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Magazin zwischen Tracht und modernem Lifestyle Nr 1 September 2008


Neu: K채rntner Trainer Anzug 2008


Magazin zwischen Tracht und modernem Lifestyle Nr 1 September 2008


Pleamle Look Fotografiert von Wolfgang Freithof Studios NY bei Laghi di Fusine.


Pleamle-Prototyp 2008 Das Pleamle-Polo-Leibl, erschienen zum Villacher Kirchtag 2008


Pleamle-Magazin Nr 1 9/2008

Inhalt

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Inhalt 9 Editorial 11 Autoren dieser Ausgabe 12 Pleamle-Story 22 Gasthaus Obiditsch 26 Villacher Bier/Villacher Kirchtag 28 Ringen in K채rnten 30 Pleamle-Kollektion 42 K채rntner Wein 46 Kleines Hotel/Vinorell 48 K3 internationales Kurzfilmfest 50 Pyramidenkogel 52 Mode und Lifestyle 54 Pleamle-Baby 56 Pleamle-HochZeit 60 Schlosshotel Velden 62 Pleamle-Preview 64 Pleamle-H채ndlerverzeichnis 66 Impressum


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Editorial

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Die Pleamle-Idee, anno 2004: „Pleamle“ ist eine Gratwanderung zwischen Tracht und modernem Lifestyle. Ein Versuch eine neue Identität zu schaffen, ohne dabei die Herkunft zu verleugnen. Das Wagnis Volkskultur aus dem Alpenraum mit mondänen Kleidungsstücken zu kombinieren. „Wir transformieren den Blumensamt, der sich in der Tracht vom Südeuropäischen Raum Slowenien und Italiens bis nach Bayern zieht und unterziehen ihn einer Metamorphose.“ Die Pleamle-Philosophie, anno 2004: „Wir möchten nicht die Tracht neu erfinden, oder einen Trend kreieren um ihn nach kurzer Zeit kommerziell und wirtschaftlich auszuschlachten. Wir wollen uns auch nicht modernen Modedoktrinen unterwerfen und nun jedes Jahr mehrere Kollektionen auf den Markt bringen, vielmehr geht es uns um den Transport „einer“ Idee: Der Blumensamt hat Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte Zeit gehabt um sich zu entwickeln und sich zu positionieren. Wir haben ihn (den Blumensamt) aus seiner ursprünglichen Umgebung genommen und ihn in einen neuen Kontext gestellt.“ „Mit dem Kleid unserer Kollektion können Sie die goldene Palme in Cannes ebenso entgegennehmen wie die frische Buttermilch auf der Almhütte. Wir wollen, dass Sie unser Polo bei der Gartenarbeit tragen und sich darin ihre Hände abwischen. Erklimmen Sie die höchsten Gipfel im „Pleamle“-Polo oder schließen Sie ihren nächsten Vertrag damit ab. Fahren Sie in den Urlaub damit, und zeigen Sie allen woher Sie kommen. Oder schlafen Sie einfach darin.“ So hat alles begonnen. Die anfänglichen Ideen und Philosophien haben für uns noch immer Gültigkeit. Es gibt so viel zu Erzählen. Mit diesem Magazin möchten wir beginnen, das zu tun. Viel Freude und alles Gute Ihr Pleamle-Magazin-Team


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Autoren dieser Ausgabe

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Autoren dieser Ausgabe: ANDREA SCHUMI, 30 lebt und arbeitet als Raumenergethikerin und Einrichtungsberaterin in Villach. Ihre vielfältigen Interessen führen sie beruflich immer wieder in die unterschiedlichsten Richtungen, so ist sie schließlich auch in unserem Magazin gelandet und berichtet über die Hochzeit des Jahres. CHRISTIAN AMTMANN, 31 arbeitet als Journalist in Wien. Mit Begeisterung bereist er für das B2BMagazin „Internationale Seilbahn-Rundschau“ ferne Länder. Beim Thema Kulinarik fühlt er sich jedoch in Österreich am wohlsten. Wann immer es seine Zeit erlaubt, testet sich der leidenschaftliche Gourmet durch die kulinarischen Hot-Spots der Bundeshauptstadt. ERWIN GARTNER, 32 ist Kärntner Weinbauberater und Lavanttaler Weinbauer, sowie Sprecher des Arbeitskreises „Wein aus Kärnten“, nach einem mehrjährigen Ausflug in die Literaturwissenschaft, ist er 2005 zur Kärntner Weinwissenschaft zurückgekehrt. EVELYN KLEIN, 31 aufgewachsen auf einem Bauernhof in Unterkärnten, verschlug es sie nach dem Studium nach Spittal/Drau. Hauptberuflich Volksschullehrerin forciert sie nebenbei den Aufbau einer eigenen Agentur. Vielseitigkeit und Kreativität ob bei Modenschauen oder Veranstaltungen stehen an der Tagesordnung. MAX GANGLER, 30 studierte Architektur und Stadtplanung in Deutschland und Frankreich, bevor er sich in Wien niederließ, und sein Studium beendete. Sein besonderes Interesse gilt Stadtentwicklungs- und Transformationsprozessen in Entwicklungsländern, aber genauso gern beschäftigt er sich mit Architektur, wobei er eine Vorliebe für das Bauen mit Holz hat. Zurzeit ist er in einem Wiener Architekturbüro tätig. SIMON KAZIANKA, 32 lebt und arbeitet in Villach und Wien. Studium der Kommunikationswissenschaften, Anglistik und Architektur an der Universität in Wien. Publiziert regelmäßig in diversen deutschsprachigen Fachmedien, arbeitet als Redakteur für cycamp Marketing Services und inspiriert die Hauptstadt mit ausgewählten Tagestipps via Ron Orp’s Mail. Pleamle teilt nicht unbedingt die Ansichten der Autoren des Magazins.


Die Pleamle Story Eine kurze Geschichte 端ber ein Polo. von Simon Kazianka


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Die Pleamle-Story

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Die Pleamle-Story 1 2004 - Von ersten Schritten, Schreibweisen und einem „gröberen Griss“

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arf ich mich vorstellen: „Pleamle“ ist mein Name und dank meiner geistreichen Erfinder gibt es mich nun beinahe seit fünf Jahren. Anfänglich gab es sehr viele Überlegungen darüber wie ich einmal aussehen sollte. Das erste Muster warf noch zahlreiche Fragen auf, doch meine Erfinder hielten immer zu mir und einigten sich schließlich darauf, mich mit dem klingenden Namen „Pleamle“ in die Welt zu setzen. „Pleamle“ bedeutet Blume oder Blümchen und ist einfach die phonologische Schreibweise im Kärntnerischen. Zugegeben: in diesem Fall tun sich die Kärntner relativ schwer mit der Aussprache des weichen „B“. Erstes Fotoshooting im Jänner 2005 in der Schleppe Event-Hall in Klagenfurt

Zum Villacher Kirchtag war es dann soweit! Ich durfte zum ersten Mal ins Rampenlicht des Verkaufsstandes. Es gab mich für Weiblein und Männlein, jeweils in einer schwarzen Ausführung. Ich gab mir zwar sehr viel Mühe um den Leuten zu gefallen, doch was dann passierte hat nicht nur mich überrascht: Anscheinend bekamen die Villacher sehr schnell Wind von mir. Der Duft der vielen Blümchen, die mich zieren hat es ihnen wohl verraten. Der Verkaufsstand wurde regelrecht gestürmt, die Menschen standen Schlange und es tat sich ein „gröberes Griss“ um meine Wenigkeit auf.

Am Ende der Kirchtagswoche blieb gar nichts mehr von meinen Geschwistern und mir übrig. Sogar vorbestellen wollten mich die Villacher und wahrscheinlich auch ein paar Rosentaler und Gailtaler. So wurde nicht nur ich, sondern auch Ideen rund um meine zukünftige „Pleamle“-Familie, weitergesponnen.


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Die Pleamle-Story

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Pleamle-Shop Villach , Gerbergasse 3 Eröffnung im April 2005

Die Pleamle-Story 2 2005 - Von Reisen, Schops und einem kleinen Schwesterlein

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m darauf folgenden Jahr drängten meine „Eltern“ auf die ersten Aufnahmen für unser Familienalbum. Foto-Shooting nannten das die Profis. Anstrengend war es schon, aber auch lustig und die Fotos: eine Wucht! Wenig später durfte ich endlich das erste Mal verreisen. Mit jugendlichem Übermut mischte ich gleich die Trachten- und CountryMesse in Salzburg gehörig auf. „So klein und gar nur ein schwarzes Polo?“ - „Ja, genau das bin ich!“ – Hinter vorgehaltener Hand wurde jedenfalls ziemlich viel über mich getuschelt und die Händler waren sichtlich überrascht. Ein Polo aus Kärnten erobert die Welt! - Naja,

ein bisschen übertreiben wird man in Phasen des jugendlichen Leichtsinns wohl noch dürfen. Zurück in Villach bekam ich dann meinen eigenen Shop. Eigentlich das ideale Geschäft, denn auch der Verkaufsladen ist Teil der grundlegenden „Pleamle“Philosophie. Die Gratwanderung zwischen Tracht und modernem Lifestyle war im Shop von Anfang an spürbar und das Wagnis, Volkskultur aus dem Alpenraum mit mondänen Kleidungsstücken zu kombinieren hat sich bezahlt gemacht. Obendrein vermehrte sich die „Pleamle“-Familie und ein kleines Schwesterlein erblickte das Licht der Welt – ganz in weiß!

Die Freude war riesig, denn die ganze Aufmerksamkeit für Einen alleine kann zeitweise schon ein wenig anstrengend sein. Der neue Spross der „Pleamle“-Familie erlebte seine Taufe bei der Fête Blanche und sorgte von Beginn an für große Aufregung. Soviel schwarz auf weiß oder umgekehrt? Die Kleine hatte es jedenfalls faustdick hinter den Ohren und ihr bestimmtes Auftreten führte auch gleich zu einem regelrechten Kirchtagsschock.


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Werbefoto für das erste weiße Pleamle-Polo. Erstpräsentation bei der Fete Blanche in Velden im Juli 2005

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Die Pleamle-Story 3 2006 - Von Babyboom, Frühlingswiesen und Mutter Natur

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m darauf folgenden Frühjahr ging der Babyboom in unserer Familie munter weiter. In den Farben einer blühenden Frühlingswiese sprießten meine neuen Geschwister in rosa, hellblau, hellgelb, grün und blau aus dem fruchtbaren „Pleamle“-Boden. Unsere „Pleamle“-Familie war buchstäblich aufge“p“lüht Ganz im Zeichen von Mutter Natur stand unsere Sippschaft dann zum folgenden Villacher

Kirchtag. Zurück zu den Wurzeln, völlig ungefärbt aber alles andere als farblos präsentierte sich unser neuer männlicher Nachkomme: Das „Pleamle-Natur-Polo“ - ganz einfach, nur im schlichten Naturton der Baumwolle. Und wer könnte als Werbeträger besser dazu passen als der bärtige Opa Hans Maier „Pflück dir dein Pleamle“ war auf dem Kirchtagsplakat zu lesen - und es wurde heftig gepflückt, gebrockt und geklaubt.

