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Monats-SchülerZeitung der freien Waldorfschule Uhlandshöhe #2/2011

SZ

Klar, ist es nicht einfach, jeden morgen der selben person im unterricht gegenüber zu stehen


Inhalt

Editorial ............................................................................................................................ 3 8 Jahre Klassenlehrer – sinnvoll oder einfach zu lang? ........................................... 4 Man entwickelt ein Gespür für den Klassenlehrer ............................................... 6 „Routine ist tödlich“ – Gespräch mit Herrn Höyng ............................................... 7 Der Schulhof zum Thema ............................................................................................ 8 Gladiatoren, Löwen und Seeschlachten .................................................................. 10 Jugendliche in der Politik ............................................................................................ 12 Ein Brief ............................................... ........................................................................... 14 Lehrersprüche ............................................................................................................... 16 The Green Hornet – Filmkritik ................................................................................... 17 Haiku – Japanische Gedichtsform ........................................................................... 18 Was auf die Ohren ....................................................................................................... 18 Infos ................................................................................................................................ 19 impressum ...................................................................................................................... 20

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Editorial Tatatatataa, die 2. Ausgabe ist da!

Vor genau einem Monat ist die erste SZ erschienen. Da hatte ich ziemlich Schiss: Wie die wohl ankommt? Aber alle Bedenken sind umsonst gewesen, die Resonanz war super! Das Projekt fängt an zu laufen, es gibt jetzt schon vier feste Rubrikleiter: Tamalone,11b: Titeltema Lea, 11b: Persönlich Makito, 11a: Freizeit und David, 12b: Infos Zwei Rubriken sind noch zu vergeben: Schulisch und Engagiert. Für beide kümmert man sich pro Ausgabe jeweils um einen Text und ein Foto. Meldet euch, wenn ihr Lust dazu habt, wir freuen uns auf euch. Das mit den Artikeln, Fotos und Zeichnungen hat gut geklappt, weiter so, denn: Die SZ seid ihr! Das Thema dieser Ausgabe ist die Klassenlehrerzeit. Acht Jahre lang begegnen wir jeden Morgen dem selben Lehrer. Das hat Vor- und Nachteile. Wir fanden es an der Zeit, uns damit auseinanderzusetzen. Was leuchtet uns ein? Was nicht? Was wären mögliche Alternativen? Mehr dazu auf den Seiten 4 - 9. Viel Spaß beim Lesen! Pauline und die Redaktion

E-mail: sz@of-uhlandshoeheweb.de Auf der Homepage des Oberstufenforums: of-uhlandshoehe.de könnt ihr euch die Zeitung auch als Pdf-Datei herunterladen. 3


8 Jahre Klassenlehrer – sinnvoll, oder einfach zu lang? Acht Jahre und viel Diskussionsstoff. Wir haben uns über den Sinn oder Unsinn des Klassenlehrerabschnittes in der Unter-und Mittelstufe unterhalten und sind zu einem nicht ganz eindeutigen  Ergebnis gekommen.

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Wir denken, dass es von Klasse und Lehrer abhängig ist, ob eine achtjährige Klassenlehrerzeit sinnvoll ist. Aber trotzdem denken wir, dass es in diesem Thema einiger grundlegender Änderungen bedarf. In der Zeit von der 5. bis zur 8. Klasse wird das Wissensbedürfnis größer und es somit für den Lehrer anspruchsvoller, diesem stofflich gerecht zu werden. Vielleicht wäre es für manche Schüler besser, beim Eintritt in die Pubertät eine Veränderung auch im schulischen Umfeld zu haben. Wir alle wissen, dass man sich in dieser Zeit gerne gegen Eltern und Erwachsene stellt und versucht eine eigene Selbständigkeit aufzubauen. Daher sehen wir diese Veränderung durch einen neuen Klassenlehrer in der 6 bis 7. Klasse als pädagogisch sinnvoll. Allerdings gibt es keine Garantie, dass ein neuer Lehrer in der Mittelstufe die Klasse besser versteht,

