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B42385 | Ausgabe 4/2010

Musikmagazin des Verbandes f端r christliche Popularmusik in Bayern e.V.

Probenarbeit

Tipps f端r effektive Probenarbeit Michael Ende

Vorbereitung auf Studioaufnahmen Daniel Harter


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Ich werde immer wieder gefragt, was denn mit den Mitgliederrabatten sei. Leider kann ich Mitgliedern im Popularmusikverband keinen pauschalen Rabatt anbieten. Aber es gibt so manches Angebot, dass ich Ihnen noch ein Paar Euro günstiger geben kann. Fragen kostet nichts, also fragen Sie mich gerne!! Ihr Michael Ende (Geschäftsführer music life GmbH)

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→ Editorial

→ Inhalt

Alles neu macht der … – März!

Jonny Pechstein

Gestatten? Ich bin der Neue. Naja, gut, so neu bin ich nun auch wieder nicht. Mitglied im Popmusikverband (ich kürz’ ihn ja gern mit ‚PMV’ ab – ich fürchte bloß, dass diese Abkürzung schon an etwas unangenehmes vergeben ist…) bin ich schon, seit er gegründet wurde. Tätig war ich hier allerdings bisher meist in musizierender Funktion. Aber: Für eine unabsehbare Anzahl von M&M-Ausgaben werde ich derjenige sein, der für euch schreibt, zusammenstellt, redigiert, Autoren sucht und im Editorial seinen Senf zum Besten gibt.

Die gute Nachricht – zuerst _________ 4 Verband intern ____________________ 5 Spezial: Probenarbeit______________ 6 Aktuell___________________________ 13 Vorgestellt________________________ 14 GEMA____________________________ 15 Gospelkirchentag__________________ 16 Technik__________________________ 17 Bandseminar 2010_________________ 18 Pimp your Band___________________ 19 Aktuell___________________________ 20 CA-Seminar_______________________ 21 D-Musiker________________________ 22 Porträt___________________________ 23 Workshop________________________ 24 News____________________________ 26 Rezensionen______________________ 28 Konzerttermine____________________ 30

→ Impressum musik & message Ausgabe 4/2010

An dieser Stelle ergeht nochmal ein Dank an Ines Hartmann, die diese Aufgabe bisher innehatte und wegen wachsender beruflicher Belastung nach einer Ablösung suchte.

Herausgeber: Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V.

Diese Ausgabe geht an euch noch in gewohnter Form und Farbe. Ab der Ausgabe 1-2011 (März) wird allerdings auch der Innenteil der M&M in Farbe erscheinen und unserem Grafiker und dem Redaktionsteam die Möglichkeit geben, diese Zeitschrift noch interessanter und lebendiger zu gestalten.

Redaktionsleitung: Redaktionsleitung: Jonny Pechstein redaktion@popularmusikverband.de www.popularmusikverband.de

Das Erstellen dieser ersten Ausgabe unter neuer Redaktion war noch etwas holprig, weshalb sie auch etwas später erscheint als geplant. Umso mehr bedanken wir uns bei den zum Teil kurzfristig eingesprungenen Autoren, die zum Gelingen beigetragen haben. Der thematische Teil dreht sich dieses Mal ums Proben. Kein notwendiges Übel, sondern ein wichtiger und herausfordernder Teil des Musizierens, auch und vor allem für Gottesdienste oder andere Veranstaltungen, in denen Pop-Kirchenmusiker gebraucht werden. Viel Spaß beim Lesen, Ihr/Euer

Redaktionsteam: Thorsten Badewitz, Norbert Ehrensperger, Michael Ende, Jonny Pechstein Idee und Konzept: www.crossover-productions.de Satz und Layout: www.kobold-layout.de Titelfoto: Echtzeit Verlag und Anzeigenverwaltung: Strube-Verlag GmbH Pettenkoferstraße 24, 80336 München Telefon 089/54 42 66 11 Telefax 089/54 42 66 30 info@strube.de www.strube.de

Jonny Pechstein

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe:

Die Redaktion übernimmt für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder keine Gewähr. Zur Veröffentlichung eingereichte Manuskripte dürfen vorher oder gleich­ zeitig nicht anderweitig angeboten werden. Nachdruck – auch auszugsweise – sowie

1 / 2011 Redaktionsschluss: 15. 01. 2011

die Herstellung von fotografischen Vervielfältigungen sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet. Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder, die nicht mit der der Redaktion identisch ist. © Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V./Strube Verlag

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2004. Die Zeitschrift musik & message erscheint vierteljährlich zum Abobezugspreis von 14 Euro zzgl. Versandkosten pro Jahr. Einzelhefte sind zum Preis von 5 Euro zzgl. Versandkosten erhältlich. Für Mitglieder des Verbandes für christliche Popularmusik in Bayern e.V. ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten. Eine Kündigung des Abonnements ist nur zum Jahresende mit einer Frist von 6 Wochen möglich.

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Foto von pixelio.de (Olaf Forkel)

→ Die gute Nachricht – zuerst

Wasser – ein Leitmotiv der Heilsgeschichte

Harald Knobloch ist in Nürnberg geboren und aufgewachsen. Als promovierter Theologe lebt er zur Zeit in München und ist dort als Vikar der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern tätig. Als Gitarrist, Sänger und Songwriter hat er in Bands gespielt und dabei vielfältige Bühnenerfahrungen gesammelt. Musik nimmt für ihn als kreative Ausdrucksform einen großen Teil in seiner Spiritualität ein.

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Wasser, H2O. Ein dipolares Molekül von unglaublicher Schlichtheit und großer Wirkung. Bedrich Smetana setzte mit seinem Stück „Die Moldau“ diesem Element ein musikalisches Denkmal. Durch die Sprachkraft der Musik zeichnet er eine Momentaufnahme von lebendigem Wasser. Angefangen von den verspielten und zärtlichen Klängen der ersten und zweiten Quelle, bis hin zu den temporeichen und Lebensfreude versprühenden Stellen, an denen die Moldau an einer Bauernhochzeit vorbeifließt und die St.Johann-Stromschnellen passiert. Man spürt es Smetanas Musik ab: Leben braucht Wasser. Die Heilsgeschichte ist wie ein Strom. Lebendiges Wasser ist ihr Leitmotiv. Lassen wir uns in ihm treiben, von den Quellen bis zu dem Punkt, an dem dieser Strom in unseren Glauben fließt. Damals, als es auf der Erde wüst und leer war, da schwebte Gottes Geist über den Wassern der Urflut. Diese wurde durch das Leben schaffende Wort zurückgedrängt, geteilt und dadurch zu Himmel und Ozean. Da ward das Wasser durch Gott zur Quelle allen Lebens. Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war, da reute es ihn. Und er sandte Wasser, um seine Schöpfung zu zerstören. Nur ein Mann, seine Familie und ein Rest der Schöpfung waren es wert, gerettet zu werden. Gott schloss mit ihm einen Bund. Niemals wieder gedachte er seine Schöpfung vernichten zu wollen. Das vorher todbringende Wasser vom Himmel wurde unter dem Zeichen des Regenbogens zum Leben spendenden kühlen Nass der Erde, das die Meere, Seen und Ströme füllt. Einer dieser gewaltigen Ströme ist der Nil. Josef war mit seinen Brüdern nach Ägypten gekommen und wuchs an den Ufern des Nils zu einem großen, aber unfreien Volk heran. Die Wasser des Nils trugen in einem Weidenkörbchen den Retter Israels zu seinem Volk. Als Mose zum Mann herangewachsen war, teilte er die Wasser des Schilfmeeres. Rettung für Israel und Untergang für das ägyptische Heer. Das Volk wurde von der lichten Wolkensäule aus Ägyptenland hinausgeführt, hinein in die Wüste, an den Ort ohne Wasser – ein Ort des völligen Geworfenseins auf Gott hin.

Durst obsiegte in glühender Wüstenhitze. Und das Murren der Menschen wurde zum Aufbegehren gegen Gottes Rettungstat. Doch ihr Flehen wurde erhört. Gott tat seine Macht kund. Mose erhob seine Hand und schlug zweimal auf einen Felsen mit seinem Stab. Da kam Wasser heraus, so dass die Verdurstenden trinken konnten. Lebendiges Wasser aus totem Stein. Es geschah, nachdem Israel sein Land in Besitz genommen hatte. Gottes Volk hatte seine Quelle lebendigen Wassers verlassen. Gottes Anklage durch den Propheten Jeremia fiel deutlich aus: „Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.“ Eine lebendige Quelle spendet unablässig Wasser, auch in der schlimmsten Dürrezeit. Und so erhob sich zur rechten Zeit die Stimme eines Predigers in der Wüste. Er predigte die Taufe der Buße mit Wasser zur Vergebung der Sünden. Jesus ließ sich von ihm in lebendigem Wasser taufen. Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, tat sich der Himmel auf und der Geist kam wie eine Taube auf ihn herab. So warf Jesus in Vollmacht Dämonen ins Meer, wandelte Wasser zu Wein, stillte den bedrohlichen Sturm und wandelte auf den Wassern. Um den Menschen mit Gott zu versöhnen, offenbarte er sich am Kreuz als die wahre Quelle. Einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite. Sogleich kamen Blut und Wasser heraus, für uns gegeben zur Vergebung. Der Glaube an Christus ist wie eine lebendige Quelle. Wer glaubt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Im Glauben sind wir eins mit dem Strom der Heilsgeschichte. Im Glauben an Christus erfüllt sich an uns das, was geschrieben steht beim Propheten Jesaja: „Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.“ Harald Knobloch München


→ Verband intern

How, wir haben gesprochen …

Mathias Hartmann

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes für christliche Popularmusik in Bayern e.V. fand am 10.Oktober in Nürnberg statt. Auf der Tagesordnung stand wie in den Jahren zuvor der Bericht des Präsidenten. Ich ging in meinem Bericht rückblickend auf die Aktivitäten des letzten Jahres ein – von unserer Kooperation mit LUX – der Jungen Kirche Nürnberg bis zur Verbandspräsentation auf dem ÖKT in München, über pimp your band bis hin zum alljährlichen Seminar für christliche Pop- und Rockmusik in Altenstein. Zum ersten Mal in der nun fast 10-jährigen Verbandsgeschichte musste ich berichten, dass unsere Mitgliederzahl im letzten Jahr praktisch stagnierte – derzeit haben wir 364 Mitglieder (2009: 363), hinter denen etwa 1200 Musikerinnen und Musiker stehen. Höchste Zeit, sich Gedanken über neue Mitgliedsformen zu machen. Und so habe ich bekannt gegeben, dass das Präsidium beschlossen hat, die Bandmitgliedschaft einzuführen. Ab sofort gibt es ein Hauptmitglied pro Band – weitere Bandmitglieder können zu einem ermäßigten Mitgliedsbeitrag (5,– € pro Jahr) Mitglied werden. Wir freuen uns, wenn möglichst viele diese neue Form der Mitgliedschaft nutzen. Eine möglichst hohe Mitgliederzahl hilft uns, unsere Anliegen besser gegenüber Kirchenleitung, staatlichen Institutionen und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Beim Finanzbericht gab es Positives zu vermelden. Auch der Jahresabschluss 2009 ergab wiederum eine „schwarze Null“. Von den inzwischen rund 140.000.- € Einnahmen des Verbandes (2008: ca. 128.000.- €) kommen inzwischen 24% (2008: 17%) aus eigenen Einnahmen und Mitgliedsbeiträgen. Der größte Posten bei den Ausgaben, die sich ungefähr in der gleichen Höhe bewegen, sind die Personalkosten: 73% (2008: 69%) der Gesamtkosten werden für Gehälter der Hauptamtlichen und Honorarkosten von Musikern und Seminardozenten verwendet. Im August wurde uns nach erfolgter Prüfung der eingereichten Steuererklärungen vom Zentralfinanzamt Nürnberg erneut die Gemeinnützigkeit des Verbandes bescheinigt. Auch unser Jahresabschluss wurde von einem externen Prüfer auf Ordnungsmäßigkeit geprüft. Der Prüfungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Die Mitgliederversammlung entlastete dann das Präsidium auch einstimmig. Die Diskussion über eine mögliche Satzungsänderung in Bezug auf aktive und fördernde Mitgliedschaft (vgl. musik&message 3/2010) wurde nach längerer Diskussion von der Mitgliederversammlung beendet. „Never change a running system“ war kurz gesagt die Maxime der Mitglieder des Popularmusikverbandes. Und so wird es auch im Jubiläumsjahr 2011 vorerst keine Satzungsänderung geben müssen. Dafür werden wir 2011 eine neue Veranstaltungsform ausprobieren: Wir haben den Popkonvent erfunden! Zum ersten Mal werden wir am 7. Mai 2011 von 10-15 Uhr einen Popkonvent veranstalten und zwar in LUX - der Jungen Kirche Nürnberg. Dazu jetzt schon einmal herzliche Einladung. Was genau ein Popkonvent ist, werden wir in einer der nächsten Ausgaben von musik&message erklären. Bitte notiert Euch den Termin schon einmal vorab. Herzliche Grüße

Wichtige Adressen: Verband für christliche Popularmusik in Bayern e.V. Präsident: Mathias Hartmann, Pfr. info@popularmusikverband.de Servicezentrum: Michael Ende, Religionspädagoge Diplom Musiklehrer Jazz und Musiker michael.ende@popularmusikverband.de Sieglinde Mörtel, Servicemitarbeiterin sieglinde.moertel@popularmusikverband.de Weiltinger Straße 17 | 90449 Nürnberg Tel. (09 11) 2 52 39 61, Fax (09 11) 2 52 39 62 www.popularmusikverband.de Thomas Nowack, Musikpädagoge Senftlstraße 4 | 81541 München Tel. (0 89) 41 07 41 06, Fax (089) 41 07 41 08 thomas.nowack@popularmusikverband.de

Ihr / Euer musik & message: Jonny Pechstein redaktion@popularmusikverband.de Mathias Hartmann, Pfr. Präsident

Bankverbindung: EKK Kassel Konto 3 509 605, BLZ 520 604 10

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→→ÖKT Probenarbeit

Tipps zur Gestaltung einer effektiven Bandprobe 1.  Vorbereitung Effektives Proben beginnt zu Hause! Vor der Probe sollte jeder Musiker seine Einzelstimme so gut wie möglich beherrschen. Dann kann man im Proberaum gleich am Zusammenspiel arbeiten. Deshalb sollten alle Musiker auch spätestens eine Woche vor der Probe mit Noten/Sheets und Aufnahmen versorgt werden. Dies ist die Aufgabe des Bandleiters oder eines Probenbeauftragten. (Was für ein unrock’n’rolliges Wort, der Verf.) Der zweite wichtige Vorbereitungsschritt ist das Packen des Equipments. Oft sind es die kleinen Dinge, die man im entscheidenden Moment nicht dabei hat: z.B. ein Stimmgerät, ein Ersatzkabel oder Saiten. Wie wäre es mit einer Packliste oder einem stets gepackten Equipmentkoffer?

