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Winter 2017/2018


Wintertraum im engadin Vor über 150 Jahren legte Gian Saratz den Grundstein für das heutige 4-Sterne-Superior-Hotel, das bis dato kein bisschen an Charme verloren hat. Das Hotel Saratz ist elegant aber familiär, modern und doch charmant – und in der Symbiose von Alt und Neu verströmt es vor allem eins: Atmosphäre.

Und auch kulinarisch lässt das Saratz keine Wünsche offen: Das vielfältige Frühstücksbuffet bietet Engadiner Spezialitäten und abends hat man die Wahl aus marktfrischen à-la-carte-Gerichten und einer umfangreichen Weinkarte mit über 250 Positionen aus 90 Provenienzen. Bei allen Speisen wird besonderes Augenmerk auf die Verwendung lokaler Produkte einheimischer Lieferanten gelegt. Einmalige Natur, eine Vielfalt an Ferienattraktionen und die unkomplizierte Herzlichkeit im Hotel Saratz sind Garanten für einen erlebnisreichen Aufenthalt mit Wohlfühlgarantie.

Inmitten der winterlichen Prachtlandschaft des Engadins gelegen, bietet das Haus eine atemberaubende Aussicht auf den schnee weiss glitzernden Roseggletscher. Damals wie heute gilt Pontresina als Inbegriff für viele wintersportliche Aktivitäten und gepflegte Entschleunigung in frischer Bergluft.

CH - 7504 Pontresina | Tel +41 (0)81 839 40 00 | info@saratz.ch www.saratz.ch

Bild ©: ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

Ein besonderes Highlight: Die Seele baumeln lassen kann man im grosszügigen Wellnessbereich mit Blick auf die Bergwelt und im alten Gewölbekeller im orientalischen Sarazenenbad, eine moderne Neuinterpretation des Hamams.


Inhaltsverzeichnis 4 Engadiner Winterfreuden: Ski - Snowboard - Freeride - Tourenski 8 Langlauf im Paradies der Silberspuren und 50 Jahre Engadin Skimarathon 10 Vielseitiges Winterwunderland: Schneeschuh- und Winterwandern, Schlitteln und Eissport

Bild ©: ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

15 Save Edy – Ein neues Zuhause für die Symbolfigur des alpinen Wintersports 16 Die Märchenlandschaft des Val Roseg 18 Faszination Pferdesport: Das Engadin im Rossfieber 20 Panoramakarte: Der Winter in Sils 22 20 Tipps für einen erlebnisreichen Silser Winter 24 Der Corvatsch: Eine Hommage an den Berg

Impressum

HERAUSGEBER UND VERLAG inpuncto Verlag GmbH, Merkurstrasse 3, 8820 Wädenswil, Tel 044 772 82 82, www.inpuncto-verlag.ch TEXTE / INFORMATIONEN Engadin St. Moritz Tourismus (www.engadin.stmoritz.ch): S. 5, 7, 8, 9, 10, 11, 18, 19 | Verein SAVE EDY (www.saveedy.ch): S. 15 | Sils Tourismus (www.sils.ch): S. 20, 21, 22, 23 TITELFOTO WINTER © ENGADIN St. Moritz / swissimage.ch / Fotograf: Max Weiss FOTOS gemäss Copyrightangabe REDAKTION inpuncto Verlag GmbH, Julia Kliewer & Marco Zimmermann GESTALTUNG inpuncto Verlag GmbH, Susanne Raabe INSERATE inpuncto Verlag GmbH, Marco Zimmermann

Via Maistra 8, CH-7500 St.Moritz tel +41 (0)81 833 38 64 fax +41 (0)81 833 27 02 www.hanselmann.ch

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4 Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sondergger

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Gian Andri Giovanoli

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Ben Wiesenfarth

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sondergger

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Andrea Badrutt


Engadiner Winterfreuden

Die berühmte Wette des Engadiner Hoteliers Johannes Badrutt im Winter 1864/65 gilt als Geburtsstunde des Wintertourismus. Vor mehr als 150 Jahren, sagt man, ging Badrutt mit seinen englischen Sommergästen eine waghalsige Wette ein: «Der Winter im Engadin sei voller Sonnenschein und viel angenehmer als jener in England. Um dies selbst zu erleben, lade er sie in sein Hotel ein. Sollten sie nicht zufrieden sein, übernehme er auch die Reisekosten.» Die Engländer kannten den kalten und feuchten Winter in England und konnten sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es in den Schweizer Alpen anders sein sollte. Sie kamen dennoch zur Weihnachtszeit ins Oberengadin – und reisten erst nach Ostern wieder heim. Braungebrannt, erholt und glücklich. Sie waren die ersten Wintertouristen der Alpen und sie entdeckten eine neue Welt: die weissen Winterferien. Der Wintertourismus in den Alpen war lanciert. 5


Eine Erfolgsgeschichte Die Securitas AG, ein Unternehmen der Securitas Gruppe, ist in der Schweiz führend auf dem Gebiet der Sicherheitsdienstleistungen. In St. Moritz ist die Securitas AG seit 1929 im Einsatz. In den letzten 20 Jahren hat sich im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen vieles getan. In den 1990er-Jahren machte sich der Druck der gesamten Sicherheitsbranche auch auf die Securitas AG bemerkbar. Viele kleinere Unternehmen entstanden und verschwanden wieder, da es sich zwar jeder vorstellen konnte, sein eigenes Sicherheitsunternehmen zu haben, aber bei der Umsetzung war der wirtschaftliche Druck dann doch zu gross. Die Securitas AG reagierte mit einer Professionalisierung der Ausbildung. Diese mündete im Jahre 2000 in die eidgenössische Berufsakzeptanz mit Fachausweis. So ist es heute für jeden neuen Mitarbeiter Pflicht, zahlreiche interne Ausbildungen zu absolvieren. Sei es für den Verkehrsdienst oder aber

für die Personenschützer-Ausbildung – die Securitas-Mitarbeitenden werden intern geschult und jede bzw. jeder muss das erlangte Wissen in Prüfungen bestätigen. Eine der vielen Stärken der Securitas AG ist die flächendeckende Abdeckung der grossen Dienstleistungspalette in der ganzen Schweiz: So versehen heute die SecuritasMitarbeitenden in elf Regionaldirektionen sowie zahlreichen Filialen und Lokalbüros ihren Dienst. Gezielte Ausbildung, langjährige Erfahrungen und Know-how sowie

die Unterstützung durch modernste Technik garantieren jedem Kunden eine präzise Erfüllung seiner Sicherheitswünsche. Die Dienstleistungspalette der Securitas AG ist zudem äusserst umfangreich: Sie geht von Bewachungs- und Anlassdiensten über Sicherheits- und Verkehrsdiensten bis hin zu Interventions- und Zentralendiensten sowie zahlreichen Spezialdienstleistungen. Eine professionelle und zeitgemässe Ausbildung wird bei der Securitas AG gross geschrieben.

Wo die Sicherheit stimmt, kann man die Sache ruhig angehen.

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Willkommen in der grössten Wintersportregion der Schweiz Den ganzen Tag die Sonne im Gesicht und Pulver unter den Brettern: Vier grosse und sieben kleine Schneesportgebiete mit 88 Pisten machen Engadin St. Moritz zum vielseitigen Winterwunderland – einem der weitläufigsten und schönsten der Schweiz. Und nicht nur sie, sondern auch das Wetter: Das Oberengadin wird regelrecht von der Sonne verwöhnt. Und sobald es kalt genug ist, beginnt die Luft zu glitzern, als ob sie aus Millionen zartester Schneesterne bestehen würde. Für diese Momente des vollkommenen Glücks haben die Einheimischen einen Namen: Champagnerklima.

alle Bilder auf dieser Seite: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sondergger

WINTERSPASS AUF HÖCHSTEM NIVEAU Im Skigebiet Corviglia werden Trends zelebriert, Weltcup-Rennen durchgeführt und Gourmetträume wahr. Himmlisches Panorama, teuflische Pisten und endloses Fahrvergnügen findet man im «Festsaal der Alpen», dem Skigebiet Diavolezza/Lagalb. Ganz schön sportlich wird's auf dem Corvatsch: Hier geraten selbst erfahrene Alpinisten ins Schwärmen. Auch Freeride-Herzen schlagen am Corvatsch höher – mit steilen Rinnen für die Freaks, breiten Tiefschneehängen für Geniesser und Cliff-Jumps für die Wagemutigen. Und hoch über den Dächern des familiären Schneesportgebiets Zuoz versprechen weite Sonnenhänge das vollkommene Pistenglück – ohne Hektik, dafür mit breiten Hängen. Oft sind es aber die kleinen Wintersportgebiete, die gross rauskommen – dank idealen Anfängerpisten wie Languard in Pontresina, Provulèr in Celerina, Cristins in Silvaplana, Müsella in La Punt und Bügls in S-chanf. Oder sportlichen wie Survih in Samedan und Aela in Maloja. Die Snow Parks Corvatsch mit 7 Meter hoher Halfpipe und Bagjump, Corviglia mit neuer Funslope und Zuoz setzen der Vielseitigkeit von Engadin St. Moritz die Krone auf.

AB AUF DIE PISTE – BEI SONNENAUFGANG ODER VOLLMOND Wer als erster die frisch präparierten Pisten runterflitzen will, muss früh aufstehen: Um Punkt 7.45 Uhr starten die Bergbahnen und bringen Snowboarder und Skifahrer in der ganzen Region in die Höhe. «White Carpet» nennt sich der Extra-Spass, der nichts extra kostet – ausser ein bisschen Selbstdisziplin beim Aufstehen. Und einmal im Monat wird die Nacht auf der Piste zum Tag: Der Vollmond macht die himmlischen Hänge der Diavolezza zur Märchenbühne für Skifahrer und Snowboarder. Wer nicht auf den Vollmond warten will, kommt zur «Snow Night»: Jede Freitagnacht steht der Corvatsch im «Scheinwerferlicht» und öffnet die längste beleuchtete Piste der Schweiz (4.2 km).

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Garantiert auf der

richtigen Spur

Insider sprechen nur vom «Engadiner». Und meinen damit nicht etwa einen Einheimischen, sondern den grössten Langlauf-Event des Winters: den legendären Engadin Skimarathon, welcher im Jahr 2018 sein fünfzigstes Jubiläum feiert! Die landschaftliche Einzigartigkeit und die perfekte Infrastruktur machen Engadin St. Moritz aber nicht nur am zweiten März-Wochenende zum Magnet für Langläufer.

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Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Andy Mettler

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Romano Salis Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Romano Salis

Das Loipennetz im «Schweizer Paradies der Silberspuren» umfasst über 230 variantenreiche Kilometer. Wer es gemütlich mag, wählt die Direttissima über die drei Seen oder geniesst bei Zuoz eine der längsten Gleitzonen des Engadins. Ambitionierte trainieren auf der legendären Marathonstrecke, erobern die malerischen Seitentäler oder drehen ihre Runden auf der Rennstrecke bei St. Moritz, wo sie ihr Programm auf der Nachtloipe bis spätabends ausdehnen können. Gipfelstürmer machen sich von der Talstation Diavolezza auf in Richtung Berninapass und folgen dabei den Spuren des berühmten Bernina-Express. Weiter oben, auf der Alp Bondo, kommen Unermüdliche sogar im Frühling noch auf ihre Kosten – ab Mitte März wird am Berninapass die Gletscherloipe gespurt. 50 JAHRE ENGADIN SKIMARATHON Der Engadin Skimarathon feiert 2018 seine fünfzigste Austragung. Zum 1. Engadin Skimarathon 1969 meldeten sich 945 Läufer an, doch niemand hätte gedacht, dass sich der Event einmal zur grössten Langlaufveranstaltung der Schweiz und zur zweitgrössten weltweit entwickeln würde. Ein abwechslungsreiches Programm füllt inzwischen eine ganze Marathonwoche: Auf den Frauenlauf, den Jugendsprint, den Engadin Nachtlauf und den Nachtsprint folgt als Höhepunkt der Engadin Skimarathon, nach welchem sich Teilnehmer, Zuschauer und Voluntaris zum traditionellen Marathonfest treffen.

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Vielseitiges

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sondergger

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sondergger

Winterwunderland

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Mit den Schneeschuhen unberührte Wälder und verschneite Ebenen erkunden oder über einen zugefrorenen See spazieren – das hat einen ganz besonderen Reiz. Die ideale Abwechslung für diejenigen, die Ruhe und Erholung suchen. Beim Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen und vielen anderen Eissportarten, die im Engadin möglich sind, kommt aber auch die Action nicht zu kurz.

UNTERWEGS MIT SCHNEESCHUHEN Die schönste Art, die winterlichen Zauberlandschaften im En­ga­din zu erleben, ist es, sie zu erwandern. Malerisch sind die Wege in die Seitentäler Roseg und Bever, schier endlos die idyllischen Pfade durch die Ebene der unteren Talseite. Für jeden Anspruch gibt es die passende Strecke: Der Schneeschuhweg Muottas Muragl ist ideal für Tiefschnee-Anfänger, während die beiden Schneeschuhtrails auf Furtschellas ein Schneeschuherlebnis hoch über der Engadiner Seenlandschaft mit atemberaubenden Aussichten möglich machen. Für nächtliche Abwechslung sorgen geführte Vollmond-Touren mit anschliessendem Fondueplausch in einer gemütlichen Alphütte. WINTERWANDERN: BESCHAULICHE IDYLLEN ERLEBEN Am dichtesten ist das Winterwegenetz zwischen St. Moritz und Bever. Winterwanderer finden hier vom kinderwagentauglichen Spazierweg bis zum einfachen Waldpfad alles, was das Herz


Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Romano Salis

begehrt. Die flachen Winterwanderwege von Maloja bis nach Silvaplana und St. Moritz eignen sich bestens für Familien – je nach Schneeverhältnissen auch mit Kinderwagen. Für einen eindrückli­ chen Winterspaziergang empfehlen sich die Wege von Sils ins romantische Fextal oder von Maloja durch den dick verschneiten Wald zum Cavloccio-See. Und auf dem Philosophenweg auf Muottas Muragl gibt es neben der fantastischen Naturkulisse auch noch Anregungen, über die Aussicht zu philosophieren. SCHLITTEL-SPASS FÜR GROSS UND KLEIN Eine lange Tradition hat im Engadin auch das Schlittenfahren. Während sich Sportbegeisterte auf dem Skeleton mit bis zu 140 Sachen den Eiskanal herunterstürzen, geht es auch auf die gemütlichere Tour – auf fantastischen Schlittelstrecken. Nebst kleineren Schlittelwiesen und -pisten gibt es im Tal sieben offizielle Schlittelwege: Muottas Muragl, Sils, Bever, La Punt-Albulapass, Madulain, Zuoz und Zernez. Die bekannte Abfahrt von Preda nach Bergün auf dem Albulapass entlang der Albula-Bahnstrecke liegt ebenfalls ganz in der Nähe. EIS, EIS, BABY Eissport ist im Engadin sehr beliebt: In jeder Ortschaft lädt ein Eis­ platz zum Schlittschuhlaufen, Curling, Hockey oder Eisstockschies­ sen ein. Neu ab Winter 2017/18 ist St. Moritz um eine Attraktion reicher: Die Erlebniseisbahn «Glatschin» sorgt mit einem Eisweg und Marktständen bis Ende Februar für fröhliche Winterstimmung.