bzw. besser unterrichten kann.   Natürlich ist solch ein Vorschlag von der personellen und   finanziellen Problematik abhängig. Wir haben beobachtet, dass in vielen Fällen die Länge und die Häufigkeit bzw. die  Intensivität  der Epochen nach den Interessen und Vorlieben des Lehrers selbst ausgesucht werden. Es ist gut, dass der Lehrplan beweglich ist und auf die Schüler abgestimmt werden kann, trotzdem kommen so einige wichtige Fächer einfach zu kurz. Beispielsweise die Mathematik. Da in diesen Jahren der Grundstein für die höhere Mathematik in der Oberstufe gelegt wird, wäre es angebracht dieses Fach in einer gesonderten Stunde von einem ausgebildeten Mathematiklehrer abzuhalten. Wir sehen die Zeit der Mittelstufe als sehr wichtig und finden, dass sie durch einen neuen Klassenlehrer als gesonderte Stufe angesehen werden sollte. Möglicherweise geht in der langen Zeit der acht Jahre der Respekt der Klasse und die Autorität des Lehrers verloren. Wenn die Klasse und der Lehrer nur schwer miteinander auskommen, sind acht Jahre eine lange Zeit und in einem solchen Fall kann womöglich diese Länge die Beziehung nur noch verschlechtern. Dadurch geht die Kon-


trolle des Lehrers verloren und daraus resultiert auch eine gewisse Überforderung für ihn. Der Lehrer sollte sich auf eine Stufe spezialisieren können – stofflich, jedoch vor allem pädagogisch. So wäre für den Lehrer vielleicht eine bessere Kommunikation mit den Schülern und für diese ein erfolgreicheres Lernen möglich. Aber natürlich sollte das Schulsystem, wenn die Harmonie zwischen Klasse und Lehrer weiterhin besteht und auch stofflich ein vernünftiger Standard gehalten werden kann, beweglich bleiben um in solchen Fällen die erste Klassenlehrerzeit verlängern zu können.  

Im Großen und Ganzen halten wir es für richtig, die Zeit vor der Oberstufe klar durch zwei Klassenlehrerperioden zu trennen, bzw. die Unter- und Mittelstufe deutlicher zu differenzieren, jedoch weiterhin Beweglichkeit und Flexibilität beizubehalten.

Mariela, Marie und Sophie, 9b Foto: Herr Rapp und die 4a, fotografiert von Oliver, 10a

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Man entwickelt ein gespür für den klassenlehrer Oft fragt man sich, ob 8 Jahre mit einem Klassenlehrer nicht zu lange sind. Oder ob man durch diese lange Zeit den Anderen immer mehr Respektieren lernt, ob man besser miteinander auskommt und ein Gespür füreinander entwickelt. Natürlich dürfen wir nicht ausschließen, dass der Lehrer die Schule wechselt, oder einfach geht... Klar ist es nicht einfach, jeden Morgen der selben Person im Unterricht gegenüber zu stehen, oder dem selben Lehrstil zu begegnen.

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Für mich gibt es Vor- und Nachteile. Durch die Jahre entwickelt man immer mehr ein Gespür dafür, wie man miteinander auskommt. Da man sich doch häufig begegnet, tauchen aber auch immer Mal wieder ein paar (oder ein paar mehr) Konflikte auf. Diese können dann hoffentlich gelöst werden. Dadurch, dass die Fachlehrer häufig wechseln, kommt es letztendlich zu einem guten Ausgleich. Phillis, 7b Zeichnung von Leonie, 11b


routine ist tödlich Gespräch mit Herrn Höyng

Herr Höyng ist schon lange Lehrer, Klassenlehrer war er jedoch noch nie. Mit Antroposophie und den Grundlagen der Waldorfpädagogik kennt er sich gut aus. Also habe ich mal nachgefragt: Woher kommt das eigentlich mit den 8 Jahren? In einem kurzen Gespräch konnte er mir einen kleinen Einblick geben. In der Waldorfbewegung ist und war es lange umstritten, warum die Klassenlehrerzeit acht Jahre geht, denn die antroposophische Lebensanschauung gliedert sich eigentlich in Siebenerabschnitte, sogenannte Jahrsiebte. Von ein bis sieben Jahre dauert der erste Abschnitt, da dann bei den meisten Kindern der Zahnwechsel stattfindet. Die zweite Erziehungsetappe endet mit 14, einem Alter in dem sich die bereits pubertierenden Jugendlichen vor allem innerlich stark verändern. Die Entstehung der achtjährigen Klassenlehrerzeit hängt unter Anderem damit zusammen, dass früher viele Schüler die Schule bereits nach der 8. Klasse verliessen um eine Lehre zu beginnen. „Da wäre es unsinnig gewesen, in der siebten Klasse den wichtigsten Lehrer zu wechseln“.