2.  Probenplan Ein Probenplan kann schriftlich fixiert werden oder mündlich abgesprochen sein. Je größer eine Band ist, umso wichtiger die schriftliche Planung. Wichtigster Inhalt eines Probenplans sind Anfangs- und Schlusszeiten, sowie eine Auflistung der Stücke, die geübt werden sollen. Je eher klar ist, was geprobt werden soll, umso besser können die Musiker sich vorbereiten.

3.  Pünktlichkeit

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Weil eine Band meist unterschiedlich gut organisierten Menschen besteht, birgt das Thema Pünktlichkeit ein enormes Konfliktpotential. Wenn wir gemeinsam Zeit verbringen, ist es meines Erachtens ein Zeichen von Höflichkeit und Achtung, dass man die vereinbarten Zeiten auch einhält. Aber auch wenn alle

Probenbeginn heißt fertig aufgebaut, gestimmt, geraucht und gequatscht.

Musiker pünktlich erscheinen, heißt das noch lange nicht, dass die Probe pünktlich beginnen kann. Was bringt der schlotternd im ungeheizten Raum umherstehenden Sängerin ihre ganze Pünktlichkeit, wenn sie die nächste halbe Stunde zusehen darf, wie der Schlagzeuger sein Set aufbaut? Probenbeginn heißt fertig aufgebaut, gestimmt, geraucht und gequatscht. Und da jeder eine andere Zeitspanne braucht bis er bereit ist, gemeinsam die erste Note zu spielen, hat sich hier ein Zauberwort etabliert: spielbereit. Spielbereit bedeutet, dass zum vereinbarten Zeitpunkt alle Vorbereitungen getroffen sind und die Probe beginnen kann.

4.  Proben an einzelnen Songs Bei der Arbeit an einem einzelnen Song liegt der Fokus bei Themen wie Arrangement oder Zusammenspiel. Übt am besten erst die einfachen Parts, dann habt ihr schon mal ein Erfolgserlebnis. Danach kommen die kniffligeren Stellen, die man am besten als Endlosschleife so lange übt bis sich alle wohl fühlen. Jetzt erst wird das ganze Stück zusammengesetzt und mehrmals komplett durchgespielt.

Bleibt ihr an einem Übergang hängen, übt diesen wiederum einzeln. Zum Beispiel die beiden letzten Takte der Strophe und die beiden ersten Takte des Refrain als Endlosschleife. Wenn am Arrangement gefeilt wird, ist es wichtig Zeit für Einzelstimmen einzuplanen. Eine bewährte Herangehensweise ist, dass Bass und Schlagzeug z.B. 8 Takte Refrain als Schleife spielen. Funktioniert die Rhythmusgruppe, setzen die Harmonieinstrumente ein, danach die Solisten. Wie beim Hausbau wird das Arrangement so vom Fundament aus aufgebaut.

5.  Probe des Konzertprogramms Bei Durchlaufproben übt man das komplette Konzertprogramm. Der Fokus liegt natürlich immer noch beim Zusammenspiel. Aber es kommen weitere Aspekte ins Spiel: Die Dramaturgie der Songreihenfolge; Pausen, die durch Instrumentenwechsel entstehen; Ansagen; Showelemente. Bei der Durchlaufprobe erkennt man schnell, welche Stücke man noch mal einzeln üben muss, denn es gibt bei jedem Song nur einen Versuch. Die verschärfte Form der Durchlaufprobe ist die öffentliche Generalprobe. Adrenalin!!

6.  Ertragssicherung Ihr solltet ohne Aufwand die Möglichkeit haben, das Ergebnis einer Probe zu sichern. Hierzu eignen sich zwei Hilfsmittel: Aufnahmegerät: Mithilfe eines Fieldrecorders könnt ihr die Bandprobe einfach und in guter Qualität als MP3 mitschneiden. Die MP3s lassen sich schnell per Mail verschicken und so sind alle Musiker auf dem gleichen Stand, können sich die Probe gemütlich bei


→ Probenarbeit → ÖKT

Ihr solltet ohne Aufwand die Möglichkeit haben das Ergebnis einer Probe zu sichern. der nächsten Autofahrt anhören und im Kopf weiterüben. Auch spontane Jamsessions kann man mitschneiden und damit manche Songidee vor dem Vergessen retten. Das Anhören von Probenmitschnitten ist auch wichtig, um das Zusammenspiel zu überprüfen. Deshalb nennt man Aufnahmegeräte unter Musikern auch die Truth Machine. Tafel oder Flipchart: Auf einer Flipchart oder einer alten Plakatrückseite kann man Songabläufe für alle sichtbar skizzieren. Die typischen Missverständnisse wie „ach so der Refrain 2x ...“ gehören damit der Vergangenheit an. Hat man einmal eine beschreibbare Fläche im Proberaum, ergeben sich viele Möglichkeiten die Probenarbeit effektiver zu gestalten wie von selbst.

7.  Der Proberaum: Ein Proberaum sollte Musikern und Equipment ausreichend Platz, Licht und Luft bieten. Im Idealfall klingt der Raum trocken, ist nicht zu hallig und resoniert nicht in den Bässen. Natürlich muss ein Proberaum nicht die perfekte Akustik eines Tonstudios haben. Aber es gibt Räume die klingen so undifferenziert, dass man nicht hört ob das Zusammenspiel gut ist. Daher ein paar grundlegende

Gedanken zur Schalloptimierung und zur Aufstellung im Proberaum.

8.  Guter Sound im Proberaum. Der Fußboden sollte mit Teppich bedeckt sein. Nackte Beton- und Steinböden sorgen immer für scherbeligen Lärmsound. Eierkartons führen dazu dass der Schall in verschiedenen Richtungen reflektiert wird, eine Art Billigdiffusor, was zu einer angenehmeren Akustik führen kann. Man sollte aber keinesfalls alle Wände bekleben! Höhen entschärft man mit Schaumstoff, Mitten und Bässe am besten mit Basotect, einem Akustikschaum, der hin und wieder günstig bei Ebay zu erwerben ist. Stehende Basswellen lassen sich gut mit Eckenabsorbern aus Basotect abschwächen. Bei Flatter­ echos hilft Mollton an der Decke. Neben der Schalloptimierung ist auch eine Schalldämmung nach außen wichtig. Fenster und Türen lassen viel Schall durch, vor allem wenn sie offen stehen :) Also schließen und am besten auch dämmen. Googelt das Thema Schalldämmung / Schalloptimierung einfach mal, eine Wissenschaft bei deren Erforschung man viel dazu lernen kann.

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Aufbau der Instrumente Fast noch wichtiger als Schalloptimierung ist eine günstige Aufstellung des Equipments. Im besten Fall hört jeder Musiker sich selbst etwas lauter als seine Kollegen ist aber gleichzeitig niemandem zu laut. Grundsätzlich würde ich Instrumentalverstärker dem gemeinsamen spielen über eine PA-Anlage vorziehen, da eine Verteilung der Schallquellen im Raum das exakte Hören jedes einzelnen Instrumentes erleichtert. Weil wir an den Füßen keine Hörorgane

haben, sollten die Instrumentalverstärker etwas höher und wenigstens auf Bauchhöhe gestellt werden. Auch eine gute Möglichkeit ist es, den Instrumentalverstärker vor der Wand stehend etwas nach hinten zu kippen, so dass er den Spieler vom Boden aus anstrahlt. Die Gesangsboxen sollten auf Stativen etwa auf Kopfhöhe justiert sein und auf den Sänger zeigen. So werden Rückkopplungen weitgehend vermieden, der Sänger kann die Anlage ggf. lauter drehen und hört sich gut. Als Faustregel für die Lautstärke gilt: Nie lauter als der Schlagzeuger und immer so spielen, dass ich jedes Wort vom Gesang verstehe. Hört dem Sänger gut zu, dann stellt sich fast automatisch eine Lautstärke ein die den Gesang begleitet und nicht übertönt. Als Gitarrist oder Bassist hört man oft ein „dreh dich mal leiser!“ Für das Beherrschen des Instrumentes ist dies aber nicht immer sinnvoll. Wer den Verstärker immer so leise wie möglich dreht, spielt dynamisch permanent an der Obergrenze, weil er sich ja hören will. Versucht daher im Laufe der Zeit eine Verstärkereinstellung zu finden, mit der ihr niemandem zu laut seid, aber dennoch dynamisch spielen könnt. Schlagzeuger können nicht rockig klingen, wenn sie auf Zimmerlautstärke spielen. Manche Stilrichtungen sind im Proberaum einfach mal laut. Also Hörschutz verwenden und wenigstens hin und wieder auch mal ordentlich reinlangen.

Michael Ende, Referent beim Popularmusikverband, hat Jazz- und Popularmusik, sowie Religionspädagogik studiert. Als Profi-Bassist ist der Würzburger Musiker in unterschiedlichen Bands zwischen Heavy Metal, Pop und Jazz viel im deutschsprachigen Raum unterwegs.

Viel Spass bei der nächsten Probe!! Michael Ende

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→→ÖKT Probenarbeit

Effektiver Soundcheck Kein Stress vor dem Auftritt Rockmusik und Disziplin. Wer auch immer dachte, das seien zwei Begriffe, die miteinander nichts zu tun haben, hat sich gründlich getäuscht. Das Gegenteil ist der Fall. Für eine Pop-/Rockband sind mehrere Arten von Disziplin wichtig, wenn sich das Ergebnis klanglich am Ende deutlich vom Lärm zweier aufeinander knallender Automobile oder einer altersschwachen Kreissäge unterscheiden soll. Dazu gehört auch die SoundcheckDisziplin. Das folgende gilt im wesentlichen sowohl für den Soundcheck vor einem Auftritt als auch für den Soundcheck vor einer Probe.

1.  Pünktlichkeit Pünktlich zu sein ist enorm wichtig. Überlegt euch vorher, wie lange ihr braucht, um euer Instrument startklar zu machen und wann ihr dementsprechend im Gemeindehaus, in der Kirche, im Proberaum oder in der Kneipe aufschlagen solltet. Sprecht euch mit den eventuellen Technikern ab und lasst ausreichende Pufferzeiten drin.

2.  Ruhe bewahren Damit meine ich nicht nur, dass man versuchen sollte, sein Lampenfieber in den Griff zu bekommen. Vielmehr geht es darum, dass man einen Soundcheck dadurch kolossal stören kann, indem man permanent lautstark auf sein Instrument einschlägt. Um einen Auftritt, ganz gleich, ob es sich um einen Gottesdienst oder einen Kneipen-Gig handelt, entspannt beginnen zu können ist es wichtig, dass jeder Musiker, nachdem er sein Instrument mit allem Zubehör aufgebaut und kurz gecheckt hat, dem Techniker signalisiert, dass er für den Soundcheck bereit ist und ansonsten keinen Lärm macht. Kleiner Tipp: Wer kann sollte sich einen Kopfhörer mitnehmen und sein Equipment so einrichten, dass er zur Not, während die anderen noch aufbauen, für sich selbst Sound oder Griffe checken kann. In kleinen Räumen können aber selbst klappernde Gitarrenoder Bass-Saiten störend wirken.

3.  Nacheinander – Linecheck

Jonny Pechstein ist Musiker und Autor und lebt mit seiner Familie in Nürnberg. www.jonny pechstein.com

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Wenn alle soweit sind, wird ein guter Techniker jedes Instrument nacheinander aufrufen, um einen Linecheck durchzuführen. Er wird prüfen, ob ein Signal von jedem Musiker bei ihm ankommt, wird dieses Signal einpegeln und auf die Monitore geben. Dabei ist es nicht hilfreich, jeden einzelnen Keyboard- oder Gitarren-Sound durchzuklampfen. Wichtig ist für den Techniker vor allem der lauteste Sound, damit er beim Auftritt keine Pegel-Überraschungen erlebt. Deswegen gibt der Gitarrist unter anderem seinen SoloLeadsound zum besten, der Keyboarder neben dem Klavier auch seine Schreiorgel und alle anderen spielen so, wie sie später auch beim Auftritt spielen. Während des Linechecks gilt selbstverständlich: Wer gerade nicht dran ist, ist solange ruhig.

4.  Gemeinsamer Song – Monitor-Check Sobald bei allen Instrumenten der Linecheck gemacht wurde, ist es an der Zeit, einen Song anzuspielen, um das Monitoring zu checken. Dabei spielt man den Teil eines Songs, an dem alle beteiligt sind an. Jeder gibt dann der Reihe nach an, welches Instrument er auf seinem Monitor lauter oder leiser braucht. Wenn sich mehrere Musiker einen Monitor teilen ist dies der Moment, bei dem ihr echte Flexibilität beweisen könnt. Dabei ist es wichtig, dass ihr eure Wünsche wirklich benennt und nicht aus falscher Scheu nichts mehr sagt, obwohl ihr euch noch nicht wirklich wohl fühlt und gut hört. Natürlich gibt es auch technische und akustische Grenzen. Ein guter Techniker wird aber versuchen, alles so einzurichten, dass ihr euch wohl fühlt und das, was ihr geprobt und geübt habt auch wirklich umsetzen könnt. Zur Not wird der Songteil so oft angespielt, bis es für jeden wirklich passt. Im Idealfall wird nach dem Monitorcheck noch einmal ein ganzer Song gespielt und dann die Bühne verlassen. Wenn noch Zeit ist, kann man ja das eine oder andere noch einmal proben. Besser ist es jedoch, wenn das nicht mehr nötig ist und man vor dem Auftritt die Möglichkeit hat, sich zu entspannen. Wenn alles so läuft ist man schnell durch und es war ein effektiver Soundcheck. Jonny Pechstein


→ Pimp→your Probenarbeit Band 2010

Proben als Mutter „Oma hat sich immer das Ave Maria von Schubert für ihre Beerdigung gewünscht.“ Außerdem soll ich am Grab noch „The Rose“ singen. Das kann ich im Schlaf. Aber Schubert? Warum nicht Bach-Gounod? Das singe ich regelmäßig bei katholischen Trauungen. Es hilft nichts, ich muss ran. Während ich in den Umzugskisten nach den Noten wühle, zieht sich meine Tochter überall hoch. Als ich (natürlich ganz unten) die Noten erspähe, macht es hinter mir einen Knall und das Geschrei ist groß. Laufen lernen ist wirklich schwer. Die Tränen trocknen schnell, ich wühle die Kiste erneut durch. Jetzt erst mal üben. Dafür nehme ich das Playback, in der Kirche spielt ja der Organist. Beim Einsatz bin ich noch unsicher. „Nein, das ist noch nichts für dich!“ Gerade noch den Laptop erwischt, der dummerweise auf dem Tischläufer steht. Den Track noch mal auf Anfang. Nee, so wird das nichts. „Norbert!“ Mist, der hat keine Zeit. Kurz vor 23 Uhr ist meine Süße endlich eingeschlafen. Singen hat jetzt keinen Sinn mehr. Da bleibt nur ein Date mit Laptop, Kopfhörern und YouTube, denn um diese Uhrzeit finde ich nichts mehr im CD-Regal. Mitdenken ist angesagt. Ich muss mir die Läufe merken. Die Noten sind dann nur noch Gedächtnisstütze. Nach 20 Mal anhören bin ich nur noch müde. Am Morgen summe ich das Ave Maria vor mich hin: beim Windel Wechseln, beim Anziehen. Die eine Stelle klappt einfach nicht. Also schnell noch eine CD brennen, auf den 2 h Autofahrt üben. Es klappt immer besser und auch die kritischen Stellen funktionieren jetzt. Eigentlich ist die Schubert-Version viel schöner. Die Verstorbene hatte Geschmack. In der Kirche entstehen die Töne auch viel leichter. Und „The Rose“? Da muss ich doch tatsächlich zweimal auf mein Textblatt sehen. Die Enkelin bedankt sich bei mir. Mein Gesang habe ihr so geholfen Abschied zu nehmen. Man höre einfach, dass ich dieses Lied schon häufig gesungen habe. Ich schäme mich ein bisschen, dass es wieder einmal so laufen musste. Aber nicht lang, denn meine Tochter hat Hunger. Konsequentes Proben mit einem kleinen Kind ist nicht einfach. Man muss eine gute Zeit abpassen. Manchmal hört es gerne zu oder spielt vergnügt vor sich hin. Ansonsten heißt es kreativ zu sein: Autofahrten, Spaziergänge, die Anfahrt oder das Duschen nutzen, stumm singen … Je mehr Vorbereitungszeit man hat, umso einfacher ist es. Manchmal hilft nur, auf die eigene Erfahrung und sein Können zu vertrauen. Und dabei nicht vergessen: Musik hat mehr mit Gefühl zu tun als mit dem korrekten Absingen von Noten.