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Ausflugstipps Bernina Panorama Winter

Schlittelwelt

Rundumblick auf 2 253 m ü. M.

Preda / Darlux – Bergün  10  km Schlittelspass

Die berühmte Strecke zwischen St. Moritz, Valposchiavo und Tirano gehört zum UNESCO Welterbe RhB. Beste Aussichten verspricht das Angebot Bernina Panorama Winter: Die weisse Winterlandschaft bestaunen Sie durch die extragrossen Fenster der Panoramazüge – für nur fünf Franken Aufpreis. 30.10.2017 – 02.04.2018  www.rhb.ch/bernina-panorama

Von Preda geht es bergab: Erleben Sie sechs Kilometer Schlittelspass bis nach Bergün. Die Schlittelbahn ist nachts beleuchtet (Di – So). Und zur Abwechslung das «Lauberhorn der Schlittelbahnen»: von Darlux nach Bergün. Täglich ab 15.12.2017 – 10.03.2018  www.rhb.ch/schlittelwelt

Vollmondfahrt

Zeitreise in Bergün

Alp Grüm Erleben Sie bei Vollmond die Berninalinie von St. Moritz / Pontresina nach Alp Grüm in einem Panoramawagen. Im Ristorante Albergo Alp Grüm geniessen Sie ein feines Gletscherfondue. Auf der Rückfahrt gehen dem Zug die Lichter aus. Klassische Musik erklingt. Poschiavo – Alp Grüm: 02.12.2017  St. Moritz / Pontresina – Alp Grüm: 04. / 05. / 31.01.2018 01.02.2018 01. / 02.03.2018 www.rhb.ch/vollmond

Bahnmuseum In Bergün, unmittelbar an der Albulalinie der RhB, steht das Bahnmuseum Albula. Profitieren Sie mit einem Kombiangebot. Dienstag bis Sonntag geöffnet  www.rhb.ch/bahnmuseum

Bogn Engiadina Aussteigen und eintauchen Das Engadin Bad Scuol versammelt acht verschiedene Pools. Dank dem Bade-Kombi-Ticket der RhB tauchen Sie 20 Prozent günstiger in das Mineralbad Graubündens. www.rhb.ch/bogn-engiadina

Autoverlad Vereina

Engadiner Dampffahrten

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Mit Schall und Rauch durch Graubünden

Von Sagliains (Susch/Lavin) nach Selfranga (Klosters) im Winter. Täglich ab 05.50 Uhr alle 30 Minuten bis 20.20 Uhr, dann stündlich bis 00.20 Uhr. www.rhb.ch/vereina

Die Dampflokomotiven fahren mit der Kraft von Feuer und Wasser. Sonntag, 04.02.2018 und 14.10.2018 www.rhb.ch/dampffahrten

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Alle Bilder: © Andrea Badrutt Fotografie, Chur

Heben Sie mit uns ab…

Unser Angebot umfasst verschiedene Rundflüge schon ab 15 Minuten – Sie entschweben in die verträumten Welten der Bernina-Gletscher-Region und dem Bergell. Heliskiflüge ins Skigebiet Corvatsch und Corviglia oder in Begleitung eines Bergführers für individuelle Abfahrten durch frisch verschneite, unberührte Hänge. 360° ENGADINER BERGWELT – CORVATSCH 3’303 M Ü. M. Fliegen Sie mit uns zur Bergstation Corvatsch und lassen Sie sich kulinarisch mit einem 3-Gang-Menü in einzigartigem Ambiente im 360°  -Panoramarestaurant verwöhnen. Helikopterflug zum Panorama-Restaurant Corvatsch, Aufenthalt auf dem Berg und retour mit der Bahn nach Surlej, resp. mit dem Bus nach St. Moritz.

Schnupperflug mit der «AS 350 B3 Ecureuil» Ein atemberaubender Blick auf den Biancograd

SCHNUPPERFLUG MIT DER «AS 350 B3 ECUREUIL» Ohne komplizierte Formalitäten können Sie als Pilot selber einen Helikopter steuern. Sie werden dabei von einem erfahrenen Fluglehrer am Doppelsteuer begleitet. Nach einer theoretischen Einweisung geht es ab ins Cockpit, wo Ihnen der Fluglehrer die wichtigsten Instrumente und die Steuerung erklärt. Sie fliegen Landeplätze an und machen Schwebeübungen; weitere Manöver geben Ihnen Einblick in die Facetten der Heli-Fliegerei.

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Save Edy Er ist 19 Meter gross, von der Skispitze bis zum Helm komplett aus Fichtenholz gefertigt und über 18 Tonnen schwer. Edy, der heimliche Superstar der Ski WM St. Moritz 2017 und Liebling der Ski-Fans rund um den Globus. Auf Salastrains soll Edy ein neues Zuhause finden, als Symbolfigur für den alpinen Wintersport in St. Moritz weiterleben und weiter strahlen.

Bis zum angestrebten Wiederaufbau im Frühjahr 2018 werden die einzelnen Komponenten von Edy, teilweise mehrere Tonnen schwer, im Winterlager deponiert. Und wie weiter? «Die Zeit ist unser grösster Widersacher und gleichzeitig unsere Chance», sagt Bruno Marinoni, CEO von Snowsports St. Moritz, zum weiteren Verlauf der Edy-Geschichte. Die Verantwortlichen hoffen, die lancierte Spendenaktion während dieser Zeit intensivieren zu können, und machen sich gleichzeitig Gedanken über mögliche Nutzungsansätze. Denn Edy soll nicht einfach nur eine grosse und schöne Holzfigur sein. Vorausgesetzt die nötigen CHF 100’000 an Spendengeldern kommen bis zum Frühling zusammen, soll Edy sein grosses Potenzial auf verschiedenen Ebenen ausspielen. Für die Schweizer Skischule St. Moritz ist Edy die Verkörperung der Ski-Legende Edy Reinalter. Der Olympiasieger, Skischulleiter, Gemeinderat und Gründungsmitglied der berühmten Guardia Grischa ist mit seinem Mut, seiner Liebenswürdigkeit und seinem persönlichen Engagement zum Wohle der Entwicklung des Skisports im Engadin ein ideales Vorbild und die Identifikationsfigur schlechthin. Edy soll aber auch touristischer Magnet sein und hätte dank seiner starken Medienpräsenz das Potenzial, sich zu einem weiteren starken Reisegrund fürs Engadin zu entwickeln. Für den Skiund Schneesport, die Tradition grosser Sportanlässe und die damit verbundene Eventkompetenz und nicht zuletzt für die VoluntariOrganisation soll Edy Sinnbild und Leuchtturm werden.

Foto: © Filip Zuan

Das Projekt, den sanften Ski-Riesen zu retten und ihm einen neuen Standort zu geben, wurde initiiert seitens Snowsports St. Moritz, der Schweizer Skischule St. Moritz und der Engadin Mountains AG sowie dem eigens zu diesem Zweck gegründeten Verein SAVE EDY. Nach so manchen Hürden auf dem beschwerlichen Weg zu Edys Wiederaufbau haben die zuständigen Behörden des Kantons Graubünden im November 2017 dem Gesuch zur Baubewilligung stattgegeben.

Die aktuellsten News zu Edy sowie Spenden-Informationen finden Sie auf www.saveedy.ch.

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Das Val Roseg mit seiner alpinen Ruhezone verzaubert alle und jeden mit einem idyllischen und herzhaft riechenden Wald, seiner artenreichen Pflanzen- und Tierwelt und dem rauschenden Rosegbach. Das Tal ist so ruhig, dass sich im Winter oft neu­gierige Gämse, Rehe und Hirsche aus dem Wald getrauen und beobachtet werden können.

DER WEG IST DAS ZIEL Eine Wanderung ins Val Roseg kann als gemütlicher Spaziergang oder als Ausgangspunkt für grössere Touren zu den SAC Hütten Coaz und Tschierva sowie ins Bernina-Gebiet oder zur Fuorcla Surlej angegangen werden. Im Winter führt eine klassische Langlaufspur durchs Tal und ist noch 2 km weiter bis zum Gletscher gespurt. Hinten angekommen, verzaubert nebst der Aussicht auch das Restaurant Hotel Roseg Gletscher, welches für regionale Spezialitäten und für das legendäre Dessertbuffet weit herum bekannt ist. Geniessen Sie im Sommer all die hausgemachten Köstlichkeiten auf der Sonnenterrasse und in der kühlen Jahreszeit im Wintergarten oder in den Stüblis. IM FRÜHLING, SOMMER ODER HERBST... Besonders schön ist der Bergfrühling mit seinen intensiven Farben oder der Sommer mit der klaren und frischen Alpenluft. Blühende Almwiesen, ein rauschender, klar-blauer Gebirgsbach, hohe Gipfel, herrlicher Wald und dazu das Gletscherpanorama des Roseg-,

Tschierva- und Sellagletschers – eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Der Herbst punktet vor allem mit seinen prächtigen Lärchen, die nun ihre Farbe wechseln und ein einzigartiges Bild abgeben. ...UND IM WINTER Eine weisse Märchenlandschaft eröffnet sich dem Besucher im Winter beim Eintritt in die unberührte Natur des Rosegtals. Schneekristalle funkeln und glitzern im strahlenden Sonnenlicht. Die Berge und Bäume sind mit weissen Schneehauben bedeckt. Auf dem Weg immer näher zur Gletscherwelt ist es still. Nur ab und an hört man die Glocken von Wohlis Pferdeschlitten und das Schnauben seiner stolzen Kaltblutpferde. An verschiedenen kleinen Rastplätzen lassen sich zutrauliche Vögel sogar direkt auf der Hand füttern, was für alle immer wieder sehr eindrücklich ist. REIZVOLLE KUTSCHEN- UND SCHLITTENFAHRTEN Eine der angenehmsten Arten, dieses wunderschöne Stück Erde in vollen Zügen zu geniessen, ist eine Kutschen- oder Schlittenfahrt.

Hotel Terminus Gemütliches Hotel beim Bahnhof. Ausgangspunkt für alle Aktivitäten des bezaubernden Hochtales. Pizza, gutbürgerliche und italienische Küche.

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Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

Val Roseg… zu Fuss oder in der Kutsche


Die Kutschen und Schlitten sind so ausgestattet, dass auch Kinder und Senioren bequem ein- und aussteigen können. Zudem werden Fahrräder, Kinderwagen, Hunde und Schlitten problemlos mitbefördert. Die Gäste sind im Sommer auf dem Omnibus mit einem Dach vor Regen und Sonne geschützt – alle Kutschen sind auch invalidengerecht konzipiert (rollstuhlgängig).

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger Bild: zVg Wohlis Kutschbetrieb

Wer das Engadin und die Umgebung des Val Roseg zusammen mit Wohlis Kutschbetrieb erleben möchte, kann das jederzeit tun: beim Reiten, Kutschen- oder Schlittenfahren, bei einer Sonderfahrt zum Grillieren, auf einer Hochzeit, bei einer Gesellschaft oder einfach nur beim Zuschauen. Vielleicht sogar alles auf einmal bei einem schönen Ferienaufenthalt.

Bild: zVg Wohlis Kutschbetrieb

MIT FAMILIE WOHLWEND PFERDE UND NATUR ERLEBEN Die Familie Wohlwend liebt Pferde und die Natur und teilt ihre Leidenschaft gerne mit Gleichgesinnten. Kinder und Erwachsene finden in der Umgebung von Pontresina das ganze Jahr über ein wahres Paradies: gutmütige, freundliche Pferde, Ponys und Esel – ob gross oder klein – freuen sich jeden Tag darauf, einen schönen Ausflug durch die umliegende Bilderbuchlandschaft zu unternehmen.

Bild: zVg Wohlis Kutschbetrieb

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

Wohli und seine treuen Pferde fahren sowohl an Sommer- wie auch an Wintertagen fast täglich vom Bahnhof Pontresina aus ins Tal hinein und wieder zurück – im Winter sind Sie dabei in warme Decken und Felle eingekuschelt. Ob nach Fahrplan mit dem Pferde­ omnibus oder ganz «privat», exklusiv und nach eigenen Wünschen.

Nützliche Adressen Hotel Restaurant Roseg Gletscher Familie Pollak-Thom Val Roseg, 7504 Pontresina Tel. +41 (0)81 842 64 45 www.roseg-gletscher.ch

Wohlis Kutschbetrieb und Ginas Reitschule Familie Wohlwend Cuntschett 9, 7504 Pontresina Tel. +41 (0)78 944 75 55  –  +41 (0)78 652 13 32 www.engadin-kutschen.ch – www.engandin-reiten.ch

Herzlich willkommen im Rosegtal…das Ausflugsziel im Engadin! Über Ihren Besuch freuen sich Familie Lucrezia & Wolfgang Pollak-Thom und Mitarbeiter Hotel Restaurant Roseg-Gletscher | 7504 Pontresina Tel +41 (0)81 842 64 45 | www.roseg-gletscher.ch | info@roseg-gletscher.ch

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alle Bilder auf dieser Doppelseite: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Andy Mettler

Faszination

Pferdesport

Reiten und Reitsport sind im Engadin Programm. Dazu tragen auch die eindrücklichen Pferdesport-Events mit langjähriger Tradition bei. Lebendig und sportbegeistert von Natur aus, setzt St. Moritz alles daran, Wettkämpfe ins sonnige Alpental zu holen, die rund um den Globus von sich reden machen.

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alle Bilder auf dieser Doppelseite: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Andy Mettler

60. CONCOURS HIPPIQUE ST. MORITZ (14.-21. JANUAR 2018) Im Januar kommt der Concours Hippique St. Moritz auf Schnee zur Austragung. Ursprünglich hatte die Veranstaltung den Zweck, das «Januar-Loch» zu füllen und war ein Concours auf Einladung. Mittlerweile hat sich das beliebte Event zum Pflichttermin für Reiter entwickelt, die ausserhalb der Hallensaison im Winter an einem Open-Air-Turnier teilnehmen möchten. Neben attraktiven Prüfungen sorgt auch ein interessantes Rahmenprogramm für eine erlebnisreiche und entspannte Woche in St. Moritz.