Außerdem sieht das Einschulalter, sowohl damals als auch heute, vor, dass die meisten Schüler ihr 14. Lebensjahr, das letzte des zweiten Jahrsiebts, erst in der 8. Klasse erreichen. Darüber, dass acht Jahre lang die kompletten „Kernfächer“ nur von einem Menschen unterrichtet werden, anstatt sie auf spezialisierte Fachlehrer aufzuteilen, wird hingegen überhaupt nicht gestritten. „Spezialistentum ist nicht der Schwerpunkt der Waldorfpädagogik. Uns geht es nicht vorrangig um Wissensvermittlung, sondern um die Entwicklung des Kindes. Der Lehrer ist selber ein ständig Lernender, kein routinierter Kenner.“ Routine, so Höyng, wäre sozusagen tödlich. Es würde dem Unterricht die Frische und die Lebendigkeit nehmen, die dadurch entsteht, dass sich der Klassenlehrer vieles gemeinsam mit seinen Schülern neu erarbeitet. Pauline, 11a

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Der SchulHof zum Thema: Interviews von Anna, 12a Foto: Théo, 11a

Wenn man Pech hat mit seinem Lehrer, finde ich es nicht gut, dass man den dann 8 Jahre lang ertragen muss und sich überhaupt nicht dagegen wehren kann. Eine Alternative wäre, wenn man die Zeit auf zwei Klassenlehrer verteilen würde, bzw. dass man schon ab der 6. Klasse für jedes Fach einen spezialisierten Lehrer hätte. Anna, 12a Es ist halt bisschen langweilig nach ner Zeit. Ich hab genug von meinem Lehrer, seit dem Klassenspiel reichts mir. Fion, 8b Ich finde es gut so, wie es ist. Wenn man seinen Lehrer so lange hat, dann kann man sich an ihn gewöhnen und weiss, wie der so ist. Es entsteht ein Verhältnis zum Lehrer. Raffaela, 9a Ich bin in der 4. Klasse neu dazugekommen. Auf die kommenden Jahre freue ich mich. Wir kennen den Charakter von unserer Lehrerin. Ich finde es besser, die gleiche Lehrerin zu haben, weil sie kann in der 5. klasse da weitermachen, wo sie in der 4. Klasse aufgehört hat. Sie weiss genau, wo wir waren und wo wir nicht waren. Marie-Sophie, 5a 6 Jahre wär in Ordnung, 8 Jahre ist zu lange. Die Lehrer sollten sich mehr spezialisieren, sie können den Schülern nicht mehr gerecht werden. Ein paar Jahre den gleichen Klassenlehrer zu haben finde ich trotzdem gut. Leonie, 12a Wir sehen das nicht dogmatisch, sondern handhaben es so, wie es eben kommt. Ich habe jetzt ein paar Mal Klassen übernommen, bei denen der Klassenlehrer keine 8 Jahre blieb und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Herr Schirmeister, Lehrer der 7b 8


Man sollte, vielleicht sogar schon ab der 5. Klasse, einen Klassenlehrer haben, der die Klasse betreut, die einzelnen Fächer aber von verschiedenen Lehrern unterrichtet bekommen. Der Vorteil an acht Jahren könnte sein, dass man sich gut kennt, der Lehrer kennt die einzelnen Fähigkeiten der Schüler und kann da gut darauf eingehen, wie eine große glückliche Familie. Mariam, 12a Wir finden es noch gut, nach 8 Jahren mit der selben Lehrerin. Die ist nett, es läuft echt super. Hätte länger gehen können. Felix und Leonardo, 8a Ich finde es einfacher, weil die Lehrerin uns kennt. Esther, 5b 9


