?‘ Befreiung. Im Singen bekommt der Mensch Kraft zum Durchschreiten des 'Deep river' oder zum Ertragen des Kreuzes. Man kann den spiritual Jazz sogar als eine Form christlicher Existenzphilosophie bezeichnen, eine Überwindung oder Verarbeitung existentieller Probleme im christlichen Glauben. Das eben Gesagte wird am besten durch Worte Martin Luther Kings illustriert, die seiner Grußbotschaft an die ersten Berliner Jazztage 1964 entnommen sind: „Gott hat viele Dinge aus der Unterdrückung gewrungen. Er hat seinen Kreaturen die Fähigkeit, schöpferisch zu werden, gegeben. Aus dieser Fähigkeit sind die Lieder der Sorge und der Freude geflossen, die es dem Menschen möglich machen, mit dem, was um ihn herum und was mit ihm geschieht, fertig zu werden. Jazz spricht vom Leben. Die Blues erzählen die Geschichten von den Schwierigkeiten des Lebens. Und wenn du einen Augenblick nachdenkst, dann wirst du finden, dass sie die härtesten Realitäten des Lebens nehmen und sie in Musik verwandeln, um daraus neue Hoffnung zu schaffen – und ein Gefühl des Triumphes. Jazz ist triumphierende Musik. Der moderne Jazz hat diese Tradition weiterentwickelt. Er singt die Lieder einer komplizierter gewordenen städtischen Existenz. Wenn das Leben keine Ordnung und keinen Sinn mehr bietet, dann schafft der Musiker Ordnung und Sinn aus den Klängen der Erde, die durch sein Instrument fließen. (…) Viel von der Kraft unserer Freiheitsbewegung in den Vereinigten Staaten kommt von dieser Musik. Sie hat uns Kraft gegeben mit ihren machtvollen Rhythmen, wenn uns der Mut verließ. Sie hat uns Ruhe gegeben mit ihren machtvollen Harmonien, wenn wir verzweifelt waren. (…) Und nun dringt Jazz in die ganze Welt. Denn im speziellen Kampf des amerikanischen Negers gibt es etwas, das dem universalen Ringen des modernen Menschen verwandt ist. Jeder hat heute den Blues. Jeder sucht nach einem Sinn. Jeder braucht Liebe und will geliebt werden. Jeder will in seine Hände klatschen und glücklich sein. Jeder sehnt


→ Was ist Musik?

sich nach Glauben. In der Musik – und ganz besonders auf jenem weiten musikalischen Feld, das wir Jazz nennen – wird ein Schritt in Richtung auf alles dies getan.“ 1 Das Leben ist mit der Musik verquickt, Musik und Leben sind ineinander. Alles Leid nimmt die Musik auf und verwandelt es. So hat der Jazz einen wesentlichen Bezug zum Leben, wie ihn jede Musik hat oder haben sollte. Eine Strophe von Joseph von Eichendorff fasst dieses Verhältnis von Musik und Leben gut zusammen: „Wohl vor lauter Sinnen, Singen Kommen wir nicht recht zum Leben; Wieder ohne rechtes Leben Muss zu Ende gehn das Singen; Ging zu Ende dann das Singen: Mögen wir auch nicht länger leben!“ 2

3. Musik und Gemeinschaft Im Roman ‚Das Glasperlenspiel‘ von Hermann Hesse wird der Musik eine wichtige Stellung eingeräumt; man kann fast sagen, die Musik ist das Glasperlenspiel 3. Josef Knecht, der Protagonist des Romans, muss eine musikalische Prüfung beim Glasperlenspielmeister machen. Zunächst spielt aber der Meister dem Prüfling etwas vor. Die Wirkung auf Knecht beschreibt Hesse so: „Des Knaben Herz wallte von Verehrung, von Liebe für den Meister, und sein Ohr vernahm die Fuge, ihm schien, er höre heute zum erstenmal Musik, er ahnte hinter dem vor ihm stehenden Tonwerke den Geist, die beglückende Harmonie von Gesetz und Freiheit, von Dienen und Herrschen.“ Anschließend musizieren die beiden zusammen, und als der alte Meister aufsteht, blickt er Knecht freundlich an und sagt: „Nirgends können zwei Menschen leichter Freunde werden als beim Musizieren. Das ist eine schöne Sache.“ Freund werden beim gemeinsamen Musizieren, Zusammenwachsen und Gemeinschaft werden durch die Musik, das ist eine wichtige Erkenntnis. Musik hat eine gemeinschaftsbildende und gemeinschaftsfördernde Kraft. Es werden Menschen zusammengeführt und zusammengehalten. Beim Singen und Musizieren in der Gruppe werden Gemeinschaft und menschliches Zusammenleben eingeübt. Der eine muss auf den anderen hören – ge-horchen –, damit ein

1 2 3

Vgl. J.E. Berendt: Photo-Story des Jazz.- Frankfurt/Main: Krüger, 1978, 221 J.v. Eichendorff: Wem Gott will rechte Gunst erweisen: Ausgew. Gedichte.- Zürich: Diogenes, 1984, 6 Vgl. H. Hesse: Das Glasperlenspiel.- 19.Aufl.- Frankfurt/ Main: Suhrkamp, 1984, 54.

geordneter Klang entsteht. Tempi, Tonart und Lautstärke müssen zusammenpassen – zusammenge-hören. Die Solisten müssen sich nach dem Tempo ihrer Rhythmusgruppe oder Begleitband richten; dafür müssen die Begleitmusiker ihre Lautstärke zurücknehmen zugunsten der Solisten. Es kann nicht jeder Solo spielen, sondern es muss immer jemand da sein, der den Klangteppich legt oder ausrollt, auf dem der Solist entlang schreiten kann. Auch im menschlichen Leben kann nicht jeder immer die ‚erste Geige spielen‘. Da ist eine gehörige Portion Demut notwendig. Für eine Familie oder sonstige Gemeinschaft, wenn sie gelingen soll, ist Dienen und Herrschen lebenswichtig. Das gemeinsame Musizieren kann einer Gemeinschaft zusätzliche Stabilität verleihen. In dem Spielfilm ‚Mission‘ gründet der Jesuitenpater Gabriel seine Indiogemeinde in Paraguay mit der Melodie einer Klarinette. Er sitzt im Urwald und spielt seelenruhig auf seinem Instrument; zuerst noch vorsichtig und misstrauisch, kommen immer mehr Indios, versammeln sich um ihn. Pater Gabriel lässt die Klarinette klingen, und die Eingeborenen lauschen. Langsam legen sie das Misstrauen ab und nehmen den Missionar freundlich auf. Später singen die Eingeborenen sogar Bachchoräle, und ein Indiokind darf vor dem päpstlichen Nuntius singen. Der Erzähler im Film sagt: „Mit der Musik könnte ich ganz Lateinamerika missionieren!“

4. Fazit All dies zusammenfassend, kann man sagen, dass Musik eine spirituelle, eine existentielle und eine soziale Wirkung hat. Musik dient also der umfassenden Menschwerdung des Menschen. Und hinter dieser Kraft und Dynamik der Musik – davon bin ich überzeugt – steht niemand anders als der Heilige Geist. Franz-Josef Tremer, Dipl. Theol. Univ.