34. SNOW POLO WORLD CUP ST. MORITZ (26.-28. JANUAR 2018) St. Moritz ist die Wiege des Snow Polo: 1985 wurde hier das welt­ weit erste Turnier gespielt und noch heute ist der Snow Polo World Cup St. Moritz das wichtigste Snow Polo Turnier der Welt. Nirgendwo sonst wird auf Schnee in einer so hohen Leistungskategorie gespielt. Am letzten Januarwochenende erleben die Zuschauer Polo-Sport von Weltklasse vor der einzigartigen Bergkulisse des Engadins. Vier «High Goal» Teams aus hochkarätigen Spielern bieten ein einmaliges Schauspiel auf dem gefrorenen St. Moritzersee. Ein sportlicher und gesellschaftlicher Höhe­punkt. WHITE TURF ST. MORITZ (4.-18. FEBRUAR 2018) Mit edlen Vollblutpferden aus ganz Europa und internationalen Jockeys sowie einem attraktiven Rahmenprogramm begeistern die internationalen Pferderennen auf dem zugefrorenen St. Moritzersee jedes Jahr im Februar Pferderennsportbegeisterte, Einheimische und Feriengäste aus aller Welt. Bei diesem winterlichen Grossanlass wechseln sich Galopp- und Trabrennen sowie die weltexklusiven Skikjöring-Rennen an den ersten drei Rennsonntagen im Februar im 30 Minuten-Takt ab und sorgen für spannende Pferderennrennen auf Schnee und Eis. Weitere Informationen und Events: www.engadin.stmoritz.ch

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Silser Winter

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Vergessen Sie den Alltag und erleben Sie Ihr ganz persönliches Glücksgefühl – mit 20 Silser Tipps, die glücklich machen. Welches Erlebnis sich wo befindet, sehen Sie auf der vorherigen Panoramakarte. Viel Freude beim Entdecken!

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Loipenzauber: Das Oberengadin ist ein Paradies für Langläufer. Die sonnenreichsten Loipen befinden sich rund um Sils und führen über den Silser- und den Silvaplanersee, anspruchsvollere gibt es im Val Fex. 2

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Idyllisches Furtschellas: Das Silser Skigebiet bietet Erlebnisse für Gross und Klein sowie eine fabelhafte Aussicht. Als Krönung wartet die Talabfahrt durch den Arvenwald, vorbei am legendären Kuhstall.

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Eiszeit: Der Eisplatz Muot Marias liegt mitten im Dorf. Ein kostenloses Vergnügen für Schlittschuhläufer, Curling- und Hockeyspieler und Ausgangspunkt der Langlaufloipen.

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Skischul-Kinderland: Im Winter-Eldorado beim Muot Marias können die Kleinsten unter Anleitung der Schweizer Skischule Corvatsch ganz entspannt das Skifahren lernen. 5

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Schlittelplausch: Am Tag oder im Fackelschein durch den märchenhaften Winterwald sausen? Schlitten stehen mittwochs während des Schlittenrennens kostenlos bereit. Termine und Uhrzeit bei der Skischule.

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Winterwanderlust: Im Einklang mit sich und der Natur – beim Spazieren auf dem gefrorenen Silsersee, beim Joggen im Winterwald, beim Wandern durch die einmalige Silser Landschaft oder das verschneite Val Fex. Einzigartig!

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Bild: © Schweizer Skischule Corvatsch

Skigenuss Corvatsch: Attraktive Skipisten, Snowpark, Gas­­tro­­ nomie und Panoramablicke lassen das Herz höher schlagen. Immer freitags: die Corvatsch Snow Night mit der längsten beleuchteten Piste der Schweiz.

Bilder 1/2/4/6/13/19: © Sils Tourismus/Fotograf: Gian Andri Giovanoli

Erleben Sie den


«Seitensprung»: Willkommen in einem der schönsten Seitentäler des Engadins, dem Fextal. Hier finden Langläufer, Wanderer und Schnee­ schuh­ läufer ihr Glück. Ein Bijou: die über 500 Jahre alte Kirche in Fex Crasta.

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Pferdestärken: Mit einer privaten Kutsche ins tief verschneite Fextal – ein unvergessliches Erlebnis. Je nach Lust und Laune können Sie den Rückweg auch zu Fuss geniessen.

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Dorfgeschichten: Tauchen Sie ein in das Dorfleben und erfahren Sie Erstaunliches und Unerhörtes über Sils und die Umgebung. Dorfführungen finden während der Saison jeden Montag um 14 Uhr statt.

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Alpfrieden: Auf der Alp Muot Selvas, zuhinterst im Fextal, warten Stille, Bergkulisse und einfache Gaumenfreuden auf Sie. Käse-Fondue gibt es abends auf Vorbestellung. Auf geht’s: mit Langlaufskis oder zu Fuss.

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Tiefschnee: Fort aus dem Alltag und Schritt für Schritt ins Glück. Die markierten Schneeschuhrouten führen zu spektakulären Aussichtspunkten. Die Schneeschuhrouten-Karte ist Ihr Wegweiser.

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Kulturort: Hier konzipierte Nietzsche sein Hauptwerk «Also sprach Zarathustra». Das Nietzsche-Haus ist alles in einem: Museum, Bibliothek, Künstlerpension, Veranstaltungsort – und eine Entdeckung wert.

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Schatzkammern: Das Sils Museum – Kulturstiftung Andrea Robbi, diverse Kunstgalerien sowie die öffentliche Biblioteca Engiadinaisa mit ihrem einzigartigen Lesezimmer inspirieren ungemein – nicht nur bei schlechtem Wetter.

Klangwelten: Die klassischen Mittwochskonzerte in der Offenen Kirche in Sils Maria bieten stimmungsvolle Erlebnisse. Übrigens: Wussten Sie, dass Sils die heimliche Kulturhochburg des Engadins ist?

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Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Robert Boesch

Bilder 1/2/4/6/13/19: © Sils Tourismus/Fotograf: Gian Andri Giovanoli

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Vollmondlandschaft: Lassen Sie sich verzaubern! Und geniessen Sie auf den markierten Loipen und Wegen die See- und Schneelandschaft bei Voll­ mond. Eine atemberaubende Erfahrung!

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Schwarzeis: Ein wahres Natur­ ereignis, das mit etwas Glück meist am Jahresende erlebbar ist. Durchs blanke Eis sehen Sie in die Tiefen der Oberengadiner Seen.

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Ferienverlängerung: Bringen Sie ein Stück Sils mit nach Hause. Sicher finden Sie auf Ihrem gemütlichen Einkaufsbummel durch Sils Schönes und Authentisches, das Ihre Ferienerinnerungen lebendig erhält.

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Chalandamarz: Gelebtes Silser Brauchtum mit römischen Wurzeln. Am 1. März wird der Winter mit wildem Geläute und stimmigen Liedern vertrieben. Mit Kuhglocken zieht die Jugend durchs Dorf und die Mädchen tragen stolz ihre Tracht.

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Frischfisch: Von Januar bis März kann man auf dem Silsersee eisfischen oder dabei zuschauen. Befischt wird der grosse Namaycush, andere Fische werden geschont. Fischerpatente können Sie unter www.silsersee.ch lösen. Weitere Informationen: www.sils.ch/panoramakarte-winter

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1894 bestiegen Philip Mark aus St. Moritz und Claudio Saratz aus Pontresina als erste Menschen den Corvatsch mit Ski. Bis sich Scharen von Menschen an den steilen Hängen des Corvatsch erfreuen konnten, dauerte es aber fast weitere 70 Jahre. Im März 1963, mit finanzieller Unterstützung des griechischen Reeders Stavros S. Niarchos, fand die Betriebseröffnung statt. Der Berg lockte nicht nur Feriengäste, sondern auch Filmcrews und prominente Stars an. Willy Bogner nutzte den Berg für seine Modekataloge und für die Inszenierung seiner vielen Filme. Etwa im James-Bond-Film «Der Spion, der mich liebte» (1977) oder im Filmspektakel «Feuer und Eis», wo alle Actionszenen ohne Tricks mit den besten Ski- und Snowboardfahrern gedreht wurden. SOMMER-SKIFAHREN AUF DEM GLETSCHER Früher konnte man am Corvatsch das Sommer-Skifahren geniessen, doch der stetige Gletscherschwund besiegelte das Ende dieser Ära und der Betrieb wurde 1992 eingestellt. DAS SKIGEBIET FURTSCHELLAS Das Skigebiet Furtschellas ist Teil des Schneesportgebiets Cor­ vatsch, welches sich von Sils über Silvaplana bis nach St. Moritz

erstreckt. Das aussergewöhnliche Panorama mit Sicht bis in die Walliser Alpen und zum Matterhorn ist wahrlich eindrücklich. Und dank der Lage sind beste Schneeverhältnisse hier garantiert. Ab der Talstation Futschelles gelangt man zur Mittelstation und von dort mit der Sesselbahn weiter zur Bergstation auf 2'800 m ü. M. – der Ortsbus zur Talstation ist kostenlos. Tolle und gut präparierte Pisten in allen Schwierigkeitsgraden bieten uneingeschränktes Vergnügen. Wer es etwas ausgefallener wünscht, dem bietet der Snowpark den nötigen «Kick». SPASS UND SPORT IM WINTER Snow Night: Die längste beleuchtete Piste der Schweiz wird am Freitagabend zum Erlebnis; stündlicher Nachtbus. Silser NostalgieSkirennen: Im Januar mit Holzski über die Hänge brettern – mitmachen können alle, aber nur auf Holzski!

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Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

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Das Magazin ist gedreht. Hier endet der Winterteil. Der zweite Teil beinhaltet den Sommerteil.


Sommer 2018


Bild ©: ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

Willkommen auf «La Gatta»

Auf unserem herrlichen Weingut.

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unsere weiten Weinberge…

La Gatta wurde vor 500 Jahren als Dominikanerkloster erbaut. Heute ist dieses herrliche Gut so etwas wie ein Wall fahrtsort für Weinliebhaber. In dieser sonnenverwöhnten Gegend besuchen uns viele Weinfreunde. Das Erlebnis eines Rundgangs vermittelt nicht nur neue und interessante Ein drücke in die Arbeit des Weinbauers. Es zeigt auch die grosse Vielfalt der Qualitätsweine, die wir aus der vornehmen Nebbiolo-Traube erschaffen. Und wer ein paar Kost proben geniessen will, dem stehen in unserem neuen Office alle Sorten zur Auswahl. Ein Abstecher zu uns ist ein lohnendes Ziel. Wir freuen uns auf Ihren Anruf und Ihren Besuch im wunderschönen Valtellina.

die herrliche Piazza.

«La Gatta» kann individuell oder in Gruppen, die von einem unserer «Wein bergführer» begleitet wird, besucht werden. Für Gruppen (ganzjährig, mindestens 10 Personen) ist eine Anmel dung er for der lich. Öffnungszeiten von April bis Oktober: Dienstag – Samstag 10.30 bis 18.30 h November bis März: Bitte um Anmeldung. An Feiertagen geschlossen.

Weinbauern, 7748 Campascio /GR, Tel. 081 846 51 06, Fax 081 846 57 18 office@triacca.com, www.triacca.com TENUTA LA GATTA, Via Gatta 33, I - 23030 Bianzone (SO)

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Inhaltsverzeichnis 4 Erholsame und aktive Ferien im sommerlichen Engadin 6 Wanderparadies: Nichts wie raus in die Natur 9 Biken: Vielfältige Traumpfade für jeden Geschmack 10 Golfen inmitten der Engadiner Bergwelt 16 125 Jahre Engadine Golf Club 18 Turnier- und Veranstaltungs­übersicht 2018 Bild ©: ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

20 Herzlich willkommen in Sils! 22 Sils: Die heimliche Kulturhochburg des Engadins 24 Im Portrait: Ladina Kobler 29 Silserkugeln: Faszinierend und exklusiv in Sils 30

Zauberhaftes Fextal

33 Fexerplatten: Altes Kulturgut, das noch heute fasziniert 34 Im Portrait: Christian Klucker 36 Panoramakarte: Der Sommer in Sils 38 21 Silser Sommer-Tipps, die glücklich machen

www.derelektriker.ch

TEXTE / INFORMATIONEN Engadin St. Moritz Tourismus (www.engadin.stmoritz.ch): S. 4, 6, 7, 9, 11, 13, 21, 29 | Sils Tourismus (www.sils.ch): S. 20, 21, 22, 23, 30, 31, 36, 37, 38, 39 | Golf Engadin St. Moritz (www.engadin-golf.ch): S. 13, 16, 17, 18 | Parkhotel Margna (www.margna.ch): S. 13 | Limmat Verlag (www.limmatverlag.ch): S. 24, 25, 27 | Stiftung Cheva Plattas da Fex (www.plattas-da-fex.ch): S. 33 | AS Verlag & Buchkonzept AG (www.as-verlag.ch): S. 34, 35 TITELFOTO SOMMER © ENGADIN St. Moritz, swiss-image.ch, Fotograf: Christof Sonderegger FOTOS gemäss Copyrightangabe

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Hier braucht man nur die Hand auszustrecken: Das Glück ist zum Greifen nah. Das sonnige Hochtal des Engadins mit seiner imposanten, archaischen, durch Seen und Gletscher geprägten Natur und seinem unvergleichlichen Kontrastreichtum ist ein wahres Paradies. Das Seenplateau glitzert im Nachmittagslicht, die Arvenwälder riechen nach frischem Harz, und in den Dörfern strecken die Engadiner Häuser ihre markanten Fassaden der Sonne entgegen. Lassen Sie sich von der lebendigen Natur des Schweizer Nationalparks verzaubern, nutzen Sie über 400 Kilometer Mountainbike-Trails und geniessen Sie die frische Bergluft bei atemberaubenden Panoramawanderungen. Oder wie wäre es mit einer Partie Golf? Unterschiedliche Golfanlagen und eine einmalige Bergkulisse laden zum Golfvergnügen auf höchstem Niveau ein. Zum Erholen locken glitzernde Seen, einladende Sonnenterrassen sowie romantische Kutschenfahrten. Lassen Sie sich inspirieren! 4

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

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Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

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Den Bergsommer beim Wandern entdecken 580 Kilometer Wanderwege laden im Engadin zum Spazieren, Wandern und Touren ein. Dabei ziehen die Gegensätze, welche die Region prägen, alle in ihren Bann. Die sanften Bergkuppen mit ihren saftigen Alpwiesen liegen hier gleich neben den stolzen Gletschern, den schneebedeckten Berggipfeln und den glitzernden Seen.