Sabine Ehrensperger hat sich als Sängerin auf Popularmusik spezialisiert und singt bayernweit bei Taufen, Trauungen und Trauerfeiern; www.saengerinbayern.de

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→→B-Prüfung Probenarbeit

Proben-Verweigerer? Gibt es tatsächlich Fälle, in denen man auf das Proben verzichten kann? Kann man unter gewissen Umständen sich einfach miteinander hinstellen und drauf los spielen? Ja, kann man. Ja, hab’ ich schon gemacht. Und: Ja, ich rate im Normalfall davon ab! Aber eines nach dem anderen. Es ist tatsächlich so und kommt immer wieder vor, dass ich mich mit Musikern zusammen gesetzt oder gestellt habe, dass Sheets ausgeteilt wurden und dass man – vor Publikum – einfach drauf los spielte. Allerdings waren das immer ganz besondere Situationen und nicht immer habe ich die besten Erinnerungen daran. Grob gesagt gibt es drei Situationen, in denen das bei mir passiert: die Jam-Session, die Mini-Hochzeits-Kombo und die Für-einechristliche-Veranstaltung-gerade-mal-zusammengestellte-Band (FECVGMZB).

Jam-Session

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Das ist die klassische Situation, in der Proben gar nicht drin, zum anderen aber auch gar nicht notwendig ist. Leider gibt es nur sehr wenige Kneipen bzw. andere Gelegenheiten, in denen solche Sessions überhaupt möglich sind. Dort ist es ohnehin nicht denkbar, dass man probt, aber das erwartet auch keiner. Dementsprechend niedrig sind die Erwartungen der Zuhörer an ausgecheckte Arrangements oder perfektes

Zusammenspiel. Bei einer Session zählt der Spaß am Tun und die Leute, die zuhören, wollen diesen Spaß sehen. Sie wollen auch den einen oder anderen „magischen“ Moment erleben, in dem etwas passiert, was man ohnehin nicht proben kann.

Mini-Hochzeits-Kombo Mit Philipp Renz (drums) und Addi M. (Git./ Gesang) spiele ich relativ häufig auf Hochzeiten oder auch zu anderen privaten Anlässen. Die meisten der Songs, die wir dort zum Besten geben, haben wir irgendwann einmal geprobt und seither ca. 1.000 mal gespielt. Das klappt, macht Spaß und ist für die Zuhörer ein qualitativ hochwertiges Hör-Erlebnis. Immer wieder kommt es allerdings vor, dass in der Woche vor dem Event vom Veranstalter, bzw. dem Brautpaar gewisse Lied-Wünsche geäußert werden. Manches müssen wir dann rundweg ablehnen, manches machen wir aber auch, obwohl wir keine Chance haben, die Sachen vorher noch einmal zu proben. Das klappt dann aber auch nur wegen bestimmter Voraussetzungen: Zum Einen ist es so, dass wir drei schon sehr lange zusammen musizieren, auch und vor allem in dieser Besetzung. Es genügt ein kleiner Blick oder eine unauffällige Bewegung und jeder weiß, wohin die musikalische Reise als nächstes gehen soll. Darüber hinaus verfügen wir alle über langjährige Erfahrung und – wenn ich das sagen darf – über ein veritables Können… Daneben muss der Song sich dafür eignen, darf vom Arrangement her nicht zu ausgecheckt sein und muss auch in dieser Besetzung machbar sein. Dann, aber auch nur dann, ist es eben der Fall, dass Addi wenige Tage vor dem Gig Leadsheets und ein MP3 herumschickt und beim Auftritt einfach nur noch kurz abgesprochen und dann eingezählt wird und dann geht’s los. Und gut. Wir versuchen aber, so etwas zu vermeiden.

FECVGMZB Wisst ihr alle noch, was die Abkürzung bedeutet? Christliche Veranstaltung, Tagung, Gottesdienst, Seminar. Für eine professionelle Band fehlt das Geld, bzw. will man kein Geld ausgeben, aber ein paar Musiker stehen rum. „Ihr spielt doch mal, oder?“ lautet dann meist die Frage, die gleichzeitig suggeriert, dass man gute Musik aus dem Ärmel schütteln kann. Das Liedgut ist einigermaßen bekannt und irgendwie klappen die Sachen schon. Zumindest genügt es für den Hausgebrauch. Soll heißen: Die Gemeinde oder Veranstaltungs-Teilnehmer können mitsingen, allerdings klappt weder der Einstieg noch ein brauchbarer Schluss und die Dynamik zwischendrin entspricht in etwa der Aufgeregtheit von drei Kilogramm Valium. Das kann man machen und ist im Prinzip auch nicht schlimm, dient es doch einem bestimmten Zweck. Seit einem Ereignis vor etwa zwei Jahren mach’ ich das nicht mehr. Ein junges Paar, das mich viele Jahre lang auf eben einer solchen Veranstaltung hatte spielen hören, kam einmal nach einem Konzert, das ich mit meiner ‚regulären’ Band gab, auf mich zu und sagte: „Also, wir haben uns ja lange überlegt, ob wir überhaupt kommen sollen. Um ein Haar wären wir nicht gekommen, weil wir dich normal auf dem XY-Seminar mit so ’ner FECVGMZB spielen hören. Was ihr dort macht is ja nicht so prickelnd. Aber das hier war ja richtig geile Musik!“ Soll heißen: Man kann sich, wenn man zu oft in einer FECVGMZB spielt, auch den guten Ruf ruinieren.

Moral von der Geschicht’? Probt, Freunde! Probt! Es lohnt sich. Jonny Pechstein


→ Probenarbeit → D-Musiker

Probestrategien einer globalisierten Band Die Musiker meiner Band Letzte Instanz wohnen weit auseinander. Berlin, Dresden, Leipzig, Nürnberg, Würzburg, zeitweise sogar Istanbul, wo unser Sänger einige Jahre lebte. Diese weiten Strecken erfordern eine angepasste Arbeitsweise.

Songwriting und Studiovorbereitung Unsere Songs entstehen zu 80 % zu Hause. Instrumentalparts, Text und Gesang sind bereits fertig ausarrangiert bevor wir sie zum ersten Mal spielen. Um dies zu erreichen arbeiten wir alle mit dem Musikprogramm Cubase. So kann jeder an einer Songidee mitarbeiten, kann alle Tonspuren an seinem PC bearbeiten und ergänzen. Neue Songversionen werden nummeriert. Z. B. SongXY_V1.mp3 und auf einen Internetserver gestellt. Jeder Musiker kann die neuen Versionen anhören und mit den Bandkollegen per E-Mail darüber diskutieren. Wenn ein Song fertig für den Proberaum ist, druckt unser Gitarrist für alle Instrumente Noten aus. Bei den Proben ist es immer ein lustiger Anblick, wenn wir unseren harten Rocksound vom Blatt spielen. Das hat immer was von einer Orchesterprobe. Die Proben für die Studioaufnahmen zu unserer aktuellen CD „Heilig“ fanden nicht in unserem Proberaum statt. Wir wollten eine intensive Zeit zusammen haben, bei der wir uns ganz auf uns und unsere Musik konzentrieren konnten. So mieteten wir uns für eine Woche in ein Haus in Hannover ein. Neben dem Wohnzimmer – unserem Proberaum gab es ein Esszimmer in dem unser Projektstudio aufgebaut war und eine Küche. Unser Probenkonzept könnte man in folgende sechs Schritte gliedern: • Song erarbeiten und mehrmals durchspielen. • Änderungen am Arrangement diskutieren und ausprobieren. • Vorproduktion aktualisieren. Das heißt: Alle beschlossenen Änderungen, wie z.B. neue Grooves, Breaks, Harmonisierungen, Transponierung eines Titels in eine gesangsfreundlichere Tonart etc. in Cubase eingeben. • Noten drucken und geändertes Arrangement gemeinsam durchspielen. • Kleingruppenarbeit: Arbeit am Text, Rhythmusgruppenprobe, Suche nach Soundeffekten in Cubase etc..Durchhören der aktualisierten Vorproduktion und weiter zum nächsten Song. Nach der Woche wussten alle, woran sie bis zum Studio noch arbeiten mussten. Eine Vorauswahl, welche der 15 Titel letztlich aufs Album kommen, war getroffen. Die Vorproduktion war fertig und einen Monat später begannen die Aufnahmen, die übrigens an vier Orten gemacht wurden.

Konzertvorbereitung: Es gibt zwei Anlässe zu denen wir unser Live-Programm proben: Unsere Tourneen und der Beginn des Festivalsommers. Vor einer Tournee haben wir meistens zwei mehrtägige Proben und eine Generalprobe. Für den Festivalsommer ein verlängertes Wochenende. Darüber hinaus nutzen wir gelegentlich den Anreisetag eines Konzertwochenendes für eine Durchlaufprobe. Einen Monat vor Probenbeginn wird eine Liste mit dem Konzertprogramm erstellt. Diese Setliste ist in ihrer Reihenfolge erst einmal vorläufig. Oft merken wir erst beim Proben, dass bestimmte Songs doch nicht so gut hintereinander passen. Und manchmal wird die Setliste nach dem ersten Konzert erneut verändert, denn die Reaktion des Publikums ist das wichtigste Feedback darüber, ob die Setliste stimmt. Grundsätzlich müssen alle Musiker ihre Parts schon vor dem ersten Probentag flüssig spielen können. Beim ersten Probenblock sind Noten und Lead-Sheets aber noch erlaubt. Im ersten Probenblock arbeiten wir intensiv am Zusammenspiel und an den Live-Arrangements, die nicht immer den Arrangements auf der CD entsprechen müssen. Im zweite Probenblock liegt der Schwerpunkt auf dem durchspielen der Setliste und der Arbeit an Übergängen. Neuere Songs werden auch im zweiten Probenblock intensiv geprobt. Am Tag vor dem Tourneeauftakt mieten wir uns in einen Club ein und proben unter Live-Bedingungen. Es finden intensive Sound – und Monitorchecks statt. Unser Lichtmann optimiert seine Lichtshow. Die Elemente Licht, Ton, Pyrotechnik und Bühnenshow werden an diesem langen Probentag zusammengesetzt und so optimiert, dass die Show am folgenden Tag beginnen kann. Michael Ende

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→→Seminar Probenarbeit Altenstein 2010

Vorbereitung auf Studioaufnahmen Proben für den Ernstfall Ein Rockmusiker präsentiert voller Stolz in seinem Freundeskreis seine erste CD. Ein Freund fragt ihn: „Und, hast du auch schon was verkauft?“ Darauf antwortet der Musiker: „Ja, mein Auto und mein Fahrrad!“ In jedem Witz steckt auch ein Funken Wahrheit. CD Aufnahmen sind ein sehr zeitaufwändiger und teurer Spaß. Plus: Eine Menge Leute werden das fertige Produkt hören und dich und deine Musik anhand der Aufnahmen bewerten. Deshalb ist es sehr wichtig, gut vorbereitet an Aufnahmen heran zu gehen, damit das Endergebnis dementsprechend zufriedenstellend ist und es sich gelohnt hat, das viele Geld und die Zeit zu investieren.

Das Fundament ist wichtig: Das allerwichtigste für eine CD Aufnahme entsteht allerdings schon lange bevor man anfangen kann, die Songs zu proben. Das Fundament für gute Aufnahmen, ist immer das Material. Gute Songs und gute Arrangements sind die Grundlage und ohne diese Grundlage lohnt sich die ganze Probearbeit nicht. Aus Scheiße kann man eben immer noch kein Gold machen. Deshalb: Investiere zuerst Zeit in gute Texte, griffige Melodien, die ins Ohr gehen und arrangiere die Songs kurzweilig. Ein Spannungsbogen innerhalb des Songs ist genauso wichtig, wie abwechslungsreiche Akkordfolgen und mitsingbare Melodien. Hier ist es immer hilfreich, Hilfe und Meinungen von Außen in Anspruch zu nehmen, um nicht in seinem „eigenen Saft“ zu schmoren. Daniel Harter ist Gitarrist der Band Echtzeit (www. echtzeit-rockt.de), Solokünstler, Prediger, Autor und Musik-Missionar. www.Daniel Harter.de

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Vorproduktion: Der nächste Schritt, nachdem man gutes Material hat, ist es, sich genau zu überlegen, was an welcher Stelle gespielt werden soll. Die meisten Bands machen, bevor sie mit einer CD Aufnahme beginnen, ein Demo oder eine sogenannte Vorproduktion. Man nimmt den Song schon mal so ungefähr auf und überlegt sich genau, an welcher Stelle, welches Gitarren-Lick sein soll, welche Breaks vorkommen sollen und wie die Backings klingen sollen. Hier merkt man dann schnell, ob man den Song überfrachtet hat oder an welcher Stelle noch was fehlt. Eine kleine Faustregel ist hier: Weniger ist oft mehr!

Proben, proben, proben: Wenn all das geschafft ist, kann es endlich mit dem Proben los gehen. „Wer übt verrät die Kollegen“, ist eigentlich ein doofer Satz, denn ohne Fleiß kein Preis. Die Qualität des Endproduktes hängt immer davon ab, wie gut ihr vorbereitet seid. Hier ist es wichtig, die Songs auch in originalen Studio-Voraussetzungen zu proben. Was wirst du auf dem Ohr haben, wenn du deinen Part einspielst? Wird es ein Guide Track aus der Vorproduktion sein, nur ein Klick oder nur die Drums? Wichtig ist, dass du zum Üben die gleichen Voraussetzungen hast wie im Ernstfall.

Bass & Schlagzeug: Die Grundlage für gute Aufnahmen, ist immer das Schlagzeug/ Bass-Gefüge. Der Groove, die Tightness und das Zusammenspiel zwischen Bass und Basedrum sind entscheidend. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld diesen Part sehr gut vorzubereiten. Am besten macht ihr vereinzelt Proben, bei denen die Songs nur mit Bass und Schlagzeug geprobt werden, um sicher zu gehen, dass dieses Fundament nicht wackelt.