21


→ Berichte

Gottes V.I.P.s Jo Jaspers Projekt für Menschen In Zusammenarbeit mit dem Nehemia Team e.V. (Fürth) hat Jo Jasper eine neues musikalisches Projekt entwickelt. Darin geht es um Menschen, die in der Welt kaum Beachtung finden, die aber für Gott „Very important Persons“, also V.I.P.s sind. Zu diesem Thema hat Jo elf bewegende Lieder geschrieben, die auf der gleichnamigen CD „Gottes VIPs“ zu hören sind. Besonders beeindruckt haben ihn zwei Reisen nach Thailand, bei denen er einerseits das Elend junger Mädchen und Frauen in den einschlägigen Vierteln Bangkoks sah, wo er aber auch Einblick bekam in die Arbeit des Nehemia-Teams im sog. „Home of Blessing“ in einem Dorf im Norden Thailands. Dort erhalten Mädchen, die eigentlich in die Prostitution nach Bangkok verkauft werden sollten Schutz, ein familiäres Umfeld, Verpflegung und eine Schulausbildung. Einige Songs der CD, mit der Jo das Projekt unterstützen möchte, sind zusammen mit den Mädchen im „Home of Blessing“ entstanden. Mehr Infos dazu unter: www.jojasper.de www.nehemia-team.org

Günter Köppel gestorben Langjährige Kenner unserer Szene werden sich an ihn als einen der Väter der christlichen Popularmusik in unserer Landeskirche erinnern. Beim fünften Geburtstag des Verbandes war er noch als Gesprächsgast anwesend. Am 4. Oktober starb Günter Köppel nach längerer Krankheit in Nürnberg. Zu seinem Tod erreichte uns ein persönlicher Nachruf von Uli Wagner: „Lieber Günter, du warst sicher jemand, den man als Rebell der Kirche mit außergewöhnlichem Willen nennen könnte. Manchmal hat dich dieser Wille zu falschen Entscheidungen bewegt. Viele hast du auf den richtigen Weg geführt, dein eigenes Wohl aber, ist dir verwehrt geblieben. Viel hast du gegeben, und ebenso viel musstest du erleiden. Viel hast du gesät, wenig durftest du ernten. Wir erinnern uns an dich als einen Gründervater der popmusikalischen Arbeit. Als dein Freund, der ich war und bin, hast du mich bewegt im Guten wie im Schlechten. So will ich mich von dir verabschieden wie wir es immer getan haben: Ich trinke ein Bier auf dein Wohl, Ade und Gottes Segen.“

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→ Porträt D-Musiker Vorstellung D-Musiker

Guido Kugelmann – D-Kurs-Absolvent im Jahr 2006 – ein Porträt

erinnere ich mich dabei an ein, vor Jahren mitgehörtes Gespräch zweier US-Amerikaner: „When Germans are singing Gospel: hm, you know.“ Übertragen in die Musik im Gottesdienst heißt es für mich, dass auch die Musik im Gottesdienst Qualität haben darf und muss. Also, liebe D-Prüflinge: ihr braucht euch vor nichts zu verstecken. Für die Leute, die noch überlegen, diesen D-Kurs zu machen, habe ich folgenden Tipp: Macht ihn! Belohnt werdet ihr mit dem richtigen Handwerkzeug und tollen Ideen. Ich wünsche möglichst vielen D-Prüflingen, dass sie in ihren Gemeinden gute Rahmenbedingungen vorfinden und von ihren Gemeinden unterstützt werden. Musik soll ja Spaß machen und man hat so mehr vom Leben.

Kleiner (musikalischer) Lebenslauf: 1971 geboren in Buchloe 1991 Chor-/Band-/Theatergruppe Prisma Buchloe (Hoffnungskirche) 1996 Junge Kantorei München (Christuskirche) Band-Engagement München (Hoffnungskirche) 1997 musikalische Gestaltung der „Nacht der Lichter“ München (Taizé) 1998 erstes selbstgeschriebenes Kindermusical „Zachi Zöllner“ mit Steffen Schubert 1999 Gospelchor „Stephanus Voices“ München (Stephanuskirche) 2000 „TuneFish“ Kissing (Emmauskirche) 2003 „Stephanus Band“ München (Stephanuskirche) 2004 kleine D-Prüfung 2005 Abschluss Fachprüfung „D-Musiker Bandleitung (Keyboard)“

Fotos: Markus Neumann

„Wer Musik macht, hat mehr vom Leben“ so lautet ein Zitat meines ehemaligen Musiklehrers und er spricht mir aus der Seele. Mit dem Klavierspiel ging es bei mir in der Kindergartenzeit los. In der Realschule lernte ich in der Schulband erstmals, mit anderen gemeinsam Musik zu machen. Die Grundlage für mein weiteres musikalisches Engagement war somit gelegt. In meiner damaligen Buchloer Kirchengemeinde gründeten wir eine Ten-Sing-ähnliche Chor-/Band-/Theatergruppe, welche für mich der Einstieg in die christliche Popular­musik war. Durch die Arbeit beim Deutschen Wetter­dienst zog es mich nach München, wo ich mit einem gut befreundeten Pfarrer aus Buchloer Tagen in seiner Gemeinde in Freimann bei Familien­gottes­diensten weiterhin richtig gute Musik machen konnte. Daraus erwuchsen nachgespielte Kinder­musicalProjekte mit viel Technik und Licht. Das erste selbstgeschriebene Kindermusical „Zachi Zöllner“ entstand. In mühevoller Kleinarbeit schafften wir es ein Jahr später, unsere erste CD des Kindermusicals zu produzieren. Währenddessen wurde mir aber auch die klassische Chormusik (hierzu zähle ich u.a. die Musik aus Taizé) mit all ihrer Schönheit wichtig, welche sehr zu meinem musikalischen Werdegang beitrug. Seit der befreundete Pfarrer nun in Kissing lebt, wanderte mein Band-Schwerpunkt auch dorthin. Erstmals hatte die Band auch einen Namen: „TuneFish“. Durch das dortige Gemeindekonzept gibt es wunderbare Möglichkeiten, die Menschen in und außerhalb der Kirche, wie z.B. in Familiengottesdiensten, musikalischen Gottesdiensten und GoSpecials mit moderner christlicher Musik zu erreichen und neu zu begeistern. Neben der Kissinger Gemeinde bin ich in der Münchener Stephanuskirche im Gospelchor „Stephanus Voices“ und in der „Stephanus Band“ aktiv. Als meine dortige Kantorin erzählte, dass es einen D-Kurs mit Bandleiterprüfung geben wird, dachte ich mir, „Da mache ich mit“ und meldete mich bei ihr für den Grundkurs an. Der Grundkurs war für mich bereits sehr lehrreich. Ich freute mich auf die Fachausbildung, bei der ich mehr über Harmonielehre und Begleittechniken erfahren wollte. Diese Erwartungen wurden übererfüllt und ich lernte trotz meiner Vorerfahrung bei diesem DKurs sehr viel, wie z.B. harmonische Übergänge bei Tonartwechsel und Improvisation. Im Bereich der Bandleitung wurden meine Erwartungen übertroffen durch Bandarrangements, didaktische Vorgehensweisen bei Proben und deren Vorbereitung durch sogenannte „Lead-Sheets“. Gerne würde ich das erworbene Wissen an neu zu gründende Bands weitergeben, jedoch mangelt es mir, wie vielen anderen Ehrenamtlichen, an der Zeit, dies zu tun. Dennoch kann ich hier und dort etwas weitergeben. Immer wieder darf ich erleben, wie mit Musik, sei es klassisch oder modern, Menschen angerührt und bewegt werden – mich mit eingeschlossen. Daher gilt es, die Ressentiments gegenüber dem jeweiligen „anderen“ Kirchenmusikbereich auszuräumen. Durch die Musik können viele Menschen in die Kirche, aber auch aus der Kirche bewegt werden. Die christliche Popularmusik hat die Chance, schnell auf den Musikgeschmack der heutigen Zeit zu reagieren. Durch die D-Prüfung hat die christliche Popularmusik an Qualität gewonnen, wo sie früher, ein belächeltes Nischendasein in den Kirchengemeinden inne hat. Wir, die D-Prüflinge, haben mit der Ausbildung die Möglichkeit, dieses Nischendasein zu beenden und Werber für gute christliche Popularmusik zu sein. Gerne