Schulisch Die 6b hat sich mit Rom beschäftigt

In der Schule hatten wir die Aufgabe, ein Referat über ein Thema zu halten , das mit Rom zu tun hat. Aber es gab zwei Besonderheiten:1. wir mußten eine praktische Arbeit machen, also ein Model bauen oder etwas zeichnen und 2. wir mußten das Referat in Gruppen zu einem Dialog ausbauen. Alle dachten zuerst „Typisch Waldorfschule“ oder „So ein Kinderkram“. Doch wenn man an so einem Dialog arbeitet merkt man erst, dass es Spaß machen kann. Außerdem ist es sehr schwierig, die Szene realistisch zu gestalten und trotzdem viele Informationen in den Dialog hineinzupacken. Dies gelang aber den meisten. Zum Glück waren nicht alle Themen gleich, weshalb es sehr viel Unterhaltung gab. Es gab zum Beispiel Themen wie über das Essen, die Thermen , das Kolosseum, Pompejanische Villen, das Römische Stadthaus, das Heerwesen, antike Schlachten, römische Schiffe u.s.w. Alles in allem waren es lauter tolle Referate. Malte und Oscar , 6b

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Unser Thema war das Kolosseum. Es steht noch heute eine Ruine von der damals beliebtesten Attraktion in Rom. Die Architektur ähnelt sehr einem Fußballstadion. In das Kolosseum passten 73.000 Zuschauer hinein, dass sind mehr als in der Mercedes-Benz-Arena, dort ist nämlich nur Platz für 60.000 Menschen. Früher fanden im Kolosseum Gladiatoren-, Tierkämpfe und Seeschlachten statt. Für uns heute wären die Schlachten grausam, damals fanden die Römer es einfach sehr spektakulär. Manchmal wurde während einer Vorstellung das Kolosseum auch zum Hinrichten von Kriminellen genutzt: Alle durften zusehen, wie der Verbrecher von Löwen und Tigern zerfleischt wurde. Bei den Gladiatorenkämpfen mussten sogar Freunde gegeneinander antreten. Lara und Klara, 6b Foto oben: Carla, 11b


Engagiert Jugendliche in der Politik

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Die Jugend von heute und Politik? Eigentlich hat das doch eher einen unverträglichen Anklang. So begeistert war ich von dem Vorschlag, in den Wahlkampf zu treten auch nicht, bis mich Mama überzeugt hatte, die Bewerbung für die Jugendratswahl am Bürgerhaus abzugeben. Dann ging es los, von einer Schule zur anderen, um sich vorzustellen. Im März hieß es wählen gehen und ein paar Wochen später saß ich in der ersten Sitzung des Jugendrats, gemeinsam mit sechzehn anderen 14-18 Jährigen aus meinem Bezirk. Im „Amt“ bleibt man zwei Jahre, wenn man nicht vorzeitig abbricht. Seitdem ist ein Abend im Monat für Diskussionen, Planungen von Ver-

anstaltungen und Organisation von Sportturnieren belegt. Verschiedene Tagespunkte stehen an: aktuelle Probleme oder Dinge, die zu klären sind, Bekanntgaben und Ideensammlungen. Dass es da nicht immer nur Einstimmigkeit und Einigkeit gibt, ist klar. Kompromissbereitschaft und sachliches Diskutieren muss gelernt sein, aber das hat bisher auch funktioniert: Wir öffnen alle zwei Monate einen Samstagabend unser Jugendhaus für eine Bar, unsere Fußballturniere werden gut besucht und ein Skatecontest wird im Mai realisiert. Untereinander haben wir viel Spaß! Bis eine Veranstaltung verwirklicht wird, braucht es seine Planungszeit. Nachdem über ein konkretes