Gesang: Was aber am Ende einer Produktion dem Hörer zuerst auffallen wird, ist nicht unbedingt das Fundament eines Songs, sondern die Stimme. In den meisten Produktionen ist die Stimme im Vordergrund und sehr dominierend. Deshalb sollte man sich gerade bei den Gesangsproben und Gesangsaufnahmen genügend Zeit nehmen und hier seine Hausaufgaben gut machen. Überlegt euch vorher gut, ob die Tonart, der Musikstil und das Gesamtgefüge des Songs gut zur Stimme eures Sängers/Sängerin passen. Beim Proben ist es hier wichtig, auf gute Artikulation und deutliche Aussprache zu achten und bei englischen Texten auf die richtige Aussprache der Wörter. Arbeitet hier eng als Band zusammen und seit bereit für gegenseitige Kritik, denn am Ende müssen ja alle mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wenn all das geschafft ist, seid ihr reif für eure CD Aufnahmen. Die einfache Grundregel ist auf jeden Fall: Je besser ihr vorbereitet seid, desto besser und fluffiger wird das Ergebnis klingen. Wenn du nicht mehr darüber nachdenken musst, was du spielen musst, wird das Ergebnis automatisch runder und entspannter klingen. Deshalb: Üben, üben, üben. Viel Spaß!


→ Aktuell

Moderne Bearbeitungen von Chorälen – zwei Beispiele Befiehl du deine Wege  Choralbearbeitungen für Flöte und Klavier Seit einiger Zeit wohne ich zusammen mit meinem Mann in einem denkmalgeschützten Getreidespeicher aus dem 19. Jahrhundert. Beim Umbau konnten wunderschöne Säulen und von Hand gearbeitete Gemäuer erhalten werden, und dank moderner Baukunst strahlt der alte rote Backstein wieder in der Sonne. Innen haben wir ein paar englische Lieblingsstücke aus Großmutters Zeiten mit modernen Möbeln kombiniert. In der Auseinandersetzung mit Alt und Neu hat sich gezeigt, dass das geschätzte alte Stück an visuellem Wert gewinnt, wenn es einen möglichst freien Platz bekommt und durch moderne Schlicht-

heit in seiner Aussage nur unterstützt wird. So ist es auch in der Musik ... Choräle haben sich über Jahrhunderte hinweg einen festen Platz in der Musikgeschichte erobert und bereits Generationen von Menschenherzen in verschiedenen Kulturen bewegt und getragen. Dabei verbindet die meisten Menschen eine persönliche emotionale Erfahrung mit einem Choral, der oft schon von Kindheitszeiten an bis ins hohe Alter tiefe Gefühle berührt und eigene Geschichten schreibt. Diese Melodien haben uns begeistert. So entstand die Idee, die bekanntesten Choräle stilistisch auf ein modernes Podest zu heben und damit die Kunst der ergreifenden Einfachheit zu würdigen. Musikalisch bleibt Michael Schlierf mit seinen Bearbeitungen dabei sehr intim und vertieft die Schönheit der alten Choräle mit feinen und durchsichtigen, modernen Arrangements. Ich wünsche mir, dass die Choräle persönliche Wegbegleiter werden und an Stärke gewinnen, wenn Worte an Bedeutung verlieren. Heike Wetzel Besetzung: Heike Wetzel (Flöte), Michael Schlierf (Flügel) Produzent: Michael Schlierf; Erschienen bei: Gerth Medien www.gerth.de www.heikewetzel.de www.michaelschlierf.de

Feiert Jesus Hymns Choralbearbeitungen für Gemeinde- und Lobpreisbands „Alte Lieder werden nicht schlechter, nur weil es neue gibt.“ Das sagte mir ein Freund und Mitmusiker aus Norwegen vor einigen Jahren einmal. Wie recht er hatte. Meine Kindheit ist von den klassischen Gottesdiensten in einer evangelischen Kirche in Oberfranken geprägt. Auch wenn ich hauptsächlich mit Pop- und Rockmusik aufgewachsen bin, so haben mich diese Lieder über viele Jahre begleitet. Ich war allerdings schon immer mit ihrer Umsetzung unzufrieden. Manches von dem, was in diesen Songs ausgedrückt wird ist für mich purer Rock’nRoll. Was ich jedoch sonntags im Gottesdienst hörte, war im Normalfall wirksamer als jedes Schlafmittel. Also begann ich schon recht früh, mir Lieder eines Paul Gerhard oder eines Gerhard Tersteegen „zurechtzuarrangieren“ und meine ganz eigenen Versionen daraus zu basteln. Später setzten wir das dann auch in der Jonny-Pechstein-Band live um. Die Erfahrungen, die wir damit machten waren überwältigend. Moderne Lobpreis- und Gemeindesongs werden natürlich gerne mitgesungen. Ein Problem ist oft, dass sie nur wenig bekannt sind. Bei einer Veranstaltung spielten wir vier oder fünf von ihnen, bevor

wir zu unserer eigenen Version von „Großer Gott wir loben dich“ übergingen. Mit einem Mal blies uns eine Wand aus Gesang von der Gemeinde entgegen, wie wir es nicht erwartet hätten. Danach fragten mich viele, ob es denn die Choräle in unserer Bearbeitung nicht auch auf CD gäbe. Diese Frage kam nach vielen Konzerten. Seit dem Frühjahr 2010 gibt es sie. Zusammen mit Produzent Samuel Jersak nahmen wir 14 dieser alten Lieder mit meinen Arrangements neu auf. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Lieder durch den musikalischen Face-Lift auch wieder Eingang in viele moderne Gottesdienste finden. Auch als Komponist wurde ich durch die Arbeit an den Chorälen ganz neu inspiriert und habe sehr davon profitiert. Liedsheets und Noten sind übrigens bei mir erhältlich. Jonny Pechstein Besetzung: Jonny Pechstein (Arr., add. Keys), Samuel Jersak (Piano, Keys), Daniel Jakobi (Drums), Judith Rummel (Bass), Andie Mette (Gitarren), Katja Zimmermann, Katrin Lauer, Alex Lauer, Andreas Volz (Gesang) Produzent: Samuel Jersak; Erschienen bei: SCM Hänssler www.scm-shop.de www.jonnypechstein.com www.samueljersak.de www.myspace.com/feiertjesushymns

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→ Vorgestellt

Bandvorstellung: As words devine

Neue Band aus Bayern … As Words Divine erobert die Gehörgänge der christlichen Rockszene Seit Mitte des Jahres macht eine neue Rockband Schlagzeilen. Klickt man vorsichtig auf den Myspacelink im Newseintrag eines Internetmusikportals fällt einem gleich das leicht duster wirkende Design ins Auge. Es klingt der erste Song, „Everybodys Darling“ an und überrascht mit einem doch eher fröhlich wirkendem Rocksound und einigen interessanten Stimm – und Soundeffekten. Sie nennen sich AS WORDS DIVINE. Doch irgendwie kommen dem ein oder anderen die Gesichter bekannt vor - und das zu recht. Die Wurzeln der Band gehen schon einige Jahre zurück. 2003 fanden sich zum ersten mal 5 Musiker zusammen und gründeten die Band Wisecrash. Insgesamt 5 Jahre waren sie zusammen unterwegs und galten zuletzt vielerorts als der Neue Geheimtipp der christlichen Musikszene und spielten auf Festivals wie dem Rock the North, Jesus Rock Night oder dem Ökumenischen Kirchentag.

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Mit dem Ausstieg des Bassisten der Band ging die Ära von Wisecrash zu Ende. „Wir wollten mehr als das was wir mit Wisecrash gemacht haben – also haben wir Mikes Ausstieg aus Wisecrash als Anlass genommen, einen Cut zu machen und mit einem neuen

Gesicht in der Band noch einmal ganz von vorne anzufangen“, sagt Gitarrist Jerry Keys. „Wir wollten unsere Musik nicht mehr auf den Typischen Alternativ Rock festlegen sondern mit Einflüssen aus verschiedenen Styles wie Post Hardcore, Electro und auch Pop experimentieren.“ … und AS WORDS DIVINE war geboren.

Doch was steckt eigentlich hinter der Musik von AS WORDS DIVINE? „Jeder aus der Band führt ein überzeugtes Leben mit Gott und das spiegelt sich beim genauen hinhören auch in unseren Texten wieder,“ sagt Drummer Joe Mayr, „In unseren Liedern erzählen wir vom Leben, Erfahrungen mit Menschen und den Höhen und Tiefen in einem Leben mit Gott.“

Schon im Vorfeld nahmen AS WORDS DIVINE ihre neue CD „Endings Fade“ auf. Dabei wurden sie von dem Produzenten Marcus Gumball unterstützt, der sich unter anderem als Co-Produzent der Guano Apes einen Namen gemacht hatte. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Frontsängerin Debby Keys erklärt: „Der Titel der Platte beschreibt unsere Situation die wir als Band durchlebten. Ein Ende verblasst immer hinter etwas Neuem und wir sind gespannt wo uns die Zukunft hinführt“

Die CD von AS WORDS DIVINE ist seit 1. Dezember in ausgewählten Läden und im Internet erhältlich.

Der Start von AS WORDS DIVINE kann sich auf alle Fälle sehen lassen. Am 4. Dezember traten sie auf einem der bekanntesten christlichen Rockfestival Europas, der Christmas Rock Night in Ennepetal, auf. Und schon im Januar sind sie für 10 Shows mit der bekannten Punk/Pop Band TRIPLET aus Portugal auf Deutschlandtournee.

www.aswordsdivine.com


→ GEMA

GEMA-Neuigkeiten Gleich mehrfach war die GEMA letztes Jahr Gegenstand von Diskussionen und Auseinandersetzung. In den letzten Monaten gab es gleich eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen Ereignissen. Angestoßen durch mehrere Petitionsanträge (wir berichteten) sprachen sich Politiker quer durch alle Parteien bei einer Sitzung des Petitionsausschusses für mehr Transparenz und ein faireres Abrechnungsmodell aus. Neben der bereits bekannten Petition von Monika Bestle, hatte auch der DRMV (Deutscher Rock- und Popmusikerverband) eine Petition in Bezug auf das „PRO“ genannte Abrechnungsverfahren eingereicht. Begleitet wurde diese Aktion durch die Anzeigenaktion des Labels Kontor, deren Videos der Gruppe Scooter & Co. durch die abgebrochenen Verhandlungen der GEMA mit YouTube von der Plattform ausgesperrt wurden. Die Fantastischen Vier ereilte einen Tag vor Veröffentlichung ihrer aktuellen Scheibe das gleiche Schicksal. Dementsprechend aufgeladen war die Stimmung bei einer Diskussion anlässlich der Popkomm mit dem Titel „Die GEMA auf dem Prüfstand“. Leider hatte die GEMA-Chefetage die eigentlich zugesagte Teilnahme kurzfristig abgesagt und lediglich zwei Vertreter des Verwaltungsapparates geschickt. Klare Fragen der anwesenden Petenten und der CDUBundestagsabgeordneten Connemann, die sich besonders für die Interessen der Musiker einsetzt, wurden daher gar nicht oder nur ausweichend beantwortet. Zum Abschluss gab die Politikerin den GEMA-Vertretern daher eine eindringliche Warnung mit auf den Weg: „Setzen sie die Handlungsempfehlungen (des Petitionsausschusses, Anm. der Redaktion) um und zwingen Sie uns nicht zum politischen Handeln“. In wie weit sich die Politik allerdings tatsächlich auf dieses Handeln verpflichten lässt bleibt abzuwarten. Nicht abgewartet hat allerdings das Landgericht Hamburg. Es lehnte eine einstweilige Verfügung der GEMA gegen das Videoportal Youtube ab. Nach dem Willen der Rechteverwertungsgesellschaft sollte die Googletochter Videos von 75 Musikstücken komplett löschen. Das Gericht sah hier keinen Handlungsbedarf, wie wohl es nicht im Grundsatz entschied ob die GEMA grundsätzlich eine Unterlassung verlangen könnte. Diese Auseinandersetzung steht vor dem Hintergrund des Ende 2009 ausgelaufenen Vertrages zwischen YouTube und GEMA. Die GEMA will nun ein Hauptsacheverfahren anstrengen und ihre Interessen durchsetzen. Fast unbemerkt blieb dabei die Schließung der bayerischen GEMA-Bezirksdirektionen in Augsburg und München. Der Aufsichtsrat begründete die Entscheidung, von der drei der zehn Regionalbüros in Deutschland betroffen sind, mit Umsatzeinbrüchen auf dem Musikmarkt. Die Generaldirektion in München ist von diesem Schritt allerdings ausgenommen.

PRS als Alternative zur GEMA? Alternativen zur GEMA sind meist nicht sehr bekannt, bieten sich aber durchaus an. Die englische PRS dürfte hier ein ernstzunehmender Konkurrent sein. Für die PRS ist der Wohnort des Komponisten, bzw. Texters unerheblich. Laut Informationen des DRMV ist die PRS mit 90.000 Mitgliedern außerdem um 30.000 Mitglieder stärker als die GEMA und verlangt keine Mitgliedergebühren, sieht man von den 10 Pfund für die Anmeldegebühr ab, die allerdings nur dann fällig werden, wenn irgendwann mal Tantiemen fließen würden. Außerdem ist der Vertrag innerhalb von drei Monaten kündbar. Gegenüber der Mindestvertragslaufzeit der GEMA von sechs (!) Jahren und jährlichen Beiträgen von 25,56 Euro quasi ein Schnäppchen. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter der PRS bei Kontakten und Nachfragen deutlich kompetenter, freundlicher und schneller als die Mitarbeiter der GEMA sein. Vielleicht ein Grund, es mal mit diesem Anbieter auszuprobieren. (Quelle: DRMV) Zusammengestellt von Thomas Nowack

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→ Gospelkirchentag

Gospelkirchentag 2010 Wir laufen mit einer kleinen Gruppe aus unserem Chor durch die Straßen von Karlsruhe, der Himmel ist strahlend blau. Die Stadt ist voller Menschen, und man hört schon von weitem die Musik von der zentralen Bühne am Marktplatz. Die ganze Stadt scheint in Feierlaune.