23


→ Workshop

Rhythmus-Workshop – Teil 2 l Beispiel 1

1-er & 2-er Zählweise

q = 60

Philipp Renz

Viertel Noten:

4 ã4 œ 1

2

œ

œ

œ

2

3

4

Achtelnoten:

㜠1

œ

œ

œ

œ

œ

œ

œ

+

2

+

3

+

4

+

Willkommen zum zweiten Teil meines Workshops über Rhythmus. Nachdem wir im ersten Workshop das Pulsgefühl trainiert haben sehen wir uns im zweiten Teil die Grundlagen der rhythmischen Notation an. Um es dem ein oder anderen vorweg zu nehmen: Natürlich braucht man um gute Musik zu machen nicht notwendiger Weise ein guter Blattleser zu sein, aber es hilft enorm. Und zumindest die Grundlagen sollte wirklich jeder Musiker beherrschen. Gerade in der Rhythmik verschafft es uns einen guten Überblick über die Zusammenhänge und ein klares Bild. Es hilft, Akzente auf den Punkt zu bringen und nicht gefühlsmäßig “… irgendwo da…“ zu spielen.

Zählen mit verschiedenen Zählweisen

hlagzeug

Rhytmuspyramide

l Beispiel 2

q = 60

Philipp Renz

Schlagzeug

ã 44 ˙

Ganze Note

1

2

3

2

ã˙

4

˙

Halbe Noten

1

2

3

4

ãœ

œ

œ

œ

2

3

4

3

1

4

㜠1

œ +

œ

œ

œ

2

+

3

œ +

4-tel Noten:

œ 4

œ

8-tel Noten

+

5

㜠œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ 1

24

+

2

Philipp Renz am Schlagzeug

+

3

+

4

+

16-tel Noten

Den Viertel-Puls und damit die Viertel Note haben wir uns das letzte Mal sehr genau angesehen. Um die Viertel bzw. den Puls zu zählen benutzen wir die Zahlen (im 4/4 Takt die Zahlen 1 – 4, im ¾ Takt die Zahlen 1 – 3, usw. siehe Bsp. 1). Damit sind die Zahlen auf den Puls und damit die Viertel festgelegt. Diese Zählweise (Zählart) bezeichnen wir als 1-er ZW. Wir können aber natürlich auch kleinere Unterteilungen wie die 8-tel Noten und die 16-tel Noten zählen. In diesem Workshop sehen wir uns zunächst die Welt der 8-tel Noten an. Um die Achtelnoten zu zählen benutzen wir neben den Zahlen das Wort und, als Zeichen wird ein Plus verwendet (l Beispiel 1). Diese Zählweise bezeichnen wir als 2-er ZW, da hier der Puls bzw. die Viertelnote in zwei kleinere Einheiten geteilt wird. Die 8-tel Noten sind also doppelt so schnell wie die 4-tel Noten. Es passen also zwei 8-tel Noten in eine Viertelnote. Die Notenbezeichnungen richten sich übrigens immer nach unserem 4/4 –tel Takt. In einen 4/4 –tel Takt passen genau vier Viertel. Da die 8-tel Noten doppelt so schnell sind, bzw. halb so lang klingen wie die 4-tel Noten, passen in einen 4/4-tel Takt genau 8 von unseren 8-tel Noten. So geht das System auch weiter. Der nächste Schritt (im binären/also geraden System) sind die 16-tel Noten, sie sind wiederum doppelt so schnell wie die 8-tel Noten. In einen 4/4-tel Takt passen also 16 „16-tel“ Noten. Das Ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Es gibt hier noch die „Ganze Note“ und die „Halbe Note“. Auch diese beiden sind nach dem 4/4-tel Takt benannt und füllen den Takt je nach ihrem Namen aus. Es passt also nur eine „Ganze Note“ in einen 4/4-tel Takt, wo hingegen die „Halbe Note“ nur die Hälfte des Taktes füllt und somit zweimal in den 4/4-tel Takt passt. Hierfür habe ich euch eine kleine Übersicht gemacht (l Beispiel 2). Man kann diese „Übersicht“ auch als Rhythmuspyramide bezeichnen, da die Noten bei jedem Schritt doppelt so schnell (von oben nach unten) bzw. halb so schnell (von unten nach oben) gespielt werden. Bevor wir zu den Übungen kommen möchte ich euch noch ein paar Regeln zum Umgang mit dem Zählen von Noten mit auf den Weg geben. Zum einen ist das Zählen erst einmal eine Hilfe um die Noten genau zuordnen zu können. Wir können das Zählen also mit einem Lineal vergleichen, wenn man es richtig anlegt weiß man genau wo welchen Schlag platziert wird. Hier ein paar Regeln und Tipps zum Notenlesen und dem Umgang mit den verschiedenen Zählweisen (ZW):


→ Workshop

Eine wichtige Regel ist es immer in einer ZW zu bleiben. D.h. ihr wählt eine ZW aus und behaltet diese bei, ganz egal welchen Notenwert ihr spielt. Nur so bekommt ihr ein Gefühl über die rhythmischen Zusammenhänge und dafür wie die einzelnen Figuren klingen. Eine sehr gute Übung ist es eine Leseübung mit verschiedenen ZW zu spielen/klatschen. Je nachdem welche ZW man benutzt wirkt der Notentext immer etwas anders, wie aus einem anderen Blickwinkel. Vorsicht! Beachtet, dass die Zahlen auf den Puls festgelegt sind. Niemals die Noten durchzählen. Das gilt später vor allem auch bei den 16-tel Noten. Vor allem für Musiker, die noch nicht notenfest sind gilt: Nicht nur die Noten zählen, die gespielt werden, sondern immer das ganze Raster.

Rhytmuspyramide

l Beispiel 3 Schlagzeug

ã 44

mit Pausen

1

2

ãÓ 1

2

㌠ã‰

1

+

4

Œ

3

2

+

3

4-tel Pausen

4

+

4

8-tel Pausen

+

ã≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ ≈ 1

+

2

+

3

+

4

16-tel Pausen

+

6

ã

8-tel Leseübungen

l Beispiel 4

q = 80

Philipp Renz

Schlagzeug

4 ã4 œ

œ

1

+

3

Bis zum nächsten mal. Keep the time & groove, Euer Philipp

Halbe Pausen

5

Für die Fortgeschrittenen unter euch noch zwei weitere Übe-Ideen.

Die notierten Leseübungen sind nur eine kleine Anregung. Wenn ihr euch in diesem Bereich verbessern wollt, besorgt euch einfach ein paar Bücher mit Notenmaterial. Im Schlagzeug-Bereich gibt es hier eine ganze Menge an Material (z.B. Dante Agostinie). Ihr könnt aber auch einfach ein Liederbuch hernehmen und mit der Notierten Gesangslinie üben. Hier werdet ihr allerdings auch noch auf weitere Notenwerte stoßen, die ich euch in meinen nächsten Workshops vorstellen werde. Bis dahin wünsche ich euch viel Spass beim Üben.