Projekt abgestimmt wurde, bilden sich meistens freiwillige Gruppen, die dann in einer Sondersitzung alles im Detail besprechen und in der nächsten normalen Sitzung präsentieren. Dann muss man sich um Werbung kümmern, also Flyer und Plakate gestalten und drucken lassen und Schichten bzw. Aufgaben ein- und zuteilen. An der Veranstaltung selbst wirken dann alle gemeinsam mit. Einmal im Monat findet neben dem Jugendrat ein gesamtstädtischer Arbeitskreis statt, der AK Stuttgart, in dem Bezirksvertreter aller Jugendräte sitzen. Außerdem werden wir u.A. von den Stuttgarter Jugendhäusern und den Bezirksbeiräten unterstützt, da wir doch noch etwas (Nach-)Hilfe

in Sachen Politik und Recht brauchen. Wir versuchen, Ansprechpartner für unsere Generation zu sein und die Wünsche und Anliegen von Gleichaltrigen in die Tat umzusetzen. Doch das ist nicht ganz einfach, denn viele Jugendliche wissen noch nicht einmal, dass es den Jugendrat überhaupt gibt, obwohl seit 2008 in allen 23 Bezirken Stuttgarts eine solche Einrichtung vorhanden ist. Wenn ihr also Ideen und Anregungen für euren Bezirk habt, könnt ihr euch unter jugendrat-stuttgart.de informieren oder euch direkt an die Jugendräte wenden. Hannah, 11b

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Personlich Ein Brief

Liebe Tanja,

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Du bist fort gegangen und hast damit vieles verändert. Dass du gehen musstest, das war schlimm. Verstehen kann ich es nicht. Ich glaube, dass dass das niemand kann. Du hast mich zum Nachdenken gebracht. Zu Anfang, als ich dir begegnete, da wusste ich nicht so gut mit dir umzugehen. Ich fand es schwierig. Aber ich machte mir auch nicht die Mühe, dich wirklich kennen zu lernen. Manchmal warst du da, manchmal nicht. Du warst mir präsent, du hast mich, von Anfang an, sehr viel beschäftigt. Du wurdest stiller, in dich gekehrter, dann warst du wieder weg, eine ganze Weile. Als es dir besser ging, da kam ich dich besuchen, bei dir zuhause. Du hast mir deine Zeichnungen gezeigt und ich war beeindruckt. Ich fing an zu merken, dass ich dich noch überhaupt nicht kannte. Deine Zeichnungen mochte ich gleich. Sie haben Ausdruck, Tiefe, du hast einen eigenen Stil. Zeichnen, dass war eine Ebene, mit der ich mich identifizieren konnte, es ist schwer zu beschreiben, aber durch sie fing ich an, dich anzuschauen, ohne all die Einflüsse, die mich bis

dahin gehindert hatten und ich fing an dich kennen zu lernen. Ich glaube, du hast das auch gespürt. Am letzten Tag, am Samstag, dass war einer der Tage, an denen ich mich vielleicht am intensivsten mit dir beschäftigt habe. Ich habe ein Bild für dich gemalt. Ich wusste sofort, was ich malen wollte: eine große grüne Sommerwiese, auf der ein Mädchen in der Sonne tanzt. Das es der letzte Tag war, das wusste ich nicht, trotzdem war dieser Tag anders. Ich habe das Bild gemalt, den ganzen Vormittag. Tausende Versuche, tausend Mal war ich unzufrieden, ich wusste nicht warum, aber ich konnte nicht aufhören. Ich habe an diesem Tag nichts anderes getan als dieses Bild für dich zu malen. Zusammen mit den Briefen, Gedichten und Bildern unserer Klasse habe ich es dir gebracht, rechtzeitig. Du hast es gesehen, du hast deine Augen geöffnet, hast es angeschaut. Dann bin ich nachhause gegangen. Der Sonntag war schwer, er war verzweifelt, aber er war auch schön, denn du warst da, bei mir, die ganze Zeit. Keine Sekunde hast du mich alleine gelassen. Die Sonne hat geschie-


nen, der Tag war dumpf und gleichzeitig strahlte er. Ich fand die Welt schrecklich, aber du warst da, du hast geholfen. In den folgenden Tagen bist du dann langsam gegangen, aber erst, als es ging, als ich es alleine schaffte. Manchmal, wenn ich an dich denke, werde ich traurig, aber meistens, da muss ich lächeln, dann denke ich an dich, nicht an dein Gehen. Ich denke an deine Bilder, denke an dein Lachen, denke an deinen Optimismus, den sonnigen Tag, deine Hoffnung, deine Kraft, deinen Willen, denke nach vorne und ich weiss, das ist da, noch immer und wird auch nie verschwinden. Viele GrĂźĂ&#x;e Deine Pauline