Auf den vielfältigen Berg- und Talrouten zu steinernen Aussichtsbalkonen und Bergbächen, zu Gletschern und Blumenwiesen, zur Wildbeobachtung, rund um die Engadiner Seen und in idyllische Seitentäler lässt sich die archaische Natur hautnah erleben. Ob Panoramaweg, Themenwanderung, Spaziergang ent­lang eines Seeufers oder mehrtägige Trekkingtour: Für jeden Geschmack führt ein anderer Weg ins Wanderglück. Besonders reich an Aussicht präsentiert sich der Wanderberg Muottas Muragl, während pure Idylle beim Flanieren in der Ebene lockt, etwa im angenehm schattigen Stazerwald. Und wer nicht genug bekommt, hängt Etappe an Etappe auf einer Tour entlang der «Via Alpina» oder durch den Nationalpark. Die Berge mal ganz anders erleben Sie zum Beispiel auf den Klettersteigen am Piz Trovat auf der Diavolezza oder auf einer imposanten Gletscherwanderung von der Bergstation Diavolezza über den Pers- zum Morteratschgletscher. Eine inspirierende Aussicht geniessen Sie auf dem Corvatsch auf 6


Das umfassende Wanderwegnetz bietet kinderwagentaugliche Wanderwege, die für Familien besonders geeignet sind, sowie zehn rollstuhlgerechte Wanderwege. Wer lieber eine längere Bergtour unter die Füsse nehmen möchte, dem bieten die mit Bergbahnen erschlossenen Gebiete Corviglia/Piz Nair, Corvatsch/Furtschellas, Diavolezza und Muottas Muragl/Alp Languard faszinierende Höhenwanderungen mit spektakulären Aussichten. Unter www.engadin.stmoritz.ch/wandern finden Sie übrigens verschiedenste Wander- und Tourenvorschläge.

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Andrea Badrutt

Bild: © swiss-image.com / swiss-image.ch / Fotograf: Christof Sonderegger

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3303 m ü. M. oder bei einer geführten Gletschertour über den Piz Murtèl und Piz Corvatsch.

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Auf der Alp liegt der Ursprung der Schweizer Käsekultur WAS IST SCHWEIZER ALPKÄSE? Alpkäse ist nicht gleich Bergkäse. Alpkäse wird nur im Sommer während der so genannten Sömmerung auf den rund 1’400 Alp­käsereien hergestellt und macht ca. 3% der Käseproduktion aus. Bergkäse hingegen wird das ganze Jahr über in den Dorfkäsereien von Bergregionen produziert, also auch im Winter, wenn die Tiere im Stall mit Heu gefüttert werden. DER GESCHMACK VON 100 ALPKRÄUTERN Die frischen, würzigen und gesunden Kräuter der Alpweiden ergeben eine geschmackvolle Rohmilch. Kaum gemolken, wird diese schonend verarbeitet. Rauch vom Holzfeuer trägt in einzelnen Regionen zum unverkennbaren Geschmack bei. Ursprünglich wurde in der Schweiz nur auf den Alpen gekäst. So wurde die Milch für den Winter haltbar gemacht. Erst im 19. Jahrhundert hat man angefangen, auch im Tal zu käsen. Alpkäse ist also das Original des Schweizer Käses und heute noch Teil der lebendigen Älpler-Kultur. Sobald in den Bergen der Frühling Einzug hält, ziehen die rund 20’000 Sennerinnen und Sennen mit den geschmückten Tieren – etwa ein Fünftel des schweizerischen Viehbestandes – auf die Alpen. Für 80 bis 120 Tage ist die Alphütte ihr Zuhause und dann beginnt die Alpkäsesaison, ein anstrengendes Leben mit wenig Komfort. WARUM IST ALPKÄSE GUT FÜR DIE ALPEN? Alpkäsen ist Teil einer Alpbewirtschaftung, die nicht nur dem Menschen dient, sondern auch der Natur. Die Alpen sind «geseyt». Das heisst, sie werden nur mit einer klar begrenzten Anzahl Tiere «bestossen». Dadurch werden die Alpweiden weder über-, noch unternutzt und sind auch nach über hundert Jahren Bewirtschaftung gesund und intakt. Dank dieser nachhaltigen Bewirtschaftung ist die Artenvielfalt auf den Alpen weitgehend erhalten geblieben. 8

1996 werden in der Alpschaukäserei von Juni bis September Käse und Molkeziger hergestellt. Pro Alpsaison werden 65’000 Liter feinste Rohmilch von der Alp Bernina (Heutal), Alp Bondo, Alp Fex und Bergmilch von Pontresina zu Heutaler Käse und Gletscher-Mutschli veredelt. Der Alpbrunch, das Alprestaurant, das Molkebad und die verschiedensten Anlässe im «Freien» oder im «Gletscherstübli der Alphütte» erfreuen sich grösster Beliebtheit. Der Besuch der Alp-Schaukäserei ist kostenlos. Sie ist ca. 5 km vom Dorfkern Pontresina entfernt und zu Fuss ab Bahnhaltestelle Morteratsch bzw. Parkplatz Morteratsch in 2 bis 5 Mi­nu­ ten erreichbar. www.alp-schaukaeserei.ch oder Tel 081 842 62 73.

TADITIONELLE GERÄTE UND ARBEITSWEISEN Obschon viele Alpkäsereien über moderne Einrichtungen verfügen, wird der Alpkäse immer noch vorwiegend in Handarbeit hergestellt. Oft kommen urtümliche Geräte und aufwändige Methoden zum Einsatz. Das Alpkäsen erfordert viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Besonders schwierig ist die Verarbeitung, wenn das Wetter oder die Futtergrundlage ändert. ALPKÄSEREI MORTERATSCH Auf der wunderschön gelegenen «Alp Nuova» am Fusse des Morteratsch-Gletschers steht seit ca. 1855 eine Alphütte mit Stall, welche mehr als 60 Jahre ungenutzt vor sich hin lebte. Nach unzähligen Gesprächen und Verhandlungen konnte sich Hansjürg Wüthrich einen grossen Wunsch von einer eigenen Käseproduktion erfüllen. Seit

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Bike-Erlebnisse

Mit über 400 Kilometer Bike-Trails finden sich Sattelfeste im Engadin im siebten MountainbikerHimmel wieder. Das Wegenetz erfüllt alle Wünsche: Von der Einsteigertour bis zur alpinen Tagesroute ist für jeden Geschmack und jedes Können etwas geboten.

Die grandiose Aussicht, die Vielfalt und die Ursprünglichkeit des Engadins können ausser beim Wandern auch auf spektakulären Mountainbike-Touren genossen werden. Allein oder in der Gruppe, organisiert oder auf eine Faust: Die vielseitigen und signalisierten Routen machen den Weg frei für hochklassige Genüsse. Zu den absoluten Highlights zählen der «WM Flow Trail», der «Foppettas Flow Trail» und der «Corviglia Flow Trail». Die Trails folgen den natürlichen Geländeformen durch Mulden und sanfte Hügel und machen Mountainbiken fast zum Wellenreiten. Man schwebt förmlich auf den Wellen und Kehren und verspürt eine unglaubliche Leichtigkeit, fast wie auf einer Abfahrt im Pulverschnee. Ein weiterer Höhepunkt ist der Piz Nair, der zahlreiche Trail-Varianten bietet, und mit einer Höhe von 3 056 m ü. M. eine der höchstgelegenen Bergstationen der Alpen ist, auf die Mountainbiker ihr Bike transportieren lassen können. Auch mit dem E-Bike lässt sich die Weite des Engadins mit seiner unvergleichlichen Landschaft hervorragend entdecken. Die gute Infrastruktur und grosse Bandbreite an verschiedenen Trails machen das Vergnügen auf zwei Rädern perfekt. Diverse Tourenvorschläge, eine interaktive 3D-MountainbikeTourenkarte und GPS-Tracks mit detaillierten Routen-Infos finden Sie unter www.engadin.stmoritz.ch/mountainbike.

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Markus Greber

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Golfen

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Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.ch / Fotograf: Gian Andri Giovanoli

Schuld sind die Engländer: Sie gaben Ende des 18. Jahrhunderts den Anstoss, ein Stück Bergwiese auf 1860 Metern für das Fairway kurz zu schneiden. Heute ist der Engadine Golf Club mit über 1200 Mitgliedern einer der grössten der Schweiz. Und die Engadiner Golfplätze die attrak­tivsten weit und breit. Innerhalb von 30 Kilometern begeistern vier völlig unter­schied­liche Plätze: Die Golfanlagen Samedan und Zuoz Madulain, der Golfplatz Sils sowie Kulm Golf St. Moritz. Golfen Sie wohl!

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KRAFTORT MIT HERZ Spiegelnd klare Bergseen. Beeindruckende Gipfellandschaft. Archaische Natur. Harmonisch darin eingebettet das Parkhotel Margna. Fernab von Stress und Hektik. Optimal, um einfach mal abzuschalten und zu geniessen. Ob auf dem Golfplatz oder beim Wandern, während des Geniessens hausgemachter Köstlichkeiten oder beim Dolce far niente: Hier sind Sie das Herzstück! Genau deshalb setzt das 4-****sup. Hotel alles daran, Ihnen unvergessliche Tage im Engadin zu ermöglichen. Mit der «experienza individuela», dem ganz persönlichen Ferienerlebnis, bestimmen Sie, was Sie erleben möchten und wobei Sie am meisten Kraft tanken können.

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GOLFPLATZ SILS Abschlagen mit Aussicht: Direkt neben dem Parkhotel Margna in Sils gelegen, bietet die Parkhotel Margna Golf Academy eine Driving Range mit 15 Abschlagplätzen, Puttinggreen, Chippinggreen, Sandbunker und einem 6-Loch Par 3 Übungs-Golfplatz. Geniessen Sie ein entspanntes Spiel auf dem hauseigenen Golf-Übungsplatz. Weitere Informationen: www.engadin-golf.ch, club.engadin-golf.ch, www.engadin.stmoritz.ch/golf, www.margna.ch

Bild: © GOLF ENGADIN St. Moritz AG

GOLFANLAGE ZUOZ-MADULAIN Ein paar Drives talabwärts erwartet Sie der Enkel des berühmten Grossvaters, auf dem seit 2003 die weissen Bälle fliegen. Die Kombination von alpinem Golfvergnügen und unmittelbarer, beinahe greifbarer Natur garantiert ein Golferlebnis der besonderen Art – das Prädikat «einmalig» ist sicherlich angebracht. Abwechslung und viel Spielfreude bietet Ihnen dieser Platz mit Par 72 über 18 Löcher inmitten alpiner Natur. Das Clubhaus mit Restaurant, der Pro-Shop, das Engadin Golf Center, eine grosszügige, teilweise überdachte Übungsinfrastruktur und die Möglichkeit, Ziehtrolleys und Golfcarts zu mieten, machen das Golferlebnis perfekt.

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Bild: © GOLF ENGADIN St. Moritz AG / Fotograf: Daniel Martinek

GOLFANLAGE SAMEDAN Was für eine Kulisse! In Samedan Golf zu spielen, ist in jeder Hinsicht rekordverdächtig. Die klassische Golfanlage ist mit Baujahr 1893 nicht nur die älteste der Schweiz, sondern eine der ersten auf dem europäischen Festland und mit ihrer Lage auf 1800 Metern auch eine der höchstgelegenen. Es erwarten Sie 6239 Meter feinstes Golfspiel (ab Back Tees), umgeben von der atemberaubenden Bergkulisse des Oberengadins und dem gemütlichen Clubhaus mit Restaurant und Pro-Shop. Das Academy Engadin Golf Center, eine moderne und teilweise überdachte Übungsinfrastruktur, das Stateof-the-art-Schwunganalysezentrum Bodmer Performance Center und die Mietmöglichkeiten für Ziehtrolleys und Golfcarts decken alle Bedürfnisse rund um Ihr Golferlebnis ab. Und: 2018 wird das 125-Jahr-Jubiläum des Engadine Golf Clubs gefeiert!

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Einziehen. Ausatmen.

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Park Quadratscha, Samedan Exklusive Zweitwohnungen im Herzen des Oberengadins Der «Wohnpark Quadratscha» bietet an unverbaubarer Lage in der schönsten Ferienregion der Schweiz eine einmalige Wohnsituation, die keine Wünsche offen lässt. Eine äusserlich markante Architektur, die traditionelle Baumaterialien mit den Ansprüchen moderner Formensprache verbindet. Im Innern erlauben moderne, flexible Wohnungsgrundrisse eine individuelle Gestaltung der persönlichen Raumbedürfnisse. Grosszügige Fensterflächen geben den Blick auf die imposante Bergkulisse frei und sorgen für helle, lichtdurchflutete Räume. Neben der überzeugenden Grundrissgestaltung sorgen hochwertige Apparate und Materialien für ein erstklassiges Wohngefühl. Der Ausbaustandard darf als hochwertig bezeichnet werden. Es stehen noch eine 2½- und drei 4½-Zimmer-Wohnungen im Rohbau zum Verkauf. Somit können Ihre Ausbauwünsche optimal berücksichtigt werden.

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In 2018 blicken wir auf 125 Jahre Engadine Golf Club zurück. Und stellen fest: Nirgendwo sonst schreibt ein Golfplatz so unglaubliche Geschichten wie hier im Engadin.