4

Œ

2

4

Leseübungen

• Sprecht laut den Puls mit einem kurzen Sound (Ta). • Sprecht laut einen 8-tel Offbeat zu den Leseübungen (also ein Ta auf jeder + Zählzeit). • Klatscht den Puls und sprecht die Leseübung (wieder mit Ta) dazu. • Klatscht den 8-tel Offbeat und sprecht die Leseübung dazu. l Beispiel 4

3

3

Œ

3

Natürlich gibt es neben den Noten auch die Pausen, die in der Musik mindestens genauso wichtig sind. Für jeden Notenwert gibt es auch eine entsprechende Pause, die genauso lange „nicht-klingt“ bzw. genauso viel Raum füllt wie die dazugehörige Note l Beispiel 3

Ganze Pause

Ó

1

Ich habe euch im Notenbeispiel 4 einige Leseübungen notiert. In den ersten beiden Zeilen habe ich die 2-er ZW dazugeschrieben, um euch einen Überblick zu verschaffen. Alle weiteren Takte sind ohne ZW notiert. Denkt daran, alle Beispieltakte mit der 1-er und der 2-er ZW zu üben.

2

Pausen

q = 60

Philipp Renz

㜠1

+

㜠œ

3

+

4

+

œ

œ J ‰

œ J

œ

1

+

‰ œ

Œ

œ œ J

œ J Œ

œ ‰ œ

œ J œ

œ

2

+

3

œ

+

œ

œ

œ œ J

1

Œ

œ

+

œ J

4

œ

œ

+

œ J

œ

11

ãœ

œ

Œ

œ

œ

3

Œ

ãœ

13

+

œ

7

œ

2

ãœ

ãœ

+

œ

5

9

2

œ

+

3

œ J

œ J

œ

œ

œ

Œ

œ œ

œ

+

œ

2

œ

œ J

+

4

œ

œ

4

+

œ J

œ œ

œ Œ

œ œ œ J

+

œ œ

25


→Christliche News → Popmusik – live!

Thomas Albus wird neuer Rektor der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth Prof. Thomas Albus wird neuer Rektor der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth. Der 47-jährige Kirchenmusiker, bisher Prorektor der Hochschule, tritt zum 1. Oktober 2011 die Nachfolge des langjährigen Rektors Prof. Karl Rathgeber an, der das Rektorat aus gesundheitlichen Gründen abgibt. Rathgeber steht der Hochschule jedoch weiterhin als Prorektor zur Verfügung. Er war 1994 als Direktor an die damalige Bayreuther Fachakademie für evangelische Kirchenmusik berufen worden. Als Gründungsrektor erwarb er sich große Verdienste am Aufbau der kirchlichen Hochschule seit dem Jahr 2000. Der in Nürnberg geborene Albus studierte zunächst in Bayreuth und legte später das kirchenmusikalische A-Diplom in Würzburg ab. 1995 ging er als Dozent an die damalige Bayreuther Fachakademie. Seit 2000 ist er Professor für Musiktheorie an der kirchlichen Hochschule, seit 2003 auch deren Prorektor. Der bisherige zweite Prorektor der Hochschule, Prof. Wolfgang Döberlein, wurde in seinem Amt bestätigt. (Quelle: epd).

vilegierte Privatkopie“ zur Verfügung. Gezahlt wird dann für den Service und nicht für die Musik. Quelle: DRMV – Musikernews 3/2011

Musik wirkt Wunder Was durch viele Untersuchungen bereits hinlänglich bekannt ist wurde durch eine weitere wissenschaftliche Arbeit bestätigt. Wie der Spiegel jüngst berichtete legt die Studie einer US-amerikanischen Universität nah, dass Musiker nicht nur ein besseres Gedächtnis besitzen als Nichtmusiker, sondern unter schwierigen Bedingungen auch besser hören und verstehen können. Damit leiste aktives Musizieren einen deutlichen Beitrag zur Verhinderung altersbedingter Ausfallerscheinungen: der Gedächtnis- und der Hörleistung. Quelle: Spiegel

YouTube versus GEMA Die Kirchenorgel darf laut sein Dies musste eine Klägerin vor dem Oberlandesgericht Celle erfahren. Die in der Nachbarschaft der Verdener Domkirche beheimatete ehemalige Lehrerin, die wegen „unerträglicher Lärmbelästigung“ geklagt hatte, wurde vom Gericht gestoppt. Das Gericht befand, es läge keine Störung vor, die Orgelmusik müsse hingenommen werden. Das Urteil könnte in Bezug auf andere Musikinstrumente oder auch Bands in und außerhalb von Kirchen durchaus Bedeutung bekommen. Quelle: DRMV – Musikernews 3/2011

Der Superhit Einen Nr. 1 Hit zu kreieren kostet nach Meinung von Experten viel Geld. Für den Hitsong „Man Down“ der Sängerin Rihanna wurden über 1,078 Millionen US-Dollar investiert. Die Kostenaufschlüsselung liest sich dabei, in Bezug auf die Verdienstmöglichkeiten von Musikern, wie ein Armutszeugnis: 18.000 Dollar pro Song an Songwriting, 15.000 Dollar für den Songwriter, 20.000 Dollar für den Producer, 15.000 Dollar für den Vocal Producer und 10.000 Dollar für Mix und Mastering. Allein 1 Million Dollar gingen in die Public Relation. Auch wenn diese Zahlen sicher mit Vorsicht zu genießen sind, da von einem Honorar an die beteiligten Musiker gar nicht gesprochen wird, so geben sie doch einen tiefen Einblick in Bezug auf die Machbarkeit von Hits. Quelle: DRMV – Musikernews 3/2011

Wir berichteten bereits über den Streit zwischen You Tube und GEMA. Nach wie vor erscheint bei vielen angewählten Videos der Hinweis, dass dieses Video in Deutschland nicht verfügbar sei. Die GEMA beharrt nach wie vor auf ihren Forderungen von 12 Cent per Klick. You Tube kann nach eigenen Angaben die Kosten dafür nicht durch Werbeeinnahmen kompensieren. Quelle: DRMV – Musikernews 3/2011

Klaut Dieter Bohlen? Kaum stand der Sieger der aktuellen DSDS Staffel fest kursierten im Web erste Gerüchte darüber, das der Siegersong „Call my name“ gar nicht von Dieter Bohlen stamme. „Die Ähnlichkeit zu OneRepublics Song „Marchin On“ ist sehr auffällig!“, so ein User bei Amazon. Hört man sich die Songs genauer an, stellt man tatsächlich fest, dass sich beide in der Melodie und auch im Songverlauf stark gleichen. Die Melodie des Gesangs-Intros zu „Whoho-o“ gleicht zudem exakt dem von „Use Somebody“ der Kings Of Leon. Weitere Ähnlichkeiten soll es noch zu „Telling the world“ von Taio Cruz geben. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

Jetzt auch Knebelverträge bei x-Faktor? Digitales Musikmarktwunder?