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Viele Karlsruher und knapp 4000 Teilnehmer feiern an diesem Freitagabend die Eröffnung des Gospelkirchentages am Marktplatz, u.a. mit dem Opstand Gospel Choir aus Dänemark und Dieter Falk. Beim Lied „Shackles“ merkt man, wie die Musik unmittelbar in die Beine geht, auch beim Laufpublikum. Die ganze Stadt war eingeladen zur Gospelnacht an 28 Veranstaltungsorten, vom Einkaufszentrum bis zur Stadtkirche. Und es kamen so viele, dass einige Kirchen wegen Überfüllung geschlossen werden mussten. Am Samstag erwartete die Teilnehmer dann ein vollgepacktes Programm: Vormittags eine Bibelarbeit vom EKD-Präses Nikolaus Schneider – die leider aufgrund des gedrängten Programms etwas unterging – und die MassChoir Probe. Hans Christian Jochimsen vom Opstand Gospel Choir begeisterte durch seine sympathische und kompetente Art. Nicht verwunderlich, dass er in seiner Heimatstadt Kopenhagen vier Chöre mit insgesamt 1000 Sängern leitet. Helmut Jost und Dieter Falk brachten dem Chor einige inspirierende neue Lieder bei. (Von denen wir auch schon eines in unser Chorrepertoire aufgenommen haben). Der Versuch von Myron Butler, dass wir 4000 Sänger schnell mal die komplizierten R’n’B Phrasierungen der Kirk Franklin Verse lernen, war leider nicht so erfolgreich. Da hätte ein chortauglicheres Lied besser gepasst. Tagsüber war am Samstag in Karlsruhe auf 10 Bühnen für alle Teilnehmer und Passanten das Gospelfeeling live erlebbar. Man hätte sich zerteilen müssen, um überall dabei sein zu können. Wie bereits in der Gospelnacht gestalteten viele teilnehmende Chöre das Programm auf den Bühnen. Für den Auftritt erhielten die Teilnehmer eine Ermäßigung auf den Teilnehmerbeitrag, der m.E. auch noch etwas größer hätte ausfallen können für den Einsatz, den sie zeigten.

Begeistert hat mich persönlich der Auftritt des Stavanger Gospel Choir aus Norwegen. Parallel zu den Konzerten waren viele hochkarätig besetzte Workshops am Nachmittag angeboten. Eine tolle Möglichkeit, sich Anregungen und Knowhow für den eigenen Chor zu holen, für das man sonst einigen Organisationsaufwand und finanziellen Aufwand betreiben müsste. Das Galakonzert am Samstagabend in der Europahalle bot einen bewährten Auftritt des Oslo Gospel Choir. Bei den sympathischen Sängern von „Naturally Seven“ konnte man staunend erleben, wie viel man aus einer Stimme machen kann. Wer die CD hört, würde nie auf die Idee kommen, dass alles acapella gesungen - oder sollte man sagen – „gespielt“ ist. Am nächsten Tag war die Herausforderung zu meistern, pünktlich am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr wieder in der Europahalle bei der Chorprobe zu sein. In der Mittagszeit begeisterte der Auftritt der Oslo Soul Teens, die Vorreiter einer neuen Jugend-GospelchorBewegung sind. Auf dem nächsten Gospelkirchentag ist bereits ein eigener Bereich für Kinder und Jugendliche geplant. Besonders gefreut hat mich die Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“, die im Vorfeld und während des Gospelkirchentags deutlich präsent war. Es wurden Spenden für eine Brot für die Welt-Aktion gesammelt. Wer auf dem Gospelkirchentag war, wird nicht vergessen, dass Gospelsingen und Engagement für eine gerechtere Welt zusammengehören. Am Sonntag Nachmittag fand dann der öffentliche Abschlussgottesdienst statt, in dem die Lieder vom MassChoir von den Sitzplätzen aus mitgesungen wurden. Der top organisierte Gospelkirchentag bot viele Möglichkeiten, sich Inspiration und Anregungen für die eigene Arbeit zu holen, durch Konzerte, Workshops, Bibelarbeit, Materialstände und Austausch mit anderen Gospelchören. Im Juni 2012 wird Dortmund Gastgeber des nächsten Gospelkirchentages. Prädikat empfehlenswert. Friederike Fritsche


→ Technik

Änderung der Frequenzzuteilung für drahtlose Funkstrecken (‚Mikroports‘)

Einführung Im Zuge der Umstellung der Fernsehsender auf DVBT erfolgt auch eine Änderung des UHFFrequenzbereiches für den Einsatz von Funkmikrofonen. Es existieren drei Frequenzbereiche, die für Funkmikrofone genutzt werden können. Von diesen Bereichen ist nur einer von der Änderung betroffen. Entscheidend für die Zuordnung zu einem der drei Bereich ist die Sendefrequenz der Funkmikroanlage.

Wie kann man feststellen, ob eine Funk­mikroanlage betroffen ist?

Unsere Funkmikroanlage ist betroffen, was können wir tun? • Erkundigen sie sich beim Hersteller der Funkmikroanlage, ob eine Umrüstung der Funktechnik auf das neue Frequenzband möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Alternativ steht nur eine Neuanschaffung zur Disposition. • Auf den Herstellerwebseiten finden sie auch Informationen über die an ihrem Ort sinnvollen neuen Frequenzen. • Funkstrecken im neuen Frequenzband sind anmeldepflichtig¹. Dadurch entstehen einmalige und regelmäßige Kosten.

Um festzustellen, in welchen Bereich die von ihnen verwendete Funktechnik fällt, ist es nötig, dass sie die Frequenz feststellen. Die Frequenzangabe findet sich am Empfänger und am Sender. Am Sender befindet sich die Angabe meist im Batteriefach. Mögliche Angaben wären z.B. 804.375 oder 37.1, wobei die Einheit MHz nicht immer mit angeben ist. • 36 – 38 MHz Dieser Bereich, der vor allem bei älteren Funkmikroanlagen verwendet wurde, ist von der Änderung nicht betroffen. • 170 – 220 MHz dieser Bereich ist ebenfalls nicht von der Änderung betroffen. • 790 – 862 MHz in diesem Bereich werden ab sofort drahtlose Netzwerke für die Internetversorgung ländlicher Bereiche errichtet. Rein rechtlich ist der Betrieb der Funktechnik in diesem Band bis 2015 erlaubt, allerdings können, gerade im ländlichen Bereich, bereits deutlich früher Störungen auftreten. Eine Ausnahme bildet der Bereich von 863 bis 865 MHz, der jedoch bereits jetzt durch viele Funkdienste teilweise überlastet ist, da es sich um einen für die kostenlose Nutzung durch die verschiedensten Zwecke freigegebenen Bereich handelt. Als Alternative wurde der Bereich von 710 bis 790 MHz zur Verfügung gestellt. In diesem Bereich senden auch die DVBT Sender, so dass die Frequenz innerhalb des Bereiches nicht beliebig gewählt werden kann.

Zusammengestellt von Tomy Neumann (www.tomy-pa.de)

¹ Anmeldung bei der Bundesnetzagentur mit dem Antrag auf Frequenzzuteilung für den nicht öffentlichen mobilen Landfunk, erhältlich zum Download bei www.bundesnetzagentur.de.

Nachtrag zu Mikroport-Artikel: Sennheiser DD ready Sennheiser hat seine Hilfsangebote im Bezug auf die anstehenden Frequenzveränderungen deutlich ausgeweitet. Alle Nutzer drahtlosen Sennheiserequipments können ab sofort unter www.sennheiser.com online prüfen, ob das eingesetzte Material, sofern eine Nutzung des bisherigen Frequenzbereiches nicht mehr zulässig ist, umrüstbar ist. Auch einen „Umrüstungsrechner“ stellt Sennheiser online zur Verfügung. Darüber hinaus werden Schulungen und persönliche Beratung angeboten. Die UMTS Nachfolgetechnologie LTE wird ab Januar 2011 zunehmend in der Fläche geschaltet werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird mit Problemen gerechnet werden müssen.

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→ Bandseminar 2010

Altenstein 2010 Seminar für christliche Popund Rockmusik

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Wenn der Popularmusikverband nach Altenstein einlädt, dann ist es eine gute Idee, dieser Einladung zu folgen. Ich habe in diesem Jahr zum zweiten Mal teilgenommen und konnte davon in mancherlei Hinsicht profitieren. Es tut immer gut, wenn Gottes Volk zusammenkommt und wenn es sich dabei noch dazu um Musiker handelt, dann ist da von vornherein viel Verbindendes. Ich finde, das prägt auch die Atmosphäre und Gemeinschaft oben auf dem Berg in diesem schönen Haus. Und da das Wetter diesmal so gar nicht einladend war, konnten wir uns voll und ganz in unsere Workshop-Räume zurückziehen. Workshops sind eigentlich immer eine spannende Angelegenheit, weil so unterschiedliche Personen zusammenkommen, sowohl von den Persönlichkeiten als auch von den bisherigen Erfahrungen am Instrument. Bei uns im Keyboard-Workshop war, glaube ich, trotz dieser Herausforderung für jeden etwas dabei (Kompliment an unsere Kursleiterin, Christiane Dehmer). Es ist sehr motivierend, neue Impulse und Anregungen zu bekommen. Auch das Rahmenprogramm habe ich als sehr ansprechend erlebt. Freitag Abend stand Lyrik in Kombination mit Jazz auf dem Programm, ein sehr ruhiger Abend, der nach einer vollen Woche für mich genau der richtige Einstieg in ein ebenfalls sehr volles Wochenende war. In die Piano-Klänge von Christiane konnte ich mich innerlich richtig hineinfallen lassen. Das Thema des Abends: Hoffnung. Im Bible-Meeting am Samstag Vormittag ging es um die Frage, was Professionalität bedeutet (professionell = gelernt, ausgebildet) und dass wir nicht auf sie verzichten sollten (bzgl. Inhalt, Performance und Authentizität). Denn: Unser Glaube hat unser Können verdient! Samstag Abend war die Bühne frei für Beiträge der Teilnehmer. Das Programm war bunt und vielseitig und wurde von Cae Gauntt unter Begleitung der Referenten-Band auf geniale Weise abgerundet. Als besonders wertvoll und geistlich dicht habe ich für mich persönlich den Gottesdienst am Sonntag erlebt. Wir sind Gott willkommen, so wie wir sind. Wie oft habe ich das schon gehört. Und wie wichtig ist es, es wieder und wieder zu hören, damit es nicht nur Theorie bleibt, sondern immer mehr zu erlebter Wahrheit wird. Herzlichen Dank an das gesamte Mitarbeiter-Team! Und da noch einige Plätze in Altenstein frei waren, wäre es super, wenn nächstes Jahr noch mehr Leute dabei sind. Es lohnt sich!!! Stephanie Weber


Siehe auch Seite 26 (News)


→ Aktuell

Promikon 2011 Bereits zum siebzehnten Mal findet im Februar 2011 die PROMIKON Messe statt. Im Audimax der Uni Gießen werden am 05.02.2011 zwischen 12 und 20 Uhr dreißig Künstler und Bands auftreten und ihre neuen Konzertprogramme und Songs vorstellen. Das vielseitige Programm bietet einen Mix aus Newcomern und bekannten Künstlern und Bands und eine Mischung aus unterschiedlichen Stilrichtungen von Hip-Hop über Pop und Rock bis hin zum klassischen Gospel. U.a. werden Sherman Bridges (USA), Samuel Harfst, Helmut Jost, Judy Bailey und Band, Claas P. Jambor, Harmony, Tobias Hundt, JonasP, Arbaitnehmer, [N]Ticket, Sonsaid, Kurfürst, Michael Wespi (Schweiz), Emanuel Reiter (Schweiz), Junior Spencer (GB) Joakim Arenius (SE) und viele andere auftreten. Auch die Besucher sind eingeladen, den Messetag aktiv mitzugestalten. Jeder Besucher erhält im Messetagesheft Vorlagen, mit der er die Bands und die Stände bewerten kann. Nach der Auswertung am Abend wird so zum ersten Mal der beste „PROMIKON Messekünstler“ und der „attraktivste Messestand“ gekürt. Ein weiteres Highlight des Tages ist die Europäische Networking Plattform. Kulturschaffende aus den benachbarten Ländern Schwe-

den, Belgien, Holland, England, Spanien, Italien, Österreich und Polen werden über die christliche Musikszene in ihren Ländern berichten und die wichtigsten Medien und Organisationen vorstellen. Den krönenden Abschluss der Messe bildet ab 20 Uhr die Retro Show „Forever Young“ - 50 Jahre christliche Popmusik. Neben den Auftritten der Wegbereiter Arno & Andreas, Damaris Joy und Christina Rösch werden auch die bis heute erfolgreichen Künstler Manfred Siebald, Jürgen Werth, Clemens Bittlinger und Siegfried Fietz auf der Bühne stehen. Moderiert wird der Abend von Doro Wiebe und Andreas Malessa. In dieser Show wird auch der DAVID AWARD 2011 vergeben. Der David Award ist die Auszeichnung der christlichen Musikszene. Beteiligt sind das Internet Radio Crosschannel, das Magazin Dran und das Internet Portal Sound 7. Es werden die Awards für den besten nationalen Künstler 2010, den besten Newcomer 2011, das beste Album 2010 und an die Künstlerpersönlichkeit 2010 vergeben. Voraussichtlich wird auch der Popularmusikverband mit einem Stand vertreten sein. Weitere Infos auf www.promikon.de Thomas Nowack

Addi Manseicher baut Studio-Angebot aus Mixing und Mastering fürs kleine Budget

Nahezu jede(r) Künstler oder Band steht irgendwann mal vor dem Problem, dass gut klingende Aufnahmen der eigenen Songs her müssen – sei es, weil potentielle Veranstalter eine akustische Kostprobe anfordern oder weil man endlich „seine“ eigene CD haben will. Was dann? Die Live-Mitschnitte aus dem Proberaum sind soundmäßig zum Weitergeben oder gar Verkaufen meist weniger geeignet. Andererseits kann sich auch nicht jeder ein teures Profi-Studio leisten. Hier könnte in Zukunft unser Verbandsmitglied Addi Manseicher eine Lücke schließen: Nachdem Addi bereits seit gut 15 Jahren seine eigene Musik selbst aufnimmt, mischt und mastert und so etliches an Praxiserfahrung sammeln konnte, hat er in den letzten Monaten und Jahren verstärkt diverse Schulungen, Aus- und Weiterbildungen für den Studiobereich wahrgenommen. Seit kurzem schmückt sein Zertifikat zum „HOFA Audio-Engineer“ (staatlich anerkannter Abschluss) die Studiowand. In den letzten Jahren hat er Addi in seinen „AxeMan!-Studios“ in Neuendettelsau bereits für einige andere Künstler, Bands & Pro-

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jekte einzelne Songs oder ganze CD-Produktionen aufgenommen, gemischt und/oder gemastert. Nun wäre es natürlich vermessen, bei „AxeMan!“ den Sound der „Großen“ im Musikgeschäft toppen zu wollen – aber Addis Ziel lautet ganz klar, diesem Sound möglichst nahe zu kommen. Ausstattung & Know-How dafür sind in den AxeMan!-Studios auf jeden Fall vorhanden. Bei Interesse oder für weitere Informationen & Referenzen könnt ihr euch direkt an Addi wenden unter amanseicher@yahoo.com oder telefonisch: 09874-689799. Wer einen ersten Eindruck haben möchte: Addi hat bei seiner aktuellen CD „40“ alle Arbeitsschritte von der Aufnahme bis zum finalen CD-Master selbst vorgenommen. Drei Songs dieses Albums (Faith is, Don’t touch the yellow Ring, March of the Clouds), gibt es unter www.myspace.com/addisongs zum Anhören.