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Freizeit Lehrersprüche gesammelt von Leonie, 11a Herr Schad: „Also einen Schnupfen haben Sie eine Woche lang, wenn Sie zum Arzt gehen, sieben Tage.“ Herr Scholz: „In der Pubertät liegt die Veränderung vor Allem an einem Körperteil... Genau, der Kopf, was Sie jetzt alle gedacht haben!“

Schüler: „Zahlt das dann nicht die Versicherung?“ Schad: „Welche, die gegen Vaterschaft?“ Scholz: „Das Mettwurstbrötchen - Ist das die erneuernde Kraft?“ Scholz: „Und er sah die staubigen Karamel-Karawanen...“ Scholz: „Im unbekannten Germanien gab es Wälder... und Bäume...“

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The Green Hornet Filmkritik

The Green Hornet ist eine ungewöhnliche Comicverfilmung des Regisseurs Michael Condry. Der Nichtsnutz Britt ist der Sohn des Zeitungsmagnaten James Reid. Er ist ein verantwortungsloser Millionenerbe, der seine Zeit mit Partys verbringt. Als jedoch sein Vater ermordet wird fasst er einen Entschluss und nimmt den Kampf gegen den größten Gangsterboss von L. A., Chudnofsky, auf.

Dabei steht ihm der Firmenangestellte Kato mit Kung Fu, vielen guten Ideen und Erfindungen zur Seite, wie auch später die hübsche Sekretärin Lenore. Britt hat, im Gegensatz zu den typischen Comichelden, keine Superkräfte. Er ist ein ganz normaler Mensch und trotzdem erreicht er viel. Das gefällt mir. Der Film ist spannend und hammerlustig Makito, 11a

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Die Sonne spiegelt Auf den Wogen des Meeres Licht, dass mich blendet von David, 12b

Haiku Japanische Gedichtform bei der eine bestimmte Silbenverteilung eingehalten werden muss: erst fünf, dann sieben und dann wieder fünf Silben.

Was auf die Ohren von Terence, 12a: Welcome to Jamrock - Damian Marley Gasthaus zum lachenden Stalin - Jan Delay Dickes B - Seeed Don´t forget me - Red Hot Chili Peppers

und Ella, 11b: The Pixies - Where is my Mind Ella Fitzgerald - Summertime Zam Helga - Time Trixie Whitley - I´d rather go blind Elbow - Ribcage Thom Yorke - Black Swan Chris Whitley - Rocket House!!! und Jimi Hendrix - Voodoo Child

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Foto: Zam Helga


Infos Der „eckbrief“ hat einen 1. Platz beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb der Länder gemacht!!! Dienstag, den 29.3.2011

Schulkino: „Die fetten Jahre sind vorbei!“ 18.00 im Schülercafé Samstag, 2. 4. 2011

Abschlussball Freie Waldorfschule Backnang Samstag, 9. 4. 2011

Konzert: Anker Ducks (Ella und Jeong, 11b) Im Rahmen der Langen Nacht der Museen 18:00 Uhr, Alter Festsaal Im Kunstmuseum am Schlossplatz gibt es gerade eine große Ausstellung mit dem Thema:

Kosmos Rudolf Steiner Vorschau: Das Thema der nächsten Ausgabe ist Kleidung. Was ist wichtig: Marke oder Fairtrade? Sinn und Unsinn von Schuluniformen, das sind nur zwei von tausend möglichen Themen. Eure Meinung ist gefragt! Außerdem: Schickt uns eure Bilder zum Thema Mode. Rubrikleiterin: Tamalone, 11b

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Impressum SZ – monatliche Zeitung von und für Schüler; Herausgegeben und gestaltet von Pauline, 11a; Artikel, Fotos und Zeichnungen von Schülern der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe; Druck und Heftung: Mühl am Eugensplatz; Diese Ausgabe wurde von unserer Schule bezahlt; V.i.S.d.P.: Pauline Franz c/o Freie Waldorfschule Uhlandshöhe Haußmannstr. 44 70186 Stuttgart


Schülerzeitung der FWS Uhlandshöhe