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Analysten des Marktforschers Ovum gehen davon aus, das der Branche in den nächsten Jahren ein unglaubliches digitales Wachstum bevorstehen dürfte. Die Umsätze sollen demnach bis 2015 auf über 20 Mrd. Dollar steigen. Letztes Jahr waren es weltweit gerade mal 7,5 Mrd. Dollar. Den Grund dafür sehen die Experten in einer „kulturellen Verlagerung“ des Userverhaltens. Die Nase vorn haben dabei nicht die Bezahldownloads, sondern Cloud- und Streamingdienste. Durch den Siegeszug der Smartphones werde diese Entwicklung zusätzlich begünstigt. Wer für den Preis einer CD monatlich Zugang zu Millionen Songs erhält investiert dies gerne. Ein Ende der Piraterie ist damit nicht in Sicht, es dürfte aber wohl weniger Schaden entstehen als bisher. Ein Beispiel wie das funktionieren kann führt derzeit in Deutschland die Plattform zeezee.de des Moorhuhn Erfinders Frank Ziemlinski vor. Allerdings zu Lasten der Musikindustrie, denn der Suchroboter durchforscht bei einer Anfrage weltweit Web-Radiostationen nach dem gewünschten Titel und stellt ihm dem User als „pri-

Wir berichteten schon des öfteren über vertragliche Fallen bei sog. Wettbewerben, heute unter dem Namen Castingshows bekannt. Der jüngste Fall betrifft X-Faktor. Wie bekannt wurde finden sich in den Verträgen Formulierungen wie: „Ich übertrage hiermit dem Produzenten zur ausschließlichen beliebig häufigen Nutzung sämtliche bei mir bereits entstandenen bzw. von mir erworbenen und noch zu erwerbenden Nutzungs-, Leistungs-, und sonstigen Rechte…“ Wir warnen als Verband vor derartigen Verträgen, die uns im Zusammenhang mit Wettbewerben im christlichen Umfeld schon vor Jahren bekannt wurden. Quelle: DRMV – Musikernews 3/2011

300 Euro Schadenersatz hinfällig Wir berichteten in unserer letzten Ausgabe über ein Verfahren, in dem ein 16-Jähriger zu einem Schadenersatz von 300 Euro pro Titeldownload verurteilt worden war. In der Revision entschied das Gericht nun, das


→ –News → Christliche Popmusik live!

höchsten 15 Euro pro Titel angemessen seien. Dies liege an dem Alter der Titel, die geladen wurden. Da Klagen darüber an allen Gerichten eingereicht werden können ist allerdings fraglich, ob dieses Urteil Breitenwirkung erzielen wird. Quelle: DRMV – Musikernews 3/2011

Dieter Falk veröffentlicht Bach-Album Eines der außergewöhnlichsten Instrumental-Alben des Jahres können Dieter Falk und seine beiden Söhne Max und Paul für sich verbuchen. „Celebrate Bach“ ist dem wohl bedeutendsten deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach gewidmet. Bekannte BachMelodien mit kräftigen Prisen Pop, Rock und Jazz gewürzt. „Bach ging manchen Traditionalisten mächtig gegen den Strich“ so Falk. „Dieses Unkonventionelle an Bach, seine grandiose Art, damals höchst gewagte Akkorde mit synkopischen Rhythmen zu verbinden, begeisterte mich schon als Teenager. Bach inspirierte mich enorm - und tut es noch heute!“ so Dieter Falk weiter. „Bachs Musik hat Tempo, Groove und Raffinesse. Aber auch Seele, Tiefe und Melancholie. Diese Ambivalenz ist das pralle Leben.“ Dieter Falk hat sich gemeinsam mit seinen Söhnen einigen Werken von Johann Sebastian Bach genähert. „Celebrate Bach“ lässt den Hörer zeitlose Melodien ganz neu oder wieder entdecken. Das Instrumentalalbum ist eine wahre Feier zu Ehren des vielleicht wichtigsten Komponisten aller Zeiten.

Sternallee präsentiert zweite Studio-CD Die Münsterschwarzacher Band Sternallee präsentiert ihre zweite StudioCD „zeitlos“, die seit 24.10.2011 erhältlich ist. Die CD bietet mit 13 Eigenkompositionen neuen christlichen Rock, Pop und Folk, überwiegend in deutscher Sprache. Die CD enthält ausschließlich aktuelle Eigenkompositionen von Christina Siebert (Gochsheim) und Matthias E. Gahr (Schwarzach/Main. Das Album entstand unter technischer Regie des Produzenten Gerhard Barth, der selbst seit vielen Jahren als Kollege von Siegfried Fietz in Europa unterwegs ist und u. a. auch mit Larry Norman in den USA als Gitarrist on Tour war. www.sternallee.de

Neues Projekt von Christoph Zehendner Mit ihrem aktuellen Konzertprogramm „Wachsen und Reifen“ laden die kreativen Freunde Heiko Wolf (Fotografie und Design), Manfred Staiger (Kompositionen und Piano) und Christoph Zehendner (Texte und Gesang) ihr Publikum ein, sich mit der eigenen Lebensgeschichte zu beschäftigen. Grundlage und roter Faden sind das Album und der Bildband „Dass deine Träume Wurzeln schlagen“, erschienen 2011 bei Gerth Medien. Der einzigartige Dreiklang ih-

rer Veranstaltungen bietet mehr als ein Konzert, mehr als eine Diavision, mehr als ein Gottesdienst – und verbindet doch eindrückliche Elemente aus allen drei Veranstaltungsformen. Die Mischung aus Lebensweisheiten und geistlichen Impulsen, Alltagserfahrungen und Bibeltexten, Humor und Nachdenklichkeit soll nicht bevormunden, sondern Zuhörerinnen und Zuhörern einen guten Rahmen für eigene Entdeckungen geben. Der Naturfotograf Heiko Wolf (Pretoria/Südafrika), der Musikredakteur Manfred Staiger (Butzbach/Hessen) und der Journalist Christoph Zehendner (Triefenstein/Bayern) arbeiten seit fast zehn Jahren an gemeinsamen Konzepten. www.christoph-zehendner.de. Anzeige

D-Kurs – die Ausbildung zum nebenamtlichen Kirchenmusiker für Popularmusik. Abschluss mit kirchlich anerkanntem Zertifikat. Mit dieser Ausbildung werden ehren- und nebenamtliche Musiker zu „Fachleuten“ für Popularmusik in der Gemeinde. Aus unserem Lehrplan: Liedbegleitung 4 Bandzusammenspiel 4 Harmonielehre 4 Intensives Rhythmik-Training 4 Stilkunde 4 Vom Liedblatt zum gelungenen Bandarrangement 4 Grundwissen für das Aufstellen und Bedienen von Beschallungsanlagen 4 Pädagogik für Bandleiter Sie können den D-Kurs kann mit folgenden Fächerkombinationen belegen: Gitarre & Bandleitung, Keyboard & Bandleitung, Gitarre solo. Der nächste Kurs geht von Oktober 2012 bis Juli 2013. Bis zum 1. 3. 2012 anmelden und mit dem Frühbucherrabatt 40,– € sparen!! Fragen rund um den Kurs beantwortet unser Referent Michael Ende michael.ende@popularmusikverband.de, Tel: 0911-2523961 Anzeige

Workshop: Grundlagen der Pop und Jazz – Improvisation für Melodie- und Harmonieinstrumente Improvisieren über einfache Akkordfolgen mit Durtonleiter, Pentatonik und Arpeggios. Wie man aus wenigen Tönen eine Solophrase komponiert und weiterentwickelt. Übungen zur Anregung der musikalischen Kreativität, Training von Phrasierung und Rhythmik, sowie viele weitere Tools für gelungenes Improvisieren. Der Kurs wird an 3 Wochenden (jeweils ein Samstag- oder Sonntag Nachmittag) zwischen Februar und April 2012 stattfinden. Kursdauer: 4 Stunden je Kurseinheit. Die Terminabsprache erfolgt per E-Mail. Kursort: Nürnberg Dozent: Michael Ende Preise: 45 € je Kurseinheit (Mitglieder/Azubi 40 €) Paketpreis 3 Kurseinheiten: 125 € ( Mitglieder/Azubi 110 €) Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldeschluss: 30.12.2011 Dieser Workshop kann auch bei Ihnen vor Ort stattfinden. Konditionen auf Anfrage. michael.ende@popularmusikverband. de

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→Christliche Rezensionen → Popmusik – live!