→ CA-Seminar

Christian Artists Seminar kommt nach Deutschland Nach 30 Jahren wird das bekannte Christian Artists Seminars aus den Niederlanden nach Deutschland kommen. Es findet vom 8. bis 13. August 2011 erstmals im Tagungszentrum KSI in Bad Honnef statt. Künstler und Referenten aus ganz Europa und darüber hinaus bieten Workshops an und präsentieren ihre neuesten Arbeiten. Leen La Rivière, der Gründer von Christian Artists (CA), erläutert den Hintergrund des Wechsels: “In der ersten Phase nach 1981 fand CA in De Bron statt, war jugendlichdynamisch und hauptsächlich durch die Musik geprägt. 1994 sind wir dann in das SBI umgesiedelt, wo wir das Programm in allen künstlerischen Bereichen wachsen und reifen lassen konnten. Ab 2011 treten wir in eine neue Phase ein, und im Rahmen dieser Veränderung haben wir ein ausgezeichnetes Tagungszentrum gefunden: das KSI in Bad Honnef. Hier werden wir das Programm um wesentliche Teile im Bereich Medienkunst erweitern.“

Im Moment stehen bereits 80% aller Workshops fest: Musik: Instrumentalunterricht in E-Bass, E-Gitarre, Akustik-Gitarre, Flöte, Violine, Cello, Schlagzeug & Percussion, Klavier, Keyboards; Vocal coaching; Arrangement, Komposition, Texten, Hiphop, Black Gospel, Praise & Worship, Bandspiel, Chor. Bühne: Tanz (verschiedene Richtungen), Ballett, Choreographie, Theater, Pantomime, Körpertheater, Praise & Worship. Bildende Kunst: Skulptur, Keramik, Ton, Papier, Grafikdesign, Zeichnen, Reliefdruck, Portrait, Modellstudien. Multimedia: Youtube-Filme produzieren, Filmen, Regie, Aufnahmetechnik, Editing, Filmkritik, Fotografie. Kommunikation: Facebook, Twitter, Coaching, Songwriting, Talent-Evaluation, Storytelling, Worship, Vorträge und Reden, Präsentationstraining, Liturgie. Teilnehmer, die die Workshops mit Erfolg abschließen, erhalten ein Zertifikat auf Basis des European Credit Points-Systems.

Die folgenden Künstler und Referenten haben bereits zugesagt: Ruben Bekx (NL), Manou Bolomik (F), Marijke Bolt (NL), Jan Willem van Delft (NL), Klaus Andre Eickhoff (D), John Featherstone (F), Paul van der Feen (NL), Paul Field (GB), Don Grigg (F), Torsten Harder (D), Desiree Horchner (NL), Werner Hucks (D), Richard Hughes (GB), Martha Jakobovits (Rumänien), Frieder Jost (D), Paul Lancaster (NL), Theodor Lihof (Bulgarien), Francis Mean (B), Joany Muskiet (NL), Philip Noble (GB), Thomas Nöttling (A), John Peck (GB), Anlo Piquet (F), Jean Pierre Rudolph (F), Brent Saklofske (CAN), Jürgen Scheible (FIN), Danny Scott (GB), Peter Smith (GB), Thea Soltau (GB), Antonis Sousamoglou (GR), Springs Dance (GB), A. J.G.

Stevenson (GB), Fanni Volgyessi (Ungarn), Heike Wetzel (D), Britt Wikstrom (NL), Paul Yates (D) – weitere folgen. Vortragsredner: Dr. John Smith (Australien), Dr. Jaap Smits (NL), Prof. Maarten Verkerk (NL), Zsuzsanna Török (Ungarn), Leen La Rivière (NL). Informationen über weitere Inhalte und Teilnehmer sind unter www.christianartists.org zu finden. Dort können Sie sich auch anmelden. Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer frühzeitigen Anmeldung Ermäßigungen erhalten. Übrigens: Durch den Wechsel zum KSI konnten die Teilnehmergebühren um etwa 100 Euro gesenkt werden! Leen La Rivière: „Das Christian Artists-Seminar war immer eine wesentliche Inspirationsquelle und ein Anstoß für Christen, sich künstlerisch auszudrücken und den ihnen zustehenden Platz in unserer Kultur zu finden. Gerade in den heutigen Krisensituationen wird das wichtiger als je zuvor.“ Weitere Information via: Leen La Rivière, Christian Artists Europe, Postbox 81065, 3009 GB Rotterdam, die Niederlande, tel: +31104568688, e-mail: leen@ continentalart.org)

Gesangsunterricht für Pop, Rock, Jazz Geschenkgutschein für Weihnachten sichern und eine von 10 coolen FYV-Taschen gewinnen unter www.free-your-voice.de

FREE YOUR VOICE 21


→ D-Musiker

Vorstellung D-Musiker

Ich heiße Cornelia Paulini, bin 1959 geboren, verheiratet und Mutter von drei jetzt erwachsenen Söhnen. Von Beruf bin ich Lehrerin. In meiner Kirchengemeinde in München bin ich ehrenamtlich tätig als Lektorin, Kirchenvorsteherin und Popularmusikerin. Schon längere Zeit war ich auf der Suche nach Möglichkeiten, wie man Lieder auf dem Keyboard begleiten kann. Durch einen Freund wurde ich mit der Zeitschrift m&m bekannt und auf den Lehrgang geprüfte/r PopularmusikerIn aufmerksam. Gemeinsam meldeten wir uns für den Herbst 2005 in Nürnberg an. Anfangs war ich sehr unsicher, ob ich den Anforderungen werde genügen können, da sich mein Keyboardspiel bis dahin auf reines Notenspielen beschränkt hatte. Was spielt man, wenn man nicht die Melodie mitspielen will und wie schafft man es, nicht jedes Lied gleich klingen zu lassen? Als ich sah, dass die anderen Teilnehmer darin schon einige Erfahrung hatten, war ich voller Zweifel, ob ich werde mithalten können. Der Einfühlsamkeit und Geduld unserer Dozentin Christiane Dehmer ist es zu verdanken, dass ich nicht aufgab. Ihr gelang es, mich mit hineinzunehmen in die Welt der Harmonien und Rhythmen und ich konnte mich für die vielen Möglichkeiten öffnen, die es dafür auf dem Keyboard gibt. In der Zeit zwischen den Ausbildungswochenenden übte ich fleißig. Es war nicht leicht, die sicheren Notenbilder ein Stück weit zu verlassen und sich auf den inneren Impuls und den Fluss der Musik einzulassen. Ich erreichte in dem Ausbildungsjahr auch nicht den Level der anderen Teilnehmer, trotzdem schaffte ich im Juli 2006 die Prüfung. Danach ging es für mich aber erst richtig los. Schon vor Beginn der Ausbildung zum D-Musiker spielte ich zusammen mit einigen aus meiner Gemeinde ab und zu im Gottesdienst. Jetzt wollte ich in dieser Gruppe umsetzen, was ich gelernt hatte und wir begannen regelmäßig zu proben. Es stellte sich heraus, dass die Materialien aus dem D-Kurs unerschöpfliche Anregungen zum Weitermusizieren und –experimentieren boten. Ich bin immer wieder neu begeistert über die Möglichkeiten, einem Kirchenlied ein anderes Gewand zu geben, es in einem neuen Stil zu präsentieren. Inzwischen spielen wir regelmäßig einmal im Monat im Gottesdienst und meine Hoffnung und mein Gebet dabei ist, dass unsere Musik dazu beiträt, dass Menschen altbekannte Lieder neu hören und dabei von deren Inhalten erreicht werden. Cornelia Paulini

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→ Porträt

Bandvorstellung Flamberg Das Verfallsdatum christlicher MitsingLieder scheint immer schneller abzulaufen. Nur selten tauchen in den Gemeinden noch Lieder aus den 80er/ 90er Jahren auf. Viele kennen zwar noch „Create in me a clean heart“ oder „Vater des Lichts“. Eine Zeit lang werden die Lieder rauf und runter gesungen, bis sie diversen Musiker/innen, bzw. der Gemeinde aus den Ohren quillen. Dann werden sie lieber zur Seite gelegt und gleich durch neue Lieder in brandaktuellen Liederbüchern ersetzt. Nach „Feiert Jesus 2“ folgen Feiert Jesus 3, 4 und 5, und die alten „Lobpreishits“ sind abgeschrieben und die Verlage hoffen durch das neue Liederheft einen weiteren Verkaufsschlager zu landen. „Schluss mit dem Liederverfall!“, hat sich die Band Flamberg gedacht und beschloss, sich um arme, ausgemusterte Lieder zu kümmern. Liebevoll strickt die Band neue Arrangements von Rock, SKA, Country, … bis Reggae um die meist deutschsprachigen „Oldie-Lobeshymnen“. Ihren Stil nennt die fünfköpfige Band „CoverLOB“, frei nach der musikalischen Wiederaufbereitung von Liedern anderer Künstler. Vor etwa acht Jahren hatte David Pietratus, der Gründer der Band, die zündende Idee: Upbeats und Tempo sollten den Lobpreis in musikalischer Hinsicht zu einem „einschnei-

denden“ Erlebnis machen. Er wählte für die neue Band den Namen Flamberg (aus dem Französischen „flamberge“, Schwert), nicht nur weil das „irgendwie nach Rock“ klang. Im deutschsprachigen Raum bezeichnet „Flamberg“ Zweihänder-Schwerter. Im 14. bis 17. Jahr-hundert wurden diese „Doppelklingen“ von Landsknechten mit beiden Händen geführt. Die Klinge eines „Flamberg“ wies auf beiden Seiten gewellte Schneideflächen auf, was den Betrachter an Flammen erinnerte. Seit 2003 rockt Flamberg mit ihren außergewöhnlichen Arrangements auf der Bühne oder bei Gottesdiensten in gleichbleibender Besetzung. Mit Esther (Bass) und Albrecht Pietratus (Keyboard) konnte Gitarrist David gleich zwei Geschwister für die Band gewinnen. Drummer Thomas Jugl und Sänger Christian Probst sind ebenfalls seit 2003 dabei. Zu den besonderen Highlights der Band zählen im Jahr 2010 neben den Konzerte beim ökumenischen Kirchentag in München vor 150 bis 800 Besuchern der Einsatz beim Freakstock 2010 in Borgentreich (Kassel). Dort durfte Flamberg im Eröffnungsgottesdienst rocken. Und sie gestalteten nachts um 0.00 Uhr den sogenannten „Nightpraise“ mit ihrem Konzertprogramm. Zum regelmäßigen „Special Guest“ und damit zu einer Institution wurde Flam-

Porträt

berg in den vergangenen Jahren beim sehr beliebten „Extra-Gottesdienst“ in der St. Walburgskirche in Großhabersdorf. Flamberg stellt im „CoverLOB“ für Gott das normalgängige Kirchenlied neben moderne Lobpreis-lieder alla „Feiert Jesus“ und Co. Es ist der Band ein Anliegen, christliche Lieder aller Sektoren zum Lob Gottes zu verbinden. Damit sammelt die Band „Hits“ der volkskirchlichen, charismatischen und pietistischen Szene, von Paul Gerhard bis „Hillsong“, und drückt so Gefühle, Dankbarkeit und Fragen gegenüber Gott durch ihre musikalischen Gaben aus. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Christliche Songs aus unterschiedlichsten Zeiten und Strömungen haben es verdient, in einem „schnittigen“ Arrangement auf neue, packende Weise gesungen und gespielt zu werden, damit ihre gute „Message“ nicht in Vergessenheit gerät. Christian Probst Weitere Informationen gibt’s unter: www.flambergmusik.de

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→ Workshop

Neuer Pfiff in alten Schläuchen oder Überlebensstrategien im Reich der Schlager Oh nein! Nicht schon wieder EG 645 Ins Wasser fällt ein Stein. Doch der Pfarrer bleibt hart. Seit 1974 wird dieses Lied bei Taufen nun mal gesungen. Die Pointe ist treffsicher wie dereinst Gerd Müller: Taufe und Wasser – passt doch! Und so haben wir es zigtausendmal gehört und gespielt: Manfred Siebalds Adaption des englischen Pass it on. Nun können wir es nicht mehr hören und wer ist schuld? Die Engländer? Der Siebald? Das Redaktionsteam des Gesangbuches? Nein, Herrschaften: wir sind schuld! Wenn ein Lied altbacken, abgenutzt und uninspiriert klingt, dann weil wir es altbacken, abgenutzt und uninspiriert spielen.

In meinen Ohren hören sich folgende Verbindungen zeitlos gut an:

EG 645:  Ins Wasser fällt ein Stein und

Don’t dream it’s over  (Crowded House) EG 564:  Komm, Heilger Geist und

Communication Breakdown  (Led Zeppelin) Mein Jungscharleiter war großer Fan von Folk Musik. Er stand auf Ralph McTell, Bob Dylan, Simon & Garfunkel, CSNY. Unsere Lieder, die er auf der Gitarre begleitete, hatten Pep und wir sangen gern. So sehr anders als das, was ich oft im Radio hörte, klang das nicht. Auf geheimnisvolle Weise sind die Stilelemente seiner Vorbilder in sein Spiel eingeflossen. Zudem fanden sich in unserem Liederbuch einige bekannte Popsongs mit christlichem Text. Kennt jemand noch „Besser sind wir nicht?“ – einer unserer Lieblingssongs. Unter dem Text im Liederbuch stand: Text (dt): aus der DDR; Musik: The Beatles. Die Forderung an uns, alte aber immer wieder gewünschte Lieder popig zu spielen, ist leicht gestellt, doch wie geht das? Antwort: lernt von den Experten. Was machen die etablierten Größen im säkularen Musikgeschäft, damit ihre Lieder ergreifend, spannend, ermunternd, erhebend und relevant klingen? Welche Klänge, Akkorde, Spieltechniken und Rhythmen kommen wann mit welcher Intention zum Einsatz? Diese Tricks gilt es zu verstehen und im eigenen Spiel anzuwenden. Noch wichtiger ist die Inspiration (in meinen Augen die erste und vornehmste Musikerpflicht): In diesem Fall das Zusammenführen der Komposition mit der Groove-, Harmonisierungs- und Arrangementidee. Ihr braucht eine Vision davon, wie das Lied klingen und welche Gefühle/welcher Inhalt unterstrichen werden soll. Also: Welche Akkorde greife ich? Welchen Rhythmus schlage ich? Welche Spieltechniken verwende ich und wie baue ich das Lied auf?

EG 455:  Morgenlicht leuchtet und

Morning has broken  (Cat Stevens) EG 602:  Vergiss nicht zu danken und

Ring of Fire  (Jonny Cash) EG 637:  Von guten Mächten und

Intro von Rock it  (Queen) Um solche Assoziationen zustande zu bringen, sollte man ein Ohr in der christlichen und eines in der säkularen Musik haben. (Das ist übrigens der Grund, warum Gott der Herr uns zwei Ohren gab.) Mit ein wenig Geduld, Übung, M & M lesen, D – Prüfung besuchen, sich beim Altensteinseminar anmelden, purzeln die Ideen nur so aus Euch heraus. Bestimmt.