Von Kühen, Hunden und James Bond

Von Tomas Niederberghaus

Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens zum Platz, um ein Turnier zu spielen. Vielleicht haben Sie tags zuvor noch den James-BondKlassiker «Goldfinger» gesehen, in dem Sean Connery zu einem Golfmatch gegen Gert Fröbe antritt. Am 1. Tee stehen Sie vor einem Mann, der den gleichen roten Handschuh wie der BondDarsteller trägt und Sie mit den gleichen Worten begrüsst wie seinen Spielpartner im Film: «How are you?» Und dann merken Sie, dass Sie im Foursome dieses Turniers tatsächlich mit dem berühmten schottischen Schauspieler Sean Connery zusammenspielen. Adriano Testa schmunzelt schelmisch, wenn er von der Begegnung am 25. Juli 1981 erzählt. Und wer einen Blick auf die Teilnehmerliste des Turniers in Samedan wirft, sieht unter Position 9 tatsächlich das Team Sean Connery und Adriano Testa. «Er war sehr sympathisch und beherrschte die Golf Etikette perfekt», sagt Adriano Testa, damals Vizepräsident des Engadine Golf Clubs. Vor allem aber habe Connery einen Humor, der grösser sei als die 18 Löcher eines Platzes. «Er hat während des Spiels ständig Witze erzählt.» Wenn der Engadine Golf Club im Jahre 2018 auf eine insgesamt 125-jährige Geschichte zurückblickt, dann ist eins gewiss: Der Platz in Samedan ist nicht nur der älteste Golfplatz der Schweiz und einer der höchstgelegenen des Landes. Auf ihm ereigneten und ereignen sich auch Dinge wie auf keinem Golfplatz sonst. Erstmals erwähnt wird er am 14. Juni 1893 in The Alpine Post. Der Autor des Textes ist kurz nach der Eröffnung des Platzes begeistert von dem «krausen, dürren Gras» und dem breiten Bett eines so gut wie ausgetrockneten Wasserlaufes, der sich «praktischerweise durch das Gelände 16

schlängelt, fast als habe er gedacht, seine Lebensaufgabe darin zu sehen, zur Gestaltung des Platzes bestmöglich beizutragen.» Es war eine Zeit, in der man die Sandwiches zum Frühstück gerne mal mit einem Lanson Extra Dry, Jahrgang 1895, runterspülte. Natürlich hat sich seitdem unglaublich viel verändert, zu viel für die Zeilen eines Artikels. Aber es gibt in der Geschichte des Engadine Golf Clubs ein paar Menschen und Momente, um die man nicht umhinkommt. Allen voran die zahlreichen Persönlichkeiten, die zum Golfspielen nach Samedan kamen. Prinz Max von Baden zum Beispiel, der Bischof von Colchester oder Prinz Heinrich von Preussen, der auch Mitglied des Clubs wurde. Nicht zu vergessen der Duke of Windsor und Aga Khan, der ein Turnier ins Leben rief und dem zahlreiche prominente Meisterschaften folgten. Nachdem im Jahre 1893 das erste Amateur Golf Turnier in der Schweiz startete, das heute noch jährlich als Engadine Amateur Championship stattfindet, folgte das Swiss Open im Jahre 1923. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Turniere ausgesetzt – das Ausbleiben der Gäste führte im Engadine Golf Club zu finanziellen Engpässen. Zum Glück sprang das Palace Hotel ein, um Gelder vorzustrecken. Sein Inhaber, Hans Badrutt, war ohnehin ein grosser Förderer des Clubs und – wie später auch sein Sohn Andrea – dessen langjähriger Präsident. Auf Fotos von früher sieht man noch den ein oder anderen prominenten Spieler, der mit Hund auf den Platz ging. Lord Tyrrell etwa, der britische Botschafter in Paris, schlenderte stets mit «Mike», seiner englischen Bulldogge, über die Fairways. In den 80er Jahren


wurde dann ein Hunde-Verbot verhängt und zur gleichen Zeit verschwanden auch die Kühe durch einen Deal mit den Bauern. Sie hatten ihre Tiere nach der Schneeschmelze stets für ein paar Wochen auf den Platz gebracht, der zum Gemeindeland zählt. Die Greens mussten mit Elektrozaun geschützt werden, damit die Kühe sie nicht zertrampelten, und die Fairways mussten täglich von den Fladen befreit werden, weil unter ihnen der Rasen verbrannte. «Die Kosten dafür waren hoch. So hoch, dass es günstiger kam, den Bauern 3,50 Franken pro Tier pro Saison anzubieten und sie woanders weiden zu lassen», sagt Mario Verdieri, der damals mit den Bauern verhandelte. Mario Verdieri hat als Architekt den Golfplatz in den 70er Jahren umgebaut und zeichnet für das 1983 neu errichtete Clubhaus verantwortlich. Der Golfplatz in Zuoz ist ebenfalls einem Deal mit einem hei­ mischen Bauern zu verdanken. Er hatte keinen Nachfolger, und als er seinen Betrieb aufgab, bot er anderen Bauern sein Land zu Pacht an, damit sie ihr Land, auf dem sich heute der Platz befindet, für den Golfbetrieb freigeben. Als der Platz am 7. Juni 2003 eröffnet wurde, schrieb die Engadiner Post von «vielen Besuchern, die trotz Regenschauer kamen», und von vielen Bällen, die am ersten Spieltag im «hohen Rough verloren gingen.» Doch schon damals war allen klar: Mit dem zweiten Platz wird das Engadin eine Golfdestination. Drei Jahre später ging der 1950 gegründete Samedan Golf Club sowie der Zuoz Golf Club übrigens in dem Engadine Golf Club auf, wodurch einer der mitgliederstärksten Clubs in der Schweiz entstand. Rund 1350 sind es heute, davon haben etwa 850 einen Aktivstatus. Aussergewöhnlich hoch ist der Anteil an Junioren: 150 Jungen und Mädchen zählt der Nachwuchs. Die Förderung der Junioren hat im EGC ein hohes Augenmerk. Junge Talente werden finanziell unterstützt und erhalten Schulungen zu Regeln und Etiketten. Um letztere ging es auch schon in den frühen Anfängen. Am 28. Juli 1908 schreibt The Alpine Post vom «Nervenkitzel», ohne den Golf so fad wäre wie Krokett. «Allerdings», so das Blatt, «muss der bei einem wahnsinnigen Eifer bewiesene Individualismus in die richti­ GEST_Inserat_180x30.qxp_Layout 1 20.12.17 17:06 Seite 5

gen Bahnen gelenkt werden. Der Spieler muss wissen, dass es andere gibt, die er beim Golfen zu berücksichtigen hat.» Dass es um die Rücksicht heute nicht immer gut bestellt ist, weiss Alfi Stoisser. Seit 27 Jahren arbeitet er im Club. Als Head-Greenkeeper steht er mit seinem Team morgens ab vier Uhr auf dem Platz, um die Natur zu pflegen, die Greens zu kürzen. Da kann es schon mal sein, dass ihm von einem unaufmerksamen Spieler ein Ball um die Ohren fliegt. Getroffen wurde er auch schon mehrfach. Dumeng Clavuot, heutiger Präsident des EGC, kam schon als Kind auf den Platz in Samedan. Er erinnert sich noch genau an den Geruch der Holztreppe im alten Clubhaus, an die Sekretärin Anni Grass, die mit Brille und Perlenkette «hinter einer kleinen Scheibe sass und die Eintragungen auf den benutzten Scorekarten aus­ radierte, um sie für ein weiteres Spiel wieder auszugeben.» Vor allem aber erinnert er sich an einen Mann, der im Engadiner Golf Club eine besondere Geschichte schrieb: John Plant. Der gebürtige Engländer unterrichtete Latein und Griechisch, kam jedes Jahr für drei Monate nach St. Moritz und wohnte im Palace Hotel. Er unterstützte den Club über viele Jahre mit seinem Wissen. Dumeng Clavuot nahm er oft als Caddy mit auf den Platz. «John Plant», sagt er, «war so etwas wie der Grandseigneur des Golf. Er war gross und attraktiv, trug stets auf Hochglanz polierte schwarze Schuhe und hatte noch mit 70 ein Handicap von 5.» Der Golfplatz in Samedan mit seinen besonderen Blickachsen und den Lärchen berührte John Plant zutiefst. Und zwar so nachhaltig, dass der damalige Betriebsleiter Carl Chasper Lüthi irgendwann einen Brief von Johns Nichte bekam. Sie schrieb, dass ihr Onkel verstorben sei und in seinem Testament den Wunsch geäussert habe, auf dem Platz beerdigt zu werden. Carl Chasper Lüthi zögerte nicht lange. Er bat sie, mit der Urne zu kommen. Dann fuhren sie in die Nähe von Loch 14 und streuten die Asche aus dem Cart heraus. Carl Chaspar Lüthi sagt: «Kurz nachdem wir wieder im Clubhaus waren, zog ein Gewitter heran. Im Nu war der Himmel schwarz. Dann regnete es und die Asche von John verschwand im Boden.»

Home of suisse golf – since 1893 ! www.engadin-golf.ch 17


Turnier- und Veranstaltungs­übersicht 2018

GOLFANLAGE SAMEDAN

GOLFANLAGE ZUOZ-MADULAIN

Saisoneröffnung

10. Mai 2018

19. Mai 2018

Opening History Walk

6. Juni 2018

Tag der offenen Tür

9. Juni 2018

Ausstellung Design Gallery

Vernissage 16. Juni 2018 »»» findet in St. Moritz Design Gallery statt, Serletta Parkhaus

The Engadine Amateur Championship

29. Juni – 1. Juli 2018 »»» ältestes Amateur-Golfturnier der Schweiz

48th St. Moritz Gold Cup

5. – 8. Juli 2018 »»» Anlage Samedan, Zuoz-Madulain & Kulm Golf Abschlagen und geniessen: Nomen est omen. Beim Gold Cup geht es fürstlich zu. Vor allem, was die Kulinarik betrifft. Für die Verpflegung zwischendurch und nach der Runde sorgen die Hotels Crystal, Baldrutts Palace, Kempinski und Kulm. In den renommierten Häusern finden dann auch die Abendveranstaltungen statt.. Achja, gespielt wird bei diesem traditionellen Cup natürlich auch! Stableford. Der Brutto-Sieger erhält den Gold Cup, der Netto-Sieger den Silver Cup.

5th Swiss Senior Amateur Championship

10. – 12. Juli 2018

Jubiläumsturnier – The Mixed Foursome

1. August 2018

Int. Herbst Golf Woche

6. – 9. September 2018 »»» Anlage Samedan & Zuoz-Madulain

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Sils

Bereicherung für Körper, Geist und Seele

Die Feriengäste, denen St. Moritz etwas zu umtriebig war, sind nach Sils Maria weitergefahren – so war es vor hundert Jahren und so ist es noch heute. In Sils geht es nicht um Sehen und Gesehenwerden. Wer hierher kommt, will etwas für seine Seele tun. Und dabei die Herzlichkeit eines kleinen Dorfs mit rund 750 Einwohnern erleben, in dem jahrhundertalter Tou­ris­­mus Tradition hat und gelebt wird. Entdecken Sie die abwechslungsreichen Freizeitmöglichkeiten, Silser Kultur­vielfalt sowie herausragende und faszinierende Persönlichkeiten aus Sils und dem Fextal. 20

alle Bilder dieser Doppelseite: © Sils Tourismus / Fotograf: Gian Andri Giovanoli

Sie werden es Tag für Tag erleben. Im schönen Engadiner­ dorf Sils auf 1802 m ü. M. ist alles etwas intensiver: die Ruhe, die Jahreszeiten, das Licht, die Natur – das Glück.


In einer alten Zeit, so berichtet die Legende, als Sils Maria noch Seglias-Majoria (Meierei auf den Matten) hiess, geschah es, dass zur Schneeschmelze der See und der Inn über die Ufer traten und die Meierei von der Umwelt abschnitten.
 Wildleutchen, koboldartige Geschöpfe, sollen es gewesen sein, die den Segliern das Leben retteten, indem sie Lebensmittel in Lärchennadeln einpackten und über den See treiben liessen – die Silserkugeln, die man noch heute im Herbst bestaunen kann. So entstand Sils Maria – zumindest der Legende nach. Sicher ist: Sils war einst ein Bauern- und Fischerdörfchen und eine Pferdewechselstelle an der Maloja-Julier-Route. Wiesen und See gehörten bis zur Reformationszeit dem Bischof von Chur. Mit der Eröffnung des Hotels Alpenrose 1865 begann sich vieles zu ändern: Die ersten Kurgäste, anfänglich nur im Som­mer, brachten eine neue Epoche ins Dorf und erfanden später den Wintersport. Doch vieles aus dem alten Sils ist bis heute geblie­ ben: die stattlichen Engadiner Häuser etwa, die meist im 16. und 17. Jahrhundert entstanden. Aber auch die Ruhe, denn der Gross­ teil des Dorfes ist verkehrsberuhigt. Schriftsteller wie Nietzsche, Künstler wie Beuys und Musiker wie David Bowie liessen sich von der fantastischen Weite und dem zauberhaften Licht inspirieren: Idyllisch eingebettet in die Ebene zwischen Silsersee und Silvapanersee, liegt das Dorf am Eingang zum romantischen Fextal, das zu erkunden mit dem Pferdeschlitten ein besonders romantisches Vergnügen ist. Ausserdem gilt Sils nachweislich als (Lebens-)Energie- und Kraftort. Weitere Informationen: www.sils.ch

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Zugänglich, berührend, anregend Nietzsche, Proust, Hesse, Rilke, Thomas Mann, William Faulkner... Würde man eine Gästeliste von Sils zusammenstellen, hätte man ein «Who is who» weltberühmter Literaten, Philosophen, Musiker und Maler. Einige waren nur kurz zu Gast, andere kamen jeden Sommer. Von Sils geschwärmt haben alle. Wandeln Sie auf ihren Spuren.

Wohl kein zweites Mal haben sich in einem Dorf die Wege so vieler Denker, Dichter, Maler und Musiker gekreuzt wie in Sils. Nicht verwunderlich also, dass sich Kultur in Sils an den unterschiedlichsten Orten erleben lässt: in der Offenen Kirche in Sils Maria, in der Chesa Fonio (Kulturbüro KUBUS), im Hotel Waldhaus, im Hotel Edelweiss, in der Biblioteca Engiadinaisa, im Nietzsche-Haus und unter freiem Himmel. Einige dieser Orte sind zugleich Museen: so zum Beispiel das Nietzsche-Haus mit dem original erhaltenen 22

Zimmer, das der Philosoph sieben Sommer lang bewohnte. Hier kann man tief in das Leben des genialen Denkers und Dichters eintauchen: Die Ausstellung umfasst Handschriften, fotografische Dokumente, Erstausgaben seiner Werke, die Originalmöbel aus der Basler Zeit, die beiden Totenmasken und vieles mehr. Oder die Chesa Fonio, die das SILS MUSEUM beherbergt und die Werke des Silser Künstlers Andrea Robbi dank der Zusammenarbeit mit der Zürcher Galerie Witschi in einen immer wieder neuen Dialog

Alle Bilder dieser Doppelseite: © Sils Tourismus / Fotograf: Gian Andri Giovanoli

Kultur in Sils –


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mit Künstlern der Gegenwart bringt. Nicht zu vergessen die Galla­­ria Chesina, die neben moderner und alter Malerei auch Holzskulp­ turen und Schmuck präsentiert sowie die Galerie Fex in Fex Curtins.