Ebenbild

Sein

Wenn man die Möglichkeit hat, eine Band über einen längeren Zeitraum zu beobachten und ihre Entwicklung mitzuverfolgen, kann man in vielen Fällen das Potential der Truppe deutlicher erkennen, als wenn man sie nur in einem Konzert oder auf einer Platte hört. Wer Ebenbild bereits kennt, der weiß, dass die Jungs um die Gebrüder Halmen einfach tolle Songwriter sind. Auf ihrem neuen Album zeigen sie jedoch, dass sie in der Lage sind, diese auch in erstklassige Sounds zu verpacken und ihnen so die passende Form zu geben. Das Album „Sein“ rockt und das ist nicht nur stilistisch zu verstehen. Der Sound ist amtlich, die Musik erstklassig, die Texte intelligent und tiefgehend. Die Produktion kann im Vergleich mit professionellen Produktionen locker mithalten. In meiner völlig subjektiven Kategorie „Platte des Jahres 2011“ hat Ebenbild damit gerade den ersten Platz abgeräumt.Jonny Pechstein Anspieltipp:# 4: Die leisen Töne www.ebenbildband.de

Meine persönliche Empfehlung richtet sich auch an Gitarrenlehrer, die die Inhalte am Besten so früh wie möglich in ihre Unterrichtspraxis einfließen lassen sollten. E-Gitarristen, die ihre Akustikgitarre in der Vergangenheit etwas stiefmütterlich behandelt haben, werden einige interessante Aspekte finden, die bestimmt auch das E-Gitarrenspiel bereichern. Insgesamt ist dem AMA Verlag und Peter Weihe ein tolles Buchkonzept gelungen. Daumen hoch! Man darf auf das Erscheinen der restlichen DREI Bände gespannt sein“ Haiko Hainz

Jericho

Begegnungen

Manche Bands haben eine sehr lange Geschichte. Dazu gehören die Stones, U2 und eben auch Jericho. Seit 1975 ist die Truppe miteinander unterwegs, allerdings in wechselnden Besetzungen. Seit 1982 das erste Album von ihnen erschien, ist sehr viel passiert. Das aktuelle Album „Begegnungen“ spiegelt deshalb auch viele Erfahrungen und Erkenntnisse wieder, die die Mitglieder der Band über die Jahre gesammelt haben. In tiefgehenden Texten und eher ruhiger, eingängiger Popmusik erzählen die Songs über die Erfahrungen mit Gott und dem Leben, geben diese Erfahrungen weiter und veranlassen zum Weiterdenken und nachschmökern. Alles in allem ein gelungenes Album und eine Empfehlung für einen Live-Abend mit diesem „Urgestein“ der christlichen Musikszene in Bayern!  Jonny Pechstein

Peter Weihe

Acoustic Guitar – Rhythm & Rudiments No. 1

Anspieltipp: # 6: Woran dein Herz hängt

AMA Verlag www.jericho-ev.de

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Wenn Deutschlands angesehenster und meist gefragter Studiogitarrist eine Gitarrenschule schreibt, darf man sicherlich einiges erwarten. Peter Weihe ist als Studiomusiker auf zahlreichen CDs vertreten – angefangen mit Rio Reiser über die Rainbirds, Chaka Khan und Udo Lindenberg. So ganz nebenbei ist er der Mitbergünder und Dozent des Kontaktstudienganges Popularmusik in Hamburg. Das heißt auch die alltägliche Unterrichtspraxis mit den vielen kleinen Problemchen der Nachwuchsgitarristen ist ihm gut vertraut – was ihn auch zum Schreiben dieser vierteiligen Buch- und DVDReihe veranlasst hat. Die Motivation, eine Akustikgitarrenschule herauszubringen, begründet Weihe mit der Tatsache, dass viele Gitarristen hoch virtuos ihr Instrument bedienen können, aber an ganz einfachen „Schraddelgrooves“ oft scheitern. So beginnt die ca. 70 minütige DVD nach einer kurzen Inhaltsvorstellung und ein paar kleinen Groovebeispielen, die allesamt in dem knapp 70 seitigen Heft abgedruckt sind, mit ganz grundlegenden Elementen, die einen Akustikschlagrhythmus ausmachen. Besonderes Augenmerk wird zu Beginn auf Achtelstrummingmuster gelegt und die Frage, welche Saiten schlage ich wie an und wo kann ich Akzente setzen, um einen Groove zum Leben zu erwecken. Hierbei geht er im Anschluss auch direkt auf gängige Fehler ein und gibt dem Leser Lösungsvorschläge an die Hand. Fragen wie Körper- und Plektrumhaltung werden minutiös erörtert, wobei Weihe viele Lockerunsübungen in seinen übrigens sehr unterhaltsamen Unterrichtsstil einfließen lässt. An wen richtet sich nun diese Schule? Nun, eines vorweg, ein neunjähriger Gitarrenschüler wird in diesem Buch bestimmt keine methodische Anleitung zum Gitarrenspiel finden. Dafür geht das Buch auch zu sehr in die Details, setzt aber gewisse Akkordkentnisse bereits voraus. Vielmehr richtet sich die Buch-/DVD-Reihe an Gitarristen, die ihre Begleittechnik überarbeiten wollen und das Gefühl haben, „irgendwie klingt das nicht so wie auf den Platten“.

Reaching heaven

„When you need a friend“

Seit 10 Jahren begeistert der aus Nürnberg stammende Gospelchor seine Fans. Zum Chor-Jubiläum legt er nun ein Best-of-Album vor. Der ca. 35 Stimmen starke Gospelchor präsentiert Klassiker wie „Joshua fit the battle of Jericho“, eröffnet aber auch nicht so bekannte Gospelwelten (z.B. mit Ausschnitten aus der „Carribbean Mass“ von Glen McClure). Dabei sprengt der Chor auch gerne die klassischen Grenzen des Genres und interpretiert auch angrenzende Musikstile (z.B. das südafrikanische Traditional „Siyahamba“). Neben Aufnahmen aus ihren vorherigen Alben finden sich auf der CD auch vier neue Lieder als Schmankerl für eingefleischte Fans und solche, die es werden wollen. Die Arrangements und Aufnahmen sind stets bis ins Detail ausgefeilt, eingesungen und eingespielt. Spätestens bei den aus dem 2007 aufgenommenen Live-Album entnommenen Stücken wird jedoch klar, wie viel mehr noch als solide Gospelmusik die 14 bis 36 Jahren alten Sänger in ihrem Werdegang vorweisen können. Näümlich das, was was live zwischen Chor und Zuhörern passiert. Eine CD für alle, die sich auf ein Reaching heaven-Konzert einstimmen oder einfach schöne Gospelmusik genießen wollen.  Sabine Ehrensperger. Anspieltipp: # 15 Santo www.reaching-heaven.de


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→Christliche ChristlichePopmusik Popmusik––live! live! → Christliche Popmusik – live!

Johannes M. Roth

Horst Bracks 22.01.