Ab diesem Zeitpunkt konnte das „Pleamle“ dann auch in ausgewählten Geschäften in ganz Österreich, Deutschland und Italien gepflückt werden.


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Die Pleamle-Story 4 2007 - Von gewissem Chic, Hadn und fahrbaren Untersätzen

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leganz und einen gewissen Chic brachte im darauf folgenden Frühling meine bildhübsche kleine Schwester in die Familie. Um einen traditionellen Stil in der Trachtenmode zu huldigen statteten sie meine „Eltern“ mit kleinen Puffärmeln aus. Von Beginn an flogen ihr die Blicke der Männer zu, aber auch die Herzen der Damenwelt eroberte sie mit mädchenhaft-verspielter Leichtigkeit. Das Puffärmel-“Pleamle“ war auch gleichzeitig der erste Spross der neuen Prototyp-Kollektion. Hierbei soll die Inspiration des traditionellen Themas in die Kleidungsstücke einfließen.

Gedankenanstoß für den zweiten Prototypen war der Hadn (im Hochdeutschen Buchweizen). Ein uraltes, in Kärnten verwurzeltes Produkt, das mancherorts schon in Vergessenheit geraten ist. Der Versuch über Kleidungsstücke eine neue Identität zu schaffen ohne dabei die Herkunft zu verleugnen ist meinen „Eltern“ mit dem Hadn-Polo eindrucksvoll gelungen. Nun aber genug über Prototypen und wieder zurück zu mir. Die Zeit war jetzt endlich reif für meinen ersten fahrbaren Untersatz. Etwas passenderes als den VW „Pleamle“Polo konnte ich da wohl nicht

auftreiben. Um Österreich ein wenig besser kennen zu lernen begleitete ich in diesem Jahr gleich die Österreich Radrundfahrt. Das brachte etwas blumige Abwechslung in die Strampelei der Rennradler. Als ich dann den Pleamle-Polo beim Villacher Kirchtag vorschriftsmäßig einparkte, jauchzten plötzlich die Medien vor Entzückung und berichteten, dass am Kirchtag nun sogar die Autos in Tracht antanzen. Dass die Medien auch immer so laut jauchzen müssen!


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Die Pleamle-Story 5 2008 - Von sportlichen Leibln, großen Sandkisten und neuen Verwandten

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euer bekam die „Pleamle“Familie schon wieder Zuwachs. Das „PleamlePolo-Leibl“, eine moderne Ableitung der Kärntner Weste war unser neuester Liebling. Getragen wird das „Leibl“ über einem „Pleamle“Shirt mit roten Ziernähten. Diese Kombination stellt dann eine sportliche, lockere Variante der eigentlichen Hemd-WesteKombination dar. Ach ja, die 12 Knöpfe, die für die 12 Kärntner Täler stehen sind auch noch drauf. Bei soviel sportlicher Lockerheit und Eleganz fügte sich das Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt gerade richtig in meinen Terminkalender ein. Ideales summerfeeling versprühte dabei meine neue Pleamle-Vespa. Mit dem Wind in den Haaren und den Blumen auf

der Haut ging es ab in die große Klagenfurter Sandkiste. Abgegangen ist es dann dort im wahrsten Sinn des Wortes. Überaus sportlich entwickelte sich auch der Rest dieses Sommers: Bei der Ackern-Modeschau traf ich erstmals meine sportlichen Tanten und Onkels vulgo „Kärntner Trainer Anzug“ sowie Cousine „Badeanzug“ und Cousin „Badehose“. Ich habe sie gleich eingeladen, mich mit der gesamten „Pleamle“-Familie bei unserer Reise im Oktober nach New York zu begleiten. Sie haben alle sofort zugesagt!

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Foto: Wolfgang Freithof Studios NY


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Gasthaus Obiditsch

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Gasthaus mit Nostalgiecharakter Das Gasthaus Obiditsch in der Villacher Gerbergasse von Christian Amtmann

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eehre mich, Euer Wohlgeboren, zu dem am Donnerstag, den 4. und Freitag, den 5. Februar ab 7 Uhr abends in der Gastwirtschaft Obiditisch, Gerbergasse 16 stattfindenden Bauernschmaus höflichst einzuladen. Für vorzügliche Getränke und aufmerksame Bedienung ist bestens gesorgt. Um Ihren geschätzten Besuch ersucht höflichst die Gastgeberin: Antonie Obiditsch.

Diese aus den 20er Jahren stammende Einladung zum Bauernschmaus im Gasthaus Obiditsch spiegelt die geschichtsträchtige Vergangenheit eines der ältesten noch bestehenden Gasthäuser von Villach wider. So kann es leicht passieren, dass man sich beim Betreten des Gasthauses sehr schnell in vergangene Zeiten zurückversetzt fühlt. Denn beim „Obiditsch“ hat sich seit über 100 Jahren kaum etwas verändert. Schwere Tische, massive, knarrende Holzstühle, überall dunkles Holz, eine einfache Theke und natürlich dieser unverkennbare Wirtshausgeruch, den das Holz über Jahrzehnte aufgesaugt hat, machen diesen Ort zu etwas Besonderem. Ein Rückblick Obwohl die Entstehungsgeschichte des Gasthauses sehr weit zurückreicht, soll ein kurzer Rückblick auf die Gründung nicht unversucht bleiben. Interessanterweise hat diese nicht, wie man vermuten würde, am jetzigen Standort des Gasthauses ihren Ursprung, sondern in der Gerbergasse 6. So wurde nach dem Ableben einer gewissen Katharina Odrei die

frei gewordene Kaffeeschankkonzession vom Gerwerbeausschuss im April 1901 an Katharina Obiditsch übergeben. Noch in diesem Jahr kam die Genehmigung für den zusätzlichen Ausschank von Rum dazu. Im Jahre 1910 verlegt Katharina Obiditsch ihren Kaffee- und Teeausschank von der Gerbergasse 6 in ihr neu errichtetes Haus in der Gerbergasse 16 und damit an jene Adresse, die heute noch ihre Gültigkeit besitzt. 1915 wird Antonia Obiditsch zur Kaffeehaus-Konzession auch die Wirtskonzession übertragen. Ruhestörung hat es scheinbar auch schon damals gegeben. So findet sich in alten Unterlagen folgender Vermerk: „Am 5.4.1914 stört ein Ziehharmonikaspieler vor dem Kaffeeschank die nächtliche Ruhe.“ Ab 1964 führen Hermann und Antonia Obiditsch das Gasthaus, um es schließlich 1983 an Hermann und Margot Obiditsch zu übergeben, die bis heute mit viel Liebe die Gastwirtschaft betreiben. Kirchtog is! Verspürt man um 6 Uhr in der Früh aus der Küche des Gasthauses Obiditsch frischen Schweinsbratenduft, weiß man, es ist Kirchtagszeit. Zeitig am Morgen werden in der urigen Küche des Gasthauses verschiedene Köstlichkeiten vorbereitet. Die berühmte Villacher Kirchtagssuppe brodelt in schweren Töpfen über dem Feuer. Mit großen Kochlöffeln werden verschiedene geheime Zutaten in die Suppe eingerührt und immer wieder wird die deftige Köstlichkeit vom Wirt persönlich verkostet. Aus dem Backrohr duftet frischer Reind-

ling, der nach alter Kärntner Tradition zur Kirchtagssuppe gegessen wird. Mühsam ist es, die drei verschiedenen Sorten Fleisch, die für die Herstellung der Basissuppe gebraucht werden, nach dem Kochen in kleine mundgerechte Stückchen zu schneiden. Diese werden vor dem Servieren je nach Wunsch der Kirchtagssuppe beigemengt. Beim Obiditsch kann man die Suppe auch mit Nudeln essen. Wenn wir schon beim Thema Kulinarik sind, sollten hier noch zwei Köstlichkeiten vom Obiditsch erwähnt werden. Zum einen das ausgezeichnete, von der Chefin hauchdünn geklopfte Wiener Schnitzel und zum anderen die handgemachten Kärntner Kas- und Erdäpfelnudeln. Unterhaltungskultur beim Obiditsch Je nachdem, um welche Uhrzeit und zu welcher Jahreszeit man das Gasthaus Obiditsch besucht, variieren die Gesprächsinhalte. Die Themen können banal, aber auch hochwissenschaftlich und anspruchsvoll sein. Hier wird diskutiert, „Schmäh geführt“ und zu später Stunde mitunter philosophiert. Gehört dem Sommer immer mehr das Thema Kunst, gewinnt mit sinkenden Temperaturen das Thema Eishockey an Boden. Vor den Spielen trifft man sich hier noch schnell auf ein Beruhigungsbier und bespricht taktische Spielzüge. Am Tag nach dem Spiel wird beim Obiditsch jeder einzelne Spieler, der Trainer und der Schiedsrichter penibel analysiert. Wie bereits erwähnt, spielte das Thema Kunst beim Obiditsch schon immer


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Gasthaus Obiditsch

eine bedeutende Rolle. So mancher Kreative gönnte sich hier eine Pause, um danach seine künstlerische Arbeit fortzusetzen. Während der Aktion „Gemma Kunst schaun“ war der Obiditsch als Schauraum für Kunstwerke sehr beliebt. Es muss wohl die ungewöhnliche Kombination von Traditionsgasthaus und hoher Kunst sein, die Einen gefangen nimmt. Die einfachen Räumlichkeiten, gepaart mit den besonderen Ausstellungsstücken, lassen den Besucher in eine andere Zeit eintauchen, in der er frei von der heutigen Schnelllebigkeit und ohne Störung die Kunstwerke auf sich wirken lassen kann. Letztendlich muss hier noch gesagt werden, dass beim Obiditsch natürlich auch politisiert wird. Und so soll an dieser Stelle noch folgende Weisheit verkündet werden: „Ein guter Politiker muss viele Wirte als Freunde haben, denn ein Wirt weiß, was das Volk denkt.“ Am 31.12. 2009 wird der Rollladen vom Obiditsch das letzte Mal nach oben gezogen und danach für immer geschlossen – der wohlverdiente Ruhestand ruft! Jede Tradition hat einmal ihr Ende.