1. WasserzeichenKonzert auf der Halbinsel Chastè 2. SILS MUSEUM – Andrea Robbi Stiftung 3. Gallaria Chesina

Alle Bilder dieser Doppelseite: © Sils Tourismus / Fotograf: Gian Andri Giovanoli

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4. Bibliothek im Nietzsche-Haus

KULTURPROGRAMM VOLLER VIELFALT, QUALITÄT UND EINZIGARTIGKEIT Zwei der bekanntesten Kulturanlässe sind jenen beiden Silser Sommergästen gewidmet, die schon früh ihre Liebe zu diesem Ort entdeckten und in regelmässiger Wiederkehr erneuerten: das alljährliche Nietzsche-Kolloquium und die Silser Hesse-Tage. Ergänzt werden diese Tagungen durch die Silser Kunst- und LiteraTourtage, die in der Kombination von Lesungen, Vorträgen, Konzerten und Kulturwanderungen den Kunst- und Kulturgenuss mit intensivem Naturerleben verbinden. Ebenfalls gehört das Internationale Kulturfest Resonanzen zu den Höhepunkten des Kulturprogramms. KONZERTE, DIE LANGE NACHKLINGEN In Sils erleben Sie grosse Künstlerinnen und Künstler in einem intimen Rahmen: zum Beispiel an der internationalen Konzertreihe mit Kammermusik und Rezitals oder an den zahlreichen Musikanlässen im Hotel Waldhaus und Hotel Edelweiss. Bei den sommerlichen Sonntagnachmittags-Freilicht-Konzerten auf dem Konzertplatz Fex wird die Natur zur Bühne, ebenso bei den «Wasserzeichen», einer Konzertreihe, die in einer romantisch-verträumten Bucht der Halbinsel Chastè von einem Floss aus alljährlich ein gleichermassen natur- wie musikverbundenes Publikum begeistert. Ausführliche Informationen zum Kulturangebot: www.sils.ch

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Im Portrait:

Ladina Kobler Von Daniela Kuhn

Von sieben bis halb acht Uhr morgens sei die schönste Zeit im Betrieb, sagt Ladina Kobler: «Wenn no niemert ume isch. Dänn trink i zerscht Kaffe und denn lueg i alli mini Zetteli na.» Die täglichen Aufgaben, die sie auf den Zetteln notiert, sind ihr nicht ausgegangen, obwohl sie die Führung des Hotels Seraina bereits vor zehn Jahren an ihren Sohn Markus und dessen Frau Sabine übergeben hat. Nona, wie das Personal sie nennt, betreut Gäste und erledigt, was gerade anfällt. Im Winter malt und bastelt sie und bindet Sträusse aus Trockenblumen. Ladina Kobler empfängt mich im Speisesaal des Hotels Seraina und bittet mich ins Stübli, wo über weiss gedeckten Tischen die Bilder ihres Grossvaters Samuele Giovanoli hängen. Eine poetisch-naive Malerei mit Sujets aus der Gegend: Diavolezza, Bernina, Cavloch mit dunkelblauem Himmel, die Kirche im Fextal, Blumenstillleben und mehrmals die Landschaft um Sils, schlichtweg das Paradies. «Er war ein gläubiger Mensch», erzählt Ladina Kobler, «deshalb malte er die vielen Bilder vom Paradies.» Giovanolis Vorbild sei Segantini gewesen: «Aber nur in der Farbtechnik, nicht im Stil.» An ihren Grossvater erinnern kann sie sich kaum. Als er 1941 starb, war sie gerade mal vier Jahre alt. Für unser Gespräch nehmen wir einen Stock höher in einem soeben gemachten Hotelzimmer Platz. Es ist Ende März, das Haus ist noch immer gut belegt. Die Gäste, die im Zimmer waren, sind heute Morgen abgereist, am Nachmittag werden neue einziehen. Im Raum ist es kühl. Ladina Kobler dreht die Heizung auf und beginnt zu erzählen. «Ich bin 1937 in der Pensiun Privata geboren, dem heutigen Hotel Privata am Dorfplatz. Die Eltern meiner Mutter führten die Pension: Madalena und Nuot Bezzola. Wir Kinder sind alle mit Hilfe einer Haushebamme im Winter dort geboren. Paula, meine Mutter, ist in der Pensiun Privata auch aufgewachsen. 24

Mein Vater Arno und seine Zwillingsschwester sind im Fextal in der Pensiun Crasta bei der ledigen Tante Victorina aufgewachsen, weil die Frau meines Grossvaters, Samuele Giovanoli, bei der Geburt der Zwillinge gestorben ist. Er blieb mit den sechs anderen Kindern in seinem Haus La Motta, und die älteste Tochter, Madalena, übernahm die Funktion der Mutter. Mein Grossvater ist heute als Maler bekannt, aber sein Hauptberuf war Bauer. Daneben war er Bergführer und bewirtete ab und zu Gäste, um zu überleben. Mit Malen begann er erst später und eigentlich mit der Idee, etwas damit zu verdienen. Er gab die Bilder dann aber für nüt. Und er bemalte die Wände in seinem Haus: eine Kuh mit einem Kalb und ein Pferd mit Fohlen in Lebensgrösse. Die deutsche Sprache eignete er sich selber an, indem er las: die Bibel, Goethe, Thomas Mann und Hermann Hesse – gehobene Bücher. Mein Bruder Noldi, ein grosser Naturfreund, baute ‹La Motta› dann aus. Er starb 1999. Heute leben seine Frau dort und seine Tochter mit ihrem Mann. Meine Eltern waren in Sils zusammen zur Schule gegangen. Als mein Vater einen Beruf lernen wollte, sagte Tante Victorina: Das geht nicht. Ich habe dich grossgezogen, jetzt musst du hierbleiben und mir helfen. Also begann mein Vater zu kochen. Er machte ein paar Kochkurse und arbeitete zusammen mit unserer Mutter im Winter in der Pensiun Privata bei den Grosseltern, im Sommer führten unsere Eltern die Pensiun Crasta zusammen mit Tante Victorina Fümm. Unser Vater wurde dann auch Skischulleiter in Sils und hatte eine kleine Holz- und Kohlenhandlung in den Garageboxen des damaligen Hotels Barblan, im heutigen Hotel Schweizerhof. Im Auftrag von Tante Victorina mussten wir Kinder immer um zwölf Uhr die Glocken des Fexer Kirchleins läuten. Wenn man am Spielen ist, hat man nicht unbedingt Lust dazu. Meine Brüder und ich wechselten uns also ab. Eines Tages schrieb ich dann auf einen Zettel, den ich an die Kanzel hängte: ‹Lieber Gott, mach, dass Tante Victorina sofort taub wird.› Es ist dann aber nichts passiert.


Als ich neun Jahre alt war, begann ich zu servieren. In die ‹Privata› kamen damals intellektuelle Leute, unter anderen Marc Chagall mit seiner schönen Frau mit dem schwarzen Chignon. Ich war dreizehn, als Chagall zu meinem Vater sagte, er solle dafür besorgt sein, dass jemand morgens und nachmittags mit seiner Frau spazieren geht, weil er dann malen möchte. Ich bekam den Auftrag. Um vier Uhr, als wir ins Hotel zurückkamen, beschloss ich: Das mache ich nicht mehr. Sie sprach nur Französisch, ich nur Romanisch und Deutsch. Wir konnten somit kaum miteinander sprechen. Ausserdem ist sie in den Wäldern so langsam umetschamplet. Am Abend nahm ich die Schuhe von Chagall, die vor seinem Zimmer standen, und steckte eine seiner Skizzen in einen Schuh, die ich in seinem Malzimmer gefunden hatte. Hinten drauf schrieb ich: ‹Je ne veux pü spazieren mit dini Frau.› Als meine Mutter dies entdeckte, musste ich mich bei Chagall entschuldigen. Er hat nur gelacht, das romanische Wörtchen pü hat er wohl verstanden. Schliesslich ging mein Vater mit Frau Chagall spazieren. Heute müsste man für eine solche Betreuung natürlich bezahlen. Auch für Skireparaturen, die mein Vater oft gratis ausgeführt hat.

Skilehrer war. Damals war man als Skilehrer um vier Uhr nicht fertig, sondern man ging no go öppis trinke, man war Entertainer. Neben dem Hotel baute Papa dann auch ein kleines Sportgeschäft, in dem er mit Noldi zusammenarbeitete. Die Sechzigerjahre waren gute Jahre. Und die Siebziger noch mehr: Sils wurde bekannt, und mit dem Langlauf kam ein grosser Aufschwung.» Nun müssten wir eine Pause machen, sagt Ladina Kobler und lädt mich zum Essen ein. Den Speisesaal, wo die Hotelgäste frühstücken und nachtessen, haben wir für uns alleine. Nur ganz hinten in der Ecke sitzt eine Skilehrerin mit einer Kinderschar. Die Gastgeberin geht in die Küche, um das Essen zu bestellen. Sie bewegt sich mit der Selbstverständlichkeit einer Herrin, die sich mit Tracht und antikem Halsschmuck den Vorstellungen ihrer Gäste entsprechend präsentiert. Den Holundergelee, den der Kellner zum Hagenbuttentee serviert, hat Ladina Kobler selber gemacht: «In d’Beeri und in’d Krüter gang i viel. Und in d’Pilz! Roten Holunder und Sanddorn finde ich im Bergell. In Guarda hole ich Bovisten. Einmal wog einer fünf Kilo. Am Abend änderten wir sofort die Vorspeise, und 65 Personen konnten davon essen.» Neben den Konfitüren sind an der Rezeption des Hauses auch die selbst gemachte Arnikatinktur, die Ringelblütensalbe und der Föhrenzapfenschnaps zu kaufen.

«Sils ist für mich wie ein Paradies»

1951 bauten unsere Eltern die Chesa Suot Crastas. Von da an waren wir im Winter hier und nicht mehr in der Pensiun Privata. Annigna Bezzola, eine Schwester meiner Mutter, führte diese dann weiter. 1961 übernahmen meine Eltern die 1748 erbaute Chesa RobbiFonio mitsamt allem Inventar, um sie zu einem Hotel auszubauen. Uns sagten sie: ‹Wir können das Haus nur kaufen, wenn ihr drei Kinder hierbleibt und mitarbeitet.› Wir sagten alle Ja, auch mein Bruder Dumeng, der ein fanatischer Skirennfahrer war. Er kochte, und mein Bruder Noldi half in der Skiwerkstatt meines Vaters mit. Meine Mutter und ich halfen im Büro, in den Zimmern, und wir servierten. Heustall und Stall kamen weg, stattdessen baute man einen Speisesaal und Zimmer für das Personal. Die Möbel in den Zimmern waren nobel: Paula Kellenberger Fonio hatte sie aus Barcelona mitgebracht, wo ihr Mann Geschäfte machte. Im Parterre gab es eine grosse Arvenstube, visà-vis lag das Klavierzimmer, die Küche und die Spensa, die Vorratskammer. Im ersten und zweiten Stock gab es ein grosses Dienstmädchenzimmer und fünf weitere Zimmer. Unsere Gäste kannten uns aus der Pensiun Crasta, und sie kannten meinen Vater, der

Ladina Kobler holt das Gästebuch der Pensiun Crasta aus den Sechzigerjahren. Doch schon bringt der Kellner Platten mit geschnetzeltem Kalbfleisch, Nudeln, Gemüse und Steinpilzen. Während wir essen und uns über gemeinsame Bekannte unterhalten, nimmt der Kinderlärm hinten im Saal zu. Schliesslich steht die Gastgeberin vom Tisch auf, geht zu den Kindern hin und erklärt: «Die Hotelgäste können, wenn ihr so laut seid, ihren Mittagsschlaf nicht machen. Das versteht ihr doch?» Für einen Moment wird es tatsächlich ruhig. Ein Mittagsschlaf käme ihr selber nicht in den Sinn, aber die Zigarette nach dem Essen, die gehört dazu. Sie verschwindet für einen Moment in ihr Büro und kommt, parat für den zweiten Teil unseres Gesprächs, frisch duftend nach Lavendelseife wieder zurück. «Für uns Engadiner ist das Tanzen wichtig. Oft bin ich erst um sechs Uhr früh nach Hause gekommen. Dann habe ich die Tracht angezogen und um sieben Uhr den Gästen das Frühstück serviert. Als ich einmal wieder mit Gian Pitschen tanzen gehen wollte, sagte Papa: ‹Du 25


familiär lebendig Staunen, so schrieb einst Aristoteles, sei der Anfang aller Philosophie. Unsere Philosophie heisst: Lebensglück. Und dieses beginnt mit dem Staunen. Dem Staunen über die Schönheit der Engadiner Berge, über das Glitzern des Silsersees, über die Schönheit des Daseins. Das wollen wir erlebbar machen. In familiärer, freundlicher Atmosphäre. Willkommen im Hotel Seraina, willkommen im Lebensglück!