82256 Fürstenfeldbruck, Gnadenkirche, 17.00 Uhr 28.01. 91541 Rothenburg o.d. Tauber, Wildbad Rothenburg, 20.00 Uhr 07.02. 90592 Schwarzenbruck, Rummelsberg- Philippuskirche, 19.30 Uhr www.horstbracks.de

Wolfgang Buck 03.12.11

91207 - DEHNBERG SOLO Dehnberger Hoftheater. 19:30h. 09123954490. 21.12.11 91054 - ERLANGEN SOLO FiftyFifty. 20h. 09131-24855 bzw www. theaterfiftyfifty.de. 13.01.12 95100 - SELB SOLO Porzellanikon. 20h. 09287-918000.  14.01.12 91790 - NENNSLINGEN SOLO 20h.  20.01.12 83043 - BAD AIBLING SOLO Evang. Gemeindehaus. 19:30h. 08061-2487 21.01.12 85570 - MARKT SCHWABEN SOLO Philippuskirche. 19h. 0812140040. 28.01.12 90607 - RÜCKERSDORF SOLO Blindeninstitut. 20h. 09115700309. 29.01.12 90592 - RUMMELSBERG SOLO Philippuskirche. 17h. 09128502249. 03.02.12 97340 - MARKTBREIT SOLO Evang. Kirche. 20h. 09332-1449. 04.02.12 90599 - DIETENHOFEN SOLO Musiksaal der Schule. 20h. 09824-336 17.02.12 90762 - FÜRTH SOLO Comödie. 19:30h. 0911-749340. www.wolfgang-buck.de

17.12.2011

82327 Tutzing Hörmannstr. 8a Evang. Christuskirche Tutzing Konzert, 18.00 Uhr 18.12.2011 80807 München Torquato-TassoStr. 40 kath. Kirche St. Lantpert Konzert, 17.00 Uhr 27. – 29.01.2011 63916 Amorbach Pfarrheim St. Gangolf Workshop 29.01.2011 63916 Amorbach Kath. Pfarrkirche St. Gangolf Workshop-Abschlussgottesdienst, 10.00 Uhr 02.-04.03.2011 51469 Heidkamp, Pfarrheim St. Joseph und Antonius, Workshop 04.03.2011 51469 Heidkamp, St. Joseph Kirche, Workshop-Abschlussgottesdienst 11.00 Uhr www.gospelsterne.de

15.12.

16.12.

17.12.

18.12.

18.12.

27.12.

29.12.

Jericho 10.12.2011

93426 Roding Christuskirche (Konzert) 19:00 h 21.01.2012 91126 Kammerstein-Barthelmesaurach St. Bartholomäus 19:00 h www.jericho-ev.de

06.01.

07.01.

15.01.

Andy Lang 03.12.

Ebenbild 24.12.

90430 Wendelstein, Evang. Kirche, HolyNight-Konzert, 23:00h, 09129/286521 13.01. 95444 Bayreuth, Freie Christengemeinde, Allianz-Gebetskonzert, 19:30h, www.fcg-bayreuth.de www.ebenbildband.de

04.12.

09.12.

10.12.

Gospelsterne 04.12.2011

30

87700 Memmingen Ulmer Straße 5 Stadthalle Memmingen Konzert, 17.00 Uhr

11.12. 11.12.

95491 Ahornthal, Burg Rabenstein, 20.00, celtic christmas concert, 09202 9700440  95659 Arzberg , ev. Kirche, 19.00, celtic christmas concert, 09233 7167831 90544 Bayreuth Spitalkirche, 20.00, celtic christmas concert, 0921 690001 86736 Auhausen, Klosterkirche, 19.30, celtic christmas concert, 09832 7630 90542 Eckenhaid, Friedenskirche, 10.30, Konzertgottesdienst  91054 Erlangen, Kulturforum Logenhaus, 19.00, celtic christmas

20.01. 22.01.

04.02.

05.02.

05.02.

12.02.

concert 09123 83671 95460 Bad Berneck, Lindenmühle, 19.30, celtic candlelight dinner, 09273 500650 97438 Rödelsee, ev. Kirche, 20.00, celtic christmas concert, 09323 3466  91541 Rothenburg o/T  heilig Geist Kirche 16.00 celtic christmas concert 09861 3466 95482 Gefrees, Gottesackerkirche, Deutsche Weihnachtslieder, 17.00, 09254 266 95326 Kulmbach, Spitalkirche, 20.00, celtic christmas concert, 09221 5995 95163 Weißenstadt, ev. Kirche, 19.00, celtic christmas concert, 09253 276 95460 Bad Berneck  Lindenmühle, 19.30, celtic candlelight dinner, 09273 500650 79618 Rheinfelden Schloss Beuggen, 18.00, celtic christmas concert, 07623 50520  95460 Bad Berneck Lindenmühle, 19.30, celtic candlelight dinner, 09273 500650 96138 Burgebrach  Zehntscheune, 17.00, celtic spirit & songs, 09546 94160 95490 Obernsees, Therme, 19.00, celtic spirit & songs 95352 Marienweiher  Basilika 17.00 celtic spirit & songs 09255 808147 95359 Döllnitz_ Kasendorf  Blaues Haus, 20.00 celtic spirit & songs 09228 8283  90547 Stein- Oberweihersbuch ev. Kirche 11.30 celtic spirit & songs 0911 675912 91508 Erlangen  Thomaskirche 19.00 celtic spirit & songs 09131 33444 82418 Murnau  ev. Kirche 17.00


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celtic spirit & songs 08847 6141 18.-25.02. und 25.02.-03.03. Kerry, Irland, Pilgerreise pilgern@andy-lang.de www.andy-lang.de

kirche St. Jakobus, Konzert zur Advents- und Weihnachtszeit „Start your days on earth“, 18:30 Uhr www.sternallee.de

Stefan Rauch & Band/Chor

Stefanie Schwab

27.11.2011

28.02.

74749 Hirschlanden Ev. Kirche (Gospelkonzert) 17.00h 06295228 02.12.2011 97944 Unterschüpf Kath. Kirche (Gospelkonzert) 19.00h 079302009 18.12.2011 97944 Boxberg Ev. Gem.haus (Gottesdienst) 10.00h 079302009 18.12.2011 97941 Tauberbischofsheim Ev. Kirche (Gospelkonzert) 17.00h 09341-2295 26.12.2011 97944 Boxberg Ev. Gem.haus (Gospelkonzert) 17.00h 079302009 30.12.2011 97944 Schwabhausen Ev. Kirche (Gospelkonzert) 19.00h 079301728 06.01.2012 97980 Bad Mergentheim Kath. Caritas Kirche (Gospelkonzert) 18.00h 07931-58-2005 www.rauch-music.de

93309 Kelheim, Evang. St. Matthäuskirche, (Konzert), 18:00h, 0931-870872  www.stefanieschwab.de 

Christoph Zehendner Andy Weiß 09.12.

10.12.

10.12.

14.01.

15.01. 19.01. 20.01.

Johannes M. Roth 03.12.

85049 Ingolstadt Fronte (Dekanats- Kinderbibeltag) 10:00h 08431/2429 10.12. L-2355 Bonneweg Kath.Kirche (FamilienLiederSeminar) 10:00h 00352573520 10.12. L-8050 Bartringen Pfarrkirche (LiederAbendmesse) 18:15h 00352573520 11.12. L-8001 Strassen Pfarrkirche (LiederMesse) 10:30h 00352573520 18.02. A-6555 Kappl Kath. Kirche (LiederMesse) 19:00h 05445 6205 27.02. 95448 Bayreuth Gemeindehaus (MitmachLiederSeminar) 09831 – 8808599 28.02. 97082 Würzburg (MitmachLiederSeminar) 09831 – 8808599 www.johannes-music.de

Haus Herrenweide, 13:30 Uhr, www.kreuzkirche-diepholz.de 08.02. 49356 Diepholz, Soldatenheim Haus Herrenweide, 19:30 Uhr, www.kreuzkirche-diepholz.de 10.02. 29664 Krelingen, Geistliches Rüstzentrum Krelingen, 19:30 Uhr, www.grz-krelingen.de 10.-12.02.12 29664, Krelingen, Kirche GRZ Krelingen www.andi-weiss.de

22.01.