Die Forderung an uns, alte, aber immer wieder gewünschte Lieder popig zu spielen, ist leicht gestellt – doch wie geht das? 24


→ Workshop

Zur Praxis: Schritt 1: Inspiration Irgendwann, unter Einwirkung des heiligen Geistes, kam mir der Gedanke, Komm, Heilger Geist und das Gitarrenriff von Communication Breakdown könnten ganz gut passen. Ausprobiert. Passt. Schritt 2: Kompatibilität Ich schaue mir den Text noch einmal genau an. Unterstützt die Musik den Text, oder beißt sich da was? Kurz überlegt: die Kraft des Heiligen Geistes und die Macht von Led Zeppelin Riffs. Passt auch. Schritt 3: Harmonisierung Intro-Riff und Refrain-Begleitung schreiben sich wie von selbst und bestehen aus Powerchords und zwei Dominantseptakkorden; dazu ein Achtelgroove und eine Synkope, fertig. Etwas mehr Arbeit macht der Vers. Hier bietet sich eine Dynamikänderung geradezu an. Er bietet mehr Text, also die Gitarre etwas zurücknehmen. Was nimmt der Rockgitarrist wenn es ein wenig ruhiger zugehen soll?

Arpeggios! In diesem Fall sind die im EG angegebenen Akkorde gar nicht übel, in der Standartversion aber zu brav. Daher verwende ich würzende Zusatztöne, damit die Suppe etwas mehr nach Rockmusik schmeckt. Nun noch den passenden Fingersatz ausgeknobelt, damit man das Ding auch locker spielen kann. Schritt 4: Arrangement Damit es eine runde Sache wird, braucht es noch den passenden Aufbau. Mein Vorschlag: Intro 4x Refrain 2x Intro 4x – Achtung: Beginnend auf Zählzeit 3 beim Wort „schafft“ Vers 1 > Das ganze 3 x und dann noch ein Intro zum Schluss. Voilá, es ist angerichtet und der alte Schlager schmecken wieder. Gott zum Groove, Euer Gerd „rockin“ Roßner

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→ News Neue Mitgliederstruktur

Bayerischer Rockpreis

Wie schon an verschiedenen Stellen berichtet bieten wir seit dem 10.10.2010 neben unseren bisherigen Mitgliedsmöglichkeiten als Einzel-, Familien oder institutionelles Mitglied auch die Möglichkeit einer Band-, sowie einer U18 Mitgliedschaft. Bands können, analog zur Familienmitgliedschaft, mit einem Hauptmitglied zu 15 Euro und den Bandmitgliedern zu je 5 Euro beitreten. Jedes Bandmitglied erhält musik&message zugeschickt und kann zu ermäßigten Preisen an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Außerdem sind alle unter 18 ab sofort beitragsfrei. Dies gilt auch für Familien- und Bandmitglieder. Unser Internetformular ist bereits umgestellt. Also nichts wie ran an den PC und auch die Band oder andere Familienmitglieder unter 18 anmelden. Wir freuen uns auf viele neue Mitglieder!

Für alle die es noch nicht wissen sollten. Es gibt einen bayerischen Rockpreis, genannt Pick Up, der schon seit langem durch das Rockbüro Süd und den bayerischen Rockintendanten (auch den gibt es), verliehen wird. Ausgezeichnet wird dieses Jahr ein Projekt für Kinder aus fünf Schulen in Augsburg, das den Kindern ohne finanziellen Aufwand das Erlernen eines Instrumentes ermöglicht. Und dabei geht es um die Instrumentalausbildung im popmusikalischen Bereich. Initiiert wurde das Projekt u.a. vom Augsburger Popmusikbeauftragten Richard Goerlich, der im letzten als Juror des regionalen Vorentscheids von respect im Kirchenkreis Schwaben mit von der Partie war. Nettes Detail am Rande. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird in Form einer E-Gitarre im Bayernlook überreicht.

Aus- und Fortbildung 2010 / 11 Im Endspurt befinden wir uns bei der Neugestaltung unserer Ausund Fortbildungsangebote 2010 / 11. Die zentrale Veränderung wird dabei die Umstellung unserer Angebote auf das vor-Ort Prinzip sein. Um es für Gemeinden so einfach wie möglich zu machen kommen wir mit unserem gesamten Spektrum künftig dorthin, wo das Angebot gewünscht wird. In einem Flächenland wie Bayern haben sich zentrale Angebote in den letzten Jahren nur bedingt bewährt. Dagegen gab es verstärkt Nachfragen nach Schulungen vor Ort. Der Renner dabei sind unsere Angebote für Bands. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden unsere gesamte Palette umzustellen. Alle Informationen sind zusammengefast auf unserer Hompage oder in unserem neuen Prospekt, der im Servicezentrum angefordert werden kann.

Wellness für die Seele – Spiritual Songs Das Referat für Neues Geistliches Lied im Bistum Würzburg veranstaltet vom 21. bis 23. Januar 2011 ein Intensiv-Wochenende mit Neuen Geistlichen Liedern im Gästehaus des Augustinuskloster Messelhausen. Das Ganze wird ein Intensivwochenende mit Neuen Geistlichen Liedern für Instrumentalisten (bandtypisch/akustisch) und Chor/SolosängerInnen ab 18 Jahren. Dazwischen liegen einzelne spirituelle Elemente (z.B. meditative Musik, liturgischer Tanz, Besinnung, Stille, Entspannungsübungen, kreative Gestaltung, Gebetszeiten, Gottesdienst), die die Botschaft der Glaubens- und Lebenslieder und ihre Bedeutung für jeden einzelnen vertiefen.

Von MenschenSohn aus Österreich

pimp your band 2011 in Rummelsberg 2011 zieht pimp probeweise in die Gemeindeakademie nach Rummelsberg bei Nürnberg. Wie immer ist das Seminar für ganz Bands gedacht. Auch der neue Ort liegt wieder im Herzen Bayerns. Außerdem haben wir hier Platz für bis zu 11 Bands. Und die Wege werden kurz sein. Alles in einem Haus. Und dazu tolle Zimmer und klasse Verpflegung. Wir bitten schon jetzt um Anmeldung, da wir gerne stressfrei planen wollen. Euch und uns zu Liebe. Wieder dabei: addim und Band. Ach ja, da fehlt noch was – der Termin. Wir treffen uns im nächsten Jahr vom 25. – 27.03. Weitere Infos findet ihr auf unserer Homepage oder abgedruckt in diesem Heft. Also jetzt schon mal freihalten und vor allem – gleich anmelden!

DEKT 2011 der Evangelische Kirchentag findet nächstes Jahr vom 01. – 05. Juni in Dresden statt. Auch wir sind als Verband wieder mit von der Partie und werden zusammen mit anderen Aktiven wieder einen Stand im Zentrum Kirchenmusik betreuen. Geplant ist außerdem wieder ein Treffpunkt christliche Popularmusik. Derzeit stehen aber viele Details noch nicht fest. Sicher ist eines: Benötigt werden Helfer für Auf- und Abbau, Standbetreuung, sowie voraussichtlich Treffpunktbetreuung an allen Tagen. Es ist kein Rundumdienst geplant, sondern Dienst nach Dienstplan. Es wird also genügend Zeit übrig bleiben, um auch andere Veranstaltungen besuchen zu können. Für Helfer ist die Teilnahme am Kirchentag kostenlos. Da wir, wie immer, schon heute planen müssen, bitten wir um Rückmeldung an thomas.nowack@popularmusikverband. de oder unter 089 – 4107 4106.

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Auch in Österreich gibt es gut gemachte Popmusik in und um die Kirche. Dort hat die Band „Von MenschenSohn“ ihre Ursprünge, ist seit Jahren jedoch auch einem nicht-christlichen Publikum in Österreich bekannt. 2008 eroberte vonMenschenSohn die Top 10 des Austrian Newcomer Award, der mittlerweile zu den bedeutendsten Newcomer-Auszeichnungen Europas zählt. Im selben Jahr erreichte vonMenschenSohn den 2.Platz des HitradioÖ3 Soundcheck, was ihnen zum Ö3 Airplay ihres Songs „Glücklich“ verhalf. 2009 arbeitet die Band einerseits an ihrem ersten Musikclip. Andererseits ist 2009 ein erfolgreiches Tourneejahr für vonMenschenSohn, in dem sie von Prag bis nach Bremen zu Gast waren. Zusätzlich setzt vonMenschenSohn ihr ungewöhnliches und durchaus riskantes Konzept der „ZuHaus – Tour“ um. Fans konnten 2009 die Band für exklusive Konzerte in den eigenen vier Wänden gewinnen. So spielte vonMenschenSohn beispielsweise bereits zu Hause bei Andi Widhölzl (Skispringer). Im November veröffentlichte die Band ihr neues Album „Willkommen zuHaus!“. www.vonmenschensohn.com


→ News Go 10:30 in Königsbrunn Immer mehr Kirchengemeinden feiern Gottesdienst mit Popmusik. So auch die Evangelische Kirchengemeinde Königsbrunn. Dort gibt es den Bandgottesdienst „Go 10:30“. Ab diesem Kirchenjahr soll hier ein moderner Gottesdienst stattfinden, der JEDEN Sonntag von einer Band begleitet wird. Dafür wurde seit August das Gemeindehaus komplett umgebaut. Boden, Wände, Blickrichtung, Technik,... Jeden Sonntag um 10:30 gibt es dort neuerdings den „Go 10:30“-Gottesdienst. Musikalisch gestaltet wird er von der hauseignen Band „Silvertown“. Um 9:00 gibt es in der Joanniskirche einen traditionellen Gottesdienst. Um 10:30 wird im Martin-Lutherhaus losgerockt. Wir sind gespannt, was uns die Königsbrunner davon in Zukunft berichten werden und wünschen Gottes reichen Segen! www.silvertown-music.de

„Wir sind hörbar in der bayerischen Kulturszene“ Wir haben unser Etappenziel erreicht, fasste Thomas Goppel die Ergebnisse zur Halbzeit seiner ersten Legislaturperiode als Präsident des Bayerischen Musikrats am Rande der Mitgliederversammlung in Würzburg zusammen. Vor zahlreichen Delegierten aus den 56 Mitgliedsverbänden (für den Popularmusikverband war dieses Jahr Michael Ende mit von der Partie) zog BMR-Präsident Thomas Goppel in seinem Tätigkeitsbericht Bilanz. Auf verschiedenen Podien sei es gelungen, die Diskussion um den Stellenwert der Musik an Schulen und die Bedeutung der Musikschulen wie auch die der Laienmusikverbände im Bereich musikalischer Bildung deutlich mitzugestalten. Die Signale von Seiten der Politik, deutlich geworden auch durch den Nachtragshaushalt 2010, zeigen, dass man auf dem richtigen Weg sei. Als Erfolgsmodell wertete er vor allem den Zusammenschluss der Laien unter einem Dach (hier ist auch der Popularmusikverband integriert). Mit der Einrichtung des Referats Laienmusik im Bayerischen Musikrat gleich zu Beginn seiner BMRPräsidentschaft sieht Goppel gerade jene, die sich freiwillig und unentgeltlich für die Musik einsetzen, gut betreut. So verwies er u.a. auf die erfolgreiche Durchführung von zwischenzeitlich drei Fachtagungen zum Thema Ehrenamt, die dazu dienen, den Vorsitzenden kompetente Orientierung und Hilfe durch die Fülle an rechtlichen Pflichten zu geben. (Quelle: BMR)

Jazzschool-Intensivausbildung startet in neues Semester Am 16. Februar 2011 beginnt das Sommersemester der Intensivausbildung für Jazz und Popularmusik an der Neuen Jazzschool München. Bewerber können sich bis 21. Januar für den vorangehenden Einstufungstest anmelden. Das institutseigene Ausbildungsprogramm gibt es an der Jazzschool schon seit 1974. Es richtet sich besonders an Musiker, die bereits mit eigenen Bands unterwegs sind oder einen anderen Hauptberuf haben und sich in Abendkursen die nötigen Kenntnisse für das Arrangieren und Komponieren sowie professionelle Fähigkeiten als Instrumentalist oder Sänger aneignen möchten. Aber auch junge Nachwuchstalente, die sich auf die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorbereiten wollen, finden in unserer Intensivausbildung eine geeignete Qualifizierung. Mehr Infos unter: www.jazzschool.de

Lokomotor spielte mit Söhne Mannheims Am Samstag, den 20. November, standen die Söhne Mannheims gemeinsam mit der Popakademie-Band Marie & The Red Cat und dem Bandpool-Act Lokomotor aus Hof/Saale in der Rothaus-Halle in Mannheim auf der Bühne. „Die Söhne Mannheims unterstützen

Chorverband mit neuem Namen Eine Namensänderung gab es beim Kirchenchorverband. Der neue Titel lautet. Singen in der Kirche - Verband evang. Chöre in Bayern e.V.. Damit die kompletten Daten bekannt sind hier dieselben zur Info: Geschäftsstelle, Weiltinger Str. 15, 90449 Nürnberg, Fon 0911 - 677215, Fax 0911 - 677220, info@singen-in-der-kirche.de, www. singen-in-der-kirche.de. Der Verband ist erreichbar an Montag und Freitag bis 12h unter 0911 - 677215 und Dienstag bis Donnerstag von 9.00h -11.30h unter 09521 - 951705. Die Namensänderung erfolgte kurz vor dem 125. Geburtstag des Verbandes im nächsten Jahr. Da kann man schon heute alles Gute wünschen!

Andi Weiss veröffentlich neue CD Bis Weihnachten kann man exclusiv auf der Homepage von Andi Weiss (www.andi-weiss.de), seine neue CD „Heimat“ und sein neues Buch „Heimat – oder die Kunst bei sich selbst zuhause zu sein“ als Geschenkgutschein bestellen. Der Versand erfolgt dann Mitte Februar. Jeder Gutscheinbesteller bekommt ein kostenloses „Heimat“-Filz-Schlüsselband geschenkt. Die neue CD und das Buch werden wir in der kommenden Ausgabe ausführlich vorstellen.

die Popakademie Baden-Württemberg, weil dort dem Nachwuchs der Weg in die Berufslaufbahn als Profimusiker und Manager geebnet wird. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, in diesem Arbeitsumfeld Fuß zu fassen und sich zu behaupten. Umso mehr freuen wir uns, dass wir Nachwuchskünstler aus der Popakademie unterstützen können“, erläutert die Band ihr Engagement für die Popakademie. www.myspace.com/lokomotor

Liedermacher-Nachwuchspreis der Hans-SeidelStiftung 2011 Auch im Jahr 2011 gibt es wieder einen Nachwuchspreis der HansSeidel-Stiftung für Liedermacher. Bewerbungsschluss ist der 1. Februar! Genauere Infos gibt es unter www.hss.de

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→ Rezensionen

Christian Trebing

Buch: Genau meine Musik wort im bild-Verlag www.wortimbild.de

bestaunen, dass – zumindest schon mal bei Michael Martin - eine Entwicklung (Evolution) vom Kantor zum vielseitigen Popmusiker innerhalb der Kirche stattgefunden hat. Weiter so!