Es erwartet Sie ein gemütlicher Familien-3 Sterne-Betrieb im Herzen von Sils-Maria. Unser Hotel verfügt über 30 schöne und renovierte Doppel- und Einzelzimmer, zum Teil rollstuhlgängig, 3 wunderschöne Suiten mit traumhafter Aussicht, 6 Ferienwohnungen sowie eine kleine, aber feine Wellnessanlage mit Sauna, Dampfbad und Ruheraum. Im Restaurant mit dem heimeligen Stübli, auf der sonnigen und windgeschützten Sonnenterrasse sowie im schönen Arvenholz-Speisesaal servieren wir unsere gutbürgerliche Küche

mit internationalen, aber auch Engadiner Spezialitäten. Ein lustiges Kinderspielzimmer mit Ritterburg und Rutschbahn sowie ein toller Spielplatz im Garten warten darauf, von Ihren Kindern entdeckt zu werden. Im Sommer profitieren unsere Gäste von der gratis Benutzung aller Bergbahnen im Oberengadin (ab 2 Nächten) sowie der öffentlichen Verkehrsmittel (Bus und Zug) im Engadin und im Bergell. Während der Wintersaison fahren Sie ebenfalls kostenlos mit dem Bus und Zug durchs Oberengadin.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Familie Marcus und Sabine Kobler, Hotel Seraina, CH-7514 Sils/Segl Maria Tel.: 0041 (0)81 838 48 00 · info@hotel-seraina · www.hotel-seraina.ch


immer mit deinem Tanzen. Studier lieber einen Namen für das Hotel aus.› Ich sagte: ‹Seraina!› Sein Gesicht hellte sich auf, und er sagte: ‹Ja, isch guet› – ich durfte tanzen gehen. Seraina heisst auf Romanisch heiter, fröhlich.» Gian Pitschen hatte zwei Haken: Er war katholisch und geschieden. «Meine Eltern schauten, dass sie in St. Moritz bei Protestanten kauften. Nur beim Bäcker machten sie eine Ausnahme. Man dachte: Trotz allem, das isch de Beck vo Sils.» Paul Baumgartner lernte Ladina Kobler im Hotel kennen, wo der Witwer mit dem Skiclub Langnau  a. Albis Ferien machte. Im Winter 1968 heirateten die beiden und übernahmen die Führung des Hotels. Der gelernte Polier lernte Kochen und Ladina Kobler übernahm die Funktion der Mutter für Markus, Paul Baumgartners Sohn aus erster Ehe. Im Jahr darauf kam Gian Reto zur Welt. Doch dann, das gemeinsame Kind war wenige Monate alt, starb Paul Baumgartner bei einem Autounfall auf der Heimfahrt von einem Skirennen auf der Diavolezza. «In der Zeit darauf arbeiteten meine Eltern tagsüber mit mir. Eines Tages sagte Vater: ‹Ohne Mann geht das nicht.› Ich selber war nicht in Stimmung, ich sagte immer, ich wolle keinen anderen. Doch mein Vater buchte einen Sunshine-Vorkurs für mich in St. Moritz: eine Woche Skifahren für wenig Geld. Es wurde eine richtig lustige Woche mit Tanz und Après-Ski. Das hat mich wieder geöffnet. In derselben Zeit brauchte Vater einen Koch. Von Rolf Kienberger, mit dem er befreundet war, hörte er von Fredi Kobler, der die Lehre im ‹Waldhaus› gemacht hatte. Fredi Kobler war mittlerweile in Wädenswil angestellt, als mein Vater ihn aufforderte, zu künden und zu kommen. Das machte er. In der Zwischensaison gab es Milchreis mit Zwetschgenkompott. Denn Rolf Kienberger hatte zu meinem Vater gesagt: ‹So gut hat noch kein Lehrling dieses Gericht zubereitet.› In der ersten Zeit, in der er hier war, achtete ich mich nicht, und er hatte immer mal wieder Besuch von einer aus dem Unterland. Aber zmal hät er mir glich gfalle, diä isch nümme kho und i han dänkt: Das ist nid schlecht. Im Oktober 1972 heirateten wir, und ein Jahr später kam Cornelia auf die Welt.» Danach wurde viel gebaut: Das Hotel erhielt zehn zusätzliche Zimmer, im Anbau entstanden etliche Ferienwohnungen. Der Speisesaal wurde renoviert, und schliesslich bauten Koblers beim Eisplatz zwei neue Häuser. Sie kauften die unter Heimatschutz stehende alte Schmiede auf der gegenüberliegenden Strassenseite und bauten sie aus. 1999 zogen sie dort ein, sozusagen ins Stöckli. Im Jahr darauf erkrankte Fredi Kobler an akuter Leukämie und starb innert weniger Tage im Alter von 58 Jahren. Ein zweites Mal verlor Ladina Kobler völlig überraschend ihren Mann.

überwunden. Und wenn man sein Leben wieder im Griff hat, dann hat man Freude an allem.» Und Sils? Wie hat sich das Dorf verändert? «Da fragen Sie die Falsche! Wir haben viel gebaut. Allgemein sagen kann ich: Sils ist für mich wie ein Paradies. Es hat so viel Wärme, so viel Liebliches. Diese Kraft, wenn Sie zum See hinausgehen! Gut finde ich, dass die Häuser in einem Stil gebaut sind, den man anschauen kann: Die Formen der Dächer entsprechen einander alle. Allerdings: Was schon besteht, soll ausgebaut werden können. Bestehendes sollte besser ausgenutzt werden. Ein Keller mit Fenstern sollte beispielsweise als Wohnung für Junge ausgebaut werden können. Man muss sich dem Lebensstil der heutigen Jungen anpassen, das ist wichtig, sonst springen sie ab. Es braucht Bauland, aber keine spekulative Bauten.» Verträgt Sils noch mehr Häuser? «Für mich schon. Nicht viel, kein Hotel mit vierhundert Betten, aber ein paar Wohnhäuser für Einheimische. Aber das kann sich niemand leisten. Zahlbare Wohnungen gibt es, aber nicht viele.» Sie selber sind davon nicht betroffen. Gibt es etwas, was Sie in Sils stört? «Mit der Kirche im Dorf habe ich Mühe, seit die Bänke nicht mehr drin sind. Den Pfarrer mag ich sehr gerne, aber in dieser Kirche bin ich weiter weg von Gott als in anderen Kirchen. Früher war das unsere Kirche: Meine Eltern haben hier geheiratet, ich selber und alle meine Kinder wurden hier getauft und konfirmiert, und zweimal habe ich hier geheiratet. Näher bei Gott bin ich heute in meinem Garten. Meine Blumen sind meine Engel, sie führen meine Gedanken schnurstracks zum Liebegott.»

Textauszug aus «Zwischen Stall und Hotel. 15 Lebensgeschichten aus Sils im Engadin»

«Nach jedem Schlag hatte ich immer wieder Glück: Ich erhielt von vielen Menschen Hilfe, ohne sie selber gesucht zu haben. Vor allem von meiner Familie. Wenn ich traurig bin, kann ich mir auch sehr gut mit Beten helfen. Für etwas haben wir ja den Liebgott! Den Tod meines Mannes habe ich heute weitgehend

von Daniela Kuhn, mit Fotografien von Meinrad Schade, 4. Auflage 2015, © 2012 by Limmat Verlag, Zürich. Im Buchhandel erhältlich oder auf www.limmatverlag.ch

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Einzigartige

Silserkugeln

Bild: © ENGADIN St. Moritz / swiss-image.com / Fotograf: Daniel Martinek

Rund und haarig sind sie und liegen im Herbst am Ufer des Sees – die bemerkenswerten Silserkugeln. Bestehend aus abfallenden Nadeln der Lärchenbäume verdanken die kleinen und grossen Kugeln ihre Form den steten Bewegungen von Wasser und Wind.

Der Legende nach entstanden die fas­ zinierenden Silserkugeln nicht einfach aus einer Laune der Natur heraus, sondern wurden von hilfsbereiten «Waldleutchen» benutzt, um die Menschen nach einer Überschwem­mung vor dem Hungertod zu bewahren. Sie füllten die haarigen Kugeln nämlich mit Dörrobst, Fisch und Eiern und schickten sie über den See nach Sils. Noch heute findet man im Herbst am Ufer des Silsersees die strausseneier-grossen Kugeln. Das Lärchenharz der Tannennadeln hält das Natur-Kunstwerk zusammen und schützt es gegen Wind und Wasser. Ein hübscher Dekorationsgegenstand – und eine echte Silser Exklusivität!

HOTEL EDELWEISS  ORT DER KULTUR Ferien im Hotel Edelweiss, das ist Entspannung abseits von Trubel und Hektik auf 1800m. Entfliehen Sie dem Alltag und geniessen Sie die Ruhe der Engadiner Seen- und Berglandschaft. Hotel Edelweiss**** Via da Marias 63 · 7514 Sils-Maria Tel. +41 81 838 42 42 · info@hotel-edelweiss.ch · www.hotel-edelweiss.ch 29


Val Fex:

Weit weg vom Alltag

Wenige Schritte hinter dem Silser Dorfplatz beginnt eines der schönsten Seitentäler des Engadins. Das stark verkehrsberuhigte Val Fex – oder Fextal – verzaubert Wanderer, Mountainbiker, Spaziergänger und Pferdeliebhaber gleichermassen. Erleben Sie ein «vorgeträumtes Paradies», wie Hermann Hesse das Tal einst beschrieb.

Das Fextal zählt zu den glücklichen Engadiner Landschaften, die ei­n­em besonderen Schutz unterstehen. 1954 wurde ein Vertrag zwi­ schen der Gemeinde Sils sowie dem Schweizer Heimatschutz, Pro Natura und Pro Helvetia geschlossen: keine Parkplätze, keine Skilifte, keine Sesselbahnen, keine Freileitungen, keine neuen Ferienhäuser. Dafür duftende Blumenwiesen, malerische Dorfbilder und sprudeln­ de Bergbäche. Ein Erholungsraum für Körper und Seele – und dank offenen Wiesen und Weiden, schattigen Waldpartien und einem 30

abwechslungsreichen Wegnetz ein einzigartiges Wanderparadies. Wer dem Weg durch die enge und stellenweise steile Fexer-Schlucht folgt, ist schon bald in Fex Platta, dem verträumten, von prachtvollen Wiesen umgebenen Dorf im breiten Talgrund. Nun steigt der Weg leicht an: Von weitem sieht man schon die kleine, mit Fresken, die auf das Jahr 1511 zurückgehen, geschmückte Kapelle von Fex Crasta. Noch 3 Kilometer und schon taucht Fex Curtins auf. Es ist der letzte Weiler im Tal, und ist wohl schon seit mehr als 700 Jahren bewohnt.


SCHMUGGLERWEG Das Fextal erstreckt sich bis zu dem Gebirgspass Fuorcla dal Chapütschin, der die Schweiz von Italien trennt. Früher war diese Strecke ein berühmter Schmugglerweg. Während der Weltkriege wurden hier Kaffee, Salz und Zement nach Italien, und Reis, But­ ter, Kastanien und Gummi in die Schweiz geschmuggelt. Dabei konn­ten die Schmuggler auf die Hilfe der Älpler zählen, die mit Leintüchern signalisierten, dass kein Zöllner in der Nähe war.

Bild: © Kutschenbetrieb Coretti

ÄLPLERLEBEN ERLEBEN Lust auf einen Besuch in einer Alp? Im Sommer verwöhnen Sie Gastgeber auf der Alp da Segl, rund 20 Gehminuten vom Hotel Fex aus, ebenso wie auf der Alp Muot Selvas, zuhinterst im Val Fex, rund 40 Gehminuten vom Hotel Fex entfernt. Weitere Informationen: www.sils.ch/valfex

Bild: © Sils Tourismus/Fotograf: Gian Andri Giovanoli

Bild: © Sils Tourismus/Fotograf: Gian Andri Giovanoli

KUTSCHENFAHRTEN INS VAL FEX Es riecht wohlig nach Pferd, gemütlich klappern die Hufe, und die Fahrt geht immer weiter hinein ins wunderbar wilde Seitental: Eine Kutschenfahrt ins Val Fex gehört zu den romantischsten Erlebnissen im Engadin. Auf dem Dorfplatz in Sils stehen Zweispänner bereit, die nach Platta, Crasta oder bis ganz hinauf zum Hotel Fex fahren. Und natürlich auch wieder zurück – wobei sich die prächtige Landschaft durchaus auch als Kulisse für eine Wanderung eignet. Am Ziel der idyllischen Reise durch die Bergwelt des Fextals verführen übrigens gleich vier Restaurants mit lokalen Köstlichkeiten.

Kutschenfahrten CORETTI

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Bilder zVg von www.plattas-da-fex.ch / Stiftung Cheva Plattas da Fex

Beautiful and Remote: Hotel-Restaurant Fex Step by step immerse yourself in the magnificent countryside and the clear crisp mountain air. Choose to walk or let the horses carry you: here nature has been protected for more than 50 years and the Fex Valley has retained the charm of an earlier era. Remote and hidden away from the larger resorts, the Fex Restaurant‘s carefully prepared menu of organic and regional foods meets the highest standards. Whether you choose a full meal or a light one, we always try to surpass your expectations. We are looking forward to welcoming you.

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Fexerplatten

Bilder zVg von www.plattas-da-fex.ch / Stiftung Cheva Plattas da Fex

Früher lag die Bedeutung des Fextals vor allem bei den Weiden, welche vorwiegend von Schafen genutzt wurden. Daher der Name «Fex», welcher von feta (Schafe) stammt. Das Tal hatte aber schon sehr früh noch eine andere, wichtige Bedeutung: Es war bekannt für seine einzigartigen Steinplatten, die Fexerplatten, die nur dort vorkommen.

Abbautätigkeiten im Gebiet «gianda da las plattas» in der Nähe der Silser Alp im Fextal lassen sich anhand von Dokumenten zum 17. April 1864 zurückdatieren. Vermutlich wurden dort aber schon viel früher Steinplatten gewonnen. Der Vorteil der Fexerplatten bestand darin, dass sie sehr dünn (bis ca. 15 mm) gespalten werden konnten. Dank der Gewichtseinsparung waren sie das ideale Mittel, um Dächer einzudecken. Der Stein, ein Gneis (mineralhaltiger Glimmerschiefer), lässt sich nur im Winter in gefrorenem Zustand spalten. So hatten einige Männer aus dem nahen Val Malenco und Sils im Winter ein bescheidenes, aber willkommenes Einkommen. Neben dem vorwiegenden Gebrauch als Dacheindeckung wurden die Fexerplatten auch für Ofenverkleidungen und Tischplatten ver­ wendet. Da sich die Steinplatten, einmal gespalten, gut bearbeiten liessen, fanden sie auch Verwendung als Fensterbänke und vieles mehr. Nach Jahren auf den Dächern und durch Einfluss der Witterung oxydierten die Mineralien im Stein und die Platten

nahmen ihre berühmte Färbung an. Dadurch sind sie sehr begehrt und finden vor allem als Böden in Wohnungen etc. Verwendung. ALTES KULTURGUT IN NEUEM GEWAND Nachdem im Jahr 1965 der Steinbruch «la ganda» aufgegeben wurde, ist es dort sehr ruhig geworden. Fast wäre die jahrhunderte­alte Gewinnung der Fexerplatten für immer vergessen worden. Doch nun erwacht das ehemalige Kulturgut aus dem Dornröschenschlaf. Ganz hinten im Fextal entsteht ein neues kleines Museum. Im Sommer 2018 finden die ersten Führungen im alten Steinbruch statt. Die Besucher können zu Fuss oder mit dem Pferdeomnibus von Sils Maria aus zum Steinbruch gelangen. Vor der Führung wird der Dokumentarfilm «Der November kommt bestimmt» auf der Alp da Segl nebenan gezeigt. Dieser zeigt, wie die Männer aus dem nahen Val Malenco in Italien dort oben gearbeitet und gewohnt haben. Weitere Informationen: www.plattas-da-fex.ch

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Im Portrait:

Christian Klucker Christian Klucker aus Fex (1857–1929) galt als einer der besten Bergsteiger seiner Zeit. Er war belesen, gut vernetzt, selbstbewusst. Als Führer von Anton von Rydzewski gelangen ihm Aufsehen erregende Erstbesteigungen im Engadin und Bergell. Als Edward Whymper, der berühmte Bezwinger des Matterhorns, für eine Expedition in Nordamerika die erfahrensten Männer zum Team formte, gehörte der Fexer mit dazu. Im Wissen um ein reiches Leben brachte Christian Klucker seine Erlebnisse am Berg und darüber hinaus zu Papier.

