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EDI TOR I AL

Liebe Leser_Innen, das Sommerloch ist wieder da. Es kommt ab Ende Mai ganz langsam aus seinem Versteck. Erst kaum spürbar, dann denkt man sich „Da war doch was!“, bis es von heute auf morgen mit voller Wucht herausbricht. „War das für diese Ausgabe gedacht?“ „Du, ich schaff vor dem Urlaub den Artikel jetzt doch nicht mehr.“ „Das Internet hier am See ist ganz schlecht. Kannst Du Dir passende Bilder anderweitig besorgen?“ Nichts geht dann auf einmal mehr. Die Orte entleeren sich und überall setzt eine sommerliche Trägheit ein. Es gibt wieder Zeit für die Familie, für einen See, eine Fahrradtour, ein Buch und für Entdeckungen. Fontane geht in diesem Jahr (aber auch sonst) immer. Fahr doch mal nach Zerben. Wer einmal hinter dem Schloss steht und in die Landschaft blickt, weiß, warum es heißt: „Es ist ein weites Feld.“ Das Kloster Jerichow lädt zum 1. Jazzfestival mit hochkarätigen Gästen wie Till Brönner, Dieter Ilg und Magnus Lindgren ein. Auf dem Burger Weinberg wird sieben Mal als Sommertheater das Stück In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa von der BürgerBühneBurg aufgeführt. Und die Schüler der Evangelischen Grundschule haben im ROTFUCHS eine neue Ausstellung mit Bildern nach Otmar Alt eröffnet. Der Magdeburger Violonist und Kulturschaffende Marco Reiß ist fest davon überzeugt, dass Kultur ein Türöffner für neue Entdeckungen ist. Unser Veranstaltungskalender bietet da viele Möglichkeiten. Doch zuerst sei an Ludwig Schumann erinnert. Der kulturelle und intellektuelle Tausendsassa hat sich im Mai auf seine letzte Reise begeben. Seine Texte aber sind nach wie vor viele Entdeckungen wert. Genießt das Sommerloch POLILUX

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