Christiane Dehmer Trio Es gibt Veröffentlichungen, die einen anfangs Stirnrunzeln lassen, beim näheren Hinsehen aber durchaus bemerkenswerte Entdeckungen bereithalten. Ein solches Buch ist „Genau meine Musik“. Das Stirnrunzeln beginnt dabei schon beim Titel. Denn was will der uns wirklich sagen. Hier hilft der Untertitel weiter: kreative Gottesdienste an jedem Sonntag. Und darum geht es dann tatsächlich. Eigentlich aber um noch mehr. Vor allem um die Erneuerung von Gemeinde(n) als solchen und die Übersetzung des Glaubens in unsere Zeit mit ihren Formen und Möglichkeiten. Und da spielt populäre Musik natürlich eine entscheidende Rolle. Trotzdem ist die Beschreibung dieses Buches, das formal in einen Theorie- und einen Praxisteil zerfällt, nicht ganz einfach. Denn hier schreibt einer, der als Pfarrer über viele Jahre Erfahrungen mit verkrusteten Strukturen gemacht hat. Er reiht sich mit seinem Buch nicht in die Reihe derer ein, die den Themenkomplex Gottesdienst- und Gemeindeerneuerung mit umfangreichen und sehr guten Sachbüchern (etwa Douglass, Vogt, Herbst, Bubmann) bereits bearbeitet haben. Hier schreibt einer – und er tut dies wohl bewußt – aus seiner subjektiven Perspektive. Und die ist einerseits mutmachend, andererseits radikal bei den Forderungen und manches Mal wird die Wut und Enttäuschung an bestehenden Strukturen deutlich sichtbar. Gerade an letzterem mag es liegen, das manches mal die Ansätze anderer schlicht übersehen werden (im Literaturverzeichnis fehlen auf jeden Fall die von mir genannten Autoren). Auch die ein und andere Aktualität im Bereich Musik vermisse ich. So ist es schwer nachvollziehbar, das vor allem überregionale Aktivitäten im popularmusikalischen Bereich in den evangelischen Landeskirchen schlicht übersehen werden. Auf der anderen Seite ist diese subjektive Herangehensweise eben auch erfrischend anders. Gäbe es mehr Menschen wie Christian Trebing, die ihre Erfahrungen benennen würden und dies offen und nicht verklausuliert tun, dann könnten wir tatsächlich an vielen Stellen viel weiter in unseren Gottesdiensten und Gemeinden sein. Diese Offenheit ist die Stärke dieses Buches. Der Mut „unwissentschaftlich“ an das zentrale Thema unserer Kirche(n), wie kann Glaube im Gottesdienst wirklich erfahrbar werden, heranzugehen, schafft einen neuen Zugang darüber nachzudenken. Aus diesem Grund ist dieser Veröffentlichung ein möglichst breites Publikum zu wünschen. Thomas Nowack

Reaching Heaven

CD „A good life“ Musikverlag Michael Martin, Nürnberg www.reaching-heaven.de

Bei Teilen der Kantorenschaft innerhalb der evangelischen Landeskirche in Bayern findet Evolution statt, so viel steht fest. Als Paradebeispiel dafür kann sicher der Nürnberger Kantor und Chorleiter Michael Martin gelten. Seit Jahren gilt er als einer der wichtigsten Vertreter dieser Berufsgruppe innerhalb des Popularmusikverbandes. Unter anderem hat er sich als Pop-Pianist und

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als Spezialist für Gospel einen Namen gemacht. Beides unterstreicht er auf dem bereits 2009 erschienen Album „A good life“ des Nürnberger Gospelchores „Reaching Heaven“. Eine Mischung aus Live- und Studioaufnahmen des Chores zusammen mit einer spielfreudigen und versierten Band, die Laune macht und zeigt, dass es auch in Bayern hörenswerten Gospel gibt. Außerdem kann man

CD: Freue Dich! Creative Heart Music www.creative-heart-music.de

Alte deutsche Weihnachtslieder mal überraschend anders … Allen, die ihre Weihnachtssehnsucht mal nicht mit den klassisch dargebrachten Weihnachtsliedern stillen wollen, sei dieses ungewöhnliche Album des Christiane-Dehmer-Trios wärmstens ans Herz zu legen. Das Jazz-Trio präsentiert die traditionellen Evergreens in neuem Kleid, wobei die Würde und das Erhebende, welches diese Lieder durch die Jahrhunderte getragen hat erhalten bleibt und noch durch die tiefe Inspiration und den ausdrucksvollen warmen Gesang der Arrangeurin Christiane Dehmer, bereichert wird. Der Jazz-Combo mit Clemens Nölle am Schlagzeug, Friedrich Betz am Bass und Christiane Dehmer am Piano ist es bravourös gelungen, den spirituellen Glanz von damals in unsere heutige Zeit zu übertragen. Die abwechslungsreichen Jazz- und Pop-Arrangements, von Swing bis Latin, von Blues bis Pop, mal gesungen, mal rein instrumental, laden ein, die Weihnachtsfreude ganz neu zu entdecken. Fröhlich „beswingt“ machen sich die Gedanken mit Leichtigkeit auf eine Reise, entfliehen dem vorweihnachtlichen Stress. Man spürt die Zuversicht, die Erwartung auf das was da kommt….. und manchmal spüre ich sogar die Lust, zu tanzen! Das ist Weihnachtsfreude! Genial für einen gemütlichen Abend in der Weihnachtszeit, zum Fallenlassen, Aufatmen und Kraft tanken. Sieglinde Mörtel Gracetown

CDs „Du bleibst“ & „Das ist unsre Zeit“ SCM Hänssler, www.scm-shop.de www.gracetown.de

Vor mir liegen – meines Erachtens – die beiden Top-Produktionen des Jahres 2010 innerhalb der christlichen Musikszene in Deutschland. Und beide Alben stammen von einer Band: Gracetown. Die Jungs und Mädels um die Produzenten-Köpfe Winnie Schweitzer und Tobi Wörner waren nicht nur sehr fleißig. Zwei Alben innerhalb eines Jahres in dieser Top-Qualität – alle Achtung! Das muss ihnen erst mal jemand nachmachen. Nein, sie waren auch besonders kreativ. Das alte Klischee, dass die christliche Musikszene der säkularen um Jahre musikalisch hinterherhinkt, muss spätestens seit dem Album „Du bleibst“ über Bord geworfen werden. Progressive Ideen, hervorragendes Songwriting, neue Sounds und kreative Texte – so muss das sein! Dem eigenen Anspruch, neue Lieder für die Gemeinde zu bringen, werden die Alben nur zum Teil gerecht. Aber: Wen juckt’s? Es ist 1A-PopMusik auf höchstem Niveau! Bei mir sind beide Platten Dauergäste in meinem CD-Player und werden sicher zum StandardWeihnachtsgeschenk des Jahres für meinen gesamten Freundes- und Bekanntenkreis! Prädikat: Außerordentlich empfehlenswert!!!


→ Prämien

Die Mitgliedschaft

im Verband für christliche Popularmusik bringt viele Vorteile. Überzeugen Sie Ihre Freunde und Musikerkollegen von den Vorteilen einer Verbandsmitglieschaft und erhalten Sie eine der folgenden Sachprämien*. Für jedes neu geworbene Mitglied können Sie eine der folgenden Sachprämien auswählen. Sie bekommen die Prämie versandkostenfrei zugesandt.

all H m es Ada al Seri bel st ka Kry phon ro Mik 10m

Garrison GT-30 Chromat ic Tuner

Adam Hall Instrumentenkabel 6m mit Neutriksteckern

Schlagw erk Groovy Shaker

otex rr p r a E ehö i G S M ERX- , inkl. zwe aT tz schu aren und pa Filter sche

29 *Angebote gelten nur so lange Vorrat reicht. Nur wer selbst Mitglied im Popularmusikverband ist, kann Mitglieder werben.


→ Christliche Popmusik – live! Wolfgang Buck

Christiane Dehmer Trio

Addi M.

22.12.10

11.12.2010  

11.12.2010

91054 Erlangen SOLO Fifty-Fifty. 20h. www.theaterfiftyfifty.de bzw 09131-24855. 07.01.11 91604 Flachslanden  SOLO Evang. Kirche. 19:30h. 09829-222.  08.01.11 97437 Hassfurt SOLO Stadthalle. 20h. 0951-23837 bzw www.tix-online.com. 21.01.11 97080 Würzburg SOLO Radlersaal. 20h. 0951-23837 bzw www.tix-online.com. 23.01.11 91088 Bubenreuth SOLO Evang. Kirche. 20h. 09131-28258. 28.01.11 96215 Lichtenfels SOLO Stadtschloss. 20h. 0951-23837 bzw www.tix-online.com. 29.01.11 35516 Münzenberg SOLO Kulturhaus Alte Synagoge. 20h. 06033960328. 04.02.11 90478 Nürnberg SOLO Gutmann am Dutzendteich. 20h.  www.nuernberg-ticket.com im U1/Wöhrl, 0911-2418522. 05.02.11 86609 Donauwörth SOLO Christuskirche. 19:30h. 0906-3377. 11.02.11 95444 Bayreuth SOLO Zentrum. 20h. 0951-23837 bzw www.tix-online.com. 12.02.11 91485 Uehlfeld SOLO Brauerei Prechtel. 20h.  www.baenkla-kultur.de 18.02.11 91154 Roth BAND Kulturfabrik. 20h. 09171-848714 bzw www.kulturfabrik.de 19.02.11 96129 Strullendorf BAND Hauptsmoorhalle. 20h. BVD, 0951980820 bzw www.bvd-ticket.de 20.02.11 90562 Heroldsberg BAND Bürgersaal, Hauptstr.104. 19:30h. 09115180886. www.wolfgang-buck.de

97084 Würzburg, Trinitatiskirche Würzburg-Rottenbauer, 20.00 H, 0931 67211,  www.trinitatiskonzerte.de 12.12.2010    97070 Würzburg, Bronbach Künstlerkeller, 20.00h, www.kuenstlerkeller-bronnbach.de 30.12.2010  97980 Bad Mergentheim, Wandel­ halle, 15.30h,  www.bad-mergentheim.de www.christiane-dehmer.de

Ebenbild 13.12.2010 

91054 Erlangen, Strohalm-Musikkneipe, 21h  www.strohalm.de 24.12.2010  90530 Wendelstein, Evang. Kirche, 23h   www.ev-kirche-wendelstein.de www.ebenbildband.de

12.12.2010

31.12.2011

www.addi-m.de

Jonny Pechstein 12.12.2010

90402 Nürnberg, CVJM-Haus, Gottesdienst, 10:30h 14.01.2011 95444 Bayreuth, Evang. Gemeindehaus, Gebetskonzert, 19:30h www.jonnypechstein.com

Gospelsterne 12.12.2010

80805 München, Kath. Pfarrkirche Allerheiligen, 18:00h 16.01.2011 85399 Hallbergmoos, Kath. Herz Jesu Kirche, 17:00h www.gospelsterne.de

Jo Jasper Quartett 14.02.2011

90429 Nürnberg, Planetarium Nürnberg, 20:00h 0911/2315841 www.jojasper.de

Stefanie Schwab 03. 12 2010

Chor Choralle mit Band 11.12.2010

91413 Stadt: Neustadt/Aisch, Markgrafenhalle 20.00h, 098412677 - praise.joy@t-online.de 12.12.2010 97215 Neustadt/Aisch, Stadtkirche, 16.00h, Telefon: 09841-2677 - praise.joy@t-online.de www.choralle.net

Jericho 15.01.2011

97502 Euerbach-Obbach Evangelische Kirche 19:30h www.jericho-ev.de

LIVING-WATER 18.2.2011 95448 Bayreuth Zentrum 19:30h 19.2.2011 95448 Bayreuth Zentrum 19:30h www.living-water.de

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90542 Eschenau, Landeskirchliche Gemeinschaft („Ein Abend in NARNIA“) 90542 Eschenau, Landeskirchliche Gemeinschaft (Gottesdienst „Aufgeweckt“ – 10:00h) 91522 Ansbach, Gemeindehaus Triesdorfer Straße („Ein Abend in NARNIA“)

97702 Reichenbach, Kath. Kirche St. Michael, 18.00 H 04. Dezember 2010, 97688 Hausen b. Bad Kissingen, Kath. Kirche Heilig Kreuz, 18.00 H 08. Dezember 2010, 97450 Arnstein, Kath. Pfarrheim, 18.30 H Musikalische Adventsandacht 12. Januar ’11 97318 Kitzingen, Paul-EbnerHaus, 15.00 H 20. Februar ’11 97072 Würzburg, Gnadenkirche, 18.00 H www.stefanieschwab.de


→ Christliche Popmusik – live!

Andi Weiss 07.01.2011

53902 Bad Münstereifel 19.30 H Konzert www.evangemeinde-bam.de 08.01.2011 53757 Siegburg 20.00 H Konzert www.feg-rhein-sieg.de 09.01.2011 56479 Willingen 20.00 H Konzert www.fuchskaute.de 18.02.2011 93309 Kelheim 19.00 H Konzert, Evang. St. Matthäuskirche  www.st-matthaeus regensburg.de  19.02.2011 90617 Puschendorf 15.00 H Vortrag, Konferenzhalle www.lkg.de 19.02.2011 90617 Puschendorf 20.00 H Konzert, Konferenzhalle www.lkg.de 20.02.2011 95444 Bayreuth 09.30 H Gottesdienst www.christuskirche-bayreuth.de 20.02.2011 96465 Neustadt b. Coburg/ Fechheim 19.00 H Konzert www.fechheim.de 21.02.2011 97348 Rödelsee 19.00 H Konzert, Evang. St. Bartholomäus roedelsee-evangelisch.de 22.02.2011 84453 Mühldorf am Inn 19.00 H Konzert, Evang. Kirche   www. muehldorf-evangelisch.de 23.02.2011 80686 München 19.00 H Vorstellung CD/Buch: Heimat, Evang. Paul-Gerhardt-Kirche www.paulgerhardt-muenchen.de

24.02.2011

90402 Nürnberg 20.00 H Konzert  www.alpha-nuernberg.de 25.02.2011 90471 Nürnberg 20.00 H Konzert, Messezentrum www.christlicher-kongress.de www.andi-weiss.de

Christoph Zehendner 10.12.2010

16.12.2010

19.12.2010

06.01.2011

08.01.2011

09.01.2011

10.01.2011

74542 Braunsbach Burgenlandhalle 20:00 07906-8671 www. christustraeger-schwestern.de 70176 Stuttgart Gemeindesaal, St. Elisabeth 11:00 0711-637460 www.chf.de 97944 Boxberg Ev. Gemeindehaus 10:00 07930-2009 www.rauch-music.de 78730 Lauterbach Kirche 19:30 07422-20339 pfarramt@t-online.de 73527 Schwäbisch-Gmünd Schönblick-Forum 20:00 07171-97070 www.schoenblick-info.de 75385 Bad Teinach Dreifaltigkeitskirche 19:00 07053-8459 www.kirche-badteinach.de 72116 Mössingen Martin-LutherKirche 19:30 07473-22213 baurandrea@aol.com

11.01.2011

91438 Bad Windsheim Seekapelle 20:00 09841-2677 www.elpos.de 12.01.2011 08233 Treuen St.-BartholomäusKirche 19:30 037468-2561 www.kirche-treuen.de 13.01.2011 71111 Waldenbuch Stadtkirche 20:00 07157-20604   14.01.2011 71083 Herrenberg Ev. Kirche 20:00 07032-957175 www.evangelischekirche-kayh.de www.christoph-zehendner.de

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