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K端che im Gasthaus Obiditsch um 1913

aus Obiditschs K端che

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aus Obiditschs Küche

KASNUDEL Teig: 500g Mehl 1 Tl Salz 1 Ei 1/8l Wasser (lauwarm) Topfen-Erdäpfel Fülle: 500g mehlige Erdäpfel 500g Bröseltopfen 50g Porree je 1 Tl Nudelminze, Kerbelkraut, Petersilie und Schnittlauch Salz Mehl, Salz, Ei und Flüssigkeit in einer Schüssel gut vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig ca. 1/2 Stunde zugedeckt rasten lassen. Die Erdäpfel kochen, heiß schälen und pressen. Den Topfen hineinbröseln. Porree fein schneiden, Kräuter fein hacken. Alles zusammen gut durchkneten. Aus dem Teig kleine Kugeln formen und zu dünnen, handgroßen Formen auswalken. Eine kleine Topfen-Erdäpfel Kugel darauf setzen und in der Hand mit dem Teig umschließen Die Ränder der entstandenen Kasnudel „krendeln“. In Salzwasser kochen und mit heißer Butter übergießen. Dazu schmeckt Krautsalat oder grüner Salat.

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150 Jahre Kärntner Brautradition Vieles verbindet die „Traditionsmarken“ Villacher Bier und Villacher Kirchtag Villacher Bier

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illacher Bier gehört zum Kirchtag, wie die Schaumkrone zum Krügerl, eine erfolgreiche Verbindung zwischen gelebtem Brauchtum und höchster Braukunst. Beide fühlen sich ihrer jeweiligen Tradition verhaftet und doch haben sie sehr erfolgreich den Anschluss an die Moderne geschafft. Sie stehen für Villacher Lebensfreude, Weltoffenheit und Qualitätsstreben. Seit Jahrzehnten zählt der Villacher Kirchtag zu den Höhepunkten der Villacher Brauerei. Auch in ihrem 150. Jubiläumsjahr ist die Villacher Brauerei Partner von Österreichs größter Brauchtumsveranstaltung. Das Motto lautet: „Kärntens Lieblingsbier für Kärntens Lieblingsfest!“ Seit 1858 vermittelt Villacher Bier Kärntner Brautradition mit Erfolg. Mehrheitlich in Privatbesitz entwickelte sich die Villacher Brauerei mit ihren 300 Mitarbeitern zu Kärntens Traditionsbrauerei. Anlässlich des 150. Jubiläums hat die Villacher Brauerei eine Jubiläumsfestschrift in Buchform herausgegeben. Darin erfährt der Leser alles über die Geschichte der Brauerei, Braumeister Linder gibt Einblicke in den Brauvorgang und die Charakteristika von Kärntens Lieblingsbier und erzählt mehr über das aktuelle Kärntner

Braugerste-Projekt. Auch rund ums Bier enthält das Buch interessante Anekdoten, eine kulinarische Kulturreise durch Kärnten präsentiert von Arnulf Prasch, Rezepte rund ums Bier und vieles mehr. Biergenuss aus Kärnten für jeden Geschmack. Die edelgehopften Villacher Bierspezialitäten sind das Resultat gelebter Tradition und gepflegter Braukunst. Kristallklares Wasser, hochwertige Braugerste und erlesener Hopfen sorgen für die Einzigartigkeit der Kärntner Bierspezialitäten. Ein Schluck Kärntner Lebensfreude drin, und das schmeckt man! Kärntens Beliebtestes ist das Villacher Märzenbier mit seinem leicht hopfenbitteren Geschmack und seinen deutlichen Malztönen. Neben Kärntens beliebtester Biersorte dem Villacher Märzen erfreut sich insbesondere das unfiltrierte, naturtrübe Villacher Zwickl besonderer Beliebtheit beim Kirchtag. Mehr als ein Bier Konsequente Markenpflege und höchste Qualitätsstandards machen das Villacher aber nicht nur im Kernmarkt, sondern auch im Export nach Italien und immer stärker auch im Wiener Raum zu einer attraktiven Marke und einem beliebten Genussmittel.

Absolutes Highlight neben zahlreichen Festen und sportlichen Veranstaltungen powered by „Villacher Bier“ ist jedes Jahr der Villacher Kirchtag mit seinen 300.000 Besuchern - Österreichs größtes Brauchtumsfest mit uriger Volksmusik, traditionellem Volkstanz und „Tradition, die schmeckt“: typisch Kärntner „Kirchtagskuchl“ und dazu passend Villacher Kirchtagszwickl frisch gezapft vom Fass. Für ihr Engagement in Kunst und Kultur - Stichwort „KUNSTHAUSSUDHAUS„ - wurde der Villacher Brauerei der Kunstsponsoringpreis „MAECENAS 2007“ verliehen. Mit dem 2005 eröffneten KUNSTHAUSSUDHAUS wurden der Öffentlichkeit rd. 2.000 m² Veranstaltungsfläche auf 7 Etagen inklusive MUSIKKELLER IM SUD für Vernissagen, Ausstellungen, und exklusive Veranstaltungen oder Präsentationen zur Verfügung gestellt. Insbesondere der Bereich unter den Sudkesseln und das alte Gewölbe der Brauerei sorgen für ein einzigartiges Ambiente. Seit Jahrzehnten übernimmt die Kärntner Traditionsbrauerei gesellschaftliche Verantwortung. Villacher Bier vermittelt eben ein Gefühl von Genuss,Geselligkeit und Lebensfreude - weit über die Landesgrenzen hinweg!


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Ringen in Kärnten

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„Zåmmgreifen - Los“ Die starken Männer der Nockberge von Simon Kazianka

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enn dann das Kommando „Zåmmgreifen - Los“ durch die Nockberge tönt, entscheidet nur noch Technik, Kraft und Schnelligkeit über den Sieg. Jährlich ermitteln die stärksten und geschicktesten Männer der Nockberge den besten Ringer des Landes. Ein skurriles Gaudium für die Zuseher? Keineswegs, denn neben beeindruckenden sportlichen Leistungen wird beim Ringen in den Nockbergen auch auf das Brauchtum nicht vergessen. Jährlich um die Pfingstfeiertage überkommt die ansonsten so beschaulichen Dörfer in den Nockbergen eine spürbare Unruhe. Ab diesem Zeitpunkt treten nämlich junge Männer aus den verschiedensten Gemeinden des Nockgebietes in einen traditionsreichen Wettstreit. Über den Sommer hinweg wird an ausgewählten Sonntagen der beste Ringer des Landes ausfindig gemacht. Neben Ruhm und Ehre geht es nebenbei auch um tolle Sachpreise.

Höhepunkt der diesjährigen Saison waren die Kärntner Landesmeisterschaften in der Ringer-Hochburg Fresach am 24. August. Der Sieger dieses Wettbewerbs durfte sich die begehrte Landesmeisterschleife umhängen lassen. Zwei Wochen später folgte beim Abschlussringen am Wachsenberg noch die Krönung des Gewinners der Jahresgesamtwertung. Um dem ersten Auftreten des Ringkampfes in den Nockbergen näher auf den Grund zu gehen, müssen wir das Rad der Zeit aber doch einige Jahrhunderte zurückdrehen. Der Ursprung des Ringens in Kärnten geht wahrscheinlich auf die Keltenzeit zurück. Somit zählt das Ringen zu den ältesten Sportarten in unseren Breiten. Erste Schriftstücke belegen, dass in den Nockbergen schon in Zeiten des Mittelalters heftig gerangelt wurde. Das männliche Kräftemessen um Ruhm, Ansehen und materielle Besserstellung diente in der damaligen Zeit zur Feststellung der Rangordnung unter den Dorfbewohnern. Damit die Akteure dabei nicht ernsthaft verletzt oder gar getötet wurden,

gilt seit jeher die Einhaltung der strengen Regeln als oberste Maxime in diesem beinharten Kampf von Mann gegen Mann. Besonders stolz wähnen sich die Ringer der Nockberge, dass der noch erhaltene uralte Brauch seine ursprüngliche Form bis in die Gegenwart beibehalten hat. Als die Mädels noch ausgerungen wurden Grundlegend verändert hat sich beim Kärntnerischen Ringen eigentlich nur die Rolle der Frau. Die Damen der Schöpfung dürfen bis zum heutigen Tage das Spektakel nur als Zuseherinnen mitverfolgen - was allerdings die wenigsten drastisch stört. Ihre ursprüngliche Rolle als großer Hauptpreis sind die Frauen indessen schon länger losgeworden - was auch den wenigsten ausgesprochen missfällt. Überliefert ist jedenfalls, dass in früheren Zeiten die heiratsfähigen Mädchen ausgerungen wurden. Ob der stärkste Mann in der Gunst der Frauen da ganz oben gestanden hat, ist - wie resultierende Ehe-Dramen in den jahrhundertealten mündlichen Überlieferungen nicht herauszuhören oder anscheinend ganz verloren gegangen.


Juni

Heutzutage wird also nicht mehr um die schönen Mädchen gerungen, obgleich sich das einige gestandene Mannsbilder natürlich noch immer wünschen würden. Zu Gewinnen gibt es vom jeweiligen Veranstalter ausgeschriebene Sachpreise. Da sich die Jünglinge in der Nockregion nicht mehr im Ringkampf beweisen müssen um unter die Haube zu kommen, wird in den Ringervereinen hoher Wert auf die Jugendarbeit gelegt. Es gilt schließlich den Brauch weiterzuführen. Neben der allgemeinen Klasse, in der die besten Ringer des Landes gekürt werden, ermitteln auch drei unterschiedliche Jugendklassen ihren Kärntner Meister im Ringen. Überdies spielte das Ringen auch in der Namengebung der südlichen Nockberge eine Rolle. Die Bezeichnung Gerlitzen ist vom altslawischen Gorelice (goreti=brennen) abgeleitet und weist auf eine Brandstätte hin. Aufzeichnungen zufolge wurden am Abend vor den Ringkämpfen weithin sichtbare Feuer entfacht, um so die umliegenden Täler von der Veranstaltung in Kenntnis zu setzen. So oder ähnlich funktionierten also Einladungen in der Zeit vor dem E-Mail-, Telefon- oder Briefverkehr. Globale Sportart und lokales Brauchtum Der Ringkampf als Sportart hat auch bei vielen anderen Völkern dieser Welt große Tradition. Unter dem Namen „Pale“ gehörte das Ringen schon bei den Olympischen Spielen der Antike zu den Disziplinen des Fünfkampfes. Fest im Olympia -