06.02.

08.02.

Konzert, 74653 Ingelfingen, Evang. Nikolauskirche, 19:30 Uhr, www.meine-kirchenmeinde.de Frühstückskonzert, 91189 Rohr, Evang. Kirchengemeinde, 09.30 Uhr, www.rohr-evangelisch.de Konzert, 91531 Rothenburg o.d. Tbr, 19:30 Uhr, www.rothenburgtauber-evangelisch.de 75196 Remchingen-Singen, PaulGerhardt-Haus, 19:30 Uhr, www. kirche-singen.de 71543 Wüstenrot-Neuhütten, Kreuzkirche, 18:00 Uhr 35576 Wetzlar, ERF, www.erf.de 67659 Kaiserslautern, Stadtmission, Großer Saal, www.stadtmission-kaiserslautern.de 80686 München, Evang.-Luth. Paul-Gerhardt-Gemeinde, 11:15 Uhr, www.paul-gerhardt-muenchen.de 32459 Bad Oeyenhausen, Kapelle Wittekindshof Gründungsgelände, 18:30 Uhr, www.wittekindshof.de 49356 Diepholz, Soldatenheim

02.12.11 03.12.11

78730 Lauterbach 72461 Albstadt Pauluskirche, Pfeffinger Str. 1 04132-3207 04.12.11 71083 Herrenberg 05.12.11 71272 Renningen „one“ Buchladen, Bahnhofstr. 41 07.12.11 97828 Marktheidenfeld 08.12.11 63322 Rödermark Festsaal Haus Morja, Zwickauer Str. 2 19:30 06074-69400 09.12.11 70176 Stuttgart Gemeindesaal St. Elisabeth, Schwabstr. 74, 11:00 0711-637460 11.12.11 71032 Böblingen Kreuzkirche am Südbahnhof 00:00 07031-278988 13.01.12 72144 Dußlingen Ev. Peters-Kirche Dußlingen, Kirchstr. 47 20:00 07072-2372 14.01.12 66482 Zweibrücken 19:30 0633275550 21.01.12 58553 Halver Ev. Nicolai Kirche Halver, 02353-2178; 22.01.12 71711 Steinheim Erich-Kästner-Realschule, 19:00 0700-25999999 28.01.12 73527 Schwäbisch Gmünd, Schönblick, Christliches Gästezentrum www.christoph-zehendner.de

Sternenallee

Sternallee 27.11.

04.12.

63755 Alzenau, Pfarrkirche St. Justinus Konzert zur Advents- und Weihnachtszeit „Start your days on earth“ 17:00 Uhr 97078 Würzburg-Versbach, Pfarr-

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Get the Groove ! Matthias Nagel What Grace 3 Gospels für gem. Chor und Klavier (Drums ad lib.). 24 S. VS 1821. € 5,25 n

(ab 20 Expl. € 4,25)

The real black music - die 3 Gospels „What Grace“, „Amen“ und „Oh happy Day“ haben den stimmungsvollen, unverfälschten Gospel-Sound, der dieses Genre hierzulande so beliebt macht. Unbedingt einstudieren!

Reimund Hess Unbeirrt 30 Lieder und Gospels für Gruppen und Gemeinden. Texte: Veronika Krayer, Christian Pfarr und Lothar Zenetti. 36 S. VS 6270-. € 3,30 leicht zu singende Lieder und Gospels für Gemeinden und Bands (Musikgruppen) mit inspirierenden, einprägsamen Melodien und originellen, textlich klaren Aussagen in moderner Sprache: Die Formen reichen dabei von Strophen- und Refrainliedern über Kanons hin zu Anrufungen, sind teilweise auch als Vortragslieder geeignet.

n

Dieter Kanzleiter Swing low 12 einfache Arrangements bekannter Spirituals für 3-stg. gem. Chor (SAMst). 32 S. VS 1692. € 4,75 Spirituals wie "Down by the riverside", "Oh happy day" oder "Swing low, sweet chariot" kennt jeder Chorsänger - mit den einfachen Arrangements von Dieter Kanzleiter kann sie auch jeder singen!

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Helmut Lammel Oh, Won't You Sit Down, Lord 6 Spirituals für 3-stg. gem. Chor (2 Frauen-, 1 Männerstimme), Flöte, Klavier und Bass. 16 S. VS 6439. € 3,25 "Helmut Lammel versteht es, für einfache Verhältnisse schöne Arrangements zu schreiben, die durch eine Flötenstimme bzw. Instrumentalstimme und Bass und Klavier reizvoll ergänzt wird. Eine gute Veröffentlichung für die Praxis." (Kirchenmusik im Bistum Aachen)

Hartmut Naumann My Life Is In Your Hands Songs und Lieder für Gottesdienste und Andachten. Broschiert. 160 S. VS 6271. € 9,- (ab 20 Expl. € 8,-)

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Ob “Amazing Grace“, “Jesus ist the rock“ oder “Sanftmut den Männern” - die Sammlung ist eine wahre Fundgrube an wohlklingenden Worship-Songs für Gottesdienste und Andachten, wobei das musi-

kalische Spektrum Jazz, Rock, Pop und Gospel umfasst. Sie enthält Lieder zu Weihnachten oder Ostern, ebenso wie Gebetslieder, Segens- und Loblieder, wobei eine große musikalische Bandbreite von Peter Janssens bis Kirk Franklin, also von gemäßigter Popularmusik bis hin zu Latin, Pop, Gospel und Blues geboten wird.

Markus Nickel Grace of God Gospels für 2-3 Frauenstimmen, 1 Männerstimme und (teilweise) Klavier. 48 S. VS 1956. € 6,- (ab 20 Expl. € 5,-) 13 Stücke bietet das Heft, die Bandbreite reicht dabei von eher unbekannten Gospels bis hin zum Weihnachtsklassiker „Mary´s Boy Child“. Die Sätze sind in der Ausführung durchaus für jeden Chor (oder jedes spontan sich findende Vokalensemble) machbar, verzichten dabei aber nicht auf den harmonisch-rhythmischen Reiz, den diese Musik auszeichnet. n

Thomas Riegler Oh when the saints 4 Spirituals für Chor; davon 3 mit Klavierbegleitung. 20 S. VS 1685. € 3,25 4 stimmungsvolle Varianten der bekannten Gospels „Oh when the Saints“, „Were you there“, „Somebody´s knocking at your door“, „Joshua fit the battle ob Jericho“ , die den „Geist des Gospels“ meisterhaft transportieren!

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Strube Verlag GmbH m Pettenkoferstraße 24 m 80336 München Tel.: 089/54 42 66 11 m Fax: 089/54 42 66 30 m E-Mail: info@strube.de Alle Noten auch im Online-Shop erhältlich: www.strube.de

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Ralf Grössler n Joyful Voices 5 Spirituals und Gospels für gemischten Chor (davon 3 mit Klavierbegleitung). 40 S. VS 1797. € 5,25 (ab 20 Expl. € 4,25) Eine weitere Kostprobe aus der Feder unseres “King of Gospel & Spiritual”: Die vorliegende Sammlung mit Titeln wie “Song of Joy”, “Holy” und “Joyful Voices” zeichnet sich durch das einmalige Gespür des Komponisten Ralf Grössler für dieses Genre aus.

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