Von Cordula Seger und Bettina Plattner-Gerber

Ein Bergführer als Autor: Dass dies keineswegs selbstverständlich war, macht postum das von Ernst Jenny verfasste Vorwort zur Erstausgabe der Kluckerschen Erinnerungen von 1930 deutlich: «Bisher sprachen zumeist nur die Herren von den Taten im Gebirge. In diesem Buche spricht nun einmal ein großer Führer freimütig und ohne Furcht, bescheiden und kritisch von seinen Tagen und der Stellung zu seinen Herren.»

und Zuneigung fand, zeigt die enge und wichtige Freundschaft mit Wilhelm Theodor Curtius, Chemieprofessor aus Heidelberg. Curtius, der im Sommer 1883, als er in Sils Maria in den Ferien weilte, Klucker erstmals engagierte, liess sich später sogar ein Haus im Fextal bauen.

Kluckers Texte sind stilsicher und pointiert. Sinn für Effekt beweist er etwa bei der Schilderung, wie er 1901 nach Genf reiste, um sich dort – von Edward Whymper, dem Erstbesteiger des Matterhorns, für eine Expedition in die Rocky Mountains gerufen – mit drei Kollegen zu treffen. Prompt wurden die Bergführer von neugierigen Zeitungsreportern belagert, die alle Welt wissen liessen, dass «die vier berühmten Bergführer des weltberühmten Bergsteigers Whymper in der Stadt» weilten. Doch hinderte der Ruhm Klucker nicht daran, zwischen 1880 und 1918 gemeinsam mit seiner Nichte die kleine Poststelle in Fex zu betreiben, sich als Kassier während zwanzig Jahren für die lokale Schulpflege einzusetzen und einige Jahre als Gemeindepräsident von Sils zu amten.

Dass Kluckers stolze Art aber auch provozierte, davon zeugt die eigenwillige Schicksalsgemeinschaft zwischen dem Bergführer und dem in Warschau geborenen russischstämmigen Finanz­ beamten Anton von Rydzewski (1836–1913). Gemeinsam bestiegen sie zwi­schen 1891 und 1900 die Bergeller Berge. Auch wenn sie sich persönlich alles andere als gut vertrugen, waren sie aufeinander angewiesen. Bei Klucker klingt dies wie folgt: «Ich ging also mit dem Russen, um mir das Neue in dortiger Gegend nicht wegschnappen zu lassen.» Rydzewski lässt wissen: «Ich bin lieber in einem Dorfe der Erste, als in einer grossen Stadt der Letzte.» Diese knappen Äusserungen offenbaren das ganze Gewicht, das Erstbesteigungen eignet: Mit ihnen sicherte man sich einen Ruhmesplatz und schrieb sich ins kollektive Gedächtnis ein. Dafür nahm man manches in Kauf, das wussten Führer und Herr.

Wer Kluckers Erinnerungen eines Bergführers liest, dem fällt der Stolz eines Mannes auf, der nichts, aber auch gar nichts von «Servilität und Salonetikette» hält und seine Auftraggeber schlicht als «Bergfreunde» begreift. Dass er mit dieser Haltung Respekt

Einmal aber wurde Klucker und Rydzewski ein Bergeller Gipfel weggeschnappt, und zwar vom Pontresiner Bergführer Martin Schocher. Von Norden her bestieg dieser am 29. Juni 1897 gemeinsam mit dem Prinzen Borghese aus Rom den Cengalo.

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Der betagte Christian Klucker in seiner Stube im Fextal.

«Ich ging also mit dem Russen, um mir das Neue in dortiger Gegend nicht wegschnappen zu lassen.» Das liess sich Rydzewski nicht gefallen, sann auf Rache und sollte sich auf Pontresiner Hoheitsgebiet revanchieren. Und so wagte er sich unter Kluckers Führung an die Überschreitung der Porta Roseg. Ein etwas übermütiges Unterfangen, wie Klucker selbst berichtet: «Ich machte mir Vorwürfe, daß ich mit derartigen Gefährten [gemeint sind Anton von Rydzewski und der Südtiroler Führer Mansueto Barbaria] überhaupt ein solches Unternehmen übernommen hatte. Mit einem kleinmütigen und energielosen, auf Eis und Firn schwachen Kollegen und mit einem nervösen, kurzsichtigen sechzigjährigen Touristen, welcher in schwieriger Lage nur die Rolle eines Mehlsackes spielen konnte, eine solche Aufgabe zu übernehmen, ging weit über meinen Grundsatz, nur dasjenige zu wagen, was man verantworten könne. – Aber der herrliche Tag, die grandiose Umgebung und ganz besonders das Ehrgefühl und Selbstvertrauen verscheuchten meine Bedenken vollends. Noch selten war ich so gut dran und noch nie war bei meinen Unternehmungen in den Bergen mein Selbstvertrauen so felsenfest, als wie an jenem Tag und in jener Stunde. Unwillkürlich kamen mir die Worte Paul Güssfeldts in seinem Aufsatz Fuorcla da Roseg in den Sinn, welche lauten: ‹Dem empfindenden und denkenden Menschen, der sich für Unternehmungen hergibt, bei denen Todesgefahr so nahe gerückt wird, darf die sittliche und ideale Grundlage für sein Tun nie fehlen.›» Das heikle «Unternehmen» gelingt und zwar von Süden nach Norden: «Vierzig Minuten nach 2 Uhr standen wir alle drei wohlbehalten unterhalb des Schrundes auf dem Tschiervafirn. Nach einer gründlichen Magenstärkung, bei welcher Barbaria den Beweis lieferte, dass er das am Morgen auf dem Schneejoch Versäumte nachholen wollte, trollten wir vergnügt am Piz Humor links vorbei bei dem unteren Tschiervagletscher und dem Rosegtale

zu. Da die Tschiervahütte damals noch nicht erbaut war, so zogen wir ohne weitere Halte bis zum Rosegwirtshaus. Ein Wägelchen brachte uns nach Pontresina und dann nach Sils-Maria. Mein edler und lieber Freund Josef Pontz kam mir vor dem Hotel Alpenrose entgegen und liess nach einer herzlichen Begrüssung die Bemerkung fallen: ‹Ich kann Dir genau sagen, was für Dummheiten Du heute gemacht hast! Man hat euch nämlich von der Fuorcla Surlej aus mit dem Fernrohr im Abstieg über die Eiswand beobachtet.› Diese angebliche Dummheit wurde an jenem Abend in der Alpenrose beim lieben Papa Barblan anständig eingeweiht. Das Knallen, das während dieses Aktes hin und wieder hörbar wurde, störte die Nachtruhe meiner Gefährten von der Porta Roseg in keiner Weise. Am nächsten Morgen wurde ich zu Herrn v. Rydzewski zum Rapport beordert. Er zeigte mir eine Postkarte an Martin Schocher in Pontresina, des Inhaltes: ‹Im Jahre 1897 kam ein italienischer Prinz nach Promontogno und bestieg am 29. Juni mit Schocher und Schnitzler den Cengalo von Norden! Und im Jahre 1898 kam ein russischer Edelmann nach dem Engadin und überschritt am 21. Juni mit Klucker und Barbaria den Güssfeldtsattel von Süden nach Norden! Wir sind quitt, Herr Schocher!› – Unterschrift. Beim Lesen konnte ich mich kaum eines Lächelns erwehren, und auch Freund Schocher hat gelacht, als er die Postkarte empfing.»

Textauszug aus «Engadin St. Moritz – Ein Tal schreibt Geschichten» von Cordula Seger und Bettina Plattner-Gerber © AS Verlag & Buchkonzept AG, Zürich 2016. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.as-verlag.ch ISBN 978-3-906055-56-5

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Erleben S

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n Sie den  Silser

Sommer

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Erleben Sie den  

Silser Sommer

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Ob Ruhe und Erholung, Action und Sport oder Inspiration und Kultur: Der Silser Sommer bietet Besuchern mannigfaltige Erlebnisse vor wunderschöner Landschaftskulisse. Welche Aktivität sich wo befindet, sehen Sie auf der vorherigen Panoramakarte. Viel Spass beim Entdecken!

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Shootingstar: Keiner spiegelt sich so schön im Silsersee wie der Piz da la Margna, vor allem am Morgen. Er zählt deshalb zu den beliebtesten Fotosujets. Idealer Fotostandort: Der Parkplatz Sils Baselgia.

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Hochseefahrt: Auf dem Silsersee verkehrt die höchstgelegene Kursschifflinie Europas. Am Steuer: Kapitän Franco Giani. Steigen Sie ein aufs Kursschiff Sils mit Halt in Sils Maria, Chastè, Plaun da Lej, Isola und Maloja.

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Älplerleben: Lust auf einen Alpbesuch? Auf der Alp da Segl und der Alp Muot Selvas zuhinterst im Val Fex heisst es: abschalten und geniessen. Lassen Sie sich verwöhnen.

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Weitblick: Der schönste Silser Balkon, der Hausberg Furtschellas, bietet unvergessliche Aus- und Weitblicke. MiniStreichelzoo und Kinderspielplatz inklusive. Wandertipp: ab der Bergstation Furtschellas dem Wasserweg entlang zu den sechs Lejins – mit erfrischendem Bad in den Seen.

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«Seitensprung»: Das stark verkehrsberuhigte Val Fex zählt zu den schönsten Seitentälern des Engadins. Ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker. Ein besonderes Bijou: die über 500 Jahre alte Bergkirche Fex Crasta.

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Pferdestärken: Geniessen Sie eine Kutschenfahrt ins sommerliche Fextal: entweder mit einer privaten Kutsche oder gemeinsam mit dem Pferdeomnibus. Letzterer verkehrt nach Fahrplan ab Sils Maria und hält in Platta, Crasta und beim Hotel Fex.

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Gaumenfreuden: Appetit auf unsere Via Gastronomica? Ab Bergstation Furtschellas zum Lej Sgrischus, dann zum Piz Chüern und am Ende hinunter ins Val Fex: wandern, schlemmen und die Blumen­pracht geniessen. Seelenfrieden: Spazieren auf der Halbinsel Chastè. Das Lichtspiel auf dem Wasser bestaunen. Beim NietzscheGedenkstein innehalten. Mut für einen Sprung in den kühlen See? Oder wieder einmal eine Wurst grillieren?


Bilder 2/5/10/16/19: © Sils Tourismus / Fotograf: Gian Andri Giovanoli

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Wasserzeichen: Seien Sie Gast an einem von drei Was­ ser­ zeichenkonzerten auf dem Silsersee. Die schwimmende Konzertbühne erreichen Sie nach einem zirka 40-minütigen Spazier­ gang ab Dorfplatz.

Augenschmaus: Von diesem Bänkli will man nicht mehr aufstehen. Der Rundblick ist atemberaubend: das Fextal, der Piz da la Margna, der Silsersee, Sils Baselgia… man kann nicht genug davon bekommen.

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Wandergenuss: Ein besonderer Abschnitt der Via Engiadina: In Grevasalvas gönnen Sie sich einen Schluck Wasser frisch vom Brunnen, bevor Sie nach Blaunca und Maloja weiterwandern. Die Lichtstimmungen auf der Wasserfläche sind einzigartig.

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Einstieg: Wandern Sie durch die romantische Fexerschlucht ins Val Fex. Der Wanderweg startet hinter dem Dorf­ platz von Sils Maria und führt nach Fex Platta.

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Hochgefühle: Mountainbiken für Sportler und Geniesser. Sils ist idealer Ausgangspunkt für kurze Trainingsund Tagestouren. Besonderes Bike-High­light: Tour Sils Maria – Vaüglia – Val Fedoz – Ca d’Starnam – Maloja und zurück.

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Strandatmosphäre: Der Sport-­ platz Beach Club Sils am nörd-­ lichen Silvaplanerseeufer ist Wasser­ sporttreffpunkt und ebenso Sitz der Wind­ surfschule Silvaplana. Zudem: Trampolins, Beachvolleyballfeld, Sandkasten und eine sonnige Terrasse.

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Kulturort: Das Nietzsche-Haus, in dem der Philosoph sieben Sommer verbachte, ist ebenso Gedenkstätte wie Museum, Bibliothek, Künstlerpension und Veranstaltungsort.

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Inspiration: Das SILS MUSEUM – Kulturstiftung Andrea Robbi, diverse Kunstgalerien und die öffentliche Biblioteca Engiadinaisa mit ihrem einzigartigen Lesezimmer sind Orte der Ruhe und Inspiration – nicht nur bei schlechtem Wetter.

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Dorfgeschichten: Tauchen Sie ein ins Dorfleben und erfahren Sie Wissenswertes, Erstaunliches und Unerhörtes über Sils und die Umgebung. Die kurzweiligen Dorfführungen fin­den jeden Montag um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist vor der Kirche San Lurench in Sils Baselgia.

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Klangerlebnis: Die klassischen Open-Air-Sonntagskon­ zerte sind ein besonderes Erlebnis. Jeden Sonntag bis 10. September, jeweils um 16.30 Uhr (ab 27. August um 16 Uhr) auf dem Konzertplatz Fex, beim Eingang zur Fexerschlucht.

Sportzentrum: Die grosszügige und vielseitige Anlage Muot Marias bietet mitten im Dorf Tennisplätze sowie ein Fussball-, Unihockey- und Basketballfeld und ein Restaurant. Grosser Spielplatz für die Kleinen.

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Farbenpracht: Der Herbst im Oberengadin ist spekta­ ku­lär: Goldene Wälder spiegeln sich in den tiefblauen Seen. Die Farbenpracht und die Lichtstimmungen sind einzigartig. Mit etwas Glück finden Sie eine echte Silser Kugel.

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Ferienverlängerung: Bringen Sie ein Stück Sils mit nach Hause. Sicher finden Sie auf Ihrem gemütlichen Einkaufsbummel durch Sils etwas Schönes und Authentisches, das Ihre Ferienerinnerungen lebendig hält.

Weitere Informationen: www.sils.ch/panoramakarte-sommer

Berührt. Die Seele und den Gaumen.

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Engadiner Erlebniswelt 17/18  
Engadiner Erlebniswelt 17/18  

Engadiner Winter- und Sommerwelt 2017/2018

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