Juli

Programm verankert ist der Ringkampf auch seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahre 1896. Im Vergleich zu den olympischen Ringkampfbewerben im griechischrömischen Stil und Freistil bestehen die Ringer der Nockberge aber auf ihre eigenen mündlich überlieferten Regeln. Darin werden nicht nur rein sportliche Reglements, sondern auch das uralte Brauchtum in den Mittelpunkt gestellt. Eine Triebfeder, welche die Ringer veranlasste sich zur Brauchtumsgruppe „Ringer des Nockgebietes“ in der Gemeinschaft des Kärntner Bildungswerks zusammen zu schließen. Alleine das Kampfgewand beweist, dass beim Ringen in den Nockbergen großes Augenmerk auf die Brauchtumspflege gelegt wird. Die traditionelle Ringer-Tracht besteht aus einer festen Lodenjacke und einer Kniebundhose. Die Protagonisten der Ringer-Hochburg Fresach kleiden sich beispielsweise konventionell in Weiß, während die Kontrahenten aus Arriach traditionell in Grün antreten. „Zåmmgreifen - Los“ - Das Spektakel kann beginnen Bevor das Kommando „Zåmmgreifen - Los“ durch die Nockberge hallt, werden die ersten Paarungen durch Losentscheid bestimmt. Folgend packen sich auch schon die Kontrahenten gegenseitig an Kragen und Rockzipf - alle anderen Stellen sind passé - und das Kräftemessen kann beginnen. Mit den Beinen ist jeder Angriff und Trick erlaubt und nach zwei Minuten oder

GH Urscherwirt

Himmelberg

St.Lorenzen Ebene Reichenau

Wöllanernock - Arriach Geiger Hütte

Fresach Amberg GH Walder

Deutsch Griffen

Hochrindl

Eröffnungringen in Arriach

Ringerkalender

Wachsenberg

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Ringen in Kärnten Landesmeisterschaften

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August

maximal zwei Würfen ist der Kampf beendet. Der Gegner gilt als besiegt wenn er mit einem Körperteil vom Knie aufwärts den Boden berührt. Ein Ringkampf dauert vier Runden und der Ort des Geschehens ist ein eigens errichteter Ringerplatz. Die Arena hat einen Durchmesser von zirka zehn Metern und ist begrenzt von mannshohen Pfählen die mit einem starken Seil den Kampfplatz vom Zuseherbereich trennen. Nach Beendigung des Rundenringens werden bei jedem Ringer die Schlechtpunkte von den Pluspunkten abgezogen und somit die Reihenfolge für das Ausringen der Preise ermittelt. Im Ringerjargon nennt sich das „Rittern“. Jene mit den wenigsten Würfen treten zuerst gegeneinander an und der jeweilige Sieger steigt immer in die nächste Runde auf. Dieses System ermöglicht auch den schlecht platzierten Ringern des Rundenringens sich bis zum Sieg durchzurittern. Dass der große Gewinner bei einer durchschnittlichen Teilnehmerzahl von 20 Ringern oft erst nach Stunden überbleibt und die Ringergruppen ihren Gewinner anschließend heftig feiern, muss nicht angeführt werden.

Kontakt Ringergruppe Fresach Hans Walder Dorfstraße 80 9712 Fresach e hans.walder@aon.at


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Pleamle-Kollektion

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Pleamle-Kollektion

K채rnten hat 1.270 Seen

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Pleamle Fotoshooting WĂśrthersee AuszĂźge aus der aktuellen Kollektion. Fotografiert von Henry Welisch und Gerhard Kampitsch.


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Summer Feeling PUR


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Tasche: Zinnober Schuhe: havajanas


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Tasche: Zinnober


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Halskette: Zinnober


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Pleamle-Polo 2007 powered by Porsche Villach, fotografiert in der Fasshalle der Villacher Brauerei von Henry Welisch und Gerhard Kampitsch


Porsche Villach 9500 Villach, Ossiacherzeile 50 Telefon: 04242 / 25151, www.porschevillach.at


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Kärntner Wein

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Wahrheiten über den Kärntner Wein Um den Kärntner Weinbau ranken sich viele Legenden von Erwin Gartner

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n vino veritas – Im Wein ist Wahrheit“ lautet eine bekannte lateinische Redewendung. Wieviel Wahrheit allerdings wirklich in den unzähligen Geschichten steckt, die den Kärntner Wein umranken, lässt sich nur durch historische Untersuchungen ermessen. Was die meisten nicht wissen: Der Kärntner Wein ist stark im Kommen und die Wiederbelebung des Kärntner Kulturgutes Wein schreitet stetig voran. Um eine weitere lateinische Redewendung zu strapazieren, gehen wir in medias res zu den Kärntner Rebwurzeln, und räumen mit einigen Vorurteilen endgültig auf.

Klima-Legende Der Kärntner Weinbau hat zwar keine große, dafür aber eine lange und gut beurkundete Geschichte. Dass Weingärten schon vor über 1000 Jahren schriftliche Erwähnung fanden, ist in Kärnten nahezu in Vergessenheit geraten. Dabei zeugen etliche regionale Vulgo- und Flurnamen mit eindeutigem Bezug zum Weinbau von einer ehemals breiten Streuung des Weinbaus in Kärnten. Thomas Zeloth vom Landesarchiv kam nach einer systematischen Auswertung von Urkunden zu dem Schluss, dass sich die Entwicklung in mehreren Schüben abspielte.

Um 950, 1050, 1450 kam es jeweils zu einer Ausweitung des Weinbaus, wobei diese nicht unbedingt mit Klimaerwärmungen synchron lief. Die höheren Temperaturen und längeren Trockenphasen der letzten Jahre kamen dem Weinbau zwar stark zugute, aber auch in raueren Jahrzehnten wurde Wein angebaut. Säure-Legende Viele Durchreisende mokierten sich oft über den hohen Säuregehalt des Kärntner Weins. Diese Urteile, die heute noch in Vorurteilen weiterleben (z.B. Sauerampfer), werden von Weinhalbwissenden gerne mit der


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klimatischen Situation in Verbindung gebracht. Dabei lag der Hauptgrund für den hohen Säuregehalt an der Sortenwahl. Die Kärntner Weingärten waren meist klein und zum Teil sehr weit gestreut, sodass es im Herbst zu einem ungünstigen Vögel-TraubenVerhältnis kam. Daraus resultierend wurde auf Spätsorten wie den Weißen Heunisch oder den Blauen Wildbacher gesetzt, die nebenbei auch besonders frosthart waren. Ertragssicherheit vor Qualität lautete also das Motto und die Weinbauern hielten bis zum „sauren“ Ende des Kärntner Weinbaus an den „auto-

Kärntner Wein

chthonen“ Sorten fest. Seit dem Neubeginn in den 1970er Jahren gehören Vogelschutznetze zur Grundausstattung jedes Weingartens. Aus Angst vor zu später Reife wurde mit Frühsorten begonnen, doch die Winzer erkannten bald, dass auch mit den bekannteren späteren Sorten qualitativ bessere Weine hergestellt werden können. Schilcher- und Gesundwein-Legende Aus dem 19. Jahrhundert ist belegt, dass der Wein des Gebietes um Sittersdorf aufgrund seiner „Eigenartigkeit“ sehr beliebt war und hohe

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Preise erzielte. Es handelte sich um einen hellen Rotwein aus der Sorte Blauer Wildbacher, der wie sein Pendant in der Weststeiermark als Schilcher bezeichnet wurde. Klar ist, dass diese Bezeichnung heute nur im benachbarten steirischen Weinbaugebiet verwendet werden darf. Unklar ist jedoch, ob dieser Weintyp nicht doch ein Kärntner Genuin ist. Das sture Beharren der Weststeirer auf dieser Sorte hat sich jedenfalls bezahlt gemacht, denn heute wird der Schilcher aufgrund seiner markanten Farbe, Aromatik und Säure in der Weinszene sehr geschätzt. Dem Sittersdorfer „Schilcher“ wur-

Von den insgesamt 25 ha Rebflächen in Kärnten stehen nur 6 ha in Vollertrag. Die Hauptsorten sind: Weissburgunder, Chardonnay, Grauburgunder, Sauvignon blanc, Rheinriesling, Zweigelt, Blauer Burgunder, Roesler & Traminer


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den überdies Heilkräfte zugeschrieben, die auch den spanischen König Karl III von einem Magen-leiden erlöst haben sollen. Aufgrund enger diplomatischer Beziehungen ist es sehr wahrscheinlich, dass der König den „Sittersdorfer“ trank. Dass der eher säurebetonte Wein verdauungskurierende Wirkung hatte, muss aus heutiger medizinischer Sicht allerdings bezweifelt werden. Lagen-Legende Weinbau wurde in Kärnten wie auch in anderen Gebieten fast ausschließlich auf steilen Hängen betrieben, dort also, wo Ackerbau nicht mehr möglich war. Auf den nicht terrassierten Hängen führte starke Erosion allmählich zu Ertragsverminderung. Überdies wurde vom beschränkt vorhandenen Wirtschaftsdünger immer mehr in den Ackerbau investiert und die Weingartenböden verarmten. Der enorme Aufwand wurde trotz

Kärntner Wein

hoher Weinpreise, finanziell durch die Erträge nicht mehr abgedeckt. Die Rebflächen wichen langsam dem Anbau von Obst oder Forst. Das Verschwinden des Weines hatte also weniger klimatische als vielmehr wirtschaftliche Gründe. Seit einigen Jahren wird dieser Prozess mit großer Passion wieder umgekehrt und die mit hohem Aufwand verbundene Gewinnung von Flächen und Schaffung von Infrastruktur vorangetrieben. Motivations-Legenden Der Weinbau in Kärnten war kaum wirtschaftlich oder qualitativ motiviert. Die Frage „Warum in Kärnten Wein angebaut wurde?“ führte Historiker Thomas Zeloth zunächst in klerikale Gefilde. Im Mittelalter benötigten die Geistlichen „Messwein-Reserven“, um auch bei Import-Engpässen aus dem heutigen Italien und Slowenien Messen zelebrieren zu können.

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Aus diesem Grund entwickelten sich die Kärntner Weinbauzentren häufig um Stifte, Klöster und Bischofssitze. Den weltlichen Herrschern ging es eher um die edle Optik der Weingärten rund um ihre Burgen und Schlösser. Sie bauten Wein zum Teil in Höhenlagen an, wo es heute niemand mehr wagen würde. Der Import von Wein aus Italien und Slowenien funktionierte im Mittelalter sehr gut und deckte den Bedarf der Oberschicht vollständig ab. Da auf dem in Kärnten gekelterte Wein keine Zölle und Transportkosten lasteten, gelangte dieser hauptsächlich in den öffentlichen Ausschank und wurde zum Volksgetränk. Mit der Aufhebung der Klöster durch Josef II. (Ende 18. Jahrhunderts) und der Abschaffung der Binnenzölle in der Monarchie geriet der Kärntner Wein preislich jedoch enorm unter Druck.


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Kärntner Wein

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Untersuchungen im Rahmen der Weinbauprojekte der Landwirtschaftskammer Kärnten und der Gemeinde Sittersdorf beschäftigten sich intensiv mit der Geschichte des Kärntner Weinbaus. Von den 170 Weinbauern des Kärntner Weinbauverbandes, haben sich 38 zum Arbeitskreis „Wein aus Kärnten“ zusammengeschlossen, der sich mit der Vermarktung des Kärntner Weines beschäftigt. Mit der Marke „Wein aus Kärnten“, die unter der Dachmarke „Genussland Kärnten“ operiert, werden ausschließlich geprüfte Weine beworben. Die aktuelle Weinliste und nähere Infos sind auf der Homepage des Arbeitskreises zu finden: http://www.weinauskaernten.at.

Reblaus-Legende Der Untergang des Kärntner Weins mit Ende des 19. Jahrhunderts wird oft mit dem Auftreten der Reblaus in Verbindung gebracht. Ob der aus Amerika eingeschleppte Schädling jemals die Karawanken überschritten hat, gilt allerdings als sehr unwahrscheinlich. Bewiesen ist hingegen, dass der Mehltau der wiederholten Aufbruchsstimmung im Kärntner Weinbau zu dieser Zeit ein jähes Ende bereitete. 1883 wird die Pilzkrankheit das erste Mal im Lavanttal beschrieben. Erst als der Ertrag schon auf ein Viertel der Jahre zuvor gesunken war begannen die Winzer mit der Bekämpfung. Ab diesem Zeitpunkt siechte der Kärntner Weinbau nur noch vor sich hin, bis er in der Zwischenkriegszeit erlosch. In Hausgärten wurden zwar auf mehltauresistente amerikanische Sorten zurückgegriffen, doch aus diesen Sorten ließ sich nur ein Uhudler-

artiger Wein (im Volksmund „Heckenklescher“) gewinnen. Um dem intensiven Pflanzenschutz zu entgehen, den der Falsche Mehltau mit sich gebracht hat, greifen Kärntner Winzer nun vermehrt auf neue, schädlingsresistente Sorten zurück die durch Kreuzung von amerikanischen mit europäischen Reben entstanden sind. Von Bioweinbausorten wie Solaris, Johanniter, Regent oder Cabernet Cortis wird in Zukunft auch international sehr viel zu hören und kosten sein. Seit den frühen 70er Jahren wird der Wiederaufbau von Weingärten in Kärnten forciert. Die 1999 etablierte Ausbildung zum Kärntner Winzer und Kellerwart ist ein weiteres Indiz für den Aufwärtstrend des Kärntner Weinbaus. Seinen jüngsten Höhepunkt erlebte der Kärntner Wein im Mai des heurigen Jahres. Bei der ersten Kärntner Weinpräsentation

im Schloss Maria Loretto kredenzten elf Winzer des Arbeitskreises „Wein aus Kärnten“ insgesamt 29 qualitätsgeprüfte Weine. Die Kärntner Winzer arbeiten emsig daran, dass bald eine flächendeckende Versorgung der Freunde des Kärntner Weines ermöglicht wird.

Kontakt Mag. Erwin Gartner Sprecher des Arbeitskreises „Wein aus Kärnten“ Obstbauversuchsanlage der Landwirtschaftskammer Kärnten, Schulstraße 9, 9433 St. Andrä im Lavanttal, t +43 676 83 555 456 e e_gartner@lk-kaernten.at


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Hideaways

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Vinorell Kommen als Gast und gehen als Freund

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ich wohl fühlen und das Leben ein paar Stunden mit allen Sinnen in vertrautem, und doch einzigartigem Ambiente genießen. Köstlichkeiten aus Fleisch, Fisch, Gemüse und Pasta ausschließlich mit frischen Zutaten zubereitet. Ein Keller mit erlesenen Weinen und nur 24 Sitzplätzen und zusätzlichen 20 Plätzen im sommerlichen Gastgarten. Überdies Ausstellungen und Jazzabende, die dem Ganzen noch

eine Brise Kultur einhauchen. Und hören sollte das Gesamtkunstwerk schließlich noch auf den wirklich passenden Namen Aquarell - so wollte sich Vinzenz Pfleger seinen großen Traum vom eigenen Restaurant erfüllen. Doch just als der Maler, der die erste Visitenkarte des Lokals entwerfen sollte, mit seiner Arbeit begann, war alles plötzlich ganz anders. Überwältigt von seiner Inspiration leerte der Künstler ein

Glas Rotwein über sein Meisterwerk. Vinzenz Traum vom Aquarell war schlagartig geplatzt. Unbeeindruckt und von der Muse geküsst malte der Künstler aber munter weiter und bemerkte, dass aus dem Aquarell plötzlich ein Vinorell wurde. Dies war die Geburtsstunde des Namens für dieses Kultlokal. Der Rest von Vinzenz Traum erfüllte sich zur Gänze und lebt seit über zehn Jahren auf der Tschau in Riegersdorf.

Vinorell Vinzenz Pfleger Tschau 26 9587 Riegersdorf Tel +43 (0)664/ 438 98 39 www.tschau-vinorell.at jeep@tschau-vinorell.at


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Hideaways

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Kleines Hotel Kärnten Ein kleines Paradies am Faaker See

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an nehme einen idyllischen, fast märchenhaften Garten kombiniere ihn mit der Weitläufigkeit eines türkisblauen Badesees, setze noch 16 behagliche Zimmer mit Blick auf eben dieses Juwel obendrauf und lasse diese Melange von einem ambitionierten Gastgeber-Ehepaar mit viel Engagement für Sinn und Feines zu einem Kleinen Hotel verschmelzen.

Dass diese Rezeptur nur die Basis für ein unvergleichliches Urlaubserlebnis ist, sollte jetzt niemanden verwundern. Verfeinernd hinzu kommen noch ein Kinderhaus, eine Seesauna und das atemberaubende Panorama der Karawanken. In dieses Gemälde fügen sich die zeitgemäß leichte und kreative Küche, sowie das vielfältige Weinsortiment selbstverständlich nahtlos ein.

Von Genuss bekommt man nie zu viel - noch Fragen?

Kleines Hotel Kärnten Fam. Tschemernjak Egger Seepromenade 8 9580 Egg am Faaker See Tel +43(0)4254/2375 Fax +43(0)4254/2375-23 www.kleineshotel.at genuss@kleineshotel.at


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Über Kurz und Lang

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Über Kurz und Lang Die Renaissance des Kurzfilms von Fritz Hock

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er Kurzfilm ist aktuell so präsent und beliebt wie nie zuvor. Handykameras und Youtube leiteten eine Wiedergeburt ein, die das Publikum in seinen eigenen Erfahrungen inspiriert und Lust auf mehr macht. Welches kreative Potential im Format Kurzfilm steckt offenbart K3: Internationales Kurzfilmfestival in Villach. Die Neugierde auf die künstlerischen Schöpfungen der Profis entfachte einen enormen Publikumsandrang und schon nach wenigen Minuten baumelte das Schild „Ausverkauft“ an der Kasse des Stadtkinos. Der Hunger des Publikums auf „Kurzes“ scheint aber noch lange nicht gestillt. Die Anfänge der bewegten Bilder Bevor wir jedoch die Renaissance des kurzen Films näher beleuchten, führt uns eine kleine Zeitreise zurück zu den Anfängen des Filmschaffens. Nach mehreren zeitgleichen Entwicklungen auf dem Gebiet der Bewegungsbildprojektion, konnte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Projektionsapparat der Brüder Lumiére durchsetzen. Seiner Funktions-

K3: Eröffnung

weise nach war er Filmkamera, Filmkopierer und Filmprojektor in einem Gerät. Als Material kam ein 35 mm breiter Filmstreifen zur Verwendung. Das eingesetzte Filmmaterial war in seiner Anwendung und Handhabe sehr empfindlich und kostspielig. Daher dauerten die ersten Aufnahmen der Brüder Lumiére kaum länger als 45 Sekunden und bildeten hauptsächlich reale Szenen ab. Einroller und Zweiroller Nach und nach begannen die Macher die kurzen Filmstreifen aneinander zu kleben und entwickelten damit die Technik der Filmmontage. Einer der berühmtesten Streifen dieser Epoche war „Die Reise zum Mond“ (F, 1902) von Georges Mèliése. Der Film hat eine Länge von 14 Minuten und wurde nach Vorlage eines Jules Verne Romans verfilmt. Mèliése ging als Pionier des erzählenden Kinos sowie als Begründer der Stopp-Motion-Technik (Einzelbildaufnahme) in die Filmgeschichte ein. In dieser Zeit wurden während einer Kinovorstellung mehrere kurze Filme hintereinander projiziert. Dabei unterschied

K3: Empfang

man zwischen Einrollern und Zweirollern - je nach dem wie viele Filmrollen zu wechseln waren. Der erste Langfilm 1915 überschreitet David Wark Griffith mit seinem monumentalen Stummfilm „Birth of a Nation“ (USA, 1915) eine cineastische Grenze. Sein Werk dauert ganze 187 Minuten und konnte eine ganze Kinovorstellung ausfüllen. Doch erst ab 1930 setzte sich der Feature-Film in Ton, Farbe und Breitbild in den Lichtspieltheatern endgültig durch. Um 1950 etablierte sich dann das Fernsehen und viele Kino-Theater verzeichneten dramatische Besucherrückgänge. Dem kurzen Film wurde immer weniger Bedeutung geschenkt und durch die einsetzende Kommerzialisierung des Kinobetriebs (Werbeausstrahlung und Filmtrailer) verschwand der Kurzfilm dann völlig aus dem Kinoalltag. Erst in den späten 70er Jahren wurde der „short film“ als eigenständige Gattung wieder anerkannt und seine Länge in der Regel auf 30 Minuten beschränkt.

K3: Abstimmung


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Die Renaissance des Kurzfilms Nicht zuletzt durch Handykameras und Youtube feiert der Kurzfilm nun eine Renaissance. Wie bei den Pionieren der „laufenden Bilder“ spielt wiederum die technische Machbarkeit eine prominente Rolle. Beschränkte Speicherkapazitäten und Downloadgeschwindigkeiten bereiten dem Kurzfilm im digitalen Zeitalter einen entscheidenden Vorteil. Der Kurzfilm ist auf Internetportalen so präsent und beliebt wie nie zuvor und viele Handybenutzer mutieren zu Kurzfilmregisseuren. K3: Internationales Kurzfilmfestival Villach Diesem Trend folgend entdecken sowohl Filmemacher als auch Zuseher den Kurzfilm als ein Format welches sich frei von den Konventionen des Langfilmkinos wieder neu entwickelt. Das kommerzielle Kino scheint zu träge um auf diesen Zug aufzuspringen, denn ein 90 minütiger Langfilm hat bestimmten Regeln zu folgen um nicht LANGweilig zu werden.

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Über Kurz und Lang

In Villach etablierte sich infolgedessen ein eigenes Internationales Kurzfilmfestival. Unter dem Namen K3 flimmert nun jährlich im Juli eine feine Auswahl an verschiedensten Kurzfilmen über die Leinwand des Stadtkinos. K3 feiert die Offenheit des Kurzfilms K3 zeigt welches kreative Potential im Format Kurzfilm steckt. Gelöst von vorgegeben Spannungsbögen bietet der Kurzfilm eine überdimensionale Palette an Ausdrucksmöglichkeiten. Unter dem Thema „KOMMERZ KUNST KINO – Widersprüche?!“ wurde den Besuchern im Stadtkinosaal in diesem Jahr vor Augen geführt, dass es im Kurzfilm keine Trennung dieser so widersprüchlichen Bereiche gibt. Wie groß der Hunger des Publikums auf Kurzes ist, untermauerte der Publikumsandrang – restlos ausverkauft! Um der Zusehernachfrage gerecht zu werden verlängert Veranstalter Fritz Hock das Festival im nächsten Jahr auf zwei Tage und weicht in einen größeren Kinosaal aus.

Was erwartet den Besucher bei K3: Internationales Kurzfilmfestival? Über die Leinwand flimmert die ganze Spanne des aktuellen Kurzfilmschaffens. Vom Melodram bis zur Komödie, von der Trickanimation bis zum Kunstfilm. K3 verdeutlicht, dass in der Kürze die Würze liegt. Viele der Zuseher, die erstmals in den Genuss eines Kurzfilmerlebnisses kamen, waren überrascht wie viel in so kurzen Filmen ausgedrückt werden kann. Und genau in diesem Punkt endet auch schon die Analogie zu den Anfängen der Filmgeschichte. Waren es anno dazumal die technischen Beschränkungen, die aus einem Film einen kurzen Film machten, sind es heute die technischen Errungenschaften, die es jedem Einzelnen ermöglichen „Schnappfilme“ zu kreieren. Durch eigene Erfahrungen inspiriert wird das Publikum natürlich auch neugierig, wie Profis ihre Kurzfilme gestalten. Alles ist möglich in diesem Zwischenstück von Tradition und Moderne.

Zu sehen bei K3: Internationales Kurzfilmfestival im Juli 2009 in Villach. Informationen zum Kurzfilmfestival: www.kdrei.at Making of ....

Pleamle, das Märchen

Pleamle.com -> Leckerbissen -> Märchen


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Pyramidenkogel

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Ein Turm tanzt auf dem Pyramidenkogel Aus der Symbiose von Tradition und Innovation entsteht ein neues visionäres Symbol für die Region von Max Gangler

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ir befinden uns im Gemeindegebiet von Keutschach (südlich des Wörthersees) auf einer Höhe von 851 Metern. Hier erhebt sich mit einem beeindruckenden Ausblick über die umliegenden Hügelketten und den Wörthersee, von der Landeshauptstadt bis hin zu den Karawanken, der Pyramidenkogel. Um die Besonderheiten des Ortes, den Rundblick und den direkten Bezug zur Landschaft mit den heutigen touristischen Anforderungen zu vereinen, entschloss sich die Gemeinde zu einer zeitgemäßen Lösung für den Neubau des Aussichtsturms. Er soll sich auf lokale Bauweisen beziehen, aber durch innovative Konstruktionsmethoden ein modernes, Identität stiftendes Bauwerk darstellen. So wurde Anfang 2007 ein zweistufiger, geladener Wettbewerb ausgeschrieben, an dem fünf namhafte österreichische Architekturbüros in Zusammenarbeit mit Tragwerksplanern ihrer Wahl teilgenommen haben, um den 1966 erbauten 54 Meter hohen Stahlbetonturm mit drei Aussichtsplattformen zu ersetzen. Bei der Wahl des Baumaterials für den neuen Turm entschieden sich die Organisatoren für den technisch und gestalterisch enorm vielseitig einsetzbaren, heimischen Rohstoff Holz, um die regionale Wertschöpfung sowie die Nachhaltigkeit der Konstruktion zu gewährleisten. Damit knüpft der neue Turm, mit dessen Bau noch in diesem Jahr begonnen werden soll, an den ersten 1950 errichteten siebenstöckigen Holzturm an. Für die Realisierung müssen zwar noch einige Hindernisse überwunden werden, doch die Eröffnung des neuen Wahrzeichens ist für die Sommersaison 2009 geplant.

Nach einer Überarbeitungsphase der drei ausgewählten Projekte, entschied sich die hochkarätig besetzte Wettbewerbsjury im August 2007 schließlich einstimmig für die Klagenfurter Architekten Klaura + Kaden, als Sieger. Deren Entwurf einer dynamischen und gleichzeitig Ruhe ausstrahlenden Figur ist gemeinsam mit dem Villacher Statiker Markus Lackner und dem Klagenfurter Lichtkünstler Hanno Kautz entstanden. Im Juryprotokoll ist dazu zu lesen: „ ...durch die Auflösung des tragenden Turmschafts in eine großmaßstäbliche periphere Tragstruktur, die den Innenraum freistellt und flexible Nutzungen ermöglicht, überzeugt. Die organische Großform ist nach geometrischen Regeln geschaffen, die eine optimale Wiederholung gleicher Teile ermöglicht.“ Das Projekt möchte die Grenzen der gegenwärtigen technischen, materiellen und architektonischen Möglichkeiten überschreiten und ein zukunftsweisendes Symbol sein. Um den damit verbundenen komplexen Anforderungen an Konstruktion, Nutzungsmöglichkeiten, Gestaltung sowie ökonomischen Faktoren gerecht werden zu können, war es den Architekten ein besonderes Anliegen, sich mit dem Ort der Entstehung gründlich auseinander zu setzen und interdisziplinär zu arbeiten. Die gewählte Spiralform ist von natürlichen Vorbildern inspiriert und lässt für den Betrachter alle Tragwerkskomponenten erkennbar nachvollziehen. Die weitgehend aufgelöste Holzkonstruktion besteht aus achtzehn senkrecht stehenden, geschwungenen Brettschichtholzrippen, die geometrisch auf einer jeweils um 20 Grad rotierenden Ellipse auf insgesamt elf Konstruktionsebenen basieren und von horizontalen Ringen sowie schlanken Stahldiagonalen stabilisiert werden. Die Krümmungsradien der Stützen wiederholen sich, dadurch sind die einzelnen Teile in regelmäßigen Abständen jeweils parallel höhenversetzt und erleichtern so die Herstellung mit gleichen Elementen. Die elegante Silhouette aus einem das Sonnenlicht reflektierende Edelstahlnetz tritt je nach Blickwinkel des Betrachters ständig


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„Der „Pyramidenkogeln neu“ wird ein wichtiges, positives und nachhaltiges Zeichen für den konstruktiven Holzbau setzen, welcher weit über die Grenzen Kärntens hinausgehen wird. Er wird die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffes Holzin seiner ganzen Schönheit darstellen.“ LIM KR Ing. Herbert EBNER

Pyramidenkogel

51 variierend in Erscheinung und agiert durch seine behutsame Lichtinszenierung auch bei Nacht. So fügt sich diese Skulptur des „tanzenden Turms“ als landmark mit starker Anziehungskraft gleichzeitig sehr unaufdringlich in den Naturraum Kärntens ein. Als besonderes Raumerlebnis führen auf den insgesamt 100 Meter hohen Turm entlang der Spirale zwei parallel gegeneinander laufende Aussichtsstiegen, durch deren Ersteigung man auf der obersten Besucherplattform in 83 Metern Höhe einen faszinierenden 360°-Panoramablick erhält. Auch von den beiden darunter liegenden Ebenen kann der Ausblick genossen werden, wobei diese Plattformen für verschiedene Funktionen, wie z.B. Sanitäranlagen, dienen. Einen speziellen Reiz besonders für Kinder bietet die Rutsche, die direkt von einer Plattform des Bauwerks aus einer Höhe von 66,5 Metern in die Tiefe führt, im Notfall aber zugleich einen schnellen Evakuierungsweg ermöglicht. Den Kern des Bauwerks bildet der zentrale, transparente Aufzug, mit dem der Besucher das auf 70 Metern Höhe liegende Turmcafe zu einer Stärkung erreichen kann. Im Basisgebäude, das mit dem Turm ein Ensemble bildet, wurden dem Wunsch der Gemeinde entsprechend neben einem Restaurant auch flexibel nutzbare Bereiche geschaffen, um auf zukünftige Entwicklungen reagieren zu können. Dadurch kann die betriebswirtschaftliche Effizienz und Kundenfreundlichkeit sowohl für Familien und Reisegruppen als auch für Geschäftsleute und Fachpublikum langfristig garantiert werden. Durch das umfangreiche Nutzungsangebot und die harmonische Konstruktion unter Berücksichtigung lokaler Traditionen stellt der Aussichtsturm am Pyramidenkogel einen herausragenden Beweis für moderne alpenländische Holzbaukunst dar.

Architektur: Klaura und Kaden Architekten Tarviserstraße 80, 9020 Klagenfurt www. http://www.klaura-kaden.at Tragwerk: DI Markus Lackner, Villach Licht + Erlebins: DI Hanno Kautz, Klagenfurt


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Mode und Lifestyle

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Mode und Lifestyle Typisch ich, ... oder doch nicht!? von Evelyn Klein

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ifestyle - neben vielen neuen aktuellen Wortschöpfungen das Zauberwort, um den heutigen Lebensstil zu beschreiben. Die Gesellschaft ist bemüht sich in Sachen Lifestyle immer wieder auf Neues einzustellen – natürlich um immer up to date und trendy zu sein. Lifestyle umfasst alle Bereiche unseres Lebens – ob wir es wollen oder nicht. Es wird gearbeitet, um sich Einiges an Lifestyle leisten zu können. Vom Kosmetikinstitut zum Brunch Die Kosmetikindustrie boomt. Alles wird getan, um den Alterungsprozess der Haut zu verzögern – ob von Frau oder Mann. Straffe Gesichtszüge und Schönheitschirurgen haben Hochsaison. Nur so ist man noch lieber in der Szene unterwegs und jagt dann noch lieber von einem Event zum nächsten. Gut und genussvoll essen reicht schon nicht mehr – Erlebnisgastronomie oder exotisch ausgefallene Restaurants mit dem besonderen Etwas müssen es sein. Wer etwas auf sich hält trifft sich zum Brunch, zur After-WorkParty oder zum Chill-Out. Stars als Modeberater – dein Fernseher, dein Lebenshelfer Promis und Stars kreieren und verkaufen ihre eigene Mode. Kein Wunder, wir wollen solche Stilvorbilder. Stilberatung ist heute ein riesiges Geschäft. Interessanterweise hat das viele Bemühen um mehr Stil vor allem Eins bewirkt: Die Menschen werden sich immer ähnlicher, sie gleichen sich gar bis auf so manche Tattoos an den verschiedensten Körperstellen. Die Seitenblicke-Gesellschaft zeigt Frau/Mann die neuesten Trends in Sachen Mode und welcher Designer gerade „in“ ist.

Skydiving oder Eisklettern Trendsportarten werden erfunden oder noch aufregender gestaltet, um neue Erlebnis- und Abenteuerwelten jenseits der tatsächlichen Realität erleben zu können. Neue körperliche Herausforderungen werden gesucht. Tennis, Golf oder Reiten ist zu langweilig. Es muss schon mehr körpereigenes Morphin ausgeschüttet werden, sei es beim Cliffdiving, Bungee Jumping oder beim Polo. Oder vielleicht im nächsten Jahr mit dabei beim Ironman? Produkte, die Gefühle wecken Um dem Lebensgefühl des modernen Verbrauchers Rechnung zu tragen, erhalten immer mehr Produkte, bei denen bisher der Nutzen im Vordergrund stand, einen modischen Accessoire-Charakter. Aber auch immer mehr Designobjekte sollen nicht nur schön sein, sondern beim Betrachter Gefühle wecken. Design und Emotion: Schwebende Lampen, tierische Handtuchhalter und leckende Stühle. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, das Geschäft mit Lifestyle und allem was dazu gehört, blüht und erfindet täglich neue Bereiche. Manchmal kann es aber sein, dass bei dieser unüberschaubaren Palette von Angeboten eine lebenswerte Balance nicht mehr gefunden wird. Depression oder Burn Out werden ebenfalls zu neuen LifestyleBegriffen. Vielleicht begnügen wir uns dann wieder mit einem Urlaub auf „Balkonien“ oder einem gemütlichen Frühstück im eigenen Garten. Und trotzdem ... Man verbindet mit dem Thema Lifestyle und Mode ein positives Lebensgefühl. Lifestyle und Mode

tragen in der Gesellschaft dazu bei, Lebensqualität zu steigern. Sei es die Suche nach dem passenden Outfit für die nächste Party, dem ultimativen Design-Objekt für die eigenen vier Wände oder die Suche nach der besonderen körperlichen Herausforderung – Lifestyle macht glücklich! Lifestyle Lieblinge Dirndl: Endlich wieder mal ein Kleidungsstück, das ohne das Attribut „Trend“ auskommt. Während in immer mehr Designerkollektionen Details aus der Tracht Einzug halten, sollte man selbst auf das ganze Paket setzen. Das iPhone: ultimativ verzaubert von der Magie des schicken Designs und der spielend leichten Bedienung. Ohrenkino: Ob Langstreckenflug, stundenlanger Zug-Trip oder eine schier unendliche Autofahrt Hörbücher verschönern jede Reise. Garten Eden: Urlaub auf „Balkonien“, aber ein trendy roof top garden sollte es schon sein. Immer wieder Jeans: Mit Jeans ist es wie mit Männern. Wir verlieben uns in ein passendes Modell und schwören ewige Treue ....bis ein neuer Traum-Typ auf Tuchfühlung gehen darf. Fingerfood: Was stört auf jeder Party? Der Teller samt Nudelsalat und Besteck in der Hand. Die Lösung: Fingerfood! Höhentraining: Urlaub in den Bergen – nicht nur im Winter. Klare Luft atmen und faszinierende Natur genießen. Barcelona: Lifestyle pur, nicht nur in Bezug auf Mode, Architektur und Gastronomie.


Life Style!?


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Pleamle-Baby

Kleines Pleamle ganz Groß! Polos und Shirts in unterschiedlichen Farben, ab Größe 68!

Pleamle Baby

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Urlaubsparadies im Herzen Kärntens Villach-Warmbad • Faaker See • Ossiacher See Glasklare Seen Malerische Berge Draumetropole Villach Thermenparadies Seenwellness Aktiv, Erholsam und Gesund

Villach-Warmbad • Faaker See • Ossiacher See Tourismus Töbringer Straße 1 • 9523 Villach-Landskron • Österreich Telefon +43 / (0)4242 / 42 000 – 0 E-Mail: office@region-villach.at • www.region-villach.at


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„Pleamle“ - HochZeit

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In „Pleamle“ vor den Traualtar Trachtenhochzeit neu interpretiert von Andrea Schumi

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er Wonnemonat Mai, tiefblauer Himmel und strahlender Sonnenschein dazu eine zauberhafte Braut, ein adretter Bräutigam, eine glückliche Familie, viele Freunde sowie der malerische Ort Arriach – das waren die Elemente für die erste Traumhochzeit im “Pleamle”-Design. Schon am Vormittag wurde die standesamtliche Trauung im kleinen Kreis abgehalten. An der familiären Zeremonie nahmen nur die Trauzeugen, die Eltern der Brautleute und natürlich das Brautpaar und deren zwei Söhne teil. Im Anschluss diente die idyllische

Almenlandschaft der Nockberge als Hintergrund für einen außergewöhnlichen Fototermin. Das traumhafte Wetter, sowie das schmucke Brautpaar, festlich gekleidet in feinstem “Pleamle”-Zwirn, rundeten die pittoreske Szenerie entsprechend ab. Um die Mittagszeit verließ der Bräutigam das beschauliche Arriach in Richtung Tale, um in seinem Elternhaus in der Unteren Fellach die ersten Gäste in Empfang zu nehmen. Gemeinsam ging es dann wieder retour auf 911m Seehöhe wo im Heime der Braut bereits die Agape wartete. Bei leckeren Häppchen und erfrischenden

Getränken kamen die 130 Gäste schnell in Hochzeitsstimmung. Bald drängten aber die ersten Gäste zum Aufbruch in die nahe gelegene Kirche. Konnten sie es nicht mehr erwarten das “Pleamle”-Brautpaar vor dem Traualtar zu sehen? Oder ahnten sie bereits, dass der Weg zum Gotteshaus kein direkter sein würde? Wie in Kärnten üblich mussten auch unsere “Pleamle”-Brautleute erst eine Maut passieren, ehe sie sich auch vor Gott das Ja-Wort geben konnten. Freunde des Paares ließen den gemeinsamen Weg des Hochzeit-


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„Pleamle“-HochZeit

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Zwichen Tradition und Moderne! Zwischen Tracht und Traum in Weiß! Zwischen Bergen und Seen! Die erste Pleamle-HochZeit 2008


58 paares in komödiantischer Art und Weise Revue passieren. Nachdem das “Pleamle”-Brautpaar die belustigenden Aufgaben der Maut erfolgreich meisterte stand dem Gang in die Kirche nichts mehr im Wege. Vom Pfarrer sehr persönlich und äußerst stimmungsvoll zelebriert und von der Sängerrrunde Fellach/ Oberdörfer musikalisch umrahmt, gestaltete sich der Gottesdienst überaus feierlich. In einem Regen aus wohlriechenden Blumen und durch ein Spalier von Eishockeyschlägern verließen die frisch Vermählten schließlich die Kirche.

„Getraut“ wurde am Berg in Arriach, „getafelt“ am See in Ossiach.

„Pleamle“-HochZeit

Ein Gruppenfoto der fidelen Hochzeitgesellschaft war auch schnell im Kasten und in einem schier endlosen Autokorso hupten sich die Gäste den Weg zur Stiftsschmiede nach Ossiach frei. In überwältigendem Ambiente auf der Terrasse am See wurde der Aperitif genossen und noch bevor die Abendsonne hinter der Gerlitze verschwand, verwöhnte der Küchenchef die Hochzeitsgäste mit lukulischen Feinheiten vom Buffet. Nach dem festlichen Mahl eröffnete dann das “Pleamle”-Brautpaar mit

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einem Walzer die Tanzfläche, die sich alsbald füllte. In einem unachtsamen Moment der Trauzeugin gelang es später die Braut zu entführen. Es dauerte allerdings nicht lange bis der Beistand die Abgängigen ausfindig machen konnte und die Braut mit erheiternden Gstanzln auslöste. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert, getanzt und gelacht und als die letzten Gäste heimwärts zogen, tanzten bereits die ersten Sonnenstrahlen auf den Wellen des Ossiacher Sees.


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Schloss Velden

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Das Schloss Velden Königlich feiern

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as Schloss Velden, a Capella Hotel wurde als Resort mit 105 Gästezimmern und Suiten vergangenes Jahr im Mai aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Durch seine bezaubernde Lage direkt am Wörthersee, eingerahmt von den Kärntner Bergen, ist dies der perfekte Ort um eine Auszeit vom Alltag zu genießen.

Ein fürstliches Geschenk für jeden Anlass, ein Geschenk von ewiger Erinnerung - das Geschenk von Luxus spüren und erleben, welches Ihre Familie, Freunde oder Geschäftspartner sicher zu schätzen wissen -

Sie können aus einer Schatztruhe von unvergesslichen Erfahrungen wählen, wie z.B.: − Übernachtung in einem unserer luxwuriösen Doppelzimmer oder einer exklusiv ausgestatteten Suite mit atemberaubendem Ausblick auf den Wörthersee

− Einem romantischen Abendessen im, mit 3-Hauben ausgezeichneten Gourmet Restaurant „Schlossstern“ − Eine wohltuende Körperanwendung oder Gesichtbehandlung im Auriga Spa

die Magie von Schloss Velden, a Capella Hotel! − Einen ganzen Tag gefüllt mit Ruhe und Entspannung im Auriga Spa − Oder einen gemütlichen Zigarrenabend in der Schlossbar

Königlich feiern Für außergewöhnliche und exklusive Feierlichkeiten bietet unser Haus den idealen Rahmen. Verbringen Sie mit Ihren Gästen einen unbeschwerten, glücklichen Tag bei uns und feiern Sie Ihre persönliche Traumhochzeit oder Geburtstag im Schloss Velden am Wörthersee.

Ein Gutschein für das Schloss Velden, a Capella Hotel


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Pleamle-Preview Die neue Kollektion Herbst Winter 2008

Neuer Kapuzen-Sweater aus Interlock-Material: Sportlich, bequem, ideal f端r Draussen!

Pleamle-Preview

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Pleamle-Preview

Damen Pullover, Strick bestickt mit V-Ausschnitt, gibts in Schwarz

Polos für Damen, Herren und Kinder in der neuen Herbstfarbe Rostrot

Neuer ärmelloser Strick-Pulli mit Rollkragen. Kombinierbar mit Langarm-Shirts. Farbe: Schwarz

Die neuen Farben in den Tönen des Herbstwaldes: Laub, Rostrot, Oliv

Neu für die Wandersaison: Fleecesweater für Damen in Schwarz

3/4-Arm-Polos und Langarmpolos gibt es nun auch in den 3 neuen Herbstfarben

Warme Strick-Pullis mit V-Kragen für Damen und Herren. Ideal zum Kombinieren mit Blusen und Shirts

Piqué-Polos für Damen, Herren und Kinder in unterschiedlichen Schnitten in der Farbe Laub

Fleece-Sweater für Kinder: Ideal, wenn die kältere Jahreszeit wieder kommt


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Pleamle-Händlerverzeichnis

Pleamle-Magazin Nr 1 9/2008

Pleamle-Shop 9500 Villach Gerbergasse 3

Hotel und Spa Bleiberg 9530 Bad Bleiberg Drei Lärchen 150

Kaufhaus Loder 8062 Kumberg Am PLatz 1

Mode Lendl 8605 Kapfenberg Kolomann-Wallisch-Platz 4

ÖSTERREICH

Kärntner Handwerksladen 9546 Bad Kleinkirchheim Dorfstraße 49

Kirchmayer Landhausmode 8120 Peggau Alte Landstraße 12

Intersport Michaela 8623 Aflenz-Kurort Mariazellerstraße 4

Trachten Carinthia 9546 Bad Kleinkirchheim Dorfstraße 43

Trachtenstube Hiden 8124 Übelbach Alter Markt 65

CAJ. Arzberger 8630 Mariazell Hauptplatz 6

Schafferlstube 9551 Bodensdorf Bundesstraße 16

Mode & Tracht 8160 Weiz Marburgerstraße 6

Boutique Exclusive 8650 Kindberg Hauptstraße 45

Merit Landhausmode 9560 Feldkirchen Laboisnerstraße 2

Seidl Tracht & Mode 8184 Anger Hauptplatz 28

Trachtenmode Wernbacher 8662 Mitterdorf Gartengasse 2

Nimo 9560 Feldkirchen Kirchgasse 5

Modehaus Klampfl 8230 Hartberg Wienerstraße 12

Trachten Bärbel 8700 Leoben Timmersdorfergasse 7

Boutique im Hotel Hochschober 9565 Ebene Reichenau Turracherhöhe 5

Moden Putz 8254 Wenigzell Pittermann 91

Trachtenboutique Roth 8720 Knittelfeld Hauptplatz 15

Robinson Club Schlanitzen Alm 9620 Hermagor Sonnleitn 2

Trachten Hiebaum 8322 Studenzen Studenzen 118

Neuböck 8742 Obdach Hauptstraße 38

Moden Kristler 9640 Kötschach Kötschach 186

C&R Mode 8430 Leibnitz Grazergasse 14

Trachtenmode Rottensteiner 8850 Murau Anna-Neumann-Straße 30

Pirker 9771 Berg im Drautal Berg 177

Trachtenhaus Silberschneider 8443 Gleinstätten Hauptstraße 23

Kastner & Öhler 8940 Liezen Bahnhofweg 5+6

Steinbock 9800 Spittal an der Drau Neuer Platz 15

Modehaus Silberschneider 8444 St.Andrä im Sausal Haupstraße 62

Aigner 8940 Liezen Hauptstraße 30

Textil Lackner 9843 Grosskirchheim Döllach 101

Gamkitz 8462 Gamlitz Pleysteinplatz 402

Loden Steiner 8970 Schladming Hauptplatz 16

STEIERMARK

Kaufhaus Wallner 8492 Halbenrain Halbenrain 15

Sportmoden Schrempf 8972 Ramsau/Dachstein

KÄRNTEN Noreia 9020 Klagenfurt Flughafenstraße 60 Rettl 1868 9020 Klagenfurt Burggasse 8 Strohmaier Trachten 9020 Klagenfurt Dr. Arthur-Lemisch-Platz 7 Lord Herrenmode 9020 Klagenfurt Alter Platz 31 Trachten Carinzia 9082 Maria Wörth Lindenplatz 1 Kaufhaus Korak 9100 Völkermarkt Hauptplatz 23 Merit Landhausmode 9112 Griffen Gewerbestraße 1 Opetnik 9125 Kühnsdorf Kühnsdorf Nord 59 Fugger - Tradition in Tracht 9220 Velden Rosentalerstrasse 3 Schöffmann Trachten 9300 St. Veit Unterer Platz 17 Trachten Gutra 9360 Friesach Goisbergerstraße 3 Türk und Sternat 9400 Wolfsberg Wienerstraße 13 Steinbock 9500 Villach Gerbergasse 7 Rettl 1868 9500 Villach Freihausgasse 12 Clubhotel Landskron 9523 Landskron Süduferstraße 69

Seidl Tracht & Mode 8010 Graz Schmiedgasse 13-15 Richard Rollett 8010 Graz Murgasse 14 Gerstner Kindermoden 8010 Graz Franziskanerplatz 14 Kastner & Öhler 8021 Graz Sackstraße 7 -13 K.D. Brühl Trading Ges.m.b.H 8041 Graz Neufeldweg 162

Kaufhaus Hubmann 8510 Stainz Grazerstraße 1 Landhausmode Reiter 8530 Deutschlandsberg Frauentalerstraße 24 Trachten Haberl 8600 Bruck an der Mur Herzog Ernstgasse 20 Schuh und Tracht Haberl 8600 Bruck an der Mur Mittergasse 21

Loden Steiner 8974 Mandling Mandling 90 TIROL Hubertus Moden 6020 Innsbruck Sparkassenplatz 3 Giesswein Trendstore 6230 Brixlegg Niederfeldweg 5 - 7 Boutique Rainer 6263 Fügen Fügen 58


Pleamle-Magazin Nr 1 9/2008

Lodenhaus Tyrol 6300 Wörgl Speckbacherstraße 9

Herzerl Stubn 5400 Hallein Kornsteinplatz 4

Giesswein 6345 Kössen Klobensteinerstraße 21

Tracht & Mode Hofelmayer 5431 Kuchl Markt 5

Trachten Unterrainer 6352 Ellmau Dorf 21

Kaiser Franz Josef 5500 Bischofshofen Gasteinerstarße 17

Steinbock 6410 Telfs Untermarkt 10

Zeitlos - Adelsberger 5600 St.Johann im Pongau Hauptstrasse 23

Sport und Tracht Mader 6631 Leermoos Kirchplatz 8

Gabriele Trachten 5640 Bad Gastein Mozartplatz 7

Merit Landhausmode 9900 Lienz Mühlgasse 1

Jungvogel Landhausmode 5760 Saalfelden Ritzenseestraße 11

VORARLBERG

OBERÖSTERREICH

Pfefferkorn´s 6764 Lech/Arlberg Dorf 180

Tracht und Mode Peter 4580 Windischgarsten Hauptstraße 25

Landhausmode Lenz 6858 Schwarzach Wiesenweg 2

Wenger - Austrian Style 4982 Obernberg am Inn Kirchenplatz 3-4

Rainer - Mode mit Tradition 6866 Andelsbuch Hof 320 SALZBURG Salzburger Heimatwerk 5010 Salzburg Residenzplatz 9 Brigitte Trachten 5020 Salzburg Universitätsplatz 7 Trachten Stassny 5020 Salzburg Getreidegasse 35 Stassny Trachtenkinder 5020 Salzburg Getreidegasse 30 Loden und Sportcouture Gaisberger 5020 Salzburg Kaigasse 35

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Pleamle-Händlerverzeichnis

NiEDERÖSTERREICH Gabi´s Alpengwandl 2500 Baden bei Wien Pfarrgasse 16 Trachtenwerkstatt Maria Schwarz 2500 Baden bei Wien Beethovengasse 5 Siller Fest & Tracht 2641 Schottwien Maria Schutz 37 Trachtenmode Wainig 2700 Wr. Neustadt Grazer Straße 93 Trachten Bezecny 2700 Wr. Neustadt Kesslergasse 4 Moser Moden 2734 Puchberg Bahnstraße 14

Wenger Austrian Style 5020 Salzburg Linzergasse 58

Köck 2880 Kirchberg Hauptstraße 48

Wimmer schneidert 5205 Schleedorf Dorf 96

Trachtenstube Weber 3430 Tulln Hauptplatz 11

WIEN Loden Plankl 1010 Wien Michaelerplatz 6 Giesswein 1010 Wien Kärntner Ring 5-7 Stil Exclusive 1180 Wien Währingerstraße 97

Trachten- und Modehaus Grasegger 84267 Garmisch-Patenkirchen Am Kurpark 8 da´ Gamsnberger 84326 Ringbach bei Falken Gamsnberg 1 Stephan Barbarino 84489 Burghausen Stadtplatz 116

DEUTSCHLAND

Ullmann Landhausmode 85221 Dachau Otto-Hahn-Straße 22

Linie SaRé 31224 Peine Bahnhofstraße 20/21

Stacheter Tracht und Handwerk 85625 Baiern Lindach7

Vroni Dickert 63619 Bad Orb/Spessart Hauptstraße 52

Gwandhaus 86551 Aichach Schlossplatz 2

Dorfladen 71154 Nufringen Hauptstraße 23

Trachtenmode Strele 87534 Oberstaufen Am Mühlacker 13

Seesahupter Werkstatt 82402 Seeshaupt Hauptstraße 2

Ledergwand Lisa Schulhauser 94032 Passau Rottränke 3

Trachtenhaus Leismüller GmbH 82499 Wallgau Walchenseestraße 11

Modehaus Garhammer 94065 Waldkirchen Marktplatz 28

Breiter Tracht-Hüte-Mode 83022 Rosenheim Münchenstraße 6

Kinderladen Spatz 94315 Straubing Fraunhoferstarße 5

Mode und Trachtenhaus Rechenauer 83080 Oberaudorf Kufsteiner Straße 1

Koishüttler Trachtenstube 94556 Neuschönau Max Mang Straße 9

Hofer Trachten 83224 Grassau Kirchplatz 11 Sporthaus Bittner 83483 Bischofswiesen Andreas-Fend-Ring 1 Tölzer Trachtenstube 83646 Bad Tölz Marktstraße 39 Lichtenauer-Heil 83734 Hausham Schlierseer Straße 4 Original Stockerpoint GmbH 84164 Ottering Stockerpoint 6

Jagd- und Trachtenaustatter 07318 Saalfeld Mittlerer Watzenbach 8 Jagd und Freizeit 08056 Zwickau Marienplatz 12 ITALIEN Sport Ferré 23024 Madesimo-SO Via Alle Scuole 4 Trachtenmode Jawag 39020 Marling bei Meran Gampenstraße/Via Palade 8


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Impressum

Pleamle-Magazin Nr 1 9/2008

Impressum Pleamle-Magazin Nr 1: Pleamle GmbH, 9500 Villach, Kaigasse 4 Konzept und Gestaltung heinzjosef OG Fotos Gerhard Kampitsch, Henry Welisch, Wofgang Freithof Studios NY Styling Make up Hair Andrea Galler, Selma Begovic Druck Kreiner Druck Villach Gesamtauflage 20.000 St端ck Kontakt magazin@pleamle.com Medieninhaber und Herausgeber


Neu: Kärntner Trainer Anzug 2008

Die nächste Ausgabe des „Pleamle Magazin“ erscheint im März 2009


Pleamle Magazin Nr 1  

Magazin zwischen Tracht und modernem Lifestyle. September 2008

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